Miriam
Erstellt: 16:05:21 | Donnerstag, 16. März 2006
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45 Lesermeinungen
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Die Bischöfe zeigen viel Verständnis
#72   Miriam   16:34:37 | Montag, 24. April 2006

@ Freitag: Um ehrlich zu sein: Ich hab die einschlägigen Paragraphen NICHT nachgelesen.
@ Benedikt: Habe nicht angenommen, daß Sie das behauptet hätten. War eigentlich so an alle in den Raum gestellt gewesen, was ich vielleicht hätte deutlicher machen müssen.
Es stört mich nämlich doch beträchtlich, wenn man Homosexuelle und Pädophile „gleichsetzt“, weil das überhaupt nichts miteinander zu tun hat.
Zum Beispiel gibt es mehr als genug Männer, die von noch nicht volljährigen Schauspielerinnen fantasieren (etwa von Emma Watson), das heißt, genauso wie es bei Homosexuellen mit Sicherheit Pädophile gibt, ist das auch bei Heterosexuellen der Fall. Das sind, um es mal mathematisch auszudrücken, keine identische Mengen und auch keine sich enthaltende Mengen, sondern sich überschneidende Mengen – sich überschneidend sowohl mit der homo- als auch mit der heterosexuellen Menge. Und zu behaupten, daß die Überschneidung mit der homosexuellen Menge größer sei als die mit der heterosexuellen, entbehrt jeder Grundlage.
Denke ICH.
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#68   Miriam   10:41:39 | Montag, 24. April 2006
@ Benedikt
Danke für den Link.
Wobei mir aufgefallen ist, daß dies gut und gerne vor 20 – 30 Jahren vertreten wurde und heute wohl nicht mehr, richtig?
Ist es dann überhaupt korrekt, den Vorwurf zu erheben, daß die Anerkennung der Homosexualität der Pädophilie Tür und Tor öffnet? Vor allem, weil sich dem Wikipedia- Artikel zufolge größere homosexuelle Organisationen gegen Pädophilie abgrenzen?
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#56   Miriam   23:54:47 | Samstag, 22. April 2006
@ Benedikt
Wollten das die Homosexuellen?!?
Entschuldigung, ich bin nicht so sehr auf dem Laufenden, was dies alles betrifft; bin nicht so sehr „fixiert“ auf dieses Thema und kriege deswegen nicht alles so mit.
Die Frage ist also durchaus ernst gemeint, nicht rhetorisch.
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#121   Miriam   23:51:53 | Samstag, 22. April 2006
Bildungsstand
Also, um hier mal was klarzustellen:
Zwar find ich übermäßigen Gebrauch von Chatkürzeln auch zuweilen etwas nervig. Sich dennoch so von oben herab zu geben, find ich absolut unnötig.
Genauso find ich es unnötig, seinen Titel mit anzugeben. Mag sein, daß das zum Namen dazugehört; viele andere verzichten aber auch darauf. Haben Sie das Gefühl, daß Ihre Argumentation mehr Gewicht bekommt, weil ein Titel davorsteht? Ich glaube, darauf fallen die wenigsten noch rein.
Einstmals war der katholische Glaube der Glaube auch der einfachen Leute, über die Sie sich jetzt so elitär erheben. Schon mal dran gedacht?!?
Ich muß Benedikt und der sog. „Homofraktion“ beipflichten, wenn es um Herrn Murx geht: Kriminell, hinterhältig. Selbstjustiz ist in Deutschland nicht erlaubt, in Frankreich übrigens auch nicht, wie Sie wissen sollten, auch wenn Sie noch so sehr denken, im Recht zu sein.
Danke an Benedikt für den erfrischend sachlichen Diskussionsstil.
Und noch eine persönliche Anmerkung, was Schuldzuweisungen an die Kirche angeht: Die Kirche ist ein Abbild menschlicher Gruppen an sich – das heißt, es gibt schwarze Schafe überall. Es gab Katholiken, die gegen das dritte Reich gekämpft haben und dafür teuer büßen mußten. Es gab Katholiken, die das System mitgetragen hatten. Schwarz und weiß – beides da, auch wenn die meisten wahrscheinlich grau sind.
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#162   Miriam   19:40:26 | Freitag, 14. April 2006
Rudolfsohn
Wahnsinn.
So einen selbstgefälligen, selbstgerechten und selbstzufriedenen Menschen hab ich schon lange nicht mehr gelesen.
Wußte gar nicht, daß es möglich ist, sich selber für nicht mehr verbesserungswürdig und ach- so- viel- besser- als -alle- anderen- aber- insbesondere- der- Homolobby zu halten.
Apropos, es gibt da einen gewissen Maquis de Sade. Kennen Sie denn, mein Herr? Namensgeber des Sadismus.
Tut mir ja sehr leid, Sie enttäuschen zu müssen, aber sein Hauptopfer in seinem Roman ist nicht ein anderer Mann, sondern eine Frau. Soviel zur „Reinheit der Heterosexualität“. Ich bitte Sie.
