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#13 No Comment 23:47:42 | Freitag, 2. September 2011
Es ist überwiegend wahrscheinlich, dass die LC mittelfristig einen Schwerpunkt in Mexiko zugewiesen bekommen – oder in einen mexikanischen Teil diözesanen Rechts und eine Neugründung päpstlichen Rechts (außerhalb Mexicos) zerlegt werden.
#138 No Comment 08:14:26 | Donnerstag, 1. September 2011
Zollitsch war nie Seelsorger, immer im „Ordinariat“, genau der Typ von Apparatschik, der „das System“ bedient. In diesen Dunstkreis muss er „Signale“ senden, anstatt Zeugnis zu geben. Die Bauchrednerpuppe des Medienkardinals will mit der nichtsynodalen Nebensynode namens Prozessdialog (eine Gerichtsverhandlung?) vor der Ge’chichte punkten. Aber es zündet nicht. Orate, fratres…
ORF 2 schrieb so schön: „Abschied von Otto Habsburg“, also doch mit „von“, wenn auch verschämt verschoben: „Abschied Otto von Habsburgs“. Das wär’s gewesen.
Lest das Missale! Der Ritus wäre nicht defizitär, würde er so gefeiert wie es im Messbuch steht. Noch
noch 1969 wollte Kardinal Frings, dass in jeder größeren Pfarrei mindestens 1 Sonntagsmesse auf Latein
angeboten wird. Die Verlegenheit dann laut Latein reden zu müssen hat wohl die Vollverbannung der Liturgiesprache
aus dem „novus ordo“ extrem beschleunigt… Englisch, Französisch, Platt, Spanisch, auch Griechisch,
Hebräisch, alles ist einschlussweise drin, nur kein Latein. Armselig.
Tja… Das sind die wesentlichen Daten der beteiligten Bischöfe „im Anfang“ der story: *Francisco María
González y Arias † (30 Jan 1931 Appointed – 20 Aug 1946 Died) *Alfonso Espino y Silva † (2 Aug 1947
Appointed – 15 May 1951 Appointed, Coadjutor Archbishop of Monterrey, Nuevo León); was hat M.M. dem späteren
Ebf. von Monterrey, wo er dann „Erbschaften“ machte, eigentlich erzählt?? War es in Mexico üblich, dass
Priesterweihen in das Heiligtum N.D. de Guadalupe „verlegt“ wurden??
@D.T. Gern; aber mein passives Italienisch reicht nicht ganz für eine elegante Übersetzung. M.M. war
ein vaganter Seminarist, der es offenkundig der guten, familiären Vernetzung im von Kirchenverfolgung
geprägten Mexico verdankte, dass er überhaupt zur Priesterweihe gelangte obzwar schon „Tendenzen“ auffielen.
Und dann die kühne Ausnutzung der politischen Nachkriegslage in Italien und Spanien! Frage: Gibt es überhaupt
Priester, die zusammen mit M.M. die Weihe empfingen? Oder hat der Onkel den M.M. einzeln und separat geweiht?
Und in welcher Diözese war der Jungpriester inkardiniert? Hat er jemals irgendwo einen regulären priesterlichen
Dienst angetreten? Irgendeine pastorale Aufgabe übernommen?
Fortsetzung! gab es das je, dass eine bedeutende Gründung ihren Namen geändert hat, angeblich auf Vorschlag
Pius XII.?? „Maciel continuò la preparazione al sacerdozio sotto la supervisione dello zio Francesco
Gonzalez Arias. Nel 1941 fondò a Città del Messico la Congregazione dei Missionari del Sacro Cuore e
della Vergine Addolorata. La maggioranza dei seminaristi originari lasciò successivamente la congregazione.
Ricevette l’ordinazione sacerdotale nel 1944 nella basilica di Nostra Signora di Guadalupe a Città del
Messico dallo stesso zio Gonzalez Arias[15]. Nel 1946 Maciel fu ricevuto in udienza da papa Pio XII. Nello
stesso anno il rettore della Pontificia Università di Comillas (Santander, Spagna), il gesuita Francisco
Baeza, fece un viaggio in America Latina per offrire borse di studio a giovani seminaristi. Grazie all’amicizia
con Martin Artajo (ministro degli esteri del regime franchista), Maciel riuscì a portare in Spagna il
primo gruppo di giovani seminaristi. Nel 1948, per ragioni ancora non chiarite, i gesuiti allontanarono
Maciel e i suoi seminaristi da Comillas[16]. Maciel ottenne nel 1948 dal vescovo di Cuernavaca, Alfonso
Espino y Silva, l’erezione canonica come congregazione di diritto diocesano. Maciel era stato avvertito
che la Santa Sede stava per inviare una comunicazione, che ne disponeva il rinvio sine die ed ottenne
dal vescovo di anticipare la cerimonia di due settimane. La comunicazione della Santa Sede giunse quando
ormai era troppo tardi.“
@Domenico Aus dem ital. w.pedia-Artikel: „Secondo la biografia ufficiale, nel 1934 ricevette la vocazione
al sacerdozio. Nel 1936 entrò nel seminario minore di Veracruz, che risiedeva clandestinamente a Città
del Messico ed era diretto dallo zio Rafael Guizar y Valencia, vescovo di Veracruz (nel 2006 fu canonizzato
da Benedetto XVI). Nel giugno dello stesso anno, secondo la biografia ufficiale, ricevette la vocazione
a fondare un nuovo ordine religioso[13]. Alla morte dello zio (ma su sua disposizione) nel 1938 fu dimesso
dal seminario[14]. Entrò allora in quello della diocesi di Chihuahua, dov’era vescovo un altro suo zio,
Antonio Guizar y Valencia. Come seminarista della diocesi di Chihuahua fu ammesso al seminario interdiocesano
di Montezuma (Nuovo Messico, Stati Uniti), retto dai gesuiti. Nel 1939 Maciel fu espulso anche dal seminario
della diocesi di Chihuahua. Si rivolse ad un altro suo zio, Francisco Gonzalez Arias, vescovo di Cuernavaca.
Poté così continuare gli studi a Montezuma come seminarista della diocesi di Cuernavaca, ma nel 1940
fu espulso definitivamente, di notte e in gran fretta, dagli stessi gesuiti. Maciel ha sempre spiegato
queste espulsioni come conseguenza dei suoi tentativi (malvisti dai superiori) di riunire alcuni seminaristi
per fondare la sua congregazione. I biografi indipendenti le hanno invece spiegate come conseguenza della
scoperta, da parte dei superiori, delle sue tendenze omosessuali.“
#19 No Comment 22:37:25 | Montag, 28. Februar 2011
@Domenico Möglicherweise reicht es für „blühende Berufungen“ immer noch aus, einen Orden so zu führen
wie es St. Ignatius vorgemacht hat. Wenn die Societas Jesu sich treu geblieben wäre, hätte es für das
Plagiat L.C. statt S.J. keinen Platz gegeben. An die Evangelischen Räte appellieren kann man auch ohne
sie zu leben. Das passiert mitunter auch einem gewöhnlichen Fastenprediger mal… Oder wie Max Scheler
angeblich mal sagte: Ich bin Wegweiser, von selber gehen war nicht die Rede… (sinngemäß). Ordensgründungen
„funktionieren“ auch bei einem eherschwachen Charisma, wie z.B. die „Brüder der christlichen Liebe“ in
Kevelaer (heute Canisianer). Da sammelte man im 19. Jh. einfach ein paar Arbeitskräfte für den Wallfahrtsbetrieb
ein. Was „Rom“ nie hätte genehmigen dürfen, das ist m.E. das hochgradig verdächtige totale Kritikverbot
ggü. M.M. Da muss der Kardinal Pironio wohl „geschmiert“ worden sein. Solche Gelübde zu verlangen ist
m.E. fundamentalen Prinzipien des Ordensrechts so sehr entgegen, dass die ganze Approbation keine definitive
Kraft hat entfalten können. Im Übrige gibt es hinweise, dass die Rehabilitation des sexbesessen Suchtkranken
1959 in die Sedisvakanz fiel, d.h. vielleicht auch ungültig war. Und wer weiß: War M.M. überhaupt gültig
geweihter Priester??
@Heggi Ausnahmsweise: Zustimmung!! Mir missfällt immer mehr dieser Sodano. Da kommt sicher auch noch
was hoch… Nicht unbedingt ‘sex + crime’, aber vielleicht –- Bereicherung??
#159 No Comment 21:32:16 | Dienstag, 22. Februar 2011
Wenn die „Alte Messe“ wirklich geeignet ist, die Krise der Kirche „schneller“ zu beenden. Warum ist dann
die SSPX eine Splittergruppe mit dem Charakter einer pseudotridentinischen Freikirche geblieben? Die „Alte
Messe“ hätte ihr doch die „frommen Massen“ zuführen müssen? Fehlanzeige.
#11 No Comment 20:56:59 | Montag, 21. Februar 2011
Konsequenz: eigentlicher LC-Gründer ist JP2 Rudolfus, im Ernst: Johannes Paul II. hat die Kongregation
approbiert. Er sollte fortan als ihr Gründer gelten; und die Legionaries sollten seine Schriften lesaen
anstatt die von M.M.
#64 No Comment 10:27:25 | Samstag, 12. Februar 2011
Legionaries of the Cross ‘Legionäre des Kreuzes’ wäre wohl ein besserer Name… Als kanonischen Gründer
sollten die Legionäre dann Papst Johannes Paul II. verehren, der die Institution ja approbiert hat; und
seine Schriften lesen anstatt die des Besessenen.
#10 No Comment 22:21:30 | Dienstag, 8. Februar 2011
Die FSSPX ist erwiesenermaßen eine pseudotridentische Freikirche. Ihre Existenzberechtigung verdankt
sie dem Prinzip der Religionsfreiheit. Im ‘ancien regime’ wäre sie verboten worden und ihre Bischöfe
hätten das Schafott bestiegen.
#22 No Comment 16:49:21 | Samstag, 5. Februar 2011
Karl Lehmann steckt dahinter! Wohinter? Sämtliche Kampagnen gegen Bischöfe, die für „Köln“ in Frage
kommen (wohin er 1987 erfolglos strebte), TvE, G.L. Müller, Overbeck, sind mit einer Sicherheit, die
vernünftigen Zweifeln zu schweigen gebietet, im Vorzimmer des Kartoffelsacks ersonnen.
#12 No Comment 11:34:52 | Freitag, 21. Januar 2011
Dr. phil. Dr. theol. Karl Lehmann hat, wie Hans Küng, nie eine Habilitationsschrift verfasst. Seine philosophische
Dissertation gilt als gut, seine theologische ist zwar quantitativ imposant aber ohne Wirkung geblieben.
Das übrige theologische Werk ist nicht der Rede wert. Er hat es in einer Albertus-Vorlesung nochmals
auf 16 Seiten zusammenfassen können (vielleicht von Albert Raffelt verfasst): Es ging ihm um eine „affektive“
Theologie, die sich über dazu bekenne, dass der Glaube das Denken brauche. Wir wissen: Denken ist Glückssache,
Glaube ist Gnade. Lehmann war Glücksspieler. Das zehrt freilich an der Gesundheit. Effekt: Null.
#73 No Comment 18:40:42 | Samstag, 14. August 2010
Zahlen? Soweit ich weiß veröffentlicht die EKD keine Zahlen zum Übertritt vom Katholizismus zu den
„Gliedkirchen“. Sie sind verschwindend gering; prominentes Beispiel: Hannelore („wir haben die“) Kraft,
Mülheim/Ruhr.
#51 No Comment 12:50:04 | Donnerstag, 24. Juni 2010
Die Tiara ist ja noch da!! Erstens als Symbol des Hl. Stuhls, überall präsent; zweitens an bestimmten
Festen als Zierde der Petrus-Statue im Petersdom; drittens tragen heute nicht einmal mehr Könige ihre
Kronen; viertens hängst sich der Papst auch keine Schlüssel um. Also!
No Comment Mussinghoff und Zollitsch müssen allerdings wegen Strafvereitelung ggü. übergriffigen Priestern
zurücktreten, wenigstens von den Leitungsämtern der DBK.
Immerhin. Der so gen. „Mißbrauchskandal“ erweist sich als Bumerang, der schließlich der so gen. „Schwulen-Emanzipation“
auf den Kopf fallen wird. Dixit.
@Thomasius In den 60-ern habe ich Edelmann Hentig noch nirgendwomit helfen können, jugendbedingt, und
heute wäre er mir viel zu alt) Bei aller ‘Tollerantz’!
#246 No Comment 11:54:09 | Mittwoch, 24. Februar 2010
Vertrauen? Ab wann wird die EKD der Rattvorsitzenden das Vertrauen denn entziehen? Wenn Sie mit 2,1 Promille
und 210 Stundenkilometer als Geisterfahrerin auf der A 2 dabei erwischt wird, wie sie ihr Bi***ofskreuz
als Dildo-Spielzeug zweckentfremdet, mitten im „Leben“?? Gerächt aus Glaube! (Daran?)
#8 No Comment 14:47:16 | Mittwoch, 17. Februar 2010
@Toussaint II Man bemerke aber, dass noch nie mit so SCHLECHTEN Argumenten gegen Papst + Kirche agitiert
wurde. Vor rd. 50 Jahren gab’s noch Tabus zu brechen. Jetzt zitieren sich die Tabubrecher nur noch selbst,
anstatt die NEUEN ZEICHEN DER ZEIT zu sehen. Man beobachte nur die jugendlichen Sexualneurosen außerhalb
der noch halbwegs intakten gut-bürgerlichen Inseln. Das ist das Szenario. Ein entfernter Verwandter von
mir, der als Student noch „Kommunist“ zu sein vorspielte, sagt heute als Psychotherapeut (und Wiederkirchgänger):
Der Jugend fehlt die Religion und die Erziehung. DIXIT:
#1 No Comment 13:49:24 | Mittwoch, 17. Februar 2010
SPIEGEL-Gründer Augstein hat’s vorgelebt! Wie gewöhnlich gut unterrichtete Kreise wissen, hat der sexbesessene
Alkoholiker Augstein wieder und wieder seinen Journalisten die Freundinnen und Frauen ausgespannt, systematisch
Beziehungen und Ehen gestört und sich so allerhand Eskapaden „gegönnt“. Das ist das „Evangelium“ des
SPIEGEL!
#75 No Comment 09:17:04 | Dienstag, 26. Januar 2010
Sollzisch Der organisierte Katholizismus in Deutschland zischt ins Soll. Aber „man“ wollte ja einen schwachen
Vorsitzenden, der die Ära Benedetto „aussitzt“. Aber Vorsicht! Erstens dauert die länger als von der
DBK „geplant“ und zweitens wirds danach nicht wieder so gemütlich wie in Würzburg um 1975…
#24 No Comment 16:04:56 | Montag, 9. November 2009
Mauerfall? Kreuz.net mauert permanent gegen Paul VI. Klüger wär’s mal zu lesen, was B XVI in Brescia
und Concesio gesagt hat. Den ‘Internationalen Preis Paul VI.’ hat Benedetto übrigens an die Sources Chretiennes
verliehen, ebd. Das wär doch mal wieder einen Maurer-Artikel wert? (Ach ja, ich vergaß, Lefebvre wollte
ja Paul VI dazu zwingen, den Kurs „der Tradition“ zu fahren, ganz genauso wie Hans Küng sich wünschte,
der Papst möge den Küngkurs fahren. (Cfr.: Was ICH glaube, S. 38 f.)) Gottlob. Im Namen des HErrn hat
Montini den guten Kampf gekämpft!
#57 No Comment 09:22:46 | Dienstag, 27. Oktober 2009
Da sind wir doch alle ganz gespannt. Die von Lefebvre propagierte Umdeutung des Messopfers in ein heidnisches
Ritual wird in Rom sicher nicht durchgehen, denn nicht Rom, sondern Lefebvre lehrt das, was Luther als
„römische Messe“ verwarf.
#19 No Comment 12:05:11 | Dienstag, 20. Oktober 2009
Der Skandal ist doch ganz anders. Die „Zölibatären“ rammeln, dass die Schwarte kracht; und arme, irre
Fromme, die noch auf das gutkatholische Jawort hoffen, werden gnadenlos vergackeiert, jedenfalls im Dunstkreis
Deutscher Di“o.Zö.“*sen… *(‘ohne Zöli…’)
#52 No Comment 11:40:58 | Samstag, 17. Oktober 2009
Hw. Hose Als nächster wird wohl Burkhart Hose auffliegen, der geradezu anti-katholische „schwarze Messen“
(neudeutsch: moonlightmessies) in der Grabstätte des Doms zu Würzburg abfeiert: Ohne Erwähnung des
Papsztes,m des Bischofs und der Jungfrau Maria; alle Texte frei interpretiert, nur in den Wandlungsworten
heißt es noch „Blut vergossen“ statt „abgespritzt“.
#8 No Comment 10:21:57 | Donnerstag, 15. Oktober 2009
Tragstuhl für Fellay? Da sich der Führer der SSPX ja sowieso nicht an das Kirchenrecht hält, kann sich
Fellay von heute auf morgen einen byzantinischen Tragstuhl beschaffen und am besten zugleich dern verwaisten
Pfauenthron des Shah von Persien.
#26 No Comment 15:31:30 | Freitag, 2. Oktober 2009
Medjuquark. Das wird noch eine enorme „Kraftprobe“. Weite Teile der „Neokatholiken“ sind medju-verseucht.
Man bemüht sich zwar eifrig, die gute Früchte des Ortes von den skurrilen Ursprungsmythen abzuschichten.
Aber wie wird das gelingen, wenn mehr und mehr Neo-liken die 99 Mio. „Botschaften“ zum KRITERIUM der Rechtgläubigkeit
zu erheben trachten?? Sehr schwierig!!
#29 No Comment 17:37:10 | Mittwoch, 30. September 2009
„Medju“ als Kriterium der Rechtgläubigkeit? Besonders fromme Marienverehrer sind seit jeher besonders
anfällig für Pseudo-Marianismen, die nichts anderes bewirken als Spaltung und Verwirrung in die Kirche
zu tragen.
#36 No Comment 13:40:43 | Donnerstag, 24. September 2009
„neokonservativ“ Neokonservativ? Das ist aus Sicht von kreuz.net wohl ein anderer Ausdruck für „jüdisch-bolschewistische
Weltverschwörung“? Wenn man, außer weiland die „DDR“, irgendeinen Begriff in Anführungszeichen setzen
muss, dann doch wohl „neokonservativ“. P.S. Marcel Lefebvre ist der Gründer einer Freikirche und wird
von seinen Anhängern folgerichtig längst mehr verehrt als San Pio X.
