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#84 Wolfgang K. 13:15:07 | Mittwoch, 26. November 2008
zur Persönlichkeit Maximilians Zitat ein „Maximilian war ein großer Regent. Wie kaum ein anderer kämpfte
er gegen die protestantischen Irrlehren und steckte sein ganzes Engagement in die katholische Gegenreformation,
die in Bayern sehr erfolgreich war“ Zitat Ende. Tja auf etwas kann man wirklich stolz sein. Heute würden
sie ihn als Kriegsverbrecher in Den Haag anklagen… Und die „Gottesmutter“ als heilige Johanna im Kampf
gegen die Protestanten – eine etwas aberwitzige Vorstellung…
Renaissance-Päpste Das das Zölibat spätestens im Zeitalter eines Rodrigo Borgia Probleme aufgeworfen
hat, und die Zeit des ausgehenden Mittelalters Antworten gesucht und gefunden hat – ist ja nicht neues.
Ich möchte hier jetzt auch nicht unbedingt das Leben von Alexander VI. und seiner Geliebten vertiefen.
Aber das die Väter der Reformation aus genau diesen Gründen das Zölibat für die protestantischen Geistlichen
abgeschafft haben, ist doch kirchengeschichtlich und vor allem menschlich nach vollziehbar. Dazu muß
man noch nicht einmal in die Bibel gehen. Luther hat das richtig erkannt und vor allem die Konsequenzen
gezogen. Und was bitte schön ist an einem verheirateten Pfarrer so schlecht? Aber es gibt auch in der
katholischen Kirche freidenkerische Geister (wie Kardinal Zollitsch) die diese Diskussion wieder auf einer
konstruktiven Ebene neu entfachen. Ich habe schon lange keinen mehr so guten Artikel über das Zölibat
gelesen wie in dieser Ausgabe vom ev. Wochenblatt in der letzten Woche.
#11 Wolfgang K. 17:49:47 | Sonntag, 10. Februar 2008
An HBR Manche Priester nehmen sich halt viel zu wichtig…So ein Priester ist auch nur ein Mensch, nicht
mehr und nicht weniger. Und was soll an einer Ehefrau und Kindern so schlecht sein, dass sie auch nicht
einem Priester gut täten – außerdem hatten ja die Päpste in der Kirchengeschichte auch genug Probleme
mit dem Zölibat, nur um das Beispiel Rodigro Borgia (Alexander VI.) anzuführen. Die Reformation hat
hier an der richtigen Stelle angesetzt und das Zölibat für die evangelischen Pfarrer abgeschafft.
#14 Wolfgang K. 11:06:03 | Montag, 4. Februar 2008
@Kurt K. In Südtirol gibt es noch einen Sender Namens Radio Maria, nennt sich in hiesigen Gefilden Radio
Horeb. Die aber im Gegensatz zur radikalen polnischen Version noch richtig harmlos und betreiben keine
Volksverhetzung, und sie verbreiten keine fragwürdigen politischen Thesen. Haben teilweise auch ganz
hilfreiche Sachen im Programm. Läßt sich gut im Kabelnetz empfangen. Radio Marjia hat in Polen schon
den Zenit überschritten, ist nur noch eine Frage der Zeit wann sie den Laden dichtmachen. Wenn die finanzielle
Unterstüzung ausbleibt dann wird dann sehr bald Schluß sein mit diesem Unfug.
#22 Wolfgang K. 14:55:46 | Mittwoch, 23. Januar 2008
@ Strepto von Kokke Das haben Sie meine volle Zustimmung. Warum sollte Gott seine Gnade ausgerechnet auf
die rk-Kirche beschränken wollen, er beschenkt doch andere Konfessionen auch?
#8 Wolfgang K. 11:09:18 | Mittwoch, 23. Januar 2008
Ansgar Stimmt, wir sind anti-römisch-katholisch, aber noch lange nicht antichristlich. Wir pro-testieren
(treten für etwas ein) aber für dieses Eintreten kann man uns bestimmt keinen Unglauben vorwerfen. Die
römisch-katholische Kirche ist nicht Gott und ein bischen mehr Bescheidenheit stände ihr gut zu Gesicht.
Wer andere Konfessionen kennt ist klug, wer seine eigene (römisch-katholische) Konfession kennt ist weise.
#30 Wolfgang K. 11:01:53 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Filius ecclesiae Entscheidend ist doch, dass die Protestanten und die Orthodoxen auch Christen sind, da
ist doch die Frage ob wir Kirche sind oder nicht doch nur sekundär. Ich könnte mich auch auf dem Standpunkt
stellen dass die Katholiken zwar Kirche sind, aber dafür keine Christen – das wäre für die ökumenische
Diskussion nicht unbedingt hilfreich – und ich würde auch meinen eigenen Glauben verraten. Ihr könnt
ja den Papst haben und das ganze Drumherum. nur anderen Konfessionen ihre Berechtigung abzusprechen und
den Kirchenbegriff nur auf römisch-katholisch zu reduzieren – dann seid Ihr allerdings auf dem Holzweg.
#78 Wolfgang K. 10:54:09 | Montag, 26. November 2007
Lügen? Phillip II. und seine Inquisition ist keine Lüge sondern Tatsache. Und die Wahrheit zu vertreten
hat mit Hass nichts zu tun. Und selbst wenn die Inquisition nur eine einzige unschuldige Menschenseele
auf dem Gewissen hat, ist sie nicht besser als Stalin und Hitler. Nur der technisch überlegene Geist
der Protestanten hat im 16. und im 17. Jahrhundert dazu geführt, dass die Reformation überhaupt überlebt
hat.
#76 Wolfgang K. 10:36:54 | Montag, 26. November 2007
der Staat als Handlanger Die katholische Kirche hat schon öfters in der Vergangenheit den Versuch unternommen
den römisch-katholischen Glauben mit Gewalt durchzusetzen. Im Spanien des 16. Jahrhunderts gingen die
Scheiterhaufen unter Phillip II. nicht aus. Wenn der Staat der Handlanger der Kirche sein soll – das hat
doch mit dem Glauben nichts mehr zu tun. Die Zeiten der absoluten, totalitären Staatskirchen sind hier
in Europa wohl endgültig vorbei. Der Staat hat heute seine Bevölkerung vor klerikalen Übergriffen (jedweder
Coleur) zu schützen. Der Laiszismus hat sich als Miteinander von Staat und Kirche bewährt. Und auch
die katholische Kirche hat das endlich begriffen. Bis auf einige Artikelschreiber hier in Kreuz_Net.
#54 Wolfgang K. 09:56:25 | Mittwoch, 31. Oktober 2007
Abmerkung zu Herrn Rodrigo Rodrigo hatte Lebensirrtümer – und Lehrirrtümer. Solche Gestalten müßten
eigentlich exkommuniziert werden. Ist doch erstaunlich wie solche Päpste heute noch die Diskussion über
das Amtsverständnis zwischen evangelisch und katholischer Kirche bestimmen. bestimmen. Die Borgias sind
Grund genug nicht katholisch zu sein. Damit hat sich die römisch- katholische Kirche keinen Gefallen
getan. @Fragenden: Ich finde Ihre Ausführungen hier große Klasse – super formuliert!!!
#107 Wolfgang K. 11:15:12 | Montag, 29. Oktober 2007
llgemeines zu Kreuz.net Es gibt in der katholischen Kirche zur Zeit einen Richtungsstreit. Einen Richtungsstreit
zwischen den Gemäßigten (Kardinal Lehmann als einer der Hauptprotagonisten) und der radikalen Variante.
Und diese radikale Variante (zurück hinter das Vatikanum II) hat nur ein Problem – wo und wie kann ich
mich artikulieren. Also ist für die Katholibans Kreuz_net das ideale Forum. Hier findet kaum Zensur statt,
so krude und abstrus können die Beiträge gar nicht sein, um nicht gelesen zu werden. In katholischen
Bistumsblättern und Zeitungen hätten solche Beiträge nicht den Hauch einer Chance auf Veröffentlichung.
Also geht man dann zu Kreuz_net. Und da dieser Server anonym im Ausland agiert, haben die Artikelschreiber
und die Verantwortlichen in der Redaktion keine rechtlichen Konsequenzen wegen Volksverhetzung zu fürchten.
Das hat alles nur eine Intention – den radikalen katholischen Fundamentalismus hoffähig zu machen. Ganz
nach dem jesuitischen Grundsatz der Zweck (zurück zur reinen heiligen katholischen Kirche) heiligt die
Mitttel (anstößige bis ins pornografische gehende Bilder, die nichts anderes bezwecken als Menschen
öffentlich zu denunzieren).
#15 Wolfgang K. 00:09:18 | Donnerstag, 25. Oktober 2007
fragwürdige Überschriften… Kreuz-net hat vielleicht Probleme…diese Überschrift über JpII grenzt
schon fast an Volksverhetzung. Das wird hier immer extremer… Der öffentliche Friede in Polen wird durch
Radio Marija gestört. Aber ich denke dass man diesen Unfug jetzt bald abstellen wird.
allgemeines Es gab da mal im bayerischen Rundfunk eine interessante Sendung über Bischof Müller. In
der katholischen Welt lief da seinerzeit eine Sendung „Bischof Müller und die Laien“. Habe mir das seinerzeit
als Podcast runter geladen und auf CD gebrannt. Höchst aufschlußreich und interessant. Eigentlich können
wir ja für die Pressefreiheit dankbar sein, dieser Bischof ist nicht so gut wie er sich in der Öffentlichkeit
hier präsentiert. Jeder hat so seine Leichen im Keller…
#32 Wolfgang K. 10:09:16 | Montag, 1. Oktober 2007
Bischof Müller Wer andere Konfessionen kennt ist klug, wer seine eigene Kirche kennt ist weise… Na
ja jetzt wird Bischof Müller keine Zeit mehr haben öffentlich gegen die Protestanten zu stänkern. In
seiner Haut möchte ich jedenfalls nicht stecken.
#23 Wolfgang K. 15:04:29 | Dienstag, 25. September 2007
Armes Kirchenvolk Nehmen wir einmal den hypothetischen Fall an. daß dieser betroffene Priester normal
veranlagt gewesen wäre, der eine Frau liebt und auf den Gedanken gekommen wäre diese auch zu heiraten,
dieser Bischof Müller wäre dann erst recht ausgeflippt und hätte kurzen Prozeß gemacht. Wenn ein katholischer
Priester sich zu seiner Frau bekennt und heiratet – dann trifft ihn voll der „Zorn“ der römisch-katholischen
Kirche – da sucht man erst gar keine Möglichkeiten für die betroffenen Pfarrer. An Bigotterie ist dieser
Bischof doch kaum noch mehr zu übertreffen… Merke: Man kann sich als katholischer Pfarrer alles erlauben –
nur nicht zu heiraten. Seit den Zeiten von Rodrigo Borgia scheint sich die Grundgesinnung nicht viel geändert
zu haben. Armes Kirchenvolk…die katholische Bevölkerung in Riekenhofen hat solche Bischöfe jedenfalls
nicht verdient. Und ich täte diese betroffenen Kinder mal fragen, ob die noch gerne katholisch sind…und
ob das mal gläubige Katholiken werden die von der Unschuld ihrer Priester überzeugt sind…
#119 Wolfgang K. 11:20:11 | Donnerstag, 30. August 2007
Schulderklärung 1945 Es gab 1945 von Martin Niemöller die Stuttgarter Schulderklärung der Protestanten…Wir
bekennen uns schuldig, daß wir nicht mutiger geglaubt und bekannt haben… @Dr. Heger: Dummheit und Stolz
wachsen auf einem Holz. Finde ich schade, dass Sie auf so einem Niveau diskutieren müssen…Haben Sie
das überhaupt nötig – könnte Ihre Persönlichkeit in Mißkriedit bringen…
#113 Wolfgang K. 10:50:10 | Donnerstag, 30. August 2007
@Dr. Heger Herr Dr. Heger! Sie wollen die ganzen Opfer des Holocausts doch nicht als undankbares Gesindel
bezeichnen – oder habe ich das vielleicht falsch gelesen? Und bei denen wäre eine Entschuldigung von
Pius gut angekommen. Von faulen Bäumen kann man keine guten Früchte erwarten, daran haben sich schon
ganze Völker vergiftet.
