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#17 Zarathustra 22:32:58 | Sonntag, 4. Januar 2009
Rompilger Liebe Leute, die hier unbedingt nach Rom zur Messe wollen, am Weihnachtsmorgen 2002 begann in
St. Peter die Meßfeier des Erzpriesters am Kathedraaltar [sic!] mit den Worten des Chorleiters über
Mikro: „Questa mattina dobbiamo celebrare la Messa un po’ in fretta.“ – M.a.W.: Wir müssen uns heute
etwas beeilen. Ich denke, daß da der Kirchbesuch und der Pilgerstrom nach St. Peter auf Dauer genauso
abnehmen würde wie bei uns in den letzten 40 Jahren Auf-, sorry, Abbruch.
#61 Zarathustra 08:11:41 | Freitag, 12. Dezember 2008
Mehrere Seiten Es steht außer Frage, daß das EB PB nicht gerade zimperlich mit seinen Priestern umgeht –
da ist es aber nicht das einzige. Zu einer Medaille gehören aber zwei Seiten. Pfr. Radke stammt aus dem
EB Berlin, ist dort und in einer westdeutschen Diözese als Priesteramtskandidat abgelehnt worden. Warum
man ihn dann ausgerechnet in PB geweiht hat, bleibt mir bis heute schleierhaft. In seiner ersten Zeit
als Priester hat er sich schon mehrfach mit der Leitung der Erzdiözese angelegt – ob nun berechtigt oder
unberechtigt, das sei mal dahingestellt. Auch muß man sich fragen, ob es wirklich ausschließlich an
den Vikaren gelegen hat, die unmittelbar nacheinander von ihm gegangen wurden. Zu einem Streit gehören
immer zwei. Bei dem „verstockt konservativen“ Vikar ging es lediglich darum, daß Pfr. Radke nach der
erneuten Unterscheidung Roms zwischen Kirche und kirchlichen Gemeinschaften einen offen Entschuldigungsbrief
an unsere evangelischen Glaubensbrüder geschrieben hat, während der Vikar sich bemühte, den Inhalt
der römischen Veröffentlichung der Gemeinde zu erläutert. Da waren Konflikte automatisch vorprogrammiert.
So gesehen, ist die Leitung des EB nicht ganz unschuldig an dem Geschehen.
Nix besseres? Meine Güte, habt Ihr denn alle Langeweile und nichts besseres zu tun als im Halbstundentakt
Euren Senf zur alten Messe zu schreiben? Feiert sie doch einfach oder laßt es bleiben!
Recht Es gibt für niemanden das Recht auf Priesterweihe, auch nicht für Männer. Allein der Bischof
entscheidet, wer zu den Weihen zugelassen wird. Das zu verstehen, will anscheinend nicht in den Kopf einiger
Leute hinein. Priesterweihe hat mit Emanzipation oder Inanspruchnehmen von Rechten nichts zu tun, eher
im Gegenteil: Sich für die Weihe zur Verfügung zu stellen bedeutet, auf Rechte zu verzichten, wie beispielsweise
das Recht der Ehe. Jeder Weihekandidat ordnet sich in die Hierarchie die Kirche ein, gelobt seinem Bischof
Ehrfurcht und Gehorsam. Das hat mit Rechten nichts zu tun, eher mit Pflichten. Nicht umsonst heißt der
Papst auch „Servus servorum Dei“.
Wichtigeres! Werter Herr GerEric! Ich habe persönlich wichtigeres zu tun als den ganzen lieben, langen
Tag in irgendwelchen Foren herumzustöbern und meine Energie der Metzelei zu widmen. Sie scheinen da ja
ein Hobby zu betreiben, offenbar um Ihren Frust, den Sie in Ihrem Privat-, Berufs- oder auch Sexualleben
haben, abzureagieren. Ich käme nie auf die Idee, meine wertvolle Zeit bei irgendwelchen Freidenker-Clubs
a.ä. zu verbraten. Sollen sie doch nach ihrer facon selig werden, das ist ihr gutes Recht. Daher die
Pause, die ich mir gerne einmal (und auch des öfteren) gönne. Was die CDU und das Kollektivchristentum
(die sogenannte „Volkskirche“) angeht, sind wir meinungstechnisch gar nicht so weit auseinander. Ich bin
kein CDU-Wähler und auch kein Volkskirchenvertreter. Johann Baptist Metz sagte einmal, die Kirche habe
viel zu lange auf die Alltagssünden ihrer Schafe geschaut und diese angemahnt und dabei oft vergessen,
die großen Verbrechen der Menschheit anzuprangern. Nicht die Gesunden, sondern die Kranken benötigen
den Arzt und die Therapie. Und was hier „normal“ ist, scheint zumeist subjektiven Kriterien zu unterliegen.
