Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Stöhr: Sie Ahnungsloser „Die Gestalten von Brot und Wein bestehen nach der Substanzverwandlung fort“.
Das ist schon einmal „de fide“. Unter den Gestalten (species) versteht man all das, was mit den Sinnen
wahrgenommen wird. „Die sakramentalen Gestalten behalten nach der Substanzverwandlung ihre physische Realität“.
Das ist eine Sententia certa. Die von Ihnen vertretene gegenteilige Meinung widerspricht der Lehre der
Väter und des Hl. Thomas (S. th. III, 75,5: dort auch die explizite Verwendung des Begriffs accidentia
für die Gestalten).
@Rudolfus: Soll das jetzt lustig sein? Die Gegenwart Gottes dauert in jedem Teil der eucharistischen Gestalten
fort,auch im kleinsten wahrnehmbaren Teil der eucharistischen Gestalten. Ich empfehle dringend die Verwendung
eines Raster-Elektronenmikroskops zur Verdeutlichung der Tatsache, daß wir keinen vollständige Kontrolle
über die kleinsten Teile der eucharistischen Gestalten haben. Es geht hier lediglich um die Aufgabe,
mit den eucharistischen Gestalten nicht leichtfertig umzugehen. Dies kann man auf verschiedene Weise zum
Ausdruck bringen. Ich persönlich bevorzuge die Mundkommunion.
@Rudolfus Jeder rechtgläubige Katholik kennt den rechten Glauben Dann sind Sie kein rechtgläubiger Katholik.
Den Beweis können Sie hier www.kreuz.net/…ticle.5489-page.html nachlesen.
@Luther: Das ist der zentrale Punkt! Die Reaktionen der Lehmanns, Hofmanns, etc. fügen sich nahtlos ein
in die große liturgische Lebenslüge der deutschen Kirche. Es wird so getan, als gäbe es einige kleine
Randprobleme im Bereich der Liturgie. Fakt ist, daß sie in den deutschen Pfarrgemeinden fast durchweg
mit Füßen getreten wird. Da mag es Ausnahmen geben, aber im Großen und Ganzen würde eine ehrliche
Bestandsaufnahme ergeben: Fast kein Priester hält sich wirklich an das Meßbuch, eine Vielzahl der Erstkommunionfeiern
sind peinliche Kindertheaterveranstaltungen, etc. etc. Für manche Katholiken in Deutschland gilt mittlerweile:
sie kennen die „Neue Messe“ sowenig wie die „Alte“, weil sie sie fast nie erleben. Solange diese Lebenslüge
aufrecht erhalten wird, ist an einen wirklichen Fortschritt in der ganzen Angelegenheit nicht zu denken –
MP hin oder her.
@Romulus Bei den Priesterweihen ändert sich nichts. Die Priester der entsprechenden Gemeinschaften werden
wie bisher nach der alten Ordnung geweiht, alle anderen nach der neuen.
@Ministrant: Sie haben völlig Recht … das MP gibt hier an beide „Parteien“ eine klare Direktive. Eine
Hermeneutik des Bruchs ist ausgeschlossen. Niemand darf sagen, daß eine der beiden Formen des Ritus falsch,
häretisch oder unagemessen ist. Wer dieses „Zugständnis“ verweigert, kündigt letztlich die communio
auf oder ist – wie im Falle der SSPX – nicht bereit, diese wiederherzustellen.
@Freinsberg: …aber dass der neue Text der christlichen Theologie des Judentums besser entspricht, werden
Sie wohl nicht bestreiten? Ich gebe Ihnen gerne recht, daß die erste Erwählung des jüdischen Volkes
in dem neuen Text schöner (und richtiger) zum Ausdruck kommt. Aber auf der anderen Seite „umschifft“
er doch auch die Kernfrage. Wenn mit dem „Ziel, zu dem sein Ratschluss führen will“ und der „Fülle der
Erlösung“ Jesus Christus gemeint ist, dann frage ich mich: Warum spricht das Gebet dies nicht aus? Wenn
es damit nicht gemeint sein sollte, dann wäre der Text höchst bedenklich. Mich erinnert das ein wenig
an eine schöne Anekdote: In einer Kölner Familie sitzen abends Abend drei Generation zusammen und es
wird über theologisch-philiosophische Fragen gesprochen. Die Jungen demonstrieren ihre Kenntnisse, diskutieren
über „Immanenz“ und „Transzendenz“. Als das Gespräch eine Weile hin und her gegangen ist, ergreift der
Großvater das Wort: Ich hörens immer nur „die Transzendenz, die Transzendenz“. Watt soll dat janze Jerede?
Jott heißt der Mann“. Das Ziel aller Menschen und die Fülle der Erlösung ist für uns Jesus Christus.
Das kann man ruhig beim Namen nennen.
Das eigentlich befremdliche … an der Äußerung des Apostolischen Administrators der Diözese München-Freising
ist die postulierte Notwendigkeit „geeignete Priester“ zu finden. Als wüßte Eminenz nicht, daß es Gemeinschaften
gibt, in denen sich solche Priester zusammengeschlossen haben. Dies gilt auch für das Gebiet seiner Diözese,
da in Bayrisch-Gmain eine Niederlassung des Instituts Christus König und Hoherpriester existiert.
@muntu die Missa Tridentina ist keine außerordentliche „Ausnahme“ – dieser außerordentlicher Ausdrucksform
soll sich der gebotenen Ehre erfreuen. Doch eine Ausnahme ist die Missa Tridentina weiterhin. Deshalb
braucht es ja ein Motu Proprio, um diese Ausnahme zu regeln. Das schließt ja keineswegs aus, daß man
dieser außerordentlichen Ausdrucksform die gebotene Ehre erweisen soll. Das Missale 1970 wurde vom damaligen
Konsistorium abgelehnt und doch wurde es durchgeboxt. Nun, nach katholischer Lehre steht es dem Hl. Vater
nun einmal zu, Dinge auch gegen die Meinung eines Konsistoriums zu regeln. Ich bin eher für eine authentische
Auslegung des Vat. II. Das war die Aufgabe Pauls VI und der ist er nachgekommen. Das Problem ist nicht
das neue Missale, sondern das, was der Hl. Vater im MP als „Bruch“ bezeichnet, also eine Lesart und Feierform
des NOM, die davon ausgeht, das vorherige sei „falsch“ gewesen.
@Karl Murx: Da können Sie lange warten … R. ist der Meinung, daß der Katholik nur den feierlichen
Definitionen des Lehramtes (also unfehlbaren Kathedral- oder Konzilsentscheidungen) Glaubenszustimmung
schuldet. Er unterscheidet in diesem Sinne auch gerne zwischen „Dogmen“ und „Nicht-Dogmen“. Das ist natürlich
eine schlimme Irrlehre. Das Vaticanum I lehrt: „Mit göttlichem und kath. Glauben ist ferner alles zu
glauben, was im geschriebenen oder überlieferten Wort Gottes enthalten ist und von der Kirche – sei es
in feierlicher Entscheidung oder kraft ihres gewöhnlichen und allgemeinen Lehramts – als von Gott geoffenbart
zu Glauben vorgelegt wird“. Ganz klar hat auch Pius XI. diesen Sachverhalt (wohl im Blick auf bestimmte
modernistische Strömungen) dargelegt: „so darf man keinesfalls jene Unterscheidung verwenden, die man
zwischen den sogenannten grundlegenden und nicht grundlegenden Kapiteln des Glaubens einzuführen beliebte,
so als ob die einen von allen angenommen werden müßten, die anderen dagegen frei der Zustimmung der
Gläubigen überlassen werden könnten; die übernatürlich Tugend des Glaubens hat nämlich als Formalursache
die Autorität des offenbarenden Gottes, die keine derartige Unterscheidung duldet“ (Mortalium animos).
Jeder klassischen Dogmatik (etwa Pohle-Gierens) könnte R. entnehmen, daß der Gläubige selbst Lehrsätzen
mit der „relativ niedrigen“ Qualifikation „theologice certa“ einen „assensus internus et externus, religiosus,
theologicus, simpliciter talis“ schuldet.
@Tammox & Bruder Theophil: Tammox, lassen Sie sich von R. nicht ins Boxhorn jagen. Natürlich lehrt die
Kirche die Irrtumslosigkeit der Hl. Schrift nicht in der Weise, daß aus der Verwendung des Wortes „Drachen“
in einem Liedtext (das sind die Psalmen als literarische Gattung) eine Aussage über die Existenz solcher
Wesen abgeleitet werden könnte. Wesentliches zu dieser Frage der Berücksichtigung der literarischen
Gattung findet sich in der Enzyklika „Divino afflante Spiritu“ Pius XII. aus dem Jahre 1943. @Bruder Theophil:
Ein Problem mit dem Psalmtext habe ich nicht. Man kann ihn mit großem geistigen Gewinn beten – man muss
deshalb aber nicht an die Existenz von Drachen glauben (s.o.)
@Sirilo: Mich ärgern einfach „Traditionalisten“, die sich diese „Tradition“ einfach selbst zusammenschustern.
Für viele Dinge, die R. hier so von sich gibt, hätte er in den Zeiten, die er wohl als „vor-modernistisch“
bezeichnen würde, von Päpsten und Theologen nur Gelächter geerntet. Er hätte z.B. beim Konzil von
Trient einmal vorschlagen sollen, daß der Papst sich seinen Nachfolger selbst aussucht! Die hätte ihm
kräftig auf die Zehen getreten. Wenn das, was R. für „Tradition“ hält, wirklich die Tradition der Katholischen
Kirche wäre, dann müßte man schreiend weglaufen. Aber Gott sei Dank ist dem so nicht.
@muntu Sie hat ihre Existenz wieder erhalten und ist gleichen Ranges mit dem ordentlichen Ritus. Das ist
nicht ganz richtig. Es wurden die Bedinungen für die Ausnahme erleichtert. Aber die „Alte Messe“ bleibt
die außerordentliche Ausnahme. Die beiden Riten sollen sich gegenseitig bereichern. Das ist wieder falsch,
denn der Hl. Vater hat ausdrücklich festgestellt, daß es sich nicht um zwei Riten handelt, sondern um
zwei Weisen den einen römischen Ritus zu feiern. Man wird bald erkennen, dass die Reform von 1970 weit
weg von der Intention der Konzilsväter ist. Nein, das ist sie nach Meinung des Hl. Vaters nicht. Die
Art wie die Liturgie von 1970 vielfach gefeiert wird, ist das, was Benedikt kritisiert. Benedikt hat schon
immer von einer Reform der Reformen gesprochen. Er meint damit das, was ich oben geschriebe habe: Wenn
man unter Reform das versteht, was landauf-landab konkret passiert, dann bedarf die Reform einer Korrektur.
Es geht ihm aber nciht darum, das Missale Paulus VI. zu überarbeiten. Es soll schlicht eingehalten und
angewandt werden.
@Ansbach.Dragoner: Als erstes interessiert mich immer sofort ob Sie glauben dass Christus fleischlich
von den Toten auferstenden ist oder ob das Auferstehungsereigniss doch eher als interpretationsbedürftige
Metapher verstanden werden soll. Ich bin Katholikin, also glaube ich das unser Herr Jesus Christus wahrhaft
von den Toten auferstanden ist. Ich würde allerdings den Ausdruck „leiblich“ dem im deutschen leicht
mißverständlichen „fleischlich“ vorziehen. Als zweites würde mich interessieren ob für Sie das Papsttum
ein transzendentes überweltliches Amt ist oder beine eher formale demokratische Angelegenheit. Sie machen
es mir hier nicht ganz leicht, weil ich nicht so ganz verstehe, was „transzendent“ und „überweltlich“
in diesem Zusammenhang bedeuten sollen. Das klingt fast so, als wollten Sie sagen, es gäbe das Papstamt
auch noch im Himmel, das ist aber nach katholischer Lehre nicht der Fall. Wenn Sie aber darauf abstellen,
daß das Petrusamt von Christus eingesetzt ist, daß zu ihm der Jurisdiktionsprimat gehört und der Inhaber
des Petrusamtes bei Kathedralentscheidungen durch den Beistand des Hl. Geistes den Vorzug der Unfehlbarkeit
genießt, dann antworte ich mit einem lauten und deutlichen „Ja“! Haben Sie weitere Fragen?
@Ansbach.Dragoner: Grundsätzlich bin ich der Meinung, daß man meine Sicht der Dinge meinen Beiträgen
in diesem Forum entnehmen kann. Worüber genau hätten Sie gerne Auskunft? Ich werde Ihnen keine Antwort
schuldig bleiben.
@Rudolfus: Sie sollten nicht versuchen, andere Leser über den für diese nicht mehr nachvollziehbaren
Inhalt zensurierter Beiträge zu täuschen. Ich habe zu keiner Zeit und an keiner Stelle irgendein Wort
verwendet, welches den Ausdruck „Fäkalsprache“ rechtfertigen würde. Dass Sie dies hier so darzustellen
versuchen, rechtfertigt alle meine vorherigen Anmerkungen zu Ihrer Person.
@Schopenhauer Sie werden Pünktchens Argument nicht ganz gerecht. Ihre Sicht der Dinge lebt davon, Kirche
und Staat als konstant voneinander unabhängige Instanzen anzusehen. Dann ergibt sich die Perspektive,
ausschließlich der Staat habe der Kirche gegen ihren ausschließlichen Widerstand die weltliche Macht
genommen. In Wirklichkeit ist das historische Phänomen um vieles komplexer, da es sich um Prozesse innerhalb
der Catholica (und nachreformatorisch innerhalb der westlichen Christenheit) handelte. Es waren ja katholische
Fürsten, die mit Rom gerungen haben. Und die begleitenden geistigen Auseinandersetzungen fanden ebenfalls
zwischen jeweils katholischen „Parteien“ statt. So gesehen handelt es sich sehr wohl um einen Selbstfindungsprozess
innerhalb der westlichen Kirche.
@Romulus Ärgern Sie sich nicht – hier sind einfach alle Maßstäbe verschoben. [v.d.Red.zens.] Befremdlich
ist, daß Leute diesen Begriff als „wüste Beschimpfung“ empfinden, selbst aber permanent sowohl lebende
und verstorbene kirchliche Würdenträger (und natürlich auch andere Poster) als „häretisch“ oder gar
als „Antichrist“ bezeichnet. Aber diese Begriffe scheinen hier nicht unter „Beleidigung“ zu laufen. In
der Sache: Die Wahl des Papstes durch das Kardinalskollegium gehört zwar nicht zur göttlichen Verfassung
der Kirche, sie ist aber eine seit fast 1000 Jahren geheiligte Tradition. Auch vorher wurden die Bischöfe
von Rom gewählt oder akklamiert, aber nie von ihrem Vorgänger ernannt. Aber „geheiligte Traditionen“
sind unserem „Traditionalisten“ Rudolfus völlig wurscht. Hauptsache „anti-demokratisch“.
@Heinrich Mein Problem bestand nicht darin, daß die Beiträge von Rudolfus nicht zensiert wurde, sondern
daß meine Meinung über seine Beiträge sehr wohl zensuriert wurde. Wenn hier die Persönlichkeitsrechte
verstorbener Päpste nicht geschützt werden, warum dann ausgerechnet diejenigen von Rudolfus???
@Redaktion Ich halte das einfach noch einmal fest: Man darf in diesem katholischen Forum ungestraft behaupten,
daß Papst Paul VI. ein Antichrist war und ihn mit AH auf eine Stufe stellen. Wenn man solche Ungeheuerlichekeiten
kritisiert und an der moralischen Integrität ihres Verfasser zweifelt, wird man zensuriert.
@Rudolfus Wir wissen schon lange, daß Sie ein geistiger und vor allem ein theologischer Tiefflieger sind.
Mit Ihrem Vergleich der Päpste Paul VI. und Johannes Paul II. wie AH haben Sie nun auch noch einmal bewiesen,
[von der Redaktion zensuriert].
@Gotthard Ja, was Leute wie Rudolfus über die Letzten Dinge schreiben ist schon grauenvoll: Kein Mensch –
nicht einmal Christus selbst – kann irgendjemandem für dessen schwere Sünden das Heil in dessen Todesstunde
versprechen, das kann nur der Teufel. Wahrscheinlich hält er sein blasphemisches Gerede auch noch für
besonders „rechtgläubig“ …
@Stimme: Das ist eines der Probleme: Es gibt Menschen, die sich als katholisch verstehen und jede, aber
auch jede Äußerung der Kirche absichtlich in ihr Gegenteil verkehren. Da ist dann wohl wenig gegen auszurichten …
Schlimm nur, daß diese Menschen permanent die Tradition im Munde führen, sie aber nicht kennen und teilweise
in ihr Gegenteil pervertieren.
@ottaviani: Es geht nicht um „Heiligkeit“, sondern darum, daß kein Priester des römischen Ritus es grundsätzlich
ablehnen darf, den NOM zu zelebrieren. Da wird auch die SSPX nicht drumherum kommen.
@Rudolfus: Was reden Sie schon wieder für ein haltloses Zeug. Als ob „subsistit“ oder auch die deutsche
Übersetzung „verwirklicht in“ häresieverdächtige Begriffe seien. Häresieverdächtig sind bestimmte
Auslegungen – und gegen diese hat sich die Kirche in den letzten 40 Jahren mehrfach verwahrt. Geht es
nicht in Ihren Kopf: Keine Formulierung eines dogmatischen Sachverhalts ist per se gegen solche falschen
Auslegungen gefeit – nicht einmal die Worte der Hl. Schrift selbst. Das war früher nicht anders. Wozu
war das Hl. Offizium wohl da???
@ottaviani: Ich fürchte, Sie haben den Text noch nicht ganz verstanden ich denke daß nur personalpfarreien
zukunft haben Das Ziel des Papstes ist offensichtlich ein anderes: Mit gutem Willen und einer gemeinsamen
Besinnung auf das Wesen der Liturgie sollte das auch innerhalb einer Pfarrei möglich sein. Die PSSPX
hat jetzt keine weiteren Forderungen an die Kirche zu stellen. Der Papst ist ihr entgegengekommen, er
hat aber auch Gegenleistungen verlangt.
Der Heilige Vater … … hat einen klugen und frommen Text geschrieben! Das ist wirklich ein Grund zur
Freude! Die zentrale Achse: Es darf keine Hermeneutik des Bruchs geben. Das richtet sich an beide Seiten:
Wer die Neue Liturgie so interpretiert (oder feiert), als sei die Alte falsch gewesen, verstößt gegen
diesen zentralen Grundsatz ebenso wie derjenige, der auf der Alten besteht, weil die Neue nicht mehr rechtgläubig
sei. @Czibo: Das MP ist meines Erachtens beiden Seiten im besten Sinn gerecht geworden. Im Sinne der lateinischen
Definition des Rechts: Jedem das Seine zuzuteilen. Und jetzt: Kriegsbeile weg! Da sind wir einmal ganz
einer Meinung. Die Kriegsbeile zu begraben, die ja nicht erst seit Monaten, sondern seit Jahrzehnten geschliffen
worden sind: das ist der zentrale Auftrag des MP.
@Pünktchen: Irgendjemand sollte Czibo mal erklären … was der Sinn eines solchen Forums ist. Er postet
zu allem und jedem (fast 1.000 Beiträge in 3 Monaten!) seine verschwurbelten Elaborate und sobald ihm
jemand antwortet kommt sofort: „Sie hat keiner gefragt“. Offensichtlich hält er kreuz.net für ein Kaffee-Blog
…
@Süddeutsche Zeitung Der Redakteur der SZ zeigt seine unglaubliche Komeptenz schon durch die synonyme
Verwendung von „auf lateinisch“ und „im außerordentlichen Ritus“. Als ob man den ordentlichen Ritus nur
auf deutschisch und nicht auch auf Latein feiern könnte …
Der Papst und die Liturgie Man sollte sich bezüglich des Verhältnisses von B XVI. zur Alten Liturgie
keine allzu großen Illusionen hingeben. Sicher ist es dem Hl. Vater ein Anliegen, das liturgische Niveau
zu heben, aber die persönliche Sehnsucht nach einer Zelebration des VOM schätze ich nicht sehr hoch
ein. Dafür habe ich persönliche Erfahrungsgründe: Ich habe vor vielen Jahren einige Male die Messe
besucht, die der damalige Präfekt bei seinen Urlauben in Regensburg allmorgentlich in einer Hauskapelle
gehalten hat. Seine Art zu zelebrieren war sehr spröde und es gab da keine Anzeichen irgendeiner Nähe
zum Habitus eines „Altrituellen“. Das war guter NOM-Durchschnitt – nicht mehr und nciht weniger. Und übrigens
immer das 2. Hochgebet. Ein nicht ganz untypisches Detail: Ich habe in den letzten 20 Jahren nur einmal
Handkommunion gemacht und das war bei der ersten dieser Messen des Kardinals. Er hat bei der Kommunionausteilung
nicht aufgeschaut und ganz automatisch die Hostie in Richtung meiner Hände bewegt. Um eine peinliche
Situation zu vermeiden, habe ich dann mit der Hand kommuniziert. Bei den folgenden Messe habe ich mich
dann hingekniet und dann gab es auch keine Probleme mehr.
@Kurt K. & Ansbach.Dragoner Kurt, ich hoffe, Sie haben den ganzen Unfug, der hier heute abend so geschrieben
worden ist, nicht allzu ernst genommen. Natürlich könnte ein Papst theoretisch eine offensichtliche
Irrlehre „ex cathedra“ verkünden. In einem solchen Fall würde man ihn für abgesetzt erklären und einen
Neuen wählen müssen. Das wäre rechtlich eine etwas heikle Operation, würde aber keine fundamentalen
Probleme aufwerfen. In solchen Ausnahmesituationen gilt dann die normative Kraft des Faktischen mit anschließender
rückwirkender Legitimation (etwa durch eine Bischofssynode). Das ist ja beim Bundespräsidenten ähnlich.
Den kann auch nur das Bundesverfassungsgericht absetzen – gleichzeitig kann aber der Bundespräsident
die Verfassungsrichter absetzen. @Ansbach.Dragoner: Ich frage mich die ganze Zeit, was ich mir unter „ar.chwarm“
vorzustellen habe. Aber vielleicht erschließt sich das nur nach der dritten Flasche Asbach.Uralt …
@Daniel: Das ich das noch erleben darf: Sie zitieren zustimmend Karl Rahner! In der Tat hat Rudolfus offensichtlich
die komische Vorstellung, nur derjenige sei ein „formeller“ Häretiker, der sich auf einen öffentlichen
Platz stellt und sagt: „Ich leugne, daß … „. Das ist natürlich Nonsens. Andererseits kann auch nicht
Kreti und Pleti Aussagen eines Anderen zur Häresie erklären. Häretiker kann eigentlich nur derjenige
genannt werden, der von der Kirche zur Klärung einer bedenklichen Aussage aufgefordert wird und diese
Klärung im Sinne der Glaubenslehre der Kirche verweigert.
@Rudolfus: Dogmen und „Nicht-Dogmen“ Das Wort Dogma hat in der katholischen Theologie zwei Bedeutungen:
1. Dogma im weiteren Sinne sind alle geoffenbarten Glaubenssätze, die zur Lehrverkündigung der Kirche
gehören, anders ausgedrückt: die zum depositum fidei gehören. 2. Dogma im engeren Sinne nennt man diejenigen
geoffenbarten Glaubenssätze, die von der Kirche feierlich verkündet wurden. Sie scheinen nun der Meinung
zu sein, daß bezüglich der Annahmeverpflichtung dieser Sätze ein wesentlicher Unterschied besteht.
Das ist nach katholischer Lehre und Tradition NICHT der Fall. Und entsprechend ist nicht nur derjenige
ein Häretiker, der ein feierlich verkündetes Dogma leugnet. Die feierliche Verkündigung eines Dogmas
(etwa die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel) gibt diesem NICHT einen höheren Rang. Die feierliche
Verkündigung ist oft nur die Folge einer vorherigen Infragestellung des jeweiligen Glaubenssatzes. Da
Sie mir sicher nicht glauben, hier ein Zitat aus der Enzyklika „Mortalium animos“ Pius XI. (1928): „so
darf man keinesfalls jene Unterscheidung verwenden, die man zwischen den sog. grundlegenden und nicht
grundlegenden Kapiteln des Glaubens einzuführen beliebte“ … „die übernatürliche Tugend des Glaubens
hat nämlich als Formalursache die Autorität des offenbarenden Gottes, die keine derartige Unterscheidung
duldet“.
@Rudolfus & @Daniel Aha, so geht der Trick: Sie wollen also sagen, daß sich das Konzil und die Päpste
seitdem nicht klar genug ausgedrückt haben. Und deshalb sind sie nicht häretisch, sondern nur häresie-verdächtig.
Sehr witzig … Ihr schroffe Unterscheidung zwischen unfehlbaren Dogmen und dem ganzen „unwichtigen Rest“
ist übrigens hochgradig modernistisch. Die Glaubenslehre der Kirche ist ein organisches Ganzes. @Daniel:
Natürlich hat Christus jeden Menschen erlöst. Das beten Sie jedesmal beimKreuzweg: „Denn durch Dein
Heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst“. Genauso wie jeder Mensch durch die Inkarnation Christi
ein anderer geworden ist. Die Kirche betet in der Liturgie (auch in der Alten): „Du hast den Menschen
in seiner Würde wunderbar geschaffen und noch wunderbarer erneuert“. Das bezieht sich auf die Inkarnation.
Das Heilswerk Christi hat sich ja nicht an einer abstrakten menschlichen Natur vollzogen …
@Rudolfus: Sie reden sich hier um Kopf und Kragen Seine Beschlüsse sind darum nicht unfehlbar und können
darum auch häretische Inhalte besitzen, selbst wenn der Papst mitunterschrieben hat. Das haben Sie weiter
unten geschrieben. Jetzt gerade behaupten Sie, daß Paul VI. formell keine Häresien verbreitet habe.
Was ist bitte „formell“, wenn nicht das Unterschreiben häretischer Dokumente einer Räubersynode???
@Rudolfus: Wenn ich alles zusammenzähle, was Sie hier heute von sich gegeben haben, 1. Das VII hat Irrlehren
verbreitet und der Papst hat das unterschrieben 2. Ein Papst der formell ein Dogma leugnet (das tut er,
wenn er ein Konzilsdokument mit einer Irrlehre unterschreibt), verliert sein Papstamt dann sind Sie zweifelsfrei
Sedisvakantist. Quod erat demonstrandum …
@Rudolfus Ihre Unterscheidung zwischen „dogmatischen“ und „pastoralen“ Konzilien verdanken Sie offensichtlich
einer Privatoffenbarung. Mit der dogmatischen Tradition der Kirche (das, was Sie sonst die objektive Wahrheit
nennen) hat das nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Ein ökumenisches Konzil ist ein ökumenisches
Konzil. Punkt.
@Rudolfus Wollen Sie mich vera…? Sie behaupten doch, daß ein universales Konzil und die Päpste seitdem
Irrlehren verbreiten, nicht ich! Also bringen Sie mal Beispiele dafür aus der Kirchengeschichte. Und
lassen Sie bitte diese peinliche Unterscheidung zwischen „dogmatischen“ und „pastoralen“ Konzilien. Das
ist theologischer Mumpitz. Das II. Vatikanische Konzil hat eindeutig dogmatische Aussagen gemacht. Nicht
jeder dogmatische Satz beginnt mit „Anathema sit“ … @Kurt K.: Mein Name leitet sich nicht von irgendeiner
sagenhaften Gefährtin des König Artus her, sondern von der Märtyrerin und ehemaligen Stadtheiligen
von Paris … Schön, daß Ihre Mutter Sie zu einem freien Geist erzogen hat. Aber das Gerede von der
„Inquisition“ ist trotzdem kindisch. Der seinerzeitige Kardinal Ratzinger hat mir dazu einmal gesagt:
„Die Leute reden immer von Inquisition. Dabei sind wir selbst für viele Bischöfe nicht mehr als eine
lästige Laus im Pelz“.
@Heinrich: Ich habe Ihr Selbstzitat sehr wohl gelesen. Aber ist Ihr geistreich vorgebrachtes Argument
nicht letztlich ein Taschenspielertrick? Die Frage ist doch, wer darüber entscheidet, was ein gerechtes
Gesetz ist. Das ist die klassische Frage von Carl Schmitt: Wer herrscht über den Ausnahmezustand? Sie
antworten: Im Zweifelsfall entscheidet Heinrich der Zweite. Die katholische Antwort ist: Die Kirche entscheidet.
Wer die Meinung vertritt, daß Konzil und Papst häretisch werden können, der hebt das Prinzip der Kirche
auf. Rudolf: Wann in der Kirchengeschichte war denn ein universales Konzil häretisch und gleichzeitig
5 Päpste? Kurt K.: Hat Ihnen Ihre Mutter nicht beigebracht, dass Kinder den Mund halten sollen, wenn
Erwachsene sich über ernste Dinge unterhalten?
@Rudolfus & Daniel Stöhr Rudolfus, Sie haben recht: Irrgläubigkeit ist ein objektives Faktum. Aber daraus
sollte man dann auch logische Konsequenzen ziehen können. Wenn also der Papst irrgläubig ist, wie kann
man ihn dann weiterhin für den Papst halten? Und wie steht ein Mensch innerlich zu Lehre von der höchsten
Lehrautorität und dem Jurisdiktionsprimat, wenn er im Konfliktfall seine subjektive Entscheidung über
die Entscheidungen des Hl. Vaters stellt? Ja, Daniel, das muss man Ihnen lassen: Sie liegen wenigstens
konsequent daneben
@Rudolfus & VirFortis Rudolfus, der Protestant gegenüber Papst und Konzil sind Sie, nicht ich. Ich habe
hier in diesem Forum noch nie etwas anderes vertreten als den Glauben der Kirche von den Kirchenvätern
bis heute. SIE sprechen gegenüber dem Konzil und den seither regierenden Päpsten das „Ich weiß es aber
besser“ des Dr. Martinus. Sie haben übrigens wieder meine Frage nicht beantwortet. VirFortis: Worin äußerst
sich denn diese „Geiselhaft“?
@Rudolfus & Heinrich: Ach, kommt Kinder … „bescheuert“, „Irrgläubig“, … Wie wäre es mit ein paar
Argumenten? Warum erklärt Ihr mir denn nicht einmal wie das zusammengeht, daß man die Päpste und die
Hierarchie für häretisch hält aber nicht sedisvakantistisch ist?
@Heinrich: Ich glaube, da irren Sie gewaltig Mit der Linkspartei geht es wohl den gleichen Weg wie mit
ihrer Vorläuferin der USPD. Zuerst Spartakusbund, dann KPD, dann Volksfront. Alles eingetütet wie anno
Toback. Die Linkspartei ist nicht auf dem Weg zu einer radikalen Splitterpartei, sondern hat ihren Zenit
erst noch vor sich. Lafontaine hat ganz geschickt die wesentlichen Ressentiments in der deutschen Gesellschaft
zu einem „Programm“ verbunden: Anti-Kapitalismus und sich als „Friedenspolitik“ maskierender Anti-Amerikanismus.
Und dieses Programm wird von den beiden mit Abstand begabtesten Populisten der Republik unter die Leute
gebracht. Diese Partei wird sich als 10+X-Kraft etablieren und der SPD zunächst in den Ländern und dann
im Bund Koalitionen aufzwingen. Im Ergebnis wird in sehr absehbarer Zeit stabile bürgerliche Politik
in Deutschland immer schwieriger werden. Viel wird davon abhängen, wie die Grünen sich positionieren.
Ich bin bezüglich ihrer Immunität gegen rot-rot-grüner Regierungs-Möglichkeiten aber nicht besonders
optimistisch.
@Rudolfus: Vielen Dank! Ihr Beitrag bestätigt mein Szenario. Johannes Paul II., der Paul VI. Montini
in diesen folgenschweren, unkatholischen und unchristlichen Irrtümern gegen die hl. katholische Religion
in nichts nachstand. Wenn diese Geisteshaltung einmal nicht mehr mit „geliehener“ Sympathie für den Alten
Ritus bemäntelt werden kann, wird sie für noch mehr Menschen als das ersichtlich, was sie ist: das unausgereifte
Gedankengebräue einer schismatischen Sekte. Man kann nicht die Päpste für häretisch und das Konzil
für eine Räubersynode halten und gleichzeitig römisch-katholisch sein.
