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#11 tertius ridens 17:43:33 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Zur Zentrierung der Diskussion das letzte Posting von Leserin clarissa colonia Wenn man mit Muße die
zurückliegenden Ereignisse rekapituliert, muss man konstatieren, dass keine der hier gestellten Fragen
eine wirklich überzeugende Antwort gefunden hat. Statt dessen wird die erste Lüge der bischöflichen
Verwaltung von immer neuen gejagt: 1. Angst machende Theologie 2. Verweigerung des Pastoralen Prozesses
3. Nicht mitteilbares Wissen 4. Jahrelange Geduld und Ermahnungen 5. Pfr. Schlitt zum Ruhestand genötigt
6. Christmette in Schwarzbach Dazu kommen schwere Pannen und Peinlichkeiten: 1. Aussitzen und Ausschweigen
2. Beeinflussung der Berichterstattung 3. Verschweigen der Mahn- oder Gebetswachen 4. Larmoyanter Brief
über des Bischofs Befindlichkeit 5. Rücktrittsforderung und lachhafte Strafverfolgungsdrohung 6. Drohungen:
Kein Wohlverhalten = Kein Pfarrer 7. Irriges staatskirchenrechtliches Selbstverständnis Es scheint nicht
glaubhaft, dies sollte alles zu Lasten der Bistumsverwaltung gehen. Immerhin wären dies Gründe genug,
die gesamte Verwaltung zu entlassen. Aber: Kann man das alles der funktionierenden Bistumsverwaltung anlasten,
die der Bischof von seinem Vorgänger übernommen hat? Hierzu eine Beobachtung: Am 10. Dezember forderte
Herr Rothenberger hier den Rücktritt des Bischofs. Der Bischof reagiert sofort mit Datum vom 11. Dezember.
Dabei lässt der Brieftext mit der Strafverfolgungsdrohung erkennen, dass der Bischof sich offensichtlich
erst nach dessen Absendung beraten hat oder beraten wollte. Berät sich der Bischof, oder ist er unberaten?
#29 tertius ridens 14:23:47 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
Sprachliche Beobachtung II. „… passt in das tübe Bild, daß wir von Euch haben … „ Erstens ist festzustellen,
dass Sie wohl kulturell nicht ganz satisfaktionsfähig sein können, wenn es ihnen nicht gelingt, Relativpronomina
und Konjunktionen korrekt anzuwenden. Das wäre u. U. auch ein Hinweis gegen Ihre Behauptung, Sie seien
in leitender Stellung bei einem bedeutenden Wirtschaftsunternehmen. Zweitens weist die Verwendung des
Personalpronomens in der 2. Person Plural (wir) darauf hin, dass es unter den Bischofsverteidigern eine
„Abstimmung hinter den Kulissen“ gibt.
#22 tertius ridens 13:50:58 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
@PetrusX, Sprachliche Beobachtung: Wenn hier eine Sau getrieben wird, dann doch der Bischof von Fulda.
Damit ist es dingfest, dass Leser PetrusX die (natürlich unbegründete) Auffassung verbreitet, er halte
den Bischof von Fulda für eine solche getriebene. Zur Information: „Die Sau rauslassen“ stammt übrigens
aus der Metallurgie, weil man bei einem Schmelzprozess durch das Anstechen des Ofens zuerst die (Ofen)
Sau, also die wertlose Schlacke, herauslassen muss, bevor man an das wertvolle Metall gelangt.