Ich persönlich bin es jedenfalls nicht! Allerdings zwinge ich auch niemanden, so zu sein wie ich. Aber
es geht hier nicht um persönliche Normalität, sondern um ein Verbrechen gegen die Menschheit, und das
geht uns alle an! Und an dies zu erinnern, ist die Aufgabe eines jeden Christen, egal, ob er nun selbst
Dreck am Stecken hat. Demnach dürften Sie, lieber GerdEric, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht mit
Steinen in diesem Forum werfen. Zu meiner Identität: Jeder ist dazu berechtigt, seine Persönlichkeit
zu schützen. Wenn Sie von diesem Recht nicht Gebrauch machen, ist das wiederum Ihr gutes Recht. Es berechtigt
Sie aber nicht dazu, andere aufgrund ihres Rechtsgebrauchs zu kritisieren. Also, trinken Sie sich doch
besser ab und zu mal ein Bier! Sie werden sehen, daß die Zeit erheblich angenehmer ist als Forumsgemetzel.
Der verirrte Wikinger… … ist auch wieder (oder immer noch?) da! Lieber GerdEric, nicht alles, was
sich christlich nennt, ist auch wirklich so. Da ist auch die CDU keine Ausnahme. Daraus jedoch eine Relativierung
von Abtreibung und was auch immer zu folgern, ist fatal, zumal die Relativierung ja auch auf die Fehltritte
der „C“-Fraktion zurückfiele. Und das wollen Sie doch bestimmt nicht bezwecken, oder?
#5 Zarathustra 08:32:06 | Montag, 21. Februar 2005
Berufsquerulant Wenn die Zahl der Arbeitslosen auf 6 Mio. angestiegen ist, wird Paul Spiegel Strafanzeige
gegen die Bundesagentur für Arbeit wegen Relativierung des Holocaust erstatten.
#13 Zarathustra 10:33:50 | Freitag, 28. Januar 2005
Trinkt Euch doch mal ein Bier! Aus der Diskussion zwischen Ihnen beiden läßt sich ersehen, daß hier
eine hohe Sensibilität für gewisse Themenbereiche offenliegt. Vielleicht ist das bei einem (oder zwei
oder drei…) Glas Bier besser zu klären als in einem Forumsgemetzel. Von mir noch etwas an den „heidnischen“
Wikinger: Exakt, Jesus war auch ein Nachkomme Sems und damit Semit! Wer nun für welche wie auch immer
-sprachigen Juden spricht, ist mußig zu diskutieren. Paul Spiegel sicher nicht für alle deutschsprachigen,
denn deutschsprachige Juden gibt es auch im heutigen Ausland. Daß die Österreicher deutsch sprechen,
habe ich schon erwähnt. Aber ich glaube, ein holzschnittartiger Nordmann muß das erst zweifach, ja dreifach
erzählt bekommen. Natürlich haben Katholiken Juden gerettet, Protestanten, Linke und Nationale ebenso.
Nicht jeder Nationale war Nationalsozialist! Wo die Zahl der 800.000 herkommt weiß ich nicht, es wird –
angesichts der Tatsache, daß Katholiken nicht nur in Deutschland leben – wohl auch im von den Deutschen
besetzten Ausland couragierte Menschen gegeben haben, die Juden versteckten, wie z.B. die katholische
Familie in Paris, die den heutigen Pariser Erzbischof Jean-Marie Lustiger (damals Aaron Lustiger) aufnahm
oder die Dominikaner in Rom, welche jüdische Familien auf dem Dach ihrer Kirche S. Maria sopra Minerva
versteckten. Ich weiß nicht, was diese Hybris gegenüber dem Christentum soll? Sie scheinen vor irgendetwas
Angst zu haben, wovor?
#6 Zarathustra 11:41:42 | Donnerstag, 27. Januar 2005
Erklärung Lieber Gerd Eric, ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben dienen zu können. Gotteslästerung Einen
festen terminus technicus für Gotteslästerung kennt weder die hebräische noch die griechische Bibel,
in der LXX existieren allein fünf verschiedene Begriffe. Erst die Kirchenväter sprechen von „blasphemía“.