@Roman German: Nun bin ich aber entsetzt – der letzte treue Teutsche in diesem Forum legt sich ein englisches
Pseudonym zu! Da sollte die Entwelschungs-Abteilung der Reichsschrifttumskammer aber schnell einschreiten
…
@Pünktchen & Defensor Oder es interessiert Sie vielleicht doch nicht so und sie fordern nur im Auftrag
meine Antwort, um möglicherweise statistisches Material gegen Modernisten zu sichern. Bei Czibo bildet
sich ein veritabler Verfolgungswahn aus … Wir sollten uns mal wieder zusammensetzen und unsere geheime
Strategie abstimmen
Ich mache jetzt mal die Prophetin: das MP wird folgende Wirkungen haben: 1. Die Priester und Gläubigen
der altrituellen Gemeinschaften mit kirchlicher Anerkennung werden weniger Probleme mit Bischöfen und
deren Apparat haben, resp. sich gegen Behinderungen besser wehren können. 2. Der Druck auf den „Wildwuchs“
in der neuen Liturgie wird wachsen. Mittelfristig wird es zu einer „Verfeierlichung“ des durchschnittlichen
Gemeindegottesdienstes kommen – diese Entwicklung hat auch zeitgeistige Komponenten. 3. Das Latein wird
in der Neuen Messe (vor allem in Bischofsmessen) etwas zunehmen. 4. Der Druck auf die Piusbruderschaft
wird zunehmen. Mit ein bißchen Glück reicht das für eine erneute Spaltung: ein Teil geht den Weg der
Petrusbruderschaft, der Rest wird noch klarer schismatisch. Alles gute Nachrichten :)3 Was man sich nicht
erwarten sollte: Irgendeine massenhafte Renaissance der Alten Messe.
@Algermissen Manch unguter Zeitgeist, manche Modetorheit sind in unsere Gottesdienste eingedrungen. Nun
merken wir, daß sie darin eigentlich nichts zu suchen haben Der Herr Bischof und die Leute, die er mit
„wir“ meint, scheinen ja ganz aufgeweckte Bürschlein zu sein. Merken jetzt schon, daß manche „Modetorheit“
im Gottesdienst nichts verloren hat. Man will sich ja nicht wichtig machen, aber diese bahnbrechende Einsicht
hätte er schon vor 20 Jahren völlig gratis und ohne große Symposien haben können. Sehen wir es realistisch:
Da dreht einer das Fähnchen in den Wind Da ist einem verstockter Lehmann ja noch lieber …
@Protestant: Das ist mir alles zu flach … Mit einem zölibatären Priester über Kinder, Erziehung oder
Partnerschaft zu diskutieren, hieße doch mit dem finnischen Verteidgungsminister über die Probleme der
südpotugiesischen Weinbauern zu spekulieren Erfahrung setzt nicht Betroffenheit voraus. Ein Drogenberater
muss nicht Drogen konsumieren und ein Arzt muss nicht krank sein. Meine Erfahrung ist, dass verheiratete
Männer und Frauen, die in einer glücklichen Beziehung leben, zufriedener und ausgeglichener sind als
Singles Das klingt gut, aber verheiratet bedeutet nicht automatisch in einer glücklichen Beziehung zu
leben. Meine Erfahrung ist, daß Menschen in einer Beziehungskrise unzufriedener sind als die meisten
„Singles“ … Sie sehen das Problem ausschließlich unter mehr oder weniger funktionalen Gesichtspunkten.
Der Zölibat dient aber weder der Erhöhung der „Beratungskompetenz“ des Priesters noch seiner allgemeinen
Zufriedenheit. Er gilt in der Kirche als Zeichen der besonderen Christus-Nachfolge und als Möglichkeit
zur Vertiefung der priesterlichen Spiritualität. Das ist die Messlatte der Diskussion und diese sollte
man nicht unterlaufen. Das schließt ja nicht aus, dass man die Frage, ob und wie der Zölibat heute überzeugend
und geistlich ertragreich gelebt werden kann, sehr ernsthaft diskutiert.
Warum werde ich nur den Eindruck nicht los, … … daß sich in diesem Forum die „Gemäßigten“ in der
Regel viel besser mit der „Alten Messe“ auskennen als die selbsternannten „Bewahrer der Tradition“ ???
Also noch einmal für unseren Ruhrgebietler: Nach katholischem Sprachgebrauch zelebriert der Priester
die Heilige Messe, in der die Kirche das Paschamysterium (= die österlichen Geheimnisse) feiert. Ist
eigentlich gar nicht so schwer: einfach ein paar mal durchlesen, dann wird das schon …
@Benedict: Falls Sie mich meinen sollten: 1. Wenn, dann wäre ich eine Irrlehrerin 2. Welcher Irrlehre
habe ich mich denn Ihres erleuchteten Erachtens schuldig gemacht???
@Rudolfus 1962 war die Kirche in Ordnung Sonderbar ihre Sicht auf die Geschichte: 1962 ist alles in Ordnung,
die Bischöfe der Welt treffen sich zu einem Konzil und ganz plötzlich wird eine Räubersynode daraus.
Aber wer das 17. Jahrhundert für „Spätmittelalter“ hält, der hat wahrscheinlich ohnehin einen „ganz
anderen“ Zugang zum Thema …
Rudolf Beantworten Sie endlich meine Frage nach den „rechtgläubigen“ Kriterien, die es Ihnen erlauben,
das 2. Vatikanische Konzil als „Räubersynode“ zu bezeichnen. Und hören Sie auf, Menschen als „Protestanten“
zu bezeichnen, wenn Sie nicht wissen, was das überhaupt ist. Zur Identifzierung von Glaubensirrtümern
bedarf es theologischer Kompetenz. Die haben Sie nicht – also schweigen Sie still.
@Krak Dringend notwendig wäre ein vatikanisches Dokument, dass die Handkommunion strengstens verbietet.
Damit würde rückwirkend die Praxis der Alten Kirche verurteilt. Außerdem müsste in einem solchen Dokument
festgeschrieben werden, dass nur Kleriker (Priester und Diakone) die Hl. Kommunion austeilen dürften
Es spricht nichts gegen eine außerordentliche Spendung der Kommunion durch Laien. Gegen die Umwandlung
dieser außerordentlichen Spendung in den Normalfall hat sich zuletzt Papst Johannes Paul II. klar ausgesprochen.
und dass unbedingt eine Patene bei der Kommunionspendung unterzuhalten ist. Auch hierfür hat sich Papst
Johannes Paul II. in seiner letzten Instruktion zum Thema der Eucharistie klar ausgesprochen.
Rudolf Die Orthodoxie wird durch die Kirche genau vorgegeben. Der rechte Glaube wird von der Kirche nicht
vorgegeben, sondern er wird von ihr treu bewahrt. Wer ein Dogma leugnet, der leugnet alle Dogmen. Das
ist Quatsch! Das ist ein klares Kriterium, welches jedem klar ersichtlich ist. Ihnen offensichtlich nicht,
da Sie nicht wissen was die Kirche ist. Diese war z.B. von 1962-1965 über dem Grab des Hl. Apostels Petrus
versammelt. Das scheinen Sie aber nicht zu wissen. Falls Sie der Meinung sind, dass dies nicht der Fall
war, so müßten Sie ein Kriterium benennen können. Wir lauschen gespannt …
@Rudolfus: Räubersynoden gab es zu allen Zeiten, gegen die sich der Papst gestellt hat. So, so … und
welcher Papst hat sich gegen die „Räubersynode“ der Jahre 62-65 gestellt? Marcel I.? Oder Lingen, der
Letzte? Sie haben wirklich ein Rad ab …
Rudolfus Kein Rechtgläubiger schert sich um das Pastoralkonzil aus den 1960ern, das die Kirche verwüstet
hat. Für die Aussage, daß ein Rechtgläubiger sich nicht um ein ökumenisches Konzil der Kirche schert,
hätten die Konzilsväter von Trient ihnen ein hübsches kleines Feuerchen unter dem Hintern angezündet.
@Rudolfus Die ärgsten liturgischen Mißbräuche wurden durch das Meßbuch des hl. Papstes Pius V. 1570
größtenteils beseitigt, getragen durch das große und bedeutende Reformkonzil v. Trient. Liturgische
Mißbräuche bestehen per definitionem darin, dass die in den liturgischen Büchern vorgegebenen Regeln
nicht eingehalten werden. Liturgische Bücher können daher rein logisch keine liturgischen Mißbräuche
beseitigen.
@Rudolf Labersohn Das Konzil von Trient hat nicht die Hl. Messe definiert, sondern es hat – wie frühere
Konzilien – dogmatische Aussagen über die Hl. Eucharistie definiert. Denken Sie nach und sobald Sie den
Unterschied verstanden haben, können Sie hier wieder etwas posten. Die Qualifikation „Pastoralkonzil“
ist in diesem Zusammenhang völlig überflüssig – das 2. Vatikanische Konzil ist eines der ökumenischen
Konzilien der Kirche – Punkt. Es hat eine Liturgiereform beschlossen und diese ist vom Hl. Vater durchgeführt
worden. Da besteht Nullkommanull Unterschied zu Trient.
@Rudolfus: Grundkurs Theologie da Gott die Menschheit nicht völlig aufgegegeben hat und für die Menschheit
auch Mensch wurde, um diese wieder mit Gottes verletzter Gerechtigkeit durch das Sühneopfer am Kreuz
auszusöhnen. Christus ist nicht „für die Menschheit“ Mensch geworden, sondern für jeden einzelnen Menschen.
Und er hat am Kreuz die Menschen nicht mit Gottes „verletzter Gerechtigkeit“ (was soll das sein?), sondern
mit Gott selbst versöhnt. Keine andere materielle Kreatur auf Erden ist vernunftbegabt. … scheinbar
sind aber auch nicht alle Menschen vernunftbegabt
@Rudolf: hahnebüchener Unfug Die hl. Messe wurde vom Konzil v. Trient definiert. Die hl. Messe wurde
überhaupt nicht definiert, sondern in ihrem Wesen von unserem Herrn Jesus Christus eingesetzt und von
seiner Heiligen Kirche über die Jahrhunderte in ihrer Form sorgsam weiterentwickelt. Das Konzil von Trient
hat – wie das 2. Vatikanische Konzil – eine nachkonziliare Liturgiereform empfohlen, die dann unter der
Leitung des Hl. Vaters ins Werk gesetzt wurde. Wer die Hl. Messe nach den gültigen Vorschriften der Heiligen
Mutter Kirche ein „Greuel“ nennt, sollte beim Thema „Beichte“ zunächst und dringlich an sich selbst denken.
Das ist übrigens ganz allgemein eine ratsame Perspektive in dieser Frage.
@Rudolfus: Denken Sie eigentlich manchmal nach, bevor Sie Ihre Ungeheuerlichkeiten hier zu Gehör bringen?
Auch diese „modernistischen“ Kirchen sind unserem Herrn und Gott geweiht, auch dort werden die österlichen
Geheimnisse gefeiert. Wer die „modernistische“ Kirche als Konkurrenz sieht, der man praktisch „den Tod“
wünscht, hat definitiv eine andere Religion. Da helfen dann auch fromme Worte über Papst Benedikt nicht
mehr.
@Daniel Stöhr: Butter bei die Fische Dass eine Entwicklungder Glaubenssätze nicht möglich ist, das
ist ebenfalls ein Dogma. Da hätte ich doch gerne den Traditionsbeweis (mit Quellenangabe!). Und jetzt
nicht wieder kneifen …
@Daniel Konzil=unfehlbar Enzyklika=nicht unfehlbar Das ist keine Antwort auf meine Frage nach Ihren Kriterien,
da sie das Konzil ja ebenfalls ablehnen. Es bleibt dabei: Sie suchen sich raus, was Ihnen in den Kram
passt.
Schwachsinn wem Schwachsinn gebührt. Franz Jägerstätter hat nicht einfach den Wehrdienst verweigert,
sondern den Waffendienst für den NS, den er als eindeutig verbrecherisch und damit als illegitimen Usurpator
der staatlichen Macht erkannt hat. Für die Befolgung seines Gewissens, das es ihm verbot, gegen das christliche
Sittengesetz zu verstossen, ist er in den Tod gegangen. Also ist er ein Märtyrer. Was dies für alle
anderen katholischen Soldaten des WKII bedeutet, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das wäre in jedem
Einzelfall zu beurteilen – Pauschalurteile sind hier in die eine wie andere Richtung völlig fehl am Platze.
@Daniel & @Athanaisus Zunächst einmal: Ich habe das Zitat Pius IX. gepostet, weil die Frage nach dem
Heil für Ungetaufte allgemein gestellt war. Dazu hatte ich angemerkt, daß diese Aussage auch im Hinblick
auf die Frage nach der Limbus interessant ist, als der Papst dort sagt, daß Gott in seiner Güte es nicht
zuläßt, daß jemand ohne willentliche Schuld ewig bestraft wird. Nun ist im Hinblick auf die ungetauft
gestorbenen Kinder nach der Reichweite der Erbsündenlehre zu fragen. Fest steht, daß die Kirche die
absolute Heilsnotwendigkeit der Wassertaufe lehrt. Dies ist in Schrift und Tradition gut begründet. Gleichzeitig
lehrt sie den universalen Heilswillen Gottes. Dieser erfährt seine Grenze dort, wo ein Mensch sich weigert,
an seinem Heil mitzuwirken. Dies ist im Falle der ungetauft gestorbenen Kinder nicht der Fall. Unter dem
Gesichtspunkt dieses Dogmas müssen wir also davon ausgehen, daß Gott das Heil dieser Kinder will. Wir
haben also eine aporetische Situation, d.h. den scheinbaren Widerspruch zweier Lehraussagen der Kirche.
Dieser kann aufgelöst werden a) indem wir davon ausgehen, daß sich der Heilswille Gottes nicht auf alle
Menschen erstreckt b) indem wir davon ausgehen, daß die absolute Heilsnotwendigkeit der Taufe sich nicht
auf alle Menschen erstreckt. Mir persönlich gefallen die Aussagen C. auch nicht besonders. Es wäre völlig
ausreichend, wenn der Limbus aus der Lehrverkündigung verschwindet und die Kirche davon ausgeht, daß
wir für die Kinder hoffen dürfen.
@Daniel: Jetzt lassen Sie aber wirklich die Hosen runter … Wo wollen Sie den eigentlich noch einmal
Grund unter die Füße bekommen? Wo haben Sie denn Kriterien, die das „Echte“ in der Kirche von der „Fälschung“
unterscheiden? Woher wissen Sie denn eigentlich, daß Augustinus kein „Früh-Modernist“ war und die Beschlüsse
des Konzils von Nizäa uns nicht in einer „früh-freimaurerischen Adaption“ bekannt sind. Ihr Kirchenbegriff
ist völlig abenteuerlich – alles aus Versatzstücken willkürlich selbstgemacht …
@Daniel: Normalerweise würde ich jetzt auf die beiden Theresias und auf Katharina von Siena hinweisen.
Aber deren Ernennung zu Kirchenlehrerinnen wurde ja von „V2“-Päpsten vorgenommen und ist damit für Sie
null und nichtig. Da werden wir nicht zusammenkommen. Ich lese weiter die Schriften der Theresia von Avila
und Sie bleiben bei Pater Lingen. Und so hat jeder was er verdient.
@Sozialkatholisch und @möchtegern „Uns und Euch ist bekannt, daß diejenigen, die an unüberwindlicher
Unkenntnis in bezug auf unsere hl. Religion leiden und die, indem sie das natürliche Gesetz und seine
Gebote, die von Gott in die Herzen aller Menschen eingemeißelt wurden, gewissenhaft beachten und bereits
sind, Gott zu gehorchen, ein sittlich gutes und rechtes Leben führen, durch das Wirken der Kraft des
göttlichen Lichtes und der göttlichen Gnade das ewige Leben erlangen können, da Gott, der die Gesinnungen,
Herzen, Gedanken und Eigenschaften aller völlig durchschaut, erforscht und erkennt, in seiner höchsten
Güte und Milde keineswegs duldet, daß irgendjemand mit ewigen Qualen bestraft werde, der nciht die Strafwürdigkeit
einer willentlichen Schuld besitzt“ Pius IX. Enzyklika „Quanto conficiamur moerore“, 10. August 1863 Der
letzte Satz ist auch ganz interessant im Zusammenhang der Limbus-Diskussion.
@Daniel sich öffentlich zu Fragen des Glaubens geäußert haben. Dies ist schlichtweg durch göttliches
Gesetz verboten Deshalb gibt es in der Kirche ja auch keine Kirchenlehrerinnen, sondern nur Pfarrhaushälterinnen …
Wieviele Flaschen Wein trinken Sie eigentlich so am Tag?
@Daniel: Genoveva ist also eine Frau. Na, Sie erleben ja heute echte intellektuelle Sternstunden… Und
eine Frau hat zu schweigen in der Kirche!! Klar wie Kloßbrühe. Bin schon wieder auf dem Weg in die Küche
(nach einem kurzen Umweg durchs Schlafzimmer natürlich – die Pflicht, Sie wissen schon).
@alle Schwätzer, die sich aufgrund völliger Unkenntnis kirchlicher Gepflogenheiten nun hier die Hände
reiben: das Motu Proprio zur Alten Messe wird kommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ebenso
sicher ist allerdings auch, daß sich dadurch kurzfristig in Deutschland nichts ändern wird.
@ Heinrich & @Friedrich Nein, Heinrich, der gute Daniel meint das schon so. Es geht ihm darum, daß der
Heilswille nach dem Sündenfall nicht allgemein ist. Aber fragen Sie ihn selbst. Friedrich: Sie haben
mein Beispiel mit der Beichte nicht verstanden. Wenn der Mensch nach der Beichte im Stande der Gnade ist
und ein anderer ihn dann erschießt, so müßte man – nach Ihrer Logik – diesem anderen dankbar sein,
weil er durch seine Mordtat das Heil eines Menschen bewirkt hat. Das ist ganz analog zu ihrem Abtreibungsbeispiel.
Das Argument, das Ihrer Meinung nach gegen die Möglichkeit des Heils für abgetriebene Kinder spricht,
kann man analog auch auf die Beichte anwenden. Woran man sieht, daß dieses Argument völliger Unsinn
ist. Ein Mörder ist ein Mörder ganz unabhängig davon, ob er seinem Opfer eventuell etwas Gutes getan
hat. Deshalb ist die Kirche ja auch gegen die Euthanasie.
@Rudolfus: Sie delirieren … Man sollte das mit der Erbfolge dann besser gleich genetisch absichern:
Nächster Papst wird der älteste Sohn des regierenden Papstes! Da der Papst Ihrer Meinung ja so ziemlich
alles machen kann, stellt es sicher auch kein Problem dar, für den Papst den Zölibat aufzuheben (ist
ja nur disziplinarisch). Das wäre dann eine saubere Lösung und dem einzigen echten Zweck der Kirche,
der Bestärkung der Monarchie und der Abwehr jeder Form von Demokratie, wäre vollkommen Genüge getan.
Und so redet jemand, der ständig das Wort „Tradition“ im Munde führt …
@Daniel und Heinrich Schön, daß Ihr zwei Euch lieb habt … Sie haben natürlich recht, daß die Nottaufe
nicht auf derselben Stufe steht wie die vollkommene Reue. Mir ging es in diesem Zusammenhang um die Verstärkung
der Unterscheidung von „ordentlich“ und „außerordentlich“. Aber das war wohl wirklich eher verwirrend …
Das Argument als solches bleibt davon unberührt. Die Sündenvergebung durch die vollkommene Reue ist
ein Beispiel dafür, daß die Kirche außerordentliche Wege zum Heil (also außerhalb der „ordentlichen“
sakramentalen Vermittlung) kennt. Daniels Idee, der Heilswille Gottes gelte der menschlichen Natur und
nicht allen Menschen, ist eine Schnapsidee und widerspricht klar dem katholischen Dogma (vgl. z.B. Synode
von Quiercy 853). Übrigens: Wie kommen Sie dazu, von mir als „er“ zu sprechen???
@Friedrich Reusch: Sie elender Schwadroneur wie kann man sonst von unschuldigen Kindern sprechen Die hl.
Mutter Kirche beliebt so zu sprechen und hat ein Fest dieses Namens. Und sobald das Evangelium an das
Ohr eines Menschen dringt, hat er nunmal die Verantwortung dafür, wie er damit umgeht Vielleicht denken
Sie einmal über die Verantwortung derjenigen nach, die da in das Ohr eines Menschen sprechen? Wenn es
keinen Limbus gibt, ist die größte Möglichkeit, sie zu retten, dass man sie abtreibt. Eine Kirche,
aus deren Lehren diese Logik hervorgeht, wäre keine Ihr schlaudummes Gerede ist gotteslästerlich: Wir
haben nicht den Auftrag, andere Menschen mit Gewalt in den Himmel zu bringen, sondern wir haben die Gebote
Gottes zu befolgen, die uns die Tötung eines Menschen verbieten. Aus ihrem durchgeknallten Verständnis
von „Logik“ würde folgen, dass man Katholiken grundsätzlich erschiessen muss oder darf, wenn sie aus
dem Beichtstuhl kommen. Denken Sie nach, bevor Sie die Klappe aufreißen.
@Ultramontanus: Ja, was „nützt“ die Taufe dem Pharisäer, wenn auch der Samariter in den Himmel kommen
kann? Irgendwie ist dann doch der ganze Sinn des Himmels in Frage gestellt, nicht wahr? Was wäre der
Himmel denn noch wert, wenn auch der evangelische oder türkische Nachbar dort landete? Ich habe an keiner
Stelle davon gesprochen, daß der „liebe Herrgott“ allen Menschen die Erbsünde nachläßt. Wir reden
hier über die unschuldigen Kindern, die sich von allen Menschen dadurch unterscheiden, daß sie keine
persönliche Schuld auf sich geladen haben. Ich frage mich, ob sie überhaupt den sittlichen Ernst aufbringen,
die Dringlichkeit der ganzen Fragestellung jenseits pseudo-kluger dogmatischer Wortspielereien an sich
heran zu lassen.
@Ultramontanus: Sie sind wirklich zu bedauern. Da reden Sie dem Hl. Vater die Häresie an den Hals und
haben erwiesenermaßen keine Ahnung von der kirchlichen Lehre. „Mit der vollkommenen Reue ist die sofortige
Rechtfertigung des Todsünders verbunden“. Der Traditionsbeweis für diese sichere theologische Lehre
ist das Konzil von Trient (s. 14, cap. 4), der Schriftbeweis ist Joh 14,21 (für den echten Tradi natürlich
in der Sprache der Kirche): „Qui habet mandata mea et servat ea, illi est qui diliget me. Qui autem diliget
me, diligetur a Patre meo, et ego diligam eum“. Die Nottaufe ist natürlich eine „echte Taufe“, aber sie
ist keine „ordentliche Taufe“. Womit hinreichend bewiesen wäre, daß die Unterscheidung des päpstlichen
Hofpredigers zwischen „ordentlichen“ und „außerordentlichen“ Wegen der Gnade gute katholische Denkungsart
ist. Ihre ganze „Rechtgläubigkeit“, in der Sie sich über die Stellvertreter Christi auf Erden erheben
wollen, ist nichts Hoffart (lat. superbia) und Unwissenheit. Die Liebe und Gnade unseres guten und gerechten
Gottes ist zu groß, um sie in Säckchen mit der Aufschrift „Nur für getaufte, gefirmte und rechtgläubige
Katholiken“ verpacken zu können. Die Kirche Jesu Christi hat das immer gewußt!
@Ultramontanus & @Stimme wird immer nur die erbsündige Natur, der gefallene Adam kurz nach dem Sündenfall.
Eine solche Kreatur ist denklogisch und nach der Lehre der Kirche, die die absolute Heilsnotwendigkeit
der Taufe lehrt, schlichtweg unfähig in das Reich Gottes einzutreten, was Christus selbst in schroffen
Worten lehrt. Es gibt nichts peinlicheres, als die Artikulationen von Menschen, die sich in der katholischen
Dogmatik meinen bewegen zu können wie in einem mathematischen Koordinatensystem. Ihr Satz wäre akzeptabel,
wenn sie geschrieben hätten „schlichtweg unfähig aus sich selbst heraus in das Reich Gottes einzutreten“.
In der Tat: Wir bedürfen der göttlichen Gnade, um in das Reich Gottes einzugehen (aber nicht als deren
Sockenpuppen, sondern als Ebenbilder und Freunde Gottes). Gott hat es gefallen, Wege und Mittel einzurichten,
die uns dabei helfen. Dies ist der ordentliche Wege. Darüber hinaus gibt es in allen Bereichen auch „außerordentliche
Wege“, die das formale Sakrament ersetzen können (die Nottaufe, die Sündenvergebung aufgrund vollkommener
Reue, etc.). Genau auf diese Tatsache hebt Cantelamessa ab. Da Sie ja die Stellvertretung (wohl im Sinne
der stellvertrenden Begierdetaufe) eingeführt haben, geben ich hiermit folgendes kund: Ich begehre die
Taufe für alle unschuldig ungetauft gestorbenen Kinder. Damit dürfte das Thema Limbus dann ja (denklogisch!)
vom Tisch sein.
@stimme und @catharina Zu den Einlassungen von Stimme kann man nur noch sagen: Herr, vergib’ ihm, denn
er weiß nicht wovon er redet. Die Lehre vom Limbus war nie etwas anderes als ein Hilfskonstrukt zur Verdeckung
einer Aporie. Hier der universale Heilswille Gottes, dort die Heilsnotwendigkeit der Taufe. Der Begriff
der „natürlichen Glückseligkeit“ als Zwischenstufe zwischen Himmel und Hölle ist ja letztlich eine
Hülse. Was soll das sein, wenn der Herr kommt und alles Neu macht? Was bedeutet dann Glückseligkeit,
wenn sie gleichbedeutend ist mit dem Ausschluss von der innigen Gemeinschaft mit Gott? Die Vorstellung
einer ewigen Strafe ohne personale, willentliche Zustimmung ist für den Gläubigen eine Zumutung. Wir
sind nicht die Sockenpuppen im göttlichen Welttheater! @catharina: Das Bewußtsein für die Dimension
der Freiheit ist im Laufe der Neuzeit immer schärfer hervorgetreten. Das ist genau die Entwicklung, die
den Limbus als eschatologischen Ort heute unvorstellbar und unvermittelbar macht. Dies mag in Zeiten,
in denen die Menschen sich permanent der Willkür (der Natur, der Gesellschaft, der Herrschenden, etc.)
ausgesetzt sahen und ausgeliefert fühlten, anders gewesen sein.
nix Idiot Herr Walter hat natürlich völlig Recht: der Körperschaftsstatus ist verfassungsrechtlich
kein Privileg der christlichen Kirchen, sondern steht anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften
offen. Dies bedeutet andererseits aber nicht, daß er wahllos vergeben werden könnte. Der Staat tut gut
daran, dieser Vergabe eine eingehende Prüfung vorausgehen zu lassen und die beantragende Religionsgemeinschaft
auf die Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen hin zu überprüfen. Dazu gehört z.B. sicherlich
die weltanschauliche Verfassungskonformität der Gemeinschaft.
#224 Genoveva 16:33:09 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@nonnobis: Nun halten Sie mal die Luft an … Ein „Ketzer“ wird man nicht dadurch, daß man in einer Talkshow
einen unbedachten Satz spricht, sondern dadurch, daß man zentrale Glaubensaussagen hartnäckig leugnet.
Kardinal Lehmann hat in dieser Sendung für eine – völlig überflüssige! – Zuspitzung eine unangemessene
Ausdrucksweise gewählt. Bereits aus dem Kontext wurde aber klar, daß er nicht sagen wollte, daß er
nicht an die Kirche glaube, sondern daß das grundsätzliche Bekenntnis des Christen sich auf den dreifaltigen
Gott bezieht. Unnötig, ungeschickt, meinetwegen auch dumm – aber einen Ketzer macht das nicht aus ihm.
Wegen Ihrer perversen Lust, Menschen als solche zu denunzieren, sollten Sie Heilung suchen.
@Heinrich / Rudolfus:Syllabus Das ist recht einfach. Nehmen wir doch einmal einen Satz des Syllabus als
Beispiel: „55. Die Kirche ist vom Staat und der Staat von der Kirche zu trennen“ Dieser Satz beschreibt
einen verurteilten Irrtum bezüglich des Verhältnisses von Staat und Kirche. Inhaltlich ist das zunächst
einmal keine dogmatische Aussage. Ich wüßte auf jeden Fall nicht, welchem Traktat der klassischen Dogmatik
man das zuordnen sollte. Desweiteren ist der positive Gehalt der Aussage kaum zu erfassen. Soll hier gesagt
werden, daß die Trennung von Staat und Kirche per se wider den Glauben ist? Oder soll lediglich gesagt
werden, daß das unbedingte Bestehen auf der Trennung von Staat und Kirche wider den Glauben ist? Man
kann mit diesem Satz heute einfach nichts mehr anfangen. Ich lebe in einem Staat, der von der Kirche getrennt
ist. Gleichzeitig genießt die Kirche gewisse Privilegien, die Trennung ist also nicht radikal. Zu was
soll mich dieser Satz heute konkret anleiten? Und so ist das mit vielen Sätzen des Syllabus. Ein weiteres
Beispiel: „76. Die Abschaffung der bürgerlichen Herrschaft, in deren Besitz der Apost. Stuhl ist, trüge
in höchstem Maße zur Freiheit und zum Glück der Kirche bei“. Hier sollte dem Letzten klar werden, daß
es sich um nicht-dogmatische Aussagen in einem konrekten historischen Kontext handelt, der sich heute
schlicht erledigt hat.
@Heinrich: Nun erklären Sie mir doch mal, wie man diese widersprüchlichen Aussagen in einem Kopf zusammenbringt,
wenn in diesem Kopf eine klare Vorstellung von Wahrheit und Logik herrscht. Das ist genau wie bei Küng,
Drewermann und Konsorten: Man wirft mit Dreck nach Papst und Kirche, ist aber nicht bereit die Konsequenzen
aus dem eigenen Denken zu ziehen. Um das alles zu rechtfertigen, bastelt man sich einen „ewigen“ Glauben
der Kirche, zu dessen unwandelbaren Wahrheiten dann der Syllabus gehört, der strukturell und inhaltlich
gar nicht dafür taugt, zum Glauben der Kirche gerechnet zu werden.
Williamson ist ein Parade-Modernist … Schöner kann man die Prinzipien der Postmoderne nicht vorführen
als Mons. Williamson dies tut. 1. Man kann der Kirche gehorsam sein und gleichzeitig darauf bestehen,
sich von ihr praktisch nichts sagen zu lassen. 2. Man kann den Papst einen Häretiker schimpfen und gleichzeitig
sagen, er sitze legitimerweise auf der cathedra 3. Man kann sagen, beim Glauben des Papstes handle es
sich um eine ganz andere Religion und gleichzeitig meinen, er sei kein willentlicher und wissentlicher
Häretiker Es wäre ja noch erträglich, wenn die billige Strategie nicht aus jedem Knopfloch stinken
würde: Man weiß halt genau, was es bedeuten würde, wenn man sich offen zum Sedisvakantismus bekennen
würde …
Rudolfus: Hinkebein Man stelle sich nur Hermann Göring nicht als zum Tode verurteilt in Nürnberg, sondern
nach 1945 als Diakon in Rom vor! Kann es sein, daß Sie erhebliche Schwierigkeiten mit der Bildung von
Vergleichen haben? Und welches „Kriegsverbrechen“ hat Herr Blair denn bitte begangen?
@Czibo Das dürfte guten Katecheten doch keine Probleme bereiten, die Kolumbianer auf die Verehrung des
„Sonnengottes“ einzustellen. Damit ist nicht der Untergang des Abendlandes gemeint. Sie schwingen sich
zu immer neuen Höhen völliger geistiger Verwirrung empor …
@Graf Ich denke, Sie werden keinen VII- Anhänger finden, der nicht gleichzeitig zumindest objektiv Häretiker
ist. Wenn Sie unter „VII-Anhänger“ einen Katholiken verstehen, der die Dokumente des 2. Vatikanischen
Konzils hochschätzt, dann empfinde ich mich als Widerlegung Ihrer These. Ich bin „VII-Anhängerin“ und
objektiv keine Häretikerin.
@Graf von Galen: Schade … Ich hatte gehofft, das „heilige Deutschland“ sei eine Anspielung auf Graf
Stauffenberg. Aber wie ich sehe, geht es Ihnen nur um die Versöhnung von NPD-Parteiprogramm und Katechismus
@Rudolfus: Der Tabernakel … ist an dieser Stelle wirklich kein gutes Argument. Denken Sie noch einmal
darüber nach: Wir feiern das Hl. Opfer zu demjenigen Behältnis hin, in dem die gewandelten Opfergaben
der letzten Feier aufbewahrt werden, weil das sonst unehrfürchtig ist. Das ist wirklich sinnlos. Die
Frage der Zelebrationsrichtung, in der wir im Ergebnis einer Meinung sind, hat mit dem Tabernakel nichts
zu tun. Es geht um die einheitliche Ausrichtung des Gottesvolkes mit dem Zelebranten.
