Freitag, 15. September 2006 19:00
Lesername: Montfalcone
Beiträge: 202
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Donnerstag, 26. Juli 2007 10:09
Montfalcone: Kügler eignet sich für kreuz.net-Kritik
nun aber wirklich. Ein gnadenloser Selbstpromotor; jemand, der dicht am wissenschaftlich-institutionellen Erfolg ist und der auch schöne professionelle Ämter innehat, der aber weiß, daß er es intellektuell allein nicht schaffen wird, dahin zu kommen, wo er hin will – und so wird eben eine abgesunkene Ranke-Heinemann-Nummer gespielt, eine Art Küng für das Mental-Prekariat der post-Golf-Generation, und so profiliert man sich mit wirklich übelsten Witzeleien und Hetzereien auf Kosten der Kirche. Dabei kann man bei Kügler getrost davon ausgehen, daß er den ganzen verzapften Kram nicht unbedingt selbst glaubt, aber es ist halt pressewirksam…

Fast noch interessanter als sein pseudomodernistisches Billiggeschwafel über die Frauenordination finde ich andere seiner Machwerkchen. Ein Besuch seiner Heimatseite lohnt sich. Dort findet sich eine Rubrik „Querschläge“, die wie folgt beschrieben wird: „W A R N U N G ! W A R N U N G ! W A R N U N G ! Wenn Sie diesem Link folgen, sind Sie wirklich selber schuld! Für eventuell zugezogene Seelenschäden kann keinerlei Haftung übernommen werden!“ (http://www.joachim-kuegler.de/5.html) Das mag witzig gemeint sein; wenn man aber auch nur ironisierend annimmt, daß dem so sein könnte, weiß man als Inhaber des Lehrstuhls (!) für Kath. Theologie (!) I (!) der Uni Bayreuth (!) doch wohl, was und warum man das tut. Diese Querschläge sind übrigens hochinteressant…
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Montag, 23. Juli 2007 23:20
Montfalcone: @ Benedikt: Nicht unbedingt!
Genau deswegen befinden wir uns ja – langfristig gesehen – auf dem Weg in die wieder realisierte una sancta, und die liegt in der Kirche. [mehr…]
Montag, 23. Juli 2007 21:03
Montfalcone: @ Kurt
Nicht nur, aber sicher auch… da haben Sie sicher recht. [mehr…]
Montag, 23. Juli 2007 18:07
Das wird behauptet. Stimmt es aber? Und wie lange ließe sich da aushalten? Kosten sind immereine Frage der Priorität, nichts weiter… Außerdem stellt sich dann die Frage: Wenn die Kirche (zeitweise) leer bleibt, warum? Was kann man da machen? Es erschiene mir sinnvoller, in diese Richtung weiterzudenken… [mehr…]
Montag, 23. Juli 2007 17:24
Montfalcone: @ Pius XII
Ich verstehe schon, was Sie re Souveränität sagen wollen, ich sage nur, daß das keine sinnvolle Fassung des Problems ist, noch die Schmitts. Sie haben sicherlich recht mit der Abgrenzung der Massenvergewaltigungen vom Holocaust, aber mir geht es ausschließlich um Ihre Position zu jenen.

Im Übrigen nehme ich an, daß Sie mit der Doppelantwort nur Aufwand sparen wollten; ansonsten distanziere ich mich ausdrücklich von dem hiesigen peinlichen Geschwafel der Holocaustverharmloser (wenn auch nicht -leugner), die schrecklicherweise nicht nur aus dem sedisvakanzlerischen Psychosumpf, sondern auch aus (pseudo-)traditionellen Ecken kommen. Mit Katholizität hat das alles nichts, aber auch gar nichts zu tun – es gibt aber in der Tat zu denken, diese Fratze zu sehen…
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Montag, 23. Juli 2007 16:52
Montfalcone: @Pius XII
Souveränität ist – vereinfacht – die absolute, von niemandem kontrollierte Entscheidungsbefugnis. Der Begriff wird v.a. in der Staatslehre benutzt. Die Entscheidung der Nazis, die Juden zu töten, erfolgte souverän. Die einzelnen Abtreibungsentscheidungen erfolgen nicht durch den Staat, sondern eben durch das im Privaten souverände Individuum – darauf baut der Vorwurf auf.
Ah ja. Und wie meinen Sie das nun mit dem speziell Schmittschen Souveränitätsbegriff?

Einen zentr. Vergewaltigungsbefehl Stalins gab es nicht.
Das hat auch niemand behauptet. Koordinierte und koordinierende Befehle und Aufforderungen in recht großem Stil hingegen schon. Es kann in keinem Fall von individueller Brünstigkeit die Rede sein; das verharmlost diese Ereignisse in ganz und gar unzulässiger Weise und verschiebt die Schuld.
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Montag, 23. Juli 2007 16:35
Montfalcone: @ Kurt:
Einfachste Maßnahme also: Nicht aufgeben. Niemals. [mehr…]
Montag, 23. Juli 2007 16:34
Montfalcone: @Pius XII;
U.a. im Gegensatz zu den Vergewaltigungsorgien der Roten Armee bei Kriegsende, die eher der subjektiven Brünstigkeit denn einem durchgeplanten und gezielten System folgten.
Eher? Jedenfalls wird diese Perspektive eigentlich nicht mehr vertreten; „Orgien“ ist auch der falsche Ausdruck. Das war geplant und intendiert, die Quellen sind vorhanden und ediert.