#278 tertius ridens 22:15:05 | Dienstag, 19. Dezember 2006
Eigenzitat (kann ich auch!) „Der Brief des Bischofs an Herrn Rothenberger ist kein schweres Geschütz
und fährt auch kein solches auf. Im Gegenteil: Das ist eine Luft- und Lachnummer, die aber gerade in
ihrer Lächerlichkeit den Briefautor derselben preisgibt. Jeder blamiert sich nämlich selbst so gründlich
er nur kann, wenn man ihm dazu nur die Gelegenheit gibt. Nun, der Bischof hat diese exzessiv genutzt;
sapienti sat!“
#188 tertius ridens 19:41:22 | Dienstag, 19. Dezember 2006
Postscriptum 2 Wenn man diesen Brief dem Bischof von Fulda als Person zutrauen müsse, wie Pünktchen
schrieb, stellte dies nicht auch seine persönliche Qualifikation für das Amt, das er innehat in Frage?
Bestätigt dieser Brief die Forderung des Herrn Rothenberger nicht deutlicher, als dieser sie jemals hätte
formulieren können?
#176 tertius ridens 19:17:31 | Dienstag, 19. Dezember 2006
Postscriptum mit leichter Kritik an der Redaktion von kreuz.net Der Brief des Bischofs an Herrn Rothenberger
ist kein schweres Geschütz und fährt auch kein solches auf. Im Gegenteil: Das ist eine Luft- und Lachnummer,
die aber gerade in ihrer Lächerlichkeit den Briefautor derselben preisgibt. Jeder blamiert sich nämlich
selbst so gründlich er nur kann, wenn man ihm dazu nur die Gelegenheit gibt. Nun, der Bischof hat diese
exzessiv genutzt; sapienti sat!
#173 tertius ridens 19:02:29 | Dienstag, 19. Dezember 2006
Briefanalyse Nachdem hier nun schon seit einiger Zeit wieder der Theaterdonner rollt, sollte man den Brief
des Bischofs vielleicht einer sinnvollen Analyse unterziehen: 1. Der Bischof eröffnet mit dem Vorwurf
mangelnden Niveaus an den Adressaten, wobei unklar bleibt, ob er das inhaltlich oder sprachlich meint.
2. Dann wird dem Adressaten Vorsatz unterstellt, obwohl nicht gesagt wird, was Herr Rothenberger denn
vorsätzlich getan haben soll; hat er es etwa vorsätzlich an Niveau fehlen lassen? 3. Dann breitet der
Bischof wieder seine subjektivistische Befindlichkeit aus, die er als Ekel beschreibt. 4. Dann kommt der
unterschwellige Vorwurf der Gotteslästerung gegen kreuz.net und Herrn Rothenberger, ohne dass dieser
Vorwurf jedoch substantiiert werden würde. 5. Schliesslich greift er Herrn Rothenberger persönlich an
und empfiehlt diesem, doch erst seine eigene Biographie aufzuarbeiten, bevor er ihn, also den Bischof,
angreift. Aber würde eine möglicherweise unaufgearbeitete Biographie des Herrn Rothenberger dessen Schreiben
entwerten? 6. Abschliessend droht der Bischof Herrn Rothenberger mit einer Anzeige bei der Fuldaer Staatsanwaltschaft,
ohne zu sagen, welchen Straftatbestand dieser erfüllt haben sollte. Etwa wegen §§ 186/187 StGB (Üble
Nachrede/Verleumdung)? Waren die Aussagen von Herrn Rothenberger etwa „nicht erweislich wahr“ oder gar
„erweislich unwahr“? Und unter allem dann noch eine grosskotzige Unterschrift in Seitenbreite. Das ganze
ist auch für den Staatsanwalt lachhaft!
#93 tertius ridens 10:06:52 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Vom Anstand wieder zur Sache In der sprachlichen Analyse des Bischofsbriefes fällt auf, dass die Pronomina
der 1. Person (ich/wir) jeweils drei Mal so häufig verwendet werden wie die der 2. oder 3. Person (30 :
9 : 10). Wer da schreibt, schreibt hauptsächlich über sich selber!