@StephanSchmidt: Sie wollen mir doch hier nicht erzählen, dass der chrsitliche Glaube nicht die erlöhsung
exklusiv für Christen und die ewige Verdammnis allen anderen zugesteht? Selbst wenn Christen das so simpel
sehen würden (was sie nicht tun): es folgt daraus nichts für die Behandlung anderer Menschen im Hier
und Jetzt. Und damit natürlich auch nichts, was der Vorstellung allgemeiner Menschenrechte widerspräche.
Lk 19,27 Das ist ein Gleichnis. Es spricht hier nicht Christus über sich! machen mir deutlich, dass am
Terror nie etwas ändern wird. Welcher Terror bitte??? Meinen Sie es macht einen Unterschied ob eine Ideologie
sie nun zwingen will der christlichen Kirche oder der NSDAP beizutreten um die eigene Haut zu retten?
Wer zwingt Sie, der Kirche beizutreten, um Ihre Haut zu retten?
@Diskordier & @StephanS. Allein die Suche nach einem eigenen Weg ist schwerste Todsünde und endet mit
der Vernichtung der Person, im Dies- oder Jenseits. Ich weiß nicht, wo Sie diesen Unsinn her haben –
mit dem christlichen Glauben hat das rein gar nichts zu tun. Die paralelle die alle Religionen der Judeo-Christlichen
Tradition mit dem Faschismus und dem Sozialismus teilen, ist die Idee des Erwählten bzw. idealen Volkes,
das über den Anderen steht. Das Christentum versteht sich nicht als „auserwähltes Volk“ im weltlichen
Sinne. Es gibt kein christliches Volk, das einen Höherwertigkeitsanspruch erhebt. Es gibt Christen in
allen Völkern und diese sind den Gesetzen Ihres Landes untertan („Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“).
Dass diese Christen ihre Überzeugungen in das jeweilige Staatswesen einbringen ist selbstverständlich,
hat aber mit einem „Erwählungsgedanken“ rein gar nichts gemein. Wenn es eine gemeinsame „religiöse“
Vorstellung im NS und im Sozialismus gibt, dann ist es die Vision eines (quasi-)paradiesischen Zustandes
der Welt. Und genau diese Vorstellung ist dem Christentum völlig fremd. Seien es nun die Vereinigten
Arabischen Emirate oder Bayern. Was soll dieser Unfug? Was hat die liberalitas bavariae mit den VAE zu
tun?
Diskordier: Quatsch mit Soße … Es ist kein Wunder das die schlimmsten und übelsten Verbrechen der
Menschheit von der christlichen Weltuntergangsreligion geprägten Gesellschaften durchgeführt wurden.
Nur merkwürdig, daß die angeblich von der christlichen Religion geprägte NS-Gesellschaft von selbiger
nichts wissen wollte. Ihre Chef-Ideologen haben jedenfalls immer klar verkündet: „Gegen Juda und Rom“.
Ganz am Rande: Was das Christentum mit einer „Weltuntergangsreligion“ zu tun haben soll, wissen wahrscheinlich
nur Sie …
@StephanSchmidt: Genauer lesen … Pünktchen hat sich nicht gegen den säkularen Staat, sondern gegen
die von Diskordier empfohlene „radikale Säkularisierung“ ausgesprochen. Und da kann man ihm nur Recht
geben. Wenn Sie sich die Nazies anschauen, sehen sie in dem Mythos des Übermenschen klare religiöse
Züge – die der judäo-schristlichen Tradition leider nicht ganz unähnlich waren. Ui, Ui, das tut weh.
Mit Nieztsches Übermenschen hat die NS-Ideologie herzlich wenig zu tun – und diese wiederum nichts mit
dem jüdisch-christlichen Gottesbild. Die These, daß der NS eine politische Religion war, kann man mit
guten Gründen vertreten. Mit dem Judentum oder gar dem Christentum hat diese Religion aber nichts zu
tun – sieht man von einigen geschickt arrangierten pseudo-liturgischen Inszenierungen (vor allem der Feiern
zu Ehren der „Märtyrer“ des Putsches von 1923) einmal ab.
@Sirilo: Das war ein glatter Übergang, nichts von ausgestorben. Na ja, so ganz glatt war das Ganze nicht.
Mit ein bißchen mehr (Kriegs-)Glück wären die österreichischen Lande bayrisch geworden – und sind
wir einmal ehrlich: das wäre doch die beste Lösung gewesen
@Gotthard Christen brauchen keine sakralen Orte und haben in diesem religionsgeschichtlichen Sinne auch
keine „non es hic aliud, nisi domus dei et porta coeli“ – so steht es über vielen Kirchenportalen. Jesus
war bezüglich „Das Gotteshaus ist für alles offen und eigentlich eine Markthalle“ nachweislich ganz
anderer Ansicht …
Ach Czibo, hatten Sie nicht in diesem Thread wegen mangelnder Argumente „herumgenörgelt“? Kaum gibt man
Ihnen eins, machen Sie wieder den Spassvogel. Mich würde ja schon einmal interessieren, was Sie eigentlich
zum Posten in diesem Forum motiviert. Aber vielleicht fehlt mir einfach die post-moderne Ader für ein
solches Gebaren …
@VirFortis: „Haus Habsburg“ Ich würde Sie doch herzlich bitten, nicht diesen etwas merkwürdigen Begriff
zu verwenden. Wenn Sie Otto von Habsburg-Lothringen Ehre antun wollen, dann sprechen Sie von seiner Gesamtfamilie
als „Haus Österreich“ (casa de austria). Da dieses aber 1740 ausgestorben ist, wäre korrekt nur „Haus
Habsburg-Lothringen“ – auch wenn die Familie die Bezeichnung „Haus Österreich“ bis 1804 (Proklamation
des österreichischen Kaiserreiches) auch noch offiziell getragen hat.
@Czibo Der Gedanke „Jesus Christus in mit und unter dem Brot und im Wein“ ist ja nicht unlutherisch, sondern
lutherisch, ergo auch katholisch[klein] Das ist sicher nicht katholisch und auch nur halbwegs lutherisch.
Die praediactio identica Luthers zielt ja nicht auf die bleibende Gegenwart Christi unter den Gestalten
von Brot und Wein (so die korrekte katholische Ausdrucksweise), sondern auf die eher prozesshafte Vorstellung,
„mit, im und unter Brot und Wein“ werde der wahre Leib und das wahre Blut Christi ausgeteilt und empfangen.
Ihre hier gebetsmühlenartig wiederholte Ansicht „Lutherisch = katholisch“ zeigt, daß Sie einer Ökumene
des ignoranten Beschweigens von Unterschieden anhängen – einer wirklichen Ökumene des geistig-geistlichen
Abarbeitens dieser Unterschiede erweisen Sie damit einen Bärendienst.
@mitten drin ist auch daneben Bei der Fronleichnams-Prozession der Piusbruderschaft in Saarbrücken wurde
Maria definitiv über Jesus Christus, unseren Herrn, gestellt (vgl. Bild 5 der Fotoserie)! Mein Bester,
es handelt sich offensichtlich um einen Marienaltar, so wie es in katholischen Kirchen die verschiedensten
Heiligen-Altäre gibt. Über vielen Hochaltären sind auch Bilder von Heiligen (z.B. den Patronen der
jeweiligen Kirche) angebracht. Das bedeutet aber keineswegs, daß damit diese Heiligen „über“ demjenigen
stehen, dessen Kreuzesopfer auf diesen Altären vergegenwärtigt wird.
@Czibo, den defensor fidei … Sie scheinen ja ein dogmatisches Sensibelchen geworden zu sein und schmeißen
seit neuestem mit dem Begriff „Häresie“ um sich. Wenn Sie gerne Argumente tauschen wollen, dann erklären
Sie uns doch bitte einmal wie Sie die Formulierung „Gott im Brot“ mit der Lehre der Kirche von der Eucharistie
in Einklang bringen wollen? Von wegen Häresie und so … An alle: Es werden Wetten angenommen, daß ich
auf diese Frage keine argumentative Antwort bekomme …
@Benedikt: Argumentieren mit Czibo ist sinnlos … Er hat einfach Freude daran, hier den Liberalen rauszuhängen
und hofft, damit einige Leute zu provozieren. Wenn ihm das gelingt, antwortet er immer im Stile von „was
wollen Sie denn von mir?“. Mich hat das auch eine Weile aufgeregt, mittlerweile zähle ich ihn einfach
zum possierlichen Teil des Inventars von +.net. Wenn er nur ein bißchen etwas von Theologie verstehen
würde … Dann würden ihm nicht immer diese peinlichen Sprüche rausrutschen, die grundfalsch sind,
denen man aber anmerkt, daß er sie ganz, ganz toll findet (so vorhin wieder „Gott im Wort und Gott im
Brot bilden den Mittelpunkt“).
Die Moral- und Gesellschaftslehre der Kirche kann missionarisch wirken … Im Frühjahr 2001, kurz nach
ihrem 41. Geburtstag, trat sie wieder in die Kirche ein. Sie war gerade als Ministerin zurückgetreten.
Wie sich der eine oder andere sicher noch erinnert, wurde die Frau Ministerin entsorgt, weil sie den Stammzellforschungs-Plänen
von Herrn Schröder im Wege stand. In der vorausgehenden Debatte waren es vor allem Vertreter der katholischen
Kirche (vor allem Bischof Mixa), die die richtigen Intuitionen von Frau Fischer argumentativ und leidenschaftlich
unterstützt haben. Merke: Durch entschiedenes und kompetentes Eintreten für die sittlichen Grundlagen
des Gemeinwesens kann man Seelen gewinnen. Das sollten sich die chronischen Lavierer in der katholischen
Hierarchie mal hinter die Ohren schreiben.
@Artois: Pöbeln Sie hier nicht rum … Was Sie von sich geben, ist haltloses Gerede. Poster juergen hat
völlig Recht: Das derzeit gültige Messbuch enthält „für alle“ und damit stellen sich Gültigkeitsfragen
an dieser Stelle nicht. Punktum. Und ob es zu einer Änderung dieser Übersetzung kommt, wird man sehen.
Das werden die deutschen Bischöfe einvernehmlich mit dem Heiligen Vater regeln.
@Tridentinus Ich entnehme Ihren letzten Postings, daß Sie das Bemühen um theologische Exzellenz für
ein Desiderat gerade in „konservativen“ Kreisen halten – das freut mich sehr. Der katholische Glaube kann
eben nicht ausschließlich als Katechismus ohne theologische Anstrengung weitergeben werden. Es ist ein
schwerwiegender Mangel unserer konservativen Kreise, dies nicht zu sehen. Gerade in Krisenzeiten ist gute
und beste Theologie unverzichtbar. 1540 wurden die Jesuiten vom Papst anerkannt – wenige Jahre später
waren sie bereits mit Theologen auf dem Trienter Konzil vertreten! Zu unserer Angelegenheit zurück: Mir
wird aus Ihren kurzen Anmerkungen nicht klar, warum die Übersetzung „für alle“ und das von mir dargelegte
Verständnis falsch sein und sogar einer gültigen Konsekration im Wege stehen sollte. Christus hat sein
Blut für alle Menschen vergossen, „zur Vergebung der Sünden“. Das Lamm, das geschlachtet wird, trägt
die Sünden der Welt, nicht nur diejenigen der Gerechten. Die von Ihnen angemahnte Einschränkung aufgrund
des Vorauswissens der Ablehnung ist weder aus dem Kontext des Einsetzungsberichtes noch dogmatisch notwendig.
Ich empfinde sie – das ist jetzt eine persönliche Einschätzung – auch bezüglich der Psychologie Jesu
als kontra-intuitiv.
@Tridentinus: Ahnungslos Sie haben auf keines meiner Argumente erwidert und den Begriff „Allerlösung“
völlig falsch angewandt. Ideologie ist halt doch viel schöner als Theologie, gell? Aber bestimmt gibt
es irgendwann ein neues Heftchen von einem SSPX-Theologen, dem Sie dann wieder „Munition“ für den edlen
Kampf gegen die Häresie entnehmen können.
@Tridentinus Sie haben meine Frage nach dem Kreuzweg nicht verstanden. Sie haben dort gebetet: „Denn durch
Dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst“. Christus „wollte“ nicht nur alle Menschen erlösen,
sondern er hat sie erlöst. Seit Golgotha ist die Welt nicht mehr, die sie vorher war. Erlösung ist kein
„Angebot“ und die Heilsgeschichte kein „Neuer Markt“, auch wenn uns diese Terminologie heute offensichtlich
so naheliegt. Wir müssen davon ausgehen, daß der Mensch in seiner Freiheit, die in Christus auch noch
einmal eine neue Qualität erreicht hat („Wunderbar hast Du den Menschen in seiner Würde geschaffen und
noch wunderbarer erneuert“), diese bereits für ihn und an ihm vollzogene Erlösung zurückweisen kann.
Er tut dies aber nicht gleichsam auf Augenhöhe mit Gott und er relativiert damit auch nicht die in Christus
vollzogene Erlösung der gazen Welt. Der ganze Kontext des Einsetzungsberichtes geht auf die Erlösungstat
Jesu und nicht auf die mögliche Zurückweisung derselben. Unabweisbar deutlich wird dies in der speziellen
Fassung dieses Berichtes am Gründonnerstag (der alten Liturgie!), wo explizit von „allen“ die Rede ist.
Zu behaupten, die Formulierung „für alle“ gebe der Eucharistie einen „stiftungsfremden Sinn“ ist ganz
ungeheuerlich. Als ob der Sinn der Stiftung der Eucharistie die „vorweggenommene“ Ablehnung der einmaligen
Heilstat Jesu Christi beinhalte.
Hw. Schuller hat Recht und Unrecht … Als Befürworterin der Beibehaltung des „für alle“ muß ich Hw.
Schuller insofern widersprechen, als seine Argumente wenig zweckdienlich sind. Die Tatsache, daß Papst
und Bischöfe im Falle eines Falles nur geringe Chancen hätten, in der Fläche mit einer Vorschrift durchzudringen,
spricht Bände – aber nicht gegen eine Änderung. Wäre die Einsicht, daß man Änderungen an der Liturgie
nur sehr behutsam vornehmen kann, in den letzten 40 Jahren beherzigt worden, dann gäbe das das 2. Problem
wohl nicht: Denn Recht geben muss man ihm mit seiner Einschätzung, daß die Anhänger der beiden „Riten“
(VOM und NOM) sich faktisch zueinander verhalten wie die Angehörigen zweier Konfessionen. Wer das nicht
glaubt, braucht ja nur dieses Forum lesen. Das ist ein großes Elend und ich fürchte, es wird durch das
erwartete MP nicht geheilt werden.
@Tridentinus: Aftertheologie „Für alle“ bedeutet rechtverstanden nicht „für alle Christen/Katholiken“,
sondern „für alle, die das Heilsangebot Christi annehmen.“ „Für alle“ bedeutet rechtverstanden „für
alle“, i.e. alle Menschen. Christus hat sein Blut für alle Menschen vergossen. Etwas anderes zu behaupten
ist schlicht häretisch. Wann haben Sie zuletzt aufmerksam den Kreuzweg gebetet?
@Rudolfus Weibliche Altardiener gibt es tatsächlich bei den Evangelischen und im Neuen Römischen Ritus.
Es gibt sie nicht im „Neuen Römischen Ritus“, sondern in der Römisch-Katholischen Kirche, das deren
Oberhaupt dies erlaubt hat. Da es für diesen Dienst keiner Weihe bedarf, wird es Ihnen nicht ganz leicht
fallen, Ihre Ablehnung dogmatisch oder disziplinarisch zu begründen.
@Dr. Heger Also diesen Propagandaquatsch sollte man nun wirklich endlich abtun. Da würde mich doch interessieren,
worauf sich die Bezeichnung „Propagandaquatsch“ bezieht. Auf den „Eroberungskrieg“ oder auf das „rassistisch“?
Soll ich diesen Krieg für einen Verteidigungskrieg halten? War die Arbeit der Einsatzgruppen hinter der
vorrückenden Front nicht von langer Hand geplant? … Man muß sich doch mal fragen, wieso ein damals
noch nicht 60jähriger Hitler in der damaligen Machtstellung nicht einfach die Zeit für sich arbeiten
ließ. Vielleicht, weil die Machtspiele seiner Gegner, gar nicht die Zeit für ihn arbeiten ließen? Man
muss sich doch fragen, wie die Zeit für Hitler hätte arbeiten sollen. Was hätte nach der jahrelangen
Eskalationspolitik denn durch Zuwarten erreicht werden können?
@Artois / @Rudolfus: Was für ein Unsinn … Sie haben ein Problem mit dem Gebot Christi gegenüber dem
Caesar. Mir scheint eher, daß Sie ein Problem mit der Einsicht haben, daß Hitler nicht Caesar war. Ihre
Postings zeigen ja ein heftiges Bedürfnis, seine verbrecherischen Kriege zu rechtfertigen. Übrigens:
Bei der einschlägigen Aussage Jesu geht es nicht um Krieg, sondern um das Zahlen von Steuern. denn sie
beanspruchen ja das Recht, über Krieg und Frieden einseitig zu entscheiden Über Krieg und Frieden wird
immer „einseitig“ entschieden. Sie wollen offensichtlich die Tatsache kritisieren, daß die USA und ihre
Verbündeten den Krieg im Irak ohne UNO-Mandat führen. Das ist ein formaler Einwand – moralischtheologisch
relevant ist darüber hinaus die Frage, ob eine kriegerische Intervention zur Abwendung eines größeren
Übels dient. Wer das für den Irak-Krieg bejaht, der rechtfertigt keineswegs automatisch den rassistischen
Eroberungskrieg Hitlers gegen die Sowjetunion.
@Rudolfus Objektive Staatsdarstellung Hitlers war 1939, die Angriffe Polens abzuwehren. Sie scheinen ein
Problem mit Begriffen zu haben. Sie meinen nicht eine „objektive Staatsdarstellung“, sondern die offiziell
verbreitete Rechtverfertigung des Angriffs auf Polen durch die den NS-Staat. Sie können meinetwegen gerne
behaupten, daß es damals offiziell richtig gewesen sei, in den Krieg zu ziehen, objektiv war es nicht
richtig. Wenn Sie meinen, daß die offizielle NS-Propaganda die einzigen Informationen waren, die den
Menschen für ihre Entscheidungsfindung zur Verfügung standen, dann irren Sie gewaltig. Viele Menschen
konnten zwischen der Propaganda und der Realität sehr wohl unterscheiden. Ihre Gerede vom Imperator und
der sich angeblich darauf beziehenden katholischen Lehre ist der reine Unfug. Der Christ schuldet keinem
„Imperator“ Gehorsam, sondern den staatlichen Gesetzen. Diese Gesetze und alle staatlichen Anordungen
überprüft der Christ vor ihrer Befolgung in seinem Gewissen auf die Übereinstimmung mit dem Sittengesetz
und den Geboten der Kirche. Der Krieg im Osten war kein Verteidigungskrieg und objektiv hätte ein Christ
sich an ihm nicht beteiligen dürfen – wieviele Soldaten subjektiv diese Einsicht hatten, entzieht sich
natürlich unserer Erkenntnis. Wir haben daher keinen Grund die Soldaten des Ostfeldzuges als „Verbrecher“
zu titulieren – noch weniger hat Herr Lochner das Recht, Jägerstätter ein „irrendes Gewissen“ zu unterstellen.
@Rudolfus: Wahnsinn! Man ist hier ja einiges gewohnt, aber daß sich eine ganze Fraktion dieses Forums
hinter völlig wanhwitzigen Äußerungen versammelt, ist schon „shocking“. Wie kann Rudolfus ernsthaft
behaupten, die Teilnahme am Ost-Krieg sei „objektiv richtig“ gewesen??? An einem Krieg, der von Beginn
an dazu diente, Völker zu versklaven und „rassisch Minderwertige“ auzurotten? Die Aussage, man habe sich
zunächst gegen Polen verteidigen müssen, ist dann der Gipfel der Dummheit. Polen hat Deutschland nicht
angegriffen und selbst wenn es Deutschland hätte angreifen wollen, hätte man das angesichts der militärischen
Stärkeverhältnisse in Ruhe abwarten können. Deutsche Soldaten sind in diesen Krieg in der Regel aus
folgenden Gründen gezogen: 1. Sie waren von dem ganzen Nazi-Schwachsinn überzeugt. Das war sicher nicht
die Mehrheit. 2. Sie waren davon überzeugt, da Deutschland gegen den russischen Bolschewismus verteidigt
werden müsse und dass dieser russische Bolschewismus ein größeres Übel wäre als die NS-Herrschaft.
3. Sie waren überzeugt, daß man sich diesem Krieg individuell nicht entziehen könne. Das dürfte die
Mehrheit gewesen sein: Menschen, die Krieg für ein schlimmes Unglück hielten, in deren Weltbild es aber
keine Handlungsoptionen gab, die ihnen eine Verweigerung der Teilnahme erlaubt oder auch nur nahegelegt
hätte. Subjektiv werden sich also eine große Anzahl an Menschen durch die Teilnahme an diesem Krieg
nicht versündigt haben, objektiv war es aber zweifelsohne falsch.
@möchtegern-kathole: So schnell geht das, wenn man ein interessegeleitet-schelchtes Gedächtnis hat.
Also: Natürlich gab es unbezweifelbare Indizien (die Kontrolleure der UN waren ja nicht urlaubshalber
im Irak). Die Frage, ob sich aus diesen Indizien (Chemikalienkäufe, Gerätekäufe, Satellitenaufnahmen,
etc., etc.) mit genügender Gewissheit ableiten liess, daß das irakische Regime kurz vor der Herstellung
chemischer und biologischer Waffe stand, also die Deutungsfrage, wurde weltweit – auch in den USA, auch
in Deutschland – offen diskutiert. Offensichtlich ist es im Rahmen des gesamten Meinungsbildungsprozesses
auf britischer und amerikanischer Regierungsseite auch zu Manipulationen, Übertreibungen, etc. gekommen.
Es ging schließlich darum, die Entscheidungsträger von der eigenen Meinung zu überzeugen (oder Ihnen
die Ergebnisse zu liefern, von denen man annahm, daß sie gerne gesehen werden). Das ist bedauerlich,
aber auch ziemlich normal. Man kann mit guten Gründen der Meinung sein, daß die Entscheidung, den Krieg
zu führen, nicht wirklich von der Frage der B- und C-Waffen-Bedrohung abhing. Aber auch das war ja offensichtlich –
Bush hat ja keinen Hehl daraus gemacht, daß es für ihn neben diesen (UN-kompatiblen) Gründen auch andere
gab (Beseitigung eines unmenschlichen Regimes als erster Dominostein für eine Demokratisierung der Region).
Von einer von den Medien gedeckte Verschwörung kann keine Rede sein.
@Vorposter: Die liturgische Kleidung von Kardinal Ratzinger auf dem geposteten Bild ist wirklich ausnehmend
schön (wenn auch ohne Handschuhe). Das gilt natürlich auch für die Levitengewänder der Abbes Lenhart
und Wiener.
@Charlotte: Bevor Sie dann den erstbesten Psychologen aufsuchen oder Stossgebete zum Himmel senden, versuchen
Sie, herauszufinden, ob Ihr Kind unter seiner Homosexualität leidet, oder darunter, wie seine Umwelt
darauf reagiert. Diesen feinen Unterschied wollen einige „Experten“ nicht erkennen. Ich weiß nicht, ob
eines unserer Kinder homosexuell sein wird. Ich weiß auch nicht, ob es darunter leiden wird. Die Reaktion
seiner Umwelt sollte es aber nicht danach bemessen, wie Menschen auf CSDs reagieren – das war der Punkt.
@möchtegern-kathole: Nein, da gibt es Unterschiede Ihre Beispiele überzeugen mich nicht. Bezüglich
des Irak-Krieges ist es einfach falsch, von einer integralen Verschwörung zu sprechen. Es gab Informationen
unterschiedlicher Validität und es gab Deutungen. Die Deutung der amerikanischen und der britischen Regierung
hat sich letztlich nicht verifizieren lassen – sie wurde seinerzeit übrigens von Geheimdiensten derjenigen
Länder geteilt, deren Regierungen strikt gegen den Krieg waren. Aber es lagen jederzeit andere Deutungen
auf dem Tisch und man konnte versuchen, sich eine eigene Meinung zu bilden – und viele Menschen haben
das ja auch getan. Daß der Verfassungsschutz in der Extremismus-Szene mit V-Männern arbeitet, ist seit
je bekannt. Dazu braucht man keine Verschwörungstheorie. Ich kann durchaus akzeptieren, wenn jemand sagt,
das manches wohl nicht stimmen wird, was Regierungssprecher so von sich geben. Eine gesunde Skepsis schadet
nie. Aber ich kann niemanden ernst nehmen, der selbst keine validen Informationen hat, aber wilde Theorien
in die Welt setzt. Bei C.V. kommt dann noch dazu, daß seine wenig originellen Theorien auf dem Hintergrund
üblen und abgestandenen braunen Gedankengutes „gezimmert“ sind.
@Charlotte: Sie stellen sich immer dümmer … Wenn Sie Ihr Kind allein schon dadurch gefährdet sehen,
dass auf einem Umzug halbnackte bis nackte Menschen zu sehen sind, tun Sie mir Leid. Dann haben Sie offenbar
noch nicht begriffen, dass man Kindern Dinge erklären muss. In der Tat bin ich der Meinung, daß es für
Kinder und Jugendliche besser ist, einen CSD nicht zu sehen. Es handelt sich dabei nicht nur um nackte
und halbnackte Menschen, sondern um eine völlige Verkehrung des Stellenwertes von Sexualität im menschlichen
Leben. Dass ich meinen Kindern erklären muß, daß solche Menschen arme Irre sind, finde ich ehrlich
gesagt zum Kotzen. Nur, weil manche Dinge nicht sichtbar sind, heißt es nicht, sie sind nicht existent.
Sie täten gut daran, Ihren Kindern (so vorhanden) mitzuteilen, was alles Bestandteil unserer Gesellschaft
ist. Wir haben deren fünf. Und ich bin keineswegs der Meinung, daß sich eine gute Erziheung dadurch
auszeichnet, Kindern möglichst früh in alle Abgründe des Menschseins einzuführen. Geben Sie ihnen
Raum, Selbstbewußtsein zu entwickeln und speisen Sie sie nicht mit Erklärungen ab, wie „Das ist pfui!“
Dann wissen Kinder sehr schnell, wie sie Dinge einzuschätzen haben. Vielen Dank für die kostenlose Erziehungsberatung.
Und Sie können sicher sein, daß alle unsere Kinder (soweit altersgemäß) sehr genau wissen, wie sie
einen CSD einzuschätzen haben. Das ändert nichts daran, daß es mir lieber wäre, wenn sie solche Perversionen
nie zu sehen bekämen.
@Fabianus: Gotik, Barock und Moderne Die Namen sind teilweise vielleicht etwas verwirrend – im Endeffekt
handelt sich aber um historische Epochen: Was Sie unter der alten, bei Pius XII. gesehenen Form angesprochen
haben, ist die barocke Form der Kasel. Sie ist relativ kurz, läßt die Arme frei und ist teilweise vor
der Brust schmaler („Bassgeige“). Sie hat keine Falten und ist meist auch mit Ornamentik versehen. Bei
Paul VI. (und vielfach heute noch) sehen Sie die eigentlich ältere, gotische Form der Kasel („Glocke“).
Sie ist insgesamt länger, bedeckt die Arme und wirft Falten. Seit den 80er Jahren sieht man häufig die
sogenannte „Mantelalbe“. Dabei sind das weiße Untergewand (Albe) und die Kasel zu einem sackartigen Überwurf
verschmolzen. In der Regel ist das Gewand dann auch passenderweise sackleinengrau. „Liturgisches Gewand“
nennen so etwas wohl nur die Verkäufer dieser Scheußlichkeiten.
@Fabianus: Líturgische Gewänder Nein, das VII hat keine neue Kleiderordnung verfügt – auch die anschließende
Liturgiereform nicht. Der Priester kann nach wie vor diejenige Kasel tragen, die ihm gefällt, resp. die
im Schrank hängt (natürlich muß er die liturgische Tagesfarbe beachten). Lediglich das Manipel (die
früher übliche „Unterarmbinde“) ist eigentlich abgeschafft. Allerdings hat seit den 70er Jahren der
Geschmack in diesen Dingen schweren Schaden genommen. Was man da so regelmäßig an Priestern herumhängen
sieht, ist oft mit anständigen Worten nicht zu beschreiben.
@Charlotte: Stellen Sie sich nicht dumm … Der Staat soll keine homosexuellen Aktivitäten verbieten,
so wie er ja auch keine Swinger-Clubs verbietet. Er soll in beiden Fällen die öffentliche Moral schützen.
Das heißt er wird jugendgefährende Propagierung von Swingerclubs ebenso unterbinden wie solche für
entsprechende Homo-Veranstaltungen. Und auch bezüglich der Frage, ob CSD-Veranstaltungen „legal“ sind,
hat sich nicht an der Frage „Homo/Hetero“ zu entscheiden, sondern daran, wieviel öffentliches Darstellen
von Sexualität wir für vertretbar halten. Es geht hier aber eigentlich um die Frage, was der Staat durch
gesetzgeberische Maßnahmen fördern soll. Und in diesem Punkt hat der Staat an der heterosexuellen Ehe
und Familie ein vitales Eigeninteresse, an der Homo-Ehe nicht. Das ist eigentlich recht einfach.
@C. vincit: Warum den gleich zum Therapeuten? Vielleicht würde ja ein Vaterschaftstest schon mal weiterhelfen…?!
In der Logik der Verschwörungstheoretiker würde die Frau natürlich sagen: Das ist ja der Trick der
Marsmännchen: sie können die DNA nachmachen. Hinter Kindern stecken keine Marsmännchen Können Sie
das beweisen? Nein, aber sie beweisen mit Ihrer Nachfrage alle meine Äußerungen …
@c. vincit: Nonsens, Nonsens, Nonsens 1. Sie werfen offensichtlich evangelisch-lutherisch und kalvinistisch-reformiert
durcheinander 2. Die „kalvinistische Abendmahlsfeier“ gibt es nicht. Es gibt den reformierten Gottesdienst,
bei dem eine anschließende Mahlfeier nicht zwingend vorgeschrieben ist (streng „kalvinistisch“ würde
dies nur einmal im Jahr geschehen). 3. der lutherische Gottesdienst und die katholische Messe haben erhebliche
strukturelle Übereinstimmungen. Das war vor VII so und das ist heute immer noch so. 4. Wollen Sie ernsthaft
behaupten, das Wesen der katholischen Messe bestünde in der Häufigkeit der Kreuzzeichen, die der Priester
macht??? Fazit: Der einzige Blinde hier sind Sie.
@möchtegern-kathole: wenn Sie Ihre Position nicht beweisen können, warum versteifen Sie sich dann darin?
Vielleicht ist sie falsch? Genau da offenbart sich der unvoreingenommene Diskussionsteilnehmer, dass auch
mal sagt: „ich kann meine Meinung nicht beweisen, sie können ihre Meinung nicht beweisen – aus Erfahrung
denke ich dies und jenes aber Ihre Meinung könnte auch richtig sein“ Wenn Sie meine Beiträge in diesem
Forum durchlesen, werden Sie wahrscheinlich nicht zu dem Ergebnis kommen, daß ich argumentativen Auseinandersetzungen
aus dem Weg gehe. Aber nicht jede „Meinung“ verdient, daß man sich mit ihr sachlich auseinandersetzt.
Nehmen wir ein Beispiel: Ihre Frau sagt Ihnen, daß Ihre gemeinsame Tochter nicht Sie zum Vater hat, sondern
ein Marsmännchen. Das sei eines nachts plötzlich dagewesen usw. Sie können dann natürlich mit ihr
nach der oben aufgestellte Devise („Ich kann meine Meinung nicht beweisen, …“) diskutieren – ich würde
Ihnen aber eher raten, gemeinsam mit ihr einen guten Therapeuten aufzusuchen. Hinter Kindern stecken keine
Marsmännchen und hinter der Geschichte keine dümmlich-rassistischen Verschwörungstheorien – so sehe
ich das.