Übrigens interessiert mich wirklich (auch als Schmitt-Schüler), wie Sie das in diesem Zusammenhang mit der Souveränität meinen.
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Montag, 23. Juli 2007 16:31
Montfalcone: „Verlassene Altäre werden von Dämonen bewohnt“. (Ernst Jünger)
Darüber sollte man einmal nachdenken… abgesehen von aller kunstgeschichtlichen und städtebaulichen Barbarei. [mehr…]
Montag, 23. Juli 2007 10:45
Montfalcone: Was ist denn, bitte, eine objektive Kritik?
Ich sehe an der Kritik hier nichts, was illegitim wäre. Hürlimann als Lokalautor zu bezeichnen, ist eine nette Spitze, und ich gehe mit dem Rezensenten d’accord, daß Übersetzung und Inszenierung das Werk irrelevant und nicht relevant machen, wie das in der Tat bei krampfhafter Rennerei dem Zeitgeist hinterher üblicherweise der Rall ist. Nichts ist so abgestanden, staubtrocken und klischeehaft wie altmodernes Regietheater. Und gerade auf kreuz.net muß es schon erlaubt sein, auch auf die religiöse Dimension des Werkes hinzuweisen, das ja doch fast schon existenzialistische Züge aufweist und mit seiner abrupten, radikalen Konfrontation des Zuschauers mit seiner Endlichkeit diesen ganz direkt erreichen kann, gerade auch in der – nicht kongenialen und auch nicht immer ganz textdichten, aber doch ganz ausgezeichneten – Eichendorff-Übertragung. Wer braucht da irgendeine billige Verheutigung? Man kann nichts mitnehmen, außer einer einzigen Sache… eine wunderbare Botschaft eines herrlichen Spiels. [mehr…]
Montag, 23. Juli 2007 07:46
Montfalcone: @wickerl: was gefällt Ihnen nicht so ganz?
Ob es so gut war den Werbungen Kaiser Friedrichs zu widerstehen, sie hätte auf ihn Einfluss nehmen können als Kaiserin
St. Elisabeth war eine im besten Sinne radikale Heilige mit ganz besonderer Betonung der Caritas; die weltliche Macht hat sie schon vorher immer bewußt abgelehnt, und als Kaiserin kann man sie sich nur schlecht vorstellen. Zu Kaiser Friedrich II hätte sie religiös auch kaum gepaßt. Eine Theophanu (die übrigens eine große europäische Heilige werden könnte) wäre sie sicher nicht geworden, auch wenn ihre Tochter Sophie von Brabant eine grandiose und bis heute wirkungsmächtige Machtpolitikerin geworden ist.

was hat sie mit ihren 4 Kindern gemacht, sich überhaupt nicht um die Halbwaisen gekümmert?
Es waren drei Kinder, und sie hat sich für ihre Zeit und ihren Stand sogar sehr um sie gekümmert. Den damaligen Gegebenheiten gemäß sind sie dann jeweils auf ihren Wegen weitergegangen, teilweise nach unserem Verständnis sehr früh, aber so war ja auch das Leben der verehrungswürdigen Heiligen – wie auch die unglückliche Überschrift dieses Artikels betont.

Ich erwähne hier noch zwei Aspekte: erstens die überaus positive Zeugenschaft der Kinder der Heiligen nach deren Tode, die für die Zeit sehr ungewöhnlich sind und belegen, daß hier sowohl von gelebter Mutterliebe als auch dem Durchscheinen der Heiligkeit gesprochen werden kann, den ‘selbst’ die noch kleinen eigenen Kinder wahrnahmen, und zweitens (folgt in einem späteren posting)
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Sonntag, 22. Juli 2007 19:00
Montfalcone: Um einmal wieder auf St. Elisabeth zurückzukommen,
würde ich doch gerne die Feliceschen Bemerkungen zur Heiligen und ihrem Verhältnis zu Konrad von Marburg zurückweisen, der in der Tat später auch ein bedeutender Ketzerverfolger war, u.a. wäre es ohne ihn wohl kaum gegen den Kreuzzug gegen die Stedinger gekommen. Jedenfalls geht der entsprechende Eintrag auf ältere Populärliteratur zurück; selbst die heutige protestantische und weitestgehend auch psychologische und psychoanalytische Literatur geht nicht mehr von derartig skurrilen Szenarien aus, die wohl eher der Befriedigung eigener Gedanken dienen. Der frühe Tod der Heiligen kann wohl ohne Zweifel auf ihr aufopferungsvolles Leben für die Armen und Kranken, besonders die Leprakranken, zurückgeführt werden. Wie kürzlich von Margret Lemberg (die Protestantin und eher ‘links’ einzuordnen ist) anhand der Quellen wissenschaftlich nachgewiesen wurde, hat St. Elisabeth keineswegs ihre Kinder weggegeben (oder weggenommen bekommen); sie war mit ihnen gerade in ihrer Exilszeit (zwischen Wart- und Marburg) sehr viel länger und öfter zusammen, als das in hochaeligen Kreisen der Zeit üblich war. Die verehrungswürdige Heilige trägt alle ihre drei Kronen zu Recht. [mehr…]
Sonntag, 22. Juli 2007 06:29
Montfalcone: Tammox: Bösartigkeit
vermuteten Sie doch schon Anfang an (nicht nur) in diesem thread?

