Lorenz
Erstellt: 12:56:09 | Mittwoch, 14. Februar 2007
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1.431 Lesermeinungen
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Auch eine Art, dem Papst in den Rücken zu fallen
#78   Lorenz   22:07:23 | Sonntag, 23. November 2008
Anerkennung der Taufe durch FSSPX-Priester
Wenn ich es richtig weiß, werden evangelische Taufen in der RKK anerkannt. Daher ist es mehr als unwahrscheinlich, dass die erwähnten Taufen nicht anerkannt werden, wenn es Lutherwasser auch tut.
Redaktion benachrichtigen Herzensanliegen + …
#3   Lorenz   10:49:38 | Freitag, 21. November 2008
Übersetze ich falsch?
Warum heisst es in Mexiko jetzt „nehmen Sie und trinken Sie alle von Ihm der für Sie dahingegeben“.
Zurück zur alten Formulierung aber sprachlich wie unter Diplomaten?
Oder wird das in Lateiamerika anders verstanden als in Spanien?
Redaktion benachrichtigen Noch mehr Gerüchte
#22   Lorenz   12:26:34 | Freitag, 14. November 2008
@Tridentinus
Das höchstens in Ihrem Beitrag von 11.56 Uhr müsste leider hervorgehoben werden.
Redaktion benachrichtigen Wieviel Geld besitzt der Heilige Stuhl?
#25   Lorenz   19:45:45 | Montag, 10. November 2008
Die drei Millionen
für die 20 Kardinäle sind sicher eine Budgetsumme, die neben Gehalt auch Pensionsrückstellungen, Reisespesen, Verpflegung und Dienstpersonal u.ä. umfasst.
Redaktion benachrichtigen Keine Märtyrer
#48   Lorenz   22:24:34 | Freitag, 7. November 2008
@Sirilo
Ihre Geheimdiensttheorie hat einen Schönheitsfehler.
Es ist ein dringend Verdächtiger geschnappt worden. Der bekommt jetzt lebenslänglich. Wie hätte der Geheimdienst einen Täter um diesen Preis beauftragen sollen?
Redaktion benachrichtigen Noch viel verrücktere Dinge
#38   Lorenz   21:39:20 | Mittwoch, 5. November 2008
Probably no God?
Was macht den Glauben an den ewigen Tod so attraktiv, dass man ihn stolz auf Busse druckt und herausposaunt?
Das wäre insbesondere eine Frage an Zuschreiber Schwuler, der hier (19.26) eine „klasse Aktion“ erkannt hat.
Redaktion benachrichtigen Liturgische Kerzen + …
#24   Lorenz   12:29:26 | Dienstag, 4. November 2008
@Fabianus – sechs Kerzen
Meine ganz persönliche, äußerst laienhafte, selbstausgedachte und nicht belastbare Interpretation der Bedeutung der sechs Kerzen:
Die sechs Richtungen, in die das Licht des Evangeliums strahlt.
Redaktion benachrichtigen Widerspruch gegen Bischofsträume
#7   Lorenz   12:04:32 | Freitag, 24. Oktober 2008
Der Spruch ging doch so:
Man darf über alles predigen.
Nur nicht über 20 Minuten.
Redaktion benachrichtigen Vom Apostel des Hasses zum Apostel des Rosenkranzes + …
#15   Lorenz   22:22:48 | Montag, 20. Oktober 2008
@Boni
Wanke, nicht Hanke
Redaktion benachrichtigen Sie trösten sich ausgerechnet an den Juden
#6   Lorenz   12:54:45 | Freitag, 17. Oktober 2008
Berufen?
Ob die im Text zitierte Frau wirklich von Gott berufen wurde, um Macht und Teilhabe an Schriftauslegung und Sakrementenspendung zu kämpfen?
Ich dachte immer, Gott sei in den Schwachen mächtig und nicht in denen, die sich auf’s Krakeelen verstehen.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Ratzinger sah Johannes Paul II. murrend zu
#35   Lorenz   21:05:08 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Hier hat sich auf der Seite der JPII-santo subito-Fans…
…immer noch keiner an eine Begründung seiner Bewunderung gewagt.
Naja, man kann ja auch im ganzen kreuz.net-Forum keinen einzigen Beitrag, der die Gegnerschaft wider die traditionelle Messe begründet, finden.
Warum begründen eigentlich die Tradis immer brav ihre Positionen?
Redaktion benachrichtigen Kardinal Ratzinger sah Johannes Paul II. murrend zu
#15   Lorenz   17:16:53 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Begründungen?
In dieser Debatte haben nur die Leser Seefeldt und doublemax ihren Standpunkt begründet. Ich kann an diesen Begründungen nichts erkennen, was den Anwurf nazihaft verdient.
Es wäre nun also schön, wenn die JPII-Fans auch inhaltlich argumentierten. Sonst müssten sie alle Standpunkte nebeneinander stehen lassen.
Redaktion benachrichtigen Die Reform hängt an einem dünnen Faden
#38   Lorenz   13:38:51 | Montag, 13. Oktober 2008
Bitte, liebe Gegner des traditionellen Ritus!
Erklärt doch bitte mal ganz sachlich, was am traditionellen Ritus so schlecht ist. Man findet dazu auf kreuz.net nichts.
Ihr singt immer nur „O Seligkeit, kein Tradi zu sein“.
Aber was stiftet diese Seligkeit?
Redaktion benachrichtigen Fragen, auf die es keine Antwort gibt
#56   Lorenz   19:11:47 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Der Artikel stellt die richtige Frage:
Was treibt die Gegner des traditionellen Ritus an?
Hier heisst es: Hosen runter!
Redaktion benachrichtigen Proselytismus? + …
#56   Lorenz   00:33:51 | Samstag, 11. Oktober 2008
@Benedikt
Dass der Beschluss vor der Ernennung hätte gefasst werden müssen, damit Seefelds Story plausibel heißen darf, verstehe ich nicht.
Genügt nicht eine informelle Abrede, für die niemand irgend einen Beweis erbringen könnte?
Seefelds Gegenfrage, wofür Lehmann befördert wurde, ist auch offen.
Mich würde interessieren, warum man in Polen an den Büchern interessiert war.
Damit die Genealogen Tourismuseinnahmen bringen?
Redaktion benachrichtigen Altliberaler Träumer von vorgestern
#15   Lorenz   23:37:48 | Freitag, 10. Oktober 2008
@Burgorus, sursum corda
Protestanten antworten
„Wir erheben sie zum Herren“
Das scheint dann ja schon näher an Ihrer Übersetzung von „Habemus ad dominum“ zu liegen.
Redaktion benachrichtigen Dafür gibt es nur noch ein Wort – Verfolgung
#68   Lorenz   19:59:55 | Montag, 6. Oktober 2008
Opferzahlen
Man möchte meinen, es tut nichts zur Sache:
Die unten erwähnten (Freddie Schenk) 55-60 Mio. sind die heute üblicherweise angenommene Bilanz des gesamten WK II.
Davon dürften ca. 15 Mio. auf außereuropäischen Kriegsschauplätzen gestorben und daher kaum der deutschen Kriegspolitik zuzurechnen sein.
Redaktion benachrichtigen Einstellungswandel zum rechten Kommunionempfang
#158   Lorenz   11:12:19 | Montag, 6. Oktober 2008
Mundkommunion und Hygiene
Was ist denn Hygiene abgesehen von seiner schwer erkennbaren Stichhaltigkeit hier überhaupt für ein Argument.
Ich kann doch nicht um des Heils meiner ewigen Seele willen, den Empfang des Sakramentes wünschen und dabei denken: Hoffentlich hole ich mir hier nichts weg, und das ewige Heil kommt früher als erhofft.
Die Gesundheitsvergottung sollte doch ein außerkatholischer Kult sein.
Redaktion benachrichtigen Proselytismus? + …
#27   Lorenz   21:22:23 | Freitag, 3. Oktober 2008
„Eigentum der Pfarrei/Diözese“
Liebe Clarissa,
und wie hätten Sie nun in der Kirchenbüchersache entschieden? Die Rechtslage zu kennen allein genügt doch hier noch nicht, oder?
Redaktion benachrichtigen Die Deutschen sind genetisch bedingte Verbrecher
#32   Lorenz   21:15:29 | Freitag, 3. Oktober 2008
Liebe Wahrheit,
finden Sie in Ihrem letzten Posting einen belastbaren Kommentar? Was kritisieren Sie denn genau? Dass alle, die auch nur über die Aussage des Artikels nachdenken ohnedies rechtsradikal sind und in eine Klapse gehören?
Redaktion benachrichtigen Die Deutschen sind genetisch bedingte Verbrecher
#25   Lorenz   18:16:39 | Freitag, 3. Oktober 2008
Als Strafe Gottes politisch gescheitert?
Lieber Exodus,
weder diese Aussage noch Ihr Hinweis auf den vermeintlichen Abschluss der Diskussion, erhellt irgendetwas.
Scheitern gehört beim Gott der Christen ganz klar zum Geschäft dazu!!!
Ein Christ erringt die wesentlichen Siege im Unterliegen!!!
LG, L.
Redaktion benachrichtigen Die Deutschen sind genetisch bedingte Verbrecher
#22   Lorenz   18:03:19 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Exodus
welcher Diskurs?
Habe ich mich so schlecht erklärt, dass Ihre verwirrung mich nun ihrerseits verwirrt?
Redaktion benachrichtigen Die Deutschen sind genetisch bedingte Verbrecher
#19   Lorenz   17:44:43 | Freitag, 3. Oktober 2008
@walküre, rechtsradikal
Da das Prädikat „rechtsradikal“ allzuoft in dem Sinne verwendet wird, dass man damit einen Diskurs abkürzt, indem man den Diskursgegener für rechtsradikal erklärt, ist das Prädikat an sich akut wahrheitsfeindlich.
Sie müssen sich davor hüten, es als Diskursverweigerungswerkzeug zu mißbrauchen.
Was also ist falsch an Hohmann?
Redaktion benachrichtigen Der Alltag beginnt + …
#13   Lorenz   11:25:01 | Dienstag, 30. September 2008
@Lutheraner
Ich denke, die Reihenfolge der Schöpfungstage (schöpfungshandlungen) ist erstaunlich korrekt dargestellt.
Z.B.: Natürlich kam das Licht (der Tag) auch gemäß der von Ihnen sicher für maßstäblich erachteten wiss. Entstehungstheorie vor der Sonne in die Welt.
Der Himmel, den Gott am ersten Tag schafft, hat nichts mit der Welt zu tun. Der Himmel des dritten(?) Tages scheint mir dann unser manchmal blauer Himmel zu sein. Auch das passt in etwa.
Von was für Schuldgefühlen reden Sie? Christen sollen natürlich zuerst Schuld bei sich suchen. Das mit dem „Blutvergießen unter den Völkern“ ist aber reichlich kryptisch.
Redaktion benachrichtigen Die Schlußfolgerung entspricht nicht der Wirklichkeit
#5   Lorenz   17:50:04 | Montag, 29. September 2008
Wann beschäftigt sich kreuz.net
mit den riesigen Lücken in der Altmess-Standortkarte …w.pro-missa-tridentina.de/…en/standortkarte.htm, die im Norden und Osten des Jurisdiktionsbezirkes der DBK klaffen?
Redaktion benachrichtigen Alles beim alten
#13   Lorenz   12:40:24 | Donnerstag, 25. September 2008
Warum ist es den Bischöfen nicht peinlich…
auf die Besucherzahlen hinzuweisen?
Richtig ist doch, dass diese überhaupt kein Kriterium für die Wünschbarkeit eines Ritus sind.
Richtig ist auch, dass die traditionelle Form ihren Besuchern zumeist höhere und in sehr vielen Fällen prohibitive Aufwendungen abverlangt.
Redaktion benachrichtigen Katholiken können ganz schön unangenehme Menschen sein
#51   Lorenz   13:06:53 | Montag, 22. September 2008
Von nichts ‘ne Ahnung; zu allem ‘ne Meinung
So ist er eben, der Demokrat.
Redaktion benachrichtigen Mit Gelassenheit? + …
#104   Lorenz   12:47:41 | Montag, 22. September 2008
Ablaßhandel
Zum wiederholten Male möchte ich davor warnen, den Ablasshandel schlechtzureden.
Der Ablaßhandel ist ordnungspolitisch ein 1a-Finanzierungsinstrument für öffentliche Güter.
Er ist auch pastoral 1a, weil ein reuiger Sünder gern etwas tun möchte (auch stellvertretend), um sich die gefühlte Sündenlast zu verringern. Und wenn es dann ein gutes Werk oder ein aufrichtiges Gebet ist?
Was soll man dagegen sagen?
Redaktion benachrichtigen Juden gegen schwarze Legende + …
#88   Lorenz   12:49:35 | Samstag, 20. September 2008
Lieber JMX
Sie haben meine Frage (!) als „Pervershochunendlich“ bezeichnet.
Abgesehen davon, dass ich gar nicht wusste, dass eine einfache schüchternen Frage jemals dieses Prädikat verdienen könnte, wüsste ich nun schon gern, was an meinem Gedanken pervershochunendlich ist.
Es wäre liebe, sie könnten das zum K. weglassen.
Danke und Grüße,
P.S. Ich halte meinen Gedanken für verallgemeinerbar, z.B. in Anwendung auf die Stasitäter. Davon bin ich sogar sehr überzeugt.
Redaktion benachrichtigen Juden gegen schwarze Legende + …
#68   Lorenz   18:13:39 | Freitag, 19. September 2008
Rattenlinien
Damit kenne ich mich wirklich nicht aus. Mir scheint aber, man sollte vor einem Schuldigsprechen der Kirche folgende Überlegung antellen:
Wenn die Kirche Tätern geholfen und dadurch den Kreislauf der Rache unterbrochen hat, hat sie dadurch nicht zugleich erst die Grundlage dafür gelegt, dass der Holocaust durch ein Schuldbekenntnis, durch einen Akt der Reue seitens der Täter gesühnt wird und nicht durch einen Akt der Rache seitens der Opfer?
Redaktion benachrichtigen Die Evolutionsideologie ist widerlegt
#109   Lorenz   11:40:31 | Montag, 15. September 2008
@Elijahu
Man muss kein tiefes Verständnis der Evolutionstheorie mitbringen, um zu sehen auf wessen Mist dieser Unsinn gewachsen ist (auf dem des Teufels).
Sagen wir es doch lieber so:
Die Evolutionstheorie ist ein glanzvolles Zeugnis der Leistung des menschlichen Verstandes. Insofern sie sich allerdings eignet, Menschen von Gott wegzuführen, ist sie ein Werkzeug des Teufels, weshalb man sie gleichwohl keinesfalls verteufeln darf.
Aber wir können auch sagen, dass der Verdienst des Glaubens in einer wissenschaftsfrommen Zeit der Geschichte größer ist als im Mittelalter und dass wir vielleicht beim Jüngsten Gericht nicht mit den gleichen strengen Maßstäben gemessen werden, wie Menschen früherer Tage.
Redaktion benachrichtigen Angst als Mittel gegen die Angst
#62   Lorenz   13:10:16 | Freitag, 12. September 2008
@durchfuxt
„Hier wurde ja auch schon des öfteren zu Gewalt und Mord aufgerufen…“
Was zu belegen wäre…
LG, L.
Redaktion benachrichtigen Haßartikel gegen Gloria von Thurn und Taxis
#107   Lorenz   17:13:25 | Mittwoch, 10. September 2008
Viel Feind viel…
Es kann nur ein gutes Zeichen sein, wenn die Kommentatoren aufgebracht sind. Scheinbar wird der Wahrheitsgehalt katholischer Positionen noch erkannt. Entsprechend groß ist dann der Hass auf ein solches Zeugnis und seine Zeugen.
Wer will schon Kuschel-Katholizismus?!
Redaktion benachrichtigen Bistum Erfurt stellt die Kirche unter Generalverdacht
#15   Lorenz   12:21:09 | Freitag, 5. September 2008
@Leblhuber
Bitte nehmen Sie mir ab, dass es mir nicht um infantile Reinwaschungsversuche geht.
Zur Ketzerverfolgung:
Die Kirche dürfte zurecht Häretiker bekämpft haben, wenn diese sich nicht an bestimmte Regeln des religionswissenschaftlichen Disputes hielten, sondern als Gegenlehrer mit eigenem Wahrheitsanspruch auftraten . Häretiker erkennen nicht und berücksichtigen erst recht nicht, welchen Schaden sie verursachen. Sie sehen nur ihren privaten Vorteil. Heute nennt man eine solche Konstellation Marktversagen, was einen staatlichen Eingriff u. U. rechtfertigt.
Zur Hexenverfolgung:
Warum sollte die Kirche Hexen verfolgt haben? Warum hätte sie dieses Unterschichtengeblödel jemals stützen sollen? Was hat die Kirche davon, heidnisches Brauchtum zu konservieren. Ausgerechnet diese Cui-bono-Frage können die Vertreter von Himmlers Hexentheorien nicht beantworten.
Redaktion benachrichtigen Bistum Erfurt stellt die Kirche unter Generalverdacht
#13   Lorenz   11:53:44 | Freitag, 5. September 2008
Wenn man sieht, wie oft Joberens der erste „Zuschreiber“ (Clarissa)
zu einem Artikel ist, wird klar, dass er ein traditionstreues Mitglied der Kreuz.net-redaktion ist.
Redaktion benachrichtigen Aufgeklärte Märchen
#42   Lorenz   23:48:50 | Donnerstag, 4. September 2008
Das europäische Mittelalter…
…war die Zeit einer reichen Seelenernte der Kirche.
Aber: Vielleicht hat es dem Hlg. Geist deshalb gefallen, Reformation und Aufklärung zuzulassen, weil unter den geistigen Bedingungen des Mittelalters der Glaube kaum ein Verdienst war.
Gemessen an den geistigen Rahmenbedingungen ist es eben auch nicht recht, die Menschen des Mittelalters als Glaubenshelden und uns als Glaubenszwerge hinzustellen.
Redaktion benachrichtigen Aufgeklärte Märchen
#39   Lorenz   21:41:19 | Donnerstag, 4. September 2008
„Eine alte armselige Frau, die in der Kirche den Rosenkranz betet, bestimmt den Weltenlauf viel
entscheidender als z.B. eine Frau Merkel“
Lieber Florian Geyer,
Ihre Beiträge zu lesen ist mir zumeist eine Freude. Weiter so und Gottes Segen.
Redaktion benachrichtigen Bigotte Weltfrömmigkeit
#16   Lorenz   11:34:26 | Donnerstag, 4. September 2008
Als Lehmann mit der goldenen Regel kam,…
… habe ich den Fernseher ausgeschaltet.
Der Artikelschreiber hat es mit „Plausibilismus der Lebensökonomik“ richtig getroffen. Wer braucht eine Kirche die Weisheitslehren und Sinnsprüche wie Sauerbier feilbietet?
Ich bin nicht mal sicher, ob das, was Lehmann zu Menschenrechten gesagt hat, katholisch war. Um ein unzweifelhaft katholisches Wort zu sein, hätte es meines Erachtens klarer und kraftvoller rüberkommen müssen.
Redaktion benachrichtigen Eine Fülle von Belegen
#32   Lorenz   14:24:50 | Mittwoch, 3. September 2008
König Elisabeth
muss es im Nominativ der oder die Zweite heißen? Eher doch die, oder?
Redaktion benachrichtigen Dreck auf die eigenen Leute
#24   Lorenz   13:04:07 | Dienstag, 2. September 2008
Die Frage müsste mal geklärt werden:
Wie kann man politisch korrekt, also der „Nazikeule“ ausweichend, das Judentum für falsch und den Katholizismus demgegenüber für richtig erklären.
Spätestens wenn es für ein solches Bekenntnis keine erlaubte Sprachregelung mehr gibt, ist man in Sachen Respekt vor und Rehabilitation von Verfolgungsopfern über das Ziel hinausgeschossen.
Noch eine Frage am Rande: Gab es wirklich jemals hochkirchlichen „Rassenantisemitismus“? Hat Rom Schuld, wenn sich solcher bei niederem Klerus und Laien entwickeln konnte?
Redaktion benachrichtigen Kritik an hochbezahlten Fluchthelfern? + …
#24   Lorenz   12:09:17 | Montag, 1. September 2008
Dass Joberens immer noch nicht durchschaut wird,…
Es ist doch sonnenklar, dass er als agent provocateur auftritt, der auf der Seite der Tradition steht, indem er zeitgeistkatholische Positionen überzeichnet und so der Lächerlichkeit preisgibt.
Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte auf diese Aufklärung verzichtet, weil Joberens ja einen guten Job macht. Aber wie soll es denn anders sein?
Redaktion benachrichtigen Das kann den Bischöfen unmöglich verborgen geblieben sein
#35   Lorenz   13:02:17 | Sonntag, 31. August 2008
@Mechthild
Ich kann sie nur dringend bitten, den Fürsten, der in der Finsternis herrscht, ernster zu nehmen.
Satans Macht für real zu halten, ist ein Gebot der Vernunft.
LG, L.
Redaktion benachrichtigen Ich selber habe ein Adoptivkind
#104   Lorenz   15:49:01 | Donnerstag, 28. August 2008
Liebe Colombe
Die Frage war doch diese:
Ist die niedrigere Abtreibungsrate der Muslime ein Zeichen für deren höhere Wertschätzung des menschlichen Lebens?
Hier habe ich einzuwenden gewagt, dass es deren patriarchale Familienstrukturen sein könnten, die erklärungskräftiger sind.
Das Argument habe ich wir folgt greifbar zu machen versucht:
Ein Muslim kriegt keine weichen Knie, wenn ihm von der Partnerin der Test mit den zwei (?) Punkten drauf unter die Nase gehalten wird. Ihm stehen nämlich keine Konflikte um die Aufteilung der Familienarbeit (beim Außendienstler sind das eben lediglich die Familienentscheidungen) bevor. Dem Abendländer schon eher.
Redaktion benachrichtigen Ich selber habe ein Adoptivkind
#69   Lorenz   13:40:26 | Donnerstag, 28. August 2008
Pater Familias oder Familiae
Ja Stimme, dass Sie ausgerechnet bei mir lieblosen Umgang mit der Grammatik verorten, verstehe ich nicht, obwohl ich einräume, nichts als Wikipedia für den Pater Familias ins Feld führen zu können.
Leser Sacerdos H. ist aber, wenn ich es richtig weiß, ein ebenso versierter Lateiner wie Clarissa.
Redaktion benachrichtigen Ich selber habe ein Adoptivkind
#62   Lorenz   13:27:57 | Donnerstag, 28. August 2008
@JMX, Patriarchat
Was ich anspreche ist einfach eine sehr plausible Erklärungstheorie für den Kinderreichtum der Muslime.
Ich behaupte nicht, dass es eine Legitimationstheorie für das Patriarchat ist.
Um eine Legitimationstheorie zu drechseln, müsste man sicher weiter ausholen. Dazu habe ich im Moment kein Kraft.
Redaktion benachrichtigen Ich selber habe ein Adoptivkind
#50   Lorenz   13:01:12 | Donnerstag, 28. August 2008
Muslime; Also nochmal
Mein Punkt war, dass für eine Pro-Kind-Entscheidung die Aussicht auf konfliktarmes Familienleben begünstigend wirkt.
Diese Aussicht findet man in patriarchalen Verhältnissen eher als in demokratisierten Verhältnissen. Was an dieser Meinung peinlich sein soll, verstehe ich nicht. Wieviel Außendienst muss denn sein, damit sich die Konflikte, die gemeinsame Aufzucht mit sich bringt, in Wohlgefallen auflösen?
Eines ist klar: die Longman-These, wonach das Patriarchat wiederkommt, ist gut beründet.
Es ist also völlig Wurst, ob ich mir das Patriarchat zurückwünsche.
Redaktion benachrichtigen Ich selber habe ein Adoptivkind
#27   Lorenz   11:50:35 | Donnerstag, 28. August 2008
Muslime; Fairerweise…
…sollte man dazu sagen, dass muslimische Familien eine Ordnung haben, die Kindesaufzucht konfliktarm ermöglicht.
In europäischen Familien ist das Haupt, der Pater familias, heruntergeschlagen und duch eine Kumpanei der Eheleute auf Augenhöhe ersetzt. Unter diesen Bedingungen kann man nur in perfekten Beziehungen konfliktarme gemeinsame Aufzucht betreiben.
Daher fällt es einem Moslem möglicherweise leichter, ja zu Kindern zu sagen. Für ihn ändert sich weniger als für einen westlichen Mann, wenn Kinder in die Beziehung hinzutreten. Unter westlichen Rollenvorstellungen der Geschlechter würden Moslems meines Erachtens ähnlich gegen Familie und das Lebensrecht ihrer Nachkommen entscheiden, wie es die „Autochthonen“ tun.
Ein Übermaß an innerfamiliärer Demokratie lähmt die Familien.
Redaktion benachrichtigen Einfache Rezepte
#83   Lorenz   23:04:59 | Dienstag, 26. August 2008
mensch sana
Sie sind ja ein Checker.
Wer katholische Positionen für bedenkenswert hält, bei dem sind die eigenen kognitiven Möglichkeiten bescheiden. Zum Glück hat das Forum mit Herrn Joberens ein Licht, das in die Finsternis strahlt.
Das wollten Sie doch ungefähr sagen.
Redaktion benachrichtigen Die Neuevangelisierung kommt an der Alten Messe nicht vorbei
#121   Lorenz   19:47:51 | Dienstag, 26. August 2008
Schon dreimal angefragt…
…habe ich in meinem Bistum. Der Ortspfarrer, das Ordinariat und der Weihbischof haben jeweils entweder nicht geantwortet oder verneint. Bei mir ist die Euphorie des 7.7.07 weg.
Es hat keinen Sinn, wenn es der Klerus nicht selbst möchte.
Redaktion benachrichtigen Einfache Rezepte
#46   Lorenz   19:42:12 | Dienstag, 26. August 2008
Ist die Gestaltung eines Gottesdienstes einfach?
Kann man das Jugendlichen überlassen, die es in experimenteller Teamarbeit versuchen?
Das müssten schon ziemlich inspirierte Jugendliche sein, bei denen da etwas herauskommt, mit dem Gott auch etwas anfangen kann.
Gott dürstet zwar nach unseren Gebeten aber verlangt es ihn auch nach Performances?
Redaktion benachrichtigen Skandalpfarrei vor Schließung
#24   Lorenz   12:04:34 | Dienstag, 26. August 2008
Warum man Ketzer züchtigt…
Das ist doch eigentlich einfach:
Ein Ketzer beschädigt das Gemeinwesen der Kirche. Er reisst etwas aus ihr heraus, was nicht sein ist. Der Ketzer berücksichtigt nur seinen persönlichen Profit (bei Breitenbach ist das vielleicht der Ruhm als Freidenker und Kreativliturg). Der Schaden, den die Kirche nimmt, kennt er entweder nicht (dann sollte man ihn maßvoll züchtigen, vor allem aber belehren) oder er nimmt ihn locker in Kauf (Leser B. würde dann vielleicht für Ersäufen plädieren). Bei ihrem so wichtigen Geschäft wie der Rettung der Seelen, dem Liebesdienst an Gott und der Ablieferung eines Ordnungsbeitrages für diese Welt muss man der Kirche mehr Härte zubilligen, als in unserer Zeit akzeptabel erscheint.
Redaktion benachrichtigen Finstere Kreise wollen den Kirchenkampf
#108   Lorenz   15:12:59 | Montag, 25. August 2008
@Landorganist
Dieser Vorschlag dürfte genau wie die Abschaffung staatlicher Apanage für Bischöfe bei traditionstreuen Katholiken auf offene Ohren stoßen.
Redaktion benachrichtigen „Das ist die reine Wahrheit“
#59   Lorenz   15:07:40 | Montag, 25. August 2008
Der Herr muss zwangsläufig vorsichtig mit Wundern sein
Er ist der Bräutigam, der um seiner selbst willen geliebt sein möchte und nicht wegen seiner Macht. Dies so wie Boris Becker scheinbar lange nach einer Freundin suchen muss, der es um ihn geht und nicht um seine Millionen.
Mit jedem Wunder verringert sich doch das Verdienst des Glaubens.
Das entscheidende und allgenügende Wunder ist das Wirken des Heiligen Geistes in der Geschichte des Gedächtnisses der Kreuzigung.
Redaktion benachrichtigen Finstere Kreise wollen den Kirchenkampf
#104   Lorenz   11:08:30 | Montag, 25. August 2008
@timpressum
Wie stehen Sie zum Schutz von Eigentumsrechten? Möchten Sie den auch nicht missen?
Redaktion benachrichtigen Finstere Kreise wollen den Kirchenkampf
#102   Lorenz   11:01:45 | Montag, 25. August 2008
Hitler
Brandenburgis schrieb:Die NS-Verbrecher waren Demokraten, zumindest in dem Sinne, daß sie sich auf die Demokratie beriefen und ihre Herrschaftsrecht von einer Übertragung des Volkswillens ableiteten.
Dem wäre nichts hinzuzufügen, wenn es hier nicht soviel Unverständnis und mangelnden Willen zum Verständnis gäbe. Die Geschichte selbst illustriert jedoch unzweifelhaft, dass Brandenburgis hier Richtiges aussagt.
Zwei einfache Argumente dafür, dass der nationalsoz. Staat eine quasidemokratische Zustimmungsdiktatur war:
Im Unterschied zur Ernährungslage in WK I. achtete Hitlers Regierung peinlich auf eine solide Versorgung. Dies gelang tatsächlich bis kurz vor Kriegsende.
Hitler brauchte überall in Europa, wo seine Regierung etabliert wurde (also zuerst im DR) unschuldige Sündenböcke. Klemperer: „Der Jude ist der wichtigste Mann in Hitlers Staat, der allgemeinste Türkenkopf, der beste Generalnenner…“
Auch unsere demok. Regierungen schlachten unschuldige Sündenböcke zur Unterstützungsmaximierung (katholische Gehaltsempfänger, Reiche, Steuervermeider, NPDler, Raucher, Häretiker wider die PC etc.)
Redaktion benachrichtigen Zahm wie sattgewordene reißende Wölfe
#1   Lorenz   11:14:12 | Samstag, 23. August 2008
Grüne und Bischofsgehälter
Ist der Vorstoß der bayerischen Grünen nun zu begrüßen? Vielleicht könnten hungrige Bischöfe ein klareres Zeugnis des Evangeliums abliefern als satte.
Allerdings wirft der Vorstoß dieser Partei nicht nur ein Licht auf ihre antikirchliche Grundtendenz, sondern auch eines auf ihr mangelndes Verständnis für Eigentumsrechte. Linksgrün pulverisiert Eigentumsrechte nach Belieben. Auch das können wir vom bayerischen Kirchenkampf lernen.
Redaktion benachrichtigen Da mischt noch ein Land im kaukasischen Krieg mit
#24   Lorenz   21:37:31 | Freitag, 22. August 2008
Benedikt-Burgorus-Kontroverse
Benedikt, Sie sollten zumindest konzedieren, dass die Mainstreammedien über das Putin-Russland sehr kritisch berichten. Putins Anti-Oligarchen-Kampagne wird als undemokratisch ja menschenrechtswidrig hingestellt. Das politische System Russlands sei zu undemokratisch, der FSB leistet sich zu viele Operationen usf. Da ist einiges an Besserwisserei im Spiel.
Weil unsere Medien scheinbar grundsätzliche Russlandaversionen pflegen, sollte man auch die Berichterstattung zum Georgiekonflikt nicht 1:1 durchwinken.
Redaktion benachrichtigen Ein quantenphysisches Jenseits?
#1   Lorenz   11:34:03 | Freitag, 22. August 2008
Solche naturwissenschaftlichen Gottesbeweise bringen nichts!
Worauf soll ich denn da hoffen? Auf irgendwelche Verschränkungen des Geistigen? Dass sich der große Laborant des Universums meiner erbarmt? Das kann man, denke ich, nicht ableiten.
Man kommt um den personalen Gott, der Maßstab sein will und Maßstab ist, nicht herum.
Redaktion benachrichtigen Nicht einmal im weitesten Sinn analog
#77   Lorenz   12:25:36 | Mittwoch, 20. August 2008
amüsant und immer bunter
Jetzt tauchen sie mal gemeinsam in einem Thread auf:
Aufrechter Katholik, der die traditionskatholischen Positionen persifliert,
und
Joberens, der die zeitgeistkatholischen Positionen persifliert.
Wer kann es lustiger?
Redaktion benachrichtigen Reform im Sinne des Papstes + …
#46   Lorenz   16:00:53 | Dienstag, 19. August 2008
Sexuelle Selbstbestimmung;@Gallowglas
Ist sexuelle Selbstbestimmung wirklich ein schützenswertes Menschenrecht?
Wie jedes Recht auf Selbstbestimmung scheint es die Verantwortung gegenüber sich selbst für überflüssig zu erklären. Wenn der Mensch das Höchste ist, kann man allerdings nicht erklären, warum man mit sich selbst verantwortungsvoll umgehen soll.
Anything goes, wenn es sich um Erwachsene handelt und niemand gestört wird, ist sicher keine katholische Position.
Redaktion benachrichtigen Reform im Sinne des Papstes + …
#11   Lorenz   10:47:10 | Dienstag, 19. August 2008
@Gallowglas und Balken
Warum sollte es Kreuz.net nicht zustehen, AI zu kritisieren, wenn es sein Tätigwerden für Menschenrechte in die Bereiche „Recht auf Abtreibung“ oder „Recht auf freie Wahl der Sexualpraktik“ ausdehnt, wo es doch schwerere und ernsthaftere Bedrohungen der Würde des Menschen geben dürfte, als das Verbot der Abtreibung oder das Verbot gewisser Entgrenzungen menschlichen Sexualverhaltens?
Redaktion benachrichtigen Das ganze Gruselkabinett
#13   Lorenz   14:19:03 | Sonntag, 17. August 2008
@Alois und Diaconus
volle Zustimmung.
Es können Prister sich wirklich nicht katholisch nennen, wenn sie den Gott, der Liebe und Vernunft zugleich ist, von seinem Thron stoßen und dort das goldene Kalb, das sie ihre Gerechtigkeit nennen, installieren.
Befreiung muss den Menschen aus der Knechtschaft der Lüge führen. Eine Ordnung, die das Prädikat christlich verdient, darf sich nicht auf ausgeübter Gewalt, vielleicht aber auf erduldeter Gewalt gründen.
Redaktion benachrichtigen Handfeste Gründe
#31   Lorenz   19:47:33 | Samstag, 16. August 2008
@Navon
Möglicherweise lässt sich die Existenz des Schöpfers sogar sehr sehr indirekt erkennen. Im Beitrag heisst es ja, dass die Frage, warum etwas ist, anstelle davon, dass nichts ist und mehr, dass dieses etwas Strukturen bildet, anstelle von chaotisch zu sein, nicht durch Zufall erklärt werden kann. Das sagen auch Spitzennaturwissenschaftler.
Aber ein solcher naturwissenschaftlicher Gottesbeweis scheint mir einigermaßen wertlos (außer für ein paar Evangelikale vielleicht). Warum sollte ich diesen ominösen Schöpfer denn anbeten? Welche Beziehung habe ich zu ihm.
Hier hört die Naturwissenschaft wirklich auf, Beiträge liefern zu können.
Redaktion benachrichtigen Handfeste Gründe
#15   Lorenz   18:53:55 | Samstag, 16. August 2008
@Navon
Wo genau hat Ihnen der zitierte Mitarbeiter des Vatikan etwas zu denken vorgegeben? Alle zitierten Aussagen können doch von jedem Menschen geordneten Denkens unterschrieben werden. Ihre Aufregung ist irgendwie unverständlich.
Redaktion benachrichtigen Minderwertige Kirche
#26   Lorenz   12:27:28 | Donnerstag, 7. August 2008
Mir hat noch kein evangelischer Schriftgelehrter erklären können,…
…wozu es die evangelische „Kirche“ gibt. Die evangelische „Kirche“ weiss nicht, wozu sie da ist. Für die schiere Verkündigung des Evangeliums bedarf es keiner Kirche.
Das Selbstverständnis des Protestantismus zeigt sich doch im inflationären Gebrauch der Hlg. Schrift (frei nach Lenin): „Protestantismus, das ist Verteilung kostenloser Bibeln plus Alphabetisierung der Völker.“
Um es erneut ganz klar zu sagen: Die Protestanten bilden keine Kirche, weil sie keine Kirche sein wollen, nicht weil es der Papst so erkannt hat.
Redaktion benachrichtigen Für dumm verkauft
#16   Lorenz   11:53:20 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Was ist mit den Tourismuseinnahmen?
Wie sähe es in Italien aus, wenn der Vatikan ein Statdtteil von Paris wäre?
Per Saldo dürfte Italien das um Längen bessere Geschäft machen.
Redaktion benachrichtigen Besuch vom Krokodil
#16   Lorenz   17:50:13 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Rockmusik
In Kreuz-Forum oder Leserzeitung gab es dazu einst eine sachliche Debatte, deren recht überzeugendes Ergebnis es war, zumindest einzugestehen, dass Rockmusik ihrem Wesen nach das Geistige im Musikhörer zurückdrängen soll, um dass Physische, das Basale, das Lust- und Triebbeladene hervorzuheben.
Der Rhythmus ist das dem Körper Gemäße, die Harmonie das Seelische und die Melodie das Geistige der Musik. Gregorianik ist also reiner Geist von Musik.
Es sind so gesehen nicht nur die Texte, sondern auch die musikalischen Effekte der Rockmusik, die dieser den Verdacht einbringen, dem, was im Christentum für wahrhaft schöpferisch gehalten wird, entgegenzustehen.
Redaktion benachrichtigen Das Motu Proprio führt zum Reichtum der Liturgie zurück
#8   Lorenz   12:44:34 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Frage zum „Danke gleichfalls“
Wie verbreitet sind solche Piep-piep-piep-Floskeln in NO-Messen?
Mir fehlt etwas der Überblick.
Redaktion benachrichtigen Keine Einheit in Sicht
#18   Lorenz   13:00:22 | Montag, 14. Juli 2008
Zeitpunkt der Wandlung
Einmal mehr könnte diese Frage durch einen Vergleich mit dem archaischen Ritus strukturiert werden. Der heiligste, aufwühlendste Moment im archaischen Ritus ist nach meiner Einschätzung die Opferung, nicht die Annahme des Opfers durch die Gottheit, die ja nie sinnlich wahrnehmbar ist.
Da die christliche Eucharistie bewusst die Strukturgemeinsamkeit mit dem archaischen Ritus sucht, um die Unterschiede erkennbar zu machen (gerade wie ein Tischler die Parallelität, also Unvereinbarkeit zweier Leisten erkennt, wenn diese nahe beieinander liegen), sollte man sagen dürfen, dass der aufwühlendste Moment die Opferung durch die Wandlungsworte ist. Dadurch – und das unterscheidet dann die Eucharistie vom archaischen Ritus – fallen Opferung und religiöse Epiphanie zeitlich zusammen. Es erweist sich so, dass die Opferlogik seitens des opfernden Kollektives ex ante verstanden ist. Sie wissen, was sie tun, weil sie im Lichte der Offenbarung des Kreuzes opfern.
Redaktion benachrichtigen Kleinkarierte kirchliche Homoideologie über alles
#17   Lorenz   20:02:06 | Freitag, 11. Juli 2008
„In unserer Tradition haben die Friedlichen meist den Kürzeren gezogen und tun es heute noch.“
Ist das ein Aufruf zum Kampf?
Die sozialrevolutionäre Fehldeutung des Evangeliums wäre bedenklicher als die Schwulizität dieses Probstes, wenn er auf letztere nicht so ostentativ Wert legte, dass es sich bis in die kreuz.net-Redaktion rumgesprochen hat.
Redaktion benachrichtigen Antikatholische Indoktrination in der Schule
#10   Lorenz   19:55:28 | Freitag, 11. Juli 2008
Irr-, nicht Aberglauben…
… hat die Hlg. Inquisition bekämpft. Also gehörte Hexenwahn nicht zu ihrem Aufgabengebiet.
