Dienstag, 4. April 2006 02:57
Lesername: deusexmachina
Beiträge: 734
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Donnerstag, 28. September 2006 20:51
deusexmachina: @Breze – Ja, aber natürlich… und doch nicht
„Das Freimaurertum ist eine weltanschauliche“

Ja.

„pseudoreligiöse Vereinigung“

Nein.

Bloß, weil irgendwelche Kirchenchefs das sagen, ist das noch lange nicht so. Und die allerwenigsten Freimaurer würden das selbst so sehen, insbesondere die nicht, die selbst Katholiken sind. Woher genau nehmen Sie die Kompetenz, eine solche Zuordnung vorzunehmen?

Ich finde es mehr als nur ein bisschen irritierend, was so alles als „pseudoreligiös“ bezeichnet wird. Das ist doch lediglich ein (durchschaubarer) Kunstgriff, um zu sagen: „Sie machen dasselbe wie wir, nur nicht so gut.“ Das ist erstens eine völlig subjektive Wertung und zweitens in vielen Fällen objektiv falsch. Mancher geht ja sogar so weit, Atheismus und Agnostizismus „pseudoreligiös“ zu nennen, was nun wirklich absurd ist.

„deren Lehre meines Erachtens eben doch eine Konkurrenz zu Lehre der Kirche darstellt, ja ihr sogar widerspricht.“

Dem würden katholische Freimaurer energisch widersprechen – mit dem Bonus, beide Seiten zu kennen, und das nicht bloß vom Hörensagen.

„Wenn die Freimaurerei Lehren vertritt, die der kirchlichen Lehre diametral entgegenlaufen, so kann es durchaus sein, dass man nicht beides gleichzeitig sein kann.“

Das ist aber nicht die Frage. Die Frage ist vielmehr, ob die Freimaurerei das tut. Sie und Benedikt haben natürlich völlig Recht: Wenn. Nur tun Sie so, als sei es gesichertes Faktum, dass. In Wirklichkeit ist es lediglich eine von kirchlicher Seite nimmermüde repetierte Meinung.
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Donnerstag, 28. September 2006 18:59
Mit ähnlicher Begründung könnten Sie die Mitgliedschaft in einer politischen Partei als unvereinbar mit dem katholischen Glauben bezeichnen. Oder in einer Gewerkschaft. Oder einem engagierten, gemeinnützigen Verein. Oder, oder, oder…

Diejenigen, die sowohl Katholiken als auch Freimaurer sind, können es offenbar vereinbaren – warum ficht es Sie, die Sie doch gar nicht zu beidem gehören, dann an? Wo ist Ihr Problem? Von Ihnen verlangt es doch niemand, und dass Sie die Situation lediglich einseitig und – was die Freimaurer angeht – vergleichsweise uninformiert beurteilen können, das wissen Sie doch selbst bzw. müssten Sie wissen.

Auch der Begriff „Doppelleben“ unterstellt wieder, dass da konkurrierende, miteinander unvereinbare Aspekte zum Tragen kämen – aber wie wollen Sie das denn, auf der Basis bloßer Gerüchte, beurteilen wollen? Und sogar noch den Anspruch erheben, es besser beurteilen zu können als jene, die beide Aspekte kennen und durchaus vereinbaren – und im Hinblick auf das „Doppelleben“ wohl weit überwiegend allenfalls nachsichtig lächelnd den Kopf schütteln würden?
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Donnerstag, 28. September 2006 18:05
deusexmachina: @Benedikt – Lampenschirme
Angesichts der Tatsache, welche Monströsität solche Erzeugnisse darstellen würden, wenn sie denn real wären, ist die Quellenlage äußerst spärlich. Im KZ Buchenwald wurde noch bis vor ein paar Jahren ein solcher Lampenschirm als Ausstellungsstück gezeigt; mittlerweile ist er herausgenommen, was auch nicht eben für seine Echtheit spricht.

Eine gute Seite zu dem Thema finden Sie hier – vor ein paar Jahren war ich in dem Thema mehr drin, da hätte ich Ihnen leichter noch ein paar Quellen servieren können.

Wenn Bormann so etwas sagte, kann das eine seriöse Quelle sein – muss aber nicht. Denn ob seine Kameraden da wirklich das hatten, als was sie es ausgaben, oder ob man sich nur gegenseitig darin übetrumpfen wollte, maulheldisch die Nummer vom Ultranazi zu geben, das weiß heute kein Mensch mehr. Die meisten hätte der gedanke, da eine Lampe aus Menschenhaut zu haben, wohl durchaus angeekelt.
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Donnerstag, 28. September 2006 17:50
deusexmachina: @Benedikt – Witzlos
Sich als Beleg dafür, dass Einstellungen inkompatibel mit dem katholischen Glauben sein können, ohne selbst Religion zu sein, ausgerechnet den Atheismus herauszupicken, ist schon derb. Böse ausgedrückt: Stellen Sie sich doch nicht dumm, das sind doch Kinderspiele.

Das Beispiel mit dem Kommunismus ist da schon zielführender – und doch: Wollen Sie bestreiten, dass es auch zu jenen Zeiten Menschen gab, die sich – zu Recht! – als sowohl kommunistisch als auch katholisch begriffen haben? Um das bestreiten zu KÖNNEN, müssten Sie überhaupt erst ‘mal die Definitionshoheit sowohl über „katholisch“ als auch über „kommunistisch“ haben – mit Verlaub und bei aller Wertschätzung, das haben Sie nicht.

Kommt hinzu, dass, wenn man Anhänger dieser oder jener Anschauung ist, das ja keineswegs heißen muss, dass man zu 100% die Lehrmeinung vertritt (so es denn überhaupt eine solche gibt), was ggf. gerade die tatsächlich widersprüchlichen Aspekte der Anschauungen X und Y betrifft.

Jedenfalls, bevor man über angebliche und sowieso immer nur einseitig behauptete Unvereinbarkeiten zwischen Freimaurertum und RKK sinniert, sollte man m.E. erst’mal über dasselbe im Hinblick auf RKK und Rechtsextremismus nachdenken, ein speziell in Bezug auf kreuz.net ungleich relevanterer Zusammenhang. So viele Freimaurer hat’s hier ja nun nicht.
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Donnerstag, 28. September 2006 16:42
deusexmachina: O Mannomann…
@Ansgar

Ich sagte es bereits mehrfach, aber es gilt auch hier: Klugscheißen will gelernt sein. Ich sagte explizit: „das hier ist schließlich Toitschland“, das hat mit dem Schöpfer der Statue genau gar nichts zu tun, sondern lediglich mit dem Standort und den dort lebenden Menschen. Es ist ein bisserl(?) peinlich, wenn man jemandes Aussagen erst verdrehen muss, um sie dann pseudosüffisant korrigieren zu können.

Das derlei ad hominems regelmäßig auf den Äußernden zurückschlagen, ist Ihnen bewusst, nehme ich an? Spaß an der Selbstentblößung, Ansgar? Warum? Sie können doch auch anders?

@landorganist

Spätestens Sulpicius’ freudige Zustimmung: „Ich staune immer wieder, wie schnell Sie begreifen!“ hätte Ihnen aber sehr deutlich die geballte Ironie meines Beitrags klar machen müssen, oder? Ich meine, wenn Sulpi einem zustimmt, dann kann man es nur anders gemeint haben… ;O)

@Benedikt

Man muss natürlich nicht alles abreißen, verstümmeln und verstecken. Aber nachdenken sollte man doch. Jedenfalls ist das Thema keineswegs so absurd, wie kreuz.net es hier darstellen möchte. Auch beim Umgang mit den „Judensäuen“ sieht man das ja mittlerweile recht differenziert: Manche besonders üblen wurden entfernt, manche prangen heute noch unverändert an den Kirchen, und manche sind mit einem erläuternden Hinweisschild versehen (m.E. die beste Lösung, immerhin handelt es sich um Historie, die dadurch, dass man sie versteckt, ja nun auch nicht mehr geändert wird).
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Donnerstag, 28. September 2006 15:12
deusexmachina: Ist doch wohl kein Thema
Wenn an diversen Kirchen „Judensäue“ prangen können, dann kann ein einzelner Kanakenschädel ja wohl kaum das Problem sein. Und außerdem, wo kämen wir denn da hin, das hier ist schließlich Toitschland, da können wir uns über andere erheben, soviel wir lustig sind – in Gottes Namen! Wenn die sich darüber aufregen, na umso besser, wir wollen die ja eh’ nicht hier haben. „Ihr könnt nach Hause gehn…!“

Die sollen doch froh sein, die Muselmännchen, dass man es bei so nem Kopf hat bewenden lassen und nicht das gute, alte Gedicht illustriert hat:

„Man sah zur Rechten wie zur Linken
je einen halben Türken sinken.“


Ist doch wahr!

…oder doch nicht?
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Donnerstag, 28. September 2006 13:22
deusexmachina: @PietroParente
„Katholik oder Freimaurer!? Beides zusammen geht nich!!!“

Genau das ist der große Irrtum. Ihr Satz ist etwa so sinnvoll wie „Katholik oder Traubenesser!? Beides zusammen geht nicht!!!“. Es handelt sich um zwei völlig verschiedene Dinge, um Punkte auf verschiedenen Koordinatenachsen.

Noch’mal ganz langsam zum Mitschreiben und extra fett:

Freimaurerei ist keine Religion.

Ich habe nun schon mehrfach festgestellt, dass die etwas fundamentaleren Anhänger einer Religion größte Probleme damit haben, andere Weltanschauungen anders denn als ebenfalls Religionen anzusehen. Gewöhnen Sie sich das ‘mal bitte ab, das ist eine Unart, bei der Sie von sich auf andere schließen, ohne diese anderen zu verstehen.

