Dienstag, 14. November 2006 17:25
Lesername: clarissa colonia
Beiträge: 2.088
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Mittwoch, 6. Februar 2008 15:03
clarissa colonia: Gesetz und Gestzesrezeption.
Zugegebenermaßen kann das hier diskutierte Problem nich mit dem Rechtsinstument der Epikie/Aequitas canonica gelöst werden, weil dies, wie zurecht bemerkt, nur den Ausnahmefall der Nichtanwendung eines Gesetzes im Gegensatz zum Regelfall seiner Anwendung darstellt.

Hier geht es um den Gesetzescharakter selbst: Wenn Gesetze (i. e. S.) abstrakte Regelungen sind, die einer passiv rechtsfähigen Gemeinschaft und ihren einzelnen Gliedern ein bestimmtes Tun oder Lassen vorschreiben, dann ist ihre Rezeption durch die Gemeinschaft (erkennbar an ihrer Befolgung) essentiell. Dementsprechend erkennt die (Kirchen- und Zivil-) Rechtswissenschaft auch den gesetzesgestaltenden Charakter jeder passiv rechtsfähigen Gemeinschaft an: Durch Consuetudo bzw. Desuetudo wirken die Adressaen eines Gesetzes an dessen gesetzlicher Rechtskraft mit:
Consuetudo verbürgt einer Gemeinschaft die Möglichkeit, Gesetze (im Bewußtsein der Gesetzesübung) durch gewohnheitliche Befolgung einzuführen.
Desuetudo bedeutet, daß ein formell erlassenes Gesetz durch allgemeine gewohnheitliche Nichtbefolgung keine Gestzeskraft erlangt, bzw. diese durch Nichtbefolgung wieder verliert.
Kein Gesetz, das Tun oder Lassen im äußeren Bereich regelt oder regeln will, kommt ohne oder gegen die mehrheitliche Akzeptanz der gesetzesfähigen Gemeinschaft zustande, für die es erlassen wurde.
M.E. wollte der Beitrag des ew. Ordensmanns genau darauf abstellen, obwohl seine Aussage wohl mißverständlich formuliert war.
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Dienstag, 5. Februar 2008 16:18
clarissa colonia: Liebe/r/s Pünktchen,
nirgendwo, niemals und auf keine Weise hätte, habe oder werde ich behaupten, die Liturgiereform sei ohne Auswirkungen auf die Kirchenbesucherzahlen geblieben – ebenso kann ich aber auch nicht behaupten, sie hätte solche gehabt:

Für beide Behauptungen fehlen mir nämlich hinreichende empirische Argumente. Gibt es denn repräsentative empirische Studien zu den Gründen des Besucherrückgangs?

Solange es diese nicht gibt, können wir über die Gründe für den Rückgang nur spekulieren.
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Dienstag, 5. Februar 2008 16:09
clarissa colonia: Gott erhalte Marcel Lefebvre!
Erhalten am 25. März 1991. [mehr…]
Dienstag, 5. Februar 2008 16:04
clarissa colonia: Publizieren Sie bei der turba marcellina schismatica?
Sicher in historia ecclesiastica:

„Zwei Räubersynoden zerstören die Kirche“ – Die Eichensynode und das 2. „Konzil“ im Vatikan“

„Gianbattista Montini und sein Doppelgänger – Veröffentlichung geheimster Vaticanurkunden“

„Vier Bischofsweihen zwingen Papstdarsteller ins Schisma – Union nur im tridentinischen Ritus“
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Dienstag, 5. Februar 2008 15:43
clarissa colonia: Meinten Sie damit etwa den
tractatus de maleficos et sagas (n. Ged. zit.)? War das nicht die unerfreuliche Schrift, in der arme sagae (wie ich) als strigae verfemt wurden; mit detaillierten Anweisungen, wie diese zur Feststellung der Wahrheit zu befragen und deren Schuld festzustellen sei?

Nun, ja; manchmal verfolgen mich auch purgatorische Anwandlungen; aber cinerificatio oxydativa ist nicht wirklich eine Lösung. Denken Sie nur an den berüchtigten Phönix: Kaum hoffte man, ihn los zu sein, war er wieder da. Ich fürchte, das ist auch mit eingeäscherten Gedanken so …
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Dienstag, 5. Februar 2008 15:22
clarissa colonia: Werter petrusbinsfeldus,
in der Tat muß ich einräumen, daß mir die Ironie Ihres Beitrags entgangen ist; so dem so ist, nehme ich meine Insultation selbstverständlich mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns und heldenmütiger Zerknirschung zurück und bitte um Entschuldigung.
Beabsichtigten Sie, die Provinzialität der Nachricht zu karikieren? mfG, cc.
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Dienstag, 5. Februar 2008 15:12
clarissa colonia: @ petrusbinsfeldus
Sie sind ein Dummschwätzer und im Unterschied zu Ihrem Namensgeber offensichtlich in der Vergangenheit stehengeblieben! [mehr…]
Dienstag, 5. Februar 2008 13:26
clarissa colonia: Kausal- oder Temporalkonnex?
Wenn ich Butter in die Sonne stelle, sehe ich, daß sie weich wird, nachdem ich das getan habe. Der Kausalzusammenhang zwischen beiden Ereignissen entspricht nicht meiner Beobachtung, sondern ist Folge verstandesmäßiger Interpretation dieser Ereignisse.
Interessanterweise stellen gerade die Aristoteles- und Kantverächter (vgl. KrV A80/B106) hier einen Kausalzusammenhang zwischen Vat.-II und Kirchenbesuch her, obwohl Kausalität doch von beiden als Verstandeskategorien erkannt bzw. definiert werden. Aber, das ist typisch: Erst Aristotelismus, Thomismus oder Idealismus als „Sündenfall“ der (ansonsten rein christlichen, augustinischen oder vielleicht neoplatonischen) Theologie bezeichnen, sich aber dann ihrer Erkenntnisse bedienen!
Nun gut. Wir haben zwei Ereignisse: Vat.-II und sinkender Kirchenbesuch. Was wir feststellen können, ist eine zeitliche Koinzidenz beider; daraus aber einen Kausalkonnex zu machen und auf monofaktorielle Erklärungen zu setzen, bekommen nur die üblichen 25-Volt-kreuz.net-Birnen hin. Und das, obwohl man Aristoteles, Thomas oder Kant für den theologischen Sündenfall schlechthin hält. Ist das nicht ein eklatanter Widerspruch?
Können hier nicht auch gesellschaftliche Prozesse eine Rolle gespielt haben (bislang unbeleuchtet: Waren die Konzilsväter als 68er in Deutschland auf der Straße?).
Das wäre doch mal eine richtig fetzige kreuz.net-Schlagzeile. Damit könnte man auch einer seriösen Auseinandersetzung mit den Ursachen für den Besucherrückgang vermeiden!
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Dienstag, 5. Februar 2008 12:59
clarissa colonia: Gediegene journalistische Leistung!
Der Artikel ist (bis auf die beiden letzten Absätze) aus der Nassauischen Neuen Presse übernommen.

