Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#13 Katja Berben 12:25:26 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Sollte das „Kacke“ heißen? Die Abschaffung des Zölibats wurde schon vor Jahrhunderten gefordert.Immer
sind es sie gleichen.[/kursiv] ICH habe nicht vor Jahrhunderten die Abschaffung des Zölibats gefordert.Ich
schätze den Zölibat,aber das Recht auf Sakramente schätze ich höher. Wer schätzt denn die Eucharistie
gering? In Wirklichkeit sind es diejenigen klugscheienden Berufskatholiken, die Papiere produzieren …[/kursiv]
Was wissen Sie über mich genau? Aber nicht bei der Anbetung des Allerheiligsten Altarssakramentes anzutreffen
sind.[/kursiv] sie kieen sich nicht hin vor dem Herrn im Sakrament…[/kursiv] Ich bin jeden Sonntag bei
Vesper mit Aussetzung und sakramentalem Segen. Sie forden die Handkommunion, sie schaffen die Patene ab,[/kursiv]
Habe ich das? die stellen Miniröcke zur Hostienverteilung nach vorne,[/kursiv] ?? [kursiv] aber jetzt
schätzen sie angeblich die Eucharistie, weil sie die Priester zur Ehe verhelfen wollen[/kursiv] Ich will
keinem Priester,der den Zölibat versprochen hat, zur Ehe „verhelfen“.Allenfalls umgekehrt für Ehemänner
die Priesterweihe erbitten. Im Übrigen bezweifle ich,dass der Maßstab für die Katholizität der ist,ob
sich jemand an aus dem 2. Jtsd. stammenden Devotionsformen beteiligt.Dann wäre der hl. Benedikt nach
Ihrem Urteil nicht katholisch (Ordensregel ohne eucharistische Anbetung),und die Unierten wären es auch
nicht (kein Knien,sondern Metanien,kein Fronleichnamsfest).
#4 Katja Berben 11:47:21 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Also in meiner Gemeinde… …gabs früher einen Pfarrer und zwei Kapläne. Jeder der beiden Kapläne
war schwerpunktmäßig für eine der beiden Filialkirchen in den dortigen Stadtbezirken zuständig. Aber
natürlich hielt auch der Pfarrer dort Messen, sowohl sonntags als auch werktags. Niemand war davon verwirrt.
Jeder wusste: Die alltägliche – auch seelsorgerliche – Arbeit erledigt der Kaplan. Aber Letztverantwortlicher
ist immer der Pfarrer. Wer am Sonntag die Messe halten würde, wusste eigentlich nur der Mesner, sonst
niemand. Von Verwirrung war dabei keine Spur. Und in der Diözese Mainz soll das eine Katastrophe sein,
nur weil es jetzt „Pfarrverbund“ heißt?
#16 Katja Berben 13:39:49 | Mittwoch, 10. Mai 2006
@Benedikt78 Was haben Sie gegen den Namen „Allah“? Das ist einfach die arabische Übersetzung von „El(ohim)“,
und, ob Sie’s glauben oder nicht, der steht in der Bibel. Rein sprachlich gesehen ist „Allah“ am biblischen
Gottesbegriff „El(ohim)“ sogar näher dran als das lateinische „Deus“, das deutsche „Gott“ oder das griechische
„Theos“. Und dass die Gottessohnschaft Jesu geleugnet wird: Ja sicher wird sie das. Deswegen ist der Islam
ja auch eine andere Religion als das Christentum. Ja und? Umso mehr müssen die Christen ihren eigenen
Glauben auch gegenüber den Muslimen bezeugen, und das geschieht vor allem durch Liebe, denn genau als
solche hat Gott sich selbst in Christus offenbart: Liebe, die sogar bis in den Tod geht. Aus dem christlichen
Glauben folgt NICHT: Muslime aus Europa verjagen und ein Ihnen, Benedikt78 wohlgefälliges arisches Christentum
generieren, sondern aus dem christlichen Glauben folgt: Die Muslime auch dann noch lieben, wenn sie uns
verfolgen sollten. Und ob die Muslime in belgischen Kirchen ihren Glauben tatsächlich so interpretieren,
wie Sie es unterstellen, sei mal dahingestellt. Im Islam gibt es genauso verschiedene Interpretationsrichtungen
einzelner Koranaussagen, wie es sie im Christentum gibt.
