Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ clemens klein – Freimaurerei Lieber Herr Klein, „Gereon“ ist tatsächlich mein Taufname, obwohl weder
ich, noch meine Eltern aus der Kölner Gegend stammen. Inspiration war Pater Gereon Goldmann. Was die
Freimaurer betrifft, sehen Sie offenbar etwas, das ich nicht sehe. Wenn das, was öffentlich zugänglich
ist, nach ihren Worten „nur Dekor“ ist – woher haben Sie dann dieses besondere Wissen, über Wirken und
Werke der FM. Könnten Sie das etwas verdeutlichen? Können Sie Quellen nennen? Beste Grüße, Gereon
@ clemens klein Sehr geehrter Herr Klein, Sie schrieben: Der Freimaurerei ist es gelungen, statt des zerstörten
christlichen Ordnungsbildes das freimaurerische Unordnungsbild in die Herzen und Gehirne der Bevölkerung
einzusetzen, ohne dass dies bisher dem Bürger aufgefallen wäre. Wie kommen Sie zu dieser Ansicht und
woher schöpfen Sie Ihr Wissen über die Freimaurerei? Wenn das, wie Sie meinen, keinem Bürger auffällt –
warum ist es Ihnen aufgefallen? beste Grüße, Gereon
@ hacki & ruhrgebietler Guten Abend! Wir Freimaurer sind keine Geheimgesellschaften. In Deutschland sind
Logen eingetragene Vereine, deren Vorstandschaft, wie bei jedem anderen Verein, beim Amtsgericht eingetragen
ist. Unsere Ziele und unsere Verfassung liegen offen und sind für jeden nachlesbar. Die hier immer wieder
behauptete Feindschaft zur Kirche ist Unsinn. FM ist keine Religion und nicht anti-religiös. Allerdings
gilt für uns das Prinzip der Toleranz für alle Religionen. Von uns aus gibt es keine Vorbehalte gegen
Religionen und Konfessionen (umgekehrt gilt das leider nicht.) Unter meinen Brüdern gibt es Katholiken,
Protestanten, Moslems und Juden. Darauf bin ich stolz. Der persönliche Glaube eines jeden Bruders ist
seine Privatsache. Bitte machen Sie sich kundig und plappern Sie nicht einfach Vorurteile nach. Ein guter
Anfang ist die Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Freimaurer Hier geht es zu den deutschen Logen www.freimaurer.org/
Ich selber halte Vorträge zur FM und bin gerne bereit, hier Fragen zu beantworten. sapere aude! und beste
Grüße, Gereon
@ Filius Ecclesiae et al. Lieber Filius Ecclesiae, und alle, die es interessiert, ich bin Freimaurermeister
(in Ludwigshafen) und (ohoooo!) auch Hochgrad-Freimaurer in der Mannheimer AASR-Loge Akademos. Ich gebe
gerne Auskunft zur FM – wie hier schon öfter geschehen. Am 5. April, im Rahmen der Langen Nacht der Museen,
werden wir das Logenhaus in Mannheim für das Publikum öffnen, ich werde eine kurze Einführung geben
und auch sagen, warum ich Freimaurer geworden bin und es noch immer mit Freude bin. Zudem werden wir ein
kleines Beispiel der Methode des Rituals geben. Es gibt auch eine Jazzband, Essen und Trinken, viele Brüder,
die als Ansprechpartner da sind und es wird sicher ein schöner Abend. Wer interessiert ist, schicke mir
über meinen Namen eine private Mail. Ich kucke hier später noch mal vorbei. beste Grüße, Gereon
@ Brandenburgis Geschätzter Bruder Brandenburgis, Ihre Wortmeldung lässt auf einen kenntnisreichen,
feinsinnigen und einfühlsamen Mitchristen schließen. Seien Sie doch so freundlich, einem Armen im Geiste
auf die Sprünge zu helfen. Mit besonders freundlichen Grüßen, stets der Ihre, Gereon
zitieren – aber richtig Liebe Redaktion, Wenn Sie eine solche Überschrift ohne Anführungszeichen, ohne
sonstige Kennzeichnung und ohne Unterzeile über Ihren Artikel stellen – dann sieht das so aus, als würden
Sie sich diesen Wortlaut zu eigen machen. Das wiederum scheint aus dem Artikel nicht hervorzugehen. Andererseits
zieht eine solche Überschrift natürlich Leser an. Aber solche boulevardesken Methoden haben Sie doch
nicht nötig, oder…? fröhliche Grüße von einem Journalisten, Gereon
@ defendor Die Behauptung, dass Freimaurer gegen Jesus oder Kirche eingestellt sind, ist einfach falsch.
Punktum. Was Sie, Defendor, betrifft, mache ich mir nicht mehr die Mühe, darüber etwas zu sagen. Sie
werden gemäß Ihrem eigenen Glauben Ihren Lohn bekommen. Ihre Behauptungen habe ich nun schon x-fach
widerlegt. Darf ich Sie erinnern: „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ Spr 17,7
Es steht einem Toren nicht wohl an, von hohen Dingen zu reden, viel weniger einem Edlen, daß er mit Lügen
umgeht. Deshalb werde ich auf Defendors Lügen nicht mehr antworten. Wer hingegen aufgeschlossenes Interesse
und Fragen zur FM hat, dem antworte ich weiterhin gerne. Beste Grüße, Gereon
@ defendor Hallo, liebster Defendor Sollte ich Immanuel Kant falsch verstanden oder falsch zitiert haben,
wäre ich Ihnen für einen korrigierenden Hinweis von Herzen dankbar. Ich lerne immer gern dazu. (Etwas
OT, aber Sie fanden ja meinen Taufnamen etwas unpassend – Ihr hier gewähltes Pseudonym gefällt mir dagegen
sehr gut. Klingt wie der Chef eine Heavy Metal Band…) headbangend grüßt, Gereon
@ Rudolfus Hallo nochmal, Stand der Philosophie ist aber, dass es keine Gottesbeweise gibt. Und Immanuel
Kant hat (wie ich finde überzeugend) bewiesen, dass wir mit Mitteln der Vernunft uns eigentlich nicht
schlüssig über Gott Gedanken machen können (in der Kritik der Reinen Vernunft). In der Kritik der Praktischen
Vernunft und einer Abhandlung über Religion (deren Name mir grad nicht einfällt) meinte er, dass die
(unbewiesene und unbeweisbare) Annahme der Existenz Gottes aus praktischen Gründen sinnvoll sei, um Moral
darauf zu gründen. Wobei ich letzteres nicht zwingend finde, denn in der „Metaphysik der Sitten“ hat
er ja die „Goldene Regel“ ganz ohne Gottesbezug aufgestellt und ich finde, die ist für moralisches Handeln
ausreichend. (Der kategorische Imperativ: Handle so, dass die Maxime deines Wollens jederzeit ein allgemeingültiges
Gesetz werden könnte) So – jetzt muss ich auch noch ein bisschen schlafen. (den Schlaf des Gerechten,
gell defendor… <hihihi> ) Gute Nacht! Gereon
#195 gereon 19:08:53 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Rudolfus Das finde ich interessant. Ist es nicht so, dass aber die Ergebnisse im Großen und Ganzen
schon vorgegeben sind? Dann wäre die Philosophie nur ein Werkzeug zur Apologetik. Mir ist auch nicht
klar, wie sich Dogmen zB unbefleckte Empfängnis, Mariä Himmelfahrt, Unfehlbarkeit, philosophisch rechtfertigen,
begründen oder erklären lassen. Bin auf Ihre Antwort gespannt, muss aber erst mal weg. bis bald, Gereon
#193 gereon 18:29:51 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Rudolfus Ich erzähle einen Witz: Es unterhalten sich ein Philosoph und ein Pfarrer. Sagt der Pfarrer:
„Ihr Philosophen seid wie jemand, der in einem vollkommen dunklen Zimmer eine schwarze Katze sucht, die
sich in Wirklichkeit im Raum nebenan befindet.“ Entgegnet der Philosoph: „Genau wie ihr Pfarrer – nur
ruft ihr dauernd ‘ich hab sie’ …“ Ende des Witzes fröhliche Grüße, Gereon
#190 gereon 17:59:11 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Kurt K. „Hausaufgaben“ es liegt ganz bei Ihnen, was Sie an zusätzlicher Zeit investieren wollen. Üblich
ist, dass man 1x/Halbjahr einen Vortrag hält. Die Zeit dafür ist natürlich individuell verschieden –
es wird aber keine Doktorarbeit erwartet. ein interessanter 5-Minuten-Vortrag mit anregenden Thesen für
eine spannende Diskussion ist besser, als stundenlanges Geschwafel. Zu den Hochgraden: Eigentlich enthalten
die drei Johannisgrade alles, was ein Maurer wissen muss. Die Hochgrade dienen nur dazu, bestimmte Aspekte
zu vertiefen – es ist keineswegs notwendig, Hochgrade zu erlangen, um ein guter Maurer zu sein. Arbeit
am rauen Stein gibt es immer. Im Ritual des ersten Grades heißt es auf die Frage, was unsere Ziele sind
„geistige Entfaltung und Entwicklung einer sittlichen Persönlichkeit“. Auf die Frage „Sind wir diesem
Ziel näher gekommen?“ antwortet der erste Aufseher „wir haben uns bemüht“. Das sagt eigentlich alles.
beste Grüße, Gereon
#187 gereon 17:45:22 | Donnerstag, 29. November 2007
@ rudolfus es ist genau anders rum: Die katholische Kirche behauptet, Freimaurer lebten „im Zustand schwerer
Sünde“, einfach weil sie Freimaurer sind und was gleichsam automatisch den Ausschluss von der Kommunion
nach sich zieht. Für die FM ist es einfach wurscht, ob jemand in eine katholische, evangelische Kirche,
Moschee oder Synagoge geht. Das ist übrigens ein Grund für unsere Diskretion: Wenn Sie bei uns Mitglied
sind, wird es niemand erfahren, der Ihnen das zum Nachteil auslegen könnte. Auch kein Pfarrer. beste
Grüße, Gereon
#183 gereon 17:35:07 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Rudolfus ich sollte scherzhafte Bemerkungen besser deutlich machen… Die FM rettet nichts und niemanden –
das ist einfach nicht ihr Job! Jenseits und Seelenheil sind Sache der Religion und Religionsgemeinschaften –
das bleibt jedem selbst überlassen. Da sagen wir auch jedem. Worauf man uns vorwirft, wir seien „gottlos“.
beste Grüße, Gereon
#181 gereon 17:22:44 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Kurt K. Zeit? har-har-har natürrrrrrrlich die Ewigkeit har-har-har Ne, ernsthaft: Die Bruderabende
einer Loge sind 1x/Woche und dauern je nach Länge des Vortrags und Diskussionsfreude eine Stunde, normal
sind zwei, da ein Logenhaus oft bewirtschaftet ist, kann man dort auch essen und trinken und beisammen
sitzen. Im Sommer sind Juni bis August Logenferien. Eine Tempelarbeit ist 1x/Monat und dauert eine Stunde,
hinterher gibt es was zu essen. Weil die Logen einer Region engen Kontakt pflegen, hat man die Möglichkeit
Veranstaltungen zu besuchen. Wir hatten zB kürzlich in KL ein Benefizkonzert für Br. Karlheinz Böhms
„Menschen für Menschen“. Zu den Veranstaltungen der eigenen Logen sollte man nach Möglichkeit kommen.
Aber das geht nicht immer. Es gilt: Erst kommt die Familie, dann der Beruf, dann die Loge. Ein Lehrling,
der halbwegs regelmäßig da war, wird nach 1 Jahr zum Gesellen befördert und soll dann andere Logen
besuchen. Nach einem weiteren Jahr wird er, wenn seine Brr ihn für würdig befinden, zum Meister erhoben.
Ein 3/4 J später gibt es dann die Möglichkeit, in die (roten) Hochgradsysteme des Schottischen Ritus
oder des Royal Arch zu kommen. Die stehen aber nur „regulären“ Maurern offen, aus gemischten Logen kommt
man da nicht rein. Für die drei „blauen“ Grade gibt es Seminare und Workshops, die zT von Logen oder
Distrikten gesponsort werden. beste Grüße, Gereon
#177 gereon 16:55:56 | Donnerstag, 29. November 2007
@ defendor O siegreicher Defendor, Während ich mich stets bemüht habe, auf Ihre Äußerungen einzugehen,
machen Sie sich diese Mühe nicht, sondern begnügen sich mit endloser Wiederholung ihres Viertelwissens.
Nichts wäre mir lieber, als wenn Sie sich mit frischer Munition in ein neues Gefecht stürzten – aber
das ewige Wiederkäuen ermüdet mich. Sie sind völlig immun gegen jeden Hinweis- selbst einfachsten Tipps,
wie etwa nachschlagen in Wikipedia prallen an Ihnen ab. Was soll ich denn da noch machen? Falls Sie das
Gefühl haben, „gewonnen“ zu haben, sei Ihnen das von Herzen gegönnt. Falls Sie eine weitere Runde wünschen,
mache ich gerne mit, aber dann bringen Sie bitte etwas Neues. Im Gegensatz zu Ihnen macht es mir keine
Freude mich ständig zu wiederholen. die besten Grüße, Gereon
#174 gereon 16:17:01 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Kurt K. Nunja, es gibt Leute, die einfach so sind, wie unser hoch geschätzter Defendor – dafür muss
man nicht paranoid-schizophren sein. Dass ich bei Defendor nicht das Geringste bewirken kann, ist mir
völlig klar – aber es gibt hier genügend Leute, die mitlesen, vielleicht den ein oder anderen Link und
Hinweis verfolgen und tatsächlich lesen und sich ihr eigenes Urteil bilden. Nachdem aber von Defendor
nur noch Wiederholungen kommen, muss ich vor seiner unerschütterlichen Standfestigkeit im Glauben kapitulieren
Wenn Sie, oder jemand anderes noch Fragen oder Anmerkungen zur FM haben, können wir das gerne hier besprechen.
Beste Grüße, Gereon
#172 gereon 15:58:21 | Donnerstag, 29. November 2007
@ defendor Sie bestätigen, dass der Glaube an die Einzige Wahrheit JESUS CHRISTUS eine „gültige Ursache“
sei für einen Austritt aus Ihrer Kohorte der Hölle ! Ja ? Wenn ein Bruder zu dieser Überzeugung kommen
sollte und deswegen die Bruderschaft verlassen wollte, könnte er das ohne weiteres tun. Wie das ? Sie
„rühmen“ sich doch „Mitglieder“, die sich „Christen“ nennen ! Oder ? Die Christen unter uns können die
Maurerei sehr gut mit ihrem Glauben vereinbaren. Ihr neuerlicher Hinweis auf die „Humanität“ im luftleeren
Raum eine gute Tat ist eine gute Tat – ich verstehe nicht, warum ich sie erst unter Berufung auf irgend
jemand oder etwas legitimieren müsste. Anders gesagt: eine gute Tat trägt ihren Lohn (und ihre Rechtfertigung
in sich) Noch was, Ihr Name „Gereon“ ist wohl purer Hohn ! Es ist der Name auf den ich getauft bin. Ich
glaube, Sie haben Ihren Standpunkt hinreichend klar gemacht und jeder, der hier mitgelesen hat, kann sich
ein eigenes Urteil bilden. Sollten Sie oder jemand anderes noch Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung.
Beste Grüße, Gereon
#168 gereon 14:46:53 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Defendor Lieber Defendor, Ich bedauere außerordentlich, dass meine „geistige Beschränktheit“ mich
daran hindert, Ihnen in die kristallklaren Höhen Ihrer Weisheit zu folgen. Ehrlich gesagt, bin ich sogar
zu blöd um zu verstehen, was Sie an dem Gelöbnistext nicht verstanden haben. Im schwachen Licht meines
trüben Geistes habe ich tatsächlich den Eindruck, Sie würden immer nur die gleichen Vorwürfe wiederholen
und meine wiederholten Versuche, Ihnen sachliche Informationen zukommen zu lassen, gar nicht zur Kenntnis
nehmen. Ich bin sogar zu unsensibel um zu bemerken, wie Sie mich und meine Freimaurerei immer weiter entlarven.
Ich fürchte, ich werde mich weiter hier von Ihnen vorführen lassen müssen. Zu Ihren Fragen: 1) verstehe
nicht, wieso Humanität nicht reicht 2) Wer ungeborene Kinder zur Gemeinschaft der Menschen zählt, muss
mit Ja antworten. 3) einfach Brauchtumspflege, Verschwiegenheit ist die Voraussetzung für Vertrauen.
Jeder Mensch hat persönliche Dinge, die er nicht veröffentlichen will 4) Die Alten Pflichten www.internetloge.de/arst/cons1723.htm
5) Wenn jemand das meint: ja. 6) Wann immer ein Bruder Hilfe und Unterstützung braucht. Bitte entlarven
Sie mich weiter und erleuchten Sie meine finstere Existenz mit dem Licht Ihrer Weisheit. Ich danke im
Voraus und verneige mich, Gereon
#163 gereon 12:24:40 | Donnerstag, 29. November 2007
@ defendor Ja, Defendor, die Schläge ihres Flammenschwertes treffen mich hart. Aus purer Verzweiflung
muss ich sogar den Text unseres widerlichen-blasphemischen-luziferischen-(und-was-immer-defendor-einfältigen)
Gelöbnisses veröffentlichen. „Ich gelobe bei meiner Ehre und meinem Gewissen, mich der Humanität aus
vollem Herzen und mit ganzer Kraft zu widmen. Demgemäß meine Pflichten gegenüber meiner Familie, meiner
Gemeinde, meinem Land und der Gemeinschaft aller Menschen gewissenhaft zu erfüllen. Das Brauchtum der
Freimaurer in Ehren zu halten, die inneren Angelegenheiten meiner Loge nicht nach außen zu tragen und
verschwiegen zu bewahren, was ein Bruder mir anvertraut. Den Gesetzen der Bruderschaft und dem Hammerschlag
des Meisters maurerischen Gehorsam zu leisten Die Arbeit meiner Loge nach Kräften zu fördern, ihr Zeit
und Arbeitskraft zu widmen und sie nie ohne gültige Ursache zu verlassen Meinen Brüdern mit Rat und
Tat zur Seite zu stehen und eine Zusage auf Maurerwort so gewissenhaft zu halten wie einen heiligen Eid.“
Dieses Gelöbnis leistet ein neu aufgenommener Bruder und der Text hängt schön gerahmt an der Wand des
schwefeligen Höllenpfuhls meiner Dachwohnung. Und jetzt, lieber Defendor, erwarte ich zitternd und zagen
den nächsten Schlag ihres unnachahmlichen und unbelehrbaren Kampfes und freue mich auf den nächsten
adjektivgeschwängerten rhetorischen Donnerschlag Ihrerseits. In Demut, Gereon
#161 gereon 18:11:00 | Mittwoch, 28. November 2007
@ defendor Dass Sie mich für ungehalten halten liegt am Vorgefühl Ihres totalen Triumphes über die
FM. Ihr heroischer Kampf wird sicher zum Sieg führen… Hätte ich nun gar keine Ahnung, würde ich Jachin
und Boaz einfach mal bei Wikipedia nachschlagen: jachin de.wikipedia.org/wiki/Jachin Es gibt diesen Schwur
nicht mehr, sondern ein Gelöbnis mit einem anderen Text, der alte Text wird zur Erklärung bestimmter
Zeichen verwendet. Dass „Mahabon“ kein Passwort ist habe ich schon gesagt. Dass Sie „Sohn der Witwe“ und
„Das Fleisch fällt von den Knochen“ verwechseln, habe ich schon gesagt. Das Pentagramm, der Flammende
Stern ist Zeichen des Gesellengrades, auch schon gesagt. „Literarische Dramen“ wie Sie sagen, gibt es
tatsächlich: Für alle Grade (Hochgrade) gibt es eine Legende, die den „Lernstoff“ verdeutlicht. Falls
Ihre präzisen und sorgfältigen Recherchen Ihnen diese Texte noch nicht zugänglich gemacht haben sollten,
bin ich gerne behilflich. Ich überlasse natürlich Ihnen, ob Sie Ihre bereits drei mal ausgeführten
Erkenntnisse ein viertes Mal wiederholen – etwas Neues fände ich aber auch nicht schlecht. Ich freue
mich auf Ihre nächsten Beiträge, stets der Ihre, Gereon
#159 gereon 15:45:31 | Mittwoch, 28. November 2007
@ defendor – Pardon – Lieber Defendor, Ich werde versuchen, Sie angemessener anzureden und den Ehrentitel
„Meister“ weglassen. Sie haben ja recht – den muss man sich erst verdienen. Ihre dünnen Argumente werden
nicht wahrer, indem Sie sie nur wiederholen. Aber jeder wie er kann. Den „Schwureid“ gibt es nicht mehr,
er wird aber noch erläutert, um bestimmte Zeichen zu erklären. Die Formeln, die aus der barocken Neigung
zu Dramatik stammen, wurden den drei Mördern des Meisters Hiram zugeschrieben. Nach der Tat treffen sie
sich. Der eine sagt, „Oh wäre doch meine Kehle durchgeschnitten und meine Zunge herausgerissen…“ derZweite:
„Oh wäre mir doch das Herz aus dem Leib gerissen…“, Nr 3: „Oh wäre ich doch in zwei Teile zerrissen,
meine Eingeweide verbrannt und die Asche zerstreut.“ Die einzigen möglichen Strafen für Brüder sind
aber eine Suspendierung, oder der Ausschluss aus der Bruderschaft. Kucken Sie doch mal in die empfohlenen
Bücher – wenn Sie irgendwo einen Bezug zu Satan/Luzifer/Teufel etc. finden, lassen Sie es mich wissen.
