Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
… @ Freitag: Um ehrlich zu sein: Ich hab die einschlägigen Paragraphen NICHT nachgelesen. @ Benedikt:
Habe nicht angenommen, daß Sie das behauptet hätten. War eigentlich so an alle in den Raum gestellt
gewesen, was ich vielleicht hätte deutlicher machen müssen. Es stört mich nämlich doch beträchtlich,
wenn man Homosexuelle und Pädophile „gleichsetzt“, weil das überhaupt nichts miteinander zu tun hat.
Zum Beispiel gibt es mehr als genug Männer, die von noch nicht volljährigen Schauspielerinnen fantasieren
(etwa von Emma Watson), das heißt, genauso wie es bei Homosexuellen mit Sicherheit Pädophile gibt, ist
das auch bei Heterosexuellen der Fall. Das sind, um es mal mathematisch auszudrücken, keine identische
Mengen und auch keine sich enthaltende Mengen, sondern sich überschneidende Mengen – sich überschneidend
sowohl mit der homo- als auch mit der heterosexuellen Menge. Und zu behaupten, daß die Überschneidung
mit der homosexuellen Menge größer sei als die mit der heterosexuellen, entbehrt jeder Grundlage. Denke
ICH.
@ Benedikt Danke für den Link. Wobei mir aufgefallen ist, daß dies gut und gerne vor 20 – 30 Jahren
vertreten wurde und heute wohl nicht mehr, richtig? Ist es dann überhaupt korrekt, den Vorwurf zu erheben,
daß die Anerkennung der Homosexualität der Pädophilie Tür und Tor öffnet? Vor allem, weil sich dem
Wikipedia- Artikel zufolge größere homosexuelle Organisationen gegen Pädophilie abgrenzen?
@ Benedikt Wollten das die Homosexuellen?!? Entschuldigung, ich bin nicht so sehr auf dem Laufenden, was
dies alles betrifft; bin nicht so sehr „fixiert“ auf dieses Thema und kriege deswegen nicht alles so mit.
Die Frage ist also durchaus ernst gemeint, nicht rhetorisch.
Bildungsstand Also, um hier mal was klarzustellen: Zwar find ich übermäßigen Gebrauch von Chatkürzeln
auch zuweilen etwas nervig. Sich dennoch so von oben herab zu geben, find ich absolut unnötig. Genauso
find ich es unnötig, seinen Titel mit anzugeben. Mag sein, daß das zum Namen dazugehört; viele andere
verzichten aber auch darauf. Haben Sie das Gefühl, daß Ihre Argumentation mehr Gewicht bekommt, weil
ein Titel davorsteht? Ich glaube, darauf fallen die wenigsten noch rein. Einstmals war der katholische
Glaube der Glaube auch der einfachen Leute, über die Sie sich jetzt so elitär erheben. Schon mal dran
gedacht?!? Ich muß Benedikt und der sog. „Homofraktion“ beipflichten, wenn es um Herrn Murx geht: Kriminell,
hinterhältig. Selbstjustiz ist in Deutschland nicht erlaubt, in Frankreich übrigens auch nicht, wie
Sie wissen sollten, auch wenn Sie noch so sehr denken, im Recht zu sein. Danke an Benedikt für den erfrischend
sachlichen Diskussionsstil. Und noch eine persönliche Anmerkung, was Schuldzuweisungen an die Kirche
angeht: Die Kirche ist ein Abbild menschlicher Gruppen an sich – das heißt, es gibt schwarze Schafe überall.
Es gab Katholiken, die gegen das dritte Reich gekämpft haben und dafür teuer büßen mußten. Es gab
Katholiken, die das System mitgetragen hatten. Schwarz und weiß – beides da, auch wenn die meisten wahrscheinlich
grau sind.
Rudolfsohn Wahnsinn. So einen selbstgefälligen, selbstgerechten und selbstzufriedenen Menschen hab ich
schon lange nicht mehr gelesen. Wußte gar nicht, daß es möglich ist, sich selber für nicht mehr verbesserungswürdig
und ach- so- viel- besser- als -alle- anderen- aber- insbesondere- der- Homolobby zu halten. Apropos,
es gibt da einen gewissen Maquis de Sade. Kennen Sie denn, mein Herr? Namensgeber des Sadismus. Tut mir
ja sehr leid, Sie enttäuschen zu müssen, aber sein Hauptopfer in seinem Roman ist nicht ein anderer
Mann, sondern eine Frau. Soviel zur „Reinheit der Heterosexualität“. Ich bitte Sie.