Ob da wohl die urheberrechtlichen Probleme berücksichtigt wurden?
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Montag, 4. Februar 2008 15:55
clarissa colonia: Was haben Sie im Becher,
werter Kelch-mit-dem-Elch? Wer würde so einen Blödsinn verzapfen?
Außerdem: Kirche hat (kirchenrechtlich) leider keinen Ausgang und nach staatlichem Recht tritt man nicht aus der Kirche aus …
Wer hat da also was verzapft?
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Montag, 4. Februar 2008 15:22
clarissa colonia: Werte Herren,
zwei Dinge gehen hier, scheints mir, durcheinander: 1) Die Erkennbarkeit Gottes im Licht der natürlichen Vernunft. 2) Der Glaube Jesus Christus als Erlöser der Welt.

Zu 1) An den Gott, der als Schöpfer der Welt im Licht der natürlichen Vernunft sicher erkannt werden kann, muß man nicht glauben, weil man ihn mithilfe der Vernunft sicher erkennen kann; an diesen muß man nicht glauben, denn man kann ihn beweisen.

Zu 2) Nur durch die Verkündigung kann man im Glauben erkennen, daß Jesus Christus der Erlöser der Welt ist, weil sich dies nicht zwingend aus der Schöpfungsordnung ergibt.
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Montag, 4. Februar 2008 15:07
clarissa colonia: Werter Hódmezövásárhelykutasipuszta,
in meinen Zimmern hat noch nie ein Freudentanz stattgefunden, „wenn es gegen die Rationalität und die Vernunft“ ging. Kommt die Verallgemeinerungstendenz vom Pusztagrasrauchen?

Außerdem: Werte Vorschreiber, besser erst den Unterschied zwische Pronomen und Konjunktionen kennenlernen, bevor Sie Theorien zur frühkindlichen religiösen Entwicklung veröffentlichen. Ich rate hier zur Lektüre von Erich Feifel, der einen Zusammenhang mit den Untersuchungen zur frühkindlichen psychischen Entwicklung von Andersson herstellen konnte.
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Montag, 4. Februar 2008 13:27
clarissa colonia: Werter engelhardt,
1) es ist mir nicht erinnerlich, wann ich Ihnen das Du angetragen hätte; unterlassen Sie bitte diese plumpen Vertraulichkeiten!
2) durch Vertraulichkeiten werden Ihre Wortbeiträge nicht besser oder gescheiter. Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Lesen bildet, man sollte es nicht glauben. Das wäre wohl auch bei Ihnen der Fall, sollten Sies mal versuchen.
3) Offensichtlich gibt es nicht nur bei Katholiken, sondern auch bei Agnostikern (etc.) einen Trend zum Zweitbuch! Werter engelhardt, diesen Trend sollten Sie nicht verpassen!
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Montag, 4. Februar 2008 11:57
clarissa colonia: Natürlich sagt das etwas über die Anzahl der so Geretteten,
denn alle, auf die das zutrifft, können auf die Erlösung hoffen. [mehr…]
Montag, 4. Februar 2008 11:55
clarissa colonia: Die Selbstironisierung
der Redaktion schon im Titel wurde aber bislang geflissentlich übersehen, oder? [mehr…]
Montag, 4. Februar 2008 11:25
clarissa colonia: Das Vat.-I intendierte mit seiner Aussage
m. E. die Feststellung, daß auch Menschen, die noch nie mit der christlichen Verkündigung konfrontiert worden sind, Gott als Schöpfer der Welt im Lichte der ihnen geschenkten natürlichen Vernunft erkennen können. Daraus resultiert auch deren Verpflichtung zur Einhaltung des natürlichen Sittengesetzes, das dieser vernunftgemäßen Gotteserkenntnis entspringt.

