Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ aschera und Bernardin Ihre Meinung bleibt Ihnen unbenommen. Doch was hat die Frage des Messritus jetzt
mit der Diskussion um „Donum vitae“ zu tun? Könnte man das nicht thematisch trennen? Ich bleibe dabei:
Die offenkundige Duldung der Mitarbeit von „Donum-vitae“-Funktionären in kirchlichen Gremien ist von
der Tendenz her als schismatisch anzusehen. Noch einmal: Es geht hier nicht um eine zweitrangige Frage
pastoraler Natur, sondern um eine Frage mit lehrmäßigen Implikationen. Das Nichthandeln der deutschen
Bischöfe ist nicht nachvollziehbar.
@ jotam Kardinal Sodano hat in seinem Schreiben vom 20. Oktober 1999 klargestellt, dass die päpstliche
Weisung, künftig keine Bescheinigungen mehr auszustellen, die Voraussetzung für eine straffreie Abtreibung
sind, „eine Feststellung lehrmäßiger Natur“ ist, die der Heilige Vater „in Wahrnehmung seines obersten
Hirtenamtes“ getroffen hat. Es handelt sich bei der Problematik um „Donum vitae“ also nicht um eine (tolerierbare)
„geringfügige Abweichung“ von der Lehre; „Donum vitae“ steht wegen der Einbindung in die deutsche Abtreibungsgesetzgebung
vielmehr im offenen Widerspruch zur katholischen Lehre, was grundsätzlich nicht geduldet werden kann.
@ aschera Das ist doch kindisch, immer wieder diese sattsam bekannten Klischees zu bedienen, anstatt den
Dingen auf den Grund zu gehen. Was ist/war der positive Sinn der als „Privatmesse“ verunglimpften Einzelzelebration
etc. Außerdem lenken Sie vom Thema ab. Thema ist hier das unhinterfragte Arrangement der Kirche in Deutschland
mit Einrichtungen wie „Donum vitae“, die klar gegen die Lehre der Kirche verstoßen und somit in der Tat
tendenziell schismatischen Charakter tragen. Ich kann das Problem doch nicht dadurch lösen, dass ich
auf die anderen zeige und sage, die sind ja auch böse. Bleiben wir hier doch einfach beim Thema „Donum
vitae“.
Skandal erster Ordnung Das offensichtliche Arrangement der „Lehmann-Kirche“ mit „Donum vitae“ ist ein
Skandal erster Ordnung. Ein Hauch von Schisma liegt in der Luft.
Das ist das Problem … dass man sich mit „Donum vitae“ arrangiert hat. Da empfinden die Leute gar nichts
mehr. Solange die falschen moraltheologischen Prämissen (Lehre von den in sich schlechten Handlungen
etc.) nicht als solche erkannt werden, wird das Zeugnis der Kirche auch weiterhin verdunkelt bleiben.
Es müsste klar sein, dass katholische Christen gar nicht bei „Donum vitae“ arbeiten dürfen.
Keine Diffamierung! @ Gunsenum Wo soll Kardinal Lehmann in dem Artikel diffamiert werden? Bleiben wir
doch einfach bei den Fakten, anstatt zu polemisieren! Brauchen Sie Feindbilder, die Sie bei kreuz.net
ausmachen, um Christ zu sein?
Mangelnde Konsequenz Es geht im Bistum Fulda vor allem um die aktive Mitarbeit geweihter Amtsträger beim
kirchenkritischen „Fuldaer Kreis“. Im Bistum Regensburg hatte Bischof Gerhard Ludwig Müller die beiden
Pfarrer Hans Trimpl und Andreas Schlagenhaufer wegen ihrer Mitgliedschaft im kirchenkritischen Verein
„Aktionskreis Regensburg“ sowie ihrer Mitarbeit an der Zeitschrift „Pipeline“ suspendiert. Es ist wirklich
unglaublich, dass solche Leute im Bistum Fulda noch Karriere machen dürfen. Bischof Müller sollte seinen
Fuldaer Amtsbuder bei der nächsten Bischofskonferenz einmal zur Brust nehmen und ins Gewissen reden.
Interessanter Vergleich „Die Liturgiereform wurde zwar mit einer gewissen Eile, aber ohne falschen Druck
nach vorne gebracht.“ – Karl Kardinal Lehmann „Unglücklicherweise wurden manche Änderungen nach dem
Konzil schnell, unüberlegt und in einem Ausbruch von Enthusiasmus – sowie in einer Haltung der Ablehnung
von Übertreibungen der Vergangenheit – vorgenommen.“ – Erzbischof Malcolm Ranjith
@ deusexmachina Der Hl. Bonifatius hat das Fundament des christlichen Glaubens in unserem Land gelegt.
Die Leute von „Wir sind Kirche“ vertreten dagegen ein Kirchenmodell, dass teilweise in direktem Widerspruch
zur christlichen Lehre und zur kirchlichen Ordnung steht, wie sie Bonifatius in unserem Land grundgelegt
hat. So einfach ist das. Sie propagierten unter den Gläubigen ein unannehmbares demokratisches Kirchenmodell
sowie eine Auffassung von Moral, die in manchen Punkten der katholischen Lehre direkt entgegensteht –
soweit Kardinal Ratzinger.
@ deusexmachina In einem Brief der Glaubenskongregation vom Juni 1997 stellte der damalige Kardinal Joseph
Ratzinger bereits fest, daß der Inhalt dieser „Kirchen-Volksbegehrer“ aus einer Reihe von Forderungen
besteht, die zum Teil der christlichen Lehre widersprechen und in offenem Gegensatz zur kirchlichen Ordnung
stehen.
Formale Logik @ legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért Sie dürfen Ihre Meinung ruhig
frei äußern, nur sollten Sie dabei die Grundregeln der formalen Logik beachten. Das ist zumindest meine
Meinung. Wenn Sie behaupten, dass kein Widerspruch zwischen dem „missionarischen Geist“ des Hl. Bonifatius
und der Forderung nach Frauenordination etc. besteht, dann liegt die Beweispflicht für eine solche Aussage
bei Ihnen. Aber zurück zum Thema: Ist das eigentlich auch in anderen Diözesen üblich, dass Priester –
zumal im Priesterrat – aktiv bei „Wir sind Kirche“ mitwirken dürfen? Ich dachte, die Sache sei von Rom
längst entschieden.
@ aschera Bitte Ursache und Wirkung nicht verwechseln! Wenn sich niemand mehr für diese Themen interessiert,
warum haben dann diese Leute in Fulda nach wie vor das Sagen? DAS ist die contradictio in se. @ legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért
Bonifatius sprach sich für die Frauenordination aus und die Erde ist eine Scheibe.
Interpretationsspielraum Wer in kirchlichen Räten und Mitwirkungsgremien sowie in kirchlichen Verbänden
und Organisationen Verantwortung übernimmt, solle „zum Zwecke der größeren Klarheit des kirchlichen
Zeugnisses auf eine leitende Mitarbeit in Donum vitae verzichten“. Was heißt das eigentlich konkret?
Was ist mit „leitender Mitarbeit“ gemeint? Heißt das im Umkehrschluss, dass eine einfache katholische
Beraterin, die bei „Donum vitae“ beschäfigt ist, aber dort keine leitende Funktion einnimmt, auch weiterhin
im Pfarrgemeinderat oder bei der kfd tätig sein kann?
Unsinn Es ist Unsinn, sich unter dem Anschein wissenschaftlicher Redlichkeit auf zweifelhafte, interessegeleitete
Sekundärliteratur fanatisierter Anti-Medjugorje-Propagandisten berufen zu wollen, bei der das Ergebnis
von vornherein feststeht, anstatt die Fakten genau und aus erster Hand zu überprüfen. Wann und in welchem
Zusammenhang und zu wem soll die „Gospa“ gesagt haben, dass alle Religionen gleich seien? Durch wen ist
diese Aussage verbürgt? Es nützt nichts, wenn solche angeblichen Aussagen in Anti-Medjugorje-Kreisen
immer neu wiederholt werden, anstatt der Sache ernsthaft nachzugehen. Ich habe noch nie verstanden, warum
manche Katholiken glauben, hier einen Kreuzzug führen zu sollen. Wer mit Erscheinungen etc. nichts anfangen
kann, soll doch einfach schweigen über Dinge, die er nicht versteht. Es wird seinem Glauben doch hoffentlich
keinen Abbruch tun.
Deutsche Bischofskonferenz Offenbar ist die Deutsche Bischofskonferenz derzeit ohne Druck aus Rom weder
fähig noch willens, aus eigenen Stücken klare katholische Richtlinien zu formulieren. Sie hätten dazu
schließlich sechs Jahre Zeit gehabt. Da sieht man einmal mehr, wie langmütig die „bösen Römer“ sind.
Argumente bitte statt Ironie! Mir fehlt bei dieser Diskussion hier ein wenig die Ernsthaftigkeit. Wenn
Medjugorje nicht echt sein sollte, bitte Sachargumente und Beweise für das Nichtvorhandensein eines übernatürlichen
Charakters der Phänomene liefern! Aber bitte nicht solchen Unsinn über falsche schwangeren Nonnen! Damit
ich nicht falsch verstanden werde: Ich habe auch kritische Anfragen zu manchen Vorkommnissen und unguten
„Begleiterscheinungen“ in und um Medjugorje, insbesondere missfällt mir die zu beobachtende zunehmende
„Charismatisierung“. Aber man kann das Gesamtphänomen nicht pauschal als Betrug und die Erscheinungen
nicht einfachhin als Fantasie abqualifizieren. Dazu müsste man sich schon etwas ernsthafter mit den Dingen
beschäftigen. Wenn es Betrug ist: Wo sind die Beweise dafür? Und dann hätte die Kirche die Pflicht,
das aufzudecken und die Gläubigen von diesem Ort fernzuhalten …
Wo sind die Belege? @ Graf von Galen Nichtkatholische Aussagen, Lüge, Betrug, schwangere Nonnen … die
Bedienung von primitiven Klischees und Vorurteilen und Gerüchten ersetzt keine seriöse Argumentation
und den Austasuch von Sachgründen. Fehlt nur noch Karlheinz Deschners „Kriminalgeschichte des Christentums“.
Bisher hat mir noch kein Medjugorje-Skeptiker eine glaubhafte Erklärung für die dortigen Phänomene
liefern können. Man darf es sich mit der M-Kritik nicht zu einfach machen, indem man einfach irgendwelche
Behauptungen aufstellt.
@ Benedikt Das bischöfliche Dekret sagt: Es steht nicht fest …, das heißt auf Latein: Non constat
de supernaturalitate und eben nicht: Constat de non supernaturalitate. Hier ist die Wortstellung im Satz
ganz entscheidend, ein kleiner, aber feiner Unterschied mit sehr großer Wirkung. Also: Warum besagt das
bischöfliche Dekret nicht einfach: „Es steht fest, dass den Ereignissen … kein übernatürlicher Charakter
zukommt.“? So bleibt die Frage weiter offen – mit viel Interpretationsspielraum.
@ Benedikt Und warum legt sich die Kirche dann beispieslweis in Marpingen nicht eindeutig fest? Dort sind
die Erscheinungen definitiv abgeschlossen. Das Urteil der Kirche müsste also entweder lauten: „constat
de supernaturalitate“ oder „constat de non supernaturalitate“. Faktisch lässt man es aber offen. Warum?
Was soll in der näheren oder ferneren Zukunft noch an neuen Einsichten und Erkenntnissen dazukommen,
was nicht jetzt schon bekannt ist? Zu Medjurgorje ist noch anzumerken, dass dort das „Problem“ besteht,
dass die Erscheinungen bereits seit einer Generation andauern. So etwas hat es in der gesamten Kirchengeschichte
noch nicht gegeben und erschwert natürlich eine endgültige Festlegung.
Unentschieden Heute neigt man in der Kirche dazu, sich nicht eindeutig festlegen zu wollen, auch und gerade
hinsichtlich der Beurteilung übernatürlicher Phänomene. Das sollten sowohl die Gegner als auch die
Befürworter von Medjugorje und anderen Erscheinungsstätten einmal bedenken. Eigentlich dürften beide
Parteien mit diesem Unentschieden der offiziellen Kirche nicht zufrieden sein. Beispiel Marpingen: Dort
sind die übernatürlichen Phänomene, von denen berichtet wurde, definitiv abgeschlossen. Dennoch kann
sich die offizielle Kirche offenbar weder zu einem eindeutigen Ja oder Nein durchringen. Nach dem Abschluss
der übernatürlichen Vorgänge müsste sie das aber eigentlich tun. Warum noch länger warten? Ich fürchte,
dass man auch bzgl. Medjugorje nie zu einem eindeutigen Ergebnis kommen wird.
Inkonsequenz Ich kann gunther maria michel voll zustimmen. Im übrigen: Wären die Phänomene von Medjugorje,
Marpingen, Heroldsbach etc. wirklich Betrug, Ausfluss krankhafter Fantasie oder einfach unreflektierter
Wundersucht, hätte die kirchliche Behörde die Pflicht, seelsorgerische Begleitung der Pilger, die Gottesdienstfeier
und die Sakramentenspendung an diesen Orten zu verbieten. Wie kann es sein, dass man einerseits den übernatürlichen
Charakter dieser Phänomene anzuerkennen nicht in der Lage sein will, andererseits aber diese Orte zu
sogenannten „Gebetsstätten“ deklariert? Warum soll ich nach Medjogorje fahren, um dort zu beten, wenn
dort nichts ist als Betrug und Täuschung? Pecunia non olet – da ist es dann offenbar egal, ob die Erscheinungen
echt sind oder nicht?!
@ methusalix Es geht hier nicht um „Meinung“, auch nicht um die „Meinung“ des Papstes, sondern um Sachkenntnis.
Das Katholische ist immer das Vernünftige – auch in moralischen Dingen.
methusalix Falsch! Glauben Sie wirlich, dass Katholiken so dumm sind? Hinter diesen Regeln des Glauben
stehen moralische und ethische Grundsätze, die oft nicht verstanden werden – von ihnen offensichtlich
auch nicht.
Falscher Gewissensbegriff der „Königsteiner Erklärung“ Das Gewissen hat sich am natürlichen Sittengesetz
und am Lehramt der katholischen Kirche zu orientieren. Es ist nicht einfach autonom, so wie es einem in
den Kram passt.
„back to the roots“ @ Tarcisius Inhaltlich stimme ich Ihnen zu, doch die Methode halte ich für fragwürdig.
Wenn sich der Kongress „Freude am Glauben“ immer mehr vor den Karren des kirchlichen Establishements spannen
lässt und sich noch in finanzielle Abhängigkeiten begibt, wird man eine Trendwende wohl kaum erreichen
können. Das Ganze ist zwar gut gemeint, aber offensichtlich auch wenig hilfreich. Kardinal Lehmann hat
keinerlei Interesse, die „Königsteiner Erklärung“ zurückzunehmen. Da kann er über die Resolution nur
müde lächeln. Wo ist der Kongress „Frede am Glauben“ eigentlich noch Stachel im Fleisch? Das Programm
lässt auch keinen roten Faden erkennen, alles irgendwie bunt zusammengesetzt. So jedenfalls wird es keinen
wirksamen Aufbruch geben. Wache Christen müssen als Sauerteig wirken. Das wird durch die inhaltlich profillose
Gindert-Linie aber wohl kaum erreicht werden.
Was will der Kongress „Freude am Glauben“ eigentlich? Rodolfo schrieb: Trotzdem, es genügt heute nicht
mehr, nur gegen Abtreibung und gegen die „Königsteiner Erklärung“ Resolutionen zu verfassen. Ganz meine
Meinung. Wenn man aber schon eine solche Resolution verfasst, dann verstehe ich nicht, warum man den Kongress
„Freude am Glauben“ zu einem Großteil von der Deutschen Bischofskonferenz subventionieren lässt. Kardinal
Lehmann hat sogar ein Grußwort verfasst. Was will der Kongress „Freude am Glauben“ eigentlich? Welches
teologische Profil vertritt er? Und wie stehen die beim Kongress in Fulda beteiligten Bischöfe Heinz
Josef Algermissen und Friedhelm Hofmann zur „Königsteiner Erklärung“? Haben sie die Resolution etwa
mit unterzeichnet? Das Ganze erscheint mir nicht besonders glaubwürdig.
Alle Spiele? Nach eigenem Bekunden will sich Kardinal Lehmann nach Möglichkeit alle (sic!) WM-Spiele
anschauen. Da kann ich nur sagen: Der Mann muss unendlich viel Zeit haben! Hat der Kirchenmann wirklich
nichts besseres zu tun? Ich dachte, der sei so vielbeschäftigt. Wer’ verstehen kann … ich jedenfalls
nicht.
Die Tagespost … … hängt leider finanziell am Tropf der Bischofskonferenz; bei einer Auflage von knapp
10000 Exemplaren wird sie sich wohl kaum selber tragen können. Die Leserschaft ist überwiegend konservativ,
das theologische Profil der Redaktion erscheint indes recht schwach und profillos. In der Ausgabe vom
11. Mai verteidigte Friedrich Graf von Westphalen ausdrücklich das umstrittene Antidiskriminierungsgesetz
gegen Widerstände von seiten der CDU/CSU. Andererseits finden sich in der Tagespost hin und wieder auch
überraschend gute Beiträge, beispielsweise in der Pfingstausgabe vom 3. Juni von Thomas Steimer eine
sehr kritische Besprechung der Festschrift für Kardinal Lehmann anlässlich seines 70. Geburtstages.
Auch die Artikel von Armin schwibach waren bislang durchaus sehr lesenswet. Was ihn jetzt geritten hat,
weiß ich nicht. Guido Horst, einer der beiden bisherigen Chefredakteure, wurde übrigens erst vor kurzem
geschasst, da er offenbar eine zu kritische Linie gegenüber der „Lehmann-Kirche gefahren ist.
@ semiotico Nun ja, man muss wirklich nicht mit Kreuz und Knoblauch kommen, aber die „Staatsnähe“ so
mancher Oberhirten in Deutschland ist teilweise schon sehr erschreckend. Ich denke da beispielsweise an
die Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag von Kardinal Lehmann. Von einer kritischen Distanz ist da kaum
noch etwas wahrzunehmen. Der unbefangene Beobachter kann wirklich den Eindruck bekommen, die Kirche habe
sich mit dem Abtreibungssystem, der Homogesetzgebung und Antidiskriminierung wenn schon nicht arrangiert,
so doch zumindest abgefunden. Kardinal Höffner hat einmal gesagt, die Kirche werde sich nie mit dem §
218 abfinden. Und heute?
Klare Struktur??? Gotthard schrieb: die klare heutige Struktur des Kirchenjahres Wie Leser Benedikt sehr
richtig festgestellt hat, ist mit dem Pfingstmontag noch ein Überbleibsel der Pfingstoktav vorhanden,
was aber alles andere als klar und logisch strukturiert erscheint. So klaffen am Pfingstmontag auch Messliturgie
und Stundenliturgie auseinander. Konsequent zuende gedacht gibt es nur zwei Alternativen: den Pfingstmontag
abschaffen oder die Pfingstoktav als organisches Ganzes wieder einführen.
@ wiener Man kann natürlich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Wenn überhaupt, ließe sich die Petrusbruderschaft –
was die Zahl der Weihen und der Neuzugänge betrifft – am ehesten mit der Entwicklung einer Diözese vergleichen.
Die Petrusbruderschaft wurde erst 1988 gegründet, seither ist die Zahl ihrer Mitglieder von 12 auf etwa
200 angewachsen. Dazu kommt noch eine etwa gleich große Anzahl von Seminaristen. Dass sich eine neu gegründete
Apostolische Gesellschaft Päpstlichen Rechts in der heutigen Zeit innerhalb von 18 Jahren so gut entwickelt,
ist durchaus beachtlich. Dagegen ist seit 1988 – also im gleichen Zeitraum – die Zahl der Priesteramtskandidaten
in den 27 Diözesen Deutschlands zusammengenommen (sic!) von 445 auf 165 – also um beinahe zwei Drittel –
zurückgegangen.
Eine Ungeheuerlichkeit! Es wäre ja sehr interessant zu erfahren, wie konkret und auf welchen Gebieten
der Sozialdienst katholischer Frauen mit „Pro Familia“ vernetzt ist und welche Kreise da hinsichtlich
der „guten Zusammenarbeit“ sonst noch gezogen werden. Wahrscheinlich wird man sich auch mit den Damen
von „Donum vitae“ sehr gut verstehen, steht man denen „weltanschaulich“ sogar noch etwas näher als „Pro
Familia“. Was ich überhaupt nicht verstehen kann, ist, dass so etwas in der Tagespresse veröffentlicht
werden kann, ohne dass die Bistumsleitung oder der SkF in Fulda dazu öffentlich Stellung nehmen. Die
Zeitungsmeldung, auf die sich kreuz.net beruft, ist ja immerhin schon über eine Woche alt. Was ist das
eigentlich für eine dilettantische Öffentlichkeitsarbeit im Bistum Fulda? Man kann eine solche Meldung
doch nicht einfach uner den Teppich kehren wollen!
Aneinander vorbeireden Ich habe den Eindruck, dass im vielgepriesenen ökumenischen Dialog einfach aneinander
vorbei geredet wird. Das richtig verstandene Kirchenverständnis der katholischen Kirche wird von den
Protestanten sowieso nicht geteilt. Wozu dann die Aufregeung. Außerdem ist Herr Huber immer noch der
Meinung, dass Katholiken die Heiligen anbeteten. Zeugt das von ökumenischer Kompetenz und theologischem
Sachverstand?
Sacrosanctum Concilium Athansasius1957 schrieb: Ich kann mich nicht erinnern, daß dort explizit der lateinische
Ritus von 1962 genannt worden ist. Das Konzilsdekret über die Liturgie sagt auch nichts von der Abschaffung
des bis dahin bstehenden Ritus und der Einführung eines neuen.
Feindbilder und Klischees Warum ausgerechnet die liberalen Vertreter der geschwisterlichen Dialogkirche
immer wieder Feindbilder und Klischees bedienen zu müssen glauben, hat mir noch niemand erklären können
@ GerdEric Frage an Radio Eriwan: „Sind die 68er gegen Hierarchien?“ Antwort: „Im Prinzip ja, aber nur
solange sie selbst noch nicht das Establishement bilden.“ Inzwischen bilden die 68er und ihre Nachfolger
weitgehend das kirchliche Establishement in Deutschland. Vor diesem Hintergrund kann man hinter den Vorgängen
in Fulda und anderswo zwei Regeln vermuten: 1. Zur Ablenkung und Verschleierung von Machtstrukturen, die
dich selbst nach oben gebracht haben, kritisiere tatsächliches oder vermeintliches Machtgebaren anderer.
2. Verhindere jede für dich nachteilige Änderung der Strukturen, auf denen deine und deiner Gesinnungsgenossen
Macht ruht. Tja, der alte Machiavelli hätte da so seine Freude …
@ Schüttel Besten Dank für den Hinweis! In der Kurzfassung heißt es, dass Lehmann hier eine „exegetisch
neue Auslegung der <<drei Tage>>“ und den Versuch einer „differenzierten Neuinterpretation“ des entsprechenden
Glaubensartikels vorlelegt hat. Da darf man wirklich gespannt sein, zumal die Lehmanschen Lösungen des
Problems der „drei Tage“ laut Kurzfassung „eine höhere Wahrscheinlichkeit für sich beanspruchen als
die bisherigen Antworten“. Hat sich denn wirklich noch niemand mit den theologischen Prämissen des heutigen
Kardinals auseinandergesetzt?
@ stat crux Toby: Wie kann man herauskriegen wo genau dieser Artikel stand? Vielleicht könnte man in
einer Uni-Bibliothek nachschauen oder sich an den MM-Verlag in Aachen wenden, der seinerzeit die deutschsprachige
Ausgabe von „Trenta Giorni“ herausgegeben hatte. Am besten wäre es natürlich, den Originaltext von Lehmann
zu studieren und gründlich auf seine theologischen Prämissen hin abzuklopfen (ich glaube, die Diss.
ist in der Reihe „Questiones disputatae“ publiziert worden). Aber wer hätte die Zeit, den Elan und die
entsprechende Fachkompetenz dazu? Ich finde es schon sehr merkwürdig, dass hier – abgesehen von Trenta
Giorni – offenbar noch nie entsprechende Untersuchungen angestrengt worden sind. Also wenn schon „questiones
disputatae“ – dann lasst uns doch mal disputieren!
Der Geist Bultmanns Schüttel schrieb: Die einzige theologische Arbeit, die von ihm gelegentlich zitiert
wird, ist die röm. Diss. über den Satz „auferweckt am dritten Tage“, in der er den Geist Bultmanns in
die kath. Theologie einführen will. @ Schüttel Wie bitte? Hat man sich das also unter einer „unverdorbenen“
römischen Theologie vorzustellen? Können Sie bitte etwas Genaueres über Lehmanns Diss. ausführen?
Ich erinnere mich nur flüchtig an einen kritischen Artikel in der Zeitschrift „Trenta Giorni“ 1992, die
seinerzeit für einiges Aufsehen sorgte. Leider kann ich mich jetzt nicht mehr an die Einzelheiten erinnern,
es ging um die Realität der leiblichen Auferstehung jesu Christi. Was glaubt Lehmann da eigentlich genau?
Zitat aus Lehmanns Aachener „Ritterrede“ 2005 Apropos Köln. Sie wissen doch, warum in Köln der mächtigste
von uns Hirten wohnt? Das ist nämlich so: Wenn zum Beispiel die Limburger Herde mit ihrem Hirten vorbeizieht,
dann rufen die Menschen zur Begrüßung: „Hallo, Franz, einen schönen Tag noch!“. Wenn der Aachener Hirte
vorbeikommt, dann heißt’s: „Na, Heinrich, wirklich schwere Zeiten: Kopf hoch – Ihr schafft das schon.“
Wenn aber der Kölner Hirte vorbeigeht, hört man nur ein Flüstern: „Allmächtiger!“ Was soll dieser
gezielte Seitenhieb auf den Kölner Amtsbruder, der seinerzeit nur wenige Tage zuvor wegen seiner Predigt
zum Dreikönigsfest 2005 ungerechtfertigterweise in der öffentlichen Kritik stand? Ich finde das wenn
schon nicht geschmacklos, so doch zumindest unangemessen gewesen ist. lachen kann ich über so etwas jedenfalls
nicht.
Antirömischer Affekt beim Festakt Ich habe soeben den letzten Teil des Festakts auf Phönix mitverfolgt.
Und siehe da, da war er plötzlich wieder da, der antirömische Affekt! Polemik gegen römische Vorschriften,
die angelblich weit von der Lebenswirklichkeit der Menschen entfernt sind, so Altbundeskanzler und Lehmann-Freund
Dr. Kohl …
Zahlen und Fakten Auf der offiziellen Homepage der Deutschen Bischofskonfeerenz finden sich unter dem
Link „Zahlen und Fakten“ auch Angaben zu „Katholiken und Gottesdienstteilnehmer 1950-2004“. Die Zahlen
bezioehen sich – dasd sei betont – auf Gottesdienste im Novus Ordo. 1987, dem Jahr, als Lehmann zum Vorsitzenden
der Deutschen Bischofskonferenz gewählt wurde, wurden 6,402 Gottesdienstteilnehmer (durchschnittlicher
Besuch der Eucharistiefeiern im Novus Ordo) gezählt, im Jahr 2004, dem letzten amtlich erfassten Jahr,
waren es nur noch 3,849 Millionen. Ein Rückgang von 2,6 Millionen Gottesdienstbesuchern oder 40 % nach
17 Jahren Lehmann! Wie man da noch behaupten kann, die Liturgiereform sei „erstaunlich gut angenommen
worden“, ist für einen vernunftbegabten Menschen kaum nachvollziehbar.
Welchen Dienst hat Kardinal Lehmann der Kirche erwiesen? Ich finde es äußerst anmaßend und eines Kardinals
eigentlich unwürdig, so selbstgerecht und herablassend über römsiche Instruktionen und Entscheidungen
zu reden – als sei das alles beliebig und jederzeit wieder änderbar, beispielsweise die Entscheidung,
dass wiederverheiratete Gescheidene (nach katholischer Lehre immerhin objektiv im Stand schwerer Sünde)
nicht zur Kommunion zugelassen werden dürfen. Und dann diese unerträgliche, öffentlich zur Schau getragene
„Einfachheit“ und „Bescheidenheit“! Ich kann es langsam nicht mehr hören! Bei allem Respekt, „authentisch“
wirkt Seine Eminenz auf mich jedenfalls nicht, sondern eher wie ein völlig seelsorgsfremder Kirchenfunktionär.
Ich möchte ihm wünschen, dass er die Schönheit des katholischen Glaubens in seiner ganzen Tiefe erahnen
kann und sich nicht länger nur im politisch korrekten Fahrfasser bewegt.
„Nicht verwirklichter Tatbestand“ oder „nicht rechtswidrig“? Ist das nicht Auslegungssache? Ich meine,
dass sich die Formulierung „der Tatbestand … ist nicht verwirklicht“ auf das in § 218 (1) vorgesehene
Strafmaß (Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe) bezieht und somit auch einfach mit „straflos“
umschrieben werden kann, wobei der Tatbestand „grundsätzlich“ doch erfüllt bleibt: Der Schwangerschaftsabbruch
bleibt rechtswidrig, wenn auch das vorgesehene Strafmaß „nicht verwirklicht“ wird. Die Formulierung vom
nicht verwirklichten Tatbestand findet sich nämlich nur in § 218 Absatz 1 und nicht in den Absätzen
2 und 3 (medizinische bzw. kriminologische Indikation), wo es ausdrücklich heißt, dass der Schwangerschaftsabbruch
etwa bei „Gefahr für das Leben“ oder bei einer rechtswidrigen Tat nach den §§ 176 bis 179 des Strafgesetzbuchs
(Vergewaltigung) nicht rechtswidrig, also im Sinne des Gesetzes rechtens ist. Ergo: Bei Verdacht auf Behinderung
des Kindes und bei Vergewaltigung besteht laut Gesetz ein Rechtsanspruch auf Abtreibung, nicht aber bei
dem sogenannten Beratungsmodell gemäß § 218 a Absatz 1, nach dem ca. 97 % der Abtreibungen in Deutschland
durchgeführt werden. Ich bin aber kein Jurist, das alles müsste mal ein echter Fachmann klären. Soweit
ich weiß, ist auch die derzeit geltende gesetzliche Regelung des Schwangerschaftsabbruchs aus dem Jahr
1995 verfassungsrechtlich nie überprüft worden.
Rabulistik @ Deusexmachina Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 28. Mai 1993 den sogenannten
Schwangerschaftsabbruch als grundsätzlich „rechtswidrig“ bezeichnet. An diesem Tatbestand ändert auch
die 1995 in Kraft getretene Gesetzesnovelle nichts. Abtreibungen sind also nach wie vor grundsätzlich
rechtswidrig, auch wenn diese Formulierung so nicht wörtlich im StGB zu finden ist.
@ justus Wenn sich die Empfehlung also nicht auf die Zelebration versus populum bezieht, kann die Kongregation
diese doch auch nicht als „angemessener“ ansehen. Es handelt sich um eine Kann-Bestimmung, um nichts weiter,
also auch um keine Wertung. Im Umkehrschluss würde eine solche Wertung schließlich bedeuten, dass man
fast 2000 Jahre lang weniger angemessen zelebriert hat. Im übrigen bezieht sich die Empfehlung der Gottesdienstkongregation
auf erst noch zu bauende Kirchen. Es ist nicht die Rede davon, dass bei älteren Kirchen, in denen beisielsweise
ein fester barocker Hochaltar vorhanden ist, die Altarplatte abgetrennt oder sogenannte Volksaktäre errichtet
werden sollen. Rennt man nicht auch offene Türen ein, wenn man auf die Möglichkeit hinweist, dass die
Messe „versus poulum“ zelebriert werden könne? Das geschiet doch ohnehin bei 99 % der Messen im Novus
Ordo. Da wäre heute doch eher ein umgekehrter Hinweis auf die weiterhin bestehende Möglichkeit der Zelebration
versus orientem angemessen, die schließlich auch unser Heiliger Vater empfohlen hat.
Kreuz und Zelebrationsrichtung Benedikt schrieb: Es geht hier darum, wem sich der Priester bei der Messe,
genauer bei der Konsekration an sich zuwendet. Da ist es durchaus von Vorteil, wenn er ein Kreuz vor Augen
hat, in dessen Richtung er seine Gebete richten kann. Was an einem Kreuz(!) nun wieder auszusetzen sein
soll, das weiß ich auch nicht. Dass das Kreuz auf dem Altar sozusagen einen inneren Kompass hinsichtlich
der Konzentration und Ausrichtung auf das Wesentliche für den zelebrierenden Priester darstellt, ist
theoretisch sehr richtig, alledings wird es in der Praxis in den meisten Fällen erfahrungsgemäß leider
keine Konsequenzen zeitigen. das ist auch ein gewisser Schwachpunkt in Ratzingers „Geist der Liturgie“:
Erst beschreibt er wunderbar den Sinn der Zelebration nach Osten, um dann quasi in einem Rückzieher doch
alles beim Alten, das heißt grundsätzlich beim sogenannten Volksaltar, bewenden zu lassen, indem sich
der Priester auf das Kreuz konzentriert. Das ist aber zu wenig konkret, zu schwammig, es bedürfte einer
liturgischen Selbsterziehung der Priester …
@thaumaturgos Was ist das denn für eine Meinung? Die Abtreibungsmentalität ist also eine Folge des mangelnden
Glaubens, da kann man halt nix machen!? Abgesehen von der Frage, was das eigentlich mit dem Thema zu tun
hat, frage ich mich, ob Bischöfe und Priester wirklich nichts gegen den mangelnden Glauben unternehmen
können? Ich dachte immer, dass sei deren Aufgabe. Und plötzlich sind es die bösen Konservativen, die
das Amt des Bischofs beschädigen. Es ist also wieder einmal der Überbringer der schlechten Nachricht,
der für deren Inhalt bestraft wird. Bravo! Keine Rede davon, dass das Amt des Bischofs in Wirklichkeit
von ganz anderer Seite beschädigt wird, vielleicht sogar von Leuten, die scheinbar hinter den Bischöfen
stehen.
„Versuch einer Interpretation“ Nun ja, Kardinal Ratzinger bezeichnet seinen Kommentar zum geheimnis von
Fatima selbst als „Versuch einer Interpretation“. Dieser „Versuch“ ist also keineswegs als authentische
Lehre der Kirche zu werten. Was davon zu halten ist, mögen andere entscheiden, vielleicht unter einem
zukünftigen Pontifikat …
Korrekturlesen Dass die Mitarbeiter im Bischöflichen Generalvikariat Fulda gleich sechs ausführlich
beschriebene Veranstaltungen mit „Pro Familia“ „übersehen“ haben wollen, ist ja wohl ein absoluter Witz,
den man nicht einmal meiner frommen Großmutter erzählen kann! Es war den Mitarbeitern vielmehr überhaupt
kein Anliegen, die Veranstaltungen mit „Pro Familia“ zu korrigieren, weil sie diese gar nicht als kritikwürdig
angesehen hatten, denn sonst hätten sie diesen Fehler als solchen bemerken müssen. Offenbar sind die
Mitarbeiter im Generalvikariat entweder grenzenlos naiv oder vollkommen inkompetent. Auf jeden Fall zeugt
der ganze Vorgang von einem beispiellosen Dilettantismus. Es scheint, als habe Bischof Algermissen seine
Diözese nicht mehr richtig im Griff. Wenn er sich nicht einmal bei einem sehr eindeutigen Sachverhalt
wie dem Lebensschutz nicht auf seine Mitarbeiter verlassen kann, wie wird es dann erst bei den pastoralen
und theologischen Fragen aussehen? In keinem profanen Wirtschaftsunternehmen wäre eine solche Inkompetenz
in der Geschäftsführung auch nur ansatzweise denkbar.
Gotthard hat einfach die katholische Morallehre über die Verwerflichkeit in sich schlechter Handlungen
noch nicht verstanden. Leider sieht es so aus, dass sie auch von einem Großteil des deutschsprachigen
Episkopats noch nicht verstanden wird, hat man sich nur widerwillig aus dem fatalen Beratungssystem zurückgezogen,
ohne inneres Einsehen, wie die stillschweigende Duldung von „Donum vitae“ zeigt. Ich bin mal gespannt,
wie es im nächsten Jahr mit der „Woche für das Leben“ weitergehen wird. Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
Entweder lenkt die Evangelische Kirche ein (wenn schon nicht aus Einsicht, so doch aus Rücksicht auf
uns Katholiken) und kündigt ebenfalls die Einbindung von „Pro Familia“ auf, oder die Initiative wird
nicht mehr ökumenisch durchzuführen sein.
Die Gemeinschaft mit dem Bischof hängt doch nicht von einer freiwilligen oder aufgezwungenen Konzelebration
im Novus Ordo am Gründonnerstag ab. Nicht einmal die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils
wünscht eine starre Einheitlichkeit der Form zur Pflicht zu machen (vgl. SC 37). Und die Dominikaner
mussten früher auch nicht am Gründonnerstag im römischen Ritus zelebrieren, um ihre Verbundenheit mit
den Bischöfen zum Ausdruck zu bringen, nicht einmal dann, wenn sie in einer Pfarrei aushalfen.
@ Benedikt Sender dieses Namens gibt es in vielen Ländern, so auch in Deutschland (gibts das noch?).
P. Rydzyk wurde dort zum Rundfunkmachen inspiriert. Er war mal in Deutschland zur Ausbildung, jetzt lässt
er per Rundfunk über sie hetzen. Entweder er ist ein Heuchler oder ein Demagoge. Das stimmt. Radio Maria
firmiert in Deutschland allerdings unter dem Namen „Radio Horeb“, gehört aber gleichwohl zur internationalen
Radio-Maria-Familie. Früher gab es offenbar enge Kontakte zum polnischen „Brudersender“, so war P. Rydzyk
sogar über lange Jahre Mitglied des Trägervereins von „Radio Horeb“. Offenbar wurde Anfang der 90er
Jahre auch die Aufbauarbeit für „Radio Maryja“ von Deutschland aus betrieben. Heute will man davon natürlich
nichts mehr wissen. Die endgültige Trennung von „Radio Maryja“ erfolgte allerdings erst 2002. Nachlesen
kann man das alles unterwww.demleitner-bsm.com/…enerhj/de-Horeb.html.
