Mittwoch, 14. Februar 2007 12:56
Lesername: Lorenz
Beiträge: 396
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Sonntag, 15. Juni 2008 19:46
Lorenz: @Florian Geyer
Die Entscheidung zwischen einer präventiven und einer passiven sicherheitspolitik hat Bush sicher nicht völlig allein, sondern auf Expertenrat hin gefällt.

Was mich wundert ist, dass an den Stammtischen dieser Welt überall viel größere Experten sitzen, die die Irakinvasion kompetent zu beurteilen imstande Sinn.

Was mich ärgert ist, dass selbst ÖR-Medien, die bequeme und billige Bush-Aversion, die sozusagen die herrschende Auffassung der gesamten Weltöffentlichkeit ist, bequem und billig teilen und weiterverbreiten.

Bush ist ein Sündenbock, ob fehlerhaft oder fehler(failure)frei – soviel ist klar
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Samstag, 14. Juni 2008 23:38
Lorenz: Missetaten Bushs?
Da sich bisher nur Matt gegen dieses zum Allgemeinplatz gewordene Bush-Bashing ausgesprochen hat, will ich mich Matt anschließen.

Bush wird m.E. völlig zu unrecht in unseren Medien und der Öffentlichkeit geschlachtet. Dies beweisen absurde Äußerungen wie auch hier: „an seinen Händen klebt das Blut hunderttausender Iraker“. Attribute wie „Kriegstreiber“ und „Unterstützer der Öl- und Rüstungslobby“ sind alle dermaßen blödsinnig, dass man sich wegen ihrer wie selbstverständlichen Akzeptanz auf breitester Front nur fragen kann: Bin ich verrückt oder sind es die anderen?

Bushs Politik reagiert rational auf die Sicherheitsprobleme der Welt – ob erfolgreich oder nicht. Bush die Schuld für diese Sicherheitsprobleme und deren Folgen zu geben, bedeutet, von einer Meinungskaskade mitgerissen worden zu sein.

Warum der Antiamerikanismus ein Markenzeichen von kreuz.net ist, habe ich noch nicht kapiert.
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Samstag, 14. Juni 2008 20:45
Lorenz: Peter Pan;
Nun das mit der Spezialisierung ist einfach zu erklären.

Unsere Politiker erfahren erst nach der Wahl, dass sie in Staatsämter kommen. Sie bilden sich dafür nicht aus. Dies ist bei einem geborenen Staatsmann natürlich anders.

Dass ein Monarch vom Talent her verglichen mit seinen Spitzenbeamten ein Trottel sein kann (vgl. Windsor) wird durch sein Training von kleinauf ausgeglichen. Die Monarchie kennt bei gänzlich ungeeigneten Herrschern auch noch die Vertretung durch einen Regenten. Unsere Politiker kommen zar wettbewerblich in ihre Ämter, jedoch welche Fähigkeiten zählen in diesem Wettbewerb? Sie wissen es.

Dass es auch iliberale Monarchien gibt (Preußen mit Schulpflicht und Wehrpflicht, aber mit ostentativer Religionsfreiheit), ändert nichts an dem Grundproblem der Demokratie, jede Einschränkung der Freiheit mit Verweis auf die mehrheitliche Legitimation rechtfertigen zu können.

Eine Ausweitung demokratischer Herrschaft durch den Lissabon-Vertrag öffnet das Tor für den Leviathan, weil eine wettbewerbsföderalistische Kontrolle dieses Europa zunehmend schwieriger wird.
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Samstag, 14. Juni 2008 16:22
Lorenz: Peter Pan
Nun aber mal halblang, sonst bezeichne ich Sie noch als Geschichts-LK’ler und ich will doch partout nicht über andere Leser spotten.

Was Sie über die Monarchie schreiben, passt bestenfalls zur Diktatur.