#9 No Comment 11:35:16 | Dienstag, 1. September 2009
Regina Einig war noch viel zu milde. Lefebvre ist keinen Deut besser als Luther. Derselbe Zorn, derselbe
Papsthass, dieselbe Dialektik, derselbe Antisemitismus, dieselbe Autoritätshörigkeit (wenn auch bei
M.L. jr. ggü. einem imaginären Potentaten).
Schwibach, 2. Juli 2009! kreuz.net, die langsamste Re(d)aktion der Welt? Der Schwibach-Artikel ist vom
2. Juli d.J. Im übrigen zitiert er das Wort von der „autodemolizione“ (wie sonst nur in Tradi-Kreisen
üblich) einmal mehr außerhalb des Zusammenhangs; die Bemerkung stammt aus einer freien Rede des Papstes
an die Seminaristen des lombardischen Seminars vom 7. Dez. 1968 (Insegnamenti Paolo VI, Bd. VI (1968),
S. 1187-89 (1188)) und ist a.a.O. Teil eines Appells, dass es eben NICHT zur Selbstzerstörung komme.
Eigentor! Schon Pius X. empfing Theodor Herzl, den Begründer des Zionismus, sehr herzlich und brüderlich;
allerdings räumte er, obwohl Freund des Judentums, dem Z. keine Chance auf Verwirklichung ein. Diese
Ansicht vertreten heute noch ca. 3/4 der Diasporajuden, die eben nicht nach Israel gehen.
Deine blauen Augen… …machen mich so sentimental, hieß es doch in der Neuen Deutschen Welle. „Blue
spanish eyes…“ heißt allerdings: melancholischer Blick!
#39 No Comment 19:57:22 | Donnerstag, 9. Juli 2009
@kathnews Soweit ich sehe hat kathnews die erste deutsche Fassung gebracht. Das Medium wird man im Auge
behalten müssen. Der Bericht über Camille Perl ist sicher auch zuverlässig recherchiert. o^/
#28 No Comment 19:18:58 | Donnerstag, 9. Juli 2009
@GMM: kreuz.net ist mit ziemlicher Sicherheit ein stark satanisch inspiriertes Projekt, das eine Karikatur
des Christentums zeichnet, um gemäßigte Kräfte nach „links“ zu drücken (und somit wieder strengere
Parteilichkeit der extremen Rechten zu provozieren). Anders ist das nicht plausibel.
#21 No Comment 18:16:25 | Donnerstag, 9. Juli 2009
Was?? Schon wieder Badde? Dr. Paul Schulmeister? Ist das ein Pseudonym für Engagement inmitten der Linken?
Paul Badde ist ja auch der erste Publizist, dem es gelungen ist, sein Dementi (!)jedweder Nähe zum Opus
Dei mitten auf der Webseite desselben zu platzieren, getarnt als Bericht über massenhafte Gebetserhörungen.
Derselbe klappert aber derart laut „augenzwinkernd“, dass man das in weniger aufgeregten Zeiten sicher
als Verspottung des Heiligen erkannt hätte. Paul dampft in allen Gassen!!
Na und? Es sind schon mehrere Enzykliken nicht zuerst auf Latein erschienen, u.a. von Leo XIII., Pius
X., XI., XII. Der „Kunstgriff“ diesmal: Die lateinischen Anfangsworte sind in jeder Vulgärsprache auch
Latein. Übrigens hat Papstfeind Dobrinski, wenn auch differenzierter als Deckers („Trauerspiel“) den
Papst, anders als G.M. Vian, absichtsvoll als „weltfremd“ gebrandmarkt. Muss man jetzt auch jeden Jourmalisten
als „sexbesessen“ geißeln??
@Gotthard Na, dann übersetz mal: Sed doctrinae quaestiones, ut liquet, manent atque, usque dum non enodentur,
Fraternitas canonicum in Ecclesia statutum non habet et eius ministri nullum ministerium legitime agere
possunt (ibid., No. 4).
Blödsinn! Papst geißlert Merkel. Dr. h.c. mult. Heini Geißler („Wenn würde Jesus heute geißeln?“),
Bundesminister a.D, und auch sonst Papstfeind erster Klasse, hat im ZDF (und anderswo) die Mißbilligung
des Merkeltums („Pragmatismus“) durch Rom durchaus darzustellen gewusst.
Benedetto verdammt Merkel-Faschismus!! Falls die „Zuschrift“ von einem k.n Sympathisanten à la Badde
stammt, dann zeigt das wieder, dass solche nicht begriffen haben, WIE SEHR die Politikauffassung der Bundeskanzlerin
von jedem (!) politischen Katholizismus –- und vielleicht sogar tausend Meilen von aller Zivilisation
entfremdet ist. Wo Kriegsmütze „Wallachsee“ SJ und andere Frankfurter Würstchen nicht konsultiert wurden,
so heißt das noch lange nicht, dass die Enz. „Wähl auch Du: CDU“ proklamiert. Aber gut, k.n ist hier
ebenso überfordert wie k.n
Mit dem Latein am Ende? Der Halbsatz ist tatsächlich etwas zweifelhaft, wenn auch in entgegengesetztem
Sinne. Denn viel wichtiger als die SSPX selber ist es, ihrer Abwerbekampagne den Boden zu entziehen. Und
das heißt: Nach „links“ wie „rechts“ die Hermeneutik des Bruchs reparieren und das Konzil „entlang J.H.
Newman“ als development (ungleich Dialektik, ungleich Evolution) zu verstehen lernen. Dieses Latein lernen
wir erst!
Mitteilung Dr. Otterbeck F.N. Otterbeck schrieb mir: „Die Ursache des Wutausbruchs von Noé kenne ich
auch nicht. Der Anlass war, dass ich zunächst in einer jur. Frage ein Erstberatungshonorar ankündigte
(nicht einmal verlangte!) und anlässlich dessen überhaupt die Frage nach einer irgendwie gearteten Gegenleistung
aufwarf. Ohne Drohungen, ohne Rechnungsstellung. Noé stellte mir ein Ultimatum: Di. 12.00 Uhr sollte
ihm eine schriftliche Verzichtserklärung über alle Ansprüche vorliegen, sonst würden sämtliche Beiträge
gelöscht. Auf so eine Drohung kann man schon wegen der Drohung selber nicht eingehen. Denn wer einmal
mit sowas droht, der würde es bei jedem Dissens wieder tun.“ Man darf vermuten, dass kath.net nicht gerade
seriös mit den Spenden verfährt.
@Franz Norbert Otterbeck Soweit ich weiß, ordnet sich Dr. Otterbeck nicht als „neokonservativ“ ein. Von
Linkskatholiken wurde er als reaktionär, von reaktionären Publizisten als linkslastig beschimpft. Wahrscheinlich
sind seine Texte einfach zu anstrengend…
kreuz.net und kath.net vereint? Liest man da richtig? k.net verteidigt k.net? Oder schreibt der Verfasser
etwa bei beiden „Privaten“? Richtig ist, dass die offiziell „katholischen“ Medien deutscher Zunge randvoll
sind mit Papsthass und Feindschaft gegenüber der Lehre der Päpste und Konzilien, nur noch mühsam kaschiert.
Nur deshalb haben die Alternativen eine Chance. Die Beter stehen zu gut 150% hinter Benedikt XVI., die
Bischöfe zu 49,99 % und die Theologie ist zu 86% gegen den Chef.
kath.net Wie kann denn das?‘Noch kurz nach Aschermittwoch übernahm das Bistum Regensburg einen kath.net
Beitrag von F.N. Otterbeck –- und heute sind alle kath.net Beiträge desselben von der Redaktion in Linz
entfernt worden.
Gernot Facius Man muss nunmal manche Dummschwätzer im Journalismus aushalten. Facius liegt zwar oft daneben,
aber besser informiert als Badde, Horst et al. ist er allemal.
@Hildegard Zwar nicht aktuell, aber treffend, das Ionesco-Zitat. Kein Gottloser will von einem Gottesmann
hören, dass sich die Gottlosigkeit rentiert. P.S. Bei kath.net rentiert sich die Göttlichkeit. Die leben
von den Spenden so wie ein verworfener Priester des 19. Jh., der den Opferstock anbohrt, um seinen Alkoholismus
zu finanzieren.
@Seefeldt Das Szenario um das bundesdeutsche § 218 Recht ist kein Gegenargument. Gerade wer den Primat
des Papstes zum einzigen Dogma erhebt und die „Kollegialität“ der Bischöfe als Irrlehre anprangert,
der müsste doch erst recht: gehorchen. Mit „Notstand“ (des Evangeliums) hat doch wohl Martin Luther schon
(falsch) argumentiert??
#184 No Comment 19:40:12 | Donnerstag, 18. Juni 2009
@Seefeldt In welchem Umfang „genau“ irgendein Kleriker, Theoploge oder Laie den Papst „anerkennt“ ist
ziemlich wurscht. Der Ernstfall ist der Gehorsam der Bischöfe; das lehren V 1 und V 2 übereinstimmend.
Wenn der Papst zu einem Bischof sagt: Tu dies, lass das, dann gibt es kein Ermessen, sondern NUR Gehorsam
oder: Rücktritt. Das gilt insbesondere für Weihehandlungen. Zuwiderhandlungen sind mit dem Jurisdiktionsprimat
NICHT vereinbar, mag man die Doktrin auch no so quetschen.
Auweia! Auch „Pascendi“ (1907) stammte „nicht“ vom Papst, sondern von Joseph Lemius u.a., „Mit brennender
Sorge“ von Pacelli und Faulhaber, „Pacem in terris“ von L.J. Lebret und P. Pavan; und „Fides et ratio“
vielleicht von Ratzinger. So what??
@Marcelus Nein, nein, Marcelus. Guck Dir mal das Foto von der Lefebvre-Beerdigung an, auf der Econe-Website.
Die Farbe der Pontifikalhandschuhe spricht Bääände!! Übrigens war der Hl. Pius X. (wie fast alle Päpste)
1914 ohne Pontifikalhandschuhe aufgebahrt. Musste man in Econe was verbergen?
Pius X. Der heilige Papst wird von den Kryptofaschisten frz., dt. und teils U.S.-amerikan. Provenienz
WIDER BESSERES WISSEN zum Schlusslicht einer „Tradition“ deklariert, während er Morgenstern der Reform
war. Im April 1907 begegnete Familie Montini dem Heiligen. Der Papst nahm seinen Pileolous ab, setze diesen
dem Kommunionkind Giambattista auf und sagte ihm voraus, dass er dereinst Papst werde. Quelle? S. Exz.
John Magee.
Na schön. Aber „die Linke“ auf „links“ zu drehen, d.h. auf rechts, ist auch noch kein Programm. kreuz.net
jedenfalls nährt sich von einem unpräzisen Hass auf alles, was sich „links“ geriert, ohne näher hinzuschauen.
Für diese virtuellen „Phalanx“-Fighter sind tatsächlich Karl Lehmann und Sarah Wagenknecht so etwas
wie Agenten derselben „Unterwanderung“. Aber die existiert wohl doch nur in Gehirnen, die seit 1968 auf
„stand by“ geschaltet sind. (Und trotzdem allmählich verschmoren…) Badde, Goesche, Mosebach etc.
Zollitsch kennt „den Glauben“! Hingen muss P. Gaudron sich mal prüfen, ob er das lehrt, was Luther irrtümlich
über die römische Messe behauptet hat. Irrtümlich. Sie ist Gegenwärtigsetzung des Herrenmakls (mit
Opfercharakter) aber nicht Wiederholung der „Abschlachtung“ Jesu.
@Antipacelli Vielleicht sind es auch 90 %. Jedenfalls ist sich die ganz überwiegende Mehrzahl des deutschen
Journalismus nicht darüber im Klaren, dass bloßes „Bewältigungsgetue“ noch lange nicht Abschied vom
Antisemitismus bedeutet. Der gelänge erst, würde man die Papstworte von Y. V. studieren und begreifen.
Foederis arca!
#101 No Comment 10:56:23 | Donnerstag, 14. Mai 2009
Na ja… In diesen Tagen begreift man die Bösartigkeit der Papstzhetze vom Jahresbeginn erst voll und
ganz. Für 85% der Journalisten sind zwar nach wie vor „die Juden“ unser Unglück (man sagt es bloß nicht
laut), vor allem aber der Papst, der die nationale, sozialistische Volksgemeinschaft neuen Typs (“ La
Merkelbrück“) empfindlich stört mit seinem Barmherzigkeitsgequatsche. Das in Y. V. Gesagte ist aber
der EINZIGE Schlüssel zur echten, nicht nur „staatspolitischen“ Bewältigung des H. B XVI hat gezeigt,
dass er die jüdische Theologie „von innen“ kennt; das unterscheidet ihn von 85% der Juden, die außer
dem H. nix mehr von Israel wissen, dem Gottesstreiter und Abraham, dem Vater viele Völker, und was da
heiliger Namen noch mehr in Erinnerung sind.
Wieder zu früh gekräht! Die Medienvertreter sind noch viel blöder als im Februar zu vermuten war. Wem
würde denn nützen, wenn der Papst das Neue Superdogma (statt: „Herr, erlöse uns von dem Übel“) „Die
Kirche, nicht die S[nde, muss vernichtet werden
Pius XII. über die Bischöfe: „Quapropter ut Apostolorum ex divina institutione successores a populo
venerandi sunt.“ (Mystici corporis, DH 3804.) Sie sind vom Volke zu verehren, da sie nach göttlicher
Einsetzung die Nachfolger der Apostel sind! Fazit: Wer gegen Bischöfe hetzt, der kann nicht katholisch
sein.
Wie der Name schon sagt… Dan „Brown“ ist ein bösartiger Rechtsextremist, der nur wegen der Dummheit
des deutschen Medienpöbels unter die „Aufklärer“ gerechnet wird.
#263 No Comment 16:06:03 | Mittwoch, 29. April 2009
Das kommt davon… Wer „Tradition“ auf bestimmte Formeln verkürzt und den sakramentalen Zusammenhang
zum Amt in der Kirche nicht wahrt, der kommt nunmal zu absurden Schlüssen. Selbstverständlich ist katholische
Lehre NICHT das, was Luther unter der römischen Messe verstand („Götzendienst“; wg. verkürzten Opferbegriffs).
Der Opfercharakter der Messe liegt im Herrenmahl, in coena Domini, begründet, nicht in der „Schlachtung“
Jesu am Kreuz. Jesus GIBT sein Leben; niemand hätte es ihm nehmen können; vgl. Predigt: Benedikt XVI.
von Gründonnerstag 2009.
#137 No Comment 11:50:02 | Dienstag, 7. April 2009
Irrtum, Mr. Weeß! Die Traditionalisten sind nicht identisch mit der „vorkonziliären“ Kirche. Der Papst
bewegt sich auf dem Boden des Konzils, gerade weil er dieselben davon überzeugen will, dass es zwar Brüche
gibt, aber nicht den „Bruch“.
Die wirksamste Christenverfolgung Wenn ein atheistischer Staat den Bischöfen 20.000 EUR monatlich gezahlt
hätte und den Priestern 10.000 EUR, dann wäre das Christentum ausgerottet gewesen.
#181 No Comment 13:06:25 | Mittwoch, 1. April 2009
Und ob! Selbstverständlich genießt die Piusbruderschaft, eigentlich Anti-Novus-Ordo-Religion, volle
Religionsfreiheit im Staat. Wäre der Staat so, wie sie es will, würde sie verboten und ihre „Bischöfe“
wanderten in Arbeitslager. Denn unter Geltung von „Staatsreligion“ richtet sich niemand nach manipulierten
Traditionsbegriffen sondern nach dem, was das Amt sagt. Und das Amt sagte 1969: Novus ordo!
Aukspurk Das Problem an der Augsburger Erklärung (A.E.) ist nicht so sehr ihr Inhalt. Denn das Konsenspapier
benennt ja auch die Differenzen. Vielmehr ist die A.E. fast sofort nach Erscheinen vor allem von der hysterischen
Theologie (vormals luthérische) desavouiert worden. Denn da gibts ja nur noch eine Wahrheit: Alles egal,
nur: Wir sind nicht Papst! Und stolz darauf.
@Antipacelli Ob Ihnen der Nachweis gelingt? Dr. Goesche (Berlin) äußerte jedenfalls im VATICAN Magazin,
dass man es merkwürdig fand, dass M.L. DEN überhaupt weihte… Vielleicht hat Williamson tatsächlich
„freimaurerisches“ (oder antifreimaurerisches??) Geld in die FSSPX eingeschleust? Im Kampf gegen das ewige
Rom? Seine Konversion ‘ad limina apostolorum’ fand ja nie statt! Und: Wurde Williamson je gültig gefirmt?
Die Ritter von San Condomi Blabla. Diesmal war’s Absicht. Der Papst wusste doch genau, dass dann, wenn
er das Wort „Prä…“ nur ausspricht, kein Mensch mehr an Williamson etc. denkt. Die Meute „gehorchte“
wider Willen.
Hexenschuss? Kreuz.net will Scheiterhaufen brennen sehen! „Todesstrafe für Abtreiber!“ Durch Genickschuss.
Oder wie ist die Beschimpfung des Oss. Rom. zu deuten??
Eucharistie heißt das Zauberwort! Hoffentlich kommt mal ein päpstliches Machtwort gegen die Exzesse
des ideologischen Ritualismus. Am besten mit Anathem!
#9 No Comment 17:59:27 | Mittwoch, 11. Februar 2009
Integralismus Die SSPX lehnt die demokratische Ordnung ‘ideell’ ab, aber sie gründet keinen politischen
Arm, um den Staat des Grundgesetzes zu stürzen. Ihr Integralismus ist zwar eine durch und politische
Lehre, aber sie will ihre virtuellen Ansprüche nur „tradieren“. Schon deshalb, weil sie selbst (innerhalb
des „Katholizismus“) die wesentliche Profiteurin der Religionsfreiheit ist. Gäbe es in Dtld. eine Staatskirche
(unter päpstlicher Aufsicht), so würde die SSPX polizeilich verfolgt, nicht diskursiv zur Selbstkritik
ermuntert.