Noch einmal: Keine Distanzierung! adlimina schrieb: Öffentlich brauchte keine Distanzierung zu erfolgen,
weil es den Skandal „nur“ intern gegeben hat: die Diözese hat diese skandalöse Broschüe in aller Form
zurückgezogen und das Zusammenwirken bzw. Zusammenerscheinen mit „Pro“ Familia definitiv unterbunden.
Wie kommt es dann, dass man über die offizielle Homepage der Diözese Fulda www.bistum-fulda.de www.bistum-fulda.de/
immer noch zum Veranstaltungsprogramm einschließlich der Angebote von „Pro Familia“ gelangt? Hier von
nur einer internen Angelegenheit zu sprechen, halte ich für Hohn!
Der Skandal hinter dem Skandal Es wäre die Aufgabe und Pflicht des Bischofs von Fulda gewesen, alle Interessenten
vor den Veranstaltungen mit „Pro Familia“ zu warnen. Statt dessen ist man in Fulda offenbar bemüht, den
Skandal als „interne Angelegenheit“ herunterzuspielen und zu vertuschen. Wo bleibt da die Hirtensorge?
Und warum diese Scheu vor der Öffentlichkeit?
@ adlimina Öffentlich brauchte keine Distanzierung zu erfolgen, weil es den Skandal „nur“ intern gegeben
hat: die Diözese hat diese skandalöse Broschüe in aller Form zurückgezogen und das Zusammenwirken
bzw. Zusammenerscheinen mit „Pro“ Familia definitiv unterbunden. Das verstehe ich jetzt nicht. Der Skandal
ist doch öffentlich, allein schon durch die Berichterstattung in diversen Publikationen Medien (Kreuz.net,
Kath.net, Rundbrief der Aktion Leben e. V.). Außerdem ist es doch nicht damit getan, dass angeblich irgendwelche
Broschüren zurückgezogen werden. Nicht die Broschüren beinhalten den Skandal, sondern die entsprechenden
Veranstaltungen, die keineswegs abgesagt wurden und von denen sich das Bistum Fulda eben nicht distanziert
hat. Woher wollen Sie im übrigen wissen, ob die Prospektauslagen in katholischen Kirchen tatsächlich
eingezogen worden sind? Wer will das denn überprüfen? Man kann einen Skandal nicht dadurch ungeschehen
machen, indem man ihn verschweigen will. Es ist doch wohl das Mindeste, dass sich Bischof Algermissen
öffentlich entschuldigt.
„Medizinische Dienstleistungen“ bei Pro Familia In Kirchen des Bistums liegen Programmhefte aus, in denen
Veranstaltungen einer ‘Pro Familia’-Beratungstelle Kassel – noch weit über den offiziellen Zeitraum der
‘Woche für das Leben hinaus, nämlich bis zum 17. Oktober – ganz offiziell angeboten werden. Im „Pro-Familia“-Beratungszentrum
Kassel wird nicht nur beraten, sondern im Rahmen der sogenannten „Medizinischen Dienstleistungen“ auch
abgetrieben – Beratung und Abbruch also unter einem Dach! Im gleichen Gebäude in der Frankfurter Strße
133a in Kassel finden jetzt also auch die Angebote im Rahmen der „Woche für das Leben“ statt. Es ist
für mich unbegreiflich, warum die Verantwortlichen im Bistum Fulda nach dem Bekanntwerden dieses Skandals
weder öffentlich Stellung genommen noch die Zusammenarbeit mit „Pro Familia“ umgehend gestoppt haben.
Offenbar ist das katholische Kirchenvolk zu wenig informiert und zu naiv, dass man im Fuldaer Ordinariat
glaubt, die Angelegenheit unter den Teppich kehren zu können.
Biritualismus Der sogenannte Biritualismus mag bei der SJM seine Berechtigung haben, sie ist ja von ihrer
Gründungsidee kein ausschließlich „tridentinischer“ Verein gewesen, gestattet aber ihren mitgliedern
die Zelebration im alten Ritus. Bei der Petrusbruderschaft ist das etws völlig anderes. Ihr Gründungscharisma
beruht ausschließlich auf der Verpflichtung zur Zelebration des alten Ritus. Wie schon an anderer Stelle
erwähnt, scheint es aber auch innerhalb der Petrusbruderschaft starke Tendenzen hin zum Biritualismus
zu geben. Rom hat dem Generaloberen untersagt, den Mitgliedern die der Bruderschaft die Zelebration der
neuen Messe zu verbieten. Ich frage mich: Wo kommen wir dahin? Wenn jemand beide Riten zelebrieren mag,
kann er das in einer entsprechenden Kongragtion oder aber auch als normaler Diözesanpriester mit entsprechender
Erlaubnis tun. Es muss aber auch Kongregationen in der katholischen Kirche geben dürfen, die ausschließlich
dem alten Ritus verpflichtet sind und bei denen entsprechendes Zuwiderhandeln von vornherein unterbunden
wird.
@ Katja Berben Warum päpstlicher sein wollen als der Papst? Rom hat erst vor kurzem klargestellt, dass
der Empfang des Bußsakraments im Rahmen einer Eucharistiefeier nichts Anrüchiges hat Warum unnötig
diese Klisches über angebliche Fehlformen der vorkonziliaren Volksfrömmigkeit bedienen? Mit pauschalen
Verdächtigungen und Unterstellungen kommt man auch nicht weiter.
@ Mimi Das kann ich nicht glauben, was Sie sagen. Die Priester der FSSP sind so dermaßen überlastet,
wie sollen die noch eine normale diözesane Pfarrgemeinde führen? Das kann ich mir nicht vorstellen,
und das würde ja ihrem besonderen Charisma völlig widersprechen. Ich kann es mir auch selber kaum vorstellen,
es ist aber so. Offenbar scheint jener Pater, dessen Name mir bekannt ist, für den Dienst in einer normalen
diözesanen NOM-Gemeinde freigestellt zu sein. Auf jeden Fall zelebriert er, wie schon gesagt, neben der
Indultmesse im alten Ritus sonntags auch die NOM-Messe in einer benachbarten Pfarrei. Warum sich die Petrusbrüder
auf eine solche Zweigleisigkeit überhaupt einlassen, kann ich ebenfalls kaum nachvollziehen. Es ist Wasser
auf die Mühlen der Piusbruderschaft, die sich in ihrer Argumentation dadurch bestätigt sehen dürfte.
Es bleibt die grundsätzliche Frage: Warum eigentlich ist die FSSP so schwach? Die haben doch Papst und
Kirche auf ihrer Seite? Und warum dreht sich hier scheinbar alles um die FSSPX, als hineg das Heil der
Welt und die Präsenz der klassischen römischen Liturgie in der katholischen Kirche nur von ihr ab? Kardinal
Ratzinger sprach einmal von der Notwendigkeit, das Schisma von 1988 „von innen her“ überflüssig zu machen.
Und gerade da müsste die FSSP eine Schlüsselrolle spielen, die sie aber offensichtlich nicht erfülllt,
nicht erfüllen kann oder nicht erfüllen will.
Die Frage des sogenannten „Biritualismus“ scheint mir innerhalb der FSSP noch nicht geklärt zu sein.
Ich habe von einem Mitglied der Petrsbruderschaft gehört, der sonntags eine sogenannte Indultgemeinde
betreut und gleichzeitig als Pfarrer der dortigen Diözese fungiert, die Pfarrmessen feiert er selbstverständlich
im neuen Ritus. Dies geschieht offenbar mit Erlaubnis seiner Oberen. Warum diese Kompromisse? Warum nicht
das besondere „Charisma“ der Petrusbruderschaft pflegen? Früher hatten die Dominikaner ihren eigenen
Ritus. Wenn ein Dominikanerpater sonntags den Pfarrer einer Pfarrgemeinde vertrat, zelebrierte er die
Pfarrmesse selbstverständlich nach dem alten Dominikanerritus und eben nicht nach dem sogenannten tridentinischen
Ritus. Heute behauptet man, der alte und der römische Rtus seien nicht zwei verschiedene Riten, sondern
ein und der selbe Ritus. Warum ist nicht einmal innerhalb eines einzigen Ritus das gestattet, was früher
den Dominikanern mit einem eigenen Ritus selbstverständlich möglich war? Hier besteht offenbar noch
sehr viel Klärungsbedarf.
@ catharina und Mimi Wer betet mit mir für das Generalkapitel der FSSP, das in diesem Sommer stattfindet?
Ich schließe mich gerne an. Um was wird es denn bei diesem Generalkapitel gehen? Nur um formale Angelegenheiten
oder auch um konkrete theologische Inhalte?
@ Catharina, Mimi etc. Bei allem notwendigen „Sentire cum ecclesia“ und allem wohlverstandenen Gehorsam
frage ich mich aber schon, warum die FSSP nicht sozusagen die Meinungsführerschaft bzgl. der traditionellen
Liturgie in der Kirche übernommen hat. Denn das ist ja nichts Ehrenrühriges. Warum überlassen die sogenannten
Ecclesia-Dei-Gemeinschaften die theologische Diskussion und auch die entsprechende Gespräche mit Rom
weitgehend der Piusbruderschaft? Wie kommt es, dass die Piusbruderschaft in der öffentlichen Wahrnehmung
als Gesprächspartner viel mehr ernstzunehmen erscheint als die Petrusbruderschaft? Wo ist der Gründungs-
und Pioniergeist der FSSP von 1988 geblieben? Wie schon mehrfach hier geäußert: Alles, was bzgl. einer
Aussöhnung mit der FSSPX erreicht werden kann, müsste und sollte schon längst in der FSSP verwirklicht
sein.
Ökumenische Verantwortung Vom Bistum Fulda sei zu erwarten, daß die ‘Pro-Familia’-Ideologen wieder ausgeladen
werden: Ich glaube, Bischof Algermissen befindet sich in einem doppelten Dilemma. Eine Ausladung von „Pro
Familia“ könnte sich evtl. belastend auf das gute ökumenische Miteinander zwischen dem Bistum Fulda
undd der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck auswirken. Wenn schon, müsste die Ausladung
GEMEINSAM von katholischer UND evangelischer Kirche erfolgen. Ist die evanglische Kirche nicht dazu bereit,
darf es künftig keine ökumenisch ausgerichtete „Woche für das Leben“ mehr geben. Und das wäre sicher
kein ökumenischer Fortschritt. Möglicherweise ist man jetzt in Fulda um Schadensbegrenzung bemüht.
Aber um welchen Preis? Was ich mich außerdem frage ist, wie es eigentlich bei „Pro Familia“ angekommen
sein mag, dass sie nun ausgerechnet von den christlichen Kirchen mit ins Boot geholt wurden. Ich kann
mir nicht vorstellen, dass sie sich selbst eingeladen haben.
@ Benedikt Der Schein war ein Nachweis der Beratung, nichts weiter. Nicht jede Frau, die sich hat beraten
lassen, hat auch abgetrieben; die Motivation der Beratungsstellen (zumindest der kirchlichen) ist es auch
nie gewesen, die Abtreibung explizit zu ermöglichen (also bloß notwendige Durchgangsstation zu sein)
oder zu fördern. Jetzt bin ich doch auch einigermaßen überrascht, dass Sie hier, geschätzter Benedikt,
daneben liegen. Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen: Im Rahmen der gesetzlichen Regelung
in Deutschland ist der Beratungsschein nun einmal Condicio sine qua non zur Straffreiheit der Abtreibung.
Welche Motivation der Beratungsstellen dahinter steckt, ist dabei völlig unerheblich. Genau das war und
ist ja das Perfide an dem System, an dem Katholiken im Rahmen von „Donum vitae“ bis heute mitwirken. Im
Übrigen macht die Ausstellung von Beratungsscheinen überhaupt keinen Sinn, wenn damit nicht der Zweck
der Straffreiheit der Abtreibung erfüllt werden soll. Die beratene Frau kann ihn allenfalls in den Papierkorb
werfen, wenn sie doch nicht abtreiben will. Aber das In-den-Papierkorb-Werfen ist ja nicht der Sinn der
Scheinausstellung.
@ Ansgar Wie kann man denn die Zahl der Pius-Anhänger weltweit berechnen? Ich meine, die Grenzen dürften
doch eher fließend sein. Und hoch ist ihre Zahl im deutschen Sprachraum? Zahlen Pius-Anhänger in Deutschland
weiterhin Kirchensteuer?
Glockenläuten Der 1991 eingeführten „Woche für das Leben“ vorausgegangen war ein 1988 von Erzbischof
Dyba eingeführtes 15-minütiges Glockenläuten am Mittag des 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen
Kinder, das im darauffolgenden Jahr von der Deutschen Bischofskonferenz übernommen wurde. Das Glockenläuten
sollte den Protest der Kirche gegen die Abtreibungspraxis zum Ausdruck bringen. Dieses ursprüngliche
Anliegen der „Woche für das Leben“ scheint nun durch die Einbindung von Pro Familia völlig auf den Kopf
gestellt zu sein. Und für so etwas muss man seine Kirchensteuer entrichten.
„Jugendliche auf dem Weg zu einer lustvollen und verantwortungsvollen Sexualität“ Wer sich über die
sexualpädagogischen Vorstellungen von Pro Familia informieren möchte, kann sich unter dieser Adresse
kundig machen: …ssel.profamilia-online.de/profa/sexpaed01.htmwww.kreuz.net/
„Medizinische Dienstleistungen“ von Pro Familia Bei Pro Familia gibt es Beratungszentren, die unter der
verhrmlosenden Bezeichnung „Medizinische Dienstleistungen“ tatsächlich auch Abtreibungen durchführen,
Beratung und anschließende Abtreibung also quasi unter einem Dach anbieten. Im vergangenen Jahr führte
das zur Forderung des Hessischen Landesrechnungshofes, die Finanzierung von Pro Familia aus öffentlichen
Geldern aus verfassungsrechtlichen Gründen zu überdenken. Offenbar werden auch im Pro-Familia-Beratungszentrum
Kassel Abtreibungen durchgeführt, an dem jetzt Veranstaltungen zur „Woche für das Leben“ angeboten werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bischof Algermissen das wirklich gewusst hat. Aber ich frage mich,
wie es überhaupt so weit kommen konnte, ausgerechnet Pro Familia bei der „Woche für das Leben“ zu beteiligen.
Was sind denn das für Leute in Fulda, die Algermissen zur Seite stehen? Der Bischof von Fulda hat doch
einen Pressesprecher, einenpersönlichen Sekretzär, einen theologischen Referenten, einen Generavikar
etc. Gibt es da denn niemanden, der auf so etwas einmal achtet? Ich kann es einfach nicht begreifen.
Heimat Traunstein befindet sich im Südosten von Bayern und ist die Heimatstadt von Papst Benedikt XVI.
Es ist schon erstaunlich, wo überall Papst Benedikt beheimatet ist. Aber zur Sache möchte ich die Zyniker
und Skeptiker hier mal fragen, ob sie überhaupt an die Möglichkeit eines Tränenwunders glauben oder
nicht. Wieso soll die Statue einer Renterin rote Farbe weinen?
@ Gotthard Nein, ich habe nicht die Argumentationsebenen Sicherheitsargumente vs. naturrechtliche Argumentation
durcheinander geworfen. Die Sache ist aus katholischer Sicht eindeutig: Der Gebrauch von Kondomen zählt
aus naturrechtlicher Sicht zu den in sich schlechten Handlungen. Von aher kann es hier a priori keine
Ausnahmen geben. Aber auch diejenigen, die sich dieser vernünftigen Sicht nicht anschließen können,
sollten den Gebraucch von Kondomen ablehnen: wegen der mangelnden Sicherheit. So einfach ist das eigentlich.
Und es scheint mir vorstellbar, dass ein so vernünftiger Mann wie Papst Ratzinger hier schwach wird.
Wie schon gesagt: Er würde dann der Lehre seiner Vorgänger diametral widersprechen. Und das ist wohl
kaum vorstellbar.
Kondome schützen nicht vor AIDS Jeder, der sich mit diesem Thema ernsthaft beschäftigt, weiß, dass
Kondome so gut wie keinen Schutz vor AIDS bieten können. Ist der Pearl-Index schon für die verhütung
einer Schwangerschaft relativ hoch, so dann erst recht für den Schutz vor AIDS. Würde Papst Ratzinger
in dieser Frage wirklich nachgeben, wäre er extrem schlecht beraten. Und noch schwerwiedender ist die
naturrechtliche Argumentationsweise. Er würde tatsächlich der Lehre seiner Vorgänger direkt widersprechen.
@ res secundae Dass Verbot derartiger Veranstaltungen nur auf Bayern beschränkt bleiben soll, hat mich
auch sehr verwundert. Wieso gibt es dort eine eigene „Freisinger Bischofskonferenz“? Etwas Vergleichbares
dürfte es in den anderen Bundesländern nicht geben, oder irre ich mich? Außerdem gehört aus historischen
Gründen das Bistum Speyer in der Pfalz ebenfalls zum Bereich der „Freisinger Bischofskonferenz“, Speyer
ist Suffraganbistum von Bamberg. Also gilt das ausdrückliche Verbot nun wohl auch in Speyer, nicht aber
in Mainz. Sehr seltsam.
Ach was! Die katholische Kirche steht heute nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer traditionellen Lehre
hoch im Kurs. wen alle Irrungen des gegenwärtigen Zeitgeistes verschwunden sein werden, die katholische
Kirche und das Papsttum wird es dann immer noch geben.
Und Sie drei? Warum meinene Sie, dass Ihre Meinung maßgeblich sei? Setzen Sie sich doch mal lieber mit
der Sache auseinander, anstatt mit unqualifizierten Bemerkungen um sich zu schlagen.
@ Bernardin Also, jetzt wollen wir die Kirche doch mal im Dorf lassen. Wenn ganz Deutschland bei den Reichstagswahlen
1932/33 so gewählt hätte wie die katholischen Wähler, wäre uns die braune Brut erspart geblieben.
Hierbei handelt es sich nicht um Meinung, sondern um Sachkenntnis, eine reine Frage der Statistik und
Mathematik.
Lobbyarbeit Wenn die Sache so schwierig ist, sollten traditionsverbundene Pressuregroups endlich mal auf
den Putz hauen und Lobbyarbeit betreiben. Sind Traditionalisten in der katholischen Kirche überhaupt
kampagnefähig?
The Day After Kreuz.net meldete: Es werde jedoch nicht ausgeschlossen, daß der Heilige Vater direkt am
Gründonnerstag ein Schreiben von Interesse für die Priester veröffentliche. Und? Was ist jetzt mit
diesem schreiben? Von einer Veröffentlichung habe ich nichts gehört. Auch nichts mehr über die erwartete
Freigabe der alten Messe. Weiß jemand etwas Genaueres?
Und wie war das bei unseren Vorfahren? Der Hl. Bonifatius hatte es gewagt, das Stammheiligtum der Chatten,
die Donar-Eiche bei Geismar in Nordhessen, zu fällen und aus dem Holz ein Bethaus zu bauen. Außerdem
verwendete er ein alteinisches Messformular, das sich nur minimal von der späteren tridentinischen Form
unterscheidet. Inkulturation?
@ monti Das einzige was möglich ist, ist die Freigabe der Alten Liturgie, und dann können die Gläubigen,
ohne vom Ruch des Schismatikers umgeben zu sein, mit den „Füßen“ abstimmen. Und warum hat dann die Petrusbruderschaft
in dieser Hinsicht nicht schon längst die Initiative ergriffen? Was haben die denn zu verlieren? Warum
nehmen die der FSSPX nicht den Wind aus dem Segel? Das merkwürdige irenische Verhalten der Petrusbrüder
scheint die Argumentation der Piusbruderschaft zu bestätigen.
@ Benedikt Na also mal ganz unabhängig vom Thema würde ich mich nicht wirklich über einen Bischof freuen,
der seine Überzeugungen derart einfach über Bord schmeißt. Das hätte nämlich zwei Seiten. Moment
mal, Bischof Kamphaus hätte immerhin die Möglichkeit gehabt, von seinem Amt zurückzutreten, das wäre
in der Tat konsequent gewesen. Wenn ich mich recht erinnere, bot er seinerzeit Johannes Paul II. auch
seinen Rücktritt an, was letzterer aber aus mir unerfindlichen Gründen ablehnte. Wie ich gerade lese,
befindet man sich auch in Fulda wieder mal im Weltjugendtagsrausch. Am kommenden Sonntag, dem Palmsonntag,
soll auf dem diözesanen Weltjugendtag die „Begeisterung von Köln“ wiederbelebt werden. Wie passt das
alles zusammen? Wie man sieht, ist Bischof Algermissen mi sienem „Patoralen Prozess“ nicht zuletzt auch
von einem antirömischen Affekt geritten. Bei der nach außen zur Schau gestellten „Papsttreue“ stelle
ich mit zunehmendem Maße eine erschreckende Inhaltslosigkeit fest.
Umstrukturierungen im Bistum Fulda nicht vom Kirchenrecht gedeckt @ Gotthard Schön, dass Sie aus dem
Kirchenrecht zitieren. Es bestätigt, dass die Kritiker des „Pastoralen Prozesses“ mit Ihrer Einschätzung
richtig liegen, was nun auch Rom zu bestätigen scheint.
@ Gotthard Die Organisation seiner Diözese ist jedem Bischof freigestellt Das stimmt einfach nicht, bei
der Organsiation seiner Diözese ist der Bischof an die Maßgaben des Kirchenrechts und entsprechender
römischer Weisungen gebunden. Ich empfehle Ihnen zur Lektüre etwa die Instruktion Instruktion der Kleruskongregation
„Der Priester, Hirte und Leiter der Pfarrgemeinde“ vom 4.8.2002. Im Gegensatz zur gängigen Praxis im
Bistum Fulda wird darin unter Verweis auf die Canones 526 und 539 CIC beispielsweise ausdrücklich festgestellt,
dass die Übertragung einer Pfarrei an einen Administrator niemals auf Dauer angelegt sein darf. Außerdem
wird daran erinnert, dass „das Amt des Pfarrers – weil es seinem Wesen nach ein Hirtenamt ist – vollen
Anspruch und Stabilität erfordert“. Und warum lässt Bischof Algermissen rüstige Priester vorzeitig
zwangspensionieren? Priestermangel?
Ach, Herr Gotthard, es handelt sich doch um keinen privaten Briefwechsel, sondern um ein amtliches Schreiben,
dass die Allgemeinheit betrifft. Es wäre in der Tat zu überlegen, ob man nicht offiziell Beschwerde
im Vatikan einlegen sollte. Wenn ein Oberhirte derart unsouverän auf Kritik reagiert und zu unkontrollierten
Gefühlsausbrüchen neigt, stellt sich ernsthaft die Frage, ob er überhaupt noch imstande ist, sein Amt
gerecht und zum Wohl der Menschen auszuüben.
Der Kamphaus’sche Sonderweg @ Benedikt Ja, formal wurde der Sonderweg beendet – aber mit großem Zähneknirschen.
Und das bis heute, auch noch fünf Jahre danach. Das unselige Thema der kirchlichen Einbindung in die
staatliche Schwangerschaftskonfliktberatung wurde theologisch bis heute nicht wirklich aufgearbeitet.
Und von einem inneren Einsehen der Bischöfe, dass sie von falschen (moral)theologischen Prämissen augegangen
waren, kann bis heute keine Rede sein. Deshalb auch die stillschweigende Duldung von „Donum vitae“ durch
das offizielle kirchliche Establishement. Das gilt nicht nur für das Bistum Limburg. Die hessische Landesvorsitzende
von „Donum vitae“, Die Diplom-Theologin Margot Hartmann, ist beispielsweise Mitlied des Fuldaer Domchores.
Aber das wäre eine eigene Diskussion wert, gehört hier eigentlich nicht zum Thema.
Endlich einmal ein Hoffnungsschimmer für Fulda! Bischof Algermissen sollte sich nicht länger wie ein
absolutistischer Monarch benehmen. Das steht ihm als Person nicht gut an und widerspricht auch der eigentlichen
Funktion seines Amtes. Auch und gerade als Bischof kann er nicht einfach machen, was er will, sondern
er ist der erste Garant des Glaubensgehorsams und damit auch gegenüber der göttlichen Struktur der Kirche,
die zu beschneiden er leider ohne Not mit seinem unseligen „Pastoralen Prozess“ angegangen ist. Möge
Rom hier hart durchgreifen!
@ Horst Eckner Welche Auferstehung? Was meinen Sie nun wieder damit? Ich denke, die Evangelien können
darüber nichts sagen??? Nach der immer noch gültigen Lehre der Kirche über die letzten Dinge gibt es
neben der Möglichkeit ewiger Seligkeit bei Gott – die zu erlangen wir alle hoffen dürfen – leider auch
die Möglichkeit ewiger Gottesferne, auch Verdammnis genannt. Einen Persilschein für den Himmel lehrt
die Kirche nicht. Die Feier der Seelenmesse, des Requiems, ist Ausdruck unserer Hoffnung auf die ewige
Seligkeit. Beten wir deshalb für die Verstorbenen.
@ Horst Eckner Wenn ich Sie recht verstehem, wollte das Neue Testament also angeblich keine geschichtlichen
Tatsachen und Ereignisse berichten, sondern vornehmlich nur von irgendeiner nebulösen „Glaubenserfahrung“,
die nicht greifbar ist (und dann soll’s in diesem Fall plötzlich der Hl. Geist gewesen sein). Was tatsächlich
geschehen ist, entzieht sich der Bibel und hat nur wenig Relevanz. Es tut mir leid, aber da streubt sich
einfach mein Verstand. Um mit Georg May zu sprechen: „Die Wirkung auf einen denkenden Menschen kann nur
sein, dass er entweder diese Exegese oder das Christentum für Unfug hält“.
@ Host Eckner Gott überwindet aus Liebe den Tod Aha. Aber woher sollen das die Jünger gewusst haben?
Auf welcher Grundlage beruht denn der christliche Osterglaube, wenn Jesus nicht auch im physischen Sinne
auferstanden ist? Was meinen Sie, was der Apostel Johannes „sah“, als er zum Grab ging „und glaubte“?
Und die „Erscheinungen“ des Auferstandenen? Und das Essen und Trinken? Kommen Sie mir jetzt bitte nicht
mit „Widerfahrnis“ der Jünger? Worin soll das denn bestehen? Sie hatten wohl plötzlich Migräne bekommen.
Aber warum bloß?!?!?
@ Horst Eckner Was ein Schisma ist, scheint dem Schreiber nicht bekannt zu sein… Eine andere Meinung
zu haben als der Papst ist, sofern es nicht um dogmatische Fragen geht, jedenfalls kein Schisma. 1. Ich
sprach nicht von schisma, sondern von schismatischen Strukturen. 2. Es geht nicht darum, eine „andere
Meinung“ zu haben als der Papst, sondern um Glaubensinhalte. Lasst uns doch endlich einmal konkret um
die INHALTE des Glaubens und um die innere Verfassung der Kirche etc. disputieren.
Schismatische Strukturen in der Kirche @ wolfgang e. Ein wirklich guter und tiegründiger Beitrag, besten
Dank! Man stürzt sich genüsslich auf die bösen „rechtgläubigen Schismatiker“, während auf der anderen
Seite schismatische Strukturen in der Kirche (z. B. die Priester im sogenannten „Fuldaer Kreis für eine
offene Kirche“, die glaubenskritische Initiative „Wir sind Kirche“ oder die katholischen Laien von „Donum
vitae“) toleriert werden.
@ Makus-Antonius Was ist an Schüttels Rückschlüssen albern? Natürlich stehen hinter gewissen Kardinalsernennungen
kirchenpolitische Implikationen – leider!
@ Gotthard Die Art und Weise, wie die Erenunnung Lehmanns zum Kardinal vonstatten ging, gibt durchaus
Anlass zu kritischen Rückfragen. Warum wurde seine Erennung „nachgeschoben“? Warum wurde er nicht gleich
zusammen mit den anderen Kandidaten ernannt? Die Krierung von Kardinälen ist in erster Linie ein spiritueller,
ja ein liturgischer Akt. Es ist nicht gut, die Auwahl der Kandidaten vordergründig nach (kirchen)politischen
Kriterien vorzunehmen. Im Falle Lehmanns war und ist das ganz offensichtlich.
@ Horst Eckner aber wer sagt, die Auferstehung sei als solche naturwissenschaftlich zu verstehen (Jesuskörper
verschwindet über Nacht), der steht im Widerspruch zu dem, was die katholische Kirche lehrt Dem kann
ich so zustimmen. Sie rennen allerdings offene Türen ein, denn kein ernstzunehmender Katholik hat je
behauptet, die Aufersteheung sei als solche naturwissenschaftlich zu verstehen. Das Problem besteht jedoch
darin, dass man deshalb den realen „materiellen“ Vorgang der Auferstehung nicht einfach leugnen kann,
wie es Kasper, Lehmann und das Gros der deutschsprachigen Universitätstheologie bis heute tun. Man verfährt
nach dem Motto: „Ob das Grab leer war oder nicht, wissen wir nicht. Entscheidend ist jedoch der Glaube.“
So etwa in der erfolgreichen, vom BR produzierten Reihe „2000 Jahre Christentum“. Ja, welcher Glaube denn,
wenn man nix wissen darf??? Und Kasper ist es gerade, der in „Jesus der Christus“ vor einem „zu massiven
Osterglauben“ warnt. Mein Gott, was sind das für Hirngespinste???
@ Horst Eckner Diese exegetischen Winkelzüge versteht kein vernünftiger Mensch. Natürlich setzt der
Osterglaube das historische Faktum der Auferstehung voraus.
„Kasper ist ein Häretiker!“ Dieses Zitat im Titel stammt vom damaligen … Kardinal Ratzinger. Hoffentlich
hat er das nicht vergessen. Was Lehmann betrifft: Er hat schon eine seltene Begabung, die Dinge in rabulistischer
Manier zu verdrehen. Lehmann hätte vielleicht besser Politiker als Kirchenmann werden sollen.
Karrieredenken Der Papst selbst hat noch als Kardinal das kirchliche Karrieredenken beklagt. Es bedarf
auch keiner besonderer hellseherischer Fähigkeit, um – wie kreuz.net – feststellen zu können, dass dieses
Denken auch und gerade bei Bischofsernennungen eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Mir ist noch der
Fall eines Domkapitulars in guter Erinnerung, der vor einigen Jahren aus seiner Enttäuschung keinen Hehl
machte, dass er nicht zum Bischof ernannt worden war – so fest hatte er damit gerechnet …
@ Benedikt Bevor man neue „Vorschläge und Pläne“ einer liturgischen Reform veröffentlicht, sollte man
erst einmal dafür sorgen, dass die bisherigen Bestimmungen (Redemptionis Sacramentum etc.) eingehalten
bzw. in der Praxis auch tatsächlich umgesetzt werden. Davon kann in weiten Teilen leider keine Rede sein.
Und kaum ein verantwortlicher Oberhirte erkennt dies auch nur ansatzweise überhaupt als Problem.
@ Filip Jovic Leider scheinen Sie Recht zu haben. Das hatten wir alles schon einmal. Ich erinnere nur
an die Vorabmeldungen zur Veröffentlichung der Liturgie-Instruktion. Was sollte da nicht alles verboten
werden, nicht nur der Applaus, sondern sogar die Ministrantinnen. Und was ist schlussendlich dabei herausgekommen?
Nichts! Selbst die Dinge, die in der Endfassung von „Redemotionis Sacramentum“ stehen, werden ja nicht
eingehalten, beispielsweise die Verwendung der Kommunionpatene oder das Verbot des gewohnheitsmäßgen
Einsatzes von Kommunionhelfern. Selbst von „konservativen“ Oberhirten wie Meisner oder Mixa ist da nichts
zu erwarten. Leider!
Ministrantinnen Dabei hatte Kardinal Ratzinger 1991 vor dem Linzer Priesterkreis in Aigen noch betont,
dass der Dienst von Mädchen und Frauen am Altar unvereinbar sei mit der Struktur auch der neuen (!) Liturgie.
Der Ministrant fungiert ursprünglich als Ersatzkleriker und nicht als normaler Laiendienst, er ist also
eigentlich nur auf potentielle Kleriker übertragbar.
Fragt sich nur … warum der Hl. Vater Erzbischof Marini nicht einfach ablöst. Darüber war ja bereits
mehrfach spekuliert werden. Eine „gesichtswahrende Lösung“ wird sich doch irgendwie arrangieren lassen.
Es muss auch nicht unbedingt der Nuntiusposten in Teheran sein …
@ Dr. Otterbeck Das Konzil empfiehlt nunmal, den Glauben zu leben, nicht nur ihn zu repräsentieren. Es
fragt sich halt nur: welchen Glauben? Bevor ich den Glauben leben kann, muss ich erst einmal wissen, was
eigentlich zu glauben ist, worin der Glaube besteht? Was glauben die Leute vom „Fuldaer Kreis“? Was glaubt
Pfarrer Vreitenbach? Was glaubt Frau Bussmann?
@ Benedikt Ein großer Unterschied zwischen „Fuldaer Kreis“/„Wir sind Kirche“ und FSSPX besteht auch darin,
dass ersterer innerhalb des kirchlichen Establishments förmlich hofiert wird, während die FSSPX absolutes
Tabu ist. Die Mitgleidschaft beim „Fuldaer Kreis“ scheint im Bistum Fulda sogar karriereförderlich zu
sein, während die Verbundenheit mit dem alten Ritus ein Berufsverbot nach sich ziehen kann.
@ bonifatius Es ist unglaublich, wie hilflos sich der Bischof von Fulda zu diesem ominösen Kreis verhält.
Ist es Feigheit? Hilflos? Der Bischof von Fulda bietet führenden Köpfen dieses ominösen „Kreises“ durchaus
noch Karrieremöglichkeiten. So sind mittlerweile drei seiner Mitglieder in den Priesterrat berufen worden,
einer gar als dessen Sprecher. Der Hl. Bonifatius wird sich in seinem Grabe umdrehen! „O Glabensvater,
sieh die Not, inder wir uns befinden!“
@ Marlene Mir hat noch niemand das Gegenteil beweisen können. Was also sollte am katholischen unvernünftig
sein? Wäre das Katholische unvernünftig, wäre ich nicht katholisch. Also mit dem Selbstverständis
der Katholiken sollte man sich als Kritikerin auch schon ein wenig befassen. Zur Lektüre empfehle ich
in diesem Zusammenhang die Enzyklika „Fides et Ratio“, eine der besten von Johannes Paul II.
@ methusalix Es geht hier nicht um die Privatmeinung irgendwelcher „rechtgläubiger“ Katholiken, sondern
um Sachkenntnis. eine männliche samenzelle ist kein eigenständiger Mensch, eine befruchtete Eizelle
schon. Ich empfehle Ihnen zur Lektüre einmal die Instruktion „Donum vitae“ von 1987. Das Katholische
ist immer das vernünftige.
Christlicher Ständestaat??? Ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion gelesen, aber einen christlichen
Ständestaat zu fordern, ist vollkommener Unsinn. Was soll das, wenn mehr als 90 % der Staatsbürger die
Lehrauffassungen der katholischen Kirche nicht teilen? Das sind doch absolut unsinnige Nebenkriegsschauplätze,
die hier ständig eröffnet werden. Lasst uns doch lieber über die Schönheit der klassischen Liturgie
reden und über die Möglichkeiten, das entsprechende Gottesdienstangebot Apostolat im deutschsprachigen
Raum weiter auszubauen.
Anonymität Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, warum so viele Leute ein Problem damit haben, dass
Kreuz.net anonym operiert. Was soll daran eigentlich so verwerflich sein? Es ist nun einmal leider so,
dass man in einer gewissen kirchlichen Öffentlichkeit nicht mehr frei seine Meinung äußern darf, ohne
Repressalien befürchten zu müssen. ein fairer Dialog findet doch in weiten Teilen des kirchlichen Establishments
überhaupt nicht statt. Kann es sein, dass es manche einfach nur ärgert, dass hier Geistesfreiheit herrscht
und dass frei ausgesprochen werden kann, was man ansonsten unterdrücken würde? Manche Leute scheinen
nur damit beschäftogt zu sein, wer dahinter steckt. Man sollte es aber besser mit dem hl. Augustinus
halten, der einmal sinngemäß geschrieben hat: Frage nicht, wer das sagt, sondern was gesagt wird!
@ Horst Eckner Diese Argumentation hält einer realistischen Sicht der Dinge nicht Stand. Phänotypisch
haben wir es mit einem neuen Ritus zu tun und nicht mit einer nur mit einer erneuerten Form der Liturgie.
Warum dann eine rituelle Kontinuität behaupten, wo phänotypisch keine ist!? Denken Sie einmal darüber
nach, warum im praktischen Vollzug des NOM in den meisten deutschen Pfarrgottesdiensten gerade diejenigen
Elemente unterdrückt werden, die eine Kontinuität zur alten Messe aufzeigen würden: Verwendung der
Kommunionbank, des Ersten Hochgebets, Latein usw. @ Dr. Otterbeck: Ohne „NOM“ gäbe es vielleicht noch
2 Mio praktizierende Katholiken weltweit. Das ist absolut unrealistisch. Ohne NOM gäbe es in Deutschland
mit Sicherheit mehr praktizierende Katholiken als jene 3,8 Millionen, die es aktuell geblieben sind.
@ Gotthard oder aus der Hand eines beauftragten Kommunionhelfers Stimmt nicht, das gilt nur für Notfälle
wie Krieg oder Todesgefahr. Eine gewohnheitsmäßige Beauftragung vom Kommunionhelfern ist verboten!
@ MK28 Deutsche Bischöfe Man sollte endlich eine grundlegende Wende bei den künftigen Bischofsernennungen
herbeiführen. Wenn immer nur die gleichen systemimmanenten und ekklesiastisch korrekten Kompromisskandidaten
ernannt werden, können wir noch 100 Jahre warten, bis sich etwas ändert.