@Markus-Antonius Das Foto dient womöglich zur Erregung der kreuz.net-Redakteure. So wie Humer die größte
Pornosammlung Österreichs hat: Er hat sie bloß, weil er dagegen ist.
#13 Katja Berben 12:15:54 | Mittwoch, 10. Mai 2006
@Benedikt78 Ich wüsste gerne mal, was Sie sagen würden, wenn die Flüchtlinge den Tabernakel NICHT weggeschafft
hätten – dann würden Sie vermutlich umso lauter zetern. Sakrileg und so. Wer weiß, womöglich menstruieren
die Frauen sogar in der Kirche, anstatt sich spätestens bei dieser schändlichen Gelegenheit den Behörden
zu stellen, um den arischen Christen ihr Land wieder zu überlassen.
@Andreas Verstehe ich das richtig, dass Sie es gut fänden, wenn die Menschen, die in eine Kirche Zuflucht
nehmen, dafür hingerichtet werden? Würden es Ihnen gefallen, die Exekution selbst durchzuführen? Würden
Sie von Gott beim ewigen Gericht dafür gelobt werden?
Guter Kommentar Siehe da, man kann auch Kritik üben, ohne dass man gleich das 2. Vatikanum verdammt,
die Juden verunglimpft, Kardinäle beleidigt, Homosexuelle ins Reich der lebensunwürdigen Untermenschen
hineinschwadroniert oder das in der Taufe empfangene Priestertum aller Gläubigen kleinredet. Warum hat
kreuz.net diesen Artikel hier eigentlich dann noch veröffentlicht?
@Mimi Tja, Mimi, ich muss Sie enttäuschen. Heilsgewissheit gibt es auch in der katholischen Kirche nicht.
Jede und jeder von uns wird einzeln vor den Richterstuhl Christi treten, und niemand weiß, was ihn dort
erwartet. „Hier, Chef, ich hab einen katholischen Taufschein“ – „Okay, für Dich gilt die Heilsgewissheit,
dann mal rein mit dir!“ . so läuft’s leider nicht, auch wenn Sie es sich noch so sehr wünschen.
@Mimi Ich hörte mal eine Fürbitte: „Für die noch christlich denkende Minderheit im deutschen Bundestag.“
Genauso schlimm wie Ihr Beispiel. Aber noch ganz allgemein: Ich habe das Buch von Uwe Lang jetzt gelesen.
Ich bin beeindruckt. Ein tolles Buch. Noch beeindruckter bin ich aber davon, dass der kreuz.net-Autor,
der den Artikel geschrieben hat, das Buch offensichtlich nicht gelesen hat. Von der „Gebetsrichtung zum
Tabernakel hin“ steht darin nämlich: NULL. NICHTS. NIENTE. Darum geht’s gar nicht. Der Tabernakel kann
stehen, wo er will. Es geht um die Gebetsrichtung OSTEN bzw. mindestens mal um eine gemeinsame Gebetsrichtung.
Ich wüsste gerne, welcher kreuz.net-Autor so frech war, ein Buch zusammenzufassen, das er selbst nicht
gelesen hat. Aber in dieser anonymen Hetzpostille hier braucht man ja mit solch einem Mindestmaß an Wahrhaftigkeit
nicht zu rechnen, sprich: den Namen dieses inkompetenten Autors werden wir nie erfahren. Echter Bekennermut,
sag ich dazu.
Es offenbart viel… …über das Kirchenbild von kreuz.net, wenn kirchliche Lehrmeinungen in moralischen
Fragen – die im hier zu verhandelnden Fall nicht dogmatisiert sind und die ganz grundsätzlich sich im
Laufe der Jahrhunderte in vielen Fragen geändert haben; ich erinnere nur an Ehezwecklehre, Haltung zur
Abtreibung etc. – als „Befehle“ verstanden werden. Das sind sie nicht, denn auch für einen Christen gibt
es in moralischen Fragen keine höhere Instanz als das Gewissen und außerdem zur Bildung des Gewissens
die praktische Vernunft. Eine Moral „aus Befehl“ ist überhaupt keine, nur eine Moral aus Einsicht ist
wirklich Moral. Ich habe bisher noch jede Meinung des Papstes als das verstanden, was sie ist: eine Meinung,
die für mich ein Wegweiser, für kirchliches Strafrecht u.Ä. verbindlich, aber für mich niemals ein
Befehl sein kann. Wenn sie das für kreuz.net-Autoren ist, dann kann ich nur sagen: Schweigt und wartet
eben, welche Befehle ihr bekommt. Und dann befolgt sie und denkt nicht drüber nach.