Ansonsten bringen Sie doch mal einige Ihrer Quellen. Was Ihr „Maske vom Gesicht reißen“ betrifft – hätte
ich eine Maske, würden Ihre unbegründeten und unbegründbaren Behauptungen nicht mal für ein leises
Zuppeln an der Maske reichen. Weil aber Ihre verdrehten Ansichten nicht untypisch sind, setze ich mich
gerne damit auseinander. Allerdings wäre nett, wenn Sie meine Antworten auch irgendwie zur Kenntnis nehmen
würden. beste Grüße, Gereon
#157 gereon 23:09:50 | Dienstag, 27. November 2007
@ defendor Forts.: Symbole und Rituale … ein Leichentuch habe ich nicht gefunden, den Strick um den
Hals haben heute nur amerikanische Maurer bei der Aufnahme. Wie der Rest der Bekleidung hat er eine symbolische
Bedeutung und dient nicht, wie Sie sich das vielleicht ausmalen, zu neckischen SM-Spielchen Särge stehen
bei uns auch mal rum, allerdings nur eine Attrappe, ähnlich wie manchmal auch bei Trauerfeiern, und sie
dienen demselben Zweck: Tod und Vergänglichkeit spürbar zu machen. Da Ihre Kenntnisse der FM Symbolik
ein bisschen arg oberflächlich sind, empfehle ich Ihnen: FM Symbolik online www.internetloge.de/symhandb/symb.htm ,
ein Originalwerk. Zu der von Ihnen behaupteten Teufelsanbetung (ein Vorwurf, der in der Katholischen Kirche
eine gute alte Tradition ist) gibt es eine aufschlussreiche Schrift von einem, der es wissen muss: Artur
E. Waite „Devil worship in France“ www.sacred-texts.com/evil/dwf/index.htm, wo sich der Gelehrte unter
anderem mit dem Taxil-Schwindel befasst, dem Sie offenbar immer noch aufsitzen. Auf der Seite finden Sie
viele weitere echte FM-Literatur. Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Studieren dieser Bücher
und erinnere an das Gleichnis vom Sämann (Mt 13,3; Mk 4,3; Lk 8,5) – vielleicht fällt ja etwas auf guten
Grund. beste Grüße, Gereon
#155 gereon 17:23:06 | Dienstag, 27. November 2007
@ defendor Symbole und Rituale Grüß Gott, Meister Defendor, ich freue mich, dass Sie ihr Wort einlösen.
Das „Allsehende Auge“ ist Element der christlichen Ikonografie und nichts genuin maurerisches. Es soll
daran erinnern, stets verantwortungsvoll zu handeln. Die Pyramide ist kein FM-Symbol, auch die nicht auf
dem $ Schein. Das Pentagramm entsteht aus dem Verlauf der Venus im Tierkreis und ist ein sehr altes Symbol.
Bei uns heißt es „Flammender Stern“ und soll dem Gesellen auf seinen Reisen bedeuten, dass er der Orientierung
bedarf. Das umgedrehte Pent. ist erst im 19. Jahrhundert im Vulgär-Okkultismus zu einem angeblich satanischen
Symbol gedeutet worden. Es ist kein Zeichen des Meistergrades. Das Wort „Mahabon“ ist falsch, es gibt
aber eines, das ähnlich klingt. Dies bedeutet „Sohn der Witwe“ und bezieht sich auf den Baumeister des
Salomonischen Tempels Hiram. Die Geschichte der ERmordung Hirams gehört zum Meistergrad. Ein Wort „Das
Fleisch fällt von den Knochen“ haben die Maurer bei der Auffindung ihres ermordeten Meisters gerufen.
Die Formeln der Bestrafung wurden in der Barockzeit in die Hiramslegende eingefügt, es sind die Wünsche
der reuigen Mörder. Totenköpfe kommen öfter vor, sie sind ein „memento mori“, wie sie auf vielen Heiligen-Darstellungen
zu sehen sind. Wir haben dafür sowohl medizinische Modelle, als auch künstlerisch abstrahierte Schädel.
Die Aufseher sind Helfer des Meisters vom Stuhl, sie öffnen und schließen die Loge, entzünden die Lichter
und entfalten den Arbeitsteppich. …
@ defendor: bitte… Lieber Defendor, lassen Sie uns jetzt nicht hängen. Enthüllen Sie uns die satanischen
Rituale der Freimaurer. Hier warten Dutzende von Lesern, wenn nicht Hunderte darauf… in gespannter Erwartung
grüßt, Gereon
@ defendor: Versprochen ist versprochen Geschätzter Defendor, Ich kann ihrer profunden Sachkenntnis und
Ihren messerscharfen Schlussfolgerungen natürlich nicht das Geringste entgegen setzen. Wären Sie nun
so freundlich, mir die „satanischen Rituale“ zu enthüllen? Das würde Ihren Triumph sicher vervollständigen.
mit sportlichen Grüßen, Gereon
@ defendors Fragen Geschätzter Defendor, „In wessen Namen wollen die sog „Brüder“ der FM „Wohltäter“
sein ? Ich war an vielen wohltätigen Aktionen beteiligt und diese Frage hat sich mir nie gestellt. Wir
informieren uns darüber, was eine bestimmte Einrichtung macht und wenn wir uns in der Loge einig sind,
geht dahin eine Spende. Auf dem Scheck steht dann als Aussteller das Freimaurerische Hilfswerk. Meine
Mutterloge fördert intensiv ein Hospiz, das sich um Todkranke und Sterbende kümmert. Wir sind in keiner
Weise an der Einrichtung beteiligt und nehmen keinen Einfluss darauf. WER ist ihr „Vater“, als „Brüder“
müssen Sie im Stande sein, einen zu benennen! Dass wir uns Brüder nennen soll das besonders nahe und
vertrauensvolle Verhältnis untereinander ausdrücken und hat nichts mit Verwandtschaft zu tun. Warum …
operieren (sie) mit zynisch-verdrehten Begriffen wie „Meister“ oder „„Weltenbaumeister“? „Meister“ bezeichnet
nur einen bestimmten Grad, die Bezeichnung kommt aus der Handwerkstradition. Lehrling, Geselle & M bekommen
Aufgaben und symbolische Werkzeuge. „Großer Baumeister Aller Welten“ sagen wir, weil wir Brüder verschiedener
Religionen haben und bei uns niemand auf den Glauben an Jesus Christus verpflichtet ist. Zur Bruderkette
gehören zB Moslems und Juden, die sich zu Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit bekennen – aber
nicht zu Christus. Und weil die FM keine Religion oder Kirche ist, kommen wir alle prima miteinander aus.
Nun freue ich mich auf Ihre Antworten. beste Grüße, Gereon
@ defendor Ich bin nicht Distriktsekretär einer Loge, sondern aller 17 Logen des Distrikts Rheinland-Pfalz/Saar
der Alten Freien und Angenommenen Maurer. Gehen Sie auf unsere Website, suchen Sie den Link zum Distrikt
RLP/S, schicken eine Mail an den D-Sekretär und ich werde Ihnen antworten. Und jetzt kriegen Sie sich
mal wieder ein, kommen von der Palme wieder runter und geben mal Butter bei die Fische: Was bringt Sie
dazu ständig den „Hass der FM auf die Kirche“ zu behaupten? Begründen Sie doch mal Ihre Meinung, damit
wir wie vernünftige Erwachsene diskutieren können. Ihre Beschimpfungen haben zwar hohen Unterhaltungswert –
führen aber zu nichts. stets der Ihre, Gereon
@ defendor Herr gereon…dass Sie nicht schon auf Ihrem Lügenschleim ausrutschen Muss wohl an meinem
Pferdefuß liegen Jetzt aber mal ehrlich: Woher kommt denn Ihr Bild der FM? Auf der einen Seite werfen
Sie uns vor, dass wir ganz fürchterlich geheim sind – andererseits behaupten Sie, wir wären Teufelsanbeter.
Woher kommt also Ihre bizarre Überzeugung? Und wie kommen Sie auf die Idee, der „Große Baumeister aller
Welten“ sei ein Synonym für den Teufel? Das Bild stammt aus der Christlichen Tradition des Mittelalters,
jeder (sie vielleicht nicht) kennt Bilder und Ikonen, die Christus als Baumeister mit Zirkel in der Hand
zeigen. Die Sache mit dem „Mandat“ ist doch nicht so schwierig zu verstehen, oder? Unser hiesiger Fußballverein
hat auch noch keine Stellungnahme gegen Abtreibung veröffentlicht. Was meinen Sie, warum nicht? Und werden
Sie doch mal wieder locker – Ihre Aufgeregtheit schadet sicher Ihrem Blutdruck. Das Geschimpfe bringt
doch nix, sie machen sich nur zum Kasper. (obwohl wir es damit auf Platz zwei der Top Ten Artikel geschafft
haben, ) fröhliche Grüße, Gereon
@ defendor Mk 9,38 ff. Johannes sprach zu ihm: Meister, wir sahen einen, der trieb böse Geister in deinem
Namen aus, und wir verboten’s ihm, weil er uns nicht nachfolgt. a 39 Jesus aber sprach: Ihr sollt’s ihm
nicht verbieten. Denn b niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden.
40 Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. mit vorzüglicher Hochachtung, Gereon
@ matt2 Die FM, soviel ist sicher Konsens in den verschiedenen Orientierungen unter dem Oberbegriff FM,
versteht sich als eine _diesseitige_ Einrichtung. Das bedeutet nun nicht, dass sie ein Jenseits ausschließt,
im Gegenteil: Insbesondere im Meistergrad wird einem die eigene Sterblichkeit und das Bedürfnis, dem
eigenen Leben einen Sinn zu geben, deutlich gemacht. Es bleibt aber dem Einzelnen überlassen, wo und
wie er diesen Sinn findet. Die FM gibt keinen konkreten Gottesbegriff vor – das ist auch nicht ihre Aufgabe.
Hierfür ist Religion und Kirche zuständig und dieser überlässt die FM das Feld. Für das, was die
FM unter Humanität versteht, bleibt ein Gottesbezug möglich – er ist aber nicht Voraussetzung. „Persönliche
Entwicklung und eine sittliche Lebenshaltung“ werden im Ritual des 1. Grades als Ziele genannt. Die Tatsache,
dass die FM nicht zu Themen wie zB Abtreibung Stellung bezieht, liegt einfach daran, dass es niemanden
gibt, der ein Mandat dafür hätte, im Namen der FM zu sprechen. Es gibt auch keine einheitliche Meinung
dazu – also auch nichts, das man verlautbaren könnte. Wo FM und der hier teilweise vertretene „Ultraorthodoxe“
Katholizismus nicht vereinbar sind, ist jede Art von Dogmatismus: Freiwillig darf bei uns jeder glauben,
was er will – er darf aber nicht andere zwingen wollen das auch glauben zu müssen. Deshalb nenne ich
auch Christen, Moslems, Juden und Agnostiker meine Brüder, so , wie sie mich als Br anerkennen. Und darauf
bin ich stolz. beste Grüße, Gereon
@ matt2 Guten Tag, na da bin ich beruhigt was verstehen Sie unter „Humanismuskacke“? Freimaurer arbeiten
zuallererst am „rauen Stein“ – der ist das Symbol für die eigene Unvollkommenheit, der raue Stein ist
jeder selber. Der „Tempel der Humanität“, an dem wir zusammen bauen, ist ein Symbol für eine Menschheit,
die von „Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit“ geprägt ist. Dass die Logen wohltätig sind, ist
eine selbstverständliche Pflicht, die keiner an die große Glocke hängt. Offenbar haben Sie von Humanismus
eine andere Vorstellung als ich – könnten Sie bitte erläutern, was sie zu dem Begriff „Humanismuskacke“
bringt? Ich bin darauf gespannt. beste Grüße, Gereon
#119 gereon 18:03:55 | Donnerstag, 22. November 2007
@ matt2 Sie haben recht, wenn Sie sagen, dass Wohltätigkeit als Deckmantel für sinistre Zwecke missbraucht
werden kann. Ich sehe allerdings nicht, wo das in den mir bekannten Fällen der FM so sein sollte. Es
ist für mich auch in Ordnung, wenn Sie meinen, dass Ihre Art von Christentum nicht mit FM vereinbar sei.
Etwas verblüfft bin ich über den wütenden Hass, der hier aus verschiedenen Beiträgen spricht. Ich
hoffe, dass der in Worten ein ausreichendes Ventil findet, so dass uns Schlimmeres erspart bleibt. Ich
erinnere hier an meine Brüder, die in besonders katholischen Ländern ermordet worden sind: 1810 Verfolgung
der Freimaurer in Portugal; 30 Freimaurer werden verbannt 1814 Bulle des Papstes Pius VII. gegen die Freimaurer
1815 In Granada werden 5 Freimaurer gehängt 1819 In Madrid werden 2 Freimaurer hingerichtet 1825 In Granada
werden 7 Freimaurer gehängt, weil sie bei einer Aufnahmearbeit überrascht wurden. 1829 In Barcelona
wird der Meister vom Stuhl der Loge, Oberstleutnant Salvez, wegen seiner Zugehörigkeit zur Freimaurerei
hingerichtet. Aber etwas verstehe ich nun besser: Es waren die Gläubigen, die Jesu Kreuzigung veranlasst
haben – nicht die Ungläubigen, nicht die Zweifler, nicht die Agnostiker. besinnliche Grüße, Gereon
#112 gereon 16:58:13 | Donnerstag, 22. November 2007
@ defendor Lieber Defendor, Unsere Loge hat ihre Wohltätigkeit nicht zur Schau gestellt. Niemand, außer
den Einrichtungen, die unsere Zuwendungen erhalten haben, hat davon erfahren. Sie wirken auf mich nicht
gerade wie der Anhänger eines barmherzigen und gütigen Gottes. Ich hoffe, dass ER mehr Geduld mit Ihnen
hat als ich. Eine sachliche Diskussion mit Ihnen scheint mir unmöglich. Deshalb lasse ich es fortan sein,
auf Ihre Hasstiraden zu antworten. Mit vorzüglicher Hochachtung, Gereon
#108 gereon 18:48:52 | Mittwoch, 21. November 2007
@ Defendor Geschätzter Defendor, als Distriktsekretär der von Ihnen so genannten „verlogenen Freimaurer“,
als „Seelentöter“, als Mitglied einer „Kohorte der Hölle“, als jemand, der zwecks „Humanitätsgefasel“
Benefizveranstaltungen organisiert hat, dessen Loge ein Hospiz, ein Frauenhaus und einer Werkstatt zur
Integration behinderter Menschen mit bis zu vierstelligen Spenden fördert, aber vor allem: als ein Mensch,
der sich bemüht, das Richtige zu tun frage ich Sie: Woher kommt Ihr blinder Hass? Und würden wir an
einem Tisch sitzen – würden Sie das alles in mein Gesicht sagen? beste Grüße, Gereon
@ defendor „Signalfotos“ Lieber Defendor, Ich bin Freimaurer und von Beruf Journalist. Wenn ich einem
Bruder etwas mitteilen möchte, schreibe ich eine Mail, oder greife zum Telefon. Diese „Signalfotos“ kann
doch ein vernünftiger Mensch nicht ernst nehmen. Weil aber völlig normale Gesten abgebildet sind, die
irgendwann mal jeder Mensch beim Reden macht, passt das natürlich sehr schön zu dem Geschwurbel von
der Weltverschwörung. beste Grüße, Gereon
Bitte zurück zum Thema Leute, das Geschimpfe bringt doch nix. WEr sich angegriffen fühlt, möge ein
paar Liegestützen machen, bevor er die Mail schreibt, das baut Stress und Ärger ab. Vor dem Senden noch
mal lesen und dann erst die Sende-Taste drücken. Wir warem beim Thema FM – dahin will ich wieder und
bitte um Meinungen und Beiträge. besten Dank, Gereon
@ Kurt – Wartezeiten Ich nehme an, ist damit gemeint, dass zwischen dem ersten KOntakt bis zur möglichen
Aufnahme zwangsläufig etwas Zeit liegt, weil beide Seiten sich ja erst kennenlernen wollen. Man entscheidet
sich ja immerhin für einen lebenslangen Bund, so was will schon überlegt sein. (natürlich kann man
die FM auch wieder verlassen, es kann einen ja niemand festhalten) Eine „Probemitgliedschaft“ gibt es
nicht. Sie können Treffen und Veranstaltungen besuchen, sich mit Brr besprechen, die geduldig alle Ihre
Fragen beantworten werden. Den Tempel werden Sie jedoch erst bei Ihrer Aufnahme betreten. Bei mir hat
die Phase zwischen Erstkontakt und Aufnahme etwa ein 3/4 Jahr gedauert. Ich freue mich über Ihr Interesse.
beste Grüße, Gereon
@ Pascendi Danke für Ihre Ausführungen. Ich mach’s kurz: Menschen, die sich im Besitz absoluter Wahrheiten
wähnen, haben im Lauf der Geschichte stets mehr Unheil angerichtet, als die Menschen, die keine Ansprüche
auf absolute Wahrheiten erhoben haben. Menschen, die sich im Besitz einer absoluten Wahrheit wähnen haben
sicher nichts in der FM verloren. Die Behauptung, dass Toleranz die Unterscheidung zwischen wahr und falsch,
oder sogar zwischen gut und böse aufhebe, ist nicht zutreffend. Ich habe mir hier auch schon anhören
müssen, dass FM vor lauter Toleranz auch Kindesmisshandlung und Vergewaltigung tolerieren müsste. Echte
Toleranz ist nicht einfach Nichtstun und natürlich muss Toleranz Grenzen haben. Die Implikation, dass
Menschen, die nicht der katholischen Moral anhängen a priori gar keine Moral haben ist schon lange so
gründlich widerlegt, dass ich mir hier die Mühe sparen kann. Ich finde, es gibt nicht nur „katholisch“
oder „des Teufels“ – aber das sehen hier manche anders. beste Grüße, Gereon
@ Kurt gestern habe ich hier Titel genann, steht weiter unten. Ein Bruderabend ist ein zwangloses Treffen,
bei dem ein Bruder ein Vortrag hält. Um 20:15 begrüßt der Meister vom Stuhl (Vorsitzende) die Brr,
gibt Mitteilungen, z. B. wer wen besucht hat, was die nächste Zeit geplant ist, etc. und dann hält der
Redner des Abends seinen Vortrag. Die Themen werden jedes Halbjahr im Arbeitsplan festgelegt. Es gibt
eigene Vorschläge, oder der MvSt. kann auch eine Aufgabe stellen. Themen der Partei- und Tagespolitik,
sowie Religion im Sinne von Konfessionen sind unerwünscht, um die Harmonie in der Loge nicht zu stören.
Ganz so streng wird das aber nicht gehalten. Beispiele für Vorträge gibt es auf der Internetloge www.internetloge.de/
Das können Themen aus der Geschichte der FM sein, zu Kultur, Bildung, Recht, zu bestimmten Symbolen usw.
Danach wird darüber diskutiert. Mir gefällt die Gesprächskultur: Jeder kommt zu Wort, keiner wird vorschnell
abgekanzelt, jede Meinung wird aufmerksam und kritisch wahrgenommen. Die Br sind eine Gemeinschaft von
Ungleichgesinnten, es gibt sehr unterschiedliche Meinungen. Wohltuend ist, dass es keinen Zwang zum Konsens
gibt – trotzdem achten und respektieren wir uns gegenseitig. Wir sind Br, die durch das Erlebnis der FM
verbunden sind. Indem wir den wertschätzenden Umgang miteinander üben, versuchen wir, uns zu mehr Menschenliebe,
Toleranz und Brüderlichkeit zu erziehen. Die FM gibt dafür Symbole: zB der 24“ Maßstab sagt: die Zeit
mit Weisheit einteilen. beste Grüße, Gereon
@ Pascendi Gechätzter Pascendi, verraten Sie mir, aus welchen Quellen Sie ihr tiefes Wissen schöpfen?
Es verblüfft mich immer wieder, wie andere Leute einem alten Maurer im Brustton der Überzeugung die
Maurerei erklären. Und heißt es nicht „Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider Deinen Nächsten?“
Gilt das nimmer? Hab ich was verpasst? Bitte klären Sie mich auf! in freudiger Erwartung beste Grüße,
Gereon
Männerwirtschaft @ Kurt Die ersten Logen waren zu 99,99 Prozent männlich, weil das im Steinmetzhandwerk
üblich war. Es gab einige weibl. Steinmetze unter den (handwerklichen) Maurern. Es gab sogar berühmte
Bauleiterinnen. Mit der Wandlung zur FM wurde die männlich geprägte Tradition beibehalten – was der
Zeit entsprach. Im Barock gab es für Frauen die „Adoptionsmaurerei“, auch heute gibt es noch verschiedene
Organisationen für Frauen von Freimaurern. In der „männlichen“ Maurerei werden Frauen (der Brüder)
zu Vorträgen eingeladen und nehmen auch an anderen Veranstaltungen teil. Meine Loge war mit Frauen z.
B. im Schwetzinger Schlossgarten bei einer Führung zum Thema FM in der Gartenkunst. Zum Schwesternfest
werden die F in den Tempel eingeladen, um sie zu ehren und ihnen die Maurerei näher zu bringen. Bei den
üblichen Tempelarbeiten sind aber bei AFAM und FO keine F dabei. Die Idee der Geschlechtertrennung ist
aktuell, weil viele Br glauben, dass sie sich von Frauen zu leicht ablenken lassen. Stimmung und Verhalten
in Gegenwart von Frauen sind unter Männern anders. Männer fangen halt leicht zu balzen an, sobald F
in der Nähe sind – es ist Schwäche der Männer, nicht Geringschätzung der F, die als Argument für
Geschlechtertrennung spricht. Seit dem 20. Jh gibt es F-logen, die ganz genau so argumentieren. Sie stehen
unter dem Schutz der (männl)Großlogen und benutzen dieselben Häuser und Räume. den „Droit Humain“
(gemischt) gibt es seit dem 19. Jht. beste Grüße, Gereon
@ Kurt Wenn Sie sich für FM interessieren und Kontakt aufnehmen, werden sie zu öffentlichen Abenden
eingeladen, bei denen sich Logen vorstellen. Sie werden Gelegenheit zum Gespräch haben. Dann gibt es
die Möglichkeit, auch Gespräche im kleinen Kreis zu vereinbaren. In Gesprächen werden Sie sich einen
Eindruck bilden, die Brüder ebenso. Wenn Sie ein stadtbekannter Tunichtgut sind, oder erhebliche Vorstrafen
haben, hätten Sie keinen guten Ruf (Falschparken wird toleriert ) Die Tempelarbeit findet in einem feierlichen
Rahmen statt (schwarzer Anzug und weiße Krawatte sind Pflicht). Der Meister vom Stuhl und die beiden
Aufseher zünden drei Lichter an (Weisheit, Stärke Schönheit) und führen ein festgelegtes Gespräch
über den jeweiligen Grad der Arbeit (Lehrling/Geselle/Meister) und die Aufgaben der Maurer. Dann hält
ein Br. einen Vortrag, es wird für die Armen gesammelt, die Maurer bilden die Bruderkette, singen gemeinsam
ein Lied, die Loge wird mit einem rituellen Gespräch geschlossen, die Lichter gelöscht, der Tempel verlassen.