Noch einmal:

Freimaurerei ist keine Religion.

Sie ist das so wenig wie Humanismus, Evolutionstheorie, Sozialdemokratie oder Zinnfigurensammeln.

Richtig ist, dass der Humanismus eine der tragenden Säulen der Freimaurerei ist. Unrichtig ist, dass Humanismus und katholischer Glaube einander ausschließen.

Der ganze Hickhack zwischen RKK und Freimaurerei (der weitestgehend von der RKK ausgeht, wohlgemerkt!) dürfte primär darauf zurückgehen, dass die RKK eifersüchtig auf andere (Macht-)Strukturen ist, die auch weltanschauliche Apsekte umfassen – das betrachtet sie als „ihr“ Terrain, da wird man gallig, da wird alles andere einfach in den Boden geschimpft, ganz gleich, mit welch lächerlichen Ammenärchen man dazu hantieren muss.
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Mittwoch, 27. September 2006 16:32
deusexmachina: Ach Käse!
„Die Saat geht auf“! „Kirchenhass“ (ß ist da nicht mehr, liebe Traditionalisten der Rechtschreibung)!

Sehen Sie sich doch ‘mal eine typische Telefonzelle an – wer, bittesehr, würde da auf die Idee kommen, von „Telekomhass“ zu schwadronieren (obwohl die Telekom bei vielen Leuten ähnlich beliebt ist wie die RKK)?

Das waren mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwelche Rowdies, denen’s fast egal war, *wo* sie randalieren, Hauptsache „Pahdie“. Kirchen bieten halt noch das zusätzliche Incentive, „irgendwie tabu“ zu sein, das ist alles. Mit „Kirchenhass“ hat das vermutlich überhaupt nichts zu tun.

Aber es ist ja immer toll, sich „unter Attacke“ zu wähnen, ja, danke, die billige Taktik kenn’ ich schon von einem anderen Herrn mit ausgeprägter Paranoia, der sich damit auch immer wichtig tun will.

Zählen Sie ‘mal lieber durch, wieviele solcher Rüpeleien es hierzulande in den vergangenen Jahren gegeben hat gegenüber

a) christlichen Kirchen
b) Moscheen
c) Synagogen

Dann reden wir weiter.
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Mittwoch, 27. September 2006 16:22
deusexmachina: @Benedikt
In der Tat, ich erwarte, dass ein Gläubiger methodisch ähnlich zu mir argumentiert – nur scheinen Sie nicht erfasst zu haben, WIE ich denn argumentiere. Sie erinnern sich, ich bezeichne mich selbst als Agnostiker? Das ist das, was mir die RATIO sagt. Vom GLAUBEN her bin ich Atheist. Das aber kann ich sowenig verargumentieren wie Sie das Gegenteil, also beschränke ich mich auf das, was ich nach allem Wissen, das wir haben, auch rational unterlegen kann. Ich GLAUBE, dass es keinen Gott gibt, aber ich WEISS, ihn niemand be- oder widerlegen kann. Subjektive Empfindung und objektive Wahrheit.

Und nichts anderes verlange ich von der „Gegenseite“: GLAUBEN Sie, was Sie wollen, aber in dem Moment, wo Sie über andere urteilen, sollten Sie sich um objektiv erfassbare Argumente bemühen, ansonsten wird man Ihren allein auf dem GLAUBEN basierenden Aussagen genau *SO* geringschätzig begegnen, wie Sie sich über anderer Leute GLAUBEN auslassen.

So simpel.

@Dr. Otterbeck

Und was ist das Großartige am Taufbefehl? Was an Christus ist „objektive Gegebenheit“? Merken Sie wirklich nicht, dass Sie lediglich Ihre Kirchenlehre herunterbeten, die für jeden Nichtchristen schlichterdings ein Märchen ist und jedenfalls nicht wahrer als seine jeweilige Weltanschauung?

Wie reagieren denn SIE, wenn ein Muslim mit derselben Inbrunst SEINE Lehre widergibt? Nehmen Sie das ernst? Kaufen Sie ihm das ab? Nein, das KÖNNEN Sie ja nicht. Sehen Sie – ich bei Ihnen auch nicht. Ist das denn so schwer zu verstehen?
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Mittwoch, 27. September 2006 15:38
deusexmachina: @Christian Hüller – Sie haben nicht verstanden
Es ist ein in der Tat erbärmliches Verhalten, eigene Schuld damit relativieren zu wollen, dass andere ja – angeblich – so viel schlimmer gewesen wären. Und es funktioniert auch nicht – oder wie, meinen Sie, würde ein Richter reagieren, wenn Sie ihm sagten: „Klar, Herr Richter, ich habe dem Kläger einen Finger abgeschnitten, na und? Der andere hat ihm die ganze rechte Hand abgehackt!“? Selbst unter der Maßgabe, dass es stimmen würde, glauben Sie ernstlich, das würde Sie als einen besseren Menschen dastehen lassen oder Ihre Strafe mindern?

Davon abgesehen, bleibt Ihre Behauptung, „Gesellschaften mit Gott sind offenbar weniger kriminell als solche ohne.“ eine bloße Behauptung. Sie erläutern ja noch nicht einmal, was Sie mit „mit Gott“ überhaupt meinen – Ihren Gott? Irgendeinen monotheistischen Gott? Oder einfach nur irgendeine Religion, irgendein beliebiger Kult?

Religionen bringen es mit sich, dass sie gewisse Verhaltensschemata propagieren – das KANN gut sein, muss es aber nicht (denken Sie ‘mal an die Menschenopferpraktiken der Azteken). Und selbst, WENN so ein Schema gut bzw. moralisch ist, ist immer noch sehr die Frage, wie ernst man es letztendlich nimmt und was nur Lippenbekenntnisse oder Äußerlichkeiten sind (wir erinnern uns: Hitler war – nominell – Katholik).

Nein, Herr Hüller, Religion an sich macht Menschen nicht messbar besser oder schlechter. Aber sie liefert einen der am leichtesten entflammbaren Gründe, sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen. „Mit Gott!“.
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Mittwoch, 27. September 2006 13:49
deusexmachina: @Dr. Otterbeck – Mit Verlaub
…das behaupten SIE!

„Da werden keine „Mysterien“ darstellerisch zur Aufführung gebracht, sondern es ereignet sich die Realpräsenz Christi.“

Diese Unterscheidung ist eine künstliche und eingebildete. Sie haben keine, aber auch nicht die geringste, Berechtigung dazu, dergleichen Wunder für den eigenen Ritus zu behaupten und gleichzeitig Mysterien im, sagen wir, Voodoo-Kult lächelnd abzutun.

Natürlich, es liegt in der Natur der Sache, DASS Sie das tun (Religion hat erschreckend wenig mit Ratio zu tun), aber Sie haben NICHTS in der Hand, es zu legitimieren außer einem matten „Ich glaub’ halt dran“. Ende Gelände.

Sie wollen, dass man das respektiert? Sie wollen, dass man die „Realpräsenz“ NICHT als Massensuggestion und Scharlatanerie, als Quatsch und Aberglauben bezeichnet? Dann, bitte, fangen Sie selber an und geben einfach ‘mal zu, dass Sie gar kein Recht haben, diese angeblichen Unterschiede zu konstatieren, bloß, weil Sie daran GLAUBEN. Seien Sie ehrlich und sagen Sie, dass Sie eben daran GLAUBEN, dass das so ist, aber verkneifen Sie es sich doch bitte, das als objektive Wahrheit auszugeben, dem Anspruch können Sie nicht gerecht werden. Es „ereignet“ sich da nämlich gar nix außer in Ihrem Kopf, und so geht das Anhängern ALLER Kulte.

Tut mir leid, ich schätze ja Ihre Beiträge sonst sehr, aber diese Hybris und Einäugikeit, diese Selbstgerechtigkeit – ich weiß nicht, ist das eine Art Zwangsvoraussetzung, um katholisch sein zu können?
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Mittwoch, 27. September 2006 13:40
deusexmachina: @Büßer
Es gibt nicht allzuviele Dinge, die mich dazu treiben könnten, zur Waffe zu greifen – aber seien Sie versichert, blindwütige Fanatiker, die anderen Menschen ihre Halluzinationen aufzwingen wollen, gehören dazu.

Dankenswerterweise wird zu gewaltsamer Notwehr allerdings keine Notwendigkeit bestehen, denn es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass man, im Falle erster Ansätze zu diesem Ihren Unterfangen, vielmehr SIE in einer Anstalt landen, da bin ich sehr zuversichtlich und entspannt. Da dürfen Sie dann mit anderen, die sich ihren Satan selbst erschaffen, indem sie ihn sich einreden, beisammensitzen und die Gummiwand ganz extrem tridentinisch anstarren.

Schwelgen Sie also ruhig weiter in Ihren absurd utopischen Unterjochungsphantasien – Sie Clown.
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Mittwoch, 27. September 2006 13:32
deusexmachina: @Athanasius – Na, ist ja kein Wunder…
…dass Sie Stadler für einen Mordskerl halten: Sie haben ja ein durchaus ähnliches Verhältnis zur Wahrheit. Stadler lügt, dass sich die Balken biegen, und schwatzt dummes Zeug, von dem er nichts weiß, nichts wissen kann und – vor allem – auch haargenau weiß, dass er keine Ahnung hat… naja und Sie? Sie erzählen jedem, der’s nicht hören will, dass Sie kreuz.net aufgrund des „Porno“bildchens neulich „nier wieder“ lesen werden, obwohl doch jeder – inklusive Ihnen – weiß, dass es sich dabei lediglich um eine sowohl laute wie auch leere Geste handelt und Sie natürlich wenige Tage später wieder posten, als sei nix gewesen.