@santa rita Beachten Sie aber auch die Offenbarung, die am 6.5.2006 an Katja Berben ergangen ist. Die
heilige Gottesmutter sagt darin: „Hört, meine frommen Kinder, Ihr Geliebten des Herzens meines Sohnes.
Papst Johannes Paul I. starb eines natürlichen Todes. Das wollte ich nur klarstellen. Offenbarung Ende.“
Na, damit wär’s ja dann hinreichend bewiesen.
@mahner Das frage ich mich eigentlich auch – bei 90% der „Artikel“ hier und bei 90% der mitschreibenden
Leser. So viel Gehässigkeit und solche Kübel zynischer Verachtung der eigenen Schwestern und Brüder
in Christo, wie bei kreuz.net ausgeschüttet wird, fällt nämlich eher in den Bereich der Psychopathologie
als in den von Journalismus und Theologie.
Echt? Eine Meldung von kreuz.net ohne Verschwörungstheorie gegen einen Haufen freimaurerischer Modernistenschweine?
Überraschend… Ich dachte eigentlich, das II. Vatikanum sei an allem schuld. Aber nun soll es echt ein
natürlicher Tod gewesen sein? Wow.
@Mimi Beteiligtsein hat ja auch nichts mit „ein Dienstamt ausüben“ zu tun. Aber wie man durch ein Gebet
ZU MARIA, noch dazu das die Passion Christi herausstellende Gebet des Scherzhaften Rosenkranzes, in das
Gehemnis der Eucharistie eindringen soll (dass sich zeitgleich durch ein an GOTT DEN VATER gerichtetes,
herrliches und freudenerfülltes Lob- und Dank-(nicht Opfer-)gebet ausdrückt), das bleibt mir ein Rätsel.
Letztlich existiert jeder christliche Lebensvollzug immer von der Messe her – aber dann müssten Sie es
auch gut finden, wenn Menschen während des Hochgebetes miteinander ehelichen Sex haben. Ähnlich weit
ist das Rosenkranzgebet als ein an Maria gerichteter „Psalter für Analphabeten“ (denn nichts anderes
ist der Rosenkranz historisch) vom eucharistischen Hochgebet – gleich welchem, ob römisch, byzantinisch
oder sonstwie – entfernt. Frommsein alleine genügt nicht, um dem Wesen der Liturgie gerecht zu werden.
Wieso ich mich mit diesem Urteil über Menschen erheben sollte, weiß ich nicht. Ich habe noch nie einem
Mütterchen den Rosenkranz aus der Hand geschlagen.
Also: Ich werde es nicht unterlassen, solches Verhalten als schwachsinnig zu bezeichnen. Ich bezeichne
damit nicht die betreffenden Leute als schwachsinnig. Es gibt in der vorkonziliaren Liturgie genauso Fehlformen
in der Frömmigkeit wie in der nachkonziliaren. Ich sehe nicht, warum letztere schlimmer sein sollten
als erstere. Verhaltensweisen wie das Rosenkranzbeten und Kinderbeschimpfen und Punktlandungs-Beichten
vor der Kommunion (möglichst 0,3 Sekunden vor der Kommunion die Beichte abschließen, an der Messe somit
nicht teilgenommen haben, aber dann so schnell und knierutschend wie möglich zur Kommunion kriechen)
waren es, die dazu geführt haben, dass das Konzil einen Bedarf sah, die Liturgie neu zu ordnen, um sie
zu einem Akt zu machen, bei dem wirklich alle auch spüren konnten, dass sie selbst als Träger der liturgischen
Versammlung beteiligt (und nicht nur pflichtgemäß bei einer Klerikerliturgie anwesend) sind. Rosenkranzbeten
während des Hochgebetes IST ein Missbrauch der Liturgie zum Zwecke der Privatfrömmigkeit.