Wenn man bedenkt, wie zentral der Ordnungsbeitrag der Kirche für das vormoderne Europa war, rechtfertigt das manche Härte (Häresiebekämpfung) bei der Verteidigung deren Lehrautorität. Der Häretiker berücksichtigt nur seinen persönlichen Vorteil aus der Verbreitung von Häresien, nicht aber die gesamtgesellschaftlichen Wirkungen, ja er kennt letztere nicht einmal.
Was die antikatholischen Schulbücher nie sinnvoll erklären: Das Cui Bono der Hexenverfolgung.
Was soll der Kirche der Erhalt heidnischen Brauchtums jemals genützt haben? Der Rückgriff in die Trickkiste der archaischen Opferkultur, zeigt bestenfalls die Schwäche der christlichen Opferkultur in den für Hexenverfolgung empfänglichen Gebieten Europas.
Redaktion benachrichtigen Die Herren des Konzils
#60   Lorenz   16:29:04 | Mittwoch, 9. Juli 2008
Lieber Elijahu,
Sie verbreiten hier munter Verschwörungstheorien (das meine ich mit Neomarxismus; der funktioniert nämlich so), mit denen sich die „verblödeten Schafe“ in aller Welt freiwillig gegenseitig Gehirnwäsche angedeihen lassen.
Sie füttern sich selbst mit der „Propaganda“.
Rerum novarum muss man im Licht von Quadrogesimo anno lesen. Dann versteht man sie auch.
Liebe Grüße, L.
Redaktion benachrichtigen Die Herren des Konzils
#58   Lorenz   13:29:31 | Mittwoch, 9. Juli 2008
@ Bushexperte Elijahu
Soso:
Bush marschiert in fremde Länder ein, um den Drogenhandel zu fördern. Außerdem ist er Knecht der Öl- und Rüstungslobby. Die NATO hat er voll im Griff, um sie diversen Lobbygruppen dienstbar zu machen.
Haben Sie noch mehr vom Neomarxisten-Stammtisch zu kolportieren?
Redaktion benachrichtigen Anglikanische Traditionalisten zerquetscht
#3   Lorenz   10:38:59 | Dienstag, 8. Juli 2008
Laien
Der Anteil der Bischöfinnen-Befürworter ist unter den Laien geringer als unter den Fachchristen. Ist das ein interpretierbares Ergebnis?
Ansonsten: Eine verlorene Kirche, in der die Herde entscheidet, was der Hirte tun soll.
Redaktion benachrichtigen Das Martyrium der Kirche
#34   Lorenz   17:33:23 | Samstag, 5. Juli 2008
Goldhagen ähnlich Knobloch
Goldhagen leistet den jüdischen Interessen mit auf Halbwissen und Vorurteilen gegründeter Kritik am Katholizismus einen ähnlichen Bärendienst wie C. Knobloch in der Fürbittendebatte.
Das jüdische Problem, dem sich jüdische Interessenvertreter widmen müssen, ist der als Antiisraelismus verkleidete Antisemitismus. Letzteren in der RKK zu suchen, ist vergeudete Energie. Hier werden nur dumme Vorurteile politisiert. Goldhagen und Knobloch sind schlechte Interessenvertreter.
Redaktion benachrichtigen Das Motu Proprio bricht das Eis
#39   Lorenz   22:43:38 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@Jobärens Kondomy
Gehe mal davon aus, dass sie Le Trot sind. Schöne Joberens-Persiflage! Hut ab, meint…Humaner Vati
Redaktion benachrichtigen Die katholischen Gutmenschen mauern
#53   Lorenz   20:51:52 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@proetcontra
Verzeihung, ich wusste nicht, dass…
Redaktion benachrichtigen Die katholischen Gutmenschen mauern
#51   Lorenz   19:53:09 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@proetc. und aleph; Der Westen schuldet dem Islam nichts
Zu dieser Schlussfolgerung kommt zumindest dieses Buch, das zu lesen ich nicht die Gelegenheit fand:
Sylvain Gouguenheim (2008): „Aristote au Mont Saint-Michel“.
LG, L.
Redaktion benachrichtigen Kein anderes Lehramt?
#18   Lorenz   11:42:19 | Mittwoch, 2. Juli 2008
@Iustus, Ihre Replik zu B.
Auch wenn sich freilich die von Ihnen angesprochenen Strukturgemeinsamkeiten zwischen Modernisten und Traditionalisten unter den Kirchenkritikern feststellen lassen, macht uns diese Äquivalenz doch blind dafür, dass von Äquivalenz keine Rede sein kann.
Beide Vergleichsgruppen werden doch nicht in selbiger Weise im Unrecht sein.
Redaktion benachrichtigen Päpstlicher Sommer + …
#28   Lorenz   11:24:13 | Mittwoch, 2. Juli 2008
@Joberens, evangelische „Kirche“
Damit das hier mal geklärt werde:
Die „evangelische Kirche“ ist keine Kirche, weil sie keine Kirche sein will.
Nicht weil es der Papst sagt! Sie selbst bekennt mit dem sola scriptura, dass sie kein anderes depositum fidei akzeptiert als die Schrift. Jeder denkende Protestant akzeptiert daher des Papstes Einschätzung, dass die „ev. Kirche“ eine christliche Gemeinschaft, aber eben keine Kirche, die als Kirche irgendetwas lehrt, ist.
Nur die Schreihälse geifern wie immer!
Redaktion benachrichtigen Brauner geht’s nimmer
#95   Lorenz   14:34:23 | Dienstag, 1. Juli 2008
@Joberens
Die Amtskirche und der Papst sind natürlich nicht für alle verantwortlich sondern nur für die, die auf dass unsinnige Kondomverbot zurückzuführen sind.
Kirche und Papst können auch für die Kondommuffel unter den Infiziierten nichts. Ihre Aussage ist grober Unsinn.
Redaktion benachrichtigen Schleier der Unwissenheit
#35   Lorenz   11:09:29 | Mittwoch, 18. Juni 2008
@Sozialkatholisch und alle; „nach westlicher Art gebunden“
Was bedeutet das im Fall eines Kopftuches?
Wenn es da einen Unterschied gibt, könnte der relevant sein. Leser Sozialkatholisch hat richtigerweise bemerkt, dass es auch im Westen eine schöne Kopftuchtradition gibt.
Redaktion benachrichtigen Absehbares bitteres Ende
#7   Lorenz   20:25:10 | Dienstag, 17. Juni 2008
@Fragender
wurde denn die Liebe als Verfehlung dargestellt?
Redaktion benachrichtigen In jeder Pfarrei?
#85   Lorenz   16:52:15 | Dienstag, 17. Juni 2008
@ Kurt K.; Ihr Glaube
Nur eine Anmerkung zur Vernunft des atheistischen Glaubens:
Dieser Glaube besagt, dass es keine Vernunft gibt, die Aussagen über wahr und falsch und weniger über Gut oder Böse zulässt.
Ihr Glaube besagt auch, dass es keine Hoffnung gibt.
Ihr Glaube besagt auch, dass ein Mensch im Angesicht des Todes zum totalen Egoisten werden sollte, weil er ja nur noch eine Frist hat, die Sau rauszulassen. Ein bisschen Spaß noch und das war’s dann.
Fragt sich, was den Glauben an den Ganztod und die Hoffnungslosigkeit für Sie so attraktiv macht. LG, L.
Redaktion benachrichtigen In jeder Pfarrei?
#32   Lorenz   17:21:28 | Montag, 16. Juni 2008
Milingo for Pope
…und bitte keine Kelchkommunion, sondern Schnapsgläschen, wie bei den fortschrittlichen Protestanten inzwischen sehr verbreitet.
Redaktion benachrichtigen Wird George W. Bush katholisch?
#90   Lorenz   12:24:40 | Montag, 16. Juni 2008
@Roland, Glaubwürdiger…
… wäre es nach dieser Sichtweise, wenn die Kirche sich dem Geschrei der Welt anschlösse. Wenn der Hirte den Schafen hinterherrennt, dann erfüllt er nach Ihrer Logik seinen Auftrag.
Um es mal ganz drastisch zu sagen:
Adolf Hitler war und ist(!!!) der beliebteste Politiker der Welt.
G.W.Bush ist der gehassteste Politiker der Welt.
Würden Sie mir verzeihen, dass meine Sympathie eher dem gehassten als dem beliebten Politiker gilt?
Redaktion benachrichtigen Kirchenführung einmal anderes
#10   Lorenz   12:15:39 | Montag, 16. Juni 2008
@Pünktchen
In Ihrem ersten Video konsekriert der Papst den Wein mit den Worten „für Euch und für alle vergossen.
Was ist denn da los?
Redaktion benachrichtigen Wird George W. Bush katholisch?
#88   Lorenz   11:40:00 | Montag, 16. Juni 2008
Lieber K.Heinz
Bei allem Respekt für Ihre Gesinnung – gestatten sie mir noch zwei Anmerkungen.
Es war und ist nicht mutig einen Krieg zu kritisieren oder das Land, das ihn führt. Dies weniger, wenn es sich bei diesem Land um die USA handelt. Mutig wäre es von JPII gewesen, Bush zu verteidigen.
Die „hunderttausende“ der Opfer; wem kreiden Sie die an? Natürlich Bush, weil Sie ihn als verantwortlich für den Verlust der staatlichen Ordnung im Irak sehen. Gestatten sie mir, dass ich für diesen Verlust, dieses Grauen den Irrsinn des Terrorismus verantwortlich mache.
Redaktion benachrichtigen Wird George W. Bush katholisch?
#83   Lorenz   23:17:14 | Sonntag, 15. Juni 2008
@K.Heinz
Wir reden aneinander vorbei. Ich stelle nicht in Frage, dass die Irakintervention suboptimal gehändelt wurde. Für eine Beurteilung bin ich ohnedies kein Experte.
Meine Frage ist diese:
Rechtfertigen die Probleme der Amerikaner im Irak das weltweite Aufblühen des Antiamerikanismus und dessen spezielle Blüte, den Hass auf Bush?
Meine dezidierte Antwort hierauf ist nein. Für eine Debatte darüber, was man im Irak besser machen könnte, bin ich nicht das geeignete Gegenüber. Tut mir leid.
Redaktion benachrichtigen Wird George W. Bush katholisch?
#68   Lorenz   20:41:52 | Sonntag, 15. Juni 2008
Ach Leute…
@Karl-Henz:
Die Sanchez-Kritik ist doch eine durch und durch politische, auch wenn sie von einem Militär kommt. Wo ist denn da das Sachargument? Synchronisierungmängel? Ja, dass der Irakeinsatz nicht optimal gemacht wurde, hat nie jemand, auch ich nicht, behauptet. Ist das Bushs Schuld?
Brandenburgis und Benedikt:
das ist nun wirklich lustig. Sie streiten sich, wer die intelligentere und plausiblere Verschwörungstheorie vertritt. Es sind aber beides (Synagoge und Lobby) Konspirationstheorien.
Redaktion benachrichtigen Wird George W. Bush katholisch?
#60   Lorenz   19:46:48 | Sonntag, 15. Juni 2008
@Florian Geyer
Die Entscheidung zwischen einer präventiven und einer passiven sicherheitspolitik hat Bush sicher nicht völlig allein, sondern auf Expertenrat hin gefällt.
Was mich wundert ist, dass an den Stammtischen dieser Welt überall viel größere Experten sitzen, die die Irakinvasion kompetent zu beurteilen imstande Sinn.
Was mich ärgert ist, dass selbst ÖR-Medien, die bequeme und billige Bush-Aversion, die sozusagen die herrschende Auffassung der gesamten Weltöffentlichkeit ist, bequem und billig teilen und weiterverbreiten.
Bush ist ein Sündenbock, ob fehlerhaft oder fehler(failure)frei – soviel ist klar
Redaktion benachrichtigen Wird George W. Bush katholisch?
#23   Lorenz   23:38:23 | Samstag, 14. Juni 2008
Missetaten Bushs?
Da sich bisher nur Matt gegen dieses zum Allgemeinplatz gewordene Bush-Bashing ausgesprochen hat, will ich mich Matt anschließen.
Bush wird m.E. völlig zu unrecht in unseren Medien und der Öffentlichkeit geschlachtet. Dies beweisen absurde Äußerungen wie auch hier: „an seinen Händen klebt das Blut hunderttausender Iraker“. Attribute wie „Kriegstreiber“ und „Unterstützer der Öl- und Rüstungslobby“ sind alle dermaßen blödsinnig, dass man sich wegen ihrer wie selbstverständlichen Akzeptanz auf breitester Front nur fragen kann: Bin ich verrückt oder sind es die anderen?
Bushs Politik reagiert rational auf die Sicherheitsprobleme der Welt – ob erfolgreich oder nicht. Bush die Schuld für diese Sicherheitsprobleme und deren Folgen zu geben, bedeutet, von einer Meinungskaskade mitgerissen worden zu sein.
Warum der Antiamerikanismus ein Markenzeichen von kreuz.net ist, habe ich noch nicht kapiert.
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#17   Lorenz   20:45:05 | Samstag, 14. Juni 2008
Peter Pan;
Nun das mit der Spezialisierung ist einfach zu erklären.
Unsere Politiker erfahren erst nach der Wahl, dass sie in Staatsämter kommen. Sie bilden sich dafür nicht aus. Dies ist bei einem geborenen Staatsmann natürlich anders.
Dass ein Monarch vom Talent her verglichen mit seinen Spitzenbeamten ein Trottel sein kann (vgl. Windsor) wird durch sein Training von kleinauf ausgeglichen. Die Monarchie kennt bei gänzlich ungeeigneten Herrschern auch noch die Vertretung durch einen Regenten. Unsere Politiker kommen zar wettbewerblich in ihre Ämter, jedoch welche Fähigkeiten zählen in diesem Wettbewerb? Sie wissen es.
Dass es auch iliberale Monarchien gibt (Preußen mit Schulpflicht und Wehrpflicht, aber mit ostentativer Religionsfreiheit), ändert nichts an dem Grundproblem der Demokratie, jede Einschränkung der Freiheit mit Verweis auf die mehrheitliche Legitimation rechtfertigen zu können.
Eine Ausweitung demokratischer Herrschaft durch den Lissabon-Vertrag öffnet das Tor für den Leviathan, weil eine wettbewerbsföderalistische Kontrolle dieses Europa zunehmend schwieriger wird.
Redaktion benachrichtigen Probleme mit dem Protokoll + …
#11   Lorenz   16:22:03 | Samstag, 14. Juni 2008
Peter Pan
Nun aber mal halblang, sonst bezeichne ich Sie noch als Geschichts-LK’ler und ich will doch partout nicht über andere Leser spotten.
Was Sie über die Monarchie schreiben, passt bestenfalls zur Diktatur.
Als der amerikanische Präsident sich 1910 mit Kaiser Franz Josef traf, fragte er den Kaiser, was denn ein Kaiser im 20. Jh. noch für eine Aufgabe habe. Der war um die Antwort nicht verlegen: Ich muss meine Völker vor ihren (demokratisch gewählten) Regierungen beschützen.
Uns fehlt so ein Kaiser: Was Ludwig der Sonnenkönig (der Staat bin ich) nie gewagt hätte, ist bei uns Realität:
Wehrpflicht, Einkommensteuern („the king should live on his own“), Rauchverbot (Prohibition), Bürokratie.
Sie haben ein vollkommen verzerrtes Bild, was die Aufgabe eines Monarchen in einem Staat ist. Der Monarch entscheidet nur dann, wenn dezentrale staatliche Einheiten keine sinnvollen Entscheidungen fertigbringen. Er ist ein Spezialist in Dingen des Staates, während unsere zufällig in Ämter gespülten Politiker Amateure sind.
Alles worum ich Sie bitte, ist ein bisschen mehr Demokratieskepsis, weil Demokratie eine Diktatur der Meinungen (von Nichtexperten) ist.
Redaktion benachrichtigen Probleme mit dem Protokoll + …
#9   Lorenz   14:37:24 | Samstag, 14. Juni 2008
@Peter Pan; Wahlen
Wahlen sind doch der Weg, die Diktatur der Demokratie zu rechtfertigen.
Die Phrase „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ ist ein Oxymoron, so wie „schwülheißer Wintertag“.
Eine Demokratie kann Freiheit viel legitimer einschränken, als eine Monarchie (deren Sinn immer die Verteidigung der Freiheit ist).
Und die Demokratrie beschränkt die Freiheit dann auch in einer Weise, wie es kein Monarch jemals gewagt hätte. Sie beruft sich dabei auf die (rational uninformierte) Mehrheit, was ein Monarch nicht kann.
Redaktion benachrichtigen Abgefallener Priester wird evangelischer Prediger
#20   Lorenz   13:26:47 | Donnerstag, 12. Juni 2008
@Nachtlaterne
Wegen des Versmaßes bekommen Sie sicher gleich eine Standpauke, bei der Ihnen das dichten vergeht.
Allerseits viel Geduld miteinander!
Redaktion benachrichtigen Abgefallener Priester wird evangelischer Prediger
#13   Lorenz   11:16:38 | Donnerstag, 12. Juni 2008
Wie bewertet die evangelische Kirche den Bruch der Weiheversprechen?
Bezügl. Papsttreue, Zölibat und dieser Dinge hat der gute Mann es sich doch nun anders überlegt. Toleriert die ev. Kirche das kommentarlos? Völlige Kritiklosigkeit auf evangelischer Seite grenzte ja fast an Hehlerei.
Redaktion benachrichtigen Evangelischer Pastor konvertiert
#31   Lorenz   17:35:23 | Dienstag, 10. Juni 2008
@Brandenburgis; Ich muss Ihnen wohl zustimmen
Vor allen Dingen, was Janßens Hoffnung auf Akzeptanz in der neuen Umgebung anbelangt.
Ein Konvertit ist einer, der es ernst meint. Der ist für die Lauen eine Gefahr. Janßen wird wohl aufpassen müssen, nicht als superkatholischer Besserwisser zu gelten. Aber dies gilt nur für die engen Kreise einer Pfarrgemeinde. Ansonsten sollte die katholische Welt doch aufnahmefähig sein, für alle denkbaren Gestalten, die sich ihr zuwenden.
Dass die „konfessionelle Grundierung“ so stark die Beziehungen strukturiert, dürfte auch an unserer PC-Kultur liegen, in der einjeder zu den Guten gehören möchte, ohne zu wissen, was das Gute ist. So wird das Gute dann relativistisch von den Meinungen hergeleitet, welche ihrerseits auch durch die Zugehörigkeit zu irgendeiner Konfession prognostiziert werden können.
Redaktion benachrichtigen Evangelischer Pastor konvertiert
#29   Lorenz   15:59:32 | Dienstag, 10. Juni 2008
Wenn schon katholisch, dann richtig…
… dürfte Janßens Zielstelung sein. Ich vermute, dass es nicht die Sakramente allein, sondern auch eine (vielleicht heimliche) Begeisterung für die Tradition ist, die zu solch einem Schritt antreibt.
Eine Frage an Leser Brandenburgis:
Warum meinen Sie, dass Janßens Umfeld sich von ihm abwenden wird?
Redaktion benachrichtigen Lob den Reformen + …
#7   Lorenz   11:55:37 | Donnerstag, 5. Juni 2008
@Uhrmacher
Die zwei Treffer waren Postings des Lesers Nachtlaterne.
Versuchen Sie es mal mit „saboism“. Da gibt es viele Treffer. Wenn Sie eine Definition finden, bitte posten. Danke.
Redaktion benachrichtigen Sie wird fünfzig
#110   Lorenz   09:53:37 | Donnerstag, 5. Juni 2008
@Vineta
Sie waren aber noch lange auf. Tut mir leid, dass ich meinen Part nicht kompetenter gespielt habe. Ich verspreche B XVI in Zukunft noch(!) kritischer zu sehen. Bis zum nächsten Thema. Grüße, L.
Redaktion benachrichtigen Sie wird fünfzig
#108   Lorenz   00:16:07 | Donnerstag, 5. Juni 2008
@Vinata
Nur damit Sie ruhig schlafen können: Ich bin kein Funktionär. Leider.
Vermutlich haben wir sehr ähnliche Grundhaltungen. Nur, Ihr Benedikt-Bashing halte ich für übertrieben. Der Papst muss die Spannungen berücksichtigen, die er mit einem klareren Kurswechsel im Kirchenschiff verursachte. Die Kirche ist – um im Bild zu bleben – ein wenig torsionssteifer Kahn.
Denken sie doch an die letzte Enzyklika. Da lesen wir: Die Botschaft von ewiger Verdammnis und Fegefeuer ist wahr und gehört logisch zur Frohbotschaft dazu. So klar hätte es JPII nie gesagt und Frau Käßmann sowieso nicht.
Also: Wenn Sie BXVI schon nicht mögen, sehen sie ihn doch als geringstes Übel, so wie ich Frau Merkel als geringstes Übel sehe.
Redaktion benachrichtigen Sie wird fünfzig
#99   Lorenz   21:33:34 | Mittwoch, 4. Juni 2008
@Vineta, Koranküsse
Ist es so, dass sich B XVI über den Tisch ziehen lässt? Ich bin kein Experte, doch scheint es mir, als würde er den Kurs seines allumarmenden Vorgägers sanft korrigieren. Sie wünschen sich einen deutlicheren Papst? Ich auch.
Ich beobachte die Feindschaft der Muslime, gerade der hier lebenden, unserer Kultur gegenüber auch mit Sorge. Das Problem ist – und so kehren wir zum Ausgangspunkt Käßmann zurück –, dass ein relativistisches Gutmenschenchristentum genauso wenig zu unserer Verteidigung beiträgt, wie der Protektionismus, den Sie sich scheinbar wünschen.
Es geht nicht ohne ganz klares, mit breiter Brust vorgetragenes, christliches Bekenntnis. Das müssen wir von Amerika lernen. Es wird nichts aus Dialogen herauskommen, wenn man in der Wahrheitsfrage wackelt und ein Gegenüber hat, dass seinen Glauben hingegen dummdreist als Absolutum verkauft.
Ein christlich-muslimischer Dialog über Religion scheint mir ungefähr so sinnvoll, wie wenn ein Mathematikprofessor und ein Drittklässler, der gerade das Einmaleins verstanden hat, über die Grundlagen der Mathematik handelseins werden wollen. Der Mathematikprofessor redet sich überdies ständig ein, er könne nicht sicher sein. Der Drittklässler glaubt fest, dass er alles verstanden hat, wenn er weiß, dass 6x7=42 ist. Und vor so einem Drittklässler will sich der Papst nicht in die Hose machen. Das muss man (ob klug oder nicht) verstehen.
Redaktion benachrichtigen Wie die Handkommunion trotzdem genehmigt wurde
#17   Lorenz   21:09:31 | Mittwoch, 4. Juni 2008
@unteroktav; 17.22 Uhr
Warum sollte es Alois Bischof „wurscht“ sein, ob die anderen ins Verderben laufen. Vielleicht teilt er Ihren Heilsegoismus nicht.
Redaktion benachrichtigen Sie wird fünfzig
#94   Lorenz   10:36:59 | Mittwoch, 4. Juni 2008
Da hier immer noch kein Ende gefunden
Lieber Vineta,
seien Sie doch nicht immer gleich auf der Palme. Auch nicht wegen Heinrichs Kurzkommentar.
Ich denke, Ihre sichtweise dessen, was der Papst sagen und tun sollte, ist mit des Papstes Auftrag nichgt überein zu bringen. Zwar haben die Päpste in der Geschichte oft die Verteidigung des Abendlandes (mit-)koordiniert (Hlg. Pius V. etwa), aber unser Papst denkt möglicherweise, dass das Christentum, insb. der Katholizismus, aus der Defensive heraus muss. Das Christentum darf der apokalyptischen Schlacht, wenn Sie so wollen, nicht ausweichen – auch wenn das eine Rückkehr der Märtyrerkirche bedeuten könnte, auch wenn es ein Weg ist, der alles wandelt.
Ihrem Einwand, dass der Papst das derzeitge Abendland für nicht besonders verteidigenswert halten könnte, halte ich entgegen, dass Europa (der Westen) Reste einer Kultur birgt, ohne deren Bewahrung auch kein Neubeginn möglich sein dürfte.
Redaktion benachrichtigen Sie wird fünfzig
#75   Lorenz   22:14:59 | Dienstag, 3. Juni 2008
Vineta; Papst und Islam
daß dem Papst ein islamisches Deutschland schon in 15 Jahren ( bei EU-Beitritt der Türkei) lieber ist als erst in 30-40 Jahren.
Warum denn keine christliche Türkei?
Geben sie die Seeln der Türken doch nicht so einfach verloren. Ich bin kein evangelikaler Missionar. Aber an die Seelen der verblendeten, ungläubigen Türken denke ich jetzt voller Sorge.
Redaktion benachrichtigen Sie wird fünfzig
#56   Lorenz   19:27:32 | Dienstag, 3. Juni 2008
@Vineta; Käßmann und Türkei
Bitte halblang. Erst beschweren Sie sich, dass kreuz.net zur Amüsiermeile verkommt (gebe Ihnen recht) und wenn dann jemand Ihren inhaltsvollen Gedanken aufgreift, sind Sie gleich obenheraus.
Der Punkt war, dass Käßmann gegen den Türkeibeitritt ist und der Papst, wie Sie sagen, dafür.
Ich vermute, dass gleichzeitig gilt: Der Papst will ein christliches Europa, das die kulturelle Kraft hat, die Christlichkeit der Welt zu befeuern. Ich bezweifle, dass Frau Käßmann ähnlich weit denkt.
Der Papst sieht die Türkei als ein Land mit überragender christlicher Tradition. Frau Käßmann sieht den tödlichen Halbmond.
So erkläre ich mir Ihren Befund. Liebe Grüße
Redaktion benachrichtigen Mitternachtsgeflüster
#16   Lorenz   17:09:14 | Dienstag, 3. Juni 2008
@Gotthard lsbkb-credo
Schon gut. Man müsste also fragen, ob Kind Gottes und Sohn Gottes nicht zu trennende Begriffe sind. Der Sohn Gottes ist jedenfalls kein Kind Gottes, weil er Gott selber ist als Vater und Sohn in einer Person.
Aber darum geht es nicht. Es geht um die sozialrevolutionäre, ökopazifistische Fehldeutung des Christentums, über die sich der Antichrist die Hände reibt.
Das Christentum wird auf den Kopf gestellt, wenn es zu einer Verfolgerreligion gemacht wird. Bitte bedenken Sie dies, Gotthard. Danke.
Redaktion benachrichtigen Wieviele Klicks ‘kath.net’ wirklich hat
#18   Lorenz   16:09:08 | Dienstag, 3. Juni 2008
Kath.net > Kreuz.net
Zumindest nach Alexa.com:
Kath.net ist die 124000ste und Kreuz.net die 174000ste Seite im Aufrufranking des gesamten Internet.
Redaktion benachrichtigen Sie wird fünfzig
#47   Lorenz   15:55:45 | Dienstag, 3. Juni 2008
Vineta Käßmann vs. Benedikt
Vielleicht können wir dieses sagen:
Der Papst hat keine Angst vor der Glaubenskonkurrenz Islam. Er weiss, dass „sein“ Produkt das zigfach überlegene ist, auch wenn das die religionsnachfragenden Menschen noch nicht alle geschnallt haben. Also: Der Papst ist völlig angstfrei und braucht keine institutionellen Wettbewerbshemmnisse.
Frau Käßmann, die gar nicht weiß, was ihr Produkt ist, die von den Resten einer aussterbenden (ehemals verdienstvollen) evangelischen Frömmigkeitstradition lebt, hat die Hosen natürlich voll und fordert ein islamfreies Europa.
Redaktion benachrichtigen Mitternachtsgeflüster
#14   Lorenz   23:50:33 | Sonntag, 1. Juni 2008
Lieber Defensor; „zum Sohn und zur Tochter Gottes“
Ich gehöre nicht zu den Homothematisierern in diesem Forum. Was Sie da aber bei der lesbisch-schwulen-Basiskirche Basel ausgegraben haben ist, wie ich hoffe, noch nicht repräsentativ für die Christenheit.
Ich schiebe diesen Absturz in die Hände Satans hier nicht auf lesbisch-schwul, nicht mal auf Basel, sondern auf „Basiskirche“.
Verhunzungen des Apostolicums sind leider keine Seltenheit bei den Protestanten.
Redaktion benachrichtigen Eine verdiente Strafe
#21   Lorenz   20:07:33 | Sonntag, 1. Juni 2008
methusalix
Wie war das gemeint mit dem blühenden China?
Meinten Sie die Viertelmillion Selbsmorde pro Jahr?
Meinen Sie die Öko- und Naturkatastrophen?
Meinen Sie den Umgang mit Flüchtlingen aus Nordkorea?
Oder meinten sie die doch die Außenhandelsbilanz?
Redaktion benachrichtigen Solidarität globalisieren +…
#3   Lorenz   19:54:31 | Sonntag, 1. Juni 2008
Was ist eine Taufe?
Die Forderung nach „Entexorzierung“ des katholischen Ritus zeugt mal wieder von beneidenswertem theologischen Sachverständnis.
Redaktion benachrichtigen Mitternachtsgeflüster
#5   Lorenz   22:02:47 | Samstag, 31. Mai 2008
GEZ-Fernsehen
Die Sendung war wirklich extrem tendenziös. Die Helden waren Zollitsch und Priester, die für die Abschaffung des Zölibat, Frauenordniation und Interkommunion beteten. Die Schurken waren Bischof Müller und dessen im archaischen Glaubenskosmos gefangene Priester, die für die Seelen derer, die im Fegefeuer sind, beteten. Solche Fürbittaktivität galt dem Redakteur als ganz rückschrittlich. Fürbitten für die, die vor den ewigen Richterstuhl getreten sind, sollte es nach dessen Darstellung scheinbar nicht geben.
Böser Müller, guter Zollitsch- Das klare Credo dieser Sendung.
Redaktion benachrichtigen Beide Brüste amputieren?
#128   Lorenz   11:14:41 | Freitag, 30. Mai 2008
Sozialkatholisch: „ohne Gott kommt das Chaos“
gestatten Sie mir zu ergänzen: Ohne den wahren Gott, kommt das Chaos.
Wenn ich das goldene Kalb der Marxisten, die Gerechtigkeit, verehre, geht mir die Ordnung ebenso verloren, wie wenn ich das goldene Kalb der Protestanten, die Freiheit, verehre.
Redaktion benachrichtigen Beide Brüste amputieren?
#125   Lorenz   10:55:34 | Freitag, 30. Mai 2008
Die Wahrheit sieht man immer nur mit den Augen der Opfer
Also: Will ein Baby leben, wenn es eine bestimmte Genkombinantion trägt?
Oder ist es unser Denken, das urteilt:
Das ist aber ungerecht, dass dieser Mensch kränker ist als andere: Diese Ungerechtigkeit lassen wir dem Schöpfer nicht durchgehen.
Redaktion benachrichtigen Beide Brüste amputieren?
#123   Lorenz   10:27:19 | Freitag, 30. Mai 2008
absurdes Denken
Wenn ich Brustkrebsbabys abtreiben lasse, denke ich in etwa so:
Dieses Baby könnte schon mit 45 sterben. Das ist aber ungerecht, weil viele Menschen es bis 80 schaffen. Als Befürworter der Gerechtigkeit fordere ich jetzt die Beseitigung ungleicher Lebenserwartungen.
Auch ungleiche Lebensqualität passt mir nicht, weshalb arme Eltern abtreiben sollten.
Irgendwann können wir dann die Ungleichheit ganz wegzüchten, dann brauchen wir niemanden mehr abzutreiben und Gottes Plan von einer Schöpfung der Vielfalt und der Schaffung von Gerechtigkeit durch Ihn als ewigen Richter ist erfolgreich durchkreuzt.
Redaktion benachrichtigen Das Beten in der Fremdsprache fällt vielen leichter
#27   Lorenz   15:09:37 | Donnerstag, 29. Mai 2008
Frasim und Bernd
Ich würde Ihrer Einschätzung, Frasim, gerne zustimmen, dass die mutmaßliche Form des letzten Abendmahles nicht in allem für die Zelebration des Meßopfers maßgebend ist.
Dass sich Liturgie immer entwickelt hat, Bernd J., ist schon klar. Aber hat sie sich immer entlang der Vorlieben der Gläubigen entwickelt? Haben Nichtexperten, Laien, die liturgische Entwicklung vorangetrieben?
Das würde mich wundern.
Redaktion benachrichtigen Das Beten in der Fremdsprache fällt vielen leichter
#16   Lorenz   12:59:25 | Donnerstag, 29. Mai 2008
Lieber Bernd Jupp
Der „Wunsch der Menschen“ kann ja nun kein Kriterium für die Gestaltung des Ritus sein.
Dass die liturgische Praxis diesen vermeintlichen Wünschen nachzukommen sucht, ist ja das bejammernswerte an ihr.
Die Frage nach der richtigen Form muss mit theologischem Sachverstand von Experten beantwortet werden. Die Antwort findet sich nicht in einer Anpassung an das Nachfrageverhalten. Sonst müsste man Volksfeste und Gaudi statt Demutsübungen anbieten.
Diesen Unterschied zwischen einem Messritus und einer Sorte Apfelmus werden Sie doch konzedieren, oder?
Redaktion benachrichtigen Das Beten in der Fremdsprache fällt vielen leichter
#3   Lorenz   10:19:21 | Donnerstag, 29. Mai 2008
Zustimmung Gotthard
Man kann das Latein nicht damit verteidigen, dass es für das persönliche Gebet geeigneter wäre.
Allerdings ist die Umkehrung der Aussage, die ich von meinem Pfarrer kenne, auch falsch. Es gilt: Man kann prinzipiell in einer Fremdsprache beten, wie man in einer Fremdsprache fluchen oder flirten oder träumen kann.
Für das kollektive Gebet sind wieder ganz andere Überlegungen maßgeblich.
Redaktion benachrichtigen Macht soviel Lärm wie möglich
#18   Lorenz   20:42:36 | Dienstag, 27. Mai 2008
Rückendeckung
Matt hat es erfasst. Die Zelebration des Opfers mit Blick zum Altar zu verstehen heisst, die Schutz- und Ordnungsfunktion des Priesters zu verstehen. Ein unschuldiges Opfer würdig darzubringen geht nur, wenn man es nicht demokratisiert. Deswegen das Latein, deswegen das Gemurmel, das die Gemeinde kaum hört, deswegen der Rücken des Priesters zwischen Gemeinde und Sakrament. Die Demokratisierung pervertiert den Kult ins Archaische. Sie ist ein Atavismus.
Redaktion benachrichtigen Willkommen im Klub
#49   Lorenz   22:22:38 | Sonntag, 25. Mai 2008
Ist kreuz.net kleingläubig?
Wieso hat man hier so viel Angst vor den Meinungen. Es ist doch immer ein gutes Zeichen, wenn die Welt die Kirche hasst.
Eine von der Welt geliebte Kirche?
Wer braucht denn so etwas?
Redaktion benachrichtigen Kommt jetzt der lutherische Homo-Landesbischof?
#6   Lorenz   10:33:53 | Freitag, 23. Mai 2008
Konversionshindernis…
für konservative oder fromme Protestanten ist die katholische Kirche selbst, die es vielerorts allzu protestantisch treibt.
Redaktion benachrichtigen Antichristliche Bücherverbrennung
#45   Lorenz   21:53:13 | Donnerstag, 22. Mai 2008
Off-topic
Hat jemand diesen super-tendenziösen Phoenix-Beitrag über den Modernisierungsaufbruch in der deutschen RKK gesehen?
Grundtenor: Der gute Zollitsch und der böse Müller.
Der Redakteuer interviewte Priester, die für die Frauenordination, für gemeinsames Abendmahl und für die Lockerung des Zölibates beten. Zum Kontrast wurde ein Priester aus der Diözese Regensburg beschrieben, der über das Fegefeuer predigt.
Dies galt als „archaischer Glaubenskosmos“.
Das alles ist mit Zwangsbeiträgen bezahltes Fernsehen.
Redaktion benachrichtigen Frau Knobloch wird ausfällig
#58   Lorenz   15:08:24 | Mittwoch, 21. Mai 2008
Extra nochmal nachgelesen
Frau Knobloch will eine Rücknahme der neuen Fassung der lateinischen Fürbitte (ZdJ: „Rücknahme der von Papst Benedikt XVI. eingeführten Änderungen bis zum Katholikentag“).
Sie will also die alte Fassung. Das ist irgendwie unbegreiflich. Die Frau scheint in der Sache einfach uninformiert.
Redaktion benachrichtigen Frau Knobloch wird ausfällig
#36   Lorenz   13:27:24 | Mittwoch, 21. Mai 2008
Die Frage der Fürbitten…
… muss mit theologischem Sachverstand gelöst werden. Da hilft kein Dialog und keine Diplomatie.
Frau Knobloch führt einen sinnlosen Kampf, wenn sie das nicht einsieht.
Wo bleibt ihr Aufschrei wider den latenten Antiisraelismus in der deutschen Mehrheitsgesellschaft?
Redaktion benachrichtigen Frau Knobloch wird ausfällig
#31   Lorenz   13:19:25 | Mittwoch, 21. Mai 2008
Frau Knobloch
sucht sich vermeintlich leichte Gegner. Sie will sich als Interessenvertreterin profilieren und tut es auf eine risikoarme Weise. Die Falschmeldungswelle zu den Karfreitagsfürbitten ist nun ihr Ding. Meines Erachtens erweist sie den jüdischen Interessen einen Bärendienst mit diesem völlig sinnlosen Kampf.
Frau Knobloch sollte den Antiisraelismus auf das Korn nehmen und den Antiamerikanismus gleich mit. Das wäre eine lohnende Aufgabe. Ihr völliges Unwissen in Dingen katholischer Dogmatik zu offenbaren und lächerliche Kritik zu üben macht sie schwach und schadet den jüdischen Interessen.
Redaktion benachrichtigen Fragen über Fragen
#8   Lorenz   11:25:42 | Samstag, 17. Mai 2008
@Pro Germania s.
Die Frage, ob die Göttlichkeit Jesu von Anfang an auf der Hand lag oder sich erst durch die Lehre der Kirche bestätigt hat, berührt die Frage nach dem Für und Wider der Judenmission nicht. Wenn ich Jesus als den wahren und ganzen Herren (eines Wesens mit dem Vater) lehre, impliziert dies seine Anbetungswürdigkeit und Erlöserschaft für alle Welt.
Redaktion benachrichtigen Fragen über Fragen
#2   Lorenz   17:34:03 | Freitag, 16. Mai 2008
Nummerierung
So muss man das Thema der Fürbitte angehen. Als systematisches Fragen nach dem Sinn der Judenmission. Zur besseren Orientierung im Text könnten die Punkte aber noch nummeriert werden.
Redaktion benachrichtigen Ökumene bis der Notarzt kommt
#32   Lorenz   16:11:37 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Stimme der Vernunft
Der Papst wird sicher keine konkrete Wirkung seines Ablasses in Aussicht stellen, sondern nur eine tendenzielle.
Und diese Wirkung tritt dann nach dem Glauben der Kirche ein. Ist doch fein, oder?
Mir ist Ihr Ärgernis in der Sache unklar.
Redaktion benachrichtigen Ökumene bis der Notarzt kommt
#21   Lorenz   14:31:11 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Stimme der Vernunft
Sie wollen den Ablaß ähnlich begründen wie den Kauf von einem Kilo Zucker. Beim Zucker wissen Sie, dass er süß ist und sich im Tee auflöst.
Beim Ablaß können Sie die versprochene Wirkung nur erhoffen. Das ist etwa wie Homöopathie oder eine Fastenkur.
Unlogisch wäre es trotzdem, gute Werke zu unterbinden, nur weil sie ablaßhalber verrichtet werden.
Redaktion benachrichtigen Ökumene bis der Notarzt kommt
#16   Lorenz   13:59:04 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Stimme der Vernunft
Sagen wir es so:
In einer Welt des Hochmuts ist der Ablaß ein sinnloses, weil nicht praktiziertes Instrument. In einer Welt, die auch die Demut kennt, ist der Ablaß nur logisch, weil der demütige Sünder Werke tun will, und zwar nicht mit Blick auf seine Strafen dereinst, sondern aus Freude an dem Guten, dass er so an sich entdeckt.
