Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
bin gespannt… …wie die genannten Zeitungen jetzt über die Entlastung berichten. Könnte der Verfasser
des Artikels dies nachhalten und ggf demnächst in einer „Fortsetzung“ berichten?
@„Pater“ A. Seit Anbeginn versucht er sie durch Götzendienst, Häresien, Schismen und falsche Religionen
in die Irre zu führen. Stimmt. Q.e.d. Viel Spaß in Ihrem Privatschisma.
werte Kölner Klarisse, nach meiner Übersicht schulden Sie Roma L. noch eine Antwort. Sie behaupteten,
sich nur zu Themen zu äußern, in Bezug auf die Sie sachkundig sind. Vor diesem Hintergrund bin ich gespannt,
wie Sie Ihren offenkundig falschen und nicht von juristischer Sachkenntnis getrübten Anwurf begründen
wollen…
Rotarierin Merkel Dem Artikel ist im wesentlichen zuzustimmen, jedenfalls in seinen Schlußfolgerungen.
Die Merkel-„C“-DU ist zur antikirchlichen Partei mutiert. Unsinn ist es aber, die Mitgliedschaft von Frau
Merkel in einem Rotary-Club damit in Zusamenhang zu bringen – unsinnig erst recht, um damit den krassen
Gegensatz zu Adenauer oder Merz zu unterstreichen. Adenauer war auch Rotarier, Merz ist es ebenfalls.
Weitere Gegner von Frau Merkel wie Ihr früherer Schattenfinanzminister Kirchhof wären noch zu nennen –
auch er Rotarier. Warum wird das in dem Artikel unterschlagen, die (Papier-)Mitgliedschaft von Frau Merkel
aber eigens erwähnt? Natürlich weil es so besser in die überdrehte Verschwörungstheorie-Weltsicht
der Verfasserin passt. Und das wiederum ist schlechte Werbung für das Anliegen des Artikels und daher
zu bedauern, denn die Grundtendenz stimmt ja, wie gesagt. Meine Bitte daher: Die Verfasserin möge das
mit der Rotary-Mitgliedschaft weglassen. Es schadet dem richtigen Anliegen, da es lächerlich und inkonsequent,
sogar uninformiert wirkt. Ich kenne einige Rotarier, die über die Entchristlichung der „C“-DU genauso
frustriert sind wie die Verfasserin, und Rotarier Adenauer wäre es mutmaßlich auch, wenn er noch lebte.
Angefangen hat die Misere der Partei ohnehin schon unter dem Scheinkatholiken Kohl, der die alte, katholische
Bundesrepublik und mit ihr hunderttausende Ungeborene auf dem Altar des Vaterlandes und seiner Wiederwahl
geschlachtet hat (Kohl war übrigens kein Rotarier).
stimme der Vernunft Brown behauptet in „Da Vinci Code“ ausdrücklich, es handele sich um – romanhaft aufbereitete –
Fakten. Im selben Licht erscheinen die Behauptungen in „Illuminati“. Ich kenne hochintelligente und gebildete
Menschen, die sich sogar als Katholiken betrachten, auf die Brownschen Romane angesprochen aber meinen,
diese seien doch faktisch „zutreffend“ und historisch wahrscheinlicher als die Berichte der Evangelien.
Man darf nicht unterschätzen, was für einen unglaublichen Schaden diese Bücher anrichten. Frage an
die Redaktion oder jeden, der etwas dazu sagen kann: Inwiefern ist belegt, dass Brown Satanist ist (das
kann man den Büchern zwar indirekt entnehmen; aber gibt es Belege?)?
zur Info: Der Vergwaltiger konnnte nicht mehr exkommuniziert werden, denn er war es schon. Er ist nämlich
Protestant. Nach der Berichterstattung war er übrigens gegen die Tötung der Kinder. Muss ein auf grausame
Weise bizarrer Typ sein: Protti, Dauervergewaltiger, Kinderschänder, dann aber Lebensschützer …
@Miracolix Das pseudochristliche Nazi-Geschwafel dieses Verückten (der daher auch nicht in den Knast,
sondern in die Klapse gehört) ist nicht „sensationell“, sondern der gleiche Schwachsinn, den er seit
Jahren von sich gibt. Was aber ernst zu nehmen ist: Die Gleichsetzung von Jahwe mit Satan ist eine schlimme
Gotteslästerung, und ich fordere die Redaktion auf, den Link sofort zu entfernen. Was zu weit geht, geht
zu weit. Kreuz.net macht sich der Beihilfe zur schweren Gotteslästerung schuldig, wenn nicht eingeschritten
wird.
Jetzt fehlt nur noch … … die Kanonisierung Pius XII., dann werden sie den Hl. Vater nicht nur verbal
kreuzigen, sondern physisch umbringen. Benedikts – angeblich – geplante Reise ins heilige Land wird lebensgefährlich.
Lang lebe Benedikt der Mutige!
Werte Redaktion, sind Sie jetzt völlig durchgeknallt? Warum werden die Leser eines angeblich „katholischen“
Forums mit Ausführungen über einen kleindeutschen Protti-Möchtegernkaiser behelligt? Um den Untergang
dieses usurpierten, lächerlicherweise als „Kaisertum“ bezeichneten antikatholischen Militärmonarchie
ist es wirklich nicht schade gewesen – nur dumpfe Nationalisten, die ihr „Deutschtum“ über die Kirche
stellen, heulen dem nach. Eine Tragodie war nur den Untergang des römisch-deutschen Kaisertums – zuletzt
auf einen Restbestand in der k.u.k.-Monarchie reduziert. Dass die Preussen vom Fenster sind, ist hingegen
bis heute ein Grund zur Feude. Man muss befürchten, dass so mancher hier seine Zuneigung zur Tradition
aus ähnlich trüben rechten Quellen speist wie diese Art des Nationalismus – was der Tradition schadet,
weil es berechtigte Angriffspunkte für die Feinde der Kirche bietet, so wie ein gewisser Weihbischof
W. mit seinen törichten Steilvorlagen für antichristliche Mächte …
@Clemens Paul Hab ich. War Teil eines Zitates, von dem er sich nicht distanzierte. Mein Posting eben war
wegen der Zeichenbeschränkung nicht erschöpfend; ich konnte nur das Nötigste geraderücken. Gerade
diese Aussage war natürlich, auch wenn nur Zitat, falsch. Er wollte in dieser Passage seiner Rede wohl
darauf hinaus, dass der Protestantismus bis heute Elemente enthält, die – als solche – nicht gegen die
katholische Tradition stehen, sondern aus dieser kommen. Die Protestanten müssten, so Lehmann, diese
katholischen, „wahren“ Elemente freilegen, als Weg zurück in die Kirche nutzen und den häretischen Rest
aufgeben. Die Rede war natürlich nicht so klar, wie es kreuz.net geschrieben oder der eine oder der andere
hier gepostet hätte, sondern, wie immer bei solchen in sich fragwürdigen Anlässen, zu diplomatisch.
Die nichtdistanzierte Zitierung eines protestantischen Theologen mit dem „gemeinsamen Kelch“ war stark
häresieverdächtig. Aber: Er verwendete immerhin ein Zitat, das sich auf das „gleiche Blut des Herrn“
bezog – damit sind schon alle Prottis, die nicht an Realpräsenz glauben, draußen. Und irgendwie muss
man ja – siehe Paulus auf dem Areopag – nun mal auch die armen Prottis da abholen, wo sie stehen. Wie
gesagt – man hat von Lehmann wirklich schon weit schlimmeres gehört. Völlig häresiefrei geht es bei
ihm offenbar nicht, aber diesmal haben die Prottis sich stärker aufgeregt als die anwesenden Traditionskatholiken,
und das ist doch schon mal was. Kein Regensburg, aber auch kein Assisi…
Kreuz-„Kirchen“-Event in Bonn Im Gegensatz zu den Vorpostern und zur Redaktion, die lediglich einen Artikel
aus dem GA zitiert, war ich da und habe gehört, was Lehman gesagt hat. Ich muss festhalten, dass die
Berichterstattung verfälscht. Vorab: Ich sehe Lehmann grundsätzlich so kritisch, wie er nun einmal aus
Sicht der Tradition zu sehen ist. Viele Male habe ich ihn als Ärgernis empfunden. So ging ich auch in
die Kreuzkirche mit dem (Vor-)Urteil, wohl wieder einmal Grund zu (überheblicher?) Aufregung zu finden.
Meine Erwartungen wurden aber nur partiell erfüllt: Lehmann „predigte“ zunächst einmal ausführlich
zu der Frage, warum es in der Kirche keine Spaltungen geben kann und darf. Jede Häresie sei ein Angriff
auf den Herrn selbst. Er subsumierte zwar nicht offen den Protestantismus unter das „Skandalon“ von Schisma
und Häresie, die Predigt war aber so angelegt, dass die Mundwinkel der anwesenden Protestanten zunehmend
nach unten rutschten. Der zweite Teil war ein Ausblick auf die Zukunft mit der Frage, ob man 2017 „gemeinsam“
feiern könne. Seine Antwort: Nur wenn die Protestanten erkennen, dass nur das, was an Luther „gut“ war,
genau das war, was ihn mit der „Tradition“ (sic!) der Kirche noch verband, dass er aber auch schreckliche,
aus Sicht der Kirche unerträgliche Aspekte hatte, von denen sich der Protestantismus distanzieren muss
(zB Hass auf Päpste und Juden), würde die Spaltung überwunden. Spätestens da lehrte sich die Kreuz-„Kirche“
zunehmend. Ich bin auf Reaktionen, bes. von Prottis, gespannt.
Realpräsenz Kleingläubige! Wenn Gott Mensch werden kann, kann er auch sein Fleisch „Brot“ werden lassen –
respektive Brot zu seinem Leib. In dieser Situation besteht dann der Leib Christi – chemisch betrachtet –
aus Brot, es handlet sich aber um den Leib Christi. Was ist daran schwerer zu fassen als zB an der leiblichen
Himmelfahrt – da wechselt gleich der ganze Leib die „Dimension“! Also bitte, Un- udnd Halbgläubige, verschont
uns mit dem immer gleichen Aufguss des naiven „aber es bleibt doch chemisch Brot“ oder „ dann seid Ihr
Christen ja Kannibalen“-Argument, das so alt wie es Christenverfolgungen gibt…
@alois bischof Können Sie mir erklären, wieso ausgerechnet die Piusbrüder eigentlich so ein gewaltiges
Problem mit der „subsistit“-Formel haben? Sie betrachten sich doch selbst als katholisch, folgen aber
nicht dem Papst, stehen insofern also in gewisser Weise außerhalb der Kirche. Gerade aus Sicht der Piusbrüder
dürfte die Kirche also in Gestalt der römischen Kirche nur „subsistieren“,im Sinne eine gewissen Einschränkung
der Exklusivität oder sind in der Piusbruderschaft keine „Elemente“ der Kirche und des Heils mehr anzutreffen?
Oder sind Sie Sedisvakantist?
@TRS13 „Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird“. Daraus die Formulierung abzuleiten, derjenige,
der dieses Herrenwort ernst nimmt, glaube an eine „Wunderpille für bessere Seelen“, ist töricht, blasphemisch
und zutiefst unchristlich. Typisch Protti eben. Der Herr hat seinen Leib am Kreuz auch für TRS13 geopfert
und auch für TRS13 das unblutige Opfer eben dieses Leibes beim letzten Abendmahl eingesetzt, aber TRS13
möchte diesen Leib in Rahmen eines bloßes „Erinnerunsgmahls“ (wofür dann überhaupt Mahl? Erinnern
kann man sich doch auch ohne zu essen!) in Form von Gummibärchen repräseniert sehen. Auch eine Art,
die Zuwendung des Opfers abzulehnen. Der Herr ist im Ergebnis halt nicht für alle, sondern nur für viele
gestorben. TRS13 macht beste Anstalten, sich aus den „Vielen“ auszuschließen. Schade.
Wolf im Abtspelz Der Herr Abt fällt in jeder der unzähligen Talkshows, in denen er „katholische“ Polistionen
vertritt, durch seine linken Thesen negativ auf, allerdings wirkt er zumeist so schwammig, unkonzentriert
und überfordert, dass er ohnehin keine Überzeugungskraft ausstrahlt. Es ist wenig überraschend, sondern
passt ins Bild, nun auch noch zu lesen, dass die Kirche seines Erachtens seit früher Zeit eine „falsche“
Liturgie gefeiert hat, die einen – aus seiner Sicht – maßgeblichen Aspekt des Gottesdienstes nicht zum
Ausdruck gebracht hat. Zu dumm, dass z.B. der heilige Benedikt dieses schwere Manko offenbar noch übersehen
hatte …
@alois bischof die Kirchenkrise hängt auch damit zusammen, dass einige Gläubige päpstlicher sind als
der Papst und ihm nicht helfen, dass Schiff Petri wieder auf Kurs zu bringen, sondern es sich lieber weiterhin
in ihrem privaten „Rettungsboot“ FSSPX bequem machen. Der Separationskurs der Piusbruderschaft verstärkt
den „Linksruck“ der Restkirche. Der Papst streckt die Hand aus, weil er dieTradition „an Bord“ braucht,
aber die de-facto-Sedesvakantisten der Piusbruderschaft bleiben lieber in Ihrer Schmollecke, anstatt die
Hand zu ergreifen. Die Kirche ist auf dem – an die konkrete Person Petri, mit ihren Unzulänglichkeiten,
gebundenen – Petrusamt erreichtet, nicht auf einem theoetisches Dogmengebäude.
@sirilo 2. Ehe: Er weiß halt, wovon er redet. Es ist gerade umgekehrt: Er trinkt nur Wasser (Ehe) und
predigt Wein (Zölibat). Ostkirche: Es gibt den Zölibat, nur nicht für alle Kleriker bestimmter Weihestufen.
Die bestehenden Unterschiede zur römische Kirche haben sich historisch entwickelt. Bekanntlich gibt es
auch in der römischen Kirche Ausnahmen. Hat die relativ enge Durchsetzunmg des Zölibatsgedankens der
römischen Kirche geschadet? Nein, Sie ist heute die „größte“ und weltweit am meisten „verbreitete“
Kirche. Sie hält den – in Ansätzen auch anderweitig entwickelten – Zölibat am konsequentesten durch
und beweist auch dadurch, dass sie am nächsten am Evangelium „dran“ ist.
@Pünktchen Vielen Dank für den Link! Überhaupt möchst ich Ihnen auf diesem Wege einmal für Ihre stets
klugen Beiträge danken, die sich von zahlreichen Spinnereien in diesem Forum in Form und Inhalt wohltuend
abheben. Auch wenn man naturgemäß nicht in allem Details übereinstimmt – Ihre Postings sind von rechtem
Glauben und großer Nächstenliebe geprägt und eine echte Bereicherung.
@sozialkatholisch, Giuseppe Sozialkatholisch: volle Zustimmung! Giuseppe: Im Prinzip auch volle Zustimmung,
aber das rechtfertigt nicht die unchistlich-menschenverachtende mohammedanische Hetze.
Nach der Lehre der Kirche… … ist solchen bedauernswerten Unzüchtigen mit Mitleid und Liebe zu begegnen,
nicht mit Ächtung und heidnischer Berührungsangst. Est recht, wenn sie krank sind. Auch aus katholischer
Sicht ist jenem mohammedanischen Hetzartikel daher scharf zu widersprechen.
@ sogenannte Stimme der Vernunft Selbst wenn die Piusbrüder häretisch und schismatisch wären, wäre
die Qualifizierung einer von ihnen gehaltenen Messe als „Affentheater“ gotteslästerlich. Sie haben damit
wieder einmal Ihre widerwärtige Grundeinstellung offenbart. Über Ihr Verhältnis zu den – möglicherweise –
häretischen und schismatischen Piusbrüdern lasst sich weiß Gott nur das Bild vom Splitter im Auge des
anderen zitieren. Sie müssen dringend in sich gehen.
@redaktion Die Rotarier sind – ein im gesellschaftlichen Spektrum – ein Sammelbecken der Konservativen
und damit quasi automatisch auch von eher „rechts“ gesinnten Katholiken (freilich solchen, die es „zu
etwas gebracht haben“, was aber nicht immer auf eine ungesunde Zuneigung zur Welt schließen lässt, sondern
manchmal einfach auf Talent, Leistungsbereitschaft und Engagement). Man kann über Katholiken wie Erzbischof
Marx, MdB Merz und viele weitere, auch kirchliche Würdenträger denken, was man will, aber es handelt
sich bei ihnen gewiss nicht um verkappte (freimaurereische) Kirchenfeinde oder gar moderne „Marranen“.
Wahrscheinlich ist sogar der Anteil der Anhänger der traditionellen Liturgie in rotarischen Kreisen signifikant
höher als im übrigen Spektrum der „christlichen“ Gesellschaft. Sollte Ihre Meldung also eine Art „Kritik“
insinuieren (sonst wäre sie ja wohl überflüssig), so wäre diese Kritik demnach total verfehlt. Suchen
Sie sich – gerade im Sinne der lobenswerten Anliegen der Tradition – bitte die richtigen Gegner aus, und
warnen Sie vor den real existenten Gefahren! Die „Rotarier“-Verschwörungstheorie ist wirklich ein Eigentor
und Verschwendung von Lebenszeit.
@ HBR Das ist nun wirklich Käse. Der neue Usus hebt den Priester auf ein viel höheres Podest. Früher
hatte er liturgisch eine viel bescheidenere, dienendere Funktion. Heute ist er viel mehr „Herr“ der Liturgie.
Die vermehrte Teilnahme von Laien ändert daran nichts -und ist überdies ist in der Praxis fast immer
unerträglich, da diese Laien ja zumeist linke Kindergärterinnen und Lehrerinnen sind, die nur ihren
dümmlichen Betroffenheitsquark von sich geben. Gerade das hat zur Banalisierung der Liturgie maßgeblich
beigetragen. Wer im Leben etwas darstellt, hat keine Zeit für diesen Schwachsinn. Also tummeln sich dort
die linken Looser und bringen ihre anmaßenden Fürbitten à la „lieber Gott, bitte mach, dass die Welt
endlich lieb und gerecht und ohne Krieg und Aids und arme Kinder ist, so wie ich sie gerne hätte! Wie
konntest Du nur so eine böse, böse Welt zulassen. Kurz: Mein Wille geschehe. Wir bitten Dich – erhöre
uns“. Prost.
Mittelmäßig? 1,7 ist kein „mittelmäßiger“ Durchschnitt, jedenfalls nicht an anständigen Gymnasien
und in Bayern. Für die gleiche Leistung würde man in Österreich freilich bereits promoviert oder sogar
Professor.
subsistit Die Bundesrepublik Deutschland ist nach allgemeinem Verständnis substantiell und exklusiv identisch
mit „Deutschland“ oder dem „Staat der Deutschen“ oder „deutschen Staat“; sie „ist“ Deuschland. Wenn sich
in Amerika deutschstämmige Auswanderer treffen und einen Verein namens „Club Germany“ gründen, so sind
in diesem Verein ggf. Elemente des „Deutschseins“ anzutreffen, der Verein ist aber nicht „Deutschland“.
Wenn Bayern beschlösse, aus der Bundesrepublik auzutreten, wären in Bayern weiterhin deutsche Elemente –
staatlich, kollektiv und individuell – anzutreffen, nur die Rest-BRD bliebe aber „Deutschland“. Die Beispiele
ließen sich fozsetzen. Worauf ich hinaus will: Wir brauchen den sprachlichen „subsistit“-Krampf nicht,
um auszusrücken, dass auch in abgespaltenen Gemeinschaften gewisse „Elemente“ weiterbestehen können;
letzteres ist trivial. Die „Subsistit“-Formel richtet daher bis heute mehr Schaden als Nutzen an. „Est“
hätte völlig gereicht, auch soweit „subsistit“ teilweise redlich gemeint war und bei korrekter Auslegung
gerade noch mit der Lehre der Kirche unter einen Hut zu bringen ist, wenn auch nur nach einigen Verrenkungen.
@no comment wo lehrt sie das? Ich befürchte, Sie sind es, der hier einiges durcheinander wirft. Bringt
die alte Messe Ihres Erachtens etwa ein „falsches“ Operverständnis zum Ausdruck?
Bei aller Wertschätzung … … für die Verdienste des Erzbischofs stimmt es schon nachdenklich, dass
er Beifall ausgerechnet von „orthodoxen“ Schismatikern, von Protti-Ketzern und ungläubigen Mohammedanern
als „Argumente“ für sich ins Feld führt … das zeigt, dass auch an seiner Position etwas faul war.
@alois bischof Danke, dass Sie mein früheres Posting so eindrucksvoll bestätigt haben. Es geht im Kern
um die Frage, ob die FSSPX sedisvakantisisch ist.
@ExBochumer Aus Ihrer Wortwahl spricht wirklich pure Nächstenliebe. Das aktuelle Verhalten der Piusbruderschaft
ist nicht minder betrüblich. Das sagei ch als jemand, der glaubt, dass die Verdienste de Bruderschaft
hoch sind. Wer weiß, wo die Kirche ohne sie stünde. In gewisser Weise waren sie eine rettende „Arche“.
Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo der Chefkapitän die Insassen der „Arche“ wieder an Bord des
Hauptschiffs braucht. Er braucht sie. Er kommt ihnen entgegen. Er reduziert die „Versöhnungsbedingung“
materiell letztlich auf die Frage, ob er als Papst anerkannt wird. Wer in dieser Situation „Nein“ sagt,
bricht endgültig mit der Kirche. Das ist Protestantismus. Für mich sind die Piusbrüder von jetzt an
nur noch verlogene Sedisvakantisten, die ihren Sedisvakantismus nicht einmal zugeben. Ihre Gebete für
den Papst sind scheinheilig. Wenn man ihm wirklich helfen wollte, wäre jetzt die passende Gelegenheit:
Die Kircher braucht nach dem MotuProprio massenhaft Priester, die richtig zelebrieren können.
@ägypt. Mädchen Ihr antichristliches Gegeifere ist eine schwere Beleidigung Gottes, leider typisch für
arme Seelen, die von der satanischen mohammedanischen Irrlehre durchdrungen sind. Ihre Sprache und Ihre
gesamte Argumentation zeigen überdies, was uns blüht, wenn Ihre Sekte in Europa zu starken Einfluss
gewinnt. Die mohammedanische Irrlehre ist mit aller Schärfe und Konsequenz zu bekämpfen (nicht die einzelnen
Mohammedaner natürlich). Geistige Brandstifter wie der offenbar gutwillige, aber törichte und einfältige
„Aleph“ alias „Gilbert“ etc. leisten den Feinden der Kirche Vorschub, indem sie das falsche Gerede über
das „finstere Mittelalter“ nachplappern. „Aufklärung“ ist übrigens an sich weder gut noch schlecht,
sondern kann beides sein. Der gute Teil der Aufklärung steht in der Tradition der Entfaltung christlicher
Lehre und Kultur Europas, der schlechte ist antichristliche Freimaurerideologie und als solche ebenso
zu bekämpfen wie das Mohammedanertum.
@stimme der vernunft Sie fragen, wieso Sie „Menschenwürde“ begründen sollen. Damit weichen Sie derAntwort
aus. Begründen Sie doch einfach! Zum „Wieso“: Weil ich Ihre Position verstehen will. Sie stellen sich
erklärtermaßen gegen die Kirche und setzen tradiionelle Katholiken bewusst mit Taliban etc., also mit
Terroristen, Massenmördern und Volksverhetzern, gleich. Also bitte – was sind die Grundlagen Ihres Wertesystems,
dass zum einen Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit, Taliban-Ideologie – zu Recht – ablehnt, zugleich
aber die Kirche und deren Glauben – zu Unrecht – damit in einenTopf wirft und ebenfalls ablehnt? Sie schulden
mir natürlich keine Antwort – aber es wäre nett udn Ausweis einer gewissen intellektuellen Redlichkeit,
wenn Sie sich zu einer Antwort bequemen könnten. Wenn Sie der Antwort weiter ausweichen, spricht das
für sich.
@stimme der vernunft Ich bin – wie Sie – gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Der Grund dafür
ist mein Glaube, der der Glaube der Kirche ist. Ich freue mich, dass wir zumindest in diesen beiden Punkten
offenbar unsere Ablehnung teilen. Ebenso offenkundig begründen wir aber unsere – im Ergebnis übereinstimmende –
Haltung ganz unterschiedlich. Wären Sie so freundlich, mir mitzuteilen, wieso Antisemitsmus und Menschenfeindlichkeit
aus Ihrer Sicht falsch – und nicht etwa bloß schlicht zur Kenntnis zu nehmende Auswüche eine blinden
Evolution – sind? Danke!
@benedikt Genau! So wie die modernistischen Exegeten den „historischen Jesus“ vom „Christus des Glaubens“
trennen, trennt die Priesterbruderschaft zwischen dem „historischen Papst“ und dem „päpstlichen Lehramt
des Glaubens“. Das geht natürlich nicht. Daher auch immer der stereotype Einwand von Piusbrüdern, mit
denen man diskutiert, die „Konzilskirche“ habe eine überzogenen Vorstellung von der päpstlichen Unfehlbarkeit“.
Was die Piusbrüder nicht erkennen: Der Papst weiß doch, welche Position die Bruderschaft zu bestimmten
Texten des II. Vat. einnimmt. Wenn man sie wieder „reinlässt“, ohne einen Widerruf dieser Konzilskritik
zu verlangen, gibt man indirekt zu, dass die Sichtweise der Bruderschaft eine vertretbare, im Rahmen der
Lehre der Kirche zulässige „Auslegung“ der VII-Texte darstellt. Die Modernisten würden toben. Leider
ist die Bruderschaft zu ängstlich und spielt nicht mit, anstatt der Kirche zu helfen. Ihr fehlt es offenbar
an Gottvertrauen.
wann … … hat JP II das asysmetrische Pallium eingeführt? Ich dachte, das wäre bei der Amtseinführung
von B XVI passiert. Kann mich jemand von den Oberexperten in diesem Forum aufklären? Lieber Heiliger
Vater, jetzt bitte noch die Tiara!
Entscheidung Was soll die hohle Aussage „ich anerkenne die Macht des Papstes“? Die Priesterbruderschaft
muss sich entscheiden, ob sie sedisvakantistisch ist oder nicht. Genau auf die Chance eines Bekenntnisses
gegen den Sedisvakantismus laufen die „5 Punkte“ im Kern hinaus. Wer diese Minimalbedingung ablehnt, ist
exkommuniziert und bildet eine Sekte.
Achung! Ein „vorkonziliarer“ original kölscher Witz! Tünnes war zum ersten Mal in Italien im Urlaub.
Schääl:„Und, wie war et?“ Tünnes: „Schön war et, und dat beste: in der Kirsche spreschen se sojar
Kölsch.“ P.S.: Soviel zum Thema „Proletendialekt“.
@ typ mit der Verbeugung natürlich. Das Ergeben der Hände ist eine Geste, die den „Händeheber“ größer
macht, er streckt sich selbst nach Gott und „wächst“ dabei. Das Händeheben wirkt überdies theatralisch
und kitschig. Die Verneigung hingegen macht kleiner und ist eine angemessene Haltung gegenüber dem Souverän.
Da sie die transzendente Wirklichkeit angemessener abbildet, ist sie auch im echten, sachlichen Sinne
transzendenter.
also, nichts gegen Köln, aber … … ich sitze gerade in Köln und schaue auf den Rhein, im strömenden
Regen, und ich finde es schon ziemlich plemplem, Köln mit der Begründung Rom vorzuziehen, dort gebe
es „nur“ den Tiber und so viele Palazzi … er ist schon ein leicht skurriler Typ, unser Herr Kardinal
…
@vorposer bei aller Sympathie für die Position der Priesterbruderschaft, die in der Tat ernorme Verdienst
hat – es wird langsam Zeit zur Versöhnung. Das MP war die ausgestreckte Hand, die man nicht zurückweisen
darf. Der heilige Vater will die FSSPX nicht in eine Falle locken, um sie zu vernichten, sondern unter
den Schirm Roms holen, um sie zu schützen. Zu schützen auch vor sich selbst – damit sie keine Sekte
wird.
@alle Ich habe mich mit diesem der Kirche schadenden und alle Beteiligten unsympathisch wirken lassenden
Fall bislang nicht näher befasst – vielleicht ist meine Rückfrage daher dumm; für diesen Fall bitte
ich um geduldige Belehreung: Was war denn nun der genaue Inhalt jener bischöflichen „Verfügung“? Die
Suspendierung vom Prietseramt? Dann wäre die „Nichtannahme“ der Beschwerde ja im Ergebnis wohl doch eine
Bestätigung, und die „Verfügung“ eben doch eine Art Sanktion. Bei allem Verständnis für Empfindlichkeiten
in Bezug auf die genaue Wortwahl im kurialen Sprachgebrauch – die Verfasserin ist ja offenbar Philologin
und keine Juristin – hier handelt es sich aus meiner bodenständigen Juristensicht um reine Wortklauberei.
Entscheidend ist, was in der Sache entschieden wurde (ich weiss, das war tautologisch).
@Dr. Otterbeck Ich weiß aus persönlicher Anschauung, dass und wie Mosebach betet und hilft. Sie müssen
hier keine – scheinheilig in rhetorische Fragen verpackte- „Gegenangriffe“ auf Mosebach starten, weil
Mosebach niemanden, jedenfalls nicht den Papst, angegriffen hat. Wenn Sie ihn nicht verstehen, schweigen
Sie.
@romulus Die Fragen sind brillant, jede einzelne verdiente vertiefte Diskussion. Ich würde mich nicht
einmal wundern, wenn der Heilige Vater selbst diese Fragen als besonders interessant betrachten würde –
auch scheinbare Nebensächlichkeiten wie die liturgische Farbe zum Fest der hl. Johanna von Orleans; alle
diese Fragen ziehen jeweils einen Rattenschwanz brisanter Konsequenzen nach sich. Lassen Sie einen großen
und umwerfend gebildeten Denker wie Mosebach erst mal auf sich wirken, bevor Sie sich mit derart oberflächlicher
Kritik lächerlich machen.
@engelhardt Sie haben ausnahmsweise Recht: Es geht nicht eigentlich um „Erpressung“ (es sei denn, man
verweigerte die Nichtausschüttung bereits verbindlich zugesagter Gelder). Es geht aber – spiegelbildlich –
um Bestechung: Wir Reichen „schenken“ Euch Bitterarmen Millionen, wenn Ihr im Gegenzug Eure Kinder tötet.
Eigentlich noch perfider.
