stat crux
Erstellt: 15:46:07 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Mitteilung schreiben
992 Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
„Ich bin nicht betrunken“
#8   stat crux   13:08:42 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Wichtige Grenzfrage
Dass Dämonen eine schuldlose Seele „überfallen“ halte ich dank der Taufgnade für ausgeschlossen.
Redaktion benachrichtigen „Ich bin nicht betrunken“
#6   stat crux   12:54:29 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, klar,
aber an dieser „Front“ sind allzuviele unterwegs, die faktisch eine Inkarnation des Antichrist erwarten; eine geradezu widerwärtig antimessianische „Naherwartung“.
P.S.
Zu den LC: Den harten Kern der Vorwürfe gegen den Gründer vermute ich in der Möglichkeit, dass eine absolutio compliciis vorgekommen sein könnte (Absolution eines Komplizen); wenn das auch nur 1 mal vorgekommen wäre drohten schon härteste Kirchenstrafen.
Redaktion benachrichtigen Die richtigen und die falschen Gründe
#27   stat crux   12:49:58 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Vom Generaloberen der Spiritaner
zum Generaloberen der Spiritisten? Athanasius: „Vetter Taferl“ hat im kreuzforum Exz. M.L. sogar posthum zum Generaloberren der Weißen Väter (jetzt: Afrikamissionare) ernannt. Das ist signifikant für den schlichten Wissensstand der meisten ihrer Gesinnungsfreunde! „Marcel“ passieren auch dauernd sachliche Fehler; zu gigantisch ist das Bedürfnis einer Beatifikation M.L.s „von unten“. Sie bleiben da wenigstens halbwegs korrekt.
Redaktion benachrichtigen „Ich bin nicht betrunken“
#4   stat crux   12:40:43 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Ausgezeichnet, Konrad!
Wer über die Königsherrschaft Christi nachdenkt, muss zuerst und vor allem festhalten, dass es keinerlei Gewalt Satans über einzelne Seelen gibt, wenn der Getaufte nicht nachgibt, zustimmt, sich verführen lässt. Es gibt keine Waffengleichkeit, keinen Dualismus der „Gewalten“. Typen wie „Skandal“-Marcel (resp. Marcellinus im Forum) machen sich kein klares Bild von der Realität der Taufgnade. Das Sakrament (überhaupt) ist eben nicht nur Ritual und Initiation, sondern schon Auferstehung, Lossagung von „all seiner Macht“. Schluss also, Christen, mit der Satansfixierung, omnia instaurare in XPo!
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#70   stat crux   12:35:45 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Wir können wirklich froh sein, dass Kenner wie Freinsberg
sich überhaupt noch bereitfinden, hier und und zu den gröbsten liturgischen Unsinn etwas einzudämmen! Danke!
Redaktion benachrichtigen „Ich bin nicht betrunken“
#2   stat crux   12:31:45 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Skandalerzbischof??
(War durch ein anderer.) Liebe Redaktion: Schreibt doch lieber was über das Reichskonkordat! (20. Juli 1933)
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#68   stat crux   09:53:03 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Carlo „Mazzella“ Regazzoni
Jetzt können Sie’s nicht mehr abstreiten!
Ihr
Rosenkavalier
Redaktion benachrichtigen Sofortige Waffenruhe + …
#1   stat crux   09:49:08 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Defekt der Materie
Ungewöhnlich zwar, das Argument von lumen de lumine, aber anschaulich. Tatsächlich setzt diejenige Partizipation am mystischen Leibe Christi, die zu amtspriesterlichen Akten befähigt, das konkrete Dasein als Mann voraus, da Jesus selbst kein Neutrum war. Das Band einer weiblichen Seele an Christus ist a priori anders als das einer männlichen. Die humane Konkretheit der leiblich-individuellen Beziehung muss ernstgenommen werden, gerade weil der Herr kein Abstraktum ist, sondern selbst sacramentum mundi.
Redaktion benachrichtigen Die erhofften Früchte sind ausgeblieben
#25   stat crux   19:52:49 | Dienstag, 18. Juli 2006
Artois:
Sie sind also kathoisch?
Fällt das L auch schon unter Liberalismusverdacht?
Redaktion benachrichtigen Wofür sich der Papst noch nicht entschuldigt hat + …
#13   stat crux   19:49:00 | Dienstag, 18. Juli 2006
Marcel, alter Zyniker!
Wieder auf Einkaufstour??
Redaktion benachrichtigen Keine Zeit für Werktagsmessen
#32   stat crux   19:47:40 | Dienstag, 18. Juli 2006
Gebt dem Bischof eine Chance!
„Vor dem Konzil“ war jeder Bischof eine nahezu sakrale Figur. Solche Hetze wie hier hätte man sich niemals erlaubt, nicht einmal die Andeutung eines Dissenses. Warum ist die Revolte von rechts um so sehr viel gehässiger als es liberale Kritik je war??
Redaktion benachrichtigen Kardinal Kasper im Kriegszustand?
#11   stat crux   19:44:10 | Dienstag, 18. Juli 2006
Ernstgemeinte Frage:
Sind Kreuzzüge ohne Kreuz eigentlich besser als Kreuzzüge mit Kreuz? McDonalds, CocaCola, Sony, Schering??
Redaktion benachrichtigen Da hilft nur noch beten + …
#10   stat crux   18:36:29 | Dienstag, 18. Juli 2006
Carlo „Mazzella“ R.
Sie haben Ihren „Rothkranz“ wohl auch inhaliert??
Redaktion benachrichtigen Die erhofften Früchte sind ausgeblieben
#22   stat crux   17:27:08 | Dienstag, 18. Juli 2006
Also doch Kardinal Regazzoni!
„der frevlerische Geist“
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#185   stat crux   17:24:55 | Dienstag, 18. Juli 2006
Ja,…
solange es nur um Theologie und Liturgie geht: Kann man an lange Spaltungen denken. Aber wahrscheinlich ist der „wunde Punkt“ bei SSPX eben doch die Politik (unter Behauptung des Gegenteils).
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#183   stat crux   12:38:00 | Dienstag, 18. Juli 2006
dum volvitur orbis;
so ist es, Hr. Guttenberger; und irgendwann wird die SSPX dann halt „abgewickelt“; ohne staatlichen Schutz a la Reformation trägt das allenfalls 2 Generationen. Es sei denn rechtslastiger Okkultismus würde zur Modereligion. Aber das hat mit Kirche dann nichts mehr zu tun.
Redaktion benachrichtigen Eine praktische Beobachtung zur Zelebrationsrichtung
#45   stat crux   12:32:50 | Dienstag, 18. Juli 2006
Dr. Heger
Msgr. Gamber hatte sicherlich in manchem Recht; aber die Unbedingtheit der Positionen ist m.E. kontraproduktiv; zur Handkommunion gibt es z.B. gute Ausführungen bei Otto Nußbaum (Sammelwerk 1996).
Redaktion benachrichtigen Der Henkerstrick für den deutschen Abtreibungsparagraphen
#16   stat crux   20:44:48 | Montag, 17. Juli 2006
Wieviele Lesermeinungen hier sind denn aus derselben Quelle?
Zwei Quellen? Drei? Eine?
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#177   stat crux   20:40:26 | Montag, 17. Juli 2006
Hurra! Selbstironie entdeckt!
Thank you, Morris; aber Ihre Identität??
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#175   stat crux   18:41:45 | Montag, 17. Juli 2006
Wer hätte das gedacht, Herr Guttenberger,
Rothkranz (oder wer immer hinter sedisvakantismus.org steckt) hat die These von „Marcel“ (der z.Zt. bereits den „Kreuzgang“ als liberal verurteilt) übernommen, Dr. Otterbeck sei Freimaurer. Absolute Fehlanzeige: nur ein kleiner „Bildungsbürger“.
Redaktion benachrichtigen Die erhofften Früchte sind ausgeblieben
#16   stat crux   18:32:55 | Montag, 17. Juli 2006
Artois:
Hoppla: Päpste, die lügen? Alterzbischöfe, die unfehlbar sind? Zu welcher Loge gehören Sie denn? N.S. Claims Conference?
Redaktion benachrichtigen Geheuchelte Homo-Idylle
#20   stat crux   18:31:12 | Montag, 17. Juli 2006
Tohio Hotel
Die Aussage von „Bill“ klingt fast wie das Zölibatsversprechen vor der Diakonatsweihe.
Redaktion benachrichtigen Die erhofften Früchte sind ausgeblieben
#14   stat crux   18:25:45 | Montag, 17. Juli 2006
Copertino
Im definitiven Schreiben des Papstes an Lefebvre vom 11.10.1976 wurde bereits Kompromissbereitschaft hinsichtlich der Alten Messordnung signalisiert (und der Priesterbildung), hätte M.L. sein Werk der Zuständigkeit des Hl. Stuhls unterstellt. Das war der gebotene Weg; die Petrusbruderschaft hat ihn zwölf Jahre später nachvollzogen – noch nicht zu spät.
Redaktion benachrichtigen Die erhofften Früchte sind ausgeblieben
#12   stat crux   18:20:24 | Montag, 17. Juli 2006
Aurelius:
Quis ut DEUS halte ich für einen „Scherzartikel“, der die Sektierer-Position nur imitiert; spaßeshalber (vielleicht auch Maurice C.); Gruß Dr. O.
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe ist nicht verboten
#40   stat crux   13:12:11 | Montag, 17. Juli 2006
Wir können natürlich auch hier weitermachen,
wie es Ihnen beliebt!
Redaktion benachrichtigen Schnickschnack-Papst? Eher nicht + …
#9   stat crux   13:09:52 | Montag, 17. Juli 2006
Maledica!
Wie wär’s denn damit, die Diskussion in diesen „Altarm“ zu verlegen?
So ungestört.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#173   stat crux   12:57:53 | Montag, 17. Juli 2006
Allerdings, Aloah,
wie gesagt: hinter dem 68er Problem lauert das 38er Problem; ein schlicht autoritäres Weltbild ist „für immer“ desavouiert. Ein vernünftiges Maß an Autorität-im-Dialog wird gerade die Kirche wieder fördernd begünstigen.
Redaktion benachrichtigen Eine praktische Beobachtung zur Zelebrationsrichtung
#11   stat crux   12:52:53 | Montag, 17. Juli 2006
Der Volksaltar kann bleiben,
auch wenn die Zelebrationsrichtung des Hochgebets „mit dem Volk“ (zu Gott) wieder häufiger vorkommen wird.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#171   stat crux   10:42:17 | Montag, 17. Juli 2006
@Guttenberger
Keine Generation ist so sehr gescheitert wie die so gen. 68er; das aber perpetuiert zugleich deren Generationskonflikt („Tätergeneration“), nur deshalb ist das Problem noch virulent. Hier hilft nur die „Heimkehr des deutschen Geistes“ (zu Christus; Buchtitel von Reinhold Schneider, 1946). Allmählich zeichnen sich solche Tendenzen sogar ab, zum Verdruss auch der Extremen Rechten.
P.S.
Mag sein, dass Teile des Freimaurertums sich noch immer als Gegenkirche verstehen. Die Kirche aber deswegen zuerst und vor allem als „antimasonistische“ Bruderschaft zu konzipieren ist aberwitziger Irrsinn, Religionsverrat und vielleicht sogar im Sinne bestimmter Geheimgesellschaften. Deren zivilisatorische Abträglichkeit ist allerdings Faktum, wenn auch von der okkulten Rechten permanent überstrapaziertt; les extremès se touchent.
Redaktion benachrichtigen Noch schneller + …
#15   stat crux   10:31:51 | Montag, 17. Juli 2006
Sehr richtig, Benedikt
Manchmal zweifle ich zwar, ob es Sinn hat, sich überhaupt mit dem Integralismus zu befassen, aber Ihre Ergänzungen legen wieder den Schluss nahe, dass da ein (wenn auch nicht quantitativ) wichtiges Thema auf den Katholizismus zukommt. Denn dieses „Wir sind die Reinkultur!“-Plädoyer könnte Zulauf aus der okkult-hermetischen Ecke bekommen. Und der Kampf dagegen wird viel härter als gegen die theologische Linke.
Satans Meisterstück?? Ein mit seinen eigenen ästhetischen Mitteln sterilisierter Katholizismus!
Redaktion benachrichtigen „Dieser Mann ist ein Phänomen“
#68   stat crux   10:25:41 | Montag, 17. Juli 2006
Graf Toby Stadler
Immer wenn man versucht, Ihre Leute mit einigen Aspekten außerhalb der angelernten 2-3 Argumente zu konfrontieren, werden Sie grantig. Unabweisbar wahr ist jedoch, dass SSPX etc. außerhalb eines bestimmten Milieus null Apostolat bewirken; und selbst die rd. 500 vaganten Kleriker sind zahlenmäßig nicht mehr als z.B. die 1975 gegr. Congregation St. Jean (seitens der Liberalen auch unter Integralismusverdacht, aber nicht jede Askese oder Mystik ist „integral“; da muss schon der aberwitzig-politisierende Anspruch hinzutreten). Um aus der Ecke der versprengten Integralisten herauszukommen, müsste die SSPX den Weg der Petrusbruderschaft gehen. Aber selbst die halten Sie ja für „häretisch“, weil man dort nicht ausschließt am Grünnerdonnerstag mit dem Bischof NOM zu konzelebrieren! Wer also ist auf Abwege geraten??
Redaktion benachrichtigen Noch schneller + …
#12   stat crux   20:57:57 | Freitag, 14. Juli 2006
Marcel!
Habe erst jetzt Ihr „Moderatorenprotokoll“ des kreuz.forum gesehen. Das virtuelle Sant’uffiz tagt! Wer nicht wusste, warum man Ottaviani das Mikrophon ausknipsen musste, der kann es bei den selbsernannten Epigonen der Inquisition nachvollziehen. Zum Glück hat die wirkliche Kirche auch zu intransigenten (nicht: integralistischen) Zeiten immer nur Zuständige in rechtsförmigen Verfahren entscheiden lassen.
Weder Chenu noch Congar noch Lubac, kein Balthasar, kein Rahner kein Ratzinger sind je von Rom „verboten“ worden.
Wer solche „Verbote“ verhängt, simuliert einen Integralismus, den es in der wirkllichen Kirche nie gab.
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#25   stat crux   20:49:19 | Freitag, 14. Juli 2006
P.S.:
Catharina: Pius X. hatte, als er noch Bischof in Mantua war, Ärger mit manchen Domherren (die auf Pfründen saßen, die sich seiner Regulierung entzogen), welche die Alte Messe in 7 min. zu lesen pflegten. Wahrscheinlich kam ihm da der Leitgedanke von der actuoasa participatio; denn die Messe ist nicht zur Heiligung des Zelebranten gestiftet.
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#16   stat crux   17:45:55 | Freitag, 14. Juli 2006
Sehr richtig, G.M.M.!
Auch ich habe schon überaus würdevolle Zelebration des Novus Ordo erlebt; und halte die Liturgiereform konzeptionell für geglückt. Unvorstellbar war vor 1965 allerdings, dass die „Pastoral“ fast ganz auf Messbesuch einschmilzt und der Gottesdienst daher oft und oft pädagogisch und gemeindedidaktisch überstrapaziert wird.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#162   stat crux   17:41:34 | Freitag, 14. Juli 2006
Sodalitium Pianum, Perpetua:
Das nach Pius V. benannte Sodalitium hatte, den Forschungen von E. Poulat zufolge, nie mehr als 50 Mitglieder, in Dtld. nur 2. Anders als zur Reinhaltung der Reputation des Hl. Papstes Pius X. gelegentlich behauptet, arbeitete diese (aber weit überschätzte) Gruppe unter der Leitung des Kirchenjuristen und Sozialhistorikers Umberto Begnini aber mit Billligung des Papstes, während Merry del Val diese Praktiken nicht schätzte. Benediokt XV. hat angesichts des 1. Weltkriegs die neue Lage analaysiert, die Verurteilung des Modernismus am 1.11.1914 wiederholt, aber die integralistischen Exzesse der Antimodernistenhetze unterbunden, um der Einheit der Kirche willen. Das war keine „Umerziehung“. Die rigorosen Integralisten hatten nie (!) „das Sagen“ in Rom (sonst wäre die Kirche ebenso an ihnen gescheitert als hätte man dem Modernismus nichts entgegenzustellen gewusst); vgl. Card. Suhard: Essor ou declin, 1947. Nicht ein einziger Bischof hätte den Integralismus nach 1965 wiederbelebt, wären nicht leidige Themen der frz. Innenpolitik (action francaise etc.) hinzugekommen.
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#13   stat crux   17:33:34 | Freitag, 14. Juli 2006
g.m.m.:
Freundlichen Dank für das Originalzitat! Das stützt meine Hypothese, dass ein wesentliches Motiv des frz. Traditionalismus eben doch ein „Phantomschmerz“ ist angesichts der Julirevolution 1830 (von Pius VIII. gebilligt); nicht wegen „1789“ (denn das Datum hatte man konkordatspolitisch 1801 „weggesteckt“).
Dr. O.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#157   stat crux   12:27:04 | Freitag, 14. Juli 2006
Heute habe ich tatsächlich mal erlebt,
dass jemand mit Ratzingers „Einführung“ gegen die Dogmatik argumentierte. Das wird jetzt vielleicht Mode, so sehr man ihm damit Unrecht tut.
Redaktion benachrichtigen Die große Preisfrage: Wann war die Zeit der Hexenverbrennungen?
#37   stat crux   12:24:44 | Freitag, 14. Juli 2006
Haha, DDL!
Allmählich sind Sie omnipräsent auf kreuz.net. Darüber gibts auch einen dogmatischen Traktat.
Redaktion benachrichtigen Kein besonders griffiges Thema + …
#1   stat crux   12:21:16 | Freitag, 14. Juli 2006
Friedensbotschaft
Ist der kreuz.net Redaktion da was entgangen? Die menschliche Person als Herz des Friedens. Da müsste es doch klingeln: „Menschenrechte!“ Persona humana? Das Roncalli-Thema.
Redaktion benachrichtigen Die große Preisfrage: Wann war die Zeit der Hexenverbrennungen?
#32   stat crux   20:10:18 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Wie gut kennen sich eigentlich
Maurice und DDL??
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#155   stat crux   20:07:22 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Am vergangenen Wochenende las ich,
neben Dei Verbum, auch das Dekret zum Laienapostolat. Ein „Regiebuch“ par excellance, hätte man es beherzigt! Ich vermute aber, dass die vorgesehene Überraschung darein besatehen wird, dass die ausführliche Lehre das Konzils die authentische Tradition programmatisch formuliert. Es wird zum sicheren Kompass für Theologie und Kirche des 3. Jahrtausends werden. Die „Korrekturen“ gegenüber älterer Tradition (um die so viel gekämpft wurde) fallen doch kaum noch ins Gewicht. Es wird sich als Pastoralkonzil in dem Sinne erweisen, dass es das kirchliche Amt stärkt gegenüber theologischer, pädagogischer und existenzialistischer Willkür. Dass diese so heftig vor der Tür stand, das wollte man 1962-1965 freilich ungern wahrhaben.
Redaktion benachrichtigen Konservative Steigbügelhalter?
#14   stat crux   20:02:06 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Murx:
Anscheinend sitzen sie in der Sakramentendisziplin immer noch mit Athanaius und Marcel in einem Boot??
Redaktion benachrichtigen Blauer Brief
#294   stat crux   19:56:11 | Donnerstag, 13. Juli 2006
!293!
Wahrscheinlich wählen die Bildredaktionen bevorzugt Fotos mit „störenden“ Händen aus, weril diese vitaler Wirken als „Passfotos“. Ich denke, Perpetua hat sich da völlig verrannt, „perpetuiert“.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#153   stat crux   19:52:49 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Sehr richtig, Herr Guttenberger!
Allerdings sollte man auch hinsichtlich der 68er differenzieren. Mir war in Kevelaer eine Kindheit und Jugend vergönnt, bei der Kommunion- und Firmunterricht ganz im Sinne der Konzilsdokumente gelang. Was ich damals nicht wusste: Zugleich ruinierte die „wissenschaftliche“ Theologie die Priesterausbildung an den Fakultäten.
Erst sehr spät erkannte ich die Diskrepanz zwischen der Lehre des Konzils und der Beliebigkeit, die in seinem Namen verkündet wurde. Ich bezweifle, dass die Tradi die Konzilstexte überhaupt lesen.
Redaktion benachrichtigen „Meine Gattin auf ewig“
#23   stat crux   18:34:20 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Marcel: Pentekostalismus,
ein Wort fast so schön wie Latitudinarismus, fand sich doch in Ihren ritualistischen Quellen auch bisweilen. Bearbeiten Sie doch mal konkret das Thema „Wirken des Hl. Geistes“ innerhalb und außerhalb der Sakramentenspendung. Dass Sie ein Konzil und ein Konklavbe für nicht geistgeleitet erachten, das Werk „Sie haben ihn entthront“ (Wen??) aber für inspiriert, dass habe ich kapiert. Jetzt aber mal konkrete Kriterien? Das Ritual allein genügt nicht!
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#151   stat crux   18:24:46 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Artois resp. Brandenburgis
Na schön. Aus der Kirche, aus der Sie mich mit einem Atemzug (und den Papst gleich mit) „ausschließen“, aus der bin ich gern ausgeschlossen. Es bleibt dabei: Christus ist der einzige Priester, Konzil und Päpste lehren im ganzen die Wahrheit. Kleinere Unschärfen wie im Syllabus, Lamentabili oder Humani generis mal beiseitegelassen.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#144   stat crux   15:52:46 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Dass Christus der einzige Priester ist,
das vertritt Ratzinger allerdings tatsächlich.
Redaktion benachrichtigen Der Generalrat ist gewählt
#36   stat crux   15:45:01 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Stimmt!
Den Ausdruck „Frevler“ habe ich in den Texten vermisst. Aber während von Dr. Regazzoni (kennen Sie den?) ab 30.06. nichts mehr zu lesen war, ist der selbsternannte Kardinal am 1.7. hier aufgetreten. Da lag doch die Vermutung eines Namenswechsels recht nahe?
Redaktion benachrichtigen Eine gut katholische Lösung
#8   stat crux   15:47:05 | Mittwoch, 12. Juli 2006
„Wenn ein Affe in ein Buch hineinguckt,
kann kein Philosoph hinausschauen“, soll Lichtenberg mal gesagt haben.
Redaktion benachrichtigen Wikipedia oder FritzGpedia?
#47   stat crux   15:43:43 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Hallo Catholicus,
Ihr Beitrag wird bereits zur Löschung vorgeschlagen! Sitzt wiki-Leser tobnu vielleicht auch im Instutut Philipp Neri zu Berlin?
Redaktion benachrichtigen Schönes Ergebnis + …
#6   stat crux   15:37:10 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Der elendeste Sünder scheint Raucher zu sein.
Also: Askese, wem Askese Spaß macht??
Redaktion benachrichtigen Wikipedia oder FritzGpedia?
#44   stat crux   15:34:45 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Marcelpedia!
Den katholischen Kaiser und das Hl. Messopfer. Hurra! Franz Beckenbauer ist katholisch, Bonaparte war es halbwegs (und sacre durch den Papst Pius VII.) Wie kriegen Sie es denn in ihr Freidenkerhirn, dass bereits Pius VIII. die Julirevolution 1830 guthieß? D.h. eine parlamentarisch verantwortete Regierungsform?? Der „Habsburger-Kaplan“ Gregor XVI. war tatsächlich der letzte, der mit Ihrem Begriff von Kaisertum sympathisierte, aber gerade der hat jedweden Naturalismus verurteilt, also bereits quasi im Sterbejahr Hegels den Totalitarismus zurückgewiesen. Sie als tridentisch illumierter Rechtshegelianer sind seit 1832 pontifikal verurteilt –- und wollen es nur nicht wahrhaben, indem Sie in Ihre abwegigen Ritualinterpretamente eskapieren. Da rettet Sie kein höh’res Wesen!
Redaktion benachrichtigen „Dieser Mann ist ein Phänomen“
#62   stat crux   15:25:36 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Toby:
Aus Ihrer Richtung wird immer behauptet, der NOM habe (in Europa) die Teilnahme an der Liturgie vereitelt, WEIL sich das eben nicht beweisen lässt. Es ist trotzdem absoplut unwahrscheinlich. Denn ein massenhaftes „Heimweh“ nach der alten Messe hätte den rechtsextremen Bewegungen doch einen gigantischen Zulauf bescheren müssen. Auch heute ist nicht zu erkennen, dass Cliquen wie die SSPX die Zivilisation relevant „befrömmeln“. Das Problem SITZT somit tiefer: Meines Erachtens ist die Liturgische Bewegeung als Gesamtphänomen seit ca. 1800 durch die Reformquerelen nur zurückgeworfen worden. Die eigentliche Bewegung kommt erst noch.
Redaktion benachrichtigen „Dieser Mann ist ein Phänomen“
#59   stat crux   13:52:27 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Die Anhänglichkeit der Gläubigen an den „alten Ritus“
war so dürftig, dass die Lefebvre’sche Masche, diesen als Kampfmittel für den Integralismus zu benutzen, aufs Ganze gesehen gottlob fehlschlug. Würde heute noch flächendeckend so zelebriert, gäbe es weltweit ca. 1,1 Mio. Katholiken, nicht 1,1 Mrd. Hypothetische Zahl, aber plausibel. Die Liturgiereform kam in letzter Minute. Nur auf der Basis neu auferbauter Frömmigkeit wird die Liturgie „feierlich“, in beiderlei Ordnung. Nicht die Liturgie erzeugt die Religion, sondern die Religion feiert sie. Der Religionsverlust der Massen kann sich aber (seit ca. 1880) in Europa noch 1-2 Generationen fortsetzen. DARAUF antwortet die „neue“ Liturgie, nicht auf 1789. Wenn ab ca. 2020 die wahre Religion wieder mit Breitenwirkung „zugkräftig“ wird (Anfänge sieht man), hat sich das SSPX-Problem erübrigt; aber die „alte Messe“ wird einen beachtlichen Platz im Konzert legitimer Vielfalt einnehmen, und so mittelbar auch den „NOM“ beleben.
„Donec venias!“
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#136   stat crux   13:00:12 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Perpetua,
der Katholizismus iast zuerst und vor allem ein „Lebenszusammenhang“ (Nachfolge Christi), die Lehre nur eine Dimension desselben. Wenn die überwiegende Mehrzahl (ca. 99,985 %) der Katholiken mit dem Papst harmonieren, ist es eher unwahrscheinlich, dass er ihnen heimlich „Irrlehren“ unterjubelt. Dass Christus der einzige Priester ist, das ist allerdings richtig; wurde aber z.B. von „Marcel“ auf dem kreuzforum schon mit gefährlichen Formeln in Frage gestellt, die den geweihten Priester zum „eigentlichen“ Mittler zu machen scheinen. Hier zeigt sich wieder das Risiko der Tradi, die Taufe abzuwerrten, um dem Ordo eine „Monopolstellung“ in der Verwaltung der Übernatur zuzubilligen (die dadurch naturalistisch abgewertet wird). Ein Piuspriester scheint mir daher kaum etwas anderes zu sein als ein Funktionär der KP, nur antikommunistisch gewendet und im Latein geschult. Denn wer bestreitet, dass Christus der einzige Priester ist, öffnet die Vermittlungsfunktion zu den Novissima schon wieder jedem Selbsternannten, ob rechts, ob links; und die Lefebvregeweihten sind kirchenrechtlich genauso „selbsternannte“ Gottesvermittler wie Logenbrüder oder Politbüromitglieder.
Redaktion benachrichtigen Wikipedia oder FritzGpedia?
#27   stat crux   12:43:12 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Auf Wikipedia war es bspw. unmöglich,
die Rede Papst Paul VI vor der UNO als eine der wichtigsten politischen Reden (überhaupt) zu qualifizieren. Wenn erstmals in der Geschichte ein Papst vor einer Versammlung fast aller Nationen spricht, so durfte das nur eine „seiner“ wichtigsten Reden sein. Weil angeblich der Maßstab fehlt. Zu Humanae Vitae war es nicht möglich, bei Wikipedia stehen zu lassen, dass diverse Forschungsergebnisse der Humanwissenschaften dem „Nein zur Pille“ mittlerweile beipflichten. Da kommt einem fast der Gedanke (Marcel, aufgemerkt!), dass die Geburtenkontrolle ein freimaurerisches Projekt sein könnte.
Redaktion benachrichtigen Wikipedia oder FritzGpedia?
#20   stat crux   12:16:00 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Wie „Marcelpedia“ funktioniert
erlebt man ja im so gen. „kreuz.forum“. „Häresieverdacht? Gesperrt.“
Wikipedia hätte unter solchen Umständen einen Umfang von 500 inquisitionsgeprüften Stichworten.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#133   stat crux   12:00:20 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Ein unermeßlicher Skandal?
Perpetua: Wenn Irrlehren von Theologen und Laien so gut wie gar nicht erkannt werden können: Wahrscheinlich sind es dann keine.
Der Katholizismus definierte sich als Leben im sakramentalen Corpus Christi, der Kirche. Ein bestimmtes Mindestmaß an Gelehrtheit oder „Einweihung“ wird nicht verlangt, so weit ich weiß.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#129   stat crux   20:51:34 | Dienstag, 11. Juli 2006
Sorry, das „Seiende“;
Hacker war Konvertit. Sein Werk „Das Ich im Glauben Martin Luthers“ (1966) zitierte Ratzinger häufiger, z.B. in seinem LtHK-Kommentar zu Dei Verbum.
Redaktion benachrichtigen Abgekanzelt: 10 Monate Gefängnis für eine Sonntagspredigt
#17   stat crux   20:49:38 | Dienstag, 11. Juli 2006
An einen „Amboparagraphen“ denkt z.Zt. offenbar niemand.
Die Predigten sind anscheinend zu langweiliig.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#127   stat crux   20:38:03 | Dienstag, 11. Juli 2006
Karl Rahner
wurde von Paul Hacker schlichter Ontologismus vorgeworfen, d.h. dass er das Seinende mit dem Sein (und das mit Gott) verwechselt. Entgegen mancher Plattauslegungen Heideggers (etwa im Anschluss an das Augstein-Interview) ist das „Sein“ bei Heidegger EBEN NICHT der philosophische Gottesbegriff, sondern immer noch im Vorfeld dessen, „adventlich“ gewissermaßen. Rahner hat vielleicht sowas wie den ontologischen Gottesbeweis via Heidegger versucht. War aber gar nicht nötig, weil S. Thomas durch die Religionskritik nicht ausgehebelt wurde, wie die Kritik der Kritik (Lagrange, Bergson, Guitton et al.) anzeigt. Der traditionelle „Ort Gottes“ dürfte bei H. als das Gemeinsame von Sein-und-Zeit vermutet werden.
Redaktion benachrichtigen Überflüssig wie ein Kropf
#51   stat crux   20:14:44 | Dienstag, 11. Juli 2006
Ein Papst macht noch keinen Sommer;
und ein Kardinal macht noch keinen Winter. Die letzte Generation, die noch ein „intaktes“ Vertrauen in die gute alte Zeit und die hergebrachte Ordnung haben konnte (ohne das als ideologisches Konstrukt zu simulieren wie die antinaturalistisch-naturalistischen Integralisten) wuchs VOR 1914 auf; „V 2“ hat durchaus den Master-Plan angesichts der neuen Lage konzipiert, insb. Dei Verbum und Lumen Gentium (lesen!). Verkannt haben die Konzilsväter die Wurzeltiefe der Krise (die EBEN NICHT MEHR mit Enzykliken a la Humani generis zu steuern war; Beweis: Humanae Vitae; Paul VI. hat danach KEINE Enzykliken mehr geschrieben; in konkreten Konfliktfälklen sollten sich Päpste vielleicht wieder mehr der Bulla bedienen, kurz u. knackig ;-)), Stichwort: 6.8.45 (Hiroshima); der notwendige Universalismus wurde gesehen, nicht erkannt wurde das Erfordernis, zugleich (!) intransigent UND dialogisch zu argumentieren. Und wenn die Bischöfe das nicht tun, wo sollen es die Kleriker lernen? Und wo die Laien?
Redaktion benachrichtigen „Dieser Mann ist ein Phänomen“
#37   stat crux   15:53:17 | Dienstag, 11. Juli 2006
Bischof Lettmann
hat immerhin den Mut gehabt, den Caffarra-Vergleich (der Wille des Mörders ähnele dem Willen zur Empfängnisverhütung, 9.11.1988) als „unzulässig“ zu qualifizieren; K.u.L. 5.3.1989.
Redaktion benachrichtigen Neuer Pressesprecher
#3   stat crux   15:49:07 | Dienstag, 11. Juli 2006
kreuz.net
wird den Stil mildern müssen, um nicht vollends zur „daily soap“ abzusinken.
Redaktion benachrichtigen „Dieser Mann ist ein Phänomen“
#35   stat crux   15:48:03 | Dienstag, 11. Juli 2006
Graf Galen
In meiner Abiturklasse (Kevelaer) waren 60% praktizierende Katholiken; vielleicht praktizieren noch 10%, Weihnachten oder Ostern 20%. Aber nicht die Statistik ist ärgerlich, sondern dass die einzelnen Menschen die religiöse Dimension des Lebens ausblenden; obwohl ihnen „faire Angebote“ gemacht wurden. Vermutlich war die vor „V 2“ sozialisierte Klerikergeneration nicht fähig, die Umstellung der Sprachregeklungen zu „packen“, die ihnen DBKZdK 1975 ff. abverlangt haben. Nicht alles, was man für den adäquaten neuen „Ausdruck“ desselben depositum fidei anbot war auch adäquat. Inadäquat wäre aber der nostalgische Rückfall in univoke Sätze, die weder wahr sind noch das Glaubensleben fördern, sondern Ideologie oder Nostalgie.
Redaktion benachrichtigen Überflüssig wie ein Kropf
#40   stat crux   15:40:23 | Dienstag, 11. Juli 2006
Wahrscheinlich haben die genannten Laien
das Konzilsdekret über das Laienapostolat (1965) nie gelesen.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#125   stat crux   15:38:11 | Dienstag, 11. Juli 2006
Wahrscheinlich
ist die Leistung Rahners „rückwärts“ (Relativierung der jesuitischen Schule 1815 ff.) von größerer Bedeutung als sein Beitrag „vorwärts“.
Redaktion benachrichtigen „Dieser Mann ist ein Phänomen“
#33   stat crux   15:35:15 | Dienstag, 11. Juli 2006
Wahrscheinlich
geht das Apostolat der Petruisbruderschaft jetzt erst richtig los; wenn sie etwa die Hälfte der ca. 500 Lefebvrianer überzeugen könnte und etwa doppelt so viel weitere Berufungen wecken, wäre sie in ca. 30 Jahren ein beachtlicher Faktor, zumindest in Europa und USA.
Redaktion benachrichtigen Als ob Gott nicht wäre + …
#51   stat crux   15:23:19 | Dienstag, 11. Juli 2006
Theresia,
freundlichen Dank für die Richtigstellung; „Teil der Kirche“ kann die SSPX allerdings erst werden, wenn sie sich zu einer klugen Traditionskritik durchringt; also nicht Pontifikalhandschuhe, absolute Monarchie und Offenbarung als gleichermaßen übernatürlich behandelt.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#120   stat crux   15:19:39 | Dienstag, 11. Juli 2006
Perpetua von Gestern:
Ratzingers „Einführung“ emnthält die von Ihnen dargestellten „Häresien“ allesamt NICHT; allerdings die Aussage, dass nur Christus im religiösen Sinn einziger Priester ist, die steht da. Und sie ist katholisch. Ein von Christus unabhängiges, heidnisches „Priestertum“ ist nicht christlich. Im religionsgesetzlichen Sinne war Jesus übrigens „Laie“.
Redaktion benachrichtigen Warum die Alte Messe besser ist als die Neue
#80   stat crux   15:02:03 | Dienstag, 11. Juli 2006
Athanasius
Was würden Sie denn sagen, wenn die SSPX-Weihen eines Tages gleichfalls wegen falscher Sühneopfertheologie für ungültig erklärt würden? Joseph Ratzinger hat in seiner „Einführung“ (1968) jedenfalls schon klare Hinweise dafür gegeben, dass das Opfer Christi als Hingabe zu deuten ist, nicht als Magie. Es genügt eben nicht, ein Messopfer antiliberal-antiökumenisch-antikommunistisch zu feiern, man feiert es gültiig nur „durch IHN, mit IHM und in IHM“, D.N.I.C.
Redaktion benachrichtigen Als ob Gott nicht wäre + …
#49   stat crux   14:42:26 | Dienstag, 11. Juli 2006
Marcel!!
Die SSPX (Society of Saint Piusx) erteilt der Wiedererrichtung Israels durch Menschenhand eine klare Absage! Wow. Da zittert der Erdkreis!! Erteilte Ihr Idol zufällig auch dem Fall der Berliner Mauer eine Absage? Und dessen Idol (Charles X.) der Julirevolution 1830??
Redaktion benachrichtigen Blauer Brief
#255   stat crux   13:45:25 | Freitag, 7. Juli 2006
Auweia.
Menschenwerk! Eine ewige Bruderschaft gegen das katholische „Menschenwerk“. Versuchen Sie doch mal, rein hypothetisch, was wäre wenn das Vatikanum II eben doch inspiriert war, Lefebvre aber nicht? Der Übergang zur „Neuen Messordnung“ wäre sanfter ausgefallen, die Rücksichtnahme auf die Tradition großzügiger. Richtig ist, dass die Liturgiereformer noch indemselben vorkonziliaren Autoritarismus befangen waren und noch kein Empfinden für legitime Bedürfnisse der Beter (und auch Klöster) entwickelt hatten. Die SSPX hat aber Öl ins Feuer gegossen. Mit welchen Motiven? Obwohl ich den Rothkranz’schen FM-Wahn für abwegig halte: Ich kann keinen produktiven Beitrag bei Lefebvre entdecken, außer dass er polarisiert hat, also gewissermaßen die „Grenzen“ geklärt. Wer aber den NOM für häretisch hält (M.L. am 24.11.1974) hat seinerseits die Liturgie nicht begriffen, verwechselt sie mit einem Ritual. Da kann der Verdacht schon aufkommen, dass so einer Ritual gegen Ritual setzt, mit Kenntnis des „satanischen“.
