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@Frasim „Warum sollte jemand seinen Nächsten lieben, wenn nicht der christlich-göttliche Bezug dahintersteckt??“
Weil es vernünftig ist – kategorischer Imperativ. Oder, mit dem Volksmund: „Was Du nicht willst, das
man Dir tu“. Allerdings halte ich das mit der „Feindesliebe“ für ein ziemliches Geschwurbel, das ich
99.9% der sich dazu Bekennenden schlicht nicht abkaufe. „Feindesliebe“ ist in den allermeisten Fällen
ein unglaubwürdiges Konstrukt zur Selbsterhöhung, sonst gar nichts. Seltene Ausnahmen – QUER durch die
Religionen – außen vor. „Oder was ist Ihrer Meinung nach das Gewissen, wenn nicht eine „Leitfunktion
von oben“?“ Eine Leitfunktion „von innen“, wobei es de facto wohl eher auf sozialen Konsens hinausläuft,
der VERinnerlicht wurde. Dass es gar keine Leitfunktion von oben (von EINEM Wesen) sein KANN, zeigen die
durch die Völker und Zeiten stark variierenden Moralbegriffe. „Das ist das Problem der „Spaßreligion“.
[…] So leicht gehts nunmal nicht.“ Das ist rein hypothetisch. In Anbetracht der Tatsache, dass Sie „ihre“
Wahrheit so wenig belegen können wie jeder andere Kultanhänger die seine, versuchen Sie da gerade, den
Pudding an die Wand zu nageln. Und derselbe Pudding macht es auch unmöglich, verifizierbar zu behaupten,
das von Ihnen als „Rosinenpickerei“ bezeichnete Verhalten sei irgendwie „schlechter“. Sie behaupten das
nur (was logisch ist, wollen Sie doch IHRE Auffassung hervorheben). Der Beleg steht ad ultimo aus.
@Schnabeltierkönig Und was genau brezeln Sie sich da über die Gepflogenheiten eines Ihnen doch sonst
so fern stehenden Kultes (Protestantismus) gegenüber einer Ihnen noch ferner stehenden Religion (Islam)
auf? Ist das Ihr Ding? Haben Sie irgendein Mandat, irgendwelche Strafen irgendwelcher Art zu verhängen?
Kennen Sie die Prämissen auf deren Basis das Geschehene stattfand? Akzeptieren Sie sie? Berührt das
Stattgefundene in IRGENDEINER Weise Ihren Lebensbereich? Hat irgendjemand dadurch einen Nachteil? In realitas
wollen Sie sich doch nur durch halbstarke Sprüche großtun, ganz gemäß der uralten Irrmeinung, man
würde desto mannhafter dastehen, je drakonischer die Strafen sind, die man für irgendeinen Firlefanz,
der einen schlicht nicht zu interessieren hat, fordert. Wäre ‘mal spannend zu sehen, wie Sie das einem
evangelischen Bischofum die Ohren donnern bzw. was für eine wohlgesetzte Replik Sie auf derlei Unfug
erhielten.
@virOblationis Es steht allerdings doch sehr zu bezweifeln, dass dieses „eigene Verständnis von Jüngern
des Propheten“ in einer christlichen Kirche maßgeblich sein dürfte, nicht? Wenn ein Pseudosatanist heimlich
eine entweihte Hostie im Weihwasserbecken des Petersdoms versenkt, ist das damit ja auch noch keine Basilika
des Teufels, wie auch immer der Coven seine „Großtat“ sehen mag. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die
primäre Ursache von Hass und Ränke schiere Unkenntnis und die Angst vor dem Unbekannten ist. Gegenseitiges
Kennenlernen – auch der Gebräuche – ist zwar kein Allheilmittel, aber jedenfalls ein Schritt in die richtige
Richtung. Es lästert sich nun einmal leichter und gröber – weil unbeschwert von Fakten – über das Unbekannte.
Sehen wir hier ja nahezu täglich in Sachen „Homosexualität“, nicht wahr, liebe Freunde? :O)
@expedit Ich bin nur „angebrüteter“ Jurist und nicht wirklich „fachkundig“. Der Unterschied zwischen
einem nicht verwirklichten Tatbestand und bloßer Absehung von Bestrafung ist allerdings so grundlegend,
dass ich den schon in meinen 2 1/2 Semester Jura damals mitbekommen habe. Schwangerschaftsabbruch ist
„vom Grundsatz her rechtswidrig“, soll heißen: Ohne weitere Erklärung oder spezielle Gegebenheiten /
Ausnahmen verboten. Diese Gegebenheiten sind allerdings sehr vielfältig und zahlreich, und die meisten
davon haben eine aufhebende Wirkung, d.h. nicht nur wird nicht bestraft, sondern der Tatbestand als solcher
(§218 StGB) ist nicht erfüllt. Allerdings gibt es auch (seltener vorkommende) Konstellationen, bei denen
in der Tat „Straffreiheit“ vorliegt, der Tatbestand des §218 also besteht, von einer Bestrafung aber
abgesehen wird. Das gilt NICHT für den „fristgerechten Abruch nach Beratung“. Zivilrecht… hm… da
gibt es viel Material, das spektakulärste wohl das Ansinnen, Geburt als „Schaden“ nach §823 1 BGB geltend
zu machen (wird verneint). Ich empfehle Ihnen die Lektüre des o.g. Urteils www.oefre.unibe.ch/…aw/dfr/bv088203.html
des BVG, speziell auch die abweichende Meinung zweier Senatsmitglieder – dort sieht man deutlich, dass
es zwar an hehren Worten nicht mangelt, man in der Praxis aber keinen Weg an einem Kompromiss vorbei sieht…
und dass gestandene Fachleute da alles andere als „glasklar“ sehen.
Futter für den Kindergarten @Ansgar In der Tat, da haben wir es wieder – auf Luft basierende Vorurteile
und deren blamable Irrtümer nämlich. Wenn jemand hier „schwul aussieht“, dann wohl nicht Silas, sondern
dessen Schauspieler, Paul Bettany – Silas als Kunstfigur kennen Sie ja nicht. Paul Bettany und Jennifer
Connelly lernten sich am Set des mehrfach OSCAR-gekrönte Dramas „A Beautiful Mind“, kennen und heiratetem
2003. Das Paar hat mitlerweile einen Sohn. Soviel zu Ihrer Beobachtungsgabe. Vielleicht schärfen Sie
Ihre Schwulendetektorgabe ‘mal in einem Lederclub? @Dr. Otterbeck Ich denke, Ihre Frage wird von Guntram
ausgezeichnet beantwortet. Opus Dei hat in der Volksmeinung – zu Recht oder Unrecht – eben heute den Platz
der Jesuiten inne, über die W. Busch damals in seinem „Pater Filuzio“ glossierte: Nämlich dieser Jesuiter
Merkt schon längst mit Geldbegier Auf den Gottlieb, sein Vermögen, Denkend: „Ach wo krieg ich Dir?“
Allererst pürscht er sich leise Hinter die Angelika, Die er Aepfelmus bereitend An dem Herde stehen sah.
Und er spricht mit Vaterstimme: „Meine Tochter, Gott zum Gruß!“ Schlapp! da hat er im Gesichte Einen
Schleef von Appelmus. Dieses plötzliche Ereigniß Thut ihm in der Seele leid.-- Ach man will auch hier
schon wieder Nicht so wie die Geistlichkeit!!
So langsam ist es dann ‘mal gut mit dieser Volksverarschung Sorry, ich kann diesen uninformierten Dummfug
über den angeblichen „Hassfilm“ nicht mehr hören. Diese ganzen Dummschwätzer, die sich da empören
und das Buch, das sie zu Satans Manifest hochstilisieren, NICHT EINMAL GELESEN HABEN… Auf die Gefahr
hin, manchem hier die Spannung zu nehmen, ein kurzes Zitat aus den letzten Seiten von Dan Brown’s „Der
da Vinci Code“: „Teabing hatte mit schier unfassbarer Gründlichkeit dafür gesorgt, dass er die Hände
in Unschuld waschen konnte – jedenfalls in den kritischen, entscheidenden Punkten. Er hatte den Vatikan
und Opus Dei für seine Zwecke eingespannt, die sich beide als völlig unschuldig erwiesen hatten. Die
Dreckarbeit hatten unwissentlich ein fanatischer Mönch und ein verzweifelter Bischof für ihn erledigt.“
Besagter Bischof kommt anschließend übrigens „sehr gut weg“, wie man das so nennt. Silas, der Albinomönch,
ist ein missbrauchter Wahnsinniger – in seiner Eigenschaft als Mensch, nicht als Mönch. Wäre er Bäcker
gewesen, würde dann die Bäckerinnung aufjaulen? Soviel zum angeblichen „antikirchlichen Hass“… meine
Güte, diese Paranoia, gepaart mit vehementester Entschlossenheit, nur ja nicht die Fakten zu kennen,
ist ja erschreckend…
@Abu… Prinzipiell könnte ich Ihren Ausführungen zur Lehre der Kirche ja folgen – wenn sie bzw. ihre
Anhänger es denn selber täten. Sie sagen, völlig korrekt: „Wer nicht Glied der Kirche ist oder nicht
glaubt, der wird ihren Lehren wohl auch nicht folgen.“… was gerade hier bei kreuz.net gewisse Leute
nicht davon abhält, mit schöner Regelmäßigkeit den Stab über Menschen zu brechen, die überwiegend
NICHT katholisch sind (speziell Homosexuelle) oder katholische Morallehre auch von von Nichtkatholiken
einzufordern, ja, nach gesetzlicher Durchsetzung derselben zu rufen! Was die Wissenschaftlichkeit von
Erkenntnissen angeht: Sicher, manch eine biblische Episode lässt sich anhand historischer und sogar archäologischer
Methoden verifizieren (es wäre auch verwunderlich, in einem so dicken Buch nicht auch einige Wahrheiten
zu finden) – das betrifft allerdings in keinem Fall die Kernaussagen der kirchlichen Lehre, nämlich die
metaphysischen Apsekte. Sie NENNEN diese zwar nicht „Hypothesen“, aber nach wissenschaftlichen Maßstäben
sind es solche, zudem teilweise noch welche, die erhärteten wissenschaftlichen Erkenntnissen diametral
entgegenstehen.
Ich sagte doch: „Präzision“ „Der Tradition verbunden“ sprach unten davon, „die Tötung des Kindes (sei)
auch mit dem Beratungsschein immer noch rechtswidrig“. Das ist in dieser Form falsch. Es ist etwas ganz
anderes, so wie das BVG (und auch Sie hier) zu sagen, der Schwangerschaftsabbruch sei GRUNDSÄTZLICH rechtswidrig.
Da spielt uns auch die Umgangssprache einen Streich, in der wir „grundsätzlich“ oft synonym mit „auf
jeden Fall“ verwenden, was es aber nicht heißt. „Grundsätzlich schneit es im Winter“ bedeutet ja auch
nicht, dass es jeden einzelnen Tag schneit bzw. schneien muss, sondern beschreibt lediglich den typischen
Fall. Es heißt vielmehr – und EXAKT DAS hat das BVG auch entschieden – dass das Ungeborene „vom Grundsatz
her“ schützenswert ist. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die Seite, von der aus man sich
der schlussendlichen Entscheidung annähert (vgl. opt-in vs. opt-out). Die in der Neufassung des §218a
beschriebenen Ausnahmen führen eben nicht zu einer Straffreiheit eines nach wie vor erfüllten Tatbestandes,
sondern stehen bereits der Erfüllung dieses Tatbestandes entgegen (sorry, da muss ich jetzt doch ein
paar Semester Jura raushängen lassen: Das ist ein ganz anderer Punkt in der Kette juristischer Subsumption).
Also: Vom Grundsatz her ist der Schwangerschaftsabbruch als rechtswidrig einzustufen. In den in §218a
genannten Fällen findet dieser Grundsatz aber eben gerade KEINE Anwendung, er beschreibt die Summe der
vonm Grundsatz abweichenden Fälle – dafür ist dieser § da.
@Sulpicius – Sind Sie da so sicher? „Macht“ kann ostentativ oder auch sehr subtil ausgeübt werden. Nicht
selten findet die stärkste (oder jedenfalls die effektivste) Machtausübung dort statt, wo man sie nicht
als solche wahrnimmt. „Macht“ ist nur ein anderer Begriff für „Einfluss“, und Sie sind jede Sekunde Ihres
Lebens den Einflüssen Ihrer Umwelt ausgeliefert. Die Frage dabei ist eigentlich nur, wo wann welcher
Einfluss „gerichtet“ auftritt, also mit dem konkreten Ziel, Menschen in diese oder jene Richtung zu beeinflussen
(das wäre dann, je nach Ausformung, Machtge- oder -missbrauch), im Gegensatz zu ungerichteten Einflüssen,
die keinen Formungswillen transportieren. Die Institution, zu der Sie sich bekennen, die katholische Kirche,
strahlt Einfluss und Macht auf vielerlei Ebenen ab, und das tut sie teils sehr offen. Dabei macht die
Kirche ja gar keinen Hehl daraus, wie sie will, dass Sie sind, sie formuliert diesen (Macht)Anspruch geradeheraus.
Teils aber erfolgt diese Einflussnahme – qua Tradition und elterlicher Erziehung – indirekt und so, dass
Sie es nie als „Macht“ wahrnehmen würden, sondern als „ganz normale Erziehung“. Und wissen Sie was? DAS
ist „Macht“.
@Expedit Von wo? Vom mythischen Zeitalter unserer Vorfahren. Als man noch an Prometheus, Utnapischtim
und Adam & Eva glaubte. Wohin? In die Ära der Aufklärung, wo Wissensdurst nicht mehr als Verstoß gegen
klerikale Dogmen angesehen wird. Den Rest Ihre mystischen Geschwurbels halte ich für nicht besonders
kommentierenswert. Wenn Sie ernstlich was zu sagen hätten, dann hätten Sie ja ‘mal eine treffliche,
argumentbehaftete Attacke gegen die Evolutionstheorie reiten können. Allein, dazu dürfte es Ihnen an
den Grundlagen fehlen, deswegen lieber dieses Blabla. P.S.: Die böse Wissenschaft, die Ihnen die Evolutionstheorie
beschert hat, hat auch den Computer, auf dem Sie Ihr Blabla tippten, hervorgebracht – aber *da* ist Forstchritt
und Technik dann auf einmal recht, wie? Hypocricy at it’s worst, really!
@Der Tradition verbunden – Präzision des Ausdrucks Sie sprechen da – wie mancher hier gerne – von „traffreiem
Schwangerschaftsabbruch“. Damit bemühen Sie die Formulierung, die sich für den Besitz minderer Mengen
Haschisch eingebürgert hat. Bei dieser Formulierung gilt: Es gibt einen Tatbestand, dieser wird erfüllt,
und dennoch lässt man „Fünfe gerade sein“ und sieht von einer Verfolgung bzw. Bestrafung ab. DAS ist
„Straffreiheit“. Demgegenüber formuliert der §218a ausdrücklich, unter welchen Voraussetzungen „der
Tatbestand des §218 nicht verwirklicht“ (Abs.1) ist. Das ist ein Unterschied. Es bedeutet nämlich, dass
hier keineswegs von „Straffreiheit“ die Rede ist, sondern, dass erst gar keine Gesetzesübertretung vorliegt.
Kein Tatbestand, keine Strafe. Das ist ein komplett anderes Konstrukt, als Sie mit dem laienhaften und
glattweg falschen Gerede von der „Straffreiheit“ suggerieren wollen. Abs.2 betont noch einmal explizit:
„Der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommene Schwangerschaftsabbruch ist nicht rechtswidrig,
wenn…“. Ihre Anmerkung: „Wenngleich die Tötung des Kindes auch mit dem Beratungsschein immer noch rechtswidrig
ist“ ist trotz Verweises auf ein falsch verstandenes Urteil des BVG schlichterdings sachlich falsch und
diametral dem Gesetztestext entgegenstehend. Das einzige Konstrukt in diesem Zusammenhang, das Ihrer Darstellung
entspricht, ist der Ausnahmefalls des §218a Abs.4, Satz 2. P.S.: Eine Freiheit KANN nie gegen irgendeine
Würde verstoßen. Lernen Sie ‘mal die Begrifflichkeiten.
@sulpicius Mir ist durchaus bekannt, dass das Dogma von der Realpräsenz Christi eine conditio sine qua
non für den orthodoxen Katholiken ist. Das ändert nichts daran, dass viele, wenn nicht die meisten derer,
die im Personalbogen ohne Zögern „röm-kath.“ ankreuzen, dies nur für eine Metapher halten und eben
diese Realpräsenz nicht ernst nehmen. Mir ist das an sich egal (von mir erwartet sicher niemand, dass
ich diese Form des Voodoo als real anerkenne), nur unterstreichen Sie mit solchen Aussagen natürlich
die Tatsache, dass Katholiken tatsächlich zu einer langsam verschwindenden Minderheit geraten. Sind es
schon nominell nur gute 30% in Deutschland, dürfte der Prozentsatz der auch dogmatisch einwandfreien
Katholiken bei irgendwo deutlich unter 10% liegen. SEHR deutlich.
@expedit Nun, Sie scheinen in der Tat ein Indiz für deren Versagen darzustellen… Ernsthaft: Ich „glaube“
nicht an die Evolution. Die Evolutionstheorie ist keine Religion und erst recht kein Dogma. Sie ist allerdings –
und das unterscheidet sie deutlich von allen kreationistischen Ansätzen – geeignet, einige Aspekte dieser
Welt zu erklären, Schlüsse zu erlauben sowie Prognosen zu erstellen, anhand derer man wiederum ihre
Richtigkeit bemessen kann… alles Dinge, die ihre Wissenschaftlichkeit azsmachen, und alles Dinge, die
man vom Kreationismus wahrlich nicht behaupten kann. Die vernünftigeren Theologen haben die Evolutionstheorie
längst akzeptiert und sehen die darin zu beobachtenden Prozesse als Ausdruck der göttlichen Schöpfung –
und belegen damit, dass Evolutionstheorie und Religion alles andere als gegenseitig exklusiv sein müssen.
Wer natürlich die Parabel von Adam und Eva partout wörtlich nehmen und damit seinen eigenen Erkenntnishorzont
auf den Stand von vor 3000 Jahren begrenzen zu müssen glaubt… *achselzuck*
@EinChrist Haben Sie inhaltlich irgendetwas beizutragen, um Ihrem Protest Substanz zu verleihen? Was genau
ist an meiner Feststellung der Einseitigkeit (und damit Untauglichkeit als Beratungsinstanz) katholischer
Einrichtungen in Sachen „Abtreibung“ falsch? Sie wollen das bitte ausführen, statt inhaltsleer in die
Gegend zu nörgeln? Im übrigen kann auch ich nicht mehr als 12 Kommentare in 24 Stunden verfassen und
mogle mich um diese Begrenzung nicht – wie gewisse andere – mit einem „deusexmachina2“ herum. Fühlen
Sie sich geschmeichelt, dass ich Ihrer Quengelei ein Zwölftel meines täglichen Maximalpensums opfere-
verdient hätte es das an sich nicht. Frage am Rande: Wo doch Fortpflanzung so ein Superthema ist für
kreuz.net – wieso dann eigentlich keine Erwähnung des heutigen Muttertags? Die Mutter müsste doch hier
geradezu DIE Kultgestalt sein (fast wäre man versucht, anzufügen: „wie weiland unter Adolf“, aber dafür
haben wir ja Rudolfsohn).
@Sulpicius Sie scheinen ein sehr bemerkenswertes Verständnis des Terminus „Beratung“ zu haben. Preisfrage:
Warum wenden sich schwangere Frauen, die die Möglichkeit einer Abtreibung in Betracht ziehen, eher an
„Pro Familia“ als an den örtlichen Priester? Ich helfe Ihnen: Weil sie bei letzerem a priori weiß, was
der sagt bzw. sagen muss, das kann sie an X Stellen nachlesen und weiß es vermutlich schon lange. Sprich:
Sie ist sich seiner Voreingenommenheit und seiner Verteidigung allein EINER Sichtweise bewusst – auf solche
„Beratung“ kann man verzichten, das IST keine. Sie verwechseln „Beratung“ mit „Indoktrination“.
@Frasim Ich kann nicht beanspruchen, für andere zu sprechen, aber zumindest mir erscheint Sex nicht als
„das Größte“. Das war vielleicht vor 20 Jahren ‘mal so, aber die Gewichtung verschiebt sich dann doch
ein wenig mit dem Alter… ;O) Was in der Tat „das Größte“ ist, ist die Verbindung mit einem Partner,
mit dem wirklich „alles passt“, und dazu gehört der Sex natürlich auch nicht unwesentlich. Was Sie da
über „Einzigartikeit“ sagen, habe ich schon mehrfach gehört, halte es aber für verkehrt. Das Abendessen
an Heiligabend ist z.B. nicht dadurch „nichts Besonderes“ mehr, dass man auch an allen übrigen 364 Tagen
des Jahres zu Abend isst. Es kommt auf den Kontext an. Sex ist vielfältig, und er kann „schnell und schmutzig“,
leidenschaftlich, zärtlich, hingebungsvoll, langweilig oder sonstwas sein. Die Beschränkung auf nur
euinen Sexualpartner erzwingt natürlich einen formalen Aspekt der „Besonnderheit“, den ich allerdings
als wenig erfüllend empfinde. In meinen Augen ist es ungleich wunderbarer, formal dasselbe zu tun wie
mit anderen auch schon, aber bei diesem einen Menschen das Gefühl zu haben: „Und mit DIR will ich den
Rest meines Lebens verbringen“. Da ist das Gegenüber dann nämlich nicht formal, sondern real etwas „Besonderes“.
Ihre Argumentation kommt mir ein bisschen so vor, als würde jemand die EIn-Kind-Ehe propagieren, damit
dieses Einzelkind auch nur ja etwas Besonderes bliebe, verstehen Sie?
Tja, liebe Katholiken, dann ändert halt was Ich werfe mich gar nicht groß in die Brust für „Pro Familia“
(wenngleich die Replik www.profamilia.de/…ticle/show/4211.html?PHPSESSID=b806… auf die Rechnungshofsache –
die übrigens schon von 2004(!) stammt – das wieder ganz anders aussehen lässt, als hier beschrieben);
sobald eine Institution / Organisation größer wird, passieren auch Fehler, das liegt in der Natur des
Menschen bzw. der solcher Organisationen. Also, bitte, dann gründet doch eine ähnliche Beratungsorganisation,
an die Frauen sich wenden können – und die es BESSER macht (obwohl Eure EIGENE „große Organisation“,
die katholische Kirche, ja nicht gerade die Vermutung nahelegt, dass es dort dann weniger Fehler und Skandale
geben würde). Wohlgemerkt: Solche Institutionen müssen, um tatsächlich anstelle „Pro Famila“ treten
zu können, grundsätzlich ergebnisoffen handeln, d.h. wer sich an sie wendet, der muss auch den besagten
Beratungsschein und damit die Befugnis zur Abtreibung erhalten können, und zwar ohne psychische Quälerei.
Also los, nur zu.
@mahner – Nun kriegen Sie sich ‘mal wieder ein Natürlich waren das Spitzen meinerseits ;O) Die halte
ich in Anbetracht der Grobheiten, mit denen man hier bereits redaktionell versorgt wird (manche Kommentatporen
hauen dann ja fröhlich weiter in die Kerbe), allerdings auch für durchaus berechtigt. Dass ein Nichtkatholik
die Realpräsenz eines vor 2000 Jahren Verstorbenen aufgrund kultisch-magischer Handlungen als Hokuspokus
abtut, damit werden Sie leben müssen; besagte „Realpräsenz“ ist nun einmal eine deutliche Mindermeinung
und selbst unter Menschen, die sich ansonsten als „katholisch“ begreifen“, keineswegs selbstverständlich.
Und das mit dem „in den Rachen stopfen“ ging an diese Leute mit dem Fetisch „Mundkommunion“, die sich
gerieren, als sei die formale Geste das zentrale Element einer Glaubenslehre. Der Mönch, der über die
Betrachtung fremder Gebetsformen und deren Adaption in christlicher Besinnung schrieb (und dafür von
den Tradis natürlich verurteilt wurde), ist am gelebten Glauben jedenfalls spürbar näher dran als die
Erbsenzähler, die auf „Dienst nach Vorschrift“ pochen.
@Abu – Nun ja… Meinen Sie nicht, dass Sie da recht unberechtigt HEUTIGE Maßstäbe an die Wissenschaftlichkeit
Galileis anlegen? Ich bezweifle doch sehr, dass derartige Gedanken damals durch die Köpfe der Gelehrten,
erst recht der Geistlichkeit, spukten. Sie haben zwar in der Darstellung recht, aber nur ex post. Zur
Erklärung damaliger Motive ist Ihr Ansatz denkbar ungeeignet. Zudem ist natürlich ein klitzekleines
Detail von Ihnen (bewusst?) nicht beachtet worden: Mag auch Galilei (nach heutigem Denken) wissenschaftlich
„schief“ gehandelt und „nur“ eine Hypothese vorgetragen haben, so gilt dies in der xten Potenz für die
Gesamtheit kirchlicher Lehren, damals wie heute, die niemals je über hypothetischen Status hinauskamen
und es wohl auch nie werden. Anders ausgedrückt: Sie messen da nicht nur mit chronologisch verwirbeltem,
sondern auch mit deutlich zweierlei Maß. Das ist Ihnen nur insofern nachzusehen, als die Kirche diese
Doppelzüngigkeit (Kritik an wissenschaftlicher Methodik bei anderen, komplett unwissenschaftliche Thesen
bei sich) ja als Dauerprogramm hat.
@expedit Dass das Leben an sich so unterstützenswert sei, ist nur eine Behauptung. Sie lassen sich davon
irreführen, dass Sie, als Lebewesen, einen von der Evolution als nützlich erachteten Selbsterhaltungstrieb
haben, der es Ihnen sehr schwer macht, die eigene Existenz als nicht wünschenswert zu erachten. Insofern
ist Leben erhaltenswert, da es dem Wunsch praktisch jeder Existenz entspricht, weiter zu existieren (Suizidkandidaten
als atypisch außen vor). Das aber macht nicht die geringste Aussage darüber, ob Existenz an sich ein
positiver Zustand wäre. Dies ließe sich end- und vermutlich fruchtlos diskutieren. Um zu einem Schluss
zu kömmen, müsste man zunächst einen Indikator definieren, der die Positivwirkung von Existenz qantitativ
erfassen könnte. Wir können das rückhaltlose Bejubeln der Existenz aber auch einfach dadurch ad absurdum
führen, dass wir dessen Apologeten auf die eigene Inkonsequenz hinweisen: Wäre dies nämlich in der
Tat ihr höchstes Credo, so hätte keiner von ihnen je eine Existenz beenden (lies: töten) dürfen und
müsste sich stattdessen ununterbrochen an der Schaffung weiterer Existenzen beteiligen. Das entspricht
offenkundig nicht den zu beobachtenden Tatsachen. Da selbst die Allerkatholischsten gelegentlich anderes
tun, als die Karnickel zu imitieren (manche enthalten sich der Fortpflanzung gar komplett), lässt sich
daraus logisch ableiten, dass es auch für diese Dinge geben muss, die mehr gelten als weitere Inexistenzbringung.
q.e.d.
Ich frage mich ja doch… …mit welcher Berechtigung sich diese selbsternannten „Lebensschützer“ ohne
jedes Mandat in das Leben anderer hineindrängeln? Stellen Sie sich ‘mal vor, ich würde mich vor eine
Kirche stellen und irgendwelche Messebesucher darauf anquatschen, was für ein Mumpitz ihre Religion sei
und wie sehr Religionen im Allgemeinen und der Katholizismus im Besonderen der Menschheit schadet (nicht,
dass ich das tun würde, aber stellen Sie sich’s ‘mal vor) – und zwar auf der Basis irgendwelcher Schriften,
die ich als maßgeblich ansähe, besagte Katholiken aber nicht? Was glauben Sie, wie die Reaktion wäre?
Wie lange würde ich die Kirchenbesucher wohl drangsalieren können, ohne von Amts wegen subtrahiert zu
werden, hm?
@Der Tradition verbunden Das war jetzt eine ganze Menge redundanter Text in Anbetracht der leicht erkennbaren
Tatsache, dass der real existierende §218 Ihre Sichtweise in keiner Weise stützt bzw. so gar nicht existieren
könnte, wenn diese Ihre Auffassung zuträfe ;O) Ich hatte aaO. doch bereits darauf hingewiesen, dass
die Gesetzgebung und speziell der Wortlaut da derzeit nicht besonders stringent ist. Es ist daher vergleichsweise
sinnfrei, sich auf eine spezielle Formulierung zu stürzen und mit einem triumphierenden: „HA! SEHEN SIE?!“
aufzutrumpfen. Man muss schon mit etwas Logik drangehen, und die müsste auch Ihnen verraten, dass es
so, wie Sie meinen, nicht sein KANN, weil es sonst die derzeit geltenden Gesetze so nicht geben könnte.
@Thomas A. Höck So langsam nerven Sie mit Ihrer Merkbefreitheit und ihrem defizitären Textverständnis.
Als Hinweis an Sie: Wenn Ihnen der Autor einer Aussage deren bedeutung erläutert hat, steht es Ihnen
nicht zu, daherzusalbadern, dass er das Gegenteil gemeint habe. Und dass die von Ihnen ad nauseam bemühte
„Gleichsetzung“ ein ziemlicher Hirnschiss ist, habe ich Ihnen bereits unmissverständlich mitgeteilt.
Phantasieren Sie doch über was anderes, ich bitte Sie.
@Frasim Mal so am Rande: Ich finde es ziemlich mutig von Ihnen, so frei heraus über die persönliche
Handhabe eines „heiklen“ Themas zu sprechen. Anders, als Sie von mir vielleicht erwarten würden, mache
ich mich darüber auch nicht lustig. Kritisch würde es natürlich dann, wenn Sie diese Ihre Einstellung
als für andere verbindlich deklarieren wollten, aber das kommt Ihnen hoffentlich nicht in den Sinn. Ich
würde auf Sex nicht verzichten wollen. Oh, sicher, würde die „Frau meines Lebens“ eine ähnliche Einstellung
haben wie Sie, dann würde ich das möglicherweise akzeptieren („möglicherweise“, weil ich in der Situation
nie war und die Damen, im Gegenteil, recht konkrete anderweitige Vorstellungen hatten). Mir entzieht sich
allerdings der Sinn solcher Enthaltsamkeit. Will man sich „für jemanden aufheben“? Da erwiese man dem
zukünftigen Partner aber insofern einen Bärendienst, als sogar Sex eine Sache ist, die geübt sein will –
eine männliche Jungrfau ist da ziemlich tapsig (fragen Sie ‘mal die Damen). Man hat ganz einfach mehr
davon, wenn man weiß, was man tut. Sie mögen anführen, dass es etwas Wunderbares sein muss, so etwas
nur mit diesem einen, ausgewählten Menschen zu tun. Dem hielte ich entgegen: Es ist wohl genauso wunderbar,
das mit diesem einen Menschen zu tun in dem Bewusstsein, dass es mit diesem Menschen schöner als mit
allen anderen ist (dazu muss man dieses „mit ‘allen’ anderen“ allerdings erst einmal kennen).
@ottaviani „wir sind eine verschwindene minderheit und sollten den schutz des staates als minderheit in
anspruch nehmen können die zeit wo die stimme der kirche sind lange vorbei lernen wir das endlich“ Ich
bin erstaunt, das von Ihnen zu hören. Allerdings haben Sie natürlich Recht – naja, „verschwindend“ würde
ich nicht sagen, aber es kommt wohl darauf an, wen genau Sie mit „wir“ meinen. Nominelle Katholiken gibt’s
in Deutschland ja noch so um die 22 Millionen. Wie groß deren Bruchteil ist, die tatsächlich gläubig
sind oder gar regelmäßige Kirchgänger, überlasse ich Ihrer Einschätzung (darüber, dass es eine Minderheit
ist, herrscht allerdings wohl kein Zweifel?). Und von diesen wiederum fröhnt natürlich nur ein wirklich
winziger Bruchteil dem hier auf kreuz.net favorisierten Katholizismus-Derivat. „Verschwindend“ als Ablaufbeschreibung
kommt allerdings, wenn man nach den Statistiken geht, wohl hin. In der Tat: An sich sollten die kreuz.netter
das Antisdiskriminierungsgesetz mit offenen Armen begrüßen, denn es wird SIE schützen. Aber dass z.B.
ein schwuler Arbeitgeber niemanden wegen seines Glaubens ablehnen kann (wenn das ADG samt des Religionsaspektes
durchkommt), ist sonst noch keinem hier aufgefallen. Vermutlich wollen die meisten einfach nicht wahrhaben,
dass es mehr Schwule als Tradi-Katholiken gibt, und trauern lieber seligen Kirchenstaatszeiten nach
@mahner – Aber, aber… Sie wollen einmal die Güte haben und durchzählen, wieviele kreuz.net-Artikel
sich mit welchen Themen befassen (vom „wie“ ‘mal gar nicht zu reden). Sie werden ca. folgende Reihenfolge
der Häufigkeiten feststellen: 1. Darstellung Homosexueller als perverser Wollüstlinge, die mittels der
allmächtigen Homolobby die Kirche, das christliche Weltbild, die Familie, dieses Land, die Welt und eigentlich
alles irgendwie Positive angreifen und vernichten wollen. Garniert mit irgendeinem grellbunten Tuntenbild,
weil Schwule ja grundsätzlich poppige Miniröcke und zentnerweise Schminke tragen (Leseben sieht man
da bemerkenswerterwesie nahezu nie). 2. Unter einem möglicht blutigen Hackfleischbildchen irgendein Geschwurbel
über Kinderschlachtöfe und die böse Abtreibungsmafia, die die Untaten des Holocaust weitaus in den
Schatten stellt, begleitet von irgendwelchen demografischen Anspielungen teilweise eher völkischer Art.
3. Irgendein Gezeter über irgendeine halbwegs zeitgemäße katholische Initiative samt Wehklagen und
Jammern darüber, dass nur und einzig irgendeine Liturgievorschrift von anno dunnemals den wahren Glauben
vermitteln könne, gerne vermischt mit irgendwelchen Anschuldigungen Rom gegenüber. Das waren die häufigsten,
der Rest läuft unter „ferner liefen“. Tja, und da ist so ein Artikelchen schon ‘mal wohltuend. Lassen
Sie mich doch ‘mal loben, Mensch…
Das ist doch hübsch Einer der herzlich wenigen kreuz.net-Artikel, wo ausnahmsweise ‘mal nicht gegen Menschen
mit anderer Sexualität gehetzt oder irgendjemand als „Mörder“ verunglimpft wird. Nicht einmal der Häresie
bezichtigt man irgendwen, bloß, weil er jemandem eine Oblate in die Hand drückt, statt sie ihm unmittelbar
in den Rachen zu stopfen. Und unfassbarerweise ist nicht einmal das Abendland gerade wieder einmal dabei,
unterzugehen (man möchte ja manchmal meinen, kreuz.net wähne sich auf Atlantis). Stattdessen, man glaubt
es kaum, eine reine Information ohne gehässige Kommentare. Wo ist mein Kalender und ein roter Stift?
