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Neue Vorwürfe gegen den Papst! Eine Vatikanische Stellungnahme lobt heute noch Papst Benedikt im Zusammenhang
mit dem Umgang mit den Missbrauchsfällen in der Kirche als „Führer auf dem Weg der Strenge und der Wahrhaftigkeit“,
spricht von „unbegründeten Gerüchten“ und wir sollten von ihm die ständige Notwendigkeit lernen, „in
der Wahrheit und in der Transparenz zu wachsen“. Und jetzt diese neuen Vorwürfe! Der Rest an Glaubwürdigkeit
ist nun wohl dahin. orf.at/
Vorsicht! Vandalismus gegen kirchliche Einrichtungen hat es schon immer gegeben. Bevor nicht das Gegenteil
bewiesen ist, sollte man nicht voreilig einen Zusammenhang mit der Kritik an der Kirche wegen der Missbrauchsfälle
herstellen.
An wolfgang.e Schuld des Papstes? Meines Wissens nach hat sich gezeigt, dass er den Fall mit den 200 behinderten
Kindern an Bertone delegiert hat. Der Fall ist jedenfalls über seinen Schreibtisch gegangen und er wird
sicher auch über den Ausgang informiert gewesen sein. Als Chef der Glaubenskongregation hatte er auf
jeden Fall die Letztverantwortung. Völlig offen ist für mich die Sache in München. Dort gehörte dringend
von ihm ein klärendes Wort. Dass er von der sofortigen Wiederverwendung des betreffenden Priesters nichts
gewusst hat, ist unglaubwürdig. Obendrein bleibt auch hier die Frage der Letztverantwortung.
„Kirche verheimlicht Sünden nicht“ „Die Kirche verheimlicht ihre Sünden nicht.“ Das betonte der vatikanische
Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zum Abschluss seines Besuchs in Chile. „Keine Institution hat
so viel wie die Kirche unternommen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen“, betonte der Kardinal. Das ist
doch völlig unglaubwürdig! Gerade ihm wirft doch die NYT im Falle der 200 missbrauchten Kindern wohl
begründet Vertuschung vor. Und aus dem Ordinariat der Erzdiözese München hört man, dass im Falle des
Priesters aus der Diözese Essen auf den damaligen Generalvikar und den Sekretärinnen Druck ausgeübt
wird, damit ja nichts am damaligen Erzbischof Ratzinger hängen bleibt und die Wahrheit nicht ans Licht
kommt.
Sexueller Missbrauch durch Priester in Malta Missbrauchs-Bekenntnis vor Papstbesuch Wenige Tage vor dem
Besuch des Papstes hat auch die Kirche von Malta ihr Bedauern über Missbrauchsfälle in den eigenen Reihen
bekundet. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung äußerten die Bischöfe des Inselstaats
ihre „große Trauer und Reue gegenüber allen, die missbraucht wurden, allen unseren verletzten christlichen
Brüdern und gegenüber der ganzen maltesischen Gesellschaft“. Das notwendige Eingeständnis dieser Verbrechen
sei ein „Moment der Demütigung für die ganze Kirche.“ Über die Zahl der bislang bekanntgewordenen Missbrauchsfälle
machte das Schreiben keine Angaben. Malta genießt den Ruf, eines der katholischsten Länder der Welt
zu sein. 98 Prozent der rund 405.000 Malteser sind katholisch; auf 10.000 Einwohner kommen 23 Geistliche,
das sind zehn Mal mehr als in Österreich. Also ist anzunehmen, dass es auch zehn Mal mehr Missbrauchsfälle
gibt als in Österreich. Da wird sich der Papst einiges anhören müssen! Opfervereinigungen haben bereits
ein Gespräch mit ihm gefordert.
Auseinandersetzung mit tiefer liegenden Ursachen Vor 2000 Jahren war Jesus von Nazareth konfrontiert mit
einer einengenden religiösen Gesetzgebung und den daraus resultierenden lebensfeindlichen Folgen. Er
hat sich nicht auf Symptombehandlung beschränkt, sondern die tiefer liegenden Schichten des Bewusstseins
aufgespürt, angesprochen und geheilt. In dieser krisengeschüttelten Zeit erwarte ich von der Kirche,
die sich in der Nachfolge Jesu versteht, die Bereitschaft, neben der Schadensbegrenzung für die skandalösen
Vorfälle auch die Auseinandersetzung mit den tiefer liegenden Ursachen: Anerkennung und Neubewertung
von Sexualität als von Gott geschenkte lebensnotwendige Kraft und eine offene und ehrliche Diskussion
über alle kirchenrechtlich geregelten Bestimmungen in diesem Zusammenhang: Pflichtzölibat, wiederverheiratete
Geschiedene, gleichgeschlechtlich Liebende, Empfängnisregelung, Öffnung von Weiheämtern für Frauen.
Wenn Frauen auf allen Ebenen der Hierarchie Kirche mitgestalten, wird sie sich verändern – hin zu mehr
Glaubwürdigkeit und Menschlichkeit. Nur so kann die Kirche auch in der Gesellschaft von heute die heilsame
Botschaft Jesu verkünden und spürbar machen. Viele engagierte Frauen und Männer warten schon lange
auf diesen Prozess. Die Zeit ist reif!
Und der nächste Fall, in dem der Vatikan verwickelt ist! Am Dienstag sind erneut schwere Vorwürfe gegen
den Vatikan laut geworden: Laut einem Anwalt eines US-Missbrauchsopfers arbeitete ein Priester in den
vergangenen fünf Jahren in katholischen Schulen in Indien, obwohl er in den USA zwei Mädchen sexuell
belästigt haben soll. Konkret steht dabei Priester Joseph Jeyapaul im Verdacht, sich im Bistum Crookston
in Minnesota zwei jugendlichen Mädchen unsittlich genähert zu haben. Die Vorwürfe kamen allerdings
erst ans Licht, als Jeyapaul das Land bereits verlassen hatte. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass
Bischof Victor Balke die römische Glaubenskongregation und auch Jeyapauls Vorgesetzte in Indien 2005
über die Anschuldigungen in Kenntnis setzte. Dabei warnte er, dass der Geistliche ein „ernsthaftes Risiko“
für junge Mädchen in seiner neuen Gemeinde darstellen könnte. Der Vatikan ordnete, wie aus den Unterlagen
hervorging, lediglich eine Überwachung Jeyapauls durch den zuständigen Bischof an, um Risiken vorzubeugen
und „keinen Skandal unter den Gläubigen“ auszulösen.
Hier der nächste Fall Georg Müller, der ehemalige Bischof von Trondheim, hat zugegeben, vor rund 20
Jahren als Priester einen minderjährigen Ministranten sexuell missbraucht zu haben. Die katholische Kirche
in Norwegen teilt dies am Mittwoch mit, wie Focus meldet. Das heute etwa 30 Jahre alte Opfer habe damals
eine Entschädigung der Kirche erhalten. Der aus Deutschland stammende 59-jährige Bischof ist im Vorjahr
vorzeitig zurückgetreten. Jetzt wurde bekannt, dass dieser Fall der Grund dafür war. Die norwegische
katholische Kirche steht „unter Schock“.
Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde! In einem Brief einer gebildeten alten Dame in krakeliger Schrift
lese ich: „Man müsste auch die Ungereimtheit mit den vielen (mit einer Frau) liierten Priestern unter
dem Teppich hervorholen.“ Wie soll das geschehen? Eine alte Mesnerin aus Oberösterreich bringt es bei
einer Wirtshausdiskussion auf den Punkt: „Das mit dem Zölibat wäre schnell gelöst, wenn nur alle die
Pfarrer zusammenstünden, die irgendwo heimlich eine Freundin haben. Sie sollen sich outen, sie sollen
dazu stehen, dann kann sich die Kirchenleitung nicht mehr helfen, weil das sind ja eh so viele!“ Also
dann, liebe Kollegen im Amt! Nehmt allen Mut zusammen und folgt dem Vorschlag dieser beiden alten Frauen!
Wie heißt es in einem Kirchenlied: „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde.“
Zölibat: Eine gute Sache, wenn man ihn von der verpflichteten Koppelung mit dem Priesterberuf löst.
Würde man die Koppelung von Priesteramt und Zölibat aufgeben, hätte das zur Folge, dass der Kreis der
Interessenten fürs Priesteramt sich vergrößert. Auch dürfte die Gruppe derer, die sich mit ihrer Sexualität
auseinandergesetzt haben, dann größer sein – und der Anteil derer, die sich aus fragwürdigen Gründen
für den zölibatären Weg entscheiden, kleiner. Von einer Priesterschaft, die zölibatäre und verheiratete
Priester einschließt, ginge eine positive Wirkung aus: weil dann der ganze Bereich der Intimität selbstverständlicher
innerhalb der Priesterschaft anwesend wäre, und weil damit ein eindeutiges Ja zur Sexualität zum Ausdruck
käme. Will die Kirche diese schwere Krise für sich fruchtbar machen, muss sie die Sexualität, auch
die Sexualität in ihren eigenen Reihen, aus der Dunkelkammer herausholen, wo sie oft ein unwürdiges
Leben fristet. Dann kann sie sich auch im kirchlichen Bereich entfalten und als wunderbares Geschenk Gottes
gewürdigt und erfahren werden.
Der Papst wünscht sich Priester wie den Pfarrer von Ars Der Pfarrer von Ars „sprach vom Priestertum,
als könne er die Größe der dem Geschöpf Mensch anvertrauten Gabe und Aufgabe einfach nicht fassen:
‘Oh, wie groß ist der Priester! … Wenn er sich selbst verstünde, würde er sterben … Gott gehorcht
ihm: Er spricht zwei Sätze aus, und auf sein Wort hin steigt der Herr vom Himmel herab und schließt
sich in eine kleine Hostie ein.“ Und weiter: „Ohne das Sakrament der Weihe hätten wir den Herrn nicht.
Wer hat ihn da in den Tabernakel gesetzt? Der Priester. Wer hat Eure Seele beim ersten Eintritt in das
Leben aufgenommen? Der Priester. Wer nährt sie, um ihr die Kraft zu geben, ihre Pilgerschaft zu vollenden?
Der Priester. Wer wird sie darauf vorbereiten, vor Gott zu erscheinen, indem er sie zum letzten Mal im
Blut Jesu Christi wäscht? Der Priester, immer der Priester. Und wenn diese Seele [durch die Sünde] stirbt,
wer wird sie auferwecken, wer wird ihr die Ruhe und den Frieden geben? Wieder der Priester … Nach Gott
ist der Priester alles! … Der Papst identifiziert sich mit offensichtlich mit diesen Vorstellungen –
der Priester als Magier, als Gottesbeschwörer, als Kerkermeister für Jesus im Tabernakel, als quasi-überirdisches
Wesen. Kein Wunder, dass in manchen Diözesen das Jahr des Priesters unter der Patronanz des Pfarrers
von Ars stillschweigend übergangen wird. Scheinbar spüren doch manche Bischöfe, dass mit Priestern
nach diesem Bild heute nichts zu gewinnen ist.
Der Papst wirkte müde Auf mich wirkte der Papst bei den Übertragungen der Osterfeierlichkeiten müde
und angeschlagen. Oft saß er zusammengesunken auf seinem Prachtstuhl, besonders am Karfreitag während
der skandalösen Predigt seines Hauspredigers. Nichteinmal die Solidaritätshymne Sodanos mit der zynischen
Bemerkung der angeblich belanglosen Schwätzereien über die Missbrauchsvorwürfe an den Vatikan konnte
ihn wirklich aufheitern. Die abschließende Umarmung wirkte auch eher inszeniert. Die abgelesene Ansprache
vor dem Segen wirkte auf mich auch eher wie eine Pflichtübung, die er möglichst rasch hinter sich bringen
wollte. Ebenso die abschließenden Osterwünsche in 65 Sprachen. Ich kann das ja gut verstehen: Der Papst
selber wird es ja am besten wissen, dass es eben nicht „belangloses Geschwätz“ ist, was da im Raum steht.
Neue Kritik am Vatikan wegen Missbrauchsfall in USA Die Kritik am Umgang des Vatikans mit pädophilen
Priestern reißt nicht ab: Missbrauchsopfer in den USA fordern die Suspendierung eines katholischen Priesters
in Indien, der 2004 im US-Staat Minnesota eine 14-Jährige zum Oralsex gezwungen haben soll. Die Glaubenskongregation
der katholischen Kirche in Rom wurde Ende 2006 vom damaligen Bischof von Crookston in Minnesota, Victor
Balke, über den Fall informiert. „Ich hoffe, Sie finden zum Wohle der Kirche schnell eine Lösung für
diesen Fall“, schrieb Balke an den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada. Balke
bekam aber nie eine Antwort.
Kirche: Sexualität aus der Dunkelkammer holen! Würde man die Koppelung von Priesteramt und Zölibat
aufgeben, hätte das zur Folge, dass der Kreis der Interessenten fürs Priesteramt sich vergrößert.
Auch dürfte die Gruppe derer, die sich mit ihrer Sexualität auseinandergesetzt haben, dann größer
sein – und der Anteil derer, die sich aus fragwürdigen Gründen für den zölibatären Weg entscheiden,
kleiner. Von einer Priesterschaft, die zölibatäre und verheiratete Priester einschließt, ginge eine
positive Wirkung aus: weil dann der ganze Bereich der Intimität selbstverständlicher innerhalb der Priesterschaft
anwesend wäre, und weil damit ein eindeutiges Ja zur Sexualität zum Ausdruck käme. Will die Kirche
diese schwere Krise für sich fruchtbar machen, muss sie die Sexualität, auch die Sexualität in ihren
eigenen Reihen, aus der Dunkelkammer herausholen, wo sie oft ein unwürdiges Leben fristet. Dann kann
sie sich auch im kirchlichen Bereich entfalten und als wunderbares Geschenk Gottes gewürdigt und erfahren
werden.
Kirche: Auferstehung führt nur über Reformen „Wir brauchen nach der Zeit der Läuterung Auferstehung,
Auferstehung zur Wahrhaftigkeit, zur Glaubwürdigkeit auf dem Weg der Nachfolge Jesu im Dienst an den
Menschen“ Erzbischof Kothgasser von Salzburg
Verhöhnung der Opfer Kardinal Sodano sprach vor dem Segen urbi&orbi im Zusammenhang mit den vielen Missbrauchsopfern
von „belanglosem Geschwätz“. Das ist zynische Verhöhnung der Opfer. Die Kirchenführung verliert im
Eilzugstempo jeden Kredit und zeigt einmal mehr die völlige Abgehobenheit von der Wirklichkeit.
Bravo Bischof Fürer So ist das Problem zu sehen und zu lösen. Übrigens: Niemand will den Zölibat abschaffen.
Es geht nur darum die verpflichtende Koppelung zwischen Priesterberuf und Zölibat aufzulösen. Es würde
dann eben in der lateinischen Kirche auch – wie in anderen christlichen Kirchen – verheiratete und unverheiratete
Priester geben. Und das wäre gut so! Gesegnete Ostern!
Schweigen nach dem Eklat im Petersdom Außer distanzieren – das Gerede des Kapuziners sei nicht Position
des Vatikans – herrscht weiterhin Schweigen in Rom. Dabei gäbe es viel zu erklären, wie es zu diesem
Eklat kommen konnte. Ich kann nur hoffen, dass das seine letzte Predigt in päpstlichen Diensten war.
Im Vatikan herrsch offensichtlich Chaos und Panik Der Vatikan-Sprecher Federico Lombardi ging noch am
Abend auf Distanz zu Cantalamessas Antisemitismus-Vergleich: Ein solcher Vergleich könne zu Missverständnissen
führen, so Lombardi, der betonte, die Äußerungen des Kapuzinerpaters seien nicht die offizielle Position
des Vatikans. Vertreter des Judentums reagierten empört auf die Äußerungen. „Schande über Pater Cantalamessa“,
sagte Elan Steinberg von der Vereinigung amerikanischer Holocaust-Überlebender und ihrer Nachkommen.
Der Vatikan habe das Recht, sich zu verteidigen, doch der Vergleich sei beleidigend und nicht nachvollziehbar.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland bezeichnete die Bemerkungen als „Frechheit“. „Es ist widerwärtig
und obszön und vor allem beleidigend gegenüber den Missbrauchsopfern und auch den Opfern der Shoah.
Cantalamessa mache sich die Worte zu Eigen und müsse dazu stehen. Es handle sich um ein übliches Ablenkungsmanöver
des Vatikans. Aus den Tätern sollten Opfer gemacht werden, kritisierte Kramer und fügte hinzu: „Ich
habe bisher weder den Petersdom brennen sehen noch Gewaltausbrüche gegen katholische Priester.“
An Julius und andere Ja, Cantalamessa hat aus dem Brief eines jüdischen Freundes zitiert . Das ändert
nichts an der Tatsache, dass er sich mit diesen Aussagen identifiziert und die gegenwärtige Kritik an
Papst und Kirche mit den schändlichen Aspekten des Antisemitismus vergleicht. Dieser völlig entbehrliche
Sager hat bereits helle Empörung rund um die Welt ausgelöst. Der Papst schämt sich offensichtlich zu
Recht dafür.
Der ist ja völlig von der Rolle! Die Angriffe auf Papst Benedikt XVI. und die gesamte katholische Kirche
wegen des Skandals um sexuellen Missbrauch seien mit dem Antisemitismus vergleichbar – das sagte der päpstliche
Hausprediger Pater Raniero Cantalamessa am Karfreitag bei der Feier zum Leiden und Sterben Jesu im Petersdom
in Anwesenheit des Papstes. Papst Benedikt XVI. hat nach unten geblickt, als Cantalamessa seinen Vergleich
zog. Das verstehe ich. Ich hätte mich auch für ihn geschämt.
Jetzt geht es auch in Polen los! Die liberalkonservative Wochenzeitschrift Newsweek Polska berichtete
in ihrer letzten Ausgabe ausführlich über die Missbrauchsskandale in der Bundesrepublik. Zu Worte kamen
auch polnische Priester, die die Kirche verlassen haben. Einige von ihnen berichteten, dass sexuelle Übergriffe
sowie die körperliche Züchtigung von Minderjährigen auch in der polnischen Kirche nicht selten vorgekommen
seien. Die Bischöfe, die davon in Kenntnis gesetzt würden, versuchten jedoch, jegliche Information darüber
zu unterdrücken.
Der Kardinal hatte Recht Die Passions- und Karfreitagsliturgie, die ich soeben mitfeierte, erhält diesmal
ihre ganz eigene Bedeutung – noch schärfer als sonst, noch anklagender. Das berühmteste Passionslied,
das wir auch gesungen haben, formuliert diese Anklage. Es schildert das zerschlagene Haupt des Jesus Christus
mit Wörtern, die wie Schläge sind: Das Gesicht ist verwundet, blutbespritzt, dornengekrönt, geschlagen,
bespuckt, entstellt. Der Leib ist geschändet, das Gesicht zum Schandgesicht verunstaltet; es ist ein
„Haupt voll Blut und Wunden“. Dieses Lied, gesungen von allen Konfessionen, beschreibt nicht nur das Leid,
das sich in diesem Gesicht zeigt; das Lied stellt auch fassungslos die Frage, wer dieses Leid angerichtet
hat – bis es dann in der vierten Strophe diese Frage beantwortet. Und diese Antwort ist eine äußerst
erschreckende Antwort: „Schaut her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat.“ Es ist eine Zeile, die
die katholischen Würdenträger, die dieses Lied am Karfreitag anstimmen, verstummen lassen muss. Ist
es denn nicht die Kirche selbst, „die Zorn verdienet“ hat? Weil sie den tausendfachen sexuellen Missbrauch
Minderjähriger durch Priester so lange verheimlicht und verharmlost hat; weil sie geglaubt hat und manchmal
immer noch glaubt, sie müsse sich nur ducken, bis der Sturm vorübergeht; weil sie immer wieder die Schuld
auf andere schiebt oder darauf verweist, dass sich auch andere, nicht nur Priester schuldig gemacht haben;
weil sie zur radikalen Umkehr bisher nicht fähig ist.
Bitterer Karfreitag Weit mehr als die Parteien, als Politik und Wirtschaft, weit mehr als jeder andere
Beruf, als jede andere Einrichtung, weit mehr als Verwaltung, Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit lebt die
Kirche vom Vertrauen der Menschen zu den Personen, die sie ihnen als Vertrauenspersonen vorstellt. Priester,
Menschen also, die im Namen Gottes aufgetreten sind, haben diesen Namen missbraucht. Der Missbrauch ist
ein doppelter: Die Priester missbrauchen ihre Opfer und sie missbrauchen die Aura des Vertrauens, die
ihnen gegeben ist. Die katholische Kirche steht daher vor dem totalen Zusammenbruch der Vertrauensbasis.
Sie hat furchtbares Leid zugefügt und sie leidet an sich selbst. Das ist die Situation der katholischen
Kirche an diesem bitteren Karfreitag 2010.
Liebe Anna „Absoluter Quatsch was Sie da schreiben.“ Ihr Vergleich geht völlig in Leere. Ehe und Sexualität
sind doch keine Krankheiten. Es geht hier um existenzielle Erfahrungen, die jemand macht oder eben nicht.
Für den korrekten medizinischen Umgang mit Krankheiten ist die eigene Betroffenheit mit derselben unbedeutend.
Eine totale Überforderung! Wie sollen Papst, Bischöfe und Priester über die Vorteile und Nachteile
von Sexualität und Ehe befinden, wo sie doch beides niemals testen durften, wo der innere Kreis ihrer
Berater jedwede einschlägige Erfahrung abstreiten muss, wo keiner von ihnen auch nur zugeben wird, je
eine nackte Frau gesehen zu haben? Eine unmögliche Aufgabe.
Die Kirche und der Sex Wenn der sexuell enhaltsam lebende Priester über Sex spricht, dann spricht er
nicht nur von etwas, das er nicht kennt, sondern darüber hinaus von einer Angelegenheit, die er für
sich selbst mühsam bekämpft oder verdrängt. Kirche und Sex sind scheinbar so hermetisch getrennt, dass
schon die Verbindung der beiden Worte in einem Satz skandalös wirkt. Aber eben nur scheinbar. In Wahrheit
hat kaum eine Institution eine derart intensive, weil unnatürliche Beziehung zu allem Sexuellen. Der
Mensch ist nun mal nicht für den Zölibat gemacht, genauer gesagt nicht für die sexuelle Enthaltsamkeit.
Der Biologie zuwiderzuhandeln mag im Einzelfall gut laufen, über eine große Gruppe von Menschen wie
den gesamten Klerus gelegt, muss die Sache aber zwangsläufig schiefgehen.
Kein Zusammenhang? „Hw. Vogl wehrt sich gegen die Konstruktion von Zusammenhängen zwischen Mißbrauch
und Zölibat: „Hier geht es um Pädophilie. Der Zölibat mündet nicht in Sexualität mit Kindern“. Wenn
die Kirche den Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbrauch nicht wahrhaben will, unterliegt sie einem
in seinen Folgen schwer wiegenden Irrtum. Vielmehr ist es ein naheliegender und vom Gros der Psychotherapeuten
unterstützter Gedanke, dass sich auch hier die unterdrückte Sexualität ein Ventil gesucht hat. Und
weil diese Sexualität nicht nur unterdrückt war, sondern auch völlig unerprobt und damit hilflos allfälligen
Reizen ausgeliefert, waren dieser Reiz oft die erstbesten Buben in intimer Schlafsaal- oder Beichtstuhlatmosphäre.
Der Flächenbrand wütet weiter! Der Missbrauchsskandal an meist katholischen Heimen und Schulen weitet
sich auf Dänemark aus: 15 Personen behaupten, von Priestern misshandelt worden zu sein. Die katholische
Kirche in Dänemark will die Vorwürfe untersuchen. Die Übergriffe fanden angeblich in den 1960er- und
70er- Jahren statt und sind teils verjährt. Der katholische Bischof von Kopenhagen, Czeslaw Kozon, hatte
für Empörung gesorgt, als er eine Untersuchung ablehnte, obwohl er einräumte, von früheren Fällen
zu wissen. Nach einem Besuch beim Papst änderte er jüngst seine Haltung und trat für die Einsetzung
einer Arbeitsgruppe ein.
#106 Puchil2 † 23:10:09 | Donnerstag, 1. April 2010
Priester mit Partnerinnen und Kindern Von den rund 4000 Priestern in Österreich sind rund 800 mit einer
Frau liiert. Das bestätigt eine Untersuchung vom Wiener Pastoraltheologen Dr. Paul Zulehner. Nach seriösen
Schätzungen (Vgl: Georg Denzler – Die Geschichte des Zölibats) haben rund 320 Priester mit ihren Partnerinnen
auch Kinder. Diese wissen oft nicht, wer ihr Vater ist, weil ihnen die Mütter das oft aus Gründen der
Scham verschweigen. Diesen Kindern fehlt aber genau das, was die Kirche fordert – das Familienleben. In
diesen Größenordnungen bewegt sich die Realität, die die Kirchenleitung bis heute einfach nicht wahr
haben will und verdrängt. Bleiben aber diese Probleme unaufgearbeitet, verspielt die Kirche weiter an
Glaubwürdigkeit.
#72 Puchil2 † 18:35:07 | Donnerstag, 1. April 2010
Immer mehr wird vom Eisberg sichtbar! Nach seriösen Schätzungen gibt es in Deutschland an die 4000 Frauen,
die mit Priestern liiert sind. Zum Teil über Jahrzehnte hinweg. 40 % davon haben mit ihren Priester-Partnern
auch Kinder. Das heißt: an die 1600 Kinder von Priestern müssen in Deutschland ohne offiziellen Vater
aufwachsen. Quelle: Georg Denzler – Die Geschichte des Zölibats
#30 Puchil2 † 17:08:15 | Donnerstag, 1. April 2010
Erst die Spitze des Eisberges Der Missbrauchsskandal ist erst die Spitze des Eisbergs, grundlegende Ursache
ist die verfehlte, körperfeindliche Sexualmoral der Kirche: Sie beruht darauf, dass die Sexualität zwischen
Mann und Frau nicht als positiv anerkannt wird. Die Kirche ist an ihrer Sexualmoral gescheitert, neben
dem Missbrauch werden weitere Probleme auf die Kirche zukommen – etwa das Thema Priesterkinder. Nach den
Missbrauchsopfern werden sie die nächsten sein, die Anklage gegen die Kirche erheben. Ihre Zahl ist sehr
hoch. Schon vor Jahren hat ein österreichisches Stift laut Aussage eines Insiders für 21 Kinder Alimente
bezahlt. Diesen Kindern fehlt abergenau das, was die Kirche fordert – das Familienleben.“
#16 Puchil2 † 10:54:26 | Donnerstag, 1. April 2010
Aprilscherz? …„daß es auch darum gehe „grundsätzliche Änderungen in der kirchlichen Struktur sowie
in der Frage des Zölibates sowie des Diakonates der Frau“ zu erläutern.“ Das ist wohl ein Aprilscherz!
#40 Puchil2 † 09:07:51 | Donnerstag, 1. April 2010
Ein Beispiel für den Vatikan Eine neue Kommission wird sich in der Diözese Graz mit den Missbrauchsfällen
innerhalb der Kirche befassen. Die Kommission wird alle bekannten Fälle neu aufrollen und bei Verdacht
mögliche Täter verfolgen. Genau das sollte auch mit den nach Rom gemeldeten Missbrauchsfällen geschehen.
Es muss endlich auch in Rom reiner Tisch gemacht werden.
#38 Puchil2 † 08:45:36 | Donnerstag, 1. April 2010
An wolfgang.e „Puchil ist ein Anhänger der Kollektivschuldtheorie…“ Das ist unrichtig. Kollektivschuld
meint, dass alle Individuen einer Gruppe bezüglich einer Sache gleichzeitig schuldig seien. Das meine
ich nicht. Aber ich bin überzeugt, dass Strukturen, Spielregeln und Gesetze einer Gruppierung Schuld
für das Leid vieler Menschen sind. Besonders diejenigen, die diese Strukturen festlegen und stützen,
sollten die Größe zeigen, diese strukturelle Schuld auch einzugestehen und anzuerkennen. Sonst ist Vergebung
nicht möglich.
#35 Puchil2 † 08:00:43 | Donnerstag, 1. April 2010
Thesen: Abschluss (9) Diese Analyse bestärkt mich in der Auffassung, dass wir zwar über den immer wieder
eingeforderten Dialog den Druck auf die Amtskirche nicht verringern dürfen, sonst aber in der von uns
angedachten Weise vorgehen müssen, nämlich durch Widerstand an der Basis und durch den Aufbau einer
gelebten, auch ökumenisch offenen Kirche, die durch entsprechende Aktivitäten auch der Gesellschaft
zeigt, dass der Glaube zum Leben der Menschen von heute nicht im Gegensatz steht, sondern ihm letzten
Sinn gibt; und dass Glaube und Freiheit untrennbar zusammengehören. (10) Der Papst führt gegen die moderne
Welt einen „totalen Krieg“; er wird das Papstregime unweigerlich in eine Katastrophe führen, an deren
Ende die „bedingungslose Kapitulation“ steht. Das ist natürlich schwer einzusehen für einen Mann, der
das Faktum seiner Funktion nicht als Folge „unserer Sünden“ sieht, sondern mit der Berufung durch die
„Vorsehung“ verwechselt, solange er noch in der „Romschanze“ die Realität ignorieren kann. (12) Vielleicht
braucht es die totale Niederlage, damit sich derlei Dinge in der Kirchg nicht wiederholen. Wünschenswert
wäre, dass schon vorher ein Wunder geschähe. Aber darum können wir nur beten. Und natürlich im Widerstand
arbeiten. Nachsatz an alle, die über diese Thesen lachen: Auch die Propheten wurden verhöhnt und verlacht,
wenn sie die Wahrheit sagten!
#33 Puchil2 † 07:44:54 | Donnerstag, 1. April 2010
Fortsetzung der Thesen (e) Es wird keine einzige konservative Position aufgegeben, vielmehr heißt es
„Widerstand bis zum letzten Mann“. (6) Dieser religiöse Fanatismus ist von der Einbildung getragen, dass
man der „heilige Rest“ sei, auf den allein es ankomme, weil er allein Gottes Wille tut (ich erinnere an
Bischof Küng: Wir laufen dem Zeitgeist nach, er folgt Chrtistus nach!) und der dazu berufen ist, als
neuer Sauerteig die Welt zu verändern. (7) Ratzinger und seine Gefolgsleute würden dementsprechend lieber
in einer Art Götterdämmerung unter-, als von ihrer Linie abgehen (und das noch als den Willen Gottes
ausgeben). (8) Da wir in den letzten rund zweihundert Jahren eine ganze Reihe deratiger Fanatiker erlebt
haben, die allesamt langfristig nicht reüssiert, sondern in ihrem (dem politischen) Bereich gescheitert
sind und das Volk und den Staat in den Abgrund gerissen haben, steht zu erwarten, dass sich die Linie
des Papstes auch im kirchlichen Bereich langfristig nicht durchsetzen wird. Bis dahin wird es aber jede
Menge „verbrannter Erde“ geben.
#29 Puchil2 † 07:16:52 | Donnerstag, 1. April 2010
Hier die angekündigte Fortsetzung (5) Das von ihm schon als Präfekt der Glaubenskongregation entworfene
Konzept, das er als Papst durchsetzen will, macht sein Kirchenregiment dem Mullah-Regime im Iran ähnlich.
(a) Auf die „Stimme des Volkes“ kommt es nicht an. Vielmehr entscheidet der „Wächterrat“ (Glaubenskongregation),
zuletzt der Papst als „(Konter-) Revolutionsführer“ darüber, in welche Richtung sich die Kirche bewegt.
(b) Auf das „Volk“ ist kein Verlass. Darum stützt man sich auf „(Konter-) Revolutionsgarden“ wie das
Opus Dei oder die Legionäre Christi; auch die „heimgeholten“ Traditionalisten werden offenbar als ein
nützlicher Stoßtrupp gesehen. (c) Weil auf das „Volk“ kein Verlass ist, werden auch seine herkömmlichen
kirchlichen Gliederungen (z.B. die Katholische Aktion) finanziell und anderweitig ausgehungert und das
Geld zu den konservativen Gruppierungen verschoben, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob dieselben in irgendeiner
Weise für das „Volk“ repräsentativ sind. (d) Das alles geschieht „ohne Rücksicht auf Verluste“. Das
Absterben der Volkskirche wird in Kauf genommen (daher kein Verständnis für die heute herrschende Seelsorgenot);
in Lateinamerika hat man mit der Unterdrückung der mit der Befreiungstheologie sympathisierenden Basisgemeinden
ebenfalls die Verbindung zum Volk abgeschnitten; das hat dazu geführt, dass die Leute im religiösen
Bereich zu den Evengelikalen und den Sekten laufen, im politischen Bereich aber die „neue Linke“ an die
Macht bringen. Fortsetzung folgt
Tut mir leid! Keine Rede von Schuld und Täterschaft der Kirche. Um das ginge es. Übrigens: Eben gelesen!
Thesen über das Welt – und Kirchenbild Benedikt XVI. (1) Ratzinger/Benedikt ist durchaus nicht bloß
ein alter Mann, der die Welt nicht mehr versteht und sich daher ängstlich an traditionellen Formen und
Formeln festhält. (2) Ratzinger ist vielmehr ein an sich (möglicherweise einseitig) gebildeter Intellektueller,
der sich aber in seine eigene Gedankenwelt so eingesponnen („verrannt“) hat, dass er zu einem Dialog nicht
mehr fähig ist. (3)Vielmehr ist er zu einem Fanatiker geworden, der von der fixen Idee beherrscht wird,
er müsse die Katholische Kirche vor dem vermeintlichen Untergang retten. (4) In diesem Zusammenhang hält
er alle Ideen, die ihm „reformistisch“ erscheinen, für den Ausfluss eines durch Relativismus und Libertinismus
geprägten Zeitgeistes, dem es unter allen Umständen zu wehren gilt. Fortsetzung folgt
Ein Augen und Ohrenzeuge berichtet: Ich stehe noch unter dem Eindruck des Klage- und Bußgottesdienstes,
der heute Abend auf höchst verdienstvolle Anregung der Plattform Wir sind Kirche im Wiener Stephansdom
stattfand. Nicht nur haben Opfer ihre Gefühle eindrucksvoll geschildert, sondern es wurde von den Sprechern
(in akkordierten Texten!) auch ganz offen die Kirche wegen ihrer schweren grundsätzlichen Fehler und
Versäumnisse angeklagt! Kardinal Schönborn hörte nicht nur demütig zu, sondern legte ein geradezu
dramatisches und glaubwürdiges Schuldbekenntnis für die gesamte Kirche ab. Besonders verurteilte der
die bisherige Vertuschungspolitik – und von wo die ausging und sogar angeordnet wurde, wissen wir alle!
Wie passt das mit der vatikanischen Linie zusammen? Besinnen sich gar die Bischöfe nun wirklich? Oder
wollen sie unter dem Druck der Ereignisse nur retten, was zu retten ist? Ein Strohfeuer oder gar ein Flächenbrand,
der bis hoch obern lodern wird? Ungelöste Fragen. Hoffen sollen wir immer, aber ebenso müssen wir realistisch
bleiben. Zu viele Enttäuschungen haben ja die Reformkräfte schon ertragen müssen.
Das Fehlende „Wir sind – auch – Täter“, sagte der Bischof und erklärte: „Die Kirche hat Schuld auf sich
geladen.“ Dieser Satz aus dem Mund oder der Feder des Papstes fehlt noch immer. Er ist längst überfällig.
Täter sind nämlich nicht nur einzelne Mitglieder der Kirche, sonder auch die Kirche als ganze mit ihren
Strukturen und Einrichtungen und an der Spitze der Papst.
Andere spüren besser, was jetzt nötig ist Der Papst ist offensichtlich noch immer nicht ernsthaft bereit
als Kirchenoberhaupt für die Verfehlungen seiner Organisation – beziehungsweise von Mitarbeitern dieser –
Verantwortung zu übernehmen. Anders in Österreich – an einer der großen Fronten des Skandals, dort
wo Hunderttausende Austritte aus der katholischen Kirche befürchtet werden müssen : Hier bekräftigt
etwa Bischof Manfred Scheuer von der Diözese Innsbruck seit Anbeginn der Krise die Mitverantwortung der
Kirchenführung. Bei der Chrisam-Messe im Innsbrucker Dom wurde er am Mittwoch noch viel deutlicher. „Wir
sind – auch – Täter“, sagte der Bischof und erklärte: „Die Kirche hat Schuld auf sich geladen.“ Es gelte,
das Versagen, die Verbrechen, den Scherbenhaufen anzuerkennen und anzunehmen und sich in erster Linie
den Opfern zuzuwenden. Nur wer Schuld annehme, dem könne sie auch vergeben werden. Mit einem Klage- und
Bußgottesdienst im Wiener Stephansdom ging Kardinal Christoph Schönborn heute ebenfalls auf die bekanntgewordenen
Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche ein. Es gab dabei ein „Schuldbekenntnis im Namen
der Kirche“ vonseiten des Wiener Erzbischofs. Beide Bischöfe stehen im krassen Gegensatz zu der offiziellen
Politik des Vatikans, die bisher viele Gelegenheiten, eine Versöhnung mit dem Kirchenvolk zu beginnen,
ungenutzt ließ.
Neues aus den USA: Höchst unangenehm! Der Vatikan rüstet sich für die Verteidigung des Oberhirten Josef
Ratzingers. Die Strategie wird in Zusammenhang mit drei konkreten Missbrauchsfällen in Kentucky in Verbindung
gebracht. Darin werfen die Kläger dem Vatikan vor, mit Berichten über Missbrauchsfälle nachlässig
umgegangen zu sein – auch der Name Ratzinger fällt. Das Ziel der Verteidigung sei wohl, dass das Verfahren
eingestellt werde bevor Josef Ratzinger dazu befragt werden könne oder geheime Dokumente herausgegeben
werden müssen. Das Bekannt werden dieser Verteidigungsschritte stellt nur ein weiteres Puzzleteil dar.