@Athanasius katholische Messe der kalvinistischen so gleich wie möglich zu machen Es gibt keine kalvinistische
„Messe“. Woran erkennt man denn, daß der NOM „krypto-protestantisch“ ist? Das würde mich doch sehr interessieren.
Kommen Sie mir jetzt bitte nicht wieder mit dem Opfer-Begriff …
@möchtegern-kathole: Doch, genau so ist es. Wenn ich auf CV antworten würde, daß es solche Verabredungen
nicht gegeben hat, dann sagt er: Sie Ahnungslose. Wenn ich dann nach Beweisen, Quellen, etc. frage, sagt
er: Für Treffen von Logenbrüdern gibt es nie Beweise, ist ja alles geheim. Dann frage ich, woher er
es denn weiß. Antwort: Ich habe da so meine Quellen. Lesen Sie mal das Buch von X. Im Buch von X geht
es dann genauso weiter, und weiter, und … Das ist einfach sinnfrei.
@Gotthard: Ja, und weil Rathenau so antideutsch war, … hat er dem Deutschen Reich nach Kriegsbeginn
innerhalb die Rohstoffversorgung organisiert, ohne die der Krieg gar nicht hätte geführt werden können …
Wie gesagt: Man sollte C.V. endlich vom Netz nehmen.
@möchtegern-kathole: Es gehört zur Definition einer Verschwörungstheorie, daß sie inhaltlich NICHT
angreifbar ist. Sie argumentiert ja jenseits von nachprüfbaren Fakten und in der Regel auch außerhalb
der Gesetze der Logik
@Charlotte Mir ist nicht so ganz klar, wo hier die Menschenrechtsverletzung und der „Internationale Zwischenfall“
liegen soll. Herrr Beck hat offensichtlich im Rahmen einer unerlaubten Demonstration versucht, eine Petition
zu überreichen. Dabei hat er von den – wahrscheinlich ebenfalls unerlaubten – Gegendemonstranten etwas
abbekommen. So was passiert, wenn Gesetzesberecher auf Gesetzesberecher treffen. Die russische Polizei
hat ihn – wohl auch zum eigenen Schutz vor weiteren schwersten Körperverletzungen durch Hühnereier –
aus dem Verkehr gezogen. Dem Anliegen der Menschenrechte in Russland hat der feine Herr mit der Aktion
einen Bärendienst erwiesen. Herrn Putin und Genossen wird reichlich Beifall dafür bekommen, dass er
diese dreiste Propaganda für eine Schwulen- und Lesben-Parade nicht als „Einsatz für die Menschenrechte“
durchgehen läßt. Beim Betrachten der Bilder ist mir jetzt auch endlich klar, was unter diesem blöden
Begriff „Homophobie“ zu verstehen ist. Offensichtlich sind damit Homosexuelle gemeint, die Angst vor fliegenden
Hühnereiern haben.
@methusalix Verschwenden Sie Ihre Zeit doch nicht, sich über matt zu echauffieren – der will doch nur
spielen Erklären Sie mir doch lieber, was Sie damit meinen: Die Frage ist, ob Sie auch das Scheitern
der gewaltsamen Bekehrung Asiens durch uns Katholiken gut finden. Worauf beziehen Sie sich hierbei?
@Christus vincit: Nur der Vollständigkeit halber … Sie sind völlig durch den Wind! Sich die Welt mit
Verschwörungstheorien zu erklären, ist eine Krankheit! tun Sie was dagegen.
@Pünktchen Es sei noch hinzugefügt, daß man die Bulle des Farnese-Papstes mit einigem Recht als eine
der frühesten Kodifizierungen moderner Menschenrechte (Leben, Freiheit, Eigentum) bezeichnen kann.
@rudolfus Da muß man schon zu PIUS X oder zur päpstlichen Personalprälatur des Opus Dei gehen. Das
ist so nicht richtig – im Artikel ist ausdrücklich die Rede von der Rückkehr zu den Päpsten JP II und
B XVI. Von der Pius-Bruderschaft ist da keine Rede.
@Gotthard: Vielen Dank! Die Gewohnheit vieler Frauen, Hosen zu tragen, ist diesem Anliegen ganz entgegengesetzt
und trägt Wasser auf die Mühlen jener Umstürzler, die den gottgesetzten Unterschied zwischen den Geschlechtern
einebnen wollen. Bei der Pius-Bruderschaft scheint es ja noch echte Komiker zu geben. Es fehlt leider
die Fortsetzung: „Die Gewohnheit vieler Priester der Pius-Bruderschaft, keine Hosen zu tragen, …“
@Leblhuber Seine Ansichten werden von sehr vielen Katholiken geteilt, wohingegen sich Ihre Anhängerschaft
doch sehr in Grenzen hält. Aha, dann geht es hier jetzt nach Misthaufengröße? Sollten die Ansichten
von Ministrant „von sehr vielen Katholiken geteilt“ werden, dann wäre das betrüblich. Denn unser Ministrant
redet regelmäßig einfach Blech und bleibt ebenso regelmäßig Belege für seine abenteuerlichen Behauptungen
schuldig (so warte ich immer noch auf das CIC-Zitat, nach dem Priester bestraft werden, die einem Schismatiker
ihre Kirche zur Verfügung stellen). Hier in diesem Thread hat der Herr Seminarist z.B. die These aufgestellt,
daß es besser sei, ein Gotteshaus abzureißen, als es der SSPX zur Verfügung zu stellen. Ich bin nach
wie vor der Meinung, daß dies eine Ungeheuerlichkeit ist.
@Schmiedel: Preisfrage Zu Artikel 2 (1) merke ich an, dass es nicht die Aufgabe der katholischen Kirche
ist, das genannte Sittengesetz in irgendeiner Form zu bestimmen oder auszulegen. Wessen Aufgabe ist es
denn, das Sittengesetz zu bestimmen oder auszulegen. Nun bin ich echt gespannt …
@Gotthard: Ich fürchte, das mit dem „Schisma“ ist nicht ganz so einfach, wie Sie es darstellen. Ein Schismatiker
ist jemand, der die Unterordnung unter den römischen Bischof oder die Gemeinschaft der Bischöfe verweigert.
Diese Verweigerung der Unterordnung kann in zweifacher Weise erfolgen: 1. In der Ablehnung des Jurisdiktionsprimates
(das ist der historische Normalfall des Schismatikers) oder 2. in der praktischen Ablehnung päpstlicher
und bischöflicher Anordnungen. Punkt 1 trifft auf die SSPX klar nicht zu. Ich denke, dass die Bruderschaft
das, was Sie als „Gegenhierarchie“ bezeichnen, explizit nicht so verstehen will. Es geht ja nicht darum,
eine Gegenkirche zu gründen (mit der Konsequenz, irgendwann einen Papst zu wählen), sondern – unter
Rückgriff auf den Notstandsbegriff – der Bruderschaft die gültige Weihe von Priestern zu ermöglichen.
Punkt 2 trifft auf die SSPX teilweise zu. Nun ist es aber nicht ganz einfach, hier Ungehorsam von Schisma
zu unterscheiden. Und Ungehorsam gegenüber dem Papst gibt es in der heutigen Kirche allenthalben. Waren
die deutschen Bischöfe, die sich in Fragen der Schwangerenkonflikberatung den päpstlichen Anweisungen
verweigert haben, im Schisma? In Rom scheint sich diese Sicht („kein Schisma“) mittlerweile durchgesetzt
zu haben. EB L. ist seinerzeit ja auch nicht als Schismatiker, sondern als „Amtsanmaßer“ exkommuniziert
worden.
@Gotthard diese uralten Kamellen sind doch nicht so interessant, wie die Exkommunikation dieses Erzbischofs
L. und seiner vier sog. Weihbischöfe…DAS ist HEUTE und Realität… warum also in die Historie schweifen?
Reden wir immer wieder über diese jüngsten Exkommunikation … Das müssen Sie mir aber jetzt einmal
genau erklären. Gibt es die Lutherische Kirche nicht mehr? Ist die schon „Historie“ geworden?
@Ministrant: Es geht nicht darum, der FSSPX zu helfen. Es geht um die Frage, ob man ihr ein Gotteshaus
überläßt, das man andernfalls abreißen läßt. aber laut Kirchenrecht ist es jedem Bischof und Priester
untersagt einem schismatischen Priester seine Kirchen für Messfeiern zu überlassen. Es geht hier nicht
um die Überlassungen einer noch für den römisch-katholischen Gottesdienst verwendeten Kirche. Von daher
ist das kein Argument. Trotzdem: Mir ist die entsprechende kirchenrechtliche Vorschrift nicht bekannt
und ich habe Sie bei einer kurzen Durchsicht im CIC auch nicht gefunden. Können Sie mir bitte den entsprechenden
Canon nennen?
Ministrant: Sie verstehen anscheinend nicht, wovon ich spreche. Die FSSPX feiert gültige Messen. Sie
sagen, daß es besser ist, daß an einem Ort gar keine Messen gefeiert werden, als die Messen der FSSPX.
Das kann ein Katholik und erst recht ein angehender Priester schlicht nicht sagen. Die Kirche ist der
Meinung, daß ein lutherisches Abendmahl keine gültige Messe ist. Dennoch würde sie niemals sagen, es
sei besser, ein Gotteshaus abzureißen, als es einer lutherischen Gemeinde zu überlassen. Im Gegenteil:
Es gab in Deutschland seit der Reformation Orte, an denen sich die Kirche und die lutherischen oder reformierten
Schismatiker Gotteshäuser geteilt haben. Nur am Rande: Die Gotteshäuser um die es geht wurden in der
Regel gebaut, um darin „tridentinische“ Messen zu feiern.
@Ministrant: Ich würde so ein Gotteshaus lieber abreißen lassen, bevor man es einer schismatischen Bewegung
überlässt. Mein lieber Herr Seminarist, ich habe hier schon einiges von Ihnen gelesen und mich dabei
gefragt, was man heute so in deutschen Priesterseminaren lernt. Der oben zitierte Ausfall schlägt nun
aber wirklich dem Fass den Boden aus. Es besteht kein Zweifel, dass die Priester der SSPX gültige Messen
feiert. Wie können Sie dann um Gottes willen sagen, es sei besser ein Gotteshaus (das ausschließlich
für diesen Zweck erbaut wurde) werde abgerissen, als daß die SSPX darin Messen feiert? Ich bin mit solchen
Vergleichen nicht leichtfertig, aber das klingt wie der irre Wunsch des Gröfaz, die Infrastruktur Deutschlands
lieber zu vernichten, als sie dem dämonisierten „Feind“ zu überlassen. Die Kirche leidet unter JEDEM
Schisma und ihr Beten und Handeln ist darauf ausgerichtet, diese Wunden zu heilen. Das ist der Antrieb
für die ökumenischen Bemühungen und das ist auch der Antrieb für eine Heimholung der SSPX. Ich bitte
Sie herzlich darum, Ihre Aussage umgehend zurückzunehmen.
@VirOblationis: Sind die linken „Globalisierungsgegner“ tatsächlich das, was ihre Bezeichnung vorgibt,
nämlich Gegner der Globalisierung? Nein, das sind sie natürlich nicht. Sie sind ja selbst eine global
vernetzte Organisation. Es handelt sich schlicht um eine linke anti-kapitalistische Gruppierung, der es
im Kern um staatliche Kontrolle der Wirtschaft geht. Das Argument, staatliche Gewalt-Prävention sei verantwortlich
für Eskalation von Gewalt, kennt man bestens aus der RAF-Zeit Hier auf kreuz.net geht Kapitalismus-Hetze –
vor allem in Verbindung mit Anti-Amerikansimus – ja immer weg wie warme Semmeln
@nonnobis: Merkwürdig, was Sie da schreiben man kann z.B. ein gemeinsames Papier herausgeben, in dem
alle strittigen Punkte des Konzils richtiggestellt werden und Rom sagt, dass es jedem freigestellt ist,
diese Bischofsversammlung als „Konzil“ zu bezeichnen oder auch nicht. Sie haben schon ein gruseliges Kirchenverständnis.
Gibt es irgendeinen Zweifel, daß auf dem Vat. II die Bischöfe des Erdkreises versammelt waren und in
großem Konsens Texte beschlossen haben? Wenn nein, dann ist das ein ökumenisches Konzil. Punkt. nicht
einen dicken Pack – teilweise verwirrendes, wiedersprüchliches – Papier zu produzieren, sondern zusammen
dogmatische Fragen zu klären. Genau das hat das Konzil getan: Fragen bezüglich der Liturgie, des Wesens
der Kirche, des Status der Angehörigen anderer Religionen, etc. zu klären. Dazu disziplinarische Fragen
(Priesterausbildung, etc.) – wie jedes ganz normale Konzil. Viele Aussagen dieses Konzils werden mit der
Zeit kontextualisiert werden, wie so viele andere Aussagen früherer Konzilien. Das ist der Gang der Lehrentwicklung.
Aber das ändert nichts daran, dass dieses Konzil als rechtmäßiges Konzil gelten wird, solange es die
Katholische Kirche geben wird. Und bedeutet nach unserem Glauben: für immer.
@C. vincit: Sie sind eine Weichbirne Auch das, was über die Tatwaffe und die Zahl der beim „Attentat“
abgegebenen Schüsse so alles zu lesen ist, läßt sich untereinander nicht harmonisieren! Diesen Satz
können Sie über jedes öffentliche Ereignis sagen. Das sagt viel über unsere mediale Kakophonie aus –
aber nichts über das Attentat auf JP II.
@Leblhuber: Ich verstehe Sie leider nicht … Der Antijudaismus und Antisemitismus der KK ist obsolet.
Der Marien- und Heiligenkult ist obsolet. Die gepredigte Morallehre ist obsolet. Wenn wir die Austritte
verhindern und die Jugend gewinnen wollen, müssen wir Vernunft und Glauben zusammenführen und eine zeitgemäße
Spiritualität entwickeln. Das sind doch alles Schlagworte: – der Antijudaismus, den es unter Katholiken
gegeben hat, ist nicht erst seit Johannes XXIII. passé. – Die Verehrung der Gottesmutter und der Heiligen
paßt problemlos auch in eine „zeitgemäße“ Spiritualität. – Was soll das überhaupt sein, eine „zeitgemäße“
Spiritualität? Zunächst heißt das doch nur, daß Zeitgenossen fromm sind, nicht wahr? – warum sollte
die Moral der Kirche „obsolet“ sein? Was meinen Sie überhaupt mit „obsolet“? – Glaube und Vernuft müssen
auch nicht zusammengeführt werden. Sie sind schließlich keine identischen Begriffe. Sehr wohl muss der
Glaube so weit als möglich vernünftig dargelegt werden. Warum aber verlästern Sie dann Diskussionen,
in denen versucht wird, einzelne Aspekte des Glaubens (hier die Frage, was die Messe ist) vernünftig
zu beleuchten, als „frömmlerisches Wortklauben“??? Das versöhnende Gespräch von Glaube und Vernunft
kann man nicht großmächtig propagieren, es erfordert die „Mühe des Begriffs“ (Hegel). Und weil Sie
so gerne auf anderer Leute angeblicher Unbildung herumreiten: Ich kann kein Hebräisch, aber ich kann
Deutsch. Und da heißt es immer noch „Scherflein“ (Marint Luther).
@StephanSchmidt: Wenn oberes jedoch Gültigkeit hat, dann erweitert sich doch auch das Bild der Ehe damit.
Es ist nicht mehr eine reine Kindergebärinstitution, sondern das enge Bündnis eines Paares. Eine soziale
Einheit, basierten auf dem Versprechen sich umeinander zu kümmern. Natürlich gehört zum katholischen
Verstädnis der Ehe der Lebensbund zweier Liebender genauso wie die Fruchtbarkeit. Auch die Eheunfähigkeit
jenseits medizinischer Probleme (z.B. „Psychische Eheunfähigkeit“) ist seit langem ein möglicher Grund
für eine Nichtigkeitserklärung.
@Leblhuber Was habe ich Ihnen denn getan, daß Sie gleich so wild werden Das „Suscipe“ habe ich gestern
abend / heute morgen im Hotel aus dem Gedächtnis zitiert – das liegt nicht an meiner Bildung, sondern
an der Häufigkeit mit der ich es schon in der Hl. Messe gebetet oder mitgebetet habe. Ansonsten gestehe
ich gerne, daß ich des Hebräischen unkundig bin – ich bin dazu weder Theologin noch Liturgiewissenschaftlerin.
Ob nun „Beraka“, „Berachah“, „Berakot, „Berachoth“ oder – wie von Ihnen gewünscht – „Bracha“; wir meinen
wahrscheinlich dasselbe. Was hat das Ganze aber bitte mit meinem „Seelenheil“ zu tun?? Ich habe doch nur
einen vermittelnden Erklärungsversuch gepostet
@Gotthard: An dieser Stelle der Eucharistiefeier wird nichts geopfert – oder? wenn nichts geopfert wird,
können eigentlich auch keine begleitenden und deutenden Gebete gesprochen werden – oder? Der Begriff
„Opfer“ verstellt hier vielleicht etwas den Blick. Wenn wir von „Darbringung der Gaben“ sprechen, dann
wird es etwas klarer. Wir bringen die Gaben (Brot und Wein) dar, die in der Vergegenwärtigung des Pascha-Mysteriums
zu Leib und Blut Christi werden. Sinnfälligerweise werden zuvor ja auch die Armengaben der Gläubigen
eingesammelt. Im Gegensatz zum Gabengebet des NOM (das sich an das jüdische beraka anlehnt), lautet das
Opferungsgebet in der Alten Liturgie: „Suscipe, Sancte Pater, omnipotens aeterne Deus, hanc immaculatam
hostiam, quam ego indignus famulus tuus, offero tibi Deo meo vivo et vero“. So weit ist das gar nicht
auseinander. Eine kleine Schwierigkeit ist das „immaculatam“, da unsere Gaben ja niemals ganz „unversehrt“
sein können. Man hat dieses Adjektiv häufig proleptisch gedeutet, d.h. es nimmt die spätere Wandlung
sprachlich vorweg.
@Czibo & @Pünktchen @Czibo: Man weiß nicht, worüber man sich bei Ihnen mehr wundern soll: Ihre Unfähigkeit
zu einer stringenten Gedankenführung oder Ihr systematisches Halbwissen. @Pünktchen (und alle): Es hat
einfach keinen Sinn, mit Czibo zu diskutieren. Was er hier macht, kann man am ehesten als „freies Assozieren“
bezeichnen. Zum Austausch von Argumenten ist er konstitutionell nicht in der Lage – oder konsequent nicht
bereit, was auf dasselbe hinaus läuft.
@Czibo: Wer segnet ist allein Gott. Keine Maria mit dem Kinde lieb. Woher wissen Sie das denn so genau,
Sie Klugscheißer? Sie werden doch nicht anfangen hier Sätze mit Wahrheitsanspruch zu formulieren. Wo
Sie doch so ein überzeugter Relativist sind.
Der Erfolg von kreuz.net … ist ein wirklich interessantes Phänomen. Die Zugriffszahlen (so sie denn
stimmen) sind durchaus eindrucksvoll. Wer sich ein bißchen damit auskennt, was sonstige kirchliche Angebote
generieren und welche finanziellen und personellen Anstrengungen dafür unternommen werden, der kann nur
sagen: Hut ab. Viele redaktionelle Beiträge, viele Poster (christus vincit ) und die spezielle Variante
von „sex sells“ mit den abgestandenen Homo-Beiträgen können einen an schlechten Tagen zur Weisglut bringen.
Auf der anderen Seite: Hier sind auch viele vernünftige und einige sehr kluge Leute regelmäßig unterwegs
und diese Mischung hat einen eigenen Reiz.
@Burgorus: Nicht für ungut Ich hatte mich nur über Ihre Beschreibung der Beichtsituation gewundert:
Sie kommen raus und ärgern sich darüber, was Sie dem Priester nicht gesagt haben – ich ärgere mich
immer darüber, was ich dem Priester sagen musste Bezüglich der Hoheitsformeln gebe ich Ihnen grundsätzlich
recht. Allerdings ist der PM da schon eine ziemlich „abgehobene“ Variante. Wenn ich bedenke, wie schwer
sich heute fast alle Priester mit „Hochwürden“ tun und so mancher Bischof mit der „Exzellenz“ … Mit
der Bildzeitung werde ich allerdings nicht mehr Freund – auch wenn dort in den letzten 2 Jahren eine gewisse
Kirchenfreundlichkeit Einzug gehalten hat. Aber das wiegt alles andere einfach nicht auf …
@Stimme aus dem Tradiland Mit Wissen der diözesanen Kirchenbeitragsstelle, die bis dato davon abgesehen
hat, Klage zu erheben. Das war übrigens schon immer eine Zweideutigkeit im kirchlichen Umgang mit der
Frage nach der Kirchensteuer: Wenn man seine Kirchensteuer (z.B. als Selbständiger) nicht zahlt, wird
man vom Kirchensteueramt zwar gemahnt, aber niemals vollstreckt.
@Burgorus Offensichtlich hat jeder nach der Beichte so seine eigenen Gedanken … Aber Sie haben sicher
Recht: wenn es die fromme Bildzeitung nicht wäre, stünde es schlecht um Glauben und Religion in Deutschland
@rudolfus Es ist nicht richtig, daß die Deutschen beim Thema Glauben das Schlusslicht bilden. Wir liegen
da im guten westeuropäischen Durchschnitt. Dass Ihnen als Kriterien zur Unterscheidung des christlichen
Glaubens vom Glauben an „irgendeinen Gott“ zuerst „Teufel“ und „Hölle“ einfallen, läßt tief blicken …
@Benedikt: Das Kirchensteuersystem stammt aus dem 19. Jahrhundert. Nach der Säkularisation wurden sukzessive
in den deutschen Staaten Kirchensteuern eingeführt. Dass der Vatikan nun endlich festgestellt hat, dass
aus einem staatlichen Akt nicht automatisch der Glaubensabfall gefolgert werden kann, finde ich nicht
nur nachvollziehbar, sondern zwingend. Für eine Exkommunikation braucht es schon einen etwas expliziteren
Schritt.
@Alanus Wieso sollte ich etwas gegen Jugendliche haben? Aber Menschen, die dem jugendlichen Alter entwachsen
sind, aber das Stadium der Pubertät nicht überwunden haben, sind immer ein bisserl peinlich …
@cives_romanus Da die Pius-Leute keine Sedisvakantisten sind, erkennen Sie den Papst nominell ja an. Ich
verstehe aber trotzdem nicht, was das MP mit ihnen zu tun haben soll. Sie könnten es als Zeichen guten
römischen Willens sehen – an ihrem Status ändert sich dadurch rein gar nichts. Wirklich interessant
ist das MP nur für die Petrus-Bruderschaft, das Institut Christkönig des zitierten Monsignore Schmitz
und andere Gemeinschaften, die die Alte Messe feiern und infolge des MP nicht mehr von Bischöfen drangsaliert
werden könnten.
Alanus: „hat micht zum Lachen gereizt“ Wir hatten von einem Dauer-Pubertierer auch nichts anderes erwartet
Der Verfasser des Artikels hat natürlich auch nichts verstanden, wenn er meint, Spaemann empfehle die
Weltflucht. Das Zitat, das er selbst anführt, widerlegt ihn ja auch gleich.
@Graf Galen: „Hölle leer“ Schon einmal etwas von HUvB gelesen oder nur das übliche Geschwätz von Herrn
Rothkranz und ähnlichen theologisierenden Schwachköpfen in einfältigen Postillen?
Burgorus: König von Jerusalem Da ist Franz von Bayern aber nicht der einzige. Meines Wissens erheben
auch die Habsburger (Otto), die Spanier (Juan Carlos) und der Herzog von Kalabrien Anspruch auf diesen
Titel.
@Pünktchen: Der Unterschied ist nur, daß das Czibo-Gerücht hier im Forum täglich von jedermann leicht
verifiziert werden kann und daher sein Status als Gerücht schwer gefährdet ist. Daß Gerücht vom „bösen
Opus Dei“ hat dagegen eine jahrzehntelange Tradition und wird wohl auch in Zukunft ein solches bleiben
…
@Athanasius u. @Benedikt wenn die Juden ihr Birkat Ha-Minim streichen, worin der Jude täglich betet um
die Ausrottung der Nazaner (=der Nachfolger Jesu) Können Sie mir sagen, wo Sie das entsprechende Zitat
her haben? Mir ist keine Fassung des Birkat Ha-Minim bekannt, daß einen direkten Hinweis auf die Nazarener
enthält. @Benedikt: Ja, unlogisch ist so manches. Die von Ihnen angeführten Stellen zeigen ja ganz deutlich,
daß auch „nachkonziliar“ von einer Anerkennung eines eigenen Heilsweges der Juden und einem Verzicht
auf die Judenmission nicht die Rede sein kann. Das scheint sich in den letzten Jahren als „stiller Konsens“
auszubreiten. Das ist wohl die Wirkung all’ dieser Arbeitskreise … NA und LG sagen jedenfalls nur: 1.
Die Berufung des jüdischen Volkes ist unwiderruflich 2. Man darf sie nicht als ein von Gott verfluchtes
Volk bezeichnen.
@matt2: Das Meßbuch von 1962 enthält in den Karfreitagsfürbitten den Begriff „treulos“ nicht mehr.
Es ist dort aber immer noch von der „Verblendung“ der Juden die Rede und es wird dafür gebetet, daß
die Juden „unseren Herrn Jesus Christus, daß Licht der Welt“ erkennen. Im Gegensatz dazu wird nach dem
NOM nur gebetet, daß sie „zur Fülle der Erlösung“ gelangen. Zeitgenössische Theologen sprechen in
diesem Zusammenhang gerne von der Anerkenntnis eines eigenen Heilsweges der Juden (der offensichtlich
mit Jesus Christus nichts zu tun hat). Das ist natürlich Quatsch mit Soße und so vom Konzil nicht gesagt.
In „nostra aetate“ heißt es nur, daß in der Predigt und Katechese nicht der Eindruck erweckt werden
soll, die Juden seien von Gott verflucht oder verworfen.
@stimme Wozu soll dieses“Weihe an das Herz“ Gedöns eigentlich gut sein, bzw. was soll das eigentlich
sein? Eine Weihe dieser Art heißt einfach: Wir stellen uns unter den besonderen Schutz und die Fürbitte
der Muttergottes.
So klingt das halt … Sie sei „in ihrer notwendigen Erneuerung auf die Impulse aus dem Gespräch mit
dem Judentum angewiesen“. wenn Arbeitskreise Papiere verfassen. Und wenn ich nícht mehr weiter weiß, …
@Sirilo: denn meine Erfahrung hat mir gezeigt, daß für viele Christus unbequem (zu streng, zu sehr mit
dem Leiden verbunden) ist, und daß man dann gern den etwas sanfteren, gefühlsbetonten Marienkult vorzieht.
Das ist interessant. Daß Christus (seit dem Abflauen der Jesus-Welle) heute auch vielen Christen unbequem
ist, deckt sich mit meinen Beobachtungen. Ich habe allerdings selten den Eindruck, daß das zu einer Hinwendung
zur Muttergottes führt. Meist weicht man doch auf lieben, netten Schöpfergott aus.
@Sirilo Das Problem dieser Gemeinschaft ist nicht die Muttergottes, sondern – wie soft – eine Frau mit
Visionen. Das mit dem PR-Gag mag sein – ich schaue nicht in die Herzen dieser Leute. Eine mangelnde Zusammenarbeit
mit dem Erzbistum kann man der Pius-Bruderschaft schwerlich vorwerfen. Das ist ja auch von seiten des
Ordinariates nicht gewollt (woran letztlich natürlich die Bruderschaft selbst Schuld ist – da gebe ich
Ihnen recht). Ich verstehe trotzdem nicht, warum Sie diesen Anlass dazu genutzt haben, die katholische
MArienfrömmigkeit ganz allgemein in Frage zu stellen.
@Johann Gerhard: Mich bestätigt er allein an der Notwendigkeit des Festhaltens des lutherischen Bekenntnisses.
Die Kirche betet seit ca. 1.750 Jahren: Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren, o du
glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Führ uns
zu deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne. Das genügt mir. Es ist Ihnen
aber völlig unbenommen, der Wahnvorstellung anzuhängen, ein entsprungenes Mönchlein im 16. Jahrhundert
habe endeckt, wie die Hl. Schrift und das christliche Bekenntnis richtig zu verstehen sei. Ich habe mir
übrigens sagen lassen, daß er persönlich mit der Muttergottes auf ganz gutem Fuße stand.
@Sirilo & Stimme: Wenn Bayern Marienland ist, dann ist es auch Christusland. Ich habe noch niemanden kennengelernt,
dessen Christusglaube durch die Verehrung der Muttergottes Schaden genommen hätte. Aber ich habe es immer
wieder erlebt, daß der Abschied vom Christusglauben mit dem Satz begonnen hat „Mit der Marienverehrung
habe ich ein Problem“. @Stimme: Ich habe nicht von Ketzerei gesprochen, aber Sirilos Anspielung als Wiederholung
dieses dümmlichen protestantischen Ressentiments identifiziert.
Badezimmer: Peter Singer sollte sich vor allem um die Hygiene seiner ungewaschenen Gedanken kümmern –
dann darf ruhig ein bißchen nach Schweiß müffeln …
@Sperling Das Gehirn addiert zu diesen Eindrücken die Kategorien (Zeit, Raum, Kausalität…). Nicht
übelnehmen, aber das mit Ihnen und mit Kant, das wird nichts mehr. Da ist es wahrscheinlicher, daß Sie
und Pünktchen noch dicke Freunde werden.
@Sperling Nein, das leuchtet nicht ein Schade, spätestens wenn es um Menschen mit der Eigenschaft „Mordlust“
geht, verstehen die meisten Leute, daß nicht alle möglichen Eigenschaften eines Menschen „Zweck an sich“
sein können, weil sie nicht gemeinsam mit den Menschenrechten anderer verwirklicht werden können.
@Gallowglas Ja, wir Bayern sind die letzten echten Anhänger Rousseaus Mal im Ernst: Was habe ich mir
unter einer „atheistischen Schule“ vorzustellen? Welches konkrete Projekt meinen Sie?
@Sperling: Sie wechseln ständig die Kategorien und das macht die Diskussion hier etwas mühsam. Wir kommen
Sie darauf, Pünktchen würde eine menschliche Person islamischen Glaubens oder eine homosexuelle menschliche
Person nicht als „Zweck an sich“ im kantischen Sinne anerkennen? Der Punkt ist allerdings, daß dies nicht
an der Homosexualität oder dem Glauben liegt, sondern an der Gattungszugehörigkeit. Wenn wir sagen,
daß jeder Mensch „Zweck an sich“ ist und als solcher zu achten, so gilt dies nicht für jede mögliche
Eigenschaft des Menschen. Das sollte auf den ersten Blick einleuchten. Die Menschenrechte sind auch nicht
das „Alpha und das Omega“ unseres Staates. Sie sind die Voraussetzung unserer Rechtsordnung (insofern
vielleicht das Alpha), aber nicht das Omega, sprich das Ziel alles staatlichen Handelns. Dieses Omega
sind vor allem die Sicherheit und die Wohlfahrt der in diesem Staate lebenden Menschen.
@orestes: 1. Sie wissen nicht, was Ironie ist. 2. Ihr Satz „Es geht hier nicht um Koedukation“ ist grober
Unfug. Sie insinuieren, dieser Begriff beziehe sich auf die Erziehung von Jungen und Mädchen in einer
Klasse. Der Begriff wurde aber geprägt, als es um den gemeinsamen Schulbesuch von Jungen und Mädchen
ging und so wird er auch heute normalerweise verstanden. 4. Man dürfte gespannt sein, was sich das Ministerium
einfallen ließe, wenn der Schulverein eine Jungen- und eine Mädchenschule in unmittelbarer Nähe erichten
wollte. 3. Machen Sie sich um meine Schulbildung mal keine Sorgen.