@Der Tradition verbunden Embryonen sind keine Menschen und Kaulquappen sind keine Frösche. Im übrigen
ist die deutsche Justiz in diesem Punkt durchaus widersprüchlich; man darf noch einiges an notwendiger
Konkretisierung erwarten. Bis dahin bleibt nur, auf den §218 zu verweisen, der als gesetzlicher Beleg
dafür dient, dass die Justiz einen Unterschied macht zwischen Embryonen der ersten Wochen, späteren
Föten und Geborenen. @Frasim Ich finde Abtreibung ziemlich grauenvoll. Das ist aber nicht der Punkt.
Ich finde auch Beinamputationen ziemlich grauenvoll, aber es gibt offenbar Gründe dafür, sie dennoch
vorzunehmen. Abtreibung ist eine üble Wahl, die man nur trifft, wenn man die Alternative als noch übler
empfindet. Auf leichtfertig Abtreibende sehe ich durchaus verachtend herab. Gerade anstelle eines Apologeten
der katholischen Ablehnung von Kontrazeptiva würde ich mich allerdings bedeckt halten – SIE sind es doch,
die „Wollust“ (was ein verachtungsvolles Wort für Erotik… aber bitte. Sie mögen offenbar keinen Sex.)
unmittelbar zur Schwangerschaft führen lassen wollen und so das Thema „Abtreibung“ für viele Menschen
überhaupt erst in Betracht kommen lassen. WIR tun das unsere, dass es zu so etwas gar nicht erst zu kommen
braucht, keine Sorge. Ihre Kirche allerdings würde uns das untersagen – wenn sie es denn könnte.
@Belisar Selbstverständlich lässt sich die Lehre Ihrer Kirche diskutieren. Sie mag für SIE verbindlich
und unanfechtbar sein, aber das bedeutet nicht, dass sie es generell IST. Selbst Dogmen haben Gültigkeit
nur innerhalb Ihrer Glaubensgemeinschaft, und die Verdammung der HS ist AFAIK nicht einmal eines. Etwas
wird nicht allein durch Behauptung wahr oder allgemeingültig. Gerade die Wahrheit braucht Diskussion
nicht zu fürchten – man wird denn auch misstrauisch, wenn sich jemand die Diskussion um gewisse vorgebliche
„Wahrheiten“ verbittet – was hätte derjenige denn zu befürchten, wenn seine „Wahrheit“ so ehern und
universell wäre, wie behauptet? Dann: Es ist, wenn schon, dann nicht die Lehre „der Kirche“, sondern
die der römisch-katholischen. Das ist ein Unterschied. Die Gemeinschaft deutscher Protestanten etwa sieht
das so, wie ich das geschildert habe. Und ich halte das für sehr plausibel – mit Ihrem Zitat stärken
Sie diese Auffassung übrigens. Schauen Sie doch ‘mal, wogegen Paulus sich da richtet: Er verdammt explizit
jene, die ein „Geschöpf“ ANSTELLE Gottes anbeteten und „erklärt“ HS damit, dass Gott diese Menschen
strafen wollte. Das heißt, es geht Paulus hier gar nicht um HS an sich (die kann er nur nicht leiden,
aber Sex im allgemeinen schien ja eher nicht so Paulus’ Ding zu sein, ungeachtet des göttlichen Ursprungs),
sondern darum, diesen Fremdkult anzugreifen. HS is für ihn ein Erkennungsmerkmal, nicht das Thema an
sich. Merci für dieses außerordentlich stützende Zitat.
@Belisar Also, ‘mal langsam. Ganz allgemein is HS für die Bibel ein bestenfalls viertklassiges Thema.
Sie wird in dem ganzen, dicken Buch so selten erwähnt, dass jeder katholische Schwulenhetzer diese wenigen
Stellen schon nach einer Diskussion auswendig kennt. Der Kontext der alttestamentarischen Stellen ist
dabei ohnehin witzlos – Levithicus etwa spielt nun wahrlich keine Rolle mehr. Daraus kann man ableiten
(und nicht wenige Theologen tun das auch): Wäre HS bzw. deren Verbot Gott so wichtig, dann hätte er
das auch entsprechend kommuniziert. Die Stellen, an denen HS tatsächlich genannt wird, beziehen sich
AUSSCHLIESSLICH auf homoerotische Praktiken, auf die gefühlsmäßige Neigung sowieso nicht. Das ist folgerichtig,
da HS an sich nur als kultische Handlung zugunsten anderer Götter verteufelt wird bzw., andersherum,
solche Handlungen in Konkurrenzkulten üblich waren und man sich in möglichst jeder Hinsicht davon distanzieren
wollte. Das Ziel solcher Verbote war allerdings nicht an sich die HS, sondern der „Feindkult“.
@Der Tradition verbunden Sie wissen sehr wohl, dass wir Abtreibungsbefürworter (was ja, wohl gemerkt,
nicht bedeutet, dass wir Abtreiben so klasse finden, sondern dass wir die MÖGLICHKEIT behalten wollen)
die frühzeitige Abtreibung nicht als „Tötung eines Menschen“ ansehen und damit auch durchaus mit Wissenschaft
und Gesetzgebung einer Meinung sind – Ihr privater, offiziell unrichtiger Sprachgebrauch ändert nichts
daran. Im übrigen hätte ich nicht das Allergeringste dagegen, würden meine Kinder das lesen. Gäbe
es Ihnen doch einen weiteren Beleg dafür, dass sie explizit gewollt waren und nicht nur erduldet werden.
IHRE Kinder hingegen müssen wohl mit dem Bewusstsein leben, auch als ungewollter Unfall in die Welt gekommen
sein zu können. ?:)
@Frasim Lesen besser Sie ‘mal genau ;O) Er schreibt: „Liebe Deinen Nächsten – denn so steht es geschrieben“.
Will sagen, er empfindet diese Aussage als positiv und versucht, sein Handeln danach auszurichten. Das
tut er freiwillig und weil sein Gewissen und sein verstand diese Regel als befolgenswert begreifen, unabhängig
von einer Gottesgestalt, die man damit zu dekorieren sucht. Das ist übrigens durchaus häufig unter Atheisten
und Gnostikern: Wir glauben zwar den ganzen Götterzirkus nicht, aber nichtsdestotrotz leugnen wir nicht
die Weisheit gewisser Lehren, die in verschiedenen Religionen zu finden sind. Waren ja nicht alles Idioten,
die die diversen „heiligen Schriften“ verzapft haben, nicht? Das ist alles andere als „wirr“, wie Sie
das zu bezeichnen belieben. Es ist nur eben ein von ihm begrüßter Aspekt, den er als beherzigenswert
empfindet – für Sie ist es VORSCHRIFT wie vieles andere, das Sie gar nicht hinterfragen dürfen, ohne
abtrünnig zu werden.
@Frasim „Soso, das steht geschrieben und als Atheist glauben Sie das?!? Wirr, aber umso schöner!“ Nein,
er glaubt es nicht. Kann er nicht, als Atheist. Aber es ist Ihr Gesetz, an das Sie sich halten bzw. das
Sie sich vorhalten lassen müssen. Ein französischer Anwalt kann auch einem Deutschen den Verstoß gegen
einen deutschen Paragraphen vorwerfen, den es in Frankreich so vielleicht gar nicht gibt. Sie sondern
unlogisches Geschwurbel ab, um irgendwie einen Stich zu machen. Das resultiert allerdings in derben Eigentoren.
Also noch einmal ganz langsam: Ihr Gesetz gilt für Sie, und einen Verstoß dagegen kann ein Glaubensbruder
genauso feststellen wie ein Andersdenkender, der Ihr Gesetz kennt – man muss eben nicht daran glauben.
In dem Moment, in dem Sie gegen den eigenen Kodex verstoßen, stellen Sie allerdings Ihre eigene Zugehörigkeit
zur Gruppe der Gläubigen in Frage. Aber keine Sorge, das tut so mancher der eingebildeten Vorzeigekatholiken
hier, Sie sind da nicht allein.
@Vorposter (Initiative „Nie wieder“, was auch immer das in dem Kontext heißen soll) Klingt ja immer nach
einer unglaublichen, geldgeilen Abtreibungsmafia, wenn man sich ‘mal anschaut, was da für ein Umsatz
gemacht wird… Ist aber billige Propaganda, sonst nichts. Derlei Summen kann man nämlich für JEDE Sache
aufführen, die von zigtausenden von Menschen jährlich gemacht wird, ungeachtet des moralischen Wertes.
Auch Schwangeschaftsbetreuung und Geburten setzen Unsummen um, nur kommt da natürlich niemand auf die
Idee, irrwitzig von einer „Geburtenmafia“ zu schwadronieren (allenfalls geraten ‘mal Babynahrungsproduzenten
unter Beschuss, die sich speziell in der „3.Welt“ eine goldene Nase verdienen). Abtreibung gab es übrigens
auch vor „pro familia“; es scheint sich da um eine Thematik zu handeln, die für Menschen – und primär
für Frauen – seit Jahrtausenden von Bedeutung ist, nicht? Ich bin jedenfalls froh, dass es solche Organisationen
gibt, und werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass auch meine Partnerin und ich die FREIHEIT behalten,
uns zu entscheiden, obwohl es vermutlich nicht i.S.d. Abtreibung wäre.
@Sulpi – Bin ja schon da Ich musste erst dieses wunderschöne Bild über dem Artikel bewundern… wenn
ich überlege, wie lange kreuz.net-Leutchens über CSD etc.-Bildchen glucken müssen, bis sie all diese
farbenfrohen Tuntenbilder finden… wow, die Geduld hätt’ ich nicht. Das muss die schon irgendwie anmachen.
Na, hübsch bunt isses jedenfalls. Inhaltlich ist mir der Käse hier allerdings keinen Kommentar wert.
Wer meint, andere aufgrund ihrer Sexualität ausgrenzen zu können, gehört ausgegrenzt, so einfach funktioniert
das. Das GG gibt dem Gesetzgeber einen klaren Auftrag, die EU gibt ein Minimum vor, die Sache ist klar,
und das Gezeter sinnlos. Ich kann die, die da jetzt zum X. Mal den Untergang des Abendlandes kommen sehen,
allerdings beruhigen: Wer zu einem Vorstellungsgespräch so kommt wie die 3 auf dem Bild, würde, ADG
hin oder her, allein aufgrund dessen abgelehnt werden können. Allerdings wäre auch kein Schwuler so
doof und würde in Partymontur da aufkreuzen, das ist so eines von diesen kreuz.net-Märchen.
@BossCo & Thomas A. Höck Was Sie aber auch gleich denken – „fruchtbar“ i.S.v. anregend, anspruchsvoll,
erhellend, sprich, so ziemlich alles das, was EinChrists mit seiner Holzschnittdenke nicht zu produzieren
in der Lage ist, da fehlt’s dann halt. Aber dümmlich geifern kann er prima, das muss ihm der Neid lassen.
Wenn ‘mal wieder irgenmdwo die Stelle des alten Meckerers, der den ganzen Tag aus dem Fenster und die
Kinder vom Rasen scheucht, besetzt werden muss, sollte man sich seiner erinnern – sowas zahnlos-moserndes
findet man nur noch selten heute. @Höck Wenn Ihnen der Urheber einer Aussage mehrfach versucht hat zu
erklären, wie er eine Aussage gemeint hat, wieso glauben Sie eigentlich, ungeachtet dessen die Definitionshoheit
darüber zu haben, was dieser Urheber „tatsächlich“ gemeint hat? Wer genu glauben Sie zu sein, hm? Ihre
„Gleichsetzung“ ist schlichter Stuss, das wissen Sie auch, und deswegen WÜNSCHEN Sie sich, ich würde
so ewtas meinen, vermutlich wohl wissend (ich hab’s ja mehrfach gesagt), dass dem nicht so ist. Ich habe
noch eine schöne „Gleichsetzung“ für Sie: „Papst Benedikt XVI atmet Sauerstoff. Gleiches galt für Adolf
Hitler und Leonardo da Vinci.“ Na, dann…
#36 deusexmachina 23:13:56 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@Josefus Sie betreiben Schattenboxen. Es geht nicht darum, wie ätzend das aussieht, sondern darum, ob
es moralisch in Ordnung ist. WENN es das ist, kann es aussehen wie die Hölle von unten, das ändert nichts.
Wenn es das NICHT ist, dann ändern auch rosarote Schleifchen und Glitzerstaub nichts an der Immoralität.
Vielleicht kommen Sie anhand dieses letzen Satzes ‘mal auf meine Kernaussage hier, dass die optische Erscheinungg
und die moralische Grundlage nichts miteinander zu tun haben. Im übrigen ist es natürlich eine Frage
der Darstellung; wer es drauf anlegt, kann z.B. Sexualität bildlich entweder so darstellen, dass man
sich an hehrer Ästhetik ergötzt… oder so, dass einem das kalte K*tzen kommt. kreuz.net ist ja ziemlich
gut darin, die jeweils übelsten Exemplare einer Bildergattung über die Artikel zu kleben. @EinChrist
Sorry, ich bin zu der Auffassung gekommen, dass Dialog mit Ihnen eine intellektuelle Einbahnstraße ist.
Ich habe schon fruchtbarere Gespräche als mit Ihnen mit einem Korkenzieher geführt. Einem rostigen.
#32 deusexmachina 20:31:14 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@schEinChrist Ein (nomineller) Christ mögen Sie sein – ein Denker offenbar nicht. Ja, richtig: „Gleiches
gilt“ – nämlich, dass solche (sehr verschiedenen = Kontrast) Bilder auf viele abstoßend wirken. Und
zudem gilt GLEICH, dass hier wie dort der Abstoßungsgrad des Bildes an sich nichts über die Berechtigung
des zugrundeliegenden (sehr verschiedenen = Kontrast) Vorgangs aussagt. Anders gesagt: Selbst bei so unterschiedlichen
Bildern / Gegebenheiten gilt eines generell: Die ästhetische und empfundene Schönheit / Grauenhaftigkeit
ist kein Spiegel der inhärenten Handlungsmoral. Die Welt ist kein Disneyfilm, in dem alles Gute schön
und edel ist und alles Böse eine fiese Fratze hat. Ich kann’s auch gerne an noch einem Beispiel demonstrieren,
damit es sogar Sie verstehen: Schauen Sie sich ‘mal Fotos von Schwerverletzten deutschen Soldaten beim
„D-Day“ an. Da finden Sie Bilder, bei denen jemandem der Unterkiefer weggeschossen wurde. Oder wie ein
Junge von knapp 18 Jahren verzweifelt versucht, seine Därme in den Bauch zurückzustopfen. Sowas ist
nicht fein. Da wird einem übel. Auch einem alliierten General wird beim Anblick solcher Bilder übel,
gestandene Veteranen (die SELBST getötet haben) fangen bei der Erinnerung an zu weinen. Und können wir
aus diesem Unwohlsein ein Urteil über die moralische Berechtigung der alliierten Landung ableiten? Nun?
@Sulpicius Na, Sie sind ja ganz ein Fixer *g* Ich wurde übrigens regelwidrig gesperrt – und habe das
qua Wiederanmeldung gewürdigt
#38 deusexmachina 18:44:15 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Armutszeugnis In seiner Verzweiflung, den eigenen Schwulenhass täglich neu und frisch garnieren zu müssen,
bemüht man sogar Deutschlands Lügenmaschine Nummer 1. Naja, passt schon, schließlich is kreuz.net die
BILD der Tradis, nur statt der Pinups hat man hier den genagelten Jesus (den übrigens manche in der hier
oben dargestellten Form als durchaus obszöner empfinden als einen knackigen Körper auf Seite 2). Wir
können ja wetten, wie lange es dauert, bis BILDblog bildblog.de/ die wahren Hintergründe des angeblichen
„Arschzitats“ berichtet. Ich vermute, das Geseiber über die „Noch-Ministerin“ hat dann ein sehr, sehr
schnelles Ende. tagesschau.de weiß übrigens von dem angeblichen Skandal erstaunlicherweise noch nichts
(wahrscheinlicher: glaubt nicht an den Quatsch) – und das, obwohl sie erst vor 30 Minuten einen Artikel
über Zypries veröffentlicht haben. Aber wenn’s gelegen kommt, würde man hier auf kreuz.net vermutlich
auch den „Hustler“ als vertrauenswürdige Nachrichtenquelle heranziehen.
#15 deusexmachina 14:49:25 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@Ansgar & Claqueure Blamieren Sie sich eigentlich absichtlich so oder ist das die pure Lust an Fäkalrhetorik,
die Sie treibt? Strengen Sie ‘mal bitte Ihr Hirn an, dann wird Ihnen vielleicht aufgehen, dass ich die
„Fäkalien“ bewusst als KONTRAST und nicht als die von Ihnen herbeiphantasierte „Gleichsetzung“ verwendet
habe. Hätte ich das so gemeint, wie Sie das drehen, so wäre der Bezug komplett redundant gewesen. Für
die ganz Verpeilten noch einmal paraphrasiert: „Ekel und Abscheu gibt es auch bei thematisch komplett
anderen Bildern.“ Jetzt klarer? Meine Herren, da haben wohl diverse Leute noch keinen Kaffee gehabt…
@Benedikt78 ad 1: Ich glaube nicht, dass Sie die Psyche von Ärzten verstehen, speziell nicht die beruflich
zwingend notwendige, innere Distanzierung, ohne die man kaputt geht. Fragen Sie einen beliebigen Krankenhausarzt
oder eine Schwester. ad 2: Sie verwurschteln (bewusst, denke ich) eine immanente EIGENSCHAFT (HS) und
eine gewollte HANDLUNG. Zieht nicht, klappt nicht und wird vom Gesetz deutlich unterschieden. Im Übrigen
dürfte es im Interesse des Herrn liegen, nicht ausgerechnet DORT operiert zu werden. Stellen Sie sich
‘mal vor, ees ginge ‘was schief… ad 3: Das Weinen der Leiterin wurde erwähnt, weil es i.S.d. Artikels
nützlich war. @marianna Straftaten sind regelmäßig kein demokratischer Akt, sondern dssen Gegenteil.
#7 deusexmachina 11:04:01 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Manipulativ, opportunistisch, unredlich Das sind die Attribute dieses Artikels. Dass Bilder von Abtreibungsüberbleibseln
als unschön bis „grauenerregend“ empfunden werden, steht außer Frage. Gleiches gilt, je nach Gemüt
für fotografierte Fäkalien oder Notfallamputationen – ohne, dass deswegen jemand den Stuhlgang oder
lebensrettende Operationen als moralisch niederträchtig einstufen würde. „Manipulativ“ – check In Sachen
„Behandlungsverweierung“ bedanke ich mich recht herzlich bei Sulpicius, der noch gestern volltönend (im
Kontext des Antidiskriminierungsgesetzes) auf sein Recht der Kontraktionsfreiheit pochte. Das tut dieses
Krankenhaus – und zwar diesmal berechtigt, der Täter ist nämlich nicht in seiner Eigenschaft als Angehöriger
einer Minderheit diskriminiert, sondern hat seinen gewollten Kontraktionspartner attackiert – nämlich
auch. Demm Herrn steht die Wahl eines Krankenhauses, das er noch nicht belästigt hat, frei. „opportunistisch“ –
check Und warum der Täter im Artikel weinerlich als „der alte Mann“ (ach Gott, der Arme!) bezeichnet
wird, wo man sich hier doch sonst so gerne für „hartes Durchgreifen“ (bei anderen!) stark macht…? „unredlich“ –
check
#15 deusexmachina 10:51:33 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@Arnulf Jursa „Gerade im Bereich der christlichen Religionen wurde derart viel erfunden, was man heute
z.T. als Dogmen wieder findet, daß sich eigentlich keiner über Dan Brown alterieren dürfte.“ Ihnen
ist klar, dass es nur noch Minuten dauern kann, bis die kreuz.net-eigene Steinigungstruppe anrückt, um
Sie dafür recht herzlich zu belohnen? Wie können Sie bloß? Wo doch jedes einzelne Dogma die Inkarnation
der absoluten Wahrheit… also, das ist doch…! o^/ Allerdings, unter uns: Die besonders Lauten haben
nur einen umgehängten Bart aus Ziegenhaar, bemühen sich ernstlich, aber schlecht um eine sonore Stimme
und und haben nur ein Tütchen Kies… ;O)
#37 deusexmachina 01:02:34 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@Sulpicius Da wird man Sie „ganz einfach“ eines Besseren belehren – notfalls per Gericht bis hin zur Beugehaft.
Sie mögen Ihre sehr private Meinung vom Jenseits haben, und, ehrlich gesagt, jucken mich Ihre Ansichten
darüber nicht. Im DIESSEITS hingegen werden Sie sich wohl oder übel demokratisch beschlossenen Gesetzen
beugen müssen. Und wenn Sie anderen Menschen die Akzeptanz verweigern, wird man’s Ihnen beibringen. Ganz
einfach. (Bei manchen Leuten bzw. deren Äußerungen muss man sich wirklich an den Kopf packen…)
#35 deusexmachina 00:00:12 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@Frasim – Machen wir’s kurz #1 Als ob Sie Schwarze liebten und nur die Hautfarbe „pervers“ fänden #2
Seit wann ist Wohltätertum Rechtfertigung für Unrecht? „3mal spenden, dann darf ich klauen“, oder wie?
#3 Die kath. Kirche verurteilt Menschen, weil sie sind, wie sie sind. Die so angegriffenen Schwulen wehren
sich gegen diese Kirche Kirche, WEIL diese SIE angreift. Merken Sie den Unterschied? Die „Ehre Gottes“
ist eine Hypothese über eine Hypothese. #4 Die katholische Kirche hängt ihr Mäntelchen nach dem Wind,
wie’s beliebt: Früher als hütende Hand über beliebige Eroberungen und Kriege, später á la „Reichskonkordat“
sogar mit Hitler, und heute predigt man den Frieden WEIL ES – zum Glück – dem ZEITGEIST entspricht. Und
NUR deshalb. #5 Die maßgeblichen Stellen sehen HS nicht als Krankheit. Welche Kompetenz außer schierer
MEINUNG haben Sie dagegen vorzuweisen? Ihr „Schöpfer“ ist angesichts der Unzahlen widersprechender Vorstellungen
schwerlich maßgeblich – „ob es Ihnen nun passt oder nicht“. #6 Die Kirche soll sich lieber freuen, dass
die ADG-Initiative – gegen den Willen der Union – auch den Schutz von sexueller Identität, Behunderung
UND RELIGION – anstrebt… angesichts der fortlaufenden Entwicklung könnte die katholische Kirche nämlich
bald zur marginalen Gruppe werden. Gegeifer wie bei kreuz.net fördert das immens. #7 Sie haben noch nicht
verstanden, dass unsere Staatsform „Demokratie“ heißt. Ihre Privat“wahrheit“ ist unmaßgeblich. Das wär’s
dann.
Bzgl. Rudolfsohn …möchte ich anmerken, dass mir KEINE Community bekannt ist, die einen solchen Heini,
nach allem, was er bislang abgelassen hat, noch schreiben lässt – mit Ausnahme sog. „freier Kameradschaften“,
und selbst die würden ihn zur Ordnung rufen aus berechtigter Sorge, dass man sie ansonsten dicht macht.
Trolle wie der geilen sich letztendlich nur an der Empörung auf, die ihr geistiger Unflat produziert –
ansonsten führen solche Gestalten nämlich ein komplett unbeachtetes Schattendasein. Hier ist er wenigstens
„wer“, und sei es nur als Klobürste von kreuz.net.
@EinChrist Ich bin sofort bereit, den Willen Ihres Gottes höherzustellen als die Empfindungen eines Menschen,
sobald Sie mir dessen Existenz als ebenso real BEWEISEN wie die des besagten Menschen. Bis zu diesem,
sicherlich gerne und zügig von Ihnen erbrachten, Beweis sehe ich das allerdings als hypothetischen Willen
einer hypothetischen Gottheit in Konkurrenz mit der Realität. Reality wins.
@MK28 Als Grundsatz gilt exakt das, was Benedikt korrekt ausgeführt hat. Zwar gibt es gewisse „Drittwirkungen“,
doch diese bedürfen der Konkretisierung. Tatsächlich legt das GG nur die Basis, gibt quasi die Grundsätze
vor. „Das nähere regelt ein Bundsegesetz“ ist die gängige Formulierung, und genau dem ist eben noch
nicht an allen Fronten Rechnung getragen worden. Das GG ist nämlich eher als „frommer Wunsch“ zu sehen,
dem erst durch positive Gesetze Gestalt und Wirkungskraft verliehen wird. Das ADG ist genau zu diesem
Zweck vorgesehen: Es schließt eine Lücke. Ungeachtet dessen stimme ich Benedikt allerdings auch in seinen
Befürchtungen zu. Sogar – was erstaunt – Ihren Punkt von der Kontraktionsfreiheit halte ich für valide.
Die Frage ist eben nur: „Was wiegt schwerer?“. Wie eigentlich immer ist es eine Sache der Abwägung. Ich
persönlich halte GENERELL die Verhinderung gesellschaftlicher Ausgrenzung für wesentlicher als die individuelle
Vertragsfreiheit, erwarte allerdings, dass wir da einige skurrile Prozesse erleben werden. OHNE wär’s
(lies: ist) aber skurriler.
Diesen Herrn Humer… …braucht niemand zu karikieren – das macht er selbst bösartiger, als irgendein
Zeichner oder Schreiberling es könnte. Keine Ahnung haben, aber dumm daherschwatzen. Und da kreuz.net
diesen Text nicht – wie sonst immer, wenn denen was nicht passt – mit einem wilden Verhau eigener, vermeintlich
geistreicher, Kommentare versieht, darf man wohl davon ausgehen, das sie diese geistigen Flatulenzen auch
noch gutheißen. „Sakrileg“ ist ein packender Thriller. Dan Brown ist kein Wissenschaftler – und hat nie
behauptet, einer zu sein. Ungeachtet dessen kann sogar die unwahrscheinliche Hypothese eines Kindes Jesu
mehr Plausibilität für sich reklamieren als die diesbezüglichen Überlieferungen des NT – da ändern
auch Millionen, die diese Fiktion „glauben“, nichts. Auf den Film freue ich mich jetzt schon, und zwar
desto mehr, je mehr engstirnige „Ich will aber meckern, schließlich wüsste ich sonst nichts zu sagen!“-Figuren
ihren uninformierten Quatsch, gehüllt in den Habitus gerechter Empörung, in die Welt blasen. P.S.:
Ich liebe diese neuen Smileys :)3
Prima Dieser Artikel fasst brilliant alles das zusammen, was ich in meinem Leben und speziell in meiner
Partnerschaft so nicht haben will – und so nicht haben werde. Es darf übrigens sehr bezweifelt werden,
dass der SPIEGEL mit den Einlassungen des Autors d’accord geht. Anders als bei kreuz.net druckt man dort
aber eben auch Wortmeldungen, die man für abwegig hält, um die Öffentlichkeit von der Existenz solcher
Auffassungen in Kenntnis zu setzen (das gibt’s bei kreuz.net auch, nur werden hier in solchen Fällen
so viele dümmelnde Kommentare dazwischengeschreibselt, dass man am Ende überhaupt nicht mehr weiß,
was der, der da zitiert wird, denn nun eigentlich gesagt bzw. gemeint hat).
Von Zitronenröllchen lernen Vielleicht wären Katholiken ja gut beraten sich einmal bei einer der bevorzugten
Zielgruppen für Hass und Gespött kundig zu machen, wie man hum,orvoll mit der eigenen Thematik umgehen
bzw. herzlich über sich selbst lachen kann? Ralf König zeigt, wie www.amazon.de/…/303-6861251-4829060
Im übrigen wird in „Popetown“ die Institution des Vatikans auf die Schippe genommen – von „Angriff auf
die Religion“ keine Spur. Mag sich natürlich für jemanden, der die Institution höher hält als den
Glauben, anders präsentieren… @Benedikt „Popetown“ ist nicht besonders anspruchsvoll, aber mit Sicherheit
nicht schlechter als die typische Cartoon-Sendung. Kann nicht alles so intelligent sein wie „Southpark“.
Dass der Spot harmlos ist… …ändert nichts an seiner Rechtswidrigkeit (und das hätten die „Spezialisten“,
die ihn gemacht haben, wissen müssen): Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (RTVG) vom 21. Juni 1991
(Stand am 28. März 2006) Art. 18 Werbung 1 Werbung muss vom übrigen Programm deutlich getrennt und als
solche eindeutig erkennbar sein. Ständige Programmmitarbeiter des Veranstalters dürfen in seinen Werbesendungen
nicht mitwirken; der Bundesrat kann für lokale und regionale Veranstalter Ausnahmen vorsehen. 2 In sich
geschlossene Sendungen dürfen nicht, solche von über 90 Minuten Dauer höchstens einmal durch Werbung
unterbrochen werden. 3 Der Bundesrat regelt die höchstzulässige Werbezeit. Er berücksichtigt dabei
Aufgabe und Stellung der anderen Kommunikationsmittel, vor allem der Presse, sowie die internationalen
Werberegelungen. 4 Die Konzessionsbehörde kann in der Konzession: a. Bestimmungen über die Platzierung
der Werbung im Programm erlassen; b. die Werbung in einzelnen Programmen ganz ausschliessen. 5 Religiöse
und politische Werbung ist verboten, ebenso Werbung für alkoholische Getränke und Tabak. Der Bundesrat
kann zum Schutz der Jugend und der Umwelt weitere Werbeverbote erlassen. 6 Werbung für Heilmittel ist
nach Massgabe des Heilmittelgesetzes vom 15. Dezember 2000 zulässig.
@sozialkatholisch – *seufz* Sie reiten beständig auf einer ominösen… „Angst, klare Entscheidungen
zu treffen“ herum… die ich aber gar nicht habe Klare Entscheidungen: 1. Ich gehe davon aus, dass nie
ein Mensch „Gott“ wird beweisen oder widerlegen können (derzeit kann’s keiner) 2. Gemäß meiner Kenntnisse
halte ich „Gott“ für eine menschliche Kopfgeburt. Und Sie haben NICHTS in der Hand, das zu widerlegen
bzw. IHRE Sicht zu BElegen. Rien. Nothing. Nada. Ich auch nicht, aber ich geb’s zu Das, was Sie mir ständig
als „nicht entscheiden“ unterjubeln wollen, ist, dass ich nicht behaupte, etwas zu wissen, das ich (oder
irgendwer) IMHO nicht wissen KANN. Ja, soll ich lügen und so tun als ob? Heucheln? Was Sie zudem nicht
verstehen (wollen?), ist, dass ich nichts „lächerlich mache“, sondern mir so manches gläubige Gebaren
seinerseits lächerlich ERSCHEINT, allem voran das felsenfeste Bestehen auf etwas, was eine durch NICHTS
belegte (allein schon logisch problematische) Hypothese ist. Verstehen Sie: Es ist nicht, dass ich „Gott“
nicht glauben würde… wie auch, er hat sich mir nie gezeigt? Ich glaube nur den ganzen verlogenen MENSCHEN
nicht, die alle wollen, dass ich an IHREN Gott glaube, weil sie sich irgendwas davon versprechen, und
sei es nur, „Recht“ gehabt zu haben (oder es sich einzubilden). Und klar gibt es „ernstzunehmende Literatur“
in Sachen Christentum – das Dumme ist nur, dass sie sich letztendlich immer auf ein Buch bezieht, dass
eben nicht „ernstzunehmen“ (i.S.v. „verifizierbar) ist. Ein Papierkoloss auf tönernen Füßen.
@sozialkatholisch – Das mit der Angst ist eine… …Behauptung Ihrerseits. Ich halte dem entgegen, dass
Angst – die vor der Hölle nämlich – ein altbewährtes Instrument Ihrer Kirche ist. Im Gegensatz zu der
von Ihnen postulierten Angst der Agnostiker ist die Angstmacherei der Kirche sattsam belegt. Angesichts
der höllischen Panikmache müssten Sie mir meinen Unglauben eigentlich als Mut anrechnen ;O) „Faulheit“?
Ich denke, das kann ich von mir weisen. Immerhin habe ich nach reiflicher Überlegung den aktiven Schritt
aus der Kirche heraus getan – im Gegensatz zu denen, die ganz einfach dort bleiben, wo sie aufgewachsen
sind. „Ernstzunehmende Literatur“? Ich bitte Sie, als ob Sie die hätten – ein Konglomerat alter Mythen
und Märchen, zu großen Teilen anderen Kulten entlehnt, aufgehübscht, um die Thesen eines Kultes eindrucksvoller
erscheinen zu lassen, und mit exakt NULL an Beleg, sowie mit einem bunten Strauß einander gegenseitig
verdammender Interpretationen. Schöngeistige Literatur mit historischen Anklängen – theologisch ohne
jede belegbare Substanz. Und das wissen Sie. Der Teekessel ist nicht hypothetischer als „Gott“ (eher weniger,
da wir möglicherweise einmal nach Beteigeuze fliegen können). Der einzige Unterschied ist, dass Gott
von mehr Menschen postuliert wird – das aber ist kein Wahrheitskriterium. Wäre es das, so wäre Jupiter
um die Zeitenwende herum „wahrer“ gewesen als Jahwe.
Hassprediger …sind allenfalls die Vorgartenjournalisten, die sich so einen gequirlten Käse wie diesen
Artikel aus der Feder fließen lassen. Vermutlich ist der unsägliche Duktus dieses Schwulstes der tieferen
Wahrheit des Sprichworts „Was ich selber denk’ und tu’, trau’ ich anderen zu“ zu verdanken: Wer selbst
primär in Kategorien wie „Hass“ empfindet, „entdeckt“ (genauer: projiziert) ihn natürlich auch anderswo.
2 Hinweise: 1. Den Spruch „Brille, Hoden, Brieftasche und Uhr“ kennt eine Freundin von mir aus der katholischen
Jugendgruppe – der ist um einiges älter als „Popetown“. Ist ja klasse, dass Sie es MTV vorwerfen, katholische
Witchen zu machen. 2. Es wird absolut nicht „menschenverachtend“ über Behinderte hergezogen, sondern –
ganz im Gegenteil – die an Instrumentalisierung grenzende Herumzeigerei von Behinderten als Werbe- bzw-
Sympathieträger auf’s Korn genommen.
@Benedikt78 Ich weiß ja, dass hier einige „Spezialisten „immer wieder gerne die Leier runternudeln, Pädophilie
und Homosexualität in einem Atemzug zu nennen – wahrer wird der Schmarrn dadurch allerdings nicht (beide
Erscheinungsformen sind unabhängig voneinander und existieren in allen 4 möglichen Kombinationen sowie
Mischformen). Und auch, den Cohn-Bendit wieder aus der Tüte zu ziehen, ist eigentlich nur noch lagweilig –
WANN waren die entsprechenden Äußerungen? In WELCHER Zeit? Was sagt C-B heute SELBST? Mann, Mann, Mann,
ich weiß nicht, WIE oft Leute, die partout etwas bemeckern wollten, diese längst abgelutschte Kamelle
wieder ausgebuddelt haben… was haben Sie eigentlich davon?