Redaktion benachrichtigen Des Papstes Gedanken sind in China + …
#31   Lorenz   13:43:14 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Ich sag’s ja
Die Israeli bauen überall zum Spaß Mauern hin, oder um andere zu quälen. Trotzdem ist ihre Wirtschaftspolitik (oder die Wirtschaft selbst) um den Faktor 10 leistungsfähiger. Was erst, wenn sie die Mauern wieder abrissen und die billigen Arbeitskräfte aus Palästina ungehindert pendeln könnten?
Redaktion benachrichtigen Ökumene bis der Notarzt kommt
#11   Lorenz   13:37:11 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Das Ablaßwesen…
…sollte man subtil fördern und die Praxis ausweiten. Ein reuiger Sünder will etwas tun, was ihm die Last seiner Sünden ein Stück erleichtert. Es wäre unbarmherzig dem reuigen Sünder die Verrichtung von Werken der Barmherzigkeit, die seine Sündenlast leichter machen, zu versagen.
Redaktion benachrichtigen Des Papstes Gedanken sind in China + …
#28   Lorenz   13:18:40 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Israel…
…hat mit Apfelsinen angefangen und exportiert heute High-Tech. Israels Pro-Kopf-BIP ist etwa zehnmal so hoch wie das seiner Nachbarn, obwohl es keine Rohstoffe fördert und immense Rüstungsaufwendungen tätigt. Sicher gelingt das alles nur, weil soviele Araber unterdrückt werden, nicht war? Das Unterdrücken macht den Israeli überdies großen Spaß, nicht wahr?
Redaktion benachrichtigen Die deutschen Bischöfe wollen den Störenfried kaltstellen
#46   Lorenz   17:02:47 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Verbreitet Kreuz.net Irrlehren?
Falls nein, ist Kreuz.net kein Gegenstand für die DBK.
Wenn jemand sagt:
Ich bin katholischer als der Papst, ist das noch keine Häresie.
Erst wenn er den Dogmen zu diesem Zwecke widerspricht, wird eine draus.
Redaktion benachrichtigen Die neue Messe ist eine zweideutige, fragwürdige Messe
#65   Lorenz   20:59:25 | Dienstag, 13. Mai 2008
@Benedikt; okay
eine erkennbar nicht-alltagssprachliche, volkssprachliche Liturgie kann als die Schutzfunktion tragend gedacht werden. „Nehmet hin und esset alle davon“ ist in diesem Sinne besser als „Nehmt euch alle was davon und esst“.
Redaktion benachrichtigen Die neue Messe ist eine zweideutige, fragwürdige Messe
#63   Lorenz   19:05:36 | Dienstag, 13. Mai 2008
@Benedikt
Gut, sie kennen sich da besser aus.
Dennoch meine ich, dass man katholischerweise nicht alles von den Ursprüngen her erklären muss, sondern auf die Traditionsentwicklung schauen muss.
Ein sakralsprachliches Opfer kann kaum von einem Laien in einer wouldbe-Zeremonie dargebracht werden. Latein schützt, wenn Sie so wollen, vor der Demokratisierung des Kultes. Dieses Schutzes bedurfte das Opfer vielleicht schon immer, doch konnte eine vollendete Ordnung nicht ad hoc festgelgt werden. Schließlich geht es um eine ins Mysterium gehüllte Wahrheit, der wir uns nur tastend nähern können.
Redaktion benachrichtigen Die neue Messe ist eine zweideutige, fragwürdige Messe
#60   Lorenz   17:10:42 | Dienstag, 13. Mai 2008
Latein und Opfer
allerorten wird die Latein-Volkssprach-Debatte mit Praxisargumenten geführt. Latein-Befürworter sprechen von Einheit und Verständlichkeit im Ausland; Gegner von Unverständlichkeit für das Volk.
Der eigentliche Punkt:
Ist die Messe Opferhandlung oder Mahl?
Falls letzteres angenommen wird, passt die Volkssprache. Falls ersteres angenommen wird, bedarf es äußerster Ordnung und Schutz für das Opfer, das ja beim christlichen Opferkult ein unschuldiges ist. Ein unschuldiges Opfer fordert den allerhöchsten Respekt und kann daher nur schwer in der Sprache (Sprache ist das Werkzeug der Opferung) dargebracht werden, in der die Opfernden fluchen, lästern und witzeln.
Redaktion benachrichtigen Warum der Papst falsch liegt
#19   Lorenz   16:29:02 | Donnerstag, 8. Mai 2008
@Landorganist
In diesem Fall allerdings eine (nicht zwingend theologische) Ungleichung . LG, L.
Redaktion benachrichtigen Warum der Papst falsch liegt
#16   Lorenz   14:55:35 | Donnerstag, 8. Mai 2008
@Sexychrist
Mein Gedankengang war dieser:
Wer sich die schwere Sünde der Unkeuschheit zumutet, wird sich doch von der viel geringeren Sünde der gesundheitlichen Absicherung seiner Unkeuschheit nicht abhalten lassen.
Es liegt also nicht am Katechismus der Kirche, wenn sich Menschen infizieren. Wer die schwere Sünde der Unkeuschheit in Kauf nimmt, sollte die kleine der Kondumnutzung natürlich mit eingehen. Also. Keuschheit besser geschützte Unkeuschheit besser ungeschützte Unkeuschheit.
Logischer geht’s doch gar nicht, oder?
Redaktion benachrichtigen Warum der Papst falsch liegt
#6   Lorenz   12:38:16 | Donnerstag, 8. Mai 2008
Logikproblem!!!
Wer sich die schwere Sünde der Unkeuschheit zumutet, wird sich doch von der viel geringeren Sünde der gesundheitlichen Absicherung seiner Unkeuschheit nicht abhalten lassen.
Warum ist die antikatholische Bewegung immer zu schwach für einfache Anwendungen logischen Denkens?
Redaktion benachrichtigen Mit Vati ficken wir gratis – Es bleibt doch alles in der Familie
#77   Lorenz   12:17:33 | Donnerstag, 8. Mai 2008
Maurice Corvoisier…
wird hoffentlich akzeptieren, dass man den Anblick der Sünde ertragen muss, selbst wenn dies die Gefahr der Verführung zur „Augensünde“ impliziert. Die Kontextualisierung spricht doch klar für dieses Stilmittel.
Kreuz.net ist nun mal ein etwas „härteres“ katholisches Forum. Danke für Ihre Geduld Maurice Corvoisier!
Redaktion benachrichtigen Fällt den Bischöfen zu Christus nichts mehr ein?
#17   Lorenz   16:13:28 | Freitag, 2. Mai 2008
Angela Sauer
ist eine Polemik gegen das der Redaktion sicher bekannte (und wohl für profeministisch erachtete) Namensrecht, lieber Gotthard.
Redaktion benachrichtigen Fällt den Bischöfen zu Christus nichts mehr ein?
#13   Lorenz   15:36:57 | Freitag, 2. Mai 2008
Liebe Brüder und Schwestern!
hätte der Bischof zu den GottesdienstbesucherInnen sagen könne, oder?
Redaktion benachrichtigen Steht es uns an, Ekel gegen diesen Mann zu empfinden?
#156   Lorenz   11:16:30 | Freitag, 2. Mai 2008
@Pan, Obelix, wachsamer et al.
Der Artikel sagt uns, dass sich die Gesellschaft an der Schuld eines Einzelnen berauscht, weil dies die eigene Schuld verblassen lässt. Zu Gott findet man aber nicht, indem man sich einredet, zu den Guten zu gehören. Dazu, zu diesem sich-Einreden, verführt der Fall Frizl aber und die Warnung ist mehr als angebracht.
Redaktion benachrichtigen „Der Zölibat wird noch lange bleiben“
#32   Lorenz   12:41:14 | Mittwoch, 30. April 2008
@Iudex
Ob der historische Jesus tatsächlich über Wasser ging, spielt für den Glauben, wie Sie richtig bemerken, keine Rolle. Was nützt dann also die Umdeutung dieser Geschichte? Könnte man zu der Aussage, dass der Herr sich nicht in das Böse dieser Welt hinabziehen lässt, dass er über den Wassern schwebt, nicht auch gelangen, wenn man die wörtliche Schilderung nicht in Frage stellt?
Redaktion benachrichtigen Wird Präsident Bush katholisch? + …
#43   Lorenz   17:43:30 | Dienstag, 29. April 2008
@Pünktchen
freundlichsten Dank.
Dass Bush lauter Toppositionen mit Katholiken besetzt hat, wusste ich bislang nicht. Nun fragt sich nur, ob der „secret believer“ den Weg Blairs noch zu Ende geht.
Redaktion benachrichtigen Wird Präsident Bush katholisch? + …
#39   Lorenz   16:37:19 | Dienstag, 29. April 2008
@Sozialkatholisch
so war das nicht gemeint. Ich wollte sagen, dass die Sicherheitspolitik der USA eben Sicherheitspolitik und keine Eroberungspolitik ist. Die These, dass es den USA oder irgendeiner regierungsnahen Gruppe nützt, was im Irak passiert, ist neomarxistischer Unfug.
Redaktion benachrichtigen Wird Präsident Bush katholisch? + …
#28   Lorenz   15:50:54 | Dienstag, 29. April 2008
Bushing
Alkuin hat recht. Bush kann nichts für den Irakkrieg und weniger für dessen Entgleisung. Das ist übrigens eine absolute Wahrheit und ein völlig ironiefreier Kommentar.
Jawoll!
Redaktion benachrichtigen Verschwörung gegen die Alte Messe?
#54   Lorenz   13:48:11 | Samstag, 26. April 2008
@Kurt
Genauso wird natürlich der Pfaffe behaupten, dass das was er anbietet, überlebensnotwendig sei… ist ja klar!
Dann aber verstehe ich nicht, warum die modernen „Pfaffen“ auf diese intelligente Form der Arbeitsplatzsicherung verzichten. Haben die etwa ihren Marx nicht gelesen?
Redaktion benachrichtigen Verschwörung gegen die Alte Messe?
#51   Lorenz   12:20:53 | Samstag, 26. April 2008
@HvO, Kurt
es ist freilich eine Meisterleistung des Satans, den unordentlichen modernistischen Ritus als ordentlichen Ritus zu bezeichnen und den katholischen Ritus, als ausserordentlichen.
Im Gegenteil: den traditionellen als den extraordinären und den modernen als den ordinären Ritus zu bezeichnen, ist eine implizite Wertung, die der Hlg. Vater etwas versteckt hat.
Lieber Kurt: Wenn es kein Problem gibt, dann können wir die Kirchen ja in Parkhäuser umfunktionieren. Aber bitte, befragen Sie Ihren Pfarrer zur Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. LG, L.
Redaktion benachrichtigen Verschwörung gegen die Alte Messe?
#49   Lorenz   11:58:05 | Samstag, 26. April 2008
@Kurt K.; Protestantismus
Wie schon gesagt: Warum rennen denn den Protestanten die Leute genauso weg wie euch? Bei denen kanns ja wohl nicht am VII liegen.
Nun, bei den Protestanten heisst es eben nicht V II, aber eine Modenisierung gab es hier auch, die alle denkenden Protestanten endgülig in die Flucht trieb. So wurde das Schuldbekenntnis weggedampft, die Barmherzigkeitshäresie zur vollen Blüte entwickelt, das Apostolicum fiel einem netten Liedchen zum Opfer – Bastelliturgie allerorten. Das Grundproblem, weshalb wir überhaupt Christentum und Kirche brauchen, spricht im Protestantismus niemand mehr an. Der Protestantismus ist spirituell und theologisch am Boden.
Redaktion benachrichtigen Bischöfe unter Druck
#46   Lorenz   13:49:04 | Montag, 21. April 2008
Lieber Pater Pan,
Vor Fünfhundert Jahren behauptete die Kirche noch, dass sich die Sonne um die Erde dreht.
Gestatten Sie mir, Ihrer Wissenschaftsfrmmigkeit einen kleinen Dämpfer zu versetzten: Überall, wo Sie „Widerlegt.“ schreiben, muss es „Vorläufig widerlegt.“ heißen. Jeder Wissenschaftler auf Erden hält sich heute an diese Spielregel.
(Galilei oder Bruno taten es allerdings nicht)
Gerade beim Heliozentrischen Weltbild sieht man, wie wichtig diese Vorsicht ist. Spätestens seit Einstein weiß man doch um die Relativität des Newtonschen Welterklärungsmodells.
Redaktion benachrichtigen Plant der Heilige Vater, in der Öffentlichkeit eine Alte Messe zu lesen?
#6   Lorenz   13:09:22 | Freitag, 18. April 2008
„Religion der unauflösbaren Paradoxien“
So paradox ist das Christentum doch gar nicht. Es ist – und das ist es scheinbar gerne und muss es wohl auch sein – nur eine Herausforderung für die menschliche Vernunft – aber keine uneinnehmbare, unauflösliche Paradoxie.
Redaktion benachrichtigen Forderung nach mehr Gewalt
#157   Lorenz   12:55:40 | Donnerstag, 17. April 2008
moralisch bindend?
Was bedeutet die Formulierung im Text, dass Urteil sei rechtlich nicht, wohl aber moralisch bindend? Umgekehrt hielte ich die Aussage für sinnvoll.
Redaktion benachrichtigen Kein Mann des Blabla
#19   Lorenz   12:06:25 | Donnerstag, 17. April 2008
„Ich liebe meinen deutschen Schäferhund“
Shepherd heisst Schäferhund aber auch Schäfer und Pastor.
Ich liebe meinen deutschen (Ober-)hirten darf die Kitschindustrie doch sicher sagen und drucken. Das ist doch sehr nett !!!
Redaktion benachrichtigen Der neue Atheismus – spießig statt spaßig
#20   Lorenz   12:11:13 | Mittwoch, 16. April 2008
Neoatheismus
Diese Wortschöpfung, wenn sie denn von Kissler kommt, ist ihm hoch anzurechnen. Der Verweis, dass die Atheisten Bärte haben, ebenso. Auch der, dass sie spießig sind.
Redaktion benachrichtigen Die Lüge hat gesiegt
#40   Lorenz   17:48:29 | Freitag, 11. April 2008
@Engelhardt (16.53 Uhr)
Natürlich könnte man auch versuchen befruchtete Eizellen aus abgegangenen Menstrualblut zu fischen und bei etwas besserem Gewissen (hätten es sowieso nicht geschafft) Forschungszwecken zuführen. Zumindest verstehe ich so Ihren Einwand, dass eine befruchtete Eizelle ohne Einnistung nicht lebensfähig wäre.
Es geht aber bei der Kritik an der Gesetzesnouvelle vor allem um Anreize weiteres „Menschenmaterial“ für die Forschung zu produzieren. Dass es genügt zu behaupten, die Stichtagsverschiebung sei einmalig, um weitere Produktionsanreize zu stoppen, ist sicher Augenwischerei. Die Produzenten rechnen jetzt sicher mit weiterer Liberalisierung.
Der Grundentscheid, dass menschliches Leben von Anfang an einzigartig und mit Würde behaftet ist, wird vom Hinweis auf natürliche Abgänge befruchteter Eizellen auch nicht berührt.
Sie müssen also laut und deutlich sagen, dass Ihr Grundentscheid die Würde von Anbeginn nicht beinhaltet.
Redaktion benachrichtigen Neue Ernennungen + …
#14   Lorenz   12:39:44 | Freitag, 11. April 2008
@Aleph,
Sie wissen doch genau, dass meine Frage darauf abzielte, ob es besser gewesen wäre, die alte Fürbitte des „außerordentlichen“ Ritus beizubehalten.
Außerdem: Die Frage führt doch immer wieder zu der Frage der Judenmission zurück. Hier sollte man doch einem Theologen eher folgen sollen, als einem Diplomaten.
Redaktion benachrichtigen Keuschheit ist ebensowenig eine Tugend wie Unterernährung
#19   Lorenz   12:36:04 | Freitag, 11. April 2008
@Aleph,
„Haben Sie damit Probleme, vielleicht weil Anwendungsmöglichkeiten für FFF fehlen…?“
Ertappt!
Weil ich selbst nicht an die Traueben komme, erkläre ich sie für alle Anderen als zu sauer. So ein Schlauberger bin ich. Dumm nur, dass Ihre Schläue mich durchschaut hat.
Lassen Sie sich also bitte nicht den Spaß an Ihrem FFF-Heilsprogramm verderben.
LG, L
Redaktion benachrichtigen Neue Ernennungen + …
#12   Lorenz   12:24:08 | Freitag, 11. April 2008
@Aleph,
Sie werden es besser wissen, aber sprach die alte Fürbitte nicht von treulosen Juden (perfidis) und hat die neue Fürbitte diese Formulierung nicht entschärft? Was Recht ist muss Recht bleiben!
Redaktion benachrichtigen Keuschheit ist ebensowenig eine Tugend wie Unterernährung
#15   Lorenz   12:20:55 | Freitag, 11. April 2008
Verehrte Vorrdener,
Wenn ich Sie richtig verstehe, ist die natürliche Programmierung des Menschen auf Fressen, Ficken und Fernsehen zugleich ein Heilsweg. Praktischerweise ist dieser Heislweg auch noch autoritätsfrei zu bewältigen, weil ja natürlich. Na dann immer kräftig FFF!
LG, L.
Redaktion benachrichtigen Neue Ernennungen + …
#10   Lorenz   12:05:52 | Freitag, 11. April 2008
@Schüttel „antijudaistische Fürbitte“
Frage:
Ist das Wort Anti-Fürbitte nicht ein Oxymoron?
Bittet man nicht für jemanden, weil man für ihn ist, und nicht, weil man gegen ihn ist?
Redaktion benachrichtigen Unbarmherzige Zersetzung der kirchlichen Lehre
#35   Lorenz   16:07:50 | Dienstag, 8. April 2008
Dass die Hölle leer ist,…
halte ich für Unsinn. Nur dass es darin so quälend heiß sei (es gibt ja dafür sogar Temeperaturangaben), ist für mich lediglich eine theologische Metapher. Die Qualen der Hölle, das sollte die Kirche betonen, sind menschengemacht und ob sie die „Insassen“ als quälend empfinden, wissen wir nicht.
Im Grunde ist auch die Hölle eine Schöpfung aus Barmherzigkeit. Immerhin gibt es mit ihr einen Ort für diejenigen, die von Gott nichts sehen wollen.
Redaktion benachrichtigen Die wirkliche Gefahr für den Menschen seid ihr
#1   Lorenz   12:21:32 | Samstag, 5. April 2008
Opferlogik
„„Den Holocaust hat es nie gegeben“ – jenes geschichtstheologische Konstrukt eines ‘Ganzopfers’, das als quasi-religöser Wendepunkt der menschlichen Unheilsgeschichte hochstilisiert wurde.“
Schon richtig, allerdings steckt im Geschehen der Shoah freilich die Opferlogik. Der Judenmord war und ist eine „quasi-religiöse“ Handlung nur eben kein „Wendepunkt“.
Redaktion benachrichtigen Ein dritter Heimatbesuch?
#44   Lorenz   22:47:33 | Freitag, 4. April 2008
„entgottet“
Lieber Aleph,
den Begriff „entgottet“ habe ich bei der Lektüre dieses www.kreuz.net/article.5572.html Kreuznetartikels (auch mit Thüringenbezug) gelernt. Ob „begottet“ ein logisches Derivat derselben Wortfamilie ist, weiß ich nicht.
LG,L.
Redaktion benachrichtigen Ein dritter Heimatbesuch?
#41   Lorenz   12:06:26 | Freitag, 4. April 2008
Dieter Althaus
Respekt für seine Werbung um den Papst-Besuch, ja seine Rom-Reise. Das bringt im entgotteten Thüringen kaum Stimmengewinn bringen, dagegen aber sicher wahrgenommen. Auch im Wahljahr 2009 wird ihm der Papst nichts nützen (und dieser nichts nützen wollen). Rot-Rot wird Thüringen übernehmen oder es geschieht ein Wunder.
Redaktion benachrichtigen Ein dritter Heimatbesuch?
#35   Lorenz   22:24:09 | Donnerstag, 3. April 2008
@Romulus 17.11 Uhr
Fürwahr Ihr Einwand gegen einen Erfurt-Besuch trägt. Die christlichen Schulen werden in Thüringen übrigens verschiedenorts von der lokalen (Atheisten-)Prominenz gestürmt. Ich denke aber der Papst hat ein Kämpferherz und darob keine Angst vor der Diaspora.
Redaktion benachrichtigen Wer wird nein sagen? + …
#13   Lorenz   14:40:10 | Mittwoch, 2. April 2008
Lieber Kurt,
ich melde mich hier als Laie in Pädophiliefragen zu Wort. Wenn ich von richtiger Relationierung spreche, dann weil ich zu denen gehöre, die der Ansicht sind, dass die Kirche die Opfermerkmale trägt, die sie für eine Sündenbockrolle prädestinieren. Dies deshalb, weil die Kirche in Sittenfragen eine eigene, teilweise poltisch unkorrekte Position vertritt. Für die Debatte über Zölibat und Pädophilie bin ich nicht der geeignetste Gegenüber. Tut mir leid.
LG, L.
Redaktion benachrichtigen Wer wird nein sagen? + …
#11   Lorenz   14:27:54 | Mittwoch, 2. April 2008
@Kurt
Was uns das sagen soll?
Steht doch in der obersten Zeile. Es gehtmir um die richtige Relationierung des Einflusses der Kirche und ihrer Lehre bei den sensationsheischenden Pädophiliefällen.
Redaktion benachrichtigen Wer wird nein sagen? + …
#9   Lorenz   14:15:39 | Mittwoch, 2. April 2008
Kindesmißbrauch und Kirche
Ich halte es für wichtig, die Kirche aus der „Schußlinie“ zu nehmen.
Dies könnte man etwa mit folgender Rabulistik versuchen:
Man stelle folgende Fragen:
Stellen Sie sich vor, sie leben im 13. Jh. und haben die Wahl zwischen zwei Gefängnissen mit Folterandrohung – Einem weltlichen und einem der hlg. Inquisititon. Welches wählen Sie?
Stellen Sie sich vor Sie haben die Wahl zwischen Guantanamo und einem Foltergefängnis in Nordkorea. Welches wählen Sie?
Stellen Sie sich vor, Sie sind zwölf Jahre alt und haben die Wahl in die Hände eines pädophilen Priesters der RKK oder eines pädophilen Vollblutatheisten zu gelangen. In wessen Hände wollen Sie lieber geraten?
Redaktion benachrichtigen Vom Herrn Christus zum Herrn Käthe
#4   Lorenz   13:15:27 | Montag, 31. März 2008
Bitte nicht unbedacht schlecht über den Ablasshandel sprechen.
Es handelt sich hier um eine denkbar intelligente, effiziente und sozialverträgliche Finanzierungsform für öffentliche Güter.
Danke.
Redaktion benachrichtigen Gedenken zum Todestag + …
#12   Lorenz   13:52:50 | Donnerstag, 27. März 2008
@Pünktchen
da möchte man sich dem (momentan) jüngsten Kommentar auf Youtube anschließen: „A ticket to hell has never been funnier“
Redaktion benachrichtigen Nachgeworfene Liebesmühe
#14   Lorenz   13:22:07 | Donnerstag, 27. März 2008
Merkwürdige Problem mit der Passion des Herrn
Wieso glaubt der zitierte Pfarrer, dass es einen Widerspruch in den Evangelien zwischen dem Gleichnis(!) vom verlorenen Sohn und der Tatsache(!) der Kreuzigung gäbe? Die Gewalt in der Bibel geht immer von den Menschen aus. Im AT ist das manchmal sicher nicht so einfach zu sehen. Beim Kreuzigungsgeschehen ist es doch wohl aber sonnenklar: Gott ist der Gekreuzigte, die Menschen sind die Kreuziger! Muss ich das einem studierten Kleriker erklären?
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#83   Lorenz   14:33:24 | Donnerstag, 20. März 2008
Lieber Ideologiefeind,
Geißler darf natürlich jede Meinung vertreten, die er für vernünftig hält. Nur wenn er sie öffentlich äußert, sollte er zu dem Thema auch etwas zu sagen haben. Das war gestern ganz offenkundig nicht der Fall. Nicht seine Meinung ist das Ärgernis, sondern, dass er das Publikum mit seiner Inkometenz beim Thema Hölle, Satan, Besessenheit und Exorzismus und seinen Plattheiten langweilte, ja durch uneingesehene, großmäulige Dummheit provozierte.
Redaktion benachrichtigen Das erigierte Glied des Opas
#378   Lorenz   23:53:46 | Mittwoch, 19. März 2008
@Genoveva
Gratulation zu Ihrer vernunftliebenden Einstellung zum Thema Kindeserziehung. Ich sehe es genau wie Sie und erlaube mir sogar (bei Gelegenheitn) fremde Kinder mitzuerziehen, weil ich eben nicht verantwortungs- und teilnahmslos zusehen kann, wenn die sich daneben benehmen. Ich zweifele nicht an meiner Fähigkeit, gutes und schlechtes Betragen unterscheiden zu können und wenn ich mir auch keine „Watschn“ gegenüber fremden Kindern erlaube, dann doch zumindest ein Festhalten oder gegebenenfalls ein Durchschütteln. Eine sanktionsfreie Erziehung ist ein Ausdruck großer Lieblosigkeit und der Staat sollte bei der Umsetzung der neuen Gesetze Augenmaß bewahren.
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#53   Lorenz   21:12:42 | Mittwoch, 19. März 2008
Schade, dass das Großmaul Geißler …
soviel Sendezeit für sich und sein leeres Gescwätz brauchte. Was Schmidberger über Mara unterm Kreuz sagte, war schon interessant. Er wirkte insgesamt sehr stark.
Englisch kam sehr sympathisch rüber. Dass sein Gegenüber ihn inhalts- und begründungslos dafür scholt, dass der Bild-Journalist BXVI verteidigt, zeigte seine Schwäche. Also ein klarer Sieg für die Herren die zur Rechten der Moderatorin saßen.
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#39   Lorenz   16:04:22 | Mittwoch, 19. März 2008
Lieber taizebesucher,
ob das in den Kräften Heiligen Vaters steht… ;-)
Aber Spass beiseite: In der Anmoderation der Sendung „quergefragt“ im Nachmittags-SWR wurden soeben nur drei Gäste (-Schmidberger) vorgestellt. Musste der „ultrakonservative“ Gast etwa inzwischen absagen?
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#34   Lorenz   15:34:12 | Mittwoch, 19. März 2008
Maischbergers Talksendung gestern Abend
Wer die gestrige Schwatzrunde Maischbergers gesehen hat, in der es mal wieder irgendwie um Gott ging, sollte seine Erwartungen an den heutigen Abend sehr niedrig veranschlagen. Auch gestern wurde dem Zuschauer nicht erklärt, dass der Papst gar nicht anders könne, als ein wahres Zeugnis des Evangeliums abzulegen. Statt dessen wurde B XVI in die rechte Ecke hineinphantasiert. Rückschrittlich, was er zu gleichgeschlechtlichen Ehe sagt, erzkonservativ in Sachen Liturgie und Ökumene, ein halber Antisemit in Sachen Judenmission. Die Gäste einschließlich Abtprimas Notker und unserm allerbesten Eugen D. waren überfordert von einer ihrerseits überforderten Talkmasterin und einem dümmlichen Provokateur.
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#16   Lorenz   12:46:24 | Donnerstag, 13. März 2008
Arkanum-Link
Die Meldung des ZDF erhellt die Sache etwas, was meine Frage von eben teilweise beantwortet. Mir ist nur immer noch unklar, wieviel Gewalt im Spiel war. Die Formulierung: „[der Junge] hat den Priester befriedigen müssen[!]“ deutet auf Gewalt hin. Die Frage ist nur wieso es dann zu den Wiederholungen kam.
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#14   Lorenz   12:33:52 | Donnerstag, 13. März 2008
Was verbirgt sich hinter dem Mißbrauchsvorwurf?
Ich stelle diese Frage – Gott weiß es – nicht aus Voyeurismus, sondern um mir ein eigenes Urteil über die Schwere des Vergehens zu bilden. In den Medien wird immer nur von Mißbrauch, in den Polemiken von Schänderei gesprochen. Das sind mir für eine eigene Meinung zu unklare Begriffe.
Redaktion benachrichtigen Speist der ehemalige Bischof von Limburg die Armen ab?
#17   Lorenz   13:15:20 | Donnerstag, 6. März 2008
Armut oder Reichtum bekämpfen?
Was hier für eine Schere zwischen arm und reich, die angeblich auseinanderklaffe, geschrieben wird… Gibt es dafür emprische Belege? Dass die Reichen reicher werden – geschenkt. Aber die Armen ärmer? Wenn ich es richtig weiß, sind die Armen in den vergangenen Jahren energiepreisbereinigt immer reicher geworden. Und sind es immer die gleichen Personen und Familien? Oder gibt es auch so etwas wie ein auf und ab? Was haben Ackermann und Zumwinkel (diese Hetze scheint mir höchst unkatholisch) mit der Armut in Deutschland zu tun? Die zahlen hier doch mehr Steuern als andere im Jahr verdienen. Was ist an „Profitgier“ so schlimm? Sie zeigt doch, dass ein Unternehmen um die Vermeidung von Verschwendung bemüht ist. Ob das gut ist, darüber kann man streiten. Weniger Wettbewerb könnte den Unternehmen sicher dazu verhelfen, ihre Sparpläne nicht ganz so eisern durchfechten zu müssen.
Jede Wirtschaftspolitik muss sich daran messen lassen, was Sie für die Ärmsten einer Gesellschaft tut. Das gebietet das weiter unten zitierte Gleichnis vom Weltgericht. Eine sozialrevolutionäre oder ideologiegetriebene Sozialpolitik, die nur neue Opfer produziert, ist vernunftlos und antichristlich.
Redaktion benachrichtigen Unerhört! Skandalös!
#1   Lorenz   12:23:48 | Montag, 18. Februar 2008
zitiert nach SPIEGEL; 11. Februar?
„„Unsere Gesellschaft gleitet auf dem bißchen Erinnerung daher, einmal zu den Guten gehört zu haben. Sie lebt von den Resten““
Das hat Litell mindestens(!) vor einem halben Jahr gesagt.
„„Das Geschehen läßt sich nicht relativieren. Es ist in gewisser Weise absolut. Der Holocaust ist nicht allein ein Problem der Juden – als Opfer – und der Deutschen – als Täter –, sondern das Problem aller Menschen.““
Ist das nun die zurechtgerückte, die akzeptable Holocaust-Religion?
Redaktion benachrichtigen Homo-Ideologe scheitert mit Repressionsversuch
#10   Lorenz   12:17:37 | Freitag, 15. Februar 2008
@Haher
in ihrem Kommentar fehlt die inhaltliche Bezugnahme zum Beitrag oder zu vorangegangenen Lesermeinungen.
Liebe Grüße
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#39   Lorenz   14:11:52 | Dienstag, 12. Februar 2008
Liebe Clarissa,
dem Eindruck nach, den Sie in diesem Forum bei manchem Leser hinterlassen, wird diesen angst, dass Sie die Plage der intellektuellen Hoffärtigkeit noch überschnappen lässt. Vielleicht sind wir aber auch nur wegen des trüben Wetters alle so gereizt.
Redaktion benachrichtigen Atheistische Obskuranten greifen nach der Kinderseele
#29   Lorenz   23:20:28 | Sonntag, 3. Februar 2008
@Kurt K.
Vielleicht können wir dieses festhalten: Sie gehen davon aus, dass im historischen Maßstab christliche Gesellschaften tendenziell gewalthafter sind und ich glaube das nicht. Dies nicht, weil ich den Geschichtsbüchern misstraue, obwohl es dafür einige Gründe gäbe, sondern weil die Vergleichsgesellschaften keine Geschichtsbücher produziert haben.
Redaktion benachrichtigen Rufe niemals „Feuer, Feuer!“
#79   Lorenz   21:56:18 | Sonntag, 3. Februar 2008
@Peter Pan
Was ist denn die bessere Religion? Die, die die Lüge unserer Gewalt verbirgt, oder die, die sie ins Zentrum der Offenbarung rückt? Wo hat Leser Heger denn etwas Hasserfülltes gesagt. Ihre Haltung entspricht klar der des Ärgernisses. Es muss ja ein Ärgernis kommen, so hat der Herr es ausgedrückt. Diesmal und bei Ihnen ist eben das Kreuz das Ärgernis.
Redaktion benachrichtigen Atheistische Obskuranten greifen nach der Kinderseele
#17   Lorenz   21:32:30 | Sonntag, 3. Februar 2008
@Kurt K.
„Alle „religiösen Erscheinungsformen“ sind im Grunde dasselbe vom atheistischen Standpunkt aus gesehen. Sie unterscheiden sich nur in der Ausformung des Glaubens, aber die grundlegenden Prinzipien sind alle gleich.

Nun, zu einem solchen Ergebnis kommt nur der, der die strukturellen Grundbedingungen nicht beachtet. Wenn man es sich genau anschaut, ähnelt der Umgang mit dem Gewaltproblem eines menschlichen Kollektives in einer atheistischen Gesellschaft der einer archaisch religiösen Gesellschaft. Atheismus ist also in gewissem Sinne ein Atavismus hin zu einem archaisch strukturierten Gewaltmanagement. Der (atheistische) Relativismus, für den Peter Pan auch hier wieder eine Lanze brechen möchte, schützt das Opfer nicht so effizient, wie es eine wahrhaft christliche (oder jüdische) Gesellschaft könnte. Der entscheidende Gegensatz ist also nicht religiös-atheistisch, sondern archaisch-zivilisiert, wobei zivilisiert für mich auf Wahrheit und Barmherzigkeit beruhend bedeutet. Zu diesem Ergebnis kommt man natürlich nur, wenn man sich keine Illusionen über das Gewaltmanagement archaischer Gesellschaften macht.
LG, L.
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#65   Lorenz   20:22:43 | Mittwoch, 30. Januar 2008
@Omnes
Auf Ihre Frage nach Schriftzitaten zu meiner These, dass Jesus der Gewalt, die ihm widerfährt, als solcher keine Besonderheit zuspricht, kann ich dies nur indirekt belegende Passagen nennen. Da ist zunächst Lk 11, 49-51. Ich denke, Jesus weiß um die strukturelle Gemeinsamkeit seines Leidens mit dem Leid der Propheten (man denke hier auch an seinen Selbstvergleich mit dem Jonaszeichen, Lk 11, 29f.) Bei Joh 8,44 heisst es, Satan ist Mörder von Anfang an und an einer anderen Stelle (sinngemäß), dass geoffenbart wird, was verborgen ist vom Anbeginn der Welt. Wenn Jesus seinem Leiden als solchem zuviel Besonderheit zuspräche, würde das Offenbarungswirken der alttestamentlichen Texte und ihrer Gewaltdarstellungen möglicherweise verdunkelt. Wir sollten akzeptieren, dass die christliche Offenbarung eine jüdisch-christliche ist. Die zentrale Besonderheit an der Passion des Herrn scheint mir die Reaktion der Menschen auf das Gesehene, das Emmausereignis und das Wirken des Heiligen Geistes in der Geschichte des Gedächtnisses der Kreuzigung.
Redaktion benachrichtigen Die Bischöfe wissen nicht, was sie tun
#13   Lorenz   15:08:26 | Dienstag, 29. Januar 2008
Gewissensethik
Wieviel lassen sich Menschen einfallen, um ihr Gewissen zu beruhigen. Man denke nur an die Infantizide, die so genannte Wechselbälger erlitten. Das Attribut Wechselbalg ist pure Gewissenskosmetik. Oder statt der Rebeneltern ist es im Mythos dann eben eine „böse“ aber in Wahrheit unschuldige Hexe, die die Untat begeht. Wieder nur Kosmetik. Wer allein seinem Gewissen folgen will, muss auch für dessen Freiheit vor eigenen und fremden Manipulationen sorgen können. Wer kann das schon?
Redaktion benachrichtigen In die Irre geführt
#4   Lorenz   12:25:30 | Dienstag, 29. Januar 2008
Zum Verständnis des Beitrages
Wenn ich es richtig gelesen habe, geht es dem Autor darum, ihm allzu modern erscheinende religionspädagogische Praktiken zu kritisieren und nicht darum die Labyrinthsymbolik zu verwerfen.
Die Logik des Beitrages entfaltet sich demnach in etwa wie in diesem Mathematikwitz über die Reformpädagogik:
„Hauptschule 1960: Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 50.-. Die Erzeugerkosten betragen DM 40.-. Berechne den Gewinn! Realschule 1970: Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 50.-. Die Erzeugerkosten betragen vier fünftel des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn des Bauern? Gymnasium 1980: Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Feldfrüchte für eine Menge. G entspricht der Mächtigkeit 50. Für die Elemente G: g = 1.- DM. Die Menge der Herstellungskosten ist um 10 Elemente weniger mächtig als die Menge G und geben Sie die Lösungsmenge an für die Frage: Wie mächtig ist die Gewinnmenge? Integrierte Gesamtschule 1990: Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 50.-. Die Erzeugerkosten betragen DM 40.-, der Gewinn DM 10.-. Aufgabe: unterstreiche das Wort Kartoffel und diskutiere mit deinem Nachbarn darüber! Schule 2000: (nach der Rechtschreibereform) ein kapitalisch – priviligierter Ögronom bereichert sich one rechtfertigunk an einem sak kartofln um 10 euro. Untersuch das tekst auv inhaltliche feler, korigire das aufgabenstelunk unt demonstrire gegen das lösunk. 2010: es khipt kaine gartofl mer.“
Redaktion benachrichtigen Im Unglück falten sich die Hände leichter
#106   Lorenz   22:30:10 | Montag, 28. Januar 2008
Mißverständnis
Liebe Herren Leblhuber, Pan und Samurai,
leider sind meine Diskussionsbeiträge etwas anders aufgefasst worden als gemeint. Mir ging es nirgends darum im Zuge des Kolonialismus geschehene Verbrechen zu relativieren. Die Überlegenheit an technischer, militärischer und organisatorischer Macht hat sicher die Europäer allzuoft und wohl überall korrumpiert. Allein das war nicht mein Punkt. Am Anfang stand die Frage nach den Eigentumsrechten an Land und der Toleranz europäischer Siedler gegenüber lokalen Kulten und Traditionen. Dies sind zwei verschiedene Fragestellungen.
Mein Punkt ist dieser: Es muss derjenige die Eigentumsrechte (vor allem der Landnutzung) zuweisen und verteidigen, der dies auf die friedlichste Weise kann. Wenn es uns heute erscheint, die Europäer hätten nur Unrecht und Gewalt in die Kolonialgebiete gebracht, wird stillschweigend davon ausgegangen, dass es sich bei diesen in präkolonialer Zeit um Friedensparadiese handelte. Allein dieser romantischen Sicht wollte ich entgegentreten. Die Legitimität der europäischen Rechtsordnung in den Kolonialgebieten ergibt sich allerdings aus einigen sehr rationalen Gründen, die eben überall für eine rationale (europäische) und eben nicht für eine kultische, sakrale Ordnung sprechen, wie sie die Europäer überall angetroffen haben.
Redaktion benachrichtigen Im Unglück falten sich die Hände leichter
#99   Lorenz   17:57:41 | Montag, 28. Januar 2008
@Samurai und Peter; Ein letzter Versuch
Peter schreibt: „Wie man’s dreht und wendet, Recht ist, was die Menschen für Recht halten.“ Das allein ist schon ausnehmend problematisch. Wenn Recht ein Ergebnis von Meinungen ist, einem Denken also, das sich absoluten Bezügen entzieht, dann ist jeder Ethonzentrismus gerechtfertigt. Jede kulturelle Entgleisung egal ob europäischer oder außereuropäischer Herkunft ist dann nur Spiegelbild dieser Meinungen. Für eine solche Position sollte man von keinem Katholiken Unterstützung erwarten. Dass Europäer lokale Kulte und Traditionen dort bekämpften, wo es Ihnen ihren ethischen Überzeugungen nach geboten erschien, ist aus relativistischer Sicht natürlich Einmischung in innerethnische Angelegenheiten. Zu solcher Einmischung fühlt sich ein Christ aber nun einmal verpflichtet.
