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An Benedikt Am 4. Dezember 1963 verkündet das Zweite Vatikanische Konzil in seiner Konstitution über
die heilige Liturgie in Anwesenheit von Papst Johannes XXIII: „Der Meß-Ordo soll so überarbeitet werden,
dass der eigentliche Sinn der einzelnen Teile und ihr wechselseitiger Zusammenhang deutlicher hervortreten
und die fromme und tätige Teilnahme der Gläubigen erleichtert werde. Deshalb sollen die Riten unter
treulicher Wahrung ihrer Substanz einfacher werden. Was im Lauf der Zeit verdoppelt oder weniger glücklich
eingefügt wurde, soll wegfallen. Einiges dagegen, was durch die Ungunst der Zeit verlorengegangen ist,
soll, soweit es angebracht oder nötig erscheint, nach der altehrwürdigen Norm der Väter wiederhergestellt
werden. Auf dass den Gläubigen der Tisch des Gotteswortes reicher bereitet werde, soll die Schatzkammer
der Bibel weiter aufgetan werden, so dass innerhalb einer bestimmten Anzahl von Jahren die wichtigsten
Teile der Heiligen Schrift dem Volk vorgetragen werden.“ Fast alle im Konzil versammelten Bischöfe erachteten
eine Liturgiereform als dringend notwendig, Johannes XXIII eingeschlossen!
Das Messbuch des seligen Papstes Johannes XXIII Mich berührt eigentümlich, dass im letzten Motu Proprio
über die Liturgie und in vielen Kommentaren dazu das Römisch Messbuch von 1962 immer als Messbuch des
„seligen Papstes Johannes XXIII.“ bezeichnet wird. Hier wird der Eindruck erweckt, wie wenn dieser Papst
ein besonderer Verfechter des alten Ritus gewesen wäre. Wahr ist, dass Johannes XXIII. die problematischsten
Teile (Fürbitten des Karfreitags für die „perfiden“ Juden) überarbeiten ließ und den Ritus neu promulgierte.
Wahr ist aber auch, dass er durch die Einberufung des Konzils den Anstoß zur völligen Neugestaltung
der römischen Liturgie gegeben hat, wie sie uns 1970 durch Papst Paul VI. vorgestellt wurde.
Einseitig Mein Problem mit der „alte Messe“ ist nicht das Latein, sondern ihre Einseitigkeit. Der allgemein
anerkannte Dogmatiker Michael Schmaus schreibt: „In der Eucharistie wird das Gedächtnis des Leidens Christi
in der Gestalt des Mahles gefeiert. Christus hat der Kirche das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung
in der Form des Mahles geschenkt. Das Mahl ist die Grundgestalt des eucharistischen Opfers. Dieses wird
im Symbol des Mahles voll¬zogen.“ Und genau die unaufgebbare Grundgestalt des Mahles verdunkelt der alte
Ritus und stellt einseitig den Opfercharakter heraus. Der neue Ritus hingegen orientiert sich hingegen –
zu Recht – am biblischen Begriff des „Herrenmahles“ (1. Korinther 11,20-34), der Opfer und Mahl gleichwertig
zum Ausdruck bringt.
an rjh 1. Es ist eben nicht klar geregelt: sieh die Ausnahmen der letztenZeit. Das macht böses Blut 2.
Die freie Wahlmöglichkeit der Lebensform der Priester könnte zu größerer Glaubwürdigkeit der zölibatärlebenden
Priester führen. 3. Der andere Umgang mit gescheiterten Ehen in der evangelischen Kirche hat mit dem
evangelischen Sakramentsverständnis zu tun und nicht mit der verheirateten Lebensform der meisten Pastoren
.
an benedikt Welches Konzept haben eigentlich sie? an alle: Leserbrief: Teil 2 d) Wird nicht mancher Priester
jetzt zum „Sakramentenautomaten“, wie dies bei einem Pfarrfest schon dargestellt wurde, wenn er von einer
Kirche zur anderen hastet, weil dort zwar fähige Menschen in der Pfarre tätig sind, aber kein (durch
die Priesterweihe) Befähigter vor Ort für die Eucharistiefeier und Sakramentenspendung zur Verfügung
steht? e) In Österreich dürfen ca. 700 Priester ihr Amt nicht ausüben, weil sie zur Überzeugung gekommen
sind, dass sie das Charisma der Ehelosigkeit nicht haben und sich zu ihren Frauen und Familien bekennen.
Die Kirche hat diese Berufungen einmal anerkannt. Warum verzichtet sie darauf? Gottes Geist ist es, der
die Charismen gibt. f) Wie nennt man es doch gleich, wenn Gott Berufungen gibt und sich nicht an menschliche
Gesetze bindet, die Kircheführung aber meint, so dürfte das nicht sein? … Jedenfalls sei es allen
frommen Gläubigen gesagt: Lasst euch nicht wegen eines schwachen Glaubens und wegen zu weniger Gebete
die Schuld für den Priestermangel geben. Schuld kann nur sein, wer nicht bereit ist, jene Berufungen
anzuerkennen, die Gott gibt. „Wer es fassen kann, der fasse es!“
an benedikt Ich würde viel lieber mit ihnen diskutieren, wenn sie etwas wertschätzender und weniger
zynisch argumentieren würden. an alle: Leserbrief in einer Zeitung 1. Teil „Ein Katholik, der zum evang.
Glauben konvertiert ist, dort evang. Pfarrer wurde, ist wieder zur kath. Kirche revertiert. Mit päpstlicher
Dispens wurde er nun zum kath. Priester geweiht. War es ein menschlicher Zug Roms oder ist der herrschende
Priestermangel Pate gestanden? Mit dieser Priesterweihe tun sich eine Reihe anderer Fragen auf: a) Ist
dies nun der Weg für Seminaristen, die sich zum Priester berufen fühlen, das Zölibatsgesetz aber eher
als Belastung in Kauf nehmen würden? Sollte man all diesen nicht raten, zuerst in der evang. Kirche Pfarrer
zu werden und später wieder in den Schoß der kath. Kirche zurückzukehren? b) Oder sollte durch solche
Maßnahmen das Volk Gottes allmählich auf verheiratete Priester auch in der lateinischen Kirche vorbereitet
werden? Für das Volk Gottes stellt in unserem Land ein verheirateter Priester, der die menschlichen,
sozialen und spirituellen Voraussetzungen mitbringt, kein Hindernis dar. c) Sollte man nicht jene Pfarren,
die keinen zölibatären Priester als Pfarrer mehr im Ort haben, der mit ihnen „ihre Trauer und Angst,
ihre Freude und Hoffnung teilt“, fragen, ob sie dann nicht lieber einen verheirateten Priester als ihren
Pfarrer haben möchten?“
an Benedikt Auch für die Anzahl derer, die jetzt kommen besteht ein großer Bedarf an mehr Priestern,
sonst brennen noch mehr der jetzt aktiven Priester aus. (vgl.: 2-4 Pfarreien) und wenn es durch die Änderung
der Zulassungsbedingungen wieder mehr Priester geben würde, gäbe es wohl auch eine gute Chance, dass
wieder mehr Menschen zu unseren Gemeinden stoßen.
an Benedikt 1. Natürlich ist auch ein völliger Wiedereinstieg für manche denkbar 2. „Kerngeschäft“
heißt für mich: Verkündigung, Feier des Glaubens (Sakramente) und Diakonie (eine Kirche, die nicht
dient, dient zu nichts) und ist nicht gleichzusetzen mit „Neuevangelisierung“.
an benedikt 1.„mit verschiedenem Ausmaß“ bedeutet: ehrenamtlich, (viele sind in ihrem Zivilberuf im Ruhestand)Teilzeit,
nur Sonntagsdienst … wie eben der jeweilige Bedarf ist. 2. Durch Umschichtung im Diözesanbudget (z.B.:
weniger Sachaufwand, mehr Personalaufwand, Konzentrierung auf das „Kerngeschäft“ usw.) wäre das finanzierbar.
2 -4 Pfarreien: meist sind das Landpfarren, wo noch viele Menschen regelmäßig in „ihre“ Kirche gehen
an benedikt 1. Die Änderung der Zulassungsbedingungen würde keine Priesterschwemme auslösen, aber die
höchst angespannte Personalsituation kräftig entspannen. Von den rund 150 verheirateten Priestern ohne
Amt in unserer Diözese würden nach einer Umfrage rund die Hälfte bereit sein, in verschiedenem Ausmaß
wieder priesterliche Funktionen zu übernehmen. 2. Priestermangel ist sehr wohl ein Problem der Zahl:
in unserer Diözese müssen viele Priester bereits 2 bis sogar 4! Pfarreien versorgen. Die Zusammenlegung
von Pfarreien ist dabei keine Lösung, sondern würde nur zur Zerstörung von gewachsenen Seelsorgestrukturen
führen und viele Katholiken heimatlos machen.
an gretipleti Wir sind Kirche ist auch keine Sekte, sonder Menschen denen daran gelegen ist, dass es mit
der Kirche gut weitergeht, damit sie Zukunft hat.
an Benedikt 1.Geschwisterliche Kirche und besonderes Priestertum schließen einander nicht aus. 2.Lesen
sie bitte noch einmal den 2. Teil meines 1. Beitrages: Nicht alle Probleme löt die Veränderung der Zulassungsbedingungen
…
an Benedikt Es ist unrichtig, dass Wir sind Kirche gegen das besondere Priestertum agiert. Es geht der
Gruppe in dieser Frage um die Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priestertum. Und das ist dringend
notwendig
Wir sind Kirche 1. Wir sind Kirche ist keine kirchenfeindliche Gruppierung: im Gegenteil! Sie bemüht
sich dringende Probleme in der Kirche zu benennen und verantwortungsvolle Lösungen vorzuschlagen. Der
Reformstau ist ja wirklich sehr groß. 2. Die Zölibatsverpflichtung ist nicht an allen Problemen der
Kirche schuld, aber am Mangel von Priestern sehr wohl. Ein Blick auf andere christliche Kirchen, die auch
verheiratete Amtsträger und Amtsträgerinnen haben, zeigt das mehr als deutlich.
An Christian Hüller Zu ihren Fragen: ad 1) Nein: Die Kirche lässt mich auch nicht als Diakon arbeiten.
ad 2) Ich habe meine Frau schon vor der Priesterweihe kennen gelernt. Wir hatten den festen Willen, uns
nach der Weihe zu trennen und unsere Beziehung als Liebesbeziehung zu beenden, was sich aber nach vielen
Kämpfen für uns als nicht realisierbar herausgestellt hat.