Redaktion benachrichtigen Arme Priester, die nicht wissen, was sie sind
#35   stat crux   13:36:27 | Freitag, 7. Juli 2006
Zugegeben,
im Wind der 1970er hat sich Kasper zu ein paar Platitüden hinreißen lassen, aber wird sind über 35 Jahre weiter! Pius XI. hat die ökumenische Bewegung gebremst, die vor dem II. Weltkrieg eine Art „Parlamentarismus“ der Konfessionen ansteuerte. Die Akzentverschiebung des Vatikanum II besagt doch im Kern, dass wir die Eine Herde ansteuern, die vor uns liegt, nicht die imaginäre, die scheinbar hinter uns liegt. Oder sehr ich das etwa „modernistisch“? Dann stammt der Modernismus offenkundig unmittelbar aus dem Johannesevangelium.
Redaktion benachrichtigen Keine Formsache. Eine Wesensfrage!
#57   stat crux   13:32:23 | Freitag, 7. Juli 2006
Marcello, alter Gauner!
Erst jetzt entdecke ich Ihre (und Ihres Vetters) Erwägungen zu Frauenkleidern und -wahlrecht in Ihrem „Forum“. Eine parlamentarische Monarchie ist im Sinne der Christlichen Gesellschaftslehre eine Demokratie. Der Gegenbegriff ist da Republik zu Monarchie. Die spanische Monarchie z.B. ist „demokratisch“ (sonst könnte Spanien nicht in der EU sein). Die Ausübung monarchischer Autorität funktioniert in Europa nur noch (!) in Monaco. Selbst Liechtenstein kennt eine politische Partizipation der Bürger. Ein „Zurück“ hinter 1830 (anhand des frz. Beispiels) hat nicht einmal die Billigung des damaligen Papstes Pius VIII. gefunden, zum Leidwesen ihren virtuellen „Tradition“.
P.S.
Ich empfehle Ihnen eine vorrevolutionäre Perücke (ggf. mit Tonsur).
Redaktion benachrichtigen Soviel Schuld, daß niemand mehr weiß, sie abzutragen
#5   stat crux   13:21:27 | Freitag, 7. Juli 2006
Man kann mir viel vorhalten,
manche harte Äußerung oder freche Replik, aber das Stichwort von der „Bevölkerungsreduktion“ als zynisch zu bezeichnen, das war ja wohl nicht zynisch, oder?
Redaktion benachrichtigen Warum die Alte Messe besser ist als die Neue
#77   stat crux   13:15:15 | Freitag, 7. Juli 2006
Lima:
Gotthard, falls ich die Denkungsart hier richtig kapiert habe ist „katholisch“ nach Meinung der Hysteriker ausschließlich die textliche Erwähnung des Sühnecharakters des Messopfers in der Liturgie. Es kommt nicht darauf an, dass der gefeierte Gottesdienst selbst Gegenwärtigsetzung des Heilswerks Christi ist, sondern, dass auf das „Sühnopfer“ hinreichend deutlich hinweisende Formeln zelebriert werden. Unter Behauptung des Gegenteils statuiert der liturgische Intergalismus damit einen völligen Riss mit der Tradition, da er ein Teilelement der Liturgie zum alleinseligmachenden Wesensmerkmal erhebt und überdies, unter Einschränkung des Handelns Christi auf das des Weihepriesters, anstelle einer Vergegenwärtigung des Einzigen Opfers des Einzigen Priesters ein druidenhaftes Ritual in tridentinisch anmutendem Äußeren abfeiert, das die bösen Geister bannen soll. Gegenüber einem neopaganen Ritualismus verhält sich der Lefebvre-Kult massiv indifferent, „nicht ganz dicht“. Man wird wohl formulieren müssen: Wer den Novus Oro als häretisch lehrt, der ist „draußen“.
Redaktion benachrichtigen Arme Priester, die nicht wissen, was sie sind
#33   stat crux   13:05:49 | Freitag, 7. Juli 2006
Camillo Mazzella S.J.
war tatsächlich ein interessanter Theologe, aber kein „Ideologe“.
Wahr bleibt, dass kein unverblendeter Zeitgenosse überhaupt noch erkennen kann, zu welchem Zweck die SSPX noch gut sein soll; es sei denn, sie hält sich tatsächlich (unter naturalistischer Umdeutung der Tradition) für „die wahre Kirche“. Aus römischer Sicht bliebe diese dann aber erst Recht ein virtuelles Konstrukt, mag sie auch noch so heftig beteuern, dass sie (und nicht „Rom“) die Leibhaftige sei.
Redaktion benachrichtigen Soviel Schuld, daß niemand mehr weiß, sie abzutragen
#2   stat crux   12:36:11 | Freitag, 7. Juli 2006
Hallo, Zyniker!
Ihnen kann der Himmel über Europa wohl gar nicht düster genug sein? Sie halten das Rituale offenbar für eine Art von Koran?
Redaktion benachrichtigen Keine Formsache. Eine Wesensfrage!
#55   stat crux   12:09:56 | Freitag, 7. Juli 2006
Marcel: Les extr’emes se touchent!
Immerhin kein „Signalfoto“ im Rothkranz’schen Sinne. Oder etwa doch? (…)
Redaktion benachrichtigen Blauer Brief
#250   stat crux   12:02:31 | Freitag, 7. Juli 2006
Die SSPX
wird noch viele Rothkränze gebären, Blauwkränze, Yelbkränze… Denn soweit sie ein berechtigtes Anliegen innerhalb des katholischen Spektrums vertritt, ist sie seit Errichtung der Petrusbruderschaft überfflüssig, stiftet nur noch Schaden, dreht sich um sich selbst.
Interessante Details diesmal im „kreuzgang“: Kurz vor seinem Hinscheiden fühlte sich Lefebvre noch bemüßigt, eine Berichterstattung über seine Begegnung mit P. Pio als „satanisch“ abzuurteilen. Dieser hat ihn diversen Berichten nach zum Gehorsam ermahnt. Es bestünde gar kein Anlass zum Dementi, da M.L. seinen Ungehorsam stets als Gehorsam auszulegen pflegte. Er hätte ja sagen können: Ich habe der Aufforderung von P. Pio entsprochen, so wie ich sie aufzufassen hatte. Da ist altersbedingt wohl ein kleines Über-Dementi unterlaufen!
Um 1990 herum ging es wohl nur noch um den Nachruhm.
Selbstgerechtigkeit, wohin man auch blickt.
Redaktion benachrichtigen So etwas wie ein Schisma
#4   stat crux   11:24:48 | Freitag, 7. Juli 2006
Wahrscheinlich
bleibt es einfach bei der spärlichen, bisherigen amtlichen Äußerung und die Pastoral wird versuchen, die geistlichen Früchte des selbsternannten Heiligtums in die Zukunft herüberzuretten, ohne dass es zum Skandal kommt. Aber: Wer weiß?
Redaktion benachrichtigen Arme Priester, die nicht wissen, was sie sind
#29   stat crux   11:18:44 | Freitag, 7. Juli 2006
Ob M.L. ein Freimaurer war
oder nicht, das hängt von der Klärung des Begriffs ab. Das Phänomen der Logen und Geheimgesellschaften ist so vielschichtig und komplex, dass es durchaus auch solche gibt, die antiliberal, antihumanitär und sogar antidemokratisch eingestellt sind (etwa „P 2“ in Italien). Pierre Plantard als Möchtegern-Gründer einer anti-maurerischen Loge, die als „Prieure de Sion“ zweifelhaften literarischen Ruhm erlangte, markiert da nur ein Einzelphänomen inmitten des rechtslastig-okkulten Sumpfes. In kirchenrechtlicher Betrachtungsweise ist die Priesterbruderschaft jedenfalls von einer Freimaurerloge nicht zu unterscheiden, da ihr jede Anerkennung der legitimen Autorität als katholischer Verein fehlt.
Redaktion benachrichtigen Der Mensch im Mittelpunkt
#42   stat crux   11:12:46 | Freitag, 7. Juli 2006
Ehrlicherweise
hätte Lefebvre sein Buch nennen müssen: „Sie haben MICH entthront!“ Denn 1962 überredete ihn der Papst, auf das Erzbistum Dakar zugunsten eines Einheimischen zu verzichten (nie verwundene „Kränkung“ des Vorgängers: Ebf. Thiandoum wurde 1976 Kardinal); in Tulle fühlte sich der Ebf. aber nicht wohl und wurde General der Spiritaner; diese haben ihn dann 1968 entthront. Da Jesus Christus nicht „entthronbar“ ist (eine Inkarnation des Antichrist wäre eine völlig unausdenkbare Häresie, mehr noch: Gipfel der Apostasie), meint Marcel vermutlich nicht den Auferstandenen, sondern den 1830 entthronten Franzosenkönig Charles X., dessen „gerechte Sache“ weitergeht. „Er braucht Soldaten für seine Armee!“ (Lefebvre am 1.11.1990 in Econe).
Redaktion benachrichtigen Arme Priester, die nicht wissen, was sie sind
#27   stat crux   11:04:23 | Freitag, 7. Juli 2006
Markus Antonius:
Jedwedes Wirken des Hl. Geistes wird seitens der SSPX für unmöglich erachtet, sofern es nicht der Umdeutung der Tradition in einen integralistischen Naturalismus zugute kommt. Die Tradi wagen ja nicht einmal vorkonziliare Autoren zu lesen, die NIE auf dem Index standen (bspw. Congar, Danielou, Lubac, Grillmaier, Scheffczyk, v.Balthasar), denn sogar der Index war denen nicht Index genug. Während die Religion zwei Quellen hat, das menschliche Suchen und das Wort Gottes, hat diese „Tradition“ nur eine Quelle: Der nie enden wollende Phantomschmerz französischer Monarchisten, dass bereits Pius VIII. die Julirevolution in Frankreich 1830 gebilligt hat. Das war der Anfang vom Ende der „katholischen“ Wahrheit.
So zutreffend manche Diagnosen sind, Fellay et al. sind doch froh, dass die Symptome ihnen Gelegenheit bieten, einen absolut falschen Begriff von Tradition zu propagieren. „Therapie“ kann dieser aber nicht sein.
Redaktion benachrichtigen Keine Formsache. Eine Wesensfrage!
#53   stat crux   18:52:11 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Les extremes se touchent!
Wenn sich das Spielchen weiter entspannt, finden wir vielleicht noch einen etwas pazifistischeren Umgangston; sofern Ihr tief eingewurzelter Zynismus Ihnen das noch erlaubt, Marcel.
Redaktion benachrichtigen Arme Priester, die nicht wissen, was sie sind
#1   stat crux   18:49:24 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Nicht ganz falsch!
Das Konzil hat das Priestertum sträflich vernachlässigt. Man richte aber bitte das Augenmerk auch darauf, dass fast sämtliche Protagonisten der nachkonziliaren Krise in vorkonziliaren Autoritätsbegriffen befangen blieben, gerade auch im Blick auf die oft despotische Durchführung von Reformen in Pfarreien und Klöstern.
Redaktion benachrichtigen Der Mensch im Mittelpunkt
#31   stat crux   16:51:57 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Marcel:
Schon wieder hübsche Fotos im kreuzforum (Zaitzkofen); der violette Simulant kommt sicher vom sowjetischen Geheimdienst? (Ach so. Gibts ja nicht mehr.) Dann vielleicht ein chinesischer Agent? Oder einer vom Grand Orient de France!
Redaktion benachrichtigen Der Mensch im Mittelpunkt
#29   stat crux   16:34:43 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Marcel:
Wenn Sie nicht allmählich Ihren Begriff von „Übernatur“ klären, werden Sie Ihre Verse noch in hohem Alter rezitieren, ganz egal, ob die wirkliche Entwicklung in Ihrem Sinne verläuft oder nicht. Denn letztlich ist Ihnen die Heiligung der Zeit „wurscht“. Das ist Zynismus, nicht Katholizismus.
Redaktion benachrichtigen Der Mensch im Mittelpunkt
#23   stat crux   15:58:44 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Marcel:
Wenn Sie nur wenigstens das Kapitel „Die allein-seligmachende Kirche“ aus Lubac, Catholicisme, einmal in Ruhe lesen würden: Vielleicht wäre das der Anfang vom Ende Ihrer naturalistisch „übernatürlichen“ Odyssee.
Redaktion benachrichtigen Keine Formsache. Eine Wesensfrage!
#45   stat crux   11:04:08 | Mittwoch, 5. Juli 2006
Marcel(linus): Danke für die Fotos aus Econe!
(heute im kreuzforum); Sie liefern Anschauungsmaterial, das meine Sicht voll bestätigt. Die Brüder spielen Petersdom im Kirmeszelt. Ein spirituelles Disneyland! Besonders schön: Das Foto mit den Tradigewändern unter Hochspannungsleitungen. Demnächst auch Bischofsweihen im „Braunkohle“-Tagebau? Wesensfrage: braune Kohle. Woher??
Redaktion benachrichtigen Blauer Brief
#112   stat crux   15:53:30 | Dienstag, 4. Juli 2006
MK 28
Im Jahr 1968 (!), also vor Inkrafttreten des „NOM“ veröffentlichte bereits die katholische Akademie in Bayern ein Buch über die Liturgiereform im Widerstreit der Meinungen; darin kam z.B. auch de Saventhem zu Wort. Die Positionen gleichen den heute in der Fachdebatte vertretenen gravierend. Hat also „das Konzil“ binnen 3 1/2 Jahren nach seinem Ende das Beten der Kirche „zerstört“? Unfug. Stunde der Wahrheit war die Litiurgiereform insofern als zutagetrat mit welchem Desinteresse und welcher Passivität fast 100 % der Beter hinnahmen, was der Klerus ihnen vorsetzte. Fazit: Eine breite Liturgische Bewegung liegt (in Europa) erst vor uns! Diese wird einer legitimen Vielfalt unter Einschluß der alten Tradition(en) zu neuer Blüte helfen. Richtig ist, dass viele Bischöfe die „neue Liturgie“ als „gut angenommen“ behaupten, wo nur passive Hinnahme vorliegt. Der Klerus hat die Liturgiereform weithin als Startsignal zur „Machtergreifung“ im Gottesdienst aufgegriffen. Auf diese Art von Klerikalismus reagierten die Laien berechtigt mit Flucht. Denn die gemeinsame actuosa participatio setzt als Prämisse die Treue des Priesters zum Geist der Liturgie voraus.
Redaktion benachrichtigen Blauer Brief
#104   stat crux   14:48:28 | Dienstag, 4. Juli 2006
MK 28
Nur weil ich darauf hinweise, dass die SSPX ein erwiesen FALSCHES Bild von der Freimaurerei zeichnet, bin ich noch lange kein „Hasser“ der Piusbrüder. Ich lehne deren „Soziallehre“ ab (Integralismus), für die sie die alte Messe als Kampfmittel benutzt. Das ist der Dissens. Da sich dieser Integralismus bewusst im gesellschaftlichen Abseits bewegt, wird er von den Logen jedenfalls nicht bekämpft. Denn eine hermetische Religion wird dort nicht als Gefahr empfunden, sondern nur die wahre (!) Religion, die einen öffentlichen Anspruch vertritt. Das leistet die SSPX nachweislich nur deklaratorisch („ER muss herrschen!“), ohne die erforderliche Relevanz überhaupt je anzuzielen. Deshalb sind auch Querverbindungen wie Plantard zu Ducaud-Bourget u.a. keine Überraschung. Im übrigen hat der militante Traditionalismus die Liturgiereform im Ergebnis durchzusetzen geholfen. „Dankbar“ kann man Lefebvre allenfalls dafür sein, dass er so prägnant polarisiert hat. Aber um welchen Preis! Ca. 500 vagante Kleriker! Das ist doch das Problem; nicht „mein“ oder anderleuts „Hass“.
Redaktion benachrichtigen Blauer Brief
#99   stat crux   14:15:40 | Dienstag, 4. Juli 2006
Verdächtig, Regazzoni,
und schwer aufklärbar ist allerdings das Phänomen, dass die Bruderschaft eine so skurrile Karikatur der Freimaurerei zeichnet, dass Meinungen à la Rothkranz jedenfalls aufkommen können.
Les extrèmes se touchent.
Redaktion benachrichtigen Kardinal von Galen war ein Englandhasser und Kriegstreiber, nicht wahr?
#27   stat crux   12:33:27 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Die bestialische und dämonische Gewalt, die hinter dem V 2 „Modernismus“ steckt,
wie es im kreuzforum so schön heißt, „steckt“ wohl auch „hinter“ von Galen: Die Gnade.
Redaktion benachrichtigen Bis wohin reicht der Notstand?
#99   stat crux   14:41:28 | Montag, 26. Juni 2006
Murx: S. Joseph, obtenez-nous le silence! (Claudel)
In diesem Sinne:
:-#
Redaktion benachrichtigen Standrechtlich statt kniefällig
#45   stat crux   14:59:54 | Freitag, 23. Juni 2006
Es gibt Wichtigeres
als Stehen oder Knien. Müssen in jeder Messe überhaupt Fürbitten gehalten werden? Kann man die nicht vor die Messe legen, als Vorbereitungsgottesdienst, wenigstens wahlweise? Wäre nicht der Friedensgruß vor der Gabenbereitung vorzugswürdig? Und neue Akzeptanz für Latein im „Novus Ordo“ (zumindest in Europa?)… Übrigens hindern die Volksaltäre selbst nicht an einer Zelebration nach Osten; das könnte man ja zumindest in Werktagsmessen mal ausprobieren, ob die überlieferte Richtung nicht doch „möglich“ bleibt. Denn „um den Altar versammelt“ sind die Gläubigen keineswegs, wenn der Priester durch den Altar von Ihnen getrennt „erhöht“ auftritt.
Redaktion benachrichtigen Bis wohin reicht der Notstand?
#91   stat crux   14:41:34 | Freitag, 23. Juni 2006
Marcel: Versammlung von Verrücktgewordenen?
Sie ahnen ja noch gar nicht, welchen Bärendienst Sie Ihrer „allein machenden“ Bruderschaft erweisen, indem Sie die Abgründe der integralistisch-naturalistischen Denkungsart so selbstgewiss dokumentieren. Auch die gegenseitige Beweihräucherung mit „Vetter Taferl“ lässt tief blicken: Der „geschätzte“ Kollege redet ohne Unterlass von der von Dämonen beherrschten Welt. Pius XI. war da ganz anderer Meinung: Christus ist König, den Christen anvertraut ist die Reichweite der Wirkung seines Herzens in der Welt. Das meinte Pius XII. mit consecratio mundi. Vetter Taferl wird den Zeitpunkt des Einbruchs der „Dämonie“ wohl auf die päpstliche Weihnachtsansprache 1944 oder auf das Konklave 1914 vordatieren müssen oder auf den dictatus papae von 1075 oder gleich bis zum Apostelkonzil oder Christi Himmelfahrt.
Im Vorjahr hatten wir schon einmal einen Disput, bei dem einige Ihrer Gesinnungsfreunde für möglich hioelten, dass Satan im Antichrist „inkarniert“. Unvorstellbare Häresie! Die Königsherrschaft Christi bewirkt zuerst und vor allem, dass der Teufel kein menschliches Herz wider dessen Zustimmung erobern kann. Wer sündigt, gibt dem Bösen nach. Ein ganzes Konzil kann der Teufel nicht „holen“, die Liturgie nicht „zerstören“, die Substanz der Messe nicht „vernichten“. Christus ist nämlich nicht entthronbar; wer anders lehrt, leugnet die Heilsrealität des Ostertages.
Redaktion benachrichtigen Der Kardinal ist informiert
#13   stat crux   14:26:27 | Freitag, 23. Juni 2006
Die Bildunterschrift
ist gleichfalls entbehrlich.
Redaktion benachrichtigen Lust auf Kirche?
#32   stat crux   13:43:48 | Freitag, 23. Juni 2006
Gebet in der Schule
So um 1984 herum war ich vom Schülerat in die Fachkonferenz Religionslehre gewählt worden. Völlig naiv schlug ich vor, über das Gebet in der Schule nachzudenken. Die irritierten Gesichter der Religionslehrer vermittelten mir einen ersten Eindruck vom selbstgewählten Untergang der Katechese. Der ev. „Kollege“ rächte sich später in der mdl. Prüfung des Abiturs, im dem er an meinen Aussagen bemängelte, das „Kreuz“ sei zu kurz gekommen. Ich wusste damals noch nicht, dass die prot. Theologie seit Harnack nicht mehr an Ostern glaubt; bzw. „glaubt“.
Redaktion benachrichtigen Die Revolution wird verschoben
#32   stat crux   13:38:54 | Freitag, 23. Juni 2006
Rekordhoch
Relativ zur Zahl der frommen Familien ist die Zahl der Priesterweihen immer noch erstaunlich hoch; und wieviele Berufungen gehen durch den Absolutismus gerade konservativer Familien verloren. Gerade für gutkatholische, „verantwortete“ Eltern ist es doch heute ein Schock, wenn 1 von 2 Kindern einem geistlichen Beruf nachgeht.
Redaktion benachrichtigen Die Gründe …
#5   stat crux   12:49:27 | Freitag, 23. Juni 2006
Bischofwahl
Dass Papst Benedikt XV. unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs 1917 im CIC vorgeschrieben hat, die Bischofsernennungen römisch zu zentralisieren, war sicherlich ein großer Fortschritt (der aber allein nicht ausreicht, um „Nationalkatholizismen“ zu verhindern).
Was aber wäre dagegen zu sagen, das System des Preußenkonkordats (Beispiel Köln 1988) zum Vorbild zu machen?
Wenn das Domkapitel aus einer Dreierliste wählt, würden durch lokale Mitwirkung totale Fehlbesetzungen zuverlässiger vermieden. Eine „Parlamentarisierung“ des Bischofsamts wäre freilich abwegig.
Redaktion benachrichtigen Freiheit für alle – außer für die Katholische Kirche
#60   stat crux   15:36:45 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Wahrscheinlich
sind die „Naturgesetze“ sogar schon seit 1905 obsolet (Relativitätstheorie).
Redaktion benachrichtigen Bis wohin reicht der Notstand?
#77   stat crux   15:33:37 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Marcel
ist nunmal, wie sein Idol, ein zwar charmanter, aber zynischer Wichtigtuer.
Redaktion benachrichtigen Freiheit für alle – außer für die Katholische Kirche
#58   stat crux   15:26:18 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Von „Naturgesetzen“ zu reden
ist seit 1927 antiquiert; da veröffentlichte Heisenberg seine Arbeit zur Unschärferelation; cf. Jean Guitton, Gott und die Wissenschaft (1993).
Redaktion benachrichtigen Freiheit für alle – außer für die Katholische Kirche
#48   stat crux   14:05:07 | Donnerstag, 22. Juni 2006
1789:
ungeschehen machen zu wollen, wäre absurd. Das weiß auch der Integralismus. Als unverzeihlich empfinden dessen Hauptvertreter, dass Papst Pius VIII. Jahr 1830 die Julirevolution akzeptiert hat und den Bürgerkönig Loius Philippe als „roi très chretien“ begrüßte. Karl X. hinhegen hatte Pius VII. nie verziehen, dass der Bonaparte 1804 gesalbt hat („Le sacre“). Das ist der banale Ursprung für das ganze pseudo-gallikanische und bisweilen okkulte Elend namen „Traditionalismus“.
Redaktion benachrichtigen Nicole Kidman kehrt zum Katholizismus zurück
#64   stat crux   18:27:14 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Zum religiösen Pluralismus, Graf Galen,
empfehle ich auch Ihnen diese italöienische Übersicht:
www.cesnur.org/…i_italia/default.htm
Für Dtld. müsste man das auch mal machen!
Redaktion benachrichtigen Bis wohin reicht der Notstand?
#41   stat crux   18:15:46 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Wer auch immer von „V 2“ Sekte redet
sollte hier mal, anhand des italienischen Beispiels, die Vielfalt von nichtkatholischen Religionen studieren:
www.cesnur.org/…i_italia/default.htm
Wenn es so eine Seite für Dtld. oder Frkr. gäbe, wäre das ein Riesenpluspunkt! Vielleicht ein Projekt für kath.net?
Redaktion benachrichtigen Ist der Tod das Ende des ganzen Menschen?
#18   stat crux   17:11:48 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Pius X.
Wer hat Ihnen denn das erzählt? In dem Buch finde ich davon nichts.
Redaktion benachrichtigen Bis wohin reicht der Notstand?
#30   stat crux   16:45:06 | Mittwoch, 21. Juni 2006
M. Fellay
sollte sich mal das lat. Missale Romanum von 2002 ausleihen und dann im kleinen Kreis, ganz diskret, auf Latein, mit allem traditionellen Drumherum (überlieferte Gewänder, Latein, nach Osten) den Novus Ordo still zelebrieren. Er würde bemerken: Das ist keine Todsünde.
Wer den Text kritisiert, sollte ihn mal gründlich gelesen haben; und nicht bewusst fahrlässig Bildmaterial von Wiener Discomessen etc. mit dem gültigen Missale durcheinanderbringen.
Redaktion benachrichtigen Ist der Tod das Ende des ganzen Menschen?
#16   stat crux   16:31:04 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Joseph Ratzinger
hat 1977, kurz vor dem Beginn seiner bischöflichen Zeit, ein Büchlein zur Eschatologie (Auer-Ratzinger, Bd. IX) veröffentlicht. Einige Formulierungen kommen einem heute schon fast zu modern vor, aber im Wesentlichen hat er die Problematik damals schon „gepackt“. Man sollte das Theologiestudium mit dem Letzten Dingen beginnen lassen, anstatt diese Fragen abzuwürgen. Die „Welt draußen“ erinnert sich gut, was die Kirche angeblich über Himmel, Hölle, Fegefeuer predigte. Jetzt sagt sie dazu beinahe nur noch Esoterisches; an diesem OPunkt aber wird die katholische Religion relevant: „Bitte für uns, jetzt, und in der Stunde unseres Todes.“ Das ist die katholische Identität in Kurzfassung, communio sanctorum, Wirkungsgeschichte in persona Christi über den Tod hinaus.
Redaktion benachrichtigen Das Vergöttlichungsprinzip + …
#29   stat crux   14:01:25 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Ja, Babylon,
letztlich ist es mir egal, wer hier wieviele Namen verwendet; was das Freidenken betrifft, so kommt es doch gerade darauf ein, es nicht von „limits“ anderer Art abhängig zu machen. Sonst denkt man eben doch in einer „Schule“ und meint nur, es frei zu tun.
Critique de la critique!
Redaktion benachrichtigen Bronze-Papst + …
#5   stat crux   13:58:53 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Theologenmistbeet
nannte man im Bistum Münster mitunter das Südoldenburger Land; der Ausdruck ist also nicht ganz neu. Im übrigen wird die Mehrzahl der Theologiestudenten von heute noch nie ein echtes Mistbeet gesehen haben.
Tempora mutantur!
Redaktion benachrichtigen Was ist mit der Priesterausbildung der Diözese Linz los?
#37   stat crux   13:55:27 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Pierre Plantard,
der Ideengeber für Baigent/Leigh (und Dan Brown) ist mehrfach mit dem Projekt gescheitert, einen anti-freimaurerischen Orden nach dem Muster der Freimaurer zu gründen; das heißt aber nicht, dass es diese Gesellschaften nicht gibt.
Redaktion benachrichtigen Darsteller oder Darbringer?
#49   stat crux   13:49:12 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Graeca non leguntur,
war eine modernistische Parole der Schule vgon Bologna, die im corpuis iuris civilis die griechischen Quellentexte schlicht ignorierte; zur Zeit Jesu war Griechisch auch für einen römischen Statthalter „Pflicht“; nur der Amtssprache zuliebe wurde „Iesus Nazarinus Rex Iudaeroum“ auch auf Latein am Kreuz angebracht.
Redaktion benachrichtigen Was ist mit der Priesterausbildung der Diözese Linz los?
#33   stat crux   13:40:33 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Pius X.,
Karl X., hat Rampolla zwar nicht als Staatssekretär weiterbeschäftight, aber doch als Sekretär des Hl. Offiziums. Allzu gravierend war also Rampollas Ruf, ein „Freimaurer“ gewesen zu sein, wohl nicht.
Selbstverständlich gibt es auch in der Traditionalistenbewegung diverse Unterströmungen. Das ist auch kein monolithischer Block. Aber Sie räumen wenigstens ein, dass da Beifall von der falschen Seite kommt.
Redaktion benachrichtigen Neues aus der Finsternis vor der Morgenröte des Konzils
#47   stat crux   13:35:29 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Nein.
Ich habe nur behauptet, dass ich eine Quelle gefunden habe, die belegt, dass Ducaud-Bourget dem Okkultisten Pierre Plantard in den 1930er Jahren eine Beschäftigung in seiner Pfarrei verschaffte.
www.cesnur.org/…05/pa_introvigne.htm
Von Petain habe ich nie gesprochen.
Der Rest ist Spekulation.
Redaktion benachrichtigen Die Abscheuliche steht vor dem Ende
#14   stat crux   13:31:55 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Der Weg der Kirche
hin zu einem immer ausgeprägteren Supranationalismus ist unumkehrbar. Alle Päpste seit 1870 haben dazu beigetragen; und alles, was diesem Weg im Wege stand, musste einer Revision unterworfen werden, insb. das Konzept einer „Staatsreligion“, Schon Benedikt XV. hatte kapiert, welche Zäsur der 1. Weltkrieg setzte.
Die Wende von der Intransigenz zum Dialog hat eine „geistliche“ (Selbstbesinnung) Quelle. Aber auch eine „weltliche“ Quelle: Nämlich die neue Fähigkeit der Menschheit, sich selbst auszulöschen. Das ist die Zeitsignatur, auf die „das Konzil“ antwortete. Infolgedessen wird die Kirche eine Anpassung des Rechts an das Naturrecht stets fordern, aber nicht mit Macht durchsetzen wollen. Wie hätte der Papst etwa in der Kubakrise 1962 vermitteln können, wäre er nur Vertreter des Antikommunismus gewesen und nicht darüber hinaus „guter Hirte“ mit universalem (geristlichem) Anspruch?
Redaktion benachrichtigen Das Vergöttlichungsprinzip + …
#26   stat crux   13:21:25 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Babylon,
Sie wollen mich ‘reinlegen: Wie schön öfter ggü. DDL, deus…, etc. gesagt: Wer die Prämisse aufstellt, dass es Ostern nicht gegeben haben darf, muss sich eben einen „Mythos“ basteln von dem, was so alles „Geschichte“ war. Die Überlebensfrage der Menschheit ist aber nunmal leider nicht ganz zu trennen von der Überlebens-Frage jedes einzelnen Sterblichen, ob in Babylon oder Rom oder anderswo.
Ciao!
Redaktion benachrichtigen Darsteller oder Darbringer?
#44   stat crux   13:17:12 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Babylon
Auf welche Autorität stützt sich denn Ihre „historische“ Wahrnehmung?
Ihre Prämisse, dass die kirchliche Tradition einschl. der Evangelien jeglicher Authentizität ermangelt, beruht offenkundig auf dem Vorurteil, dass Ostern nicht wahr sein darf.
„Warten wir’s ab!“
Redaktion benachrichtigen Was ist mit der Priesterausbildung der Diözese Linz los?
#25   stat crux   13:03:03 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Aragorn
Den „Rauch Satans“ ortete Paul VI. am 29.06.1972 allerdings auf der Extremen Rechten. Über diese Ansprache gibt es nur einen Bericht des seinerzeitigen Erzbischofs Casaroli. Der Papst sah den Missbrauch der alten Messe als Kampfmittel gegen das Konzil als seine schwerste Belastungsprobe an. Die Integralisten geben seiner Wertung noch heute (43 Jahre nach seiner Wahl zum Papst) noch täglich mehr recht. Denn während die liberalen Experimente abklingen, wird aus dem Schisma von Econe allmählich eine kleine, verschworene, sonderrituelle Eigenkirche mit völlig neu erfundener, absolut falscher Tradition.
Redaktion benachrichtigen Neues aus der Finsternis vor der Morgenröte des Konzils
#42   stat crux   12:50:39 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Francois Ducaud-Bourget
verschaffte dem Okkultisten der Extremen Rechten, Pierre Plantard, nach dem 6. Februar 1934 eine Beschäftigung in seiner Pfarrei; dafür „bedankte“ sich Plantard, indem er den Msgr. als Großmeister seiner „Prieure de Sion“ benannte. Damit sind immerhin Querverbindungen des lefebvreschen Traditionalismus zum rechtsextremen Mystizismus greifbar: Ich hatte schon im April vermutet, dass „Sakrileg“ und die Tiraden gegen die neue Messordnung partiell gemeinsame Quellen haben; der Verdacht hat sich erhärtet:
www.cesnur.org/…05/pa_introvigne.htm
Redaktion benachrichtigen Was ist mit der Priesterausbildung der Diözese Linz los?
#20   stat crux   12:42:35 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Hallo Konrad,
obwohl es nicht ganz zum Thema passt, hier nochmal der Beleg für die Querverbindungen Lefebvre-Ducaud=Bourget-Plantard-„Sakrileg“:
www.cesnur.org/…05/pa_introvigne.htm
Redaktion benachrichtigen Haßpredigt gegen Kirche und Papst
#73   stat crux   12:35:30 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Jetzt kommen wir allmählich zum Schluss:
Die Querverbindung zwischen Plantard und Ducaud-Bourget ist belegt: Der spätere Helfer Lefebvres beschäftigte den Okkultisten der Extremen Rechten in seiner Pariser Pfarrei, Quelle:
www.cesnur.org/…05/pa_introvigne.htm
Redaktion benachrichtigen Neues aus der Finsternis vor der Morgenröte des Konzils
#40   stat crux   11:09:22 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Francois Ducaud-Bourget
wird von Baigent/Leigh als Großmeister der Prieure von Sion (vgl. „Sakrileg“) ins Spiel gebracht. Das halte ich allerdings für eine Lüge.
Tut mir leid, dass sie die Ironie in meiner Bewertung Leo XIII. als liberal nicht kapiert haben. Die Wurzeln des Integralismus liegen aber nicht im Pontifikat Pius X. (Das ist nur ein Ablenkungsmanöver.) Sondern in der Opposition frz. Adels und Klerus gegen das ralliement, d.h. gegen die Aussöhnung des Papstes Leo mit der frz. Republik. Der Geristerkrieg, der hier geführt wird, geht um die spirituelle Wiedergutmachung des Versagens des Franzosenkönigs Karl X., dessen exzessive Gesetzgebung (die Versuch blieb: Stichwort „Sakrileg“ stammt daher!) zur Julirevolution führte. Erst der Mai 68 brachte aber ein innenpolitisches Klimas zustande, der es der Reaktion gestattete, ihr spirituelles Disneyland zu propagieren. Sie flippen doch immer aus, wenn man überhaupt eine Nähe zwischen Typen vom Schlage eines Pierre Plantard mit Vertretern der „Tradition“ für möglich hält. St. Athanasius hatte bessere Nerven.
Redaktion benachrichtigen Das Vergöttlichungsprinzip + …
#24   stat crux   11:00:06 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Kompliment, DDL,
Sie kommen zum Punkt; das ist genau die kritische Grenzlinie zwischen „Natur“ und „Übernatur“, um die es (unausgesprochen) hier die ganze Zeit geht. Der Naturbegriff ist durch die Rede von „Naturgesetzen“ ins Wanken geraten und damit auch das Reden von „Übernatur“. Eine abergläubische Auffassung von Transsubstanziation ordnet diese der natürlichen Sphäre zu, eine eigentlich religiöse Auffassung geht darüberhinaus. Die Eucharistie ist unerfindlich. Keine Religion (jetzt als anthropologisches Phänomen verstanden) hätte diese „Idee“ zu erfinden gewagt. Als Aktualisierung der Taufe stiftet die Kommunion alltäglich in Christus jene Einheit der Menschen mit Gott, die in Adam bereits der humanite zugedacht war und sich am Ende der Zeiten offenbaren wird, individuell in der persönlichen Überschreitung des Todes, für alle schließlich in der Neuen Schöpfung, die in Geburtswehen liegt. Ausgespannt zwischen dem „schon“ und „noch nicht“ des Gottesreiches in der Welt, ist Gott in der veränderlichen Welt in dieser Veränderlichkeit gegenwärtig, im Sakrament aber inmitten des Augenblicks, so wie er selbst („ewig“) ist, Hingabe, Lebensspender.
Es bleibt auch für mich schwierig, lesen Sie besser Experten dazu!
Redaktion benachrichtigen Darsteller oder Darbringer?
#41   stat crux   10:45:24 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Wo er Recht hat, hat er Recht.
Phantasieliturgie sind ein inakzeptabler Bruch mit der Tradition, nicht aber die neue Messordnung. Denn wer lehrt, dass diese häretisch sei, kann zu diesem Schluss nur kommen, indem er das Handeln Christi aus der Liturgie aussperrt und seine „Repräsentanz“ von bestimmten Formeln und Ritualen abhängig macht. Eine solche Limitatio Christi begünstigt aber eine naturalistisch-magische Auffassung von Eucharistie, die mit den Dekreten von Trient unvereinbar ist.
Redaktion benachrichtigen Was ist mit der Priesterausbildung der Diözese Linz los?
#5   stat crux   10:41:31 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Wo er Recht hat, hat er Recht:
Frauenordination kann es im Katholizismus nicht geben.
Redaktion benachrichtigen Neues aus der Finsternis vor der Morgenröte des Konzils
#38   stat crux   10:39:31 | Mittwoch, 21. Juni 2006
tyrannosaurus
zweifelt mit Recht daran, dass Pius XII. so ein Konstrukt wie die SSPX gutgeheißen hätte; ihm lag mehr an der ‘Bewegung für eine bessere Welt’ des Jesuiten Lombardi, sozusagen „Prototyp“ der Geistlichen Gemeinschaften der Nachkonzilszeit. Tatsächlich waren in der Definition Lefebvres nicht nur alle Päpste seit Benedikt XV. strenggenommen Modernisten, sondern auch Pius X. Denn der hat ja am Vorabend des 1. Weltkriegs den kommunistischen Geist des Internationalismus in den Tempel Gottes eindringen lassen, indem er Erzbischof della Chiesa aus der Rampolla-Schule zum Kardinal erhob. Und wer hat Sarto zum Kardinal erhoben? Der liberale Leo XIII.! Sehr zweifelhaft das Ganze. Lösung: Die von der SSPX frei erfundene Kirche hat es vor 1970 nie gegeben, denn ihr Begriff von Tradition ist „absolut falsch“ (Paul VI. am 11.10.1976 an M.L.).