#34 No Comment 16:02:14 | Dienstag, 27. Januar 2009
Liturgisches Gedenken? Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gedachte aber in ihrer großen Zeit des „Großen“
Willem, des Vollmachtgebers der Bismarck-Diktatur. Findet da heute* ein Reformiertes Abendlob statt? *Das
Gedenktage vorsätzlich oder fahrlässig überlagert werden, das kommt nunmal vor. Wer denkt am 3. Oktober
noch an den Todestag des FJS 1988??
Fellay mal milde… Fellay wird wohl mit der Mehrzahl (?) seiner vaganten Kleriker in Richtung ‘Rom’ steuern
und früher oder später irgendein Institut eingerichtet bekommen, ungefähr wie Gösche in der Reichshauptstadt.
Aber eine andere Strömung wird trotzdem weiter in Integralismus machen, denn das wollen die „Bienfaiteurs“
der Quasi-Sekte. Freikirchler nunmal!
#9 No Comment 16:16:32 | Donnerstag, 22. Januar 2009
Die erledigen sich von selbst. Ob nun formell exkommuniziert oder nicht: Wer Dinge verbreitet wie „Bischof“
Williamson, der ist doch tausend Meilen von jeder christlichen Zivilisation entfernt. Übrigens war auch
Adolf Hitler nie formell exkommuniziert, für den der (Noch-) Exkommunizierte ja so viel Verständnis
hat!
#27 No Comment 15:11:37 | Dienstag, 20. Januar 2009
Saublöd! Der Verfasser weiß noch nicht einmal, dass der Souverän einen Untertan mit „Du“ anredet! Wir
Wilhelm von Gottes Gnaden König von Preuszen etc. etc. etc. lassen Dich wissen, dass Du Schande über
die Monarchie bringst, Schreiberling!
#18 No Comment 17:47:46 | Donnerstag, 15. Januar 2009
Politique d’abord! Das ist doch das Leitwort von kreuz.net: Zuerst und vor allem POLITIK, wenn auch „im
Namen“ einer mit pseudotraditionellen Begriffen aufgeladenen Ideologie. Charles Maurras war im Vergleich
dazu der bessere Schriftsteller.
#23 No Comment 12:34:28 | Donnerstag, 15. Januar 2009
Megabistum Münster? Das wäre doch kontraproduktiv, dem territorial völlig zusammengeflickten Bistum
MS (fünf Regionalbischöfe!!) auch noch Essen hinzuzupacken. Besser: Die Region Niederrhein mit den Kreisdekanaten
Kleve und Wesel zu Essen, das dann Xanten-Essen wird.
#6 No Comment 12:37:41 | Dienstag, 13. Januar 2009
Mein Freund Harvey Schon der ZDF-Blödmann, der jüngst ein fehlerhaftes Vatikan-Buch bei Herder „erbrach“,
tat so, als könne man über Harvey mirnichtsdirnichts eine Privataudienz beim Papst ergattern. Ungefähr
so viel sind diese Gerüchte wert…
@Karl Josef Lefebvres Manifest vom 21.11.1974 (absichtlich 10 Jahre nach Lumen gentium) spricht dieselbe
Sprache: Wer die Liturgiereform akzeptiere, der gefährde sein Seelenheil. Richtig ist, dass M.L. der
Liturgiekonstitution ursprünglich zustimmte. Es waren Einflüsterer, die ihm nach 1970 suggerierten,
mit der alten Messe habe er das richtige Dynamit gegen das Konzil. Fehlanzeige.
#42 No Comment 18:06:05 | Freitag, 19. Dezember 2008
@Tridentinus Das ist nicht plausibel. Die Diözesen in Deutschland sind eher zu groß als zu klein. Aachen
steckt zwar in einer hausgemachten Megakrise, ist aber doch ein kompaktes Bistum. Essen könnte man die
„Region Niederrhein“ von Münster angliedern, die schon seit 1821 nicht zu Münster passte.
#25 No Comment 15:10:11 | Freitag, 19. Dezember 2008
Erste Wahl! Wieder eine vorzügliche Entscheidung! Allerdings ist der „Besitzstand“ des Bistums Münster
(besser: des Konglomerats aus Münsterland, Niederrhein und Oldenburg) nicht mehr zu wahren, will man
missionarisch Kirche sein.
#27 No Comment 15:09:33 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Trippfehler? „Kardinal Bellarmin stellt sich unter anderem den Frage, wie die Muttergottes als Jungfrau
schwanger werden konnte oder ob es im Notfall erlaubt sei, zu lügen.“ Was will uns die Re(d)aktion damit
sagen?? Spekulierte Bellarmin über eine Notlüge der Gottesmutter? Wohl kaum.
#5 No Comment 15:05:50 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Freikirchliches Prinzip Es wird sich wohl kaum vermeiden lassen, dass immer mal wieder charismatische
(auch anti-charismatische) Gruppen dem Beispiel des Erzbischofs Lefebvre von 1970 folgen und „katholische“
Freikirchen gründen. Die Begründung wechseln, das antirömische Prinzip bleibt.
#56 No Comment 15:57:45 | Montag, 15. Dezember 2008
Rosinen picken: Das freikirchliche Prinzip! Jawoll. Die SSPX holt sich die Rosinen, „big spender“ aus
altem Adel, Hochfinanz, der extremen Rechten etc. etc. Das ist es. Die Wahrheit der Freikirche! Käufliche
Wahrheit für die Zielgruppe!!
#13 No Comment 18:07:48 | Mittwoch, 5. November 2008
Unwählbar? In temporalibus ist die Ermessensschrumpfung auf Null die absolute Ausnahme; Obama-Biden waren
selbstverständlich auch katholischerseits „wählbar“!
#24 No Comment 15:18:16 | Freitag, 31. Oktober 2008
Jaschke for president! Bei der Studentengemeinde in Kiel stürzte sich HJJ einst auf das Buffet mit den
Worten: „Wir heißen nicht nur Kinder Gottes. Wir sind es.“ Und säbelte sich lachend eine dicke Scheibe
vom Braten herunter. Ainsi soit-il!
#17 No Comment 18:23:09 | Donnerstag, 30. Oktober 2008
Altliberal? G.B. Re (dt.: König) war doch bis gestern noch „neokonservativ“? Plötzlich altliberal? Ist
kreuz.net kurz vor dem Reformationsfest etwa noch weiter nach Rex gerutscht?? Da war doch bis gestern
eine Betonwand… Morgen lesen wir dann hier: „Hitler war auch nur so ein Reformator wie Luther…“
#73 No Comment 18:05:59 | Dienstag, 28. Oktober 2008
Lektor und Akolyth Das Lektorat ist keine Vorstufe zur Frauenordination. Im Gegenteil. Auch wenn das MP
Ministeria quaedam 1972 noch festhielt, (nur) aus Tradition komme Lektorat und Akolythat nur Männern
zu, war mit dieser Qualifizierung als Laien-Ämter zugleich die Öffnung für Frauen bereits dogmatisch
für möglich eingeräumt! Übrigens darf der Akolyth auch „Subdiakon“ genannt werden (ebd.). Man könnte
sich kedoch auch dazu durchringen, diese ältere Bezeichning künftig nur solchen Lektoren UND Akolythen
vorzubehalten, die diese Beauftragung in Form einer Profess auf Dauer übernehmen.
#18 No Comment 16:23:08 | Montag, 20. Oktober 2008
Görlitz Es führt kein Weg daran vorbei: Das Bistum Görlitz muss mit Magdeburg vereinigt werden, Magdeburg-Görlitz
dann zur Kirchenprovinz Berlin. Alles andere ist Augenwischerei. Dem Bistum Essen könnte man helfen,
würde ihm nur die Region Niederrhein (Xanten) von Münster abgegeben. Aber solange man an den Besitzstand
„glaubt“…
#5 No Comment 16:30:59 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Verdienst und Verdienste „Civiltà dell’amore.“ Das war der Kampfruf des vor 30 Jahren Gewählten; geprägt
aber von Paul VI. am 55. Geburtstag desselben, am 18. Mai 1975, beim Angelus. Ein verdienstvoller „Engel“!
#4 No Comment 16:14:47 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Ablässe sind Zuschüsse Mons. Reinelt möge seinen Viorschlag noch präzisieren: Wied wär’s denn mit
Buß-Subvention?? Eine „Bausparprämie“ für Himmelsbausparer!
#46 No Comment 17:36:04 | Donnerstag, 9. Oktober 2008
Santo subito? Hat 1958 NIEMAND gefordert. Und es wird noch ein Weilchen dauern, weniger wegen des „Schweigens“,
sondern wegen anderer, wenig heroischer Aspekte…
#76 No Comment 12:46:05 | Dienstag, 7. Oktober 2008
Saublöd! Die so gen. „Analyse“ der SSPX strotzt vor Dummheit. Es ist völlig unerfindlich, warum Ehrenmänner
wie W. Hoeres so leidenschaftlich um diese Sekte werben. Ein bisschen schadenfroh ist man aber doch, dass
im beigefügten „BRAVO“-Poster statt Luther irrtümlich S. Thomas unter die falschen Propheten eingereiht
wurde.
#1 No Comment 17:52:22 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Das Wappen ist doof. So sehr Koch-Texte uns begeistern können; bei dem Wappen hätte Kard. Montezemulo,
versierter Heraldiker, nach nachjustieren müssen: Koch mützen und Löffel zu „dem“ Spruch… Viele Köche
verderben auch den vorrangigen Brei, Christi.
#107 No Comment 12:33:22 | Montag, 29. September 2008
Habt ihr’s immer noch nich’ kappiert? Das Motu proprio ist ein „Toleranzedikt“ und keine Waffe gegen das
Konzil, sondern die Erstreckung der Konzils-Prinzipien auf „Altrituelle“, nicht auf „Altgläubige“.
#7 No Comment 16:04:22 | Mittwoch, 24. September 2008
Ja. Große Leistung. Nur an den Rändern franst die Fürstin etwas aus: „Pfarrer von Ars“ ist für den
Kardinal von Köln, bei aller Zuneigung, ein irritierendes Kompliment.
#50 No Comment 17:48:16 | Dienstag, 23. September 2008
Alte Messe: Fliegenfalle der „Reaktion“ Je hysterischer die „Phalanx“ ein Junktim zwischen Rechtgläubigkeit
und alter Messe zu konstruieren versucht, umso weniger papsttreu ist sie (vgl. BXVI in Frankreich: Interview
im Flugzeug, Ansprache an die frz. Bischöfe).
#26 No Comment 17:37:24 | Dienstag, 23. September 2008
Wie kommt es nur? Die Regelung des m.p. ist fair, praktikabel und eindeutig. Wo ein Pfarrer dem Wunsch
einer Gruppe nachkommen will, da liegt das Plazet bei ihm. Ist er widerwillig, wird der Bischof zuständig.
Unabhängig davon können die Bischöfe aber auch weitere Messorte anbieten. Aber die Erstzuständigkeit
des Ortspfarrer für eine Gruppe von Interessenten bedeutet, dass die Alte Messe nicht mehr „unterdrückt“
werden kann, wo ein Pfarrer samt Laiengruppe es wollen. Für eine militante Bekämpfung der „neuen Messe“
bietet das m.p. null Handhabe. Das frustriert die Altrituellen. Daher der propagandistische Krieg. Er
wird aber allmählich zur Ruhe kommen.
#32 No Comment 13:52:26 | Donnerstag, 18. September 2008
Alles schonmal dagewesen. Es bleibt eben wahr, dass man die „Alte Messe“ nicht einfach als Sondergut dem
Altritualismus überlassen durfte. Summorum pontificum wehrt diese Gefahr ebenso ab, wie zuvor die „Repression“,
als Antwort auf das unverschämte Lefebvre-Manifest vom 21.11.1974. Auch 33 und mehr Jahre danach lernt
man dort weiterhin „nix“. Denn denen ist die Messe nix wert; die Liturgiereformer der 1970er Jahre hingegegen
sind zögerlich-lernwillig und kapieren allmählich, dass die Stoßrichtung BXVI anti-integralistisch
ist. Gott sei Dank.
#2 No Comment 19:37:02 | Mittwoch, 17. September 2008
Cohn-Bendit, Wowereit und Co. RELATIV ist das schonmal ein Fortschritt. Früher wollte man die Weltrevolution,
heute nur noch Kondome auf Afrika regnen lassen… (Freut die Aktionäre der Gummi-Industrie, nützt nur
nix.)
#33 No Comment 17:46:38 | Mittwoch, 17. September 2008
@Bernd-Jupp Das Frappierende ist aber, dass Guido Horst seine Idiotie zum großen Kommentar in der gestrigen
Tagespost hochgejubelt hat. Der Kardinal von Paris hat dasselbe gesagt, was der Papst auch gesagt hat
(im Hemicircle Sainte Bernadette zu Lourdes), Horst aber wittert kardinalen Schwefel und Brandgeruch.
Paris ist aber nicht mehr im Mai 68 stehengeblieben, sondern im September 2008 angekommen. „Si tacuisses…“
müsste sich C.L. Propagandist Horst täglich selbst im Rasierspiel vorsagen. Apostolat nämlich ist das
Gegenteil von Propaganda.
#128 No Comment 16:53:03 | Mittwoch, 17. September 2008
In wessen Interesse? Wer denn bitteschön, hat ein Interesse daran, den Papstbesuch in Frankreich „runterzuschreiben“?
Die Freimaurer? Die Piusbruderschaft? Der Naturalismus? On verra.
#27 No Comment 16:48:55 | Mittwoch, 17. September 2008
@Guido Horst G. wäre sicher gern Konzernchef geworden, nur um alle Tage seine Angestellten zu malträtieren
und zu feuern. Was der Kardinal sagte, das entspricht voll und ganz einer Passage aus der Ansprache des
Papstes an die frz. Bischöfe. Aber Horst liest ja Papstreden nicht, sondern kommentiert sie.
#18 No Comment 16:44:00 | Mittwoch, 17. September 2008
Smoltczyk kämpft um seinen Rang. Er ist der neuen, zynischen Chefredaktion ausgeliefert, die statt über
die Messe von Paris und die Andacht von Lourdes zugunsten des völlig belanglosen Bittlinger berichtet.
Smoltczyk muss in vorauseilendem Gehorsam auf diese Linie einschwenken. Deshalb wirkt sein Humor immer
mehr künstlich und gezwungen.
#54 No Comment 16:41:27 | Mittwoch, 17. September 2008
Völlig richtig! Lefebvre-Messen sind ein Sakrileg, da man dort die römische Messe gegen Konzil und Papst
feiert, unter Behauptung des Gegenteils; unter Berufung auf eine frei erfundene, verkürzte „Tradition“.
#23 No Comment 16:05:22 | Freitag, 5. September 2008
Tatsächlich: Unproblematisch! Es gibt ja sogar Äbtissinen-, Jungfrauen- und Witwenweihen; die sind auch
nur „consecratio“ und nicht „ordinatio“. Aber warum sollte es nicht auch eine „Subdiakonatsprofess“ gegeben,
für solche, die dauerhaft Lektor UND Akolyth sind, z.B. Alumnen?
#94 No Comment 15:45:51 | Donnerstag, 4. September 2008
Fettsucht Da hätte man mit Eckhard Heidegger auch gern erfahren, ob der Plausibilist mittlerweile gesundheitsbedingt
auf die dritte warme Mahlzeit am Tag verzichtet. Das „nimmt“ nicht, sondern „gibt“: Platz in der Taille.
#22 No Comment 11:57:24 | Mittwoch, 3. September 2008
Gold Silber Bronze: Das „Siegertreppchen“ also: katholisch! Um 1910 (Borromäus-Enzyklika) war das in
DEutschenlanden noch unvorstellbar. „Prinz Eitel“ Huber muss also publizistisch noch „nachlegen“, vor
der Abberufung 2009.
#44 No Comment 17:15:08 | Dienstag, 2. September 2008
Oh jah, das „ermutigt uns“… …die Hände in den Schoß zu legen. Wobei aber doch unausgesprochen die
Frage im Raum steht, on „Einfühlung“ aus dem Vokabular des Gynäkologen stammt… Karl Kraus hätte daran
seine wahre Freude gehabt.
#58 No Comment 14:24:53 | Montag, 1. September 2008
@GMM: Joberens hat zwar kein Credo, aber die Kritik am zunehmend „mammon“ozentrischen Kirchengebaren ist
so falsch nicht. Man sollte mal darüber nachdenken, ob der Anthropozentrismus (Holl. Katechismus und
die Folgen) nicht zwangsläufig zu einer „Kirche“ führt, die nur noch Vermögensverwaltung betreibt,
überstäubt mit etwas Puderzucker à la „Meditationen für Morgenmuffel“… Oder wie hieß noch der Buchtittel
von Kleyboldt?
#162 No Comment 19:20:00 | Donnerstag, 28. August 2008
@JoBe Kann es denn auch so sein? Die jungen Theologen neiden den Gleichaltrigen gar nicht die „Familie“,
sondern die sexuelle Freizügigkeit? Später vermisst man vielleicht, nicht Vater geworden zu sein, aber
das lässt sich ja u.U. auch noch nachholen (wenn auch schwer sündhaft…)…
#8 No Comment 18:27:21 | Donnerstag, 28. August 2008
@HBR: Richtig. Aber würde die liturgia instaurata endlich im Geist der Liturgie gefeiert, dann würden
die Kirchen sogar wieder voller! Das armselige Geschick der Liturgiereform war doch, dass sich bereits
1964/65 schlagartig ein selbstreferenzieller „quasi-usus modernus“ etablierte, der kaum den Vorschriften
der Reform von 1970 entspricht! Und das hat sicher zur Leerung der Kurchen beigetragen…
#5 No Comment 18:22:16 | Donnerstag, 28. August 2008
@Naja Sooo schlecht ist das Buch von „Prinz Eitel Wolfgang“ nicht. Aber man fragt sich allmählich, ob
er mehr an einem Vater- oder einem Papstkomplex leidet. o^/
Der Papst hat anders entschieden als im Barth-Brief des Kardinals; das famose Motu proprio spricht nämlich
von zwei Gebrauchsformen desselben Ritus; für alle „Tradi“ noch immer eine schwere Kröte, an der sie
heftig würgen. Dort hat sich ja die Ideologie festgesetzt, der alte Gebrauch sei Ritus, der neue „Müll“.
Eine neue administrative Uniformierung der Liturgie wird Benedettzo mit Sicherheit nicht betreiben! Das
fromme Leben wird sich sein Recht verschaffen, zu Lasten jedweder liturgiewissenschaftlicher „Diktatur“.