Da wären also zwei Fragen zu klären:

a) Wieso blubbert Stadler solchen Müll (oder anders: wieso verstößt ein angeblich so frommer Katholik so unverkennbar gegen das 8. Gebot)?

b) Wieso tönen Sie groß ‘rum, wenn doch jeder weiß, dass Sie’s nicht ernst meinen bzw. nicht durchhalten (also ebenfalls Ihr Wort brechen)?

Die Antwort ist in beiden Fällen dieselbe: Es geht rein um den Effekt, der Inhalt ist total vernachlässigbar.
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Mittwoch, 27. September 2006 12:26
deusexmachina: Dieser Herr Stadler…
…hat nicht die mindeste Ahnung von freimaurerischen Ritualen, sondern erzählt der Zuhörerschaft ungestört von Fakten das, was sie gerne hören wollen und was ihn als scheinbar ganz tollen und vor allem kenntnisreichen Hecht erscheinen lässt.

Dass er dabei munter zusammenfabuliert, was Gerüchteküche und „urban legends“ so hergeben, stört offenbar niemanden. Auf die gleiche Tour versuchte man schon vor langer Zeit, den Tempelrittern an den Karren zu fahren (erfolgreich, wie wir wissen), und auch die Hexenprozesse wurden von dümmlichsten Vorwürfen ähnlicher Art begleitet.

Da man aber Herrn Stadler vermutlich nicht unterstellen kann, dumm zu sein, muss es wohl Charakterschwäche sein, die ihn dazu bringt, zum Zwecke der Erlangung des eigenen Vorteils die Unwahrheit über andere zu verbreiten.

Soviel jedenfalls ist sicher: Herr Stadler war nie bei auch nur einem der angeblichen Freimaurer-Rituale dabei.
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Dienstag, 26. September 2006 12:30
deusexmachina: @Büßer
„Es ist die aus der christlichen Tradition verpflichtende Aufgabe unserer europäischen Regierungen“

…getreu der Verfassung säkular zu sein sowie die Freiheit des Bekenntnisses (und damit auch die Freiheit VON Bekenntnissen) zu garantieren. Das meinten Sie doch, oder? Alles andere nämlich wäre Geschwurbel.

Was machen Sie denn dann in Ihrer gottesstaatlichen Welt eigentlich mit Leuten wie mir? Also solchen, die keine Christen sind, und die das ganze theistische Gerede sowieso für eine Fata Morgana ganz großen Stils halten? Die Regeln und Gesetze auf Basis von Vernunft und nicht aufgrund des angeblichen, eingebildeten Willens des allmächtigen Fitzliputzli anerkennen? Und das, wohlgemerkt, ja nicht aus Bosheit und Niedertracht, sondern ganz schlicht deshalb, weil wir der – von Ihnen nicht zu widerlegenden – Ansicht sind, dass es besagten Fitzliputzli nicht gab, nicht gibt und nie geben wird (Atheisten) oder jedenfalls doch, dass seine Existenz so ungewiss ist und auf unser Leben ohnehin keinen EInfluss hat (geschweige denn, dass er sich irgendwem ‘mal irgendwann gezeigt hat), dass er aus der universellen Gleichung einfach ‘rausfällt (Agnostiker).

Hm?

Nur zu, spinnen Sie sich ‘mal so richtig aus! Was machen Sie mit Ungläubigen, die das partout bleiben wollen und werden?
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Dienstag, 26. September 2006 12:02
deusexmachina: @Ansgar
He, Sie sollten doch wissen, dass ich den theologischen Gehalt solcher Absplitterungen weder beurteilen kann noch will. Da für mich religiöse Ansichten, gleich welcher Couleur, nun einmal nur verschiedene Färbungen von Illusionen sind (die vermittelten Werte sind wieder eine andere Geschichte), ist mir das inhaltlich egal bzw. muss es mir sein.

Alles, was ich sehe, ist die äußere Form (und gerade die ist den PiusXlern ja ach-so-heilig), und wiewohl das alles stimmen mag, was Sie sagen, so entlockt einem die äußere Parallele doch ein Schmunzeln, meinen Sie nicht?

Allerdings, bei aller Flachserei, eines war ernst gemeint: Dass es eine gewisse „afrikanische Mentalität“ gibt (und damit ist NICHT das berüchtigte „Der Neger an sich schnackselt gern“ gemeint), die sich von der europäischen spürbar unterscheidet, ist kaum zu leugnen. Und dass ein afrikanischer Rebell auf dem schwarzen Kontinent einige Symapthieboni einstreichen kann, ist durchaus wahrscheinlich. Jedenfalls wäre es nicht erstaunlich, wenn – falls Milingo überhaupt solche Pläne hegt – diese Sympathien zahlöenmäßig sogar weiter tragen als die eher liturgisch orientierten gegenüber Lefebvre. So oder so, der Umgang des Vatikans mit diesen Abpaltlern wird interessant zu beobachten sein – gerade natürlich für die PiusXler, ist ja klar.
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Dienstag, 26. September 2006 10:23
deusexmachina: @ottaviani – Na, simpel
Man wird einige afrikanische Geistliche umwerben und dabei sogar einen gewissen Bonus haben, weil sich nicht wenige von einem afrikanischen Erzbischof besser verstanden fühlen werden als von einem in Rom sitzenden Deutschen. Man wird vom Papst gerügt werden, dieser wird aber dennoch zögern, die gesamte Gruppierung auszustoßen oder als schismatisch zu bezeichnen – aber nicht, weil er sie nicht für schismatisch hält, sondern, um mindestens einem Teil der Anhänger den Weg zurück offenzuhalten.

Anschließend wird man behaupten, dieses und jenes sowieso sehr viel besser zu wissen als die „Römer“ und wird sich ihnen trotzig verweigern; nichtsdestotrotz wird man steif und fest darauf beharren, weiterhin voll zur römisch-katholischen Kirche zu gehören, denn mit den 2000 Jahren Tradition und dem gewaltigen Machtapparat möchte man ja trotz allen Dissenses gerne protzen, statt sich konsequenterweise auch davon loszusagen.

Naja, und in nicht allzuferner Zeit gibt’s dann eine Website, was weiß ich milingo.net oder so, mit dem netten Untertitel „katholische Nachrichten“, und da wird dann unter diesem Label das abstruseste Zeug verbreitet, von dem man ganz genau weiß, dass Rom das nie und nimmer gut heißen würde oder könnte, aber das Bapperl „katholisch“ macht sich halt gut, auch, wenn man es für sehr andere Zwecke missbraucht.

Geschichte wiederholt sich.
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Dienstag, 26. September 2006 08:57
deusexmachina: @priest
Aha. Wo genau kann ich die Tabelle einsehen, aus der Sie diese präzisen Informationen haben?

U.a. würden mich die Opferzahlen von Gewalttaten seitens der Zeugen Jehovas, der Priester der Isis und der Mormonen interessieren, aber Daten und Fakten zu den meuchlings von Druiden, Hindus und den indianischen Gottheiten der Fischerdörfer im Gebiet des heutigen Staates Washington (USA) wären für den Anfang auch ‘mal ganz nett.

Wenn Sie gerade dabei sind, geben Sie mir fix noch die Jahreszahlen der protestantisch initiierten Kreuzzüge und der unter altkatholischer Regie geführten Kolonialisierungen, bitte.

Sie scheinen da ja profundes Wissen zu haben, alle Achtung. Weiß die Geschichtswissenschaft schon davon?
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Dienstag, 26. September 2006 08:27
deusexmachina: @Navon – Das wird aber ein Problem
Ich meine, Sex außerhalb der Ehe ist ja bekanntlich eine Riesensauerei alias Sünde – da müsste unser Guntram also schon eine Lesbe heiraten, um sie DANN verführen zu können. Wohlgemerkt, ausschließlich zum Zwecke der Vermehrung, denn alles andere an Sexuellem ist ja ohnehin ganz furchtbar pfui.

Also, die Vorstellung hat was: Guntram, wie er ohne Punkt und Komma Biblisches und (Pseudo-)Moralisches auf eine Lesbe herabregnen lässt, um sie salbungsvollst – und zur Errettung ihrer Seele, versteht sich – zu einer fröhlichen Vermehrungsehe zu überreden. *kicher*

Ich bin davon überzeugt, so ein verkniffener, homophober Ultrakathole, der an Frauen primär Interesse in ihrer Eigenschaft als Gebärende hat, ist genau das, wovon Frauen und natürlich vor allen Dingen Lesben träumen – wer würde da nicht schwach werden?

Aber immerhin, laut Guntrams Argumentation (wenn man das so nennen will, was ich mit viiiiiiel Goodwill jetzt einfach ‘mal tue) muss das ja möglich sein.

Also auf Guntram, keine Müdigkeit vorschützen, suchen Sie sich ‘ne nette Lesbe und legen Sie los mit Ihrem missionarischen Werk. Wir erwarten dann aber Berichte hier auf kreuz.net, gell? Und Fotos, insbesondere von dem roten Handabdruck quer über Ihrer Visage, der Ihren einschlägigen Bemühungen so sicher folgen wird wie das „Amen“ in der Kirche.
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Dienstag, 26. September 2006 07:18
deusexmachina: @eisenklinik(en)
Vergebliche Liebesmüh’. Vergessen Sie’s einfach. Mancher hat hier ein Bild davon, wie ein Geistlicher zu sein hat, und würde davon um nichts in der Welt abgehen, da können Sie reden, wie Sie wollen, da kann man auf das gute, alte „mens sana in corpore sano“ verweisen, da kann man sogar auf die theologische Schiene gehen und darauf abheben, dass der Körper (nach Gottes Ebenbild geschaffen) ein Tempel sei… vergeblich. So verkniffen, wie manche hier auftreten, so verkniffen, entsagungsvoll, körperfeindlich und im Grunde physisch tot wollen sie ihre Hirten auch haben: Als Liturgieabspulmaschinen (tridentinischer Ritus, natürlich!).