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#181   Miriam   14:59:32 | Dienstag, 11. April 2006
@ MichaelTh
Damit Sie weiterschreiben können.
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#80   Miriam   23:38:43 | Montag, 27. März 2006
@ Benedikt
Also ich hoffe doch, dass Ihre Fraktion soviel Abstraktionsvermögen besitzt, dass sie Aussagen aus einem privaten Forum nicht absolut mit der ganzen Kirche setzt. Tut sie das trotzdem, so nähert sie sich in der Vorgehensweise gerade denen an, die sie eigentlich kritisiert.
Vollkommen richtig. Gilt auch für beide Seiten, wie selber schon angemerkt. Damit müßten aber auch Sie diesen Artikel ablehnen, und viele andere Artikel auf dieser Seite ebenfalls, denn genau das wird hier je gemacht.
Kaum zu glauben, aber wahr: Die agressiven, exhibitionistischen Schwulen sind nicht die Regel. Ich halte sie sogar eher für die Ausnahme, kann das aber nicht belegen, weswegen ich das nicht als Argument verwende. Wobei, wenn ich es belegen könnte, diese Belege wahrscheinlich sowieso unter irgendeinem Grund nicht akzeptiert würden.
Mit den Homosexuellen ist es für Katholiken/ Christen vielleicht ein bißchen wie für mich mit den Rauchern: Die, die sich nicht an die Regeln halten, sind halt die, die auffallen. Das heißt nicht, daß alle so schrill sind. Ich hab einen homosexuellen Freund, der eine konservativere und viel wertorientiertere Haltung hat als fast alle meiner heterosexuellen Freunde (die nicht antikirchlich oder so was eingestellt sind!).
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#147   Miriam   22:17:55 | Montag, 27. März 2006
@ Schtieffen
In der Bibel stehen ‘ne Menge interessanter Sachen drin. Zum Beispiel gibt es Regelungen, was Sklaven betrifft (z. B. Exodus 21, 32). Trotzdem würde doch heute keiner sagen, Gott ist für die Sklaverei, oder? Alle würden meinen, daß es diese Regelungen aufgrund der gesellschaftlichen Gegebenheiten dieser Zeit gab.
Da wäre es doch überlegenswert, ob sich das mit anderen Dingen ebenso verhalten könnte, oder nicht?
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#36   Miriam   18:25:51 | Donnerstag, 23. März 2006
„schlimmste Sünde“
Sowas, und ich dachte immer, Sünde ist Sünde.
Ob man jetzt die Sünde begeht, daß man jemanden anlügt, oder die Sünde begeht, daß man als Homosexueller seine Sexualität auch auslebt, ist doch vollkommen wurscht. Das eine wie das andere trennt von Gott.
Jetzt mal innerhalb des katholischen Systems argumentiert.
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#18   Miriam   15:12:33 | Donnerstag, 23. März 2006
enttäuscht
Ich muß sagen, ich bin ein bißchen enttäuscht. Ich hab schon lang auf die Fortsetzung dieser Artikel gewartet. Es kam aber eigentlich nichts wirklich Neues… Da hab ich Besseres erwartet.
Zu dem Klischee, schwule Männer seien solche Frauenversteher: Rupert Everett (schwuler Schauspieler, für die, die’s nicht wissen) meinte mal in einem Interview, das sei absoluter Quatsch. Er verstehe Frauen auch nicht besser als Männer.
Einen Vorteil haben schwule Männer allerdings: Sie würden eine Frau niemals belästigen oder sich in sie verlieben, sobald sie nur mal nett zu ihm ist. Vielleicht mögen wir Schwule deswegen so gerne… ;)
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#51   Miriam   14:59:06 | Donnerstag, 23. März 2006
@ Uwe
Ganz ehrlich: Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber – wie alt sind Sie?
Sind Sie ernsthaft der Meinung, daß es Ihnen nichts ausmacht, auf Sex zu verzichten, wenn Ihre Frau die Wechseljahre hinter sich hat? Ihnen ist bewußt, wann Frauen in die Wechseljahre kommen? Und welche Lebenserwartung Sie heutzutage haben? Und wie lange sie damit noch leben würden, ohne Ihre Frau körperlich lieben zu „dürfen“?
Evelin hat ja auch schon darauf hingewiesen, daß die Kirche dies nicht VERLANGT. Natürlich können Sie persönlich da anderer Meinung sein. Ich hoffe, daß das nicht herablassend klingt, aber dann tut mir das leid für Sie.
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#46   Miriam   21:43:14 | Mittwoch, 22. März 2006
unfruchtbarer Geschlechtsverkehr
Wenn man davon ausgeht, daß Gott uns die Sexualität nur rein zur Fortpflanzung gegeben hat, dann schon.
Ich hab allerdings schon in irgendeinem meiner Postings geschrieben, daß auch christliche Eheberater inzwischen Sexualität als mehr ansehen als als reine „Kinderproduktion“ (ich weiß, das ist ein Unwort, und meine es nicht so harsch, wie es klingt).