Zusammengenommen ergibt sich nach wie vor das Bild eines äußerst verschwiegenen Vatikans, dem die eigenen
Interessen näher zu liegen scheinen als die der Opfer.
An wolfgang e „Was hast eigentlich Du alles gehöhrt, gesehen, und nichts getan, Du behauptest doch immer,
dass Du alles weißt.“ Es kommt halt immer darauf an, in welcher Verantwortungs-Position man ist. Wer
viel Macht hat, hat eben auch viel Verantwortung. Da sollte man eben auch auf das Gehörte und Gesehene –
auch wenn man nicht unmittelbar dafür verantwortlich ist – sensibel reagieren
Involviert sein – davon wissen „Ich habe keinen Anlass, zu glauben, dass der damalige Kardinal Joseph
Ratzinger (jetzt Papst Benedikt XVI) überhaupt in diesen Fall involviert war.“ Genau hier ist das Eis
am dünnsten: Was hat der Papst in all den Fällen damals als Josef Ratzinger und später als Benedikt
XVI. gewusst, gehört, gesehen – und möglicherweise nichts getan?
Man muss es einfach so sagen: Amtsträger und Kleriker sind es, die das Ansehen der Kirche in den letzten
Jahrzehnten heruntergewirtschaftet haben. Beginnend mit völlig verunglückten Bischofsernennungen in
Österreich durch den Vatikan (Krenn, Groër, Eder) über die Missbrauchs-Causa Groër, über den Sexskandal
im St. Pöltener Priesterseminar und dem – Gott sei Dank – gescheiterten Versuch, Gerhard Wagner trotz
seiner krausen Ansichten zum Weihbischof zu machen, über die Pardonierung der Piusbruderschaft inklusive
Bischof Williamson, über die Versuche Roms, ermutigende Entwicklungen, die das 2. Vatikanische Konzil
angestoßen hat, wieder abzudrehen, bis zu den weltweiten Gewalt- und Missbrauchsskandalen (P. Maciel
von den Legionären Christi, USA, Irland, Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien…), die in den letzten
Wochen explosionsartig, wie ein Supergau an die Oberfläche drangen und die Kirche bis in ihre Grundmauern
erschütterten. Engagierte Laien fühlen Zorn, Scham und Ohnmacht. Viele kehren der Kirche und ihren Hirten
den Rücken, verlassen entmutigt und frustriert das sinkende Schiff.
Jetzt wird es immer toller! Ehemalige Heimkinder erheben schwere Vorwürfe gegen Walter Mixa, den Bischof
von Augsburg. Detailliert schildern fünf Opfer in eidesstattlichen Erklärungen, wie Mixa als Stadtpfarrer
von Schrobenhausen zugeschlagen hat. Jetzt geht’s rund: In Augsburg Bischof Mixa, in Feldkirch (Vorarlberg)
Bischof Fischer. Was kommt als nächstes? Da kann man nur mit Weihbischof Bischof von München, nachdem
dort weitere Missbrauchsfälle im Zusammenhang mit Pfarrer Peter H. bekannt geworden sind, sagen: ‘‘Wir
stehen vor einem Scherbenhaufen’’
An Paulaner Ist ihnen das schon aufgefallen: Wenn sie in die Enge geraten und ihnen die Argumente ausgehen,
werden sie untergriffig und beleidigend. Beispiele gefällig? Bitte sehr: Originalton von Paulaner! „selbstverständlich
kenne ich die ganz gewöhnlichen Pawlowschen Reflexe eines Pfaffen, auch wenn er keiner mehr ist. Er bleibt
ein Prediger = NURschwätzer, der gar nicht fähig ist, auf einen Einwurf zu REagieren. Wenn er in die
Enge getrieben ist, dann greift er auf SEINE ultima ratio zurück, früher die manuellen Prügel, heute
entweiht er die Bibel.“ Eigentlich ganz schön schäbig!
Paulaner: Da bin ich ja in guter Gesellschaft! Jesus selbst hat den Pharisäern und Schriftgelehrten auch
immer das dem Sinn entsprechende Lesen der Bibel empfohlen.
War das nicht in der Bibel? Irgendwo habe ich gelesen: „Die Wahrheit wird euch frei machen!“ und „Eure
Rede sei ja, ja und nein,nein“ Alles andere sind diplomatische Winkelzüge. Ach – und da lese ich auch
noch: „Bei euch soll es nicht so sein!“
Er wird es auch nötig haben! Nach immer neuen Berichten über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche
der USA bereitet der Vatikan derzeit eine Verteidigungsstrategie vor, um Papst Benedikt XVI. vor der amerikanischen
Justiz zu schützen. Das geht aus US-Justizdokumenten vor. Danach planen Anwälte des Heiligen Stuhls
unter anderem zu argumentieren, dass der Papst als Staatsoberhaupt Immunität genießt. (Wie kläglich,
dass er sich wie so mancher Politiker, der Dreck am Stecken hat, hinter der Immunität verstecken will!)
Außerdem seien US-Bischöfe keine Angestellten des Vatikans. (Werden aber vom vatikan als solche behandelt!)
Im konkreten Fall geht es um mehrere Missbrauchsfälle in Kentucky. Darin werfen drei Kläger dem Vatikan
vor, mit Berichten über Missbrauchsfälle nachlässig umgegangen sei und weder die Polizei noch die Öffentlichkeit
über Priester informiert zu haben, die Kinder missbraucht haben sollen. Die Klage wurde bereits 2004
eingereicht.
Lieber wolfgang e! „Und – weiter gefragt – warum glaubst Du, dass die Glauenskongregation diesen speziellen
Fall dem Papst gemeldet hätte, und JP II daher davon wissen hätte müssen?“ – Selbst wenn es so war,
wie sie sagen, sieht man einmal mehr, wie krank das System – Kirche in Wahrheit ist, dass es möglich
ist den Missbrauch von 200 behinderten Kindern einfach am Chef vorbei zu schwindeln. Übrigens: Ich glaube
nicht, dass es so war. Ich bin überzeugt, dass das Schweigen J. Paul II. und Josef Ratzingers Teil der
auch heute letztlich noch üblichen Kirchendiplomatie war. Man hat immer noch nicht begriffen, dass nur
die Wahrheit die Kirche frei machen wird. Da hat Kardinal Schönborn einfach Recht.
Lieber Paulaner! Da geht es nicht nur um Struktur und Hierarchiefragen. Sondern ganz einfach um Gewissensfragen.
Und vor seinem persönlichen Gewissen her, hätte er was unternehmen müssen.
Für Gotthard „welchen Schatten soll Benedikt XVI. ausgeblendet haben?“ Na, z.B. dass J.Paul II mindestens
seit den 90 iger Jahren von den schweren Missbrauchsfällen an den 200 behinderten Kindern gewusst hat
und nichts unternommen hat.
Paulaner: Jetzt wir es klar! Ich verstehe: Die Glaubenskongregation macht, weil dort auch Kirchenrechtler
sitzen, die Missbrauchsfälle so zu sagen als Nebengeschäft, in Schwarzarbeit. Da wundert es mich wirklich
nicht, dass dabei nichts Gescheites herauskommt und man lieber erst gar nicht reagiert, wie im Falle USA
offensichtlich geschehen.
Nebensachen? „die Glaubenskongregation ist für Glaubensfragen zuständig! Hast du das noch immer nichtverstanden?
Für Häresien. Alles andere sind Nebensachen“ Warum zieht dann die Glaubenskongregation schwere Missbrauchsfälle
an sich, wen sie angeblich nur für Glaubensfragen zuständig ist? Und ist der sexuelle Missbrauch von
200 behinderten Kindern wirklich nur eine „Nebensache“?
Respekt! Gefreut hat mich der Ausdruck seines Respektes den Piestern gegenüber, die sich für die Liebe
entschieden haben und den geraden Weg – nicht den der Doppelmoral – gehen und gegangen sind.
Nun ja, wolfgang e bejorommer hat mit seiner Analyse völlig Recht. Und übrigens : Die NYT ist nicht
irgend ein Lokalblättchen,sondern eine anerkannte international gelesene Zeitung. Die haben viel an Ansehen
zu verlieren und werden daher nur Meldungen bringen, die auch wirklich „wasserdicht“ sind.
Nachkonziliaren Niedergang? Bischof Klaus Küng : „Wenn eine Glaubenskrise um sich greift, entsteht auch
eine Zölibatskrise und eine Krise von Ehe und Familie. Immer läßt dann die Disziplin in den Klöstern
und im Weltklerus nach. Die Folge ist der Niedergang.“ Eine Erneuerung geschehe nicht durch Strukturveränderungen
in der Kirche. Jeder einzelne müsse umkehren zu Gott. Da wird allerdings vergessen, dass ein guter Teil
der jetzt aufgetauchten Missbrauchsfälle noch vor dem Konzil geschehen sind. Die kann man dann wohl kaum
demselben in die Schuhe schieben. Was die Strukturveränderungen betrifft vergisst der Bischof, wie oft
im Laufe der Kirchengeschichte kirchliche Strukturen bereits geändert worden sind und daraus Erneuerung
entstanden ist.
#104 Puchil2 † 07:12:32 | Donnerstag, 25. März 2010
Abschluss: Zukunftstaugliche Kirche 17. Im Gotteslob, dem liturgischen Dienst der Kirche, nehmen alle
Gläubigen kraft der Sakramente Taufe und Firmung direkt teil am dreifachen Amt Jesu Christi, dem Lehramt,
dem Hirtenamt und dem Priesteramt; bzw. am Prophetentum, Königtum und Priestertum Christi, wie es in
der Lehrtradition der reformatorischen Kirchen heißt. Das allgemeine Priestertum aller Gläubigen ist
keine Ableitung vom besonderen Priestertum und keine Unterstufe des sakramentalen Weiheamtes. 18. Das
besondere Priestertum ist als ein eigenständiges sakramentales Zeichen ein besonderes Gnadengeschenk
Gottes zur Auferbauung einer geschwisterlichen Kirche. Allgemeines und besonders Priestertum sind bei
der christlichen Gemeinschaftsbildung, beim Kirche-Machen einander zugeordnet und nicht einander über-
oder untergeordnet. 19. Der Aufbau einer geschwisterlichen Kirche vollzieht sich grundsätzlich in tätiger
Nächstenliebe. Soziales Engagement und Solidarität der Christen gelten dabei vor allem den Armen und
Kranken, den Fremden und Minderheiten, den Gefangenen und Ausgegrenzten, den Notleidenden und Verfolgten.
Eine Fülle kirchlicher Gruppen und Einrichtungen gibt davon ein beredtes Zeugnis. 20. In der Welt von
heute teilen die Christen mit allen Menschen Freude und Hoffnung, Trauer und Leid. Sie nehmen einzeln
und in Gruppen nach bestem Wissen und Gewissen aktiv teil an der politischen, sozialen, wirtschaftlichen
und kulturellen Gestaltung dieser Welt.
Fortsetzung: Zukunftstaugliche Kirche 14. Die Verurteilung von Glaubensirrtümern und die Unterbindung
von Streitigkeiten über die christliche Lehre – vor allem zwischen Theologieprofessoren und dem päpstlichen
Lehramt – mittels Geheimverfahren steht im Widerspruch zur öffentlichen Verkündigung des Evangeliums.
Geheimverfahren dienen kaum der Wahrheitsfindung und verletzen zudem die Menschenwürde der vermeintlich
Irrenden. Öffentliche Verfahren schützen die Streitenden, machen die Urteilsfindung für die Gesamtheit
der Gläubigen nachvollziehbar und stärken so den Glaubenssinn aller Christen. 15. Im ökumenischen Dialog
sind historische Streitigkeiten zwischen den Kirchen wegen der Kirchenordnung oder der Glaubenslehre im
Geist der Buße zu beenden, die verschiedenen Kirchenordnungen anzuerkennen und die eucharistische Gastfreundschaft
zu pflegen. 16. Durch die Taufe bilden alle Christen ein heiliges Volk und eine königliche Priesterschaft.
Alle sind gesandt, die Botschaft Jesu von Gottes Liebe und Barmherzigkeit zu bezeugen. Das derzeitige
kirchenrechtliche Verbot der Laienpredigt in der Eucharistiefeier ist eine Einschränkung, die dem Sendungsauftrag
des Auferstandenen und dem Aufbau einer geschwisterlichen Kirche widerspricht. Fortsetzung folgt
Fortsetzung: Zukunftstaugliche Kirche 10. Das Kirchenvolksbegehren „Wir sind Kirche“ orientiert sich mit
seinen Forderungen an der Botschaft Jesu und teilt voll und ganz die Reformanliegen des Zweiten Vatikanischen
Konzils, wenn es den Aufbau einer geschwisterlichen Kirche und die Wahl der Bischöfe mit Hilfe der diözesanen
Beratungsstrukutur der Ortskirche fordert. 11. Einheit in Vielfalt ist das Ziel des Aufbaus einer geschwisterlichen
Kirche mit den Instrumenten der Begegnung und des Dialogs. Dieses Ziel verbietet die Ausgrenzung von Minderheiten
in Kirche und Gesellschaft und achtet die Rechte aller Menschen. Deshalb fordert das Kirchenvolksbegehren,
die freie Wahl der Lebensform für Priester wiederherzustellen und Frauen zum Weiheamt zuzulassen. 12.
Konflikt und Streit gab es unter den Jüngern Jesu genauso wie es sie unter Geschwistern und verschiedenen
kirchlichen Gruppen gibt. Zur Aufarbeitung von Streitigkeiten zwischen kirchlichen Gruppen und Institutionen,
die nicht die Glaubenslehre und das Sakramentenrecht betreffen, ist die Errichtung einer eigenen unabhängigen
kirchlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit in Form von Schiedsgerichten wünschenswert. 13. Für den Aufbau
einer geschwisterlichen Kirche sind vielfältige Formen der Buße und Umkehr, des Verzeihens und der Vergebung
notwendig. Beispielsweise ist es ein Zeichen der Geschwisterlichkeit, Geschiedenen, die wieder heiraten,
nach einer Zeit der Buße zu vergeben und den Zutritt zur eucharistischen Mahlgemeinschaft zu ermöglichen.
Fortsetzung folgt
Fortsetzung: Zukunftstaugliche Kirche 7. Konzilien, Synoden, Presbyterien, Generalkapitel von Orden und
Kongregationen mit ihren Abstimmungen und Wahlvorgängen sind uralte kirchliche Entsprechungen moderner
weltlicher demokratischer Strukturen. Auch der Glaubensgrundsatz, daß vor Gott und seinen Geboten alle
Menschen gleich sind, spiegelt sich im demokratischen Prinzip von der Gleichheit aller Personen vor dem
Gesetz. 8. Das Zweite Vatikanische Konzil wollte die Botschaft Jesu allen Menschen in der Welt von heute
nahe bringen. Es verstand sich als Reformkonzil. War das Markenzeichen der Inkulturation des Evangeliums
vergangener Jahrhunderte das Bündnis zwischen „Thron und Altar“, so hoffte das Konzil auf das lebendige
Zeugnis des gläubigen Volkes und suchte das Gespräch mit allen Menschen. Die bevorzugten Instrumente
sind „Begegnung und Dialog“. 9. Mit der Lehre von der Kirche als Volk Gottes bezeugt das Konzil Jesus
Christus als „Licht der Völker“. Mit der Errichtung einer institutionellen Beratungsstruktur vom Pfarrgemeinderat
über Diözesan- und Pastoralräte, nationale und kontinentale Bischofskonferenzen bis hin zur römischen
Bischofssynode hat die lateinische Kirche Möglichkeiten der Mitbestimmung und Mitverantwortung des Gottesvolkes
an der kirchlichen Sendung geschaffen. Den Zeichen der Zeit folgend nutzt sie damit demokratische Organisationsformen,
um den Auftrag Jesu in der modernen Welt zu erfüllen. Fortsetzung folgt
Vertrauenswerte von Papst und Kirche im freien Fall Laut einer im Auftrag des Magazins Stern durchgeführten
Forsa-Umfrage befinden sich die Vertrauenswerte des Papstes im freien Fall. Demnach vertrauen nur noch
17 Prozent der Deutschen der Kirche und 24 Prozent dem Pontifex. Ende Jänner, als die ersten Missbrauchsfälle
in Berlin bekannt geworden waren, hatten laut Forsa noch 29 Prozent der Deutschen ungebrochenes Vertrauen
in die Kirche, 38 Prozent glaubten damals noch fest an den Heiligen Vater. Unter den Katholiken vertraut
nur noch eine Minderheit auf den Papst. Von Ende Jänner bis Mitte März sank die Quote von 62 auf 39
Prozent, der Kirche schenken nur noch 34 Prozent Vertrauen, im Vergleich zu 56 Prozent zu Jahresbeginn.
Die Umfrage wurde zwischen 17. und 19. März unter 1500 Deutschen durchgeführt, kurz vor Veröffentlichung
des Hirtenbriefs. Für den Psychotherapeuten Manfred Deiser von der Kriminalitätsopferhilfe „Weißer
Ring Tirol“ sind die schlechten Umfragewerte des Papstes eine Folge der „Doppelmoral in der katholischen
Kirche“.
Fortsetzung: Zukunftstaugliche Kirche 4. Die Botschaft Jesu vom Reich Gottes stellt jedoch alle menschliche
Herrschaft in Frage, auch die geschichtlich bedingten Kirchenordnungen. Wie der einzelne Mensch der Buße
und Umkehr bedarf, ist die Kirche in all ihren Gemeinschaftsformen immer reformbedürftig. 5. Religiöse
Reformbewegungen in der Kirche orientieren sich darum an biblischen Modellen, wie dem Meister-Jünger-Verhältnis
der Evangelien, den geistgewirkten charismatischen Strukturen des 1. Korintherbriefes oder der Hausgemeinschaft
mit den Ordnungsdiensten von Presbytern, Episkopen und Diakonen in den Pastoralbriefen. Sie sind vom Ideal
der apostolischen Geschwisterlichkeit geprägt. Die späteren Zusammenschlüsse der verschiedenen Gruppen
und Gemeinden einer religösen Reformbewegung berücksichtigen die geschwisterliche Gesinnung und sind
synodal strukturiert. 6. Das jetzige hierarchisch gestufte Weiheamt Diakon-Priester-Bischof ist eine spätere
Formgebung der in der Bibel genannten gleichrangigen Ordnungsdienste christlicher Gemeinschaften. Diese
Formgebung wurde unter anderem beeinflußt von der kirchlichen Übernahme der von Kaiser Diokletian geschaffenen
diözesanen Verwaltungsstruktur des römischen Reiches und vom mittelalterlichen Feudalwesen. Fortsetzung
folgt
An Antipacelli und alle Warum weicht meine Interpretation des 6. Gebotes vom Evangelium ab? 20 Thesen
zum Aufbau einer zukunftstauglichen Kirche „Ihr aber sollt euch nicht Meister nennen lassen; denn nur
einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Geschwister. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen;
denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.“ – Mt 23, 8f An diesem Schriftwort aus der Rede Jesu gegen
die Pharisäer und Schriftgelehrten orientieren sich folgende Thesen. Die ganze Rede kann als jesuanische
Kritik an vermachteten hierarchischen Strukturen der Kirchen gelesen werden. 1. Wo immer Menschen im Namen
Jesu sich versammeln, seine Botschaft vom Reich Gottes hören und danach handeln, ist Kirche. Menschliche
Gemeinschaften, die Kirche sind, gründen sich auf das Evangelium Jesu Christi und sind gesandt, seine
göttliche Heilsbotschaft in der jeweiligen konkreten Welt zu verkünden. 2. Die Kirche und noch mehr
die Kirchen als organisierte Glaubensgemeinschaften sind Teil der konkreten Gesellschaft. Als Teil der
Gesellschaft bedienen sich die Kirchen vorhandener weltlicher Strukturen und Ordnungen, verändern diese
und werden auch durch sie in ihren Organisationsstrukturen verändert. 3. Im Lauf der Geschichte gab und
gibt es in allen Kirchen, teils in unterschiedlicher Weise, stärker oder schwächer, alle Strukturformen
weltlicher Herrschaft, von der Monarchie und Hierokratie bis hin zur Demokratie. Fortsetzung folgt
An Antipacelli Der Text ist entnommen dem „Herdenbrief“ Nr.1 der Vereinigung „Wir sind Kirche“: Liebe –
Eros – Sexualität Zu weiteren Themen erschienen: Macht Kirche Frauen schenken der Kirche Leben Zölibat –
Gottes amputierte Liebe Für ein Leben in Fülle
Letzer Teil 19 Ethische und kirchenrechtliche Bestimmungen, die dem Evangelium nicht entsprechen und deren
Begründung nicht einsichtig ist, verpflichten nicht im Gewissen. Letzte Instanz der Entscheidung ist
das gebildete Gewissen mündiger Christinnen und Christen. 20 Das belastende Erbe einer leib-, frauen-
und sexualfeindlichen Geschichte wird erst dann bewältigt sein, wenn die Kirche die anstehenden Fragen
unter Mitwirkring der Betroffenen im Sinn der Liebesbotschaft des Evangeliums gelöst haben wird.
3. Teil 13 Empfängnisverhütung einschließlich der Wahl der Methoden – nicht die Beseitigung bereits
bestehenden Lebens – liegt in der Verantwortung beider Partner. Es ist ethisch bedeutsam, aus welchen
Gründen ein Paar Nachkommenschaft wünscht oder verhindert. 14 Beim Zerbrechen und Scheitern einer Beziehung
soll die kirchliche Gemeinschaft ein Ort des Trostes und ein Raum der Vergebung sein. Der generelle Ausschluß
Wiederverheiratet – Geschiedener vom Sakramentenempfang wird als Dauerstrafe erfahren und widerspricht
dem biblischen Anspruch der Versöhnung. 15 Gott ist in Jesus – für Frauen und Männer in gleicher Weise –
Mensch geworden. Die Kirche ist in ihren patriarchalischen Strukturen dem väterlich-mütterlichen Gott
Jesu untreu geworden. 16 Das Verbot der Frauenordination wird in äußerst fragwürdiger Weise mit der
Männlichkeit Jesu und der Apostel begründet. Damit wird man weder dem Umgang Jesu mit Frauen noch der
Lebenswirklichkeit von Frauen heute gerecht. 17 Das Eheverbot für Weltpriester stammt vorwiegend aus
einer leib-, frauen- und sexualfeindlichen Epoche der Kirche und ist so nicht in der Bibel begündet.
Es ist daher die völlig freie Wahl der Lebensform für Priester wiederherzustellen. 18 Das Gelübde der
Ehelosigkeit unter Ordensleuten – Frauen und Männern – hat eine andere Bedeutung. Der Verzicht auf eine
bürgerliche Familie zugunsten einer religiösen in völliger Freiwilligkeit steht in alter christlicher
Tradition.
These: Sexualität – 2. Teil 7 Das jüdisch-christliche Menschenbild der Bibel geht mit Eros und Sexualität
unbefangen um und kennt im Hohen Lied einen dichterischen Lobpreis dieser Kräfte. Gleichzeitig lassen
die Strafgesetze des Alten Testaments die Tabus ihrer Zeit erkennen. 8 Entgegen weit verbreiteter Meinung
ist das 6. Gebot kein Sexualgebot. Es schützt vielmehr die Ehe und untersagt den Ehebruch. In einer Einengung
auf den genitalen Bereich hat die christliche Tradition im 6. Gebot aus einem Ehegebot ein Sexualgebot
gemacht. 9 Die kirchliche Gewohnheit, den Bereich von Liebe, Eros und Sexualität in erster Linie und
vor allem unter dem Aspekt der Sünde zu sehen, hat eine unbefangene Einstellung jahrhundertelang behindert.
Das hat viele Menschen in ihrem Lebensglück beeinträchtigt. 10 Im vorehelichen, aber auch im ehelichen
Bereich werden Erotik und Sexualität im Gleichklang mit dem näheren Kennenlernen und der wachsenden
Vertrautheit erlebt und erlernt. Der übergangslose Wechsel von absoluter Enthaltsamkeit zu vollem Sexualleben
in der Ehe ist fragwürdig. 11 Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind wie andersgeschlechtliche insoweit
gut, als sie verantwortlicher Ausdruck von Liebe sind. Liebe und Treue verlieren nicht ihren Wert, wenn
sie gleichgeschlechtlich gelebt und erfahren werden. 12 Die Trennung der Zeugung vom sexuellen Vollzug
ermöglicht es Frauen und Männern, die Zahl ihrer Kinder verantwortungsvoll zu planen und der sexuellen
Beziehung ihren Eigenwert als Ausdruck der Liebe zu erhalten.
An Jubärens: 20 Thesen zur Sexualität 1 Eros und Sexualität sind vitale Grundkräfte des Menschen.
Sie sind in sich gut und bedürfen keiner besonderen Rechtfertigung. Die Bibel sieht in Ihnen- wie in
einem Abbild – die Liebe und die Kreativität Gottes ausgedrückt. 2 Eros und Sexualität erfüllen sich
in der treuen Zuwendung zu einem geliebten Menschen. Diese Zuwendung wird ganzheitlich geschenkt und erfahren –
mit allen Kräften und Fähigkeiten. Sie wird von der Bibel gutgeheißen. 3 Eros und Sexualität haben
eine Bedeutung, die über die Biographie der Liebenden hinausgeht, wenn sie neues Leben schaffen und bewahren.
Darin nehmen sie teil am schöpferischen Werk Gottes und werden zum Abbild des Schöpfers. 4 Eros und
Sexualität erfüllen einen Sinn im Leben der Liebenden, wenn diese sich selbst in der Erfahrung der Lust
als vital und lebensfroh empfinden. Lebensfreude bedeutet, mit Lust und Liebe leben zu können. 5 Eros
und Sexualität erfahren ihren vollen Sinngehalt, wenn alle drei Bedeutungen erfüllt sind: Liebe – neues
Leben – Lust. Das Ideal einer christlichen Ehe vereinigt die drei Bedeutungen und sieht in ihnen ein Symbol
der Liebe Gottes. 6 In den verschiedenen Lebensformen – ob allein, ob in Beziehung, ob in einer Familie
lebend – können erotische und sexuelle Erfahrungen ihren Platz haben. Wenn sie mit Behutsamkeit, Wahrhaftigkeit
und Verantwortung aufbauend und belebend wirken und keines Menschen Würde verletzen, sind sie gut. Fortsetzung
folgt
An Domenico Ja, die Krise der Kirche ist offenbar nicht identisch mit der Aufarbeitung der jetzt bekannt
gewordenen und zukünftig etwa bekannt werdenden „Fälle“. Das wäre zu einfach… Da haben sie Recht.
Ich konstatiere die fehlende Bereitschaft für Strukturänderung. Diese wird im Hirtenbrief völlig ausgeblendet:
Der Papst sieht in Bezug auf die Missbrauchsfälle die Schuld der Einzelnen und die Schuld der Gesellschaft,
aber nicht die Mitschuld der kirchlichen Strukturen. Es ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, den Reformstau
aufzulösen und die Strukturreformen wie etwa Änderung der Kirchenverfassung, Gleichberechtigung der
Frauen, verpflichtende Entkoppelung von Zölibat und Priesterberuf, Verheutigung der Sexualmoral,… voranzutreiben.
Es wird nicht mehr genügen, zu mehr eucharistischen Andachten und Gebeten aufzurufen. Auch die Beschwörung
eines Priesterbildes wie das des hl. Pfarrers von Ars wird nicht genügen.
Nur die Spitze des Kirchturms Eines muss uns klar sein: Was wir jetzt an Missbrauchsfällen sehen ist
nur die Spitze des Kirchturms. Lest doch Zeitungen: In der Schweiz geht es jetzt erst so richtig los.
In Italien beginnte es auch schon. Nach der Kirchturmspitze werden bald auch die Wände und die Grundfeste
ordentlich zu zittern anfangen. Spätestens dann, wenn der Papst über seine persönlichen Versäumnisse
zu reden beginnt. Und er muss wohl, will er nicht auch noch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit verspielen.
Liebe Einfalt! Das Problem war doch, dass man die Brisanz nicht erkannt hat. Dann müssen aber alle Beteiligten
incl. Erzbischof Ratzinger taub und blind gewesen sein. Oder hat man bewusst auf die Warnungen des Psychotherpeuten
nicht gehört?
Völlig unglaubwürdig! Im Erzbistum München wurde 1980 ein Essener Diözesanpriester, der bereits in
seinem Heimatbistum Ende der 1970er Jahre übergriffig geworden war, unter der Bedingung aufgenommen,
dass er eine Therapie macht. Zugleich wurde er wieder in der Pfarrseelsorge eingesetzt, wo es in Grafing
zu erneutem Missbrauch kam. Dafür wurde er 1986 verurteilt. Sein langjähriger Therapeut machte vergangene
Woche öffentlich, dass er von Anfang an das Münchner Ordinariat gewarnt habe. Sein Klient dürfe keinesfalls
wieder mit Kindern und Jugendlichen in Berührung kommen, weil er uneinsichtig sei. Für seinen Seelsorgeeinsatz
übernahm der damalige Generalvikar Gerhard Gruber (82) die alleinige Verantwortung. Schon klar, dass
er sich aus lauter Kirchendisziplin vor seinem damaligen Chef wirft. Aber kein denkender Mensch wird ihm
aber abnehmen, dass er nicht den damaligen Erzbischof Ratzinger über diesen brisanten Fall unterrichtet
hat.
Paulaner un die päpstliche Imunität Traurig, traurig, wenn sich ein Papst hinter der Diplomatenimunität
verstecken muss! Moralisch gesehen hat er aber die Pflicht, auch zu seinem Anteil am Skandal Stellung
zu beziehen.
Stoppt schleunigst die Seligsprechung! Johannes Paul II wird noch viele Messen brauchen, um selig gesprochen
werden zu können. Hatt er doch großen Anteil am Aufstieg des Kinderschänders und notorischen Zölibatsbrechers
P. Maciel, den er deckte solange es nur irgendwie ging. Damit gehört auch er zu Schar der Vertuscher.
Jetzt geht es auch in Italien los Auch in Italien sind Fälle sexuellen Missbrauchs durch Priester bekanntgeworden.
Der ehemalige Erzbischof von Lecce, Cosmo Francesco Ruppi, räumte in einem Interview entsprechende Vergehen
durch Kleriker in der Region Apulien ein. Die Tageszeitung „La Repubblica“ hatte am Wochenende von teils
in die 60er Jahre zurückreichenden Missbrauchsfällen in den Diözesen Bozen, Florenz, Ferrara und Rom
berichtet. Am Mittwoch soll in Italien ein Buch zu dem Thema unter dem Titel „Il peccato nascosto“ (Die
geheime Sünde) erscheinen.
Überschriften in Schweizer Medien Die Scheinheiligen Aadorfer Pfarrer im Gefängnis Der einsame Rufer
in der Missbrauchs-Wüste Angst im Körper – Erinnerungen an den Katholizismus Sexuelle Belästigung:
Abt von Disentis schaltet Polizei ein «Es gab keinen, der so viel wusste» (Benedikt) Neue Missbrauchsfälle
in Näfels St. Galler Bischof hält schwarze Liste für nötig Missbrauchsvorwurf: Thurgauer Pfarrer verhaftet
Globaler Supergau Das, was rund um die Missbrauchsaffären in den letzten Wochen eskalierte, wächst sich
zum globalen Super-GAU für die katholische Kirche aus. Nachdem die diesbezüglichen Kalamitäten in den
USA, Kanada und Australien nun schon Jahre die jeweilige regionale Öffentlichkeit beschäftigen, stehen
andere kirchliche Krisenherde erst so richtig in der Öffentlichkeit: einmal mehr Irland, dann Deutschland
und nun, mit Verzögerung, aber kaum geringerer Heftigkeit, auch Österreich. Dazu kommt der hierzulande
nicht ganz so präsente Fall der Legionäre Christi: Diese weltweit tätige und wachsende geistliche Erneuerungsbewegung,
steht vor ihren Trümmern; Gründer Marcial Maciel entpuppte sich als vielfacher Missbraucher von Burschen,
dazu unterhielt er gleichzeitig Beziehungen zu mehreren Frauen, mit denen er Kinder hatte, von denen ihn
einige ebenfalls des Missbrauchs bezichtigen. Maciel, der lange unterm Schutz von Papst Johannes Paul
II. stand, wurde erst 2006 von der Spitze der „Legionäre“ abgezogen, er starb 2008. Dieser Tage hat der
Vatikan eine Apostolische Visitation der Legionäre Christi beendet, und Medien erheben Vorwürfe, der
damalige oberste Glaubenshüter Kardinal Ratzinger sei Teil des Vertuschungskartells gewesen. Auch aus
Joseph Ratzingers Münchener Erzbischofszeit (1977-81) tauchte eine Missbrauchscausa auf, die dem heutigen
Papst die Kritik bringt. Wahrscheinlich – legen die täglich auftauchenden Fälle nahe – wird man bei
bald jedem Kirchenoberen vor 20, 30, 40 Jahren verschw…
Kirche am Scheideweg Eine Institution wie die katholische Kirche steht heute vor der Entscheidung: Entweder
sie öffnet sich konsequent einer Welt voller Versuchungen. Dann müsste sie ihre Verfasstheit radikal
überprüfen und sich jeden Anspruchs auf geschützte Räume eigener Rechtsprechung enthalten. Oder aber
sie beschränkt sich darauf, die spirituellen Bedürfnisse erwachsener Menschen zu bedienen, die ihr freiwillig
folgen. Kinder zu unterrichten, gehörte dann nicht mehr zu ihren Aufgaben, und Ansprüche auf Steuergeld
wären passe. Beides zugleich geht nicht: sich eine eigene Welt zu schaffen und zugleich mitzumischen
im wirklichen, dem gesellschaftlichen Leben. Zu diesem Thema, an dem die Zukunft seiner Kirche hängt,
hat Benedikt XVI. nicht etwa wenig beigetragen, sondern: nichts.
Der Kirche läuft die Zeit davon Die katholische Kirche unter Benedikt XVI. glaubt , die Zeit und die
Macht zu haben, mit langfristigen Korrekturmaßnahmen auf ihre Krise reagieren zu können. Es spricht
nicht viel dafür. Die Dynamik, die der Missbrauchsskandal angenommen hat, bedarf in schneller gewordenen
Zeiten auch schnellerer Reaktionen. Vor allem aber braucht die katholische Kirche ein Überprüfen ihrer
grundlegenden Strukturen. Sie braucht es jetzt, um neuerliche Missbrauchsfälle zu verhindern. Und um
ihr eigenes Überleben zu sichern.“
Frage an Paulaner Nur zur Klärung: Wollten sie „Freunde“ oder „Feinde“ schreiben? Es ist bei ihnen unbewusst
ein Mittelding geworden. Freud lässt grüßen! Vielleicht kann ja doch als Freund der Kirche diese kritisieren.
Zu turk Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch ist entsetzt über die Rechtfertigung einer „hilfreichen
Ohrfeige“ von Bischof Elmar Fischer. Fischer habe als Bischof eine moralische Verantwortung. Er stelle
aber bestehende Gesetze infrage. Die Aussage des Bischofs, wonach eine Ohrfeige in gewissen Situation
hilfreich sein könne, hält Rauch für desaströs. Alle Institutionen im Land, die sich für den Schutz
der Kinder einsetzen – etwa das Institut für Sozialdienste und das Vorarlberger Kinderdorf –, hätten
bei Rauch heute Entsetzen geäußert. Rauch wies darauf hin, dass Fischer bestehende Gesetze infrage stelle.
Und das, obwohl die Kirche nach wie vor von vielen als moralische Instanz wahrgenommen werde. Seit gut
20 Jahren bestehe ein Gewaltverbot gegenüber Kindern. Deshalb könne es nicht sein, wenn ein Bischof
von einer „hilfreichen Ohrfeige“ spreche.
Und es geht munter weiter! Die Diözese Graz-Seckau wird in Sachen Missbrauch nun aktiv. Verschiedene
Vorfälle aus der Vergangenheit wurden neu aufgerollt, drei steirische Priester sind bereits dienstfrei
gestellt. In allen drei Fällen liegen die Vorfälle 15 bis 25 Jahre zurück. Der Pfarrer von … gestand
den Missbrauch eines Jugendlichen vor über 20 Jahren ein. Die zwei anderen Priester wurden bereits verurteilt:
„In einem Fall war es Exhibitionismus, in einem anderen Fall war es eine damals noch strafrechtlich relevante
homosexuelle Tat mit einem 17-Jährigen“, so Plank, der Sprecher der Diözese. Die Pfarrer wurden laut
Plank versetzt und therapiert. Mittlerweile wurde die Altersgrenze auf 16 Jahre gesenkt. Beide Priester
wurden damals verurteilt und versetzt, machten eine Therapie und standen unter verschärfter Beobachtung.
Worin bestand die „verschärfte Beobachtung“? Wann wird man endlich die Strukturen ändern, die solche
Vorfälle begünstigen?
An Paulaner „Der Papst ist mein Papst, der Papst meiner Kirche.“ Scheinbar nach dem Motto: „Kopf in den
Sand und durch. Die eigentliche Wahrheit interessiert mich nicht. Sie macht mir sogar Angst.“ An Anna
Der Papst hat eben nicht alles gesagt, was notwendig wäre. Aber das wollen sie auch nicht wahr haben.
Auch bei ihnen scheint die Angst vor dem groß zu sein, was da noch alles ans Licht kommen könnte.
Küng hat völlig Recht! Aufrichtigkeit und Transparenz Volle Aufrichtigkeit und Transparenz bei der Aufklärung
der Missbrauchsfälle fordert und verspricht der Papst in seinem Hirtenbrief an die irische Kirche. Dieser
Maßstab hat auch für ihn selber zu gelten. Daher ist von ihm eine persönliche Stellungnahme zu folgenden
Fragen zu erwarten: Was hat er von der seelsorglichen Tätigkeit eines des Kindesmissbrauchs verdächtigen
Priesters in der Erzdiözese München gewusst. Was war ihm von den Missbrauchsfällen bei den Regensburger
Domspatzen bekannt? Welche schwerwiegende Fälle sexuellen Missbrauchs sind in seiner Funktion als Präfekt
der Glaubenskongregation über seinen Schreibtisch gegangen und wie wurde in all diesen Fällen entschieden?