#90 Wolfgang K. 18:46:46 | Mittwoch, 29. August 2007
Geschichtsklitterung in höchster Vollendung Die Kirche hat sich auch mit den spanischen Faschisten ins
Bett gelegt – 1936 läuteten zum Sieg des General Franco in ganz Spanien die Kirchenglocken! Und 1938
läuteten in Österreich auch beim Anschluß die Glocken im ganzen Land. Es hätte Herrn Pius gut angestanden
sich nach dem Krieg doch zu äußern – zumindestens eine Äußerung des Mitleids – 1997 hat dann JPII
diesen Schritt posthum doch vollzogen. Was hier teilweise betrieben wird ist schon Geschichtsklittterung –
manche können hier reden was sie wollen – Pius XII. hat sich schuldig gemacht – ob manche es wahrhaben
wollen oder nicht.
#32 Wolfgang K. 18:35:26 | Dienstag, 28. August 2007
Schweigen nach 1945 Das sich die Kirche weitgehend während der Diktatur in Schweigen gehüllt hat (beziehungsweise
hüllen mußte) ist ja noch einigermaßen nachvollziehbar – aber das nach 1945 von Pius XII. nichts kam
(da wäre ihm ja nichts mehr passiert) – das entlarvt ihn und spricht die Kirche schuldig. Mit der Wahrheit
ist es wie mit einer stadtbekannten Hure – jeder kennt sie aber niemand will jemals mit ihr gesehen worden
sein…
#30 Wolfgang K. 18:14:36 | Dienstag, 28. August 2007
Hochhuth und die Sowjets Und selbst wenn Hochhuth von den Sowjets den Auftrag gehabt hätte – die Sowjets
hatten ja nicht in allem Unrecht! Die Wahrheit war auch immer ein Teil der Propaganda auf beiden Seiten…
Sie machen sich das ein bischen zu einfach…
#26 Wolfgang K. 17:56:41 | Dienstag, 28. August 2007
Pius der XII. tat wenig… Rolf Hochhuth hat 1961 mit seinem Stellvertreter die Problematik auf den Punkt
gebracht. Pius der XII. hat zu wenig in dieser Richtung getan. Und Maximilian Kolbe und viele andere die
sich geopfert haben – die dienen heute als Alibi für das eigene Versagen. Das ganze Papsttum mit seinen
Ansprüchen hat sich doch selbst ad absurdum geführt. Dafür hat dann Pius alle die verdammt die nicht
an die leibhaftige Aufnahme Mariens in den Himmel glauben. Wenn denen die Gutes für Böse und Böse für
Gutes halten…
#13 Wolfgang K. 11:53:40 | Freitag, 24. August 2007
Pater Lingen Die Predigten des Pater Lingen täten mich schon einmal interessieren, da würde ich als
Protestant über meinen Schatten springen und mir das mal zu Gemüte führen…
klerikaler Größenwahn Kann das sein, dass hier einem gewissen klerikalen Größenwahn das Wort geredet
wird? Man sollte bei solchen Gebeten auch bitte schön daran denken, daß die Blüten der protestantischen
Kirche aus den faulen und verrottenenden Wurzelstrüncken einer mehr als dekadenten Renaissance-Kirche
entsprungen sind. Die katholische Kirche hat im Sinne einer Kreuz_Net-Religiosität nicht das geringste
Recht sich über andere Kirchen zu erheben. An ihren Altären klebt(e) das Blut. Immerhin sind die Protestanten
immer noch Christen. da ist doch die Frage nach der Kirche nur sekundär.
Schule und Angst Hinter dieser Schulverweigerung einiger Freikirchler steckt nur die Angst, daß die Kinder
anfangen könnten kritisch zu denken. Wie wollen diese Menschen eigentlich ihre Kinder auf das Berufsleben
vorbereiten – man kann Kinder nicht von allem abschotten was gegen die eigene Überzeugung gerichtet ist.
Hier ist eigentlich Überzeugungsarbeit zu leisten. Aber dogmatisch talibanisierte „Christen“ sind dazu
geistig wohl kaum in der Lage. @Josefus Ich muß ja mit ProFamilia nicht einverstanden sein, daß berechtigt
mich noch lange nicht gegen gültige Gesetze zu verstoßen. Und in einem demokratrischen Staat ist dieser
Widerstandsbegriff von Ihnen nicht legitim und auch in dieser Art und Weise nicht zu rechtfertigen.
Römer 13 Ich empfehle dieser Frau doch einfach einmal im Römer 13 nachzulesen. „Seid der Obrigkeit untertan“ –
Ich frage mich einfach nur ob diese „Evangelikalen“ wirklich so bibeltreu sind wie sie sagen. Manche bedienen
sich in der Bibel wie in einem Steinbruch, was mir nicht passt wird einfach unterschlagen. Oder verbirgt
sich hinter dieser Verweigerungshaltung etwa eine Ablehnung des laiszistischen Staates und der westlichen
Demokratien? Tja sie haben in der Tat Angst vor der Freiheit!!!
#140 Wolfgang K. 10:35:33 | Mittwoch, 13. Juni 2007
@Anna Theresa Wo waren denn die guten Sitten bei diesen Renaissance-Päpsten (Beispielen Rodrigo Borgia)?
Der ganze Vatikan war doch zu dieser Zeit ein einziger Erotik-Tempel. Über den Schlafgemächern des Alexanders
des VI. hingen erotische Darstellungen der feinsten Art. Und die Bronzefigur dieser Papwstgeliebten Julia
Fahrnese stand jahrhunderte lang unbekleidet in den heiligen Hallen des Vatikans herum. Und heute regt
man sich über einen „harmlosen“ Gottesdienst am Kirchentag auf? Irgendwie ist diese Kritik nicht so ganz
glaubwürdig und nicht nachvollziehbar Da lief jetzt im italienischen Staatfernsehen RAI eine Dokumentation
mit dem bezeichnenden Titel – Die Sexualität, das Verbrechen und die Priester in Irland. Da ging es um
Kindsmißbrauch durch katholische Pfarrer in Irland. Hat in Italien zu heftigen vatikanischen Reaktionen
geführt – bin gespannt ob diese Doku auch bei uns im Fernsehen einmal gezeigt wird.
#133 Wolfgang K. 19:10:36 | Dienstag, 12. Juni 2007
@czibo Zitat: Wieso lässt sich der erotische Gottesdienst ohne schlechtes oder schlimmes Gewissen zu
demonstrieren, nicht sachlich nach außen vertreten? Aus dem ganz einfachen Grund weil dieser Gottesdienst
selbst nicht so ganz sachlich war. Ich meine die Art und Weise dieses Gottesdienstes war total überzogen.
Ein Wortgottesdienst über das Hohe Lied der Liebe wäre viel angebrachter gewesen. Außerdem gebe ich
mit solchen Aktionen anderen ein echtes Ärgerniss und dass ist auch nicht gerade protestantisch. Wenn
sich Menschen berechtigterweise durch derartiges verletzt fühlen dann muß ich es halt bleiben lassen.
Das Anliegen selber ist schoon in Ordnung, nur wie die Botschaft transportiert wird, daran habe ich meine
berechtigten Zweifel. Ich zerre ja mein Eheleben auch nicht an die Öffentlichkeit. Und die Katholibans
wetzen kräftig die Messer bei so einer Steilvorlage…
Anmerkung Ich dachte mir schon warum der evangelische Kirchentag hier in Kreuznet so totgeschwiegen wird –
da muß doch noch etwas kommen um die evangelische Kirche in Mißkredit zu bringen. Und siehe da, schwupps
haben sich findige Kreuznet-Redakteure auf den Weg zum evangelischen Kirchentag gemacht und sind doch
glatt fündig geworden. Jetzt konnten sie es uns wieder einmal so richtig zeigen was wir für eine unzüchtige
Kirche sind – Protestanten igitt – igitt wie eklig. Das ist einmal wieder die unterste Schublade die aufgemacht
wird um zu zeigen das gewisse katholische Christen doch über den Evangelischen stehen weil sie doch so
rein, heilig und edel sind. Und ein evangelischer Kirchentag mitten in Köln – da muß für so manchen
Katholiban hier die reinste Blasphemie sein…Ich kann mir gut vorstellen dass der Kölner Kardinal Meissner
nicht erfreut war, hier so etwas in den hochheiligen Hallen sehen zu müssen.
Kein Grund zur Häme Man kann die gescheiterte Ehe der Landesbischöfin nicht als Legitimation für das
Zwangszölibat benutzen. Die Anforderungen dieses Amtes sind mit einem gesunden Familienleben kaum noch
mehr zu vereinbahren. Übervolle Terminkalender lassen nämlich keinen Platz mehr für ein Privatleben.
Außerdem sind diese Art von Frauen den meisten Männern beruflich und intelektuell derartig überlegen
daß schon aus diesem Grund die meisten Ehen scheitern müssen. Wenn ich jetzt böswillig wäre würde
ich sagen dass Paulus mit seiner Bemerkung dass die Frau in der Gemeinde zu schweigen hat gar nicht mal
so unrecht hatte. Der Wille der Selbstverwirklichung der Pfarrfrauen ist das große Problem in den evangelischen
Pfarrfamilien, und daran leidet auch unsere Glaubwürdigkeit. Aber im Prinzip ist das gut dass die protestantischen
Pfarrer und Bischöfe verheiratet sind, die katholische Kirche kann sich Schadenfreude an diesem Punkte
sparen. Haben selber genug Probleme mit dem Zölibat in der Vergangenheit gehabt (- Beispiel Alexander
VI. und selbige Konsorten). Die haben der Kirche mehr Schaden zugefügt als eine geschiedene Bischöfin.
Der Geist der Freiheit ist aus der Flasche!! Machen kann Kardinal Meissner gar nichts, um katholischen
Mitchristen die Teilnahme am evangelischen Abendmahl zu verbieten. Kann das weder polizeilich verbieten
lassen noch die katholischen Mitchristen exkommunizieren und mit dem Interdikt belegen. Die Zeiten dieser
Machtfülle in der katholischen Kirche dürfte wohl endgültig vorbei sein. Und überhaupt wie will man
das (von der orthodoxen Seite der katholischen Kirche)kontrollieren? Laufen dann auf dem Kirchentag die
Spitzel rum und erstatten Meldung an die Diözese – oder wie soll so etwas praktisch ablaufen???? Tja
und mit der Überzeugungskraft für die katholische Eucharistie scheint es ja nicht besonders weit her
zu sein… Und außerdem ist es ja Jesus der einlädt – und nicht die Kirche oder irgendwelche Kardinäle.
