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Ein solches Buch … … gibts seit Jahren: www.malatempora.com/…ale/images/ratzy.jpg Es gibt auch Bücher,
die behaupten, dass Elvis noch lebt oder dass Außerirdische die Inka-Tempel gebaut haben. Auch das nimmt
keine Sau ernst. Fazit: Die Leute sind zwar bescheuert, aber so bescheuert nun auch wieder nicht …
@ Mathild: Ihre Behauptung über „einen emeritierten Essener Weihbischof“ (es gibt nur einen) ist eine
unverschämte Lüge, für die Sie sich – wenn in diesem Forum die Regeln des Rechtsstaats nicht ohnehin
mit Füßen getreten würden – vor einem ordentlichen Gericht zu verantworten hätten.
@ Puchil2: Der Grund ist nicht die tatsächliche Fallzahl, sondern die Faszination, die die Verknüpfung
solcher Taten mit dem Zölibat auf Teile der (Medien-)Öffentlichkeit ausübt. Zwischen sexuellen Übergriffen
und dem Beruf der Täter gibt es einen genauso engen Zusammenhang wie zur Haarfarbe oder zum Körpergewicht.
Ist hier eigentlich keiner bereit, … … sich mal ein wenig Vernunft zu eigen zu machen ? Mit einem
solchen Fall „Kirchenpolitik“ betreiben zu wollen, ist doch völliger Unfug. Als ob Leute sich solche
Neigungen auf die Stirn tätowieren würden ! Dieses zwischen den Zeilen zu lesende „Ohne-das-II.-Vaticanum-gäb-es-so-was-nicht“
kann doch nicht im Ernst irgendjemand vertreten. Und auf der anderen Seite: Als ob es auch nur einen Hauch
eines Zusammenhangs gäbe zwischen der Sexualmoral der Kirche und solchen Vorgängen wie hier „berichtet“ !
1. Es gibt keine Statistik, die belegt, dass Pädophilie unter Priestern häufiger wäre als unter anderen
Leuten; 2. Es gibt zig Pädophile, die im Leben nix zu tun hatten mit der Kirche und diese Neigung ebenfalls
auf die eine oder andere Weise praktizieren. Lasst Priester heiraten, der passiert so was nicht mehr ?
Diejenigen, die so veranlagt sind, wollen nicht heiraten und wenn doch werden sie sich eines Tages ihrer
eigenen Kinder bedienen Also einfach mal Appell an alle: Zwischendurch mal ein klein wenig nachdenken
!
@ mannheimer: Es wäre schön, auch in Medien mit höherem Anspruch (oder besser, höherer zu erwartender
„Wirklichkeit“) mal was Vernünftiges über die Kirche zu hören anstatt immer nur die gleiche Leier
Die Kolumne von Franz Josef Wagner … … in der BILD zu dem Thema ist übrigens groß. Zu Recht weist
er darauf hin, dass es Medien kommt, die auf vermeintlichen Fehlleistungen des Papstes nur so warten,
um dann wieder (in „sprungbereiter Feindseligkeit“) über ihn herzufallen
Erschreckend an manchen Medienreaktionen … … ist in der Tat die wiederholt verwandte Formulierung,
der Papst habe nichts „zur Rolle der Kirche während der Zeit der Judenvernichtung“ gesagt. Was war denn
„die Rolle der Kirche“ ? Die „Rolle der Kirche“ war die gegen das Naziregime gerichtete Enzyklika „Mit
brennender Sorge“. Die „Rolle der Kirche“ war das für alle Katholiken geltende Verbot, Mitglied der NSDAP
zu werden. Die „Rolle der Kirche“ war, dass die Nazis nirgendwo so wenige Wählerstimmen bekommen haben
wie in überwiegend katholischen Gebieten. Die „Rolle der Kirche“ war, dass zig Tausende Katholiken (Laien,
Priester, Bischöfe) in den Konzentrationslagern ermordet wurde. Die „Rolle der Kirche“ war, das Pius
XII. persönlich Tausende Juden vor der Deportation gerettet hat. Warum gehen die Medien so wenig ein
auf die „Rolle der Kirche“ im Dritten Reich ?