Priesterweihe an verheiratete evangelische Pastoren Durch die Weihe verheirateter evangelischer Pastoren
zu katholischen Priestern fühle ich mich als einer von rund 700 verheirateten katholischen Priestern
Österreichs, die wegen ihrer Heirat aus dem Priesteramt ausscheiden mussten, provoziert und verhöhnt.
Hier wird von der katholischen Kirche zweierlei Maß angelegt, eine Vorgangsweise, die niemand mehr verstehen
kann und die Glaubwürdigkeit der Kirche ein weiteres Mal schwer erschüttert. Mag. Ludwig Puchinger,
Gallneukirchen
Magere Ernte 29. Juni, Linzer Dom, 9.00 Uhr. Eine festliche Stimmung will sich bei mir nicht so recht
einstellen: Dort, wo vor Jahren 10 und mehr Priesterweihen stattgefunden haben, – eine einzige. Dafür
verhältnismäßig viele Priesterjubilare. Die Altersstruktur der Amtsträger ist alarmierend! Hausgemachter
Priestermangel drückt die Katholische Kirche! Am Ende des Gottesdienstes wird um Priesternachwuchs gebetet.
Ein offensichtlich frustrierter Pfarrer des Bistums Würzburg schreibt zu diesem Problem: „Die katholischen
Bischöfe befinden sich in einem ähnlich paradoxen Zustand wie eine Frau, die um Kindersegen betet und
gleichzeitig die Pille nimmt. Sie beschwören Berufungen in den verschiedensten Aktionen, weil sie priesterlichen
Nachwuchs dringend benötigen. Im selben Atemzug verhüten sie Berufungen auf breiter Front.“ (Zulassungsbedingungen!)
Dem ist nichts hinzu zufügen.
Bitte, genau berichten! Sogar der Bischof von Linz suchte Jägerstätter in dieser Angelegenheit auf.
Nicht der Bischof hat Jägerstätter aufgesucht, sondern Jägerstätter ist von St. Radegung nach Linz
gefahren, (rund 100 km) um mit dem Bischof über seine Gewissensnot zu sprechen.
Tiefe Symbolkraft an Pünktchen: Hier geht es nicht um Multifunktionalität oder um Herumgeschiebe…
Versuchen sie doch, in die ganze Symbolkraft des Communio-Raumes einzudringen. Dann werden sie erkennen,
dass im Verfolgen dieses Konzeptes durchaus kein Widerspruch zu ihrem Papstzitat besteht
Keine Notlösung In der liturgie-theologischen Diskussion der Communio-räume wird vorgeschlagen, die
unsichtbare Mitte zwischen Ambo und Altar je nach Situation und Heilige Zeiten anders zu bezeigen: Z.B.:Ort
der Trauung, Ort der gemeinschaftlichen Krankensalbung (Christus stellte den Kranken in die Mitte!), Ort
des Sarges beim Requiem, Ort der Monstranz (gemeinschaftliche Anbetung), Osterkerze, Blumenschmuck…
In meinen Augen sehr plausible Überlegungen.
Keine Notlösung! In der liturgie-theologischen Diskussion der Communio-räume wird vorgeschlagen, die
unsichtbare Mitte zwischen Ambo und Altar je nach Situation und Heilige Zeiten anders zu bezeigen: Z.B.:Ort
der Trauung, Ort der gemeinschaftlichen Krankensalbung (Christus stellte den Kranken in die Mitte!), Ort
des Sarges beim Requiem, Ort der Monstranz (gemeinschaftliche Anbetung), Osterkerze, Blumenschmuck…
In meinen Augen sehr plausible Überlegungen.
Noch einmal: Anbetung Die Monstranz könnte man auch genau zwischen Altar und Ambo, das heißt: ganz ins
Zentrum des Raumes stellen. Dort würde sie wunderbar die unsichtbare Mitte unseres Feierns und Anbetens
anzeigen.
noch einmal: Anbetung Die Monstranz könnte man auch genau zwischen Altar und Ambo, das heißt: ganz ins
Zentrum des Raumes stellen. Dort würde sie wunderbar die unsichtbare Mitte unseres Feierns und Anbetens
anzeigen.
Frau Seblatnik Übrigens: Unter den anerkennenswerten vielen universitäreren Qualifikationen von Frau
Slabatnik scheint weder Theologie noch Liurgiewissenschaften auf. Das sollte man zu ihrem Beitrag mitdenken.
Anbetung Zur Eucharistischen Anbetung für die ganze Gemeinde kann die Monstraz auf den Feieraltar gestellt
werden, für private Anbetung ist eine Sakramentskapelle -wie im Grundriss zu erkennen – geeignet. Übrigens:
Die Pfarrkirche St. Anton in Passau (Zentralbau)wurde auch sehr stimmig als Communioraum umgestaltet.
zu: entlarvend Es heißt im Text: Der Gemeinschaftscharakter soll aufgewertet werden. Wohl im Verhältnis
zu der sicher nicht gemeinschaftsfördernden üblichen „Autobus – Anordnung“ (links Bänke-Mittelgang
-rechts Bänke) Zur Eucharistischen Anbetung für die ganze Gemeinde kann die Monstraz auf den Feieraltar
gestellt werden, für private Anbetung ist eine Sakramentskapelle -wie im Grundriss zu erkennen – geeignet.
Übrigens: Die Pfarrkirche St. Anton in Passau (Zentralbau)wurde auch sehr stimmig als Communioraum umgestaltet.
Communioräume Literaturhinweis: Albert Gerhards, Thomas Sternberg, Walter Zahner (Hg.): Communio-Räume.
Auf der Suche nach der angemessenen Raumgestaltung katholischer Liturgie Christliche Identität hat wesentlich
eine räumliche Dimension. Das zeigt sich u.a. darin, dass die Umgestaltung der Kirchenräume ein sensibler
Punkt im Leben der Gemeinden ist. Hat die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils zu gravierenden
Veränderungen der Raumdispositionen geführt, um die „Rolle“ der Gemeinde als Gemeinschaft (communio)
der Glaubenden aufzuwerten, so stehen diese Raumordnungen heute oft wieder zur Disposition: Eine dauerhaft
angemessene Lösung wurde bislang nicht gefunden. Viele Gemeinden, aber auch die Verantwortlichen von
Tagungshäusern und Kommunitäten machten sich deshalb auf die Suche nach neuen Raumgestalten ihrer gottesdienstlichen
Versammlungsräume. Der vorliegende Band stellt die Ergebnisse von solchen Suchbewegungen zusammen, die
im Rahmen eines Expertengesprächs im September 2001 in Münster zur Sprache kamen. Veranstalter waren
das Deutsche Liturgische Institut Trier, das Franz-Hitze-Haus Münster sowie das Seminar für Liturgiewissenschaft
an der Universität Bonn. Vor dem Hintergrund liturgisch-theologischer, historischer und anthropologischer
Überlegungen werden Beispiele durchgeführter Umbau- bzw. Neubauprojekte sowie Prozesse künstlerischer
Auseinandersetzung mit der Thematik präsentiert, die der weiteren Diskussion um den Communio-Raum dienen
sollen.
Communio-Räume Literaturhinweis: Albert Gerhards, Thomas Sternberg, Walter Zahner (Hg.): Communio-Räume.
Auf der Suche nach der angemessenen Raumgestaltung katholischer Liturgie Christliche Identität hat wesentlich
eine räumliche Dimension. Das zeigt sich u.a. darin, dass die Umgestaltung der Kirchenräume ein sensibler
Punkt im Leben der Gemeinden ist. Hat die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils zu gravierenden
Veränderungen der Raumdispositionen geführt, um die „Rolle“ der Gemeinde als Gemeinschaft (communio)
der Glaubenden aufzuwerten, so stehen diese Raumordnungen heute oft wieder zur Disposition: Eine dauerhaft
angemessene Lösung wurde bislang nicht gefunden. Viele Gemeinden, aber auch die Verantwortlichen von
Tagungshäusern und Kommunitäten machten sich deshalb auf die Suche nach neuen Raumgestalten ihrer gottesdienstlichen
Versammlungsräume. Der vorliegende Band stellt die Ergebnisse von solchen Suchbewegungen zusammen, die
im Rahmen eines Expertengesprächs im September 2001 in Münster zur Sprache kamen. Veranstalter waren
das Deutsche Liturgische Institut Trier, das Franz-Hitze-Haus Münster sowie das Seminar für Liturgiewissenschaft
an der Universität Bonn. Vor dem Hintergrund liturgisch-theologischer, historischer und anthropologischer
Überlegungen werden Beispiele durchgeführter Umbau- bzw. Neubauprojekte sowie Prozesse künstlerischer
Auseinandersetzung mit der Thematik präsentiert, die der weiteren Diskussion um den Communio-Raum dienen
sollen.
Großartige Idee Die Tatsache, dass es bereits viele Kandidaten für dieses Projekt gibt, beweist doch,
dass es viele Menschen gibt, die sich auf die Suche nach der Weisheit begeben wollen. Eine Woche in Schweigen –
nur mit sich selbst konfrontiert – kann dabei sehr hilfreich sein .
#17 Puchil2 † 19:39:35 | Sonntag, 11. Februar 2007
an Pünktchen Sie (die Verfechter einer Fristenregelung) selbst fordern doch auch die Strafe für Abtreibung,
nämlich ab dem 4. Monat. Warum eigentlich? Wie begründen sie dieses Gesetz? Sie müssen dann aber auch
erklären, warum sie den Schutz der Strafe den ganz kleinen Kindern vorenthalten wollen, den anderen aber
(und natürlich sich selbst in vielfacher Hinsicht!) sehr wohl gewähren. Eine solche Begründung fehlt !
Mögliche Begründungen: 1.Je weiter eine Schwangerschaft fortgeschritten ist, um so gefährlicher ist
ein Abbruch auch für die Mutter. (Güterabwägung) 2. Durch die Strafandrohung auch im frühen Stadium
der Schwangerschaft wir in der Regel die Abtreibung nicht verhindert. Die abtreibungswilligen Frauen werden
aber dann in die Illegalität und in die Hände von geldgierigen Geschäftemachern getrieben. Das Problem
ist wohl nur auf der Gewissensebene und auf der Ebene der umfassenden Hilfsangebote für ungewollt schwanger
gewordene Frauen zu lösen.
#15 Puchil2 † 21:55:42 | Samstag, 10. Februar 2007
zu: möchtegern-kathole „Für eine Abtreibung sein oder für Straffreiheit sein sind sind 2 ganz veschiedene
Paar Schuhe“ Das ist Propaganda vom allerfeinsten. In Wirklichkeit sind das nur 2 Seiten einer Münze.
Ein Verbrechen straffrei zu stellen heisst, es zu akzeptieren. Noch nie etwas von der strafrechtlichen
Ebene und von der moralischen Ebene einer Tat gehört? Lernen sie Moraltheologie!