Je vernünftiger Sie argumentieren, desto bittereren Widerstand werden Sie bekommen, denn je einleuchtender das klingt, was Sie sagen, desto schwerer fällt es Ihren Gegenübern, ihre eigene Körperfeindlichkeit zu rechtfertigen, und das müssen sie doch, denn sie kennen ja nichts anderes.

Anders gesagt: Je mehr Sie Recht haben, desto lauthalser wird man Sie attackieren, gerade WEIL Sie Recht haben.

Glücklicherweise wissen Sie ja aus eigener Erfahrung, dass diese Berufsverkniffenen die (leider zuweilen lautstarke) Ausnahme sind. Viel Erfolg weiterhin :O)
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Dienstag, 26. September 2006 06:36
deusexmachina: @Sirilo & timpressum
@Sirilo

„Wieso muß die Muttergottes sich an eine Frau Strack in Sievernich wenden, wenn sie dem Papst etwas mitteilen will?“

Weil dann Frau Strack ihre Eitelkeit nicht befriedigen könnte. Nachdem das Marketingkonzept „Fatima“ so einen durchschlagenden Erfolg hatte, hat es diese Dame eben auch ‘mal nach ihrem Portiönchen Ruhm verlangt. Das „wie mache ich mich ganz ungeheuer wichtig?“-Syndrom hat wieder zugeschlagen, und das Schöne an diesen Erscheingungsscherzen ist ja (für die, denen sie „erscheinen“, dass niemand in der Lage ist, sie als falsch zu widerlegen.

@timpressum

„Kann mir mal jemand erklären, wieso immer nur Maria erscheint und nicht Jesus? Oder wieso erscheint nicht mal Petrus?“

Habe ich mich auch schon gefragt. Ich denke, das ist eine Sache des Marketings. Man darf nicht übertreiben – eine Erscheung Jesu würde wohl von vielen als anmaßend empfunden werden, damit würde sich der erscheinungsmäßig Beglückte ja auf die Ebene der Jünger hieven, das kommt halt nicht so gut.

Maria aber ist halt – als Nicht-Gott bzw. Nicht-Gottessohn – „zweite Garde“, das wirkt dann „irgendwie bescheidener“, obwohl es das natürlich nicht ist. Jedenfalls klingt es glaubwürdiger (obwohl es auch das nicht ist) – überlegen Sie ‘mal, was würden Sie eher glauben: Wenn ich behaupte, der japanische Kaiser hätte mich angerufen, oder wenn ich sagte, sein Privatsekretär hätte das getan? Glatt gelogen wäre beides, aber letzteres gibt sich wenigstens einen „plausiblen“ Anstrich.
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Montag, 25. September 2006 08:51
deusexmachina: @Graf Galle
„Die Wiedereinführung der §§ 175 und 175 a StGB verstößt nicht gegen das GG.“

Mit Verlaub, das sieht das BVerfG ein klein wenig anders, und eine „Lex Galle“ ist nun einmal nicht Grundlage dieses Staates. Wenn der Begriff „Privatrecht“ nicht schon anderweitig belegt wäre, würde er trefflich Ihr juristisches Verständnis beschreiben.

„Es gibt hierzu ein Urteil aus den 50 ‘er- Jahren.“

Ihnen ist alles ein Graus was aktueller ist als das, kann das sein? Wie lebt es sich eigentlich so im Gestern? Wobei die „50er“ für Sie ja schon relativ modernistisch sind, gell?

„Ggf. gegen EU- „Recht“.“

Nicht nur „ggf.“, und die Anführungszeichen können Sie sich sparen.

„Aus dieser Freimaurerdiktatur sollte Deutschland sowieso
möglichst bald aussteigen.“


Wenn Sie irgendwann noch’mal als ernsthafter Diskutant wieder einsteigen wollen, gewöhnen Sie sich die Verwendung solcher dümmlichen Kampfparolen ab. Das ist NPD-Vokabular, das bekanntlich vor billigster Polemik und primitivster Stimmungsmache nur so strotzt.

Diese „Freimaurerdiktatur“ ist übrigens so ziemlich das friedlichste multinationale Gebiet aller Zeiten und Regionen. Aber für Leute mit vorvorgestrigen Großmachtsambitionen und einem ausgeprägten Faible für Deutschtümelei und Xenophobie ist das natürlich nix.
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Montag, 25. September 2006 07:34
deusexmachina: @shanny
Halten wir ‘mal fest:

1.) Anonymität im Netz ist nicht per se schlecht. Problematisch wird es erst dann, wenn sie offenkundig dazu missbraucht wird, sich aus der verantwortung zu stehlen, wie hier bei kreuz.net. Wikipedia hingegen hat einen gar nicht anonymen Trägerverein – wenn Sie ernstliche Pronleme mit denen zu haben meinen, haben Sie einen, auch juristich greifbaren, Ansprechpartner.

2.) Wenn jemand NICHT anonym ist, dann missbrauchen Forentrolle wie „Jawohl!“ und Konsorten das dazu, unter Angabe des Klarnamens die absurdesten Verleumdungen ins Netz zu blasen. Anonymität hat also durchaus ganz handfeste Vorteile – wie übrigens besagte Trolle, die ihren Schwachsinn schließlich ihrerseits nie unter Klarnamen absondern, selbst sehr genau wissen.

3.) Auf welchem Niveau man gerade hier auf kreuz.net unliebsamen Zeitgenossen ans Bein zu pinkeln versucht, sehen Sie doch einige Zeilen weiter unten: Der werte „Jawohl!“ hat nicht einmal die mindeste Ahnung, wer „FritzG“ denn eigentlich ist, geschweige denn irgendein Wissen um dessen Reallife – was ihn nicht davon abhält, die aus einer gewissen Ecke schon gewöhnten, schwachsinnigen Blubbereien á la „Kinderschänder“ (und woher würde er das wissen wollen? Aber das ist diesen Heinis ja eh’ egal, die benutzen strafbare Verleumdunge, wie andere Leute „Dummkopf“ sagen, selbst, wenn auch dem Letzten klar ist, dass sie Dummfug faseln.) abzusondern. Und da meinen SIE, Sie hätten Grund, sich aufzuregen?
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Sonntag, 24. September 2006 12:20
deusexmachina: @Schnabeltier
„Da Sex zur Fortpflanzung dient“

Aber nicht nur. Sollten Sie das wirklich so sehen, tun Sie mir aufrichtig leid, und Ihre Partnerin erst recht. Falls Sie eine haben, die das mitmacht.

„Weil ein Kind den Vater und die Mutter braucht!“

Die hat es ja auch. Allerdings geht das prima auch ohne Trauschein – Milliarden von Menschen haben das belegt.

„Weil Gott das so wollte (Genesis).“

Das behaupten Sie. Sie behaupten ja überhaupt immer, so haarklein zu wissen, was dieser „Gott“ denn so alles will. Dabei sind Sie nicht einmal in der Lage, zu belegen, dass es ihn überhaupt gibt. Ein bisserl mager für Regelungen, die das Leben von Milliarden von Menschen bestimmen. Kommen Sie wieder, wenn Sie Belege sowohl für Gottes Existenz als auch für seinen tatsächlichen Willen haben.

Vielleicht weil Heil in einer heiligen Verbindung ist!

Zirkelschluss. „Heilig“ wird Sie ja erst durch Ihre Behauptung, sie sei gottgewollt.

Nichtchristen sollten sich an die katholischen Normen halten, weil die christliche Lehre der einen Kirche gesund ist für alle Menschen.

Bla. Für Nichtchristen sind Ihre Normen so relevant wie die Gebote Odins. Und die angebliche „Gesundheit“ ist pure Behauptung, wie üblich.

aber durch das Fehlverhalten von Nichtchristen (wie auch von Christen) kommen viele vom rechten Weg ab. Und das ist mir nicht egal!

Ahja, weil SIE zu schwach sind, sich an die eigenen Normen zu halten, wollen Sie alle anderen unter dieselbe Knute zwingen? Sehr liebenswürdig.
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Sonntag, 24. September 2006 11:59
deusexmachina: @Jawohl
Mit Verlaub, Sie haben wohl dezent einen an der Klatsche?

„Ein netzbekannter Kinderschänder“???

Sonst noch ‘was, Sie dreister Spinner?
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Sonntag, 24. September 2006 11:46
deusexmachina: @Schnabeltier
„In den Reihen der Kirche“, was die Gläubigen angeht, vermutlich schon, eher wohl niedriger, weil es mich sehr wundern würde, wenn nicht viele Homosexuelle irgendwann aus einer Kirche, die sie ablehnt, austreten. In den jüngeren Jahrgängen aber dürften die Anteile identisch sein.

Innerhalb des Klerus allerdings… gehen Sie das ‘mal logisch an: Der Zölibat ist bekanntlich für manchen ein Hindernis, Priester zu werden. Auch die Aussicht, mit dem von der eigenen, sexuellen Orientierung bevorzugten Geschlecht (hier also: Frauen) nichts mehr zu tun zu haben bzw. nichts mehr zu tun zu haben dürfen (was über nette Gespräche hinausgeht), ist natürlich für viele eher unschön.