Als der amerikanische Präsident sich 1910 mit Kaiser Franz Josef traf, fragte er den Kaiser, was denn ein Kaiser im 20. Jh. noch für eine Aufgabe habe. Der war um die Antwort nicht verlegen: Ich muss meine Völker vor ihren (demokratisch gewählten) Regierungen beschützen.

Uns fehlt so ein Kaiser: Was Ludwig der Sonnenkönig (der Staat bin ich) nie gewagt hätte, ist bei uns Realität:

Wehrpflicht, Einkommensteuern („the king should live on his own“), Rauchverbot (Prohibition), Bürokratie.

Sie haben ein vollkommen verzerrtes Bild, was die Aufgabe eines Monarchen in einem Staat ist. Der Monarch entscheidet nur dann, wenn dezentrale staatliche Einheiten keine sinnvollen Entscheidungen fertigbringen. Er ist ein Spezialist in Dingen des Staates, während unsere zufällig in Ämter gespülten Politiker Amateure sind.

Alles worum ich Sie bitte, ist ein bisschen mehr Demokratieskepsis, weil Demokratie eine Diktatur der Meinungen (von Nichtexperten) ist.
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Samstag, 14. Juni 2008 14:37
Lorenz: @Peter Pan; Wahlen
Wahlen sind doch der Weg, die Diktatur der Demokratie zu rechtfertigen.

Die Phrase „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ ist ein Oxymoron, so wie „schwülheißer Wintertag“.

Eine Demokratie kann Freiheit viel legitimer einschränken, als eine Monarchie (deren Sinn immer die Verteidigung der Freiheit ist).

Und die Demokratrie beschränkt die Freiheit dann auch in einer Weise, wie es kein Monarch jemals gewagt hätte. Sie beruft sich dabei auf die (rational uninformierte) Mehrheit, was ein Monarch nicht kann.
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Donnerstag, 12. Juni 2008 13:26
Lorenz: @Nachtlaterne
Wegen des Versmaßes bekommen Sie sicher gleich eine Standpauke, bei der Ihnen das dichten vergeht.

Allerseits viel Geduld miteinander!
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Donnerstag, 12. Juni 2008 11:16
Lorenz: Wie bewertet die evangelische Kirche den Bruch der Weiheversprechen?
Bezügl. Papsttreue, Zölibat und dieser Dinge hat der gute Mann es sich doch nun anders überlegt. Toleriert die ev. Kirche das kommentarlos? Völlige Kritiklosigkeit auf evangelischer Seite grenzte ja fast an Hehlerei. [mehr…]
Dienstag, 10. Juni 2008 17:35
Lorenz: @Brandenburgis; Ich muss Ihnen wohl zustimmen
Vor allen Dingen, was Janßens Hoffnung auf Akzeptanz in der neuen Umgebung anbelangt.

Ein Konvertit ist einer, der es ernst meint. Der ist für die Lauen eine Gefahr. Janßen wird wohl aufpassen müssen, nicht als superkatholischer Besserwisser zu gelten. Aber dies gilt nur für die engen Kreise einer Pfarrgemeinde. Ansonsten sollte die katholische Welt doch aufnahmefähig sein, für alle denkbaren Gestalten, die sich ihr zuwenden.

Dass die „konfessionelle Grundierung“ so stark die Beziehungen strukturiert, dürfte auch an unserer PC-Kultur liegen, in der einjeder zu den Guten gehören möchte, ohne zu wissen, was das Gute ist. So wird das Gute dann relativistisch von den Meinungen hergeleitet, welche ihrerseits auch durch die Zugehörigkeit zu irgendeiner Konfession prognostiziert werden können.
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Dienstag, 10. Juni 2008 15:59
Lorenz: Wenn schon katholisch, dann richtig…
… dürfte Janßens Zielstelung sein. Ich vermute, dass es nicht die Sakramente allein, sondern auch eine (vielleicht heimliche) Begeisterung für die Tradition ist, die zu solch einem Schritt antreibt.