#52 No Comment 12:54:25 | Freitag, 22. August 2008
Potzblitz! „In guter Absicht hinzugefügt“ sind merkwürdigerweise, nach Theologenmeinung, immer nur solche
Sätze Jesu, die pro Rom sprechen. Aber, egal: Die Funktion Petri ist auch aus anderen „Stellen“, insb.
der Apostelgeschichte zweifelsfrei zu entnehmen. Die spannende Frage ist doch die, ob der dem Seligen
Petrus verheißene Beistand FORTWIRKT und auch heute da ist oder nicht; also lieber mal denken statt nur
„einfach denken“.
#6 No Comment 14:53:07 | Donnerstag, 21. August 2008
Die Steigerung kommt noch! Durchaus charismatische Jungkapläne „betätigen“ sich als Mädchenseelsorger;
na ja, manchmal geht auch der Pastoralreferent mit dem Organisten „einen heben“. VI. Gebot? Abgeschafft!
Man sollte konsequenterweise nur noch von „den neun Geboten“ reden… Alle Neune!
#29 No Comment 14:40:34 | Donnerstag, 21. August 2008
@Stimme Eben! Die SSPX ist zu 98% eine politisch motivierte Freikirche. Das hat weder was mit Papsttum
noch mit Tradition zu tun. Der letzte Überrest vom „Mai 68“ sind diese Hasser des „Mai“, die seine Methoden
aber beherzt kopiert haben. (Die stammen ja auch von Lenin und Mussolini, wohl fast zu gleichen Teilen.)
#24 No Comment 12:49:57 | Donnerstag, 21. August 2008
@J.B. Da stellt sich aber die Frage: Wie „papsttreu“ ist der Vorsitzende des „Zusammenschlusses“ papsttreuer
Vereinigungen (R. Dörner)? Auch nur „vorauseilend“ gehorsam wie so mancher „einfach“ denkender Kathastroph?
#32 No Comment 15:03:13 | Mittwoch, 20. August 2008
Dass die FSSP noch etwas Zeit braucht, um ihre „biographische“; nicht aber „ideologische“ Herkunft aus
der SSPX zu „verarbeiten“, ist doch keine Überraschung. Man muss das erst richtig einsortieren, dass
man dort die tridentinische Prägung des Katholizismus möglichst beibehalten will, aber eben nicht in
die Falle des (virtuellen) Integralismus tappen möchte. Die FSSP hat Lefebvre nix, Johannes Paul II.
aber alles zu verdanken. Die Petrusbrüder sollten den Papst, der sie aus den Fängen des ‘‘intégrisme’’
befreit hat, als echten Gründer verehren.
#175 No Comment 14:55:06 | Mittwoch, 20. August 2008
@Hank Ach? Und wenn ein König einer Polizei- oder Militärdiktatur „präsidiert“, ist er dann mehr als
ein Operettenkönig? Das alte Königtum war auf das Gemeinwohl verpflichtet. Und genau das geht nicht
mehr ohne Demokratie.
#12 No Comment 14:24:57 | Dienstag, 19. August 2008
@Hegerl Dignitatis (1965) und Syllabus (1864) stimmen nicht „vollkommen“ überein, sondern nur in ihrer
Katholizität; das ranghöhere Dokument ist DH, weil der Syll. ja nur eine Liste als „Anhang“ zu Quanta
cura war. Die „Tradi“ blenden schon immer, schon als das Ding erschien, die Stoßrichtung aus, die die
Enzyklika (!) vorgab: Deshalb belobigte Pius IX. die Interpretation, die Dupanloup gab. Was halten Sie
übrigens von k.n Unwort des Jahres? „P VI-Integrist“? Wer soll das denn sein? Andreotti? Zum Schieflachen!!
@Bernado In der „Reform der Reform“ sollte die zuständige Autorität tatsächlich den Text des II. Hochgebets
deutlich näher an das Original von S. Ippolito annähern!
@J.G. Kompliment, gut pariert! Die Zyniker wollen mit dieser „Meldung“ ja nur suggerieren, dass „Neu-Rom“
nicht einmal mehr die Bischofsweihe respektiert. Fehlanzeige. Auf einem anderen Blatt steht allerdings,
dass Presidente Lugo notwendig seine Fans enttäuschen wird: Denn keine Politik wird je ein Paradies auf
Erden errichten.
#6 No Comment 17:04:17 | Donnerstag, 14. August 2008
@Heggi Schade, dass der Vatikan keine Bussgelder verhängen kann, wenn die Römische Messe ohne oder gegen
den Papst zelebriert wird. Ein Unding, das nicht einmal Luther sich ausdenken konnte. Würden Sie die
„Knöllchen“ auch an „Gott“ adressieren, genauso wie Ihre sterilisierten Messen?
#82 No Comment 17:00:01 | Donnerstag, 14. August 2008
Mallerais und der Hass Selbstverständlich hasst Mallerais, der Lefebvre-Biograph (von ihm als „mein Schutzengel“
tituliert), Ratzinger von Jugend auf aus vollem Herzen. Er ist noch viel heftiger persönlich mit dem
Integralismus verbandelt als M.L. „himself“… Mallerais (oder Okkultist Ducaud-Bourget) könnte auch
das „Manifest“ vom 21.11.1974 verfasst haben, wonach jeder, der die neue Messe feiert, sein Seelenheil
gefährde.
#38 No Comment 17:50:54 | Dienstag, 5. August 2008
Sauer macht lustig. Und hier wirds immer lustiger. Wer verzweifelt jede einzelne „Nachfrage“ nach „alter
Messe“ (Vorsicht! Vielleicht auch Nutella drin?) aufbauschen muss zu einer integralistischen Anti-Bischofs-Kampagne,
der wird den 99,985 % der Katholiken, die nix an der a.M. finden, diese erst recht versauern. Aber das
will kreuz.net ja wohl. Denn das Lefebvre-Ritual ist ja für die 300-400 Perfekten auf diesem Erdkreis
reserviert! „Pro multis“ heißt ja: für mich, Fellay, und die paar anderen Pharisäer, ne?
#56 No Comment 17:38:16 | Dienstag, 5. August 2008
Tromp fiel um. Weil er eben Sekretär war, weder Konzil noch Papst. Das Lehramt hat eine gemäßigte Reduzierung
des totalen Absolutheitsanspruch riskiert, um ein für alle Mal mit dem Missbrauch der Ekklesiologie zu
brechen, welche die Häresie des Integralismus darstellt. Diesen versucht kreuz.net zu lehren, ohne jeden
sakramentalen Auftrag. Lehramt in der Kirche ist von der sakramentalen Weihe abhängig und von der rechtmäßigen
Sendung der Kirche, nicht von Spitzfindigkeiten einzelner Patres oder Redaktöre.
@solideo Die These vom „Bruch“ stammt von links, wurde aber von rechts begierig aufgeleckt, wie immer.
Ohne den Mai 68 hätte kein Prälat die Chuzpe gehabt, Methoden von links nach rechts zu transplantieren,
wie es M.L. nach 1970 und so erst den Modernismus zu vollenden, in „tridentinischen“ Gewändern. Aber
diese Prüfung erhärtet die Wende zur Religionsfreiheit, absolut.
Dummheit ist verzeihlich, Frechheit nur manchmal: Selbstverständlich „reduziert“ das ‘subsistit’ in einen
Totalitätsanspruch, nicht aber einen Realitätsanspruch. Da die Kirche Christi real in der katholischen
„ausharrt“ (allen Feinden zum Trotz), nur deshalb ist die Kirche Christi auf Erden sichtbar gegenwärtig;
aber deshalb eben nicht vollends „exklusiv“, als handele es sich um einen Herrenclub mit beschränkter
Mitgliederzahl. Das Mysterium der Kirche ist größer als ihre sichtbare Struktur (nicht „kleiner“, wie
die ca. 350 (!) Piusbrüder für sich reklamieren); eine Reduktion integralistischer Tendenzen bedeutet
eine Ausweitung des real öffentlichen Anspruchs der Einen Kirche.
Wie immer: Weigel hat’s erfasst. Im Kontrast dazu muss man mutmaßen, dass der rd. 600 Worte umfassende
Katechismus von Lefebvre (mit drei Belegstellen, zwei Sätze aus dem Syllabus und einer aus „Pascendi“)
ihm von einem Freimaurer in den Block diktiert wurde, um die Kirche zu ärgern. („Spalten“ kann er sie
ja nicht… mit dem wenig gesunden Gesabber.)
Wort Gottes ist mehr als Gesinnung, Lehre oder Überzeugung; das einziggeborene Wort, vor aller Zeit,
ist aus der Jungfrau Maria geboren in der Zeit; „es“ ist Person, hat eine Mutter, die uns zur Mutter wurde.
Marienverehrung stört nur denn, der mit der Gottesanbetung geizt, weil die Kapazitäten an „Verehrung“
(des „höchsten Wesens“) zu rasch erschöpft sind. Protestantismus ist also Staatskontemplation ohne Gebet.
Andernfalls könnte ihm die Immakulata nicht zuwider sein.
Blödsinn! Die Kirche ist mehr als ein Verein. Bei einem e.V. kann man sagen: Der ist’s der im Vereinsregister
steht. In der Kirche lebt und wirkt aber der Heilige Geist (vgl. B XVI am 19. Juli in Sydney); und wer
den Begriff des Sakraments nicht naturalistisch limitieren will (wo „übernatürlich“ dann nur noch „Natur
mit Prädikat“ heißt) muss anerkennen, dass die Grenzen des mystischen Leibs Christi nicht vollidentisch
sind mit dem jur. Status; nur dann haben übrigens auch Lefebvristen noch eine Restchance („implizites
votum“ sozusagen) nicht nur überzählige massa damnata zu sein.
Ach, Prot? Haben Sie das Familienstammbuch von Maria Magdalena ausgegraben? Jesus hatte keine „Geschwister“;
sonst würden sich heute noch im Hl. Land unzählige Familien auf die Abstammung berufen. Die „Brüder“
sind Vettern, mutmaßlich Jakobus („minor“), Simon (der „Zelot“), Judas (Thaddäus) und Joses (Josef);
das sind die biblisch genannten.
Da nach Meinung der SSPX Jesus nur für die Priester der SSPX gestorben ist, und einige Dutzend „Viele“,
die dank der Interzession von SS.mum D.num Marcellum Lefebvrum noch „durchrutschen“ in die Ew. Seligkeit,
ist der Begriff „substitit in“ also verzichtbar?
Auf die Bäume, ihr Affen! Die Fairness würde gebieten, die Messen Paul VI., die er selber feierte, mit
denen zu vergleichen, die Pius X. feierte. Aber man will ja was zu gröhlen haben…
@S.R. Vor allem ist es M.L. „himself“, der den Opfercharkter des Messe nicht begriffen hat. Denn derselbe
kann nicht vom „Zauberwort“ abhängen (vgl. Manifest vom 21.11.1974), sondern nur von Christus „himself“.
Die SSPX lehrt eine häretische Limitatio Christi (auf die „geweihten Hände“ (und Münder? und…) der
„geweihten Druiden“).
vitae humanae Schon das Postulat der „Geburtenkontrolle“ (…wer kontrolliert wenn oder was aus welchen
Motiven?) ist ideologisch motiviert, seit Th. R. Malthus. Verantworte Elternschaft mein ganz etwas anderes.
Absolute Macht? Tja. Wer hat denn schon mal einen „päpstlichen Gerichtsvollzieher“ gesehen, der sich
mit polizeilicher Hilfe den Zutritt zu Eheschlafzimmern verschafft, um den dort „verhütenden“ Paaren
ein Bußgeld abzupressen? Fehlanzeige. Also: „absolute Macht“??
@Marcelus Im Syllabus Pius IX. No. LXXX steht aber nur „rezente“ (gegenwärtige) Zivilisation, nicht:
„moderne“; kleines Detail! Die rezente Zivilisation von 1864 existiert spätestens seit 1914 nicht mehr.
Aber es stimmt: „voller Konsens“ mit der „Welt“? Das geht nicht; „dialoguez!“
@Tridentinus Ehrfurcht vor den ipsissima verba scheint m.E. die richtige Deutungsrichtung für die Liturgie
nach Addai und Mari zu sein; in römischen Rechtsbegriffen „knirscht“ das zwar, aber orientalisch-liturgisch
„reicht’s“, rite.
Mehr als klug! Man vergleiche doch die „pastorale Fruchtbarkeit“ all der Kirchen und Gemeinschaften, die
sich nicht zum Pflichtzölibat durchringen konnten: nahe Null. Der Osten vom Islam überrannt, die Kirchen
der Reformation ein müder Teil der Staatsverwaltung i.w.S., die Anglikaner ein Zirkus. Dank sei Gott
–- und Papst Paul VI. für ‘‘Sacerdotalis caelibatus“ (1967); da drin steht übrigens auch, dass die Priesterweihe
für verheiratete Ordinierte ohne Ärgernis zu erregengehandhabt werdenm soll, damit aus der Ausnahme
keine Ansprüche auf eine „neue Regeln“ (in der lat. Kirche) hergeleitet werden.
Ist doch völlig richtig! Das Interesse an „alter Messe“ ist hierzulande im Wesentlichen auf dieselben
Zirkel beschränkt, die sie schon zuvor bevorzugten. Missionarischer Effekt: nahe null. Das Wichtige am
Motu propro hat Gerhards allerdings nicht kapiert, mangels Ahnung. B XVI hat dem Liturgiemodernismus und
dem Liturgietraditionalismus ZUGLEICH die Luft rausgelassen.
Völlig richtig! Saberschinsky formuliert Wahrheiten, die für die extreme Rechte, für die „alte Messe“
ja doch nur ein Kampfbanner war (Liturgie interesiiert da niemanden), nunmal schmerzlich sind. Das Motu
proprio verfügt eine völlige Gleichstellung der alten Messe im WERTURTEIL der Kirche, nicht in der Ausübungspraxis.
Damit ist die Gefährlichkleit der „Tradi“ Argumentation entgiftet; „propagieren“ muss man den älteren
Gebrauch deshalb noch lange nicht. Interesse für Liturgie entsteht ganz woanders, z.B. in Sydney.
Innozenz X! Vergesst nicht: „Cum occasione“; pro multis heißt: für Viele, nicht für Wenige. Lefebvre
war nach 1976 nicht mehr Herr der Lage, der Rubikon überschritten, die Fraternité von bienfaiteurs ferngesteuert;
wes Brot ich fress, des Mess ich les’. Wessen List ist das wohl, diese pseudo-tridentinische Freikirche,
gegen Rom? Luther hat gegen Ende seines Lebens wenigstens noch geahnt, dass seine Reformation für die
Katz’ war. Zum Glück gibts heute keine Staaten mehr, die Lefebvre zum Religionsstifter hochjubeln werden,
wie des den „Reformatoren“ widerfuhr.
Ihr Irren! „Nostro cardinale amletico“ sagte J 23 höchstwahrscheinlich über Kardinal Montini mit Blick
auf dessen langen Wartestand zum Kardinalat. Was man aus den anglikanischen Wirren allerdings lernt ist,
dass Kollegialität nur Wegen des Primats funktioniert, nicht Gegen den Primat. Denn Gleiche sind die
Bischöfe, weil ihnen Einer gegen- und übergeordnet ist, ohne den sie nichts tun können, nur simulieren
von Staates Gnaden. Wird Zeit, dass die Queen den Titel ‘‘Defensor fidei’’ an Rom zurückgibt.
@Protestant Hinter der Änderung des Kreuzwegs „steckt“ (mutmaßlich) der jetztige Präfekt der Apostolischen
Bibliothek, Gianfranco Ravasi. Aber wer weiß? Vielleicht das ja ein schwuüjüdischmasonistischer Weltverschwörer?
„Bibliophil“ ja schonmal gewisse…
@Clemens, die Kanone! Papst Corsini hat aber sicher nicht verboten, dass der Heilige Vater den Kreuzweg
am Colosseum (seit 2007) in etwa bereits im „Sydney-Stil“ betet; die Stationen wurden nämlich in der
Neufassung auf die biblischen Berichte abgestimmt, im Unterschied zur franziskanischen Via crucis Schon
deshalb entfällt die Veronika und das häufige Fallen unter dem Kreuz…
#40 No Comment 18:23:50 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Pius X. Lest doch mal ein bisschen was über die Persönlichkeit Pius X.: Ein Papst ohne Majestätsplural,
der die Tiara nur widerwillig trug, kaum gestattete, dass man ihm den Ring küsste, stets umgänglich,
gern unter Menschen, leidenschaftlicher Reformer (seine Frühkommunion hat sogar die Reihenfolge der christlichen
Initiation umgeworfen Taufe-Firmung-Eucharistie; viel „schlimmer“ als neue Hochgebete!), innovativer Gesetzgeber
(Kurienreform!), und Kämpfer „für“ das kirchliche Amt. Lefebvre beleidigt sein Andenken.
#20 No Comment 18:18:06 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Aleph Noch kein Hardcore-Tradi hat mir je erläutern können, dass „man“ dem frommen Volk die heißgeliebte
„alte Messe“ in einer Art despotisch-kriegerischem Gewaltakt wider Willen entwinden konnte und dennoch
99,998 % Gehorsam herstellen, während es doch sonst mit der Hörigkeit des Kirchenvolks angeblich so
schlecht bestellt ist („die Jugend von heute“ etc.; also die zu Moses’ Zeiten??)…
#10 No Comment 17:57:30 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Atha… Irrtum. Diese (von mir karikierten) Gläubigen haben den „Glauben“ über Jahrzehnte hochgehalten,
nicht über Jahrhunderte… Ungefähr von 1870 bis 1920. Bisserl in die Kulturgeschichte blicken… Es
gab auch zwischen 1517 und 1962 noch Zwischenphasen…
#41 No Comment 17:54:30 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@J.G. Na ja, mir plärrt der Genannte einfach zu laut und zu „unmelodisch“; aber vielleicht sind sehr
viele Schwerhörige in der Kupfergasse unterwegs?? :(3
#6 No Comment 17:48:43 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Aleph Na ja, Aleph, Kenner der Ewigen Messe Aller Zeiten werden das wohl kapiert haben: Das wohlgenährte
Priesterlein, mit Manipel, stolpert, noch nicht ganz nüchtern, mit einem –- soeben geohrfeigten –- Messdiener
(HJ-Frisur!) an einen Herz-Jesu-Nebenaltar und brabbelt aus dem Missale seinen Text, die lat. Zeilen nur
knapp andeuttend, im übrigen blätternd –- hicks –- Während irgendwo hinten im Halbdunkel des kalten
Seitenschiffs zwei Bäurinnen ihre Messandachten durchhecheln, froh, eine Pause in der Arbeit auf dem
Felde zu haben. Ite, missa est!