#56 Wolfgang K. 17:55:36 | Samstag, 21. April 2007
Es lebe der Laiszismus Ein Glück dass es die Trennung von Staat und Kirche gibt, und dass der Staat verpflichtet
ist uns vor der Inquisiton zu schützen. O Fürstin Gloria von Thurn und Taxis – es wäre besser gewesen
sie hätten geschwiegen. Sie und Ihr geliebter bischof Müller – ihr seid schon ein etwas seltsames Gespann –
rot wie Blut, weiss wie Schnee und dumm wie Bohnenstroh…
Gefahr desAberglaubens Die Gefahr bei diesem sogenannten Grabtuch besteht halt darin, daß der Glaube
(an das das Tuch) zum Aberglauben wird. Dieses Tuch beweisst doch gar nichts. Weder die Auferstehung noch
die Existenz Gottes. Es gehört doch zum zentralen Anliegen jeder Theologie dass Gott nicht bewiesen werden
kann im Sinne einer mathematischen Gleichung oder durch äußerliche Zeichen. Was soll das dann mit diesem
Grabtuch? Wenn die Kirche sonst nichts anzubieten hat als den Glauben an fragwürdige Reiliquien und Grabtücher –
eigentlich ist das dann eine sehr arme Kirche – trotz diesem ganzen Pomp der sie umgibt.
@ Herrn Dr. Heger Ich habe mir da ein paar interessante Radiosendungen über RM mitgeschnitten – und die
hatten die deutschen Übersetzungen gleich dabei, ich weiss also um was es eigentlich geht. Außerdem
kenne ich eine polnische Arbeitskollegin, der wird nach diesen Sendungen immer schlecht. Die konnte das
voll bestätigen.
Anmerkung zu Radio Marjia Das ist zur Zeit der übelste antisemitische Hetzsender in ganz Europa. Und
überhaupt was heisst hier eigentlich einflußreich? Das die Leute auf dem Land die diese fragwürdigen
politischen Botschaften dieses obskuren Paters den ganzen Tag und rund um die Uhr hören, das ist nicht
einflussreich sondern ganz einfach klero-faschistisch. Wenn die katholische Kirche in Polen noch ein bischen
Ehrgefühl hätte, würde diese üble „Hetzschleuder“ bald abgeschaltet werden. Dieser Sender ruiniert
den Ruf der katholischen Kirche in Polen. Dafür sollten sich die Macher dieses Machwerks schämen. Auf
der einen Seite sind sie gegen die Abtreibung, auf der anderen Seite wird aber der Holocaust geleugnet
oder zumindest relativiert – wo bleibt da eigentlich die Logik? Hier in Deutschland hätte dieser Sender
keine Chance seine perversen Botschaften zu verbreiten. Aber mit der etwas einfältigen und einfach struktuierten
Teilen der Bevölökerung kann man das ja machen…diese Art von kath. Glauben ist für jeden demokratisch
denkenden Katholiken indiskutabel…
Graf von Galen Das was Sie da über Angela Merkel verbreiten sind nichts als Unterstellungen. AM als eine
verkappte Kommunistin und als die 5. Kolonne Moskaus – schon möglich aber kaum vorstellbar. Auch wenn
Sie das nicht gerne zugeben – Sie haben Angst vor den Protestanten!!!!
#32 Wolfgang K. 11:11:04 | Donnerstag, 22. März 2007
@Vorredner Für die Bosheit der Menschen kann doch die Demokratie nichts, das in etwas so als wenn ich
Christus für die Verbrechen der Kirche verantwortlich mache…
#74 Wolfgang K. 15:41:14 | Dienstag, 20. März 2007
@tape Ich würde hier nie versuchen Ihren Glauben hier verurteilen, also können Sie doch auch keine Urteile
über meinen persönlichen Glauben abgeben. Falls Sie sich von mir verletzt fühlen sollten (warum auch
immer) so bitte ich Sie um Entschuldigung. Ihre Reaktionen zeigen nämlich Betroffenheit – wir werden
uns nämlich nicht mehr einig.
#71 Wolfgang K. 09:58:09 | Dienstag, 20. März 2007
@tape Mir sind Menschen wie Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer oder Mahatma Gandhi sympathischer
und die haben mehr begriffen als Pfarrer Wilhelm Busch. Ich lasse mich ungern in einer Predigt unter Druck
setzen – es geht doch letzendlich nur um Macht und darum Menschen zu beherrschen. Wo der Geist des Herrn
ist, da ist der Geist der Freiheit. Und Sie sollten sich vielleicht auch einmal mehr mit den Auswüchsen
in der evangelikalen Szene auseinandersetzen, allzuviel Vertrauen in evangelikale Prediger und Missionare
ist unangebracht. Die sind zum Teil wie die Pharisäer im alten Testament – Anspruch und Wirklichkeit
klaffen weit auseinander.
#69 Wolfgang K. 00:33:36 | Dienstag, 20. März 2007
@tape Oh da scheint jemand schlechte Laune zu haben. Paul Schäfer sitzt deswegen jetzt im Knast, weil
sich in der Pinochet-Dikatur an Kindern vergangen hat, und nicht deshalb weil er behauptete ein wiedergeborener
Christ zu sein. War aber ein Baptisten-Prediger der Anfang der 50iger Jahre aus Deutschland flüchten
musste. Und diese Cologna Dignitat war ein „christliches Folterzentrum“ wo die Schergen des Herrn Augusto
ihre niedrigsten Triebe ausgelebt haben. W. Busch hat in den dreissiger und vierziger-Jahren kritiklos
ein diktatorisches System theologisch verteidigt. Ich hätte es ja nicht geglaubt wenn man es nicht selber
mit eigenen Augen gelesen hätte. W. Busch war eigentlich ein Vetreter von der unguten Thron,- und Altartheologie
aus wilhelmischen Zeiten. Sein Denken war von einem gewissen Staatskirchentum und von der Monarchie her
geprägt – eben ein Kind seiner Zeit. Es sei ihm ja verziehen. Sehen Sie, Herr Tape, die Kindertaufe trennt
auch die evangelischen Konfessionen untereinander. Die Spaltungen gibt es überall.
@tape Mit ihrer Kritik haben sie ja recht, aber Sie können evangelischen Christen nicht ihren Glauben
absprechen nur weil sie der evangelisch-lutherischen Kirche angehören. Und was W. Busch anbetrifft –
dieser Pfarrer hatte zur Nazi-Diktatur ein völlig unkritisches Verhältnis. Ich habe das zufälligerweise
in seinen Schriften lesen können – hier in Nürnberg wird jetzt die Straße von einem Landesbischof unbenannt.
W. Busch ein wiedergeborener Christ mit Attitüden zum Nazi-Regime? Kann es ja wohl nicht sein. Abgesehen
davon habe ich kein Recht meine Kindertaufe zu verwerfen – die evangelikale Praxis sich trotz seiner (gültigen)
Kindertaufe zu verabschieden widerspricht dem Geist der Reformation. Es heisst in der Confessio Augustana:
Es werden alle die (Lehrmeinungen) verworfen, die da behaupten die Kindertaufe wäre nicht recht. Die
Erwachsenentaufe (als Ersatz) für die Kindertaufe entspricht nicht dem Geist und Willen Gottes. Ich würde
mich niemals auf einen solchen Deal einlassen. Übrigens: Paul Schäfer (Chef der Cologna Dignitad in
Chile) bezeichnete sich auch als einen wiedergeborenen Christen – und sitzt jetzt mit seinen 86 Jahren
im Knast.
@tape Das was Sie da anführen verstehe ich so, dass unsere herkömmlichen Gottesdienste in Ihren Augen
vor Jesus nicht bestehen können, und das die evangelischen Kirchen gar keine Kirchen sind. Ich war in
jungen Jahren auf einigen Evangelisationen – Ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht. Wenn ich im
Sonntagsgottesdienstes Predigten im Stile eines Reinhard Bonnke oder Billy Graham hören würde – ich
würde aus der Kirche austreten, beziehungsweise die Konfession wechseln. Wenn man aus so einer Evangelisation
kommt, dann denkt man sich dass alle meine Mitmenschen um mich herum in die Hölle kommen. Besonders bei
jungen Menschen kann so etwas verheerend psychische Folgen haben. Ich habe eine tiefe Aversion gegen jede
Art von religiösen Fundamentalismus – jeder der nicht so glaubt wie die Gruppe (Kirche) es vorgibt, ist
verdammt.
@tape Vielen Dank – habe die Message erhalten. Ist schon gut, Mißverständnisse lassen sich gut auflösen.
Im Protestantismus wird auf eine (äußerliche) Wiedergeburt nicht so großen Wert gelegt wie in den Freikirchen.
Der Begriff der Wiedergeburt ist weiter gefasst – trifft sich im allgemeinen mit der christlichen Lebenspraxis
und deren Umsetzung. Und wir gestehen auch Christen anderer Konfessionen zu, daß sie wiedergeboren sind –
ganz einfach weil nach unserer Rechtfertigungslehre jeder Mensch der in seinem Herzen Gott aufnimmt schon
wiedergeboren ist. Nur wie in den Freikirchen sich öffentlich in einem feierlichen Gottesdienst oder
in einer Evangelisation – das ist bei uns nicht üblich… Für die wahre Einheit der Kirche ist nicht
not eine Form, es reicht die rechte Schriftverkündigung und die rechte Verwaltung der Sakramente (CA
von 1530)
#43 Wolfgang K. 23:13:20 | Donnerstag, 15. März 2007
Gedanken zur Reformation Wenn damals die Reformation nicht gewesen wäre – vom Evangelium wäre nichts
mehr übrig geblieben, Die These dass die Kirche die Hüterin des wahren Glaubens ist, ist damit schon
gründlich widerlegt. Dieser florentinische Mönch Savanarola wollte ja eine reformierte Kirche mit dem
Papsttum – das klappte bekanntlicher Weise nicht. Er endete auf dem Scheiterhaufen. Damals hat die Kirche
ihre Chance nicht begriffen – heute sind wir getrennte Kirchen formal und leider auch vielfach im Geist.
Gottes Wort ist doch für alle da, es läßt sich nicht in kirchliche Mauern sperren. Luthers Auffassung
vom allgemeinen Priestertum aller Gläubigen – ein faszinierender Gedanke. Wir sind nicht Papst – wir
sind alle „Priester“
#39 Wolfgang K. 23:44:05 | Mittwoch, 14. März 2007
Kaum greifbarer Zynismus Diese Renaissance-Päpste waren derartig zynisch, daß einem selbst nach 500
Jahren heute noch die Sprache verschlägt. Es ist schon mehr als eine Unverschämtheit diesen Luder-Papst
über einen JPII zu stellen. Stellen Sie sich vor, Papst Benedikt XVI. würde sich heute auch so aufführen –
was würde die Welt zu diesen Heiligen Vätern wohl sagen? Vielleicht gibt es in der katholischen Kirche
auch eine eigene fehlgeleitete Rechtfertigungslehre: Ihr könnt machen und treiben was ihr wollt – hauptsache
ihr seid katholisch – das rechtfertigt die ekligsten moralischen Ausfälle!!
katholischer Fundamentalismus Es gibt viele fundamentalistische katholische Strömungen – für die sind
wir einfach nur Ketzer (und Martin Luther ist für sie der Oberketzer). Und wer will es unserem Reformator
verübeln wenn er solche Hurensöhne wie Alexander VI. als Antichristen bezeichnet hat. Dieser Papst war
wirklich das Widerlichste was die Kirchengeschichte je hervorgebracht hat. Die (menschlich) besten (und
vernünftigsten) Päpste gab es nach dem vatikanischen Konsil. So konnte sich die katholische Kirche um
antichristlichen Ungeist der R-Päpste doch einigermaßen lösen.
@s Es gibt ja bei Euch schon viele Kardinäle die würde ich schon fast als evangelisch bezeichnen (Kard.