Eine Frage an Leser Brandenburgis:

Warum meinen Sie, dass Janßens Umfeld sich von ihm abwenden wird?
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Donnerstag, 5. Juni 2008 11:55
Lorenz: @Uhrmacher
Die zwei Treffer waren Postings des Lesers Nachtlaterne.

Versuchen Sie es mal mit „saboism“. Da gibt es viele Treffer. Wenn Sie eine Definition finden, bitte posten. Danke.
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Donnerstag, 5. Juni 2008 09:53
Lorenz: @Vineta
Sie waren aber noch lange auf. Tut mir leid, dass ich meinen Part nicht kompetenter gespielt habe. Ich verspreche B XVI in Zukunft noch(!) kritischer zu sehen. Bis zum nächsten Thema. Grüße, L. [mehr…]
Donnerstag, 5. Juni 2008 00:16
Lorenz: @Vinata
Nur damit Sie ruhig schlafen können: Ich bin kein Funktionär. Leider.

Vermutlich haben wir sehr ähnliche Grundhaltungen. Nur, Ihr Benedikt-Bashing halte ich für übertrieben. Der Papst muss die Spannungen berücksichtigen, die er mit einem klareren Kurswechsel im Kirchenschiff verursachte. Die Kirche ist – um im Bild zu bleben – ein wenig torsionssteifer Kahn.
Denken sie doch an die letzte Enzyklika. Da lesen wir: Die Botschaft von ewiger Verdammnis und Fegefeuer ist wahr und gehört logisch zur Frohbotschaft dazu. So klar hätte es JPII nie gesagt und Frau Käßmann sowieso nicht.

Also: Wenn Sie BXVI schon nicht mögen, sehen sie ihn doch als geringstes Übel, so wie ich Frau Merkel als geringstes Übel sehe.
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Mittwoch, 4. Juni 2008 21:33
Lorenz: @Vineta, Koranküsse
Ist es so, dass sich B XVI über den Tisch ziehen lässt? Ich bin kein Experte, doch scheint es mir, als würde er den Kurs seines allumarmenden Vorgägers sanft korrigieren. Sie wünschen sich einen deutlicheren Papst? Ich auch.

Ich beobachte die Feindschaft der Muslime, gerade der hier lebenden, unserer Kultur gegenüber auch mit Sorge. Das Problem ist – und so kehren wir zum Ausgangspunkt Käßmann zurück –, dass ein relativistisches Gutmenschenchristentum genauso wenig zu unserer Verteidigung beiträgt, wie der Protektionismus, den Sie sich scheinbar wünschen.

Es geht nicht ohne ganz klares, mit breiter Brust vorgetragenes, christliches Bekenntnis. Das müssen wir von Amerika lernen. Es wird nichts aus Dialogen herauskommen, wenn man in der Wahrheitsfrage wackelt und ein Gegenüber hat, dass seinen Glauben hingegen dummdreist als Absolutum verkauft.

Ein christlich-muslimischer Dialog über Religion scheint mir ungefähr so sinnvoll, wie wenn ein Mathematikprofessor und ein Drittklässler, der gerade das Einmaleins verstanden hat, über die Grundlagen der Mathematik handelseins werden wollen. Der Mathematikprofessor redet sich überdies ständig ein, er könne nicht sicher sein. Der Drittklässler glaubt fest, dass er alles verstanden hat, wenn er weiß, dass 6x7=42 ist. Und vor so einem Drittklässler will sich der Papst nicht in die Hose machen. Das muss man (ob klug oder nicht) verstehen.
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Mittwoch, 4. Juni 2008 21:09
Lorenz: @unteroktav; 17.22 Uhr
Warum sollte es Alois Bischof „wurscht“ sein, ob die anderen ins Verderben laufen. Vielleicht teilt er Ihren Heilsegoismus nicht. [mehr…]
Mittwoch, 4. Juni 2008 10:36
Lorenz: Da hier immer noch kein Ende gefunden
Lieber Vineta,

seien Sie doch nicht immer gleich auf der Palme. Auch nicht wegen Heinrichs Kurzkommentar.