@ Regina1961: Auch die Behauptung – dass es das in jüngerer Zeit nie gegeben hat – stimmt nicht. Beispiele:
Msgr. Ivan Jayasundera, im Januar 2006 zum Bischof von Ratnapura / Sri Lanka ernannt, im Juli zurückgetreten,
ohne geweiht worden zu sein. Msgr. Óscar González Villa, im April 2006 zum Bischof von Girardota / Kolumbien
ernannt, im Juni zurückgetreten, ohne geweiht worden zu sein. Soooo einzigartig ist die Sache in Linz
also nicht (was nichts daran ändert, dass ich sie tieftraurig finde)
Der Artikel offenbart … … Unkenntnis im Hinblick auf die Praxis des Heiligen Stuhls. Auch in der Vergangenheit
wurden Amtsverzichte von Bischöfen, die bereits vor ihrer Weihe zurückgetreten sind, nicht im Bulletin
veröffentlicht.
Wenn, wie Herr Fellay sagt, das einzige Ziel der Pius-Bruderschaft „die Wiederherstellung der traditionellen
Lehre in der Katholischen Kirche“ ist, so ist es Herr Williamson, der es im seinem Interview unternimmt,
die Ziele dieser „religiösen Gesellschaft zu entstellen und zu verleumden“. Herr Williamson äußert
keine „Ansichten“, sondern gibt ganz einfach Lügen von sich. Sonst nichts.
Drückt sich wirklich Liebe zur Kirche darin aus, … … „Fälle“ wie diesen bis zum Exzess durchzukauen,
während über die vielen Regenten, Subregenten, Spirituale und weiteren Mitarbeiter in den deutschen
Seminaren, die in Eintracht mit ihrem Bischof ihren Dienst tun, kein Wort verloren wird ? Gleiches gilt
im übrigen auch für die zahlreichen Seminaristen, die sich ohne großes Aufheben auf ihre Weihe vorbereiten.
Wenn es zwischen einem Vorgesetzen und einem Mitarbeiter Meinungsverschiedenheiten in einem Bereich gibt,
mag es manchmal angezeigt sein, wenn der Mitarbeiter den Aufgabenbereich wechselt. Aber auch das ist ein
völlig normaler Vorgang, der eigentlich keinerlei öffentlicher Darstellung bedarf.
Ich würde mal die Behauptung wagen … … dass diejenigen, die die Kirche hassen – so schmerzhaft es
für einen Katholiken auch ist, die Anzeichen dieses Hasses zu erleben – doch mehr begriffen haben und
einer Hinwendung zum Glauben näher sind als die vielen, denen die Kirche gleichgültig ist und die sie
vollkommen kalt lässt. Vor diesem Hintergrund ist es vielleicht sogar ein Zeichen der Hoffnung, dass
der Hl. Vater so starke Reaktionen auslöst.
Ich habe, wie Du eigentlich bei … … aufmerksamem Lesen meines doch recht kurzen, auch bewusst schlicht
gehaltenen Beitrags bemerkt haben solltest, zunächst zwei „Sachargumente“ genannt und von „an-der-Reihe-sein“
erst als Drittes gesprochen … Lange „dabei zu sein“ rechtfertigt für sich nichts, wobei sich niemand,
der nicht gut ist, so lange in einem Führungsamt hält.
Dass er quasi den Weltjugendtag … … erfunden hat und dass er sich, seit er Präsident vor „Cor Unum“
ist, unermüdlich und auch mit hohem persönlichen Einsatz für die Menschen in den Ländern der Dritten
Welt einsetzt, sind denke ich Verdienste genug. Außerdem ist er nach fast dreißig Jahren in Rom einfach
auch irgendwie „an der Reihe“ finde ich …
Bemerkenswert an der … … Berichterstattung in den „säkularen“ Medien ist wieder einmal, dass über
ein unfreiwilliges Outing eines mal als Bischof, dann wieder als Präläten beschriebenen italienischen
Geistlichen ellenlang berichtet wird, man sich über die Ernennung des ersten deutschen Kardinals seit
sechs Jahren dagegen vollkommen ausschweigt … merkwürdige Akzentsetzung …
Vielleicht sollte man sich … … um ein bisschen mehr Respekt vor dem Betroffenen und seiner Situation
bemühen und seine womöglich auch durch den Sturz ausgelösten bzw. verstärkten gesundheitlichen Beeinträchtigungen
nicht auch noch in dieser Weise in die Öffentlichkeit ziehen
@ Tridentinus … stimmt, Artois ist schon einen Schritt weiter … wer weiss, was noch kommt … o^/ …
Dominum Wolfgangum Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem … o^/
Ich fände es … … ein wenig weltfremd, im Hinblick auf solche Verfehlungen zwischen vor- und nachkonziliar
oder zwischen konservativ und liberal zu unterschieden. Es gibt da überhaupt keinen Zusammenhang.
