Dienstag, 4. April 2006 02:57
Lesername: deusexmachina
Beiträge: 734
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Freitag, 7. April 2006 18:27
deusexmachina: @ottaviani
Selbstverständlich gibt es Fälle wie den Ihren, vermutlich gar nicht so wenige.

Wie immer bei diesen Angelegenheiten, ist es eine Frage der Abwägung – das Problem derer, die sofort aufgeregt „Euthanasie!“ schreien und damit ausschließlich die pervertierte NS-Lesart eines an sich humanen Ansatzes meinen, tun sich aber eben gerade dadurch hervor, dass sie jegliche Abwägung a priori verteufeln. Leider – oder zum Glück – aber ist die Welt eben nicht schwarzweiß, so dass in fast jedem Aspekt des Lebens eine Abwägung erforderlich ist. Pauschal „Nein!“ zu schreien ist natürlich einfacher, klar.

Nehmen wir an, in einem Fall wie Ihrem wäre es zur Tötung gekommen. Was wäre dann „passiert“? Ein Mensch würde nicht mehr existieren – BEDAUERN hätten Sie Ihre Nicht-Überleben kaum können, SCHMERZEN hätten Sie keine empfunden, LEIDEN hätte es keine gegeben. Umgekehrt wäre es sehr wohl (und wahrscheinlich) möglich gewesen, dass die Diagnose zutrifft, und Sie nach kurzen Jahren physischer und psychischer Leiden dann doch sterben – wäre das besser gewesen?

In dem hier geschilderten Fall lese ich in allererster Linie eines: Barmherzigkeit. Dass diese nicht fehlerlos sein kann, sei zugestanden. Alles, was mir jetzt noch fehlt, ist das ehrliche Zugeständnis der „anderen Seite“, dass „Leben erhalten um jeden Preis“ eben auch keine irrtumsfreie Position ist. Auf dieser Basis könnte man reden – womit wir dann wieder bei der – manchen so eklen – Abwägung wären.
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Donnerstag, 6. April 2006 23:25
deusexmachina: @Elendester Sünder
Jetzt ‘mal wirklich eine ehrliche Verständnisfrage, mir ist da nämlich etwas nicht klar:

Also, Sie meinen, es gälte als „hip“, schwul zu sein? Nun, „hip“ sind Sachen, die man, der Mode folgend, macht. Sie werden verzeihen, aber das wirft bei mir schon die Frage auf, als wie manipulierbar Sie die eigene Sexualität erachten? Ich meine, man schließt ja zunächst einmal gerne von sich auf andere – wer selbst felsenfest davon überzeugt ist, dass seine eigene Sexualität unverrückbar (oder mindestens: von ihm selbst unbeeinflussbar) feststeht, der kann ja aeigentlich gar nicht auf den Gedanken kommen, modische Aspekte könnten hier eine Rolle spielen. Also, mit Verlaub: MIR ist der Gedanke nie gekommen.

Wie kommen SIE darauf?

Anschlussfrage: Sind dann die tapferen Streiter der Heterosexualität (sprich: die, die alles andere verteufeln) ihrerseits Kinder einer seinerzeit (und auch heute noch, nur nicht mehr so exklusiv) vorherrschenden „Heteromode“? Denn im Umkehrschluss wären doch alle „Heten“ so, weil das ‘mal „hip“ war, nicht wahr?

Wie ist das denn nun also? Ihrer Meinung nach? Bzw. bei Ihnen? Haben Sie sich für Frauen interessiert, weil das „angesagt“ war?
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Donnerstag, 6. April 2006 23:17
deusexmachina: @Sozialkatholisch
Soll das etwa heißen, dass Sie wider Erwarten meiner Interpretation folgen? ;)

( war’n Scherz – neben Benedikt gehören Sie sowieso zu meinen hiesigen Lieblingskatholiken… oft anderer Meinung, aber mit dem Niveau und zuweilen durchaus auch Witz, der m.E. für ein vernünftiges Gespräch essenziell ist. Genug geschleimt.)

Ad Beschneidung: Ich bin zwar nicht jüdisch, aber dennoch… und darf Ihnen versichern, dass es durchaus Vorteile hat, und nicht nur hygienische. Lassen Sie es mich so ausdrücken: Über die recht weitverbreitete Problematik einer „ejaculatio praecox“ konnte ich nur immer schmunzeln… ;O)

Bin mir allerdings nicht sicher, ob ich den Eingriff heute durchführen lassen würde; aber als ich klein war, war das wohl in Deutschland gerade recht angesagt „aus medizinischen Gründen“ (Pimoseverhinderung etc.).
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Donnerstag, 6. April 2006 22:42
deusexmachina: @Laurentius2
Was „frauenfreundlich“ ist, das wollen Sie doch bitte den Frauen überlassen, seien Sie so gut. Ich kann es langsam nicht mehr hören, dieses Hermusalbadern von irgendwas, das angeblich für diese und jene so gut und „freundlich“ sein soll, von den Betreffenden selbst aber – oh Staunen und Wunder – mehrheitlich abgelehnt wird, diese zwanghafte Sucht, anderen das vermeintliche (nach eigener Facon) Glück aufzuoktroyieren, dieses partout-nicht-wahrhaben-wollen, dass vielen anderen Menschen zu Recht vollkommen SCHNURZ ist, was Sie oder Ihre Kirche meinen, wie DIE zu leben hätten.

„Speak for yourself“ würde der Amerikaner sagen, und damit wären Sie wohl gut beraten.
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Donnerstag, 6. April 2006 22:34
deusexmachina: @Sozialkatholisch
Angesichts der Tatsache, dass Adam und Eva die einzigen Menschen gewesen sein sollen, die Gott tatsächlich (und nicht nur in Form einer kurzen Erscheinung á la Dornbusch) teilhaftig wurden, müsste es schon mit dem Teufel zugegangen sein, wenn sie nicht an ihn geglaubt, also keine Juden gewesen seien, meinen Sie nicht?

Und selbst, wenn nicht: Noah und seine Familie waren „rechtgläubig“ (Noah wird ja geradezu als leuchtendes Vorbild eines Predigers dragestellt) und vorgeblich ja die einzigen menschlichen Überlebenden.