Redaktion benachrichtigen Das Vergöttlichungsprinzip + …
#22   stat crux   10:24:48 | Mittwoch, 21. Juni 2006
T. Rex
Da wir uns nun schon gegenseitig neue nicknames verpassen, Carlo: Vom Katholizismus der Saurierzeit habe ich tatsächlich keinen Schimmer. Sie vergassen zu erwähnen, dass auch Johannes Paul I. gemäß nachkonzilarer Fassung „evangelisch“ beerdigt wurde. Sein kurzes Pontifikat hat mindestens das Gewicht anderer Pii.
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#49   stat crux   10:20:10 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Benedikt
Ohne mir dessen allzu sicher zu sein, denke ich doch, dass mein „Sonderstudium“ des Integralismus und die nicht zuletzt hier gewonnenen Erkenntnisse vielleicht noch einen Nutzen haben werden. Selbstverständlich ist die Kirche, da sie Christus angehört, zu Selbstkorrekturen fähig. Nichts anderes ist ihr Weg durch die Zeit, immer identisch, immer neu. Das hat J.H. Newman exzellent erkannt. Das katholische Prinzip besagt ja gerade, dass sich Christus in bestimmten Entscheidunbgen des Amtes verbindlich auszusprechen vermag, so dass Entwicklung und Tradition zwei Seiten derselben Medaille sind. Das kirchliche Amt ist befähigt, das Bleibende etwa des Syllabus von 1864 oder der Enzyklika „Pascendi“ von 1907 vom Akzidentellen zu unterscheiden. Insofern entwickelt Dignitatis Humanae die Lehre der neueren Päpste im Wesentlichen weiter, verlässt aber Unwesentliches. Kein einzelner Theologe oder Bischof ist demgegenüber befugt, ein „Anathema“ gegen Papst oder Konzil auszusprechen.
Redaktion benachrichtigen Das Vergöttlichungsprinzip + …
#20   stat crux   10:01:38 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Mysterium fidei,
die Enzyklika Paul VI. vom 3.9.1965 hat alles für die Gegenwart zu sagen Notwendige zum Thema „Transsubstanziation“ zusammengefasst und das Dekret von Trient ausdrücklich bestätigt, das G.M.M. bereits kurz zusammenfasste. Mein Gedankengang, weshalb ich „Murx“ des Irrtums bezichtige („Trance“-Substanziation ist freilich ein unglückliches Wortspiel: gemeint ist, dass sich der Betrachter Murx ein physisches Geschehen einbildet, das gerade nicht von der Kirche gelehrt wird): Wer behauptet, dass eine Liturgiereform imstande ist, dem Messopfer seine „Substanz“ (Christus) rauben zu können („Sie haben ihn entthront!“) denkt von Christus kleingeistig, vermutlich naturalistisch unter Verwendung überlieferter Begriffe. Während die Kirche immer auch hermetisch-religiöse, magische und rituelle Vorstellungen verworfen hat, um Christus allein die Ehre zu geben, nähert sich die SSPX einem Priesterverständnis an, das das Handeln Christi in die Hände des Priesters verlegt, anstatt das Handeln des Priesters in der real präsenten Person Christi selber (Priester, Altar und Opfergabe!) zu erkennen. Die Transsubstanziationslehre ist nicht Selbstzweck, sondern christozentrisch; nicht „priesterzentriert“, sondern dem Mysterium Fidei zugeordnet.
Redaktion benachrichtigen Ablenkungsmanöver
#32   stat crux   16:50:43 | Montag, 19. Juni 2006
Der Katholizismus
in Deutschland hat wenig Anlass, auf seine Leistungen in der Weimarer Zeit und danach übermäßig stolz zu sein; da sind auch allerhand „Leichen“ im Keller. Trotzdem ist Papst Pius XII. ein Gegner des Nationalsozialismus gewesen, kein Unterstützer. Gerade wegen der Verleumdung durch Hochhuth bekommt er jetzt Beifall von der falschen Seite!
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#18   stat crux   16:42:21 | Montag, 19. Juni 2006
„Neue Messe“
Wie schon gelegentlich betont: Die nachkonziliare Krise stellt der vorkonziliaren Kirche das denkbar schlechteste Zeugnis aus. Denn so eine Krise kommt nicht über Nacht! Die Alternative lautet sicherlich nicht „Konzil“ oder „kein Konzil“, sondern: Wäre von der Kirche ohne Konzil überhaupt das geblieben, was die Traditionalisten unterstellen? Deren Leitfiguren waren doch schon lange eine krasse Minderheit und gegen den Einbruch des auf schlichte Autorität gestützten Gesellschaftsbildes gibt es keinen Zaubertrick. Das Konzil hat m.E. eine unvermeidliche Krise verkürzt, nicht erzeugt. Doch entschuldigt diese Ansicht nicht den massenhaften, auch liturgischen Ungehorsam. Die Gemeinden hatten doch gar keine Chance, die neue Messordnung in „Echtfassung“ zu erleben. Im Namen der Reform wurde sofort –- wieviel innerer Vorbehalt mag sich da angestaut haben! –- allerhand gemacht, was kein römischer Reformer je wollte. Insoweit verdankt sich sogar die Wiederentdeckung der tridentinischen Messe der Reform, ist vielleicht sogar im Sinne liturgischer Vielfalt eine echte Bereicherung! Geduld!
Redaktion benachrichtigen Haßpredigt gegen Kirche und Papst
#69   stat crux   16:20:44 | Montag, 19. Juni 2006
Der Retter der Kirche
ist Jesus Christus, geboren aus der Jungfrau Maria.
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#16   stat crux   15:26:54 | Montag, 19. Juni 2006
DDL: Lefebvre „eingeweiht“?
Habe das genannte Buch inzwischen eingesehen: Die „Sachbuchautoren“ bleiben ungenau (typischerweise, denn ihre zentrale These von der Geschichtsmächtigkeit der Prieure de Sion ist ja erwiesen falsch; Plantard hat die Fälschungen zugegeben), kennen sich im Katholizismus auch kaum aus. Aber interessant ist die Nachricht, dass das Lefebvre’sche Werk seit 1970 von diversen Journalisten verdächtigt wurde, ferngesteuert zu werde. Vor Monaten habe ich schon den Tipp abgegeben, dass da noch was „auffliegt“. Die Autoren nennen sogar eine bestimmte Loge, die sich „päpstlicher als der Papst“ geriere. Lefebvre schien von der Macht von Verschwörungen dermaßen überzeugt, dass das schon ein bisschen nach Fraktionskriegen ähnlicher (!) Strömungen klingt. Also ein nationalreligöser Geheimbund kämpft gegen die finsteren „liberalen“ Geheimgesellschaften. Könnte so sein.
Redaktion benachrichtigen Haßpredigt gegen Kirche und Papst
#67   stat crux   15:16:13 | Montag, 19. Juni 2006
Bugnini
Da ich das Buch von Bugnini selbst gelesen habe, kann ich abermals bestätigen, dass der Vorwurf der Freimaurerei völlig an den Haaren herbeigezogen ist. Der ominöse Brief mit der Anrede „Bruder!“ könnte zwar mit zum „Sturz“ des Liturgiereformers beigetragen haben (was Bugnini vermutet), er selbst war aber taub für die tieferen Beweggründe, nämlich das strapaziöse Insistieren auf weiteren Reformen, letztlich dann sogar gegen maßgebliche Kardinäle (Knox, Seper). Da der Dissens nicht mehr zu überbrücken war, hat der Papst seinen langjährigen Mitarbeiter „in die Wüste geschickt“, aber mittels einer ehrenvollen Weiterverwendung. Im Iran war Bugnini dann in den kritischen Jahren bis 1982 ein Aktivposten!
Redaktion benachrichtigen In Österreich gelten die Menschenrechte für die Kirche nicht
#151   stat crux   13:47:23 | Montag, 19. Juni 2006
Rituale Romanum
ergötzt sich gerade im Kreuzforum an der niedrigsten Neupriesterzahl in Österreich seit jeher. Das liegt aber sicherlich nicht an der Menschenrechtsfrage. Wahrscheinlich sind es die „gut katholischen“ Familien, die heutzutage Alarm schlagen, wenn ein Söhnchen auf Abwege gerät. Der Priesterberuf ist wahrscheinlich eine der letzten echten Provokationen in der modernen Welt. Aber die „übrige Kirche“ stützt die Berufungen mitnichten.
Redaktion benachrichtigen Ist der Häftling ein Mensch? + …
#11   stat crux   13:41:04 | Montag, 19. Juni 2006
Ketelhohn
Der Bischof von Rom ist MEHR ALS Patriarch, das ist das Problem. In jur. Betrachtungsweise ist der Totelverzicht hinsichtlich des Abendlandes schon deshalb überfällig, weil das „Abendland“ nicht territorial umschreibbar war; hinsichtlich der anderen Titel (Bischof von Rom, Primas von Italien etc.) ist immer ein Wirkungsraum umrissen und der päpstliche Anspruch ist nunmal universal und nicht okzidentell.
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#13   stat crux   13:22:59 | Montag, 19. Juni 2006
So falsch ist das nicht, DDL:
Auf kreuz.net hat schonmal ein NPD-ler aus dem Rothkranz-Umfeld vorgebracht, Lefebvre sei selbst Freimaurer gewesen. Und vom „maurerischen“ Standpunkt aus wäre das sogar vereinbar: Denn der hermetischen Bruderschaft ist egal, welche Position man „draußen“ vertritt, solange man in der rituell verkörperten Treue zur Arkandisziplin steht. Die Aussagen der SSPX über das „Programm“ der Freimaurerei ist jedenfalls so falsch, dass diese Fraternite für die Geheimgesellschaften völlig ungefährlich ist (und folglich auch nicht von deren „Organen“ bekämpft wird). Sogar subjektiv könnte sich Lefebvre bei seinem Unterfangen sicher gefühlt haben, dass er einen Überrest an „Tradition“ retten müsse, um die klar antithetische Architektur zu retten. Aber falls Lefebvre ein „Eingeweihter“ war, dann vermutlich in einer okkulten Bruderschaft der Extremen Rechten, also nicht in einer „humanistischen“ Loge. Die Auffassungen Lefebvres zum hermetischen Symbolismus der Liturgie (im 1978er Interview) sind jedenfalls ziemlich obskur.
Redaktion benachrichtigen Haßpredigt gegen Kirche und Papst
#64   stat crux   13:10:48 | Montag, 19. Juni 2006
Bugnini
war weder Kardinal noch Freimaurer. Seine plötzliche Versetzung als Nuntius in den Iran war der Schlusspunkt einer längeren Entwicklung, über die Bugnini in seinem Buch über die Liturgiereform (dt. 1987) selbst detailliert Auskunft gibt. Er selbst macht den Fehler, seine Versetzung auf eine falsche „Denunziation“ als Freimaurer zu stützen. Das ist ein typisches Verhalten, wenn man zu wenig Selbstkritik aufbringt, um die Gründe für eine Zäsur zu akzeptieren. Wie Bugnini aber selbst berichtet, hat er seine insgesamt drei Kardinalpräfekten der Gottesdienstkongregation (1969-1975) zu dominieren versucht, mit unterschiedlichem Erfolg. Der letzte, Kardinal Knox, setzte dann 1975 die Zusammenlegung der Konkgregation mit der für Sakramentendisziplin durch. Denn man wollte, anders als Bugnini, eben keine immerwährende Liturgiereform fabrizieren.
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#10   stat crux   13:00:03 | Montag, 19. Juni 2006
Marcel
Ihr Geschichtsbild ist ein Mythos. Die Zukunft wird es zeigen, dass „V 2“ fast in letzter Minute kam, um der Kirche die Zukunft aufzutun; und damit der modernen Welt die so sehr notwendige Hilfe anzubieten.
Selbstverständlich war die nachkonziliare Krise auch eine Stunde der Wahrheit: Wieviel oberflächliche Frömmigkeit, wieviel Bequemlichkeit und Selbstbetrug es unerkannt längst gab, trat offen hervor.
In einem gewissen Sinne muss man fast dankbar sein, dass Ihr Idol den Widerstand gegen Papst und Konzil personifiziert hat. Niemand hat sich (indirekt) um die Akzeptanz von Liturgiereform und Religionsfreiheit größere Verdienste erworben als der große Störer von Econe und seine Ausfälle. Vielleicht rechtfertigt ihn das?
Oft und oft in der Kirchengeschichte wurde das Wesentliche einer Reform erst in Abgrenzung von einem großen Gegner klar. Und wir lernen jetzt allmählich, dass das Konzil mehr „Himmel“ wollte als der selbsternannte Sprecher der Tradition; mehr Tradition, mehr Leben der Wahrheit, weniger Befangenheit in gesellschaftspolitischen und zeitgeschichtlichen Raufereien.
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#5   stat crux   12:20:58 | Montag, 19. Juni 2006
Marcel bzw. Marcellinus
hat im kreuzforum ein älteres Interview mit Lefebvre von 1978 publiziert, das einmal mehr meine Ausgangshypothese stützt. Lesen Sie, Dr. Heger, besonders die Passagen über die Messe und über die Unfehlbarkeit. Sinngemäß hält es der Alt-Erzbischof für einen Beweis der Nichtexistenz Gottes und erklärte die Kirche für „aufgelöst“, wenn der Papst unfehlbar festhalten sollte, dass der Neue Messordo NICHT häretisch ist. Erstaunlich auch sein Wohlbehagen über „warme Syampathien“ seitens islamischer Führer. Den Islam nennt er dem Katholizismus näher positioniert als sogar das Judentum. Der harte Kern der integralistischen Häresie (ohne dass dies alle Freunde der Fraternité mittragen) ist eine reduzierte Auffassung vom Sühneopfer der Messe und somit eine limitierte Christologie, die Christus inmitten der pluralen Lehren zwar mit dem Prädikat des „wahren Herrn“ ausstattet, ihn aber doch im Universum ansiedelt, nicht zur Rechten des Vaters; also „Übernatur“ als besondere Etage der Natur, nicht als Darüberhinaus.
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#1   stat crux   11:17:02 | Montag, 19. Juni 2006
Verdeckter Dissens
Im Laufe der Zeit werden alle Lefebvrianier, die mit der Kirche ins Reine kommen wollen, den Weg zurück finden. Aus pastoralen Gründen ist Offenheit hier angemessen. Aber ein harter Kern wird gerade deswegen immer weiter abirren, Sätze aus alten Interviews des Erzbischofs nachbeten, die drei oder vier Argumente gegen das Konzil immer wieder widerkäuen. Wichtig ist aber, dass die „Alte Messe“ in Zukunft möglichst nicht mehr als Kampfmittel zugunsten eines absolut falschen, weil naturalistischen Begriffs von Tradition genutzt werden kann. Wer könnte denn der (neuen) Messe „die Substanz“ rauben, wenn diese Christus selber ist?
Redaktion benachrichtigen Im Namen der Jugend
#24   stat crux   11:05:08 | Montag, 19. Juni 2006
Brüder!
Nicht selten redet der Hl. Paulus so die Gemeinde an. Freimaurer? Der Unterschied zwischen christlicher Brüderlichkeit und anderen Ausprägungen von „fraternite“ ist doch wohl, dass die Getauften in Christus zur Gotteskindschaft berufen sind, also wirklich „Brüder“. Während die abstrakte Brüderlichkeit doch nur ein Leitmotiv ist, das eben nicht trägt, wenn es darauf ankommrt, „jetzt und in der Stunde unseres Todes“. Man kann doch nicht die Liebe aus dem Evangelium tilgen, weil andere das Wort auch beschwören.
Redaktion benachrichtigen Ablenkungsmanöver
#29   stat crux   10:21:35 | Montag, 19. Juni 2006
Pünktchen:
wenn hier andere einen schweizer Bestsellerautor anführen, um Pius XII. zu belasten, so wird das „heilige Deutschland“ für dieses Ablenkungsmanöver doch dankbar sein. Jahrzehntelang redeten sich Nazis raus mit: „Ich bin es nicht, der Führer ist es gewesen.“ Hochhuth hat dazu noch weitere Entlastung geboten: Nicht der Führer, der Papst ist es gewesen! Fehlt nur noch ein neues Drama: „Der Seminarist“, in dem ein Jungtheologe namens Hans Wurst 1958 den Papst in Castel Gandolfo vergiftet, um die Ehre der Schweiz zu retten.
Redaktion benachrichtigen Nicole Kidman kehrt zum Katholizismus zurück
#58   stat crux   10:00:50 | Montag, 19. Juni 2006
Extra ecclesiam…
Graf von Galen: Soweit ich die Äußerungen des Erzbischofs Lefebvre richtig verstanden habe, insbesondere die Grundsatzerklärung vom 21.11.1964 und die letzte Predigt vom 01.11.1990, sieht es der FSSPX-Gründer als nahezu unbedingt heilsnotwendig an, die Messe im „alten Ritus“ zu feiern; der NOM ist demnach existenziell gefährlich, weil liberal, protestantisch und modernistisch. Da steht doch der Verdacht im Raum, dass seinerseits den NOM-Katholiken sogar das „implizite Votum“ (der einen Kirche Christi anhängen zu wollen) aberkannt wird. Während sich der Erzbischof aber noch so gerade eben „dogmatisch korrekt“ durchlaviert (die von Guerard beanstandeten Opportunismen), kennen die Nachbeter die Tradition nicht mehr so „gut“; ihre Wiederholungen der Sentenzen des Erzbischofs verschärfen das Problem. Damit verrennen sie sich in unhaltbare Positionen (cf. Feeney), aber wohl doch fast schon wieder „bona fide“. Sehr schwierig. Aber ich bin mit dem Thema ja jetzt fast „durch“.
MfG, Dr. O.
Redaktion benachrichtigen Mit brennender Sorge
#11   stat crux   12:22:46 | Freitag, 16. Juni 2006
Maurice!
Gerade das entspannte Zurücklehnen verbietet Pius XII. am vom Hl. Offizium angegebenen Ort (DH 3872). Diese Selbstzufriedenheit ist Katholiken verboten. Nicht jeder, der nicht behauptet, das implizite Votum sei nicht heilsgenügsam (so SSPX), behauptet schon, das Heil sei aequaliter in jeder Religion zu erlangen. Und die traditionelle Richtigkeit der Argumente Pauls VI. im Brief vom 11.10.1976 an Lefebvre war diesem bekannt. Da die Nachbeter die ganze Bandbreite der Tradition nicht mehr kennen, könnte zu ihren Gunsten noch ein implizites Votum anzuerkennen sein; wer aber den 99,985 % übrigen Katholiken nicht einmal das implizite Votum zuerkennt, der agiert dolos. Man kann es nicht anders zensieren.
Redaktion benachrichtigen Nicole Kidman kehrt zum Katholizismus zurück
#48   stat crux   12:16:06 | Freitag, 16. Juni 2006
Graf von Galen,
habe versäumt, die Fundstelle für „Extra ecclesiam…“ präzise genug anzugeben; Marcel hält das für eine Enzyklika, es war aber ein Brief des Hl. Offiziums an den Erzbischof von Boston. Im Fall des Jesuiten Feeney lehrte das Offizium in Präzisierung der Enzyklika Pius XII. von 1943 (Mystici corporis), dass die Kirche sich nicht anmaßt über das implizite Votum des Eínzelnen zu richten. „Mit dieser weitsichtigen Worten verwirft er (Pius XII. a.a.O.) sowohl jene, welche alle vom ewigen Heile ausschließen, die nur dem inbegriffenen Wunsche nach der Kirche anhängen [heute: SSPX etc.] als auch jene, die fälschlich behaupten, die Menschen könnten in jeder Religion in gleicher Weise [aequaliter] gerettet werden“ (DH 3872).
Redaktion benachrichtigen Mit brennender Sorge
#9   stat crux   11:58:28 | Freitag, 16. Juni 2006
Marcel: Ich werfe Ihnen ja nicht Dummheit vor, sondern Bosheit.
Da Ihr Handeln offenbar nicht mit „dem“ Glauben kongruent geht, passen Sie den Glauben kurzerhand Ihrer „Haltung“ an. Unbußfertig nannte man das früher, hartnäckige Häresie. Woher leiten Sie denn Ihre rechtmäßige Autorität ab, die noch immer für Zensuren, Lehrverurteilungen etc. erforderlich ist (z.B. Denzinger 3873)? „Notstand, Tradition, 1789“, alles Unsinn; und Sie wissen es.
Ihr „Christkönig“ ist eben nicht identisch mit Christus, dem König, den Pius XI. lehrte. (Nochmals lesen!) Konfusion in den Prinzipien, selektive Wahrnehmung, naturalistische Deutung übernatürlicher Wahrheiten, aus Bosheit, nicht aus Dummheit. Denn Sie wollen guten Gewissens sündigen! Das ist Ihre Wichtigtuerei.
Redaktion benachrichtigen Neues Ökumene-Handbuch + …
#27   stat crux   11:15:11 | Freitag, 16. Juni 2006
Nein, T. Rex,
Humani generis warnte (mit Recht) vor einer Tendenz der Theologie; wie tief diese schon „eingesickert war“, offenbarte dann der Holländische Katechismus 1966; auf den (indirekt) Paul VI. mit dem Credo von 1968 antwortete. Nicht eine einzige These von Lubac ist je verurteilt worden. Zeitweilige Disziplinarmaßnahmen des Ordens hat er geduldig ertragen, den Gehorsam nie in Frage gestellt (anders: Lefebvre).
Redaktion benachrichtigen Mit brennender Sorge
#6   stat crux   11:11:17 | Freitag, 16. Juni 2006
Marcellinus,
auf Kreuzforum haben Sie sich an Fetter Tafel ja durchgesetzt; trotzdem nochmal der Hinweis auf Denzinger 3866-3878; Sie sollten Leonard Feeney unter Ihre Väter der Tradition einreihen (exkomm. am 4.2.1953).
Redaktion benachrichtigen Krampfhaft cool
#11   stat crux   10:58:28 | Freitag, 16. Juni 2006
Sehr gut, Pünktchen,
und keine andere Religion oder gar Philosophie kann die Vorliebe Gottes für den Einzelfall hinreichend aufklären; an der Eucharistie scheiden sich die Geister (Joh. 6).
Redaktion benachrichtigen Neues Ökumene-Handbuch + …
#24   stat crux   10:43:08 | Freitag, 16. Juni 2006
Halbbildung,
Carlo, „T. Rex“, gehört doch zu Ihren Lieblingswörtern: Pius XII. hat eine ganze „Summe“ katholischer Soziallehre vorgelegt, die aber, um sie vom dogmatischen „Lehrbetrieb“ abzusetzen, nicht einmal in Form von Emnzykliken gefasst war. Jurist Pacelli hatte das ausgeprägteste Empfinden für die Differenz zwischen Dogma und „Gesellschaftsbetrieb“. Das aber hasst der Integralismus wie der Teufel das Weihwasser. Lubac nannte sich übrigens von „Humani generis“ nicht betroffen.
Redaktion benachrichtigen Nicole Kidman kehrt zum Katholizismus zurück
#46   stat crux   10:37:43 | Freitag, 16. Juni 2006
Graf von Galen: Denzinger 3866
„…Unter dem aber, was die Kirche immer verkündet hat und zu verkünden niemals aufhören wird, ist auch jene unfehlbare Aussage enthalten, durch die wir belehrt werden, dass „außerhalb der Kirche kein Heil ist“. Dieses Dogma ist jedoch in dem Sinne zu verstehen, in dem es die Kirche selbst versteht. Unser Erlöser hat nämlich nicht privaten Beurteilungen übertragen, das zu erklären, was in der Hinterlassenschaft des Glaubens enthalten ist, sondern dem kirchlichen Lehramt“ (also vor allem: Papst und Konzil).
Redaktion benachrichtigen Neues Ökumene-Handbuch + …
#19   stat crux   18:07:34 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Wahrscheinlich
hatte Pius XII. nicht nur eine Ahnung, sondern sogar eine klare Sicht von den Ausmaßen der Problematik, die sein Pontifikat allein nicht lösen konnte. Daher förderte er mit Bedacht verschiedene Begabungen. Pius XII. hat nie und in keinem einzigen Dokument den Integralismus gebilligt.
Redaktion benachrichtigen Rom wünscht eine Abmahnung
#44   stat crux   18:04:45 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Ansgar
Da sind aber doch noch die Wertentscheidungen des Grundgesetzes!
Der Staat des Grundgesetzes will eben nicht nur demokratischer Formalismus sein, sondern bekannt sich zu den Grundrechten als Ausprägung der Menschenrechte. Richtig ist, dass diese wesentliche politische Grundüberzeugungen zum Ausdruck bringen und keinen „dogmatischen“ Charakter haben, also (anders als vielleicht 1789) nicht in Konkurrenz zur religiösen Überzeugung stehen.
Redaktion benachrichtigen Eine merkwürdige Verteidigung des Papstes
#5   stat crux   18:01:07 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Kein Papst
kann die Kirche „allein“ regieren; und außer Exz. Lefebvre haben das auch immer schon alle gewusst und verstanden. Weder kann ein einzelner Erzbischof die Liturgie „sterilisieren“ noch „retten“ und kein Kardinal kann die Demographie ankurbeln oder abwürgen. Geduld!
Redaktion benachrichtigen „Beleidigende Provokation“
#57   stat crux   17:52:12 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Pünktchen
Niemand wünscht heute einen derart kulturhegemoniales Staatsgebilde wie das Franco-Regime, aber in historischer Wertung haben die „katholischen“ Länder die totalitäre Versuchung im Anschluss an den von den Monarchien angezettelten 1. Weltkrieg (Ursache aller humanitären Katastrophen des 20. Jh.) bei weitem milder gemeistert als Osteuropa oder Deutschland. Den am ehzesten glimpflichen Verlauf nahm sie Frankreich, da die Kirche sich von der action francaise lossagte, Österreich nach der Fehlkonstruktion des Austrofaschismus doch auf die „modernere Linie“ (Hitler) eingeschwenkt, sogar der Faschismus in Italien blieb moderat im Vergleich zum Hitlerregime. Dennoch (und deswegen) hat die Kirche aber gelernt, dass der Katholizismus in alle Zukunft nicht verwechselbar sein darf mit einer totalitären Ideologie. Das hat Roncalli, vorbereitet von seinen Vorgängern, richtig erkannt und durchgesetzt. Schon Pius XII. hatte aber große Sympathien für anglo-amerikanische Staatsideen entwickelt, die ein Schutz vor autoritärer Barbarei zu sein schienen.
Die Brutalität der „Roten“ in Spanien wird heute gern überzuckert. Der billige Sommerurlaub im Franco-Spanien war vielen deutschen Proletariern aber recht angenehm.
Redaktion benachrichtigen Neues Ökumene-Handbuch + …
#17   stat crux   17:37:43 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Aiax Bea?
Wann hat Bea, der Beichtvater Pius XII., denn sowas behauptet? Mortalium animos ist m.E. keineswegs hinfällig, da die Rückkehr aller Christen zu Christus zugleich „Rückkehrökumene“ ist und eben nicht zu einem Völkerbund der Konfessionen führt.
Redaktion benachrichtigen Rom wünscht eine Abmahnung
#42   stat crux   17:32:30 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Benedikt
Der Integralist Umberto Begnini, der eine ausführliche Sozialgeschichte der Kirche verfasst hat, unterschied in der damaligen Diktion zwischen „royaume“ (Königtum) und „empire“ (Reich) der Kirche; angelehnt an die Zwei-Schwerter-Lehre Bonifaz VIII. Mit dem eigenen Schwert kämpft die Kirche für das seelische Ziel, das weltliche Schwert kämpft für die Wohlfahrt, an der die Kirche aber auch interessiert ist. Das „demokratisierte“ Selbstverständnis der Kirche betrifft in etwa, nicht bruchlos, diesen zweiten Bereich, den „Weltauftrag“. Hier wird auf Tricks mittels der Macht verzichtet (idealtypisch); im „Eigenbereich“ stößt die Demokratie in der Kirche an dogmatische Grenzen. Hier ist m.E. auch keine Parlamentarisierung möglich, da sonst das Prpfane auf das Sakrale übergreift, anstatt der consecratio mundi, um die es dem gewaltlosen „Reich“ der Kirch inmitten der Welt gehen müsste.
Redaktion benachrichtigen Erzbischof Milingo plant seinen nächsten Auftritt
#11   stat crux   17:24:01 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Ralf B.
Ja, ;-) das Elend fing mit Petrus an; seit dem Apostelkonzil zu Jerusalem ist die Kirche rettungslos „nachkonziliar“.
Redaktion benachrichtigen In der Isolation
#53   stat crux   12:22:54 | Dienstag, 13. Juni 2006
Athanasius, übernehmen Sie!
Karl X. sel. Anged. möchtergern Nachf. dreht durch.
Redaktion benachrichtigen Haßpredigt gegen Kirche und Papst
#12   stat crux   12:18:51 | Dienstag, 13. Juni 2006
Neo-Nestorianer! Athanasius!! Zu Hilfe!
Sie kennen Karl X. besser als wir alle. Vielleicht können Sie, der Sie das „Ganz-Brandopfer“ von René Lefebvre sr. so gern herausstellen, Murx von weiteren Steigerungen seiner Psychose noch abhalten.
Redaktion benachrichtigen „Beleidigende Provokation“
#5   stat crux   12:12:18 | Dienstag, 13. Juni 2006
Don Camillo:
Nuntius Roncalli hatte dem Parlamemntspräsidenten Herriot ein Buch von Guareschi verehrt; Zwischen-den-Zeilen-Lesern werden daraus nicht ganz zu Unrecht entnehmen, dass es dem späteren Konzilspapst darauf ankam, die Zuordnung des Katholizismus zur politischen Rechten zugunsten des höheren, pastoralen Auftrags abzuschwächen. Schwieriges Unterfangen, aber alternativlos.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#38   stat crux   19:17:30 | Montag, 12. Juni 2006
Okay:
Deixter, kehren wir zum Thema zurück: Freue mich mit Ihnen!
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#101   stat crux   19:11:18 | Montag, 12. Juni 2006
Meinung
wird durch BILD erst schön.
Redaktion benachrichtigen Heil den deutschen Meinungswächtern
#92   stat crux   19:09:10 | Montag, 12. Juni 2006
Deutschland hat den Krieg angefangen,
nach Meinung von Sr. Lucia (Fatima) nämlich schon 1938 mit dem „Anschluss“ Österreichs.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#36   stat crux   19:06:06 | Montag, 12. Juni 2006
Karl X.
hatte vor der Julirevolution jedenfalls nicht gerade ein Konzept offener Gesellschaft vertreten. Da war es gar nicht so einfasch wie heute, in den Medien nach Gutdünken „dies und das“ zu verbreiten.
Redaktion benachrichtigen Bush – der nächste Hitler
#31   stat crux   19:02:34 | Montag, 12. Juni 2006
Ja, Artois,
aber der Satz setzt voraus, dass der Adressat die Heilsnotwendigkeit der Kirche klar und unmissverständlich erkannt hat; wer sich dann losreißt (wie z.B. Lefebvre), der gefährdet sein Seelenheil.
Redaktion benachrichtigen Heil den deutschen Meinungswächtern
#90   stat crux   18:56:55 | Montag, 12. Juni 2006
Paulus!
Sehr richtig: Prüft alles, das Gute behaltet. Zighundertmal hat Paul VI. das große Wort des Apostels beherzigt.
Redaktion benachrichtigen Zwielichtiger Professor
#41   stat crux   18:24:44 | Montag, 12. Juni 2006
DDL::
Nettes Missverständnis! Ich meinte nicht die vielen „Lesernamen“, sondern die vielen offen bekannten Mitgliedsnamen auf der von Isis genannten Seite.
@Isis
Nach meinem Kenntnisstand, der aber extrem dürftig ist, da ich über keine Einblicke verfüge, sind die Aussteiger meist nach „rechts“ ausgestiegen; z.B. verbreitet die SSPX-Info ein Memorandum an den Papst, ganz im Stil der verlogenen Lefebvre-Briefe an den Papst Paul VI., in dem man die Heiligsprechung des Gründers abzusetzen verlangte, unter Verweis auf den Fall des „Sillon“. D.h. die Integralisten halten das „erzreaktionäre“ Werk für „linksradikal“.
Kenne sich da noch einer aus!
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#33   stat crux   18:13:56 | Montag, 12. Juni 2006
Dilettieren, Karl X., es heißt: dilettieren!
Nein. Auf die moderne Physik habe ich Sie nur aufmerksam gemacht, damit Sie mal darüber nachdenken, ob das Bild, das Sie sich von der „Natur“ machen, überhaupt noch ihren Begriff von „Übernatur“ trägt.
Die Toleranzfrage sehe ich, anders als die „interkulturelle Philosophie“ etc., als Frage der Rechtsordnung in einer notwendig offenen Gesellschaft. Wenn eine Religion behauptet, sie könne den Absolutheitsanspruch ihres „Dogmas“ preisgeben, so lügt sie. Selbst das Toleranzdogma des orientalischen Pantheismus (der sich so gut zur abendländischen Aktivität zu fügen scheint) setzt sich absolut. Und soweit „Logen“ das nachäffen, setzten sie sich auch absolut.
Aber die Antwort ist nicht das „Dogma der Intoleranz“ (im Staat), sondern die vertiefte Ausdeutung der typisch christlichen Differenz von Gesellschaftsordnung und religiöser Wahrheit. Somit ist es relativ wahrscheinlich, dass der Katholizismus die offene Gesellschaft aushalten (und sogar fördern kann), während alle „anderen“ darunter viel mehr leiden (und am wenigsten die SSPX, die nur in der offenen Gesellschaft existieren kann, wie jede hermetische Gruppe von Esoterikern auch).
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#91   stat crux   18:06:21 | Montag, 12. Juni 2006
Ja, Artois, sogar
Exz. Lefebvre sah im „V 2“ nur die Vollendung einer Tendenz, die er (in quasi-gnostischer Weltdeutung) mit Luther anfangen ließ; aber das ist alles zu einfach konstruiert; und verkürzt die Rechte Gottes.
Redaktion benachrichtigen Zwielichtiger Professor
#35   stat crux   18:03:10 | Montag, 12. Juni 2006
Isis:
Wenn man so viele Namen zusammentragen kann, wie geheim soll das dann sein? Da ist übrigens auch mein Doktorvater genannt, trotzdem wäre die „nächstliegende“ Verschwörungstheorie wieder falsch!
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#31   stat crux   17:49:26 | Montag, 12. Juni 2006
Das Phänomen
der Freimaurerei ist vielschichtig, parttiell unappetitlich, insgesamt von gestern (wie sogar die krankhaften Logenhasser implizit einräumen; 1717-1917) und bei weitem desorganisierter als die Kirche. Man spricht von überproportionalem Einfluss in Beligien, im 19 Jh. auch in Italöien, sicherlich in Frankreich und England. In Dtld. blieb das Phänomen immer schwach ausgeprägt. Die Dummheit der integralistischen Revolte gegen das Papsttum besteht nicht zuletzt in einer naiven „Überzeugung“, als stünden sich da zwei „Weltbilder“ gegenüber. Das „Programm“ der einzelnen Brüder ist der Loge aber wurscht, weil es auf die Bruderschaft selbst ankommt, nämlich auf die Arkandisziplin, die sich im Ritual manifestiert. Die „Werte“ von 1789 mit der Freimaurerei zu „identifizieren“ ist schon der erste abwegige Schritt. Die SSPX ist damit ihrem Lieblingsfeind viel ähnlicher als sie wahrhaben will.
Denn Problem ist nicht die Toleranz, die ist notwendig, sondern das „Dogma von der Toleranz“, das aber nicht relativiert werden kann, indem man ihm mit einem „Dogma der Intoleranz“ antwortet. Die Intransigenz des 19. Jh. war nämlich Kirchenpolitik und nie Dogma. Petruis würde die Schlüsselgewalt niemals vom Bestand der Throne abhängig machen. Pius VII. hat Napoleon gesalbt und damit dem „Relativismus“ in staatspolitischen Dingen längst Tür und Tor geöffnet. Schon 1804 war Rom rettunglos „modernistisch“ verseucht! Da gab es Karl X. noch gar nicht.
Redaktion benachrichtigen Heil den deutschen Meinungswächtern
#87   stat crux   17:39:47 | Montag, 12. Juni 2006
MK28:
Zur Religion gibt es konkurrierende Definitionen, die Kirche hat „V 2“ ausführlich thematisiert („Lumen gentium“ et al.). DH ist im Text schwierig, aber in der Aussage klar. Keine Privilegien der Kirche im Staat. Dazu bedarf es keiner vorgängigen Definition von Religion. Das kann der Gesetzgeber vor Ort tun, was z.B. in Frankreich wieder in der Diskussion ist. Der Katholizismus bedarf keiner Vorabdefinition von Religion im weiteren Sinne, da er „wahre Religion“ ist und die anderen von Rom aus einschätzt; vgl. die berühmten „konzentrischen Kreise“ in Ecclesiam suam v. 6.8.1964 (erschienen 7 Monate nach der Heimkehr des Papstes aus Jerusalem).
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#27   stat crux   17:30:03 | Montag, 12. Juni 2006
Sie werden es mir ja sowieso nicht glauben,
aber ich habe noch nie eine Loge von innen gesehen.
Redaktion benachrichtigen Bush – der nächste Hitler
#29   stat crux   17:20:36 | Montag, 12. Juni 2006
Krieg abschaffen
bedeutet wahrscheinlich nicht, alle Erscheinungsformen militärischer Gewalt und jedwede „Landesverteidigung“ völlig zu überwinden, sondern einen Zustand öffentlichen Völkerrechts zu befestigen, der völkrerrechtswidrige Angriffe unmöglich macht. Der Weg ist noch weit. Aber Stadtmauern und Bastionen wurden ja auch geschliffen, nach langen, langen Entwicklungen hin zum Gewaltmonopol des Staates.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#24   stat crux   17:15:09 | Montag, 12. Juni 2006
schwebend unwirksam
Schade, Karl X. sel. Anged. möchtegern Nachf., da Sie die Interzession wohl für unwirksam halten (und lieber den CIC 1917 konsultieren; als würde ich die Peinliche Halsgerichtsordnung Karls V. zu Rate ziehen!), widmen wir das Kerzenopfer lieber Dr. T. Rex.