@ Benedikt Also ich hoffe doch, dass Ihre Fraktion soviel Abstraktionsvermögen besitzt, dass sie Aussagen
aus einem privaten Forum nicht absolut mit der ganzen Kirche setzt. Tut sie das trotzdem, so nähert sie
sich in der Vorgehensweise gerade denen an, die sie eigentlich kritisiert. Vollkommen richtig. Gilt auch
für beide Seiten, wie selber schon angemerkt. Damit müßten aber auch Sie diesen Artikel ablehnen, und
viele andere Artikel auf dieser Seite ebenfalls, denn genau das wird hier je gemacht. Kaum zu glauben,
aber wahr: Die agressiven, exhibitionistischen Schwulen sind nicht die Regel. Ich halte sie sogar eher
für die Ausnahme, kann das aber nicht belegen, weswegen ich das nicht als Argument verwende. Wobei, wenn
ich es belegen könnte, diese Belege wahrscheinlich sowieso unter irgendeinem Grund nicht akzeptiert würden.
Mit den Homosexuellen ist es für Katholiken/ Christen vielleicht ein bißchen wie für mich mit den Rauchern:
Die, die sich nicht an die Regeln halten, sind halt die, die auffallen. Das heißt nicht, daß alle so
schrill sind. Ich hab einen homosexuellen Freund, der eine konservativere und viel wertorientiertere Haltung
hat als fast alle meiner heterosexuellen Freunde (die nicht antikirchlich oder so was eingestellt sind!).
@ Schtieffen In der Bibel stehen ‘ne Menge interessanter Sachen drin. Zum Beispiel gibt es Regelungen,
was Sklaven betrifft (z. B. Exodus 21, 32). Trotzdem würde doch heute keiner sagen, Gott ist für die
Sklaverei, oder? Alle würden meinen, daß es diese Regelungen aufgrund der gesellschaftlichen Gegebenheiten
dieser Zeit gab. Da wäre es doch überlegenswert, ob sich das mit anderen Dingen ebenso verhalten könnte,
oder nicht?
„schlimmste Sünde“ Sowas, und ich dachte immer, Sünde ist Sünde. Ob man jetzt die Sünde begeht, daß
man jemanden anlügt, oder die Sünde begeht, daß man als Homosexueller seine Sexualität auch auslebt,
ist doch vollkommen wurscht. Das eine wie das andere trennt von Gott. Jetzt mal innerhalb des katholischen
Systems argumentiert.
enttäuscht Ich muß sagen, ich bin ein bißchen enttäuscht. Ich hab schon lang auf die Fortsetzung dieser
Artikel gewartet. Es kam aber eigentlich nichts wirklich Neues… Da hab ich Besseres erwartet. Zu dem
Klischee, schwule Männer seien solche Frauenversteher: Rupert Everett (schwuler Schauspieler, für die,
die’s nicht wissen) meinte mal in einem Interview, das sei absoluter Quatsch. Er verstehe Frauen auch
nicht besser als Männer. Einen Vorteil haben schwule Männer allerdings: Sie würden eine Frau niemals
belästigen oder sich in sie verlieben, sobald sie nur mal nett zu ihm ist. Vielleicht mögen wir Schwule
deswegen so gerne… ;)
@ Uwe Ganz ehrlich: Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber – wie alt sind Sie? Sind Sie ernsthaft der
Meinung, daß es Ihnen nichts ausmacht, auf Sex zu verzichten, wenn Ihre Frau die Wechseljahre hinter
sich hat? Ihnen ist bewußt, wann Frauen in die Wechseljahre kommen? Und welche Lebenserwartung Sie heutzutage
haben? Und wie lange sie damit noch leben würden, ohne Ihre Frau körperlich lieben zu „dürfen“? Evelin
hat ja auch schon darauf hingewiesen, daß die Kirche dies nicht VERLANGT. Natürlich können Sie persönlich
da anderer Meinung sein. Ich hoffe, daß das nicht herablassend klingt, aber dann tut mir das leid für
Sie.