Kein Priester will die Abtreibung! Der zitierte Priester bringt zum Ausdruck, dass er unter bestimmten
Bedingungen im Falle einer Abtreibung für Straffreiheit ist. Für eine Abtreibung sein oder für Straffreiheit
sein sind sind 2 ganz veschiedene Paar Schuhe! Das hat aber kreuznet noch nicht erkannt
#8 Puchil2 † 17:01:33 | Samstag, 18. November 2006
Bistum verwechselt In einem Staat würde man die Verhältnisse im Bistum Fulda ohne zu zögern als Diktatur
bezeichnen. Hat der Verfasser des Artikels hier nicht das Bistum verwechselt? Wollte er nicht eigentlich
Regensburg schreiben?
#16 Puchil2 † 22:37:55 | Montag, 11. September 2006
„Dringende Bitte um Priester“ Die Gebete um geistliche Berufungen zum Priesteramt wurden schon längst
erhört. Es gibt in unseren Gemeinden genügend Menschen, die bereit wären, ihre Berufung anzutreten.
Sie werden aber von der Kirchenleitung zurückgewiesen, weil sie entweder verheiratet oder Frauen sind,
oder weil sie in kirchenorganisatorischen Fragen nicht auf römischer Linie sind, oder …
#33 Puchil2 † 19:12:56 | Dienstag, 29. August 2006
An Benedikt Bis zu 15 Firmhelferinnen und Firmhelfer, unzählige Kommunionmütter und Väter (bei 5 Volksschulen!)
bereiten die Kinder und Jugendlichen auf den Sakramentenempfang vor. Unsere 2 Priester könnten das mit
einiger Qualität unmöglich schaffen. Die 3. Lesung ist nicht zwingend vorgeschrieben. Nicht jeder Gottesdienst
wird von den Laien mit vorbereitet, aber viele. Es steht ja auch in der neuen Liturgie nirgends geschrieben,
dass das so sein sollte.
#26 Puchil2 † 18:19:33 | Dienstag, 29. August 2006
Aus einem Referat Kardinal Meisners Positiven Früchte der Liturgiereform: „Sie sind derart groß und
prägend, dass der Papst aus „Sacrosanctum concilium“ Nummer 43 das Bild vom „Durchgang des Heiligen Geistes“
aufgreift: „Darum müssen wir Gott für das Hindurchgehen seines Geistes durch die Kirche danken, welches
in den liturgischen Reformen geschehen ist.“ Im Einzelnen werden genannt: Der nun reicher gedeckte Tisch
des Gotteswortes, der größere Zugang der Gläubigen zu den muttersprachlichen Texten der Heiligen Schrift,
des Messbuchs und der anderen liturgischen Bücher. Erwähnt wird die Teilnahme der Gläubigen am liturgischen
Geschehen, die eine ausdruckshafte sein soll: Gedankt werden muss „für die durch die Gebete und Gesänge,
durch die Gesten und das Schweigen gewachsene Teilnahme der Gläubigen an der Eucharistie und an den anderen
Sakramenten“. Ausdrücklich gelobt werden die liturgischen Laiendienste, „die von Laien ausgeführt werden,
und für die Verantwortungen, die sie kraft des gemeinsamen Priestertums übernommen haben, an dem sie
durch Taufe und Firmung teilhaben.“ Insgesamt wertet der Papst die Liturgieerneuerung als „die sichtbarste
Frucht des ganzen Konzilswerkes. Die Botschaft des II. Vatikanischen Konzils ist von vielen vor allem
durch die Liturgiereform wahrgenommen worden.“ Übrigens: Die Gläubigen laufen nicht wegen der Liturgiereform
davon. Da sind andere Gründe zu nennen.
#23 Puchil2 † 18:08:17 | Dienstag, 29. August 2006
Früchte der Liturgiereform:erweitert und konkretisiert – Einführung der Volkssprache – Einbeziehung
der Pfarrgemeinde in die Gottesdienstvorbereitung und -feier – Selbstverständlichkeit liturgischer Laiendienste,
besonders von LektorIn und KommunionhelferIn – Gottesdienst als Gemeinschaftsfeier, besonders erfahrbar
bei Festen und bei Feiern im kleinen Kreis – Einbindung und Mitverantwortung der Gläubigen in der Sakramentenvorbereitung
– Vielfache Anpassung der Kirchenbauten an die neuen liturgischen Anforderungen – Die Heilige Schrift
wurde weithin zu einem selbstverständlichen Bestandteil der liturgischen Feiern – Erneuerung der liturgischen
Bücher nach den Grundsätzen der Liturgiekonstitution
#20 Puchil2 † 17:55:24 | Dienstag, 29. August 2006
An Frasim: 3 Früchte der Liturgiereform 1. Liturgie wurde zudem, was die griechische Bezeichnung meint:
Werk des ganzen Volkes. 2. Jeder versteht, was er vollzieht. 3. Die Gemeinschaftscharakter der Liturgie
kommt zum Ausdruck
Zu einfach Man kann an dieses Problem nicht mit Durchschnitts-und Verhältniszahlen herangehen. In der
konkreten Seelsorge geht es im Zusammenhang mit dem Priestermangel um ganz konkrete Dinge: War bisher
ein Priester für eine Gemeinde zuständig, muss er heute bereits 2 oder gar 3 betreuen. Da gibt es nichts
„weg zu rechnen“. Es handelt sich hier um Priestermangel und zwar um einen riesigen. Alle anderen Sichtweisen
sind eine Augenauswischerei!
Zur Information Aus: Redemptionis sacramentum 47. Es ist sehr zu begrüßen, wenn der bekannte Brauch
erhalten bleibt, daß Kinder oder Jugendliche anwesend sind, die gewöhnlich Ministranten genannt werden
und nach Art des Akolythen am Altar dienen. Sie sollen eine ihrem Fassungsvermögen angemessene Katechese
über ihre Aufgabe erhalten.[119] Man darf nicht vergessen, daß aus der Zahl dieser Kinder im Laufe der
Jahrhunderte eine große Schar geistlicher Amtsträger hervorgegangen ist.[120] Um die pastorale Sorge
für die Ministranten wirksamer zu gestalten, sollen für sie Vereinigungen errichtet und gefördert werden,
bei denen auch die Eltern teilnehmen und mithelfen können. Wenn solche Vereinigungen einen internationalen
Charakter haben, obliegt es der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, sie zu
errichten oder ihre Statuten zu überprüfen und zu approbieren.[121] Nach dem Urteil des Diözesanbischofs
und unter Beachtung der festgesetzten Normen können zu diesem Altardienst Mädchen oder Frauen zugelassen
werden.[122]
#104 Puchil2 † 07:59:39 | Donnerstag, 17. August 2006
An Benedikt Mir geht es in dem hier diskutierten Zusammenhang nicht um die Theologie des Priestertums
in den verschiedenen Kirchen, sondern um die Tasache, dass in kirchlichen Gemeinschaften, in denen es
die – wie ich meine – unheilvolle Koppelung von Ehelosigkeit und bestimmten Formen des Amtes nicht gibt,
kein oder ein weitaus geringerer Mangel an Kandidaten dafür festzustellen ist.
#101 Puchil2 † 23:09:52 | Mittwoch, 16. August 2006
Gründe Vorbemerkung: Ich möchte nicht den Zölibat abgeschafft sehen, sondern die unbedingte Koppelung
zwischen Zölibat und Priesterberuf! Zu den Gründen: 1. Keine Forderung der Bibel (siehe unten) 2. Das
heutig Zölibatsgesetz ist ein wichtiger Grund für den Priestermangel (Vgl. Priester und Pastorenüberschuss
in den kirchlichen Gemeinschaften, in denen es dieses Gesetz nicht gibt) 3. Die Aufrechterhaltung der
Koppelung von Ehelosigkeit und Priesterberuf führt zu schweren Missständen und menschlichen Katastrophen
(Lüge, Heuchelei, Doppelleben vieler Priester, Unglaubwürdigkeit, seelische Unausgeglichenheit, unverhältnismäßig
viele Alkoholiker unter den Priestern …) Übrigens: Ein wichtiger Grund dafür, dass es in manchen Gebieten
der Erde keinen Priestermangel gibt, liegt darin, dass man es dort mit der Verwirklichung des Zölibates
noch weniger genau nimmt als bei uns.
#98 Puchil2 † 22:39:06 | Mittwoch, 16. August 2006
Noch einmal Zölibat Ich wiederhole: Für die zwangsweise Koppelung von Ehelosigkeit und Priesterberuf
gibt es keine biblischen Belege. Die biblischen Empfehlungen der Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen
gelten für alle Christen, „die es fassen können“, jedoch nicht für einen bestimmten Stand (z.B. Priester).
So waren ja bekanntlich die Priester, Diakone und Bischöfe der frühen Kirche in der Regel verheiratet.
(Vgl.Paulus in den Pastoralbriefen) Wenn die Gnadengabe der Ehelosigkeit und die Berufung zum Priester
zusammenkommen: dann umso besser. Die Ehelosigkeit ist aber – biblisch gesehen – nicht die unbedingte
Voraussetzung für das Priesteramt.
#94 Puchil2 † 19:34:04 | Mittwoch, 16. August 2006
An Christian Hüller Über die Koppelung von Ehelosigkeit und Priesterberuf ist theologisch nichts mehr
zu sagen: Sie ist biblisch nicht begründbar und gehört längst beendet. Zum Frauenpriestertum: Sie sind
offenbar der Meinung, dass sowohl die evangelische, wie auch die anglikanische Kirche mit ihrer Entscheidung
für das Priestertum der Frauen gegen die Bibel verstoßen. Glauben sie das im Ernst?
#84 Puchil2 † 16:17:00 | Mittwoch, 16. August 2006
Ordnung? An Bernardo „Die Zölibatsordnung“ der Kirche war in Vegangenhneit und Gegenwart in Wahrheit
eine ungeheure Unordnung und ein riesiges Lügengebäude. Guldin sieht das richtig.Wenn sie mir schon
eigennützige Motive für meine Einstellung unterstellen:Was ist dann mit den Motiven aller anderen, die
eine ähnliche Einstellung vertreten als ich?
#80 Puchil2 † 12:07:38 | Mittwoch, 16. August 2006
An Bernardo Es geht mir nicht um die Rechtfertigung meiner ureigensten persönlichen Entscheidung. Es
geht mir um einen guten Weg für unsere Kirche im neuen Jahrtausend. Wo ich mit meinen Beiträgen die
Bibel entstelle, kann ich nicht erkennen. Mit der Behauptung, dass es in der Kirchengeschichte keine Tradition
für das Frauendiakonat gäbe, liegen sie ganz einfach falsch.