Redaktion benachrichtigen Schon bald + …
#30   stat crux   14:15:35 | Montag, 12. Juni 2006
Pünktchen:
kreuz.net „zerfällt“ längst in die Spielwiese der Kritiker und die Spielwiese der selbsternannten Inquisitoren. Dazwischen nur noch wenig seriöse Diskutierer. Alle wichtigen Fragen rund um den Integralismus wurden hier in 1 1/2 Jahren durchdiskutiert. Und alles in allem bestätigt sich, dass schon Jean Guitton in den Neuen Medien große Chancen für das authentische Apostolat heraufziehen sah. Die Kirche hat die Kraft, innerhalb der offenen Gesellschaft und für sie „Zeugnis“ zu geben. Das ist das tröstliche Resultat dieses Experiments, Paul VI. hat Lefebvre am 11.10.1976 zu Recht die Tür gewiesen. Und durch diese Tür müssen die Tradi nach Rom zurück oder eben Hobbyastrologen bleiben.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#21   stat crux   14:10:03 | Montag, 12. Juni 2006
p.p.n.
Werde für Ihre Zukunft in St. Pantaleon zu Köln morgen an der Statue des Hl. Antonius von Padua ein Kerzenopfer entzünden.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#19   stat crux   14:04:22 | Montag, 12. Juni 2006
Na ja,
dann eben nicht „satisfaktionsfähig“. Aber Sie wollen wahrscheinlich wissen, ob ich schonmal einem „Freimaurer“ die Hand gegeben habe? Nein. Damit kann ich nicht dienen.
Redaktion benachrichtigen Ein Ex-Jesuit als Polizeichef
#7   stat crux   14:02:35 | Montag, 12. Juni 2006
Psst!
Geheimtipp: Kompendium zum Katechismus der katholischen Kirche. Brauche ich wohl nicht abzuschreiben.
Redaktion benachrichtigen Rom wünscht eine Abmahnung
#10   stat crux   14:00:37 | Montag, 12. Juni 2006
Oh…!
Da gibt es wohl Konnotationen, die ich nicht kenne??
Redaktion benachrichtigen Rom wünscht eine Abmahnung
#8   stat crux   13:55:21 | Montag, 12. Juni 2006
Haha,
das wird ja jetzt fast ein Pingpong…
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#16   stat crux   13:54:22 | Montag, 12. Juni 2006
Auweia,
es gibt doch so viel bessere Autoren: Congar, Lubac, Ratzinger, Wojtyla, um nur einige „Häretiker“ zu nennen.
Redaktion benachrichtigen Ganz auf Liebe eingestellt + …
#20   stat crux   13:52:08 | Montag, 12. Juni 2006
Na ja,
im Einzelnen interessiert es mich nicht mehr so brennend. Vermutlich hat Sie meine über kreuz.net vermittelte Nachricht nicht mehr erreicht?
(Wg. Lehrer etc., der ich nicht bin.)
Redaktion benachrichtigen Ein Ex-Jesuit als Polizeichef
#5   stat crux   13:49:50 | Montag, 12. Juni 2006
Ist auch gar nicht nötig,
Katholiken müssen nicht alles besser wissen. Zur Not kann man auch einfach mal die Klappe halten und die Sache dem Herrn anempfehlen. Panik bricht doch nur bei denen aus, die das Vertrauen in die Güte verloren haben; und sei es auch nur, weil sie Güter verloren haben.
Redaktion benachrichtigen Rom wünscht eine Abmahnung
#5   stat crux   13:47:26 | Montag, 12. Juni 2006
Übrigens, Murx X.,
ich vergas es andern Orts zu bringen: Von den papsttreuen Fürzen sprach zuerst Luther; 3/4 des Vokabulars können Sie für Ihre „Position“ von dort abschreiben.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#14   stat crux   13:45:21 | Montag, 12. Juni 2006
Da ich den Naturalismus ablehne, ist Gott nunmal
keine Sache; „Gott sprach zu Abraham“… Von der Stelle angefangen könnten Sie die Bibel ja nochmal lesen, um aus ihre naturalistischen Klemme (genannt: „Übernatur“) allmählich rauszufinden.
Redaktion benachrichtigen Ganz auf Liebe eingestellt + …
#18   stat crux   13:41:28 | Montag, 12. Juni 2006
Schade,
die Penetranten wollen uns heute das Vergnügen nicht gönnen;
sie verdauen wohl noch.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#12   stat crux   13:39:02 | Montag, 12. Juni 2006
Karl X.:
Exklusivität aus der Sicht Christi, nicht aus der Sicht selbsternannter Inquisitoren des „Reichs“.
Redaktion benachrichtigen Bush – der nächste Hitler
#25   stat crux   13:36:47 | Montag, 12. Juni 2006
Stephanus!
GS 78 lehrt, dass ein Zustand anzustreben sei, den Krieg völlig zu untersagen; diese Formel stammt übrigens von Kardinal Ottaviani, der sie bereits 1946 prägte. Alle Wehrmachtsphantasien sind nicht mit der Lehre der katholischen Kirche vereinbar.
Redaktion benachrichtigen Heil den deutschen Meinungswächtern
#78   stat crux   13:28:58 | Montag, 12. Juni 2006
Sorry,
bei Una Voce stand nicht ausdrücklich „phil.“, aber im Text brachten Sie Kritik an Dr. David Berger mit „National-Sozialismus“ in Zusammenhang; das hielt ich für ein von historischen Wertungen geleitetes Erkenntnisinteresse. Aber gut, ist ja nicht so wichtig.
Der Wink mit Overath kam übrigens von DDL. Das habe ich nur nochmal übernommen, um zu betonen, dass Sie eine reale Person sind und kein „Falschmünzer“ (wie auch meine Beiträge das Licht nicht Scheuen); sorry also.
Redaktion benachrichtigen Ganz auf Liebe eingestellt + …
#16   stat crux   12:51:55 | Montag, 12. Juni 2006
Vielleicht
machen uns die Heiligen Drei Königstreuen ja noch die Freude, einen Disput über häretische Gottesbegriffe bei B XVI hier nachzuliefern.
Redaktion benachrichtigen Heil den deutschen Meinungswächtern
#74   stat crux   12:34:06 | Montag, 12. Juni 2006
Komisch,
dachte ich doch, Dr. Heger (Overath), sei Historiker; vgl. una voce Heft 2/06.
Redaktion benachrichtigen Ganz auf Liebe eingestellt + …
#14   stat crux   12:32:17 | Montag, 12. Juni 2006
Domenico Tuttisanti
Sie vermissen doch sicher auch schon den üblichen Schlagabtrausch zwischen dem 21-jährigen ndl. Seminaristen Athanasius, dem in die Vendee ausgewanderten Verteidiger der Bullen Pauls IV gegen die Gesetze Pauls VI, Karl. X. Sel. Anged. möchtegern Nachf., und des südschweizer Mediziners Carlo Rex, ob die Aussagen des Papstes über das Universum nun abermals Häresie, tumbe Häresie oder nur der Häresie verdächtig sind?
MfG
Dr. Otterbeck, Köln-Deutz
Redaktion benachrichtigen Ein Ex-Jesuit als Polizeichef
#3   stat crux   12:24:33 | Montag, 12. Juni 2006
Ath.:
Und Sie halten sich für religiös??
Redaktion benachrichtigen Heil den deutschen Meinungswächtern
#72   stat crux   12:22:32 | Montag, 12. Juni 2006
Parzifal:
Man sollte den reaktionären Katholiken wenigstens die Ehre lassen, dass sie auch gegenüber der erzmodernen Hitlerbewegung reaktionär blieben; auch heute gibt es noch eine „Hitlerkritik“ von rechts. Dass die Extreme Rechte ausgerechnet Hitler verharmlost, gehört mit zu ihrer intellektuellen Abhängigkeit von (schwach fundierten) linksliberalen Parolen, die sie reflexartig zurückweist, ohne überhaupt selber ein kritisches Bewusstsein für die Problematik entwickelt zu haben. Zitiere ich Horkheimer oder Adorno, jault es dort gleich „Frankfurter Schule“; zitiere ich Ernst Jünger, so brandet Applaus auf. Selbst wenn das Zitat in beiden Fällen lauten würde: „Abwarten und Tee trinken.“ Les extremes se touchent. Der Integralismus ist nämlich auch ein Naturalismus.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#89   stat crux   12:10:32 | Montag, 12. Juni 2006
Artois,
lesen Sie doch mal den vorkonziliaren Montini, bspw. die Auszüge, die Georg Huber in seinem Buch „Paul VI.“ (1965). Er hat gewusst, was auf die Kirche zukommt, vielleicht nicht im vollen Ausmaß. Insofern ist die Hypüothese berechtigt, dass das Konzil die Krise abgekürzt hat, nicht verursacht.
Redaktion benachrichtigen Schon bald + …
#27   stat crux   12:07:34 | Montag, 12. Juni 2006
Richtig daran ist,
wie diesseitig schon vor Monaten im Diskurs mit Th.A. Höck vorhergesagt: Dass sich dieses Forum allmählich totläuft. Es beweist geradezu im Kleinformat, warum eine „vorkonziliare“ Propaganda nicht taugt, um Seelen zu retten.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#8   stat crux   12:03:17 | Montag, 12. Juni 2006
Karl X.
und die „neue Religion“: Das wird durch Wiederholung auch nicht besser.
Redaktion benachrichtigen Zwielichtiger Professor
#20   stat crux   19:20:46 | Freitag, 9. Juni 2006
Mainz
scheint mir überrepräsentiert. Gibts da Queerverbindungen zum ZDF?
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#56   stat crux   19:15:18 | Freitag, 9. Juni 2006
„Gott ist ein Geist“
stand im Paderborner Katechismus von 1928; sicherlich richtig. Aber im Zeitalter von Gespenstergeschichten liest man das falsch. Wer sich aber mit dem Gedanken an einen „Metarealismus“ vertraut macht, gemäß neuestem Stand der modernen Physik („Materie ist Information“, etwas zu kurz gesagt), liest „Der Geist ist willig. Das Fleisch ist schwach.“ vielleicht neu als Hinweis, dass Geist das „stärkere Element“ ist. Die Diskretion des Hl. Geistes, der Liebe selber, überrascht. Wahrscheinlich hat es in der langen Papstgeschichte nur einen einzigen der Häresie verdächtigen Papst gegeben, Liberius, dem wir aber die schöne Basilika S. Maria Maggiore verdanken. Mir jedenfalls ist aus den ersten zwei Jahrtausenden keine einzige relevante päpstliche Fehlentscheidung bekannt, abgesehen vom hochkomplexen Fall Galilei und vielleicht das Jesuitenverbot von 1773. Aber wer weiß? Vielleicht bewertet man sogar das 3000 wieder anders. Denn Gott ist einer, der führt, hindurch durch den ganzen Aufstand wider die Liebe, genannt „der Fall“.
Redaktion benachrichtigen Kirchlich abgesegnete Todsünde?
#9   stat crux   19:04:45 | Freitag, 9. Juni 2006
G.B. Montini,
späterer Papst Paul VI., sagte einmal zu Jean Guitton, dass es mehr lohne, über den Zufall nachzudenken, der seine Eltern zusammengeführt habe als über den nahenden Tod. Die „Vorsehung“ ist wohl, neben dem mysterium iniquitatis, das schwierigste Stück Christenlehre. Wenn die Mauer, die da unsere Zivilisation an der Sicht hindert, in diesem Jahrhundert bricht, dann könnte Friede sein.
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#62   stat crux   18:58:57 | Freitag, 9. Juni 2006
Sansculotten
nannte man die frz. Revolutionäre, weil sie die aristokratischen Kniebundhosen verschmähten. Im Kreuzforum wurde z.B. Joseph Ratzinger im Herrenanzug abgebildet. Für den Administrator dort vielleicht Beweis seiner „revolutionären“ Gesinnung. Und Karl Murx verhaspelt sich andernorts in der Unmöglichkeit, dass es in Gott „Bewegung“ geben könne. (Denn dann auch: Evolution? Revolution? Rechtfertigung für developpement?? Igitt.) Insofern bin ich mit Papst Benedikt aus Sicht derer, die noch heute eine Kanonisation des Märtyrerkönigs von 1793 wollen, bekennender „Revolutionär“ = Häretiker = für die Verdammnis vorgemerkt. Aber, wer weiß, vielleicht ist „Toussaint“ ja doch unsere Zukunft??
Beste Grüße,
Dr. Otterbeck
(kein „Wortspiel mit Sackgasse“)
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#54   stat crux   18:47:36 | Freitag, 9. Juni 2006
Mater gratiae:
Die Kirche, ja, das „modernistische Rom“, hat es bereits 1820 abgelehnt, für den „Märtyrerkönig“ (Louis XVI.) einen Seligsprechungsprozess zu eröffnen, wegen „zeitlicher Motive“ des Ansinnens. War also Pius VII. auch schon ein Häretikerpapst??
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#47   stat crux   17:05:07 | Freitag, 9. Juni 2006
Fürs erste genügte ja,
wenn Sie es, anders als Luther ff., wenigstens für möglich hielten, dass es in der Kirche, z.B. das Konklave von 1958, mitunter „mit rechten Dingen“ zuging. Privatoffenbarungen zu erflehen wäre vielleicht doch etwas zu verstiegen. Pius XII., dem solche nachgesagt wurden, war sich jedenfalls sicher, dass er hinreichend Kardinäle kreiert hatte, um die Nachfolge zu sichern. Oder welche Verschwörung hat ein III. Konsistorium verhindert??
Redaktion benachrichtigen Zwielichtiger Professor
#17   stat crux   16:55:38 | Freitag, 9. Juni 2006
Stimme
Die Frage war ernst gemeint. Wann trat Karl Rahner letztmalig in Priesterkleidung auf?
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#60   stat crux   16:37:48 | Freitag, 9. Juni 2006
Horst wer?
Am 2.6. titelte BILD, „Horst Schlämmer“ (Hape Kerkeling) habe Gott gefunden. Ab heute sind die Titelseiten „Gott sei Dank“ mit WM verplant. Sonst müsste man noch mit ganz anderen Meldungen „aus dem Reich“ rechnen.
Redaktion benachrichtigen Vorsicht: Die Homo-Frage betrifft uns alle
#297   stat crux   16:33:23 | Freitag, 9. Juni 2006
Vielleicht bin ich falsch informiert, Allegro,
aber m.E. ist das ?????kreuz als Sonnenrad aufzufassen, also ein naturalistisches Kultsymbol „schlechthin“.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#45   stat crux   16:30:12 | Freitag, 9. Juni 2006
Es geht hier nicht um Welterklärung,
sondern um den Hinweis, dass nicht alles „Gott“ ist, wo Sie Gott draufschreiben. Weitersuchen! Wenn Sie das Gedankenexperiment riskieren, dass die Wahl Paul VI. zum Papst vielleicht doch mit Gottes Wille geschah (und nicht dagegen), wären Sie schon ein paar Millimeter weiter. Wo sitzt den das Motiv für die hartnäckige Weigerung, Gott da am Werk zu sehen, wo er am Werk sein könnte?? Verlorene Güter? Auch dazu hatte Pius X. weise Worte gefunden.
Redaktion benachrichtigen Innenpolitisches Interesse + …
#10   stat crux   16:20:04 | Freitag, 9. Juni 2006
Hallo, Lukrecia,
freundlichen Dank für den Versuch, das Thema zu wechseln; aber zu Hod… möchte ich noch kurz antworten, dass mir („Ötker“??) jedenfalls noch nie „rausgerutscht“ ist, die homosexuellen Praktiken als Sodomie zu bezeichnen. Man muss doch differenzieren, ob jemand lediglich die Aussagen des Katechismus-Kompendiums für korrekt hält oder zur krankhaften Homophobie übergeht.
Dr. Otterbeck, Köln-Deutz
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#43   stat crux   16:09:30 | Freitag, 9. Juni 2006
Wenn in Gott Eros wäre, dann könnte er nicht ewig,
haben Sie geschrieben, MurX. Der Gottesbegriff ist wohl ein bisschen leckgeschlagen. Meine These: Sie kleben „Übernatur“ auf die Flasche, trinken aber doch nur Schnaps. Suche, was oben ist! Noch höher! Hinter der „Planck’schen Mauer“! (Nie gehört??) Dieu existe, mais il est Dieu.
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#57   stat crux   16:06:18 | Freitag, 9. Juni 2006
Jawohl,
raus an die Sonne; und nochmal gründlich nachdenken, was „ewig“ heißt.
Redaktion benachrichtigen Vorsicht: Die Homo-Frage betrifft uns alle
#294   stat crux   16:04:55 | Freitag, 9. Juni 2006
Hi, Dominique!
Das geht aber schnell mit dem Namenswechsel.
Redaktion benachrichtigen Ist das Knien nach dem Agnus Dei der Messe eine Todsünde?
#34   stat crux   16:02:16 | Freitag, 9. Juni 2006
Tittelei
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist Dr. Heger kein Jurist, sondern Historiker.
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#55   stat crux   15:56:47 | Freitag, 9. Juni 2006
Karl X.
sel. Anged. Nachf. hat an anderer Stelle abgehoben:
„Wenn in Gott Eros wäre, könnte er nicht ewig.“
So gewinnt man scheints Moral aus der Ontologie.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#41   stat crux   15:50:28 | Freitag, 9. Juni 2006
Mir kommt der Verdacht,
dass hier zwei Atheisten miteinander im Clinch liegen, ob sich der Papst im atheistischen Sinne „katholisch“ nennen darf oder nicht. Darf er nicht. Er ist katholisch im katholischen Sinne. Pax vobis!
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#37   stat crux   14:41:22 | Freitag, 9. Juni 2006
Atheist I u. II
Nochmal zum Mitschreiben: Der Integralismus ist ein Naturalismus. Beweis: Das krankhafte Herumspintisieren in den Pontifikalriten. Als ob Gott nicht handeln könnte in der Zeit! Gottlose Häresie.
Redaktion benachrichtigen Vorsicht: Die Homo-Frage betrifft uns alle
#291   stat crux   14:35:45 | Freitag, 9. Juni 2006
Allegro
Das Kruzifix oben im Bild liegt leicht schräg, so dass man sich das Sonnenrad dazu denken kann.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#35   stat crux   14:29:07 | Freitag, 9. Juni 2006
Die nackte Angst!
Selbstverständlich kann ein christdemokratischer Minister dem Messopfer nach altem Ritus „beiwohnen“. Gemäß Credo Paul VI. vom 30.06.1968 (!) ist von einer legitimen Pluralität der Riten auszugehen. Allerdings handelt es sich bei der Messordnung, die Lefebvre zu einem Kampfmittel zur Verbreitung seines neopaganen Naturalismus in traditionellem Gewand gemacht hat, um eine außer Gebrauch gesetzte Ordnung DESSELBEN Ritus.
Ich entkomme dem Naturalismus nicht, indem ich mich oppositionell zu anderen Naturalismen positioniere und ausrufe: hier, in der rechten Ecke, da wohnt die Übernatur bei! Das ist doch blosse Panik, dass die gute alte Zeit vergeht. Sie tut es. Das Flugzeug hat abgehoben, aber bereits 1830.
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#42   stat crux   14:02:36 | Freitag, 9. Juni 2006
Dominique Toussaint
Falls das der „Klarname“ ist, muss sich DDL fast zwangsläufig mit Religion befassen. Ob valid oder nicht: Nomen est omen, manchmal.
meint, nicht ohne Selbstironie,
„Sansculott E.R. Beck“
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#33   stat crux   13:54:28 | Freitag, 9. Juni 2006
Nur einer hat Kunde gebracht,
nicht Kunden. Wir bedenken das Sein der Zeit lange noch nicht entschieden genug. Die Kirche kann von den ewigen Dingen nur anthropomorph und historisch reden, „inkarnationsgemäß“. Das bringt das Risiko mit sich, dass die klassischen Traktate der Dogmatik auf unbedarfte Hörer wie eine mythische Darstellung wirken. Urzustand, Ursünde, Erbsünde, Erlösung, Vollendung. Alles wahr, alles richtig, aber was hat man da berichtet? Geschichte? Geschichten? Hier hat J.H. Newman das Tor aufgetan. Trotzdem hat die Wissenschaft dem Klerus die Autorität abgekauft. Jene Kundschaft wird sich aber allmählich wieder vor dem Schalter „Offenbarung“ anstellen, um den Offenbarungseid zu vermeiden. Das hat nicht erst Roncalli gesehen, sondern schon Leo XIII. (Enzyklika Annum ingressi vom 19.03.1902).
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#38   stat crux   13:45:31 | Freitag, 9. Juni 2006
Deus io vult
Am 6.6.06 ist das Patenkind einer Tante tot umgefallen. „Sterbliche Gedanken hege der Sterbliche, nicht unsterbliche der Sterbliche.“
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#29   stat crux   13:39:01 | Freitag, 9. Juni 2006
Lieber Neurosenkranz als Altlilienbanner
Murx hält die lichtreichen Geheimnisse sicherlich für einen weiteren Beweis, dass die Aufklärung in das Allerheiligste eingebrochen ist wie ein Dieb in die Nacht. Und dass der Kardinal nicht dagegen vorging ist ein weiteres Indiz für sein falsches Prophetentum.
Simsalabim. Stecke ich in die Prämisse, was ich beweisen will, so beweist sich alles idiotensicher.
Redaktion benachrichtigen Aachener Sorgenfalten
#30   stat crux   13:32:48 | Freitag, 9. Juni 2006
AthanasjuX
Selbstverständlich wäre es blödsinnig, die französischen Integralisten mit der Hitlerbewegung zu verwechseln. Aus diesem Grund wird sich Ihre Bruderschaft in Kürze in einen deutschnationalen und einen altfranzösischen Flügel spalten, weil der inferioritätsgepeinigte Deutschlateiner mit Le Pen nicht sympathisieren kann, der juliverhaftete Antisemit aus der Vendee aber wohl.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#27   stat crux   13:27:27 | Freitag, 9. Juni 2006
Karl murX
Schwierig, schwierig. Aber heute verdanke ich Ihren Ausf. immerhin das noch fehlende Mosaiksteinchen: Ich habe mich nämlich gefragt, wie man nur so borniert sein kann und 1789 ungeschehen machen wollen. Will man aber gar nicht! Es geht um den Juli 1830. Die Brüder sehen 1789 nicht aus der Perspektive von 1788 sondern von 1830. C’est ca.
Redaktion benachrichtigen Nicht die Kirche des Petrus + …
#10   stat crux   16:53:17 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Widerstand ist zwecklos.
Das Widerstandsrecht ist eine Frucht der Menschenrechtsidee. Wenn die positive Rechtsordnung im Staat sich gegen allgemeinste Menschheitsüberzeugungen wendet, dann wird „Widerstand zur Pflicht“. Da die Kirche nicht die Befugnis hat, im Äußeren zu zwingen, genügt hier die Religionsfreiheit: Wer eine neue Religion stiften will, der darf auswandern. Und Lefebvre ging „stiften“, als gravierendster Nutznießer von „Dignitatis humanae“.
Redaktion benachrichtigen Für den Papst – persönlich!
#33   stat crux   16:10:39 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Mängel der Liturgiereform
Die Begeisterung der Reformer der 1960er und 1970er Jahre war merkwürdigerweise von einem gewissen Enthusiasmus für die ostkirchlichen Riten beseelt. Man plante noch ein Hochgebet V., das einem „Mischritus“ gefährlich nahekam. Hiergegen hatte Kardinal Ottaviani (anders als gegen die neuen Hochgebete II-IV) letztlich erfolgreich Bedenken erhoben. Bei allen Diskussionen sollte man die klaren Grenzen der lebendigen Tradition einhalten. Soviel mir Experten bestätigten, ist nämlich aus der Novus Ordo (lat.) mit der römischen Tradition als ganzer noch identifizierbar und deutlich genug von anderen Traditionen abgesetzt.
Redaktion benachrichtigen Aachener Sorgenfalten
#27   stat crux   15:58:48 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@Stephanus
Willkommen im Club. Der geeignete Lernort ist das hier aber nicht. Der Traditionalismus zerfällt in mehrere Strömungen, deren Grad von Glaubensabfall sich je nach der Intensität des, in das Gewand eines „katholisch“ sich nennenden Integralismus gehüllten, philsophisch-politischen Naturalismus unterscheidet. Die integralistische vereinfacht-„katholische“ Weltdeutung ist von der Religionskritik des 19. Jh. abhängig, die sie trotzig in ihr Gegenteil verkehrt. Beispiel: Die Verurteilungen des Syllabus von 1864 werden von den „Tradi“ konträr verstanden als Grundriss einer ewigen katholischen Gesellschaftslehre. Das Ziel Pius IX., der Religion den Vorrang vor den Ansprüchen der sich bereits halbtotalitär gebärdenden Nationalstaaten zu sichern, wird verkannt (hieran knüpft das Vatikanum II an) und stattdessen eine damals notwendige Intransigenz zum Dogma erhoben. Auf dieser Grundlage ist eine „Besinnung“ der Tradi nicht zu erwarten, die aber, je länger die Zeit voranschreitet, immer mehr ins Abseits geraten (der harte Kern erreicht ca. 0,015 % der Katholiken).
Redaktion benachrichtigen Nicht die Kirche des Petrus + …
#8   stat crux   15:46:00 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Galilei hat sich unterworfen,
Descartes hat sich unterworfen, Lamennais hat sich (zunächst) unterworfen, M.-J. Lagrange hat sich unterworfen, Pouget hat zu lehren aufgehört, Congar, de Lubac, Balthasar haben disziplinarische Maßnahmen hingenommen, Teilhard hat akzeptiert, sogar P. Kentenich gehorchte, Escriva hatte in Spanien große Schwierigkeiten, Chiara Lubich erlangte erst 1962 Anerkennung, Don Giussani 1982; Geduld und Demut sind christliche Tugenden, die Lefebvre nur noch seinen Leuten abforderte, aber seit 1974 nicht mehr zu üben bereit war. Hätte er sein Werk dem Hl. Stuhl 1976 anvertraut, wäre der „Tradition“ eine kritische Stimme im Konzert eröffnet worden. Den Absolutheitsanspruch eines völlig falschen Begriffs von Tradition musste Paul VI., der geduldigste aller Päpste des 20. Jh., mit Deutlichkeit zurückweisen. Die weitere Entwicklung wird ihm Recht geben.
Redaktion benachrichtigen Für den Papst – persönlich!
#31   stat crux   15:37:32 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Mängel in der Kalenderreform
hat auch Congar in seiner Schrift zum Fall Lefebvre 1977 bereits eingeräumt. Was eine „Reform der Reform“ vorerst erschwert, das ist nicht nur der selbstreferentielle liturgische Ungehorsam im Klerus, sondern auch die schmerzhafte Zweckentfremdung der „Tradition“ als Kampfmittel gegen Konzil und Konzilspäpste, als „Reichskriegsflagge“ sozusagen. Sonst hätte manches ruhiger vonstatten gehen können.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#8   stat crux   15:20:35 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Hallo, Scherzkeks,
ja, der Papst kennt das Buch des Hl. Ludwig Maria, und noch ein paar andere; Georg Ratzinger sagt dazu: „Der Joseph hat alles gelesen.“
Redaktion benachrichtigen Nicht die Kirche des Petrus + …
#6   stat crux   15:02:45 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Ziel:
von kreuz.net, Ralf B., ist die Festigung der internen Arkandisziplin von einigen hundert hardlinern der „Tradition“, die große Sympathie für die Sozialdoktrin des Erzbiuschofs Lefebvre hegen, auch dann, wenn Sie mitunter geneigt sind, mit Rom eine „Aussöhnung“ zu riskieren. Das „Ablassen von Hass“ gegen Andersdenkende zielt nicht darauf, diese zu überzeugen. Mitunter werden Anregungen aus kreuz.net in die „zensierten“ Foren übernommen und dort intern weiter ausgewalzt. Die dort geübte Zensur zeigt aber, dass diese selbsternannten Mini-Inquisitoren die tatsächlichen Verfahrenordnungen der Kirche (vor 1962) überhaupt gar nicht mehr kennen. Denn damals konnte sich nicht jeder selbsternannte Geheimnisträger zum Zensor aufwerfen. Die Kirche folgte stets einer Rechtsordnung, keinem aus einem „antipentekostalistischen“ Charisma hergeleiteten Notstandsrecht, das dann gern jeder gegen jeden ausübt.
Redaktion benachrichtigen Ist das Knien nach dem Agnus Dei der Messe eine Todsünde?
#17   stat crux   14:54:30 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Hallo, Dr. Heger,
könnte es sein, dass Sie auf einen Scherzartikel reingefallen sind?
a.c. imitiert den klerofaschistischen Jargon, kann es aber im Detail nicht korrekt rüberbringen („linkslinks“),
meint
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#6   stat crux   14:26:09 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Karl X.
hat bekanntlich überzogen und damit die Julirevolution 1830 provoziert. Wer das nicht verkraften kann, ist heute begehrtes Ziel solcher Gruppen, die sogar den Aufgang der Sonne und ihren Untergang noch als gefährlichen Evolutionismus brandmarken müssten, fände sich ein Hinweis darauf in den „V 2“ Dokumenten.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#2   stat crux   12:34:43 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Glaubensbewegung!
Darauf kommt es an.
Redaktion benachrichtigen Die Zeiten werden schlechter
#10   stat crux   12:22:51 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Sehr richtig, Sixtus,
noch ein schönes Beispiel: Der Jesuit Pereira gab jahrzehntelang ein erfolgreiches Jugendgebetbuch heraus, „Jugend vor Gott“. 1971 wurde es völlig umgestaltet, „Jugend mit Gott“. Heute wirkt Text, Satz und Druck der Altauflage zeitlos, das Buch der 1970er aber wirkt grotesk. Sic transit gloria mundi.
Redaktion benachrichtigen Aachener Sorgenfalten
#24   stat crux   12:19:41 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@Guntram: Extra omnes??
Außerhalb der Kirche kein Heil: Dieser Satz setzt voraus, dass der Rezpient eine Ahnung vom Heil und eine Ahnung von der Kirche hat. Wer die Heilsbedeutung des Glaubenslebens mit der Kirche erkannt hat, etwa von Lefebvre zu vermuten, darf sich nicht mehr trennen. „Vereinfacht katholisch“ Gesinnung zu zeigen: Genügt nicht!
Redaktion benachrichtigen Wurde die Versöhnung gestoppt?
#19   stat crux   12:09:13 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Hallo, Athanasius,
nennen Sie mir doch bitte noch das Datum der erwähnten Generalaudienz des Papstes in 1966.
Redaktion benachrichtigen Ein bedeutsamer Lehrunterschied?
#7   stat crux   12:05:57 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Das leugnet nicht, weil eine evolutionäre Theologie versteht, Athanasius,
zufällig finde ich Ihre Fatwa über die „Hegelianer“ erst heute; Hegel hätte seine helle Freude daran, so fehlinterpretiert zu werden, wie Sie es tun.
Redaktion benachrichtigen Wurde die Versöhnung gestoppt?
#17   stat crux   12:17:22 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Ordentliches Lehramt,
Athanasius, ist auch das II. Vatikanische Konzil. Wenn es Ihnen doch noch gelänge, zwischen Dogma und kath. Gesellschaftslehre zu differenzieren und eine Anpassungsfähigkeit insbesondere zweiterer nachzuvollziehen, dann fänden Sie allmählich aus ihrer Geiselhaft „anti 1789“ heraus!
Redaktion benachrichtigen Für den Papst – persönlich!
#7   stat crux   12:12:11 | Mittwoch, 7. Juni 2006
schon gut,
der Gedanke an die Pfingstoktav; aber man achte auf den Stil des Artikels: geheuchelte Ehrerbietung (wie seit Lefebvres Korrespondenz mit Rom bei Integralisten üblich), und die Zielrichtung: letztlich wieder nur der Mythos vom „Modernismus“, der überall Platz gegriffen habe, außer bei den Heiligen der Letzten Tage, die als einzige fähig sind, den Heiligen Geist richtig zu orten (nämlich exklusiv in den Sätzen 15-18 und 77-80 des Syllabus von 1864). Schade, dass auch gute Ideen hier wieder nur der „antinomischen“ Propaganda dienen.
Redaktion benachrichtigen Peinlich, peinlicher, am peinlichsten.
#26   stat crux   18:08:00 | Dienstag, 6. Juni 2006
Nur noch ein Detail:
Während Frau Mitscherlich noch immer Freud als großes Genie pries, äußerte sich die Enkelin viel distanzierter: „Er wollt’ halt gern provozier’n.“ Soll auch unter Antifreudianern vorkommen.
Redaktion benachrichtigen Die Zeiten werden schlechter
#4   stat crux   18:05:15 | Dienstag, 6. Juni 2006
Das Wort zum Sonntag
sprach vor Pfingsten ein Windmühlenbesichtiger aus Bonn; er nannte den Pfingstbericht der Apostelgeschichte ungeniert „Pfingstlegende“. Seine kerygmatischen Worte klangen einer Predigt noch ähnlich, führten aber mitten ins hermeneutische Nirwana. Solche Leute sollten sich mal mit der Ecole biblique von P. Lagrange befassen.
Redaktion benachrichtigen Spektakuläre Voraussagen
#12   stat crux   17:59:42 | Dienstag, 6. Juni 2006
Bibel lesen bildet,
lesen Sie doch mal im Original, C.M. Sie werden die Differenz zu jeder Art von okkulter Literatur sofort selbst bemerken.
Redaktion benachrichtigen Wurde die Versöhnung gestoppt?
#10   stat crux   17:50:35 | Dienstag, 6. Juni 2006
„Ecclesia Deisten??“
Athanasius, was für ein Wortungetüm!! Im übrigen gebe ich zu bedenken, dass die Kirche des Heiligen Geistes wegen zum Selbstmord unfähig ist, die Kirche, nicht die SSPX.
Redaktion benachrichtigen Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
#53   stat crux   17:41:48 | Dienstag, 6. Juni 2006
Auweia,
wird ein Papst einmal mit Camauro „erwischt“, dann ist er möglicherweise ontologisch „sauber“? Die anderen aber waren ahnungslos??
Redaktion benachrichtigen Der Vatikan wehrt sich
#1   stat crux   16:05:09 | Freitag, 2. Juni 2006
Sehr richtig!
Der Papst musste den politischen Sprachregelungen der „Trauerarbeit“ entgehen, die eine scheinbare „Bewältigung“ so mühelos erscheinen lassen. Und das ist ihm gelungen.
Redaktion benachrichtigen Eine gute Zusammenarbeit
#6   stat crux   15:58:09 | Freitag, 2. Juni 2006
Was bedeutet denn Mietling?
Schmarotzer? Parasit?
Redaktion benachrichtigen Der Österreichische Rundfunk übertrumpft den Vatikan
#7   stat crux   15:16:47 | Freitag, 2. Juni 2006
Marcellinus,
zum Namensfest beste Segenswünsche. Mir war es nicht möglich, Ihrer Aufforderung im kreuzforum nachzukommen, zu Quas primas meinen „Senf“ abzugeben. Also keine Erörterung des Themas „in blau“, auch bei weniger als 1500 Zeichen.
Sulpicis:
Welchem Dokument der Kommission entnehmen Sie die Punkte 1.-4.??
Redaktion benachrichtigen Der kirchliche Ungehorsam soll jetzt „Gewohnheitsrecht“ genannt werden
#8   stat crux   14:02:49 | Freitag, 2. Juni 2006
Das ZK
will „Demokratie“ in der Kirche und verzichtet auf jedwede Definition. Der Hl. Stuhl aber hat nie behauptet, der Papst müsse von Laien mitgewählt werden.
Redaktion benachrichtigen Der Österreichische Rundfunk übertrumpft den Vatikan
#3   stat crux   13:48:14 | Freitag, 2. Juni 2006
Die Kirche
hatte ein relativ klares Kriterium dafür, wer katholisch ist: „nichts ohne den Bischof“; der Katholik gehört einer Ortskirche an, die in Gemeinschaft mit dem Papst steht und praktiziert dort (mehr oder weniger) das sakramentale Leben, Gebet und Opfer.
Eine ideologische Gesinnungsprüfung fordert nur die SSPX. Wegen dieser Sonderanforderung allein schon ist m.E. die Katholizität der Bruderschaft zweifelhaft. Denn ein explizites Bekenntnis zum von ihr definierten „traditionellen“ Katholizismus („aller Zeiten“) wird vom normal Praktizierenden nicht verlangt und wurde vor Gründung der SSPX nirgendwo in der katholischen Kirche gefordert. Das Lehramt hat stets nur entschieden, wer „raus“ ist (und der Gründer der SSPX war gemäß päpstlicher Feststellung vom 11.10.1976 IM IRRTUM).
Also kommt es auf den Einzelfall an.
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#79   stat crux   12:27:11 | Donnerstag, 1. Juni 2006
„Demut kompensiert alles“, Marcel,
trotzdem vermisse ich noch immer ihre Erläuterung des Satzes:
„Die V 2 Kirchenführung ließ einen katholischen Staat nach dem anderen schleifen.“
Wie stellen Sie sich die Errichtung (nicht: Wiedererrichtung) der „absoluten Gewalt“ des Papstes gem. Manifest vom 21.11.1983 (anhang, Nr. 4) denn unter diesen Umständen vor?
Wieviel Divisionen benötigt das von Ihnen bevorzugte „Papsttum“?
Es fällt ja auf, dass das Verhältnis Priester:Gläubige in der FSSPX etwa so absurd ist wie die Überbesetzung der Offiziersränge in NVA und Wehrmacht. Für jeden Panzerschrank ein Charaktermajor.
„Er muss herrschen. Er braucht Soldaten.“
(Lefebvre am 1.11.1990 in Econe) Wer ist „er“??
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#26   stat crux   12:12:02 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Ach so,
zielt der ganze Exegeseschwall doch nur auf die Frauenordination?
Petrusamt aushebeln, Frauen ordinieren.
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#62   stat crux   12:08:56 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Bitte den Kontext beachten,
Dr. Heger, die „Republik“ ist die französische. Congar wollte den Noch-Gegnern der Republik eine Heimat inmitten der Kirche belassen, gerade weil es ihm, nicht um Politik geht.