Ich denke, Ihre sichtweise dessen, was der Papst sagen und tun sollte, ist mit des Papstes Auftrag nichgt überein zu bringen. Zwar haben die Päpste in der Geschichte oft die Verteidigung des Abendlandes (mit-)koordiniert (Hlg. Pius V. etwa), aber unser Papst denkt möglicherweise, dass das Christentum, insb. der Katholizismus, aus der Defensive heraus muss. Das Christentum darf der apokalyptischen Schlacht, wenn Sie so wollen, nicht ausweichen – auch wenn das eine Rückkehr der Märtyrerkirche bedeuten könnte, auch wenn es ein Weg ist, der alles wandelt.

Ihrem Einwand, dass der Papst das derzeitge Abendland für nicht besonders verteidigenswert halten könnte, halte ich entgegen, dass Europa (der Westen) Reste einer Kultur birgt, ohne deren Bewahrung auch kein Neubeginn möglich sein dürfte.
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Dienstag, 3. Juni 2008 22:14
Lorenz: Vineta; Papst und Islam
daß dem Papst ein islamisches Deutschland schon in 15 Jahren ( bei EU-Beitritt der Türkei) lieber ist als erst in 30-40 Jahren.
Warum denn keine christliche Türkei?

Geben sie die Seeln der Türken doch nicht so einfach verloren. Ich bin kein evangelikaler Missionar. Aber an die Seelen der verblendeten, ungläubigen Türken denke ich jetzt voller Sorge.
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Dienstag, 3. Juni 2008 19:27
Lorenz: @Vineta; Käßmann und Türkei
Bitte halblang. Erst beschweren Sie sich, dass kreuz.net zur Amüsiermeile verkommt (gebe Ihnen recht) und wenn dann jemand Ihren inhaltsvollen Gedanken aufgreift, sind Sie gleich obenheraus.

Der Punkt war, dass Käßmann gegen den Türkeibeitritt ist und der Papst, wie Sie sagen, dafür.

Ich vermute, dass gleichzeitig gilt: Der Papst will ein christliches Europa, das die kulturelle Kraft hat, die Christlichkeit der Welt zu befeuern. Ich bezweifle, dass Frau Käßmann ähnlich weit denkt.

Der Papst sieht die Türkei als ein Land mit überragender christlicher Tradition. Frau Käßmann sieht den tödlichen Halbmond.

So erkläre ich mir Ihren Befund. Liebe Grüße
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Dienstag, 3. Juni 2008 17:09
Lorenz: @Gotthard lsbkb-credo
Schon gut. Man müsste also fragen, ob Kind Gottes und Sohn Gottes nicht zu trennende Begriffe sind. Der Sohn Gottes ist jedenfalls kein Kind Gottes, weil er Gott selber ist als Vater und Sohn in einer Person.

Aber darum geht es nicht. Es geht um die sozialrevolutionäre, ökopazifistische Fehldeutung des Christentums, über die sich der Antichrist die Hände reibt.

Das Christentum wird auf den Kopf gestellt, wenn es zu einer Verfolgerreligion gemacht wird. Bitte bedenken Sie dies, Gotthard. Danke.
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Dienstag, 3. Juni 2008 16:09
Lorenz: Kath.net > Kreuz.net
Zumindest nach Alexa.com:

Kath.net ist die 124000ste und Kreuz.net die 174000ste Seite im Aufrufranking des gesamten Internet.
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Dienstag, 3. Juni 2008 15:55
Lorenz: Vineta Käßmann vs. Benedikt
Vielleicht können wir dieses sagen:

Der Papst hat keine Angst vor der Glaubenskonkurrenz Islam. Er weiss, dass „sein“ Produkt das zigfach überlegene ist, auch wenn das die religionsnachfragenden Menschen noch nicht alle geschnallt haben. Also: Der Papst ist völlig angstfrei und braucht keine institutionellen Wettbewerbshemmnisse.