#77 Puchil2 † 10:59:24 | Mittwoch, 16. August 2006
Bestätigung Richtig. Das Fundament unseres Glaubens. Ob nun Männer oder Frauen dieses Fundament als
dafür Beamtete weitergeben ist wohl Menschensatzung. Mit ihrer Einstellung behindern sie tatsächlich
den Heiligen Geist, der uns immer weder neu und auf verschiedene Weise antreibt, der jeweiligen Zeit entsrechend,
den Glauben (das Fundament) zu leben und zu verkünden.
#75 Puchil2 † 10:34:17 | Mittwoch, 16. August 2006
Fundamente Ob man Frauen zu Diakoninnen weiht oder nicht, gehört doch wohl nicht zu den Fundamenten des
Glaubens. Die Fundamente des Glaubens finden wir im Glaubensbekenntnis
#72 Puchil2 † 10:16:40 | Mittwoch, 16. August 2006
An Christian Hüller Zu ihren Fragen: Ich weiß nicht, wohin uns der Heilige Geist noch führen will.
Jedenfalls sollten wir seine Zeichen sehen und ihn durch das ständige Wiederholen von menschlichen Satzungen
nicht behindern. (Vgl.: Interview mit dem Papst im Abschnitt über die Frau in der Kirche)
#70 Puchil2 † 09:54:38 | Mittwoch, 16. August 2006
Nur Alt-Bischöfe? „Frau – Partnerin in der Kirche“: 1986 von der Österreichischen Bischofskonferenz
offiziell genehmigt. Darin heißt es unter anderem: „Kaum ein theologischer Zweifel besteht darin, dass
Frauen zum Amt des Diakonats zugelassen werden können. Die deutschsprachigen Synoden haben sich daher
mit großen Mehrheiten dafür ausgesprochen, dass in unseren Ländern Frauen wieder zum Diakonat zugelassen
werden, wie dies in Teilen der alten Kirche Jahrhunderte hindurch selbstverständlich war.“
#53 Puchil2 † 09:40:36 | Mittwoch, 16. August 2006
Noch einmal Frauendiakonat „Frau – Partnerin in der Kirche“: 1986 von der Österreichischen Bischofskonferenz
offiziell genehmigt. Darin heißt es unter anderem: „Kaum ein theologischer Zweifel besteht darin, dass
Frauen zum Amt des Diakonats zugelassen werden können. Die deutschsprachigen Synoden haben sich daher
mit großen Mehrheiten dafür ausgesprochen, dass in unseren Ländern Frauen wieder zum Diakonat zugelassen
werden, wie dies in Teilen der alten Kirche Jahrhunderte hindurch selbstverständlich war.“
#68 Puchil2 † 08:36:59 | Mittwoch, 16. August 2006
Auch wenn der liebe Horst sauer wird… Altbischof Aichern regt Diakonat für Frauen an Ehemaliger Frauenbischof
fordert auch kirchliche Frauenkommissionen in allen Diözesen ¬ Verabschiedung von Katholischer Frauenbewegung
Österreichs Für die Zulassung von Frauen zur Diakonatsweihe hat sich der Linzer Altbischof Maximilian
Aichern ausgesprochen. Der ehemalige Referent für Frauenbelange in der Österreichischen Bischofskonferenz
begründete vor der Vollversammlung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs diese Ansicht damit,
„weil Frauen die Inhalte der diakonalen Arbeit sehr auf ihre Fahnen geschrieben haben und diese auch tun“.
Außerdem forderte er die Schaffung von kirchlichen Frauenkommissionen in allen Diözesen Österreichs.
Der Altbischof hob den „unersetzlichen Einsatz“ der haupt- sowie besonders der ehrenamtlich in der katholischen
Kirche tätigen Frauen hervor. Es sei nicht auszudenken, welche Auswirkungen es auf die Kirche gäbe,
wenn sie einmal alle ausfielen. Der Bischof ermutigte die Frauen, nicht die Hoffnung aufzugeben, sondern
sich gegenseitig zu bestärken. „Mutig und zuversichtlich“ sollten die Mitglieder der kfb ihre Arbeit
fortsetzen und die gesamte Kirche für die Sorgen und Anliegen der Frau sensibilisieren.
#66 Puchil2 † 08:12:04 | Mittwoch, 16. August 2006
An Bernardo Es gibt auch andere Sichtweisen unter Bischöfen wie die von Bischof Müller: Wieder einmal
hat sich ein katholischer Bischof , diesmal in Belgien, für das Frauendiakonat ausgesprochen. Bischof
Roger Vangheluwe aus Brügge hat sich dafür ausgesprochen, Frauen zur Diakonatsweihe zuzulassen. Er hoffe,
dass darüber in absehbarer Zeit offen diskutiert werden könne, sagte Vangheluwe in belgischen Rundfunkberichten.
Der Bischof plädierte zugleich dafür, Frauen bereits jetzt verstärkt in kirchliche Leitungsfunktionen
zu bringen: „Es ist mehr möglich, als tatsächlich geschieht.“ Ihr „Empfehlungen“ an mich empfinde ich
übrigens untergriffig und einer sachlichen Diskussion nicht dienlich.
#61 Puchil2 † 21:56:11 | Dienstag, 15. August 2006
Literatur Literaturangaben (Auswahl) Diakonat. Ein Amt für Frauen in der Kirche Ein frauengerechtes Amt?
(hg. v. P. Hünermann, A. Biesinger, M. Heimbach-Steins, A. Jensen, Ostfildern 1997). Reininger, Dorothea:
Diakonat der Frau in der Alten Kirche – Diskussionen, Entscheidungen und pastoral-praktische Erfahrungen
in der christlichen Ökumene und ihr Beitrag zur römisch-katholischen Diskussion, Ostfildern 1999
#59 Puchil2 † 19:39:18 | Dienstag, 15. August 2006
Zur Information 1 Es gibt zwei Textstellen in NT, die sich auf Diakoninnen beziehen: Röm 16, 1-3: Phöbe
wird von Paulus als „Diakon der Gemeinde von Kenchreä“ vorgestellt; nach Gerhard Lohfink sprechen Gründe
dafür, daB Paulus in Röm 16,1 ‘Diakon’bereits im Sinne einer spezifischen Amtsbezeichnung versteht;
denn die männliche Form diakonos weist auf ein solch spezielles Amt hin. Der sich unmittelbar anschließende
Genitiv „der Gemeinde“ deutet auf einen ständigen und anerkannten Dienst der Phöbe in der Gemeinde Kenchreä
hin. Phöbe wird ausserdem noch prostatis = Patronin, Vorsteherin genannt. Sie war vermutlich auch Vorsteherin
einer Hausgemeinde. 1Tim 3,11: In dem in 1Tim 3 vorliegenden Ämterspiegel, in dem Grundvoraussetzungen
für die wichtigsten kirchlichen Ämter aufgezählt werden, geht es zunächst um die Episkopen, dann um
die Diakone, dann um die Frauen, dann wieder um die Diakone (12f). Es heißt dort u.a.: „Nur wenn nichts
gegen sie [die Diakone] vorliegt, sollen sie ihren Dienst ausüben. Ebenso sollen die Frauen ehrenhaft,
nicht verleumderisch, mäßig im Weingenuss und in allem zuverlässig sein.“ Im Anschluss daran spricht
der Text wieder von den Diakonen: „Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein.“ Im christlichen Osten
hat man die Verse über die Frauen auf die weiblichen Vertreterinnen dieses Amtes bezogen, im Westen vermutete
man dahinter die Ehefrauen der Diakone.
#45 Puchil2 † 06:47:46 | Dienstag, 15. August 2006
Zur Information 5 Kann man heute an den altkirchlichen Diakonat der Frau ohne weiteres wieder anknüpfen?
Die Unterschiede zwischen der soziokulturellen Situation der frühen Kirche und der Kirche heute würden
völlig außer acht gelassen, wollte man den altkirchlichen Diakonat der Frau in seiner ursprünglichen
Ausprägung wieder rekonstruieren. „Es wäre ein grundsätzlicher methodischer Fehler, geschichtliche
Fakten als eine Art Norm zu verstehen…“; denn „für die Gestaltung des kirchlichen Lebens in unserer
Zeit dürfen wir die gleiche Freiheit in Anspruch nehmen wie die Christinnen und Christen des ersten Jahrtausends.“
(A.Jensen) Was allerdings als durchgehender Zug im altkirchlichen weiblichen Diakonat ausgeprägt war:
nämlich der spezielle Dienst an Frauen, das sollte auch in der heutigen Kirche beibehalten werden, wenn
freilich auch auf einer anderen Ebene und in zeitgemäßer Gestaltung; denn als vom kirchlichen Patriarchat
Betroffene und oftmals auch Geschädigte bedürfen die Frauen in der römisch-katholischen Kirche einer
besonderen Zuwendung und Hilfe durch Frauen im diakonalen Amt. Ida Raming Literaturangaben (Auswahl) Diakonat.
Ein Amt für Frauen in der Kirche Ein frauengerechtes Amt? (hg. v. P. Hünermann, A. Biesinger, M. Heimbach-Steins,
A. Jensen, Ostfildern 1997). Reininger, Dorothea: Diakonat der Frau in der Alten Kirche – Diskussionen,
Entscheidungen und pastoral-praktische Erfahrungen in der christlichen Ökumene und ihr Beitrag zur römisch-katholischen
Diskussion, Ostfildern 1999
Zur Information 4 Welche Ursachen/Gründe führten zum Untergang des weiblichen Diakonats? Die rasche
Ausbreitung des Diakoninnenamtes in der Ostkirche war mit der umfangreichen Missionstätigkeit der Kirche
im 3. u. 4. Jh. verbunden. Aufgrund der Entwicklung zur Volkskirche hin und der rückläufigen Zahl der
Erwachsenentaufen verloren die Diakoninnen zunehmend ihre Bedeutung als Liturginnen und Katechetinnen,
ihre Tätigkeit reduzierte sich auf den karitativen Bereich. Darüber hinaus darf aber eine weitere wesentliche
Ursache für den Untergang des Diakoninnenamtes – die Vorstellung von der sexuellen Unreinheit der Frau –
nicht übersehen werden. Die Diakonin wurde also auf das klösterliche Leben zurückgedrängt und auf
diese Weise von dem Gemeindedienst ausgeschlossen; dieser Vorgang vollzog sich nicht nur im byzantinischen
Raum, sondern auch sonst im Orient wie im Westen und ist auf das Vordringen des Mönchtums mit seinen
asketischen und leibfeindlichen Tendenzen zurückzufuhren. Die Vorstellung von der angeblichen ‘Unreinheit
der Frau’ liegt im übrigen auch den Verboten der Diakoninnenweihe in der Westkirche zugrunde.
