Eris
Erstellt: 15:48:30 | Donnerstag, 13. April 2006
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4 Lesermeinungen
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Ab in den Dschungel der Barbarei
#51   Eris   22:00:30 | Montag, 21. Dezember 2009
Richtigstellung einer falschen Interpretation
Es ist richtig, daß die Figur Walter Faber ein richtiges Ekel ist, ein übler Technokrat, ein abgebrühter und herzloser Zyniker, dem nicht nur nichts heilig ist, sondern der schon mit Begriffen wie „Erlebnis“ oder „Schicksal“ nichts anfangen kann. Ähnlich wie Ödipus beginnt er unwissentlich ein inzestuöses Verhältnis, verliert wie Orpheus die Geliebte durch einen Schlangenbiß, findet die Mutter seiner Tochter-Geliebten in Athen als Archäologin wieder, die sich mit antiker Mythologie auseinandersetzt. Seine Schreibmaschine ist eine „Hermes Baby“. Am Ende des Buches stirbt er innerlich gefaßt an Magenkrebs, nachdem er sehr spät begriffen hat, was die vielen mythologischen Anspielungen für den Leser schon zuvor ankündigten: es gibt Schicksal und Verhängnis, es gibt Schuld, Sühne und Liebe – alles Begriffe, die er aus tiefster Ingenieursseele abgelehnt hat. Der Roman ist nicht die Verherrlichung eines Technokraten, sondern ganz im Gegenteil eine profunde Kritik an eben dieser Geisteshaltung. Deshalb ist der Roman uneingeschränkt zu empfehlen.
Redaktion benachrichtigen Ist die Sprache durch Evolution entstanden?
#9   Eris   14:31:11 | Freitag, 18. August 2006
Unsinn
Die Abnahme des Formenreichtums geschieht zugunsten der Syntax, die dann eben komplizierter wird. Die altgriechische Syntax ist ein schmales Buch, die lateinische schon umfangreicher, die Satzlehre der althochdeutschen Sprache wesentlich weniger komplex als die des heutigen Deutsch. Man bilde sich bloß nicht ein, daß Englisch mit seinen wenigen Formen eine einfache Sprache ist. (Wer je die Sonnette von Shakespeare Englisch gelesen hat, weiß das.) Mit dilettierender Sprachwissenschaft gegen die Evolution argumentieren zu wollen, ist Unsinn.
Redaktion benachrichtigen Keine Heilige Kommunion für einen autistischen Knaben
#18   Eris   21:57:32 | Donnerstag, 13. April 2006
Noch einmal
@römisch katholisch: Sag ich doch. Ich bin selber Österreicherin. Bub ist völlig in Ordnung. Bube (mit e im Auslaut) ist es nicht. Das sind zwei verschiedene Wörter.
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#14   Eris   15:59:02 | Donnerstag, 13. April 2006
Sprachlicher Einwand
Ein Bub ist kein Bube. Ein Bube ist z.B. ein Spitzbube, auf jeden Fall ist es ein Schimpfwort. In seiner nicht zusammengesetzten Form findet es sich z.B. in Schillers „Kabale und Liebe“, als der Intrigant hofft, seinen Auftraggeber dereinst neben sich auf dem Schafott zu sehen: „ Es soll mich Kitzeln, Bube, mit dir verdammt zu sein.“ Wenn kreuz.net Bub nicht gefällt, schreiben Sie halt Knabe oder Junge.
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