Aber Sie wollen mich missverstehen. Politische Partizipation und partlamentarische Regierungsform gibt es mittlerweile auch in Monarchien. Hätte Frankreich eine Art „Juan Carlos“ an der Spitze, wäre damit das ideologische Problem der SSPX noch lange nicht vom Tisch. Man begnügt sich dort damit, die Lehrverurteilung von 1831 bis 1864 als „Leitfaden“ füer ein entgegengesetztes Weltbild zu verstehen. Die Klugheit des Lehramtes bestand bis Lamentabili einschließlich aber darin, eben nur „Sätze“ zu verurteilen, ohne das Gegenteil zu fordern. „Ich verwerfe: Heger“ heißt nicht „Ich lehre Anti-Heger“. Aber das kann man wohl nur verstehen, wenn man die Lehre vom Lehramt aus einer sakramentalen (überpolitischen) Sicht kapiert hat. Oder anders gesagt: „Übernatur“ ist kein Axiom eines antirepublikanischen Programms, sondern Übernatur.
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#22   stat crux   11:58:15 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Und was sagt C.A.
dazu, dass die Durchsetzung des Monepiskopats ein Auffinden der Grundstruktur auch der einzelnen Ortskirche im Prinzip des Petrus inmitten des Apostelkollegiums lt. Evangelium sein könnte?
Redaktion benachrichtigen Paukenschlag in Berlin
#54   stat crux   11:55:28 | Donnerstag, 1. Juni 2006
„J’accuse le concile“
Lefebvre hat nur Dignitatis humanae und Gaudium et spes nicht unterschrieben. In der Pastoralkonsitution vermisste er eine explizite Verurteilung des Kommunismus (die heute im Text peinlich erschiene) und DH hat er leider nicht kapiert, weil er den Syllabus nicht als kontradiktorische Lehrverurteilung verstand, sondern als Grundriss einer „konträren“ Weltanschauung. Gravierende Fehlsicht, die sich bis ins Detail bemerkbar macht: Schon der Buchtitel der Lefebvreschen Konzilsstellungnahmen knüpft an die Affäre Dreyfus an. So sehr ist das Ganze frz. Innenpolitik. Daraus wird noch eine Spaltung zwischen frz. und dt. Integralisten erwachsen. Denn die Geschichte und Politik beider Länder ist zu verschieden, um ein der Politik unterworfenes „Dogma“ tragen zu können.
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#18   stat crux   11:38:02 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Korrektur
Sorry, es sollte „auch“ heißen; Tippfehler…
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#16   stat crux   11:19:03 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Exegese allein reicht nicht,
damit kann man asuch ein Literarisches Quartett beschicken.
Redaktion benachrichtigen Protestantische Maiandacht
#14   stat crux   11:13:52 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Ohne Inkarnation
keine Erlösung.
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#14   stat crux   11:11:59 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Status festgeschrieben?
Das ist ja das Problem. Von 1517 bis 1918 war der Status der ev. Kirchen in Dtld. tatsächlich „festgeschrieben“. Sie waren Staatsorgane in Händen der Fürsten. Die „Freiheit“ des Christenmenschen (als Verzicht auf sakramentale Kirchlichkeit) war identisch mit dem Gehorsam gegenüber dem Staat. Dieser Status ist seit 1918 indifferent. Das erst hat Ökumene überhaupt ermöglicht. Huber et al. wollen eine echte „Rücknahme“ von „Mortalium animos“ (so gen. „Rückkehrökumene“ Pius XI.), eine Art Kirchen-UNO. Rom besteht aber auf dem petrinischen Prinzip, d.h. sieht im Papsttum, größtes Hindernis der Ökumene, zugleich die einzige Chance der Ökumene, weil die „kirchlichen Gemeinschaften“ nur so der Unterwerfung der Religion („Privatsache“) unter die Staatsmacht widerstehen könnten.
Redaktion benachrichtigen Nicht alle beteiligten sich an der Papsthetze
#37   stat crux   11:02:59 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Ja…,
brabbeln lassen! Es geht im Kern um anonyme Verstösse gegen § 130 StGB, für die sich Karl Murx sogar beinahe („Dialektik des Integralismus“) auf den Papst stützen will. Irrsinn. Aber immer und immer wieder ist zu erkennen, dass die Extreme Rechte die Analyse von links übernimmt, um deren Wertungen dann zurückzuweisen. Das ist eine „abwehrdefinierte“ Identität, kein Glaubenszeugnis.
Redaktion benachrichtigen Paukenschlag in Berlin
#51   stat crux   10:51:35 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Selbst wenn
es vorkonziliare Verfahrensordnungen des Hl. Offiziums noch geben würde, bedeutete es dogmatische Schwerstarbeit, aus den Lefebvre’schen statements die eigentlichen Häresien herauszuarbeiten und in einzelnen Sätzen zusammenzufassen. Denn wer zu 98% dieselbe Terminologie benutzt, sogar die unbedingte Treue zur „Überlieferung“ ständig beschwört, macht es der Wahrheit sehr, sehr schwer. Aber an einigen Punkten springt der Irrsinn doch ins Auge:
Zum Bsp. im Anhang zum Bischöflichen Manifest vom 21.11.1983 (wieder: „Mariä Opferung“), Nr. 4: „Die absolute Gewalt des Papstes“.
In einem ersten Schritt interpretiert Lefebvre das Papstamt totalitär (unter falscher Berufung auf Pastor aeternus), um dann aus der Zurückweisung des „Führerprinzips“ durch das II. Vatikanum (im Einklang mit der Tradition) eine Widerstandspflicht (!) gegen solche Päpste herzuleiten, die keine totalitäre Auffassung vom Papsttum vertreten. Tatsächlich gibt es in der gesamten Kirchengeschichte aber nicht eine einzige „Autorität“, die ein Papsttum im Sinne des Führerprinzips legitimieren könnte. Nicht im geringsten.
Das „Manifest“ erhebt den Gehorsam gegenüber einem virtuellen Führer-Papst aber zum „elementaren Moralprinzip“. Abwegig.
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#12   stat crux   10:34:54 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Sehr richtig, Wolfgang E.,
auch mir leuchtete noch nie ein, warum, Konfessionen, die nicht „katholisch“ sein wollen, trotzdem römischen „Segen“ haben wollen. „Dominus Jesus“ hat schlichte Selbstverständlichkeiten formuliert.
Redaktion benachrichtigen Hausverbot
#2   stat crux   16:07:46 | Dienstag, 30. Mai 2006
Widersetzlichkeit
war S.E. Ottaviani allerdings unsympathisch.
Redaktion benachrichtigen Die Handschrift des Papstes
#13   stat crux   16:05:02 | Dienstag, 30. Mai 2006
Es fällt allerdings schon auf,
dass Personalien hier ein übertriebenes Gewicht beigemessen wird; wie in jeder guten Boulevardpresse.
Redaktion benachrichtigen Nicht alle beteiligten sich an der Papsthetze
#24   stat crux   15:54:39 | Dienstag, 30. Mai 2006
Der Trick,
mit dem eine kluge Abweichung des Papstes von den „Sprachregelungen der Trauer“ umgedeutet wird in ein Defizit der Rede, der ist schon ziemlich frappierend. Aber so funktioniert heute die öffentliche Kommunikation! Die Journaille hat sich angewöhnt, einzelne Sätze aufzulesen und diese mit einem Verdikt zu versehen. Während das Papsttum die Methode des Syllabus als unzulänglich verlassen hat, ist sie zum Allerweltsinstrument individuell „unfehlbarer“ Richtsprüche geworden. Keine Beachtung findet Redesituation, Zielrichtung, Kontext, Absicht. „Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.“
Redaktion benachrichtigen Eine neue Benediktinerabtei in Deutschland
#18   stat crux   15:46:19 | Dienstag, 30. Mai 2006
Markus Antonius,
eine Tradi-Komplett-Abtei für 500 Personen wäre nicht lebensfähig, weil diese Leute überwiegend arbeitsscheu sind. Ora et labora!
Redaktion benachrichtigen Nicht alle beteiligten sich an der Papsthetze
#20   stat crux   15:34:54 | Dienstag, 30. Mai 2006
Die Rede
war weder „nebelig“ noch „unscharf“. Die Journalisten haben sich offenkundig nicht die Mühe gemacht, das Geschehen selbst per TV zu verfolgen. Die Bilder waren eindeutig. Dem Papst kamen fast die Tränen, er sprach mit beinahe gebrochener, aber doch fester Stimme. Die dogmatische Linke arbeitet bereits an der Verunglimpfung einer „Ratzinger-Funktion“ (so ein Buchtitel der edition suhrkamp). Der Papst hat die Rede in Klammern gesetzt, von der Unfähigkeit gesprochen, angemessene Worte zu finden. Der Hinweis auf überpolitische Realitäten, die Macht des Bösen, ist präzise und unbequem.
Die dogmatische Linke vertritt seit 1945 eine schematische Entlastungsstrategie, nach der eine Zuordnung des Verbrechens zu einer bestimmten politischen Haltung genügt, um selbst moralisch sauber dazustehen. Das Ungenügen dieser „Trauerarbeit“ vor den Abgründen des menschlichen Herzens ist „nebelig“ und vereinfacht die Fakten. Die Umdeutung des Papstbesuchs in eine „Absolution“ des deutschen Volkes ist erbärmlich. Auf dem Nährboden solcher Erbärmlichkeit wächst die Saat neuen Unrechts, nicht im Garten der Barmherzigkeit.
Redaktion benachrichtigen Die Handschrift des Papstes
#6   stat crux   15:24:31 | Dienstag, 30. Mai 2006
Die Redaktion
hat zwar den Druckfehler „Konklave“ berichtigt. Aber wie so oft: Sind die Tradi nicht immer über Ursprung und Lebensdauer von Traditionen informiert. Es war einmal Tradition, dass der Konklavesekretär bereits am Ende des Konklaves den roten Pileolus des neugewählten Papstes erhielt und damit zum Kardinal erhoben wurde. Einigermaßen zuverlässig wird das zuletzt von Merry del Val (1903) überliefert. Benedikt XVI. hat diese Konklavetradition nicht wiederbelebt, sonst wäre Exz. Marini jetzt schon Kardinal.
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#59   stat crux   15:16:39 | Dienstag, 30. Mai 2006
Nebel zerstreut
Congar hat aber immerhin, anders als die Integralisten, die liturgische Frage von der politischen Ebene abgeschichtet. Ich kenne keinen Text aus Reihen der SSPX, indem nicht irgendwo ein „rechtsextremer“ Seitenhieb im Namen des wahren Glaubens eingefügt wird.
Congar räumte sogar ein, dass (damals, 1977) es keine Gewissenspflicht für Katholiken gibt, die Republik zu unterstützen. Er bemühte sich, den „Altlasten“ von Vichy etc. noch Raum zu schaffen. Aber wer sich weigert, die Ebene des kirchlichen Dogmas und die Weiterentwicklung der kath. Soziallehre überhaupt getrennt zu behandeln, der ist nunmal „Integralist“ und macht das Dogma vom Zeitgeist (resp. Anti-Zeitgeist) abhängig. Hierfür durfte die „Alte Messe“ nicht als Waffe missbraucht werden.
Redaktion benachrichtigen „Lieber Vulgärtraditionalismus als Vulgärtheologie“
#39   stat crux   15:04:48 | Dienstag, 30. Mai 2006
Himmel Donnerwetter!
Wir kommen der Wahrheit allmählich näher. Lt. Carlo wollte das Konzil „das Sühneopfer“ nicht zur Kenntnis nehmen? Immer deutlicher tritt zutage, dass der Opferbegriff der SSPX nicht dem Tridentinum entspricht. Darüber müssten Fachtheologen noch forschen.
Redaktion benachrichtigen Wie konnte Gott diesen Triumph des Bösen zulassen?
#23   stat crux   13:57:46 | Montag, 29. Mai 2006
Das ist kein Witz,
timpressum, diese „Jungs“ giggeln und grölen, wenn sie dem Heiligen Konzil dasselbe Kürzel geben wie Hitlers Wunderwaffe.
Auch damit hat Gott offenbar Erbarmen. Unfassbar.
Redaktion benachrichtigen Ein gelungener Wurf
#80   stat crux   13:55:21 | Montag, 29. Mai 2006
Philipp Neri
Das größte Problem für Institute dieser Art wird sein, ob ihnen gelingt, die Konfusion von Dogma und Gesellschaftslehre wieder zu entwirren, die Lefebvre ins Abseits gebracht hat die und von seinen „Nachbetern“ in primitiverer, aber entschlossenerer Form fortgeführt wird.
Es handelt sich um einen absolut falschen Begriff von Tradition, der von dort NEU in die Kirche eingeführt wurde. So falsch wie die Ekklesiologie der „Friedenspriester“ im Osten oder das Kirchenbild eines Ernesto Cardenal. Les extrèmes se touchent.
Pastoral betrachtet muss es religiöse Räume für politisch „rechts“ argumentierende Katholiken geben, aber der politische Gruppenzwang darf nicht obsiegen über die Einheit im Credo.
Das ist für alle noch viel Arbeit und würde leichter, wenn die Gehässigkeit zurückgedrängt würde, die sicherlich keine Gnadengabe des Heiligen Geistes ist.
Redaktion benachrichtigen Wie konnte Gott diesen Triumph des Bösen zulassen?
#21   stat crux   13:37:29 | Montag, 29. Mai 2006
Wenn Karl Murx
sich noch drei oder vier Wochen hier austobt, wird man seine Identität wohl erraten können. Ich vermute, dass es sich um einen engen Verwandten namhafter Täter handelt. Anderes wäre nicht plausibel.
Redaktion benachrichtigen Illegaler Homo-Marsch in Moskau führt zu Unruhen
#340   stat crux   13:34:02 | Montag, 29. Mai 2006
§ 130 StGB
Ja. In diesem Punkt hat „Deus“ den Tabernakel dieses Forums ausfindig gemacht. Umkänzt durch allerhand andere Themen geht es im Kern darum „endlich offen aussprechen“ zu können, was eigentlich unaussprechlich ist. Ein giftiger Rülpser gegen die „political correctness“, aber eben auch von dieser abhängig. Würde die Kultur christlich geprägt im Sinne des „Weltauftrags“ der Kirche, so könnte die kasuistische „Korrektheit“ durch eine echte Unterscheidung der Geister überwunden werden. Das aber wäre für die Möchtegernhetzer hier nicht nur ein Angriff auf ihr Weltbild, sondern auch auf ihre „Religion“. In der Unfähigkeit zur Unterscheidung liegt der mentale Fehler. Es ist nicht weniger als eine Limitatio Christi, eine Beschränkung der Verehrung Jesu auf ein schwarz-weiß-rotes Herz-Jesu-Symbol (an anderer Stelle hieß es: Kruzifix als „Banner“) anstatt des Herzens selber.
Redaktion benachrichtigen „Lieber Vulgärtraditionalismus als Vulgärtheologie“
#8   stat crux   13:23:23 | Montag, 29. Mai 2006
E.W. Böckenförde
ist allerdings nicht unfehlbar; und dass er Argumente zur Demontage des Lehramts benutzt, wird ja dann auch von der Extremen Rechten dankbar aufgegriffen; so wie die Stichworte der Tradi (z.B. die Gleichsetzung des Konzils mit 1789) oft aus trüber linker Quelle (unter Ablehnung der Aussage) stammen, aber nicht vom Konzil selbst.
Redaktion benachrichtigen Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
#48   stat crux   13:21:00 | Montag, 29. Mai 2006
Willkommen zurück,
an anderer Stelle konnte ich abermals den fundamentalen Dissens zwischen Papst und Konzil und Lefebvre betonen:
Wer, wie Lefebvre, die Ursache des Atheismus in der Politik sieht, traut Gott zu wenig zu und limitiert Christus auf das Weihepriestertum samt Missale von 1570. Das ist im Kern sogar Blasphemie.
Das von Ihnen genannte Buch von Guitton habe ich nicht gelesen. Aber ich kenne diverse Stellungnahmen, dass Rom mit der Durchsetzung der neuen Messfeier geduldiger gewesen wäre, hätte es die Messmissbräuche (z.B. im Sportpalast von Lille am 29.08.1976) seitens der Integralisten nicht gegeben.
Redaktion benachrichtigen Feuchtfröhlicher Abschied + …
#15   stat crux   13:17:10 | Montag, 29. Mai 2006
Wundern Sie sich bitte nicht,
Rebecca, über die Konfusionen auf diesen Seiten. Erzbischof Lefebvre sah in der Erklärung der Menschenrechte die URSACHE des Atheismus und alle Staaten (samt Völkern), die diesem „Atheismus“ huldigen, auf dem Weg zur Hölle (Predigt vom 1.11.1990). Alles übrige ergibt sich aus dieser Wertung. Paul VI. hat richtig erkannt, dass dies ein ABSOLUT falscher Begriff von Tradition ist (Brief an Lefebvre vom 11.10.1976).
Redaktion benachrichtigen Ein Dementi
#5   stat crux   13:13:13 | Montag, 29. Mai 2006
Aus dem Bauch heraus,
sagte Ath. 57: „Du bist es schon!“ Mit solchen Märchen wird man dem Ernst der Frage nicht gerecht, die sicherlich definitiv entschieden, aber noch nicht allseits ausgeleuchtet ist.
Redaktion benachrichtigen „Lieber Vulgärtraditionalismus als Vulgärtheologie“
#4   stat crux   13:08:40 | Montag, 29. Mai 2006
Gute Frage!
Wahrscheinlich „Marcel“ himself? Es ist schon erstaunlich, mit welcher Brutalität der „Pater“ gegen Dr. Berger holzt. Können die SSPX ler eigentlich nur in niedrigen Motiven denken? Das Statement von E.W. Böckenförde bezieht sich bekanntlich daqrauf, dass eine Selbstkorrektur der kath. Gesellschaftslehre stattgefunden hat, ein „Bruch“ mit Auffassungen vom Staat. Das ist aber kein Bruch mit dem Dogma, sondern DIESELBE Ablehnung des totalen Staats, die bereits Motiv des Syllabus war. Aus derselben Motivation heraus, „die Kirche im Dorf zu lassen“, kann man unter dem Eindruck des 19. Jh. zu anderen Weisungen kommen als unter den Erfahrungen des 20. Jh. Die Kirche MUSSTE diese Lektion lernen, um ihre Identität und ihre Tradition auf Zukunft hin fortzuführen. Die „Tradi“ halten sich nur an einzelne Sätze aus dem Syllabus (15, 77-80) ohne Blick auf Sinn und Zweck. Derselbe Satz kann unterschiedliches aussagen zu unterschiedlicher Zeit. Das Lehramt bemüht sich ja gerade um die Übersetzung, die Unterscheidung von wesentlich und zeitbedingt. So will es das petrinische Prinzip.
Redaktion benachrichtigen Papst Johannes Paul II. – Requiescat in Pace
#21   stat crux   12:31:03 | Montag, 29. Mai 2006
P.S.:
Natürlich sind das unten nur „redaktionelle“ Forderungen, keine eigentlich politischen.
Redaktion benachrichtigen „Lieber Vulgärtraditionalismus als Vulgärtheologie“
#2   stat crux   11:44:46 | Montag, 29. Mai 2006
Vulgär!
Wie Marcel der Wichtigste??
Redaktion benachrichtigen Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
#46   stat crux   11:42:27 | Montag, 29. Mai 2006
Kein Thema
Es trifft zu, dass Lefebvre, nach meinem Kenntnisstand, persönlich vor den letzten Konsequenzen seiner Revolte zurückschreckte (von Karl Murx mehrfach gebrandmarkt). Zum Vorsatz einer Tatbestandsverwirklichung muss aber nicht gehören, dass man diese in allen möglichen Wirkungen bedacht hat. Bemerkenswert bleibt, dass der Erzbischof sich zu seinem rebellischen Vorgehen befugt sah. „Seine Leute“ haben die Alte Messe zu einem Instrument der Konterrevolution gemacht und damit ihrem liturgischen Fortbestand mehr geschadet als genützt. Das sehe ich als weiteres Indiz dafür, dass diese Bewegung, unter Behauptung des Gegenteils, in einen politischen Naturalismus verstrickt ist. Diesem Konzept wird das Etikett „übernatürlicher“ Quelle nur als Antiprogramm aufgedrückt im Sinne einer klaren Distanzierung vom „Liberalismus“ (bzw. von dem, was man dafür hält), aber die eigentliche Fühlungnahme mit den übernatürlichen Quellen der Religion scheint mir dort ebenso abhanden gekommen wie im Modernismus zu Beginn des 20. Jh.
Redaktion benachrichtigen Illegaler Homo-Marsch in Moskau führt zu Unruhen
#331   stat crux   11:31:46 | Montag, 29. Mai 2006
Warum eigentlich
finden manche die Offenbarung russischer Staatsgewalt jetzt plötzlich „herrlich“, während dieselben Schlagstöcke unter dem Roten Stern noch die Gefahr aus dem Osten darstellten??
Redaktion benachrichtigen ‘Donum Vitae’ tanzt auf der Nase des Kardinals herum
#47   stat crux   11:28:13 | Montag, 29. Mai 2006
Nochmal zum Dogma
unten meinte ich, dass die landläufige Auffassung von Dogma EBEN NICHT das Eigentliche treffend widergibt.
Das Dogma ist nicht eine Art „Reichsgaragenverordnung“, die der Gesetzgeber so oder auch anders verfassen könnte.
Was ist eine Garage eigentlich?
ein körperlicher Gegenstand
ein Bauwerk
geeignet zur Unterbringung von Fahrzeugen…
So erfasst die Dogmatik in sich widerspruchsfrei ein Gesamtbild des Gegenstand, der aber ist eine zusammenhängende Überzeugung, nicht bloß eine Meinung.
Die katholische Dogmatik knüpft an an das Zeugnis der Maria Magdalena und der anderen Zeugen, dass Jesus wahrhaft auferstanden ist (wahrscheinlich sogar zunächst leiblich als Wiederbelebung des Körpers, wie das Sindone von Turin anzudeuten scheint). Ausgehend von diesem Faktum bestimmt die Lehre der von Christus selbst im Heiligen Geist angeleiteten Kirche, was alles „unzweifelhaft“ mit zum Glauben dazugehören muss, damit Ostern eben keine Lüge, kein Hirngespinst, sondern eine leibhaftige Tatsache für das Heil der Menschen ist.
Insbesondere die jüngsten Dogmen, die marianischen, ziehen Schlussfolgerungen aus dem wirklichen Leben Jesu und retteten den Katholizismus davor, dass seine Dogmatik nur als Lehre zwischen Lehren und mit jedweder beliebigen „Philosophie“ fusionierbar erscheint.
„Gefährlich“ ist dieser Absolutheitsanspruch für niemanden, weil er wahr ist, ohne sich auf die Staatsgewalt zu stützen. Gefährlich für die Menschen ist nur eine Despotie, die zu öffentlicher Lüge zwingt.
Redaktion benachrichtigen Der Mutter die Gurgel durchgeschnitten
#30   stat crux   11:15:09 | Montag, 29. Mai 2006
Missverständnis
Die „Ultrakatholen“, wie „Deus“ sich ausdrückte, wissen genau, dass sie nie die Macht ergreifen werden, um ihre Wertvorstellungen für andere zur Pflicht zu machen. Es geht hier zuvörderst um die Solidarisierung des Milieus „nach innen“. Der Integralismus ist sich im Prinzip darüber im Klaren, dass er auf verlorenen Posten steht. Die Verirrung in politische Extremforderungen dient zuerst der Selbstbestätigung, dass diese eine, katholische Wahrheit „integral“ ist. Ursache dieser Konfusion einer religiösen Überzeugung mit einem v.a. strafjuristischen Forderungskatalog an den Gesetzgeber ist aber jene Konfusion der Ebenen, die ich seit Moinaten hier aufzuklären versuche. Der Christkönig „wohnt“ eine Etage höher, auch der Streit um Relativismus vs. Dogma findet „drüber“ statt. Die Wahrheit der Religion ist, weil wahr, unempfindlich gegen den Widerspruch anderer Religionen; daher sind die anderen auch „gesellschaftlich“ tolerierbar, sogar akzeptabel. Die Angst, dass die eigene Religion „unwahr“ sein könnte, treibt dazu, sie auf ein bestimmtes in Raum und Zeit lokalisierbares Weltbild zuzuschneiden. Denselben Fehler machen auch „linke“ und „liberale“ Christen, im prot. Lager sogar noch hilfloser. Aber die Abgrenzung ist schwierig! Darum vertraut der Katholkik hier auf die Kompetenz-Kompetenz von Papst und Bischöfen, die das Dogma einerseits und die Gesellschaftslehre andererseits profilieren.
Redaktion benachrichtigen Er freut sich + …
#30   stat crux   11:04:05 | Montag, 29. Mai 2006
Die Enzyklika
von Pius XII. zur Herz-Jesu-Verehrung gehört, obwohl damals schon nicht gelesen (weil die Adressaten die Theologie nicht selten mit der Ästhetik verwechseln), zu den verkannten Vorbereitungsdokumenten des Vatikanum II, dessen Widerspiegelung die Widmung des Weißen Sonntags als Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit durch den verstorbenen Papst ist. Aus seiner Sicht „zu Recht“ versuchte Mallerais also, die „falsche Religion“ des Papstes am Beispiel der Enzyklika „Dives in misericordia“ zu erweisen. Denn nicht nur die „Modernisten“, auch die „Integralisten“ haben aus Haurietis aquas nichts lernen wollen, wie dieses Forum sattsam beweist.
Redaktion benachrichtigen Ein von Gott zugelassenes Kreuz?
#37   stat crux   11:23:39 | Freitag, 26. Mai 2006
spes unica
P.S. Mich würde auch interessieren, welchen Stellenwert das „forum internum“ (insb. Beichtgeheimnis) bei der SSPX hat. Ich rechne mit massenhaftem Missbrauch, weil die totalitäre Ideologie der Versuchung gar nicht widerstehen kann. Arkandiszilpin!
Redaktion benachrichtigen Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
#18   stat crux   11:18:25 | Freitag, 26. Mai 2006
„Politique d’abord!“
Wie wär’s denn mal mit dem kühnen Gedanken, dass es der Wille Gottes war, dass es zum Novus Ordo Missae kam??
Unmöglich?
Das Unmögliche ist nicht beweisbar, lehrte „Frevler“ Bergson.
Redaktion benachrichtigen Zum Schweigen gebracht
#46   stat crux   11:16:02 | Freitag, 26. Mai 2006
Psst!
Mind. 10 Zeichen Text …
Redaktion benachrichtigen Liberté, Egalité, Perversité
#76   stat crux   11:11:35 | Freitag, 26. Mai 2006
Das Armselige
besteht ja gerade darin, dass sich Linkshegelianer und Rechtshegelianer gegenseitig hochschaukeln. Und beide Flügel sehen nicht, dass Hegel die Gnosis in abendländischer Mentalität wiederbelebt hat. (Wenn Denker „sündigen“ können: So hat der dt. „Idealismus“ doch wohl bestimmten Herren des 20. Jh. den Weg bereitet.) Ein Großteil der kirchlichen Probleme beruht doch darauf, dass vermeintlich die Tagesschau die viel interessanteren Gesprächsthemen bietet als das Brevier.
Redaktion benachrichtigen Ein gelungener Wurf
#74   stat crux   11:07:19 | Freitag, 26. Mai 2006
kreuz.net
scheint von „hardlinern“ im Umfeld des Instituts Philipp Neri betrieben zu werden. Man hat dort wahrscheinlich zu große Sympathien mit der Lefebvre-Gründung und es ist noch nicht klar, ob sich dieses Instutut aus der zu engen Sicht von „Katholizismus“ wird lösen können.
Redaktion benachrichtigen Sünder in der Kirche + …
#2   stat crux   11:00:20 | Freitag, 26. Mai 2006
Das Problem der Ökumene,
neben anderen, ist doch, dass die Apparate selbst dann nicht fusionieren, wenn die doktrinären Gegensätze eingeebnet sind. Luther wird nicht „zurückkehren“ und Petrus nicht vor dem Lutherdenkmal auf die Knie gehen. Die „Müdigkeit“ hinsichtlich des Palavers war abzusehen. Neuer Schwung wird nur in gemeinsamem Gebet und in gemeinsamem Zeugnis gefunden, nicht in Sozialpapieren. Jede Wette.
Redaktion benachrichtigen Ein gelungener Wurf
#72   stat crux   10:45:17 | Freitag, 26. Mai 2006
Vorsicht!
Nicht meine Wenigkeit hat vom „Rauch Satans“ in der SSPX gesprochen. Papst Paul VI. sah in der Kriegserklärung des Erzbischof Lefebvre und dem „Marsch auf Rom“ (1970, 1971, 1973) ein Menetekel. Anstatt das Papsttum gegen den Tumult von „links“ zu stützen, fiel jetzt auch noch die (selbsternannte) Tradition über den Papst her; übrigens in Argumentation und Jargon (ich wiederhole mich) exakt entlang derr Schmähungen, mit denen sich die Action francaise 1927 gegen das Verbot ihres „politischen Intergalismus“ (als Lehrauffassung) durch die Päpste Pius X. und Pius XI. wehrte.
Das „Non possumus“ des Maurras von Weihnachten 1926 entspricht fast völlig dem Verdikt des SSPX-Gründers vom 21.11.1974 (zehn Jahre nach Lumen Gentium).
Redaktion benachrichtigen Der Bischof zieht den Kürzeren
#16   stat crux   10:38:09 | Freitag, 26. Mai 2006
Der wirkliche Graf Galen,
der Seliggesprochene, galt übrigens als auf dem „linken Flügel“ des Adels beheimatet. Warum? Weil er ÜBERHAUPT zur Wahl ging und für das Zentrum abstimmte.
Redaktion benachrichtigen „Ein jämmerlicher Amtsmißbrauch“
#46   stat crux   10:36:04 | Freitag, 26. Mai 2006
Pius X.
hat übrigens dem Widmungsmotto weitestgehend entsprochen, was man von seinen angeblichen „Verehrern“ nicht sagen kann.
Redaktion benachrichtigen ‘Donum Vitae’ tanzt auf der Nase des Kardinals herum
#43   stat crux   10:33:17 | Freitag, 26. Mai 2006
Der Dialog
wird fast immer von den „Ungläubigen“ beendet. Denn da gehen die Argumente aus, weil sie nicht wahr sind. Und das Motiv ist auch kaum zur Anerkennung einer Pluralität der Wahrheiten zu kommen, sondern die Rechtfertigung eines ungerechten Lebensstils. Die Kirche soll „verdammt noch mal“ endlich bekennen, dass sie mit der Sünde identisch ist. Davon erhofft „man“ sich Linderung. Aber die kommt auf diesen Wegen nicht.
Redaktion benachrichtigen Eine tridentinische Papstmesse im Petersdom?
#35   stat crux   10:29:10 | Freitag, 26. Mai 2006
Die Denkweise
von Regazzoni et al. ist die konsequente Fortführung des Lefebvre’schen Gedankenguts. Man muss behaupten, dass „ganz Rom“ von Rom abgefallen ist, um die Neue Messordnung der Häresie zu verdächtigen. Lefebvres Manifest vom 21.11.1974 wird sogar auf der SSPX-Webseite in verharmlosender Übersetzung präsentiert, weil es den eigenen Jüngern des Alterzbischofs-Bischofs von Tulle zu peinlich ist: Jedem Katholiken, der die Neue Messordnung akzeptiert, wird die ewige Verdammnis ernstlich vor Augen geführt. Wegen dieses totalen Risses mit jedweder Tradition sprach Paul VI. vom „Rauch Satans“. Die nachkonziliaren Integralisten (ob nun Quasisedisvakantisten wie Mallerais oder konsequente wie Guerard) haben etwas völlig Neues geschaffen, unter Behauptung des Gegenteils. Wer hat den Nutzen davon? (…)
Redaktion benachrichtigen Es brodelt unter dem Deckel
#23   stat crux   13:55:54 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Richtig!
Mal sehen, ob jetzt böse Briefe kommen…
Redaktion benachrichtigen Zum Schweigen gebracht
#23   stat crux   13:50:56 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Ironie?
Die SSPX rettet sie (die Kirche) und uns? Wen? Das klingt doch ganz nach dem Lied von Louis Fürnberg: „Die Partei, die Partei, die hat immer Recht… Denn wenn Du kämpfst für das Recht, hast Du immer Recht!“ Lefebvre klingt wie die Fortsetzung des Leninismus in gallikanischem Gewande.
Redaktion benachrichtigen ‘Inside the Vatican’ jetzt auch auf Deutsch
#3   stat crux   13:46:30 | Mittwoch, 24. Mai 2006
„erste deutsche Ausgabe“
steht da oben…
Redaktion benachrichtigen ‘Inside the Vatican’ jetzt auch auf Deutsch
#1   stat crux   13:40:37 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Glückwunsch!
Dem Magazin sei recht herzlich ein guter Start gewünscht.
Redaktion benachrichtigen „Ein jämmerlicher Amtsmißbrauch“
#41   stat crux   13:33:45 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Omnia vestra in charitate facite,
diese Widmung widmete Pius X. dem Buch von de Waal; wahrscheinlich auch ein „Modernist“.
Redaktion benachrichtigen Eine tridentinische Papstmesse im Petersdom?
#29   stat crux   13:31:15 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Ersitzung!
Der petrinische Primat ist als „abstractum“ völlig undenkbar. Ihre Leugnung der Legimität der Amtsinhaber ist Leugnung des Primats, freilich, unter Behauptung des Gegenteils. Sonst würde die Sedidialektik ja auch nicht funktionieren.
Redaktion benachrichtigen Gottgeweiht, aber säkularisiert + …
#5   stat crux   13:45:11 | Dienstag, 23. Mai 2006
Wer zitiert denn Wikipedia?
Damit würde man im historischen Propädeutikum durchfallen. „Fakt ist“, wie man ostzonal sagt, dass die Leute doch vor allem Angst vor der Wahrheit des Christentums haben, weil es sittliche Forderungen stellt. Deshalb wird die Bibel zum Mythos umgedeutet, „Erkenntnis und Interesse“ (nannte Habermas das, in gegenteiliger Absicht). Die seriöse Bibelkritik ist um mehr als 170 Jahre über D.F. Strauß hinweggegangen. Neueste Tedenz: Alle Evangelien im Grundbestand komplett zwischen 42 und 67 n.Chr. Auferstehung Jesu am 9. April 30. P. Lagrange meint sogar, dass die Geschenke der Weisen aus dem Morgenland wahrscheinlich korrekt berichtet sind, C.P. Thiede hat die Präszision des Urteilsschildes INRI dargestellt, das in S. Croce in Rom verehrt wird. Die FAKTEN werden die Leichtfertigkeit der Bibelkritik älterer Art überwinden,
wetten dass?
Redaktion benachrichtigen Der nächste Schritt in der Kurienreform
#47   stat crux   13:35:28 | Dienstag, 23. Mai 2006
Na ja…
vom „weltweiten Netzwerk“ bei aktuell 364 Lesern online zu reden ist doch wieder ziemliche Phantasterei. Die Hauptagitatoren kennen sich offenbar persönlich und haben „kabbalistisch geprüfte“ Methoden entwickelt, um den Grad des Liberalismus sogar bei solchen (allmählich gelangweilten) Mitstreitern festzustellen, die mit offenem Visier mitdiskutieren wie Dr. Otterbeck (meine Wenigkeit). Das Institut Philipp Neri in Berlin wird massiv unter Druck kommen, wenn sich herausstellt, dass es dieses Forum deckt. Aber es muss irgendweo angesiedelt sein, wo man Personalia direkt aus Rom erfährt, gleichzeitig aber Reliquien des Beatissimus sui generis Marcellus von Tourcoing und Dakar und Tulle anbeten darf.
Redaktion benachrichtigen Spanische Sozialisten provozieren Unruhen in einer Pfarrei
#30   stat crux   13:30:25 | Dienstag, 23. Mai 2006
Schon möglich,
dass wir auf dem Weg in eine DDR „light“ sind. Aber dagegen hilft doch das Gezeter nicht, sondern allenfalls Engagement.
Oder sehe ich das zu naiv?
Redaktion benachrichtigen „Ein jämmerlicher Amtsmißbrauch“
#34   stat crux   13:25:32 | Dienstag, 23. Mai 2006
Kindergeburtstag?
Trotz mancher Versuche, wir kommen nicht überein. Das Leben der Kirche ist zuerst ein sakramentales, zugänglich für jedes Bildungsniveau. Aber wer schon am Glas mit Aufschrift „Modernismus“ nippt, sollte auch zur Kenntnis nehmen, wie alt der Schnaps ist.
Aber Sie kleben das Etikett ja auch auf Cola Light, Old Scotch Whisky und Brennspiritus. Alles bloß Kinderbelustigung?
Für diese Haltung fand Pius X. auch deutliche Worte, falls sie es i.d.F. B XVI nicht hören mögen.
Redaktion benachrichtigen Spanische Sozialisten provozieren Unruhen in einer Pfarrei
#28   stat crux   13:11:55 | Dienstag, 23. Mai 2006
Schon wieder!
„Demokratur!“ Eine Demokratiekritik, die sich nur in Schimpfwörtern ergeht, wird keinen Beitrag zur Zukunft leisten können.
Redaktion benachrichtigen „Es gab keinen Kahlschlag“
#62   stat crux   13:10:38 | Dienstag, 23. Mai 2006
Wahrheit?
Was sind denn das für verschwitzte Omnipotenzphantasien?
Diese „Doktrin“ wird in der Kirche niemals „durchgedrückt“ werden.
Redaktion benachrichtigen „Ein jämmerlicher Amtsmißbrauch“
#32   stat crux   13:01:26 | Dienstag, 23. Mai 2006
1836!
erschien „Das Leben Jesu“ von D.F. Strauß, 1863 der Bestseller von Renan, La vie de Jesus. Loisy war spät dran mit seiner Replik auf Harnack. Das sind alles olle Kamellen. Noch 1954 war es Konsens, dass Pius X. dem Modernismus „dem Todesstoß“ versetzte. Sie wollen eine seit 1909 (so Loisy himself) verwesende Leiche noch immer als Vogelscheuche gegen den „bösen Raben“ einsetzen, der doch spätestens 1989 abdankte. Was sind das für hinterwäldlerische Schlachten? Es ist ärgerlich, von Religionslehrern das Sauerkrat von 1836 vorgesetzt zu bekommen. Aber die V 2 Dokumente reden eine andere Sprache. Statistiken kann sich jeder selber fälschen: Unsere Aufgabe ist doch, dass die Religion nicht als neopaganer Pantheismus wiederkehrt, sondern als katholischer Lebenssinn.