WENN man dieser fröhlich-naiven, wörtlichen Lesart also folgt, wird man nicht umhin kommen, eine allgemeine jüdische Herkunft aller heute lebenden Menschen zu konzedieren.

q.e.d.
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Donnerstag, 6. April 2006 21:23
deusexmachina: @Evelin
„die immer ganzheitlich eingebettet in einer gegenseitigen ehrlichen Liebe sein soll“

Warum „sollte“? Es ist schön, wenn beides zusammenkommt, ja, es ist der Idealfall. Das heißt aber nicht, dass grandioser Sex um des Genusses wegen schlecht wäre, genausowenig, wie eine Liebesbeziehung schlecht sein muss, wenn es an Sex fehlt (beides KANN sein, MUSS aber nicht).

Mit dem Sex ist das wie mit dem Essen: Sie werden kaum je mit Nschwerk dieselbe innere Befriedigung erzielen wie mit dem Verzehr eines deftigen Wurstbrotes, wenn so richtig der Hunger zwackt – und? Verachten Sie deswegen grundsätzlich jedes Bonbon?

Sex um seiner selbst willen ist dann schlecht, wenn dadurch einer der Partner ausgenutzt / betrogen wird. Wo das nicht der Fall ist: Feuer frei und viel Spaß! Wenn Gott gewollt hätte, dass wir es nur im Rahmen der Ehe treiben, dann hätte er uns so geschaffen, dass wir es nur den entsprechenden Trieb verspüren. Aber das hat er ja sogar bei denen einzurichten unterlassen, die in Berufung auf seinen vorgeblichen Willen ein Leben lang diesen gottgegebenen Trieb unterdrücken und verleugnen.

Wo genau steht eigentlich in der Bibel: „Liebet und mehret Euch – außer den Priestern!“?
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Donnerstag, 6. April 2006 21:05
deusexmachina: Ich bin ja bis heute nicht dahinter gekommen…
…was genau ich unter „Homopropaganda“ zu verstehen habe. Was soll das sein? „Leute, werdet gefälligst schwul!“? „get gay or else…!“?

Meine Sorge gilt allerdings so überhaupt nicht irgendeiner angeblichen „Propaganda“ in dieser Hinsicht (mich würde man auch mit handgreiflicheren Mitteln genauso wenig schwul bekommen, wie man einen Homosexuellen zum Frauenhelden umbiegen kann), sondern eher der Befürchtung, das dieser Herr Doktor allen Ernstes den intellektuösen Schwulst glaubt, den er da absondert.

Um es ‘mal in drastischen Worten zu sagen: Meine Fresse, was für ein merkbefreiter Depp! Da sieht man doch ‘mal wieder, dass ein akademischer Grad nicht vor Neurosen und Wahnvorstellungen feit… aber das wissen wir ja eigentlich spätestens seit Dr. Goebbels.
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Donnerstag, 6. April 2006 20:52
deusexmachina: @rudolfsohn
Ich denke ja eher nicht, dass gerade Sie dazu berufen wären, irgendeine Kompetenz auf den Gebieten Sexualität, Psychologie und Biologie zu reklamieren, jedenfalls haben Sie bislang nichts von sich gegeben, das mit Sachkenntnis zu verwechseln man Gefahr liefe.

Denkanstöße für Sie:

– es gibt eine beträchtliche Anzahl homosexueller Väter.
– es gibt eine noch beträchtlichere Anzahl heterosexueller Kinderloser
– zu was Sie so alles die anatomischen und physiologischen Voraussetzungen erfüllen, was Sie nichtsdestotrotz nie tun werden bzw. sich unfähig / unwillens fühlen zu tun, das würde dicke Bücher füllen
– Sie ignorieren komplett die Bedeutung der Psyche; DIESE Voraussetzungen sind bei vielen Homosexuellen eben NICHT erfüllt

Von alledem abgesehen, werden auch Sie – wie all die anderen – es nicht schaffen, plausibel zu machen, was konkret SIE es angeht, wie andere, Ihnen zumeist fremde, Menschen sich lieben. Das ganze Thema regt Sie doch nur auf, weil Sie WOLLEN, dass es Sie aufregt (oder, weil es Sie tief im Inneren auf eine Ihnen sehr unangenehme Weise berührt, was Sie natürlich im Leben nicht zugäben).

Interessieren denn MICH IHRE sexuellen Präferenzen? I couldn’t care less – und das, mein Bester, ist nun auch wahrlich gut so.
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Donnerstag, 6. April 2006 16:58
deusexmachina: @Benedikt
Nun, einmal angenommen, Ihre Analyse, was wem nützt und deswegen privilegiert werden kann / darf / sollte (die Meinungen darüber gehen durchaus auseinander, wissen Sie…), stimmt so… wie wäre es dann mit einem simplen „quod licet Iovi non licet bovi“? Will sagen: Bitteschön, wenn der Staat das privilegieren möchte, dann soll er das tun, aber was brezelt sich dann eine religiöse Teilgruppe auf und fordert ein, was doch staatlicher Verfügungsgewalt unterliegt? Zumal ich diese Argumentation, mit Verlaub, als geheuchelt empfinde, denn das katholische Missvergnügen an Homosexualität und Homoehe hat ja nun wahrlich andere Gründe. Ich erlaube mir, das als ein vorgeschobenes Argument zu bezeichnen – eines, das Ihnen gelegen kommen mag, mit Ihrem (hier: „Sie“ = „Kirche“) eigentlichen Wollen aber exakt nichts zu tun hat.

Ansonsten könnte ich zu dem Thema wohl nichts sagen, was nicht dieser Cartoon bereits trefflich zum Ausdruck bringt… man könnte glatt meinen, der Zeichner kennt kreuz.net…

@rudolfsohn

Ehrlich gesagt, in Anbetracht Ihrer offenkundigen Zwangsneurose hätte ich mit Ihnen unter der Dusche größte Bedenken, mich nach der Seife zu bücken. Wissen Sie: Wenn schwul, dann bitte offen.
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Donnerstag, 6. April 2006 01:23
deusexmachina: @Seminarist
Ich versuche jetzt ‘mal, Ihnen das ganz ruhig und sachlich zu erklären:

Sie bzw. die katholische Kirche resp. deren „vehementere“ Vertreter richten sich gegen Homosexualität. Auf der Basis ihres Glaubens natürlich, also – so behaupten Sie – auf der Basis der Bibel, die wiederum – so behaupten Sie – das Wort Gottes sei, der seinerseits – auch das behaupten Sie – der Schöpfer, das oberste Gesetz etc. ist.