Lehmann zum Beispiel), oder Franz Kampaus vom Bistum Limburg. Damit hat sich doch Ihre These schon von
selbst widerlegt.
protestantismus @Johannes Man darf evangelikal nicht mit evangelisch verwechseln. Das sind zwei völlig
unterschiedliche Stiefel. Und der Protestantismus ist eine Realität an die in Europa weder die rk-Kirche
noch die orthoxen Denominationen vorübergehen können. Und ein bischen evangelisches Gift im Körper
(in homöopathischen Dosen) eines rk-katholischen Kirchenleib nicht unbedingt abräglich. Und den Orthodoxen
hat evangelisches Gedankengut auch noch nie geschadet…
@makakema Wenn der Schulterschluß mit den Orthodoxen käme, hätten wir wenigstens die Prostestanten
vom Hals. Drücken wir es einmal so aus, auch die rk-Kirche hat von der Reformation profitiert. Durch
das Vatikanum II ist jedenfalls ein ernsthafter Versuch unternommen worden sich von einem allzu überkommenen
Kirchenbild zu lösen. Und diese Traditionalisten hier (das hier ist nicht unbedingt die katholische Kirche)
werden das Rad der Geschichte nicht aufhalten oder zurückdrehen können. Und die Kirchen müssen hier
in Westeuropa zumindest den Laiszismus akzeptieren, es gibt keinen Weg mehr zurück in die Staatskirche.
Die Zeiten haben sich geändert. Ich denke dass das auch die Orthodoxen Kirchen auch noch begreifen werden…
#643 Wolfgang K. 19:02:26 | Dienstag, 6. März 2007
Bildmaterial Mich täte einmal wirklich interessieren, woher die Kreuz_Net-Redakteure die Bilder von diesen
„abgetriebenen Föten“ her bekommen. Stellen die sich da mit einer Kamera neben diesen „Eingriff“ und
fotografieren das – oder bestechen die die Ärzte und das Personal um an dieses ekelhafte Bildmaterial
zu kommen? Diese Bilder sind doch eine Verletzung der Würde von diesen armen Wesen.
Klerofaschismus???? Manche Artikel sind eine Plattform für politisch extreme Ansichten, die so in einer
freien Gesellschaft nicht akzeptiert werden können. Kreuz_Net eine Plattform für christliche Klerofaschisten
und Neo-Talibanesen mit katholischer Einfärbung???? Die Redaktion sollte sich kritischer mit ihrer Auswahl
ihrer Artikel beschäftigen, ich persönlich finde solche Beiträge höchst zweifelhaft.
#47 Wolfgang K. 17:26:33 | Samstag, 24. Februar 2007
Anfrage an den Zöilbat Schade dass die katholischen Pfarrer, Bischöfe und Kardinäle nicht die Möglichkeit
haben zu heiraten und eine Familie zu gründen. Könnten doch bei diesen guten Gehältern locker 5 Kinder
und mehr groß ziehen, ohne dass die Kinder in Tagesstätten abgegeben werden müßten. Das wäre doch
einmal etwas glaubwürdiges. Anmerkung zur Bildkollage: Gegen unsere Familienministerin wirkt Herr Mixa
richtig vertrocknet.
#341 Wolfgang K. 21:05:56 | Samstag, 10. Februar 2007
@Daniel Stöhr Mal salopp ausgedrückt – Eure Beiträge strotzen hier auch nicht gerade von Liebe…Wenn
das christlicher Geist sein soll – dann konvertiere ich doch lieber zum Judentum…
#339 Wolfgang K. 20:55:49 | Samstag, 10. Februar 2007
@pater lingen Wenn Sie solche „Gedanken“ am Sonntag in der „heiligen Messe“ predigen kommen Sie mit der
Staatsanwaltschaft in Konflikt. Sie machen sich strafbar. Das fällt unter den Straftatbestand Volksverhetzung.
1938 ist in den katholischen Kirchen in Österreich auch nur gehetzt und gestänkert worden. Auf der anderen
Seite versuchen Sie und Ihre geistigen Artverwandten PIUS XII. von jeder Verantwortung reinzuwaschen.
Wie recht doch Rolf Hochhuth mit seinem Stellvertreter hatte, man möchte es nicht glauben.
#14 Wolfgang K. 14:53:47 | Mittwoch, 7. Februar 2007
Feindbilder Bei einigen Autoren und Antwortenschreibern ist das Feindbild klar definiert: An erster Stelle
stehen die Homoideologen – dann folgen an zweiter Stelle die Protestanten – und last not least die Juden.
Dann folgen vernünftige Kardinäle wie Karl Lehmann und kritische Theologen (Hans Küng, Eugen Drewermann)
Manche Beiträge sind unerträglich – der Begriff Hetz-Net oder Hass-Net ist nicht so weit hergeholt.
Wenn der Server hier in Deutschland stehen würde – die müßten aufpassen dass der Server nicht dicht
gemacht wird. Viele Grüße von Radio Marjia in Polen, die können sich ihre antisemitischen Ausfälle
in ihrem eigenen Land leisten.
#43 Wolfgang K. 11:45:43 | Samstag, 3. Februar 2007
@Ottaviani Ich würde auch niemals an der katholischen Eucharistie teilnehmen – erstens aus Respekt vor
der anderen Konfession, zweitens im Gedenken an die frappierenden Unterschiede zwischen der katholischen
und der evangelischen Abendmahlslehre. Wenigstens in diesem Punkt sind wir uns einig.
#41 Wolfgang K. 11:27:01 | Samstag, 3. Februar 2007
Protestantisches Abendmahl Ich finde dass das man evangelischen Abendmahl nichts zum Aussetzen gibt. Weder
theologisch (Die Anwesenheit Christi, das Gedenken an seinen letzten Abend mit den Jüngern, die Gemeinschaft
mit ihm und seiner Heiligen) noch formal (daß es auch den Wein gibt, schließlich heisst es trinket alle
daraus). Und die Gabe des Abendmahls ist nicht im Notfall an den „Priester“ gebunden, notfalls kann ich
auch das Abendmahl spenden, und es ist vor Gott gültig. Ist schon irgendwie eine Verdrehung der Tatsachen
und ein nicht Wahrhabenwollen wenn hier das Sakramentsverständnis einer anderen Konfession niedergemacht
wird. Welch ein Hochmut der aus diesen Seelen spricht… Noch eine Anmerkung zu Alexander den VI. Dieser
Papst und seiner Nachfolger lehrten keine Ketzerei, sie lebten sie aus durch ihr gottloses unzüchtiges
Benehmen. Das ist noch viel verwerflicher. Die hatten alles andere in Kopf nur nicht ihr geistliches Amt
würdevoll auszuüben. Ihretwegen geriet die ganze Kirche damals in den Verruf. Der Teufel macht große
Sünden klein und kleine Sünden groß.
#29 Wolfgang K. 09:58:53 | Freitag, 2. Februar 2007
alexander VI. Dieser Borgia-Papst liefert doch die überzeugensten Argumente nicht katholisch zu sein?
Ein Papst der mit seiner eigenen Tochter Unzucht getrieben hat? Außerdem sind die Protestanten nach katholischer
Auffassung alle exkommuniziert und kommen eines Tages nach dieser Lehre alle in die Hölle! Irren ist
menschlich, aber dem Irrtum in Freude zu verharren ist schon beinahe dämonisch.
#13 Wolfgang K. 21:33:08 | Donnerstag, 1. Februar 2007
@Heinrich von Offerdingen Was Sie da daher reden ist einfach – entschuldigen Sie bitte den Ausdruck –
dummes Zeug. Auf dieser Ebene habe ich absolut keine Lust diese Diskussion hier weiterzuführen. Eine
Kirche die sich auf solche moralischen Monster wie diese Renaissance-Päpste (Mein „Lieblingspapst“ ist
Alexander der VI. beruft, kann andere Kirchen nicht zur Religion des Teufels erklären. Sie machen sich
da etwas vor. Gottes Geist weht auch in den protestantischen Kirchen.
#8 Wolfgang K. 21:12:52 | Donnerstag, 1. Februar 2007
armseliges Christentum Es ist schon éin sehr armseliges Christentum dass nur sich und seine Kirche kennt.
Gott läßt sich nicht auf die rk-katholische Kirche festlegen und beschränken. Außerdem spricht die
Geschichte die Kirche auch schuldig. Der Glaube ist kein Privat-Besitz der Kirche, dass unterscheidet
den Protestantismus vom römisch-katholischen Glauben. Wir sind da in dieser Richtung frei. Der Glaube
und seine (2) Sakramente sind doch ein Geschenk Gottes für alle Kirchen und Menschen.
#4 Wolfgang K. 20:43:42 | Donnerstag, 1. Februar 2007
Ökumene am Ende… Das Papsttum im 16. Jahrhundert war leider nicht bereit die berechtigten Anliegen
der Reformatoren und seiner Vorläufer (Jan Hus, Savanarola) aufzunehmen. So wurden die Weichen der Trennung
vor über 500 Jahren gestellt und der ökumenische Zug ist einfach abgefahren. Es wird nie mehr einen
Weg zurück hinter die Reformation geben. Gewogen und zu leicht befunden – könnte Gottes Urteil über
das Papsttum bedeuten. Dem einfältigen katholischen Christen wird Luther heute als der große Kirchenspalter
präsentiert, aber nichts darüber warum diese Entwicklung so kam. Außerdem finde es als eine ziemliche
Anmaßung anderen Kirchen das Kirchesein abzusprechen.
#38 Wolfgang K. 17:14:50 | Freitag, 26. Januar 2007
@Maledica Entschuldigung wenn ich Ihre kirchengeschichtlichen Kenntnise etwas auffrischen will. Alexander
VI. hatte bei seinem Ableben gar keine Zeit um irgendetwas zu bereuen. Er starb nämlich an einer letalen
Dosis Gift dass er einem seiner Kontrahenten den er beerben wollte zukommen ließ. Doch der Koch vertauschte
die beiden Becher. Dann ging bei den Römern dass Gerücht um dass dieser Papst vom Teufel geholt wurde.
Zu behaupten dass Luther mit der Ehe von Katharina von Bora Hurerei ist, finde ich mehr als unverschämt,
nach Ihrer Auslegung wüßte dann jede Ehe der Quell der Sünde sein. Wenn manche Beiträge hier vor Dummheit
laufen könnten, die würden sich sogar in der Telefonzelle verlaufen.
#31 Wolfgang K. 23:31:15 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Nettes Forum hier**** In früheren Jahren haben es doch Teile der katholischen Kirche trefflich verstanden,
die Gläubigen gegen andere Konfessionen aufzuhetzen. Die Bezeichnung Hetz_net finde ich hier in diesem
Zusammenhang sehr treffend. Papst Alexander der VI. sagte einmal – jede Religion ist gut, aber die beste
das ist die Dümmste. Was hat so ein Mensch noch mit Gott zu tun??? Wer solche Auswüchse noch beschönigt
sollte wirklich einmal ernsthaft über seinen Katholizismus nachdenken.
