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#204 )ichthy's 12:36:30 | Dienstag, 3. Februar 2009
Recht auf Kommunion Der Typ kennt offensichtlich can 912 CIC/1983 nicht: Quilibet baptizatus, qui iure
non prohibeatur, admitti postest et debet ad sacram communionem. Jeder Getaufte, der richtlich nicht daran
gehindert ist, kann und muss zur heiligen Kommunion zugelassen werden. Also: Von wegen „niemand hat ein
Recht auf die Eucharistie“, sondern „wer keinen rechtlichen Hinderungsgrund hat, hat ein Recht auf die
Eucharistie“.
zum Artikel So einen Mist hab ich schon lange nicht mehr gelesen. z.B. Stundengebet: Sinn des Stundengebets
ist doch die Heiligung des Tages durch regelmäßiges Gebet. Wenn eine große Menge von Psalmen und Gebeten
geballt heruntergespult wird, ist der Sinn der Heiligung des Tages verfehlt. Wenn statt dessen immer wieder
Gebetszeiten in den Tagesablauf eingebaut werden, morgens, mittags, abends, vor der Nachtruhe, dann ist
das Ziel erreicht. Damit das praktikabel wird, kann es auch nötig sein, das Gesamtpensum des Stundengebetes
zu reduzieren. Eine Viertelstunde ist auch als Lehrerin am St. Agnes in Stuttgart in der Mittagspause
unterzubringen, eine halbe Stunde vielleicht schwer – dann verschiebt man das Mittagsgebet auf den frühen
Morgen – oder lässt’s weg. Warum Schwestern in der Messe nicht die dem entsprechenden Teil zukommende
Gebetshaltung stehen/sitzen/knien einnehmen sollen, sondern durch Dauerknien auffallen, kann sich mir
nicht erschließen. Es kann eigentlich nur der Hochmut sein: „Guckt her, wir sind besonders fromm (- und
Ihr seid es nicht!)“ siehe Pharisäer im Tempel. Was eine derart ausladende und gestärkte Haube für
ein Leben für Gott zu tun haben soll, ist das gleiche Thema einer geheuchelten und zur Schau gestellten
Demut. Im Übrigen: Sießen kann sich von der Zahl der Neueintritte in den letzten Jahren und Jahrzehnten
durchaus sehen lassen.
Mein Verdacht Die Dame ist den Verantwortlichen im Bistum aus irgendeinem Grunde nicht recht, man hätte
sie gerne los (z.B. weil sie Unruhe stiftet, weil sie faul ist … nur Beispiele!). Nun geht das aber
nicht so einfach, zumal in D – und dann sucht man nach einem Grund, mit dem man sie loshaben kann. Bei
jemandem, den man behalten will, weil sie gute Arbeit leistet etc., hätte man bei dieser Konstellation
vermutlich gar nicht mit dem Thema Residenzpflicht angefangen.
Sühne für Sünden Die Sühneseele Julia Kim aus Naju in Südkorea erleidet seit 23 Jahren unbeschreibliche
Schmerzen und des öfteren Todeskämpfe. Auf diese Weise sühnt sie für die Sünden der Welt, insbesondere
für die weltweiten Abtreibungen. Ich dachte immer, diese Sühne hätte unser Heiland auf Golgota ein
für allemal vollbracht.
#34 )ichthy's 22:18:57 | Dienstag, 19. Februar 2008
Nagel redet nicht von der Alten Messe! Wie Typ schon richtig gesagt hat: der Artikel bezieht sich NICHT
auf die Zelebration der Alten Messe, sondern um das sinnlose und beliebige Einbauen von Elementen dieser
Messe in den aktuellen Ritus. Und das ist nun wirklich einfach Schmarrn, egal wie man zur Alten Messe
steht.
volle Kirche ark. „Die römisch-katholische Kirchgemeinde von Illnau-Effretikon ist eine Ausnahmeerscheinung.
Hier besuchen jedes Wochenende rund 300 Leute die Gottesdienste, und gleich viele Personen betätigen
sich freiwillig im Umfeld der Pfarrei St. Martin. Keine Spur von Verdruss also unter den 5500 Gemeindemitgliedern.