@Samurai: Das Recht des Stärkeren haben Europäer nirgends einführen müssen. Es war eben überall konstitutiv für die jeweilige Ordnung. Landnutzungsrechte lagen überall in den Händen der jeweils Stärkeren. Wo also haben die Europäer lokales Recht gebrochen? Die von Ihnen angesprochenen spanischen Eroberer haben sich über die Omnipräsenz blutiger Opferkulte so sehr gewundert, dass sie ihre Mission als voll gerechtfertigt ansahen.
LG, L.
Redaktion benachrichtigen Im Unglück falten sich die Hände leichter
#94   Lorenz   16:16:25 | Montag, 28. Januar 2008
@Peter Pan
Schon traurig, dass ich dass alles für Sie bin. Ich hatte gehofft, eine verständliche Frage, nämlich die nach der Eigentumsordnung, bzw. den ordnungsstiftenden Institutionen in den Eroberungsgebieten und späteren Kolonien gestellt zu haben. Das Klischee vom bösen, macht- und profitgierigen Europäer wollte ich insofern aufweichen, als die Macht- und Profitgier keine typisch europäische Eigenschaft ist, von der die „edlen Wilden“ der Nazipropaganda ausgenommen sind. Aber nachdem Sie mir im Stile der hier viel bemühten Diskursunkultur Attribute zusprechen, die mich für eine Auseinandersetzung mit diesem Argument disqualifiziert, werden Sie wahrscheinlich keine Lust haben, Ihren Ethnozentrismus auf so ein klischeehaftes Argument hin in Frage zu stellen.
Redaktion benachrichtigen Auf die Jugend losgelassen
#14   Lorenz   14:59:00 | Montag, 28. Januar 2008
@timpressum, Eine Spekulation
Sie schätzen es als falsch relationiert ein, einen Pädophiliefall scheinbar milder zu handhaben, als einen Verstoß gegen die kirchliche Vorschriften zur Eucharistie.
Könnte es nicht sein, dass erstere Verfehlung etwa im Range einer Todsünde und die zweitere etwa im Range einer Sünde wider den Heiligen Geist einzuordnen ist. Dann wäre die Wahl der Relation der Sanktionen erklärbar.
Redaktion benachrichtigen Im Unglück falten sich die Hände leichter
#90   Lorenz   12:10:11 | Montag, 28. Januar 2008
@Peter Pan;
Wir (die christlichen Europäer) haben sie (die Naturvölker Afrikas, Asiens, Australiens, Amerika, etc) von ihrem Land vertrieben,
Was bedeutet in diesem Zusammenhang „ihr Land“?
Welche Eigentumsordnung gab es denn in den außereuropäischen Siedlungsgebieten für Europäer vor der Besiedelung? Meines Wissens galt jeweils das Recht des Stärkeren. „Menschenfresserei“ war jeweils auch eine Technik der Schaffung kollektiver Ordnung, der Gewaltabfuhr. Der Verzicht auf dieses von Ethnozentristen scheinbar akzeptiertes kulturelle Erbe hat daher in den Kolonien auch die Fähigkeit zur Herstellung eigener kollektiver Ordnung zerstört, was sich im Chaos vieler postkolonialer Völker heute noch zeigt. Aber wollen wir daher sagen, dieser Preis für die Europäisierung (Verzicht auf barbarische Kulte, Muti etc.) wäre zu hoch?
Redaktion benachrichtigen Deutschland und Israel – aus der Geschichte nichts gelernt?
#13   Lorenz   15:32:42 | Sonntag, 27. Januar 2008
@Alois; „Schreiberling Pius“
Nun, wenn ich Leser Pius richtig verstehe, ist er weder ein Gegner des Lebensschutzes, noch bezeichnet er Kinder unter und über neuen Monaten Alters als wesensverschieden. Er sagt, dass es ein Unterschied sei, ob ein Staat sich in einem Verfolgungsgeschehen aktiv oder passiv verhalte. Das ist doch zu diskutieren, oder? Die Judenverfolgung, so könnte man ihm entgegnhalten, hätte es ohne den Verfolgungseifer vieler Einzelner so auch nicht gegeben. Aber die Qualität des staatlichen Einflusses war beim „Holocaust“ ohne Frage eine andere als beim „Babycaust“.
Redaktion benachrichtigen Wahre Plagen + …
#5   Lorenz   10:07:37 | Freitag, 25. Januar 2008
„Medien würden verzerrte Modelle familiären oder gesellschaftlichen Lebens präsentieren,
um sie zu legitimieren und aufzuzwingen“
Ob B XVI. hier richtig wiedergegeben wird? Der letzte kommentierend erklärende Nebensatz lässt mich an der Qualität der Wiedergabe zweifeln. Der Papst wird doch kaum einem Verschwörungsdenken Raum geben, das den Medien Manipuliertheit oder gar eigenes Interesse an den Inhalten medialer Vermittlung unterstellt.
Redaktion benachrichtigen Heimtückischer als der Kommunismus
#9   Lorenz   14:28:44 | Donnerstag, 24. Januar 2008
@Pünktchen
Zunächst dachte ich, Ihr Link passt hier nicht her.
Allerdings ist das im Beitrag zitierte päpstliche Verdikt über die Äquivalenz der „Humanismen“ doch ganz gut durch diese Geschichte illustriert. Schließlich kann solche Äquivalenz zu der grotesken Schlussfolgerung führen, dass Tier- und Menschenschutz gleichrangige Ziele seien.
Man muss sich dann ja wirklich Fragen, ob der Jäger in Schneewittchen nicht ein Böser ist.
Redaktion benachrichtigen Rufe niemals „Feuer, Feuer!“
#54   Lorenz   17:33:15 | Dienstag, 22. Januar 2008
Pünktchen und Heger
Wenn Eltern einen Stimmgewichtsgewinn erhielten, stärkte das überall in Europa die muslimischen Positionen.
Daneben gibt es natürlich noch die tausend guten Gründe für Demokratieskepsis, die von den Herren Pan und Mancro hier sehr leichtfertig in den Wind geschlagen werden, weil sie eben von Rudolfus und Nachtlaterne zu ungeduldig und zu knapp vorgetragen werden.
Redaktion benachrichtigen Saugeile Messe
#10   Lorenz   14:54:01 | Dienstag, 22. Januar 2008
„Wenn ihr euch aus innerster Überzeugung dafür entscheidet, ist Gott mit euch!“
Ist das nicht protestantische Gewissensethik? Ist das Gewissen des Einzelnen denn ein Absolutum?
Nun ja, wenn im Gottesdienst abgestimmt wird, ist das allein schon scharfer Schuss. Demokratie ist also ein Heilsweg, wie man es hier lernen kann.
Redaktion benachrichtigen Schnackseln – ich spreche es offen aus
#24   Lorenz   14:48:19 | Dienstag, 22. Januar 2008
Landorganist
Ihr Gedicht von 13.49 ist vom Versmaß schon viel besser als der erste Versuch. Aber Kompliment für beide.
Redaktion benachrichtigen Ein bloßes liturgisches „Weiter so“ wäre die falsche Lösung
#21   Lorenz   15:38:57 | Freitag, 18. Januar 2008
@ Sirilo, „Favelius“
Was halten Sie für intelligenter: Eine Vollsperrung des neuen Bokrug oder eine Beschränkung auf sagen wir 3000 Zeichen pro Tag?
Redaktion benachrichtigen Ein betrübter Papst
#40   Lorenz   20:28:10 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@Leblhuber
Es ist nun wirklich nicht meine Spezialstrecke. Aber wenn man nur sieht, wie heute der Irak überall von selbsternannten Experten als ungerechte Aggression eingeschätzt wird, während die ausgewiesenen Experten und Sicherheitsberater diese Mission scheinbar empfohlen haben, dann kann man sich vielleicht vorstellen, wie schwer es fallen dürfte, über die sicherheitspolitischen Entscheidungen vor 1000 Jahren ein zuverlässiges und faires Urteil zu fällen. Dass die Kollateralschäden seinerzeits immens höher waren als heute ist eben auch in dem viel geringeren (kriegs-)technologischen Vorsprung begründet.
Was ich sagen will. Man kann doch auch abwägend diskutieren, wie es sich schon Leser Jeremy in diesem Thread gewünscht hat. Stöhr hat Ihnen doch gar nichts getan.
Redaktion benachrichtigen Konstruierter Eklat + …
#6   Lorenz   10:51:20 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Raucherstern
Es wundert mich immer wieder, warum sich der ZdJ nicht über eine „Instrumentalisierung“ der Shoah freut. die Shoah heranzuziehen, um Ausgrenzungsphänomene mit Gewaltpotenzial zu kennzeichnen, beschädigt doch die Würde der Opfer nicht.
Als passionierter Nichtraucher, der scheußlich unter Zigarettenqualm leidet, bekenne ich, dass mir das Raucher-Bashing und die Gesundheitsvergottung in Deutschland sehr suspekt und nazimäßig erscheint.
Redaktion benachrichtigen Blitzgescheiter Progressistenzögling
#14   Lorenz   21:32:25 | Dienstag, 15. Januar 2008
Handelsblatt
Was hat der HB-Autor denn für Angst vor einem konservativen Nachfolger? Das ist doch ganz merkwürdiger Journalismus. Gerade die als reaktionär (das Wort wird gebraucht als beinhaltete es sinnvolle Kritik) verschrieene Gruppe sorgt doch dafür, dass man die RKK in Deutschland überhaupt hört.
Redaktion benachrichtigen Veraltete Ansichten
#49   Lorenz   16:44:00 | Dienstag, 15. Januar 2008
Verbrennung und Zerstreuung …
… sind ihrer Symbolik nach beide problematisch. Allerdings kann es für Verbrennung Vernunftgründe geben, weshalb diese Bestattungsart von der Kirche kaum bekämpft wird. Für Zerstreuung gibt es wohl kaum Vernuftgründe. Hier ist der symbolische Anspruch, etwas besonderes auszudrücken viel höher. Wegen des Verdachtes gnostische, pantheistische oder naturreligiöse Bekenntnisse auszudrücken, könnte die RKK hier berechtigtermaßen ein eingeschränktes Bestattungsritual ausüben.
Zur fleischlichen Aufstehung:
Für dieses Dogma gibt es doch etliche Begründungen, die mir spontan einfallen. Die besondere Betonung von Individualität und Geschöpflichkeit über den Tod hinaus. Die Betonung der Strukturhaftigkeit der Schöpfung. Die Betonung der Allmacht Gottes und seiner singulären auf Liebe gründenden Schöpfermacht, die davor bewahrt an die Austauschbarkeit von Gut und Böse zu glauben, also vor Relativismus schützt…etc.
Redaktion benachrichtigen Mit gutem Beispiel voran + …
#60   Lorenz   12:02:02 | Montag, 14. Januar 2008
Heiligsprechung sofort
Ungern provoziere ich. Provokativ frage ich aber:
Warum hat der Heilge Vater als Kardinal zum Reqiem für JP II folgendes gesagt (Ich zitiere aus dem Gedächtnis):
„Possiamo essere sicuri que il nostro amato papa sta nella finistra della casa del signore. Ci vede e ci benedice“
zu deutsch:
„Wir könne sicher sein, dass unser geliebter Papst am Fenster des Vaterhauses stehend uns sieht und segnet.“
Hat B XVI diese Formulierung „am Fenster stehend“ gewählt, um sich eine Ausrede, wie es Leser Sozialkatholisch weiter unten genannt hat, offen zu halten?
Redaktion benachrichtigen Mit gutem Beispiel voran + …
#5   Lorenz   10:22:58 | Sonntag, 13. Januar 2008
„Seine Seele schaut das Angesicht Gottes“
Nun, der Nuntius wird sich darauf zurückziehen können, dass der Mensch auch im Purgatorium das Angsicht Gottes schaut. Dort nur eben reinigungshalber. Die Allererlösungslehre dürfte er so kurz nach spe salvi nicht populär zu machen gewollt haben.
Redaktion benachrichtigen Sitzt er im falschen Film?
#54   Lorenz   21:39:58 | Samstag, 12. Januar 2008
@crossword @Matt
@ Crossword: Also einen „empörten Aufschrei“ löst Dawkins bei nicht aus. Wohl aber ein gelangweiltes Gähnen. Die FAZ hat vor kurzem ganz richtig kommentiert als sie sinngemäß schrieb, dass die atheistische Religionskritik der christlichen Religionskritik intellektuell meilenweit hinterherläuft. Die durchschlagendste Religionskritik aller Zeiten stammt doch nicht von Feuerbach, Marx, Nietzsche oder Freud (Dawkins spielt in einer viel tieferen Liga), sondern von Jesus Christus.
@Matt: Ihr Beitrag von 21.28 Uhr ist sehr treffend.
Redaktion benachrichtigen Tanz auf dem Vulkan
#23   Lorenz   17:27:06 | Freitag, 11. Januar 2008
Lieber Typ, demokratiefromm bedeutet…
… dem Ergebnis demokratischer Präferenzaggregation irgendeinen Wahrheitsanspruch zuzusprechen. Ob Sie das tun, weiß ich nicht.
Sie schrieben: „Dass durch die Getauften als dem Leib Christi der Heilige Geist selbst spricht, scheint Ihnen jedenfalls noch nicht untergekommen zu sein.“
Das ist mir noch nicht untergekommen. Ich würde es auch gewiß nicht unterschreiben. Ist ein Getaufter denn gefeit gegen die Einflüsterungen dessen, der in der Finsternis herrscht?
Sie schrieben „Im Übrigen: Wenn der Bischof alleine seine Priester in der Diözese verteilt, spielt das dann nicht dem Hochmut (nämlich dem bischöflichen Hochmut!) in die Hände?“
Nun, wenn der Bischof sich nicht als servus servorum versteht, mag das sein. Ich meinte allerdings den Hochmut der Vielen die sich lieber als Souverän, denn als Diener auffassen und daher einer Meinungsherrschaft nach demokratischem Muster vor einer Herrschaft von Experten den Vorzug geben.
Redaktion benachrichtigen Tanz auf dem Vulkan
#15   Lorenz   17:06:57 | Freitag, 11. Januar 2008
Lieber Typ,
wahrscheinlich sind Sie nicht demokratiefromm.
Allerdings denke ich nicht, dass es guter Brauch wäre, wenn sich die Herde ihren Hirten künftig selbst aussuchen dürfte. Wie gesagt. Wer braucht so eine Kirche, die dem Hochmut in die Hände spielt?
Redaktion benachrichtigen Tanz auf dem Vulkan
#7   Lorenz   16:26:22 | Freitag, 11. Januar 2008
@Typ: Ihre Demokratiefrömmigkeit…
… ist ja sehr beachtlich. Meinen Sie, eine Kirche-sind-wir-Kirche, die eines niemandem Hochmut in die Quere kommt, von niemandem Gehorsam fordert und sich mit der lokalen Prominenz ins Bett legt, hätte irgendeine Daseinsberechtigung?
Redaktion benachrichtigen Bischof empfiehlt kniende Mundkommunion
#43   Lorenz   01:04:05 | Freitag, 11. Januar 2008
Gotthard und Florian
Meinen Sie nicht, Ihr Urteil etwas rasch gebildet zu haben?
Dass ich nichts über die Lehre der Kirche geschrieben habe, heisst doch nicht, dass ich ihr widerspreche. Falls Sie das irgendwo rauslesen, wäre es nett, Sie benennten es. Warum sollte man über das Meßopfer keine kulturanthropologischen Spekulationen anstellen dürfen? Ich denke dazu bedarf es der Balance halber sogar, um es vor Trivialisierung und Atavismus zu schützen.
Grüße
Redaktion benachrichtigen Bischof empfiehlt kniende Mundkommunion
#27   Lorenz   22:08:56 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Gestalten
Nun, nach meinem bisherigen Verstehen – und nur darauf gründe ich meinen Kommentar zu der Kommunionspraxis und den Gestalten – genügt der Leib des Herrn als Erlösungsopfer, weil er im Grunde das Blut einschließt. Das Blut des Herrn ist, wie ich es mir erkläre, das Zeichen der Opferung im engeren Sinne. Diese Opferung muss sich von einem archaischen Blutopfer, einem Diasparagmos abgrenzen lassen, im letzten, weil es eben ein Erlösungsopfer und kein Versöhnungsopfer ist. Der Friedensgruß dient ja auch dieser Unterscheidung, weil der Herr schon in der Bergpredigt befahl, nicht unversöhnt zu opfern. Das archaische Opfer hat Lynchcharakter. Alle beteiligen sich an dieser Handlung. In der Eucharistie wird nun ein struktureller Unterschied dadurch erzeugt, dass es die besondere Person des Zelebranten gibt, der jeder Entfesselung und Ordnungslosigkeit der Opferhandlung wehrt. Ein Zeichen dafür ist es, das der Zelebrant allein in der Gestalt des Zeichens des Opfers, des Blutes des Herrn, kommuniziert.
Redaktion benachrichtigen Bischof empfiehlt kniende Mundkommunion
#14   Lorenz   21:31:25 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Sehr fragwürdig ist es…
…wenn die Gemeinde in beiderlei Gestalt kommuniziert, wie es bei Protestanten üblich ist. Entweder verleugnet man dann den Opfercharakter der Eucharisite oder man pervertiert ihn.
Dem Kommentar von Libertas Ecclesiae von 21.12 Uhr möchte ich zustimmen:
„Was mich stört: Bis heute besteht in den weitaus meisten Pfarrgemeinden ein unterschwelliger oder gar offener Zwang zur Handkommunion.“
Wer bringt schon den Mut auf, sich in einer Handkommunionsgemeinde zur Kommunion hinzuknieen?
Redaktion benachrichtigen Prälat Imkamp protestierte erfolgreich
#63   Lorenz   16:44:15 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Liebe Stimme der Vernunft
„Und ausserdem: Es wirkt einfach nur albern, wenn die, die jedem Volksverhetzungsartikel hier Beifall zujohlen, dann auf einmal anfangen von „Verfolgung“ zu heulen, wenn jemand wagt über ihresgleichen zu lachen.“
Zielen Sie damit auf meinen Kommentar von 15.01 Uhr? Es betrübte mich dann allerdings sehr, dass Sie diesen nachdenklich gemeinten Beitrag ins Lächerliche ziehen und mich zu einem Volksverhetzer stempeln. Nun ja, dieses Medium erzeugt zwangsläufig Oberflächlichkeit, wie ich schon heute Vormittag erfahren musste.
Redaktion benachrichtigen Prälat Imkamp protestierte erfolgreich
#28   Lorenz   15:01:13 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Liebe Stimme der Vernunft,
ganz so apodiktisch, wie Sie hier, würde ich nicht daran zweifeln, dass es Ansätze zu Christenverfolgung gibt. Vielleicht verstehen Sie auslachen nicht als Verfolgung. Ich würde aber sagen, dass kollektives Auslachen eines für lächerlich Erklärten zumindest eine Vorform kollektiver Verfolgung ist. Dieses kollektive Auslachen kann einem hierzulande heutzutage schon recht leicht zuteil werden, wenn man christliche oder auch nur religiöse Begriffe wie Schöpfung(-sordnung), Wille Gottes, Sünde oder gar Seelenheil) öffentlich verwendet. Man erntet dann nicht nur Kopfschütteln, sondern eben auch Narreteibescheide, weshalb man vernünftigerweise viel vorsichtiger christliche Positionen vertritt, als man es bei Anerkennung solcher Begriffe könnte. Immerhin: Gelegenheit für’s Märtyrium bietet ein solches Umfeld bereits.
Redaktion benachrichtigen Prälat Imkamp protestierte erfolgreich
#6   Lorenz   13:55:01 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Verächtlichmachung
Der Vorwurf der Verächtlichmachung des Glaubens durch das Tragen von Ordenstrachten scheint mir etwas spekulativ. Die Motive für eine bestimmte Faschingsverkleidung müssen ja nicht immer satirisch sein. Vielleicht gibt der Karneval ja auch jemandem die Chance in eine Rolle zu schlüpfen, die er insgeheim bewundert.
Den Beitrag von Stimme d.V. (13.34 Uhr) verstehe ich nicht.
Redaktion benachrichtigen Volker Beck will nicht geheilt werden
#59   Lorenz   11:41:50 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Lieber Theophil
Ihre Entgegenung von 11.17 Uhr auf meinen Kommentar von 11.14 Uhr verstehe ich überhaupt nicht. Könnte es sein, dass Sie zu rasch gelesen haben, und mir Unrecht antun, wenn Sie mir nun Relativismus vorwerfen? Es wäre nett, wenn Sie sich dafür nocheinmal einen Augenblick Zeit nähmen. Danke und Grüße.
Redaktion benachrichtigen Volker Beck will nicht geheilt werden
#52   Lorenz   11:14:56 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Was ist Hölle?
Der weiter unten zitierte Witz ist bezeichnend für unser Denken.
Man muss sich nicht wundern, dass „Seelenheil“ für den modernen Menschen überhaupt keine Kategorie des Urteilens ist, wenn man bei Hölle an „die Sau rauslassen“ und bei Himmel an „ewiges Loblieder anstimmen“ denkt. Dabei hat die Hölle doch zahllose irdische Vorbilder, die den Glauben an die Unterscheidbarkeit von Gut und Böse stärken sollten.
Wenn Seelenheil keine Kategorie ist, dann ist es Sünde auch nicht und mithin unterscheiden Menschen nur noch zwischen gesetzlich und ungesetzlich (auch bei frommen Katholiken gern akzeptiert, vgl. Pädophiliedebatten) jedoch nicht mehr zwischen gut und böse.
Redaktion benachrichtigen Mutter Teresa mußte exorziert werden
#55   Lorenz   14:14:35 | Mittwoch, 9. Januar 2008
@Sirilo
„Wie kann ein Getaufter, der in Gottes Hand ist, überhaupt besessen werden? Ist Gott schwächer als der Satan?“
Die Antwort scheint mir einfach.
Gott könnte natürlich den starken Mann raushängen lassen. Dann hätte Satan keine Rolle in der Schöpfung. Gott will aber offensichtlich eine lebendige Schöpfung, deren Geschöpfe von den unbelebten Dingen über die niederen Lebensformen bis zum Menschen immer mehr Freiheit bekommen. Diese Freiheit ist zugleich die Eintrittskarte für den Versucher und Zweifler in die Schöpfung.
Redaktion benachrichtigen Es stinkt nicht
#2   Lorenz   11:54:18 | Freitag, 28. Dezember 2007
Thema verfehlt!
Ganz meine Meinung.
Mehr lässt sich kaum hinzukommentieren.
Redaktion benachrichtigen Weihnachten – du liebe Zeit!
#12   Lorenz   21:02:05 | Dienstag, 25. Dezember 2007
Aspergil,
Katholische Moralvorstellungen sind Derivate eines Absolutums.
Falls ein Politiker sie wegen des demokratischen Machtwettbewerbes hintanstellen muss, sollte er wenigstens in Gewissensnöte geraten. Über diese Gewissensnöte wird dann eben nur der jeweilige Beichtvater unterrichtet, weshalb sich ein Teil dieser debatte hier erübrigen sollte. Wir wissen eben nicht, wie sich Merkel und Co. in ihrer Haut fühlen eingedenk von Entscheidungen, für die sie politische Verantwortung tragen.
Redaktion benachrichtigen Rätselhafter Schritt
#46   Lorenz   00:53:38 | Sonntag, 23. Dezember 2007
Liebe(r) Seefeld,
Was bleibt denn an Erklärungen für die Irakoffensive? Alles ein Irrtum? Hussein umsonst gerichtet? Soll man so etwas glauben? Alles eine große Show, bei der sich nur die eine Frage stellt: Cui bono? Dann kann man ja gleich ins Lager derer wechseln, die den islamischen Terrorismus als vom CIA gesteuert wähnen. Lieber glaube ich da aber an den Weihnachtsmann.
Redaktion benachrichtigen Rätselhafter Schritt
#44   Lorenz   23:12:17 | Samstag, 22. Dezember 2007
Lieber Florian Geyer,
meine Frage war durchaus ernst gemeint.
Das mit der Lüge scheint mir sehr fragwürdig. Warum darf man denn bei Sitzungen, auf denen wichtige Entscheidungen zu treffen sind, den Entscheidungsgegenstand nicht mit ppt-Präsentationen illustrieren?
Persönlich halte ich mich jedenfalls nicht für klüger als ein ganzer Stab von bestausgebildeten Sicherheitsberatern. Ja, ich zweifle sogar daran, katholischer als der Papst zu sein – auch wenn mich der Gedanke wurmt.
Liebe Grüße und gute Nacht
Redaktion benachrichtigen Rätselhafter Schritt
#40   Lorenz   22:16:37 | Samstag, 22. Dezember 2007
Aber lieber Rudolfus,
danke zunächst, dass Sie nicht die Relativismus-Pazifismus-Keule bemühen. Nun würde ich aber gern wissen, inwiefern von englischer und meinetwegen amerikanischer Seite die Irakintervention ein ungerechter Krieg ist. Weil es kein UNO-Mandat gab? Das werden Sie sicher nicht so sagen wollen. Weil es keinen Kriegsgrund gab? Das ist äußerst strittig. Der Premier muss sich schon ein wenig an seine Sicherheitsberater halten. Weil es Verschwörungstheorien gibt, die ungerechte Kriegsgründe benennen (Rohstoffe, Rüstungsinteressen)? Das ist marxisitsch-materialistische Geschichtsdeutung! Wo ist also das katholische Argument wider die Irakpolitik?
Redaktion benachrichtigen Rätselhafter Schritt
#37   Lorenz   22:02:48 | Samstag, 22. Dezember 2007
Sünden Blairs?
Zum wiederholten Male wundere ich mich, dass bei der Auflistung der „Sünden“ Blairs (was spricht überhaupt gegen die Konversion eines Sünders wider die katholische Lehre zum Katholizismus?) die Irakpolitik Erwähnung findet. Inwiefern ist die Sicherheitspoltik im mittleren Osten, auch wenn sie scheinbar gescheitert ist, etwas Unkatholisches?
Redaktion benachrichtigen Allein schon durch das Lächeln des Dalai Lama
#25   Lorenz   14:06:23 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Das Problem des Artikels,
dem man gern zustimmt, ist die fehlende Beratung in Sachen „richtiger“ katholischer Weihnachtskultur. Wie soll man denn nun die „Weihnacht“ („Weihnachten“ ist sicher ein heidnischer Begriff) feiern, ohne dass es ein einziger Zirkus ist und dass trotzdem für alle Familienmitglieder ein herausragedner Anlaß daraus wird?
Redaktion benachrichtigen Der niedrigste Wähleranteil lag bei den Katholiken
#63   Lorenz   17:50:50 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Leute! Nochmal:
Es ist alles eine Frage der vernunftgemäßen Satanologie!
Redaktion benachrichtigen Der niedrigste Wähleranteil lag bei den Katholiken
#47   Lorenz   16:18:26 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Rudolfus
Sie antworten ja schneller als die Polizei erlaubt.
Aber natürlich. Satan (der Geist, der in der Finsternis herrscht) hat sich in den von Ihnen genannten Völkern besondere in der Geschichte besonders ausgetobt. So viele unschuldige Opfer und bisweilen noch heute ein Vergessenwollen vor der Rehabilitierung. Satan kennt unzählige Wege!
Redaktion benachrichtigen Der niedrigste Wähleranteil lag bei den Katholiken
#45   Lorenz   16:10:15 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Peter Pan,
„Und wer hat dem Volk gesagt, dass Menschen mit dem Teufel im Bunde stehen können?“
Wenn ich es richtig weiß, lehrt das die Kirche noch heute. Es ist doch alles eine Frage der vernunftgemäßen Satanologie. Eher als einzelen Personen sind natürlich Kollektive dem Wirken Satans ausgesetzt. Ehe ich einem Atheisten abnehme, dass es den Geist, der ein verfolgungsseliges Kollektiv an die Schuld seiner unschuldigen Opfer glauben lässt, nicht gibt, glaube ich doch lieber, dass dieser Geist Hörner und einen Pferdefuß hat.
Liebe Grüße
Redaktion benachrichtigen Der niedrigste Wähleranteil lag bei den Katholiken
#20   Lorenz   13:11:36 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Signum 10.11 Uhr
Natürlich dürfte sich eine gewisse Unterstützung für Hitler, gerade für den frühen Hitlern aus Kreisen katholischer Demokratieskeptiker rekrutiert haben. Demokratieskepsis ist etwas eminent katholisches. Die Frage ist dann aber, wie lange die Unterstützung der Monarchiebefürworter angehalten hat. Schließlich musste ja dem denkenden Katholiken (ob da die „Wurzelsepps“ dazugehören, weiß ich nicht) irgendwann klar werden, dass Hitlers System auf eine quasidemokratische Zustimmungsdiktatur hinausläuft. Hitler sah sich doch nie von der Gnade Gottes zum ersten Diener seines Volkes berufen, sondern sah sich als Führer einer „Bewegung“, die eine „völkische“ war.
Redaktion benachrichtigen Grüße von der Palme
#29   Lorenz   00:01:36 | Dienstag, 11. Dezember 2007
@Theo
Ach so. Der Darstellung im Beitrag nach dachte ich, dass die Verleitung und Förderung eine Todsünde sei, die Praxis der HS eine Sünde „geringeren“ Ranges sei. Aber ich kenne mich damit nicht aus und wegen mir sei es so. Timpressum war ja der Erste, der gefragt hat.
Gute Nacht.
Redaktion benachrichtigen Grüße von der Palme
#27   Lorenz   23:44:22 | Montag, 10. Dezember 2007
@Theo
Ihre Erwiderung überrascht mich. Wie ist es denn richtig? Ich dachte, dass Frage des Grades der Verwerflichkeit von Homosexualität gerade in diesem Forum sehr sorgfältig behandelt und auseinandergesetzt wird, so dass ein so grundsätzlicher Einwand wie der von mir formulierte eigentlich nicht als „Haarspalterei“ aufgefasst werden kann. So wie der zitierte Bischof es ausdrückt scheint es mir jedenfalls am einleuchtendsten.
Liebe Grüße
Redaktion benachrichtigen Grüße von der Palme
#25   Lorenz   23:29:07 | Montag, 10. Dezember 2007
@Timpressum
Im Text wird nicht ausgesagt, dass Homosexualität eine Todsünde sei. Lesen Sie sicherheitshalber nocheinmal drüber.
Liebe Grüße.
Redaktion benachrichtigen Neues Lehrschreiben + …
#36   Lorenz   16:19:56 | Freitag, 7. Dezember 2007
@Pünktchen
Ich bin immer wieder beeindruckt von Ihrer Kampfkraft. Leider kann ich Sie nur moralisch unterstützen, weil mir Ihre Kenntnisse fehlen. Ich wünsche Ihnen aber noch lange die Geduld und die Kraft und das pädagogische Know-How, die Sie für diese Debatten brauchen.
Redaktion benachrichtigen Jetzt ist es wahr
#116   Lorenz   22:36:54 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Irrweg Feminismus
Weil wir wissen, dass Feminismus ein Derivat des Marxismus ist und wie der Marxismus die Herrschaft der Liebe in dieser Welt durch eine menschengemachte Gerechtigkeitsideologie ersetzen will, weil er also offene Feindschaft der Herrschaft Gottes ist, sollte es die RKK dieser Ideologie nicht allzu leicht machen. Das Verbot der Frauenberufung ist doch eine zumutbare Hürde für alle Zeitgeistbewegten, denen das Herz wenigstens von einem Tropfen Demut vergoldet ist. Ein zölibatärer Priester ist nun einmal ein viel authentischerer Zeuge des ewigen Lebens, weil er ja auf die Verewigung seiner irdischen Existenz durch Nachkommenschaft verzichtet.
Dass die Liebesbegabung von Frauen naturgemäß (!) auf das sich-an-Wenige-verschenken (eigene Kinder, Partner) ausgerichtet ist, wurde dabei noch nicht einmal bedacht. Die Welt wird auch für Frauen nicht schöner, wenn nur noch Macht zählt und die spezifisch weibliche Liebesbegabung seitens der Begabten bespuckt und missbilligt wird.
Bitte schreiben Sie hier, ob Sie Frauen für genauso fähig halten, zölibatär zu Leben wie Männer. Ignorieren Sie bei dieser Antwort bitte etwaige Vorbehalte gegenüber dem Zölibat. Danke.
Redaktion benachrichtigen Neuer Ablaß + …
#10   Lorenz   12:18:42 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Ein Kind und ein Erwachsener?
Ich hielte auch zwei Erwachsene und ein Kind in einem geschlossenen Raum für unannehmbar. Kinder sollten nur dort spielen, wo es Überwachungskameras gibt. Vor den anderen Orten sollten sie durch hinreichend eindringliche Malbücher gewarnt werden. Nur so werden sie angstvoll genug sein, der Welt, in der sie leben, nicht zu trauen.
Redaktion benachrichtigen Stilbewußt + …
#27   Lorenz   17:27:57 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Begründungsbedarf in Sachen Menschenwürde
„„Das ist so, weil’s so ist“ ist kein Argument sondern beweist nur die Unfaehigkeit, die eigene Meinung zu begruenden.“
Nun, ich hatte ja anhand der Parallele aus der Familienpolitik, die Forderung nach Begründungen in Frage gestellt. Wenn ich am gesunden Menschenverstand zweifele, muss ich alles begründen. Das ist schon klar. Nur, wohin führt dieser unendliche Regress des Zweifels? Meines Wissens führt er in eine Diskursbesoffenheit, die Folge einer dialektischen Grundhaltung in Erkenntnisfragen ist.
Wenn ich ihnen jetzt Argumente lieferte, wie die singuläre Vernunftbefähigung des Menschen (matt2 hatte sich dazu geäußert), des Menschen Freiheit, die ihm eine Verantwortungslast aufbürdet, die Tiere nicht tragen, dann werden sie versuchen, einen Diskurs zu eröffnen, dessen Voraussetzungen sie diktieren. „Das ist so, weil’s so ist“ ist dann für mich schon ein Argument, weil es den unendlichen und unproduktiven Diskurs bricht. Die Vernunft gebietet es eben manchmal. Denken Sie an die Perlen und Säue im berühmten Herrenwort und betrachten Sie es bitte als Metapher und nicht als Beleidigung. Danke!
Redaktion benachrichtigen Stilbewußt + …
#24   Lorenz   15:50:04 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Menschen- und Tierwürde
Dass man in engelhardtscher Manier einen Beweis für die besondere Würde des Menschen fordert ist typisch für eine Welt, die vom Zweifel beherrscht wird. Wir sind ja inzwischen soweit, dass man für das im Grunde Selbstverständlichste Beweise fordert: Dafür, dass Kleinstkinder ihrer Mutter bedürfen. In der ARD-Sendung „Hart aber fair“ wurde daran letzte Woche genüßlich gezweifelt. Die verzweifelten Bemühungen ihres gesunden Menschenverstandes noch nicht Beraubter, wurden durch den Verwirrer Plaßberg (?; Moderator) ins Lächerliche gezogen. Weil die klar Denkenden sich schwer taten einen Kausalzusammenhang zwischen frühkindlicher Betreuung und der Entwicklung Heranwachsender zweifelsfrei darzulegen, wurde ihre Befürwortung mütterlicher Fürsorge für Kleinstkinder als unwissenschaftlich, konservativ und überholt bloßgestellt.
Also: Wenn Ihr Beweise für die die besondere Qualität des Menschen vor dem Tier sucht, bitte fasst Euch zuerstmal an den Kopf und fragt, ob Ihr sie noch alle habt!
PS: Mitleid mit der Kreatur ist natürlich etwas eminent Christliches.
Redaktion benachrichtigen Sie kommt zurück
#10   Lorenz   13:25:24 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Semper; Landorganist et al.
Warum sind die Debatten immer so halsstarrig und ergo dümmlich?
Wenn der Zelebrant im Artilel mit der Meinung zitiert wird, junge Leuten bekehrten sich leichter, wenn ihnen diese Gottesdienstform geboten wird, dann ist doch nichts darüber ausgesagt, was die Bekehrung eigentlich hervorbringt. Dies können doch viele Dinge zusammen sein. Das ist doch nun wirklich simpel.
Die proproselytische Wirkung einer alten Messe könnte in der Faszination für die formenreichere Ehrfurchtsbezeugung bestehen. Dies dürfte für demütige Naturen eine völlig selbstverständliche Reaktion auf die zelebrierte Schaufrömmigkeit einer alten Messe sein. Wenn man von dieser Basis aus, die man ja in Frage stellen darf, über den Bekehrungsimpuls diskutiert, vermeidet man vielleicht allzu geschwätzige Primitivismen.
Redaktion benachrichtigen Stilbewußt + …
#16   Lorenz   21:14:02 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Kind Gottes ist doch mal ein wohlklingender Nick.
Schön, dass Sie Engelhart geholfen haben, seine die Würde des Menschen relativierende Äquivalenztheorie zu überwinden. Gesegneten Sonntag allerseits.
Redaktion benachrichtigen Zelebrationsstop für die Alte Messe
#28   Lorenz   17:04:53 | Donnerstag, 29. November 2007
Spaltung durch Produktdifferenzierung?
Das Spaltungsargument, dass dem Biritualismus entgegengehalten wird, scheint mir etwas heuchlerisch. Besonders in der evangelischen Kirche, aber seit einiger Zeit auch in der RKK ist es doch gängig nachfragergerechte Gotesdienstangebote zu machen (Jugendgottedienste und ähnliches).
Was ist nun das Neue an der Situation, in der die Alte Messe gleichgerechtigt im Gottesdienstportfolio der RKK auftaucht?
Könnte es sein, dass da ein ungleich überlegenes Produkt in die Angebotspalette aufgenommen wird, was das bisherige Programm völlig durcheinanderzuwirbeln geeignet ist? Wird die Zahlungsbereitschaft für einen bisherigen Jugendgottesdienst (gemessen als die Akzeptanz von Würdelosigkeit) sinken, wenn es daneben eine Alte Messe gibt?
Redaktion benachrichtigen Horror-Video entlarvt unbeschreibliche Brutalität
#18   Lorenz   18:19:07 | Dienstag, 27. November 2007
@Taunuß
„Die Schande der modernen Welt ist nicht die Fülle ihrer Tragödien, darin unterscheidet sie sich nicht von früheren Welten, sondern allein das unerhörte Moderieren, das unmenschliche Abmäßigen der Tragödien!“
Nichteinmal das unerhörte Moderieren ist neu. Denken Sie doch nur an die Kommentare, die die Kreuziger für den Gekreuzigten übrig hatten.
Redaktion benachrichtigen Scheitert die Alte Messe dieses Mal am Pfarrer?
#13   Lorenz   16:13:36 | Montag, 26. November 2007
Schade, dass in den Beiträgen zur Alten Messe…
… keine Informationen über die Motive derer, die sie kritisieren und bremsen zu finden sind. Dann wäre eine Sachauseinandersetzung leichter. Der vage Hinweis, dass es seine Sache nicht wäre, der dem beschriebenen Priester zugesprochen wird, ist doch völlig inhaltsleer. Wo das Problem ist, möchte der kreuz.net-Leser doch erfahren. Ganz sachlich.
Redaktion benachrichtigen „Ich erschrecke immer wieder über die Säkularisation der Kirche“
#8   Lorenz   19:06:39 | Sonntag, 25. November 2007
@Sirilo, Bokrug ist, soweit ich es sehen kann,…
ein zwar skurriler, aber friedlicher Blogger. Mir ist noch nie aufgefallen, dass er, der zwischendurch auch mal Angelos hieß, sich hat provozieren lassen, wie es viele hier mit Vorliebe tun, um dann an die Grenzen der Unflätigkeit vorzudringen. Außerdem geht er manchmal sogar auf die Debatten ein, innerhalb derer er seine Verschwörungstheorien anpreist.
Redaktion benachrichtigen Darf man sagen, daß Hitler auch irgendwie recht hatte?
#5   Lorenz   15:32:06 | Freitag, 23. November 2007
@Matt
Schon interessant, was sie schreiben.
Was ich gern hinzufügen würde:
Die Dämonisierung Hitlers in unserer gängigen Geschichtsanalyse scheint mir ein vortrefflicher Schlag Satans wider die eine Vernunft zu sein. Hitlers und der NS-Führung Schuld liegt einzig in der vermiedenen Gewissensprüfung vor dem Auftreten als Versucher. Die eigentliche Schuld ist die Schwäche der Versuchten. Eine nüchternere und – wie sie es versuchen – wohlwollendere Betrachtung dieser Figur scheint mir darob auch vernünftig, damit niemand die falschen Schlüsse aus der Geschichte zieht.