unfruchtbarer Geschlechtsverkehr Wenn man davon ausgeht, daß Gott uns die Sexualität nur rein zur Fortpflanzung
gegeben hat, dann schon. Ich hab allerdings schon in irgendeinem meiner Postings geschrieben, daß auch
christliche Eheberater inzwischen Sexualität als mehr ansehen als als reine „Kinderproduktion“ (ich weiß,
das ist ein Unwort, und meine es nicht so harsch, wie es klingt). Außerdem: Wenn Gefühle im Spiel sind
(in diesem Fall die LIebe zwischen den beiden), kann man mit vernünftigen/ logischen/ „produktiven“ Erwägungen
selten dagegen an. Genau das ist ja das Problem: Beide versuchen, ihre Gefühle füreinander zu kontrollieren
und das zu tun, was „normal und richtig“, produktiv ist. Beide heiraten und kriegen Kinder. Aber: Beide
sind todunglücklich. Von der Perspektive aus ist unfruchtbarer Geschlechtsverkehr meiner Meinung nach
in jedem Fall besser. Eine Frage: Würden Sie einem alten Ehepaar das Recht absprechen, Sex miteinander
zu haben, weil sie zu alt sind, um noch Kinder zu zeugen? Die haben auch unfruchtbaren Geschlechtsverkehr.
Fänden Sie es nicht hart, ihnen einen Teil ihrer Beziehung zueinander wegzunehmen, weil sie nicht mehr
fruchtbar sind?
Lüstlinge Ich finde es bedauerlich, daß ein Großteil der Homo- Gegner nicht wahrhaben will, daß es
den Homosexuellen nicht in erster Linie um den Sex geht. Es geht ihnen darum, einen Menschen des gleichen
Geschlechts lieben zu dürfen. Genauso wollen sie nicht die Gesellschaft „verhomosexuellen“, sprich ihr
aufzwingen, so zu leben wie sie. Sie wollen nur so leben können, wie sie wollen. Wer hier anderen aufzwingen
will, so zu leben wie sie, sind andere.
@ Ansgar Teilweise muß ich Ihnen schon auch Recht geben (z. B. was den inflationären Gebrauch so mancher
Wörter angeht). Und ja, der Teil, den Sie unten von mir zitiert hatten, war zugegebenermaßen überflüssig/
blöde. Kann mal passieren. Ich frage mich nur, was Sie hier machen, wenn Sie eine Diskussion auf dem
allerhöchsten Niveau erwarten. Auch Leute, die Sie für ungebildet halten mögen, haben eine Meinung.
Errare humanum est Klar, irren ist menschlich. Kann also durchaus passieren. Allerdings hat die Kirche
ihren Kurs auch schon mal korriegiert. Bleibt also nicht unbedingt bei der „falschen“ Auslegung. Die Sache
ist nur die: Dadurch, daß die Kirche inzwischen eine solch große Institution ist, gehen Änderungen
langsam voran. Trotzdem gibt es Änderungen. Papst Johannes Paul hat sich ja schließlich und endlich
auch bei den Juden entschuldigt. (War doch Johannes Paul, oder?) Mein Problem mit der Kirche ist aber
eben auch genau dieses Institutionelle daran. Wobei das bei der großen Zahl an Gläubigen wahrscheinlich
gar nicht anders geht…
Bibelstellen Dann noch im Römerbrief 1, ab 24; und im Brief des Judas, find jetzt nicht die genaue Stelle,
aber der ist eh kurz ne, Rotwang, Brandenburgis hat schon recht. das ist ja der Sinn einer Gemeinschaft
(was die Kriche ja im Prinzip ist), daß man sich auf einheitliche Auslegungen einigt. @ Brandenburgis:
Stimmt, aber ich bin nicht katholisch. Hab schon weiter unten geschrieben, daß ich es versteh, wenn katholiken
gegen homosexualität sind. betone nur immer wieder, daß sie dann aber das Verhalten, nicht den Menschen
verurteilen sollten. und akzeptieren sollten, daß es auch menschen gibt, die das nicht so sehen. aber
das tut ja der Großteil.
Miriam ähem… gesucht natürlich, nicht gefunden,, Freudscher Verschreiber Also: Die erste ist natürlich
bei Sodom und Gomorrha. Moses 1, 19: da geht es aber darum, daß die männer Sodoms die Gäste (die die
Engel sind) vergewaltigen wollen. Ich glaub, das fänd auch jeder Homosexuelle falsch. Die zweite ist
im Richter 19, ab Vers 22. Gleiche Situation.
Bibelstellen ich hab übrigens heute mit meiner Mutter zusammen mal ein bißchen nach Bibelstellen zur
Homosexualität gefunden. Nicht gaaaaanz penibel, aber trotzdem. Hab drei (vier) Stellen gefunden, zwei
im AT und eine (zwei) im NT.