Für Homosexuelle präsentiert sich das aber ganz anders: Sie blicken auf eine rein männliche Gesellschaft, noch dazu eine, in der reine Männergemeinschaften nicht skeptisch beäugt, sondern ganz selbstverständlich und sogar befohlen sind. Das Priestertum dürfte dem Homosexuellen ganz einfach weniger abschreckend erscheinen als dem Heterosexuellen… daher vermute ich innerhalb des Klerus einen Homosexuellenanteil, der signifikant über dem bevölkerungsdurchschnitt liegt. Schwule verlieren einfach weniger, wenn sie Priester werden (und ihr Risiko, „aufzufliegen“, ist ungleich geringer, denn beim Umgang mit Frauen guckt doch jeder einem Priester auf die Finger).
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Sonntag, 24. September 2006 10:04
deusexmachina: @Graf Galle
Tja, dumm für Sie, dass in der Bundesrepublik Deutschland gilt:

Grundgesetz sticht Katechismus!

Und daran wird sich aller Voraussicht nach auch nichts mehr änderm – am GG vielleicht schon, aber jedenfalls nicht daran, dass man ein Regelwerk anerkennt, das über dem religiösen Tralala einer Minderheit (und wenn Sie so weitermachen: Splittergruppe) der Gesellschaft steht.

Aber statt hier die großen Reden zu schwingen, engagieren Sie sich doch einfach dafür, dass man die ganzen Homosexuellen erst aus dem Priesteramt und dann aus Ihrer Kirche wirft – damit würde man den Klerus jedenfalls schon’mal nett abspecken ;O)

Ihnen ist schon klar, wie dümmlich diese Schwulenhetze ist angesichts des Homosexuellenanteils in den eigenen Reihen? Nicht, dass ich den schlimm fände – aber SIE
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Sonntag, 24. September 2006 04:47
deusexmachina: @Schnabeltier
Moral ist kein Selbstzweck, sie hat einen Sinn.

Welcher könnte das wohl sein?

Moral, die dazu dient, die Summe allen Leids zu vergrößern, ist keine. Moral um ihrer selbst willen ist ebenfalls keine.

Sie mögen ja dies oder jenes als Tabu begreifen, aber auch Tabus wollen hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit stets aufs Neue hinterfragt und geprüft sein. Was gestern Sinn hatte, kann heute widersinnig sein – so sind Sie, wenn ich daran erinnern darf, mit nicht wenigen alttestamentarisch-jüdischen Normen umgegangen, die den Heidenchristen als ganz einfach nicht zweckmäßig erschienen.

Das Problem mit der Moral oder vielmehr mit jenen, die sie stets im Mund führen, ist, dass damit sehr häufig eine irgendwann einmal definierte Moral gemeint ist, die heute in dieser Form eben nicht mehr sinnvoll ist und zur Farce verkommen ist, zum Ritual um seiner selbst willen.

Ich sage nicht, dass Ihre moralischen Werte alle falsch sein müssen. Aber sie scheinen jedenfalls sehr starr zu sein und wenig offen für Adaptionen an die Erfordernisse der Realität.

Beschreiben Sie doch ‘mal in knappen Worten, was das inhärent Schreckliche an Sex ist, dass man ihn tunlichst gar nicht, aber auf keinen Fall außerhalb der Ehe und sowieso möglichst spät haben sollte. Und erläutern Sie bei der Gelegenheit, warum Nichtchristen sich an Ihren katholischen Normen orientieren sollten oder gar orientieren müssen (wg. Gesetzen) sollten. Kann Ihnen doch eh’ wurscht sein, was die Heiden machen? Was ficht’s Sie an?
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Sonntag, 24. September 2006 02:40
deusexmachina: @gelasius
„Man kann jeden Diskussionsbeitrag, der einem nicht paßt, als „mittelalterdenke“ abqualifizieren“

Das ist richtig, aber das tue ich nicht. Ich meinte das schon sehr konkret bei Ihnen, denn was Sie da tun, ist in der Tat ein überholtes Denkmuster, nach dem Schema: „Wir wissen’s heute nicht, also können wir’s überhaupt nicht wissen“, und das, wohlgemerkt, unter anschließendem Verweis auf irgendwelche metaphysischen und sowieso unbeweisbaren Alternativen.

Ich finde das immer wieder spannend, wie sorglos gewisse Leute mit den abenteuerlichsten Hypothesen umspringen, während sie an wissenschaftlichen Theorien bis in letzte Härchen herummeckern. Schon toll, meinen Sie nicht? Überlegen Sie ‘mal, da kritisieren Sie (grundsätzlich zu Recht), dass wir über die Funktion des Gehirns heute noch viel zuwenig wissen, um eine abschließende Aussage machen zu können, leiten dann (diesmal zu Unrecht) daraus ab, dass das auch immer so sein wird und muss und schließen letztendlich (und nun vollkommen auf Sand gebaut), dass es eine „Seele“ geben muss, für die uns jegliches Indiz fehlt und über die alle, die darüber spintisieren, freiswebend herumsalbadern können, weil ja eh’ nix zu beweisen oder zu widerlegen ist.

Klasse.

Erinnert übrigens an das schöne, alte Konstrukt vom „Äther“. Und wird sich vermutlich ähnlich in Wohlgefallen auflösen, diese Seele als Entität.

Mir gefällt immer noch am besten der Spruch, nach dem die Seele für den Menschen das ist, was beim Motorrad die Geschwindigkeit.
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Samstag, 23. September 2006 05:03
deusexmachina: @Christian Hüller
„Aha, auch Sie einer von denen, die glauben, dass der Papst ein Feigling ist.“

Das entnehmen Sie… woraus?

Ich denke eher, dass es bis zu einem gewissen Grad die Verpflichtung seines Amtes ist, es insofern „jedem recht zu machen“, als der Papst einerseits selbstverständlich seinen Schäfchen ein guter Hirte sein soll, andererseits als oberster Repräsentant seiner Kirche wesentlich für ein gedeihliches Verhältnis zu allen anderen Religionen verantwortlich zeichnet. Daraus ergibt sich zwanglos eine innere Spannung mindestens bei jenen, die ihre eigene Religiösität geradezu über das „anders als die anderen sein“ definieren (diese Fraktion ist ja speziell auf dieser Website hier besonders stark vertreten).

„Feige“ nenne ich Benedikt XVI. sicher nicht, warum sollte ich? Er unterliegt eben Zwängen – Zwängen, die er bei seiner naiven (in diplomatischer Hinsicht) Rede in der Uni schlicht übersehen oder unterschätzt zu haben scheint.

Gerade bei Benedikt nehme ich die Anerkennung des Islams (in Maßen, natürlich) durchaus ernst. Aber er kann eben nur bis zu einer bestimmten Grenze gehen, jenseits derer er die Frage provoziert, wo denn dann noch der Überlegenheits- und gar Alleinseligmachungsanspruch der RKK kommen sollte. Und lange VOR Erreichen dieser Grenze wird ihm aus den Reihen der Ultrakatholen bereits das beliebte „Anathema!“ nachgeschrien.

Konflikte zu vermeiden, KANN feige sein. Oder vorsichtig. Oder auch weise.
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Samstag, 23. September 2006 04:40
deusexmachina: @Benedikt (und den Nassforschling)
„Neutralität“? SIE vertreten eine Religion und eine spezifische, spirituelle Weltanschauung – ich tue das NICHT, lehne es, im Gegenteil, ab… da können Sie nicht einfach daherkommen und das flugs zu ebenfalls einer Art Religion samt Zubehör wie Missionierung umdeuten. Nach Ihrer Logik wäre ein Nichtraucher „süchtig nach Nichtrauchen“!

Es fehlt uns (Atheisten & Agnostikern) an so ziemlich allem, was zünftige Missionierung ausmacht: Wir haben keinen Auftraggeber, keine Gemeinschaft, keine Dogmen, Lehren, höhere Werte (d.h. alles das haben wir vielleicht schon, aber individuell und eben NICHT als etwas, für das man „missionieren“ könnte). Sie „Religiöse“ kennen natürlich auch Unterschiede, aber gerade als Katholik mit den verbindlichen Regeln des KKK würde ich das an Ihrer Stelle ‘mal besser nicht überbetonen. WIR HABEN UND WOLLEN KEINEN KATECHISMUS, FÜR DEN WIR MISSIONIEREN KÖNNTEN!

Bitte, schlucken Sie’s einfach: Wo niemand sendet, gibt’s keine Gesandten. Fertig, aus. Was Sie meinen, sind Menschen mit Lust an der Diskussion und dem Wunsch zu überzeugen – wenn Sie das „Missionieren“ nennen, entwerten Sie den Begriff, indem sie ihn auf praktisch jede Diskussion ausdehnen.

@gelasius

Ich meinte schon „entblößen“. Für Ihre Version mangelt es am „ent“. Und daraus, dass wir das Gehirn noch nicht ganz verstehen (wieviele Jahrzente genau forschen wir daran jetzt erst?), abzuleiten, es könne nicht alleinverantwortlich sein für das, was Sie „Seele“ nennen, ist… „Mittelalterdenke“.
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Samstag, 23. September 2006 01:17
deusexmachina: @Raimund von to-lose
(Naja, angesichts des schmucken Kreuzchens ja wohl eher „von has-lost“.)

Doch, ich finde einiges, worüber ich mich aufrege. In allererster Linie wäre da der Umstand zu nennen, dass kreuz.net es ‘mal wieder geschafft hat, durch in der Tat blödeste Polemik und Verdrehung so zu provozieren, dass ich mich instinktiv gegen den Artikel und damit scheinbar vor die Pädophilen stelle, mit denen ich an sich in keinster Weise sympathisiere.