Dafür verantwortlich sind hauptsächlich zwei Personen: die Gemeindeleiterin Monika Schmid und ihr Vorgänger, …
Dekan Jakob Romer.“ 300 Kirchenbesucher bei 5500 Katholiken, macht rund 5% Kirchenbesuch. Das ist höchstens
Großstadtniveau. In ländlichen Gebieten erwarte ich eigentlich auch 2008 deutlich über 10% (wir haben
hier knapp 20%).
Zelebrationshostie @Gotthard gibt es neben „Zelebrationshostien“ noch andere Hostien? Als Zelebrationshostie
kann man die Hostie bezeichnen, die der Priester bei der Wandlung in die Hand nimmt und die er nach dem
Einsetzungsbericht für das Brot resp. den Leib Christi der Gemeinde zeigt. Daneben gibt es ja normal
die kleinen Hostien, die in der Hostienschale liegen bleiben.
#5 )ichthy's 16:53:53 | Donnerstag, 1. November 2007
Suspendierte Priester Nochmals zur Erinnerung: Die Bischöfe der FSSPX sind exkommuniziert, die Priester
suspendiert. Ein suspendierter Priester darf keine Messe feiern, ganz gleich in welchem Ritus oder in
welcher Form des römischen Ritus. Daher die Antwort auf die einleitende Frage der Zusammenfassung: Ein
FSSPX-Priester darf bei Ecclesia-Dei-Gemeinschaften nicht aushelfen, weil er suspendiert ist. Punkt. Zumindest
so lange die Suspendierung nicht aufgehoben ist. P.S. Die Gültigkeit wird durch die Suspendierung nicht
tangiert
Finanzierungspflicht @Rudolfus: can. 222§1 des CIC/1983 spricht ganz klar davon, daß die Gläubigen
die Pflicht haben, die notwendigen finanziellen Beiträge zu leisten, und zwar sowohl explizit für alle
3 Bereiche: Gottesdienst, Verkündigung und Diakonie, sowie für einen angemessenen Unterhalt der in der
Kirche Beschäftigten. Ob die Kirchensteuer die ideale Methode ist, dafür zu sorgen, daß die Gläubigen
dieser Pflicht nachkommen, ist diskutabel. Aber einfach nicht zu zahlen, oder das Geld einem Verein zukommen
zu lassen, der gar nicht richtig Teil der Kirche ist, weil er Messen nur durch suspendierte Priester feiert,
das geht nicht. (Ist nach neuer vat Rechtsprechung allerdings nicht mehr als Abfall von der Kirche zu
werten.)
solidarische Finanzierungspflicht Benedikt: Entegegen der bisherigen Praxis gilt ein Austritt vor dem
Standesamt (mit der Konsequenz, dass keine Kirchensteuer mehr eingezogen wird) jedoch nicht als Kirchenaustritt
an sich. So weit richtig. Und wenn Rudolfus meint, es sei alles in Ordnung, wenn er keine Kirchensteuer
mehr zahlt, so lese er doch mal can. 222§1 CIC/1983. Das Instrument dafür ist in Deutschland zZt die
Kirchensteuer. Ob das das richtige Instrument ist, sei dahingestellt. Aber auf jeden Fall verstößt jeder
Gläubige, der sich beim Staat abmeldet, gegen diesen Canon.
Kanonistische Rechtswidrigkeit der Kirchensteuer? Nochmal die Frage: Wo steht in diesem Dokument, dass
die Kirchensteuer rechtswidrig ist? Was ich herauslese ist lediglich, daß der sogen. Kirchenaustritt
vor dem Standesamt kein formaler Glaubensabfall, somit kein Kirchenaustritt im kanonistischen Sinne, ist,
sondern lediglich eine Verweigerung der solidarischen Finanzierungspflicht.
Katholische Kirche =/= Kirche Jesu Christi Die katholische Kirche einfach mit der Kirche Jesu Christi
als identisch zu setzen (est) ist natürlich Quatsch, der ganzen Tradition nach. Die katholische Kirche
ist die Verwirklichung der Kirche Jesu Christi auf Erden. Aber zur Kirche Jesu Christi gehört noch mehr:
die ecclesia triumphans der Heiligen im Himmel und die, die noch im Reinigungsprozeß, aber schon für
den Himmel gebucht sind, d.h. die im Fegfeuer befindlichen Seelen.