Man muss sicher … … bei diesem wie auch bei ähnlichen Fällen sehen, dass es sich in der Tat um Einzelfälle
handelt. Die sind zwar schlimm genug, aber die Zahl der in handfeste Skandale dieser oder vergleichbarer
Art verstrickten Bischöfe weltweit liegt zzt bei, würde ich sagen, rund 20, wobei es weit über als
4.000 Bischöfe gibt. Ich finde, dass das bei aller Irritation die Sache auch ein wenig relativiert.
Wenn man die Sexualmoral der Kirche … … gleichsetzt mit „Unterdrückung des Sexualtriebs“, dann wird
man in der Tat folgern können, dass Triebunterdrückungmit vergleichsweise großer Verscheinlichkeit
dazu führt, dass sich der unterdrückte Trieb in anderer, bisweilen auch sehr problematischer Weise Freiraum
verschafft. Es geht aber ja in der Sexualmoral der Kirche nicht um Triebunterdrückung, sondern -ordnung
und -beherrschung. Das ist etwas völlig anderes. Als Verheirateter muss ich ja meinen Trieb auch beherrschen
in dem Sinne, dass ich nicht einfach nach Lust und Laune über meine Frau (oder eine andere Frau) herfalle.
Ich würde allerdings eine Reduzierung der Morallehre der Kirche auf Fragen der Sexualmoral, wie sie in
diesem Forum und auf dieser Page insgesamt gelegentlich (…) vorkommt, auch eher als Anzeichnung der
Triebunterdrückung und damit als tendenziell problematisch ansehen …
@ santo domingo Wenn in den USA vier Prozent der in den letzten Jahrzehnten wirkenden Priester einer solchen
Straftat verdächtigt (!) wurden und man darüber hinaus davon ausgeht, dass z.B. in Deutschland von mindestens
80.000 Kindern ausgegangen wird, die im Jahr sexuell missbraucht werden, dann kann man von einer Dimension
ausgehen, die einen Täteranteil von vier Prozent problemlos erreicht
@ santo domingo Es gibt anhand der Zahlen nicht die Spur eines Anlasses für die Vermutung, dass der Anteil
von Sexualstraftätern unter Priestern höher ist als in einer vergleibaren Gruppe aus der Gesamtbevölkerung.
Rundumschlag @ DocRöntgen: Niemand hat je behauptet, die Kirche sei ein „sündenfreier Raum“. Weil die
Kirche eben kein sündenfreier Raum ist, hat Christus ja auch das Sakrament der Beichte gestiftet @ Sentinel:
Es gibt absolut keine Veranlassung dafür, davon auszugehen, dass der Anteil krimineller Pädophiler unter
Katholiken (Kirchgängern / Priestern / wie auch immer …) prozentual höher ist als in der Gesambevölkerung.
Ihrem letzten Abschnitt stimme ich zu, dass man, wenn man vom Thema Homosexualität so besessen ist wie
manche hier bei kreuz.net, sich schon ganz aufrichtig die Frage stellen sollte, warum das so ist … @ Rudolfus:
Jede Sünde hat letztlich ihren Ursprung in mangelndem Glauben. @ BruderTheophil: Haben Sie schon mal
darüber nachgedacht, dass vieles von dem, was an Antiamerikanismus in unseren Breiten so von sich gegeben
wird, seinen Ursprung in genau derjenigen (nämlich nicht reflektierenden, vorurteilsbeladenen …) Geisteshaltung
hat, die viele „den Amerikanern“ unterstellen ?
@ Sentinel: Ich mag die Ironie im Beitrag übersehen haben, wobei ich zu meiner Entschuldigung sagen muss,
dass man es in diesem Forum nicht immer leicht hat, zwischen Ernst und Ironie zu unterscheiden Ich möchte
trotzdem entschieden der Ansicht widersprechen, es sei die Herangehensweise der katholischen Kirche an
solche Probleme, Opfer und Täter durcheinanderzuwerfen. Nur weil es – leider, aber nicht unerwartet auch
in diesem Forum – Leute gibt, die ihre kruden Privatmeinungen als Lehre der Kirche ausgeben, heisst das
ja nicht, dass sie damit Recht haben. Ein Mann, der wegen seiner Homosexualität (Hilfe, jetzt sind wir
wieder bei diesem Thema, jetzt geht es bestimmt wieder los ) verprügelt wurde, ist natürlich im Hinblick
auf den gegen ihn gerichteten Gewaltakt ein Opfer und nicht ein Mittäter, auch und ganz klar nicht in
der Lehre der Kirche !