Außerdem: Wenn Gefühle im Spiel sind (in diesem Fall die LIebe zwischen den beiden), kann man mit vernünftigen/ logischen/ „produktiven“ Erwägungen selten dagegen an. Genau das ist ja das Problem: Beide versuchen, ihre Gefühle füreinander zu kontrollieren und das zu tun, was „normal und richtig“, produktiv ist. Beide heiraten und kriegen Kinder. Aber: Beide sind todunglücklich. Von der Perspektive aus ist unfruchtbarer Geschlechtsverkehr meiner Meinung nach in jedem Fall besser. Eine Frage: Würden Sie einem alten Ehepaar das Recht absprechen, Sex miteinander zu haben, weil sie zu alt sind, um noch Kinder zu zeugen? Die haben auch unfruchtbaren Geschlechtsverkehr. Fänden Sie es nicht hart, ihnen einen Teil ihrer Beziehung zueinander wegzunehmen, weil sie nicht mehr fruchtbar sind?
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#276   Miriam   21:10:34 | Mittwoch, 22. März 2006
Lüstlinge
Ich finde es bedauerlich, daß ein Großteil der Homo- Gegner nicht wahrhaben will, daß es den Homosexuellen nicht in erster Linie um den Sex geht. Es geht ihnen darum, einen Menschen des gleichen Geschlechts lieben zu dürfen. Genauso wollen sie nicht die Gesellschaft „verhomosexuellen“, sprich ihr aufzwingen, so zu leben wie sie. Sie wollen nur so leben können, wie sie wollen. Wer hier anderen aufzwingen will, so zu leben wie sie, sind andere.
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#177   Miriam   15:53:35 | Sonntag, 19. März 2006
Danke-
angenommen :)
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#174   Miriam   15:30:14 | Sonntag, 19. März 2006
@ Ansgar
Teilweise muß ich Ihnen schon auch Recht geben (z. B. was den inflationären Gebrauch so mancher Wörter angeht).
Und ja, der Teil, den Sie unten von mir zitiert hatten, war zugegebenermaßen überflüssig/ blöde. Kann mal passieren.
Ich frage mich nur, was Sie hier machen, wenn Sie eine Diskussion auf dem allerhöchsten Niveau erwarten. Auch Leute, die Sie für ungebildet halten mögen, haben eine Meinung.
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#142   Miriam   20:32:43 | Samstag, 18. März 2006
Errare humanum est
Klar, irren ist menschlich.
Kann also durchaus passieren. Allerdings hat die Kirche ihren Kurs auch schon mal korriegiert. Bleibt also nicht unbedingt bei der „falschen“ Auslegung. Die Sache ist nur die: Dadurch, daß die Kirche inzwischen eine solch große Institution ist, gehen Änderungen langsam voran. Trotzdem gibt es Änderungen.
Papst Johannes Paul hat sich ja schließlich und endlich auch bei den Juden entschuldigt. (War doch Johannes Paul, oder?)
Mein Problem mit der Kirche ist aber eben auch genau dieses Institutionelle daran. Wobei das bei der großen Zahl an Gläubigen wahrscheinlich gar nicht anders geht…
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#140   Miriam   20:08:56 | Samstag, 18. März 2006
Bibelstellen
Dann noch im Römerbrief 1, ab 24;
und im Brief des Judas, find jetzt nicht die genaue Stelle, aber der ist eh kurz
ne, Rotwang, Brandenburgis hat schon recht. das ist ja der Sinn einer Gemeinschaft (was die Kriche ja im Prinzip ist), daß man sich auf einheitliche Auslegungen einigt.
@ Brandenburgis: Stimmt, aber ich bin nicht katholisch.
Hab schon weiter unten geschrieben, daß ich es versteh, wenn katholiken gegen homosexualität sind. betone nur immer wieder, daß sie dann aber das Verhalten, nicht den Menschen verurteilen sollten. und akzeptieren sollten, daß es auch menschen gibt, die das nicht so sehen. aber das tut ja der Großteil.
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#137   Miriam   20:02:04 | Samstag, 18. März 2006
Miriam
ähem… gesucht natürlich, nicht gefunden,, Freudscher Verschreiber
Also: Die erste ist natürlich bei Sodom und Gomorrha. Moses 1, 19: da geht es aber darum, daß die männer Sodoms die Gäste (die die Engel sind) vergewaltigen wollen.
Ich glaub, das fänd auch jeder Homosexuelle falsch.
Die zweite ist im Richter 19, ab Vers 22. Gleiche Situation.
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#134   Miriam   19:55:40 | Samstag, 18. März 2006
Bibelstellen
ich hab übrigens heute mit meiner Mutter zusammen mal ein bißchen nach Bibelstellen zur Homosexualität gefunden. Nicht gaaaaanz penibel, aber trotzdem.
Hab drei (vier) Stellen gefunden, zwei im AT und eine (zwei) im NT.