Redaktion benachrichtigen Unzugänglich für Vernunft und Forschung
#70   Lorenz   13:03:25 | Donnerstag, 22. November 2007
@Kurt; Pius
Zu Kurt:
Das Gesetz ist natürlich sinnvoll, gerade aus katholischer Sicht, weil es eben sinnloses Zweifeln (der Laien) und den damit latent gehaltenen Unfrieden zu begrenzen geeignet ist. Jede Gesellschaft tut eben gut daran, die Opferperspektive einzunehmen. Das haben sie doch selbst soeben geschrieben (oder war es Benedikt). Dafür auch meine volle Zustimmung.
@Pius: Nun, das Nebeneinanderstellen von Holocaust und hier bisweilen so genanntem „Babycaust“ sollte meinem Empfinden nach als Ausdruck des Gewissens nicht der Einschränkung irgendwelcher Gerichte unterworfen werden. Lerle geht möglicherweise unlogisch vor, wenn er erst den Holocaust verharmlost und dann die Abtreibung mit dem Judenmord auf eine Stufe stellt. Wenn er gegen Abtreibung als Atrozität kämpfen will, sollte er doch erst die Abscheulichkeit des Judenmordes und seinen Umfang anerkennen und dann die strukturellen Gemeinsamkeiten oder moralische Äquivalenz mit der Abtreibung benennen. Dies wäre in der Tat logischer.
Redaktion benachrichtigen Unzugänglich für Vernunft und Forschung
#66   Lorenz   12:40:08 | Donnerstag, 22. November 2007
@Pius
Zu ihrem ersten Punkt der Urteilsbegründung:
Lerle hat dem Artikel zufolge die Verwendung des provozierenden „vermeintlich“ als Anspielung auf die Formulierung „vermeitliches Unrecht“ begründet. Ist das nicht eine Form der Meinungsäußerung, die wir ihm erlauben sollten.
Zu ihrem fünften Punkt:
Eine Störung des öffentlichen Friedens aus zur Leugnung geeigneter Quellenkritik und Kritik an der Mainstream-Historiographie herzuleiten, ist wohl sehr gewagt und wenn es „regelmäßig“ so geurteilt wird, wohl äußerst fragwürdige Rechtspraxis. Hetze sieht für mich anders aus.
Redaktion benachrichtigen Unzugänglich für Vernunft und Forschung
#55   Lorenz   11:56:26 | Donnerstag, 22. November 2007
@Pius
Klingt vernünftig, was sie schreiben. Die StGB-Norm verlangt aber, wenn ich sie richtig interpretiere, dass irgendwie Volksverhetzung zu konstatieren ist. Nun mag der kreuz.net-Beitrag eine solche geschickt verwischen, weil er ja als Apologie Lerles gedacht ist. Soweit man es hier liest, ist Verhetzung aber kaum zu diagnostizieren.
Ansonsten wäre ja eine völlige Entwissenschaftlichung der Geschichtswissenschaft gegeben, wenn ihre Forschungsergebnisse nicht ergebnisoffen wären.
Redaktion benachrichtigen Schwere Sünde + …
#90   Lorenz   15:15:32 | Mittwoch, 21. November 2007
Stimme, Matt, Gerd, Erbsünde
Gebietet es nicht die Vernunft höchstselbst einzusehen, dass der Mensch vom ersten Moment an, also vom Einsenken in die Gebärmutterschleimhaut an, ein Sünder ist? Ich will nicht mit Dogmen der Rechtgläubigkeit fuchteln, sondern an den Verstand appelieren:
Vom ersten Moment seiner irdischen Existenz an tickt in jedem Lebewesen das genetische Überlebensprogramm. Das wird Ihnen jeder Biologe bestätigen. Auch ein Mensch, der seine Mutter über Schwangerschaft und Geburt an den Rand des Todes führt, tötet diese nur deshalb nicht, weil er ihrer zum Überleben bedarf. Um für Christus hier eine Ausnahme zu finden, gibt es ja das Dogma der Jungenfrauenempfängnis und -geburt. Erbsünde ist das im Alten Testament irreführend illustrierte Programm, dass jedes Lebewesen seiner eigenen Gene Überleben eine größere Bedeutung zuschreiben lässt, als dem der anderen Lebewesen.
Es ist nun eine heilvolle Kulturleistung der menschlichen Rasse, dieses Programm (unter Mithilfe des Schöpfers) als eine mögliche Quelle von Unvernunft in der Natur identifiziert zu haben.
Redaktion benachrichtigen Schwere Sünde + …
#44   Lorenz   12:33:18 | Mittwoch, 21. November 2007
„dumme Lehre“, Matt, Jeremy, Marranenjäger
Lieber Matt, also die Erbsünde als „dumme Lehre“ zu bezeichnen, ist falsch. Sie ist unverzichtbar für eine zur Selbstgerechtigkeit neigende Menschheit. Die Frage ob und wie man abzutreibende Kinder taufen kann, weiß ich nicht zu beantworten. Die „Taufspritze“ ist sicher Ausdruck von Fanatismus.
Meine Frage zur Jeremy-Marranenjäger-Kontroverse ist die: Wie wird die Extra-Ecclesia-Lehre heute verstanden? Wenn ich es richtig weiß, ist die kirchenoffizielle Sprachregelung doch die, dass man innerhalb der Kirche nicht sicher sagen könne, ob die anderen Religionen und christlichen Konfessionen einen eigenen Heilsweg besitzen. Oder bin ich da schief gewickelt?
Redaktion benachrichtigen Schwere Sünde + …
#33   Lorenz   11:51:36 | Mittwoch, 21. November 2007
@Marranenjäger; widerliche Apostasie
Mir ist der Fauxpas JP II’s auch aufgefallen. Aber er hat nicht gesagt ‘unschuldiges Wesen’, sondern „unschuldigstes Wesen, dass man sich vorstellen kann“. Sprachlich könnte man ihm das durchgehen lassen, weil dem rein menschlichen Vorstellungsvermögen ein ungeborenes Kind ja noch unschuldiger erscheint, als ein frisch getauftes.
Also: Auch wenn ich Ihnen zustimme, finde ich ihre drastische Sprache (widerlichees Gift) etwas befremdlich.
Redaktion benachrichtigen Homo-Beck will weiter schimpfen
#76   Lorenz   17:15:24 | Dienstag, 20. November 2007
Aufklärung
Kann mir bitte nochmal einer der Beck-Verteidiger hier erklären, was Meisner nicht hätte sagen sollen oder wie er es korrekterweise hätte ausdrücken sollen. Im Beitrag findet sich nichts über Hass und auch kein Aufruf dazu, nichteinam eine Verleitung dazu. Daher meine Frage frei nach Broder: Bin ich verrückt oder sind es die anderen?
Redaktion benachrichtigen Roter Bischof im Alleingang?
#11   Lorenz   16:42:53 | Dienstag, 20. November 2007
@Aleph
Da mich das Thema ernstlich interessiert.
Wissen Sie etwas Konkretes über „Unrühmlichkeiten“ der RKK im Bürgerkriegsspanien. Hat es etwa die „Richtigen“ getroffen, als die Kirchen dem Volkszorn überantwortet wurden? Gibt es hierfür eine neutrale Quelle?
Redaktion benachrichtigen Auf der Straße
#13   Lorenz   14:02:17 | Dienstag, 20. November 2007
@Sirilo
Was unterscheidet denn die Situation im Beitrag von der Konstellation, die vielerorts in Deutschland anzutreffen ist: Katholische Gemeinde mit kleiner Kirche möchte ein Hochamt an einem wichtigen Festtag in großer evangelischer Kirche feiern. Da mag es aus katholischer Sicht auch eine „völlig andere Religion“ sein. Trotzdem verhält sich keine Seite pingelig.
Redaktion benachrichtigen Juden sind Gutmenschen schlechthin
#82   Lorenz   00:48:59 | Dienstag, 20. November 2007
Dümmliche Vermischung
Dem berechtigten Anliegen, die Sündenbockfunktion der Kirche seit der Aufklärung und bisweilen auch davor als solche zu erkennen und damit wahre Aufklärung zu betreiben, erweist dieser Artikel einen Bärendienst. Tatsächlich hat die Kirche viel weniger Schuld auf sich geladen als heute angenommen wird. Aber was hat das mit der jüdischen Geschichte zu tun? Es gibt hier keinerlei Zusammenhang. Ein Weniger an Schuld der Kirche mit einem Mehr an Schuld der Juden erklären zu wollen, ist dumm, dümmer, dümmst.
Redaktion benachrichtigen Ein schlotternder Wicht
#84   Lorenz   21:55:20 | Sonntag, 18. November 2007
Blutige Geschichte und Christentum
Das Chirstentum bringt in der Tat den Frieden nicht um jeden Preis. Es ist keine Eiapopeia-Religion, die ähnlich dem Buddhismus um die Wahrheitsfrage einen Bogen macht. Jesus sagt das ganz klar: „Ich bin nicht gekommen um Frieden zu bringen, sondern das Schwert“.
Diesen Satz gilt es richtig zu verstehen: Eine aufgeklärte Welt, die die Lüge ihrer Gewalt wegen des Kreuzes als Lüge zu erkennen im Stande ist, wird traditioneller Auswege aus der Gewalt beraubt. Die Menschheit muss sich nun entscheiden. Will sie Wahrheit und Gerechtigkeit als Voraussetzung für Frieden schaffen oder die Tricks archaischer Gesellschaften zur Gewaltabfuhr nutzen. Der gängigste und treffsicherste Trick ist immer die Schlachtung Unschuldiger. Wer sind diese Unschuldigen? Die Propheten, die Unangepassten, die Neuerer. So viele erfolgreiche Propheten, so viele radikale Neuerungen in der christlichen Geschichte sind eine Folge dieses Gewaltverzichtes. Ob die Menschheit diesen Weg jemals wirklich gewaltfrei zu gehen beherrschen wird, muss sie noch zeigen. Die Beispiele für Rückfälle sind sicher Legion, aber das hat der Gott , der die Liebe selbst ist, – auch wenn er es ein Stückweit selbst zugestehen möchte, wie das oben zitierte Jesuswort zeigt – bestenfalls sehr indirekt bewirkt. Wir haben ja die Wahl. Es ist ja unsere Gewalt!
Redaktion benachrichtigen Ein schlotternder Wicht
#64   Lorenz   20:23:40 | Sonntag, 18. November 2007
@Peter Pan; widerliche Blödigkeit
Sie schrieben:
Es gibt kaum eine blutigere Geschichte, als die 2000 Jahre des Christentum. Jahrhunderte der Frömmigkeit und des Glaubens haben nicht einen Krieg, nicht Folter, Inquisition, Sklaverei, rücksichtslosen Kolonialismus, Rassismus, Ausbeutung und alle Arten von Gewalt verhindert.
Das ist nun wirklich empörend. Da liefert das Christentum der von ihm geprägten Welt, die wesentlichen Voraussetzungen für eine Kultur, in der der Lauf der Geschichte festgehalten wird (durch die massenhafte Verbreitung von Schriftkenntnis). Es liefert also die Vorbedingung dafür, dass wir wissen, wie menschliche Geschichte ablief. Wir lernen daraus, dass unsere Geschichte voller Gewalt ist. Nun wird die christliche Geschichtsschreibung in einer empörenden Wendung von Ihnen gegen das Christentum ins Feld geführt. Sie argumetieren, als wären die ahistorischen Gegenden der Welt, die nichtchristlichen und vorchristlichen Gesellschaften Friedensparadiese gewesen. Was ist das für ein Schrott? In dem Schriftwort „Satan ist Mörder von Anbeginn“ wird ganz schwach angedeutet, wo die Menschheit herkommt. Woher kommt Ihre Überzeugung, die vorchristliche Welt sei eine friedliche Gewesen? Und: Waren die blutrünstigen Exzesse christlicher Geschichte (die ganze Verfolgungsgeschichte) nicht Folge der Abwendung vom Christentum?
Redaktion benachrichtigen Anerkennung des Papstes? + …
#14   Lorenz   10:21:47 | Freitag, 16. November 2007
Hierarchie
Warum ist es denn nur so schwer einzusehen, dass Die Kirche Jesu keine demokratisch oder pluralisitsch organisierte sein kann. Sie muss eine Monarchie sein, sonst würde sie ordnungslos auseinanderbrechen. Bald würde sie gleich dem Protestantismus, wo es streng genommen so viele Päpste gibt, wie es Protestanten gibt, alles Unbequeme abstreifen und sich in einem Wettbewerb um die bequemste und nachgefragteste Glaubensauffassung befinden. Dann hat jeder Irrtum freies Schalten.
Ein Monarch ist kein Diktator, der alles entscheiden will. Er entscheidet nur dort, wo etwas an ihn herangetragen wird. Das nennt man Subsidiaritätsprinzip. Ohne dieses zu respektieren, geht alles dahin. Wetten?
Redaktion benachrichtigen Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei + …
#9   Lorenz   13:14:55 | Donnerstag, 15. November 2007
Vaterunsers Phantasieübersetzung?
Die Änderung der sechsten Bitte in „und führe uns in der Versuchung“ halte ich auch für sinnvoll. Bastian Sick sähe das bestimmt genauso. Wenn ich mich dessen richtig erinnere, wird diese Sprach- und Verständnisregelung auch von B XVI befürwortet. In seinem Jesus-Buch gibt’s ja einen längeren Abschnitt zum Vaterunser.
„Phantasieübersetzung“ ist hier ein sicher unangebrachter Vorwurf.
Redaktion benachrichtigen Österreichische Bischöfe beleidigten Rabbiner
#24   Lorenz   16:53:34 | Dienstag, 13. November 2007
Homecat
Ihre Einlassung zeichnet sich durch ein Übermaß an Ethnozentrismus aus. Nur weil es vernünftig sein mag, das Schuhe-Auszieh-Gebot zu beachten, weil es eben Vernunftgründe dafür gibt, muss eine andere Respektforderung nicht ebenso vernünftig sein. Das Kreuz verbergen als Vernunfthandlung? Geht’s noch?Wieso wollte der Rabbi denn die Kreuze nicht sehen? Das ist doch an sich unbegreiflich. ImText wird sein Verhalten nicht erklärt -leider!
Redaktion benachrichtigen Österreichische Bischöfe beleidigten Rabbiner
#4   Lorenz   15:12:58 | Dienstag, 13. November 2007
Axtkopf
Ihr Beitrag
„um das Heilige Land blutig wieder zu erobern. Man sollte diesem verdammten Pack ihre Tora zu fressen geben.“
…ist leider nicht deutlich genug als Ironie oder Polemik gekennzeichnet. Sie sollten sich daher nochmal erklärend zum Inhalt äußern.
Redaktion benachrichtigen „Homo-Liebe“ gibt es in der Bibel nicht
#25   Lorenz   15:03:46 | Dienstag, 13. November 2007
„angebliche Geschöpfe“
Im Beitrag findet sich dieser Satz:
„Wenn die homo-unzüchtige Behauptung, daß Homo-Unzüchtige von Gott geschaffen wurden, stimmt, dann ist höchst erklärungsbedürftig, warum der Schöpfer diese seine angeblichen Geschöpfe in der Heiligen Schrift des Neuen und Alten Bundes so souverän vergessen hat.“
Normalerweise bin ich der kreuz.net-Polemik gegenüber sehr aufgeschlossen. Ich finde sie erfrischend kraftvoll. Dieser Satz ist aber außerordentlich erklärungsbedürftig. Kreuz.net sollte es seinen Lesern nicht gleichtun und immer gleich auf Absenden drücken, ohne vorher noch mal darüber zu lesen.
Redaktion benachrichtigen Schillernde Bekehrung
#21   Lorenz   17:57:11 | Freitag, 9. November 2007
Irakkrieg unmoralisch?
Dass der Irak-Krieg mit einer Lüge begann, kann man m.E nicht so sagen. Dann müssten die Eroberer vorher gewusst haben, dass die Bedrohlichkeit des Irak reine Propaganda ihrerselbst war. Das wiederum ist schwierig zu beweisen, im Moment nur eine Verschörungstheorie.
Dass Hussein staatliche Ordnung garantierte und diese heute kaum noch vorstellbar ist, ist ein Vorwurf, der Amerikaner und Briten auch nicht trifft. Sie haben eben nicht die selben Mittel. Jetzt zu sagen, dass hätten sie vorher wissen können, erschiene mir etwas altklug.
Sie schreiben, Gewinninteressen spielten beim Irakkrieg eine Rolle. Diese beliebte Verschwörungstheorie hat mir noch niemand plausibel erklären können, weshalb ich hier ja auch die Anfrage stellte. Auch Ölinteressen erscheinen mir als Grund völlig unlogisch. Wieviel Gewinn trägt die Irakinvasion den Engländern und Amerikanern ein? Von meinem Kenntnisstand aus geurteilt, scheint mir die übliche Häme wider die Initiatoren des Irakkriegs eben sehr ungerecht.
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#17   Lorenz   16:40:52 | Freitag, 9. November 2007
Irak Krieg unmoralisch?
Weil es im Beitrag so apodiktisch rüberkommt, bitte ich einen informierteren Leser um Erläuterung dieses Vorwurfs gegen die Irak-Invasion der sogenannten Allianz der Willigen. Insbesondere der Hinweis auf die Opferzahlen ist doch wohl ein irreführender Beleg für die Unmoral. Schließlich taten und tun die „Invasoren“ doch einiges für den Aufrechterhalt der Ordnung und somit für eine Verringerung des Leides. Welche Schuld trifft die „Invasoren“ denn am Chaos im Irak? Danke für die Argumentationshilfe.
Redaktion benachrichtigen Die Freiwilligkeit ist ein Märchen
#29   Lorenz   09:34:25 | Dienstag, 6. November 2007
@nachtlaterne
Sie schrieben
„viele, gar zu viele christen tanzen auf zwei hochzeiten!!“
Nun, ich dachte alle Christen tanzen auf zwei Hochzeiten. Sich einzureden zu den Reinen zu gehören, ist doch die schwertse aller Häresien. Wie mir kürzlich ein russisch-orthodoxer Priester erklärte, ist das Sich-für-heilig-halten eine conditio per quam der Nichterlangung des ewigen Heils.
Nochetwas: Kann mir einer erklären, warum in sehr katholischen Ländern (Italien, Spanien) Prostitution akzeptiert und sehr öffentlich praktiziert wird und in unserem entgotteten Land so sehr schimpfiert ist?
Redaktion benachrichtigen Haben homosexuelle Aids-Tote ein Denkmal verdient?
#217   Lorenz   09:21:05 | Dienstag, 6. November 2007
@Peter Pan
Sie schrieben: „AIDS nimmt in unserer Kultur tatsächlich eine Sonderstellung ein.“
Es ist sicher ein ehrenvolles Anliegen AIDS-Kranke zu rehabilitieren, damit ihnen die soziale Zuwendung zuteil wird, die alle Kranken in einer Kulturgesellschaft verdienen. Es gibt aber auch andere Krankheiten mit dem „Verleumdungs“-Problem:
Alkoholismus, Antriebsschwäche, Depression, Adipositas und Anorexie (Liste sicher unvollständig).
Ansonsten soll einem Gedenken der Opfer wegen meiner nichts im Wege stehen. Ich finde es gut wenn Homosexuelle der Gesellschaft darin ein Vorbild sind, dass sie das Hinschauen auf die Gescheiterten öffentlich kultivieren.
Redaktion benachrichtigen Der Kardinal besucht nie Webseiten der Integristen
#5   Lorenz   14:16:21 | Montag, 5. November 2007
Nachfrage nach alter Messe
Es ist schon einigermaßen albern, aus dem „Nachfrageverhalten“ auf das Interesse an der alten Messe zu schließen. Weil es sich bei alter wie neuer Messe zu großen Teilen um ein Vertrauensgut handelt, dessen Qualität seitens des Nachfragers kaum abgeschätzt werden kann, ist diese Sichtweise auf die Vorzugswürdigkeit irgendeines der beiden Riten unsinnig. Der Hirte muss entscheiden, welche Form der Seelenarbeit für die Herde die beste ist. Mit dieser Entscheidung kann er eben überfordert sein, wenn er sich an der Mode orientiert, weil ihm andere Maßstäbe zu schwierig sind.
Nocheinmal: Die Vorzugswürdigkeit einer Form anhand des Nachfrageverhaltens zu erkennen, wäre selbst dann absurd, wenn die Nachfrage nach der alten Messe seitens des Klerus überhaupt beachtet würde. Selbst das ist im Moment nicht der Fall. Interessenten des außerordentlichen Ritus werden nach Kräften ignoriert. Das ist die Realität.
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#65   Lorenz   13:31:44 | Donnerstag, 1. November 2007
Lesermeinung aus der FAZ:
„[…]sollte sich Mosebach tatsächlich so geäußert haben so fordere ich, in Vertretung des Unbestechlichen, die Höchststrafe für ihn: Er muss vor Kerners Fernsehtribunal erscheinen und dort Abbitte leisten (man merkt es: Die vermeintliche Humanisierung des Strafrechts macht dieses nicht unbedingt humaner. Spätestens nach 20 Minuten Kerner wird Mosebach um die Gnade der Guillotine flehentlich bitten).“
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#40   Lorenz   18:36:47 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@Maurice
Sehr interessant, was sie so schreiben. Dass die Wirtschaftsprogrammatik der NSDAP 1920 eher linksgerichtet war (Brechung der Zinsknechtschaft…) und sich bestimmte Elemente derselben in der DDR-Wirtschaftsideologie und Wirtschaftsverfassung (Rolle der Gewerkschaften, grob: DAF=FDGB) wiederfinden, wusste ich auch. Aber was kennzeichnet denn nun eine „saubere“ rechte Partei, für die sie Beispiele aus den zwanziger Jahren kennen? Außerdem läse ich gern noch mehr über die Kooperation von KPD und NSDAP wider die Weimarer Republik. Falls Sie also nochetwas Zeit dafür erübrigen könnten aber auch falls nicht, bedankt.
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#27   Lorenz   12:16:09 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@Sirilo;@Pius; Demokratie
Die Demokratie ist wohl noch älter als Griechenland. Aus Griechenland kommen ihre Institutionen. Aber: Jede in kleinen Gruppen zusammenlebende Jäger-und-Sammler-Gesellschaft dürfte Demokratie praktiziert haben und die Institution des Palavers als Vorform des Parlamentes gekannt haben. Patriarchale Herrschaftsformen haben sich in der Geschichte aber irgendwann durchgestzt. Dass die Menschhheit in der sehr jungen Geschichte nun wieder auf Demokratie setzt, ist dann bedenklich, wenn die Demokratie als Heilsweg begriffen wird. Eine Demokratie muss man immer vor sich selbst schützen, da sie eine Notordnung ohne jeden Wahrheitsanspruch ist. Zur Illustration empfehle ich das Hinschauen auf die quasidemokratische Zustimmungsdiktatur Drittes Reich.
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#14   Lorenz   17:03:45 | Montag, 29. Oktober 2007
@ Alois Pünktchen Pius XII.
Die Unvergleichbarkeit von EU und hlg. römischen Reich liegt in der Ersetzung christlicher Frömmigkeit durch Demokratiefrömmigkeit. Wenn man das mediale Dauerfeuer analysiert, findet man immer wieder die reichlich trivialistische Anschauung, die Demokratie sei ein Ziel per se, aus dem das Heil für die Völker fließt. Ich bitte immer alle um mehr Demokratieskepsis. Die lässt sich nicht nur mit dem Passionsbericht begründen, sondern auch mathematisch mit dem Arrow-Paradoxon, mit der Unterrepräsentanz bestimmter Gruppen (zukünftige Generationen, ungeborene Menschen) oder eben wie bei Mosebach mit der Blindheit für die Tradition. Die vertikale Zergliederung staatlicher Kompetenz, wie sie die EU fortführt ist in der Tat etwas eminent Katholisches, ergibt sie sich doch beispielsweise aus einer Forderung der Sozialenzyklika „quadrogesimo anno“. Die schrieb allerdings Pius XI. lieber Pius XII.
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#115   Lorenz   12:38:05 | Montag, 29. Oktober 2007
Volksverhetzung?
Mich interessieren Beispiele für kreuz.net-Artikel, die volksverhetzend sind. In den Lesermeinungen kommt das vielleicht vor, aber in den Artikeln? Wenn in der Taz steht, dass Becks Hassprediger-Vorwurf den Richtigen traf – ist das auch schon volksverhetzend? Mir scheint es jedenfalls volksverhetzender als das Meiste, was hier zu lesen ist. Ich finde die Verbalinjurien wider homosexuelle Menschen, die im Leserbereich hier und da zu lesen sind, traurig. Wo aber bitte findet sich Hetze in den Artikeln? Desgleichen wiederhole ich meine Aufforderung an jene, die solche gefunden haben, mir ernstlich rechtsgerichtete Beiträge zu zeigen.
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#89   Lorenz   00:14:50 | Montag, 29. Oktober 2007
Rechtslastigkeit?
Dieser Vorwurf, den hier Einige in ihre Zwischenbilanz einbauen, kann ich der Seite nicht machen. Vielleicht verstehe ich den Begriff bzw. das Kriterium nicht. Es ist doch einigemaßen fix geschlußfolgert, aus der Polemisierung gegen eine vermeintliche „Holocaustreligion“, gegen eine vermeintliche Nazikeule und gegen eine vermeintliche Homoideologie auf rechte Gesinnung zu schließen. Wir haben schon genug Gesinnungspolizei und die Polemiken können sich auch das Label alt-konservativ verdienen. Extremismus erkenne ich weder bei Redakton, noch bei den Lesern. Man zeige mir eindeutige! Beispiele, wenn man dies zu widerlegen trachtet.
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#24   Lorenz   16:45:34 | Dienstag, 23. Oktober 2007
@Peter Pan
Sie schreiben:
Es waren viel mehr Menschen über Mixas Auslassungen zum Thema Kinderkrippen empört, als über Claudia Roths Bemerkung zum Thema Bischof Mixa.
Was hat Mixa denn Empörendes gesagt, dass er so vielen Anlass bot, sich zu echauffieren? Wenn ich es richtig weiß, ging es in der Debatte nie um sein Argument, sondern immer nur um seine Wortwahl. Mit dem Wort Gebärmaschinen hat er niemanden beleidigen können, weil es nur der kraftvollen Illustration eines abstrakten Sachverhaltes diente und als bewusste Polemik jedem denkenden Menschen erkennbar ist.
Im Übrigen: Von kreuz.net mit der diesem Forum zuteil werdenden Mauerblümchenaufmerksamkeit würde ich nicht soviel sprachliche Anständigkeit fordern, wie von einem Politiker, der hundert Kameras auf sich zieht. Der fragwürdige Stil ist nun mal Charakteristikum dieses Forums und sich daran immer wieder abzuarbeiten (viele Grüße an Sirilo) ist insofern heuchlerisch, als der Stil doch allen (dies wird auch von den kreuz.net-Gegenern konzediert) unterhaltsam genug scheint, sich immer wieder einzuklinken.
Redaktion benachrichtigen Frau Goebbels entschuldigt sich nicht
#19   Lorenz   14:03:37 | Dienstag, 23. Oktober 2007
@Peter Pan,
Also zum hundertsten Male:
Ihre Einlassung:
Und obwohl mehr Leute der Meinung waren, er hätte sich im Ton vergriffen, als bei Frau Roth, zeigte Mixa stets wenig Reue.
…ist leider deshalb blödsinnig, weil die Menge der Vota für eine bestimmte Sicht oder Alternative kein Indiz für deren Wahrheitsgehalt ist.
Die Kirche hat sich immer der Zeichen bedient und eine provokative Sprache ist auch ein Zeichen. Mixa vorzuwerfen, er hätte sich mit seiner zeichenhaften Sprache stärker im Ton vergriffen als Roth, ist und bleibt und wird immer sein: Blödsinn!
Redaktion benachrichtigen Frau Goebbels entschuldigt sich nicht
#7   Lorenz   11:37:21 | Dienstag, 23. Oktober 2007
Link: Taufe gegen Geld
Gerade habe ich mir Hoffnungs verlinkte Seite durchgelesen. Dies bestärkt mich in meiner noch schwachen Intuition, dass wir eine Erneuerung des Ablasshandels brauchen. Der pastoralstheologischen Kritik der Sakramentsverweigerung ist völlig zuzustimmen. Wir brauchen statt Kirchensteuern eine Erneuerung des Bewusstseins um die heiligmachende Wirkung unserer Werke!
Redaktion benachrichtigen Bischöfliche Theorie und priesterliche Praxis
#11   Lorenz   21:42:44 | Montag, 22. Oktober 2007
@Sirilo
Ihre Kritik an den journalistischen Praktiken dieses Forums haben Sie nun schon etlichenorts vorgetragen. Langsam scheinen mir die Wiederholungen Ihrer Intelligenz unwürdig.
Zur Sache: Es ist doch jedem klar , dass das Palaver in einem jeden Parlament eine Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner ist. Dies ist immer langwierig, mühselig und zermürbend. Zu den Bundestagsdebatten kommen ja die Abgeordneten auch nicht. So gesehen sind die beschriebenen Erfahrungen des anonymen (von mir aus Fake-)Informaten doch sehr glaubwürdig. Weil eine Demokratie sich nicht vor sich selbst schützen kann, bedarf ein PGR eines mit Veto-Macht ausgestatteten Hirten, der die Herde selbstbewusst führt und keiner Möchtegernlokalpolitiker, denen es an Demut gebricht.
Redaktion benachrichtigen Hat der Bürgermeister von Künzell den Verstand verloren?
#24   Lorenz   17:51:30 | Montag, 22. Oktober 2007
@Googler; Erbsünde
Dass die Triebe aller Lebewesen einschließlich des Menschen durch die Erbsünde belastet sind, ist, wenn ich es richtig weiß, state of the art unter Fachbiologen. Sie nennen es nur eben nicht Erbsünde. Statt dessen gehen sie von einer Programmierung allen Lebens auf das Überleben der eigenen Gene aus. Beim Menschen kommt noch ein Art-Spezifikum, die Verführbarkeit, also ein absonderlich starker Nachahmungstrieb, hinzu. Auch hierfür gibt es ein eigenes Wort im katholischen Dogma: Satan. In der Sache ändert die Wortwahl nichts an dem Erfordernis, unserer Natur nicht allzu sehr zu trauen. Die von Ihnen als nützlich bezeichnete Masturbation birgt genauso eine destruktive Entgrenzungstendenz, wie der nicht-autoerotische Trieb. Ein schlechtes Gewissen bei der Ausübung derselben, muss daher nicht per se abwegig und schädlich sein.
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#14   Lorenz   15:07:46 | Montag, 22. Oktober 2007
Triebe @googler
Dass die Triebe selbstredend existieren, ist ja kein Grund sie für völlig unproblematisch, weil natürlich zu erklären. Was wenn, wofür mehr als das kath. Dogma spricht, die Triebe des Mesnchen, wie aller Lebewesen durch Erbsünde belastet sind. Das bedeutet einfach nur, dass die eigene Existenz (das eigene Genom) jedem wichtiger als die Existenz des anderen ist. Dies hat problematische Konsequenzen, die einen kritischen Blick auf die ach so natürlichen Triebe schon einfordern. Außerdem ist da noch die Anlage zur Entgrenzung hin zur Destruktion, die wir gerade im Sexualtrieb erfahren. Oder täusche ich mich hier?
Redaktion benachrichtigen Gescheiterte Palastrevolution
#16   Lorenz   14:56:27 | Montag, 22. Oktober 2007
@ Nonno
Ja ja, beim Anschauen habe ich immer kommentiert, dass es wohl dem Heiligen Vater höchstselbst peinlich ist, was bei den Massenmessen passiert, er es aber mit clementia catolica erträgt.
Redaktion benachrichtigen Hat der Bürgermeister von Künzell den Verstand verloren?
#9   Lorenz   14:51:49 | Montag, 22. Oktober 2007
Verkrüppelte Sexualität @Googler
Mag sein, was Sie schreiben. Fragt sich aber, ob die verkrüppelte Sexualität einem Zuviel oder einem Zuwenig an Katholizität zuzurechnen ist. Ist es nicht hilfreich katholisch zu sein, um die für guten Sex wichtige Fähigkeit zur Hingabe zu erwerben?
Redaktion benachrichtigen Gescheiterte Palastrevolution
#13   Lorenz   14:33:52 | Montag, 22. Oktober 2007
Inszenierungen zum WJT
Beim Anschauen der WJT-Messen habe ich selbst beim Anschauen im Fernsehen die Peinlichkeit kaum ertragen, wie irgendwie bunte Menschen bei Offertorien, Lesungen, Gebeten aufgetreten sind. Die Symbolik der äußerlich verschiedenen Rassen für den Gedanken der Katholizität zu gebrauchen, schien mir anbiedernd, ja primitiv.
Redaktion benachrichtigen Grüne rot vor Haß
#48   Lorenz   17:11:04 | Sonntag, 21. Oktober 2007
@Sirilo und Santo Domingo
Man kann doch einen Menschen wegen einer Sache loben und wegen einer anderen Sache tadeln. Mir ist die unterschiedliche Bewertung Mixas in den zwei Artikeln auch aufgefallen. Es muss sich aber nichteinmal um unterschiedliche Autoren handeln, um zu diesen zwei Bewertungen des Handelns der einen Person zu kommen. Anstatt sich inhaltlich mit den Mixa-Positionen auseinanderzusetzen, geht die Bundesbetroffenheitsbeauftragte (PI) polemisch gegen Mixa vor. Das hat der Gegenstand der Debatte, in die sich Mixa eingemischt hat, nicht verdient. Sie werden mir jetzt Mixas eigene Polemik (Gebärmaschinen) entgegenhalten, allerdings verstehe ich diese als Verwendung einer kraftvoll-pointierten Sprache mit dem Ziel Aufmerksamkeit für ein Argument(!) zu erzeugen. Dies kann ich bei Roth nicht entdecken.
Redaktion benachrichtigen Nur häßlich oder auch freimaurerisch-okkult?
#90   Lorenz   00:06:36 | Sonntag, 14. Oktober 2007
Lieber Typ,
Gern bekräftige ich mein Ansicht, dass ein Altar kein christliches Symbol sein kann wiewohl er ein Insignium einer Kirche ist. Der Grund wurde von Rudolfus schon genannt. Andere Kulte besitzen ihn auch. Die Unterscheidung zwischen einem archaischen Kultaltar und einem christlichen Altar ist, wie ich es mir erkläre, ganz bewusst kaum möglich. Auch ein christlicher Altar soll eben als ein Ort einer Opferhandlung erkennbar sein. Deshalb muss er sichtbar fest gemauert sein, dass man ein sich heftig wehrendes Opfer darauf abstechen kann, ohne dass er umfällt. Das Christliche hat aufgrund dieser Formähnlichkeit dann die tolle Möglichkeit anhand ganz subtiler Differenzen erkannt zu werden. Die Lüge der archaischen Gewalt wird in eine Offenbarungshandlung transformiert. Die Schuldigen sind nunmehr die Umzingelnden und das Opfer ist ohne Schuld.
Redaktion benachrichtigen Nur häßlich oder auch freimaurerisch-okkult?
#25   Lorenz   19:21:35 | Samstag, 13. Oktober 2007
Lieber Typ
Ein Altar ist natürlich „definitv“ kein! christliches Symbol.
Redaktion benachrichtigen Für alle offen + …
#16   Lorenz   13:41:47 | Samstag, 13. Oktober 2007
@methusalix; Polen
Polen befürwortet doch die Todesstrafe nicht. Die polen halten die Selbstbeweihräucherung der Europäer nur für heuchlerisch und haben den Gedenktag deswegen boykottiert. Allerdings gibt es in vielen osteuropäischen Ländern (auch Polen) in der Bevölkerungsbasis breite Todesstrafenbefürwortung. Das ist natürlich besorgniserregend.
Redaktion benachrichtigen Eine Frage der Ideologie
#36   Lorenz   15:10:00 | Freitag, 12. Oktober 2007
@DerMArtin 11.24 Uhr
„Es geht bei Pessach um den Auszug aus Ägypten und um den Wunsch, Pessach wieder in Jerusalem zu feiern. Mit beidem hat Jesus Christus nicht das mindeste zu tun“
Das kann man so nicht sagen: In der Passion des Herrn wird das wahre Pessach-Lamm geschlachtet. Es schreitet durch das (Blut-)Rote Meer der Passion, taucht hinein in das Reich des Todes und aufersteht im gelobten Land der neuen Schöpfung, des neuen Bundes.
Wieso eine Fürbitte als beleidigend aufgefasst werden kann, wenn der Fürbitte Haltende dem Fürgesprochenen Teilhabe an seinem größten Schatz wünscht, ist mir noch nicht ganz klar.
Redaktion benachrichtigen Ohne die Wahrheit geht nichts + …
#17   Lorenz   12:23:20 | Freitag, 12. Oktober 2007
Zitierungen
„Doch die objektive Wahrheit ist die einzige Basis für den sozialen Zusammenhalt. Die Wahrheit hängt nicht vom Konsens ab, sondern geht ihm voraus und ermöglicht ihn.“
Kreuz.net kann auch ganz Lichtvolles zitieren.
Wenn man katholischerweise Schmähreden wider Hermann geisselt, sollte man dies nicht mit Schmähreden wider Kerner bekräftigen. Wir haben doch alle den Römerbrief im Ohr:
Denn worin du den anderen richtest, richtest Du Dich selbst.
Kerner weiß sicher inzwischen selbst, dass er sich einen peinlichen Ausrutscher, der auf ihn zurückgefallen ist, geleistet hat. Es gibt ja keinen ernstzunehmenden Kommentar, der ihn oder Schreinemakers’ Verhalten in der Sendung verteidigt.
Redaktion benachrichtigen Im Iran gibt es öffentliche Hinrichtungen – in Deutschland Johannes B. Kerner
#15   Lorenz   23:29:46 | Donnerstag, 11. Oktober 2007
@Defensor
Bei Broder ist der Börne-Preis doch nicht für wenig vergeben worden, oder?
Redaktion benachrichtigen Hinrichtungsjournalist Johannes B. Kerner
#94   Lorenz   18:01:00 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Fachfrage
Ist der von Hermann benutzte Begriff „gleichgeschaltet“ ein Naziwort in dem Sinne, dass es von der Drittreichsführung zur Charakterisierung der eigenen Politik verwendet wurde? Oder ist es ein Begriff der Drittreichshistoriographie? Wenn letzteres (was mir wahrscheinlicher scheint) stimmt, dann hat Harrmann ja gar kein Wort- und damit auch kein Gedankenverbrechen begangen.
Redaktion benachrichtigen Hinrichtungsjournalist Johannes B. Kerner
#70   Lorenz   16:19:36 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
@Doc. und Josephus
vielen Dank für ihre Erhellungen, die sich aber leider widersprechen. Ebenfalls leider habe ich keine funktionierenden Lautsprecher am Rechner, sonst könnte ich mir das ganze in der ZDF-Mediathek nochmal anschauen.
Redaktion benachrichtigen Hinrichtungsjournalist Johannes B. Kerner
#64   Lorenz   16:04:47 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Lieber Doc.
unten schrieben Sie, die Gäste hätten den Rauswurf Hermann nicht provoziert, was meinem früheren Beistrag widerspricht. Ich berufe mich aber auch nur auf Nacherzählungen aus der Presse. Hat Schreinemakers nun gesagt, dass sie geht, wenn Hermann nicht geht? Dann ist sie für mich wirklich so etwas wie die Magd bei der Petrinischen Verleumdung Jesu.
Redaktion benachrichtigen Hinrichtungsjournalist Johannes B. Kerner
#55   Lorenz   15:36:05 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Schreinemakers
Könnte es nicht sein, dass Kerner unter dem Duck Schreinemakers’ überreagiert hat. Schreinemakers erinnert doch sehr an die Magd in jenem Hof, in dem selbige zu Petrus in Gegenwart der am Feuer Stehenden sagte: „Du gehörst doch auch zu diesem Nazarener, deine Sprache verrät Dich.“
Redaktion benachrichtigen Hinrichtungsjournalist Johannes B. Kerner
#19   Lorenz   13:39:19 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
@Sirilo
Spricht noch mehr für Ihre Absprache-These als die cui-bono-Überlegung? Irgendwie scheint mir das sehr sehr unwahrscheinlich.