Jedenfalls sollten Sie eine etwas kohäsivere Argumentation vorlegen, wenn Sie derartig austeilen wollen. Zwei zentrale Probleme Ihrer Argumentation sehe ich u.a. hier:

I) Sie preisen den tibetanischen Buddhismus (der übrigens etwa 1400 Jahre alt ist; Kirche geht ebenso übrigens nicht auf die Geburt des Herrn, sondern die Schöpfung der Welt zurück) als machtvolle, moderne „sympathischere Alternative“ zur Kirche, aber anscheinend glauben auch Sie nicht, daß er die US-Amerikaner von den Evangelikalen wegbringen könnte. Letzteres ist auch richtig, denn der Buddhismus im ‘Westen’ ist und bleibt eine Modereligion für Studienrätinnen, Werbetexter und Schauspieler.

II) Sie vertreten, wenn ich das recht sehe, für die Kirche einen zeitgeistorientierten reformistischen Modernismus. Aber dieser ist doch genau das, was zwischen die Seelen und die Kirche kam, währenddessen ganz empirisch und unbezweifelbar es doch gerade konservative (im besten Sinne auch ‘reaktionäre’) Bewegungen strenger Observanz innerhalb der Kirche sind, die sich großen Zulaufs erfreuen, in den USA ebenso wie hier; man denke nur ans Werk.

Ihnen ein gesegnetes Fest der Hl. Maria aus Magdala!
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Sonntag, 22. Juli 2007 06:04
Montfalcone: @Jasmina
In der Tat! Und da versuchen hier einige, den Ausdruck „entgottet“ zu ironisieren.

Heilige Elisabeth, bitte für uns!
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Samstag, 21. Juli 2007 15:15
Montfalcone: @Tammox:
Mit Verlaub, das Kinderschänderthema ist das Ihrige (und Sie nehmen sich ihm ja sehr detailfreudig an), und ich bin darauf auch gar nicht eingegangen. In diesem Thema ging es um den Dalai Lama, den Sie mit dem Hl. Vater bzw. seine Religion mit dem Katholizismus verglichen. Wir kamen so auf Mitgliederzahlen und Konversionen, und ich sagte und sage, daß es eben nicht Ex-Katholíken sind, aus denen sich die „US-Evangelikalen“ rekrutieren – Ihre Argumentation aufgreifend, könnte man sagen, trotz der Skandale (also muß nach Ihrer Argumentation ja ‘was dran sein’, oder?). Ich darf aber noch bemerken, daß der Katholizismus weltweit zunimmt, nicht abnimmt (Statistiken gibt es bis 2005), wobei er relativ evtl. weniger zunimmt als einige wenige andere Denominationen oder Religionen, aber die Gründe hierfür könnten wie gesagt mehr für den rechten Glauben sprechen als gegen ihn. [mehr…]
Samstag, 21. Juli 2007 14:44
Montfalcone: @Tammox: Empirie
Ich sage: Die Neu-„US-Evangelikalen“ rekrutieren sich (so gut wie) nicht aus übergelaufenen Ex-Katholiken. Sie bestreiten das, indem Sie Probleme der Kirche in den USA auflisten. Das ist aber kein Argument gegen das, was ich sage. Da müßten schon Zahlen und Fakten her, die den von Ihnen behaupteten Strom dokumentierten; jene gibt es aber nicht, weil dieser nicht existiert. [mehr…]
Samstag, 21. Juli 2007 14:25
Montfalcone: @Tammox
Das Argument „Exotik“ zieht nicht, wenn man das weltweit betrachtet – Das Schrumpfen der katholischen Kirche ist ja kein deutsches Phänomen, sondern überall der Fall.
Das Argument „Exotik“ beziehe ich auf die hochindustrialisierten Länder des ‘Westens’, in denen der Dalai Lama nun mal besonders viele Anhänger hat, und auch dort nur in bestimmten Kreisen – ein wenig so wie der ‘Hollywood-Buddhismus’ in den USA.

Und wenn Sie die US-Evangelikalen betrachten, (denen ich NICHT nahe stehe), stellen Sie fest, daß die nun wirklich nicht „die bequemen“ Botschaften vermitteln – im Gegenteil.
Nun, wenn Sie dieses Argument vertreten – und das wird in der innerkatholischen Diskussion auch in den USA ja durchaus bemerkt –, so hieße das doch, daß der Katholizismus wieder strenger werden muß, verbindlicher, weniger beliebig und McDonald’s-haft – also genau in die Richtung, die der Hl. Vater vorgibt (…oder auch der Hl. Josemaría). Jedenfalls: Die „US-Evangelikalen“ rekrutieren sich kaum aus abgefallenen Katholiken…
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Samstag, 21. Juli 2007 13:57
Montfalcone: @ Dr. Heger: St. Elisabeth und ihr Gemahl
3. Die bekannteste Legende der hl. Elisabeth, das Rosenwunder, erweckt den Eindruck, unhistorisch zu sein. Sie ist nicht in Übereinstimmung mit dem herzlichen Einvernehmen der beiden Ehegatten und zeichnet ein offensichtlich falsches Bild des Landgrafen Hermann
Nicht nur diese, sondern auch andere Legenden zu St. Elisabeth, die ein ähnliches Bild zeichnen, zumal die noch deutlichere des Wunders, daß die Heilige einen Leprakranken in ihr Ehebett legte, da sonst für ihn kein Unterkommen war, und als sie dessen angeklagt wurde, man dort den Gekreuzigten bzw. den Hl. Leichnam, fand (Parallele zur Martinslegende usw.), gehen in diese Richtung, viz. dem Landgrafen zwar große Zuneigung seiner Frau gegenüber, aber eine gewisse Kritik an ihrer in seinen Augen exzessiven Caritas zu attestieren, verständlicherweise. (Diese war ja in ihrer ausgeprägten Form nicht immer da, wie fast stets bei Heiligen, sondern hat sich entwickelt.) Diese Kritik kommt nach allen Legenden und Berichten (a) von der Landgräfin-Mutter, die generell als Elisabeth-kritisch dargestellt wird und ihren Sohn entscheidend prägte, und (b) geht die Geschichte immer so, daß der Landgraf durch das Wunder seine etwas reservierte Haltung ändert. In der Bettlegende sagt er: „Solche Gäste darfst Du mir immer ins Ehebett legen!“ (Eine schöne, sehr zeitnahe Darstellung des Bettwunders mit Spruchbändern und allen Beteiligten einschl. der Schwiegermutter ist das Fresko über dem Elisabethaltar in der Marburger Elisabethkirche.)
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Samstag, 21. Juli 2007 13:43
Montfalcone: @Tammox:
Wo schimpfe und hetze ich denn? Und wo ist mein Niveau niedrig? Ich sage drei Dinge:

1. Der Dalai Lama ist in Deutschland auch so attraktiv für ein bestimmtes Publikum, weil er so exotisch wirkt.

2. Popularität ist grundsätzlich kein Qualitätsbeweis, aber in religiösen Fragen schon gar nicht.

3. Der Dalai Lama residiert nicht deswegen nicht in einem Palast, weil er nicht will, sondern weil er nicht kann/darf. (Nebenbei: Die wirklich vom Hl. Vater für sich selbst benutzen Räume unterscheiden sich nicht sehr von denen des Dalai Lama.)

Das muß schon noch erlaubt sein.

Übrigens stimmt der Dalai Lama meinen obigen Punkten, zumindest 1. und 2., explizit zu. Er hat mal einem konversionswilligen Deutschen gesagt, er solle erst einmal seine eigene Religion kennenlernen, ehe er er mit einer anderen [exotischen, M.] versuchen solle.

Es ist doch interessant: Die gleichen Leute, die auf dem Rosenkranz, der Hl. Messe usw. herumhacken ob ihrer angeblichen Monotonie, haben kein Problem, stundenlang „O Kleinod im Lotos“ zu intonieren… die Gebetsmühle im Wortsinne.
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Samstag, 21. Juli 2007 13:10
Montfalcone: no-brainers à la Tammox
Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso es wohl soweit gekommen ist, daß selbst in Deutschland (laut neuesten Umfragen) der Dalai Lama beliebter ist als Ratzinger?
Weil der Dalai Lama so schön unproblematische und unverbindliche Wohlfühlregeln aufzustellen scheint (scheint!), im Gegensatz zum Hl. Vater?

Dabei hat Deutschland als europäisches land ja nun nicht gerade die typisch buddhistische Geschichte!
Eben drum – profitiert er vom Exotismus?

Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso der Dalai Lama mit einer ausgeprägten Bescheidenheit und Genügsamkeit auffällt, während der Papst in dem größten und pompösesten Palast der Welt regiert?
Weil der Dalai Lama von den chinesischen Kommunisten aus seinem riesigen Palast vertrieben wurde?
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Samstag, 21. Juli 2007 12:37
Montfalcone: St. Elisabeth ist nicht vergessen,
auch nicht in ihrer Wahlheimat, mag man damit nun Deutschland, Thüringen oder Hessen bezeichnen. In der Tat gibt es, wie ja auch angeführt wird, zahlreiche Veranstaltungen. Hierbei sind übrigens die zahlreichen protestantischen Elisabeth-events interessant; wieder einmal wird bei den Heiligen genassauert, die trendy sind und in den Stil der Zeit passen (allerdings schloß schon Luther sie bereits in seine berühmte Liste der seines Erachtens nach „echten“ nachbiblischen Heiligen ein). Daß St. Elisabeth kaum diese Art Wallfahrtstourismus gutgeheißen hätte, ist aber wohl klar; sie war radikal im eigentlichen Sinne, gerade so wie ihr (schon in Mittelalter so verstandenes) männliches Pendant, der Heilige Franz v. Assisi. Jedenfalls ist sie sicher eine ideale Schutzpatronin für Deutschland, heute mehr denn je. Und auch wenn der Elisabeth-Rummel doch kurios ist und an der Heiligen völlig vorbeiführt: Das Gedenken mag für manchen eine Bresche schlagen ins entgottete Leben; mag ihn dazu anhalten, zu reflektieren, wie es um sein armes Leben bestellt ist und was wirklich zählt. Die Heilige Elisabeth – Fürstin, Dienerin, Heilige – mit ihren drei Kronen ist hierfür besonders geeignet, gerade durch ihre Schönheit in jeder Hinsicht. Insofern ist fast jede Elisabethzelebration zu begrüßen – fast jede; das elende Eisenacher Musical muß m.E. ebenso wenig sein wie die Elisabeththorte. [mehr…]
Donnerstag, 19. Juli 2007 21:52
Montfalcone: Vielen Dank, MC, ich…
… kann das so einordnen. (Ich habe selbst über Maschke und seine Wandlung auch zum ersten Mal im Wohnzimmer in Plettenberg-Pasel gehört.) Ich denke, danach ist Maschke leider übers Ziel hinausgeschossen und nicht dort stehengeblieben, wo es wünschenswert gewesen wäre – und an einem Ort gelandet, der dem früheren quasi spiegelbildlich entspricht, leider. Über JDC und die Akademie-Ausgabe sind wir uns jedenfalls einig. Die Verwendung der Zitate von dort durch Erik R. von Kuehnelt-Leddihn in seinem Demokatie-Büchlein kennen Sie sicher? Sie hat viele Leser zu diesem doch leider etwas entlegenen Werk hingeführt (und ist auch sonst sehr zu empfehlen). [mehr…]
Donnerstag, 19. Juli 2007 20:14
Montfalcone: @MC re Maschke
Was wäre denn die „ganz, ganz“ andere Seite zu der Maschkes aus der Periode der (in der Tat doch recht guten) Donoso Cortés-Ausgabe? Das würde mich wirklich interessieren. Schmitt nicht, wenn ich Ihr vorletztes posting richtig interpretiere. Die „Kommune Wien“ / Kuba / 68? Das wäre für mich höchstens die „ganz“ andere Seite. [mehr…]
Donnerstag, 19. Juli 2007 18:00
Montfalcone: Daß Kleidung wichtig ist, und auch eine Form der Kommunikation,
wissen wir ja wohl – und Kleidung ist auch so immer Kommunikation, daß sie auch, wenn sie nicht als solche gemeint ist, diese darstellt (analog Aristoteles zum Thema Philosophieren). Heideggers Marburger Anzug war ebenso eine Aussage wie sein Heraklitseminar. Im Fall von Dr. Berger (wo soll er den zweiten Dr. herhaben? polnische Habilitationen führen in Deutschland nicht zum Dr.sc. o.ä.)