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#96   Miriam   23:19:29 | Freitag, 17. März 2006
@ Heidin
ach, das hatte ich dann auch nicht ganz verstanden…
Ich kann nachvollziehen, daß manche Homosexualität für eine Sünde halten, weil es nun mal in der Bibel steht und manche nicht der Meinung sind, daß diese Vorschriften zeitgebunden sind. Kann man ja auch vertreten.
Möchte auch nochmal betonen, daß das meine ureigene und vielleicht etwas eigenwillige Interpretation der Dinge ist und mit der Lehre der katholischen Kirche wie auch wahrscheinlich vieler anderer christlichen Gemeinschaften nicht übereinstimmt.
Ich war aber mal auf dem Christival in einem Seminar zur täglichen Bibellektüre, und der Leiter sagte da etwas, was mir im Gedächtnis blieb: Die Hl. Schrift wurde nicht für Gott gemacht, sondern für uns Menschen. Sie ist wie eine Gebrauchsanweisung, wie man glücklich leben kann. Stimmt ja auch: Bring ich wen um, gibt es Ärger für mich. Lüge ich wen an, verkompliziert das das Leben in aller Regel ungemein. Und so weiter.
Deswegen nehme ich mir die Freiheit heraus zu sagen: Es muß einen Grund für die Regel mit der Homosexualität geben. Weil ich an einen liebenden Gott glaube, war dieser Grund für mich z. B. die erhöhte Ansteckungsgefahr oder so etwas in der Art. Was aber teilweise einfach, aufgrund des Fortschritts der Menschheit, nicht mehr nötig ist.
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#94   Miriam   22:59:03 | Freitag, 17. März 2006
sorry…
meine kleine Schwester mußte hier mal kurz hin.
Hatte die Kritik sogar schon gelesen gehabt, nur gerade die Verbindung zum Nick nicht mehr präsent gehabt… trotzdem danke für’s nochmal verlinken, hab sie gleich nochmal durchgelesen!…
Sind wir ja einer Meinung, was den Film angeht, was? ;)
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#86   Miriam   22:12:38 | Freitag, 17. März 2006
@ Rotwang
welche Kritik von Brokeback Mountain? Wo kann ich die lesen?
Hab den Film am Di gesehen, und er läßt mich nicht mehr los ;) seitdem sammle ich alles, was ich darüber finden kann. So bin ich überhaupt auf dieser Seite gelandet (Artikel über den Homopropagandafilm und so). Ironisch eigentlich, oder?
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#72   Miriam   21:09:42 | Freitag, 17. März 2006
meine Meinung
Ich glaub, das war meine Meinung, so gut ich sie auf diesem engen Raum darstellen konnte.
Natürlich ist mir klar, daß das vollkommen gegen die Dogmen der katholischen Kirche geht. Ich beanspruche allerdings nicht, ihren Standpunkt zu vertreten.
Genauso ist mir klar, daß ich mich auch irren kann – errare humanum est. Bisher hab ich aber noch keine sachlichen Argumente gehört, die mich überzeugen konnten, meine Meinung grundlegend zu revidieren.
Ich hab ein paar schwule Freunde, das sind allesamt liebe Menschen, die mir sehr am Herzen liegen, und die sich teilweise mehr an Wertevorstellungen halten als manche meiner heterosexuellen Freunde. Ich glaube nicht, daß Gott das übersieht.
Tut mir leid, wenn ich hier jemandem auf die Füße getreten bin…
Komme später wieder, mein kleiner Bruder ist grad aus dem Skilager zurück, wir wollen Wiedersehen feiern ;)
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#69   Miriam   20:56:24 | Freitag, 17. März 2006
…Fortsetzung…
So, somit komme ich zu dem, was ich für das Wesen des Christentums halte:
LIEBE DEINEN NÄCHSTEN WIE DICH SELBST
Das Christentum ist also ursprünglich eine Religion, die die Liebe befürwortet. Damit ist die Regel aber auch: Verletze ander Menschen nicht.
Aus dem, was ich bisher in der Hl. Schrift und diesem Wesensgehalt des Christentums finden konnte, folgere ich daher für mich, daß die Homosexualität an sich nicht verboten ist. Verboten ist, was auch Heterosexuellen verboten ist: Nämlich Sex ohne Liebe/ Zuneigung. Untreue dem Partner gegenüber. Solche Sachen.
Deswegen finde ich es in Ordnung, wenn gleichgeschlechtliche Paare zusammenleben, solange für sie die gleichen Regeln gelten wie für alle anderen Liebespaare auch. Sünde ist, wenn man jemand anderen verletzt. Sind aber beide Partner schwul, wird niemand verletzt, sie können sich nur gegenseitig verletzen, wenn sie eben diese Regeln des gem. zusammenlebens nicht beachten.
Wenn Sie also einen schwulen Sohn haben, denke ich, daß es wichtiger ist, ihm zu vermitteln, daß es Werte in einer Partnerschaft gibt, an die er sich zu halten hat, als ihm zu vermitteln, daß er anormal ist.