Information 3 Westkirche: Eine so ausgedehnte Verbreitung und ein so relativ fester Bestand des Diakoninnenamtes
wie in der Ostkirche sind in der Westkirche nicht bezeugt. Mit Ausnahme einiger byzantinisch beherrschter
Gebiete in Gallien und Süditalien gab es im Westen des römischen Reiches an scheinend kaum kirchlich
anerkannte Diakoninnen, was vor allem auf sozio-kulturelle Unter schiede zwischen Ost- und Westkirche
zurück zuführen ist: Frauen waren im Westen stärker in die Gesellschaft integriert, so dass z.B. die
häusliche, von Männern getrennte Unterweisung von Frauen und Kindern hier nicht im gleichen Masse erforderlich
war wie in den Kirchen des Ostens. Bereits im 4.- 6. Jahrhundert verboten mehrere gallikanische Synoden
ausdrücklich die Diakonssenordination. Welche Tätigkeiten/Aufgaben übten die Diakoninnen aus? • karitative
Arbeit: Die Diakonin kümmerte sich um kranke Frauen, war darüber hinaus zuständig für Arme, Kinder
und der Pflege Bedürftige; • missionarische, katechetische, pastorale und erzieherische Arbeit: Hinführung
heidnischer Frauen zum Christentum, ihre katechetische Unterweisung vor und nach der Taufe, christliche
Bildung der Frauen, Kinder, Jungfrauen und Waisen in den Gemeinden; • liturgischer Dienst: Taufhelferin
bei der Taufe der Frauen, Salbung des Körpers mit Katechumenen- und Chrisamöl (der Taufakt selbst und
die Salbung der Stirn waren jedoch den männlichen Klerikern vorbehalten), Austeilung der Kommunion an
kranke Frauen.
Weitere Informationen Wie verlief die weitere Entwicklung des Diakonats der Frau? In der Ostkirche: In
der Didascalia apostolorum, einer syrischen Gemeindeordnung aus dem 3. Jh., ist das Institut der Diakonin
zum ersten Mal zweifelsfrei bezeugt und zeigt bereits deutlichere Konturen. Diakon und Diakonin teilen
sich das eine ministerium diaconiae und tragen die gleiche Bezeichnung diaconi. In der Didascalia wird
der Diakonin ein eigener Platz innerhalb der kirchlichen Dienste zugewiesen, indem die einzelnen Ämter
der Trinität zugeordnet werden: Der Bischof steht an der Stelle Gottes, der Diakon an der Stelle Christi,
die Diakonin soll an der Stelle des Heiligen Geistes geehrt werden. In den Apostolischen Konstitutionen
(Kirchenordnung aus dem Ende des 4. Jh.) wird diese trinitarische Typologie übernommen. Die Diakonin,
hier diaconissa genannt, hat inzwischen ein klar definiertes Amt, das der Bischof durch Weihegebet und
Handauflegung überträgt. Ab dem 4. Jh. häufen sich die Zeugnisse für die Existenz von Diakoninnen:
Diakoninnen sind belegt in Antiochien, Jerusalem, Cäsarea (Palästina), Kappadokien und in Konstantinopel.
Das weibliche Diakonatsamt besteht weiter etwa bis zum 11. Jahrhundert (bes. in Byzanz); die Diakoninnen
wurden (als Leiterinnen religiöser Frauengemeinschaften) auf das klösterliche Leben zurückgedrängt
und zunehmend vom öffentlichen Gemeindedienst ausgeschlossen. Entwicklung in der Westkirche folgt.
Diakoninnenweihe? Zur Information: In der Diskussion über die Erneuerung des weiblichen Diakonats spielt
die Frage, ob es sich bei der Weihe der Diakoninnen um eine höhere (sakramentale) Weihe gehandelt hat
oder um eine nichtsakramentale Benediktion, eine bedeutende Rolle. Die Gegner einer Wiedereinführung
des Diakonats der Frau interpretieren die historischen Quellen so, dass sie sowohl die Sakramentalität
der Diakoninnenweihe bestreiten als auch die Gleichrangigkeit der Diakoninnen mit den Diakonen, wobei
sie sich auf die Unterschiedlichkeit ihrer Befugnisse und Aufgaben (die Diakonin sei – im Unterschied
zum Diakon – z.B. nicht zum Altardienst bestellt worden) stützen. Bei einer derartigen Bewertung der
historischen Quellen wird allerdings außer acht gelassen, dass das Amt der Diakonin infolge der in der
frühen und fruhmittelalterlichen Kirche verbreiteten Diskriminierung der Frau um ihres Geschlechtes willen
an seiner Entfaltung gehindert wurde. Zahlreiche Autorinnen und Autoren sehen dagegen in der Diakoninnenweihe
eine der Weihe von Diakonen gleichwertige sakramentale Handlung, die auch in formaler Hinsicht Parallelen
zu der Weihe der höheren Kleriker aufweist: die Handauflegung durch den Bischof im Altarraum im Beisein
der Presbyter, Diakonen und der anderen Diakoninnen sowie das Weihegebet mit Anamnese und vor allem der
Epiklese sprechen nach ihrer Meinung klar dafür.
An Benedikt Es gibt zwei Textstellen in NT, die sich auf Diakoninnen beziehen: Röm 16, 1-3: Phöbe wird
von Paulus als „Diakon der Gemeinde von Kenchreä“ vorgestellt; nach Gerhard Lohfink sprechen Gründe
dafür, daB Paulus in Röm 16,1 ‘Diakon’bereits im Sinne einer spezifischen Amtsbezeichnung versteht;
denn die männliche Form diakonos weist auf ein solch spezielles Amt hin. Der sich unmittelbar anschließende
Genitiv „der Gemeinde“ deutet auf einen ständigen und anerkannten Dienst der Phöbe in der Gemeinde Kenchreä
hin. Phöbe wird ausserdem noch prostatis = Patronin, Vorsteherin genannt. Sie war vermutlich auch Vorsteherin
einer Hausgemeinde. 1Tim 3,11: In dem in 1Tim 3 vorliegenden Ämterspiegel, in dem Grundvoraussetzungen
für die wichtigsten kirchlichen Ämter aufgezählt werden, geht es zunächst um die Episkopen, dann um
die Diakone, dann um die Frauen, dann wieder um die Diakone (12f). Es heißt dort u.a.: „Nur wenn nichts
gegen sie [die Diakone] vorliegt, sollen sie ihren Dienst ausüben. Ebenso sollen die Frauen ehrenhaft,
nicht verleumderisch, mäßig im Weingenuss und in allem zuverlässig sein.“ Im Anschluss daran spricht
der Text wieder von den Diakonen: „Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein.“ Im christlichen Osten
hat man die Verse über die Frauen auf die weiblichen Vertreterinnen dieses Amtes bezogen, im Westen vermutete
man dahinter die Ehefrauen der Diakone.
An Benedikt Diakonat und Priestertum der Frauen sind durchaus getrennt zu bewerten, das ist sicher auch
für den Papst so. Für das Diakonat der Frauen gibt es – wie sie wissen – eine sehr frühe und alte Tradition
in der Kirche, für das Priestertum ist das nicht der Fall.
Frauen in der Kirche Folgendes ist für mich auffällig: 1. Benedikt hat im Interview das Diakonat für
die Frauen nicht ausgeschlossen. 2. Die Ablehnung des Priestertums für die Frau erfolgt zwar unter dem
Hinweis auf den Glauben und auf die Konstitution des Apostelkollegiums, aber sonst nur mit dem „Gefühl“,
keine Vollmacht dazu zu haben. 3. Der letzte Satz zu diesem Thema klingt wie eine Ermutiung der Frauen,
in dieser Frage nicht locker zu lassen: „Aber ich glaube, die Frauen selber werden mit ihrem Schwung und
ihrer Kraft, mit ihrem Übergewicht sozusagen, mit ihrer „geistlichen Potenz“ sich ihren Platz zu verschaffen
wissen. Und wir sollten versuchen, auf Gott zu hören, dass wir den auch nicht behindern, sondern uns
freuen, dass das Weibliche in der Kirche, wie es sich gehört – von der Muttergottes und von Maria Magdalena
an – seine kraftvolle Stelle erhält“
in persona Geht es bei diesem Begriff nicht um viel mehr, als um die Geschlechtsmerkmale? Meint „persona“
nicht den innersten Kern eines Menschen, sein innerstes Wesen, das sich der geschlechtlichen Begrifflichkeit
entzieht, ja diese unendlich übersteigt? Meint „in persona Christi“ agieren nicht vielmehr handeln, leben,
empfinden, lieben …wie er? So verstanden ist es unerheblich ob das ein Mann oder eine Frau im Priesterberuf
tut.
Argumentationsnotstand Sind ihnen die Argumente ausgegangen, weil sie wieder zynisch und untergriffig
werden? Übrigens: Natürlich können evangelische Christen das sonntägliche Glaubensbekenntnis mitbeten.
Die evangelische Fassung unterscheidet sich nur in einem Wort: statt“katholische Kirche „ sagen sie „christliche
Kirche“, wobei das Wort „katholisch“ bekanntlich „ die allgemeine, über die ganze Welt verbreitete und
für sie daseiende Kirche“ meint. Das könnten wohl alle Christen sprechen, ohne ihre konfessionelle Identität
aufgeben zu müssen, wenn der Begriff „katholisch“ nicht so stark mit „römisch“ gleichgesetzt würde.
Hoffnungszeichen Großartig! Ein guter Griff des Heiligen Geistes, diesen Mann als Bischof zu erwählen.
Würden doch weitere solche Bischofsernennungen folgen. Das Bistum St. Gallen ist zu beglückwünschen!
An Römisch-Katholisch Hängt die katholische Identität nun wirklich daran, ob ein Laientheologe einen
Teil des Hochgebetes spricht oder wenn einmal ein anderes Hochgebet verwendet wird oder wenn ein evangelischer
Christ bei uns die Kommunion empfängt oder wenn ein evangelischer Pastor mit am Altar steht? Hängt die
katholische Identität nicht vielmehr daran, ob man den Inhalt des Glaubensbekenntnisses, das wir alle
am Sonntag sprechen, mit Herz und Hirn verstanden hat und danach lebt?