Msgr. Imkamp soll auch nicht an die Echtheit der Erscheinungen von Fatima glauben, die immerhin kirchlich
anerkannt sind. Und beim negativen Befund der Vorkommnisse in Marienfried soll er maßgeblich beteiligt
gewesen sein; böse Zungen behaupten nicht ganz uneigennützig wegen der „Konkurrenz“ Marienfrieds zu
Maria Vesperbild …
@ Robert Kethelhohn Warum dieser sarkastische Unterton? Ich bin durchaus Realist. Aber die Frage der kirchenpolitischen
Durchsetzbarkeit von theolgisch in rechter Weise gewonnenen Einsichten muss doch erlaubt sein. Man kann
über Vieles auf einer akademischen Metaebene philosophieren, aber was nutzt das endlich, wenn man es
in der pastoralliturgischen Praxis nicht erleben kann?
Donar-Eiche Und was ist dann mit dem Hl. Bonifatius, dem Apostel der Deutschen, der – ooh, wie böse! –
einfach so die Kultur der Germanen zerstörte und deren Heiligtümer zerstörte …
Hervorragende Analyse Seiner Heiligkeit … … aber was meinter mit der Aussage: Wir müssen die Neuheit
annehmen, aber auch die Kontinuität lieben …? Hinsichtlich der praktischen Umsetzung des Erkannten
hapert es offenbar ein bisschen. Auch in früheren Büchern Kardinal Ratzingers gab es schon vrtreffliche
Analysen, ich denke da beispielsweise an das „Fest des Glaubens“ oder den „Geist der Liturgie“. In dem
letztgenannten Buch hat er ganz vortreffliche Aussagen zur Zelebrationsrichtung gemacht. Nur: Irgendwelche
praktischen Konsequenzen haben die AUsführungen des Präfekten der Glaubenskongregation nie gezeitigt.
Und nu isser Papst …
@ Benedikt Steffen hat wohl gemeint, dass in priesterlosen Gemeinden, bei denen regelmäßig „Laiengottesdienste“
abgehalten werden, beispielsweise Priester auf Durchreise oder im Urlaub, die sich anbieten, eine hl.
Messe zu feiern, eben daran gehindert werden mit dem Hinweis auf die fest etablierten „Wort-Gottes-Feiern“.
Das habe ich auch schon gehört. Das Perfide ist, dass unter dem Deckmantel der Frömmigkeit die Eucharistiefeier
als „Normalfall“ der gottesdienstlichen Gemeinschaft auch an Wertagen eleminiert wird, wobei ich niemandem
böse Absicht unterstelle. Aber man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass eine nicht mehr stattfindende
Eucharistiefeier an Werktagen gar nicht mehr als Mangel empfunden wird, sondern – im Gegenteil – als mögliche
Bereicherung durch alternative Laiengottesdienste. Wo bleibt hier die eucharistische Sehnsucht?
Jodler-Diplom Natürlich ist es grundsätzlich zu begrüßen, wenn traditionelle Andachtsformen fortgesetzt
werden und den Laien in diesem Zusammenhang mehr Eigenverantwortung zugetraut wird. Aber was soll jetzt
dieses ganze Getue mit der „Ausbildung“ zu Gottesdienstleitern? Besonders die hier an den Tag gelegte
Geschäftigkeit und „von oben“ verordnete Bürokratie erscheint doch einigermaßen befremdlich. Als hätte
es das früher nicht gegeben, dass sich fromme Frauen und Männer in der Pfarrei ohne einen Priester Rosenkranzgebet
getroffen hätten – allerdings ohne „Ausbildung“. Mit diesem ganzen Gerede und Getue wird ein offiziöser
Touch suggeriert, der quasi amtlichen Charakter hat und die Laien gewissermaßen auf die gleiche Augenhöge
wie die Priester stellen soll. Im Grunde genommen ist das aber doch lächerlich. Es erinnert mich irgendwie
an Loriots „Jodler-Diplom“. Da hat man was Amtliches in der Tasche, und da ist man dann „wer“.
@ Gotthard Das wird in dem Artikel auch nicht kritisiert. Bitte den Kontext beachten! Kritisiert wird
zu Recht die Selbstbedienung beim Empfang der Hostie und das Eintunken in den Kelch.
Gute Arbeit, Stimme! Danke! Wenn man also über die offizielle Webseite der „Missionaries of charity“
zu dem besagten Zitat kommt, hat es, auch wenn es nur ein Link ist, aber doch einen gewissen offiziösen
Charakter. @ Rudolphus Von einem „populären Irrtum“ wird man hier also wohl nicht mehr sprechen können.
Authentizität Es muss doch eine offizielle Instanz geben, die bestätigen kann, ob das Mutter Teresa
zugeschriebene Zitat nun authentisch ist oder. Ich denke da beispielsweise an die Kongregation der Missionarinnen
der Nächstenliebe. Die müssten in dieser Angelegenheit doch Auskunft geben können. Das Gleiche gilt
für das Foto mit der Buddha-Statue, an dem sich die ganze Diskussion hier eigentlich entzündet hat.
Also: Wer macht mal eine offizielle Anfrage?
@ Benedikt Christen haben, wo sie ihren Glauben recht verstehen, »auch die Sorge zu teilen, daß der
Hindu ein besserer Hindu, der Buddhist ein besserer Buddhist, der Moslem ein besserer Moslem werde«.
Hubertus Halbfas: Fundamentalkatechetik. Sprache und Erfahrung im Religionsuntericht (1968). Zitiert nach
der gekürzten Tb-Fassung Düsseldorf 1973, S. 194f. u. 198 Aber beim Googlen (Suchbegiffe „Hindu ein
besserer Hindu“) stößt man immer wieder und vor allem auf Mutter Teresa …
@ Rudolphus Genau meine Rede! Also, woher stammt dieses Mutter Teresa zugeschriebene Zitat, und woher
stammen die Fotos? Das müsste doch im Internetzeitalter herauszufinden sein …
@ Rudolphus Warum sollte das Mutter Teresa zugeschriebene Zitat („der Hindu ein beserer Hindu …“) falsch
sein? Wer sollte es gefälscht und Mutter Teresa untergeschoben haben? Auch das ist eine Behauptung, die
erst zu beweisen wäre. Das Zitat findet sich im übrigen nicht nur bei Wikipedia, sondern wird auch von
Gläubigen, die Mutter Teresa verehen, verbreitet. Aber all das wäre doch einmal guter Stoff für eine
journalistische Recherche: 1. Woher stammt das Zitat? Bei welcher Gelegenheit und in welchem Zusammenhang
hat es Mutter Teresa gesagt? (Quelle?) 2. Woher stammen die Fotos mit der Buddha-Statue ursprünglich?
Was stellen sie wirklich dar? 3. Ob das zur Verfügungstellen von Holz für eine hinduistische Totenverbrennung
tatsächlich den Tatbestand einer Beteiligung am Götzenkult darstellt, kann ich nicht beurteilen. Gibt
es auch Belege für diese Geschichte, und falls es sich so zugetragen hat, wie ist das theologisch zu
qualifizieren?
Mutter Teresa Ich denke, dass niemand die Verdienste Mutter Teresas und ihren Einsatz im Dienst an den
Ärmsten der Armen schmälern wollte. Aber man darf nicht die ebenen verwechseln. Sicher war sie, was
ihr geistliches Leben und die praktizierte Nächstenliebe betrifft, absolut vorbildlich. Allerdings wird
sie kaum – und das wird wohl niemand ernsthaft bestreiten können – als große Theologin oder gar Kirchenlehrerin
in die Geshcichte eingehen. Vorbildlich praktizierte Nächstenliebe schließt im Einzelfall fragwürdiges
Verhalten oder missverständliche Aussagen nicht aus. Was ist beispielsweise von folgendem Zitat (gefunden
bei Wikipedia) zu halten? „Es gibt nur einen Gott, und er ist der Gott aller. Wir sollten einem Hindu
helfen, ein besserer Hindu zu werden, einem Muslim, ein besserer Muslim zu werden, und einem Christen,
ein besserer Christ zu werden.“ Quelle: [link]de.wikiquote.org/…i/Mutter_Teresa[link]
Mutter Teresa … während einer öffentlichen Anbetung vor einer Buddha-Statue … Ein kleiner Hinweis
zur Differenzierung: Es hat niemand behauptet, dass Mutter Teresa eine Buddha-Statue angebetet habe.
Von Menschen und anderen Frauen Ich denke, man sollte die Wortwahl des guten Benedikt hier nicht auf
die Goldwaage legen und nicht zuviel hineininterpretieren. Im übrigen: Das hebr. Wort „Adam“ bedeutet
auf deutsch schlicht „Mensch“, Eva ist die Mutter aller Lebendigen … Aber wie gesagt sollte man hier
keine falsche Ausschließlichkeit anwenden, als wären Frauen keine Menschen …
@ Eromenos Eine etwas enge Interpretation der Definition MENSCH! ??? Sind etwa nur sexuell aktive Menschen
richtige Menschen??? Ist praktizierte Sexualität konstitutiv für Menschsein und Menschenwürde? Was
ist dann mit den Menschen, die aufgrund einer Krankheit, eines Unfalls oder einer Behinderung keinen Sex
(mehr) haben können? Oder mit Menschen, die enthaltsam leben, weil sie (noch) nicht den richtigen Partner
gefunden haben? Sind das alles keine richtigen Menschen???
@ Gotthard Bitte etwas genauer lesen, zum Beispiel meinen Beitrag über die „pastoralverträgliche Frühpansionierung“
von rüstigen Pfarrern im Bistum Fulda. Auch das sind Entlassungen im schlechten Sinne des Wortes!
@ Gotthard Im Bistum Fulda werden Pfarrer entgegen den kanonischen Bestimmungen bereits mit 70 Jahren
zwangspensioniert. Das ist eine vorzeitige Entlassung aus dem aktiven Dienst … beispielsweise zugunsten
von Laien als Gottesdienstleitern … was dann wiederum mit dem angeblichen „Priestermangel“ begründet
wird … Verkehrte Welt!
Fatima Wie schon gesagt, war Mons. Fitzgerald maßgeldblich an der Ausrichtung jenes ominösen interreligiösen
Kongresses beteiligt, der im Oktober 2003 in Fatima stattfand. Dieser Kongress gilt als Ausgangspunkt
einer Neuinterpretation Fatimas und Ausweitung des wallfahrtsortes zu einem multireligiösen Heiligtum.
Unter dem Beifall Fitzgeralds und anderer ranghoher kirchlicher Würdenträger konnte Pater Jacques Dupuis
auf dem Kongress zuletzt seine umstrittenen Thesen zum besten geben.
@ Horst Eckner Wie kommen Sie darauf, dass es den Gläbigen nicht verboten sei, den Kelch selbst zu nehmen?
Die Allgemeine Einführung zum Römischen Messbuch (Nr. 118)und andere kirchliche Vorschriften sagen genau
das Gegenteil. Aus der Instruktion „Redeptionis Sacramentum:“ 94. Es ist den Gläubigen nicht gestattet,
die heilige Hostie oder den heiligen Kelch «selbst zu nehmen und noch weniger von Hand zu Hand unter
sich weiterzugeben». Bitte erst informieren, und dann posten.
@ Benedikt Es geht nicht darum, dass der ein oder andere Priester homosexuell sein kann. Es scheint durchaus
gewisse Anhaltspunkte dafür zu geben, dass es homosexuelle Unterwanderungen bis in höchste Kirchenkreise
hinein gibt. Damit wird aber keineswegs behauptet, der Klerus „bestünde praktisch nur aus Homosexuellen“.
Das Problem „rosaroter“ Seilschaften ist aber durchaus ernstzunehmen. So antwortete der Freiburger Pastoraltheologe
Hubert Windisch in einem Gespräch mit der „Tagespost“ auf die Frage, ob es so etwas wie „Seilschaften“
von homosexuellen Geistlichen in der Kirche gebe: Ja. Es gibt sie bewusst und unbewusst. Es gibt sie bis
in höchste Kirchenkreise. Es gibt sie vor allem im westlichen Kulturkreis, hier wiederum vor allem in
den Vereinigten Staaten. Ich möchte auf eine Seilschaft eigener Art hinweisen, die wenig erkannt wird:
Es gibt einen gesellschaftlichen Homosexualisierungstrend, ja sogar Homosexualisierungsdruck, der bei
jungen Menschen die Meinung entstehen lässt, Homosexualität sei an sich normal. Homosexualität sei
neben Heterosexualität eine gleichartige und gleichberechtigte Spielart einer allgemeinen menschlichen
Sexualität. Dieser Trend beziehungsweise Druck darf aus Verantwortung um die geschlechtliche Reifung
junger Menschen keine seilschaftsmäßige Unterstützung in der theologischen oder spirituellen Ausbildung
finden.
@ Benedikt Aber vielleicht bedeutet das auch nur, dass es diese Vorkommnisse gar nicht gibt. Warum sollte
jemand solche Behauptungen aufstellen, wenn sie nicht stimmen? Auch das ist Schlechtreden. Natürlich
ist es schwierig mit dem Vorlegen von Beweisen. Aber es scheint doch einige Anhaltspunkte für homosexuelle
Unterwanderungen zu geben. Ich verweise auf einen Kommentar von Guido Horst in der Tagespost vom 1. März
2003, also lange vor „St. Pölten“ verfasst. Horst spricht offen die Problematik „rosaroter“ Seilschaften
an: die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=3313
Offenbarungseid Aber so etwas kann man doch nicht einfach nur lesen und zur Kenntnis nehmen. Man müsste
an die Öffentlichkeit gehen, Fakten vorlegen, Lehmann zu einer Stellungnahme zwingen, die entsprechenden
vatikanischen Dikasterien informieren …
Blick in die Wohnung Kann mich mal jemand aufklären? Sehe ich richtig? Befinden sich da zwei Betten im
Päpstlichen Schlafzimmer? Wieso braucht der Papst zwei Betten? Habe ich da was verpasst oder einfach
nur falsch verstanden!?
Versöhnung Dr. Carlo Regazzoni schrieb: Weshalb spekuliert man ständig über mögliche Schritte in Richtung
einer Versöhnung anstatt zu fragen, ob sie überhaupt möglich ist. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb:
Die „Versöhnung“ haben wir ja bereits – und zwar in Form der Petrusbruderschaft. Erinnern wir uns, dass
sie 1988 aus der Piusbruderschaft hervorgegangen ist – sozusagen als der „sanior pars“ der Traditionalisten,
der von Rom anerkannt wurde. Was also soll mit einer „Versöhnung“ zwischen Rom und Econe erreicht werden,
wenn es nicht schon mit der Petrusbruderschaft verwirklicht ist? Und was würde nach einer Versöhnung
zwischen Rom und Econe aus der Petrusbruderschaft werden? Ein Treppenwitz, wenn die Piusbruderschaft nach
18 Jahren mehr erreicht hätte als die gehorsamen Petrusbrüder.
Kann bitte jemand erklären … … wie viele Mitarbeiter im Sekretariat des ZdK beschftigt sind und was
deren Aufgaben sind? Wie schon an anderer Stelle gesagt: Die meisten Menschen in Deutschland haben noch
nie etwas von der Existenz eines Zentralkomitees der deutschen Katholiken gehört. Da stellt sich schon
die Frage, was die da eigentlich den ganzen Tag machen!? Noch eine Frage: Warum kämpft Bischof Müller
auch an dieser Front wieder einmal alleine? Warum springen ihm konservative Amtsbrüder wie Mixa und Meisner
nicht zur Seite? Was in Regensburg recht ist, sollte n Augsburg und Köln billig sein.
@ Giovanni Der Umstand, daß das Handeln von Bischof Müller nicht einem weitverbreiteten deutsch-katholischen
Kirchen- oder Weltbild entspricht Apropos „Weltbild“: Wann steigt endlich das erste Bistum aus der unseeligen
Verlagsgruppe „Weltbild“ aus? Es wäre begrüßenswert, wenn Regensburg hier ebenfalls den Anfang machen
würde. Wie kann die katholische Kirche in Deutschland glaubhaft gegen Machwerke wie „Sakrileg“ Stellung
nehmen, wenn sie von ihren eigenen Haus- und Hofverlag publiziert werden? Aber das an dieser Stelle hier
nur nebenbei …
Was ist ein Zentralkomitee? Wikipedia gibt folgendermaßen Auskunft: Das Zentralkomitee (ZK) war ein Gremium
der meisten kommunistischen Parteien. Das ZK wurde auf den Parteitagen als höchstes Organ der Partei
zwischen den Parteitagen gewählt. Das ZK trat mehrmals im Jahr zu Plenarsitzungen zusammen. Für die
laufende Arbeit wurde ein Präsidium oder Politbüro sowie mehrere Sekretäre gewählt. Siehe auch Zentralkomitee
der SED Zentralkomitee der KPdSU Zentralkomitee der KPD Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas
Zentralkomitee der deutschen Katholiken Da befindet sich das ZdK in netter Gesellschaft …
Wer weiß Bescheid? Wie wird sich die Entscheidung von Regensburg eigentlich konkret auf die Arbeit des
Zentralkomitees der deutschen Katholiken auswirken? Müssen Stellen in der Bonner Geschäftsstelle gestrichen
werden? Oder wird durch Umverteilungen und Zuschüsse aus anderen Töpfen alles beim alten bleiben? Wie
ist das Sekretariat des ZdK eigentlich genau strukturiert? Wie viele Mitarbeiter sind dort beschäftigt?
Ich denke, das sind durchaus berechtigte Fragen über eine letztlich aus Kirchensteuermiteln subventionierte
Organisation, von deren Existenz in diesem Land kaum jemand etwas weiß.
Erzbischof Fitzgerald … … war der nicht maßgeblich an der Ausrichtung jenes ominösen interreligiösen
Kongresses in Fatima beteiligt, der im Oktober 2003 stattfand? Was von dort berichtet wurde, ist hanebüchen.
@ Gotthard Dieser Festtag hat keinerlei Tradition – sondern ist eine modernistische Ausgeburt des Hochkapitals.
Aber gerade die Modrnisten in der Kirche sind es doch, die bei diesem falschen Treiben mitmachen und mit
sogenannten „Messfeiern für Liebende“ das profane Valentins-Gedöns noch zu überbieten scheinen. Sie
benutzen dazu also einen Heiligen aus dem alten Kalender, den es nach „wissenschaftlichem“ Befund nie
gegeben hat. Ein Selbstwiderspruch des Modernismus, will ich meinen.
@ sacerdos helveticus Kann vielleicht jemand , der Einblick in das Direktorium (liturgischer Kalender)
einer dieser Diözesen hat, sagen, was dort mit dem Fest der Heiligen Cyrill und Method geschieht. Wird
deren Festtag dann verschoben? Natürlich steht auch in den Bistümern Fulda, Limburg und Mainz das Fest
der Heiligen Cyrill und Methodius an erster Stelle (weißes Messgewand). Wahlweise kann aber auch die
Messe vom Heiligen Valentin zelebriert werden. Im Direktorium der Diözese Fulda steht „Oder“ da. Der
Heilige Valentin hat den Rang eines gebotenen (!) Gedenktages (Memoria obligatoria). Scheinbar hat der
zelebrierende Priester also die freie Wahl, ob er sich für die Heiliegn Cyrill und Methodius oder für
den Heiligen Valentin entscheidet. Aber vielleicht kann diese Frage ein Liturgieexperte besser beantworten.
„Tag der Liebenden“ Dass der 14. Februar als „Tag der Liebenden“ begangen wird, hat in seiner neueren
Form vor allem auch eine stark kommerzialisierte Prägung, der ein kirchlicher oder liturgischer Bezug
völlig abgeht. So hat eben bislang noch niemand bemerkt, dass der Valentinstag offiziell „abgeschafft“
wurde. Na toll! Übrigens: Der Hl. Valentin findet sich immerhin noch in den Regionalkalendern der Bistümer
Fulda, Limburg und Mainz. In puncto „Tag der Liebenden“ ist zumindest hier die Welt noch in Ordnung.
Vollständigen Wortlaut lesen! Der vollständige Wortlaut der Erklärung zur „Kooperativen Pastoral“ findet
sich unter www.priesternetzwerk.net/…ative_pastoral1.html Es geht nicht einfach um irgendwelche hamlosen
Zusammenlegungen benachbarter Pfarreien, gegen die sich ein paar Reaktionäre zur Wehr setzen, sondern
um die falschen, ideologisch motivierten Prämissen, die leider auch von manchen Oberhirten vertreten
werden. Warum sollen beispielsweise in Fulda rüstige Priester ohne Not in den vorzeitigen Zwangsruhestand
versetzt werden?
@ B. Bussmann Niemand würde auf die Idee kommen, wenn er mit jemandem spricht, ihm den Rücken zuzukehren.
Richtig. Und der Adressat des Betens ist Gott – und niht die Gemeinde! Ich habe es erlebt, dass bei einer
eucharistischen Anbetung Fürbittgebete vom Ambo aus mit dem Rücken zur Monstranz mit der konsekrierten
Hostie gebetet wurden. Also: Warum kehrt man in der katholischen Kirche dem Adressaten der Gebete den
Rücken zu???
Hindu-Zeremonien in Fatima Hat das „Fatima-Weltapostolat“ jemals zu den Hindu-Zeremonien und anderen merkwürdigen
Vorgängen in und um Fatima Stellung bezogen? Oder hält man sich hier – wie die meisten offiziösen katholischen
Verbände – kirchenpolitisch korrekt fein heraus und verzichtet auf eine eigene Meinungsbildung?
Ross und Reiter Viel interessanter wäre doch die Frage, welche Priester, Ordensleute und hauptamtlichen
Laien beim „Fuldaer Kreis“ mitarbeiten. Obwohl man sich als „offen“ bezeichnet“, hält man sich in dieser
Hinsicht äußerst bedeckt. Warum eigentlich? Haben die Gläubigen nicht ein Recht darauf zu wissen, wo
sie bei ihrem Pfarrer dran sind?
Keine neuen Fakten Von der Sache her bringt dieses höchstrichterliche Urteil nichts Neues. Die entscheidende
Frage, ob das Foto eine homosexuelle Handlung zeigt oder nicht, hat das Gericht schließlich unbeantwortet
gelassen. Also bitte keine falschen Schlussfolgerungen ziehen nach dem Motto, dass nicht sein kann, was
nicht sein darf! Warum soll ein Foto, dessen Authentizität nie bestritten wurde, nicht das darstellen,
was man sieht?
Ein Treppenwitz: FSSPX & FSSP Eine sehr interessante Vorstellung – die FSSPX und die FSSP zukünftig vereint
unter dem gemeinsamen Dach einer Apostolischen Administratur, eigentlich ein Treppenwitz: Wegen ihrer
Romtreue wurde die FSSP jahrelang gedemütigt und geknebelt, und jetzt soll der große Durchbruch kommen
mit Hilfe der FSSPX, von der man sich einst wegen deren mangelnden Romtreue (unerlaubte Bishcofsweihen
usw.) getrennt hatte. Das soll einer noch verstehen ,,,,
Bitte, bitte! Bei aller berechtigten Kritik: Bitte das Kind nicht mit dem Bade ausschütten! Bitte nicht
den umgekehrten Fehler machen wie die Modernisten: Die Kirche endete nicht mit dem Jahr 1962, sie besteht
vielmehr kontinuierlich fort, auch in ihrer sichtbaren Gestalt und in ihrer Liturgie, auch wenn uns dabei
manches nicht gefällt. Und der Herr ist uns doch noch geblieben, oder etwa nicht?
@ Sarto & clemens Solche Pauschalverurteilungen („Gift für die Seele“, „ist protestantisch“) lassen das
nötige „Sentire cum ecclesia“ vermissen. Bitte bei aller gebotenen Kritik sachlich bleiben und Argumente
bringen und Rom um entsprechende Korrekturen bitten!
@ Sozialkatholisch Das ist alles richtig, allerdings bleibt die Frage nach dem rechtlichen Status des
sogenannten tridentinischen Ritus nach wie vor ungeklärt. Bislang gibt es außer „Ecclesia Dei“ keine
offizielle vatikanische Verlautbarung, die den klassischen römischen Ritus auch nur erwähnen würde.
Er hat nach wie vor nur Indultcharakter. Er ist kein rechtlich anerkannter oder gleichgestellter Ritus
im Sinne von Sacrosanctum Concilium Nr. 4. Mich wundert, dass die betroffenen Ecclesia-Dei-Gemeinschaften
hier nicht schon längst auf eine Klärung und rechtliche Anerkennung gedrängt haben.
@ MK28 Bei aller notwendigen Kritik: Man sollte die Konzilsaussagen auch nicht schlimmer machen, als sie
sind: Dass die Konzilsväter die Fabrikation eines neuen Messritus beschossen hätten, ist eine völlig
absurde Vorstellung. Und Sacrosanctum Concilium trägt unter anderem auch die Unterschrift eines gewissen
Marcel Lefebvre. Was sagen Sie dazu?
Pater Hönisch ist ein guter Seelsorger mit genau dem richtigen „Sentire cum ecclesia“, auch und gerade
was die praktische Lösung liturgischer Fragen angeht. Nichtsdestotrotz werden wir nicht um eine dringend
notwendige Klärung der „Ritenfrage“ in theologischer und rechtlicher Hinsicht herumkommen. Natürlich
hat es in der Geschichte der Christenheit immer eine Vielzahl unterschiedlicher Riten und Ritenfamilien
gegeben. Aber dass wir es seit 1969 mit zwei Versionen ein und desselben römischen Ritus zu tun haben,
ist ein absolutes Novum in der gesamten Liturgiegeschichte. Allerdings wird das nach offizieller Lesart
nach wie vor geleugnet. Offiziell gbt es nach wie vor nur einen römischen Ritus. Der rechtlich ungeklärte
Status des sogenannten tridentinischen Ritus und die behauptete Kontinuität zwischen alter und neuer
Form der römischen Liturgie erschweren eine endgültoge und gerechte Lösung. Was würde geschehen, wenn
Rom eingestehen würde, dass 1969 ein völlig neuer Ritus „hergestellt“ wurde?
Wie bitte??? @ DemonDeLuxe Was ist das denn für eine seltsame Logik? Wie soll ein zölibatär Lebender
keine Ahnung von Sexus und Eros haben bzw. nicht darüber schreiben dürfen? Wieso soll es sich deshalb
um einen „blinden Fleck“ der Enzyklika handeln? Man darf die zölibatäre Lebensform eben nicht als Gegensatz
zur ehelichen Lebensform sehen, sondern als Ergänzung, nicht einseitig als „Mangel“ – so als handele
es sich beim Zölibat um eine Art „Selbstverstümmelung“ – sondern als größere Freiheit. Aber das scheint
in unserer übersexualisierten Gesellschaft kaum vorstellbar. Um so notwendiger und gewissermaßen „avandgardistischer“
scheint mir die priesterliche Lebensform zu sein
Falsche moraltheologische Prämissen @ Gotthard Die Beratung im Abtreibungssystem ist eben nicht nur Beratung,
sondern vor allem Ermöglichungsgrund der Straffreiheit der Abtreibung und damit nach der offiziellen
Morallehre der katholischen Kirche in sich schlecht, da formelle Mitwirkung bei etwas Unerlaubten. Katholische
Beraterinnen, die formell im Abtreibungssystem mitwirken, stehen außerhalb der kirchlichen Lehre – ein
Zustand, der so nicht hinnehmbar ist.
„Geistig verwirrt“ im Sinne von falscher Logik @ Dr. Christoph Heger Die Formulierung „geistig verwirrt“
meinte ich nicht im pathologischen Sinne oder im Sinne von „geistig unterbelichtet“. Ich habe „geistig
verwirrt“ auf die meiner Meinung nach falschen und unlogischen Denkvorasussetzungen der Sedisvakantisten
im Allgemeinen und „Pater“ Lingens im Besonderen bezogen. @ Le Trot Aufd die persönliche Tragik eines
Menschen sollte man nicht unbedingt mit Sarkasmus reagieren und alles der Kreuz.net-Redaktion anlasten.
„gegenwärtig vakant“? Lingen ist ein Vertreter des sogenannten Sedisvakantismus. Dieser geht davon aus,
daß der Stuhl Petri gegenwärtig vakant – das heißt: unbesetzt – sei und die Päpste seit dem Konzil
ihr Amt ungültig ausübten. Die Formulierung „gegenwärtig vakant“ klingt nach „vorübergehend vakant“.
Nun ist nach Meinung dieser geistig verwirrten Sedisvakantisten der Stuhl Petri bereits seit zwei Generationen
vakant. Von einer vorübergehenden Krise kann da wohl kaum mehr die Rede sein. Wie soll der Stuhl Petri
dann eigentlich jemals wieder n“ordnungsgemäß“ besetzt werden können. Einfach tragisch das Ganze, wo
Ottaviani zu Recht feststellt. Auch ein weiteres zeichen nachkonziliarer Verirrungen …
Ich denke, bei einer möglichen Annäherung oder gar Einigung zwischen FSSPX und Rom wird man nicht umhin
können, auch den Status der FSSP erneut aufzugreifen. Die Gründung der FSSP hängt eng mit der FSSPX
zusammen, sind ihre Gründungsmitglieder doch allesamt aus der FSSPX hervorgegangen. Allerdings frage
ich mich auch, ob und inwiefern nicht Rom oder die Bischöfe, sondern die Petrusbrüder selbst schuld
sind an ihrem Schicksal. Warum treten die nicht entschiedener auf in der Öffentlichkeit? Warum schärfen
sie nicht ihr theologisches Profil? Schließlich haben sie ja sowieso nichts mehr zu verlieren. Wo ist
also das Problem?
Gesinnungsschnüffelei? In einem Diskussionsforum sollte es in erster Linie um den Austausch von Argumenten
gehen. Der vollständige Name der einzelnen Forumsteilnehmer ist von der Sache her völlig unerheblich.
Ich verstehe nicht ganz, warum hier nun einzelne Forumsteilnehmer dazu aufgefordert werden, ihre Identität
preiszugeben. Was hat das mit dem Thema zu tun?
Böckenförde Ich möchte noch einmal auf den Artikel hinweisen, den der frühere Verfassungsrichter E.-W.
Böckenförde in der FAZ vom 7. Dezember 2005 über die Religionsfreiheit puboiziert hat. Er könnte als
Grundlage dazu dienen, in eine wirklich sachliche und vertiefte Diskussion einzusteigen. Die Ecclesia-Dei-Theologen
bzw. das Lehramt selbst müssten konkret aufzeigen, dass Böckenörde mit seinen Schlussfolgerungen nicht
recht hat. Wenn er recht hätte, würde das indirekt die Position der „Vulgärtraditionalisten“ bestätigen.
Ich habe den Eindruck, dass hier noch sehr viel aufzuarbeiten ist.
Täusche ich mich? Im Kath.net-Forum scheint – im Gegensatz zu der regen Leserdiskussion auf Kreuz.net –
nicht mehr allzuviel los zu sein. Beispiel heute abend, 11. Januar 2006: Seit drei Stunden bei Kreuz.net
etwa doppelt so viele Beiträge wie im Kath.-net-Forum. Woran das wohl liegt?
@ Gotthard Bitte genauer lesen: Den Zusammenhang mit dem „Pastoralen Prozess“ hat Pfarrer Nentwich in
seinem Weihnachtsbrief selbst hergestellt. Noch eine andere Frage: Pfarrer Nentwich wurde 2002 wie schon
sein Mitbruder Winfried Hahner von Bischof Algermissen persönlich in den Fuldaer Priesterrat berufen.
Hahner ist nicht nur der Vorsitzende des Priesterrats, sondern auch Gründungsmitglied des sogenannten
„Fuldaer Kreises für eine offene Kirche“, der die gleichen Ziele verfolgt wie die Initiative „Kirche
von unten“ oder „Wir sind Kirche“. Mich würde es nicht wundern, wenn Pfarrer Nentwich ebenfalls beim
„Fuldaer Kreis“ mitarbeitet oder diesen Leuten zumindest nahesteht. Sein Weihnachtsbrief passt da ganz
gut ins Bild. Bischof Algermissen sollte endlich Farbe bekennen. Wie lautet doch ein bekanntes Sprichwort?
„Sage mir mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist.“
Zustände im Bistum Fulda Bedauerlich ist, dass es im Bistum Fulda außer ganz wenigen Einzelstimmen keinen
nennenswerten Protest von Seiten der Gläubigen gegen den von oben zwangsverordneten „Pastoralen Prozess“
gibt. Warum lassen sich die Leute alles wegnehmen?
@ sozialkatholisch sozialkatholisch schrieb: … wenn die Kinder wirklich noch so unmündig sind und nichts
verstehen ist es ihnen doch egal wo sie ohne Leiden sind. Das ist sehr schön auf den Punkt gebracht.
Oder anders formuliert: Es ist ihnen egal, auf welche Weise sie glückselig sind. Eine freie Entscheidung
dürfte es bei ihnen aber nicht geben. Gott wird schon wissen, was das Beste für sie ist.
@ zwobbel Wie dem auch sei, in der faktischen Wahrnehmung der Glückseligkeit – ob nun natürlich oder
übernatürlich – dürfte es für die Unmündigen also keinen Unterschied geben. Der Limbus ist also für
die ungetauft verstorbnen Unmündigen die beste aller Möglichkeiten
Unterschied Mich würde einmal interessieren, worin nun konkret der Unterschied in der Glückseligkeit
besteht zwischen einem ungetauft verstorbenen unmündigen Kind und einem getauft verstorbenen unmündigen
Kind. Beide sind nicht zum Vernunftgebrauch gelangt. Worin besteht also – nach der Limbus-Theorie – der
Unterschied zwischen natürlicher Glückseligkeit und übernatürlicher Glückseligkeit?
@ gunther maria michel Es geht bei dieser Diskussion hier doch um menschliche Wesen, die bis zu ihrem
Sterben nie zum Vernunftgebrauch gelangt sind, um Unmündige eben. Der Denkfehler liegt nun darin, dass
sich diese Personen, obgleich vollwertige Menschen, aufgrund ihres nicht vorhandenen Vernunftgebrauchs
eben gar nicht frei entscheiden können. So ist die Annahme eines Ortes natürlicher Glückseligkeit im
göttlichen Heilsplan die beste aller Möglichkeiten. Der Limbus ist – aus Sicht der Unmündigen – gar
kein so übler Ort.
Spaltung der Initiativkreise Die Sache kommt natürlich nicht von ungefähr und hat einen längeren „überregionalen“
Hintergrund, nämlich die Spaltung der Initiativkreisbewegung im Jahr 2000 zwischen Prof. Dr. Hubert Gindert
und Dr. Wolfgang Graf. Seither hat sich die Gruppe um Gindert von den ursprünglichen Zielsetzungen distanziert
und fährt einen anpasslerischen Kurs (siehe der zunehmend charismatisch dominierte Kongress „Freude am
Glauben“ und der Substanzverlust der Zeitschrift „Der Fels“). Kein Wunder, dass „Freude am Glauben“ seit
dem letzten Jahr einen Zuschuss in fünfstelliger Höhe von seiten der Bischofskonferenz erhält. Zum
Kuratorium gehört u. a. auch der Fuldaser Bischof Heinz Josef Algermissen. Da kann man sich schon fragen,
für welche Richtung der Kongress steht.
Noch einmal: „Kardinalerzbischof“ Natürlich ist „Kardinalerzbischof“ kein offizieller Terminus. Da aber
die Erzbischöfe von Köln, München, Wien, Paris, Washington u. a. m. traditionell zu Kardinälen kreiert
werden, verwendet man im Deutschen umgangssprachlich den Ausdruck „Kardinalerzbischof“. Ähnlich verhält
es sich beim vatikanischen Staatssekretariat, dem immer ein Kardinal vorsteht. Man bezeichnet ihn deshalb
auch offiziell als Kardinalstaatssekretär.
@ Irenäus Der Wahrheit zuliebe muss gesagt werden, dass die Kirche keinen Heilsautomatismus lehrt. Meines
Erachtens ist die Limbustheorie mehr als nur eine abstruse Spekulation mittelalterlicher Finsterlinge,
als die sie heute gerne hingestellt wird. Mann kann es drehen und wenden, wie man will: Die theologische
Unsicherheit über den Heilsstatus derer, die beispielsweise ungetauft sterben, wird offenbar nie ganz
aufgelöst werden können.
Kardinalerzbischof Herr Guttenberger, ich verstehe nicht ganz, warum Sie sich so über den Terminus „Kardinalerzbischof“
mokieren, handelt es sich dabei doch um einen durchaus gängigen Begriff im kirchlichen Sprachgebrauch,
den auch die Linken verwenden: [link]www.kirche-in.at/index.php?ide=&id=&thisO…]
Homosexuaität als Krankheit In der sogenannten, von der Weltgesundheitsorganisation WHO herausgegebenen
„International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“ ICD-9 von 1976 wurde
Homosexualität (Klasse 302.0) offiziell noch als Krankheit aufgeführt. Warum wohl wurde diese Definition
später aufgegeben?
Cantalamessa Papst Benedikt XVI. hat mit Datum vom 29. Oktober 2005 P. Raniero Cantalamessa in seinem
Amt als Prediger des päpstlichen Hauses bestätigt. Ich habe Cantalamessa einmal live erlebt, ein etwas
überschwenglicher Charismatiker, nicht so sehr mein Fall. Ist der Name „Cantalamessa“ eigentlich echt
oder ein Pseudonym? Ist das ein in Italien häufiger Name?
„Strategiebesprechung“ @ adlimina Na, na, na, wer wird denn gleich an eine Verschwörungstheorie glauben!?
Vielen Dank, aber das ist ein bisschen zu viel der Ehre. Zur Sache: Man muss differenzieren können zwischen
sachlicher Auseinandersetzung in zugespitzter Form und persönlicher Verunglimpfung. Der Kommentator,
den ich nicht kenne, hat diese Grenze nicht überschritten. Schade, dass es so schwer zu sein scheint,
eine sachliche Diskussion über inhaltliche Fragen zu führen.
Verunglimpfungß @ adlimina Verunglimpfend finde ich eine Wortwahl wie „„Urteile vom hohen Ross“ oder
„Rechtgläubigkeitstribunal“. Sachlich ist das nicht gerade. Außerdem: Warum soll es feige sein, seine
Meinung auf via Kommentar kund zu tun? Man wird ja noch Fragen stellen dürfen, was ist daran falsch?
@ adlimina Warum so aufgebracht und den Kommentator verunglimpfen, den Sie doch gar nicht kennen, Adlimina?