@Benedikt Ziemlich sicher sogar – ich meine, es ist nun einmal ein packender Thriller, ein spannender
und „epischer“ Hintergrund und ein genialer Hauptdarsteller, da wäre es schon seltsam, wenn es KEIN Hit
würde. Allerdings darf die Kirche sicherlich einen guten Teil des zu erwartenden Erfolgs für sich reklamieren –
bestimmt werden wieder einige Unermüdliche direkt vor dem Kino irgendwelche Warnblättchen verteilen –
bessere Werbung geht nicht War doch bei MTV genauso. Ich meine, MTV ist seit langen auf dem absteigenden
Ast, und dann machen die Tradis denen so ein wunderbares Geschenk… ohne das kirchliche Aufbegehren hätte
doch praktisch kein Aas etwas von „Popetown“ mitbekommen. So aber – tolle Werbung, und ganz umsonst! (Ich
fand „Popetown“ übrigens erwartungsgemäß recht belanglos, aber immerhin lustiger als befürchtet. Der
jüdische Papst war doch wohl GENIAL? *g*)
Jemine! Zunächst einmal: Auch Sadismus ist eine sexuelle Spielart, gegen die – sofern der Partner einverstanden
ist – nichts einzuwenden ist. Nicht mein Ding, aber wer’s mag…? Dann stellt sich mir die Frage, woraus
sich das „Ausgangspunkt ist…“ speist. Aus dem Text geht jedenfalls kein Zusammenhang hervor. Weiter:
Die Bezeichnung „Pädo-Kriminelle“ ist für Propagandisten von Kindersex-Kontakten absolut FALSCH. Das
StGB regelt sehr genau, wer „kriminell“ ist. Selbst wenn die so bezeichnete „Propaganda“ in der hier bezeichneten
Form vorläge, wäre das nicht „kriminell“. Sachlich falsch. Zudem vermute ich allerdings, dass man bei
den Aussagen besagter AG einiges Wesentliches weggelassen hat. Gegen irgendetwas, das vom Kind selbst
ausgeht, wäre nämlich zunächst einmal wenig einzuwenden, nur – und das weiß die AG auch – verbietet
sich das aus der schieren Unmöglichkeit, hinreichend sicher zu wissen, was das Kind denn wirklich will.
Das StGB will Kinder nicht vor Berührungen schützen, sondern vor Missbrauch. Das ist ein Unterschied.
Wer ernstlich glaubt, da würden staatlicherseits pädophile Phantasien gestützt, ist vermutlich mit
dem Klammerbeutel gepudert.
@sozialkatholisch So, sorry, war zwischendurch anderweitig beschäftig – hier mit Verzögerung der 2.
Teil: Agnostizismus hat weder mit „Aufschieben einer Gewissensentscheidung“ noch mit irgendwelchen Angstgefühlen
zu tun. Agnostizismus ist grundsätzlich erst einmal nur eine Aussage über den angenommenen Erkenntnishorizont.
Davon weitgehend unabhängig hat jeder Agnostiker eine MEINUNG. Die meisten werden – wie ich – mangels
deutlichen Hinweisen auf „Gott“ dessen Existenz verneinen (wohlgemerkt: als nicht beweisbare MEINUNG –
das Wissen um diese Unmöglichkeit macht den Agnostiker aus!), allerdings gibt es auch Agnostiker mit
theistischen Tendenzen. Ich persönlich halte es mit „Gott“ ähnlich wie mit der Behauptung, auf dem 3.
Planeten von Beteigeuze läge ein rosa Teekessel mit grünen Punkten: Ich kann es weder beweisen noch
widerlegen, aber ich habe schlicht nicht den geringsten Anlass, davon auszugehen, zumal alle mir bekannten
Umstände dagegen sprechen (aber es ist nicht THEORETISCH UNMÖGLICH!). Wobei in Sachen „Religion“ noch
erschwerend hinzukommt, dass sich X Kulte um die Farbe und Anordnung sowie darum, ob es ein Teekessel
oder eine Kaffeekanne ist, streiten, und alle behaupten, es zu „wissen“, und dass man nur selig werden
könne, wenn… na, Sie kennen das ja. Und tatsächlich habe ich vor irgendwelchen Unwägbarkeiten in
Sachen „Gott“ exactement soviel „Angst“ wie vor dem Teekessel. In Sachen „DDL“: Ja, Mönsch, ich dachte,
das sei klar, ich hab’ doch kein Geheimnis draus gemacht? ;)
Vorbereitung auf das nächste Hornberger Schießen Nachdem der ganze Zirkus um „Popetown“ ziemlich wie
das Hornberger Schießen ausgegangen ist (vielen Dank übrigens für die Werbung – es war das erste Mal
seit ca. 10 Jahren, dass ich mir einen Fernsehtermin gemerkt habe), rüstet man sich bereits für den
nächsten Sturm im Wasserglas: „Sakrileg“. Da bin ich ja gespannt, was die empörten Frömmler, die sich
bislang so lautstark vernehmen ließen – mehrheitlich, ohne das Buch je gelesen zu haben – hinterher sagen…
obwohl, wahrscheinlich werden dieselben „üblichen Verdächtigen“ auch hinterher genauso meckern – ohne
den Film überhaupt gesehen zu haben. Wissen schadet bekantlich nur dem blinden Hass, den mancher hier
ja für eine wesentliche Eigenschaft christlichen Glaubens zu halten scheint (Nette Smileys übrigens,
kreuz.net – spziell der da, den ich hiermit zu „meinem“ erkläre: )
@Sozialkatholisch Das wird länger als 1500 Zeichen. Sie werden lachen, mir liegt etwas dran, dass Sie
nachvollziehen können, wie ein Agnostiker denkt (oder zumindest dieser spezielle). Da gibt’s, denke ich,
nämlich ein paar Missverständnisse. Also dank der tollen kreuz.net-Beschränkung erstmal Teil 1 von
2: Ich kann Gott bezweifeln bzw. tue es. Mein Denken erlaubt es nicht, ihn zu bejahen – das ist nichts
Willentliches, ich KÖNNTE es einfach nicht, so wenig, wie ich „2+2=5“ als Wahrheit anerkennen könnte.
Vorbehaltlich eines Beweises, natürlich. Gläubige tun gerne so, als sei das eine bockstarrige Verweigerungshaltung.
Das ist natürlich Käse – ich könnte genausowenig auf Knopfdruck gläubig werden wie Sie Heide – vorbehaltlich
der berühmten Schicksalsschläge, die können sowas ja in beide Richtungen auslösen. Was ich – sowenig
wie Sie – kann, ist, Gott zu beweisen oder zu widerlegen. Man muss hier unterscheiden zwischen dem Anspruch
auf absolutes Wissen (den haben Gläubige wie auch starke Atheisten) und der persönlichen Meinung. Ich
kann zwar trefflich mit Ihnen streiten und Ihnen zeigen, wo ich Widersprüche in Ihrem Glaubensgebäude
sehe – aber ich würde nie behaupten, ich könne mit Sicherheit sagen, es gäbe keinen Gott (wobei „Gott“
und „Katholizismus“ ja auch noch 2 Paar Schuhe sind). Ich vermute das zwar – aber ich behaupte nicht fälschlich,
das beweisen zu können oder „sicher“ zu wissen. Es ist also „nur“ eine Meinung, allerdings durch viele
Indizien bzw. eben Mangel an diesen gestützt.
@Sozialkatholisch Aber ja doch, genau das bin ich. Schauen Sie: Ein Agnostiker ist jemand, der offen zugibt,
dass er Gottes Existenz weder beweisen noch widerlegen kann (schwacher Agnostizismus) bzw. der sogar sagt,
dass er es für insgesamt unmöglich hält eines von beidem je zu tun (starker Agnostizismus). Das hindert
natürlich nicht, dass man eine MEINUNG dazu hat, ob es nun einen Gott gibt oder nicht. So ganz meinungslos
ist dazu ja wohl niemand, nicht wahr? Und da halte ich es mit Gott eben genau wie mit lila-gelb-gestreiften,
fliegenden Meerschweinchen: Ich vermute auf der Basis der mir bekannten Fakten, dass es beide gleichermaßen
nicht gibt. Sie hingegen vermuten – erstaunlicherweise auf Basis derselben Fakten – DASS es ihn gibt (wieso
Sie da dann zwischen ihm und besagten Meerschweinchen unterscheiden würden, entzieht sich mir allerdings –
belegt sind beide gleich gut resp. nicht). Es gibt übrigens durchaus – wenngleich eher weniger – Agnostiker,
die zum Theismus tendieren. Wir sind ein buntes Völkchen. Was uns eint, ist primär die Aversion gegen
die von Ihrer Kirche (oder von jedem anderen, aber Sie tun sich da schon arg hervor) postulierte Dogmatik,
denn das ist Hausierengehen mit Pseudowissen, das nur behauptet wird.
@Sozialkatholisch Oh, dann sind wir uns erfreulicherweise ja einig. Denn ich kann meine Sichtweise zwar
so wenig beweisen wie Sie die Ihre, bin aber persönlich von der Nichtexistenz eines – wie immer gearteten –
Gottes so überzeugt wie Sie vom Gegenteil. Was uns – außer der entgegengesetzten Polarität – unterscheidet,
ist eigentlich nur der Umstand, dass ich etwas leugne, was niemand je nachweisen konnten, während Sie
fest an dessen Existenz glauben. Ich gehe mit, Sie gegen die Evidenz. Aber das müssen Sie selber wissen.
Stimmt schon: Schlimm, diese Leute, die sich nicht entscheiden können.
Ich stelle zu meinem äußersten Amüsement fest… …wie sich die einschlägig für Primitivität Bekannten
auch in meiner Abwesenheit recht christlich das Maul zerreißen. Zur Sache nichts, dafür ergeht man sich
in herzerfrischenden, persönlichen Spekulationen, und es ist alles recht, was irgendwie im Wege liegt,
zu liegen scheint oder einem sonstwie in den Sinn kommt. Erst bin ich angeblich versoffen, und wo das
offenkundig nicht zutrifft, mokiert man sich darüber, dass ich es nicht bin. Ihr seid schon ganz, ganz
toll. Denkt aber auch nur ihr, die Ihr Euch gegenseitig auf die Schulter klopft. Leuts, wenn Ihr ahntet,
was für ein armseliges Abziehbild Eurer Religion Ihr hier abgebt… von Kinderstube ‘mal zu schweigen.
;O) Ehrlich gesagt, Popetown kann Katholiken nicht einmal ansatzweise so beleidigen, wie Ihr das qua Eigendemonstration
tut. Vielleicht sollte man ‘mal anregen, Euch päpstlicherseits das Rederecht entziehen zu lassen, weil
Ihr sonst dem kirchlichen Ansehen weiter recht drastisch schadet? Aber das soll meine Sorge nicht sein –
was mich angeht, sollte man Euer Geschwurbel im Vierfarbdruck unter die Leute bringen, Titel „Aufrechte
Katholiken heute“… *vergnügtvorsichhinpfeif*
@Abu Simpel Sie haben offenkundig beträchtliche Defizite in Sachen „Textverständnis“. 1. habe ich Frau
Mewes mit keiner Silbe angesprochen. Ich kenne die Dame gar nicht. 2. sagt Ihnen, will ich doch hoffen
die Konstruktion eines Konditionalsatzes etwas? Bzgl. Frau Kuby sagte ich explizit „wenn“. Schlagen Sie’s
notfalls in einer Grammatik nach. 3. verfügen Sie in keinster Weise über die Kompetenz, meinen Horizont
beurteilen zu können, das ginge deutlich über Ihren 4. können Sie mich ja, wenn Sie besser „Bescheid
wissen“ als ich, widerlegen. Aber schwafeln Sie nicht. Fakten oder Kopf zu. 5. bin ich nahezu Antialkoholiker,
Sie können Sich also Ihre dümmelnden Scherze á la „Suff“ sparen. Ach ja, und 6. stelle ich die Existenz
einer Hölle bis zum Beweis des Gegenteils in Abrede, insofern ist Ihr frommer Wunsch am Schluss ein Schuss
in den Ofen. Da können Sie empört mit den Augen rollen und mit den Ohren wackeln, das ist für mich
ein Ammenmärchen zum kleine-Gläubige-erschrecken. Sie werden ein Probelm damit haben, diese gewagte
Konstruktion zu belegen, und dass Sie das wissen, dürfte Ihren Frust noch beträchtlich steigern. Thema
durch. Sonst noch was, Sie Schlaumeier? P.S.: Keine Leerzeichen. Das ist der andere.
Sagen Sie ‘mal, „EinChrist“ …sind Sie Proktologe oder was fasziniert Sie am analen Gebaren so? Jetzt
wischen Sie sich ‘mal den galligen Schaum vom Mund, kriegen sich wieder ein, geben zu, dass Sie sich hier
wie mit offener Hose aufführen und dass Sie in Wahrheit von homosexuellen Gepflogenheiten nicht die Spur
einer Ahnung haben. Leuten mit Ihrer Ausdrucksweise hätte man in genau den Zeiten, in die Sie sich offenkundig
zurückwünschen, den Mund mit Seife ausgewaschen – nicht zu Unrecht, möchte ich anfügen. Aber wenn
Sie Schlafzimmergeschichten so interessieren, na, dann plaudern wir doch jetzt zur Abwechslung ‘mal über
IHRE sexuellen Präferenzen, und zwar en detail und unter Einbeziehung anatomischer Kenntnisse, ganz,
wie Sie das ja offenkundig präferieren. Selbstverständlich nur, um wohlwollend beurteilen zu können,
wie gottesfürchtig Sie die eigene Sexualität handhaben – wir wollen ja nur Ihr Bestes, nicht wahr? Also,
wie ist das nun mit Ihnen und den Frauen, wie machen Sie’s denn für gewöhnlich? Nur zu, ist doch Ihr
Steckenpferd, das Thema, und wir wollen doch nicht etwa den bösen Homos die Show ganz alleine überlassen,
oder? Nachdem Sie jetzt der Länge und der Breite nach darüber gegeifert haben, was man alles nicht zu
tun hätte, erklären Sie doch ‘mal, wem Sie gerne was wie wohin stecken, so ganz gottesfürchtig. Ich
warte.
Na klar „Popetown“ verhöhnt Jesus. Sonst geht’s noch? Richtig wäre doch wohl eher, dass man sich ein
Scherzlein erlaubt mit einem Amt, das von sich allen Ernstes behauptet, den Stellvertreter Gottes zu repräsentieren,
als eine Art „Gott in Vertretung“, was im übrigen (nicht erstaunlich) eine Mindermeinung ist. Persönlich
bin ich ja der Meinung, dass nichts das Papsttum so ausgezeichnet karikiert wie es selbst (womit ich das
Amt, nicht zwingend die beiden letzten Päpste meine, die hatten ja menschlich durchaus ‘was, was allerdings
als Gegengewicht zu den vielen historischen Nullen auch bitter nötig erscheint), aber ein wenig Cartoon-Kalauerei
schadet da jedenfalls nichts. Allerdings scheint „Popetown“, unabhängig vom Thema, doch eher flacher
Klamauk zu sein – na, schauen wir ‘mal, ich werde, entgegen meiner sonst TV-abstinenten Gewohnheit, dank
der ausgezeichneten kreuz.net-Werbung ‘mal ‘reinschalten.
@methusalix Yepp, über genau diesen Aspekt der „Werte“, speziell der sog. „höheren“ hatte ich vor einer
Weile ‘mal einen Artikel www.jawz.de/~demondelux/blog/?p=44 in meinem kleinen Privatblog geschrieben.
Quintessenz: Die Beschwörung all der (höheren!) Werte und das Beklagen deren angeblichen Verlustes dient
eigentlich primär nur der Selbsterhöhung des Klagenden. Wenn man sich gerade hier so umschaut: Kommt
hin.
@rudolfsohn Wenn Frau Kuby zum Thema „Familie“ ähnlichen ignoranten und nachweislich falschen Unsinn
schwatzt wie ihre Ergüsse zu „Harry Potter“, dann kann man mit ihren Büchern bestenfalls wackelige Tische
stützen, zu mehr taugt das Geschreibsel dann nicht. Selten so einen Mist gelesen, allen Ernstes. Da kommt
allenfalls noch dieser Herr Aardfark mit seinem Homogebabbel mit. So gesehen, ist es natürlich auch eine
Kunst, möglichst viel zu schreiben über etwas, von dem man möglichst wenig begriffen hat, hm…
Knuffelig Man gut, dass ich gestern ‘mal die Gelegenheit nutzte, die Quengeleien zwischen der Piusbruderschaft
und Rom bei wikipedia nachzuschlagen – und siehe da, man mokiert sich hier also über etwas, was die Chinesen
tun, was aber praktisch identisch ist mit den Handlungen des werten Herrn Lefebvre? Zu possierlich! Immer
schön Rom-Treue bei anderen einfordern, aber selbst einen feuchten Honigkuchen drauf geben, so haben
wir das gern. Hach, keine Soap opera kann mit kreuz.net mithalten *ggg*
Ach, Jean… …es dürfte sich selbst bis zu Ihnen herumgesprochen haben, dass Sie keinen Exklusivanspruch
auf Ethos haben, und auch Ihre Kirche nicht. Wenn Sie nicht damit zurechtkommen, dass andere Menschen
andere Ansichten (und auch divergierende Auffassungen von Ethik) haben, und meinen, das mangels Überzeugungskraft
mit pejorativen Wörtchen herabwürdigen zu müssen, dann tun Sie mir sehr leid – Sie müssen in einer
engen Welt leben, so ganz allein gegen Milliarden Feinde, und nur Sie und ein Grüppchen Eingeschworener
haben Recht, jaja… War das jetzt wieder das übliche ad hominem an Stelle eines Arguments, das mir bei
Ihnen schon zu eintöniger Gewohnheit geworden ist?
@Thomas A. Höck Es wäre dann aber doch sehr freundlich, wenn Sie den Geschöpfen, in denen 9 Monate
lang etwas heranwächst, eine gewisse Mitsprache darin gewähren, was mit ihrem(!) Körper geschieht.
Und wenn Sie NICHT so freundlich sind, dann nehmen sie sich dieses Recht eben, und zwar berechtigterweise.
Welcome to the 21st century and have a nice day :O)
@Guntram Was muss das für ein kleiner, ja zwergenhafter Gott sein, der sich ernstlich von der sexuellen
Präferenz seiner Geschöpfe „beleidigen“ lässt. Wenn ich mir Kommentare wie Ihren so anschaue, komme
ich nicht umhin, das, was Sie als „Gott“ bezeichnen, eher als verbiesterten Kleinkrämer aufzufassen,
einen Paragraphenreiter, dem die Form über alles geht, und der eingeschnappt ist, wenn nicht alles nach
seinem (vermeintlichen) Willen geht, obwohl er es doch selbst in der Hand hätte, es sich in seinem Sinne
fügen zu lassen. „Gott beleidigen“ – selten sowas Blasphemisches gehört. Den Sterblichen möchte ich
‘mal sehen, der das KÖNNTE. Im übrigen bedeutet das implizit, Gottes Allmacht zu negieren: Wenn Sie
eine actio-(Beleidigung)reactio(Beledigtsein)-Kausalitätskette auf „Gott“ anwenden, haben Sie ihm eben
die Macht abgesprochen, komplett unabhängig zu handeln.
@Benedikt Sagen wir ‘mal so: Es ist noch nicht lange her, dass die Ressourcennutzung ohne jeden Gedanken
an Schonung oder Erhaltung (es sei denn, zur Gewinnmaximierung) vonstatten ging. Und Sätze wie eben dieses
„macht Euch die Erde untertan“ implizieren derlei Schonung ja auch nicht gerade, nicht? Wenn ich sage:
„Gehe hin und herrsche“, dann macht das ja auch keine Aussage darüber, dass Sie WEISE UND GERECHT herrschen
sollen – nur eben „irgendwie herrschen“. Alles weitere ist Interpretation. Natürlich begrüße ich (gerade
als GRÜNER) die neuere Lesart besagten Bibelzitats. Es ist aber doch eher eine Anpassung an den Zeitgeist
und wurde keineswegs immer in diesem Sinne aufgefasst. Der Schwerpunkt liegt auf „untertan“. Wäre primär
„Schonung“ gemeint, so darf man, meine ich, den Autor für sprachlich kompetent genug halten, das auch
zu sagen.
@Frasim Vorab: Nein, ich bin Agnostiker. Aber dies ist ein weltweit öffentliches Forum, und der Preis
für allgemeine Lesbarkeit ist, dass auch „unsereins“ seine (meistens Gegen-)Meinung hat und äußert.
Fair, nicht? Aber merci, dass Sie mir dennoch durchaus inhaltsvoll antworten :O) Nun, was das „in-den-Mund-legen“
angeht, so sollte doch klar sein, dass genau jene Bibelworte, auf die die Christenheit sich so stützt,
von ihren ersten Lehrern verfasst wurden, den Aposteln nämlich. Will sagen, das ist a priori schon ‘mal
in eine bestimmte Richtung formuliert, so, wie man Jesus eben haben wollte. Spätere Modifikation und
sorgsame Selektion des Kanons kommen hinzu, sodass – o Wunder – schließlich das NT Jesus so beschreibt,
wie man ihn beschrieben wissen wollte. Belegkraft hat das aufgrund voreingenommener Quellen immer weniger.
Das mit dem „Neuen Bund“ ist ein Axiom, gegen das ich nicht argumentieren kann oder brauche – Sie können’s
nicht belegen außer durch Behauptungen aus eigenem Hause, und ich kann’s nicht widerlegen, da sich so
etwas der Wissenschaft entzieht. Das EINZIGE, mir zur Verfügung stehende Instrument ist das „cui bono?“.
Dies allerdings spricht eine recht beredte Sprache. Die Tatsache, dass das Jesu eigenes Volk ihn nicht
als Messias anerkannt hat, ist da nur ein interessantes Detail.
@Sozialkatholisch Sie missverstehen: Ich bin mitnichten jemand, der „Gewalt“ androht. Die unten erwähnte,
schallende Ohrfeige will nicht als Gewalt, sondern als physischer Ausdruck äußerster Empörung verstanden
sein – ins Gesicht spucken ist nicht so mein Ding, Handschuhe als Duellaufforderung etwas aus der Mode
und für ein in der Tat gewaltbereites „Gehen wir vor die Tür?“ bin ich zu pazifistisch. Wie gesagt,
es wäre ein Reflex, den ich bereits an mir beobachten konnte. Ich reagiere halt empfindlich, wenn jemand
Frauen gegenüber eine dicke Lippe riskiert – in dieser Hinsicht bin ich tatsächlich konservativ und
nicht zu Toleranz erzogen. Man kann über so ziemlich alles reden, aber wer es so tut wie dieser Rotzlöffel
mit dem Tourette-Syndrom, sollte sich nicht wundern, wenn er überall, wo halbwegs zivilisierte Menschen
aufeinander treffen, im hohen Bogen aus der Tür fliegt. Weniger zivilisierte würden ihm allerdings wohl
tatsächlich – wie sagt man? – „die Fresse polieren“.
@Benedikt Wiewohl ich meinen Namensvetter mit den 2 Leerzeichen inhaltlich weitestgehend zustimme, hätte
ich das so für die katholische Kirche nicht formuliert. Ich hätte das eher als „Die katholische Kirche
stand historisch nahezu immer auf der Seite der Machthaber und Inhaber der Waffengewalt und hat beliebige
Kriege gestützt, sofern sie sich Nutzen davon versprach. Es ist kein Zufall, dass Kombattanten aller
möglichen Nationen mit der festen Überzeugung, Gott sei auf ihrer Seite, in die sinnlosesten Kriege
zog. ‘Gott mit uns!’ & ‘Deus vult!’ klingen da noch lange nach…“ paraphrasiert. Wenn die Kirche HEUTE
den Frieden predigt, tut sie das in einer Anpassung an das, was ihren Oberen doch vorgeblich so verhasst
ist: den Zeitgeist. Aber immerhin, auch die Kirche lernt… wenn sie es als nützlich erachtet.
@rudolfsohn Wie kommt einer wie Sie eigentlich dazu, eine angebliche (wer weiß, wo Sie das herhaben wollen,
Sie dichten sich ja so manchen Dumpfsinn zusammen) mehrfache Mutterschaft anhand des Anteils homosexueller
Kinder negativ zu bewerten? Das ist unerhört! Ich kenne Freitag nicht, ich kenne Sie nicht, aber seien
Sie einer Sache versichert: Hätten Sie so einen Anwurf in meinem Beisein geäußert, Sie hätten eine
wohlverdiente und schallende Ohrfeige kassiert, reflexartig. Und Sie wären nicht der erste Braunquatscher,
der anschließend verdattert dasteht mit seiner gespielten Männlichkeit, peinlich berührt (wenn Sie
noch einen REST an Kinderstube haben) eine Entschuldigung murmelt und sich unter höhnischem Grinsen seiner
Kameraden von dannen schleicht. Mir ein Rätsel, warum man Sie Primitivling hier noch duldet.
@Frasim Soso. Na, dann zeigen Sie mir doch ‘mal, wo Jesus davon spricht, all die Rituale, die er selbst
sein Leben lang befolgt hat, sang- und klanglos auf den Müll zu kippen. Hätte er das so vorgehabt, wie
Sie das behaupten, nämlich einen „neuen Bund“ ohne Fortführung der jüdischen Traditionen… warum hätte
er selbst dann bis zum Ende an diesen festhalten sollen? Ist doch Käse. Da wird einem Toten, der sich
nicht wehren kann, alles Mögliche in den Mund gelegt, um sich selbst als das einzig Wahre und vorgeblich
so und genau so von ihm Gewollte darstellen zu können.
@rudolfsohn „Dere kleine Rudi möchte bitte von seiner Mutter aus der Damentoilette abgeholt werden.“
Sagen Sie ‘mal, wer so dermaßen ostentativ mit seiner vorgeblichen Männlichkeit hausieren geht, der
muss doch irgendwo furchtbare Defizite empfinden? Immerhin das haben Sie mit diesem Aardfark(sic!) gemeinsam.
Irgendwie kann ich mir das richtig vorstellen, so ‘ne kleine, verkappte Tunte, die auf Teufel kaputt die
Nummer vom Ledermacho geben will. Jemand wie Sie wäre mir auch als der Claqueur, der Sie sind, peinlich.
@_EinFan_ Nanana, Vorsicht, bitte! Die „Westbury Baptist Church“ (WBC) verhält sich zu „normalen“ Baptisten
etwa so wie die kreuzritterlichen Lefevbrianer hier zur katholischen Kirche. Ned immer so verallgemeinern,
tsss… Allerdings habe ich schon manches Mal gemutmaßt, mancher der hiesigen Autoren Kommentatoren könnte
insgeheim evtl. gar kein Katholik, sondern ein WBC-Anhänger sein. Jedenfalls würde mich so ein neonbuntes
„God hates fags!“-Bildchen in der Werbespalte absolut nicht erstaunen.
@Athanasius Sorry, aber wenn ich mir das von Ihnen unten zur rituellen Haltung Jesu so anschaue, muss
ich fragen: Wissen Sie eigentlich, was Sie da schreiben? Da weisen Sie einerseits auf die rituellen Präferenzen
des gläubigen Juden Jesus hin, entblöden sich aber andererseits nicht, damit(!) völlig andere Rituale
zu begründen, die eben jener Jesus so überhaupt nicht kannte? Das ist, als wenn ich ich ein Gesetz,
das Mord gutheißt, mit dem Verweis auf das Gebot „Du sollst nicht töten“ begründete – beides sind Gesetze,
und damit war’s das dann auch mit den Gemeinsamkeiten. WENN Sie also schon mit rituellem Gebaren Jesu
argumentieren, dann müssten Sie konsequenterweise diese SEINE (jüdischen!) Rituale praktizieren, statt,
wie das die Kirche ja nun von Anfang an tut, nur das anzunehmen, was ihr gerade passt, und sich jede Menge
Firlefanz drumherum zu erfinden.
Immerhin stimmt eines: Der werte Autor ist in der Tat und beobachtbar ein „Experte in Fragen der Homosexualität“.
Eine völlige Lachnummer ist er hingegen, was die Antworten betrifft.
@Benedikt In einer sehr hüschen Waldhöhle sogar. Mein PC wird von Humanmethan in Verbindung mit einer
Hülsenfrüchtediät gespeist (problematisch ist das eigentlich nur, weil es Besucher irgendwie abzuschrecken
scheint), das Wasser kommt aus einer kleinen Leitung, die das Regenfass draußen anzapft, und geheizt
wird umweltfreundlich mit Nazipropaganda (die ist besonders reichhaltig an Naturgülle). Spaß beiseite:
Ich lebe vermutlich sehr ähnlich wie Sie. Nur bin ich nicht Anhänger einer Religion, die das Wort „Macht
Euch die Erde untertan!“ in der „Heiligen Schrift“ führt. Allerdings will ich Christen damit gar nicht
als notorische Umweltsünder hinstellen (bei uns im Kloster Benediktbeuern gibt es z.B. sehr rege Aktivitäten
im „Zentrum für Umwelt und Kultur); allerdings war dieser Satz und die damit ausgedrückte Geisteshaltung
durchaus etwas, das zunächst, im Interesse des Umweltschutzes, überwunden werden musste. Es ist ja nicht
so, dass Umweltschutz aus der Lehre der katholischen Kirche geboren worden wäre, nicht?
@derfux Herzlichen Dank für diesen informativen Link – ich bin erst auf der 4. Seite, aber was ich da
so lese, ist ungleich inhalts- und einsichtsreicher als das verbiesterte Geschwurbel der Homo-Hetzer hier.
Ich hab’ allerdings auch noch einen Link beizusteuern, in der Hoffnung, dass manche hier merken, wie ihnen
da der Spiegel vorgehalten wird – leider ist es nicht als Satire gemeint. Bitte sehr www.godhatesfags.com/
@Sozialkatholisch „wir kriegen die Natur schon klein.“ Nicht „klein“ – „untertan“ heißt das doch in Ihren
Kreisen, wenn ich mich recht erinnere? Wobei, die Konstruktion „Atomkraftwerk Tschernobyl –> GAU –> Heiliger
Geist weht überall“ klingt mir sehr verdächtig nach einem wahrhaftigen „deus et machina“ im wortwörtlichen
Sinne… ;O) Ich fand die „Wachstumsmeldung“ übrigens possierlich – eine nette Art, zu umschreiben, dass
der Anteil der katholisch Getauften („Gläubige“, pffft… da ist der Wunsch der Vater des Gedankens)
an der Gesamtbevölkerung weiter abnimmt.
Jetzt aber ‘mal die ernsthafte Frage Also, ich bin ja für gewöhnlich nicht so der Fan davon, jedes beliebige
Thema mit Bibelversen zu erschlagen, aber konkret in diesem Kontext würde es mich schon interessieren.
Also, liebe Strengkatholischen, wo GENAU in der Bibel wird eigentlich Homosexualität als „schwere Sünde“
bezeichnet bzw. wird dem vermeintlichen Willen Gottes Ausdruck verliehen, dass er – um einmal den hiesigen
Jargon zu pflegen – „Hinterlader“ nicht verknusen kann?‘Und wo genau wird eigentlich auf die Homosexuellen
abgehoben, die die hier so gern inkriminierte Weise des Analverkehrs gar nicht praktizieren? Wie steht
es mit Lesben? Ist das jetzt Jesus oder Paulus oder einer der Propheten oder wo? Herzlichen Dank für’s
Nachschlagen :O)
@expedit Sehen Sie, genau das ist der Unterschied: Sie sagen, Sie möchten (bedingungslos, nehme ich an)
„Ja zum Leben sagen“ – ob nun so ganz generell oder ob methusalix mit seiner Interpretation Recht hat,
sei dahingestellt. Und ich? Ich… lasse Sie. Unglaublich, nicht? Ich lasse Sie das einfach im Rahmen
Ihrer Familienplanung selbst entscheiden, vorzugsweise natürlich unter Konsultation der Gebärma… der
Frau. Und Sie, ob Ihnen das nun passt oder nicht, Sie lassen das (bei mir) MICH selbst entscheiden und
verkneifen sich jegliche Bevormundung unter Berufung auf den angeblichen Willen eines angeblichen Gottes,
der für mich so maßgeblich ist wie die Berufswünsche junger Yetis. Und schon sind wir uns herzlich
einig, ok?
@rudolfsohn Mit Verlaub, manm merkt Ihnen an, dass Sie von der Thematik keinen Schimmer haben. Aber trösten
Sie sich, das geht vielen so, die meisten werden dabei nur nicht so grobschlächtig wie Sie. Da ich mich
vor 2 Jahren ‘mal recht intensiv mit der Thematik befasst habe, kann ich über die mir aus diesem Grunde
sattsam bekannten Vorurteile nur müde grinsen. Hier wird doch sonst angeblich immer so fein zwischen
„empfundener“ und „praktizierter“ Homosexualität unterschieden? Sehen Sie: Das ist exakt dasselbe Verhältnis
wie zwischen „Pädophilie“ und „Sex mit Kindern“, nur, dass das bei erwachsenen Homosexuellen für gewöhnlich
einvernehmlich geschieht, während man das bei Kindern allein schon aufgrund des Machtgefälles nicht
einmal im Falle des Anscheins so sagen kann. Pädophilie als schiere Neigung zu kriminalisieren ist so
dämlich, als ob man blaue Augen verbieten würde. Vermutlich kennen Sie mehrere Pädophile, die ihre
mehr oder minder ausgeprägte Neigung ein Leben lang kontrollieren bzw. sie nicht ausüben, aus ethischen
wie aus Vernunftsgründen. Sie wissen’s nur nicht. Die Anspielung auf die KZ war übrigens kein Wunschdenken
meinerseits, sondern die ganz nüchterne Feststellung, wie das von Ihnen immer wieder lobend erwähnte
Regime mit Typen wie Ihnen umgesprungen wäre – Sie verdanken Ihre Meinungs- und Redefreiheit, die Sie
hier so strapazieren, dem Umstand, dass Ihr politisches Modell nicht herrscht. Nett paradox, was? :O)
#150 deusexmachina 23:56:42 | Sonntag, 30. April 2006
@Cinchonae cortex Och, Eudämonie (genau gesagt: „Streben nach dem Glück als Lebensauffassung“, nicht
einfach nur „Glück“) ist keineswegs für Homosexuelle reserviert… was meinen Sie, warum mein Blog www.jawz.de/~demondelux/blog/
so heißt? :O)
Da fehlt was Hinter der zitierten Aussage „Gott weiß, daß ich eine Mutter nie verletzen möchte, auf
keinen Fall.“ fehlt das dazugehörige, gedachte: „Aber unabhängig davon ist es mir sowas von scheißegal,
was die Mutter selbst meint – ich halte es für angebracht, sie, in völliger Unkenntnis ihrer Situation,
gesetzlich zu bevormunden, und entblöde mich nicht einmal, diese Zwangsmaßnahme als ‘in ihrem Interesse’
zu verkaufen. Jeder hat gefälligst nach meiner Facon selig zu werden.“ So, jetzt stimmt’s.