@ Sentinel: Ein Vergewaltigungsopfer ist selbstverständlich – genauso wie ein missbrauchtes Kind – nie
in einem moralischen Sinne schuld an seinem Schicksal. Wenn ich nachts völlig nackt über eine einsame,
bewaldete Straße laufen würde, wäre das zwar einerseits verrückt und andererseits wahrscheinlich recht
unklug im Sinne von gefährlich und in diesem Sinne auch leichtfertig – aber wenn ich in einer solchen
Situation vergewaltigt würde, läge die moralische Schuld allein und ausschließlich beim Vergewaltiger
(wobei die Schuldhaftigkeit seines Handels aufgrund geistig-seelischer Erkrankungen eingeschränkt sein
mag).
@ Ansbach.Dragoner: Das ist zweifellos richtig, aber dann muss die Kirche dagegen eben klarer und deutlicher
auftreten – nicht mit Schaum vor dem Mund, aber eben doch deutlich – und klar machen, dass 1. jeder Fall
des Missbrauchs durch einen Priester besonders schmerzhaft ist (Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche
und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten?, sagt Kardinal Ratzinger
in seiner Kreuzwegsmeditation aus dem Jahre 2005), 2. erhebliche Versäumnisse im Umgang mit diesen Priestern
vorgekommen sind, aber 3. eben auch kein Zusammenhang zwischen „Priester“ und „Missbrauch“ besteht, als
sei es gleichsam warscheinlicher, durch einen Priester Missbrauch zu erleiden als durch einen Angehörigen
irgendeiner anderen Berufsgruppe
In der Tat ist es ziemlich daneben, … … eine „Entschädigungszahlung“ für erlittenen Missbrauch mit
einem Lottogewinn zu vergleichen. Darübar hinaus ist es ziemlicher Unsinn, die Implementierung des II.
Vatikums in den Ortskirchen als mitursächlich für sexuelle Übergriffe darzustellen. Einige der durch
die Entschädigungszahlungen rechtlich geregelten Fälle haben sich ja auch bereits vor dem Konzil ereignet.
Ein anderer Aspekt, der mir in der Diskussion zu kurz kommt, ist der grundsätzliche Umgang mit dem Thema
Missbrauch durch Priester. Wenn es so wäre, dass der Prozentsatz der in diesem Sinne auffällig werdenden
Priester deutlich oberhalb des Durchschnitts einer von der Sozialstruktur her ähnlichen Gruppe von Männern
läge, die nicht Priester sind, könnte man die Debatte so führen, wie in den letzten Jahren geschehen.
Da dies jedoch nach allen vorliegenden Zahlen nicht der Fall ist, sondern Missbruch durch Priester eher
seltener geschieht als durch Angehörige anderer Berufsgruppen, müsste sich die Kirche aus meiner Sicht
gegen die Art der Diskussionsführung – durch zum Teil sicher auch aus anderen Gründen daran interessierte
Kreise – offensiver zur Wehr setzen.
@ Protestant: Es scheint ja, als gebe es in diesem Forum doch die Möglichkeit, sachlich zu diskutieren …
… hätte ich nicht gedacht. Insofern finde ich Ihr Posting gut, auch wenn ich in der Sache anderer
Meinung bin: 1. Ein Priester ist ja nicht in erster Linie ein Lebensberater, sondern seine Aufgabe besteht
darin, an Christi statt die Eucharistie zu feiern, die Beichte zu hören, die Taufe zu spenden usw. Ganz
unabhängig davon, dass man ja nicht nur aufgrund eigenen Erlebens sachgerecht beraten kann, sondern oft
eine gewisse Distanz ganz nützlich sein kann, scheint es mir wichtig zu sein, das auch wirklich in den
Mittelpunkt zu rücken. 2. Ein Priester ist auch kein Single, sondern an Mensch, der sich in ganz besonderer
Weise an den (personalen) Gott gebunden hat und durch sein Leben bezeugt, dass „Gott allein genügt“ 3.