@Mimi Die Lesungen dienen nicht primär der Verherrl. Gottes, sondern sind Proklamation d. göttl. Wortes,
das sich an d. Menschen richtet.Absurd ist es, wenn die „eigentliche Liturgie“ darin besteht, dass irgendwer
irgendwas macht, und anschl. als nicht-eigentliche Liturgie das nochmal übersetzt wird.Dann findet innerhalb
eines Aktes ein „kanonischer Teil“ statt (Priester liest Lesungen irgendwie in der Gegend herum),und zugleich
bzw. danach ein „unkanon. Teil“ (Übersetzer liest).Das ist ähnlich schwachsinnig,wie wenn Gläubige
während des Hochgebetes,anstatt es mitzuvollziehen,ihren Rosenkranz auspacken und ein paar Sühnestunden
vor Maria einlegen.Liturgie ist ein gemeinsames Tun aller, und nicht ein Nebeneinander mehrerer Parallelveranstaltungen
mit je unterschiedl. Zweck. Wenn die Lesungen von der Gemeinde nicht verstanden werden,wird das Anliegen
Gottes,sich beim Menschen verständlich zu machen,konterkariert. Also: Wenn lat. Lesungen,dann nur bei
einer Gruppe,die Lat. beherrscht oder sich auf die Texte der Lesungen vorbereitet hat – sonst Lesungen
in der Volkssprache (so ist Lat. ja überhaupt Liturgiesprache geworden: als Volkssprache,die – anders
als das Kult-Griechisch – vom Volk verstanden wurde). Bei Ordinarium,Hochgebet ist das anders:Diese Teile
sind gleichbleibend/haben nur wenig Variation,so dass jeder ihren Inhalt kennen sollte/könnte(vgl. bis
heute „Kyrie eleison“). Aber auch hier kann die Volkssprache nicht verboten sein(vgl. Slawenmission mit
päpstl. Auftrag!).
@Sirilo Es geht in der Osten-Symbolik nicht um Warschau/Wien, sondern darum, dass Osten der Ort des Sonnenaufgangs
ist – und das ist ein Bild für die Schöpfung der Welt, den Sieg über die Dunkelheit (des Todes), die
Neuschöpfung (Auferweckung) und die Wiederkunft des Herrn. Selbstverständlich ist das „nur“ ein Symbol,
aber was haben wir sonst außer Symbolen in der Liturgie? Für antike Christen war es normal, sich auch
beim privaten Gebet gen Osten zu wenden; ähnlich wie sich Muslime nach Mekka und Juden nach Jerusalem/Tempel
wenden. Die Osten-Symbolik wird schon arg abstrahiert, seit Kirchen nicht mehr geostet sind. Natürlich
stimmt es, dass letztlich Gott überall ist. Aber es geht in der Liturgie auch darum, bestimmte Haltungen
auszudrücken und den Menschen dadurch zu prägen. Und da ist es nicht unerheblich, ob man in gemeinsame
Richtung spricht, die schon aufgrund ihrer Naturerfahrung (Sonnenaufgang) für den Menschen eine besondere
Bedeutung hat, oder – wie eine Predigt, Lesung oder sonstige Mitteilung – vom Priester Richtung Gemeinde.
Ich finde es übel, wenn daraus von Traditionalisten gleich ein „Häresie“-Gezeter gemacht wird, aber
ganz unpolemisch scheint mir für das Hochgebet, das Allgemeine Gebet u. die Orationen die gemeinsame
Gebetsrichtung (idealerweise Osten) der angemessene Ausdruck, während für Lesungen, Predigt, Segen etc.
die Gegenüberstellung angemessen ist. Ersteres ist in der nachkonziliaren Liturgie mangelhaft, Letzteres
in der vorkonziliaren (Lesungen).
So viel ich weiß… …geht es doch um die Gebetsrichtung OSTEN (bzw., wenn eine Kirche mal nicht geostet
ist, dann um eine abstrahierte gemeinsame Gebetsrichtung, die zumindest den Osten symbolisiert), nicht
aber – wie in der Einleitung angedeutet – um die Gebetsrichtung TABERNAKEL. Ob im Osten auch der Tabernakel
steht oder ob er sich – wie vom II. Vatikanum gewünscht – an einem Ort befindet, der für die persönliche
Anbetung besonders geeignet ist (und das ist die Apsis praktisch nie, weil sie viel zu weit weg ist von
den Gläubigen, viel besser geeignet ist eine Seitenkapelle, Krypta etc.), ist für die Frage der Gebetsrichtung
doch völlig wurscht.