Was war ihm von den strafrechtlich relevanten Tatbeständen bezüglich sexuellen Missbrauchs rund um den
Gründer der Legionäre Christi bekannt und welche Maßnahmen hat er in diesem Fall gesetzt? Eine ehrliche
Beantwortung dieser Fragen und gegebenen Falls ein Schuldeingeständnis des Papstes erwartet sich die
(kirchliche) Öffentlichkeit.
Transparen und Aufklärung Volle Aufrichtigkeit und Transparenz bei der Aufklärung der Missbrauchsfälle
fordert und verspricht der Papst in seinem Brief. Dieser Maßstab hat auch für ihn selber zu gelten.
Daher ist von ihm eine persönliche Stellungnahme zu folgenden Fragen zu fordern: Was hat er von der seelsorglichen
Tätigkeit eines aus Essen kommenden des Kindesmissbrauchs verdächtigen Priesters in der Erzdiözese
München gewusst. Was war ihm von den Missbrauchsfällen bei den Regensburger Domspatzen bekannt? Welche
schwerwiegende Fälle sexuellen Missbrauchs sind in seiner Funktion als Präfekt der Glaubenskongregation
über seinen Schreibtisch gegangen und wie wurde in all diesen Fällen entschieden? Was war ihm von den
strafrechtlich relevanten Tatbeständen bezüglich sexuellen Missbrauchs rund um den Gründer der Legionäre
Christi P. Maciel bekannt und welche Maßnahmen hat er in diesem Fall gesetzt?
„Wir sind Kirche“ hatte Recht! Der unverdächtige Zeuge Abt Werlen: ‘Kirchenleitung hat den Ernst der
Lage nicht erkannt’ „Wir sind Kirche“ weist seit ihrem Bestehen auf den Ernst der Lage hin. Selbstkritik
der Kirche ist notwendig, die Änderung der Strukturen ist notwendig, die diese Misere verursacht haben.
Gilt besonders für Bischof Müller Abt Werlen: ‘Kirchenleitung hat den Ernst der Lage nicht erkannt’
Nur sich verteidigen, indem man auf andere zeigt und die Medien dämonisiert, wird das fundamentale Problem
der Kirche nicht lösen. Selbstkritik der Kirche ist notwendig, die Änderung der Strukturen ist notwendig,
die diese Misere verursacht haben.
Originalton eines Opfers „Jetzt eitert alles heraus.“ Im derzeitigen „Tsunami“ sehe ich eine Riesenchance,
immer mehr Opfer fühlen sich ermutigt, Missbrauch zu melden: Der Druck wird so groß, dass die Gesellschaft
nicht mehr wegschauen kann. Es ist bloß eine Frage der Zeit, bis alles herauseitert. Was derzeit ans
Licht kommt, ist aber nur die Minispitze des Eisbergs.“
Zöliat als Deckmantel Ich kenne über die Jahre mehr Priester, die den Zölibat nicht leben, als solche,
die ihn konsequent leben – in freiwilligen heterosexuellen oder homosexuellen Beziehungen. Da habe ich
kein Problem damit. Ich würde mir nur mehr Ehrlichkeit erwarten. Die Leute in den Pfarren wissen sowieso,
wer die Freundin oder der Freund vom Pfarrer ist. Man darf vor allem die Beziehung unter Erwachsenen nicht
mit Missbrauch und Gewalt vermischen. Vielleicht verhilft ja die Dramatik der Situation endlich zu mehr
Ehrlichkeit und entsprechenden Konsequenzen in der Kirche.
Benedikt appeliert an sich selbst Papst Benedikt bei Angelus: „Prüfen wir uns, ob wir den moralischen
Maßstäben, die wir an andere anlegen, auch selbst gerecht werden“.
Zollitsch: Natürlich hat er vertuscht! Zollitsch rechtfertigt sich so: „Nach heutiger Erkenntnis und
mit Blick auf meine Verantwortung als Erzbischof würde ich angesichts der Leitlinien, die die Deutsche
Bischofskonferenz im Jahre 2002 verabschiedet hat, konsequenter und mit größerem Nachdruck nach Zeugen
und Opfern suchen und suchen lassen. Wir haben alle aus den erschreckenden Fällen von Missbrauch gelernt.“
Das ist ein indirektes Schuldeingeständnis! Damit ja nichts zum Verschein kommt, hat er nicht nachgefragt.
Bischof Fischer: Belanglos? Wie „profil“ berichtet, werfen ehemalige Teilnehmer eines Sommerlagers der
katholischen Arbeiterjugend im Bregenzerwald dem damaligen Kaplan sowie „Lagerleiter“ Fischer vor, sie
geschlagen zu haben. Die drei Buben hatten sich vor einer Bergwanderung gedrückt, weswegen sie von Fischer
zur Rede gestellt worden seien. Dabei habe Fischer einen von ihnen mit wuchtigen Ohrfeigen drei Mal hintereinander
zu Boden gestreckt. Dann habe er alle drei Jugendlichen des abgelegenen Lagers verwiesen, obwohl es schon
Nacht gewesen sei, es keinen öffentlichen Verkehr gegeben habe und die Kinder kein Geld gehabt hätten.
Das soll belanglos sein?
Aus einem Leserbrief Heruntergewirtschaftet Amtsträger und Kleriker sind es, die das Ansehen der Kirche
in den letzten Jahrzehnten heruntergewirtschaftet haben. Beginnend mit völlig verunglückten Bischofsernennungen
durch den Vatikan (Kren, Groer, Eder) über die Missbrauchs – Causa Groer, über den Sexskandal im St.
Pöltener Priesterseminar und dem – Gott sei Dank – gescheiterten Versuch, Gerhard Wagner trotz seiner
krausen Ansichten zum Weihbischof zu machen, über die Pardonierung der Piusbruderschaft inclusive Bischof
Williamson, über die Versuche Roms, ermutigende Entwicklungen, die das 2. Vatikanische Konzil angestoßen
hat, wieder abzudrehen, bis zu den weltweiten Gewalt – und Missbrauchsskandalen, die in den letzten Wochen
explosionsartig, wie ein Supergau an die Oberfläche drangen und die Kirche bis in ihre Grundmauern erschütterten.
Engagierter Laie fühlen Zorn, Scham und Ohnmacht. Viele kehren der Kirche und ihren Hirten den Rücken,
verlassen entmutigt und frustriert das sinkende Schiff.
Veränderung? Ein verdienter Priester schreibt: Meine Hoffnung auf Veränderung stützt sich nicht zuletzt
darauf, dass der Skandal nun auch den Papst selber erreicht hat. Erstens hat er als Erzbischof in München
einen Priester der wegen Kindesmissbrauch eine Norddeutsche Diözese verlassen musste in München wieder
in Dienst genommen. Er wurde erneut straffällig. Nun bemüht man sich, den Papst rein zu waschen, indem
man die Wiederbeschäftigung dem Münchner Generalvikar in die Schuhe schiebt. Als alter Gefangenenpfarrer
hör ich da die Nachtigall singen: Ich habe mehr als einmal den Prokuristen anstatt des Chefs im Häfen
sitzen sehen! Zweitens hat Papst Benedikt als Chef der Glaubenskongregation an die 3000 Bischöfe der
Welt erst 2001 einen Brief geschrieben, indem er befahl, mit Missbrauchfällen höchst diskret und geheim
umzugehen. Er setzte damals noch den Tupfen drauf, in dem er auftrug, das Schreiben selbst unter Strafandrohung
geheim zu halten. Nun gibt sich der Papst „erschüttert“. Das glaub ich ihm. Auf einem kochenden Topf
ist nicht gut sitzen. Gott gebe, dass es nicht nur den Papst erschüttert, sondern das ganze System.
Heruntergewirtschaftet Heruntergewirtschaftet Amtsträger und Kleriker sind es, die das Ansehen der Kirche
in den letzten Jahrzehnten heruntergewirtschaftet haben. Beginnend mit völlig verunglückten Bischofsernennungen
durch den Vatikan (Kren, Groer, Eder) über die Missbrauchs – Causa Groer, über den Sexskandal im St.
Pöltener Priesterseminar und dem – Gott sei Dank – gescheiterten Versuch, Gerhard Wagner trotz seiner
krausen Ansichten zum Weihbischof zu machen, über die Pardonierung der Piusbruderschaft inclusive Bischof
Williamson, über die Versuche Roms, ermutigende Entwicklungen, die das 2. Vatikanische Konzil angestoßen
hat, wieder abzudrehen, bis zu den weltweiten Gewalt – und Missbrauchsskandalen, die in den letzten Wochen
explosionsartig, wie ein Supergau an die Oberfläche drangen und die Kirche bis in ihre Grundmauern erschütterten.
Engagierter Laie fühlen Zorn, Scham und Ohnmacht. Viele kehren der Kirche und ihren Hirten den Rücken,
verlassen entmutigt und frustriert das sinkende Schiff.
Faktum scheint zu sein: Der damalige Erzbischof Ratzinger hat 1980 dem Umzug eines als pädophil aufgefallenen
Priesters von Essen nach München zugestimmt. Weiters ergaben Recherchen des Erzbistums, es sei beschlossen
worden, H. Unterkunft in einem Pfarrhaus zu gewähren, damit er eine Therapie machen könne. „Diesen Beschluss
hat der damalige Erzbischof mit gefasst“, teilte das Erzbistum mit. Abweichend von diesem Beschluss sei
der Priester dann jedoch vom damaligen Generalvikar Gerhard Gruber „uneingeschränkt zur Seelsorgemithilfe
in einer Münchner Pfarrei“ eingesetzt worden. Er übernahm die volle Verantwortung für das Verhalten
des Erzbistums München. Erzbistumssprecher Bernhard Kellner sagt, Gruber habe den Beschluss eigenmächtig
gefasst. Möglicherweise sei Ratzinger die Dienstanweisung Grubers an den pädophilen Priester zugestellt
worden, wieder in einer Gemeinde zu arbeiten. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass Ratzinger sie
persönlich geprüft habe, sagte der Sprecher. Was sind das für Zustände? Möglicher weise zugestellt –
möglicherweise nicht persönlich geprüft! In einer so sensiblen Materie. Unglaublich!
An Paulaner Schauen sie sich doch das entsprechende Video an und urteilen sie selber! Übrigens: Meine
Frau und ich mögen das Paulaner – Weißbier! Ganz große Klasse.
Für Paulaner und karljosef „Man beklagt, was man erzeugt, man kümmert sich um die Opfer, die man selbst
schafft. Leider kokettierte die Kirche viel zu lange mit diesem Zeit-Ungeist“ Ein Kath.Net-Kommentar von
Prof. Hubert Windisch / Universität Freiburg
Wie krank ist der Papst? Bei seiner Predigt in der deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Rom
wirkte Benedikt für mich gesundheitlich angeschlagen. Aber das wird wahrscheinlich auch so lange vertuscht,
bis es einfach nicht mehr geht.
Bischof Müller soll den Mund nicht zu voll nehmen! Kardinal Lehmann sagte im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall
Riekofen 2007 in Regensburg, dass die katholische Kirche seit 2002 Leitlinien für den Umgang mit Fällen
sexuellen Missbrauchs habe. Danach sollen Priester, die auffällig geworden sind, nicht wieder in der
Seelsorge eingesetzt werden, wo sie mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Der Kardinal räumte ein,
dass dies in Regensburg offenbar nicht geschehen sei: „Dass da oder dort anders hätte gehandelt werden
müssen, das will ich nicht in Abrede stellen.“
Katholische Mißbrauchsfälle im Promillbereich? Peter Rabl im Kurier „Bei allem Respekt vor den Schuldbekenntnissen
der Bischöfe vom Wiener Kardinal Schönborn abwärts bleiben zwei große kirchliche Desinformationen.
Sexuelle Gewalt gegen Kinder gebe es auch außerhalb der Kirche in erschreckendem Ausmaß, lautet die
eine. Richtig. Aber der Anteil an Tätern von schweren Missbräuchen Jugendlicher ist unter den rund 4200
österreichischen Klerikern himmelweit über dem allgemeinen Bevölkerungsschnitt. Das ganze habe mit
dem Zölibat nichts zu tun, ist die zweite Desinformation. Wer vor Jahrzehnten selbst die ersten fünf
Jahre in einem für den Priester-Nachwuchs eingerichteten Knabenseminar verbracht hat, hat andere Erinnerungen.
Auch wenn es dort keine sexuellen Übergriffe gab, die Stimmung war stark sexuell aufgeladen – allerdings
im negativen Sinn. Keine Beichte, kein geistliches Gespräch, keine Exerzitientage mit den Pubertierenden
ohne das absolute Hauptthema Sexualität. Mit dem Ziel des künftigen zölibatären Lebens wurden Frauen
und Mädchen ausschließlich als gefährliche Verführerinnen beschrieben. Ausnahmen nur die Mutter Gottes
und die eigene Mutter.“
2. Versuch einer Frage Frage an Chrysanthus: Woher wissen sie, dass kein Geschlechtsverkehr zwischen den
Aposteln und ihren Frauen mehr stattgefunden hat? Gibt es für diese Spekualtion Belege? Hinweise aus
der Bibel…?
Frage an Chrysanthus Woher wissen sie, das kein Geschlechtsverkehr mehr stattgefunden hat? Gibt es für
diese Spekualtion Belege? Hinweise aus der Bibel…?
Lieber Chrysanthus Es ist reine Spekulation, dass die Apostel ihre Frauen auf immer verlassen hätten.
Vor allem in Paulus haben wir einen völlig unverdächtigen Zeugen dafür, dass die Apostel ihre Frauen
nicht nur nicht verlassen, sondern, dass sie diese sogar auf ihre Missionsreisen mitgenommen haben. Dass
mit dem Wort „Frau“ die Ehefrau gemeint ist, bezeugen schon die ältesten Kirchenväter.So schreibt z.
B. Tertullian (+ um 220 n. Chr.): „Es war auch den Aposteln erlaubt zu heiraten und Ehefrauen mit sich
zu führen“ . Obwohl Tertullian in dieser Schrift für die sogenannte „Jungfräulichkeit“ eintritt, bezeugt
er der Wahrheit gemäß, dass die Apostel verheiratet waren und ihre Frauen auf ihren Reisen mitgenommen
haben. Auch der berühmte Kirchenlehrer Hieronymus (347 – 420 n. Chr.), der zwar aus ideologischen Gründen
ein fanatischer Gegner der Priesterehe war, bezeugt, dass die Apostel ihre Ehefrauen auf ihren Missionsreisen
mitgenommen haben. So hat er in seiner ersten Vulgataübersetzung das griechische Wort „gynaika“ (= Frau)
in 1 Kor 9, 5 mit dem lateinischen „uxor“ übersetzt, was eindeutig „Ehefrau“ heißt. Damit bezeugt auch
er aus seiner Kenntnis der Urkirche, dass die Apostel ihre Ehefrauen „mit sich genommen haben“.
Vorsicht! Der Erlös dieses Familienfasttages – für den sich so viele wohlmeinende Menschen tatkräftig
einsetzen – ging an die ‘Frauenbewegung’. Dieser Satz ist irreführend: Richtig ist: Als Zeichen der Solidarität
soll für Frauenförderungsprojekte in den armen Ländern des Südens gespendet werden. Bitte keine Verdrehungen
der Tatsachen!
Aus der Basler Zeitung Zölibat und sexueller Missbrauch „Um die Glaubwürdigkeit zu wahren, muss die
Kirche dann mehr als nur ein paar warme Worte bieten, sondern wie gefordert auch die Ursachen des Missbrauchs
thematisieren. Dazu gehört auch die Frage des Zölibats. Die den Priestern verordnete Ehelosigkeit schreckt
nicht nur viele Kandidaten von dem Beruf ab und sorgt so für Nachwuchssorgen, sie ist nach Ansicht vieler
Kritiker auch ein möglicher Grund für die sexuellen Übergriffe“.
Noch ein wichtiger Beitrag Der Theologe und Psychoanalytiker Eugen Drewermann meint, die Bedingungen für
Priesterweihe oder Ordenseintritt setzten „in großem Umfang Persönlichkeitseinschränkungen und Entwicklungshemmungen
voraus“. Wer sich dafür entscheide, sehe sexuelle Erfahrungen oft als sündhaft an und versuche sie wegzudrängen.
Diese Lebensform werde gegen jede mögliche Erfahrung, rein im Hoffen auf die Gnade Gottes verteidigt,
begünstige aber „neue Versuchbarkeiten, neue Fehlbarkeiten, neue Fehlhaltungen“ (z.B.: sexuellen Missbrauch –
Anmerkung puchil). Auch die hierarchische Struktur der katholischen Kirche verhindere die in einem komplexen
Organismus notwendige Rückkoppelung. Zur Liebe gehöre Freiheit. „Es ist eine absurde Alternative zu
sagen, du liebst Gott, oder einen Menschen.“
Noch eine Außensicht Hubertus Mynarek Sind die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche auf den Zölibat
zurückzuführen? Ich beantworte diese Frage mit einem klaren und eindeutigen Ja. Wenn katholische Bischöfe
und Theologen diese Frage fast ausnahmslos mit einem kategorischen Nein beantworten, dann ist das Strategie,
Taktik, Apologie, ja alles Mögliche, nur nicht die Wahrheit. Eines ist sicher: Hätte die Kirche den
Mut, das abwegige, abstruse und absurde, heuchlerische und verlogene Zölibatsgesetz abzuschaffen, dann
würde sich die Zahl der Missbrauchsfälle von Priestern an Kindern und Jugendlichen wesentlich reduzieren.
Andernfalls wird die Welle der Skandale des Missbrauchs und der sexuellen Gewalt noch anschwellen und
alle kirchlichen Autoritäten endgültig kompromittieren. Natürlich wäre eine weitere Voraussetzung
für eine Reduktion der Missbrauchsfälle die Einführung einer humaneren, freieren, menschenfreundlicheren
und weniger autoritären Sexualmoral in die Bildungsmethoden und -systeme der Priesterseminare und Konvikte,
der kirchlich geführten Schulen und Erziehungsheime insgesamt.
Eine Außenansicht von Hans Küng „Der Zwang zur Ehelosigkeit der Priester ist für die Krise der katholischen
Kirche verantwortlich. Jetzt ist es an der Zeit, das Zölibatsgesetz zu diskutieren. Erzbischof Zollitsch
behauptet: Sexueller Missbrauch durch Kleriker hat nichts mit dem Zölibat zu tun. Einspruch! Nicht zu
bestreiten ist zwar, dass solcher Missbrauch auch in Familien, Schulen, Vereinen und auch in Kirchen ohne
Zölibatsgesetz vorkommt. Aber warum massenhaft gerade in der von Zölibatären geleiteten katholischen
Kirche? Selbstverständlich ist nicht allein der Zölibat schuld an diesen Verfehlungen. Aber er ist der
strukturell wichtigste Ausdruck einer verkrampften Einstellung der katholischen Kirchenleitung zur Sexualität,
wie dies auch in der Frage der Empfängnisverhütung und anderem zum Ausdruck kommt. Ein Blick ins Neue
Testament zeigt jedoch: Jesus und Paulus haben Ehelosigkeit für den Dienst an den Menschen zwar exemplarisch
vorgelebt, aber dem Einzelnen diesbezüglich die volle Freiheit gewährt.“
Noch ein Experte Dr. Richard Picker Das Thema sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche sorgt derzeit
in ganz Europa für Skandalschlagzeilen. Ist der Zölibat daran schuld? Gibt es Hoffnung auf eine Lösung
des Problems? „Die Kirche hat einen hohen ideellen Wert, da fällt jede Abweichung auf, sie steht im Mittelpunkt
der Aufmerksamkeit, dort darf so etwas nicht passieren“, beschreibt Picker ein über Jahrhunderte gewachsenes
Verhaltensmuster unserer Gesellschaft. Das derzeitige Aufbrechen, das Ende des Schweigens der Missbrauchsopfer
sieht er als Chance: „Es ist großartig, dass das ansprechbar geworden ist.“ Lange Zeit hätten sich Menschen
gefürchtet, Dinge wie diese zu benennen. Deshalb dauere es meist 20, 30, 40 Jahre, bis jemand den Mut
aufbringt und darüber redet: „Weil vom Priester eine archaische Macht ausgeht. Man war es einfach nicht
gewohnt, so etwas zu melden.“ Für Picker ist der Zölibat ein besonderer Bremser in der Auseinandersetzung
der Kirche mit Sexualität: „Es ist für die psychosexuelle Entwicklung eines jungen Menschen eine unglaubliche
Irritation. Die Kirche leugnet das aber bis heute. Der Zölibat kann schwere Erfahrungsstörungen bewirken.
Außerdem zieht es wie ein Magnet psychisch deformierte Jugendliche an. Auch deshalb gehört es abgeschafft,
um damit den Männerbund Klerus zu sprengen.“ Der Verzicht auf Sexualität als sinnloses Opfer: „Es ist
nicht argumentierbar, was Gott davon haben soll.“
Eben gefunden auf Zeit online „Meine Sexualität ist eine Grauzone“ Der Zölibat macht die Kirche attraktiv
für junge Männer, die sich sexuell ein Rätsel sind. Versäumen sie es nachzureifen, sind sie gefährdeter,
Missbrauch zu begehen
Der Weihbischof irrt! Der Weihbischof betonte ferner, daß es zwischen dem Zölibat und der Kinderschänderei
„erwiesenermaßen keinen Zusammenhang“ gibt. Klare Hinweise! Die zölibatäre Lebensform leistet pädophilen
Neigungen Vorschub. Spätestens seit den gründlichen Studien des US-Psychologen Richard Sipe (Sexualität
und Zölibat, Paderborn 1992) ist erwiesen, dass die zölibatäre Lebensform, insbesondere die zu dieser
hinführende Sozialisation (oft Internat, dann Priesterseminar), pädophilen Neigungen Vorschub leisten.
Sipe führte Interviews mit 1000 Priestern sowie 500 Personen, die mit Priestern Sexualkontakte hatten,
teils Geliebten, teils Opfern. Er konstatierte eine „Hemmung der psychosexuellen Entwicklung“, die bei
Zölibatären häufiger ist als in der Durchschnittsbevölkerung (S. 198f.). Damit bestätigte er frühere
Studien, so die des katholischen Psychologen Eugene Kennedy: Eine besorgniserregend hohe Quote (57%) von
Priestern hatte demnach nicht alle Stadien des psychosexuellen Reifungsprozesses durchlaufen („The Catholic
Priest in the US: Psychological Investigations“, 1972).
Noch eine Expertenmeinung Für Psychiater Reinhard Haller ist Sexualität eine „extrem große Macht“,
die durch Verbote nicht zu bändigen ist. Sind von oben herab verordnete Ehelosigkeit und sexuelle Enthaltsamkeit
für Ordensleute und Priester mitverantwortlich für die sexuellen Übergriffe auf Kinder in katholischen
Einrichtungen? Eine Frage, die sich bei der Suche nach den Gründen für die Missbrauchsfälle in kirchlichen
Einrichtungen derzeit viele Stellen. Der Psychiater und Gerichtssachverständige Reinhard Haller sieht
jedenfalls einen direkten Zusammenhang zwischen dem Zölibat und einigen nun publik gewordenen Fällen.
„In der Psychiatrie sprechen wir vom sogenannten ,Dampfkesselmodell’“, sagt Haller. Die Theorie gehe davon
aus, dass die Sexualität des Menschen eine „extrem große und schwer kontrollierbare Macht“ sei, die
permanent Druck aufbaue. Haller: „Wenn das Ausleben der Sexualität nicht erlaubt ist, liegt es auf der
Hand, dass es zum Ausleben von ,Notlösungen’ kommen kann, die dann auf Kosten anderer gehen.“
Weitere Expertenmeinung Sexualtherapeutin Andrea Hammerer, Salzburg. Dass nicht nur aus Salzburg, sondern
aus ganz Europa derzeit Meldungen über sexuellen Missbrauch im katholischen Milieu kommen, wundert Hammerer
nicht. „Die katholische Kirche mit dem Zölibat ist ein Hort unterdrückter Sexualität. Ich will die
Missbraucher nicht entschuldigen, aber sie wachsen in einem System auf, das die Sexualität verteufelt
oder eine normale Mann-Frau-Beziehung nicht entstehen lässt. Da gibt es dann einen Boden für Auswüchse,
die mich nicht wundern.“
Klare Hinweise! Die zölibatäre Lebensform leistet pädophilen Neigungen Vorschub. Spätestens seit den
gründlichen Studien des US-Psychologen Richard Sipe (Sexualität und Zölibat, Paderborn 1992) ist erwiesen,
dass die zölibatäre Lebensform, insbesondere die zu dieser hinführende Sozialisation (oft Internat,
dann Priesterseminar), pädophilen Neigungen Vorschub leisten. Sipe führte Interviews mit 1000 Priestern
sowie 500 Personen, die mit Priestern Sexualkontakte hatten, teils Geliebten, teils Opfern. Er konstatierte
eine „Hemmung der psychosexuellen Entwicklung“, die bei Zölibatären häufiger ist als in der Durchschnittsbevölkerung
(S. 198f.). Damit bestätigte er frühere Studien, so die des katholischen Psychologen Eugene Kennedy:
Eine besorgniserregend hohe Quote (57%) von Priestern hatte demnach nicht alle Stadien des psychosexuellen
Reifungsprozesses durchlaufen („The Catholic Priest in the US: Psychological Investigations“, 1972).
Unterstützung für Schönborns Aussagen Soziologe, Psychoanalytiker und Theologe Alfred Kirchmayr „Die
Einstellung, die in der katholischen Sexualmoral zum Ausdruck kommt, ist schlicht pervers. Im Ö1-Interview
sagt Kirchmayr, die meisten Priester fänden zwar ein vernünftiges Verhältnis zur Sexualität. Die Sexualmoral
der Kirche sei aber der Hauptgrund für Missbrauchsfälle: „Wenn man die gott – geschaffene Natur als
krank, als gefährlich bezeichnet, dann wird’s schlicht pervers.“ Dazu komme der „Zwangszölibat“, der
die verquere Einstellung zur Sexualität verstärke, so Kirchmayer. „Wenn die gesunde Entwicklung aufgrund
der Verteufelung der Sexualität gefährdet wird, kommt es schief raus. Und dann entstehen infantile Fixierungen
und der ganze Bereich, in dem Missbrauch, immer verbunden mit Macht, dann blühen kann.“
Leute, ich halte jetzt ein Schläfchen! Passt in der Zwischenzeit gut auf euch auf und lasst euch von
niemanden sexuell missbrauchen. Ist ja gefährlich in diesen Tagen. Alles Gute!
Nur so eine Frage, Kristall: Von wem sprechen sie? Von der Redaktion hier? Von den vielen abgrund-bösen
Menschen die hier posten? Oder gar von ihnen selbst?
Irrtum! Ich beziehe eine staatliche Pension. Kirchenbeitrag bekomme ich keinen, im Gegenteil: Ich zahle
selber Kirchenbeitrag und arbeite noch sehr viel ehrenamtlich in und für die Kirche. So schauts aus!
An alle, die über Linz herfallen Ich kann euch nur mit den Worten Jesu sagen: Kommt und seht! Dann würdet
ihr sehen, wie Kirche auch in schwierigen Zeiten glaubwürdig zu leben ist. Dann würdet ihr sehen, dass
Gemeinden bei uns auch ohne Priester vor Ort lebendig sind. Dann würdet ihr sehen, welch ein spiritueller
Mensch Ferdinand Kaineder in Wahrheit ist. Dann würdet ihr begreifen, dass dieser hier erlebbare lebendige
Glauben durch vorausblickende Entscheidungen unseres guten Altbischofs Maximilian wesentlich grundgelegt
wurde. Wer es sehen und begreifen kann, der fasse es. Menschen guten Willens werden es können. Für die
anderen können wir nur beten, dass ihre negativen Scheuklappen endlich fallen mögen.
Kompetente Mitarbei der Laien in Linz Der letzte Beitrag von Goldengel disqualifiziert sich von selbst
und braucht nich kommentiert werden. Und: AnnaAndreas: Wie gut kenn sie sich in der Diözese Linz aus?
Von wo posten sie? Jedenfalls gibt es bei uns neben der Kommunionvorbereitung der Mütter auch noch den
Kommunionunterricht in der Schule. Doppelt hält besser.
An: Goldengel, AnnaAndreas, WeißeRose „nicht mehr nur als Mitarbeiter des Klerus ansehen, sondern sie
wirklich als Mitverantwortliche am Sein und Handeln der Kirche anerkennen.“ Also nicht nur die Priester
sollen Verantwortung tragen, wobei ihnen die Laien nur unterstützen, sondern die Laien sollen wirkliche
Mitverantwortung tragen. Das ist eine neue Qualität. Scheinbar geht allmählich auch in Rom ein Licht
auf… Bei uns in Linz nehmen diese Verantwortung schon viele Laien ernst, nicht nur beim Gestalten von
Pfarrfesten, sondern auch in der Mitgestaltung der Liturgie, der Diakonie und der Verkündigung (Stundengebet,
Wortgottesfeiern, Firmvorbereitung…) Ohne diese Laien-Dienste wären auf Grund des Priestermangels viele
Pfarreien nicht mehr am Leben zu erhalten.
An Weiße Rose Was sind das eigentlich für Zustände im Bistum Linz??? Linz ist Vorzeige-Diözese für
das Anliegen des Papstes! Er sagt: „Wir brauchen einen Mentalitätswechsel, vor allem mit Blick auf die
Laien. Man sollte diese nicht mehr nur als Mitarbeiter des Klerus ansehen, sondern sie wirklich als Mitverantwortliche
am Sein und Handeln der Kirche anerkennen. Auf diese Art und Weise würde ein reifer und engagierter Laienstand
gefördert! Liebe christliche Familien und liebe junge Leute, die ihr hier lebt: Lasst euch immer mehr
einbeziehen in die Verkündigung des Evangeliums – wartet nicht, dass andere euch Botschaften bringen,
sondern macht euch selbst zu Missionaren Christi…“ In diesem vom Papst gewiesenen Weg ist die Diözese
Linz Vorreiter und damit beispielgebend. Und übrigens: Priester mit Zölibatsproblemen gibt es in Linz
nicht mehr als anders wo auf der Welt!
An Paulaner Der Generalvikar ist schuld, der dem Stadtpfarrer so eine attraktive Pastoralassistentin geschickt
hat. Sie irren sich wieder einmal: Die ist es nicht! Wenn man nichts weiß, soll man lieber nichts schreiben.
Man tut sonst leicht jemanden unrecht – wie in diesem Fall der Pastoralassistentin, einer verheirateten,
tüchtigen Frau und Mutter, kompetent in der Seelsorge.
Benedikt und Katastrophen Mit Bezug auf den Sturm „Xynthia“ in Frankreich warnte Benedikt, daß es eine
„leichtfertige Schlußfolgerung“ sei, Unglücksfälle auf Gott zurückzuführen. Gott sei gut und könne
nichts Böses wollen. Allen Fans von dem – Gott sei Dank – verhinderten Linzer Weihbischof Wagner muss
es spätestens jetzt klar sein, dass dieser „nach aller obersten Willen“ auf seine Weihe verzichtet hat
und um Rücknahme seiner Ernennung nachgesucht hat.
Was ist vom Aufbruch des Konzils übrig geblieben? Überraschendes dazu vom Papst! „Mehr Verantwortung
für Laien in der Kirche“ Benedikt XVI. wünscht sich einen „Mentalitätswechsel“ in der Kirche. Das sagte
er an diesem Sonntag beim Besuch in einer Pfarrei am römischen Stadtrand. Alle „Mitglieder des Volkes
Gottes“, ob sie nun geweiht seien oder Laien, teilten eine „gemeinsame Verantwortung“. „Wir brauchen einen
Mentalitätswechsel, vor allem mit Blick auf die Laien. Man sollte diese nicht mehr nur als Mitarbeiter
des Klerus ansehen, sondern sie wirklich als Mitverantwortliche am Sein und Handeln der Kirche anerkennen.
Auf diese Art und Weise würde ein reifer und engagierter Laienstand gefördert!…“ Die Diözese Linz
wird mit diesen Aussagen in ihrem Weg voll bestätigt und wird damit zur „Vorzeige-Diözese“ des Papstes!
Noch einmal falsch zitiert! Laut Radio Vatikan sagte der Papst über Naturkatastrophen, es sei eine „leichtfertige
Schlussfolgerung“, darin ein göttliches Strafgericht zu sehen. Im kreuz.net – Bericht heißt es: eine
„leichte Schlussfolgerung“. Damit passiert aber eine grobe Sinnverfälschung der tatsächlichen Aussage.
Übrigens: kath.net hat ebenfalls falsch zitiert. Hat vielleicht kreuz.net einfach dort ohne weitere Überprüfung
abgeschrieben? Wie auch immer: Bitte korrigieren. Herzlichen Dank!
Hallenbad? Ich sehe höchstens ein Tauchbecken. Und das will es offensichtlich auch sein: Taufe als untertauchen
und neu erstehen. Sehr schönes deutliches Zeichen!
Die Gründe dafür sind klar! „Ferner sprechen die Heuchler – so der Weihbischof – praktisch nur von katholischen
Tätern und ignorieren Vorfälle in anderen Bereichen der Gesellschaft“ Solange die Kirche „Wasser predigt“
(hoher moralischer Anspruch) und „Wein trinkt“ (die eigenen Regeln dann immer wieder bricht) wird sich
das auch nicht ändern.
#51 Puchil2 † 18:19:29 | Samstag, 27. Februar 2010
Zur Information Danke an puchil, der diesen aufklärenden Text geschickt hat: Andronikus, Athanasius und
Junia Junia oder Junias ist eine Apostelin, die in Römer 16,7 zusammen mit Andronikus erwähnt wird.
In Römer 16,7 werden Andronikus und Junia erwähnt, die „angesehene Apostel sind“. Junia (weiblich) wird
dabei von manchen als Kurzform für Junianus (männlich) interpretiert. Die Gute Nachricht Übersetzung
und neuere Ausgaben der Lutherübersetzung fassen dagegen Junia als Apostelin auf. In den Erläuterungen
zur Guten Nachricht zum Stichwort Junia heißt es: „Für eine Frau spricht auch, dass der Frauenname Junia
in der außerbiblischen antiken Literatur vielfach belegt ist, ein Männername Junias aber bis heute nicht
nachgewiesen werden konnte. Die Ansicht, dass es sich bei der betreffenden Person um einen Mann namens
Junias handle, wird zum ersten Mal im 13.Jh. in der lateinisch sprechenden Kirche des Westens vertreten.
Sie wird hier sehr schnell Gemeingut der Ausleger und ist es bis heute geblieben, während die orthodoxen
Kirchen des Ostens immer noch an der althergebrachten Auffassung festhalten.“ In den neuesten Ausgaben
der Lutherrevision steht in einer Anmerkung zur Stelle „Wahrscheinlich lautete der Name ursprünglich
(weiblich) Junia. In der alten Kirche und noch bis ins 13. Jahrhundert wurde er als Frauenname verstanden.“
Alle Kirchenväter halten Junia für eine Apostelin.
#56 Puchil2 † 11:56:10 | Dienstag, 23. Februar 2010
Ein Blick über den Zaun Schon gelesen? Jetzt macht Gandalf von kath.net eine Umfrage, ob Käßmann als
Bischöfin zurücktreten soll. Wenn der Fall umgekehrt wäre und ein katholischer Bischof erwischt würde
und ein evangelisches Internetportal würde diese Umfrage machen, da wäre auf kath.net der Teufel los.
Diese Vorgehensweise ist einfach ekelig!
An Paulaner: Sie irren sich! Puchil ist männlich. Noch ein paar Bemerkungen zum Thema: Trauer und Betroffenheit
ausdrücken ist menschlich und kein Skandal. Dohnal als bedeutendste Frauenpolitikerin zu bezeichnen,
ist eine sachliche Feststellung, die nichts über ihre Einstellungn und politischen Ziele aussagt. Dass
sie eine unermüdliche Kämpferin für die Gleichberechtigung und die Rechte der Frauen war, ist unbestreitbar.
Sie auf ihre Einstellung zur Fristenregelung zu verkürzen, verleugnet die Breite ihres Engagementes für
die Frauen. Dass sie trotz aller ideologischen Unterschiede die Anliegen der Katholischen Frauenbewegung
ernst genommen und unterstützt hat, wo ihr dies möglich war, zeugt von ihrer differenzierenden Denkweise.
Dass sie deshalb als Vorbild für eine engagierte, emanzipierte Frauenpolitikerin von der KFB Österreich
in Erinnerung behalten wird, stellt nun auch wirklich keinen Skandal dar.
Original – Ton der KFB Österreich „Der Tod der Sozialdemokratin Johann Dohnal hat auch Trauer und tiefe
Betroffenheit unter katholischen Frauen ausgelöst. „Mit dem Ableben von Johanna Dohnal verliert Österreich
die wichtigste Frauenpolitikerin des 20. Jahrhunderts“, betont die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung
Österreichs, Margit Hauft. „Dohnal war eine unermüdliche Kämpferin für die Gleichberechtigung und
die Rechte der Frauen. Trotz aller ideologischen „Unterschiede hat sie auch stets die Anliegen der Katholischen
Frauenbewegung ernst genommen und, wo ihr dies möglich war, auch unterstützt. Ihr ist es gelungen, der
Frauenpolitik in Österreich einen neuen, wichtigen Stellenwert zu geben. Sie hat den notwendigen Schritt
von der ‘Sache der Frauen’ zur anerkannten Frauenpolitik vollzogen. Wir werden die Verstorbene als Vorbild
für eine engagierte, emanzipierte Frauenpolitikerin in Erinnerung behalten“, unterstreicht Margit Hauft.“
Worin soll bei diesen Formulierungen ein Skandal zu sehen sein?