Alles schön und gut. Jedenfalls, so lange der, dem Sie das erzählen, Katholik ist, denn dann unterwirft er sich derselben Doktrin, Sie sind sich in wesentlichen Teilen einig.

Doch das genügt Ihnen nicht; Sie weiten diese Ansprüche aus auf Menschen, die die Basis Ihrer Doktrin nicht teilen, Gott als inexistent ansehen oder eine von der Ihren völlig abweichende Vorstellung von ihm haben. Das wieder interessiert Sie nicht, Sie bemühen sich trotzdem, IHREN Willen (in dem Moment behaupten Sie natürlich, das sei der Wille Ihres Gottes) über den Ihres Gegenübers zu stellen, und das im Hinblick auf SEIN Leben und SEINE Sexualität.

Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Gegenübers und erkennen Sie, welch ungeheurer und unverfrorener Angiff auf SEIN Leben das sein muss. Und da wundern Sie sich über empörte Beiträge jener, die zu beurteilen Sie – und mit Ihnen die ganze Kirche – ganz einfach KEIN MANDAT haben, weil sie nicht Teil dieser Religion sind / sein wollen?

Glauben Sie, was Sie wollen, aber verkneifen Sie sich BITTE diese Art der Zwangsbeglückung, zu der Sie nicht befugt sind.
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Donnerstag, 6. April 2006 01:00
deusexmachina: @Agnostiker
Ihr Bemühen, dem (wohl absichtlichen) Vermischen von Homosexualität und Pädophilie entgegenzutreten, in Ehren, aber es wird nichts fruchten, denn ihm würde von zwei relevanten Personengruppen widersprochen werden:

– Pädophile selbst neigen (nicht alle, aber viele) dazu, ihre Neigung als der „normalen“ Sexualität ebenbürtig darzustellen, und leugnen strikt die Bedeutung des Machtgefälles. Einige wenige mögen das selbst glauben bzw. bei einigen wenigen mag das sogar stimmen; das Gros allerdings möchte das einfach leugnen, obwohl amn sich darüber im Klaren ist. Wobei „Macht“ bei tatsächlichen sexuellen ÜBERGRIFFEN gegenüber Kindern wohl eine weitaus wichtigere Rolle spielt als bei bloß empfundener Pädophilie (auch das gilt es ja sorgfältig zu unterscheiden).

– Die, die Sie aufklären möchten, haben ein profundes Interesse daran, möglichst alles, was „irgendwie eklig“ ist oder auch nur klingt, zu einem widerlichen Brei zusammenzurühren, um noch angeekelter ihre Abscheu ausdrücken zu können. Differenzierung ist da nicht erwünscht, weswegen ja auch grundsätzlich jeder Homosexuelle ein „Arschficker“ zu sein hat.

Glauben Sie mir. Was Sie sagten, wurde hier nämlich nicht zum ersten Mal vorgebracht, lässt sich auch in allen seriösen Quellen nachlesen. Man will’s nur einfach nicht wissen, es könnte ja den Vollrausch der Vorurteile schüren. Was lustig ist, wenn man bedenkt, dass der prozentuale Anteil Homosexueller unter katholischen Priestern höher ist als in der Gesamtbevölkerung…
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Mittwoch, 5. April 2006 21:17
Da bin ich anderer Ansicht – nicht, was das Jenseits angeht, da stimme ich mit Ihnen überein, wobei allerdings unsereins nicht mit derselben hämischen Vorfreude auf vermeintliches (zu) späte Einsicht Andersdenkender herumgrinsen kann – wer sich in seine Atome auflöst und keine Seele hat, der hat auch nichts, was Häme empfinden kann. Derlei edle Gefühle bleiben für die Apologeten der Unsterblichkeit reserviert.

Aber Sie verkennen den Einfluss religiöser Lobbies in der Gesellschaft, nicht nur bei den C-Parteien. Gucken Sie einmal über den großen Teich und erzittern Sie bei der Vorstellung, hierzulande könnten einmal verbohrte Kreationisten ähnliche Volksverdummung durchzusetzen versuchen, wie das dort der Fall ist. Schauen Sie nach Italien oder Südamerika, wo es für Politiker unsäglich schwer ist, Politik gegen kirchliche Ansichten zu machen. kreuz.net selbst gibt einen guten Einblick in das, was uns erwarten würde, wenn wir nicht aufmerksam nach derlei Attacken auf Vernunft und Freiheit Ausschau halten.

Kein Vertun: Soll doch jeder glauben, was ihn selig macht (oder was er auf dem Weg dorthin als richtig empfindet). Ich will das niemandem nehmen. Aber die extremeren Vertreter der Religionen setzen ja eben alles daran, dass möglichst alle IHREN jeweiligen Gesetzen unterworfen zu sein haben.

@Kreuzritter

Ihnen ist klar, dass Ihre eben gemachte Aussage keiner großen Bösartigkeit bedarf, um als „Ich glaube, damit ich nicht (selber) denken muss“ aufgefasst zu werden?
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Mittwoch, 5. April 2006 20:34
deusexmachina: @Kreuzritter
Das Problem in dieser Dogmatik-Argumentation ist ihr reflexiver Charakter: Dass „alle verkündeten Dogmen Gültigkeit haben“ ist ja seinerseits ein Dogma. Mithin ist Ihre Aussage logisch inhaltsleer bzw. redundant; sie entspricht der Aussage eines autoritären Elternteils: „Das ist so, weil ich das so sage“ und besagt letzten Endes genau gar nichts.

Der einzige Informationsgehalt einer solchen Mitteilung besteht in der Feststellung, dass man sich als Teil der als „katholisch“ bekannten Religionsgemeinschaft nur dann qualifiziert, wenn man diese Behauptung als wahr akzeptiert.

Über die Wahrheit des Anspruchs an sich besagt das nichts, es ist kein Argument, kein Beleg, kein Beweis, sondern lediglich eine Schilderung der in Ihren Kreisen gängigen Gepflogenheiten. Diese sind so angreifbar wie jede andere Behauptung auch; UNangreifbar sind Sie nur für den Fall, dass der Angreifende sich selbst als Teil der katholischen Gemeinschaft begreift bzw. begreifen will und sich diesen Regeln unterwirft. Nach außen aber: Irrelevanz pur.