@Wagner Ja, danke – aber die CDU hat es nicht geschafft, die Katasprophe zu verhindern. Wieso auch – die
Kanzlerin und die zuständige Ministerin waren dafür. Die „konservativen!“, die „christlichen“ haben
wieder versagt. Krass: In der gleichen Woche gedachte man mit viel Pathos der nicht gerade ehrenvollen,
in Rückblick sogar schändlichen Zustimmung des Zentrums zum Ermächtigungsgesetz vor genau 75 Jahren …
die Scheinheiligkeit und Selbstgerechtigkeit, mit der auf die Vorfahren gezeigt wird, vertieft die aktuelle
Schande.
@Kurt K. Ihr „Ja“ scheint nun eine eindeutige Antwort auf meine Frage zu sein; die folgenden Ausführungen
lassen freilich befürchten, dass Sie die Frage immer noch nicht richtig verstanden haben. Nehme ich Ihr
„Ja“ trotzdem ernst, so muss ich Ihnen sagen, dass mich Ihr Standpunkt entsetzt. Wer sich anmaßt, zu
entscheiden, wer Mensch ist, ist im Kern Nazi. Ihr „Teil der Mutter“- Argument ist wiederum so dämlich,
dass ich nun die Geduld verliere und die Diskussion abbreche. Wie kann ein in vitro gezeugtes und im Reagenzglas
lebendes einzelliges, später mehrzelliges Lebewesen „Teil der Mutter“ sein? Sie sind nicht ernst zu nehmen.
@Kurt K Schwache Vorstellung, zweite Chance: Ja, ich wollte eine Stellungnahme – aber eben gerade nicht
zu der Frage, warum Sie sich als etwas besseres fühlen als ein Mensch in den ersten Momenten seines Lebens
(letztlich ja nur weil Sie ausgewachsen, also stärker sind, also brutalst „sozialdarwinistisch“), sondern
Ihre Stellungnahme zu der grundlegenden Frage, wieso Sie meinen, dass irgendein Mensch überhaupt das
Recht hat, zu definieren, ab welchem Stadium seiner biologisch beschreibbaren Entwicklung vom Einzeller
zum Kurt K. der Mensch anfängt „Mensch“ zu sein. An dieser Frage haben Sie komplett vorbei geschrieben.
Also? Haben Menschen das Recht, zwischen biologischen Individuen der Gattung Mensch in Bezug auf deren
„gesellschaftlich-rechtlich akzeptiertes Menschsein“ zu unterscheiden? P.S.: Das Hornhautargument ist
wirklich unsäglich. Oder entwickelt sich Ihre Hornhaut als Individuum, wenn man sie in eine Umwelt versetzt,
die sie nährt?
Kurt K. Ich hatte aber eine neue These aufgestellt: Sie und Gunsenum sind auch nur ein Zellhaufen. Sind
wir uns denn da wenigstens einig? Etwas abstraker: Begründen Sie doch bitte mal … … nein, keine Sorge,
nicht warum das eine nur ein Zellhaufen und das andere ein Mensch sein soll, da werden wir uns ja ohnehin
nicht einig, wie Sie meinen … … begründen Sie bitte, wieso einem Dritten oder dem Staat überhaupt
das Recht zustehen soll, zu entscheiden, was ein Zellhaufen und was ein Mensch ist! Ich will wenigstens
den „philosphischen“ Ausgangspunkt Ihrer Sichtweise verstehen, wenn wir uns über das Ergebnis schon nicht
einigen können …
@gunsenum Rein „naturwissenschaflich“ betrachtet sind Sie auch nur ein Zellhaufen. Stellen Sie Ihr Herz
noch heute – auch wenn der Zellhaufen „Gunsenum“ dabei naturgemäß zerstört werden wird – zu Heilzwecken
zur Verfügung? Man soll doch immer bei sich selbst anfangen!
@Vorposter 1. Es geht hier weniger um die Widerlegung, das Jesus Jude war, sondern um die Widerlegung
seiner über den „gesetzlichen“ Vater Josef vermittelten Abstammung aus dem Hause Davids, die wiederum
mit dem Messias-Anspruch zusammenhängt. 2. Wenn es antisemitisch ist, wissenschaftlich korrekt und unverfälscht
aus dem Talmud zu zitieren, sind alle Rabbiner Antisemiten. Ihre Argumentation ist wirklich schwachsinnig.
@marcelus ja ja, allgemein bekannt. Aber dennoch könnte man doch Bedauern äußern? Schließlich haben
die jüdischen Autoritäten jener Zeit, wie Sie zu recht betonen, die Ermordung von Rom gefordert, sogar
gegen den anfänglichen Widerstand des Statthalters durchgesetzt … Und wo ist der Unterschied zu der
vonIhnen verlangten Verneigung vor den Opfern der Nazis? Nach Ihrer Argumentation billigt jeder Jude,
der sich heute nicht vor dem Kreuz verneigt, indirekt den Mord an Jesus. Da Sie dies wiederum billigen,
sind Sie – Ihrer eigenen Logik zufolge – ein indirekter Unterstützer der Kreuzigung. Schlimm, schlimm.
@Marcelus Wieso „Mahnmale“ im Plural? Welche gibt es denn noch und wurden von mir erwähnt? Übrigens:
Finden Sie eigentlich, die jüdischen Vertreter Berlins sollten beim Papstbesuch an einer der in der Stadt
vorhandenen Golgatha – Gedenkstätten (vulgo Kirchen) sich vor dem Kreuz verneigen und Ihr historisches
Bedauern über den Mord am Gottmenschen Jesus Christus öffentlich bekunden?
@marcelus Ihre Unterstellung, meine Äußerung sei als indirekte Billigung eines Völkermordes zu verstehen,
ist eine Unverschämtheit und persönliche Beleidigung. Ich vermute allerdings zu Ihren Gunsten, dass
Sie zu diesen Brain-Washed-Typen zählen, und nehme Ihnen die Beleidung daher nicht übel. Denn ich habe
begründete Zwiefel an Ihrer Zurechnungs- bzw. Schuldfähigkeit.
@benedikt Bonifatius hat bekanntlich die Donareiche umgehauen – wenn der Heilige Vater etwas vergleichbar
Provokantes täte, wäre das natürlich klasse. Wie wär’s mit Holokaustmahnmal ignorieren? Oder die Türen
der Schlosskirche in Wittenberg exorzieren? Ich fürchte, er wird sich in Berlin und im Osten statt dessen
an den falschen Stellen verneigen müssen. Andererseits freue ich mich immer, wenn die Protestanten neidisch
werden, weil das gesamte Fernsehen wieder mal nur über den Papst berichtet, vielleicht wäre allein das
den Spass wert.
@pius12 Genau! Die Romanik galt den Erbauern der Gotik als „altmodisch“, die Gotik wurde von der Renaissance
verachtet, der alte Petersdom wurde für den heutigen abgerissen, Barock galt kurz danach als kitschig,
der Historismus des 19. Jhrds. bald darauf als rückwärtsgewandt usw… überlassen wir also das KÜNSTLERISCHE
Urteil getrost der ÜBERnächsten Stilepoche, und freuen uns erst mal, dass die Kirche HEUTE lebt und
daher Raum für zeitgenössische Kunst bietet. Diese muss im Falle einer Kirche aber „dogmatisch“ passen.
Und scheinen in der Tat Zweifel engebracht; unter liturgischen Aspekten mag man insbesondere kritisieren,
dass diese Kathedrale offenkundig für den NOM konzipiert wurde; ich kenne (gelungene) „moderne“ Kirchen,
die noch für den überlieferten Ritus gebaut wurden – eine viel spannendere Kombination.
@hieron Herr Altertumsforscher, so so, das „Thomasevangelium“ ist unzensiert und ungefälscht – wer hat
denn wann welche anderen historischen Berichte über Jesus zensiert oder gefälscht? Beweise? Quellen?
Was ist Ihre Qualifikation? Bin gespannt! S.R.
@hieron Also … Autobahn geht gar nicht! Spaß beiseite: Sie vergleichen Jesusforschung mit Klopapier?
Und bezeichnen sich selbst als Altertumsforscher? OK, Schluss der Debatte – zu doof.
@ Hieron Würden Sie – nur so aus aus Neugierde – mal gewisse Nazi-Theorien über Jesus nachlesen, würden
Sie überrascht feststellen, das jene Herrschaften den gleichen Schwachsinn wie Sie verzapft haben – Sie
befinden sich also nolens volens in schlechter (wenn auch passender) Gesellschaft. Das sollte Ihnen zu
denken geben. Viellicht sind Ihnen die Nazis danach aber auch nicht mehr so unsympathisch, wer weiß?
@ Hieron Für einen historisch bewanderten und kritischen Doktorallwissend Ihres Formats sind Ihre Lateinkenntnisse
(„Petris“) ziemlich erbärmlich. Natürlich benutzen Sie auch den terminus technicus „unbefleckte Empfängnis“
falsch, wie es sich für einen kritischen Religionsforscher Ihres Niveuas gehört. Das mit dem „Ben Pantera“
haben Sie aus Nazibüchern, stimmt’‘s? Hut ab! Bin echt beeindruckt! Mit der Ihnen gebührenden Hochachtung
S.R.
@aleph So so, Sie verwahren sich also dagegen, die „Zeugen“ als gotteslästerlich zu bezeichnen! Wissen
Sie was: Ich verwahre mich dagegen, die Lehre der Sekte „Zeugen Jehovas“ NICHT als gotteslästerlich zu
bezeichnen.
„Gotteslästerlich“ Wer die Gottheit Christi, also Gottes, bewußt leugnet – zumal wenn er sich trotzdem
irreführend als „christlich“ bezeichnet – lästert Gott. Der Vorwurf trifft nicht unbedingt das einzelne
irrgläubige (irregeleitete) Individuum, wohl aber die antichristliche Religionsgemeinschaft und deren
Irrlehre als solche.
@Stimme der Vernunft Da haben Sie ausnahmsweise gar nicht mal so Unrecht: Es ist schon peinlich, in was
sich Vertreter des Lehramtes so alles einmischen; Kardinal Lehmann war da einsame Spitze, aber auch so
mancher Papst. Insofern hat es auch im Falle Galilei durchaus von Seiten der Kirche Grenzüberschreitungen
gegeben, zugegeben. Das ändert aber nichts daran, dass vor allem G. im Kern Unrecht hatte – ironischerweise
ausgerechnet naturwissenschaftlich (die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, die Gezeiten sind
kein Beweis für den Umlauf der Erde um die Sonne; die Bedeutung der Fixsterne etc.). Und die Kirche MUSS
sich auch weiterhin einmischen, um der mörderischen utilitaristischen Ideologie – dem Nazitum unserer
Tage – entgegenzutreten.
Dieser Herr Physiker … … wiederholt im Kern den Fehler Galileis, der zu Recht gemaßregelt wurde:
Er bleibt nicht bei seinen naturwissenschaftlichen Leisten.
@anita Falsch, es heißt „Mohammedaner“. „Mohammedaner“ ist die einzige unter den gebräuchlichen Bezeichnungen
für jene Weltanschauung, die den Aberglauben der Jünger Mohammeds mit Unterscheidungskraft gegenüber
anderen Bekenntnissen kennzeichnet, ohne andere Religionen mittelbar herabzusetzen.
Spontanrezension Ich bin kein Anhänger der Priesterbruderschaft – nach der Sendung muss ich aber sagen:
Respekt! Pater Schmidberger hat einen hervorragenden Eindruck gemacht, besonnen und klug geantwortet,
souverän Fallen umschifft, Präzision und Wahrhaftigkeit in die Diskussion gebracht und zuweilen schlagfertig
reagiert. Hut ab. Die Sendung war überhaupt erstaunlich unschädlich – auch weil selbst die linkesten
Spinner-Katholiken angesichts der komplett kenntnisfreien evangelischen Moderatorin gar nicht anders konnten,
als erstaunlich „katholisch“ zu sein. ALLE haben die alte Liturgie verteidigt und gelobt – wer hätte
das gedacht! Und Schmidberger hat Geißler zu einer wenigstens kleinen Korrektur seiner Irrlehre „es gibt
keine Hölle“ provoziert. Alles in allem kein Grund zur Aufregung – das ist nicht schlecht gelaufen.
@botschafer Ja ja, ich bin ja ganz nahe bei Ihnen – aber nur unter der Voraussetzung eines christlichen
Staates, sonst sind wir die nächsten. Gerade unsere Lehre ist aus Sicht der feministisch-öko-nazi-sozi-homo-was-was-ich-für-Zeitgeistigen
bedrohlich und zu bekämpfen.
@rheiny OK, gegen Pauschalisierungen auf persönlicher, individueller Ebene bin auch. Ich habe persönlich
viele Freunde und gute Bekannte, die aus persönlich vermutlich unverschuldetem Irrtum dem Protestantismus,
der mohammedanischen Sekte oder anderen Antikirchen zugehören. Überdies möchte ich betonen, dass der
notwendige Kampf gegen den Irrtum natürlich nur mit den aus christlicher Sicht zulässigen Mitteln geführt
werden darf. Dazu gehört aber auch, das Bewußtsein für die Falschheit dieser Leher wach zu halten.
Ein Fall für den Verfassungsschutz ist der Islam nur im Extremfall, da unser Staat (leider) religiös
neutral ist. Unter diesen Voraussetzungen ist es besser, er hält sich zurück, sonst ist als nächstes
die Kirche an der Reihe(„Diskriminierung der Frau“ etc. ). Am besten wäre ein katholischer Staat, der
sich vorbehält, welche anderen Glaubenslehren – ggf. in welchem Umfang und mit welcher Öffentlichkeit –
toleriert werden. Dazu bedürfte es freilich eines echten Wunders, denn der Zug fährt gerade in die genau
entgegengesetzte Richtung – nach Brüssel.
@rheini Was z.Zt.in Berlin abläuft, ist brandgefährlich. Schäuble ist ein antichristlicher Politiker,
der u.a. durch seine Forderung nach Abschaffung des Beichtgeheimnisses auffiel und nun aus „pragmatischen“
Gründen eine verfehlte Integrationspolitik gegenüber dem Islam versucht – mit der Folge, dass „der Islam“ –
was immer das ist – am Ende staatsrechtlich der Kirche gleichgestellt wird. Natürlich ist Schäuble Protestant,
darin ist wohl das Übel im Kern angelegt; außerdem ist der konservativ und wiederholt daher – nun in
Bezug auf den Islam – den typisch konservativen Fehler einer versuchten „Einbindung“ à la 1933. Nicht
jeder Mohammedaner träg einen Dolch im Gewande, manche verfügen auch über Sprengstoffgürtel, wieder
andere sind relativ harmlos. Die mohammedanische Sekte als solche aber ist und bleibt die größte Bedrohung
der Kirche.
@Bischof Wäre er selbst bedroht gewesen, hätte er nicht aus freien Stücken gehandelt und hätte wohl
kaum (so) verurteilt werden können. Es ist allerdings ohnehin Unfug, ein Urteil zu kommentieren, dass
man nicht näher kennt. Ihre Kaffeesatzleserei wirkt ziemlich gestört.
@Bistum Köln … nähme man den Papst, seine Wünsche und damit die Umsetzung von SPC ernst, so böte
es sich an, diese wunderschöne Jesuitenkirche zum „Hort der alten Messe“ in der Bonner Innenstadt zu
machen. Köln müsste sich einen Ruck geben. Die angeblich benötigte Million käme im Rahmen einessolchen
Projekts sicherlich zumindest zu einem guten Teil durch Spenden und Sponsoren zusammen. Wo ein Wille wäre,
wäre auch ein Weg. Für das kirchliche Leben gerade in Bonn, immerhin der jahrhunderlangen Residenz der
Kur-Kölner Fürsterzbischöfe und heute dem Sitz der DBK und des Verbandes der Diözesen Deutschlands,
wäre das eine enorme Bereicherung. Wer schwingt sich auf, die Krise zur Chance zu nutzen? Bitte einen
Ruck, Eminenz!
Ja, Gotthart und Horst, … es geht erst richtig los! Wunderbar, der neue Frühling! Der frische Wind,
der durch die aufgerissenen Fenser hereinweht! Was war die Kirche doch für ein jämmerlicher Looser-Verein
vor DEM Konzil, kleinlich und ängstlich! Baute noch eigene Kirchen und setzte sich nicht, wie der frischen
Wind verpustende Erzbischof Zollitsch, aktiv für den Bau von Moscheen ein! Also wirklich, jetzt haben
Sie mich endlich überzeugt. Ich Depp – ich verwechselte Fieber und Aufblühen! Ich breche hier ab, habe
wichtigeres zu tun, gründe jetzt eine Initiative „Kiche von außen“, mit dem Ziel, endlich das allgemeine
Priestertum aller anonymen Christen in Pastoral und Liturgie umzusetzen. Ich finde, auch ungetaufte AtheistInnen
oder Mohammedaner – Pardon: Musliminnen und Muslime – haben das Recht, als „Priester“ der Gemeindeversammlung
vorzustehen. Außerdem fordere ich Kindergottesdienste, die von Kindern geleitet werden, sowie eine verheiratete
Jüdin als Päpstin (Jesus war doch auch Jude!). Jetzt geht’s los!
@ rrr Nur der Höflichkeit halber eine kurze Antwort: „Die christliche Ehe ist eine abscheuliche Verbürgerlichung
des Menschen“ – habe ich nie gesagt; Sie arbeiten mit verfälschten Zitaten, um diese dann zu widerlegen.
Das ist leider typisch für linke, modernistsische, antikirchliche Hetzer, zu denen Sie sich sicher nicht
zählen. „Verbürgerlichung“ ist im „bürgerlichen“ Zivilstand, zumal im Rahmen einer christlichen Ehe,
kein Makel. Es ging mir um die Priester, in Bezug auf Ihren Stand. Die Priesterehe wäre ein weiterer
Schritt zu Assimlierung des Priesterstandes. „und der dicke, saufende, Alimente zahlende Prälat ein Ausdruck
theozentrischer Existenz“ – habe ich auch nicht gesagt. Das von Ihnen beschriebene Zerrbild ist natürlich
nicht das, was ich unter „zölibatär“ verstehe. „Ich bin verheiratet und weiß, dass diese Ganzhingabe
an den Beruf und eine christliche Ehe nicht zusammenpassen“ – Wow, das habe ich sogar wirklich gesagt!
Allerdings nicht, um „…mal eben sämtliche Priester der Ostkirchen, die sich – wie Sie ja genau wissen –
niemals ihrem Beruf hingeben können…“ zu verunglimpfen, die ja in Ihrer Tradition groß geworden sind.
Wobei … das mit der Orthodoxie ist so eine Sache, sie ist tatsächlich, wenn auch nicht liturgisch,
„weltzugewandter“ als die Kirche, insbesondere staatsnäher. Da gibt es in der Tat einen Zusammenhang.
„Was Sie schreiben, ist eine widerliche Verleumdung legitimer (nicht zweitklassiger) Priesterexistenzen,
die es IMMER gegeben hat“ – oops, sorry.
@ rrr Lachen Sie ruhig über mich, wenn Sie das für eine angemessene Haltung halten. Dann mach ich mich
halt in Ihren Augen lächerlich. Zur Sache: 1. Es geht um die Tradition. Die ist in der Ostkirche nun
einmal eine andere. Sie wissen überdies sicher, Sie, der so klug sind, das Sie andere lächerlich finden,
dass dort die viele Priester und alle Bischöfe zölibatär leben und nach der Weihe nicht heiraten können.
2. Es gehört zu den modernistischen Ammenmärchen, dass es im 1. Jahrtausend in der lateinischen Kirche
keinen Zölibat gab. Der Zölibat als Idealform des Priesterlebens ist vom Hern gewollt und apostolisch
verbürgt; jede Zeit hatte freilich Ihre Ausnahmen, Verwässerungen und Abweichungen. 3. Entscheidend
ist, dass die Leitungsfunktionen in Gemeinde, Diözese und Weltkirche nicht von verbürgerlichten Ehemännern
ausgeübt werden, sondern von Priestern, die schon durch ihren zölibatären Lebensstil glaubhaft und
erkennbar theozentrisch leben und sich ihren Amt ganz hingeben. Ich bin verheiraet und weiß, dass diese
Ganzhingabe an den Beruf und eine christliche Ehe nicht zusammenpassen. Begründete Ausnahmen im Einzelfalle
sind vielleicht unvermeidlich, aufgrund ihrer schlechten Vorbildwirkung aber sehr problematisch, auch
im Falle der Konvertiten.
@aleph es gibt kein Bundespressegesetz, Sie Oberexperte. Und eine Gegenstarstellung gäbe es in diesem
Falle auch nicht. Überdies werden solche Interviews vor Veröffentlichung üblicherweise freigegeben,
auch vom Spiegel.
@ RRR Ein Papst mit Familie wäre ein schlechter Famlilienvater oder ein schlechter Papst. Hinzu käme
das Erben- und Witwen Problem, ganz zu schweigen von der Verwässerung der Stellung als Statthalter Christi
(bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit „wer-sagt-denn-dass-Jesus-von-Nazareth-nicht-verheiratet-war“).
Toll, dass Sie für Ihre Argumentation offenbar auf menschlich problematische Renaissance-Päpste zurückgreifen
müssen. Wer die Abschaffung des Regelzölibats fordert, will eine andere Kirche – eine noch anthropozentrischere
um genau zu sein. Dementsprechend scheint ja auch Regina täglich zu beten: nicht „Dein Wille geschehe“,
sondern „mein Wille geschehe“, das Standartgebet der Modernisten und die Grundessenz fast jeder Volks-Fürbitte
in einer dieser NO-Mahlfeiern.
@regina 1. Ein Papst mt „Privatfamilie“ wäre schädlich und ist undenkbar. 2. Ihre Posiion steht im offenen
Widerspruch zur Tradition und zum Leitungsamt der Kirche. 3. Zugleich nehmen Sie Zollitsch als Beleg für
dierVertretbarkeit für Ihre Position in Anspruch und in Schutz – einen besseren Beweis dafür,welchen
Schaden er anrichtet, hätten Sie nicht liefern können. Er steht für die deutsche Gegenkirche, und nur
von deren Jüngern bekommt er Applaus. 4. Ich unterstütze die Rücktrittsforderung, dies aber vor allem
wegen seiner unglaublichen Aussagen über den Protestantismus. Er positioniert sich inhaltlich klar gegen
Rom und macht sich zum Anführer (oder auch nur Lehmann’schem Marionetten-Anführer) der „Deutschen Christen“
unserer Zeit.
@clarissa Sie fragen, ob jede „Veränderung der Tradition“ schon ein „Traditionsbruch“ sei. Wir Juristen
haben ja immer eine passende Antwort, in diesem Falle. Nein! Das juristische Zauberwort heißt hier: „Verkehrsauffassung“.
„Tradition“ meint, dass ein Gegenstand von den Vorfahren übernommen wurde. „Traditionelle Liturgie“ meint
also, dass die Liturgie nach den gleichen Regeln gefeiert wird wie in der Generation zuvor. Der inhaltliche
Grund für das zunächst rein formale Traditionsprinzip ist das Vertrauen zu den Lehren der „Alten“. Dieses
Prinzip gilt in der Kirche, da die Liturgie in ihrem Kern auf die Apostel zurückgeht. Mit der Zeit ensteht
freilich immer wieder Klärungsbedarf. Jeder Änderungswunsch ist daraufhin zu prüfen, ob er mit dem
inhaltlich begründeten und formal gelebten Respekt vor dem Übernommenen inhaltlich vereinbar ist. Dies
ist nicht der Fall, wenn der Wunsch darauf beruht (oder den Eindruck erwecken könnte), dass Teile des
Traditionsgutes für falsch gehalten und daher fallengelassen oder ausgetauscht werden. Dient eine Änderung
der Tradition, etwa durch Verstärkungen, die das Gemeinte noch besser zum Ausdruck bringen, so stellt
sie keine „Veränderung der Tradition“ dar, sondern eine positive Weiterentwicklung. Die allgemeine Verkehrsauffassung
bezeichnet – jedenfalls gravierende -Veränderungen, die nicht der Tradition dienen, als „Traditionsbruch“.
Ob der NOM einen solchen darstellt, ist umstritten. Wenn ja, hätten die Sedis Recht. Daher hat der Papst
SMC erlassen.
@typ und clarissa 1. Die Bildunterschrift hatte ich in der Tat nicht gelesen, dort ist alledings – zumindest
jetzt – auch nur die Rede von „…den ersten Jahrhunderten…“ im Plural. 2. Den von Ihnen aufgestelleten
Grundsatz gibt es nicht, wie ich Ihren als Jurist mitteilen darf. Die Beweislastregeln sind wesentlich
komplizierter.
@typ – wie bitte? Wo ist die Rede von einer seit dem ersten Jahrhundert unveränderten Liturgie? Ich lese:
„…in einem seit dem dritten Jahrhundert im Wesentlichen gleich gebliebenen Text am Karfreitag…“ Zu
Ihrer Argumentation im übrigen: Würden Sie Ihre Kinder HEUTE in einem Auto ohne Blinker, Bremsen, Knautschzone,
ABS, Airbag etc. auf die Autobahn schicken? Die Kirche hat die Liturgie im Laufe der Jahrhunderte verbessert,
bis eine ausgereifte, sichere Form erreciht war; die archäologistische „Entrümpelung“ der 60er Jahre
war in diesem Sinne Rückschritt (ganz davon abgesehen, dass der NOM nicht nur „Entrümpelung“, sondern
verfälschende Änderungen gebracht hat).
ein Bischof, der eine päpstliche Rechtssetzung öffentlich als „netten Witz eines alten Mannes“ bezeichnet,
muss sofort abgemahnt werden und gehört, falls er nicht widerruft und sich entschuldigt, aus dem Amt
entfernt und ins Kloster gesteckt. Ich hoffe, Rom greift durch.
@clarissa Können natürlich. Weil die gültige Weihe einen Weihespender erfordert und es einen solchen
nicht gäbe – mangels Weihevollmacht. Es liegt nicht an einem „Defekt“ der Frau, sondern, wenn man so
will, an einem Defizit der amtstragenden Männer: Diese können einfach nicht. Daher können die Frauen
auch nicht empfangen. So hat der Herr es eingerichtet.
Gloria! Nch all den nörgelnden Stimmen muss ich es einfach mal zu Protokoll geben: Die Rede war witzig,
gut vorgeragen und – wo gibt’s so was heute noch? – stellte (teils natürlich verklausuliert) … … die
katholische Kirche von einem tradiionellen Standpunkt aus in den Mittelpunkt der Ausführungen … … sich
gegen „Ökumene“ … … sich gegen „Priesterinnen … … sich auf den Standpunkt, die Kirche müsse
unverfälscht katholisch sein … … Ablaßhandel als Mittel gegen die Finanzkrise der Diözesen dar
(bei Gloria darf man vermuten, dass das nur halb im Scherz gemeint ist) … … Forderungen an die Meinungsfreiheit
auch für unbequeme traditionelle Katholiken … … usw. Für Katholiken ein einziger Grund zu Freude!
Und das Ganze so genial verpackt, dass die Leute sogar noch jubeln. Zudem wurde Gloria zuvor als jemand
präsentiert, der sich dafür ausspricht, als katholisches Haus dürfe man keine „wiederverheirateten
Geschiedenen“ auch nur einladen. Wer nicht kapiert, wie herrlich das war, ist verklemmt und/oder komplett
humorfrei. Aber so was soll’s ja selbst bei Tradis geben … Ich sage: Brava!
@ RJH Treffend! Gut auf den Punkt gebracht. In unserer Gemeinde haben wir z.B. seit neuestem einen indischen
Pfarrer, dessen Deutsch mit Sicherheit schlechter ist als das Latein vieler Priester. Auch so führt sich
die Umgangssprachlichkeit in der Liturgie selbst ad absurdum.
@iustus gute Frage: „Die Vermischung beider Formen des Ritus ist tunlichst zu vermeiden“ o.ä. heißt
es im MP … Falls der Ortsbischof tatsächlich abweichende umgangssperachliche Schriftlesungen gerade
für die Fälle unterschiedlicher Perikopen angeordnet haben sollte, verletzt er eindeutig gültiges Kirchenrecht,
denn die Perikope ist Teil der Liturgie und damit des Usus. Das wäre ein Skandal, leider nicht der erste.
@HomCat Sie haben selbst bereits die (Mund-)Kommunion empfangen, glaubten dabei aber nicht, dass es sich
wirklich um den Leib des Herrn handelte? Dann haben Sie sich das Gericht „gegessen“. Kehren Sie um!
@redaktion Ich kritsiere scharf, dass sie diese Exponate als „entartete Kunst“ bezeichnen. Denn erstens
ist jede Verwendung der antichristlichen Nazi-Sprache zu vermeiden, man tut den Braunen sonst zu viel
Ehre an und stellt sich abseits ernsthafter Diskussionen. Zum anderen bezeichnet dieser Ausdruck immer
noch „Kunst“, wenn auch degenerierte, und man kann sich bei diesem Schwachsinnsgekleckse durchaus fragen,
ob es sich überhaupt um Kunst handelt. So gesehen tut man mit der Verwendung des Ausdrucks auch dem „Künstler“
zu viel Ehre an.
@ Stimme der „Vernunft“ Als Jurist muss ich Ihrer Sichtweise energisch widersprechen. Wenn die Anwendung
von Gesetzen so einfach und zuverlässig funktionieren würde, bräuchten wir gar keine Gerichte, jedenfalls
keine Rechtsmittelinstanzen. Aber vielleicht meinten Ihren Unfug ja auch als Scherz; für diesen Fall
verzeihen Sie bitte die ernsthafte Antwort. Ich hoffe schließlich, hinter Ihrer Äußerung steckt kein
diesseits- bzw. staatsgläubiger Rechtspositivmus – das wäre nämlich typische Nazi-Denke.
@burguros Sie baten um nähere Erläuterung. Ich fürchte, eine solche würde den Rahmen sprengen, ich
kann hier keinen Grundkurs Strafrecht bieten. Nur so viel: Jede Strafbarkeit wegen Anstiftung oder Beihilfe
setzt eine „Haupttat“ voraus. Nur wenn die Haupttat selbst strafbar ist, kann auch die Beteiligung daran
strafbar sein. Es ist zum Beispiel nicht strafbar, eine Heilige Messe zu lesen (es gibt Länder, da ist
das anders, daher dieses Beipsiel). Folglich kann es auch nicht strafbar sein, jemanden zum Lesen einer
Heiligen Messe anzustiften oder als Ministrant Beihilfe zu leisten. Auch Selbstmord ist nicht strafbar.