Zulassungsbedingungen Es geht nicht ums Hinuntersetzen, sondern um das Erweitern: um die Erfahrungen und
Qualitäten von Verheirateten, von Frauen … für das Priesteramt fruchtbar werden zu lassen
Information Innere Blutungen – Frauen über ihre Liebe zu Priestern rpd. Sind katholische Priester die
besseren Männer? – Zumindest behaupten dies viele Frauen, die eine Liebesbeziehung zu katholischen Priestern
haben. Sie seien einfühlsamer, sagen Priesterpartnerinnen. Doch sie bezahlen diese Menschlichkeit mit
vielen Unmenschlichkeiten. Der Pflichzölibat drängt die Liebenden in die Heimlichkeit. Unzählige Frauen
sind so mancherlei Willkür ausgeliefert, können mit niemandem über ihren Schmerz reden, sind allein.
Schätzungsweise haben über die Hälfte der Priester eine Beziehung zu einer Frau oder zu einem Mann.
Der Druck auf das Paar ist enorm. Wird die Liebe öffentlich, schicken die Bischöfe die Priester in die
Wüste. – Die Selbsthilfeorganisation ZÖFRA (vom Zölibat betroffene Frauen) präsentierte kürzlich
der Schweizerischen Bischofskonferenz einen Bericht, der über dreihundert Priesterfrauen und mehr als
140 Priesterkinder erwähnt. kath.ch, 17.07.2003
An Horst Schlämmer Die dauernden Übertretungen der Zölibatsregelung schadet meiner Erfahrung nach am
aller wenigstens den „Übertretern“. Die haben sich mit ihrer Situation der „Zweigleisigkeit“ meistens
ganz gut arrangiert. Am schlechtesten sind die davon betroffenen Frauen dran, auch wenn diese Beziehungen
zum Teil öffentlich bekannt sind und von den jeweiligen Gemeinden auch toleriert werden mit dem Hintergedanken:
Wenn der auch noch weggeht, haben wir gar keinen Priester mehr. Vielleicht ist der katastrophale Priestermangel
der Nachhilfeunterricht des heiligen Geistes und die Kirchenleitung ist nicht fähig, ihre Hausaufgaben
endlich zu erledigen und die Zulassungsbedingungen zum Amt zu erweitern. Zur „wahren“ Kirche: Vielen Menschen
fällt es durch hausgemachte Fehler der Kirche immer schwerer, das Wahre an ihr zu entdecken. Hartnäckiges
aufdecken dieser Fehler wird zur Heilung führen.
Bistum Basel Beim Durchsehen einiger Homepages des Bistums Basels gewann ich den Eindruck, dass es dort
gerade wegen des Einsatzes von vielen Laien blühendes pfarrliches Leben gibt. Und auf das kommte es an.
An Benedikt ,nur weil einige ein Problem damit haben. Ich glaube, sie verkennen die Größenordnung des
Problems. Ich habe gute Einsicht in die „Priesterszene“ und weiß deshalb, was sich dort in Bezug auf
die Einhaltung des Zölibates abspielt. Übrigens: Sie werden doch nicht behaupten wollen, dass die verheirateten
orthodoxen und anglikanischen Priester und die verheirateten evangelischen Pastoren durchwegs nur „Sozialpädagogen“
sind, die so nebenbei etwas Liturgie feiern.
An Benedikt Solche Zahlen von Priestern, die mit einer Frau zusammenleben finden sie auch in Deutschland …
Das war in den Wirren der Reformation, ich weiß. Übrigens auch in Österreich. Die Gegenreformation
hat allerdings dieses Problem wieder etwas beruhigt. Trotzdem: Es geht um die Glaubwürdikeit einer kirchlichen
Regelung. Die dauernde Übertretung – und zwar im großen Stil, damals wie heute – schadet der Wahrhaftigkeit.
Da wäre es doch sinnvoller, diese Regelung überhaupt aufzugeben. Diese Forderung muss hartnäckig wiederholt
werden. Ich vertraue dem Prinzip Catos: „Ceterum censeo … „sie wissen schon!
Noch einmal: Der falsche Weg Auf Grund des Priester – und Geldmangels Pfarren auflösen, zusammenlegen,
Kirchen außer Betrieb stellen…wie in Essen, ist der falsche Weg. Einen anderen, richtigen Weg gehen
einige Diözesen in Österreich (Linz, Innsbruck) 1. Auch priesterlose Pfarreien bleiben bestehen 2. Hauptberufliche
oder ehrenamtliche ausgebildete Laien übernehmen die Leitung und die Verantwortung 3. Dazu ausgebildete
Laien gestalten Liturgie: Wortgottesfeiern, Tagzeitenliturgie … Wenn organisierbar, gibt es gelegentlich
eine sonntägliche Eucharistiefeier. 4. Wenn irgendwie möglich, bleiben die von Priestern verwaisten
Pfarrhöfe bewohnt. Zugegeben: das ist „Mangelverwaltung“, aber eine verantwortbare. Die Erfahrung zeigt,
dass in von ehrenamtlichen Laien geleiteten Gemeinden eine ungeheure Energie und Überlebenswillen entwickelt
wird, dass unglaubliche – auch finanzielle – Anstrengungen auf sich genommen werden, nur um das Gemeindeleben
im vertrauten, überschaubaren Bereich sicherstellen zu können. Als Übergangslösung, bis die Kirchenleitung
durch Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt endlich ihre Verantwortung für die Pfarrgemeinden
ernstnimmt, und so das volle Leitungsamt durch einen geweihten Priester (oder Priesterin) wieder wahrgenommen
werden kann.
An Jawohl! Ihr Motto lautet wohl: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Der Kirche hat es noch immer
geschadet, wenn sie vertuscht, unter den Teppich gekehrt, verschwiegen, verdrängt … hat. Glaubwürdigkeit
geht dadurch total verloren. Schade!
Zur Information 2 Der National Catholic Reporter berichtet über die sexuelle Ausbeutung von Nonnen durch
Priester in Entwicklungsländern. Junge Nonnen werden demnach von Priestern zu Sex gezwungen oder überredet,
weil sie in den AIDS-geplagten Ländern als „sichere“ Sexualpartner angesehen werden. In einigen Fällen
wurden Nonnen geschwängert und dann zur Abtreibung gezwungen. „O’Donohue [die Autorin eines Berichts]
stellte fest, dass das Zölibat in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Bedeutung hat. Zum Beispiel
schreibt sie, dass ein Generalvikar in einer afrikanischen Diözese ‘recht offen’ über die Ansichten
zum Zölibat in Afrika gesprochen habe. Er habe gesagt, dass das ‘Zölibat im afrikanischen Kontext bedeutet,
dass ein Priester nicht heiraten darf, nicht, dass er keine Kinder haben darf.’“ Natürlich gibt eine
andere Schreiberin zu, dass die Priester nicht immer allzuviel Überredungskünste anwenden müssen: „Manche
Schwestern sind nur zu willig und naiv.“ Die genannten Probleme existieren nach dem O’Donahue-Bericht
nicht nur in Entwicklungsländern. Sie nennt Botswana, Burundi, Kolumbien, Ghana, Indien, Irland, Italien,
Kenia, Lesotho, Malawi, Nigeria, Papua Neu-Guinea, die Philippinen, Südafrika, Sierra Leone, Tansania,
Tonga, Uganda, die Vereinigten Staaten (!), Zambia, Zaire und Zimbabwe. (EMÖ)
Zur Information Begründeten Schätzungen nach leben Priester in einer Beziehung zu einer Frau: Philippinen:
50 % Brasilien: 50 – 60 % Peru: 80 % Bolivien 95 % Zaire: an die 100 %
An: duc in Altum Natürlich geht es auch um Geldmangel. Der Priestermangel ist es aber auch. Die Kirche
der Zukunft wird auch in unseren Breiten immer mehr eine Kirche des Ehrenamtes sein, oder sie wird nicht
mehr sein.
Der falsche Weg Auf Grund des Priestermangels Pfarren auflösen, zusammenlegen, Kirchen verkaufen…wie
in Essen, ist der falsche Weg. Einen anderen, richtigen Weg gehen einige Diözesen in Österreich (Linz,
Innsbruck) 1. Auch priesterlose Pfarreien bleiben bestehen 2. Hauptberufliche oder ehrenamtliche ausgebildete
Laien übernehmen die Leitung und die Verantwortung 3. Dazu ausgebildete Laien gestalten Liturgie: Wortgottesfeiern,
Tagzeitenliturgie … 4. Wenn irgendwie möglich, bleiben die von Priestern verwaisten Pfarrhöfe bewohnt.
Zugegeben: das ist „Mangelverwaltung“, aber eine verantwortbare, als Übergangslösung, bis die Kirchenleitung
durch Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt endlich ihre Verantwortung für den Bestand
von Pfarrgemeinden ernstnimmt.
Hoher Preis Man sieht auch hier: Wegschauen, vertuschen, unter den Teppich kehren, verharmosen, verheimlichen
hat für alle Beteiligten einen hohen Preis: sowohl für die Täter als auch für die Opfer. Hoffentlich
lernt die Kirche endlich daraus!
An Romulus Ihr abwertendes Reden über Frauen (Ministrantenweiber, Weiber) ist für mich unerträglich.
Zur Sache: Verwechslung von Ursache und Wirkung. In unserer Pfarre gibt es seit der Aufnahme von Mädchen
in die MinistrantInnenschar mehr MessdienerInnen denn je.
Ein weiteres Element des selbst erzeugten Priestermangels. Da wüsste ich aber viel gewichtigere selbserzeugte
Elemente für den Priestermangel als die Anwesenheit von Ministrantinnen: Z.B. das Festkrallen am Pflichtzölibat,
die Ausgrenzung von Frauen …
Pastoraler Schaden Eines der aus der Sakristei verwiesenen Mädchen stammt aus meinem Freundeskreis. Sie
ghört zu den verlässlichsten MinistrantInnen, war total frustriert, wollte dann überhaupt nicht mehr
ministrieren, saß bei dem besagten Gottesdienst weinend neben ihrer Mutter, musste dann noch erfahren,
dass aus Ermangelung von männlichen Ministranten Burschen aus einer anderen Pfarre gegen Bezahlung angeheuert
werden mussten, kurz um: durch diese völlig unverständliche Vorgangsweise wurde großer pastoraler Schaden
angerichtet, zumal die ganze peinliche Sache eine relativ große Öffentlichkeit bekam…
Ministrantinnen Es freut mich, dass der Papst keine Probleme damit hat, wenn Mädchen ministrieren. Da
könnte sich der österreichische Nuntius eine Scheibe davon abschneiden! Bei einem Gottesdienst in der
Stadt Steyr hat er Ministrantinnen aus der Sakristei weisen lassen:
Aus einem Interview mit einem jungen Kolumbianer „Aber ein ganz wesentlicher Faktor ist die wirtschaftliche
Situation der Gesellschaft insgesamt. Viele Jugendliche sehen keine Perspektive für ihr Leben. Wenn sich
ihnen nun die Chance des Militärdienstes bietet – denn als Chance wird er tatsächlich wahrgenommen,
und das ist nicht nur in Kolumbien so, sondern in ganz Lateinamerika –, dann nutzen sie die Gelegenheit.