Übrigens ist Ihnen durchaus bekannt, dass auch theologisch Stimmen (auch katholische Stimmen) laut wurden und werden, die den vermeintlich sündhaften Charakter von Homosexualität bzw. dessen Herleitung aus der Bibel in Abrede stellen.
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Mittwoch, 5. April 2006 20:23
deusexmachina: @Benedikt
Im Rahmen Ihrer Alkoholismus-Analogie stimmt Ihr „Zerlegen der Prämisse“ natürlich. Das logische Problem daran : Sie bauen Ihre Analogie auf der Basis einer unberechtigten Prämisse auf ;)

Indem Sie „Alkoholismus“ analog zu „Homosexualität“ betrachten, unterstellen Sie der Homosexualität Krankheitscharakter. Diesen hat sie aber nach wissenschaftlicher Meinung nicht, weil sie ganz einfach die Kriterien einer „Krankheit“ nicht erfüllt:

Eine „Krankheit“ ist eine physische oder psychische Beeinträchtigung – das deckt sich nicht mit der Beobachtung glücklicher und zufriedener Homosexueller. Eine Krankheit steht im Kontrast zu einem davon abweichenden Zustand der Gesundheit – die meisten Homosexuellen würden sich aber keineswegs als „gesünder“ empfinden, wenn sie nicht mehr homosexuell wären, sie erstreben die angebliche „Gesundung“ gar nicht, womit sie diese Bezeichnung nicht verdient hat. Selbstverständlich gibt es Homosexuelle, die sich aufgrund ihrer Homosexualität beeinträchtigt oder sogar krank fühlen, was dann aber in erster Linie daran liegt, dass eine intolerante Umgebung ihnen diese Zweifel eintrichtert.

Nun mag es auch (psychische) Krankheiten geben, die sich in einer Schadwirkung für ANDERE äußern (etwa Kleptomanie oder – ausgelebte – Pädophilie), aber diese sind ja bei Homosexualität auch nicht vorhanden. Oder konkret WEM schadet ein Schwuler durch sein Schwulsein?

Sie sehen: Im Rahmen Ihrer Analogie haben Sie Recht. Nur Ihre Analogie an sich ist falsch ;)
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Mittwoch, 5. April 2006 19:45
deusexmachina: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 5. April 2006 19:26
deusexmachina: 2 Infos
@Rudolfsohn

Homosexualität ist exakt genauso „erworben“ wie Ihr Interesse an und für Frauen (das ich hier ‘mal unterstelle). Denken Sie darüber nach.

@FELLO

Bestellt – geliefert:

Website Title: kreuz.net – katholische nachrichten
Meta Description: Katholische Nachrichten über Kirche, Papst, Kardinäle, Bischöfe und Priester für den deutschen Sprachraum.
Meta Keywords: Nachricht, Nachrichten, Information, Informationen, Religion, Religionen, Gott, Kirche, Kirchen, katholisch, katholische, Vatikan, Papst, Päpste, Kardinal, Kardinäle, Bischof, Bischöfe, Priester, Bibel, Theologie, Abtreibung, Mord
Response Code: 200
SSL Cert: localhost expires in 1638 days
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[…]
Server Type: Apache/2.2.0 (Unix) mod_ssl/2.2.0 OpenSSL/0.9.8a DAV/2 mod_apreq2-20050712/2.1.3-dev mod_perl/2.0.2 Perl/v5.8.7
IP Address: 69.41.174.65 (ARIN & RIPE IP search)
IP Location: – Texas – Dallas – 1-800-hosting Inc
Blacklist Status: Clear
Whois History: 31 records stored
Oldest: 2004-09-30
Newest: 2006-04-05
Record Type: Domain Name
Monitor: Monitor or Backorder
Wildcard search: ‘kreuz’ in all domains.
Other TLDs:
.com .net .org .info .biz .us
X X X X X [1 available domains]
Name Server: NS1.KREUZ.NET NS2.KREUZ.NET
ICANN Registrar: GO DADDY SOFTWARE, INC.
Created: 14-may-2002
Expires: 14-may-2011
Status: REGISTRAR-LOCK

Also in Dallas, nicht in deutschland. Raten Sie ‘mal, warum…
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Mittwoch, 5. April 2006 19:18
deusexmachina: Dreierlei
@Athanasius

Mit Verlaub: Die Aussage, ein Jude könne nicht antisemitisch sein, wird von der Wirklichkeit vielfältig widerlegt. Es sind übrigens gerade die selbsternannten Ultradeutschen, die gerne ihren Gegenspielern aus dem linken Spektrum „Deutschanhass“ unterstellen und damit belegen, dass sie es durchaus für möglich halten, einer Gruppe anzugehören und diese gleichzeitig zu verabscheuen (inwieweit diese Zueignung dann auch zutrifft, ist wieder eine andere Sache).

Bei Personen wie Finkelstein sollte man einfach ‘mal ganz nüchtern darüber nachdenken, ob seine spezielle Variante der Äußerungen ihm nicht ganz einfach persönlich vorteilhafter sind als Philosemitismus? Nicht wenige Menschen sind immerhin ganz banal käuflich, und wir könnten ja ‘mal darüber spekulieren, wieviele ausgewiesene Tradis hier gegen die Zahlung einer beträchtlichen Summe – mindestens nominell – zum Protestantismus konvertieren würden?

@Institoris

Insoweit Polen von jüdischen Hinterlassenschaften profitiert haben (etwa in Form der Übernahme von jüdischen ENteignungen, die in deutschen Reichsbesitz übergingen), haben selbstverständlich Polen als Nutznießer dafür aufzukommen.

@Bonifatius

Die Fragen, welche Entschädigung berechtigt bzw. angemessen wäre und die, welche vom Zahlenden verkraftbar wären, sind separat voneinander – und vor allem: nacheinander – zu behandeln.
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Mittwoch, 5. April 2006 17:30
deusexmachina: @Elendester Sünder
„Jüdische Geldforderungen“ – eher übrigens als „Wiedergutmachung“ bezeichnet – sind, im Kontext der umfangreichen Raubzüge an jüdischem Besitztum, grundsätzlich als berechtigt anerkannt. Was man kritisieren kann, ist, wenn in diesem Rahmen ein Bereicherungsdenken zu beobachten ist; auch Juden sind ganz normale Menschen und so sehr auf den eigenen Vorteil bedacht wie jeder andere auch. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass man sich solchen Überlegungen mit einer gewissen Sensibilität nähern sollte, was von entsprechenden Interessenvertretern nur zu gerne – ich unterstelle: bewusst provokant – unterlassen wird.