Wenn jemand, so das Vat.-I, ohne eigenes Verschulden nichts von Jesus und seiner Offenbarung des Vaters gehört hat, kann er dennoch im Hinblick auf Gottes Erlösungsordnung gerechtfertigt sein, wenn er der vernunftgemäß erkennbaren Schöpfungsordnung folgt. Wer also unverschuldet die christliche Botschaft nicht kennt, jann dennoch gerettet werden, wenn er vernunftgemäß Gott erkennt und dem natürliches Sittengesetz folgt.
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Montag, 4. Februar 2008 11:10
clarissa colonia: Werter Wundertäter,
wie wäre es mit
„impii secta marcelli impiorum“?

Praeterea: Nach Auffassung des Vat. I muß man von Gott nicht gehört haben, um ihn vernünftig erkennen zu können; zumindest ist die vorherige Kenntnis Gottes keine Voraussetzung seiner Erkenntnis, weil das nämlich auf eine petitio principii hinausliefe: Um Ihn erkennen zu können, muß man Ihn erst kennen …
Damit hätte das Vat. I eine sinnlose Aussage formuliert, was jedoch kaum anzunehmen ist.
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Montag, 4. Februar 2008 11:05
clarissa colonia: Schön, ein Scherz zum Rosenmontag …
Kann einer der Leser (realistisch) beurteilen, ob der zitierte Gesetzesantrag Chancen auf eine parlarmentarische Mehrheit und auf Gesetzeskraft hat? Und selbst wenn: Würde ein solches Gesetz vor dem Verfassungsgerichtshof Bestand haben?
Vielleicht wäre die Beantwortung dieser Fragen zielführender als einfache Entrüstung?
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Montag, 4. Februar 2008 10:32
clarissa colonia: Kleine Anfrage,
die Sie mir, werter Wundertäter, hoffentlich nicht krumm nehmen werden:
„secta marcelli impiorum schismaticique“
Wenn secta Nom. Sg. f. ist und marcelli das GenO (ob possessiv oder partitiv bleibt gleich), dann ist der Gen.-Pl. impiorum Attribut zu secta. Dann aber paßt entweder der Gen.-Sg./Nom.-Pl. schismatici nicht, oder das enklitische -que ist unrichtig.
Meinten Sie:
„secta impiorum marcelli schismatici“, oder
„secta marcelli impiorum schismaticorumque“, oder
„secta marcelli impii schismaticique“, oder
sollte „secta marcelli impiorum schismaticique“ ein Hyperbaton sein? Dann aber stört das -que.

Nichts für Ungut, cc.
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Montag, 4. Februar 2008 10:11
clarissa colonia: So viel Verve in der Debatte, meine Herren?
Relata (non ipsa lecta) refero: Also, 1) das kleine Ferkel findet Gott nicht, weil die Religionen, die es kennenlernt, alle nur sinistre Fundamentalismen sind. 2) Das ist aggressiver Atheismus, weil Religionen schlecht weg kommen. 3) Der Autor verfolgt auch sonst weltanschaulich a- bis antireligiöse Ziele und Ideen.

So, so; so also sieht die Verderbnis unserer Kinder aus: Ein antireligiöser Fundamentalist schreibt ein Kinderbuch mit eindeutig antireligiöser Aussageintention.

Darf ich da doch mal auf drei Sachverhalte aufmerksam machen:

1) Gott kann im Lichte der natürlichen Vernunft sicher erkannt werden (Vat. I); da wird nicht eingeschränkt, ab welchem Alter das denn möglich sein soll. Also: Kindern mehr zutrauen; auch und gerade mehr an eigenem (vernünftigen) Urteil.

2) Was vermag wohl ein Kinderbuch gegen das Beispiel und Vorbild liebender und geliebter Eltern? Wenn das Kind seine Eltern nicht als Zeloten erlebt, wird es das klischeehafte Buch wohl weglegen, weil es mit seiner Erfahrung nicht übereinstimmt.

3) Auch Atheisten/Agnostiker haben kraft negativer Religionsfreiheit das Recht, ihre Kinder atheistisch/agnostisch zu erziehen. Daß Kinderliteratur nach deren Geschmack angeboten wird, darf da nicht erstaunen. Vielleicht werden die so erzogenen Kinder tatsächlich „Produkte“ ihrer Erziehung; sie werden es aber mit oder ohne dieses Buch.
Und: Dessen Lektüre wird sie nicht vor dem Glauben schützen, wenn dieser wirklich Gnade Gottes ist und nicht „gemacht“ werden kann.
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Samstag, 2. Februar 2008 17:46
clarissa colonia: Kann mir jemand helfen?
Gibt es irgendwo eine Rechtsgrundlage für

„das Menschenrecht auf sexuelle und reproduktionelle Selbstbestimmung!?

Habe ich namhafte Beiträge in der Grund- und Menschenrechtsdebatte verpaßt; gab es eine GG-Änderung?