Hinterher sitzt man zu Essen, Trinken und Gesprächen zusammen, freut sich, Brüder von nah und fern wieder
zu treffen und geht in gehobener Stimmung nach Hause. die Aufnahme ist eine besondere Tempelarbeit. Auch
dieses Ritual findet man im Internet. Sollten sie aber tatsächlich jemals aufgenommen werden wollen,
rate ich , das Ritual nicht vorher zu lesen – es würde die Qualität des umittelbaren Erlebens beeinträchtigen.
beste Grüße, Gereon
@ Kurt K. Lieber Kurt, In KA gibt es 2 Logen der AFAM (der allgemein humanitären Orientierung) und 1
des FO (Freimaurer-Orden, stärker christlich geprägt). Kontakt über Seite der Vereinigten Großlogen
www.freimaurer.org/index.php , dort über Menüpunkt „Kontakt“ , „Logen suchen“. (aber pssssst… wir
sind schließlich ganz furchtbar geheim… ) In KA ist „Leopold zur Treue“ (gegr. 1785) und „Friede und
Freiheit“ (1930) der AFAM Wenn Sie sich für gemischte Logen (Männer und Frauen) interessieren, müsste
ich nachsehen, das hab ich nicht zur Hand, ich kenne aber einen MvSt der gemischten, den ich fragen kann.
Voraussetzungen gibt es wenige. Sie sollten ein freier Mann von gutem Ruf sein, bereit sein, ihrer Loge
im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Zeit zu widmen und bereit sein, an sich selbst (ihrem rauen Stein) zu arbeiten.
Die monatlichen Beiträge liegen meist zwischen 15 und 25 Euro (je nachdem, welche Verpflichtungen die
Loge hat, z. B. als Besitzer eines Hauses, das unterhalten werden muss). Nach ihrer Religion, Hautfarbe,
sozialen Stellung wird niemand fragen – FM bringt Menschen zusammen, die sich sonst fremd geblieben wären.
Es wird erwartet, dass das für Sie genauso gilt und sie anderen ebenso tolerant begegnen. Es gibt wöchentlich
Club-Abende, bei denen jmd Vortrag hält, anschließend Diskussion. 1 x monatl. ist Tempelarbeit, bei
der in symbolischen Handlungen die Aufgaben der Arbeit an sich und dem Tempel der Humanität verdeutlicht
werden. weitere Auskunft gebe ich gerne, beste Grüße, Gereon
@matt2 Wir sind eine diskrete, aber keine geheime Gesellschaft. Logen stehen in Telefonbüchern und haben
Internetseiten, an jedem Logenhaus, das ich kenne (das sind viele), gibt es ein Schild mit dem Hinweis
auf die Loge. Logen sind eingetragene Vereine und deren Vorstand ist ordnungsgemäß beim zuständigen
Amtsgericht eingetragen. Die Rituale stehen in keinem Gegensatz zu kirchlichen Ritualen. Würde das nicht
„Ritual“, sondern „Brauchtum“ heißen, hätten Sie vielleicht kein Problem damit. In meiner Loge sind
überzeugte und praktizierende Christen Mitbrüder und wenn Sie zu den Kollegen vom Freimaurer-Orden gehen,
dann ist dort das Bekenntnis zu Jesus Christus sogar Voraussetzung für die Aufnahme. Die FM ist eine
diesseits orientierte Vereinigung – das Jenseits überlässt sie anderen. „Geistige Entfaltung und die
Entwicklung einer sittlichen Lebenshaltung“ antwortet der Aufseher im Ritual, wenn der Meister vom Stuhl
(Vorsitzende) ihn fragt, was unsere Ziele sind. Wenn ein Bruder diese Ziele mit Religion erreicht: gut –
wenn er es ohne Religion erreichen will: auch gut. Für die FM ist das einfach egal. beste Grüße, Gereon
@ matt2 Guten Tag, Ich kann ihnen mit Freude mitteilen, dass wir Freimaurer verstärkt die Öffentlichkeit
suchen. Ich selber bin Journalist und habe über die Loge, der ich inzwischen angehöre einen großen
Artikel mit Foto des gesamten Vorstands in der größten Tageszeitung der Region veröffentlicht. Als
Distriktsekretär RLP/Saar kann ich Ihnen berichten, dass die FM-Logen der Rhein-Neckar Region planen,
mit einem Tag der offenen Tür das Logenhaus in Mannheim vorzustellen. Falls sie uns also im Wald beim
Verstecken suchen, warten Sie vergebens. Fröhliche Grüße, Gereon
Ende des Gedichts korrekter Weise muss ich auch den Schluss zitieren (auch wenn man Kipling und mir einen
Strick aus der Stelle mit den „Heiden“ drehen wird… ) Ich glaube eher, dass sich das auf die ziemlich
rustikalen Lebensumstände in Indien bezog Die beschriebene Loge ist „Hope and Perseverance“ in Lahore
Punshab, heute Pakistan Und schau ich träumend rückwärts, Kommt immer mir’s in den Sinn: Wir lebten
vielleicht wie die Heiden Und doch war Gott mitten drin. Ich wollt’, ich säh sie wieder, Die Brüder
weiß und braun. Ich wollt’, ich könnte noch einmal Die Mutterloge schaun. Den schläfrigen Tempelhüter
Und das alte Logenheim! Ich wollt’, ich kehrte in Ehren Zu meiner Mutter heim! Draußen: „Herr!“, „Wachtmeister!“
Ein dienstbeflissen Gesicht! Doch drinnen nur: „Mein Bruder!“ Mit Rang- und Titelverzicht. Die Waage und
dazu der Winkel, Macht alles Ungleiche gleich. Und ich war zweiter Schaffner In jener Loge Bereich.
Kipling Kipling hat ein schönes Gedicht über seine Mutterloge gemacht Rundle, Bezirkswachtmeister, Und
BeazIey, vom Bahnerverband, Donkin, Gefangenenaufseher, Und Achmann, der Intendant. Und Blake, der Oberschaffner,
(War Meister im doppelten Sinn), Er saß mit Krämer Eduljee Im selben Laden drin. Draußen: „Herr!“,
„Wachtmeister!“ Ein dienstbeflissen Gesicht! Doch drinnen nur: „Mein Bruder!“ Mit Rang- und Titelverzicht.
Die Waage und dazu der Winkel, Macht alles Ungleiche gleich. Und ich war zweiter Schaffner In jener Loge
Bereich. Der Rechnungsführer Bola, Jud Saul, der Aden entstammt, Der Zeichner Din Mohammad, Vom Feldvermessungsamt,
Und Babu Chuckerbutty, Und Amir Singh, der Sikh, Und Schuppenverwalter Castro, Einst römischer Katholik.
lm Monat eine Arbeit, Dann saß man rauchend beisamm. Ein festlich Mahl gab’s höchstens, Wenn einer Abschied
nahm. Dann saßen wir und sprachen Von des einen Gottes Land, Und jeder sprach von dem Seinen, So wie
er ihn verstand. Ein jeder kam zu Worte, Und keiner brach den Bann, Bis mit dem Rufe der Vögel Der neue
Tag begann. Ergötzlich war’s. Wir gingen Und tauschten noch zu Haus’ Mit Gott, mit Mahomet und Schiwa
Im Bett die Gedanken aus. Wie oft in Königs Diensten Ermattete mein Fuß! Wie oft in fremde Logen Bracht’
ich der Loge Gruß! Vom Bergland hoch im Norden Ans Meer, bis Singapur. Ich wollt’, ich stände wieder
Vor meiner Mutter Tor. Unser Tempel war eigentlich dürftig, Die Loge ein kahler Bau. Doch unsere Alten
Pflichten Die nahmen wir haargenau
@ Nachtlaterne Das liegt daran, dass die deutsche FM generell zu politischen, gesellschaftlichen und kulturellen
Fragen keine Stellungnahmen abgibt. Da alle Logen unabhängig von einander sind und die deutsche FM als
Ganzes für keine politische oder weltanschauliche Richtung steht, gibt es dafür auch keine zentrale
Stelle, die ein Mandat hätte, im Namen aller deutschen Freimaurer zu sprechen. Es gibt im Ausland aber
Freimaurer-Organisationen, die sich äußern und Stellung beziehen. Dies macht etwa der französische
Grand Orient. Natürlich bleibt es jedem FM-Bruder überlassen, sich als Privatmann zu äußern, oder
in einer bestimmten Sache zu engagieren. Er darf aber nicht beanspruchen, noch für andere Freimaurer
zu sprechen. Die Tatsache, dass sich die deutsche FM zu den von Ihnen genannten Themen nicht äußert,
bedeutet also nur, dass es keine Körperschaft, bzw. kein Mandat und keinen Funktionär gibt, der befugt
ist, für die FM zu sprechen. Es bedeutet nicht, wie hier schon mal unterstellt wurde, dass FM Abtreibung,
oder anderes gut heißt, oder fördert. beste Grüße, Gereon
@ Samurai Vielen Dank für Ihr Interesse. Ein Buch, das sehr gut in die FM und ihre Philosophie einführt
ist „Die Freimaurer“ von Helmut Reinalter, ein preiswertes Taschenbuch. Ein schöner Bildband mit einem
tiefen Blick ins Brauchtum ist „Freimaurer – Die geheime Gesellschaft“ vom Marco Carini, im Parragon Verlag
erschienen. Das hier schon erwähnte Buch von D. Binder ist ebenfalls sehr gut. Sehr gut sind die Wikipedia-Informationen:
hier de.wikipedia.org/wiki/Freimaurer . Einen auführlichen Fragenkatalog gibt es auf der Website der
AFAM www.freimaurerei.de/index.php?id=7 Einer der vier Rotarier-Gründer war FM. Es gibt ansonsten keinen
Zusammenhang, außer dass Rotarier ebenfalls für wohltätige Zwecke sich engagieren. Rotary ist keine
„Vorläufer-“ oder „Rektrutierungs-Organisation“. Ich hoffen, ich konnte Ihnen ein wenig weiter helfen.
Zögern Sie nicht, mir weitere Fragen zu stellen. Beste Grüße, Gereon
Sachliche Fragen an einen Freimaurer Ich komme gerade vom Distrikt-Stuhlmeistertag in Neustadt /W. der
Alten Freien und Angenommenen Maurer im Distrikt Rheinland-Pfalz/Saarland. Ich war dort in meiner Eigenschaft
als Distriktsekretär. Ferner bin ich Mitglied der Forschungsloge Quatuor Coronati und Musikmeister und
Bibliothekar der Loge Pylon zur Leuchte in Ludwigshafen/Rhein. Sofern es hier Fragen zur FM gibt, werde
ich sie gerne beantworten. Es wundert mich etwas, dass Leute, die weder mich, noch die FM kennen, behaupten,
ich könnte das nicht. Das ist nur ein Angebot – es muss ja keiner… Falls es hier aber Leute gibt, die
noch für Informationen offen sind, will ich gerne welche geben. beste Grüße, Gereon
Freimaurer Gereon beantwortet Fragen Guten Tag! Wieder mal hat Google mir das Stichwort Freimaurer von
dieser Website geschickt. Wie immer biete ich an, Fragen zur Freimaurerei zu beantworten. Das Buch kenne
ich, den Autor kenne ich persönlich. Vorab so viel: Ich finde das Buch flach, oberflächlich und voller
Spekulationen. Ich werde später was dazu sagen – jetzt muss ich erst auf den Distrikt-Stuhlmeistertag
der AFAM. Bin also erst mal maurerisch tätig. Vielleicht können wir hier schon mal Fragen zur FM sammeln,
die ich heute abend beantworte. beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus: Demokratien Guten Tag, ja, an vielen Demokratien haben Freimaurer mitgewirkt. Nach Ihrem Schreiben
zu schließen, scheint das nicht Ihre bevorzugte Staatsform zu sein. Natürlich gab und gibt es Politiker,
die Freimaurer sind. Nachzulesen etwa im Freimaurer-Politikerlexikon, das frei überall zu kaufen ist.
Es gibt aber auch Politiker, denen man FM nachsagt, was aber falsch ist. Genauso gibt es katholische Politiker.
Wo ist das Problem? beste Grüße, Gereon
@ Rosenkranzsoldat och neeeee, nicht schon wieder die Weltverschwörung. Wenn sie jemals versucht hätten,
mit mehrern Logen ein gemeinsames Grillfest zu organisieren, hätten sie bemerkt, wie weit wir davon weg
sind. Als Organisation nimmt die FM in D keinen Einfluss. In Frankreich gibt der Grand Orient durchaus
politische Stellungnahmen ab. Dass es Menschen gibt, die nicht nur Freimaurer sind, sondern auch einen
Beruf haben, sich politisch engagieren, oder sonst was tun – das stimmt. Extremer Relativismus? Ich weiß
nicht genau, was Sie darunter verstehen. Aber es stimmt, dass wir Menschen jeder Religion, Rasse oder
Kultur gleich wertschätzen. Sogar Protestanten beste Grüße, Gereon
@ Florian @ Leblhuber Sie kennen doch das Gleichnis vom Sämann (Lk 1,11). Ich streue hier Wissen und
Informationen aus. Manchmal fällt etwas auf guten Grund. beste Grüße, Gereon
@Rudolfus Hierarchie Die Hierarchie gibt es in der Form wie in der Kirche nicht. Ein Meister vom STuhl
wird für zwei Jahre gewählt. Bei Priestern ist das nicht so. Ein Distriktmeister wird für vier jahre
gewählt. Bei Bischöfen ist das nicht so. Auch der Großmeister wird nur für eine bestimmte Zeit gewählt.
Logen sind eingetragene Vereine, die Vorsitzenden (MvST) sind bei den zuständigen Amtsgerichten eingetragen.
Distriktmeister und der Großmeister treten öffentlich auf – wie auch hier im kreuz.net schon zu lesen
war, etwa bei der Verleihung des Kulturpreises der Deutschen Freimaurer an Hans Küng. Es gibt unter dem
Begriff FM verschiedene Richtungen, in Deutschland den Freimaurer-Orden und die Alten Freien und Angenommenen
Maurer. Unter Freimaurer.org www.freimaurer.org/ können sie die deutschen Richtungen kennenlernen, ebenso
deren jeweilige Großmeister. Sie finden auch ein Verzeichnis der Logen und der Kontaktpersonen. Ganz
so geheim scheint mir das nicht… beste Grüße, Gereon
@ Florian Die Pyramide gehört nicht zur Symbolik der Freimaurerei. Es gab aber eine Zeit, in der Ägypten
und Pyramiden ziemlich „en vogue“ waren. Das war so etwa zur Zeit von Br. Mozart. Daher kommen auch Isis
und Osiris in der Zauberflöte und deren (pseudo-)ägyptischer Hintergrund. Gerade Mozarts Wiener Loge
hat sich für Ägypten sehr interessiert. Näheres dazu in „Die Zauberflöte – Oper und Mysterium“ von
Jan Assmann. Hilft Ihnen das weiter? Mir würde es helfen, wenn Sie Ihre Fragen etwas ausführen, dann
kann ich Ihnen besser antworten. beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus Guten Tag. Sie schrieben: Katholisch sein heißt, alles zu glauben, was die Kirche zu glauben
vorschreibt Rät uns Paulus nicht: „Prüft alles, das Gute aber behaltet“? (1 Thes) Klingt für mich wie
eine Aufforderung zum Selberdenken. sapere aude! Beste Grüße, Gereon
@ stimme der vernunft Naja, dann geb’ ich halt meine „bescheidenen Einblicke“ wieder. Hab hier auch schon
viel Neues gelernt… o^/ fröhliche Grüße, Gereon
fragt Freimaurer Gereon Guten Tag! wieder einmal hat Google mich benachrichtigt, dass hier das Stichwort
„Freimaurer“ gefallen ist. Ich bin Freimaurer in der Loge „Pylon zur Leuchte“ in Ludwigshafen/Rhein und
außerdem Distriktsekretär der Alten Freien und Angenommenen Maurer des Distrikts Rheinland-Pfalz/Saar.
Fragen zur FM und zur Symbolik beantworte ich gerne. beste Grüße, Gereon
@ Stimme a. d. Tradiland Guten Tag! Sie schrieben: Und die katholische Kirche strebt nach der Tradition
den katholischen Staat mit dem Katholizismus als Staatsreligion an. Ich möchte keinen Staat, der seinen
Bürgern eine Religion aufdrängt. Ich möchte einen Staat, der Menschenrechte schützt und eine freie
Religionsausübung garantiert, sofern diese Religion nicht Menschen- (und Tier-) Rechte verletzt. Sie
schrieben: Die stufenweise „Weiterentwicklung“ der Freimaurer ist eine fortdauernde Gehirnwäsche der
Vorwurf ist sehr billig – damit disqualifizieren Sie FM als Diskussionspartner – auch mich, weil ich ja
ein Opfer dieser „G-Wäsche“ bin. Ihre Aufzählung von Euthanasie bis Suizid suggeriert einen Zusammenhang
mit FM, den ich nicht verstehe. Aber es ist nichts Neues, seinen selbsterklärten Feinden alle möglichen
Sünden nachzusagen. Auch das ist etwas, das die FM überwinden will. IN unserem Ritual streben wir nach
„von der Sklaverei der Vorurteile befreiten Gedanken.“ (Kann ich sehr empfehlen) Ihre Ausführungen zu
Fluchen, Magie, etc muss ich wohl nicht erwiedern. Sie schrieben: Sie sind ganz und gar daneben, Herr
Gereon! Bitte bleiben Sie sachlich und unterlassen Sie Angriffe ad hominem. Wir wollen uns doch wie Erwachsene
benehmen, oder? beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus Guten Tag! Die FM garantiert gar nichts -schon gar nicht kann man bei ihr einen Platz im Paradies
reservieren. Aber diesen Anspruch hat FM auch nicht. Sie hat nur die Hoffnung, zu einer sittlichen Entwicklung
der Brüder und zu mehr Toleranz, Menschenliebe und Brüderlichkeit auf dieser Welt beizutragen. Dieses
Ziel wollen die Brüder durch die Arbeit an sich selbst (dem rauen Stein) und durch Wohltätigkeit fördern.
Im Ritual fragt der Meister vom STuhl: „Sind wir diesem Ziel näher gekommen?“- Die bescheidene Antwort:
„Wir haben uns bemüht.“ Ein Katholik, der sich mit diesen Zielen identifiziert, kann ein prima Freimaurer
werden. Denn die FM ist für das Diesseits – während die K.Kirche behauptet, allein und ausschließlich
für das Jenseits zuständig zu sein. Nur sagen halt Kirchenobere, dass FM „pfui“ ist. Aber die Kirche
war leider schon oft gegen Aufklärung und Bildung. Das sehe ich auch hier so. beste Grüße, Gereon
@ Leblhuber Guten Tag! Es werden in der FM, anders als in kath. Orden, nach der Aufnahme keine neuen Namen
vergeben. „Gereon“ ist einfach mein tatsächlicher Vorname. Danke für Ihre freundlichen Worte. Was ich
hier mache, würde ich nicht als PR sehen, sondern einfach als Information und Aufklärung. Ich bin ja
öfter hier und was hier über FM behauptet wird, lässt mir die Haare zu Berge stehen. Ich weiß, dass
viele Leute hier an Vorurteilen hängen – aber vielleicht gibt es ja ein paar, die durch meine Beiträge
zu einer differenzierteren Auseinandersetzung mit FM angeregt werden. Mehr kann ich nicht hoffen. Wer
Informationen will, kann sie von mir haben. beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus Jo – Sie müssten eben aushalten, dass andere Leute nicht katholisch sind und vielleicht gar
nicht werden wollen. In einer säkularen Gesellschaft muss man damit leben. Dafür dürfen Sie aber Ihren
Glauben behalten und kein Bruder würde Ihnen je etwas drein reden. Wenn Sie das nicht aushalten, sollten
Sie besser kein Freimaurer werden. Aber da besteht wohl keine Gefahr… fröhliche Grüße, Gereon
@ Rudolfus Es mag sein, dass die Kath. Kirche das so sieht, wie Sie das beschreiben – dann hat sie eben
Unrecht. Die symbolischen Handlungen in den Ritualen haben nur das Ziel, uns Freimaurer zur Arbeit an
uns selbst zu erinnern und uns den Gebrauch unserer symbolischen Werkzeuge vor Augen zu führen. Bsp:
Der 24-zöllige Maßstab soll uns daran erinnern, unsere Zeit mit Weisheit einzuteilen. Mit dem Senkblei
in der Hand sollen wir unser Gewissen erforschen. Ich kann beim besten Willen nicht sehen, wo sowas einen
katholischen Glauben ausschließen könnte. Die FM ist eine Sache des Diesseits, die transzendenten Bezüge
deuten nur an, dass es etwas gibt, das über das materielle Diesseits hinaus geht. Einen vernünftigen
Grund für die Unvereinbarkeit von Freimaurerei und Katholizismus kann ich nicht finden. Mein Eindruck
ist: FM und Kath Kirche unvereinbar, weil die Kirche behauptet, sie seien unvereinbar. Roma locuta – causa
finita. Ein Argument ist das nicht. beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus Sie behaupten: Die Freimaurer sind eine antikatholische Gegenkirche Warum? Wer sagt das? Warum
glauben Sie das? Und warum glauben Sie mir nicht, wenn ich sage, das ist nicht richtig? Führen Sie bitte
eine Quelle, oder einen Beleg an. Sonst enden wir mit „nein“ – „doch“ – „nein“ – „doch“ … ad infinitum.