„Berger hingegen beweist eine für einen geistig Konservativen erstaunliche Peppigkeit. Er pflegt nicht die zeitlose Eleganz, sondern ist very trendy. Ist er nicht auch aktuell ganz Ratzinger-papalistisch?“

Es fragt sich natürlich, wer welches Bild wo lanciert. Jeans bei 40jährigen auf Bildern sind aber sicherlich ein statement, kein Zufall. Das würde ich aber für unschädlich halten, außer, man wäre so „peppig“, solch ein Bild auf eine Thomas- oder sogar Rahner-Ausgabe zu pappen. Very trendy ist es sicher nicht, eher alt-68er. Der letzte Satz soll was bitte heißen? Dämlich ist er in jedem Falle, selbst wenn er ironisch gemeint ist.
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Donnerstag, 19. Juli 2007 14:26
Montfalcone: @ Tridentinus:
Nun ja, Neokonservatismus bezeichnet gängig zunächst eine spezifische politische Haltung, die von ehemaligen Linken besonders in den USA eingenommen wird, nachdem sie durch die Realität des Sozialismus usw. eines Besseren belehrt wurden – im Gegensatz zu den (oft monarchistischen, katholischen, südstaatlichen o.ä.) „Paläokonservativen“ (was aber ein späterer Ausdruck ist). Natürlich wird er oft übertragen angewandt, in den USA zumal auf nur sehr indirekt dem NK verbundene Politiker oder Strömungen (G.W. Bush etwa).

Ich beziehe mich re Dr. Berger ausschließlich auf seine veröffentlichten Schriften, und zwar Glossen usw., nicht wiss. Arbeiten. Er mag ja auch sehr seriös sein, und er hat sicher sehr sympathische und auch gelehrte Züge; ich sage nur ganz modest, daß es in den Augen von deutschen Berufungskommissionen gute Gründe gibt (besonders in der jetztigen Situation), ihn nicht auf einen Lehrstuhl zu berufen.
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Donnerstag, 19. Juli 2007 14:07
Montfalcone: @Tridentinus:
Die Skurrilität Lindemanns läßt Dr. Berger seriöser aussehen, als er ist (auch der Kontext von kreuz.net natürlich). Eine Lubliner Habilitation kann man ernst nehmen, wenn man das möchte; eine deutsche Berufungskommission wird das (bei einem Deutschen) nicht tun. Und seine Kommentare sind ebenfalls nicht dazu geeignet, an staatlichen oder kirchlichen Hochschulen den Eindruck von Sozialkompetenz hervorzurufen. Vielleicht werden auch solche Leute gebraucht, aber man wird sie kaum gerne im eigenen Kollegium haben wollen. Das hat mit Neokonservatismus nichts zu tun (weder mit dem, wofür dieser Begriff eigentlich steht, noch mit dem, was darunter hier meistens gemeint ist).

Warum der Artikel auf kreuz.net erscheint, nun ja…
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Mittwoch, 11. Juli 2007 16:09
Montfalcone: @ cum te: sollte…
… das nicht u.U. dasselbe sein? [mehr…]
Dienstag, 10. Juli 2007 20:41
Montfalcone: @ Romulus
Ja, und dennoch gibt es die Unverbesserlichen, gerade hier, die den Hl. Vater selbst jetzt noch versuchen, zu kritisieren, sich dabei katholisch nennen und ihre eigenen Kritiker als papistisch! Selbst abgesehen von den ja immer psychopathologisch bedenklichen Sedesvakanzlern – es zeigt schon, wie wenig es gewissen Kreisen um die Sache ging, sondern um den Protest an sich! Jedenfalls, alle guten Willens werden sich nun spätestens von den heretunculi abwenden… [mehr…]
Dienstag, 10. Juli 2007 20:38
Montfalcone: St. Pantaleon
ist keineswegs der „Sitz“ des Werkes, weder in Köln noch in Deutschland. Das kann eine Kirche nicht sein, noch gar eine von dieser Bedeutung. Die Bedeutung von St. Pantaleon, von Msgr. v. Steinitz usw. für das Werk ist natürlich unbestritten. [mehr…]
Dienstag, 10. Juli 2007 20:30
Montfalcone: Oh, was ist das? eine vernünftige…
… Diskussion auf Kreuz.net ohne Haßtiraden oder Ausfälle?