Und „Judäer“ ist nicht „diffamierend“? I beg to differ. Für so ziemlich jede Gruppierung gibt es korrekte, offiziell verwendete Bezeichnungen. Wenn jemand, in Kenntnis dieser Begriffe, diese NICHT verwendet, dann hat er einen Grund. Welcher könnte das wohl sein? Welchen Grund hätte z.B. jemand, Deutsche nicht als „Deutsche“, sondern als, sagen wir, „Germanskis“ zu bezeichnen? Oder „Krauts“?

Was „diffamierend“ ist, ist sehr unterschiedlich. Ein Esel etwa ist ein Tier wie jedes andere – und dennoch, würde ich Sie so nennen, Sie würden sich diffamiert fühlen. Auch eine Anrede als „miesester Sünder“ würde Ihnen vermutlich aufstoßen, obwohl „mies“ und „elend“ nicht weit auseinander liegen – es liegt ganz einfach daran, dass ich erkennbar ihrem Willen, so und nicht anders genannt zu werden, trotzen würde… was eben gerade nicht ein Zeichen der Achtung ist.
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Mittwoch, 5. April 2006 17:18
deusexmachina: @Abu & private-notes
@Abu

Ich kann mir nicht helfen aber im konkreten Kontext halte ich die Formulierung „Kinder im engeren Sinne“ für (vermutlich unbeabsichtigt) anstößig… ;)

@private-notes

Sie haben Recht. Wenn mehr Leute wie Benedikt wären (und vor allem: argumentieren würden), könnte man den Katholizismus glatt als ernstzunehmende Alternative betrachten, immerhin belegt er, dass Katholizismus nicht mit Geist- und Niveaulosigkeit einhergehen muss. Leider gehen seine Beiträge im speicheltriefenden Hassgestammel der Ultratradis oft unter. Vielleicht könnte man die kreuz.net-Redaktion ermutigen, Benedikts Beiträge mit gelber Unterlegung optisch hervorzuheben (wohingegen ich bei manchem anderen die Farbgebung „weiß auf weiß“ oder, oft passender, „braun auf braun“, bevorzugen würde)?
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Mittwoch, 5. April 2006 17:07
deusexmachina: @Athanasius
Nicht selten liegt der Kern der Sache in einer Nuance. Man kann beispielsweise problemlos israelische Politik kritisieren. Man kann, ohne ethisch verwerflich zu handeln, Negativaspekte des Zionismus herausarbeiten. Auch den jüdischen Glauben kann und darf man – genau wie den katholischen – kritisieren, sogar für falsch halten.

Was man, speziell als öffentliches Medium, NICHT darf, ist, obskure Verschwörungetheorien zu verbreiten, gewürzt mit zweifelhaftem Vokabular (was genau sollen denn „Judäer“ sein? „Irgendwas mit Juden“ war wohl gemeint, als gezielte Verquickung von Glaube, Volk, Staat und Kultur, was man als Antisemit ja sowieso gerne alles zu einem Kladderadatsch zusammenrührt).

Ich halte nichts von der schnell bemühten Antisemitismuskeule. Umgekehrt halte ich aber auch nichts davon, berechtigter Kritik an grenzwertigen Äußerungen mit der „Antisemitsmuskeulen-Keule“ zu begegnen.

Was das Evangelium angeht: Ich denke nicht, dass das Evangelium an sich „antisemitisch“ ist. Kaum zu leugnen ist jedoch, dass die frühe Kirche daraus heraus einen Antisemitismus entwickelte und viele Jahrhunderte mit dem Quatsch, die Juden hätten den Heiland ermordet (und peinlich berührtem Verschweigen des Umstands, dass er unangenehmerweise selbst Jude war), hausieren ging. Das ist nun einmal eine Altlast, der man sich stellen muss – und es im Übrigen auch weithin tut. Nur leugnen sollte man es nicht, das wirft ein bedenkliches Licht auf den Leugnenden.
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Mittwoch, 5. April 2006 16:48
deusexmachina: Bemerkenswert entlarvend
Es ist allgemein bekannt, dass Menschen am meisten Angst vor Dingen haben, von denen sie sich unmittelbar bedroht fühlen. Nun bedroht ein Homosexueller niemanden unmittelbar, denn schließlich spielt sich Homosexualität – das liegt in der Natur der Sache – unter Homosexuellen ab. „Bedroht“ kann sich also nur der fühlen, den eine tiefe Sorge umtreibt, er könne möglicherweise, bei hinreichender Konfrontation mit Homosexuellen, selbst vom verabscheuten „anderen Ufer“ angezogen werden.

Also, ich sag’mal so: Ich habe ein extrem entspanntes Verhältnis zu Homosexuellen, bin sehr zufrieden mit meiner heterosexuellen Männlichkeit und sehe keinen, wie immer gearteten, Anlass zu irgendeiner Sorge.

Umgekehrt zelebrieren die Kreuznetter eine panische Stimmungsmache, die ich nicht anders erklären kann als mit der – vermutlich nicht unberechtigten – Sorge, irgendwann der eigenen, homoerotischen Neigung nicht mehr Herr werden zu können. Wer nichts zu befürchten hat, fürchtet auch nichts. Wer fürchtet, hingegen… nicht wahr?