@ Heidin ach, das hatte ich dann auch nicht ganz verstanden… Ich kann nachvollziehen, daß manche Homosexualität
für eine Sünde halten, weil es nun mal in der Bibel steht und manche nicht der Meinung sind, daß diese
Vorschriften zeitgebunden sind. Kann man ja auch vertreten. Möchte auch nochmal betonen, daß das meine
ureigene und vielleicht etwas eigenwillige Interpretation der Dinge ist und mit der Lehre der katholischen
Kirche wie auch wahrscheinlich vieler anderer christlichen Gemeinschaften nicht übereinstimmt. Ich war
aber mal auf dem Christival in einem Seminar zur täglichen Bibellektüre, und der Leiter sagte da etwas,
was mir im Gedächtnis blieb: Die Hl. Schrift wurde nicht für Gott gemacht, sondern für uns Menschen.
Sie ist wie eine Gebrauchsanweisung, wie man glücklich leben kann. Stimmt ja auch: Bring ich wen um,
gibt es Ärger für mich. Lüge ich wen an, verkompliziert das das Leben in aller Regel ungemein. Und
so weiter. Deswegen nehme ich mir die Freiheit heraus zu sagen: Es muß einen Grund für die Regel mit
der Homosexualität geben. Weil ich an einen liebenden Gott glaube, war dieser Grund für mich z. B. die
erhöhte Ansteckungsgefahr oder so etwas in der Art. Was aber teilweise einfach, aufgrund des Fortschritts
der Menschheit, nicht mehr nötig ist.
sorry… meine kleine Schwester mußte hier mal kurz hin. Hatte die Kritik sogar schon gelesen gehabt,
nur gerade die Verbindung zum Nick nicht mehr präsent gehabt… trotzdem danke für’s nochmal verlinken,
hab sie gleich nochmal durchgelesen!… Sind wir ja einer Meinung, was den Film angeht, was? ;)
@ Rotwang welche Kritik von Brokeback Mountain? Wo kann ich die lesen? Hab den Film am Di gesehen, und
er läßt mich nicht mehr los ;) seitdem sammle ich alles, was ich darüber finden kann. So bin ich überhaupt
auf dieser Seite gelandet (Artikel über den Homopropagandafilm und so). Ironisch eigentlich, oder?
meine Meinung Ich glaub, das war meine Meinung, so gut ich sie auf diesem engen Raum darstellen konnte.
Natürlich ist mir klar, daß das vollkommen gegen die Dogmen der katholischen Kirche geht. Ich beanspruche
allerdings nicht, ihren Standpunkt zu vertreten. Genauso ist mir klar, daß ich mich auch irren kann –
errare humanum est. Bisher hab ich aber noch keine sachlichen Argumente gehört, die mich überzeugen
konnten, meine Meinung grundlegend zu revidieren. Ich hab ein paar schwule Freunde, das sind allesamt
liebe Menschen, die mir sehr am Herzen liegen, und die sich teilweise mehr an Wertevorstellungen halten
als manche meiner heterosexuellen Freunde. Ich glaube nicht, daß Gott das übersieht. Tut mir leid, wenn
ich hier jemandem auf die Füße getreten bin… Komme später wieder, mein kleiner Bruder ist grad aus
dem Skilager zurück, wir wollen Wiedersehen feiern ;)
…Fortsetzung… So, somit komme ich zu dem, was ich für das Wesen des Christentums halte: LIEBE DEINEN
NÄCHSTEN WIE DICH SELBST Das Christentum ist also ursprünglich eine Religion, die die Liebe befürwortet.
Damit ist die Regel aber auch: Verletze ander Menschen nicht. Aus dem, was ich bisher in der Hl. Schrift
und diesem Wesensgehalt des Christentums finden konnte, folgere ich daher für mich, daß die Homosexualität
an sich nicht verboten ist. Verboten ist, was auch Heterosexuellen verboten ist: Nämlich Sex ohne Liebe/
Zuneigung. Untreue dem Partner gegenüber. Solche Sachen. Deswegen finde ich es in Ordnung, wenn gleichgeschlechtliche
Paare zusammenleben, solange für sie die gleichen Regeln gelten wie für alle anderen Liebespaare auch.
Sünde ist, wenn man jemand anderen verletzt. Sind aber beide Partner schwul, wird niemand verletzt, sie
können sich nur gegenseitig verletzen, wenn sie eben diese Regeln des gem. zusammenlebens nicht beachten.
Wenn Sie also einen schwulen Sohn haben, denke ich, daß es wichtiger ist, ihm zu vermitteln, daß es
Werte in einer Partnerschaft gibt, an die er sich zu halten hat, als ihm zu vermitteln, daß er anormal
ist.