Das ist doch gequirlter Unfug!
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Samstag, 2. Februar 2008 17:34
clarissa colonia: Mutierte der Sohn schon zum leibhaftigen Gottseibeiuns?
Opera selecta von Gottseibeiuns:
19.01.2008 20:42: „Lehmann und Co. sind Verbrecher, die eine ganze Generation von Katholiken um ihr kulturelle Identität gebracht haben!“
19.01.2008 20:46: „Die FSSPX scheut die klaren Worte nicht und nimmt kein Blatt vor den Mund. Das hat sie gemeinsam mit unserem Herrn Jesus Christus!“
21.01.2008 18:41: „Wie kann man nur…? Schon schlimm die Pius-Brüder!!!. Sie ehren den Herrn aufrichtig so, wie es die Kirche mehr als 1000 Jahre lang getan hat.“

Ich hege keinen Zweifel, daß der Herr die Welt erlöst hat und für seine Kirche schon Sorge tragen wird.
Sie und die Ihren propagieren aber, das Heil der Welt hänge von der Zelebration der Hl. Messe im „richtigen“ Ritus ab, weil Gott, so muß man das wohl zuendedenken, nur denen seine heiligmachende Gnade zuwenden wird, die das Hl. Meßopfer nach dem Missale von 1962 oder früher zelebrieren.
Ich will gar nicht fragen, wie es mit den orientalen Katholiken ist, die noch nie nach dem Missale62 zelebrierten. Vielmehr interessiert mich: Kann der Herr denn seine Kirche erhalten, wenn es ihm nicht mal gelingt, den außerordentlichen wieder zum ordentlichen Ritus der Kirche zu machen?
Sicher fühlt man sich in einer selbstreferentiellen Gruppe wohl; aber die Heilsgewißheit der 144.000 Auserwählten der Apokalypse durch die „alte Messe“ hat schon andere in sektiererische Eigenheiten geführt. Wir warten jetzt nur noch auf die FSSPX-Prognose zum Weltende. Leider vertreiben sie noch keine Traktate an den Straßenecken!
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Samstag, 2. Februar 2008 15:22
clarissa colonia: Ich schriebs schon andernorts:
Wenn mein Auto streikt, gehe ich in die Werkstatt. Bei Schmerzen im Knie konsultiere ich den Orthopäden; in Rechtsfragen den Juristen. Folgelogisch müßte man annehmen, es entbehre nicht einer gewissen Stringenz, in theologischen Fragen den Theologen als kompetent anzusehen.

Schon seit den Zeiten des Pariser Mendikantenstreits hat sich die Kirche entschieden, Theologie als Wissenschaft (scientia) und nicht als Weisheit (sapientia) anzusehen. Daher hat sie ihren Platz an der Universität und nicht im stillen Kämmerlein weltweiser Persönlichkeitsbildung und frommer Andachtsübung.

Ich kann mir nicht helfen: In keinem der vielen wissenschaftlichen (auch theologischen) Werke, die ich gelesen habe, mitunter zu lesen gezwungen war, wurde den Publikationen des Schmid-Verlags jemals Erwähnung zuteil.

Nach Hinweis hier habe ich mich mit dessen Verlagsprogramm beschäftigt: Wenn diese Publikationen einen Schluß auf den intellektuellen Horizont ihrer Zitanden zulassen, dann zeugt die Hand der Schreiben gegen den mutmaßlichen „Glauben“ der Autoren! Im Klartext: Wer Schmid-Verlags-Publikationen als „Theologie“ zitiert, oder seine „Theologie“ aus ihnen schöpft, hat längst die Grenze zwische Glauben und Aberglauben in Richtung Ideologie und Aberglauben verlassen! Viele Grüße an die Societas Errantium!
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Samstag, 2. Februar 2008 15:08
clarissa colonia: Mehrerlei Gnadenmaß?
Wie oft haben wir hier von den unterschiedlichsten Gnadenarithmetikern schon gehört, das Heil von Welt und Kirche hänge ursächlich an der Wiedereinführung der „alten Messe“, an der ausschließlichen Zelebration des „alten Ritus’“, als würde Gott nicht wissen, was der Welt zum Heil fromme. Selbst, wenn dem denn so wäre, würde es der Allmächtige wohl zu wirken wissen, daß der außerordentlich wieder zum ordentlichen Ritus wird.

Nun aber staunt der geneigte Leser nicht schlecht:

„Christus sorgt auch für die richtige Finanzierung auf Erden, ganz so wie Er das für richtig erachtet … „ (Zitat)

Da muß man sich doch fragen: Wenn der Allmächtige ohne die „alte Messe“ nicht das Heil der Welt zu wirken vermag, wie sollte es dann seinem Sohn, der zweiten trinitarischen Person dann gelingen, auch nur den zeitlichen Unterhalt seiner Kirche und ihrer Diener zu sichern.

Für eine Lösung dieses eklatanten Widerspruchs in der Argumentation wäre ich dankbar!
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Freitag, 1. Februar 2008 22:31
clarissa colonia: Ich glaube an die Realpräsenz und die Transsubstantiation,
aber ich sehe Brot,

ich rieche Brot,

ich schmecke Brot,

auch wenn es kein Brot mehr ist, weil seine Substanz bei unveränderten Akzidenzien gewandelt ist.

Wo auch immer ich eine Hostie sehe, kann ich also nicht feststellen, ob sie konsekriert ist, weil sich konsekrierte und nichtkonsekrierte akzidentiell gleich sind. Da fragt man sich schon, wie römischen Bodenfunde sicher als konsekrierte oder nichtkonsekrierte Hostien identifiziert werden konnen:
„Sogar in den großen Konzelebrationen, auch in Rom, wurden verschiedentlich auf den Boden geworfene konsekrierte Hostien gefunden.“ (Zitat)

Ob sich bei der Exposition tatsächlich eine konsekrierte Hostie in der Lunula befindet – wer kann es sicher feststellen? Ich kanns nicht; ich kann es nur glauben; ich darf es glauben; ich muß es glauben, weil es die Vernunft übersteigt.