Folglich ergibt sich die gleiche Konsequenz wie bei der Heiligen Messe: Anstiftung oder Beihilfe können
mangels Haupttat ebenfalls nicht strafbar sein. Anders bei einer vorsätzlichen Tötung (Mord, Totschlag,
T. auf Verlangen): Hier ist der „Dritte“ selbst TÄTER und nicht etwa nur Gehilfe. Das Verständnis der
genauen Abgrenzung von TÄTERschaft und bloßer TEILNAHME ist nicht leicht, Jura ist nunmal ein Hochschulstudium.
Im Kern kommt es auf die TATHERRSCHAFT an. Wer diese selbst hat, ist Täter. Vereinfacht gesprochen: Wer
am Ende wirklich die Macht hat, die Tötung auszulösen, ist der Täter. Ist dies ein anderer als das
Opfer, liegt eine Tötung in den einer der genannten Spielarten vor und kein Selbstmord. Diese rechtliche
Feststellung in Zweifel zu ziehen, mag rechtspolitisch legitim sein, die Rechtslage ist aber wie sie ist.
Früher war Selbstmord strafbar – auch deshalb!
@burguros ich wiederhole mich ja ungern, aber Ihre Behauptung Sogar in unserem Freimaurer-Staat ist die
Beihilfe zum Selbstmord illegal. ist falsch, wie ich (Jurist) in meinem früheren Posting bereits feststellte.
Ich bin in der Sache auf Ihrer Seite, aber wir müssen sauber argumentieren. Selbstmord ist nun einmal
etwas anders als Fremdtötung; Tötung auf Verlangen darf nicht als „assistierter Selbstmord“ verharmlost
werden (womit nicht gesagt sein soll, Selbstmorf sei harmlos!). Der Unerschied: Beim Selbstmord liegt
die eigentliche Tatherrschaft beim Suizidanten, bei der Tötung auf Verlangen beim tötenden Dritten,
der sich sozusagen nur eine „Einwilligung“ des Opfers geholt hat.
rechtlicher Quatsch Die Beihilfe zum Selbstmord ist in Deuschland schon jetzt „legal“, anders als die
Tötung auf Verlangen. Da der Selbstmord an sich nicht rechtswidrig ist, können auch Beteiligungs- und
Unterstützungshandlungen nicht strafbar sein. Es gibt also nichts zu legalisieren. Das (natürlichhöchst
verwerfliche!) Ansinnen dieser Organisation wäre demnach – falls die vorliegende Bericherstattung präsize
sein sollte – rechtlicher Unfug. Es sei denn, es geht in Wirklichkeit um die Legalisierung der Tötung
auf Verlangen – und die Organisation selbst würde die falschen Begriffe verwenden. Dann würde, um so
schlimmer, mit unsauberen, letztlich verharmlosenden Begriffen Lügenpropaganda betrieben.
@sirilo Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht. Die Kriegskindergeneration hat u.a. aus diesem Grunde tiefe
Narben davongetragen, was oft übersehen wird. Ein Grund für die verkorkste Politik der letzten Jahrzehnte,
soweit diese Generation sie zu verantworten hatte.
auf ausdrücklichen Wunsch des Bischofs… … und das nach Summorum Pontificum! Es wird Zeit, das der
Heilge Vater seinen zu kollegialen Führungsstil endlich überdenkt und derartige Gehorsamsverweigerer
hart angeht.
@pascal Es ist kein Thema bzw. keine Kategorie der (Natur-)Wissenschaft (welcher?), festzustellen, ob
ein der Gattung homo sapiens zugehöriges Lebewesen „Mensch“ im ethisch-rechtlichen Sinne ist. Wissenschaftler,
die sich anmaßen, zu behaupten, dieses oder jenes Wesen sei kein Mensch, überschreiten ihre Kompetenz
bzw. sprechen nicht als Wissenschaftler. Mehr noch: In meinen Augen hat überhaupt kein Mensch das Recht,
einem biologisch der Gattung homo sapiens zugehörigen Individuum das „Menschsein“ abzusprechen. Insbesondere
aber könnten ein solcher Standpunkt niemals – nach dem eigenen Selbstverstädndnis der Naturwissenschaften –
auf letztere gestützt werden, da es um eine naturwissenschaftlich nicht erfassbare Kategorie geht. Leider
haben Naturwissenschaftler aber immer wieder der Versuchung nachgegeben, sich nicht der Kirche und gesunder
Philososphie anzuvertrauen, bis hin zur Erfindung „wissenschaftlicher“ Großtaten wie Rassenlehre, den
Forschungen der KZ-Ärzte, dem sog. wissenschaftlichen Marxismus oder den Atombomben.
wer Frau Hermans … … Kerner-Aufritt erlebt hat, weiß, das man klug daran tut, zu dieser PR-Zeitbombe
auf Distanz zu gehen. Die Kirche bracht zur öffentlichkeitswirksamen Propagierung Ihrer Anliegen nicht
die Unterstützung einer mehrfach geschienenen Protestantein, die in jede rhetorische Falle tappt und
zu einfältig ist, den Satz von sich zu geben „Es tut mir leid,dass ich mich missveständlich ausgedrückt
habe, ich habe es so nicht gemeint und würde es nicht nochmal so sagen“. Natürlich war Kerner in der
Sendung scheinheilig und gemein, natürlich war Frau Schreinemakers unerträglich heuchlerisch und selbstgerecht,
natürlich war Frau Berger altlinks und ebenso unerträglich. Alles geschenkt. Aber Frau Herman war eine
so tumbe und ungeschickte Vertreterin ihres Standpunktes, dass sie kein Mitleid verdient – und klar ist,
dass sie nicht zum katholischen „Star“ taugt. Mit der Distanzierung der genannten Bischöfe von Frau Herman
bin ich daher einverstanden, auch wenn die selben Bischöfe sonst von mir sehr kritisch gesehen werden.
Schon irre, ausgerechnet die Propagandistin der legalisierten Kindstötung Schwarzer als Kronzeugin für
dieses an sich berechtigte Anliegen anzuführen …
@Peter Pan 1. Abtreibung ist nicht in allen Fällen Mord in dem Sinne, dass unter Mord ein besonders verurteilungswürdiger
Fall der vorsätzlichen Tötung eines Menschen zu versehen ist. Nur insofern haben Sie Recht. Jede Abtreibung
ist aber die Tötung eines Menschen; über den spezifischen Unrechtsgehalt der jeweiligen Tat kann man
nur im Einzelfall urteilen. 2. WAs die Mehrheit der Ärze denkt, weiß ich nicht, es ist aber total egal.
Denn Ärzte mit ihrem beschränkten medizinisch-naturwissenschaflichen Handwerkszeug sind selbstverständlich
keine Autorität in der philosophischen Frage, ab wann der Nasziturus „Mensch“ oder „Person“ ist. Kein
Arzt könnte freilich bestreiten, dass der Nasziturus ein sich entwickelndes Individuum – Lebewesen –
der Gattung Homo Sapiens ist, ohne den Boden seines Fachbereichs in Richtung Lächerlichkeit zu verlassen.
Gerade Ärzte und andere Naturwissenschaftler waren es übrigens, die z.B. noch vor wenigen Jahrzehnten
rassistischen Schwachsinn verbreiteten. Ab wann ist der Nasziturus denn von Peter Pans Gnaden Mensch?
Was macht den Menschen aus? Dass er groß und mächtig genug ist, andere umzubringen? Wo ist die signifikante
Zäsur in der Individualentwicklung, und was wäre der Nasziturus denn bis dahin? Wer sich hierzu ein
Urteil anmaßt, maßt sich an, zu entscheiden wer Mensch ist. Wie gesagt: Nazi.
Danke, Hank, das musste mal gesagt werden! Es ist zum Kotzen, wie Abtreibungsgegnern immer vorgehalten
wird, nur wer „helfe“, dürfe überhaupt eine Meinung zu der Frage haben, ob ein Kind getötet werden
darf. Erstens besteht eine heute mehr als nötige „Hilfe“ schlicht darin, das Lebensrecht des Kindes einzufordern.
Zweitens muss es erlaubt sein, gegen die Tötung eines Menschen zu plädieren, ohne eine Alimentationsverpflichtung
für diesen Menschen einzugehen. Methusalix hat sich hier freilich schon mehrfach offen als jemand geoutet,
der jungen Menschen in den ersten Wochen ihrer Existenz das Lebensrecht abspricht, also als Lebensfeind
geoutet, der meint, dass Menschen („Gesetzgeber“) willkürlich festlegen dürfen, wer leben darf und wer
sterben muss. Wer so denkt, denkt letztlich in den entarteten Kategorien der Nazis (uuuups…).
Wann … … wird dieser Verräter endlich zum Schweigen gebracht? Der Mann geriert sich als Gegenpapst.
In der Rezension über den jüngsten Küngschen Über-Sich-Selbst-Erguß im Spiegel wurde aus einem Brief
des verräterischen heutigen Kardinals aus den späten 60er Jahren zitiert, sinngemäß: „Bleiben Sie
standhaft gegen Rom, Sie sind unsere lezte Hoffnung“. Wieso wird so jemand Kardinal? Wieso wird so jemad
immer wieder Vorsitzender DBK? Es ist zum Verzweifeln.
Das mit München … … dürfte zutreffen, ausnahmsweise muss ich in dieser Sache aber den notorischen
„Kirchenkritikern“ Recht geben. Zwischen „Kastrieren“ oder „Erschießen“ einerseits und dem Einsatz als
Pfarrer – mit Aufgaben im Bereich der Jugendbetreuung – andererseits gibt es jede Menge Abstufungen als
„dritten Weg“. Wer als Verantwortlicher solche Fehler macht, mag er auch sonst noch so „gut“ sein, disqualifiziert
sich als möglicher Oberhirte einer so großen und wichtigen Diözese wie München. Solche Fehler dürfen
einfach nicht passieren. Wer so handelt, liefert die Kirche der Schmähung und Kritik aus, und zwar aus
Unfähigkeit, nicht aus „Milde“. Der Verantwportliche muss zwar nicht unbedingt zurücktreten, aber er
muss sich nach so einem Vorfall erst über Jahre hinweg neu bewähren, bevor er auf Beförderung hoffen
darf.
@kurt k Ich kenne wirklich niemanden, der sagt, es sei ausgeschlossen, dass ein oder mehrere Götter existieren
An jetzt kennen Sie jemanden: mich! Ich sage, dass es ausgeschlossen ist, dass mehrere Götter existieren.
@Italien? Sehr richtig, Frau Wolkenstein: Spinner! Wir sind zum ersten Mal einer Meinung. Bei der Gelegenheit
stellt sich mir übrigens die – nicht ganz erst gemeinte- Frage, welche Länder tatsächlich als Rechtsnachfolger
des Imperium Romanum in Betracht kämen. Italien empfinde ich als eher fernliegend. Wie wär’s mit Österreich?
@ …ix Jedes einzelne Argument von Ihnen ist unlogisch und falsch. Ich „verfüge“ nicht über den Körper
von Frauen, wenn ich der Auffassung bin, es sei zuzumuten, eine Schwangerschaft nicht durch Tötung des
Kindes zu beenden. Denklogische Ausnahmen mag es in den extrem seltenen Fällen geben, in denen eine Schwangerschaft
auf einer Vergewaltigung beruht. Aber wir reden hier über Fälle, in denen die Zeugung des Kindes von
der Frau in zurechenbarer Weise mit herbeigeführt wurde. Ich rede im übrigen vom deutschen Recht, keine
Ahnung, was Sie mit „Offizialanwalt“ meinen. Da Sie offenbar im medizinischen Bereeich tätig sind, haben
Sie von Jura, je nach Herkunftsland jedenfalls vom deutschen Recht vermutlich weniger Ahnung als ich.
Sie bezichtigen sich selbst, seit einem Vierteljahrhundert an derartigen Handlungen teilzuehmen. Muss
man das so verstehen, dass Sie aktiv an Kindstötungen teillnehmen und daraus sogar Ihr Einkommen ganz
oder teilwiese beziehen? Dann sind Sie in meinen Augen nicht nur, was ich bislang dachte, ein „Schreibtischtäter“,
sondern ein Mörder. Ein gemeiner Kindermörder.
@ …ix „Ich stehe da auf der Seite unserer Gesetze“ – sachlich falsch und im Ergenis falsch. Unsere Gesetze
treffen hierzu keine Aussage, das BVerfG hat mehrfach entschieden, dass dem Nasziturus „im Prinzip“ Lebensrecht
zukommt. Ich interpretiere Ihre Aussage aber so, dass Sie dem Nasziturus jedenfalls nicht in jedem „Entwicklungsstadium“
das Menschsein zusprechen. Ihre Antwort auf meine Frage ist letztlich also „Nein“. Damit sind wir wieder
an dem Punkt, wo die Diskussion keinen Sinn macht. Der wer anderen Menschen das Menschsein abspricht,
steht außerhalb einer diskussionswürdigen Ordnung. Dass Sie sich dabei auf die Mehrheit, die Sie auf
Ihrer Seite wissen, berufen („Gesetze“), passt in Ihr zynisches und brutales Weltbild, in dem der Stärkere
den Schwächeren prakisch nach Belieben umbringen darf. Apropos: Wer hier David und wer Goliath ist, ist
doch klar. Oder haben Sie schon mal ein Kind gesehen, das, ohne dass sein Leben als solches bedroht ist,
die Mutter abtreibt? Dazu passt auch Ihre Definition von „Not“: „Not“ ist nach Ihrer Aufassung, wenn die
Mutter sich nicht stark genüg fühlt. Großartiger Grund, einen Menschen umzubringen. Und Sie meinen
also, ich machte es mir zu einfach? Sie haben die Mehrheit auuf Ihrer Seite, sind nicht bereit, Menschenrechte
Schwächster in schwiereigen Situationen aufrecht zu erhalten, verlegen Entscheidungen über Leben und
Tod in den Bereich eines totalen Subjektivsmus, und gerade Sie werfen anderen vor, es sich einfach zu
machen? Oh Mann…
in der Tat ein schöner Text, … … auch wenn das Original noch mehr Spaß macht: „The only people who
attended the Tridentine Mass were hatchet-faced old men wearing berets and gabardine raincoats, who muttered
darkly about Satan’s capture of the papacy“ sind nicht einfach Männer mit „Hüten“ etc., sondern treffend
übersetzt solche mit Baskenmützen und Gaberdin-Regenmänteln, also spießige Sonderlinge, die – und
das ist im Londoner Milieu aus Sicht des Autors wichtig – nicht gesellschaftsfähig sind. Wer das heutige
London kennt weiß aber, dass die dortigen „gesellschaftsfähigen“ Katholiken sich – schon seit Jahren
und zunehmend – jeden Sonntag zum Hochamt im Brompton Oratory einfinden, in dem sogar der NOM so zelebriert
wird, dass man ihn von der „alten Messe“ kaum unterscheiden kann … dort trifft man keine „Baskenützen“,
sondern Covertcoats und Tweedjackets. „Tradi“-Sein ist hier inzwischen „cool“. Diesen Geist atmet der
ganze Artikel. Amüsant.
@obelix Dass die demokratisch beschlossene Rechtslage so ist, wie sie ist, weiß ich. Dass ich keine „Macht“
habe, dies zu ändern, weiß ich auch. Was sollen diese Trivialitäten? Beantworten Sie mir statt dessen
doch bitte mal folgende Fragen: 1. Sind Sie grundsätzlich der Ansicht, dass es zu den Aufgaben des Staates
gehört, unschuldiges Leben zu schützen? 2. Wo es zu einem Konflikt zwischen zwei Individuen kommt, in
dem nur das Leben eines der Individuen bedroht ist, nur das andere Individuum aber der „stärkere“ Part
ist, auf welcher Seite sollte der Staat stehen – auf der des Stärkeren oder des Schwächeren? 3. Ist
Ihr Verständnis von Demokratie dergestalt, dass es der demokratischen Mehrheit zusteht, bestimmten Individuen
oder Gruppen das Lebensrecht zu entziehen bzw. den staatlichen Schutz des Lebens der Betroffenen der iure
oder de facto aufzuheben? 4. Ist der ungeborene Nasziturus ein Mensch mit den daraus abzuleitenden Rechten
oder nur ein „Zellhaufen“? 5. Abgesehen von Fällen, in denen das Leben der Mutter bedroht ist: Worin
besteht die von Ihnen ständig beschworene „Not“, die schwerer wiegen soll als das Lebensrecht des Kindes?
(Beispiele bitte!) 6. Sind Sie dafür, die Tötung von Kindern auch nach der Geburt beliebig, jedenfalls
innerhalb einer gewissen Frist (3 Monate?), freizugeben? (Falls nein: Wieso eigentlich nicht?) Über ehrliche
Antworten, wie auch immer sie ausfallen, würde ich mich freuen!
@kurt k und methusalix Schade, das doch keine Einigkeit besteht, Sie wollen also doch nicht, dass ALLE
Täter bestraft werden. Ich nehme Ihren Rückzieher zur Kentnis. Ich bin tatsächlich dafür, das Strafrecht
so auszugestalten, dass ALLE Täter zur Rechenschaft gezogen werden, Sie wollen hingegen den Ungeborenen
strafrechtlichen Schutz verwehren. Damit sind wir wieder beim Thema „Zweiklassengesellschaft“ bzw. Anmaßung,
zu entscheiden, wer ein Lebensrecht hat und wer nicht. Würde ich Ihrer unmenschlichen Logik folgen, müsste
ich fordern, das IHNEN das Lebensrecht entzogen wird, da Sie die Freigabe der Tötung ungeborenerer Menschen
verlangen und daher selbst eine Bedrohung darstellen. Ich folge aber Ihrer Logik nicht, sondern würde
alles tun um auch Ihr Lebensrecht zu verteidigen. Zu Ihrer übrigen Argumentation: Das Argument, man übersehe
„die Frauen“, ist falsch. Es funktioniert aus Ihrer Sicht nur, weil Sie die Kinder nicht als Menschen
anerkennen. Abgesehen von den äußerst seltenene Fällen,in denen wirklich das Leben der Mutter bedroht
ist, geht es logischerweise immer nur um die Abwägung „Leben des Kindes“ gegen „Lebensqualität“ der
Mutter. Ein absolutes, höchstes Schutzgut steht also gegen ein relatives, weniger hoch stehendes Interesse.
Ich blende „die Frauen“ also mitnichten aus, ich erkenne aber, dass sie in der soeben zusammenfassten
Abwägung die schwächeren Rechte haben. Ist das Kind aber nur ein „Zellhaufen“, kann man diese Abwägung
zugegebermaßen auch anders vornehmen. Aber auch nur dann.
@methusalix Allerwertester, danke für Ihre Antwort. Sie sind also dafür, alle Täter „anzuklagen“. Prima,
da sind wir ja schon einen Schritt weiter. Ich beschönige und relativiere übrigens nichts, bitte nennen
Sie mir eine Äußerung, die darauf schließen ließe. Im Gegenteil: Ich stelle hiermit klar, dass aus
meiner Sicht alle Morde und sonstigen Verbrechen, die von Söhnen und Töchtern der Kirche sowie von der
Kirche als „Institution“ – insofern Amtsträger die Täter waren und ihre Untaten „im Namen der Kirche“
verübten – besonders schwer wiegen und mich besonders entsetzen. Ich stelle ferner klar, dass ich jede
Idee von Kollektivschuld ablehne, sowohl gegenüber Deutschen, Juden, Katholiken, Mohammedanern, Atheisten,
Kommunisten etc. Es gibt nur einzelne Menschen, die schlechte Taten begehen, und es gibt schlechte Ideologien,
die sie dazu bringen. Aber es gibt keine Schuld eines Kollektivs. Ich stelle schließlich klar, dass zur
Zeit keine Hexenverbrennunegn stattfinden. Es dürften auch etwaige Täter aus dem 16. – 18. Jahrhundert
nicht mehr am Leben sein. Es geht hier also nur um historische Aufarbeitung, nicht um Lebensschutz. Wer
diese historische Aufarbeitung als Argument benutzt, um den heute aktuelle erforderlichen Lebensschutz
zu hemmen, spielt Mördern in die Hände. Sie gaben zu, wie eingangs bereits aufgegriffen, dass ALLE Täter
„angeklagt“ werden sollten. Eigentlich sollte also Einigkeit zwischen uns bestehen, dass dies HEUTE nur
den Einsatz für die ungeborenen Kinder meinen kann.
@methusalix Ist Ihre Position etwa, dass heute ungeborene Kinder für das in der Vergagngenheit von zu
Unrecht verurteilen weiblichen (und übrigens auch männlichen) „Hexen“ erlittene Unrecht büßen müssen?
Wird wegen der Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit heutiges Unrecht zu Recht? Oder ist Ihre Position
bloß, dass jede Institution, die in der Vergangenheit Fehler gemacht hat (das bliebe für die Kirche
in Bezug auf Hexerei übrigens eigentlich noch näher zu diskutieren, aber ich gestehe hier jetzt einfach
mal ausDiskussionsgründen zu, dass es schlimme Fehler, sogar Untaten und Verbrechen gab), jede solche
Institurion also danach jedes Recht verwirkt hat, gegen neues, aktuelles Unrecht vorzugehen? OK, dann
sollten wir sofort die Polizei und die Strafjustiz abschaffen, der wenn es eine Insititution gibt, die
Millionen Opfer auf dem „Gewissen“ hat, so ist dies der Staat. Verstehen Sie mich bitte recht – ich versuche
nur, Ihre aus meiner Sicht offenkundig jeder Logik entbehrenden Ausführungen zu verstehen.
@obelix Ihre Formulierung „Zwölfzeller“ verrät, dass Sie Menschen im frühen Entwicklungsstadium das
Menschsein absprechen. Wer anderen Menschen das Menschsein abspricht, steht in meinen Augen auf einer
moralischen Stufe mit den Nazis. Ich breche daher die Diskussion ab, bis Sie insofern auf dem Boden eines
moralischen Minimalnenners angekommen sind.
@obelix Ihre Meinungsäußerung verrät einen zynischen Umgang mit der Wahrheit. Bezeichnend ist zunächst,
dass Sie mit keine Silbe die Kindererwähnen. „Im Regen stehen“ lässt nicht derjenige die „Frauen in
Not“, der ihnen hilft, ihr Kind zu töten. Die deutsche Regelung ist von diabolischer Logik: Wer beratend
helfen will, muss bereits sein, durch Ausstellug des die Tötung de facto legitimierenden „Beratungsscheins“
die obejktive Vorraussetzung für die Tötung erst zu schaffen, und wird damit untrennbar in die Schuld
des Geschehens verstrickt. Denn nur wer grundsätzlich bereit ist, die Tötung letztlich, so es nach der
Beratung dazu kommt, zu akzeptieren, darf überhaupt im Sinne des Systems, also mit Scheinausgabe, „vollwertig“
beraten. Ich habe diese teuflische Logik schon im Vorfeld der Gesetzesreform Anfang 1992 erkannt und z.B.
in einem interdiszilinär juristisch-theologischen Universitätsseminar, das sich mit dem Reformvorhaben
befasste, aus genau diesem Grunde gegen die „Scheinlösung“ plädiert. Viele der damals teilnehmenden
Juristen folgten meiner Argumentation, fast alle Theologen waren jedoch dagegenund plädierten damals
für die „Scheinlösung“. Jahre später hat Rom bekanntlich in einem Sinne entschieden, der meiner Argmentation
entsprach. Meine damaligen konkreten Erfahrungen mit sog. Theologen im, akademischen Lehrbertrieb trugen
übrigens maßgeblich dazu bei, auf gehörige innere Distanz zu der modernistischen „Amtskirche“ zu gehen.
@pascal123 Eigentlich finde ich dieses ewige Homo-Thema hier langweilig und überflüssig, aber Ihre Argumentation
ist so doof, dass ich mir eine Stellungnahme nicht verkneifen kann. Aufopferungsvolle Liebe gibt es auch
zwischen Freunden, Geschwistern, einfache „Nächsten“ etc., keiner betreitet, dass es so was auch zwischen
Homos geben kann. Das macht die Homos aber nicht zu etwas besonderem. Auch das „Geschöpf-Gottes“-Argment
ist so dämlich, das ich es nicht mehr hören kann. Jeder Mörder ist ein Geschöpf Gottes, sogar der
Teufel selbst. Aus der Geschöpflichkeit an sich ist niemals ein Recht abzuleiten, sich gegen die Gebote
Gottes zu stellen. Im Gegenteil: Wer darauf pocht, respektiert zu werden, gerade weil er von Gott stamme,
verwirkt eben diesen Respekt, wenn er sich gegen Gott stellt. Ich kenne übrigens auch persönlich genügend
Homos, einige zählen zu meinen liebsten und engsten Freunden. Mir kann aber keiner erzählen, das die
Betroffenen nicht alle ein Problem haben, auch wenn sie krampfhaft versuchen, sich als „normal“ auszugeben
bzw. zu fühlen.
@schwänzer Die Vertrautheit mit der Muttersprache der Kirche ist heute natürlich nicht mehr Realität,
sollte aber das Ziel einer echetn Reform sein. Das Latein erst de facto zu töten und dann zu höhnen,
es sei tot, ist geradezu diabolisch. In Köln erzählte man noch vor wenigen Jahren den Witz, wie klein
Tünnes erstmals ins Ausland reist, kein Wort veresteht, nach dem Besuch des sonntäglichen Hochamtes
aber erfreut nach hause meldet: „Ich versteh hier kein Wort, aber wisst ihr wat? In der Kirche sprechen
Se kölsch!“ Diese Anekdote würde heute natürlich nicht mehr funktionieren. Und zwar nicht nur, weil
es zu viele Schulschwänzer gibt.
Oh Graus, was bahnt sich da an! Ich persönlich möchte das allerheiligste Altarskrament übrigens nur
aus der Hand eines Priesters empfangen, der voll und ganz hinter der gesamten, unverkürzten Lehre der
Kirche einschließlich z.B. des Konzils von Trient steht. Apropos Karfreitags-Fürbitte: Haben die geneigten
Leser gestern die ARD-Dokumentation „der Papst und die Juden“ gesehen? Oh Graus…
@Papstkritiker wie gut, das der Heilige Vater glech zu Anfang seines Buches festhält, dass es sich nicht
um einen Lehramtlichen Akt handelt. Über diese Selbstbeschränkung hatten sich einige hard-core-Tradis
noch aufgeregt, spätestens jetzt müssen sie ihm dafür danken …
dieser Ökumeniker … … beweist, wie gefährlich der moderne Ökumenismus ist. Die im Zuge der Reformation
entstandenen Gegenkirchen und ihre Irrlehren sind hochgradig infektiös; nur wer wirklich treu im Glauben
steht, übersteht den „Dialog“ mit ihnen ohne bleibende Schäden.
@GerdEric Für ein Bierchen bin ich immer zu haben, selbst mit Kommunisten & Co. Ich verstehe Sie aber
immer noch nicht. Das Thema dieses Strangs schien mir die Frage zu sein, inwieweit ein fragwürdiges,
im Ergebnis offenkundig gescheitertes Taktieren (soweit es das überhaupt gab) bestimmter kirchlicher
und bürgerlicher Kreise gegenüber den Nazis im Nachhinein – heute, nach Bekanntwerden des Holokausts
etc. – das Urteil rechtfertigt, diese Kreise hätten die Nazis „unterstützt“ bzw. „den Holokaust erst
ermöglicht“; in diesem Zusammenhang wird diskutiert, wer wann welche öffentliche Verurteilungen aussprechen
sollte. Ihr Thema scheint mir die Frage zu sein, ob die Heldentaten einzelner – zB Ihres Großvaters –
oder das Leid Dritter – zB den Nazis entgegengesetzter anderer extremistischer Gruppierungen – den Schluss
zulassen, nur, wer genauso gelitten habe, dürfe für sich in Anspruch nehmen, sich in der Nazizeit moralisch
einwandfrei verhalten zu haben. Falls ich Ihr Anliegen korrekt verstanden haben sollte, muss ich dazu
mitteilen, dass ich Ihre These nicht teile. Der Kommunismus kam in Russland bereits 15 Jahre vor der NS-Machtergreifung
an die Macht, er hat sich in der Zeit danach – also vor den Nazis – als eine Ideologie bzw. verbrecherisches
System von bis dahin ungeahnter Grausamkeit total desavouiert. Die Missstände im Ostblock der Nachkriegszeit
als Reaktion auf das Leid der Kommunisten unter den Nazis zu entschuldigen, ist abwegig und durch die
Zeit von 1917 bis -33 widerlegt
@GerdEric Ihrem Großvater ist Respekt zu zollen. Frage: Warum erwähnen Sie mich in der Titelzeile? Sehen
Sie in der Geschichte Ihres Großvaters einen Widerspruch zu meinen notgedrungen kurzen und lückenhaften
Ausführungen?
Ermächtigungsgesetze Kein seriöser Historiker vertritt die These, das Zentrum hätte aus innerer Überzeugung
dem Ermächtigungsgesetz zuestimmt. Tatsache ist, dass das Zentrum das Ermächtigungsgesetz nicht verhindern
konnte, weil es dieses Gesetz auch dann nicht verhindert hätte, wenn es dagegen gestimmt hätte. U.a.
wegen der Verhaftung linker Abgeordneter hatten die Befürworterdes Gesetzes in jedem Falle eien Mehrheit.
In dieser Situation glaubte man wohl, wenn man das Gsetz schon nicht verhindern konnte, sich durch die
de facto bloß deklaratorische Zustimmung wenigstens ein paar Vorteile zu verschaffen, auch im Vertrauen
auf konkrete Zusagen der Nazis. Die Rechnung ging natürlich nicht auf, wie auch schon die „Umarmungstaktik“
der Kreise, die Hitler an die Macht brachten, obwohl sie ihn zutiefst verachteten, bekanntlich scheiterte.
Man darf eben mit dem Teufel NIE paktieren. Es ist zu vermuten, dass viele Menschen sich 1933 anders verhalten
hätten, wenn sie vom zweiten Weltkrieg und dem Holokaust prophetisch gewußt hätten. Ohne diese katastrophale
Zuspitzung wäre die Nazi-Diktatur im Rückblick nur ein böses Regime unter vielen gewesen; nur wegen
dieser m.E. nicht ernstlich vorhersehbaren unfassbaren Auswüchse des Bösen muss sich heute jeder rechtfertigen,
der am Anfang der Naziherrschaft irgendwie „paktiert“ hat, sogar wenn dieses Paktieren aus einer grundsätzlich
gegnerischen Position heraus erfolgte, wie im Falle des Zentrums. Nachher ist man halt immer klüger.