Aber wenn Leute wider besseren Wissens und böswillig von Pädophilen allgemein als von „Kinderschändern“ sprechen, dann geht mir einfach der Hut hoch – nicht nur, dass ich den Begriff „Kinderschänder“ an sich schon pervers finde („Missbraucher“ käme der Sache deutlich näher): Der Anteil an Pädophilen, denen man tatsächlich Kindesmissbrauch vorwerfen kann, ist eine kleine Minderheit – das Gros der Missbrauchstaten wird ohnehin von Nichtpädophilen begangen.

Und dann sind da natürlich wieder die ollen Kamellen, mit denen „geschickt“ (ha, ha) der Bogen von der niederländischen Pädophilenpartei zu den deutschen GRÜNEN geschlagen werden soll – und eine Überlegung zur Herabsetzung des Schutzalters auf ein Alter immer noch jenseits der Pubertät hat mit „Pädophilie“ nichts, aber auch wirklich NICHTS zu tun.

Für alle, die’s noch immer nicht kapiert haben: Pädophile stehen auf VORpubertäre Kinder.

So, und wenn man diesen ganzen Schwachsinn ‘mal beseitigt hätte, DANN könnte man ernsthaft diskutieren – aber daran haben die kreuz.netler ja gar kein Interesse.
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Freitag, 22. September 2006 15:35
deusexmachina: Ganz deutlich „Nein“, Benedikt
Sie unterliegen hier einem weitverbreiteten Irrtum, den religiöse Menschen oft begehen: Sie setzen die „Anschauung Atheismus“ mit Ihrer Anschauung qualitativ gleich. Das ist aber Unsinn, da Agnostizismus / Atheismus lediglich das FEHLEN eines bestimmten Aspektes bedeutet – darüber hinaus HABEN wir gar keine gemeinsame Anschauung!

Hier von „Weltanschauung“ zu sprechen, ist, als ob Sie alle Menschen, die keinen Spinat mögen, als eine geschlossene Gruppe ansehen.

Also, bitte: Es GIBT diese „atheistische / agnostische Weltanschauung“ gar nicht bzw. allenfalls in etwa so vielen Ausfertigungen, wie es Agnostiker und Atheisten gibt. Deswegen ist ja auch dieses aus religiösen Kreisen oft gehörte Geunke so dämlich, dieses Gerede von Interessensgruppen, Lobbies etc. Die haben SIE – wir haben die gar nicht! Gucken Sie sich doch die kümmerlichen Vereinchen der „Freidenker“ etc. ‘mal an – die werden nie ‘was Großes, weil wir viel zu unterschiedlich denken, eben KEINE verbindene Anschauung haben – außer in diesem einen, einzigen Aspekt, der noch dazu uns naturgemäß viel unwichtiger ist als Ihnen.

Also, bitte: Sprechen Sie nicht von „Missionieren“, wenn Sie nur einfach „Diskutieren“, meinetwegen auch „Überzeugen (wollen)“ meinen. Mission, das ist IHR Terrain.

Mir persönlich ist es z.B. herzlich egal, ob Sie an Gott glauben. Alles, was mich wirklich interessiert, ist, ob Sie MIR das oder die sich daraus ergebenden Gesetze aufzwingen wollen. Ansonsten – pft, glauben Sie, was Sie wollen.
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Freitag, 22. September 2006 14:58
deusexmachina: @Benedikt
Mein lieber Benedikt, das ist definitiv keine „Definitionsfrage“. Denken Sie ‘mal kurz über die lateinische Wortbedeutung nach. Dann vielleicht noch ein kurzes Abschweifen in Überlegungen darüber, inwiefern wir Agnostiker und Atheisten organisiert sind (nämlich praktisch gar nicht, jedenfalls zu 99.x%), und dann merken Sie:

1. Wir kennen keine göttliche Entität, die uns senden oder beauftragen könnte
2. Wir haben keine Glaubensgemeinschaft, die uns senden oder beauftragen könnte
3. Wir haben an sich auch überhaupt keine Sendungsinhalt oder Auftrag im missionarischen Sinn, sondern allenfalls das Gegenteil
4. Agnostiker und Atheisten haben lediglich die Gemeinsamkeit, die Existenz Gottes zu bezweifeln bzw. zu bestreiten, und da hört es dann schon auf. Was für eine Botschaft, bittesehr, sollten wir denn verkünden?

Sie können natürlich, wenn Ihnen das Spaß macht, jede beliebige Meinungsäußerung und Argumentation als „Missionierung“ bezeichnen.

Dann haben Sie allerdings eine Privatdefinition des Begriffs. Zur Mission gehört nun einmal, gesandt / beauftragt zu sein und eine Sendung / einen Auftrag zu haben.
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Freitag, 22. September 2006 14:47
deusexmachina: @gelasius
Ähm, junger Freund (das „jung“ schließe ich aus Ihrer etwas nassforschen Art), Sie blubbern da etwas über und verwickeln sich in Fehlschlüsse.

1. Ich habe keinerlei Aussage darüber gemacht, für einen wie „kompetenten neurologischen Wissenschaftler“ ich Herrn Drewermann halte. Ich vermute nicht, dass er das ist, sein Themenschwerpunkt ist ja eher philosophisch-theologischer Natur. Dennoch wird er sich kundig gemacht haben. Alles, was ich sagte ist, dass ich ihm in dem, was hier von ihm zitiert wird, zustimme.

2. Ich bräuchte im Zweifelsfall nicht einmal einziges Argument. Derjenige, der die Existenz von etwas, das nicht evident ist (und das ist die Seele nun wahrlich nicht), behauptet, ist in der Beweispflicht. Also Sie. Ich anerkenne eine behauptete Existenz von irgendetwas nur dann, wenn ich Gründe und Belege dafür habe – das ist gut-wissenschaftliche Gepflogenheit. Noch einmal deutlich: SIE behaupten, dass es eine Seele gibt, also bewiesen SIE, dass das so ist – sonst könnte ja jeder jeden Schwachsinn behaupten und ihn so lange als „wahr“ verkaufen, wie man es nicht widerlegt… z.B. die Existenz von rosaroten Einhörner auf Proxima Centauri. Die alle „Max“ heißen.

3. Ich bin Agnostiker, nicht Atheist.

4. Ich missioniere nicht. Das tun übrigens auch Atheisten nicht – „Missionierung“ ist Religionen vorbehalten. Daraus dürfen Sie ableiten, dass ich Missionierung ablehne.

5. Sie kennen Hern Drewermann nicht persönlich und entblößen sich, wenn Sie ihn per Vornamen ankumpeln.
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Freitag, 22. September 2006 13:25
deusexmachina: @gelasius
Naja, wenn Drewermann der Meinung ist, ER habe keine Seele, ist er natürlich auch der Ansicht, SIE hätten EBENFALLS keine – anders als „verallgemeindernd“ geht das wohl kaum (wenn wir nicht in alte Zeiten zurückfallen wollen, in denen Geistliche darüber herumschwadronierten, ob denn nun Indios und Schwarze überhaupt eine Seele hätten).

Sie verallgemeinern doch genauso und gehen davon aus, dass ich, wie Sie, eine Seele hätte, obwohl ich mir das an sich verbitte und „Seele“ als schiere Funktion begreife?

Und übrigens kann diese Funktion durchaus beeinträchtig (= psychisch krank) sein, ohne deswegen eine Entität darstellen zu müssen. Das Betriebsystem Ihre Rechners kann, obschon lediglich aus Software bestehend, auch Macken haben, die nur auf der Hardware beruhen.

@all

Kann mir eigentlich wer sagen, was dieser Raimund von to-lose (sorry for the pun, couldn’t resist) eigentlich WILL? Was FASELT der da? Hö?
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Freitag, 22. September 2006 04:52
deusexmachina: Manchmal pack’ ich’s wirklich nicht mehr…
…diesen braunen Hirnschiss, der hier von manchen verbreitet wird! Vorgestern war’s Malachias mit seinem unsäglichen Gefasel von „Volljuden nach jüdischem verständnis“ (die Juden kennen diesen begriff gar nicht – allenfalls aus den Nürnberger gesetzen, die Malachias offenbar als Poster im Wohnzimmer hängen hat, komplett mit Beferkelungsdiagramm, wer mit wem sonstwierassige Kinder zuegen kann). Heute dieser absurde Quatsch von „Hitlers“ Autobahnen!

Benedikt hat natürlich vollkommen Recht, und das ist lange bekanntes, historisches Faktum. Das einzige, wo ich etwas widersprechen möchte, ist der angebliche Primärsinn der Autobahnen zur Bewegung von Truppen und Kriegsgütern. Das war ein nettes Extra, aber nicht wirklich das Wichtigste – Straßen sind wichtig vor allem in Frontnähe (wo man schwerlich Autobahnen bauen konnte, vor allem nicht vor einem ANGRIFFSkrieg); im Hinterland war die Eisenbahn ganz hervorragend geeignet.

Das Primäraugenmerk lag auf der gewaltigen Propagandawirkung. Autobahnen waren ganz nach Hitlers Geschmack: Man konnte sie als „Werke des Volkes“ (und „für’s Volk“) ausgeben, man gab Hunderttausenden ‘was zu tun (IIRC kamen die unmittelbaren Gelder aus dem Vermögen der aufgelösten Gewerkschaften – die Arbeiter also haben die Autobahnen bezahlt), das Ganze war riesengroß – Hitlers feuchter Traum. Und deswegen war er ja bei möglichst jeder Abschnittseröffnung persönlich zugegen.