#25 deusexmachina 16:41:52 | Sonntag, 30. April 2006
@kovacs17 Ihnen sei das hervorragende Buch „The Blind Watchmaker“ anempfohlen. Der Autor – seines Zeichens
Biologoe – nimmt darin die angeblichen Argumente gegen die Evolutionstheorie auseinander und demaskiert
sie als überwiegend uninformiertes Spintisieren und Pappdrachentöten. Diejenigen, mit denen ich bisher
das Vergnügen hatte, die ET zu diskutieren, und die sie mit solchen „Argumenten“ angriffen, hatten sie
ausnahmslos nicht verstanden. Konkret das Missverständnis mit der angeblich zu geringen Wahrscheinlichkeit
basiert gleich auf dreierlei Irrtümern: a) Unfähigkeit der meisten Menschen, Wahrscheinlichkeiten jenseits
der täglich erfahrbaren Größenordnungen evaluieren zu können b) Annahme der Beschränktheit der Entwicklung
des Lebens einzig auf diesen Planeten / dieses Universum c) Annahme, dass Leben „nur so und nicht anders“
entstehen konnte. Und noch ein philosophisches Problemchen, das zu erläutern der Platz hier nicht genügt.
#142 deusexmachina 08:35:46 | Sonntag, 30. April 2006
@Gerhard: Seien Sie barmherzig „EinChrist“ tut doch hier nichts anderes, als seine persönliche, heterosexuelle
Anschauung 1:1 auf Homosexuelle zu übertragen. Und wenn jemand ein Hardcore-Chauvi ist und beim Thema
„Liebe“ nur – höchst unchristlich – an Rein-Raus denkt, dann kommt eben sowas dabei heraus. Dafür kann
er – nehme ich zu seinen Gunsten an – nichts, er kennt’s halt nicht anders. „Zärtlichkeit“, „Hingabe“,
„Innigkeit“, das ist ihm, ausweislich seiner Projektion, unbekannt, und wie so viele Menschen ist ihm
Unbekanntes nicht geheuer. Ich denke, nach diesen Einlassungen des Herrn „EinChrist“ hat jeder eine ungefähre
Vorstellung davon, wie besagter Herr sich – so vorhanden und falls überhaupt – seiner Partnerin annähert…
wobei ich es mir verkneife, ihm ähnlich wortreich auszumalen, worin genau er da so „rumstochert“. Mir
tut er leid.
#10 deusexmachina 08:25:23 | Sonntag, 30. April 2006
@Jörg Guttenberger Bevor Sie hier von irrationalen Zahlen reden, machen Sie sich doch bitte erst einmal
schlau, insbesondere, was „irrational“ in diesem Kontext bedeutet – dann merken Sie auch, wie unsinnig
die Assoziation ist. Sie lesen das als „nicht erklärbar“ oder eben als „irrational“ im umgangssprachlichen
Sinn – damit haben „irrationale Zahlen“ überhaupt nichts zu tun. Was die verben angeht, handelt es sich
um simple Ausnahmen von Regeln, die allerdings ihrerseits höchst rational hergeleitet werden können.
War also auch nix. @Bonifatius Beim Bibelwegschmeißen bin ich Ihnen gerne behilflich, kann man ja auch
auf Raten machen – welchen der beiden Jesus-Stammbäume rupfen Sie denn z.B. ‘raus? Einer von beiden muss
ja nun falsch sein (eigentlich sind BEIDE falsch, da Joseph ja gar nicht Jesu Vater war, aber seien wir
‘mal nicht kleinlich)? Jaja, die historisch exakte Bibel…
#108 deusexmachina 02:54:33 | Sonntag, 30. April 2006
Wider den geballten Schwachsinn „Hitler war Homosexueller. Daran besteht kein Zweifel.“ Du meine Güte,
aus welcher Schmonzette haben Sie DAS denn, Institoris? Wie wär’s, Sie konsultierten ‘mal ein paar seriöse
Quellen, etwa den Fest? Warum faseln Sie nicht gleich was von Haunebus, das ist auch nur unwesentlich
dümmer? (Übrigens funktioniert Ihr hagalil-Link nicht, einmal ganz davon abgesehen, dass hagalil auch
nicht eben neutral und sachlich ist.) @rudolfsohn Das Thema „Entkriminalisierung sexueller Kontakte mit
Kindern“ ist lange als „da gingen uns die Pferde durch“ vom Tisch – heute geht es allenfalls um Entkriminalisierung
der Pädophilie an sich – aber ich könnte wetten, da machen Sie ja eh’ keinen Unterschied. Allerdings
steht das Schutzalter nach wie vor auf dem Prüfstand, denn das jetzige ist schlichterdings realitätsfremd
geworden (haben SIe eine Ahnung, in welchem ALter heute Mädchen zum ersten Mal Sex haben? 14 ist da schon
überdurchschnittlich.) Übrigens, was meinen Sie wohl, in was für einer Art Lager jemand, der sich dermaßen
gegen geltendes Recht wendet wie Sie, im 3. Reich gekommen wäre?
#139 deusexmachina 17:41:46 | Samstag, 29. April 2006
@Elendester Sünder Sagen Sie ‘mal, waren Sie es nicht, der mich wegen des angeblich „frevelhaften“ Nicknamens
anfauchte? Können Sie sich mein erkleckliches Amüsement vorstellen, als ich vor 2 Wochen bei der Lektüre
von Kardinal Ratzingers „Salz der Erde“ feststellte, dass diese von Ihnen so inkriminierte Frevelei von
ihm in jenem Interview völlig unprätentiös als ganz normale Redewendung verwendet wurde? Na nun, allerhöchste
Zeit für einen zünftigen Exorzismus bei Ihrem Obersten. Nu aber flott! *ggg* Und der grenzdebile Quatsch
mit dämonisch verursachter Homosexualität ist mir keinen Kommentar mehr wert. Arme Spinner, die so etwas
ernstlich glauben…
@Sulpicius Und Ihre oberlehrerhafte Einlassung, die vorgaukelt, Sie selbst verfügten über das völlig
redundanterweise Angemahnte, habe ich konkret WELCHEM Umstand zu verdanken? Was genau sehen Sie anders?
Dass Protestanten, sofern sie sich überhaupt um katholische Denke kümmern, Dr. Paisleys Ansichten durchaus
mindestens tendenziell teilen? Na, Sie haben die Ahnung ja mit Löffeln gefressen. Oder dass der katholische
Klerus seit Jahrtausenden emsig an Aufbau und Erhalt der eigenen Machtbasis gewerkelt hat und sich dabei
aller verfügbaren Tricks bedient hat, durchaus nicht immer mit dem gebührenden Respekt vor der eigenen
„heiligen“ Schrift? Oder dass der gesamte Protestantismus die Institution „Papst“ als nicht auf Jesus
zurückgehend ablehnt und ansonsten sowieso jede andere Religion einen feuchten Kehricht auf dessen angemaßte
Stellvertreterschaft Jesu“ gibt? Nun?
#97 deusexmachina 17:17:26 | Samstag, 29. April 2006
@Beobachterin Es wäre ‘mal wünschenswert, wenn die, die das GG bei Bedarf so prall und beifallheischend
im Munde führen, es denn a) einmal komplett gelesen hätten und b) es auch verstanden hätten. Sie scheinen
zu der Sorte zu gehören, die irgendwann ‘mal irgendwas von „Meinungsfreiheit“ gehört hat und sich nun
der irrigen Ansicht hingibt, damit sei auch der abstruseste, diffamierendste Quatsch gedeckt. Zu Ihrer
Information: Der Artikel 5, auf den Sie abheben, hat nicht nur einen, sondern DREI Absätze. Darin wird
ausdrücklich auf die GRENZEN der Meinungsfreiheit abgehoben. EINE solche Grenze ist z.B. der §130 StGB.
WENN man schon mit dem GG hausieren geht, sollte man’s wenigstens halbwegs begriffen haben. Ist ja nervtötend,
Ihr ignorantes Gezeter… da kann man sich sehr deutlich ausmalen, wie wohl eine „freundliche Anmerkung“
Ihrerseits in einem Schwulenforum aussehen mag…
Die Einstellung des Dr. Paisley… …ist im Protestantismus weit verbreitet, man sagt’s nur meistens
nicht so drastisch, weil’s die wenigsten Protestanten juckt, was die „Katholen“ sich so zusammenschwurbeln.
Immerhin hat das ja Luther schon dermaßen gestunken, dass er mittels „sola scriptura“ auf das ganze,
dogmatische Tralala, anhand dessen sich der Katholizismus ziwschen Gott und die Menschen gedrängelt hat
(um sich nur ja als unverzichtbar darzustellen), zu verzichten suchte. Natürlich gibt es da meterlange
theologische Diskurse, die alle diese ach-so-essenziellen Aspekte der katholischen Kirche „beweisen“ sollen.
Ein Schelm, wer Arges dabei denkt, dass eine mächtige Organisation sich selbst als überlebensnotwendig
darstellen wollte und will. „cui bono“, nicht wahr?
#87 deusexmachina 15:56:26 | Samstag, 29. April 2006
Hier geht’s ja wieder munter zu Analphantastik galore, ein frustrierter Asexueller, der im ganzen Leben
noch nie erregt genug war, um männlicherseits „Gleitmittel“ auf sehr natürliche Weise zu produzieren…
ach je. Dazu dann noch das dämliche Gequatsche darüber, Homosexuelle seien „lebensfeindlich“ (ach ja?
Und warum begehn die dann nicht kollektiven Selbstmord, nachdem sie erst ihre Eltern udn Geschwister um
die Ecke gebracht haben?), würden fromme Katholiken angreifen und unterdrücken (WODURCH denn, Ihr lieben
Schwätzer? Ihr wärt denen sowas von egal, wenn Ihr durch Eure Hetze nicht immer wieder um deren Aufmerksamkeit
buglen würdet… das glaubt Ihr gar nicht!). Und das alles durchsetzt von Darmflorapoesie, wie sie nur
aus sexuell fixierten Hirnen kommen kann. Cool. Das also sind „katholische Nachrichten“. Wow.
#38 deusexmachina 08:18:58 | Samstag, 29. April 2006
@rudolfsohn – Nicht verallgemeinern Bloß, weil Sie bevorzugt tiefbraune Verbalflatulenzen absondern,
heißt das nicht zwingend, dass hier alle Nazis sind. Da stechen Sie schon als ein besonders possierliches
Exemplar hervor, wiewohl es schon eine beredte Sprache spricht, dass man Ihren völkischen Revisionismus
nicht umgehend in die virtuelle Tonne entsorgt, wo er hingehört. kreuz.net muss verzweifelt Alliierte
brauchen, wenn es auf Gelichter Ihresgleichen angewiesen ist, jemine!
#135 deusexmachina 07:29:00 | Samstag, 29. April 2006
Jau, die pösen Dämonen immer! So ein Teufelspack! Dabei sind sie so praktisch: Als frömmelnder Katholik
kann man bei Bedarf alles flugs auf diese kleinen Anti-Engel abschieben, wie angenehm! Den Schwachsinn
mit „Homosexualität kann auch dämonisch verursacht sein“ einmal ganz außen vor, bedient man sich hier
natürlich wieder fleißig der kirchlichen Umdeutung des Dämonischen. Da hat die Kirche ja wirklich ganze
Arbeit geleistet, aus überwiegend „guten Geistern“ per Umdefinition Teufelsdiener zu backen. Muss schon
toll sein, „Kirche“ zu sein und schwarz als weiß bezeichnen zu können. Dumm nur, dass es immer weniger
Leute hören wollen – vielleicht hat man von der eingebildeten Defintionshoheit ohne jedes Mandat dazu
ja einfach die Nase voll?
#36 deusexmachina 07:21:20 | Samstag, 29. April 2006
@deepthought Danke für die Blumen – ich habe keine Ahnung, wer alles vor mir diese rein logische Überlegung
schon angestellt hat; mit Sicherheit würde man da in ein paar philosophischen Werkenn, die ich nicht
gelesen habe, fündig werden, der Gedanke ist einfach zu offenkundig, als dass ihn nicht schon X andere
gehabt hätten – vermutlich haben sich auch schon diverse Theologen mit diesem Paradoxon herumgeschlagen
(und wahrscheinlich irgendetwas Pseudointelligentes á la „Gott kann man nicht per Logik erfassen“ abgesondert).
Streng genommen, ist das aber ohnehin nur eine „Verlängerung“ des „Stein-Paradoxons“, Sie wissen schon,:
„Kann Gott einen Stein machen, der so schwer ist, dass er ihn nicht aufheben kann?“. Die gläubige Antwort
lautet natürlich, ungeachtet aller Widersprüche, „Ja!“. Man braucht kein Intelligenzler zu sein, um
zu erkennen, dass der Begriff „Allmacht“ im Absoluten sich selbst ad absurdum führt. Dasselbe gilt übrigens
für alle absoluten Ansprüche wie etwa „Unfehlbarkeit“. Spätestens aber, wenn zwei Entitäten (hier:
Gott und „seine“ Kirche) solche Absolute beanspruchen, wird’s vollends absurd.
#32 deusexmachina 01:01:11 | Samstag, 29. April 2006
@Josefus Zweierlei: Zum einen ist die Annahme, dass die Bibel „Gottes Wort“ darstellt, ihrerseits nichts
als eine Behauptung, eine reichlich kühne obendrein, und in Anbetracht der Religionsverteilung auch noch
eine Mindermeinung. Das müssten Sie also erst einmal fundiert belegen – und zwar mit Belegen, die auch
Fremdgläubigen zwingend einleuchten, nicht aus Ihrem Glauben heraus, denn das wäre ja nur wieder der
bekannte (unlogische / ungültige) Zirkelschluss. Zum anderen ist Ihnen die Pointe entgangen: Wer immer
eine „unabänderliche Wahrheit“ über ein Wesen aussagt, verhindert eine von ihm postulierte Allmacht
dieses Wesens. Denn wenn Wesenheit X auf Eigenschaft Y festgelegt werden kann, hat es nicht mehr die Macht
zu !Y (nicht Y). Sie dürfen sich also entscheiden zwischen einem allmächtigen Gott und einer unfehlbaren
Lehre. Viel Spaß ;O)
#23 deusexmachina 00:52:27 | Samstag, 29. April 2006
@Benedikt Noch etwas: Theorien haben gegenüber Dogmen ein paar nette, kleine Unterschiede, derentwegen
es reichlich sinnfrei ist, so etwas abzusondern wie „Die Theorie XY ist Ihr Dogma“ – denn die Begriffe
schließen sich aus. Ein Dogma kann keine Theorie sein und umgekehrt. Eine Theorie muss verif- bzw. falsifizierbar
sein. Das heißt, um überhaupt als Theorie in Betracht zu kommen, müssen Mechsismen bekannt sein, anhand
derer man sagen kann: „Stimmt mit der Beobachtung überein“ (oder eben nicht). Das geht bei all den lustigen
Himmelreich-Spintisierereien a priori nicht, deswegen wird derlei wissenschaftlich auch gar nicht erst
in Betracht gezogen. Weiters erlaubt eine Theorie daraus abzuleitende Prognosen, die ihrerseits der Veri-
bzw. Falsifikation dienen können. So konnte man anhand der Evolutionstheorie annehmen, dass man sog.
„missing links“ finden würde – und siehe da, man hat, und zwar massenhaft (was natürlich die Dogmatiker
nicht davon abhält, nach „DEM“ (illusionären) „missing link“ zu krakeelen und dessen Nichtauffinden
als „Gegenbeweis“ zu werten. Na, dann setzen Sie all das ‘mal für Ihre Dogmen um. Fangen wir doch wieder
bei der beliebten Jungfrauengeburt an, ja?
#21 deusexmachina 21:33:20 | Freitag, 28. April 2006
Homosexualität ist von Gott nicht gewollt Ist eine bloße Behauptung. Der, der von sich behauptet, den
letztendlichen Willen dieses vorgeblich unendlichen, allwissenden und allmächtigen Wesens zu kennen (und
ihn damit zu determinieren und also in seiner Allmacht einzuschränken) trete vor. Nur zu, die Herrschaften
Überkatholiken – Sie haben ja auch keine Probleme damit, sich über dem Papst zu wähnen, da ist doch
der kleine Sprung zu Gott auch nicht weit. Als ob einer von Ihnen den Hauch einer Ahnung hätte, „was
Gott will“…
#21 deusexmachina 21:28:07 | Freitag, 28. April 2006
@Benedikt Jede wissenschaftliche Überlegung, die über ein Mindestmaß an Beleg und Fundament verfügt,
wird als „Theorie“ bezeichnet – dies ist Ausdruck der Tatsache, dass Wissenschaft sich von illusionärer
Dogmatik distanziert und grunsätzlich bereit ist, jede Aussage stets aufs Neue zu evaluieren und ggf.
zu korrigieren. Wissenschaftliche Wahrheiten sind eben nie „absolut wahr“, und wenn sie noch so richtig
sind – sie sind immer nur wahr „bis zum Beweis des Gegenteils“. Den Begriff „Theorie“ fälschlich als
Indiz für eine fehlende Sicherheit wissenschaftlicher Erkenntnis zu bgreifen, zeugt vielmehr von fehlendem
Verständnis für wissenschaftliche Arbeitsweise. Das, als was Sie die Evolutionstheorie darstellen wollen,
hat eine andere Bezeichnung, nämlich „Hypothese“. Und wenn Sie jetzt ‘mal genau hinsehen, insbesondere
auf Ihre eigenen Worte, dann werden Sie zugeben müssen, dass man, indem man von Evolutionstheorie statt
von Evolutionshypothese spricht, exakt das Gegenteil dessen zum Ausdruck bringt, als wie Sie die Vokabel
„Theorie“ umdeuten wollen. „Jenseits von Theorie“ gibt es in der Wissenschaft nichts. Dogmen bleiben Ihrer
Kirche vorbehalten.
@Dr. Otterbeck Nun, IRGENDWIE muss man die Entstehung Jesu bezeichnen, und das Gegenstück zur Empfängnis
nennt man gemeinhin „Befruchtung“ oder eben „Insemination“. Wobei das an sich keinerlei Rolle spielt,
denn die ganze Geschichte ist mit einem „heiligen Geistvater“ genauso abstrus wie gänzlich ohne Vater.
Wir sind hier bei dem religionstypischen Zirkelschluss: Sie sagen, die Wunderfrage impliziere die Gottesfrage.
Umgekehrt werden aber „Wunder“ als Belege für das Wirken Gottes herangezogen – ein (pun intended) wundervoller
Mechanismus… solange man daran glaubt. Sobald man es kritisch hinterfragt, bricht es zusammen. Sprich:
Derlei Dogmen sind rein selbstbezüglich und nur innerhalb der eigenen Axiomatik gültig sind. Würde
ich behaupten, wir seien alle Geschöpfe einer lila Schildkröte, könnte ich auch als einen „Beweis“
für deren Wirken irgendein erfundenes „Wunder“ anführen. Das Wunder „bewiese“ die Schildkröte und die
Existenz der Schildkröte „rechtfertigte“ die „Wunder“. So einfach. Und egal, was Sie gegen den Quatsch
mit der Schildkröte einwenden würden, ich könnte alles bequem abschmettern mit einem: „Diesen Gedanken
hat ihnen die lila Schildkröte in ihrer unermesslichen Weisheit eingegeben.“ Der Witz ist, dass Sie die
Jungfrauengeburt ja als Wunder (sprich: unmöglich) darstellen MÜSSEN, denn schließlich behauptet das
die Kirche ja seit 2000 Jahren. @Malachias Sie lernen’s nicht – mir sind die 6 Millionen als Zahl einfach
wurscht, interessiert mich nicht => kein Dogma. Und nun?
@Benedikt Sie brauchen mir nicht zu erklären, dass mir z.B. die Herumeierei um Hand- oder Mundkommunion
wurscht sein kann – das weiß ich auch so ;O) Interessant finde ich allerdings dies: „Eine Argumentation,
dass Abtreibung etwas Schlechtes und daher verboten ist bricht jedenfalls wie ein Kartenhaus zusammen,
wenn man nachschiebt, dass sie nur etwas Schlechtes ist, wenn man Katholik ist.“ Da stimme ich Ihnen vollkommen
zu – und damit sind wir bei des Pudels Kern, nicht? Sie behaupten nämlich, dass Ihr Gott dagegen sei –
und damit bricht (ganz, wie Sie sagen) diese Argumentation gegenüber jedem, der an diesen Gott nicht
glaubt, zusammen. Was Sie nicht davon abhält, möglichst auf gesetzgeberische Maßnahmen hinzuwirken,
die dann auch für jene gelten, die diesen Gott als pure Kopfgeburt ansehen. Halten wir also fest: Katholiken
behaupten die Allgemeingültigkeit ihrer Gottesgebote, weil sonst ihre Argumentation zusammenbräche.
Das ist nachweislich wahr, wie die gegenüber Nichtchristen ja regelmäßig zusammenbrechende Argumentation
anschaulich illustriert. Etwas frappiert mich dieses Ihr Geständnis ja schon… Dogma widerlegen? Gerne.
Die Insemination Marias durch den „Heiligen Geist“ mit anschließender „Jungfrauengeburt“ z.B. ist schlicht
unmöglich – Sie würden Ihrer Frau was husten, wenn die Ihnen so eine Story auftischen würde. Und kein
Gericht der Welt würde das in einem Vaterschaftsprozess auch nur für beachtenswert halten. Thema erledigt.
Na, das war ja einfach.
Mit noch so böswilliger Phantasie… …könnte man schwerlich die sprachschöpferischen Leistungen des
Katholizismus übertreffen, dem es immerhin gelingt, unendliche Höllenqualen von Milliarden von Seelen
euphemistisch als das „gerechte Gericht eines barmherzigen Gottes“ zu verklausulieren.
Fiktion vs. Fiktion Dan Brown sagt zu Recht, dass sein Thriller auf recherchierte Quellen zurückgeht.
Dass diese Quellen ihrerseits die WAHRHEITEN sagen, behauptet er nicht, das dichten sich die diversen
Emörlinge hinzu, weil’s so schön ist, sich aufzuzwiebeln. Den Aussagen hier zu entnehmen, haben die
meisten der Empörer das Buch gar nicht gelesen – holen Sie’s nach, es lohnt sich! Am Ende werden Sie
übrigens sehen, dass die Kirche gar nicht so schlecht wegkommt, wie man anhand der aus dem Kontext gerissenen
Bruchstücke meinen könnte. Selbst Opus Dei wird nicht auf den Mörder Silas reduziert… aber um das
alles zu wissen, muss man sich schon bis zum letzten Kapitel durchlesen, denn bis dahin bleibt es spannend.
Warum nun aber die Fiktion „Neues Testament“ unangreifbar und „Sakrileg“ ein übles Machwerk sein soll,
entzieht sich mir. Immerhin sind die in ersterem geschilderten Behauptungen sehr eindeutig Sagen, letztere
sind immerhin theoretisch denkbar. Mal ehrlich, wer von den hier versammelten hält ein Kind Jesu für
theoretisch unwahrscheinlicher als seine Wiederauferstehung von den Toten?
@Benedikt Na, nun aber. Jeder Vergleich hinkt eben, aber Ihre kamen auf allen Vieren dahergekrochen ;O)
Ohne, dass wir uns jetzt verzetteln sollten: Das Reinheitsgebot diente ja wohl dem „Schutz“ vor diversen
Zusätzen – Auffassungssache, ob man das für so wichtig hält, aber jedenfalls griff da sehr wohl der
Schutzgedanke, wie auch weidlich kommunmiziert wurde. Auch der „naheliegende Schluss Papst = Gläubige“
stimmt so – LEIDER! – nicht, denn man beansprucht ja absolute Rechthaberei. So wird Homosexualität ja
nicht nur für Katholiken als Sünde erklärt, sondern auch in toto, dito Abtreibung. Wäre es nicht so
und das alles würde immer nur auf Gläubige abzielen und wirken: Ich wäre gar nicht hier, denn was Sie
untereinander so glauben und treiben, könnte mir egaler nicht sein… und ich habe auch kein Mandat bzw.
Recht dazu, Ihnen da ‘reinzuquatschen. Blöderweise beschränken sich Katholiken ja nicht auf ihre Glaubensbrüder,
sondern suchen Ihre Paradigmen allen aufzudrängen – und genau da ist dann Wehrhaftigkeit der Andersdenkenden
gefragt. Meine vorgebliche Dogemnliebe ließe sich problemlos widerlegen – Sie bräuchten nur ein einziges
der angeblichen „Dogmen“ schlüssig zu widerlegen, und schon nähme ich Abstand davon. Zumal Sie nicht
einmal sagen, was für „Dogmen“ das wohl sein sollten? Welche „gewissen Theorien und Annahmen“ denn? Nun
‘mal los, ich lasse ja GERNE an „meinen Theorien“ kratzen – insbesondere, als ich für gewöhnlich keine
Probleme damit habe, sie schlüssig zu belegen.
@Benedikt Wie gesagt: Theistische Religionen erklären eigentlich GAR NICHTS – sie behaupten für Frage
X eine Antwort, allerdings besteht diese „Antwort“ lediglich aus nicht verifizierbaren Behauptungen. Auf
dieser Basis kann auch ich Ihnen die Welt „erklären“, ganz, wie’s beliebt. Sie müssen’s nur glauben.
Zudem bin ich nicht sicher, dass es immer ein beantwortbares „Warum?“ geben muss („Warum“ als Sinnfrage,
nicht als Kausalitätsfrage). Nehmen Sie z.B. Punkte: Die gibt es unbestritten, sie dienen als Basis der
Geometrie. Aber sie sind nicht definiert – pure Axiome, bei denen ein „warum?“ keinen Sinn ergäbe. Insofern
ist eine Weltanschauung nicht a priori fehlerhaft, wenn sie nicht alles in puncto „Sinn“ erklärt, weil
(möglicherweise) gar nicht alles einen solchen Sinn HAT. Noch einmal: Der Vorwurf, der Atheismus „könne
nichts erklären“ ist unangebracht, da er diesen Anspruch gar nicht erhebt. Gegenüber einem Nichtchristen
ist er sogar doppelt falsch, weil dem IHRE Religion sowieso nichts erklärt, Sie also das vorwerfen, was
Sie selbst praktizieren – Eigentor. Die Behauptung, weniger Religion = mehr Verbrechen wollen Sie bitte
belegen, nicht nur an Beispielen, für die ich Ihnen beliebig viele Gegenbeispiele kredenzen kann. Ad
„Generalverdacht“: Soso, dann ist das also alles vernünftige Entscheidung, dass es hierzulande so rlativ
mehr Christen gibt als Moslems und im Iran andersherum? Oder KÖNNTE da die Erziehung / Tradition nicht
doch eine klitzekleine Rolle spielen?
@Dr. Otterbeck Ich habe das Buch „Der Heilige Gral und seine Erben“, auf das Brown offenkundig zurückgeht,
mit viel Genuss gelesen – ernst genommen habe ich es nicht, wie wohl vermutlich Brown auch nicht. Aber
es ist ausgezeichneter Romanstoff, wie er richtig erkannt hat. „Recherche“ muss nicht zwangsläufig bedeuten,
die wissenschaftliche Wahrheit zu erforschen, sondern kann (wenn man „Fiction“ schreiben will) durchaus
auch bedeuten, zu ergründen, was Leute GLAUBEN bzw. geglaubt haben. Der Katholizismus praktiziert das
immerhin seit 2000 Jahren, allerdings möchte er vom fiktiven Charakter der resultierenden Produkte nichts
wissen ;O) Mannomann, wie laut wird der Lärm erst werden, wenn ein paar Tradis „Illuminati“ von Dan Brown
in die Finger bekommen? NB: Auch, wenn die Story nicht stimmt: Eine Ehe Jesu mit Maria Magdalena ist immer
noch um Größenordnungen plausibler als das Märchen von seiner Auferstehung, nicht?
Ach Leuts… …sollte es reiner Zufall sein, dass es hier um eine Frau Heger geht und sich hier bei kreuz.net
ein gewisser „Dr. Christoph Heger“ als eifriger Schreiber profiliert? Ich vermute: Nein. Mit dieser Arbeitshypothese
als Basis darf man also davon ausgehen, dass „Männe“ das Verhalten seiner Frau / Schwester / Mutter ein
bisschen aufhübschen und der kreuz.net-Gemeinde das angeblich empörende Verhalten des Priesters zum
Fraß vorwerfen wollte. Wenn weder Vikariat noch Rom explizit auf ihrer Seite stehen, dann doch wenigstens
die Tradis, nicht? Der Witz an der Geschichte ist, dass kreuz.net mittels dieses Artikels exakt DAS tut,
was sie besagtem Priester ankreidet, nur halt weltweit lesbar. Anders ausgedrückt: Je mehr der Autor
in seiner Empörung Recht hätte, umso mehr würde er sich selbst verurteilen. Schon lustig. *g* P.S.:
Es wird für gewöhnlich nicht gut aufgenommen, wenn bei Vorgesetzten „gepetzt“ wird – das ist überall
so. Wenn man es denn tut (es KANN ja berechtigte Gründe dafür geben), sollte man den Betroffenen SELBST
davon in Kenntnis setzen, das gebietet die Fairnis. Ach ja, und besagte Fairnis geböte natürlich auch
die Darstellung der Sichtweise des Priesters. So aber empört man sich hier doch nur über Dinge, die
man eigentlich gar nicht kennt. (Obwohl: Wundert mich das angesichts der Tiraden über Homosexualität?
Nicht wirklich.)
@Frank Und Sie meinen tatsächlich, Ihr larmoyantes Gezeter würde Ihre Sache besser vertreten, als wenn
Sie nonchalant einen der – Ihrer Meinung nach – unwiderlegbaren Beweise für die Existenz Gottes auf den
Tisch knallen und grinsend zusehen, wie ich daran verzweifele? Oder könnte Ihre Flucht ins Persönliche
damit zu tun haben, dass Sie, aller postulierten Selbstsicherheit zum Trotz, gar nicht über derlei Belege
VERFÜGEN? Ich denke, diese Frage haben Sie mit Ihrem Auftreten bereits beantwortet, nicht? Das ist übrigens
eines der Dinge, die mich tendenziell zum – wie nennen Sie das? – „Kirchenfeind“ werden lassen: Dass man
aus „Ihrer Ecke“ nur zu leichtfertig mit Freundlichkeiten á la „Blödsinn“ bedacht wird, weil man es
frecherweise wagt, nicht Ihre rein spekulative Ansicht zu teilen. Argumente, Beweise gar? Keineswegs.
Lediglich lautstarke Empörung, wie man es denn wagen könne, die Welt nicht so zu sehen wie ein „ordentlicher
Katholik“. Wenn ich nicht auch ein paar Gegenbeispiele kennen würden, würde ich glatt annehmen, unangebrachte
Überheblichkeit und auf Luftblasen basierende Arroganz wären Mitegliedschaftsvoraussetzungen in Ihrem
Verein. P.S.: Zur Kondomsache: Selbst Löcher, die ein Virus durchließen, spielten keine Rolle, da die
Infektion per Flüssigkeit übertragen wird. So lange kein Sperma hindurch gelangt (und DAS ist ja nun
unstrittig), so lange auch kein Virus.
@Benedikt – Wann hat sich denn ‘mal ein Kanzler für derlei intime Details interessiert? (Dass die ganze
Welt die „Bevölkerung“ des Papstes darstellt, ist ja wohl ohnehin nur ein feuchter Traum). – Welches
Gesetz verbietet irgendetwas, sofern es nicht einem anderen schadet (denn DAFÜR sind Gesetze da!)? – Kennen
Sie den Papst so wie ich meine Mutter? Fazit: 3 von 3 unpassenden Vergleichen, mein Bester… Was „meine
Lehren“ betrifft: Die akzeptiere ich genau *so* lange, wie sie plausibel erscheinen. Da ich sie durchaus
gerne hinterfrage, steht ausnahmslos jede davon zur Disposition. Ihre Neigung zu Dogmen teile ich nicht,
nicht einmal zu „meinen“ ;O) Richtig ist, dass der Atheismus nicht alle Fragen beantworten kann – was
auch nicht seine Aufgabe ist bzw. was er sich schlicht nicht anmaßt. Atheismus ist keine Religion, sondern
deren Antithese. Allerdings, zur Erinnerung: Ich bin Agnostiker, behaupte also noch nicht einmal, dass
es Gott nicht geben könne – nur, dass ich bislang nicht das winzigste, schlüssige Indiz für seine Existenz
sehe. Was mich offenbar von Ihnen unterscheidet, ist die Annahme, dass man nicht partout zu jeder Frage,
die man nicht schlüssig (wissenschaftlich!) beantworten kann, ein spirituelles Geschwurbel erfinden muss.
Die sog. „Antworten“ der Religionen sind allesamt logische Zirkelschlüsse, TUN nur so, als würden sie
irgendetwas beantworten: Aus jeder angebliche Antwort erwachsen neue Fragen, abgewürgt letztlich durch
ein anmaßendes: „Das muss man glauben!“.
#18 deusexmachina 22:44:30 | Sonntag, 23. April 2006
@Benedikt Soso, es kommt also nur auf den „Glauben“ an. Zugegeben, das begreife ich nicht. Wenn man mir
eine Palette von Religionen präsentierte, so würde ich die doch zunächst einmal auf Plausibilität
abklopfen, da ich zusammengesponnene Märchen a priori gar nicht glauben KÖNNTE. „Glauben“ schön und
gut, aber ich lasse mich ungern verar…en, ganz gleich, im Namen welches postulierten Gottwesens. „Jungfrauengeburt“,
„Wasserwandlung“, „Himmelfahrt“, ha-ha… und dass ein allmächtiger Gott derlei Schmonzes nötig hätte
und damit gegen seine eigenen Naturgesetze verstieße, DAS soll man „glauben“? Mit Verlaub… Angenommen,
durch diesen harschen Filter würden es noch ein paar Religionen schaffen (das Christentum wäre offensichtlich
‘raus), dann würde ich mir anschauen, welche Wirkung eine Religion typischerweise auf primär ihre Anhänger
und sekundär auf die Umgebung hat, denn die Kernfrage für mich wäre doch: „Will ich so sein und handeln?
KANN ich es?“. Und jeden, der nicht in ähnlicher Weise vorgeht, stelle ich ‘mal unter den Generalverdacht,
ganz einfach nur die anerzogene Religion bzw. die dominante Religion seiner Umgebung zu „glauben“. Plausibilität,
Aussage etc. spielen da eigentlich gar keine Rolle, eher Gruppendynamik. Wer sich auf kreuz.net umschaut,
findet viele Indizien dafür.
#36 deusexmachina 22:29:50 | Sonntag, 23. April 2006
@Benedikt Nutzen Sie meine – unkatholischen – Beiträge doch ‘mal dazu, kurz innezuhalten und sich selbst
zu fragen: „Ja, warum eigentlich?“. Ich bilde mir nicht ein, dass Sie dann alles wie ich sehen werden,
aber allein das Hinterfragen an sich ist schon eine gute Übung. Fangen wir doch ‘mal damit an: „Warum
eigentlich interessiert es einen Papst, wer wann wieviel Latex im Geschlechtsakt einsetzt? Und warum sollte
ich mir von ihm da reinreden lassen?“. Wieviele Menschen auf der Welt kennen Sie denn so, denen Sie ein
Mitspracherecht an IHREM Sexleben zugestehen? Und warum gerade Herrn Ratzinger? Kennen Sie den so intim?