Die Frage des Frauenpriestertums ist ja eine ganz andere Sache; die Kirche hat abschließend festgestellt,
dass sie nicht die Autorität hat, gegen die Tradition (und „Tradition“ ist ja in dem Fall weit mehr als
„das haben wir noch nie so gemacht) auch Frauen das Sakrament der Priesterweihe zu spenden. Die Kirche
ist halt kein sektenartiger Club, in dem der Papst nach Belieben tun kann was er will und alle laufen
hinterher. Im übrigen ist die Priesterweihe ja ohnehin kein Recht, sondern ein Gnade, die jeder, der
sie empfängt, unverdient geschenkt bekommt.
@ Sirillo: … gut, dass es noch vernünftige Menschen gibt … und ich hatte schon befürchtet, der einzige
zu sein, der bei all diesen bizarren „Verschwörungstheorien“ immer ein wenig den Hauch des Paranoiden
verspürt …
Leider betreibt diese Homepage selbst genau das, … … was sie anderen permanent vorwirft, nämlich
eine antikirchliche, von Tatsachenverdrehung gekennzeichnete Berichterstattung. Nur eine Auswahl: Die
Behauptung, Bischof Haas sei „vom Vatikan abgesetzt“ worden, hat doch mit der Wirklichkeit nichts zu tun.
Die Gründung des Erzbistums Vaduz folgt – wie vom damaligen Nuntius auch ausdrücklich so erklärt –
demselben Gedanken, unter dem auch schon ein Erzbistum wie Monaco gegründet wurde – das nämlich die
Diözesangrenzen mit Landesgrenzen korrespondieren. Als gebürtiger Liechtensteiner ist Msgr. Haas die
naheliegende Besetzung für das Amt des Erzbischofs gewesen. Und man hat auch nicht den Eindruck, dass
er mit seiner Aufgabe – die er ja nun auch schon seit 10 Jahren wahrnimmt – besonders unglücklich ist.
Bischof Grab als „links“ und als eine Art Handlanger antikirchlicher Kräfte darzustellen, ist ebenso
ehrabschneidend wie falsch. Dies gilt auch für seine „Personalpolitik“ (wobei ich das Wort im kirchlichen
Zusammenhang nicht gut finde, wir sind doch keine Partei oder so etwas). Die Berufung von Msgr. Bonnemain
zum Domkapitular kann man doch wohl kaum als Verbeugung vor linken Kräften betrachten. Und wenn jetzt
die Rede davon ist, das Msgr. Casetti neuer Bischof werden könnte – was ganz sicher keine schlechte Wahl
wäre, wenn diese Einschätzung erlaubt ist ! –, dann zeigt dies doch, dass in der Leitung der Diözese
Chur auch unter Bischof Grab viele gute Leute einen Platz (gehabt) haben.
Das Interview hatte aus meiner Sicht … … Stärken und Schwächen. Gut fand ich, dass der Papst auf
seinem Weg weitergegangen ist, die Lehre der Kirche darzustellen anstatt nur auf das Gegenteil davon einzudreschen.
Es gibt auch eine Art „negative Besessenheit“ vom Bösen in dem Sinne, dass man ständig und überall
nur die Sünde vermutet, sie verurteilt und so doch zu ihrem Opfer wird, zumal man nicht selten, wenn
man so vorgeht, „den Sünder mit der Sünde“ ausschüttet. Bemerkenswert war auch, dass Joseph Ratzinger
auch als fast 80jähriger nichts von seiner Brillanz verloren hat. Negativ war vielleicht, dass er etwas
zu schnell gesprochen hat, zu wenig in die Kamera gesehen hat und sich ein-, zwei Mal versprochen hat,
zum Beispiel beim Thema Selige / Heilige. Am wenigsten gelungen war sicher die Antwort auf die Frage nach
„AIDS in Afrika“, wo ihm zudem der Fehler unterlaufen ist, davon zu sprechen, in katholischen Krankenhäusern
werde AIDS „geheilt“. Mein Fazit : 1. B16 ist der Größte :)3 !!! (war mir aber schon vorher klar …)
2. Er hat sich im Interview gut geschlagen. 3. Man sollte das Ganze trotzdem nicht mit Regelmäßigkeit
wiederholen, weil sonst die Gefahr besteht, dass man dem Amt ein wenig die Aura nimmt und sich zu sehr
in Tagesfragen hineinbegibt.