Wenn wir hier schon… …mit Herrn Aardweg ein wenig Hobby-Psychologie betreiben, wäre doch zu fragen:
Warum hat die Kirche so viele feminine Züge hervorgebracht? Der Artikel gesteht ja fast zu, dass die
päpstlichen Gewänder irgendwas schwuchtelhaftes an sich haben und der Priesterberuf als ganzer auch
und dass das eben anziehend für „feminine Männer“ ist. (Ich kenne übrigens Schwule, die sind sowas
von unfeminin, das glaubt man gar nicht. Das „Tuntenhafte“ ist jedenfalls für schwule Männer nicht gerade
typisch, außer vielleicht für die Vorzeige-Schwulen der 70-er-Jahre.) Aber wie um alles in der Welt
konnte es denn soweit kommen? Warum hat das männliche Papstamt nicht auch „männliche“ Rituale und Fummel
hervorgebracht? Vielleicht kann Hobby-Psychologe Aardweg dazu ja auch mal einen 27-teiligen Bericht schreiben.
@centesimus annus Die Dame ist nicht LEITERIN des Priesterseminars, sondern STUDIENPRÄFEKTIN in einem
Noch-Priesterseminar, das mangels Priesteramtskandidaten demnächst in ein allgemeines Studienhaus, speziell
gedacht für Priester aus der ganzen Welt im Doktoratsstudium, umgewandelt wird. Sie gehört also zur
Leitung des Hauses, ihre Aufgabe besteht aber im Wesentlichen in Studienberatung, Organisation von Sprachkursen
und solchen Dingen (sofern ich da über die Tätigkeit des Studienpräfekten richtig informiert bin).
Das ganze ist das Canisianum in Innsbruck. Und nach allem, was meine Innsbrucker Kontakte mir sagen, gibt
es in keinster Weise schlechte Erfahrungen damit. Warum sollte es auch? Danke auch für den Hinweis bzgl.
der Schweizer Bischöfe. Auch ich hatte den Artikel so schnell gelesen und verstanden, die Bischofskonferenz
habe den Diakon zum Subregens ernannt. Stimmt natürlich nicht, ist ja aber dann hiermit geklärt.
@Benedikt Dass die Schweizer Bischöfe den Subregens von Basel auswählen, irritiert mich auch, aber möglicherweise
befindet sich dort das Seminar für alle (oder zumindest mehrere) Schweizer Diözesen (in Chur gibt es
auf jeden Fall ein weiteres, und sicher auch in Fribourg, aber möglicherweise nicht in Sitten), so dass
die Bischöfe gemeinsam entscheiden? Könnte sein. Nein, es ist nicht üblich, eine solche Stelle nicht
mit einem Priester zu besetzen. Das ist ja gerade die Meldung. Üblich ist es nicht, aber sehr wohl möglich.
Ob es sinnvoll ist, kann man diskutieren (ich glaube, es ist sinnvoll).
Also: Wenn Priester die Berufung von Eheleuten sollen begleiten können (und genau das nehmen sie ja seit
Jahrhunderten in Anspruch und sagen dann z.B.:„Ein Arzt müsse auch nicht alle Krankheiten gehabt haben,
um diese heilen zu können“), warum soll dann ein verheirateter Diakon nicht auch Zölibatäre auf ihrem
Ausbildungs- und Entscheidungsweg begleiten können? Eigentlich eine pure Selbstverständlichkeit, dass
so etwas MÖGLICH ist. Ob es gelingt, wird man sehen. Hängt wohl von der theologischen, seelsorgerlichen,
psychologischen Bildung des Subregens ab und von seinen empathischen Fähigkeiten. Genauso wie umgekehrt
die Priesterweihe keinen Automatismus in Gang setzt für kompetente Eheberatung. Im Übrigen ist der Mann
SUB-Regens, nicht Regens. Also nicht der Letztverantwortliche in der Priesterausbildung, sondern nur EINER
der Verantwortlichen.
Hochinteressant Bei den Pius-Schismatikern wird also der liturgische Akt der Predigt für kirchenpolitische
Mitteilungen genutzt. Und dieselben Leute beschweren sich über liturgische Missbräuche? Lächerlich.
In der Predigt ist das Wort Gottes auszulegen, wie es in der Hl. Schrift oder in der Liturgie begegnet.
Alles andere ist Missbrauch. So auch hier.
#1 Katja Berben 18:20:07 | Sonntag, 30. April 2006
Nicht vergessen Aus traditionalistischer Sicht ist Leo XIII. ein perverser Schwerverbrecher. Er sprach
sich für die historisch-kritische Forschung der Bibel aus. Dafür schmort er heute in der Modernistenhölle.
