Samstag, 24. Juni 2006 08:55
Lesername: Soziales
Beiträge: 4
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Mittwoch, 28. Juni 2006 22:51
Soziales: Der Weg ist das Ziel?!
Der indische Jurist Mahatma Gandhi hat so seine Umwege hinter sich gehabt, als er zur Erkenntnis kam: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg“.

Ich schlussfolgere, gerade auch im Blick auf den jüdischen Rabbi Jesus, des Zimmermanns Sohn, den man später auf hellenistische Weise abheben ließ’und ihn den Menschen entriss: Es war der Weg des Antisemitismus, der den Antisemitismus erzeugte. Es war der Weg der Rassenideologen und ihrer Möglichmacher, dass es diese gab. Es war der Weg der Gewalttäter in Familie und Militär, in den mit sekundären Tugenden verkommenen Bürokratien und in den auf Waffenproduktion ausgerichteten Konzernen – es war eben nicht der Weg des Jesus, des Moshe, des Abraham, ein gottgefälliges Leben zu führen.

Die Kirchen haben dabei aus meiner Sicht einen hohen Anteil in der Geschichte der Verfolgung und Tötung von Menschen gehabt, als sie dem Aberglauben an Hexen und Ungläubige, an Bessere und „Schlechtere“, anhingen.
Die Verfolgung der Frauen mit Wissen, die Verfolgung derer, die anders leben wollten als die Herrschenden – das war eine der Ursachen für die Internalisierung des Mörderischen, das zum Völkermord führte.
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Sonntag, 25. Juni 2006 22:15
Soziales: Religiöser Antisemitismus!
Es gibt ihn auch, den religionsspezifischen Antisemitismus. Den findet man nicht nur im Koran, sondern den findet man auch in den Verlautbarungen der Kirche. Dabei handelt es sich stets um Fehlübersetzungen der Originaltexte, Fehlinterpretationen durch die Übersetzer – selbst Martin Luther gibt zu, dass es besser gewesen wäre, aus dem Hebräischen die Bibel zu übersetzen. Der Umweg über Griechisch und Lateinisch ins Deutsche kann nur Folgen haben.

Und ferner: Was so manch einer auf den Kanzeln spricht, sprach, in den Texten am Altar war es bis vor einer WEile auch noch so: „…der verraten wurde“… In aufgeklärten Kirchen heißt es heute „der sich dem Leiden unterwarf“.

Und wenn man sagt: „Die Juden riefen: kreuzigt ihn“, dann kann es sich nur um die paar Leute handeln, die überall in der Welt krakeelen – das kann auch in heutigen Demonstrationen passieren, dass Leute den Glauben und die Religion missbrauchen zu politischen Zwecken, vor allem wenn es um Rechtfertigung von Tötung geht – wie in Kriegen, bei Terrorangriffen, Bombardierungen oder im Zusammenhang mit der Verunglimpfung von Menschen, die einwandern.

Also noch einmal: Ich widerspreche, wenn der Eindruck verbreitet werden soll, unsere christlichen Vorfahren hätten nicht ein großes Stück Verantwortung dafür, dass der „säkulare Antisemitismus“ überhaupt Nahrung fand. Das gilt bis heute.
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Sonntag, 25. Juni 2006 22:01
Soziales: Nazis und Neonazis fallen nicht vom Himmel…
…aber sehr wohl sind viele Hunderte von Jahren falsche Aussagen über die Schuld am Tode Jesu gemach worden. Die Kirche hat so getan, als sei Jesus ein Christ gewesen, er hat aber als Jude gelebt. Die Nazis haben das den Christen vorgeworfen. Statt nun dazu zu stehen, hat man die alte „Jesus aber sagte-„Botschaft verstärkt und ihn in eine Alternative zum jüdischen Glauben gebracht.

Wenn ich dann weiß, dass die evangelischen „Deutschen Christen“ Pfarrer aus der Liste strichen, die eine jüdische Ehefrau hatten, oder die sozialdemokratische Auffassungen vertraten oder wenn ich weiß, dass systematisch selbst nach Ende der Nazi-Völkermord-Diktatur die alten Nazi-Kader nach Südamerika und sonstwo hin geschleust wurden, Persilscheine bekamen, versteckt und gedeckt wurden… und wenn ich hier im Thread lese, dass die Tatsache der Verfolgung von Schwulen und Lesben erst 1970 erfunden wurde… , dann reißt das dem Fass den Boden aus.

Ist das hier ein katholisches Netz oder eine neofaschistische Sammlungsbewegung, die sich hier unterhält. Pardon, aber ich kann nicht alles lesen. Der Artikel jedenfalls ist äußerst tendenziös in dem Sinne der Reinwaschung kirchenamtlicher Mitverantwortung auch dafür, dass die mutigen Menschen aus der KAB z.B., die Widerstandskräfte um Sophie und Hans Scholl, die mutigen Leute des Kreisauer Kreises und andere, die von den nazis und den Möglichmachern umgebracht wurden, allein gelassen blieben.Die Amtskirche hat sie nicht wirklich unterstützt/geschützt.
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Samstag, 24. Juni 2006 08:59
Soziales: Jesus und die Welt der Männer und Frauen
Ich hätte mir ja gewünscht, dass die Lesermeinungen in diesem Netz sich an jesuanischem Verhalten orientieren. Aber auch hier – wie oft in Kirchens – Fehlanzeige, leider. Jesus war bei den Zöllnern, Huren, er ging in die Häuser der Verfemten und Ausgegrenzten, er war bei den Menschen im Hafen, im Alltag, und er verurteilte sie nicht. Er liebte sie und zeigte ihnen, wenn sie unglücklich waren, wie sie da raus kommen konnten. – Jesus wurde allerdings auch ärgerlich und konnte austeilen, wenn in der Kirche (im Tempel) Doppelzüngigkeit herrschte statt gelebter Glaube. So würde ich ganz gerne hier einige Tische umwerfen. [mehr…]
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