Zum Thema: Ablehnung konvertierte Anglikaner Bisher wurden 2 Hypothesen genannt: 1. Die Konvertiten wollen
wirklich katholisch werden. Die Hierarchen wollen modernistisch bleiben. 2. Angst vor Unmut des zölibatären
Personals. Es wird im so recht und schlecht zölibatär lebendem Klerus der Katholiken zu rumoren beginnen,
weil die konvertierten Kollegen verheiratet bleiben dürfen. Sie fürchten – zu Recht – die Untergrabung
des unseligen Zölibatsgesetzes der lateinischen römischen Kirche! Ich denke, dass beide Hypothesen was
auf sich haben. Sie schließen einander übrigens nicht aus. Was könnten den katholischen Bischöfen
aber noch Angst machen?
Zurück zum Thema Irgendwie ist das für mich eigenartig, dass auch hier niemand nachvollziehbare Gründe
für die Entlassung des Pfarrers benennen kann. Alles was bisher genannt wurde, sind nur Spekulationen
und Hypothesen.
Angst vor Unmut des zölibatären Personals Ich kann mir schon vorstellen, warum katholische Bischöfe
in Großbritannien über die Rückkehr der anglikanischen Kollegen nicht glücklich sind: Es wird im so
recht und schlecht zölibatär lebendem Klerus der Katholiken zu rumoren beginnen, weil die konvertierten
Kollegen verheiratet bleiben dürfen. Sie fürchten – zu Recht – die Untergrabung des unseligen Zölibatsgesetzes
der lateinischen römischen Kirche!
Falscher Prophet? Also Romano Guardini als falschen Propheten zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück!
Sein wahrlich prophetischer Satz: „»Ein religiöser Vorgang von unabsehbarer Tragweite hat eingesetzt:
die Kirche erwacht in den Seelen« hat sich bewahrheitet und stimmt heute noch. Jedenfalls für unsere
Diözese Linz trifft er voll zu. Der Beweis dafür ist die Lebendigkeit unserer Pfarreien durch das hohe
Engagement der „erwachten“ Seelen“ unserer Laien.
#39 Puchil2 † 15:28:54 | Samstag, 20. Februar 2010
Zum Thema: Beichte Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd
reitest, steig ab!“ Hört sich doch so simpel an, oder? Aber statt vom toten Pferd abzusteigen wurden
in unserem kirchlichen Leben viele Methoden und Strategien – zum Teil bis zur Perfektion – entwickelt,
um dem Unausweichlichen doch ausweichen zu können. Kommt Dir die eine oder andere der folgenden Strategien
vielleicht bekannt vor? Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche. Wir sagen: „So haben wir das Pferd schon
immer geritten“. Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren. Wir besuchen andere Orte,
um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet. Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter
Pferde. Wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können. Wir schieben eine
Trainingseinheit ein um besser reiten zu können. Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde
an. Wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist. Wir schirren mehrere tote Pferde gemeinsam
an, damit wir schneller werden. Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, das wir es nicht mehr reiten
können.“ Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es bessere oder billigere Pferde gibt. Wir erklären,
dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist als andere Pferde. Wir erstellen eine Präsentation
in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde. Wir strukturieren um damit ein
anderer Bereich das tote Pferd
Zu: wickerl Kath.net versucht gerade krampfhaft, sich als offizielles kirchliches Medium zu positionieren.
Ich finde es beschämend, dass dazu Kardinal Schönborn und Bischof Schwarz aus Linz istrumentalisiert
werden, bzw. dass sich die beiden Herren istrumentalisieren lassen. Ich kann eigentlich nicht glauben,
dass sie mit voller Absicht diesem Medium einen offiziellen Charakter verleihen wollen. Mit Gandalf dem
Chefredakteur von kath.net habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht wie wickerl. Beschimpfungen, Zensur
und Manipulation der Diskussionen stehen dort auf der Tagesordnung.
#33 Puchil2 † 11:33:45 | Mittwoch, 17. Februar 2010
Päpstlicher Hirtenbrief an die irische Kirche Eben gelesen Aus einer Vatikanischen Stellungnahme zu den
sexuellen Missbrauchsfällen in Irland: „Gemeinsam haben sie das langjährige Versagen kirchlicher Autoritäten
in Irland untersucht, effektiv mit den Fällen sexuellen Missbrauchs junger Menschen durch einige irische
Priester und Ordensleuteumzugehen…“ Durch einige: So kann man die Dinge kleinreden und verniedlichen.
Zu Recht schreibt Dr. Pytlik über den zu erwartenden Hirtenbrief des Papstes an die Kirche von Irland:
„Der Hirtenbrief des Papstes wird daher – davon bin ich überzeugt – Klartext sprechen, und da wird niemand
an den Fakten vorbeikönnen, diese dürfen nämlich im Sinne des christlichen Wahrheitsanspruchs unter
keinen Umständen geleugnet oder sogar noch im nachhinein defensiv verniedlicht oder sogar absurderweise
vertuscht werden. Jeder einzelne Mißbrauch seitens eines Geweihten ist ein absolutes Ärgernis zu viel.“
#31 Puchil2 † 20:50:11 | Dienstag, 16. Februar 2010
Eben gelesen Aus einer Vatikanischen Stellungnahme zu den sexuellen Missbrauchsfällen in Irland: „Gemeinsam
haben sie das langjährige Versagen kirchlicher Autoritäten in Irland untersucht, effektiv mit den Fällen
sexuellen Missbrauchs junger Menschen durch einige irische Priester und Ordensleute umzugehen…“ Durch
einige! So kann man die Dinge klein reden.
Nicht würdig genug? „Jedoch sollte zu Bedenken geben, warum sie keine Stelle an der Universität erhalten
hat, wenn sie denn so rechtgläubig ist…“ Die Antwort ist: Nach Ansicht römisch-männlicher Zentralbehörden
sind Frauen ontisch – von ihrem Wesen her – für einen ordenlichen Lehrstuhl für Dogmatik ungeeignet
.
Wo wäre die Kirche ohne dem Vaticanum II? Positive neue Akzente durch das II. Vatikanische Konzil : •Der
pastorale Ansatz des Konzils, also Bekräftigung des pastoralen Amtes der Kirche gegenüber der Theologie
(das Vat. II hat sich nicht in die Streitigkeiten der einzelnen theologischen Schulen verwickeln lassen,
sondern wollte den Glauben für das christliche Leben fruchtbar machen) •Historischer Ansatz (Einsichten
der historischen Forschung werden verstärkt berücksichtigt) •Biblischer Ansatz (die Bibel ist bleibender
Bezugspunkt des Glaubens) •Patristischer Ansatz (die Kirchenväter sind privilegierte Zeugen der Tradition,
welche das biblische Zeugnis interpretieren) •Ökumenische Öffnung (Nicht-Katholiken waren als Beobachter
eingeladen) •Öffnung zur Welt (vgl. Gaudium et spes) •Dialog mit den Nichtchristen (Anerkennung ethischer
und religiöser Werte außerhalb der Kirche) •Neuer, dialogorientierter Stil der Verkündigung; (Anstelle
von Anathema-Formeln werden Lehraussagen in positiver Weise formuliert.)
An karljosef: Einige Beispiele Früchte des Konzils Dialog – statt Weisung und Dekreten Communio-Theologie:
Position des Kirchenvolks -Pfarrgemeinde-, Dekanats- und Diözesanräte Judentum: Grundlegende Neuorientierung
Heilsbedeutung der anderen Kirchen – Exkommunik. Ost- u. Westkirche aufgehoben Religionsfreiheit statt
Toleranz – neues Verhältnis Kirche – Staat Liturgiereform: Gemeinde Subjekt der Feier
An Domenico Dass es im Gefolge des 2. Vatcanums auch Fehlentwicklungen gab, streite ich nicht ab. Aber
wenn man bilanzierend positive und negative Impulse gegeneinander abwiegt, ist das Gewicht der positiven
Folgen für die Kirche mit Sicherheit höher einzuschätzen als die negativen Folgen. Die Frage bezüglich
der kritischen Lage der Kirche heute spitzt sich darauf zu, wo man schwergewichtsmäßig die Ursache dafür
fest macht. Und da meine ich eben, dass der allgemeine Wertewandel in der Gesellschaft die größte Bedeutung
für die schwierige Lage aller Kirchen hat.
Lieber karljosef! Ich war Religionslehrer an einer Handelsakademie. Bei mir maturierten sogar junge Leute.
Eine Maturafrage war fast jedes Jahr: Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen.
Aber auch im „normalen“ Unterricht habe ich diese Frage ausführlich erörtert. Man sieht: Es kommt immer
auf die Person drauf an. Pauschal das Konzil für alles Böse in der Kirche verantwortlich zu machen,
geht an der Wirklichkeit vorbei.
An domenico: Gründe liegen wo anders! Diese Statistik widerspricht nicht meiner These. Wenn die Ursachen
für das Zurückgehen der kirchlichen Praxis im gesellschaftlichem Wertewandel ab den 60 iger Jahren liegt –
was meiner Meinung nach der Fall ist – dann haben die Reformbemühungen des 2. Vaticanums wahrscheinlich
tatsächlich dämpfende Wirkung auf auf das Abflachen der statistischen Kurve.
An fides et ratio Niemand sagt, dass durch die Ergänzung der ehelosen Priester durch verheiratete alle
Probleme der katholischen Kirche gelöst wären. Aber eines würde sicher entschärft: Das Problem des
wirklichen – nicht angeblichen – Pristermangels. Ein Blick auf die anderen christlichen Konfessionen belegt
das deutlich. Und noch einmal: Gott sei Dank gab es in der katholischen Kirche das 2. Vaticanum! Sonst
wären unsere Kirchen und das Gemeindeleben noch leerer.
An alle Schlauen! Ich möchte nur sagen: Was macht euch so sicher, dass nur das 2. Vaticanum am angeblichen
Niedergang der katholischen Kirche Schuld ist? Auch andere Konfessionen haben Schierigkeiten, mit den
modernen Entwicklungen zurecht zu kommen. Und die hatten kein 2. Vaticanum. Wie erklärt ihr das?
Dank der Liturgiereform! „Da haben die schon nur einmal die Woche einen Gottesdienst und nichtmal den
kriegen sie anständig besucht, während in den katholischen Pfarrkirchen noch drei oder vier Sonntagsmessen
und tägliche Werktagsmessen stattfinden!“ Richtig! Da sieht man einmal mehr, wie wichtig das 2. Vaticanum
mit seiner Liturgiereform war. Sonst wären die Kirchen bei uns auch so leer.
Es ist schlichtweg die Unwahrheit! „Unbelehrt vom protestantischen Beispiel erhoffen die Unterzeichner
von der Priesterehe mehr Priesternachwuchs“ Mit einem immer wieder genannten falschen Argument ist aufzuräumen:
Der Priestermangel sei eine konfessionsübergreifende Zeiterscheinung. Das ist nicht wahr! Sowohl die
Altkatholische als auch die Evangelische Kirche Österreichssagen, wir haben genug PriesterInnen, wir
könnten mehr anstellen, wenn wir mehr bezahlen könnten. Die römisch-katholische Kirche ist in derselben
Situation. Sie hat genügend Frauen und Männer, die für die priesterlichen Dienste geeignet und im Kirchenvolk
anerkannt sind. Sie könnte sie auch bezahlen. Nur, die Kirchenleitung will sie nicht (alle). Sie versteift
sich auf die überholte Zweiklassengesellschaft von Klerus und Laien, pflegt deshalb den Klerikalismus
und will nur zölibatäre Männer. Diese sterben allerdings – man ist versucht zu sagen Gott sei Dank –
aus.
#11 Puchil2 † 11:04:21 | Samstag, 13. Februar 2010
Und Laien? Inflationäre Heiligsprechung von Ordensleuten! Offensichtlich geht – nach römischem Willen –
eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als eine Laie als Heiliger in den Himmel. Immer noch schlägt hier
die Leibfeindlichkeit der beamteten Kirche durch. Verheiratete Menschen beschmutzen sich scheinbar durch
die gelebte Sexualität und sind damit für den Himmel nur bedingt und unter ferner liefen geeignet!
#48 Puchil2 † 10:18:23 | Mittwoch, 10. Februar 2010
Zukunft der Legionäre Christi Warten wir es ab! Ich glaube die Frage wird sich von selbst erledigen.
Seien wir doch realistisch: Welcher Orden kann bestehen, der seinen künftigen Mitgliedern sagen muss:
Kommt zu uns, tretet ein! Unser Gründer war zwar ein Gauner, aber unsere Arbeit ist gut.
#25 Puchil2 † 10:06:40 | Mittwoch, 10. Februar 2010
Dank an domenico! „Oft fallen in der Ostkirche gerade die zölibatären Bischöfe durch sexuelle Ausschweifungen
und Alkoholexzesse auf!“ Quod erat demonstrandum – Was zu beweisen war! Der Zölibat – wenn er nicht als
Gandengabe gelebt werden kann – unterdrückt etwas!
#63 Puchil2 † 15:39:39 | Dienstag, 9. Februar 2010
Psychiatrie – Statistik „Hans-Ludwig Kröber ist eine Koryphäe seines Faches: Universitätsprofessor
für Forensische Psychiatrie“ Ob er aber auch im Umgang mit statistischem Zahlenmaterial so gut ist, kann
man doch hinterfragen.
Zu statistischen Zahlen „Es ist in Deutschland 36mal unwahrscheinlicher, von einem zölibatären Menschen
mißbraucht zu werden, als von einem nichtzölibatär Lebenden.“ Glaube keiner Statistik, die du nicht
selber gefälscht hast!
#23 Puchil2 † 14:17:18 | Dienstag, 9. Februar 2010
An den ungläubigen Goldengel Die Wegzehrung Der Christ, der in unmittelbarer Todesgefahr schwebt, soll
durch das Sakrament der Wegzehrung mit dem Leib und dem Blut Christi gestärkt werden. Dies kann mit Zustimmung
des Bischofs auch innerhalb einer häuslichen Meßfeier geschehen. Im Unterschied zur Form der einfachen
Krankenkommunion erneuert der Kranke beim Empfang der Wegzehrung das Bekenntnis des Glaubens, das er bei
der Taufe abgelegt hat: Glaubst du…? – Ich glaube. Bei der Spendung sagt der Priester: Christus bewahre
dich und führe dich zum ewigen Leben. Der Kranke antwortet: Amen. Schlußgebet des Priesters Gott, dein
Sohn ist für uns der Weg, die Wahrheit und das Leben. Schau gnädig her auf deinen Diener N. (Dienerin).
Er (Sie) hat sich deinen Verheißungen anvertraut und ist gestärkt durch den Leib und das Blut deines
Sohnes. Laß seine (ihre) Hoffnung nicht zuschanden werden. Gib, daß er (sie) in Frieden das Kommen deines
Reiches erwarte. Durch Christus, unseren Herrn. A Amen.
#16 Puchil2 † 13:56:00 | Dienstag, 9. Februar 2010
An karljosef „Kommt ein schwerer Sünder der die letzte Ölung kurz vor oder nach seinem Tod bekommt,
und nicht mehr in der Lage war ( und vorher nie Anstalten gemacht hat) seine Sünden zu bereuen, in den
Himmel? Wie ist die Lehre der Kirche?“ Noch einmal: 1. Es gibt keine „Letzte Ölung“ sondern die Krankenkommunion
(mit Beichte) und die Eucharistie ganz am Ende als „Wegzehrung“ 2. Sakramente werden nur an lebende Menschen
gespendet. 3. Wenn er nicht mehr „hörbar“ bereut hat, dann sollten wir den Betreffenden der unendlichen
Gnade Gottes anvertrauen. Nieman kann sagen, was zwischen einem Sterbenden, der sich nicht mehr artikulieren
kann, und seinem Gott passiert
An hiti Bitte genau lesen: Ich schrieb: Tabuisierung von Bereichen der Sexualität. Zu Goldengel: Sie
haben absolut Recht: auch Strukturen der Lüge in der Kirche führen zu Missbrauchsfällen!
Sexueller Missbrauch Ich sehe drei Gründe für das Auftreten von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt
in der römisch-katholischen Kirche: neben persönlichen Verfehlungen gibt es weltweite strukturelle Ursachen:
sie liegen 1. in autoritären und angstbesetzten Strukturen, 2. in der Tabuisierung von Bereichen der
Sexualität und 3. in den Versuchen der Kirchenleitungen, Vorfälle zu vertuschen.
An Domenico „Doppeltes Ärgernis!“ Es geht nicht um das doppelte Zählen, sondern darum: 1. Ärgernis:
Der Missbrauch an sich 2. Ärgernis: Der Missbrauch durch einen Priester, der Ehrfurch vor dem Kleinen
und Schwachen auf Grund seines Bezuges zur Bibel fordert. Zu den statistischen Zahlen gibt es ein geflügeltes
Wort: „Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.“ Ein Stück Wahrheit ist da wohl
drinnen.
An Domenico Über die Häufigkeit wird sich trefflich streiten lassen. Zahlen sind biegsam, Dukelziffern
schwer festzumachen… Aber das Gewicht der Tat ist nun man bei einem Priester größer, weil er gegen
seine eigene Verkündigung verstößt.
An Domenico Doppeltes Ärgernis! Ich denke, dass Missbrauchsfälle mit Priestern deshalb besonders schwer
wiegen, und zu Recht in der Öffentlich besonders kommentiert werden, weil Priester damit gegen etwas
verstoßen, was Teil ihrer Verkündigung ist: „Unzüchtigen und Knabenschändern“ bleibt das Reich Gottes
verwehrt!
An Genoveva Auch an sie: Denken sie nach: Wen zeigt man – abgesehen von nächsten Verwandten – eher an?
Einen Lehrer, einen Trainer, einen Arzt, einen Bademeister … oder den eigene Pfarrer?
An aufrechterkatholik Denken sie nach: Wen zeigt man – abgesehen von nächsten Verwandten – eher an? Einen
Lehrer, einen Trainer, einen Arzt, einen Bademeister … oder den eigene Pfarrer? Denken sie. Jawohl (jawoll
schreibt man laut wikipedia nur beim Militär. Oder sind sie General?)
Missbrauchsfälle doch besonders bei Priestern? Der Paderborner Theologe und Psychotherapeute Eugen Drewermann
sagt, kein anderer Berufsstand sei so anfällig für sexuellen Missbrauch wie der katholische Klerus.
Denn kein anderer mache sexuelle Unerfahrenheit und Triebunterdrückung zur Bedingung. Ängste, Schuldgefühle
oder innere Blockaden würden von jungen Priesteramtskandidaten interpretiert als eine besondere Erwählung
durch Gott. Amerikanischen Studien zufolge sollen etwa 20 bis 30 Prozent der Priester homosexuell sein.
Zahlen können auch lügen! Laut Dr. Gröber ist die Anzahl von Fällen sexuellen Missbrauchs in der Kirche
im Vergleich zu nichtzölibatär Lebenden unterdurchschnittlich. Das mag für die gerichtlich angezeigten
Fälle zutreffen. Rechnet man die aus Scham und Furcht nicht angezeigten Fälle bei Priestern mit ein,
dann schaut die Sache wahrscheinlich ganz anders aus.
Gott sei Dank! „Da wir jedoch nicht in einem Gottesstaat leben, hat die RKK auch kein Recht in Partnerbeziehungen
direkt einzugreifen…“ Da bin ich aber froh. Denn in diesem Fall würden wieder die Scheiterhaufen brennen.
Bravo! Pater Friedhelm Mennekes Eine sehr mutige, klare Analyse der Situation. Und:WTF – Christlich? Keine
Angst. Hier passiert dir nichts. Höchstens, dass einmal ein Beitrag gelöscht wird. Im Gegensatz zu kath.net
und gloria.tv: Dort wirst du für solch kritische Äußerungen sicher gesperrt. Das habe ich selber bereits
erlebt. Dort herrscht Zensur und Meinungsunterdrückung wie in einem autoritären Regime.
#109 Puchil2 † 17:21:41 | Mittwoch, 3. Februar 2010
Umgekehrt! „Bischof Ludwig Schwarz von Linz ist dem verhinderten Linzer Weihbischof, Pfarrer Gerhard Maria
Wagner von Windischgarsten, erneut in den Rücken gefallen.“ Umgekehrt: Wagner fällt andauernd der offiziellen
Kirche mit seinen völlig unnötigen Bemerkungen in den Rücken, denn wieder werden Menschen die Kirche
verlassen, weil sie sich solchen Humbug einfach nicht mehr bieten lassen wollen.
#13 Puchil2 † 10:38:33 | Dienstag, 2. Februar 2010
Mit Vollgas retour! Ja, lieber defendor! Ein weiterer Schritt in Richtung Vergangenheit. Oder anders:
Mit Vollgas retour! Man weiß aber: Wer zu schnell rückwärts fährt, kracht meistens gegen eine Mauer,
oder er landet im Straßengraben!
Richtigstellung Lieber a.t.m.! Laut wikipedia ist Haiti zu 80% katholisch, nur wenige Prozent der Bevölkerung
geben eine Zugehörigkeit zum Voodoo-Kult an. 90% Voodoo – Zugehörigkeit ist eine Fantasiezahl!
Ein trüber Spiegel? „Ich kann mich bis zum heutigen Tag in den Spiegel schauen. Ich habe niemanden angegriffen
und beleidigt.“ Und was ist mit dem Sager über Dr. Zulehner, den er darin einen „abgehausten“ Priester
schimpft? Wagner weiter: „Ich habe gar nichts gegen Homosexuelle. Ich habe auch nichts gegen jemanden,
der lügt. Aber ich habe etwas gegen die Lüge. Und ich habe etwas dagegen, daß man eine Lebensform praktiziert,
die nicht dem Plan Gottes entspricht.“ Warum hat Gott aber dann homosexuelle Menschen „geplant“? Gott
widerspricht sich doch nicht selbst!
An Leo Miles Sie zitieren Psalm 51: „Siehe, ich bin in Schuld geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden
empfangen“. Es geht hier nicht um Abwertung des Geschlechtsverkehrs sondern um die Tatsache, dass der
Mensch von allem Anfang an in Strukturen des Bösen hineingeboren wird. Wie wäre es mit folgender Übersetzung:
„Sieh doch: In Schuld hinein wurde ich geboren, und in Sünde befand ich mich schon, als mich meine Mutter
mit Lust empfangen hat.“
An Brandenburgis Warum sollen sich die Medien nur für katholische Missbräuche interessieren? Das ist
doch völlig unlogisch. Es wird schon eher so sein, dass diese Missbräuche im evangelischen Zusammenhang
einfach seltener vorkommen, weil dort ein „normaleres“ Verhältnis zur Sexualität besteht.
„Sexualnotstand“ Von sexuellem Missbrauch von Minderjährigen durch evangelische Pastoren hört man entschieden
seltener, als durch katholische Priester. Das wird doch wohl Gründe haben…
#151 Puchil2 † 10:18:44 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Aus welcher Ecke? Den Anstoß, an der Gesetzeslage bezüglich der eugenische Indikation etwas zu ändern,
finde ich grundsätzlich richtig. Sorge macht mir nur, aus welcher politischen Ecke Österreichs er kommt.
Soll hier von der FPÖ ein besonderes Auge auf auf das katholische WählerInnensegment unter dem Motto
der Stimmenmaximierung geworfen werden?
Dichtung und Wahrheit „In Wahrheit gehörte der ehemals große jüdische Bevölkerungsanteil in Polen
durchwegs zu den wohlhabenden und privilegierten Schichten der Bevölkerung. Die polnischen Juden waren –
im Gegensatz zu den Christen im modernen Israel – gleichberechtigt und ihre Gemeinden anerkannt. Im polnischen
Parlament waren jüdische Parteien vertreten.“ Lesen sie als Korrektiv dazu das Buch: „Eine Geschichte
von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz.
#66 Puchil2 † 04:59:33 | Dienstag, 26. Januar 2010
Man kann es drehen und wenden wie man will: Winston Churchill hat einmal gesagt, Demokratie sei „die beste
aller schlechten Regierungsformen“.Er meinte damit die Schwierigkeiten, die das Regieren in Demokratien
mit sich bringt. Wo Meinungsunterschiede zugelassen und offen ausgetragen werden, sind Spannungen und
Konflikte unvermeidlich; wer in langen, kontroversen Diskussionen nach Lösungen sucht, ist fast immer
gezwungen, Kompromisse zu schließen, die nie allen und oft niemandem gefallen. Dies ist jedoch das Wesen
der Demokratie, an das manche sich noch gewöhnen müssen. Hinzu kommen die unterschiedlichen politischen
Traditionen in Europa, die nicht immer auf demokratischen Erfahrungen basieren. Der Weg zur Demokratie
ist deshalb keine Einbahnstraße; Rückschläge sind möglich. Dennoch gilt: Die Demokratie ist die beste
der schlechten Regierungsformen!
Meine Erfahrungen mit Gandalf An Goldengel Gandalf hat mich bereits 2x ohne wirklichen Grund auf kath.net
gesperrt, zensurierte dauernd meine Beiträge, wenn sie ihm nicht in den Kram passten und schulmeistert
die postings anderer, wie ein Oberlehrer.
An welli Nein, Bischof Wagner spaltet nicht. Den gibt es nämlich gar nicht. Aber Pfarrer Wagner ist ein
Spaltpilz wie er im Buche steht. Er merkt in seinem Wüten nicht, dass er der Kirche damit großen Schaden
zufügt.
Hetze und Wirkichkeit Zum Nachlesen der Originaltext: „Seelsorge und Verkündigung kann heute nur im Miteinander
aller geschehen, von Priestern, Diakonen, haupt- und ehrenamtlichen LaienmitarbeiterInnen. Es ist nicht
zu bestreiten, dass es neben dem vielen Guten auch Sorgen und Spannungen in unserer Kirche gibt. Einseitige
Schuldzuweisungen und pauschale Verdächtigungen helfen aber nicht, um die Einheit zu stärken. Gerade
die aktuelle Weltgebetswoche für die Einheit der Christen erinnert uns daran, worum es uns als Kirche
in der Einheit mit christlichen Konfessionen und von Orts- und Weltkirche geht. Im Gespräch mit dem Papst,
dem wir uns verbunden fühlen, wurde die Bedeutung des Aufeinanderzugehens betont. Was wir brauchen ist
ein nüchternes und sachliches Gespräch und nicht die emotionale Aufheizung, wie sie Pfarrer Wagner in
einem Wiener Programmheft veröffentlicht. Dass wir in der Diözese bereit sind für Versöhnung und Dialog
haben wir im vergangenen Jahr bekundet. Mag sein, dass wir hier noch manches intensivieren müssen.“ Was
ist daran brutal, was skrupellos, wo dreht er duch?
Welche Seilschaften? Ich bin schockiert, dass das Wiener Konzerthaus diesem höchst umstrittenen Priester
auf diese Weise eine Bühne bittet, um seine extremen Ansichten zu verbreiten. Ich frage mich, welche
Seilschaften hier am Werk sind, die dies ermöglichen.
Skepsis ist angebracht! Mir geht es so wie marienkind: Die geradezu inflationäre Häufigkeit (fast täglich)
und Dauer (28 Jahre) macht mich septisch. Dazu kommt noch der Umstand, dass die „Erscheinungen“ offensichtlich
mit den „Sehern“ mitreisen. (z.b. in den wiener Stephansdom) Dass die bosnische BIKO, besonders der zuständige
Bischof von Mostar, und die Glaubenskongregation dem Geschehen in Medjugorije auch reserviert gegenüberstehen,
bestätigt nur meine Skepsis.
Erschütternd! Es ist erschütternd, wer im Augenblick im Vatikan etwas wird! Mit Gewalt wir hier ein
ultrakonservativer Kurs durchgepeitscht. Offensichtlich will man wieder zu einer Sekte der „Reinen“ zurückkehren
und gibt damit sehenden Auges das Wesentliche der Katholizität auf.
Die Diözese Linz ist überall O wenn doch die Diözese Linz überall wäre, dann hätten wir auf der
ganzen Welt lebendige Gemeinde, volle Kirchen, engagierte und motivierte Mitarbeiter, unglaublich viel
ehrenamtliches Engagement in der Kirche, hohes Spendenaufkommen und ein einladendes, glaubwürdiges Christentum!
Dass das Zölibatsproblem in Afrika besonders gravierend ist, ist nicht neu.Selbst die afrikanischen Bischöfe
haben es schon des öfteren zugegeben und beklagt.
#2 Puchil2 † 17:39:32 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Degradierung der Diakone Mit diesem Dekret werden die Diakone degradiert zu besseren Ministranten. Dogmatische
Bücher müssen umgeschrieben werden: Das Weiheamt ist ab jetzt eigentlich nur mehr 2 – stufig (Bischof
und Priester) Diakone handeln in ihrem Dienst an der Liturgie, am Wort und an der Liebe ab sofort nicht
mehr „in der Person Christi“? Der eigentlich Grund dafür wird sein, dass Diakone in der Regel verheiratet
sind. Und Verheiratete sind offenbar unwürdig, in der Person Christi zu handeln. Die spinnen, die Römer!
#35 Puchil2 † 11:50:35 | Samstag, 12. Dezember 2009
An Goldengel Gandalf: Guter Mensch? Was halten sie von folgendem Posting zum Thema „The priests“, das
er gegen mich geschrieben hat: Gandalf am 1.12.2009 @puchil „Ganz ehrlich, hast Du hier nicht mehr zu
bieten als überall Deine Dauernörgeleien? Die interessieren hier eigentlich kaum jemand. Wenn ausgerechnet
der Expriester puchil hier über drei Priester, die treu zur Kirche stehen und erfolgreich in der Musik
sind – ähnlich wie die Mönche von Heiligenkreuz – das Kreuz brechen möchte und den Heiligen Pfarrer
von Ars für seine Dauerjammereien bemühen möchte, dann ist das schon fast bizarr (ursprünglich stand
hier: pervers!)und zeigt, dass puchil vom Pfarrer von Ars und seiner Leben- und Lebenseinstellung Null
Ahnung hat. Im Gegensatz zu Pfr. Friedl, puchill & Friends nehmen diese 3 Priester ihre Priesterberufung
halt zu 100 % Ernst und der Pfarrer von Ars und der liebe Gott und viele Menschen freuen sich darüber.
Mir scheint immer mehr, dass Dein Lebensmotto „Ich jammere, also bin ich“ ist…“ Dieses Verhalten und
dieser Ton Gandalfs ist unerträglich, widerspricht allen Regeln des Anstandes und ist weit entfernt von
dem, wie ein Umgang unter Christen sein sollte.
#25 Puchil2 † 11:13:00 | Samstag, 12. Dezember 2009
chico flojo über Gandalf von kath.net Ich wurde schon 2x völlig zu Unrecht und ohne Grund auf kath.net
von ihm gesperrt, nachdem er selber mich im Forum „pervers“ genannt hat und andere Untergriffe gegen mich
gepostet hat. Einige Postings früher verkündete er als Moderator des Forums, dass Beschimpfungen nicht
freigeschaltet werden! Was soll man von diesem Menschen halten?
#9 Puchil2 † 10:04:43 | Samstag, 12. Dezember 2009
Bischof von Linz ehrt Verfechter der Frauenordination 1. Es müsste heißen „Verfechterin“, da Margit
Hauft offensichtlich eine Frau ist. 2. Selbst wenn ihre Aussagen zum Thema Frauenordination ein Vergehen
wären, – was sie natürlich nicht sind – hat diese Frau soviele Verdienste um die Kirche, dass ihr diese
Ehrung wohl zusteht.
#7 Puchil2 † 09:58:31 | Dienstag, 8. Dezember 2009
An turk Ich gebe ihnen in Bezug auf die Widersprüchlichkeiten in der Redaktion völlig Recht und ergänze:
Die Opfer des sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmänner in Irland müssen sich völlig verarscht vorkommen,
wenn hier immer von „angeblichen“ Opfern gelabert wird!
Eben gefunden Auf der Face-book Seite vobn Andreas Schnider scheinen unter anderem 2 Mönche von Heiligenkreuz
als Freunde auf: Johannes Paul Chavanne und Prof. Wallner
An kritischer Beobachter Einer, der „Innensicht“ vom Stift Heiligenkreuz hat, sagte zu mir.„Wenn die in
Heiligenkreuz nicht aufpassen, wiederholt sich dort, was wir vor einigen Jahren im Priesterseminar St.
Pölten erleben mussten. Dazu passen auch die Vorgänge um einen zum Stift Heiligenkreuz gehörenden Bischofsvikar
der Erzdiözese Wien, („Saunasex“ unter Männern) von dem das Magazin „Profil“ berichtete. Übrigens gab
es keine Konsequenzen. Kardinal Schönborn steht immer noch hinter seinem Bischofsvikar.
An FXaver Genau so ist es. Zur Ergänzung: In einer Gemeinde in Oberösterreich ist der Kirchenbesuch
von 20% auf 8% abgestürzt, als ein ponischer Priester, den niemand verstand, die Pfarre übernahm. Den
Bischof gratzen offensichtlich solche Zahlen nicht:Er entscheidet nach der Devise: Lieber ein Priester,
den niemand versteht, als ein kompetenter Pfarrassistent. Denn der ist ja „nur“ Laie und obendrein verheiratet.
Für die Kirchenleitung ein doppelter Makel!
An Goldengel „…Irrglauben, dass der Priester seinen Leib an die Sexualität binden soll.“ Ich schreibe
nirgends, dass ein Priester verheiratet sein „soll“. Ich meine nur, dass dass auch ein verheirateter Mensch
ein guter Priester sein kann, wie die vielen verheirateten Priester der orthodoxen Kirche hinlänglich
bezeugen.
An Goldengel Noch einmal: Ich „wettere“ nirgends gegen den Zölibat. Aber es gibt keine zwingenden Gründe
für eine Koppelung desselben an den Priesterberuf. Wenn Sie welche kennen, dann sagen sie es mir.
Bewusstes Missverständnis? Niemand trommelt gegen die Ehelosigkeit um des Himmelreiches Willen als eine
freie Gnadengabe, die Gott bestimmten Menschen schenkt. Aber viele „trommeln“ aus guten Gründen gegen
die unbedingte Koppelung dieser Gnadengabe mit dem Priestertum. Schön, wenn es Priester gibt, die diese
Gnadengabe geschenkt bekommen. Aber eben so schön wäre es, wenn auch jemand Priester sein und werden
könnten, wenn er diese Gnadengabe nicht hat. Es gibt keine zwingende biblische und theologische Gründe
für diese Koppelung!
#7 Puchil2 † 11:14:02 | Freitag, 27. November 2009
Wo er Recht hat, hat er Recht „Die Zahl der Kirchenbesucher wäre eher noch geringer, wenn die Liturgiereform
nicht stattgefunden hätte.“ Amon anlysiert völlig richtig: Die Ursache für den „Massenabfall der Gläubigen“
liegt in der „totalen Säkularisierung und Individualisierung der Gesellschaft“.
#120 Puchil2 † 18:01:35 | Mittwoch, 25. November 2009
Beitrag aus einem anderen Forum Argumente für eine Lockerung Die extreme pastorale Strukturreform lässt
mich als rechtgläubigen Familienvater nicht kalt. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, mir Sorgen um
den Glauben in unserem Lande zu manchen. Deshalb möchte ich versuchen, eine Lanze für die Lockerung
des pfarrlichen Zölibats zu brechen. Auf der Basis der Verkündigung des rechten Glaubens sehe ich überwiegend
Vorteile für die Lockerung des Zölibats. Die Lockerung des Zölibats ist rechtgläubig (da nicht glaubensmäßig
bedingt), mehrheitsfähig und ökumenefähig mit allen Überlieferungen. Vorteile vor Ort: Bewahrung der
Pfarrgemeinden, die eine vernünftige Größe und historisches Recht besitzen. Bei Rechtgläubigkeit wird
die Lockerung des Zölibats zu einer Renaissance des Gemeindelebens führen und gleichzeitig die Ordensgemeinschaften
stärken, die eine größere Nachfrage der zölibatär leben Wollenden haben werden. Vorteile für den
Bischof: Die Kriese der Seelsorge wäre aufgefangen, denn eine klare Hierarchie und eine ausreichende
rechtgläubige Sakramentenversorgung wäre gewährleistet. Auswirkungen für die Weltkirche: Regionalität
und Universalität kämen zu einem neuen Ausgleich. Der verheiratete Pfarrer wäre regional gebundener,
die zölibatären Priester und Ordensleute fänden eine fokussiertere Bedeutung für die universale Evangelisierung.
Vorteile für die Ökumene: Annäherung zur östlichen Tradition fände statt. Überraschendes Signal
gegenüber der protestantischen Welt und Anregung zu ihrer Rückkehr.
#12 Puchil2 † 19:34:01 | Dienstag, 24. November 2009
An Bischof Mixa Wenn ich Sie wäre, würde mir zu denken geben, von welchen Menschen Sie auf diesem Forum
für die Rüge an Herrn Glück Beifall bekomen. Übrigens: Glück fordert nicht die Abschaffung des Zölibates,
sonder das Ende der unbedingten Koppelung zwischen Priesterberuf und Ehelosigkeit.
#45 Puchil2 † 08:21:09 | Dienstag, 27. Oktober 2009
An Paulaner „Priester ist kein Beruf wie Lehrer oder Gastwirt.“ Das ist richtig. Er hat ein anderes Arbeitsfeld.
Er kann aber seinen Dienst sehr gut als Verheirateter ausüben. In manchen Fällen sogar glaubwürdiger
und fachkompetenter „bitte definieren Sie „priesterliche Versorgung der Bevölkerung“ Das meint, dass
möglichst jede Gemeinde ihren eigenen Priester vor Ort hat und einzelne Priester nicht für 3, 4, oder
gar 5 Gemeinden zuständig sein müssen.
An Galatea „freilich hält nicht jeder den Zölibat ein – das ist aber kein Grund, ihn abzuschaffen.“
Nieman will den Zölibat abschaffen. Abgeschafft gehört allerdings dringend die zwingende Koppelung zwischen
Priesterberuf und Ehelosigkeit
Unsägliche Beleidigungen Ferner sprachen die Delegierten der Erzdiözese über Frauenordination und die
üblichen Unterhosen-Themen wie Zölibat oder konkubinierende Abfall-Priester. Was sind das in der kreuz.net
Redaktion doch für armselige Menschen, die so abfällig über Mitmenschen, Mitchristen herfallen!