#35 No Comment 17:44:37 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Soli… Ich habe zwar mitunter Zweifel, dass Gott „mich“ leitet (alles andere wäre pharisäisch), aber
keine Zweifel an seiner Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Wer unter uns dem Wahne huldigt, das überlasse
ich SEinem Wort.
#2 No Comment 17:41:38 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Frust im Busch, rechts hinten? Obskurantisten! Die „alte Messe“ interessierte doch scin 1963 fast niemanden
mehr, als die Liturgiekonstitution erschien. Was Wunder, dass die „Kulturrevolution“ vom 7. Juli 007 keine
war Mag ja sein, dass msanche Bfe. das M.P. immer noch als Repression des usus antiquior (mit Erlaubnisvorbehalt)
umdeuten wollen; es ist aber Erlaubnis mit nur ganz schmalem Repressionsvorbehalt (wie hier schon im Sept.
006 vertreten!) Das bedeutet noch einiges Stühlerücken, aber im Prinzipm ist die Sache „durch“. An der
fehlenden Nachfrage nach ‘good old masses’ kann ja auch kein Papst was ändern. Die Leute wollen zwar
bessere Messen als heute üblich, aber nicht das Klerikalgemurre von ehedem.
#33 No Comment 17:33:45 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@solifatzk… Immer mit der Ruhe: Lies mal „Lumen gentium“, insb. Kap. IV-VIII. „Roma, luce delle genti –
il mondo spera in te…“ Meuterer M.L. war eben doch ein ‘Mutant…’
#27 No Comment 17:14:24 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Papa… Schon skurril: Schlecht informierte „Sympathisanten“ der SSPX jubeln über Pseudo-Annäherungen
(die sie schon bei päpstlichen Klamotten orten), während der „Generalstab“ der romfeindlichen Brüder,
wie Recktenwald ja schreibt, die Flucht ergreift. À la merci des bienfaiteurs?
#24 No Comment 16:56:49 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@solideo Na ja, was „Soli“ mit „Deo“ meint is’ schon klar: Denare! À la mercie des bienfaiteurs. (Oder
doch nur ein Theodorant?) Im Ernst: Denk’ doch mal nach: M.L. führt das petrinische Prinzip ad absurdum
und benutzt dazu als Waffe die „alte Messe“. Wem nützt das? Dem bösen Feind! Aber der ist, gottlob,
schon besiegt… Ihr könnt einpacken!!
#129 No Comment 16:05:32 | Donnerstag, 10. Juli 2008
M.L.‘s Motive? Verletzter Stolz, okkulte Arbeit am „rauhen Stein“ (wenn auch anti-masonistisch), der Wille
„göttliche“ Geschichte zu „machen“, das waren die Motive des Rebellen von Ecône. Immerhin, auf dem Umweg
der Erwähnung bei „Ecclesia Dei“ hat er’s doch noch ins Annuario pontificio geschafft.
#13 No Comment 16:02:06 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Einpacken! Einpacken! Einpacken! Lefebvre würde wütend abstreiten, dass er bei Hegel in die Schule gegangen
ist, ist er aber; „Rechtshegelianer“ freilich, Staatsanbeter (des frz. Staates von 1815-30); aber das
ist pure Dialektik; neu gegen alt im „Kampf“, jetzt alt gegen neu; alles Unfug. Tradis: lest J.H. Newman.
Ihr könnt einpacken!
Na ja… Rund 150.000 Katholiken weltweit sind überzeugte Kunden der esoterischen Lefebvre-Messe (@Only
Pure Eternal Free Tridentine Latin Catholicissime Church Fraternity, Inc.), rd. 1,5 Mio feiern die Eucharistie
bereits nach Bugnini, beim Neokatechumenat. So what?
Zitat echt? Wenn das Siri-Zitat echt ist, dass Pius XII. ihn zu Pius XIII. machen wollte, muss sowohl
am heroischen Tugendgrad des XIII. wie des XIII. gezweifelt werden. Hätte Pacelli wirklich Siri gewollt,
hätte er rd. 40 Neffen der Familie Siri zu Kardinälen erheben müssen. Da war Gott vor!
#18 No Comment 12:45:50 | Montag, 10. Dezember 2007
Versteckter Dissens! Mehr und mehr bewahrheitet sich, dass die so gen. „Freunde der alten Messe“ in Wahrheit
gegen die „neue“ kämpfen. Das gestattet das m.p. keineswegs. Es gibt keine Garantie dafür, dass „mehr“
alte Messen gefeiert werden müssen. Denn da geht es nicht um Wettbewerb, sondern um die Korrektur des
Brandherdes (scheinbarer) Traditionsbruch (mitunter auch ein „echter“), auf dem aber beide Flügel ihr
Süppchen kochen. Die neopaganen Ritualisten des „Opferkults“ aber fanatischer als der Marini-Flügel
(G.)…
@Rudolfus Schluss mit dem Stuss. Die Ermöglichung einer Wahl mit absoluter Mehrheit hatr ja ihren Zweck
erfüllt: Joseph Ratzinger war nicht zu blockieren!
Ne, ne, Stimme: kreuz.net wollte damit zum Ausdruck bringen, dass ein „in Sünde lebender“ Spitzenpolitiker
vom Vatikan sonderbehandelt wird. Die Meldung richtet sich gegen Rom, nicht gegen den Präsidenten!
Die eigentlich interessante Frage ist doch die, warum die Freimaurerei eben nicht (!) zum Siege kommt.
Wahrscheinlich ist ihr Begriff von Religion also absolut falsch.
Siegerpartei? Kreuz.net meint die (eine, „linke“) Verliererpartei. Dass das Konzil nicht die Lefebvre-Linie
zementiert hat (was absurd gewesen wäre), macht das Konzil noch lange nicht zur Basis eines „Neo-Modernismus“.
Man lese die Dokumente!
Addai und Mari Kreuz.net verschweigt konsequent, dass die Anerkennung der Anaphora nicht bedeutet, dass
eine lateinische Liturgie ohne Wandlungsworte gültig sei. Die dortige Liturgie bringt im Zusammenhang
das liturgische Geschehen hinreichend zum Ausdruck. Das ist z.B. bei einer lutherischen „Messe“ nicht
möglich, die zwar den Einsetzungsbericht hat, aber keinen Messkanon (kein Hochgebet). Eine Liturgie des
Messopfers setzt nunmal mehr voraus als nur das Aufsagen einer Zauberformel.
scientific misconduct Im Verwaltungsrecht spricht man von „detournement de pouvoir“, wenn für sachwidrige
Entscheidungen sachgemäße Gründe vorgetäuscht werden. Das aber betreibt kreuz.net permanent. Ist das
ein glaubenstreues Verhalten??
Wird schon stimmen… Wenn das MP dann raus ist, dann kapiert vielleicht auch kreuz.net, dass es nicht
um ein Zurück geht, sondern um legitime Pluralität und echte Liturgie. Das ist das Ende der SSPX.
@Rudolfus Das ist eine ungeheuer schwierige Abgrenzung. Georges Bernanos hat dazu schon Wegweisendes geschrieben,
als noch niemand an Säkularinstitute etc. dachte: „Wir Laien halten das Zeitliche mit beiden Händen“
(sinngemäß).
@Athanasius War also die Entscheidung Pius XII. auch nicht „einwandfrei“, Säkularinstitute zu ermöglichen?
Wem stehen Einwände dagegen zu?? Jens Mersch?
@Typ: Man kann durchaus anzweifeln, ob die Messe der SSPX gültig ist. Denn sie wird ja gegen die Kirche
zelebriert, als Propagandainstrument für eine Gegenkirche.
@Haha HvO Garnicht „abgeschrieben“. Vielleicht war das Dogma von der visio beatifica auch von 1336?? Gilt
aber. Es wurde gegen quasi frühprot. Verirrungen des Vorgängerpapstes von Benedikt XII. erlassen.
@Rudolfus Die Bibel ist für die Kirche erstrangig (Vatikanum II, Dei Verbum). Paulus ist mit Petrus der
Gründer der römischen Kirche; er gehört zwar nicht zu den „Zwölf“, ist aber unbestreitbar der „Theologe“,
von dem älteste Quellen vorhanden sind. Ihre Abwertung des Hl. Paulus (Grab in der röm. Basilika) ist
nur ein antireformatorischer Reflex, aber nicht de fide.
@Rudolfus Es geht nicht um „Jenseitserfahrungen“, sondern um den Glauben der Kirche (cfr. Benedictus Deus,
ex cathedra 1338). Mysterien im strengen Sinne gehören nicht der Erfahrungswelt an (Abgrenzung zu Spiritismus,
Esoterik). Das Dogma ist zwar vernünftig, aber nicht aus der Vernunft allein vollständig zu erhellen.
Die Lehre der Kirche ist allerdings die wohl einzige zum „Jenseits“, die jeder Sterbende persönlich wird
überprüfen müssen. Ob er will oder nicht.
Hornettchen Vor Ostern war manches zweideutig, nach Ostern führte der Hl. Geist die Kirche in die volle
Wahrheit ein, bis heute. Es bleibt dabei. Das könnte (!) wahr sein.
„Verfolgung des alten Ritus“ Schluss mit dem Stuss. Jahrhundertelang galt in der römischen Kirche das
Gehorsamsprinzip. Wenn Konzil und Papst eine Liturgiereform durchführen, dann ist das keine „Verfolgung
des alten Ritus“. Die Rebellion gegen Konzil und Papst mit Hilfe des alten Ritus hat demselben viel mehr
geschadet als die Liturgiereform selber. Im Unrecht ist nicht a priori der Papst, sondern der ritualistisch-integralistische
Rebell. Was Papst Benedikt jetzt vorhat ist ganz was anderes, nämlich ein aggiornamento auf der Basis
liturgischer Vielfalt. Das ist eine Fortsetzung der konzilsgemäßen Innovation, weil die „Kirchenleitung“
ein legitimes Bedürfnis für liturgisch Altrituelle billigt (wie auch für das Neokatechumenat, für
Zaire, schweizer Hochgebete etc.). Der alte Ritus könnte dem „neuen“ (amtlichen!) zu größerem Traditionsbewusstsein
helfen, wird aber das aktuelle Missale Romanum keinesfalls ersetzen, nicht einmal in nennenswerten Größenordnungen.
Aber warten wir’s ab.
Hornet, Schätzchen! Die „Aposten“ waren nicht dämlich, sondern ihrer Religion treu. Sie konnten sich
nicht vorstellen, dass der Gesalbte Gottes (Messias, Christus) am Kreuz endet. Aber wie aus der Verzweiflung
rauskommen? Per Autosuggestion? Und sich dann für diese „Suggestion“ selbst umbringen lassen? Sehr unglaubwürdig.
Glaubwürdig ist, dass sich dem Zeugnis der Apostel z.Zt. rd. 2 Mrd. Menschen anschließen, täglich mehr.
Wer glaubt, der sagt: Jesus lebt. Wer nicht glaubt, müsste fairerweise sagen: Vielleicht ist es wahr…
Paul VI. Es steht Ihnen frei, Ihre „Meinung“ über den Konzilspapst zu äußern. Es steht Ihnen, falls
katholisch, aber nicht frei, die Legalität und Legitimität seiner Unterschriften unter 16 Konzilsdokumente
in Zweifel zu ziehen.
@Rudolfus Ihre geheuchelte Anteilnahme am Geschick des Konzilspapstes kann nicht davon ablenken, dass
nach katholischer Überzeugung ein Konzil, das mit und unter dem Papst stattfindet, unter dem Segen des
Heiligen Geistes steht. Wenn Sie die Fakten, die längst auf einen langfristigen Erfolg deuten (im Detail
auch schon kurzfristig), nicht sehen wollen, dann bleiben Sie bitte „blind“ dem Dogma treu. Es hat seit
Konstanz kein Konzil ohne komplexe Wirkungsgeschichte gegeben; im Vergleich dazu ist „V 2“ glimpflich
verlaufen. Dass manche Euphoriker enttäuscht wurden und manche Kritiker dann „Morgenluft“ proklamierten,
das ist nicht maßgeblich. Maßgeblich sind die Beschlüsse. So what?
Johannes XXIII. hat tatsächlich eine andere Konzilsform gewollt („pastoral“), um ein Verdunsten der Aussagen
zu vermeiden. Ihm war die mangelhafte Tragweite päpstlicher Lehrverkündigung seit 1870 „ad extra“ durchaus
bewusst. Die Tragödie besteht darin, dass die Lehrverkündigung des Konzils in wesentlichen Teilen NICHT
rezipiert wurde (z.B. Dei Verbum), jedenfalls nördlich der Alpen. Stattdessen wurde das Gerede von der
Kirche in der Welt von ‘heute’ (1968?) als Generalerlaubnis dafür ausgelegt, alles bis dato Verbotene
hervorzukramen (siehe: Holl. Katechismus). Die Korrekturen, die das Konzil an den kurialen Vorlagen angebracht
hat, haben samt und sonders epochale Peinlichkeiten vermieden, ohne dass aber Wesentliches preisgegeben
worden wäre. Ich darf erinnern, dass das Konzil erstmals eine Gesamtschau der Kirche geboten hat (DIESE
lehnen die Trad. ab, da ihnen unbewusst eine Staatsreligion politischer Provenienz vorschwebt), die Kirche
selber aber UNTER das Wort Gottes stellte und auch erstmals einen Gesamtbegriff der Liturgie fasste. Das
sind für das III. Jahrtausend der Christenheit („heute!“) starke Vorlagen. Die Irritationen der ersten
40 Nachkonzilsjahre werden nur in Europa noch einige Zeit andauern, aber dann auch überwunden werden.
Nach Maßstäben der chaotischen Konziliengeschichte war „V 2“ ein Glücksfall. Eine Konvokation, um den
Monogenismus zu definieren oder die „Mediatrix“ wäere doch wohl albern gewesen, „Mater Ecclesiae“ (21.
Nov. 1964), das war’s!!
@Rebekka Dass der Leichnam Jesu von Mißgünstigen als „geklaut“ behauptet wurde, ist nicht neu. Das Gerücht
steht schon in der Bibel. Die Beweise für eine historische Glaubwürdigkeit der Evangelien sind aber
deutlich besser als bei Caesars „Gallischer Krieg“ und anderen antiken Texten. Käme in den Evangelien
kein Wunder vor, insbesondere nicht die Auferstehung (völlig „unliterarisch“ geschildert), würde niemand
den historischen Wert der Texte künstlich herabsetzen. Die Wunderfrage war es, die (vor 1800!) die kritische
Bibelforschung angestoßen hat. Diese ist aber nach heutigem Stand der Wissenschaft wieder offen. Also
gibt es kaum Einwände gegen das Jesusbuch des Papstes; das allerdings ist Literatur!
XI + XII = XXIII Das II. Vatikanum ist tatsächlich von Pius XI. und Pius XII. maßgeblich vorbereitet
worden. Schon Pius XI. dachte lt. seiner Antrittsenzyklika an einer Wiedereinberufung des I. Vatikanums
(dass es 1870 unvollendet abgebrochen wurde, war allen kirchl. Zeitgenossen um 1920 noch präsent). Überdies
haben die drei wichtigsten Enzykliken Pius XII. die drei wichtigsten Konzilsthemen vorbereitet: Offenbarung,
Kirche, Liturgie. Nur zwischen „Humani generis“ (1950) und „Gaudium et spes“ (1965) besteht eine offenkundige
Diskontinuität. Wird aber die Pastoralkonstitution endlich als Instrument zur Abwehr sozialer Modernismen
interpretiert, anstatt als Generalnorm zur „Neugestaltung“ der „Pastoral“, kann sogar Humani generis im
Lichte des Konzils verstanden werden. Weniger wohlmeinende Leute können die „Nachdenklichkeit“ Pius XII.
allerdings auch auf einen eher ängstlichen, introvertierten Charakter zurückführen. Es darf aber auch
scheue Päpste geben. In der fraglichen Zeit war das sicher, wenn auch weithin verkannt, ein Vorzug. Hätte
ein Polterer die Stadt Rom vor Hitler retten können?
Szenenapplaus! Man soll dem ev. Kirchentag, der so sehr um gute Presse bemüht war (1 Mio. Teilnehmer!
Freche Falschmeldung), keine Bosheit unterstellen. Eher ist es Hilflosigkeit, dass Konfessionenen, deren
höchster religiöser Ausdruck seit 1918 der Szenenapplaus zu sein scheint, allmählich von der eigenen
Doktrin unaufhebbarer Erbsünde ins Abseits gedrückt werden. Der oben abgebildete Haifisch ist zahnlos,
er wird den Dom nicht fressen. Diese Gesinnungsethik, umwölkt von deutschreligiösem Pathos (Staatsreligion!),
wirkt tot, schwach, lau. Das bewusst anderslautende Motto erinnert doch mehr an das sprichwörtliche Pfeifen
im Walde. So sehr den „Erotikern das Evangeliums“ ein frommer Aufschwung im Windschatten des Papstes zu
wünschen wäre, die in Köln vorgeführte „Begeisterung“ knirscht doch reichlich autosuggestiv.
Er war zweideutig! Was von der Ehrlichkeit des „Erzbischofs“ (in Wahrheit seit 1962 ohne bfl. Jurisdiktion)
zu halten ist, kann man im Schreiben „Cum te“ von Papst Paul VI. nachlesen, das er am 11. Oktober 1976
an Lefebvre richtete. Das Gesamtverhalten desselben war überaus ambivalent, was sogar Typen wie „Karl
Murx“ anerkennen.
Urmeter und Modernismus Es waren ja die Liturgiereformer, die eine „missa normativa“ wollten, also ein
„Urmeter“ schaffen. Das Metermaß ist keins, das in der Natur vorkommt. Eigentlicher Vorzug der alten
Liturgie war ihre organische Entwicklung. Diese ist zu Beginn der Moderne (1570) aus damals zwingenden
Gründen gestoppt worden. Die Not der Zeit erzwang dann heute eine eher „unorganische“, dekretierte Reform,
die in Reinform aber nirgendwo etabliert wurde, da der „NOM“ schon vor Inkrafttreten 1969 durch allerhand
Wildwuchs der Jahre zuvor (!) entstellt war. Das liturgische Chaos ist hoffentlich im Begriff zu verschwinden.