Na, Graf Galle, was kommt als nächstes? Die packende Geschichte vom Haunebu?
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Freitag, 22. September 2006 04:10
deusexmachina: @möchtegern-kathole
Diese katholische -pedia gibt es ja bereits, kathpedia.com, bei der übrigens ein paar der „hiesigen“ auch mitschreiben (eben fiel mir z.B. ein Benutzer „Otterbeck“ auf, der wohl „unser“ Dr. Otterbeck sein dürfte). Die Artikelauswahl ist natürlich im Vergleich zur Wikipedia bescheiden, aber das ist für ein „Fachlexikon“ ja auch ok. Wichtiger ist, dass POV (point of view) bei Wikipedia ein Schimpfwort, bei Kathpedia allerdings Grundprinzip ist: Es wird katholische Sicht vermittelt, enzyklopädisch-neutrale Sicht wird nicht einmal angestrebt.

Schwerer dürfte allerdings wiegen, dass es viele Kapazitäten auf ihren jeweiligen Gebieten als schlichtweg lohnender betrachten, an einem großen, anerkannten Projekt mitzuarbeiten (mit dem sie ja auch viel mehr Menschen erreichen), als an einem kleinen Nischenprojekt. Ohne jetzt die Autoren im einzelnen zu kennen, vermute ich einfach ‘mal auf Basis der Wahrscheinlichkeit, dass bei Wikipedia mehr Fachleute mitarbeiten – auch katholische.Lediglich der durchschnittliche Theologielevel dürfte bei Kathpedia höher liegen.

Ganz allgemein ist zu Wikipedia & Co. aber zu sagen: Keines dieser Projekte ist kommerziell, keines startete mit einem riesigen Budget. Ihr Erfolg ist allein der Begeisterung der Autoren und der Akzeptanz der Leser zu verdanken. Wer da von „linksgesteuertem Ignorantenprojekt“ bramabassiert, verkennt massiv die Realität und will ganz einfach nicht wahrhaben, dass es vielmehr SEIN Standpunkt ist, der recht spürbar abweicht.
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Freitag, 22. September 2006 00:27
deusexmachina: Und auch hier noich einmal die Frage…
…warum, wenn man denn so nachdrücklich aif die in Sachen „Abtreibung“ umgesetzten Gelder abhebt, man nicht gleichermaßen (lies: gleichermaßen blödsinnig) auf die um ein Vielfaches höheren Summen hinweist, die mit Geburten und Kinderbedarf im Allgemeinen umgesetzt werden?

Na?

Warum gibt es da nicht die schönen Begriffe „Hebammenlobby“ oder es wird von der „Milupa-Connection“ gefaselt (und das, OBWOHL jedem informierten menschen bekannt sein sollte, dass gerade auf dem Gebiet der Babynahrung regelrecht verbrecherische Praktiken angewendet werden)?

Dies nur, um ‘mal auf die Debilität dieser, bei der Abtreibung verwendeten, Begrifflichkeiten hinzuweisen.
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Donnerstag, 21. September 2006 14:51
deusexmachina: @Marcel
Da ist ja wohl der (Genuer: Ihr) Wunsch der Vater des Gedankens. Benedikt hatte Ihnen doch erklärt, warum das nix werden wird. Natürlich kann immer ‘mal wer ein NEUE Idee haben, die Wikipedia in den Schatten stellt – ja und? Meinen Sie, dadurch würde irgendetwas anders und dieses neue System würde urplötzlich von ultrarechtsgerichteten Pseudofrömmlern dominiert?

Zum Artikel übrigens: Stimmt, FritzG ist antiklerikal eingestellt – das ist sein Recht so sehr, wie viele hier antiatheistisch sind. Was ihn allerdings ehrt und auszeichnet, ist, dass er in der Regel versucht, aus Streitereien mit religiösem Kontext ‘rauszubleiben (man entblödet sich hier ja nicht, ihm selbst das ankreiden zu wollen!) – nur gelingt das halt nicht immer, und Admin ist nun’mal Admin. Finden Sie sich damit ab. Oder werden Sie selbst einer, nur zu.

@Sulpicius

Angenommen, FritzG bekäme tatsächlich Sozialhilfe aka Hartz4 (keine Ahnung, ich kenne ihn nicht privat) – ja, und dann? Was wollen Sie damit andeuten? Was, WENN es so wäre? Anders gefragt: Was soll der blöde Spruch?

Oder, ‘mal noch anders gefragt: An welchem gemeinnützigen Projekt arbeiten denn SIE ehrenamtlich und mit hohem Zeit- und Energieaufwand mit? Wo kann man das bewundern? Na?

Oder wollen Sie Ihre Ein-Satz-Stänkereien hier etwa als Dienst an der Menschheit verkaufen?
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Donnerstag, 21. September 2006 14:32
deusexmachina: Von der Redaktion entfernt
Donnerstag, 21. September 2006 10:11
deusexmachina: @DieFidele
Jetzt kann ich doch nicht widerstehen, schließlich ist Adamas mein absoluter Lieblingsautor:

Die Geschichte um die „42“ ist ein Gleichnis. Übrigens eines, das Ihnen gefallen könnte. In dem Buch stellen sich die Menschen – wie alle Menschen – „die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Und da sie nicht so richtig dahinter kommen, entwickeln sie den gewaltigsten Computer des Universums. Der rechnet viele hunderttausend Jahre (inzwischen hat sich um ihn ein Kult gebildet), um dann eines Tages als heißersehnte Antwort auszuspucken: „42“.

Die Menschen sind natürlich ziemlich wütend, bis der Computer ihnen erklärt, dass die Antwort schon richtig sei – nur wüssten sie eben die exakt passende Frage noch nicht. Diese zu finden, bräuchte es aber einen viel gewaltigeren Computer als ihn, der Millionen Jahre rechnen würde – und er entwirft ihn. Dieser Computer wird von seinen Bewohnern (die nichts von der Funktion ihrer Heimat wissen) „Erde“ genannt…

Nach vielen Zwischenfällen (u.a. die Sprengung der Erde aufgrund des Baus einer intergalaktischen Umgehungsstraße) wird die Frage endlich verlautbart – und sie ist kurz, prägnant und vor allem ganz einfach mathematisch falsch.

Ich bin sicher, über den tieferen Sinn dieser Story müssten eigentlich auch Sie schmunzeln können – den kann man nämlich weitgehend ungeachtet eines religiösen Bekenntnisses erfassen.

Außerdem endet diese Geschichte im 4. Buch einer fünfbändigen Trilogie :O)
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Donnerstag, 21. September 2006 09:46
deusexmachina: So langsam nervt das Thema
Der Papst hat einen gelehrten Vortrag gehalten, der von genau den Leuten aufgeschnappt wurde, für die er nicht bestimmt war und genau so aufgefasst wurde, wie er nicht gemeint war, und das natürlich von Leuten, die danach lechzen, sich beleidigt fühlen zu können, um dann so richtig aufzutrumpfen, als wollten sie alles das bestätigen, was der Papst da gesagt hat.

Andersrum muss man sagen, dass Benedikt XVI ein zu kluger Mann ist, wenn gleich diplomatisch nicht eben ein As, sondern eher der Gelehrtentyp, als dass ihm so etwas hätte passieren dürfen. Er ist lange genug auf dieser Welt und weiß Gott erfahren genug. Aber halt doch eher im Disput statt auf dem diplomatischen Parkett. Ja, hat der Mann denn keine Berater?

Jedenfalls besteht weder ein Anlass, jetzt den Rundumschlag gegen die bösen Moslems zu starten, noch zu einem großen Halali auf irgendeinen Ketzerpapst. Alles Quatsch.

Ach ja, apropos Quatsch:

Gehn’s, Lingen, wenn Sie „extreme Atheisten“ und Agnostiker durcheinanderwirbeln, dann sind Sie ja noch viel ignoranter als Ihre Anmerkungen in Sachen „Hitchhiker“ vermuten ließen. Ich muss allerdings zugeben, dass Sie – nach allem, was ich von Ihnen so bislang zu lesen das schwindelige Vergnügen hatte, sie der erste Pater sind, bei dem mich das Gefühl beschleicht, mehr vom Theologie zu verstehen als er. Und das will was heißen, Donnerknispel!

Aber machen Sie sich nichts draus – bekanntlich sind Sie ja der EINZIGE ECHTE katholische Geistliche.

Cranivakantist?
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Donnerstag, 21. September 2006 02:59
deusexmachina: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 20. September 2006 15:47
deusexmachina: @Benedikt – Grammatik und so
„…mit denen wir einen einzigen Gott anbeten“

Das kann tatsächlich beides heißen: Dass beide JEWEIL einen einzigen Gott anbeten oder dass beide DENSELBEN (einzigen) Gott anbeten. Und da wir davon ausgehen dürfen, dass gerade diese Worte unendlich sorgsam abgewogen wurden, ist dieser Interpretationsspielraum definitiv gewollt.

Wobei natürlich die simple Feststellung, dass auch der Islam monotheistisch ist, redundant und belanglos ist. Zu einer Feststellung der Identität beider Gottesverständnisse hingegen dürfte sich der Papst kaum hinreißen lassen – letztendlich also schwammig-besänftigendes Blafasel, was er da abgesondert hat.