Denn gilt Sex nicht als „intim“ und als nur eine Sache der Beteiligten? Und Sie nehmen quasi den Papst
mit ins Bett? Warum? Welche Farbe der BH Ihrer Frau hat, geht den doch auch nichts an – warum also die
Umhüllung Ihres Geschlechtsteils? Bei vielen Leuten ist es wohl schlicht Gewohnheit, dass man die Kirche
da hineinreden lässt, ganz einfach, weil sie sich das schon immer erdreistet hat. Ich frage: „Warum?“.
Wenn man diese Einmischung so toll findet, müsste man ja wie aus der Pistole geschossen antworten können.
Also, Benedikt: WARUM sollte ein Herr Ratzinger alias Benedikt XVI. eine Meinung dazu haben dürfen, wie
genau Sie die Sexspiele mit Ihrer Partnerin zu gestalten haben? P.S.: In genau den Gegenden, in denen
AIDS grassiert, wird weithin der Katholizismus nicht als „freiwillig“ begriffen – und zwar, weil er nicht
als solches vermittelt wird.
#14 deusexmachina 17:27:25 | Sonntag, 23. April 2006
@Benedikt 1. Sie kennen die tatsächliche, individuelle Motivation überhaupt nicht – was spekulieren
Sie also? 2. Der Primärhaken der „natürlichen verhütungsmethoden“ ist, dass sie ein so funktionieren
wie ein Apfel, der ja bekanntlich die beste aller Verhütungsmethoden ist. (Wie man ihn verwendet? Nicht
vaginal oder oral, sondern ANSTATT.) DIESEN (entscheidenden) Haken haben Pille, Kondom & Co. nunmal nicht.
3. Unter Kirchenfans ist es eben nicht zweckdienlich, in die Selbstbejubelungsorgie auch noch einzufallen,
wenn man vermitteln will, dass der Katholizismus auch Schattenseiten hat. Gut, er hat Licht- UND Schattenseiten.
Zufrieden jetzt? Dasselbe gilt für Baghwan, Neuheidentum und Atheismus. Ich hätt’ noch was, aber die
1500 Zeichen nerven ‘mal wieder… @centesimus annus Öhm, der wesentliche Unterschied zwischen dem, was
Sie „Radikalpositionen“ nennen, ist, dass ICH keinen Anspruch darauf erhebe, MEINE Sicht für alle verbindlich
zu machen. Und genau diese Haltung, nämlich anderen die eigene Perspektive aufzwingen zu wollen, halte
ich für ein wesentliches Merkmal „radikaler“ Ausprägungen.
Die Meinung des Papstes… …zur Verwendung eines Kondoms beim Geschlechtsakt ist genauso relevant wie
eine Äußerung, welche Farbe von Toilettenpapier ein Christ zu benutzen hätte. Selbst schuld, wer darauf
etwas gibt. Traurigerweise lassen sich weltweit diverse Millionen Menschen von solchem Schmarrn einlullen,
der sich ausschließlich auf kirchlichen Präferenzen speist und nicht einmal auf die Bibel zurückgeht
(was, wenn es so wäre, auch keine Rechtfertigung für derlei unerhörte Einmischung wäre, aber nicht
einmal DAS ist ja gegeben). Was meint der Papst denn so, welche Knusperflocken man frühstücken dürfe?
Schein ja zu allem eine „verbindliche“ Meinung zu haben, der Herr?
@Anonymus Wie MTV auf Ihr Schreiben reagieren wird, weiß ich nicht. Aber eines weiß ich definitiv: Dass
frömmelnde Bibelzitate einem Atheisten / Agnostiker (oder einfach nur ANDERSgläubigen), einen kaum zu
überbietenden (je nach Gemütslage des Rezipienten) Komik- bzw. Gähnfaktor darstellen. Wann begreifen
Leute wie Sie endlich ‘mal, dass dieses Buch anderen Menschen einfach nur ein alter Schmöker mit langatmigen
Volkssagen ist – und eben NICHT „Die Heilige Schrift“, deren Zitieren allein jedes beliebige Gegenüber
vor Ehrfurcht zum Erstarren bringt? Wenn Sie verstanden und ernst genommen werden wollen, sprechen Sie
in Begriffen, die Ihrem Gegenüber etwas sagen. Frömmlereien bestätigen doch nur, dass die Welt sowas
wie „Popetown“ offenbar bitter nötig hat.
#10 deusexmachina 23:22:53 | Samstag, 22. April 2006
@Benedikt Lesen Sie noch’mal den letzten Absatz Ihres vorletzten Kommentars – da erlauben Sie sich sehr
deutlich eine Meinung darüber, was für Beweggründe Ihnen Unbekannte haben bzw. nicht haben. Den Haken
der „natürlichen“ Verhütungsmethoden kennen Sie ja. @Evelins Gatte ad 1.: Meinen Sie, durch Repetation
wird der Unfug wahrer? ad 2.: Sicher. Das Problem ist nur, dass gleichzeitig andere Katholiken das Gegenteil
taten. ad 3.: Ich auch nicht, ich mag Katzen. Deswegen fände ich eine vorgeburtliche Abtreibung (noch
besser: Sterilisation) besser. Menschen neigen allerdings dazu, sich relativ ungern sterilisieren zu lassen,
obwohl sich das doch z.B. bei Priestern anböte? ad 4.: Das ist zu geil, das muss ich mir merken. Auf
was für ABENTEUERLICHE Assoziationen Sie kommen… herrlich! :O) Gehe ich recht in der Annahme, dass
demgemäß Ökofreunde auch keine Medikamente nehmen oder Computer neutzen dürfen? ROTFL! ad 5.: Es gibt
keine politischen „Abtreibungsbefürworter“, allenfalls solche, die die WAHL der Abtreibung legal halten
möchten. ad 6.: Na, DEN Geistlichen will ich sehen, der beurteilen will, wer „in der Lage ist, die Kommunion
zu empfangen“. Das müsste ja ein theologisch-psychologisch-medizinisches Tripetalent sein. Was machen
Sie eigentlich mit geistig Behinderten, die unpraktischerweise nicht so debil aussehen, wie man sich das
kirchlicherseits offenbar vorstellt? Ein plumpes: „Der sabbert, schielt und sieht irgendwie doof aus“
erscheint mir als etwas unscharfes Kriterium.
#119 deusexmachina 22:12:45 | Samstag, 22. April 2006
@tillsninchen Thumbs up ;O) Gegenüber solchen Kleinkariertlingen wie „Evelins Gatte“ oder dem freudlosen
„Dr.“ Heger nehmen sich Ihre Kommentare amüsant-frech, aber jedenfalls lebendig aus… was man von deren
halbtotem, moralinsaurem Gejammer nun wahrlich nicht sagen kann. Manchmal habe ich angesichts der hier
verstrahlten Sexualfeindlichkeit das Gefühl, nicht wenige der werten Anwesenden sonnen sich in der Überzeugung,
Ergebnis einer Jungfrauengeburt zu sein… @Rudolfsohn Freuen Sie sich nicht zu früh – ich wurde hier
schon’mal regelwidrig gesperrt (weswegen ich die Sperrung auch nicht anerkenne – logisch, nicht?), aber
so lange kreuz.net ungefragt seine Schauermärchen in die Welt bläst, so lange erlaube ich mir, diese
Schauermärchen zu kommentieren. Ah, übrigens: Ich bin so schwul wie Sie… na, vermutlich weniger, wenn
ich mir Ihre Fixierung auf das Thema so anschaue… *g*
#28 deusexmachina 17:31:33 | Samstag, 22. April 2006
@Benedikt Die katholische Kirche kann viel fordern. Besonders gerne fordert sie Dinge, die nachweislich
in der Praxis nicht zu gewährleisten sind – Enthaltsamkeit ist da das Lieblingsspielzeug, stellt doch
die Forderung nach ihr und der Verstoß dagegen einen unerschöpflichen Quell der „Sünde“ dar, für die
sich ebenjene Kirche dann als Absolutionsinstanz anbietet… merken Sie was? Der ganze Käse ist nichts
als eine gigantische Marketingmasche, und das seit bald 2000 Jahren. „Mumpitz“ war, gemessen an so schönen
Worten wie „Mord“, eine zweifelsohne freundliche Alternative, meinen Sie nicht? Ich habe Ihnen mehrfach
(als DDL) Argumente gegen Ihre Auffassung gebracht, das brauchen wir nicht zu wiederholen. SIE haben eben
zugegeben, dass es letztendlich eine „Auffassung“ ist, jetzt stehen Sie auch dazu. Meine ist eben anders
als Ihre. Was gedenken Sie dagegen zu tun? Genau: Sie würden sie am liebsten verbieten. Ganz klasse.
Ganz schön gewagt, derlei Ansprüche auf der Basis einer AUFFASSUNG. Und Ihre Kommentare zum StGB gehen
säuberlich am Kern vorbei :O) So, genug für heute, Sie sind etwas neben der Spur. Demnächst ‘mal wieder
mit etwas mehr Substanz, bitte – in alter Frische.
Sie sind heute nicht gut drauf, Benedikt 1. Stellen Sie sich doch bitte nicht dumm – in Ihrem Beitrag
geht es um Euthanasie, die braucht man nicht explizit als solche zu bezeichnen. 2. Nach „meiner Logik“
verfahren Katzenbesitzer mit unerwünschtem Kätzchennachwuchs seit X Jahrhunderten – da finde ich die
weit früher ansetzende Abtötung eines unbewussten Zellklumpens weitaus wünschenswerter. Im Übrigen
redet doch IHRE Kirche dem rückhaltlosen „Nachkauf von Fischen“ das Wort: ABTREIBEN soll man nicht, VERHÜTEN
soll man nicht, und dass man nicht dauernd enthaltsam ist / sein kann, wissen die, die das alles fordern,
GANZ GENAU. 3. Das Cloning der Zukunft braucht nichts außer DNA. Das Material an sich ist irrelvant,
es geht um die Erbinformation – da tut’s ein Zehennagel genauso wie jede Hautschuppe. Man nähert sich
dem ja bereits, indem man beliebige DNA in artfremde Zellen injiziert. 4. Sie haben kein Mandat dazu,
die „wahre Motivation“ von Menschen zu postulieren bzw. in Zweifel zu ziehen, die eine für gewöhnlich
schwere Entscheidung treffen. Was maßen Sie sich da eigentlich an? Wie können Sie aus der hohlen Hand
über Ihnen unbekannte Menschen ein solches Urteil abzugeben wagen? Sorry, aber momentan schwatzen Sie
dumm daher. Bin ich von Ihnen nicht gewöhnt.
#26 deusexmachina 17:11:05 | Samstag, 22. April 2006
@Benedikt Wir hatten hier so ziemlich jedes sexuell orientierte Thema schon, mehr als reichlich. Dessenungeachtet
bleibt wahr: Bei ansonsten unverändertem Sexualverhalten senkt die Verwendung von Kondomen das Risiko
einer AIDS-Infektion drastisch. Ihre Lesart beruht auf der ANNAHME, dass die Menschen alternativ einfach
weniger Sex bzw. Sex nur monogam etc. haben könnten – was nachweislich seit Jahrtausenden nie so recht
klappen mag. Enthaltsamkeit schaffen ja selbst diverse Priester nicht, um wieviel schwieriger also ist
es den Laien? Also, noch einmal: In der Welt, wie sie IST, schützen Kondome bzw. gefährdet ein Kondomverbot.
Sie hingegen reden davon, wie die Welt (Ihrer Ansicht nach) sein SOLLTE, und da wären dann Kondome in
der Tat unbeachtlich. Dumm nur, dass die Welt so eben nicht ist. Zu Ihrer „Auffassung“: Nun bitte, und
meiner „Auffassung“ nach ist das völliger Mumpitz. Wenn wir dann also soweit wären, das zu einer reinen
AUFFASSUNGSSACHE zu deklarieren, dann frage ich mich, warum hier vom hohen moralischen Ross herabgeredet
wird? Die ggw. Gesetzeslage trägt doch exakt dem Rechnung, indem sie in die Anbtreibungsentscheidung
die AUFFASSUNG der Eltern einbezieht. Oder wollen Sie den Primat IHRER Auffassung behaupten? P.S.: „allein
diese Ansicht ist logisch“ ist Unfug, das wissen Sie selbst. Viele Auffassungen haben verschiedene LOGISCHE
Argumente. Wenn es um den „frühesten Moment“ ginge: Das kann ich besser und ab sofort achtloses Sperma-ins-Taschentuch-Schmieren
ächten.
Och Mönsch, Benedikt… …von Ihnen erwarte ich aber mehr als die X. Bestätigung von Godwin’s Law de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Law …
Festzuhalten ist zunächst einmal, dass nicht grundsätzlich ALLES, was (auch) Nazis getan haben, deswegen
abgrundtief böse sein muss – wenn Sie anderer Meinung sind, dann unterlassen Sie bitte sofort das Atmen.
Sie werden sich erinnern: Der Begriff „Euthanasie“ ist älter als die NSDAP und war durchaus positiv gemeint.
Ihre Konnotation „überzählig / unwert / unnütz“ ist eine böswillige Überzeichnung, denn die „Planung“
betrifft sowohl die Eltern als auch die Kinder – um „unnütze Esser“ geht es dabei nicht. Angenommen,
Sie wären ein Aquarienbesitzer und mögen die Fische wirklich gerne – aber würden Sie deshalb immer
mehr und mehr in dasselbe Glas stopfen, so lange, bis die im eigenen Dreck ersticken und Sie sich das
Fischfutter nicht mehr leisten können? Meinen Sie allen Ernstes, damit wäre dann das Maximum an Tierliebe
erreicht? Oder würden Sie es nicht doch lieber bei ein paar Fischlein bewenden lassen, um die Sie sich
weitaus intensiver kümmern könnten, als wenn es 20mal so viele wären, und die ein bisserl Platz zum
herumschwimmen hätten? Ach ja, und in Sachen „Leichenberg“: Auch hier noch einmal die Frage, wie die
Kirche reagieren wird, sobald Cloning technisch 100% funktioniert… wird dann das Wegwerfen von abgeschnittenen
Zehennägeln als „Sünde“ inkriminiert, weil das ja alles (potenzielle) Menschen sind?
#24 deusexmachina 16:28:11 | Samstag, 22. April 2006
@Josefus „Gleichsetzen“ ist Unfug – es geht lediglich um den Vergleich bestimmter Eigenschaften. Die zu
beobachtende Tatsache, dass sich Kirchen und Nazi-Regime gleichermaßen um die frühe Indoktrination der
Jugend bemüh(t)en (vgl. von der Leyens ggw. Vorstoß) bedeutet ja nun auch nicht, dass christliche Kirche
und NSDAP „gleichgesetzt“ würden oder gar gleich wären, sondern lediglich, dass beide in einer Eigenschaft
(hier: Maximierung des eigenen Einflusses durch Beeinflussung von Jugend an) übereinstimm(t)en. Die Übereinstimmung
zwischen Grashalm und Embryo ist übrigens so gering, wie Sie denken, nicht – genetisch jedenfalls. Aber
die Frage, wie ähnlich sich zwei verschiedene Dinge sind, ist natürlich nicht exakt oder objektiv beantwortbar,
und genau deswegen habe ich als Entscheidungskriterium eines herangezogen, von dem man meinen sollte,
dass es religiös interessierten Menschen wichtig wäre: Das Gewissen. Sie würden einen Embryo im Frühstadium
nicht einmal erkennen, wenn man ihn Ihnen, sagen wir, im Reisrand mit Pilzen servieren würde. Und umkegehrt
würde dieser von seiner Behandlung nichts wissen / nichts merken, weil er in so jeder Hinsicht nichts
als ein Zellklumpen ist, aus dem ‘mal etwas werden SOLL. Was ist übrigens, wenn die Klonerei ‘mal so
richtig funktioniert – heult dann die Kirche jedem abgeschabten Hornhautfetzen hinterher, weil das ja
„ein Mensch“ ist / werden kann?
Ich würde sagen: Klassisch Zugegeben sei, dass die Kirche einen bestaunenswerten Kampf darum führt,
dass auch nur ja aus jeder befruchteten Eizelle ein Mensch wird (und in zweiter Linie darum, dass man
bloß nichts unternimmt, um besagte Befruchtung zu unterbinden). Also, im „Masse machen“ ist die Kirche –
theoretisch – klasse oder doch wenigstens „redlich bemüht“. Aber wenn das Würmchen dann auf der Welt
ist, dann war’s das im Wesentlichen mit der Kümmernis. Halt, schnell noch taufen, wegen der Kirchenmitgliederzahlen
einerseits, der Kirchensteuer andererseits und schließlich, weil das ja angeblich so unabdingbar sei
für ein diffuses „Jenseits“, von dem zwar niemand nichts Genaues weiß, dass kirchlicherseits aber fröhlich
seit 2000 Jahren hin- und herdefiniert wird. Die Kirchenformel lautet offenkundig: „Möglichst viele Menschen,
scheißegal, wie sie – und ihre Eltern leben, das Diesseits ist ja ohnehin nur Dreck.“ Die „Gegenformel“
lautet: „Na, planen wir lieber ein bisserl – lieber weniger Menschen, die aber dafür ein bisschen glücklicher
Leben. Das Diesseits ist immerhin alles, was wir – gesichert – haben.“ Wenn man genau hinschaut, ist der
ganze Antiabtreibungskrieg eigentlich ein verzweifelter Kampf um dieses obskure „Jenseits“ unter erstaunlicher
Missachtung alles Diesseitigen.
#22 deusexmachina 14:06:36 | Samstag, 22. April 2006
@Josefus Manchmal ist es nicht das Falscheste, sich von der Intuition leiten zu lassen. Haben Sie ein
schlechtes Gewissen, wenn Sie ein Büschel Gras ausrupfen? Haben Sie, umgekehrt, eines, wenn Sie ein Säugetier
zerhacken? Ziehen Sie die Unterschiede einfach ‘mal als Kriterium heran, das passt schon (Tip: Deswegen
gibt’s auch keinen Paragraphen geben „Pflanzenquälerei“, und „Pflanzenmord“ ist auch recht unbekannt
als Tatbestand). Es erstaunt mich ja immer wieder, dass sich Vertreter der Kirche immer wieder als Ritter
eines biologisch-genetischen Potenzials aufbrezeln… wo man davon doch überhaupt erst seit ca. 150 Jahren
überhaupt weiß. Lustig, nicht? Vorher saß man eine ganze Weile lang dem peinlichen Unfug mit der Beseelung
per Sperma auf, den man nicht minder vehement verteidigte – fast scheint es, die tatsächlichen Vorgänge
seien der Kirche eigentlich vollkommen schnurz, Hauptsache „dagegen“. Und wenn morgen die Wissenschaft
herausfände, dass es doch wieder alles ganz anders wäre, dann würde man – entgegen sonstiger Kirchentradition –
die neuen Erkenntnisse umarmen und behaupten, DESWEGEN sei das Wegspülen eines bewußtlosen Zellklumpens
ein ganz arges Verbrechen. Schwachfug.
#36 deusexmachina 07:57:56 | Samstag, 22. April 2006
Es ist eine nur ungenügend getarnte Bankrotterklärung… …von kreuz.net, wenn man sich beim Formulieren
eines Artikels unangenehmen Inhalts nicht anders zu helfen weiß als durch Setzen bewusst falscher Ausdrücke,
unpassender Anführungszeichen und insgesamt einer Diktion, die kein seriöser Journalist, gleich welcher
politischen Ausrichtung, anwenden würde. Gossenjournalismus vom Pöbelhaftesten. Weil eben nicht wahr
sein kann, was laut kreuz.net nicht wahr sein darf, gelle? Und wenn’s Gesetze sind, egal… (Da fällt
mir gerade ein, dass sich kreuz.net ja eh’ an keine Regeln gebunden fühlt, nicht einmal an die eigenen –
mein erster Account hier wurde nach einigen Tagen ohne Vorwarnung und sofort endgültig gesperrt… Halb-
und Vollnazis dürfen sich hier hingegen so richtig ausleben… wozu schreiben die eigentlich Regeln,
wenn sie sie sich so schnurz sein lassen wie die seriöser Berichterstattung? Jaja, ich weiß, wollt Ihr
natürlich nicht hören und werdet den frechen Meckerer alsbald wieder sperren. So what?)
#19 deusexmachina 04:49:45 | Samstag, 22. April 2006
Dieser eine Abschnitt… …im insgesamt arg bemühten und nicht gekonnten Text ist allerdings hübsch –
ich erlaube mir, den auf konkrete Beispiele anzuwenden: Man nehme ein paar Tatsachen, lasse hier ein wenig
weg (z.B. die Rolle der kirchlich untersagten Kondome bei der Ausbreitung von AIDS), füge dort etwas
hinzu (z.B. die Behauptung, ein 1 mm großer Zellklumpen sei „ein Mensch“), übertreibe ein bißchen („Babycaust“
kommt immer gut, „Homolobby“ sowieso), relativiere („waren gar nicht viele verbrannte Hexen – da war vieles
andere weit schlimmer!) und verabsolutiere („Homosexualität ist SÜNDE, wer das anders sieht, stellt
sich über GOTT!!!“), stilisiere die extreme Ausnahme zum Regelfall hoch („Frauen werden zur Abneigung
getrieben“), verändere Worte oder ihre Bedeutung („Mord“, „Sodomie“, „Mensch“), schaffe ein Feindbild
(Schwule, Protestanten, Humanisten, Verstandesmenschen), klebe sich das Etikett des Retters auf (doh!
„Saving souls for 2000 years and counting!“), darüber gieße man ehrliche Empörung („ehrlich“ ROTFL!) –
und schon gärt das Gebräu (streiche „Gebräu“, setze „kreuz.net“). Es gibt kaum bessere Methoden, um
mit der Menschenbrut fertig zu werden (streiche „besser“, setze „bei aufgeklärten Menschen fruchtlosere“).
Doch, eines gehört noch dazu: Negation ausstreuen, bis der Mensch sich selbst haßt (eine vom Katholizismus
erfundene Methode: Keiner hasst den Menschen und das „elende, sündige Diesseits“ so anmutig wie ein zünftiger
Tradi).
#9 deusexmachina 20:23:02 | Donnerstag, 20. April 2006
Na, wie gut… …dass der alte Herr sich nicht einmal selbst getraut hat, diesen Unfug „ex cathedra“
zu verkünden – und das, obwohl er gegen alle Vernunft (UND gegen vehemente theologische Proteste) das
Unfehlbarkeitsdogma durchgeprügelt hatte – was darauf schließen lässt, dass er, der also bewusst auf
das ja nun eigentlich zu seiner Disposition stehende Werkzeug verzichtete, sich der Irrtumsfreiheit seiner
„Liste der Irrtümer“ alles andere als sicher war. Ich stimme übrigens jedem einzelnen dieser „Irrtümer“
herzlich zu :O)
#5 deusexmachina 14:21:31 | Donnerstag, 20. April 2006
Hm… Soso, die Glaubenskongrefation verbietet Assoziation mit „Widernatürlichem“. Aha. Da wäre ich
dann ja gespannt auf eine Definition von „widernatürlich“ oder eine vollständige Auflistung – letzteres
dürfte in Abetracht unendlicher Länge problematisch sein, also vielleicht doch lieber eine vollzählige
Aufzählung von (entsprechend) „Natürlichem“. Das verspräche lustig zu werden. Halten wir also fest:
Die Glaubenskongregation hantiert mit diffusen Pejorativen, die kaum oder gar nicht mit Inhalt zu füllen
sind. Aber was soll’s, macht nur so weiter. Aktiönchen wie diese dürften wieder ein paar Austritte zur
Folge haben: Die Betroffenen, die sich als Mensch abgelehnt fühlen, sowieso, und einige, denen es langsam
reicht mit der Menschenverachtung solcher „Normdenker“ obendrein. Mir soll’s recht sein, dieses Sägen
am eigenen Ast, denn es bedeutet: Je heftiger man schreit, desto mehr verringert man die eigene (Macht-)Basis.
Wenn man in 200 Jahren dann ‘mal nachforscht, warum die einst so mächtige katholische Kirche in Europa
zu einer kleinen, verschrobenen Sekte verkümmert ist, dann wird man auf Vorfälle wie diesen stoßen…
und ihn mit kreuz.net-Artikeln illustrieren.
#47 deusexmachina 14:05:28 | Donnerstag, 20. April 2006
@Maledica So, und jetzt kommen Sie ‘mal wieder ‘runter – zumal Sie ohnehin nur billige und leicht durchschaubare
Rhetorik ohne Argumente verwenden. „Und sich dort über Gott zu erheben ist Sünde wider den Hl. Geist-
die schlimmste aller Sünden!!!“ Das ist, mit Verlaub, blankes Blabla, Merfachausrufezeichen hin oder
her. Kein Mensch „erhebt sich über Gott“, sondern allenfalls über das, was andere Menschen über Gott
und seinen vorgeblichen Willen geschrieben (genauer: gemutmaßt) haben. Es hat zwar in der Kirche Tradition,
frecherdings zu behaupten, man wüsste ganz genau, was diese allmächtige und allwissende Wesenheit wolle
(was irgendwie mit dem gerne als Ausrede bemühten „Gottes Wege sind unergründlich“ nicht so recht harmonieren
mag), aber das ändert nichts daran, dass alles, was wir haben, die Behauptungen, Hypothesen und Spekulationen
von MENSCHEN sind – es ist schlichterdings nicht MÖGLICH, „sich über Gott zu erheben“, da wir nicht
einmal wissen, ob es ihn gibt bzw. erst recht nicht – falls es ihn gibt – was genau er (sie? es?) denn
eigentlich will. Auch Sie wissen weder das eine noch das andere, sondern glauben lediglich die Texte anderer.
Wenn schon erheben, dann also allenfalls über die Aussagen von Menschen wie Paulus und Augustinus – das
würde dann auch allmählich ‘mal Zeit.
#27 deusexmachina 10:56:27 | Donnerstag, 20. April 2006
@zwobbel Der tschechische Nationalismus entstand, wie praktisch ALLE Nationalismen, Ende des 18. bis Mitte
des 19. Jahrhunderts – Ihre Behauptung, Tschechien sei da „früher dran“ gewesen, entbehrt der Grundlage.
Auch die begangenen und nicht wirklich aufgearbeiteten Morde der Vergangenheit sind lediglich typisches
Merkmal einer „Nation wie alle anderen auch“, die letztendlich „siegreich“ war. Dasselbe Verhalten finden
Sie bei Siegerstaaten rund um den Globus, wobei sich deren jeweils vorherrschende Religion bezeichnend
wenig in der jeweiligen Handhabung niederschlägt. Christliche Nächstenliebe und Racheverzicht sind offenbar
Dinge, die man gerne predigt, aber nur höchst selten und ungern auch umsetzt. Mindestens auf staatlicher
Ebene präsentiert sich das Christentum als Religion der Lippenbekenntnisse. Bemerkenswert übrigens,
dass, WENN dann ‘mal ein Staat auf jegliche Form von Revanchismus und Revisionismus verzichtet (wie Deutschland
es in der formalen Anerkennung der Ostgrenzen getan hat), prompt die Unbelehrbaren, oft (christlich-)Konservativen
aufspringen und empört protestieren. Ein Treppenwitz der Politik- und Religionsgeschichte, nicht?
#54 deusexmachina 10:41:27 | Donnerstag, 20. April 2006
@expedit Schauen Sie ‘mal, es ist GANZ einfach: Mag sein, dass Sie Großbritannien meinten, das ja immerhin
Gegenstand des Artikels ist (keine Sorge, den habe ich durchaus gelesen). Dann hätten Sie das auch durchaus
so sagen können. Haben Sie aber nicht. Sie haben, als rhetorische Verstärkung, bewusst „ein Staat, der…“
formuliert. Die Absicht war klar, Sie wollten eine – Ihrer Meinung nach – allgemeine Verbindlichkeit Ihrer
Aussage vortäuschen. Um das noch zu betonen, haben Sie nur die beiden von mir herangezogenen Sätze fett
geschrieben – sie sollten hervorstechen. Ich habe nichts anderes gemacht, als Ihnen in die rhetorische
Flanke zu fallen, denn im Übereifer des Generalisierens zum Zwecke der Aussageverstärkung haben Sie
übersehen, dass gemäß der von Ihnen genannten Kriterien auch ein Staat, der höchstwahrscheinlich NICHT
von Ihnen attackiert werden sollte, in die Gruppe der Staaten fällt, die von Ihrer „Generalaussage“ betroffen
wären. Das ist alles. Es war mir nur einfach ein Vergnügen, die unpassende Anmaßung Ihrer rhetorischen
Figur zum Rohrkrepierer bzw. Bumerang zu machen – vielleicht veranlasst Sie das ja, in Zukunft etwas konkreter
zu formulieren bzw. sorgsamer mit der Formulierung vermeintlicher Gesetzmäßigkeiten umzugehen. Sowas
geht nämlich meist nach hinten los ;O)
#66 deusexmachina 23:30:44 | Mittwoch, 19. April 2006
@Gatte – das war wohl „Nichts“ Sie kennen doch den Nuhr? Dieter Nuhr? Der hätte Ihnen etwas zu sagen,
glaub’ ich… Nur, um das einmal festzuhalten: Sie gehen da arg achtlos von der selbstverständlichen
vormaligen Existenz eines „Nichts“ aus. Genau dieses „Nichts“ aber ist schiere Hypothese, und einiges
spricht dafür, dass dies auch immer so sein wird. Belegt ist nur das „Etwas“. Ein Universum (oder eine
Mehrzahl davon), das endlos pulsiert oder in unendlichen Ketten von uns gar nicht vorstellbaren Zuständen
permutiert, ist, von der reinen Erfahrbarkeit des „Etwas“ (bzw. der Nichterfahrbarkeit des „Nichts“) ganz
abgesehen, auch logisch schlüssiger. Wie heißt doch der Kernsatz der Kausalität? „Nihil ex nihilo“,
volkstümlich „von nichts kommt nichts“. Und dass diverse Schöpfermythen, unter anderem die Ihrige, katholische,
damit nicht so recht zurande kommen, weil ein Sein „vor Gott“ diesen irgendwie kleiner machen würde,
was man natürlich nicht so gerne hätte, ändert nichts daran, dass es in Sachen „Beweisbarkeit“ reichlich
exakt „1:0 für das Sein gegen das Nichts“ steht. Womit dann Ihre rhetorische „sonst“-Frage in sich zusammenfällt
zu einem Häufchen unbelegbarer Behauptungen… aber das Terrain ist Ihnen ja wohlbekannt.
#4 deusexmachina 21:47:59 | Mittwoch, 19. April 2006
semper idem Fällt kreuz.net echt nichts Neues ein als frei erfundener Nonsens über Menschen, von denen
es keine Ahnung hat? Irgenwann muss es doch auch die rührigen Schreiberlinge anöden? Speziell dieser
Artikel ist, mit Verlaub, einfach so doof, unkundig und falsch, dass man sich nicht einmal vernünftig
darüber echauffieren kann. Warum schreibt der Autor nicht lieber über etwas, wovon er mehr versteht,
sagen wir, über fliegende Untertassen oder Nessie?
#52 deusexmachina 20:01:55 | Mittwoch, 19. April 2006
Weder noch Ich war nur einfach so frei, folgendes Zitat beim Wort zu nehmen: „Ein Staat, der seine eigenen
und auch fremde Personen auf seinem Staatsgebiet töten lässt, wird eines Tages selbst nicht mehr existieren!
Solche Staaten dürften ihr eigenes Existenzrecht für immer verloren haben!“ Selbst bei intensivster
Betrachtung dieser beiden Sätze kann ich darin keinen speziellen Staat entdecken – genausowenig wird
irgendein individueller Staat explizit ausgeklammert; vielmehr geben sich die Aussagen den Anstrich einer
grundsätzlichen Gesetzmäßigkeitfür alle Staaten, auf die die genannten Umstände zutreffen… mithin
also praktisch JEDEN Staat, der bereits im Mittelalter existierte (und viele jüngere zudem) – INKLUSIVE
des Kirchenstaates. Ich habe lediglich pars pro toto genannt. Jetzt klar geworden?
#17 deusexmachina 19:52:58 | Mittwoch, 19. April 2006
@DieFidele Ich entnehme dem, dass Sie diese Kinderkrankheiten auch tatsächlich ALS KIND hatten – wenn
sie vergleichsweise ungefährlich sind. Ich war damals um die 22, da sieht’s schon weniger spaßig aus –
es war nur ein VERDACHT auf Röteln (und gleichzeitig Masern & Windpocken… so richtig hat man’s nie
‘rausgefunden, sogar AIDS war in der Erwägung und wurde erst nach bangen Wochen ausgeschlossen…) –
aber in unserem Semester waren mehrere schwangere Frauen; ich brauche Ihnen deren potenzielle Gefährdung
nicht näher zu umreißen, nehme ich an (ggf. vgl. wikipedia de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6teln).
#11 deusexmachina 10:16:36 | Mittwoch, 19. April 2006
@Gatte Ich habe rein gar nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie persönlich auf jede beliebige Impfung verzichten –
das ist Ihr Bier. Wogegen ich etwas habe, ist praktizierte Volksverdummung im Stile von abstrusen Verschwörungstheorien.
Falls Sie jetzt ‘mal wieder irgendwelche Webzitate als „Beleg“ für Ihre kruden Thesen anführen möchten:
Herzlichen Dank, nicht nötig – für jeden Absatz könnte ich Ihnen 20, ach was, 200 Gegenmeinungen um
die Ohren knallen – wenn es mir der Mühe wert wäre. Ich schlage vor, Sie kurieren Ihre nächste H5N1-Infektion
mit Kamillentee, ganz, wie’s beliebt, da wäre dann allen gedient.