…Fortsetzung… In den Evangelien kenn ich keine einzige Stelle, die die Homosexualität verbietet.
Bleibt noch Paulus. *räusper* Ich weiß,es ist sehr gefährlich, die heilige Schrift einschränken zu
wollen. Aber Paulus hat auch vertreten, daß Frauen immer ein Kopfbedeckung tragen müssen, sich nicht
großartig am Gemeindeleben beteiligen dürfen oder es eigentlich unsinnig ist, zu heiraten; daß er es
nicht verbietet, liegt nur daran, daß er die menschl. Schwächen versteht. Paulus war überzeugt, die
Wiederkerh Jesu noch miterleben zu können, deswegen war eine Heirat z. B. für ihn nicht sinnvoll. Will
sagen: Paulus war ein großer Prediger, aber ein Mensch, und auch er hat sich geirrt, und auch er war
von den Konventionen seiner zeit geprägt. Er war Jude. Oben hab ich geschrieben, was das AT zu Homosexualität
sagt. Damit dürfte die Position von Paulus nachvollziehbar sein. Und ich persönlich denke, daß er sich
in der Frage der Homosexualität geirrt hat.
…Fortsetzung… Vergessen: Ich hab nie nachgeprüft, ob das mit den nur zwei Stellen stimmt. Geschichtlich
einordnen halten diejenigen auch für falsch, die die Bibel wörtlich verstehen… dazu nur folgendes:
Es gibt in der Bibel im Alten Testament auch eine Vorschrift, die verlangt, daß, wer sich mal erleichtern
muß, mit einem Holzschäufelchen die Stadt verläßt, ein Loch buddelt, da rein macht und es wieder zuschüttet.
Hygienische Vorschriften, die die Juden vor Krankheiten schützten. Ähnlich sehe ich das mit den Vorschriften
zur Homosexualität: Zum einen als Schutz vor Krankheiten (es gab ja nch keine Kondome/ keinen safer sex),
zum anderen auch aufgrund der anderen sozialen/ gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Juden glaubten,
daß sie in ihren Kindern weiterlebten. Homosexuelle können aber keine Kinder kriegen, somit würde dann
ihre Linie aussterben – etwas, was damals noch eine ganz andere Bedeutung hatte als heute. (Bitte immer
schnell antowrten, sonst kann ich nicht weiterposten ;))
meine Meinung 3.) Bei einer sehr angeregten Diskussion mit einer katholisch erzogenen Bekannten sagte
diese mir, es gäbe zwei Stellen in der Bibel, die Homosexualität explizit verurteilen: Einmal in Bezug
auf Sodom und Gomorrha, ein andermal in einer Situation, in der die ganzen Männer im Krieg waren. Ich
sehe das aber so, daß Sodom sich versündigt hat, weil sie zügellosen Sex/ brutalen Sex hatten; in der
Stadt wurde vergewaltigt bis zum geht nicht mehr, und jeder hat’s mit jedem getrieben. Das ist meiner
Meinung nach die Sünde der Stadt: Daß sie Sex ohne Gefühle füreinander hatten, Sex, um macht auszuüben
usw., anstatt die Sexualität als großartiges Geschenk Gottes anzusehen, das mit der entsprechenden Sorgfalt
entgegengenommen werden sollte. Ich denke nicht, daß damit die Homosexualität als solche verurteilt
wird, sondern eben das Ausleben dieser Sexualität außerhalb gültiger Regeln.. Die zweite Stelle galt,
denke ich, dem Schutz der Frauen. Die Männer scheinen’s auf dem Kriegszug aufgrund keiner anderen Möglichkeiten
recht wild miteinander getrieben haben. Dadurch betrügen sie aber ihre Frauen. Insbesondere ordne ich
das Ganze auch geschichtlich ein. Geschlechtskrankheiten würden damals ansonsten zuhauf übertragen worden
sein.
@ Heidin ähm sorry, nicht kath. Kirche, kath. Schule meinte ich. Also. Meine Meinung ist folgende: 1.)
Ich kann mir nicht vorstellen, daß Gott jemanden verurteilt, der eine andere Person liebt – Gott ist
die personifizierte Liebe, jedenfalls nach meinem Verständnis. Damit geht es also nicht mehr gleichgeschlechtliche
Libee, sondern um gleichgeschlechtlichen Sex. 2.) Viele argumentieren nun, daß es Homosexuelle gibt und
auch geben darf, sie ihre Neigung aber nicht ausleben sollten. Teile ich nicht, die Meinung. Wenn man
manche Sätze in der Bibel liest, ist auch Sex unter heterosexuellen Paaren nur zur Fortpflanzung erlaubt.