Bitte sachlich bleiben! Leider bleiben auch ihre Anmerkungen äußerst vage: Was heißt schon „fromm“,
„eifrig“ und „wach“? Wer sind die „weitertragenden Kräfte im Bistum Fulda“? Was bedeutet das „ernsthafte
Ringen vor Ort“ nun konkret? Was versteht Pfarrer Nentwich unter „Eigenverantwortung von Laien mit verstärktem
Engagement von Frauen – auch in Leitungspositionen“? Welches Kirchenbild steckt dahinter? Viele Fragen
bleiben offen. Man weiß nicht so recht, wo man dran ist. Gemischter Salat eben.
Vatikanum II als Superdogma Zunächst einmal großes Lob an die Teilnehmer hier wegen des insgesamt doch
hohen Diskussionsniveaus, insbesondere an Romano, Marcel, Benedikt, Athanasius … MK28 schrieb:Umgekehrt
ist aber das V2 auch nicht dogmatisch, so daß man es ebensogut ablehnen kann Das habe ich auch nie verstanden:
Das Zweite Vatikanische Konzil hat sich ausdrücklich als reines Pastoralkonzil verstanden, das ganz bewusst
auf dogmatische Lehrdefinitionen verzichtet hat. Da fragt man sich doch, warum es dann nach offitzieller
Lesart so wichtig ist, „auf dem Boden des Zweiten Vatikanischen Konzils“ zu stehen, als ob das Heil der
Welt einzig und allein davon abhinge. Es war ein Pastoralkonzil der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts,
dessen Aussagen teilweise durchaus auch zeitbedingt waren und mittlerweile – nach vierzig Jahren – teilweise
auch als überholt zu betrachten sind, beispielsweise was den Fortschrittsoptimismus á a „Gaudium et
spes“ betrifft. Kardinal Ratzinger hatte sich bereits früher dagegen verwahrt, das Zweite Vatikanische
Konzil zu eienr Art „Superdogma“ hochzustilisieren.
Suspendierung und Entzug der Lehrerlaubnis Ich habe nie ganz verstanden, wie jemand, der vom Priesteramt
suspendiert wurde, weiterhin die kirchliche Lehrerlaubnis behalten durfte. Der sogenannte „Fuldaer Kreis
für eine offene Kirche“, der Hasenhüttl zu einem Vortrag eingeladen hatte, berief sich ausdrücklich
darauf, dass der emeriterte Professor nach wie vor katholischer Theologe sei, der weiterhin im Auftrag
der Kirche lehren dürfe. Das ist nun aber gottlob vorbei. Bei Hans küng verhält es sich genau umgekehrt.
Ihm wurde 1979 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen, während er aber bis heute unbeanstandet sein Priesteramt
ausüben darf. Mitr anderen Worten: Vorlesungen halten darf er nicht mehr im Auftrag der Kirche, wohl
aber predign im Rahmen einer Messfeier. Nachvollziehen kann ich diese „Logik“ nicht.
„Fehlinterpretierbare Formulierungen des Vat. II“ @ zwobbel Wunderbar, aber hätte man das nicht schon
längst angehen können, warum erst jetzt nach 18 Jahren? Bereits in dem bekannten Einigungsprotokoll
zwischen Ratzinger und Lefebvre vom 5. Mai 1988 wurde den Piusbrüdern die Möglichkeit eingeräumt, konstruktive
Kritik an missverständlichen Formulierungen des Vat. II gegebenüber dem Hl. Stuhl vorzubringen. Auch
er Petrusbruderschaft wurde dieses „Recht“ zugestanden, nur hat sie davon offenbar nie Gebrauch gemacht.
Welcher Sprengstoff in manchen Konzilsaussagen steckt, zeigt der Artikel von Böckenförde in der FAZ
vom 7. Dezember 2005. Wann endlich wird man sich dieser Auseinandersetzung stellen?
Petrusbruderschaft @ Athanasius In der Tat vermisse ich ein klares theologisches Profil der Petrusbruderschaft,
die unlängst als „Kind von Kardinal Ratzinger“ bezeichnet wurde. Während die Piusbruderschaft durchaus
ein gewisses mediales Interesse und viel kirchenpolitische Aufmerksamkeit erfährt, ist es um die Petrusbruderschaft
merkwürdig still geworden. Was ist da eigentlich los? Was wollen die überhaupt noch erreichen in der
Kirche? Warum spricht Bischof Reinelt in Dresden mit Pater Pfluger FSSPX und nicht mit Pater Maußen FSSP?
Das einzige, was man in den letzten Monaten von der Petrusbruderschaft hören konnte, war die Harry-Potter-Kontroverse
um Pater Zimmer und merkwürdige theologische Stellungnahmen von Pater Lugmayr, die aber offenbar auch
innerhalb der Bruderschaft umstritten sind. Sehr seltsam, das Ganze. Wäre es denkbar, dass Rom der Piusbruderschaft
weitere Zugeständnisse einräumt als bislang der Petrusbruderschaft? Eine völlig groteske Vorstellung.
Gemach, gemach! Natürlich war meine Bemerkung bzgl. Krankenversicherung nicht so gemeint, dass man sich
der Schutzlosigkeit ausliefern und die Fürsorgepflicht vernachlässigen sollte. Man sollte vielmehr Alternativen
überlegen, beispielsweise eine (gesetzlich anerkannte) Krankenversicherung in kirchlicher Trägerschaft,
die moralisch verwerfliche „Leistungen“ nicht anbietet. In der Schweiz gibt es so etwas bereits, glaube
ich. Wir tun immer so, als könne man da nichts machen. Keiner traut sich den ersten Schritt zu tun. In
puncto Abtreibung darf es aber nicht eingfach bei gut gemeinten Absichtserklärungen bleiben, die sowieso
keiner ernstnimmt.
@ Stimme aus Wien 1. Was ist das Kerngeschäft der Kirche im wesentlichen? 2. Die Formulierung „herunter
gekommener Gott“ ist bewusst doppeldeutig gewählt und nicht ganz unproblematisch, um nicht zu sagen blasphemisch.
Was soll das? Jürgen Fliege hat nicht zuletzt wegen solch frecher Formulierungen wie „Gott, der Gangster
da oben“ seinen Job bei der ARD verloren.
Bischof Hofmann Mit der Ernennung von Friedhelm Hofmann zum neuen Bischof von Würzburg hatten viele Gläubige
die Hoffnung verbunden, dass dieser nun endlich – im Gegensatz zu seinem laxen Vorgänger – dem Treiben
von Roland Breitenbach ein Ende setze würde. Doch offenbar weit gefehlt. Was muss eigentlich noch alles
passieren und publiziert werden, bis das Bischöfliche Ordinariat in Würzburg reagiert?
Sonntagspflicht Lieber Gotthard! In Notsituationen ist vieles möglich, und das war schon immer so. In
unserer hochtechnisierten Mobilitätsgesellschaft von Notstand, zu reden, erscheint dagegen geradezu absurd.
Jeder, der gesund ist und im deutschen Sprachtraum sonntags an einer Eucharistiefeier teilnehmen möchte,
hat auch – technisch gesehen – die Möglichkeit dazu.
Bewährungdprobe § 218 StGB Wo Algermissen grundsätzlich recht hat, hat er natürlich grundsätzlich
recht. Aber nicht nur ein „Forum deutscher Katholiken“ sollte ihn bei seiner Forderung nach einer Revision
des § 218 StGB unterstützen, sondern alle seine bischöflichen Mitbrüder auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz,
allen voran deren Vorsitzender, Kardinal Lehmann. Aber da hat man noch nie etwas gehört. Fraglich bleibt
leider auch, welche „Revision“ Algermissen konkret einfordern würde: ein generelles Abtreibungsverbot?
Oder nur ein Verbot der sogenannten Spätabtreibungen? Oder wie oder was? Eine Kirche, die sich immer
im übrigen noch nicht klar genug von Organisationen wie „Donum vitae“ distanziert, bei denen hochrangige
Laienvertreter der katholischen Kirche nach wie vor unbeanstandet mitwirken dürfen, ist auch nicht besonders
glaubhaft im Kampf gegen das Unrecht der Abtreibung. Die hessische Landesvorsitzende von Donum vitae,
eien Diplom-Theologin, ist übrigens Mitglied des Fuldaer Domchores, aber das nur nebenbei. Außerdem:
Was bewirken schon irgendwelche „Forderungen“ und „Absichtserklärungen“, die eh keinen Politiker interessieren,
nicht einmal Frau von der Leyern, wie man gesehen hat? Robert Spaemann sprach schon 1988 von einem „zivilen
Ungehorsam“, den die Katholiken in dieser Frage eingehen müssten, Boykott, Zahlungsverweigerung, Ausstieg
aus gesetzlichen Krankenkassen, die bei der Abtreibungsfinanzierung mitwirken usw. usw. Aber kein Bischof
geht auf die Barikaden.
Beweislast Natürlich gibt es keinen primitiven monokausalen Zusammenhang zwischen Liturgiereform und
Glaubensabfall, was ich auch so nicht behauptet habe. Aber die Initiatoren und Anhänger der Liturgiereform
haben immer wieder behauptet, dass die Liturgiereform einen neuen Frühling für die Kirche bringen würde.
Diesen Beweis sind sie bis heute schuldig geblieben. Auch gewisse Strohfeiereffekte der gegenwärtigen
Eventkutur, von der auch die Kirche immer mehr ergriffen zu sein scheint, können nicht vom allgemeinen
Glaubensabfall ablenken.
Äpfel und Birnen @ FioreGraz Diese dinge kann man nicht unmittelbar vergleichen. Die jungen Kirchen Afrikas
beispielsweise haben eine völlig andere Struktur als die Ortskirchen im „alten Europa“ und vor allem
fehlt ihnen zumeist eine längere Tradition. Dass die Zahl der Kirchenmitglieder weltweit wächst, ist
kein Gegenbeweis für die verherrenden Folgen des Verlustes der Tradition, sondern eher im Gegenteil ein
Beweis dafür, dass der Hl. Geist die Kirche trotz (von oben verordnetem) Traditionsbruch seine Kirche
nicht verlassen hat. Der Vorwurf derr selektiven Wahrnehmung fällt auf Sie selbst rurück. Mir hat noch
niemand erklären können, warum es keinen Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Gottesdienstbesucher
und der Einführung des Neuen Missale geben soll. Die Zahlen sprechen für sich, auch in Deutschland,
wie man auf der offiziellen Homepage der Deutschen Bischofskonferenz nachlesen kann: Zählte man in Deutschland
bis 1967, also bis zur Verdrängung des klassischen Ritus aus den meisten Pfarrgemeinden, durchschnittlich
elf bis zwölf Millionen Gottesdienstbesucher, so sank diese Zahl seither kontinuierlich auf heute unter
vier Millionen, was einem Rückgang um zwei Drittel entspricht. Nach den Gesetzen der Logik liegt die
Beweislast im übrigen bei denen, die behaupten, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Traditionsverlust
und Rückgang der Gottesdienstbesucher. Die Einführung des neuen Ritus bedarf einer Rechtfertigung, nicht
die Beibehaltung des alten.
„Regieren heißt vorausschauen“ Der Hl. Vater sollte sich darauf besinnen, was ein alter französischer
Grundsatz am besten ausdrückt: „Gouverner, c’est prévoir“ – „Regieren heißt vorausschauen“. Das gilt
besonders auch bei Personalentscheidungen. Taktische Spielchen und diplomatische Rücksichtnahmen sind
da absolut fehl am Platz.
Vorbild der Klöster Für eine Umsetzung der von Weihbischof Laun angemahnten Reformen müsste bestimmten
Gemeinschaften und Klöstern eine Katalysatorrolle zukommen. Ich denke da beispielsweise an die Benediktiner.
Eine vorbildliche Klosterliturgie könnte dann auf die Pfarrgemeinden der Umgebung abfärben. Von nichts
kommt nichts. Klar ist, dass sich diese Reformen ausschließlich auf den Novus Ordo beziehen. Am klassischen
Ritus muss nicht geändert werden, das würde nur noch mehr zur Verwirrung beitragen. Wir brauchen die
klassische Liturgie als Maßstab und Orientierungspunkt auch und gerade für den neuen Ritus. Leider spielt
er nur eine marginale Rolle. Die Vertreter des klassischen Ritus sollten hier viel offensiver auftreten.
Fast meint man, dass die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften in der aktuellen Diskussion in Theologie und Kirche
kaum mehr eine Rolle spielen. Warum bieten sich beispielsweise die Vertreter der Petrusbruderschaft nicht
den Bischöfen als Gesprächspartner in liturgischen Fragen an? Die einzige Gruppierung, die ihre Position
konsequent vertritt, scheint die Piusbruderschaft zu sein (siehe Dresden). Das ist eigentlich eine anomale
Situation – als ob es St. Petrus oder Christkönig in Deutschland nicht gäbe …
Personalpolitik Weihbischof Laun schreibt:Wer soll diese Reform einleiten? Natürlich die Bischöfe, dazu
gibt es sie. Das ist der entscheidende Punkt. Deshalb kommt dem Hl. Stuhl in der Frage künftiger Bischofsernennungen
eine ungemein wichtige Rolle zu. Papst Benedikt sollte endlich mit der Politik sogenannter Kompromisskandidaten
aufhören, sondern bei künftigen Bischofsernennungen konsequent Kandidaten durchsetzen, die nicht nur
gewillt, sondern auch fähig sind, eine echte Reform im wohlverstandenen Sinne des Wortes durchzusetzen.
Leider kann man, was die Durchsetzung einer Reform der Reform des Novus Ordo angeht, auf sogenannte konservative
Bischöfe wie Meisner oder Mixa auch nicht unbedingt zählen. Bei allem Respekt: So mancher Auftritt Kardinal
Meisners im Rahmen des Weltjugendtags wirkte auf viele Katholiken eher peinlich-anbiedernd. Und von ein
bisschen Folklore-Litirgie á la Bischof Mixa kann man leider auch keine wirklichen Reformschritte erwarten.
Dabei sind die beiden genannten Bischöfe innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz zuständig für Liturgiefragen.
Ein besonderes liturgisches Profil der (Erz)-Diözesen Köln und Eichstätt (bzw. jetzt Augsburg) war
aber bislang kaum erkennbar.
Das lässt ja hoffen! man fragt sich nur, warum man in den letzten Jahren nie etwas von derartigen Gesprächen
zwischen Vertretern der Petrusbruderschaft und katholischen Bischöfen in Deutschland gehört hat. Ich
kann es nur begrüßen, wenn die Piusbrüder auf diese Weise in die Offensive gehen und das Gespräch
mit der offiziellen Kirche suchen. Das theologische Profil der Petrusbruderschaft lässt dagegen mehr
als zu wünschen übrig. Man sollte sie einmal entsprechend herausfordern.
Rituelle Verfluchung Christi? Brandenburgis schieb: Man sollte daran erinnern, daß in den Synagogen Christus
rituell verflucht und in die Hölle versetzt wird. Daran sind nunmehr die deutschen Bischöfe aktiv beteiligt
Habe ich das richtig verstanden? Eine rituelle Verfluchung Christi als Bestandteil des jüdischen Synagogengottesdienstes???
Vom Wirken der Exorzisten Nun, Fräulein Ilse, der gute Pater wird ja wohl über eine bischöfliche Beauftragung
verfügen, sonst dürfte er gar nicht tun, was er als Exorzist tut. Nur weil Sie nicht glauben können,
was von Anfang an zum authentischen Glaubensgut der katholischen Kirche zählt, ist das noch kein Grund,
jemanden als psychisch krank zu bezeichnen. Noch eine andere Frage: Wieviele offiziell beauftragte Exorzisten
gibt es eigentlich in Deutschland? Gibt es darüber amtliche Angaben?
Ich bin einigermaßen desillusioniert … @ Gatte der Evelin Haben sich denn die heutigen Verantwortungsträger
von Paneuropa (Posselt, Dirk-Hermann Voß usw.) nicht von Coudenhove-Kalergis „okkult-masonischen Welteinheitsstaat-Mischrassen-Wahn“
distanziert? Laut dem Bamberger Grundsatzprogramm vom 9. Juni 1996 bekennt sich die Paneuropa-Union „zum
Christentum als Seele Europas, insbesondere zum christlichen Menschenbild.“ Sie „kämpft gegen alle Tendenzen,
die die geistige und moralische Kraft Europas zerstören, Nihilismus, Atheismus und einen unmoralischen
Konsumismus.“ Außerdem erstrebt die Paneuropa-Union „ein christliches Europa, das ein Kontinent der Menschenwürde
und der Achtung vor Gott und seiner Schöpfung ist.“ Das hört sich doch alles gut an, oder?
In der Tat außergewöhnlich interessant Ich kann mich in der Bewertung dieses Forums meinem Vorredner
bzw. Vorschreiber nur anschließen. Noch eine Frage am Rande: Uwe Schmidt verwies weiter oben auf Lyndon
Larouche, den Ziehvater von Radio Maryja Polen. Ist Lynodn Larouche nicht der Ehemann von Helga Zepp-Larouche,
der Vorsitzenden der „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ – vormals Europäische Arbeiterpartei (EAP)?
Was ist davon zu halten? Besonders „koscher“ scheint mir der Larouche-Clan auch nicht gerade zu sein …
Otto von Habsburg, Europa und der Islam „Meine Beziehungen zum Islam sind sehr alt. Ich habe den Koran
zum ersten Mal knapp nach dem Zweiten Weltkrieg gelesen und bin seit den siebziger Jahren Mitglied der
Islamischen Akademie…Viele von uns sind wie ich der Überzeugung, daß wir ein Bündnis mit dem Islam
gegen die Welle des Materialismus und des neuen Heidentums aufstellen müssen, die sich insbesondere in
dem Kampf für den Gottesbezug in unseren offiziellen Dokumenten ausdrückt. Hier haben wir wertvolle
Verbündete im Islam …“ Otto von Habsburg in einem Leserbrief an die Schweizerische Katholische Wochenzeitung
vom 11. März 2005
Liebe Leute, ich halte nichts von antisemitisch anmutenden Verschwörungstheorien, bleiben wir doch lieber
bei den Fakten. Man muss hier wohl sicher auch differenzieren. Es gibt sicher auch viele unbedarfte Katholiken,
die sich aus durchaus ehrenwerten Motiven für die europäische Einigung bemühen. Auch Herr Buttiglione
ist m. W. „Paneuropäer“. Zumuindest ist er bei Paneuropa-Veranstaltungen gern gesehener Gast. Ist er
deshalb nun auch gleich als „Freimaurer“ anzusehen? Dieser Gedanke erscheint mir doch etwas absurd. Allerdings
ist der mehr als fragwürdige Hintergrund der Paneuropa-Bewegung durchaus nicht zu verharmlosen, im Gegentel.
Ich frage mich, warum die heute für Paneuropa Verantwortlichen sich nie offiziell von der fragwürdigen
Rolle ihres Gründers Coudenhove-Kalergi distanziert haben. Übrigens: Die Schwester Coudenhove-Kalergis
war die bekannte katholische schriftstellerin Ida Friederike Görres.
@ richard Besten Dank für die detaillierten Informationen. Natürlich gibt es dann auch Verbindungen
zur katholischen Kirche: Kloster Andechs, St. Ulrich Verlag, der mittlerweile die Hälfte der diözesanen
Kirchenpresse in Deutschland verantwortet … Und was ist dann mit Bischöfen wie Mixa, die bei Paneuropa-Veranstaltungen
auftreten?
Begriffe Die mit Rom im Konflikt stehende Priesterbruderschaft St. Pius X. Treffend formuliert! mit dem
Rücken zum Volk Schlecht formuliert! Besser: zum Herrn hin!
@ richard Ich bin einigermaßen entsetzt, sollte dies alles wirklich zutreffen. Gibt es konkrete zitierfähige
Quellenangaben über die Verbindung Paneuropa – Benes – Habsburg – Posselt etc.? Sind konkrete Verbindungen
von Paneuropa zur Freimaurerszene konkret nachweisbar? Ich bitte um Entschuldigung für meine mögliche
Naivität. Das Persönlichkeiten aus dem dezidiert christlich-konservativen Spektrum damit zu tun haben
könnten, lag bislang völlig außerhalb meines Vorstellungs- und Wahrnehmungsvermögens …
Nazareth Mal angenommen, die Echtheit der Erscheinung des Erzengels Gabriel bei der Jungfrau Maria in
Nazareth wäre durch eine Theologische Kommission moderner Provenienz geprüft worden, das Ergebnis würde
wahrscheinlich ebenfalls lauten „Non constat de supernaturalitate“. Mir stößt ein bisschen sauer auf,
dass die meisten Bischöfe und Theologen die Übernatürlichkeit einer Erscheinung von vornherein und
nur deshalb ausschließen, weil sie grundsätzlich nicht glauben, dass es übernatürliche Phänomene
geben kann. Das meine ich jetzt ganz allgemein und unabhängig von dem Fall Marpingen. Auch Lourdes und
Fatima hätten heute keine Chance mehr und La Salette erst recht nicht, bei der Glaubwürdigkeit der Seher
…
Paneuropa-Union Kann hier jemand etwas Genaueres sagen über mögliche Verbindungen der Paneuropa-Union
zur Freimaurerei? Wie schon gesagt, nach außen geriert sich diese Organisation dezidiert christlich-konservativ,
zur ihren maßgeblichen Repräsentanten gehören beispielsweise der Europaabgeordnete Bernd Posselt, der
Verleger Dirk-Hermann Voß und der Journalist Jürgen Liminski. Diesen drei Herren Verbindungen zur Freimauereri
nachzusagen, scheint wenig glaubhaft. Das mit den kruden Rassentheorien Couedenhove-Kalergis scheint innerhalb
der Paneuropa-Union ein Tabu-Thema zu sein. Von einer offiziellen Distanzierung dieser Organisation von
den fragwürdigen Ansichten ihres Gründers ist mir allerdings nichts bekannt. Wie einflussreich ist die
Rolle der Paneuropa-Union überhaupt in der gegenwärtigen Politik? Ist es vielleicht doch nur ein harmloser
„Christen-Club“?
Sehr interessant Wie hält es eigentlich die von Coudenhove-Kalergi gegründete und sich heute dezidiert
christlich-konservativ gerierende Paneuropa-Union mit dem Freimaurer-Hintergrund ihres Gründers? In welchem
Verhältnis stand Otto von Habsburg zu seinem Vorgänger als internationaler Paneuropa-Präsident?
Glaubensweitergabe Bischof Lettmann muss sich auch fragen lassen, wie die Weitergabe des Glaubens von
Generation zu Generation – über viele Jahrhunderte hinweg – gelingen konnte, wenn die Menschen ausgerechnet
die hl. Messe, also das Zentralgeheimnis des katholischen Glaubens, angeblich nicht verstanden haben.
Logisch gedacht hätte der Glaube nach Lettmann wegen des Lateins spätestens nach zwei Generationen,
also nach ca. 50 Jahren, aussterben müssen. Es scheint in der Tat eher umgekehrt zu sein: 40 Jahre nach
der Einführung der Landessrache in der Liturgie ist nicht besonders gut um den Glauben bestellt.
Es tut schon fast körperlich weh … eine solche Aussage aus dem Munde eines katholischen Bischofs. Man
fragt sich, wo der gute Oberhirte in den letzten 40 Jahren gelebt hat. Ist es nicht eine Beleidigung unzähliger
Gläubiger und Heiliger, die über die Jahrhunderte hinweg durch den klassischen Ritus spirituell genährt
wurden? Und die sollen alle so dumm gewesen sein, nichts von der hl. Messe zu verstehen? Als der Hl. Bonifatius
unsere Vorfahren missionierte, benutzte er – man glaubt es kaum – ein lateinisches Messfomular, das dem
späteren tridentinischen von der Grundform schon recht ähnlich war. Niemals wäre er auf die Idee gekommen,
dass die Mission am Latein scheitern könnte …
Hallo? Hatten wir nicht soeben erst ein „Jahr der Eucharistie“ abgeschlossen? Warum wird das einfache
Kirchenvolk, das zu 88 % keinen Unterschied zum protestantischen Abendmahl sieht, nicht entsprechend aufgeklärt?
Dann würde sich der Sinn der Kommunionpatene besser erschließen. Es ist schon erschrecken, wie dieses
Thema von unseren Oberhirten und Seminarvorstehern schlichtweg ignoriert wird. „Bei uns ist alles in Ordnung“.
Ja, ja. Es ist schon
Noch einmal zum FSSP-Selbstverständnis Wenn man die Beiträge von Athanasius, virOblationis und Dr. Carlo
Regazzioni hier so liest, scheint es so zu sein, als habe Rom die FSSP von Anfang an quasi nur als vorübergehendes
Phänomen „geduldet“. Nun sind mittlerweile 17 Jahre ins Land gegangen, der klassische Ritus bleibt –
rein quantitativ gesehen – im kirchlichen Leben zwar weiterhin nur eine Randerscheinung, aber er hat sich
doch immerhin etabliert. Es muss meines Erachtens dringend eine neue FSSP-Strategie her, das eigene FSSP-Profil
muss dringend geschärft und das eigene FSSP-Selbstverständnis klar und eindeutig definiert werden. Auch
die bislang noch offenen theologischen, juristischen und liturgischen Fragen um den Stellenwert des klassischen
Ritus müsste endlich einmal angegangen werden!
Wo bleiben die Inhalte? Ich kann mich meinen beiden Vorrednern nur anschließen. Wo bleiben die theologischen
Inhalte? Was ist nun mit der „Notwendigkeit“ der Kommunionpatene?
„andernorts“ @ expressio Mut kann man nur aufbringen, wenn man von einer Sache überzeugt ist. Die meisten
Exzellenzen in Deutschland scheinen jedoch vom Gegenteil überzeugt zu sein. Ihnen fehlt also nicht einfach
nur der Mut, sie wollen einfach nicht anders, weil die gegenwärtigen Strukturen der Laienräte voll und
ganz ihrem (defizitären) Weltbild entsprechen (inklusive zersetzender Organisationen wie „Donum vitae“,
die zwar formaljuristisch kein kirchlicher Verein sind und sozusagen nur „privaten“ Charakter haben, aber
stillschweigend mit Wohlwollen bedacht werden) … Deshalb: neue Exzellenzen braucht das Land! Eine neue
Generation von Bischöfen mit einem korrekten Kirchenbild, einer sauberen philosophischen und theologischen
Grundbildung!
FSSP-Selbstverständnis Athanasius schrieb: Und in ihren eigenen Reihen gibt es Leiter die selber nicht
mehr vom Tridentinischen Ritus und dessen Notwendigkeit absolut überzeugt sind, leider. Wie kann das
nur möglich sein? Ist der Anpassungsdruck so groß? Falls ja, wie hat es dann überhaupt dazu kommen
können, dass die FSSP einem Anpassungsdruck ausgesetzt wurde? Warum ist ihr eigenes Charisma, das der
klassischen Liturgie, nicht sozusagen kirchlich geschützt gegen Anpassungsdruck? Wozu hat man denn „Ecclesia
Dei“? Die FSSP müsste unbedingt ihr eigenes Selbstverständis wieder klar und deutlich zum Ausdruck bringen
und gegenüber den kirchlichen Autoritäten auch nachhaltig vertreten! Wie schon gesagt: Eine FSSP, die
von der Notwendigkeit des klassischen Ritus nicht mehr uneingeschränkt überzeugt ist, macht sich selbst
überflüssig.
Und was kommt dann? Julia schrieb: Ich bin Lesbe und ich bin froh damit, ich brauche keinen Mann, keinen
Rat von der Kirche, ich brauche auch keinen Gott und kein ewiges Leben. Ich lebe mein leben, mit meiner
lieben Freundin, lieber hier auf Erden. Also lieber hier auf Erden. Und wie lange noch? Wie sang einst
Nino de Angelo? „Wenn jede Hoffnung nur ein Horizont ist, den man niemals erreicht, dann haben wir umsonst
gelebt.“ Also, das allein kann’s doch wohl nicht gewesen sein …
FSSP versus FSSPX @ Athanasius Während über die FSSPX und ihr Verhältnis zu Rom heiß diskutiert wird,
ist es um die FSSP merklich still geworden – zumindest seit dem eher unrühmlichen Abgang von Pater Bisig.
Ich würde mir auch einmal eine Diskussion um die FSSP wünschen. Was zwischen Rom und Econe verhandeln
werden könnte, müsste doch bei der FSSP längst umgesetzt sein. Man fragt sich allerdings, wie es um
das theologische Profil der FSSP bestellt ist. Es kann doch nicht allein damit getan sein, sich in „tridentinische
Reservate“ zurückzuziehen und sich ansonsten aus den aktuellen kirchenpolitischen und theologischen Fragen
herauszuhalten. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die FSSP selbst überflüssig macht. Ein etwas offensiveres
Auftreten wäre nicht schlecht und ein klares Bekenntnis zu den eigenen Zielen, aber fast scheint es so,
als wissse die FSSP selbst nicht (mehr) so genau, was sie eigentlich will?
Redeptionis Sacramentum Nr. 93: 93. Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen
beizuhalten, um die Gefahr zu vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden
fallen. Da sieht man wieder einmal, was das Papier wert ist, auf dem römische Instruktionen gedruckt
werden.
Gravierende Probleme Irenäus schrieb: Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie auf der
anderen Seite eine Reihe gravierender Probleme mit sich bringt, die auch dann bleiben, wenn man sich schroff
auf mittelalterliche Ansichten beruft. Ich stimme Ihnen zu, dass die Limbustheorie durchaus eine Reihe
gravierender Probleme mit sich bringt (diese Theorie ist schließlich kein Dogma). Allerdings würde eine
leichtfertige Verwerfung der Limbustheorie noch gravierendere Probleme mit sich bringen. Man hätte beispielsweise
der heute ohnehin schon weit verbreiteten Ansicht eines falschen Heilsautomatismus nicht mehr entgegenzusetzen.
Warum die Limbustheorie also nicht einfach in Ruhe lassen und weiterhin als mögliches Denkmodell akzeptieren,
wie es durch viele Jahrhunderte von einer Mehrheit der Theologen und Kirchenlehrer vertreten wurde?
Noch einmal Lehramtspositivismus Ich mache mich keineswegs zum Richter über das Lehramt und identifiziere
mich auch nicht mit den Anhängern der Piusbruderschaft. Die Erlaubnis einer „Messe ohne Wandlungsworte“
ist keine dogmatische Entscheidung mit Anspruch auf Unfehlbarkeit gewesen. Sie könnte also vom Lehramt
durchaus auch wieder zurückgenommen werden. Die Liturgie von Addai und Mari wird im übrigen nicht von
Lefebvrianern kritisiert, sondern durchaus auch von dezidiert konzilstreuen Theologen.
Alles Augenwischerei Man kann eine Trendwende auch herbeireden, die es gar nicht gibt. Das sind doch alles
nur Illussionen. Man muss doch einmal die Verhältnismäßigkeit sehen. Dass es bei den Massenaustritten
in den letzten Jahren zu einem geringfügigen Rücklauf von allenfalls fünf bis zehn Prozent kommt, ist
nichts Besonderes. Hier von einer „Trendwende“ zu sprechen, erscheint geradezu lächerlich. Die Verluste
macht der Rücklauf bei weitem nicht wett. Auch habe ich meine Zweifel, ob ein Wiedereintritt aus einer
euphorischen Weltjugendtagsstimmung heraus wirklich feste Wurzeln schlagen kann. Wo und wie sollen die
Neueingetretenen den authentischen katholischen Glauben eigentlich konkret kennenlernen?
Liturgie von Addai und Mari gunther maria michl schrieb: Die Liturgie von Addai und Mari ist gültig,
weil der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen sie mit Billigung von Papst Johannes
Paul II. (requiescat in pace) für gültig erkannt hat. Daran halte ich mich. Ich bin ein Katholik und
stelle mich nicht über das Lehramt der römisch-katholischen Kirche. Das ist Lehramtspositivismus. Das
Lehramt will auch nicht, dass ich bzgl. des Glaubens meinen Verstand ausschalte, im Gegenteil. Rein formal
verstandener Gehorsam kann sich sehr fatal auswirken …
Wem gehen die Pferde durch? Irenäus schrieb: Die vom Gatten der Evelin vorgetragene Meinung, daß die
einzige Alternative zum Limbus die Hölle für die ungetauften Kinder sei ist wohl kaum mit der Lehre
der Kirche zu vereinbaren. Aha, so einfach ist das also. Und die Kirchenväter und Theologen von Augustinus
über Thomas bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren alle so dumm, das nicht richtig erkannt zu haben?
Und ihre Lehren waren alle nicht mit der Lehre der Kirche vereinbar??? Ich bin immer wieder erstaunt,
wie leichtfertig und besserwisserisch man heute geneigt ist, über Jahrhunderte gewachsene Glaubensvertiefung,
Erkenntnisfortschritt und Lebenserfahrung einfach so über Bord zu werfen und sich über die Lehren der
Väter hinwegzusetzen.
@ Gatte der Evelin Damit kein Missverständnis aufkommt: Ich behaupte keineswegs, dass die Hölle leer
sei, nur weil sich das Lehramt noch nie über das Los eines Verdammten verbindlich geäußert hat, wenn
nicht für häretisch, so doch zumindest für unrealistisch. Ich wollte auf etwas anderes hinaus: Vielleicht
gibt es eine Parallele oder gar einen inneren Zusammenhang zwischen der Leere-Hölle-Theorie – die als
Tatsache behauptet wird, was auf jeden Fall irrig ist – und der Verwerfung der Limbustheorie. Ich wollte
damit auf etwas anderes hinaus. Verwirft man die Limbustheorie, müsste man folgerichtig auch bei der
Leere-Hölle-Theorie ankommen
Das kommt mir jetzt fast ein bisschen so vor wie die Diskussion über die „leere Hölle“. Darf ein Christ
hoffen, dass die Hölle leer sei? Ja, er darf, denn es ist von keinem Menschen mit lehramtlicher Autorität
bestätigt worden, dass er auf ewig verdammt sei. Es ist nur zu fragen, ob diese Hoffnung in Anbetracht
der Aussagen von Schrift und Tradition realistisch ist. Und die ungetauft gestorbenen Kinder? Natürlich
ist es niemals falsch, ihr Schicksal der göttlichen Barmherzigkeit anzuvertrauen. Das heißt aber nicht,
dass es einen Heilsautomatismus gibt an der Notwenigkeit der Taufe vorbei. Auch aus der Aussage des KKK
lässt sich kein Heilsautomatismus ableiten. Außerdem verstehe ich nicht, warum die Kircehnväter und
Theologen des Mittelalters so dumm gewesen sein sollen, um das mit der Barmherzigkeit nicht richtig zu
begreifen. Bracuhten wir wirklich erst den theologischen Erkenntnisfortschritt des Zweiten Vatikanischen
Konzils, um zu wissen, dass Gott barmherzig ist? Aber wenn ich Evelins Gatte recht verstanden habe, ist
ja gerade die Theorie vom Limbus puerorum Ausdruck dieser Barmherzigkeit. Wo ist also das Problem?
Eigentlich ist das alles doch ganz einfach … Evelins Gatte schrieb: Summa summarum: Quod erat demonstrandum,
der limbus puerorum ist in Wirklichkeit sichere Lehre (certa). Vielen Dank für Ihre wertvollen Ausführungen,
die mir völlig plausibel und einsichtig erscheinen. Es ist eben schlicht und einfach katholisch, was
Sie da schreiben. Das einzige, was ich nicht verstehe, ist der Umstand, dass das offenbar führende Theologen
der Internationalen Theologenkommission nicht zu verstehen scheinen … Wäre es nicht auch irgendwie
anmaßend, eine jahrhundertealte Lehrtradition mal so eben über den Haufen zu werfen, nur weil man es
heute – unter Berufung auf das Superdogma des Zweiten Vatikanischen Konzils – angeblich besser weiß?
Lehramtspositivismus @ Catholicus Ihr Haltung ist zwar inhaltlich korrekt, erscheint mir von der Argumentationsstruktur
aber ein klein wenig zu positivistisch. Das Problem ist nicht mangelndes Vertrauen auf die beständige
Führung der Kirche durch den Heiligen Geist, sondern die Art und Weise, wie klassische Lehrpositionen
(auch wenn es bei dieser Frage um kein Dogma geht, aber immerhin gab es bezüglich der Limbustheorie einen
weitgehenden theologischen Konsens) scheinbar leichtfertig und einfach so – ohne nähere Angabe von Gründen –
vom Tisch gefegt werden. Evelins Gatte hat durchaus Recht, wenn er sagt, dass mit der Limbustheorie auch
die Frage der Heilsnotwenidgkeit der Taufe steht und fällt. Und das ist beileibe kein Randthema. Nicht
von der Engstirnigkeit einiger Traditionalisten geht die Hauptgefahr für die heutige Kirche aus, sonden
von einem im Kirchenvolk inzwischen weit verbreiteten falschen, weil einseitig verstandenen Heilsoptimismus,
der nach dem Motto verfährt: „Wir kommen, alle, alle in den Himmel …“ Das ist das Problem, mit dem
sich die Internationale Theologenkommission einmal befassen sollte. Ich habe gewisse Zweifel, ob sie mit
der angedachten Verwerfung der Limbustheorie die Prioritäten richtig setzt …
Es ist vieles schwammig geworden in der heiligen Kirche Gottes. Man will also die Limbus-Theorie verwerfen
zugunsten eines in theologischer Edelsprache verpacken Kirche-als-universales-Heilssakrament-Gelaberes,
das nichts und alles heißen kann. Nur so nebenbei hier: Genauso unklar ist die Haltung der Kirche zur
Interkommunion geworden: „grundsätzlich“ verboten, im Einzelfall „irgendwie“ erlaubt. Wenn man die „Einzelfälle“
summiert, ergibt es aber auch eine Menge. Wieso gilt dann aber noch das „grundsätzliche“ Verbot? Logik???
Sehr seltsam das alles …
Wenn sie auch nicht katholisch ist, gilt Frau von der Leyen als eine (auch in „konservativen Kreisen“
durchaus geschätzte) „Vorzeige-Mutter“, die scheinbar vorbildlich Familie und Beruf unter einen Hut zu
bringen versteht. Nun wissen wir aber auch, dass die siebenfache Mutter die von ihr forcierte „Familienförderung“
mit dem vorgeblichen „gesellschaftlichen Konsens“ in puncto Abtreibung zusammenbringen kann, ohne mit
der Wimper zu zucken. Leider hat die offizielle katholische Kirche und allen voran der Vorsitzende der
Deutschen Bischofskonferenz durch ihr letargisches Verhalten zu der Annahme beigetragen, dass in dieser
Frage ein „gesellschaftlicher Konsens“ bestehe, und das sogar im Einvernehmen mit der katholischen Kirche,
die sich ja in das Abtreibungssystem hatte einbinden lassen und sich über den von katholischen Laien
initiierten Verein „Donum vitae“ auch weiterhin unbehelligt daran beteilgt. Wie weit sind wir gekommen?