Privatmessen Priester, die nicht in der Seelsorge stehen, und mit ihrer Gemeinde (meist ihreN GemeindeN)
täglich (außer vielleicht am freien Montag) Messe feiern, sind wirklich nicht zahlreich. Oft sind es
dann auch noch solche, die aufgrund mangelnder Kommunikationsfähigkeit sich in den Gemeinden schwer tun
würden – ich meine jetzt nicht bei der Messzelebration, sondern als Beichtvater, beim Haus- und Krankenbesuch,
im Bemühen, die verschiedenen Richtungen, Anliegen und Ideen der Gläubigen zum Katholischen hin zu kanalisieren
(und damit auch in den Räten und Gremien, die es nun mal gibt, obs den Schreibern hier paßt oder nicht).
Wenn das dann praktisch ausschließlich die Priester sind, die den Ritus von 1962 feiern, ist diesem damit
nicht unbedingt ein guter Dienst erwiesen.
@r.pott potti: Ein rk. Priester hat sich Jesus Christus bis in den Tod verschrieben und nicht dem PGR
Das liest sich hier aber etwas anders: Amtsblatt Rottenburg www.map.drs.de/…eor_Fastenaktion.pdf (siehe
S,41).
formelle und geheuchelte Andacht/Ehrfurcht Kniende Mundkommunion: entweder ich empfange den Herrn andächtig
und ehrfürchtig, oder es ist bei denen, die nicht andächtig und ehrfürchtig sind – vor allem dort wo
Handkommunion nicht erlaubt oder üblich ist – geheuchelte Andacht. Stehende Handkommunion: Entweder ich
empfange den Herrn andächtig und ehrfürchtig, oder nicht. Der Unterschied zur Mundkommunion ist, daß
man bei der Handkommunion eher sieht, wer den Herrn nur so im Vorbeigehen mitnimmt, daß weniger Andacht
und Frömmigkeit geheuchelt wird.
Nach dem Lesen des PROFIL-Artikels Das Thema »Sauna« ist im Zusammenhang mit dieser Sache völlig Gaga.
Das Thema müßte »Alkohol« heißen. Nichts also mit „Die Sauna – Ort der Unzucht“ – da war ja, so wie
es PROFIL schildert, ja noch gar nichts – außerdem offensichtlich auch noch andere Herren dabei. Schade
für kreuz.net , die Geschichte taugt nicht zur Verdammung der Sauna.
@Ritter Kracher Mit jemandem, bei dem einigermaßen klar ist, daß wir nicht zusammengehören, wo die
Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede sind, da kann man verhandeln, Vereinbarungen treffen, im Bewußtsein
dessen, daß man nicht zusammengehört, auch mal was zusammen machen. Nicht möglich ist das aber mit
einer Organisation, die immer beansprucht, daß sie voll Teil der rk Kirche ist, obwohl das strittig ist.
Ist der Piusverein Teil der rk Kirche und befindet sich nicht im Schisma, so muss er die Exkommunikationen
der Bischöfe und die Suspendierung der Priester akzeptieren, und nicht ständig weiterhin unerlaubt (wenn
auch gültig) Messen zelebrieren und Weihen durchführen. Ist der Piusverein im Schisma, so kann eine
vernünftige Zusammenarbeit erst erfolgen, wenn der Verein nicht ständig behauptet, er sei noch Teil
der rk Kirche.
angetrunken in der Sauna Als Priester und/oder Mönch in die Sauna gehen: von mir aus ok. Als Priester
und/oder Mönch auch mal angetrunken sein: sollte nicht oft vorkommen, aber wenn’s nicht zu häufig und
nicht zu stark ist: von mir aus auch noch. Aber beides zusammen ist auf jeden Fall eine Katastrophe. Da
ist zum einen das Problem, dass man nackt und gleichzeitig durch den Alkohol enthemmt ist, was auch ohne
irgendwelche homosexuelle Neigungen zu Komplikationen führen kann: Betrunkene umarmen einen ja manchmal
ohne irgendeinen Hintergedanken ziemlich heftig … Und zum anderen ist das höchst gefährlich für
die Gesundheit: eine abartige Belastung für den Herzmuskel.
Warum? Ich kapiere nicht so recht, warum der Priesterrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart darüber abstimmt.