@Kurt K. Ich weiss nicht ob Sie mein Problem verstehen… Ich verstehe Ihr Problem durchaus; ich plädiere
ja auch ausdrücklich dafür, aus der Geschichte zu lernen. Ich kann insbesondere verstehen, dass man
an den historischen Unzulänglichkeiten der Kirche leidet, wenn man die Kirche liebt. Ich verstehe aber
nicht, dass man solche Unzulänglichkeiten benutzt, um seine Abneigung gegen die Kirche zu begründen.
Die Kirche war immer wieder mit dem Problem konfrontiert, ob sie den formal vollzogenen Massenabfall vieler
irregeleiteter „Taufscheinkatholiken“ im Interesse der „reinen Lehre“ in Kauf nehmen soll. In der Praxis
ist dies für die Oberhirten immer eine höchst schwierige Entscheidung. Die Einzelfälle unterscheiden
sich in ihrem jeweiligen historischen Kontext; im Rückblick ist es schwer, zu beurteilen, wo ein wenig
mehr „Flexibilität“ besser gewesen wäre und wo strengerer „Widerstand“ hätte geleistet werden müssen,
bedenkt man die vielfältigen Zielkonflikte der Sorge um die Herde in einer feindlichen Umgebung. Am Ende,
so meine ich, steht die Kirche im Rückblick da am „strahlendsten“ da, wo sie offensiv standhaft blieb,
notfalls Martyrium auf sich nahm. So hätte man dem Protestantismus von Anfang an entscheidener entgegentreten
müssen, und auch im Zusammenhang mit der satanistischen französischen Revolution haben manche katholische
Kleriker (zumeist eher niederer Stellung) sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Auch heute ist Widerstand
angezeigt, und man sieht, wie schwer das ist.
@ Dr. Heger Danke für die Präzisierung; es ist natürlich nicht leicht, im Nachhinein festzustellen,
welche Erwägungen damals tatsächlich ausschlaggebend waren. Es bleibt aber jedenfalls der oft übersehene
Umstand, dass es wieder einmal Teile des „Kirchenvolkes“ waren, die versagten, und nicht, jedenfalls nicht
in erster Linie, die Führung, schon gar nicht das Lehramt als solches. Und da sehe ich die Parallele
zur Gegenwart. Die Entscheidung „Zeitgeist oder Heiliger Geist“ ging damals bei zu vielen Katholiken zugunsten
des Zeitgeistes aus, und so ist es leider auch heute. Wenn wir schon über „Schuld“ in diesem Kontext
sprechen, darf dieser Aspekt nicht unterschlagen werden. Damit sei die heldenhafte Leistung veiler katholischer
Widerstandskämpfer – im großen wie im kleinen – nicht geleugnet. Zur Rolle Pius’ XII. ist das Maßgebliche
bereits gesagt, wenn man auf seine Würdigung durch die damaligen Zeitgenossen bzw Zeitzeugen in der Nachkriegszeit
verweist. Die damalige Auffassung, auch von jüdischer Seite, war eindeutig. Die Propaganda konnte erst
einsetzen, nachdem der unmittelbare, wahrhafte Eindruck des Erlebten soweit verblasst war, dass sich Freiräume
für Verdrehungen und Unterstellungen auftaten. Wer den NS, der eindeutig antichristlich war, dazu benutzt,
gegen die Kirche zu polemisieren, indem er sie in die Nähe zum NS rückt, macht sich in seiner Zielsetzung
erneut eines der Kernanliegen der Nazis zu eigen und stellt sich dadurch in Wahrheit selbst auf die Seite
der Nazis.
@kurt k. Dass im Zusammenhang mit der Nazi-Diktatur auch viele Katholiken versagt haben, steht doch außer
Zweifel. Hitler war ja selbst Taufscheinkatholik. Viele Menschen, gerade „einfache“ Bürger, haben versagt,
insofern sie keinen Widerstand geleistet haben. Es ist immer noch erschreckend, zu sehen, wie ein „Kulturvolk“
so etwas zulassen konnte. Machen wir uns nichts vor: Millionen Katholiken sypmathisierten – gegen die
Lehre der Kirche – mit der Nazi-Ideologie, und manche waren sogar aktiv dabei, große Teile der übrigen
waren zu passiv, zu wenig heldenhaft. Traurig, aber wahr. Natürlich hat man das damals auch in Rom erkannt.
Ein interessantes Forschungsergebnisder neueren Zeit besteht gerade darin, dass man in Rom tatsächlich
befürchtete, großer Zeile des deutsches Katholizismus zu verlieren, sich gegen den zu ängstlichen deutschen
Episkopat nicht durchsetzen zu können. Rom hat nicht durchweg geschwiegen, aber wo es geschwiegen hat,
so nicht zuletzt mit „Rücksicht“ auf die deutsche Kirche. Zum Glück hat Rom aus der Geschichte gelernt
und seither, wenn auch immer noch zu zaghaft, deutlichere Machtworte gesprochen, etwas bei der Beratungsscheindiskussion,
in der Rom (zur deutschen „Ehrenrettung“ in Person eines deutschen Kardinals) sich gegen Deutsche Bischofskonferenz
durchgesetzt hat. Die DBK war wieder einmal aus eigener Kraft nicht fähig, das richtige zu erkennen,
oder zu feige, es zu tun. Ist es nicht erfreulich, dass die Kirche manchmal ihre Lehren aus der Geschichte
zieht?
@sehschwächefeldt Mann, Sie ticken aber auch nicht ganz sauber! Jetzt fehlt nur noch Gilbert alias Czibo,
und ein weiterer Tiefpunkt der Disskussion ist perfekt. Nachdem jetzt – nach der Abwehr ungerechter „linker“
Angriffe – eine zweite Front auf der rechten Spinnerseite aufgemacht wurde, klinke ich mich aus. Wer so
etwas von sich gibt, ist ohnehin unbelehrbar.
@Benedikt Danke, volle Zustimmung. Sie haben meine leider etwas dürftigen Ausführungen sozusagen kongenial
vollendet; ich hatte leider (auch) ein Platzproblem. Freut mich, dass wir in dieser Frage am gleichen
Strang ziehen; ich meine mich zu erinnern, dass dies in liturgischen Angelegenheiten nicht immer ganz
so klar war…
@pascal, Kurt K. Nur einige schnelle Richtistellungen gegen Ihr Füllhorn von Lügen, Verdrehungen und
Unverschämtheiten: (Eine kleine Lapalie vorweg, Pascal: Sie wissen offenbar noch nicht einmal, wie man
das Wort PAPST korrekt schreibt. Sie sind ja wirklich ein ganz großer Experte). Zur Sache: Hitler hat
zwar nicht „massenhaft“ Bischöfe verhaften lassen, wohl aber Priester. Hunderte von Ihnen saßen im KZ;
am Faktum einer massiven Katholikenverfolgung während der dezidiert antichristlichen Nazidiktatur gibt
es nichts zu rütteln. Wo die Kirche lebte, konnte sie wenistens heimlich verstecken und im Untergrund
helfen, wie Sie dankenswerter Weise selbst zugeben. Eine noch stärker verfolgte Kirche hätte auch das
nicht mehr gekonnt. Pius XII. hat nie über sich selbst behauptet, ein Held gewesen zu sein, sich auch
nicht gebrüstet, viel unternommenzu haben. Dieses Lob kam nach dem zwieten Weltkrieg von Dritten, v.a.
von Juden. Erst als die Erinnerung der Zeitzeugen verblasste, war die Zeit reif für antikirchliche Propaganda.
Es ist schlicht falsch, zu behaupten, Pius XII. habe „nichts getan“. Das gleiche gilt für „die Kirche“.
Nationalsozialismus und Faschismus ist bzw.war nicht das gleiche, auch wenn beides von besonders großem
Übel ist. Die Kirche hat weder den Nationalsozialsmus noch den Faschismus unterstützt. „Woher sollte
Hitler denn die Verfolgungsbeamten…“ – soll das ein Witz sein? So argumentieren Holocaust-Leugner. Es
gab den totalitären NS- bzw. SS-Staat, oder?
@engelhardt Wenn Sie diese Frage ernst meinen, haben Sie schlicht einen erheblichen Bedarf an historischer
Nachhilfe. Was hätte diese Exkommunikaion denn gebracht, außer einer massiven Katholikenverfolgung?
Den Juden jedenfalls nichts. Kennen Sie das Beispiel aus den Niederlanden (Bischof de Jong)? Eine persönliche
Frage: Sie, der Sie mit dem Finger auf Pius XII. zeigen – was tun Sie heute gegen die heutigen Massenverbrechen?
Engagieren Sie sich gegen antichristliche Kräfte (damals die Nazis, heute u.a. bestimmte Ausprägungen
moderner materialistischer Ideologien, aber auch des Islam)? Wo ist Ihr persönliches Opfer gegen die
heutigen Massenverbrechen wie z.B. Abtreibung? Ich bin gespannt! Falls Sie selbst so etwas nicht vorweisen
können sollten (falls, wie gesagt): Woher nehmen Sie dann das Recht, Menschen, die in schwierigsten Ausnahmesituationen
Entscheidungen mit Auswirkungen für zig Millionen zu treffen hatten, auch nur in Gedanken zu kritiseren?
Wären Sie dann nicht selbst bestenfalls ein feiger Schreibtischtäter?
@JohannesD Ein schwerer Vorwurf, den Sie da erheben – sowohl gegenüber Pius XII als auchgegenüber dem
Autor Rycklak! Was genau meinen Sie? Was sind Ihre Belege? Wo steht in dem Artikel etwas unzutreffendes?
Wenn Sie Ihren Vorwurf nicht belegen können, wendet er sich automatisch gegen Sie selbst.
@gotthart Allerwertester, bitte erst lesen und denken, dann poltern. Die Vorgänge ereigneten sich – und
der Vortrag wurde gehalten – NACH dem ausdrücklich in Bezug genommenen MP, nämlich dem MP „Ecclesia
Dei“. Darin wurde angeordnet, dass Messen nach dem Missale von 1962 GROSSZÜGIG zu gewähren seien; eben
hiergegen verstieß der Herr Erzbischof. Wo ist die Desinformation?
@don c. Nur „… irgendwelche Probleme …“ ? Das hat Ecclesia Dei gerade in diesem Fall aber offenbar
anders gesehen, und, andersherum gefragt: Warum spielen Sie den offenkundigen Skandal so herunter? Das
Hauptargument der „konservativen“ Anhänger des ordinären Ritus ist immer „Gehorsam“ und „Einheit“. Wie
kann Gehorsam verlangen, wer gegenüber Rom so ungehorsam ist? Wie kann Einheit propagieren, wer die Tradition
so missachtet und anders Empfindende so schikaniert, anstatt die Hand zu reichen? Gewiss, der Artikel
läßt, was seinen Informationsgehalt angeht, zu wünschen übrig – sollten aber, bei allen kritikwürdigen
Auslassungen, die dargebotenen Informationen zutreffen, reichen diese aus, um das Urteil zu fällen, dass
die Diözesanleitung sich hier skandalös verhalten hat.
@rolf34 Mann erhielt seinen Nobelpreis nicht „in einer Demokratie“, sondern von der schwedischen Nobel-Akademie.
Demokratie ist auch keine Staatsform, sondern ein Regierungssystem. Staatform wäre z.B. „Republik“. Das
„Dritte Reich“ war eine Republik, leider mit Diktatur. Ich stelle überdies fest, dass sie meine Beispiele
von der Atombombe bis zur Abtreibung nicht widerlegen konnten. Wie auch, es sind ja Fakten. Und Sie können
nicht bestreiten, dass es sich dabei um historische Verbrechen handelt, die von Demokratien begangen wurden.
Aber lassen wir die Wortklauberei. Dass die Demokratie trotz ihrer Schwächen das geringste Übel darstellt,
habe ich ja von Anfang an konzediert. Überdies geht es Ihnen immer nur um den Gegensatz Demokratie –
Diktatur, und da gilt der Satz vom „geringeren Übel“ natürlich erst recht. Insofern müssen wir uns
nicht streiten. Ich wehre mich nur dagegen, dieses „geringere Übel“ zu glorifizieren, als ob es ein Wert
an sich wäre, und ich wehre mich insbesondere gegen das Argument, gerade das Mehrheitsprinzip sperche
für die Demokratie. Die nackte Mehrheitsmacht trifft regelmäßig falsche Entscheidungen, da Mehrheit
nun einmal die Multilpikation von Dummheit und Eigensüchtigkeit darstellt. Der Vorteil der D. in ihrer
derzeitigen typischen Ausprägung ist gerade nicht das Mehrheitsprinzip, sondern dessen Ausbremsung, da
de facto durch Abnutzung von Kandidaten und Parteien regelmäßige Regierungswechsel sowie eine gewisse
Entscheidungsträgheit vorprogrammiert sind.
@rolf34 Ebenfalls guten Morgen. Zu Ihrem Goethe-Zitat: Wer sich den Gesetzen nicht beugen will, soll ihren
Geltunsgbereich verlassen – das soll demokratisch sein? 1. Demokratisch ist es doch, wenn man mit Gesetzen
nicht einverstanden ist, darauf hinzuarbeiten, dass sie geändert werden! Sind die Abtreibungsbefürworter
der 70er Jaher etwa alle ausgewandert? Nein, sie haben sich die Macht erkämpft und das Recht geändert!
2. Wie soll ein von der vorgebutlichen Kindstötung bedrohter Nasciturus auswandern? 3. Gibt es kein „Recht
auf Heimat“? 4. Oder meinen Sie – immer unterstellt, Sie machen sich das Zitat zueigen – das „Beugen“
nur beschränkt auf die wesentlichen Prinzipien des Gesetzes („freiheitlich-demokratische-Grundordnung“,
Rechtstaat, Sozialstaat etc)? Selbst dann würde die „wehrhafte“ Demokratie spätestens da enden, wo das
System an sich in Zweifel gezogen wird; wir sind dann an dem Punkt angelangt, an dem z.B. das „Demokratieprinziop“
in der Tat über dem Lebensrecht des einzelnen steht. So etws nennt man totalitär. Jede Demokratie, die
nicht bereit ist, sich prinzipiell in Zweifel ziehen zulassen, ist daher ein totalitäres System.
@rolf …kleine Fortsetzung, da eben der Platz fehlte: Eine Demokratie warf die ersten Atombomben, eine
Demokratie brachte Hitler an die Macht, eine Demokratie vernichtete die Indianer Nordamerikas, eine Demokratie
überzog in Folge der franz. Rev. ganz Europa mit Krieg, die selbe Demokratie schlachtete den rechtmäßigen
König und abertausende Menschen, nur weil sie einem bestimmten Stand angehörten, und bekämpfte aktiv
die Kirche, andere Demokratien betrieben Sklavenhandel, die modernen Demokratien beuten seit Jahrzehnten
hemmungslos die Umwelt und die ärmeren Länder aus. Demokratische Entscheidungen in unserem Land der
letzten Jahre: Zerstörung der Ehe durch ein unchristliches Scheidungsrecht und die Einführung der Homoehe,
staatlich gesteuerte Sexualisierung der Kinder, Zerstörung der natürlichen Reproduktivität und damit
der langfristigen Lebensgrundlagen des Volkes durch ein ungerechtes Rentensystem, die Freigabe Ungeborener
zu kannibalischer verbrauchender Embryonenforschung, Abtreibung hatte ich ja schon erwähnt, die Reihe
könnte leider immer noch weiter fortgesetzt werden. Alle diese Entscheidungen der „Demokratie“ sind Verbrechen
historischen Ausmaßes. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin trotz alledem immer noch der Ansicht,
dass die Demokratie im Moment das geringste Übel darstellt, und ich weiß, dass Diktaturen ebenso Schlimmes,
teilweise vielleicht sogar Schlimmeres angerichtet haben. Aber man muss sich davor hüten, so zu tun,
als sei die Demokratie in sich gut.
@rolf34 Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich freue mich über Ihr klares NEIN zu Frage 1.
In diesem Punkt stimmen wir natürlich überein. Ich widerspreche aber Ihrer These, die Demokratie schütze
das Leben PRINZIPIELL besser als andere Regierungsformen, was insbesondere die heutige Bundesrepublik
belege. Die de facto Legalisierung der Tötung ungeborerenr Kinder widerlegt Ihre demokratiegläubige
Position. Die Demokratie sucht sich halt andere Blutopfer als so manche Diktatur. Das Mehrheitsprinzip
ist aber letztlich rechtsstaatlich nicht dauerhaft und zuverlässig einzudämmen. Der Konflikt „Mehrheitsbeschluss“
gegen „Individualrechte“ geht fast zwangsläufig über kurz oder lang zu Ungunsten des Individuums aus.
Beispiele für das Versagen der Demokratie im Hinblick auf Lebensschutz: Neue Formen der Kriegsführung
(allgemeine Wehrpflicht als Paradebeispiel einer „Frucht“ der franz. Rev.), Euthanasie (z.Z. noch kein
so großes Thema wie Abtreibung, in näherer Zukunft wird es dass sicher). Wenn sie ironisch anmerken,
in einer Diktatur sei es leichter, seine „Unschuld“ zu verlieren, so trifft dies natürlich de facto zu.
Allerdings vermischen Sie die Aspekte „Rechtstaat „ oder „Willkürherrschaft“ einerseits und „Demokratie“
oider „Diktatur“ andererseits. Demokratie und Rechtsstaat kollidieren im Prinzip genauso miteinander wie
Tyrannis und Rechtsstaat; auch in einer Demokratie kann der Gesetzgeber – die Mehrheit – Unrechtes für
Recht erklären, wie im Falle der Abtreibung.
@engelhard falsch, es gibt echte „Adelige“ in Deutschland. Es gibt zum Beispiel unstreitig Angehörige
ausländischen Adelsstandes, die natürlich nicht aufhören, adelig zu sein, nur weil sie die deutsche
Grenze überschreiten. Viele Adelige haben darüber hinaus mehrere Staasangehörigkeiten, manche deutsche
Staats-„Bürger“ stehen etwa in englischen Thronfolge und sind natürlich schon aus diesem Grunde (britisch)
„adelig“. Die bis heute einschlägige,noch aus der Weimarer Zeit stammende Bestimmung besagt daher auch
nur, dass der Adel (in Deutschland) „als Stand“ abgeschafft sei, also nicht der Adel „an sich“, sonst
hätte man ja formuliert „der Adel ist abgeschafft“. Außerdem gilt natürlich Art. 3 GG (Gleichheitsgrundsatz).
Die Rechtsprechung hat anerkannt, dass der Gleicheitsgrundsatz nicht daran hindert, Adelsprädikate als
Namensbestandteile zu vererben und zu deklinieren („Graf“ – „Komtesse“ – „Gräfin“ etc.), der geborene
Erbprinz wird irgendwann auch Fürst, Frau Schmitz hingegen, die Herrn Müller heiratet, wird nicht Frau
„Müllerin“. So ist die Rechtslage, etwas komplexer als in Ihrer Wahrnehmung.
@rolf34 Nö, nicht klar. Zur weiteren Klärung ein paars imple Fragen mit der höflichen Bitte um klare
Antwort: 1. Finden Sie, dass ein behindertes Baby weniger Recht auf Leben hat als ein gesunder Erwachsener?
Ja oder nein? 2. Steht das demokratische Entscheidungsfindungsprinzip über dem Recht Unschuldiger Personen
auf Leben? Darf das Lebensrecht eines unschuldigen Menschen in einer Demokratie vom Staat entzogen werden,
solange nur das entrechtende Gesetz „demokratisch“ zustande kam? Ja oder nein? Zugespitzt: Wenn eine „Demokratie“
beschließt, dass behinderte Babys kein Lebensrecht haben, ist dann dieser Beschluß dadurch gerechtfertigt,
dass er in einer „Demokratie“ erging? Ja oder nein? 3. Ist die Tötung Unschuldiger in der Demokratie
weniger schlimm als in einer anderen Regierunsgform wie z.B. einer „Diktatur“? Ja oder nein? 4. Falls
sich die Qualität einer Regierungsform u.a. daran festmachen läßt, ob unschuldiges Leben vor Übergriffen
und der Schwache vor dem Starken effektiv geschützt wird, hat sich die liberale Demokratie heutiger Prägung
dann in Ihren Augen bewährt? Ja oder Nein? Ich bin gespannt.
@rolf34 Sie meinen also, dass ein erwachsener Mensch ein Recht auf Lebenhat, ein behindertes Baby aber
nicht? Ist Ihnen klar, dass Sie in diesem Punkt pure Nazi-Ideoloie vertreten? Muss das Gesetz nicht gerade
die Schwachen schützen?
Witzig finde ich … … dass der Herr Bischof derart offen einräumt, dass die Klerikerausblidung in
seiner Diözese ungenügend ist – wie anders ließe sich das peinliche Zugeständis fehlender Lateinkenntnisse
verstehen…? Wer als Oberhirte derart versagt, sollte sich vielleicht nicht anmaßen, den Papst zu korrigieren.
Er sollte sich vielmehr bessern oder, wenn das nicht geht, seinen Hut nehmen.
@gunsenum in der FAZ stand aber auch, dass der Erzbischof die Verfehlung eingeräumt habe. Von daher geht
Ihr Vorwurf ins Leere, insofern muss ich die soeben von mir selbst scharf kritisierte Redakton ein wenig
in Schutz nehmen. Habe schon in dem FAZ-Artikel das Rumgeeiere mit den „schlecht identifizierbaren“ Personen
nicht verstanden, wo es nur einen Absatz später hieß, dass die Vorwürfe im Kern unstreitig zutreffen.
Das 11. Gebot lautet nunmal: Man darf sich nicht erwischen lassen. Das gilt zunächst mal natürlich nur
im Spaß, gilt aber für Kleriker, die sich als „Oppositionsfüher“ aufspielen, ganz im Ernst. Denn sie
schaden, wenn so etwas rauskommt, nicht nur ihrem Anliegen, sondern auch der Kirche.
@redaktion Das Verhalten des Erzbischofs ist zu tadeln. Das der Redaktion aber auch. Es ist überaus überflüssig,
diese Bilder zu verbreiten. Kreuz.net ist nicht das jüngste Gericht.
Magisches Datum Die „magische“ Zahl der Illimunaten ist bekanntlich die 23. 7.7.2007: Quersumme 23 Inkrafttreten
am 14.9. (ohne Jahreszahl, da festes Datum aus Kalender): Quersumme 23
Allah-Anbetung unter „katholischem“ Dach Wer wollte es den Verantwortlichen verübeln? JP II selbst hat
sich doch massiv dafür eingesetzt, dass in seiner Diözese die größte Moschee Europas gebaut wurde.
Nach der gleichen Logik („Gesundung“) sollten z.B. die zahlreichen christlichen Krankenhäuser in Indien
schnell Hinduschreine aufstellen. Auf diese Weise werden alle schön körperlich gesund, bevor ihre Seelen
später irgendwann doch vom Leib getrennt werden und – anstatt wiedergeboren zu werden – direkt zur Hölle
fahren.
@ledlhuber mag ja sein, dass Hw Schüller eine „demokratische“ Mehrheit hinter sich hat – nicht aber das
Lehramt, sh. „Summum Ponitificum“ sowie das jüngste Schreiben der Glaubenskongregation zur Lehre über
die Kirche. Beide Dokumente stellen klar, dass es eine Änderung der Lehre über die Kirche nicht gab.
Von Irrgläubigen, die 40 Jahre lang das Gegenteil verbreiteten, kann man freilich nicht erwarten, dass
sie sofort umkehren, das wird einige Zeit brachen. Wer nicht umkehren kann, möge eine weitere Antikirche
(wie wär’s mit „neukatholisch“?) gründen oder direkt Protestant werden. Katholisch wäre seine Position
jedenfalls nicht.
@pascal Ihre Argumentation ist bemerkenswert: Wenn also die „demokratische“ Mehrheit einer Bevölkerunsggruppe
das Lebensrecht entzieht, ist das aus Ihrer Sicht OK? Abreibung geschieht in Deutschland übigens nicht
„im Rahmen des Grundesetzes“, sondern ist und bleibt rechtswidrig – zumindest theoretisch. Ich bedaure
allerdings, dass sich Abtreibungsgegner immer wieder so ungeschickt verhalten, dass man ihnen mit der
Holokaust-Keule entgegentreten kann. Es bedarf nicht der „Messlatte“ Naziverbrechen, um den staatlich
tolerierten und de facto öffentlich-rechtlich organisierten Massenmord an unschuldigen Ungeborenen als
Jahrtausendverbrechen plakatieren zu können. Die Sache ist aus sich heraus beispiellos schlimm, übrigens
nicht etwa trotz, sondern wegen ihrer diabolischen massenhaften Verstrickung von Millionen von „Privatleuten“.
Diese Verstrickung macht die Umkehr weiter Teile des Volkes nämlich schwieriger als die „Entnazifizierung“
nach ‘45, um den auch aus diesem Grunde unpassenden Vergleich noch einmal ad absurdum zu führen. Gerade
die wohl tatsächlich allzu breite „demokratische“ Basis des heutigen Massenmordgeschehens ist doch keine
Legitimierung, sondern macht die Sache nur schlimmer, durch breit gestreute Verwicklung in Schuld!
@freinsberg Ich vermute, dass die verantwortlichen Liturginnen und Liturgen die von mir als Entgleisung
empfundenen Veranstaltungen auch – selbstgerecht und zufrieden -als „sorgfältig vorbereitet und bestens
durchgeführt“ ansahen, diese zur Gemeinde hin zelebrierten Zusammenkünfte mit ihren sorfältig ausformulierten
Fürbitten, in denen, mit zitternder Stimme vorgetragen, rührend zum Ausdruck kommt, dass die Fürbitterin
damit hadert, dass die Welt nicht so ist, wie sie sie gerne hätte. Ganz zu schweigen von den süßen
Kinderchen, die über dem Mahltisch einen Papp-Regenbogen aufspannen und dann drumherum tanzen … feinstens
einstudiert! Eigentlich müsste ich jetzt fragen, wie viele „unwürdige“ alte Messen Sie in den letzten
Jahren erlebt haben und was genau Sie unter einer würdigen NO-Messe verstehen, ich erspare uns beiden
diese Frage aber, da ich, vorurteilsbefangen wie wir Reaktionäre nun einmal sind, ohnehin vermute, dass
wir beide unter „würdig“ bzw. „unwürdig“ nicht das gleiche verstehen.
@freinsberg bleiben wir doch einfach mal in der Gegenwart. Ich nehmeseit Jahren regelmäßig an Messen
in beiden Formen teil, und habe noch nie eine unwürdig zelebrierte „alte“ Messe erlebt, aber bereits
unzählige peinlichste Trauerspiele bei NO Messen. Also bitte nicht ständig nachtreten – entscheidend
ist, was heute tatsächlich los ist.
Bilderstrecke Vergleich alt – neu wäre es zu despektierlich, statt vom außerordentlichen und ordentlichen
Ritus etwas höhertrabend vom extraordinären und von ordinären Ritus zu sprechen…? Jedenfalls gibt
es genug Zelebranten, die es schaffen, aus „ordentlich“ „ordinär“ zu machen.
@gilbert Nur der guten Ordnung halber: Ich bin hier noch NIE unter einem anderen Nickname/Pseudonym aufgetreten
als unter „Semper Reformandus“, und der einzige, der hier „ausbricht“, sind Sie. Wie kommen Sie dazu,
so einen Schwachsinn über mich zu schreiben? Passt aber leider ins Bild, das ich schon gegenüber Defensor
Fidei gezeichnet habe (falsche Tatsachenbehauptungen etc.). Leider verführt die Anonymität hier manchmal
zu Grobheiten, die im persönlichen Gespräch wohl unterbleiben würden. In diesem Sinne sollten wir alle
in uns gehen. Um die Verrohung fördernde Anonymität ein wenig zu lockern, erlauben Sie mir bitte eine
persönliche Frage: Was haben Sie studiert bzw. machen Sie beruflich? Würde mich echt mal interessieren!
Ich bin übrigens Jurist, vielleicht kommt daher meine Übertriebene Leidenschaft für geistige Sekundärtugenden
wie Logik, Faktenbezogenheit und Wahrhaftigkeit (wobei ich natürlich fehlbar bin); ich habe aber auch
die theologische Fakultät meiner Alma Mater gelegentlich von innen gesehen. So, und jetzt Sie! Herzliche
Grüße SR
@defensor fidei Zwei Postings- ein Gedanke. Danke. Übrigens: Wissen Sie positiv, dass „Gilbert“ wirklich
der gleiche Teilnehmer ist wie dieser „Czibo“? Jener hatte es nämlich auch schon geschafft, dass ich –
was sonst nicht meine Art ist – wegen unfassbar unlogischer, (oft unzutreffende) Tatsachenfeststellungen
und Meinungen durcheinander werfernder, von keiner Sachkenntnis getrübter Beiträge die Diskussion abbrechen
musste, so wie ich es eben gegenüber „Gilbert“ tat.
@gilbert Ihre „Logik“ wird immer eigentümlicher. Weil die Scheidung staatlich-rechtlich erlaubt ist,
ist sie auch aus Sicht einer „Bischöfin“ in Ordnung – sind Sie ein Rechtspositivist, der das staatliche
Gesetz über das göttliche stellt, auch wenn es um Belange der Kirche (bzw. hier des Protestantismus)
geht? Weil Abtreibung straffrei ist, kann eine evangelische „Bischöfin“ demnächst ihre ungeborenen Kinder
töten lassen? Weil man nach Art. 4 GG Religionsfreiheit genießt, kann eine „Bischöfin“, ohne ihr „Amt“
zu verraten, zum Islam oder zu einer Satanistensekte überreten? Ihre Gedankenführung – auch Ihre unverständigen
Reaktionen auf frühere Beiträge – legt den Verdacht nahe, dass Sie in jeder Hinsicht von ganz anderen
Prämissen ausgehen als ich. In solchen Fällen gilt: Cum negante principii nequit disputari. Tschö.