#75 tertius ridens 01:16:03 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Sprachliche Beobachtung Wenn man den Gebrauch der persönlichen Fürwörter in diesem Brief analysiert,
stellt man folgende Verteilung fest: 1. Person (ich/wir): 30 2. Person (du/ihr): 9 3. Person (er, sie,
es/sie): 10 Das Verhältnis der Pronomina in der 1. Person steht also zur 2. und 3. Person jeweils im
Verhältnis von etwa 3 : 1. Was verät das über den Schreiber des Briefes? amDg
#42 tertius ridens 14:53:42 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
sacerdotes massones novam sanctam venerabo candelasque inflammabo ut sim sub praesidium sancta Rota me
custodit a peccatis abdicabit in ultimo iudicio novae novus sanctae ordo fodiens sub rotae signo et crux
stat in medio membra autem confessores non sunt veri redemptoris sed sectae massonicae malleus est eorum
signum et scorteum ligaculum quibus arcanas celebrant rotam volvunt contra sanctam Dei sponsam verbi castam
quae est arca foederis machinantur contra fidem Dei negant potestatem destruendi cupidi palam laudant
bonitatem humanam et integritatem sua ficta comitate colent mundanam religionem decertantque revelationem
volunt seips’ redimere epulas opulentas habent communitatisque lapsum lugent sed gaudent in latibulo nam
omnis sacerdos venenatus omnis praelatus deformatus gradatim fidem destruit sic instillant fel draconis
opus perficiunt ultionis qui odebant nos per saecula
#11 tertius ridens 19:39:38 | Dienstag, 5. Dezember 2006
idolatria fuldensis In illo tempore dixit Henricus canonicis suis: „Cum venerit religiosus ad sedem maiestatis
meae primum dicite: Amice, quare venisti? Et ille si perseveraverit pulsare ad portam , nihil date ei,
minime iustitiam, sed eicite eum foras cum talpas et vespertillones, socios suos.“ Et sacerdote veniente
ita factum est, quia indignati sunt canonici valde et dixerunt: „Amice, noli turbare circulos nostros;
paupertas tua tecum sit in perditione. Vade retro satanas, quia Henrici litterae mere privatae divulgasti
neque pastoralis consociationis erectionem recte petisti. Non intrabis in gaudium episcopi nostri.“ Et
eiecerunt eum, qui neminem in adiutorium inveniens, nam cardinales solent esse di carnales. Ille autem
flevit deficiensque consolatorem praeter Dominum Deum suum. Inde gavisi sunt distribueruntque inter se
latrones canonicati dioecesim, eamque expedite dividens in pastorales consociationes. Sacerdotibus inimicis
expulsis a fide defecerunt novumque cultum mammonis inthronizati sunt, quem sedens in vitello aureo bacchanalia
celebraverunt circumsalueruntque. Tum autem Filius Hominis revenit, rationem reddens de animabus eorum.
Filius hominis autem ad ianuam pulsans minime virgines sedulas lampas suas custodiens invenit, neque vilicos
sedulos, sed incrassati, impinguati, dilatati, dei contemptores, veneratores simulacri, superstitii veterae
haruspices cruore respersos, fautoresque summi sacerdotis perditi. Omnes inde mortum dolent. Explicit
Evangelium Henrici magnifici. amDg.
Übersetzung Wo stiehlt der Sohn (den Dolch) gezückt, und Mathilda mit Gold geschmückt, den Gläubigen
die Seelen? Dort, wo verglüht der Glaube, und Heinrichs Kehle dem Raube letztes Geleit gibt. Er, der
raubend Falsches spricht, den Glauben frisst und ihn zerbricht des lieben Geldes willen. Welchen nur hast
du geboren, den Betrüger, der verloren, genährt an deiner Mutterbrust? Dich „Die Börse“ recht wir nennen,
als Geldes Mutter wir dich kennen, heil’ge Schwester der Schatulle. Wenn die Börse schwanger quillt,
auch der Hochmut stetig schwillt, stets der Glaube dran zerbricht. Da der Tarquinier einst vertrieben
sind auch wir dereinst getrieben, rauszuwerfen Deinen Sohn! Welche Wächter werdens hindern, Werdens Polizisten
mindern, Deines Sohns Exilium? Heinrich, denke Deines Endes, und das Glaubensschicksal, wend’es damit
du nicht wie Staub verwehst. Reicht das?
