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@Santa rita –-- Kant und Mittelalterliche Gottesbeweise / Bisher nur pauschale Abwertungen Ihre Vorbehalte
gegen Kant kommen wohl sicher daher, dass er gerade die Mittelalterliche Gottesbeweise kritisiert. Aber
im Mittelalter war es für gläubige Menschen wie Thomas von Aquin, wohl undenkbar bzw. unmöglich ergebnisoffenen
über diese Thematik zu philosophieren. Schon damals wurde versucht, die Widersprüche zwischen Naturerkenntnis
und Religions-Anforderung in Einklang zu bringen (vergleichbar heute Kreationisten / Intelligent-Design).
Ihr „zweifelsfreier Beweis“ ist es offensichtlich nicht, da Kant, Feuerbach und andere Philosophen sehr
wohl begründete Zweifel daran haben (es handelt sich zum Teil um Tautologien und Ringschlüsse). Zur
meiner Widerlegung der statistischen Überlegung von Karl Murx haben Sie und er bislang inhaltlich nichts
gesagt. Ihre Antworten waren nur pauschale Abwertungen (ärmliche Evolutionstheorie, Kant’scher Betrug).
Ich kann Ihnen im Gegenzug nur empfehlen, sich mal vom Mittelalter zu lösen und sich mit der aktuellen
Hirnforschung zu befassen, oder das Buch Evolutionsbiologie von Prof. U.Kutschera zu lesen. !:) In der
Hirnforschung ergeben sich auch interessante Aspekte, die nicht gerade für die Existenz eines übernatürlichen
Wesens sprechen (Wahrnehmung, permanenter Erklärungs-Mechanismus des Gehirns, Religiosität als Evolutions-Aspekt).
Symptomatische Stellungnahme der Kirchen: Hirnforschung ja, aber keine Infragestellung der Existenz Gottes!
Santa rita / Vernunft als Gottesbeweis??? Verkehrte Begriffswelten!? Ihr Begriff von Vernunft erschließt
sich mir überhaupt nicht. Wenn jemand die Existenz eines übernatürlichen Wesen mit zwingender Vernunft
begründet, dann kann ich darüber nur staunen (hatte ich bisher so noch nie gehört). Aber vielleicht
können Sie das auch für mich zweifelsfrei darstellen, da ich nur ein normal gebildeter Mensch bin. Die
für mich absurde Behauptung, dass sich die Existenz aus den geschaffenen Dingen zweifelsfrei erkennen
lässt, zeugt mir eher von einer religiös fundamentalistischen Überzeugung ihrerseits, die wohl gegen
naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinn resistent ist. Nach Kant könnten Sie für Ihre Position im besten
Fall den Verstand als Begründung anführen. Der Vernunftbegriff ist frei von metaphysischen Spekulationen!
Wenn sie die Evolutionstheorie widervernünftig finden, dann können Sie das vielleicht im Kant’schen
Sinne auch darlegen, bzw. wissenschaftliche Fehler in der Theorie nachweisen. Oder sollten Sie nur Sprüche
machen. Nach meinen aktuellen Erkenntnis-Stand habe ich keine sinnvollere/ validierbare Alternative als
bei meinem Naturwissenschaftlich-Humanistischem Weltbild zubleiben. Im Gegenteil habe ich den Eindruck,
dass die so genannten Religiösen diese Welt immer mehr an den Rand des Chaos treiben. Religion ist somit
keine Lösung, sie ist das Problem!
Zwei Berichte / Thermodynamik Sehr geehrter Karl Murx, Sie haben bei Ihrer statistischen Betrachtung der
Wahrscheinlichkeit des Ablaufs Biochemischen Prozesse vereinfachend mit der klassischen Thermodynamik
operiert, wohl aber nicht die Nichtgleichgewichts-Thermodynamik offener Systeme beachtet, die für diese
Biochemischen Prozesse maßgeblich ist. Hierfür gab es 1977 den Nobelpreis für Chemie! Im Rahmen dieser
Erkenntnisse lassen sich die für die Evolutionstheorie notwendigen Abläufe plausibel darstellen! Ansonsten,
was ist Ihre „vernünftige“ Alternative? (Bitte kein Wunschdenken!)