Für viele Jugendliche ist das Militär die einzige Möglichkeit, lesen und schreiben zu lernen, die einzige
Möglichkeit, eine Arbeit zu finden. Sich für den Krieg zu entscheiden, ist also ein riesiger wirtschaftlicher
und persönlicher Vorteil.“ Eine ähnliche Dynamik erklärt auch die relativ hohe Zahl von Priesterseminaristen.
„Priesterschwemme“ in Kolumbien Dort ist der Priesterberuf die Zuflucht in die soziale Absicherung und
gesellschaftliche Anerkennung. Babylon hat vollkommen Recht. Alle hier vorgebrachchten Gründe sind Wunschdenken.
Oben drein nimmt man es besonders in Mittel und Südamerika mit der Einhaltung des Zölibatsversprechens
sehr locker, wie Bischöfe aus diesen Gebieten bei ihren Ad-limina – Besuchen in Rom immer wieder einräumen
müssen.
Scheiterhaufen An eurer Einstellung zu Andersdenkenden kann ich nichts Christliches mehr erkennen. Was
kommt nach dem erhobenen Knüppel? Der Scheiterhaufen?
An Horst Schlämmer Warum so aggressiv? Seit wann lässt denn ein Hirte seinen Stab auf den Rücken seiner
Schafe tanzen? Jesus hat offenbar ein anderes Bild vom Hirten. Ich bin der gute Hirte …
#77 Puchil2 † 17:44:11 | Donnerstag, 27. Juli 2006
„Unfehlbarer“ Mosebach? Leserbrief zum Interview mit Martin Mosebach Von Dr. Francois Reckinger, Geske
„Man“ hat nicht „die Messreform gewaltsam eingeführt“, sondern der Papst und das Bischofskollegium haben
sie in Ausübung ihrer Hirtenvollmacht beschlossen und durchgeführt, nach einer Konsultation von Sachverständigen,
wie sie in dieser Breite bis dahin beispiellos war. Nach Mosebach hätte „man“ damit „die über 1500 Jahre
bestehende Messe beiseite gefegt“ In der Tat ist die Grundstruktur der überlieferten römischen Liturgie
in der Zeit vom 4. bis 6. Jahrhundert entstanden. Aber sie befand sich von da an bis zur Herausgabe des
Messbuchs Pius’ V. im Auftrag des Trienter Konzils in ständiger Entwicklung und damit Veränderung, die
schwerpunktmäßig in mehreren Schüben vor sich ging. Daraus ergab sich ein am Ende des Mittelalters
kaum noch überschaubarer Wildwuchs. Daher erteilte das Trienter Konzil den Auftrag, die Feier der Liturgie
zu reformieren. Die zu diesem Zweck vom Papst ernannte Kommission entledigte sich ihrer Aufgabe, so gut
es ging, entsprechend dem damaligen historischen Kenntnisstand. Dieser Stand hat sich in der Folgezeit
erheblich verbessert, und das Ergebnis davon ist die im Auftrag des Zweiten Vatikanums durchgeführte
Liturgiereform. Weit davon entfernt, die überlieferte Messe „beiseite zu fegen“, hat diese Reform im
Wesentlichen den ursprünglichen Bauplan der römischen Liturgie wieder freigelegt.“
#56 Puchil2 † 09:20:25 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Worum es geht Mir geht es darum zu sagen, dass man auch im Stehen – begründet durch Theologie, Geschichte
und Tradition – Ehrfurch vor Gott und dem eucharistischen Christus ausdrücken kann, ohne gleich der Hybris,
eines „taktischen Archäologismus“ oder eines „taktischen Byzantinismus“ verdächtigt zu werden.
An Benedict Die theologischen Gründe noch einmal zur Wiederholung (s.u.) Die eigentliche Gebetshaltung
des Menschen ist das Stehen vor Gott. Der Mensch ist „nur wenig geringer gemacht als Gott“ (Ps 8). Er
ist von Gott geschaffen als Partner zur Mitgestaltung an der Vollendung der Schöpfung. Er ist von Jesus
Christus erlöst und berufen in das Volk Gottes. Als solcher kann und darf er aufrecht stehen vor Gott,
auch dann, wenn ihm die eigene Kleinheit und Bedeutungslosigkeit gegenüber der Andersartigkeit Gottes
bewußt bleibt. „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr“, so heißt es im Gotteslob 621. Stehen ist
die Haltung von freien Menschen. Wer steht ist frei von niederdrückender Furcht und bereit zum Aufbruch
und zum Dienst. Darum ist Stehen die Grundhaltung im Gottesdienst.
An Pünktchen und Benedikt Fragen: 1. Kann mit im Stehen nicht Ehrfurcht bezeugen? Z.B.: beim „Hymnos
Akathistos“? 2. Hatten die Christen in der Zeit vor der „Mode“ des Kniens während des Hochgebetes keine
Ehrfurcht vor dem eucharistischen Christus? (Circumstantes) 3. Warum unterstellt ihr denen, die aus gute
Gründen für das Stehen plädieren, von vornherein Mangel an Ehrfurcht?
1. Hochgebet:„circumstantes“ Aus der Homepage der Pfarre St. Wolfgang/Landshut „Uns Wolfgangern ist es
schon Fleisch und Blut übergegangen: Wir stehen beim Hochgebet. • Nicht nur dass Stehen dem Glauben
an die Auferstehung mehr entspricht, • nicht nur, dass das Hochgebet Gott dankt, der uns berufen hat,
vor ihm zu stehen, • nicht nur, dass die Einheit der Gemeinde und des Pfarrers dadurch sichtbar gemacht
wir – • es entspricht vor allem der uralten kirchlichen Praxis. Selbst das erste Hochgebet(seit dem
Konzil von Trient gab es in der Westkirche nur dieses, heute ist es kaum mehr zu hören) spricht von den
„circumstantes“ – denen, die den Altar umstehen. „Herr Pfarrer, wir waren in … im Urlaub, dort stehen
sie auch beim Hochgebet!“ In den großen Kirchen Roms (St. Peter, Paul vor den Mauern, Maria Maggiore,
Lateran …) finden Sie überhaupt keine Bänke: Christen stehen vor Gott und loben ihn aufrecht! Gäste,
die nach St. Wolfgang zum Gottesdienst kommen, bitten wir, sich uns anzuschließen und danken ihnen dafür
sehr herzlich.“
Noch einml: Stehen Gegen Schluss des Beitrages auf der Homepage der Diözese Aachen heißt es also: „Streng
genommen ist auch das Hochgebet ein stehend mitzuvollziehendes Gebet. In der manchen Älteren noch vertrauten
lateinischen Fassung ist von den „circumstantes“, den Umstehenden , die Rede. Unsere Schwestern und Brüder
in den Ostkirchen kennen überhaupt keine Kniebänke, und in den Kirchen südlicher Länder sind solche
Möbel auch oft nur spärlich vertreten. Das Knien ist eine sehr spät eingeführte „Mode“ „. Der Beitrag
endet dann mit dem Satz: „Die Liturgiereform hat glücklicherweise auch die alte Sitte wieder eingeführt,
die Kommunion stehend zu empfangen. Dass die Gläubigen beim Vaterunser, beim Agnus Dei, beim Schlussgebet
und beim Segen stehen, ist fast allen geläufig und nahezu selbstverständlich.“ Stehen wir auch dazu!
Stehen Aus der Homepage der Diözese Aachen Die eigentliche Gebetshaltung des Menschen ist das Stehen
vor Gott. Der Mensch ist „nur wenig geringer gemacht als Gott“ (Ps 8). Er ist von Gott geschaffen als
Partner zur Mitgestaltung an der Vollendung der Schöpfung. Er ist von Jesus Christus erlöst und berufen
in das Volk Gottes. Als solcher kann und darf er aufrecht stehen vor Gott, auch dann, wenn ihm die eigene
Kleinheit und Bedeutungslosigkeit gegenüber der Andersartigkeit Gottes bewußt bleibt. „Ich steh vor
dir mit leeren Händen, Herr“, so heißt es im Gotteslob 621. Stehen ist die Haltung von freien Menschen.
Wer steht ist frei von niederdrückender Furcht und bereit zum Aufbruch und zum Dienst. Darum ist Stehen
die Grundhaltung im Gottesdienst. Wir stehen bei der Eröffnung, bei der Begrüßung des Herrn im Kyrie,
beim Jubelhymnus des Gloria und beim Tagesgebet. Auch wenn die Vergleiche hinken: Niemand begrüßt einen
Gast sitzend; selbst vor Gericht steht der Angeklagte, wenn es um seine Schulderklärung geht; und immerhin
stehen Fußballspieler wie Parlamentarier bei der Nationalhmyne. Stehen ist auch angebracht beim Halleluja,
beim Evangelium, beim Glaubensbekenntnis und bei den Fürbitten. Streng genommen ist auch das Hochgebet
ein stehend mitzuvollziehendes Gebet. In der manchen Älteren noch vertrauten lateinischen Fassung ist
von den „circumstantes“, den Umstehenden , die Rede. Unsere Schwestern und Brüder in den Ostkirchen kennen
überhaupt keine Kniebänke, und in den Kirchen südl…
Fehlentwicklung? Ich versuche es noch einmal: Vielleicht war das Üblichwerden der täglichen Eucharistie
eine liturgische Fehlentwicklung. Die frühe Kirche hat schon gewusst was sie tut: Am Herrentag, dem Tag
der Aufersteheung, feiert sie Tod und Aufersteheung Christi in der Eucharistie. An den Wochentagen preist
sie Gott in und mit der Tagzeitenliturgie. Vielleicht würden sich mit dieser Praxis heute – geführt
durch den Geist Gottes – ein langer Entwicklungskreis schließen und viele Problem lösen.
Fehlentwicklung? Vielleicht war das Üblichwerden der täglichen Eucharistie eine liturgische Fehlentwicklung.
Die frühe Kirche hat schon gewusst was sie tut: Am Herrentag, dem Tag der Aufersteheung, feiert sie Tod
und Aufersteheung Christi in der Eucharistie. An den Wochentagen preist sie Gott in und mit der Tagzeitenliturgie.
Vielleicht würden sich mit dieser Praxis heute – geführt durch den Geist Gottes – ein langer Entwicklungskreis
schließen und viele Problem lösen.