mater mathilda ubi latrant filius rapax et mathilda auri capax animas fidelium? ibi fides deglutitur immo
totus sepelitur in Henrico gutture qui latrando falsa fingit vorat simul et confringit carinam pecuniae
qualem, mater, peperisti fraudatorem nutrivisti in uberibus immo mater sterlingorum sancta soror loculorum
quam nos bursam dicimus nam si bursa detumescit et superbia semper crescit semper fides deficit rex superbus
olim pulsus veniet fore etiam tempus filium expellere num prohibebunt ianitores armigerique saeviores
filii exsilium? o Henrice finem cave verique fidei nunc fave ut non putabis pulveri
@ adlimina erras, fratre! non idibus, sed calendae decembris adsunt et non iam praeteriti! Nonne erat
augure illudante Gaio Iulio dies ipse fatum? amDg
#36 tertius ridens 21:50:59 | Donnerstag, 30. November 2006
@ Betroffene Da ich selbst weder die Fähigkeiten eines Textor (vulgo Goethe) oder Schüttelspeers (vulgo
Shakespeare) besitze, bitte ich die poetische Qualität der Übersetzung zu entschuldigen.
#34 tertius ridens 21:10:50 | Donnerstag, 30. November 2006
Übersetzung (etwas freier) Hier, wo Gläubige verspottet, und die Spolien versoffen, das ist Fuldas Kurie.
Hier kriegt niemand gratis Gnaden, oder auch nur Gratians Gaben ohne einen Pfennig Geld. Aussen Petrus,
Nero innen innen Wölfe, aussen Linnen; weiß wie Schafe wolln sie sein. Solche steuern Petri Nachen,
mit dem Schlüssel diese lachen, der den Himmel uns verschließt. Diese Tumben wolln uns lehren, diese
wollen uns bekehren und sind doch wie Nacht so dumm. Dieses Schiffs Piratenlenker, Heinrich heißet dieser
Denker, der da liegt im Hinterhalt. Dickes Fell und fetter Magen großes Monstrum, auch an Plagen, doch
nicht erlöst von seiner Sünd. Dann mit Tück’ und Augenmerk gehen reißend sie ans Werk, rauben Priester
uns und Geld. Dann triumphiert der Räuber, frech, inthronisiert, verfressen und singt Blech im Takt mit
den Kanonikern, über Seelen, die verlassen, die zerstört, an Kraft verschlissen, über ihr vollendet
Werk. Ich hoffe, das reicht, oder?
#32 tertius ridens 17:45:12 | Donnerstag, 30. November 2006
Das soll die Wahrheit sein? A – autoritär (im positiven Sinne) L – liebevoll G – gut E – ehrlich R –
reale Sichtweise M – mutig I – intelligent S – streng S – saubere Weste E – eloquent N – nah an den Menschen
hic fideles illudantur hic et spolia debacchantur id est fuldensis curia ubi nemo gratus gratis neque
datur absque datis Gratiani gratia Petrus foris intus Nero intus lupi foris vero sicut agni ovium tales
regunt Petri navem tales haben eius clavem ligandi potentiam hi nos docent sed indocti hi nos docent sed
nox nocti indicat scientiam hic priatis principatur Henricus qui nuncupatur sedens in insidiis ventre
grosso lata cute grande monstrum nec virtute redemtum a vitiis tunc occurrunt cautes rati donec omnes
sint privati tam nummis quam clericis tunc triumphat latro procax sedens in cathedra vorax cantans cum
canonicis super animas relictas desolatas et afflictas experti sunt opere
Einsetzungsbericht/Wandlungsworte Während nach byzantinischer Tradition die Wandlung, wie zutreffend
festgestellt, durch die Epiklese stattfindet, verlangt das auf scholastischer Tradition der lateinischen
Kirche beruhende Verständnis die Aussprache der Wandlungsworte / des Einsetzungsberichts durch den Priester
in repraesentatione Christi capitis. Erst der „flatus vocis“ der Wandlungsworte bewirkt die Transsubstantiation
der eucharistischen Materie in Fleich und Blut Jesu.