Es ist eine Entscheidung, die, und da stimme ich mit Gotthard überein, rein stilistischer und sprachlicher
Natur ist, dogmatisch aber keinerlei Bedeutung hat. Das hat die Gottesdienstkongregation eindeutig klargestellt.
@nonno: Die Diözese Rottenburg-Stuttgart ist nicht antirömisch eingestellt, wohl aber die den Priesterrat
beherrschende AGR (Arbeitsgemeinschaft Rottenburger Priester) und besonders der Sprecher des Priesterrats,
Mons. Herbert Schmucker. Wer schon mal in Stuttgart St. Maria dessen Sonderliturgien erlebt hat …
#42 )ichthy's 11:20:08 | Donnerstag, 26. April 2007
Messe des FSSPX katholisch? Klar ist: die Priester der Piusbruderschaft sind suspendiert (MP „Ecclesia
Dei“), d.h. es ist ihnen nicht erlaubt, die hl. Messe zu feiern. Die Messe, die da also im Herkulessaal
der Residenz gefeiert wird, ist (wie alle Piusmessen) unerlaubt, weil sie 1.) von einem suspendierten
Priester 2.) nicht in Einheit mit dem Ortsbischof gefeiert wird (siehe „Sacramentum Caritatis“). Sie hat
daher den gleichen Rang wie eine Messe, die von einem anderen suspendierten Priester gefeiert wird, z.B.
einem, der mit einer Frau zusammenlebt und auf seine Laisierung wartet. Das muss klar ausgesprochen und
den Gläubigen deutlich gemacht werden. Dazu hat das Erzbischöfliche Ordinariat nicht nur das Recht,
sondern sogar die Pflicht. Wie man behaupten kann, dass unerlaubte Messen besonders gut und katholisch
sein sollen, bleibt mir ein Rätsel.
#4 )ichthy's 09:24:24 | Donnerstag, 12. April 2007
Akustisches Erlebnis Wahrscheinlich deswegen akustisches Erlebnis, weil der Gesang dann kräftig und frisch
kommt, und nicht so lahm wie in vielen Gemeinden. Ähnliches habe ich auch schon erlebt bei – der Messe
zur Verteilung der heiligen Öle, wenn 60 Mesner singen, – beim Requiem eines wichtigen Mitglieds einer
katholischen Verbindung, wenn 100 dort Korporierte kräftig singen. Es ist wirklich ergreifend, wenn alle
Mitfeiernden kräftig mitsingen und nicht bloß so vor sich hintrielen. Participatio actuosa! o^/
Abneigung Gotthard: Diese Bilder erzeugen in mir eine echte Abneigung Maledica: Da zeigt sich wieder deutlich,
wer nicht mit der Kirche verbunden ist, welche auf den 2 Säulen: Schrift&Tradition steht Auch in mir
erzeugen die Bilder eine Abneigung, was aber sicher nichts mit meinem Stehen auf Schrift und Tradition
zu tun hat, sondern mit meinem ästhetischen Empfinden. Die genannten, nicht unbedingt freundlichen Assoziationen
drängen sich auch bei mir auf. Die Bilder sind so nicht geeignet, eine Neugierde für den alten Ritus
zu wecken, sondern eher, davon Abstand zu nehmen. Es sind Bilder, die das Gefühl erwecken, die Feier
sei dem Geheimnis der Eucharistie eher unangemessen – unabhängig davon, wie es wirklich war. Wäre ich
ein starker Anhänger des alten Ritus, würden diese Bilder bei mir Trauer und Ärger hervorrufen. So
amüsiere ich mich eher.
#47 )ichthy's 18:06:23 | Sonntag, 18. Februar 2007
@Stöhr b) von a) hängt der Bestand der Kirche ab (das ist eine klare Häresie, da die Kirche nach den
Verheißungen Christi niemals zerstört werden kann) Wo ist der Widerspruch zwischen „von a) hängt der
Bestand der Kirche ab“ und der Verheißung Christi? Wegen der Zusage Christi wird Gott dafür sorgen,
dass a) stattfindet. So einfach ist das.
Welcher Apostel? Tja Maledica, auf welchen Apostel geht denn die Bischofsweihe von, sagen wir beispielsweise
Pius X., zurück? Scipione Cardinal Rebiba (1504-1577), und dann ist Schluss mit der Zurückverfolgbarkeit!