Frau Käßmann, die gar nicht weiß, was ihr Produkt ist, die von den Resten einer aussterbenden (ehemals verdienstvollen) evangelischen Frömmigkeitstradition lebt, hat die Hosen natürlich voll und fordert ein islamfreies Europa.
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Sonntag, 1. Juni 2008 23:50
Lorenz: Lieber Defensor; „zum Sohn und zur Tochter Gottes“
Ich gehöre nicht zu den Homothematisierern in diesem Forum. Was Sie da aber bei der lesbisch-schwulen-Basiskirche Basel ausgegraben haben ist, wie ich hoffe, noch nicht repräsentativ für die Christenheit.

Ich schiebe diesen Absturz in die Hände Satans hier nicht auf lesbisch-schwul, nicht mal auf Basel, sondern auf „Basiskirche“.

Verhunzungen des Apostolicums sind leider keine Seltenheit bei den Protestanten.
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Sonntag, 1. Juni 2008 20:07
Lorenz: methusalix
Wie war das gemeint mit dem blühenden China?
Meinten Sie die Viertelmillion Selbsmorde pro Jahr?
Meinen Sie die Öko- und Naturkatastrophen?
Meinen Sie den Umgang mit Flüchtlingen aus Nordkorea?

Oder meinten sie die doch die Außenhandelsbilanz?
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Sonntag, 1. Juni 2008 19:54
Lorenz: Was ist eine Taufe?
Die Forderung nach „Entexorzierung“ des katholischen Ritus zeugt mal wieder von beneidenswertem theologischen Sachverständnis. [mehr…]
Samstag, 31. Mai 2008 22:02
Lorenz: GEZ-Fernsehen
Die Sendung war wirklich extrem tendenziös. Die Helden waren Zollitsch und Priester, die für die Abschaffung des Zölibat, Frauenordniation und Interkommunion beteten. Die Schurken waren Bischof Müller und dessen im archaischen Glaubenskosmos gefangene Priester, die für die Seelen derer, die im Fegefeuer sind, beteten. Solche Fürbittaktivität galt dem Redakteur als ganz rückschrittlich. Fürbitten für die, die vor den ewigen Richterstuhl getreten sind, sollte es nach dessen Darstellung scheinbar nicht geben.

Böser Müller, guter Zollitsch- Das klare Credo dieser Sendung.
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Freitag, 30. Mai 2008 11:14
Lorenz: Sozialkatholisch: „ohne Gott kommt das Chaos“
gestatten Sie mir zu ergänzen: Ohne den wahren Gott, kommt das Chaos.
Wenn ich das goldene Kalb der Marxisten, die Gerechtigkeit, verehre, geht mir die Ordnung ebenso verloren, wie wenn ich das goldene Kalb der Protestanten, die Freiheit, verehre.
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Freitag, 30. Mai 2008 10:55
Lorenz: Die Wahrheit sieht man immer nur mit den Augen der Opfer
Also: Will ein Baby leben, wenn es eine bestimmte Genkombinantion trägt?

Oder ist es unser Denken, das urteilt:
Das ist aber ungerecht, dass dieser Mensch kränker ist als andere: Diese Ungerechtigkeit lassen wir dem Schöpfer nicht durchgehen.
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Freitag, 30. Mai 2008 10:27
Lorenz: absurdes Denken
Wenn ich Brustkrebsbabys abtreiben lasse, denke ich in etwa so:

Dieses Baby könnte schon mit 45 sterben. Das ist aber ungerecht, weil viele Menschen es bis 80 schaffen. Als Befürworter der Gerechtigkeit fordere ich jetzt die Beseitigung ungleicher Lebenserwartungen.
Auch ungleiche Lebensqualität passt mir nicht, weshalb arme Eltern abtreiben sollten.