Ich mache im Übrigen keine Witze über das Heilige; ich lache nur über die grotesken Verrenkungen Meldungen zu fingieren: Inhalt minimal; Aufregung maximal.
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Freitag, 1. Februar 2008 18:26
clarissa colonia: Kann der schockierte EB
konsekrierte Hostien denn am Geruch/Geschmack/Aussehen von unkonsekrierten unterscheiden; wenn er das kann, wird wahrscheinlich von Satanisten schon seine Entführung geplant. Satanisten, die ja für konsekrierte Hostien (angeblich) viel Geld zahlen, könnten so ein Konsekratiometer sicher gut gebrauchen. Vielleicht könnte der EB seine Fähigkeiten sogar noch dahin erweitern, daß es ihm möglich wird, an Geruch/Geschmack/Aussehen auch noch den Ritus zu erkennen, indem konsekriert worden ist. Dann lassen ihn die Satanisten sicher nie mehr gehen. [mehr…]
Freitag, 1. Februar 2008 10:18
clarissa colonia: Mi care fili,
Sie befinden sich in mehrfacher Weise im Irrtum:

1) Wenn Sie der Auffassung sind, meine Meinungsäußerung, in Fragen der kirchlichen Lehre würde ich Sie nicht konsultieren, sei ein unsachlicher Schlag unter die Gürtellinie, so träfe das nur zu, wenn man annähme, Ihre Gürtellinie liege knapp über dem Hirn.

2) Bevor Sie abwertende Äußerungen über bestimmte Berufe äußern, sollten Sie sowohl Vorurteilskritik betreiben als auch über die kritisierten Inhalte kundig machen.

3) Mich trifft Ihre Kritik nicht, weil ich einen anderen Beruf ausübe als den von Ihnen unterstellten.

4) Das Florentinum dogmatisierte nicht die kirchliche Lehre, sondern stellte sie nur im Hinblick auf die Unionsbemühungen positiv dar. Anatheme, die doch das Wesen der dogmatischen Lehraussage sind, wurden nur gegen ganz bestimmte, namentlich genannte Häresien/Häretiker bzw. deren Anhänger formuliert.

5) Mit Ihnen ist wie mit Drewermann: Wenn man kein Hebräisch kann, versucht mans halt mit Tiefenpsychologie. Und wenn man von kirchlicher Lehre keine Ahnung hat, greift man eben zu den Veröffentlichungen des Schmidt-Verlags!
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Donnerstag, 31. Januar 2008 15:54
clarissa colonia: Leider hat sich unser kleiner filius absentiert,
weshalb ich jetzt mal das Florentiner Dogmenkonzil erwähnen muß, und die Florentiner Plätzchen und natürlich die Florentiner Hüte. Vor allem, die alten Hüte, haben es ja manchem magisch angetan, ja, und die Magie, das ist ja so etwas richtig Schönes, weil, da hat man das Hailige ja in der Hand.

Wie alt muß ich eigentlich noch werden, bis kreuz.net aufhört, die ältesten Hüte als dernier cri zu präsentieren.

Der Irenismus der Humanisten ist an Kontroverstheologie und Apologetik gescheitrt, genauso wie diese am Ökumenismus. Wenn jetzt ein Jesuit wieder irenische Ideen entwickelt, führt das nicht dazu, daß die Kuppel von St. Peter Risse bekommt. Aber kreuz.net schafft es, daraus eine Schlagzeile zu generieren. Ich weiß nicht, was ich mehr bewundern soll: Die Produktion einer Meldung durch creatio ex nihilo, oder die Dreistigkeit, dies als Meldung auszugeben.
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Donnerstag, 31. Januar 2008 15:38
clarissa colonia: Kompetenzfrage:
Wenn mein Wagen streikt, geh’ ich zum Meister.
Wenn mein Knie schmerzt, zum Orthopäden.
Wenn ich Rechtsbeistand brauche, zum Juristen.
In Fragen der kirchlichen Lehre würde ich deshalb sicher nicht den filius ecclesiae konsultieren!

Liebe/r/s Pünktchen, klingt wie Ex-cathedra, ists aber nicht. Das ist ein Problem des vorangehenden Pontifikats: Obwohl man manches hätte „dogmatisieren“ können (wollen?), tat mans nicht; Gründe unbekannt; vielleicht, weil man sich nicht abschließnd festlegen wollte? Damit bleibt bei der Enzyklika (ordinatio sacerdotalis?) wieder mal die Frage nach ihrer Rechtsqualität unbeantwortet und eben nur durch Theologen und Kanonisten zu beantworten. Sie wissen ja auch sehr genau, das entnehme ich Ihren vielen Postings, die profunde Kenntnis verraten, daß mit beinahe gekauft kein Vertrag zustande kommt; und beinahe dogmatisiert ist halt auch knapp daneben.
Ich persönlich bräuchte keine Priesterinnen
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Donnerstag, 31. Januar 2008 14:40
clarissa colonia: Nun gut, die Kirche hat keine Vollmacht=göttliches Recht.
Dann sind aber die Donaudampfschiffahrtsfrauenpriesterinnenweihen aber gültig, wenn die Kirche nur keine Vollmacht hat.

Außerdem besitzt der Pontifex die Unfehlbarkeit in rebus fidei et morum, aber nur dann, wenn er sie feierlich ausübt. Schauens halt doch mal in Pastor aeternus nach (D1821ss), was damit gemeint ist. Lesen bildet, sogar wider Willen, sie werdens kaum glauben. Wie das geht, haben wir in der Kirche seither zweimal erlebt; ich glaube, das letzte Mal am 01.11.1950 (D2331ss).