Wo bleibt der Aufschrei der Bischöfe. Der Vorgänger Lehmanns, Kardinal Höffner, bekundete nach der
Einführung der Indikationsregeliung im Jahr 1976, dass sich die Kirche mit diesem Gesetz „niemals abfinden“
würde. Und heute, im Jahr 2005? Quo vadis, katholische Kirche in Deutschland? Wieviel Zeit soll eigentlich
noch verstreichen, bis etwas passiert??? Wie lange haben wir noch Zeit???
Verbalradikalismus??? Ein schöner Begriff, der verschleiern soll, dass der Zweck niemals die Mittel heiligen
darf!? Die Position der katholischen Kirche ist hier eindeutig. Es stellt sich also sehr wohl die Frage,
warum die katholischen Beraterinnen von „Donum vitae“ offenbar unbehelligt tun dürfen, was vom Papst
verboten wurde, nämlich Tötungslizenzen ausstellen.
@ Gotthard Ohne den Einfluss der Kirchen gäbe es heute keine obligatorische Beratung vor einer Abtreibung.
Der Denkfehler liegt bei Ihnen, Gotthard. Die Ausstellung des Beratungsscheins ist im deutschen Abtreibungssystem
die alleinige conditio sine qua non zur Straffreiheit der Abtreibung und damit moralisch absolut verwerflich,
eine in sich schlechte Handlung, die durch nichts zu rechtfertigen ist.
@ jolie zumal die laien doch wissen, dass sie das tun, was viele bischöfe auch gerne täten… Ja genau,
und das ist das Allerschlimmste. Die überwiegende Mehrheit des deutschen Episkopates hat bis heute nicht
wirklich eingesehen, dass der Ausstieg aus der „Scheinberatung“ der einzig richtige Schritt war (Besser
wäre es natürlich gewesen, man hätte sich erst gar nicht in dieses system einbinden lassen). Sie folgen
weiterhin falschen moraltheologischen Prämissen, ohne dass das einmal hinterfragt würde. Das Engagement
katholischer Laien bei „Donum vitae“ wird nicht nur stillschweigend toleriert, sondern unterschwellig
sogar begrüßt! Traurig, wenn man hier offenbar selbst von einem Papst Ratzinger nichts mehr erwarten
kann. Aber hallo, das kann’s doch wohl nicht sein!? Jedenfalls steht so die Glaubwürdigkeit der Kirche
weiterhin auf dem Spiel …
@ Pelagius Vollkommene Zustimmung! Ähnlich habe ich es beim Lesen von Berger-Büchern auch empfunden.
Um so unverständlicher, dass Berger nach wie vor völlig unkritisch von neokonservativen Kreisen hofiert
wird, als wäre er quasi unfehlbahr. Noch eine Frage: Berger ist laut „Tagespost“ vom 26. November 2005
„Familiar“ des Zisterzienserklosters Heiligenkreuz bei Wien. Ich nehme an, das ist so etwas wie ein Tertiar
oder Drittordensmitglied. Aber wie kann das sein, da Berger doch formell der evangelischen Kirche angehört?
@ Tomasino Noch einmal: Niemand bestreitet Bergers Verdienste. Klar ist auch, dass er sich mit seinen
Publikationen nicht nur an Experten, sondern an eie breitere Öffentlichkeit richtet. Dennoch muss man
leider feststellen, dass seine Äußerungen zu systematischen Fragen und zur Religionstheologie durchaus
problematisch sind.
Was auch immer von den theologischen und journalistischen Qualitäten der Frau Küble zu halten ist, es
muss doch gesagt werden, dass Klaus Berger in der Tat eine durchaus schillernde Theologie vertritt. Natürlich
ist seine Kompetenz als Exeget und seine profunde Kritik der sogenannten „historisch-kritischen“ Exgese
sehr anerkennenswert. Allerdings hat der Theologe Klaus Berger auch seine „Macken“. Seine Äußerungen
zu systematischen Fragen, besonders seine leider platten Vorurteile gegenüber der Scholastik, zumal Thomas
von Aquin, sind nach Ansicht von des profunden Kenners DAVID Berger (mit KLAUS Berger nicht verwandt)
schockierend… Sie stünden mit dem Urteil des Lehramtes über die Materie (vgl. Jorgen Vijgens umfangreiche
Unterschung in der Zeitschrift „Doctor Angelicus“. Band 5 – 2005) in einem harten Gegensatz! Auch Klaus
Bergers Religionstheologie ist als hanebüchen zu bezeichnen. So bezeichnet er in seinem Jesus-Buch den
Islam als legitimen und völlig gleichberechtigten Heilsweg neben dem Christentum (Vergleich mit zwei
Himmelsleitern). Seltsam, dass Professor Berger nach wie vor unumstrittener Referent bei den „Neokonservativen“
um Hubert Gindert (zum Beispiel beim Kongress „Freude am Glauben“ im Juni 2006 in Fulda) und unhinterfragter
Autor der katholischen „Tagespost“ ist …
Bitte zurück zur Sachlichkeit! Was mich einmal interessieren würde: Wird sich das Auswahlverfahren der
Priesteramtskandidaten in den deutschsprachigen Priesterseminaren nach der Publikation der neuen Instruktion
nun konkret ändern? Oder wird alles beim alten bleiben. Kardinal Lehmann hat das neue dokument begrüßt.
Wahrscheinlich sieht er keinen konkreten Handlungsbedarf, etwas an der bisherigen Praxis der Kandidatenkür
zu ändern. Auch nach der Publikation der Liturgieinstruktion „Redemptionis Sacramentum“ im Frühjahr
2004 sahen die deutschen Bischöfe keinen Handlungsbedarf. Aber wie verhält es sich mit den „rosaroten
Seilschaften“ in deutschsprachigen Priesterseminaren, von denen beispielsweise die gemäßigt konservative
„Tagespost“ in mehreren Kommentaren gesprochen hatte? Es scheint so zu sein, wie es häufig mit der Publikation
römischer Verlautbarungn ist: großes, medial inszeniertes Geschrei, Kritik kirchenkritischer Verbände
und Politiker, Beschwichtigung durch den „großen Vorsitzenden“, und letztlich bleibt alles beim Alten.
Aber das kann’s doch irgendwie nicht sein, oder?
Viel Polemik ist hier zu lesen von den Kirchenkritikern. Aber kaum jemand mancht sich einmal die Mühe,
die Haltung und das positive Grundanliegen der Kirche zu verstehen. Es geht hier nicht um Diskriminierung,
sondern um die Vernunftgemäßheit des Argumentierens.
Elternbrief auf Türkisch Zu den Begleitaktionen der Homo-Kampagne gehört u. a. ein Elternbrief, der
auch auf Türkisch erhältlich ist. Da würde mich einmal interessieren, was unsere türkischen Freunde
muslimischen Glaubens von der ganzen Aktion halten …
@ Florian Sehr richtig! Das Traurige ist nur, dass es so wenig Widerstand gegen diese glaubenszersetzenden
Kräfte gibt. Von den Verantwortlichen in der Kirche wird man kaum Hilfe erwarten können, und das einfache
Kirchenvolk scheint sich für diese Dinge kaum zu interessieren. Mein Eindruck ist auch, dass die meisten
Gläbigen einfach keine Ahnung davon haben, was da eigentlich abgeht. Warum wird im Bistum Fulda nicht
kontrovers über den kirchenkritischen „Fuldaer Kreis“ diskutiert? Warum ist das kein öffentliches Thema,
beispielsweise nach den Gottesdiensten, in den kirchlichen Verbänden, in der Tagespresse? Da kann man
schon froh sein, dass es wenigstens Kreuz.net gibt …
Tiervergleich Ich glaube, ich bin hier teilweise missverstanden worden. Es geht letztlich um die Frage,
ob Homosexualität etwas Normales, etwas Natürliches ist oder nicht. Wenn es nicht natürlich ist, kann
es auch keine normale sexuelle Variante in der freuen Natur sein. Sicher ist „Wissenschaft“ immer irgendwo
auch interessegeleitet. Und so gibt es viele Biologen und Verhaltensforscher, die Homosexualität in der
freien Natur nachweisen wollen, was es aber so eben nicht gibt (höchstens als Mängelerscheinung, Krankheit,
aufgrund eines Triebstaus etc., aber eben nicht als „normale“ Variante). Mein Anliegen: Die naturrechtliche
Begründung für die Ablehnung der Homosexualität müsste argumentativ noch besser herausgearbeitet werden.
Dazu gehört auch der Mut, die Wahrheit zu sagen und nicht alles unter dem Deckmantel einer falsch verstandenen
Toleranz zu verschleiern.
Selbstständiges Denken??? Gotthard schrieb: Es ist schon gut, dass die Priester noch Menschen sind, die
auch selbständig denken können und wollen. Tun sie das wirklich? Haben sie in diesem Fall nicht vielmehr
ihr Gehirn in ihrer ideologischen Befangenheit abgegeben? Die Krise des Glaubens ist eine Krise der Vernunft,
hat ein gewisser Kardinal Ratzinger einmal gesagt. Als Christ und als Priester sollte man zumindest einmal
von der These ausgehen, dass Gott existiert, ansonsten hat man keine sinnvolle Gesprächsgrundlage. Alles
andere ist sinnloses Gelabere. Falls Sie es noch nicht wussten: Hasenhüttl glaubt nicht an die Existenz
eines persönlichen Gottes. Sehr gut zu dieser ganzen Problematik übrigens der Essay „Darf ein Christ
an Gott glauben“: www.kath.net/detail.php?id=5666
Fakten, Fakten, Fakten 1. Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Gene. 2. Es gibt keine Homosexualität
bei Tieren. Das hat der verstorbene Biologe Prof. Dr. Wolfgang Kuhn, Uni Saarbrücken, klar nachgewiesen.
Die beobachteten Phänomene haben sind nur scheinbar homophil und/oder haben andere Ursachen, wie zum
Beispiel Triebstau. 3. Es gibt kein Homo-Gen, das homosexuelles Verhalten beim Menschen als normale sexuelle
Variante erklären würde.
@ Sulpicius Wer nimmt diesen aufgeblasenen, selbstverliebten und rechthaberischen Plärrer überhaupt
noch ernst? Wie man sieht zum Beispiel der Vorsitzende des Fuldaer Priesterrates! Auf der Homepage des
kirchenkritischen „Fuldaer Kreises“ ist zum Vortrag Hasenhüttls u. a. Folgendes zu lesen: Steht für
jeden Menschen, der Gemeinschaft mit Jesus Christus haben möchte, die Herrenmahlfeier offen, oder soll
die Eucharistie als Abgrenzungsmittel gebraucht werden? Kann man jemanden, der zum Leib Christi gehört,
den Leib Christi verweigern? Die Spaltung der Kirche und das Bemühen der Ökumenischen Bewegung um die
ökumenische Gastfreundschaft soll dargestellt werden. Hindernisse und Chancen einer ökumenischen Verständigung
werden aufgezeigt. Kann ein Ende nicht zugleich ein Neuanfang sein? Paulus lehrt uns zu hoffen wider alle
Hoffnung. Was sind das für Pfarrer, die sich mit diesem Gedankengut identifizieren? Was ist das für
ein Bischof, der dieses Vorgehen toleriert und keine Distanzierung fordert?
Inhaltliche Begründung … das Recht … seine Mitarbeiter einem bestimmten Einstellungsprozedere zu
unterziehen. Und das darf auf die Katholische Kirche als Arbeitgeberin. Es geht hier nicht darum, dass
Menschen die homosexuelle Neigungen innehaben, aus dem Kreis der Gläubigen auszuschließen, sondern es
wird festgehalten, dass die Menschen nicht für das Priesteramt oder ein Amt in einer Gemeinschaft geeignet
sind. Das ist richtig, aber die inhaltliche Begründung könnte argumenativ noch vertieft werden. Warum
sind Menschen, die homosexuelle Neigungen innehaben, nicht für das Priesteramt geeignet? Naturrecht?
@ Sulpicius … dann wird der Mensch doch wieder mit dem Tier verglichen, wenn es um Rechtfertigung von
Homo-Praktiken geht. Da bin ich wohl gründlich missverstanden worden. Mir geht es mitnichten um Rechtfertigung
von Homo-Praktiken, sondern im Gegenteil um eine naturrechtliche Begründung für deren Ablehnung. Wenn
„echte“ Homosexualität im Tierreich nicht vorkommt, wie der verstorbene Biologe Prof. Dr. wolfgang Kuhn
lehrte, und wenn es auch kein „Homo-Gen“ gibt, kann Homosexualität auch keine normale „sexuelle Variante“
in der Natur sein.
Auf den Punkt gebracht Es wäre zu klären, wie Homosexualität – die Achtung der betroffenen Menschen
immer vorausgesetzt – grundsätzlich zu bewerten ist: als normale sexuelle Variante, wie sie in der Natur
nun mal vorkommt oder – zugspitzt formuliert – als Krankheit? Gibt es Homosexualität auch in der „freien
Natur“, bei den Tieren? Falls ja, wie ist das zu bewerten? Gibt es ein „Homo-Gen“? Was sagen Biologen
dazu?
@ Benedikt Das ist eben Vatikan ) Ok, ok, hab schon verstanden … Fragt sich nur, ob diese Instruktion
dann nicht das gleiche Schicksal erleiden wird wie zahlreiche andere vorher auch schon und ob sich in
der Praxis nun tatsächlich etwas konkret ändern wird … Seltsam auch die Sache mit der Vorabveröffentlichung.
Können die im Vatikan nicht besser aufpassen? Denken wir auch an das Schicksal von „Redemptionis Sacramentum“.
Nachdem ein Vorabentwurf (durch Indiskretion?) an die Öffentlichkeit gelangt war, wurde das Schreiben
in wesentlichen Punkten entschärft. Und an der gängigen Praxis in den meisten unserer Pfarrgemeinden
hat sich nichts wesentliches geändert …
Drei-Jahres-Regelung Benedikt schireb: Geweiht werden dürfen nach dem Dokument offensichtlich die nicht,
welche nicht drei Jahre keusch gelebt haben und die die sog Gay-Kultur unterstützen. Das mit der Drei-Jahres-Regelung
verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz. 1. Wieso drei Jahre und nicht zwei oder vier oder … ? 2.
Was heißt „keusch“? Sollte nicht jeder Christ „keusch“ leben, und das nicht nur drei Jahre lang? Ist
nicht jeder Christ zur Enthaltsamkeit berufen, der nicht verheiratet ist?
„Private“ Veranstaltung? Bischof Algermissen müsste schon deutlicher Farbe bekennen. Es klingt wenig
überzeugent, die öffentliche Veranstaltung Hasenhüttl als „privat“ zu bezeichnen, wenn man weiß, dass
zu den Einladenden auch Priester zählen, die als Pfarrer in der Diözese Fulda einen wichtigen öffentlichen
Dienst verrichten. Ein Pfarrer ist somit nie einfach nur „Privatmann“, erst recht nicht, wenn ein solcher
als Vorsitzender des Priesterrates den diözesanklerus repräsentiert. In Regensburg hat nicht zuletzt
die Unterwanderung durch Mitglieder der kirchenkritischen „Kirchenvolksbewegung“ zu einer grundlegenden
Reform diözesaner Gremien geführt. Bischof Algermissen muss sich die Frage gefallen lassen, warum in
Fulda Geistliche mit einem defizitären Kirchenbild und priesterlichen Selbstverständnis vollkommen unbehelligt
in Amt und Würden verbleiben dürfen. Traurig auch, dass sich ein Großteil der Gläubigen für diese
Fragen überhaupt nicht zu interessieren scheint. Wo bleibt der Aufschrei im einst so katholischen Fuldaer
Land?
@ Sulpicius + Knecht Ruprecht Es geht in Regensburg gar nicht um die Pfarrgemeinderäte, sondern um die
Dekanatsräte. Wenn schon die Pfarrgemeinderäte absolut überflüssig sind, wie dann erst die Dekanatsräte,
von deren Existenz – wie schon gesagt – wohl kaum jemand etwas weiß, außer den Damen und Herren Funktionäre
selbst natürlich!
Ich würde es zwar nicht ganz so hart formulieren: Was einst durchaus hoffnungsvoll begonnen hatte, ist
zu einem ideologisch weichgespülten Algermissen-Schönborn-etc.-Jubelmedium degeneriert. Aber ich frage
mich schon, warum kath.net und andere „neokonservative“ Medien regelmäßig irgendwelche mehr oder weniger
geistreichen bischöflichen Verlautbarungen von Algermissen über Schick und Küng bis Schönborn publizieren
müssen, die man sowieso in jeder Kirchenzeitung und auf jeder Bistums-Homepage nachlesen kann …
Weiß hier jemand zufällig, warum bei kath.net der Online-Zähler (oder wie das heißt) verschwunden
ist? Es wäre doch sicher spannend, auch über einen längeren Zeitraum die Leserzahlen im Verhältnis
zu kreuz.net zu verfolgen, aber so geht das leider nicht mehr. Es scheint, als sei auch im kath.forum
in letzter Zeit immer weniger los, das ist aber nur mein subjektiver Eindruck, ich kann mich auch täuschen
…
Preisfrage Macht mal eine Umfrage unter katholischen Kirchgängern und fragt sie, was ein „Dekanatsrat“
ist. Ich wette, dass 90 % dieses Wort noch nie gehört haben. Und damit wird sich erst recht niemand von
einem „Dekanatsrat“ repräsentiert fühlen.
@ Kryszek Ich habe nichts gegen homosexuelle Menschen. Und selbstverständlich kann und muss sich die
Kirche seelsorgerisch um sie bemühen, das aber bitte doch nur innerhalb der Grenzen des Erlaubten. Ähnliches
gilt auch für die Pastoral an Wiederverheirateten Geschiedenen.
„Sektenführer“ Escrivà Am allerwenigsten die Selig- und Heilisprechung des skrupellosen Hochstaplers
und Sektenführers Escrivà. Interessant, wie sehr sich die Einschätzung von rechts außen und links
außen in dieser Frage ähnelt …
Noch einmal: Die Einrichtung und scheinbare Duldung eines offiziellen „Schwulenprojekts“ in einer katholischen
Pfarrei wird wohl kaum mit den Vorgaben des kanonischen Rechts und des kirchlichen Lehramts vereinbar
sein. Da frage ich mich schon, warum hier bislang niemand etwas unternommen hat. Zur Hirtensorge gehört
es eben auch, für die Wahrheit in Liebe einzutreten und derartige Grenzüberschreitungen zu korrigieren.
Und ich frage mich, wie das Frankfurter Projekt mit der unfehlbaren Glaubenslehre in Einklang zu bringen
sein soll. Wo bleibt da der kirchenoffizielle Aufschrei? Warum tut der Bischof nichts? Und wenn der Bischof
nichts tut, warum schreitet Rom nicht ein??? Wie schon gesagt: Lamentieren allein nützt nichts. Handeln
ist gefragt. Rechtliche Schritte einleiten. Sich über das Projekt in Limburg und in Rom beschweren. Zivilen
Ungehorsam leisten gegen diese Verirrung innerhalb legaler Strukturen der Kirche …
@ Rudolphus Zur Klarstellung: Ich wollte nur allgemein darauf hinweisen, dass ein ständiges Herumkreisen
um das VI. Gebot auch eine Gefahr bedeuten kann. Damit wollte ich auf keinen Fall irgend jemandem etwas
unterstellen und natürlich auch keinem der Mitdiskutantenb hier. Entschildigung, wenn das falsch herübergekommen
ist. Es war auf jeden Fall nicht so gemeint. Und natürlich haben Sie vollkommen Recht, dass man sich
gerade über die Sünden gegen das VI. Gebot nicht ausschweigen darf, wie das in der heutigen Verkündigung
leider viel zu oft geschieht.
@ Rudolphus Vollkommen richtig, aber das ständige Fixiertsein auf dieses Thena könnte ein Hinweis darauf
sein, dass man – unbewusst – selbst ein Problem damit hat!? Wer ständig nur auf das Thema Homosexualität
starrt wie das Kaninchen auf die Schlange, läuft zumindest potentiell Gefahr, selbst einmal darin zu
fallen. Spätestens seit „St. Pölten 2004“ habe ich da so ein mulmiges Gefühl. Hier wurde – frei nach
Paulus – anderen gepredigt, und man wurde dann selber verwerflich … Also lasst uns doch besser über
die rechtlichen Konsequenzen des Projekts „Schwul + Katholisch FFM“ diskutieren. Alles andere sollte man
den „Beichtstühlen“ anvertrauen …
Noch einmal: „Paderborner Modell“ Hier bin ich fündig geworden: [link]www.i-basis.de/…rzbistum/index.phtml?ber_id=509&inh…
hier:[link]www.i-basis.de/…ge/k1_m2808.pdf[link] Aber was ist da jetzt der Unterschied zu Regensburg?
wie ist genau der Wahl- bzw. Ernennungsmodus? Es sei auch noch einmal daran erinnert, dass sich an dem
als despotisch empfundenen Führungsstil des Regensburger Bischofs nicht nur die Linken reiben, sondern
auch traditionsverbundene Gläubige, denen die Erlaubnis zur regelmäßigen Feier einer Indultmesse strikt
verwehrt wird. Müller vertritt rein theologisch gesehen durchaus auch liberale Positionen (Kommunion
für Wiederverheiratete Geschiedene, Verständnis für Klaus Bergers konfessionelle „Zwitterstellung“,
Ablehnung der sogenannten „Rückkehr-Ökumene“ etc.)
Diskussionsverlauf Anstatt über die Sünde Sodoms einfach nur zu lamentieren, sollte man lieber einmal
nach den rechtlichen Konsequenzen für das Projekt „Schwul + Katholisch FFM“ fragen. Wie kann es sein,
dass sich scheinbar legal und „von oben“ vollkommen unbeanstandet ein derartiges Projekt in einer katholischen
Pfarrei überhaupt etablieren konnte, ohne dass jemand Fragen gestellt hat? Darf so etwas überhaupt sein
in der katholischen Kirche? Was sagt das Kichenrecht?
Was ist das „Paderborner Modell“? Kreuz.net berichtete: Man habe – so die Erklärung des designierten
Generalvikars –, das ‘Paderborner Modell’ an die Verhältnisse in Regensburg angepaßt: „Wir werden damit
sicherlich genauso gute Erfahrungen machen.“ Immer wieder wird behauptet, dass Vorgehen Bischof Müllers
sei einmalig in Deutschland. Nun nimmt der designierte Generalvikar Bezug auf ein „Paderborner Modell“,
das an die Verhältnisse in Regensburg angepasst werde. Was hat es mit dem „Paderborner Modell“ auf sich?
Welche „guten Erfahrungen“ hat man damit gemacht? Von einem Aufschrei der Laienräte in Paderborn wie
jetzt in Regensburg habe ich noch nie etwas gehört. Kann das hier jemand erklären?
Vergelt’s Gott an Evelin-Gatte, Marcel und andere hier für den Aufwand und die Mühe, über die „subtilen
Verführungen“ Harry Potters aufzuklären Evelin-Gatte schrieb: Es sei klar, dass Joanne K. Rowling okkultes
Wissen habe und daemonisch inspiriert sei. Gibt es dafür Belege, Zitate der Rowling, die überprüfbar
sind? Derselbe führt aus, dass die Filme 1-3 harmlos seien! Warum sind die Filme harmlos, wenn die Lektüre
dämonisch inspiriert ist?
Wie bitte? turk schrieb: Wenn Sie genau lesen, wurde Zimmer nicht von Maußen angegriffen. Was heipt hier
„angegriffen“? Maußen hat sich sehr wohl von Zimmer distanziert und dessen eigenmächtiges Vorgehen missbilligt.
Und das Schreiben von Kardinal Ratzinger sagt nichts darüber aus, wie er das gewissenhafte Arbeiten Pater
Zimmers bewertet. In der Tat: Ein Schreiben aus dem Jahr 2003 kann nichts über ein erst im Jahr 2005
erschienenes Buch aussagen. Warum soll sich Kardinal Ratzinger nicht auch eine eigene Meinung zu Harry
Potter gebildet haben? Es geht hier doch wohl um mehr als um ein bloßen Mut-Zusprechen …
Le Barroux @ Benedikt Man kann nicht generell sagen, dass sich Le Barroux von der alten Messe verabschiedet
habe. Die Konventmesse in Le Barroux wird – wie schon gesagt – in einer modifizierten Form des Ritus von
1962 gefeiert, die privaten Einzelmessen dagegen nach wie vor streng nach dem Missale von 1962. Was es
mit den Modifizierungen bei der Konventmesse auf sich hat, weiß ich nicht genau, da müsste man einen
Fachmann konsultieren, der sich mit Le Barroux genau auskennt. Allerdings habe ich auch so meine Zweifel,
ob das mit den modifizierten Formen des alten Ritus so in Ordnung ist. Offenbar trägt es auch zu weiterer
Verwirrung und Verunsicherung bei.
Es ist absolut nichts Neues, dass die Konventmesse in Le Barroux und ähnlichen Konventen in der oben
beschriebenen Form gefeiert wird. Ob es sich dabei um den 1965er-Ritus oder um einen speziellen eigenritus
handelt, entzieht sich meiner Kenntnis. Die morgendlichen „Winkelmessen“ werden in Le Barroux allerdings
nach wie vor streng nach dem Missale von 1962 gelesen. Ich halte das Gerde von diesem „mysteriösen dokument“
für eine Ente. Diese Regelungen gelten schon von Anfang an, d. h. seit der kanonischen Errichtung von
Le Barroux 1989. Allerdings sind Hinweise auf Bestrebungen, den Ritus von 1962 zu modifizieren, grundsätzlich
wohl auch nicht einfach aus der Luft gegriffen. Man denke beispielsweise an die hier auch schon andiskutierte
Problematik der unterschiedlichen Leseordnungen und Kalendarien …
Wer ist „die“ Deutsche Bischofskonferenz??? Verantwortlich für die Erstellung dieser „Arbeitshilfe“ dürfte
vor allem die Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz sein. Und wie ist die zusammengesetzt?
Vorsitzender der Liturgiekommission ist der „konservative“ Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, sein
Stellvertreter der „konservative“ Bischof von Augsburg, Walter Mixa. Gerade von diesen beiden Bischöfen,
in die viele Gläubige besondere Hoffnungen setzen, hätte man sich etwas anderes erwarten dürfen.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum hier alle andiskutierten Themen in eine Meta-Debatte über die
FSSP ausarten muss!? @ turk Etwas weniger Sarkasmus wäre auch angebracht. Das Problem bei Harry Potter
ist doch nicht eine vermeintliche Dämonisierung (wer tut das denn?), sondern eine offenkundige Verharmlosung!
Bitte einmal die Verhältnismäßigkeit beachten. Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht so genau,
wie man aus christlicher Sicht die Fantasy-Schwemme der letzten Jahre beurteilen soll, die zuletzt in
den großen Verfilmungen eingemündet ist, Potter, Herr der Ringe, demnächst Narnia … Sicher haben
Tolkien und Lewis im Gegensatz zu Rowling einen christlichen Hintergrund. Ich verstehe aber nicht, warum
dieser ganze Fantasy-Rummel für Katholiken so wichtig sein soll: Da identifizieren sich Petrusbrüder
mit Potter und Tolkien, der Administrator einer bekannten katholischen Internetplattform nennt sich „Gandalf“,
und die ganze Debatte nimmt irgendwie hysterische Züge an. Muss das alles sein? Oder ist das nur eine
vorübergehende Modeerscheinung?
Auf den Punkt gebracht Evelin & Gatte Weil man in Diskussionen immer wieder danach gefragt wird: woran
genau kann man den Unterschied zwischen guter und böser Fantasy- bzw. Märchenliteratur festmachen? Warum
ist „Herr der Ringe“ grundsätzlich gut oder zumindest unbedenklich, während „Harry Potter“ böse ist?
Wo liegt da der Unterschied? Und wie ist das bei den Märchen? Für eine Stellungnahme wäre ich sehr
dankbar.
Na toll, da pickt sich dann halt jeder das raus, was ihm in den Kram passt: Für die einen irrt Kuby bzgl.
Potter und ist zu loben bzgl. Medjugorje. Für die anderern irrt Kuby bzgl. Medjugorje und ist zu leben
bzgl. Potter. Irgendwie stimmen halt die ideologischen Denkmuster nicht mehr. Früher hatten wir’s da
leichter, als links noch links war und rechts rechts …
Pottermanie unter glaubenstreuen Katholiken? Wenn man so liest, wie massiv im Kath.net-Forum Harry Potter
verteidigt wird, kann man sich eigentlich nur wundern. Haben diese Leute wirklich nichts besseres zu tun?
Und dass sich nun ausgerechnet ein Mitglied der Petruspruderschaft zum Potter-Apologeten hochspielen musste,
erscheint völlig unverständlich. Insofern ist die Stellungnahme von Pater Maußen richtig und notwendig.
Es scheint jedoch in der Tat so zu sein, als seien gewisse Priester der Petrusbruderschaft nicht ganz
ausgelastet. Sie beschäftigen sich offenbar lieber mit literarischen Themen, anstatt endlich einmal am
eigenen theologischen Profil zu arbeiten. So besteht in der Tat die Gefahr, dass die Petrusbruderschaft
sich selbst überflüssig macht … leider!
Was soll nun eigentlich anders werden? Substantiell wird alles beim alten bleiben. Und wenn Bischof Müller
nun Laien nach eigenem Gutdünken ernennt, werden es die Gläubigen, die sich der klassischen römischen
Liturgie verbunden fühlen, noch schwerer haben, als dies in Regensburg ohnehin schon der Fall ist.
Die Architektur entspricht dem Ritus Deshalb haben unsere Vorfahren für die Feier der Eucharistie großartige
Kirchen und Kathedralen gebaut und dann in ihnen Sakramentshäuser und Tabernakel errichtet. Die großartigen
Kirchen und Kathedralen wurden für den alten Ritus gebaut, lieber Kardinal Meisner! Beispielsweise der
Kölner Dom! Jeder Ritus schafft sich seine eigene Architektur, wie man sieht. Eigentlich ist es völlig
widersinnig, die neue Messe in einer gotischen Kathedrale zu feiern. Also: entweder die alte Liturgie
wieder einführen oder den Kölner Dom abreißen und an seine Stelle eine Betonhalle errichten, die dem
„Glanz edler Einfachheit“ der neuen Riten so sinnenfällig widerspiegelt.
@ Benedikt Kurze Antwort: Ja! Sicher, das „Stückchen Papier“ ist nicht alles. Aber ohne dieses „Stückchen
Papier“ ist alles nichts. Warum sollte sich Berger ein Recht herausnehmen dürfen, wofür Hasenhüttl
im umgekehrten Fall zu Recht suspendiert wurde???
Voraussetzungen für den Eucharistieempfang Benedikt schrieb: Um die Hl. Eucharistie empfangen zu dürfen,
muss man a) das rechte Verständnis haben und (vor allem) b) recht bereitet sein, sich also im Stande
der Gnade befinden. Benedikt, einen dritten, wesentlichen Punkt hast Du vergessen, nämlich die Mitgliedschaft
in der katholischen Kirche und damit auch die Einheit mit dem Hl. Vater. Und Berger ist nun einmal definitiv
aus der katholischen Kirche ausgetreten. Basta. Wenn er sich katholisch fühlt und weiterhin katholisch
sein will, soll er halt wieder in die katholische Kirche eintreten (mit den entsprechenden Voraussetzungen).
Als Emeritus dürfte das doch wohl kein Problem sein, oder? Wenn er jedoch auch weiterhin bewusst nicht
wieder katholisch werden will, muss er sich schon die Frage gefallen lassen, was dieses Verwirrspiel dann
eigentlich noch soll …
Bischof Müller Niedermünster schrieb: Soweit zu Bischof Müllers Katholizität… Man fragt sich nur,
warum Pastoren in kath. Kirchen ökumenische Gottesdienste vornehmen dürfen. Die tridentinische Messe
ist für Müller ein rotes Tuch, er ist radikal gegen die Freigabe der traditionellen Messe (siehe Interview
mit Radio Vatican). Bischof Müller gilt gemeinhin als konservativer Hardliner, theologisch vertritt er
aber eine durchaus liberale Linie. So plädiert er beispielsweise „unter bestimmten Voraussetzungen“ für
die Zulassung von wiederverheiratet Geschiedenen zur hl. Kommunion. Er verteidigt die konfessionelle Doppelmitgliedschaft
Bergers, und zu seinem engsten Freundeskreis zählt der Begründer der Befreiungstheologie, Gustavo Gutiérrez.
Dass Müller als Lehmann-Schüler kein Freund der alten Messe ist, dürfte auch nicht verwunderlich sein.
Dass er derart hart gegen entsprechende Anfragen vorgeht, ist mehr als traurig. Da sollte ihn mal der
Hl. Vater zur Brust nehmen, wenn er nächstes jahr nach Regensburg kommt …
Widerspruchsprinzip In der Tat reiht sich der Fall des Heidelberger Professors passend ein in eine ganze
Kette ominöser Ungereimtheiten, die seit ca. vier Jahrzehnten in der heiligen Kirche Gottes scheinbar
geduldet werden, was aber gar nicht funktionieren dürfte, wenn man – nach den Gesetzen der Logik – die
Gültigkeit des Widerspruchsprinzps anerkennen würde. Aber diese Logik scheint in gewisser Weise aufgehoben
worden zu sein. Ich plädiere für die Wiedergeltendmachung des Widerspruchsprinzips in der katholischen
Kirche! PS. Auch die Piusbruderschaft wird sich nun erklären müssen bzgl. Kirchensteuerzahlung und Kirchenmitgliedschaft,
will sie nicht in einen Selbstwiderspruch geraten, falls sie sich nicht ohnehin schon in einem solchen
befindet.
@ Konrad Ich will mir keineswegs ein moralisches Urteil über Berger anmaßen. Mir geht es nur um die
grundsätzliche Frage, ob Berger nach katholischem Recht die hl. Kommunion empfangen darf oder nicht.
Ich interpretiere die Worte von Navarro-Valls so, dass der Übertritt Bergers in die evanglische Kirche
nach katholischem Recht (!) gleichzeitig den Austritt aus der katholischen Kirche bedeutet. Was denn sonst,
a es doch keine Doppelmitgliedschaft geben kann!? Besonders ärgerlich ist nicht zuletzt der Umstand,
dass sich Berger vor katholischem Publikum ausschließlich als Katholik präsentiert und seinen Übertritt
in die evangelische Kirche bislang verschwiegen hat.
Zweierlei Maß Bei aller grundsätzlichen Sympathie für Berger: Man darf hier doch nicht mit zweierlei
Maß messen. Berger darf nun einmal nicht das protestantische Abendmahl und die hl. Eucharistie empfangen.
Berger ist aus der katholischen Kirche ausgetreten, da mag er „fühlen“, was er will. Natürlich ist sein
Fall nicht nur „ungereimt“, sondern in gewisser Weise auch tragisch zu nennen …
Dann hätte er aber nicht am protestantischen Abendmahl teilnehmen dürfen. Tut er das eigentlich heute
auch noch? Neben seinen gelegentlichen Besuchen von FSSPX-Messen? Ist schon ein sehr schillernder Professor,
der Dr. Berger.
Zu Kirche in Not / Ostpriesterhilfe habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis. Irgendwie sind die
in den letzten Jahren voll auf den charismatischen Tripp aufgesprungen. Da gibt es doch diesen Pater Hupka,
oder wie der heißt … Und auch schon unter Pater Werenfried, den ich ansonsten sehr schätze, wurden
stark ökumenistische Tendenzen ersichtlich, vgl. die sehr großzügige Unterstützung für Kardinal Hussar.
Mit der klassischen Liturgie haben die auch über
@ Irenäus Navarro-Valls hat erklärt: „Es ist selbstverständlich, daß die Bestimmungen des katholischen
Kirchenrechts, die eine gleichzeitige Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und zu einer evangelischen
Landeskirche nicht zulassen, ausnahmslos und daher auch im genannten Fall gelten.“ Damit dürfte auch
die Frage des Kommunionempfangs eindeutig beantwortet sein. Weiß hier jemand, was Berger mit dem Zisterzienserkloster
Bochum-Stiepel (Heiligenkreuz) verbindet und mit dem Zisterzienserinnenkloster Helfta verbindet? Ist er
als Protestant gar Drittordensmitglied? Auch hier besteht offenbar Klärungsbedarf.
Da wird’s Zeit, dass die Piusbruderschaft auch mal Stellung nimmt. Besucht Berger eigentlichregelmäßig
die katholische Sonntagsmesse? Falls ja, dürfte spätestens jetzt klar sein, dass er nicht die hl. Kommunion
empfangen darf.
Besonders enttäuschend ist für mich, dass sich insbesondere in „gut katholischen Kreisen“, etwa bei
Vorträgen der Initiativkreise katholischer Priester und Laien sich als „gut katholisch“ ausgegeben hat.
Jeder gute Katholik musste bis zum Auffliegen des Skandals davon ausgehen, dass Berger Katholik sei, der
lediglich einen Lehrstuhl an einer ebaglisch-theologische Fakultät innehatte. Aber das er auch konvertiert
war, darüber hatte er sich in katholischen Kreisen nie geäüßert. Das ist alles eine große Enttäuschung.