#37 tertius ridens 23:59:18 | Sonntag, 26. November 2006
Bischöfliche Dialogbereitschaft Warum … wurde in einem Leserbeitrag mehrfach gefragt, aber die Fragen
blieben unbeantwortet – warum? Ganz einfach: Weil Menschen, die sich nicht rechtfertigen müssen, das
auch nicht tun. Oder hätte jemand der Diskussionsteilnehmer schon einmal gehört, dass ein „Wirtschaftskäpitän“
die Entlassung von Mitarbeitern ohne Not begründet hätte? Anders als ein Wirtschaftsunternehmen, für
das Mitarbeiter zu oft nur „Kostenfaktoren“ sind, hat die Kirche die Aufgabe, die Gläubigen (vereinsrechtlich:
ihre Mitglieder) zum individuellen, überzeitlichen Heil zu führen. Dafür, also zur Erfüllung dieser
Aufgabe, schulden die Gläubigen der Kirche auch (finanzielle) Beiträge, damit sie diesen Auftrag erfüllen
kann. Dabei wird vorausgesetzt, dass die („Amts-“) Kirche diese Aufgabe kennt und sich ihr stellt. Dass
die Kirche diesen Auftrag vergessen haben könnte, scheint nicht denkbar … oder doch? Es wäre zu fragen:
1) Warum hat die Kirche das vielleicht vergessen? 2) Was hindert die Kirche daran, sich dieses Auftrags
wieder zu erinnern? Der Hl. Augustinus schreibt, es gehe der Kirche schlecht, wenn es ihr (zu) gut gehe
und gut, wenn es ihr schlecht gehe. Vielleicht ist ja tatsächlich die finanzielle Frage das Problem (und
nicht eine Folge des Problems). Bischöfe, die mit der Kraft ihrer Persönlichkeit und ihres Galubens
überzeugen müssten, hätten es gewiss schwerer als solche, die (einsame) Verwaltungsentscheidungen durch
ihre Hand auf dem Kirchensteuersäckel einfach dekretieren und durchsetzen!
Imprimatur @ clarissa colonia Ich weiss zwar nicht, ob das „inkriminierte Kommunionbuch“ ein Imprimatur
besitzt, wohl aber, dass dies wohl keine Rolle gespielt hat oder spielt. Wer es als Oberhirt billigend
hinnimmt oder einfädelt, dass unliebsame „Mitbrüder im priesterlichen Dienst“ (so Mons. Algermissen
in den Einleitungen seiner Predigten) unter Missachtung elementarster Grundrechte (auch in der Kirche
gibt es so etwas nämlich – wie z. B. des Persönlichkeitsschutzes aus can. 220 CIC) durch verleumderische
Kampagnen in ihren Ehrenrechten beschädigt oder aus dem Bistum gedrängt werden, dem ist es doch gründlich
schnurz, ob eines seiner Scheinargumente einer intensiveren oder gar rechtlichen Prüfung standhält.
Schließlich hat die Verletzung kirchenrechtlicher Anspruchsrechte seit dem Jahre 2000 in der Diözese
Fulda gute Tradition. Für das anbrechende dritte Jahrtausend erwartete der verewigte Pontifex eine Rechristianisierung
Europas. Tertio millennio adveniente ist in Fulda aber nur die Entrechtlichung der Kirche und ihrer Gläubigen
durch freche und feiste Ignoranten angekommen.