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#66   Miriam   20:48:00 | Freitag, 17. März 2006
…Fortsetzung…
In den Evangelien kenn ich keine einzige Stelle, die die Homosexualität verbietet.
Bleibt noch Paulus.
*räusper* Ich weiß,es ist sehr gefährlich, die heilige Schrift einschränken zu wollen. Aber Paulus hat auch vertreten, daß Frauen immer ein Kopfbedeckung tragen müssen, sich nicht großartig am Gemeindeleben beteiligen dürfen oder es eigentlich unsinnig ist, zu heiraten; daß er es nicht verbietet, liegt nur daran, daß er die menschl. Schwächen versteht.
Paulus war überzeugt, die Wiederkerh Jesu noch miterleben zu können, deswegen war eine Heirat z. B. für ihn nicht sinnvoll.
Will sagen: Paulus war ein großer Prediger, aber ein Mensch, und auch er hat sich geirrt, und auch er war von den Konventionen seiner zeit geprägt. Er war Jude. Oben hab ich geschrieben, was das AT zu Homosexualität sagt. Damit dürfte die Position von Paulus nachvollziehbar sein.
Und ich persönlich denke, daß er sich in der Frage der Homosexualität geirrt hat.
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#62   Miriam   20:41:50 | Freitag, 17. März 2006
…Fortsetzung…
Vergessen: Ich hab nie nachgeprüft, ob das mit den nur zwei Stellen stimmt.
Geschichtlich einordnen halten diejenigen auch für falsch, die die Bibel wörtlich verstehen… dazu nur folgendes: Es gibt in der Bibel im Alten Testament auch eine Vorschrift, die verlangt, daß, wer sich mal erleichtern muß, mit einem Holzschäufelchen die Stadt verläßt, ein Loch buddelt, da rein macht und es wieder zuschüttet. Hygienische Vorschriften, die die Juden vor Krankheiten schützten. Ähnlich sehe ich das mit den Vorschriften zur Homosexualität: Zum einen als Schutz vor Krankheiten (es gab ja nch keine Kondome/ keinen safer sex), zum anderen auch aufgrund der anderen sozialen/ gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Juden glaubten, daß sie in ihren Kindern weiterlebten. Homosexuelle können aber keine Kinder kriegen, somit würde dann ihre Linie aussterben – etwas, was damals noch eine ganz andere Bedeutung hatte als heute.
(Bitte immer schnell antowrten, sonst kann ich nicht weiterposten ;))
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#59   Miriam   20:29:24 | Freitag, 17. März 2006
meine Meinung
3.) Bei einer sehr angeregten Diskussion mit einer katholisch erzogenen Bekannten sagte diese mir, es gäbe zwei Stellen in der Bibel, die Homosexualität explizit verurteilen: Einmal in Bezug auf Sodom und Gomorrha, ein andermal in einer Situation, in der die ganzen Männer im Krieg waren.
Ich sehe das aber so, daß Sodom sich versündigt hat, weil sie zügellosen Sex/ brutalen Sex hatten; in der Stadt wurde vergewaltigt bis zum geht nicht mehr, und jeder hat’s mit jedem getrieben. Das ist meiner Meinung nach die Sünde der Stadt: Daß sie Sex ohne Gefühle füreinander hatten, Sex, um macht auszuüben usw., anstatt die Sexualität als großartiges Geschenk Gottes anzusehen, das mit der entsprechenden Sorgfalt entgegengenommen werden sollte. Ich denke nicht, daß damit die Homosexualität als solche verurteilt wird, sondern eben das Ausleben dieser Sexualität außerhalb gültiger Regeln..
Die zweite Stelle galt, denke ich, dem Schutz der Frauen. Die Männer scheinen’s auf dem Kriegszug aufgrund keiner anderen Möglichkeiten recht wild miteinander getrieben haben. Dadurch betrügen sie aber ihre Frauen.
Insbesondere ordne ich das Ganze auch geschichtlich ein. Geschlechtskrankheiten würden damals ansonsten zuhauf übertragen worden sein.
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#56   Miriam   20:17:18 | Freitag, 17. März 2006
@ Heidin
ähm sorry, nicht kath. Kirche, kath. Schule meinte ich.
Also. Meine Meinung ist folgende:
1.) Ich kann mir nicht vorstellen, daß Gott jemanden verurteilt, der eine andere Person liebt – Gott ist die personifizierte Liebe, jedenfalls nach meinem Verständnis. Damit geht es also nicht mehr gleichgeschlechtliche Libee, sondern um gleichgeschlechtlichen Sex.
2.) Viele argumentieren nun, daß es Homosexuelle gibt und auch geben darf, sie ihre Neigung aber nicht ausleben sollten. Teile ich nicht, die Meinung. Wenn man manche Sätze in der Bibel liest, ist auch Sex unter heterosexuellen Paaren nur zur Fortpflanzung erlaubt. Auch renommierte christliche Eheberater sagen aber inzwischen, daß der Sex ein ganz wichtiger Teil des Ehelebens ist und nicht nur zur Fortpflanzung da sein sollte.