@ Gotthard So freue ich mich, wenn Hindus nach Fatima kommen … denn viele sagen doch: durch Maria zu
Jesus, oder? Die Hindus würden sich sicher sehr über das, was viele „aufgeklärte“ Christen über ihren
Glauben zu verstehen glauben, wundern. Ich glaube, das ist generell das Problem des sogenannten „interreligiösen
Dialogs“. Viele reden über Dinge, von denen sie einfach keine Ahnung haben. Und ich kann mich einfach
nur darüber wundern, dass sich nur so wenige Menschen darüber wundern …
Das Schweigen der Lämmer Gotthard schrieb: „Sühnewallfahrt“ bitte ich mal theologisch zu erklären…
Wenn in Fatima tatsächlich eine Schändung oder ein Frevel (oder wie immer man das Hindu-Ritual qualifizieren
mag) stattgefunden hat, müsste auch und gerade die offizielle Kirche Stellung dazu nehmen und einen entsprechenden
Entsühnungsritus vollziehen (man muss ja schließlich nicht alles der Piusbruderschaft überlassen. Da
aber offiziell Streit über diese Frage besteht, müsste der Fall nun eigentlich in Rom weiterverfolgt
werden. Letztlich ist hier die Glaubenskongregation zuständig, die „theologische Qualität“ des Hindu-Rituals
und seine Folgen aus katholischer Sicht darzulegen. Mich macht traurig, dass außer der Piusbruderschaft
bislang offenbar keine offizielle kirchliche Organisation und kein offizieller kirchlicher Vertreter gegen
die Vorgänge in Fatima protestiert hat. Ein bisschen mehr Widerstand gegen diese Glaubensverdunkelung
hätte ich mir schon gewünscht. Und die lieben „Ecclesia-Dei-Gruppen“ wie die Petrusbruderschaft halten
sich wieder einmal fein heraus, um ja nicht anzuecken. Und Rom schweigt.
Würzburger Synode Wichtiger als deren Beschlüsse sei gewesen … Eine merkwürdige Einstellung des Kardinals.
Hat seiner Meinung nach die Synode als Synode nun etwas gebracht oder nicht?
Ja, wat denn nu??? Offenbar weiß im Vatikan die rechte nicht, was die linke tut. Natürlich obliegt die
letzte Entscheidungsvollmacht allein dem Hl. Vater, es wäre aber wünschenswert, wenn der päpstliche
Senat bzw. das Kardinalskollegium und alle vatikanischen Dikasterien in dieser Frage endlich einmal mit
einer Stimme sprechen würden und nicht in einem dissonanten Chor … Bis kein vom Papst approbiertes
amtliches Dokument vorliegt, herrscht weiterhin Unklarheit über den Rechtsstatus des alten Ritus. Mich
interessiert nicht mehr, welche Privatmeinung dieser oder jener Kardinal in dieser Frage vertritt. Letztlich
interessiert mich auch nicht die Privatmeinung des Hl. Vaters, sondern allein das, was die Kirche dazu
sagt. Bis wir hier endlich Klarheit haben werden, dürfte aber noch sehr viel Wasser den Tiber herunterfließen
…
Römische Diplomatie – wer kann ihr trauen? Mons. Camille Perl ist ein Schlitzohr und kirchenpolitischer
Stratege ohnegleichen Man weiß eigentlich nie genau, für welche Seite er arbeitet und welche „Hintergedanken“
er jeweils hegt …
„Ehemaliges“ Nachrichtenmagazin??? Was ist denn der Unterschied zwischen einem „Nachrichtenmagazin“ und
einem „Boulevardmagazin „? Und wieso soll der „Spiegel“ ein „ehemaliges“ Nachrichtenmagazin sein? Dies
scheint wohl kaum eine offizielle Lesart, sondern vielmehr die Privatmeinung der Kreuz.net-Redaktion zu
sein. Aber die ist in diesem Fall wohl kaum maßgeblich, wie auch immer man zum „Spiegel“ stehen mag.
Man sollte hier auch einmal die Verhältnismäßigkeit bedenken und berücksichtigen.
Objektive Wissenschaft? Dr. Alexander Pytlik verweist auf eine eine gute wissenschaftliche Arbeit von
Dr. Raymund Noll. Ich bin wahrlich kein Freund der FSSPX und will sie auch in keiner Weise verteidigen.
Könnte es aber nicht sein, dass in diesem Falle die „gute wissenschaftliche Arbeit“ sehr interessegeleitet
ist? Was ist schon objektiv in der Wissenschaft?
„Suboptimal“ Mich nerven dieses „V2-Kirchen“-Gerede hier im Forum und andere verbale Kraftmeiereien wie
„Meisners unverantwortlicher Schwachsinn“ etc. auch sehr. Auch muss man manche Beiträge und anonymen
Kommentare der Kreuz.net-Redaktion „suboptimal“ nennen. Allerdings ist auch das Konkurrenz-Portal Kath.net
auch nicht frei von gewissen Einseitigkeiten und Merkwürdigkeiten. Mir wäre gewissermaßen eine Synthese
aus beiden am liebsten – ohne charismatischen und FSSPX-orientiereten Wildwuchs!
pro Meisner,Müller, Mixa, Schick, Haas Laurentius2 schrieb: Man kann die postkonziliare Kirche aus vielen
Gründen kritisieren. Doch sollte man doch nicht diejenigen Oberhirten verurteilen, die in der Amtskirche
unermüdlich dafür arbeiten, daß auch noch IN DER AMTSKIRCHE der alte Glaube weitergegeben wird, so
wie dies die Bischöfe Müller, Schick, Mixa, Haas (u.a.) auch tun und Dyba, Krenn (u.a.) lange Zeit getan
haben. @ Laurentius2 Die genannten exzellenzen sind zwar rechtgläubig, allerdings darf man ihre Führungsqualitäten
auch nicht überschätzen. Innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz waren sie beispielsweise noch nie
fähig oder willig, gewissermaßen eine eigene „konservative Fraktion“ mit einer gemeinsamen Vorgehensweise
und einer eigenen Strategie zu entwickeln. Warum hatten sich bespielsweise Meisner, Mixa, Braun und Dyba
damals nie auf eine gemeinsame Strategie in puncto Schwangerenkonfliktberatung einigen können? Mit der
alten Messe hatte selbst ein Dyba nichts am Hut, Müller hat bis heute keine Indultmesse genehmigt, Mixa
hat der Katholischen Universität kein besonderes katholisches Profil vermitteln können, Schick gilt
allgemein als Softy … Bei allem Respekt: Rechtgläbigkeit allein macht noch keinen guten Bischof als
Führungspersönlichkeit aus!
Erste Enzyklika Der sehr lange, nämlich 50seitige Text 50 Seiten würde ich – gemessen an den Enzykliken
Johannes Pauls II. – eigentlich nicht als lang bezeichnen, die Enzyklika „Evangelium vitae“ umfasst beispielsweise
ca. 250 Seiten! Mit 50 Seiten Umfang nähert sich Papa Ratzinger wieder dem traditionell kurzen und prägnanten
Enzyklika-Stil, wie er bis einschließlich Paul VI. übrigens üblich war. Mich würde vor allem interessieren,
ob er auch zum traditionellen „Pluralis maiestatis“ zurückkehrt.
Yersinia Ist es denn sooo wichtig, Priesterin zu werden? Wen interessiert das Thema eigentlich noch außer
ein paar ergrauten Kommitee-Emanzen??? Die Leute wissen doch gar nicht mehr, was Priestertum überhaupt
bedeutet. PS. Glaubst Du ernsthaft, dass Jesus nicht ein Mann war?
Traditionsprinzip @ Gotthard Überproportional gut Besuchte Gottesdienste bestätigen als Ausnahmen die
Regel des allgemeinen Niedergangs (siehe die DBK-Statistik). Auch ich Besuche Sonntag für Sonntag die
übliche Gemeindemesse im neuen Ritus, da die nächste Messfeier im klassischen Ritus 180 km entfernt
ist Dort spüren die Menschen, dass sie Träger des Gottesdienstes sind Aha! Und 1500 Jahre lang haben
sie das nicht gespürt, weil sie den falschen Ritus hatten … Außerdem erscheint Deine Aussage gerade
in Anbetracht der Tatsache, dass die Anzahl der „Träger des Gottesdienstes“ um acht Millionen gesunken
ist, mehr als fragwürdig. @ Stimme aus Wien diese „Avantgard der Tradition“ behauptet von sich, sie sei
katholisch Ja, was denn sonst??? Das war sie doch schon immer, seit mehr als 1500 Jahren. Glaubst Du im
Ernst, unsere Vorfahren im Glauben hätten 1500 Jahre lang die „Sprache der Esoteriker“ gesprochen???
Wie aber hätte dann der Katholizismus über die Jahrhunderte hinweg weitertradiert werden können???
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Vielleicht haben die Esoteriker und pseudoreligiösen Gruppen heute gerade
deshalb soviel Zulauf, weil wir uns sozusagen unsere eigenen Wurzeln abgeschnitten haben. Gerade weil
die klassische Liturgie uralt ist, ist sie zugleich ewig neu – und wäre damit eine plausible Antwort
auf aktuelle Herausforderungen.
Zeitgemäßheit der Tradition @ Gotthard Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Meine These: Je traditioneller
die (neue) Liturgie ausgerichtet wird, desto größer ist die Zahl der Gottesdienstbesucher und auch des
Priesternachwuchses! Stimme aus Wien schrieb: Würde die Kirche eine zeitgemäße Sprache haben (Sprich:
Antworten auf die Frage der Zeit haben), wären die Kirchen voll. @ Stimme aus Wien Analyse richtig, Therapie
falsch! Das würde ich jetzt nämlich als Argument für die Präsenz des klassischen römischen Ritus
in der katholischen Kirche werten. Trotz „Aggiornamento“ , „Durchschaubarkeit der Riten“ und Einführung
der Volkssprache ist es nämlich der neuen Liturgie offensichtlich nicht gelungen, das Lebensgefühl der
Menschen anzusprechen – und damit hat sie ihr Ziel eigentlich gründlich verfehlt. Vielleicht spricht
der klassiche Ritus als „Avantgard der Tradition“ gerade im Zeitalter der Globalisierung eine „zeitgemäßere
Sprache“ als die sonst üblichen liturgischen „Anpassungen“ und Banalisierungen, die wir in den meisten
unserer Pfarrgemeinden Sonntag für Sonntag erleben …
@ Stimme aus Wien Natürlich gibt es keinen monokausalen Zusammenhang zwischen den Änderungen des Messritus
und dem Rückgang der Gottesdienstteilnehmer. Ich stimme Dir zu, dass die Lebenswirklichkeit heute sehr
komplex geworden ist. Aber was haben jetzt die Opelwerke in Deutschland und das Wirtschaftswachstum in
China mit der konkreten Ausgestaltung des katholischen Messritus zu tun???
Einspruch Sie wäre aber ohne V2 noch weniger in der Lage gewesen, diese Antwort zu geben. Meines Erachtens
gilt hier die umgekehrte Beweislast. Eine Neuerung ist nur dann gerechtfertigt, wenn man beweisen kann,
dass das Neue besser ist. Die von mir genannten zahlen bzgl. der Gottesdienstteilnehmer scheint doch eher
das Gegenteil zu bestätigen. Aber ich bin nicht beweispflichtig, sondern Du !
Beweislast Stimme aus Wien schrieb: Abstimmung mit den Füßen“. würde Stimmen, wenn die 2/3 Ferngrbliebenen
regelmäßig bei den Messen der FSSPX oder bei den Messen der Petrusbruderschaft anwesend wären – was
aber nicht der Fall ist. Das können sie auch gar nicht, weil das Angebot solcher Messen viel zu gering
ist. 90 % der Katholiken haben überhaupt keine Möglichkeit, eine solche Messe zu besuchen. Im Übrigen
liegt die Beweislast für die Ursachen des Niedergangs bei denjenigen, die die Liturgie verändert haben
und nicht bei denjenigen, die den Reformen kritisch gegenüberstehen. Die Befürworter der Liturgiereform
sind bis heute den Beweis dafür schuldig geblieben, dass die Liturgiereform nicht Ursache des Niedergangs
ist.
Statistik Ich empfehle jedem, einmal die offizielle Statistik der Deutschen Bischofskonferenz über „Katholiken
und Gottesdienstteilnehmer 1950-2004“ zu studieren unter dbk.de Es ist ziemlich offenkundig, dass der
Niedergang mit der Einführung des Novus Ordo Misae einsetzte. Seit dem Ende des Zweiten Vatikanischen
Konzils ist die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer um mehr als zwei Drittel zurückgegangen.
Ist das nicht die sprichwörtliche „Abstimmung mit den Füßen“.
„Unwichtig“? Man habe die Tridentinische Messe im Vergleich zu anderen Themen für unwichtiger gehalten.
Die Tridentinische Messe wäre die Lösung vieler Probleme, die man gar nicht hätte, wenn man sie nicht
abgeschafft hätte.
Nur eine kleine Anmerkung dazu Irenäus schrieb: Na wer weiß, demzufolge wird man V2 endgültig am 7.12.2065
zu Grabe tragen dürfen, sobald es Schnee von vorvorgestern ist, und ich werde diesen Tag wohl noch erleben
dürfen. Es ist schon kurios: Viele, die bis heute unentwegt den „ewigen Frühling“ des Zweiten Vatikanischen
Konzils beschwören, haben noch gar nicht zur Kenntnis genommen, dass inzwischen eine neue Genration herangewachsen
ist, denen das Konzil überhaupt kein Begriff mehr ist, von den mit dem Konzil verbundenen Erwartungen
ganz zu schweigen.
Und wie viele Studenten studieren nun dort? Und mit welchem Ziel? Wie umfangreich ist der Lehrkörper?
Welche Studiengänge werden dort angeboten? Leider geht das aus der Homepage der Hochschule nicht konkret
hervor. Übrigens: In Deutschland gibt es auch kleinere Theologische Hochschulen bzw. Fakultäten, die
zwar im Prinzip ebenfalls offen für alle Studenten sind, de facto aber nur von Priesterseminaristen besucht
werden.
Herbstrevolution??? He he he, es war doch vor einiger Zeit in den Medien von einer angeblichen vatikanischen
„Herbstrevolution“ die Rede, was Personalfragen betrifft. Und was soll mit dem „moderaten“ Kardinal Re
an der Spitze des Staatssekretariats nun konkret anders werden als unter Sodano? Worin besteht nun die
erwartete bzw. angekündigte „Revolution“???
Frage zur Phil.-Theol. Hochschule der Diözese St. Pölten Wenn die Lage des Priesterseminars derart dramatisch
ist, würde mich einmal interessieren, wie der gegenwärtige Lehrbetrieb an der Phil.-Theol. Hochschule
der Diözese St. Pölten läuft. Die Hochschule soll offenbar vor allem der Heranbildung des Klerus dienen.
Nun ja, wenn dort nur noch drei oder vier angehende Priester studieren, kann von einem normalen Lehrbetrieb
kaum die Rede sein. Oder studieren auch Laientheologen und/oder angehende Religionslehrer an der Hochschule?
Vielen Dank für entsprechende Antworten im Voraus!
Glückliche Hand? Florian schrieb: Er wird sicherlich sehr enttäuscht sein über die derzeitigen Domkapitulare,
die er selbst noch berufen hat und die jetzt unkritisch an der Zerstörung dessen mitarbeiten, was er
und seine Vorgänger und viele Pfarrer mit ihren Pfarreien über Jahrzehnte aufgebaut haben. Ob Erzbischof
Dyba mit seinen Personalentscheidungen immer eine glückliche Hand hatte, möchte ich einmal dahingestellt
sein lassen. Tatsache ist auch, dass ihm da in vielfacher Hinsicht die Hände gebunden waren. Er war halt
„ein heiliger Narr Gottes“, ganz rein und ohne Falsch … eigentlich die besten Voraussetzungen für eine
Seligsprechung …,
Romtreu? Ultramontes schrieb: Das Verhalten des Domkapitels gegen ihn steht der Diözese Fulda wahrhaftig
schlecht an, zumal deren Bischof Algermissen sich selbst keineswegs zu den rom- und glaubenskritischen
Modernisten innerhalb des deutschen Episkopats zählt… Rein formal gesehen dürfte sich wohl kein einziger
Bischof selbst als „rom- und glaubenskritischen Modernisten“ bezeichnen, selbst ein Bischof Kamphaus nicht.
Allerdings wüsste ich nicht, dass Bischof Algermissen bislang durch ein besonders romtreues Profil aufgefallen
wäre. Er gilt – was sein theologisches Profil angeht – eher als farblos – und unterscheidet sich inhaltlich
wohl kaum von seinem Domkapitel.
Datumswirrwarr Die Hindu-Zeremonen fanden laut Guerra nicht, wie es im obigen Artikel heißt, am 19. April
dieses Jahres statt, sondern am 19. April 2004. In der Berichterstattung der FSSPX war jedoch die ganze
Zeit vom 5. Mai 2004 die Rede. Ich frage mich, wie es zu diesem Datumswirrwarr gekommen ist. Wann wurde
denn der TV-Beitrag des portugiesischen Fernsehens gebracht? Aus dem TV-Beitrag müsste doch das tatsächliche
Datum der Zeremonien ersichtlich sein. Außerdem hat mir noch niemand die Frage beantworten können, was
es mit jenem ominösen interreligiösen Kongress auf sich hatte, der im Oktober 2003 in Fatima stattfand
und auf dem offenbar unter Beifall ranghoher kirchlicher Würdenträger eindeutige Irrlehren verbreitet
wurden. Gibt es eine amtliche Stellungnahme über diesen Kongress? Liegen die einzelnen Referate irgendwo
in schriftlicher Form vor? Wer war der Gastgeber, was war der Anlass dieses Kongresses?
@ Adlimina Adlimina schrieb: die Weisung No Veneration bestand schon vor der Herbstvollversammlung der
Fuldaer Bischofskonferenz Aber nicht doch schon vor der Herbstvollversammlung der Fuldaer Bischofskonferenz
2004, auf die ich mich bezog. Mir wurde das „von gut informierter Seite“ mündlich zugetragen. Leider
kann ich es nicht belegen oder gar irgendwelche Namen nennen.
WIe ich erfahren habe … sollen bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im September
2004 einige Bischöfe ihren Unmut über den Blumenschmuck am Grab Erzbischof Dybas geäußert haben. Dies
sei der konkrete Anlass für Bischof Algermissen bzw. das Fuldaer Domkapitel gewesen, den Blumenschmuk
entfernen zu lassen. Es ist mehr als traurig, wie sehr episkopale Neidkomplexe sogar Jahre über den Tod
eines Mitbruders hinaus nachzuwirken scheinen …
Vele Fragen … Offen ist nach wie vor auch die Farge, was es mit jenem ominösen interreligiösen Kongress
auf sich hatte, der im Oktober 2003 in Fatima stattfand. Die Vorträge wurden meines Wissen bislang nicht
publiziert, so dass man sich inhaltlich damit leider gar nicht auseinandersetzen kann … Warum wohl werden
die Ergebnisse jenes Kongresses unter Verschluss gehalten?
Rechtliche Fragen Bernardo schrieb: Schließlich wird auch der tridentinische Ritus nach einer Anerkennung
in irgendeiner Form weiterentwickelt (neue Heilige!) werden müssen, wenn er nicht zum lebensunfähigen
Museumsstück werden soll. Die Aufnahme neuer Heiliger würde ja keinen subsantiellen eingriff in den
Ritus als solchen bedeuten. Aber auch hier sollte man den ersten Schritt vor dem zweiten tun. Es würde
keinen Sinn machen, an eine mögliche Weiterentwicklung des alten Ritus zu denken, bevor sein rechtlicher
Status nicht vollends geklärt ist. Was mich nur wundert: Scheinbar hat sich in den letzten 17 Jahren
seit „Ecclesia Dei“ niemand ernsthaft um eine Klärung dieser rechtlichen Fragen bemüht, auch niemand
von der Petrusbruderschaft, obwohl das ja auch in deren eigenem Interesse sein müsste. Es ist ja schön,
dass Kardinal Hoyos in einer Predigt erklärt hat, der alte Ritus müsse sein „Bürgerrecht“ in der katholischen
Kirche behalten. Was heißt hier „Bürgerrecht“? Gerade als Petrusbruder würde ich mich nicht damit abfinden
wollen, nur so eine Art Sonderrecht oder Ausnahmerecht – das ja nach wie vor von der offiziellen liturgischen
Gesetzgebung abweicht – genießen zu dürfen. Und als einfacher Gläubiger will ich nicht nur irgendwelche –
gnädigerweise geduldete – „Indultmessen“ besuchen dürfen, sondern eine ganz normale Gemeindemesse im
alten Ritus in einer ganz normalen Pfarrkirche!
@ Bonaventura Wenn der Bischof keinem Priester die Zelebration der Heiligen Messe nach dem Ritus von 1962
verbieten darf, worin besteht dann eigentlich die „Gegenrevolution“ bzw. die „Freigabe“ der alten Messe
bzw. ein sogenanntes Generalindult? Es würde rechtlich nichts über das hinausgehen, was heute sowieso
schon erlaubt wäre. Was wäre, wenn ein normaler NOM-Gemeindepfarrer beispielsweise im Bistum Mainz einmal
im Monat die Feier der Gemeindemesse im klassischen Rituis zelebrieren würde? Könnte ihm der Bischof
das tatsächlich nicht verbieten? Ich bin mir da nicht sicher. Denn dann bräuchte es doch keiner „Freigabe“
der alten Messe …
Santo subito Pio XII. Wenn ich mich recht erinnere, war die Seligsprechung von Pio XII. ursprünglich
für das Heilige Jahr 2000 vorgesehen gewesen – zusammen mit Pio IX. und Giovanni XXIII. Die Seligsprechung
von Pio XII. wurde dann aber – offenbar aus politischen Gründen – kurzerhand zurückgezogen. Mir ist
irgendwie unbehaglich zumute, wenn Selig- und Heiligsprechungen immer mehr zum Gegenstand politischer
Erwägungen zu werden scheinen. Etwas seltsam berührt hat mich auch die Anbringung einer fünf Meter
hohen Marmor-Statue des Opus-Dei-Gründers Josemarie Escriva an der Außenmauer von S. Piedro in Vaticano.
Nichts gegen diese Heiligen und Seligen, die ich nicht anzurühren wage, aber die politischen Umstände …
sehr seltsam irgendwie …
@ Didimus Benedikt @ Didimus Der Generalobere der Petrusbruderschaft darf also keinem seiner Mitbrüder
verbieten, gelegentlich im neuen Ritus zu zelebrieren, wenn das einer tun möchte. Nach dem Prinzip der
Gegenseitigkeit dürfte dann eigentlich auch umgekehrt keinem NOM-Priester verboten werden, gelegentlich
im alten Ritus zu zelebrieren, d. h. ein Bischof dürfte das einem seiner Diözesanpriester nicht verbieten,
wenn das einer tun möchte. Warum darf der Generalobere der Petrusbruderschaft etwas nicht verbietren,
was nach geltendem Recht umgekehrt jeder Bischof verbieten darf??? @ Benedikt Mit einer Revision des neuen
Messbuchs hätte ich überhaupt keine Probleme Was neben der Frage der unterschiedlichen liturgischen
Kalendarien ein weiteres Problem darstellt, ist die neue Perikopenordnung mit ihrem dreijährigen Zyklus
(Lesejahre A, B und C) an Sonntagen und die sogenannte Lectio continua an Wertagen (letzere in einem Zwei-Jahres-Zyklus).
Die klassische Perikopenordnung (in einem einjährigen Zyklus) ist fein abgestimmt auf das jeweilige Festtagsgeheimnis.
Wie man nun hier die alte und die neue Ordnung miteinander in Einklang bringen will, wird ebenfalls kaum
zufriedenstellend gelöst werden können. Aber irgendwie ist diese ganze Angelegenheit auch in einem positiven
Sinn sehr spannend.
@ Dr. Carlo Regazzoni Das ist richtig, aber man muss nüchtern zur Kenntnis nehmen, das der neue Ritus
nun einmal Realität ist, o mir das nun passt oder nicht. 90 Prozent der heute lebenden Katholiken haben –
weltweit gesehen – mangels Angebot überhaupt keine Möglichkeit, die klassische Liturgie zu besuchen.
Allmählich tritt bereits die zweite Generation ins Erwachsenalter ein, die den alten Ritus nicht mehr
kennengelernt hat. Diese Menschen können doch nichts dafür. Was soll man denn tun? Den neuen Ritus einfach
wieder abschaffen??? Das ist absolut nicht vorstellbar. Den alten und den neuen Ritus als zwei eigenständige
römische Riten anerkennen? Ist auch kaum vorstellbar, da zu verzwickt. Wahrscheinlich wird es zu einer
pragmatischen Lösung kommen, bei der die theologischen und liturgierechtlchen Fragen außen vor bleiben
werden, aber das kennen wir ja bereits seit vierzig Jahren …
@ roemkath Dieser Einwurf ist in der Tat bedenkenswert. Es ist schon sehr verzwickt mit der rechtlichen
Stellung und Anerkennung des klassischen römischen Ritus. Nur ein kleiner Einspruch: Ich gebe hierbei
nur zu bedenken, dass es für einen lateinischen Priester aus guten Gründen nur sehr schwer ist, aus
der Ostkirchenkongregation in Rom eine Erlaubnis etwa für die Zelebration des byzantinischen Ritus zu
erhalten. Ich denke, dass man dies nicht mit der Erlaubnis für die Zelebration des klassischen römischen
Ritus vergleichen kann. Der byzantinische Ritus entstammt einem völlig anderen Kulturkreis, der klassische
römische Ritus gehört wesentlich zu unserer eigenen kulturellen Tradition. Ansonsten aber, wie gesagt,
grundsätzliche Zustimmung!
An einem sonnigen Sonntag … Zur Beichte erklärte Benedikt XVI: „Es ist sehr nützlich, einmal in der
Woche zur Beichte zu gehen. Das hilft für die Reinigung der Seele.“ Wie bitte??? Einmal in der Woche???
Respekt, Respekt, wer das tut. Aber wer tut das überhaupt noch? Da müsste mal eine grundlegend andere
„Beichpastoral“ her. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kommunionkinder in den deutschsprachigen
Diözesen eine völlig unzureichende Vorstellung über Sinn und Zweck des Bußsakraments haben. Die Kinderbeichte
scheint – nach meinen Erfahrungen – so nach dem Motto zu laufen: „Hast Du schon mal was Lustiges oder
Peinliches erlebt?“ Ich weiß beispielsweise von einem Kind, dass meinte, die Beichte sei dazu da, von
mehr oder weniger lustigen Streichen zu berichten: „Ich habe meinem Bruder neulich eine Stecknadel ins
Kissen gesteckt etc.“. Der nötige sittliche Ernst, der eigentlich dahintersteckt, dürfte den meisten
Kindern dabei völlig abgehen, weil ihnen das in der Vorbereitung überhaupt nicht mehr vermittelt wird.
PS. Ähäm, also ich bin ja schon froh, wenn ich’s selbst einmal im Monat zur Beichte schaffe …
@ Benedikt Das wäre in der Tat eine sehr guter Lösung, auch und gerade in rechtlicher Hinsicht – und
sie müste auch ohne größere Schwierigkeiten vom Papst approbiert werden können. Nur ein kleiner Makel
bleibt bestehen: Der neue Ritus hat sich eben nicht „entwickelt“, er wurde als Ritus neu geschaffen, auch
wenn er viel altes Material enthält. Die rechtlich sanktionierte Neuschaffung eines Ritus – ein einmaliger
Vorgang in der gesamten Kirchengeschichte. Aber ich will jetzt nicht länger darüber herumnörgeln …
@ gunther maria michel Die Frage ist: Leben die beiden im Konkubinat oder nicht. Tja, die beiden scheinen
wohl ganz offensichtlih ein „Verhältnis“ miteinander zu haben: www.wams.de/…05/04/24/709180.html
@ Bernardo Was ist eigentlich ein Ritus? Es ist keineswegs unerheblich, ob es sich bei einem Ritus tatsächlich
um einen eigenständigen und „rechtlich anerkannten“ Ritus handelt oder nicht. Begriffe wie „Freigabe“
oder „Generalindult“ scheinen mir nicht klar genug zu sein. Ich behaupte damit aber keineswegs, dass kuriale
Entscheidungen ausschließlich auf sekundären Motiven beruhen. Auch ich plädiere in pastoraler Hinsicht
für ein „sozialverträgliches Nebeneinander“ beider Riten. Fakt ist aber nun einmal, dass es bis heute
offizell nur einen römischen Ritus gibt und nicht zwei. Würde der klassische Ritus „freigegeben“, würde
das eben bedeuten, dass wir seit rund vierzig Jahren zwei Riten gehabt haben und nicht nur einen, wie
man bislang immer wieder untermauert hat – auch „wissenschaftlich“. Wenn der alte Ritus aber, wie Sie
richtig feststellen, nie „abgeschaft“ wurde, dann müsste sich ein mögliches „Generalindult“ logischerweise
auf den neuen Ritus beziehen und nicht auf den alten. Nicht die Existenz des alten Ritus bedarf der Rechtfertigung,
sondern die des neuen, wenn es denn tatsächlich ein neuer ist. All das erscheint mir nicht unerheblich
zu sein. Und es hat auch nichts mit „Kleinkariertheit“ zu tun.
@ Marlene Was versteht man denn landläufig unter einer „Lebensgefährtin“? Nicht, was gunther maria michel
schrieb, ist lächerlich, sondern die Tatsache, dass der 76jährige Altbundeskanzler eine 41jährige öffentlich
als seine „Lebensgefährtin“ präsentiert.
Frage Was ist genau der Unterschied zwischen lutherischen, kalvinistischen und/oder reformierten Bekenntnissen
innerhalb des Protestantismus? Ich hab’ auf jeden Fall noch nie eine evagelische Kirche gesehen, die einen
sogenannten Volksaltar enthält. Zumindest in Deutschland ist der Volksaltar geradezu zu einem Erkennungszeichen
für katholische Kirchen geworden, fast mehr noch als das Ewige Licht … Gibt es kalvinistische Kirchen
mit Volksaltar nur in der Schweiz?
@ gunther maria michel Helmut Kohl selbst hat die betreffende Dame, eine gewisse Maike Richter, als seine
„Lebensgefährtin“ bezeichnet und nicht etwa nur als „Zugehfrau“, „Haushälterin“ oder „Sekretärin“.
Wie sich ihr privates Verhältnis konkret gestalte, ginge niemanden etwas an, es sei ihre „Privatsache“.
Wenn die beiden aber als Paar in der Öffentlichkeit auftreten und auch als solches bezeichnet werden
(zuletzt bei der Verleihung des Franz-Joseph-Strauß-Preises an Kohl Anfang Oktober in München), muss
doch die Frage erlaubt sein, wie dieses Verhältnis aus kirchenrechtlicher Sicht zu beurteilen ist – zumal
sie, wie gesagt, bei der Abschlussmesse des Weltjugendtags in der ersten Reihe zu sehen waren. Es geht
hier nicht zuletzt auch um die Vorbildfunktion eines katholischen Politikers …
Erkläreungen gibt es viele … … es käme darauf an, dass diese auch rechtlich sanktioniert würden.
Würde Rom den klassischen Ritus tatsächlich als eigenständigen und „rechtlich anerkannten Ritus“ im
Sinne von Artikel vier der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatinkanischen Konzils anerkennen, würde
Rom damit auch offiziell eingestehen, dass der neue Ritus eben eine Neuerfindung der 1960er Jahre war.
Ein solches Eingeständnis kann ich mir aber kaum vorstellen. Und die Liturgiker müssten ihre Prämissen
völlig über Bord werfen …
@ methusalix NUR um der Kinder willen? Wie Bischof Fürst das wohl meint? Etwa im Sinne einer strickten
Trennung von Tisch und Bett??? In diesem Zusammenhang mal eine andere Frage: Seit geraumer Zeit tritt
der katholische Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl in der Öffentlichkeit mit seiner neuen „Lebensgefährtin“
in Erscheinung, auch bei kirchlichen Veranstaltungen. Bei der Abschlussmesse des Kölner Weltjugendtags
auf dem Marienfeld saß er mit seiner „Lebensgefährtin“ vorne in der ersten Reihe der Ehrengäste. Was
soll man davon halten? Haben/Dürfen Kohl und seine „Lebensgefährtin“ die hl. Kommunionempfangen? Verheiratet
sind die beiden ja nicht …
Küng ist kein Progressist … … sondern ein Erzreaktionär. Der glaubt heute immer noch an die gleichen
Irrlehren wie vor 30 Jahren. Das ist schier unlaublich!
@ Adlimina Irgendwie verstehe ich Ihre Stellungnahme nicht ganz. Warum so schicksalsbeleidigt herumlamentieren
und sich nicht festlegen wollen? Seien Sie doch froh, dass es glaubentreue Initiativen gibt, die Mut machen!
Was bedeutet „Freigabe“ der alten Messe eigentlich? Ich frage mich, was sich durch eine „Freigabe“ der
alten Messe bzgl. der liturgischen Praxis in den deutschsprachigen Diözesen konkret ändern würde. Die
meisten Diözesanpriester dürften heute weder willens noch mangels Kenntnis überhaupt mehr in der Lage
sein, den alten Ritus zu zelebrieren. Und wenn ein kundiger und frommer Priester es dennoch wagen sollte,
würde er sicher gleich weggemobbt werden, beispielsweise in einem Pastoralverbund wie in Fulda und anderswo.
Sogenannte „Ecclesia-Dei-Gemeinschaften“ wie die Petrusbruderschaft hätten dann wohl auch kaum das Recht,
in den Diözesen Pfarreien zu übernehmen. Dies würde nach wie vor von der Zustimmung der Diözesanbischöfe
abhängen. Außerdem wäre zu fragen, ob der klassische Ritus nach einer „Freigabe“ tatsächlich auch
ein „rechtlich anerkannter Ritus“ im Sinne von Artikel vier der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen
Konzils wäre. Offiziell gibt es ja nur einen römsichen Ritus. Würde Rom mit der „Freigabe“ der alten
Messe also auch offiziell einräumen, dass der neue Ritus ein tatsächlich ein neuer Ritus ist? Also ein
ganz anderer Ritus als der alte? Das wäre tatsächlich eine Revolution, ich kann mir es aber kaum vorstellen.
Die offiziell gelehrte universitäre Liturgiewissenschaft der letzten vierzig Jahre müsste in dieser
Hinsicht komplett umgeschrieben werden. Außerdem ist – wie berichtet wurde – die Frage der alten Messe
überhaupt kein Thema bei der Bischofssynode. Viele Fragen …
@ Laurentius2 Das stimmt, M. Martin starb, glaube ich, im Jahr 1999 unter mysteriösen Umständen. Aber
das ist reine Spekulation. Überprüfbare Fakten sind kaum greifbar. Außerdem soll M. Martin den Jesuitenorden
verlassen haben. Unter welchen Umständen und warum entzieht sich meiner Kenntnis …
@ Benedikt Zum Empfang der Hl. Kommunion ist das Verständnis irrelevant. Diese Aussage verstehe ich nicht
ganz. Es kann doch nicht gemeint sein, dass es irrelevant ist, ob der Kommunikant das katholische Eucharistieverständnis
teilt oder nicht!? Dass er in rechter Weise disponiert sein muss – auch und gerade als Nichtkatholik –
müsste eigentlich selbstverständlich sein. Immer. Einen Einzelfall kann es ja nur geben, wenn es im
Grundsatz verboten ist. Ansonsten wäre es kein Einzelfall, sondern die Regel. Ich glaube, Du hast die
SToßrichtung meiner Frage nicht ganz verstanden. Klar, dass es einen Einzellfall nur geben kann, wenn
es im Grundsatz verboten ist. Nur haben hier die „Einzelfälle“ sozusagen eine Türöffner-Funktion. Was
macht es denn von der Sache hier substantiell für einen Unterschied, ob der evangelische Vater am Tag
der Erstkommunion seiner katholisch getauften Kinder die Kommunion empfängt (als „Einzelfall“ erlaubt)
oder ob er das eine Woche später tut (als „Grundsatz“ verboten). Ich will sagen: Wenn es um den Leib
Christi geht, kann es nur um alles oder nichts gehen.
„Einzelfälle“? Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper,
sprach über Einzelfälle: „Der evangelische Vater von katholisch getauften Kindern, der am Tag ihrer
Erstkommunion aufgrund seines Verständnis der Eucharistie mit dem Einverständnis des Pfarrers zur Kommunion
geht.“ Derartige in der Kirche bereits erlaubten Einzelfälle müßten ausgeweitet werden: „Das wünschen
sich viele.“ Dazu zwei Fragen: 1. Zu welchem „Verständnis von Eucharistie“ soll der evangelische Vater
von katholisch getauften Kindern am Tag ihrer Erstkommunion eigentlich gelangt sein, wenn laut Umfrage
zum ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin 88 Prozent der Katholiken [sic!] keinen Unterschied
mehr erkennen zwischen katholischer Eucharistiefeier und protestantischem Abendmahl? 2. Wie kann etwas,
das „im Einzelfall“ erlaubt ist, im Grundsatz verboten werden? Ein seltsamer Theologe, der Kardinal Kasper!
@ Laurentius2 Hat Kardinal Ratzinger seine Karriere auf Kompromissen aufgebaut??? Vergessen wir nicht,
dass Seine Eminenz, Kardinal Johann Reinvernunft, zum Nachfolger des polnischen Papstes gewählt wurde.
Malachi Martin beschreibt Reinvernunfts „tödliche Logik“ und „treffsichere Ausdrucksweise“. Aber in der
Vergangenheit, wenn es um die Wahl zwischen der Förderung seines eigenen kirchlichen Ehrgeizes und harten
Taten gegangen sei, hätte, hatte sich Seine Eminenz – so Malachi Martin – stets bedeckt gehalten. Wie
so viele, die die Dinge im Vatikan hätten ändern können, hätte er – Reinvernunft – stattdessen seine
Karriere auf Kompromissen aufgebaut. Hmmm, ob unser Papst Benedikt da nicht etwas zu schlecht wegkommt?
Aber das nur so nebenbei …
Form und Inhalt Die Frage ist nicht die, wie Katholiken Liturgie feiern sollen, wie man bei Priestermangel
verfährt oder den Kommunionempfang regelt. Falsch, genau das ist die Frage, die Katholiken Liturgie feiern
sollen, wie man bei Priestermangel verfährt oder den Kommunionempfang regelt. Es gibt durchaus eine Wechselwirkung
zwischen Glaubensform und Glaubensinhalt. Und gerade hier erscheint angesichts der Willkür und des vorherrschenden
Subjektivismus in der Liturgie nichts geklärt. Gerade beim Kommunionempfang müsste alles klar und eindeutig
sein. Aber gerade hier darf jeder machen, was er will …
Kompletter Unsinn Pfarrer Weinert erklärte, daß in den deutschen Diözesen seit dem Jahr 1968 neben
den Priestern auch Laien den Gläubigen die Kommunion reichen können. Dieser Einsatz sei nicht auf den
Notfall beschränkt oder nur als Ersatz aufzufassen. Der liturgische Dienst des Kommunionhelfers sei ein
eigener liturgischer Dienst. Er wurzle im gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen. Die Erklärung von
Pfarrer Weinert ist kompletter Unsinn. Er scheint noch nie etwas von der „Instruktion zu einigen Fragen
über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester“, die am 13.11.1997 in Rom veröffentlicht worden
ist, gehört zu haben. Darin wird deutlich gemacht, das Kommunionhelfer nur für echte Notsituationen
vorgesehen sind. Der „gewohnheitsmäige einsatz außerordentlicher Kommunionspender“ wird ausdrücklich
verboten. das hat auch die Instruktion „Redemptionis Sacramentum“ vom 25.3.2004 noch einmal bekräftigt.