Aber dass überhaupt so eine Chaotik entstehen konnte, ist doch der härteste Beweis gegen die „normative
Kraft“ der alten Messe. Die war mindestens zweihundert Jahre, wenn nicht vierhundert Jahre, zuvor schon
aufgezehrt. Mithin ist ihre Wiederentdeckung für bestimmte Gelegenheiten auch eine Frucht der Reform
und Korrektiv zugleich. Warum aber wird so vehementt gegen „pro multis“ gekämpft? Zweifelhaft. Wenn Episkopat
und Priester nicht einmal eine gut begründete Entscheidung befolgen, auch wenn sie anderer Meinung sind,
existiert dann überhaupt noch das Gehorsamsprinzip im Katholizismus? Unter diesen Umständen wird das
neue Interesse für die alte Messe das vielfältige Durcheinander nur noch um eine „klassizistische“ Variante
bereichern. „Sacramentum caritatis“ könnte in den Wind gesprochen worden sein…
@Stimme Das Gutachten bereitet möglicherweise eine lehramtliche Äußerung vor. Und dem wollen die Gegner
anscheinend vorbeugen. Das Gutachten selbst hat noch keinen lehramtlichen Charakter sondern ist eine Art
höherrangiger Diskussionsbeitrag. Nach meinem fehlbaren Kenntnisstand ist die theologische Meinung vom
Limbus als Milderung (!) des Satzes von der Höllengefahr für Ungetaufte entstanden. Das bedeutet, dass
jetzt die Linie der Milderung der Höllenfurcht fortgesetzt wird.
Schlicht falsch! Niemand hat „den Gläubigen“ die Messe weggenommen! Nur ca. 0,015 % der Katholiken halten
die Liturgiereform für inakzeptabel. Die kleinen und größeren Mosebach dichten sich eine „Revolte“
gegen die alte Messe zusammen, während es nur ganz am Rande des Spektrums eine Revolte gegen Papst und
Konzil hinsichtlich der neuen Form des römischen Ritus gab. Täter und Opfer zu vertauschen ist ein Propagandamittel,
das sonst gern von Kirchenfeinden eingesetzt wird…
Erstaunlich! Diesmal gibt kreuz.net tatsächlich die richtige Interpretation an. Die österr. Bischöfe
führen die römische Entscheidung nicht aus, sondern biegen sie in ihrem Sinne zurecht. Das wird die
DBK vermutlich nachahmen (oder: gar nichts tun). Diese Praxis, römische Vorgaben IMMER als Rahmengesetzgebung
zu sehen, die man auch umdeutend „ausfüllen“ darf, hat zwar bereits Hans Küng 1960 in seinem Buch „Konzil
und Wiedervereinigung“ vorgeschlagen. Sie findet jedoch keinen Rückhalt im Konzil oder im Kirchenrecht.
Die rezente Gesetzgebungspraxis im Kirchenrecht nördlich der Alpen hat mithin als „Anspruchsgrundlage“
eine Idee des späteren Dissidenten von 1960! In Sachen „pro multis“ und „Freigabe“ (MR 62) läufts wahrscheinlich
demnächst ähnlich.
„Setzen, sechs.“ Das kreuz.net Tribunal hat gesprochen! Note: mangelhaft… Der Theologe Hauke hat aber
doch nur, seiner Meinung nach, einige Schwächen des Dokuments grell beleuchten wollen. In der Sprache
der Schulnoten wäre das doch eher „drei minus“… Früher hieß es: Niemand richtet den Papst. Heute
veröffentlich jeder, dem danach ist, abweichende Meinungen zu römischen Texten. Was man von der „Linken“
gewohnt war, reißt längst auch auf der „Rechten“ ein: Unbeschränkte Meinungsproduktion… Vor dem ersten
Weltkrieg nannte man das „Modernismus“, wenn ein Theologe seinen aktuellen Erkenntnisstand dem Lehramt
der Kirche überordnete. Dieses Lehramt ist auch befugt, Anpassungen im Laufe der Zeit auszusprechen.
Sonst nützt es zu nichts. Wenn noch ein Dokument der Kongregation zum Thema nachfolgt, wird es wohl aus
der „rechten“ Ecke dieselben Zwergenaufstände geben wie seinerzeit bei „Dominus Jesus“ (2000) von woandersher.
@Wolfgang Die Ortskirchen als Kirchen päpstlicherseits stärker ins Bewusstsein zu rufen ist überfällig,
da sonst nur ein virtuelles Kirchesein in der „Gesinnung“ existiert, aber die katholische Realität in
den diversen Kontexten zu kurz kommt.
vs. Dr. No Bemerkenswert, dass kreuz.net mehr und mehr seine eigene Wirkungsgeschichte thematisiert. Neulich
zitierte schon W. Beinert irgendwo… Wahrscheinlich bezweckt kreuz.net gar keine Überzeugungsarbeit
sondern ist nur auf Integretation der integralistischen Szene aus. Das stärkt die Gegenseite.
Fellay sagt auch nur, was seinen Gläubigen gefällt. Sonst blieben die Spenden aus. „Erst berühren,
dann glauben“ ist fast schon ein Geständnis des Unglaubens. Denn der Hl. Thomas antwortete sofort „Mein
Herr und mein Gott“. Aber was soll man von den Tugenden eines Mannes halten, der Vatikanmitarbeiter mit
Hilfe der Schweizergarde „befördern“ will. (Ins Jenseits?)
Pius XI. Tatsächlich war es Pius XI., Papst von 1922-1939, der aus der Lehre seiner beiden Vorgänger
die Konsequenz gezogen hat, dass der Katholizismus niemals mit einer totalitären Ideologie verwechselbar
sein dürfe (Verbot der „action francaise“ 1926). Kurz vor seinem Ableben, im September 1938, hat er „katholisch“
motiviertem Antisemitismus für alle Zukunft den Boden entzogen. Wer das Konzil bekämpft, bekämpft eigentlich
schon Pius XI., den in den Konzilsaussagen (nach Pius XII.) (zweit-) meist zitierten Papst.
Tatbestand Der Teufel ist ein Tatbestand der Bibel. Falls die Bibel ein „Konstrukt“ ist, so auch der Teufel.
Sollte der Konstrukteur aber aber die Wahrheit gesagt haben, dann ist der Tatbestand auf den Sachverhalt
anwendbar.
@Hornet Blödsinn. „Satan“ ist ein biblischer „Befund“. Es gibt kaum lehramtliche Aussagen der kath. Kirche
zum Satan. Diese Realität ist direkt in der Hl. Schrift genannt. Dazu bedarf es keiner „Definitionen“.
@c.v. Albern. Das Urteil „häretisch“ steht nur den zuständigen Stellen zu. Die penetrante Gesinnungsschnüffelei
selbsternannter Inquisitoren ist grotesk bis lächerlich. Leider, leider ernährt der Verlag aber auch
manchen Autor, der nicht gerade leidenschaftlich das Credo der Kirche vertritt. Über die geplante Herder
Korrespondenz „spezial“ darf man sich aber ein bisschen mokieren, weil das eindeutig nach Mitnahmeeffekten
im Windschatten des Papstbuches aussieht. (Und jede Wette: Da kommen auch die 86% ratziphoben dt. Theologen
wieder zu Wort, „milde gestimmt“ natürlich.)
@Hornet Der größte Unterdrücker der Weltgeschichte ist der Tod. Der unterdrückt jedes Leben irgendwann.
Ohne Antwort auf die „Überlebensfrage“ (a. der Seele, b. der Menschheit) blieb der-die-das Böse der
Sieger. Das ist seit Ostern anders. So sagt die Kirche.
Ha, ha, Herder! Der Verlag schiebt jetzt noch eine „Herder Korrespondenz spezial“ zu Jesus von Nazareth
nach. Da dürfen dann alle wieder gegen B XVI. rülpsen, dezent natürlich. Aber: Papst wird gelesen,
Theologie bleibt liegen. Tragisch.
Das Gute an dieser Nachricht: Die Kampagnen funktionieren nicht mehr; nur noch eine schmale Papsthasserclique
stützt damit ihr vorgestriges Weltbild. Immerhin.
In welchem Jahrhundert predigt der eigentlich? Die Zeitdiagnose ist doch völlig verblendet. Indem man
abweichende Fakten nicht zur Kentnis nimmt, kann man seit 1945 (oder seit 1918 oder seit 1871 oder seit
1830 oder seit 1793 oder seit 1648) immer dasselbe „Weltbild“ predigen. Untergang, Sittenverfall, Götzendienst.
Wie wärs denn mal mit einer Predigt über das Gottesbild?
Ritualisten aller Sekten, vereinigt Euch! Ihr habts immer noch nicht kapiert. Der Papst beerdigt den „liturgischen“
Fanatismus der Sektierer, weil er die liturgischen Intentionen des Konzils zum Erfolg führen will.
@Raimund Schluss mit dem Stuss. Die Freigabe der „alten Messe“ ist ein völlig marginales Randereignis,
eine vernünftige Korrektur der „Liturgiepolitik“ zugunsten einer legitimen Pluralität, mehr nicht. Das
Interesse an der „alten Messe“ wird danach eher abnehmen, da sie nicht mehr als Kampfinstrument gegen
das Konzil taugt. Und je mehr die „neue Messordnung“ im Geist der Liturgie gefeiert werden wird (da liegt
die Hauptaufgabe) wird sich ihre religiöse und pastorale Überlegenheit erweisen. Die Grundentscheidung
des Konzils, zu einer kommunikativen Form der Messe (dem Typus des 7. Jh. nachempfunden) zurückzukehren,
hat die Liturgie für das III. Jahrtausend überhaupt erst gerettet. Nur auf dieser Basis war überhaupt
eine „Wiederentdeckung“ liturgischer Schätze möglich. Sogar solche rigorosen Fanatiker wie Mosebach
wären ohne Liturgiereform undenkbar. Denn wenn sich ein selbsternannter „Experte“ sich vor 1962 solche
Pamphlete angemaßt hätte, hätte es gewaltigen Ärger mit der Hierarchie gegeben. Dass die Beter überhaupt
liturgische Ansprüche formulieren dürfen, ist eine Frucht des von Euch so gehassten Konzils!
Hallo, Ritualisten! Ihr hants immer noch nicht kapiert: Die Absichten des Papstes, wie auch immer das
konkret formuliert wird, sind der Anfang vom Ende der SSPX. Die Pluralität, die sich da abzewichnet,
liegt voll und ganz auf der Linie der Liturgiekonstitution des Konzils. Den Kryptoschismatikern wird erine
„Waffe“ aus der Hand geschlagen, die schon 1974 ff. der Liturgie unwürdig war: Die „alte Messe“ wird
von denen herabgewürdigt, die sie zum Propaganda-Instrument gegen Papst und Konzil machen wollten (siehe:
Sportpalast-Messe Lefebvres in Lille im August 1976). Dieser Anschlag ist gescheitert, nicht die Liturgiereform.
„Schlimme“ Hochgebete?? Wer maßt sich denn solche Urteile an? Der fatale Irrtum besteht doch wohl darin,
wenn ein Theologe auf den Holzweg gerät, überhaupt im Text eucharistischer Hochgebete ein „vollständiges“
Abbild der Messopfertheologie zu suchen. Die von kreuz.net vor einiger Zeit zitierten Ansprachen von Papst
Paul VI. von 1969 geben dazu vollständig Auskunft. KEIN Hochgebet enthält eine integrale Definition
des Mysteriums; die Liturgie ist jene Dimension des kirchlichen Lebens, die über Doktrin und Disziplin
hinausreicht. Man könnte evtl. Mindestanforderungen an „legitime“ Hochgebete formulieren, doch das ist
Sache der zuständigen Stellen, nicht private Aufgabe von Liturgikern. Im übrigen war es der Dissens
um die Hochgebete (Paul VI. wollte den Bischofskonferenzen für „neue“ Texte KEINE Kompetenz einräumen),
der 1975 zur Ablösung des Liturgiereformers Bugnini führte. Der Konflikt ist seither auf dem Stand von
1975 fixiert, aber nicht gelöst.
Zur Personalpolitik hat ja auch St. Kulle schon einiges serviert. Abwarten. „Mein“ Tipp: Levada bleibt
bis 75 im Amt, Amato muss weichen, falls an den „Spannungen“ was dran ist. Denn dass ein Sekretär einen
Präfekten überspielt, das ist sogar Ebf. Bugnini 1969-1975 nicht geglückt.
@Atha57 Nun gut. Was soll man aber von einem Propst halten, der sich selbst ein schickes Extra-Birett
im Philipp-Neri-Stil schneidern lässt? Bloße Mimesis? Oder „imitatio“? Nach s.c. Nr. 39 sind Zweifel
an der Gültigkeit solcher Zelebrationen nicht leicht von der Hand zu weisen, wo die Vermutung besteht,
dass vorsätzlich nicht das Opfer der Kirche dargebracht werden soll, sondern ein Eigenfabrikat, verhüllt
ins Gewand älterer Ausgaben des Missale. „Schmankerl“ wie ein eingepfuschtes Kommunionconfiteor verschaffen
den Puristen wie Mösebach einen ritualistischen O., dienen aber nicht der Liturgie.
Cum occasione (1653) 5. „(Es ist semipelagianisch zu sagen), dass Christus für schlechthin alle Menschen
gestorben sei oder sein Blut vergossen habe.“ Ex cathedra verurteilt durch Papst Innozenz X.
Man verschone wen? Sie wollen einfach die Differenz zwischen Liturgie und theologischem Kritizismus nicht
wahrhaben. Diese Differenz ist alles andere als ein „Taschenspielertrick“.
#6 No Comment 13:24:16 | Freitag, 16. Februar 2007
@Pünktchen Die Tragweite der Innovation von 1950 (Appr. als Säkularinstitut) wird sich der Allgemeinheit
erst allmählich verständlich machen. Msgr. Montini sagte damals: „Sie kommen 100 Jahre zu früh!“ (gemeint
war das Ansinnen des Hl. Josefmaria, die Trennlinie zwischen Laien und Klerus auszuradieren; nicht funktionell,
sondern „gnadenständisch“), so um 2050 wird die Allgemeinheit dann wohl kapieren, was für eine Wohltat
das war. On verra.
#16 No Comment 13:14:13 | Freitag, 16. Februar 2007
Ja… Man bedenke aber, dass diese kreativen Bedürfnisse schon 1964/65 eruptionsartig ausbrachen… Das
wird seitens der Kritiker der Reform nicht hinreichend erklärt! Wenn schon eine relativ fromme Kultur
nur wenig liturgietreu sein konnte (wollte) um wieviel schwieriger ist dann die Gewinnung neuer Zugänge
zur Tradition in wenig frommem Umfeld?
#14 No Comment 12:32:39 | Freitag, 16. Februar 2007
@Aurelius, Benedikt: Hochgebete Wenn ich mich richtig an die Lektüre von Bugnini, Liturgiereform (dt.
1987) erinnere, dachte man zunächst an eine Modernisierung des Canon romanus (HG I), nämlich wohl an
die Textfassung, die jetzt HG. III (Autor vermutl. Vagaggini) ist. Das hat Papst Paul VI. abgelehnt, HG
I blieb unangetastet. Man sollte aber andere Texte in der Tradition suchen (HG II, der trad. apost. des
Hl. Hippolyt nachempfunden, HG IV anknüpfend an die Basilius-Anaphora; Entwurf HG V, eine von Bugnini
favorisierte „Mischung“ aus röm. und oriental. Elementen wurde von der Kongregation Ottavinianis zurückgewiesen).
Zum Hl. Jahr 1975 wurden zwei Hochgebete geschaffen zum Thema Versöhnung (Thema des Hl. Jahres), von
denen die DBK aber nur eins erlaubt hat, da ihr der Sprachduktus des andern zu französisch war. Die HG
in besonderen Anliegen („Schweizer Hochgebete“), auch um 1975 entstanden, sind erst 2002 in den Anhang
des MR gelangt, dazu 2 HG für Messen mit Kindern. Was die Entwicklung „neuer“ Hochgebete betrifft, würde
es völlig genügen, mit jedem Hl. Jahr eines neu zu fassen und vielleicht auch ein älteres „neues“ wieder
außer Gebrauch zu nehmen. Aber es kursierten ja allein in Holland und Belgien unmittelbar nach Inkrafftreten
von Sacrosanctum Concilium an die Hundert frei erfundener Hochgebete!
#17 No Comment 16:31:16 | Dienstag, 13. Februar 2007
@Wiener Na ja. Sie tangieren das Problem, das auch „Konrad“ (abermals) zum Abschied von kreuz.net bewegte.
Auch manche Kommentare zu bestimmten textil-modischen Vorlieben deuteten schon in die Richtung. Ein Teil
des primitiv-rigorosen Traditums könnte durchaus massiv süßlich-schwül belastet sein. Aber im Detail
war’s ja dann bloß „Satans List“, nicht widernatürliche Lust.
#103 No Comment 15:47:27 | Dienstag, 13. Februar 2007
@J.G. In diesem Zusammenhang ist von „Mord“ wohl fast immer nach allgemeinem Sprachgebrauch die Rede,
nicht streng juristisch. Als jemand dem Reichspräsidenten Hindenburg zurief „Mörder, Mörder!“ entgegnete
dieser nur „Das sind so Ansichtssachen.“
#9 No Comment 14:39:16 | Dienstag, 13. Februar 2007
Ganz egal, was die ev. Staatskirche für Verrenkungen unternimmt: Ihr Konzeopt ist seit 1918 „erledigt“;
ein Teil der Prot. wird freikirchlich, der Rest wird katholisch, gerade WEIL niemand mehr Rückkehrökumene
fordert.
#64 No Comment 16:45:06 | Freitag, 26. Januar 2007
Wenn man zufällig… nochmal auf diese popetown Seite kommt: Muss der Leser sich doch dazu motivieren,
solche Dinge künftig nicht mehr ganz so brandheiß zu nehmen… Und was ist von der ganzen „Sakrileg“-Welle
übriggeblieben? Pecunia non olet.
#27 No Comment 16:34:50 | Freitag, 26. Januar 2007
Noch zu unscharf, Hw. May: Es geht im Protestantismus auch um die Behauptung, das Christentum sei als
Privatsache „voll“ vollziehbar, d.h. bei Unterordnung der relig. Angelegenheiten unter die Staatsautorität.
