Mittwoch, 22. März 2006 19:05
Lesername: Hornist
Beiträge: 8
Mittwoch, 12. April 2006 22:51
Hornist: Bedenken
Ich habe äußerste Bedenken gegen diesen „Import“ von Priestern.
Als erstes sind die Sprachschwierigkeiten. Ich denke da weniger an die Messe, die kann man ja auch in Latein halten. Sie wird dann zum „Messe Lesen“ und nicht „Messe feiern“, aber Opfer müssen gebracht werden.
Ich denke da mehr an die Seelsorge. Wie soll jemand, der nicht Muttersprachler ist, beispielsweise die Nuancen aus Bemerkungen und Andeutungen herausfinden.Bei einem Suizidgefährdeten kann das wichtig sein. Und Seelsorge soll doch ganzheitliche Fürsorge in seelischer Not sein, oder?

Dann stößt mich in dem Bericht die Glorifizierung dieser legionärhaften Ausbildung ab.
Jemand der so „gehalten“ wurde, der ist m.E. nicht in der Lage sich in der normalen Welt zurechtzufinden, Und dann noch in einem Land, daß doch noch ziemlich verschieden ist. Ich glaube, daß diese jungen Priester alsbald selbst ein Fall für die Seelsorge werden oder aber so verhärten, daß jedes Einfühlungsvermögen flöten geht. Was soll dann aus der Kirche werden? Wird dann bald wieder von Angst und Höllenqualen gepredigt?
Ich wende mich mit schaudern von dieser Vorstellung ab.
Dann lieber unseren Pasti. Der redet zwar auch mal abgehoben in theologenfloskeln, aber er weiß beispielsweise, was Angst um das kranke Kind ist oder kann aus eigener Erfahrung was zum Thema „Mein Kind wir in der Klasse gemobbt“ sagen.
Und wenn der über „Sexuelle Spannungen nach einer Entbindung“ redet, dann kennt der die Situation in unserem Falle schon 2 mal.
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Dienstag, 11. April 2006 20:31
Hornist: Personaler Gott, ja---aber
Liebe Mitschreiber,
ich habe bislang auch an einen personalen Gott geglaubt und tue es immernoch.
Esoterik hat für mich immer den Touch von „Ei, Jeder hat do a Bisserl Recht“. Das lehe ich ab. Gut, für mich lehe ich das ab.
Pat, Sie sagen, Sie wären Heide. Ich habe mir nochmals die Postings des anderen Heiden vorgeknöpft. Der scheint ganz und gar nicht esoterisch zu sein, sondern an personale Götter zu glauben.
Die Art, wie er das tut hat auch einen gewissen Charme.
Sie sagen jetzt etwas von Eso-trip.
Ist das Ihre Auffassung Ihres Glaubens oder eine reine Stellungnahme zum Thema Esoterik?
Muß man als Heide Esoteriker werden?
btw: wie wird man Heide? Sie sind sicher nicht aufgewacht und haben Wothan vor sich gesehen, oder?
Nehmen Sie’s mir nicht krumm, wenn ich so viel frage, aber ich habe noch nie mit Heiden zum Tun gehabt und jetzt begegnen mir hier gleich 2.
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Dienstag, 11. April 2006 18:11
Hornist: @ Pat
Darf ich fragen, welcher Denomination Sie angehören, was ist „Asatru“?

Ist das so etwas ähnliches wie die 68er flowerpower bewegung?
Verzeihen Sie, wenn ich sehr danebenliege. Ich habe das irgendwo schon mal gehört.
Aber ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang.

@ Benedikt:
Herr Benedikt, sehen Sie, das meinte ich in dem anderen Thread: Dem Hrodgar wird nicht geantwortet und was Herr Zwobbel hier tut, sind einfeche rhetorische Taschenspielertricks.
Auf die echten Fragen ist er auch wieder nicht eingegangen.
Ich schäme mich mehr und mehr für die Katholiken hier und weiß bald auch nicht mehr.