Redaktion benachrichtigen Der nächste Schritt in der Kurienreform
#45   stat crux   12:54:44 | Dienstag, 23. Mai 2006
Deutsche Christen
Es ist sicherlich kein Ausweg, wenn sich das Kirchentum en bloc in den politischen Diskurs einschaltet („Auferstehung heute: gratis Kindergarten für alle“). Die Differenzierung des sakralen Bereichs der Kirche („ad intra“) von der sozialen Reichweite („ad extra“) sollte gerade die Mission stärken. Aber das „Bodenpersonal“ hatte sich offenbar schon so leidenschaftlich auf Stammtischniveau begeben, dass man das schwarze Gewand in ein rosa T-Shirt tauschte und sich „frei“ fühlte vom so viel mühseligeren Auftrag. In den 1950er Jahren fragten Beichtväter in Italien: Was wählst Du?
Der vorgezeichnete Weg ist schwieriger als 1959 vermutet, aber ohne Alternative.
Redaktion benachrichtigen Eine tridentinische Papstmesse im Petersdom?
#14   stat crux   12:40:58 | Dienstag, 23. Mai 2006
Korrigieren Sie mich,
wenn ich irre, aber das Vatikanum II hat den „Opfergedanken“ NICHT aufgegeben. Was Idioten im Raum Stuttgart verkündeten, kann man nicht Montini in die „roten Schuhe“ schieben, meint
Dr. O.
Redaktion benachrichtigen „Ein jämmerlicher Amtsmißbrauch“
#30   stat crux   12:36:35 | Dienstag, 23. Mai 2006
„Gebet der Massen“ (abseits der Liturgie)
meinte die Volksfrömmigkeit, als es sie noch gab. Sie schwindet seit dem letzten Drittel des 19. Jh. und ein Patentrezept hat noch niemand gefunden, weil Gebet nicht erzwingbar ist. Wir alle sind „Atheisten“ in Bezug auf bestimmte Götter, aber vielleicht auf dem Weg, das „puto“ wieder in ein „credo“ zu verwandeln.
Redaktion benachrichtigen Eine tridentinische Papstmesse im Petersdom?
#12   stat crux   12:32:40 | Dienstag, 23. Mai 2006
Sie meinen die Bulle Pauls IV.?
Tatsächlich halte ich V 2 für ein „Schlüsselereignis“ und die Wirren der ersten 20-40 Jahre für wenig relevant. B XIV empfing gestern 1.500 Ordensobere. Es gibt in der Kirche 3 mal so viel Ordensobere (!) wie es FSSPX-Kleriker gibt (und von diesen haben viele wenig Charakter, abgesehen vom – zweifelhaften – character indelebilis). Ihre persönlichen Schwierigkeiten (Auch Jesus war ein Modernist! Aus Sicht der Sadduzäer.) respektiere ich, Ihre Überlegungen sind konsequenter als die von Marcellus III. oder Athanasius II. Aber dennoch befinden Sie sich meilenweit „off the road“. Meint:
Ihr
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Eine tridentinische Papstmesse im Petersdom?
#10   stat crux   12:17:11 | Dienstag, 23. Mai 2006
Nicht jeder, der
„Herr, Herr“ sagt, ist sich des rechten Glaubens sicher. Ich sage ja immer wieder, dass die Metaphysik eine Etage höher anfängt und Sie den Christkönig nicht im Parkdeck U 2 suchen dürfen. Da ist er nicht. Und dann macht einen die ganze „falsche Politik“ zwangsläufig irre.
Tondi war ein extrem schwieriger Fall, zweifellos. Aber das ist doch kein Beweis dafür, dass Papst Paul VI. „vom Glauben abgefallen“ war. Wie leichtfertig machen Ihre Kreise den Konzilspapst zum Häretikus, nur weil er vor der UNO sprach. Überaus grotesk.
Redaktion benachrichtigen Billige Entschuldigung
#57   stat crux   12:13:05 | Dienstag, 23. Mai 2006
mit Nachtrag:
Marcellus I und Marcellus II waren übrigens beides Päpste, die ihren bürgerlichen Namen behielten, während „Marcel“ ihn verschweigt.
Falls kreuz.net wirklich im Umfeld von „Philipp Neri“ (Berlin) beheimatet ist, wird es sicher eng für das Institut, egal wie es mit den Finanzen aussieht.
Redaktion benachrichtigen Eine tridentinische Papstmesse im Petersdom?
#8   stat crux   12:03:59 | Dienstag, 23. Mai 2006
Trendy?
Karl Murx, Sie haben ja schon Einiges ausgeplaudert, aber jetzt zeigt sich wieder, dass Sie vor allem Paul VI. die zaghafte Relativierung des Antikommunismus nicht verzeihen können. Hat Ihre Familie vielleicht Güter im deutschen Osten verloren? Viele Verkrampfungen lassen sich biographisch aufklären. Aber welchen Sinn hätte es denn gehabt, den Antikommunismus zum zentralen Dogma zu machen, der sich nur 20 Jahre nach dem Konzil bereits selbst zu erledigen begann. Die Kirche denkt in Jahrhunderten; Lenin war weniger gravierend als manch anderer „Reformator“. Crux spes unica, gell??
Redaktion benachrichtigen Der nächste Schritt in der Kurienreform
#42   stat crux   12:00:23 | Dienstag, 23. Mai 2006
1. OG.
Athanasius: Sie müssen den Christkönig schon im Obergeschoss suchen, nicht Parterre.
Redaktion benachrichtigen Eine tridentinische Papstmesse im Petersdom?
#4   stat crux   11:55:51 | Dienstag, 23. Mai 2006
Asterix,
Pfr. Milch war doch erst Konvertit, dann Jesuit, dann Sprecher des Erzbischofs in Dtld. dann Fundamentalseparatist?? Genau diese Leute sind es, deren Traditionalismus in Frage stellt, ob sie überhaupt noch CHRISTEN sind. Karl Murx hat an anderer Stelle aufgelistet, wie es um „Berufungen“ bei Tradi-Priestern bestellt ist. Man darf mit Fug und Recxht bezweifeln, ob die überhaupt das Meßopfer meinen, wenn sie das „Opfer“ zelebrieren. Denn wer sagt, dass der NOM häretisch sei, weil im Text nicht genug Hinweise auf die Opfertheologie zu finden sind, der leugnet doch, dass die Realpräsenz aus dem liturgischen Geschehen vopllzogen wird, nicht aus den Formeln. Die Gratwanderung ist sehr schmal: links Modernismus, rechts Magie.
Redaktion benachrichtigen „Ein jämmerlicher Amtsmißbrauch“
#28   stat crux   11:50:09 | Dienstag, 23. Mai 2006
Historische Tatsache
ist doch wohl, dass die „Alte Messe“ äußerst dürftig in Volk und Klerus verankert war. In weiten Weltgegenden hat die Frömmigkeit sich der Liturgie überhaupt erst „nachkonziliar“ öffnen können. Das Gebet der Massen stand doch in heftigster Distanz zum liturgischen Geschehen. Viele Ältere finden die Alte Messe heute nur noch grotesk. Um der Sonntagspflicht zu genügen, musste man beim Klingeln zum Offertorium räumlich anwesend sein! Armselig. „Altliturgische“ Bewegungen beginnen doch jetzt erst, die Kostbarkeit der Tradition wieder zu entdecken. Das darf nur nicht zum selbstgefälligen Archäologismus entarten und nicht die (längst gefährdete) Einheit in den Diözesen unterminieren. Für die SSPX ist die Alte Messe der Sprengstoff, um den „Liberalismus“ zu bekriegen. Das wird aber nicht glücken, weil der Geist der Liturgie ein anderer ist als der des Ancien regime. „NOM“ wird wohl in den nächsten 300 Jahren für 99% der Katholiken „nomal“ bleiben. Denn das „heute“ in der Ap. Konstitution missale romanum von 1969 meinte nicht das Jahr 1970, sondern die Situation im 3. Jahrtausend, die sich gravierend von den ersten beiden Millennien der Kirche Christi unterscheidet (cf. 6. August 1945). Der NOM hat die liturgische Krise verkürzt, nicht geschaffen. Sie ist älter als die liturgische Bewegung. Auch wenn die SSPX das Gegenteil behauptet.
Redaktion benachrichtigen Eine tridentinische Papstmesse im Petersdom?
#1   stat crux   11:22:37 | Dienstag, 23. Mai 2006
„Vom Glauben abgefallen“
Papst Paul VI. hat am 11.12.1976 in aller Deutlichkeit festgestellt, dass sich Erzbischof Lefebvre im Irrtum befindet. Die Versöhnung mit den „Piusbrüdern“ setzt also deren Bekehrung zum Christentum voraus. Nicht mehr, nicht weniger.
Redaktion benachrichtigen Der nächste Schritt in der Kurienreform
#40   stat crux   11:14:27 | Dienstag, 23. Mai 2006
Obersatz-Untersatz-Schluss
Soviel zur aristotelischen Logik: Alles Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Also ist Sokrates sterblich.
Christus ist König. Der König wurde ermordet. Also ist Christus tot.
Wo liegt der Fehler??
Ostern ist ein Ereignis, kein Mythos. Aufwachen, Athanasius!
Redaktion benachrichtigen „Ein jämmerlicher Amtsmißbrauch“
#24   stat crux   11:06:16 | Dienstag, 23. Mai 2006
Die Nulltradition!
Mehr und mehr offenbart sich, dass der Traditioinalismus (integralistischer Oboedienz) mit der Tradition der Kirche nahezu null Identität hat. Was sind das für „Priester“ von denen hier gepetzt wird? Was für ein „Opfer“ feiern die denn? Abgründe tun sich auf.
Redaktion benachrichtigen Der nächste Schritt in der Kurienreform
#38   stat crux   11:01:13 | Dienstag, 23. Mai 2006
Die Gleichheit vor dem Gesetz
werden die „traditionellen“ Neuheiden ja wohl noch aushalten können, oder?
Redaktion benachrichtigen Gottgeweiht, aber säkularisiert + …
#3   stat crux   10:58:46 | Dienstag, 23. Mai 2006
Blanke Unwahrheit
Das Christentum wird sich als die, neben dem Judentum, einzige Religion erweisen, die weder die Religionsfreiheit noch die Wissenschaft fürchten muss (die beide ihre Früchte sind). Wir durchmessen eine schwere Krise des modernen Bewusstseins, aber mit der üblichen Verzögerung von 2-3 Generationen, wird „man“ wieder erkennen, dass die Aussagen der Bibel, speziell des Neuen Testaments, im Wesentlichen eben doch Geschichte erzählen, nicht Geschichten. „La vie de Jesus“ (Renan, 1863) halten viele heute noch für den letzten Schrei der Mode: Er stützte sich bereits auf D.F. Strauß (1836: Leben Jesu), dieser auf Reimarus (+ 1768). Der „historische Jesus“ ist ein Mythos, nicht Christi Himmelfahrt.
Redaktion benachrichtigen Der nächste Schritt in der Kurienreform
#36   stat crux   10:49:48 | Dienstag, 23. Mai 2006
Zu viel der Ehre
Für wirklich fundierte Statements ist dieses Forum zugegebenermaßen ungeeignet. Wir können nur versuchen, Anregungen für ein Weiterdenken zu geben. Einen Mann wie Kardinal Mayer (95!) muss es schmerzen, wenn Vertreter der „Tradition“ einer „religio naturalis“ verfallen, die, unter Behauptung des Gegenteils, viel eher in der Linie Reimarus-D.F. Strauß-E.J. Renan steht, wenn auch „konträr“ zu diesen formuliert, aber unter Hinnahme der Prämissen. Eine Tragödie, vor allem für die vom Tradi-Virus befallenen selbst.
Redaktion benachrichtigen Der nächste Schritt in der Kurienreform
#25   stat crux   11:35:17 | Montag, 22. Mai 2006
@Sirilo
Die Diskussion ist zwecklos. Wie Karl Murx korrekterweise unten angab, sah er die Exkommunikation durch „Anti-Christen“ für wirkungslos an. Ohne Klärung dessen, wer Chrisrus wirklich ist, wird den Sedi und Halbsedi nicht zu Bewusstsein kommen, dass sie Antipartei für den Christkönig ergriffen haben. Tragischer Irrtum: Das Königtum „in dieser Welt“ zu suchen, antinomischer Paganismus. Nur so lässt sich die zwanghafte Angst vor andersgearteten heidnischen Götzenbildern plausibel machen. Karl Murx tanzt ohne Unterlass um das goldene Kalb.
Redaktion benachrichtigen „Diese Masken sind unsere Identität“
#40   stat crux   11:08:32 | Montag, 22. Mai 2006
Im Gegenteil:
Sogar der Papst (und sein Bruder) haben Bach schon gerühmt. Die Formulierung „obwohl Protestant“ (im päpstlichen Lob) löste allerdings die seit 1910 trotz Ökumene üblichen Proteste der -tanten aus.
Weil Protestant!
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#114   stat crux   11:05:54 | Montag, 22. Mai 2006
zur Definition
sei nachgetragen, dass mit antinomischem Neopaganismus ein Neuheidentum gemeint ist, das zugleich von sich das Gegenteil behauptet (in Antinomie steht); das war m.E. die eigentliche antimoderne Versuchung, die der Katholizismus (dank V2) mit knapper Not abwehren konnte.
Redaktion benachrichtigen Päpstliche Nachhilfestunde + …
#15   stat crux   10:55:24 | Montag, 22. Mai 2006
Da bin ich!
Bonjour, ohne aber einmal mehr die Dialektik des Integralismus aufzuklären. Das ist zwar eine der wichtigsten Fragen des 21. Jh., aber man muss sich ja nicht 500-fach wiederholen. Nur neben bei: Die SSPX erreicht (stabil) ca. 0,015% des Kathoklizimus; 0,2% gelten nach vatikanischer Einschätzung als für den Traditionalismus (insb. liturgischer, nicht-integralistischer Art) für anfallig.
Freundliche Grüße!
F.N.O.
Redaktion benachrichtigen Eine Riesengeschichte
#6   stat crux   10:41:47 | Montag, 22. Mai 2006
Amadeus:
Das eigentlich überraschende ist doch, dass es weder von Jesus noch von seiner Mutter irgendwelche körperlichen Reliquien gibt.
Redaktion benachrichtigen „Diese Masken sind unsere Identität“
#38   stat crux   10:36:54 | Montag, 22. Mai 2006
„Le monde est une machine a faire des Dieux“ (Bergson)
Zweimal drüber nachdenken, Amadeus!
Redaktion benachrichtigen Gesunde Laizität + …
#15   stat crux   15:16:40 | Freitag, 19. Mai 2006
Le plan de Dieu!
Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe.
So sollen wir beten, sehr richtig!
Danke auch für das Kardinalszitat. Der Weg der Kirche ist seit 1789 mühseliger geworden, aber ihr Auftrag derselbe: Sie wehrt die Ansprüche des totalen Staates ab zugunsten der Leben der Menschen. Am schwächsten war sie darin übrigens vor der frz. Revolution (Jesuitzenverbot 1773). Seither ist ein Klärungsprozess im Gange, der nicht konfliktfrei verlaufen wird. Die „Gegenposition“ ist allerdings eine freie Erfindung der nachkonziliaren Integralisten, die nicht einmal aus dem Syllabus von 1864 herleitbar ist.
Die frühere Intransigenz (vor 1914) hat nämlich ZU KEINEM ZEITPUNKT eine Alleinzuständigkeit des Papsttums für das ganze Universum behauptet. Schon deshalb fehlt der SSPX der Anschluss an die Tradition.
Redaktion benachrichtigen Eine Bitte an den Papst
#39   stat crux   15:07:02 | Freitag, 19. Mai 2006
Soweit ich weiß
hat :-@ der Betreffende noch keine Loge von innen gesehen.
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#53   stat crux   14:52:25 | Freitag, 19. Mai 2006
43?!?
Also :(3 noch knapp im vorkonziliaren Ritus getauft?
Redaktion benachrichtigen Billige Entschuldigung
#17   stat crux   14:48:21 | Freitag, 19. Mai 2006
Natur,
die Geborene, verweist auf den Schöpfer. Das pantheistische System (einschl. orientalischer Nihilismus) identifiziert Schöpfung und Schöpfer. Das theistische System differenziert: All+Gott=Alles.
Der Naturrechtsbegriff bleibt schwierig, auf Verständigung angewiesen, hat unbestimmte Grenzen, doch will dieses Konzept allgemeine Begriffe festhalten, welche die förmliche Gesetzgebung limitieren sollen. Der Gesetzgeber ist gehalten, aus freier Überzeugung, Werte höheren Ranges der positiven Gesetzgebung zu Grunde zu legen. Die Überzeugungskraft der Christen in diesem Dialog wächst mit der Glaubwürdigkeit des Glaubenslebens. Schon heute profitiert die säkuare Gesellschaft merklich von den „Oasen“ christlicher Existenz. Zur Ernüchterung der „68er“ Generation hat das antiautoritäre Modell fast durchweg die Sünde begünstigt, die man zwar noch nicht beim Namen nennt, deren Folgelasten aber bereits „zu Buche“ schlagen. Euphorie wäre voreilig, aber die Verständigungsprozesse in der Offenen Gesellschaft arbeiten zugunsten einer „gelebten Kirche“ (sofern sie zeigt, mehr als System zu sein). Wir haben keine Angst vor der Freiheit.
Redaktion benachrichtigen Gesunde Laizität + …
#13   stat crux   14:39:20 | Freitag, 19. Mai 2006
Die schrecklichen Vereinfacher
Die Aussagen des Papstes sind NOTWENDIG „wischi-waschi“. Im offenen Grenzkonflikt zwischen Staat und Kirche gibt es keine alleserklärende Kommandozentrale. Die Kompetenz-Kompetenz liegt in Rom (Konzilien, Päpste). Stufe 1: Außerordentliches Lehramt, Stufe 2: Ordentliches Lehramt. Bereich 1: Glaube, Bereich 2: Sitten. Annex dazu: Gesellschaftslehre (ausdifferenziert seit 1891). Es kann auf Erden, mit notwendiger Pluralität der Lebenswelten, bei X Mrd. Einwohnern, keine Allzuständigkeit eines „Hl. Offiziums der Wohlfahrt“ geben. Wer sowas fordert, hat den Wohlfahrtausschuss von 1793 vor Augen (unter Behauptung des Gegenteils).
Die Neu-Evangelisierung verzichtet auf jedweden Integralismus; und die Besinnung ist bereits im Gange: Oasen, Inseln, weite Räume. Der Dialog kostet Mühe, aber der Befehl verfehlt das Ziel:
Deus Caritas Est.
Redaktion benachrichtigen Es brodelt unter dem Deckel
#19   stat crux   14:24:16 | Freitag, 19. Mai 2006
@Freinsberg
Dem Hörensagen nach hat McKinsey dem Ebm. Köln zweimal (!) bescheinigt, dass das Generalvikariat zu 2/3 (zwei Dritteln!) überbesetzt ist; fast 70 % der Stellen können ohne Einfluss auf den „output“ gestrichen werden; und zweitens wurde festgehalten, dass die Priester, die dort als Leiter oder Stellvertreter etc. fungieren nicht immer die fachliche Vorbildung aufweisen. Priestertum soll, idealtypisch, nichts mit Macht zu tun haben. Aber in der Langeweile des „pastoralen“ Alltags? Da hilft das Leiten doch das Gähnen zu unterdrücken (und vielleicht auch manchen „Mitarbeiter“). Aber zugegeben: Ich bin zu weit weg vom Behördenalltag, um dazu abschließende Wertungen abgeben zu können.
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#51   stat crux   14:15:53 | Freitag, 19. Mai 2006
Ach, Karl,
Athanasius ist erst 21? Und was ist Ihr Altersvorsprung?
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#111   stat crux   14:08:27 | Freitag, 19. Mai 2006
Treffer, versenkt.
Wenn Sie alle anderen Zahlen nicht beeindrucken: Allein die Relation von 150.000 usern zu 463 Priestern ist schon verdächtig. Eine zehnfache Steigerung des Klerikalismus! Es gibt Ordensgemeinschaften mit weniger als 500 Mitgliedern, die das zehnfache Apostolat „bewegen“ wie Ihre na ja, nicht gerade „Nerzfarm“, sagen wir: Miliz. Aber zugegeben, mitunter gedeiht auch Unrecht.
Redaktion benachrichtigen Russischer Proselytismus?
#2   stat crux   14:01:46 | Freitag, 19. Mai 2006
Sehr richtig!
Und jede Deutung der dialogischen Methode (der Mission heute) als Relativierung des Auftrags Christi geht an der Intention des Evangeliums vorbei.
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#107   stat crux   15:51:43 | Donnerstag, 18. Mai 2006
zwei links, zwei rechts
Nach der Lehre der Kirche ist es doch wurscht, ob sich der philosophische Naturalismus eher links oder eher rechts politisch artikuliert. Das ist ja das Verheerende am Integralismus, dass er Fragen des politischen Standorts auf die Höhe des Credo erhebt und damit auf bigotte Weise die Herrlichkeit des Ewigen Wortes des Vaters verdunkelt, Weg, Wahrheit und Leben belastet.
Beweise? 99,985 % der Beiträge der kreuz.nett „hardliner“
Redaktion benachrichtigen „Es gab keinen Kahlschlag“
#58   stat crux   15:45:52 | Donnerstag, 18. Mai 2006
Auferstanden nach der Schrift.
Zwar habe ich nur einen allerersten Eindruck gewonnen von der Lehmann’schen Schrift. Es scheint aber auf eine Art „Taschenspielertrick“ hinauszulaufen, dass man die Frage nach der Historizität der Auferstehung Jesu gar nicht mehr beantwortet, indem man sie „in einem höheren Sinne“ für wahr erklärt. In einem „höheren Sinne“ ist die Erde ja bekanntlich immer noch eine Scheibe, über deren Rand täglich die Sonne aufgeht. „Einsicht“ ist das aber deswegen noch nicht.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#164   stat crux   15:38:10 | Donnerstag, 18. Mai 2006
Wir stehen ja erst am Anfang
einer relevanten Rezeptionsgeschichte des II. Vatikanum. Die Unruhe der ersten 40 Jahre wird „weltgeschichtlich“ belanglos sein. Zu viele mussten noch „vorkonzilare“ Neurosen abreagieren. Und auch die Theologie wird erst dann zu neuen Höhen finden, wenn die absurde Versklavung an ein antiquiertes „modernes“ Weltbild überwunden sein wird. Die Schäden, die aus diesem Missverständnis resultieren, sind immens, aber mit dem Konzil beginnt die sanatio in radice, so meine Meinung. Die „Judenerklärung“ und das Dokument zur RF haben erst im Rückblick ihren besonderen Stellenwert offenbart. Auch nicht ohne Verhedderungen. Im Prinzip hat erst Karol Wojtyla (geb. heute vor 86 J.) die Selbstkorrektur fixiert. Nie mehr Rückkehr zu einem „Systemkatholizimus“, der sich verwechselbar macht mit anderen „Religionen“ oder „Ideologien“, die auf einem philosophischen Naturalismus gründen: Unter dem Wort Gottes feiert die Kirche die Gehemnisse Christi zum Heil der Welt.
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#44   stat crux   15:30:00 | Donnerstag, 18. Mai 2006
Ja, Karl Murx,
obwohl Ihre Position eindeutig falsch ist, in der Aufdeckung der Inkonsequenz der SSPX liegen Sie richtig.
Man hat dort den NOM zum Kriterium des Glaubensabfalls erkoren (rudert aber partiell zurück). Demnach kann praktizierender Katholik doch nur sein, wer NOM ablehnt, oder nicht? Die SSPX hat nach eigenen Angaben ca. 150.000 ständige „user“. Das ist sozusagen der harte Kern der NOM-Ablehner (zuzüpglich einige hundert Sedisvakantisten von Ihrem „Format“). Da aber die Anhänglichkeit der Massen an die Kirche nicht von deren Bildungsstand abhängen kann, bleibt es dabei, dass sich alle andern, außer die rd. 0,015 % SSPX-user (von 1,1 Mrd. Katholiken) NICHT ERKENNBAR vom Leben und der Lehre der Alleinseligmachenden distanzieren. Das sind keine Zahlenspiele, sondern ärgerliche Fakten. Das Werk Lefebvres ist theologisch ausgebrannt und personell die erfolgloseste Kirchenspaltung aller Zeiten. Nur die Klerikerquote ist zehnfach so hoch wie in der Mutter Kirche. Es ist eben doch eine „Farm“ für possierliche Zelebrationstierchen, die das Gewand des Naturalismus zu schmücken berufen sind (unter Behauptung des Gegenteils).
Redaktion benachrichtigen Es brodelt unter dem Deckel
#10   stat crux   15:21:11 | Donnerstag, 18. Mai 2006
Athanasius: Volle Zustimmung!
Jetzt kommt Schwung in das Thema. Es gab kein Weihesakrament für Frauen, es gibt keins, es wird keins geben. Sehr richtig. Diskussionswürdig ist die Frage, ob an eine Jungfrauenprofeß erweitere Mitarbeit in Caritas und Pastoral (bis hion zur stellv. Generalvikarin?) geknüpft werden können. Da fehlt das klare Profil. Ein weibliches „Amt“ kann in der Kirche nur an eine Entsagung, ein „Sich-Weihen“ anknüpfen, nicht an eine sakramentale Weihe.
Geht nicht. Gibts nicht. Gnade setzt Natur voraus. Basta.
Redaktion benachrichtigen Das Bewußtsein wächst + …
#84   stat crux   16:48:32 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Bildungslücke.
Was sind denn Tucken??
Redaktion benachrichtigen Die Kölner Kirche organisiert den Straßenstrich
#27   stat crux   16:45:09 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Und was organisiert der Vatikan?
Den Weltjugendtag.
Redaktion benachrichtigen Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber
#6   stat crux   16:43:52 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Kreuz.nett
hat ja eine extrem niedrige Reichweite, trotz des hohen Unterhaltungswerts und der nicht ganz unbeachtlichen Erkenntnisse über das Geistesleben am „rechten Rand der Religion“. Ein Werbemittel ist das hier aber trotzdem nicht.
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#25   stat crux   16:41:39 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Lockere Sitten…
Die „Insider“ wissen jetzt wahrscheinlich schon, wer Marcel, Athanasius, Karl Murx im „richtigen Leben“ (Gibts das da?) eigentlich sind. War abscheinend ein schweres Trennungsdrama.
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#104   stat crux   16:39:45 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Man darf „denen“
auch nicht alles in die Schuhe schieben. Es sind ja nur 463 Priester und 150.000 Gottesdienstbesucher (plus 200.000) Sympathisanten; d.h. weniger als 0,015% der Katholiken lehnen „V 2“ ab. Aber sehr laut! (Und nicht ganz ungefährlich wegen der „Nachzucht“; trotzdem: die erfolgloseste Kirchenspaltung aller Zeiten. So schlecht war das Mangement von Paul VI. also doch nicht.)
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#23   stat crux   16:34:51 | Mittwoch, 17. Mai 2006
„Die Nerzfarm“
Wär doch ein schöner Filmtitel betr. die Wunder von Econe.
Redaktion benachrichtigen Frei für den Papst + …
#21   stat crux   16:33:27 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Also ein stufenweises Gebot!
Und keine exakte Vorschrift; so kenne ich das von Pius XI. (Prof. Dr. jur. Dr. theol. Dr. phil). Danke für die Auskunft!
Redaktion benachrichtigen Geht es um mehr Rechte oder um einen Schlag gegen das Christentum?
#136   stat crux   16:31:33 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Die „weltliche“ Gesetzgebung
wurde, wenn mauch die SSPX das Gegenteil behauptet, nur im Kirchenstaat und in den geistlichen Fürstentümern „klerikal“ kontrolliert. Im übrigen war es auch in monarchischen Zeiten ein stets schwieriges Ringen und um 1773 (Jesuitenverbot) war die Kirche sogar in den „katholischen“ Staaten raus aus dem Spiel. Mit einer Verzögerung von nur ca. 100 Jahren (von 1793 bis zum ralliement Leo XIII.) hat die Kirche kapiert, dass ihr die Monarchien nicht mehr „nützen“ als die Republiken. Angesichts einer 1000-jährigen Tradition (Gregor VII, 1075) ein eher schnelles Einlenken. Die ev. Kirchen leiden heute viel stärker unter dem Sturz der Fürsten 1918, wollen das aber nicht wahrhaben und geben sich deshalb besonders „liberal“ (Wer’s glaubt, wird selig).
Redaktion benachrichtigen Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber
#4   stat crux   16:26:21 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Wenn die 150.000 „user“
(Gottesdienstbesucher) der SSPX den Verlag boykottieren, so macht das den Kohl auch nicht fett bzw. den Mixa mager. Marktwirtschaft!
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#160   stat crux   16:20:41 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Sous le soleil de satan
Werde mir mal die Literaturliste auf der Webseite der Bruderschaft angucken. Wieviele Werke hat Lefebvre denn hinterlassen?
Redaktion benachrichtigen Frei für den Papst + …
#19   stat crux   16:19:05 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Graf Galen
(Künstlername?) Nennen Sie mir doch bitte die Fundstelle bei Cast Connubii. So zwingend wie unter Hitler kann es nicht gemeint gewesen sein.
Redaktion benachrichtigen Geht es um mehr Rechte oder um einen Schlag gegen das Christentum?
#134   stat crux   16:16:52 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Und genau aus diesem Grund,
lb. Fan, hat die Kirche NIEMALS und ZU KEINEM ZEITPUNKT den modernen Staat „verurteilt“; mag sich Exz. Fellay auch heiser krähen. Die „Bruderschaft“ ist es, die ihr „Material“ (Pius IX-XII) nicht kapiert hat. Für Strafdelikte ist die Strafjustiz zuständig.
Redaktion benachrichtigen Zwei Bischöfe und ein Ehrendoktorat
#8   stat crux   16:12:20 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Mit Ehrendoktoraten
erweist sich regelmäßig der Verleiher „Ehre“ und die Beliehenen sammeln dann gleich mehrere. Ich weiß nicht, wer sich in Linz damit ehren wollte (und gegen wen).
Redaktion benachrichtigen Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber
#2   stat crux   16:10:01 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Woher
kennt man denn die Titelzeile? Fällt mir nicht mehr ein.
Redaktion benachrichtigen Zwei Bischöfe und ein Ehrendoktorat
#7   stat crux   16:07:47 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Das ist ja gerade das Verdächtige
am Integralismus: Es gibt nicht nur 1 Katechismus, auch 1 Politik, 1 Kunst, 1 Architektur: Alles „Übernatur“. Also entwertet der Integralismus die Übernatur ebenso wie es der Modernismus tat.
Gewänder, Zeremonien, Choräle: Alles göttlichen Rechts?
Redaktion benachrichtigen Geht es um mehr Rechte oder um einen Schlag gegen das Christentum?
#132   stat crux   15:57:15 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Das Strafgesetzbuch
ist den Hardlinern hier …egal, weil es nicht vom „Christkönig“ ratifiziert wurde.
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#102   stat crux   15:55:29 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Durchstecken?
Der „Befreier“ hat das Lied hier schon viermal untergebracht. Ich wüsste gern, ob das auch ein SSPX-Seminarist ist.
Redaktion benachrichtigen „Es gab keinen Kahlschlag“
#54   stat crux   15:52:54 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Auferweckt am dritten Tage
Toby: Wie kann man herauskriegen wo genau dieser Artikel stand?
Mir ist, obwohl ich kein „hardliner“ Antilehmann bin, schon gelegentlich aufgefallen, dass sich der Kardinal des Kanzlers mitunter in seiner Diktion verheddert. Er ist tüchtig, aber wahrscheinlich nicht „fromm“.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#158   stat crux   15:48:53 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Satans Meisterstück?
Ist das, Dr. Regazzoni, die Autobiographie des Erzbischofs?
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#21   stat crux   15:43:38 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Sakrileg II
Gar nicht so dumm. Das tangiert das eigentliche Problem: Unter Behauptung des Gegenteils werden „illegale“ Weihen inszeniert und eine Priesterschaft außerhalb der Kirche kreiert (aktueller Stand: 463). Das ist kein Anlass für „Hass“, sondern es stellt vielleicht das schwierigste doktrinäre und sakramententheologische Problem des Katholizismus seit 1517 dar. Anhand dieses Beispiels der Fehlreligion aus der eigenen Mitte wird die Kirche beweisen, dass sie die zivile Religionsfreiheit positiv unterstützt. Man wird es nicht erleben, dass der Vatikan oder Bischofskonferenzen den Staat gegen die Piusbruderschaft (oder andere Vollsedisvakantisten) zu Hilfe ruft.
Redaktion benachrichtigen „Es gab keinen Kahlschlag“
#35   stat crux   17:49:26 | Dienstag, 16. Mai 2006
Helmut Kohl,
hieß es, habe Lehmann den Kardinalspurpur verschafft. Stimmt das?
Dann fehlt ja nur noch die Wahl zum „Richelieu“ der Republik…
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#85   stat crux   17:44:53 | Dienstag, 16. Mai 2006
Benedikt,
bei allem Respekt: Die Karnevalsreden des Kardinals waren mit Sicherheit nicht seine besten. Er scheint mir der erste Preisträger des Ordens für tierischen Ernst zu sein (unter Behauptung des Gegenteils).
Redaktion benachrichtigen Auch das Opus Dei profitiert vom Haßroman
#27   stat crux   17:42:51 | Dienstag, 16. Mai 2006
Fakire??
Die Buße ist kein Fakirtum, denn das ist Kasteien als Selbstzweck. Wer jemals die Passionsgeschichte studiert hat, bemerkt den Unterschied zwischen den Leiden Jesu und einer Schmerzverherrlichung.
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#60   stat crux   17:34:38 | Dienstag, 16. Mai 2006
Special Agent 0006,66
Der Aussageschwerpunkt meines von Ihnen als „Dachau“-Keule bezeichneten Kurzbeitrags lag ganz woanders: Dass Ihresgleichen den „Schaden“, den Paul VI angerichtet hat, höher einordnen als den des finsteren Borgia-Papstes. Das war die Aussage.
Im übrigen kann man Ihnen nur mit krassen Überzeichnungen „zeigen“, wie sehr Sie audf dem Holzweg promenieren! Allein schon diese sachfremde Umdeutung der Freimaurerei in ein „politisches Programm“. Die Aristokraten konnten nicht fassen, dass ihre „göttlichen Rechte“ historisch überlebt waren. Im 1. Weltkrieg hat sich die monarchische Staatsidee dann völlig erledigt. Das sind Fakten. Der „Ständestaat“ hat sich selbst gerichtet! Da war keine Verschwörung am Werk, nicht einmal im Fall Bugnini.
Die ziovilisatorische Gefahr der Freimaurerei liegt auf einer ganz anderen Ebene, nämlich in der Arkandisziplin, in der hermetischen Religiosität (unter Behauptung des Gegenteils). Aus Sicht der Freimaurerideologie kann man ohne weitres Piusbruder und Logenmitglied sein. Aus katholischer Sicht ist beides verboten, weil es der Ehre Gottes abbruchtut.
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#82   stat crux   17:24:31 | Dienstag, 16. Mai 2006
Marcel 0006,66 jagt Dr. No
Hi, special agent Marcel Bond: Ihnen fehlt einfach die Phantasie, sich vorzustellen, wie ein Staat agieren würde, den Sie zwar abstrakt fordern, für den Sie aber überhaupt gar keine Verfassungswirklichkeit entwerfen können. Das von Ihresgleichen angedachte (nicht durchdachte) Christkönigsregime ist völlig aberwitzig.
Wenn die kirchliche Disziplin und das Strafrecht „identisch“ sein müssen und der NOM die Häresie begünstigt (lt. Lefebvre), dann muss ein Priester, der NOM zelebriert, in einem Lefebvre-Staat mit strafrechtlichen Sanktionen rechnen. Das wäre nur konsequent.
Und wo wollen sie all die „gottlosen“ NOM-Priester unterbringen, wenn sie die „Religionsfreiheit“ (Alte Messe oder Strafhaft, freie Wahl!) ablehnen?
Respice finem!
Redaktion benachrichtigen Die Kölner Kirche organisiert den Straßenstrich
#11   stat crux   17:17:10 | Dienstag, 16. Mai 2006
Und morgen früh
titelt kreuz.net dann: Vatikan organisiert Mafia!
Redaktion benachrichtigen Das Bewußtsein wächst + …
#32   stat crux   17:15:33 | Dienstag, 16. Mai 2006
Holländischer Katechismus
Betr.: „Vorzeigeland“ Der so gen. Holländische Katechismus vbon 1964 ist DER BEWEIS dafür, dass bicht „das Konzuil“ an allem schuld ist. Denn diesen Schmalspurkatechismus haben ausnahmslos Leute ausgearbeitet, die schon vor dem Konzil rührig waren. Fazit: Das Konzil hat den Zynismus vereitelt, nach außen noch „gehorsam“ zu tun, heimlich aber Zweifel zu säen. Und ohne den nachkonziliaren Ungehorsam wäre auch eine SSPX undenkbar geblieben.
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#58   stat crux   17:01:09 | Dienstag, 16. Mai 2006
Während Kardinal Meisner und Kardinal Lehmann,
trotz aller Auffasungsunterschiede, beim Weltjugendtag gemeinsame Pressekonferenzen geben konnten, wird es hier ja jetzt richtig kriegerisch: Die Sedisvakantisten haben, nimmt man erstmal den Standpunkt von Lefebvre ein, eindeutig die stärkeren Argumente. Wahr sind sie trotzdem nicht.
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#45   stat crux   12:08:25 | Dienstag, 16. Mai 2006
Wie Milosevic vor dem Tribunal
den Gerichtshof ablehnte hat Lefebvre die Exkommunikation jedoch für „inexistent“ erklärt. Somit darf sich selbst nach Auffassung der SSPX jeder das Heil selber stricken (unter Behauptung, das sei „katholisch“).
Die SSPX ist der BEWEIS dafür, dass die Kirche die zivile Religionsfreiheit kapiert hat und kein anderer Weg mehr gangbar ist. So „dialektisch“ das anmutet.