Nur um schon mal vorwegzunehmen, was die üblichen Verdächtigen hier schon bald schreiben werden.
#3 Katja Berben 17:51:31 | Sonntag, 30. April 2006
„Die Kritik DER Gläubigen?“ Er zog sich die Kritik „DER Gläubigen“ zu? Er zog sich Kritik „EINZELNER“
Gläubiger zu, aber das ist trivial, denn das tut jeder Bischof mit jeder Entscheidung und Aussage. Und
dass die Abschaffung des Zölibats ein „gangbarer“ Weg ist, darüber mag man geteilter Meinung sein. Dass
es aber theologisch mit dem Priesteramt vereinbar ist, darüber besteht überhaupt kein Zweifel. Sonst
wäre die Weihe von verheirateten Männern zu Priestern (1. Jahrtausend, Konvertiten, Unierte) ja nicht
möglich gewesen. Also ist die Abschaffung des Zölibats selbstverständlich ein „gangbarer“ Weg ist.
Ob dieser Weg auch pastoral oder spirituell fruchbar wäre, steht auf einem ganz anderen Blatt und hat
nichts damit zu tun, ob er „gangbar“ ist. Das ist er. Definitiv.
#3 Katja Berben 19:07:24 | Samstag, 29. April 2006
@bonifatius Wieso Lug und Trug? Ich sprach von einer literarischen Konstruktion. Nicht von Lüge. Ich
bin davon überzeugt, dass sich in der literarischen Konstruktion der Evangelien offenbart, wie unser
Herr Jesus Christus gewesen ist und was er getan hat. Aber daraus abzuleiten, jede einzelne Perikope gäbe
ein historisches Ereignis wieder, das ist nicht in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche. (Auch nicht
mit dem Abschnitt, der in dem Artikel zitiert wird!) Wie kommen Sie darauf, ich hätte behauptet, die
Verklärungsperikope sei Lug und Trug? Ich hoffe nur, Sie sind kein Dr.theol. oder Religionslehrer, wenn
Sie Kindern Lügen als Wahrheiten des christlichen Glaubens auftischen wollen.
#1 Katja Berben 18:19:21 | Samstag, 29. April 2006
„Geschichtlichkeit“ „Geschichtlichkeit“ heißt gerade nicht „Historizität“. Wäre Letztere ernsthaft
von der Kirche behauptet, so müsste jeder Katholik seine Bibel wegschmeißen, denn dann wäre sie voller
Widersprüche, weil mehrfach ein und dasselbe Ereignis mit unterschiedlichen Fakten überliefert wird
(Wortlaut von Herrenworten, Osterbotschaft etc.). Aber gerade weil es sich bei biblischen Texten um literarische
Konstruktionen handelt (anstelle von protokollartigen Dokumentationen), sind sie als auf geschichtlich
Geschehenen beruhende Glaubenszeugnisse glaubwürdig und für uns Quelle des Glaubens. Die katholische
Kirche (insbesondere Vatikanum I und II) hat niemals biblischen Fundamentalismus gelehrt. Der Autor des
Beschwerdebriefes ist möglicherweise ein Häretiker. Jedenfalls deutet viel in seinem Artikel darauf
hin.
#10 Katja Berben 19:52:33 | Freitag, 28. April 2006
@Navon Sehr gut die Fehler in der Argumentation aufgezeigt! Danke. Aber darum geht’s gar nicht. Es geht
nur um Verunglimpfung von Menschen. Und da darf’s auch mal widersprüchlich zugehen.
#6 Katja Berben 19:05:23 | Freitag, 28. April 2006
Ich verstehe! Ein Geistlicher berichtete von seiner Erfahrung, daß homosexuelle Verhaltensweisen unter
Priestern oft Formen der Aggression, der Faulheit und des pharisäischen Verhaltens annehmen. Man findet
das Phänomen auch bei Bischöfen.“ Kurt Krenn!
#8 Katja Berben 17:17:51 | Freitag, 28. April 2006
Interessant Zwischen kirchlichen Dokumenten, die einen offiziellen Charakter trügen, könne es keinen
Widerspruch geben. Mons. Schmitz erinnert an einen seiner Lieblingsprofessoren an der von den Jesuiten
geführten Päpstlichen Universität Gregoriana, den Dogmatiker Pater Karl Becker SJ. Dieser habe einmal
gesagt: „Meine jungen Freunde, wenn ihr herausfindet, daß eure theologische Forschung nicht in Einklang
steht mit der Lehre der Kirche, gibt es für euch nur eine Möglichkeit: Ihr müßt weiterforschen.“ Gilt
offenbar nicht für kreuz.net-Leser. Und auch nicht für Rolf Lingen. Die lehnen sich nämlich, sobald
ihnen ein scheinbarer Widerspruch begegnet, bequem zurück und sagen: „Alles Häresie. Ich hab Recht.