Sobald irgendetwas mal anders ist als im Schott, da leufen hier einige Amok. Ich habe Glaube immer als Hinwendung zum Göttlichen verstanden, als miteinander die Nähe Gottes spüren. Auch wenn es oft vergebens erscheint mit all den todernsten Gestalten im GoDi.
Da ist doch so ein Kreis mit jubelnd emporgereckten Armen wie in dem Bericht etwas richtig schönes, oder?
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Dienstag, 11. April 2006 00:36
Hornist: Lieber Benedikt
Sie haben eigentlich ganz recht.
Dieser „Heide“ mischt sich da in unsere Angelegenheiten einfach so ein.
Aber: Er scheint ein profundes Fachwissen zu haben.
Ich kann mich nicht erwehren, mehr und mehr dazu zu kommen, daß er Fragen anreißt, die ich mir in meinem „Kinderglauben“ nie gestellt habe.
Beim Erwachsenwerden habe ich dann die von Hrodgar kritisch hinterfragten Inhalte einfach als „erledigt“ angesehen. Beantwortet waren sie nie.
Nun, da ich für mich nicht eine der angeführten Hinterfragungen abwehren kann, bin ich dem Heiden eigentlich sehr dankbar.
Der Kerl zwingt mich tatsächlich, nachzudenken, was ich da immer bete: „Ich glaube an die heilige, katholische und apostolische Kirche“.
Gerade in der Frage der Weitergabe der Vollmacht habe ich den Neuapostolikern mal schwerste Häresie vorgeworfen…und sehe jetzt, daß wir Katholiken nichts anderes tun. Nur nennen wir den Papst nicht „Apostel“ sondern seinen Thron den „Stuhl Petri“.

Das einzige, was ich erschrecken finde ist die Reaktion auf diese Hinterfragungen: viele Leute pöbeln den Kerl an, mit Sätzen, die ich so aus seiner Feder wohl nie lesen würde.
Nur echte Antworten hat keiner bislang gehabt. Bestenfalls die Fragen umgangen.
Gibt es hier vielleicht einen Theologen, der das mal erschöpfend klären kann?

@ Hrodgar
Vielen Dank für Ihre Anregungen! Es ist sehr mutig, sich als „Heide“ hier her zu trauen!
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Samstag, 8. April 2006 13:32
Hornist: Sowas
Daß ist doch mal ein echter Lichtblick!
Ich hätte nicht gedacht, daß in dieser Komputerspiels-Fun-Musik-Generation noch jemand ernsthaft nachdenkt.
Danke Herr Stumm!
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Samstag, 8. April 2006 13:29
Hornist: Sympat
Darf ich „Du“ sagen? Ist nocht frech gemeint.
Du schreibst hier :„ekkläsia“, so steht es da.
Ich weiß nicht, was Du für eine Übersetzung oder Abschrift hast. aber in Deiner Schreibweise sind 3 (DREI) fehler in einem (!) wort enthalten, sodaß sich ein Leser schwerlich wird überzeugen lassen, daß Du es just nachgeschlagen hast.
Also ich weiß ja nicht, aber ich glaube fast, Hrodgar hat historisch gesehen Recht mit seinen Aussagen.
Ich denke wir Katholiken sollten einfach mal erklären, was wir damit meinen, was wir sagen.
Historisch betrachtet gab es zur Zeit von jesus noch keine kirche und Paulus hat an Gemeinden seine Briefe geschrieben, die wir heute „freie evangelische Gemeinden“ nennen würden. Denn sie unterstanden keiner Kirche, Die gab es noch nicht. Sie hatten kein Kanonisches Recht, das Gab es auch nicht. Und sie lebten egalitär, das steht in der Apostelgeschichte.
Ihre „Leiter“ hatten eher zu koordinieren. Und „das Verbot zu heiraten“ gibt für Paulus als dämonische Irrlehre (1. Tim).
Trotzdem schreibt Paulus, er wünschte alle würden ehelos leben, wenn sie ihrer Triebe aber nicht Herr werden, sollten sie lieber Heiraten als Unzucht treiben.
Hätten die Menschen auf ihn gehört, dann wären wir Christen wirklich ausgestorben.
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Mittwoch, 22. März 2006 19:12
Hornist: Ist dafür Jesus gestorben?
Mord und Bomben mit Jesu heiligem Wort begründen?
Mit seinem Blut die Motoren der Kriegsmaschinerie schmieren?

Ist DAS Christ-Sein heute?

Wo bleibt der Papst mit einer Deutlichen Mahnung an die Bergpredit?
Wo die Christenheit mit deutlichen brüderlichen Ermahnungen?
Ich verstehe das nicht…ich kann es nicht verstehen.
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Mittwoch, 22. März 2006 19:09
Hornist: O tempora o mores!
Ich kann dem Marc Anton nur Recht geben!
Was ist aus unserem Glauben geworden?
Was aus unserer Kirche?
Was aus unserem Herrn Jesus?

Da bangt ein Mensch um sein Leben und hier wird gepöbelt und geschrieen!

Wie Arm…
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