Einfach zum Nachdenken In der frühen Kirche wurde nur am Sonntag eine Eucharistie gefeiert. An den Wochentagen
versammelte sich die Gemeinde – so weit als möglich – zur Feier der Tagzeitenliturgie (Stundengebet)
An Justus Auch die evangelische Kirche hat Probleme, eines aber hat sie nicht: Pastorenmangel. Und in
dieser Frage weist Sr. Ingrid durch ihre Forderung, die Weiheämter auch für Verheiratete und Frauen
zu öffnen, den richtigen Weg.
Sr. Ingrid Grave Eine großartige Frau mit glaubwürdiger Spiritualität! Sie gab und gibt der Kirche
ein weltoffenes, sympathisches und gewinnendes Gesicht. Ihre wohlbegründeten Überzeugungen weisen den
zukünftigen Weg der Kirche.
Mutig! Ein mutiger, richtiger und konsequenter Schritt! Theologisch sauber durchüberlegt. Wann wird es
in der röm.kath. Kirche endlich so weit sein? Viele hausgemachte Probleme, besonders im Personalbereich,
würden dadurch auf einen Schlag gelöst werden.
An mariokin Ich empfehle ihnen, Theologie einmal fertig zu studieren. Dann werden sie hoffentlich nicht
mehr die Dreistheit an den Tag legen, ein von allen Seiten anerkanntes allgemeines Konzil mit über 2000
Konzilsvätern auf das Niveau einer besseren Bischofsynode ohne dogmatische Verbindlichkeit herunter zu
interpretieren.
Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum Weil man sich durch diesen Satz selbst außerhalb
der Katholischen Kirche stellt. Beschlüsse von allgemeinen Konilien, die vom jeweiligen Papst bestätigt
werden, stellen die höchste, vom Geist Gottes geleitete Lehrautorität dar.
Auf die Reihenfolge kommt es an … wohl aber werden Verheiratete zu Priestern geweiht. Daran könnte
sich die römische Kirche schon längst ein Beispiel nehmen!
Verheiratete Priester in der Katholischen Kirche Danke für die Ergänzung! Übrigens: Soeben im kath.net
gelesen: „München (www.kath.net) Im Erzbistum München wird am Samstag ein verheirateter Mann zum katholischen
Priester geweiht. Der 46-Jährige war evangelischer Pfarrer und trat zur katholischen Kirche über. Der
Vatikan stellte eine Sondererlaubnis für die Weihe aus. Insgesamt weiht der Münchner Erzbischof, Kardinal
Wetter, sechs Männer im Liebfrauendom zu Priestern. Vor drei Jahren wurde im Bistum Regensburg ein ehemaliger
evangelischer Pfarrer, der verheiratet war und Kinder hatte, zum katholischen Priester geweiht.“ Es gibt
also in der Röm. kath. Kirche gültig geweihte verheiratete Priester. Ganz abgesehen von den verheirateten
Priestern der mit Rom unierten Orthodoxen Kirche! Da soll noch jemand verstehen, warum man die Koppelung
zwischen Priesterberuf und Ehelosigkeit nicht endlich grundsätzlich beendet.
Können Sie ihre Aussage präzisieren? In der Diözese Linz leben zur Zeit rund 150 „laisierte“, zum Großteil
verheiratete Priester. Ich bin einer davon, vor 28 Jahren aus Zölibatsgründen geheiratet, 2 erwachsene
Söhne. Laut einer Umfrage in unserem Kreis – wir sind als Interessensgemeinschaft „Priester ohne Amt,
ihre Frauen und Kinder“ organisiert – wären rund die Hälfte, also an die 70 Kollegen nach wie vor bereit,
priesterliche Funktionen auszuüben.
Genügend Berufungen Offener Brief an alle Priester Da unsere Kirchenleitung ihre Verantwortung für die
Gewährleistung einer sonntäglichen Eucharistiefeier in unseren Gemeinden nicht wahrnimmt und euch eine
unzumutbare Anzahl von liturgischen Terminen abverlangt, mache ich folgenden Vorschlag: Immer, wenn es
euch nicht möglich ist, in eurem Verantwortungsbereich den einzelnen Gemeinden eine sonntägliche Eucharistiefeier
zu „organisieren“ – im Sommer wird das ja besonders schwierig sein – ersucht euren Bischof persönlich
um Aushilfe. Was wird er tun, wenn er jedes Wochenende mit Anrufen oder Mails überhäuft wird? Mag. Ludwig
Puchinger Gallneukirchen PS.: Die Gebete um geistliche Berufungen zum Priesteramt wurden schon längst
erhört. Es gibt in unseren Gemeinden genügend Menschen, die bereit wären, ihre Berufung anzutreten.
Sie werden aber von der Kirchenleitung zurückgewiesen, weil sie entweder verheiratet oder Frauen sind,
oder weil sie in kirchenorganisatorischen Fragen nicht auf römischer Linie sind, oder …
An sacerdos helveticus Es gibt namhafte Theologen, die bezweifeln, dass es sich bei der Festlegung der
Ablehnung der Frauenordination durch Papst Johannes Paul II. tatsächlich um eine unfehlbare Entscheidung
handelt!
„Geburt“ des jetzigen Zölibatsgesetzes Synode von Clermont (1130) und Pisa (1135) erklären alle bestehenden
Priesterehen für nichtig. Wohl gemerkt: Diese Ehen waren legitim geschlossen! Das bedeutet wohl im Klartext
auch für spätere Zeiten: Verheiratete können nicht Priester sein. Das 2. Laterankonzil (1139) legt
fest: Die Weihe ist ein trennendes Ehehindernis. Das bedeutet wohl im Klartext: Priester können nicht
verheiratet sein. Die spätere Praxis hat es ja gezeigt, dass legitime Priesterehen nicht mehr in Betracht
kamen. Zusammengefasst: In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts kam es de facto zu den Festlegungen:
1. Verheiratete können nicht Priester werden. 2. Priester können nicht heiraten.
Noch einmal an MK 28 Niemand will den Zölibat „kippen“ oder aufgeben oder aufheben im Sinne von abschaffen.
Aber viele Getaufte und Gefirmte in der katholischen Kirche wünschen aus guten Gründen, dass neben dem
zölibatären Priestertum sich auch eine nicht zölibatäre Form, offen für Männer und Frauen, entwickeln
möge.
An Benedikt Es ging bei dem Interview mit Diakon Golatz nur um kirchendisziplinäre Themen nicht um Fragen
des Glaubens und der Sitte. Du kirchenzisplinären Themen wird man wohl noch seine subjektive Meinung
sagen dürfen, ohne gleich als Häretiker und Schismatiker abgekanzelt zu werden.
An MK 28 Natürlich gibt es auch in Tibet, so wie auch bei uns echte zölibatäre Berufungen, der Dalai
Lama gehört für mich dazu. Ebenso richtig bleibt es aber auch, dass es auch im kommunistisch verwalteten
Tibet meistens ein sozialer Aufstieg ist,wenn jemand Mönch wird. Versorgung mit den körperlichen und
seelischen Grundbedürfnissen, Gewinn an sozialem Prestige bei der Familie, in der Bevölkerung usw. ich
Teile ihre Auffassung, dass der Zölibat eine spirituelle Hochform ist. Dass aber diese im Evangelium
zwar empfholene spirituelle Hochform als Gnadengabe („Wer es fassen kann, der fasse es.“)unbedingt mit
dem Priesterberuf gekoppelt sein muss, ist biblisch nicht begründbar. Außerdem gibt es in der katholischen
Kirche eine über 1000 jährige Tradition für das verheiratete Priesterum. (Bis zum Jahre 1139)
Zölibat in anderen Gebieten der Erde An Mk28 Auch der immer wieder gebrachte Hinweis, dass es in anderen
Teilen der Welt (Asien, Afrika) viele zölibatäre Berufungen gäbe, greift zu kurz: In der sozialen Situation
dieser Länder bedeutet Priester oder Mönch werden einen ungeheuren Aufstieg, sodass der Zölibat im
Vergleich zu den damit verbundenen Vorteilen, oft ganz schlicht in Kauf genommen wird. Untersuchungen
über die mangelhafte Einhaltung des Zölibates in diesen Gegenden bestätigen diese Überlegung. Man
wird doch wohl nicht warten wollen, bis bei uns die soziale Situation wieder schlecht wird und wir dadurch
wieder genügend zölibatäre Priester haben werden!
Rekordtief bei Priesterweihen Rekordtief: Heuer nur 25 neue Priester! So oder so ähnlich titelten die
österreichischen Medien in den letzten Tagen. Auch Diakon Andreas Golatz hat in seinem Interwiev im Standard
darauf Bezug genommen. Das Problem ist nicht neu, es wird jährlich größer, auch wenn es gelegentlich
von hohen Amtsträgern in der Kirche heruntergespielt wird, ist es bereits dramatisch und an die Substanz
unserer Pfarrgemeinden gehend, und es ist in der römisch katholischen Kirche hausgemacht! Der weitaus
gewichtigste Grund dafür: Die Beibehaltung der Koppelung zwischen Priesteramt und Ehelosigkeit (Zölibat)
Keine andere christliche Kirche, weder die evangelische, noch die anglikanische und auch nicht die orthodoxe
Kirche hat das Problem des Priestermangels, weil es dort überall auch verheiratete Amtsträger, zum Teil
auch Frauen, gibt. Alle anderen immer wieder bemühten Argumente für den Priestermangel in der katholischen
Kirche wie: Demographische Entwicklungen – weniger Kinder bedingen weniger Berufungen, oder: Defizite
in der Weitergabe des Glaubens in den Familien, würden ja auch für die anderen christlichen Kirchen
gelten: Trotzdem haben sie das Problem des Mangels an priesterlichen Amtsträgern nicht.
Der Fall Golatz Der Fall Golatz – Priesterweihe verschoben! Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Duckt euch,
ihr Priesteramtskandidaten und ihr Priester: Wer nicht linientreu mit Rom denkt und das auch sagt, hat
im Priesteramt nichts verloren! Ich frage mich: Was ist mit den inzwischen 200 Priestern, die der „Pfarrer –
Initiative“ beigetreten sind, die Ähnliches verlangt, wie der (vorläufig verhinderte) Neupriester Andreas
Golatz? Was ist mit den vielen anderen Priestern, die diese Initiative nicht unterschrieben haben, aber
in diesen Anliegen auch so denken und reden? Wird die Weihe all dieser Priester jetzt ausgesetzt, zurückgenommen?
Werden sie vom Dienst enthoben? Die Entmündigung und Knebelung in der katholischen Kirche geht munter
weiter! Was steht wohl am Ende dieses verhängnisvollen Weges? Mag. Ludwig Puchinger, verheirateter,„laisierter“
und damit amtsverhinderter Priester Fasanweg 3 4210 Gallneukirchen Tel.: 07235/65820