#113 deusexmachina 10:10:42 | Mittwoch, 19. April 2006
Kleiner Nachbrenner Malachias, herrenmenschliche Pappkameraden können froh sein, wenn Sie nur verlacht
und verspottet werden. Wären Sie nicht so feige und würden Ihre braunes Gedummfasel nur auf Servern
daherschreibseln, wo Sie sich der trügerischen Sicherheit der vermeintlichen Nichtzuständigkeit der
deutschen Staatsanwaltschaft hingeben, so würde man Ihnen flugs sehr sachlich zeigen, wohin Sie sich
derlei Absonderungen stecken dürfen resp. welche Belohnung man Ihnen für Ihre heldischen Ausführungen
angedeihen zu lassen gedenkt. Seien Sie froh, wenn es dabei bleibt, dass Sie hier als braune Verbaltomatenzielscheibe
herhalten müssen – damit sind Sie (noch zu) gut bedient. „Sachlichkeit“ angesichts solcher Verbaldiarrhoe
wie Ihrem völkischen Gemurmel, meiner Treu! Und kreuz.net schaut diesem Treiben auch noch zu. Weiß der
Teufel, wo die Serverherren hier die Kongruenz zwischen Hitlerhuldigungen und Katholizismus sehen…
#7 deusexmachina 07:26:31 | Mittwoch, 19. April 2006
contrapunctus Als denkender Mensch stelle ich fest, dass die Anzahl der Dämonengläubigen in Deutschland
dankenswerterweise sinkt, und das trotz der bemühten Umtriebe gewisser Organisationen mit esoterisch-mystisch
angehauchten Praktiken, die immer auch die katholischen Kreise umfassen. Die Bischöfe wären gut beraten,
sich von derlei Ammenmärchen endlich einmal zu verabschieden. Stattdessen tun sie sich schwer mit der
realen Welt, d.h. nur wenige sind bereit, die tatsächlich vorhandenen Probleme als solche zu erkennen
bzw. die gebotenen Lösungswege einzuschlagen; stattdessen flieht man sich in ominöses Dämonen- und
Geistergeschwurbel. Das mag verzeihlich erscheinen, da dieses fiktive Gebiet mittlerweile praktisch das
einzige ist, auf das Kleriker noch einen Hoheitsanspruch anmelden können, sollte angesichts hinreichend
vorhandener REALER Probleme allerdings doch eher in die Klamottenkiste des traditionellen Aberglaubens
gehören. Ich empfehle das Studium von kreuz.net, das am Eigenbeispiel über die Gefahren esoterischer
Gedankenverirrungen informiert.
#9 deusexmachina 02:31:23 | Mittwoch, 19. April 2006
Immer wieder faszinierend… …was für einen gemeingefährlichen Dummfug Menschen in die Welt blasen,
die nicht den geringsten Hauch einer Ahnung von Medizin oder Pharmazie haben. Nein, methusalix, das gilt
nicht Ihnen, ganz im Gegenteil… NB: Vor ca. 15 Jahren hatte ich eine diffuse Erkrankung, die man als
„möglicherweise auch Röteln“ diagnostizierte – allein dieser Verdacht genügte, um mich für weitere
6 Wochen nach der eigentlichen Genesung per Quarantäne vom Vorlesungssaal zu verbannen. Aber Röteln
sind natürlich harmlos, klar… *mitdemkopfaufdietastaturwummer*
#96 deusexmachina 15:02:17 | Mittwoch, 12. April 2006
@Malachias Und? Erwarten Sie jetzt ein Fleißpünktchen dafür, dass Sie schnell ‘mal eben bei wikipedia
nachgeguckt haben? Sie können sich von mir aus auf den Kopf stellen und mit den Zehen wedeln – das wird
nichts daran ändern, dass ich mich auf Ihre schwachsinnigen Zahlenspielchen nicht einlasse, ganz zu schweigen
von dem verschwörungstheoretischen Dummfug, den Sie zur Untermauerung heranziehen. Ich habe derlei auswendig
gelernten Quatsch schon dutzendfach gelesen, und die Urheber waren meistens Dünnbrettbohrer Ihrer Qualität –
nur in der Regel mindestens etwas besser, wie gesagt. Nach 3 Jahren dol2day hat man jede Facette von Nazi
kennengelernt, da brauchen Sie nicht zu glauben, dass mir einer Ihrer Winkelzüge unbekannt wäre. Und
jetzt trollen Sie sich dann doch bitte wieder in Ihre Braunhemdentraumwelt, wo der Führer noch Genie
und Held sein darf, und wo man schwärmerisch von seinen „großen Leistungen“ fabuliert. Gruß an die
Kamerrraden.
#11 deusexmachina 05:42:44 | Mittwoch, 12. April 2006
@Sirilo IIRC steht dieses Alter nirgendwo in der Bibel, sondern wurde von einem ehrenwerten und sich wohlmeinenden
Geistlich aus den in der Bibel angegebenen Altersspannen von Moses, Abraham etc. berechnet. Ich finde,
der zitierte Priester hat ausgezeichnet demonstriert, wie man Gottesglaube und Menschenverstand unter
einen Hut bekommt. Das muss m.E. auch so sein, denn schließlich ist eben dieser Verstand Teil des „Ebenbildes
Gottes“. Richtig ist: Naturwissenschaft und speziell die Theorien von Urknall und Evolution machen keine
Aussagen über Gott. Allerdings, und das ist manchen Fanatikern natürlich schon zuviel, erlauben sie
eine weitgehende ERklärung dieser Zusammenhänge, ohne auf ein göttliches Prinzip zurückgreifen zu
müssen. So bleibt es jedem anheim gestellt, ob er „sein“ Universum mit oder ohne „Gott“ sieht – beweisen
wird man weder das eine noch das andere je können.
#91 deusexmachina 03:14:48 | Mittwoch, 12. April 2006
@Malachias Ich erlaube, mir, Ihre Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten: Wie kann es sein, dass sich
jemand über einen Nickname mokiert, ohne nur den entferntesten Dunst von dessen problemlos nachlesbarer
Bedeutung zu haben? Anders gesagt: Machen Sie sich erstmal schlau (das würde ich ihnen in vielerlei Kontext
empfehlen). Sprüche wie Ihre fallen in Deutschland unter §130 StGB, wie Sie natürlich wissen. Den gibt
es nicht umsonst, genauer: Der ist exakt für Kerlchen wie Sie gedacht. „Können Sie mir den Umfang denn
konkret benennen?“ Das Spiel können Sie alleine spielen. Es waren Millionen, ob nun 5, 6 oder 7, das
weiß keiner so genau – und es spielt auch keine Rolle, am Ausmaß der Barbarei ändert die exakte Zahl
kein Jota. Wissen Sie eigentlich, WARUM die „6 Millionen“ quasi als Dogma verkündet werden? Aus dem simplen
Grunde, dass Gestalten wie Sie nicht ein derart erbarmungswürdiges Gefeilsche um Opferzahlen anstellen,
wie Sie sich gerade anschicken wollten. Sie legen bekannte Nazi-Rhetorik an den Tag: Sie wissen ganz genau,
dass die EXAKTE Zahl unbekannt ist, und wollen darauf herumreiten. Das ist etwa so dämlich, als wolle
man die Existenz eines Meeres aufgrund der Tatsache in Frage stellen, dass niemand weiß, wieviele Tropen
Wasser es enthält. Ich kenne diese Masche – Sie sind nicht der erste „Kamerad“, der mir über den Weg
läuft, und mit weitem Abstand nicht der Bestgeschulte. Wenn Sie wenigstens den Witz eines Jürgen Gerg
hätten… aber so? Mene, mene, tekel, u-pharsin.
#14 deusexmachina 02:55:08 | Mittwoch, 12. April 2006
@Tomasino Die Definitionshoheit darüber, welche Bezeichnung als herabwürdigend empfunden wird und daher
tunlichst zu meiden ist, liegt für gewöhnlich beim Bezeichneten. Das wären dann also besagte „Neger“,
und wenn die das Wort nicht mögen, ist das zu respektieren. Das ergibt sich aus der puren Logik, denn
SIE brechen sich keinen dabei ab, einfach ein anderes Wort zu verwenden – DIE stört dieses hier aber.
Wessen Interesse wiegt schwerer? Bestehen Sie wirklich so sehr auf Ihrem Recht, eine Lautfolge auch dann
verwenden zu dürfen, wenn sie vom damit Gemeinten als verletzend empfunden wird? Sie würden’s auch nicht
schätzen, ständig als „Kalkleiste“ oder „Schweinchenhaut“ tituliert und auf Ihre Hautfarbe reduziert
zu werden. Sagen Sie eigentlich auch „Krüppel“? Ich meine, wo es doch ein typisches Merkmal von körperlich
Behinderten ist, verkrüppelt zu sein, da darf man das doch wohl auch sagen – nach Ihrer Lesart?
#9 deusexmachina 22:14:34 | Dienstag, 11. April 2006
kreuz.net kann sich doch freuen Also, ‘mal vorab zum Wort „Neger“: Mit 39 Jahren gehöre ich zu den Menschen,
die diese Vokabel noch als „ganz normal“ kennengelernt haben – das Kinderbuch „10 kleine Negerlein“ z.B.
hatte definitiv keinen Rassismus im Sinn. Ungeachtet dessen verwende ich das Wort heute nicht mehr. Man
merkt sehr schnell, in welcher „Ecke“ Menschen, die es auch heute noch – vor allem: öffentlich – gebrauchen,
in der Regel stehen, besonders dann, wenn sie auf ihr „Recht“ pochen, eine heute allgemein als rassistisch
geltende Vokabel verwenden zu dürfen. Solche Leute würden – wären sie konsequent – auch Behinderte
„Krüppel“ nennen und geistig Behinderte „Idioten“ – war ja schließlich vor 100 Jahren ganz normal, nicht?
Soviel dazu. Inhaltlich: Ja, kreuz.netter, dann freut Euch doch! Die da mit staatlicher Unterstützung
abtreiben, sind weit überwiegend Nichtkatholiken, und dann auch noch welche ohne den Euch so wichtigen
Hintergrund der „abendländischen Werte“, da kann Euch doch jeder potenzielle Andersdenkende weniger nur
recht sein. „Denn jeder abgetriebene Neger wär’ sonst doch nur ein Linksausleger.“ Oder so. @Beobachterin
Ein grandioser Witz, ich habe Tränen gelacht. Nein, solch eine Pointe, wie königlich! Raffiniert, geistreich,
einfach unübertroffen. Ähnliches findet man allenfalls noch in der Nationalzeitung. Bravo!
#86 deusexmachina 21:59:42 | Dienstag, 11. April 2006
@Malachias Es ist schon erstaunlich, an welchen unvermuteten Stellen man mit Vollblutnazis wie Ihnen konfrontiert
wird – dürfte im Falle von kreuz.net allerdings am amerikanischem Server liegen. ENDLICH ‘mal ein deutschsprachiges
Forum, wo man (vermeintlich) ‘mal so richtig herumrelativieren darf, nicht? Und noch dazu eines, das nicht
schon nach außen „Neonazis!“ ruft – „Freier Widerstand“ und die anderen Schönheiten dürfen da ja als
vorbelastet gelten. Hitler WAR ohne Wenn und Aber ein Völkermörder – es spielt keine Rolle, dass Sie
aus gesinnungsmäßiger Sympathie heraus das Wort nicht schön und passend finden. Wie im Spitzelstaat
des 3. Reiches ein derart umfangreiches Unternehmen wie der Holocaust ohne Wissen und Wollen des „Führers“
hätte stattfinden können, das wollen Sie erst einmal begründen, zumal die Vernichtung vollkommen auf
Hitlers sowohl inhaltlicher wie rhetorischer Linie lag. Ein „Genie“ war Hitler auch nicht, allenfalls
„inselbegabt“ mit einem ausgeprägten Riecher für Populismus. Was Sie für „Genie“ erklären, war überwiegend
fatales GLÜCK. Ansonsten war Hitler ein Dilettant auf praktisch jedem Gebiet, der sich aber – auch auf
praktisch jedem Gebiet – maßlos selbst überschätzte. Also, wenn Sie Hitler schon für „genial“ und
„den Größten“ halten, dann steht es Ihnen selbstverständlich frei, in ein Land auszuwandern, das sich
der Herrschaft einer solchen Lichtgestalt erfreut – Nordkorea z.B. böte sich da an. Aber verschonen Sie
uns doch bitte mit Ihrer Geschichtsklitterei!
#39 deusexmachina 15:52:30 | Dienstag, 11. April 2006
@Maledica Spätestens seit der Ermordung Röhms hatte sich das „Sozialistische“ in der NSDAP aber erledigt
und war reine Staffage. Schon vorher war der „Sozialismus“, jedenfalls, soweit es Hitler anbelangte, primär
dazu gedacht, den Wählern Sand in die Augen zu streuen. Hitler hielt eigentlich gar nichts davon, wusste
aber, dass man mit der Vokabel einige Wähler einfangen konnte.
#15 deusexmachina 15:47:17 | Dienstag, 11. April 2006
@Benedikt „Nun: Diese Forderung ist genau so eine Meinungsäußerung, die Sie nach eigener Aussage eigentlich
akzeptieren müssten.“ Ähm, nicht ganz. Ein solches Verbot betrifft auch ANDERE Menschen, ob sie es nun
wollen oder nicht. Demgegenüber betrifft es z.B. Sie absolut überhaupt nicht, wenn eine solche existiert –
Ihnen bzw. Ihrer Partnerin steht die Verwendung vollkommen frei. Das habe ich schon mehrfach versucht,
Ihnen deutlich zu machen: Dass katholische Begehrlichkeiten die Eigenschaft haben, anderen (auch NICHTkatholiken,
wohlgemerkt!) die auf der Basis der eigenen Paradigmen beruhenden Werturteile aufzwingen zu wollen. Das
läuft nach dem Schema ab: Ein Nichtkatholik: „Ich will selbst entscheiden, wie ich lebe“ Darauf der Katholik:
„Genau, und ich will auch nur selbst entscheiden, wie DU lebst – das nennt man Demokratie.“ Das ist übrigens
der Primärgund, warum mich Kirche interessiert – weil sie uns dazu zwingt. Ob zu Recht, darf man bezweifeln.
#56 deusexmachina 07:55:38 | Dienstag, 11. April 2006
@Bonifatius Ich verstehe doch vollkommen, dass man sich als (Fundi-)Katholik von so etwas wie „Popetown“
veräppelt fühlt. Ähm, naja und? „Satire darf alles“, heißt es, und ich bin gneigt dem fast uneingeschränkt
zuzustimmen. Was wäre denn die Welt, wenn man über niemanden mehr Witze machen dürfte? Ein Jammertal,
in der Tat. In der Annahme, dass auch Sie ganz gerne ‘mal lachen, würde ich mich freuen, wenn Sie mir
plausibel machen, warum von allen Szenarien ausgerechnet nur der Vatikan tabu sein soll? Es wird, wenn
ich das richtig gesehen habe, ja nicht einmal Ihr GLAUBE durch den Kakao gezogen, sondern nur skurril
überzogene Menschen, abstrakte Personen, wohlgemerkt. Und was ist da jetzt anders als bei einem dusseligen
König? Außerdem: Herrjeh, für Nichtkatholiken SIND Sie ein lustiges Völkchen, und zwar desto mehr,
je bierernster Sie sich geben. Ist halt so, sorry.
#17 deusexmachina 07:42:03 | Dienstag, 11. April 2006
@Benedikt Ich verstehe ja Ihre Skepis. Nun hat aber Religion – erst recht größere Grupierungen – zwei
Seiten: Die eine nenn ich ‘mal die „innere“: Was und wie Katholiken glauben, wie sie ihre Riten praktizieren
usw. Das ist Ihr Ding, Außenstehende haben da meist auch wenig Ahnung und genausowenig Interesse. Sie
werden nur selten etwas von mir zum Thema „Handkommunion“ lesen, weil ich wohl nie verstehen werde, mwie
man sich da einen Kopf drum machen kann. Die andere ist die Außenwirkung, nämlich, wie eine Religionsgemeinschaft
bewußt formend auf ihre Umgebung wirkt bzw. wirken will. Als Teil der Umgebung (Gesellschaft) darf sich
da natürlich jeder als Betroffener äußern. Initiativen in Sachen Abtreibung, Homosexualität etc. gehen
uns alle an, und wenn diese kirchlicherseits mit theologischer Argumentation vorgetragen werden, dann
lädt man damit dazu ein, besagte theologische Argumentation abzuklopfen. Es sind ja nicht „wir“, die
irgendwelche Bibelstellen als Argument verwursten. Wir spielen ihn nur zurück. Man kann nicht Glaubensparadigmen
als Argument in eine Diskussion einbringen unter der Maßgabe, dass das Gegenüber diese gefälligst als
unanfechtbar zu schlucken hätte. Würde mancher zwar sicher gerne so haben, aber so läuft’s nicht. Wer
also Bibelstelle X als Argument in die Wagschale wirft, der stellt sie damit zur Disposition und auf den
Prüfstand. Dass eine Bibelstelle nur dann theologisch als Argument überhaupt brauchbar wäre, WENN sie
authentisch wäre, versteht sich wohl?
#34 deusexmachina 07:27:21 | Dienstag, 11. April 2006
@Elendester Sünder Jemine, „Die dunkle Seite der Macht“… haben wir’s nicht noch etwas dicker? ;O) In
einem haben Sie Recht: Ich bin nicht eigentlich an „christlicher Unterweisung“ interessiert. Das ist man
dann, wenn man diesen Glauben als grundsätzlich richtig auffasst. Mein Interesse gilt nicht der Frage,
wie ich Christ werden kann, sondern, wie Christen und Nichtchristen miteinander auskommen können. Sie
aber scheinen die Menschen in „gut“ und „böse“ anhand der Frage, ob sie unkritisch alle Behgauptungen
Ihrer Kirche als Fakt akzeptieren, zu unterteilen. Meine u.g. Überlegungen waren nicht böswillig, und
wenn „spitzfindig“, dann auf eine Weise, wie sie ungezählte Theologen schon oft selbst auf Konzilen demonstriert
haben; da ging es zuweilen um weit Spitzfindigeres („Engel“, „Nadelspitze“ remember?). Nein, ich habe
lediglich Ihre Aussagen genommen und logisch abgeklopft. Ich sehe darin eklatante Widersprüche, und Ihre
Antwort ist nicht etwa eine Entwirrung der Widersprüche, sondern bloß ein freches ad hominem. Ich habe
auch nicht „behauptet“, dass es schlecht wäre, von Christus zu hören, sondern ich habe die Frage gestellt,
ob das nicht die logische Konsequenz aus Ihren Darlegungen wäre. Die Behauptungen stammten von Ihnen
bzw. der Kirche – ich habe sie nur in einen Zusammenhang gebracht, der bemerkenswerte Schlüsse zu ermöglichen
scheint. Wen Sie meinen, Ihre Antwort wäre da zweckdienlicher, als einfach ruhig zu erklären, wie man
kirchlicherseits mit diesem Widerspruch umgeht…?
@Jean Mir fehlt ein wenig der kontextbezogene Inhalt Ihrer Einlassungen, und der nun wahrlich nicht schwierige
Bezug zu dem alten Nick ist nicht gerade eine detektivische Glanzleistung. Haben Sie auch noch so etwas
wie eine Meinung, gar eine begründete und im Idealfalls sogar von irgendetwas untermauerte? Erklären
Sie doch ‘mal, worin der grundlegende Unterschied zwischen „Popetown „und einer Cartoonfassung von „Des
Kaisers neue Kleider“ liegt? Wenn Sie sich aber einfach nur verbal mit mir prügeln wollen (denn genau
danach sehen Ihre stumpfen Spitzen aus), dann suchen Sie sich doch bitte jemanden mit mehr Toleranz für
geschwollene Luftblasen.
@Jean Wie gehabt von oben herab und witizg – und wie gehabt beides gewollt und nicht gekonnt. Werden Sie
erst einmal Ihrer bekundeten Vorliebe für „echte Kritik“ selbst gerecht, statt ein oberlehrerhaftes ad
hominem in die Welt zu blasen, und lernen Sie den Unterschied zwischen Aktiv und Passiv, dann können
wir über’s (Selbst)veräppeln noch’mal reden. Noch was zur Sache oder wollten Sie nur einfach ein bisschen
substanzlos herumflegeln?
@Benedikt Das Argument: „Sie gehörten doch gar nicht dazu, Sie kennen sich gar nicht aus, wie kommen
Sie dazu, uns sagen zu wollen, wie wir UNSEREN Glauben richtig aufzufassen haben!“ ist immer wieder beliebt –
und so praktisch, um Außenstehende kaltzustellen. Praktisch. Aber nicht logisch. Ihr Glaube verfügt,
wie jedes Gedankengebäude über Regeln – BEKANNTE Regeln, wohlgemerkt. Das ist keine Geheimwissenschaft.
Es ist alles nachzulesen. Ein intellektuell wenigstens mäßig begabter Mensch kann also, zum Zwecke des
Disputs, Ihr Glaubensbekenntnis als temporäres Axiom annehmen und auf dieser Basis diskutieren, auch,
wenn er nicht tatsächlich daran glaubt. Wenn in Ihren Äußerungen dann logische Probleme enthalten sind,
BLEIBEN es logische Probleme, unabhängig davon, ob Ihr Gegenüber Katholik ist oder nicht. Es ist zwar
WAHRSCHEINLICHER, dass ein praktizierender Katholik einen beliebigen Aspekt X seines Glaubens besser kennt
als ein Außenstehender, aber es ist nicht garantiert. Wenn man mit einem lapidaren „Was verstehen Sie
denn schon davon?“ alle Außenkommentare abwürgt, brät man letzten Endes nur im eigenen Saft. Konkret
bei Ihnen glaube ich eigentlich nicht, dass Sie das wollen.
@Benedikt Ich meine, ich las ‘mal irgendwo, dass dies durchaus auch so vertreten würde (also die Heilsmöglichkeit
für früher Verstorbene). Das ist für die Kirche allerdings ein arger Eiertanz: EINERseits möchte sie
so absolut wie nur irgend möglich den Alleinseligmachungsanspruch der christlichen Botschaft (und, beim
Katholizismus, sogar, noch enger, der KATHOLISCHEN Lehre) festnageln. ANDERERseits ist man, jedenfalls
in den letzten paar hundert Jahren, redlich bemüht, Gott nicht als „unfair“ dastehen zu lassen, indem
er Unschuldige (weil Unwissende) der ewigen Verdammnis anheim fallen lässt. Das Problem dabei ist logischerweise,
dass bei diesem Versuch jeder losgeschickte Missionar gleichsam das Höllenfeuer mit sich schleppt, um
das die von ihm Missionierten OHNE ihn herumgekommen wären. Ich habe in diesem Kontext bereits vor längerer
Zeit gesprächsweise wildes Vor- und Zurückrudern erlebt; „zurück“ immer dann, wenn mein Gegenüber
realisiert hat, dass sein Bemühen, den „barmherzigen Gott“ darzustellen, dazu geführt hat, dass es bestenfalls
als egal erscheint, ob man Kontakt mit der christlichen Botschaft bekommen hat – schlimmstenfalls sogar
als (statistisch) negativ. Funktioniert zynischerweise ein bisschen wie der Sündenfall.
Man muss sich schon wundern …über den erklecklichen Mangel an Selbstbewusstsein und Souveränität,
den mancher hier zur Schau trägt. Was meinen Sie wohl, wieviele x-tausend Zeichentrickfilme es gibt,
in denen ein dummer / schusseliger / infantiler König oder sonstiger Herrscher dargestellt wird? Und
kein Aas regt sich darüber auf, warum auch? Aber der Papst, ja der PAPST, das ist natürlich etwas anderes,
also, das geht ja GAR nicht, so eine Unverfrohrenheit bla bla blubb… man mag sich königlich amüsieren
über den dämlichen Prince John in „Walt Disney’s Robin Hood“, aber der PAPST! Nein, also SO ETWAS!!!
Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wieviel Mühe sich manche Menschen geben, sich so richtig
„anpissen“ zu lassen, statt mit einem Grinsen Überlegenheit zu demonstrieren. Dabei merken sie nicht
einmal, dass das empörte Gezeter für viele noch viel lustiger ist als der eigentliche Stein des Anstoßes.
Im übrigen finde ich einen „infantilen“ Papst allemal erträglicher als einen, der bierernst „Unfehlbarkeit“
für sich reklamiert, Menschen zum Kreuzzug nach Jerusalem jagt oder einen Deal mit dem GröFaZ abschließt.
Das nennt sich also „katholische Nachrichten“? Klingt mir eher wie eine farbig ausgeschmückte Story aus
3. Hand. – ein Gastwirt, der Wert auf kirchlichen Segen legt, wird normalerweise nicht im selben Atemzug
Stripperinnen beauftragen – derlei Darbietungen gehören wohl kaum zum Repertoire eines „normalen“ Hotels,
sondern eher zu einem Nachtclub (dann wiederum braucht sich aber auch niemand zu wundern) – „Pornographie“
ist ‘was anderes, jedenfalls nicht blanker Busen und Schlagsahne – Was heißt hier „Arglose“? Eine Stripperin
weiß für gewöhnlich recht genau, womit sie es zu tun hat – „frauenfeindlich“? Durch nichts wird belegt,
dass die Damen gezwungen wurden. „Frauenfeindlich“ ist doch wohl eher duie hier versuchte Bevormundung.
– Erotik umfasst auch Rollenspiele unterschiedlichster Art, dabei sind Tabuthemen (oder was man dafür
hält) besonders reizvoll. Die „erotische Nonne“ ist ein Standardthema. Alles in allem: Hanebüchener
Mist, das Geschreibsel, getoppt nur noch von dem grenzdebilen Geifer ein paar Kommentare weiter unten.
@Marina Es ist ja auch nicht der griechische Gott Eros gemeint, sondern das nach ihm benannte Abstraktum.
Man sollte nicht alles so wörtlich nehmen – oder machen Ihnen Donnerstage auch solche Probleme?
@Elendester Sünder Hmja. „Willentlich gegen die Kirche entschieden“. Meint das jetzt „irgendwas vom Katholizismus
gehört haben und doch bei der eigenen Überzeugung bleiben“ oder enger: „Die Heilsbotschaft en detail
gekannt und verstanden und dennoch abgelehnt haben“? In letzterem Fall wäre ja für mich noch Hoffnung,
denn bei mir scheitert es „nur“ daran, dass ich noch nie in der Lage war, die logische Basis des christlichen
Götterglaubens zu begreifen (s.u.). Zur Heiligsprechung: Dies bedeutet doch klipp und klar, dass die
katholische Kirche als Lehrmeinung vertritt, das Eingehen in die Seligkeit eines Verstorbenen als Fakt
ausgeben zu können? Oder irre ich da? WUnder hin oder her, jedenfalls hätte sich damit Ihr „kein Mensch
weiß“ erledig – d.h. eigentlich nicht, denn ich bin da mit Ihnen ganz einer Meinung, immerhin WEISS es
wirklich kein Mensch, aber immerhin ein paar tun dann eben doch so, als ob ;O) Das ist so eine Stelle
der „großen Widersprüche“ im Katholizismus. EINERSEITS wird man nicht müde zu betonen, was die Menschen
alles sein zu lassen bzw. zu tun hätten, um „selig“ zu werden. ANDERERSEITS aber weiß es angeblich niemand
so genau (da hat man dann gemerkt, dass man sich ansonsten doch etwas viel Urteilskraft anmaßen würde).
Übrigens: Ihr „man muss aber sagen, dass…“ ist schon wieder ein Verstoß gegen die eigene Aussage:
„kein Mensch weiß“. Denn woher sollte man dann wissen, „daß dies verstockten Sündern ohne besondere
Gnade meist nicht mehr möglich ist“?
#114 deusexmachina 21:07:06 | Sonntag, 9. April 2006
@Benedikt Nein, ich bin mir dessen bewusst, dass Menschen mehrere Facetten haben und auch Sie nicht „nur
Katholik“ sind (obwohl mancher hier ganz gerne so tut, als sei er nicht nur „ausschließlich Katholik“,
sondern nachgerade „der“ Katholik, da wird der Papst zum theologischen Messdiener… bestenfalls). Aber
schön, Staatsbürger also. Staatsbürger einer Demokratie, nicht wahr? Und als solcher auch dem Gedanken
des Minderheitenschutzes verpflichtet. „Demokratie“ ist eben nicht die „Diktatur der Masse“, gerade in
Deutschland – aus leidvoller Erfahrung – nicht. Umso weniger ist es dann die Diktatur einer Minderheit
(wie sie Tradi-Katholiken ja auch darstellen). Die kreuz.net-typischen Attacken Homosexuellen gegenüber
aber stellen einen Angriff auf eine Lebensweise dar, die der Staat qua eigener Verpflichtung zu schützen
hat. Diese Angriffe wären dann – und NUR dann – gerechtfertigt, wenn umgekehrt homosexuelle Lebensweise
katholische Lebensweise massiv einschränken würde. Man äußert sich zwar hier gerne so, als ob das
so wäre, aber de facto läuft es immer wieder auf das eine hinaus: „Wir behaupten, dass (unser) Gott
sagt, er mag H. nicht“. Und das ist nun einmal keine Basis für einen staatlichen Eingriff – das hat der
Staatsbürger zu akzeptieren.
#105 deusexmachina 09:26:23 | Sonntag, 9. April 2006
@Sozialkatholisch Nun ja, andere Konfessionen – und auch weite Teile der katholischen Kirche – äußern
sich da weit moderater, als das speziell HIER usus ist, nicht? Wenn Sie sagen, den „Respekt dafür schulde
ich Gott“, dann fordern Sie damit Respekt vor IHREM Gottesverständnis (das ich offenbar so nicht teile)
ein – ein Ding der Unmöglichkeit, auch für Sie. Ich kenne diesen homosexualitätshassenden Gott nicht
und würdige von daher auch nicht diese seine Regeln. DAS wiederum müssen SIE akzeptieren. Wir müssen
unterscheiden: Ich kann (muss) respektieren, dass Sie das so SEHEN. Das ist „Ihr Ding“. Ich kann NICHT
respektieren, wenn Sie das so VERBREITEN. Das ist öffentlich. Was Sie außer Acht lassen, ist, dass kreuz.net
kein abgeschlossener Betraum ist, sondern ein Teil eines weltweit offenen Systems, also „Öffentlichkeit“,
auch im juristischen Sinn. Hier wird die tägliche Schmähkritik bewusst und gezielt (UND respektlos)
in den den öffentlichen Raum geblasen, und dementsprechend wenig Respekt darf man dafür von seiten derer,
die da geschmäht werden (und derer, die für sie Partei ergreifen) erwarten. Würden Sie hier im stillen
Kämmerlein „am Katholenstammtisch“ parlieren, so hätten Sie Recht. So aber… nicht. Auf den Punkt gebracht:
Wenn Katholiken derart offensiv und ungefragt ihre Ansichten über Menschen, die sie nicht zu beurteilen,
verbreiten, in der (bei kreuz.nez offenkundigen) Absicht der Herabwürdigung, dann ist da kein „Respekt“
einklagbar, wo seinerseits keiner gezeigt wird.
Trennen Unstrittig ist, dass die Entwicklung der Bevölkerungspyramide eine Hrausforderung darsteltt,
und zwar an die Politik. Denn Aufgabe des Staates ist es, für das Wohl seiner Bürger zu sorgen. Wenn
diese Bürger mehrheitlich keine oder weniger Kinder bekommen wollen, ist das – sofern es sich dabei tatsächlich
um das WOLLEN und nicht etwa um einen aus der Not geborenen Verzicht handelt – zu respektieren, da muss
man eben Wege suchen, wie dem Rechnung zu tragen ist. Völlig schleierhaft ist mir, warum sich da – wie
im Artikel suggeriert – die Kirche auf die Brust schlagen sollte oder inwiefern sie „Recht gehabt“ hätte.
Die Kirche plädiert aus theologischen Gründen gegen die Abtreibung; bevölkerungspolitische und staatspraktische
Gründe gehören nicht in ihr Ressort, wurden auch in der Vergangenheit allenfalls als „und übrigens…!“-Hilfsargument
bemüht, wenn man sich ‘mal nicht so ganz auf die theologischen Argumente verlassen wollte. Faszinierend
allerdings, wie Rudolfsohn seine Darmfixiertheit sogar in thematisch vollkommen unzusammenhängende Bereiche
einzuschleppen vermag.
#103 deusexmachina 04:57:49 | Sonntag, 9. April 2006
@Sozialkatholisch Einigen wir uns bitte auf Folgendes: a) Homosexualität ist nach katholischer Lehre
sündig. b) Die katholische Lehre ist für niemanden außer Katholiken verbindlich. Das heißt, wenn Sie
die Vokabel „Respekt“ bemühen, die ich Ihnen gerne zugestehe, sollte man katholischerseits bitte auch
beachten, wo die eigene „Jurisdiktion“ ihre Grenzen hat. Respekt hat in der Regel ZWEI Seiten, nicht?
Zu respektieren ist, wenn Sie H. als Sünde sehen. Ob Sie z.B. „unter sich“ h. Priester zulassen wollen:
Ihr Bier. NICHT zu respektieren ist, wenn Sie diese subjektive Meinung als allgemeinverbindliche Wahrheit
durchzusetzen versuchen. Anders: Denken Sie das meinetwegen – ich kann’s ja nicht ändern – aber behalten
Sie’s für sich. („Sie“ hier wieder: „Die Katholiken“). „Manches Homogehabe“: Keine Frage. Da gibt es
Homos, die sind genauso ätzend wie manche Heteros – Einigkeit insoweit, nehme ich an? Und doch wohl auch
insofern, als es genug „Schamlosigkeit“ auch an „diesem Ufer“ gibt? Was das „nicht so oft“ angeht: Wie
repräsentativ sind denn da so Ihre Erfahrungen? Könnte das nicht primär daran liegen, dass Ihnen Schwule
überhaupt nur als solche auffallen, WENN sie unangenehm auffallen? Im übrigen bezweifle ich SEHR, dass
irgendjemand „zur Homosexualität verführt“ wird / werden kann… oder wäre das bei Ihnen möglich gewesen?
Also, bei mir nicht ;O) @rudolfsohn Es gab hier ‘mal einen edlen Charakter namens „LeTrot“… verwandt?
Verschwägert? Oder nur gemeinsames Faible für anale Phantasien?
Zitate vom V1 „Ich habe nun diese heiligen Blätter geöffnet und – darf ich es offen sagen? – ich habe
nah und fern nichts gefunden, was die Ansicht der Ultramontanen bestätigte. Und noch mehr, zu meinem
großen Erstaunen finde ich in der apostolischen Zeit nicht einmal die Frage über einen Papst, welcher
der Nachfolger des heiligen Petrus und der Stellvertreter Jesu Christi wäre, so wenig als von Muhamed,
welcher damals noch nicht existirte.“ „Der heilige Cyrill, in seinem vierten Buch über die Dreieinigkeit,
sagt: „Ich glaube, daß man unter dem Felsen den unerschütterlichen Glauben der Apostel verstehen muß.“ „
„Daß der Patriarch in Rom von den frühesten Zeit an versuchte, alle Autorität an sich zu ziehen, ist
eine offenbare Thatsache; aber es ist ebenso offenbar, daß er die Oberherrschaft nicht besaß, welche
die Ultramontanen ihm beilegen wollen. Hätte er sie besessen, würden die afrikanischen Bischöfe – voran
Augustin – es gewagt haben, die Berufung auf die Beschlüsse seines Obertribunals zu verbieten?“
@rudolfsohn a) Sie wollen erklären, was ein Frauenleib mit „Homos“ zu tun hätte? b) Wie kommen Sie darauf,
bei mir eine „Homowelt“ zu verorten bzw. mich als „Kampfhomo“ zu titulieren? Sind Sie irgendwie homoerotisch
fixiert? c) Für Jesu Botschaft und Lehre war das Geschlecht nicht relevant. Die Anzahl – nach Lehre der
Kirche – hingegen schon. d) Mag sein, dass Sie erotoman sind, und doch sehe ich keine Notwendigkeit, etwas
so Aberwitziges bzw. Schwachsinniges wie eine Kopulation am Kreuz darstellen zu wollen. Das nenne ich
eine kranke Phantasie… e) Jesus ist keineswegs „laut mir“, sondern laut Bibel für ALLE Menschen gestorben –
auch für Homosexuelle und sogar für homophobe Dünnbrettbohrer mit Neigung zu abartigen Phantasien.