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#52   Miriam   20:09:53 | Freitag, 17. März 2006
@ Heidin
Tja, jetzt werde ich ins Fettnäpfchen vieler beiträgeverfasser treten…
ich persönlich bin in einem sehr christlichen, eher konservativen, wenn auch nicht katholischen Elternhaus großgeworden und hab die katholische Kirche besucht. Dennoch halte ich Homosexualität nicht für von Grund auf falsch.
Ich weiß nicht, ob ich das hier erläutern kann, werden zu viele Wörter werden. Wenn Sie die Antwort interessiert, kann ich Sie ihnen dann irgendwo/ wie anders zukommen lassen? Wenn nicht, muß ich es halt in Portionen abklappern ;)
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#45   Miriam   19:52:23 | Freitag, 17. März 2006
@ crosslink
nein, ich glaube, ich war gemeint. Ich bin weiblich, was fällt mir ein!… Na, wer keine Belehrungen will, braucht sie auch nicht mehr, denke ich.
Ein Wunder, daß mir nicht das Recht abgesprochen wird, hier Beiträge zu verfassen. Und mußte ich bei der Registrierung mein Geschlecht angeben?!? Hm, weiß nicht mehr, kann mich nicht dran erinnern. Schwerer Fehler. Vllt. sollte die Redaktion drauf hingewiesen werden, daß Frauen hier nur ein eingeschränktes Äußerungsrecht haben sollten…
zum vorigen Beitrag: … und im übrigen bin ich auch nicht lesbisch. Bin grad auf den Fehler aufmerksam geworden.
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#43   Miriam   19:43:54 | Freitag, 17. März 2006
@ bonifatius
interessiert
werden da alle Stimmen, die den Artikel blöde finden, als schwule Stimmen gezählt?
Tut mir leid, enttäuschen zu müssen. Ich bin nicht schwul. Finde den Artikel aber trotzdem ziemlch dämlich. Und finde manche der Beiträge hier trotzdem ziemlich unchristlich. Ih kann vollkommen nachvollziehen, daß Homosexualität aus der Sicht einer religiösen Person nicht richtig, eine Sünde ist. Daß deswegen aber Menschen auf diese harsche Art und Weise angegriffen und abgestempelt werden, ist nicht richtig und sehr, sehr scheinheilig. Es gibt den kleinen, aber feinen Unterschied, ein Verhalten zu verurteilen, oder eine Person zu verurteilen.
Und Sie müssen zugeben, daß sowohl der Artikel als auch einige Beiträge Personen verurteilen.
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#38   Miriam   19:36:55 | Freitag, 17. März 2006
Wie gut kennst Du Dich in der Bibel aus?
Lies mal die Evangelien. Sag mir, zu wem Jesus gegangen ist. Sag mir, für wen er ein offenes Ohr hatte, und wen er eben nicht verurteilt hat, obwohl sie in Sünde lebten, wie es im religiösen Wortschatz so schön heißt.
Des weiteren empfehle ich die Lektüre von Lukas 18, 9- 14, und die Überlegung, wen Sie/ Du hier repräsentieren/ repräsentierst.
Ach ja, übrigens: „Verurteilt nicht andere damit sie euch nicht verurteilen…“ (Matth. 7,1; der Text geht noch weiter und bringt dann noch das berühmte Symbol des Splitters im Auge des Bruders)
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#33   Miriam   19:25:52 | Freitag, 17. März 2006
Schreibfehler
Namen falsch abgetippt. Sorry.
Ist ja klar, wer gemeint war.
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#31   Miriam   19:23:28 | Freitag, 17. März 2006
@ Institutoris
Bittschön was können die Homos anderes sein als pervers und abartig.
Menschen?
Redaktion benachrichtigen Jeder Homo-Kritiker ist ein potentieller Mörder
#34   Miriam   18:25:40 | Freitag, 17. März 2006
Witzig:
„Nächstes Mal: Ist ‘Brokeback Mountain’ wirklich ein Film über die Liebe?“
Klingt doch wie so einer dieser reißerischen Serien aus dem Fernsehen, oder? ;)
Redaktion benachrichtigen Wenn die Faust zum Argument wird
#17   Miriam   18:23:04 | Freitag, 17. März 2006
Hrodgar
Ich stimme zu: Der Artikel erweckt den Eindruck (wie die gesamte Berichterstaatung zu diesem Thema auf dieser Seite), daß alle Homosexuelle radikal, intolerant, gewaltbereit, pervers, unmoralisch und durch und durch verdorben sind.
Solche Verallgemeinerungen sind nicht nur gefährlich. Sie sollten eigentlich auch unter dem Niveau von Christen sein, die ihren Glauben ernst nehmen (was nicht ausschließt, daß diese manche Verhaltensweisen für sich persönlich verurteilen können).
Redaktion benachrichtigen Der Homo-Lebensstil ist lebensgefährlich
#41   Miriam   12:30:18 | Freitag, 17. März 2006
… Quelle der Studie?