Irgendwie schwierig, zu fragen, auf welchen Apostel die Weihelinie zurückgeht?
#11 )ichthy's 00:14:41 | Mittwoch, 24. Januar 2007
Link zur FAZ-Glosse Hier kommt der Link zur [link]FAZ-Glosse[link]C082C25414D2760/Doc~E3F8F6978DE334652985ECFFD67432BF2~ATpl~[link].
Steht an Gehässigkeit +.net kaum nach. Aber irgendwie stimmt’s doch auch, was da gesagt wird.
Stenoblock Klar ist für mich: 1.) Wir haben nicht das Recht, am Text der Heiligen Schrift rumzuverbessern,
weil er uns nicht paßt, z.B. weil er die Frauen nicht direkt anredet (Briefe des Apostels Paulus). Daß
damit trotzdem auch Frauen gemeint sind, ist unbestritten, aber Sache der Auslegung. Ähnlich sollte der
Umgang mit den Einsetzungsworten sein. 2.) Niemand hatte im Abendmahlssaal einen Stenoblock dabei und
die Worte Jesu mitgeschrieben, die dann später wörtlich übersetzt wurden. Das beweisen schon die (2x2)
verschiedenen Versionen in der Bibel. Mehrfaches Weitererzählen, dabei noch ein Wechsel der Sprache –
der Satz „… behaupten, der Herrgott habe sich in dogmatisch problematischer Weise geäußert.“ geht
doch eher von der Stenoblockversion aus.
Hostiendieb? Ich vermute, dass es der Dieb eher auf das Ziborium abgesehen hatte – dass der Leib des Herrn
dazu geschändet wurde, wurde wohl eher billigend in Kauf genommen. (Keine Wertung, was schlimmer ist!)
Pfarreireduktion evt. sinnvoll vox populi hat recht: eine maßvolle (!!!) Zusammenlegung von Pfarreien
kann sinnvoll und für das Seelenheil der Gläubigen förderlich sein. Durch die Zusammenlegung sind die
Priester nämlich durch weniger Verwaltung und (diese Sch…-) Sitzungen belastet, und können sich mehr
um das Seelenheil der einzelnen Gläubigen kümmern. +.net bringt die Nachricht natürlich als Beispiel
für den Niedergang der „V2-Kirche“. Aber gerade dafür taugt das Beispiel nicht: Es sind weiterhin 3
Priester, 3 Kirchen mit entsprechender Anzahl von Messen, nur weniger Verwaltung und weniger Sitzungen,
was den Gläubigen zugute kommt. Die Minderung der Zahl der Gläubigen im Pfarreigebiet muss im Übrigen
nicht darin liegen, dass die Menschen dort vom katholischen Glauben abgefallen sind, und atheistisch,
evangelisch oder lefevbristisch geworden sind, sondern kann auch rein demografische Gründe haben. Ich
kenne eine Pfarrei, dort hat sich die Zahl der Katholiken seit den 1970ern halbiert: in den großen Wohngebieten
dort wohnten damals lauter Familien, oft 3 und 4 Kinder. Heute ist es in den meisten Häusern so, daß
nur noch die Eltern, oder gar nur noch eine Person da wohnt, wo früher 5 und 6 waren: die Kinder mit
ihren Familien (unabhängig von der Kinderzahl) wohnen wo anders in der Stadt.
Messe nur Kultur Liebe Leute, es fällt schon auf, daß, zumindest so, wie’s in +.net dargestellt ist,
nur kulturästhetische Argumente in dem Manifest gebraucht werden. Das heißt: denen geht es in ihrer
Argumentation darum, dass die Messe den Menschen gefällt. Und daraus folgt dann: in diesen Messen feiern
diese Unterzeichner sich selbst. Ist das der Sinn der Hl. Messe? Im Übrigen: Hl. Messe = Menschendienst.
Sie dient dem Menschen, und zwar genauer seinem Heil, dem echten, ewigen Heil. Dazu ist nämlich Gott
Mensch geworden: propter nos homines et nostram salutem. Und : Warum haben die Kerzen auf dem Bild alle
Täfelchen wie in einem Museum?