Was ist eine „antikatholische Gegenkirche“? Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören. beste Grüße,
Gereon
@ Stimme a. d. Tradiland Wer etwas behauptet, muss dafür die Beweise liefern. Sie können nicht einfach
haltlose Behauptungen aufstellen und daran trotzig festhalten, bis sie jemand widerlegt. Aus logischen
Gründen kann man auch nicht beweisen, dass etwas _nicht_ der Fall ist. Oder beweisen sie mir mal, dass
in meinem Garten _kein_ UFO gelandet ist. Es ist sinnlos, gegen Verschwörungsdenken anzutreten. Würde
ich sagen, X sagt, dass Y kein Freimaurer ist, könnten sie sagen – er lügt – er sagt es um seinen Br.
zu entlasten – er ist nicht kompetent, das zu sagen – etc. sehen Sie, wie sinnlos das ist? Ihre „Früchte“-Behauptung
erscheint mir reichlich vage und konstruiert. Obwohl ich Obstsalat recht gerne mag, scheint er mir hier
unangebracht. fröhliche Grüße, Gereon
@ Stimme a. d. Tradiland Guten Tag, Ich finde, Sie machen es sich sehr einfach: Deutsche Bischöfe sind
nach Ihrer Ansicht Freimaurer mit oder ohne Schurz – zu deutsch ob sie zur Bruderschaft gehören oder
nicht, sind sie sowieso FM. Mit demselben (Un)Recht können Sie jeden x-beliebigen Menschen zum FM erklären.
Oder ich erkläre SIE hier einfach zum „Maurer ohne Schurz“ – sehen Sie nun, wie unsinnig das ist? Die
Rotarier sind _keine_ Freimaurer und auch keine „Vorfeld“-Organisation. Von den vier Rotary-Gründern
war _einer_ Freimaurer. Ehrlich gesagt haben wir das, was sie uns zur „Rekrutierung“ unterstellen, schlicht
nicht nötig: Wir FM machen öffentliche Veranstaltungen, informieren in Presse und Medien über uns,
die Logen stehen in Telefonbüchern und an den Logenhäusern prangen unsere Symbole und die Namen der
dort arbeitenden Logen. Logen sind eingetragene Vereine, über deren Vorstand jedes Vereinsregister Auskunft
gibt. Ich selber werde demnächst an einer Volkshochschule einen Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit zur
FM halten. Ich fürchte, wir sind viel weniger „geheimnisvoll“, als die meisten Kreuz-Netter uns unterstellen.
beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus , Isidor Guten Tag, Die „automatische“ Exkommunikation für Freimaurer gilt nicht mehr. Allerdings
sagt eine vom damaligen Kardinal Ratzinger formulierte Erklärung, dass ein Freimaurer „im Zustand schwerer
Sünde“ lebe – was unterm Strich fast dasselbe ist, da man meines Wissens in diesem „Zustand“ keine Kommunion
empfangen sollte. Im neuen CIC von 1983 sind die Freimaurer nicht mehr genannt, auch der Canon 2336, der
sich auf Geistliche und Ordensleute als Freimaurer bezog, wurde abgeschafft. Can 1240, der Ausschluss
vom kirchlichen Begräbnis und Can 2335, der Kirchenbann sind ebenfalls gestrichen. In Folge erklärten
die Bischofskonferenzen von Skandinavien, England und Wales, das jeder Bischof nach eigenem Ermessen die
Mitgliedschaft in einer Loge gestatten kann. Die Deutschen Bischöfe erklärten die Unvereinbarkeit von
FM und Katholizismus. Die Vereinbarkeit von FM und Kath. Glauben in Österreich ist keine neue Feststellung,
sondern gibt es meines Wissens mindestens seit dem neuen CIC. Dass fast alle deutschen Bischöfe Freimaurer
sein sollen, ist mir nicht bekannt. Woher nehmen Sie Ihr Wissen? Ich würde mich freuen, die Quellen Ihrer
Behauptungen kennenzulernen. beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus Guten Tag, Was Sie „Freimaurergott“ nennen, gibt es nicht. Was wir den „Großen Baumeister
aller Welten“ nennen, ist ein Symbol, das bei den Alten Freien und Angenommenen Maurern (AFAM) jeder selbst
mit Leben erfüllen muss. Etwas anders ist es bei den anderen Obödienzen: Der Freimaurer Orden, auch
„schwedisches System“ genannt, fordert ein Bekenntnis zu Jesus, als dem Vollkommenen Meister und Großen
Baumeister aller Welten. Auch in den höheren Hochgraden des Schottischen Ritus und des York Ritus wird
ein christliches Bekenntnis gefordert. Wer nun meint, alle anderen Menschen zu seinem Glauben bekehren
zu müssen und alles, außer seinem eigenen Glauben für falsch oder gar verwerflich hält, der wird sicher
kein Freimaurer werden – und wohl auch nicht werden wollen. Die Prinzipien der religiösen Toleranz, die
in den Alten Pflichten von 1723 niedergelegt sind, entstanden aus der Erfahrung der schrecklichen Religionskriege.
Deshalb heißt es dort „… hält man es für ratsamer, sie (die Maurer) nur zu der Religion zu verpflichten,
in der alle Menschen übereinstimmen und jedem seine besonderen Überzeugungen selbst zu belassen.“ Ich
bin sehr stolz darauf, dass zu meinen Brüdern, die ich näher kenne, Juden und Muslime gehören und denke,
dass das Verständnis füreinander und der brüderliche Umgang unsere Welt ein bisschen besser machen.
beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus Die Freimaurer lassen jeden an den Gott glauben, an den er glauben will. Auch den Dreifaltigen.
Damit kann auch ein Katholik glauben, was er will. Und es gibt genügend katholische Freimaurer, wie es
auch protestantische, jüdische und moslemische gibt. Es gibt keine verbindliche Religion für Freimaurer.
Jeder bringt seine mit und darüber wird auch nicht diskutiert. Natürlich gibt es bestimmte Glaubensrichtungen,
die dies den Freimaurern negativ auslegen. Ich finde das schade. beste Grüße, Gereon P. S. worauf stützt
sich eigentlich hier dieses „gefühlte Wissen“ über Freimaurer?
Toleranz – Freimaurer Guten Tag, hier ist wieder Ihr Freimaurer Gereon. Seit heute morgen übrigens Distriktsekretär
der Alten Freien und Angenommenen Maurer für Rheinland-Pfalz und das Saarland. Toleranz gegen Kinderschänder
usw. ist natürlich völliger Unfug und böswilliger Dummschwätz, auf dieses Niveau kann ich mich nicht
bücken… Wer ernsthafte Fragen zur Freimaurerei hat, möge sie hier stellen, ich kucke öfter vorbei
und werde sie beantworten. sapere aude! beste Grüße, Gereon
@ Rudolfus Ich meine, wenn ein Katholik auf sein Gewissen hört und kritisch und aufrichtig prüft, was
Freimaurer sind, was sie machen und was sie wollen – dann _könnte_ er durchaus Freimaurer sein, ohne
im geringsten mit seinem Glauben in Konflikt zu kommen. Nachdem aber die katholische Kirche und das Kirchenrecht
aus mir unverständlichen Gründen anderer Meinung sind, muss ein Katholik, der gerne Freimaurer wäre,
sich entscheiden. Wer natürlich in blindem Gehorsam der Obrigkeit folgt, für den stellt sich die Frage
gar nicht, ob er Freimaurer werden will. Richtig ist, dass im Lauf der fast 300-jährigen Geschichte der
modernen Freimaurerei viele Geistliche, auch katholische Freimaurer waren. Die freimaurerische „Verfassung“,
die „Alten Pflichten“ hat ein Pfarrer geschrieben. Allerdings ein anglikanischer, was vielen Kreuz-Nettern
nicht als rechtgläubig gilt. beste Grüße, Gereon
@ no comment Guten Tag, Ich wüsste nicht, was ein „Sieg“ der FM sein sollte…? IN unserer Symbolsprache:
Wir arbeiten am „rauen Stein“ (was jeder Maurer selber ist) und bauen am Tempel der Humanität, einer
Welt in der die Ideale von Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit etwas mehr als bisher verwirklicht
sind. Da gibt’s ganz offensichtlich noch eine Menge Arbeit. Mit Religion hat das nichts zu tun. beste
Grüße, Gereon
Freimaurer antwortet Guten Tag zusammen, ich bin Freimaurer in der Loge Pylon zur Leuchte (Nr. 911) in
Ludwigshafen/Rhein und beantworte gerne Fragen zur Freimaurerei. Zu einer hier gestellten Frage: Freimaurer
werden kann ein freier Mann von gutem Ruf. Er muss volljährig sein. Inzwischen gibt es auch Frauen, die
in eigenen Logen freimaurerisch arbeiten – für sie gilt dasselbe. eine Mitgliedschaft oder Vorbereitung
in anderen Organisationen ist nicht nötig – Lions und andere Serviceclubs sind keine freimaurerischen
Organisationen, gleichwohl manche von Freimaurern gegründet wurden. Wer Fragen zur FM hat, möge sie
hier stellen, ich schau in der nächsten Zeit hier öfter vorbei. beste Grüße, Gereon
@ pünktchen DANKE @ Alle: Was wäre wenn? Guten Abend, vielen Dank für das Zitat und den Text. Ich muss
aber gestehen, dass mich die päpstlichen Argumente nicht überzeugen. Am Abendmahlstisch mögen vielleicht
nur Männer gesessen haben – aber mit demselben Recht könnte ich sagen, es haben auch keine Deutschen
mit am Tisch gesessen. Was wäre schlimm daran, wenn Frauen gleichen Zugang zu Weihen, Ämtern und Würden
hätten? Ich kenne eine protestantische Pfarrerin, die ich schätze und die ihren katholischen Kollegen
meiner Ansicht nach in nichts nachsteht. beste Grüße, Gereon
Warum eigentlich…? Guten Tag, kann mir bitte jemand helfen und erklären, warum in der katholischen
Kirche die geistlichen Ämter für Frauen nicht zugänglich sind? Warum gibt es keine Diakonin, Pfarrerin,
Bischöfin, Kardinalin, Päpstin? Wie wird das begründet? besten Dank, Gereon
@ Czibo @ alle Hallo Czibo, keine Bange, ich bin schon länger immer mal wieder hier und weiß, was hier
so abgeht. Ich kriege zum Stichwort „Freimaurer“ einen Hinweis von Google und tauche dann hier auf. Wie
immer biete ich Informationen zur FM an. Ich selber bin Meister in „Pylon zur Leuchte“ in Ludwigshafen/Rhein,
Mitglied der Forschungsloge „Quatuor Coronati“ und (so mich meine Brüder wählen) demnächst Distriktsekretär
für Rheinland-Pfalz und das Saarland. Ich beantworte gerne Fragen zur Freimaurerei. beste Grüße, Gereon
Freimaurer-Symbolik Ich bin gerne behilflich. Die vollständige Symbolik der FM wird hier www.internetloge.de/symhandb/symb.htm
erklärt. beste Grüße, Gereon
Freimaurer-Symbolik Guten Tag, Als Freimaurer kann ich zur Symblik sagen: Die Pyramide war und ist kein
FM-Symbol. Den Hauptteil unserer Symbole machen aus: Winkel, Zirkel, 24-zölliger Maßstab, Spitzhammer
und rauer Stein, Kelle und kubischer Stein, Senkblei, Winkelwaage. Die Iluminaten sind keine FM-Unterabteilung
gewesen, sondern waren was eigenes. Allerdings hat Frh. von Knigge, später ein führender Illuminat,
sehr viele Freimaurer geworben, unter ihnen Goethe. Natürlich gibt es an allen Domen Zeichen der Steinmetze
und der damals noch operativen Maurer, später auch der Freimaurer. Im Barock war die FM „en vogue“ und
so sind auch in Schlössern und Gärten viele Zeichen zu finden, zB. Schlossgarten Schwetzingen. beste
Grüße, Gereon
@ Aurelius Ich denke, in der Loge sollte die gleiche Haltung gelten, wie im säkularen Staat: Jeder sollte
seine Religion pflegen dürfen, keiner sollte anderen seine Religion aufnötigen. In meiner Loge gibt
es einen sehr engagierten, aktiven Christen. Er nutzt die Gelegenheit, bei seinen Vorträgen oder Zeichnungen
(so heißen die Vorträge bei einer Tempelarbeit) seine christliche Sicht und seinen Gottesbezug einzubringen.
Das ist auch für alle Brüder eine willkommene und gern gehörte Bereicherung des Logenlebens. Aber dieser
Bruder erweckt nicht den Eindruck, dass alle anderen das glauben müssen, was er glaubt. Er gibt immer
gerne Auskunft zu seinem Glauben, aber er belästigt andere nicht mit „Missionsarbeit“ in der Loge. Und
deshalb passt er sehr gut zu uns und ist ein sehr geschätzter Bruder. beste Grüße, Gereon
@ sozialkatholisch Eine komplette Erlösung im Diesseits gibt es nicht, das ist einer der Trugschlüsse
der Freimaurerei – nein, es ist etwas, das Sie der FM unterstellen. Die naive Idee einer „kompletten Erlösung
im Diesseits“ kommt bei uns nirgendwo vor. Wir Maurer, wissen, dass es genug Arbeit gibt und dass die
Arbeit an sich selbst nie endet, oder genauer: erst mit dem Tod endet. Mission? Kommt drauf an, was Sie
darunter verstehen. Die FM lädt ein zu Informationsabenden, Konzerten, Diskussionsrunden und mehr – ob
das Mission ist? Auch was ich hier mache, würde ich nicht als „Mission“ sehen. Übrigens wird es demnächst
bei meiner Loge eine Öffentlichkeitsarbeit geben. Termin steht noch nicht fest, aber da kann man echte
Freimaurer ganz aus der Nähe sehen (nicht füttern…), Fragen stellen und vieles mehr. Ich lade jetzt
schon dazu ein und werde den Termin nennen, sobald er steht. beste Grüße, Gereon
@ Aurelius @sozialkatholisch @ aurelius Ich gehöre zu den AFAM und habe mich auf dieses Ritual bezogen,
beim FO (Große Landesloge) bin ich öfter zu Gast, habe aber den Wortlaut nicht im Kopf – das kann ich
nachschauen. Für Christen, die ihre Religion als einzige und wahre ansehen und damit einen Missionsanspruch
verbinden, wird es in der Tat schwierig, das mit der FM unter einen Hut zu bringen – das sehe ich ein.
Aber daraus würde ich keine grundsätzliche „antichristliche“ Haltung der FM ableiten. Es wurde hier
ja schon behauptet, das die FM aktiv gegen Kirche und Christentum agiere – was ich für unbegründete
Anschuldigungen halte. @ sozialkatholisch Ich sehe Erlösung auf ein Jenseits bezogen. Aber die FM will
ja im Diesseits wirken. Deshalb schließt sie eine Erlösung nicht aus. Sie behauptet aber auch nicht
ihre Notwendigkeit – einfach deshalb, weil das eine andere Baustelle ist und nicht in den Bereich FM fällt.
Ich denke es ist eine Quelle von Missverständnissen, dass die FM sich zu vielen hier genannten katholischen
Glaubenssätzen nicht äußert – das liegt aber an der religiösen Neutralität der FM und sollte nicht
als Ablehnung oder Leugnung interpretiert werden. Für mich ist FM und Christentum insofern vereinbar,
als sich beide auf verschiedene Aspekte des Menschseins beziehen. Man muss schon eine ganz bestimmte Art
von Katholizismus pflegen (etwa mit einem Missionsanspruch), um hier Unvereinbarkeiten zu finden. beste
Grüße, Gereon
@ sozialkatholisch z.B. das sie die Erbsünde leugnen Ich habe diesen Begriff weder in den Evangelien,
noch sonstwo in der Bibel gefunden. Allenfalls Paulus hat Ideen entwickelt, die sich in diese Richtung
interpretieren lassen. Dass die Erbsünde mit der Taufe einfach „weggewischt“ wird, verwundert mich –
aber vielleicht habe ich das auch noch nicht ganz verstanden. Im Sinne einer „ererbten Schuld“ lehne ich
„Erbsünde“ ab. Das ist aber meine ganz persönliche Überzeugung, die nicht im geringsten etwas mit FM
zu tun hat. Die FM hat einen sehr bescheidenen Anspruch: An sich selbst zu arbeiten (dem rauhen Stein,
der man selber ist). An Perfektion oder Selbsterlösung wagt niemand zu denken. In unserem Ritual fragt
der Meister vom Stuhl: „sind wir diesem Ziel näher gekommen?“ – die Antwort: „Wir haben uns bemüht“
Jeder Maurer, egal welchen Grades, bleibt sein Leben lang Lehrling und wird an sich arbeiten. Das wird
weder eine „Selbsterlösung“, noch einen „perfekten“ Menschen ergeben. Nur jemand, der um seine Unvollkommenheit
und Fehlbarkeit weiß und versucht, sich zu einem besseren Menschen im Hinblick auf Toleranz, Brüderlichkeit
und Menschenliebe zu entwickeln. Sollte ein Bruder gegenüber Ihnen abfällig über Christen gesprochen
haben, bedaure ich das und hoffe, dass der Bruder noch Gelegenheit hat, an seinem rauhen Stein zu arbeiten.
Ich kann nur betonen, dass er nicht im Geist der Freimaurerei gesprochen hat, sondern bestenfalls eine
persönliche Überzeugung geäußert hat. beste Grüße, Gereon
@ sozialkatholisch Ich gehe für sie wahrscheinlich genauso von falschen Annahmen von ihnen aus wie sie
für mich. Zeigen Sie mir, wo das der Fall ist und ich bin bereit, dazuzulernen. Sie leugnen das Jenseits
nicht, aber bestätigen tun sie es auch nicht, Falsch. Es gibt einen Jenseitsbegriff. In unserem Sprachgebrauch
wurde ein Br:. der gestorben ist „zu höherer Arbeit abberufen“ und ist „in den ewigen Osten gegangen“.
Das muss aus der Symbolsprache verstanden werden: Aus dem Osten (Sonnenaufgang) kommt das Licht, das die
Welt erleuchtet. (Das Bild passt nahtlos zur biblischen Lichtsymbolik) Ich empfinde die Caritas der Freimaurerei
nur als vorgeschoben um eigene Machtgelüste zu verstecken. Ich denke, Sie sind da von antiquierten Verschwörungstheorien
beeinflusst. Es liegt im Wesen der V-Th dass sie gegen Widerspruch immun sind. Der Widersprechende wird
entweder als Teil der V diskeditiert, oder als „niedere Charge“ abgetan, der von den geheimen Plänen
der „Oberen“ keine Ahnung hat. Übrigens kann jeder ein Buch kaufen, das FM herausgegeben haben: „Freimaurer
Politiker Lexikon“ – kein Geheimnis, wer dazugehört hat (Lebende FM werden nicht genannt, warum dürfte
klar sein). Welteinheitsreligion Nein, wir wollen eine Welt, in der jeder seiner Religion nachgehen kann,
ohne belästigt zu werden oder andere zu belästigen. Sonntagsheiligung Was sollen wir damit zu tun haben?
Ich würde gern wissen, für was sie die FM sonst noch verantwortlich machen. beste Grüße, Gereon
@ Athanasius et al. Die Freimaurerei bekämpft hinter der Öffentlichkeit aktiv jeden der an einer absoluten
Wahrheit glaubt. Vor allem die toleranten und nächstenliebenden Christen. Können Sie das irgendwie belegen?
Wie soll das gehen? um das Gesicht des Terrors der FM am Ende zu sehen Ach Du liebe Güte! Ich bin Mitglied
einer „Terrororganisation“? Auch dafür würde ich gerne Belege sehen – nicht bloße Behauptungen – auch
wenn Päpste sowas behauptet haben mögen. Ich habe mit meinen Brüdern ein Benefizkonzert organisiert,
dessen Erlös Bruder Karlheinz Böhm und seine Organisation „Menschen für Menschen“ bekommen hat, unterstützt
vom Freimaurerischen Hilfswerk. Mit Behauptungen wie „hinter der Öffentlichkeit“ lässt sich leicht übel
nachreden. Woher kommt den dieses „gefühlte Wissen“, das hier so erbitterte Freimaurer-Gegner hervorbringt?
beste Grüße, Gereon
@ VirFortis Toleranz heißt ja nicht, dass man sich zum Depp machen lässt. Toleranz endet da, wo zB.