Übrigens: „Homo-Kritiker“ ist eine etwa so sinn- und ehrenvolle (für den Äußernden) Vokabel wie „Negerkritiker“, „Judenkritiker“ oder „Linkshänderkritiker“.
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Dienstag, 4. April 2006 14:03
deusexmachina: An die beiden aufrechten Kameraden
@Malachias

Sie scheinen in einem anderen Deutschland zu leben als ich – in meinem Deutschland ist es problemlos möglich, sich eine antiquarische Originalausgabe des wenigst gelesenen Bestsellers aller Zeiten zu besorgen; meine ist von ‘43. Der Verkauf ist übrigens NICHT verboten (es ist eine Urheberrechtsfrage; der bayerische Staat als Erbe Hitlers hat das Copyright und erlaubt keinen Nachdruck… aber das läuft eh’ dieses Jahr aus). Leider steht sie zuhause, aber seien Sie versichert: Der Unterwerfungs- und Vernichtungsfeldzug, speziell gegen die „östlichen Völker“, ist dort minutiös beschrieben, bis hin zu den Plänen, wie man die Unterjochten anschließend dumm zu halten gedachte. Dito der Sozialdarwinismus, den er selbst allerdings nicht so bezeichnet. Das Verzweifeln am deutschen Volk entstammt den Erinnerungen eines seiner Vertrauten aus dem Bunker, ich müsste nachsehen, in welchen der X Bücher das genannt wird. Allerdings passt es auch exzellent in Hitlers Psychoprofil, so dass wenig Chancen bestehen, dass dieses Zitat nicht authentisch sein könnte. So war der GröFaZ halt: Alles oder nichts.

@Kreuzritter

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen bzw. Wehrmachtssoldaten mit Homosexuellen (als ob sich das ausschlösse!). Kommt noch Substanz oder blödeln Sie einfach nur deutschtümelnd daher? Wenn Sie meinen, sich mir gegenüber mit dem Eintreten für die Gottesfürchtigkeit und Ehre der Wehrmacht aufplustern zu müssen – lassen Sie’s einfach, sonst blamieren Sie sich wie Herr Kugler.
[mehr…]
Dienstag, 4. April 2006 13:43
deusexmachina: @deepthought
Hehe, beim Lesen unserer beiden Postings eben (Ihres erschien, während ich meines noch tippte) musste ich dann noch einmal grinsen… ;O)

Aber, wissen Sie, ich glaube, so schmutzig wie die kugelige Phantasie kann homosexuelle Erotik kaum je werden.

[v.d.Red.zens.]
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Dienstag, 4. April 2006 12:51
deusexmachina: @Kreuzritter
Benedikt hat Recht. Vom GröFaz ist aus seinen letzten Tagen überliefert, dass er zu der Auffassung gekommen war, das deutsche Volk hätte versagt und daher ein Überleben nicht verdient – so viel dann also zur vorgeblichen „Vaterlandsliebe“ des größten Verbrechers, der je in Deutschland lebte.

Im übrigen haben Ihre Ratschläge ja schon Tradition, nicht wahr? Stand doch schon auf dem Koppelschloss damals… „Gott mit uns!“ (…nach Stalingrad und El Alamein)

Mancher lernt’s nie, aber Ihr Nickname deutet das ja bereits an, ohne, dass man noch groß was von Ihnen zu lesen braucht. Ach ja, die gute alte Zeit, was, wie? Hm? „Man sah zur Rechten und zur Linken, je einen…“, nun, ich bin sicher, das ist bei Ihnen zuhause auf die Schlummerrolle gestickt. In Fraktur natürlich. Oder doch Sütterlin?
[mehr…]
Dienstag, 4. April 2006 12:42
deusexmachina: Lieber (!) Wolfgang Kugler
YOU MADE MY DAY!

Ich darf Sie zitieren: „deusexmachine bsp.weise bedeutet wohl Gottsexmaschine. Wenn wir uns sowas auf Euren Homowebsites erlauben würden [blafasel…]“

Das nennt man dann wohl „sich selbst heftig ins Knie schießen“, wie? Besser hätten Sie Ihre sexuelle Fixation kaum dokumentieren können, als indem Sie sogar hier, auf einer Site, wo es a) mindestens nominell um Gott geht und b) die lateinischen Zitate typischerweise dutzendweise fallen, in erster Näherung bei meinem Nickname „irgendwas mit Sex“ assoziieren. Naja, und in Sachen „Bildung“ sollte man von Ihnen offenbar auch nicht gerade das pralle Leben erwarten, scheint’s.

Das nenne ich dann ‘mal eine Blamage feinster Güte, bei der wahrscheinlich nicht wenige hier breit schmunzeln dürften *ggg*

Sie seien auf das Allerfröhlichste auf wikipedia verwiesen *ambodenkugelvorlachen*

P.S.: Ich bin so schwul wie Sie, angesichts Ihrer bestaunenswerten Assoziationsketten vermutlich weniger. Ich mach’ darum nur nicht so ein gewese, und vor allem: Ich lasse andere leben (und lieben), wie DIE es für richtig halten. Der Nachteil dabei: Ich sage seltener so lustige Sachen wie Sie… ;)
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Dienstag, 4. April 2006 12:04
deusexmachina: @Benedikt78
Nun ist es ja kein spezifisch homosexuelles Phänomen, dass einem Exemplare der eigenen Gattung, die mit einem selbst irgendeine Gemeinsamkeit haben, peinlich sein können – und das macht auch keinerlei Aussage sowohl über die Gattung als auch das gemeinsame Merkmal. Schauen Sie ‘mal, ich als Deutscher z.B. würde mich für einen Landsmann wie diesen Herrn Kugler in Grund un Boden schämen – was sagt das über die Deutschen aus? Richtig, gar nichts, außer vielleicht der nun nicht wirklich brisanten Neuigkeit, dass nicht alle davon gleich sind (wenn ich auf Herrn Kuglers Chauvi-Schwulst gucke: zum Glück!).

Homosexuelle sind so wenig eine homogene Masse wie Heterosexuelle. Oder Deutsche. Oder Rechtshänder. Oder Katholiken. Nur ignoriert man das hier bei kreuz.net geflissentlich – und da ich die kreuz.net-Redakteure nicht allesamt für dumm bis grenzdebil halte, muss ich hier wohl oder übel Böswilligkeit unterstellen (oder wie nennt man das, wenn man wider besseren Wissens die Unwahrheit verbreitet? „Falsches Zeugnis“ ‘mal wieder? Ach, wie christlich…).

Also, klar heraus: Manche Schwulen nerven. Auch mich. Auch andere Schwule. Das wiederum ist vollkommen natürlich, denn Sie werden an sich selbst feststellen können, dass es nicht wenige „Heten“ gibt, die IHNEN auf den Zeiger gehen (vielleicht ja ich?). Worauf lässt das im Hinblick auf Heterosexualität an sich schließen?