#15 Wolfgang K. 17:39:12 | Donnerstag, 25. Januar 2007
heilige Päpste Warum gibt es wohl im Vatikan Gänge und Hallen die der Öffentlichkeit nicht zugänglich
sind – da steht zum Beispiel die Bronzefigur der Julia Farnese (dieser Papstgeliebten) seit jahrhunderten
herum. Vielleicht könnten doch dem einen oder anderen frommen Pilger Zweifel an der so heiligen katholischen
Kirche kommen… Da schreiben sie hier immer in Kreuz_net so nette Artikel über die angebliche verschwindende
evangelische Kirche und im gleichen Atemzug wird Kardinal Lehmann als Handlanger der 5. Kolonne des Protestantismus
verdammt. Dabei hat dieser Kardinal mehr im Kopf als so mancher Redakteur und „Leserbriefschreiber“. Man
könnte wirklich lachen, wenn es nicht so ernst wäre
#5 Wolfgang K. 16:42:37 | Donnerstag, 25. Januar 2007
heilige Päpste Luther war etwas cholerisch veranlagt, aber diese Aussagen herzunehmen um den evangelischen
Glauben madig zu machen und sich selber als das hübsche Kätzlein im Haus darzustellen – das möge der
Leser dieses Pamphlets selber entscheiden. Wenn ich das Leben eines Alexanders des VI. anschaue (Ehebrecher,
Mörder, einer der ruchlosesten Päpste in der ganzen Kirchengeschichte) einschließlich seiner hochheiligen
Nachfolger, da hatte Luther ein geradezu ehrenhaftes Leben. Diese verkommene Geistlichkeit hat ja die
Reformation geradezu provoziert. Warnende Stimmen gab es im 15. Jahrhundert genug – Jan Hus (verbrannt),
Savanarola (verbrannt) als Ketzer aber Luther kreidet man heute noch alles mögliche an? Im Spanien des
16. Jahrhunderts gingen die Scheiterhaufen nicht aus… Wer andere kennt ist klug, wer sich selbst kennt
ist weise…
#3 Wolfgang K. 11:17:26 | Donnerstag, 11. Januar 2007
peinlich – peinlich Es gibt Dinge die für manche (Extrem)Katholiken schlimmer sind als kommunistische
Regierungsformen: eine laizistische Gesellschaft – und eine freie Presse. Es ist nichts so fein gesponnen –
es kommt doch an die Sonnen
#19 Wolfgang K. 11:42:42 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Protestant Wenn man sich einmal die Äußerungen eines Bischof Müller in Regensburg zu Gemüte führt,
dann hat über Kardinal Meissner eine ganz andere (positivere) Meinung. Möchte nicht wissen wie es in
Regensburg zur Zeit um das ökumenische Klima bestellt ist…
#10 Wolfgang K. 10:44:59 | Freitag, 22. Dezember 2006
Radio Maria Wenn Radio Maria hier in Deutschland (sprich aus Tirol) wie seine polnischen Kollegen aus
Polen antisemitische und rechtsextreme Propaganda verbreiten würden, die wären ihre Sendelizenz los.
Ich hätte es nicht geglaubt wie fromme katholische Sender in Polen einen solchen Unfug verbreiten, wenn
man das nicht selber einmal (mit Übersetzung) gehört hätte. Die Zeiten der fundamentalitischen Gottesstaaten
jedweder Coleur dürften in Europa endgültig vorbei sein. Es lebe der Laizismus!
#297 Wolfgang K. 18:22:03 | Dienstag, 28. November 2006
Volksverhetzung????? Dieser Artikel von Herrn Schüchter grenzt an Volksverhetzung. Wieso die Redaktion
solche Artikel nicht löscht, verstehe ich nicht. Das sind strafbare Äußerungen, wenn ich so etwas im
Bekanntenkreis äußere haben sie mich am Wickel. Kann das sein dass hier rechtsradikalie Thesen breitgetreten,
kann ich kaum glauben.
#24 Wolfgang K. 10:09:02 | Montag, 27. November 2006
Staatskirche nein danke! Kann das sein daß Ihr die demokratisch verfassten Staaten ablehnt? Was Ihr da
anführt ist doch zum Teil sehr verallgemeinernd und alles in einen Topf geworfen. und wie schon gesagt,
sitzen wir auch nur Glashaus. Am Laiszismus führt kein Weg vorbei um halbwegs im Frieden miteinander
zu leben. Religion und Politik war noch nie eine gute Mischung.
#21 Wolfgang K. 00:23:52 | Montag, 27. November 2006
Sehr geehrter Dr. Heger Glauben und Freiheit kann man nicht mit Gewalt durchsetzen, wie das die römisch-katholische
Kirche schon seit Jahrhunderten versucht hat. Das fing an mit der Inquistion und hörte erst nach dem
dreissigjährigen Krieg auf. Heute werfen wir dem Islam das selbe vor, was die kirchlichen Machtstrukturen
schon seit 2000 vergeblich Jahren versucht haben. Menschenrechte, Demokratie und freie Gesellschaften
sind nicht durch einen besonderen Einsatz der Kirchen entstanden. Das gilt übrigens teilweise auch für
die protestantischen Kirchen. Und die russisch-orthodoxe Kirche möchte am liebsten wieder ihren Zaren.
Glaube setzt auf Überzeugungskraft und auf eine gewisse Glaubwürdigkeit ihrer „Stellvertreter“. Außerdem
bin ich der Meinung daß der Staat die Gesellschaft vor übersteigerten Machtansprüchen jedweder religiöser
Coleur zu schützen hat. Liebe und Menschlichkeit kann man nicht erzwingen, der Staat muß die Menschen
so gut es geht vor den bösen schützen.
#19 Wolfgang K. 10:30:09 | Samstag, 25. November 2006
ab meinen Vorrredner Dem Islam fehlt so etwas wie eine Aufklärung der die Trennung von Staat und Kirche
erst möglich macht. Das ist eine Lebensart die das ganze Leben durchzieht. Und es gibt im Koran auch
viele Probleme mit der Auslegung. Das ist nicht viel anders als im Christentum. Wenn man sich vorstellt
dass der Islam im frühen Mittelalter in einer kulturellen Blüte stand – kaum zu glauben was heute daraus
geworden ist. Die Fehler sind schon im Mittelalter durch die Kreuzzüge gemacht worden. Diese unglückselige
Geschichte belastet das Verhältnis Islam – Christentum – Judentum heute noch. Bloß Angst vor Überfremdung
durch den Islam ist nicht unbedingt angebracht. Wenn ich meinen eigenen Glauben gut kenne, dann brauche
ich mich vor dem Islam nicht zu fürchten. Angst macht das Unbekannte… Das Problem liegt nicht im Islam
begründet sondern teilweise im dekadenten Lebensstil der sogenannten westlichen Zivilisationen.
#17 Wolfgang K. 15:39:46 | Freitag, 24. November 2006
an meinen Vorredner Entschuldigung, aber das ist Unsinn. Was eine türkische Armee 1529 und 1683 nicht
vor Wien schafften, das werden sie auch heute nicht schaffen. Ich glaube nämlich nicht das sich die Scharia
hier durchsetzen kann. Ich glaube auch nicht daß es im Jahre 2033 (im Januar) hier zu islamistischen
Notstandsgesetzen kommt.
#15 Wolfgang K. 09:56:24 | Freitag, 24. November 2006
Laiszismus hat sich bewährt! Gebt dem Staat was des Staates ist, und Gott was Gottes ist. Es ist gibt
einen Schnittpunkt auf dem sich Staat und Kirche treffen können, ja treffen müssen – das ist die Frage
der Menschenrechte. Aber der Laiszismus hat sich m.E. bewährt – wohin uns die Staatskirche geführt hat,
der erste Weltkrieg ist das beste Beispiel dafür. Demokratische Staatswesen und Staatskirche sind eigentlich
unvereinbar.
#41 Wolfgang K. 14:23:22 | Mittwoch, 1. November 2006
Bescheidenheit Der Papst ist auch nur ein Mensch der auch auf die Vergebung Gottes angewiesen ist. Der
Papst ist weder Stellvertreter Christi und schon gar nicht Gott. Da braucht man noch nicht einmal evangelisch
zu sein um das anzuzweifeln. Die Religionen sollten sich vor dem Größenwahn in Acht nehmen.
#28 Wolfgang K. 23:50:55 | Dienstag, 31. Oktober 2006
EKD und Halloween Hier in dem Artikel wird die Wirkung mit der Ursache verwechselt. Zu behaupten der Halloween-Kult
wäre auf den evangelischen Glauben zurückzuführen ist schon ein bischen sehr gewagt. Und abergläubische
Strömungen gibt es im katholischen Volksglauben auch genug. Die Reformation war eine Antwort auf das
verlotterte Leben der sogenannten heiligen Väter. Luther hat sich nicht von der katholischen Kirche getrennt,
sondern die katholische Kirche von Luther. Am liebsten hätten sie die Protestanten wieder mit brachialer
Gewalt in den Mutterschoß der Kirche zurückgeführt, aber der Geist war jeder militärischen Tyrannis
überlegen. Hätte es die Reformation nicht gegeben – die christliche Lehre in ihrer ursprünglichen Form
wäre ausgestorben, vom Evangelium wüßte man nichts mehr… Gott wußte schon warum er einen Martin
Luther kommen ließ…
#8 Wolfgang K. 21:45:33 | Donnerstag, 26. Oktober 2006
Zwangszölibat Eigentlich schade dass die katholischen Priester durch den Zwangszölibat nicht heiraten
dürfen (können). Könnten doch ein postitives Bespiel für ein gesundes Familienleben geben, irgendwie
wirken solche Artikel nicht so richtig glaubwürdig. Und wenn schon die Ehe ein Sakrament ist – wieso
sind dann die Pfarrer davon ausgenommen…
#17 Wolfgang K. 15:12:49 | Montag, 16. Oktober 2006
Anfrag an die Tradition @Sirilo Könnte es auch nicht sein daß sich die katholische Kirche ein Glaubensgebäude
geschaffen hat, das so dem Evangelium nicht entspricht? Ich nehme mal das Beispiel der Tradition. Spätestens
seit Alexander VI. und seinen moralischen Verfehlungen hat das Papsttum seine moralische Autorität endgültig
verloren. Als Christ brauche ich mich nicht dem Papst unterwerfen. Diese sogenannten Traditionen laufen
dem Willen Gottes zuwider. Der papst redet davon daß die Menschen ihre Ohren vor Gott zu gemacht haben,
aber was macht die RKK – sie ist ja mit der Tradition des Zölibats auch nicht Gott gehorsam – sie schaffen
sich ihren eigenen Gott – was dem nicht entspricht wird ausgegrenzt.
#13 Wolfgang K. 10:34:31 | Montag, 16. Oktober 2006
Exkommunikation Liebe Frau Bussmann! Ich muß Ihnen mit Ihren Äußerungen Recht geben. Es gibt da nichts
hinzuzufügen. Und was wir als Protestanten nicht vergessen dürfen – Luther und die evangelischen Kirchen
sind seit über 400 Jahren exkommuniziert und mit dem Interdikt belegt – wir sind dieser Gnaden der römisch-katholischen
Kirche nicht würdig, wir sind draussen! Man mag einwenden daß diese Exkommunikation nur noch aus formalen
Gründen besteht – ich habe da so meine gelinden Zweifel.
#11 Wolfgang K. 23:14:29 | Sonntag, 15. Oktober 2006
Hierarchie Liebe Frau Bussmann! Es geht ja gar nicht darum was viele gläubige Katholiken denken (viele
sind da bedeutend freier und fortschritllicher), es geht doch nur darum diese gegenwärtige katholische
Hierarchie nicht gewillt ist andere Kirchen anzuerkennen. Ein protestantisches Abendmahl und ein evangelischer
Pfarrer (mit Frau und Kind) ist in ihren Augen nun mal keine Kirche und kein Sakrament. Da machen sich
doch unsere evangelischen Kirchenoberen doch nur etwas vor. Es ist doch ist doch ein Unterschied ich kann
einen gläubigen Katholiken als Christen akzeptieren, aber umgekehrt ist das auf höchster katholischer
Ebene eben nicht möglich… Ich lasse mich gerne korrigieren…
#9 Wolfgang K. 16:00:55 | Samstag, 14. Oktober 2006
Es gibt keine Kirchengemeinschaft mehr! Es wird bis zum jüngsten Tag nie mehr die volle Kirchengemeinschaft
mit der römisch-katholischen Kirche geben. Im 16. Jahrhundert hat sich die Trennung von der „Mutterkirche“
in Rom vollzogen – the Way of No Return“. Da hat die katholische Kirche die Zeichen der Zeit nicht erkannt,
diese Trennung war einfach um der Wahrheit willen notwendig. Alles andere ist nur Wunschdenken – wir Protestanten
können den Papst als Menschen akzeptieren aber nicht als den Stellvertreter Christi auf Erden. Ich finde
daß wir uns heutzutage menschlich achten ist schon ein gewaltiger Fortschritt, man kann nicht mehr und
nicht weniger verlangen.