Jedenfalls ist die Aussage glasklar, die Interpretation SE K Lehmanns völlig daneben (aber nicht unamüsant von der rein technischen Seite her!), und außerdem… wie lange dauert es noch, bis die una sancta auch realiter wiederhergestellt sein wird, d.h. bis sich der Protestantismus (der alten landeskirchlichen, deutschen Prägung) wieder „zurück nach Rom“ begibt, wo er hingehört? 10 Jahre? 20?

Frau Käßmann bin ich immerhin dankbar, daß sie den Prozeß beschleunigt…
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Donnerstag, 19. Oktober 2006 15:18
Montfalcone: Faktisch richtig…
… aber nichts Neues. Der Artikel geht überhaupt nicht auf die wesentliche Rolle von Papst Urban VIII ein, ohne die der Prozeß nicht verständlich ist, und der triumphalistisch-scientistischen Sicht auf den Galileo-Prozeß hat die seriöse Wissenschaft spätestens seit den 1920er Jahren schon abgeschworen. Ein alter Hut also, und nicht mal gut aufbereitet. (Galileos generellen Verdiensten ist das alles natürlich nicht abträglich.) [mehr…]
Donnerstag, 19. Oktober 2006 15:01
Montfalcone: Häresie oder Krankheit?
Daß Lingen („Pater“ ist eine Anmaßung) objektiv ein Häretiker ist, ist, denke ich, relativ unstreitig und unstrittig. Die Frage ist nur, inwieweit dies ihm zuzurechnen oder der Ausdruck einer Krankheit ist; Sedesvakanzlertum ist ja ein ganz typisches Schizophrenie-Symptom, und in dieser extremen, verfestigten Art liegt so etwas sehr nahe. Genau kann man dies aber natürlich erst nach eingehender Untersuchung feststellen, und die Fachkollegen haben sich da bisher noch nicht eindeutig festgelegt.

Dennoch, wenn ich mir diese Diskussion hier anschaue – und auch den Artikel, der sie provozierte – beschleicht mich ein wenig ein trauriges Gefühl, so als ob sich hier die eigentlichen good guys (also weder die Spaßliberalen und Pseudoprotestanten, die sich hier an den extremeren Kreuz.netern aufgeilen, noch die letzteren, deren Peinlichkeit und Akatholizismus kaum noch zu überbieten ist), also präziser gesagt die Katholiken, über einen eigentlich doch bedauernswerten und wohl behandlungsbedürftigen Menschen fast schon lustig machen, obwohl der Vorgang doch eher ein trauriger ist – wenn es denn wirklich um Krankheit geht und nicht um schlichte Häresie, die in ihrer abgrundtiefen Bösartigkeit dann aber gar nicht mehr zu fassen wäre…
[mehr…]
Samstag, 23. September 2006 18:53
Montfalcone: @ Adrian
Die Frage ist doch vielmehr, was man zu dem Hühnchen trinkt. Ohne Weinempfehlung ist dieses Rezept nur wenig wert… [mehr…]
Mittwoch, 20. September 2006 21:41
Montfalcone: @ Breze
Das ist sicher wahr, aber zum Streiten gehören immer zwei Seiten. Sie sind sich doch schon klar, daß diese Seite hier als chat forum lebt, nicht wegen der inner-konservativ/rechten Streitereien von Romana übers Werg und PB zur medically lunatic fringe, sondern weil am Provozieren und Streiten Freude habende Linke und Berufsliberale so schön die Vorgaben liefern. Da hann isch nix dajeje, aber es ist schon so… [mehr…]
Mittwoch, 20. September 2006 21:36
Montfalcone: St. Pantaleon
Der Beitrag ist mal wieder etwas schlampig gemacht; was soll die Bildunterschrift „Der Hl. Escriva“? Zu St. Pantaleon und Msgr. v. Steinitz wäre viel (gutes) zu sagen, nicht zuletzt seine Verdienste um die Kaiserin Theophanu, deren Heiligsprechung von jedem ökumenisch Gesinnten (Ökumene mit der Grch. Orthodoxie natürlich) stärkste Unterstützung verdient (und sogar von den Feminisntinnen hier! ). Was die psychopathischen Anwürfen gegen das Werk betrifft – von „rechts“ (auch wenn es nicht mal das ist) lese ich es doch immer als erfrischend… [mehr…]
Mittwoch, 20. September 2006 21:25
Montfalcone: @ Thema
Ein Grund mag sein, daß wir das Thema schon in einem anderen thread recht angemessen diskutiert haben. Natürlich ist sie eine Märtyrerin, da gibt es gar keine Diskussion. [mehr…]
Mittwoch, 20. September 2006 17:23
Montfalcone: @ Benedikt
Das kann sein.

Das ist auch wirklich so.

Die Überlieferung spricht dennoch für sich

Dann lassen wir sie das mal tun, nicht?
[mehr…]
Mittwoch, 20. September 2006 17:10
Montfalcone: @ Benedikt & Dr. C. R.
Häresie ergibt sich nicht aus einzelnen Zitaten und wird nicht von einzelnen Laien festgestellt.

Zum Haus Frankreich: Sehr schön zusammengefaßt! So ja auch zutreffend Papst Urban VIII, den man ja auch gerne verkennt (und der eigentlich ein Kandidat Frankreichs gewesen war).
[mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 23:08
Montfalcone: @ Adr oder Par
Ich habe Ihre Bemerkung nicht übel genommen

Doch schon, aber das ist nicht wichtig; es steht Ihnen ja auch zu.

und der „Hans Mayer Katholik“

… ich meinte übrigens natürlich Maier …

Diese Seite wird von Fans dieser Sekte betrieben

… ich weiß

und auch von (anscheinend beleidigten!) Sedisvakantisten wie Malachias frequentiert. Wie stehen Sie denn zu dieser Thematik?