Menschenrechte verletzt werden, wo Unterdrückung beginnt. Ich weiß zwar nicht so genau, was Satanismus
wirklich ist, aber sofern dabei Menschen zu Schaden kommen, Gewalt und grobe Verstöße gegen die guten
Sitten und den guten Geschmack ins Spiel kommen – so jemanden wollen wir nicht zum Bruder haben. Das gilt
im Übrigen für alle anderen extremistischen Auffassungen. Üblicherweise sehen wir uns die um Aufnahme
Suchenden recht genau an. Es gibt mehrere Gespräche im kleinen Kreis und dann wird den übrigen Brüdern
der Loge Bericht erstattet. Es muss ich jemand in der Loge finden, der für den Aufzunehmenden bürgt,
also ihn in das maurerische Brauchtum einführt und darauf achtet, dass er sich wohlverhält. Dann gibt
es eine Abstimmung. Bei drei Gegenstimmen ist der Antrag abgelehnt, bei zwei wird er zurückgestellt und
neu diskutiert, eine Gegenstimme ist möglich. Nochmal zu Ihrer Frage: Toleranz für die Feinde der Toleranz
wäre Selbstzerstörung und außerdem – einfach dumm. beste Grüße, Gereon
@ sozialkatholisch Ich glaube, Sie gehen einfach von falschen Annahmen heraus. Aus der Tatsache, dass
wir Freimaurer diese Welt besser machen wollen, folgern Sie, wir wollen das Paradies im Diesseits und
würden das Jenseits leugnen. Niemand nimmt aber an, dass wir ein Paradies _hier_ erreichen können. Und
ich denke, man kann diese Welt ein ganzes Stück verbessern und ist immer noch von diesem Ideal entfernt –
finden Sie nicht? Ich sehe kein Problem mit den ersten vier Geboten, denn die FM ist keine Religion und
macht keine religiösen Vorschriften. Sie belässt jedem seinen Glauben. Richtig ist, dass sie keine Religion
höher bewertet, als andere. Also auch nicht die katholische. Der christliche FO, bei dem ich öfter zu
Gast bin, setzt voraus „das aufrichtige Bemühen, die Botschaft Jesu Christi zu hören“. Waren Sie schon
auf den FO Webseiten? Warum streiten Sie dessen christliche Orientierung rundheraus ab? Haben Sie Angst,
Ihr Feindbild wird aufgeweicht? beste Grüße, Gereon
@ sozialkatholisch Das Engagement für ein besseres Diesseits hat nichts mit einer „Erbsünde“ zu tun.
Ich verstehe nicht, warum Sie diesen Begriff ins Spiel bringen. Nach meinem Verständnis stehen dem auch
die 10 Gebote nicht entgegen. Wenn ich mir Lukas 9,49-50 ansehe, nehme ich an, dass Jesus mit der Maurerei
keine Probleme hätte. Mit dem Freimaurerorden schon gar nicht, die beziehen sich ja ausdrücklich auf
ihn. Auf diesen Seiten finde ich eher eine Umkehrung von Lukas 9, 50. beste Grüße, Gereon
@ Daniel Stöhr Ich habe von „verhandeln“ nicht gesprochen – das habe Sie getan. Ich habe Gespräche genannt
und die sind dokumentiert – sowohl von katholischer Seite, als auch von Freimaurer-Seite aus. Sie erlauben
auch, dass ich den offiziellen Sprachgebrauch der Amtskirche verwende und Josef Ratzinger in seiner Zeit
als Vorsitzender der Glaubenskongregation als Kardinal bezeichne. Ein Urteil über die Rechtmäßigkeit
katholischer Ämter und Würden kann ich mir nicht anmaßen. Nur aus Neugier: Ich weiß zwar, dass theoretisch
jeder katholische Mann Papst werden kann und man nicht Kardinal sein muss (nein, ich hab einfach nicht
die Zeit dafür, bin ja mit der Weltverschwörung total ausgelastet Ich würde gerne wissen, wie sie
den Status des jetzigen Amtsinhabers einschätzen. beste Grüße, Gereon
@ Daniel Stöhr Pardon, aber der Papst ist nicht in der Position, eine bürgerliche Organisation, die
kein Teil seiner Kirche ist, zu verbieten. Es gibt auch keine automatische Exkommunikation mehr, wenn
man Freimaurer ist. Nach der Ansicht des damaligen Kardinals Ratzinger (die er nicht begründet hat),
lebe ein Katholik als Freimaurer „im Zustand schwerer Sünde“. Dass dies besonders die katholischen Brüder
schmerzt, leuchtet mir ein. Es gab übrigens in den 70er Jahren recht lange Gespräche zwischen FM und
katholischer Kirche. Die wurden von Seiten der Kirche aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen abgebrochen.
Die dazu zugänglichen Quellen kann ich Ihnen gerne nennen, wenn Sie das wünschen. Das etwas, das der
Papst verbietet, per se „antichristlich“ sei, wie Sie sagen, ist wohl eine sehr verkürzte Auffassung
der päpstlichen Autorität. beste Grüße, Gereon
@ sozialkatholisch ??? sicher nicht. Das ist doch klar. aber was wollen Sie mir damit sagen? Ich verstehe
nicht, was Sie meinen, vielleicht wären Sie so freundlich, es mir zu erläutern. beste Grüße, Gereon
@ sozialkatholisch Ich darf Sie darauf hinweisen, dass es auch eine dezidiert christliche Orientierung
in der FM gibt: Den Freimaurer-Orden. Der benennt ausdrücklich Jesus Christus als seinen Obermeister.
Über den Freimaurerorden (FO) de.wikipedia.org/…urer_von_Deutschland und hier zum Orden selbst: Website
des Freimaurerordens www.freimaurerorden.org/ Ich freue mich, dass sich Ihnen die Symbolik der Maurerei
intuitiv erschließt. Tatsächlich arbeiten wir mit dem 24-zölligen Maßstab, der uns daran erinnert,
unsere zeit mit Weisheit einzuteilen, mit dem Senkblei, das unsere Gewissenserforschung verdeutlicht.
Und am „Tempel der Humanität“, dem Ideal einer menschlicheren Gesellschaft sind Menschenliebe, Toleranz
und Brüderlichkeit, der Mörtel, der die Steine (die Menschen) zusammenhalten soll. beste Grüße, Gereon
@ Aurelius Sie haben natürlich Recht, wirklich geheim ist da schon lange nix mehr. Wir hängen die Rituale
aber auch nicht an die große Glocke. Ich bin z. B. sehr froh, dass ich mich nicht vorher über das Aufnahmeritual
informiert habe, denn ich hätte mich damit um ein großartiges Erlebnis gebracht. Wenn man es wirklich
will, kann alles, was angeblich „geheim“ ist, finden und lesen. Ob einem das aber echte Erkenntnis über
die FM bringt, wage ich zu bezweifeln. Die besteht nämlich wesentlich aus dem individuellen Erleben und
Erfahren der FM. beste Grüße, Gereon
@ pünktchen Meine Zurückhaltung bezüglich meines persönlichen Glaubens hat durchaus Gründe: Angenommen
ich sei: – katholisch, dann würde man mir hier erklären, dass ich nicht Freimaurer sein könne, weil
ich sonst „im Zustand schwerer Sünde“ lebte. – protestantisch, dann hatte ich (so meine Erfahrung hier)
nicht den „wahren“ Glauben – jüdisch, dann würde man mir etwas von der jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung
erzählen – moslemisch – hier geradezu indiskutabel – buddhistisch – ist gar keine Religion – etc. Sie
sehen, ich könnte nichts gewinnen. Ebenso wenig werde ich mich über meinen Grad in der FM äußern,
auch das hat Gründe. Wer erklärt mir jetzt, was ich über die Grade der FM stelle, weil ich mich nicht
zu meinem Grad „bekenne“? Sie wollen etwas von mir, das ich Ihnen nicht geben will. Ich habe auch keine
Lust, über andere persönliche Dinge hier zu reden – dazu bin ich auch niemandem Auskunft schuldig. Was
ich Ihnen gerne gebe, sind Informationen zur Freimaurerei. beste Grüße, Gereon
@ athanasius, @ pünktchen @ athanasius ja-ja… und wir fressen kleine Kinder und reiten auf Besen. Und
die Erde ist eine Scheibe. Den 32. Grad kann man im Schottischen Ritus sich erarbeiten. Der 33. Grad ist
ein Ehren- und Verwaltungsgrad, der verdienten Maurern des SR verliehen wird. Die Anzahl der Inhaber dieses
Grades ist begrenzt und festgelegt. Über die Inhalte der einzelnen Grade des SR habe ich hier schon an
anderer Stelle berichtet. Bitte lesen Sie dort nach. Ansonsten würde ich gerne wissen, worauf Sie ihre
Behauptungen stützen. @ pünktchen ich muss nicht über jedes Stöckchen springen, das mir jemand hinhält.
Wenn Sie Fragen zur FM haben, werde ich sie so gut ich kann beantworten, das habe ich Ihnen und allen
Anderen hier angeboten. Ich habe nicht angeboten, Fragen zu meiner Person zu beantworten und das trägt
auch nichts zum Thema bei. Die Qualität von Informationen zu einem Thema sollte für sich bestehen –
im Idealfall. Ich möchte mich hier weder im Guten, noch im Schlechten in eine Ecke drängen lassen, was
meinen persönlichen Glauben betrifft. Deshalb möchte ich ihn heraushalten. Welche Schlussfolgerungen
Sie daraus ziehen oder reißen, bleibt Ihre Sache. beste Grüße, Gereon
@ pünktchen Ja, das nennt man Glauben- und Gewissensfreiheit. Ist ein Grundrecht. Ich nehme mir die Freiheit,
bestimmte Dinge, die meine Person betreffen, als Privatsache zu halten. Zu anderen Dingen, will ich mich
äußern. Wo ist das Problem? beste Grüße, Gereon
@ pünktchen Ich bin ja nicht zum ersten Mal hier. Ich möchte unabhängig von meiner Person so gut ich
kann Auskunft zur FM geben. Für mich hat das nichts mit meiner Konfession zu tun, für meine Brüder
auch nicht. Deshalb habe ich Ihnen auch erklärt, dass wir Bekenntnisse jeder Couleur in unseren Logen
haben. Warum genügt Ihnen das nicht und was für eine Rolle spielt für Sie mein persönlicher Glaube?
beste Grüße, Gereon
@ pünktchen in der Loge, der ich angehöre, gibt es, wie in allen anderen Logen, die ich kenne, engagierte
Katholiken und Protestanten, ebenso wie Brüder anderer Bekenntnisse, oder Agnostiker. Ich bin sehr stolz
darauf, dass die FM religiöse Toleranz lebt. Beispiel: Auf dem sog. „Altar“ im Tempel liegt das „Buch
des Heiligen Gesetzes“. Das ist im Abendland meist die Bibel, aufgeschlagen beim Beginn des Johannes-Evangeliums.
Bei der Aufnahme eines Moslems, legen wir den Koran auf, bei der Aufnahme eines Juden den Talmud. Religion
ist in der FM Privatsache, bleibt jedem selbst überlassen, und so will ich es auch halten. beste Grüße,
Gereon
Ich bin Freimaurer – bitte fragen Sie mich Guten Tag! Ich bin Freimaurer bei den Alten Freien und Angenommenen
Maurern, ich gehöre zur Loge „Pylon zur Leuchte“ in Ludwigshafen/Rhein. Außerdem bin ich Mitglied der
Forschungsloge „Quatuor Coronati“, die sich mit der Erforschung der FM befasst. Ich beantworte gerne Ihre
Fragen. Zu Ihrer Information schon mal hier: Alte Freie und Angenommene Maurer www.freimaurerei.de/ Wikipedia
zu FM de.wikipedia.org/wiki/Freimaurer Schreiben Sie ihre Fragen hier, ich werde öfter vorbeischauen
und sie nach Möglichkeit beantworten. beste Grüße, Gereon
Freimaurer – Fragen dazu Guten Tag, wie immer, wenn das Stichwort „Freimaurer“ hier auftaucht, melde ich
mich zu Wort. Ich bin Freimaurer und beantworte gerne, wie schon früher hier, Fragen zur Freimaurerei.
Der Großmeister der Schottischen Großloge ist derzeit Sir Archibald D. Orr Ewing. Nicht Mr. Wilson.
beste Grüße, Gereon
@ Sozialkatholisch Ich bin grad etwas in Eile, deshalb kurz zu Ihren Fragen: Wenn man bedenkt, dass alle
humanitären Fortschritte, wie Demokratie, Rede- und Meinungsfreiheit, allgemeine Bildung, Freiheit der
Forschung und Wissenschaft etc. gegen die Amtskirche durchgesetzt werden mussten, dann hat sie mE damit
nicht unbedingt den menschlichen Fortschritt gefördert. Der Große Baumeister ist in meiner FM-Richtung
(AFAM) ein allgemeines Symbol, das jeder Bruder mit seiner eigenen Vorstellung füllen kann. Wie so etwas
„versklaven“ soll, müssten Sie mir bitte erklären. Der Freimaurer-Orden sieht den dreieinigen Gott als
Großen Baumeister und Jesus Christus als den ersten und obersten Meister. HS spielt in der FM keine Rolle,
die sexuelle Orientierung ist Privatsache, niemand wird deswegen benachteiligt oder bevorzugt. Einen Hinweis
auf eine positiv bewertete schwule Beziehung von David im AT könnte sein: „Weh ist mir um dich, mein
Bruder Jonatan. Du warst mir sehr lieb. Wunderbarer war deine Liebe für mich als die Liebe der Frauen.“
(2_Sam 1,26) Ruth und Noemi hatten wohl auch ein sehr enges Verhältnis: „Wohin du gehst, dahin gehe auch
ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du
stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein. Der Herr soll mir dies und das antun – nur der
Tod wird mich von dir scheiden. (Rut 1,16-17) Ich muss jetzt ein paar andere Dinge erledigen – morgen
mehr. Danke für Ihr Interesse. beste Grüße, Gereon
@ Reflektor Guten Abend, auch wenn das jetzt für Sie unerwartet kommen mag: Die Bibel ist „eine Anleitung
zur Unterdrückung, Ausgrenzung und Diskriminierung“. Schon immer gewesen. Das AT enthält eine riesige
Aufzählung von der Verfolgung und Vernichtung Andersgläubiger, Andersdenkender, oder Leuten, die zur
falschen Zeit am falschen Ort waren. Der HERR befiehlt ständig die Ausrottung ganzer Völker, Männer,Frauen,
Kinder, Säuglinge „alles was Odem hat“… Das NT ist nicht viel besser. Jesus selbst wollte anscheinend
die Heiden nicht erlösen (Mt 10,5f.), und sprach so, dass sie ihn nicht verstehen, damit sie sich nicht
bekehren und ihnen nicht vergeben wird (Mk 4,11f.), sagt über Juden, die an ihn glaubten „Ihr habt den
Teufel zum Vater“ (Joh 8,44 u 47!). Er meint, sie „plappern“, wenn Sie beten (Mt 6,7) und vergleicht sie
mit Hunden und Säuen (Mt 7,6) beides unreine Tiere und für Juden die denkbar schlimmste Beleidigung.
Einer Nichtjüdin, die für ihr Kind bittet, sagt er, er wolle das Brot nicht Hunden vorwerfen (Mk 7,26
f.). Städten, die sich nicht bekehrten, soll es schlimmer als Sodom ergehen (Mt 11,20) Mit der Bibel
in der Hand wurden 394 nChr. die Olymischen Spiele verboten, andere Religionen und Kulturen vernichtet
(Griechen,Kelten) Juden verfolgt, andere Christen verfolgt, weil sie angeblich den Tod verdienen (vgl.
Phil 3,2; 2.Kor 11,13; 2.Petr 2,12) angebliche Hexen verbrannt (Ex22,17) Ich denke, damit haben Sie erstmal
ein bisschen zu tun… beste Grüße, Gereon
@ Sozialkatholisch Liebe/r Sozialkatholisch, Sie beginnen, sich in etwas hineinzusteigern, was Ihrem Blutdruck
nicht gut tut. Achten Sie auf Ihre Gesundheit! Ob ich Christ bin oder nicht, können Sie nicht wissen.
Unter Christen gibt es Nächstenliebe (unter manchen vielleicht nicht so ausgeprägt) aber sie ist kein
christliches Privileg – es gibt Nächstenliebe auch unter Nichtchristen. Sie haben bisher nur eine Bibelstelle
genannt, Mt 5,17-19, deren Zusammenhang mit HS Sie mir bitte noch erklären könnten. Wen ich kritisiere
und warum wähle ich, ebenso wie Sie, mir selbst aus. Mein launiger Wunsch für S. scheint mir angemessen,
bedenken Sie doch, was das Gegenteil wäre! Ich bedaure, dass dies Ihr feines ästhetisches Empfinden
verletzt hat. Der Zustand Ihres Hinterns ist mir egal, es wäre aber nett, wenn aus dem entgegengesetzten
Ende wieder durchdachtere und weniger emotionale Beiträge kämen. Was die freimaurerische Freiheit (sensu
Toleranz) bedeutet, haben Sie recht: Ich lasse Ihnen ihre persönliche Meinung zur HS, sie ist ja gar
nicht Gegenstand unserer Diskussion. Gegenstand ist die Frage, ob Homosexualität eine Sünde ist. Sie
berufen sich auf die Hl. Schrift und die kath. Lehre. Ihr persönlicher Ekel wird in der Bibel meines
Wissens nicht erwähnt. Dass die Deutung der Hl. Schrift nicht immer auf dem neusten Stand ist, haben
der Fall Galilei und die Hexenverfolgung gezeigt. Da hat die Erleuchtung der kath. Kirche ein paar Jahrhunderte
gedauert. Ähnlich sehe ich die HS-Sache. beste Grüße Gereo
@ Sozialkatholisch / @ Sulpicius Sie zitieren meinen ersten Satz und fragen „warum?“ Die Begründung steht
im 2. Satz. Um die Diskussion sinnvoll weiter zu führen, möcht ich Sie bitten a) wenn Sie sich auf die
Hl. Schrift beziehen, eindeutige Belege mit Verweisen zu nennen. b) persönliche Werturteile und Argumente
auseinander zu halten. Was Sie persönlich von Homosexualität halten, ist mir eigentlich egal. Sie argumentieren
aber mit dem Wort Gottes und der Meinung der Kirche. Worte wie „Homoarsch zukneifen“ sind unangemessen.
Zumal ich sicher bin, dass Sie den Ihrigen dereinst ebenfalls zukneifen und falls es einen Richter geben
wird, möge der zu Ihnen hoffentlich freundlicher sein als Sie es zu anderen sind. @ Sulpicius Fragen
Sie mal eine durchschnittliche Frau, wie oft sie von Heteros dumm angemacht oder angefasst wird. Das entschuldigt
nichts, denn unerwünschte Anmache ist halt unerwünschte Anmache. Möge Ihr Hintern Jungfrau bleiben,
solange Sie dies möchten beste Grüße, Gereon
@ Sozialkatholisch Ich bin sehr enttäuscht, von dem Ton, den Sie jetzt anschlagen. Er klingt weder friedfertig,
noch nach christlicher Liebe. Aber von Ihren religiösen Pflichten abgesehen: Es ist einfach schlechter
Stil. trotzdem Grüße, Gereon
@ reflektor / @ alle Danke für das Lob. Ich denke, dass es hier ( in der kath. Kirche, sowie anderen
Religionen) an Wissen über Homosexualität fehlt. Ich bin in einem ländlich-katholischen Millieu aufgewachsen,
wo offen gelebte HS nicht vorkam und nur Gegenstand dummer Witze war. Wie sehr das einen prägt habe ich
an mir erlebt, als ich zum ersten Mal über eine CSD-Gala berichten musste (ich bin Kultur-Journalist).
Ich hatte tatsächlich ein komisches Gefühl und habe mir sehr genau das Publikum angesehen. Und fast
jeder in meinem Umfeld machte Witze, als ich sagte, ich ginge zur CSD-Gala („Immer schön mit dem Arsch
an der Wand bleiben, höhöhö“). Vom bloßen Ansehen hätte ich nicht sagen können, wer schwul/lesbisch
ist. Natürlich ist es irritierend, wenn auf der Bühne eine „Celine Bouvier“ steht, hoch gewachsen, schlank
und mit atemberaubend langen Beinen auf Stilettos stöckelnd – aber das eigentlich ein Kerl ist. Als ich
anderen davon vorgeschwärmt habe, musste ich erleben, dass es tatsächlich Homophobie gibt: Offener Hass
ohne Anlass gegen Schwule. Hingegen finden die meisten Männer ja zwei Mädels, die’s miteinander treiben,
recht reizvoll. „Die Homos“, wie sie hier verunglimpfend dargestellt werden, sind ebensowenig eine homogene
Gruppe, wie es „die Heteros“ sind. Sieht man sich Kriminalstatistiken an, sieht man, dass zB sexueller
Missbrauch meist im engsten familiären Umfeld stattfindet und von heterosexuellen Personen begangen wird.
Ist das ein Argument gegen Familie? beste Grüße, gereon
@ Br. Theophil Lieber Br. Theophil Bei allem Respekt vor Sozialkatholisch denke ich nicht, dass er/sie
(ich kenne nicht Namen noch Geschlecht) dazu befugt wäre, mir eine Absolution zu erteilen. Bitte zeigen
Sie mir, wo ich Worte der Bibel „zurechtgebogen“ habe. Ich dachte, ich sei so eng als möglich am Text
geblieben. Zitiert habe ich dann S. Ich finde daher Ihre Vorwürfe nicht zutreffend. Den Vorschlag, dass
die Worte der Schrift der Interpretation bedürfen, habe nicht ich ins Spiel gebracht. Die Art, wie auf
dieser Website gegen Homosexuelle Stimmung gemacht wird, ist nicht richtig und nicht aufrichtig. Ebenso
wenig berechtigt könnte man Bilder von extremen heterosexuellen Praktiken zeigen, heterosexuelle Verfehlungen
aufzählen und das Ganze als Argumente gegen Mann-Frau Beziehungen anführen. Gedanken zur Hl. Schrift
bzgl HS finden Sie hier: HuK www.huk.org/allgem/bibel.htm, kath. Theologe www.phil.uni-sb.de/…/2003/imp030702.html
beste Grüße, Gereon
@ Sozialkatholisch Zugegeben – ich habe keine Jungfrau verführt. Aber viel wichtiger ist, was Sie schrieben:
In den verschiedenen Epochen und Kulturen hat es verschiedene Sexualverständnisse gegeben und die oft
zügellose sexuelle Freigiebigkeit unserer Gesellschaft ist bestimmt nicht der Idealfall. Sind Sie, wie
ich, der Ansicht, dass das Sexualverständnis aus der Entstehungszeit der Bibel nicht 1:1 auf die heutige
Zeit übertragbar ist? Denn wollten Sie es übertragen, müssten auch die Aspekte zu Vergewaltigung, Heirat,
Bruderehe, Selbstbefriedigung etc. so übernommen werden. Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Treue, Respekt
und Liebe die wesentlichen Elemente einer Beziehung. Gehen wir also einmal davon aus, dass Homosexuelle
genau so treu und liebevoll zueinander sind, wie Heteros. Lassen wir mal die bunten Schockbilder, mit
denen hier Stimmung gemacht wird, beiseite. Wenn also Schwule und Lesben einfach nur einen gleichgeschlechtlichen
Partner wählen, ansonsten aber eine vorbildliche Zweierbeziehung leben – dann erklären Sie mir, was
an solchen Homosexuellen Beziehungen schlecht sein soll. beste Grüße, Gereon
@ Sozialkatholisch Liebe(r) Sozialkatholisch, Sie haben mit Ihrer Antwort, wie ich sie verstehe, dankenswerter
Weise zwei Dinge aufgezeigt: a) Die rigoros wörtliche Auffassung des AT ist nicht richtig. b) die (christliche)
Liebe steht über den Buchstaben des Gesetzes des AT. Sie sind nicht eingegangen auf mein Bsp Ex 22, 15+16.