#22 tertius ridens 20:18:00 | Mittwoch, 15. November 2006
„Fulda-Kreis“ als (einzige?) „Sekte“ im fuldischen Klerus? Da in Fulda nur der sogenannte „Fulda-Kreis“
öffentlichkeitswirksam auftritt, ist es weithin unbekannt, dass es in Fulda auch noch eine weitere Gruppierung
von Klerikern gibt, die, als „geistliche Gemeinschaft“ getarnt, viele einflußreiche Kleriker der Diözese
umfasst, auch Kanoniker des Kathedralkapitels. Zwischen dieser „Räuberynode“ (öffiziöse Bezeichnung)
und dem „Fulda-Kreis“ bestehen zahlreiche personelle Übereinstimmungen. Selbst unter vielen Priestern
der Diözese Fulda wird vermutet, dass sich diese „Räubersynode“ immer wieder als „Strippenzieher im
Hintergrund“ betätigt, um offizielle Entscheidungen in ihrem Sinne zu beeinflussen.
#24 tertius ridens 17:03:57 | Dienstag, 14. November 2006
Römische Entscheidung zum Kirchenaustritt Die römische Kommission für die authentische Auslegung der
kirchlichen Rechtstexte hat in einer Entscheidung aus dem Jahre 2006 festgestellt, dass der Austritt aus
der katholischen Kirche, wie er z. B. in Deutschland durch eine Erklärung vor einer stattlichen Stelle
(Amtsgericht oder Standesamt) erfolgt, nicht zu einer Kirchenstrafe (z. B. Exkommunikation) führt. Nur
wenn ein solcher Kirchenaustritt vor dem eigenen Pfarrer oder Generalvikar erklärt wird und er den ausdrücklichen
Willen erkennen lässt, sich von der Kirche als Glaubensgemeinschaft zu trennen, ist dieser als sogenannter
„schismatischer Akt“ zu werten, der die Exkommunikation nach sich zieht. Die deutschen Bischöfe haben
zwar öffentlich behauptet, die in Deutschland übliche Praxis erfülle die Bedingungen dieser Entscheidung;
dies stimmt aber nicht. Wer heute mit der oberhirtlichen Kirchenleitung unzufrieden ist, sich aber gleichzeitig
als (guter) Katholik fühlt, kann den Oberhirten mit einem Kirchenaustritt den finanziellen Wind aus den
Segeln nehmen. Ein (staatsrechtlicher) Kirchenaustritt hat nach der römischen Entscheidung keine Auswirkung
auf die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche als Glaubensgemeinschaft. Wer mit der oberhirtlichen Kirchenleitung
in Deutschland unzufrieden ist, hat also die Chance, nicht nur auf kreuz.net zu meckern, sondern zu handeln!
#113 tertius ridens 13:04:08 | Sonntag, 12. November 2006
Private Briefe weitergegeben? Der Fuldaer Bischof hat unlängst durch seinen Bischofsvikar verlautbaren
lassen, bei den Schreiben an P. Hönisch SJM habe es sich um Privatschreiben gehandelt, deren Weitergabe
an Dritte sein, des Bischofs, Vertrauen in die SJM zerstört habe. Nun kann an dieser Stelle zwar nicht
geprüft werden, ob es sich bei den fraglichen Schreiben tatsächlich um „persönliche“ oder „private“
Briefe des Bischofs gehandelt hat; es besteht jedoch auch kein Grund, an den diesbezüglichen Aussagen
P. Hönischs zu zweifeln. Brisanz gewinnt der Vorwurf des Bischofs, wenn man weiß, daß Bischof Algermissen
selbst Briefe, die ausdrücklich mit dem Vermerk „persönlich“ gekennzeichnet sind, ungeniert an Dritte
zur Kenntnisnahme weitergibt! Wer selbst so etwas macht, hat wohl kaum das Recht, derartiges anderen vorzuwerfen!