Leider scheint man sich aber auch in Rom nicht an diese Bestimmungen zu halten. Auch während der Abshclussmesse
des Weltjugentags in Köln wurden ohne Not Kommunionhelfer eingesetzt, obwohl ausreichend ordentliche
Kommunionspender anwesend waren …
Bischof Küng Aber wer hat nun in St. Pölten mit der „neuen Gewandung“ eigentlich angefangen? Bischof
Küng? Gab es da jetzt irgendeine Anordnung „von oben“, dass Mantelalbe und 2überstola“ zu verwenden
seien? Oder haben die Priester das jetzt einfach so gemacht, spontan sozusagen? Und war das mit der „Überstola“
auch schon in Feldkirch unter Bischof Küng gängige Praxis? Ich dachte immer, Bischof Küng sei „konservativ“
…
Danke, Bernardo … … für die Erklärung Die „Allgemeine Einführung in das römische Messbuch“ kennt
weder Talar, noch Mantelalbe noch „Überstola“, sondern schreibt für den Priester Albe, Stola und Messgewand
vor. Mantelalbe und „Überstola“ sind zwar nicht vorgesehen, aber auch grundsätzlich verboten. Sehe ich
das richtig? Und kann nch jemand die Frage beantworten, ob Laien während der Messfeier im Chorgestühl
sitzen dürfen?
Fragen 1. War das mit der Überstola und der Konzelebration mit Mantelalbe unter Bischof Küng auch schon
in Feldkirch die übliche Praxis bei Bischofsmessen? 2. Ist die Verwendung einer Überstola und die Konzelebration
mit Mantelalbe im Rahmen der liturgischen Gesetzgebung erlaubt? 3. Dürfen Laien, die Lesung und Fürbitten
vortragen, während der Messfeier im Chorgestühl Platz nehmen? Vielen Dank für die Antworten!
@ Yersinia gut, also in Strukturfragen kann man sich gegen seinen Bischof (Kardinäle, Papst, kurz, die
ganze übergeordnete Hierarchie) auflehnen; bzgl der Glaubensdinge schreibst du: „Wenn sie dem Willen
Christi nicht mehr nachkommen, liegt Machtmisbrauch vor.“ Völlig klar, aber wann kommen sie dem „Willen
Christi“ nicht mehr nach? Von „Auflehnung“ kann keine Rede sein. Man kann aber wohl seine Bedenken äußern,
wenn sich ein Bischof – wie im Fall Fulda – willkürlich über geltendes Recht der Kirche hinwegsetzt.
„Rom“ dürfte das übrigens ganz ähnlich sehen. Um die Frage zu klären, wann ein Bischof nicht mehr
dem Willen Christi nachkommt, gibt es in der katholischen Kirche ein Lehramt. Im Übrigen glaube ich fest
daran, dass der Hl. Geist immer noch in der Kirche wirkt und insbesondere den Papst in seinen lehramtlichen
Entscheidungen erleuchtet. Das sei auch einmal als Anfrage an die andere Fraktion hier gedacht. Die Kirche
nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist ihrem Wesen nach diesselbe Kirche wie vor dem Zweiten Vatikanischen
Konzil. Etwas anderes behaupten zu wollen ist Unsinn und sektiererisch.
@ Yersinia Ich verstehe leider nicht ganz, worauf Du eigentlich hinaus willst. Autorität kann man im
richtigen Sinne gebrauchen, was im Sinne einer „Heiligen Ordnung“ (= Hierarchie) sogar notwendige ist,
Autorität kann man aber eben auch missbrauchen. Die Kirche und ihre Amtsträger wissen sich immer dem
Willen Christi verpflichtet. Wenn sie dem Willen Christi nicht mehr nachkommen, liegt Machtmisbrauch vor.
Im Übrigen: In Fulda geht es um Strukturfragen und nicht um Glaubensfragen. Da kann man ja mal durchaus
anderer Meinung sein als der Bischof …
@ Rogade es mag ja zutreffend sein, dass der sogenannte „Pastorale Prozess“ an sich keineswegs so neu
oder originell ist. Neu am Fuldaer Phänomen ist jedoch die Tatsache, dass hier erstmals überhaupt eine
Diskussion über dieses Thema in Gang gekommen ist, die nun schon sein Monaten andauert, beispielsweise
in den Leserbriefspalten der „Tagespost“.
@ Benedikt Allerdings ist er doch schon seit 2002 emeritiert. Lehrt er trotzdem noch? Hasenhüttl ist
in der Tat bereits emeritiert, hat aber – im Gegensatz zu Küng – nie seine theologische Lehrbefugnis
verloren. Hasenhüttl darf sich also weiterhin „theologischer Lehrer“ nennen, auch wenn er natürlich
nicht mehr im aktiven Dienst steht. Küng darf – im Gegensatz zu Hasenhüttl – weiterhin predigen. Das
ist – im Rahmen der Eucharistiefeier – theologisch gesehen eigentlich viel schwerwiegender, als Vorlesungen
im Auftrag der Kirche zu halten, wobeio natürlich noch die Frage zu klären wäre, ob eine von Küng
zelebrierte Messe überhaupt gültig sein kann, aber das scheint seit 26 Jahren weder die Bischöfe von
Rottenburg noch „Rom“ je wirklich interessiert zu haben …
@ Dr. Enderfers Das ist wirklich sehr interessant. Im Gegensatz zu Küng wurde ein gewisser Hasenhüttel
übrigens von seinem Priestertum suspendiert, während er seine Missio behalten durfte … Logisch nachvollziehbar
scheint mir das nicht: Küng darf ganz offiziell weiterhin das hl. Messopfer darfbringen und auch predigen,
aber keine Kath. Theologie mehr lehren. Hasenhüttel darf ganz offiziell weiterhin Kath. Theologie lehren,
aber kein hl. Messopfer mehr darbringen und auch nicht mehr predigen. Logik??? Verkehrte Welt???
@ Yersinia Gehorsam ist letzten Endes eben doch eine Sache des eigenen Gutdünkens – auch für jene, die
sonst die Autorität von Bischöfen sehr betont haben möchten; tatsächlich wird die katholische Kirche
umso glaubwürdiger, je weiter sie von ihrem Machtgehabe abgeht; insofern wäre es natürlich gut, auch
diverse „pastorale Prozesse“ zugunsten einer „geschwisterlichen Neuorientierung“ zu hinterfragen Gehorsam
im wohlverstandenen Sinne darf natürlich nie blind sein und nie nur rein formal vollzogen werden. Die
kirchlichen Autoritätsträger dürfen sich nach dem Wort des Apostels auch nicht als Herren aufspielen,
sondern sollen vielmehr „Diener unserer Freude“, also des überlieferten Glaubens sein. Ich habe die Erfahrung
gemacht, dass vermeintlich „aufgeschlossene“ Autoritäten, die Worte wie „Dialog“ und „Geschwisterlichkeit“
ständig im Munde führen, in ihrer konkreten Amtsführung und in ihrem privaten Verhalten viel autoritärer
und unbarmherziger auftreten als so mancher als „streng konservativ“ gescholtene Kirchenmann …
Vier Stunden??? In den Medienberichten war bislang lediglich von zwei Stunden die Rede – was auch schon
außergewöhnlich lang ist. Aber gleich vier Stunden??? Das hielte ich schon für etwas übertrieben …
Einfluss des „Fuldaer Kreises“ Seit wann so autoritätshörig, Yersinia? Klar muss man sich manchmal
„umstrukturieren“ – aber doch nicht immer und überall und um jeden Preis. Es geht bei der Diskussion
hier nicht um mögliche „Umstrukturierungen“, sofern sie wirklich notwendig sind, sondern um falsche Prämissen,
die offensichtlich ideologisch motiviert sind. Anmerkung: Kirchlich wurde Hofaschenbach darum in den Pastoralverbund
Hünfeld inkorporiert. Hünfeld befindet sich 15 km nördlich von Fulda. Ergänzend sei dazu angemerkt,
dass der Hünfelder Stadtpfarrer Peter Borta im Rahmen des Pastoralverbundes Hünfeld, zu dem auch Hofaschenbach
gehört, mit der Verwaltung der Pfarrei beauftragt wurde. Borta ist Gründungsmitglied des sogenannten
„Fuldaer Kreises für ein offene Kirche“, der den Zielen der sogenannten Kirchenvolksbewegung „Wir sind
Kirche“ und der Initiative „Kirche von unten“ nahesteht. Offenbar gibt es im Bistum Fulda eine enge personale
und ideologische Übereinstimmung zwischen Förderungen des „Fuldaer Kreises“ und den Umstrukturierungsmaßnahmen
im Rahmen des „Pastoralen Prozesses“.
#42 Toby 17:58:21 | Donnerstag, 29. September 2005
Warum kein Kreuz.net-Forum? Links in der Menuleiste gibt es einen Link „Lesermeinungen“ dort können Sie
auch neue Beiträge zu älteren Artikeln lesen, bzw es wird gesehen, wenn Sie einen Beitrag zu einem älteren
Thema verfassen. Das ist zwar richtig, ein richtiges Forumn wäre aber doch besser und übersichtlicher.
Es müsste doch im Prinzip möglich sein, ein solches einzurichten. Auch wäre es schön, wenn man seine
Beiträge editieren könnte. Noch eine Frage: Warum siezen sich hier eigentlich alle? In Internet-Foren
ist das Du die übliche Anredeform. Das drückt in diesem Falle keine falsche Vertraulichkeit aus, sondern
ist sozusagen Folge der Anonymität …
@ Neukirchen 1950 verfügte das Hl. Offizium, die Vorläuferinstitutuion der heutigen Glaubenskongregation,
dass Kleriker nicht Mitglied bei Rotary sein dürfen. Warum dieses kirchliche Verbot, wenn alles so harmlos
sein soll? Aber wie dem auch sei: Wäre es nicht möglich, dass sich die katholische Kirche heute durch
zu enge Vernetzungen mit Rotary in gewisser Weise finanziell abhängig macht – gerade in Zeiten knapper
Kassen? Man muss nur einmal sehen, was da alles so finanziert wird …
Ich verstehe nicht … … dass Mgr. Algermissen einfach so schalten und walten kann, ohne dass es nennenswerten
Widerstand gegen seine unglaublichen Vorgehensweisen gibt. Warum lässt sich das Volk alles gefallen und
wegnehmen? Und Rom scheint auch sehr weit weg zu sein …
@ Yersinia ganz nebenbei hat sich die Welt im 20. Jahrhundert eben stark gewandelt … Aha. Das Latein
musste also deshalb verschwinden, weil es heute in fast jedem Haushalt einen Kühlschrank gibt. Oder wie
soll ich Deine Argumentation verstehen?
Bischofssynode … der Liturgiker Michael Kunzler aus Paderborn … Ausgerechnet Professor Kunzler! Na,
das kann ja heiter werden. Da bin ich mal gespannt, wie Kunzlers Liturgieverständnis mit dem Liturgieverständnis
von Papst Benedikt XVI. in Einklang zu bringen sein soll …
??? Wann erkennst du endlich die Sendung der Hll. Ludwig Maria Grignion von Montfort und Vinzenz Pallotti,
der Pius-Päpste des 19. und 20. Jahrhunderts und der Diener Gottes Josef Kentenich und Marcel Lefebvre
für die heutige, so sehr verirrte Zeit? Kentenich und Lefebvre??? Da werden sich die Schönstätter aber
freuen …
@ Sulpicius Sollte Eminenz nicht längst aus diesem Alter heraus sein? Noch eine Frage: Der Satz von
den „atembereubenden Mädchen“ stammt ja, wie Yersinia dankenswerterweise angemerkt hat, ursprünglich
aus einem taz-Artikel, den Meisner in seinem Hirtenwort zitiert hat. Wenn ich den taz-Artikel richtig
verstanden habe, war das mit dem „befreit von der allgemeinen Pornografisierung“ doch irgendwie ironisch
gemeint, Eminenz hat es aber offenbar wörtlich genommen. Oder habe ich hier etwas falsch verstanden?
Seit wann wird in Hirtenbriefen frommer Kardinäle ausgerechnet aus der taz zitiert???
Zeitgeist-Phänomen Was ist denn ein „Zeitgeist-Phänomen“ im Gegensatz zu einem „echten „ Ereignis? Ich
meine halt, dass der Weltjugentag als Massenphönomen – seiner Form und seiner medialen Inszenierung nach –
selber zu einem Stück Zeitgeist geworden zu sein scheint (obgleich seine eigentliche Botschaft dem Zeitgeist
entgegentreten soll). Wo ist da die Differenz zu profanen Großveranstaltungen wie Fußballspielen und
Rockkonzerten? Hat die Kirche es wirklich nötig, auf die Form profaner Massenveranstaltungen zurückzugreifen?
Die Kirche war auch früher jung …
Schade … dass Diskussionen auf Kreuz.net nicht selten in etwas seltsame Metadebatten wie diese hier
über Röcke und Hosen ausarten. Ich muss hier Gotthard und Benedikt ganz zustimmen. Das Phänomen Frau
und Hose gibt es schließlich nicht erst seit dem Weltjugendtag und hat insofern auch gar nichts mit dem
Thema hier zu tun. Es ging vielmehr darum, ob und wie die euphorischen Worte Kardinal Meisners zu bewerten
sind. Daß der Kölner Erzbischof hier und da etwas zu euphorisch wird, kann ich ihm nicht verdenken.
Nach den Widerständen, die die Weltjugendtage im bundesdeutschen Kirchenestablishment aushalten mußten,
ist der WJT in Köln umso höher einzuschätzen. @ Didimus Was vom WJT an Substanz bleiben wird, bleibt
erst einmal abzuwarten. Im Übrigen: Als das bundesdeutsche Kirchenestablishment die Weltjugendtage ignorierte
bzw. ablehnte, hatten die Weltjugendtage eben noch ein ganz anderes Image. Heute scheinen die Weltjugendtage
(zumindest in ihrer öffentlichen Wahrnehmung) selbst zu einem Zeitgeistphänomen geworden zu sein. Nur
hat das so manch glaubenstreuer Kardinal scheinbar noch nicht begriffen …
@ Kali Die hohe Zahl von ungültigen Stimmen (20-25%) dürfte doch schon sehr verdächtig sein. Wie soll
man das verstehen? Wo gab es diese hohe Zahl von ungültigen Stimmen? In Fulda?
Irgendwie peinlich das Ganze Wo bleibt hier der christliche Realismus? Das Schlimme ist, dass Eminenz
wirklich zu glauben scheint, was er da schreibt …
Schisma??? Darf ich noch einmal meine Frage wiederholen? Welche deutschen Bischöfe sollen beim Weltjugendtag
offen mit einem Schisma gedroht haben? Quelle???
„Schisma“ der deutschen Bishöfe??? Ähnlich haben die deutschen Bischöfe beim Kölner Weltjugendtag
reagiert. „Entweder sie oder wir!“ „Wenn sie anerkannt werden, dann verlassen wir die Kirche und machen
ein Schisma“. Könnte man das mal etwas konkreter und ganuer haben? Quellen? Wer konkret hat was gesagt?
Sonst bleibt eine solche Aussage nur eine bloße Behauptung …
Verdrängung Der Anwalt des Nachrichtenmagazins ‘Profil’ erklärte sogar, daß nicht eine vorhandene homosexuelle
Neigung schlimm sei, sondern deren Leugnung. Und noch schlimmer als deren Leugnung ist deren Verdrängung.
@ Gotthard Nun ja, richtige Argumente bringst Du auch nicht gerade. Es erscheint mir auch wenig sinnvoll,
immer nur in Freund-Feind-Schemata zu denken. Die Aussage von der „Erdung“ des Heiligen Vaters ist entweder
banal oder falsch.
@ Benedikt Was heißt hier „herummäkeln“? Lehmann muss sich an seinen Worten und Taten messen lassen,
nicht mehr und nicht weniger. „Nach der Wahl – bei der so genannten Huldigung der Kardinäle – habe ich
mich gefragt: »Wie spreche ich den Papst jetzt an? Ich will nicht das seit fast vierzig Jahren bestehende
Du einfach eliminieren, ich will aber auch nicht banal werden.« Ich habe dann angefangen: »Heiliger
Vater, lieber Joseph«, und da hat er mich sofort unterbrochen und gesagt: »Laß die ›Heiligkeit‹
weg.« Er hat es uns leicht gemacht.“ Ich frage mich, ob solche „Plauderein aus dem Nähkästen“ wirklich
in die Öffentlichkeit gehören. … offen für die Einsichten wissenschaftlicher Theologie. Was heißt
denn nun das schon wieder? Dass Jesus nicht Sohn Gottes war und Maria nicht Jungfrau???
Umdenken? Das wage ich eher zu bezweifeln. Was soll Hochwürden auch sonst machen, als sich fügen!? Nach
echter Bekehrung sieht das ncht gerader aus … Aber da sieht man einmal wieder, wohin rein formaler Gehorsam
führen kann.
Eine sehr interessante Diskussion hier! Leider kann ich nur die negativen Eindrücke bzgl. des absolutistischen
Führungsstils von Bischof Müller nur bestätigen. Signifikant war auch der teure Umbau seiner Kathedra
im Regensburger Dom. Jetzt sitzt erhöht er in der Mitte der Altarinsel … nicht einmal ein Bischof Graber
hatte das nötig … Und in der Tat ist Regensburg und die Oberpfalz ein großer weißer Fleck auf der
Landkarte der Indultmessen. Gibt es denn noch aktuelle Antrge bzw. Unterschriftenlisten aus dem Bistum
Regensburg bzgl. einer Genehmigung der tridentinischen Messe? Ich frage mich, ob man sich in dieser Angelegenheit
nicht einmal an Kardinal Hoyos wenden sollte. Und noch eine Frage: Ist etwas dran an den Gerüchten, dass
Bischof Müller als Nachfolger von Kardinal Wetter als Erzbischof von München und Freising gehandelt
wird? Da würden sich die Regensburger aber freuen, wärhend die Münchner … nun ja …
Zweitstimmen @ Evelin So ist es. In Paragraph 6 des Wahlgesetzes heißt es im ersten Absatz: „Für die
Verteilung der nach Landeslisten zu besetzenden Sitze werden die für jede Landesliste abgegebenen Zweitstimmen
zusammengezählt. Nicht berücksichtigt werden dabei die Zweitstimmen derjenigen Wähler, die ihre Erststimme
für einen im Wahlkreis erfolgreichen Bewerber abgegeben haben, der gemäß § 20 Abs. 3 oder von einer
Partei, für die in dem betroffenen Lande keine Landesliste zugelassen ist, vorgeschlagen ist.“ Paragraph
20 bezieht sich auf unabhängige Bewerber wie Hohmann. Übersetzt heißt das: Sollte Hohmann den Wahlkreis
176 tatsächlich direkt gewinnen, fielen die Zweitstimmen seiner Wähler unter den Tisch. Zehntausende
Kreuzchen, vermutlich größtenteils bei der CDU, spielten bei der Berechnung der Mandatsverteilung keine
Rolle mehr. 2002 sammelte die Union in Fulda rund 92.000 Stimmen, Hohmann als Direktkandidat erhielt sogar
mehr als 100.000.
@ Frl. Ilse Ich bin mir nicht sicher, ob wir hier gerade Äpfel und Birnen vergleichen. Beziehst Du Deine
Angaben auf das Gebiet des Bistums Fulda? Das umfasst als Diasporadiözese auch etwa zwei Drittel Nichtkatholiken,
vor allem in Oberhessen. Dort liegt der Katholikenanteil nur bei etwa 10 %. Und dort gab es in der Tat
großen Zuspruch für die Braunen, aber dafür kann man nun wirklich nicht die katholische Kirche oder
speziell das Bistum Fulda verantwortlich machen. Das Gebiet des ehemaligen Hochstifts, das in etwa dem
heutigen Landkreis Fulda entspricht, war immer eine Hochburg der katholischen Zentrumspartei. Fazit: Fulda
war in seiner Geschichte niemals braun. Der Stimmenanteil für rechte Parteien liegt immer weit unter
dem Landesdurchschnitt.
@ Frl. Ilse Einen derart unqualifizierten Beitrag habe ich selten erlebt. 1. Hat sich Herr Hohmann niemals
antisemitisch geäußert, was auch höchstrichterlich bestätigt wurde, und 2. hatten und haben antisemintische
Parteien in Fulda niemals mehrheitsfähig. Im Gegenteil: Hätte ganz Deutschland 1933 so gewählt wie
Fulda, wäre uns A. H. erspart geblieben. Interessanterweise hatten die Nazis in den Wahlkreisen die größten
Erfolge, die heute rot sind …
Zünglein an der Wage Vielleicht wird Hohmann noch zum Zünglein an der Waage und Frau Merkel nur mit
seiner Stimme Kanzlerin… Der Fall Fulda könnte in der Tat noch spannender werden als der Fall Dresden.
Ich bin zwar kein Jurist, aber die Sache mit dem Wegfall der Zweitstimmen halte ich prinzipiell für anfechtbar.
Ist das nicht ein Verstoß gegen die Gleichheit der Stimmen? Hier gibt es einen ganz interessanten Artikel
zu einer aktuellen Umfrage, nach der Hohmann vorne liegt: www.osthessen-news.de/beitrag_D.php?id=1118500
Und huier kann man selber abstimmen (eigentlich nur Leute aus dem Wahlkreis 176): www.osthessen-news.de/…ge/umfrage_popup.php
Irgendwie peinlich … … die Qualität eines Menschen nur nach seinem Äußeren ausmachen zu wollen.
Der Mann scheint aber durchaus auch innere Qualitäten zu haben und vor allem ein guter Theologe und frommer
Mann zu sein. Über seine Theologie erfährt man hier inhaltlich aber leider nichts.
Hohmann-Effekt Die Zweitstimmen von Wählern bleiben unberücksichtigt, wenn die Erststimme einem erfolgreichen
Kandidaten gehört, der über keine Landesliste zugelassen ist. Das mit den unberücksichtigten Zweitstimmen
verstehe ich irgendwie nicht ganz. (Dass das so im Wahlgesetz drinsteht, ist schon klar, aber ich verstehe
den Sinn dieses Gesetztes nicht ganz). Wenn CDU oder SPD ein Direktmandat erringen, werden die Zweitstimmen
ja auch nicht gestrichen, sondern über die Landeslisten verrechnet. Warum sollten die Wähler, die erfolgreich
einen unabhängigen Direktbewerber ins Parlament befördert haben, nicht auch noch eine Landesliste erfolgreich
unterstützen dürfen? worin soll hier eigentlich der sogenannte doppelte Erfolgswert liegen? Die Landeslistenmandatsträger
werden doch sowieso mit den Direktkandidaten verrechnet …
@ Miles Christi Ich bin mir ziemlich sicher, dass das mit der Isis-Statue doch Frau Jepsen war. Leider
kann ich dazu aber keine Quellenangabe machen. Mit einigem Grauen erinnere ich mich auch noch an das schreckliche
Pressefoto von 1998, auf dem zu sehen ist, wie Kardinal Ratzinger bei einem Besuch in Hamburg gemeinsam
mit Frau Jepsen den Segen spendet …
Humorlos Ich hätte Frau Käßmann etwas mehr Humor zugetraut. Als Fernsehgast und bei Kirchentagen gibt
sie sich immer sehr jovial, lächelnd, gut gelaunt, geschwisterlich … und jetzt sooo böse und gereizt.
Sie hätte ja beispielsweise ‘ne Lutherbibel zurückschicken können oder so … Im Übrigen ist es in
der Tat sehr erstaunlich, wie wenig protestantische Religionsdiener auch nach Jahrzehnten praktizierter
Ökumene das Wesen der katholischen Religion kennen. Im letzten Jahr des Bonifatius-Jubiläums schrieb
beispielsweise EKD-Chef Huber in einem Beitrag, dass Protestanten die Heiligen im Unterschied zu den Katholiken
nicht anbeten, sondern allenfalls als Vorbilder verehren! Super Ökumene!
Halluzinationen es muss nicht Betrug sein, es kann auch Naivität, Täuschung oder Halluzination sein.
Wahrscheinlich Letzteres. @ Konrad Aha … Halluzinationen … seit 24 Jahren … Millionen Gläubige,
die dort hingefahren sind … glaubst Du wirklich, dass diese Menschen alle so dumm sind? Mir fehlen einfach
die BEWEISE dafür, dass es nur Halluzinationen sein sollen …
Ich kann dazu nur sagen … … solange so etwas noch möglich ist in der heiligen Kirche Gottes, sind
wir noch meilenweit entfernt vom „neuen Frühling“, von dem auch so manch frommer Bischof und kardinal
spricht …
Reine Polemik Mit Verlaub, das ist reine polemik, unwissenschaftlich, unseriös. Egal, wie man nun zu
Medjugorje stehen mag. So etwas dient kaum der Wahrheitsfindung. Wenn Medjugorje nicht übernatürlich
ist, was ist es dann? Betrug? Dann sollte Seine Exzellenz bitte auch BEWEISEN, dass es sich um Betrug
handelt und die Täter überführen. Aber mit reiner Polemik kommt man nicht weiter …
@ Stimme aus Wien Die frage nach der Vermietung eines privaten Festsaals gehört keineswegs in den Jurisdiktionsbereich
eines Bischofs, sehrwohl aber die liturgische Handlungen auf dem Gebiet seiner Diözese. Ich verstehe
durchaus das Problem der Diözesanleitung. Seit wann interessiert sich der Bischof für die liturgischen
Handlungen von leuten, die er ansonsten als exkommuniziert betrachtet? Was mich aufregt, ist dieses Messen
mit zweierlei Maß, das die meisten Ordinariate anlegen. Wäre es eine Gruppe von anglikanischen Pilgern
gewesen, hätte sich der Bischof mit Sicherheit nicht dagegen gestellt. Im Gegenteil: Möglicherweise
hätte er noch zur Teilnahme eingeladen …
Dr. Peter Enderfers Und dagegen kann man gar nichts tun? Muss man sich das alles gefallen lassen? Unabhängig
von der Frage, wie man nun im einzelnen zu den Positionen der Piusbruderschaft steht: Dass ein Bischof
sogar über die private Anmietung eines profanen Festsaal hineinbestimmen darf, kann einfach nicht sein!
Das wäre eigentlich ein Fall für die Redaktionen von „Monitor“, „Panorama“ etc.
@ Dr. Peter Enderfers Moment Mal: Seit wann gehört es zur Jurisdiktionsvollmacht eines Bischofs, die
private Anmietung eines profanen Festsaals oder die Berichterstattung einer „unabhängigen“ Tageszeitung
zu verbieten???
Noch einmal meine Frage: Wieso bedarf die Anmietung des Festsaals eines nichtkircheneigenen Hotels einer
Erlaubnis des Bistums??? Und warum wwurde und wird diese Großveranstaltung in Fulda von der lokalen Presse
ignoriert???
Unzulässige Einmischung Wie ich später erfuhr, sollte sogar zunächst noch verhindert werden, daß wir
den Festsaal des Hotels bekommen. Erst kurz vor Beginn der Veranstaltung hat das Bistum seinen Widerstand
aufgegeben und der Priesterbruderschaft die Anmietung dieser sehr teuren Räume gestattet. Soweit ich
weiß, ist das Bistum Fulda weder Eigentümer noch Gesellschafter jenes Hotels. Wieso bedarf dann die
Anmietung des Festsaals einer Erlaubnis des Bistums??? Es ist unglaublich, welche politische Einflussnahme
die Diözese Fulda ausübt, auch bzgl. der Berichterstattung der „unabhängigen“ Fuldaer Zeitung oder
der Kandidatur des parteilosen Bundestagskandidaten Martin Hohmann …
Ringkuss So ganz wird es dem lieben Heiligen Vater nicht gelingen, den Ringkuss abzuschaffen. Oder glaubt
Ihr, Mgr. Fellay und H. H. Pater Schmidberger haben ihm am Montag nicht den Ring geküsst???
@ Benedikt Ich halte die neue Perikopenordnung allerdings für durchaus kritikwürdig. Bedenken hat auch
ein gewisser Joseph Ratzinger angemeldet, wenn ich mich recht erinnere, in seinem Buch „Das Fest des Glauben“,
erste Auflage 1981. Ansonsten wieder vollste Zustimmung!
Theologischer Substanzverlust Erschreckend für mich ist auch der immer weiter um sich greifende theologische
Substanzverlust in der Kirche, der selbst bei Bischöfen und Kardinälen zu beobachten ist. Da werden
„Meinungen“ und Hypothesen in den (Kirchen-)Raum geworfen, die mit der Lehre der Kirche kaum vereinbar
sind, aber alles bleibt scheinbar im Raum stehen. Niemand gibt Antwort auf brennende Fragen der Gläubigen,
die zur Entscheidung drängen.
@ Konrad Du tust mir leid mit deinem „Realismus“. Du siehst die deutschen Jugendlichen, die weitgehend
verkommen sind und spirituell durch Leute wie Lehmann, die ihre Karriere besser in der Politik oder Wissenschaft
gemacht hätten, auf dem Nullpunkt. Aber Meisner hat noch Ideale vor Augen. Er sieht die Einzelnen (auch
deutsche) und kennt die hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen, die sich angewidert
von den deutschen Kondom- und Pillen-Kampagnen abwandten. Toby, ich schlage dir vor, Spiritual von „Wir
sind Kirche“ zu werden! Oder bist du schon auf dem Weg dorthin? Ansonsten viel Spaß bei Lehmann! Lieber
Konrad, ich glaube, Du hast mich gründlich missverstanden. Wo soll ich jetzt den Leuten von „Wir sind
Kirche“ das Wort geredet haben? Ich trete keineswegs für künstliche Verhütung ein, im Gegenteil. Ich
weiß mich vollkommen konform mit der Lehre von Humanae vitae. Aber gerade wenn man noch Ideale vor Augen
hat wie auch Kardinal Meisner, sollte man die Realitäten zur Kenntnis nehmen und nicht beisielsweise
die Existenz der Pille und des Bösen in der Welt leugnen nach dem Motto: Auf der Alm (bzw. auf dem Weltjugentag)
gibts kei’ Sünd’ … als befände man sich auf einer Insel der Seligen.
Noch einmal zurück zum hier andiskutierten Thema: Glaubt Kardinal Meisner wirklich, die Mädchen, die
dem Papst zujubeln, hätten KEINE Pille in der Tasche??? Mit Verlaub und bei allem Respekt des ansonsten
von mir durchaus geschötzten Kardinals: Wenn er in dieser Frage wirklich so naiv sein sollte, frage ich
mich schon, auf welchem Stern er eigentlich lebt …
Und da kommt Papst Benedikt nach Deutschland … … der als Kardinal Ratzinger auch sehr viel Erhellendes
über Kirchenmusik geschrieben hat, und man hat nichts anderes aufzubieten als die übliche Mischung aus
Sacro-Pop und Taizé-Kitsch! O sancta musica, wie tief bist Du gesunken … Was denkt Seine Heiligkeit
eigentlich darüber? Tja, gute Gedanken und Haltungen hin und her, was nützt es, wenn es mit der Umsetzung
in die Praxis nicht funktioniert?
Initiatoren und Organisatoren Das Ärgernis des WJT besteht in der furchtbaren Gegensätzlichkeit zwischen
dem, was der Papst tat und sagte und dem, was sich die Initiatoren und Organisatoren unter einem WJT vorstellen
und worauf der Papst kaum Einfluss gehabt haben dürfte. Mich würde mal interessieren, wer „die“ Initiatoren
und „die“ Organisatoren des Weltjugendtags eigentlich sind. Ist für die sogenannte „Gestaltung“ der Gottesdienste
das Organisationskommittee des Weltjugentags verantwortlich? Wie und von wem wurden welche Leute in dieses
Gremium berufen? Hat Kardinal Meisner da keinen größeren Einfluss gehabt? Wie sah das alles bei den
früheren Weltjugendtagen aus, beispielsweise in Toronto oder Rom? Dort war ja, so meine ch mich zu erinnern,
auch alles ein großes Sacropop-Event. Also darf man nicht alles einfach den bösen Deutschen, insbesondere
dem linken BDKJ anlasten. Und welchen Einfluss auf das ganze Geschehen und den Ablauf hat eigentlich der
päpstliche Zeremoniar und Bugnini-Schüler Erzbischof Marini, der auch in Köln keine Minute von der
seite des Papstes wich, zumindest nicht bei den liturgischen Abläufen? Fragen über Fragen. Ih hoffe,
dass hier jemand Antworten parat hat …
„Kommunionspender“ An der dreistündigen Messe nahmen auch 10.000 Priester sowie 800 Bischöfe und Kardinäle
teil. Das sind ordentliche Kommunionspender. Wenn man von der offiziellen Zahl von 1,1 Millionen Gläubigen
auf dem Marienfeld ausgeht und alle die Hl. Kommunion empfangen hätten, käme man auf ca. 100 Gläubige
pro ordentlichem Kommunionspender. Das wäre durchaus vertretbar und machbar gewesen. Aber warum wurden
dann entgegen den kanonischen Bestimmungen noch 3.000 „außerordentliche Kommunionspender“ ausgesandt,
die eigentlich nur für Notfälle (Todesgefahr, kein Priester erreichbar) vorgesehen sind?
@ Benedikt & wolfgang e Na na, vom Nürnberger Parteitag ist in dem Artikel nicht die Rede, also bitte
nicht Dinge hineininterpretieren, die nicht dastehen, sondern besser reflektieren, was das positive Anliegen
des Professors ist. In der Tat stellt sich die Frage, ob die katholische Kirche es nötig hat, den allgemeinen
Trend zur „Eventisierung“ zu kopieren und an die Stelle ihrer egenen Proprien, die da sind Sakralität,
Heiligkeit, Wahrheit zu setzen. Was mir missfällt: Das JPII-Projekt Weltjugendtag scheint seiner Erscheinungsform
nach immer mehr zu einem Zeitgeist-Phänomen zu werden, obzwar der Papst das Glaubengut gegen den Zeitgeist
zu verteidigen beabsichtigt. Nur stimmen da Inhalt und Form kaum mehr zusammen …
@ apex Es geht hier nicht nur um die Kondome und Antibabypillen. Zu dieser gottlosen Mentalität gehört
auch die leichtfertige Bereitschaft mancher Katholiken, diese Realität zu akzeptieren und sich mit dieser
abzufinden. Das ist richtig. Es geht aber auch darum, dass offenbar Kardinal Meisner und manch fromme
katholische Jugendgruppen diese „gottlose Mentalität“ gar nicht wahrhaben wollen.
Das Problem … scheint mir zu sein, dass manche fromme Jugendgruppen und manch frommer Kardinal in ihrer
euphorie die Augen vor der bitteren Realität verschließen. Wenn nicht sein kann, was nicht sein darf
(Pille in der Tasche) kann man die Betroffenen auch nicht zur Umkehr anmimieren …
@ Benedikt Man hat es aber nicht nur drei Jahre nicht gemacht, sondern 30 Jahre. Da fehlt eine ganze Generation.
Im übrigen müssen die Voraussetzungen, sprich die theologischen Prämissen, für eine gescheite Katechese
stimmen. Auf den Inhalt kommt es an. Wie kann ein Bischof Kamphaus eine ordentlich Katechse halten, wo
er im vergangenen November in einem Beitrag für die FAZ die häretische Ganztod-Theologie vertetreten
und gewissermaßen die Existenz einer vom Leib getrennten Geistseele geleugnet hat? Und was haben die
Jugendlichen davon, wenn Kardinal Lehmann in einer Katechese 2000 in Rom erklärt hat, dass der Petrusbrief
nicht von Petrus stammt (was erst noch zu beweisen wäre …)? Im übrigen sind die Bischöfe für den
Mist im Religionsunterricht und Theologiestudium veranstwortlich. Bevor sie beim Weltjugendtag Katechsesen
halten, sollten sie erst einmal vor Ort ihre Hausaufgaben erledigen und ihre eigenen theologischen Prämissen,
falls nötig, kritisch überprüfen …
@ apex Ich glaube, Du verwechselst hier etwas. Das mit der Pille in der Tasche ist (leider) durchaus zutreffend,
auch wenn ein Kardinal Lehmann das feststellt. Um das festzustellen, muss man kein ausgesprochener Prophet
sein …
@ Benedikt Besten Dank für Deine Stellungnahme. Nur glaube ich nicht, dass Lehmann die papstbegeisterten
Mädels mit der Pille in der Tasche kritisch sieht. Er scheint ja ganz gut damit leben zu können, dass
die Mehrzahl der deutschen Katholiken im Gegensatz zur kirchlichen Lehre auf künstliche Verhütung setzt.
Zu einer Rücknahme der „Königsteiner Erklärung“ ist er jedenfalls nicht bereit … @hcr Ich denke,
hier ist Realismus gefragt. Und in diesem Fall hat Lehmann nun einmal die realistischere Diagnose als
Meisner, wenn auch die falsche Therapie …
Sehr interessant! Aber – mit Verlaub – ist die „Lagebeurteilung“ von Kardinal Lehmann in diesem Fall nicht
realistischer als die Meisners? Ein paar fromme Jugengruppen sind ja nicht unbedingt repräsentativ für
die für überwiegende Mehrheit – auch nicht bei den durchschnittlichen Weltjugentagsteilnehmern. Und
von einem nun zu erwartenden Umdenken der Kirche in Deutschland in puncto Sexualmoral kann doch bei nüchterner
Betrachtung der Dinge wirklich keine Rede sein. Die Bischofskonferenz hält nach wie vor an der „Königssteiner
Erklärung“ fest …
Danke … aber auf welches Lehmann-Interview beziehen sich die „tief verletzten“ Jugendlichen? Und was
hat Lehmann mit seinen Aussagen, sollte er sie tatsächlich so getroffen haben, wirklich gemeint?