Das Zitat ist unvollständig: Korrekt müßte es heißen: „daß gleicher Zugang, unabhängig von der wirtschaftlichen
und sozialen Lage, der nationalen Herkunft, der politischen oder religiösen Überzeugung und des Geschlechts
und der Intelligenz gewährleistet wird“ sonst wird das nie etwas mit der sozialistischen Einheitsschule …
Aber vielleicht steckt da ja ein Kompliment drin, etwa der folgenden Art: – die Schulen in Brandenburg
sind grottenschlecht – wir erwarten, daß die Schule der Zeugen Escrivas eine sehr gute Schule sein wird
– daher muß der Zugang zu genau dieser Schule für alle Geschlechter offen sein. Ja, wenn ich es mir
recht überlege, dann kann es wohl nur so gemeint sein
Ministrant: Soziologie scheint nicht ihr Hobby zu sein … Was soll den die Gottesdienstbesucherzahl mit
dem Pristernachwuchs zu tun haben? Ja, was könnte das miteinander zu tun haben ?:) Es geht schlicht um
die Fähigkeit einer Gemeinschaft, aus sich heraus Nachwuchs für eine bestimmte Aufgabe innerhalb der
Gemeinschaft zu generieren. Worauf wollen Sie den Erfolg einer Gemeinschaft in dieser Hinsicht denn beziehen,
wenn nicht auf die Größe der Gemeinschaft? Auf die durchschnittliche Schuhgröße? Das heißt ja nicht,
daß es nicht andere Faktoren als die Mitgliederzahl gibt. Die Gottesdienstbesucher sind dann deshalb
eine relevante Größe, weil nach dem Selbstverständnis der Kirche nur regelmäßige Gottesdienstbesucher
Mitglieder im Vollsinne sind. Mir geht es übrigens nicht darum, aus dem Priesternachwuchs der „Altmessler“
in Deutschland eine Heldengeschichte zu machen. So doll ist das nun auch wieder nicht. Aber man hat als
deutscher „Normalkatholik“ an dieser Stelle wenig Grund zu Hochmut.
@Czibo: Liberal ist im liberalen Sinn nicht immer liberal … Deshalb bin ich der Ansicht, dass beides
„Viele“und „Alle“ nebeneinander bestehen sollte, Ich höre unseren Pfarrer schon sagen: „das für Euch
und für Alle und für Viele vergossen wurde …“ Toller Vorschlag
JA, da schau’ her, der Herr Seminarist darf heute wieder an den Rechner … Ich empfehle Ihnen einmal
einige kleine Rechen- und Analyseübung (wie wir alle wissen, haben Sie ja seit 2005 Abitur): 1. Faktor
x = Anzahl der Eintritte in die Priesterseminare der deutschen Diözesen geteilt durch Anzahl der Sonntagskirchgänger
NOM 2. Faktor y = Anzahl der Eintritte in die Seminare der „Alt-Messler“ geteilt durch Anzahl der Sonntagskirchgänger
VOM 3. Vergleichen Sie anschließend die beiden Faktoren. 4. Denken Sie ein wenig nach. 5. Denken Sie
noch ein bißchen nach. 6. Reden Sie über den Priesternachwuchs im Umfeld des VOM erst wieder, wenn Faktor
x mindestens so groß ist wie Faktor y. Um Ihnen Recherchearbeit zu ersparen noch ein paar Infos: – Die
Anzahl der Eintritte in Diözesan-Seminare beträgt ca. 200 pro Jahr (das ist der freundlich gerundete
Durchschnitt der letzten Jahre) – Die Anzahl der Gottesdienstbesucher liegt bei ca. 3.5 Millionen – Die
Anzahl der Eintritt in VOM-Gemeinschaften ist nicht ganz leicht zu ermitteln. Es sind sicher selten weniger
als 5 pro Jahr. – Die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer im VOM wird auf 5.000 bis 10.000 geschätzt. Ergebnis:
Man kann zu verschiedenen Dingen unterschiedlicher Meinung sein, ma sollte aber nicht allzu leichtfertig
daherreden. Und und mit Mangas fängt man keine Priester …
Coole Gang, … … die 5 Freunde von der Berufungspatrouille! Erinnern mich irgendwie an „Ghostbusters“.
Besonders schick ist das Tarnfarben-Kollarhemd-Outfit des Diözesanpriesters. So muss der Soldat Christi
heute aussehen. Kann man das irgendwo im Internet bestellen? Würde ich meinem Pfarrer zu Pfingsten schenken
lingua vernacula Was sagt uns das jetzt? Irgendwie soll das ganze wohl belegen, dass der Wechsel zum Latein
nicht als Vorbild für die nachkonziliare Hinwendung zur Muttersprache dienen kann. Das beweist der Beitrag
aber gerade nicht, da das Deutsch des Messbuchs ja auch nicht „lingua vernacula“ im stilistischen Sinne
ist.
@möchtegern-kathole: Vielleicht müssen wir nur andere Begriffe verwenden, um die Widersprüche aufzulösen:
1. Christus hat für alle Menschen stellvertretend Genugtuung geleistet. DAvon ausgeschlossen sind nicht
die „Verdammten“, sondern nur die gefallenen Engel. 2. Damit ist der Mensch vom Stachel des Todes befreit.
3. Von daher kann und muß man also sagen, daß alle Menschen in Christus erlöst sind, denn Christus
hat das Erlösungswerk ja vollendet und nicht nur intendiert. 4. An seiner Rechtfertigung und damit seinem
ewigen Heil muß der Mensch freilich mitwirken, indem er seine Erlösungsbedürftigkeit erkennt, an die
Erlösung in Christus glaubt und in diesem Glauben beharrlich bleibt und lebt. Ihre Schlussfolgerung „Die
Verdammten hat Gott nicht erlöst“ würde bedeuten, daß Sie der Prädestinationslehre anhängen – das
kann ich mir nicht vorstellen. Gott will (intendiert) das Heil aller und Jesus Christus hat die Möglichkeit
des Heiles aller konkret gewirkt.
@Redaktion Die Schwester gab keine Gründe für die von ihr vorgenommene Degradierung der Limbus-Lehre
zu einer „theologischen Meinung“. In welchem theologischen Lehrbuch ist der Limbus puerorum mit einer
„höheren“ Qualifikation versehen? Ich kenne keines. Ergo handelt es sich maximal um eine „sententia probabilis“.
In Zukunft wird man sie wohl als „opinio tolerata“ bezeichnen müssen.
@defensor; @möchtegern Defensor: schön, daß es hier auch Leute gibt, die den Glauben der Kirche kennen
und ihn nicht nur verteidigen wollen. Ihr Hinweis auf den Bund erscheint mir ein stichhaltiger zu sein.
Mich würde interessieren, ob Sie mir Stellen aus der Dogmatik nennen können, in denen dieser Gedanke
genauer behandelt wird. Man kann ja zum Beispiel die Frage stellen, ob der Neue und Ewige Bund nicht auch
grundsätzlich alle Menschen einschließt. Unpassend finde ich die Wortwahl „Heilsangebot“. Das evoziert
ganz falsche Vorstellungen. Wir treten Gott nicht auf einem Markt gegenüber. Gott hat in Christus unser
Heil schon gewirkt und wir müssen uns aktiv (und in eigentlich absurder Weise) dagegen versperren, um
seiner verlustig zu gehen. @möchtegern-kathole: Man kann nicht sagen, Christus habe nicht alle Menschen
erlöst. „Wir beten Dich an Herr Jesus Christus und preisen Dich – denn durch Dein Heiliges Kreuz hast
Du die (ganze) Welt erlöst“. Die Messe ist auch keine Erlösungstat, sondern die Vergegenwärtigung der
Erlösungstat. Es gibt viele Messen, aber nicht viele Erlösungstaten.
@Liborius u. @Pius xii Nach der Schrift ist es „für Euch und für viele“ vergossen worden. Da unser Herr
kein Deutscher war, hat er mit Sicherheit nicht „für Euch und für viele“ gesagt, sondern etwas in seiner
aramäischen Muttersprache. In der Schrift haben wir es dann auf griechisch und in der Vulgata auf Latein.
Und die Frage, die sich nun stellt, lautet: Wie kann man vor diesem Hintergrund das „pro multis“ des Messbuchs
korrekt ins Deutsche übersetzen. Über diese Frage kann man diskutieren (es sei denn, man ist der Meinung,
das Messbuch sollte grundsätzlich nicht ins Deutsche übersetzt werden). Der Satz von Poster „Pius xii“:
Denn es ist vergossen worden eben nur für die vielen, die das an alle gerichtete Heilsangebot annehmen.
widerspricht schlicht dem Glauben der Kirche. Bereits die Synode von Arles (473) hat den Satz verworfen:
„daß Christus, unser Herr und Erlöser, nicht für das Heil aller den Tod auf sich genommen hat“. Es
mag gute Gründe für die Übersetzung „für viele“ geben, die hier angeführten sind sicher keine. Und
weil die Übersetzung „für viele“ offensichtlich das Mißverständnis fördet, unser Herr Jesus Christus
habe sein Blut nicht zur Erlösung aller Menschen und der ganzen Welt vergossen, bin ich ein Befürworter
des „für alle“.
@zeitundewigkeit Die scholastische Theologie des Meßopfers hat folgende Kernaussagen: 1. Die Hl. Messe
ist ein wahres und eigentliches Opfer 2. Dieses Opfer (das Meßopfer) ist ein Lob-, Dank-, Sühn- und
Bittopfer. 3. Die wesentliche Opferhandlung besteht allein in der Wandlung. Das Opfermahl spielt in dieser
Logik (man könnte „nachkonziliar“ sagen: leider!) keine wesentliche Rolle. Von daher kann man auch bezüglich
des Verständnisses der Wandlungsworte nicht mit der Einschränkung der Zuwendung der Opferfrucht im Opfermahl
argumentieren. Die Wandlungsworte über den Kelch sprechen eindeutig nur von denjenigen, für die das
Blut Christi vergossen wird – und das sind nach dem katholischen Dogma alle Menschen.
@Gotthard Ich weiß, das klingt zunächst komisch, aber wer nicht mehr sagen will, daß es unsere Sünden
sind, die dem der Einheit und dem Frieden im Wege stehen und daß es der Glaube der Kirche ist, der uns
Sünder rechtfertigt, der weckt in mir schwere Zweifel, ob er noch weiß, was wir eigentlich feiern. Übrigens:
Was ist denn Ihrer Meinung nach die „absolut“ entscheidende Stelle der Eucharistiefeier?
@Typ: Glauben kommt vom Hören … In der alten wie der neuen Messe liest der Priester aus dem Messbuch –
oder sollte es zumindest. Der Herr, der gestern unserer Feier vorstand sagte zum Beispiel an entscheidender
Stelle: „Schau’ nicht auf unsere Fehler und Schwächen, sondern auf unsere Sehnsucht nach Liebe …“ Da
dachte ich mir wieder: Könnte der Kerl da vorne lesen, hätte ich kein Magengeschwür …
@Gotthard: So kenne ich Sie gar nicht … Daß Sie jetzt auf so ein pathetisches Zeug stehen, erstaunt
mich – sonst ist Ihnen der hohe Ton in kirchlichen Fragen immer zuwider. Mein Sinn ist vieles, aber sicher
nicht germanisch – ich lebe südlich der Wälder, in denen dieses Völkchen früher hauste. Mit geht im
Gegenteil dieses deutschtümelnde „Wir sind Weltkirchenpapst“ ziemlich auf den Wecker …
„Schönheit und Drama der Weltkirche“ so ein blödsinniger muss einmal auch erst einmal einfallen. Irgendwie
berauschen sich einige deutsche Journalisten in letzter Zeit an diesem merkwürdigen Begiff „Weltkirche“.
Wir sind Papst und dann muss die römisch-katholische Kirche eben als Weltkirche angesprochen werden.
Vielleicht hätte man Wilhelm II. sagen sollen, daß die röm.-kath. Kirche „Weltkirche“ sei – dann wäre
er wahrscheinlich konvetiert … Die Kirche als „Weltkirche“ – also als mulitnationale Institution – ist
übrigens weder schön noch dramatisch. Schön ist der Glaube der Kirche und dramatisch ist die Geschichte
Gottes mit ihr. Aber Badde hartte ja schon immer eine Neigung zur Schaumschlägerei …
Czibo: Nehmen Sie es mir bitte nicht übel … aber Sie haben einfach das intellektuelle Niveau nicht,
um mit Ihnen theologische Fragen zu erörtern. Ihre pseudo-psychologische Über-Position („Der Relativismus
wird Sie frei machen“) ist einfach nur peinlich. So oder so ähnlich reden alle dummen Menschen …
Czibo Sie haben nicht hinterfragt, sondern sich lächerlich gemacht. Da es sich bei dem Limbus ohnehin
um ein Gedankengebilde handelt, sollte darüber auch konrtovers diskutiert werden und nicht einfach glauben,
weil es die Glaubensinstitution so vorgibt. Genau das (kontrovers diskutieren) habe ich getan. Allerdings
kann man solche Diskussionen in der Tat „in der Pfeife rauchen“, wenn man mit dem Gegenüber keinen „common
ground“ hat. Dann redet man zwangsläufig aneinander vorbei. Der „common ground“ für theologische Diskussionen
unter Katholiken ist der Glaube der Kirche. Niemand wird gezwungen, sich über solche theologischen Fragen
Gedanken zu machen. Es gibt heute (und immer schon) auch die Möglichkeit das alles für lächerliche
„Gedankenkonstruktionen“ zu halten und das persönliche Lebensziel auf Greifbares zu beschränken. Oskar
Lafontaine hat einmal gesagt: „Wenn ich nicht mehr fressen, saufen und f… kann, will ich auch nicht
mehr leben“. Das ist wenigstens ehrlich und der postet dann konsequenterweise auch nicht auf +.net.
@Czibo: Sie sind ein Zyniker Nein, ich war noch nicht im Fegefeuer. Aber ich habe schon einmal im 6. Monat
ein Kind verloren und da beschäftigt einen die Frage nach dem sog. Limbus ganz direkt. Mit geht es nicht
darum, hier kluge Konstruktionen abzuliefern, sondern Fragen unseres Glaubens mit anderen zu diskutieren.
Und gerade in Fragen bezüglich der Letzten Dinge sind wir auf vernünftige UND gläubige Überlegungen
angewiesen, da uns die Erfahrungsgrundlage fehlt. Ich weiß nicht, warum man sich darüber lustig machen
muss. @Lorenz: Vielen Dank für die Unterstützung. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen. C.S. Lewis
hat ein kluges Buch über die Hölle geschrieben („Die große Scheidung“), daß mir die Augen geöffnet
hat, wie so etwas wie Hölle und Fegefeuer möglich sein kann – trotz der allumfassenden Liebe Gottes.
Da gibt es den berühmtne Satz „Die Tore der Hölle sind von innen versperrt“.
@Schreiberling … eine Weile gequält werden … Im Fegefeuer wird überhaupt niemand gequält. Gott
quält niemanden. Im Fegefeuer begegnet der Mensch – angesichts der absoluten Liebe Gottes – sich selbst
und seinen Werken. Das tut weh …
Czibo Was Sie hier im Forum gegen Personen verbraten, die Sie überhaupt nicht kennen können, lässt
zu dem Schluss kommen, dass Sie glauben, völlig unbedarft Ihre Übellaunigkeit zum Ausdruck bringen zu
dürfen. Wer unterstellt hier wem etwas? Sie können gerne meine Beiträge in diesem Forum durchsehen
und werden feststellen, daß sie ganz überwiegend sachlicher Art sind. Manchmal begegnet man hier aber
Leuten, die frei von jeder Sachkenntnis zu allem und jedem irgendwelche halbgaren, relativistischen Kommentare
abgeben. Diese Leute gehen mir auf die Nerven und dann schreibe ich auch einmal etwas deutlicher. Mit
dem despektierlichen „ad personam“-Stil haben übrigens Sie angefangen.
@Czibo: Erstens … gibt es bei uns nur Firmunterricht, und zweitens zeigen Sie mit jeder Zeile, die Sie
hier schreiben, daß Sie bei keinem vernünftigen Menschen in irgendeinem Unterricht waren.
@Gotthard: Verdienste … Meine Nachfrage bezüglich der SDB und der Alten Messe war nicht so gemeint,
daß man sich (nur) dadurch Verdienste erwerben könnte. Ich habe mich nur gewundert, wie freundlich und
neutral hier auf +.net ein Bericht über einen Ordensmann ausfällt, der auf den ersten Blick nicht in
dieses Umfeld gehört. Normalerweise werden über solche Ordensleute hier doch nur Dreckkübel ausgeleert
…
@matt2: Du sollst nicht töten Wenn ich das Kind jetzt austrage und es heranwächst und durch seine Handlungsweisen
als erwachsener Mensch bei Gott in Ungnade fällt und am Ende noch verdammt wird, dann tue ich ihm am
Ende nichts gutes. Der Grund, warum man sein Kind nicht abtreiben darf, lautet: Du sollst nicht töten.
Ob ein Mensch, den ich ermorde, danach in den Himmel kommt oder nicht, hat mit meiner bösen Handlung
nichts zu tun und rechtfertigt sie nicht. Nach Ihrer verquasten Logik dürfte die Kirche auch nicht sagen,
daß die Beichte mit Gott versöhnt, denn das könnte ja jemanden dazu verführen, Menschen, die aus dem
Beichtstuhl kommen zu erschießen, weil sie dann in den Himmel kommen. Es gibt kein Gebot: „Bringe andere
Menschen in den Himmel“, aber es gibt ausreichend andere Gebote, deren Befolgung dazu führen kann, dass
auch andere Menschen in den Himmel kommen. Täusche ich mich, oder haben Sie eine allgemeine Neigung,
den Menschen mit Gott zu verwechseln?
@matt2: Wohin kommen die ungetauft verstorbenen Kinder? Ich halte es da mit Papst Pius IX. (Enzyklika
„Quanto conficiamur“ v. 10.8.1863): Ich glaube daran, daß die ungetauft verstorbenen Kindern „durch das
Wirken der Kraft des göttlichen Lichtes und der göttlichen Gnade das ewige Leben erlangen können“,
weil Gott „in seiner höchsten Güte und Milde keineswegs duldet, daß irgendjemand mit ewigen Qualen
bestraft werde, der nicht die Strafwürdigkeit einer willentlichen Schuld besitzt“. Pius IX. hat das über
die aus Unwissenheit (also unverschuldet) nicht getauften Ungläubigen gesagt, ich halte das aber für
voll und ganz übertragbar.
Das kommt raus, wenn ein Schreiberling theologisiert. So ein Quatsch: Die Lehre vom Limbus ist keine logische
Folge der Lehre von der Erbsünde, sondern eine Theorie, die sich bemüht, eine „Nebenwirkung“ der Lehre
von der Heilsnotwendigkeit der Taufe zu beheben. Da die Notwendigkeit der Taufe aber nicht zu ihrem inneren
Wesen gehört, sondern sich aus der positiven Anordnung Gottes ergibt, war der jetzt beschrittene Weg
meines Erachtens schon immer offen. Die redlichen Bemühungen der (neu-)scholastischen Theologen, die
den Limbus als einen Ort der natürlichen Glückseligkeit zu bestimmen versuchten, haben mich noch die
überzeugt, u.a. weil Ihnen jedes Fundament in der Schrift abgeht. Sie laufen übrigens auch einem berühmten
Diktum des Hl. Augustinus zuwider: „Auf Dich hin hast Du uns geschaffen und ruhelos ist unser Herz, bis
es ruht in Dir“. Da ist wenig Platz für einen „natürlich glücklichen“ Endzustand des Menschen ohne
Rückkehr zu Gott. Und das entspricht auch jeder religiösen Intuition. Daher: Applaus für den Hl. Vater!
@Thaddäus: Da wäre ich mir nicht so sicher … Es gibt Kleriker mit Tippex-Kragen, die in Ihrer Terminologie
„Liturgiechaoten“ sind und solche mit Schlips, die der alten Messe durchaus nicht abgeneigt sind. Wenn
ich es richtig sehe, dann sind das keine Benediktiner, sondern Salesianer, die da mit den Studenten kraxeln.
Meine Frage ist noch nicht beantwortet: Kennt jemand die Benediktbeurer Verhältnisse?
@Leblhuber: Um der Wahrheit die Ehre zu geben … … obwohl einem das bei dem dümmlich-fanatischen Fundigewäsch …
dürfen Sie das hier mindestens genauso häufige dümmlich-fanatische Antifa-Gewäsch nicht vergessen.
@Czibo: Sie verstehen leider gar nichts … Ehrfurcht gebührt allein Gott Das ist exakt das Problem solcher
Veranstaltungen: In Ihnen gibt es keine Ehrfurcht vor Gott … „naseweis“, „säuerlich-katholisch“, „Lieschen
Müller“ – was soll dieses möchtegern-überhebliche Gequatsche? Lassen Sie es weg, es steht Ihnen nicht.
@Czibo Sie haben sich gerade als Nicht-Kirchgänger geoutet. Wenn Sie regelmäßig katholische Pfarrgottesdienste
(vor allem Erstkommunionfeiern) besuchen würden, wüßten Sie definitiv, was mit den Begriffen Würde-
und Ehrfurchtslosigkeit gemeint ist.
Wirklich lustig … steht eindeutig in dem Ruf, rechtslastig zu sein. „X steht eindeutig in dem Ruf“ -diese
Formulierung muss ich mir merken. Der Satz könnte bei gleichem Tatsachengehalt auch lauten „Es gibt das
böswillige Gerücht“ – aber so klingt es doch gleich viel „wahrer“ …
@Philomena Honecker: Das Mädchen ist also unrechtmäßig bei den biologischen Eltern. Was ist denn das
für ein Margot-Honecker-Deutsch? Melissa hat Eltern – diese Tatsache beschränkt sich nicht auf die Biologie.
Das Mädchen ist 16 Jahre alt. In diesem Alter ist es nach aktueller Gesetzeslage nicht mehr einfach das
Verfügungsobjekt der Eltern, sondern hat erhebliche Selbst- und Mitbestimmungsrechte. Mir leuchtet nicht
ein, warum diese Einschränkung der Verfügungsmöglichkeit für den Staat nicht gelten sollte. Die Initiative
zur Rückkehr ist offensichtlich von Melissa ausgegangen – von Wildwest-Methoden kann also gar keine Rede
sein. Nicht alles, was unserem omnipotenten Staat nicht passt, ist gleich Anarchie.
@Sirilo Franken: das freut mich ja – da bin ich in die Schule gegangen (Nürnberg). Dort übrigens ist
meine Mutter das erstemal mit dem ominösen „Frau Professor“ in der Metzgerei angesprochen worden Was
sie als alte „Preussin“ sehr gewundert hat. Über die lustige „Fürstin“ brauchen wir nicht streiten,
da sollten wir lieber lachen – die Dame ist einfach urkomisch und so erfrischend einfach strukturiert.
Ihre Sicht auf die Wittelsbacher ist mir aber allzu negativ – da wurde auch im 19. Jahrhundert viel Positives
geleistet (Nein, ich meine nicht den gemütskranken Wagner-Intimus!). Der Prinzregent und der Milchbauer
(Ludwig III.) waren so übel auch nicht. Was sich hinter der „Bäckermeisterwitwe“ verbirgt, scheint mir
weniger mit dem Bestehen auf Titeln vor dem Herrgott zu tun zu haben, sondern mehr mit einem durchaus
gemütlichen Standesbewußtsein. Und eine solche Ordnung gibt den Menschen schon auch etwas. Und der Che
war doch auch ein fescher Kerl
@Johannes: Ich bin begeistert … der Herr Professor scheint ja ein ganz besonderer Scherzkeks zu sein,
wenn er davon ausgeht, daß die Gottesmutter vor Freude hüpft, weil es dem frommen Spiegel – unterstützt
von frommen Stasi-Agenten – gelingt, einen katholischen Ministerpräsidenten aus dem Amt zu drängen …
@Leblhuber: Kann es sein, daß … Sie über eine etwas einseitig zusammengestellte kirchengeschichtliche
Bibliothek verfügen? Ist Ihnen schon einmal der Gemeinspruch untergekommen, daß der Gott auch auf krummen
Zeilen gerade schreiben kann?
@Sirilo: Ich lebe natürlich in Bayern, jener rückständigen Gegend in Deutschland mit ausgeglichenem
Staatshaushalt, geringer Arbeitslosigkeit, bestem Trinkwasser und höchster Lebensqualität. Wo müssen
Sie armer Mensch denn ihr Dasein fristen, dass Sie so ressentimentgeladen mit klassenkämpferischen Versatzstücken
gegen zutiefst humane Lebens- und Umgangsformen polemisieren? Um den Che Guevara in Ihnen zu beruhigen:
Auf den Grabsteinen unserer schönen Friedhöfe stehen in der Tat auch Ausdrücke wie „Bäckermeisterswitwe“.
@Artois Benedikts Reise ans Grab des hl. Augustinus ist Lästerung und Totenschändung Was ist denn mit
Ihnen los? Leiden Sie häufiger unter geistiger Hyperventilation? Dann sollten Sie etwas dagegen unternehmen
…
@Gotthard: Verdammung der Todesstrafe Die Verdammung der Todesstrafe durch die Kirche ist in der faktischen
Lehrentwicklung unter Johannes Paul II. ja bereits Wirklichkeit geworden – und das ist gut so! Der Herr
„Pater“ sollte sich ein bißchen informieren, bevor er blödsinnige „Predigten“ hält. Seine ganze lächerliche
Verunglimpfung von Hans Filbinger als einem „Rechtspositivisten“ hängt an einem Satz, den dieser nie
als authentisch anerkannt hat, sondern der ihm vom SPIEGEL seinerzeit untergeschoben wurde. Und wenn er
Herrn Oettinger bezichtigt, mit „brutalster Gewalt“ die Abteibung zu verteidigen, dann fragt man sich
schon, ob man dem Herrn Lingen zumindest kurzfristig einmal das Erleiden „brutalster Gewalt“ wünschen
soll – damit er endlich aufhört, seinen schwachsinnigen Unterstellungen und Verunglimpfungen als höchste
Christlichkeit zu verkaufen.
@Romulus: Einspruch!!! Ich widerspreche Ihnen ja nicht gerne, kann Ihr Posting hier aber auch nicht gutheißen.
Von der Abschaffung der Heilsnotwendigkeit der Taufe kann hier doch keine Rede sein – wenn Sie Ihre Argumentation
zu Ende denken, dann ist diese Heilsnotwendigkeit der Taufe (und der mit ihr verbundenen Zugehörigkeit
zur SRE) in strenger Auslegung spätestens seit Pius IX. (Enz. „Quanto conficiamur moerore“ 1863: ein
„anständiger“ Nicht-Christ kann das ewige Leben erlangen) nicht mehr gegeben. Machen wir uns nichts vor:
die ganze Konstruktion des Limbus ist eine Aporie der Lehre von der Heilsnotwendigkeit der Taufe und dem
universalen Heilswillen Gottes. Nun kann man diese Konstruktion immer „netter“ ausgestalten (und das ist
ja auch der faktische Verlauf der Theologiegeschichte in dieser Frage), es bleibt aber ein unerträglicher
Gedanke, daß eine menschliche Person ganz ohne eigenen Willensentschluss, evtl. nur aufgrund des Versagens
anderer Menschen (meist seiner Eltern) von seinem letzten Ziel (der vollständigen Gottesgemeinschaft)
ausgeschlossen ist. Ganz unverständlich ist mir Ihr Bezug zur Abtreibung. Diese ist ein glasklarer Verstoss
gegen das Sittengesetz und das 5. Gebot und somit Todsünde. Da braucht es keine weitere „Aufladung“ mittels
des vermeintlich verwirkten Seelenheils des Ungeborenen. Kein Mensch kann das ewige Seelenheil eines anderen
Menschen verwirken – er kann sein eigenes aufs Spiel setzen, das ist schlimm genug.
@Sirilo Die Frau eines Doktors ist keine Doktorin, die Frau eines Professors ist keine Professorin, Das
ist sachlich richtig, bezüglich Ihrer Aussageabsicht aber falsch, denn die Frau eines Professors ist
eine „Frau Professor“ und die Frau eines Doktors ist eine „Frau Doktor“.
@GerdEric das Papsttum jedoch führte die Christen unter die Knechtschaft „Roms“, weshalb es ja römisch-katholische
Kirche heisst… Ich fürchte Sie haben zuviele schlechte Bücher von Herrn Rosenberg gelesen. Übrigens:
In diesem Thread diskutieren wir ein anderes Thema: die Knechtschaft der deutschen öffentlichen Meinung
unter dem Z’ntr’lr’t.
Ach ja, die Gloria … von Tut und Taugt nichts – immer für ein paar lockere Späßchen gut Und natürlich
immer in Begleitung einiger Prälaten – das scheinen halt noch echte Männer zu sein und nicht „andersrum“
wie die Freunde ihrer Töchter
@Pünktchen: Regen Sie sich nicht auf, es lohnt nicht. Man kennt diesen Typus ja: Große Reden schwingen
von wegen Vaticanum II und Neues Testament und dann sind dahinter nur ein paar Versatzstücke, die man
sich bei Herrn Küng und Konsorten angelesen hat (besserer Fall) oder vom Pasti gehört hat (dem mal jemand
erzählt hat, was bei Küng und Konsorten steht).
@Czibo: Nun mal Butter bei die Fische … Sie stellen hier steile Thesen auf, bleiben aber die Belege
schuldig. Nun zitieren Sie doch bitte einfach einmal die entsprechenden Stellen aus Sacrosanctum Concilium
(Für „Nichtwissende“: das ist das Konzilsdokument über die Hl. Liturgie), in denen der „Mahlcharakter“
auf Kosten des Opfergedankens in den Vordergrund gestellt wird. Da bin ich sehr gespannt. Vorsicht: Wenn
Sie Aversionen gegen das Wort „Opfer“ haben, könnte Ihnen der Text Übelkeit verursachen! „Glauben heißt
Nicht-Wissen und dafür ist der Religionsunterricht da“ sagte mein Mathematik-Lehrer, wenn man eine Antwort
mit „Ich glaube, …“ begann. Mit dem christlichen Glauben hat ein solches Verständnis nichts gemein.
Das unangenehmste an Ihren heutigen Postings ist aber der Ausdruck „Zweites Testament“ – dahinter steckt
eine unchristliche Ideologie. Es ist das Neue Testament, denn der Herr ist gekommen, um alles neu zu machen,
nicht um alles zum zweiten Mal zu tun.
#50 Genoveva 22:30:49 | Donnerstag, 19. April 2007
CV ist … ein unerträglicher Narr. Das schlimmste ist der Nick – könnte das die Redaktion nicht endlich
einmal unterbinden? Und ihm etwas passenderes zuteilen …?
@Pünktchen Ihre Beobachtung ist zweilsohne richtig (und durch entsprechende religionssoziologische Erhebungen
bestens belegt). Was mich nicht überzeugt, ist die Verbindung zum Begriff der Häresie, den Sie da herstellen.
Diese Leute in der Sonntagsmesse sind keine Häretiker, sondern im wesentlichen Ahnungslose, die das reden,
was in ihrem religiösen Kontext heute eben alle reden. Leider ist es nicht so, daß dies früher anders
gewesen wäre. Und in den altmesslerischen Kreisen will man halt rechtgläubig sein. Das ist nicht verkehrt –
verstehen Sie mich nicht falsch – aber wenn man dann eine weitergehende Frage zum Glaubensinhalt stellt,
dann kommt in der Regel auch nur Unverständnis und „Häresie“ (diesem Phänomen begegne ich auch hier
im Forum immer wieder). Unsere Zeit begünstigt die Häresie und die „Konzilskirche“ und ihre Glieder
stehen in dieser eben mehr als die Anhänger der Alten Messe, die ja in der Regel auch gegen „die modernen
Zeiten“ sind. Ob das eine tragfähige Basis für das Wiedererstarken des katholischen Glaubens ist – da
bin ich sehr skeptisch.
@Cato: Indultmessen Eine zweite kann ich beisteuern (Institut Christus König und Hoherpriester): Chiesa
di Gesu e Maria Via del Corso, 45 I-00185 Roma Tel: 0039 06 662-4922 Hl. Messe: Sonn- und Feiertag 10.00
Hochamt Die dritte kenne ich nicht.
@sacerdos helveticus: Nachtrag Pius XI. „Es gibt nämlich welche, die allzusehr um eugenische Zwecke besorgt,
nicht nur manch heilsame Ratschläge geben, um für Gesundheit und Kraft der künftigen Nachkommenschaft
sicherer vorzusorgen – was der rechten Vernunft keineswegs entgegengesetzt ist –, sondern sogar jedem
beliebigen anderen Zweck höherer Ordnung den eugenischen voranstellen …“ Dieses Zitat stammt aus der
Ehe-Enzyklika „Casti connubii“ Pius XI. Der Papst formuliert das vor dem Hintergrund der – keineswegs
nur in Deutschland – statthabenden Eugenik-Diskussion. Die kirchliche Lehre sagte also durchaus „Ja“ zu
Bemühungen um die Verhinderung von schwer erbkrankem Nachwuchs, gleichzeitig aber „Nein“ zu Maßnahmen,
die gegen das Sittengesetz verstossen (der Papast nennt dabei Eheverbote und Sterilisierungen).