Vielleicht ein Versehen? Aber weil dies ein Bsp zur damaligen Sexualmoral ist, würde mich Ihre Interpretation
und die mögliche Anwendung in der heutigen Zeit interessieren. Danke für Ihre Mühe, Gereon
@ Sozialkatholisch Wenn also auch das AT noch mit jedem Jota gilt, hätte ich ein paar Fragen: Ich kenn
eine Menge Leute, die am Samstag arbeiten, gilt Ex 31, 14 und 35,2 – sie müssen mit dem Tod bestraft
werden? Laut Lev 25,44 kann ich von benachbarten Völkern Sklaven kaufen. Polen grenzt ja an Deutschland
an, aber wie ist es mit der Ukraine? Oder kann ich vom der ganzen EU ausgehen und in deren Nachbarländern
Sklaven einkaufen? Bei einem Arbeitstermin fluchte ein Kollege „Hi…, He…, Sak…“ Ich versuchte, mit
Verweis auf Lev 24,10 die Anwesenden zu überzeugen, dass wir den Flucher steinigen müssen, die wollten
aber nicht mitmachen. Was soll ich mit denen machen? Ich bin Single und habe, wie in Ex 22,15 beschrieben
ein Mädchen verführt, mit ihr geschlafen, wollte das Brautgeld zahlen und sie ordnungsgemäß zur Frau
nehmen. Ich Vater will sie nicht rausrücken. Jetzt weigert er sich, das Geld in Höhe des Brautpreises,
das mir laut Ex 22,16 statt des Mädchens zusteht, zu bezahlen. Kann ich ihn verklagen? Hier in der Pfalz
essen die Leute Blutwurst. Laut Lev 19,26 ist das aber verboten. Eine Strafe ist nicht genannt. Wär steinigen
ok? Der Kaplan meiner Gemeinde hat eine Augenkrankheit und wird sicher blind werden. Laut Lev 21,18f.
dürfte er eigentlich nicht an den Altar treten, wenn er blind geworden ist. Was schlagen sie für seine
Zukunft vor? Jesaja sagte über den Irak (Babylon) Für immer wird es unbewohnt sein, bis zu den fernsten
Generationen wird es nicht mehr besiedelt. Wär amerikan. A-Bombe ok?
Frage zur Homosexualität Guten Abend, was ist eigentlich mit der Homosexualität von Frauen? In der ganzen
Bibel gibt es keine einzige Textstelle dazu. Was wohl daran liegt, dass für die Autoren damals Frauen
keine eigene Sexualität zu haben hatten. Dürfen die Mädels unter sich… oder nicht? Schriftgelehrte
bitte melden. beste Grüße, Gereon
Glauben und Besserwissen Guten Abend, bin gerade von der Arbeit zurück und habe mal nachgelesen, was
hier so inzwischen passiert ist. All denen, die meinen, sie hätten die Deutungshoheit über die Hl. Schrift
möchte ich gerne zu bedenken geben, dass Jesus sich recht regelmäßig mit den Schriftgelehrten angelegt
hat und ich finde man kann daraus einiges lernen. Die entsprechenden Textstellen sind sicher allen bekannt.
Kein Zufall war es sicher, dass Jesus nicht von Heiden, oder „Gottlosen“ umgebracht wurde – sondern von
denen, die dachten, den einzig wahren Glauben zu haben. beste Grüße, Gereon
@ Agathenon – Freimaurer In manchen Kreisen ist „Freimaurer“ einfach ein Kampfbegriff: In den traditionalistisch-katholischen
Kreisen herrscht die Meinung, dass FM durch religiösen Relativismus, Toleranz und Untergrabung der Moral
die einzig wahren eigenen Werte bedrohen. Insofern reicht es, Dinge in Frage zu stellen, zu Toleranz aufzurufen
u. ähnl. und – schwupps – wird man als Freimaurer bezeichnet, was in dem Zusammenhang sicher nicht als
Kompliment gemeint ist Die falsche Prämisse, dass FM „im Dunkeln munkeln“ macht es dem FM-Gegner leicht,
einfach Dinge zu behaupten und außerdem muss er sich nicht sachkundig machen, weil die FM in seinen Augen
ja sowieso alles verschleiert, vertuscht und verleugnet. Solches Verschwörungsdenken ist ein in sich
geschlossenes System, dem mit Argumenten nicht beizukommen ist. Es hat den Vorteil, dass komplizierte
und unangenehme Dinge mit einer einfachen Schuldzuweisung erklärt werden, eine rationale Auseinandersetzung
vermieden wird und die eigenen Reihen durch die vermeintliche Bedrohung fester geschlossen werden. Dagegen
kämpfen Götter selbst vergebens… beste Grüße, Gereon
@ Agathenon – Freimaurer Wie Sie feststellten, ist der Begriff „FM“, ebenso „Loge“ nicht geschützt. Es
gibt einige Gruppen, die von dem Nimbus des Geheimnisvollen, der die FM umweht, profitieren möchten.
Immerhin gibt es uns schon länger als viele andere soziale oder kulturelle Organisationen (die Religionen
ausgenommen). Ich bin in meiner Loge einer der Brr, die Interessenten Aukunft geben und bei öffentlichen
Abenden sich den Fragen stellen. Aus der Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass wir in meiner Loge Interessenten,
die Esoterisches, Okkultes, oder neue Geschäftskunden suchen (hats auch schon gegeben), höflich abblitzen
lassen. Auf der einen Seite ist die FM viel unspektakulärer als Viele denken, auf der anderen Seite hat
sie einen Reichtum zu bieten, den man aber für sich selber entdecken und erarbeiten muss. Für die hier
erwähnten Freveleien gibt es schlichtweg keinen Grund. Und wenn Malachias wieder von „dämonischen Kraftfelden“
und angeblichem magischen Firlefanz der FM zitiert, dann – pardon – habe ich das Gefühl, es hat sich
jemand im Jahrhundert geirrt. Die Symbole, die wir verwenden, sind einfach und anschaulich Bsp: Der 24“-Maßstab
erinnert uns, unsere Zeit mit Weisheit einzuteilen. Er liegt auf dem Arbeitsteppich quer, wie eine Barriere
vor anderen Symbolen. D.h: Gelingt es uns die Zeiteinteilung nicht, werden wir unsere höheren Ziele nicht
erreichen. Wie aber d. Einzelne seine Zt einteilt, ist allein seine Sache. Gleiches gilt für alle anderen
Symbole. beste Grüße, Gereon
@ Agathenon – Freimaurer Guten Tag! Es ist halt für manche Leute schwer zu ertragen, dass die FM eine
„diskrete“ Gesellschaft ist. Die Rituale sind schon längst nicht mehr geheim, wer will und sich ein bisschen
Mühe macht, kann sie auch im Internet finden. Ich selber bin heilfroh, dass ich vor meiner Aufnahme das
Ritual nicht kannte. Da Recherchieren zu meinem Beruf gehört, hätte ich alles finden können. Aber dann
wäre mir das wunderbar eindrucksvolle Erleben sicher verwehrt gewesen, denn dazu gehört auch das Moment
der Überraschung. Das „Geheimnis“ ist das eigene Erleben der Rituale und der Wirkung der FM auf den Einzelnen –
was eben individuell ist. Einer recht gute Dokumentation der Angriffe gegen die FM gibt es von Br:. Wolfang
Bittner „Satans verschworene Brüder – Angriffe und Antithesen gegen die Deutsche Freimaurerei 1970 –
2000“. Da werden auch die Unterstellungen aus katholisch-traditionalistischer Sicht dokumentiert. Eben
wegen des (ungerechtfertigt) schlechten Rufes, der FM in manchen Kreisen anhängt, bleiben manche Brr:.
„in Deckung“, weil sie mögliche Nachteile fürchten. Zu unserer Verschiegenheit gehört, dass niemand
gegen seinen Willen als Br:. bekannt gemacht (ge-outet) wird und dass die Gespräche unter Brr:. vertraulich
sind. Deshalb kann ich vor meinen Brr:. offen und frei sprechen, auch über Persönliches und Privates,
im Vertrauen darauf, dass nicht getratscht wird. Das ist die ganze „Geheimniskrämerei“. beste Grüße,
Gereon
@ Agathenon – Freimaurer und Handkommunion Guten Abend, Agathenon. Danke für die Mail, ich hätte sonst
das Thema hier übersehen. Ich habe ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung, was Handkommunion und Freimaurerei
miteinander zu tun haben sollten, noch habe ich irgend einen Hinweis darauf gefunden. Ich vermute, dass
diese Vorwürfe ähnliche Wurzeln haben, wie die angeblichen Hostienschändungen, die man Juden vorgeworfen
hat. Erich Ludendorff hat in Deutschland wohl am lautesten behauptet, dass hinter der FM „der Jude“ stecke.
Insofern nehme ich an, dass hier einfach etwas übernommen wurde. Ein Bsp dafür sind die Schriften von
J. Rothkranz, der zB von einer „freimaurerisch-zionistischen Uno“ spricht. Zudem hat Erzbischof LeFêbre
ja behauptet, das II. Vat. Konzil sei durch die Unterwanderung der kath. Kirche durch FM initiiert worden.
Da dort auch die H-Kommunion zugelassen wurde, lässt sich mit etwas Verschwörungs-Fantasie ein Zusammenhang
konstruieren, der aber faktisch falsch ist. Hostienschändung verbietet sich schon aus dem Respekt der
Maurerei gegenüber allen Religionen, also auch der katholischen. Ich kenne verschiedene Formen der Rituale
und viele Logen und kann Ihnen versichern, dass ich nie irgend einer Art von Entweihung oder Verächtlichmachung
religiöser Symbole begegnet bin. Aber da man der FM schon so ziemlich jedes Verbrechen vorgeworfen hat,
wundert mich nichts mehr. Danke für Ihr Interesse und beste Grüße, Gereon
Fragen zur Freimaurerei? Br:. Gereon Guten Tag zusammen, wie immer, wenn hier mal wieder das Stichwort
Freimaurerei fällt, schau ich mal vorbei. Ich bin Freimaurer in der AFAM Loge Pylon zur Leuchte am Rhein
und werde gerade Mitglied in der Forschungsloge Quatuor Coronati, welche sich der Forschung rund um die
FM widmet. Zu der Meldung: „germanisch“ ist wohl ein Fehlgriff des sprachlich unsicheren Verfassers der
Meldung. „Geheimbündler“ ist Quatsch, denn Logen sind eingetragene Vereine, beim zuständigen Amtsgericht
registriert und die Logen und Logenhäuser findet man im Telefonbuch. Alle Logenhäuser, die ich kenne
haben ein deutlich erkennbares Schild am Eingang. Geheimbünde stelle ich mir anders vor. Wer Fragen zur
FM hat, möge sie hier stellen. beste Grüße, Gereon
@ malachias Pius IX war niemals Freimaurer, obwohl das behauptet wird. 1849 hat er das übrigens selber
erklärt. Die Gerüchte kamen zur Zeit seiner Wahl und später noch mal auf. Die Loge „Zur deutschen Treue“,
die eine Kopie seiner aufnahmeurkunde haben soll, hat es nicht gegeben, Wilhelm von Wittelsburg, der sie
unterschrieben haben soll, war nie Großmeister einer bayerischen Großloge, weil es diese nie gegeben
hat. Es müsste auch Wittelsbach heißen, selbst der Name ist falsch! Eine angebliche urkunde über P’s
ausschluss aus der FM wurde von dem damaligen König von Italien als Großmeister des Großorientes von
Italien unterschrieben. Ein König von Italien war nie der Großmeister des GO von I. Falls sie sich auf
Dudley Wrights „Roman Catholicism an Freemasonry“ (1922) berufen – vergessen Sie’s. Diese Behauptungen
sind längst widerlegt. Für mich haben die Urteile und Bannflüche der Päpste gegen die FM den gleichen
Status wie die Hexenbulle von Innozens VIII: Ein Irrtum von historischem Ausmaß, bedingt aus Zeitgeist,
Unkenntnis und Überheblichkeit. beste Grüße, Gereon
@ virFortis Im Grunde ist die Sache ganz einfach: Wenn Sie mit Ihrem Glauben einer Loge beitreten wollten,
könnten Sie Ihren Glauben so leben, wie Sie es möchten. Würden Sie behaupten, dass alle das glauben
müssten, was Sie auch glauben, würden Sie Widerspruch ernten. Es ist gar kein Problem, für Katholiken,
Freimaurer zu werden. Denn ihr/Ihr Glaube ist Privatsache. Nur da, wo Sie sich in den Glauben anderer
einmischen würden, oder gar andere Glauben herabsetzen würden (alles nur hypothetisch gedacht) würden
Sie an die Grenzen der freimaurerischen Toleranz stoßen. Die einzige Voraussetzung, die das Diesseits
transzendiert, ist, dass es für Sie möglich ist, das Symbol des Großen Baumeisters mit einer eigenen
Vorstellung zu füllen. Der Grand Orient in Frankreich hat auch diese Forderung aufgegeben, mit der Begründung
es müsse absolute Gewissens- und Glaubensfreiheit auch für Atheisten geben. Daraufhin hat England den
G.O. für irregulär erklärt. Es gibt aber auch die Grand Loge Nationale Francaise, die als regulär
gilt. Die katholischen Vorurteile gegen die FM rühren aus alten Bannflüchen von Päpsten, die auf Halbwissen,
Hörensagen und Angst vor aufgeklärten, freien Menschen beruht. An der FM ist nichts Geheimes, in D sind
Logen eingetragene Vereine, stehen in Telefonbüchern und laden zu Veranstaltungen ein. Die Verschwiegenheit
bezieht sich auf gegenseitiges Vertrauen. Die Rituale sind veröffentlicht und im Internet zu finden.
Magie/Okkultismus halte ich für lächerlich. beste Grüße, gereon
#48 gereon 17:59:45 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@ sozialkatholisch Ich bin öfter bei FO Logen zu Gast. Als ich fragte, welche Voraussetzungen man für
die Aufnahme brauche, sagte man mir: „Ein ehrliches Bemühen, die Botschaft Christi zu hören.“ Die Antwort
gefiel mir sehr. Insofern ist auch der Glaube im engeren katholischen Sinn nicht Voraussetzung, aber,
wie in allen Logen, so willkommen wie alle anderen persönlichen Glaubenshaltungen, sofern sie sich mit
dem Symbol des GBAW in Übereinstimmung bringen lassen. Ich kenne unter meinen Brn gläubige Katholiken
ebenso wie engagierte Protestanten, ich kenne Juden und Moslems. Ihr kleinster gemeinsamer Nenner ist
das Symbol des GBAW. Der politische Einfluss der FM wird gemeinhin überschätzt. Es gab und gibt Politiker,
die Fm sind (ausführliche seriöse Liste: R.A.Minder: Freimaurer Politiker Lexikon, Studienverlag Insbruck).
Einen koordinierten und gezielten Einfluss gibt es nicht, das scheitert schon daran, dass jede Loge souverän
ist, es verschiedene Großlogen und Richtungen gibt und in den EU-Ländern die Großlogen ganz unterschiedlich
sich verhalten. Selbstverständlich ist es eine Hoffnung der FM, dass die sittliche Haltung und die maurerischen
Ideale von den Maurern auch in ihrem Leben umgesetzt werden. Bsp: Br. Karl-Heinz Böhm und sein Afrika
Projekt „Menschen für Menschen“ Aber die Idee einer „Weltverschwörung“ ist absurd, ihre Herkunft u Entwicklung
lässt sich historisch gut belegen. In Dland ist unser Image durch die Nazi-Hetze und die kath. Kirche
immer noch beschädigt. beste Grüße, Gereon
#46 gereon 02:32:26 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@ sozialkatholisch Ich muss mich kurz fassen, bin eben (2:15) von der Arbeit gekommen, will Sie aber nicht
bis morgen warten lassen. Die „Alten Pflichten“, eine Art Verfassung der FM, wurden von dem anglikanischen
Geistlichen James Anderson 1723 geschrieben. Zu der Zeit hatten Religionskriege ganz Europa verwüstet
und sehr hohen Blutzoll gefordert. Unter diesem Eindruck sind Andersons Gedanken zu verstehen, die ich
hier auszugsweise zitiere: „Der Maurer ist verpflichtet, dem Sittengesetz zu gehorchen, und wenn er die
Kunst recht versteht, wird er weder ein engstirniger Gottesleugner, noch ein bindungsloser Freigeist sein.
In alten Zeiten waren die Maurer in jedem Lande zwar verpflichtet, der Religion anzugehören, die in ihrem
Lande… galt, heute hält man es für ratsamer, sie nur zu der Religion zu verpflichten, in der alle
Menschen übereinstimmen und jedem seine besonderen Überzeugungen selbst zu belassen.“ Im Freimaurer-Orden
(FO), der explizit christlichen Orientierung der Maurerei, ist der „Große Baumeister“ der christliche
Gott und Jesus wird als der größte Meister, der auf Erden gelebt hat, angesehen. In meiner Orientierung
(AFAM) ist das offener. Jede Loge in beiden Orientierungen wird geöffnet und geschlossen „in Ehrfurcht
vor dem Großen Baumeister aller Welten“. Es gibt keine Riten, die konkret zur Verehrung gedacht sind,
gleichwohl werden alle Maurer in allen Ritualen immer daran erinnert, dass es über uns den GBAW gibt.
mehr morgen, Danke für Ihr Interesse, Beste Grüße, Gereon
@ sozialkatholisch Sie schrieben wenn jemand sagt das die Beziehung zu Gott einfach so oder nur durch
gute Werke bzw. dem Arbeiten an sich selber wieder hergestellt wird. Die FM, das kann ich allgemein sagen,
mischt sich nicht in die Beziehungen des Einzelnen zu Gott ein. Wie bereits gesagt: Die Arbeit an sich
selbst, zur Entwicklung einer sittlichen Persönlichkeit, erhebt _nicht_ den Anspruch, die Beziehung zu
Gott zu beeinflussen – weder im Positiven, noch im Negativen. Ich denke da an das Beispiel von den Knechten
und dem Umgang mit den Talenten: Als Freimaurer versuche ich, die mir gegebenen Talente zu entwickeln.
Ich glaube nicht an einen historischen Sündenfall, mit der Folge einer Erbsünde. Ich glaube, dass Menschen
„eigentlich“ gut sind und dass Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit das _Diesseits_ verbessern –
und mehr will auch die FM nicht. Das ist für die Katholische Kirche nicht ganz einsichtig: so wurden
auch die Gespräche zwischen FM und der kt. Kirche sehr stark von kath. Theologen und theol. Fragen dominiert –
wo sich FM eben nicht für zuständig hält. Zu der Frage am Ende: Die FM ist keine einheitliche Organisation,
die über politisches oder sonstiges „mehrwissen“ verfügt. Schon Franzosen, Engländer und Deutsche unter
scheiden sich in Auftreten und Auffassungen. Während in F es üblich ist, dass sich der Grand Orient
politisch äußert, ist es in D verpönt. E erkennt den G. O. gar nicht als „regulär“ an usw
@ sozialkatholisch ich freue mich über Ihre Bereitschaft zum Dialog. Ich muss aber betonen, dass ich
nicht für _die_ FM als Ganzes sprechen kann. Denn genau Ihre Fragen berühren die rein diesseitig orientierte
FM eher wenig. Das Symbol des „Großen Baumeisters aller Welten“ mag für einen Katholiken mit katholischem
Inhalt, für einen Menschen anderen Glaubens mit etwas anderem gefüllt werden. Zu der dritten Frage (Anspruch
auf Erlösung). Sie nennen meine Antwort „antikatholisch“. Versteht man „anti-“ als Gegnerschaft, ist
Ihre Einschätzung nicht richtig. Wenn Sie meinen, sie entspreche nicht der katholischen Lehre, wäre
„nicht-katholisch“ treffender. Ich meine, wenn ein Baumeister etwas erschafft, wird er es „gut“ machen
und dafür sorgen, dass sein Werk nicht verloren geht. Ich meine mit „Anspruch auf Erlösung“ nicht, dass
Gott uns etwas schuldig wäre. Ich glaube einfach, dass ein liebender Gott uns nicht zugrunde gehen lassen
kann. Und was „das Gute im Menschen“ betrifft, bin ich ein Optimist. In einem FM-Ritual heißt es sinngemäß:
Wir bauen am Tempel der Humanität, die Steine, deren wir bedürfen, sind die Menschen. Menschenliebe,
Toleranz und Brüderlichkeit sind der Mörtel unseres Tempelbaus. Oder wie Br:. Mozart den Text von Br:.