#14 Puchil2 † 20:51:25 | Sonntag, 25. Oktober 2009
Kirchliche Doppelmoral „Das Bekenntnis eines Priesters zu seiner Liebe, zu Frau und Kind wird unerbittlich
sanktioniert, die Geheimhaltung eines solchen Verhältnisses bleibt offenbar ohne Konsequenz“ Die Bischöfe
wissen es längst: Die flächendeckende Einhaltung des Priesterzölibates ist eine Fiktion. Viele unsere
Priester – nach seriösen Untersuchungen bis zu 22% – leben in einer fixen Partnerschaft, zum Teil mit
Kindern. Mehr als ein Drittel unserer Priester haben es sich nach einer Untersuchung von Prof. Zuhlehner
irgendwie gerichtet nach dem Motto: „Ich habe einen eigenständigen Weg gefunden, den ich verantworten
kann.“ Und lediglich 16% der Priester sagen, das ehelose Leben sei ihnen leicht gefallen. Das wissen sie
alles. Sie wissen aber auch, dass sie letztlich ohnmächtig sind. Wenn sie dem geltenden Kirchenrecht
folgen und alle unsere zölibatsbrechenden Priester aus dem Dienst entlassen, bricht die ohnedies schon
sehr ausgedünnte priesterliche Versorgung unserer Gemeinden vollkommen zusammen. Da sich die weltkirchlichen
Entscheidungsträger aber in der Frage des Zölibates keinen Deut bewegen, entscheiden die Bischöfe sich
für das Schweigen, halten dadurch einen durch und durch unehrlichen Zustand aufrecht und nehmen in Kauf,
dass das Ansehen der Kirche und ihre Glaubwürdigkeit weiter abnimmt.
#41 Puchil2 † 21:47:51 | Freitag, 23. Oktober 2009
An Leo Miles „Wohltuende Worte eines Bischofs der Amtskirche. Wann hört bzw liest man schon mal sowas
Klares und Wahrhaftiges von dieser Seite…“ Leidersind sie falsch und verdunkeln die Wirklichkeit. Denn
wie ich schon weiter unten geschrieben habe: Hier werden Birnen mit Äpfel verglichen! Man kann es nicht
oft genug sagen: Es geht nicht um die Abschaffung des Zölibates, sondern um die Abschaffung der zwanghaften
Koppelung von Priesterberuf und Zölibat. Diese Entkoppelung hätte für alle Beteiligten nur Vorteile:
1. Der Kirche gehen keine Priester durch eine Eheschließung verloren. 2. Das Zeichen der ehelos bleibenden
Priester wird glaubwürdiger und echter, weil es dann keine Priester mit verbotenen Freundinnen mehr gäbe.
Ein Ärgermis für viele durch die gegenwärtige Situation! 3. Wie ein Blick zu den Orthodoxen,zu den
Evangelischen und zur Anglikanischen Kirche deutlich zeigt, gäbe es bald keinen Priestermangel mehr.
#30 Puchil2 † 19:33:01 | Freitag, 23. Oktober 2009
An: noch ein Landorganist „Da sieht man, wie wichtig denen ihr Beruf eigentlich ist“ Wären Sie so ohne
weiteres bereit, am „Ende der Welt“ eine berufliche Stelle anzunehmen? Seien Sie bitte vorsichtig mit
vorschnellen Verurteilungen!
#27 Puchil2 † 18:49:05 | Freitag, 23. Oktober 2009
An: noch ein Landorganist „Es gibt bei den Evangelen genügend nicht besetzte, v.a. ländliche Pfarrstellen.“
Das ist richtig. Der Grund dafür liegt aber nicht darin, dass es zu wenige Pastoren gibt, sondern dass
sich die kleinen Pfarreien oft keinen eigenen Pastor finanziell leisten können, oder sich keine Bewerber
finden, die bereit sind, in abgelegenen Gebieten beruflich tätig zu sein.
#17 Puchil2 † 17:56:26 | Freitag, 23. Oktober 2009
Falscher Vergleich „Auch viele Eheleute scheiterten: „Ich kann doch nicht aufgrund der Tatsache, daß
viele Ehen in die Brüche gehen, die Ehe abschaffen. Ebenso verhält es sich mit dem Zölibat.“ Hier werden
Birnen mit Äpfel verglichen! Man kann es nicht oft genug sagen: Es geht nicht um die Abschaffung des
Zölibates, sondern um die Abschaffung der zwanghaften Koppelung von Priesterberuf und Zölibat. Diese
Entkoppelung hätte für alle Beteiligten nur Vorteile: 1. Der Kirche gehen keine Priester durch eine
Eheschließung verloren. 2. Das Zeichen der ehelos bleibenden Priester wird glaubwürdiger und echter,
weil es dann keine Priester mit verbotenen Freundinnen mehr gäbe. Ein Ärgermis für viele durch die
gegenwärtige Situation! 3. Wie ein Blick zu den Orthodoxen,zu den Evangelischen und zur Anglikanischen
Kirche deutlich zeigt, gäbe es bald keinen Priestermangel mehr.
#5 Puchil2 † 14:20:06 | Dienstag, 20. Oktober 2009
Traditionelle Anglikaner, die zur Kirche heimkehren wollen, dürfen ihre Liturgie und die Priestereh…
Das soll jemand mit einem gesunden Menschenverstand verstehen: Römisch katholische Priester, die heiraten
wollen, werden mit Schimpf und schande aus ihrem Beruf verjagt. Für konvertierende verheiratete anglikanische
Priester gibt es eine Zölibatsdispens und richtet man sogar eine Personalprälatur ein. Ähnlich großzügig
geht man auch mit konvertierten evangelischen Pastoren um, die mit ihren Frauen und Kindern römisch katholische
Priester sein können. Da kann man nur sagen: verrückte römische Kirche!
Ablenkungsmanöver Wo Gmeiner draufsteht, ist Wagner drin! Dechant Gmeiner war einer der wenigen, die
den letztlich verhinderten Weihbischof Gerhard Wagner offensichtlich freudig akzeptiert hätten. Der Homepage
der Pfarre Grieskirchen entnehme ich dazu passend, dass der verhinderte Weihbischof Pfarrer Wagner auf
Einladung von Pfarrer Gmeiner in Grieskirchen einen Vortrag gehalten hat. Nun soll laut APA und ORF Pfarrer
Gmeiner statt Pfarrer Wagner Weihbischof von Linz werden. Damit käme Linz wahrscheinlich vom Regen in
die Traufe. Denn offensichtlich gilt: Wo Gmeiner draufsteht, ist Wagner drin!
#11 Puchil2 † 14:47:45 | Sonntag, 18. Oktober 2009
An Biene Maja Hören Sie doch endlich mit der Unterstellung auf, die Diözese Linz sei für die Abtreibung.
Richtig ist viel mehr, dass man hier die Lösung des Problemes nicht in der Bestrafung der Frauen sieht,
sondern in der umfassenden Hilfestellung für die ungewollt schwanger gewordenen Frauen. Dass kann doch
wohl nicht so schlimm sein, dass man eine ganze Diözese, ja sogar fast alle Mitglieder der österreichischen
BIKO ständig verteufelt.
An colonius „Das Bistum hat deutlich mehr Priester als Pfarreien, dennoch können nicht alle Pfarrstellen
besetzt werden. Wo sind also diese ganzen Priester?“ Das kann ich ihnen sagen: Die meisten von ihnen sind
längst im Pesionsalter, sind krank und/oder ausgebrannt, leben in Klöstern, Spitälern und Alenheimen.
Die verbliebenen einigermapen gesunden und aktiven kümmern sich zum Teil bis um 4 Pfarreien. Seelsorge
ist keine Rechenaufgabe: Soviele Priester, soviele Pfarreien. Sie haben keine Ahnung von der Wirklichkeit
in den Pfarreien. Der Priestermangel wird künstlich erzeugt, um der Kirche „neue“ Wege abzupressen, die
lediglich eine Kopie des Protestantismus sind“… Lassen sie doch diese unglaubwürdige Verschwörungstheolrie!
Es ist einfach die bittere Wahrheit vor Ort, die die Kirchenleitung einfach nicht wahr haben will und
einfach mit unhaltbaren Argumenten schön redet! Mit ihren abgehobenen Ansichten könnten sie der Sekretär
von Kardinal Cordes sein!
Linzer Weg war nie auf Linz beschränkt Was soll das dauernde schlecht Reden des sogenannten Linzer Weges?
In Wahrheit ist es der sehr weitblickende und sehr verantwortungsvoll gegangene Versuch, die gewachsenen
und lebenden Gemeinden am Leben zu lassen. Es gibt keine vernünftige Alternative dazu, solange die Kirchenleitung
ihre Verantwortung nicht wahrnimmt und sich durch die Änderung der Bedingungen für das Amt endlich um
genügend viele Amtsträger kümmert. Was soll das Gerede vom „angeblichen“ Priestermangel. Kardinal Cordes,
der wahrscheinlich nie in der Seelsorge tätig war, hat ja offensichtlich keie Ahnung davon, was in den
Gemeinden draußen los ist. Ein Beispiel, gestern erlebt: Ein 70 jähriger Priester, den man streckenweise
nur mehr sehr schlecht versteht, muss an Stelle eines 50 jährigen, aber ausgebrannten Kollegen, ein 2.
große Pfarrei übernehmen. Und da faseln manche Leute, es gäbe keinen Priestermangel. Da seid ihr denn
taub und blind?
#10 Puchil2 † 14:23:06 | Freitag, 16. Oktober 2009
Wo Gmeiner draufsteht, ist Wagner drin? „Beim Aufstand der Linzer Dechanten gegen den im Januar von Papst
Benedikt XVI. ernannten Weihbischof von Linz, Mons. Gerhard Wagner, war Dechant Gmeiner immerhin der einzige,
der sich von den Königsmördern fernhielt“. Der Homepage der Pfarre Grieskirchen entnehme ich dazu passend,
dass der verhinderte Weihbischof Pfarrer Wagner auf Einladung von Pfarrer Gmeiner in Grieskirchen einen
Vortrag gehalten hat. Nun soll laut APA und ORF Pfarrer Gmeiner statt Pfarrer Wagner Weihbischof von Linz
werden. Damit käme Linz wahrscheinlich vom Regen in die Traufe. Denn offensichtlich gilt: Wo Gmeiner
draufsteht, ist Wagner drin!
#55 Puchil2 † 18:53:42 | Mittwoch, 14. Oktober 2009
Zur Information 2 Die Zahl der Abtreibungen ist weltweit in den letzten 10 Jahren leicht zurück gegangen,
von 45,5 Millionen auf 41,6 Millionen, obwohl die Weltbevölkerungszahl gewachsen ist. Vor allem dort,
wo Verhütungsmittel leichter zugänglich sind und es auch Sexualerziehung gibt, gehen die Abtreibungszahlen
zurück. Am wenigsten Abtreibungen, nämlich 10 pro Tausend Frauen, gibt es in den Niederlanden, wo junge
Paare angeben, dass sie regelmäßig sogar zwei Verhütungsmethoden anwenden. Hohe Rate in Europa Europa
insgesamt ist allerdings der Kontinent mit den meisten Abtreibungen: 50 auf Tausend Frauen. Und dabei
ist diese Zahl seit dem Fall des Eisernen Vorhanges wesentlich zurück gegangen. In vielen Osteuropäischen
Ländern, so der Bericht, wurde vor der Wende die Abtreibung als ganz normale Form der Verhütung angesehen,
weil Verhütungsmittel fehlten oder zu teuer waren. Der weltweite Schnitt liegt zwischen dreißig und
vierzig Abtreibungen pro Tausend Frauen. Dabei ist es unwesentlich, wie die Gesetzeslage ist. Frauen,
die sich für eine Abtreibung entscheiden, tun dies unabhängig davon, ob es erlaubt oder verboten ist.
Die meisten müssen sich in die Hände von Laien begeben. In der Hälfte aller Staaten stehen strenge
Strafen auf Abtreibungen. Aber sogar in Ländern mit liberalen Gesetzen und gutem medizinischem Standard
werden aus Kostengründen viele Abtreibungen von Nichtmedizinern durchgeführt, allein in Indien sind
es mehr als 6 Millionen pro Jahr.
#51 Puchil2 † 18:44:03 | Mittwoch, 14. Oktober 2009
Zur Information Die Zahl der ungewollten Schwangerschaften und Abtreibungen ist in den vergangenen Jahren
weltweit zurückgegangen. Die Zahl der Abtreibungen geht besonders in den Ländern zurück, in denen der
Zugang zu Verhütungsmitteln einfacher geworden ist. Weltweit kommen jedes Jahr geschätzte 70.000 Frauen
durch unsachgemäße Abtreibungen ums Leben. Das geht aus einer Studie einer gemeinnützigen Organisation
hervor, die auf Sexualgesundheit spezialisiert ist. (ORF)
#8 Puchil2 † 11:12:58 | Mittwoch, 14. Oktober 2009
An Paulaner „Wie viele applaudierende Zuhörer hat er denn gehabt, der Wagner, in Grieskirchen?“ Sagen
Sie es mir. Sie sind ja sicher dort gewesen und haben kräftig mit applaudiert!
#2 Puchil2 † 08:47:01 | Mittwoch, 14. Oktober 2009
Neuer Weihbischof für Linz? Wo Gmeiner draufsteht, ist Wagner drin! Der Homepage der Pfarre Grieskirchen
entnehme ich, dass der verhinderte Weihbischof Pfarrer Wagner auf Einladung von Pfarrer Gmeiner in Grieskirchen
einen Vortrag gehalten hat. Nun soll es laut kreuz.net einen neuen Dreiervorschlag für einen Weihbischof
geben. In der Diözese Linz läuft das Gerücht, dass Pfarrer Gmeiner statt Pfarrer Wagner Weihbischof
werden soll. Damit käme Linz vom Regen in die Traufe. Denn offensichtlich gilt: Wo Gmeiner draufsteht,
ist Wagner drin!
#23 Puchil2 † 10:31:31 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
An Paulaner: Übertretungen Wenn Sie die Realität an sich heranlassen würden, würden Sie erkennen,dass
die Zölibatsübertretungen nicht die Ausnahme, sondern weltweit bereits die Regel geworden sind. Machen
Sie doch die Augen auf!
#21 Puchil2 † 10:20:17 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Ergänzung zu joberens Sendungsfeier in den Pastoralen Dienst der Diözese Linz Vier Männer und sechs
Frauen wurden am Sonntag bei einem Festgottesdienst im Linzer Mariendom durch Diözesanbischof Dr. Ludwig
Schwarz in den pastoralen Dienst der Kath. Kirche in OÖ gesendet. Ich bin überzeugt, dass einige von
ihnen auch bereit wären, sich zu Priesterinnen oder Priestern weihen zu lassen. Die rigorose Zölibatsverpflichtung
und/oder ihr Frau-Sein hindert sie daran. Als dann Bischof Schwarz am Schluss seiner Predigt zum Gebet
um Priester aufrief, spürte ich die Frage im Raum: Sind unsere Bischöfe denn taub und blind, dass sie
die Berufungen zum Priester vor ihren Augen nicht hören und sehen?
#12 Puchil2 † 09:57:31 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Priesterliche Identität und Zölibat Der „National Catholic Reporter“ berichtet über die sexuelle Ausbeutung
von Nonnen durch Priester in Entwicklungsländern. Junge Nonnen werden demnach von Priestern zu Sex gezwungen
oder überredet, weil sie in den AIDS-geplagten Ländern als „sichere“ Sexualpartner angesehen werden.
In einigen Fällen wurden Nonnen geschwängert und dann zur Abtreibung gezwungen. „O’Donohue [die Autorin
eines Berichts] stellte fest, dass das Zölibat in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Bedeutung
hat. Zum Beispiel schreibt sie, dass ein Generalvikar in einer afrikanischen Diözese ‘recht offen’ über
die Ansichten zum Zölibat in Afrika gesprochen habe. Er habe gesagt, dass das ‘Zölibat im afrikanischen
Kontext bedeutet, dass ein Priester nicht heiraten darf, nicht, dass er keine Kinder haben darf.’“ In
der Praxis also: Vögeln ohne Verantwortung, genau das, was unsere katholischen Freunde nicht müde werden
anzuprangern. Natürlich gibt eine andere Schreiberin zu, dass die Priester nicht immer allzuviel Überredungskünste
anwenden müssen: „Manche Schwestern sind nur zu willig und naiv.“ Die genannten Probleme existieren nach
dem O’Donahue-Bericht nicht nur in Entwicklungsländern. Sie nennt Botswana, Burundi, Kolumbien, Ghana,
Indien, Irland, Italien, Kenia, Lesotho, Malawi, Nigeria, Papua Neu-Guinea, die Philippinen, Südafrika,
Sierra Leone, Tansania, Tonga, Uganda, die Vereinigten Staaten (!), Zambia, Zaire und Zimbabwe. Das bedeutet:
Der Zölibat ist weltweit eine Fiktion!
#30 Puchil2 † 12:06:42 | Dienstag, 6. Oktober 2009
zu: Afrikanische Bischofsynode in Rom Probleme mit dem Zölibat in Afrika Afrikanische Bischöfe klagen
verstohlen bei ihrer in diesen Tagen stattfindenden Synode in Rom: „… der Einsatz der Priester und Ordensleute
für die Treue zu ihrer Berufung stellt ein Problem dar.“ Hinter dieser unverbindlichen, unverfänglichen
und allgemeinen Bemerkung verbirgt sich Schwerwiegendes: Die amerikanische Wochenzeitung „National Catholic
Reporter“ berichtet über die sexuelle Ausbeutung von Nonnen durch Priester in Arika. Junge Nonnen werden
demnach von Priestern zu Sex gezwungen oder überredet, weil sie in den AIDS-geplagten Ländern als „sichere“
Sexualpartner angesehen werden. In einigen Fällen wurden Nonnen geschwängert und dann zur Abtreibung
gezwungen. O’Donohue, die Autorin eines Berichts, stellte fest, dass das Zölibat in unterschiedlichen
Kulturen unterschiedliche Bedeutung hat. Zum Beispiel schreibt sie, dass ein Generalvikar in einer afrikanischen
Diözese „recht offen“ über die Ansichten zum Zölibat in Afrika gesprochen habe. Er habe gesagt, dass
das „Zölibat im afrikanischen Kontext bedeutet, dass ein Priester nicht heiraten darf, nicht, dass er
keine Kinder haben darf.“ Natürlich gibt eine andere Schreiberin zu, dass die Priester nicht immer all
zuviel Überredungskünste anwenden müssen: „Manche Schwestern sind nur zu willig und naiv.“ Wie ich
die Bischöfe kenne, werden sie das alles zwar wissen, aber weiterhin in den erschreckenden Details unter
den Tisch kehren und kleinreden zum Schaden für die Kirche.
Grabesruhe in der Kirche Ruhig ist in letzter Zeit um die Kirche gewesen. Für meinen Geschmack zu ruhig.
Grabesruhe. Es riecht nach Resignation. Wann kommt endlich die Auferstehung? Die Aktivitäten der Laieninitiative
könnten ein Beitrag dazu sein.
Laieninitiative dringend notwendig! Ruhig ist es im Augenblick in und um die Diözese Linz. Nach den Aufregungen
der letzten Wochen und Monate (Wagner als Weihbischof verhindert, „Friedl – Outing, skandalisierte Fronleichnamsfeier,
Kündigung von Ferdinand Kaineder, umstrittene Pfarrbesetzungen mit Neokatechumenats-Priestern …) geht
alles wieder seinen gewohnten Lauf: Die Probleme sind aber die gleichen geblieben: •Ein Bischof, der
weithin isoliert ist in seinem unflexiblen Festkrallen am Kirchenrecht, ratlos in seinen Entscheidungen,
einzig orientiert an den Vorgaben aus Wien und aus Rom, mutlos, erdrückt von der Bürde des Amtes, die
für ihn offensichtlich zu schwer ist. •Priestermangel soweit das Auge reicht, immer mehr Verantwortung
für immer mehr Pfarreien für immer weniger oft überalterte und überforderte Priester. •Viele der
verbliebenen Priester leben weiter mit ihren Frauen (und Kindern) und lösen ihr Zölibats – Dilemma,
indem sie es zur Privatsache erklären. •Frustrierte Pastoralassistenten, die Mangels berufliche Perspektiven
ihren Job hinschmeißen. •Auf Dauer unbefriedigende personelle Konstruktionen, um den Pfarrbetrieb einiger
Maßen aufrecht halten zu können. •Internetportale wie kath.net, kreuz.net und gloria.tv, die sich
christlich und katholisch nennen, hetzen weiter im Untergrund gegen die Diözese Linz und ihre Funktionsträger.
•Dramatischer Glaubwürdigkeitsverlust und stille Auswanderung bei den Menschen durch das verheerende
Bild, das Diözese und Weltkirche im Augenblick bietet.
An die Redaktion: Kirchenschändung mit Pornobildern Was gilt jetzt: Deutschland oder Österreich? Der
Beitrag wird Deutschland zugeordnet, Tannheim liegt aber in Tirol und damit in Österreich. Braucht die
Redaktion Nachhilfeunterricht in Geographie?
#3 Puchil2 † 08:12:24 | Dienstag, 29. September 2009
Hostienschalen auf ihren Platz geholt? Wenn ich den Filmausschnitt richtig gehört habe, trugen die Priester –
vermutlich bei der Gabenbereitung – die Hostienschalen zum Altar und nicht auf ihren Platz auf den Sesseln.
Da hat kreuznet wohl wieder einmal die Richtung verwechselt!
#40 Puchil2 † 11:24:07 | Montag, 28. September 2009
An Dr. Christoph Heger Ich kenne auch noch eine schöne Stelle aus dem „Gesetzbuch?“ Bibel (NT): „Wer
zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen“. Darüber könnten Sie auch einmal nachdenken.
#32 Puchil2 † 20:48:43 | Samstag, 26. September 2009
An gunther maria michel: Was haben Sie für ein Gottesbild? Noch nie etwas vom liebenden Gott, der wie
ein Vater und eine Mutter zu den Menschen ist (AT) und der dem Verlorenen nachgeht wie ein guter Hirte
(NT)? Was schreibt Papst Benedikt: Deus caritas est!
#4 Puchil2 † 10:18:35 | Samstag, 26. September 2009
An joberens Ich gebe ihnen vollinhaltlich Recht. Es ist erschütternd, welch klägliches Bild die Kirche
im Augenblick durch völlig welt-und wirklichkeitsfremde Äußerungen abgibt und dadurch täglich an Glaubwürdigkeit
bei den Menschen verliert, die dann innerlich oder ganz offen sich von der Kirche verabschieden.
An Kunstmaler „Wer als RKK Priester doch heiraten möchte – kann sein Priesteramt niederlegen und heiraten –
dagegen hat niemand was.“ Genau das habe ich nach reiflichem Überlegen getan! Warum beschimpfen Sie dann
mich und meine Frau auf unflätigste Art und Weise? Wenn Sie uns näher kennen lernen wollen, klicken
Sie: http//puchingers.wordpress.com
#158 Puchil2 † 22:06:56 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler 2 Fragen: Was heißt: „in Ihren Einträgen“ Was bedeutet „HS“ Danke für die Aufklärung!
Übrigens: Fein, dass sie bei Ihrem letzten Beitrag keine Sexual und Fäkalsprache verwendet haben. Nur
eine kleine Beschimpfung:Teufelsdiener. Man wird ja bezüglich Ihres Anstandes schon recht bescheiden.
#149 Puchil2 † 15:17:41 | Mittwoch, 5. August 2009
An alle: Achtung – Rückfall! Kunstmaler hat einen Rückfall erlitten: Das Wort „Hurenböcke“ ist ihr
entwischt! Mal sehen, ob das nur ein einzelner Nachrülpser war, oder ob der große Exorzismus für eine
endgültige Heilung gebraucht wird. Die Option Psychiater haben wir dann auch noch. Gott helfe uns und
Kunstmaler!
#144 Puchil2 † 14:49:30 | Mittwoch, 5. August 2009
An alle: Gott sei Lob und Dank Der Exorzismus hat geholfen! Beim letzten Beitrag des Kunstmalers wurde
weder eine Beschimpfung noch ein Wort aus der Sexual und Fäkalsprache verwendet! Nur weiter so: Sie sehen,
Kunstmaler, es geht doch!
#141 Puchil2 † 14:34:24 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler Es muss jetzt sein: Schon wieder ein Fäkalwort – Furz Ich spreche jetzt jetzt Kraft meiner
auch heute noch gültigen Weihe einen Exorzismus über Sie. Bei Gefahr in Verzug ist mir das erlaubt.
Aber erschrecken Sie nicht, wenn die bösen Dämonen bei ihrer Ausfahrt Sie durcheinander schütteln.
Weichet ihr bösen Geister von dem armen Kunstmaler im Namen des Dreieinigen Gottes, des Vaters und des
Sohnes und des Heiligen Geistes! Verwirret nicht, fesselt nicht, löst die Fessel, gebt ihn frei! Der
Herr, unser Gott, euer Herr, gebiete euch. Weichet und kehret nicht wieder im Namen des Vaters und des
Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
#138 Puchil2 † 13:27:31 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler Schon wieder das Wort Nutte! Also doch auch eine Sexuelle Fixierung! Los! Exorzist und Psychiater
warten schon. PS: Besessene bedienen sich oft einer ausgesprochen Sexual – und Fäkalsprache.
#134 Puchil2 † 12:14:23 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler: Sexuelle Fixierung? Haben Sie andere Wörter als Huren, Nutten usw. auch in ihrem Wortschatz?
Wenn nicht, dann leiden Sie an einer Sexuellen Fixierung und gehören neben dem Exorzisten auch noch zum
Psychiater!
#129 Puchil2 † 11:54:28 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler Ich bin nicht gegen den Zölibat, im Gegenteil: Wer ihn fassen kann, der fasse ihn. Ich
habe es mit gutem Willen versucht und konnte ihn nicht fassen – aber ich bin gegen die zwanghaft Koppelung
zwischen Ehelosigkeit und Priesterberuf und ich bin gegen Menschen, die aus ihrer schwarzen Seele nur
Böses ausspucken!
#124 Puchil2 † 11:37:12 | Mittwoch, 5. August 2009
Was anderes als Böses? Was tun sie, Herr Kunstmaler, auf diesem Forum anderes als Böses: Verurteilen,
beschimpfen, verleumden, beschmutzen, in den Dreck ziehen… Wenn Sie nur ein kleine Ahnung von der Bibel
hätten, dann würden Sie wissen, was dort solchen Menschen angedroht wird!
#110 Puchil2 † 08:15:40 | Mittwoch, 5. August 2009
An newtube (00.32 Uhr) „Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, daß in der Tiefe Ihres Herzens nur eine
reine, ungetrübte Freude herrscht, ungemischt mit einer gewissen Sehnsucht und einer gewissen Trauer
nach dem „verlorenen Paradies“, nach dem, was hätte sein können, und nun nur im Ozean der göttlichen
Barmherzigkeit versunken weiterexistieren kann, in dieser „pax et reconciliatio“, die alles Übrige relativiert
und deklassiert…“ In mir ist keine Trauer über meine Entscheidung. Ich bin überzeugt, dass ich jetzt
den Platz gefunden habe, den Gott für mich vorgesehen hat: Ehemann einer großartigen Frau, Vater zweier
toller erwachsener Söhne – der eine hat am letzten Sonntag mit einer berührenden Feier geheiratet –
Großvater eines einjährigen Enkelsohnes, Mitgestalter des kirchlichen Lebens auf verschiedenen Ebenen…
Auf der anderen Seite bin ich überzeugt, dass ich auch als verheirateter Mann priesterliche Aufgaben
mit viel Kompeztenz erfüllen könnte und bin deshalb ein Stück traurig darüber, dass die Kirche dies
für nicht möglich erachtet.
An newtube „Bedauernswert ist, daß die von Ihnen erwähnte Einsicht über die Unmöglicheit für Sie
zölibatär zu leben, erst nach anstatt vor der Priesterweihe und der damit verbundenen Verpflichtungen
stattgefunden hat.“ Sie werden ja sicher auch schon die Erfahrung gemacht haben, dass man mit gutem Gewissen
glaubt, etwas zu schaffen, um dann feststellen zu müssen, dass es doch nicht möglich war. Oder anders:
Im Leben kommt manchmal etwas anders, als man denkt. Ich halte es für ein Zeichen von Größe, wenn man
dann eine ehrliche Konsequenz zu zieht.
An newtub „Sie sind vom Kreuz Christi abgefallen, worauf Sie sich aus freiem Willen und aus Liebe zu Ihm
auf ewig nageln ließen, und sind davongelaufen. Die Erfahrung des Golgotha wird keinem Priester erspart:
aus diesem Holz fließt letztendlich seine priesterliche Fruchtbarkeit…“ Ich bin in keiner Weise vom
Kreuz Christi abgefallen. Im Gegenteil: Mein Glaubensleben ist heute tiefer als damals. Die Aufgabe des
Priesteramtes hatte für mich einzig damit zu tun, dass ich erkannte, dass die zölibatäre Lebensorm
für mich nicht lebbar ist. „Als Laie, sehe ich jedoch die immense Belastung einer solchen Entscheidung
auf einem Priester und sein Versuch, in irgendeiner Weise mit dem Herrn wieder klarzukommen, auch durch
seine Arbeit in kirchlichem und sozialem Bereich…“ Ich bin heute sowohl mit dem Herrn als auch mit mir
selbst längst im Klaren und mein Einsatz für unsere konkrete Gemeinde und Diözese zusammen mit meiner
Frau ist wahrscheinlich fruchtbarer als früher. (vgl. unseren Blog!) „Worauf der Beitrag sich bezieht
ist der abgefallene Priester der noch nicht zu sich selbst gefunden hat, der für seine menschliche Schwäche
die Kirche verantwortlich macht und seine Lebenslüge damit fortschreibt.“ Ich mache für meine Entscheidung
niemand verantwortlich als mich selbst. Es geht mir sehr gut damit, ich bin dadurch zu meiner „Lebenswahrheit“
gekommen.
Wer ist wovon abgefallen? Hier ein kleiner Hinweis darauf, was sogenannte abgefallene Priester – ich bin
einer von rund 100.000 weltweit – zusammen mit ihren Frauen alles für die Menschen und die Kirche ehrenamtlich
leisten: puchingers.wordpress.com
Mitschuld Ist der Kreuznet – Redaktion und allen Postern eigentlich klar, dass sie mit den dauernden Hetzartikeln
und Hetzbeiträgen gegen Homosexuelle Menschen Mitverantwortung tragen für die Morde in Israel? Könnt
ihr guten Gewissens diese Verantwortung auf euch nehmen? Gott wird euch zur Rechenschaft ziehen!
Hirten, die zerstreuen Hoffentlich hat der neue Bischof von Limburg heute bei der Lesung aus dem Propheten
Jeremia gut zugehört: „Spruch des Herrn: Weh den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten
und zerstreuen. Darum – so spricht der Herr, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden:
Ihr habt meine Schafe zerstreut und versprengt und habt euch nicht um sie gekümmert. Jetzt ziehe ich
euch zur Rechenschaft wegen eurer bösen Taten …“ Durch polarisierende Entscheidungen spaltet er sein
Bistum, richtet er die Einheit zugrunde, zerstreut er, versprengt er (Kirchenaustritte!), kümmert er
sich nicht um die ganze Herde, sondern macht sich nur bei einer kleinen, lauten Minderheit Liebkind. Dann
gilt für ihn wohl auch der Satz: „Jetzt ziehe ich euch zur Rechenschaft wegen eurer bösen Taten – Spruch
des Herrn.“
Niedergang in Linz? Von einem Niedergang des kirchlichen Lebens ind der Dözese Linz ist weit und breit
nichts zu sehen. Im Gegenteil: Blühendes Leben ind den Pfarreien, oft Dank hervorragender Laien – Pfarrassistenten.
im Verhältnis zu anderen Diözesen noch immer hoher Kirchenbesuch, höchstes Spendenaufkommen von allen
österreichischen Diözesen, hohes Mitverantwortungsgefühl der getauften und gefirmten Christen für
ihr jeweiliges Pfarrleben, usw. usw. Alle, die etwas anderes erzählen sind Quertreiber und Miesmacher,
die unsere Diözese mit allen Mitteln anschwärzen wollen.
Großayatollah Sistani: Ich lasse Ihre Einstellunge ja gelten, versuche, sie mit Argumenten – und nicht
mit Gewalt – weiter zu entwickeln. Intoleranz spüre ich von Ihrer Seite. Und übrigens: Glaubensfragen
und Mathematik gehören zwei ganz verschiedenen Ebenen an …
Großayatollah Sistani: Wer mich zwingen will,… Niemand will Sie zu etwas zwingen. Aber andere als die
eigenen Sichtweisen auch als berechtigt und theologisch begründbar einfach stehen lassen, gelten lassen…das
wäre schon eine gute Sache. Aber Sie tragen ihren Namen „Großayatollah“ offensichtlich zu Recht: Er
bedeutet wohl: Die ganze Wahrheit habe ich, alles andere ist falsch und muss vernichtet werden – wenigstens
mit Worten.
Großayatollah Sistani: Warum nur? Na: ganz einfach! Genau das meine ich: Etwas als Schwachsinn beschimpfen,
was einem nicht in den Kram passt. Haben Sie sonst nichts drauf? – Dann sparen Sie sich doch ihre Beiträge!
Warum nur? Warum geht niemand auf die legitimen theologischen Interpretationen der Fladenbrotmonstranz
Z.B. als neutestamentliche Spiegelung der Geschichte mit der Ehernen Schlange mit dem Hinweis auf den
erhöhten, rettenden Christus …? So weit reicht offensichtlich der theologische Horizont der meisten
hier schreibenden Poster nicht. Sie erschöpfen sich in Beschimpfungen und fanatischem, unreflektiertem
Geifern.
Ein weiterer Gedanke Fladenbrot-Monstranz „Ich habe nun die umstrittene Fladenbrot-Monstranz genau betrachtet
und darüber nachgedacht: Jesus wird beim Abendmahl wahrscheinlich selbst Fladenbrot gegessen haben, da
es im Orient weit verbreitet war und ist. Das Brot der Monstranz wird, wie mir scheint, von zum Gebet
gefalteten Händen gehalten – ein Hinweis auf das tiefe Gebet Jesu am Ölberg? Die Hände sind schwarz –
Jesu Botschaft richtet sich an alle Menschen, nicht nur an solche mit weißer Hautfarbe. Schließlich
wird das Brot von einer Holzstange getragen – das Kreuzesholz Jesu? Die Monstranz ist nicht aus Gold und
Edelsteinen – in Jesu Leben gab es keinen Prunk. Ich finde die Fladenbrot-Monstranz ganz schlüssig und
verstehe nicht, wie sie in konservativen Kirchenkreisen so große Ablehnung erfahren musste. Ist man dort
nicht bereit, objektiv nachzudenken und von einzementierten Standpunkten abzuweichen?“ (aus einem Leserbrief)
Noch einmal Ich ersuche um theologisch argumentierendeStellungnahmen. Zur Aufregung über die Linzer Fronleichnamsfeier
Die bei der Fronleichnamsfeier von 5 Linzer Pfarren verwendete moderne Monstranz erinnert mich an die
im AT erzählten Geschichte von der Eherne Schlange. Auf dem langen Weg durch die Wüste murrten die Israeliten
über Jahve und Moses. Zur Strafe schickte der Himmel feuerrote giftige Schlangen, an deren Biss viele
starben. Moses betete für sein Volk, und Gott befahl, eine eherne Schlange zu gießen und an einem Pfahl
zu befestigen; beim Anblick dieses Zeichens würden Gebissene am Leben bleiben. Das Neue Testament sieht
in der erhöhten Schlange einen Hinweis auf Jesu Erhöhung am Kreuz. Durch diese Sicht des Karfreitagsgeschehens
wird das Kreuz zu einem Leben spendenden Baum. An ihm ist die Frucht einer umfassenden Hingabe und Liebe
zum Menschen zu sehen: Jesus wird als Frucht des „Lebensbaumes“ zur Nahrung für viele Menschen, besonders
auch in der Eucharistie. So gesehen bringt die verwendete Monstranz das Geheimnis der Eucharistie besser
zum Ausdruck als die üblichen klassischen Monstranzen.
Eherne Schlange Zur Aufregung über die Linzer Fronleichnamsfeier Die bei der Fronleichnamsfeier von 5
Linzer Pfarren verwendete moderne Monstranz erinnert mich an die im AT erzählten Geschichte von der Eherne
Schlange. Auf dem langen Weg durch die Wüste murrten die Israeliten über Jahve und Moses. Zur Strafe
schickte der Himmel feuerrote giftige Schlangen, an deren Biss viele starben. Moses betete für sein Volk,
und Gott befahl, eine eherne Schlange zu gießen und an einem Pfahl zu befestigen; beim Anblick dieses
Zeichens würden Gebissene am Leben bleiben. Das Neue Testament sieht in der erhöhten Schlange einen
Hinweis auf Jesu Erhöhung am Kreuz. Durch diese Sicht des Karfreitagsgeschehens wird das Kreuz zu einem
Leben spendenden Baum. An ihm ist die Frucht einer umfassenden Hingabe und Liebe zum Menschen zu sehen:
Jesus wird als Frucht des „Lebensbaumes“ zur Nahrung für viele Menschen, besonders auch in der Eucharistie.
So gesehen bringt die verwendete Monstranz das Geheimnis der Eucharistie besser zum Ausdruck als die üblichen
klassischen Monstranzen.
Ein unverschämter Artikel! „Die ‘Laieninitiative’ ist ein Verein pensionierter B-Prominenz aus der Homo-
und Abtreibungsgruppierung ‘Österreichische Volkspartei’“. Wenn Sie noch einen Rest von Respekt vor der
Würde von Menschen haben, dann löschen Sie diesen unverschämten Beitrag über die Laieninitiative.