Redaktion benachrichtigen Hinrichtungsjournalist Johannes B. Kerner
#7   Lorenz   12:32:53 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Kerner
Fußballspiele kann er doch ganz amüsant komentieren. Vielleicht ist das auch seine Kernkompetenz. Dass er Frau Hermann nach dem Prinzip Rampe selektiert hat, ist doch sicher unerfreulich genug, um ihn für den Fernsehpreis zu disqualifizieren.
Neben der Welt kommentiert auch die FAZ recht sachlich. Warum FAZ.net unter dem dort veröffentlichten Kommentar, wie sonst üblich, kein Leserforum eröffent hat, verstehe ich nicht.
Redaktion benachrichtigen Kauft nicht bei Eva Herman!
#15   Lorenz   11:30:30 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Sie sind ja ein Schatz Johnny
Nochetwas: Schade ist es schon, dass wegen der Drittreichheranziehungen die Herrmann Thesen nun nicht mehr inhaltlich diskutiert werden. Brauchen wir nun Frauen, die das Herz einer Familie sein wollen, mit allen Verzichten, die das erfordert oder sollten wir Frauen auffordern, ein selbstbestimmtes, einer vermeintlichen Selbstentfaltung dienliches Leben zu führen und welche Konsequenzen hat welches Modell für das äußere und innere Antlitz der Gesellschaft. Schade, dass dieser spannende Diskurs ein solch possenhaftes Ende nimmt.
Redaktion benachrichtigen Kauft nicht bei Eva Herman!
#12   Lorenz   11:07:22 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Strassen des Führers @Pascal
Meine Oma hat auch immer vom Autobahnbau geschwärmt. Ich würde deswegen von ihr und einer Nazisympathisantin nicht in einem Atemzug reden. Nur weil Nazianhänger und Frau Hermann dieselben Dinge loben, müssen sie doch nicht einer Gesinnung sein. Was war denn so wirr an Hermann Gerede. Es finde sich doch bitte der Experte, der die Sendung verlinkt. Das geht beim ZDF doch mittlerweile, oder?
Redaktion benachrichtigen Tosender Applaus
#44   Lorenz   14:33:41 | Dienstag, 9. Oktober 2007
Damaskuserlebnis; @DerMArtin
Kann man an Frau Hermanns Verhalten ablesen, dass Sie noch kein Damaskuserlebnis hatte? Weiß man über sie, warum sie sooft geschieden ist? Weiß man, wie sie ihre eigene Vergangenheit bewertet? Mir fehlen für ein Urteil solche Informationen. Danke.
Redaktion benachrichtigen Die 68er-Sozialisten sind die Erben der Nazi-Sozialisten
#21   Lorenz   19:54:16 | Montag, 8. Oktober 2007
@alle hier
Was ist denn am Beitrag so falsch? Ich kann keine Schuld an ihm finden. Eine Verherrlichung des Dritten Reiches schon gar nicht. Der Autor verachtet es doch genauso, wie er die bundesrepublikanische Wiedereinführung nationalsozialistischer Ideen in neuen Gewändern geisselt, die freilich nicht einfach als solche zu erkennen ist. Der Beitrag ist zwar nicht besonders toll strukturiert, was manches Missverständnid provoziert haben mag, ihn als Apologie des Nationalsozialismus völlig misszuverstehen ist doch wohl dennoch blödsinnig. Ein sehr wichtiger Hinweis steckt in dem Wort „Zustimmungsdiktatur“. Vielleicht ist es das eigentliche Reizwort der demokratiefrommen Teilnehmer hier im Forum. Ja, die Nazis sind nicht aus der Wüste Gobi eingewandert und haben tatsächlich Machtpluralismus und Anbiederung an die Massen betrieben. Diese Strukturanalogie zwischen Drittem Reich und Bundesrepublik müssen wir konzedieren! Das eigentliche Problem ihres politischen Systems war nicht das machtlose Parlament, sondern der machtlose Präsident und die machtlose Verfassung. Punkt.
Redaktion benachrichtigen Warum ist Eva Herman geflogen?
#68   Lorenz   12:53:52 | Montag, 8. Oktober 2007
„Finsteres“ Mittelalter
Gestern Abend wurde hier von einigen die vermeintliche Finsternis des Mittelalters bezetert. Es wäre nun schön, wenn diese ihr Geschichtsbild wenigstens etwas nachjustierten. Heute räumen selbst progressisitische Chronisten ein, dass es sich beim Mittelalter um eine eher lichtvolle Epoche gehandelt hat, deren Menschen über eine sondertadelige Liebesbegabung verfügten und die sich in sprituellem Wagemut zu mancher Kulturleistung aufschwungen, die heute völlig unmöglich scheint. Irgendwie scheinen wir in Fragen der Geschichtsdeutung allzu sehr auf in der Schule Erlerntes zurückzugreifen. Ohne die Quellen neu zu schauen werden wir immer nur durch den Zerrspiegel der im Aufklärungseifer steckengebliebenen Historiographie der letzten 200 Jahre auf diese Zeit blicken. Dann werden auch wir Bruno preisen und etwas sehr nazihaftes kultivieren: Den Glauben an die Initiative der Kirche bei den Hexenverfolgungen.
Redaktion benachrichtigen Ist Gott einem Nichtglaubenden zu beweisen?
#60   Lorenz   21:08:26 | Montag, 1. Oktober 2007
Lieber Kurt,
um es vorweg zu sagen: Ich bin kein Kernphysiker. Dass die „Uran-Atome“ ursachenlos zerfallen, würde ich dennoch mal ganz locker ausschließen. Dem äußeren Zerfallsprozess liegen inneratomare energetische Ursachen zu Grunde, ob wie sie kennen und mit derzeitigen Mitteln erkennen können oder nicht.
Bei der Gelegenheit zitiere ich mich gern nochmal selbst:
Die ganze Debatte, wer wem seinen Heilsweg zu beweisen habe, also jene, die den menschgewordenen Logos fürchten oder die, die das nicht tun, könnte man doch einfach mit dem Herrenwort: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ abkürzen. Das Problem an diesem Erkennen ist freilich unsere extrem dürftige Historiographie. Wer nichtchristliche Gesellschaften (insbesondere die prähistorischen) in marxistischer Weise idealisiert, wird nichts erkennen. Wer Giordano Bruno als Ikone des atheistischen Heilsweges anbetet, wird zum Eiferer für die Sache des Zweifels, der ein Zweifel an dem hier unnötigerweise als beweispflichtig bezeichneten Urdogma des Christen ist: Gott ist die durch die Vernunft gereinigte Liebe und hat eine menschliche Gestalt. Die Früchte, die ein Zweifel an der Liebe Gottsein einträgt, kann man mit den Augen und mit dem Herzen als verdorben erkennen.
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#43   Lorenz   15:27:10 | Montag, 1. Oktober 2007
Ich gebe hiermit auf.
Man muss die Unterschiede der Meinungen wie die Unterschiede überhaupt eben aushalten. Hauptsache es kommt keiner wegen dieses Grunderfordernisses jeder menschlichen Gemeinschaft zu dem einfältigen Schluss, jeder habe seine Wahrheit. Dass ich zum Fall nichts zu sagen weiß, als das, was ich auf kreuz.net oder beiläufig in den Medien erfuhr, und mich sozusagen nur als Strukturanalyst verstehe, hatte ich ja schon gesagt. Hoffen wir, dass der Ministrant wegen der mutmaßlichen „Handlungen“ nicht bleibend traumatisiert ist. Hoffen wir aber auch, dass sich das Maß an Strafe für den Riekofener Pfarrer an seinem Maß an Schuld und nicht am Umfang der öffentlichen Empörung misst. Schuld und Empörung sind nicht nötigerweise korreliert. Als besonders augenfällige Kasuistik verweise ich hierfür auf die Passion des Herrn.
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#39   Lorenz   14:00:44 | Montag, 1. Oktober 2007
Liebe Genoveva et. al.
Mein „theologisches Koordinatensystem“ ist denkbar klar: Herr Müller ist für mich kein Sakralkönig, sondern Bischof der SRE.
Dass die Diözese um seinetwillen auf „Kinderschänder wie ein Magnet“ wirke, lieber Santo Domoingo, ist doch wohl nicht ganz ernst gemeint, oder?
Ob ich Kinder habe, schwul oder dreiäugig bin, spielt für meine Fähigkeit, die Struktur des Falles zu beleuchten, keine Rolle. Dazu muss ich nicht einmal wissen, wie viele Fälle es schon gegeben hat.
Ich halte es für sehr gefährlich, wenn sich die katholische Kirche allzu sehr von Staat und Gesellschaft deren moralische Maßstabe aufdrängen lässt. Freilich ist für diese Aussage in anderen Sachzusammenhängen mehr Konsens zu erwarten, als bei diesem Skandalthema.
Nochetwas, liebe Genoveva,
dass das Maß an Willensbeugung, also an Gewalt unerheblich für die Einschätzung des Falles sei, verstehe ich beim besten Willen nicht. Wollen Sie in einem Fall, auf dem Pädophilie draufsteht, wirklich niemals differenzieren? Das Maß an Entsetzlichkeit sei also jeweils gleich? Immerhin haben Sie dann hier eine schöne Mehrheit hinter sich.
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#35   Lorenz   12:38:24 | Montag, 1. Oktober 2007
Liebe Genoveva et al.
Vielen Dank für die Reaktionen auf meinen Leserbreitrag vom gestrigen Abend. Leider werde ich vorerst bei meiner dort geäußerten Meinung bleiben.
Die Gründe:
Die RKK predigt dieser Menschheit dankenswerterweise, sich auf das heilige Abenteuer der Vergebung einzulassen. Dazu muss sie es freilich selbst auch wagen. Sie dann mit Undank zu überschütten, wenn sich so begründbare Entscheidungen als Fehler erwiesen haben, scheint mir Ausdruck der menschlichen Kollektiven eigentümlichen Verfolgungsseligkeit.
Das Stichwort Verfolgungsseligkeit der Menschen liefert auch die eigentliche Ursache für den von Ihnen, liebe Genoveva, benannten Flurschaden. Weil wir gerade beim Thema Pädophilie besonders leicht skandalisierbar sind, ist der Schaden, den Pädophile anrichten, für ihre Sippe (beim Priester ist das eben die Kirche, insbesondere der Klerus) immens, Sippenhaft sozusagen.
Als jemand, der die Sache nur ihrer Struktur nach und nicht in allen Details verfolgt, weiß ich nichts über den „entsetzlichen“ Mißbrauch. Ich vermute, dass wir als Beobachter über das Maß an Entsetzlichkeit nur wenig erfahren werden und unser Differenzierungsvermögen getrübt ist. Selbst wenn die Mißbrauchshandlungen entsetzlich im engeren Sinne des Worte (nicht im Sinne der Skandalsprache) sind, wenn also das Wort Kinderschänder zurecht auf eine Geschundenheit, eine gewaltsame Willensbeugung des Ministranten zurückgeführt werden kann, ist eine politische Schuldübertragung auf den Bischof für mich entsetztlich.
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#29   Lorenz   23:21:15 | Sonntag, 30. September 2007
Lieber Santo Domingo,
die katholische Kirche fordert von ihren Mitgliedern immer die Anerkennung der staatlichen Ordnung. Es wäre nach meiner Einschätzung keine unbillige Gegenleistung ihren Spitzenvertretern im Gegenzug eine gewisse Immunität zuzugestehen. Wie sollte jemand erfolgreich gegen den Zeitgeist kämpfen, wenn er für jeden Fehler in seinem Verantwortungsbereich die politische Verantwortung übernehmen müsste? Der gesetzesfromme Einwand, der Mann hätte irgendwelche Leitlinien unbeachtet gelassen und der staatlichen Justiz nicht genug Gehorsam entgegengebracht, verträgt sich nicht mit meinem Verständnis von der Rolle der katholischen Kirche.
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#43   Lorenz   23:13:11 | Sonntag, 30. September 2007
Beweispflicht…
Die ganze Debatte, wer wem seinen Heilsweg zu beweisen habe, also jene, die den menschgewordenen Logos fürchten oder die, die das nicht tun, könnte man doch einfach mit dem Herrenwort: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ abkürzen. Das Problem an diesem Erkennen ist freilich unsere extrem dürftige Historiographie. Wer nichtchristliche Gesellschaften (insbesondere die prähistorischen) in marxistischer Weise idealisiert, wird nichts erkennen. Wer Giordano Bruno als Ikone des atheistischen Heilsweges anbetet, wird zum Eiferer für die Sache des Zweifels, der ein Zweifel an dem hier unnötigerweise als beweispflichtig bezeichneten Urdogma des Christen ist: Gott ist die durch die Vernunft gereinigte Liebe und hat eine menschliche Gestalt. Die Früchte, die ein Zweifel an der Liebe Gottsein einträgt, kann man mit den Augen und mit dem Herzen als verdorben erkennen.
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#24   Lorenz   21:18:01 | Sonntag, 30. September 2007
Müller?
Also dass hier der Kopf des Bischofs gefordert wird, ist wirklich lächerlich. Selbst wenn es sich als Fehlentscheidung erwiesen hat, den Pfarrer in eine Versuchungssituation zu bringen, in der er scheinbar nicht widerstanden hat, beruht diese Entscheidung auf einer Fehleinschätzung, die sich wie immer nur ex post so darstellt. Es ist doch einigermaßen klugscheißerisch jetzt zu sagen, der Bischof hätte keine zweite Cance gewähren dürfen. Noch dümmlicher erscheint mir der Tenor mancher Beiträge, die RKK hätte ein Pädophilieproblem, mit dem sie sich von der Durchschnittsgesellschaft abhöbe.
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#10   Lorenz   23:28:50 | Freitag, 28. September 2007
Das Schuldbekenntnis
Für mich der vielleicht größte Skandal der jüngeren liturgischen Entwicklung in den ev. Kirchen: Es wurde klangheimlich abgeschafft. In den 70er und 80er Jahren lagen die Protestanten beim Confiteor sogar vorn. Jetzt heisst es vielerorts nichtmal mehr „uns bedrückt Schuld – in der Stille bringen wir vor Dich, was uns bewegt“. Für mich ist Eucharistie ohne ein explizites Schuldbekenntnis (ein stilles ist irgendwie eine Kapitulation vor der Sprache und unseren Unsäglichkeiten) eine Farce. Dass das Confiteor im NOM disponibel ist, ist für mich einer der zu wenig beachteten Gründe, die für die Alte Messe und ihre größere Striktheit in den Abläufen sprechen.
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#33   Lorenz   00:12:15 | Freitag, 28. September 2007
Lieber Freinsberg,
so, wie Sie es sagen, wäre die Nordung der Evangeliumslesung irgendwann einmal sinnvoll gewesen und ist heute hinggen sinnlos. Inwiefern soll dieses Zeichen denn sinnlos sein? Irgendwie kann doch die Nordung als Zeichen der verschwenderischen Liebe, als Suche nach dem 100. Schaf, als Ausschau nach dem verlorenen Sohn, dem Volk, das im Finstern wandelt, gelesen werden. Dann ist es doch ein schönes Zeichen, oder?
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#37   Lorenz   19:36:49 | Donnerstag, 27. September 2007
Was wir zu bedenken haben:
Man kann Jugendgottesdienste nicht einfach als Spezialveranstaltung für dieses Publikum machen. Katholisch heisst allgemein. Jeder sollte also hingehen dürfen. Wichtiger: Jugendliche sind tendenziell viel undistanzierter dem Zeitgeist gegenüber, weil es ihnen an auf Erfahrung gründendem Selbstbewusstsein für eine Distanz zur Welt gebricht. Auch ist ihr Hunger nach Leben zu groß, um diese Distanz, einen Sicherheitsabstand sozusagen, zu halten. Schlimm ist auch – und das sage ich als sehr junger Mensch – die Verwendung von übertrieben rhythmischer Musik. Effektreiche Rhythmusmusik verdankt ihre Beliebtheit ihrer den Geist betäubenden, den Menschen auf seine basalen Funktionen zurückführenden Wirkung. Sie ist daher typisch für den archaischen Kult, für Natur- und Opferreligionen. Das Christentum, das müssen Jugendliche ganz klar gesagt bekommen, ist eine Überwindung des archaischen Opferritus, keine Fortentwicklung des selben. Eine christliche Gemeinschaft tritt aus Scham über ihre Sünden zusammen, beweint diese und bittet und Vergebung und Befreiung. „Der liebe Gott ist toll und ich auch, weil er mich gemacht hat“ geht nicht. Das ist nicht christlich und noch weniger katholisch.
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#17   Lorenz   22:11:17 | Mittwoch, 26. September 2007
@ Sirilo 20.43 Uhr
Ihre trockenen Kommentare lese ich immer gerne. Dann kann man ja auf der Südhalbkugel das Evangelium gen Süden verkündigen. Das müsste ohne ein zweites Meßbuch herauszubringen gehen.
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#1   Lorenz   15:16:28 | Mittwoch, 26. September 2007
Gegenargumente
Ein merkwürdiger Einwand gegen die Alte Messe ist in meiner Ortsgemeinde in der Predigt des 16. Sept. gemacht worden. Der Pfarrer sagte sehr apodiktisch man könne nicht in einer anderen Sprache als der Muttersprache beichten oder beten. Meiner Meinung nach kann man dies genauso, wie man fremdsprachig fluchen, flirten oder träumen kann. Außerdem wurde die Mühseligkeit der Kinderkatechetik benannt, derzufolge man in vorkonziliärer Zeit viel Zeit für das den-Kindern-erklären der lateinischen Wendungen aufgewandt hat.
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#33   Lorenz   14:54:35 | Mittwoch, 26. September 2007
@ Rudolfus
Von mir aus halten wir es, wie Sie es sagen, nur:
Augsburger Bekenntnis (A.B.) ist, oder Helvetisches Bekenntnis (H.B.). kennt und bekennt kein Protestant. Zumindest gilt dies für die großen landeskirchlichen „Denominationen“.
Das Problem der Protestanten ist der liederliche Umgang (nicht sprachlich, sondern glaubenspraktisch) mit ihrem Apostolicum.
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#31   Lorenz   14:39:04 | Mittwoch, 26. September 2007
Ein Vorschlag zur Güte:
Sagen wir ein spezifisch protestantisches Glaubensbekenntnis gibt es nicht. Auch die Confessio Augustana ist keines, weil Sie für den Glauben der Protestanten unerheblich, ja unbekannt ist. Aber: es gibt ein Nichtbekennen, bzw. eine zu „weiche“ Auslegung des Apostolicums. Beispielsweise wird die Jungfernschaft der Gottesmutter gesprochen bekannt, dann aber nicht wirklich ernsthaft geglaubt. Ähnlich verfahren Protestanten mit dem Passus credo in sanctam ecclesiam catholicam“. Da heisst es eben nur noch „christliche Kirche“ und woran man damit glaubr weiß keiner mehr, wie Artois richtig schreibt.
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#26   Lorenz   13:55:06 | Mittwoch, 26. September 2007
@Rudolfus 10.49 Uhr
Am Schluss ihres Beitrages schrieben Sie
Auch Protestanten sind gültig getauft, und werden mit der Taufe Mitglied der Kirche – verlassen diese aber wieder, sobald sie den protestantischen Glauben bekennen (vgl. Grundriß der Dogmatik, Prof. Dr. Ludwig Ott).
Mich würde interessieren, falls Sie das Buch zur Hand haben oder es selbst wissen, was Ott darüberschreibt, woran man ein Bekennen des protestantischen Glaubens erkennt – am Apostolicum wohl kaum.
Redaktion benachrichtigen Eiliger Reliquienhandel + …
#14   Lorenz   13:21:47 | Dienstag, 25. September 2007
Bischof Wanke,
aus sehr verlässlicher Quelle weiß ich, dass man in Erfurt und anderenorts in Thüringen) auf Anfragen nach Meßfeiern im außerordentlichen Ritus einfach nicht antwortet. Das kann natürlich an irgendeinem Formerfordernis für eine solche Anfrage liegen. Es ist aber sicher entmutigend, wenn man mit einem solchen Anliegen keine Beachtung findet. Schließlich ist es einem peinlich, den Ortspfarrer mit dem Motu Proprio in der Hand und dem Hinweis auf Ecclesia Dei zu drohen, damit er etwas tut, was er nicht will. So hat es keinen Zweck.
Redaktion benachrichtigen Willkommen unser Freund, der Kinderschänder!
#16   Lorenz   13:08:38 | Dienstag, 25. September 2007
Ein sehr guter Artikel,…
… den ich mit Freude gelesen habe. Der Schreibstil ist für ein Interentforum absolut angemessen. Das Maß an Polemik ist verkraftbar, die Message nicht durch übertrieben kraftvolle und tendenziöse Interpretationen verdunkelt. Begriffe wie „Homo-Unzucht“ (ebenso wie „V2-Sekte“) sind nicht mein Geschmack, aber sie zu ertragen ist eben die Einstiegshürde für dieses Forum.
Wünschen wir Mons. Müller eine baldige Investitur in München!
Redaktion benachrichtigen Der Papst ist der Antichrist
#13   Lorenz   18:44:25 | Montag, 24. September 2007
Benedikts Jesus von Nazareth
Warum hat der Heilige Vater in seinem jüngsten Buch geschrieben, Satan sei ein promovierter Theologe aus Tübingen? Immerhin: Das steht wirklich so drin, auch wenn ich es hier als rhetorische Frage aus dem Zusammenhang reiße.
Redaktion benachrichtigen Die üblichen bischöflichen Kameradenschweine
#5   Lorenz   11:03:30 | Dienstag, 18. September 2007
FAZ-Kommentar
Der Kommentar der FAZ war sehr schmissig und lesenswert. Er war als Contra-Meisner Position überschrieben (eine Pro-Meisner-Position wurde daneben abgedruckt), las sich aber wie eine bestechende Apologie eines etwas von der intellektuellen Eitelkeit geplagten Feuilletonisten.
Scheinbar hat diese Eva-Hermann-Kardinal-Meisner-Woche doch etlichen Beobachtern Angst vor unserer Gedankenpolizei und ihrer Neusprech-Diktatur gemacht.
Redaktion benachrichtigen Wer ist schuldig? Natürlich die Kirche
#48   Lorenz   21:40:50 | Montag, 17. September 2007
Merkwürdige Leserkommentare
Herr Schüchters Aufsatz ist doch ganz passabel. Er versucht eine einigermaßen brauchbare Synopsis von Geschichtserklärungen, in denen die Kirche in die Rolle des Sündenbockes, des unschuldigen Opfers gedrängt wurde. Es ist alles richtig, was er schreibt. Die Kirche (SRE) war tatsächlich in jenen Gegenden, in denen die Hexenverfolgungen schlimm grassierten, schwach, wohl weil sie zu Gunsten lokaler Traditionen diese Form des heidnischen Menschenopfers im Zuge der Christianisierung nicht völlig auszurotten vermochte. Solide Geschichtswissenschaft lehrt auch, dass Judenverfolgung immer eher ein Problem an der Basis war und die Hochkirche bestenfalls zu behäbig intervenierte. Man könnte noch hinzufügen, dass die moderne Empörung über den Ablasshandel ein empörend einfältiges Urteil ist. Wer sich nur ein kleines bisschen mit Finanzwissenschaft beschäftigt, weiß, welch schlimme Wohlfahrtsverluste Zwangsabgaben(Steuern) bewirken. Diese werden durch freiwillige Leistungen von Menschen, die egoistisch für ihr Seelenheil zahlen oder altruistisch zur höheren Ehre Gottes spenden sehr elegant vermieden. Das Zinsverbot führt auf den ersten Blick zu dem Vorwurf an die Kirche, sie verhindere den Tausch von Gegenwarts- und Zukunftskonsum, was das Wirtschaftswachstum hemmt. Es hemmt aber auch übereiliges Wachstum, das den Menschen nichts bringt. B XVI: Diese Welt geht an der Ungeduld des Menschen zugrunde und wird durch die Geduld Gottes geheilt.
Redaktion benachrichtigen Doch noch in den Himmel geschlüpft?
#13   Lorenz   12:11:25 | Dienstag, 11. September 2007
Pro multis; @Stimme
Wurde nun nur der Wein im Stephansdom falsch konsekriert oder betrifft der Lapsus, wenn er von Ihnen richtig bezeugt wird, auch die Hostien? Die Frage ist insofern ernst gemeint, als ich nicht weiß, ob die pro omnes – pro multis -Debatte auch die Konsekrationsworte, die über den Hostien gesprochen werden, betrifft.
Redaktion benachrichtigen Die Werbesendung eines Küchenzubehör-Herstellers?
#18   Lorenz   14:55:41 | Montag, 10. September 2007
@ Br. Theuphil; Zwangstaufe
Was Sie eben geschrieben haben, scheint mir eine Überinterpretation der Worte des Piusbruders. Die Kritik an der Religionsfreiheit impliziert hier keine Zwangseinweisung in eine Heilsgemeinschaft, wie sie im Islam geübt wird. Es gilt, was der Hl. Vater richtig betont: Ohne die Fähigkeit zu guter Rede und rechtem Denken, kann man niemanden bekehren. Die Kritik an der Religionsfreiheit ist Kritik am Laizismus und kein Aufruf zu gewalthaftem Proselytismus. Es geht um das erste Gebot als Kollektivnorm, um die Anerkennung von Gottes Herrschaft in der Welt, also um das Christuskönigtum. Dies bedeutet, dass staatliche Herrschaft sich nicht unter dem Vorwand der Religionsfreiheit seiner Bindung an die Tora des Herrn (B XII) entledigen darf. Die Position dieser Lesart teilen vielleicht nicht nur Altkonservative.
Redaktion benachrichtigen Wo sind die Kameras?
#39   Lorenz   20:17:42 | Sonntag, 9. September 2007
Lieber Flashnews,
haben Sie auf kreuz.net noch nie einen Artikel entdeckt nach dessen Lektüre Sie gedacht haben: Ganz schön tendenziös, ja polemisch, ja reißerisch, aber bei allem Kopfschütteln über den Stil, ein heißes Gegenwartsproblem haben Sie angepackt und eine beinahe radikale Gegenpostition zur Eiapopeiaberichterstattung über unsere Gegenwart aufgetan?
Eigentlich gehört es in den Nachbarthread, aber Sie haben diesem mit einem Kommentar zu dem Thema eröffnet: Eva H. war nach ihrem ersten Buch schon so gut wie verbranntes Fleisch. Jetzt reichte eine kleine Unkorrektheit, damit die Gedankenpolizei zugreift und das Reisig entfacht.
Redaktion benachrichtigen Nur noch ein armer Teufel
#42   Lorenz   17:05:22 | Donnerstag, 6. September 2007
Lieber Pascal und süßer Drache,
gestatten sie mir wenigstens mit allen Opfern Mitleid zu haben. Weiter unten hat jemand von Ihnen geschrieben, er müsse k…, wenn das Mitleid Dritter nicht nur denen zuteil wird, mit denen sowieso alle Mitleid haben, sondern auch denen, mit denen sonst keiner Mitleid hat. Der Typ in Antalya (Marco?) tut mir auch leid, welche Schuld er auch haben mag. Immerhin zeigt der Titel des Beitrages, das Zitat vom Riekofener Bürgermeister „Nur noch ein armer Teufel…“, dass diese Sicht auf die Dinge nicht völlig skurril ist. Und bitte unterstellen Sie mir keine Sympathie für irgendwelche Gewalthandlungen. Danke.
Redaktion benachrichtigen Was ist die Basis für den interreligiösen Dialog?
#17   Lorenz   15:13:23 | Donnerstag, 6. September 2007
Die Karfreitagsfürbitte…
… zeigt doch, dass die Christen unter allen Nichtchristen die Juden am meisten lieben. Warum sonst bitten sie in diesem Gebet darum, dass besonders den Juden ihr Schatz, ihre Perle zuteil werde. Die Karfreitagsfürbitte ist doch recht besehen glasklarer Philojudaismus. Wenn sich die so privilegiert Geliebten dann darüber beschweren, sollte das als ein kleineres und leicht zu behebendes Kommunikationsproblem gesehen werden.
Redaktion benachrichtigen Nur noch ein armer Teufel
#38   Lorenz   13:38:02 | Donnerstag, 6. September 2007
Empörungseifer
Der Thread lässt sich aber auch nicht aus der geliebten Skandalbahn herauslenken. Hier wollen alle nur verbranntes Fleisch riechen. Wo bitte finden sich im Beitrag Hinweise, die eine differenzierte Sicht ermöglichen. Weiter unten wurde gesagt es sei frevelhaft von mir, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass das sexuelle Interesse vom Jugendlichen ausging, weil dies völlig unmöglich sei. Allein die Erwägung sei ein verwerfliches apologetisches Konstrukt. In welcher Schulklasse dieser Erde haben nicht spätestens im Alter von 13 alle Jungen von Sex mit ihrer Lehrerin geträumt, wenn diese altersmäßig nicht gerade jenseits von gut und böse war? Ich bleibe gern dabei und sage es gern nochmal ganz deutlich. Wer beim Stichwort Pädophilie durchdreht und nur noch „Schnidlwutze“ abschneiden möchte ist ein klassischer Verfolger. Einem im Fokus solcher Skandawut Stehendem ein „selber Schuld“ zuzurufen ist bereits sehr unkatholisch. Was ist dann erst mit dem hier laut zu vernehmenden Ruf „schindet ihn“?
Redaktion benachrichtigen Nur noch ein armer Teufel
#24   Lorenz   21:24:17 | Dienstag, 4. September 2007
@ Sigurd
Es ist ja alles richtig, was Sie schreiben. Ein kleiner Einwand richtet sich aber gegen den etwas gesetzesfrommen Hinweis auf die Rechtslage. Wenn hier im Forum einer damit Abtreibung rechtfertigte, bekäme der aber Zunder. Es bleibt nach der Artikellektüre offen , wer einem mehr leidtun sollte: der Junge oder der Pfarrer (eine Vergleichbarkeit des Falles mit Kindersextourismus kann ich mir nicht vorstellen; ein wohl zuwenig beacheteter Ansatz zur Differenzierung zwischen Pädophiliefällen dürfte im Alter des jüngeren Betroffenen bestehen). Über das Leid, dass nun auf dem Pfarrer lastet, ist mit dem erwähnten Nervenzusammenbruch allerdings schon Einiges gesagt.
Redaktion benachrichtigen Nur noch ein armer Teufel
#22   Lorenz   18:08:48 | Dienstag, 4. September 2007
Sieg der politischen Korrektheit?
Das Bistum hat mit seiner zweiten Chance natürlich nichts falsch gemacht. Wieder einmal berauscht sich die Öffentlichkeit an Gewalthandlungen gegenüber Kindern. Das Problem: Die Medien drehen bei dem Thema immer völlig durch und fahren ihr ganzes Lieblingsfeuerwerk auf, dass die Verfolgung und moralische Vernichtung eines „Schuldigen“ zum Inhalt hat. Das Thema Pädophilie ist dabei ein todsicherer Kandidat für völlige Undifferenziertheit und höchste Empörungsseligkeit. Politisch unkorrekterweise sei angemerkt: In dem Wort steckt die Endung -philie (Liebe). Im Beitrag erfahren wir nichts über das wahre Ausmaß an Gewalt oder Manipulation. Die Möglichkeit, dass es sich um eine gewaltarme Libesbeziehung oder gar um gegenseitige Zuneigung handelt (Beziehung von „2003-2006“) wird gar nicht in Erwägung gezogen. Kein Zweifel darf die Empörungsseligkeit trüben. Es wäre sehr wider die in der Bergpredigt formulierten Gebote, wenn sich hier (der Thread liest sich fast so) nun Tradis und Schwule versöhnungshalber an der öffentlichen Erledigung des Riekofener Pfarrers einträchtig delektierten.
Redaktion benachrichtigen Eine Vermutung jagt die andere
#10   Lorenz   15:39:12 | Donnerstag, 30. August 2007
Bitte um Aufklärung.
Wo hat der Heilige Vater denn etwas der Tradition Widersprechendes gesagt? Was Papst und Schrift sagen deutet doch alles darauf hin, dass der hochbetagte Apostel Johannes dem jüngeren Presbyter Johannes Ende des ersten Jahrhunderts in die Feder diktiert hat. Es bleibt bei der apostolischen Verfasserschaft, wenn er diesen „Sekretär“ um Hilfe gebeten hat. Selbst anzunehmen, dass der Presbyter soetwas wie ein Ghostwriter gewesen sein mag, ein in schriftstellerischen Dingen erfahrener Helfer, der einen eigenen Werttschöpfungsanteil bei der inhaltlichen Verfassung innehat, ist kein schwerer Traditionsbruch. Diese letzte Variante ist insofern die Wahrscheinlichere, als der Hinweis auf den, der es bezeugt, so klingt, als sei mit diesem nicht der (Aus-)Formulierende, sondern der bericht-, also zeugnisgebende Verfasser gemeint.
Redaktion benachrichtigen Warum das Motu Proprio so dringend notwendig war
#44   Lorenz   14:39:19 | Dienstag, 28. August 2007
Erzdiözese Paderborn
Zur Kichenprovinz der Erzdiözese Paderborn zählen ja neben Fulda auch die Bistümer Erfurt und Magdeburg (ohne Belang: geographisch ergibt das einen nach oben geöffneten Halbmond). Über Mons. Algermissen (Fulda) wurde hier schon viel berichtet. Weiß hier jemand auch etwas über die Stellung des Thüringer und Sachsen-Anahlter Oberhirten zu den traditionsbewussten Katholiken?
Redaktion benachrichtigen Gutes Geschäft + …
#3   Lorenz   12:52:06 | Freitag, 3. August 2007
Leider Off-topic; aktuelle „News“
Ich würde hier gern meine Trauer über die Gerichtsentscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart gegen den Antrag von Eltern, die ihr Kind von der Schulpflicht befreien lassen wollten, loswerden. Über die Antragsbegründung, es fehle der staatlichen Schulbildung die Erziehung zur Gottesliebe und zur Anerkennung staatlicher Obrigkeit, habe ich mich besonders gefreut.
Redaktion benachrichtigen „Um Gottes Willen, nein!“
#26   Lorenz   22:19:44 | Freitag, 27. Juli 2007
Lieber Protestant,
Dass Ihnen Klatschen lieber ist, als „irgendein Sermon“ ist nur zu verständlich. Allein darum geht es nicht. Es geht in der Kirche nie darum, was den Menschen lieber ist. Klatschen findet sich in vielen archaischen Riten in irgendeiner Form. Im Christentum wird die Lüge des archaischen Ritus offenbart und dessen Gewalt in ein Schuldbekenntnis gewandelt. Die christliche Gemeinde ist eher eine Klagemeute als eine Jagdmeute (Canetti). Dass wir lieber rockige Liedchen singen, schunkeln und tanzen wie die Pfingstler, sieht man ja an derem Zulauf. Aber das ist nicht die rechte Anbetung des menschgewordenen Logos. Das müssen sie einsehen.
Redaktion benachrichtigen Er drohte sogar mit der Streichung der Bischofslöhne
#21   Lorenz   11:33:31 | Freitag, 27. Juli 2007
@ Brigitte
„Es werden immer mehr in der katholischen Kirche, die den Galaterbrief so sehen, wie Paulus es gemeint hat. „
Klingt ganz schön demokratiefromm, was Sie da schreiben. Wenn Christentum wirlich die Weltsicht ist, in der sich jüdische Theologie und griechische Philosophie auf dem Wege der Vernunft begegnen, sollten unsere Versuche an der Vernunft Gottes zu partizipieren, zu einer vernünftgen Antwort auf die Frage nach dem Für und Wider des Frauenpriestertums führen. Dazu brauchen wir dann aber keine schickliche Mehrheitsmeinung einer meinungsterroristischen Öffentlichkeit.
Redaktion benachrichtigen Er drohte sogar mit der Streichung der Bischofslöhne
#14   Lorenz   11:55:06 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Frauenpriestertum
Der Hauptgrund für das Verbot des Frauenpriestertums liegt, wenn ich es richtig weiß – ganz analog zum Islam –, in der Einsicht, dass Frauen zwischen Gott und dem Mann stehen würden, während ein Mann nicht zwischen Gott und der Frau steht. Etwas simplizistischer gewendet: Männer denken beim Hinschauen auf eine Frau immer an Sex, während Frauen dies beim Anblick eines Mannes nicht unbedingt tun. Dieser Grund scheint hinreichend triftig. Ein weiterer Grund könnte aber in der Natur des Weibes bestehen, die es ihm, dem Weib, schwerer fallen lässt, als dem Manne, sich von der Welt zu emanzipieren. Demnach neigt eine Frau schneller dazu, sich mit der Welt gemein zu machen. Es fällt ihr demnach schwerer stur zu sein, wenn Satan ihre produktive Liebesbegabung in destruktives Liebeshandeln zu verwandeln sucht. Außerdem sind Frauen natürlicherweise so beschaffen, dass sie ihre Liebe Wenigen (Partner, eigene Kinder) zuteil werden lassen, während es einem Manne naturgemäß leichter fallen dürfte, seine Liebe omnilateral zu verteilen. Ich wäre dem Forum dankbar, wenn es noch weitere Gründe zu bennen suchte.
Redaktion benachrichtigen Paradies trotz Erbsünde + …
#23   Lorenz   13:30:18 | Dienstag, 24. Juli 2007
@Sirilo
Gibt es vielleicht sogar ein „Erbsündegen“?
Nun, ob sich unsere Erlösungsbedürftigkeit einem einzelnen Gen zuschreiben lässt, halte ich, ohne es zu wissen, für unwahrscheinlich. Wenn man Erbsünde als biologisches Faktum auffasst – ich bin überzeugt, dass man das tun kann und dass es die Kirchenlehrer auch so verstanden haben – kann man viel schärfer argumentieren, als wenn man sie in des Menschen Seele verortet. Beispielsweise kann man die Belastung des Menschen mit der Erbsünde – was theologisch ja wohl korrekt ist – mit der Konzeption beginnend ansehen. Wenn Sie, wie ich, viel mit Atheisten bzw. Agnostikern und Anhängern eines hippen Synkretismus über das Christentum reden, müssen Sie eine glasklare Sprache sprechen. Das Wort Seele ist da schon viel zu transzendent.
Redaktion benachrichtigen Paradies trotz Erbsünde + …
#11   Lorenz   11:41:02 | Montag, 23. Juli 2007
Erbsünde
die Erbsünde-Definition nach Ratzinger, die Matt in Wikipedia gefunden hat, ist tatsächlich grottenschlecht, weil grundfalsch. Die biologische Vererbung der Erbsünde ist absolut zentral für ein rechtes Verständnis unserer Erlösungsbedürftigkeit. Danke an Daniel Stöhr für die nette Illustration anhand der „Rahner-Banane“.
Redaktion benachrichtigen Paradies trotz Erbsünde + …
#3   Lorenz   10:26:14 | Montag, 23. Juli 2007
Wenn Lehmann das wirklich gesagt hat,…
… dann ist sein Denken ja vollständig protestantisiert:
„Von Anfang an ist die Taufe ein Zeichen dafür, daß ein Mensch in die Gemeinschaft der Glaubenden aufgenommen wird. Wenn das Kind schon im Wirkungskreis des Glaubens lebt und darum unter den genannten Umständen ‘heilig’ genannt werden kann, dann kann es auch in einer eigenen Zeichenhandlung in diese Gemeinschaft aufgenommen werden.“
Karl Kardinal Lehmann von Mainz am vergangenen 31. Mai bei einem Vortrag über die Taufe im Mainzer Dom.
Nun ja, schon der Abschnitt über die Papstworte darüber deutet auf eine Vergesslichkeit unserer Hirten im Hinblick auf unsere Erlösungsbedürftigkeit hin.
Redaktion benachrichtigen Ehescheidung mit Vorbildfunktion?