Redaktion benachrichtigen Der Mord wurde vom Bischof angeordnet
#3   stat crux   12:04:30 | Dienstag, 16. Mai 2006
Würde sich ein jugendlicher Kinogänger
aufraffen und nach dem Film bei einem x-beliebigen „Pfarrbüro“ klingeln, wäre der Pfarrer natürlich nicht zu sprechen und die herbeitelefonierte Referentin setzt sich ein Viertelstündchen mit dem Interessenten zusammen, um ihm zu erklären, dass man über den Lebenswandel des historioschen Jesus ja eigentlich nichts sagen kann, außer dass die beiden Bibelworte „Abba“ und „Amen“ vermutlich authentisch sind. Und wieder wendet sich ein Getaufter dem Satanismus, Okkultismus, Pantheismus oder Antisemitismus zu.
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#75   stat crux   11:59:52 | Dienstag, 16. Mai 2006
Ohne Kirche kein Salz in der Suppe,
das ist wohl die liberale Übersetzung des eben zitierten Dogmas, oder?
Redaktion benachrichtigen Gesetz mit Pferdefuß
#98   stat crux   11:56:11 | Dienstag, 16. Mai 2006
Der Fall Galilei
ist der einzige Fall eines nachgewiesenen Fehlurteils der „Inquisition“; und auch nur wegen Verwirrung der Ebenen. In einer nächsten Srtufe der Betrachtung der Bibel wird man wieder entdecken, dass ihr Weltbild viel „wahrer“ ist als damals vermutet. Inzwischen lehrt auch die Physik einen Anfang und ein Ende der Welt. Das ist viel biblischer als jeder Pantheismus!
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#98   stat crux   11:52:02 | Dienstag, 16. Mai 2006
Wenn erst einmal
das moderne Weltbild der Physik sich etwas herumgesprochen hat, wird man nicht mehr so „selbstgewiss“ die Religion für eine Meinung unter vielen halten, sondern von neuem nach Gott fragen, nach der Metarealität. Wetten dass?
Redaktion benachrichtigen Staatsfeinde
#8   stat crux   11:49:50 | Dienstag, 16. Mai 2006
pax christi
in regno christi: Das war das Leitmotiv des Papstes Pius XI. Er konnte im Alleingang den II. Weltkrieg trotzdem nicht verhindern.
Redaktion benachrichtigen Der Mord wurde vom Bischof angeordnet
#1   stat crux   11:47:20 | Dienstag, 16. Mai 2006
„Rome n’est plus catholique.“
Gegen diese Diffamierung wird hier eindeutig zu wenig unternommen.
Redaktion benachrichtigen Das Bewußtsein wächst + …
#6   stat crux   11:45:02 | Dienstag, 16. Mai 2006
„Da war nur Hass!“
Daniela, es würde mich nicht wundern, wenn Fellay et al. allmählich Luther-Zitate gegen den Papst verwenden würden (unter Behauptung des Gegenteils)
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#43   stat crux   11:41:13 | Dienstag, 16. Mai 2006
Jawohl, Murx, einige Rätsel!
Ihre Position ist gewissermaßen konsequenter Murxismus-Lefebvrianismus, während die Lefebvrianer nur Murxisten sind, bildlich gesprochen. Aber das eigentliche Rätsel ist doch der kühne neue Gedanke, sich von Rom zu trennen UNTER BEHAUPTUNG DES GEGENTEILS („antinomisch“). Das hat vor dem II. Vatikanum keiner auch nur zu denken gewagt. Und die Jahre 1970 ff. waren die einzigen, in denen diese Attacke überhaupt „glücken“ konnte.
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#73   stat crux   11:37:27 | Dienstag, 16. Mai 2006
Ja…
Man schießt hier schonmal über das Ziel hinaus. Geht mir auch so.
Aber manche „Meinungen“ sind hier einfach schwerlich milde zu behandeln.
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#70   stat crux   11:32:01 | Dienstag, 16. Mai 2006
Pharisäer?
Ansgar. Ich bin kein Protestant. Wenn Sie das so sehen. Sind Sie dann auch unter die Inquisitoren gegangen??
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#41   stat crux   11:27:46 | Dienstag, 16. Mai 2006
Zwang??
Hat „Rom“ die vatikanische Gendarmerie auf Mgr. Fellay angesetzt?? Im Gegenteil: Der Piusobere WEIGERT sich sogar, den Papst um Aufhebung der Exkommunikation zu BITTEN. Man will Rom zu einem umgekehrten „Canossa“ zwingen. Da das nicht funktionieren kann, ist der ganze „Dialog“ scheinheilig. Mit Hermetikern ist eben kein Dialog möglich, wie bereits Dr. David Berger formulierte.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#154   stat crux   11:22:46 | Dienstag, 16. Mai 2006
Der Sedisvakantismus
ist leider das wahre Gesicht der Lefebvre-Bewegung. Fella et al. scheuen nur die Konsequenz. Inhaltlich ist das eine Differenz, die geringer ist als die zwischen Lenin und Trotzki. Ihre Bewegung, Marcel, wird noch mehrere „Rothkranz“ produzieren, weil es, einmal „los von Rom“ kein Halten mehr gibt. Schon jetzt polemisieren die Ihren gegen den Papst mit Worten, die direkt aus Luthers übelster Phase stammen könnten. Fellay in Flavigny: „Der Dämon ist los.“
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#67   stat crux   11:16:54 | Dienstag, 16. Mai 2006
Die Mikroinquisitoren hier,
Wolfgang, sind der Meinung, dass Paul VI mehr Schaden angerichtet hat als Alexander VI. Nehmen wir den ganzen Tradi-Quatsch doch als Prüfstein, ob die Kirche die Milde besitzt, auch mit dem inneren Feind nach dem Prinzip der zivilen Religionsfreiheit zu verfahren: Bislang ist mir kein kirchliches Ersuchen an die frz. Republik, die schweizerische Eidgenossenschaft od. die BRD bekannt, dass die verfassungsfeindlichen Aktivitäten der Piusbrüder verfolgt oder unterdrückt werden müssten. Stattdessen versucht man den Dialog sogar mit Hermetikern! Käme das so gen. „Christkönig“-Regime
(vgl. Fellay in Flavigny: „Er muss herrschen“), würde jeder Zelebrant des NOM nach Dachau geschickt. 450 000 Gefangene!
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#39   stat crux   11:00:46 | Dienstag, 16. Mai 2006
Chapeau??
Tut mir leid, :(3 ich habe nicht kapiert, was die Konversion von Guinness mit dem „Gedankengang“ von Marcel zu tun hat.
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#152   stat crux   10:56:00 | Dienstag, 16. Mai 2006
Hermeneutik
Selbstverständlich breitet niemand mehr die Zwei-Schwerter-Lehre buchstäblich so aus wie Bonifaz VIII. sie verkündete. Wenn Ihnen ein Autor des 20. Jh. lieber ist, dann vertiefen Sie sich mal in die kirchliche SOZIALGESCHICHTE von Umberto Begnini, ja, dem Chef des Sodalitium Pianum: Selbst dieser „Altintegralist“ unterschied die Kirche ad intra von der Kirche ad extra. Mgr. Lefebvre war der allererste Novateur in diesem Metier. Noch nie zuvor hat ein Bischof eine Konfusion von Dogma und „Parteiprogramm“ gelehrt. (Parteiprogramm: auch nicht buchstäblich gemeint, keine „zwölf Punkte“ o.ä. sondern die gebetsmühlenartige Wiederholung 1789=Atheismus=Hölle für (fast) alle.)
Redaktion benachrichtigen Auch das Opus Dei profitiert vom Haßroman
#17   stat crux   10:38:30 | Dienstag, 16. Mai 2006
Nicht so wie die Geistlichkeit!
Danke für das Wilhelm-Busch-Zitat. Der Jesuitenorden macht eine sehr ernste Krise durch, hat fast die Hälfte seiner Mitglieder seit 1965 verloren. Kein Wunder: Die vorkonziliaren Jesuiten hassten das bevorstehende Konzil, „mit Recht“. Denn in dessen Ekklesiologie war für den Führungsanspruch der geistlichen Söhne (keine Töchter!) des Hl. Ignatius kein Platz mehr vorgesehen. Und es ist kein „Trick“ in Sicht, mit dem die Gesellschaft Jesu ihre Macht „über“ die Kathedra Petri wieder erobern können. Sie haben Paul VI. hart für seine „Untreue“ bestraft: Er wollte, dass sie insbesondere denm Atheismus bekämpfen, Fazit: „Gerechte Verhältnisse“ sind der aussichtsreichste Kampf gegen den Atheismus, also: Auf die Barrikaden! Soviel zum Thema „besonderer Papstgehorsam“.
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#37   stat crux   10:29:39 | Dienstag, 16. Mai 2006
Hähä,
Marcel, finden Sie nicht, dass Ihr „Apostolat“ allmählich gehässige Züge annimmt?
Zur Religionsfreiheit: Die Kirche nimnmt für sich in Anspruch, nicht nur über Glaubensaussagen zu urteilen, sondern auch über die Sittlichkeit. Das ist ja den meisten Gegnern ein Dorn im Auge. Aber es markiert den öffentlichen Anspruch der Religion („Christkönig“). In Sittenfragen einschl. dewr öffentlichen Moral (Gesellschaftslehre) gibt es aber keine so strikte „Dogmatik“, da die Zivilisation in stetem Wandel begriffen ist. Einige Grundprinzipien finden dennoch stets Beachtung. Die Kirche hat stets den totalen Anspruch der Herrschaft („Religion ist Privatsache“) zurückgewiesen. Auf dieser Linie nimmt das Vatikanum II eine Selbstkorrektur vor. Der Abstand zwischen Staat und Kirche wird größer. Aber anders als von Lefebvre et al. propagiert: Das dient dem „Licht der Völker“. Dass der Prozess schwierig ist, das leugnet niemand. Aber dieser Weg ist ohne Alternative; 99,98 % der Katholiken sehen das genaoso wie der Papst und 98,99 % der Bischöfe.
Redaktion benachrichtigen „Schnell selig“ + …
#13   stat crux   10:06:55 | Dienstag, 16. Mai 2006
Haha,
bonjour, immerhin ein Anflug von Humor auf diesen tristen Piusseiten!
Dr. O.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#148   stat crux   15:50:19 | Montag, 15. Mai 2006
Wir können gern
zum neuen Abschnitt der Predigt des „Demokrators“ Fellay weiterdiskutieren, Dr. Reggazoni…
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#2   stat crux   15:48:29 | Montag, 15. Mai 2006
„Es ist die Wirklichkeit.“
Wieviele Teile der Predigt folgen denn noch?
Redaktion benachrichtigen Tröstendes Versprechen + …
#6   stat crux   13:47:21 | Montag, 15. Mai 2006
Na schön,
warten wir also ab!
Ihr
Dr. Otterbeck
O:)
Redaktion benachrichtigen Fatimastatue kommt nach Rom + …
#14   stat crux   10:38:46 | Montag, 15. Mai 2006
Hippolytus von Rom,
lb. Athansius, war Gegenpapst und Heiliger zugleich! Das wird Exz. Lefebvre nicht gelingen, auch wenn das Startbild der SSPX ihn mit Pius X. parallelisiert. Selbstverständlich konnte man das Hochgebet aus der traditio apostolica (3 Jh.) nicht buchstäblich verwenden. Doch die Grundlinie des Hippolyt ist im II. Hochgebet enthalten. Fraglos wurde es in Dtld. so populär, weil es sich „ökumenisch“ zu eignen schien. Die neueste evangelische Agenda erlaubt übrigens für Gottesdienste eine nie dagewesene „liturgische“ Bandbreite. Mich würde es nicht wundern, wenn dort sogar eines Tages der röm. Messkanon gebetet würde, wenn auch mangels Realpräsenz nur mythisch verstanden (wie bei Ihnen).
Redaktion benachrichtigen Kann ein armer Sünder die Muttergottes liebenswert finden?
#15   stat crux   10:31:13 | Montag, 15. Mai 2006
Die ganze Bibel verliert ihren Sinn,
wenn der Mutter Jesu der Himmel verschlossen blieb. Oder etwa nicht? Es geht in der Dogmatik nicht um einzelne Sätze, sondern um die innere Vernunft des Glaubenszusammenhangs. Die „Dogmen“ sind einzelne Anwendungsfälle einer gesamten Überzeugung. Übrigens erkennen weite Teile des relevanten Protestantismus inzwischen an, dass man die Bibel nur mittels einer kirchlichen „Dogmatik“ vernünftig lesen kann (z.B. Karl Barth). Wir sind Hörer des Wortes, nicht Lehrer.
Redaktion benachrichtigen Geht es um mehr Rechte oder um einen Schlag gegen das Christentum?
#114   stat crux   10:27:56 | Montag, 15. Mai 2006
Freiheit
ist seit 1881 (Enzyklika „Libertas“) auch „weltanschaulich“ kein „Schimpfwort“ der kath. Hierarchie, und zuvor war es das auch nicht. Denn dem Syllabus ging es um die Libertas Ecclesiae. Eine Besinnung auf deren Kerngehalt machte die schrittweise Selbstkorrektur der Kirche möglich, allerdings hat auch die Moderne hinzugelernt. Staatskirchenrechtliche Ansprüche, wie der Syllabus sie 1864 erfolgreich abwehrte, werden heute nirgendwo mehr erhoben. Es war ein schwieriger Klärungsprozess, der auch noch weitere Fragen aufwirft. Aber im ganzen ist ein ein erstaunlich erfolgreiches Modell der „Unterscheidung“ und Zusammenarbeit möglich geworden.
Dank des 1. und des 2. Vatikanum! Fast 200 Regierungsdelegationen gratulierten Papst Benedikt zum Amtsantritt. Um 1900 gab es kaum 20 Botschafter beim Hl. Stuhl –- und die Zunahme ist nicht nur mit der Entkolonialisierung zu begründen!
Die Liberalen hätten 1900 ein Absinken auf 2 Botschafter vorhergesagt (Monaco, San Marino).
Redaktion benachrichtigen Der „Da Vinci“ Kot
#20   stat crux   10:19:22 | Montag, 15. Mai 2006
Maria Magdalena
Gotthard, Sie übertreiben Ihre Solidarität mit den „Liberalen“ mitunter ein wenig: Fälschungen in Bezug auf Maria Magdalena haben weder Päpste noch Theologen begangen. Die historisch-kritische Exegese ist zwar von der in der westlichen Kirche bevorzugten „Identifikation“ abgerückt (die im Osten so nicht durchgeführt wurde), aber es ist immer noch eine vertretbare Lesart, keine Fälschung. Was Dan Brown schreibt: Das ist keine „Lesart“ zur Biographie der Madeleine, sondern die Vermarktung eines rechtsradikalen Pamphlets, das ein gewisser Plantard in den 1950er Jahren produziert hat. Das eigentlich Witzige ist, dass die Tradi hier gegen einen Mythos anstinken, den ein Gesinnungsfreund der frz. Extremen Rechten in die Welt gesetzt hat!
Die Merowinger-Sage ist ebenso altfranzösisch-royalistisch wie die Lefebvre-Religion (die es zu Zeiten des Ancien regime nicht gab, denn trotz Galllikanismus und Jesuitenverbot ging Frankreich noch nicht vollends auf Distanz zu Rom).
Redaktion benachrichtigen Wozu Vorurteile gegen Rom schüren?
#50   stat crux   10:09:25 | Montag, 15. Mai 2006
Eigenverantwortung
Trotz allem gewachsenen Selbstbewusstsein der Gläubigen ist die Kirche hierarchisch verfasst. Das heißt: Meine „Aufrufe“ zur Beendigung der liturgischen Missbräuche wären ziemlich fruchtlos. Und auch ihre Forderung nach „allgemeiner Freigabe“ ist leider nur eine Privatmeinung. Wenn man aber als Kriterium dessen, was „allgemein“ heißen soll, die freie Wahl des Priesters ansetzt, kommt es zu weiterem Ungehorsam den Bischöfen gegenüber. (Und zunächst muss es einmal darum gehen, dass jeder Priester so zelebriert, wie sein Bischof es will.) Stützt man die freie Wahl auf ein durch Laien artikuliertes pastorales Bedürfnis, dann kann es zu einer vertieften Erneuerung der Liturgie kommen, meint
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Kann ein armer Sünder die Muttergottes liebenswert finden?
#13   stat crux   09:59:23 | Montag, 15. Mai 2006
Mythos oder Legende oder Wahrheit
Eine Legende ist die Ausschmückung eines Geschehens und braucht zu ihrer Entwicklung viel Zeit. Ein Mythos ist eine Verstehensweise der Welt, die uns heute vordergründig kaum noch zugänmglich ist, hintegründig werden aber Mythen gestrickt, die den Platz der Religion einnehmen (Evolutionismus, Marxismus, Esoterik). Sie entziehen sich der Vernunft. (So fassen manche Lefebvrianer auch die kath. Religion auf.) Die Aussagen der Kirche über Maria gehören aber zum Dogma, d.h. sie sind für die Glaubenswahrheit unverzichtbare Überzeugungen. Man mag persönlich daran zweifeln oder Schwierigkeiten haben. Das Dogma lehrt aber, was wahr sein muss, damit die Menschen ihre wirkliche Bestimmung überhaupt erreichen können. Jedes kath. Dogma ist Teil der gesamten Überzeugung der Kirche. Wer kontradiktorische Sätze bildet, sieht es vielleicht leichter ein: Wäre Maria in Sünde geboren? Was könnten wir dann erhoffen? Wäre Maria zu Asche zerfallen? Was könnten wir dann erhoffen? Maria ist kein Mythos, sondern eine lebendige Wirklichkeit, der fast 2 Mrd. Menschen vertrauen (abzüglich einiger tausend liberaler Theologen).
Redaktion benachrichtigen „Kranke Ideen, wahnsinnige Ziele: Wir sind auf dem richtigen Weg“
#47   stat crux   09:50:20 | Montag, 15. Mai 2006
Sitz der Weisheit
Die liturgischen Bedürfnisse der Gläubigen, die die „Alte Messe“ gegenüber dem Novus Ordo vorziehen, werden seit 1984 „gehört“.
Trotzdem ist das kein Zukunftsmodell. Für die große Zahl der Beter ist ein „Zurück“ weder wünschenswert noch möglich. Nach meinem Empfinden durchzieht die neue Messordnung so etwas wie „marianische Weisheit“ (Was er Euch sagt, das tut.). Wenn die bedauernswerte Phase des kreativen Neo-Klerikalismus erst einmal überwunden sein wird, kommt diese dienende Haltung des opus Dei n-F. erst wirklich zur Geltung. Verkorkst war an der Durchführung der Liturgiereform, dass viele Priester nicht „dienen“ wollten, sondern noch mehr als zuvor Herren des Geschehens sein wollten.
Redaktion benachrichtigen Tröstendes Versprechen + …
#3   stat crux   09:41:50 | Montag, 15. Mai 2006
Athanasius in Ninive
Aller Wahrscheinlichkeit nach sind „wir“ ja wohl doch aus dem Gröbsten raus. Der massenhafte Glaubensabfall hat (von den Lefebvre-Anhängern abgesehen) nicht von der Spitze der Kirche her eingesetzt. Das hätte nur geschehen können, wäre man der totalitären Versuchung erlegen, den Katholizismus nur noch als antimodernes Gesellschaftsmodell (im Ghetto) aufzufassen. Befürchtungen für die Zukunft gehören zur Geschichte der Menschheit. Der Papst hat damit nicht die Fatima-Erklärung von 2000 revidiert.
Redaktion benachrichtigen Wozu Vorurteile gegen Rom schüren?
#48   stat crux   09:35:20 | Montag, 15. Mai 2006
Ruf zur Ordnung
Im Verhältnis zum Novus Ordo ist die „Alte Messe“ nunmal eine antiquierte Fassung. Das „Heruntermachen“ hat der Kirche viel geschadet. Aber den Bedürfnissen nach Andacht, Einkehr und lateinischer Sprache könnte mit einer Zelebration der geltenden Liturgie auch erreicht werden. Nach meiner unmaßgeblichen Vorstellung sollte eine Zelebration der Alten Messe immer dort vom Ortsbischof gestattet werden, wo ein Trägerverein diözesanen Rechts (von Laien verantwortet) das beantragt. Dann also: Anspruch statt Repression. Tatsächlich sollten Gemeinschaften von Gläubigen mit ihren Wünschen betr. Ritus und Zelebration mehr Gehör finden. Die bisherige Diskussion geht aber immer von der „Spitze“ aus. Da die Feinde des NOM behaupten, die Spitze der Kirche befinde sich im Irrtum, musste die „Spitze“ 1970 ff. äußert repressiv vorgehen. Die legitimen Interessen der Beter wurden dabei sehr brutal übergangen, weil auch die Liturgiereformer administrativ noch „vorkonziliar“ dachten. Die Alte Messe gewinnt ihren Platz also aufgrund des „konzilaren“ Gedankens einer legitimen liturgischen Vielfalt in der Einheit (vgl. Credo Paul VI. vom 30.06.1968). Die Piusbrüder wollen hingegen einen mythisch-spirituellen Rahmen für ihre Weltanschauung, zwar anti-freimaurerisch, aber ebenso naturalistisch-hermetisch konzipiert. Sie behaupten nur, das sei die Kirche aller Zeiten.
In der historischen Wirklichkeit gab es eine hermetische Kirche nie.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#145   stat crux   09:23:51 | Montag, 15. Mai 2006
Kirchenbegriff
Nicht die Kirche, sondern die 0,005 % Integralisten unter den Katholiken haben den „rechten Glauben“ verloren, indem sie ein spirituelles Disneyland für die „wahre Kirche“ halten. Das ist nicht mein Problem, sondern das Problem von Leuten, die (unter Behauptung des Gegenteils) die Päpste für Machtpolitiker halten, die Ergebnisse von Konklaven für „irregeleitet“ und ein ganzes Konzil für den Angriff des „Liberalismus=Modernismus=Kommunismus“ auf eine 2000-jährige Tradition (die in Wahrheit bei Amtsantritt Johannes XXIII. allenfalls 5 Jahre alt war). Oder anders gesagt: Still für sich kann sich ein frommer Mann auch heute noch wünschen, dass eione Monarchie wieder errichtet werden muss. Aber das ist seine persönlich-politische Überzeugung. Weil die Kirche keine Terrorbanden aussendet, um die Demokratie zu vernichten, deshalb ist die Kirche nicht als ganze vom „Glauben“ abgefallen.
Was sollte das für ein armseliger Glaube sein?
Redaktion benachrichtigen Wozu Vorurteile gegen Rom schüren?
#46   stat crux   09:15:10 | Montag, 15. Mai 2006
Nachtrag
für Bonjour: 99,98 % der Katholiken halten den Traditionalismus nur für „abgedreht“. Und das ist sozusagen der unfehlbare Glaubenssinn der Massen. Die krasse, oft auch psychisch angeschlagene Minderheit aber, darf man die außer Acht lassen? Sie argumentieren zwar nur mit einem weinzigen Bruchteil der kath. Tradition (Missale von 1570, Syllabus von 1864, Enzyklika „Pascendi“ und Instruktion „Lamentabili“ von 1907), dennoch ist daraus eine geschlossene Weltanscvhauung herleitbar gewesen, auf die die von dort so gen. „Konzilskirche“ nicht eingestellt war. Es hat sich als das größte Problem für den Gehorsamanspruch der „Hirtenamtes“ erwiesen, einem Teil der Herde die FORTSCHRITTE zu vermitteln, welche die Lehre der Kirche unternommen hat.
(Tippfehler bitte ich mir nicht übelzunehmen.)
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#66   stat crux   13:07:09 | Freitag, 12. Mai 2006
Knapp daneben ist auch vorbei!
Die Katholiken sind weder bibelfest noch in ihrer eigenen Soziallehre zuhause. Es hat doch gar keinen Sinn, wenn ein Anti-Tradi dem ADG applaudiert, nur um seine Modernität zu demonstrieren.
Genau so befestigt man den Integralismus!!
(Und die Feindbilder „firmen“ sich gegenseitig.)
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#67   stat crux   12:48:57 | Freitag, 12. Mai 2006
Hi, Freaks?
Soll ich Euch den Wetterbericht für den 13. Mai 1917 vorlesen, um das Wetter für morgen vorherzusagen?
Redaktion benachrichtigen Neue Indultgemeinden in Deutschland
#69   stat crux   12:47:08 | Freitag, 12. Mai 2006
Zum Glaubenssinn
des einzelnen Beters gehört auch, bestimmte Heilige zu bevorzugen, andere nicht, bestimmte Vorkommnisse höher zu schätzen, andere weniger. (Ich halte Fatima für authentisch, nicht aber das „Fatima-Apostolat“, während manche Medjugorje-Leute gutes Apostolat tun, aber die Erscheinungen vermutlich falsch sind.)
De Fide ist, dass ein Konzil den Hl. Geist (poetisch gesprochen) geradezu dazu „zwingt“, sich zu zeigen. Nicht die Mehrheit macht die Wahrheit, sondern die Wahrheit macht die Mehrheit. Die Nichtverurteilung des Kommunismus war mutmaßlich eine „List“ der Vorsehung. Denn heute wäre das nur noch Ballast im Text.
Nur 20 Jahre nach dem Konzil waren unvermutete Früchte „in gesellschaftlicher Hinsicht“ zum greifen nahe. Die Aufarbeitung „ad intra“ läßt aber, das räume ich ein, zu wünschen übrig.
Redaktion benachrichtigen Drei Gründe, warum das Christentum falsch ist
#20   stat crux   12:40:55 | Freitag, 12. Mai 2006
Das Heidentum sieht die Welt
bis zur „Planckschen Mauer“. Das Christentum hat Kunde gebracht vom Darüberhinaus. Tertium non datur.
Redaktion benachrichtigen Festhalten + …
#9   stat crux   12:34:18 | Freitag, 12. Mai 2006
Wenn gerade mal kein Kaiser zur Hand ist,
um den Papst zu krönen, dann drängt ihm halt das selbsternannte „Volk Gottes“ die Tiara auf. Haltlos.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#64   stat crux   12:32:22 | Freitag, 12. Mai 2006
Wer hat denn die Kompetenz-Kompetenz?
„Der Papst irrt. Man darf ihm nicht folgen.“ Hat den Martin Luther etwas anderes gesagt? Die Reformation verhielt sich konträr zum Papsttum, die „Piusbruderschaft“ (et al.) verhalten sich konträr zum Papsttum unter Behauptung des Gegenteils. Wer hätte vor 1962 je so ein Konzept überhaupt auszudenken gewagt? Brüder: Ihr seid die Hauptnutznießer der Selbstkorrektur der Kirche „hin zur Religionsfreiheit“ (in der Soziallehre). „Vorkonzilar“ hätte es sowas nicht gegeben. Das ist kein Beweis für demn Irrtum des Konzils, sondern für seine wegweisende Richtigkeit. Die Kirche muss sogar hinnehmen, dass Leute sich „päpstlicher als der Papst“ deklarieren. Allerdings kommt der Ökumenismus hier an eine Grenze. Der Dialog mit Theologen ist möglich, mit Hermetikern nicht.
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#46   stat crux   11:36:07 | Freitag, 12. Mai 2006
Das Rechte tun,
aber in wessen Interesse? Denken Sie doch mal darüber nach, dass der Integralismus von den „Feinden der Kirche“, der „Kirche Satans“ nie angegriffen wird, Rom aber umso heftiger. Warum?
Könnte es sein, dass Lefebvre eine Art von „Katholizismus“ erfunden hat, den die „Neue Weltordung“ tolerieren könnte (käme sie zur Macht)? Da der Integralismus nur in der Sphäre von Demokratie und Religionsfreiheit existieren kann (als Opposition), seine „Machtergreifung“ aber völlig irreal, ist sein Existieren im Interesse jener, die Religionsfreiheit nicht als Teil der Gesellschaftslehre verstehen (so der Katholizismus), sondern als Dogma, als Gegenreligion.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#62   stat crux   11:24:59 | Freitag, 12. Mai 2006
Habermas,
lb. Dr. Reggazzoni, ist mir tasächlich irrtümlich rausgerutscht. Sie hatten sich auf Gadamer bezogen, sorry.
Kommt es Ihnen nicht ein Quäntchen seltsam vor, dass die Hl. Kirche durch 20 Jahrhunderte es niemal einem Laien, Theologen oder einzelnen Priester gestattet hat, eine Häresie festzustellen? Und mit Berufung auf Exz. Lefebvre darf jetzt jeder Seminarist, Sympathisant oder Sturmmann im Internet jeden Papst, Kardinal, Bischof der „Häresie“ bezichtigen?
Das sind zweierlei Begriffe von Häresie. Das „Selbstbewusstsein“ eines Mallerais oder Fellay ähnelt doch eher einem Baigent oder Dan Brown als dem Gehorsam, den ehrenwerte Diener des Hl. Offizium wie Kard. Merry del Val od. Kard. Ottaviani zeitlebens unter Beweis stellten. „Der Papst wird von niemandem gerichtet“ (Gregor VII., 1075). Anders ist das Evangelium nicht gewährleistet.
Redaktion benachrichtigen Genau am richtigen Platz
#25   stat crux   11:13:06 | Freitag, 12. Mai 2006
Hier hat Athanasius am 4. Mai gesagt,
dass alle 4 Hochgebete des MR 1970 das Sühnopfer nicht ausdrücken.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Viel Begeisterung – und ein bitteres Ende
#11   stat crux   18:46:59 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Feierabend
und viele Grüße aus Köln! O:)
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#35   stat crux   18:42:31 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Gut gesagt!
Von woandersher in die Hürde Christi gelangt, sehr richtig. Wenn nicht so viele fromme Mitmenschen dadurch so krass vernebelt würden (habe mich zwischenzeitlich über „Windswept house“ informiert) könnte man Fellay et al. werkeln lassen. Aber es ist so zynisch, was von dort vorgetragen wird!
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#33   stat crux   18:01:39 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Windswept house?
Wasndat? Bugnini ist in Ungnade gefallen, weil er drei Präfekten der Kongregation nacheinander brüskiert hat, Kardinal Gut (eine „Zuckerseele), Kardinal Tabea und dann Kardinal Knox, der die Sache bereinigt hat. Der Konflikt war nicht der NOM, sondern das Begehren der von Bugnini faktisch geleiteten, zu einer Art perpetuierten Liturgiefabrik zu werden. Bugnini selbst zeigte keine Einsicht und hat deshalb naiverweise den Grund für die Demission in einer angeblichen „Denunziation“ als Freimaurer gesehen.
Der philosophische Natiralismus der Freimaurerei ist auf Sand gebaut; und insbesondere der Epochenschnitt der Wissenschaft („Quantentheorie“) führt zu einem Metarealismus, der den neuzeitlichen Ausläufern der Gnosis das Wasser abgraben wird.
Würden Sie Sie sich mit den modernsten Tendenzen der Moderne auseinandersetzen, könnten sie die Identität von MR 1570 und MR 1970 erkennen.
Aber, was bitte schön, heißt Windswept house??
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#20   stat crux   17:54:35 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Die Kirche
WILL keinen katholischen Staat mehr; sie würde die Religionsfreiheit auch dann verteidigen, wenn die Parlamentsmehrheiten strammer Katholiken das Gegenteil erlauben würden. Wetten dass??
Das ist die Selbstkorrektur im Staat-Kirche-Verhältnis, die von den Tradi so gehasst wird. Aber das „Vorgängermodell“ war längst nur noch ein virtuelles Konstrukt und wahrscheinlich schon seit 1517 mehr Hindernis als Fortschritt für die eigentliche Sendung der Kirche.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#30   stat crux   17:47:27 | Donnerstag, 11. Mai 2006
„Wir sind anti-“
weil das Kreuz Christi anti war, antiliberal, antiökumenisch, antikommunistisch. So: Lefebvre am 8.12.1987 in Econe!
Und wenn der Liberalismus und der Kommunismus abgedankt haben werden? Dann ist man immer noch antiökumenisch. Und zwar im genauen Wortsinn: Antikatholisch, antipetrinisch und antimarianisch.
Redaktion benachrichtigen Etikettenschwindel?
#77   stat crux   17:41:49 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Der Kunstgriff,
mit dem Lefebvre behauptete „päpstlicher“ als der Papst zu sein, wurde vielleicht von Mallerais ersonnen. Konsequent wäre nur echter Sedisvakantismus, die Piusbrüder zögern noch, weil das „Papsttum“ für Sie zur Rhetorik gehört (wie für Maurras bis 1926), aber Gehorsam? Da ist man halt doch „katholisch“. Der Protestant lehnt das Papsrtum ab, der Katholik zieht es vor, ihm nicht zu gehorchen.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#26   stat crux   17:36:20 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Die Unfehlbarkeit ist nicht alles,
(aber ohne sie alles nichts?), anerkennen muss Ihre Briderschaft auch den Jurisdiktionsprimat. Das ist der kritische Punkt. Der Papst regiert die Kirche ohne dass er von der Zustimmung aus der Kirche abhängt. Das hat das Vatikanum 1 so definiert. Es begründet zwar keinen pp. Absolutismus (die LEBENDIGE Tradition ist normativ), aber doch eine Autorität. Es trifft zu, dass Johannes XXIIII. und Paul VI. von der pp. Autorität in einer nier zuvor dagewesenen Weise Gebrauch gemacht haben. Das hat viele überfordert und Widerstand von weit „links“ bis weit „rechts“ provoziert. Aber die Zeichen der Zeit haben diesen Kraftakt herausgefordert. Zustände „ohne“ V 2 sind nur Phantasmagorien. Die „Katstrophe“, die Sie sugerrieren, wäre eingetreten, hätte es den 25. Jan. 1959 nicht gegeben.
Schon der Prediger vor dem Konklave 1963 forderte: Zurück zum Kurialstil „aller Zeiten“(d.h. 1954-1959). Vielleicht hat Lefebvre dessen Predigt vor Augen gehabt, als er „zu den Waffen“ rief (21.11.1974)? Die göttliche Vorsehung wollte Montini.
Redaktion benachrichtigen Die ersten Resultate?
#44   stat crux   17:28:08 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Die Modernisten!
Das waren: Loisy, Tyrell und Buonautiti und ein paar Mitläufer. Der Fall war 1909 erledigt. Man sollte die Dinge schon beim Namen nennen. Nicht einmal Hans Küng vertritt die Thesen, die 1907-1909 verurteilt wurden. (Ihm fehlt die intellektuelle Größe eines Loisy.)
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#24   stat crux   17:24:37 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Zu Marktl am Inn geboren?
Was also sagt „Gloria olivae“ lt. Malachias aus? Aussöhnung mit dem Judentum? Und dann der große Knall?
Die göttliche Barmherzigkeit wird Marcel nicht erlauben, das Ende der Welt zu sehen. Es kann ohne weiteres noch 200 Päpste geben… Und sie werden die nötigen Abgrenzungen schon treffen. Das ist Spruch des Herrn.
Wer Pius IX. bis XII. nicht durch die Brille der „Kritik“ sondern unter „Kritik der Kritik“ liest findet eine gerade Linie zum Vatikanum 2 (und darüber hinaus). Wetten dass?
Redaktion benachrichtigen Walpurgisnacht in der Offenen Kirche
#15   stat crux   17:19:24 | Donnerstag, 11. Mai 2006
La Civilta
dell’ amore :(3
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#22   stat crux   17:09:04 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Friede auf Erden?
Oder ist dieses Wort aus Betlehem bei Ihnen aus der Bibel gestrichen?
Wenn Sie nicht der Roncalli’schen Differenzierung folgen, dan, lb. Marcel, lesen Sie doch Umberto Begnini (ja, der vom Sodalitium). Sogar der „Vorzeigeintegralist“ unterschied die Kirche ad intra und ad extra. Wir diskutieren die Menschenrechtsidee POLITISCH als für den gesellschaftlichen Wirkungsbereich der Kirche gut, glücklich und günstig. Selbstverständlich ist das Ewige Wort des Vaters nicht dem „Wandel“ unterlegen.
Ihre Freimaurerphobie ist deshalb für echte „Brüder“ nur lächerlich, weil die gerade KEIN Dogma vertreten, sondern die Identifikation aus dem Ritual in der Bruderschaft beziehen (so gen. Arkandisziplin). Die Geheimgesellschagten sind ja gerade deshalb nicht zu packen, weil sie sich nicht als gesellschaftliche Gruppe verhalten. Und ich wiederhole nochmal: Bugnini war kein Freimaurer, der NOM enthält keine maurerischen Rituale, das ganze Gerede von Weltverschwörung ist eine Lieblingsidee der Extremen Rechten. Pius X. hat den 1. Weltkrieg kommen sehen, Sr. Lucia wurde der 2. Weltkrieg „gezeigt“, aber der 3. ist ausgefallen, zum Ärger mancher „Antikommunisten“, aber auch das ist Frucht des Konzils. Hurra, wir leben noch!
Redaktion benachrichtigen Die Rache der Kinderabtreiber
#28   stat crux   17:00:41 | Donnerstag, 11. Mai 2006
In der Bilderflut
werden einzelne Bilder besondere Aufmerksamkeit finden:
bspw. Guadalupe.
Redaktion benachrichtigen Die ersten Resultate?
#40   stat crux   16:58:36 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Nebenfrage:
Was lehrt Lefebvre eigentlich zum Jansenismus? :-#
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#18   stat crux   16:54:34 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Die Zeichen der Zeit
teilen sich selber mit; und das Lehramt der Kirche ist befähigt und befugt darauf einzugehen („Mater et Magistra“, Enz. Johannes XXIIII.)
Die Tradi-Argumentation ist von mehreren Prämissen abhängig, die ahistorisch sind:
„Die frz. Revolution gebar atheistische Menschenrechte.“ Schon das ist falsch. Die Menschenrechtsidee ist zu Betlehem geboren. „Atheistisch“ ist sie nur, wenn sie zum Götzen wird. Dehalb akzeptierte Johannes XXIII. die POLITISCHE Menschenrechtsidee von 1948, nicht die DOGMATISCHE von 1789.
„Die Kirche verurteilte den modernen Staat.“ Die Kirche verurteilte IMMER den totalen Staat, in welchen Erscheinungsformen auch immer. Gegenüber dem Absolutismus vertrat sie die Libertas Ecclesiae, heute DASSELBE auf Grundlage „neuer“ Geschäftsbedingungen.
„Das Konzil verkündete Liberalismus, Ökumene und Kommunismus.“
Das Konzil verkündete Ökumenismus als Weg zur größeren Ehre Gottes, aber kein „ökumenisches“ Dogma. Das Konzil hat keine liberale Staatslehre als Norm für das kath. Selbstverständnis verkündet, sondern eine Selbstkorrektur vorgenommen. Im STAAT ist die Religionsfreiheit der adäquate Ausgangspunkt. Den Kommunismus hat das Konzil zwar nicht definitiv verdammt, aber überwunden wurde er (Frucht des Konzils!) dennoch.