@Hrodgar & sozialkatholisch Das nenne ich ‘mal einen Diskurs, wie er sein sollte und viel zu selten –
erst recht hier – ist. Chapeau!
@Elendester Sünder Moment, Moment. Selbst, wenn wir die „Heiligen“ auf mehr als die offiziell so Bezeichneten
ausdehnen, so gilt doch „nulla salus extra ecclesiam“, nicht wahr? Gucken Sie ‘mal auf die einschlägigen
Statistiken: Da werden Sie einen Christen- und erst recht Katholikenanteil von deutlich unter 50% sehen,
ganz zu schweigen davon, dass bei weitem nicht jeder Katholik ein Heiliger wäre. Sorry, die Statistik
ist da – dank der 2000jährigen Betonung der Kirche, was für arme Sünder wir doch alle seien – deutlich
auf meiner Seite: Wer geboren wird, wird weitaus wahrscheinlicher verdammt als erlöst (sofern man nicht
kirchlicherseits seit Jahrtausenden Unfug erzählt, was Sie sicher nicht meinen). „So ein Vergleich ist
unmöglich. Ob ein Sünder verloren ist, weiß kein Mensch. Gott urteilt anders als wir Menschen.“ Ah.
Das „weiß kein Mensch“? Ähm, ist es nicht IHRE Kirche, die seit Ewigkeiten den Anspruch erhebt, per
Sakrament ein „Verlorensein“ verhindern zu können? Wenn das „kein Mensch weiß“, was soll dann das Heiligsprechen?
Oder haben Sie sich nur verheddert und mindestens MANCHE Menschen BEHAUPTEN, es zu wissen? Da täte jetzt
Klarheit Not. „Dann ändere bitte deinen frevelhaften Namen.“ Dieser Nick ist dermaßen harmlos, dass
ich über die erotomanen Assoziationen mehr als erstaunt war. Was genau ist denn noch so alles „frevelhaft“
für Sie? „Schachtelteufel“? „Weingeist“? „Christstollen“? Was würden Sie sich erst über meinen REALnamen
aufregen… *kicher*
@BossCo Und jetzt erklären Sie mir bitte ruhig und sachlich, worin genau die Beleidigung besteht, wenn
man die EINE Variante des Ebenbildes Gottes ausnahmsweise durch die ANDERE ersetzt – und zwar, so, wie
es ausschaut, durch ein explizit schön anzusehendes Exemplar, das dem Ebenbildcharakter durchaus Ehre
macht. Zum Mitschreiben, für ganz Dumme. Was exakt ist das Beleidigende am Körper einer Frau? Was ist
so unerhört daran, nach x-tausenden von Bildern eines gekreuzigten Mannes einmal das einer gekreuzigten
Frau zu zeigen, das in Erinnerung ruft, dass Jesus für ALLE gestorben ist? Vielleicht hilft aber auch
die Beantwortung folgender Frage dabei, mich besser verstehen zu lassen: Wie stünden Sie dazu, wenn man
eine Kopie des berühmten Gemäldes „die Erschaffung Adams“ anfertigte und dort den Herrn mit dem wallenden
Bart durch eine ältliche Schwarze ersetze? Danke im Voraus für Ihre Mühe.
#204 deusexmachina 07:47:44 | Samstag, 8. April 2006
@Abu – das war’s dann ad 1. Wir sprechen von WIEVIELEN Jahren Datenerfassung genau (gegenüber wieviel
TAUSEND Jahren rein heterosexueller Eheschließungen)? ad 2. Auf Basis der bisherigen Zustände. Und um
wieviel GENAU liegt dieses „exorbitant“ höher als bei Heteros? Sie tun so, als hätten Sie da konkrete
Zahlen, also her damit. ad 3. Sagen Sie ‘mal, SIND Sie so weltfremd, oder haben Sie noch nie von Swingerclubs,
Freudenhäusern, Kontaktanzeigen und dergleichen gehört? HETEROsexuellen, wohlgemerkt. Sie tun ja verwegenerweise
so, als sei sexuelle Freizügigkeit eine homosexuelle Erfindung… übrigens: Es gibt bürgerlich-christliche
Schwule. Sorry, wenn das nicht in Ihr Holzschnittweltbild passt. ad 4. Sie, mein Bester, haben nicht den
Hauch einer Ahnung von der „Psychologie des Homosexuellen“, wie bereits dieser Begriff verrät. Plustern
Sie sich bitte nicht auf mit der Vorspiegelung von Wissen, das ist gotterbärmlich peinlich. ad 5. Es
ist vielmehr so, dass die wenigsten Heteros „gerne lebenslänglich monogam“ sind (schon ‘mal von Scheidung
gehört?). Homos sind da keinen Deut besser – dass sie SCHLIMMER wären, ist eine schiere Behauptung Ihrerseits
auf Basis nicht vergleichbarer Grundlagen. Woher genau beziehen Sie eigentlich Ihre vorgeblich so genauen
Kenntnisse des Milieus? Von kreuz.net? Oder BILDzeitung? Auf der Basis Ihrer fortgesetzten Flegeleien
habe ich allerdings kein Interesse an einer weiteren Disputation. Keine Ahnung, zentnerweise Ignoranz
UND kein Benimm ist ein bisserl zu viel.
@Elendester Sünder (& @Mimi) Stimmt, ich muss mich korrigieren: Laut KKK erfolgt ja persönliches Gericht
und ein unmittelbares Eingehen in Herrlichkeit / Verdammnis – was allerdings am von mir vorher Gesagten
irgendwie nichts ändert, nicht wahr? Was ich mit „Eindruck“ meinte: Kirchengelehrte lassen ja keinen
Zweifel daran, dass die Herrlichkeit Gottes unbeschreiblich wunderbar sei resp. die ewige Verdammnis unübertrefflich
furchtbar. Da ist es schlicht unvorstellbar, dass eine Seele, die dem einen oder anderen ausgesetzt ist,
noch große Gedanken an das nichtige Diesseits verschwendet, nicht? Speziell die Gegenwart Gottes würde
regelrecht herabgewürdigt, wenn man es für denkbar hielte, dass man in dieser Situation noch an triviale
Nichtigkeiten wie das frühere, sterbliche Leben dächte (ein bisschen, als ob Sie in einem intimen Moment
mit Ihrer Frau ans Zehennagelschneiden denken, nur um den Faktor X-tausend überhöht). Das Leben mag
der Entscheidungsfindung dienen – danach ist es irrelevant, wie ein Abizeugnis, das nach der Einstellung
in der Firma nie wieder wen interessiert. Das Argument mit dem „großen Heiligen“ lässt sich statistisch
widerlegen, wenn Sie die endliche Liste der Heiligen durchgehen und das mit der unabsehbaren Masse der
verlorenen Sünder abgleichen. Und lassen Sie doch ‘mal diesen Kugler-Unfug mit der „sexmachine“ weg…
ich hätte nicht gedacht, dass ich ausgerechnet in DIESEM Forum derlei Assoziationen, die mir gar nicht
in den Sinn gekommen wären, zu hören bekäme.
Denken Sie ‘mal für einen Moment nach Richtig ist: Jesus war ein Mann. Richtig ist auch: Die Frau wurde
(und wird z.T. noch heute) von der kath. Kirche wie ein Mensch 2. Ranges behandelt (gerne mit Verweis
auf das vorgenannte Faktum) Und jetzt der Teil zum Mitdenken: Gott, das wird wohl niemand bestreiten können,
ist KEIN Mann. Auch keine Frau. Gott ist Gott, menschenähnlich (von der Gestalt her, nach der wir ja
immerhin geformt sein sollen, und zwar Mann WIE Frau), aber kein Mensch. Dass Jesus nun einmal ein Mann
war – nun ja, für ein Geschlecht musste der Vater sich entscheiden, wollte er sein Kind nicht mit dem
problematischen Stigma des Zwittertums belasten. Aber Jesus ist für Mann WIE FRAU gestorben. Ohne Unterschied.
Er hätte genausogut eine Frau sein KÖNNEN, das hätte NICHTS an seiner Lehre geändert (vermutlich an
deren Akzeptanz, nun ja…). Die Darstellung der Frau am Kreuz ist natürlich provokant, weil ungewöhnlich.
Wer sie aber als Verunglimpfung versteht, versteht seinen eigenen Gott nicht, tut so, als sei das Wesensmerkmal
„Mann“ theologisch essenziell für den Christus, dabei war das nur die beinahe beliebige Außenhülle
seiner selbst. Es ist eigentlich ziemlich peinlich, wenn man sich daran so reibt. Was übrigens die Nacktheit
angeht: Ich habe auch schon völlig nackte (alte) Jesusdarstellungen gesehen, so what? Bei Michelangelos
„David“ juckt’s auch niemanden.
Och, Beobachterin… Das war jetzt rhetorisch wie inhaltlich eher jämmerlich. Aber bitte: „denn es gibt
ja nicht soviele davon“ Zwischen 1 und 10%, wird geschätzt, das sind dann ja nur wenige Dutzend bis Hundert
Millionen, in der Tat. Sagen wir einfach ‘mal, dass es in Deutschland vermutlich mehr Homos als Fundi-Katholiken
gibt, was ich persönlich als beruhigend empfinde. „die meisten tragen ihre Veranlagung oder ihre Vorliebe
vermutlich nicht wie ein Schild vor sich her“ Kurzkorrektur: Einen Schild. Sie meinen, nicht so penetrant
wie umgekehrt Sie Ihre Homophobie? Das mag sein und spräche zu deren Gunsten. „Darf ich davon ausgehen,
daß Sie Niederungen hinter ihrer Fassade hertragen?“ Da haperte es wohl am Textverständnis, aus dem
sich Ihnen hätte erschließen müssen, dass ich derlei Fassadengetue ablehne und ergo über meine „Niederungen“
(die ich, wie jeder Mensch, habe) recht ungezwungen plaudere, wenn’s thematisch passt. „Oder meinen Sie
mit den „Niederungen“ (Ihre) Homosexualität?“ Erneute Demonstration kognitiver Defizite: Dass ich – im
Ggs. zu Ihnen – Homosexualität keinesfalls als „Niederung“ ansehe, habe ich deutlich zum Ausdruck gebracht.
Wäre ich übrigens schwul, hätte ich keinen Hehl daraus gemacht, warum auch? Ich sehe nicht den geringsten
Anlass dazu, im Gegenteil: Gegenüber selbsternannten Normbürgern wie Ihnen wäre es mir nachgerade eine
Lust, „abzuweichen“. War’s das?
#201 deusexmachina 22:49:55 | Freitag, 7. April 2006
@Abu & Laurentius2 „Sind Sie dumm?“[/kursiv] Die Antwort lautet: Nein. Die passende Gegenfrage hingegen
lautet: Sind Sie ganz generell so ein Flegel oder versteigen Sie sich aus purem Argumentmangel zu dergleichen
ad hominems?„Wissen Sie was? Ich habe den Eindruck, daß Sie einfach nur ein wenig schlau daherschwätzen
wollen.“[/kursiv] Nun, dann habe ich Ihnen wenigstens insofern etwas voraus, als Ihr Dahergeschwätztes
nicht einmal ansatzweise schlau erscheint. Auch Daherschwätzen will gelernt sein, selbst von Flegeln.
Was Sie da mit „Argumenten“ verwechseln, bedarf, das werden Sie einsehen, keines Kommentars. In Sachen
„Bindungstreue“ ignorieren Sie meinen schlecht widerlegbaren Einwand z.B. geflissentlich – Sie werden
wissen, warum. Sie WOLLEN das so sehen, da nützt alles nichts. Fragt sich nur, warum eigentlich. @Laurentius2
In der Tat ist mir Engstirnigkeit, gepaart mit Misanthropie und Chauvinismus, ein ewiges Faszinosum, da
haben Sie mich ertappt. Kreuz.net ist so eine Art „Streichelzoo“, Leute wie hier trifft man ja im RL nur
selten an. Aber geben Sie’s doch zu: So ohne Widerrede würde doch selbst Ihnen hier das ewige Lästern
langweilig werden, nicht wahr?
@methusalix SIE wissen das. ICH weiß das. DIE (fanatischeren unter ihnen) würden vermulich eher sterben,
bevor sie es zugäben. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Weil Katholizismus und Pluralismus zwei
unvereinbare Gegensätze sind. Weil man von einer Religion, die die eigene Unfehlbarkeit predigt und den
Glauben daran als conditio sine qua non der Unsterblichkeit postuliert, kaum erwarten kann, dass sie Ansichten
neben sich duldet. Weil die katholische Lehre ein „ganz oder gar nicht“ propagiert, das es ihr unmöglich
macht, auch nur einen einzigen Irrtum der Lehre einzuräumen, weil damit das über 2000 Jahre propagierte
„ganz“ zusammenbräche. Weil die Kirche sich in eine Position manövriert hat, aus der sie nicht heraus
KANN, zumal die Tradis jeden Versuch, dennoch einen Ausweg aus der Sackgasse zu finden, als Häresie attackieren.
Ich bin ‘mal gespannt, wie die Entwicklung weitergeht. Dieses oder nächstes Jahr ist ja ein Fanal zu
erwarten: Dann nämlich fällt – aus statistischen Gründen – die pauschale Kirchensteuerabgabe für Arbeitslose
weg. Das ist insofern signifikant, weil ab diesem Augenblick der christliche Glaube nicht mehr als „typisch“
bzw. vorherrschend in Deutschland betrachtet wird. Das wird ein Geschrei geben…
#195 deusexmachina 20:48:44 | Freitag, 7. April 2006
@Elendester Sünder Na, das mag Ihre persönliche Auffassung sein und damit reichlich unmaßgeblich. Angreifbar
sowieso, und Menschen, die bereits die Existenz eines „Teufels“ an sich negieren, schmunzeln angesichts
solcher „Gründe“ begreiflicherweise. Privatansichten auf der Basis von komplett unbelegten Hypothesen
(und genau das ist Ihre Teufelslehre) rechtfertigen keine reale Diskriminierung. Das sieht, zu Ihrem Unvergnügen,
übrigens auch der Gesetzgeber so. @Abu Sie vertauschen (absichtlich?) Ursache und Wirkung. Tatsächlich
ist DURCHSCNITTLICH eine geringere Bindungsdauer unter Homosexuellen beobachtbar… ja, Kunststück, wenn
es bisher kein Eheäquivalent für sie gab und auch eine inoffizielle Beziehung den Ruch des Verderbten
und Verbotenen hatte. Lassen Sie da ‘mal Normalität einkehren, dann werden Sie sehen, dass Homosexuelle
genauso (wenig) treu leben wie Heten auch. Sie hatten bislang nur kaum Gelegenheit, das zu demonstrieren.
Ansonsten: Sie reden dem Utilitarismus das Wort, der dankenswerterweise nicht Grundlage unserer Verfassung
ist. Sowieso ist dieses Geschnatter von der „staatssichernden Beziehung“ doch für Sie nur ein vorgeschobenes
Sprüchlein. Da lob’ ich mir den E.Sünder, der seine (IMHO falsche) Ansicht wenigstens offen erklärt
und sich nicht hinter Pseudostaatsphilosophie versteckt. Lassen Sie das ‘mal Sorge des Staates sein –
Ihnen bleibt ja noch die Domäne „Teufel“, die eh’ nur die immer weniger Leute interessiert, die an derlei
Spukgeschichten zu glauben bereit sind.
@Elendester Sünder Der Glaube an die unsterbliche Seele ist mir bekannt. Aber folgen Sie da doch bitte
‘mal Ihrer eigenen Doktrin: 1. Die Seele schläft bis zur Auferweckung. Bis dahin: Zero. Ausnahmesituationen
wie dato bei Golgatha sind ja nun selten geworden. 2. Im Moment der Auferweckung wird noch einmal „abgerechnet“;
danach wird das irdische Leben bedeutungslos, weil die Seele entweder frohlockt im Angesicht des Herrn
oder in ewiger Verdammnis schmachtet. Was immer auf Erden gewesen sein mag, es spielt dann keine Rolle
mehr, mit der möglichen Ausnahme des Sünders, der seine Untaten bereut – diesen Fall können wir für
von Euthanasie betroffene Menschen aber geflissentlich ausschließen. Sie werden zweifelsfrei zugestehen,
dass sowohl Seligkeit als auch Verdammnis einen Eindruck machen, der das armselige Diesseits um ein Vielfaches
überstrahlt. Sie freuen sich ja nicht umsonst darauf und sprechen von der Armesligkeit der Welt. Es bleibt
also, GERADE nach Ihrer Auffassung, festzuhalten: Kein Schmerz, kein Leiden, kein Schaden. Theologisch
geschieht dem so getöteten Wesen kein Übel (vorherige Taufe vorausgesetzt, da sind Sie ja recht eigen);
im Gegenteil, man könnte – zynisch bemerken, dass die Seele vor der Möglichkeit des Sündigens bewahrt
wird. Lassen wir das Jenseits also ‘raus aus der Rechnung, es würde (q.e.d.) ohnehin im Zweifelsfalle
gegen Ihre Position sprechen. Bleibt das Diesseits, und da wiegen die Qualen eines leidenden Wesens schwer.
@Beobachterin Und Sie glauben allen Ernstes selbst, was Sie da schreiben? Haben Sie eine ungefähre Vorstellung
davon, wie vielen homosexuellen Menschen Sie in Ihrem Leben bislang begegnet sind, von denen Sie es nur
nicht wussten, von denen es niemand weiß, weil sie nicht wagen, sich zu outen? Wieviele schwule Familienväter
es gibt, die ein Leben der Verstellung leben, um nur ja einer Norm gerecht zu werden, die ihnen eingebleut
wurde, von der sie aber seit langem wissen, dass sie nicht auf sie passt? Die sich verbiegen und vergewaltigen –
und in einer nicht geringen Anzahl irgenwann, wenn sie es nicht mehr aushalten, die Ruine einer Familie
hinterlassen? Und, mit Verlaub: Es sind edle Charaktere wie Sie, die solche Menschen dazu treiben, sich
zu verstecken und zu verleugnen, sich und ihre Umwelt über das zu belügen, was sie doch nicht ändern
können, selbst, wenn sie es wollten. Es mag sein, dass Ihre perfekte Welt die ist, in der alle so TUN,
als sei alles normgerecht, wenngleich das von der Wahrheit weit entfernt ist. Meine ist es nicht; diese
Haltung, die so peinlich auf die Reinhaltung einer sauberen Fassade bedacht ist, während das darunterliegende
Gebäude ihr schnurzegal ist, erlaube ich mir, als verlogene Heuchelei und Bigotterie zu bezeichnen. Dass
Sie diese Fassadenmalerei so propagieren, ermutigt natürlich gewisse Spekulationen über die Niederungen,
die sich hinter IHRER Fassade verbergen… wenn Sie mich genug interessieren würden, was deutlich nicht
der Fall ist.
#192 deusexmachina 18:46:48 | Freitag, 7. April 2006
@Abu – Argumente So ziemlich das einzig Schlüssige, das ich bislang von Ihnen gelesen habe, waren Ihre
Einlassungen in Sachen „Mainstream“. Da stimme ich Ihnen zu: Mainstream ist nicht automatisch richtig,
weil er eben Mainstream ist – ginge es danach, wir hätten noch heute das geozentrische Weltbild. Argumente
also sind gefragt. Da frage ich Sie als jemanden, der die Vokabel gerne bemüht, was denn ein „Homoideologe“
sein soll und was er bezwecken will bzw. KÖNNTE? Idologie (oder, auch das wird in diesem Kontext ja gerne
verwendet: „Propaganda“) dient der Überzeugung. Überzeugung von oder zu WAS? Dass Homosexuelle denselben
Respekt verdienen wie alle anderen auch? Da bedarf es keiner Ideologie, das ist schon lange verfassungsmäßig
garantiert. Sie tun aber gerade so, als ginge es darum, Homosexualität als dominates Phänomen durchzuprügeln,
was an Aberwitzigkeit nun wahrlich nicht zu toppen ist. Wovor haben Sie Angst? Warum fürchten Sie eine
angebliche „Propaganda“, die Sie an sich nicht zu fürchten hätten, wenn Sie Ihrer eigenen Sexualität
so sicher wären? Warum habe ICH nicht die geringste Sorge, obschon ich ziemlich lupenrein hetero orientiert
bin und ergo doch – nach Ihrer Lesart – als „bedrohte Art“ förmlich zittern müsste vor der allgewaltigen
„Homo-Lobby“? Wie kommt das? Warum juckt Sie das – und mich so gar nicht? Warum sehen Sie dort „Ideologie“,
wo ich nichts als die Verteidigung des eigenen Seins gegenüber externen Übergriffen sehe und als solche
respektiere? Argumentieren Sie.
@ottaviani Selbstverständlich gibt es Fälle wie den Ihren, vermutlich gar nicht so wenige. Wie immer
bei diesen Angelegenheiten, ist es eine Frage der Abwägung – das Problem derer, die sofort aufgeregt
„Euthanasie!“ schreien und damit ausschließlich die pervertierte NS-Lesart eines an sich humanen Ansatzes
meinen, tun sich aber eben gerade dadurch hervor, dass sie jegliche Abwägung a priori verteufeln. Leider –
oder zum Glück – aber ist die Welt eben nicht schwarzweiß, so dass in fast jedem Aspekt des Lebens eine
Abwägung erforderlich ist. Pauschal „Nein!“ zu schreien ist natürlich einfacher, klar. Nehmen wir an,
in einem Fall wie Ihrem wäre es zur Tötung gekommen. Was wäre dann „passiert“? Ein Mensch würde nicht
mehr existieren – BEDAUERN hätten Sie Ihre Nicht-Überleben kaum können, SCHMERZEN hätten Sie keine
empfunden, LEIDEN hätte es keine gegeben. Umgekehrt wäre es sehr wohl (und wahrscheinlich) möglich
gewesen, dass die Diagnose zutrifft, und Sie nach kurzen Jahren physischer und psychischer Leiden dann
doch sterben – wäre das besser gewesen? In dem hier geschilderten Fall lese ich in allererster Linie
eines: Barmherzigkeit. Dass diese nicht fehlerlos sein kann, sei zugestanden. Alles, was mir jetzt noch
fehlt, ist das ehrliche Zugeständnis der „anderen Seite“, dass „Leben erhalten um jeden Preis“ eben auch
keine irrtumsfreie Position ist. Auf dieser Basis könnte man reden – womit wir dann wieder bei der –
manchen so eklen – Abwägung wären.
#37 deusexmachina 23:25:43 | Donnerstag, 6. April 2006
@Elendester Sünder Jetzt ‘mal wirklich eine ehrliche Verständnisfrage, mir ist da nämlich etwas nicht
klar: Also, Sie meinen, es gälte als „hip“, schwul zu sein? Nun, „hip“ sind Sachen, die man, der Mode
folgend, macht. Sie werden verzeihen, aber das wirft bei mir schon die Frage auf, als wie manipulierbar
Sie die eigene Sexualität erachten? Ich meine, man schließt ja zunächst einmal gerne von sich auf andere –
wer selbst felsenfest davon überzeugt ist, dass seine eigene Sexualität unverrückbar (oder mindestens:
von ihm selbst unbeeinflussbar) feststeht, der kann ja aeigentlich gar nicht auf den Gedanken kommen,
modische Aspekte könnten hier eine Rolle spielen. Also, mit Verlaub: MIR ist der Gedanke nie gekommen.
Wie kommen SIE darauf? Anschlussfrage: Sind dann die tapferen Streiter der Heterosexualität (sprich:
die, die alles andere verteufeln) ihrerseits Kinder einer seinerzeit (und auch heute noch, nur nicht mehr
so exklusiv) vorherrschenden „Heteromode“? Denn im Umkehrschluss wären doch alle „Heten“ so, weil das
‘mal „hip“ war, nicht wahr? Wie ist das denn nun also? Ihrer Meinung nach? Bzw. bei Ihnen? Haben Sie sich
für Frauen interessiert, weil das „angesagt“ war?
#59 deusexmachina 23:17:40 | Donnerstag, 6. April 2006
@Sozialkatholisch Soll das etwa heißen, dass Sie wider Erwarten meiner Interpretation folgen? ;) ( war’n
Scherz – neben Benedikt gehören Sie sowieso zu meinen hiesigen Lieblingskatholiken… oft anderer Meinung,
aber mit dem Niveau und zuweilen durchaus auch Witz, der m.E. für ein vernünftiges Gespräch essenziell
ist. Genug geschleimt.) Ad Beschneidung: Ich bin zwar nicht jüdisch, aber dennoch… und darf Ihnen versichern,
dass es durchaus Vorteile hat, und nicht nur hygienische. Lassen Sie es mich so ausdrücken: Über die
recht weitverbreitete Problematik einer „ejaculatio praecox“ konnte ich nur immer schmunzeln… ;O) Bin
mir allerdings nicht sicher, ob ich den Eingriff heute durchführen lassen würde; aber als ich klein
war, war das wohl in Deutschland gerade recht angesagt „aus medizinischen Gründen“ (Pimoseverhinderung
etc.).
#175 deusexmachina 22:42:17 | Donnerstag, 6. April 2006
@Laurentius2 Was „frauenfreundlich“ ist, das wollen Sie doch bitte den Frauen überlassen, seien Sie so
gut. Ich kann es langsam nicht mehr hören, dieses Hermusalbadern von irgendwas, das angeblich für diese
und jene so gut und „freundlich“ sein soll, von den Betreffenden selbst aber – oh Staunen und Wunder –
mehrheitlich abgelehnt wird, diese zwanghafte Sucht, anderen das vermeintliche (nach eigener Facon) Glück
aufzuoktroyieren, dieses partout-nicht-wahrhaben-wollen, dass vielen anderen Menschen zu Recht vollkommen
SCHNURZ ist, was Sie oder Ihre Kirche meinen, wie DIE zu leben hätten. „Speak for yourself“ würde der
Amerikaner sagen, und damit wären Sie wohl gut beraten.
#53 deusexmachina 22:34:35 | Donnerstag, 6. April 2006
@Sozialkatholisch Angesichts der Tatsache, dass Adam und Eva die einzigen Menschen gewesen sein sollen,
die Gott tatsächlich (und nicht nur in Form einer kurzen Erscheinung á la Dornbusch) teilhaftig wurden,
müsste es schon mit dem Teufel zugegangen sein, wenn sie nicht an ihn geglaubt, also keine Juden gewesen
seien, meinen Sie nicht? Und selbst, wenn nicht: Noah und seine Familie waren „rechtgläubig“ (Noah wird
ja geradezu als leuchtendes Vorbild eines Predigers dragestellt) und vorgeblich ja die einzigen menschlichen
Überlebenden. WENN man dieser fröhlich-naiven, wörtlichen Lesart also folgt, wird man nicht umhin kommen,
eine allgemeine jüdische Herkunft aller heute lebenden Menschen zu konzedieren. q.e.d.
#53 deusexmachina 21:23:31 | Donnerstag, 6. April 2006
@Evelin „die immer ganzheitlich eingebettet in einer gegenseitigen ehrlichen Liebe sein soll“ Warum „sollte“?
Es ist schön, wenn beides zusammenkommt, ja, es ist der Idealfall. Das heißt aber nicht, dass grandioser
Sex um des Genusses wegen schlecht wäre, genausowenig, wie eine Liebesbeziehung schlecht sein muss, wenn
es an Sex fehlt (beides KANN sein, MUSS aber nicht). Mit dem Sex ist das wie mit dem Essen: Sie werden
kaum je mit Nschwerk dieselbe innere Befriedigung erzielen wie mit dem Verzehr eines deftigen Wurstbrotes,
wenn so richtig der Hunger zwackt – und? Verachten Sie deswegen grundsätzlich jedes Bonbon? Sex um seiner
selbst willen ist dann schlecht, wenn dadurch einer der Partner ausgenutzt / betrogen wird. Wo das nicht
der Fall ist: Feuer frei und viel Spaß! Wenn Gott gewollt hätte, dass wir es nur im Rahmen der Ehe treiben,
dann hätte er uns so geschaffen, dass wir es nur den entsprechenden Trieb verspüren. Aber das hat er
ja sogar bei denen einzurichten unterlassen, die in Berufung auf seinen vorgeblichen Willen ein Leben
lang diesen gottgegebenen Trieb unterdrücken und verleugnen. Wo genau steht eigentlich in der Bibel:
„Liebet und mehret Euch – außer den Priestern!“?
#124 deusexmachina 21:05:24 | Donnerstag, 6. April 2006
Ich bin ja bis heute nicht dahinter gekommen… …was genau ich unter „Homopropaganda“ zu verstehen habe.
Was soll das sein? „Leute, werdet gefälligst schwul!“? „get gay or else…!“? Meine Sorge gilt allerdings
so überhaupt nicht irgendeiner angeblichen „Propaganda“ in dieser Hinsicht (mich würde man auch mit
handgreiflicheren Mitteln genauso wenig schwul bekommen, wie man einen Homosexuellen zum Frauenhelden
umbiegen kann), sondern eher der Befürchtung, das dieser Herr Doktor allen Ernstes den intellektuösen
Schwulst glaubt, den er da absondert. Um es ‘mal in drastischen Worten zu sagen: Meine Fresse, was für
ein merkbefreiter Depp! Da sieht man doch ‘mal wieder, dass ein akademischer Grad nicht vor Neurosen und
Wahnvorstellungen feit… aber das wissen wir ja eigentlich spätestens seit Dr. Goebbels.
#27 deusexmachina 20:52:17 | Donnerstag, 6. April 2006
@rudolfsohn Ich denke ja eher nicht, dass gerade Sie dazu berufen wären, irgendeine Kompetenz auf den
Gebieten Sexualität, Psychologie und Biologie zu reklamieren, jedenfalls haben Sie bislang nichts von
sich gegeben, das mit Sachkenntnis zu verwechseln man Gefahr liefe. Denkanstöße für Sie: – es gibt
eine beträchtliche Anzahl homosexueller Väter. – es gibt eine noch beträchtlichere Anzahl heterosexueller
Kinderloser – zu was Sie so alles die anatomischen und physiologischen Voraussetzungen erfüllen, was
Sie nichtsdestotrotz nie tun werden bzw. sich unfähig / unwillens fühlen zu tun, das würde dicke Bücher
füllen – Sie ignorieren komplett die Bedeutung der Psyche; DIESE Voraussetzungen sind bei vielen Homosexuellen
eben NICHT erfüllt Von alledem abgesehen, werden auch Sie – wie all die anderen – es nicht schaffen,
plausibel zu machen, was konkret SIE es angeht, wie andere, Ihnen zumeist fremde, Menschen sich lieben.
Das ganze Thema regt Sie doch nur auf, weil Sie WOLLEN, dass es Sie aufregt (oder, weil es Sie tief im
Inneren auf eine Ihnen sehr unangenehme Weise berührt, was Sie natürlich im Leben nicht zugäben). Interessieren
denn MICH IHRE sexuellen Präferenzen? I couldn’t care less – und das, mein Bester, ist nun auch wahrlich
gut so.
#20 deusexmachina 16:58:48 | Donnerstag, 6. April 2006
@Benedikt Nun, einmal angenommen, Ihre Analyse, was wem nützt und deswegen privilegiert werden kann /
darf / sollte (die Meinungen darüber gehen durchaus auseinander, wissen Sie…), stimmt so… wie wäre
es dann mit einem simplen „quod licet Iovi non licet bovi“? Will sagen: Bitteschön, wenn der Staat das
privilegieren möchte, dann soll er das tun, aber was brezelt sich dann eine religiöse Teilgruppe auf
und fordert ein, was doch staatlicher Verfügungsgewalt unterliegt? Zumal ich diese Argumentation, mit
Verlaub, als geheuchelt empfinde, denn das katholische Missvergnügen an Homosexualität und Homoehe hat
ja nun wahrlich andere Gründe. Ich erlaube mir, das als ein vorgeschobenes Argument zu bezeichnen – eines,
das Ihnen gelegen kommen mag, mit Ihrem (hier: „Sie“ = „Kirche“) eigentlichen Wollen aber exakt nichts
zu tun hat. Ansonsten könnte ich zu dem Thema wohl nichts sagen, was nicht dieser Cartoon idrewthis.org/2006/equality.png
bereits trefflich zum Ausdruck bringt… man könnte glatt meinen, der Zeichner kennt kreuz.net… @rudolfsohn
Ehrlich gesagt, in Anbetracht Ihrer offenkundigen Zwangsneurose hätte ich mit Ihnen unter der Dusche
größte Bedenken, mich nach der Seife zu bücken. Wissen Sie: Wenn schwul, dann bitte offen.
#44 deusexmachina 01:23:10 | Donnerstag, 6. April 2006
@Seminarist Ich versuche jetzt ‘mal, Ihnen das ganz ruhig und sachlich zu erklären: Sie bzw. die katholische
Kirche resp. deren „vehementere“ Vertreter richten sich gegen Homosexualität. Auf der Basis ihres Glaubens
natürlich, also – so behaupten Sie – auf der Basis der Bibel, die wiederum – so behaupten Sie – das Wort
Gottes sei, der seinerseits – auch das behaupten Sie – der Schöpfer, das oberste Gesetz etc. ist. Alles
schön und gut. Jedenfalls, so lange der, dem Sie das erzählen, Katholik ist, denn dann unterwirft er
sich derselben Doktrin, Sie sind sich in wesentlichen Teilen einig. Doch das genügt Ihnen nicht; Sie
weiten diese Ansprüche aus auf Menschen, die die Basis Ihrer Doktrin nicht teilen, Gott als inexistent
ansehen oder eine von der Ihren völlig abweichende Vorstellung von ihm haben. Das wieder interessiert
Sie nicht, Sie bemühen sich trotzdem, IHREN Willen (in dem Moment behaupten Sie natürlich, das sei der
Wille Ihres Gottes) über den Ihres Gegenübers zu stellen, und das im Hinblick auf SEIN Leben und SEINE
Sexualität. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Gegenübers und erkennen Sie, welch ungeheurer und unverfrorener
Angiff auf SEIN Leben das sein muss. Und da wundern Sie sich über empörte Beiträge jener, die zu beurteilen
Sie – und mit Ihnen die ganze Kirche – ganz einfach KEIN MANDAT haben, weil sie nicht Teil dieser Religion
sind / sein wollen? Glauben Sie, was Sie wollen, aber verkneifen Sie sich BITTE diese Art der Zwangsbeglückung,
zu der Sie nicht befugt sind.