Eine angesehene, staatstragende Partei pauschal als eine „Homo – und Abtreibungsgruppierung zu beschimpfen,
ist schon ein starkes Stück! Meine liebe Redaktion: Da geht es um ganz konkrete Menschen, die Respekt
verdienen, auch wenn man nicht ihrer Meinung ist.
An lux in tenebris Was glauben Sie: Wieviele Priester leben in Ihrer Diözese mit Frauen in einem Verhältnis?
Vielleicht auch solche in einer gehobeneren Position? Nennen Sie die eigene Diözese dann auch dekadent?
Beleidugung Ich verbiete mir für meine Diözese Linz, in der ich lebe , die Bezeichnung „dekadent“. Es
ist dies eine tiefe Beleidigung aller Gläubigen, die sich für ein gutes christliches Leben hier bemühen.
Ich ersuche die Redakton diesen Begriff zu entfernen! Wer sich selber ein Bild von der Diözese Linz machen
möchte, der schaue mal hier hinein: www.dioezese-linz.at
Zu: Theorie und Praxis 2. Versuch Kardinal Schönborn hat aus sehr guten Gründen mit ihm vorliegenden
Beweisen die Weihe des designierten Hilfsbischofs Wagner gestoppt. Ihm Sabotage vorzuwerfen ist ein starkes
Stück!
Abwehr: ad aufrechterkatholik Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie die „inkriminierten“ Begriffe
gar so stark ablehnen? Freud würde sagen: Was man verteufelt, mit dem hat man selber Probleme.
Der Dümmste studiert Theologie? Einige Bemerkungen: Die Überschrift legt nahe, dass alle die Theologie
studieren, dumm sind. – Eine böse Beleidigung! Zum Beitrag in der Studentenzeitung: Um zu einem sachgemäßen
Urteil zu kommen, müsste man folgendes wissen: Sind die zitierten Abschnitte Zitate oder Aussagen des
Verfassers? Welche „literarische Gattung“ wird benützt? (Publikumsbeschimpfung, Satire …) Gibt es dazu
eine Erklärung der Herausgeber? … Vorsicht, sonst könnte es auch eine ungerechte Vorverurteilung werden.
Wichtig ist auch festzuhalten, dass dieser artikel nicht im Verantwortungsbereich der Leitung der Hochschule
entstanden ist und man daher nicht – wie es kath.net macht – die Theologische Hochule selbst bekleckern
darf!
An wickerl Eine sachbezogenere Antwort auf meine postings wäre mir zwar lieber gewesen, als Ihr emotionaler
Rundumschlag. Aber in einem gebe ich ihnen Recht: Es werden sich wirklich welche fragen, was einen Mann
bewegt, für eine Abtreibung zu bezahlen. Viele plausiblen Antworten wird es darauf ja nicht geben.
Zum Thema! Mich wundert, warum hier so wenig zum Thema gepostet wird. Es geht um Wagner, dem verhinderten
Hilfsbischof, um die Gründe seiner Nicht-weihe, seine Anwürfe in Richtung seiner Gegner, seine halbherzigen
Ausreden und Dementis… Na, Kolleginnen und Kollegen: Hat es euch die Sprache verschlagen?
Ich wäre an Stelle Wagners vorsichtiger Wagner wäre gut beraten, wenn er sich an das Schweigegebot des
Kardinals halten würde. Wernn er weiter die Verwürfe abstreitet, könnte es sein, dass die Frau aus
Windischgarstevon sich aus in die Öffentlichkeit geht, weil sie ja von Wagner immer wieder als Lügnerin
mit einem anonymen Zettel beschimpft wird. Wir hätten dann eine dem Fall Groer von 1995 sehr ähnliche
Situation.
An den leser Schwierigkeiten mit dem Zölibat ist kein auf Mitteleuropa beschränktes Problem. Im Gegenteil:
In Amerika, Afrika und Asien zeigen Untersuchungen noch ein weit düstereres Bild. Und diese Untersuchungen
sind nicht von Zulehner.
Wagners Gegner sind Lügner? Warum geht Wagner wegen Verleumdung nicht vor Gericht? Er ist doch sonst
kein zimperlicher Typ. Wohl deswegen nicht, weil es dann zu einer Gegenüberstellung mit der Frau kommen
würde. Das und die Aufdeckung der Wahrheit macht ihm wohl Angst!
Wagners „Lebenslüge“ Mons. Wagners hinterlistige Gegner planten drei Tage vor seiner Bischofsweihe die
Lüge zu streuen, er habe einer unverheirateten schwangeren Mutter Geld für eine Kinderabtreibung gegeben.
Mons. Wagners Kommentar: „Da wußte ich, jetzt geht es mit den Lügen los. Da wollte ich nicht mehr.“
Vielleicht kommt hier aber bei Wagners Leugnen an den Tag, was Ibsen „Lebenslüge“ nennt. Lebenslügen
dienen dazu, etwas Unangenehmes, Negatives nicht eingestehen zu müssen oder zu verschleiern.
Was waren wohl die wahren Gründe für den so raschen Sinneswandel des Kardinals Doch auch das war offenbar
eine List: „Wenige Tage später hat er die Sondersitzung der Bischöfe einberufen – da wußte er schon
was laufen sollte.“ – erinnert sich Mons. Wagner: „Er hat auch meinen Bischof angerufen und gesagt, man
solle das noch schnell lösen, damit seine Sitzung ruhiger ablaufen kann.“ Natürlich nicht die „Sager“
Wagners über Homosexualität, Harry Potter und Tsunamis. Sondern es war wohl der Inhalt des „anonymen
Zettels“ der in Wirklichkeit eine eidesstattlich Erklärung einer ganz konkreten Frau, deren Identität
der Diözese bekannt ist. Nun werde ich aber sicher gelöscht. Denn das ist wahrscheinlich zuviel an Wahrheit!
Anonymer Zettel? Der angebliche „anonyme Zettel“ ist in Wirklichkeit eine eidesstattliche Erklärung,
im Besitz des Domkapitels. Jetzt wird dieser Beitrag sicher gleich gelöscht. Die Wahrheit darf nämlich
hier nicht geschrieben werden.
An Prof. Vielleicht könnten Sie, nachdem Sie Ihre beckmesserischen Haarspaltereien beendet haben, zum
praktischen Teil des Problemes was sagen: Z.B.: Warum kommen weltweit 50 und mehr % der katholischen Priester
mit der Zölibatsverpflichtung nicht zurecht und wie kann man mit diesem Problem sachgerecht umgehen,
ohne dass die Kirche an Glaubwürdigkeit noch mehr verliert?
Die Realität im Linzer Anti-Wagner-Bistum? Dass katholische Priester in großer Zahl mit Frauen zusammenleben
und mit ihnen auch Kinder haben ist eine weltweite Realität – in manchen Ländern noch häufiger – und
durchaus nicht nur auf Linz zu beschränken. Dies wird für viele solange ein Ärgernis sein, bis die
Kirchenleitung endlich die verpflichtende Koppelung zwischen Zölibat und Priesterberuf aufgibt und Verheiratete
zum Priesteramt zulässt.
#1 Puchil2 † 08:13:10 | Donnerstag, 16. April 2009
Angeblich? Die Seelsorgeeinheit Philipp Neri in Heidelberg führte in der ersten Hälfte der Karwoche
ein „eucharistisches Fasten“ durch. Das geht aus dem Gemeindebrief hervor. Man wollte wie angeblich in
der Urkirche werktags keine Messe feiern. Natürlich entspricht es den Tatsachen, dass in der Urkirche
werktags kein Herrenmahl gefeiert wurde. Die gepflegte Gottesdienstform während der Woche war das gemeinsame
Psalmengebet, die heutige Tagzeitenliturgie.
#43 Puchil2 † 08:05:55 | Donnerstag, 16. April 2009
Zweierlei Maß Es ist schon komisch: Wenn ich von beeideten Fakten spreche, die gegen den – Gott sei Dank –
verhinderten Hilfsbischof Wagner sprechen, werden meine Beiträge von der Redaktion des Forums gelöscht.
Auf der anderen Seite dürfen Beitragsverfasser und Poster in oft unflätiger Weise über andere Personen
herfallen und es geschieht nichts! Das verstehe wer will!
An LM Wahrscheinlich haben Sie noch keine Zeile von Prof Zulehner gelesen. Sonst würden Sie wissen, aus
welch tiefer spiritueller Basis heraus er zu seinen pastoralen Schlussfolgerungen kommt.
Laien können das Loch nicht stopfen? Doch, das könnten sie: Wenn man sie – so wie Prof. Zulehner immer
wieder fordert – zu Priestern weihen würde! Die Kompetenzen dazu hätten sie.
Not-wendiger Seitenhieb Bischof Golser von Brixen wünscht in der jüngsten Ausgabe der Kirchenzeitung
der Diözese Innsbruck, „Tiroler Sonntag“, dass den kontinentalen Bischofskonferenzen in der Frage der
Priesterweihe für bewährte, verheiratete und in der Gemeinde geachteten Männer (viri probati) „mehr
Entswcheidungsmöglichkeiten“ zugestanden werden. Ich gratuliere zu diesem mutigen Vorstoß und hoffe,
dass sich möglichst viele Bischofskollegen anschließen und diesen Wunsch mit aller Deutlichkeit in Rom
vertreten, damit endlich ein längst fälliger erster Schritt zur Linderung des brennenden Priestermangels
gesetzt werden kann. Es wäre schön, wenn auch Bischof Scheuer von Innsbruck noch deutlichere Worte finden
könnte und seinen südlichen Nachbarn nicht im Regen stehen lässt.
An Dr. Schlämmer „Die Wahrheit wurde geopfert. Die „Dechanten“ haben Wagner abgeschossen, weil sie ihn
fürchteten als jemanden, der sie wieder in Konformität mit dem Kirchengesetz gebracht hätte… Die
angeblich mangelnde Kompetenz und angeblichen Kommunikationsschwierigkeiten, naja das waren die Gründe,
die man vorgeschoben hat, damit das üble Ansinnen verborgen bleiben konnte. SO wars. Und NICHT anders.“
Weil Pfarrer Wagner nachweislich ordentlich Dreck am Stecken hat, deswegen wurde er nicht Weihbischof.
SO wars. Und NICHT anders!
Widerstand leisten In der Diözese Linz, die leider immer wieder völlig zu Unrecht kritisiert wird, gelten
folgende Grundsätze für die Seelsorge der Zukunft: Leitsätze: Option für das Leben der Gemeinden 1.
Gemeinden sollen leben: in und als Pfarrgemeinden, als kategorielle Gruppen, als Personalgemeinden. Konsequenz:
Keine Pfarre wird aufgelöst! Wo nötig leiten Pfarrassistenten (meist Laien) zusammen mit einem Moderator
(Priester) eine Gemeinde. 2. Die Gemeinden sind Subjekt der Seelsorge, die Menschen sind Subjekt. Konsequenz:
Die Gemeinden organisieren als Träger der Seelsorge in Verantwortung ihr Pfarrleben. 3. Gemeinden stehen
in Beziehung zu anderen Gemeinden, zur Diözese, zur Weltkirche. Konsequenz: Bildung von „Seelsorgeräumem“
um die Zusammenarbeit zu fördern. (Solidartätsprinzip)
Märchenartikel Auch wenn es hier noch so oft geschrieben wird: Der Rückgang in manchen Bereichen der
Kirche hat nichts, aber auch gar nichts mit der Einführung des Novus Ordo zu tun. Die Wahrheit ist: Ohne
Liturgieredorm wären die Kirchen noch leerer.
Pflichtzölibat ist eine Fiktion Zölibatsprobleme nicht auf Diözese Linz beschränkt! Durch die Art
und Weise der medialen Berichterstattung über Zölibatsverfehlungen wird der Eindruck vermittelt, als
handelte es sich dabei um ein besonders für die Diözese Linz typisches Problem. Dieser Eindruck entspricht
nicht den Tatsachen: In einer Umfrage unter 1500 Priestern in der der Erzdiözese Köln sagen 76% aller
Befragten, dass viele Geistliche ohnehin mit einer Frau zusammen leben. Nach begründeten Schätzungen
gibt es in Deutschland rund 4000 Frauen, die mit einem Priester liiert sind. (bei rund 16.000 Priestern).
Die Zahlen sind sicher auch auf alle österreichischen Diözesen übertragbar. Eine Untersuchung der Biographien
von 1500 nordamerikanischen Priestern ergab, dass höchstens die Hälfte der Priester mit dem Zölibat
leben kann. (10 % gefestigter bis vollendeter Zölibat, 40 % annähernde Befolgung) Kenner der Gegebenheiten
sagen, dass die Lage in Südamerika, Afrika und Asien noch dramatischer sei. Priester im Amt, die mit
einer Frau zusammen leben: Philippinen: 50 % Brasilien: 50% – 60% Mexiko:: 75% (Angabe eines Bischofs)
Peru: 80 % Bolivien: 95% Zaire: gegen 100% Zusammenfassend kann gesagt werden: In der Realität ist der
verpflichtende Zölibat der Priester weltweit eine Fiktion!
KIRCHE MACHT ANGST Das hässliche Gesicht der kirchlichen Macht Oder: Angst geht um im Land Auf den ersten
Blick hin bin ich enttäuscht, dass Josef Friedl von seinen Mitbrüdern, bsonders von den bereits pensionierten,
die auch in einer Beziehung mit einer Frau leben, bis jetzt so wenig öffentliche Solidarität erfahren
hat. Je nach Studie, ausgedrückt in absoluten Zahlen, sind in der Diözese Linz mindestens zwischen 46
und 74 Priester in einer ähnlichen Situation. Abgesehen von einem anonymen Schreiben von 8 Priestern
und einem Posting auf der Homepage von „Wir sind Kirche“ einer nicht näher erklärten Gruppe mit Namen
„zukunftinderkirche“ war von ihnen nichts zu hören. Auf den zweiten Blick verstehe ich das schweigsame
Einziehen ihrer Köpfe: Angst geht unter ihnen um. Angst, ihr Amt zu verlieren. Angst, ihre angesehene
Position zu verlieren. Angst, die berufliche Existenz zu gefährden, ihre eigene und vielleicht auch die
ihrer Partnerinnen, sofern sie im kirchlichen Bereich tätig sind. Angst vor dem hässlichen Gesicht der
kirchlichen Macht. Denn das Kirchenrecht kennt im Falle des offiziellen bekannt Werdens einer solchen
Beziehung nämlich keine Gnade.
Nur Gerüchte? Dass sich Wagner in Worten gegen die Abtreibung wettert und sich leidenschaftlicher Lebensschützer
darstellt, sagt gar nichts über seine Unschuld bezüglich der Vorwürfe, die im Raum stehen. Auch Kardinal
Groer hat in einer Predigt gegen die Kinderschänder gewettert, dass „sie des Himmelreiches verlustig
gehen“ und wurde dann als solcher von einem Opfer seiner Übergriffe geoutet. Übrigens: Hier auf diesem
Forum wurde geschrieben, dass es ein belastendes Dokument in der Hand des Domkapitels gäbe.Da tickt –
noch immer eine Bombe!
Zölibatsprobleme nicht auf Diözese Linz beschränkt! Durch die Art und Weise der medialen Berichterstattung
über das Outing von Dechant Josef Friedl wird der Eindruck vermittelt, als handelte es sich dabei um
ein besonders für die Diözese Linz typisches Problem. Dieser Eindruck entspricht nicht den Tatsachen:
In einer Umfrage unter 1500 Priestern in der der Erzdiözese Köln sagen 76% aller Befragten, dass viele
Geistliche ohnehin mit einer Frau zusammen leben. Nach begründeten Schätzungen gibt es in Deutschland
rund 4000 Frauen, die mit einem Priester liiert sind. (bei rund 16.000 Priestern). Die Zahlen sind sicher
auch auf alle österreichischen Diözesen übertragbar. Aus Polen gibt es ähnliche Zahlen. Eine Untersuchung
der Biographien von 1500 nordamerikanischen Priestern ergab, dass höchstens die Hälfte der Priester
mit dem Zölibat leben kann. (10 % gefestigter bis vollendeter Zölibat, 40 % annähernde Befolgung) Kenner
der Gegebenheiten sagen, dass die Lage in Südamerika, Afrika und Asien noch dramatischer sei. Zusammenfassend
kann gesagt werden: In der Realität ist der verpflichtende Zölibat der Priester weltweit eine Fiktion!
Hilfe für Dechant Friedl Stellungnahme weiterer Priester aus Linz „Dechant Friedl aus Oberösterreich
hat unseren höchsten Respekt, da er sich zu seiner Lebenssituation als Priester offen geäußert hat
und zu seiner Partnerschaft steht. Wir fühlen uns ihm und vielen anderen verbunden. Als in gleicher Weise
Betroffene haben wir uns in Selbsthilfegruppen in österreichischen und anderen angrenzenden deutschsprachigen
Diözesen vernetzt. Nach unserem Einblick in die Realität befinden sich circa ein Drittel der katholischen
Priester in derselben Situation. Wir bitten die Kirchenleitung einen Weg zu suchen, der die priesterliche
Lebensform auch in der römisch-katholischen Kirche freistellt. Uns allen ist der Dienst als Priester
Berufung und Lebenserfüllung. Unsere Partnerinnen sind uns Geschenk des Himmels und wertvolle Hilfe in
unserem Leben und Dienst. Weil die zölibatäre Lebensform aus dem Evangelium nicht zwingend abzuleiten
ist, sind wir der Überzeugung, dass der priesterliche Dienst in Seelsorge, Sakramentenspendung und Gemeindeleitung
für die Kirche wichtiger und zukunftsfähiger ist als das Festhalten am Pflichtzölibat. Wir hoffen aus
Gründen der Glaubwürdigkeit der Kirche, dass sie die entsprechenden kirchenrechtlichen Regelungen in
allernächster Zeit ändert. – Stellungnahme der Vernetzungsgruppe zukunftinderkirche am 13. März 2009.“
Hilfe für Friedl Stellungnahme von weiteren Priestern „Dechant Friedl aus Oberösterreich hat unseren
höchsten Respekt, da er sich zu seiner Lebenssituation als Priester offen geäußert hat und zu seiner
Partnerschaft steht. Wir fühlen uns ihm und vielen anderen verbunden. Als in gleicher Weise Betroffene
haben wir uns in Selbsthilfegruppen in österreichischen und anderen angrenzenden deutschsprachigen Diözesen
vernetzt. Nach unserem Einblick in die Realität befinden sich circa ein Drittel der katholischen Priester
in derselben Situation. Wir bitten die Kirchenleitung einen Weg zu suchen, der die priesterliche Lebensform
auch in der römisch-katholischen Kirche freistellt. Uns allen ist der Dienst als Priester Berufung und
Lebenserfüllung. Unsere Partnerinnen sind uns Geschenk des Himmels und wertvolle Hilfe in unserem Leben
und Dienst. Weil die zölibatäre Lebensform aus dem Evangelium nicht zwingend abzuleiten ist, sind wir
der Überzeugung, dass der priesterliche Dienst in Seelsorge, Sakramentenspendung und Gemeindeleitung
für die Kirche wichtiger und zukunftsfähiger ist als das Festhalten am Pflichtzölibat. Wir hoffen aus
Gründen der Glaubwürdigkeit der Kirche, dass sie die entsprechenden kirchenrechtlichen Regelungen in
allernächster Zeit ändert. – Stellungnahme der Vernetzungsgruppe zukunftinderkirche am 13. März 2009.“
Nein, nicht nur Friedl Zölibatsprobleme nicht auf Diözese Linz beschränkt! Durch die Art und Weise
der medialen Berichterstattung über das Outing von Dechant Josef Friedl wird der Eindruck vermittelt,
als handelte es sich dabei um ein besonders für die Diözese Linz typisches Problem. Dieser Eindruck
entspricht nicht den Tatsachen: In einer Umfrage unter 1500 Priestern in der der Erzdiözese Köln sagen
76% aller Befragten, dass viele Geistliche ohnehin mit einer Frau zusammen leben. Nach begründeten Schätzungen
gibt es in Deutschland rund 4000 Frauen, die mit einem Priester liiert sind. (bei rund 16.000 Priestern).
Die Zahlen sind sicher auch auf alle österreichischen Diözesen übertragbar. Eine Untersuchung der Biographien
von 1500 nordamerikanischen Priestern ergab, dass höchstens die Hälfte der Priester mit dem Zölibat
leben kann. (10 % gefestigter bis vollendeter Zölibat, 40 % annähernde Befolgung) Kenner der Gegebenheiten
sagen, dass die Lage in Südamerika, Afrika und Asien noch dramatischer sei. Zusammenfassend kann gesagt
werden: In der Realität ist der verpflichtende Zölibat der Priester weltweit eine Fiktion!
Böswillig Wer so über den verstorbenen Karinal schreibt, hat überhaupt nichts verstanden und outet
sich als bis in die Wurzeln hinein böswilligen Menschen.
An wolfgang.e Der Blick auf alle anderen christlichen Konfessionen zeigt, dass sie keinen Pristermangel
haben, da sie den verpflichtenden Zölibat nicht kennen. Das ist doch was! Die entscheidende Richtschnur
für jeden Christen ist die Bibel und das Glaubensbekenntnis. Auch der Katechismus, das Lehramt und der
Papst haben sich daran zu orientieren. Was ich bei der Priesterweihe versprochen habe (Ehelosigkeit, Gehorsam
dem Bischof gegenüber) gehört nicht zu den Glaubenswahrheiten, sondern sind kirchendisziplinäre Festlegungen.
Was nicht heißt dass ich aus Jux und Tollerei die Ehelosigkeit aufgegeben habe, sondern nach Jahren des
Ringens um diese Lebensform. In der katholischen Kirche hält mich die Liebe zu ihr. Sie ist meine spirituelle
Heimat, auch wenn ich ein Stück weit an ihr auch leide.
Lieber wolfgang.e Nun ja. Wenn sie sagen, die Probleme wären nicht weniger sondern andere, dann ist das
wohl auch eine Behauptung. Oder? Warum sollte ich meine Kirche verlassen? Ich bin auf den katholischen
Glauben tetauft, ich lebe gemäß diesem Glauben, wie er im Glaubensbekenntnis festgeschrieben ist und
werde – so Gott will- in diesem Glauben auch sterben. Vom Zölibat für alle Priester lese ich darinnen
eigentlich nichts. An die Unschuld: Wenn der gute Herr Gerhar M. Wagner weiter so zündelt, dann werden
die Beweise schneller als Sie denken auf den Tisch liegen. Das wird aber dann für den verhinderten Weihbischof
höchst unangenehm werden.
Aha, auch pamino gehört dazu! Außer beschimpfen nichts, keine Argumente. Sie passen gut zur Unschuld
und zum lux in tenebris. An Wolfgang: Sie vergleichen Birnen mit Äpfel und können es drehen und wenden
wie sie wollen: Ohne verpflichtenden Zölibat für alle Priester hätte die katholische Kirche einige
Probleme weniger.
Ergänzum zu schalom Petrus Comester, Theologe im 13. Jahrhundert, schreibt: „Der Teufel hat der Kirche
nie so geschadet wie die Kirche sich selbst, als sie die Priester zur Ehelosigkeit zwang.“
Offener Brief an Bischof Schwarz 2. Teil Wie entscheiden Sie, wenn sich weitere Priester mit Dechant Friedl
solidarisieren und öffentlich zu ihren Frauen stehen? Das Potential ist ja sehr groß: 46 bis 74 kommen
in Frage! Alle suspendieren und aus dem Amt entfernen? Aber welche Auswirkungen hätte so ein Schritt
auf die Seelsorge in unserer Diözese, wo doch der Priestermangel jetzt schon die Schmerzgrenze überschritten
hat? Sie sehen, in welch unseliges Dilemma das sture Beibehalten der Koppelung von Briesterberuf und Ehelosigkeit
Sie und die ganze Kirche geführt hat. Führen Sie diese Zahlen Ihren Kollegen in der Bischofskonferenz
deutlich vor Augen. Haben Sie keine Angst. In den anderen Diözesen ist ja die Situation die gleiche.
Nur redet man dort (noch) nicht so deutlich darüber. Reichen Sie diese Zahlen an die zuständigen vatikanischen
Stellen weiter! Reden Sie mit dem Papst darüber im Klartext. Er wird Sie verstehen. Denn er weiß ja,
dass die Verwirklichung des Zölibatsgesetztes weltweit in mindestens ähnlicher Weise wie bei uns im
Argen liegt. Ich glaube an Wunder: Vielleicht bewegt sich Kirche endlich – getrieben vom Heiligen Geist –
in dieser brennenden Frage.
Offener Brief 1. Teil Sehr geehrter Herr Bischof! Sie treffen sich am Montag mit Dechant Josef Friedl,
um mit ihm über seine Zölibatsverfehlung zu sprechen. Seine Suspendierung steht im Raum. Als einer von
150 in Ihrer Diözese lebenden Priestern ohne Amt, von denen die meisten aus Zölibatsgründen ihren Beruf
aufgeben mussten, ersuche ich Sie folgendes zu bedenken, bevor Sie eine Entscheidung treffen: Nach Untersuchungen
von Dr. Paul Zulehner leben in Österreich zwölf bis 22 Prozent der Priester in einer Partnerschaft.
34 Prozent der Kleriker stimmten bei dieser Befragung im Jahr 2000 der Aussage zu, sie hätten hinsichtlich
Zölibat „einen eigenständigen Weg gefunden, den ich verantworten kann“. Zu denselben Ergebnissen kommt
auch eine Untersuchung der Universität Posen für die polnischen Priester. Eine amerikanische Studie
kommt zu ähnlichen Zahlen. Wenn Sie nun diese Ergebnisse auf den Klerus unserer Diözese umlegen, ergibt
das in absoluten Zahlen folgendes Bild: Von den 385 in der Pfarrseelsorge arbeitenden Priestern leben
46 bis 74 in einer Partnerschaft. 130 haben „einen eigenständigen Weg gefunden, den sie verantworten
können“, was immer das auch heißen mag. Neben Dechant Josef Friedl haben sich bisher 8 weitere Priester –
wenn auch anonym – zu einer Beziehung mit einer Frau bekannt. Ein Teil davon hat auch Kinder. Wie werden
Sie mit dieser Gruppe umgehen?
#34 Puchil2 † 17:50:06 | Donnerstag, 12. März 2009
Linz ist überall! Zölibatsprobleme nicht auf Diözese Linz beschränkt! Durch die Art und Weise der
medialen Berichterstattung über das Outing von Dechant Friedl wird der Eindruck vermittelt, als handelte
es sich dabei um ein besonders für die Diözese Linz typisches Problem. Dieser Eindruck entspricht nicht
den Tatsachen: In einer Umfrage unter 1500 Priestern in der der Erzdiözese Köln sagen 76% aller Befragten,
dass viele Geistliche ohnehin mit einer Frau zusammen leben. Nach begründeten Schätzungen gibt es in
Deutschland rund 4000 Frauen, die mit einem Priester liiert sind. (bei rund 16.000 Priestern). Die Zahlen
sind sicher auch auf alle österreichischen Diözesen übertragbar. Eine Untersuchung der Biographien
von 1500 nordamerikanischen Priestern ergab, dass höchstens die Hälfte der Priester mit dem Zölibat
leben kann. (10 % gefestigter bis vollendeter Zölibat, 40 % annähernde Befolgung) Kenner der Gegebenheiten
sagen, dass die Lage in Südamerika, Afrika und Asien noch dramatischer sei. Zusammenfassend kann gesagt
werden: In der Realität ist der verpflichtende Zölibat der Priester weithin eine Fiktion!
#69 Puchil2 † 11:32:36 | Donnerstag, 12. März 2009
An wolfgang Nun ja, wenn man weiß, wie oft er im Vatikan Türklinken geputzt hat, um seine Berufung zu
betreiben, dann bekommt man einen anderen Eindruck.
Unterstützt die Laieninitiative! Die „Laieninitiative“ ist eine Gruppe von Katholiken, welche über den
zunehmenden Priestermangel und den insbesondere im ländlichen Raum damit verbundenen Seelsorgenotstand
in den Gemeinden sehr besorgt ist. Das Vatikanische Konzil hat die entscheidende Rolle des Gottesvolkes
festgestellt. Als dessen Angehörige wollen wir aktiv werden, unsere Stimme erheben und längst notwendige
Reformen einfordern. Wir halten den verpflichtenden Zölibat der Geistlichen für überholt. Es sollen
ferner neben Inhabern des Priesteramtes auch andere geeignete Personen („Viri probati“) vom Bischof durch
Weihe und Ordination zum Leisten wichtiger kirchlicher Dienste – insbesondere zum Leiten der Eucharistiefeier
und zum Spenden der Krankensalbung – beauftragt werden können. Wir treten dafür ein, dass Frauen zunächst
auch zu Diakoninnen geweiht werden und unterstützen alle geeigneten Maßnahmen, die Pfarrer durch eine
wesentlich verstärkte Mitwirkung der Laien an der Seelsorge und Leitung der Pfarre zu entlasten. www.laieninitiative.at
Outing von Dechant Friedl Ich begrüße ich den Schritt von Dechant Josef Friedl aus Ungenach, öffentlich
zu seiner langjährigen Beziehung mit seiner Lebensgefährtin zu stehen. Ich ermutige die vielen anderen
Priester, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, es ihm gleich zu tun, um sich mit ihm zu solidarisieren.
Damit würde endlich klar benannt und offen gezeigt, was – nicht nur bei uns, sondern weltweit – Sache
ist. Auch wenn es schwierig ist, gesichertes Untersuchungsmaterial zu dieser Frage zu bekommen, doch einige
Zahlen: Laut einer Untersuchung der Universität Posen wünschen sich über die Hälfte der polnischen
Priester Frau und Kinder. 12% der Priester haben eine ständige Geliebte und über ein Drittel hatten
schon einmal eine Beziehung und Intimverkehr mit Frauen gehabt. Der Leiter der Untersuchung meint, dass
die tatsächlichen Zahlen aber höher lägen. In einer Umfrage unter 1500 Priestern in der der Erzdiözese
Köln sagen 76% aller Befragten, dass viele Geistliche ohnehin mit einer Frau zusammen leben. Nach begründeten
Schätzungen gibt es in Deutschland rund 4000 Frauen, die mit einem Priester liiert sind. (bei rund 16.000
Priestern). In Österreich wird die Situation sicher ähnlich sein. Kenner der Gegebenheiten sagen, dass
die Lage in Amerika, Afrika und Asien noch dramatischer sei. Zusammenfassend kann gesagt werden: In der
Realität ist der verpflichtende Zölibat der Priester weithin eine Fiktion!
Erklärungsnostand Es geht dabei um die Behauptung, daß Mons. Wagner einer schwangeren Mutter Geld für
die Abtreibung ihres ungeborenen Kindes gegeben haben soll. Er habe also Geld „gegeben“, nicht nur angeboten.
Kann mir jemand erklären, warum ein Priester einer Frau Geld für eine Abtreibung gibt, wenn er nicht
selber der Vater ist? Welches Motiv soll er sonst haben, sich so zu versündigen, wenn es dabei nicht
um die Rettung seines eigenen Kopfes geht? Die betroffene Mutter ließ das Kind allerdings nicht ermorden.
Wenn das stimmt, dann gibt es jetzt im Raum Windischgarsten einen kleinen Weihbischof Wagner oder gar
eine kleine Weihbischöfin. Kritische Stimmen im Bistum Linz gegen davon aus, daß eine solche Tat und
deren Rechtfertigung eher den altliberalen und abtreibungsfreundlichen Gegnern von Mons. Wagner zuzutrauen
wäre. Bei Mons. Wagner sei ein solcher Vorwurf dagegen völlig undenkbar. Siehe an! Jetzt kommt die Dolchstoßlegende
und ganz andere werden zu Tätern gemacht um den eigentlichen Täter zu schützen. Das kann auch nur kreuz.net.
Bombe explodiert? Als ich vor einigen Tagen in einem Posting eine tickende Bombe in Windischgarsten erwähnte,
wurde mir dieses Posting von der Redaktion von kreuz.net gelöscht. So etwas zu schreiben sei nämlich
Rufmord. Nun lässt kreuz.net die Bombe selber explodieren. Das ist schon erstaunlich!
An vieira Entschuldigen Sie mein missglücktes posting von vorhin. Ich habe irrtümliche zu früh auf
senden gedrückt Ich bestreite mal, dass die Kirchenleitung die Lage unterschätzt. Können Sie Gegenteiliges
nachweisen? Lesen Sie die Aussagen der Kirchenleitung zu diesem Thema: „Zölibat hat nichts mit Priestermangel
zu tun“ bis hin zu: „Es gibt keinen Priestermangel“ … Die zwangsweise Koppelung von Priesterberuf und
Ehelosigkeit kann auch nicht Ursache einer allgemeinen Überforderung sein. Schließlich sind die Priester
freiwillig Priester geworden in Kenntnis der Sachlage und sie haben sich selbst freiwillig zum Zölibat
verpflichtet. Die Zahll der, die aus Zölibatsgründen aus dem Priesterberuf ausscheiden und die Zahl
der Priester im Amt, die mit dem Zölibat nicht zu recht kommen, sprechen aber eine andere Sprache Bei
den Laien gibt es im Zusammenhang mit Ehe und Keuschheit ebenfalls Leiden vieler Betroffener. Verheiratete
Priester wären wohl nicht frei von Leiden vieler Betroffener. Es macht keinen Sinn das Leiden gegeneinander
aufzurechnen Wieviele Priester leben eigentlich mit verheirateten Frauen zusammen, die zivil geschieden
sind? Darüber habe ich keine Informationen
An Vieira Ich bestreite mal, dass die Kirchenleitung die Lage unterschätzt. Können Sie Gegenteiliges
nachweisen? Lesen Sie die Aussagen der Kirchenleitung zu diesem Thema: „Zölibat hat nichts mit Priestermangel
zu tun“ bis hin zu: „Es gibt keinen Priestermangel“ … Die zwangsweise Koppelung von Priesterberuf und
Ehelosigkeit kann auch nicht Ursache einer allgemeinen Überforderung sein. Schließlich sind die Priester
freiwillig Priester geworden in Kenntnis der Sachlage und sie haben sich selbst freiwillig zum Zölibat
verpflichtet. Die Zahll der, die aus Zölibatsgründen aus dem Priesterberuf ausscheiden und die Zahl
der Priester im Amt, die mit dem Zölibat nicht zu recht kommen, sprechen aber eine andere Sprache Bei
den Laien gibt es im Zusammenhang mit Ehe und Keuschheit ebenfalls Leiden vieler Betroffener. Verheiratete
Priester wären wohl nicht frei von Leiden vieler Betroffener. Wieviele Priester leben eigentlich mit
verheirateten Frauen zusammen, die zivil geschieden sind?
An Vieira Sie fordern reuelose Tod- und Dauersünder auf, ihre Sünde öffentlich als vorbildlich darzustellen
Nicht als vorbildlich, sondern als Zeichen der Überforderung, die durch die zwangsweise Koppelung von
Priesterberuf und Ehelosigkeit weltweit immer wieder und häufiger, als die Kirchenleitung wahr haben
will, zum Leiden vieler Betroffener anzutreffen ist.
Die Wahrheit macht frei P.P.S.: Glauben Sie ernsthaft, die Kenntnis der wahren Anzahl von Priestern, die
sich in bestimmter Weise versündigen mache irgendwen frei? Realitäten und Probleme wahrnehmen, ernst
nehmen, nicht kleinreden oder gar unter den Teppich kehren – all das wäre lösungsorientiertes Verhalten
und würde Energie zu notwendigen Veränderungen frei machen.
Dechant Josef Friedl Ich begrüße den Schritt von Dechant Josef Friedl aus Ungenach, öffentlich zu seiner
langjährigen Beziehung mit seiner Lebensgefährtin zu stehen. Ich ermutige die vielen anderen Priester,
die sich in einer ähnlichen Situation befinden, es ihm gleich zu tun. Damit würde endlich klar benannt
und offen gezeigt, was – nicht nur bei uns sondern weltweit – Sache ist: In der Realität des Lebens ist
der verpflichtende Zölibat der Priester weithin eine Fiktion! Der durchaus nicht revolutionäre Kirchenhistoriker
August Franzen (+ 1972) drückt diesen Sachverhalt so aus: „Die Geschichte weiß von den vielen Schwierigkeiten
zu berichten, die der Durchführung des zölibatären Ideals oft im Weg gestanden haben. Sie waren zeitweilig
so groß, dass manche mit guten Gründen bezweifelt haben, ob es in dieser Breite überhaupt durchführbar
sei.“ Es ist höchst an der Zeit, dass auch die Kirchenleitung nicht mehr länger die Augen vor der Wirklichkeit
verschließt und dem Wort Christi traut: Nur die Wahrheit wird euch frei machen!
Zuerst sich inormieren Die Diözese Linz zieht sich keines Falls auf die soziale Ebene zurück, sondern
kommt allen Grundfunktionen der katholische Kirche ausgewogen nach: Feier des Glaubens, Verkündigung
und Diakonie. Überzeugt euch selbst, indem ihr dem link folgt. www.dioezese-linz.at/
Wagner zum Erzbischof? Galtür Vor 10 Jahren tötete eine Jahrhundert-Lawine in Galtür 31 Menschen. Der –
Gott sei Dank – verhinderte Hilfsbischof Gerhard Wagner wird jetzt wohl darüber nachdenken, ob diese
Katastrophe nicht Folge der „geistigen Umweltverschmutzung“ in dem Tiroler Wintersportort gewesen ist.
Die Angehörigen der Opfer werden von dieser Erklärung sicher sehr angetan sein und für die Kirche große
Sympathien entwickeln.
Krak des Chevaliers: zappeln lassen Das würde uns in Linz nicht stören. Im Gegenteil! Wir finden auch
mit den von uns bestellten Bischofsvikaren das Auslangen.
An Pietro Parente und Lorenz Das ist mir alles zu viel um den Brei geredet und zu abgehoben. Noch einmal.