Natürlich korrekt: Sedesvakanz ist ein typisches Symptom für eine mentale Störung, also ein eher medizinisches Problem; sie ist eine ganz üble Häresie und hat mit Katholizismus nichts zu tun. Die Piusbruderschaft ist über das durchaus rechte Ziel hinausgeschossen, und in ihrem Dunstkreis hält sich auch so mancher auf, der mehr als nur problematisch ist, aber man befindet sich, wenn auch sehr langsam – und wenn auch noch viele, viele Vorarbeiten notwendig sind – auf dem Weg zurück. Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil.

Konservativ und Rechts haben übrigens absolut nichts miteinander zu tun, weder konzeptionell noch empirisch.
[mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 22:10
Montfalcone: @ Parzifal
1. Oh, das freut mich – Sie werden immer sympathischer… (und nur auf einen ähnlichen Spruch, mit Verlaub, bezog sich gestern meine Bemerkung, die Sie und der Hans-Mayer-Katholik aus Paris so übel nahmen…)

2. Mag sein, aber man hat Ihr und sein posting gelöscht. Übrigens ist die NPD absolut häretisch, mit dem Glauben nicht zu vereinen und abgesehen davon natürlich widerlich bis zum Gehtnichtmehr… um mal die Red. zu verteidigen: Das war sinnvoll diesmal, wegen des Zitats.
[mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 22:02
Montfalcone: @ Adrian XVII
… hätten Sie das unbedingt nochmal zitieren müssen?

(Nebenbei, Dehumanisierung Anderer ist selbst in einem solchen Falle nicht angebracht. Das wäre bei Camus schnell nachzulesen, wenn ich das sagen darf…)
[mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 21:55
Montfalcone: @ Adrian XVI
Oh, das ist die Freundin, mit der Sie mich vergleichen? Dann war es ja – mutatis mutandis – noch schmeichelhafter!

Das posting von Malachias habe ich an die Redaktion gemeldet und hoffe, daß es umgehend entfernt wird; mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
[mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 21:39
Montfalcone: 56 Prozent der Bevölkerung glauben an Wunder
Der Allensbacher Monatsbericht ist der Frage gewidmet: Wer glaubt an Wunder? 56 Prozent der Bevölkerung glauben an Wunder, die Westdeutschen zu einem etwas höheren Teil als die Ostdeutschen. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Altersstufen nur in geringem Maße. Auch ist kein wesentlicher Unterschied anhand der Bildung festzustellen.

Text: F.A.Z., 20.09.2006, Nr. 219 / Seite 1
[mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 08:21
Also das müssen Sie mal at face value nehmen (sorry, dieser PC schafft die Kursivfuntion nicht) und rein auf der Metaebene – d.h. Sie müssen natürlich nicht, aber ich schlage es vor –, aber der von Ihnen genannte Jean bin ich wirklich nicht. „Oberlehrerhaft“ hingegen – I stand guilty as charged. [mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 07:59
Na, wenn Sie Fachmann für Bildung das sagen, dann muss es ja stimmen *prust*

Eben, tut es ja auch.

Was bringt Sie auf diesen interessanten Gedanken?

Weil es – trotz der AStA-attitude – bei Ihnen keine Frage des Alters, sondern der Persönlichkeit ist, und weil Ihre Haltung nicht auf Fragen oder Suchen oder intellectual curiosity beruht, sondern auf einem Hang zu einer reduzierten Weltsicht. Naja, zugegeben: In Jura ginge es noch.

Öfter ‘mal ‘was Neues – ich glaube, eine „defensive Art“ hat mir bislang noch niemand attestiert.

Dann wurde es aber allerhöchste Zeit…

„Unangenehm“; das ja, meistens von jenen, die sich dadurch ein wenig… hm… überfordert fühlten.

Oh, das gibt es? Nun verblüffen Sie mich aber zum ersten Mal!

Ach so, Inhalte – ja, wissen Sie, wenn Sie das mich fragen müssen, dann sollten Sie vielleicht ‘mal überlegen, was Sie bislang so dahergeschwatzt haben. Möglicherweise nicht unpromoviert, aber dafür umso mehr unmotiviert, scheint’s.

Also werden keine weiteren Inhalte Ihrerseits gewünscht; nun denn. Verständlich (ich denke an Ihre Projektionen supra), aber nicht ganz in der Logik Ihrer Pose. Vielleicht kommen Sie doch auf was, wenn Sie ein wenig nachdenken?
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Dienstag, 19. September 2006 02:03
Montfalcone: @ Adrian XV
Aber gut, weil Sie’s sind!

Oh danke.

Ich stimme zu [der Grundaussage, daß das Glück des Einzelnen das Ziel sein muß]! Und was folgern Sie nun?

Ich folgere daraus zunächst, daß Systeme oder Herrscher, die dieses Ziel erst gar nicht nicht verfolgen wollen oder können (ohne erst einmal auf Details einzugehen), nicht „gut“ sein können, und daß dieser Standard die Meßlatte der polis sein muß. Weiterhin Zustimmung?

Ich habe alles von Camus gelesen was einem 17 oder 18-jährigen in die Hände fallen kann. Und daß er das mediterrane Klima, die Sonne und die Gemeinschaft thematisiert hat, können Sie wohl kaum bezweifeln?!

Nein, aber die Themen sind doch – da stimmen wir doch vielleicht überein? – primär der geworfene Mensch und seine Möglichkeit, dennoch dem an sich sinnlosen Leben Sinn abzutrotzen, sowie die Problematik der Ideologien.