@rudolfus stimme Ihnen natürlich zu; insofern gibt es sehr wohl einen Zusammenhang … in meiner Argemntaion
gegen Gilbert ging es aber um einen anderen Punkt, da war ein Missverständnis ganz anderer Art auszuräumen
…
@gilbert Lesen Sie erstmal in aller Ruhe nach, was Sie beim ersten Mal nicht verstanden haben. Es ging
mir natürlich nicht um einen Vergleich, geschwiege denn die Gleichsetzung einer Scheidung mit Massenmorden,
sondern darum, die zuvor geäußerte Fehlspekulation ad absurdum zu führen, Gott sei das, was wir hier
so treiben, egal, weil die Erde ja ach so klein udn kosmisch unbedeutend ist. Denn wenn die Erde und der
einzelne Erdenbewohner unbedeutend sind, dann ist auch die Anhäufung von Einzelschicksalen unbedeutend
(Multiplikation mit Null ergibt Null). Spätestens bei der Beschäftigung mit den besonders schmerzlichen
„Multiplikationsfällen“ wird uns also bewußt, dass auch das Einzelschicksal Bedeutung hat. Ich nehme
daher beruhigt zur Kenntnis, dass Sie offenbar auch Einzelschicksalen Bedeutung beimessen, und nicht ausschließen,
dass es Gott doch interessiert, was in diesem Teil seiner Schöpfung so – im großen wie im kleinen –
abgeht. Prima, dann sind wir uns ja insofern einig.
@gilbert 1. Ist das, was auf Erden passiert, in Ihren Augen – und nach Ihrer Vorstellung in Gottes Augen –
wirklich unbedeutend, weil die Erde ja nur ein kleines Staubkörnchen im Universum ist? Dann war also
z.B. das Massensterben von Menschen etwa durch die Weltkriege, Auschwitz etc. etwa so bedeutsam wie das
massenhafte Vertrocknen von Grashalmen auf einer Wiese … 2. „…Menschen und Kirchenvertreter…“ –
soll hier etwa eine Unterscheidung aufgezeigt werden? 3. Zu Ihrer Logik an sich: Glauben Sie, dass Gott
verkündet, er sei beleidigt, wenn man ihm einen Sohn andichte (so der Koran ausdrücklich bzgl. Jesus),
an anderer Stelle aber offenbart, eben dieser Jesus sei er selbst als sein eigener Sohn? Dass Gott die
unauflösliche Ehe als Sakrament stiftet, dann aber dem Mann ein Scheidungsrecht (im Rahmen einer Vielehe!)
einräumt? Dass er Wein benutzt, um sein Blutopfer zu vergegenwärtigen, dann aber Alkoholgenuss verbietet?
Die Reihe ließe sich fortsetzen, fest steht: Der Islam ist DIE antichristliche Religion schlechthin,
er steht mit seinen Kernaussagen im direkten Widerspruch zur göttlichen Offenbarung. Wenn Islam und Kirche
sich aber logisch ausschließen, so steht fest, dass nur eine (oder keine) von beiden von Gott gestiftet
sein kann. Die Ringparabel behauptet, beide seien von Gott gestiftet. Das ist die einzige Möglichkeit,
die logisch auszuschließen ist. P.S: Das „krumme-Zeilen“- und „immer-der ganz-andere“ Argument ist meistens
doof, bei logischen Grundfragen aber stets falsch.
@erdloyalist Späte Antwort: natürlich kenne ich die Ringparabel, sie ist antichristlich-freimaurerische
Prapaganda, erhebt aber als Privatmeinung eines deutschen Schriftstellers ohnehin keinen Wahrheitsanspruch
hinsichtlich der „Wege Gottes“. Der Islam etwa ist sicher keine göttliche Stiftung, sonst würde Gott
sich ja in offenen Widerspruch zu sich selbst setzen (Ablehnung Christi als Gottsohn etc.) und dann auch
noch zuschauen, wie die Menschen sich aufgrund dieser „gottgewollten“ Widersprüche die Köpfe einschlagen…nein,
die Offenbarung, das Lehramt und der gesunde Menschenverstand sagen uns eindeutig, dass das so nicht sein
kann. Damit aber ist die relativistische Spekulation der Ringparabel ad absurdum geführt. Basta.
@verfasser es ist schon bemerkenswert, wie Sie auf die Sünderin Käsmann eindreschen. Natürlich trifft
Ihre Kritik in gewisser Weise zu – aber: Sie kennen doch sicher das Bibelwort vom Splitter im Auge des
Nächsten und dem Balken im eigenen Auge … also: bekehren Sie sich erst mal selbst zur Kirche und unterstützen
Sie nicht länger den antichristliche protestantische Gegenkirche! Fangen Sie bei sich selbst an! Sie
nennen Glaubensabfall ja selbst in einem Atemzug mit Ehebruch. Was anderes als institutionalisierter Glaubensabfall
ist denn Ihr menschengemachter Verein? Und wenn Sie dann irgendwann einmal mit sich selbst fertig sind
und Ihre erste heilge Beichte abgelegt haben, dann hören Sie tief in sich hinein und fragen sich, ob
Sie immer noch Lust auf weitere öffentliche Anprangerung von Sünden anderer verspüren… P.S.: Dass
Sie meinen, diese Frau Käsmann könne jetzt, nach Ihrem „privaten“ Versagen, das „Amt“ nicht länger
ausübern, ist natürlich auch ein Witz. Das konnte Sie noch nie, bzw. Sie konnte es doch, weil dieses
„Amt“ selbst sowieso nur ein Witz ist.
@redaktion Das Bild ist wirklich ein Fehlgriff – selbst wenn man dahinter die Ironie erkennen sollte,
das kirchenfeindliche Gruppen unseren Herrn Erzbischof (zu Unrecht) verteufeln, und die Absurdität dieser
Sichtweise durch das Bild illustriert werden soll, ist es doch zu missverständlich. Ich bedaure diesen
Faux Pas insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir im Erzbistum Köln, zu dem auch ich gehöre, beid
er Erwirkung regelmäßiger Messen im extraordinären Ritus schon bald auf die Untersützung eben dieses
Herrn Erzbischofs gegen seinen linken Ortsklerus angewiesen sein werden. Warum also ihn gerade jetzt von
Tradi-Seite aus brüskieren? Sehr unüberlegt!
@puchil Sie wissen doch sicher, das in SC nichts von der Abkehr vom Latein, vom Hochaltar und vom Opferpriestertum
steht. SC fordert auch keine neuen Hochgebete, in denen das „Opfer“ praktisch nicht vorkommt. Sicher wissen
Sie auch, dass Experimente mit NO-ähnlichen Messformen bei den Bischöfen durchfielen. Die Konzilsväter
wollten nicht den NO in der heute anzutreffenden Form. Der Papst war ja damals, anders als ich, dabei,
er behauptet das jedenfalls, und ich glaube ihm. In einem Punkt haben Sie aber leider Recht: Es wundert
einen immer wieder, wieso die „alte“ Messe den NO nicht „verhinderte“. Aber die Israeliten tanzten ja
auch um das goldene Kalb, obwohl sie gerade erst Gottes Güte erfahren hatten. Interessant übrigens:
nach dem MP soll in 3 Jaren Bilanz gezogen werden – also 2010, genau 40 Jahre nach dem Inkrafttreten des
NO. 40 Jahre … da knüpfen sich viele Assiziationen an, auch zum Thema Israel in der Wüste …
@rudolfus ich sagte nicht, dass ich die Idee einer Sedisvakanz z.B. wg. eines papa haereticus grundsätzlich
bzw. abstrakt für falsch halte, sondern dass ich den heute konkret anzutreffenden Sedisvakantismus für
falsch halte, erst recht nach Summum Ponitificum. Zugleich betone ich, dass man für die Sedis ein gewisses
Verständnis aufbringen kann, wie es offenbar sogar der Papst tut. Dafür sprechen auch scheinbar nebensächliche
Details, wie z.B. die titelgebenden Anfangsworte des MP – sie stellen signalhaft die Bedeutung diese Frage
für das Papsttum an sich in den Mittelpunkt und betonen, dass alle Päpste liturgisch „beste Absichten“
hatten. Alles das zielt gegen die Sedisvakantismus, also nimmt Rom ihn ernst.
@maledica, santo etc Ich halte den Sedisvakantismus ausdrücklich für falsch, bin aber mit der Art und
Weise, wie Sie auf Stöhr etc. verbal einschlagen, nicht einverstanden. Entweder Lingen u.a. sind verrückt,
dann brauchen sie professionelle Hilfe. Oder sie irren, ohne im pathologischen Sinne Irre zu sein, dann
müssen wir den Irrtum ausräumen. Der Papst nimmt diese Sorgen jedenfalls ernst, sonst hätte er sein
Motu Proprio nicht so begründet, wie er es tat, nämlich mit einer „Rechtfertigung“ des NO durch die
Tradition. Diese Vorgehensweise des Papstes zeigt, dass er weiß, dass die logische Alternative zu seiner
Sichtweise letztlich nur der Sedisvakantismus wäre (siehe mein Posting unten). Als Papst hat er zum Glück
die Macht, dieses Problem zu lösen, indem er verfügt, dass der NO in allen Einzelheiten auch der lex
credendi der Tradition entspricht – zu entsprechen hat, so definiert bzw. dekretiert er es. Die Schwäche
des NO ist, dass man man beides – Rechtgläubigkeit und Häresie – in ihn hineinlesen kann, er ist nun
einmal häresietechnisch nicht so „kentersicher“ wie die traditionelle Liturgie. Nach Benedikt darf man
aber ab sofort Glaubenslügen und Traditionsbrüche nicht mehr unter Berufung auf den NO hochhalten, wie
es Röser skandalöserweise in dem unten kommentierten Beitrag immer noch versucht. Damit ist das Thema
Sedisvakantismus erkedigt, Rom bleibt rechtgläubig. Wären die Sorgen von Lingen und Co. aber völlig
aus der Luft gegriffen, hätte es dieses klärenden Aktes nicht bedurft, oder?
@bernardo deshalb schrieb ich ja auch „wenn der Verfasser Recht hätte“, im Konjunktiv. Mein Gedankengang
war vielleicht schlecht nachvollziehbar ausgedrückt, daher nochmal neu: 1. Der überlieferte Glaube der
Kirche ist unabänderlich, wer etwas anderes glaubt, glaubt nicht den Glauben der Kirche. 2. Der NO legt
den Verdacht nahe, es handele sich nicht nur um eine weitere Entfaltung der der liturgischen Feier ein
und des selben, alten Glaubens, sondern es handele sich um die Ausdruckform eines neuen Glaubens. 3. Träfe
dies zu, stünde der NO außerhalb der Kirche; die Päpste seit Paul VI wären ggf. nur Scheinpäpste.
4. Benedikt hat dieses Problem erkennt und nimmt es ernst. Daher dekretiert er eine andere Lesart des
NO, betont, dass es keinen „Bruch“ geben sollte und – insbesondere – keinen geänderten Glaubensinhalt.
Er propft den NO ausdrücklich in die überlieferte Liurgie ein, um ihn zu retten. Denn andernfalls hätten
die Sedis – s.o. – ja Recht. 5. Stimmen die vostehenden Thesen, so folgt daraus für Röser: Entweder
das Bemühen des Papstes um eine Rettung des NO durch klare Definitions als „Teil der inhaltlich ungebrochenenTradition“
hat Erfolg und ist logisch-dogmatisch durchzuhalten, dann verkündet Röser schlicht Unwahres, Falsches,
muss sich bekehren oder er steht außerhalb der Lehreder Kirche. Oder der Bruch ist wirklich da, die Rettunsgversuche
des Papstes sind hilfslose Bemühungen, etwas zu kitten, was in Wahrheit nur zu kaschieren ist – dann
haben die Sedis eben doch Recht.
@Bernardo Vielen Dank für den Link auch von mir. Dieser furchtbar klare, dem Papst offen widersprechende
Text (der z.B. klar sagt, dass es aus Sicht des Verfassers sehr wohl einen „Bruch“ gab) zeigt, dass viele
Anhänger der Novus Ordo Feinde des alten Ritus und damit der gesamten Traditrion und damit der Kirche
selbst sind. Die penetrante Wiederholung von Irrlehren wie „Ablösung des Opfers durch ein Liebesmahl
der Gemeinde“ ö.ä. zeigt übedies, wie unbelehrbar diese Pseudokatholiken (bzw. Kryptoprotestanten)
sind. Der Artikel beschreibt nicht nur, dass es aus Sicht des Verfassers einen „Bruch“ entgegen der Lesart
des Papstes sehr wohl gab – dies sehen ja z.B. auch die Sedisvakantisten so- sondern verrät klar, auf
welcher Seite der Verfasser nach der von ihm behaupteten bruchhaften Veränderung des Glaubens in Folge
von Reformation, Aufklärung etc., steht – auf der Seite derjenigen, die die alte Glaubenslehre ablehnen.
Damit schlägt der Verfasser das Angebot des Heiligen Vaters aus, den unter dem nicht gerade fernliegenden
Verdacht der Häresie leidenden Novus Ordo dadurch zu retten, dass er ihn als „bruchlose“ Neuentfaltung
des einen, rechtgläubigen Ritus definiert. Wenn der Verfasser Recht hätte, wäre dieses Bemühen des
Papstes vergeblich und der Novus Ordo unrettbar verloren. Dann müsste man in der Konsequenz wohl ernsthaft
über Sedisvakanz nachdenken.
@leblhuber Kann nach Ihrer Kenntnis ausgeschlossen werden, dass die „Pille danach“, wenn der Eisprung
bereits erfolgte, die Einnistung der befruchteten Eizelle verhindert? Ist das nicht auch ein (Eventual-)Ziel
dieses Präparats?
@pünktchen Sie haben völlig Recht; diese Frage lag mir auch auf der Zunge. Die ständige Gleichsetzung
von Tötungs- und Arzneimitteln durch die Pro-Abtreibungsfraktion beweist deren Pervertiertheit. In einer
gerechten Gesellschaft müsste Apotheken, die so etwas anbieten, die Lizenz entzogen werden, nicht umgkehrt.
Die heutige Rechtslage zeigt, das wir in D bzw. AT keinen Rechtsstaat haben. Für mich gibt es schon seit
längerem den ernstlichen Gewissenskonflikt, ob bzw. wieweit es angesichts der aktuellen Zustände überhaupt
noch eine Loyalitätspflicht dem Staat gegenüber ergibt, gerade auch aus chrislicher Sicht, oder sogar
ein Widerstandrecht.
@redaktion ich halte an meiner Meinung fest, dass Frau Wolkenstein sich mit Ihrer Position in die Reihe
totalitärer, das (christliche) Gewissen des Einzelnen und das Recht auf Leben mit Füßen tretenden Ideologien
stellt, die in Deutschland und Österreich u.a. als Nazis daherkamen, übertragbar natürlich auf alle
anderen vergleichbaren, antichristlichen Systeme. Wieso wurde ausgerechnet dieser Beitrag gesperrt? Ganz
andere Äußerungen bleiben hier doch stehen…ich bitte um Aufklärung!
subsistit für das verharrende, standhaltende, bleibende „Sein“ kennt die deutsche Sprache übrigens die
Wendung „ist und bleibt“; so wäre „subsistit“ wohl treffend wiedergegeben, treffender jedenfalls als
mit „subsistiert“, die Verstärkung gegenüber dem bloßen „ist“ würde anschaulich wiedergegeben.
@obelix ich wollte Sie natürlich nicht persönlich beleidigen; falls der gegenteilige Eindruck erweckt
wurde, tut es mir leid. Beim Thema Lebensschutz geht aber mein Temparament manchmal mit mir durch. Noch
einmal kurz zur Frage, ob – wie Sie meinen – biologisch gesehen schon die Keimzellen als Individuen (im
Falle der Gattung Homo Sapiens also als Menschen) anzusehen sind: „Bei allen höheren tierischen Lebewesen
einschließlich des Menschen werden die Gameten der Weibchen Eizellen oder kurz Eier genannt, die der
Männchen Spermatozoen oder Spermien. Bei diploiden Arten enthalten die Gameten jeweils nur einen Satz
Chromosomen, d.h. sie sind haploid. Es muss also während der Produktion der Gameten zu einer Reduktionsteilung
(Meiose) gekommen sein. Wenn ein Spermium und ein Ei sich bei der Befruchtung vereinigen, bilden sie zusammen
eine Zygote. Aus dieser diploiden Zelle entwickelt sich meistens durch mitotische Teilungen und nachfolgender
Spezialisierung der aus ihr entstandenen diploiden Zellen zunächst ein Embryo und letztlich ein ausgewachsenes
Individuum“ (Quelle: Wikipedia; ging jetzt am schnellsten) Dieser naturwissenschaftliche Befnd ist so
klar und unstreitig, das ich es für angezeigt hielt, insofern die Disskusion zu beenden. Ihre Gegenstellungsnahme
enthielt kein Argument, sondern nur Polemik.
@sweetdragon, obelix Mit Verlaub – was Sie schreiben ist schlicht Blödsinn. 1. Die unwillkürliche „Nichteinnistung“
ist natürlich kein Mord, da die Frau dies nicht vorsätzlich herbeiführt. Trifft die Frau – was regelmäßig
der Fall sein dürfte – auch kein Fahrlässigkeitsvorwurf, ist sie völlig schuldlos. 2. Das Absterben
unbefruchteter Samen- oder Eizellen ist ebenfalls ein anderer Tatbestand, denn es handelt sich dabei eben
nicht um Menschen. Einzelne Keimzellen haben kein menschliches Genom, sondern nur den „halben“ Chromosomensatz
des Vaters oder Mutter. Eine unbefruchtete Keimzelle entwickelt sich nicht als Mensch; sie wächst niemals
heran, anders als das „befruchtete Ei“, welches bei ungestörter Entwicklung , also wenn es von Typen
wie Ihnen nicht ermordet wird, sein Menschsein entfaltet. Diese in der seriösen Disskussion selbst von
Abtreibern nicht weiter unbestrittenen biologischen Tatsachen sollten gerade Materialisetn wie Sie besser
erfassen. Der schlampige Umgangmitder Realität paßt aber ins Bild. Denn das alles ist gar nicht so schwer
zu versehen, aber Nazis, Kommunisten und andere Mörder wollen es halt nicht kapieren. Daher ist auch
die hier geführte Diskussion leider fruchtlos und endet, was mich angeht, hiermit.
@kurt k womit wieder einmal bewiesen ist… 1. dass gläubige Kommunisten logischen Argumenten nicht zugänglich
sind, obwohl sie sich doch für ach so aufgeklärte Menschen halten (Sie gehen auf die Argumentation inhaltlich
nicht ein); 2. dass die braune und die rote Scheiße eben in manchen Punkten verflucht nah bei einander
liegt! Sie InKo – Nazi!
@kurt k Es gibt bekanntlich einzellige Lebewesen, und es gibt andererseits ebenso unstreitig „mehrzellige“
Gebilde, die nicht als Lebewesen einzuordnen sind, z.B. Tote oder abgehackte Gliedmaßen. Die „befruchtete
Eizelle“ ist unzweifelhaft ein Lebewesen, sie hat Stoffwechsel, wächst, lebt. Als Lebewesen ist sie ein
Indivisuum, von der umgebenden Mutter zu unterscheiden. Sie ist ebenso unzweifelhaft ein Lebewesen mit
menschlichem Genom, nicht etwa ein Bazillus o.ä., sie ist – ein einzelliger Mensch. Vor diesem Hintergrund
ist Ihre Frage, wieso die Verschmelzung des väterlichen und des mütterlichen Erbgures so entscheidend
sein soll, beantwortet. Sie sind ja – materiell betrachtet – auch nur ein Zellhaufen, allerdings einer,
der sich auf sein weiterentwickeltes Stadium etwas zugute hält. Wenn Sie diese Ihre Argumentation durchhalten,
hängen Menschenwürde und Lebensrecht vom Entwicklungsstadium eines Individuum ab. Wer das vertritt,
ist ein Nazi. Ich halte Sie daher aufgrund Ihrer eigenen Äußerungen für einen Nazi. Hören Sie auf,
Nazi zu sein! Nazis sind scheiße!
@kurt k u.a. An alle historisch bewanderten Superexperten zum rituellen jüdischen Paschamahl ca. 30 n.Chr…,
Herrn Prof Dr. Jones jr. eingeschlossen: Ihre Argumentation ist völlig unhistorisch und lebt aus faktenwidrigen
Vorurteilen. Tongefäße galten wegen ihrer relativen Grobporigkeit als rituell unrein, zulässig waren
nur Gefäße aus Edelmetall, geschliffenen (Halbedel-)Steinen o.ä. Dem entsprechende, bei rituellen Mahlfeiern
genutzte Becher und Schalen sind historisch gut dokumentiert und vereinzelt bis heute erhalten geblieben;
sie waren zu Ihrer Zeit ausgesprochen wertvoll. Dass der Herr beim letzten Abendmahl ein nichtkoscheres
Gefäß benutzt haben könnte, ist daher aus jüdischer und christlicher Sicht abwegig. Er trat in der
Karwoche bekanntlich auch nicht als „armer Zimmermann“ auf, vgl. Palmsonntag. Das mir bestens bekannte,
das Christentum lächerlich machende – zugegebenmaßen höchst unterhaltsame – Machwerk des Herrn Spielberg
hat an dieser Stelle eine (unbeabsichtigt?) antichristliche Pointe.
@ alle Die gesamte Disskussion um die „alte“ Messe, auch der hier vorliegende Strang, beweist, dass viele
Anhänger des NO die „alte“ Messe hassen. Sie verehren sie nicht etwa als frühere Form einer immer rechtgläubigen
und reinen Liturgie der einen Kirche, so wie etwa ein mit seiner Familie im Reinen lebender Sohn seine
Vorfahren als ehrwürdigen Teil der Familiengeschichte verehrt, sondern sie lehnen sie ab, so wie Revolutionäre
Ihre Vorgänger verabscheuen. Allein diese giftige Frucht der Liturgiereform zeigt, was alles falsch gelaufen
ist. Wenn man die gesamte Liturgie, wie sie sich seit der apostolischen Zeit bis in die 60er Jahre des
20. Jahrhunderst entwickelt hat, hasst, dann hasst man auch die gesamte Kirchengeschichte und damit die
Kirche. Verständlich, dass für den typischen VII.-Anänger die „gute“ Kirche erst mit dem zweiten Vaticanum
anfängt. Nochmals: Alles das beweist, dass der NO in sich schlechte Züge trägt. Er hat das Verhältnis
zur Tradition vergiftet und ist daher unkatholisch.
@juergen wie bitte? Wo habe ich im „Nachbarstrang“ etwas mitgeteilt? Wie kommen Sie dazu, dortige Äußerungen
mit meiner Frage zu Mozart in Verbindung zubringen? Sie haben ja eine ganz famose Diskussionskultur…
ungläubiger Mozart? Die Frage muss erlaubt sein, ob Mozart ein „gläubiger“ Freimaurer, also aus Sicht
der Kirche also ein Ungläubiger, oder ein „naiver“ Freimaurer war, der aus Mode, familiärer Tradition
(sein Vater war bereits in der Loge!), Mitläufertum (damals waren viele „gute Katholiken“ dabei, auch
Bischöfe), oder aus Spieltrieb, warum auch immer, mitgemacht hat, ohne seinen Glauben bewußt zu verraten.
Letzterer Typus war wohl zu der Zeit nicht so selten. Seine Musik – nicht nur die Sakralmusik – zeigt,
dass er tief gläubig war, und zwar katholisch. Wer das nicht erkennt, ist unmusikalisch.
@rudolfus Ihr Geschreibe ist unfasslicher Blödsinn. Es ist zum Gotterbarmen, dass man sich als der Tradition
zugeneigter Christ allzu häufig in der fragwürdigen Gesellschaft von rechten Spinnern wiederfindet.
Ich bemühe mich, das als Prüfung des wahren Glaubens anzunehmen. Für Sie hoffe ich, dass Ihre (von
mir an dieser Stelle natürlich nur unterstellte) Anhänglichkeit an die klassischen Liturgie nicht auf
ähnlich verqueren Gedanken beruht wie Ihre Auffassungen zur völker- und staatsrechtlichen Lage der Bundesrepublik
und der ehemaligen Ostgebiete.
@czibo In diesem Forum gibt es keine Kanzeln und keine Bänke. Sollten Sie freilich anderweitig die Angewohnheit
pflegen, jedesmal die Zuhörerbank verlassen, sobald Ihnen jemand vorhält, Sie hätten einen Sachverhalt
nicht richtig erfasst, oder gar eine andere Meinung vertritt als Sie, so wundert es nicht, dass Ihre Beiträge
teilweise Wissenslücken offenbaren. Ich bin natürlich auch nicht allwissend, aber gerade deshalb höre
ich denen, die auf der Kanzel stehen, erstmal zu, auch wenn es wehr tut. Leere Bänke gibt es empirisch
betrachtet in modernistisch angekränkelten Gemeinden übrigens viel mehr als im Bereich der gesunden
Tradition.
@ alle Wie pervertiert ist eigentlich die Verfassung der Kirche inzwischen, wenn ein Pfarrgemeinderat
einem Priester (überdies unsinnige) liturgische Vorschriften machen – und diese auch noch mit der Drohung
eines Rücktritts, also des öffentlichen Skandals duerchsetzen kann? Es wird höchste Zeit, dass der
Plage dieser Laienräte ein schnelles Ende bereitet wird! Pfarrgemeidneräte sind prinzipiell von Übel,
überdies sammeln sich darin in praxi automatisch, jedenfalls mehrheitlich, die falschen Leute. @Czibo:
Ihr Beitrag ist wieder einmal davon geprägt, dass Sie den Sachverhalt nicht richtig erfasst haben. Mann,
ist das lästig.
@bericht Ich empfinde einige der „Anekdoten“, die in dem Bericht enthalten sind und die den Eindruck erwecken,
„typisch jüdische“ Verhaltensweisen sollten – augenzwinkernd? – angesprochen werden, als höchst überflüssig
und deplaziert. Der Autor macht sich auf diese Weise ohne Not angreifbar. Es werden antisemitische Klischees
bedient. Was soll das?
@ Typ 1570 istaber immer noch älter als 1970, oder? Allerding ist zugegebermaßen das historisch Ältere
nicht automatisch das „Bessere“, weil es im Lauf der Geschichte Verfeinerungen und weitere Entfaltungen
geben kann. „Fortschritt“, der solche Verfeinerungen und Entfaltungen wieder rückgängig machen möchte,
ist in Wirklichkeit ein Rückschritt. Die Anhänger des zweiten Vatikanums warnen ständig vor einem „Zurück
hinter das Konzil“ („das“ Konzil ist dabei immer das zweite Vatikanum, als ob es kein anderes gäbe),
argumentieren dann aber z.B. in Fragen der Liturgie unverhohlen, man habe bewußt „hinter das Tridentinum
zurück“ gewollt und ältere Formen wiederbelebt. Auf einmal ist also ein „Zurück hinter das Konzil (nur
eben hinter das verschmähte Tridentinum) erwünscht! Dieser Widerspruch spricht für sich. Soweit VII
und Trient scheinbar gegeneinander stehen, betrachte man die jeweiligen Auswirkungen, der Rest spricht
dann ebenfalls für sich.
@frodo zu Ihrer Beruhigung: Ich kenne die „Vergebungsbitte“, davon gab es ja sogar mehrere, auch die des
Jahres 2000. Ich verstehe nur nicht, wieso JPII sozusagen „gezwungen“ war, sie auszusprechen. Ich glaube
vielmehr, er wäre frei gewesen, dies zu unterlassen, und er hätte beser daran getan. Ich bin übrigens
kein Antisemit. Ich glaube auch daran, dass am Ende auch „ganz Israel“ gerettet wird, wie die hl. Schrift
verheißt. Ich glaube aber nicht, dass von der Aussage „ich bin der Weg“ bzw. „niemand kommt zum Vater
denn durch mich“ irgendein Abstrich zu machen wäre.
@frodo also, jetzt mal ganz ruhig: Nach dem Glauben der Kirche -seit Anbeginn und sogar noch seit „dem
Konzil“ – nahm der Herr in der Mitte des jüdischen, des auserwählten Bundesvolkes Fleisch an, die Gottesgebärerin
war Jüdin, er hatte einen jüdischen Ziehvater etc. Jesus wurde alerdings später gekreuzigt, und zwar
nach dem eindeutigen Zeugnis der hl. Schrift auf Betreiben der jüdischen Führer (nicht „der Juden“;
die Apostel waren z.B. auch Juden). Das alles bestreitet doch keiner. Zu unterstellen, irgend jemand hier
finde „Ausschwitz“ gut, ist eine Unverschämtheit. Zu unterstellen, die Pius-Brüder (mit denen ich nichts
zu tun habe!) hätte Jesus gerne in Ausschwitz vergast, ist so dämlich, dass einem die Worte versagen.
Es bleibt dabei: Die schlimmste Form des Antisemitismus bestünde darin, nicht länger für das Heil (d.h.
nach diesseitigem Ermessen für die Bekehrung zu Christus) der Juden zu beten. Erklären Sie mir nur eins:
Wie kommen Sie auf den Schwachsinn, den Sie hier verzapfen? Haben Sie etwa Theologie studiert?
@frodo was verstehen Sie unter antisemitisch? Wie kommen Sie auf die Idee, es sei „innerkirchlich“ unumstritten,
die Kirche sei früher antisemitischgewesen? Was meinenSie mit „Johannes Paul II. hatte es nötig…“?
Und – wieso schreiben Sie alles in Fettdruck?
@Frodo007 da ich entschieden gegen jeden Antisemitsmus eintrete, gestatten Siemir die Frage, wo der Artikel
antisemitisch ist – ich würde Ihre Kritik gerne verstehen und und frage mich, ob ich da etwas übersehen
habe. Finden Sie, dass die Kirche in Ihrer Lehre und Liturgie bis 1970 antisemitisch war?
europäische integration ein Traum: Die Türkei, später alle Mittelmeerstaaten in die EU. Mit Homo-Propagande
und allem, was dazu gehört. Das schwächt die EU und zersetzt zugleich längerfristig auch die islamischen
Länder. Zugleich erwacht ein christliches Kerneuropa (Deutschland, Österreich, Italien, Polen, Slowakei,
Kroatien etc, vielleicht Belenux und Frankreich) udn bildet eine eigene Gemeinschaft, eine Art römisches
Reich, und beherrscht den kaputten Rest irgendwann. Leider nur ein Traum. In Wirklichkeit wird der Islam
das zerstetzte Europa übernehmen. Niemand wird sagen können, kreuz.net hätte nicht gewarnt…
@czibo ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten und bedaure etwaige Kränkungen, die nicht beabsichtigt waren.
In der Sache bleiben Sie im Unrecht. Man muss zwischen Tatsachen und Meinungen unterscheiden. Ich wandte
mich ausdrücklich gegen Ihre falsche Tatschenbehauptungen; Ihre Anwort geht daran völlig vorbei. Ich
muss daher leider wiederum feststellen, dass die Debatte fruchtlos verläuft. Sie stimmen mir sicher zu,
dass ist sinnlos ist, sich auszutauschen, wenn das Gegenüber den Inhalt der eigenen Mitteilungen nicht
versteht.