#11 Wolfgang K. 17:33:17 | Dienstag, 29. August 2006
ich meine keine Hollywood-Filme Ich meine die Wirklichkeit, habe da zuhause einiges in meiner Sammlung.
Diese Hollywood-Filme (Emily Rose) lehne ich ab, das geht mir persönlich zu weit. Das Benehmen gegenüber
der Anneliese Michel hat den wahren Charakter dieser Exorcismen gezeigt – das ist Menschenverachtend gepaart
mit religiöser Geltungssucht.
#8 Wolfgang K. 17:20:47 | Dienstag, 29. August 2006
Übergriffe gegenüber Frauen Die meisten dieser „exorcistischen Riten“ sind sexuelle Übergriffe an wehrlosen
Frauen. Man muß sich Filmaufnahmen über Exorcismen einmal genau anschauen, da wird einem einiges klar.
Bestes Beispiel Pastor Ekkehart Höfig, wurde zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt wegen sexueller
Nötigung bei einer sogenannten Teufelsaustreibung.
#14 Wolfgang K. 16:12:09 | Dienstag, 15. August 2006
Jugendsünden Das sind eigentlich nur lässliche Jugendsünden, Dummheiten hat einmal jeder gemacht. Ich
persönlich glaube, daß sich Grass mit dieser Waffen-SS nie identifiziert hat, Grass war auch ein Kind
seiner Zeit. Henry Nannen war zum Beispiel begeisterter Jungredakteur beim Stürmer. Richard Wagner war
ein glühender Antsemit. Ludwig Thoma genialer Schriftsteller aber er hatte eine Aversion gegen das Judentum.
Das schmälert ihre Leistungen nicht im geringsten. Joschka Fischer hat einmal an Straßenkämpfen teilgenommen –
bezeichnete Herrn Stücklen mit einem üblen Kraftausdruck.und wurde später einer der beliebtesten Politiker…Es
gäbe noch genügend Beispiele für andere Persönlichkeiten
#27 Wolfgang K. 09:23:07 | Freitag, 11. August 2006
Papstgeliebte Verstehe diese Aufregung gar nicht, die Geliebte von Papst Alexander VI. stand jahrhundertelang
nackt weißen Marmor in den heiligen vatikanischen Gemäuern, bis sich dann doch jemand sich genötigt
die Schöne mit einem Bleimantel zu umgeben… Man sieht die Fehler immer nur bei den andern…
@monti Wenn man die meisten Ausführung hier so liest – Beispiel die Threads vom Herrn Schnabeltierkönig –
und denkt dass ist hier die katholische Kirche – dann muss ich Ihnen uneingeschränkt recht geben. Aber
dieses Forum ist für die römisch-katholische Kirche sicher nicht repräsentativ. Man könnte fast meinen
hier tobt sich eine christliche Taliban-Bewegung aus. Und diese Beiträge der Kreuz.net-Redakteure haben
weniger mit sachlicher Berichterstattung zu tun sondern vielmehr um hier die Emotionen anzuheizen, und
die Leser gegeneinander aufzuhetzen. Aber das hatte ja in der katholischen Kirche lange Zeit eine gewisse
Traditiion, erst seit dem II. Vatikanum und JP II gewinnt die gemäßigte Richtung in der RK die Überhand…
indiskutable Äuerungen Solche Äußerungen Herr Schnabeltierkönig können nur von jemanden kommen der
eigentlich gar keine Ahnung hat. Weder von der Theologie noch von einem vernünftig gelebten christlichen
Glauben. Wenn Luther schon in Ihren Augen ein Satan war, was war dann Alexander der VI. – nichts weiter
als ein verkommener Hurensohn – heilig übertüncht. Ihr sucht die Schuld immer nur bei anderen…
Agitation gegen andere Kirchen Als nach 1945 die ganzen Flüchtlingsströme aus den Ostgebieten in das
katholische Niederbayern und Schwaben strömten, das bedingt durch die Gegenreformation, eigentlich rein
katholisch geprägt war, brachte das in Teilen der katholischen Bevölkerung erhebliche Unruhe. Die Protestanten
waren nicht unbedingt gern gesehen, da kann man sich vorstellen was der sogenannte Volksglaube gegen die
jüdischen Mitbürger hatte. Die katholische Kirche hat es vortrefflich geschafft immer gegen andere Religionen
und Konfessionen zu agitieren. So verbot zum Beispiel der katholische Stadtparrer 1957 als in Deggendorf
die evangelische Kirche gebaut wurde, seinen Gläubigen an diesen Ort der Ketzerei vorbeizugehen. Oder
es gab 1938 in Österreich keine einzige katholische Messe, wo nicht zumindest unterschwellig gegen die
Juden agitiert wurde. So ganz unschuldig war die Kirche am Antisemitismus nicht…
Sachlichkeit Lieber Athanasius, vielleicht könnten Sie Ihren Diskussionsstil wieder auf eine sachliche
Ebene bringen, das wirft irgendwie kein gutes Licht auf Sie.
#35 Wolfgang K. 09:07:47 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Trennung von Staat und Kirche Die französische Revolution hat der katholischen Kirche die Grenzen aufgezeigt.
Eine allzuenge Verquickung von Staat und Kirche hat noch nie einem Staat gut getan. Das deutsche Kaiserreich
mit seiner Thron,- und Altartheologie war letztenendes auch zum Scheitern verurteilt, das mussten sich
auch die evangelischen Kirchen nach 1918 schmerzhaft eingestehen. Man konnte aufstrebende Industriestaaten
nicht mehr mit unzeitmäßen Regierungsformen (Monarchie) regieren. Gebt Gott was Gottes ist, und dem
Kaiser was dem Kaisers ist… Der Fehler des katholischen Klerus in der Zeit des französischen Absolutismus
war einfach der, dass die Kirche erstens privilegiert war und einfach zwischen Recht und Unrecht nicht
trennen konnte.
#30 Wolfgang K. 23:55:27 | Mittwoch, 21. Juni 2006
logische Konsequenzen Zuerst kam im 16. jahrhundert die Reformation und hat die Menschen in ihren Gewissen
von einer sich unchristlich gebärdenden Kirche befreit. Die Aufklärung und die französische Revolution
waren eine Weiterentwicklung der Gedanken der Reformation. Die Aufklärung legte die Grundlagen für die
modernen Demokratien in Europa. Und der Anteil der katholischen Kirche an diesen Umwälzungen ist nur
als äußerst marginal anzusehen.
#13 Wolfgang K. 21:14:12 | Mittwoch, 21. Juni 2006
es gab auch noch andere Es gab ja auch noch andere Aufklärer als Voltaire, wieso reiten Sie immer auf
nur einen Extrem herum. Außerdem hat es mit Voltaire und dem damaligen Papst Benedikt dem … sogar (versöhnliche)
Gespräche gegeben. Ihr macht es Euch schon ein bischen einfach.
Nachtrag Noch etwas – man kann die Menschenrechtsideen der französischen Moralisten nicht für die Terrorherrschaft
eines Jakobiners wie Robespierre oder Danton verantwortlich machen, genau so wenig ist Jesus und seine
Lehre unschuldig an den späteren Gewaltorgien in der Kirchengeschichte.
Kirche und die französischen Aufklärer Dieser Kreutz_net Artikel ist nicht ganz frei von einer gewissen
Geschichtsklitterung. Die Gedanken der französischen Revolution (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit)
sind nicht die Gedanken der katholischen Kirche im Frankreich des 17. /18. Jahrhunderts gewesen. Die französischen
Aufklärer waren geistig viel weiter als der katholische Klerus jener Jahre. Die waren nämlich größtenteils
damit beschäftigt den französischen Absolutismus zu zementieren. Außerdem mußten unter Ludwig den
XIV. tausende von Hugenotten das Land verlassen. Die katholische Kirche hätte sich an die Spitze einer
sozialen gerechten Ordnung stellen müssen – so legte sie sich mit den Sonnenkönigen ins Bett. Am französischen
Nationalfeiertag sieht an der Seite der französischen Prominenz am 14. Juli jedenfalls keine hohen katholischen
Würdenträger sitzen…stimmt doch schon irgendwie nachdenklich oder nicht????
auf den Punkt gebracht Mit dem Zölibat versündigt sich die Kirche an den Geboten Gottes…In diesem
Punkt ist auch ein Papst dem Wort Gottes nicht gehorsam…
eigentlich schade…es fehlt die Einsicht Das Verhalten der Kirche während des dritten Reiches bestätigt
wieder die Tatsache, daß Luther mit seiner fundamentalen Kritik am sogenannten Papsttum recht hatte.
Es hätte PIUS XII. nicht schlecht zu Gesicht gestanden einmal ein Wort des Bedauerns über die Lippen
zu bringen. Im verteufeln des Kommunismus waren sie immer großartig, aber vor der eigenen Haustüre zu
kehren oder einmal ansatzweise den Versuch machen über eigenes Versagen nachzudenken -absolute Fehlanzeige.
Es ist ein unbestreitbarer Verdienst Hochhuths Finger in diese Wunden zu legen. Es gab auch noch andere
Publikationen die sich mit dieser Thematik in einer seriösen Form beschäftigten. Fazit’: Wo die einen
die Kreuze schmücken das werden andere die Kreuze drücken… Es gab in der ganzen Kirchengeschichte
nicht einen einzigen Stellvertreter dem sein „Glauben“ das Leben gekostet hätte, ganz im Sinne Jesu.
Das Leiden für eine gerechte Sache stände den sogenannten Stellvertretern besser an, als im Elfenbeinturm
in einer selbstgerechten Heiligkeit zu leben…
Fragen über Fragen Damit hätte ich persönlich kein Problem. Solange ich sachlich bleibe und alles belegen
kann. Dann sucht man sich ein anderes Forum, wo es sich trefflich streiten läßt. Die Wahrheit ist wie
eine stadtbekannte Hure, jeder kennt sie aber niemand will sich mit ihr zeigen lassen. Mich wundert das
sowieso daß die Moderatoren hier so tolerant sind. Da gab es auch schon Threads die waren an Gehässigkeit
und Giftigkeit nicht mehr zu toppen, auf der prokatholischen Seite können hier einige so richtig auf
den Putz hauen und den Haß schüren, aber wehe, ich stelle mich auf das gleiche Niveau. Und mich wundert
es auch daß ich hier noch diskutieren kann.
Einseitige Ausrichtung Die richtig interessanten Meldungen gibt es hier nur selten. So las ich neulich
mal in meiner Tageszeitung, daß mindestens 60% der katholischen Priester in Polen gerne verheiratet wären
und eine Familie hätten. Oder daß es im ach so katholischen Polen Rekordzahlen an Abtreibungen gibt,
mit einer der höchsten AT-Quoten in Europa. Mich würde einmal interessieren nach welchen Kriterien Kreuz-net
seine Artikel auswählt.
versöhnliche Töne Liebes Pünktchen! Würde sagen wir begraben das Kriegsbeil, Sie haben Ihre Meinung,
ich habe meine Einstellung dazu. Mit Ihnen kann man wenigstens nopch auf einer vernünftigen Ebene diskutieren.