Alle anderen päpstlichen Meinungsäußerungen, ob schriftlicher oder mündlicher Art, sind beachtenswert, aber nicht unfehlbar. Ohne das Sollemnitätserfordernis wäre auch die Bitte um einen Kaffee, oder um neues Papier für die Pontifikaltoilette unfehlbar!?
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Donnerstag, 31. Januar 2008 13:15
clarissa colonia: Um etwas als „göttlichen Rechts“ zu qualifizieren,
bedarf es doch mehr als der Behauptung auf kreuz.net. Und durch behaupten wird etwas auch nicht einfach göttlichen Rechts.

Wer mal die eigene Nase in die entsprechenden Aussagen des magisterium ecclesiasticum steckt und nicht nur wiederkäut, worin schon andere hier geirrt haben, wird schnell feststellen, daß nirgendwo eine inhabilitas (dogmatis causa) definiert wird. Und auch die Aussagen zur Unerlaubtheit lassen nicht erkennen, daß es sich dabei um ein Verbot göttlichen Rechts handeln würde. Wäre dem nämlich so, hätte der verewigte Pontifex dies in seiner einschlägigen Enzyklika auch gesagt, weil es das zwingende Argument für seine These ist. Hat er aber nicht.

Also ist das Verbot der Frauenordination bis zum Beweis des Gegenteils als ius mere ecclesiasticum anzusehen, das ggf. auch geändert werden könnte.

Wer widerlegt mich?
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Donnerstag, 31. Januar 2008 13:08
clarissa colonia: Tja, so ist er eben, iste filius noster!
Wenn es zum Schwure kommt, verdrückt er sich! [mehr…]
Donnerstag, 31. Januar 2008 12:14
clarissa colonia: Können oder Dürfen?
Nichtkönnen heißt, daß Frauen im Hinblick auf das Weihesakrament materia inconsecrabilis sind, also würde an Frauen die Weihe gar nicht „kleben bleiben“. Das hat die Kirche aber nie definiert, oder kann mich hier jemand mit einem Dogma widerlegen?

Nichtdürfen heißt aber, Frauen sind weihefähig. Damit wäre die den Donau-Dampfschiffs-Priesterinnen gespendeten Weihen gültig, weil der bischöfliche Weihespender gültig das Weihesakrament empfangen hat und die Frauen (ich bin keine von ihnen und bräuchte persönlich auch keine Priesterinnen) damit gültig weihen konnte. Wenn Frauen zwar gültig geweiht werden können, aber nicht geweiht werden dürfen, war die Weihehandlung nur unerlaubt und die aus ihr resultierende Weihevollmacht durch suspension ipso facto nicht erlaubt ausübbar.

Meine Herren, Sie haben sich gerade zwischen Scylla und Chariybdis verfahren!
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Donnerstag, 31. Januar 2008 11:42
clarissa colonia: KÖNNEN, oder DÜRFEN
Frauen das Weihesakrament nicht empfangen. Da wir hier ja so viele Experten haben, möcht’ ich diesen pomus aureus doch mal in die Mitte werfen.

Welcher der so mutigen und klugen Herren traut sich?
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Donnerstag, 31. Januar 2008 11:38
clarissa colonia: Mi care fili,
Sie werden doch sicher (hoffentlich?) den Denzinger benutzen, um uns über das Florentinum aufzuklären; in meiner Ausgabe (31., 1960) steht es jedenfalls drin. Sollten Sie des Lateinischen nicht mächtig sein, täte es wohl auch der Hünermann mit Übersetzung für Untersetzer, sofern Herausgeber und Jahr bei ihnen keinen reflexartigen Modernismusverdacht erzeugen. In meiner Ausgabe findet sich das unter den marg.-n. 691ss. Dabei ging es um die Union mit den Griechen, Armeniern und Jakobiten:
D691 Filioque im Credo einfügen bei Union mit KK; D692 Eucharistisches Brot kann gesäuert (fermentatum) oder ungesäuert (azymos) sein, beides gültig; D693 katholische Eschatologie; D694 Universalprimat; D695: 7 Sakramente in genere (intentio faciendi, quod facit ecclesia); D696-702 7 Sakr. in specie; D703-704 Trinität Gottes; D705 Verurteilung d. Sabellianismus, Arianism., Macedonianism.; D706 Protologie (omnis natura, inquantum natura est, bona est);D707 Verurteilung d. Maichäism.; D708 Gleiche Wesenheit aller trinitar. Personen; D709 wahre Menschheit Jesu; D710 Verurteilung d. Ebio, Cerinthus, Marcion, Paul v. Samosata, Photinus et 8 aliorum; D711 Erlösungsbedürftigkeit d. Menschen; D712 Aufhebung d. mosaischen Gesetzes; D713 omnis creatura Dei bona; D714 Juden, Heiden u. Schismatiker kommen ins ewige Höllenfeuer; D715 Konsekrationsworte.
Wo sind die Dogmen des Dogmenkonzils? Oder bezieht sich Ihr ceterum censeo etwa einzig auf D714?
[mehr…]
Donnerstag, 31. Januar 2008 11:03
clarissa colonia: Werte nachtlaterne,
ist es bei Ihnen auch hell genug für fremde Gedanken, oder fürchten Sie, sich beim schlechten Licht die Augen zu verderben? Aus welcher trüben Quelle schöpfen Sie nur den Unfug, den Sie hier als Lehre der Kirche ausgeben wollen? [mehr…]
Donnerstag, 31. Januar 2008 10:54
clarissa colonia: Ist das Glossolalie,
oder hat kreuzis Schreibmeditation auch einen Sinn, den man verstehen kann. Gibt es eine Verbindung zu diesem Artikel, die ich übersehen habe? [mehr…]
Mittwoch, 30. Januar 2008 10:33
clarissa colonia: Werter turk,
Sie schwadronieren. Studieren Sie mal das Kirchenrecht statt Ihrer „St. Pölten“ Bulletins [v.d.Red.zens.]. Die Taufe, mit der man dem corpus christi mysticum und der ecclesia visibilis inkorporiert wird, hat einen charcter indelebilis! Und schon Erzbischof Dyba formulierte (mit gewissem Bedauern), daß die Kirche n un einmal keinen Ausgang habe. Im Hinblick auf Ihre mediokren monomanen Postings (und die anderer Schreiber) möchte man sich diesem Bedauern durchaus anschließen. [mehr…]
Mittwoch, 30. Januar 2008 10:27
clarissa colonia: Wer solche Diffamierungskampagnen führt,
ist ein Schmierfink! [mehr…]
Mittwoch, 30. Januar 2008 09:24
clarissa colonia: Es wirft ein fragwürdiges Bild
auf eine Website, die mit dem Slogan „katholische Nachrichten“ wirbt (N. B.: Wurde das Attribut „katholisch“ kirchenamtlich verliehen; falls nicht wäre kreuz.net ungefähr so katholisch wie der Verein „Donum Mortis e. V.“), daß sie mit stets neuen „Nachrichten“ derartigen Zuschnitts ihre „Koterien“ befriedigen muß.