Konkret! Was sagen sie den Angehörigen der 31 Toten, was ihnen vom Galuben her hilfreich in der Bewältigung
ihres Verlustes sein könnte?
Galtür Vor 10 Jahren tötete eine Jahrhundert-Lawine in Galtür 31 Menschen. Der – Gott sei Dank – verhinderte
Hilfsbischof Gerhard Wagner wird jetzt wohl darüber nachdenken, ob diese Katastrophe nicht Folge der
„geistigen Umweltverschmutzung“ in dem Tiroler Wintersportort gewesen ist. Die Angehörigen der Opfer
werden von dieser Erklärung sicher sehr angetan sein und für die Kirche große Sympathien entwickeln.
#50 Puchil2 † 12:29:51 | Freitag, 20. Februar 2009
100 Pius-Gottesdienstbesucher: An Hacki Sie haben vergessen zu erwähnen, dass diese 100 Pius-Gläubigen
von weit und breit zusammenkommen. Nicht nur aus ihrem Städtchen.
#28 Puchil2 † 11:30:43 | Freitag, 20. Februar 2009
Vor dem Reden wäre Denken wichtig Gott sei Dank! Jetzt habt ihr einen neuen Schuldigen: Die Progressiven.
Wann fangt ihr endlich differenziert zu denken an!
#21 Puchil2 † 11:14:18 | Freitag, 20. Februar 2009
Realitäten sehen! Hacki, wach doch auf! Die Piusbrüder sind im Verhältnis zur großen Zahl der Katholiken
doch nur eine verschwindende Minderheit in einem geschützen Eck der Gesellschaft. Das kann und wird nicht
das Modell für die Lösung der komplexen Probleme der Kirchen in der modernen Gesellschaft sein.
#18 Puchil2 † 10:47:34 | Freitag, 20. Februar 2009
Wer schließt hier die Augen vor was? Wovor schließe ich die Augen? Was haben die Leute in der Nazizeit
gedacht? Wie bringen sie das mit dem hier diskutierten Thema in Verbindung?
#14 Puchil2 † 10:35:09 | Freitag, 20. Februar 2009
„Neue Messe“ hat Schuld!? Auch das ist eine Simplifizierung und eine unzulässige monokausale Erklärung.
Fangt doch endlich an, die Komplexität dieses Problems zu begreifen!
#11 Puchil2 † 10:27:44 | Freitag, 20. Februar 2009
Irrglaube Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass die SJM, die Pius-und Petrusbrüder die Kirchen wieder
füllen werden? Die Gründe für den Rückgang der Kirchenbesucher, der Priesterweihen … liegen doch
ganz wo anders. Ihr macht euch doch viel zu einfach, wenn ihr die Schuld immer auf das VII schiebt. Ich
bin überzeugt: Ohne VII stünden wir noch viel schlechter da. Wann begreift ihr das endlich!
Bewusst blind Warum zieht ihr das viele Gute, das es in Linz gibt, so in den Dreck? Macht doch die Augen
auf! Linz gehört zu den lebendigsten Diözesen in der Welt und ihr hackt immer nur auf dem herum, was
euch nicht in euren extremen Kram passt. Zeigt mir doch eine Diözese, die in euren Augen besser ist:
aber mit Fakten!
#67 Puchil2 † 09:20:25 | Donnerstag, 19. Februar 2009
Vorschlag Pfarrer Wagner soll um die Erhebung seiner Pfarre Windischgarsten zum Bistum ansuchen, dann
kanner dort nicht nur Weihbischof, sondersogar gleich Diözesanbischof werden und alle wären glücklich
#25 Puchil2 † 21:50:32 | Mittwoch, 18. Februar 2009
An Biene Maja Was die Lebensführung der Priester angeht ist es in der Diözese Linz nicht besser und
nicht schlechter als in anderen Diözesen in der Welt. Die Einhaltung des Zölibats ist weltweit eine
Illusion.
#433 Puchil2 † 15:29:19 | Mittwoch, 18. Februar 2009
Fakten Bevor man über die Diözese Linz schimpft, sollte man folgendes lesen und ernst nehmen: ttp://www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=47826
#33 Puchil2 † 18:00:06 | Dienstag, 17. Februar 2009
Neue Diözese Winischgarsten Ich rate den Windischgarstnern, dass sie um Erhebung ihrer Pfarre zur Diözese
ansuchen. Dann haben sie nicht nur einen Hilfsbischof sondern gleich einen Diözesanbischof Wagner und
er und sie sind glücklich und Guiseppe auch.
#19 Puchil2 † 17:12:56 | Dienstag, 17. Februar 2009
Wagner spaltet weiter Er kann es nicht lassen! Einen Tag nach seinem Rückzieher als Hilfsbischof poltert
er in einem Interview schon wieder über die „wilden Dechanten“ und bekräftigt seine unhaltbaren Thesen
über die angeblich heilbare Krankheit Homosexualität und über Naturkatastrophen als Strafe Gottes.
Wie kann denn ein Mann mit einer solchen rüden Sprache und dieser Art von „Straf-theologie“ brückenbauender
Bischof sein? Gott sei Dank ist dieser Kelch – Wagner als Hilfsbischof – an uns vorübergegangen. Es wäre
ein Kelch voller Leiden, Streit und Schwierigkeiten für unsere Diözese geworden.
#56 Puchil2 † 12:05:04 | Dienstag, 17. Februar 2009
aber nicht bei uns Bei uns in Linz wird Herr Wagner sicher nichts mehr werden. Vielleicht hat Rom für
ihn eine Verwendung. Er war ja ohnehin oft dort, um seine Ernennung zu betreiben.
#39 Puchil2 † 11:52:42 | Dienstag, 17. Februar 2009
Neue Diözese Windischgarsten Ichrate den Windischgarstnern, dass sie um Erhebung ihrer Pfarre zur Diözese
ansuchen. Dann haben sie nicht nur einen Hilfsbischof sondern gleich einen Diözesanbischof Wagner und
er und sie sind glücklich
#51 Puchil2 † 11:33:49 | Dienstag, 17. Februar 2009
Neue Diözese Winischgarsten Ichrate den Windischgarstnern, dass sie um Erhebung ihrer Pfarre zur Diözese
ansuchen. Dann haben sie nicht nur einen Hilfsbischof sondern gleich einen Diözesanbischof Wagner und
er und sie sind glücklich
#130 Puchil2 † 11:31:27 | Dienstag, 17. Februar 2009
Neue Diözese WinischgarstenIch rate den Windischgarstnern, dass sie um Erhebung ihrer Pfarre zur Diözese
ansuchen. Dann haben sie nicht nur einen Hilfsbischof sondern gleich einen Diözesanbischof Wagner und
er und sie sind glücklich
#85 Puchil2 † 11:25:40 | Dienstag, 17. Februar 2009
Neue Diözese Winischgarsten Ich rate den Windischgarstnern, dass sie um Erhebung ihrer Pfarre zur Diözese
ansuchen. Dann haben sie nicht nur einen Hilfsbischof sondern gleich einen Diözesanbischof Wagner und
er und sie sind glücklich
#82 Puchil2 † 10:46:04 | Dienstag, 17. Februar 2009
Wagner spaltet weiter Er kann es nicht lassen! Einen Tag nach seinem Rückzieher als Hilfsbischof poltert
er in einem Interview schon wieder über die „wilden Dechanten“ und bekräftigt seine unhaltbaren Thesen
über die angeblich heilbare Krankheit Homosexualität und über Naturkatastrophen als Strafe Gottes.
Gott sei Dank ist dieser Kelch – Wagner als Hilfsbischof – an uns vorübergegangen. Es wäre ein Kelch
voller Leiden, Streit und Schwierigkeiten für unsere Diözese geworden.
#128 Puchil2 † 10:45:08 | Dienstag, 17. Februar 2009
Wagner spaltet weiter Er kann es nicht lassen! Einen Tag nach seinem Rückzieher als Hilfsbischof poltert
er in einem Interview schon wieder über die „wilden Dechanten“ und bekräftigt seine unhaltbaren Thesen
über die angeblich heilbare Krankheit Homosexualität und über Naturkatastrophen als Strafe Gottes.
Gott sei Dank ist dieser Kelch – Wagner als Hilfsbischof – an uns vorübergegangen. Es wäre ein Kelch
voller Leiden, Streit und Schwierigkeiten für unsere Diözese geworden.
#48 Puchil2 † 10:43:56 | Dienstag, 17. Februar 2009
Wagner spaltet weiter Er kann es nicht lassen! Einen Tag nach seinem Rückzieher als Hilfsbischof poltert
er in einem Interview schon wieder über die „wilden Dechanten“ und bekräftigt seine unhaltbaren Thesen
über die angeblich heilbare Krankheit Homosexualität und über Naturkatastrophen als Strafe Gottes.
Gott sei Dank ist dieser Kelch – Wagner als Hilfsbischof – an uns vorübergegangen. Es wäre ein Kelch
voller Leiden, Streit und Schwierigkeiten für unsere Diözese geworden.
Auch römische Bäume wachsen nicht in den Himmel Was lernen wir aus dem Rückzieher von Pfarrer Gerhard
Wagner als Hilfsbischof? Auch römische Bäume (Wagner) wachsen nicht in den Himmel, wenn sich vernünftige
Kräfte der Mitte (Domkapitel, Dechanten, Priester und Laienorganisationen) solidarisieren. Das sollten
wir uns für die Zukunft merken. Denn die nächsten Bischofsernennungen kommen bestimmt!
Auch römische Bäume wachsen nicht in den Himmel Was lernen wir aus dem Rückzieher von Pfarrer Gerhard
Wagner als Hilfsbischof? Auch römische Bäume (Wagner) wachsen nicht in den Himmel, wenn sich vernünftige
Kräfte der Mitte (Domkapitel, Dechanten, Priester und Laienorganisationen) solidarisieren. Das sollten
wir uns für die Zukunft merken. Denn die nächsten Bischofsernennungen kommen bestimmt!
Auch römische Bäume wachsen nicht in den Himmel Auch römische Bäume wachsen nicht in den Himmel Was
lernen wir aus dem Rückzieher von Pfarrer Gerhard Wagner als Hilfsbischof? Auch römische Bäume (Wagner)
wachsen nicht in den Himmel, wenn sich vernünftige Kräfte der Mitte (Domkapitel, Dechanten, Priester
und Laienorganisationen) solidarisieren. Das sollten wir uns für die Zukunft merken. Denn die nächsten
Bischofsernennungen kommen bestimmt!
Kein Zufall: Des Hilfsbischofs „Kreidestimme“ Nach seinem anfänglichen Poltern befleißigt sich der designierte
Hilfsbischof Gerhard Wagner bei den letzten Interviews eines gemäßigteren Tones. Da kommen plötzlich
Worte wie: „Zusammenarbeit“, „das Integrative ist wichtig“, „entgegengehen“, „Hörender sein“, „menschlicher
Umgang“, „niemand braucht sich fürchten“, „es ist verdächtig, wenn man jemand ausgrenzt“, „jeden ins
Boot holen“ … Warum dieser Wandel? Bekam er einen deutlichen Wink von seinen Mitbrüdern im Bischofsamt?
Oder fürchtet er, dass seine Felle davonschwimmen, wenn er so weiter poltert? Lassen wir uns aber von
dieser neuen „Kreidestimme“ nicht täuschen: Es könnte uns sonst ergehen wie den sieben Geißlein. Nämlich
dass uns der „Wolf“, wenn er dann geweiht ist, doch noch frisst.
#15 Puchil2 † 13:17:58 | Dienstag, 10. Februar 2009
Tsunami Seit wann ist es denn eine göttliche Vorgabe, wenn 200.000 völlig unschuldige Menschen bei einem
Zunami ums Leben kommen. Wagner interpretiert das eine Strafe Gottes. Strafe würde aber wenigstens Schuld
voraussetzen.
#10 Puchil2 † 12:51:05 | Dienstag, 10. Februar 2009
Extrem: Liste ist fortzusetzen Tsunami als Strafe Gottes, Homosexuelle Neigung als Krankheit, keine Kommunionhelfer,
Kommunion als Belohnung für sündenfreies Leben, keine Ministrantinnen, den lieben Gott gibt es nicht
…
#6 Puchil2 † 12:03:21 | Dienstag, 10. Februar 2009
300 Mitarbeiter in Windischgarsten Auch in unserer Gemeinde gibt es eine ähnlich große Zahl von Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiterinn wie in der Pfarre von Wagner. Sie kommen aus ganz verschiedenen Einstellungen zur Kirche:
Strenggläubige, Kritische, Skeptische, Progressive, Konservative, Geschiedene … eben die gute katholische
Vielfalt. In Windischgarsten ist es halt der Fanclub des Pfarrers, ihm kritiklos ergeben. Viele aufgeschlossene
Pfarrmitglieder sind dort aber auch ausgewandert oder sogar aus der Kirche ausgetreten, weil sie die extremen
Positionen Wagners einfach nicht aushalten.
#2 Puchil2 † 11:36:21 | Dienstag, 10. Februar 2009
Wer stoppt Hilfsbischof Wagner Seine Sager gleichen immer mehr einem kirchlichen Amoklauf: Ministrantinnen –
weg! Kommunionspender – weg! Laien im Altarraum – weg! Wiederverheiratete Geschiedene – weg! Laien in
der Pfarrleitung – weg! Sünder an der Kommunionbank – weg! Homosexuelle Menschen sind krank- weg! Wen
wird er noch ausgrenzen? Bald wird er alleine sein, weil alle weg sind: ausgegrenzt, oder innerlich ausgewandert,
resigniert oder gar – ausgetreten! Das ist dann das Ende einer für alle offenen Kirche!
#1 Puchil2 † 09:17:32 | Donnerstag, 5. Februar 2009
Man sieht: Der Pflichtzölibat ist eine Fiktion Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn Du entdeckst,
dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ Aber statt vom toten Pferd – dem Pflichtzölibat – abzusteigen
und auf neue, frische Pferde zu setzen (Frauen und Männer, Verheiratete und natürlich auch auf Ehelose)
entwickeln die Bischöfe in der katholischen Kirche immer wieder Methoden und Strategien, um dem Unausweichlichen
doch ausweichen zu können. Sie besorgen sich eine stärkere Peitsche. („Ihr wenigen verbliebenen Priester
müsst noch mehr arbeiten und bis zu 4 Pfarreien betreuen!“) Sie sagen: „So haben wir das Pferd schon
immer geritten“. („Es ist nun mal Tradition der lateinischen Kirche!“) Sie gründen Arbeitskreise, um
das Pferd zu analysieren. (Diskussionen auf der letzten Bischofssynode: Ergebnis: „Alles bleibt beim Alten!“)
Sie besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet. („In Polen und in Afrika gibt
es genügend zölibatäre Priester.“) Sie holen Priester aus dem Ausland, die angeblich tote Pferde (Pflichtzölibat)
reiten können. (In manchen Dekanaten im Innviertel ist Polnisch die Sprache bei Pastoralkonferenzen!)
Sie ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist. („Ein Kind ist für einen Priester noch
kein Grund, aus dem Amt zu scheiden.“) Sie erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, das wir es nicht mehr
reiten können.“ (Was es auch kostet, wie viele Gemeinden auch keinen Priester mehr vor Ort haben: wir
bleiben beim Pflichtzölibat“)
#3 Puchil2 † 09:10:10 | Donnerstag, 5. Februar 2009
zu: Gute Entscheidung Neuer Weihbischof: redegewandt – theologisch sattelfest – wortgewaltig? In verschiedenen
Medien wurden dem neu ernannten Weihbischof von Linz Dr. Gerhard Wagner „Redegewandtheit“, „theologische
Sattelfestigkeit“ und „Wortgewalt“ attestiert. Nach meiner Beobachtung kann er aber mit seinen vielen
Worten und großen Gesten nur wenig Hilfreiches für die Bewältigung der Probleme in der Kirche sagen.
Nach meiner Beobachtung besteht aber seine Theologie überwiegend aus der Formulierung vorkonziliarer
Positionen, die nicht mehr geeignet sind, das Leben heutiger Menschen auf Gott hin zu deuten. Und seine
„Wortgewalt“ lässt befürchten, dass er nun als Weihbischof seine extremen Positionen auch mit Gewalt
unserer Diözese aufdrücken wird und dadurch viel Gutes und Bewährtes zerstört.
#54 Puchil2 † 17:08:26 | Mittwoch, 4. Februar 2009
Die „Kirchenflüsterer“ Wer sind hier in Linz, wer sind hier in Österreich die „Einflüsterer“, die in
Rom ein völlig einseitiges Bild der Österreichischen Kirche zeichnen? Welche Personen im Vatikan sind
die Andockstellen für diese „Flüsteraktionen“? Welche „Seilschaften“ sind dort am Werk? Die Namen sollten
genannt werden, damit diese heimlichen Vernader-Aktionen endlich ans Licht gebracht werden.
#84 Puchil2 † 16:57:49 | Mittwoch, 4. Februar 2009
Neuer Weihbischof: redegewandt – theologisch sattelfest – wortgewaltig? Neuer Weihbischof: redegewandt –
theologisch sattelfest – wortgewaltig? In verschiedenen Medien wurden dem neu ernannten Weihbischof von
Linz Dr. Gerhard Wagner „Redegewandtheit“, „theologische Sattelfestigkeit“ und „Wortgewalt“ attestiert.
Nach meiner Beobachtung kann er aber mit seinen vielen Worten und großen Gesten nur wenig Hilfreiches
für die Bewältigung der Probleme in der Kirche sagen. Nach meiner Beobachtung besteht aber seine Theologie
überwiegend aus der Formulierung vorkonziliarer Positionen, die nicht mehr geeignet sind, das Leben heutiger
Menschen auf Gott hin zu deuten. Und seine „Wortgewalt“ lässt befürchten, dass er nun als Weihbischof
seine extremen Positionen auch mit Gewalt unserer Diözese aufdrücken wird und dadurch viel Gutes und
Bewährtes zerstört.
Zölibat „Nur die Wahrheit wird euch frei machen“. Immer wieder behaupten Bischöfe bei Ansprachen – zuletzt
Bischof Küng von St.Pölten in seiner Silvesterpredigt – dass die rückläufige Zahl der Priesterweihen
in der katholischen Kirche nichts mit dem Zölibat, sondern nur mit den geänderten gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen zu tun hätte. Damit ignorieren sie sowohl die Ergebnisse vieler Untersuchungen zu diesem
Problem, als auch den Umstand, dass es in allen anderen christlichen Konfessionen, die die generelle Zölibatsverpflichtung
nicht kennen, keinen Priestermangel gibt, obwohl sie die gleichen oder wenigstens ähnliche gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen haben wie wir. Mir scheint, dass hier nach dem Motto argumentiert wird: „Es kann nicht
sein, was nicht sein darf“. Dadurch geschieht aber ein großes Stück Realitätsverweigerung, die der
Kirche sicher nicht gut tut. Schade! Denn: „Nur die Wahrheit wird euch frei machen“.
Zu: Wortreiches Wort Es reicht! Ihr Bischöfe Österreichs! Ihr verfasst bei euren Konferenzen ein wunderschönes
Papier nach dem anderen über Gott und die Welt und findet kein Wort zur alarmierenden, katastrophalen
Situation in unseren Pfarren, die ihr zu verantworten habt: plagender Priestermangel so weit das Auge
reicht! Ein Priester für 4 Pfarreien ist keine Seltenheit mehr. Und einer aus eurem Kreis sagte beim
Begräbnis eines Dechants und Pfarrers von 2 Gemeinden: „Ihr müsst noch mehr (zusammen)arbeiten und noch
mehr um Priesterberufe beten“. Hört doch endlich auf den Heiligen Geist! Schaut auf die Zeichen, die
er gibt! Wacht endlich auf! Steckt eure Köpfe nicht länger in den Sand! Schaut hin auf die Probleme!
Nennt sie beim Namen. Nehmt endlich euer Bischofsamt ernst und sorgt für eure Pfarreien. Sucht realistische
Lösungen und setzt sie um! Opfert nicht länger das Überleben unsere Pfarrgemeinden auf dem Altar der
Zölibatsverpflichtung für die Priester. Weiht Frauen wenigstens zu Diakoninnen, so wie es in der alten
Kirch nachweislich geschehen ist. Hört auf mit eurer übertriebenen Papst – und Romhörigkeit. Jeder
von euch hat die Fülle des Apostelamtes! Widersteht dem Petrusamt mit all eurer apostolischen Vollmacht
„ins Angesicht“! Erweist euch endlich als Bischöfe und Hirten eurer Diözesen und nicht als hörige Beamte
Roms!
#12 Puchil2 † 19:34:57 | Freitag, 7. November 2008
Es reicht! Ihr Bischöfe Österreichs! Ihr verfasst bei euren Konferenzen ein wunderschönes Papier nach
dem anderen über Gott und die Welt und findet kein Wort zur alarmierenden, katastrophalen Situation in
unseren Pfarren, die ihr zu verantworten habt: plagender Priestermangel so weit das Auge reicht! Ein Priester
für 4 Pfarreien ist keine Seltenheit mehr. Und einer aus eurem Kreis sagte beim Begräbnis eines Dechants
und Pfarrers von 2 Gemeinden: „Ihr müsst noch mehr (zusammen)arbeiten und noch mehr um Priesterberufe
beten“. Hört doch endlich auf den Heiligen Geist! Schaut auf die Zeichen, die er gibt! Wacht endlich
auf! Steckt eure Köpfe nicht länger in den Sand! Schaut hin auf die Probleme! Nennt sie beim Namen.
Nehmt endlich euer Bischofsamt ernst und sorgt für eure Pfarreien. Sucht realistische Lösungen und setzt
sie um! Opfert nicht länger das Überleben unsere Pfarrgemeinden auf dem Altar der Zölibatsverpflichtung
für die Priester. Weiht Frauen wenigstens zu Diakoninnen, so wie es in der alten Kirch nachweislich geschehen
ist. Hört auf mit eurer übertriebenen Papst – und Romhörigkeit. Jeder von euch hat die Fülle des Apostelamtes!
Widersteht dem Petrusamt mit all eurer apostolischen Vollmacht „ins Angesicht“! Erweist euch endlich als
Bischöfe und Hirten eurer Diözesen und nicht als hörige Beamte Roms!
Papstbruder Mich würd mal interessieren was die Orgel in seiner Kirche gekostet hat? Was sein letzter
Urlaub gekostet hat? Was er im Jahr für seinen Orgeldienst erhält? Wieviel die Orchesterbegleitung einer
Konzertmesse kostet? Hier gibt es wohl einen Unterschied: Bei Georg Ratzinger geht es um die Ehrung eines –
zugegeben – verdienten Mannes. Eine Orgel spielt zur Ehre Gottes und zur Freude aller Menschen. Dasselbe
gilt für eine Orchestermesse. Im Übrigen gebe ich Josef Berens vollkommen Recht.
#13 Puchil2 † 08:48:29 | Sonntag, 28. September 2008
An Pangelinqua Ich gebe ihnen bezogen auf ihren Beitrag besonders Recht, was sie über die Unwilligkeit
vieler Liturgen zu singen schreiben. Da geht wirklich viel Feierlichkeit verloren. Viele Liturgen leiden
darüber hinaus an „Wortdurchfall“ (zitiert nach Prof. P. Zulehner), indem sie während der Messe immer
wieder für subjektive Beitäge das Wort ergreifen. Ich finde das oft sehr störend.
An Marcelus Das stimmt so sicher nicht! Ich kenne 2 Bischöfe, die Mentoren und Förderer des Neokatechumenates
sind. Beide wissen um die Spaltungen und Schwierigkeiten in ihren Pfarreien, nehmen sie aber nicht ernst.
Was ist davon zu halten?
Neokatechumenat als Spaltpilz Warum kommt es dann rund um den Globus in Pfarreien, in denen das Neokatechumenat
aktiv ist, nach übereinstimmenden Aussagen zu schlimmen Spaltungserscheinungen?
Vor 2 Stunden gelesen Japanische Bischöfe auf Konfrontationskurs mit dem Neokatechumenat Die Bischöfe
erheben schwere Vorwürfe: Es agiere mit sekten-ähnlichen Aktivitäten und spalte die römisch-katholische
Kirche in Japan Vatikan (kath.net/CWNews/red) In Japan sorgt derzeit eine große Auseinandersetzung zwischen
den katholischen Bischöfen und dem Neokatechumenat für Aufregung. Die Gruppe betreibt in Japan ein Priesterseminar,
mit dem die dortigen Bischöfe anscheinend nicht mehr einverstanden sind. Ganz offensichtlich möchte
man die Schließung des Seminars erreichen. Dies kam bei einem Besuch einer Bischofsdelegation im Vatikan
an die Öffentlichkeit, wie UCA-News berichtet. Die Bischöfe waren in dieser Angelegenheit bereits zum
dritten Mal in Rom. Erzbischof Okada, der Präsident der Bischofskonferenz, teilte nach dem Besuch im
Vatikan mit, dass es sich um eine „ernste Sache“ handle, die gelöst werden müsse. Er warf dem Neokatechumenat
vor, dass es innerhalb der katholischen Kirche Japans für eine „scharfe und schmerzliche Spaltung“ sorge
und mit mächtigen, Sekten -ähnliche Aktivitäten agiere. Der Erzbischof sieht durch das Wirken des dortigen
Neokatechumenats die Einheit der kleinen katholischen Gemeinde in Japan in Gefahr.
Eben gelesen Japanische Bischöfe auf Konfrontationskurs mit dem Neokatechumenat Die Bischöfe erheben
schwere Vorwürfe: Es agiere mit sekten-ähnlichen Aktivitäten und spalte die römisch-katholische Kirche
in Japan Vatikan (kath.net/CWNews/red) In Japan sorgt derzeit eine große Auseinandersetzung zwischen
den katholischen Bischöfen und dem Neokatechumenat für Aufregung. Die Gruppe betreibt in Japan ein Priesterseminar,
mit dem die dortigen Bischöfe anscheinend nicht mehr einverstanden sind. Ganz offensichtlich möchte
man die Schließung des Seminars erreichen. Dies kam bei einem Besuch einer Bischofsdelegation im Vatikan
an die Öffentlichkeit, wie UCA-News berichtet. Die Bischöfe waren in dieser Angelegenheit bereits zum
dritten Mal in Rom. Erzbischof Okada, der Präsident der Bischofskonferenz, teilte nach dem Besuch im
Vatikan mit, dass es sich um eine „ernste Sache“ handle, die gelöst werden müsse. Er warf dem Neokatechumenat
vor, dass es innerhalb der katholischen Kirche Japans für eine „scharfe und schmerzliche Spaltung“ sorge
und mit mächtigen, Sekten -ähnliche Aktivitäten agiere. Der Erzbischof sieht durch das Wirken des dortigen
Neokatechumenats die Einheit der kleinen katholischen Gemeinde in Japan in Gefahr.
Zurück zur Überschrift des Artikels! „Ich gehe davon aus, daß der Zölibat noch lange bleiben wird.“
Ich auch. Denn er ist ein Gnadengeschenk für alle, die es fassen können. Gleichzeitig hoffe ich, dass
die zwangshafte Koppelung zwischen Zölibat und Priestertum in der Römischen Kirche endlich aufgelöst
wird. sie würde dadurch viel glaubwürdiger. Dass die afrikanischen Bischöfe kein Verständnis für
diese Diskussion haben ist mir klar: 1. ist mit dem Priesterberuf dort ein ungeheurer sozialer und gesellschaftlicher
Aufstieg verbunden, und 2. kümmern sich afrikanische Priester kaum um ein enthaltsames Leben. Nach dem
Motto: Ehe -nein, Sexualleben – ja!
„Ich gehe davon aus, daß der Zölibat noch lange bleiben wird.“ Ich auch. Denn er ist ein Gnadengeschenk
für alle, die es fassen können. Gleichzeitig hoffe ich, dass die zwangshafte Koppelung zwischen Zölibat
und Priestertum in der Römischen Kirche endlich aufgelöst wird. sie würde dadurch viel glaubwürdiger.
Dass die afrikanischen Bischöfe kein Verständnis für diese Diskussion haben ist mir klar: 1. ist mit
dem Priesterberuf dort ein ungeheurer sozialer und gesellschaftlicher Aufstieg verbunden, und 2. kümmern
sich afrikanische Priester kaum um ein enthaltsames Leben. Nach dem Motto: Ehe -nein, Sexualleben – ja!
Zustimmung Richtig, dem Vorredner ist nichts hinzu zu fügen! Übrigens: Es wäre schön, wenn sich der
Schreiber dieses Hetzartikels gegen die Diözese Linz und ihre sehr engagierten und verantwortungsvollen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erkennen geben würde. Nur aus der anonymen Deckung zu schießen ist
sehr feige!
Sexueller Missbrauch in der vorkonziliaren Kirche Zitat aus dem Tagebuch eines von einem Mönch missbrauchten
Priesterschülers aus dem Jahre 1932: „Pater…mahnte zur Vorswicht, lieber sollten alle Jungens die Unschuld
verlieren, bevor ich meine Priesterehre aufs Spiel setze!“ (nachzulese im Diözesanarchiv Dal,JKA, Sch
47, Fasz.6a) Komentar überflüssig
„Berufschristen“? Pfarrgemeinderäte sind in Österreich keine gutbezahlten Berufschristen, sondern ehrenamtliche
Mitarbeiter in den Pfarren.Noch einmal: Es geht hier nicht um einen Protest gegen die Kirche, sondern
für die Zukunft der Kirche.
Sorge um die Kirche Ich gratuliere den Pfarrgemeinderäten der Diözese Linz, dass sie den aus ihrer Taufe
und ihrer Firmung kommenden Auftrag, Verantwortung in und für die Kirche zu übernehmen, so ernst nehmen
und die Probleme nicht totschweigen, wie es so mancher Bischof tut. Somit handelt es sich hier nicht um
einen Protest gegen die Kirche sondern für die Kirche!
Kommando zurück! Na, dann wollen wir uns doch nicht dem Gebetskreis von Florian Geyer um das Zusammenbrechen
des Kirchenbeitragsystems anschließen, wenn das dann so schlimme Folgen haben würde!
an Floriangeyer …und wieviel Neues entstehen würde: Priester und Priesterinnn, die aus den Gemeinden
herauswachsen, genommen und geweiht, weil sie die Berufung und die Fähigkeiten besitzen. Priester und
Priesterinnen, die mitten im Leben stehen, Familie haben, einen „Brotberuf“ nachgehen. Die Ängste und
Sorgen ihrer Gemeindemitglieder kennen, weil sie auch die ihren sind … Viele Chancen würden sich auftun
…
an roemkath Ich bin sicher dass es auch dort – wie überall – genügend Berufungen gibt. Nur werden sie
von der Kirchenleitung leider abgewiesen, weil sie entweder Verheiratet oder Frauen sind. Die Gebete um
Berufungen sind nämlich längst erfüllt: Die Kirchenleitung sieht sie leider nicht. Schade.
an steini 1.Ich kenne mich jetzt nicht aus. Bitte noch einmal: Warum wollen sie Priester werden? 2. Ich
kann in unserer (großen) gemeinde keine übersteigerte Erwartung an unsere Priester erkennen, weil viele
kompetente Laien wichtige Aufgaben übernehmen, in dem sie ihre Taufe und ihre Firmung ernst nehmen.
Gratulation Ich gratuliere dem Pfarrgemeinderat zu seiner Courage, dem Kardinal zu widerstehen. Viele
Kaholiken in Deutschland , Österreich und darüber hinaus sehen die Misere in den Pfarreien – bedingt
durch den hausgemachten Priestermangel – ähnlich. Es ist nun mal so wie der mittelalterliche Theologe
Petrus Comestor gesagt hat: „Der Teufel hat der Kirche nie so geschadet wie die Kirche sich selbst, als
sie die Priester zur Ehelosikeit zwang.“
#36 Puchil2 † 18:53:58 | Freitag, 29. Februar 2008
An ExBochumer und F.Geyer ExBochumer. Sie sind wohl noch nie in Linz gewesen und haben sich noch nie vor
Ort selber ein Bild gemacht. Sie glauben einachen den Horrorgeschichten die hier von bestimmter Seite
verbreitet werden, So einfach sollten sie sich aber nicht machen. Florian Geyer: Lebendige Gemeinden können
sie unter anderem dort erlebe, wo man es sich in anderen Diözesen nicht merh vorstellen kann: In Pfarren
ohne Priester am Ort, getragen von engagierten Laien, die von Bischof Maximilian immer wieder ermutigt
worden sind, auch in schwerer Zeit Verantwortung in der Kirche zu übernehmen.
#33 Puchil2 † 18:36:00 | Freitag, 29. Februar 2008
An FlorianGeyer Bischof Maximilian hatte einen Stab von ausgezeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
die zum Großteil auch heute – Gott sei Dank – in der Diözese tätig sind. In seiner Ära entwickelte
sich eine lebendig Ortskirche, nicht zuletzt durch den Einsatz von Laien, eine Lebendigkeit, um die uns
so manch andere Diözese – oft allerdings nur unter vorgehaltener Hand – beneidet.
#29 Puchil2 † 18:03:28 | Freitag, 29. Februar 2008
An Florian Geyer Bischof Maximilian Aichern war kein seniler Mann, sondern er hat die Zeichen der Zeit
erkannt und vieles auf den Weg gebracht, was zukunftsweisend für die ganze Kirche sein wird.
#25 Puchil2 † 13:27:53 | Freitag, 29. Februar 2008
An ElensterSünder Auch wenn sie es nicht wahr haben wollen: Der Zölibat hält viele Berufungen ab. Auch
wenn sie es nicht wahr haben wollen: Die Evangelische Kirche hat genügend Pastoren. In manchen Gegenden
sogar einen Überschuss. Das ist doch kein Zufall!
#22 Puchil2 † 11:44:57 | Freitag, 29. Februar 2008
An ExBochumer Nochmals zum Mitschreiben: Ich spreche nicht vom „Zwangszölibat“, sondern von der zwanghaften
Koppelung zwischen Priesterberuf und Zölibat. Ja, schade, dass die Kirche nicht-zölibatäre Berufungen
nicht annimmt!
#20 Puchil2 † 11:32:29 | Freitag, 29. Februar 2008
An ExBochumer Halten sie es für möglich, dass sich jemand zum Priester berufen fühlt, aber nicht zur
Ehelosigkeit? Es geht um die zwanghafte Koppelung zwischen Priesterberuf und Zölibat.
#18 Puchil2 † 11:23:04 | Freitag, 29. Februar 2008
An Alkuin Ich habe wegen des Zölibates den Priesterberuf aufgeben müssen. In der Diözese Linz leben
150 verheiratete Priester ohne Amt, von denen nach einer Umfrage 70 bereit wären, wieder priesterliche
Aufgaben zu übernehmen.
#15 Puchil2 † 10:46:04 | Freitag, 29. Februar 2008
An Benedikt Grundsätzlich darf so eine wichtige Frage, ob es die Sakramente, besonders die Eucharistie,
in jeder Gemeinde vor Ort noch gibt oder nicht, nicht am Geld scheitern. Außerdem müssen nicht alle
Priester „hauptamtlich“ tätig sein. Es gibt die Möglichkeit bei früher Pension oder Rente seine verbleibende
Kraft als Priester zur Verfügung zu stellen. Es gibt die Möglichkeit ehrenamtlich – wie die meisten
verheirateten Diakone – Priester zu sein. Hier sind kreative Lösungen gefragt.
#4 Puchil2 † 18:48:31 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Antwort an Guiseppe: 1. Nicht alle Priester werden heiraten, wenn es eine Wahlfreiheit gibt. 2. Durch
die Freistellung des Zölibates würde es mehr Priester geben, sodass eine Überlastung einzelner weniger
oft vorkommen würde. an blogovc: Es ist einfach nicht richtig, dass die Evangelische Kirche Pastorenmangel
hat. Im Gegenteil: Es gibt einen Überschuss. Reden sie mit evangelischen Christen darüber!
#1 Puchil2 † 17:52:42 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Gratulaton! Ich gratuliere den Pfarrgemeinden Dorf an der Pram und Schwertberg aus der Diözese Linz zu
ihrem engagierte Aufzeigen der pastoralen Probleme, die die Folge des drückenden Priestermangels – nicht
zuletzt durch das unverständliche Festkrallen der Kirchenleitung an der generellen Zölibatsverpflichtung –
sind. Übrigens: Bischof Schwarz beklagt in einem Hirtenbrief eine „zu starke Hinwendung auf strukturelle
und administrative Probleme“ in den Gesprächen mit den Gemeinden bei Visitationen. Aber gerade diese
Themen sind es -wie man oben sieht – , die den Gemeinden unter den Nägeln brennen: Wie geht es weiter
mit dem Priestermangel? Werden wir in Zukunft noch einen Priester vor Ort haben? Wird unsere Pfarre vielleicht
sogar aufgelöst? Wie mit der oft heillosen Überlastung der wenigen verbliebenen Priestern in den Gemeinden
umgehen? Wäre nicht die Lockerung der zwanghaften Koppelung zwischen Priesteramt und Zölibat eine Lösung
für viele Probleme, an denen die Gemeinden schwer leiden …
#7 Puchil2 † 12:33:15 | Mittwoch, 27. Februar 2008
Realitätsverweigerung Wer allen Ernstes behauptet, es gäbe keinen Priestermangel, der leidet an Realitätsverweigerung.
Übrigens: Gebt einmal die zwei Wörter „Pfarrer Rey“ in Google ein. Da werden euch die Augen aufgehen!