Ich bin nur der Ansicht daß der Unterschied zwischen Mittelschicht und Unterschicht nicht gravierend sein sollte!

Finde ich auch.

Auch die sog. Unterschicht hat ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben! Gutes Beispiel: Camus, dessen Mutter Putzfrau war und dessen Vater ein Hilfsarbeiter!

Selbstverständlich.
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Dienstag, 19. September 2006 01:54
Montfalcone: @ naja…
Wie denn auch? Das ist ja Montfalcone schon.

Ach, zuviel der Ehre. Ich bin eigentlich nicht sehr originell, sondern nur traditionell.

Und ich würde schon sagen, Ihnen merkt man das Unpromovierte schon nach dem ersten posting an , nur daß es sich etwa im Gegensatz zu Adrian auch nicht mehr ändern kann und wird, und dazu eben auch noch die unangenehme, defensive Art, lediglich etwas gemildert von etwas formeller Bildung (und verschiedenen richtigen oder teilweise richtig vertretenen Positionen, etwa zur NPD). Insofern bin ich ganz froh, daß Sie die hier Haltung vertreten, die Sie vertreten; das richtet keinen Schaden an und verwirrt niemanden…

Ansonsten: Was für Inhalt hätten Sie denn gern?
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Dienstag, 19. September 2006 00:44
Montfalcone: Intellectualism
is always pseudo-Intellectualism. Always. Dennoch nehme ich die Arroganz-Innuendos demütig und mit Dank auf; ich weiß ja, von wem sie kommen, wie sie gemeint sind und was sie implizieren. Dies jedoch zum Schluß: die hiesigen Allianzen sind nicht erstaunlich, sondern im Gegenteil normal, ja sogar historisch – und zwar exakt so, wie sie sich darstellen. Das sind wir nun schon 225 Jahre gewohnt, und es wird sich auch wenig daran ändern – auch wenn der Hl. Vater gerade diese Allianzen so sorgfältig und schön wie kein anderer beschrieben, gar seziert hat. [mehr…]
Dienstag, 19. September 2006 00:38
Montfalcone: @ Adrian XIV
Sie sind ja schlimmer als meine Freundin!

Das nehme ich nun aber wirklich als Kompliment.

Wie wollen Sie das denn erreichen? Erläutern Sie doch mal ganz konkrekt Ihre Vorstellung vom perfekten Staat, dann sehen wir weiter!

Das würde jetzt wirklich zu weit führen, aber wir können gerne anfangen. Stimmen Sie mir denn in der Grundaussage zu, daß das Glück des Einzelnen das Ziel sein muß?

Sorry, aber da steht nichts. Was haben Sie denn gesagt?

Schauen Sie doch bitte nochmal in meine letzte Message von gestern – wiederholen würde ich mich ungern, weil hier immer nur so wenig Zeichen frei sind.

Naja, dafür hat er die Sonne und das mediterrane Leben aber ziemlich thematisiert.

Wenn Sie Algerier und die Franzosen, die Algerien kolonisierten, zusammenwerfen, dann können Sie doch wirklich nicht viel von Camus gelesen haben!

Dieser Moment in der Bücherei war sozusagen „göttliche Fügung“!



Naja dann eben meine Frage auf den Mittelstand angewandt: warum sollte ein Depp zum Mittelstand gehören und ein Genie die Straße kehren?

Würde es doch nicht. Aber meinen Sie, in „höheren“ (was auch immer das ist – besserbezahlten?) Schichten sei man glücklicher? besser gar? Außerdem ist der Stand ja durchlässig; das Genie kann sicher oben ankommen. Mit der sozialen Durchlässigkeit ist es aber auch bei uns hier und heute nicht so weit her…
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Montag, 18. September 2006 23:45
Montfalcone: @ Adrian XIII
…Ihr Verständnis von Demokratie letztendlich zu Verhältnissen führen müßte wie sie heute schon bspw. in Theran herrschen.

Weil ich aristotelisch das Glück des Einzelnen zum Maßstab setze?

Befürchten tue ich allerdings (in Bezug auf Sie) eher Khomenie.

Sie halten mich für einen schiitischen Islamisten?

Wieso? Sie sagen mit keiner Silbe warum nicht!?

Also lieber Herr, ich habe Ihnen das zu Camus ausführlichst im bewußten thread auseinandergesetzt. Auf den letzten post haben Sie nicht geantwortet – das ist schon in Ordnung, aber werfen Sie mir dann doch bitte nicht vor, mich nicht geäußert zu haben!

Nein, er hat gegen die Nazis gekämpft. Ich bin auch kein Pazifist. Camus war aber Algerier. Ihrer Theorie nach müßte er also ein schreiender, geifernder Islamist gewesen sein, oder nicht?

Ich bitte Sie aber, Camus war pied-noir, sozusagen das Gegenteil eines Algeriers. Wenn Sie das schon nicht wissen, dann heißt es doch wirklich, daß Sie zu wenig über ihn wissen. (Und das zu sagen ist keine Megalomanie. )

Soll das ein Witz sein? Warum sollte ein intelligenter Mensch sein Leben als leibeigener Bauer fristen und ein Dummkopf als Fürst in Saus und Braus leben, ohne Chance auf Veränderung?
Nichts anderes meint ja Ständestaat!


Der Ständestaat hat mit Kasten á la Indien, so wie Sie es denken, gar nichts zu tun. Er ist eher eine Form der formierten civil society und zielt u.a. auf eine Absicherung des Mittelstandes.
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