Es wäre wünschenswert, würde die Redaktion hier größere Zurückhaltung und hinsichtlich der Leserzuschriften ein rigideres Kontrollregiment üben. Damit müßte man auch (ohne scheinbares Ausweichen in das außereuropäische Ausland) deswegen keine juristischen Folgen gewärtigen, ob sie nun zum Ziel führen oder nicht.
[mehr…]
Mittwoch, 30. Januar 2008 09:16
clarissa colonia: Statt sich in wilden Scheinargumentsgefechten zu ergehen,
ob die fraternitas marcellina nun Teil der Kirche ist, oder nicht, sollten die werten Herren und Damen Diskutanten eher in sich gehen. Die Versuche, die jeweils andere Seite von der Richtigkeit der eigenen Meinung bzw. „Lesart“ der Dinge zu überzeugen, muß notwendig fehlgehen. Die Argumente sind ausgetauscht; es stehen sich Guelfen und Ghibellinen gegenüber. Katholisch, dem Wort und Sinn nach, wäre es für beide, um die Erleuchtung der jeweiligen kirchlichen Oberen durch den Hl. Geist zu beten, damit das Schisma (sofern es nicht nur rechtlich, sondern auch faktisch und theologisch bestehen sollte) alsbald überwunden wird. [mehr…]
Mittwoch, 30. Januar 2008 01:05
auch Exkommunizierte sind/bleiben Teil der Kirche, weil die, wie EB Dyba schon feststellte, eben keinen Ausgang hat. Exkommunizierten werden nur bestimmte, klar definierte kirchliche Gliedschaftsrechte entzogen, bzw. sie sind/werden an der Ausübung dieser Rechte gehindert. Anders als in Form einer Beugestrafe macht Exkommunikation auch gar keinen Sinn, weil sie ja beabsichtigt, dem Delinquenten durch die Strafe die Größe seiner Verfehlung gegen die communio ecclesiastica deutlich zu machen, um ihn so zur Umkehr und damit zur Wiederherstellung der plena communio zu führen. [mehr…]
Dienstag, 29. Januar 2008 12:02
clarissa colonia: Na, liebe/r/s Pünktchen, so ganz stimmt das ja nicht mit dem Schlafzimmer-TÜV,
denn zumindest im Sozialhilferecht nach SGB besteht die Rechtsvermutung, daß eine Wohngemeinschaft verschiedengeschlechtlicher Personen auch eine Geschlechtsgemeinschaft darstellt, die damit den Tatbestand der Bedarfsgemeinschaft erfüllt, so daß Sozialleistungen nach entsprechender Tatsachenvermutung gekürzt, bzw. gegeneinander aufgerechnet werden, weil eine Bedarfsgemeinschaft präsumiert wird, was bei einer Wohngemeinschaft gleichgeschlechtlicher Personen nicht geschieht! [mehr…]
Dienstag, 29. Januar 2008 11:40
clarissa colonia: Werter Joseph,
Also, ich referiere: Was Rabbi Raschi über die Beseelung des Menschen sagt, ist Quatsch. Was ein anderer Rabbi aber über den Zusammenhang zwischen Abtreibung und dem Kommen des Messis sagt, ist richtig.