Wo und in welchem Zeitraum wurde die Studie denn erhoben? Nimmt man die 80er/ 90er als Grundlage, ist das Ergebnis nicht sonderlich verwunderlich, da in dieser Zeit das AIDS- Virus bekannt wurde und sich aufgrund fehlenden Wissens ziemlich stark insbesondere in homosexuellen Kreisen verbreitete. Da sind eine menge Menschen sehr jung gestorben. Das zieht die Lebenserwartung im Schnitt ziemlich runter, führt aber wissenschaftlich nicht auf eine „Ungesundheit“ von Homosexualität an sich, sondern vom „Nicht-safer-sex“- Praktizieren. Sprich, die Kausalität ist hier falsch.
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#86   Miriam   09:48:41 | Freitag, 17. März 2006
@ Lillith
Ich glaub nicht, daß diese Bemerkung so gemeint war.
Ich hab’s eher so verstanden, daß die Kroaten wiederum kein Monopol auf die richtige Auslegung des Glaubens haben, und daß „Kroate“ persönlich nichts von Jesus verstanden hat.
(Was ich im übrigen teile. Jesus spricht von bedingungsloser Liebe und hält die Nächstenliebe für das wichtigste Gebot. Jemand, der (in enem anderen) anderen das Menschsein abspricht und Menschen persönlich aufgrund ihrer Sünden verurteilt, liebt seinen Nächsten nicht. Es ist kein Problem, wenn man die Tat verurteilt. Wenn man aber den Menschen urteilt, ist hochmütig – auch im christlichen Glauben ist Gott der alleinige Richter. Außerdem legt man die selbe Attitüde an den Tag wie der Pharisäer im Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner.)
Daß das verallgemeindernde „ihr“ da steht, ist eher Ungeschicklichkeit, oder?
Redaktion benachrichtigen Jeder Homo-Kritiker ist ein potentieller Mörder
#32   Miriam   09:42:00 | Freitag, 17. März 2006
@ Uwe
Ich finde, daß Du recht hast – jedenfalls teilweise.
Daß die Frauen verlassen werden und die Familie unter der Situation ebenfalls leiden muß, finde ich auch nicht gut.
Allerdings ging es im Film eben nicht nur um „ein paar sexuelle Hochgefühle“, sondern darum, daß sich die beiden darüber hinaus voneinander angezogen fühlen. Nicht umsonst schreibt die Autorin Anne Proulx in der originalen Kurzgeschichte, daß die schönste Erinnerung Jacks die ist, als Ennis hinter ihm auftaucht, ihn in den Arm nimmt und einfach nur hält – ohne erotisches Innuendo. Weil er sich in diesem Moment geborgen gefühlt hat. Also, das sagt sie nicht explizit, aber das folgere ich persönlich daraus.
Der Fehler der beiden war also (meiner Meinung nach), daß sie überhaupt erst geheiratet haben, obwohl sie wußten, daß sie diese Frauen nicht auf eine Art liebten, die eine Ehe begründet.
Und genau hier setzt eben die Gesellschaftskritik des Films an: Sie haben beide geheiratet, weil sie wußten, daß die Gesellschaft ihre Liebe für abnormal halten und ihr keine Chance einräumen würde. Insbesondere Ennis ist mit der Situation emotional ziemlich überfordert und verfällt deswegen teilweise in einen regelrechten Selbsthaß. Hätte aber die Gesellschaft sie nicht durch ihre Konventionen gezwungen, auf eine Art zu handeln, die ihnen nicht entsprach, so wäre das ganze Drama allen (auch den Frauen!) erspart geblieben.
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#98   Miriam   21:08:12 | Donnerstag, 16. März 2006
Wortwahl?
kleine Anmerkung: Bezieht sich direkt auf den Artikel, nicht auf die Kommentare, die ich noch nicht studiert habe ;)
Homo- Horden? Sind das Rudeltiere?!?
Gleichgeschaltete Presse? Als Halbfranzösin muß ich dem vehement widersprechen. Außerdem, was soll das mit diesem Nazi- Vokabular?
In den Rücken fallen? Soll die Dolchstoßlegende auch noch bemüht werden? Scheint gut in Geschichte aufgepaßt zu haben, der Verfasser.
Redaktion benachrichtigen Der geballte Zorn der Lesben und Schwulen
#126   Miriam   20:54:48 | Donnerstag, 16. März 2006
Nazi- Regime- Vergleiche
Vergleiche mit dem Nazi- Regime scheinen besonders beliebt, weil besonders beleidigend zu sein. Ich finde, daß es damit aber verharmlost wird. Dem sollte vielleicht auch die „Rote Karte“ gezeigt werden. Wenn es inzwischen zugegebenermaßen auch jeder tut.