Irgendwann können wir dann die Ungleichheit ganz wegzüchten, dann brauchen wir niemanden mehr abzutreiben und Gottes Plan von einer Schöpfung der Vielfalt und der Schaffung von Gerechtigkeit durch Ihn als ewigen Richter ist erfolgreich durchkreuzt.
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Donnerstag, 29. Mai 2008 15:09
Lorenz: Frasim und Bernd
Ich würde Ihrer Einschätzung, Frasim, gerne zustimmen, dass die mutmaßliche Form des letzten Abendmahles nicht in allem für die Zelebration des Meßopfers maßgebend ist.

Dass sich Liturgie immer entwickelt hat, Bernd J., ist schon klar. Aber hat sie sich immer entlang der Vorlieben der Gläubigen entwickelt? Haben Nichtexperten, Laien, die liturgische Entwicklung vorangetrieben?

Das würde mich wundern.
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Donnerstag, 29. Mai 2008 12:59
Lorenz: Lieber Bernd Jupp
Der „Wunsch der Menschen“ kann ja nun kein Kriterium für die Gestaltung des Ritus sein.
Dass die liturgische Praxis diesen vermeintlichen Wünschen nachzukommen sucht, ist ja das bejammernswerte an ihr.

Die Frage nach der richtigen Form muss mit theologischem Sachverstand von Experten beantwortet werden. Die Antwort findet sich nicht in einer Anpassung an das Nachfrageverhalten. Sonst müsste man Volksfeste und Gaudi statt Demutsübungen anbieten.

Diesen Unterschied zwischen einem Messritus und einer Sorte Apfelmus werden Sie doch konzedieren, oder?
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Donnerstag, 29. Mai 2008 10:19
Lorenz: Zustimmung Gotthard
Man kann das Latein nicht damit verteidigen, dass es für das persönliche Gebet geeigneter wäre.

Allerdings ist die Umkehrung der Aussage, die ich von meinem Pfarrer kenne, auch falsch. Es gilt: Man kann prinzipiell in einer Fremdsprache beten, wie man in einer Fremdsprache fluchen oder flirten oder träumen kann.

Für das kollektive Gebet sind wieder ganz andere Überlegungen maßgeblich.
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Dienstag, 27. Mai 2008 20:42
Lorenz: Rückendeckung
Matt hat es erfasst. Die Zelebration des Opfers mit Blick zum Altar zu verstehen heisst, die Schutz- und Ordnungsfunktion des Priesters zu verstehen. Ein unschuldiges Opfer würdig darzubringen geht nur, wenn man es nicht demokratisiert. Deswegen das Latein, deswegen das Gemurmel, das die Gemeinde kaum hört, deswegen der Rücken des Priesters zwischen Gemeinde und Sakrament. Die Demokratisierung pervertiert den Kult ins Archaische. Sie ist ein Atavismus. [mehr…]
Sonntag, 25. Mai 2008 22:22
Lorenz: Ist kreuz.net kleingläubig?
Wieso hat man hier so viel Angst vor den Meinungen. Es ist doch immer ein gutes Zeichen, wenn die Welt die Kirche hasst.

Eine von der Welt geliebte Kirche?

Wer braucht denn so etwas?
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Freitag, 23. Mai 2008 10:33
Lorenz: Konversionshindernis…
für konservative oder fromme Protestanten ist die katholische Kirche selbst, die es vielerorts allzu protestantisch treibt. [mehr…]
Donnerstag, 22. Mai 2008 21:53
Lorenz: Off-topic
Hat jemand diesen super-tendenziösen Phoenix-Beitrag über den Modernisierungsaufbruch in der deutschen RKK gesehen?

Grundtenor: Der gute Zollitsch und der böse Müller.

Der Redakteuer interviewte Priester, die für die Frauenordination, für gemeinsames Abendmahl und für die Lockerung des Zölibates beten. Zum Kontrast wurde ein Priester aus der Diözese Regensburg beschrieben, der über das Fegefeuer predigt.
Dies galt als „archaischer Glaubenskosmos“.

Das alles ist mit Zwangsbeiträgen bezahltes Fernsehen.
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Mittwoch, 21. Mai 2008 15:08
Lorenz: Extra nochmal nachgelesen
Frau Knobloch will eine Rücknahme der neuen Fassung der lateinischen Fürbitte (ZdJ: „Rücknahme der von Papst Benedikt XVI. eingeführten Änderungen bis zum Katholikentag“).