Das ist das Kernanliegen der Abschaffung der sichtbaren Kirche Christi. Um das durchführen zu können,
muss man bis zur Umdeutung der Taufe vorgehen, d.h. die sakramentalen Wirkungen abschwächen, die Sünde
aufwerten, Ostern abwerten. Nutznießer war alles in allem der moderne Staat (vgl. Pius X. Editae saepe,
1910). Im übrigen schafft die SSPX die sichtbare Kirche Christi gleichfalls ab, indem behauptet wird,
„Rom“ sei modernistisch wg. Preisgabe des „Christkönigstums“ (i.e. das Ancien Regime).
#38 No Comment 16:03:28 | Freitag, 26. Januar 2007
Quas primas hat, (wie auch Mortalium animos etc.) auch eine „progressive“ Seite. Die Einrichtung des Christkönigsfestes
bedeutet zugleich das Ende der Kaiseridee, ihr definitives Ende: Solus Christus!
#25 No Comment 18:38:44 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@Gotthard Das Pasdtoralkonzil künstlich gegen ein juristisches, „definitives“ Konzil auszuspielen, das
ist wohl einer gravierendsten Fehler der Konzilsrezeption. Müsste ein Pastoralkonzil (das der Stärkung
der Hirtensorge dienen will) nicht „noch mehr“ gelten, da es umfassendf affirmativ tätig wurde? Vielleicht
kapiert „man“ das erst, wenn es ein II. Pastoralkonzil gibt, das NUR eine Pastoralkonsitution verabschiedet,
z.B. als VI. Laterankonzil
#11 No Comment 18:34:09 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@Konrad Das Luthertum hat wohl kaum erst damit bgegonnen, sich mit „Dei Verbum“ (Vat. II zur Offenbarung)
zu befassen (gg. Geiselmann); aber die kath. Theologie dt. Zunge?? Hat die „DV“ beherzigt? Hoffen wir
auf die Bischofssynode 2008.
#23 No Comment 18:28:06 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@Marcel, Du Witzbold! Allein quantitativ an der Zahl der Priester“berufungen“ gemessen istz das Wirken
Ihres Idols relativ begrenzt (rd. 450, dv. etliche der Catholica herausgeschnitten, „Überläufer“…):
Vergleichen Sie das mal mit Congregation St. Jean (um nur eine Kongregation zu nennen, die etwa gleichalt
ist wie die Society of SPX) u.v.a.m. Und wie erklären Sie sich die fast völlige pastorale Unfruchtbarkeit
dieser „Bruderschaft“? (ca. 150.000 user, nach Ihren eig. Angaben! Eine fast 10-fache Überklerikalisierung
im Vergleich zur Weltkirche) Ach ja, die tridentinische Messe ist ja eigentlich „ohne Volk“ konzipiert;
Hauptsache das Ritual bleibt erhalten, hä??
@H.O. Zwar zu knapp, das statement von s.c. Aber man lese dazu die Ansprache von Joseph Ratzinger zum
100. Geburtstag des Kardinals Frings (Febr. 1987). Das Konzil hat uns Gott gerettet.
#271 No Comment 18:42:55 | Donnerstag, 18. Januar 2007
Was ist das? o^/ !:) Zelebrant liest alte Messe (MR 62); Laie liest mit (Schott 62). Und was ist das?
o^/ O:O Alte Messe nach Erscheinen des „motu proprio“ Zelebrant liest; Laie hört Simultanübersetzung!
#11 No Comment 17:55:19 | Donnerstag, 11. Januar 2007
@Stimme „Prälat“ heißt bekanntlich soviel wie Vorgesetzter, d.h. eine Prälatur ist Teil der hierarchischen
Ordnung der Kirche. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen.
#1 No Comment 17:43:23 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Brei? Im heutigen Durcheinander ist das Nennen von Unterschieden durchaus notwendig. In die Buchhandlungen
gelangte jetzt ein Weltatlas der Religionen, in dem unter „Christentum“ der übliche Schwachsinn vom historisch
kaum greifbaren „Jesus“ (wahrscheinlich in Nazareth geboren??), seine spätere „Vergöttlichung“ etc.
referiert wird. Zu „Islam“ wird aber ganz brav die offizielle Biografie des Propheten aufgeboten. „Historisch-kritische“
Mythen zur eigenen Religion, kritiklose Hinnahme der mohammedanischen Legenden andererseits. Da muss tatsächlich
an die allerwichtigsten Grundaussagen des Christentums erinnert werden! Ein „Widerspruch“ zum Vatikanum
II ist frei erfunden…
#6 No Comment 19:31:35 | Mittwoch, 10. Januar 2007
Kompromissvorschlag Heinz M. könnte seine 5 Studenten doch am besten zu H. Vorgrimler persönlich in
Ausbildung geben. Falls der das ehrenamtlich macht, spart es doch Kosten.
#29 No Comment 15:41:28 | Freitag, 22. Dezember 2006
Das Pontifikat Pius XI. liegt bekanntlich zeitlich VOR den Erfahrungen des II. Weltkriegs. Insoweit musste
Pius XII. feststellen, dass die Konzeption der „Katholischen Aktion“ noch zu unvollständig auf die Herausforderung
der Zeit antwortete; Fazit: 1944 explizite Gutheißung der Demokratie als bevorzugte Regierungsform im
Staat (nur 30 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs!!).
#10 No Comment 15:34:55 | Freitag, 22. Dezember 2006
@Konrad Da könnte man wieder das Ratespiel beginnen, wer denn hier die schäbigen Überschriften textet.
Mit Sicherheit gehen sämtliche Artikel durch eine einheitliche Endkontrolle (bei jedem Kardinal heißt
es „Kirchenfürst“, bei (fast) jedem Bischof pseudoaristokratisch „Köng von St. Pölten“ o.ä.), also
liegt auch die Vermutung nahe, dass ein ganz bestimmter egomanischer „borderliner“ die headlines setzt
(mitunter „deadlines“).
#7 No Comment 15:17:40 | Freitag, 22. Dezember 2006
@Freinsberg Dass die Übersetzung „für alle“ nicht häretisch d.h. legitim sei, räumt doch auch Card.
Arinze ein. Die Übersetzung mit „für viele“ wird von ihm doch mit der größeren Nähe zum biblischen
(!) Text begründet. Das Evangelium ist den Teufelsschwanzfetischisten hier aber schnuppe. Die wollen
übersetzen: „für wenige“.
#57 No Comment 17:45:54 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Ach, Maledica… Das Gefühl, dass durch irgendeine Ritze (gemeint war u.a. Msgr. Lefebvre) der Rauch
Satans in den Tempel Gottes eingedrungen sei, artikulierte Papst Paul VI. in freier Rede am 29. Juni 1972,
wiedergegeben durch Erzb. Casaroli. Dieses Zitat, das die Extreme Rechte so gern gegen Papst Paul ummünzt,
richtete sich also nicht gegen die „üblichen Verdächtigen“ (jede Häresie hat eine lange Lebensdauer),
sondern gegen die neue Qualität eines Widerstandes gegen Rom im Namen der römischen „Tradition“. Publikumswirksame
Literatur a la Küng etc. wird schnell zu Altpapier. Wirklich gefährlich ist das Argumentationsmuster,
das in Econe gestrickt wurde, weil es „religiös empfindsame“ Seelen an ein virtuelles Rom anketten will.
#422 No Comment 17:28:23 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Toby Im einzelnen bin ich von den Vorgängen zu weit weg, um eine Prognose abzugeben. Aber u.U. wird
eine zuständige Stelle das Gesamtbild als ehrenrührig ggü. dem Bischof werten. Und wenn sich Schreiber
hier rühmen, dass man kreuz.net sowieso nicht finde… Das stachelt doch den Ehrgeiz selbst des unfrömmsten
Kriminalers an. Oder etwa nicht?
#416 No Comment 17:17:41 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Seminarist Der Rothenberger-Text allein reicht sicherlich nicht aus, um Ermittlungen einzuleiten. Das
ist im Rahmen der Meinungsfreiheit auch von einem Bischof hinzunehmen. Als jemand Hindenburg anschrie
„Mörder! Mörder!“ antwortete der Reichspräsident bekanntlich: „Das sind so Ansichtssachen.“ Aber der
Vorgang als Ganzes ist so harmlos nicht. Wieviele Artikel hat kreuz.net schon gegen Bf. Algermissen in
kürzester Folge platziert. Die Autoren wurden teils namentlich genannt. Wenigstens einige werden wissen,
wie man an die Redaktion herantritt. Aber wir werden sehen.
#411 No Comment 17:05:06 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Pünktchen Nun gut, vielleicht irre ich mich: Aber ich habe den Brief an Rothenberger so verstanden als
wolle der Bischof aus Anlass dessen gegen kreuz.net vorgehen, nicht gegen Rothenberger. Warten wir es
ab. Trotz aller Aufregung wünsche ich frohe Festtage (der Geburt des Herrn, versteht sich).
#408 No Comment 16:41:52 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Pünktchen Die Brisanz hat zwei Richtungen. Einerseits trifft es zu, dass der Bischof seine Position
zusehends zu gefährden scheint. Jedoch erachte ich es auch für brisant, mit welcher Vehemenz sich kreuz.net
auf den Fall „eingeschossen“ hat. Das könnte wegen der Art und Weise des Vorgehens den Tatbestand der
so gen. „Formalbeleidigung“ erfüllen (wobei es dann auf wahr oder falsch bei den Tatsachen nicht mehr
ankommt). Hinsichtlich eines Bischofs, egal ob man ihm „ohne wenn und aber“ folgen will oder die Linie
massiv missbilligt, wäre das Erfordernis eines öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung (der Beleidiger)
leicht erfüllt. In dieser Richtung könnte der „Fall Algermissen“ auch zum Bumerang für kreuz.net werden.
#10 No Comment 16:34:16 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Romulus In Rücksprache mit dem Hl. Vater?? In Rücksprache mit dem Hl. Vater werden schon seit 1943 keine
Parteien mehr gegründet, nirgendwo auf der Welt. Und wie beim Thema „Andreotti“ ja durchschimmerte, war
der D.C.-Versuch nach Mussolini’s Ende (1943!) ja auch nicht der Zug zur goldenen Zukunft des real existierenden
Katholizismus. Richtig ist allerdings, dass die CDU „abschmiert“. Selbst der nordrhein-westfälische Ministerpräsident,
wie aus zuverlässiger Quelle zu hören war, vermutet die Wahrheit „in der Nähe der Mehrheit“. Aber selbst
das ist nur (!) Relativismus, noch nicht die Diktatur des Relativismus.
#403 No Comment 16:26:16 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Pünktchen: „nightmare before Christmas“ Bei allem Verständnis für Ihre persönliche Betroffenheit.
Der Fall ist zwar brisant, aber doch keine 404 postings wert…
#81 No Comment 16:22:33 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Solche Gottesdienste wären erlaubt, als Wortgottesdienst oder „liturgische Nacht“. Warum da aber eine
Eucharistiefeier reingezwungen werden muss?? Verspricht man sich davon einen Nutzen für die eucharistische
Frömmigkeit??
#10 No Comment 16:15:22 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Benedikt Okay. Aber ein Land, in dem eine fulminante Wahlverliererin anschließend Bundeskanzlerin wird
und von ihrem Parteitag mit SED-ähnlichen Ergebnissen bestätigt wird, nähert sich dem System Berlusconi
vielleicht doch schon ein bisschen arg an.
#8 No Comment 15:26:15 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Sorry, Benedikt, es besteht überhaupt kein Anlass mehr, auf italienische Gepfllogenheiten mit teutonischer
Überlegenheit herabzublicken. Hierzulande gibt es allerhand Hinweise, dass der Grad der Korruption zwischen
Wirtschaft und Politik längst die Ausmaße ital. Verhältnisse der 1970er und 80er Jahre überschritten
hat. Mancher hat Andreotti als „Garanten der Mafia“ bezeichnet. Gemeint war damit, dass er das antikommunistische
System der D.C. zusammenhielt (samt „Linksöffnung“ und ohne faule Kompromisse zu vermeiden). Das war
Dogma der ital. Innenpolitik seit 1946. Das konnte nicht über 1989 hinaus fortbestehen. Aber dass gerade
die prinzipiellen Antikommunisten, die den Kommunismus auch dort noch bekämpfen, wo er längst erledigt
ist, jetzt hier gegen Andreotti losschreien, das ist doch sehr sehr witzig. Diese Kritiker meinen damit
wohl, dass Andreotti noch immer zu sehr Antifaschist war.
#365 No Comment 13:52:35 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Hat nicht irgendjemand hier den Bischof auch schon „Alki“ genannt (=Alkoholiker??). Vielleicht soll der
Staatsanwalt sich mit kreuz.net insgesamt befassen. Das Unterfangen wäre dann wohl nicht ganz so aussichtslos
wie die Drahtzieher hier meinen.
#18 No Comment 16:30:42 | Montag, 18. Dezember 2006
Wollen die Kulturschaffenden die Messe oder ein Ritual? In zunehmend esoterisch versponnenen Zeiten ist
der Missbrauch der alten Messe als elitäres Ritual viel gefährlicher als es kreative Exzesse bei der
„neuen“ je sein können.
#8 No Comment 16:23:49 | Montag, 18. Dezember 2006
Tränen? Flammen? Zungen? Heraldiker werden die „drei Tränen“ nicht ohne weiteres erkennen. Die Tränen
im Wappen könnten auch Feuerzungen sein. Vielleicht wäre das sogar die bessere Interpretation. Dann
müssten sie nur gleichfalls in Gold erscheinen.
#3 No Comment 18:44:24 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Das Foto ist seitenverkehrt. Im übrigen ist das ganze Gemaule über das Konzil grotesk bis lächerlich.
Die Frömmigkeit von Bischöfen, Priestern, Theologen und Laien ist genau in dem Maße „eingebrochen“
wie es beim Verzicht auf mileubedingte, gesellschaftliche Autorität und „Sozialkontrolle“ unvermeidlich
war. Aber keinen Millimeter mehr! (Und das beweinen die Vorgrimmler und Marceliten unisono!) Die geistlichen
Initiativen auf Zukunft hin sind, ohne jede Beschönigung, jedenfalls in einem Vorfrühling begriffen,
der zu größten Hoffnungen berechtigt. Mühselig ist der Weg freilich dennoch. „Die Arbeit beginnt heute
und hört niemals mehr auf“ (P. Paul VI., Enz. Ecclesiam suam, 6.8.1964).
#39 No Comment 18:09:12 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@„Daniel Säufert“ Herr Lingen: Für die Abschaffung des Index benötigte der von Ihnen verhasste G.B.
Montini bloß einen Nebensatz im Statut zur Reform des Hl. Offiziums 1965; 1966 erging dann noch eine
erläuternde Verlautbarung. Seither wird eine „Literaturpastoral“ empfohlen, die allerdings in deutschsprachigen
Gegenden nicht praktiziert wird. So mancher Adventsprediger zitiert lieber Nietzsche, Marx und Freud statt
Johannes vom Kreuz. Aber das wird wieder anders.
#4 No Comment 16:52:07 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Verlach An Publikationen ist ja wahrlich kein Mangel. Aber nur „Hierarchie“, „Tridentinum“, „Beichte“…?
Das sieht wieder nach Trostliteratur für nachkonziliär Lädierte aus. Ein zu schmales Programm.
#11 No Comment 15:51:49 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
@Ansgar Hypothese: „Marcel“ muss man im Bekanntenkreis (oder Verlorenenkreis) einerseits des Professors
Stöhr und andererseits eines gewissen Daniel suchen; der Tarnname will vermutlich zwei Personen gleichzeitig
ärgern.
#57 No Comment 17:29:56 | Freitag, 8. Dezember 2006
FÜR DIE REDAKTION HINZUGEFÜGT!!! FREAKS, versucht doch mal, etwas mehr über das übergeordnete Prinzip
zu recherchieren, dem diese Bistumsreformen folgen: Statt „Diözesanbehörde“ künftiges Leitbild „Diocese
GmbH + Co. KG“??
#19 No Comment 17:15:28 | Freitag, 8. Dezember 2006
@Pünktchen Leserzeitung? Das wäre eine Erweiterung des „Engagements“ hier und nicht die nötige Verringerung.
Aber über Dr. G. erfährt man im net ja genug (interessante Berichte aus Österreich).
#13 No Comment 15:50:31 | Freitag, 8. Dezember 2006
@Pünktchen („G-Punkt?“) Zu diesem Punkt wäre mir eine Aufklärung willkommen. Nur die „borderliner“-Biographie
(Aachen, St. Pölten, Berlin) von Dr. G. passt (so sehr) auf kreuz.net. Aber man will ja niemanden verleumden.
#10 No Comment 15:27:27 | Freitag, 8. Dezember 2006
Maledica und die „Feinde der Kirche“… Warum beschweren Sie sich denn nicht über diese Titel: „Schädlingsbekämpfung…“
Das erinnert doch wieder überaus deutlich an die süffisante Diktion des Dr. Goesche.
#86 No Comment 15:50:45 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@Pünktchen Der Syllabus (daraus unten, Nr. 24) wurde schon kurz nach Erscheinen heftigst diskutiert.
Papst Pius IX. hat die eher liberale Interpretation des Msgr. Dupanloup explizit gebilligt, d.h. überzogene
Interpretationen, als sei im Syllabus „unfehlbar“ das katholische Gesellschaftsbild aller Zeiten niedergelegt,
wurden vom Urheber des Syllabus (formell nur eine Beilage zur Enzyklika Quanta cura!) selbst relativiert.
Die „kontradiktorische“ Methode verursachte (auch wieder bei „Lamentabili“ 1907) so viele Missverständnisse
(siehe unten!), dass sie seit Benedikt XV. nicht mehr üblich ist. Der Kern des damaligen Urteils ist
aber gültig und besagt (in etwa): Die Kirche lässt sich nicht aus dem öffentlichen Raum abdrängen,
sie hat einen „Weltauftrag“. Insoweit kann der Syllabus, der erstmals über theol. Fragen ins Gesellschaftliche
„übergriff“, sogar eine Art „Geburtsurkunde“ der (noch holprigen) kath. Soziallehre genannt werden.