Auch renommierte christliche Eheberater sagen aber inzwischen, daß der Sex ein ganz wichtiger Teil des
Ehelebens ist und nicht nur zur Fortpflanzung da sein sollte.
@ Heidin Tja, jetzt werde ich ins Fettnäpfchen vieler beiträgeverfasser treten… ich persönlich bin
in einem sehr christlichen, eher konservativen, wenn auch nicht katholischen Elternhaus großgeworden
und hab die katholische Kirche besucht. Dennoch halte ich Homosexualität nicht für von Grund auf falsch.
Ich weiß nicht, ob ich das hier erläutern kann, werden zu viele Wörter werden. Wenn Sie die Antwort
interessiert, kann ich Sie ihnen dann irgendwo/ wie anders zukommen lassen? Wenn nicht, muß ich es halt
in Portionen abklappern ;)
@ crosslink nein, ich glaube, ich war gemeint. Ich bin weiblich, was fällt mir ein!… Na, wer keine
Belehrungen will, braucht sie auch nicht mehr, denke ich. Ein Wunder, daß mir nicht das Recht abgesprochen
wird, hier Beiträge zu verfassen. Und mußte ich bei der Registrierung mein Geschlecht angeben?!? Hm,
weiß nicht mehr, kann mich nicht dran erinnern. Schwerer Fehler. Vllt. sollte die Redaktion drauf hingewiesen
werden, daß Frauen hier nur ein eingeschränktes Äußerungsrecht haben sollten… zum vorigen Beitrag: …
und im übrigen bin ich auch nicht lesbisch. Bin grad auf den Fehler aufmerksam geworden.
@ bonifatius interessiert werden da alle Stimmen, die den Artikel blöde finden, als schwule Stimmen gezählt?
Tut mir leid, enttäuschen zu müssen. Ich bin nicht schwul. Finde den Artikel aber trotzdem ziemlch dämlich.
Und finde manche der Beiträge hier trotzdem ziemlich unchristlich. Ih kann vollkommen nachvollziehen,
daß Homosexualität aus der Sicht einer religiösen Person nicht richtig, eine Sünde ist. Daß deswegen
aber Menschen auf diese harsche Art und Weise angegriffen und abgestempelt werden, ist nicht richtig und
sehr, sehr scheinheilig. Es gibt den kleinen, aber feinen Unterschied, ein Verhalten zu verurteilen, oder
eine Person zu verurteilen. Und Sie müssen zugeben, daß sowohl der Artikel als auch einige Beiträge
Personen verurteilen.
Wie gut kennst Du Dich in der Bibel aus? Lies mal die Evangelien. Sag mir, zu wem Jesus gegangen ist.
Sag mir, für wen er ein offenes Ohr hatte, und wen er eben nicht verurteilt hat, obwohl sie in Sünde
lebten, wie es im religiösen Wortschatz so schön heißt. Des weiteren empfehle ich die Lektüre von
Lukas 18, 9- 14, und die Überlegung, wen Sie/ Du hier repräsentieren/ repräsentierst. Ach ja, übrigens:
„Verurteilt nicht andere damit sie euch nicht verurteilen…“ (Matth. 7,1; der Text geht noch weiter und
bringt dann noch das berühmte Symbol des Splitters im Auge des Bruders)
Witzig: „Nächstes Mal: Ist ‘Brokeback Mountain’ wirklich ein Film über die Liebe?“ Klingt doch wie so
einer dieser reißerischen Serien aus dem Fernsehen, oder? ;)
Hrodgar Ich stimme zu: Der Artikel erweckt den Eindruck (wie die gesamte Berichterstaatung zu diesem Thema
auf dieser Seite), daß alle Homosexuelle radikal, intolerant, gewaltbereit, pervers, unmoralisch und
durch und durch verdorben sind. Solche Verallgemeinerungen sind nicht nur gefährlich. Sie sollten eigentlich
auch unter dem Niveau von Christen sein, die ihren Glauben ernst nehmen (was nicht ausschließt, daß
diese manche Verhaltensweisen für sich persönlich verurteilen können).
… Quelle der Studie? Wo und in welchem Zeitraum wurde die Studie denn erhoben? Nimmt man die 80er/ 90er
als Grundlage, ist das Ergebnis nicht sonderlich verwunderlich, da in dieser Zeit das AIDS- Virus bekannt
wurde und sich aufgrund fehlenden Wissens ziemlich stark insbesondere in homosexuellen Kreisen verbreitete.