Right: Auf gar nix. Warum tut man’s dann?
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Dienstag, 4. April 2006 10:41
deusexmachina: @28.IX-28.X
1. bestreite ich, das Sie auch nur die geringste Kompetenz dazu zeigen, beurteilen zu können, ob jemand „weit von den Freimaurern“ ist oder nicht. Sie haben weder von den Freimaurern noch von mir auch nur den Hauch einer Kenntnis, blähen aber die Backen, als ob Sie uns geradezu erfunden hätten.

2. Angenommen, es gäbe nur diesen einen, dreifaltigen Gott, dann sind Ihre Meinungen von ihm so relevant wie die jedes anderen. Zwar gibt es immer wieder Einzelne und Institutionen, die *behaupten*, mehr als nur eine „Meinung“ zu haben, allerdings ist niemand davon in der Lage, auch nur den geringsten Beleg für diesen Anspruch vorzubringen. Das beinhaltet auch die katholische Kirche in toto und den Papst im Speziellen.

3. Das Tötungsverbot ist nicht deswegen richtig, weil es – angeblich – von Gott kommt, sondern, weil es vernünftig ist. Deswegen ist es ja auch praktisch universell und religionsunabhängig anerkannt und offensichtlich nicht der geniale Einfall eines einzelnen Gottes (man sagt, die alten Babylonier hätten Mörder genauso wenig geschätzt wie die Chinesen der Han-Dynastie).

4. Was Sie nicht zu begreifen scheinen, ist, dass meinetwegen Gottes Wahrheit über allem steht, nur blöderweise niemand zu Recht behaupten kann, sie zur Gänze zu kennen. So lange uns das abschließende Mittel fehlt, wahr von falsch zweifelsfrei zu trennen, täten auch Sie wohl daran, Dinge primär mit der Vernunft zu beurteilen. Könnte ja doch sein, dass Ihr persönliches Gottesbild nicht ganz perfekt ist?
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Dienstag, 4. April 2006 10:27
deusexmachina: @28.IX-28.X
Kommen Sie ‘mal im „heute“ an, guter Mann. Homosexualität ist seit Jahren aus dem international verbindlichen Krankheitenkatalog verschwunden, womit deutlich ist, dass die Wissenschaft Homosexualität eben NICHT (mehr) als Krankeit ansieht.

Dessenungeachtet gibt es natürlich auch unter Wissenschaftlern Ewiggestrige, die wissenschaftliche Fakten und herrschende Meinungen im Interesse irgendeines verschrobenen Privatweltbildes verbiegen – das sind dann die „Wissenschaftler“, auf die Leute wie Sie sich berufen.

Was genau interessiert Sie eigentlich an den sexuellen Präferenzen anderer Menschen? Ist das so ein Fetisch von Ihnen oder ziehen Sie ganz allgemein über irgendeine Minderheit her? (Da wäre ich dann an Ihrer Stelle allerdings vorsichtig, immerhin gehören Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von über 99.99% selbst zu irgendeiner Minderheit.) Komisch, die einzigen Momente, wo mich „Schwulsein“ interessiert hat, waren die, als ich die ersten Homosexuellen persönlich kennenlernte und einfach neugierig war… aber Sie hier (das geht in die vereinte Tradirunde hier) zelebrieren das homoerotische Interesse ja intensiver, als man das auf dem CSD erleben kann. Lernen Sie ‘mal ein bisserle Lässigkeit, sonst ziehen Sie Verdachtsmomente auf sich, bei denen Ihnen die Zorn- und Schamesröte ins Gesicht steigen. Sie wissen schon, die Sache mit den Kritikern und den Elchen.
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Dienstag, 4. April 2006 10:16
deusexmachina: @28.IX-28.X:
Sie legen gerade falsch Zeugnis ab wider Ihren Nächsten (also mich):

1. bezeichnen Sie mich unrichtig als „Maurer“, der ich nicht bin (ich hatte auch nichts dergleichen angedeutet).
2. unterstellen Sie eine Gleichsetzung, obschon ich ausdrücklich von „Schnittmenge“ gesprochen hatte, die es nachweislich sowohl historisch gab (Stichwort „Deutsche Christen“) als auch hier bei kreuz.net zu finden ist (Herr Brandenburgis kommt da schon recht nahe, aber ein paar andere sind schlimmer).
3. behaupten Sie: „Für die FM. ist Katholizismus und NSDAP gleich.“, was ausgemachter Unsinn ist, wie auch Sie sehr genau wissen.

Ach ja, und dann sagen Sie noch: „Denn es gibt keine Freimaurer- Wahrheit, nur Gotteswarheit!“

Das ist ja alles ganz prima, wenn da nur nicht das klitzekleine Problem wäre, dass Gevattern wie Sie – aus der hohlen Hand heraus, wohlgemerkt – meinen, diese Gotteswahrheit zu 100% zu kennen und jeden (jeden der MILLIARDEN anderen!), der anderer Auffassung ist, als dummen Trottel darstellen. Das bedeutet in der Praxis, Sie nehmen sich selbst als göttlichen Maßstab wahr, und alles, was dem nicht entspricht, ist „unchristlich“. Kann es noch eine größere Steigerung der Hybris geben? Was meinen Sie, wie hätte Jesus wohl Ihre Art der Herangehensweise beurteilt?
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Dienstag, 4. April 2006 09:11
deusexmachina: Jaja, die bösen Freimaurer
Erzberger wurde allerdings nicht von Freimaurern, sondern von radikalem Gelichter aus der rechten Ecke umgebracht – also genau jener Klientel, deren Sympathisanthen auch auf kreuz.net gerne in dieselben Kerben hauen wie die Erzkatholiken hier, sofern sich da nicht ohnehin Schnittmengen finden (was angesichts der bevorzugten Themenkreise nicht Wunder nimmt).

Zudem werden Sie nun einmal damit leben müssen, dass sich andere Denk- und Glaubensrichtungen nicht an Ihre Defintion von „Jesu Lehre“ gebunden fühlen. Das braucht Sie nicht weiter zu stören, schließlich wollen Sie ja kein Freimaurer werden. Woher Sie aber die Chuzpe nehmen, anderen vorschreiben zu wollen, was sie für richtig zu halten haben, ist mir unerklärlich. Eines ist jedenfalls sicher: Selbst, wenn Sie wollten, würde man Sie mit einem derart ausgeprägten Chauvinismus schwerlich bei Freimaurers unterkommen lassen.
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Dienstag, 4. April 2006 08:09
deusexmachina: @Andreas
Korrigieren Sie mich, falls ich irren sollte, aber… versuchen Sie als Nichtfreimaurer gerade einem Freimaurer zu erklären, was Freimaurer sind? Und ist Ihnen das so gar nicht peinlich, irgendwie?