Sie will also die alte Fassung. Das ist irgendwie unbegreiflich. Die Frau scheint in der Sache einfach uninformiert.
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Mittwoch, 21. Mai 2008 13:27
Lorenz: Die Frage der Fürbitten…
… muss mit theologischem Sachverstand gelöst werden. Da hilft kein Dialog und keine Diplomatie.

Frau Knobloch führt einen sinnlosen Kampf, wenn sie das nicht einsieht.

Wo bleibt ihr Aufschrei wider den latenten Antiisraelismus in der deutschen Mehrheitsgesellschaft?
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Mittwoch, 21. Mai 2008 13:19
Lorenz: Frau Knobloch
sucht sich vermeintlich leichte Gegner. Sie will sich als Interessenvertreterin profilieren und tut es auf eine risikoarme Weise. Die Falschmeldungswelle zu den Karfreitagsfürbitten ist nun ihr Ding. Meines Erachtens erweist sie den jüdischen Interessen einen Bärendienst mit diesem völlig sinnlosen Kampf.

Frau Knobloch sollte den Antiisraelismus auf das Korn nehmen und den Antiamerikanismus gleich mit. Das wäre eine lohnende Aufgabe. Ihr völliges Unwissen in Dingen katholischer Dogmatik zu offenbaren und lächerliche Kritik zu üben macht sie schwach und schadet den jüdischen Interessen.
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Samstag, 17. Mai 2008 11:25
Lorenz: @Pro Germania s.
Die Frage, ob die Göttlichkeit Jesu von Anfang an auf der Hand lag oder sich erst durch die Lehre der Kirche bestätigt hat, berührt die Frage nach dem Für und Wider der Judenmission nicht. Wenn ich Jesus als den wahren und ganzen Herren (eines Wesens mit dem Vater) lehre, impliziert dies seine Anbetungswürdigkeit und Erlöserschaft für alle Welt. [mehr…]
Freitag, 16. Mai 2008 17:34
Lorenz: Nummerierung
So muss man das Thema der Fürbitte angehen. Als systematisches Fragen nach dem Sinn der Judenmission. Zur besseren Orientierung im Text könnten die Punkte aber noch nummeriert werden. [mehr…]
Donnerstag, 15. Mai 2008 16:11
Lorenz: Stimme der Vernunft
Der Papst wird sicher keine konkrete Wirkung seines Ablasses in Aussicht stellen, sondern nur eine tendenzielle.

Und diese Wirkung tritt dann nach dem Glauben der Kirche ein. Ist doch fein, oder?

Mir ist Ihr Ärgernis in der Sache unklar.
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Donnerstag, 15. Mai 2008 14:31
Lorenz: Stimme der Vernunft
Sie wollen den Ablaß ähnlich begründen wie den Kauf von einem Kilo Zucker. Beim Zucker wissen Sie, dass er süß ist und sich im Tee auflöst.
Beim Ablaß können Sie die versprochene Wirkung nur erhoffen. Das ist etwa wie Homöopathie oder eine Fastenkur.
Unlogisch wäre es trotzdem, gute Werke zu unterbinden, nur weil sie ablaßhalber verrichtet werden.
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Donnerstag, 15. Mai 2008 13:59
Lorenz: Stimme der Vernunft
Sagen wir es so:

In einer Welt des Hochmuts ist der Ablaß ein sinnloses, weil nicht praktiziertes Instrument. In einer Welt, die auch die Demut kennt, ist der Ablaß nur logisch, weil der demütige Sünder Werke tun will, und zwar nicht mit Blick auf seine Strafen dereinst, sondern aus Freude an dem Guten, dass er so an sich entdeckt.
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Donnerstag, 15. Mai 2008 13:43
Lorenz: Ich sag’s ja
Die Israeli bauen überall zum Spaß Mauern hin, oder um andere zu quälen. Trotzdem ist ihre Wirtschaftspolitik (oder die Wirtschaft selbst) um den Faktor 10 leistungsfähiger. Was erst, wenn sie die Mauern wieder abrissen und die billigen Arbeitskräfte aus Palästina ungehindert pendeln könnten? [mehr…]
Donnerstag, 15. Mai 2008 13:37
Lorenz: Das Ablaßwesen…
…sollte man subtil fördern und die Praxis ausweiten. Ein reuiger Sünder will etwas tun, was ihm die Last seiner Sünden ein Stück erleichtert. Es wäre unbarmherzig dem reuigen Sünder die Verrichtung von Werken der Barmherzigkeit, die seine Sündenlast leichter machen, zu versagen. [mehr…]
Donnerstag, 15. Mai 2008 13:18
Lorenz: Israel…
…hat mit Apfelsinen angefangen und exportiert heute High-Tech. Israels Pro-Kopf-BIP ist etwa zehnmal so hoch wie das seiner Nachbarn, obwohl es keine Rohstoffe fördert und immense Rüstungsaufwendungen tätigt. Sicher gelingt das alles nur, weil soviele Araber unterdrückt werden, nicht war? Das Unterdrücken macht den Israeli überdies großen Spaß, nicht wahr? [mehr…]
Mittwoch, 14. Mai 2008 17:02
Lorenz: Verbreitet Kreuz.net Irrlehren?
Falls nein, ist Kreuz.net kein Gegenstand für die DBK.

Wenn jemand sagt:

Ich bin katholischer als der Papst, ist das noch keine Häresie.

Erst wenn er den Dogmen zu diesem Zwecke widerspricht, wird eine draus.
[mehr…]
Dienstag, 13. Mai 2008 20:59
Lorenz: @Benedikt; okay
eine erkennbar nicht-alltagssprachliche, volkssprachliche Liturgie kann als die Schutzfunktion tragend gedacht werden. „Nehmet hin und esset alle davon“ ist in diesem Sinne besser als „Nehmt euch alle was davon und esst“. [mehr…]
Dienstag, 13. Mai 2008 19:05
Lorenz: @Benedikt
Gut, sie kennen sich da besser aus.

Dennoch meine ich, dass man katholischerweise nicht alles von den Ursprüngen her erklären muss, sondern auf die Traditionsentwicklung schauen muss.

Ein sakralsprachliches Opfer kann kaum von einem Laien in einer wouldbe-Zeremonie dargebracht werden. Latein schützt, wenn Sie so wollen, vor der Demokratisierung des Kultes. Dieses Schutzes bedurfte das Opfer vielleicht schon immer, doch konnte eine vollendete Ordnung nicht ad hoc festgelgt werden. Schließlich geht es um eine ins Mysterium gehüllte Wahrheit, der wir uns nur tastend nähern können.
[mehr…]
Dienstag, 13. Mai 2008 17:10
Lorenz: Latein und Opfer
allerorten wird die Latein-Volkssprach-Debatte mit Praxisargumenten geführt. Latein-Befürworter sprechen von Einheit und Verständlichkeit im Ausland; Gegner von Unverständlichkeit für das Volk.

Der eigentliche Punkt:

Ist die Messe Opferhandlung oder Mahl?

Falls letzteres angenommen wird, passt die Volkssprache. Falls ersteres angenommen wird, bedarf es äußerster Ordnung und Schutz für das Opfer, das ja beim christlichen Opferkult ein unschuldiges ist. Ein unschuldiges Opfer fordert den allerhöchsten Respekt und kann daher nur schwer in der Sprache (Sprache ist das Werkzeug der Opferung) dargebracht werden, in der die Opfernden fluchen, lästern und witzeln.
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Donnerstag, 8. Mai 2008 16:29
Lorenz: @Landorganist
In diesem Fall allerdings eine (nicht zwingend theologische) Ungleichung . LG, L. [mehr…]
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