#163 deusexmachina 01:00:30 | Donnerstag, 6. April 2006
@Agnostiker Ihr Bemühen, dem (wohl absichtlichen) Vermischen von Homosexualität und Pädophilie entgegenzutreten,
in Ehren, aber es wird nichts fruchten, denn ihm würde von zwei relevanten Personengruppen widersprochen
werden: – Pädophile selbst neigen (nicht alle, aber viele) dazu, ihre Neigung als der „normalen“ Sexualität
ebenbürtig darzustellen, und leugnen strikt die Bedeutung des Machtgefälles. Einige wenige mögen das
selbst glauben bzw. bei einigen wenigen mag das sogar stimmen; das Gros allerdings möchte das einfach
leugnen, obwohl amn sich darüber im Klaren ist. Wobei „Macht“ bei tatsächlichen sexuellen ÜBERGRIFFEN
gegenüber Kindern wohl eine weitaus wichtigere Rolle spielt als bei bloß empfundener Pädophilie (auch
das gilt es ja sorgfältig zu unterscheiden). – Die, die Sie aufklären möchten, haben ein profundes
Interesse daran, möglichst alles, was „irgendwie eklig“ ist oder auch nur klingt, zu einem widerlichen
Brei zusammenzurühren, um noch angeekelter ihre Abscheu ausdrücken zu können. Differenzierung ist da
nicht erwünscht, weswegen ja auch grundsätzlich jeder Homosexuelle ein „Arschficker“ zu sein hat. Glauben
Sie mir. Was Sie sagten, wurde hier nämlich nicht zum ersten Mal vorgebracht, lässt sich auch in allen
seriösen Quellen nachlesen. Man will’s nur einfach nicht wissen, es könnte ja den Vollrausch der Vorurteile
schüren. Was lustig ist, wenn man bedenkt, dass der prozentuale Anteil Homosexueller unter katholischen
Priestern höher ist als in der Gesamtbevölkerung…
#144 deusexmachina 21:17:54 | Mittwoch, 5. April 2006
@FELLO Da bin ich anderer Ansicht – nicht, was das Jenseits angeht, da stimme ich mit Ihnen überein,
wobei allerdings unsereins nicht mit derselben hämischen Vorfreude auf vermeintliches (zu) späte Einsicht
Andersdenkender herumgrinsen kann – wer sich in seine Atome auflöst und keine Seele hat, der hat auch
nichts, was Häme empfinden kann. Derlei edle Gefühle bleiben für die Apologeten der Unsterblichkeit
reserviert. Aber Sie verkennen den Einfluss religiöser Lobbies in der Gesellschaft, nicht nur bei den
C-Parteien. Gucken Sie einmal über den großen Teich und erzittern Sie bei der Vorstellung, hierzulande
könnten einmal verbohrte Kreationisten ähnliche Volksverdummung durchzusetzen versuchen, wie das dort
der Fall ist. Schauen Sie nach Italien oder Südamerika, wo es für Politiker unsäglich schwer ist, Politik
gegen kirchliche Ansichten zu machen. kreuz.net selbst gibt einen guten Einblick in das, was uns erwarten
würde, wenn wir nicht aufmerksam nach derlei Attacken auf Vernunft und Freiheit Ausschau halten. Kein
Vertun: Soll doch jeder glauben, was ihn selig macht (oder was er auf dem Weg dorthin als richtig empfindet).
Ich will das niemandem nehmen. Aber die extremeren Vertreter der Religionen setzen ja eben alles daran,
dass möglichst alle IHREN jeweiligen Gesetzen unterworfen zu sein haben. @Kreuzritter Ihnen ist klar,
dass Ihre eben gemachte Aussage keiner großen Bösartigkeit bedarf, um als „Ich glaube, damit ich nicht
(selber) denken muss“ aufgefasst zu werden?
#140 deusexmachina 20:34:58 | Mittwoch, 5. April 2006
@Kreuzritter Das Problem in dieser Dogmatik-Argumentation ist ihr reflexiver Charakter: Dass „alle verkündeten
Dogmen Gültigkeit haben“ ist ja seinerseits ein Dogma. Mithin ist Ihre Aussage logisch inhaltsleer bzw.
redundant; sie entspricht der Aussage eines autoritären Elternteils: „Das ist so, weil ich das so sage“
und besagt letzten Endes genau gar nichts. Der einzige Informationsgehalt einer solchen Mitteilung besteht
in der Feststellung, dass man sich als Teil der als „katholisch“ bekannten Religionsgemeinschaft nur dann
qualifiziert, wenn man diese Behauptung als wahr akzeptiert. Über die Wahrheit des Anspruchs an sich
besagt das nichts, es ist kein Argument, kein Beleg, kein Beweis, sondern lediglich eine Schilderung der
in Ihren Kreisen gängigen Gepflogenheiten. Diese sind so angreifbar wie jede andere Behauptung auch;
UNangreifbar sind Sie nur für den Fall, dass der Angreifende sich selbst als Teil der katholischen Gemeinschaft
begreift bzw. begreifen will und sich diesen Regeln unterwirft. Nach außen aber: Irrelevanz pur. Übrigens
ist Ihnen durchaus bekannt, dass auch theologisch Stimmen (auch katholische Stimmen) laut wurden und werden,
die den vermeintlich sündhaften Charakter von Homosexualität bzw. dessen Herleitung aus der Bibel in
Abrede stellen.
#33 deusexmachina 20:23:47 | Mittwoch, 5. April 2006
@Benedikt Im Rahmen Ihrer Alkoholismus-Analogie stimmt Ihr „Zerlegen der Prämisse“ natürlich. Das logische
Problem daran : Sie bauen Ihre Analogie auf der Basis einer unberechtigten Prämisse auf ;) Indem Sie
„Alkoholismus“ analog zu „Homosexualität“ betrachten, unterstellen Sie der Homosexualität Krankheitscharakter.
Diesen hat sie aber nach wissenschaftlicher Meinung nicht, weil sie ganz einfach die Kriterien einer „Krankheit“
nicht erfüllt: Eine „Krankheit“ ist eine physische oder psychische Beeinträchtigung – das deckt sich
nicht mit der Beobachtung glücklicher und zufriedener Homosexueller. Eine Krankheit steht im Kontrast
zu einem davon abweichenden Zustand der Gesundheit – die meisten Homosexuellen würden sich aber keineswegs
als „gesünder“ empfinden, wenn sie nicht mehr homosexuell wären, sie erstreben die angebliche „Gesundung“
gar nicht, womit sie diese Bezeichnung nicht verdient hat. Selbstverständlich gibt es Homosexuelle, die
sich aufgrund ihrer Homosexualität beeinträchtigt oder sogar krank fühlen, was dann aber in erster
Linie daran liegt, dass eine intolerante Umgebung ihnen diese Zweifel eintrichtert. Nun mag es auch (psychische)
Krankheiten geben, die sich in einer Schadwirkung für ANDERE äußern (etwa Kleptomanie oder – ausgelebte –
Pädophilie), aber diese sind ja bei Homosexualität auch nicht vorhanden. Oder konkret WEM schadet ein
Schwuler durch sein Schwulsein? Sie sehen: Im Rahmen Ihrer Analogie haben Sie Recht. Nur Ihre Analogie
an sich ist falsch ;)
#26 deusexmachina 19:26:15 | Mittwoch, 5. April 2006
2 Infos @Rudolfsohn Homosexualität ist exakt genauso „erworben“ wie Ihr Interesse an und für Frauen
(das ich hier ‘mal unterstelle). Denken Sie darüber nach. @FELLO Bestellt – geliefert: Website Title:
kreuz.net – katholische nachrichten Meta Description: Katholische Nachrichten über Kirche, Papst, Kardinäle,
Bischöfe und Priester für den deutschen Sprachraum. Meta Keywords: Nachricht, Nachrichten, Information,
Informationen, Religion, Religionen, Gott, Kirche, Kirchen, katholisch, katholische, Vatikan, Papst, Päpste,
Kardinal, Kardinäle, Bischof, Bischöfe, Priester, Bibel, Theologie, Abtreibung, Mord Response Code:
200 SSL Cert: localhost expires in 1638 days Alexa Trend/Rank: The lower the rank the better. 309,763
(1 Month) 313,030 (3 Month) […] Server Type: Apache/2.2.0 (Unix) mod_ssl/2.2.0 OpenSSL/0.9.8a DAV/2
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Oldest: 2004-09-30 Newest: 2006-04-05 Record Type: Domain Name Monitor: Monitor or Backorder Wildcard
search: ‘kreuz’ in all domains. Other TLDs: .com .net .org .info .biz .us X X X X X [1 available domains]
Name Server: NS1.KREUZ.NET NS2.KREUZ.NET ICANN Registrar: GO DADDY SOFTWARE, INC. Created: 14-may-2002
Expires: 14-may-2011 Status: REGISTRAR-LOCK Also in Dallas, nicht in deutschland. Raten Sie ‘mal, warum…
#15 deusexmachina 19:18:31 | Mittwoch, 5. April 2006
Dreierlei @Athanasius Mit Verlaub: Die Aussage, ein Jude könne nicht antisemitisch sein, wird von der
Wirklichkeit vielfältig widerlegt. Es sind übrigens gerade die selbsternannten Ultradeutschen, die gerne
ihren Gegenspielern aus dem linken Spektrum „Deutschanhass“ unterstellen und damit belegen, dass sie es
durchaus für möglich halten, einer Gruppe anzugehören und diese gleichzeitig zu verabscheuen (inwieweit
diese Zueignung dann auch zutrifft, ist wieder eine andere Sache). Bei Personen wie Finkelstein sollte
man einfach ‘mal ganz nüchtern darüber nachdenken, ob seine spezielle Variante der Äußerungen ihm
nicht ganz einfach persönlich vorteilhafter sind als Philosemitismus? Nicht wenige Menschen sind immerhin
ganz banal käuflich, und wir könnten ja ‘mal darüber spekulieren, wieviele ausgewiesene Tradis hier
gegen die Zahlung einer beträchtlichen Summe – mindestens nominell – zum Protestantismus konvertieren
würden? @Institoris Insoweit Polen von jüdischen Hinterlassenschaften profitiert haben (etwa in Form
der Übernahme von jüdischen ENteignungen, die in deutschen Reichsbesitz übergingen), haben selbstverständlich
Polen als Nutznießer dafür aufzukommen. @Bonifatius Die Fragen, welche Entschädigung berechtigt bzw.
angemessen wäre und die, welche vom Zahlenden verkraftbar wären, sind separat voneinander – und vor
allem: nacheinander – zu behandeln.
#10 deusexmachina 17:30:09 | Mittwoch, 5. April 2006
@Elendester Sünder „Jüdische Geldforderungen“ – eher übrigens als „Wiedergutmachung“ bezeichnet – sind,
im Kontext der umfangreichen Raubzüge an jüdischem Besitztum, grundsätzlich als berechtigt anerkannt.
Was man kritisieren kann, ist, wenn in diesem Rahmen ein Bereicherungsdenken zu beobachten ist; auch Juden
sind ganz normale Menschen und so sehr auf den eigenen Vorteil bedacht wie jeder andere auch. Man sollte
sich allerdings darüber im Klaren sein, dass man sich solchen Überlegungen mit einer gewissen Sensibilität
nähern sollte, was von entsprechenden Interessenvertretern nur zu gerne – ich unterstelle: bewusst provokant –
unterlassen wird. Und „Judäer“ ist nicht „diffamierend“? I beg to differ. Für so ziemlich jede Gruppierung
gibt es korrekte, offiziell verwendete Bezeichnungen. Wenn jemand, in Kenntnis dieser Begriffe, diese
NICHT verwendet, dann hat er einen Grund. Welcher könnte das wohl sein? Welchen Grund hätte z.B. jemand,
Deutsche nicht als „Deutsche“, sondern als, sagen wir, „Germanskis“ zu bezeichnen? Oder „Krauts“? Was
„diffamierend“ ist, ist sehr unterschiedlich. Ein Esel etwa ist ein Tier wie jedes andere – und dennoch,
würde ich Sie so nennen, Sie würden sich diffamiert fühlen. Auch eine Anrede als „miesester Sünder“
würde Ihnen vermutlich aufstoßen, obwohl „mies“ und „elend“ nicht weit auseinander liegen – es liegt
ganz einfach daran, dass ich erkennbar ihrem Willen, so und nicht anders genannt zu werden, trotzen würde…
was eben gerade nicht ein Zeichen der Achtung ist.
#134 deusexmachina 17:18:19 | Mittwoch, 5. April 2006
@Abu & private-notes @Abu Ich kann mir nicht helfen aber im konkreten Kontext halte ich die Formulierung
„Kinder im engeren Sinne“ für (vermutlich unbeabsichtigt) anstößig… ;) @private-notes Sie haben Recht.
Wenn mehr Leute wie Benedikt wären (und vor allem: argumentieren würden), könnte man den Katholizismus
glatt als ernstzunehmende Alternative betrachten, immerhin belegt er, dass Katholizismus nicht mit Geist-
und Niveaulosigkeit einhergehen muss. Leider gehen seine Beiträge im speicheltriefenden Hassgestammel
der Ultratradis oft unter. Vielleicht könnte man die kreuz.net-Redaktion ermutigen, Benedikts Beiträge
mit gelber Unterlegung optisch hervorzuheben (wohingegen ich bei manchem anderen die Farbgebung „weiß
auf weiß“ oder, oft passender, „braun auf braun“, bevorzugen würde)?
@Athanasius Nicht selten liegt der Kern der Sache in einer Nuance. Man kann beispielsweise problemlos
israelische Politik kritisieren. Man kann, ohne ethisch verwerflich zu handeln, Negativaspekte des Zionismus
herausarbeiten. Auch den jüdischen Glauben kann und darf man – genau wie den katholischen – kritisieren,
sogar für falsch halten. Was man, speziell als öffentliches Medium, NICHT darf, ist, obskure Verschwörungetheorien
zu verbreiten, gewürzt mit zweifelhaftem Vokabular (was genau sollen denn „Judäer“ sein? „Irgendwas
mit Juden“ war wohl gemeint, als gezielte Verquickung von Glaube, Volk, Staat und Kultur, was man als
Antisemit ja sowieso gerne alles zu einem Kladderadatsch zusammenrührt). Ich halte nichts von der schnell
bemühten Antisemitismuskeule. Umgekehrt halte ich aber auch nichts davon, berechtigter Kritik an grenzwertigen
Äußerungen mit der „Antisemitsmuskeulen-Keule“ zu begegnen. Was das Evangelium angeht: Ich denke nicht,
dass das Evangelium an sich „antisemitisch“ ist. Kaum zu leugnen ist jedoch, dass die frühe Kirche daraus
heraus einen Antisemitismus entwickelte und viele Jahrhunderte mit dem Quatsch, die Juden hätten den
Heiland ermordet (und peinlich berührtem Verschweigen des Umstands, dass er unangenehmerweise selbst
Jude war), hausieren ging. Das ist nun einmal eine Altlast, der man sich stellen muss – und es im Übrigen
auch weithin tut. Nur leugnen sollte man es nicht, das wirft ein bedenkliches Licht auf den Leugnenden.
#16 deusexmachina 16:48:48 | Mittwoch, 5. April 2006
Bemerkenswert entlarvend Es ist allgemein bekannt, dass Menschen am meisten Angst vor Dingen haben, von
denen sie sich unmittelbar bedroht fühlen. Nun bedroht ein Homosexueller niemanden unmittelbar, denn
schließlich spielt sich Homosexualität – das liegt in der Natur der Sache – unter Homosexuellen ab.
„Bedroht“ kann sich also nur der fühlen, den eine tiefe Sorge umtreibt, er könne möglicherweise, bei
hinreichender Konfrontation mit Homosexuellen, selbst vom verabscheuten „anderen Ufer“ angezogen werden.
Also, ich sag’mal so: Ich habe ein extrem entspanntes Verhältnis zu Homosexuellen, bin sehr zufrieden
mit meiner heterosexuellen Männlichkeit und sehe keinen, wie immer gearteten, Anlass zu irgendeiner Sorge.
Umgekehrt zelebrieren die Kreuznetter eine panische Stimmungsmache, die ich nicht anders erklären kann
als mit der – vermutlich nicht unberechtigten – Sorge, irgendwann der eigenen, homoerotischen Neigung
nicht mehr Herr werden zu können. Wer nichts zu befürchten hat, fürchtet auch nichts. Wer fürchtet,
hingegen… nicht wahr? Übrigens: „Homo-Kritiker“ ist eine etwa so sinn- und ehrenvolle (für den Äußernden)
Vokabel wie „Negerkritiker“, „Judenkritiker“ oder „Linkshänderkritiker“.
#55 deusexmachina 14:03:21 | Dienstag, 4. April 2006
An die beiden aufrechten Kameraden @Malachias Sie scheinen in einem anderen Deutschland zu leben als ich –
in meinem Deutschland ist es problemlos möglich, sich eine antiquarische Originalausgabe des wenigst
gelesenen Bestsellers aller Zeiten zu besorgen; meine ist von ‘43. Der Verkauf ist übrigens NICHT verboten
(es ist eine Urheberrechtsfrage; der bayerische Staat als Erbe Hitlers hat das Copyright und erlaubt keinen
Nachdruck… aber das läuft eh’ dieses Jahr aus). Leider steht sie zuhause, aber seien Sie versichert:
Der Unterwerfungs- und Vernichtungsfeldzug, speziell gegen die „östlichen Völker“, ist dort minutiös
beschrieben, bis hin zu den Plänen, wie man die Unterjochten anschließend dumm zu halten gedachte. Dito
der Sozialdarwinismus, den er selbst allerdings nicht so bezeichnet. Das Verzweifeln am deutschen Volk
entstammt den Erinnerungen eines seiner Vertrauten aus dem Bunker, ich müsste nachsehen, in welchen der
X Bücher das genannt wird. Allerdings passt es auch exzellent in Hitlers Psychoprofil, so dass wenig
Chancen bestehen, dass dieses Zitat nicht authentisch sein könnte. So war der GröFaZ halt: Alles oder
nichts. @Kreuzritter Sie vergleichen Äpfel mit Birnen bzw. Wehrmachtssoldaten mit Homosexuellen (als
ob sich das ausschlösse!). Kommt noch Substanz oder blödeln Sie einfach nur deutschtümelnd daher? Wenn
Sie meinen, sich mir gegenüber mit dem Eintreten für die Gottesfürchtigkeit und Ehre der Wehrmacht
aufplustern zu müssen – lassen Sie’s einfach, sonst blamieren Sie sich wie Herr Kugler.
#56 deusexmachina 13:43:01 | Dienstag, 4. April 2006
@deepthought Hehe, beim Lesen unserer beiden Postings eben (Ihres erschien, während ich meines noch tippte)
musste ich dann noch einmal grinsen… ;O) Aber, wissen Sie, ich glaube, so schmutzig wie die kugelige
Phantasie kann homosexuelle Erotik kaum je werden. [v.d.Red.zens.]
#51 deusexmachina 12:51:05 | Dienstag, 4. April 2006
@Kreuzritter Benedikt hat Recht. Vom GröFaz ist aus seinen letzten Tagen überliefert, dass er zu der
Auffassung gekommen war, das deutsche Volk hätte versagt und daher ein Überleben nicht verdient – so
viel dann also zur vorgeblichen „Vaterlandsliebe“ des größten Verbrechers, der je in Deutschland lebte.
Im übrigen haben Ihre Ratschläge ja schon Tradition, nicht wahr? Stand doch schon auf dem Koppelschloss
damals… „Gott mit uns!“ (…nach Stalingrad und El Alamein) Mancher lernt’s nie, aber Ihr Nickname deutet
das ja bereits an, ohne, dass man noch groß was von Ihnen zu lesen braucht. Ach ja, die gute alte Zeit,
was, wie? Hm? „Man sah zur Rechten und zur Linken, je einen…“, nun, ich bin sicher, das ist bei Ihnen
zuhause auf die Schlummerrolle gestickt. In Fraktur natürlich. Oder doch Sütterlin?
#47 deusexmachina 12:42:42 | Dienstag, 4. April 2006
Lieber (!) Wolfgang Kugler YOU MADE MY DAY! Ich darf Sie zitieren: „deusexmachine bsp.weise bedeutet wohl
Gottsexmaschine. Wenn wir uns sowas auf Euren Homowebsites erlauben würden [blafasel…]“ Das nennt man
dann wohl „sich selbst heftig ins Knie schießen“, wie? Besser hätten Sie Ihre sexuelle Fixation kaum
dokumentieren können, als indem Sie sogar hier, auf einer Site, wo es a) mindestens nominell um Gott
geht und b) die lateinischen Zitate typischerweise dutzendweise fallen, in erster Näherung bei meinem
Nickname „irgendwas mit Sex“ assoziieren. Naja, und in Sachen „Bildung“ sollte man von Ihnen offenbar
auch nicht gerade das pralle Leben erwarten, scheint’s. Das nenne ich dann ‘mal eine Blamage feinster
Güte, bei der wahrscheinlich nicht wenige hier breit schmunzeln dürften *ggg* Sie seien auf das Allerfröhlichste
auf wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Deus_ex_machina verwiesen *ambodenkugelvorlachen* P.S.: Ich bin so
schwul wie Sie, angesichts Ihrer bestaunenswerten Assoziationsketten vermutlich weniger. Ich mach’ darum
nur nicht so ein gewese, und vor allem: Ich lasse andere leben (und lieben), wie DIE es für richtig halten.
Der Nachteil dabei: Ich sage seltener so lustige Sachen wie Sie… ;)
#39 deusexmachina 12:04:59 | Dienstag, 4. April 2006
@Benedikt78 Nun ist es ja kein spezifisch homosexuelles Phänomen, dass einem Exemplare der eigenen Gattung,
die mit einem selbst irgendeine Gemeinsamkeit haben, peinlich sein können – und das macht auch keinerlei
Aussage sowohl über die Gattung als auch das gemeinsame Merkmal. Schauen Sie ‘mal, ich als Deutscher
z.B. würde mich für einen Landsmann wie diesen Herrn Kugler in Grund un Boden schämen – was sagt das
über die Deutschen aus? Richtig, gar nichts, außer vielleicht der nun nicht wirklich brisanten Neuigkeit,
dass nicht alle davon gleich sind (wenn ich auf Herrn Kuglers Chauvi-Schwulst gucke: zum Glück!). Homosexuelle
sind so wenig eine homogene Masse wie Heterosexuelle. Oder Deutsche. Oder Rechtshänder. Oder Katholiken.
Nur ignoriert man das hier bei kreuz.net geflissentlich – und da ich die kreuz.net-Redakteure nicht allesamt
für dumm bis grenzdebil halte, muss ich hier wohl oder übel Böswilligkeit unterstellen (oder wie nennt
man das, wenn man wider besseren Wissens die Unwahrheit verbreitet? „Falsches Zeugnis“ ‘mal wieder? Ach,
wie christlich…). Also, klar heraus: Manche Schwulen nerven. Auch mich. Auch andere Schwule. Das wiederum
ist vollkommen natürlich, denn Sie werden an sich selbst feststellen können, dass es nicht wenige „Heten“
gibt, die IHNEN auf den Zeiger gehen (vielleicht ja ich?). Worauf lässt das im Hinblick auf Heterosexualität
an sich schließen? Right: Auf gar nix. Warum tut man’s dann?
#62 deusexmachina 10:41:29 | Dienstag, 4. April 2006
@28.IX-28.X 1. bestreite ich, das Sie auch nur die geringste Kompetenz dazu zeigen, beurteilen zu können,
ob jemand „weit von den Freimaurern“ ist oder nicht. Sie haben weder von den Freimaurern noch von mir
auch nur den Hauch einer Kenntnis, blähen aber die Backen, als ob Sie uns geradezu erfunden hätten.
2. Angenommen, es gäbe nur diesen einen, dreifaltigen Gott, dann sind Ihre Meinungen von ihm so relevant
wie die jedes anderen. Zwar gibt es immer wieder Einzelne und Institutionen, die *behaupten*, mehr als
nur eine „Meinung“ zu haben, allerdings ist niemand davon in der Lage, auch nur den geringsten Beleg für
diesen Anspruch vorzubringen. Das beinhaltet auch die katholische Kirche in toto und den Papst im Speziellen.
3. Das Tötungsverbot ist nicht deswegen richtig, weil es – angeblich – von Gott kommt, sondern, weil
es vernünftig ist. Deswegen ist es ja auch praktisch universell und religionsunabhängig anerkannt und
offensichtlich nicht der geniale Einfall eines einzelnen Gottes (man sagt, die alten Babylonier hätten
Mörder genauso wenig geschätzt wie die Chinesen der Han-Dynastie). 4. Was Sie nicht zu begreifen scheinen,
ist, dass meinetwegen Gottes Wahrheit über allem steht, nur blöderweise niemand zu Recht behaupten kann,
sie zur Gänze zu kennen. So lange uns das abschließende Mittel fehlt, wahr von falsch zweifelsfrei zu
trennen, täten auch Sie wohl daran, Dinge primär mit der Vernunft zu beurteilen. Könnte ja doch sein,
dass Ihr persönliches Gottesbild nicht ganz perfekt ist?
#29 deusexmachina 10:27:32 | Dienstag, 4. April 2006
@28.IX-28.X Kommen Sie ‘mal im „heute“ an, guter Mann. Homosexualität ist seit Jahren aus dem international
verbindlichen Krankheitenkatalog verschwunden, womit deutlich ist, dass die Wissenschaft Homosexualität
eben NICHT (mehr) als Krankeit ansieht. Dessenungeachtet gibt es natürlich auch unter Wissenschaftlern
Ewiggestrige, die wissenschaftliche Fakten und herrschende Meinungen im Interesse irgendeines verschrobenen
Privatweltbildes verbiegen – das sind dann die „Wissenschaftler“, auf die Leute wie Sie sich berufen.
Was genau interessiert Sie eigentlich an den sexuellen Präferenzen anderer Menschen? Ist das so ein Fetisch
von Ihnen oder ziehen Sie ganz allgemein über irgendeine Minderheit her? (Da wäre ich dann an Ihrer
Stelle allerdings vorsichtig, immerhin gehören Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von über 99.99% selbst
zu irgendeiner Minderheit.) Komisch, die einzigen Momente, wo mich „Schwulsein“ interessiert hat, waren
die, als ich die ersten Homosexuellen persönlich kennenlernte und einfach neugierig war… aber Sie hier
(das geht in die vereinte Tradirunde hier) zelebrieren das homoerotische Interesse ja intensiver, als
man das auf dem CSD erleben kann. Lernen Sie ‘mal ein bisserle Lässigkeit, sonst ziehen Sie Verdachtsmomente
auf sich, bei denen Ihnen die Zorn- und Schamesröte ins Gesicht steigen. Sie wissen schon, die Sache
mit den Kritikern und den Elchen.
#59 deusexmachina 10:16:22 | Dienstag, 4. April 2006
@28.IX-28.X: Sie legen gerade falsch Zeugnis ab wider Ihren Nächsten (also mich): 1. bezeichnen Sie mich
unrichtig als „Maurer“, der ich nicht bin (ich hatte auch nichts dergleichen angedeutet). 2. unterstellen
Sie eine Gleichsetzung, obschon ich ausdrücklich von „Schnittmenge“ gesprochen hatte, die es nachweislich
sowohl historisch gab (Stichwort „Deutsche Christen“) als auch hier bei kreuz.net zu finden ist (Herr
Brandenburgis kommt da schon recht nahe, aber ein paar andere sind schlimmer). 3. behaupten Sie: „Für
die FM. ist Katholizismus und NSDAP gleich.“, was ausgemachter Unsinn ist, wie auch Sie sehr genau wissen.
Ach ja, und dann sagen Sie noch: „Denn es gibt keine Freimaurer- Wahrheit, nur Gotteswarheit!“ Das ist
ja alles ganz prima, wenn da nur nicht das klitzekleine Problem wäre, dass Gevattern wie Sie – aus der
hohlen Hand heraus, wohlgemerkt – meinen, diese Gotteswahrheit zu 100% zu kennen und jeden (jeden der
MILLIARDEN anderen!), der anderer Auffassung ist, als dummen Trottel darstellen. Das bedeutet in der Praxis,
Sie nehmen sich selbst als göttlichen Maßstab wahr, und alles, was dem nicht entspricht, ist „unchristlich“.
Kann es noch eine größere Steigerung der Hybris geben? Was meinen Sie, wie hätte Jesus wohl Ihre Art
der Herangehensweise beurteilt?
#57 deusexmachina 09:11:33 | Dienstag, 4. April 2006
Jaja, die bösen Freimaurer Erzberger wurde allerdings nicht von Freimaurern, sondern von radikalem Gelichter
aus der rechten Ecke umgebracht – also genau jener Klientel, deren Sympathisanthen auch auf kreuz.net
gerne in dieselben Kerben hauen wie die Erzkatholiken hier, sofern sich da nicht ohnehin Schnittmengen
finden (was angesichts der bevorzugten Themenkreise nicht Wunder nimmt). Zudem werden Sie nun einmal damit
leben müssen, dass sich andere Denk- und Glaubensrichtungen nicht an Ihre Defintion von „Jesu Lehre“
gebunden fühlen. Das braucht Sie nicht weiter zu stören, schließlich wollen Sie ja kein Freimaurer
werden. Woher Sie aber die Chuzpe nehmen, anderen vorschreiben zu wollen, was sie für richtig zu halten
haben, ist mir unerklärlich. Eines ist jedenfalls sicher: Selbst, wenn Sie wollten, würde man Sie mit
einem derart ausgeprägten Chauvinismus schwerlich bei Freimaurers unterkommen lassen.
#55 deusexmachina 08:09:14 | Dienstag, 4. April 2006
@Andreas Korrigieren Sie mich, falls ich irren sollte, aber… versuchen Sie als Nichtfreimaurer gerade
einem Freimaurer zu erklären, was Freimaurer sind? Und ist Ihnen das so gar nicht peinlich, irgendwie?
Davon abgesehen: Die Protestanten haben das „Rosinenpicken“ nicht erfunden – wenn Sie ‘mal einen Blick
auf den Prozess der Kanonisierung in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung werfen wollen – da
haben Sie massenhaft davon. Wovon die Protestanten allerdings bewusst weg wollten, dass ist der ganze
dogmatische Kladderadatsch drumherum, der nur unter größten Mühen (wenn denn überhaupt) „irgendwie“
auf die Schrift zurückzuführen ist. Wenn Sie so wollen: Der Protestantismus verhält sich in Sachen
„Lehre“ zum Katholizismus wie unser hiesiges, recht abstraktes, Rechtssystem zum organisch wachsenden
„case law“, wie man es in Großbritannien kennt. Beides hat, wohlgemerkt, seine Vorzüge bzw. Nachteile.
Der Katholizismus protzt mit ungeschlagener Tradition, hat dafür aber das massive Problem, dass er keine
jemals dogmatisch verankerte Lehre zurücknehmen kann. Der Protestantismus ist aufgeklärter / flexibler,
aber ihm fehlt die tiefe Verwurzelung. Traditionalisten legen naturgemäß mehr Wert auf Letzeres, werden
dafür aber mit kaum überwindbaren, logischen Widersprüchen konfrontiert.
#46 deusexmachina 07:18:47 | Dienstag, 4. April 2006
@Malachias Beim Stöbern hier entdeckt man doch immer wieder ungeahnte Schätze – so etwa Sie, der Sie
allen Ernstes die „Protokolle der Weisen von Zion“ für bare Münze nehmen. He, pst, ich hab’ da noch
etwas für Sie: Ein original Necronomicon, das *Echte*! Zugreifen! *rotfl* Zum Thema „Sakrileg“: Das Buch
ist ein genialer Thriller, das ich gerne mit „Das foucaultsche Pendel, auf 48 Stunden verkürzt“ umschreibe.
Großartige Unterhaltung vor farbigem Hintergrund – das war’s. Allerdings: Die Hypothese mit Jesu Sohn
mag unwahrscheinlich sein – aber objektiv betrachtet ist sie x-mal plausibler als Jungfrauengeburt und
Auf-dem-Wasser-Wandeln. Insofern wäre ich vorsichtig damit, hier „sachliche“ Kritik zu üben, das könnte
ein Rohrkrepierer werden. Man darf gespannt sein, was hier erst los ist, wenn auch noch Dan Browns „Illuminati“
verfilmt wird… das Buch spielt unmittelbar im Vatikan und dreht sich um die Papstwahl… *g*
#19 deusexmachina 03:18:29 | Dienstag, 4. April 2006
@Stimme aus dem Tradiland kreuz.net würde gerne dort sein, wo kath.net ist, unter Beibehaltung des eigenen
Stils. Dummerweise ist dieser Stil (das unten gefallene Stichwort „Räuberpistolen“ trifft es) einerseits
der einzige Grund, warum diese Site überhaupt nennenswerte Zugriffe erzielt (Hetze ist eben publikumswirksam –
sowohl für die Hetzer als auch die, die sich über die Hetze empören), gleichzeitig aber auch das K.O-Kriterium
dafür, warum kreuz.net nie auch nur ansatzweise eine ähnliche Respektabilität erreichen wird. Eine
passendere Analogie wäre vielleicht die zwischen „FAZ“ und „BILD“. Sie dürfen raten, wer da was repräsentiert.
„Toll“ ist kreuz.net doch nur für Leute wie Sie, die sich ohnehin selbst an den Rand (oder außerhalb)
der eigenen Religionsgemeinschaft gestellt haben, und nun gierig all das Wenige aufsaugen, das diese Außenseiterposition
stärkt. Und immerhin: Außer Schwulenhetze und Weltuntergangsgebrabbel brilliert kreuz.net in der Tat
in der beliebten Disziplin des Sich-und-Gleichgesinnten-unmotiviert-auf-die-Schulter-Klopfens, Sie übrigens
immer vorne mit dabei (Sie sehen, ich lese hier schon eine Weile mit).
#23 deusexmachina 03:09:00 | Dienstag, 4. April 2006
Vollkommen logisch Da fragen manche, warum denn die armen Katholiken Zielscheibe wären (und nicht die
Juden etc.). Wissen Sie das *wirklich* nicht? Zum einen sind Katholiken hierzulande immer noch vergleichsweise
(nominell) zahlenstark, ergo auch unter den Zuschauern zu vermuten. Witze über kleine Splittersekten
sind weniger attraktiv, weil der Durschnittsbürger weniger Bezug zu ihnen hat. Wie lustig ist ein Jux
über die Mormonen? In Salt Lake City mag das ein Brüller sein; hierzulande gähnt man nur oder zuckt
ratlos mit den Schultern. Tja, und dann sind Katholiken, speziell in der Tradi-Variante, nun einmal zum
Brüllen *komisch*. Geben Sie sich ‘mal einen Rück, üben Sie jüdischen Humor, der darin brilliert,
über sich selbst lachen zu können. Aber genau diese weitgehende Unfähigkeit macht ja eben die Attraktivität
von Witzen über die Kirche aus: Gerade *weil* man sich dort so gerne bierernst und „würdevoll“ gibt,
ist es ein Hauptspaß, das durch den Kakao zu ziehen, wie man das mit allem gerne macht, das so eingebildet
seriös daherkommt, aber in Wahrheit so sehr menschelt wie alles andere auch. Zum Vergleich: Es gibt x-tausend
Witze über die Bundeswehr (die ja nun eine ernste Sache ist / sein will), aber kaum welche über Zirkusclowns.
Warum wohl? Und jetzt lassen Sie ‘mal die weinerliche Selbstbejammerung á la „wir armen Katholiken!“
sein und freuen sich lieber, dass man darüber überhaupt noch Scherze macht, statt Sie so weitgehend
zu ignorieren wie z.B. die Wachturmgesellschaft.