#69 Puchil2 † 09:34:16 | Freitag, 22. Februar 2008
Zu O Cebreiro und bischofbraun Ich teile eure Meinung zum Thema: Bravo! Übrigens: Niemand will den Zölibat
abschaffen. Aber die zwanghafte Koppelung von Ehelosigkeit und Pristeramt bringt mehr Schaden als Nutzen
für die Kirche. Schon im 13. Jahrhundert sagte Petrus Comester:„Der Teufel hat der Kirche nie so geschadet
wie die Kirche sich selbst, als sie die Priester zur Ehelosigkeit zwang.“
#10 Puchil2 † 18:53:13 | Donnerstag, 21. Februar 2008
An NureinLeser Ja, alle christlichen Konfessionen, die keine absolute Zölibatsverpflichtung kennen, haben
keinen Mangel an Amtsträgern. Wer das immer wieder behauptet – auch auf kreuz.net- nimmt einfach nachweisbare
Fakten nicht zur Kenntnis. Wohl nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
#3 Puchil2 † 18:34:43 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Bravo, bravo Gratulation an die mutigen Brasilianer. Sie strafen alle diejenigen Lügen, die immer wieder
behaupten, in der Kirche Lateinamerikas sei die Zölibatsverpflichtung kein Problem (nachzulesen in einigen
Beiträgen von kreuz.net)
#31 Puchil2 † 17:35:12 | Donnerstag, 21. Februar 2008
An Rübezahl Dann sind wir uns ja einig, dass sich die Form der Buße (Einzel-Privat-Ohrenbeichte) ändern
kann. Das heißt in Bezug auf die Aussage von Bischof Hanke: Die sakramentale Form der Buße, die bisher
üblich war, (Privatbeichte…) ist nicht das Entscheidende: Wichtig ist, dass das Wesen der Buße in
Zukunft erhalten bleibt, in welcher Form auch immer. Was die Form anlangt ist viel Raum für kreative
neue Lösungen, wie uns die Geschichte zeigt.
#27 Puchil2 † 17:01:25 | Donnerstag, 21. Februar 2008
An Rübezahl Seit wann ist denn die Form der Buße (Einzel-Privatbeichte) eine Glaubenswahrheit (wie zum
Beisp. die Wesensgleichheit von Vater und Sohn)! Wenn das der Fall wäre, dann hätte sich im Laufe der
Geschichte eine Glaubenswahrheit oft verändert!
#10 Puchil2 † 11:30:13 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Bischof Hanke: Einzelbeichte In den ersten Jahrhunderten ist die Kirche sehr wohl ohne private Einzelbeichte
ausgekommen. Oder schmorren die alle in der Hölle?
#8 Puchil2 † 12:57:25 | Dienstag, 19. Februar 2008
Woher diese Aussagen? Mich würden dazu die Quellen interessieren. Eines steht jedenfalls fest: Pastorenmangel
gibt es in der evngelischen Kirche nicht, auch wenn das immer wieder von Zölibatsbefürwortern in der
kathol. Kirche behauptet wird.
#4 Puchil2 † 12:40:04 | Dienstag, 19. Februar 2008
Was ist wirklich wichtig? Das krampfhafte Festhalten an der zwanghaften Koppelung zwischen Priesteramt
und Ehelosigkeit ist der kath. Kirche wichtiger als der Fortbestand unserer Pfarrgemeinden, wichtiger
als die Möglichkeit zum Sakramentenempfang in der eigenen vertrauten Pfarrstruktur, wichtiger als die
Glaubwürdigkeit der Kirche, die durch die vielen Priester in mehr oder weniger offeen Beziehungen zu
Frauen erschüttert wird, wichtigerals die seelisch, psychische und physische Gesundheit der maßlos überforderten
wenigen Priester, die es noch gibt. Die Diskussion darüber ist dringend notwendig!
#9 Puchil2 † 10:46:29 | Dienstag, 19. Februar 2008
Zölibat Das krampfhafte Festhalten an der zwanghaften Koppelung zwischen Priesteram und Ehelosigkeit
ist Bischof Müller und seinen Gesinnungskollegen wichtiger als der Fortbestand unserer Pfarrgemeinden,
wichtigerals die Möglichkeit zum Sakramentenempfang in der eigenen vertrauten Pfarrstruktur, wichtiger
als die Glaubwürdigkeit der Kirche, die durch die vielen Priester in mehr oder weniger offeen Beziehungen
zu Frauen erschüttert wird, wichtigerals die seelisch, psychische und physische Gesundheit der maßlos
überforderten wenigen Priester, die es noch gibt.
#12 Puchil2 † 09:52:41 | Freitag, 15. Februar 2008
3 Erscheinungsformen von homosexuellem Verhalten 1. Situationsbedingte Homosexualität: Fehlen von andersgeschlechtlichen
Partnern: Z.B.: Marine-Soldaten auf einer langen Einsatzfahrt, Gefängnis … 2. Entwicklungsbedingte
Homosexualität: Zeit der Findung der Geschlechtsidentität: Homosexuelles Verhalten als Experiment 3.
Neigungshomosexualität: Erkenntnis: Ich bin wie ich bin – homosexuell oder heterosexuell 1. und 2. sind
„heilbar“, weil von selbst vorübergehend 3. „unheilbar“, weil zur vorgegebenen Befindlichkeit gehörig.
Hass-Predigt? Monika Schmid – Katholikin mit voller Kirche ark. „Die römisch-katholische Kirchgemeinde
von Illnau-Effretikon ist eine Ausnahmeerscheinung. Hier besuchen jedes Wochenende rund 300 Leute die
Gottesdienste, und gleich viele Personen betätigen sich freiwillig im Umfeld der Pfarrei St. Martin.
Keine Spur von Verdruss also unter den 5500 Gemeindemitgliedern. Dafür verantwortlich sind hauptsächlich
zwei Personen: die Gemeindeleiterin Monika Schmid und ihr Vorgänger, … Dekan Jakob Romer.“ So schlimm
können die Predigten von Frau Schmid wohl nicht sein, wenn so viele Menschen freiwillig zuhören. Oder?
Trend? Das Entscheidende sind nicht die absoluten Zahlen sondern ob, es sich um einen Trend handelt. Ist
das der Fall, dann gibt es in Polen jedes Jahr um 20% weniger Eintritte. Nach Adam Riese geht das nach
wenigen Jahren gegen Null!
Krätzl Der mutige Bischof Grätzel im Bildungshaus St.Virgil für das Stammbuch seiner ängstlichen Bischofskollegen
Die Glaubwürdigkeit der Kirche geht verloren • durch kirchliche Vorschriften die am Leben der Menschen
vorbei gehen (vgl. Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, kirchliche Lehräußerungen über Familienplanung)
• durch die Verharmlosung des Priestermangels Die Bischöfe sollen in Rom die Not der Seelsorge noch
eindringlicher schildern als bisher Pfarrverbände sind nur Notlösungen und sind schnellstens zu überwinden.
Mehr Hellhörigkeit für die Zeichen der Zeit in der Priesterfrage (Änderung der Zulassungsbedingungen)
Gebet um Anerkennung der Berufungen, die sich überall zeigen Herzlichen Dank für diese zukunftsweisenden
Worte!
An zeitundewigkeit „Weg-loben“ Das ist keine Unterstellung sondern eine vom Vatikan geübte Praxis. Vgl:
Bischof Haas war in seiner Diözese nicht mehr tragbar – flux gründet man für in eine Erzdiözese! Das
war doch „Weg-loben“ in Reinkultur!
An zeitundewigkeit Lob des Papstes für Müller Haben sie schon den Begrif „Weg – loben“ gehört“? Der
Papst hat ja Müller zur Mitarbeit bei der Glaubenskongregation eingeladen. Da wird er viel in Rom sein
und kann in dieser Zeit in Regensburg keine weiteren Fehler machen. Übrigens: ein guter Theologieprofessor
muss noch lange kein guter Bischof sein!
Zur Predigt von Biscof Algermissen Brief an das Christkind Jedes Jahr zur Weihnachtszeit bringst du den
Kleinen große Freud. Viele Kinder hier im Land haben Wünsche dir gesandt. Nun, als besorgter Katholik
wag auch ich heut diesen Trick. Um unsre Kirch’ mach ich mir Sorgen, um ihr Heute, um ihr Morgen. Zu wenige
Priester haben wir, verkünd ich mit viel Sorge Dir. Was da die Kirchenleitung tut? Leider nichts, sie
sitzt und ruht! Ein Pfarrer gleich für drei, vier Pfarren – Ob das gute Ideen wohl waren? Fällt ihnen
denn nichts Besseres ein? Das würde gleich viel anders sein, wenn sie – nur ganz allgemein – Priester
zurückholt, die allein Nicht leben wollten ohne Frau Und geheiratet haben, schau. Auch so mancher vir
probatus Hier auch noch genannt sein muss, der wahrhaft – bei meiner Ehre – gewiss ein guter Priester
wäre. Auch für die Frauen tu ich kund: Et mulieres probatae sunt! Drum, liebes Christkind, meine Bitte
jetzt, grad in der Krise Mitte: Schick den Heiligen Geist nach Rom, dass er rund um den Petersdom neuen
Pfingst-Sturmwind entfacht und der Kurie Beine macht, nicht lang redt und nicht lang deutelt, sie richtig
durcheinander beutelt, wie ein Tsunami, den nichts hemmt, die Kirchenleitung überschwemmt, dass sie dort
endlich einseh’n nun, sie müssen wirklich etwas tun. Das Volk hat doch ein Recht wie sie auf die Sonntags-Eucharistie!
Drum, liebes Christkind, hoff auf dich wie jedes Jahr zur Weihnacht ich. Ich bitt dich drum, Du hast die
Macht, hast uns schon immer Heil gebracht. Aus einem Pfarrblat
#80 Puchil2 † 13:03:40 | Samstag, 29. Dezember 2007
Brief an das Christkind Jedes Jahr zur Weihnachtszeit bringst du den Kleinen große Freud. Viele Kinder
hier im Land haben Wünsche dir gesandt. Nun, als besorgter Katholik wag auch ich heut diesen Trick. Um
unsre Kirch’ mach ich mir Sorgen, um ihr Heute, um ihr Morgen. Zu wenige Priester haben wir, verkünd
ich mit viel Sorge Dir. Was da die Kirchenleitung tut? Leider nichts, sie sitzt und ruht! Ein Pfarrer
gleich für drei, vier Pfarren – Ob das gute Ideen wohl waren? Fällt ihnen denn nichts Besseres ein?
Das würde gleich viel anders sein, wenn sie – nur ganz allgemein – Priester zurückholt, die allein Nicht
leben wollten ohne Frau Und geheiratet haben, schau. Auch so mancher vir probatus Hier auch noch genannt
sein muss, der wahrhaft – bei meiner Ehre – gewiss ein guter Priester wäre. Auch für die Frauen tu ich
kund: Et mulieres probatae sunt! Drum, liebes Christkind, meine Bitte jetzt, grad in der Krise Mitte:
Schick den Heiligen Geist nach Rom, dass er rund um den Petersdom neuen Pfingst-Sturmwind entfacht und
der Kurie Beine macht, nicht lang redt und nicht lang deutelt, sie richtig durcheinander beutelt, wie
ein Tsunami, den nichts hemmt, die Kirchenleitung überschwemmt, dass sie dort endlich einseh’n nun, sie
müssen wirklich etwas tun. Das Volk hat doch ein Recht wie sie auf die Sonntags-Eucharistie! Drum, liebes
Christkind, hoff auf dich wie jedes Jahr zur Weihnacht ich. Ich bitt dich drum, Du hast die Macht, hast
uns schon immer Heil gebracht. Aus einem Pfarrblatt
#10 Puchil2 † 20:06:43 | Freitag, 28. Dezember 2007
Gefahr der Zahlen! Zahlen und Statistiken könne die Wahrheit auch verdunkeln, wenn man nicht die jeweiligen
Umstände berücksichtigt. Übrigens: Ich habe niemanden als Milchmädchen hingestellt
#5 Puchil2 † 18:18:31 | Freitag, 28. Dezember 2007
Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Sie vergleichen Dinge, die nicht zu vergleichen sind: unterschiedliche
Struktur der Seelorgeeinheiten, … Außerdem: Ist es so wünschenswert, dass in Brasilien auf einen Priester
5000 Gläubige kommen. Wäre nicht auch dort eine größere „Priesterdichte“ wünschenswert, wenn in manche
Gebiete vielleicht 1 x im Jahr ein Priester hinkommt und man sich sonst mit oft schlecht ausgebildeten
Katechisten behelfen muss?
#3 Puchil2 † 17:12:35 | Freitag, 28. Dezember 2007
Es gibt in Kroatien keine Krise der geistlichen Berufungen? „In den… katholischen Ländern Osteuropas
wie Kroatien, Slowenien oder Ungarn gibt es keinen Priesterüberfluss. In diesen Ländern ist die Zahl
der Priesteramtskandidaten sogar rückläufig. Mancher Bischof muss dort selber darauf achten, dass er
die Seelsorge im eigenen Bistum sicherstellen kann.“
#6 Puchil2 † 17:08:50 | Freitag, 21. Dezember 2007
Kein Wunsch der Kirche? Rund 70 % der Katholiken sehnen sich nach Umfragen nach der Erfüllung des unten
stehenden Wunsches an das Christkind. Leider verhindert die Kirchenleitung bis heute mit Erfolg die Erfüllung.
#1 Puchil2 † 16:22:47 | Freitag, 21. Dezember 2007
Brief an das Christkind Liebes Christkind! Jedes Jahr zur Weihnachtszeit bringst du den Kleinen große
Freud. Viele Kinder hier im Land haben Wünsche dir gesandt. Um unsre Kirch’ mach ich mir Sorgen, um ihr
Heute, um ihr Morgen. Zu wenige Priester haben wir, verkünd ich mit viel Sorge Dir. Was da die Kirchenleitung
tut? Leider nichts, sie sitzt und ruht! Ein Pfarrer geich für drei, vier Pfarren – Ob das gute Ideen
wohl waren? Fällt ihnen denn nichts Besseres ein? Das würde gleich viel anders sein, wenn sie – nur
ganz allgemein – Priester zurückholt, die allein nicht leben wollten ohne Frau Und geheiratet haben,
schau. Auch so mancher vir probatus Hier auch noch genannt sein muss, der wahrhaft – bei meiner Ehre –
gewiss ein guter Priester wäre. Auch für die Frauen tu ich kund: Et mulieres probatae sunt! Drum, liebes
Christkind, meine Bitte jetzt, grad in der Krise Mitte: Schick den Heiligen Geist nach Rom, dass er rund
um den Petersdom neuen Pfingst-Sturmwind entfacht und der Kurie Beine macht, nicht lang redt und nicht
lang deutelt, sie richtig durcheinander beutelt, wie ein Tsunami, den nichts hemmt, die Kirchenleitung
überschwemmt, dass sie dort endlich einseh’n nun, sie müssen wirklich etwas tun. Das Volk hat doch ein
Recht wie sie auf die Sonntags-Eucharistie! Drum, liebes Christkind, hoff auf dich wie jedes Jahr zur
Weihnacht ich. Ich bitt dich drum, Du hast die Macht, hast uns schon immer Heil gebracht. Aus einem Pfarrblatt
#35 Puchil2 † 18:17:24 | Samstag, 20. Oktober 2007
Romulus hat recht Ich Teile die Einschätzung von Romulus, was die Qualität unserer Bischöfe und die
Ernennungsstrategie von JP2 betrifft. Wir in österreich können ein Lied davon singen.Ich sage nur: Groer,Eder,Krenn,Laun,
Ludwig Schwarz, der von seinem Amt völlig überfordert ist. Es gibt über ihn den Satz: Das Auto steht
in Linz, das Lenkrad befindet sich in Wien.(Schönborn) Viele unserer Bischöfe entwickeln kein apostolisches
Selbstbewußtsein und geben sich mit der Funktion von Briefträgern vatikanischer Dokumente zufrieden.
#32 Puchil2 † 22:40:48 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
Schluss von „urbi et orbi“ Linz lädt sie ein, wieder mal in der Bibel zu blättern. Verschiedene Ausgaben –
darunter auch Kinderbibeln – liegen mit der jeweiligen Tageslesung auf unserem Bibelpult auf. will Ihnen
mit einem „Spruchröllchen“ einen guten Gedanken für den Tag mit auf den Weg geben.
#30 Puchil2 † 22:34:01 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
Noch einmal „urbi et orbi“ Linz Das Urbi@Orbi … bietet eine Menge an Informationen über kirchliche,
spirituelle und kulturelle Veranstaltungen und Angebote im Raum Linz. informiert über Linzer Pfarren.
Die uns zur Verfügung gestellten Pfarrblätter können gerne mit nach Hause genommen werden. ist eine
Rückzugsmöglichkeit vom hektischen Stadtbetrieb und bietet Raum zum Ausruhen. Sie können einfach nur
da sein, eventuell ein Getränk konsumieren oder Mitgebrachtes verspeisen. Eine Auswahl an Zeitungen und
Büchern lädt zum Lesen ein. wird von zwei hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern geführt. Sie nehmen sich Zeit für Sie und Ihre Anliegen. Hier ist Raum für persönliche,
seelsorgliche und theologische Gespräch über „Gott und die Welt“. ist ein idealer Treffpunkt in der
Innenstadt. Hier können Sie sich ohne Konsumzwang mit Freunden oder Bekannten unterhalten oder Wartezeiten
überbrücken. Der rückwärtige Raum steht nach Absprache kleineren Gruppen für Meetings zur Verfügung.
hat viele Broschüren für Rat- und Hilfesuchende aufliegen, die nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen.
Das URBI-Team ist bemüht, nach einem Klärungs- und Orientierungsgespräch an passende Beratungsstellen
weiterzuvermitteln. ist ein Projekt, das am Stadtgeschehen teilnimmt. In Kooperation mit anderen (kirchlichen)
Einrichtungen finden verschiedenste Veranstaltungen im URBI@ORBI statt. lädt sie ein, wieder mal in der
Bibel zu blättern. Verschiedene Ausgaben – darunter auch Kinderbibeln – liegen mit der …
#18 Puchil2 † 19:42:08 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
Die „4 Säulen“ des Urbi et Orbi Information Im URBI@ORBI stellen wir für Sie zahlreiches Informationsmaterial
über Aktuelles, Kirche und Soziales zusammen. Broschüren zu folgenden Bereichen liegen auf: Ehe/Partnerschaft/Familie,
Lebensberatung/Krisen, Musik/Kultur, Bildung, Spiritualität, Kirchenbeitrag, usw. Zudem bemühen wir
uns, gewünschte Informationen bereitzustellen und Anfragen zu bestimmten Themen zu bearbeiten. Gespräch
Wir nehmen uns gerne für Sie Zeit und sind für Sie als GesprächspartnerIn oder einfach zum Zuhören
da. Bei Bedarf bemühen wir uns um Klärung und Orientierung und vermitteln an kompetente Beratungsstellen
weiter. Begegnung Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen. Guy de Maupassant
(1850-1893), franz. Schriftsteller Wir wünschen Ihnen vielfältige Begegnungen im URBI@ORBI: bereichernde,
lustige, nachdenklich stimmende, kritische, hilfreiche, interessante, lebendige. Nach Absprache steht
das URBI@ORBI für Veranstaltungen zur Verfügung (Präsentationen, Konferenzen, Ausstellungen, Lesungen,
usw.). Ruhe Gönnen Sie sich im URBI@ORBI eine Auszeit! Einfach einmal nichts tun oder eines unserer Angebote
nutzen: In Büchern und Zeitungen schmökern, Kaffee oder Tee trinken, eine mitgebrachte Jause essen,
im Internet surfen, ihr Kind wickeln oder stillen, usw.
#14 Puchil2 † 18:07:50 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
Ein Beispiel von inzwisschen 66 im deutschprachigen Raum „Urbi et Orbi in Linz“ Definition Das URBI@ORBI
ist eine niederschwellige, unkonventionelle Andockstelle zu Kirche und Religion, ein Ort der Information,
des Gesprächs, der Ruhe und der Begegnung. Der Name verweist auf kirchliche Zugehörigkeit durch den
Anklang an den Papstsegen („Urbi et Orbi“ – Für die Stadt und den Weltkreis) und signalisiert durch das
„@“, dass Kirche in der Welt von heute „Sta(d)tt“ finden muss. Unser Treffpunkt will für die Menschen,
die sich gerade in der Stadt (urbs) aufhalten da sein und sie in ihren Interessen und Anliegen ernst nehmen.
Besonderheit Unsere auffälligsten Besonderheiten sind die bunte Vielfalt unseres großen MitarbeiterInnen-Teams
und die außerordentlich gemütliche Atmosphäre unseres Hauptraumes mit Cafe-Charakter, der in unseren
Signalfarben rot-gelb ins Auge sticht. Räumlichkeiten Zwei hintereinander gelegene Räume mit insgesamt
66m². Der hintere Raum ist blickdicht und dient, je nach Bedarf, als Gruppen- oder Ruheraum. Der vordere
Raum kann durch eine faltbare Glaswand vollständig geöffnet werden und ist mit großzügigen Sitzgelegenheiten,
einem freien Internetzugang und Informationsbereichen ausgestattet. Lage In der Linzer Innenstadt, in
nächster Nähe zur Haupteinkaufsstraße, in einer überdachten Einkaufspassage
#4 Puchil2 † 18:50:33 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Entschuldigung und nicht Herumgerede Eines steht in diesem Fall fest: Bischof Müller hat sich nicht an
die Richtlinien der BIKO gehalten, die eindeutig einfordern, dass ein wegen Kindesmissbrauch rechtskräftig
verurteilter Priester – auch wenn die Gutachten eine positive Prognose geben – nie mehr an einer Stelle
als Priester eingesetzt werden darf, an der er mit Kindern in Berührung kommt. Durch die Berufung zum
Parrer von Riekofen ist aber gerade das passiert. Wie kann ein Priester sein Amt als Pfarrer einer Gemeinde
ausüben, ohne mit Kindern in Berührung zu kommen? Eine Entschuldigung für diese Fehlentscheidung ist
daher überfällig!
Richtlinien der deutschen Bischofskonferenz Eines steht in diesem Fall allerdings fest: Bischof Müller
hat sich nicht an die Richtlinien der BIKO gehalten, die eindeutig einfordern, dass ein wegen Kindesmissbrauch
rechtskräftig verurteilter Priester – auch wenn die Gutachten eine positive Prognose geben – nie mehr
an einer Stelle als Priester eingesetzt werden darf, an der er mit Kindern in Berührung kommt. Durch
die Berufung zum Parrer von Riekofen ist aber gerade das passiert. Wie kann ein Priester sein Amt als
Pfarrer einer Gemeinde ausüben, ohne mit Kindern in Berührung zu kommen?
Papstbesuch in Österreich In seinem Brief an die Leserinnen und Leser der österreichischen Kirchenzeitungen
schreibt unser Pappst, er werde vor allem der Gegenwart der österreichischen Kirche begegnen. Hoffentlich
übersieht er nicht den durch die geltenden Zulassungsbedingungen zum Amt hausgemachten drückenden Priestermangel,
überhört nicht das Stöhnen der wenigen noch verbliebenen, unzumutbar überlasteten und zum Großteil
alter Priester, und verschließt nicht sein Herz dem Klagen so vieler hirtenlos gewordener Gemeinden.
Ein Wort von ihm würde genügen und die Kirche könnte aufatmen! Denn die Gebete sind längst erhört:
Es gibt genügend Berufungen: Die Kirche muss sie nur annehmen.
#45 Puchil2 † 09:30:36 | Dienstag, 28. August 2007
Wirkungslos! Aids: Programme für Enthaltsamkeit wirkungslos. Programme, die für sexuelle Enthaltsamkeit
zum Schutz vor einer Infektion mit dem HI-Virus werben, sind in den USA ebenso erfolglos wie in Entwicklungsländern,
zeigt eine aktuelle Überblicksstudie. „Kein Programm hat die Häufigkeit von ungeschütztem Geschlechtsverkehr,
die Zahl der Partner, den Gebrauch von Kondomen oder den Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs beeinflusst“,
heißt es in dem von Forschern der Universität Oxford veröffentlichten Artikel. Sie stützten sich auf
13 Studien an insgesamt 16.000 Jugendlichen aus den USA
Pfarrer von Leutschach Plausibilitätsproblem Der ehemalige evangelische Pastor Gerhard Höberth – verheiratet
und Vater von 4 Kindern – wurde nach seiner Konversion zur katholischen Kirche zum Priester geweiht. So
weit – so gut! Der katholische Pfarrer von Leutschach in Tirol Roland Walch wird seines Dienstes enthoben,
weil er eine Familie gründen will. So weit – nein: nicht so gut! Denn wer kann diese unglaublich doppelbödige
Vorgangsweise der katholischen Kirche menschlich plausibel erklären und nachvollziehen? Die römische
Zölibatsregelung führt sich dadurch immer mehr ad absurdum. Was bleibt ist ein ungläubiges Kopfschütteln.
Überschrift Ich ersuche dringend, die Überschrift des Beitrages: „Der Liturgieprofessor leugnet die
Notwendigkeit der Priesterweihe“ zu ändern. Der Professor hat diese Behauptung nie aufgestellt. Sie ist
eine vom Artikelschreiber an den Haaren herbeigezogene Schlussfolgerung und geeignet den Ruf des Theologen
nachhaltig zu schädigen.
Die andere Seite: 3. Teil • Zum Dritten: Rom sollte seine Angst ablegen. So paradox es anmutet, dass
eine Weltkirche Angst haben könnte, so sehr scheint doch die zunehmende Zahl an Texten, in denen sich
die katholische Kirche selbst zuspricht, die einzig wahre Kirche zu sein, eine solche Diagnose nahe zu
legen. Ein Blick in die Diözesen, wie jene in Oberösterreich, könnte hier befreiend wirken. Nicht Angst,
Abgrenzung und Selbstisolation bringen die Kirche weiter, sondern der Blick auf den gemeinsamen Auftrag
und das gemeinsame Unterwegssein. So bezeugen wir gemeinsam den Gott, der uns gerufen hat, der uns frei
macht von aller Angst zu kurz zu kommen, der uns erlöst von allem Druck uns selbst rechtfertigen zu müssen.
Der uns darin auf die Welt weist, um ihr in diesem Geist zu dienen. Dieser gemeinsame Dienst ist die Aufgabe
der Ökumene. Zu einseitig scheint mir in der katholischen Kirche das Gewicht der Entscheidungen nach
Rom verlagert zu sein. Ich würde mir auch im Sinne der Ökumene selbstbewusstere Diözesen wünschen,
denn gelebt und bewahrt wird der Glaube hier vor Ort. Hier liegt auch unsere gemeinsame und geschwisterliche
Berufung. Ihr gerecht zu werden, darauf kommt es an. Auf ein überhebliches vatikanisches Ranking der
Kirchen können wir dabei getrost verzichten. OÖN-Gastkommentar von Gerold Lehner, Superintendent der
Evangelischen Kirche in Oberösterreich
Die andere Seite: 2.Teil • Zum Zweiten: Allen Kirchen, und damit auch Rom, steht Demut besser zu Gesicht
als allzu selbstsicheres Auftreten. Die Kirche hat die Inquisition verantwortet und die Kreuzzüge, hat
die Feindschaft gegenüber den Juden geschürt und ihnen unsägliches Leid zugefügt. Als die Kirche so
handelte, hat sie zwar alle äußeren Merkmale ihres Kirche-Seins (Sakramente…) besessen, aber sie hat
dennoch ihre Berufung pervertiert und ihren Herrn verraten. Diese Schuld, die bleibend zur Kirche gehört,
sollte uns jeglichen Triumphalismus verbieten. Und sie sollte es verbieten, mit dem Finger auf andere
zu zeigen und von ihren angeblichen Mängeln zu reden. Wir können von Kirche nicht abstrakt reden, als
wäre sie eine rein theologische Größe. Kirchen leben in der Welt und werden immer wieder an ihrem Auftrag,
an den Menschen, an Gott schuldig. Leider lässt Rom an dieser Stelle jede kritische Selbstreflexion vermissen
und tut so, als wäre das für das Kirchenverständnis ohne Belang. Auch hier bin ich versucht zu sagen,
dass Rom die Splitter im Auge der anderen zwar sehr eifrig fixiert, aber den Balken im eigenen Auge geflissentlich
übersieht.
Worte von der anderen Seite OÖN-Gastkommentar von Gerold Lehner, Superintendent der Evangelischen Kirche
in Oberösterreich 1. Teil Immer wieder erhalten wir als evangelische Kirche in unregelmäßigen Abständen
Post aus Rom. Rundschreiben, die eigentlich nicht für uns bestimmt sind, aber immer wieder unsere Kirche
thematisieren. Es ist deshalb an der Zeit, einige kritische Rückfragen zu stellen. • Zum Ersten: Der
französische Philosoph Michel Foucault hat darauf aufmerksam gemacht, dass derjenige, der definiert,
Macht ausübt. Er nimmt für sich die Definitionshoheit in Anspruch und sagt, wie es ist. Genau das tut
Rom. Rom meint, die Definitionshoheit darüber zu besitzen, was eine Kirche zur Kirche macht. Vergessen
wird darüber allzu leicht, dass die Definitionshoheit über die Kirche nicht bei der Kirche, sondern
beim Herrn der Kirche liegt. Und der sitzt nicht in Rom. Jesus Christus, als Herr der Kirche, sagt, was
Kirche zur Kirche macht. Seine Verkündigung zeigt, was Kirche sein soll. Wer angesichts des Neuen Testaments
die apostolische Sukzession und das daraus resultierende Weihesakrament zum großen Unterscheidungsmerkmal
stilisiert, der läuft Gefahr „Mücken zu seihen und Kamele zu verschlucken“.
Papstdenkmal Ich verurteile die Schändung des Denkmals, verstehe aber, wenn es Menschen gibt, die mit
den letzten Äusserungen des Papstes nichts zu tun haben wollen und verärgert sind, wie ein evangelischer
Pastor, der in einem Leserbrief schreibt: „Natürlich werden die ökumenisch leidgeprüften VertreterInnen
unserer evangelischen Christen sich gegen die erneute Herabwürdigung seitens des Bischofs von Rom zu
wehren haben. Ich für meinen Teil habe mir abgewöhnt, mich über Dekrete zu ärgern, die ich nicht in
Auftrag gegeben habe. Im Gegenteil: Betrachte ich den römischen Revisionismus im weißen Gewande, dann
bin ich als Protestant heilfroh, nicht jenem Typus vollgültiger Kirchlichkeit anzugehören. Sollte dereinst
wieder weniger schwarzer oder weißer Rauch in Rom aufsteigen und der Blick für die wirklich brennenden
Probleme frei werden, sind die evangelischen „Krüml-Kirchen“ gerne bereit, Rom zu erklären, was man
gegen den Priestermangel tun kann.“
Sommerurlaub des Papstes Ich habe heuer noch nirgends gelesen, wer den Papst im Urlaub außer seinem Privatsekretär
begleitet. Sind die beiden gottgeweihten Jungfrauen vom Vorjahr wieder dabei, von denen eine sehr gut
Cello spielt?
Auffällig Es ist auffällig und sehr bezeichnend, dass gerade diejenigen Elemente bei der Feier des Novus
Ordo Missae peinlichst vermieden werden, die ihn ja mit der überlierten Gestalt der Messe verbinden würden:
die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und Volk, der Gebrauch des römischen Kanons, die Form der
Mundkommunion etc. Sowohl die der Gemeinde zugewandte Form der Zelebration, als auch die Verwendung von
zugelassenen anderen Kanones, als auch die Form der Handkommunion wurde von den nachkonziliaren Päpsten
durch entsprechende Erlässe gestattet.
Eine andere Bitte an den Papst Vielleicht könnte man den Papst bei seinem bevorstehenden Besuch an diesem
wichtigen österreichischen Gnadenort bitten, das heilige Meßopfer bereits wieder im Ritus extraordinarius
darzubringen. Vielleicht könnte man den Papst auch bitten, sexuelle Belästigungen, in die Mitglieder
des Konventes in Heiligenkreuz nach einem Bericht eines seriösen Nachrichtenmagazins offensichtlich verwickelt
sind, anzusprechen und reinen Tisch zu machen!
Rchtig Darum hat Paul VI. den NO promulgiert und nicht die Liturgiewissenschafter. Und Benedikt XVI. hat
ihn als ordentlichen Ritus bestätigt und nicht Liturgieprofessoren.
An semper reformandus In SC heißt es: „Der Mess-Ordo soll so überarbeitet werden, dass der eigentliche
Sinn der einzelnen Teile und ihr wechselseitiger Zusammenhang deutlicher hervortreten und die fromme und
tätige Teilnahme der Gläubigen erleichtert werde. Deshalb sollen die Riten unter treulicher Wahrung
ihrer Substanz einfacher werden. Was im Lauf der Zeit verdoppelt oder weniger glücklich eingefügt wurde,
soll wegfallen. Einiges dagegen, was durch die Ungunst der Zeit verloren gegangen ist, soll, soweit es
angebracht oder nötig erscheint, nach der altehrwürdigen Norm der Väter wiederhergestellt werden. Auf
dass den Gläubigen der Tisch des Gotteswortes reicher bereitet werde, soll die Schatzkammer der Bibel
weiter aufgetan werden, so dass innerhalb einer bestimmten Anzahl von Jahren die wichtigsten Teile der
Heiligen Schrift dem Volk vorgetragen werden.“ Wie sich jeder einzelne Konzilsvater die konkrete Umsetzung
der mit großer Mehrheit beschlossenen „Eckdaten“ vorgestellt hat, ist nicht feststellbar und reine Spekulation.
Daher für die Diskussion nicht wirklich ergiebig. Was dann konkret 1970 heraus gekommen ist, ist das
Ergebnis von sicherlich mit hoher Verantwortung geführten Beratungen von vielen Fachleuten, denen sich
Paul VI. durch die Promulgierung des neuen Ritus angeschlossen hat. Eine andere Vorgangsweise war ja auch
schwer möglich. Und letztlich stellt sich jetzt ja auch Benedikt XVI. voll hinter den Ritus von 1970,
wenn er ihn im Motu Priprio als den „ordentlichen“ bezeichnet.
an ottaviani Es geht doch bei dem Dokument nicht um Lehraussagen, sondern schlicht um die Beschreibung
von Problemen. Wenn die dann von Rom aus herausgestrichen, umgedeutet und durch andere ersetzt werden,
dann ist das eine nicht zu überbietende Überheblichkeit
Anmaßung Vatkanische Dikasterien maßen sich an, Probleme in Mittel und Südamerika besser zu kennen,
als die Bischöfe vor Ort. Nach dem Motto: Welche Probleme ihr habt, das sagen euch immer noch wir in
Rom: Das ist blanke Entmündigung der Ortskirche!
Vatikanischer Stil? Wenn der Bericht stimmt, dann halte ich diese Vorgangsweise für eine ausgesprochene
Sauerrei und Lukas Niederberger, Direktor und zukünftiger Geschäftsführer des Schweizer Lassalle-Hauses,
hat Recht wenn er schreibt: „Die Männer im Vatikan bewegen sich in einem Elfenbeinturm. Sie haben den
Bezug zur Realität absolut verloren. Es herrscht ein kollektiver Autismus.“ Die sagen: «Wir sind die
Auserwählten, wir müssen uns nicht der Postmoderne anpassen. Die Nachfrage interessiert uns gar nicht.
Wir haben ein Angebot. Jene, die das wollen, können daran teilnehmen. Das wäre, wie wenn Mercedes noch
immer das Modell von 1950 anbieten würde, obwohl dieses weder den Sicherheitsvorschriften noch der Abgasverordnung
von heute entspricht.“
Bischof Hanke „Ich gebe zu bedenken, es sollte nicht vergessen werden, dass es die Liturgie des Missale
von 1962 war, die auf dem Zweiten Vatikanum gefeiert wurde und den Vätern des Konzils wie den Theologen
Kraftquelle war.“ In welchem anderen Ritus hätten sie feiern sollen? Es gab ja nur diesen! Und der Herr
Bischof vergaß zu erwähnen, dass fast alle Konzilsväter der Meinung waren, dass genau dieser Ritus
von 1962 überarbeitet gehört. Die Abstimmung über die Konstitution Sacrosantum concilium lautete dann:
2147 Ja-Stimmen gegen nur 4 Nein-Stimmen für die Reform. die in ihren Eckpunkten im selben Dokument festgelegt
wurde!
Außerordentlich und ordentlich Der Salzburger Liturgiewissenschafte Rudolf Pacik bezweifelt die Papstmeinung,
dass die alte Messform niemals abgeschafft worden sei. Papst Paul VI. habe in seiner Apostolischen Konstitution
zur Einführung der erneuerten Liturgie deutlich gemacht, dass das neue Römische Messbuch das alte ablöse.
Und die Gottesdienstkongrgation habe 1974 festgehalten, dass die Messe in Gebieten, wo das neue Römische
Messbuch bereits übersetzt ist, sowohl lateinisch als auch volkssprachlich nur mehr im erneuerte Ritus
gefeiert werden darf. Erst in den 80er Jahren habe Papst Johannes Paul II. die Feier der alten Tridentinischen
Messe in Ausnahmefällen wieder erlaubt.
An Benedikt Doch ob man wirklich auch behaupten kann, dass Konzil habe es genauso gewollt Wie sich jeder
einzelne Konzilsvater die konkrete Umsetztung der mit großer Mehrheit beschlossenen „Eckdaten“ vorgestellt
hat, ist nicht feststellbar und reine Spekulation. Daher für die Diskussion nicht wirklich ergiebig.
Was dann konkret 1970 heraus gekommen ist, ist das Ergebnis von sicherlich mit hoher Verntwortung geführten
Beratungen von vielen Fachleuten, denen sich Paul VI. durch die Promulgierung des neuen Ritus angeschlossen
hat. Eine andere Vorgangsweise war ja auch schwer möglich. Und letztlich stellt sich jetzt ja auch Benedikt
XVI. voll hinter den Ritus von 1970, wenn er ihn im Motu Priprio als den „ordentlichen“ bezeichnet.
An Benedikt Sie haben natürlich Recht: Papst Johannes XXIII war bereits tot. Entschuldigen sie den Rechenfehler!
Was die Überzeugung der Notwendigkeit einer Liturgiereform betrifft mag das Abstimmungsergebnis über
Sacrosantum Concilium bekräftigen: 2147 Ja-Stimmen gegen 4 Nein-Stimmen! Die Eckpunkte der Reform 1970
sind im Text des Dokumentes benannt. Siehe mein letztes posting.