Etwas merkwürdig Mit einer Bemerkung, daß auch Jugendliche, die auf dem Petersplatz in Rom dem Papst
zujubelten, Verhütungsmittel in der Tasche hätten, habe Lehmann „viele Jugendliche tief getroffen“ …
Wann soll Lehmann das gesagt haben? Kann man das irgendwo nachlesen? Und welche Jugendlichen sind davon
„tief getroffen“ gewesen und haben sich an Kardinal Meisner gewandt?
Demut @ zwobbel Demut ist sicher ganz wichtig. Aber Fragen zu stellen, bedeutet doch nicht gleich, dass
man nicht demütig sei und/oder automatisch mit der Piusbruderschaft sympathisiere …
Vorwort Dazu steuerte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation das Vorwort bei. Lang kommt in seinem
Werk zu Schluß, daß die kirchlich nie angeordnete Einführung von sogenannten Volksaltären auf einer
historischen Falschinterpretation beruht. Möge der „damalige Präfekt der Glaubenskongregation“ seinem
(Vor-)Wort auch Taten folgen lassen. Unklar scheint mir nach wie vor die Frage zu sein, ob nach der „Allgemeinen
Einführung in das Römische Messbuch“ eine Zelebration am Hochaltar nicht sogar als verboten betrachtet
werden kann, wie hier schon an anderer Stelle diskutiert wurde. Hier wäre eine Klarstellung dringend
geboten und vielleicht auch einmal eine Ermunterung zur Zelebration versus orientem – nicht nur theoretisch
in schlauen Büchern, sondern auch praktisch.
„Wichtige Glaubensvermittlung“? In den fast 200 Kirchen in Köln, Düsseldorf und Bonn hielten jeweils
am Morgen fast 500 Bischöfe Katechesen zu Glaubensfragen. Es berührt einen schon seltsam: Da erfährt
der Schüler im Religionsunterricht und der Theologiestudent unbeanstandet im Theologiestudium, dass Maria
nicht Jungfrau und Jesus weder Sohn Gottes noch von den Toten auferstanden ist, und dann halten die verantwortlichen
Exzellenzen nun plötzlich sogenannte „Katechsesen“ zu Glaubensfragen, ein Genre, das jahrzehntelang verpönt
und nahezu ausgestorben war. Und nun soll er plötzlich wieder da sein, der Glaube!? Aber welcher Glaube?
Und unter welchen theologischen Prämissen wird er vermittelt? Alles Fragen, die der Klärung bedürfen.
Bei allem Respekt … vor dem Ermordeten, der mit Sicherheit eine große und integre Persönlichkeit war,
muss ma es leider sehr bedauern, dass die Haltung der Kirche zur ökumenischen Gemeinschaft von Taizé
sehr verwirrend ist. Was heißt hier zum Beispiel „Anbetung“? Als ökumenische Gemeinschaft dürfte es
sich ja wohl kaum um eine eucharistische Anbetung handeln. Warum durfte Roger Schutz seit Jahren (!) die
hl. Eucharistie empfangen, obwohl er formell Protestant geblieben ist? Warum wurde seine offenbar anstrebte
Konversion von Vertretern der katholischen Kirche zurückgewiesen? Warum werden entsprechende Anfragen
nicht beantwortet???
Die Beiträge … von Vertretern anderer Religionen und Weltanschauungen beim diesjährigen Internationalen
Gebetstag der „Frau aller Völker“ sind in der Tat erschütternd. Die Verwirrung ist groß. Ich sehe nun
eine gewisse Parallele zu den jüngsten Entwicklungen in Fatima, das offenbar auch zu einer Art interreligiöses
Gebetszentrum umfunktioniert werden soll. Warum schreiten die kirchlichen Autoritäten hier nicht ein?
Es kann und darf nicht sein, das die Mutter des Herrn nun quasi als interreligiöses Kultobjekt behandelt
wird …
@ Athanasius Dass die ‘Frau’ ihnen geholfen habe, den eigenen Glauben zu vertiefen und wiederzuentdecken.
wo genau kann man das nachlesen? Quellen? Namen? Zuständige? Verantwortliche? Beteiligte?
@ Athanasius …der letzte Gebetstag dieser ‘Frau aller Völker’ in Amsterdam (im Amsterdamschen RAI)
wurde alles klar. Es zeugten Muslems, Juden, Hindus und Agnosten wie sie von der ‘Frau aller Völker’
dazu angeregt wurden ‘gute Menschen’ zu werden und ‘die eigene Tradition wiederzuentdecken’. Kannst Du
das belegen und eine Quelle angeben? Was haben welche Muslime, Juden, Hindus und Agnosten beim letzten
Gebetstag wörtlich gesagt?
Schade!!! Die jeden Tag neue erscheinende offizielle Weltjugendtagszeitung hat sich von der mutigen Aktion
der Weltjugendtagspilger in ihrer gestrigen Ausgabe distanziert. Feiglinge!!!
Eröffnungsgottesdienst … des Weltjugendtags mit einem trompetenden Clown unter Bezug zum Karneval …
Na, das kann ja heiter werden. Ob das alles im Sinne Seiner Heiligkeit von statten geht???
@ Benedikt Wie dem auch sei … so wird aber nur ein kleiner Bruchteil der Weltjugendtagsteilnehmer eine
Chance haben, die überlierferte Form der hl. Messe überhaupt einmal kennenzulernen … schade …
@ Athanasius Nehmen die Deutschen jenes TV-Programm wirklich ernst? Ob sie’s ernstnehmen oder nicht, sei
einmal dahin gestellt. Aber BEZAHLEN tun wir’s alle. Ist ja „öffentlich-rechtlich“. Sitzen auch Kirchenvertreter
im Rundfunkrat …
Ich bitte darum … konstruktive Kritik am zunehmenden Eventcharakter der Weltjugentage nicht pauschal
abzulehnen, sondern sich sachlich damit auseinanderzusetzen! Es geht hier nicht um Nörgelei, sondern
um eine realistische Sicht der Dinge. Es ist doch schon eigenartig: Warum haben sich beispielsweise die
offiziellen katholischen Jugendverbände in Deutschland bis vor fünf Jahren so reserviert bis total ablehnend
gegenüber den Weltjugendtagen verhalten, und nun machen sie allesamt mit? Hat hier eine Bekehrung stattgefunden?
Wohl kaum. Noch vor fünf Jahren war der Papst ein Stein des Anstoßes, heute jubelt man ihm allgemein
zu … warum eigentlich? Sind die wenigen Gruppen, die zur Anbetung gehen, wirklich repräsentativ? Ich
spreche jetzt von der Situation in Deutschland. Da sollte man doch bitte die Verhältnismäßigkeit beachten.
@ hcr Glaubst Du wirklich, dass die Leute so dumm sind? Außerdem ist die Kirche in Medjugorje nicht einfach
außen vor, sondern sehr wohl beteiligt, indem dort mit den Gläubigen und Pilgern hl. Messen gefeiert
und die übrigen Sakramente gespendet werden. Falls alles Betrug wäre, müsste man dies doch auch leicht
feststellen können – bei den medizinischen und sonstigen technischen Möglichkeiten, die unsere heutige
Zeit bieten kann. Wurden die Seher nicht schon vor einigen Jahren einer medizinischen und/oder psychologischen
Untersuchung unterzogen? Was ist dabei herausgekommen? Und werden sie eigentlichj auch gegenwärtig noch
untersucht? Es wäre doch auch die Pflicht der Kirche, dies zu tun, um zu einem abschließenden Urteil
zu kommen. Alles verläuft irgendwie sehr nebulös …
Nun bedankt man sich also … für die Einführung der Weltjugendtage. Seltsam nur, dass man bis vor ca.
fünf Jahren noch dagegen war … zumindest das offizielle katholische Deutschland. Die deutschen Bischöfe
und katholischen Jugendverbände hätten die Weltjugendtagsbewegung ja schon vor 20 Jahren in Deutschland
bekanntmachen können, doch damals wollte man nichts davon wissen. Nun schwimmt man in der allgemeinen
begeisterungswelle mit. Allerdings hat sich auch der Charakter der weltjugendtage in den letzten 20 Jahren
deutlich verändert, und zwar nicht unbedingt zum Guten. Was bleibt vom Weltjugentag übrig, wenn die
Euphorie vorbei sein wird?
Falls die Seher tatsächlich Betrüger wären … dann hätte man sie schon längst (nach mehr als 24
Jahren!) klar und eindeutig des Betrugs überführen können/müssen, und zwar in einem ordentlichen Gerichtsverfahren.
Warum ist das bislang noch nicht geschehen??? Wie ich schon sagte: Der perönliche Lebenswandel der Seher –
ob der mir nun passt oder nicht – an sich ist noch kein Beweis für oder gegen die Echtheit übernatürlicher
Phänomene …
Bitte keine Polemik … … sondern Fakten, Fakten Fakten!!! Was athanasius „denkt“, ist nicht entscheidend,
sondern, was die Kirche faktisch entscheidet. Und da gibt es nun mal KEIN Urteil „Constat de non supernaturalitate“!
Im Übrigen: Was das angeblich verwerfliche Verhalten der Seher betrifft, hätte ich gerne auch schon
mal genauere Fakten als irgendwelche unbewiesenen Behauptungen und Unterstellungen. Außerdem hängt die
Frage der Echtheit oder Unechtheit der Erscheinungen nicht unbedingt von der Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkeit
der Seher ab. Die Seherkinder von La Salette waren auch nicht gerade glaubwürdig, trotzdem wurden die
Erscheinungen recht bald kirchlich anerknnt …
Dass die Kirche Medjugorje nicht anerkenne, kann man so einfach nicht sagen, denn es handelt sich um ein
„schwebendes Verfahren.“ Die Kirche hat nicht geurteilt „Constat de non supernaturalitate“, sondern vorerst
„Non constat de supernaturalitate“. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Leider geht der Trend
heute dahin, sogenannte „pastorale Lösungen“ anzustreben, ohne sich ernsthaft mit der Frage der Echtheit
oder Unechtheit der übernatürlichen Phänomene auseinanderzusetzen. Dies geschieht, indem man z. B.
Orte, die durch Berichte von übernatürlichen Phänomenen entstanden sind, als sogenannte „Gebetsstätten“
zu errichten, ohne die Frage der Erscheinungen endgültig zu klären, so geschehen in Heroldsbach, Marienfried
und anderswo. In Medjugorje wird es wohl auch nicht anders werden. Zufriedenstellend ist das alles nicht.
Riesenhostien Also die sache mit den Riesenhostien zur Konzelebration stört mich sehr. Muss das sein?
Sind hier irgendwelche medialen Showeffekte etwa wichtiger als die gebotene Ehrfurcht? Man darf auch gespannt
sein, wie es beim Abschlussgottesdienst mit der Kommunionspendung ablaufen wird … eigentlich möchte
ich besser gar nicht dran denken …
„Meilensteine“? Ratzingers autobiographisches Buch von 1997 ist in Deutschland unter dem Titel „Aus meinem
Leben – Erinnerungen 1927-1977 publiziert worden – und nicht unter dem Titel „Meilensteine“. „Meilensteine“
ist die wörtlich von Englischen ins Deutsche übersetzte engschlischssprachige Ausgabe der Autobiographie
unter dem Titel „Milestones“. Bei der Übersetzung des Berichts „eines irischen Journalisten“ hätte man
also besser die deutsche Ausgabe angeben sollen. Auch vermisse ich in dem Artikel den Namen dieses Journalisten
und eine Quellenangabe. Toby
@ Romano 1962 war keine Neufassung. Die Karliturgie war bereits unter Pius XII überarbeitet worden, und
Johannes XXIII. hat lediglich Joseph in den Kanon „hineingenommen“. Selbst diese Änderungen sind aber
sind in den Augen mancher Traditionalisten schon zu viel gewesen. Die Änderungen bis einschließlich
1962 geschahen unmerklich, allmählich, eben „organisch“. Die oebn aufgeführten Änderungen betrefen
im übrigen nicht den Ritus als solchen. Das ist der entscheidende Unterschied zu 1969, weil mit dem Messbuch
Pauls VI. ein völlig nuer Ritus eingeführt wurde, was man vor allem auch phänotypisch sehen kann. @ Benedikt
Die in unseren Breiten praktizierte fom der Handkommunion kann nicht mit der sogenannten „Handkommunion“
der alten Kirche verglichen werden. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Gläubigen die konsekrierte
Hostie nicht mit den Fingern in den Mund führten, sondern aus der Hand mit den Lippen aufnahmen, wobei
die linke unter die rechte gelegt wurde „als Thron für den König“ (heute genau umgekehrt) und außerdem
noch ein Velum verwendet wurde. Darüber ist im übrigen schon viel publiziert worden, zuletzt von Pater
Martin Lugmayr FSSP mit einem sehr erhellenden Vorwort von Robert Spaemann.
@ Gotthard So einfach liegen die Dinge nicht. Niemand bestreitet, dass die neue Liturgie aus teilweise
älteren Versatzstücken zusammengesetzt wurde, aber das macht sie nun auch nicht zu einer alten Liturgie,
die ohne Traditionsbruch weiter tradiert worden sein. Auch Deine Beispiele für „Traditionsbrüche“ greifen
nicht, weil sie allesamt organische Entwicklungen bzw. Übergänge darstellen …
@ Benedikt So eindeutig ist der Sachverhalt meines Erachtens nicht. Der obige Artikel zielt doch gerade
darauf ab, dass sich die Aussage von der „erschwerten Teilnahme“ der Gemeinde „nur in seltensten Ausnahmefällen
auf bestehende Hochaltäre beziehen“ könne. Und was ist, wenn in einer bestehenden Kirche der alte Altar
so angeordnet ist, dass er die Teilnahme der Gemeinde nicht erschwert und dennoch ein anderer feststehender
Altar errichtt worden ist??? Wann, wie und wo die Teilnahme der Gläubigen dúrch einen bestehenden Hochaltar
erschwert wird, ist doch zumindest Ansichtssiche. Rechtfertigt das wirklich ein generelles Verbot, am
Hochaltar zu zelebrieren? Ich finde eine solche Vorschrift respektlos gegenüber den Glaubensformen unserer
Vorfahen.
Kann hier vielleicht … endlich jemand meine und Willis Frage beantworten??? Es muss doch in Erfahrung
zu bringen sein, ob es verboten ist, am Hochaltar zu zelebrieren oder nicht …
@ Karl Aber immerhin ist der Kölner Dom wohl die fast einzige Bischofskirche, in der regelmäßig(z.B.
letzten Samstag, weil Translatio war) am Hochaltar zelebriert wird, wie auch am Sakramentsaltar in der
Sakramentskapelle. Darüber hinaus werden die Seitenaltäre des Domes sehr wohl gebraucht, nicht nur als
Blumenbänke, sondern ihrer Bestimmung gemäß. Steht vor den genannten Hoch- bzw. Seitenaltären jeweils
ein Volksaltar? Falls nein, ist das ohnehin kein Thema. Falls ja, spricht das Fuldaer Direktorium gegen
diese Praxis (natürlich nur bezogen auf die Diözese Fulda). Also noch einmal etwas präziser gefragt:
Ist es tatsächlich verboten, an einem Hochaltar zu zelebrieren, wenn ein Volksaltar davor steht??? Falls
es nicht verboten ist, wäre die entsprechende Bestimmung im Fuldaer Direktorium zu korrigieren! Also:
Was ist hier die offizielle römische Linie?
@ Benedikt Es ist in der Tat leicht durchschaubar, dass die Verfasser der IGMR Volksaltäre bevorzugen.
Es stellt sich aber nach wie vor die Frage, ob die Zelebration am Hochaltar unter Bezugnahme auf die IGMR
generell verboten werden darf, wie es das Fuldaer Direktorium ausdrücklich tut. Meines Erachtens gibt
der Wortlaut der IGMR ein solch ausdrückliches Verbot eben nicht her. Die Fuldaer Experten schießen
also sehr wohl über das Ziel hinaus. Im übrigen kenne ich auch einige Kirchen, in denen die Alte Messe
durchaus am Volksaltar zelebriert wird (selbstverständlich versus orientem), etwa deshalb, weil durch
den Volksaltar die Sicht auf den Hochaltar versperrt ist oder weil zwischen Volksaltar und Hochaltar nicht
genügend Platz vorhanden ist. Kardinal Ratzinger bzw. Papst Benedikt hat sehr erhellendes zum Thema der
Zelebrationsrichtung gesagt. Hier ist aber bzgl. der Umsetzung noch viel Überzeugungsarbeit nötig.
@ Copertino Dass die Fuldaer Experten das vatikanische Dokument sinngerecht interpretieren, mag bzgl.
der „Altarlösung“ grundsätzlich zutreffen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob man daraus ein generelles
Zelebrationsverbot für den Hochaltar ableiten darf, wie es die Fuldaer Direktorium ausdrücklich formuliert.
Von einem ausdrücklichen Zelebrationsverbot ist aber weder in der AEM noch im CIC noch in sonst einem
vatikanischen Dokument die Rede. Wie ist das nun? Was passiert mit einem Priester, der in einer Kirche,
in der Volksaltar und Hochaltar vorhanden sind, am Hochaltar zelebriert? Begeht er eine Ordnungswidrigkeit?
Der Hochaltar ist und bleibt doch schließlich geweiht, oder etwa nicht?
„M-Bischöfe“ Sicher ist Bischof Mixa ein rechtgläubiger Mann. Aber seine Führungsqualitäten dürfen
auch nicht überschätzt werden. In Eichstätt ist auch nicht alles Gold, was glänzt (Theologische Fakultät,
Generalvikar, Domkapitel: hier hätten die Weichen ganz anders gestellt werden müssen, nicht nur – nach
Verschleiß von drei liberalen Regenten – im Priesterseminar). Ähnlich schätze ich die Situation in
Köln ein. Meisner ist „einsame Spitze“, aber ohne vil Rückhalt und Durchsetzungskraft. Und Bischof Müller
von Regensburg erscheint mir als typischer „Halbkonservativer“, der zwar entschlossen durchgreift, was
„Wir sind Kirche“ betrifft, der aber beispielsweise überhaupt keinen Sinn für die klassische römische
Liturgie aufbringt …
@ Gotthard Sinnvoller wäre es, solche Anfragen über Presse und Fernsehen sowie Hörfunk und Internet
zu machen. Öffentlichkeit ist wichtig und wird viel ernster genommen als die „Privatmeinung“ meiner Wenigkeit
…
Rotary für Stammzellenforschung Wie man unter www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1115164 nachlesen
kann, veranstaltete der Rotary Club Rhön im April eine Benefizgala in der Fuldaer Orangerie (direkt gegenüber
vom Bischofshaus) mit viel Prominenz. Vom Erlös wurden 10.000 Euro an einen Marburger Professor für
Stammzellenforschung gespendet. Wie wäre es mit einer kleinen Anfrage an die Bischöfliche Pressestelle
Fulda bzgl. der Vereinbarkeit der Förderung der Stammzellforschung durch Rotary mit der offiziellen Lehre
der katholischen Kirche?
@ Romano Aha … ja, hast wohl recht … aber WIE soll diese „Förderung“ konkret ausgesehen haben? Gibt
es dazu konkret greifbare Informationen, oder ist alles wiederum nur Spekulation?
Umzugskosten @ Gotthard Du fragst nach der Quelle bzgl. der Umzugskosten von Bischof Algermissen? Na,
ich beziehe mich auf obigen Kreuz.net-Artikel. Woher die Redaktion die Information hat, weiß ich allerdings
auch nicht. Das mit der Spende für die Hanauer „Tage der Begegnung“ kann man unter www.bistum-fulda.de/…15_Rotary-Club.shtml
nachlesen.
Finanzielle Abhängigkeiten Noch einmal zurück zu den überprüfbaren Fakten: 1. Warum lässt sich Bischof
Algermisen seinen Umzug von Paderborn nach Fulda von den Rotariern bezahlen? 2. Warum werden die Hanauer
„Tage der Begegnung“ im Vorfeld des Weltjugendtags vom örtlichen Rotary-Club finanziert? Könnte man
da nicht einmal eine entsprechende Anfrage an die Bischöfliche Pressestelle richten? Was sagt der Hl.
Vater eigentlich zu diesen obskuren finanziellen Abhängigkeiten? Da fällt das sensible Thema „Die Kirche
und ihre Finanzen“ in ein neues ungutes Licht …
Pecunia non olet Das Thema Rotary und Freimaurerei erscheint mir ein wenig zu spekulativ. Nicht dass ich
dies verharmlosen wollte, aber wir müssen hier in der Diskussion aufpassen, dass wir nicht letztlich
unbewiesenen Behauptungen erliegen und damit eine Angriffsfläche bieten (Totschlagargument „Verschwörungstheoretiker“,
nicht ernst zu nehmen …). Besser wäre es, immer wieder auf überprüfbare Fakten zu verweisen, anhand
derer man dann natürlich gewisse Rückschlüsse ziehen darf und muss. Es wäre beispielsweise sehr interessant,
wenn man Art und Umfang gewisser Rotary-Spendenprojekte im kirchlichen Umfeld (Diözese, Pfarreien, Verbände)analysieren
würde. Unlängst gab die Bischöfliche Pressestelle Fulda bekannt, dass Bischof Algermissen in Hanau
eine Spende des örtlichen Rotary-Clubs in Höhe von 10.000 Euro für die „Tage der Begegnung“ im Rahmen
des Weltjugendtags entgegennahm. 10.000 Euro für ca. 2.000 Jugendliche Hanau, das ist kein Pappenstiel.
Seltsam, dass derartige Vorgänge von der kirchlichen Öffentlichkeit nicht hinterfragt werden. Kann sich
die Diözese Fulda die entsprechende Finanzierung nicht selbst leisten? Und was wird sonst noch so und
vor allem warum von den Rotariern finanziert? Welche Gegenleistungen gibt es? Fragen über Fragen, aber
hier wäre schon mal mit einer sauberen Recherche geholfen…
Noch einmal „Fuldaer Kreis“ Die nächste „Diözesanversammlung“ des „Fuldaer Kreises“ ist für den 6.
Oktober 2005 anberaumt worden. Dort – so erfährt man unter …reis.homepage.t-online.de/termine.html –
wird man nach dem abgesagten Auftritt von Prof. Gotthold Hasenhüttl im März das Thema „Ökumenische
Gastfreundschaft am Ende?“ (bezogen auf Hasenhüttls „Eucharistiefeier mit offener Kommunion“ beim Ökumischen
Kirchentag 2003 in Berlin) erneut aufgreifen und zur Abstimmung bringen: Wir werden das Thema auf unserer
nächsten Diözesanversammlung zur Diskussion und Abstimmung vorsehen. Prof. Hasenhüttl ist zwar als
Priester suspendiert worden, er ist aber Theologe mit offizieller Lehrbefugnis! Und sind nicht Bischöfe,
wie jüngst auf dem Katholikentag, mit ausgegrenzten Theologen wie Küng und Drewermann gemeinsamen aufgetreten?
Hört, hört! Über das Ergebnis dieser „Abstimmung“ und die entsprechende Reaktion bzw. Nicht-Reaktion
von Bischof Heinz Josef Algermissen dürfen wir alle sehr gespannt sein! Toby
Wer gehört zum „Fuldaer Kreis“ So „offen“, wie sich der „Fuldaer Kreis“ gerne präsentieren will, ist
er in Wahrheit nicht. Außer den Namen der acht geistlichen Gründungsmitglieder aus dem Jahr 1994 und
des gegenwärtigen Vorsitzenden Lukassek sind weitere Mitglieder öffentlich nicht bekannt. Der „Fuldaer
Kreis“ beruft jährliche „Diözesanversammlungen“ ein und wird geleitet von einem siebenköpfigen „Diözesanteam“,
das auf drei Jahre gewählt wird. Nicht einmal die Namen der Mitglieder des „Diözesanteams“ werden öffentlich
bekannt gegeben. Warum eigentlich nicht? Warum scheut die „offene Kirche“ die Öffentlichkeit? Ich denke,
dass es von allgemeinem Interesse ist zu erfahren, wer und vor allem welche Geistlichen und hauptamtlichen
Laien beim „Fuldaer Kreis“ mitmachen. Im übrigen: Mit Bezeichnungen wie „Diözesanversammlung“ gibt man
sich einen quasi-offiziösen Touch, als handele es sich beim „Fuldaer Kreis“ um ein Gremium der Diözese.
Auch hier wäre eine Klarstellung dringend erforderlich. Was die Mitarbeit bei Gruppen wie dem „Fuldaer
Kreis“ betrifft, sind die entsprechenden Anweisungen aus Rom eindeutig. Es ist an der Zeit, dass gehandelt
wird …
Lehramtliche Aussagen Gibt es aktuelle Dokumente und Aussagen des kirchlichen Lehramts zum Thema Rotarier?
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es ein Schreiben des Hl. Offiziums (der Vorläuferinstitution der heutigen
Kongregation für die Glaubenslehre) aus dem Jahr 1950, in dem Klerikern die Mitgliedschaft bei den Rotariern
ausdrücklich verboten wurde. Dieses Verbot soll später, nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wieder
aufgehoben worden sein. Weiß jemand dazu etwas Genaueres? Noch eine Anmerkung: Das Thema „Pastoraler
Prozess“ gibt es ja nicht nur im Bistum Fulda, auch andere Diözesen haben längst begonnen, Pfarreien
und Dekanate nach ideologischem Muster „umzustrukturieren“, beispielsweise in so unterschiedlichen Bistümern
wie Hildesheim, Rottenburg-Stuttgart und Eichstätt, wo der „Prozess“ unter der Bezeichnung „Kooperative
Pastoral“ angelaufen ist. Welche Erfahrungen gibt es über diese Umstrukturierungsmaßnahmen? Wie sieht
das Leben der Pfarrgemeinden dort konkret aus? Über entsprechende Antworten und weitere Hintergrundinformationen
wäre ich sehr dankbar. Toby
Sehr richtig, Justus! Niemand kritisiert ernsthaft eine notwendige Anpassung der Gemeinden an heutige
Erfordernisse. Eine solche Anpassung ist auch – ohne strukturelle Veränderungen wie bei den Pastoralverbünden –
innerhalb der Dekanate möglich. Die Kritik am „Pastoralen Prozess“ richtet sich vielmehr gegen dessen
vor allem ideologisch motivierte Zielsetzungen, durch die die sakramentale Grundstruktur der Kirche selbst
berührt wird. Bischof Algermissen scheint hier seit Monaten gezielte Augenwischerei zu betreiben, leider
offenbar nun auch gegenüber dem Hl. Vater. Ernstzunehmende Kritiker als „zahlenmäßig winzige Gruppe“
abzuqualifizieren, empfinde ich als diskriminierend und eines Oberhirten unwürdig. Möge der Hl. Vater
auch den anderen Teil hören!
Rotary und Weltjugendtag Auch der Weltjugendtag soll offenbar in diesem Sinne instrumentalisiert werden.
So spendete der Hanauer Rotary Club am 15. Juni 2005 10.000 Euro für die multinationalen und ökumenisch
ausgerichteten Begegnungstage im Vorlauf zur Hauptveranstaltung in Köln. Bei der Übergabe betonte Bischof
Algermissen ausdrücklich, dass sich die Einladung „nicht nur an die katholischen, sondern an alle jungen
Menschen guten Willens“ richte. Gemeinsamer Höhepunkt für die Region Hanau ist ein Begegnungstag im
Park von Schloß Philippsruhe mit einem ökumenischen Gottesdienst im Amphitheater am Freitag, dem 12.
August. Hierzu werden 1.500 bis 2.000 Besucher erwartet. Mehr dazu hier: www.bistum-fulda.de/…15_Rotary-Club.shtml
Ein eucharistischer Bezug bleibt also völlig außen vor – trotz des offiziellen Weltjugendtags-Mottos
„Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten“. Traurig, traurig … Noch etwas: Am 17. Juni 2005 weihte Bischof
Algermissen in Fulda das millionenschwere neue Bistumsarchiv ein (und das in Zeiten knapper Kassen!),
dessen Lesesaal und Verwaltungstrakt „zufälligerweise“ die Form eines Kubus hat. Oder ist das doch kein
Zufall? Mehr dazu hier: www.bistum-fulda.de/…0050620_Archiv.shtml
Ist schon bekannt … … was aus dem ehemaligen Subregens, Dr. Wolfgang Rothe, geworden ist? Offenbar
scheint er, im Gegensatz zu Küchl, die Auflagen zu erfüllen. Ich weiß aber nicht so recht, ob es eine
pastoral kluge Entscheidung wäre, ihm, nach allem, was geschehen ist, eine Pfarrei anzuvertrauen …
@ Benedikt Wenn es so einfach wäre, könntest du theoretisch recht haben. Aber die Wirklichkeit ist nicht
so. Das ist nicht das Thema. Der Kern des Problems ist, dass man einen vermeintlichen Priestermangel als
Argument vorschiebt, um an der hierarchisch verfassten Grundstruktur der Kirche zu rütteln. Wo man das
nachlesen kann? Beispielsweise auf der Homepage des sogenannten „Fuldaer Kreises für eine offene Kirche“.
Da kann man u. a. lesen: „Neue Strukturen und Wege müssen zugelassen werden, z.B.: Mehr Kompetenz und
Eigenverantwortung für hauptamtliche Laien, neue Wege in der Berufungspastoral, neue Zugänge zum Amt,
…“ Wie es aussieht, stützt sich Bischof Algermissen beim Durchziehen seines Pastoralprozesses vor allem
auf die Aktivisten des „Fuldaer Kreises“, zum Beispiel im Priesterrat der Diözese.
Wie, um Himmels willen, konnte es passieren, dass Aktivisten des „Wir-sind-Kirche“-Netzwerks in den Fuldaer
Priesterrat gewählt wurden? Gibt es keine rechtliche Handhabe dagegen? Wenn das alles vom Bischof gedeckt
wird, müsste Rom in der Tat bald einschreiten.
@ Romano Das ist ja alles schön und gut. Aber nach Abschätzung der Lage im Bistum Fulda ist die dort
geplante Umstrukturierung überhaupt nicht notwendig. Diese Feststellung hat nichts mit Borniertheit und
mangelnder Aufgeschlossenheit zu tun. Frage: Warum tut die Fuldaer Diözesanleitung eigentlich nichts
gegen den immer größer werdenden Gläubigenmangel???
@ Konrad Apropos „Donum vitae“: Wie ich erfahren habe, ist die Vorsitzende des Lndesverbands Hessen von
„Donum vitae“, Frau Dipl.-Theol. Margit Hartmann, aktives Mitglied des Fuldaer Domchores. Es passt leider
Gottes alles ins Bild. Es wird in der Tat höchste Zeit, in Rom vorstellig zu werden.
@ Maximilian Weißt Du zufällig, wie lange schon Pfarrer Winfried Hahner das Sprecheramt des Priesterrats
der Diözese Fulda ausübt? Ich nehme doch sehr an, dass dies erst in der Nach-Dyba-Ära möglich werden
konnte. Ein Geistlicher als Sprecher des Priesterrats, der di Ziele von „Wir sind Kirche unterstützt“!
Könnte und sollte man da nicht offiziell Beschwerde einlegen, nötigenfalls bei der Kleruskongregation
in Rom?
Im Bistum Regensburg … entzog Bischof Müller vor wenigen Wochen einem kath. Religionslehrer konsequenterweise
die kichliche Lehrbefugnis, weil dieser sich im Vorstand des sogenannten KirchenVolksBewegung „Wir sind
Kirche“ engagierte. Es stellt sich in der Tat die Frage, warum solche Leute im Bistum Fulda kirchliche
Ämter bekleiden und sogar als Sprecher des Priesterrats, einem offziellen Gremium der Diözese, fungieren
dürfen. Am besten wäre es, wenn Bischof Müller seinem Amtsbruder Algermissen bei der nächsten Vollversammlung
der Bischofskonferenz ins Gewissen reden würde.
@ highnoon Gemach, gemach, bitte form und Inhalt nicht verwechseln. Wenn Kirchenrebellen wie die Hahner
und Gerhard im Fuldaer Priesterrat das Sagen haben, dann muss sich Bischof Algermissen schon die Frage
gefallen lassen, auf welche Leute er sich da stützt. Der sogenannte „Fuldaer Kreis für eine offene Kirche“
war im letzten Jahr durch ein Referat der „Priesterin“ Dr. Ida Raming aufgefallen, ohne dass die Diözesanleitung
gegen diese auch on Klerikern maßgeblich getragenen Veranstaltung interveniert wäre. In diesem Jahr
wurde eine Veranstaltung mit Prof. Hasenhüttl kurzfristig abgesagt worden, nachdem dies in Medien bekannt
wurde. Ich frage mich aber schon, was das für Pfarrer sind, die solche Leute einladen …
Leider muss ich sagen, dass man nicht allzu viele Erwartungen und Hoffnungen Veranstaltungen wie den Kongress
„Freude am Glauben“ setzen sollte, will man am Ende nicht enttäuscht werden. Er ist allein zahlenmäßig
viel zu unbedeutend, als dass er maßgeblich Gehör finden würde. Außerdem ist das sogenannte konservative
Lager zersplittert, hat sich doch Prof. Gindert von der Initiativkreis-Bewegung um Dr. Graf distanziert.
Auch wird das Anliegen um die überlieferte Messe von den Kongressmachern leider negativ beschieden …
Dramatischer Einbruch im Bistum Trier Seltsam, dass bisher noch niemand auf die Idee gekommen zu sein
scheint, bei den Diözseanspitzen zu sparen. Ich weiß nicht, wie viele Referatsleiter und staatlich alimentierte
Domkapitulare, Weihbischöfe etc. es in Deutschland gibt, deren Stellen man in Anbetracht sinkender Mitgliederzahlen
der katholischen Kirche getrost einsparen könnte. In Fulda, das sich zu einer nie gekannten „Strukturreform“
anschickt, wurde erst im letten Jahr ein neuer Weihbischof geweiht. Wozu eigentlich, wo doch so sehr gespart
werden muss?
@ Maximilian Als gebildeter Mensch solltest Du eigentlich den Unterschied zwischen einer privaten Lesermeinung
und einer Pressemeldung kennen. Ich habe immer noch nicht verstanden, was der Hinweis, dass Gescher in
Nordrhein-Westalen liegt, mit dem Thema „Pastoraler Prozess im Bistum Fulda“ zu tun hat. Und wer, bitte,
ist Frau Dörner? Selbstverständlich ist es Frau Dörner unbenommen, ihre Meinung zu diesem Thema kundzutun.
Aber wenn man dann schon einen Presseartikel von ihr publiziert, der eben keine private Meinungsäußerung
darstellt und auch nicht als Kommentar gekennzeichnet ist, sollte man zumindest darauf hinweisen, wer
Frau Dörner ist.
Ist ja toll … … dass Gescher in Nordrhein-Westfalen liegt. Aber was hat das mit dem „Pastoralen Prozess“
in der Diözese Fulda zu tun? Und wer bitte ist Frau Dörner, dass sie sich zu einer „Stellungnahme“ anschickt“?
In wessen Auftrag handelt sie? Welcher Organisation steht sie vor? Oder schreibt sie lediglich als Privatperson?
Mit Verlaub: Eine solche „Stellungnahme“ von einer Frau XY ohne weiteren Bezug wirkt von der Form her
irgendwie seltsam, auch wenn sie inhaltlich natürlich meine vollste Zustimmung findet.
Von der Oberpfalz ist keine Rede Lieber Anonymus, kann es sein, dass Du hier die Oberpfalz mit Oberbayern
verwechselt hast? In dem Artikel findet sich der Hinweis, dass sich Eichstätt in Oberbayern befindet.
Warum schreibst Du dann, dass Eichstätt niemals zur Oberpfalz gehörte? Richtig ist in der Tat, dass
Eichstätt kulturell und politisch niemals zu Oberbayern gehörte. Allerdings umfasst die Diözese Eichstätt
im Osten auch einen kleinen Teil der Oberpfalz.
Windswept House Sehr interessanter Artikel. Die Haltung des „polnischen Papstes“ erinnert sehr stark an
den Roman „Windswept House“ – „Der letzte Papst“ – von Malachi Martin …
Homos beim Weltjugendtag Liebe Kreuz.net Redaktion, die von Ihnen gewählte Überschrift „Weltjugendtag:
„Homosexualität ist gottgewollt“ ist irreführend. Es wird der Anschein erweckt, als sei dies eine Aussage
der Verantwortlichen des Weltjugendtags. Dem ist aber nicht so, wie ja aus dem Wortlaut der Meldung hervorgeht.
„Donum vitae“ Auch das Verhältnis der katholischen Kirche in Deutschland zu der von katholischen Laien
initiierten und getragenen Beratungsorganisation „Donum vitae“ bedarf nach wie vor einer dringenden Klärung.
Zwar wird immer wieder darauf hingewiesen, dass „Donum vitae“ kein kirchlicher Verein sei. Dennoch scheint
man über seine Existenz ganz froh zu sein. Und was ist mit den Initiatoren von „Donum vitae“? Streng
genommen müssten sie nach den kirchenrechtlichen Bestimmungen exkommuniziert werden. Aber dieses Thema
scheint keinen mehr zu interessieren … Toby
@ Yersinia Bitte leg das Wort „Tradition“ jetzt doch nicht auf die Goldwaage. Gemeint ist, dass die pfarrliche
Struktur der Kirche eben historisch gewachsen ist und nicht am Grünen Tisch fabriziert wurde … Ich
finde, man sollte die Verantwortlichen in der Diözese Fulda festlegen: Was ist damit gemeint, wenn Bischof
Algermissen sagt, dass es auch in Zukunft Pfarrverbünde mit mehreren kanonischen Pfarrern geben werde?
T.
Was ist etwas anderes? @ Konrad Hast Du hier nicht etwas verwechstelt? Die gesamte Tardition der Kirche
sieht doch den Priester als Leiter der Pfarrgemeinde vor. Was der Priester nun im so genannten „Pastoralen
Prozess“ kündftig darstellen soll, erscheint in sich widersprüchlich. Wenn jetzt hinsichtlich der priesterlichen
Leitungsfunktion nun doch alles beim alten bleiben soll, wozu dann der ganze Umstruktrirungsaufwand? Ich
kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man hier nicht ganz mit offenen Karten spielt …