„Würde“, „Anbetung“, etc. Wie kann man nur solche unsinnigen Diskussionen führen! Ich bin Mundkommunikatin
und werde es bleiben. Wieso sollte ich aber einer anderen, in der Christenheit früh verbreiteten (wenn
nicht dominaten) Form der Kommunion grundsätzlich die Haltung der Anbetung absprechen? Unser Herr Jesus
hat hierzu das Nötige gesagt („im Geist und in der Wahrheit“).
@sacerdos helveticus: Rassen-Ideologie? Sie führen zum Beleg der ideologischen Nazi-Gefolgschaft von
Filbinger die zwei hinlänglich bekannten Zitate an. Ohne den Kontext lohnt eigentlich keine weitere Diskussion –
man kennt diese Art des Umgangs mit Zitatfetzen gerade bei Herrn Hochhuth ja zur Genüge. Dennoch: „…
erst der Nationalsozialismus schuf die geistigen Voraussetzungen für einen wirksamen Neubau des deutschen
Rechts“. Das klingt in der Tat nach einer captatio benevolentiae im Sinne von Dr. Heger. So oder so ähnlich
klingt es zu dieser Zeit aus vielen Beiträgen von Wissenschaftlern, die versuchen, eine Nicht-NS-Position
im Spiel zu halten. Die Volksgemeinschaft als Blutsgemeinschaft müsse „rein erhalten und die rassisch
wertvollen Bestandteile des deutschen Volkes planvoll vorwärts entwickelt werden“. Auch das klingt nach
der Kompromisslinie, die damals seitens der Kirche gefahren wurde. Eugenik wurde nicht pauschal verdammt
und das Konzept einer „planvollen Vorwärtsentwicklung“ ist ja „methodenoffen“, d.h. die Kirche hat betont,
daß eine staatliche Einflußnahme auf die erbgutliche Entwicklung nicht per se unmoralisch sei, sehr
wohl aber bestimmte Methoden (z.B. Zwangs-Sterisliserung Behinderter, etc.). Wie gesagt: das war die offizielle
Linie der Katholischen Kirche.
@Benedikt Da stellt sich doch die Frage, welchem Geist die Aufhebung des ersten Urteils durch den Generaladmiral
geschuldet war. Und Filbinger war ihm dabei wohl zu Diensten. Nein, das war er nicht, da er erst kurz
vor der zweiten Hauptverhandlung mit dem Fall befasst wurde – das erklärt auch, warum er die Möglichkeiten
nicht ausschöpfen konnte, mit denen er in anderen Fällen nachweislich zugunsten der Angeklagten agiert
hat. Nur mal so zur Klärung des Kontextes: Filbinger war an über 200 Verfahren beteiligt, nur bei 6
ging es schlussendlich um die Todesstrafe.
@Benedikt für einen zu spät gekommenen Matrosen die Todesstrafe beantragte, … Jetzt scheinen Sie mir
aber wirklich uninformiert zu sein. Der Matrose hatte mir seiner dänischen Freundin die Flucht geplant
und beide wurden daraufhin verhaftet. Erschwerend kam hinzu, daß Gröger a) bereits 13-mal disziplinarisch
und b) einmal krieggerichtlich verurteilt war Das Delikt war also nicht „Zuspätkommen“, sondern Fahnenflucht
eines auffälligen und bereits vorbestraften Soldaten. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin
NICHT der Meinung, daß dies ein hinreichender Grund für die Todesstrafe ist, aber Ihre Darstellung rückt
die Dinge einfach in ein völlig falsches Licht.
@Benedikt Erzählen Sie also nicht, Filbinger wäre zur Beantragung der Todesstrafe durch das Gesetz gezwungen
gewesen. Soweit ich das weiss, war er durch die Verfahrensordung dazu gezwungen. Wenn auf dem Revisionsweg
der „Gerichtsherr“ ein Urteil kassiert hat, dann wurde es an das Gericht zurückverwiesen. Die Richter
waren an die Strafforderung des „Gerichtsherrn“ nicht gebunden, sehr wohl aber der Vertreter der Anklage.
Bezüglich der Möglichkeit, sich des Einsatzes in der Kriegsgerichtsbarkeit zu entziehen, nehme mich
die heutige Äußerung des Herrn Botschafters a.D. über seinen Vater zur Kenntnis. Gillessen und auch
Hürten (den ich auch persönlich als einen in jeder Hinsicht integren Historiker kenne) berichten es
anders: Filbinger hat wohl versucht, an diesem Einsatz vorbeizukommen, indem er sich freiwillig zur U-Boot-Waffe
meldete, was aber abgelehnt wurde. Bezüglich des Herrn Oettinger hätte ich bis gestern gesagt, er müsse
nicht zurücktreten. Da er aber offensichtlich nicht gemeint hat, was er gesagt hat, ergo: da er sich
bei einer Trauerrede für einen seiner Vorgesetzten einfach mal so daherredet, würde ich einen Rücktritt
nun sehr begrüßen. Da der Herr Ministerpräsident aber nun brav seinen Rücken bis zur Selbstverleugnung
gebeugt hat und huldvoll vom Zentralrat und Herrn Hochhuth begnaidgt wurde, ist damit leider nicht mehr
zu rechnen.
@Benedikt Man kann den Fall Gröger offensichtlich unterschiedlich bewerten, manches entzieht sich von
heute aus wohl der Bewertung. Nach Darstellung von Gillessen war der Fall „gegessen“ und Filbinger hatte
keine Möglichkeit, vom Votum des Flottenchefs abzuweichen. Wie auch immer dieser Fall zu bewerten ist:
Er sagt meines Erachtens wenig über das Verhältnis zum NS aus. Filbinger hat hier ja nicht im Auftrag
der Partei gehandelt, sondern als Soldat.
@Pünktchen & @Dr. Heger @Pünktchen: Ich finde Ihre Kategorisierung bedenklich. Das läuft dann auf die
Einteilung hinaus: Es gab einige wenige Gegner („Menschen der Tat“) und der Rest war Mitläufer. Das verkennt
einfach die Realitäten. Viele Deutsche waren keine Nazis, sondern ihrer ganzen inneren Haltung nach gegen
den Nationalsozialismus eingestellt (1933 war das noch die Mehrheit). Viele haben für sich selbst keine
Möglichkeit zum aktiven Widerstand gesehen oder waren spätestens seit Kriegsbeginn mit anderem beschäftigt.Ich
halte eine Einteilung in Nationalsozialisten und Nicht-Nationalsozialisten (also NS-Gegner) für durchaus
tragfähig. Innerhalb dieser beiden Blöcke kann man dann ja nach Belieben differenzieren. Als Erstinformation
zum Fall Filbinger taugt z.B. die Darstellung von Gillessen www.mitteleuropa.de/filbinger01.htm. @Dr.
Heger: – die Partei-Mitgliedschaft von Filbinger scheint mittlerweile geklärt zu sein. – Filbinger hat
sehr wohl nach der Kapitulation noch Todesurteile gefällt, diese waren aber reine Proforma-Urteile, da
die Betroffenen nicht greifbar waren. – Der Gottesdienst war als Gedenkgottesdienst für Filbinger angekündigt.
Ich gehe also davon aus, daß eine entsprechende Messintention vorgesehen war. Hintergrund ist die Tatsache,
dass Filbinger seinerzeit einen Berliner Priester vor der Todesatrfe bewahrt hatte.
@preuszen: Sie irren … Filbinger wurde nicht das Requiem verweigert (bei dieser Gelegenheit hat Oettinger
ja seine Rede gehalten!), sondern ein Gedenkgottesdienst in Berlin.
@Heinz Josef Wie kommen Sie auf die Idee, daß Pater Hoenisch vor dem Nachdruck seines Editorials von
den kreuz.net-Redakteuren um Erlaubnis gefragt wurde??? Das wäre ja ein ganz neuer Stil des Hauses
@Pünktchen Ich fürchte, dass Ihnen im Fall Filbinger ein paar Informationen abgehen. Er stammte aus
der katholischen Jugend und verkehrte während des 1000-jährigen Reichs in den oppositionellen katholischen
Kreisen in Freiburg (z.B. bei Reinhold Schneider). Von den Männern des 20. Juli wurde seine antinationalsozialistische
Haltung als unzweifelhaft eingestuft, weshalb er auf den entsprechenden Listen für die Nach-Hitler-Zeit
geführt wurde. Es wird jetzt in der Öffentlichkeit ständig der Eindruck erweckt, der Begriff „NS-Gegner“
sei für „Menschen der Tat“ reserviert. Das ist natürlich Nonsens. Die Menschen der Tat nennt man Widerstandskämpfer
und diesen Ausdruck hat Oettinger wohl bewußt vermieden. Ein NS-Gegner ist jemand, der gegen das NS-Regime
war. Und dies scheint mir bei Herrn Filbinger klar der Fall gewesen zu sein. Ihre Einschätzung der Frau
Bundeskanzlerin teile ich voll umfänglich.
@GerEric: Gewiss nicht, … aber als ich in dem anderen Thread angesichts der Postings des Herrn kurz
die Contenance verlor, haben Sie mich umgehend gerügt. Und nun kommen Sie hier mit unfeinen Worten wie
„Gülle“ …
@GerdEric kehren Sie vor der eigenen Tür und lassen Sie meine Eltern aus dem Spiel … Meine Wortwahl –
für die ich mich bereits entschuldigt habe – hat mit meiner Erziehung nichts zu tun. Eher mit meinem
manchmal etwas aufbrausenden Charakter.
@Ch. v.: Pardon, man sollte nicht in der ersten Gefühlsaufwallung posten. Für das A… entschuldige
ich mich hiermit, das Adjektiv kann und will ich nicht zurücknehmen. Sie empfinden das ja wahrscheinlich
auch nicht als Beleidigung.
@Artois Die Kirche sieht auch heute noch die Juden als das Volk der verirrten und verblendeten Feinde
an. Von welcher Kirche sprechen Sie? Gibt es solche unsinnigen Ansichten bei irgendeiner mir nicht genauer
bekannten amerikanischen „williamson church“? Von der SRE sprechen Sie mit Sicherheit nicht!
Ach ja, die Uta … Die Redaktion von kreuz.net bezeichnet den SPIEGEL als Boulevard-Magazin. Ihr seid
schon echte Spaßvögel Eigentlich überflüssig, aber der Vollständigkeit halber: Der Kardinal mußte
sich gegenüber der Professorin nicht „herausreden“, da die zitierte Passage aus der „Einführung“ völlig
in Ordnung ist und keinerlei Anhaltspunkte für die abstrusen Folgerungen von Uta R.-H. bietet. Die Jungfrauengeburt
ist der faktische, in keiner Weise der notwendige Weg der Fleischwerdung des Logos. Trotzdem bliebt das
Verhältnis zwischen der Ketzerin und dem Kardinal freundschaftlich. Ich füge den Schluss des seinerzeitigen
Schreibens des Kardinals an, damit sich jeder selbst ein Bild über hier das insinuierte innige Verhältnis
zwischen dem „Kardinal und der Ketzerin“ machen kann: „Ich respektiere eines jeden Menschen Überzeugung
und so auch Ihren Weg, aber ich denke, es sollte auch Ihnen nicht schwerfallen, anzuerkennen, dass Sie
mit Ihrer Position nicht ‘im Namen der Kirche’ sprechen, es weder können noch wollen.“
Was soll das? Herr Lüdemann ist ein Narr – das wissen wir. Sollen seine Aussagen als Beleg dafür gelten,
daß die historisch-kritische Exegese grundsätzlich Quatsch ist? Dann könnte man genauso gut sagen,
daß die Theologie grundsätzlich Quatsch ist, denn Herr Lüdemann ist auch Theologe.
@Bruder Theophil, @Kurt K. Nein, Sie hatten auch geschrieben: Dieser Frau gebührt ein Platz mitten zwischen
den Abgetriebenen, die sicherlich noch viele Fragen an sie haben. Darauf hatte ich mich bezogen. @Kurt:
Du hast völlig recht, das ist eine der Aporien der Lehre von der Erbsünde, die dann zu den bekannten
Komplikationen (z.B. dem Konstrukt der stellvertretenden Begierdetaufe) geführt hat. Der Hl. Vater hat
vor kurzem das einzig Richtige getan und den Verzicht auf die weitere Verwendung der Limbus-Theorie in
der lehramtlichen Verkündigung bekannt gegeben. Lassen wir das Problem des ewigen Heils der ungetauft
gestorbenen Kindern dort wo es hingehört: in den Händen unseres guten Gottes.
@Leblhuber Ich verfälsche keine Geschichte. Mit ging es um Ihre Behauptung, Pius XII. sei kein Heiliger
gewesen, weil er zum politischen Vorgang der Judenverfolgung zu wenig gesagt hätte. Das sehe ich anders:
Über die Haltung Pius XII. zum NS und zum Holocaust kann es keinen vernünftigen Zweifel geben. Was er
wie bewirkt hätte, wenn er weitere „öffentliche“ Stellungnahmen abgegeben hätte, ist Spekulation. Bezüglich
seiner moralischen und religiösen Integrität spielt das keine Rolle. Er hat den Holocaust weder gebilligt
noch in irgendeiner Weise unterstützt. Im Gegenteil. In seinen unmittelbaren Verantwortungsbereich als
Oberhaupt der Katholischen Kirche gehörten die getauften Juden – schön, daß wir uns darüber einig
sind, daß er sich dieser Verantwortung bewußt war und ihr gerecht geworden ist.
@Leblhuber Theologisiererei zur Potenz. Ich weiß nicht, was „Theologisiererei“ bedeuten soll. Oder ist
das jetzt nur ein Ausfallschritt, um sich den Argumenten zu entziehen? Fundamente meines Glaubens bedürfen
auch der Integrität des Verkünders. Die Päpste haben sich ihre Legitimität selbst geschaffen. Von
Mördern, Räubern, Fälschern, dem Nepotismus verfallenen Machtpolitikern und sonstigen Verbrechern lasse
ich mir die Botschaft der Evangelien nicht verfälschen. Das mag für „Ihren Glauben“ gelten, der Ihnen
herzlich vergönnt sei. Ich habe vom Glauben der Kirche gesprochen, der ich angehöre. Und diese Kirche
ist eine geschichtliche, die auf die beiden Prinzipien von Schrift und Tradition gebaut ist. Wenn Sie
sich da jeweils nur herauspicken wollen, was Ihnen in den Kram einer schon vorgefaßten Meinung passt,
dann können wir uns hier das Gespräch sparen. Denn jeder Dialog bedarf ja einer gemeinsamen Grundlage.
Wenn ich mit einem Katholiken über theologische Fragen spreche, dann ist die gemeinsame Grundlage der
Glaube der Kirche. Wenn Sie den nicht teilen, dann können wir gerne auch über etwas anderes sprechen.
Das Wetter ist zur Zeit ja sehr schön und in der Politik tut sich auch das eine oder andere Diskussionswürdige
…
@VirFortis: Hmmm, … unter dem Link finde ich eigentlich nur die folgende Bestätigung meiner Vermutung:
Dass diese Befürchtung durchaus realistisch war, wird durch Berichte aus den Niederlanden deutlich, nach
denen scharfer Protest der dortigen Kirchen zum Katholizismus übergetretenen Juden, darunter auch Edith
Stein, das Leben gekostet habe.
@Leblhuber: Jetzt komme ich in Gefahr zu schulmeistern, aber es geht nicht anders: 1. Ich meine natürlich
das IV. Laterankonzil von 1215. 2. Es ist für die Frage, ob ein Glaubenssatz ein Dogma ist, völlig unerheblich,
ob der Papst, der es verkündet hat, ein Heiliger war oder nicht. Der Farnese-Papst Paul III. war auch
nicht unbedingt ein Sympath und hat doch eines der ersten abendländischen Bekenntnisse zu den universalen
Menschenrechten verfasst (Breve „Pastorale officium 1537). 3. Die literarische Form (Konstitution, Enyzklika,
Bulle, etc.) spielt hier überhaupt keine Rolle. 4. Ebenso ist der kirchengeschichtliche Hintergrund (den
Sie in Bezug auf Pius IX. an dieser Stelle falsch rekonstruieren) ohne Bedeutung. 5. An der Tatsache,
daß die Lehre von der Heilsnotwendigkeit der Kirchenzugehörigkeit zum dogmatischen Glaubensbestand der
Kirche gehört, gibt es schlicht keinen Zweifel. In der Sprache der dogmatischen Zensuren: das ist „de
fide“. Zur dogmatischen Lehre der Kirche gehört aber auch, gerade seit Pius IX., daß das „extra ecclesiam“
keinen Menschen vom Heil ausschließt, sofern er die Bereitschaft hat, den Willen Gottes zu erfüllen.
Theologisch nennt man das dann ein implizites Votum für die Kirchenzugehörigkeit.
@VirFortis als der papst in einer ansprache die judenverfolgung ansprach erfolgte promt auf den fuß eine
ss besrafungsaktion im ghetto in holland der auch edith stein zum opfer fiel. Sind Sie da sicher? Ich
meine mich zu erinnern, daß der Auslöser ein Hirtenbrief der holländischen Bischöfe war …
@Leblhuber: Ihre Familiengeschichte … in allen Ehren, aber jenseits der Frage, ob die gebetsmühlenartig
vorgebrachte Forderung nach irgendwelchen „öffentlichen“ Stellungnahmen zum Holocaust durch Pius XII.
hilfreich, möglich oder sogar notwendig gewesen wären: Die Frage, ob Pius XII. ein Heiliger war, entscheidet
sich nicht an diesem Punkt.
@Stephanus: Anläßlich seines 100. Geburtstages wird Papst Benedikt seinen Fuß nirgends wo mehr aufsetzen
können, ohne dabei katholischen Boden zu berühren. Aha, Sie sagen also voraus, daß innerhalb der nächsten
20 Jahre der Herr wiederkommt. Solches Gerde überlassen wir doch besser irgendwelchen Sekten … Dann
wird in Frankreich eine wunderschöne neue Kathedrale zu Ehren des heiliggesprochenen Erzbischhof Marcel
Lefebvre gebaut werden. Benedikt XVI. wird vielleicht noch vieles tun, EB Lefebvre wird er sicher nicht
heiligsprechen …
@Leblhuber: Zur Heilsnotwendigkeit der Zugehörigkeit zur Kirche ein paar beispielhafte dogmatische Definitionen:
4. Konzil im Lateran: „Es gibt aber eine allgemeine Kirche der Gläubigen, außerhalb derer überhaupt
keiner gerettet wird“ Bonifaz VII. (Bulle Unam sancta): „Wir erklären, sagen und definieren nun aber,
daß es für jedes menschliche Geschöpf unbedingt notwendig zum Heile ist, dem Römsichen Bischof untertan
zu sein“ Pius IX. (Enzyklika Quanto conficiamur): „daß nämlich niemand außerhalb der katholischen Kirche
gerettet werden kann, und daß diejenigen, die … von der Einheit der Kirche … hartnäckig getrennt
sind, das ewige Heil nicht erlangen können“. Die Frage ist natürlich, was dieses „extra ecclesiam“ im
Einzelfall bedeutet. Der zuletzt zitierte Pius IX. schreibt in derselben Enzyklika: „daß diejenigen,
die an unüberweindlicher Unkenntnis in bezug auf unsere heiligste Religion leiden und die, indem sie
das natürliche Gesetz und seine Gebote, dei von Gott in die Herzen aller Menschen engemeißelt wurden,
gewissenhaft beachten und bereit sind, Gott zu gehorchen, ein sittlich gutes und rechtes Leben führen,
durch das Wirken der Kraft des göttlichen Lichtes und der göttlichen Gnade das ewige Leben erlangen
können“.
@Ministrant: Schneidig, schneidig, … aus Ihnen kann ja noch ein zünftiger Inquisitor werden – und da
heißt es immer, in den Seminarien würden heutzutage nur Weicheier großgezogen. Sicher werden Sie auf
der Grundlage Ihrer fundierten kirchenrechtlichen Kenntnisse ganz bald erläutern, warum Bruder Artois
wegen seines auf die Deutschen Bischöfe zielenden „Semper reformanda“-Wunsches (ich teile seine Einschätzung
so nicht!) der Exkommunikation verfallen ist?
Dem Heiligen Vater … sei von Herzen alles Gute gewünscht! Und dem Kardinalerzbischof von Köln eine
anhaltende nervliche Entspannung. Es gibt da heute tolle medikamentöse Möglichkeiten um akuten Hysterie-Schüben
die Spitze zu nehmen. Zur Erinnerung: Benedikt XVI. ist nur der Papst, nicht der Lead-Sänger einer Boy
Group …
@Bruder Theophil: als diese Massenmörderin an ungeborenen Kindern und Frauenseelen. Dieser Frau gebührt
ein Platz mitten zwischen den Abgetriebenen, die sicherlich noch viele Fragen an sie haben. Interessante
Eschatologie, die sie da haben. Sie wünschen Frau Schwarzer offensichtlich die Hölle an den Hals (sehr
katholisch). Wie Sie dort auf die Seelen unschuldiger Kinder treffen soll, ist mir ein großes Rätsel.
Klären Sie mich mal auf …
@ministrant: Ja, spinni i? Reime ich mir Ihren kleinen Dialog mit Artois falsch zusammen oder wollen Sie
hier die Meinung vertreten, für den Hl. Vater gäbe es nur die beiden Möglichkeiten „privat“ oder „ex
cathedra“? Papst Benedikt hat überhaupt noch nie ex cathedra gesprochen und sein Vorgänger in seinem
langen Pontifikat ebenfalls nicht. Was die beiden Herren „von Amts wegen“ gesprochen und geschrieben haben,
füllt dennoch eine kleine Bibliothek. Wo studieren Sie denn Theologie???
@Ministrant: Nein ganz das Gegenteil, sie ist viel authentischer als eine Messe der FSSPX wo schlecht
ausgebildete Priester in schlechtem Latein die Messe lesen. Ich gehöre weder der FSSPX noch einer anderen
Tradi-Gruppierung an und besuche Messen im Alten Ritus nur sehr selten. Aber Ihre Pauschalverurteilungen
gehen mir gewwaltig auf den Zeiger. Bevor Sie über den vermeintlich schlechten Ausbildungsstand anderer
Leute herziehen, sollten Sie zweimal tief durchatmen und dann folgendes tun: 1. Sich klar machen, daß –
im Gegensatz zu so mancher Messe im Neuen Ritus – der Priester im Alten Ritus nicht für die sprachliche
Qualität der Messe verantwortlich ist. Er liest sie aus dem Messbuch und quatscht nicht irgendwelches
Zeug daher, da ihm gerade so durch den Kopf (und vielen Messbesuchern am A. vorbei) geht. 2. Zur Strafe
alle ihre bisherigen Postings bei +.net auf sprachliche Fehler (Grammatik, Orthographie, Ausdruck) untersuchen
und in Tag- und Nachtarbeit alle gefundenen Fehler in ein großes Buch eintragen. 3. Nach Absolvierung
dieser Sisyphos-Arbeit in drei Wochen hier wieder vorbeischauen und den einen oder anderen Beitrag posten.
@Romulus: Da kann ich Ihnen leider nicht zustimmen. Die Frage nach Jesus Christus ist die Frage des Christentums
schlechthin. Und wir sind uns sicher einig, daß hier in den letzten Jahrzehnten erheblicher Flurschaden
entstanden ist, dem durch lehramtlich-dogmatische Einlassungen Roms eben nicht wirkungsvoll gesteuert
werden konnte. Von daher ist es aus meiner Sicht ganz richtig, daß der Papst sein Projekt nicht hat fallen
lassen, sondern es nun auch in der Form eines sachlichen Beitrags zur Diskussion weiterführt. Über den
Inhalt kann ich allerdings noch nichts sagen, da ich es noch nicht gelesen habe.
Romolus hat Recht: Es ist genauso, wie der – hier auf kreuz.net dafür bös’ gescholtene – Prof. Zulehner
es beschrieben hat: Zur Zeit steht die finanzielle Sanierung im gesamten kirchlichen Apparat im Vordergrund.
Und da kann man es sich mit dem Reich dieser Welt natürlich nicht verderben. Manfred Spieker hat heute
in der FAZ noch einige Zahlen nachgeschoben. 70% Prozenz der Frauen würde die eigene Betreuung der Krippe
vorziehen, wenn sie die 1000 Euro direkt gezahlt bekämen. von diesen 70% würden wiederum 70% bis zu
sieben Jahre in die Kindererziehung investieren, wenn Politik und Unternehmen den anschließenden Wiedereinstieg
besser unterstützen würden.
Menschenfischer Das aktuelle Thema ist ein schöner Lackmus-Test für die Befindlichkeit nicht erheblicher
Teile des +.net-Forums. „Schuster, bleibe bei Deinen Leisten“ denken sich diese Leute und meinen „Papst –
erlasse das eine oder andere (vor allem das eine) Motu Proprio, ernenne tüchtige Bischöfe und Kardinäle,
schärfe die ‘wahre Lehre’ ein, aber bitte, bitte, gehe uns nicht mit Jesus von Nazaret auf die Nerven“.
So sieht katholisch-rechtgläubige Gottlosigkeit aus. B XVI. ist nicht zuerst Verwalter und Regent, sondern
Nachfolger des Apostels Petrus, der durch die halbe Welt gezogen ist, um von Jesus von Nazaret zu berichten.
Aber für den genannten Personenkreis ist der völlig uninteressant. Man hat ja seine Katechismus-Wahrheiten
und für jede Anfrage seinen hochmütigen pseudo-dogmatischen Spruch, den man in seiner überheblichen
Dummheit für treffende Apologetik hält. Udn wenn jemand sich mit den konkreten Zweifeln seiner Mitmenschen
beschäftigt (weil er sie selbst existentiell kennt), dann quatscht man etwas von einem „Verstoß gegen
die Tugend des Glaubens“. So einfach scheint die Evangelisierung der Völker zu sein.
@Leblhuber / Gotthard: Der Herr Leblhuber ist ein ganz ein kluger und steht weit über dem Niveau dieses
Forums. Er kennt sich nämlich ganz doll mit dem NT aus und noch besser mit Psychologie. Und schon kann
er uns mit ein paar (ganz unhistorisch-unkritisch zusammengestellten) Bibelzitaten beweisen, daß Jesus
ein gespanntes Verhältnis zu seiner Mutter hatte und es also nichts war mit der Hl. Familie. Wow, echt
beeindruckend. Verehrter Gotthard, Sie labern hier schon wieder rum, schulden mit aber noch einen Kommentar
auf mein Rechenbeispiel zum Thema „Wahlfreiheit www.kreuz.net/…ticle.4995-page.html“.
#72 Genoveva 22:46:08 | Donnerstag, 12. April 2007
@DocRöttgen Ich habe nicht Kindererzieherinnen mit Prostituierten verglichen, sondern eine falsche Art
zu argumentieren mit einer anderen. Natürlich gibt es Fälle, in denen die Kinderkrippe das kleinere
Übel ist – wer wollte das bestreiten. Und natürlich gibt es überforderte Mütter und Eltern. Aber in
der aktuellen Diskussion wird diese Überforderung regelmäßig auf die Ganztagsmütter angewandt. In
der Logik von Frau von der Leyen: „Frau arbeitet nicht – Frau ist frustriert und genervt – Frau läßt
Kinder verwahrlosen“ (So in einem SZ-Interview Anfang diesen Jahres. Das ist bodenlos und stellt die Realität
auf den Kopf.
#66 Genoveva 00:43:38 | Donnerstag, 12. April 2007
@Charlotte: Denn leider gibt es viele Mütter, die gar nicht so recht wissen, wie man mit einem Kind umzugehen
hat. Klar, und bei Betreuerinnen in der Kinderkrippe ist alles eitel Sonnenschein! Das ist etwa so, als
würde man behaupten, richtig guten Sex gäbe es nur bei Prostituierten, denn die sind ausgebildet, haben
viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Charakteren, sind emotional nicht engagiert – und werden dafür
bezahlt. In beiden Fällen basiert die Argumentation auf einer Leugnung der eigentlichen Ebene: Zum Sex
gehört Liebe und zur Erziehung ebenfalls – alles andere verfehlt grundlegende Gegebenheiten der menschlichen
Personalität. Ich empfinde dieses neuerdings angesagte Herumhacken auf den Ganztags-Müttern in jeder
Hinsicht bodenlos. Die dabei gerne angeführten Beispiele haben ihre Ursache nicht im Familien- und Erziehungsmodell,
sondern in sozialen Zusammenhängen, mangelnder Bildung, etc.
#50 Genoveva 00:17:59 | Donnerstag, 12. April 2007
@Heinrich Wenn der Erzbischof Marcel Lefebvre nicht mutiger gewesen wäre, als alle anderen Bischöfe
guten Willens zusammen, dann wäre die katholische Kirche heute Geschichte. Sind Sie auf Drogen?
@möchtegern-kathole: Ich weiß nciht, wo Sie leben, aber bei mir auf dem Dorf gab es in der heiligen
Woche alle 4 Hochgebete (ja, auch den Römischen Kanon). Der „Gegenpapst“-Spruch ist langweilig und dient
nur dazu, die Tatsache zu negieren, daß die Liturgie sich entwickelt hat. Glauben Sie es mir: Der Hl.
Apostel Petrus kannte das Missale Pius V. noch nicht. Warum das Opfer außerhalb des Hochgebetes (z.B.
im Wortgottesdienst) eine besondere Rolle spielen sollte, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Warum das
Erbsenzähöen bezüglich des Begriffs „Opfer“ so wichtig und ultimativer Ausweis der Rechtgläubigkeit
ist, verstehe ich übrigens nicht. Die Eucharistiefeier ist die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi –
das spricht aus jeder Zeile auch der neuen Hochgebete, ob man nun diesen Begriff permanent anführt oder
nicht. Sie scheinen immer noch in den Schützengräben der Gegenreformation zu liegen.
Heinrich und möchtegern-kathole: @Heinrich: ich bezog mich auf CIC 1143, der vom paulinischen Privileg
handelt. Dieses gilt auch für vollzogene Ehen. Können Sie mir das Ambrosius-Zitat wörtlich zitieren?
Zum Thema „Heilige Schrift“: Nein, sie ist kein 8. Sakrament (ich hatte in Bezug auf die Wirksamkeit geschrieben:
in diesem Sinne sakramental). Aber sie ist auch nicht einfach ein Heilsmittel neben anderen, sondern mit
der Tradition die Grundlage unseres Glaubens, da sie uns die Begegnung mit dem Christus, dem Ur-Sakrament,
vermittelt. @möchtegern-kathole: Nein, für das Zustandekommen des Ehesakramentes spielt der Vollzug
keine Rolle.
@möchtegern-kathole: „praktisch nicht vorkommt“? Das 1. Hochgebet verwendet den Begriff durchgehend.
Das 2. Hochgebet verwendet ihn icht – beschweren Sie sich bei den frühen Christen. Das 3. Hochgebet verwendet
ihn ebenfalls häufig („So bringen wir Dir mit Lob und Dank das heilige und lebendige Opfer dar. Schau
gütig auf die Gabe deiner Kirche. Denn sie stellt dir das Lamm vor Augen, das geopfert wurde und uns
nach deinem Willen mit dir versöhnt hat“) DAs 4. Hochgebet verwendet ihn mehrfach „„So bringen wir dir
seinen Leib und sein Blut dar, das Opfer, das dir wohlgefällt und der ganzen Welt Heil bringt. Sieh her
auf die Opfergabe, die du selber deiner Kirche bereitet hast, … eine lebendige Opfergabe in Christus
zum Lobe deiner Herrlichkeit“. Auch in den Schweizer Hochgebeten wird der Begriff verwendet und natürlich
in den unveränderlichen Teilen der Messe („Betet, Brüder und Schwestern, daß mein und Euer Opfer …“)
@Gotthard Wir sollten da unterscheiden: 1. Die Kirche kann in einem Eheprozess feststellen, daß eine
sakramentale Ehe nicht bestanden hat (wegen Eheunfähigkeit oder mangelndem Konsens). Dabei kann der Nichtvollzug
ein Indiz sein, er ist aber nicht das Kriterium. Es handelt sich hierbei nicht um eine Auflösung, sondern
um eine Nichtigkeitserklärung. 2. Die Kirche kann das Band sakramentaler Ehen lösen. Beim petrinischen
Privileg und beim Vorrang des Ordensgelübdes geht dies nur bei nicht-vollzogenen Ehen. Beim paulinischen
Privileg (Ehe zweier Ungetaufter, bei der ein Partner sich taufen läßt und der andere dies nicht tolerieren
will) geht dies auch bei vollzogenen Ehen. Sie kämpfen tapfer, aber aus dem „ehelichen Akt“ wird beim
besten Willen kein sakramentaler Akt. Was natürlich nicht heißt, daß ihm als Ausdruck des Wesens des
Sakramentes eine hohe Bedeutung zukommt.