#28 No Comment 14:25:18 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
Nürnberg war „Stadt der Reichsparteitage“; als „Hauptstadt der Bewegung“ figurierte München, von 1945-1989
dann nur noch „heimliche Hauptstadt“, seither „Stadt weltberühmter Biere“; was für ein Aufstieg!
#117 No Comment 20:19:26 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@Breze So viele Anmerkungen wie Du schreibe ich natürlich nicht mehr… Aber zum Stichwort „Monarchie“
kommt’s ja eigentlich noch irrsinniger: Echten „Legitimisten“ genügt nicht, dass ein König oder Fürst
an der Spitze des Staates steht. (Das ist ja in Frkr. nach 1830 noch zwei Mal vorgekommen, Louis-Philippe
1830-1848 und Napoleon III.) Die Staatsgewalt muss vom Fürsten ausgehen! Das beansprucht aber keine Dynastie
mehr, weltweit. Selbst in Liechtenstein ist das Volk beteiligt, nur nicht in Monaco. (Aber ist das ein
Staat?) Ohne den 1. Weltkrieg wäre die Staatsidee der konstitutionellen Monarchie nicht so tiefgreifend
und so gründlich delegitimiert; diese Delegitimation einer uralten Tradition wurde noch verschärft dadurch,
dass die Überwindung der autoritären oder totalitären Regime nach 1918 durch die demokratische Partizipation
sich seit 1989 auch in Osteuropa entwickelt. Dort wurde nirgendwo eine Monarchie restauriert. Und weil
rd. 99,8% aller Europäer mit der Grundidee der offenen, demokratischen Gesellschaft einverstanden sind,
konzentriert sich die eigentliche Fragestellung darauf, wie diese Staatsform verbessert werden kann. Für
die „Tradi“ spielt es aber gar kewine Rolle, dass Demokratie heute nicht das ist, was vor 1789 (teils
auch noch vor 1914) unter dieser Idee verstanden wurde. Eine „legitime“ Monarchie heute würde, aller
Wahrscheinlichkeit nach, alsbald in Totalitarismus ausarten (Italien 1922-1943 müsste da Warnung genug
sein), weil unsere Zeit eben anders ist.
#115 No Comment 19:36:00 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Pschyrembel?? Besten Dank. Ist zwar mancher „Dr.“ unterwegs auf kreuz.net, aber eben nicht immer ein Arzt…
@Breze Vorsicht! Dann kommt „Athanasius“ wieder mit Rene Lefebvre, der von den Nazi ermordet wurde. Lefebvre
ist ein wiedergeborener 1830er gewesen, kein Mitläufer des Marschs auf die Feldherrenhalle. Teile der
frz. Aristokratie und auch des Geldadels können nicht verschmerzen, dass die „Legitimität“ (= Monarchie)
von Karl X. in der Julirevolution 1830 verspielt wurde. Papst Pius VIII. akzeptierte übrigens diese Revolution
sofort als legitim. Muss also auch schon ein häretischer Papst gewesen sein…
#22 No Comment 19:31:01 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@Clarissa Im Verhältnis zu den heutigen Bedingungen ist die Zahl der priesterlichen Berufungen sogar
noch überraschend hoch. Wenn ein Ortsbischof nur halbsoviel Berufungen wecken könnte (auf sein Gebiet
bezogen) wie der Heilige Vater im Alleingang seit 1978, dann gäbe es gar keine Sorgen. Die Bischöfe
reden von Kollegialität (die sie als Partizipation missdeuten), leisten aber nur einen Bruchteil ihrer
Aufgabe. Die Beziehung Bischof-Presbyterium müsste „Tagesordnungspunkt 1 plus“ auf jeder bfl. Agenda
sein; und zwar als unmittelbare, ungefilterte, seriöse und geistliche Beziehung, geradezu antibürokratisch…
#112 No Comment 19:25:03 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@ Breze Wie Lefebvre in seiner letzten Predigt am 1. Nov. 1990 so schön sagte: Die Menschenrechte haben
den Atheismus erzeugt und alle Staaten (!), die Verfassungen mit Menschenrechten haben, bewegen sich „hinab“
zur Hölle. Oder bereits am 21. Nov. 1974: Wer die Messe neuer Ordnung feiert, gefährdet sein Seelenheil.
„Wacht auf, Verdammte dieser Erde…“
#110 No Comment 19:21:41 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@Alexandra vs. Hegerl Hallo! Was ist denn „dekompensieren“? 1,1 Mrd. Katholiken, 300 Mio Orthodoxe, 700
Mio Moslems, 100 Mio andere (Anglikaner etc.) verehren die Jungfrau Maria (mehr oder weniger), das sind
insgesamt 2,2 Mrd. Menschen! Nur einige Tausend prot. Theologen sind abweichender Ansicht, aber trotzdem
gelingt es, in den Medien das Bild zu zeichnen, als sei Marienverehrung obskur oder okkult. Da gibt es
leider eine immense Diskrepanz zwischen Frömmigkeit und Forschung.
#28 No Comment 19:14:15 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Kompetenzkompetenz Mehr noch, Benedikt: Der Papst ist überdies der authentische Interpret eines Konzils,
so Martin V. für Konstanz, Pius V. für Trient, Pius IX. und Leo XIII. für Vat. 1 und Paul VI. ff. für
die Gegenwart. Der Natur der Sache nach darf ein Papst, der ein Konzil „umsetzt“ sogar mehr als in konzilsfreien
Zeiten; da das Papsttum keine Despotie ist, sondern „nur Treue“, unterliegt es dem pflichtgemäßen Ermessen
des jeweiligen Amtsinhabers, welche Schritte zu tun sind. Der Umgang mit der „alten Messe“ war möglicherweise
zu rigoros. Aber einerseits hatte die Liturgiereform fast keine Feinde (bis heute will „man“ eher noch
mehr Kreativität!) und andererseits hat der irrationale Tumult der Extremen Rechten eine Art von „Kriegsrechtsregime“
in liturg. Fragen nahezu erzwungen. Die Einheit der Kirche war 1972-1975 real gefährdet. Zum Glück aller
hat sich die „Piusbruderschaft“ derart ins Abseitrs manövriert, das man das Kryptoschisma kaum als solches
bezeichnen dürfte, gäbe es da nicht die etwas über 400 vaganten Kleriker („Wildsäue“).
#10 No Comment 19:04:52 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Naja… Wenn der Papst nicht mehr genug Angriffsfläche bietet, dann muss in den Medien halt jede kleine
Personalentscheidung zu immensen Proportionen aufgepumpt werden.
#30 No Comment 18:53:40 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Ihr Halbgaren: die „Freimaurer“ empfinden die Piusbrüder doch als süß und lieblich, als völlig ungefährlich
und als nützliche Idioten contra Rom. Ein Freimaurer lässt sich doch von der primitiv antimasonistischen
Rhetorik dort überhaupt gar nicht beeindrucken. Die Mitfeier der „alten Messe“ ist für solche sogar
eine interessante Abwechslung: Und magisch-symbolisch gedeutet hat sie auch für Hermetiker und Ritualisten
ihren Reiz. Wer die SSPX einlädt, bekundet also nur einen antirömischen Affekt, wenn auch „von rechts“.
#27 No Comment 18:36:14 | Donnerstag, 30. November 2006
@Wiener Geduld. Geduld. Mittlerweile entdecken sogar lutherische Liturgiker die Vorzüge der „Orientierung“.
Die altkirchliche Zelebrationsrichtung (zumindest des Hochgebets) wird sicherlich nicht auf Dauer verketzert
bleiben.
#8 No Comment 18:27:29 | Donnerstag, 30. November 2006
Benedikt: Solange die im Verband deutscher Diözesen organisierten Bistümer sich zuerst und vor allem,
in wenig reflektierter reichskirchlicher Kontinuität, als Personal- und Vermögensbestände definieren,
ist mit einer Rezeption beider vatikanischer Konzilien auf deutschem Boden nicht zu rechnen, von Döllinger
bis Küng: Alle wollen „los von Rom“, egal, wohin…
#51 No Comment 18:24:20 | Donnerstag, 30. November 2006
@Benedikt: „Wer vom Papst ißt…“ Vielleicht hat der Vatikan mit den türkeifreundlichen Worten kurz
vor Reiseantritt, so die ital. Presse, den Premier ein bisschen dazu verlockt, den Papst „vorführen“
zu wollen. Macht aber nichts. Den Türspalt nach Europa, den Benedetto angeblich eröffnet hat, wird Erdogan
höchstpersönlich wieder zudrücken…
#23 No Comment 18:13:06 | Donnerstag, 30. November 2006
@Gelasius In der Tat: Peinlich, wie Missallas Frau Bussmann (ein Prof. im Ruhestand, der wider besseres
Wissen behauptet, dt. Bischöfe hätten im 1. Weltkrieg Waffen gesegnet) das Phoenix-Forum nutzte, um
wieder ihre Sexualneurosen zu servieren: „Kondom-Abtreibung-Frauenordination“. Thema verfehlt! „Setzen,
Sex.“
#17 No Comment 17:50:18 | Donnerstag, 30. November 2006
Korrektur unten hätte es heißen müssen „päpstliche Rede von Regensburg“; werden die Leser vielleicht
schon erkannt haben… @Heger Vielen Dank für den Hinweis. Der wesentliche Gehalt der Regensburger Rede
ist für den Islam (und für den „freien Westen“!) viel gefährlicher als das inkriminierte Zitat. Vielleicht
wird man diese Rede dereinst so werten wie das „Habt keine Angst“ des Papstes 1979 in Polen. Wer weiß.
#4 No Comment 17:37:45 | Donnerstag, 30. November 2006
@Meinrad Wahrscheinlich könnte bei gutem Willen, etwas Phantasie und Kraft für fast jedes der zur Entweihung
anstehenden Kirchengebäude eine interessierte Ordensgemeinschaft, geistliche Gemeinschaft oder Initiative
gefunden werden, die da Gebet + Tat reinbringen könnte. Aber aus Sicht der Diözesanverwaltungen wären
das bloß Risikofaktoren, weil die totale Kontrolldichte dann nicht mehr zu gewährleisten zu sein scheint.
„Was ich nicht beherrschen kann, das mache ich kaputt.“
#12 No Comment 15:02:48 | Donnerstag, 30. November 2006
@Pünktchen Gleichzeitig erklärt das aber auch (abgesehen von der vordergründigen Revolte gegen das
„Manuel II. Bush“-Zitat), warum die opäpstliche von Regensburg auch seriöse Muslime an den Rand der
Verzweiflung bringt. Denn eine „Koran-Christologie“ ist vor der Vernunft unhaltbar, die katholische Dogmatik
also im Begriffe, jedwede Modernismus- und Antinmodernismus-Krise hinter sich zu lassen. „Je ferai tomber
une pluie des roses!“ (Therese Martin, 1897); ca va, oui, ca va.
#9 No Comment 14:55:02 | Donnerstag, 30. November 2006
@Pünktchen Mir hat mal jemand erläutert, dass im Islam tatsächlich der Absolutheitsanspruch („Christologie“)
auf das Buch bezogen wird, den Koran. Das ist systemimmanent, da Allah ja absolut transzendent gedacht
wird.
#814 No Comment 14:41:06 | Donnerstag, 30. November 2006
(…) Jetzt hat die Redaktion doch tatsächlich meinen Literturhinweis an Karl Murx entfernt, schade…
Georges Bernanos, Le chemin de la croix-des-ames, 1948. Sicherlich in jeder frz. Stadtbücherei zu haben!
#811 No Comment 14:34:40 | Donnerstag, 30. November 2006
„Sockenpüppchen“ soll wohl die Puppe eines Bauchredners bezeichnen (d.h. Zweit- oder Mehrfachauftritte);
aber sind nicht Daniel Stöhr und Natterbach auch Sockenpüppchen von „Marcel“??
#6 No Comment 14:14:26 | Donnerstag, 30. November 2006
historisch, kritisch statt historisch-kritisch Es liegt am „-“! Der Bindestrich deutet auf die Ideologie.
Man war voller wissenschaftlicher Absichten, aber allein der Tanz um das „Jahr 70“ deutet doch schon darauf
hin, dass die Methode bislang zu ahistorisch und zu unkritisch war. Aber das sagte ja bereits der Anglikaner
J.A.T. Robinson im Jahr 1976; und M.J. Lagrange OP seit 1890!!
#14 No Comment 14:05:13 | Donnerstag, 30. November 2006
@Wolfgang Kennen Sie einen barmherzigen Tradi? Ist Ihnen bekannt, dass ein Tradi ins Martyrium gegangen
ist? Fehlanzeige. Zielsetzung ist allein Störung innerhalb des katholischen Gefüges; also: Ursprung
vielleicht nicht KGB, aber (…) no comment.
#49 No Comment 13:15:58 | Donnerstag, 30. November 2006
„Manuel II.“ Bush vs. „Gregor VII.“ Ratzinger?? Unter einem bestimmten Aspekt stellt der Siegeszug des
Islam vielleicht so etwas wie die „Modernismuskrise“ der Orthodoxie dar. Denn dem staatskirchlichen Konzept
von Byzanz fehlte das Papsttum, mithin die von Gregor VII. eingeschärfte geistliche Vorrangstellung vor
der Politik. Den Staatsvorrang hat aber der Islam (und das gilt auch für den Kemalismus der Türkei)
offenkundig „sauberer“ formuliert als es den Byzantinern möglich war. Der Katholizismus darf mithin nicht
in die Reformationsfalle laufen. Je demokratischer das öffentliche Leben, umso zentraler muss Rom sich
im Geistlichen profilieren. Die Weltöffentlichkeit scheint diese Wohltat beider vatikanischen Konzilien
allmählich zu ahnen, die moderne Theologie aber kapiert’s anscheinend immer noch nicht.
#3 No Comment 14:58:00 | Dienstag, 28. November 2006
@Theophil Nein, nein, hier bellt ein Schweineschwänzchen, das sich im Niemandsland ringelt, der römischen
Wölfin zu: „Hierher, hier ist Deine Tradition, im Nirgendwo.“ Eine Spezialität der Wildsäue von Econe
ist ja das Kolportieren von kryptischen Halbzitaten. „Fatima wird auferstehen“, frohlockt Williamson??
Soll das heißen: Hurra, endlich Weltuntergang??
#29 No Comment 13:09:53 | Dienstag, 28. November 2006
@Hans Urs Ja, sowas kommt von sowas: Beim Abschreiben der Eilmeldung von kath.net musste der Obersturmchefredakteur
eben schnell noch ein paar „Delikte“ in die Biografie des Professors aus Heidelberg einschleusen; nur
bloß nicht das Wort „Kirche“ erwähnen, wenn von Evangelischen die Rede ist; und jede „zweite Ehe“ =
„Konkubinat“. Weit gefehlt! Sogar die Gegendarstellung des Professors wird noch gegen seine Ehre eingesetzt.
Hans Urs von Balthasar hat in seinem Buch über Georges Bernanos (1954, 3. Aufl. 1988) alles Notwendige
zur Unterscheidung zwischen kath. Gehorsamsprinzip und totalitärer Kommandostruktur zu Protokoll gegeben.
Hier redigieren „selbsternannte“ Inquisitoren, denen jede Legitimation fehlt. Sogar das Hl. Offizium hätte
derart übereifrige „Konsultoren“ zurückgepfiffen; diese „freien Radikalen“ imitieren eine Weltanschauung,
die selbst in den Wonnejahren des rigorosen Antimodernismus (1907-1914) niemand jemals derart selbstgerecht,
lieblos und ohne Rücksicht auf Erbe und Auftrag der Kirche verbreiten durfte. Das Scherbengericht über
Klaus Berger, das hier veranstaltet wird, übertrifft an Lasterhaftigkeit wohl alle bisherigen „Beiträge“.
Als wolle man ihm zeigen, wie unumgänglich es zu früherer Zeit gewesen war, der Hierarchie zu entrinnen.
Allerdings, wir wissen es, die hier behauptete Kontinuität mit der „Kirche aller Zeiten“ (KaZ?) ist dieselbe
frontale Lüge, die Lefebvre am 15. September 1976 dem Papst ins Gesicht spie.
#29 No Comment 12:45:50 | Dienstag, 28. November 2006
@Adrian Eine „Meinung“ kann keine höhere Perspektive unter Meinungen beanspruchen. Ich empfehle das Buch
„Jesus“ von Jean Guitton (1961); er kommt asuf philosophischen Wegen der Ausnahmegestalt Jesu sehr nahe.
#54 No Comment 17:32:26 | Dienstag, 21. November 2006
@Breze Was für ein Glück, dass die Kreuz.Net Redaktion „in den Staaten“ sitzt, sonst hätte die Redaktion
auch „Erinnerung und Identität“ entfernt („Erinnerung“ gemahnt an Gedächtnis, stellt also eine Verkürzung
des Opfercharakters der Hl. Messe dar und „Identität“ kann als unerträglicher Latinizismus in deutscher
Sprache nicht geduldet werden); „Salz der Erde“ ist den Zensoren wahrscheinlich entgangen, weil sie das
für einen Reiseführer, verflixt… Reise-leiter??, von Bad Reichenhall gehalten haben. Oder wie hieß
noch der Salzberg? No Comment.
#51 No Comment 17:13:48 | Dienstag, 21. November 2006
@Breze Das Buch von Stadler ist leider ein Plagiat. Das Original stammt von Harry S. Truman: „Wie ich
lernte, die Bombe zu lieben.“ Untertitel VON DER REDAKTION ENTFERNT
#49 No Comment 16:53:15 | Dienstag, 21. November 2006
@Konrad Der Kommentator meinte „skandalöse Entscheidung“; strenggenommen hat er aber fast was Richtiges
verzapft: Denn der Skandal in St. Pölten wurde richtiggehend entschieden… „Entscheid“ über den Skandal.
#46 No Comment 16:32:03 | Dienstag, 21. November 2006
Heavy On The Wire, Breze! und andere Kreuznetg’schichten. Herausgegeben von Prof. h.c. Dr. jur. h.c. Dr.
phil. h.c. Dr. med. dent. h.c. Dr. Gerald Gösche, Pfalzerzherzog bei Rhein, Apostolischer Generalprokurator
von Schlangenbad bei St. Pölten, Kardinalerzbischof von Palma de Mallorca. Ins Lateinische übertragen
durch Dr. h.c. Thilo Stopka Nantes unter freundlicher Mitwirkung von Dr. h.c. Marcel Natterbeck. Sanctus
Verlag Ingolstadt, 1. Aufl . 1776.