Schikaneder vertonte: …und ist ein Mensch einmal gefallen, führt Liebe ihn zur Pflicht. beste Grüße,
Gereon
Morgen… … ist auch noch ein Tag. Da werde ich zwar nicht so viel Zeit haben, weil ich mittags und
dann abends bis tief in die Nacht arbeiten werde, aber die Fragen gehen ja nicht verloren. Falls welche
kämen… beste Grüße, Gereon
@ Lauschi / @ sozialkatholisch @ Lauschi: Ich habe schon länger Malachias als Hochgradfreimaurer geoutet,
dessen Aufgabe es ist, durch aberwitzige und absurde Behaupten die FM-Kritik von innen her auszuhöhlen
@ sozialkatholisch: Kein Maurer kann in diesen Fragen für andere sprechen. Es ist wesentlich für die
FM, dass jeder diese Fragen nur für sich beantwortet. So auch ich. zu 1) Ich bin mir nicht sicher. In
der FM gibt es den Sprachgebrauch wenn ein Br. gestorben ist: „hat die irdischen Werkzeuge aus der Hand
gelegt und wurde zu höherer Arbeit abberufen“. Das würde mir gefallen. zu 2) Ja. Aber wir müssen uns
alle immer wieder neu bemühen, das zu erkennen, zu unterscheiden und entsprechend zu handeln. zu 3) Ja,
volle Zustimmung. Das sind meine persönlichen Ansichten, es gibt Brüder, die sehen das anders. beste
Grüße, Gereon
@ Colonel B. Sir, nein Sir! Keine masochistischen Tendenzen! Zum einen erhellt auch das kleinste Licht
die Dunkelheit (und hier ist es ziemlich finster) und zum anderen gibt es viele Leute hier, die FM nur
vom Hörensagen und von abenteuerlichen Behauptungen kennen. Vieleicht gibt es welche, die tatsächlich
so offen sind, dass sie an sachlichen Informationen interessiert sind. Die will ich versuchen, anzubieten.
Das ist alles. Ich bin ja schon länger hier und insofern schreckt mich nix mehr. beste Grüße, Gereon
Bitte um Mäßigung und Sachlichkeit Liebe Leute, ich denke Fragen des persönlichen Getränkekonsums
oder autoerotische Praktiken und die Aufforderung dazu, gehören nicht zum engeren Themenkreis dieser
Seite. @ malachias hey, altes Haus! Lang nix mehr gehört! Na, die Tasten schon geölt und die einschlägigen
„Werke“ aufgeschlagen? Alle anderen, die an sachlichen Beiträgen interessiert sind: Mein Angebot gilt
nach wie vor: Wer Fragen zur Maurerei hat, ich werde sie so gut es mir möglich ist, beantworten. Legt
los. beste Grüße, Gereon
Bitte um Hilfe zur Klärung Guten Tag zusammen, Ich habe gerade versucht, auf der angegebenen Website
www.chretiente.info www.chretiente.info/ genannte Meldung zu finden. Es ist mir aber nicht gelungen. Vielleicht
habe ich was übersehen. Die jüngste Meldung mit dem genannten Bischof André Vingt-Trois stammt vom
August. Der angeblich zitierte Artikel bezieht sich auf einen Vorfall vom November. Weiterhin kommt mir
seltsam vor, dass die angebliche „weibliche Großloge“ erst eine „private Organisation“ genannt wird,
aber ihr tatsächlicher Name nirgends erscheint. Weil der Begriff „Freimaurer“ und was damit zusammenhängt,
nicht geschützt ist, kann sich jeder, der sich einen Schurz umbindet, FM nennen. Der kreuz.net Artikel
ist leider sehr ungenau – aber das ist ja nichts Neues beste Grüße, Gereon
@ Lauschi / @ Benedikta @ Du findest auch bei anderen FM-Themen hier Beiträge von mir. Ich bin gerne
bereit, Dir und allen, die ernsthafte Fragen haben, Antworten zu geben. Ich bin Bruder der Loge „Pylon
zur Leuchte am Rhein“ in Ludwigshafen (D, Rheinland-Pfalz) und wir gehören zu den „Alten Freien und Angenommenen
Maurern“, der größten Richtung in D, mit etwa 9.000 Brüdern @ Benedikta Das Schachbrettmuster ist das
sogenannte „musivische Pflaster“. Der Wechsel von hell und dunkel soll uns erinnern, dass auf unserem
Lebensweg Hell und Dunkel wechselt. Der Altar heißt zwar so, ist aber nicht im katholischen Sinn einer.
Auf dem Tisch liegen die drei „Großen Lichter“ der FM: Winkel, Zirkel und das Buch des Heiligen Gesetzes
(hierzulande die Bibel, aufgeschlagen beim Johannesevangelium, kann aber auch Talmud oder Koran, wenn
ein Bruder solchen Glaubens aufgenommen wird.) Tempel (der Raum, in dem die Rituale stattfinden) und Altar
sind bei uns nichts Heiliges, sondern Symbole. Beide werden auch nicht geweiht, wie das in Kirchen üblich
ist. Auf dem Bild sind vor allem FM-Würdenträger zu sehen, deshalb sind die etwas prächtiger herausgeputzt,
als die anderen Brüder. Ist beim Klerus ja nicht anders Weitere Fragen beantworte ich gerne. beste Grüße,
Gereon
@ Lauschi Hier ist ein Freimaurer: gereon Hallo Lauschi, Du konntest keinen Freimaurer-Bruder auftreiben.
Hier ist einer. Was kann ich für Dich tun? beste Grüße, Gereon
Freimaurer Gereon mal wieder… Kuckuck – da bin ich wieder. @ Malachias. Hallo mein lieber Freimaurerfresser
Manchmal sind Ihre fleißig getippten Zitate ja aufschlussreich – über das Wissen und den Geisteszustand
ihrer Verfasser. Wenn ich von „geheimen Kraftfeldern“ und sonstigem abergläubischen Stuss lese, dann
wundert mich nix mehr. Machen Sie sich doch mal die Mühe und suchen Sie nach unseren Ritualen. Sie finden
alle im Internet, oder in vielen gut sortierten Bibliotheken. Und zur Symbolik gibt es auch ausreichend
Material. Glauben Sie wirklich, dass man im Tempel durch irgendwelche magischen Tricks „verzaubert“ wird?
Und irgendwelche heidnischen Götter sind mir nicht begegnet. Ich habe hier schon einen Link zu den Inhalten
sämtlicher Hochgrade des Schottischen Ritus gepostet – hat das keiner gelesen? fröhliche Grüße, Gereon
@ malachias Naja, wir wissen ja alle, dass Sie gern den Vatikan hätten, aber der ist Chefsache. Die meisten
großen Sachen in Europa sind schon weg. Ich könnte Ihnen noch Andorra, Litauen oder Slowenien anbieten.
beste Grüße, Gereon
malachias – Agent der Freimaurer? Lieber Malachias, Könnte es sein, dass sie von Hochgrad-Freimaurern
den Auftrag haben, die Anti-Freimaurer-Kritik zu unterwandern? 1) Malachias hat sich nach dem kirchenkritischen
Film „Das Wunder des Malachias“ benannt. Regisseur Bernhard Wicki war Freimaurer. Die Behauptung Malachias
hätte sich nach dem irischen Heiligen benannt, ist nur eine Schutzbehauptung. 2) Malachias zitiert seitenweise
aus Werken, die von sektiererischen Splittergruppen, Schismatikern und offensichtlichen Spinnern stammen.
Kein Mensch, der heute bei Sinnen ist, würde sich darauf berufen. Aber dahinter steckt Methode. 3) Malachias
diskreditiert mit seinen Pamphleten jede ernst zu nehmende Kritik an den Freimaurern und richtet unter
Freimaurer-Kritikern mehr Schaden an, als sämtliche Gegenreden vermöchten. 4) Die Tatsache, dass Malachias
so perfekt getarnt ist und sich gleichzeitig so exponiert, deutet auf einen extrem raffinierten Plan –
eben typisch freimaurerisch. 5) Die umfangreiche Bibliothek an Anti-Freimaurer und fundamentalkatholischen
Werken des Malachias kann sich ein Einzelner gar nicht leisten – da stecken größere Ressourcen dahinter.
Und wer sammelt all die Anti-Literatur gegen sich ? … Eben. 6) Ein Bruder, den ich kenne, hat von einem
Höchstgradfreimaurer den Satz gehört „Wenn wir lauter solche wie den Malachias hätten, würde die Maurerei-Kritik
kein Mensch mehr ernst nehmen. Der Mann ist unbezahlbar…“ Br Malachias, ich grüße Dich i.d.u.h.Z.
oder beweisen Sie, dass sie kein Maurer sind.
Frage: Priesterbruderschaft und Freimaurer Ich hab da mal ‘ne Frage. Mir haben hier verschiedene Leute
die Erklärung des damaligen Kardinals Ratzinger zitiert, wonach Freimaurer im Zustand schwerer Sünde…
etc. Derselbe Ratzinger findet aber die hier so geschätze Priesterbruderschaft Pius X. auch nicht gerade
toll: in der Wikipedia heißt es dazu Die FSSPX besitzt keine Anerkennung durch die römisch-katholische
Kirche. Der heilige Stuhl sieht die FSSPX zwar nicht als schismatische Kirche an, beurteilt aber das Verhalten
verschiedener Mitglieder der Bruderschaft als schismatisch. Die vier FSSPX-Bischöfe sind gültig geweiht,
aber exkommuniziert.[16] Die Priester der Bruderschaft sind gültig geweiht, aber aufgrund der fehlenden
Inkardination suspendiert (Can. 265 Codex Iuris Canonici).[17] Der heilige Stuhl sieht die Messen der
Bruderschaft zwar als gültig an, rät aber vom Besuch von FSSPX-Messen ab und betrachtet den Besuch dieser
als moralisch unerlaubt (morally illicit). Die Kommission Ecclesia Dei sieht die Gefahr, dass Gläubige,
die solche Messen besuchen, sich langfristig von der katholischen Kirche und vom Papst trennen (Quelle:
Wikipedia de.wikipedia.org/…rschaft_St._Pius_X., dort sind auch die Primärquellen genannt) Wie jetzt?
Wenn’s gegen die Freimaurer geht, hört man auf den Papst, wenn’s gegen die FSSPX geht nicht? Kann mir
das jemand erklären? beste Grüße, Gereon ps: Freimaurer werden nicht mehr exkommuniziert – die Bischöfe
der FSSPX _sind_ exkommuniziert.
@ breze und andere Nachteulen Hey breze – das ist aber nett. Gleichfalls gute Nacht! Ähm noch ein Nachtrag:
Wenn wir Freimaurer so mächtig und einflussreich wären… … warum gibt es dann arbeitslose Brüder?
Klar, dass wir denen helfen, wenn es geht – also zum Beispiel damit ihnen den Logenbeitrag (bei meiner
Loge 18 Euro im Monat) erlassen. ich war vorhin bei einer Tempelarbeit. Die Zeichnung (so heißt der Vortrag
im Tempel) ging über VORURTEILE. Da habe ich recht viel an diese Site (kreuz.net) gedacht. Vielleicht
kriege ich den Text, dann kann ich hier ein paar Auszüge bringen. Nun allen eine gute Nacht. Gereon
@ sulpicius Entschuldigung – ich habe das zuerst wohl übersehen: Sie behaupteten, Sie seien Christ. Nein,
das habe ich nirgendwo behauptet. Ich habe hier noch nie etwas über meine Religion gesagt. Sie wissen
doch: Gott allein genügt. Also: Wozu brauchen Sie Winkelmaß und Zirkel? Für mich ist das wie ein geistiges
Fitness-Studio. Ich treffe interessante Leute, die ich sonst sicher nie kennengelernt hätte, lerne andere
Meinungen und Gedanken kennen und kann frei denken und sprechen in einer Atmosphäre des Vertrauens und
die Verpflichtung zur Verschwiegenheit garantiert mir, dass meine Meinung und mein Reden nicht vertratscht,
oder sonstwie mir Ärger macht. Ich kann ja die menschliche Schwäche verstehen, die sich durch Mitgliedschaft
in einer Loge eine Berufskarriere verspricht, werden doch dort die wichtigsten Positionen verteilt. Was
mich betrifft – ich bin selbstständig und lebe hauptsächlich vom Schreiben und Fotografieren. Das war
schon vor meiner Maurerei so und daran hat sich nichts geändert. Natürlich helfen sich die Brüder gegenseitig,
wenn das möglich ist. Das ist nicht anders, als in einem Kegelklub. Wenn Sie wissen, dass ein Kegelbruder
eine Buchhandlung hat, werden Sie wahrscheinlich auch lieber Ihre Bücher bei ihm bestellen, oder? Das
ist in unseren Logen nicht anders als anderswo. beste Grüße, Gereon
kennen Sie den…? „Papa, ich hab mich ganz doll verliebt“ „ Ja Sohn, das ist ja großartig! Wer isses
denn?“ „Papa, ich trau mich net, es Dir zu sagen.“ „Geh Sohnemann, mir kannst’s doch verraten. Isses die
Hilde?“ „Na, Papa, die nöt“ „Ja vielleicht die Annemarie, die ist auch ein saubers Maderl…“ „Nä Papa.
Es is … es … is der PETER!“ „Was? Ja Bub, bist du dann damisch? Des is doch a Protestant!!!“
@ malachias: Einladung zum Dialog Tut mir leid! Ich bin Katholik und als solcher nicht bereit, mit den
Feinden der Kirche über Fragen des Glaubens oder der Religion zu sprechen ; es sei denn, es ist eine
ehrliches Interesse am katholischen Glauben vorhanden… Warum halten Sie mich für einen Feind der Kirche?
Sie kennen mich doch gar nicht? Und warum ignorieren Sie mein Interesse an Ihrem Glauben? Ich frage nach
und gehe auf Sie ein – was muss ich noch tun? Es lebe der Kampf! Nieder mit den Feinden der Heiligen Katholischen
Kirche und des deutschen Volkes! Erklären Sie mir diesen Kampf – wann wäre ich denn in ihrem Sinne „nieder“
gerungen? Und bitte erklären Sie mir, was an Ihrem Kampf christlich ist? Ich gebe zu, dass Sie in meine
Vorstellung vom Christsein nicht so 100% passen. Vielleicht ist meine Vorstellung falsch. Helfen Sie mir,
Sie besser zu verstehen. Ich versichere Ihnen, dass ich mich mit Ihren Antworten ernsthaft auseinandersetzen
werde. mit den besten Wünschen und in gespannter Erwartung grüße ich Sie, Gereon
@ malachias: Einladung zum Dialog Lieber Malachias, Ich bin sehr beeindruckt, von Ihrem konstant hohen
Ausstoß an Buchstaben. Ihr fleißiges Tippen in allen Ehren – aber ich wäre viel mehr interessiert an
dem ein oder anderen selbst formulierten Gedanken. Nicht nur am Wiederkäuen. Ganz offenbar schöpfen
sie nur aus einem Quell und stützen sich auf eine recht bescheidene Auswahl. Ich habe das alles schon
woanders – und besser gehört. Selbst meine Anti-Maurer-Quellen sind aktueller, origineller, umfangreicher
und – pardon – unterhaltsamer, als was Sie hier beharrlich anbringen. Es wäre nett, wenn Sie sich nicht
länger hinter Ihren Büchern und Zitaten verstecken. Wie kam es denn, dass Sie Ihren Hass auf die Freimaurer
entwickelt haben? Haben Sie was gegen Juden? Oder warum taucht dieses Verschwörungsgerede bei Ihnen immer
wieder auf. Haben Sie außer Ihren Bücher, die sie so fleißig zitieren, jemals etwas mit Freimaurern
zu tun gehabt? Ich bin einer – warum nutzen Sie nicht die Gelegenheit, mit mir ins Gespräch zu kommen?
Auf geht’s! Klappen Sie Ihre staubigen Folianten zu – sprechen Sie mit lebendigen Menschen. Erzählen
Sie mir was von sich – und ich erzähle was von mir. herzliche Grüße, Gereon
#154 gereon 10:50:58 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Geheim: Brüder im 33. Grad Mit Freude weise ich auf einige Brüder hin, die im Schottischen Ritus den
33. Grad erreicht haben. Zur Erinnerung: im Hochgradsystem des Alten Angenommenen Schottischen Ritus (AASR)
gibt es 32 Grade, die man sich erarbeiten kann, der 33. ist ein Ehrengrad, der für besondere Verdienste
verliehen wird. Die Namen der Brüder stehen in der Tagespresse: hier www.thetimes-tribune.com/site/news.cfm?newsid=1728040…
und hier www.cleveland.com/…laindealer/index.ssf?/base/news/115… Was ich noch nicht so ganz verstehe:
Wenn die Namen von 33. Grad-Brüdern in der Zeitung stehen, wenn mein Logenhaus in Mannheim stadtbekannt
ist, mit Emblem und Türschild, wenn meine Brüder einen Tag der Offenen Tür in Neustadt/W. gemacht haben,
ich selber einen Artikel für die Zeitung geschrieben habe und darin ein Foto vom kompletten Vorstand
der Loge veröffentlicht ist… … wieso sind wir dann eine „Geheimgesellschaft“? beste Grüße, Gereon
@ Fabian Hallo Fabian! Ich habe mich hier als Freimaurer vorgestellt, Informationen angeboten und zum
öffentlichen Abend meiner Loge eingeladen. usw… Die Leute, die hier als Anti-FM aufgetreten sind, scheinen
sich nicht für aktuelle Infos zu interessieren. Stattdessen werden die „Protokolle“ ausgekramt, uralte
Hetzschriften seitenweise zitiert. Ich bin auch gerne bereit, Fragen zu beantworten. Aber es fragt keiner.
Was willste da noch machen? Du kannst ein Pferd ans Wasser führen – aber nicht zum trinken zwingen. Ich
bin etwas erstaunt und etwas deprimiert, dass sich die absurden Fantasien über die FM noch so halten.
Es gibt hier aber auch ein paar ganz nette Leute, die zumindest für Infos und Argumente zugänglich sind.
Falls jemand von denen neue Erkenntnisse gewonnen hat, ist das doch schon mal was So – ich mach jetzt
mal weiter, muss noch ein bisschen arbeiten. Diese Weltverschwörung nimmt einen ja dermaßen in Anspruch –
man kommt zu nix anderem… beste Grüße, Gereon
Über die Protokolle Ich empfehle: Hadassa Ben-Itto „Die Protokolle der Weisen von Zion – Anatomie einer
Fälschung“, Berlin (2001). Sehr akribisch recherchiert, Dokumente, Fotos, etc. und preiswert, kostet
10 Euro Spannend auch die heutige Rezeption und die Verwendung der Protokolle für politische Zwecke.
wer umsonst, aber nicht vergeblich lesen will: Wikipedia-Eintrag de.wikipedia.org/…_der_Weisen_von_Zion
beste Grüße, Gereon
der Ketzerjäger – beste Grüße, Gereon „Treten’ S ein“, sagte der Ketzerjäger und öffnete die Tür.
Im Wohnzimmer, in Eiche antik gehalten, bot er mir Platz an. An einer Wand fiel mir etwas auf. Präparierte
Menschenköpfe – ähnlich den Trophäen, die Jäger von ihren Keilern, Hirschen und Luchsen machen. „Hier
drin san mir die liabsten“, sagte er und streichelte den Kopf eines mir bekannten älteren Freimaurers.
„Die Demokraten, Sozialisten, Liberalen, Medienleute hängen auf dem Dachboden, den hab ich extra ausgebaut.“
Ich nickte verständnisvoll. Er zeigte auf einen anderen „Hier, 18. Grad AASR, i hab’n derwischt, als
er gerad a Spende fürn Kindergarten übergeben wollte.“ Er zeigte auf den nächsten „10. Grad York Rite –
war hier bei einem Kulturaustausch“. Er zeigte auf einen Schwarzen „Was ganz besonderes, der war net nur
schwarz, sondern auch noch Jude und Freimaurer!“ „Gibt’s das?“ fragte ich ungläubig. „Ja mei, der Sammy
Davis jr. war grad so einer“, erklärte der Ketzerjäger. „Wissen’s, je höher die Grade, desto schwerer
sind’s zu kriegn. Die lerna ja auch dazu, net wahr?“ Mir fiel auf, dass er im AASR nur bis zum 30. Grad
gekommen war, dem „Ritter Kadosch“. „Drüber raus hab i noch kein derwischt, von dene Sauhund.“ „Sagen
Sie, wie, äh, erlegen Sie den ihre Beute“, fragte ich. „Ich schleich mich auf ihre Benefiz-Dinger, ihre
Spendenübergaben und wo sie sich sonst mit ihrer Humanität groß tun. Dan nehm ich die hier“. Er zog
aus seinem Jackett eine Spritzpistole, verschwörerisch flüsterte er: „Da is Weihwasser drin!“
@ ketzerjäger Geschätzter Ketzerjäger, Sie schrieben: Verkriech Dich wieder unter den Stein aus dem
Du hervorgekrochen bist! sie meinten sicher: Verkriech Dich wieder unter den Stein unter dem Du… – denn
nicht einmal ich schaffe es, aus Steinen zu kriechen. Davon abgesehen – was haben Sie gegen mich? Ich
habe mich zu dem Freimaurer/Kirche-Artikel schon ausführlich geäußert, Sie sind mir dort nicht begegnet.
Ihre herzhaft-freundliche Art wäre mir gleich aufgefallen Was möchten Sie mir sagen? beste Grüße,
Gereon beste Grüße, Gereon
maurerische Grüße von Gereon Liebe Leser, ich habe mich schon zum Artikel „Fm tief in Kirche eingedrungen“
als bekennender Freimaurer vorgestellt. Hier wie dort muss ich feststellen, dass die Anti-Freimaurer-Hetze
sich auf absurde Behauptungen stützt und leider von Sachkenntnis völlig frei ist. Wenn sich jemand hier
noch auf die „Protokolle der Weisen von Zion“ beruft, oder Literatur verwendet, die sich darauf stützt,
fehlen mir schlicht die Worte. Würde mich nicht wundern, wenn als nächstes aus dem Hexenhammer zitiert
wird Wer jedoch mehr über die Freimaurerei wissen will, kann das ohne große Mühe schaffen: Die Großlogen
und Logen haben Websites, stehen in Telefonbüchern und veranstalten öffentliche Treffen (meine Loge
am 16. Oktober, 20 Uhr im Café Turm 33 in Ludwigshafen/Rhein). Ich werde dort sein und mich freuen, Sie
begrüßen zu dürfen. beste Grüße, Gereon
zu den Fragen Mein Grad in der FM spielt keine Rolle. Würde ich Ihnen hier eine Zahl nennen, könnten
Sie sich darunter nicht viel vorstellen. Seien Sie versichert, dass ich in den Logen der AFAM und des
christlich orientierten Freimaurer-Ordens (FO) und den amerikanischen Logen meiner Region regelmäßig
zu Besuch bin. Was andere Brüder über den rechten Glauben denken, kann ich Ihnen nicht sagen, denn da
muss jeder für sich sprechen. Sagen kann ich aber, dass Christen, Juden und Moslems ein gleicher Weise
willkommen und geschätzt sind. Der überwiegende Teil der Brüder gehört einer christlichen Konfession
an. Im Tempel liegt üblicherweise als „Buch des Heiligen Gesetzes“ eine Bibel, aufgeschlagen beim Johannes-Evangelium.