@Heinrich: einigen wir uns auf de facto beseitigt? Können Sie mir sagen, was Sie damit meinen? Das Wort
„Opfer“ ist selbstverständlicher Bestandteil der erneuerten Liturgie.
Das wird hier noch richtig sachlich … @Gotthard: „Der Akt der Eheschließung ist unter Christen ein
wahres Sakrament“ – das ist die Definition. Materie des Sakramentes ist der im Konsens geschlossene Vertrag,
die Form ist die Einsegnung durch den Priester. Die liebende, personale Übereignung ist das Wesen dieses
Sakramentes und diese Übereignung findet in dem, was man früher den „Vollzug“ nannte, einen sichtbaren
Ausdruck. Eine nicht vollzogene Ehe ist aber ebenso ein Sakrament, also ein wirksames Zeichen der Gegenwart
und Gnade Gottes. @Marina: Pardon, ich wollte nciht schulmeistern, aber das, was Sie besten Willens geschrieben
haben, ist so einfach falsch. Gott braucht uns nicht, sondern wir brauchen ihn und seine Sakramente. @Heinrich:
Wenn ich sehe, wie Sie die Hl. Schrift irgendwo „unterhalb“ der Sakramente als ein „Heilsmittel“ einordnen,
dann bin ich doch recht dankbar für die kath. Theologie der letzten 100 Jahre, die sie wieder an ihren
Platz gestellt hat. Sehr interessant, daß bei Ihnen die Hl. Schrift als „Heilsmittel“ quasi unabhängig
von der Kirche wirkt. Das klingt mir doch arg protestantisch Die Ehe besteht natürlich nicht in der
Einwilligung zum Beischlaf, sondern in der Knüpfung des unzerreißbaren vinculum matrimoniale, das Sinnbild
der Vereinigung Christi mit seiner Kirche ist. Warum wollen hier alle ständig auf den Sex aus … Lieber
Romulus, vielen Dank für die Blume Ich hoffe, Sie haben eine frohe und gnadenreiche „Nacht der Nächte“
gefeiert! Pius, Petrus oder NOM?
@marina und @gotthard Liebe Marina, Sie meinen es sicher gut, aber Ihr kurzes Posting enthält gleich
2 schlimme Irrlehren: Jesus braucht ganz sicher das Opfer der Messe nicht und ganz sicher wird in der
Messe das Opfer von Golgatha nicht wiederholt. Lieber Gotthard, so langsam aber sicher brennen die Sicherungen
durch. Ihnen tut der Aufenthalt bei +.net nicht gut. Wer dem Provokationswahn so verfallen ist, dass er
den Orgasmus mit dem Altarsakrament gleichsetzt, sollte dringend eine Auszeit nehmen oder zumindest eine
seriöse begleitende Therapie beginnen! Oder sind Sie der Typ Macho, der ernsthaft der Meinung ist, er
löse bei seiner Frau/Partnerin religiöse Ekstasen aus? Au weia, ist das peinlich …
Lieber Heinrich, könnte es sein, daß … Sie ständig auf ungehörige Weise Grenzen überschreiten?
Nun, denn: Ich glaube an die wirkliche und dauernde Gegenwart unseres einzigen Herrn und Erlösers Jesus
Christus im Sakrament des Altares. Ich glaube nicht an die Transsubstantiation, sondern halte den Begriff
„Transsubstantiation“ im Kontext einer wohlverstandenen Schultheologie für eine vorzügliche Annäherung
an die Frage, wie dieses Mysterium „vor sich geht“. Ich hoffe, daß genügt Ihnen als Ausweis meiner Orthodoxie,
die in Frage zu stellen Sie weder Grund noch Recht haben. Erlauben Sie mir eine Gegenfrage: Glauben Sie,
daß uns im Wort Gottes, wenn es von der Kirche verkündet wird, wahrhaft, wirklich und wirksam der lebendige
Christus begegnet.
@Marcell: Ich verstehe sehr wohl … aber sie wollen den Unterschied zwischen einer privaten Bibellektüre
und einer liturgischen Feier kleinreden. „Kirche sein“ ist konstitutiv für unseren Glauben. Und daher
besteht ein WESENTLICHER Unterschied zwischen einer privaten Lektüre oder einem privaten Gebet und einer
liturgischen Wortgottesfeier. Ebenso schief ist Ihr Versuch, die Gegenwart Gottes in seinem Wort als „nur“
geistlich abzutun. Gott ist in seinem Wort wirklich gegenwärtig. Und die liturgische Verkündigung des
Wortes Gottes ist wirksam (in diesem Sinne sakramental). Diese Gegenwart unterscheidet sich wesentlich
von derjenigen der Eucharistie, aber das ist kein „weniger“, sondern ein „anders“.
@kaylet Wir wollen den NOM nicht verbieten lassen, er soll sich bloß in Konkurrenz bewähren. Und wie
dieser Vergeich ausgeht, ist klar. Es entsteht eine Bewegung zur Alten Messe, das sage ich hier voraus.
Bei Ihnen gehen alle Kategorien durcheinander. Riten bewähren sich – gerade in einem traditionellen Verständnis! –
nicht in Konkurrenz. Liturgie ist doch keine Pferderennbahn. Sie steuern auf eine froße Frustration zu
und tief drinnen wissen sie das auch. Sie sagen den „Sieg“ des Alten Ritus voraus und schreiben gleichzeitig,
daß er nur bei einer kleinen Schar eintreten wird. Die Kirche lebt nicht von einer kleinen Schar selbsternannter
Auserwählter (und schon gar nicht „Gebildeter“), sondern von der großen Schar der Heiligen. Und die
sind nicht heilig, weil sie einem Ritus anhängen, sondern weil sie mehr glauben, stärker hoffen und
feuriger lieben. Die „Neue Messe“ ist nicht die Ursache für unsere Glaubens- und Kirchenkrise und deshalb
wird der erleichterte Zugang zur „Alten Messe“ sie auch nicht beheben.
@Marcell: Wenn da nicht dieses furchtbare NT wäre deshalb soll man an der Heiligen Messe persönlich
teilnehmen. das Wgd. unterscheidet sich wesentlich nicht vom Lesen zu Hause. Das ist Unfug. Das gemeinsame,
gemeindliche, liturgische (d.h. amtlich geordnete) Beten und Hören auf das Wort Gottes unterscheidet
sich WESENTLICH vom privaten Gebet („Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind …“) Und ebenso
unterscheidet sich eine Wortgottesfeier WESENTLICH von einer Hl. Messe.
Herr, schmeiß Hirn runter … Wie so oft auf kreuz.net: Blödsinn und Verlogenheit auf allen Seiten:
beim Kardinal und bei den „Tradis“. Eminenz: Als ob mit dem MP eine Verwirrung der Gläubigen drohen würde!
Als ob das ihre Sorge wäre! Ihre Priester- und Bischofs-Generation hat die Liturgiereform an die Wand
gefahren und das soll nicht ganz so offensichtlich werden – das ist Ihre Sorge. Heinrich: Natürlich ist
der NOM ein Ritus und nicht mehrere. Die Wahlmöglichkeiten ändern daran nichts, die gab es im VOM übrigens
auch. Und natürlich ist es problematisch, einen Ritus zu reformieren und die nicht-reformierte Fassung
weiterhin zuzulassen. Pius V. hat das gewußt und entsprechend klar gehandelt. An alle: Es ist unaufrichtig,
hier mit der Pluralismus-Fahne zu winken, wenn das eigene Ziel ganz klar die Abschaffung des NOM ist.
Luther: Sie haben völlig recht – die Subjektivität ist eines der Probleme. Der Unterschied zwischen
einer ordentlichen zelebrierten NOM und einer ordentlich zelebrierten VOM-Messe ist bedeutend kleiner
als der zwischen einer ordentlich zelebrierten NOM-Messe und dem was man teilweise sonntäglich so erlebt.
@20mancro5: Von meinen Eltern und Grosseltern weiss ich dass die Messe früher in LAtein gehalten wurde.
Klar, die Messe schon, aber niemals die Predigt.
@Romulus: Danke für die Rose … Ja, heute ist die Nacht der Nächte. Wenn ich es richtig sehe, werden
wir sie in unterschiedlichem Ritus feiern, aber sicher sind wir uns einig: „Singen will ich dem Herrn,
denn er ist hocherhaben. Rosse und Wagen warf er ins Meer. Kraft und Stärke ist mir der Herr, er wurde
mein Retter“.
cgngay: Katechismus und Sexualität Dazu gehört für mich, dass Sexualität – laut Katechismus – nur
zur Fortpflanzung da ist. Lesen bildet : „2360 Die Geschlechtlichkeit ist auf die eheliche Liebe von Mann
und Frau hingeordnet. In der Ehe wird die leibliche Intimität der Gatten zum Zeichen und Unterpfand der
geistigen Gemeinschaft. Das Eheband zwischen Getauften wird durch das Sakrament geheiligt.“ „2362 „Jene
Akte also, durch die Eheleute innigst und lauter eins werden, sind von sittlicher Würde; sie bringen,
wenn sie human vollzogen werden, jenes gegenseitige Übereignetsein zum Ausdruck und vertiefen es, durch
das sich die Gatten gegenseitig in Freude und Dankbarkeit reich machen“ (GS 49,2). Die Geschlechtlichkeit
ist eine Quelle der Freude und Lust“ „2363 Durch die Vereinigung der Gatten verwirklicht sich der doppelte
Zweck der Ehe: das Wohl der Gatten selbst und die Weitergabe des Lebens. Man kann diese beiden Bedeutungen
oder Werte der Ehe nicht voneinander trennen, ohne das geistliche Leben des Ehepaares zu beeinträchtigen
und die Güter der Ehe und die Zukunft der Familie aufs Spiel zu setzen“
@20mancro5: Wem nützt es wenn man bei der Predigt so gut wie nichts versteht. Da liegt jetzt aber ein
Mißverständnis vor: die Predigt wurde seit jeher in der Landessprache gehalten.
Lieber Gotthard, in gewohnter Manier reißen Sie den Mund sehr weit auf – ohne dabei irgendeine sachliche
Information zu transportieren. Bereits durch die Ablösung des Erziehungs- durch das Elterngeld hat sich
die Waagschale ganz dramatisch in Richtung der Doppelverdiener verschoben: Erziehungsgeld: Alleinverdiener
24 * 300 = 7.200,- Euro; Doppelverdiener: 24 * 300 = 7.200,- Euro (wobei Doppelverdiener aufgrund der
Einkommensabhängigkeit in der Regel nicht in den vollen Genuss der Zahlung kamen). Elterngeld: Alleinverdiener
maximal 12 * 300 = 3.600,- Euro; Doppelverdiener maximal 12 * 1.800 = 21.600,- Euro (oder 25.200,- wenn
der Partner die zwei Zusatzmonate nimmt). Nun nehmen wir noch die 2 Jahre Krippenplatz-Subvention hinzu,
dann zahlt der Staat noch einmal rund 25.000,- Euro ausschließlich an die Doppelverdiener. Dann schaffen
wir zur Finanzierung das Ehegatten-Splitting ab, das Alleinverdiener voll trifft, Doppelverdiener aber
nur in der Höhe des Einkommensunterschiedes. Macht dann pro Kind einen Unterschied von bis zu 50.000,-
Euro. So sieht „Wahlfreiheit“ made by von der Leyen aus. Und einen Bischof, der das beim Namen nennt,
schimpfen Sie „ahnungslos“! Haben Sie noch alle Tassen im Schrank?
@Gotthard, den Befreiungstheologen Das Leiden und der Tod des Jesus von Nazareth führt unseren Gott in
die Solidarität und das Mitleiden mit allen ungerecht Leidenden… Die Auferweckung des Jesus von Nazareth
gibt uns für alle Opfer ungerechter Gewalt Hoffnung auf ein ewiges Leben. DAs ist aber alles recht unglücklich
formuliert. Wenn, dann beweist Gott im Leiden Jesu seine Solidarität mit den ungerecht Leidenden. Und
seine Auferweckung ist das Zeichen der Hoffnung auf das ewige Leben für alle Menschen, nicht nur für
die Opfer ungerechter Gewalt. Es sei denn, Sie wollen damit sagen, daß alle Menschen Opfer ungerechter
Gewalt sind – darüber könnte man reden …
@ Jörg Guttenberg: Werte? Da ist es wieder, das schreckliche Wort. Sagen Sie doch gleich „Wertvorstellungen“,
das ist dann noch ein wenig nebulöser. Ein funktionierendes Gemeinwesen braucht nicht gemeinsame Werte,
sondern zunächst einmal eine gemeinsame Rechtsordnung, die Rechte und Pflichten des Staates und der Bürger
kodifizert. Und dann braucht es Bürger, die diese Rechtsordnung bejahen. Dies gilt sowohl für ein Gemeinwesen,
in dem alle Christen sind, als auch für ein solches, in dem die Menschen sehr unterschiedlichen Religionen
(oder keiner) anhängen. Das Gerede von Werten kann mir in diesem Zusammenhang gestohlen bleiben. In unserem
Grundgesetz steht davon nichts – und bei den christlichen Denkern der Tradition auch nicht.
@st. georg Der Antwortversuch von matt auf die Frage nach dem Verhältnis des allgütigen Gottes zu den
Übeln in der Welt mag nicht besonders präzise sein, er ist aber bestimmt nicht krank. Geben Sie erst
einmal eine bessere Antwort, dann sehen wir weiter. Sich über komplexe Antworten auf schwierige Fragen
lächerlich machen, Es ist eigentlich erstaunlich, daß so vielen Menschen und auch Christen sich diese
Frage erst angesichts solcher Phänomene wie der Shoa aufdrängt – Übel und Leid sind ja überall in
der Welt, nicht nur dort, wo es sich in Massenverbrechen zeitlich und räumlich verdichtet.
@Christus vincit 1. Der Satz Abgesehen davon ist Jesus von Ewigkeit zu Ewigkeit wahrer Gott, was alle
menschlichen Attribute, zu denen auch die Volkszugehörigkeit gehört, schon von sich aus absolut zweitrangig
macht. ist eine Häresie. 2. Sie haben weniger als keine Ahnung vom Glauben der Kirche 3. Sie sind ein
ein bösartiger Mensch 4. Sie entehren durch Ihren Nick unseren Herrn und Erlöser 5. Gehen Sie erst in
sich und dann zure Beichte!
Man fragt sich immer … worüber man sich bei kreuz.net mehr wundern soll: die verstockte Bosheit oder
die grenzenlose theologische Dummheit und Unbildung. Beides prostituiert sich hier ständig jenseits jeder
Schamgrenze. Da wird einem heiligmäßiger Papst mangelnde Katholizität vorgeworfen, weil er Menschen
mit einer anderen Konfession oder Religion mit Respekt begegnete. Entspeicht das etwa nicht dem Vorbild
unseres Herrn Jesus? Das ist traurig und peinlich klein …
Rodolfo: Schweigen Sie besser … wie auch die falsche Übersetzung von „peri/hyper pollon“ bzw. „pro
multis“ mit „für alle“ eine bewußte pseudowissenschaftlich verbrämte Vergewaltigung des Urtextes war.
von Dingen, die Sie nicht verstehen.
@Artois: Man weiß nicht, … worüber man sich mehr wundern soll: über die Irren von Worlds Last Chance
oder Artois: Jede Form von Rechtgläubigkeit war ihm völlig fremd Sie sind offensichtlich verrückt
Enttäuschung man könnte zum Beispiel den Friedensgruß auf die beschränken, die in der Nähe stehen.
Man sollte nicht die Möglichkeit außer Acht lassen, dass auch die Gläubigen angeleitet werden, die
allgemeinsten Gebete in Latein zu kennen und gewisse Teile der Liturgie im gregorianischen Stil zu singen.
Ich muß mich hier einmal auf die Seite der ottavianis schlagen: Das sind wirklich nicht die Worte, die
man sich von Papst Benedikt erhofft hat. Der zweite Satz ist eine deutliche Abschwächung der entsprechenden
Formulierung in SC – vielen Dank!
Sanilein Ich hätte es ahnen können: der böse „Hegemon USA“ in ihrem vorherigen Posting war ja ein klarer
Hinweis, daß Sie zur Spezies der Verschwörungstheoretiker gehören. Die schlimmen, schlimmen Unternehmer
planen mal wieder ein Komplott gegen den deutschen Arbeitnehmer um … Gastarbeiter ins Land zu holen.
Das ist leider Schneee von gestern. Die meisten Tätigkeiten lassen sich heute dort einkaufen, wo sie
zu optimalen Konditionen angeboten werden. Dazu braucht man keine ausländischen Arbeitnehmer ins Land
zu holen.
Nix sana … Arbeit wird nicht mehr gebraucht in Deutschland – weil sie durch Rationalisierung verschwindet
– weil sie sie abwandert, weil sie woanders billiger verrichtet wird In vielen wesentlichen Wirtschaftszweigen
herrscht in Deutschland eher Arbeitskräftemangel. Das Problem besteht nicht darin, daß Arbeit nicht
gebraucht würde, sondern daß zunehmend ausschließlich qualifizierte Arbeitskräfte benötigt werden.
Das ist keine Schwäche, sondern zeigt eine Stärke der deutschen Wirtschaft an. Problematisch ist nicht
ein angebliches „Heer von Arbeitslosen“, sondern die Gruppe derjenigen, die sich an diesen Qualifizierungsdruck
nicht angepaßt haben oder nicht anpassen konnten. In dieser Schicht herrscht darüber hinaus eine Neigung,
dem eigenen Nachwuchs die Notwendigkeit von Bildung nicht mehr klar zu machen. @zeitundewigkeit: Die soziale
Marktwirtschaft stellt hohe Anforderungen an diejenigen, die für die Definition der Rahmenbedingungen
verantwortlich sind. Ich geben Ihnen Recht, daß eine höhere Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivvermögen
wünschenswert wäre. Die Entscheidung gegen diese Beteiligung haben aber seinerzeit nicht die „bösen“
Unternehmen, sondern die machtversessenen Gewerkschaften („Mitbestimmung“) getroffen.
Herr Hengsbach badet gerne lau Wer den „bösen“ Kapitalismus grundsätzlich diskutiert, sollte seine Alternativen
auf den Tisch legen. Die sattsam bekannte Alternative von Herrn Hengsbach hat einen klitztekleinen Fehler:
sie geht davon aus, daß der wirtschaftende Mensch im wesentlichen gut ist. Die Erfahrung lehrt aber,
daß er das nicht ist. Die Marktwirtschaft geht davon aus, daß die Antriebe des homo oeconomicus bestenfalls
ambivalent sind – und pendelt diese Antriebe in einem funktionierenden Ganzen aus. Er genieriert dabei
nachweislich breiten Wohlstand – das ist für ein ökonomisches System nicht wenig.
So ein Käse „Niemand kann frei sein, der frei sein will vom Gedenken an die Shoa.“ Dieser Satz spricht
dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden eine geradezu heilsgeschichtlich-religiöse Bedeutung
zu. Hier geht es nicht um die Interpretation der Shoa als eines heilsgeschichtlichen Ereignisses, sondern
um die Zurückweisung einer Haltung, die in der „Überwindung“ der Erinnung an die Shoa als einem epochalen
Verbrechen (durch Relativierung und Verdrängung) einen notwendigen Akt der Befreiung Deutschlands und
der Deutschen sehen möchte. Ich verstehe sehr gut, daß +.net gegen diese Klarstellung aufbegehrt – wird
in diesem Forum doch permanent genau diese Relativierung und Verdrändung betrieben. Ob von „ganz normalen
deutschen“ Antisemiten in der Redaktion oder von paranoiden Verschwörungstheoretikern in der Diskussion,
macht dabei keinen großen Unterschied.
@Malachias Hugo Rahner – homo ludens – sie lesen ja scheinbar heimlich ganz gefährliche, modernistische
Literatur, Sie Schlingel! Nicht selten ist allerdings auch zu beobachten, daß Erwachsene das Kindhafte
noch nicht abgestreift haben. Darf ich Sie kurz an denjenigen erinnern, der einmal gesagt hat: „Wenn ihr
nicht werdet wie diese Kinder, …“. Aber vielleicht mögen Sie diesen Mann mit seinem Hang zum Unkonventionellen
im Grunde Ihres Herzens nicht besonders …
@Brigitte: Alles klar … Was ist wichtiger der Mensch oder das Gesetz oder anders ausgedrückt, der Versuch
einem jungen Menschen, der in seiner Pubertät Probleme hat, sowohl mit sich als auch mit anderen und
straffällig zu werden droht oder das 6. Gebot, das von Ehebruch spricht. Ich Dummerchen hatte immer gedacht,
Jugendkriminalität hätte etwas mit sozialen Problemen, mangelnder Fürsorge, Bildungsdefiziten, etc.
zu tun. Dabei ist es ganz einfach: Die haben alle nur das Masturbieren nicht richtig gelernt …
@methusalix: Unterstellungen und dümmliche Vereinfachungen Sie scheinen an differenzierten Betrachungsweisen
nicht sonderlich interessiert zu sein. Bringen wir Ihre Haltung doch auf den Punkt: Katholiken sind böse,
haben eine unausrottbare Freude an der Verfolgung Andersdenkender und Frieden gibt es nur dort, wo man
sie mit harter Hand (s. Franz. Revolution) von der Macht im Staate fernhält. Fällt Ihnen etwas auf?
Malachias: Wie bitte? Schaukeln ist in der Regel ein Ausdruck kindlicher Lebensfreude – die steht einem
katholischen Priester ausnehmend gut zu Gesicht.
@Brigitte: ui, ui, ui Natürlich sollte durch das II Vatikanum, das ja ein ökumenisches Konzil war, auch
die Annährung beider Konfessionen, katholisch und evangelisch mehr möglich werden. Als „ökumenische
Konzilien“ werden Konzilien bezeichnet, an denen der Episkopat der Weltkirche teilnimmt (im Gegensatz
zu regionalen Konzilien, die es heute unter diesem Namen nicht mehr gibt). Selbstverständlich waren auch
das Konzil von Trient und das Vatikanuum I ökumenische Konzilien. Mit der Annäherung der christlichen
Konfessionen hat das nichts zu tun.
methusalix und krokodil 1. Katholiken ist an dieser Stelle falsch – das ist in Europa ein gesamtchristliches
Phänomen. 2. Die meiste Zeit haben Juden und Christen in Europa gut miteinander gelebt. 3. Es hat immer
wieder Krisenzeiten gegeben, in denen Teile der Gesellschaft zu negativer Identitätsbildung neigten,
was dann zu Verfolgungen der jüdischen Minderheit führte. Das ist allerdings kein spezifisch christlich-europäisches
Phänomen – Judenverfolgungen gab und gibt es auch in anderen Kulturkreisen. 4. Ich gebe Ihnen absolut
recht, daß es im europäischen Christentum immer eine latente Abneigung gegen Juden gegeben hat und daß
diese Abneigung in den unter 3 genannten Krisenzeiten eine verstärkende Rolle gespielt hat. 5. Ich gebe
Ihnen ebenfalls recht, daß paranoide Verschwörungstheorien („Die Welt wird im Geheimen von Juden und
Freimaurern regiert“) in rechtskatholischen Kreisen gehäuft auftreten und dass kreuz.net regelmäßig
Belege für diese Tatsache liefert.
@methusalix: Die schlimmsten Verfolger von Juden waren immer gut katholisch. Das ist eine boshafte Unwahrheit.
Sie wissen, wer die schlimmsten Judenverfolger aller Zeiten waren und keiner von Ihnen war „gut katholisch“.
@Typ: Genauer kann man das Problem auf kreuz.net nicht auf den Punkt bringen. :)3 Du hast nur den Beitrag
von Daniel Stöhr vergessen: „Macht eigentlich nichts, der Kerl ist sowieso nicht gültig geweiht“
Reform der Karwoche Er ließ zahlreiche Änderungen durchführen, darunter die tief einschneidenden von
Karfreitag und Karsamstag daß wir die Osternacht nicht mehr am Karsamstagmorgen (ggfs. bei verhängten
Fenstern) feiern, muss man Pius XII. wirklich übelnehmen …
@Brigitte: Verwirrung, Verwirrung, … Hier scheint mal wieder alles durcheinander zu geraten. 1. Neben
dem Dekalog gibt es für Christen auch noch das Neue Testament: „Ich aber sage Euch: Wer eine Frau auch
nur lüstern ansieht, hat bereits die Ehe mit ihr gebrochen“. Hieraus leitet sich die etwas engere christliche
Fassung der Sexualmoral ab. 2. Mich würde schon interessieren, bei welcher Indikation man Masturbation
als „Therapie“ verordnen sollte? 3. Priester werden im selben Alter geweiht, in dem andere Menschen heiraten.
In diesem Alter sollte man in der Lage sein, eine dauerhafte Bindung einzugehen, die dann nicht bei jeder
emotionalen Aufwallung wieder in die Brüche geht. 4. Liebe ist kein Gefühl, sondern eine dauerhafte
Zusage an eine andere Person.
@heggi & tobi: Wir sollten in dieser Frage den Ball flach halten. Bisher gibt es lediglich ein nicht-öffentliches
Schreiben eines Kardinals, in dem dieser sich auf einen Wunsch des Hl. Vaters bezieht. Im Rahmen der Neuübersetzung
wird es – hoffentlich – noch die Möglichkeit zur Diskussion der Frage geben. Und dann ist es ja nicht
ausgeschlossen, daß der Hl. Vater auf gute Argumente hört …
@Isidor: Genau lesen RS sagt, daß die Predigt von Laien in der Messe verboten ist. In diesem Fall findet
die Predigt aber außerhalb des Gottesdienstes statt.
Fürs Protokoll … Merke: Nicht jeder, der sagt, dass Ratzinger nicht der Papst ist, ist damit schon
Katholik. Kann man die innere Logik des Sedisvakantismus und ihre schiefe Ebene in den Wahnsinn schöner
illustrieren, als es in diesem Thread geschieht? Papst Lingen, Papst Malachias, Papst Stöhr, …
@Malachias & Heggi @Malachias: Bei paranoiden Zwangsvorstellungen gibt es heute gute Heilungschancen.
Wenden Sie sich an einen Arzt oder Apotheker. @Heggi: Bischof Mixa ist sicher kein „Universal-Held“. In
Fragen der Liturgie war er lange wankelmütig, hat sich mittlerweile aber erkennbar darauf festgelegt,
daß die Alte Messe nicht „gebraucht“ wird, wenn man die Neue Messe korrekt feiert. Das ist in der Tat
nicht besonders tief analysiert und gedacht. Bezüglich der Wandlungsworte: Die Änderung ist vom Hl.
Vater für die nächte deutsche Ausgabe gewünscht. Es gibt also in der Tat keine Rechtfertigung für
„vorauseilenden Gehorsam“ – es gilt die aktuelle Ausgabe mit „für alle“. Man wird ja ohnehin sehen müssen,
ob Benedikt Wunsch nach einer ausführlichen Diskussion der Frage 1:1 umgesetzt werden wird.
Heinrich & Athanasius Gedenken kann allgemeiner und universaler Art sein, genauso aber partikular. Die
Kirche hat sich solch partikularem Gedenken nie entzogen. Athanasius: Antijudaismus hat es auch in der
antiken Welt schon gegeben. Es kann gar keinen vernünftigen Zweifel daran geben, daß es in katholischen
Kreisen häufig eine allgemeine Negativhaltung gegenüber den Juden gegeben hat, die das sittliche Empfinden
und Handeln in dieser Frage vermindert hat. Viele Beiträge auf kreuz.net haben ja genau diese Grundstruktur:
„Natürlich ist das nicht richtig, aber verstehen kann man es natürlich schon“.
@freddie schenk: Bischöfe als Rotarier Lassen wir das – meist unsägliche – Freimaurer-Gerede mal beiseite.
Dennoch gibt es meines Erachtens sehr gute Gründe, warum ein Bischof nicht Rotarier sein sollte: 1. Der
Rotary Club hat den Anspruch, als nationen-, institutionenübergreifende Organisation zur Besserung der
Welt beizutragen. Die Kirche ist nach ihrem Selbstverständnis die einzige Institution, die diesen Anspruch
im Vollsinn erheben kann: In Jesus Christus und seiner Kirche ist das Reich Gottes auf Erden angebrochen.
Ein Bischof sollte nicht den Eindruck erwecken, als brächte er die Kirche partikular in ein solches Anliegen
ein. 2. Der Rotary Club hat einen allgemeinen weltanschaulichen Anspruch. Zu diesem gehört es mehr oder
weniger ausgesprochen, daß man zur „Besserung der Welt“ religiöse Fragen besser beiseite läßt. Das
kann ein Bischof eigentlich nicht unterschreiben. 3. Der einzelne Rotary Club vor Ort ist faktisch ein
Zusammenschluß der „Upper Class“ oder solcher Menschen, die das sein möchten. Die Kirche hat ihrem Selbstverständnis
nach eine „Option für die Armen“ – da ist einfach ein Widerspruch und ein unguter Beigeschmack.
@timpressum: Religionsfreiheit ist okay, solange sie nicht praktiziert wird – das ist es doch, was Du
sagen wolltest, oder? Nur so zur Info: Es geht hier nicht um Religionsfreiheit, sondern um Bildungsfreiheit.
@methusalix u. @lorenz @methusalix: Was soll denn immer das Gerede, ein Bischof verstünde vom Thema nichts
und dürfe es auch gar nicht? Reden wir hier von Kinderzeugung oder von Kindererziehung und Familienpolik?
Von Kindererziehung und Familie versteht ein Bischof etwas, weil er a) selbst in einer Familie groß geworden
ist und b) als Seelsorger ständig mit dem Thema konfrontiert ist. Lassen Sie also bitte dieses peinliche
Getue auf dem Niveau von Herrn Beck! @Lorenz: Ich habe in den letzten Jahren einfach immer den Eindruck
gehabt, daß Rom eher auf den Typ des ruhigen Seelsorgers setzt.
#108 Genoveva 11:48:05 | Sonntag, 25. Februar 2007
@methusalix: Ihr Versuch, das Absinken der Geburtenrate nach dem Anschluss zu katholisch begründen ist
zwar ehrenvoll, aber erklärt immer noch nicht, warum die armen, sozialistisch erzogenen Frauen in der
DDR deutlich mehr Kinder hatten, als die Frauen im Kapitalismushimmel in Westdeutschland. Ich wüßte
nicht, was an meiner Erklärung katholisch sein sollte – das sind Ergebnisse soziologischer Studien (u.a.
der FU Berlin). Von einem „Kapitalismushimmel“ habe ich nicht gesprochen und würde ich auch nie. Das
frühe Erstgebären (und das ist nun einmal erwiesermaßen ein Faktor) begründen die Soziologen mit den
geringeren Lebensoptionen in der DDR. Darüber hinaus war das System in der DDR mit der staatlich zentralisierten
Kindererziehung natürlich bequemer – das bestreite ich ja nicht grundsätzlich. Aber die DDR war trotzdem
kein demographisches Paradies (die Reproduktionsquote lag schon vor der Wiedervereinigung deutlich unterhalb
der Erhaltungsgrenze von 2,1). Mich ärgert die leichtfertige Art, mit der Sie auf Bischof Mixa einschlagen.
Er hat sich an keiner Stelle gegen die Vereinbarkeit von Kindererziehung und Beruf ausgesprochen – er
sagt nur, daß es in einer humanen Gesellschaft möglich sein sollte, diese Dinge nacheinander tun zu
können. Die meisten Frauen wollen ja die vom Bischof genannten drei Jahre mit ihren Kindern verbringen,
können es aber aufgrund von ökonomischen Zwängen nicht. In diese Wunde den Finger zu legen, hat mit
Hexenverbrennung nichts zu tun.
@Daniel Stöhr: Alles Käse … was Sie (und ihr Stichwortgeber Herr Lingen) da zusammenkonstruieren.
Der Kontext der Aussagen Leos XIII. ist die Beurteilung der Frage, ob es in einer offensichtlich schismatischen
Gemeinschaft noch gültige Weihen gibt. Angesichts der durch das Schisma gegebenen Unsicherheit entwickelt
er Kriterien für die Beurteilung dieser Frage. Diese Situation liegt bezüglich der römisch katholischen
Kirche selbst nicht vor. Ihre Sedi-Rabulistik ist krampf- und krankhaft.