Da sind eine menge Menschen sehr jung gestorben. Das zieht die Lebenserwartung im Schnitt ziemlich runter,
führt aber wissenschaftlich nicht auf eine „Ungesundheit“ von Homosexualität an sich, sondern vom „Nicht-safer-sex“-
Praktizieren. Sprich, die Kausalität ist hier falsch.
@ Lillith Ich glaub nicht, daß diese Bemerkung so gemeint war. Ich hab’s eher so verstanden, daß die
Kroaten wiederum kein Monopol auf die richtige Auslegung des Glaubens haben, und daß „Kroate“ persönlich
nichts von Jesus verstanden hat. (Was ich im übrigen teile. Jesus spricht von bedingungsloser Liebe und
hält die Nächstenliebe für das wichtigste Gebot. Jemand, der (in enem anderen) anderen das Menschsein
abspricht und Menschen persönlich aufgrund ihrer Sünden verurteilt, liebt seinen Nächsten nicht. Es
ist kein Problem, wenn man die Tat verurteilt. Wenn man aber den Menschen urteilt, ist hochmütig – auch
im christlichen Glauben ist Gott der alleinige Richter. Außerdem legt man die selbe Attitüde an den
Tag wie der Pharisäer im Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner.) Daß das verallgemeindernde „ihr“
da steht, ist eher Ungeschicklichkeit, oder?
@ Uwe Ich finde, daß Du recht hast – jedenfalls teilweise. Daß die Frauen verlassen werden und die Familie
unter der Situation ebenfalls leiden muß, finde ich auch nicht gut. Allerdings ging es im Film eben nicht
nur um „ein paar sexuelle Hochgefühle“, sondern darum, daß sich die beiden darüber hinaus voneinander
angezogen fühlen. Nicht umsonst schreibt die Autorin Anne Proulx in der originalen Kurzgeschichte, daß
die schönste Erinnerung Jacks die ist, als Ennis hinter ihm auftaucht, ihn in den Arm nimmt und einfach
nur hält – ohne erotisches Innuendo. Weil er sich in diesem Moment geborgen gefühlt hat. Also, das sagt
sie nicht explizit, aber das folgere ich persönlich daraus. Der Fehler der beiden war also (meiner Meinung
nach), daß sie überhaupt erst geheiratet haben, obwohl sie wußten, daß sie diese Frauen nicht auf
eine Art liebten, die eine Ehe begründet. Und genau hier setzt eben die Gesellschaftskritik des Films
an: Sie haben beide geheiratet, weil sie wußten, daß die Gesellschaft ihre Liebe für abnormal halten
und ihr keine Chance einräumen würde. Insbesondere Ennis ist mit der Situation emotional ziemlich überfordert
und verfällt deswegen teilweise in einen regelrechten Selbsthaß. Hätte aber die Gesellschaft sie nicht
durch ihre Konventionen gezwungen, auf eine Art zu handeln, die ihnen nicht entsprach, so wäre das ganze
Drama allen (auch den Frauen!) erspart geblieben.
Wortwahl? kleine Anmerkung: Bezieht sich direkt auf den Artikel, nicht auf die Kommentare, die ich noch
nicht studiert habe ;) Homo- Horden? Sind das Rudeltiere?!? Gleichgeschaltete Presse? Als Halbfranzösin
muß ich dem vehement widersprechen. Außerdem, was soll das mit diesem Nazi- Vokabular? In den Rücken
fallen? Soll die Dolchstoßlegende auch noch bemüht werden? Scheint gut in Geschichte aufgepaßt zu haben,
der Verfasser.
Nazi- Regime- Vergleiche Vergleiche mit dem Nazi- Regime scheinen besonders beliebt, weil besonders beleidigend
zu sein. Ich finde, daß es damit aber verharmlost wird. Dem sollte vielleicht auch die „Rote Karte“ gezeigt
werden. Wenn es inzwischen zugegebenermaßen auch jeder tut. Zu der Hetze: Ich kann das nicht beurteilen,
aber ich denke, wer im Glaushaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Ein großer Teil christlicher
Publikationen schafft es vielleicht, sich mit kontroversen Themen sachlich auseinanderzusetzen – es gibt
aber auch hier Menschen, denen dies nicht gelingt. Und die folglich ganz genauso hetzen. Man siehe sich
nur manche Beiträge auf dieser Seite an.