Meine Achtung und meinen Respekt. Ich wünsche Ihnen noch eine gute Woche. PS.: Jeder von uns hat doch
seine kleinen Schwächen, die Kunst liegt darin sich gegenseitig zu respektieren, ohne gleich alles unter
den Teppich kehren zu wollen. Am Anfang habe ich gedacht wo bin ich da nur reingeraten, aber es gibt hier
auch sehr vernünftige Zeitgenossen, mit denen sich trefflich streiten lässt.
Luther war ein Kind seiner Zeit Luther befand sich mit diesen Äußerungen im Einklang mit katholischen
antisemitischen Strömeungen, unbestritten. Aber der junge Luther hat sich auch sehr für die Juden eingesetzt.
Zitat: „Wenn die Juden damals mit den Christen so umgegangen wären, wie wir mit den Juden so gäbe es
heute keine Christen“. Wichtig war das was der junge Luther schrieb. Prüfet alles das Gute behaltet.
Außerdem schmälern diese Äußerungen auch nicht die Leistungen Luthers für die Reformation. Papst
Alexander VI. sagte eimal: Jede Religion ist gut, aber die beste davon das ist die Dümmste (Nachzulesen
bei Otto von Corvin). Oder der Kirchenvater Augustinus, daß Frauen der Auswurfs der Hölle und des Paradieses
sind… Wir haben Luther nie heilig gesprochen oder ihn zum evangelischen Papst gemacht, wir können heute
zu diesen Aussagen stehen ohne uns antisemitischer Tendenzen verdächtig zu machen. Das ist unsere Art
von evangelischer Freiheit. Und Luther selber hat sich immer als sündiger Mensch begriffen. Und im Gegensatz
zu dieser bigottischen Dekadenz in weiten Kreisen der damaligen katholischen Geistlichkeit war Luther
moralisch nahezu untadelig (Ehe mit Katharina von Bora).
Luther ein Mensch mit psychopathischen Zügen?? Ich mache ja keinen Hel daraus dass ich hier protestantische
Positionen vertrete. Liebes Pünktchen, ich freue mich daß Sie wenigstens die Fakten anerkennen und das
nicht irgendwie schönreden, Luther allerdings als einen Psychopathen darzustellen finde ich schon sehr
gewagt. Psychopathen sind normalerweise nicht in der Lage Bibelübersetzungen zu veröffentlichen die
die ganze Kultur eines Landes, ja eines Kontinents zu verändern. Da waren die R-Päpste schon noch etwas
gestörter. Man muß sich der Person Luthers mit den Augen des 16. Jahrhunderst nähern, wir Menschen
tun uns schwer Luther mit den Augen des 21. Jahrhunderts zu nähern. Diese sogenannten R-Päpste und Gegner
Luthers waren auch zur damaligen Zeit moralische Monster. Diese sogenannten Stellvertreter hatten kein
Recht Luther zu verdammen. Man muß sich Luther zwischen den Zeilen nähern. Die Nazis haben sich in den
Prozessen 1945 auf Luther berufen, der ihnen durch seine Schriften ein Freibrief für den Holocaust geliefert
hat. Ein unhaltbarer Vergleich, Luther hat nie zum Massenmord aufgefordert. Und seine wüsten Reden zum
Bauernkrieg taten ihm hinterher leid. Es gab auch einen jungen Luther der sich sehr positiv für die Juden
eingesetzt hat, das ist wichtig, nicht seine cholerischen Ausfälle. Aber wo hat jemals ein Alexander
VI. irgendeinen Anflug von Reue gezeigt. Im römischen Volk ging bei seinem Tod das Gerücht um, der Teufel
hätte ihn persönlich geholt…(nach zulesen bei Otto von Corvin).
@Pünktchen Die 95 Thesen die Luther 1517 an die Schloßkirche nagelte, verbreitete sich im ganzen Reich
wie ein Lauffeuer ohne jede Gewalt. Die einfachen Leute haben nur darauf gewartet. Und für die deutschen
Fürsten war das ein willkommener Anlass sich vom Kaiser zu emanzipieren. Die Reformation war zunächst
eine Volksbewegung, leider gab es auch Auswüchse und Gewaltexzesse, Luther hat das später auch sehr
bedauert (seine Äußerungen über die Bauern und die Juden in seinen späteren Schriften). Die Inquisition
ging allerdings noch radikaler vor, vor allen in Spanien hat man gewütet ohne Ende. In der zweiten Hälfte
des 16. Jahrhunderts gingen die Scheiterhaufen nicht mehr aus. Phillip II. hat sogar eine Riesen-Armada
gegen das englische Königreich ausgeschickt um die Engländer zu rekatholisieren. Die Inquisition hat
der Reformation in Italien und Spanien den Garaus gemacht. Und die Ursache für den dreissigjährigen
Krieg lag darin mit begründet daß der Kaiser sich nicht mehr an den augsburgischen Religionsfrieden
gebunden fühlte und meinte, er müsse mit einer gewaltigen Streitmacht die evangelischen Landesfürsten
unterwerfen. Die Schweden haben den Protestantismus erfolgreich in Deutschland verteidigt, sonst hätte
sich auch hier diese Inquisition durchgesetzt. Geistig waren die damaligen Päpste nicht in der Lage die
Leute mit Argumenten zu überzeugen, die R-Päpste waren geistig gegen Luther nur kleine Windlichter.
@ Pünktchen Wie ich schon mit dem Zitat der Confessio Augustana sagte, es gibt keine vollkommene Kirchengemeinschaft
mehr. Erstens trennt die Kirchengeschichte die beiden großen Konfessionen voneinander, zweitens die völligen
diametral verlaufenden theologischen Auffassungen vom den Sakramenten. Ich könnte als traditionell lutherischer
Protestant ( ich oute mich jetzt einmal hier an dieser Stelle) nie zur römisch-katholischen Eucharistie
gehen. Ich frage mich an dieser Stelle wieso die katholische Kirche nach dem tridentinischen Konzile in
ganz Europa den katholischen Glauben nur mit Gewalt durchsezten konnte. Wenn der Protestantismus wirklich
in allen Punkten geirrt hat, wieso sind dann mit wehenden Fahnen alle Staaten (besonders die skandinavischen
Länder) protestantisch geworden? Ein einzelner genialer Kopf und geistiger Riese wie Luther könnte das
noch nie gewollt haben, daß sich auf einmal auf dem Kontinent ein neuer Glaube bildet. Dem Protestanismus
dann Irrglauben vorzuwerfen ist ein bischen zu kurz gegriffen. Der katholischen Kirche ist als Anwort
auf die Reformation nichts anderes eingefallen als in den katholischen Kernlanden die Inquisition wüten
zu lassen. Wenn die Argumente und die Überzeugungskraft ausgehen dann hilft eben nur noch Gewalt.
katholon Dazu eine kleine Ergänzung: Katholisch bedeutet katholon (kommt aus dem griechischen) bedeutet
allumfassend, ansonsten muß ich dem Vorredner recht geben.
@ Wolfgang e. Na ja das ist wenigstens eine Basis auf der man sich treffen kann. Ich kann auch die katholischen
Brüder als Christen anerkennen, ich kann auch dem Papst nicht sein persönliches Christsein absprechen.
Nur habe ich Probleme mit der Frage nach dem katholischen Amt. Und diese Frage trennt die evangelische
und die katholische Christenheit seit der Reformation. In der Confessio Augustana wird das einmal sehr
treffend forumliert: Es ist nicht not das es eine einheitliche Kirche gibt, zum Wesen der Einheit gehört
die rechte Sakramentsverwaltung und die rechte Auslegung des Wortes. Die echte Ökumene beziehungsweise
die vollständige Einheit der Christenheit wird es nie mehr geben. Da ist es schon ein Fortschritt sich
auf einer menschlichen Ebene zu achten, nicht mehr und nicht weniger. Und da sind auch die Spuren der
Reformation an der katholischen Kirche (zumindest hier in Deutschland) nicht spurlos vorbei gegangen.
#37 Wolfgang K. 16:40:35 | Donnerstag, 1. Juni 2006
faule Bäume – gute Früchte? Ich persönlich kann meine katholischen Mitchristen als vollwertige Christen
anerkennen, umgekehrt aber ist das aber nicht mein Problem. Ich persönlich betrachte die kirchlichen
Institutionen nur als Ordnungsfaktor um den Frieden in den Gemeinden zu bewahren. Was zum Glauben und
Leben wichtig ist, findet man in der Bibel. Und zur Auslegung brauche ich weder einen Papst noch einen
Bischof. @ Pünktchen. Die Lebensweise der R-Päpste spricht gegen das Prinzip des Papsttums.Faule Bäume
bringen keine guten Früchte. Ich finde es gut, daß die Reformatoren diese Trennung vollzogen haben.
Diese Hierarchie (zu deutsch heilige Herrschaft) dürfte es eigentlich im neutestamentlichen Sinne nicht
geben. Auch die Kirchengeschichte zeichnet ein negatives Bild des Papsttums. Es ist ein großartiges Verdienst
von JP II sich mit seinem Mea Culpa aus dem Jahr 2000 (anläßlich des Jahrestages der Bluthochzeit in
Paris von 1572) sich bei den Opfern kirchlicher Selbstjustiz zu entschuldigen. Das war ein längst überfälliger
Schritt sich für die ganzen Verbrechen zu entschuldigen. Wir sprangen 1945 mit dem Stuttgarter Schuldbekenntnis
auch über unseren Schatten. Andere Kirchen haben dieses Stellvertretertum auch nicht, sind auch keine
schlechteren Christen.
#8 Wolfgang K. 09:20:02 | Donnerstag, 1. Juni 2006
verlotterte Geistlichkeit Petrus hat zwar die erste christliche Gemeinde gegründet, aber Petrus war kein
Papst. Außerdem war Petrus verheiratet und Familienvater. Petrus war ein Gleicher unter Gleichen, ein
normaler Mensch wie Sie und Ich. Die sogenannten Nachfolger hatten mit ihrer fragwürdigen Moral nicht
mehr viel mit dem ursprünglichen Petrus zu tun. Eine solche gottlose Lebensweise kann sich nicht auf
Petrus berufen. Außerdem war das Lotterleben der Geistlichkeit am Ende der Neuzeit mit ein Auslöser
für die Reformation. Die Kirche war nicht fähig Buße zu tun und zu den Ursprüngen zurückzukehren,
im 15. Jahrhundert scheiterten drei Reformkonzilien. Luther war ein Prophet, vom Evangelium wäre nichts
mehr übrig geblieben. Und die Propheten sind immer verfolgt worden…
#4 Wolfgang K. 08:59:23 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Papst ist nur ein Mensch @Vita Vor der römischen-katholischen Kirche mögen die Protestanten zwar keine
Kirche im eigentlichen Sinn sein, aber Gott sieht das anders. Und auf das kommt es schließlich an. Abgesehen
davon kann ich den Papst als Menschen anerkennen, aber nicht als Stellvertreter Christi auf Erden, ein
Mensch bleibt Mensch und auch ein Papst steht unter dem Gericht Gottes. Das ist kein Stellvertreter sondern
nur ein Zerrbild. Was mir hier noch auffällt ist eine auffällige Angst vor der sogenannten protestantischen
Unterwanderung, woher kommt eigentlich diese Angst vor den Evangelischen???