Fellay fehlen die Argumente. Deshalb redet er umso länger.
Redaktion benachrichtigen Die ersten Resultate?
#39   stat crux   16:44:49 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Lefebvre
hat nämlich, Daniela, etwas völlig Neues erfunden, was es in der ganzen Tradition nicht gab: Eine „Tradition“ nach subjektivem Programm, einen virtuellen Katholizismus. Es gibt NICHT EINE EINZIGE Belegstelle im Lehramt der Kirche, das den lehramtlichen Kurzschluss der Piusbrüder legitimiert; weder Syllabus noch Lamentabili und auch nich Humani generis.
Nirgendwo hat die Kirche das Ancien regime für unantastbar erklärt, nie, und niemals dem Totalitarismus nachgegeben, nirgendwo.
Sogar der „Integralismus“ während des Pontifikats Pius X. hatte eine SOZIALE Zielrichtung. U. Begnini schrieb eine Sozialgeschichte der Kirche; und viele UIltramontane wollten gerade die Soziallehre verbreiten, nicht aber antiquirte Staatsideen, die nicht einmal die Kirche „abgeschafft“ hat; das haben die Fürsten selbst erledigt.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#11   stat crux   16:36:21 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Im übrigen
heißt es in Satz 80 des Syllabus (einziger relevanter Anknüpfungspunkt für Econe) gar nicht „moderne Zeit“, sondern diese Zeit (1864). Und Nostra aetate ist eine andere!
Die Piusbruderschaft hat jetzt fünfmal mehr Mitglieder als das Sodalitium Pianum hatte. Aber das berief sich auf Pius V., während die 450 integralistischen Pianer von Pius X. verboten würden, so wie er 1914 (nach einigem Ringen) L’Action francaise verboten hat; deren Anschauungen, nicht deren Apparat! LEHRverurteilungen sind Lehrverurteilungen, kein Akt der Staatsgewalt. Wer die milde heutige römische „Zensur“ nicht ertragen kann, das sind ausgerechnet Klerofaschisten, denen in der glorreichen Vorkonzilszeit jede, aber auch jede dieser Eigenmächtigkeiten verboten worden wäre.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#8   stat crux   16:28:45 | Donnerstag, 11. Mai 2006
„Wir haben es verworfen und verurteilt.“
Spricht Exz. Fellay hier im Majestätsplural? Seine Auslegung der Tradition ist falsch: Die Kirche hat ZU KEINEM ZEITPUNKT den modernen Staat verurteilt. Das päpstliche Lehramt hat bestimmt Auffassungen, die moderne und liberale Ansätze auf die Ebene der Weltanschauung (des „Dogmas“) hoben, verurteilt. Wer die Sätze im Syllabus od. Lamentabili liest, der sieht, dass ZEITirrtümer verurteilt wurden (keine ewigen Irrtümer). Der Vorzug des Katholizismus ist, dass er der Selbstkorrektur fähig ist (vgl. J.H. Newman) um SO „semper idem“ immer und immer das Ewige Wort des Vaters in die Zeit auszusagen. Zuständig ist aber das Lehramt, nicht die Theologie.
Die Aussagen des Lehramts gegen immer von demselben Dogma aus, wenden es aber auf Situationen an. Die Kirche hat ihre Gesellschaftslehre der Entwicklung angepasst, nicht das Dogma.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#4   stat crux   16:12:18 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Das Opfer: Kein Mythos.
Seitdem ich das Mallerais-Interview gelesen habe, bin ich mir völlig sicher, dass die Brüder kein Übereinkommen wollen. Sogar dann nicht, wenn man ihnen „alles“ konzedieren würde.
Die kochen ein ganz anderes Süppchen. Sogar „Hardliner“ Athanasius sagt jetzt, dass auch der Canon Missae das Sühnopfer nicht „ausdrücke“, Marcel feiert ein virtuelles „Imperium“ (dem er, käme es, wahrscheinlich zum Opfer fiele, weil ich ihm nicht glaube, dass er unter dem Terrorregime eines Duce anpassungsbereit genug wäre), Dr. Reggazoni nimmt Zuflucht zu Habermas und Ricoeur, um die Konzilspäpste als „Machtpolitiker“ zu entlarven.
Im inneren Zirkel ist man da wohl so weit, Ratzinger für schlimmer als Luther zu halten, und aus Fatma + Malachias die Quersummer zu ziehen, dass der „Endkampf“ bevorsteht. Kein Wunder, wo doch lt. Lefebvre (sein Schüler wurde 1976 Kardinal, nicht er, zur Strafe kam es dann zu den Weihen von 1976) noch 1990 lehrte: Alle Staaten, die die Menschenrechte akzeptieren, fahren zur Hölle!
Redaktion benachrichtigen Fatimastatue kommt nach Rom + …
#11   stat crux   16:04:17 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Hallo, Anasthasius,
eben o^/ erst las ich ein Statement von Ihnen vom 4. Mai: Danach drücken alle vier Hochgebete das Sühnopfer nicht aus. Abgesehen von der Frage, inwiefern eine „Ausdrückung“ im Text überhaupt nötig ist: Das Hochgebet I (vel Canon missae) ist IDENTISCH mit der Fassung von 1962. Dann drückt also auch der Canon im MR von 1570 das Sühnopfer nicht aus?? Meinen Sie vielleicht gar nicht das Opfer Christi? Sondern ein aztekisches Opferritual??
Redaktion benachrichtigen Die Rache der Kinderabtreiber
#22   stat crux   15:54:30 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Kaffee auf der Baustelle
Mir gefallen auch viele Bilder nicht, die hier eingestellt werden. Aber gut: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche als Zeltlager
#36   stat crux   15:38:35 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Wahrscheinlich
war Marcel Lefebvre anfangs nur beleidigt, dass nicht er Kardinal wurde, sondern sein Schüler Thiandoum. Und dann wirft man eben mit Stinkbomben. „Marcel semper imperat…“
Redaktion benachrichtigen Aus dem Leben eines Christdemokraten
#26   stat crux   15:26:02 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Democratie chretienne
Die Kirche hat in einem schwierigen Lernprozess seit 1789 gelernt, dass die Regierungsform zur Gesellschaftsebene gehört, nicht zum Dogma. Manche Christdemokraten riskieren den Umkehrschluss als habe sich jetzzt das Dogma der Gesellschaftslehrer zu fügen. Das wiederum ist Anlass der Integralisten zur Rebellion. Richtig an der Demokratiekritik Leo XIII. bleibt, dass die Christdemokratie teil der „sozialen Wohlfahrt“ ist (wenn auch deren Bereich mittels parlamentarischer Regierungsform ausgeweitet wurde).
Aber gerade für „Wohlstand für alle“ interessiert sich der antinomische „Katholik“ ja gerade nicht.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche als Zeltlager
#34   stat crux   15:19:22 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Sie sind sogar stolz auf dieses Interview?
Mallerais weiß, das Bugnini kein Freimaurer war. Und selbst wenn er es gewesen wäre: Wie kann denn bitteschön das „Werk“ eines „Einzeltäters“ das Beten einer ganzen Tradition „zerstzören“?? Gesetzt den Fall es gab keinen Bedarf für eine Liturgiereform: Warum akzeptieren sie denn fast 100% der Katholiken? Weil Christus entthront wurde?? Ich kann Ihnen einen vertrauenswürdigen Psychiater nennen.
Redaktion benachrichtigen Die Rache der Kinderabtreiber
#20   stat crux   15:10:56 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Ja, falsche Baustelle,
im „Eifer des Gefechts“; aber ab und zu gucken ja „Neue“ hier rein, dsie noch nicht wissen, was hier das Arkanthema ist …
Grüße!
F.N.O.
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#12   stat crux   15:09:40 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Hass und Gewalt
hat kein katholischer Staat je gepredigt. Es hat immer die augustinische Differenz von Religion und Politik gegeben, wenn auch Kooperationsverhältnisse und Vermengungen teils peinliche Resultate heraufführten. Die Kirche hat keine Angst vor der „offenen Gesellschaft“. Die Nervosität der Fr. Zypries ist eher ein Signal dafür, dass die dogmatische Laizität im Schwinden begriffen ist. Sogar Habermas nähert sich dem Thema der Religion. „Ottaviani“ (der hiesige, sein Vorbild war ein Mann des Glaubens und der Vernunft) würde sogar zugeben, dass das zum Neuen Pflingsten zählt…
Redaktion benachrichtigen Die Rache der Kinderabtreiber
#18   stat crux   15:04:45 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Da die Kirche
immer nich in Anspruch nimmt, zu entscheiden, welche wesentlichen Fragen in der Rechtsordnung gemäß der Sittlichkeit geregelt sein sollen (ohne Machtmittel zur Durchsetzung zu beanspruchen) wird der Konflikt um den Umfang akzeptabler Laizität nicht enden.
Die Gegenseite bestreitet, dass die Kirche die Grenze zwischen Dogma und Gesellschaftslehre ziehen darf. Damit macht sie den Gemeinwesen zum Dogma, den Vorrang des „Throns“ vor dem Altar. Während der petrinische Anspruch mit jeder Staatsform verhandeln kann (und Rom mittlerweile die Demokratie IM STAAT fördert), kommen die Tradi der Moderne gerade darin entgegen, dass sie den Vorrang der Politik akzeptieren, aber im Namen der „Tradition“ ein bestzimtes Wweltbild (das Maurras’sche) zum DOGMA machen. Sie sind eben doch nur antinom, nicht autonom von L.E.F. (Liberte Egalite Fraterinite).
Redaktion benachrichtigen Gesetz mit Pferdefuß
#60   stat crux   14:58:33 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Weltfriedenstag,
Tag der sozialen Kommunikationsmittel, Tag der Migranten etc. Wozu gibt es diese Erweiterung des kirchlichen Handelns im Jahreskreis? Damit die sozial-gesellschaftlichen Themen als solche behandelt werden und nicht religiös-kurzschlüssig im Gottesdienst.
Hier Heiligtum, dort Marktplatz.
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#8   stat crux   14:54:13 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Das Weltbild von Econe
ist schon deshalb off off off broadway, weil ZUERST der so gen. „katholische Staat“ eingeführt werden müsste. Dessen Direktiven hätte aber niemand zu kontrollieren! Unter heutigen Bedingungen käme nicht wieder das Ancien regime dabei raus, sondern ein monströser Totalitarismus. Die Monarchie war zu ihrer Zeit immerhin noch Rechtsordnung. Die heutigen Tradi können sich so munter als „Tradition“ gerieren, weil sie die Früchte der Demokratie und der Religionsfreiheit genießen. In einem Staat nach den dortigen Konzepten würden „Abweichler“ sofort erschossen. Todesstrafe für Empfänger der Handkommunion! Lebenslänglich bei Gebrauch eines Kondoms! Zum Glück ist das Szenario irreal. Und nicht einmal Mussolini oder Maurras hätten es durchgesetzt, denn die Diktatoren beugen die Knie nicht vor einem Alt-Erzbischof; und Fellay würde als erster verhaftet und zum Widerruf gezwungen, benähme er sich gegenüber dem Duce so frech wie gegenüber dem Papst.
Redaktion benachrichtigen „Wir befinden uns in einer gewaltigen Krise“
#17   stat crux   14:46:45 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Marschtrittchristentum,
Und „Helm ab, zum Gebet!“
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#6   stat crux   14:44:38 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Stellen wir mal ganz dumm:
Die Zentrumspartei bekommt 2009 70% der Sitze im Dt. Bundestag und gewinnt die 2/3 Mehrheir im Bundesrat. Bleibt dennoch die Religionsfreiheit im Grundgesetz? Jawohl. Ein Unterseklretär der Glaubenskongregation würde Bundeskanzler Geis ein Fax schicken, dass die Religionsfreiheit zur kath. Soziallehre gehört.
Die „Schwulenehe“ würde allerdings verboten.
Redaktion benachrichtigen Gesetz mit Pferdefuß
#58   stat crux   14:30:55 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Demokratie ist kein Dogma,
sondern eine Form der Regierungsausübung. Der Ort der Diskussion ist also die Christliche Gesellschasftslehre, nicht die kirchliche Dogmatik, Dr. Heger!
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#3   stat crux   14:28:03 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Immerhin hat die Ministerin,
anders als die absoluten Fürsten des 18… Jh., kein Jesuitenverbot gefordert.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche als Zeltlager
#32   stat crux   14:22:55 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Höffner und die Tradition
Dr. Heger, Sie zitieren wieder aus dem politischen Kontext und halten das für eine religiöse Botschaft. Es trifft zu, Kardinal Höffner nannte einmal das Jahr 1968 gravierender als 1933. Er löste damit große Tumulte aus.
Aber den dogmatischen Traditionsbruch zu vollziehen, das gelang erst, unter Ausnutzung des 1968er Kulturbruchs (!), jenem Rebellen von Ec^one. Es ist m.E. der einzige Traditionsbruch, der zugleich das Gegenteil behauptet. Unausdenkbar.
Redaktion benachrichtigen Die ersten Resultate?
#17   stat crux   12:40:09 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Argumentativ
kommt man nicht weiter, weil der von kreuz.netz gelehrte Kastechismus nur der Repressionssteigerung zur Erzwingung einer inneren Arkandisziplin der Sekte dient. Das ist vom Evangelium so weit weg wie die Gebeine Mussolinis von den Heiligen Drei Königen.
Redaktion benachrichtigen Für Männer ist das Patriarchat nicht besonders attraktiv
#49   stat crux   12:37:11 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Die Jungs von kreuz.net
haben NUR ein Thema, „NOM“ (als Instrument der Spaltung missbraucht). Der Rest ist Garnitur. Denn wenn schon das Kreuz Christi, nach an Lefbvre ergangenen Privatoffenbarungen, antiliberal, antikökumenisch und antikommunistisch war, dann muss man sich „kreuzweise“ positionieren. EIGENTLICH geht es denen nur um ihre Zaubersprüche. Und wer „richtig“ denkt, darf auch mit doppelter Freude sündigen. Denn um Glaube, Hoffnung, Liebe geht es denen zuletzt.
Redaktion benachrichtigen Die ersten Resultate?
#15   stat crux   12:32:20 | Donnerstag, 11. Mai 2006
K wie Katja
Leider gingen bei Ihnen die Kursivsetzungen etwas durcheinander.
Ich halte überhaupt gar nichts von Diskussionen darum, wie sich „die Kirche“ am besten „positioniert“. Suchet zuerst das Reich Gottes!
Es muss doch überraschen, welche Anziehungskraft solche spirituellen Bewegungen gewonnen haben, die Glaubenstradition und kulturelle Modernität zu verbinden verstanden. Der Integralismus a la Lefebvre wäre, gemessen an dem wahnwitzigen Anspruch („Tradition“), nur eine Lachnummer, wären dort nicht Seelen in Gefahr.
Redaktion benachrichtigen Für Männer ist das Patriarchat nicht besonders attraktiv
#47   stat crux   12:26:19 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Ohne zynisch sein zu wollen:
Verspüren manche also den Ruf in die Nachfolge Lefebvres, weil sie unter „Männern“ verspottet werden??
Redaktion benachrichtigen Neue Indultgemeinden in Deutschland
#67   stat crux   12:23:55 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Es geht um den Gottesbegriff:
Der Ausdruck „Faschismus“ für das, was von der Zivilisation übrigbleibt, wenn orientalischer Nihilismus und westlicher Aktivismus zusammengehen („Bekenntnisse eines Taoisten an der Wall Street“) ist sicherlich verzichtbar. Mir ist auch lieber, die Begriff auf Italien 1922-1943 einzugrenzen. Aber gerade die Erfahrungen in Italien haben den Katholizismus dazu gezwungen, der tiotalitären Versuchung zu entgehen. Das hier so oft angegiftete Konzil samt Ökumene und Dialog ist eine Tat zur „Ehrenrettung“ Gottes, der der je Größere ist; Gott zur höchsten „Rechtsquelle“ zu degradieren ist (außerhalb der Reichweite des Islam) pure Blasphemie. Und mir scheint: Das hat uns Fatima noch (nach 1989) zu sagen.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche als Zeltlager
#30   stat crux   12:19:02 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Wir sind anti,
sagte Exz. Lefebvre am 8. 12. 1987, weil das Kreuz Christi anti ist: Antiliberal, Antiökumenisch, Antikommunistisch.
Antikommunistisch sogar dann noch, wenn es keinen Kommunismus mehr gibt? Dem Herren ein achtes Wort am Kreuz in den Mund zu legen konnte sich der Alt-Erzbischof-Bischof dann wohl noch gerade verkneifen: „Wir sind AntiNOM!“
Redaktion benachrichtigen Die ersten Resultate?
#11   stat crux   12:14:52 | Donnerstag, 11. Mai 2006
In der Ordnung der Gnade
ist der Pflichtzölibat eine (wenn auch nicht göttlichen Rechts) eine kirchliche Großtat zur Ehre der Eucharistie.
Es ist eine schwere Anforderung, wird aber mehr und mehr –- in Zeiten allgemeiner Herrschaft des philosophischen Naturalismus –- zum Rettungsanker für die Identität der Kirche.
Denn es gibt kaum ein glaubwürdigeres Zeugnis, wenn glaubwürdig gelebt, als diesen Verzicht. Vgl. Enzyklika sacerdotalis caelibatus, Paul VI.
Redaktion benachrichtigen Neue Indultgemeinden in Deutschland
#65   stat crux   12:09:08 | Donnerstag, 11. Mai 2006
28. 9. bis 28. 10.??
Was heißt das eigentlich?? Und was schreit der kleine Faschist da?? Gay??
Redaktion benachrichtigen Für Männer ist das Patriarchat nicht besonders attraktiv
#44   stat crux   12:07:35 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Wetten dass?
Hätte ich eine „Pornosammlung“ würde ich sie darauf verwetten, dass die Schwulenquote unter „Tradi“ Priestern mindestens doppelt so hoch ist wie bei den NOMalos. So einen süßen Piusbruder ‘rumkriegen? Ist doch sicher ein Pluspunkt in der Szene??
Redaktion benachrichtigen Die ersten Resultate?
#7   stat crux   12:03:49 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Angesichts der Krise der Ehe
lautet die redliche Frage nicht: „verheiratete Priester“, sondern sexuelle Freizügigkeit für Priester. Da die Zivilehe alsd Ideal ausgedient hat, ist eine christliche Ehe mindestens so „heroisch“ wie der Zölibat. Wer die Abschaffung des Pflichtzölibats fordert, hat eigentlich die restlose Einfügung des Klerus ins System vor Augen, Kirche als Beamtenapparat und Faktor des gesellschaftlichen Lebens neben vielen anderen. „Seelen gewinnen“ würde man so nicht (und will man auch nicht, solange die Gehälter gewährleistet sind).
Scheinantworten auf Scheinprobleme? Nützen nicht.
Redaktion benachrichtigen Neue Indultgemeinden in Deutschland
#63   stat crux   11:33:48 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Buddha??
Nihilismus + Aktivität = Faschismus
Redaktion benachrichtigen Die ersten Resultate?
#2   stat crux   11:31:34 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Bischofsheim
Tatsächlich haben die Gläubigen einen Anspruch darauf, dass die Liturgie strikt nach der Messordnung gefeiert wird. Die sinkende Zahl der Priester gibt freilich ein „Repressionspotential“ her, so dass jeder für sich Papst spielt. Das kann den Betern nicht gefallen.
Und viele der vom Etat diktierten Strukturreformen bringen doch im Effekt nur wieder eine Steigerung des bürokratischen Übergewichts im dt. Katholizismus. Zwar nicht Rom gehorchen, aber für die eigenen Kreationen dann Unterwerfung verlangen. Die „Machtfrage“ wird lange noch nicht gründlich genug beleuchtet. Gegen den pouvoir temporel der Hierarchie leisten die Beter legitimen Widerstand, auch wenn er noch so indirekt daherkommt.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche als Zeltlager
#28   stat crux   11:24:03 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Traditionsbruch
war nicht das Konzil, sondern die Neugründung Lefebvres im Namen der „Tradition“. Das war eine unerhörte Innovation. Unter Behauptung des Gegenteils, selbstredend.
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#44   stat crux   11:19:11 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Un siecle, une vie
Viel interessanter ist, was Jean Guitton in seinem Lebensbericht von 1988 (!) über seine letzte Begegnung mit Lefebvre schrieb.
Das Wiedererleben der alten Messe rührte den alten Philosophen, die Texte kannte er alle aus seiner Jugend!
Aber in der Sache selbst, die Bischofsweihen betreffend, wich der greise Erzbischof in Zynismus aus. Guitton solle bei der Reise nach Hause lieber auf seine Gesundheit achten und nicht in den Straßengraben fahren, um durch diesen „Unfall“ ein Zeichen des Himmels zu simulieren. Lefebvre fragte also nicht mehr danach, ob der Himmel will, was er vorhatte. Er hätte nur noch auf ein „Wunder“ hin von seinem Plan abgelassen. An WEN oder WAS glaubte Lefebvre?? Das ist hier die Frage.
Redaktion benachrichtigen Wozu Vorurteile gegen Rom schüren?
#40   stat crux   11:12:10 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Tat und Wahrheit
Losgelöst von Rom einen ahistorischen Integralismus zu vertreten, lb. Dr. Heger, ist ein Problem, das sich nicht an Zahlen festmachen lässt. Dennoch sollte man sehen, dass mehr als 99,8 % aller Katholiken keine doktrinären Schwierigkeiten mit der neuen Messordnung haben. Ungehorsam vieler der rd. 450.000 Priester ist ein Problen, aber das Problem der 450 „antinomischen“ Druiden ist, dass man –- unter Behauptung des Gegenteils –- eben als Gläubiger nicht sicher sein kan, was die da feiern. Es sieht traditionell katholisch aus. Aber was ist drin in dem Paket?? Da liegt doch der Konflikt.
Redaktion benachrichtigen Fatimastatue kommt nach Rom + …
#7   stat crux   16:03:10 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Popetown Avignon
Das Sodalitium Pianum unter U. Begnini wurde zwar von Papst Pius X. gefördert, hatte aber nie mehr als 5o Mitglieder. Namensgeber war übrigens Pius V., nicht Pius X. Diese „Verbindung“ erreichte nie die „Gefährlichkeit“, die ihr Kryptomodernisten nachsagen. Die Kommunikation zwischen uns, Athansius, ist wohl kaum möglich, WEIL sie „Integralist“ sind UND NICHT erkennen, dass das auch eine Differenz zur Offenbarung impliziert. Es reicht nicht, Naturalist zu sein, der „natürlichen Autorität“ (Monarchie, Kommunismus etc.) aber eine „übernatürliche“ Qualifikation zuzusprechen. Zur REligion gelangt man erst, wenn man über diese Limitatiio Christi („Christkönig“ = Louis XVI.??) hinwegkommt. Oder auf außerliturgischen Gebiet: Der Kreationismus ist ebenso Naturalismus wie der Evolutionismus. Lesen Sie „Humani generis“ nochmal in aller Ruhe und mit Bedacht. Ad MAIOREM Dei gloriam…
Redaktion benachrichtigen Neue Indultgemeinden in Deutschland
#60   stat crux   15:40:14 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Selbstverständlich,
Justus, angemessene Formen! Mir ging es nur darum, darauf aufmerksam zu machen, dass dem Klerikalismus („Entmündigung der Gläubigen“) noch lange nicht abgeschworen hat, wer sich nur modern gewandet, aber das Niveau der Beter arrogant „herunterdefiniert“, als ob sie eine selbstreferenzielle Dramaturgie wollen würden!
Was vorkonziliar schon zu selbstreferenziell war, das brach 1965 zur Vollblüte durch. Die Gegenbewegung heißt „opus Dei“ (mit kleinem o:)
Liturgie als „Gotteswerk“, dem alle in Ehrfurcht dienen.
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#39   stat crux   15:34:53 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Sachlichkeit = Materialismus?
„Bundesrecht bricht Landesrecht“, steht irgendwo im Grundgesetz. Und so ähnlich denken Sie sich die Übernatur. Eine höhere Rechtsordnung, die niedrigere Ordnungen „bricht“.
Das ist Ihre Religion, aber nicht der Glaube Petri:
„Du, Herr, hast Worte des ewigen Lebens.“
Unser Konflikt berührt also das Credo als Ganzes! Kein Wunder, denn aus dem katholischen Glauben kann man kein Stück herausbrechen (auch nicht Vatikanum I), ohne das ganze Bekenntnis zu gefährden (so Benedikt XV., 1914). War das auch ein „Modernist“?
Redaktion benachrichtigen Die sieben Todsünden der Traditionalisten
#53   stat crux   15:10:04 | Mittwoch, 10. Mai 2006
und die Sünde wider den Heiligen Geist
Nicht nur von der liturgischen Seite, auch von der caritativen Seite ist nachweisbar, dass die Tradi ein „Eigenleben“ außerhalb der Kirche führen. Ihre Selbstgerechtigkeit will nur Störfaktor sein.
Redaktion benachrichtigen Neue Indultgemeinden in Deutschland
#58   stat crux   15:03:45 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Die liturgische Krise
ist älter als die liturgische Bewegung. Die Liturgiereform wollte Antwort auf eine Krise sein, deren Ausmaß man vor 1962 nicht taxieren konnte. Das vordergründig noch aufrechterhaltene Gehorsamkeitsprinzip im Klerus hat viele Risse bemäntelt, kaschiert. Das Konzil hat die Gesamtkrise eher abgekürzt. Die eigentliche liturgische Bewegung beginnt erst jetzt; und mit Sinn für Ihren Geist kann auch das „Augenblicksprodukt“ würdig gefeiert werden. Ob ein Priester dem Klerikalismus huldigt, das entscheidet sich nicht an Worten und Paramenten, sondern an seiner inneren Disposition.
Aber jede Kirche muss mit den Leuten arbeiten, die sich ihr zur Verfügung stellen. Andere gibts nicht.
Redaktion benachrichtigen Fatimastatue kommt nach Rom + …
#5   stat crux   14:56:11 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Der Integralismus
ist als ganzes der Wurzel des philosophischen Naturalismus entsprungen. Ob er sich, wie es meist anzutreffen war, mit dem Faschismus identifiziert („Machtpolitiker“) oder mit „linker“ politischer Theologie ist zweitrangig.
Im Kern handelt es sich, ins Antimoderne gewendet, um dieselbe Leugnung des übernatürlichen Charakters der Kirche. Lefebvre et al. konnten ihre „Feinde“ deshalb nur an politischen Reizworten erkennen, denn für das eigentliche Mysterium fidei sind diese Leute fast ebenso taub wie es Döllinger oder Loisy waren. Sie hängen zwar der Ästhetik der „Alten Messe“ nach, nicht ihrer Sendung.
„Ite, missa est!“
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#37   stat crux   14:40:10 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Roncalli. Ein Verführer?
The man who seduced 4 billion human beings?? Ja. Ihnen fehlt der Glaube. Das ist ein wahres Wort. Ich versuche es nochmals mit einer anderen Argumentation:
Auch wer eine Position ablehnt, übernimmt gelegentlich Implikationen der Gegenseite. Dieser Irrtum ist Exz. Lefebvre unterlaufen. (Er war aber nicht der einzige.) Halten wir uns nicht bei Äußerlichkeiten auf, sondern bei der Frage: Wie kommt jemand dazu, eine Neue Messordnung für häretisch zu halten? Das setzt voraus, dass Textänderungen das Geschehen „vernichten“ können. Eine im Text „abgeschwächte“ Theologie schwächt auch die Realpräsenz?
Das verrät aber, so skurril es klingt, eine NATURALISTISCHE Auffassung von Übernatur. Der Integralist glaubt nicht, dass Christus handelt, sondern er glaubt, dass der Priester handelt (und fügt dem eine Qualifikation hinzu eines „als ob“ Handelns Christi). Wer den NOM verwirft, verwirft also die Realpräsenz unter Aufrechterhaltung eines „Präsenzglaubens“ (als Vorstellung, nicht als Akt). Der integralistische Priester ist Simulant Christi, Darsteller.
Die Auffassung von der Zelebration als einer Als-Ob-Darstellung war aber offenkundig vor dem Konzil schon so weit verbreitet, dass 5/6 oder 7/8 des Klerus in Mitteleuropas diese als Legitimation hernahmen, um ihre bisher heimlichen Zweifel offiziell als Neue Lehre zu feiern. Aber ein Integralist ist auch dann Naturalist, wenn er „rosa“ Paramente vorzieht statt anthrazitfarbenen.
Redaktion benachrichtigen Fatimastatue kommt nach Rom + …
#3   stat crux   14:30:09 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Ideologie der Diskontinuität
Ihr Lieben,
die Euch so verhasste „Linke“ hat das Konzil als Bruch interpretiert und die letzten Heuler des Integralismus haben das Stichwort dankbar aufgegriffen. Worin bestand also das Verbrechen des Papstes Johannes??
Er war kein Politiker! Er war ein „Zelant“, wie Sarto auch. Seine wichtigsten Enzykliken beziehen sich zwar auf die kath. Soziallehre, aber in welcher Absicht? Um die Lehre der Kirche aus dem Sumpf tagespolitischer Verstrickung herauszuheben und heller, für alle sichtbar erstrahlen zu lassen. Das hat „Lumen Gentium“ umgesetzt.
Das Wichtigste an „Gaudium et spes“ ist, dass die weltlichen Dinge darin getrennt von Lumen Gentium und Dei Verbum verhandelt werden. „Der Tiber ist breiter geworden“ (zwischen Vatikan und Quirinal). Das war conditio sine qua non der Neugerwinnung einer Autorität des Evangeliums für die gesamten Kinder Gottes.
Redaktion benachrichtigen Walpurgisnacht in der Offenen Kirche
#13   stat crux   18:42:59 | Dienstag, 9. Mai 2006
Just do it.
Egal was. Das ist die Zauberformel für nihilistischen Aktivismus.
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#25   stat crux   18:39:19 | Dienstag, 9. Mai 2006
Es ist nicht meine Aufgabe
einem Papst das Fürchten beizubringen, auch nicht Ihre –- und auch nicht die Aufgabe eines Erzbischofs. Die „Modernisten“ wurden von Pius X. mit Recht bekämpft. Sein Sieg war vollständig. Fast niemand vertritt heute die Sätze aus „Lamentabili“. (Fast niemand die Sätze, die der Syllabus verurteilte.) Man muss neue Probleme auch neu benennen. Das leistet das Magisterium, nicht das Internet.
Wer behauptet, dass jedwede Abweichung in der Darstellungsweise der katholischen Lehre schon „Modernismus“ ist (Mallerais versucht es bei B XVI), setzt sich doch selbst dem Verdacht aus, nur noch einen Mythos zu lehren. Denn der muss „korrekt“ überliefert werden, weil nicht das Faktum Christi für seine Wahrheit eintritt.
Ich verteidige das Kreuz, nicht das Symbol des Kreuzes.
Redaktion benachrichtigen Nicht vom historischen Jesus eingesetzt
#59   stat crux   17:16:06 | Dienstag, 9. Mai 2006
Kardinal Scheffczyk
sagte einmal (sinngemäß): Wir wissen letztlich nicht genau, warum Christus es so bestimmt hat, wir wissen aber, dass er es so bestimmt hat. Ich versuche, diese Realität als mystisches Faktum vorzustellen, so wie auch andere Gehemnisse des Glaubens zugleich Fakten sind. Es ist so und nicht bloß „ausgedacht“ oder „dargestellt“.
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#23   stat crux   16:52:11 | Dienstag, 9. Mai 2006
Ihr Bekenntnis zu Avignon?
Zum Glück müssen wir die Kirche nicht „machen“; die Reichweite selbst pontifikaler Politik ist gar nicht so weit. Kein Papst kann das Beten der Menschen abschaffen, kein Konzil kann den atheistischen Humanismus „erzeugen“. Auch hierzu hat Paul VI. alles Notwendige gesagt.
Ihr
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Walpurgisnacht in der Offenen Kirche
#9   stat crux   16:48:53 | Dienstag, 9. Mai 2006
Die Offene Kirche
ist auch nur ein esoterischer Mythos. Vom „historischen Jesus“ hin bis zur Verunglimpfung des NOM als „Häresie“, von Dan Brown bis Leonardo Boff zeichnet sich doch als Konflikt hinter den Konflikten ab, dass „Le Surnaturel“ (de Lubac) nicht mehr geglaubt wird, wohl aber die Mythen der Bibelkritik, der Psychanalyse und der politischen Theologie (von Marx bis Murx).
Redaktion benachrichtigen Nicht vom historischen Jesus eingesetzt
#57   stat crux   16:43:00 | Dienstag, 9. Mai 2006
Ja, Christus ist der Handelnde,
nicht Christa. Wie gesagt: Das ist nicht meine Meinung, sondern lehramtlich entschieden. Ich versuche doch nur, es begreiflicher zu machen, in einem neo-mythischen Zeitalter, das mystische Fakten in esoterische Selbstbespiegelung auflöst (von weit links bis weit rechts im theol. Spektrum). In diesem Punkt ist Rom mit Gewissheit zuverlässig. „Glauben Sie mir!“ So spricht der Herr.
Redaktion benachrichtigen Walpurgisnacht in der Offenen Kirche
#7   stat crux   16:39:47 | Dienstag, 9. Mai 2006
Die kulturell mittlerweile
irrelevanten ev. Kirchen der Schweiz unterhalten ein relinfo.ch, das sich in gewohnter Manier an Geistlichen Gemeinschagften abarbeitet und sie in Sektennähe platziert. (Das mag ja beim „Engelwerk“ noch angehen.) Zieht man aus diesem Syllabus der Kontradiktionen einen konträren Schluss, dann empfiehlt das Staatskirchentum deer Schweiz offenkundig, den aktuellen kulturellen mainstream religiös zu überhöhen.
Jesus hätte demnach zu seiner Zeit empfohlen, den Kaiser Tiberius als Gott anzubeten. Das ist von einer Walpurgisnacht bekanntlich nicht weit entfernt.
Redaktion benachrichtigen Neue Indultgemeinden in Deutschland
#42   stat crux   16:34:36 | Dienstag, 9. Mai 2006
Altarkreuz
Und als Minimum hat der heutige Papst 1999 in „Geist der Liturgie“ (lesen!) empfohlen, auf dem Volksaltar ein sichtbares Kreuz zu errichten, damit die gesamte Gemeinde zum Herrn hin feiert.
Redaktion benachrichtigen Nicht vom historischen Jesus eingesetzt
#55   stat crux   16:30:53 | Dienstag, 9. Mai 2006
Das Opfer: Kein Mythos
Ginge es in der Liturgie um eine symbolische Wiedergabe eines Mythos (so heute von liberalen Bischöfinnen gefeiert), wäre die Frauenordination möglich. Wir treten aber ein in die Stunde Jesu. Daher ist eine strengere Repräsentanz Christi unabänderbar.
Es heißt nicht „Die Leibin Christae“.
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#21   stat crux   16:25:19 | Dienstag, 9. Mai 2006
Ohne den „Erzbischof“
wäre die Liturgiereform in ruhigere Bahnen gelangt, hätte segensreicher gewirkt und Ausnahmen vom NOM hätte es früher und großzügiger gegeben. Quelle: Papst Paul VI., Brief an Lefebvre vom 11.10.1976. Die strikte Disziplinierung war „Kriegsrecht“, um einen massenhaften Glaubensabfall zu verhindern.
Das fanatische Kriegsgeschrei der Märsche auf Rom 1970, 1971, 1973 hat doch erst die (zu krasse) Quasi-„Exkommunikation“ der Alten Messe erzwungen. Sicherlich nicht In Nomine Domini.
Redaktion benachrichtigen Viel Begeisterung – und ein bitteres Ende
#8   stat crux   16:17:12 | Dienstag, 9. Mai 2006
Hallo Aurelius,
weil ja der Name jetzt auf der Webseite außen rechts angezeigt wird, bin ich im Zweifel, ob ich nicht doch besser unter neuem Lesernamen schreibe.
Pius X. hatte meines Wissens keinen akad. Titel erlangt. Bei B. XV. weiß ich im Moment nicht, ob er zwei Doktorhüte hatte. Bei den früheren Päpsten ist etwas unklar, ob der jeweilige Abschluss der Studien einem heutigen Doktorat entspricht. Pius VII. hatte, wenn mich nicht alles täuscht, zeitweilig eine Professur inne.
Mit besten Grüßen
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Verkappter Kannibalismus
#4   stat crux   14:29:49 | Montag, 8. Mai 2006
Bild Dir Deine Meinung,
notfalls auch ohne kreuz.net
Redaktion benachrichtigen Es gibt immer einen theologischen Weg
#38   stat crux   14:27:44 | Montag, 8. Mai 2006
C.J. Burckhardt:
Eine sehr relevante Stellungnahme, zweifellos: Wo ist die Quelle dazu? Sie unterlassen aber wieder die Bezugnahme auf den Lauf der Welt. Unter so großer Gefahr (vgl. Fatima!) mussten Zeichen gesetzt werden. Traditionalismus kann sich nur leisten, wenn sich andere glöeichzteitig um den Fortbestand der Zivilsation und der Kirche in ihr kümmern. Die Roncalli’sche Unterscheidung zwischen dem unveränderlichen Glaubensgut und seiner veränderlichen Ausdrucksweise ist nur für den schleierhaft, der das Vertrauen in das vitale Lehramt der Kirche verloren hat. Dieser Vertrauensverlust ist das gemeinsame Kennzeichen von Modernismus und Integralismus.
Redaktion benachrichtigen Das kostbarste aller Metalle
#9   stat crux   14:11:49 | Montag, 8. Mai 2006
Die Hitliste
rechts veröffentlicht jetzt ja immer die neuesten statements; ein Grund mehr, den Lesernamen nun :(3 doch zu wechseln…
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen
#37   stat crux   15:48:46 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Stat crux!
Lieber Herr Höck,
Ihre Intervention hat mir so gut gefallen, dass ich das zum neuen Lesernamen gemacht habe. Nach einem Jahr („von Florian zu Florian“) unter Klarnamen, schreibe ich jetzt so weiter, falls noch nötig.
Ihr
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen
Es wurden 6 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
«      1   2   ›   »
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net