Die anderen sind scheiße und lügen.“
#10 Katja Berben 15:29:00 | Freitag, 28. April 2006
@Benedikt Na dann lesen Sie mal Canon Romanus, die Präfationen und Einschübe der Osterzeit etc. und
sagen Sie mir dann nochmal, dass die Messe kein Gedächtnis der Auferstehung ist.
#29 Katja Berben 22:39:37 | Donnerstag, 27. April 2006
@sacerdos Klingt da schon wieder der kreuz.net-typische Verdacht einer boshaften modernistischen Verschwörung
von freimaurerisch durchsetzten kirchlichen Obrigkeiten durch? Wir können einfach nicht wissen, warum
die Ordensoberen das Haus zu aufzulösen halten – vielleicht verschweigen die Schwestern ja auch bestimmte
Probleme, die es intern gibt, und nur die Oberen wissen darum? Warum gleich so ein subtiler Unterton?
Wozu gibt’s denn die kirchlichen Oberen? Gerade die Verschwiegenheitspflicht des Oberen könnte ja der
Grund sein, warum WIR nichts von den Zuständen in der Gemeinschaft erfahren. Der spontane Eindruck „ach,
die sind doch unter 50 und alle soooooo lieb und fromm“ ist schließlich für die zuständigen Oberen
nicht entscheidend. Oder erwarten Sie jetzt, dass irgendein Vertreter der Karmeliterordens Ihnen einen
Bericht über Dinge erstattet, die Sie nichts angehen? Dass die Ordensleitung das Haus für nicht weiterzuführen
hält, hat uns als Außenstehenden schlicht und einfach zu genügen. Punkt. Und ob es tatsächlich nach
kirchlichem Recht legal ist, kann Rom klären. Dann werden wir es wissen. Bis dahin ist alles andere pure
Spekulation ohne jede Grundlage.
#25 Katja Berben 22:12:17 | Donnerstag, 27. April 2006
@Gotthard Ja, aber Sie müssen bedenken, wenn kreuz.net bei der früheren Version bleiben würde, gäbe
es keinen Grund, jetzt mal wieder die „Alle deutschen Bischöfe sind modernistische Perverse“-Keule zu
schwingen. Nach der früheren Version wurde dem Bischof ja sogar ANGEORDNET, das Kloster aufzulösen,
und er profitiert von der Auflösung finanziell gar nicht. Das passt leider nicht ins Weltbild von kreuz.net,
deswegen ist das jetzt auf einmal alles anders.
#21 Katja Berben 20:40:54 | Donnerstag, 27. April 2006
@sacerdos helveticus Sehr richtig! Und was sollte das mit der Sühneseele im Beitrag davor?? Kann sich
in der Kirche jeder zur „charismatischen Sühneseele“ erklären, Offenbarungen in die Welt streuen und
denen müssen die anderen dann folgen? So ein Schwachsinn.
#16 Katja Berben 19:27:55 | Donnerstag, 27. April 2006
Wie praktisch! Wie praktisch! Man kann sich also selbst aussuchen, wann man gehorsam ist und wann nicht?
Ich dachte immer, als Katholik sei man an das Kirchenrecht gebunden. Aber dem ist ja offenbar nicht so.
Erstaunlich, was traditionalistische Kreise so alles von sich geben: Jetzt muss man nicht mal mehr gehorsam
sein, sondern nur, wenn der, der den Gehorsam einfordert, genau das einfordert, wovon ich will, dass er
es einfordert. Dann bleiben demnächst die Pfarrer schön in ihren Gemeinden, wenn sie vom Bischof versetzt
werden („tyrannisch!“), Menschen betrachten entgegen päpstlichem Urteil ihre Ehen als ungültig („tyrannisch!“),
Klöster widersetzen sich der weltweiten, direkt dem Papst unterstehenden Ordensleitung („tyrannisch!“),
Priester entscheiden, doch lieber statt der Lesung ein Stück aus dem „kleinen Prinzen“ vorzulesen („tyrannisch!“) –
und alle haben sie santa rita und die Traditionalisten in der Kirche hinter sich, denn der Gehorsam gilt
ja nicht mehr! Supi! Anarchie dank der Lehrmeinung von kreuz.net-Lesern!