Manchmal scheint es …, … als würden viele übersehen, dass es keine „alte Messe“ und keine „neue
Messe“ gibt, sondern dass in jeder Messe, die zelebriert wird, exakt dasselbe passiert wie im Abendmahlssaal
vor zweitausend Jahren. Das sollte man, denke ich, bei der Diskussion nie außer acht lassen.
@ ekstase: Die Frage ging zwar nicht an mich, aber vielleicht darf ich sie trotzdem beantworten: Die Annahme,
solche Fälle gäbe es nur oder gehäuft bei katholischen Geistlichen und evangelischen nicht, trifft
schlichtweg nicht zu. Im übrigen halte ich es sowieso für problematisch, Übergriffe dieser Art in irgendeinen
Zusammenhang zum ausgeübten Beruf zu stellen und so Angehörige bestimmter Berufsgruppen (Erzieher, Kinderärzte
usw.) einem Pauschalverdacht auszusetzen.
Ich finde es ausgesprochen schade … … das es in diesem Forum so eine Besessenheit von der Sexualmoral
gibt (und zwar im positiven wie im negativen), so dass der Eindruck entsteht, das Sexualverhalten eines
Menschen sei sozusagen der Dreh- und Angelpunkt der Bewertung seiner Persönlichkeit überhaupt. Zur Sache
selbst muss man doch feststellen, dass es überhaupt keinen Anlass gibt, zu vermuten, dass der Anteil
derjenigen, die sich Verbrechen gegenüber Kindern schuldig machen, unter Priestern größer ist als im
Durchschnitt einer vergleichbaren Bevölkerungsgruppe. Sollte das Gegenteil der Fall sein, müsste man
darüber eine aussagekräftige, glaubhafte Statistik vorlegen, die auch einen entsprechenden Vergleich
vornimmt, und sich dann Gedanken über die Ursachen machen.
@ rudolfssohn Es ist wirklich grotesk, wie Sie den Eindruck vermitteln, Ihre zutiefst menschenverachtenden
Ausführungen hätten in irgend einer Weise etwas zu tun mit der Haltung der katholischen Kirche gegenüber
Homosexuellen. Ihre Äußerungen sind absolut unkatholisch und häretisch. Der Mensch ist aufgerufen,
die göttliche Schöpfungsordnung zu respektieren, und zugleich gilt uns die Aufforderung Christi, einander
zu lieben, wie Christus uns geliebt hat (und liebt). Wie Sie das mit Ihren Ausführungen in Einklang bringen
wollen, weiss ich beim besten Willen nicht.
Sendungen wie … … „Popetown“ sind einfach nur ein Zeichen dafür, dass es viele Leute mit einem etwas
zurückgebliebenen Humor gibt; wirklich „schlimm“ finde ich so etwas nicht. Viel schlimmer ist, dass –
ohne große öffentliche Diskussion – Filme wie „Saw“ oder „Hostel“ in unseren Kinos gezeigt werden und
sich offenbar kaum jemand darüber aufzuregen scheint. Dabei wird im Trailer z.B. für „Hostel“ unter
Hinweis auf die darin zu sehenden „brutalen Gewalt- und Folterszenen“ für den Film geworben. Dies sollte
uns viel mehr zu denken geben – im Hinblick darauf, dass es in unserer Mitte Menschen gibt, die dies für
eine Empfehlung halten und vor allem auch hinsichtlich der Tatsache, dass die in solchen Filmen gezeigte
Erniedrigung und Entwürdigung des Menschen, der ja das Ebenbild Gottes ist, wirklich eine Gotteslästerung
darstellt. Durch die Gegend hüpfende Zeichentrickpäpste sind verglichen damit eher harmlos.
@ Navon Es wäre sicher falsch, zu unterstellen, dass alle Christen solche Plakat-Aktionen gut finden.
Wenn man sich dagegen wendet, dass bei Homosexuellenkundgebungen bestimmte Grenzen überschritten werden,
ist das sicher richtig (wobei es Überschreitungen des „guten Geschmacks“ auch im Karneval oder bei der
Love Parade gibt). Dass aber jeder das Recht haben muss, für seine Anliegen zu demonstrieren, ist jedoch
ebenso klar. Das wird von „den Christen“ auch nicht in Zweifel gezogen.