@evelin Mach mal ein schönes Diagramm aus den Zahlen. Was Du dann siehst ist: ein stetiger Niedergang,
dessen Beginn wohl schon in den 30ern lag. Die Kurve ließe sich schön mit einer Funktion des Typs ae^-bx +
ce^dx beschreiben, wenn nicht – ohoo – in der Zeit 1963-1973 Abweichungen nach oben, d.h. in Richtung
eines höheren Kirchenbesuchs wären. Deshalb könnte eine Interpretation der Zahlen auch lauten: Vat2
hatte für die Kirchenbesucherzahlen einen positiven Effekt, der allerdings leider nur ein Strohfeuer
war. Für mich bedeutet das: Vat2 und die folgende Liturgiereform war keine falsche Antwort auf die Fragen
der damaligen Zeit. Es bedeutet für mich aber auch: die Antworten aus den beginnenden 70ern, vor allem
was die Liturgie betrifft, sind nicht die Antworten, die unsere heutige Zeit braucht. Es ist daher wirklich
richtig, die damaligen Reformen noch einmal zu überdenken, und auch Korrekturen, weg von Kuscheln und
Gemeinschaft, hin zum Heiligen, durchzuführen.
@Desperatus Der Beweis macht sie sicher: Einst und jetzt: Einst weit mehr als 50% Meßbesucher, jetzt
weniger als 5 %. Einst kinderreiche katholische Familien mit vielen Priester- und Ordensberufungen, jetzt
kinderlose oder kinderarme ohne Priester- und Ordenberufungen. Noch Fragen? Ein Beweis ist das sicher
nicht. Es bleibt nämlich noch zu beweisen, daß nicht andere Ursachen dafür verantwortlich sind. Und
wenn andere Ursachen zumindest mit-verantwortlich für den Rückgang des Meßbesuchs und der Berufungen
sind, dann bleibt offen, ob mit das bei der Beibehaltung des alten Ritus etc. nicht noch schlimmer gekommen
wäre
Zusammenhang? Als man noch in alter Weise über Gott geredet hätte, wären die Kirchen voll gewesen.
Nun rede man in neuer Weise über Gott, und die Kirchen leerten sich. Der Autor suggeriert hier einen
Zusammenhang, daß die Kirchen voller wären, würde man noch in alter Weise über Gott reden. Es ist
aber reine Spekulation, ob dieser Zusammenhang besteht, oder ob nicht vielmehr das Gegenteil der Fall
ist: daß die Kirchen noch leerer wären, würde man noch in alter Weise über Gott reden (ja, das geht
tatsächlich, siehe Evangelische). Vorgrimler hat völlig recht, wenn er sagt, daß er dieses „was wäre,
wenn“ als Theologe nicht beantworten kann.
#12 )ichthy's 20:32:11 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Anliegen von x.net Worin liegt denn das wahre Anliegen von x.net, das durch antisemitische (oder so ähnlich)
Äußerungen verdunkelt wird. Das passt doch so ganz gut in die restliche Linie, die landorganist treffend
charakterisiert hat (z.B. Freimaurer-Verschwörung, Sedisvankantismus, z.T. auch Monarchismus)
#12 )ichthy's 22:04:12 | Sonntag, 26. November 2006
Was soll das? Die erwähnte Liturgie ist doch eine ostkirchliche, da gelten sowieso andere Regeln als
für die Liturgie im erneuerten lateinischen Ritus. Dass Marini den Sinn der Ausrichtung nach Osten für
die ostkirchliche Liturgie erklärt, heißt mE gar nichts für seine Einstellung in dieser Frage im westlichen
Ritus. (NB. die neuesten Entwicklungen in Österreich sind da aussagekräftiger).
#45 )ichthy's 21:22:29 | Samstag, 4. November 2006
zeitgerechte Vesper Für einen Menschen, dessen Tag nicht so früh beginnt wie in Klöstern, dafür aber
auch später endet, passt das doch. Wenn jemand so nach acht nach Hause kommt, und nun vor dem Abendessen
die Vesper betet: perfekter Zeitpunkt. Vom Vor- und Nachholen halte ich nichts: der erste Sinn des Stundengebetes,
die Heiligung des Tages, wird dadurch verfehlt. Wenn’s mal gar nicht ging, dann ist es eben passe. Gruß
aus dem Schwabenland