@ Stimme aus dem Tradiland Stimmt. Allerdings klopfen wir uns allzu gerne selber auf die Schulter, in
unserer aufgeklärten und freiheitsliebenden Demokratie Staat und Kirche zu trennen, im Gegensatz zu z.
B. den „dummen fanatischen Ländern“ des Orients. Deswegen habe ich diesen Hintergrund mal ignoriert,
weil er im Idealfall keine Rolle spielen sollte. Natürlich war das in den 60ern nicht der Fall. Deswegen
kann man den Film natürlich auch als Angriff auf die Religion verstehen. Ich denke aber nicht, daß er
von dem Machern so gemeint war, sondern eher als Gesellschaftskritik. Ich glaube nicht, daß der Film
religiöse Gefühle verletzen oder provozieren sollte, sondern ganz einfach eine Geschichte erzählen
wollte, die, ganz gleich, ob man jetzt der pro- homo oder der contra- homo Fraktion angehört, tragisch
ist. Dem würde, denke ich, (fast) jeder, der den Film gesehen hat, zustimmen.
Totgeschlagene… gibt’s auch in genügend heterosexuellen Beziehungen. Da kommt das nur so viel häufiger
vor, daß die Schlagzeile leider nicht mehr ganz so gewinnträcthtig ist.
…zweiter Teil… Außerdem zeigt der Film eben sehr gut, daß die Protagonisten keine heiligen Märtyrer
oder so etwas in der Art sind, sondern auch nur ganz normale Menschen, die Fehler machen: Sie belügen
ihre Frauen und verletzen beide dadurch genausosehr wie sich selbst. Sie könnten das jetzt für ein Argument
gegen die Beziehung benutzen. In Wahrheit ist es aber ein Argument gegen Unehrlichkeit. Wären sie ihren
Frauen gegenüber ehrlich gewesen und hätten sie sie nie geheiratet, so wären diese auch nicht verletzt
worden. Zuletzt möchte ich noch anmerken: Ich komme aus sehr religiösen (wenn auch nicht katholischen)
Familienverhältnissen und kann deshalb verstehen, wenn Menschen mit Homosexualität Probleme haben oder
sie für schlicht und ergreifend falsch halten. Dennoch heißt das nicht, daß andere das ebenso sehen.
Genauso, wie Sie nicht gezwungen werden wollen, homosexualität fr richtig zu halten, sollte niemand gezwungen
werden, sie für falsch zu halten. Meines Wissens steht auch nirgends in der Bibel: „Gehet hin und zwingt
die Welt, richtig zu leben.“ Vertreten Sie Ihren Standpunkt, mehr können und sollten Sie auch nicht tun;
aber seien Sie eben nicht „religiös intolerant“ – lassen Sie Menschen stehen.
Miriam „Es ist die dargestellte Art religiösen Denkens, die zu solch blutigen Gewalttaten führt.“ – Ich
habe keine Ahnung, wie Sie zu dieser Schlußfolgerung kommen. Es ist nicht die dargestellte Art religiösen
Denkens, sondern gesellschaftlicher Konventinen und Normen, die zu den Gewalttaten geführt hatten. In
der Tat geht es in dem Film gar nicht um Religion oder Religiösität. Ich habe auch keine Ahnung, warum
Sie den Begriff religiöse Intoleranz in Anführungszeichen setzen, als gäbe es so etwas nicht. Spätestens
mit dem Karikaturenstreit wissen wir, daß die Toleranzgrenze mancher religiösen Menschen etwa die Pressefreiheit
unterschreitet. Diese Intoleranz gibt es ganz genauso im Christentum (denn ich nehme an, daß Sie das
Setzen der Anführungszeichen auf Ihre eigene Religion beziehen). Des weiteren finde ich es ganz außerordetnlich
scheinheilig, wie Sie die angebliche Propaganda des Films so scharfsinnig „entlarven“, dabei aber selber
propagandistische Mittel verwenden (und zwar, ganz ehrlich gesagt, sowas von plump, wie ich es schon lang
nicht mehr erlebt habe). Wenn Sie ein ganz klein wenig von Logik verstehen, wissen Sie, daß eine Folgerung
von A nach B nicht automatisch auch die Folgerung von B nach A impliziert. Genau das tun Sie aber in Ihrer
Argumentation. Das ist falsch, und nachdem ich Ihnen die Intelligenz unterstelle, das auch zu verstehen,
ist es somit nach meinem Verständnis auch eine Lüge, weil Sie wissentlich falsche Behauptungen von sich
geben.