Bei der Aufnahme eines jüdischen Bruders kann dort der Talmud liegen (wenn er es wünscht), es kann bei
einem moslemischen Bruder der Koran liegen. Das Buch des Heiligen Gesetzes soll uns Maurer daran erinnern,
dass es ein Sittengesetz gibt. Im „Grand Orient de France“ liegt ein Buch mit leeren Seiten auf und es
können Atheisten Brüder werden. Deshalb hat die Vereinigte Großloge von England den G. O. d. F. für
irregulär erklärt. Dagegen ist die Große National Loge von Frankreich als regulär anerkannt. In der
Praxis jedoch sind mir die Brüder des Grand Orient nicht weniger lieb. Die FM bezieht sich auf das Diesseits
(ohne das Jenseits auszuschließen), deshalb darf jeder Bruder glauben, was er will. Niemand wird auf
ihn einwirken, seinen Glauben zu ändern. beste Grüße Gereon
Das Resümee des Freimaurers Gereon Liebe Leser. Ich freue mich, dass hier eine gute Diskussion zustande
kam. Ich danke allen für ihre Beiträge und will meinen Standpunkt kurz zusammenfassen. Ich bin Freimaurer
der AFAM-Loge Nr. 911,„Pylon zur Leuchte am Rhein“ Ludwigshafen. Die Ziele der FM können Sie in den „Alten
Pflichten“ www.freimaurerei.de/index.php?id=8 nachlesen. Ich versichere Ihnen bei meiner Ehre und meinem
Gewissen, dass ich in meinem Maurerleben noch nie etwas erlebt habe, das das Ziel hatte, Religion oder
Katholischer Kirche zu schaden (natürlich auch keiner anderen Religion oder Glaubensgemeinschaft). FM
ist ausschließlich dazu da, hier im Diesseits Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit zu fördern.
Dazu bekommt der Maurer symbolische Werkzeuge zur Hand. In den Ritualen werden die Brüder an das Ziel
gemahnt, das sie alle eint: sich selbst zu einer verantwortungsvollen, sittlichen Persönlichkeit zu entwickeln.
Der Glaube des einzelnen Bruders, sei er katholisch oder anderer Konfession, wird mit Achtung behandelt.
FM ist kein Ersatz für Religion und auch keine Alternative – sie bezieht sich auf etwas anderes. Deshalb
gibt es bei uns tief gläubige Katholiken ebenso wie Protestanten, Moslems und Juden. Sie alle reichen
sich die Hand in der Bruderkette. Ich bin stolz, ein Glied dieser Kette zu sein. Ich fordere jeden kritischen
und selbstkritischen Leser hier auf, sich selbst ein Bild zu machen. Hier ein Anfang www.freimaurerei.de/index.php?id=35
beste Grüße, Gereon
#189 gereon 20:01:29 | Samstag, 30. September 2006
Jetzt hab ich’s verstanden! @ Benedikt Als Freimaurer dient man keinem anderen Herrn. Doch natürlich.
Auch die Freimaurerei hat eine Zielsetzung, und die muss nicht zwangsläufig mit der christlichen Zielsetzung
übereinstimmen. Wem folgen Sie im Zweifelsfall? Das gilt natürlich auch für Fußballvereine. Ein Fußballverein
hat ein Ziel. Er will zum Beispiel seine Gegner schlagen (auf dem Spielfeld). Das stimmt nicht zwangsläufig
mit der christlichen Zielsetzung überein. Und dann gibt es da auch einen Trainer, womöglich ein Protestant…
So gesehen haben Sie natürlich recht. Hobbykicker in der D-Jugend ahnen davon natürlich nichts, aber
wir wissen doch beide, wie es in den höheren Graden zugeht. Oder im internationalen Weltfußball… Hat
nicht Maradonna von der „Hand Gottes“ gefaselt? Da tun sich ja Abgründe auf! amüsierte Grüße, Gereon
#186 gereon 17:48:48 | Samstag, 30. September 2006
@ Breze / malachias / Hochgrade Die Sachen übersetzen kann ich leider nicht leisten, der Aufwand an Zeit
(und Platz hier) wäre zu groß – ich muss auch noch ein bisschen arbeiten Das Pike-Zitat stammt aus
dem Kapitel über den 30. Grad. Pike spricht da über den Untergang der Templer. Den entscheidenden Satz,
den Malachias anführt, habe ich da nicht gefunden. Aber auch so habe ich meine Probleme mit dem Zitat –
ich finde es schwer verständlich und müsste da mehr Zeit aufwenden, um mich einzulesen. Weil davon die
Rede war: Überblick über die Inhalte der Hochgrade des Schottischen Ritus www.phoenixmasonry.org/…of_Scottish_Rite.htm
Ich habe noch was gefunden in 2 Petrus 1, 5-7 „Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend
zu verbinden, mit der T die Erkenntnis, mit der E die Selbstbeherrschung, mit der S die Ausdauer, mit
der A die Frömmigkeit, mit der F die Brüderlichkeit und mit der B die Liebe“ Klingt für mich wie die
Empfehlung der Maurerei… Die FM ist kein Ersatz und keine Alternative für irgend eine Religion. Aber
die Fähigkeiten, die sie vermittelt, können jedem religiösen Menschen von Nutzen sein – wenn er es
will. beste Grüße, Gereon
#184 gereon 15:06:09 | Samstag, 30. September 2006
@ Malachias Originalzitat kursiv plus Absatz vorher It is absurd to suppose that men of intellect adored
a monstrous idol called Baphomet, or recognized Mahomet as an inspired prophet. Their symbolism, invented
ages before, to conceal what it was dangerous to avow, was of course misunderstood by those who were not
adepts, and to their enemies seemed to be pantheistic. (…) The symbols of the wise always become the
idols of the ignorant multitude. What the Chiefs of the Order really believed and taught, is indicated
to the Adepts by the hints contained in the high Degrees of Free-Masonry, and by the symbols which only
the Adepts understand. The Blue Degrees are but the outer court or portico of the Temple. Part of the
symbols are displayed there to the Initiate, but he is intentionally misled by false interpretations.
It is not intended that he shall understand them; but it is intended that he shall imagine he understands
them. Their true explication is reserved for the Adepts, the Princes of Masonry. The whole body of the
Royal and Sacerdotal Art was hidden so carefully, centuries since, in the High Degrees, as that it is
even yet impossible to solve many of the enigmas which they contain. It is well enough for the mass of
those called Masons, to imagine that all is contained in the Blue Degrees; and whoso attempts to undeceive
them will labor in vain, and without any true reward.
#177 gereon 01:44:14 | Samstag, 30. September 2006
@ Breze – Logen finden Sie wissen doch, wir sind überall… Deutsche Logen finden Sie über die Website
der Vereinigten Großlogen von Deutschland, jeweils mit Kontaktadresse und Anschrift. (Soviel zum Thema
„Geheimbund“) Ähnliche Verzeichnisse gibt es auch für andere Länder. Mit ein bisschen googeln finden
Sie sicher auch eine für Sie erreichbare Loge. beste Grüße, Gereon
#175 gereon 01:27:15 | Samstag, 30. September 2006
Herr Mag. Ewald Stadler bitte melden! Werter Herr Mag. Stadler, Sicher freuen Sie sich mit mir, welch
interessante Diskussion Ihr Erfahrungsbericht hier ausgelöst hat. Ich vermisse jedoch schmerzlich Ihre
Beiträge. Gerne würde ich mehr von Ihren persönlichen Erlebnissen mit Freimaurern hören. Da Sie sicher
bestrebt sind, Ihre Kenntnisse der Maurerei zu vertiefen, lade ich Sie ( und alle, die es interessiert)
ein zum nächsten öffentlichen Abend meiner Loge „Pylon zur Leuchte am Rhein“ in Ludwigshafen (Deutschland,
Rheinland-Pfalz). Termin ist Montag, der 16. Oktober, 20 Uhr im Café „Turm 33“. Sie werden die Gelegenheit
haben, mit mir und meinen Brüdern zu sprechen, Fragen zu stellen und noch viel mehr persönliche Erfahrungen
in gemütlicher Atmosphäre zu machen. beste Grüße, Gereon
#172 gereon 01:05:29 | Samstag, 30. September 2006
@ malachias Pike-Zitat Gerade den von Ihnen besonders markierten Text habe ich nicht auf der genannten
Seite 819 gefunden, hingegen die ersten beiden Absätze schon. Woraus also haben Sie zitiert? Aus einer
Sekundärquelle? Davon abgesehen finde ich die Übersetzung nicht ganz gelungen. Kucken Sie auch mal in
das Vorwort einer späteren Auflage, da sehen Sie ein paar ganz wichtige Sätze dazu, welche Bedeutung
das Buch von Pike für die Maurerei hat. Dazu gehört, dass „Moral & Dogma“ keinerlei Verbindlichkeit
für den einzelnen Maurer hat, sondern Pikes persönliche Ansichten wiedergibt. Und die sind mit Vorsicht
zu genießen – sagt der Oberste Rat des Alten und Angenommenen Schottischen Ritus der USA Pike war der
„Chef“ des AASR der südlichen Jurisdiktion der Vereinigten Staaten – also auch nicht repräsentativ für
alle Maurer. Dazu hat ihn erst ein gewisser Leo Taxil fälschlicherweise erklärt. Taxil hat Pike in den
Mittelpunkt einer großen Lügengeschichte gestellt und ihm unter anderem einen Titel als „oberster Freimaurer“
gegeben, den es nie gegeben hat (weder den Titel, noch das Amt). beste Grüße und ein fröhliches „ad
fontes!“ Gereon
#164 gereon 18:21:32 | Freitag, 29. September 2006
@ malachias 1. Der Judaismus ist antichristlich und 2. Die FM sind ein judaistischer Bund folgt 3. Die
FM sind antichristlich Lieber Malachias, aus falschen Prämissen kann man auch nur falsche Schlüsse ziehen.
Vermutlich haben Sie die „Protokolle der Weisen von Zion“ gelesen, oder den fanatischen FM-Hasser Ludendorff.
Dagegen zu argumentieren ist mir der Mühe nicht wert. Die Behauptung von der jüdisch-freimaurerischen
Weltverschwörung macht mich immer wieder schmunzeln. Wenn Sie einmal versucht hätten, mit mehreren Logen
ein gemeinsames Grillfest zu organisieren, wüssten Sie, wie weit wir Freimaurer noch von der Weltherrschaft
entfernt sind… fröhliche Grüße, Gereon
#159 gereon 15:58:45 | Freitag, 29. September 2006
@ athanasius 1. Sie sind kein Hochgradfreimaurer. Woher wollen Sie das wissen? Die Initiation vom 32.
bis zum 33. Grade enthält in jedem Ritus das Bespucken einer Tiara. (ironie –>) Nein-nein, im 33. Grad
fressen wir kleine Kinder (<- ironie) Weshalb wollen Sie auch fuer die Wiedererrichtung eines 3. Tempels
arbeiten, während sowas für einen Christen Gotteslästerung wär’? Wir bauen am Tempel der Humanität,
die Steine derer wir bedürfen, sind die Menschen, der Mörtel, mit denen wir die Steine verbinden, sind
Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit. Das nennt man ein Symbol. beste Grüße, Gereon
#155 gereon 12:40:06 | Freitag, 29. September 2006
Papst Pius IX kontra Freimaurer In der Festschrift zum 250-jährigen Bestehen der Mannheimer Loge Carl
zur Eintracht habe ich einen Brief von Bruder Johann Caspar Bluntschli, einem Heidelberger Professor,
gefunden, in dem er auf die Vorwürfe der berühmten „Syllabus“ Enzyklika eingeht. Auszüge: „Wir bekennen
uns nur eines Vorwurfs schuldig… nämlich dass wir ‘gegen Andersgläubige Duldsamkeit üben… Alle
anderen Vorwürfe beruhen auf einer Verkennung unserer Denkweise und einer Missdeutung unseres Strebens.
Der Papst irrt, wenn er uns ‘eine unsittliche Sekte’ nennt, denn das Sittengesetz ist unser Lebensprinzip.“
Das Weitere das Bluntschli aus der Enzyklika aufgreift, fass ich zusammen: Der Papst behaußtet: Die FM
habe die europäischen Revolutionen und Kriege verschuldet, habe einen glühenden Hass gegen die christliche
Religion, sei Verächter und Feinde Gottes. In derselben Enzyklika reklamiert der Papst seine Unfehlbarkeit
meint „Indem wir aus unmittelbarer eigener Lebenserfahrung so schwere Irrtümer des Papstes wahrnehmen,
wissen wir allerdings, dass der Papst so wenig als andere Menschen vor Irrtum gesichert ist.“ Der Papst
verurteilt weiter: Glaubensfreiheit (Syll 15-18) Religionsfreiheit (77-79) und bezeichnet Rede- und Pressefreiheit
als „schreckliche Seuche“. Langsam wird mir einiges klar… beste Grüße, Gereon
#153 gereon 11:48:17 | Freitag, 29. September 2006
@ athanasius II Freimaurerisches Gelöbnis sind Freimaurer von der Hl. Kommunion ausgeschlossen und in
einer Organisation die mit dem kath. Glauben unvereinbar ist. (Soweit Joseph Ratzinger.) Kardinal Ratzinger
meint, aus Freimaurer lebe man „im Zustand schwerer Sünde“ – eine Begründung kenne ich nicht, würde
sie aber gerne erfahren. Meiner Meinung nach sind sie auch wegen möglicher Verschwörung gegen Staat
und Kirche exkommuniziert. Das Freimaurerische Gelöbnis, das ich abgelegt habe: Ich gelobe bei meiner
Ehre und meinem Gewissen: Mich der Humanität aus vollem Herzen und mit ganzer Kraft zu widmen. Demgemäß
meine Pflichten gegenüber meiner Familie, meiner Gemeinde, meinem Land und der Gemeinschaft aller Menschen
gewissenhaft zu erfüllen Und lesen Sie bitte „Die Alten Pflichten“, auf die ich schon hingewiesen haben.
Jemanden wegen einer „möglichen“ Tat, also auf Hörensagen und Verdacht zu verurteilen, erinnert mich
an „Tötet sie alle – der Herr wird die Seinen schon finden“, was ein Dominikaner vor Montsegur sagte…
Den wäre eine Exkommunikation nicht eine Art Todesurteil – ein Ausschluss vom ewigen Leben? Ich hoffe
inständig, dass Gott barmherziger als manche seiner angeblichen Anhänger ist. beste Grüße, Gereon
#134 gereon 23:35:08 | Donnerstag, 28. September 2006
@ Breze Sie schrieben: Ihr baut allein auf die menschliche Kraft, setzt sozusagen den Menschen in den
Mittelpunkt. Bei uns ist es Gott!!!!! Das ist nur ein Beispiel was Euch von uns unterscheidet… Ich sehe
das nicht so, dass wir mit unseren Bemühungen Gottes Gnade und Barmherzigkeit in Abrede stellen. Ich
sehe es vielmehr so, dass wir mit den Talenten, die Gott uns gegeben hat, versuchen zu arbeiten. Wenn
unsere Tempelarbeit endet, fragt der Meister vom Stuhl, ob wir unser Ziel erreicht haben (nämlich Menschenliebe,
Toleranz und Brüderlichkeit etwas näher zu kommen) Die bescheidene Antwort: „Wir haben uns bemüht.“
Jeder gute Maurer weiß, dass er sein Leben lang Lehrling bleibt und sich sein Leben lang bemühen muss.
Wenn Gott uns dabei hilft – umso besser. Wenn ich dereinst vor meinem Schöpfer stehe, werde ich nicht
mehr sagen können als „ich habe mich bemüht“ – das ist meine Überzeugung. beste Grüße, Gereon
#132 gereon 23:00:51 | Donnerstag, 28. September 2006
Was für mich Freimaurerei bedeutet Für mich ist die FM ein geistiges Fitness-Studio: in unseren wöchentlichen
Treffen (ohne Tempelarbeit) lerne ich jedes mal ein interessantes Thema kennen, das ein Bruder in einem
Referat vorträgt. Hinterher diskutieren wir darüber. Was mich besonders freut: Die Freimaurer sind eine
Gemeinschaft von Ungleichgesinnten – in unseren Diskussionen werden alle Standpunkte zum Thema gehört,
ohne das Ziel, hinterher einen Konsens zu finden. Ich kann frei sprechen und muss keine Angst haben, Verachtung
oder Aggression zu ernten. Mit Widerspruch lerne ich umzugehen. Ich bemühe mich um die Entwicklung meiner
Persönlichkeit, um sittliches und moralisch verantwortungsvolles Handeln. Das nennen wir „die Arbeit
am rauhen Stein“ – an uns selbst. Das Treffen mit Brüdern, die aus unterschiedlichen Weltanschauungen,
Religionen, Kulturen und sozialen Hintergründen kommen, lehrt mich Toleranz und den Respekt vor anderen
Menschen und Meinungen. Das ist ein Ziel der FM, Menschen zusammenbringen, die einander nie begegnet wären.
Für mich ist das eine Bereicherung meines Lebens. Wer das genau so in seiner Kirche oder seinem Kegelclub
findet, dem gratuliere ich. Warum ich mit dem oben gesagten kein Katholik sein dürfte, habe ich nicht
verstanden. beste Grüße, Gereon
#114 gereon 16:37:21 | Donnerstag, 28. September 2006
@ Evelin & Dr. Otterbeck – Freimaurerinnen Die Werkzeuge, mit denen Freimaurer arbeiten, sind ja nur noch
symbolisch: Der Spitzhammer, um den rauhen Stein (= sich selbst) zu bearbeiten, das Senkblei, um sein
Gewissen zu erforschen, der 24-zöllige Maßstab, um sich zu erinnern, seine Zeit mit Weisheit einzuteilen,
das Winkelmaß, um sich um rechtes Handeln zu bemühen – usw. Symbole und Rituale sind in männlichen
und weiblichen Logen praktisch identisch. Der Gang über den Teppich ist Teil des Aufnahmerituals, wird
also nur ein mal gemacht. Auf dem Teppich sind die Werkzeuge und weitere Symbole abgebildet. Der neu Aufgenommene
soll sehen und lernen, was noch vor ihm liegt. Die Symbole des Teppichs werden ihm nach vollzogener Aufnahme
von einem Bruder erklärt. Der Totenkopf, der heute eine Nachbildung ist, wie sie auch Medizinstudenten
verwenden, spielt eine in der Maurerei eine Rolle als „memento mori“ – als Mahnung an den Tod und ist
übrigens auf Bildern vieler Heiliger in genau dieser Funktion zu sehen. beste Grüße, Gereon
#103 gereon 15:13:22 | Donnerstag, 28. September 2006
@ Dr. Otterbeck: Freimaurerinnen Sie schrieben an „Pünktchen“ es gebe keine Freimaurerinnen. Das ist
falsch. Es gibt freimaurerisch arbeitende Frauen, sie sind in Deutschland zu einer Großloge zusammengeschlossen
und arbeiten unter dem Schutz der Vereinigten Großlogen, also ihrer männlichen Kollegen. Sie benutzen
üblicherweise die Räumlichkeiten, die auch die Männer vor ihre maurerischen Arbeiten nutzen. weiteres
dazu: www.freimaurerinnen.de beste Grüße, Gereon
#89 gereon 12:08:12 | Donnerstag, 28. September 2006
Ich bin Freimaurer Liebe Redakteure, liebe Leser von kreuz.net, Weil ich selber Freimaurer bin, habe ich
bei Google eine Nachrichtensuche eingerichtet, die mich informiert, wenn etwas zum Stichwort „Freimaurer“
veröffentlicht wird. So kam zu mir die Nachricht von dem Artikel „Die Freimaurer sind tief in die Kirche
eingedrungen“. Dass die katholische Kirche kein Freund der Freimaurer ist, ja sogar behauptet, ich lebte
als Maurer „im Zustand schwerer Sünde“, finde ich betrüblich. Ich gehöre zu einer Loge der A.F.A.M.,
der Alten Freien und Angenommenen Maurer. Zu meinen Brüdern gehören auch ehrliche und engagierte Katholiken.
Sie sehen keinen Widerspruch, zwischen ihrem Glauben und ihrer maurerischen Haltung – warum auch? Noch
heute sind für uns reguläre Freimaurer die „Alten Pflichten“ verbindlich, die der anglikanische Pfarrer
John Anderson niedergeschrieben hat. Sie können sie hier www.freimaurerei.de/index.php?id=8 nachlesen.
Die AFAM ist eine maurerische Richtung, die sich der Humanität verschrieben hat. Das Symbol des „Großen
Baumeisters aller Welten“ kann jeder AFAM-Bruder mit seiner persönlichen Überzeugung nach verwenden.
Denn für uns ist Religion Privatsache. Bei den Brüdern vom Freimaurer-Orden (FO), einer anderen Richtung
der Maurerei, ist Jesus Christus ausdrücklich als „Obermeister“ genannt. Das „Bemühen, die Botschaft
Jesu zu hören“ ist Voraussetzung für die Aufnahme. Zu den Ritualen werde ich mich auf Wunsch äußern –
was hier behauptet wird, ist lächerlich falsch. Grüße,