#13 Katja Berben 19:01:59 | Donnerstag, 27. April 2006
@santa rita Warum „tyrannisch“? Warum „Zerstörung der Kirche“? Kennen Sie das karmelitische Ordensrecht?
Vielleicht steht da ja drin, dass es der Ordensobrigkeit gemeinsam mit dem Ortsbischof obliegt, über
die Auflösung eines Klosters zu entscheiden? Dass das tyrannisch und zerstörerisch sei, ist pure Spekulation
und Interpretation – wenn die Ordensleitung sagt, dass das ganze einem anderen Zweck dient (Konzentration
der Kräfte an einem anderen Ort, Schutz der Schwestern vor eigener Überforderung etc.), dann ist es
eben so. Ansonsten könnte ja jeder immer davon sprechen, seine Obrigkeit sei tyrannisch und damit das
Gehorsamgelübde hinfällig. Das aber wäre letztlich nichts anderes als die Preisgabe des Gehorsams.
Was würden Sie sagen, wenn sich jemand mit dem Keuschheitsgelübde ähnlich verhielte? „Ach, ich halte
mich nicht dran, und wenn der Bischof dann sagt, ich darf nicht mehr zu Nutten gehen, dann sage ich einfach,
er sei ein Tyrann und ich daher nicht an seine Weisung gebunden…“ Das heißt nicht, dass ich beide Verhaltensweisen
miteinander gleichsetze, aber es kann nicht angehen, dass der Gehorsam nur dann gilt, wenn es gerade in
den Kram passt. Solange die Auflösung des Klosters in Übereinstimmung mit dem Kirchen- und Ordensrecht
ist (was wir im Moment nicht wissen, aber das wird ja dann wohl von Rom entschieden), ist dagegen nichts
einzuwenden. Da kann Ihre private Spekulation über eine weltweite Verschwörung zwischen Bischof und
Ordensleitung auch nichts dran ändern.
#10 Katja Berben 17:40:24 | Donnerstag, 27. April 2006
Früherer Bericht Sogar kreuz.net hat schon von der Aufhebung des Klosters berichtet: www.kreuz.net/article.2520.html
Da steht, dass die „römische Ordensleitung“ die Auflösung angeordnet habe. Also nicht der böse deutsche
Bischof, jedenfalls nicht alleine, sondern nur in Übereinstimmung mit den ordenseigenen Autoritäten.
Da sieht man, wie es bei den Schwestern mit dem Gehorsamsgelübde steht. Selektiver Gehorsam – so in der
Art von Lefebvre, kreuz.net usw. Also eben nur bequemer Gehorsam – nur so lange, wie die Autorität auch
schön brav das verlangt, was ich will.
#1 Katja Berben 15:23:06 | Donnerstag, 27. April 2006
Keine Ahnung Ich kenne die Statuten dieses Ordens nicht, aber es dürfte doch wohl zu klären sein, wer
die Berechtigung hat, eine Kommunität aufzulösen. Wenn die Schwestern den Hl. Stuhl anrufen, wird der
das auch klären. Also: Wenn eine übergeordnete Instanz rechtsgültig das Kloster aufheben kann, dann
ist das eben so geschehen und die Schwestern müssen dem selbstverständlich gehorchen. Wenn nicht, dann
nicht. Alles andere ist nur kreuz.net-Drumherumspekuliererei.
#4 Katja Berben 17:36:10 | Mittwoch, 26. April 2006
@P. Fischer: Ist mir auch schon aufgefallen! Während wir als Leser bestätigen müssen: e) Beschimpfungen,
rechtlich und moralisch bedenkliche oder grob unsachliche Beiträge sind nicht gestattet. Der Benutzer
verpflichtet sich, die Beiträge sachlich, fair und freundlich zu schreiben, ist für die Autoren genau
Letztgenanntes Grundvoraussetzung: Polemisch, herabwürdigend, beschimpfend, einseitig. Aber Achtung!
Sobald sogenannte „Linke“ diese Prinzipien auch anwenden, werden sie hier unangekündigt gelöscht – so
ist es vor Tagen einem Kollegen von mir passiert. So ist das hier bei den Christen.