@czibo Es tut mir leid, es so deulich sagen zu müssen, aber Ihre Einlassung zeichnet sich wieder mal
durch Unkenntnis der Fakten aus. Das Tridentinum hat keine neue Liturgie eingeführt, sondern die damals
schon „traditionelle“ im wesentlichen bestätigt. Zugleich hat der heilige Papst Pius V. allen älteren
(über 200 Jahre alten) Formen der Liturgie Bestandsschutz gewährt. Ihre Behauptung, es habe damals eine
der Einführung der NO Messe vergleichbare Liturgieänderung gegeben und die damaligen Gläubigen hätten –
bei Gefahr des „Scheiterhaufens“ – nicht mehr in ihre „alten“ Messen gehen können, ist – mit Verlaub –
Quatsch. Es gab nie „Scheiterhaufen“ wegen so etwas. Ihre gesamte Argumentation, zeigt, das Sie die Kirche
hassen. Wohl aus Unkenntnis, als Opfer antikirchlicher Propagande, der Sie auf den Leim gegangen sind.
Zum Propgandisten werden Sie freilich selbst, wo Sie von „Schickeria“ sprechen. Erstens stimmen auch hier
die Fakten nicht – in meiner Heimatstadt etwa wächst das selten und in einer angelegenen Kapelle abgehaltene
Indultamt zwar langsam und stetig, lockt aber alles andere als Porschefahrer an – und zweitens verunglimpfen
Sie ständig den alten Ritus als etwas, was man „nicht versteht“. Kein Mensch versteht wirklich, was da
passiert, wir feiern ein Geheimnis. Dieses Geheimnis wird in der „alten“ Liturgie perfekt abgebildet.
Anders die NOM: Sie leistet mit Ihrer anthropozentrischen Trivialität Missverständissen Vorschub („Mahlcharakter“),
wie Ihre Beiträge beweisen.
@obelix falsch: der Adel wurde mit der Weimarer Recihsverfassung nur „als Stand“, also in Bezug auf staatsrechtliche
Privilegien abgeschafft. Privateigentum und Besonderheiten der Titulerung blieben, sollten auch bleiben.
Damit wurde auch z.B. der internationalen Dimension Rechnung getragen, viele Adelige haben ja mehrere
Pässe. Selbstverständlich werden Adelsprädikate weiterhin dekliniert (so wie die Frau einen Bürgerlichen
ja auch nicht mit Herr angeredet wird) und geschlechtspezifisch vererbt. In der Beugung von Fürst zu
Fürstin ist kein rechtliches „Privileg“ zu sehen, etwa im Vergleich zu Steffi Graf, die nach ihrem Vater
Graf und nicht Gräfin heißt, es handelt sich – siehe Herr/Frau – eher um einen Akt der Höflichkeit
(letztere abgeleitet bekanntlich von „Hof“, und trotzdem ebenfalls nicht 1918 angeschafft…)
@czibo …da Sie ja irgendwie wollten, dass ich mich nochmal dazu melde: Villeicht kennen Sie den alten
Lehrsatz, dass die Kirche stets und fortwährend der „Reform“ bedarf, also der möglichst getreuen Wiederherstellung
ihrer Idealform, wie sie ihr Stifter, der Herr, entworfen hat. Es geht mir – und der gesunden kirchlichen
Lehre – skandalöser Weise also sogar um noch viel mehr als nur um die Verteidigung alter Lehren, es geht
um deren Wiederherstellung! In diesem Sinne sollte wieder einmal der wahre Komservative an der Spitze
des (richtigen) Fortschritts stehen. Und da man – auch ein alter Lehrsatz, den Sie aber hffentlich trotzdem
gutheißen – immer erstmal bei sich selbst anfangen sollte, habe ich mir erlaubt, mich in keineswegs kokketierend
gemeinter Bescheidenheit als reformandus (Gerundivum, kennen Sie doch sicher), als zu reformierenden,
zu betiteln. Das ist ein Akt ehrlicher Demut. Defensor fidei ist ein königlicher Titel, der mir nicht
zukäme, außerdem ist er historisch mehr als angekratzt, so ein d.f., wie die derzeitige Trägerin will
ich nun wirklich nicht sein. Mit dieser Bemerkung folge ich meinem eignenen Appell udn melde mich aus
der leider fruchtlosen Disskossion mit cz ab.
@czibo Allerwertester, ich bin offenbar zu unbedarft, um Ihren Höhenflügen folgen zu können. Im konkreten
Kontext meinte ich einfach so etwas wie „Vorbilder“. Nicht unbedingt Heilige, aber gute Katholiken. Kenn
Sie Merz oder Lütz und ihr öffentliches Wirken? Dann wissen Sie vielleicht, wie ich das meine. An anderer
Stelle fragten Sie nach dem Sinn meines Pseudonyms. Nun, vielleicht können Sie Latein, und vielleicht
haben Sie schon vom Tridentinum gehört. Dann können Sie sich, in Kenntnis der Tatsache, dass ich männlichen
Geschlechts bin, den Rest zusammenreimen; hat was mit Balken im eigenen Auge zu tun bzw. mit dem guten
alten Grundsatz, immer bei sich selbst anzufangen…
1844! Nur eine kleine Anmerkung: Anlässlich der heilig-Rock-Wallfahrt 1844 kam es auch zur Gründung
der ersten und somit ältesten kathlischen Studentenverbindung, der Bavaria Bonn, die noch heute bekannten
Vorzeige-Katholiken (nicht ironisch gemeint!) wie etwa dem berühmten Artz und Theologen Manfred Lütz
oder dem konservativen Politiker Friedrich Merz ein Stück geistige Heimat ist.
@tchibo @W.e. @Tchibo: Ihre Einlassungen werden leider immer wirrer; ich glaube Ihnen nicht, dass Sie
(über) 60 sind. Ichglaube, Sie sind erst 6. Aber Sie denken ja auch, Sie wären kathlisch… Wo war W.e.
herablassend? Wo hat er behauptet, nie gefehlt zu haben? Und … plädieren Sie allen Ernstes dafür,
Wegweiser abzuschaffen? Nur weil man ihnen nicht gleichzeitig fahren kann? Ihr letzter Beitrag hat gerade
in Ihrer Abscheu Wegweisern gegenüber allerdings die Ziellosigkeit ihrer Gedankenwelt entgültig entlarvt.
@W.e.: Leider habe ich mit meinem Appell Recht behalten, wie jetzt auch Sie zugeben müssen. Ihre liebevolle,
geduldige Belehrung wird Ihnen auch noch als Arroganz ausgelegt. Meinen Respekt haben Sie um so mehr.
@Tchibo Ihre Unterstellung, der (auch noch richtige) Glauben anderer sei „unreflektiert“, ist vor dem
Hintergrund, dass Sie offenbar erst mal einen Grundkurs Religionkunde benötigen, da Ihnen offenkundig
simpelstes Grundschülerwissen fehlt, grotesk. Sie sind, wenn Sie in Ihrer pseudoreflektierten Denkart
überhaupt etwas sind, ein Subjektivist, und behaupten – möglicherweise gutgläubig, aber in jedem Falle
schwer irrig – zu Unrecht, katholisch zu sein. Um Ihres Seelenheils willen appeliere ich an Sie, in sich
zu gehen, sich kundig zu machen und sich zu bekehren. An die übrigen Diskussionsteilnehmer appeliere
ich, diese äußerst fruchtlose Debatte erst wieder aufzunehmen, wenn Sie, Tchibo, nachweislich Grundkenntnisse
der kathlischen Glaubenslehre erworben haben, wozu dieses Forum nicht der Platz ist.
@Insel, @Tchibo nicht: ein zornige Gottheit gefordert hat, sondern: eine liebende Gottheit durch Selbstopferung
des Sohnes an den Vater selbst durch eigene Hingabe vollbracht hat. Überdies ist die Vergegenwärtigung
ja ausdrücklich unblutig. Das berührt natürlich auch das Trinitätsgeheimnis, aber das leugnen Sie
ja bestimmt auch… Sei’s drum, Sie sind hat Protestant und stehen außerhalb der Kirche. Insofern sind
Sie genauso ungläubig wie ein Buddhist. Pech nur, wenn man dann auch noch glaubt, so ein „Glaube“ rechtfertige…
@redaktion das Zander- Buch heißt m.W. „kurze Verteidigung der Inquisition“, nicht „Kurzfassung…“;
es ist übrigens wirklich empfehlenswert. Füstin Thurn und Taxis kann einem nur leid tun; was Sie sagt,
stimmt ja im Prinzip, die wörtliche Zitierung solcher in der konkreten Formuliereung offenkundig privat
gesprochenen, etwas launig-überdrehten Bemerkungen ist eine Schweinerei. Ich hoffe, Sie zieht die juristischen
Schritte durch, so wie sie den Sachverjalt schildert, kan sie die weitere Verbreitung dieser Äußerungen
per einstweiliger Verfügung stoppen.
@Diskussion was soll die Aufregung? Tschibo vertritt doch nur jahrhunderte alte protestantische Kamellen,
die längst und vielfach und ausdrücklich vom Lehramt als irrgläubig verurteilt wurden. Er „muss“ halt
nicht der Lehre der Kirche folgen, so wie ja hunderte Millionen Nichtkatholiken, die sich auf Christus
berufen, es ebenfalls nicht tun. Für uns Katholiken – V2-Anhänger oder Skeptiker – bleibt es klar dabei:
Wer hartnäckig leugnet, dass die Eucharstiefeier in der heiligen Messe ausschließlich ein Opfer darstellt
(soweit es Mahlcharakter aufweist eben nur als Opfermahl), ist ausgeschlossen.
dann lieber orthodox… …ist bereits die halbe Wegstrecke in den Sedesvakantismus. Es ist tragisch,
in welcher Verwirrung sich Teile der Kirche (einschl. FSSPX) befinden, bis heute überfordert steckengeblieben
in der Zwickmühle zwischen der Wahrung der gesunder Lehre und Tradition einerseits und dem von derselben
Lehre und Tradition verlangten Gehorsam gegenüber „Rom“ anderseits. Das alles ist natürlich die Folge
der verkorksten Bemühungen seit den sechziger Jahren (nicht nur,aber auch V2 und P6), sich mit dem bösen
Zeitgeist zu arrangieren. Ich hoffe immer noch, dass der jetzige Papst dies – als mutmaßlich letzer Papst
der eigentlichen Konzilsgeneration – erkannt hat und versucht, gegenzusteuern. Dies geht in der Praxis
aber nicht mit dem macchiavellistischen Holzhammer; aus jener vom bösen Feind mitgestrickten Zwickmühle
kommt man nur durch Glauben, Gebet, Opfer, Klugheit – udn mit Geduld wieder heraus. Vor allem Geduld –
wie auf der Autobahn: Wenn man merkt, dass man sich falsch eingeordnet hat, kann man nicht einfach umdrehen,
das würde einen schweren Unfall provozieren, sondern man muss geduldig und klug bis zur nächsten Ausfahrt
warten und dann den Fehler korrigieren.
@pünktchen obwohl ich Ihre grundsätzliche Einschätzung zu diesem skandalösen Vorstoß teile, bin ich
in der Frage der „Steuerehrlichkeit“ nicht so sicher. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ etc. gilt
nach traditioneller Lehre grundsätzlic auch in Unrechtsstaaten, wie z.B. die Bundesrepublik längst einer
ist. Ich lasse mich vom Gegenteil gerne überzeugen.
@Artikel Es gibt Historiker, die behaupten, Simon Petrus sei der „erste Papst“ gewesen und sei jüdischer
Abstammung gewesen, wie auch die anderen Apostel. Dann wäre JPII ja nun wirklich apostolisch zu nennen!
Es gibt natürlich auch Menschen, die bestreiten, dass es Petrus überhaupt gab oder dass er als „erster
Papst“ anzusehen sei. Allerdings gibt es auch Menschen, die bestreiten, dass JPII Papst gewesen sei. Wieder
andere behaupteten – vor nicht allzu langer Zeit – Jesus sei nicht der fleischgewordene Logos gewesen,
sondern ein Mensch wie Du und ich, und zwar nicht jüdischer Abstammung, sondern als uneheleiches Kind
eines römischen Offiziers und eine keltisch-stämmigen Galiläerin und damit ein Arier. Ja ja, es gibt
schon spannende Theorien… Was soll der Quatsch?
@heggi Es ist zu hoffen, daß wir nur Flöhe husten hören. Die Erwähnung der (sinngemäßen) Begiffskette
– „Kardinäle haben sich bei Wahl verschätzt – erheblicher Widerstand in Rom – Sodano insubordiniert
sich offen – Beerdigungsutensilien stehen bereit – „Eingeweihte“ (=Freimaurer?) – Totenbahre – „Wenn ihm
nichts zustößt“ – ist aber zu frappierend, als daß man an einen Zufall glauben möchte. Man kann von
Badde halten, was man will, aber er ist sicher ein Profi. Ein geschickt lancierter Artikel, der nicht
beweisbare und jedenfalls unaussprechliche Beschuldigungen derart verschlüsselt mitteilt, ist überdies
vielleicht der geschicktest vorstellbare Gegenangriff: Wenn dem Heiligen Vater jetzt wirklich was „zustößt“,
ist die Öffentlichkeit ganz anders senibilisiert als etwa bei JPI (womit ich keine Unterstellungen in
die Welt setzen will). Mit dieser Art der Berichterstattung ist die Sache im Grunde unumkehrbar geworden:
Scheitert das Motu Proprio jetzt noch an einem unerwarteten Ableben des Heiligen Vaters, so ist er ein
Märtyrer und die Alte Messe kommt mit um so mehr Macht! Ich finde auch, die, wenn es so wäre, gewisse
„Listigkeit“ einer solchen Vorgehensweise paßt irgendwie ganz gut zu Papa Ratzi…
@alle Das eigentlich Bemerkenswerte an dem „Welt“-Artikel ist m.E. die kaum verkappte Darstellung eines
angeblichen Bedrohungsszenarios in Rom: Ein Großteil von Baddes Berichts verhält sich überhaupt nicht
zur Frage der Liturgie und des Motu Proprio, sondern spricht – wie ein Fremdkörper in dem Artikel und
auf den ersten Blick abseits des eigentlichen Themas – ausführlich von diversen bereitstehenden Beerdigungsutensilien,
im Zusammenhang mit der Nutzung der Totenbahre von „Eingeweihten“, von einem machtbewußten Ex-Kardinalstaatssekretär,
der einfach seine Dienstwohnung besetzt hält, das alles gipfelnd in der ungeheuren Formulierung – von
kreuz.net zitiert –, die Freigabe komme bald, noch in der österlichen Zeit, „…wenn ihm (also dem Papst)
bis dahin nichts zustößt…“. Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheoriene, aber hier muss man
den Eindruck gewinnen, der hintergründig informierte Verfasser, der auf Seiten des Papstes steht, wolle
eine codierte Mitteilung machen. Wir alle müssen in dieser Situation um so himmelstürmender für das
Anliegen des Heiligen Vaters und für dessen Schutz beten!
@tridentinus Ich stimme Ihnen im wesentlichen zu und bitte darum, meine kleine Stilkritik nicht überzubewerten.
B.’ s Leistungen sind insgesamt äußerst positiv zu würdigen.
@redaktion Natürlich werden Kardinäle nicht im Rahmen eines „Konklaves“ kreiert; sicher nur ein redaktionelles
Versehen. Nach der Rezension zu urteilen i.Ü. ein hochinteressanrtes Werk, hoffentlich straffer, eleganter
und „mehr auf den Punkt“ geschrieben als andere Texte von B., die sprachlich nicht immer den Altphilologen
erkennen lassen.
@redaktion Wieso liest man hier eigentlich neuerdings ständig etwas über die (zu Recht total unbedeutende)
NPD? Wollen Sie etwa gezielt die „alte Messe“ beschädigen oder gar deren weitgehende Freigabe verhindern,
indem Sie die kirchentreuen Verfechter einer liturgischen Gesundung, die sich ohnehin ständig gegen den
ungerechten Vorwurf wehren müssen, aus Borniertheit und stumpf-rechtskonservativer Gesinnung heraus an
„veralteten“ Positionen zu kleben, ausgerechnet mit diesen rechtsradikalen Spinnern bzw. einer dezidiert
antichristlichen Partei in Verbindung bringen? Man fasst es nicht…
@kurt k. Ihr Argument ist juristisch falsch: Notwehr ist ein Rechtfertigungsgrund, der aus einer unerlaubten
eine erlaubte Handlung macht. Voraussetzung ist ein rechtswidriger Angriff, der von demjenigen ausgeht,
der in Notwehr getötet wird. Dies ist bei einem ungeborenen Kind, das ohne jede eigene Schuld die Gesundheit
der Mutter bedroht, natürlich nicht gegeben. Das Kind greift nicht rechtswidrig an. Rechtlich gesprochen
geht es in diesen Fällen daher allenfalls um einen sogenannten „entschuldigenden Notstand“, der nicht
die Rechtswidrigkeit des zur Verteidigung vorgebrachten Gegenangriffs beseitigt, sondern „nur“ dessen
Schuldhaftigkeit, d.h. „Vorwerfbarkeit“. Das ist ein wichtiger Unterschied: Abwehrmaßnahmen, die sich
lediglich auf einen Notstand (und nicht auf Notwehr!) stützen, bleiben selbst rechtswidrig und man darf
sich wiederum gegen sie wehren (was das Kind natürlich nicht kann).
@St. Georg u.a. Das Verhalten des Bamberger Erzbischofs erscheint in diesem Punkt unchristlich und überheblich.
Der Fehler ist schon in der unsinnigen Idee einer „Entschuldigung“ für das Verhalten Dritter angelegt –
bei zugleich übertrieben kritischer Sichtweise vergangener Epochen. Wer sich entschuldigt, klagt sich
an. Wer sich für seine Vorfahren bzw. Vorgänger entschuldigt, klagt diese an. Jemanden anzuklagen, der
sich nicht mehr wehren kann, ist unfair (soweit es sich nicht um ein unstrittiges „Verbrechen“ handelt).
Es muss zwar erlaubt sein, historische Fehler als solche zu bezeichnen, dann muss man aber Ross und Reiter
nennen und konkret sagen „Dieser oder jener hat aus meiner Sicht falsch gehandelt, und ich würde in der
gleichen Situation anders handeln, nämlich so oder so“, also etwa: „Wir wollen aus der Geschichte lernen
und würden heute dieses oder jenes anders sehen und anders machen“. In Fällen historisch unstittiger
Verbrechen kann man natürlich u.U. auch sprachlich drastischer werden; es gehört aber zu den besonders
beunruhigenden Tendenzen, dass durch die ständigen kirchlichen Entschuldigungen differenziert zu bewertende
Phänomene wie Kreuzzüge und Inqiuisition ständig in eine Reihe mit Menschheitsverberechen wie dem „Holokaust“
gestellt werden. Die Entschuldigung für das Verhalten anderer (bzw. die darin verpackte Anklage derselben)
kann auch wegen der Lehre vom „Splitter im anderen – Balken im eigenen Auge“ unchristlich sein; so sehe
ich auch diesen neuerlichen Vorfall.
@Pornojäger Nach deutschem Recht steht ein Akteneinsichtsrecht nun einmal nur dem Verteidiger als Organ
der Rechtspflege zu, aus gutem Grund, damit Spinner die Akten nicht beschädigen, Dokumente vernichten
o.ä… Dr. h.c. Joseph Fischer kommt als Verteidiger nicht in Betracht, da er keine Anwaltszulassung
hat. Es gibt ij Deutschland auch keinen „Magister“, sondern Staatsexamina, sonst kann man nicht praktizieren.
Das örtlich zuständige Gericht ist das des Begehungsortes, nicht das des Wohnsitzes. Warum ich all das
schreibe? Weil dieser Herr so offenkundig spinnt, dass er, bei aller Sympatie für seine Anliegen, leider
als einer dieser Fälle erscheint, in dem die gute Sache so schräg,ungewollt komisch und niveaulos (oder
findet jemand diesen querulatorischen Schwachsinn komisch?) verfolgt wird, dass das Ganze nur noch kontraproduktiv
erscheint. Wieso sind gute Anliegen nur so oft in Händen von Spinnern?
@sixtus Maßstab für die Richtigkeit einer Lehre ist natürlich nicht die „alte Kirche“ sondern die Kirche.
Ich glaube nicht, dass der Heilige Vater z.B. die Lehren des ersten Vatikanums leugnet.
@redaktion darf die ungeheure Beleidigung, Benedikt XVI. sei ein l…nder, h…nder, usw. (Schein-)Papst,
über dieses Forum öffentlich verbreitet werden, ohne das die Redaktion eingreift? Sie machen sich zu
Mittätern. Bitte sperren.
@ typ Ich bestreite die Richtigkeit Ihrer Behauptungen zur „orthodoxen“ Sakramentenlehre und stelle fest,
dass Ihre Ausführungen zum Petrusamt unschlüssig sind. Wer das Petrusamt inhaltlich anders versteht
als es der kirchlichen Lehre entspricht, lehrt eben nicht katholisch bzw. teilt eben nicht die katholische
Lehre vom Petrusamt; er betreibt vom Dogma abweichende Privattheologie. Nachvollziehbar ist in gewisser
Weise Ihr Seitenhieb in Richtung FSSPX; der Fall liegt aber anders als der der „Orthodoxie“.
@gotthart außer Frage? Also erkennen sie das Petrusamt an und sind katholisch? Führen bei „Konversionen“
von Katholiken zur „Orthodoxie“ keine Wiedertaufen mehr durch? Erkennen katholische Eheschließungen an?
Hab ich da was nicht mitgekriegt?
man darf… nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Erst muss die Zugehörigkeit der „Orthodoxen“
zur Kirche sichergestellt sein (durch Beitritt der „orthodoxen“ Verbände oder Inividuen zur Kirche),
dann und nur insoweit ist automatisch Schluss mit Missionstätigkeit. Einem gewisse emtionale Nähe und
theologische Berührungspunkte reichen nicht aus, um die Kirche von ihrer Aufgabe zu suspendieren. Ich
fürchte allerdings, dass in dieser Hinsicht (i.e. Mission im Bereich der „Orthodoxie“) ohnehin nicht
viel läuft.
@typ, heger ich finde die pauschale Herabsetzung von kreuz.net ebenso undifferenziert und falsch wie die
hier in rede stehende oberflächliche udn nichtssagende Berichterstattung. Natürlich sind die bekannten
Exzesse der tschechisch-nationalistischen Politik in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg aufs Strengste
zu verurteilen; dennoch muss man im Einzelfall gerecht urteilen, auch wenn es etwas anstrengender ist
als eine mühsame Betrachtung der Einzelheiten, sonst ist man auf genauso niedrigen Niveau wie die, die
man zu Recht z.B. wegen der höchst ungerechten und verabscheuungswürdigen „Kollektivbehandlung“ der
deutschen Volksgruppe kritisiert. Ungerecht ist auch der Vorwurf, die Kirche habe gemeinsame Sache mit
den Machthabern – gemeint ist wohl in Bezug auf die schon erwähnten Exzesse (Vertreibung etc.) – gemacht.
Wer um die dortigen Verhältnisse während des Kommunismus weiß, weiß auch, dass gerade die Kirche ein
Hort des Widerstandes war und viel gelitten hat. Der Blick aufs Detail muss jedem, dem es um ein abgewogenes
Urteil geht, erlaubt bleiben. Alles andere ist dumm und ungerecht.
@redaktion u.a. Weiß irgendjemand etwas näheres über das Urteil und seine Begründung? Hat das Gericht
rechtlich betrachtet falsch geurteilt, udn wenn ja, warum? Was hat das Gericht anders gesehen als die
Vorinstanz? Was genau war überhaupt Streitgegenstand? Wer hat wen verklagt? Und warum: wegen Herausgabe?
Wegen des Nutzungsrechts? Wegen der Eigentumsfrage? Wegen der Instandhaltungspflicht? Was soll so eine
oberflächliche Berichterstattung und was soll die sich daran aufhängende lächerliche Diskussion hier?
Also, nochmal: Wer weiß genaueres?
@redaktion Was ich noch loswerden wollte: 1. Gerade z.Zt schlagen sich zumindest Teile des „kirchlichen
Apparates“ mitnichten auf die „Seite der Sieger“, sondern vertreten unpopuläre Minderheitenpositionen,
siehe Mixa und Müller, und stecken dafür Prügel ein. Auch aus diesem Grunde ist der Bericht ungerecht
und dumm. 2. Die Kirche war immer zu Recht auf Distanz zu diesen politischen Strömungen; sie ist halt
weder national noch demokratisch (natürlich auch nicht national und sozialistisch). Gerade Münster steht
insofern in einer guten Tradition, wie jeder weiß, und nicht alles, was ein modernistischer Bischof absondert,
ist schon deshalb schlecht, weil es von ihm stammt. 3. So eine NPD-Demo ist, etwas flapsig gesprochen,
aus Sicht der Kirche genauso Scheiße wie eine Schwulen-Parade (die Schittmenge ist ohnehin nicht zu unterschätzen).
Also, liebe kreuz.netler: Bitte kein reflexhaftes Eintreten für solche Schwachköpfe, nur weil die „rechts“ ,
„verfolgt“ und „Minderheit“ sind. Manche Spinner stehen einfach zu Recht im Abseits, und die Meinungsfreiheit
ist uns traditionelle Katholiken sonst doch auch nicht so eine heilige Kuh, oder…?.
@redaktion Diese Art von Berichterstattung diskreditiert ohne jede Not die ansonsten von kreuz.net vertretenen,
unterstützungswürdigen Anliegen wie die Tradition, gute Liturgie, rechtgläubige Lehre und kritische
Berichterstattung über tatsächliche Misstände in der Kirche. Die NPD ist für gläubige Katholiken
nicht wählbar, auch wenn sie gegen Abtreibung eintreten sollte. Der Bericht lässt jede rechtgläubige
Distanz zu dieser unsäglichen und peinlichen Partei vermissen. Kreuz.net wird durch so etwas unzitierbar.
Ich bin entsetzt.
4 Fragen 1. Zur Schuld: Er schoss, ohne dies vorher geplant zu haben. Wieso hatte er dann eine Waffe dabei?
Wieso schoss er nicht in die Luft, sondern – Sehschwäche hin oder her – in Richtung des Polizeibeamten?
2. Zur Bekehrung: Wenn er seiner Enthauptung so freudig entgegensah – wieso lief dann überhaupt ein Begnadigungsverfahren?
3. Zum Seligsprechungsverfahren: Gab es ein Wunder? 4. Theologisch: Ist diese Entscheidung unfehlbar?
@wolfgang k Wenn Sie den Verbrecher Luther damit enschuldigen, er sein halt ein Choleriker gewesen, dann
müssen Sie auch Alexander VI. entschuldigen, der war halt auch irgendwie gestört, aus heutiger Sicht.
Allerdings geht Ihr Beitrag ohnehin komplett am Thema vorbei: Es geht hier doch nicht um die persönliche
Moral Luthers, sondern um seine Irrlehren und den Skandal, dass ein Bischof und Kardinal der Kirche ihn
dennoch als „unseren gemeinsamen Lehrer“ betitelt. Es stimmt allerdings, dass moralisches Versagen christlicher
Führer immer Angriffsflächen für antichristliche Verführer bietet. Eine schwere Sünde der Schuldigen,
aber auch derer, die diese Verfehlungen dazu nutzen, der Kirche zu schaden.
@alois, defensor, johann natürlich muss man Gedult haben, es geht mir nicht darum, Beten zu verbieten,
ich kenne das Gleichnis vom verlorenen Sohn und vom Schaf und natürlich brauchen manche länger als andere
(bei den meisten fällt der Groschen freilich nie, schauen Sie sich die Konversionszahlen an). Man muss
nur, das ist mein Punkt, nicht in Jubel ausbrechen, weil ein insgesamt Irrgläubiger ein Element, dass
uns traditionsliebenden Katholiken besonders am Herzen liegt, als „Versatzstück“ in sein antikirchlichen
Lügengebäude übernimmt. Pädagogisches, gut zuredendes Lob als Mittel der Bekehrung ist natürlich
OK, aber kein Jubel, der die Gefahr ausblendet. Ich bringe nochmals mein Beispiel mit den falschen Ärzten,
die sich weiße Kittel anziehen – von denen muss man warnen. @johann gerhard: Warum sind Sie dann kein
Jude oder Moslem? Waren Sie bei der Auferstehung dabei? Haben Sie den wissenschaftlichen „Beweis“ für
die Richtigkeit der Fakten der Hl. Schrift? Ich habe das Gefühl, in Ihnen kommt eine komische Mischung
(nicht böse gemeint) zusammen: Aus einer gewissen Unsicherheit im Glauben fühlen Sie sich zwar zum einen
in der undogmatischen anything-goes-Sekte des Protestantismus – zu Recht – heimisch, gleichzeitig sehnen
Sie sich aber nach Sicherheit und haben daher ein Faible für „alte“ Liturgie. Diese Mischung findet man
leider bei manchen Tradi-Katholiken, sie dürfte aber angesichts der Glaubens-Talfahrt des Protestantismus
auch dort immer mehr um sich greifen, dort ohne wirksame Sakramente. Pech.
@johann gerhard Wenn Sie alle Lehrpositionen der Kirche verstanden und verinnerlicht haben, brauchen Sie
keinen Unterricht mehr. Sie gehen typisch protestantisch, nämlich hochmütig ich-bezogen an die Sache
ran. Der katholische Glaube verlangt ein gehorsames, demütiges Anerkenntnis des gesamten Lehr- und Glaubensgebäudes,
auch soweit Sie es nicht kennen oder verstehen. Es geht dabei nicht um die Details, sondern ums Prinzip.
Der Vorbehalt „wenn es mich überzeugt“ stempelt Sie zu dem, was Sie sind, nämlich zum Protestanten.
Entweder Sie geben sich einen Ruck, glauben „die Kirche“ und nehmen das Abenteuer auf sich, mit Glaubenssätzen
konfrontiertzu werden, die Sie nicht verstehen, oder Sie verharren zaudernd in Ihrer „Ich-will-erst-alle-Zweifel-ausräumen-und-alles-verstehen“-Position –
dann aber stehen Sie außerhalb der Kirche, mit allen dazugehörigen Risiken, und lassen sich von Sakramentensimulationen
anderer Ungläubiger in falschem Trost wiegen.