#34   Lorenz   10:08:19 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Von vorne anfangen
Warum verbietet Christus die Fornikation, wo sie doch so viel Spass macht und die Liebe zwischen Mann und Frau (auch die abseits einer Ehe) einen Vorgeschmack auf das Göttliche (Enzykl. Deus Charitas est) liefert? Nun, in allem Reden und Tun Christi geht es um die Erlösung des Menschen. Der menschgewordene Schöpfer gibt zum wiederholten Male eine Bedienungsanleitung für die Schöpfung vor, weil Er die Schöpfung ja am siebten Tage dem Geschöpf Mensch per procura überlassen hat, damit dieser die Schöpfung zur Fülle des Lebens entwickele (Zivilisation etwa). Warum aber meldet sich der Schöpfer immer wieder zu Wort und verbietet den Ehebruch gleich in zwei Bedienungsanleitungen (Dekalog und Bergpredigt) ziemlich explizit? Nun, weil das Adulterium ein direktes Derivat der Erbsünde, also Ausdruck unserer Erlösungsbedürftigkeit ist. Wir nehmen Ehebruch als Liebeshandeln wahr. Dabei entgeht uns, dass hinter der Lust, der Versuchung nachzugeben, das natürliche Selektionsprogramm, die natürliche Kampfordnung, also die Erbsünde lauert. Liebe wird auf diesem Wege privatisiert, den Starken und Attraktiven vorbehalten. Liebe wird zum Instrument natürlicher Selektion (Gen-Shopping nennen es die Soziobiologen wohl). Sie wird zum Instrument unseres Egoismus und wandelt sich in Eifersucht und Hass. Christus hätte es wahrscheinlich gern weniger simplizistisch formuliert, als er es in der Bergpredigt getan hat. Aber wir hätten die Bedienungsanleitung für seine Schöpfung wieder nicht verstanden.
Redaktion benachrichtigen Introibo ad altare Dei – die Frage ist nur wie?
#21   Lorenz   12:26:16 | Donnerstag, 12. Juli 2007
Danke Defensor,
hatte mich inzwischen selbst zur Internetpräsentation von Pro-Missa-Tridentina aufgemacht. Nun weiß ich, dass ich in „tridentinischer Diaspora“ wohne. Die Lücken im norddeutschen Raum sind aber noch größer als in meiner Region. Sie sind geradezu riesig. Hoffentlich erfährt die Standortkarte von Pro-Missa regelmäßige Updates.
Redaktion benachrichtigen Introibo ad altare Dei – die Frage ist nur wie?
#15   Lorenz   11:55:07 | Donnerstag, 12. Juli 2007
Alte Messliturgie, wo?
Lieber Müller!
Seien Sie doch so gut, mir einen Tipp zu geben, wie Sie herausgefunden haben, dass im Bistum Trier an drei Orten Gottesdienste nach dem Meßbuch von 1962 gefeiert werden, damit ich mich leichter in meinem Bistum umsehen kann, wo ich nicht fündig werde. Weiß jemand, ob irgendeine Laienorganisation hierfür einen Interent-Suchservice anbietet? Ich habe meiner lokalen Pfarrgemeinde schon mitgeteilt, dass ich den Vorschlag aus dem MP, wonach viele Einzelpersonen, die sich die Alte Messe wünschten, sich zu einer Gruppe zusammenfinden müßten, als sehr beschwerlich anschaue. Dem Anliegen des Gottesdienstbesuchers, der ja vor allem aus Scham, die er beim Hinschauen auf seine Sünden empfindet, an einer Messe teilnehmen möchte, dürfte eine anonymere Zugangsmöglichkeit eher gerecht werden.
Redaktion benachrichtigen Die Wahrheit tut weh
#27   Lorenz   11:22:47 | Dienstag, 3. Juli 2007
@Rudolfus (10:43) @ Typ (10:07)
Lieber Rudolfus,
Sodom & Gomorrha gehen nicht durch ein Werk Gottes unter. Ihre Zerstörung ist ein Werk der Menschen. Man muss den Text hier nicht nur lesen, sondern auch verstehen. Dass von Typ zitierte Herrenwort zielt doch ganz klar auf eine Offenbarung der Lüge unserer Gewalt. Zu allen Zeiten hat der Fürst der Finsternis dafür gesorgt, dass wir Menschen mit Lust unschuldiges Blut vergossen haben und uns dessen Schuld auch noch einredeten. Dass Wissen darum steckt in diesem Lukas-Text und seine Anwendung Typs im Kontext der Debatte ist wohl kaum häretisch. Gott braucht keine Gewalt anzuwenden, um die Sünder zu richten.
Redaktion benachrichtigen Mißverstehen die Gegner der Homo-Ideologie die Bibel?
#29   Lorenz   20:16:46 | Montag, 30. April 2007
Was, wenn Paulus mit diesem Text…
…nichts zur Homosexualität an sich sagen wollte, sondern nur die sexuelle Ausschweifigkeit der Heiden anpragern wollte, Dass es ihm also mehr um die „schändlichen Leidenschaften“ als um den „widernatürlichen Verkehr“ geht? Letzterer diente demnach nur zur Illustration der Schande. Dann könnten sich hier alle, also unzüchtige Heteros und unzüchtige Homos mit diesem Text abfinden. Für diese These spricht doch, was im Text auch erwähnt wird, nämlich die ausschweifige (dionysische) Kultur im Missionsgebiet des Paulus. Vielleicht geht es wirklich nicht um ein Statement des Apostels zum Schwulsein, sondern um ein Statement wider sexuellen Libertinismus und destruktive Entgrenzung menschlicher Triebe.
Redaktion benachrichtigen Gottlosigkeit ist abnormal
#8   Lorenz   17:02:11 | Sonntag, 29. April 2007
Das Problem ist…
… das es der Wahrheit Gottes keinen Abbruch täte, wenn beim EEG nichts rauskäme. Ähnliche Untersuchungen werden massenweise – vornehmlich seitens us-amerikanischer Mäzene gesponsort – durchgeführt. Mir scheint, wenn wir ihn so sehr, auf die hier beschriebene Weise also, suchen, zwingen wir Gott nur, sich mehr zu verbergen, als es Gott selbst gefällt. Wir sollten nach Gottes Wahrheit suchen und nicht nach Gott.
Redaktion benachrichtigen Rechtes Denken statt Rührseligkeit
#100   Lorenz   14:40:15 | Sonntag, 29. April 2007
@Genoveva
gerade in Fragen bezüglich der Letzten Dinge sind wir auf vernünftige UND gläubige Überlegungen angewiesen
Der rechte Einsatz unserer Vernunft hilft uns, wie mir scheint, bei eschatologischen Spekulationen einiges Tröstliches zu schlussfolgern. So könnte man sich fragen, wieso Gott, wenn er doch die durch Vernunft gereinigte Liebe, also die Güte ist, seiner Schöpfung und dem Geschöpf Mensch die Erfahrung des Todes und mit ihr zwangsläufig die des Leides zumutet, wir also kein ewiges Leben innerhalb der Schöpfung haben. Um es ganz kurz und etwas abstrakt zu sagen: Wenn er ewiges Leben gewährte, würde er gleichsam die Zeit abschaffen und mit ihr jede Eigenentwicklung der Schöpfung in der Zeit stoppen. Warum nun, wenn Vergänglichkeit unerläßlich in der Schöpfung ist, tröstet er seine Geschöpfe nicht, indem er sich das Geheimnis des Todes entreissen lässt? Nun, dann wäre unsere Entscheidung zwischen diesem Leben mit seinen Armseligkeiten und der Glückseligkeit des Jenseits, unser Hunger auf Leben also, wohl in Frage gestellt. Ohne Hunger auf Leben ist die Entfaltung der Schöpfung hin zur Fülle des Lebens wieder erheblich gestört.
Es ist zwar zirkelschlüssig nun zu sagen, eine solche Spekulation entrisse Gott etwas von seinem Geheimnis. Vielleicht ist es aber auch tröstlich anzunehmen, Gott hätte es gar nicht fundamental anders – ohne die großen Zumutungen unseres Lebens – einrichten können, wenn er eine lebendige Schöpfung gewollt hat.
Redaktion benachrichtigen Rechtes Denken statt Rührseligkeit
#98   Lorenz   11:54:07 | Sonntag, 29. April 2007
@Czibo
Genovevas Konzept des Purgatoriums ist doch sehr überzeugend. Ich kann keinen Logikfehler entdecken. Gott quält niemanden, aber den Menschen quält der Kontrasteffekt zwischen Gottes Vernunft- und Liebesbegabung und seines, des Menschen, Mangel an Vernuft und Liebe. Damit hat sich für mich eine Verständnislücke geschlossen. Genovevas Beiträge sind immer sehr gescheit und Ihre Polemik, ob sie denn schon dort gewesen sei, wirkt dagegen einigermaßen kraftlos.
Redaktion benachrichtigen Die Schlacht um das Wort
#42   Lorenz   15:40:40 | Montag, 23. April 2007
Lieber Matt,
Ihre Satanologie in Ehren, aber gestatten Sie mir mich noch kurz zu erklären. Wenn Sie Naturkatastrophen als Strafe Gottes interpretieren, dann ist ja jede Solidarität mit den Opfern ein Auflehnen gegen Gottes Willen. Zumindest aber könnten Sie sich angesichts der Opfer zufrieden zurücklehnen und wähnen, diese hätten es ohnedies nicht anders verdient. Weil dies wohl kaum dem Sinn der Schrift entspricht, rege ich an, nicht hinter jeder Naturkatastrophe Gottes Gerechtigkeit schimmern zu sehen. Dass eine solche Position nun vom Wirken des Fürsten der Finsternis herrührt, nur, weil sie Ihnen ein Ärgernis ist, will ich nicht glauben.
Redaktion benachrichtigen Anspruch auf den Himmel?
#160   Lorenz   09:27:28 | Montag, 23. April 2007
@Fiore (6:48)
„danach Rübe ab und sie fliegen so gleich gen Himmel“
Eben. Und was wird dann erst aus der Seele des Tötenden? So früh aufgestanden und doch schon so luzide – Donnerwetter.
Außerdem:
Erbsünde bedeutet nicht nur die Sünde, sondern auch die Versuchung ererbt zu haben. Dies wird Gott in seiner Gerechtigkeit sicher berücksichtigen. So gesehen sollte das Töten von frisch Getauften oder von Embryos auch für Leute, die für die Kinder die Anschauung Gottes erhoffen, nicht ohne Alternative sein.
Redaktion benachrichtigen Die Schlacht um das Wort
#36   Lorenz   08:55:04 | Montag, 23. April 2007
Lieber Matt,
dass „keine [Natur]Katastrophe ohne Sein Wollen“ geschieht, halte ich für eine theologische Spekulation, die zwar interessant ist, die aber nicht mit den Katastrophen des AT, die den Texten nach göttlichen Ursprungs sind, begründet werden sollte. Könnte man nicht z.B. annehmen, dass in der Sintflutgeschichte die Welt in ihren eigenen Sünden ertrinkt, ähnlich wie Sodom und Ghomorra oder die Plagen Ägyptens? Warum sollte sich Gott so sehr anstrengen, wenn sich die Sünde selbst frisst? Ist es nicht ganz schön komisch, an einen jähzornigen Gott zu glauben, der bei seinen Strafhandlungen wider die sündige Menschheit nicht links und rechts guckt und – wie bei den Tsunamis – erhebliche Kollateralschäden in Kauf nimmt? Ist ein solcher Gott wirklich noch das, als das ein guter Katholik ihn verehrt: die durch den Logos gereinigte Liebe?
Redaktion benachrichtigen Der Papst ist nicht unfehlbar
#72   Lorenz   15:26:22 | Freitag, 20. April 2007
Unfehlbarkeit
Nur falls das hier nicht ohnehin jedem klar ist: Dass der Papst unfehlbar ist, schränkt die Möglichkeit, dass er Fehler macht oder sich irrt, nicht ein. Anders gewendet: ein Papst kann freilich irren oder Fehler machen, nur schränkt das seine Unfehlbarkeit nicht ein. Die Unfehlbarkeit benötigt er um die Ordnung in der Kirche zu verteidigen, die ihrerseits Zeugin einer Wahrheit ist, die die Welt allzu oft als lästig abschütteln möchte, weil die Welt Jesus – sicher nicht völlig zu unrecht – als Spielverderber ansieht. Wer’s nicht glaubt denke z.B.an die Debatte um Kruzifixe vs. bunte afrikanische Kreuze in bayrischen Schulen.
Die Geduld, die die Herde mit ihren Hirten und mit ihrem 80jährigen Oberhirten immer haben muss, wird von dem hier detektierten Fauxpas sicher kaum strapaziert.
Redaktion benachrichtigen Ißt Volker Beck Schweinefleisch?
#45   Lorenz   19:37:17 | Montag, 16. April 2007
Sicher off-topic
Dass die Schweine-Trichine mit dem Nahrungstabu zu tun hätte, ist wohl eine der eher unwahrscheinlicheren Theorien.
Redaktion benachrichtigen Weißwürste zum Frühstück
#6   Lorenz   15:19:56 | Montag, 16. April 2007
aus Wasser und Geist geboren
Das Tagesevangelium (Dank an Theo) passt ja blendend zum Tauftag des heiligen Vaters. Wahrscheinlich erträgt er den Geburtstagsrummel, der jedem denkenden Menschen ja immer ziemlich peinlich ist, deshalb einigermaßen, weil bei ihm Tauf- und Geburtstag zusammenfallen.
Redaktion benachrichtigen Überhaupt kein Skandal
#26   Lorenz   12:05:29 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Christian
Dieser Glaube besitzt aber für den Gläubigen den selben Wert und die selbe Notwendigkeit wie für einen Physiker das Gesetz Schwerkraft.
Dieser Satz ist eventuell ein Schönheitsfehler in Ihrer sonst recht einleuchtenden Wortmeldung. Das Gestz der Schwerkraft ist nichts, woran ein Physiker glaubt, im Sinne von daran festhalten, wider allen Zweifel. Im Gegenteil: Es ist ihm nur eine behelfsmäßige Krücke der Welterklärung, die er sofort wegwirft, wenn er sie durch irgendeine ihm präziser erscheinende Relativitätstheorie ersetzen kann. Es ist also nicht die gleiche „Notwendigkeit“ darin.
Redaktion benachrichtigen Ausgetanzt
#33   Lorenz   19:01:43 | Freitag, 6. April 2007
Verzeihung Matt,
eigentlich wollte ich Ihnen zur Seite springen, obwohl Sie das sicher nicht brauchen. Ich dachte, Sie könnten es als Lob auffassen, dass ich Ihren Stil anspreche. Nennen wir ihn meinetwegen kraftvoll und pointiert. Da Sie nur 10 mal/d dürfen, rechne ich nicht damit, dass Sie auf meine Bitte um Nachsicht reagieren.
Einen gesegneten Karfreitag
Redaktion benachrichtigen Ausgetanzt
#29   Lorenz   17:58:17 | Freitag, 6. April 2007
@Stimme aus dem kreuts.net
Wer den göttlichen Willen in sich führt…, hat auch das Recht, ihn anderen aufzuzwingen. Komisch. Dieses „Argument“ kommt mir irgendwoher bekannt vor! Und ich meine damit nicht unbedingt die gestrige Abendlesung“
Ihre Assoziation zu Matt drängt sich natürlich auf, aber Matt hat letztlich schon recht, auch wenn es sich bei ihm etwas nach pathetischer Zungenrede anhört. Auch wenn wir das Christuskönigtum innerhalb unserer Ordnung nicht kollektiv anerkennen, sollten wir es als Ziel nicht aus den Augen verlieren. Im Grunde scheint mir das öffentliche Eintreten B16’ für den Laizismus, bzw. für eine Trennung von Religion und Staat ein übertriebener Kompromiss. Dass erste Gebot fordert eigentlich etwas mehr von uns und ohne ein Denken, das in einer Dogmatik absoluter Bezüge befestigt ist, werden wir kein Heil finden können. Letztlich brauchen wir durchaus so etwas wie patriarchale Herrschaft durch demütige, zum Dienen bereite Patriarchen. Eine Verspottung des Heiligen, wie sie im Artikel beschrieben wird, hat B16 allerdings schon im Karikaturenstreit scharf kritisiert.
Redaktion benachrichtigen Größtes Unheil im Anmarsch
#58   Lorenz   11:19:26 | Freitag, 6. April 2007
Lieber Stephanus,
leider kenne ich mich mit jüdischer Christologie nicht aus. Deshalb weiß ich nichts von einem jüdischen Haß gegenüber dem Erlöser. Eigentlich würde es mich überraschen, wenn heutige Juden Jesus geringschätzten. Immerhin verdanken sie ihm ja die weltweite Verbreitung ihrer Religion. Ob die Juden einen vollständigen Heilsweg ohne Christus besitzen, würde ich – bei aller Vorsicht und Zurückhaltung – nicht so kategorisch ausschließen, wie es hier im Thread meistenteils getan wird.
Redaktion benachrichtigen Größtes Unheil im Anmarsch
#51   Lorenz   23:16:46 | Donnerstag, 5. April 2007
Lieber Stephanus, lieber Gunther M.
den Holocaust befürworte ich zufällig nicht.
Auch wollte ich das Blutopfer nicht verteidigen, sondern nur den Allgemeinplatz gebrauchen, dass das Blutopfer wohl nicht aus Jux, sondern weil archaische Kulturen sich nicht um eines Abstraktums willen ordnen können, ein omnipräsentes Phänomen in allen menschlichen Kulturen (Cortez) war und in sublimierter bzw extrem sublimierter Form ist.
Lieber Gunther,
Ob die Menge, die das „Kreuzige“ schrie, unbedingt Verantwortung übernehmen wollte? Nun, das mag sein. Es muss schon ein gewaltiger Kitzel für ein Kollektiv sein, wenn alle einer Meinung sind und sich in ein Einstimmigkeitsdelirium hereinschreien. Aber auch das dürfte nichts typisch Jüdisches sein.
Redaktion benachrichtigen Größtes Unheil im Anmarsch
#43   Lorenz   19:49:06 | Donnerstag, 5. April 2007
Lieber Gunther M.
entschuldigen Sie, dass es mir an Ihrer Schriftgelehrtheit gebricht und ich die Auslegung der Kirchenväter zum Blut, dass über die Masse und ihre Kinder kommen solle, nicht kenne. Mir scheint aber, dass es die Vernunft gebietet, zu zweifeln, dass hier eine Selbstverfluchung ausgesprochen wird. Wie wäre mit folgender Exegese: Das Volk weiß bzw. spürt, warum es zu allen Zeiten nach Blut geschrieen hat und ihm auch das der Propheten nicht zu kostbar war, es zu vergießen. Es weiß um die ordnungsstiftende Kraft des Blutopfers. Es weiß, dass es seine Kultur letztlich immer nur durch das strukturstiftende Zeichen vergossenen Blutes erhalten konnte. Es weiß nicht, dass es unschuldiges Blut ist. Da ist das Kreuzeswort, vom nicht wissen, was sie tun, ganz wörtlich zu nehmen. Aber indem das Volk das Blut für sich und seine Kinder beansprucht, beansprucht es die kulturstiftende, ordnungspendende Wirkung dieses Zeichens voll auszukosten.
Redaktion benachrichtigen Größtes Unheil im Anmarsch
#33   Lorenz   17:35:03 | Donnerstag, 5. April 2007
@heggi und gunther maria
„Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ bedeutet selbstverständlich nicht, dass der Fluch des Gottesmordes auf dem jüdischen Volk lastet. Dieser Passus ist überhaupt nicht als Fluch zu verstehen, wohl aber misszuverstehen.
Lieber Heggi, das, was Sie bei Matthäus gefunden haben, darf man nicht als Anklage, die speziell das jüdische Volk angeht, verstehen. Alle Völker haben das Blut ihrer Propheten vergossen. Dass Jesus die Lüge dieser Gewalt am Beispiel des jüdischen Vokes bespricht, sollte doch nicht verwundern.
Redaktion benachrichtigen Ökumenisches Osterfest untersagt
#38   Lorenz   13:43:12 | Donnerstag, 5. April 2007
@Pünktchen
Das Problem ist aber, daß es Formen gemeinsamen Gebetes und Gottedienstes gibt, die die grundlegenden Differenzen bagatellisieren und an den Rand drängen zugunsten einer erheuchelten Gemeinsamkeit auf angeblich kleinstem gemeinsamen Nenner
Eine Bagatellisierung darf natürlich nicht stattfinden. Wahrscheinlich wäre es daher besser, wenn Protestanten bei gemeinsamen Gottesdiensten in einer originär katholische Kirche zu Gast wären, statt wie im Artikel umgekehrt. Mir scheint, dann wäre der Respekt vor den Unterschieden noch leichter zu wahren.
Wichtig bei allem Eifer wider die Irrungen des Protestantismus ist es, dass man sich bewußt wird, dass man selbst Protestant wäre, wenn man nur protestantische Eltern hätte. So wie für einen ernsthaften Katholiken die kath. Kirche eine innere Heimat ist, ist es die ev. Kirche für einen ernsthaften Protestanten. Deshalb ist gerade für die ernsthaften und praktizierenden Protestanten eine Konversion sehr schwer.
Redaktion benachrichtigen Ökumenisches Osterfest untersagt
#27   Lorenz   12:45:44 | Donnerstag, 5. April 2007
So wie hähnchen (12.09)…
… gekräht hat, darf man die Sache wohl nicht abtun. Mögen evangelische Pastoren aus katholischer Sicht auch blinde Blindenführer sein, kann man sie, die Protestanten und ihre Hirten, nicht einfach lassen. Geduld und Großzügigkeit sollten auf beiden seiten mehr Gewicht haben als Selbstgerechtigkeit (die es beiderseits reichlich gibt). Allerdings ist die Sorge um eine würdige Liturgie in ökumenischen Gottesdiensten auch deswegen berechtigt, weil diese oft Event-Charakter haben. Die Ordnung in der Kirche ist ein hohes Gut und einen legitimen Grund zur Insubordination sehe ich hier nicht. Allerdings: Ich weiß, dass Protestanten von der größeren Zeichenhaftigkeit katholischer Messen tief beeindruckt sind. Schon deswegen sollte man sie nicht zur Eucharistiefeier rausschmeißen. Ihr Abendmahl feiern sie ohnehin nicht in jedem Gottesdienst, weshalb eine Co-Zelebration erlässlich sein dürfte.
Redaktion benachrichtigen Neue Hasser und Hetzer
#12   Lorenz   13:39:05 | Mittwoch, 28. März 2007
Eine Spekulation…
… Über viele Jahrhunderte war de Evolutionstheorie mehr oder minder Geheimwissen der Katholischen Kirche. Zum Heil der Menschen hat sie eine dem Evolutionsprinzip völlig widersprechende Lehre verkündet. Indem sie es Erbsünde genannt hat, hat die Kirche das Unheilsprinzip halbwegs sinnvoll verschleiert. Nachdem im 19. Jahrhundert der Geheimwissencharakter des Wissens über die Natur verloren gegangen ist, ist es seitdem umso dringender, den Heilscharakter der biblischen Lehre von der Herkunft des Menschen anzuerkennen. Es bringt nichts abzustreiten, dass in allen Lebewesen das Programm des Überlebens der eigenen Gene tickt. Es ist für das rechte Verständnis dessen, was im besten Sinne katholisch ist, vielleicht sogar förderlich, die Unvernunft unserer Natur genauer zu verstehen.
Redaktion benachrichtigen Sehnsucht nach den brennenden Scheiterhaufen?
#97   Lorenz   15:16:13 | Montag, 26. März 2007
@methusalix
Die grösste Wohltat für die Menschheit, war der fast komplette Verlust der weltlichen Macht der katholischen Hierarchie.
Aha. Schon interessant. Eine kontrafaktische Frage: Auschwitz oder Kolyma wären also in einer Welt, in der die RKK oder die orthodoxe Kirche weltliche Macht besessen hätte, möglich gewesen?
Lieber Kurt,
wenn ich es richtig weiß, galt der Verfasser des Hexenhammers den Vertretern der Hochkirche als ziemlich durchgeknallter Provinzheini. Dass er nicht wirksam gestoppt wurde, ist wahrscheinlich seinem Erfolg auf lokaler Ebene und wohl einer gewissen opportunistischen Trägheit der römischen Kirchenführung zuzuschreiben.
Redaktion benachrichtigen Warum will der Westen sterben?
#17   Lorenz   20:12:20 | Sonntag, 25. März 2007
Der Schluss des Artikels…
Frau Jennifer Roback Morse […] weiß, warum Moslems einen solchen Aufschwung erleben, während der Westen dahinschwindet:„Der Säkularismus ist ein Kompromiß. Niemand will für einen Kompromiß sterben oder genug Kinder gebären, um eine kompromittierte Gesellschaft weiterzuführen.“
… ist schon reichlich bizarr. Zwar danke ich dem Autor für die Vermehrungsrate der nativen Franzosen (1,2 Kinder je native Französin), von der ich hoffe, dass ich sie bedenkenlos zitieren kann. Am Ende hätte aber als Ursachendebatte etwas anderes kommen müssen, als die Weckung des Verdachtes, dass es sich nicht lohne, für eine kompromittierte Gesellschaft zu gebären. Menschen haben sicher noch nie für die Gesellschaft Kinder bekommen, sondern immer für sich. Die „merkwürdige Unlust am Leben“ (B 16) könnte freilich darin begründet sein, dass es in einer moralisch verlotterten Gesellschaft mit Kindern schwer ist. Wenn Frauen nicht mehr das Herz der Familie sein wollen, Männer nicht mehr das Haupt der Familie und Alternativen zur Tradition und zu dieser Rollenverteilung nur am Schreibtisch von Feminismus-Romantikern funktionieren, dann kommt eben trotz massiver finanzwirtschaftlicher Familienhilfe nur eine 1,2 raus.
Redaktion benachrichtigen Seiltanz zwischen Lehre und Pastoral
#28   Lorenz   19:15:50 | Sonntag, 25. März 2007
verworrene und stringent argumentierende Sedisvakantisten
Das „Spiel der Gegensätze“ (@catharina) rührt doch daher, dass der Grundentscheid, dass Gott die Liebe ist, nicht ohne Weiteres dazu führt zu sagen, dass er das Gute ist. Es ist ja auch die Erfahrung unseres Lebens, dass die Liebe destruktives Potenzial hat. (Eine der schönsten Beschreibungen von zur Destruktion verleitender Liebe findet sich wohl in der Judas-Figur des Matthäus-Ev.) Warum, könnte Einer fragen, sollte es mit Gott und seiner aus Liebe erschaffenen Welt anders sein. Das Böse in der Welt wäre dann einfach deswegen göttlichen Ursprunges, weil das Böse zur Liebe dazugehört. Einer solchen Einlassung müsste man wohl entgegenhalten, dass Gott die Liebe und die Vernunft (Logos) zugleich ist, weil Vernunft und Liebe Eines sind. Eine durch den Logos gereinigte Liebe ist nach dieser Sprachregelung tatsächlich die Güte (@Knecht Franz).
Hoffentlich bekomme ich jetzt nicht wieder einen Häresiebescheid.
Redaktion benachrichtigen Seiltanz zwischen Lehre und Pastoral
#22   Lorenz   18:28:56 | Sonntag, 25. März 2007
@Knecht Franz
Wie kann Gott, der gemäß Dogma vollkommen und die absolute Güte in Bezug auf sich selbst, sowie auf alles Geschaffene ist „sich gegen sich selbst wenden“ Darauf gibt es nur eine logische antwort: In Gott existiert ein gutes und ein böses Prinzip, die sich im Kreuzestod gegenseitig überwinden. Der „böse“ Gott des AT wird zum „guten“ Gott des NT.
Über das Wesen Gottes in dieser Weise zu spekulieren, halte ich für einigermaßen verwirrend und möglicherweise nutzlos. Konsistent mit dem katholischen Dogma lässt sich nach meinem sicher sehr beschränkten Urteilsvermögen über Gott nur aussagen, dass er die Liebe ist. Dass in der Liebe auch ein böses Prinzip verborgen sein mag, kann ich nicht ausschließen. Jedoch ist die Vorstelllung, dass Gott das Böse erst geschaffen hat, um es dann selbst zu besiegen, deswegen irreführend, weil wir ja dann allem Bösen in der Welt einen göttlichen Ursprung zuschreiben könnten. Dies stünde dem Heil der Welt, für das es einer Verdemütigung des Menschen bedarf, sicher sehr im Wege.
Redaktion benachrichtigen Sehnsucht nach den brennenden Scheiterhaufen?
#57   Lorenz   23:08:50 | Donnerstag, 22. März 2007
@benedikt; Scheiterhaufen
einen „völlig“ anderen Sinn kann ich zwischen Opium für das und des Volkes nicht entdecken. Ich danke Ihnen aber für den Hinweis, hoffend, das er belastbar ist, wenn ich mal wieder Marx zitieren möchte.
Nun zu den Scheiterhaufen:
Sie haben natürlich nichts mit dem Christentum zu tun, genausowenig, wie es das Christentum gebietet, Kindern Chilipaste in die Augen zu reiben, weil sie angeblich bösen Blickes sind oder Juden zu hassen, weil sie Christus gekreuzigt hätten. Es gibt nun mal leider keinen Gebrauchsmusterschutz für das Christentum. Hexenverbrennung als die vor allem im nördlichen Mitteleuropa anzutreffende Spielart des Menschenopfers dürfte historisch ziemlich klar mit keltisch, germanisch, slawischem Brauchtum verlinkt sein. Dass die Kirche hier so oft schwächer war als die mordlustige Masse und viele „Hexen“ nicht retten konnte, dürfte schätzungsweise mit Schlampereien bei der Missionierung dieser Gegenden Europas, also mit faulen Kompromissen der Missionare zu Gunsten lokaler Traditionen zu tun haben.
Redaktion benachrichtigen Sehnsucht nach den brennenden Scheiterhaufen?
#42   Lorenz   22:15:16 | Donnerstag, 22. März 2007
Religionskritik…
… ist im Grunde eine der Kernaufgaben des Christentums. Wenn Marx sagt, Religion sei Opium für das Volk, hätte er im Grunde völlig recht, wenn er diese Aussage nicht auf das Christentum oder (was kaum wahrscheinlich) auf das Judentum bezöge. Alle archaischen Religionen und auch die politischen Religionen (z.B. Marxismus) machen, dass wir nicht mehr wissen, was wir tun. Sie konsolidieren die Herrschaft des Fürsten der Finsternis. Daher müssen Christen sehr religionskritisch sein. Das Christentum – und zu diesem Verständnis steigen eben leider nur wenige empor – ist das Antidot dieses Opiums (im Fall des Opiums allerdings Naloxon). Dass man einen Christen daran erkennt, dass er streitbar ist, ist ebenso wahr. Wenn ich anders als in irgendeiner Weisheitsreligion Barmherzigkeit übe, nicht weil sie nützlich ist, sondern, weil sie wahrhaftig ist, wird mir das Herz brennend für diese, meine Wahrheit. Ich muss sie in die Welt hinausschreien, weil es mich drängt. Das Kopfschütteln der Klugen dieser Welt ertrage ich dann gern.
Nochetwas:
Das beliebte Sünden-der-Kirche-Argument, das auch Schmidt-Salomon gebraucht, wird von einer über Jahrzehnte sehr kirchenfeindlichen Geschichtsforschung und -schreibung gestützt und verliert nach neutraleren Recherchen oft recht rasch an Glaubwürdigkeit.
Redaktion benachrichtigen Kurze Kirchengeschichte + …
#9   Lorenz   14:01:17 | Dienstag, 20. März 2007
Züchtigende Marokkaner,
die Geschichte scheint etwas merkwürdig, was den Verdacht aufkommen lässt, die Redakteure der Frankfurter Rundschau erzählten sie nicht zu Ende. Das Züchtigungsrecht von Ehegatten an ihren Gattinen wurde laut wikipedia (ich weiß, jetzt werden alle mit dem Finder auf meine Quelle zeigen) 1812 abgeschafft. Sicher ist damit auch das Recht in Deutschland lebender Marokkaner zur Züchtigung ihrer Frauen verloren gegangen. Insofern war die Richterin als Familienrichterin vielleicht einfach nur nicht zuständig und das Problem der ehelichen Gewalt wird dann an einem Strafgericht verhandelt, wo auch geeignete Abwehrmaßnahmen beschlossen werden. Anders wird mir die Sache nicht plausibel.
Redaktion benachrichtigen Auf dem linksradikalen Leim
#32   Lorenz   22:43:34 | Montag, 19. März 2007
St. Georg 20:03 Uhr
wie wirr ihre aussagen sind kann man ja lesen : die globalwirtschaft ist kommunistisch… so ihre schlussfolgerung wie dümmlich reaktionär darf man denn hier sein ?
Lieber Georg, so dümmlich ist das nun wirklich nicht. Wenn ich es richtig weiß, ist der Kommunismus eine materialistische Weltanschauung mit klarer internationalistischer Ausrichtung. Eine Ideologie also, die sich ihrem innersten Wesen nach durchaus gegen Heimatempfinden richtet, weil sie sich im letzten ja gegen die Liebe (auch die zur Heimat) richtet und die Liebe einem wirren Scheinkonzept von Gerechtigkeit unterordnet. Die naive Heimatverherrlichung mancher NPDler scheint dagegen fast rührig. Gute Nacht!
Redaktion benachrichtigen Auf dem linksradikalen Leim
#4   Lorenz   19:46:36 | Montag, 19. März 2007
Sehr schön Vir,
Es wäre wirklich schade, wenn es die Katholische Kirche nötig hätte, es den im Artikel erwähnten Ideologenvereinen gleichzutun und sich in politischer Weise mit „Antifaschismus“ (das Wort für sich ist schon fragwürdig genug – geht es dabei gegen Mussolini?) zu profilieren. Inhaltlich ist an dem, was Müller gesagt hat, aber nicht viel auszusetzen, nur dass er sich mit dem Votum für ein Verbot ziemlich stark positioniert hat.
Redaktion benachrichtigen Nur eine Empfehlung
#55   Lorenz   14:41:01 | Freitag, 16. März 2007
Lieber Karl Murx,
Wenn ich Ihre Wortmeldungen richtig deute, ärgern Sie sich über die christliche Anbetung des „Heulsusen-“ oder „Jammergottes“. Gestatten Sie mir zu fragen, welchen Gott sie anbeten wollen, wenn nicht den, dessen Kraft in den Schwachen lebendig ist, den wir in unseren geringsten Brüdern und Schwestern erkennen und den wir daher sicher auch in Auschwitz finden? Warum sollte der Gott der Christen kein leidender sein? Der Schmerz muss ja nicht von Zerissenheit im Sinne von Selbstzweifeln herrühren. Wenn sie mit Liebesplörre eine gewisse anbiedernde Süßlichkeit in manchen Gottesdarstellungen meinen, will ich gern gleich in ihre Kritik einstimmen . Es wäre aber sehr lieb von Ihnen, wenn Sie den weniger schriftgelehrten Teilnehmern des Forums erklärten, warum wir von B16 und Co. ein falsches Gottesbild präsentiert bekommen.
Redaktion benachrichtigen Wahrer Apostel + …
#10   Lorenz   13:17:00 | Donnerstag, 15. März 2007
@Peter Pan,
Dem, was Bedendikt gesagt hat, würde ich hinzufügen wollen, dass es manchmal sogar ratsam erscheint, wenn sich ein „Nicht-Praktiker“ in ein Thema einmischt. So vermute ich z.B., dass es für die Verteidigung des Lebens besser ist, wenn Nicht-Ärzte, also Leute vom Schreibtisch, Einfluss auf Sterbehilfeentscheidungen nehmen. Jedem ist klar, dass die Erfahrung von Praktikern diesen ein kompetentes Urteil ermöglicht. Dass es aber bei besonders schwierigen Abwägungen besser sein mag, vor lauter Praxis nicht blind für die Theorie zu sein, ist eine schwierigere Einsicht. Gerade die Mixa-Debatte zeigt, dass jemand, der die Dinge auch abstrakt zu durchdringen vermag, ein durchaus kompetentes und wertvolles Wort beisteuern kann. Denn das Mixa-Argument ist – und da können die Klugen dieser Welt noch so sehr schreien – richtig. Sicher wollte Nonnobisdomine ganau das sagen und hat in der Eile einen etwas zu schroffen Zungenschlag getroffen.
Redaktion benachrichtigen Kampf für den öffentlichen Frieden?
#185   Lorenz   14:55:03 | Freitag, 9. März 2007
Denn worin Du den andern richtest, richtest Du Dich selbst
Als Christ muss man immer gut nachdenken. Dabei sollte herauskommen, dass man in seinem Kampf gegen die Sünde keine Jagd auf Sünder organisieren darf. Wenn die Verantwortlichen der Kirche wahrnehmen, dass die Kirche bei Anti-Rechts-Aktionen voller ist als sonst, sollten sie diese einem Jagdfieber zu dankende Fülle nicht weiter ausnutzen. Schließlich füllen sich ja schon die Reihen der NPD als Folge eines Jagdfiebers. Wenn man die NPD in ihrer selbst gewählten Rolle eines Anklägers und Verfolgers durch Glockengeläut bloßstellen will, müssten konsequenterweise auch die Glocken läuten, wenn Gregor Gysi gegen Reiche hetzt oder Claudia Roth gegen die Kirche.
Redaktion benachrichtigen Hat sich die Sprache aus Urlauten entwickelt?
#38   Lorenz   14:12:02 | Montag, 5. März 2007
Gern geschehen,
Ihr, Ihnen allzeit verbundener Großmeister :-]
Redaktion benachrichtigen Hat sich die Sprache aus Urlauten entwickelt?
#36   Lorenz   13:47:59 | Montag, 5. März 2007
@Daniel,
Nur, falls sich Ihr Kurzkommentar auf mich bezieht: Natürlich ist der Logos, von dem ich gesprochen habe, der „große Baumeister des Universums“. Die Vernunft gebietet es, Gott als den Schöpfer unserer Welt und unserer Selbst zu verehren. Wie würden wir sonst über unsere Welt und Gottes Geschöpfe darin denken. Alles, was geschaffen wird, entsteht durch die Liebe. Das ist, wenn wir genau hinschauen, auch die Erfahrung unseres Lebens. Warum sollte es mit der Schöpfung anders sein? Nochetwas: Ich sehe die aus der Evolutionstheorie entspringende Idee von unserer Programmierung auf ein Überleben unserer Gene und das Konzept der Erbsünde nicht nur begrifflich verwandt. Mir scheint, dass mit ein wenig nachdenken, diese Brücke auch einen Hinweis auf die wesensmäßige Zusammengehörigkeit unserer natürlichen Programmierung und unserer Erlösung durch eine Kultur, die uns aus den Zwängen einer abkapselnden Abschirmung unserer genetischen Existenz zu befreien im Stande ist, liefert. Wir finden nicht zu Gott, indem wir uns über uns selbst belügen, sondern indem wir anerkennen, dass wir Ihn ob des unheilvollen Programmes, das in uns abläuft (und von dem ich nicht behaupte, dass es uns unser Schöpfer gleich mit aufgespielt hat), brauchen.
Redaktion benachrichtigen Hat sich die Sprache aus Urlauten entwickelt?
#34   Lorenz   09:15:40 | Montag, 5. März 2007
Mit solchen Artikeln…
…tut sich kreuz.net keinen Gefallen. Es sei mal dahingestellt, ob die Evolutionstheorie eine Ideologie oder gar ein Dogma ist. Meines Wissens stellt sie sich durchaus als falsfizierbar dar. Es sei auch dahingestellt, ob die Kernthese des Aufsatzes, wonach man sprachliche Herabentwicklung nachweisen könne, stimmt. Im Grunde müsste man dazu mehr über die Möglichkeiten, das Instrument Sprache als zuverlässiges Medum zum Austausch für Informationen, Gedanken, Gefühle zu gebrauchen wissen, und auch ihre ästhetische Wirkmacht beurteilen und vergleichen können. Im Letzten scheint es mir aber reichlich unsinnig, weiter an dieser Front zu kämpfen und einen Antagonismus zwischen biblischer Schöpfungslehre und Evolutionstheorie herbeizureden. Ich bin der sehr festen Überzeugung, dass mit dem Siegeszug der Evolutionstheorie, den ja auch der Vatikan einräumt, die Notwendigkeit des Glaubens an die biblische Lehre von der Herkunft des Menschen nur gewachsen ist. Das Wissen um die Unvernunft der Natur sollte unseren Glauben an die Vernunft des ewigen Wortes nur stärken und nicht zersetzen. Wenn wir von der Natur unvernünftigerweise auf ein Überleben unserer eigenen Gene hin programmiert sind, sollten wir uns klar zu einer Kultur, einem Wort, einem Logos bekennen, der uns fest daran glauben lässt, dass wir alle Brüder und Schwestern sind und der die Ideologie der Stärke aus unseren Köpfen verjagt.