Davon abgesehen: Die Protestanten haben das „Rosinenpicken“ nicht erfunden – wenn Sie ‘mal einen Blick auf den Prozess der Kanonisierung in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung werfen wollen – da haben Sie massenhaft davon. Wovon die Protestanten allerdings bewusst weg wollten, dass ist der ganze dogmatische Kladderadatsch drumherum, der nur unter größten Mühen (wenn denn überhaupt) „irgendwie“ auf die Schrift zurückzuführen ist.

Wenn Sie so wollen: Der Protestantismus verhält sich in Sachen „Lehre“ zum Katholizismus wie unser hiesiges, recht abstraktes, Rechtssystem zum organisch wachsenden „case law“, wie man es in Großbritannien kennt. Beides hat, wohlgemerkt, seine Vorzüge bzw. Nachteile. Der Katholizismus protzt mit ungeschlagener Tradition, hat dafür aber das massive Problem, dass er keine jemals dogmatisch verankerte Lehre zurücknehmen kann. Der Protestantismus ist aufgeklärter / flexibler, aber ihm fehlt die tiefe Verwurzelung. Traditionalisten legen naturgemäß mehr Wert auf Letzeres, werden dafür aber mit kaum überwindbaren, logischen Widersprüchen konfrontiert.
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Dienstag, 4. April 2006 07:18
deusexmachina: @Malachias
Beim Stöbern hier entdeckt man doch immer wieder ungeahnte Schätze – so etwa Sie, der Sie allen Ernstes die „Protokolle der Weisen von Zion“ für bare Münze nehmen. He, pst, ich hab’ da noch etwas für Sie: Ein original Necronomicon, das *Echte*! Zugreifen! *rotfl*

Zum Thema „Sakrileg“: Das Buch ist ein genialer Thriller, das ich gerne mit „Das foucaultsche Pendel, auf 48 Stunden verkürzt“ umschreibe. Großartige Unterhaltung vor farbigem Hintergrund – das war’s. Allerdings: Die Hypothese mit Jesu Sohn mag unwahrscheinlich sein – aber objektiv betrachtet ist sie x-mal plausibler als Jungfrauengeburt und Auf-dem-Wasser-Wandeln. Insofern wäre ich vorsichtig damit, hier „sachliche“ Kritik zu üben, das könnte ein Rohrkrepierer werden.

Man darf gespannt sein, was hier erst los ist, wenn auch noch Dan Browns „Illuminati“ verfilmt wird… das Buch spielt unmittelbar im Vatikan und dreht sich um die Papstwahl… *g*
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Dienstag, 4. April 2006 03:18
deusexmachina: @Stimme aus dem Tradiland
kreuz.net würde gerne dort sein, wo kath.net ist, unter Beibehaltung des eigenen Stils. Dummerweise ist dieser Stil (das unten gefallene Stichwort „Räuberpistolen“ trifft es) einerseits der einzige Grund, warum diese Site überhaupt nennenswerte Zugriffe erzielt (Hetze ist eben publikumswirksam – sowohl für die Hetzer als auch die, die sich über die Hetze empören), gleichzeitig aber auch das K.O-Kriterium dafür, warum kreuz.net nie auch nur ansatzweise eine ähnliche Respektabilität erreichen wird.

Eine passendere Analogie wäre vielleicht die zwischen „FAZ“ und „BILD“. Sie dürfen raten, wer da was repräsentiert.

„Toll“ ist kreuz.net doch nur für Leute wie Sie, die sich ohnehin selbst an den Rand (oder außerhalb) der eigenen Religionsgemeinschaft gestellt haben, und nun gierig all das Wenige aufsaugen, das diese Außenseiterposition stärkt. Und immerhin: Außer Schwulenhetze und Weltuntergangsgebrabbel brilliert kreuz.net in der Tat in der beliebten Disziplin des Sich-und-Gleichgesinnten-unmotiviert-auf-die-Schulter-Klopfens, Sie übrigens immer vorne mit dabei (Sie sehen, ich lese hier schon eine Weile mit).
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Dienstag, 4. April 2006 03:09
deusexmachina: Vollkommen logisch
Da fragen manche, warum denn die armen Katholiken Zielscheibe wären (und nicht die Juden etc.). Wissen Sie das *wirklich* nicht?

Zum einen sind Katholiken hierzulande immer noch vergleichsweise (nominell) zahlenstark, ergo auch unter den Zuschauern zu vermuten. Witze über kleine Splittersekten sind weniger attraktiv, weil der Durschnittsbürger weniger Bezug zu ihnen hat. Wie lustig ist ein Jux über die Mormonen? In Salt Lake City mag das ein Brüller sein; hierzulande gähnt man nur oder zuckt ratlos mit den Schultern.

Tja, und dann sind Katholiken, speziell in der Tradi-Variante, nun einmal zum Brüllen *komisch*. Geben Sie sich ‘mal einen Rück, üben Sie jüdischen Humor, der darin brilliert, über sich selbst lachen zu können. Aber genau diese weitgehende Unfähigkeit macht ja eben die Attraktivität von Witzen über die Kirche aus: Gerade *weil* man sich dort so gerne bierernst und „würdevoll“ gibt, ist es ein Hauptspaß, das durch den Kakao zu ziehen, wie man das mit allem gerne macht, das so eingebildet seriös daherkommt, aber in Wahrheit so sehr menschelt wie alles andere auch.

Zum Vergleich: Es gibt x-tausend Witze über die Bundeswehr (die ja nun eine ernste Sache ist / sein will), aber kaum welche über Zirkusclowns. Warum wohl?

Und jetzt lassen Sie ‘mal die weinerliche Selbstbejammerung á la „wir armen Katholiken!“ sein und freuen sich lieber, dass man darüber überhaupt noch Scherze macht, statt Sie so weitgehend zu ignorieren wie z.B. die Wachturmgesellschaft.
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