@johann gerhard Das Nachäffen der Liturgie der Kirche nutzt nichts. Sie müssen sich bekehren und den
Glauben der Kirche ohne Einschränkungen annehmen. Wenn Ihre Religionsdiener sich als Priester verkleiden
und Messe spielen, ist das ungefähr so hilfreich – und gefährlich – wie wenn Nichtmediziner sich einen
weißen Kittel überziehen und als Ärzte, mit der Spritze in der Hand, im Krankenhaus „praktizieren“.
@defensor fidei Sie meinen sinngemäß, ein Abgefallener oder Außenstehender „auf dem Heimweg“ solle
nicht durch Kritik verschreckt, sondern durch Lob ermuntert weden, diesen Weg fortzusetzen, bis er (wieder
oder erstmals) in der Kirchen angekommen ist. Indizien für die richtige Richtung des zu unterstützenden
Weges sei z.B. die Übernahme typisch katholischer liturgischer Elemente. Stimmt natürlich irgendwie.
Andererseits besteht die große Gefahr, dass der Heimweg nie zum Ziel führt, dies auch nicht soll, sondern
von vornherein klar ist, dass er bei der Phase der Übernahme bestimmter Elemente steckenbleibt. Dies
wäre gefährlich, weil sich dadurch nur die Antikirche äußerlich der Kirche annähert und somit die
Verwirrung weiter steigt. Kurz: Es nützt der Kirche nichts, wenn der Protestantismus Weihrauch verwendet.
Es nützt allenfalls dem Protestanten, zur Kirche zurückzukehren, und es mag ein Indiz auf dem Weg dahin
sein, das er auf einmal Weihrauch verwenden will. Die Frage, ob der Schwerpunkt der Reaktion mehr auf
das Lob als auf die Warnung gelegt werden soll, ist also komplex. Lob kommt nur in Betracht, wenn eine
überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür spricht, dass es sich tatächlich um ein Indiz für einen erfolgreichen,
zum Ziel führenden Rückkehrweg handelt. Bezogen auf den hier konkreten Fall nun meine Frage: Glaubt
hier allen Enrnstes jemand, dieser protestantische Amtsträger werde zu seinen Lebzeiten katholisch werden?
…entsprechen weitgehend den katholischen dumm nur, dass all dieses kindliche Nachspielen kirchlicher
Liturgie nicht die Weihe des Religionsdieners und die Zugehörigkeit zur Kirche ersetzt. Ehrlich gesagt
ist mir eine auch äußerlich klare Abgrenzung lieber. Solche Protestanten tragen nur dazu bei, die Unterschiede
weiter zu verwischen. Das offenbare Nachlassen des antikatholischen Reflexes zeigt, dass die Kirche aufhört,
Irrgläubigen ein Ärgernis zu sein – schade.
@katharina L Bevor Sie anderen „Vernunftshass“ zusprechen, sollten Sie sich erst man an die eigene Nase
fassen. Eingangs Ihrer Ausführungen sagen Sie, Sie könnten nicht „glauben“, dass der Herr physikalische
Wunder gewirkt habe, da dies der Vernuft widerspreche – ein Zirkelschluss, da das Wunder ja gerade die
wunderbare „Außerkraftsetzung“ der Naturgesetze zum Gegenstand hat, also nach seinem Selbstverständnis
nicht empirisch beweisbar oder wiederholbar ist. Am Ende schreiben Sie dan auf einmal, so etwas könne
man nur „glauben“, da es ja nicht auf die Physis bezogen sei. Was meinen Sie nun eigentlich? Sie picken
sich willkürlich und sinnentstellend Lehrsätze heraus und ignorieren die übrigen, insbesondere diejenigen,
die sich mit dem Thema befassen. Glauben Sie, das Christus gekreuzigt wurde und gestorben ist? Ist das
etwa kein natürlicher Vorgang? Kann der Tod Christi deswegen kein Glaubensgegenstand sein? „In allem
uns gleich…“ – leugnen Sie mit diesem Zitat die göttliche Natur Christi? Leugnen Sie, dass Gott über
seiner Schöpfung steht? Ich fürchte ja. Wenn Sie aber all das leugnen – also keine Christin sind – wieso
stützen Sie Ihre Sicht der Dinge schwachsinnigerweise ausgerechnet auf Konzilien? Ist das etwa Ihre Form
von Vernunft?
@thaumaturgaos, @lota „Hobby“? „Spinner?“ „Ornatsüchtig?“ „Von jemand anderem gehört, dass…?“ „Geld
anderweitig verbraten?“ Sie beleidigen, verbreiten unbestätigte Gerüchte (wobei die Unterstützung durch
die Mutter ja eigentlich im Sinne einer indirekten Spende an das Institut nicht von vornherein ehrenrührig
wäre; Sie meinen Ihre Bemerkung aber herabwürdigend), unterstellen ohen jeden Anhaltspunkt die Veruntreuung
von Mitteln, Sie spotten und geifern – kurz: Sie hassen und sündigen. Was mich wundert ist, dass Sie
sich trotz dieser Ihrer offenkundigen schwerwiegenden Fehler offenbar Hw. Dr. Goesche überlegen fühlen.
Sind Sie vielleicht in Wirklichkeit der Spinner?
@Redaktion Worin soll die „Mißwirtschaft“ bestanden haben? Etwa darin, daß die Spenden anfänglich etwas
spärlicher flossen, als erhofft, dafür in der daraus folgenden Krise aber um so großzügiger? Bitte
VIEL sorgfältiger mit solchen Begriffen bzw. Vorwürfen umgehen, zumal wenn die neuen Verträge, so der
Artikel, noch nicht unter Dach und Fach sind – die leichtfertige Gefährdung der Kreditwürdigkeit ist
ein schwerer Verstoß gegen das 8. Gebot und ein Straftatbestand (fragen Sie mal Herrn Breuer von der
Deutschen Bank!), vor dem im Falle einer Verfolgung durch die Ermittlungsbehörden auch ein presserechtliches
Versteckspiel nicht zuverlässig schützt. Ich schreibe das als jemand, der in keiner besonderen Beziehung
zu jenem Institut steht und nicht in Berlin lebt, es aber schade fände, wenn kreuz.net sich durch Unprofessionalität
selbst schadet.
@phil.wolk. Ihre Logik ist wirklich bizarr. Planen Sie etwa, nach der (leider zu erwartenden) Wiederinführung
der Euthanasie nur noch Allgemeinmediziner zu konsultieren, die eine ausgewiesene praktische Erfahrung
mit Krankentötungen aufweisen können und in diesem Zusammenhang „vernünftige Leistungen“ im Angebot
haben?
@josefus in der Tat interessant; gibt es irgendwo eine Liste verdächtiger Unternehmen, die man besser
meiden sollte? Sonst sollte man so was mal aufstellen…
@phil.wolk. Leistungen sehr vernünftig? Das Angebot, Babys zwar auf Wunsch lebend zur Welt zu bringen,
bei Bedarf aber auch zu schlachten, bezeichnen Sie als vernünftig? Selbst für eine Lebensfeindin eine
gewagte Aussage. Sie bringen übrigens Schande über den Namen Philomena, die Schutzheilige ausgerechnet
u.a. der Schwangeren.
Brei???? Wo versucht der Bischof in seiner jüngsten Äußerung den Unterschied zwischen seiner Position
und NA bzw. LG wegzureden? Ich finde diese Äußerungen, auch in ihrer jüngeren Variante, für heutige
Verhältnisse erfreulich unbreiig.
@komische Nummer genau dieses Geschwätz verdunkelt den Glauben: „Leiden verkürzen“ statt töten, „Mitleid“
statt Menschenverachtung, „falsch“ statt sündhaft etc. Der Kardinal sagt im Grunde nur: gut gemeint,
aber aus christlicher Sicht suboptimal. Er vermeidet es, wie immer verständissalbadernd, die Dinge beim
Namen zu nennen. Danke, dass Sie dieses Beispiel für das Versagen des Mainzer Bischofs in seinem Hirtenamt
frei Haus geliefert haben.
Abtreibung und Selbstmord Ein steht jedenfalls fest: Die ständige Abtreibung des gesunden Glaubens ist
ein Beitrag zum allmählichen Selbstmord der Kirche (natürlich nur nach menschlichem Ermessen – als göttliche
Stiftung ist die Kirche natürlich nicht wirklich suizidfähig, es droht vielmehr der Seelentod der abgefallenen
Individuen).
@e-s-r Egal, ob Herr A. nun Priester ist oder nicht – der Sie so fuchtbar bedrückende, von Gott unverständlicherweise
zugelassene „Skandal“ ist in Wirklichkeit v.a. eine echte Tragödie für die betroffenen Nichtkatholiken.
„Spaltung der Christenheit“ ist eine zu schwammige Formulierung, denn keiner weiß, was zur „Christenheit“
gehört. Es gibt die Kirche, und die ist nicht gespalten, kann nicht gespalten werden, und es gibt – außerhalb
der Kirche – Personen, die sich auf Christus berufen, obwohl sie sich außerhalb seiner Stiftung,der Kirche,
positionieren, sich also zu Unrecht auf ihn berufen. Die Berufung auf seinen Namen ist jedenfalls kein
Erkennungskriterium für die Wahrheit, wie der Heiland bekanntlich selbst – warnend – lehrte. Vermutlich
gibt es in der ganzen Menscheitsgeschichte sogar niemanden, auf den sich schon so viele zu Unrecht berufen
haben wie auf ihn. Gehören diese armen Seelen nach Ihrem Verständnis alle zur „Christenheit“? Und wenn
wieder einmal einer durchknallt und eine Lehre der Kirche bewußt verwirft – ist das dann jedesmal eine
neue „Spaltung“ und ein „Skandal“? Nein, es ist „nur“ der tragische Abfall einer armen Seele. Wenn Ökumene
heißt, den Pseudoskandal einer angeblichen Spaltung der ominösen „Christenheit“ zu kaschieren, dann
handelt es sich in der Tat um ein überflüssiges, wg. der Infektionsgefahr im Umgang mit Häretikern
sogar u.U. gefährliches Projekt. „Gute“ Ö. kann nur das Aufrechterhalten eines Kommunikationsforums
zu Missionszwecken verfolgen.
@e-s-r, Landorgan Danke nochmals; ich hab mal auf die Schnelle die von der Suchfunktion ausgespuckten
Artikel dieses Herrn angelesen (mir fehlt angesichts der Vielzahl der Treffer allerdings die Zeit für
eine gründliche Prüfung, welche dem heiklen Thema angemessen wäre). Nach dem Schnelldurchgang kann
ich nur sagen, dass ich mich in der Tat mit den meisten Artikeln nicht identifieren könnte, manches sogar
ausdrücklich abzulehnen ist. Ich halte sie – auf den ersten Blick – für überflüssig und voller Verzerrungen,
möglicherweise sogar Unwahrheiten. Mit dem Begriff „antisemitisch“ bis ich allerdings – auch aus Resepkt
vor dem auserwählten Volk – zurückhaltend. Kreuz.net wäre jedenfalls besser beraten, auch im Hinblick
auf die Überschattung seiner eigentlichen Anliegen, so etwas nicht zu veröffentlichen. Sonst macht man
sich – völlig zu Recht und damit erst recht überflüssigerweise – für Leute angreifbar, die nur nach
Fehlern suchen, um ebenfalls das eigentliche Anliegen zu beschädigen. Übrigens sehe ich kreuz.net durchaus
vergleichbar kritisch z.B. wegen der oftmals zu positiven Darstellung des Islam. Dennoch käme es mir
nicht in den Sinn, dieses Portal insgesamt zu verteufeln; es verfolgt teilweise gute Anliegen, nur sollte
es diese besser von inhaltlich anfechtbarem oder zumindest propagandistisch ungeschicktem Beiwerk freihalten.
@e-s-r jaja, unsere Pseudonyme liegen scheinbar nahe bei einander, wobei ich die ständige Reformbedürftigkeit
eben zunächst einmal demütig auf mich selbst beziehe, Sie hingegen auf die Kirche. Kein Wunder, dass
wir inhaltlich offenbar – so Ihre Darstellung – differieren. Danke für die Quellenangabe über angeblich
antisemitische Äußerungen; ich werde dem nachgehen.
@landorganist Könnten Sie Ihren Vorwurf, kreuz.net sei antisemitisch, bitte belegen? Sobald Ihre Antwort
vorliegt, gehe ich auf den Rest Ihrer Äußerung ein; eins nur vorab: Sich selbst rechnen Sie sicher nicht
zu den Fliegen, die vom üblen Gestank angezogen werden…
@landorganist Meinen Sie den gleichen Artikel? Der obenstehende jedenfalls ist doch – zugegebenermaßen
gerade für kreuz.net-Verhältnisse – recht sachlich und beschränkt sich weitgehend auf Zitate aus Pressemitteilungen.
Wenn das für Sie schon „Hetze“ ist, haben Sie ein Problem. Das würde allerdings auch erklären, wieso
Sie – das kann ich allerdigs nur mit einem kleinen Schuss (Vor-)Urteil aus Ihren kurzen Zeilen herauslesen –
eine sachliche und nicht auf einen allerlösenden Kuscheljesus verkürzte Darstellung der frohen Botschaft
mit jenem dümmlichen Modeschlagwort als „Drohbotschaft“ verunglimpfen, ein Vorwurf, der letztlich den
Heiland selbst trifft, da dieser ja ach so anmaßend war, klarzustellen, dass logischerweise, auch im
insofern nicht unvernünftigen göttlichen Heilsplan, ein notwendiger Teil ewiger Erlösung auch die Möglichkeit
ewiger Verdammnis ist.
@stephan Volltreffer, bravo. Man könnte noch hinzufügen: Ist der Herr Kardinal bereit, überall auf
der Welt deutschsprachige NO Messen anzubieten? Das wäre doch nach seiner kruden Logik eine ganz vordringliche
Aufgabe deutsch-kirchlicher Seelsorge, in Zeiten von Massentourismus und Globalisierung …
@Hans Urs 1. „Deutsche Urfassung“… wie bitte? Verstehe ich nicht. 2. „Die Vielen“: Das ginge nur, wenn
auch in der griechischen Fassung der bestimme Artikel stünde – tut er aber nicht. Die korrekte Übersetzung
ist auch aus diesem Grunde eindeutig „viele“, nicht „die Vielen“. Auch „die Vielen“ ist vielmehr bloß
Interpretation, und zwar wiedederum eine, die sich vom Wortlaut löst. 3. Bitte nennen Sie mir eine seriöse
Quelle bzw. ein anerkanntes Wörterbuch, in dem für „multi“ als Übersetzungsmöglichkeit „alle“ angegeben
wird; ich lerne gerne dazu. 4. Verhältnis Kirche-Evangelien: Ich meine die Evanglientexte, die Teil der
Bibel sind. Diese wurden von Gliedern der Kirche unter der Anleitung des Heiligen Geistes geschrieben,
nicht von Christus selbst. Zuvor hatte aber Christus selbst die Kirche errichtet. Sie betreiben schon
wieder sprachliche Verwirrung (kein Wunder, dass Sie sich Hans Urs nennen…), wenn Sie im hiesigen Kontext
„die frohe Botschaft“ und „die Evangelien“ gleichsetzen, um mir eine falsche Gedankenführung nachzuweisen.
Was „die frohe Botschaft“ ist, kann Gegenstand theologischen Disputs sein, ist es jedenfalls de facto.
Was „die Evangelien“ sind – gemeint sind die Texte des NT – steht hingegen im Prinzip fest, jedenfalls
behauptet keiner, es hieße „ton pollon“ oder „pro omnibus“ o.ä… Es gibt insofern einen unstrittigen
Textbefund, daher legt man Hand an die Texte auf der Ebene der Übersetzung, da einem der Textbefund nicht
in den Kram passt. Das ist Betrug.
@stimme aus Wien Nein, das gilt auch heute. Die Kirche ist älter als die Evangelien, die Evangelien wurden
„in der Kirche“ verfasst, die Kirche hat unterschieden, welche Texte in den Kanon aufgenommen werden und
welche nicht usw. Das, was Sie heute als Evangelium kennen, kennen Sie durch die Kirche, übrigens auch
faktisch unter dem Gesichtspunkt der Tradierung der Texte seit der Antike. Ob Sie etwas lesen, das ein
anderer geschrieben hat, oder zuhören, wie ein anderer vorliest, macht insoefrn keinen Unterschied. Sie
sind Empfänger, und ohne die Kirche gäbe es nichts zu empfangen. (Es ist übrigens typisch für eine
gewisse überhebliche Grundeinstellung, das Mittelalter für doof zu halten, zu denken, Sie seien klüger,
weiter entwickelt und wissender als die armen Tröpfe von damals; Sie brauchen natürlich auch die Kirche
nicht, das Evangleium ist Ihnen offenbar unmittelbar von Gott offenbart worden – weil Sie lesen können,
Sie toller Hecht!).
@Hans Urs Sie haben Recht: Der Herr formulierte die fragliche Passage höchst wahrscheinlich nicht auf
Latein, sondern – aller Wahrscheinlichkeit nach – auf Aramäisch. Überliefert ist seine Äußerung aber
bekanntlich nicht in dieser Sprache, sondern zunächst einmal auf Griechisch; dort steht „viele“, obwohl
das Griechische ein Wort für „alle“ hat. Dies wurde ins Lateinische übertragen, und zwar korrekt mit
„viele“, obwohl auch das Lateinische ein Wort für „alle“ hat. Sie können es drehen und wenden, wie Sie
wollen: Ihre Übersetzung ändert den Text, soweit er uns bekannt ist, und zwar mit der anmaßenden Begründung,
die geänderte Fassung drücke das (angeblich) Gemeinte besser aus als die Urfassung. Dies aber ist ein
schwerwiegender Verstoß gegen alle seriösen Übersetzungs- und Auslegungsregeln – es sei denn, Sie unterstellen
ein „redaktionelles Versehen“ des Autors, das beseitigt werden kann (und darf). Nach Ihrer Logik müsste
auch – und erste recht – der lateinische Text geändert werden, nicht nur seine Übersetzung. Fordern
Sie das?
@Hans Urs So so, die wörtliche, sprachlich unbestreitbar einzig korrekte Übersetzung legt also ein dogmatisches
Missverständis nahe…zu dumm aber auch, wie schlampig der Heiland so daher geschwätzt hat! Ausgerechnet
er, der „Logos“, das Wort! Aber keine Panik, wir haben ja Theologen, die dafür sorgen, dass solche Anfängerfehler
des Dummerchens Jesus, der ja selber kein Theologe war, bei Gelegenheit der „Übersetzung“ flugs beseitigt
werden. Bestimmt finden Sie auch die „Bibel in gerechter Sprache“ super. Was für ein Grundverständnis
von „Übersetzung“ haben Sie eigentlich?
@stimme Die Wirksamkeit der Wandlung hängt davon ab, ob der Priester in der Intention handelt, das zu
tun, was die Kirche tut. Schreibt „die Kirche“ in einem Messbuch tragischerweise eine falsche Formulierung
vor, so muss es bei einem gutgläubig – gehorsamen Priester, der diese Worte verwendet, nicht unbedingt
an der rechten Intention mangeln. Ihrer Theorie über „in jedem Falle ungültige Messen“ vermag ich daher
nicht zu folgen. Unabhängig davon ist der Schritt des Hl. Vaters natürlich mit großer Freude zu begrüßen,
das Gestänkere dagegen spricht für sich, und insofern haben Sie natürlich recht: Viele – leider wohl
auch Priester – verbinden mit dem sehr wichtig genommenen „alle“ eine falsche Intention. Aber, um im Thema
zu bleiben: Ebene nur „viele“, nicht von vornherein „alle“!
genaue Zahlen??? rechnet man die jeweils angegebe Anzahl der einzelnen katholischen Gruppierungen zusammen,
so kommt man auf insgesamt 432.000; das sind m.E. nicht unerheblich mehr als die zuvor behaupteten „400.000“…
Pfund An die Redaktion: Irgendwas kann an Eurer Pfund-Euro-Umrechnung nicht stimmen. Oder ab es heute
Börsenturbulenzen, von denen ich nichts gehört habe?
@rebekka Ihre Ausführungen enthalten die konkludente Behauptung, es sei „Lehre“ der kreuz.net-Redaktion…
… Ungetaufte seien „Untermenschen; … unschuldig ungetaufte Kinder kämen undifferenziert in die Hölle
(nicht etwa präzise in den Limbus puerorum); … man müsse alle Kinder gegen den Willen Ihrer Eltern
zwangstaufen; … man müsse allen nichtchristlichen Eltern Ihre Kinder wegnehmen… Ich habe solche bösartigen
Thesen hier noch nie gelesen. Können Sie Ihre Behauptung, so etwas werde hier verbreitet, belegen, oder
handelt es sich bei ihrem Beitrag um „falsches Zeugnis“? Das wäre dann in der Tat bösartig.
@zwobbel, turk mal unterstellt, Sie hätten recht … wäre es wirklich nötig gewesen, sich gen Mekka
zu verneigen? Den Korankuss hatte ja schon der „geliebte Vorgänger“ erledigt … Klar, als Funktionsträger
hat man nicht die gleichen Narrenfreiheiten wie als Kommentator. Aber der Papst ist kein Funktionsträger
wie ein Politiker, der mal so eben z.B. Entspannung als listige Taktik einsetzen kann – er ist der Wahrheit
verpflichtet. Diese wird in der heutigen Mediengesellschaft auch durch symbolische Handlungen verkündet.
Diese dürfen nicht, jedenfalls nicht allzu leicht, mißverständich sein. Unsere Hoffnung und unser Gebetsanliegen
muss sich jetzt ganz darauf richten, dass der Herr die vielen mißverständlichen und teilweise geradzu
schändlichen Botschaften dieser Reise zu einem guten Ergebnis führt, auch im Hinblick auf den Abfall
der häretischen „Orthodoxie“ von der Kirche, die in der öffentlichen – antichristlichen – Berichterstattung
ständig als „Kirchenspaltung“ verkauft wird.
@aloysius Wieso unterstellen Sie dem Verfasser Unwissenheit? Er liegt doch ganz auf einer Linie mit den
gloriosen Vorgängern des heiligen Vaters, insbesondere des letzten, die sich für jene angeblichen Verfehlungen
der Kirche gegenüber wem auch immer oftmals und zerknirscht entschuldigt haben … das setzt ja das Anerkenntnis,
dass der Vorwurf, dessentwegen man sich entschuldigt, in tatsächlicher Hinsicht zutrifft, logisch voraus.
Ich muss gestehen, dass die Antireflexe, die B 16 bei Ungläubigen auslöst, meine Wertschätzung für
den Mann steigern … Dieser Papst hat was, das wir lange vermissen mussten.
net-Fehde Zu den unschönen Aspekten des in vielen Bereichen segensreich wirkenden traditionalistischen
Internetportals kreuz.net gehört – neben u.a. überflüssig scharfer Polemik gegenüber Ungläubigen –
nicht zuletzt die Dauerfehde mit dem neokonservativen Portal kath.net. Letzteres verdient zwar in manchen
Punkten durchaus Kritik; eine gewisse Art der Auseinandersetzung desavouiert aber letztlich beide Portale,
was kreuz.net schwerer trifft, da dessen Anliegen schwerer wiegt und Anspruch letztlich höher ist. Die
Redaktion von kreuz.net möge einmal bedenken, welchen Bärendienst sie ihrem guten Anliegen erweist,
wenn sie eine derart negative öffentliche Wahrnehmung ihrer selbst provoziert. Sachlich berechtigte Kritik
kann sich durch unwürdige Verpackung entwerten, weil viele Leser von der schlechten Verpackung notgedrungen
auf schlechte Form und schlechten Inhalt schließen werden. Der Redaktion von kreuz.net ist dringend ein
gesunder Schuß überlegene Gelassenheit anzuraten. Und Vorwürfe über manipulierte Kampagnen sollten
wirklich nur erhoben werden, wenn dafür konkrete Anhaltspunkte – d.h. mehr als in sich schlüssige Spekulationen –
vorliegen.
@gunsenum Ihr Beitrag läßt auf erhebliche Wissens- oder Wahrnehmungslücken schließen. 1. Das Ehesakrament
wird nicht von der Kirche gespendet, sondern von den Eheleuten gegenseitig. 2. Homosexuelle können sich
das Ehesakrament nicht spenden, da sie nicht Mann und Frau sind. Ihnen wird also nichts vorenthalten.
3. Das maßgebliche Abgrenzungskriterium homosexueller Beziehungen zu vielen anderen Beziehungsarten ist
nicht das „Füreinandereintreten“, die „Liebe“ u.s.w. – das alles gibt es auch z.B. zwische Geschwistern
oder Eltern/Kindern oder einfach guten Freunden. Das maßgeblicher Kriterium ist vielmehr die zu alledem
hinzutretende homosexuelle Betätigung. Da praktizierte Homosexualität jedoch eine schwere Sünde ist,
wäre es widersinnig, gerade die Art von „Freundschaft“, bei der zu den positiven Beziehungsaspekten ein
derart verwerflicher hinzu tritt, besonders zu segnen. Überdies läuft jeder solche „Segen“ de facto
darauf hinaus, dass ein Missverständnis als Billigung der Sünde zumindest billigend in Kaufgenomen wird.
Der „Segen“ widerspricht damit dem kirchlichen Lehramt und kann unter dem Gesichtspunkt der offenkundig
fehlenden rechten Intention des Segnenden nicht ernst genommen werden. Allerdings ist die Kirche schon
früher Anfälligkeiten gegenüber dem Zeitgeist ausgesetzt gewesen und hat u.a. mörderische Kanonen
gesegnet, für uns heute unverständlich. Spätere Generationen werden über die heutige „Segnung“ seelenmörderischer
Todsünde ähnlich fassungslos den Kopf schütteln.
@laikos bei allem Respekt, ich bin auch ein entschiedener Gegener des Ökumenismus, aber das ist echt
quatsch. Ein etwaiger unverheirateter evangelischer Religionsdiener ist nicht so ähnlich wie ein geweihter
Priester, und die etwaige Heirat mindert nicht die Weihe. Außerdem müßten auf jeden Fall zumindest
die Leitungsämter (Pfarreien, diese ggf. größer als heute, Bistümer, Kurie, Papst) unabänderlich
in der Hand des zölibatären Haupt-Klerus bleiben. Aber nochmal die Frage: Was wäre so schlimm daran,
wenn ein bewährter, integrer, frommer, älterer Familienvater geweiht würde, um als Hilfspriester in
seiner Pfarrei – unter der Aufsicht eines dadurch entlasteten (zölibatären) Berufsklerikers, also Pfarres
bzw. Bischofs – einen ehrenamtlichen Dienst zu verrichten? Ich formuliere die These bewußt als Frage,
da ich meine Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen habe.
niedere Weihen @Gelasius: Stimmt, aber mir ging’s mehr um die Verknüpfung Zölibat-Leitungsamt bzw. um
ein Konzept „Hauptberufspriester“ –„Nebenberufspriester“. Der Berührungspunkt zu Ihrem Thema bestünde
darin, dass nur die zolibatären „Hauptberufler“, die auch ihren Lebensunterhalt von der Kirche bekämen
(während die anderen ehrenamtlich tätig wären), Zugang zu höheren Weihen hätten, außer vielleicht
Witwern, die nach dem Tod der Ehefrau in die „hauptberufliche“ Laufbahn wechseln könnten. Auch die „Nebenberufler“
könnten natürlich freiwillig zölibatär leben, niemals aber die „Hauptberufler“ verheiratet. Wenn man
so was richtig macht, kann es den unbedingt zu erhaltenden Zölibat – ein verheirateter Bischof oder gar
Papst wäre undenkbar – sogar stärken, indem es Zölibatunfähigen oder Zölibatsversagern einen Ausweg
in die „Nebenberuflichkeit“ eröffnet und dadurch hilft, den zölibatärem Kernklerus sauber zu halten.
Wäre… …die Weihe bewährter verheirateter Männer wirklich so schlimm, solange sie keine Leitungsfunktion
einnehmen dürften, d.h. auch kein kirchliches Gehalt, keine Wohnung im Pfarrhaus usw. beziehen würden?
Wenn ausgeschlossen wäre, das die Kirche für Witwen aufkommen muss? Wenn sichergestellt wäre, dass
es sich wirklich um viri probati handelt, die im normalen Berufsleben ihren Mann stehen und sich und ihre
Familie ernähren können? Könnte man einen Stand derartiger (Hilfs-)Priester nicht so strukturieren,
dass er als reine „zivile Hilfspriesterschaft“ nicht in Konkurrenz zu den zölibatären, geweihten Amtsträgern
träte? Ich bin mir nicht sicher; meine größte Sorge wäre, dass – soziologisch betrachtet – die Funktion
der „Nebenberufspriester“ bald zur Domäne linker Religionslehrer würde, während andere Viri Probati
wie z.B. Juristen oder Ärzte schon aus Zeitmangel nicht mitspielen würden. Am Ende wäre genau die Meschpoke,
die jetzt die Laiengremien besetzt hält, auch noch geweiht, wenigstens die Männer unter ihnen. Dieses
Risiko ließe sich aber vermindern, wenn man diese Funktion wirklich unbequem und mitgewisen Härten ausgestalten
würde, etwa der Verpflichtung, in der Freizeit für „unangenehme“ sakramentale Dienste zur Verfügung
zu stehen, und wenn man gleichzeitig die Verpflichtung einführen würde, regelmäßig auch im alten Ritus
zu zelebrieren. Die alte Messe hält die Ungläubigen nämlich recht zuverlässig vor der Tür.
@ bbd Sie haben Recht: Beleidigungen, Halbwahrheiten und Hetze sind allesamt verwerflich. Ebenso verwerflich
ist es freilich, derartiges Fehlverhaltzen anderen zu unterstellen, ohne das dies zutrifft. Könnten Sie
mir bitte einige Konkrete Beispiele für Beleidigungen, Halbwahrheiten und Hetze nennen, damit ich besser
verstehe, was Sie meinen?
Gesetz Das abschließende Zitat der Frau, die sich dem Gesetz Allahs unterstellt, zeigt, dass der Vorsitzende
Recht hat. Sie selbst bringt anschaulich zum Ausdruck, dass sie die Scharia – für sich persönlich –
auf einer Ebene mit dem deutschen Gesetzesrecht sieht. So etwas darf jederman privatim denken und glauben –
nicht aber der Richter eines staatlichen Gerichts. Auch ein Schöffe ist ein solcher Richter, mit dem
gleichen Stimmrecht wie ein „Profi“-Richter. Die richterliche Einheitstracht symbolisiert die weltanschauliche
Neutralität des Richters und darf nicht durch Symbole einer bestimmten Weltanschauung konterkariert werden.