Redaktion benachrichtigen Selbstmitleid statt Erlösung
#22   Lorenz   12:43:18 | Sonntag, 4. März 2007
Hallo Jörg,
die Geschöpfe selbst könne meinee erachtens nur als unvollständige Offenbarung ihres Schöpfers anmgesehen werden. In den Geschöpfen, in ihrem Gedanken und Worten und Werken vor allem, ist wahrscheinlich auch nicht alles göttlich. Daneben ist zu bedenken, dass Offenbarung und Erscheinung (Epiphanie) nicht völlig deckungsgleiche Begriffe sind.
Redaktion benachrichtigen Selbstmitleid statt Erlösung
#19   Lorenz   10:47:14 | Samstag, 3. März 2007
@Daniel,
„JEDES BABY, DAS IN DIE WELT KOMMT, IST EINE „EPIPHANIE“ GOTTES…“
Ich stimme Ihnen zu, dass es eine theologische Unvorsichtigkeit eines Papstes ist, so etwas zu sagen.
Im Beitrag finde ich den Begriff Erlösungsopfer nicht besonders gut vom dazu völlig unterschiedlichen Versöhnungsopfer unterschieden. Vielleicht muss ich es aber nur noch einmal kritisch durchlesen.
Redaktion benachrichtigen Fest in der Hand des Feindes
#49   Lorenz   20:32:41 | Freitag, 2. März 2007
@nonnobisdomine; @laikos
Lieber Nonno, man merkt ihren Beiträgen richtig an, dass sie ein Kämpfer vor dem Herrn sind. Beim Lesen kann man sich richtig vorstellen, wie sie wutschnaubend auf die Tastatur einhämmern. Fast bekommt man Angst, mit Ihnen auch nur auf einem virtuellem Gelände zu debattieren.
Lieber Laikos, darf ich Sie, auch wenn es etwas off-topic ist Fragen, was man unter heiligem Zorn versteht. Ich dachte immer, Zorn wäre nur im Sinne des archaisch Heiligen heilig und ein Christ strebe danch, die Güte und Geduld selbst zu sein. Während Jesus, wenn ich es richtig weiß, meistens gütig und geduldig war, und etwaige Zornesäußerungen vor allem nicht gebraucht hat, andere in seinen Zorn hineinzuziehen, scheint mir diese Reinheit des Zornes nicht dem, was Sie als heiligen Zorn bezeichnen, zuschreibbar.
Redaktion benachrichtigen Tabus erfolgreich durchbrochen
#68   Lorenz   20:13:31 | Freitag, 2. März 2007
Dass die Debatten…
… auf kreuz.net immer so rasch entgleiten. Ob theophil oder philanthrop ist doch für diese Sache hier unerheblich. Teilt hier nun jemand meinen Verdacht, dass die wörtliche Übersetzung nicht ganz so wörtlich zu nehmen ist:
„„Im Rahmen der Familienpolitik schlagen wir das Verbot der Kinderabtreibung und der Homo-Propaganda in Europa vor“ – so Giertych.“
Ich vermute auch, dass man im Gutmenscheneuropa schon für weniger der Ächtung anheimfällt.
Redaktion benachrichtigen Tabus erfolgreich durchbrochen
#36   Lorenz   17:55:00 | Freitag, 2. März 2007
Irgendwie komisch,
„Im Rahmen der Familienpolitik schlagen wir das Verbot der Kinderabtreibung und der Homo-Propaganda in Europa vor“ – so Giertych.
Nicht, dass ich den Äußerungen des Familienministers nicht gerne zustimmte, aber dieses Zitat macht mich der Sprache wegen misstrauisch. Die Formulierung scheint irgendwie, als hätte der Minister bei kreuz.net abgeschrieben. Ist das nur einer freien Übersetzung zuzuschreiben. Hatte der Wunsch des Übersetzers Einfluss auf die Übersetzung? Manchmal soll bei Übersetzungen ja der Heilige Geist Einfluss nehmen, aber damit kann man nicht alles rechtfertigen. Ich unterstelle nichts, weil ich gar nicht die Kraft habe, selbst zu recherchieren, würde mich aber über weitere Berichte zu der Sache sehr freuen.
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#37   Lorenz   16:00:30 | Freitag, 2. März 2007
Umgeworfene Tische; @ Tradilandes Stimme,
Ihr Schriftzitat sagt, dass Jesus Tische im Tempel umwarf. Damit hat er die Eigentumsordnung nicht gebeugt, sondern nur ein Zeichen deutlicher Mißbilligung gesetzt (Es werden ja keine rohen Eier auf den Tischen gestanden haben). Eine Umdeutung des Evangeliums in dem Sinne, dass Jesus den Weg der Gewalt befürwortet hätte, dürfen Sie sich und den Forumsteilnehmern um Himmels willen nicht schmackhaft machen. Sie würden die Wahrheit des Textes verdunkeln. Gegen Ihre Mißbilligung des NOM habe ich ansonsten nichts einzuwenden.
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#23   Lorenz   13:10:49 | Freitag, 2. März 2007
@Giuseppe,
Danke für Ihre Rede wider die V2-Polemik. Es ist natürlich nichts gewonnen, wenn jeder seine Lieblingskirche und seine Lieblingslithurgie bekommt. Man denke nur an den Unsinn, der in der evangelischen Kirche unter dem von McKinsey und Co. ferngesteuerten Wolfgang Huber verbreitet wird. Die Kirche ist zurecht nicht nachfrager-, also gläubigenorientiert, sondern christusorientiert. Auch wenn dies in den Zeichen der Alten Messe besser kommuniziert wird, darf die Sympathie für diese Zeichen die Ordnung der Kirche, die notwendig monarchisch (bestenfalls oligarchisch) sein muss, nicht zerstören. Die Herde muss Geduld mit ihrem Hirten haben. Dazu gibt es keine Alternative. Dies impliziert keinerlei Denk- oder Kritikverbot. Es geht bei allem notwendigen Diskurs aber um eine Abwendung dieser Diskursverliebtheit und Diskursbesoffenheit und vor allem um die Wahrung der unverzichtbaren Ordnung.
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#7   Lorenz   12:31:24 | Freitag, 2. März 2007
Notwendigkeit (Thaumaturgos)
Ich finde es schön, aus der Feder nonnobisdomines zu lesen, dass die Sünde des unkontrollierten Triebauslebens nicht nur unter den Homos, alias Sdomiten, alias Homoideologen etc. wohnt. Vielleicht sehen und hören wir so eines Tages noch, dass wir alle mit der Sünde verbandelt und sehr erlösungsbedürftig sind. Insofern sollten (zurückhaltende) Berichte zum Thema Herrenüberschussparty genauso auf dieser Seite erscheinen, wie solche über Abtreibung, Egoismus, Selbstgerechtigkeit und Hoffertigkeit und was uns sonst noch zur Schande gereicht.
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#5   Lorenz   12:10:49 | Freitag, 2. März 2007
Rauswurf
„Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung …“ Der heilige Vater am 12. Sept. 2006.
Dass Menschen das Thema Liturgie mit angemessenem ernst behandeln ist schön. Noch schöner wäre es, wenn sie dabei nicht so sehr eiferten, dass ihnen die Tugend der demut abhanden käme.
Redaktion benachrichtigen Die deutsche Familienministerin ist widerlegt
#55   Lorenz   12:38:39 | Mittwoch, 28. Februar 2007
Lieber sniperhdk,
fast fühle ich mich ein wenig indigniert, dass sie meinen Formulierungsfehler zitiert haben. Der Vorwurf des Unsinns war aber ein inhaltlicher. Da Sie die Dinge in ein komplexes Analyseraster gebettet haben, fällt eine Verteidigung schwer. Gestatten sie mir aber anzumerken, dass die theosophische und wohl auch anthroposophische Idee von dem inneren Bauplan in einem jeden Menschen, den es pädagogosch zu entziffern und zu unterstützen gilt, für mich irgendetwas Dunkles an sich hat. Was ist mit den Schwachen, also den Vielen, die keine Talente an sich entdecken? Wie ist ein Ideal der Selbstentfaltung mit der christlichen Hingabe zu Gunsten des anderen übereinzubringen? Wie kann man den Atlantis-Wahn und die Vorstellung vom Ariertum in der Waldorfpädagogik bewerten?
Dass eine freie Persönlichkeitsentwicklung als solche gottgefällig ist, ist unstrittig. Anderfalls hätte Gott uns wohl kaum die Freiheit geschenkt. Statt dessen hätte er unsere Fähigkeit, seinen Bauplan in uns zu dechiffrieren und zu befolgen, einfach stärker ausgeprägt.
Nochetwas: Unseren Egoismus, damit meine ich den von heute und den aller Zeiten und Völker, schiebe ich nicht der Waldorfpädagogik in die Schuhe.
Redaktion benachrichtigen Die deutsche Familienministerin ist widerlegt
#50   Lorenz   08:53:02 | Mittwoch, 28. Februar 2007
@Sirilio
Anthroposophie ist wahrscheinlich nicht nur eine Glaubenslehre, sondern auch eine Irrlehre. Ihr Einfluss auf die Pädagogik ist beängstigend. Die Idee der Persönlichkeitsentwicklung von innen scheint (siehe sniperhdk) wird dermaßen überbetont, dass es mir scheint, dass die Idee bzw. das Konzept der Erbsünde darüber vergessen wird. Wenn dem so wäre, sind die pädagogischen Derivate der Steinerschen oder Montessorianischen Phantastereien heillos.
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#64   Lorenz   16:03:29 | Dienstag, 27. Februar 2007
Lieber Omnes,
eigentlich hatte ich auf Ihre (bestaunenswerte)Schriftgelehrtheit gehofft, werde nun aber heute Abend selbst nach einer Fundstelle suchen. Bis dahin
Redaktion benachrichtigen Wütende Reaktionen
#245   Lorenz   15:23:20 | Dienstag, 27. Februar 2007
Neferti
Wie kann ich die Liebesbeziehung eines Menschen als „ekelhaft“ bezeichnen, und noch erwarten, dass der Betreffende sich bei mir „als Mensch eben“ angenommen fühlt? Wie kann ich einem mitten im Leben stehenden Menschen generell absprechen, normal und geistig gesund, zufrieden oder verantwortungsfähig zu sein, und gleichzeitig versichern, ihn „als Mensch eben“ zu akzeptieren ?
Mit den Prädikaten ekelhaft und geisteskrank verbinden sich natürlich Vorwürfe, die die Person treffen. Die Unterscheidung zwischen Sünde und Sünder muss uns aber dennoch gelingen. Vielleicht hilft es, einen absoluten Maßstab zu verwenden und die Abweichungen von diesem Maßstab zu relationieren. So erscheint eine homosexuelle Neigung in dem Sinne, dass ein Mann Liebe für einen anderen Mann empfindet, wenig lasterhaft. Eine entgrenzt ausgelebte Homosexualität (oder Heterosexualität) vermag dagegen soviel destruktives Potenzial in sich zu tragen, dass man sie durchaus als Versuchung die von einem Versucher herrührt anschauen darf.
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#62   Lorenz   13:50:41 | Dienstag, 27. Februar 2007
Einzigartigkeit,
Lieber Omnes,
vielleicht wäre es noch erhellender statt von Einzigartigkeit von Endgültigkeit zu sprechen. Das, was Sie Christus-Ereignis nennen, beendet allen Zweifel über die Wahrheit, das Gott die Liebe ist. Dem Kreuzigungsereignis als solchem spricht Cristus selbst jede Singularität ab. Er warnt uns sogar davor, alles falsch zu verstehen und zu meinen, dass die Kreuzigung das größte oder grausamste Menschheitsverbrechen sei. Wir sollten es um des rechten Verständnisses willen vermeiden, hier christlicher zu sein als Christus oder evangelischer als die Evangelien.
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#12   Lorenz   22:17:35 | Montag, 26. Februar 2007
Lieber Stephanus, danke für die Zahlen
Wenn diese nur halbwegs verlässlich sind, ist der Skandal ja eigentlich schon lange perfekt. Wenn wir an Mütter Gutscheine austeilen würden, lieber Turk, die ihnen die Wahl zwischen diesem Geld oder diesen Krippenplätzen ließe, würde das den Abtreibungsskandal vielleicht noch stärker eindämmen. Das manchmal auch von Konservativen für staatliche Kontrolle über Kinder gebrauchte Argument, der Staat habe ein Recht auf die Verhinderung von Parallelgesellschaften, ist falsch. Ein solches Recht hat er nur, wenn die Parallelgesellschaften eine Bedrohung für die öffentliche Ordnung sind. Das kann man aber wohl nicht einmal den Einwandererfamilien mit ihrer häuslichen Kindespflege und nachlässigen Befähigung der Kinder zur Beherrschung des Deutschen nachsagen.
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#59   Lorenz   21:29:54 | Montag, 26. Februar 2007
Vergottungstendenz;
Lieber Alanus,
was wäre denn so schlimm an einer „Vergottungstendenz“ in den Texten. Einen ähnlichen Effekt kann man, wenn ich es richtig weiß, beim Hahnenwunder beobachten (im einen Evangelium krähte nur der Hahn, im anderen zweimal, in einem weiteren wunderbarerweise dreimal). Ich bin sogar überzeugt, die Evangelisten spielen manches Wunder hoch oder haben es literarisch aufgearbeitet. Wir sollten einsehen, dass Jesus nicht weniger Gott wäre, wenn er nicht ein einziges Wunder gewirkt hätte. Das alles überstrahlende Wunder ist doch das Wirken des Heiligen Geistes, dass die Lüge unserer Gewalt anhand der Passion offenbart (der Triumph des Kreuzes) und uns die Perspektive einer neuen, der Herrschaft Satans nicht mehr schutzlos ausgelieferten Menschheit eröffnet hat. Weil es zum Heil der Menschen geschehen sollte, konnte Gott für diese Offenbarungshandlung keinen Menschen opfern, sondern musste sich selbst hingeben.
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#56   Lorenz   20:41:01 | Montag, 26. Februar 2007
Der Prophet in der Heimat
Wenn ich die Debatte richtig nachvollziehe, fragt Alanus, warum Jesus, wenn er denn Gott ist, in der Heimat keine Wunder vollbringen konnte. Mir scheint es verbietet sich für Gott vor einem neidischen, versuchenden und sensationsgiereigen Publikum solches zu tun. Das wäre Anbiederung an die Sünde, etwas also, das wir von Gott doch sicher nicht erwarten. Nebenbei schätze ich, dass weder Mariologie noch Josephologie von diesem Markustext berührt werden.
Redaktion benachrichtigen Schlafen statt beten + …
#54   Lorenz   19:28:16 | Montag, 26. Februar 2007
Lieber Alanus,
Kriege lassen sich mit schlechten Interpretationen des Christentums leider gut führen, geschenkt. Das Bewußtsein sollte aber einen Einfluß auf das Sein haben, deswegen ist die Art der Interpretation eben nicht egal und man muss genau hinschauen. Wenn ich Sie richtig verstehe, halten Sie das Mysterium der Natur Jesu als wahrer Mensch und wahrer Gott nicht aus. Vielleicht hilft es, wenn man bedenkt, dass es um eine Religion geht, deren Anspruch es ist, eine Heilsbotschaft für alle Welt zu liefern. Wenn ich den demütigen Bewunderer der Jungfräulichkeit Mariä genauso kriegen will wie den halbagnostischen Dreifaltigkeitsdialektiker, muss ich vielleicht hier und da ein Mysterium ein Mysterium sein lassen.
Redaktion benachrichtigen Dem Tod mit Mühe entronnen
#25   Lorenz   19:14:58 | Montag, 26. Februar 2007
Literatur (Stimme aus Wien)
Es ist vielleicht etwas gefahrvoll, auf ein Buch hinzuweisen, das man nicht gelesen hat. Mehr bei einem so sensiblen Thema. Dieses hier scheint das Thema der Repressalien im Nachkriegsjugoslawien aber zumindest breit aufzuarbeiten:
Titos Kriegsgefangene. Folterlager, Hungermärsche und Schauprozesse (Sondereinband); von Roland Kaltenegger
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#51   Lorenz   17:46:36 | Montag, 26. Februar 2007
Lieber Omnes,
ich fürchte, ich habe mich unglücklich ausgedrückt. Mein Beitrag war Werbung für den dreifaltigkeitsglauben mit einem etwas unorthodoxen Argument. Mir scheint der von Ihnen zitierte Johanneische Passus sehr missverständlich zu sein. Das Gott die Welt so sehr geliebt hat, ist ein wichtiges Bollwerk gegen alle weltverneinenden (also möglicherweise gnostisch inspirierten) Interpretationen des Christentums. Keinesfalls aber dürfen wir glauben, dass jemals die Gewalt von Gott ausging (nicht mal bei den dies expressis verbis unterstellenden Texten aus dem AT halte ich das für eine sinnvolle Interpretation). Gott ist den Weg der Liebe bis ans Ende gegangen und hat sich der Welt als sein Sohn, der ein menschliches Antlitz hat, geschenkt. Können wir uns auf diese Sprachregelung einigen?
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#49   Lorenz   16:35:56 | Montag, 26. Februar 2007
Göttlichkeitsdebatte…
Wenn Jesus, wie es hier im Thread hier und dort verlautet, nicht Gottes Sohn und Gott zugleich, sondern eben nur Sohn ist, dann hätte Gott ja seinen Sohn geopfert und sich nicht selbst der Menschheit als endgültiges und allversöhnendes und nebenbei allem Opferkult ein Ende setzendes Opfer geschenkt. Das hätte problematische Konsequenzen. In DIE ZEIT hat vor kurzem irgendein Autor das Christentum angeklagt, es hätte die Väter in der Zeit des I. Weltkrieges motiviert Ihre Söhne für’s Vaterland zu opfern, weil Gott seinen Sohn ebenfalls opferte (imitatio dei sozusagen). Einer solch dreisten Fehlinterpretation begngnet man am Besten, in dem man die Dreifaltigkeit Dreifaltigkeit sein lässt.
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#143   Lorenz   12:27:58 | Montag, 26. Februar 2007
Typ des ruhigen Seelsorgers (Christiansen)
In der Christiansen-Sendung (es ist mir im Grunde peinlich, mich auch nur als Gelegenheitszuschauer zu outen) wirkte der Bischof ganz wie ein ruhiger Seelsorger. Das machte ihn stark und ließ das Gezeter dieser merkwürdigen, immer etwas schreihalsig wirkenden Frau Schreinemakers im Ansatz entkräften. Wohl wegen dieser Schwäche hatte man bald den Eindruck, die Moderatorin Griffe den Parteigängern der Krippenlobby im Laufe der Sendung immer mehr unter die Arme.
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#57   Lorenz   22:48:10 | Sonntag, 25. Februar 2007
Lieber Turk,
wenn Sie recht haben und Krippenplätze das Leben ungeborener Kinder retten, dann her damit. Warum aber sollte die gleiche Schutzwirkung nicht von deutlich erhöhten Geldleistungen für Erziehende ausgehen?
Redaktion benachrichtigen Empörung statt Sachlichkeit
#26   Lorenz   18:15:23 | Sonntag, 25. Februar 2007
Wesensfremde Staatsaktivität
Liebe beobachterin,
sicher haben Sie Recht, wenn sie meinen Tagesbetreuung ist keine Staatsaufgabe. die Politik legitimiert ihr Engagement soweit ich es sehe und sie sich überhaupt einer Legitimitätsdiskussion stellt, mit sozialpolitischer Eingriffsnotwendigkeit. Es wäre schon viel gewonnen, wenn die sozialpolitische Instrumentenwahl hier im Sinne eines Pluralismus – von dem wir sonst viel zu viel reden hören – Neutralität (auch finanzwirtschaftliche) gegenüber den Erziehungskonzepten und den unterschiedlichen Bedürfnissen walten ließe. Manche Konservativen begrüßen an den Vorschlägen aus dem Familienministerium, dass die muslimischen Familien bei den geplanten Regelungen überdurchschnittlich schlecht abschneiden.
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#126   Lorenz   17:53:00 | Sonntag, 25. Februar 2007
Haben der Bischof und die Ministerin Recht?
Lieber Horst,
Sie haben da etwas bedenkenswertes gesagt. Immerhin sind die, die erziehung heute leisten müssen, ihrerseits oft in recht verluderten Familien groß geworden und in erziehungsdingen total verunsichert. Ich denke aber, dass Kinderkrippen nur in den wenigsten Fällen eine Besserstellung für das kind bedeuten. Für diese wenigen Fälle sollte es sie geben, aber eben nicht als staatlich vorgegebenr sozialer Standard für eine jede Familie. Hoffen wir, dass Sie Recht haben, wenn Sie mutmaßen, dass der sittliche und soziale Tiefpunkt unserer Gesellschaft bereits erreicht wurde.
Redaktion benachrichtigen Dem Tod mit Mühe entronnen
#6   Lorenz   16:31:28 | Sonntag, 25. Februar 2007
Lauschi und Timpressum,
Vielleicht geht es den kreuz.net-Autoren ja um die Rehabilitierung der weniger prominenten Opfer. Es scheint doch einigermaßen fix geschlussfolgert, einem, der über die Repressionen im Stalinismus oder im Nachkriegsosteuropa schreibt, Revisionismus zu unterstellen. Wenn wir dadurch etwas über die Lüge unserer Gewalt lernen können, ist doch einer jeden Gewalthandlung Analyse wertvoll.
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#124   Lorenz   16:09:55 | Sonntag, 25. Februar 2007
Lieber Private-Notes,
wenn zu dem vermeintlich schmalen Gehalt, dass Sie für unauskömmlich halten, auch noch Kinder durchzufüttern, Kindergeld und die Pro-Kind-Subvention eines Kindergartens (Vollkostenkalkül) hinzukommt, sollte die gröbste Not abwendbar sein.
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#18   Lorenz   15:54:32 | Sonntag, 25. Februar 2007
Liebe Beobachterin,
Der Staat kann, wenn er will, den Familien einen Steuerfreibetrag gewähren, wenn beide Elternteile berufstätig sind.
Ihr Vorschlag bedeutet mehr Wahlfreihet bei der Art der Tagesbetreuung. Wenn der Gesetzgeber pauschale Freibeträge einräumt, könnte so auch eine die Tagesbetreuung leistende Oma gefördert werden. Das ist in einem gewissen Sinne begrüßenswerter als eine Alles-in-die-Krippe-Politik. Andererseits bleibt die ideologiefreieste und erziehungsortneutralste Form der Familienunterstützung dennoch das Kindergeld.
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#14   Lorenz   14:43:43 | Sonntag, 25. Februar 2007
Pünktchen,
Gestatten Sie mir ein Lob für Ihr klares Wort. Wann stehen die Frauen endlich auf gegen eine Ideologie (Feminismus), die sie zu befreien vorgibt und sie doch der ökonomischen und sexuellen Kampfordnung unterwirft und mithin versklavt.
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#8   Lorenz   14:08:17 | Sonntag, 25. Februar 2007
Lieber Heinrich,
meinen Sie wirklich, der Bischof habe mit dem Wort Gebärmaschine die Mutterschaft verunglimpft? Mir scheint, er hat das Gegenteil gewollt. Feigheit würde ich ihm auch nicht vorwerfen. Dass er kraftvoll ein heißes Thema abgepackt hat, ist doch kaum zu bestreiten. Ob er Angst hat, sich zur Abtreibungskultur zu äußern, kann man doch kaum ableiten. Ihm eine Sympathie für das 68ertum zu unterstellen, liebe Nachtwache, halte ich für einigermaßen absurd.
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#119   Lorenz   13:21:13 | Sonntag, 25. Februar 2007
Liebe Genoveva,
Gestatten sie mir neben einem Lob für Ihre sehr sachlichen Wortmeldungen folgende frage. Wieso empfiehlt man sich nur für die zweite Reihe der Kurie, wenn man es als Bischof auf sich nimmt, öffentlichkeitswirksamer Poltikschelte zu betreiben und die sicher belastende Kontroverse auf sich zu nehmen? Einen gesegneten Sonntag, L.
Redaktion benachrichtigen Kinder, Küche, Kirche
#114   Lorenz   13:00:52 | Sonntag, 25. Februar 2007
Beck erntete Gelächter…
Beck hat sich mit seinem dümmlichen Katergleichnis wohl als SPD-Kanzlerkandidat selbst abgeschossen.
Redaktion benachrichtigen Empörung statt Sachlichkeit
#2   Lorenz   12:30:52 | Sonntag, 25. Februar 2007
Dass ausgerechnet…
… Philipp-„Die Hüfte“-Mißfelder die Wahrheit hinter der sicher absichtsvoll ewas polemischen Wortmeldung Mixas versteht, ist erfreulich. Über einen, der umkehrt, ist im Hause des Herrn doch größere freude als über hundert Gerechte. Wolfgang Huber müsste einem Protestanten langsam peinlich werden, hätte er doch seinem Bischofskollegen zur Seite springen und Verständnis für Mixas scharfe Wortwahl aufbingen müssen.
Redaktion benachrichtigen Bischof Mixa gegen Gebärmaschinen
#62   Lorenz   14:33:57 | Freitag, 23. Februar 2007
Zwobbel und Vir, Familienpolitik…
…, die mit MwSt-Erhöhungen finanziert wird, bringt den Familien nichts. Da haben Sie völlig recht. Dem was Sie, Vir, gesagt haben, ist hinzuzufügen, dass nicht nur die gesetzliche Rente eine Umverteilung zu Lasten der Familie bedeutet, sondern auch die gestzl. PflegeV und in einem gewissen Sinne sogar GKV und GAV. All diese Parafisken ersetzen traditionelle Familienleistungen und sozialisieren deren Kosten. Nun hoffe ich auf Milde bei den sehr Traditionsbewussten, wenn ich sage, dass sich damit auch eine Befreiung von dem, was Familie auch sein kann, etwas Repressives nämlich, verbindet. Gern räume ich ein, dass es gleichwohl einen Sinnverlust für Familien bedeutet, wenn Sie seitens des Staates ihrer Sozialversicherungsfunktionen beraubt werden.
Redaktion benachrichtigen Bischof Mixa gegen Gebärmaschinen
#57   Lorenz   13:42:43 | Freitag, 23. Februar 2007
Zwobbel,
Gestatten Sie mir, Ihren Hinweis auf die ökonomische Situation von Familien leicht umzuformulieren. Es fragt sich, warum trotz deutlich verbesserter Einkommenssituation der Familien gegenüber, sagen wir den 60er Jahren, heute – im Gegensatz zu damals – ein Durchschnittseinkommen als unauskömmlich empfunden wird, eine Durschnittsfamilie zu ernähren. Die Antwort hier in mangelnder Anpassung sozialer Transfers des Staates zu suchen, scheint mir verfehlt. Mein Verdacht ist, die Sache lässt sich mit der Natur des menschlichen Begehrens auf profundere Weise erklären: Nachdem seit den 60er Jahren vermehrt Menschen auf die Teilung ihres Einkommens in Familien verzichten (Single, DINKs, meinetwegen Einkinderhaushalt), und sich dadurch größere persönliche Konsummöglichkeiten verschaffen, richtet sich das Begehren vieler anderer, ihre Lebenszufriedenheit, nach dem Vergleich mit diesem höheren Konsumniveau der Kinderlosen und -armen. Zum sozialen Standard gehören seit dem Konsumgüter mit Freizeitcharakter, die sich auch heute Familien nur in kargem Umfang leisten können. Dagegen, gegen unser Begehren, kann der Staat nichts ausrichten. Pronatalisitische Familienpolitik müsste daher der Natur unseres Begehrens eine Kultur der Kontrolle unseres Begehrens entgegensetzen.
Redaktion benachrichtigen Was soll ein Ehebrecher über eheliche Treue sagen?
#79   Lorenz   11:37:50 | Mittwoch, 21. Februar 2007
Gerade hier gefunden…
…in einem Akt oberster Hirtensorge hat uns unser geliebter Papst dieses Wort geschenkt: „Die Sünde ist nicht in den anderen – in Institutionen oder wichtigen Funktionsträgern –, sondern bei sich selber zu suchen. Dadurch wächst die Tugend der Demut.“ Wer die Unschuld sucht, braucht in dieser Welt nicht zu fahnden.
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#210   Lorenz   22:07:50 | Dienstag, 20. Februar 2007
Goldhagens Kommentar der Auschwitzrede in DIE WELT – eine Replik
Goldhagens in der Zeitung die Welt vorgetragene Kritik an B XVI.’ Auschwitzrede, wonach der Papst von der Kollektivschuld der Deutschen abgelenkt und das deutsche Volk als von einer Schar gewalttätiger Machthaber verführt dargestellt habe, ist falsch: Weil B XVI. gleich zu Anfang seiner Rede die Singularität der Shoah anerkannte, kann er die Kollektivschuld nicht auch noch herausstellen. Beides geht nicht. Die Betonung der Kollektivschuld stünde einer Relationierung von Schuld entgegen. Die Kollektivschuld der Deutschen zum führenden Insignium der Shoah zu erklären, hieße auch, Auschwitz einzusortieren in eine Unzahl kollektiv begangener Verbrechen der Menschheit. Der politisch instrumentalisierte Verfolgungs- und Skandalisierungsrausch eines einmütigen Kollektives ist nun wirklich nichts Singuläres. Für ein kollektives Verbrechen bedarf es immer eines ersten Steines. Den ersten Stein hat das deutsche Volk aber nicht als Ganzes geworfen. Dieses Geschoss wurde von Machtopportunisten, die von Nietzscheanern, Sozialdarwinisten und Rassengnostikern beeinflusst waren und sich in der NS-Partei ihre Plattform geschaffen haben, abgeschossen. Indem Benedikt auf die Verführtheit der Masse besteht, sagt er auch, dass es Schuldigere und weniger Schuldige gegeben hat. Er verteidigt die Würde der Opfer von Auschwitz also gleich zweimal vor Entdifferenzierung und Relativierung. Was soll man von einem Papst anderes erwarten, als dass er verlangt, dass wir auf die eigene Schuld zuerst blicken
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#41   Lorenz   21:04:26 | Dienstag, 20. Februar 2007
Lieber Heinrich, liebe Lady, lieber Verzweifelter,
Danke zunächst, dass sie nur meine Deutung, nicht aber mich für zynisch halten. Das ist in diesem Forum ja nicht selbstverständlich. Fast scheint es mir, als hätten sie mein Argument ein wenig „zynisiert“.
Wenn Sie über den Stalinismus mehr als Zahlen wollen, Lady, also den Verusuch einer künstlerischen Bewältigung, was der Archipel ja auch sein will, lesen möchten, dann empfehle ich Kolyma Tales von Varlam Shalamov. Der legendäre erste Satz lautet, wenn ich mich recht erinnere: „Among all Sibirian trees I loved dwarf cedar most“.
Lieber Desperatus! Wo findet man denn nur solche Details über alle möglichen Leute heraus und hat die „Schwulizität“ des erwähnten Menschen etwas mit seiner Glaubwürdigkeit zu tun?
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#35   Lorenz   17:54:42 | Dienstag, 20. Februar 2007
Lieber Heinrich,
gern annehmend, dass Sie mit allen Beispielen für Atrozitäten europäischer Siedler wider die Urbevölkerung recht haben, bestreite ich dennoch die Genozidthese. Eine genozidale Konsequenz macht aus einem historischen Ereignis noch keinen Genozid. Materialistische Geschichtsdeutungen werden viel zu oft ge- und missbraucht. Hier ist eine ökonomische Geschichtsdeutung wohl die tragfähigste.
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#30   Lorenz   17:06:46 | Dienstag, 20. Februar 2007
Tradilandes Stimme,
Ihre Anmerkung zur amerikanischen Geschichte und ihrer etwaigen freimaurerischen Umdeutung kapier ich nicht. Was mir bisher dogmatisch vorgegeben wurde, ist die Schuld der Europäer am Niedergang der edlen Wilden mit ihren Menschenopferkulten. Mein Verdacht ist dagegen, dass das Aufeinanderprallen einer Kultur, die auf einem Quadratkilometer 100 Menschen ernährt und einer, die auf der gleichen Fläche einen satt kriegt, der weniger produktiven Kultur einen brutalen Anpassungsdruck abverlangt. Dass ich dies schreibe, bedeutet nicht, dass ich auf der Payroll irgendeiner verschwörerischen Sekte stehe. Im übrigen verbeuge ich mich vor Ihrer Geschichtkenntnis.
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#18   Lorenz   16:17:21 | Dienstag, 20. Februar 2007
Tradilandes Stimme,
Ihre Rede von den „angeblich“ 6 Millionen Shoah-Opfern klingt etwas irritierend. Sicher gibt es keine wirklich exakten Zahlen, jedoch bewirkt Exaktheit hier auch kein neues Urteil über die Sache. Ihre Hinweise auf andere ähnliche Verbrechen wären richtig, wenn sie nicht so aussähen, als ginge es Ihnen um Relativierung des nationalsozialistischen Zivilisationsbruches. Der Sache mit dem Völkermord an den Indianern, würde ich aber ein „angeblich“ voranstellen. Das annähernde Aussterben der nativen Bevölkerung des präkolumbianischen Nordamerikas im Zuge der Besiedlung durch Europäer, ist wohl kaum die Konsequenz eines Genozides. Eine Mordhandlung setzt die Existenz eines Mörders voraus. Hier müssen wir aber eher von ökonomischer Verdrängung einer Steinzeitkultur durch eine Industriegesellschaft mit Todesfolge für die Angehörigen der Steinzeitkultur sprechen. Diese Sichtweise widerspricht nebenbei bemerkt dem (linken) Zeitgeist.
Redaktion benachrichtigen Sie schwiegen und schweigen betreten
#4   Lorenz   15:07:23 | Dienstag, 20. Februar 2007
Jewski Wopros
„Während die Kommunistische Partei der Sowjetunion mittels Schauprozessen von Tausenden linken Juden gesäubert wurde[…]“
Der Text lässt hier offen, ob die „linken Juden“ säubernde oder gesäuberte waren. Nach Solschenizyn begann mit Stalin 1924 die Russifizierung der Revolution, deren führende Protagonisten zunächst tatsächlich Juden zu sein schienen (man erinnere sich an die Hohmann-Rede). Es liegt daher nahe zu vermuten, dass die Juden als die „gesäuberten“ anzusehen seien.
Redaktion benachrichtigen „Laßt uns Narren sein“
#58   Lorenz   12:48:19 | Dienstag, 20. Februar 2007
Danke Adoro,
Das rührige Friedensliedchen, dass jene in ihrer Jugend sangen, die heute die Welt mit ihrem Gutmenschenmeinungsterror überziehen, passt mit seinem Wolfsgeheul nicht zu dem ernsten Thema des beschriebenen Gottesdienstes und auch nicht zu seinem unernsten Gewand. Es gibt im kreuz.net-forum einen zwar unvermeidlich tendenziösen und dennoch sehr informativenThread über Rockmusik, dessen Tenor mehr als Vorsicht beim gottesdienstlichen Gebrauch dieses Musikgenres nahelegt.
Redaktion benachrichtigen Den armenischen Völkermord hat es nie gegeben
#34   Lorenz   19:44:39 | Montag, 19. Februar 2007
Den Umgang mit ihrer Gründungsgewalt…
…sollte die Türkei nach dem Vorbild der BRD üben. Warum hat man dort vor einem mea culpa solche Angst? Eine Kultur des Hinschauens auf die eigene Schuld ist so heilsam, dass man sie auf Grundlage deutscher Erfahrungen allen Nationen empfehlen kann. Die Strafbarkeit der Shoah-Leugnung ist wohl nur wegen dieses besonderen Wertes der mea-culpa-Kultur und der besonderen deutschen Verantwortung für die Pflege des Respekts vor den Opfern zu rechtfertigen. Ansonsten wüsste ich nicht, wie sich dieser Straftatbestand von der Verbreitung populärer, gleichwohl blödsinniger Verschwörungstheorien, die landauf und -ab zirkulieren, unterscheiden sollte.
Redaktion benachrichtigen „Laßt uns Narren sein“
#47   Lorenz   18:18:39 | Montag, 19. Februar 2007
Opa Bisdomine,
Sehen Sie mir den Tippfehler bitte nach. A dopo
Redaktion benachrichtigen „Laßt uns Narren sein“
#42   Lorenz   15:25:22 | Montag, 19. Februar 2007
Sind Homoschimpfierer…
… Anhänger der Gesundheitsreligion? Sie verstehen doch Homosexualität als Krankheit. Das Kranke auszumerzen ist Anspruch der Volksgesundheitsideologen. Entspringt die an Hass grenzende Homoverachtung hier gar dem gleichen Hygienewahn, dem die Mundkommunion zum Opfer fällt? Noch etwas zum Text: der Sontext von Imagine scheint mir gelinde gesagt einigermaßen unkatholisch. Vielleicht kann die Kritiklust sich hieran noch ein wenig kühlen.
Redaktion benachrichtigen „Laßt uns Narren sein“
#14   Lorenz   10:44:17 | Montag, 19. Februar 2007
Gesundheitsreligion
Kanzelrufe wider die Volksgesundheitsideologie sind wichtig. Da schau ich nicht so genau auf’s Versmaß. Mir bereitet die Formvergessenheit aber auch Sorge. Die Kirche wäre sicher auch „formgerecht“ (z.B. ohne Imagine-no-religion-Dudelei) voll geworden, wenn der potenzielle Gottesdienstbesucher mit einer scharfen, unmissverständlichen Philippika an die Adresse der die Gesundheit verehrenden Menschheit hätte rechnen können.
Redaktion benachrichtigen Altersgemäße Sexualerziehung?
#10   Lorenz   16:42:29 | Samstag, 17. Februar 2007
Themenbezug
Warum wird hier nicht über die Probleme einer dem Libertinismus keine klare Grenze setzenden Sexualerziehung debattiert? Was wir brauchen ist doch eine Sexualerziehung, die unserer Natur entgegensteht, indem sie uns vor unvernünftigen Jugend- und Schönheitskulten schützt, ohne dass wir uns deswegen gleich verschleiern.
Redaktion benachrichtigen Was soll ein Ehebrecher über eheliche Treue sagen?
#75   Lorenz   15:44:46 | Samstag, 17. Februar 2007
Sehr schön, Genoveva
Ein Christ soll natürlich den Sünder zurechtweisen, darf ihn aber nicht verfolgen, schon gar nicht im Sinne kollektiver Verfolgung. Es gilt immer nur die Sünde zu bekämpfen, nicht aber den Sünder. Sollten die Äußerungen des geschätzten Kardinals eine kollektive Hetze gegen Seehofer initiieren oder unterstützen, wäre es ratsam, Meißner ergriffe noch einmal das Wort und missbilligte solche Wirkungen.
Redaktion benachrichtigen Was soll ein Ehebrecher über eheliche Treue sagen?
#57   Lorenz   14:33:11 | Mittwoch, 14. Februar 2007
Lady Integra
Ein Politiker muss natürlich natürlich nach seiner Überzeugung leben, um seiner Vobildfunktion gerecht zu weden
Ist das nicht eine quasiislamische Überschätzung unserer Möglichkeiten, die Sünde zu besiegen. Wird ein Politiker durch seine Sünden disqualifiziert oder durch seinen Umgang mit seiner Sündhaftigkeit? Über letzteren weiß ich freilich nichts.
Redaktion benachrichtigen Was soll ein Ehebrecher über eheliche Treue sagen?
#54   Lorenz   13:01:53 | Mittwoch, 14. Februar 2007
Sollen Ehebrecher schweigen?
Der Meinung des geschätzen Kardinals ist entgegenzuhalten, dass es nicht unbedingt vom Verhalten des Politikers, sondern vor allem von seiner Überzeugung abhängig ist, ob er seiner Vorbildfunktion gerecht wird. Die Wahrheit bleibt doch die Wahrheit unabhängig vom Verhalten dessen, der sie bezeugt. So kann ein Ehebrecher freilich Ehebruch geißeln, also politisch verantwortungsvoll handeln.
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