Übrigens, zu dem unteren: Was Sie so alles meinen, was ich bin oder nicht bin. Zudem meistens irrig – natürlich akzeptiere ich, dass es auch nicht greifbare Dinge als „real“ geben kann. Liebe z.B., Emotionen, Ideen… Auch Götter, wiewohl an sich irreal, können zu sehr realen Manifestationen der Macht werden. Auch, wenn es Jehova gar nicht gibt, übt sein Bild doch Macht aus, ähnlich, wie unzählige Götter vor ihm das schon getan haben, obwohl es die alle nie gegeben hat. Wie könnte ich das leugnen? Ob das GUT ist, das wiederum ist eine ganz andere Geschichte, insbesondere dann, wenn diese spirituellen Illusionen jahrtausendelang Zündstoff für die Menschen waren.

Ja, sicher war da Machtpolitik im SPiel – das ist doch, was ich sage: Religionen SIND in erster Linie Machtstrukturen. Fein, dass Sie’s einsehen – warum machen Sie dann eigentlich noch mit?
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Mittwoch, 20. September 2006 14:09
deusexmachina: @Benedikt
„Si tacuisses…“

Ein schönes Zitat, das ich auch gerne verwende. An dieser Stelle ist es allerdings ein bisserl deplatziert, weil Ähnliches nun ‘mal bekanntermaßen von nicht gerade unbekannten Philosophen x-mal geäußert wurde. Ihrem Zitat wäre zu entnehmen, dass die Äußerung dieser Ansicht mit der Eigenschaft „Philosoph sein“ nicht vereinbar wäre, wohingegen gerade Philosophen darüber schon recht gründlich nachgedacht haben.

War also … (ergänze sinngemäß) ;O)

Ob es MACHBAR wäre, steht auf einem anderen Blatt. „Opium für’s Volk“ und so.

@wolfgang e.

Ja, ich weiß. Möglicherweise ist das sich-gegenseitig-abmurksen einfach Teil der Natur des Menschen, ganz gleich, ob er nun konkrete Gründe dafür hat oder nicht. Wobei, seien wir ‘mal ehrlich, Religion nicht gerade etwas ist, was man einen „konkreten“ Grund nennen kann, angesichts des primär metaphysischen Charakters der Anschauungen.

Aber immerhin würde man den Menschen einen der häufigsten Gründe (oder Ausreden?) für Gewaltanwendung im großen Stil nehmen. Religion ist, auch heute, der große Spalter (was mehr als nur ein bisserl pervers ist, wo doch die meisten Religionen die großen Einiger sein wollen.)

Wenn Sie übrigens von atheistischen Gewaltregimen sprechen, denken Sie bitte daran, dass diese nicht selten quasi-religiösen Charakter annahmen. Das ist keinen Deut besser als theistische Religion. Wenn ich sage „Religion abschaffen“, meint das natürlich NICHT die ersatzweise Proklamation eines Führerkultes o.Ä.
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Mittwoch, 20. September 2006 13:58
deusexmachina: @Abu…
Diese ganze Aussterbeparanoia ist doch vom Blödesten das Beste.

Denken Sie doch ‘mal nach – selbst, WENN wir ausstürben… ja, na und? Wo wäre das Drama? Die fanze Welt-, ach was, die ganze Naturgeschichte ist eine Aufeinanderfolge von Aussterben, es gehört zum Ablauf der Dinge, nichts ist ewig. Ist diese Welt schlechter, weil es heute keine Brontosaurier mehr gibt? Heulen wir täglich, weil das Reich der Hethiter nicht mehr existiert? Blieb die Welt stehen, als das Aztekenreich zerfiel? Nun?

Wenn eine Nation untergeht (und es wäre sowieso sehr die Frage, OB das der Fall ist – so schnell passiert das nämlich auch wieder nichht… das Heilige Römische Reich Deutscher Nation existierte z.B. ganz prächtig mit nur einem winzigen Bruchteil der heutigen Bevölkerungszahlen), ja nun, shit happens, was soll’s? Es ist ja nicht so, dass der einzelne Angehörige einer aussterbenden Art / Nation / Kultur davon großartig betroffen wäre.

Also hören Sie doch bitte ‘mal mit dem Gezeter auf, das ist doch nur das Geheule von jenen, die – aus völlig irrationalen Gründen – den Zustand der Welt zur Stunde X als ideal begreifen und auf immer so eingefroren sehen wollen.

Wenn aber irgendwas ausstirbt oder untergeht, dann entsteht aus den Resten irgendetwas Neues – wer weiß, vielleicht etwas Besseres?
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Mittwoch, 20. September 2006 13:50
deusexmachina: @Benedikt
Auf der einen Seite stimme ich dem natürlich zu, denn ohne ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt kommt man in besagtem Dialog wohl kaum weiter.

Nur: Wie soll das praktisch aussehen?

Überlegen Sie doch ‘mal, hier geht es ja nicht um eine so oder so gelagerte Präferenz, es geht nicht um Vorlieben, um leicht abweichende Meinungen oder so. Islam und Christentum negieren einander, stehen durch ihre schiere Existenz als Inkarnation des „Ihr irrt!“ da. Wenn ein Christ und ein Muslim miteinander sprechen (gleiches gilt natürlich für die Vertreter praktisch aller Religionen; lediglich die diversen Konfessionen einer Religion sind da etwas näher aneinander, weil sie ja denselben Gott verehren, nur halt unterschiedlich), dann sind BEIDE der Ansicht, der andere würde irren – jetzt denken Sie ‘mal darüber nach, was das für einen Strenggläubigen oder gar Kleriker bedeutet, der sein ganzes Leben diesem Glauben weiht und an ihm ausrichtet: Da steht er der Negation allen seines Denkens gegenüber.

Und wo sehen Sie da einen „Dialog“? Mehr als ein wachsamer Friede, unter dem ein beidseitig unbeirrtes „und Ihr irrt Euch DOCH und wir MÜSSEN siegen!“ schlummert, kann da kaum resultieren, allenfalls die Wahl der Mittel des Kampfes ist verhandelbar. Denn WAHRER Dialog muss immer auch die Möglichkeit zu Kompromissen oder gar Ansichtsänderungen beinhalten, und genau das ist in den Kernansichten vollkommen ausgeschlossen.

Religion ganz abschaffen wäre ein echter Beitrag zum Weltfrieden…
[mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 20:59
deusexmachina: @Malachias – Aber gerne doch
„Da Sie, wie ExBochumer richtig feststellte, mit Sicherheit kein Katholik sind“

Öhm – dazu bedurfte es der „Feststellung“? Ich sagte das, denke ich, recht unumwunden?

„und es daher schon irgendwie auffällig ist, wie lange Sie sich ohne eine ernsthafte Bekehrungsabsicht in diesem Forum schon bewegen“

Ich mag es nicht so, mich in Foren herumzutreiben, wo man sich aufgrund gleichger Grundansichten primär gegenseitig auf die Schluter klopft – da lernt man zu wenig, vor allem über andere Ansichten. Bekehren? Nein, habe ich nicht vor, sehe ich keinerlei Sinn drin. Aber interessieren tut mich das hier schon :O)

„Was unterscheidet Sie denn von Scientology und den von Ihnen so verachteten „Nationalen“?“

Von Scientology die Verachtung (zu) autoritärer Strukturen und natürlich der Umstand, dass ich deren Quatsch von Außerirdischen, die auf der Erde ihre Finger im Spiel haben sollen, nicht ernst nehmen kann. Von den „Nationalen“ ganz einfach der Umstand, dass wir, wenn’s nach mir ginge, innerhalb der nächsten 100 Jahre jegliche Grenzen von der Landkarte tilgen könnten. Ach ja, und Hitler mag ich auch nicht so und halte ihn – anders als gewisse NPD-Großmäuler – auch keineswegs für einen „großen Staatsmann“. Da gibt’s noch mehr, aber das waren die markantesten Punkte.

„Ach ja, Sie werden wahrscheinlich für Ihren (Katholikenverkraul-)„Job“ bezahlt…!“

Jau, solche kruden Verschwörungstheorien bzgl. meiner Person kenne ich bisher aus der DVU-Ecke und von Magnus Becker („antiHomoLobby“).
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Dienstag, 19. September 2006 07:10
deusexmachina: @FioreGraz
„im 1. Jahrtausend gab es die Auswüchse auch nicht“

Ach so. Dann war es ein reiner Liebesdienst, wenn siegreiche Herrscher den Unterworfenen bei Strafandrohung deren angestammte Religion verboten und Ihnen stattdessen das friedliche Christentum aufnötigten? Soso.

„nur hielt sich keiner dran.“

Warum erinnert mich das jetzt an die Abweichungen zwischen Propagandareden zum jeweils neuen Fünfjahresplan und dem „real existierenden Sozialismus“? Wonach würden Sie denn eine Religion bewerten: Nach den wohlklingenden Worten eines Führers… oder nach der harschen Realität? Was meinen Sie?

„bei den Kreuzzügen wird immer wieder gerne vergessen das sich der Islam voher die halbe christliche Welt unter den Nagel riß un nicht bereit war zu stoppen, und sie eine Reaktion waren keine Aktion.“

Na klar. Und deswegen trat man den Muslimen nicht an den Grenzen entgegen, wo man sich bedroht fühlen konnte, sondern attackierte sie unter ungleich höherem Aufwand (und im Endeffekt mit nur vorübergehendem Erfolg) im „Heiligen Land“, das doch bereits seit 450 Jahren(!) islamisch dominiert war. Dieses Argument könnte ich ggf. für die Reconquista gelten lassen; für die Kreuzzüge aber? Mit Verlaub, das ist lächerlich. Wollen wir ‘mal gucken, was für Kriege wir jetzt „rechtmäßig“ und „als Reaktion“ in Europa führen könnten, wenn wir alle Grenzverschiebungen der vergangenen 450 Jahre korrigieren wollten? Holla, da wär’ aber was los… da sind ja die Braunen harmlos, die wollen nur 70 Jahre zurück…
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