Eine Schöffin mit Kopftuch wäre daher rechtsstaatlich unerträglich, viel mehr noch übrigens als eine
Lehrerin. Es ist gut, dass die junge Frau dies offenbar eingesehen und ihr Schöffenamt nicht ausgeübt
hat. Soweit zwischen den Zeilen des kreuz.net-Artikels Kritik am Verhalten des Vorsitzenden und Hochachtung
vor der Muslimin durchschimmert, ist wieder einmal Widerspruch gegenüber der tendeziell zu islamfreundlichen
Berichterstattung auf dieser Seite zu üben. Der Islam ist die antichristliche Religion schlechthin und
bedroht die Restbestände abendländisch-christlicher Kultur ebenso wie die hier zu Recht oft im Kreuzfeuer
stehende moderne, libertinistische, materialistische Dekadenz.
@johann gerhard Also, es gibt also verschiedene Gruppierungen, die glauben, sie seien die Kirche Christi.
Woran erkennt man, wer nun Recht hat? Schon mit dieser Problemstellung ist die Rechnung des Teufels aufgegangen,
denn es lassen sich immer Argumente für die eine oder andere Seite finden – oder die Ausflucht, es gebe
kein richtig und falsch, der Übertriumpf des Teufels. Mein Glaube sagt mir, und mein Verstand hält es
für vernünftig: Die einzigen sinnvollen Erkennungsmerkmale angesichts der Meinungsvielfalt und der menschlichen
Erkenntnisschwäche in diesem Bereich sind im wesentlichen die Tradition, apostolische Sukzession, das
sichtbar verwirklichte Petrusamt, also die katholische Ekklesiologie. Protestanten unterliegen oftmals
dem durch 500jähriges autogenes Training verinnerlichten Irrtum, man könne sich von der Kirche abspalten
und behaupten, die Kirche habe sich von einem selbst abgespalten, obwohl das Ergebnis unchristlicher Krieg,
unbiblische Frauenordination, unsittliche Schwulenehe, unkirchliche Zersplitterung und ungläubige Demutsverweigerung
sind. Schon die NT-Briefe handeln an vielen Stellen vom Umgang mit Abtrünnigen und Irrlehrern. Sie sind
teilweise älter als die Evangelien selbst. Das belegt einleuchtend die katholische Ekklesiologie. (Alles
sehr verkürzt, aus Platz- und Zeitmangel).
@Johann Gerhard Nun gut, dann sind wir uns eben doch nicht ganz so einig. Sie halten mir vor, es wirke
wenig überzeugend, auf den „Protestantismus“, ohne ihn differenziert aufzufächern, „loszugehen“. Vielleicht
speist sich Ihre Sichtweise aus einer Protestantismus-internen Selbstverortung nach dem Motto: Sie sind
ein bekenntnistreuer Lutheraner und daher ein guter, rechtgläubiger Protestant, die meisten andern „Protestanten“
sind vom Glauben abgefallene Neuheiden, und es ist Ihnen unangenehm, mit diesen „Normalprotestanten“ in
einen Topf geworfen zu werden. Ich muss Sie in der Tat enttäuschen: Es ging mir wirklich nur um die ganz
abgedroschene Unterscheidung: In der Kirche – außerhalb der Kirche. Und ich bilde mir auch nicht ein,
irgendjemanden bekehren zu können. Das haben schon viel Bessere als ich nicht geschafft. Mein bescheidenes
Anliegen ist nur, gegen die heute inflationär um sich greifende Realitätsverschleierung anzukämpfen,
wo sich eine kleine Gelegenheit dazu bietet. In diesem Sinne gehe ich dann manchmal auch auf andere „los“.
Ich meine es aber nicht böse.
@Johann Gerhard Ich gebe das Kompliment zurück und bedanke mich für die klaren Worte, obwohl mich die
Beschimpfung der Kirche natürlich schmerzt. Aber der in der Kirche real gegenwärtige eucharistische
Herr ist nun einmal ein leidender Heiland. Unser kurzer Gedankenaustausch illustriert die Verlogenheit
weiter Teile des de facto anzutreffenden Ökumenismus. Schön, dass wir uns offenbar zumindest in diesem
Punkt einig sind.
@Johann Gerhard Das ist nun wirklich Unfug, um Ihre Wortwahl aufzugreifen! In jeder Messe, die die Kirche
feiert, wird das erlösende Kreuzesopfer real gegenwärtig gesetzt, findet also objektiv statt, während
in einer Protestantenversammlung über die Frage der Erlösung bzw. Rechtfertigung allenfalls die Meinung
eines nichtgeweihten Gemeindefunktionärs verbal ausgebreitet, also subjektiv diskutiert wird, je nach
Tagesform mehr oder weniger häretisch, aber immer außerhalb des Galubens der Kirche stehend. Noch etwas:
Mißstände in der Kirche, die es leider gibt, sind natürlich nicht mit „Mißständen“ im Protestantismus
gleichzusetzen. Denn sie spielen sich immerhin innerhalb der Kirche ab, was einerseits besonders schmerzlich
ist, einen anderseits aber nicht völlig hoffnunglos läßt. Der flächendeckende Totalabfall von gewissen
Restbeständen des Glaubens im Protestantismus ist hingegen die logische Konsequenz aus der Tatsache,
das der Protestantimus eben als solcher außerhalb der Kirche steht. Der Glaube der Kiche und der Protestantismus
sind prinzipiell unvereinbar. Alles andere ist Augenwischerei. Bei der Gelegenheit möchte ich Ihnen noch
mein herzliches Beileid anläßlich des „Reformationstages“ ausprechen.
@protestant Quod erat demonstrandum – Sie poltern ja schon ganz wie Ihr Meister! Und wie persönlich Sie
gleich werden! Herrlich lutherisch! Ich vermisse nur ein paar Fäkalausdrücke. Schade, dass Sie mir nicht
persönlich begegnen wollen – das wäre ein Spass! Aber wer weiß, das ist ja ein anonymes Forum, vielleicht
führt uns unser Weg ja doch noch zusammen. Bleiben Sie locker, Mann.
Horror! Das alles ist doch in der Tat nur die angemessene Form, den „Reformationstag“ zu begehen! In Memoriam
Dr. L.! Dr. L., der das Volk zum Aufstand gegen die Herrschenden seiner Zeit aufhetzte. Der von der Kirche
verlangte: Gib uns als neue Lehre das süße, bequeme Evanglelium nach Luther, sonst gibt’s Saures. Der
Millionen von Seelen in den Abgrund riss, wo sie nun in einem Zustand darben, an dem gemessen die typischen
Halloween-Horrorkostüme geradezu engelsgleich erscheinen. Ich plädiere daher für folgendes: Man erhebe
den 31. Oktober ganz offiziell – datumsmäßig ökumenisch! – zum katholischen „Buß-, Mahn- und Gedenktag
der Glaubensspaltung während der soganannten Reformation“ und halte die Erinnerung an Dr. L. und seine
Meute durch eben die volkstümlichen Bräuche erinnerlich, die der Artikel ansonsten zu Recht beklagt.
Die katholische Umwidmung des Horrorfestes wird dadurch konkret realisiert, dass die Kinder als Dr. L.
verkleidet gehen; entsprechende Horror-Masken machen bestimmt einiges her, das verzerrte, schiefäugige
Gesicht dieses Menschen, jedenfalls nach den bekannten zeitgenössischen Darstellungen, empfand ich schon
immer als abstoßend und gruselig. Ein Umzug sollte regelmäßig an den Versammlungsstätten der protestantischen
Sekte vorbeiführen. Das ist übrigens keine überzeichnete Stellungnahme zur Diskreditierung des traditionellen
Glaubens, sondern durchaus ernst gemeint. Noch schöner wäre natürlich eine Bekehrung aller Apostaten
und Sektierer zum Glauben der Kirch…
Titus 3,10 u.a. Ich empfehle, die Provokationen von Protestant ab sofort zu ignorieren und sich nicht
auf Diskussionen einzulassen. Solch ein Gezänk ist nutzlos und vergeblich; wenn man Sektierer einmal
und ein zweites Mal erfolglos ermahnt hat, soll man sie meiden, vgl. Titus aaO…
@protestant Bekehrt ist nur, wer die ganze Lehre der Kirche gläubig annimmt. Wenn der Artikel stimmt,
trifft dies auf jenen Priester nicht zu. Er richtet in seinem Amt als Priester sogar größeren Schaden
an als früher. Das Ärgernis wiegt bekanntlich u.U. schwerer als die Sünde. Als Prostestant kennen Sie
doch die Bibel, soweit diese im Protestantismus anerkannt ist. Dort können Sie nachlesen, dass sich gerade
auch die falschen Lehrer und Propheten auf Christus berufen. Gerade von Amtsrägern geht dabei natürlich
eine besondere Gefahr aus. Der Gründer Ihrer Sekte war ja auch so einer. Bin übrigens auch Rheinländer,
konnte aber mit Büttenreden noch nie besonders viel anfangen. Seit Ihrem Outing verstehe ich besser,
warum.
@protest.@landorgan.@stimme d. V. Bei der Purifikation geht es, wie Sie nur zu gut wissen, um den Umgang
mit dem kostbaren Blut des Erlösers, nicht um „Abwasch“. Ihre Äußerungen sind daher blasphemisch. Der
vorsichtige Kurswechsel Roms in liturgischen Fragen trägt erste Früchte: Die fanatischen Anhänger der
NO Liturgie verraten zunehmend, dass es Ihnen eben doch um die Implementierung bzw. Aufrechterhaltung
einer gegen das Heilige Messopfer gerichteten Ideologie geht. Die zunehmend allergischen, bisweilen hysterischen
(Frankreich!) Reaktionen auf die derzeitigen Ansätze, der NO Messe die immer aktuelle und lebendige traditionelle
Liturgie der Kirche als Korrektiv und Maßstab zur Seite zu stellen, sprechen für (oder besser: gegen)
sich. Wenn Sie den Heiland und die Kirche wirklich lieben, werden Sie sich über kurz oder lang bekehren.
@landorganist Ihre Sorge um die Zukunft von kreuz.net ist rührend. Leider verrät Ihr Beitrag im übrigen,
dass Sie die NO Messe offenbar als notwendigen Ausdruck einer aus Ihrer Sicht löblichen Anpassung der
Kirche an die Moderne hochhalten wollen. Das ist nun wirklich entlarvend!
Tendenzberichterstattung Jedes falsche Zeugnis wider einen Nächsten – sei er Christ, Mohammedaner oder
was auch immer – ist natürlich inakzeptabel. Auch die Jünger Allahs und seines Propheten Mohammed haben
Anspruch darauf, dass über sie als Individuen und, soweit es aus Gründen der Vereinfachung unumgänglich
ist über „den Islam“ zu schreiben, wahrheitsgemäß berichtet wird. Dass es in der westlichen Öffentlichkeit
zunehmend die Tendenz gibt, Mohammed mit Gewalt und Terror in Verbindung zu bringen – und damit im Einzelfall
auch schon mal daneben zu liegen – liegt nun wirklich nicht an der Christenheit. Bedenklich stimmt mich
umgekehrt eine von mir – vielleicht durch zufällige Auswahl zu Unrecht – wahrgenommene Tendenzberichterstattung
auf kreuz.net, die m.E. zu sehr Islam-apologetisch bzw. Mohammedaner-freundlich ausfällt. Es drängt
sich der Verdacht auf, dass hier einige Verfasser eine gewisse Nähe zum Islam nicht zuletzt wegen eines
vermeintlich gemeinsamen antizionistischen Anliegens suchen. Man darf sich aber nicht mit Feinden der
Kirche verbrüdern, nur um mit Ihnen gegen andere antichristliche Kräfte zu paktieren!
@Matt Es gibt manchmal Applaus und Zustimmung, die einem eher peinlich sind. Es ist zwar an sich gut,
wenn Zwei in grundlegenden Fragen übereinzustimmen; die „Begründung“ Ihrer Zustimmung zu meinem kleinen
Einwurf zeigt aber, dass wir in wesentlichen Punkten divergieren. Ohne mich auf das manchmal fragliche
Niveau der hiesigen Beitragsstränge hinabbegeben zu wollen, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Ihre
Beiträge, sehr geehrter Matt, durchweg armselig sind – weniger wegen ihres inhaltlichen Schwachsinns,
der bei entsprechender Aufmachung wenigstens amüsant wäre, sondern weil die von Ihnen abgesonderten
Skurrilitäten nicht einmal für sich in Ansprch nehmen können, irgendwie unterhaltsam oder gar witzig
zu sein. Ich unterstelle, dass Ihnen meine Meinung zu Ihren Beiträgen total egal ist und ich Sie daher
mit meinen vorstehenden Zeilen nicht kränken oder verletzen kann; ansonsten täte mir dies natürlich
leid.
@BruderTheophil Es gab kein finsteres Mittelalter; die Gelehrten jener Epochen, die später fragwürdigerweise
als „Mittelalter“ zusamengefasst wurden, leisteten eine bis heute heilbringende Aufklärung im Glauben,
nicht zuletzt eine Harmonisierung von Vernunft und Mysterium. In den Punkten, auf die es ankommt, ist
die Jetztzeit finsterer, trotz besserer Zahnheilkunde, Handys, Parteiendemokratie u.s.w. Dem Islam fehlt
nicht Textkritik, sondern der richtige Text. Wer wie Sie argumentiert, ist der antichristlichen Propaganda
von Reformation, Aufklärung und Modernismus auf den Leim gegangen.
Angelus Der Papst hätte gestern beim Angelus eigentlich die kürzeste Ansprache seines Pontifikats halten
können, und das auch noch auf Latein: „Quod erat demonstandum!“ Wenn es nicht so tragisch wäre, könnten
die Reaktionen der Mohammmedaner auf den Papst geradzu als Monty-Python-würdiger Sketch gelten: „Wir
sollen inhuman und unfriedlich sein? Das ist eine Beleidigung! Entschuldige und unterwurf Dich, sonst
schlagen wir Dich tot!“ Der Islam, die falsche Religion der Mohammedaner, ist die schlimmste Bedrohung
der Kirche und unserer gesamten abendländischen Kultur. Jeder „Dialog“ ist ein Spiel mit dem Feuer, jedes
Nachgeben ein Schritt Richtung Abgrund. Ich bin gespannt, ob der Papst stark bleibt.
Ein großer Schritt für die Menschheit Benedikt XVI. spielt womöglich besser auf der Medienklaviatur,
als man anfangs glaubte. Erst die verdächtig an Assisi und Korankuss erinnernde Forderung nach „Respekt
vor dem, was anderen heilig ist“ (etwa auch Satanisten?), Gläubige etwas ratlos zurücklassend, und dann,
unauffällig in eine scheinbar nur wenig öffentlichkeitswirksame „Vorlesung“ verpackt, diese geschickte,
weil wunderbar provozierende Äußerung, die klarstellt, dass das verwirrende Dictum vom „Respekt“ eben
nicht Verschweigen der Wahrheit, keine Kuschelnettigkeit meint. Diese „Islamschelte“ ist mir eigentlich
zwar immer noch zu zurückhaltend, der weltweite Entrüstungssturm tut aber gut, die Feinde Gottes fühlen
sich angesprochen, und das ist gut so. Nächsten- und Feindesliebe verlangt zunächst, dass ich dem Gegenüber
die Wahrheit sage, auch wenn es weh tut. B. hat Wahrhaftigkeit in den „Dialog“ gebracht, der, wenn er
denn schon unvermeidlich ist, wenigstens ehrlich sein muss. Das war überfällig, und es adelt ihn.
Respekt Ich erlaube mir, auf meine Anmerkung vom 11.9.2006, 16:43 Uhr, zum Artikel „Stellvertreter Christi
oder Supermann?“ zu verweisen. War oder ist der offenbar türkisch-stämmige, also vermutlich mohammedanische
Täter nur im medizinischen Sinne geisteskrank?
@ansgar Ihre Antwort befriedigt mich nicht. Als Christ habe ich das natürliche Recht und die Pflicht,
den rechten Glauben zu bekennen. Dazu gehört auch, antichristliche bzw. satanische Religionen als solche
zu bezeichnen. Die Mohammedaner z.B. folgen nach dem Bekentnis fast aller Heiliger der Kirchengeschichte
und auch nach meiner bescheidenen Überzeugung einem dämonisch bessenen, verrückten Lügenpropheten;
der sog. „Islam“ ist ein teuflisches Lügengespinst, das die Seelen vom Glauben an den dreifaltigen Gott
und seine Kirche abhält. Ich nehme für mich das „Freiheitsrecht“ in Anspruch, dies zu bekunden. Der
Preis für den zugegebenermaßen wünschenswerten „Respekt“ vor der wahren Religion kann nicht darin bestehen,
auch den Antichristen zu respektieren. Wir dürfen nicht in diese Falle tappen! (Dieses gefährliche Gift
findet sich leider schon im Konzil bzw. dem aktuellen Katechismus: „Mit Hochachtung betrachten wir die
Muslime, die mit uns den einen Gott…„usw.).
Sensation! Hätte nie gedacht, einmal mit dieser Person (U.R-H.)übereinzustimmen. Aber der Aussage „Hatte
bei seiner Wahl große Hoffnungen, aber dann…“ kann man auch aus der Perspektive eines gläubigen Katholiken
durchaus zustimmen. Seit dem Amtsantritt durchleiden wir doch ein kalt-heißes Wechselbad. Nehmen wir
z.B. aus aktuellem Anlaß die Predigt in München (gewählter Veranstaltungsort: „Neue Messe“): Anrührend,
mitreißend, scheinbar tief gläubig – und dann, ganz am Schluss, wird auf einmal „Respekt, Ehrfurcht“
vor anderen Religionen gefordert – nicht etwa vor den Menschen, die das Unglück haben, einer falschen
Religion anzuhangen, sonden vor den Religionen selbst! Kein Wort dieses brillanten Denkers dürfte zufällig
gewählt sein. Was bitte soll man von so etwas halten? Vielleicht sollte Frau U.R.-H. noch einmal darüber
nachdenken, ob dieser Papst aus ihrer Sicht wirklich eine so große Enttäuschung ist…
@santa rita Danke für Ihren Versuch, meine eingangs gestellte Frage zu beantworten. Ich bin mir nicht
sicher, ob ich Sie mich verstanden haben. Ich „glaube“ mitnichten an die Evolution. Ich unterscheide zwischen
Glaubensfragen (Schöpfung) und Beobachtung der materiellen Welt (Naturwissenschaft). Die Schöpfung kann
durchaus eien Abfolge von Arten umfassen, die wir zeitgebundene Beobachter als „Evolution“ beschreiben,
so wie ein Buch aufeinander folgende Seiten hat, die man nach einander liest, obwohl das Buch doch „eine
Schöpfung“ seines Autors ist. Ich verstehe nicht, was daran ketzerisch sein soll.
Thesen Ich stelle zur Diskussion: Die Frage: „Wer hat Recht: Moses oder die Bibel?“ ist falsch gestellt.
Dies folgt einleuchtend aus folgenden, m.E. für jedermann einsichtigen Befunden: 1. Der biblische Schöpfungsbericht
will erkennbar nicht im modern-naturwissenschaftlichen Sinne materielle Abläufe beschreiben, sondern
bestimmte theologische und anthropologische Wahrheiten offenbaren. Dies folgt -nicht erst für den modernen
Leser – offen erkennbar schon aus dem Text selbst, der „Widersprüche“ (z.B. zwischen dem ersten und dem
zweiten Schöpfungsbericht) enthält. Die Erkenntnis der Gleichnishaftigkeit dieser Offenbarungen des
AT folgt einleuchtend nicht zuletzt aus der Lesart dieser Texte im Lichte des NT, denn zur dortigen abschließenden
Selbstoffenbarung Gottes gehört ja gerade, das Gott (Christus, Logos) zu uns in Gleichnissen spricht,
so dann ja wohl schon bei früheren Offenbarungen. 2. Umgekehrt: Die modernen Naturwissenschaften wollen
und können zu der Frage, ob hinter den mit „Evolution“ zusammengefassten, beobbachtbaren Abläufen ein
Schöpfergott steht, gar keine Antwort – weder bejahend noch verneindend – geben, da es sich hierbei nicht
um eine naturwissenschaftliche Frage handelt. Jeder Naturforscher, der unter Überschreitung seines Aufgabengebietes
behauptet, er könne Gott auschließen, wiederholt letztlich den zu Recht verurteilten Fehler Galileis.
Bin ich mit diesen Thesen aus Sicht der hier versammelten Tradis ein Ketzer? Bitte ehrliche Antwort!
@Dr. Enderfers Danke für die treffend ausgewählten architektonischen Beispiele. Die abgebildeten Objekte
spiegeln anschaulich gewisse Zustände wider. Theologisch: Architektur der Glaubenskrise; ästhetisch:
typische Auswüchse des schlechten Geschmacks unserer Zeit, der im günstigsten Fall gerade einmal für
eine phantasielose Reduzierung auf primitives Bauklotzdesign gut ist. Ich sehe nichts, was man „respektieren …
muss“. Wenn heutigen Architekten wirklich nichts Besseres einfällt, dann doch lieber Anlehnung an Bewährtes.
Das ist kein Ausdruck von Angst, sondern Erkenntnis der eigenen Grenzen. Auch die alten Meister standen
immer auf den Schultern ihrer Vorgänger. Das Abstoßende Ihrer Beispiele hängt nicht zuletzt mit dem
sichtbar gewollten, extra dick aufgetragenen Traditionsbruch zusammen.
muslimischen Kirchen? Hoffentlich nicht der freud’sche Verschreiber eines Redakteurs, der sich den Mohammedaner
allzu nah fühlt, nur weil sie mit den Zionisten hadern…
@Bernardin Warum endet bei Ihnen eigentlich fast jeder Satz mit einem Ausrufezeichen? Das liest sich ja
fast wie die Titelseite der Bild-Zeitung! JETZT!!! EXTREM !!!!! JETZT EXTREM SCHALOM !!!!!!!
@Bernardin Nach Ihrer letzten Zuschrift möchte ich es noch deutlicher sagen: Sie erwecken den Eindruck,
als ob Sie selbst ganz schön auf andere herabblicken. Ich kann aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen
im katholischen Milieu leider nicht ausschließen, dass es sich hierbei um eine für „Taizé“ bzw. die
dort versammelten selbstgerechten, linken, intoleranten, gitarrenspielenden, selbstreflexiv religiösen
Öko-Wollsocken-Spießer, zu denen Sie sich sicher nicht zählen, typische Grundhaltung handelt. Auch
ich bin natürlich auch nur ein armer Sünder, aber das musste ich einfach mal loswerden.
@Luther und @Bernardin Luther – habe ich Sie richtig verstanden? Sie selbst sind durch Taizé zur Kirche
konvertiert? Und treten danach unter dem täuschenden Decknamen „Luther“ auf? Ich muss gestehen, meine
Verwirrung ist komplett. Sie, Bernardin, bleiben sich wenigstens treu. Jetzt bezeichnen Sie diejenigen,
die Sie offenbar als „die anderen“ betrachten, auch noch als übertünchte Gräber und als Natterngezücht!
Ich lag mit meiner Sorge über Ihr mutmaßliches alltägliches Dankgebet also offenbar richtig. Das tut
mir leid für Sie.
Pharisäer …ach ja, noch was, Luther: Die ehrwürdige Haltung beim Empfang des Allerheiligsten ist in
der Tat gerade diejenige des bekennenden Sünders, der wiederholt um Erbarmen fleht, sich auf die Brust
schlägt und auf die Knie fällt, ganz wie einer einer echten Messe. Das ist die Grundhaltung des Zöllners.
Die anmaßende, fordernde, selbstbewußte stehende Haltung hingegen ist die des Pharisäers, der mit sich
selbst im Reinen ist und sich daher einbildet, gottgefällig zu sein. Das ist die Haltung des modernen
„Christen“; man trifft diese etwa in Gestalt von teutsche Hymnen schmetternden, aufrechten Protestanten,
die verächtlich auf sündige, komplexbeladene Katholen herabschauen, die allen Ernstes glauben, man müsse
„Sünden“ bereuen und abbüßen, obwohl doch in Wahrheit jedermann durch einen selbstbestimmten Glauben
an die eigene Erlösung längst erlöst ist, also im Prinzip einen Freibrief hat, solange er nur glaubt,
er sei ja ohnehin erlöst. Der Vollständigkeit halber: Natürlich gibt es die gefährliche Pharisäerpose
auch im Bereich der Kirche und Tradition, dort schmerzt sie besonders. Aber auch Sie, Luther, sollten
nie mit der Suche nach dem Balken im eigenen Auge aufhören.
Teuflisches Verwirrspiel Zugegeben, die erbärmlichen Kommentare all der fertigen Dummköpfe hier erreichen
bei weitem nicht das lucide und differenzierte Niveau der Anmerkungen Bernardins, der vermutlich dem Herrn
aufrichtig dafür dankt, dass er nicht so ist wie jene. Eines aber zeigt die Diskussion: Der gesamte Vorgang
steigert eigentlich nur die allgemeine Verwirrung; sogar Luther verwahrt sich gegen sedivakantistische
Argumente – läßt sich das Chaos noch steigern? Dieser Scherbenhaufen ist entweder das Resultat beschämenden
menschlichen Versagens oder eines teuflisch schlauen Verwirrspiels (in Kombination mit ersterem). Eine
ehrlich gemeinte, rein empirische Frage: Ist eigentlich irgendein Fall einer Konversion zur Kirche in
oder durch Taizé bekannt geworden (analog etwa dem Fall des schwedischen Pastors, über den jüngst berichtet
wurde)?
@deusexmachina Ihre Auffassung, die ggf. erforderliche Entweihung sei als Argument contra Veräußerung
unerheblich, lässt die öffentliche Wirkung solcher Schritte unberücksichtigt. Jedes Aufgeben eines
Kirchengebäudes, um den bis dahin „heiligen Ort“, der Konkurrenz zu überlassen, transportiert die Botschaft:
Die Kirche wird verdrängt, die andere Seite hat mehr Geld und Zulauf, kann der Kirche etwas wegnehmen,
was ihr bis dahin lieb und teuer war. Jede entweihte Kirche, insbesondere bei Überlassung als Kultstätte
an falsche Religionen, wird daher – zumindest unterschwellig – von vielen als kleiner Triumph der Gegenseite
wahrgenommen. Das verstärkt schleichend das latente Klima der Bestärkung Un- und der Verunsicherung
Rechtgläubiger. Vielleicht versucht man, diesen Aspekt mit falscher Ökumene zuzukleistern, was natürlich
ebenfalls verheerend wirkt. Die Aufrechterhaltung des katholischen Kults zumindest in älteren, traditionsreichen,
besonders schönen Kirchengebäuden, ist eine wichtige Aufgabe, die nicht leichthin mit cooler, intellektueller
Überheblichkeit à la „man kann ja ohne weiteres neue heilige Orte produzieren“ beiseite geschoben werden
darf. Liegt kein Fall absoluter Notwendigkeit vor, ist die Entweihung zu vermeiden. Ich kann der Berichterstattung
über den „Fall“ St. Afra nicht entnehmen, dass die Schwestern eine absolute Notwendigkeit für ihr Vorgehen
in Anspruch genommen hätten.
@ DDL Ich kann nur hoffen, dass Ihre erschütternde Auffassung nicht representativ für die Einstellung
der hier betroffenen Schwestern ist. Ich hoffe ferner, Ihre Formulierungen sind nur missverständlich.
Ich erlaube mir daher folgende Verständnisfragen: Meinen Sie wirklich, es gebe keinen Mangel an heiligen
Orten? Was meinen Sie, wenn Sie schreiben, solche Orte ließen sich beliebig reproduzieren? Wieso ist
der offenkundig gerade nicht bürgerlich-rechtlich gemeinte Verweis auf die vorzugswürdige Nutzung einer
geweihten Kirche für Zwecke katholischen Gottesdienstes aus Ihrer Sicht ein „juristischer Winkelzug“?
Wie kann man Spendenaufkommen „planen“? Ist ein Institut päpstlichen Rechts, das sich in seiner Aufbauphase
befindet und von Spenden abhängt, wirklich naiv, wenn es – nach Eintritt nicht vorhergesehener Schwierigkeiten –
hofft, dass es mit einem katholischen Orden eine andere Art der Auseinandersetzung geben sollte als zwischen
beliebigen sonstigen Parteien bürgerlichen Rechts? Zumindest in letzterem Punkt könnte es allerdings
sein, dass Ihre Einschätzung realistisch ist. Schade.
@gunsenum Gerade Ihr Vergleich illustriert anschaulich, weshalb das Verhalten der Schwestern aus katholischer
Sicht befremden muss: Erstens: Es geht eben nicht um eine beliebige Mietwohnung, sondern um einen heiligen
Ort, der bei Auslieferung an eine außerkirchliche Organisation entweiht werden müsste. Sollte das im
Verhältnis zwischen dem Orden und dem Institut wirklich keine Rolle spielen? Zweitens: Es geht auch nicht
darum, einen Mietvertrag trotz Zahlungsschwierigkeiten des Mieters weiterlaufen zu lassen. Denn soweit
es nur um monatliche „Mietzahlungen“ geht, ist das Institut ja offenbar durchaus zahlungsfähig. Jedenfalls
nach den Angaben auf der Homepage ist längst mehr als genug Geld vorhanden, um etwa noch ausstehende
monatliche „Mietzahlungen“ für die bisherige Nutzungsdauer und für die mittelfristige Zukunft zu gewährleisten.
Drittens: Im Kern geht es nicht um einen Mietvertrag, sondern um einen Kaufvertrag. Dieser sah offenbar
von Anfang an eine Ratenzahlung vor. Verhandelt werden müsste also nur eine Anpassung der ohnehin im
Prinzip vereinbarten Raten, die man anfänglich vielleicht etwas zu optimistisch angesetzt hat, die aber
offenkundig überhaupt nur vereinbart wurden, weil der Orden genau wusste, dass das Institut auf Spenden
angewiesen war, das Geld also nicht auf einen Schlag parat hatte. In dieser Situation sollte über eine
Vertragsanpassung doch wohl zumindest verhandelt werden können!
Fragen… Verstehe den Betrugsvorwurf nicht. Es war doch klar, dass die Zahlungsfähigkeit des Instituts
von Spenden abhängen würde. Wo ist die Täuschung? Und noch etwas kann man kaum fassen: Viele Christen
haben unter großen Opfern für diese segensreiche Einrichtung gespendet. Und die ehrwürdigen Schwestern
können nicht einmal ihre Forderung stunden, um dem Institut zu helfen?