Bilder sind gefälscht! Im Zeitalter von professioneller Bildmanipulation kann man den Echtheits,- und
Wahrheitsgehalt solcher „Bildchen“ anzweifeln. Es gibt heutzutage nichts was man nicht mehr manipulieren
kann.
#19 Wolfgang K. 17:49:03 | Donnerstag, 25. Mai 2006
@ Aphrodite Muß Ihnen bei Ihrer Kritik recht geben, selbst bei einer moralisch sauberen Kirche verbieten
sich solche Urteile gegen Homosexuelle von selber. Habe mich etwas ungeschickt ausgedrückt – sorry.
#15 Wolfgang K. 17:38:04 | Donnerstag, 25. Mai 2006
alles in einen Topf geworfen Die Feindbilder sind Homosexuelle und noch schlimmer die Protestanten. Hier
gab es schon Beiträge da wurde Karl Lehmann sogar mit Hitler und Stalin verglichen. Und dann rennen sie
in die Kirche und glauben an die heilige katholische Kirche. Diese Moral,- und Tugendwächter würden
alle am liebsten mit dem Weihwasserschwengel rumlaufen und dann alles exzorzieren. Nur bei sich selber
sieht keinen Anlass über sich nachzudenken. Man möge mir hier die polemischen Untertöne verzeihen…
#12 Wolfgang K. 17:23:13 | Donnerstag, 25. Mai 2006
doppelte Moral Kann meinem Vorgänger nur beipflichten. Auf der anderen Seite wird dann aber alles unter
den Tisch gekehrt. Wenn im St. Pöltener Priesterseminar Computer mit Kinderporno beschlagnahmt werden –
das sind dann halt nur Jugendsünden. Wenn die Päpste in der Renaissancezeit durch ihr Benehmen Anstoß
erregt haben – alles kein Problem das sind halt immer noch die Nachfolger Petri auf dem heiligen Stuhl.
Wenn Pius der XII. zu wenig für die Juden getan hat – alles nicht so schlimm. Das Übel hat man bei den
sogenannten Homosexuellen ausgemacht – man sieht den Splitter in den Augen der anderen, aber für seine
eigenen Balken ist man blind. Wenn die Päpste und der Klerus in der Geschichte makellos wären – dann
wäre dieses Gewettere über die Homos noch nachvollziehbar.
Deep Purple in Reqiuem Da gab es doch neulich diesen Kinofilm Requiem, indem es um diese Teufelsaustreibung
der Anneliese Michel in Klingenberg ging. Wieso da ausgerechnet der Song von Deep Purple (Anthem) aus
dem Album Books of Taliesyin ausgewählt wurde ist mir ein Rätsel. Wenn man auf der fundamentalistischen
Linie wäre könnte man meinen Deep Purple produzierte mit seinen Song okkulte Inhalte… Den Grand Prix
halte ich für nicht mehr zeitgemäß. Der Musikgeschmack läßt immer mehr zu wünschen übrig, diese
Veranstaltung passt nicht mehr so richtig in diese Musiklandschaft und ist angestaubt und antiquiert.
Diese Päpste haben sich versündigt! Ich möchte mit einem Papst wie Alexander den VI. nicht die Ewigkeit
verbringen. Was den Menschen heilig ist, das ist vor Gott ein Gräuel. Ein Papst steht auch einmal vor
dem Richterstuhl und muß sein Leben vor Gott verantworten. Luther wurde exkommuniziert, aber diese Päpste
hatten Narrenfreiheit… Und dann wundert Ihr Euch darüber daß die Reformation kommen mußte? Ihr liefert
genau die Argumente die Teile der katholische Kirche so abstoßend macht…und warum man sich abwenden
muß. Wenigstens erkennt ihr daß an, daß die Päpste in schweren Sünden gelebt haben, ist ja schon
etwas. Gebe die Hoffnung nicht auf daß Ihr von Euren maßlosen und frevelhaften Urteilen doch noch einmal
Abstand nehmt…
Renaissance-Päpste Wenn ich an Alexander VI. denke und seine verlotterte Lebensweise (es gibt da noch
viele andere), dann brauche mir auf diese sogenannte Sukzession nichts einzubilden… Kann das sein, daß
Sie mit evangelischen Christen ein Problem haben?
nicht katholisch, nicht evangelisch??? Ihr seid nicht evangelisch und redet über evangelische Christen???
Wer mit einem Finger auf andere zeigt, auf den zeigen zehn Finger zuürck???
Seid doch froh… @ Herrn Groll! Ich finde es hier unangebracht auf Kardinal Lehmann so herumzuhacken.
Es gibt nicht viele wie ihn, Ihr Beitrag ist nicht gerade von Nächstenliebe geprägt. Seid doch dankbar
dass es noch solche Menschen gibt. Man kann sich auch auf einer sachlichen Ebene auseinandersetzen, aber
muß man die Leute (egal wer das jetzt ist) so diffamieren??? Bin zwar nicht katholisch, aber dieser Kardinal
nötigt auch mir (als kritischen Christen) Respekt ab. Vielleicht könnten Sie die Diskussion wieder versachlichen
Danke schon im Voraus
Wortlaut und Intention Ich habe mich etwas unklar, bzw. mißverständlich ausgedrückt, selbstverständlich
sollte es zwischen den Wortlauten und der Intention des Textes keine Unterschiede geben…
Erfahrungen mit Gott Die Menschen haben Erfahrungen mit Gott gemacht, und das schlägt sich in der Bibel
nieder. Es fing an mit den Geschichten im AT und hörte mit der Offenbahrung des Johannes nicht auf. Was
soll an der Sola Scriptura Unsinn sein? Es kommt schließlich darauf an was uns das Evangelium sagen will,
nicht unbedingt auf den Wortlaut. Umgekehrt könnte ich das Papsttum und die übersteigerte Marienverehrung
(und was es sonst noch alles gibt) auch als Unsinn abtun, weil vieles damit nicht mit der Bibel konform
geht. Nachtrag: Die Kanoniker haben es sich nicht leicht gemacht die kanonischen Schriften zusammenzustellen.
theologische Fehlentwicklungen @ Sirilo Sie haben vollkommen recht, ich vertrete die protestantische Position –
nur durch die Schrift alleine, und dem Geist der dahinter steht. Man kann nicht alleTraditionen nicht
über die Schrift stellen. Es gab in der frühen Christenheit auch genug theologische Fehlentwicklungen
die dann in großen Spaltungen endeten. Fairerweise muß ich zugeben dass es auch in den protestantischen
Lehrauffassungen Irrwege gab (die Rolle der Kirche im 1. Weltkrieg). Um wieder auf die Historie zurückzukommen:
Das Schisma von 1077 von der orthodoxen Kirche wegen der Stellung des Papsttums und des Zölibats. Auch
ein Grund mit für die unseligen Kreuzzüge. Uns es gibt heute noch genug kirchentrennendes zwischen den
Konfessionen, angefangen von der Auffassung über die Eucharistie bis zur Stellung der Amtskirche. Die
Kirchen haben das Evangelium nicht in die Welt gebracht, sondern durch die Kraft Gottes kam das Wort Gottes
zu uns.
Dogma steht nicht über dem Evangelium Die Dogmen sollten aber nicht über dem Evangelium stehen, genauso
wenig wie diese sogenannten Traditionen. Im neuen Testament findet man nichts über die leibliche Aufnahme
Mariens in den Himmel.
Mythenbildung Maria war ein Mensch wie Sie und ich. Es gibt keinen Grund sich vor dieser sogenannten Heiligkeit
unterwerfen zu müssen. Maria ist halt insofern ein Vorbild in ihrer Bescheidenheit und Demut, in ihrem
Vertrauen zu Gott. Aber alles andere (Mutter Gottes, „sexuelle Reinheit“ Auffahrt in den Himmel) würde
ich den Bereich volksreligiöse Mythenbildung verschieben. Das hat mit dem eigentlichen Glauben nicht
mehr viel zu tun. Lenkt von Gott nur ab. Vielleicht sollte man in der Kirche auch auf die lebenden Frauen
mehr achten, als die Liebe auf ein Phantombild zu projizieren.
Maria und Josef waren ein Ehepaar An Sirilio Nachzulesen bei Matthäus – und er (Josef) berührte sie
nicht (sie Maria) bis sie ihren ersten Sohn gebar. Im Weihnachtsevangelium bei Lukas: Und sie gebar ihren
ersten Sohn… Könnte da noch einige Bibelstellen anführen… Anmerkung: Im Islam gibt es auch Traditionen
die mit dem Koran nichts zu tun haben…
Maria hatte mehrere Kinder Maria hatte ja mehrere Kinder. Im Neuen Testament ist immer wieder davon die
Rede dass Jesus (leibliche) Brüder und Schwestern hatte. Nur die Zeugung Jesu und seine Geburt ist von
einem Geheimnis umgeben. Und Maria führte mit Josef eine völlig normale Ehe. Ich frage mich immer wieder,
wieso die katholische Kirche dass nicht wahrhaben will. Abgesehen davon wird es doch Zeit von dogmatischen
Formulierungen wie von der unbefleckten Empfängnis endgültig Abschied zu nehmen.
#30 Wolfgang K. 18:05:30 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Bildersind sehr fragwürdig Ich bin wahrlich kein Freund der Abtreibung, ich finde durch diese Bilder
werden diese Menschen ein zweites mal mißbraucht. Ich finde diese Art von Publicity nicht besonders gut.
Man kann durch solche Art der Fotos weder die Befürworter der Abtreibung „bekehren“ noch die Gegner auf
eine sachliche Basis zurückführen. Erinnert mich fatal an diesen Jesus-Film von Mel Gibson, durch diese
ausufernde visuelle Brutalität erreicht man nichts, aber auch gar nichts. Es gab auch in den Homepages
über Todesstrafe auch Bilder (genauso geschmacklos) von Hinrichtungsopfern, das wird die Befürworter
der Todesstrafe auch kalt lassen. Apropos Bestrafung von diesem Herrn mit diesen Bildern, in Nürnberg
artikulierte einmal auch ein Abtreibungsgegner seine Meinung in Form ein kleines weißen Kindersarges
auf einem Fahrrad mitten auf dem Christkindlesmarkt, oder vor der Frauenklinik im Nürnberger Klinikum.
Fand ich persönlich schon grenzwertig, die Polizei setzte dem ziemlich schnell ein Ende.
Wiedergutmachung Die katholische Kirche ist reich, sehr reich. Da wäre es doch nur einfach billig daß
die entstandenen Schäden auch von denen bezahlt werden, die die Verursacher für dieses Übel sind. Außerdem
würde sich man auch bei den Opfern entschuldigen und die Glaubwürdigkeit wieder herstellen. Aber so
bleibt ein schaler Nachgeschmack hängen…
Zölibat wozu? Ich denke daß das Zölibat nicht gottgewollt sein kann. Schon die Päpste in der Renaissancezeit
(zum Beispiel Papst Alexander VI. hatte schon Porbleme damit). Das Zölibat war auch der Anlass dafür
daß die Reformation kommen mußte. Wenn man den Ursachen für den Kindesmißbrauch auf den Grund gehen
will – daß ist erstens eine völlig verkehrte Einstellung zur Sexualität und das ist vor allem Macht
über andere Menschen haben zu wollen – alles mit einer gewissen Heiligkeit übertüncht. Noch etwas –
nicht die Kritiker an diesen Zuständen haben einen Hass gegen die Kirche, diese Auswüchse bringen selbst
die katholische Kirche in Verruf. Wie heisst es in der Confessio Augustana einmal treffend formuliert –
wo das Zölibat eigenmächtig gelobt wird entsteht viel Not und Unzucht. Und das kann nicht der Wille
Gottes sein…