Confiteor-Dopplung Ich bin ja keine Fachfrau in liturgischen Fragen, aber die Argumente für das doppelte
(richtiger: wechselseitige) Confiteor scheinen mir doch sehr überzeugend zu sein. Dass der Priester vor
der Gemeinde das Schuldbekenntnis ablegt und im Gegenzug von dieser die Vergebung zugesprochen bekommt,
ist ein sehr schönes Zeichen. Und es zeigt meines Erachtens auch, dass die reformierte Liturgie in mancher
Hinsicht viel stärker „priester-zentriert geworden ist.
@Gotthard: Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem Argument? Wie kommen Sie dazu, die Äußerung von
Bischof Mixa als Privatmeinung abzutun? Er hat ersichtlich als Bischof zu einer Frage der Soziallehre
Stellung genommen. Lesen Sie bitte die Zusammenfassung seiner Aussagen auf den Seiten des Bistums Augsburg,
bevor Sie hier mit Begriffen wie „Knalltüten-Jargon“ um sich werfen. Dann würden Sie sehen, daß er
zunächst auf der reinen Sachebene die Familienpolitik der Koalition kritisiert hat und bestimmte dahinter
sichtbar werdende Haltungen vor dem Hintergrund eines christlich-humanen Menschen- und Gesellschaftsbildes
polemisch zugespitzt aufs Korn genommen. Was ist dagegen bitte einzuwenden?
@Methusalix: Du redest chronisch dummes Zeug Genau; die Geburtenrate in der ex DDR ist um 90% gefallen.
Dreimal dürfen Sie raten, warum das so war. Die Geburtenrate in der DDR ist nach der Wiedervereinigung
zunächst um 50% zurückgegangen und hat sich mittlerweile wieder dem West-Niveau angegelichen. Bezüglich
der Gründe muß man nicht raten, dahinter stehen nachvollziehbare Fakten: Der wichtigste Faktor liegt
darin, dass es in den Jahren nach 1989 zu einer massenweisen Übersiedlung junger Menschen (und darunter
noch einmal überproportional Frauen!) nach Westdeutschland gekommen ist. Darüber hinaus haben sich die
Lebensgewohnheiten im Osten sehr schnell an deutsche Standards angepaßt – dazu gehört auch die Erhöhung
des Erstgeburtsalters bei Frauen von 22,9 auf 26,9 Jahre. Mit der Kinderkrippe hat das alles nur sehr
wenig zu tun.
Ohne dieses Theologiewiki wird man bald nicht mehr leben können … Hier der Inhalt des Artikels „Liturgie
www.theologiewiki.de/Liturgie“: Mit Liturgie wird eine geregelte gottesdienstliche Handlung bezeichnet.
Wow, das ist wirklich tief gedacht, gekonnt verdichtet und dann prägnant formuliert.
@Hl. Georg: Tolles Pathos, … man hört direkt die Stimme vibrieren: Niemals!!! Würde uns der werte
Drachentöter denn einmal an seinem nicht-mittelalterlichen Welt-, Gottes- und Menschenbild teilhaben
lassen? Ich lausche gespannt …
Eine Lanze für den Herrn Bischof! Was wird hier mal wieder für ein Schwachsinn verzapft. Als „junge,
gutausgebildete Frau“ gehöre ich ja zur Klientel von Frau von der Leyen – muß mich in dieser Sache aber
klar distanzieren. Der Herr Bischof (übrigens kein Kardinal, daher auch keine Eminenz, wie hier zu lesen
war) hat nicht ansatzweise von „Kinder, Küche, Kirche“ gesprochen, sondern lediglich eine Politik kritisiert,
die die Doppelverdiener-Ehe mit einer maximal 1-jährigen Elterngeld-alimentierten Kinderbetreuungsphase
bevorzugt. Was soll also das ganze Geblubber vor allem der Obe- und Methusalixe hier? Übrigens: Bischof
Mixa wird nicht Erzbischof von München und Freising werden und offensichtlich ist es auch nicht sein
Ziel. Denn für solche Posten empfiehlt man sich sicher nicht, indem man einen solchen Skandal anzettelt.
Gerade die Berufung nach Augsburg war ja das klare Zeichen, dass er für M-F nicht in der Auswahl ist.
Also: Ich bin richtig stolz auf unseren Bischof :(3 . Der Politik mal richtig in den Allerwertesten treten,
gehört meines Erachtens durchaus zu den Aufgaben eines Bischofs. Zumal er – im Gegensatz zu dem abstoßenden
Seehofer-Bashing der Kölner Eminenz – voll und ganz im Recht ist.
#82 Genoveva 00:39:14 | Mittwoch, 21. Februar 2007
@Daniel Stöhr: Sinnwidrig Demnach waren also auch die Rassengesetze und ist jedes Gesetz der „BRD“ *nicht*
rechtswidrig. Natürlich waren die Rassengesetze nicht „rechtswidrig“, sondern unsittlich. Der Begriff
„rechtswidrig“ wird allgemein in Bezug auf das positive Recht verwendet – da hat Benedikt natürlich völlig
recht. Wenn Sie Jurist sind, dann bin ich Astronaut.
#14 Genoveva 00:31:07 | Mittwoch, 21. Februar 2007
Bo = Bischöfliches Ordinariat Aus gegebenem Anlaß wird darauf hingewiesen, daß gemäß Canon 846 Paragraph
3 des Kirchenrechtes bei der Feier der Sakramente die von der zuständigen Autorität gebilligten liturgischen
Bücher getreu zu beachten sind und deshalb niemand eigenmächtig etwas hinzufügen, weglassen oder ändern
darf – vergleiche Sacrosanctum Concilium 22 Paragraph 3 Das bezieht sich eindeutig auf die liturgischen
Bücher im Allgemeinen.
#11 Genoveva 23:52:07 | Dienstag, 20. Februar 2007
Witzig sind sie schon im Augsburger BO Ich bin Augsburger Diözesanin und mein Pfarrer nimmt pro Messe
ungefähr 100 „alternative Übersetzungen“ vor. „Wir bitten Dich, Herr, schau nicht auf unsere Fehler
und Schwächen, sondern auf den guten Willen so vieler“
#28 Genoveva 13:50:03 | Dienstag, 20. Februar 2007
@ruhrgebietler: Nonsens-Fabrikant Unzähligen Seelen gehen dadurch (nichtmals durch eigenens Verschulden)
auf ewig in der Hölle verloren Noch einmal durchlesen – nachdenken – noch einmal durchlesen – nachdenken
…
#12 Genoveva 13:46:14 | Dienstag, 20. Februar 2007
FREE WILLI … Melissa war 9 Jahre in der Schule, hat aber nicht 9 Schulklassen erfolgreich absolviert,
d.h. sie hat keinen Schulabschluss. Welches verantwortungsbewußte Elternpaar wäre nicht daran interessiert,
einem Kind, das anscheinend ja über ausreichende Begabung verfügt, zu einem solchen zu verhelfen? @Stephan:
Mir gefällt die Familienpolitik von Frau von der Leyen auch nicht, aber Sie interpretieren das mit „DDR
light“ trotzdem falsch. Wir haben es doch nicht mit einem Staat zu tun, der die Kinder möglichst früh
indoktrinieren will, sondern mit einem solchen, der Mütter möglichst bald wieder in den Wirtschaftsprozess
integrieren möchte. Das ist meines Erachtens ein Irrweg, aber es ist nicht „DDR light“.
Das ist durchaus erhellend, … was Sie da von sich geben. Wer den Unterschied zwischen der DDR und der
Bundesrepublik nicht anerkennt und sein Kind zu einem „Regimeopfer“ stilisiert, muß sich in der Tat nach
seiner Erziehungsfähigkeit fragen lassen.
#10 Genoveva 12:25:00 | Dienstag, 20. Februar 2007
Der Typ gefällt mir … … eine Papierschwalbe mit einem Nietzschetext während des Sonntagshochamtes
durch die Kuppel zu werfen. Das ist ein Bubenstreich auf einem erstaunlich hohen Niveau! Die spätpubertierenden
Herrschaften, die sich in diesem Forum von morgens bis nachts an den Themen „Homosexualität“ und „Pornographie“
aufg…, hätten das Zettelchen sicher „handfester“ beschriftet …
Leutchen, haltet mal den Ball flach … Niemand hat das Kind entführt – es ist auf richterliche Anordnung
einer Untersuchung und Begutachtung zugeführt worden. Ursache für die Notwendigkeit dieser Maßnahme
waren ganz offensichtlich die Eltern, die zu einer kooperativen Haltung nicht bereit waren und es vorgezogen
haben, ihr Kind zum Mittelpunkt einer Medienkampagne zu machen. Schulverweigerung ist keine Lapalie und
es ist völlig in Ordnung, daß sich der Staat hier kümmert und einmischt. Übrigens: Auch in einer guten
Familie kann eine Kind in eine Situation kommen, die ohne Hilfe von außen nicht mehr aufgelöst werden
kann. Das ist für Eltern oft nicht leicht anzunehmen. Wenn sie in dieser Situation das Kind aber in seiner
Verweigerungshaltung bestärken, zeigt das doch ein erhebliches Maß an Verbohrtheit.
#78 Genoveva 10:20:43 | Dienstag, 20. Februar 2007
@Jörg: Sie verbiegen die Tatsachen … Host Seehofer hat seinen Fehltritt weder öffentlich bedauert
noch öffentlich gerechtfertigt. Er hat sich schlicht geweigert, diese Angelegenheit öffentlich zu diskutieren.
Das ist völlig korrekt und angemessen. Niemand hat das Recht, hieraus zu folgern, daß er sein Verhalten
als richtig ansieht. Ihnen sollte bekannt sein, daß Sündigen keineswegs identisch ist mit der Ablehnung
der Gebote Gottes – diesen Schluß ziehen Sie aber offensichtlich. Meine Polemik gegen den Begriff „Werte“
haben Sie nicht verstanden. „Wert“ ist in der allgemeinen Wahrnehmung ein soziologischer Begriff, der
typische Slogan lautet: „Wir müssen zu einem Wertekonsens kommen“. Die Güter der christlichen Moral
sind aber nichts, was wir im Konsens definieren, sondern sie sind uns vorgegeben. Sie können diesen unsauberen
Gebrauch des Begriffs „Werte“ allenthalben feststellen. „Toleranz“, „Gleichheit“ sind solche typischen
Werte in unserer Gesellschaft. Das ist zunächst ja nichts Negatives, sie haben allerdings die fatale
Tendenz, gegen die christlichen Gebote ausgespielt zu werden. Daher habe ich starke Aversionen gegen die
Übernahme dieses Neusprech. Die von Ihnen angesprochenen „geistlichen Werte“ sind übrigens ein schönes
Beispiel: Das letzte Ziel des geistlichen Lebens ist Gott, das höchste Gut des Menschen. Setzen Sie hier
„Wert“ ein und alles wird flach.
Viel Wind um nichts – und keine Ahnung von Soziallehre Ein Blick auf die Website des einsiedler Welttheaters
belehrt einen, daß von von „Pornoseiten“ keine Rede sein kann. Die Betreibergesellschaft hat eine Medienpartnerschaft
mit dem „Blick“ – und dessen Homepage ist – etwas verglichen mit der deutschen Bild – ein Muster an Jugendfreiheit.
Offensichtlich mißfällt es einigen Leuten, daß es in der Schweiz Menschen gibt, die viel verdienen,
dazu noch katholisch sind und ihr Geld und ihre Zeit dafür einsetzen, eine kirchliche Veranstaltung zu
fördern. Da verstehe einer die Welt. Das merkwürdige Genäsel über die Nicht-Privatheit von Eigentum
ist irreführend. Die katholische Soziallehre lehret das Recht auf Privateigentum. Dieses unterliegt natürlich
grundsätzlich der Verpflichtung zum sozialen Einsatz. Einen offenbar unbescholtenen Manager als „Abzocker“
zu bezeichnen, halte ich für unverschämt. Er bezieht ein hohes Gehalt. In einer AG zahlt er sich das
nicht selbst aus, sondern es wird ihm von anderen zugestanden – er wird es wohl wert sein. Mir persönlich
ist ein sehr gut verdienender Vorstandsvorsitzender, der öffentlich zu seinem Katholisch-Sein steht auf
jeden Fall lieber als so mancher normal-verdienende Sesselpfurzer, der sich in seiner kirchlichen Amtsstube
die neuesten liturgischen Gags und ihre Propagierung ausdenkt.
Lieber Lorenz, ganz einer Meinung sind wir nicht Ein Christ soll natürlich den Sünder zurechtweisen,
darf ihn aber nicht verfolgen, schon gar nicht im Sinne kollektiver Verfolgung. Die Zurechtweisung des
Sünders gehört nicht in die Öffentlichkeit. Es sei denn, die Sünde wäre eine solche, die selbst Öffentlichkeitscharakter
hätte. Das ist hier aber nicht der Fall (auch nicht dadurch, daß dieser Sachverhalt aus der Privatsphäre
in die Öffentlichkeit gezerrt worden ist). Es ist sehr ärgerlich, daß der Kardinal sich an dieser Stelle
in einen mit unsauberen Mitteln geführten politischen Machtkampf hat einspannen lassen. Das ist nicht
nur nicht seine Aufgabe, sondern im Gegenteil: Das darf er nicht tun.
Quod erat demonstrandum … So läuft das immer: man weist auf die Unhaltbarkeit der „Kollaborations“-These
hin und bekommt … kein einziges stichhaltiges Gegenargument, sondern diffuse Totschlag-„Argumente“ wie
„Judenverfolgungen“, „Hexenverbrennungen“, „Kreuzzüge“, etc. entgegengehalten. ES bleibt dabei: Die ganze
„Stellvertreter“-Geschichte ist substanzlose, bösartige Meinungsmache.
@Jörg Guttenberg, Sie verzerren die Tatsachen Ein Politiker, der christliche Werte ablehnt und das auch
noch durch seinen Lebenswandel zeigt, … Herr Seehofer lehnt keine christlichen Werte ab – er hat sich
einen persönlichen Fehltritt geleistet. Das sollte er mit seiner Frau, der involvierten Dame und seinem
Beichtvater abmachen. In keiner öffentlichen Stellungnahme hat Herr Seehofer sein Verhalten als richtig
und vorbildlich bezeichnet. Die erste und zentrale Feststellung der christlichen Lehre zum Thema Moral
lautet: Wir sind alle Sünder. Das sollte auch der Herr Kardinal in Köln wissen und nicht drauflosreden
wir ein Pharisäer. Es ist nicht die Aufgabe eines Bischofs, einen ertappten Sünder öffentlich noch
einen Tritt zu versetzen. Die Tatsache, daß die moralische Verfehlung eines Politikers öffentlich wird,
macht ihn nicht per se unglaubwürdig. Das wäre nur der Fall, wenn er vorher als „Moralapostel“ aufgetreten
wäre, was hier nicht der Fall ist. Ich kann dieses Werte-Gefasel nicht mehr hören. Der christliche Glaube
kennt das Gute und er kennt auch Güter – Werte werden an der Börse gehandelt. Was bei diesem Neusprech
herauskommt, kann man ihrem Beitrag entnehmen. Dort ist vom „Wert eines Menschen“ die Rede – denken Sie
einmal einige Minuten ruhig darüber nach.
@Kurt: Was gibt es da zu lachen? Ungefähr so würde auch Herr Hochhuth seine Ablenkungsmanöver aufziehen.
Also noch einmal: aufgrund des Wahlverhaltens der deutschen Katholiken ist es eine TATSACHE, daß Hitler
in einem katholischen Deutschland nicht an die Macht gekommen wäre. Punkt. Nun lassen Sie uns bitte noch
an Ihren Geschichtskenntnissen teilhaben und sagen uns, welche katholische Monarchie in Deutschland verbrecherisch
gewesen sein soll? Da sind wir jetzt wirklich sehr gespannt.
Es ist schon beschämend, … was hier für ein Blödsinn verzapft wird. Hochhuths Meinungsmache beruht
ja auf lauter unbewiesenen Annahmen und Assoziationen, z.B.: – Der Papst habe „geschwiegen“ – der Papst
hat unermüdlich die christliche Lehre verkündet, die in allen zentralen Punkten dem Nazismus diametral
entgegengesetzt war. – Der Papst hätte „öffentlichen“ Protest erheben sollen (was ist denn die deutsche
„Öffentlichkeit“ in den Jahren 1942/43?) – ein solcher Protest hätte irgendetwas bewirkt (was denn?
bei wem denn?) Auf diese Weise ist es ihm gelungen, die Schuld an den Verbrechen der Nazis in die Nähe
der Kath. Kirche und der deutschen Katholiken zu rücken und damit die Tatsache zu verdunkeln, dass es
in einem katholischen Deutschland eine Nazi-Diktatur nicht möglich gewesen wäre. Darum ging es ihm immer
und geht es ihm auch heute noch. Köstlich übrigens, als Kronzeugen für die „Kollaboration“ Pius XII.
ausgerechnet Herrn von Weizsäcker heranzuziehen – bis in die letzten Tage ein treuer Beamter des deutschen
Nazi-Staates.
#36 Genoveva 15:41:27 | Mittwoch, 14. Februar 2007
@Daniel: Wie bitte? Die Kirche hat nie gelehrt, daß der Staat die Todesstrafe vollziehen muss. Lesen
Sie einmal die entsprechenden Passagen der Summa, dann sehen Sie das ganze Dilemma, in dem die Kirche
in dieser Frage immer war.
@Aurelius: Wie kommen Sie dazu, von einem Raum zu sprechen? Die Verwendung des Begriffs „Raum“ setzt doch
in der Regel eine Art von Abgeschlossenheit voraus. Früher wurde dies meist durch die Kommunionbank und
ihre Einbindung in das architektonische Gesamtkonzept errreicht. Was man auf dem foto sieht, sollte man
wohl besser „Altarbereich“ nennen
#58 Genoveva 15:13:56 | Mittwoch, 14. Februar 2007
@Meisner: Lesen bildet … Ein Blick ins Grungesetz hätte den Herrn Kardinal belehren können, daß sein
Satz: Die Vermittlung von Werten durch die Politik erfordere ein vorbildliches persönliches Verhalten
der Politiker. Nonsens ist. Es ist nicht Aufgabe der Politiker „Werte zu vermitteln“ (was immer dieses
merkwürdige Wort auch bedeuten mag). Es ist die Aufgabe der Politiker Politik zu machen. Ich persönlich
präferiere in dieser Position Menschen, die über ein geordnetes Familienleben verfügen. Letztlich ist
mir ein guter Finanzminister mit einer „Konkubine“ aber lieber als eine fachliche Flasche, bei der (zumindest
nach außen) das Familienleben in Ordnung ist. Man sollte sich auch klar machen, daß ein „geordnetes
Familienleben“ für einen Menschen mit einem 14-Stunden-Tag nicht leicht zu verwirklichen ist.
Si tacuisses, … Er hat ja mit manchen seiner Intuitionen und Beobachtungen sehr recht. Zu so mancher
Kirchenausstattung und so manchem Messgewand fällt einem in der Tat spontan Pater Brown ein: „Hübsch
häßlich habt Ihr’s hier“. Aber das Theologisieren sollte der Herr Schriftsteller sich besser verkneifen.
Liebe Redaktion, … dafürn, einen so ausgesprochenen anständigen, feinen und frommen Menschen als „Homokardinal“
bezeichnet zu haben, gehört Euch der schlicht der Arsch versohlt. Objektiv ist festzuhalten, daß Ihr
mit dem Thema „Homsexualität“ ganz offensichtlich ein Problem habt, dass ich mir nur mit persönlicher
Betroffenheit erklären kann. An alle: Ein Bekannter von mir hat Seine Eminenz Christoph Kardinal von
Schönborn vor einiger Zeit in einem berechtigten Anliegen einen Brief geschrieben und erhielt innerhalb
weniger Tage eine Einladung zu einer Audienz, die zeitnah stattgefunden hat.
#372 Genoveva 23:52:05 | Samstag, 10. Februar 2007
Pater Lingen: Wenn Sie hier schon den dogmatischen Inquisitor spielen, … dann lassen Sie uns dich bitte
an Ihrer ganzen Weisheit teilhaben. Mich würde doch sehr interessieren, was der Satz aus „Deus Caritas
est“ mit dem zitierten Anathema zu tun haben soll. Wo spricht der Heilige Vater davon, daß Gott uns notwendig
so liebt, wie er sich selbst liebt?
@Bernardo: Punktlandung! Mit dem Begriff „Diskontinuität“ haben Sie den wunden Punkt des ganzen Problems
angesprochen. Das ist das Elend: Hüben wie drüben ist das Verständnis dafür verloren gegangen, daß
es in der Kirche, die der lebendige Herr selbst ist, einen solchen Bruch gar nicht geben kann – und das
II. Vatikanische Konzil ein solcher natürlich nicht war. @Gotthard: Mit meinem Pfarrer (ca. 60 Jahre
alt) könnte ich über diese Fragen auch nicht sprechen, weil er ein typischer Vertreter seiner Generation
ist. Seine ganze priesterliche Existenz scheint mir manchmal auf der von Bernardo beschriebenen Diskontinuität
aufzubauen: „Es ist jetzt alles anders“. Daß große Teile der Gläubigen sich für liturgische Fragen
gar nicht interessieren und sich an die ganz normale Flachheit der „gestalteten“ Gottesdienste gewöhnt
haben, sollte niemanden mit Triumphgefühlen erfüllen.
Bernardo: Diese Frage ist nicht mit „höchster Autorität“ beantwortet. Es gibt einen Brief von Kardinal
Arinze, der sich auf einen Wunsch des Heiligen Vaters bezieht und (Sie verzeihen die Wortwahl) recht mäßig
argumentiert. Über die Frage, was die gefährlichsten populären Irrtümer sind, kann man sehr unterschiedlicher
Meinung sein. Wenn ich mich in diesem Forum umsehe, dann habe ich den Eindruck, dass ein sehr populärer
Irrtum darin besteht, die Tatsache zu leugnen, daß Christus sein Blut für ALLE Menschen vergossen hat.
@Gotthard et al: Ich muß mich wohl klarer ausdrücken … Mich stört an diesem Bild die Verbindung aus
den eucharistischen Gaben auf dem Altar und der offensichtlichen allgemeinen Heiterkeit.
@Bussmann: Wenn die Leute das Evangelium „bei aller Liebe“ nicht mehr verstehen, dann lassen wir es eben
weg. Ich fürchte (und hoffe), Sie wissen gar nicht, was Sie da sagen. So etwas für „urkirchlich“ zu
halten, ist mehr als grotesk.
@Bernardo: Sie verwirren die Kategorien Wenn ich meine Meinung zu einer theologischen Frage äußere,
dann richte ich damit nicht die Kirche und den Papst, auch wenn er an dieser Stelle eine andere Meinung
vertritt. Sollte das deutsche Messbuch geändert werden, werde ich das in der für einen Katholiken angemessenen
Weise akzeptieren. Dieser Forum ist aber voll mit Leuten, die über den Weg, den die Kirche in den letzten
40 Jahren unter der Leitung ihrer Hierarchie gegangen ist, richten. Das reicht von der (teilweisen) Ablehnung
eines ökumenischen Konzils über die Unterstützung schismatischer Bischöfe und ihrer Anhänger bis
zu dem Irrsinn, sich selbst für den heiligen Rest dieser Kirche zu halten. Der lateinische Text braucht
nicht geändert werden – es geht um die Frage, was er meint und wie er sachgerecht und sinngemäß ins
Deutsche zu übersetzen ist. Wenn Sie den Brief von Kardinal Arinze gelesen haben, dann können Sie wissen,
daß die Bedeutung des „pro multis“ dogmatisch eben nicht eindeutig ist.
Nein Gotthard, es geht nicht nur um die Predigt Schauen Sie z.B. dieses Bild www.dioezese-linz.at/…mg/Bild%205.JPG.html
an, dann sehen Sie wahrscheinlich und verstehen Sie hoffentlich was ich meinte.
@Benedikt: Da hast Du einfach recht Ich lasse mir eine Narrenkappe bei der Predigt ja noch eingehen (bei
mancher Predigt denke ich sie mir ohnehin dazu), aber mit einer Narrenkappe auf dem Kopf das Hochgebet
sprechen, ist einfach von der Sache her nicht möglich. Der Grundgedanke des Karnevals – alles Menschliche
ist vergänglich und kann daher auch humoristisch hinterfragt werden – ist ja nicht unchristlich. „Alles
ist Windhauch“ sagt die Schrift dazu. Aber für die Eucharistie gilt das eben nicht, niemals und in keiner
Weise.
@freddie schenk Da kommt man wohl mit einem gewissen Automatismus hin, wenn man der Kirche Jesu Christi
nicht mehr als Gläubiger angehört, sondern als Richter gegenübersteht.
Adamah & maureen Es handelt sich um keine Fotomontage. Die von Euch als Hinweis auf eine solche interpretierten
Stellen im Bild sind sogenannte Artefakte, die immer dann entstehen, wenn man das Dateiformat JPEG mit
hoher Kompression benutzt.
Na klar, und jeder vernünftige Mensch sieht sofort, daß die eine heilige, katholische und apostolische
Kirche Jesu Christi im Jahre des Heils tweitausendundsieben aus Pater Lingen und Dani, dem Sedi besteht
…
Diese ganze Diskussion hier ist ziemlich daneben Der theologisierende Oberstudienrat mag seine Freude
daran haben, von „korrekter“ Übersetzung zu faseln, das kann aber nichts daran ändern, daß die theologisch
sachgerechte Übersetzung „für alle“ lautet. Im ganzen Kontext des Einsetzungsberichtes gibt es keinen
Hinweis auf die subjektive Aneignung des Heils. Es ist also vom Heilswillen die Rede und der gilt nun
einmal allen Menschen. Die Unterstellung, Jesus Christus habe bei der Ankündigung seiner Heilstat Wert
auf die Feststellung gelegt, dass es Menschen geben kann, die sich ihr verweigern, ist sinnwidrig.
@Stimme aus dem Tradiland Ich weiß, daß es in diesem Forum nicht gerne gesehen wird, wenn Frauen die
Formulierung „Lesen hilft“ verwenden, aber man kommt um die Einsicht nicht herum: Lesen hilft und will
gelernt sein. Wer sich nur ein wenig mit der Aussagelogik von „Quo primum“ beschäftigt, der sieht folgendes:
Pius V. geht es darum, daß es in Zukunft nur einen römischen Ritus gibt, dieser von allen zu benutzen
und genau zu befolgen ist (mit den bekannten Ausnahmen für die alten Riten) und daß es keine andere
Autorität für die Ordnung der Messe gibt als den Römischen Papst. Es geht um die Einheitlichkeit des
Ritus – nicht mehr und nicht weniger. Wer daraus ableitet, Pius V. habe auf ewig die Reform des Missale
durch die Autorität der Römischen Kirche verhindern wollen, verwechselt Sinn und Wortlaut.
Erfreulich … zu sehen, dass sich in diesem Forum langsam ein Konsens auf hohem Niveau bezüglich der
Fragen nach dem Römischen Ritus herausbildet. Dank an Katharian, stat crux, usw. Leider gibt es noch
ein paar Ausnahmen: @Jean, Ihr Interpretationsvorschlag ist absurd. Wenn sich die Bischöfe der Hl. Röm.
Kirche zu einem Konzil versammeln und die Erneuerung der Römischen Liturgie beschließen und hierfür
Leitlinien entwickeln, anschließend der Römische Papst ein neues Römisches Meßbuch herausgibt, dann
kann man dies beim allerbesten Willen nicht als Etablierung eines weiteren Ritus interpretieren. Stöhr:
Hören Sie doch endlich auf, Ihre dogmatische Inkompetenz zu prostituieren. Eine Definition der Messe
ist nicht dadurch häretisch, dass sie einen anderen Schwerpunkt setzt. Dies wäre nur der Fall, wenn
sie eine definierte Glaubenswahrheit über die Messe explizit leugnen würde. Die Definition sagt aber
keineswegs, daß die Messe NICHT die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers sei.
Ein bißchen schmunzeln muss man schon … wenn man den Umgang mit Zahlen bein einigen Leuten betrachtet.
Wenn es um die Zulassung der Messe nach dem MB62 geht, wird immer der Eindruck vermittelt, als seien die
Anhänger der Tradition Legion. Wenn es nun um die Anzahl der Berufung geht, dann wird das Rekrutierungspotential
wieder klein geredet. Fakt ist, dass alle der Tradition verbundenen Gemeinschaften (Pius, Petrus, Christus
König) in Deutschland (im Vergleich zu anderen Ländern) geringe Nachwuchszahlen haben. Das ist kein
Vorwurf – man sollte dann nur vorsichtig sein, über die leeren Seminarien der „Konzilskirche“ zu lästern
und diese als Beleg für die eigenen Deutungen der aktuellen kirchlichen Lage heranzuziehen.
Ein ehrliches Wort … Das sollte sich die Schwätzer in diesem Forum einmal hinter die Ohren schreiben:
Auch traditionalistische Gruppen leiden in Deutschland unter dem Priestermangel Niemand lebt außerhalb
der soziologischen Realitäten.
Na ja, … man kann sich bei einem solchen Interview schon fragen: Was soll eigentlich dabei herauskommen –
außer eben dem ewigen „George Clooney des Vatikans“-Geschwätz.
@Konrad Wie kommen Sie darauf, daß in Humanae Vitae nicht von der Beichte die Rede sei??? „Deshalb sollen
die Eheleute die ihnen auferlegten Opfer bereitwillig auf sich nehmen, gestärkt durch den Glauben und
die Hoffnung, die „nicht zuschanden werden läßt: denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ward“. Sie sollen ferner in inständigem Gebet die Hilfe Gottes
erflehen und vor allem aus der immer strömenden Quelle der Eucharistie Gnade und Liebe schöpfen. Sollten
aber Sünden ihren Weg hemmen, dann mögen sie nicht den Mut verlieren, sondern demütig und beharrlich
zur Barmherzigkeit Gottes ihre Zuflucht nehmen, die ihnen im Bußsakrament in reichem Maße geschenkt
wird.“
doch, es ist peinlich … Man muss ja nur das dazugehörige Bild in der Zeitung anschauen (eine Gegenüberstellung
von Mons. Gänswein und einem Versace-Herren-Model). Farbenblind ist der Autor des Artikels www.faz.net/…common~Scontent.html
leider auch noch: „leuchtend rote Seidenschärpe“ …
Was für ein Durcheinander … Die Hexenverfolgung ist natürlich nicht von Martin Luther erfunden worden,
sondern er war hier ein Kind seiner Zeit (was allerdings das merkwürdige Bild korrigieren kann, das z.B.
der gleichnamige Film von Luther zeichnet) Richtig ist, dass es Prozesse mit tödlichem Ausgang ganz überwiegend
in den protestantisch dominierten deutschen Landen sowie in England, Schottland und den Niederlanden gegeben
hat und kaum in den katholischen Ländern Spanien und Italien. Eine Ausnahme bildet das katholische Polen.
Auch muss man berücksichtigen, dass es in den katholischen Gebieten Deutschlands durchaus zu massiven
Verfolgungen gekommen ist (Rheinland, Eichstätt, etc.). „zeitundewigkeit“ ist aber insoweit Recht zu
geben, als das durchschnittliche Vorurteil „Im Mittelalter hat die katholische Kirche Millionen von Frauen
als Hexen verbrannt“ in jeder Hinsicht falsch ist: Es handelt sich nicht um das Mittelalter, sondern um
die Frühneuzeit, ausführendes Organ war in der Regel die weltliche Gerichtsbarkeit, die Opferzahl liegt
bei ca. 40-60.000 und es waren keineswegs nur Frauen von der Verfolgung betroffen. Der Artikel Hexenverfolgung
de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung bei Wikipedia ist übrigens auf einem sehr guten Stand und Niveau.
Da schau her … 1. die Redaktion bringt auch einmal einen interessanten Beitrag zur Erforschung der Reformationsgeschichte –
Respekt und Lob! 2. Dies ist der einzige Beitrag seit langem, der nach 24 Stunden noch keinen einzigen
Kommentar aufweist. Wir lernen daraus: die „Kundschaft“ von Kreuznet will einfach über nichts anderes
diskutieren als die „missa tridentina“ und … Homosexualität. Schade!
@st. georg daher weiß er, das teile des alten ritus „dumm“ sind – wo er recht hat… Man kann bezüglich
der Frage der Zulassung des Messbuchs von 1962 ja unterschiedlicher Ansicht, aber was habe ich mir denn
unter „dummen Teilen“ vorzustellen?