Als Gotteslästerung galt im Alten Bund vorsetzlich begangene Sünde (Nm 15,30), Verhöhnung oder Bedrückung
des Gottesvolkes (Is 52,5; 1 Makk 2,6) oder auch Drohworte gegen den Tempel (1 Makk 7,38 41f). Die nachchristliche
Halacha hat dem Begriff der richterlich zu ahndenden Gotteslästerung eine äußerst enge Fassung gegeben;
vor allem mußte der Gottesname (JHWH) deutlich ausgesprochen werden. Zur Zeit Jesu ist dieser Begriff
jedoch erheblich ausgeweitet worden. Auch das neutestamentliche Christentum kennt den Begriff der Gotteslästerung
im Sinn einer Antastung der Macht und Majestät Gottes. Paulus sieht in seiner frühen Verfolgung der
Kirche die Gotteslästerung (1 Tim 1,13). Das deutsche Strafrecht sieht die Gotteslästerung, die zum
Ärgernis gereicht, als Religionsdelikt (StGB § 166ff), was mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
bestraft werden kann. Scheiterhaufen <m.7> 1 Holzstoß zum Verbrennen von Toten, Hexen, Ketzern oder verbotenen
Büchern 2 <landsch., ugs> Semmelauflauf
#4 Zarathustra 09:42:35 | Donnerstag, 27. Januar 2005
Steinigt ihn! Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt,
eure Väter schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben
die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr geworden
seid, ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt. Als
sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen. Er aber,
erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten
Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Da erhoben
sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los, trieben ihn zur Stadt
hinaus und stinigten ihn. (Apg 7,51-58)
#8 Zarathustra 11:48:53 | Mittwoch, 26. Januar 2005
Jau! Dazu braucht er keine religiöse Autorität sein, denn er hat da eher einen weltlichen Part. Wie
war das nochmal mit der Trennung von Kirche (Religion) und Staat? ob in diesem Fall die rechtschreibung
tatsächlich ausschlaggebend ist? Nein, ist sie nicht. Es gibt sie aber. Ich: Der genannte „Oberrabiner“
ist mit Sicherheit nicht der Repäsentant der deutschsprachigen Juden. Davon habe ich auch nicht geschrieben.
Er ist aber ein Jude, ob das den Zionisten nun paßt oder nicht. davon habe ich garnicht geschrieben…
und auch der Repräsentant der österreichischen Juden ist er nicht (ein Rabiner ist kein repräsentant,
er ist „Schriftgelehrter“, Repräsentant ist der Vorsitzende einer Gemeinde). s.o. Welche Gemeinde repräsentiert
denn dann Herr Spiegel? Berlin, Düsseldorf… ? sicher nicht, aber dann ist es doch wohl richtig, wenn
ich mich als Nichtkatholik hier einmische, oder etwa nicht? Habe ich nichts gegen behauptet! Felix Mendelssohn-Bartholdi
war Protestant. Ich habe nichts von „zum Katholizismus übergetreten“ geschrieben, sondern „zum Christentum“.
Kann es sein, daß für Sie die Protestanten keine Christen sind? Wenn ja, warum nicht? N.B.: Auch bei
Konversion bleibt Mendelssohn Semit, ein Nachfahre Sems.
#4 Zarathustra 13:14:21 | Samstag, 22. Januar 2005
Nix Aber die Medien scheint das ja überhaupt nicht zu interessieren, daß es Leute gibt, die diese Predigt
selbst gehört haben. Und erst recht kümmert sich niemand darum, daß Oberrabbiner Moishe Arye Friedman
aus Wien sich für die Attacken des Zentralrats gegen Meisner in einer öffentlichen Stellungnahme schämt.
Das sind eben unsere Medien!
#1 Zarathustra 12:04:18 | Samstag, 22. Januar 2005
Leere im liturgischen Raum Es scheint immer noch einige Theologen zu geben, die an die „Leere im liturgischen
Raum“ glauben und dabei rücksichtslos auf dem Rücken der Gemeinde (die meist nicht gefragt wird) eine
Art klerikalen Paternalismus ausüben, wie es ihn in den 50er Jahren gegeben hat. Es bleibt nur zu hoffen,
daß diese Generation baldmöglichst in den Ruhestand geht und nicht allzuviel an Nachwuchs herangezüchtet
hat.