1) Woher, bitte, nehmen Sie die Kriteriologie, anhand derer Sie erkennen können welcher jüdische Rabbi nun mit seiner Meinung recht hat; oder hat recht, wer Ihre Meinung vertritt oder argumentativ stützt?
2) Ich habe lediglich referiert, daß die der Abtreibungsproblematik zugrundeliegende Frage keine Neue ist; aus der Wiedergabe tatsächlich vertretener theologischer Lehrmeinungen die Unterstellung zu zwirbeln, dies liefere Abtreibungsbefürwortern Argumente, ist mehr als hanebüchen.
3) Daß der Mensch eine Einheit aus Leib und Seele ist, dürfte sogar hier unbestritten sein. Daß es die Seele ist, die das spezifische „humanum“ des Menschen ausmacht und nicht Gene und Erbanlagen ebenfalls.
4) Die in diesem Forum vorgetragenen (mir so nicht bewußten) ontogenetischen Fakten zwingen zu einer differenzierten theologischen Betrachtung, denn, wenn die Beseelung in momento conceptionis stattfindet, müßte sich die Seele bei einer „Zwillingsteilung“ ja mit teilen; oder, es würde dann eine Seele nachgeliefert; oder, es findet erst dann die Beseelung statt, aber, was war dann vorher? Und: Wenn sich eine Zwillingsteilung „zurückbilden“ kann (so habe ich das verstanden), was geschieht dann mit der „überzähligen“ Seele?
5) Ich verwies auf den theol. Klärungsbedarf, damit keine „Lücke“ entsteht.
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Dienstag, 29. Januar 2008 10:32
clarissa colonia: Werte Nachtlaterne,
schön, daß Sie wenigstens mit dem großen Bluff gründlich aufgeräumt haben! Trotzdem sag ichs nochmal: Die Hl. Schrift zitieren oder Fluchpsalmen dichten ist kein Ersatz für fehlende Argumente! [mehr…]
Dienstag, 29. Januar 2008 02:43
clarissa colonia: Liebe/r/s Pünktchen,
… Nacharbeiter …
Ich muß gestehen, ich kannte diese Statistik und ihre graphische Aufbereitung nicht. Aufgrund meiner bescheidenen Lebenserfahrung weiß ich aber, wahrscheinlich wird es Ihnen ähnlich ergehen, daß monokausale Erklärungen oft falsch, häufig ideologieverdächtig sind. Lassen Sie mich (das soll jetzt aber keine Mäeutik werden!) dazu ein paar Fragen stellen, die Sie wie die PCI beantworten können:

Der signifikante Rückgang seit 1970 ist unstreitig. Gibt es sichere Indizien, die es erlauben, diesen Rückgang auf
-das Vat. II,
oder
-die Liturgiereform (die doch erst nach 1970 erfolgte),
oder
-den theologischen Paradigmenwechsel durch das Vat. II,
oder
-das Eindringen von Modernismus/Freimaurerei/Idealismus in die Kirche,
oder
-die gesellschaftlichen Umbrüche seit 1968
zurückzuführen?
Wenn „ja“ zu allen Teilen, würde die Revision der Entscheidungen/Prozesse (sofern möglich) auch mutmaßlich zu einem Wiederansteigen der Zahlen führen?

Was wäre nötig, um ein Ansteigen der Zahlen der Gottesdienstbesucher herbeizuführen?
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Dienstag, 29. Januar 2008 02:18
clarissa colonia: Na, lieber Ex…
ist das das Forum der Nachtarbeiter? [mehr…]
Dienstag, 29. Januar 2008 02:03
clarissa colonia: Werte Herren!
Nur aus Neugier bestreite ich Ihre Aussagen (rein formal); nehmen Sie einfach an, lieber Lebelhuber, ich sei beweissüchtig!
Ein interessantes Argument, werter vineta (vinea? vinetum? vineus?): Hätte die römische Kirche Theologen heiliggesprochen, die in einer derart fundamentalen, ja quasi vitalen Frage so fundamental-fatal geirrt hätten?

Nun, ich muß zugeben, ich habe in dieser Frage auch immer (ohne große Reflektion, obzwar in Kenntnis der Beseelungskontroverse) die Position „Mensch von Anfang an“ vertreten. Nicht, daß ich diese nun angesichts der hier geführten, teilweise hochkarätigen Diskussion für obsolet hielte, oder einfach ersatzlos (oder schlimmer noch: zugunsten einer Auffassung, die das Lebensrecht wahrlich vital infragestellte) „über Bord“ würfe. Aber verschiedene hier vorgetragene Fakten haben mich nachdenklich gemacht, ob „das Alles“ denn so einfach ist, wie sich eine alte Frau das vorgestellt hat. Zumindest bedarf es reiflicher Reflexion, um die vorgetragenen medizinisch-biologischen Fakten theologisch so zu integrieren, daß daraus nicht eine „Lücke“ im System entsteht, die mit „theologischer Billigung“ innerhalb einer bestimmten Zeitspanne einen Abortus „erlauben“ würde. Ich bin mir aber sicher, daß ich weder berufen noch imstande bin, dies zu leisten. Da müssen wirkliche Periti ans Werk, nicht ich.
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Dienstag, 29. Januar 2008 01:26
clarissa colonia: Werte Nachtlaterne,
ist es bei Ihnen noch hell genug, so daß Sie sicher ausschließen können, sich mit dem Zitat eben nicht selbst gemeint zu haben? [mehr…]
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Dienstag, 29. Januar 2008 01:25
clarissa colonia: o, mi care fili,
ich wiederhole mich ja nur ungern (auch das sagte ich schon zur Genüge); trotzdem nochmals:

utinam filius ecclesiae fidelis esses, plus legisses!

Außerdem wurden meine (theologischen) Lehrer, bei den anderen spielt das keine Rolle, noch alle ihre Weihen lange von dem MP „Ministeria Quaedam“ empfangen. Ich denke, das sagt genügend über deren Alter und Ausbildung. Wenn Sie aber schon so vollmundig mit angelesenem Wissen und fremden Federn aus angeblich allen Kirchengeschichtsbüchern prunken, dann nennen Sie doch Quellen, damit Ihre Meinung überprüfbar wird. Ansonsten gilt: nil praeter mala aer!
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