Zu der Hetze: Ich kann das nicht beurteilen, aber ich denke, wer im Glaushaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Ein großer Teil christlicher Publikationen schafft es vielleicht, sich mit kontroversen Themen sachlich auseinanderzusetzen – es gibt aber auch hier Menschen, denen dies nicht gelingt. Und die folglich ganz genauso hetzen. Man siehe sich nur manche Beiträge auf dieser Seite an.
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#22   Miriam   20:46:32 | Donnerstag, 16. März 2006
@ Stimme aus dem Tradiland
Stimmt.
Allerdings klopfen wir uns allzu gerne selber auf die Schulter, in unserer aufgeklärten und freiheitsliebenden Demokratie Staat und Kirche zu trennen, im Gegensatz zu z. B. den „dummen fanatischen Ländern“ des Orients.
Deswegen habe ich diesen Hintergrund mal ignoriert, weil er im Idealfall keine Rolle spielen sollte.
Natürlich war das in den 60ern nicht der Fall. Deswegen kann man den Film natürlich auch als Angriff auf die Religion verstehen. Ich denke aber nicht, daß er von dem Machern so gemeint war, sondern eher als Gesellschaftskritik. Ich glaube nicht, daß der Film religiöse Gefühle verletzen oder provozieren sollte, sondern ganz einfach eine Geschichte erzählen wollte, die, ganz gleich, ob man jetzt der pro- homo oder der contra- homo Fraktion angehört, tragisch ist. Dem würde, denke ich, (fast) jeder, der den Film gesehen hat, zustimmen.
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#88   Miriam   17:09:18 | Donnerstag, 16. März 2006
Totgeschlagene…
gibt’s auch in genügend heterosexuellen Beziehungen.
Da kommt das nur so viel häufiger vor, daß die Schlagzeile leider nicht mehr ganz so gewinnträcthtig ist.
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#8   Miriam   16:37:27 | Donnerstag, 16. März 2006
…zweiter Teil…
Außerdem zeigt der Film eben sehr gut, daß die Protagonisten keine heiligen Märtyrer oder so etwas in der Art sind, sondern auch nur ganz normale Menschen, die Fehler machen: Sie belügen ihre Frauen und verletzen beide dadurch genausosehr wie sich selbst. Sie könnten das jetzt für ein Argument gegen die Beziehung benutzen. In Wahrheit ist es aber ein Argument gegen Unehrlichkeit. Wären sie ihren Frauen gegenüber ehrlich gewesen und hätten sie sie nie geheiratet, so wären diese auch nicht verletzt worden.
Zuletzt möchte ich noch anmerken: Ich komme aus sehr religiösen (wenn auch nicht katholischen) Familienverhältnissen und kann deshalb verstehen, wenn Menschen mit Homosexualität Probleme haben oder sie für schlicht und ergreifend falsch halten. Dennoch heißt das nicht, daß andere das ebenso sehen. Genauso, wie Sie nicht gezwungen werden wollen, homosexualität fr richtig zu halten, sollte niemand gezwungen werden, sie für falsch zu halten. Meines Wissens steht auch nirgends in der Bibel: „Gehet hin und zwingt die Welt, richtig zu leben.“ Vertreten Sie Ihren Standpunkt, mehr können und sollten Sie auch nicht tun; aber seien Sie eben nicht „religiös intolerant“ – lassen Sie Menschen stehen.
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#5   Miriam   16:24:59 | Donnerstag, 16. März 2006
Miriam
„Es ist die dargestellte Art religiösen Denkens, die zu solch blutigen Gewalttaten führt.“
– Ich habe keine Ahnung, wie Sie zu dieser Schlußfolgerung kommen. Es ist nicht die dargestellte Art religiösen Denkens, sondern gesellschaftlicher Konventinen und Normen, die zu den Gewalttaten geführt hatten. In der Tat geht es in dem Film gar nicht um Religion oder Religiösität.
Ich habe auch keine Ahnung, warum Sie den Begriff religiöse Intoleranz in Anführungszeichen setzen, als gäbe es so etwas nicht. Spätestens mit dem Karikaturenstreit wissen wir, daß die Toleranzgrenze mancher religiösen Menschen etwa die Pressefreiheit unterschreitet. Diese Intoleranz gibt es ganz genauso im Christentum (denn ich nehme an, daß Sie das Setzen der Anführungszeichen auf Ihre eigene Religion beziehen).
Des weiteren finde ich es ganz außerordetnlich scheinheilig, wie Sie die angebliche Propaganda des Films so scharfsinnig „entlarven“, dabei aber selber propagandistische Mittel verwenden (und zwar, ganz ehrlich gesagt, sowas von plump, wie ich es schon lang nicht mehr erlebt habe). Wenn Sie ein ganz klein wenig von Logik verstehen, wissen Sie, daß eine Folgerung von A nach B nicht automatisch auch die Folgerung von B nach A impliziert. Genau das tun Sie aber in Ihrer Argumentation. Das ist falsch, und nachdem ich Ihnen die Intelligenz unterstelle, das auch zu verstehen, ist es somit nach meinem Verständnis auch eine Lüge, weil Sie wissentlich falsche Behauptungen von sich geben.
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