Mittwoch, 14. Februar 2007 12:56
Lesername: Lorenz
Beiträge: 372
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Donnerstag, 17. Juli 2008 11:53
Lorenz: Was ist mit den Tourismuseinnahmen?
Wie sähe es in Italien aus, wenn der Vatikan ein Statdtteil von Paris wäre?

Per Saldo dürfte Italien das um Längen bessere Geschäft machen.
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Mittwoch, 16. Juli 2008 17:50
Lorenz: Rockmusik
In Kreuz-Forum oder Leserzeitung gab es dazu einst eine sachliche Debatte, deren recht überzeugendes Ergebnis es war, zumindest einzugestehen, dass Rockmusik ihrem Wesen nach das Geistige im Musikhörer zurückdrängen soll, um dass Physische, das Basale, das Lust- und Triebbeladene hervorzuheben.

Der Rhythmus ist das dem Körper Gemäße, die Harmonie das Seelische und die Melodie das Geistige der Musik. Gregorianik ist also reiner Geist von Musik.

Es sind so gesehen nicht nur die Texte, sondern auch die musikalischen Effekte der Rockmusik, die dieser den Verdacht einbringen, dem, was im Christentum für wahrhaft schöpferisch gehalten wird, entgegenzustehen.
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Mittwoch, 16. Juli 2008 12:44
Lorenz: Frage zum „Danke gleichfalls“
Wie verbreitet sind solche Piep-piep-piep-Floskeln in NO-Messen?

Mir fehlt etwas der Überblick.
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Montag, 14. Juli 2008 13:00
Lorenz: Zeitpunkt der Wandlung
Einmal mehr könnte diese Frage durch einen Vergleich mit dem archaischen Ritus strukturiert werden. Der heiligste, aufwühlendste Moment im archaischen Ritus ist nach meiner Einschätzung die Opferung, nicht die Annahme des Opfers durch die Gottheit, die ja nie sinnlich wahrnehmbar ist.

Da die christliche Eucharistie bewusst die Strukturgemeinsamkeit mit dem archaischen Ritus sucht, um die Unterschiede erkennbar zu machen (gerade wie ein Tischler die Parallelität, also Unvereinbarkeit zweier Leisten erkennt, wenn diese nahe beieinander liegen), sollte man sagen dürfen, dass der aufwühlendste Moment die Opferung durch die Wandlungsworte ist. Dadurch – und das unterscheidet dann die Eucharistie vom archaischen Ritus – fallen Opferung und religiöse Epiphanie zeitlich zusammen. Es erweist sich so, dass die Opferlogik seitens des opfernden Kollektives ex ante verstanden ist. Sie wissen, was sie tun, weil sie im Lichte der Offenbarung des Kreuzes opfern.
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Freitag, 11. Juli 2008 20:02
Lorenz: „In unserer Tradition haben die Friedlichen meist den Kürzeren gezogen und tun es heute noch.“
Ist das ein Aufruf zum Kampf?

Die sozialrevolutionäre Fehldeutung des Evangeliums wäre bedenklicher als die Schwulizität dieses Probstes, wenn er auf letztere nicht so ostentativ Wert legte, dass es sich bis in die kreuz.net-Redaktion rumgesprochen hat.
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Freitag, 11. Juli 2008 19:55
Lorenz: Irr-, nicht Aberglauben…
… hat die Hlg. Inquisition bekämpft. Also gehörte Hexenwahn nicht zu ihrem Aufgabengebiet.

Wenn man bedenkt, wie zentral der Ordnungsbeitrag der Kirche für das vormoderne Europa war, rechtfertigt das manche Härte (Häresiebekämpfung) bei der Verteidigung deren Lehrautorität. Der Häretiker berücksichtigt nur seinen persönlichen Vorteil aus der Verbreitung von Häresien, nicht aber die gesamtgesellschaftlichen Wirkungen, ja er kennt letztere nicht einmal.

Was die antikatholischen Schulbücher nie sinnvoll erklären: Das Cui Bono der Hexenverfolgung.

Was soll der Kirche der Erhalt heidnischen Brauchtums jemals genützt haben? Der Rückgriff in die Trickkiste der archaischen Opferkultur, zeigt bestenfalls die Schwäche der christlichen Opferkultur in den für Hexenverfolgung empfänglichen Gebieten Europas.
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Mittwoch, 9. Juli 2008 16:29
Lorenz: Lieber Elijahu,
Sie verbreiten hier munter Verschwörungstheorien (das meine ich mit Neomarxismus; der funktioniert nämlich so), mit denen sich die „verblödeten Schafe“ in aller Welt freiwillig gegenseitig Gehirnwäsche angedeihen lassen.

Sie füttern sich selbst mit der „Propaganda“.

Rerum novarum muss man im Licht von Quadrogesimo anno lesen. Dann versteht man sie auch.

Liebe Grüße, L.
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Mittwoch, 9. Juli 2008 13:29
Lorenz: @ Bushexperte Elijahu
Soso:
Bush marschiert in fremde Länder ein, um den Drogenhandel zu fördern. Außerdem ist er Knecht der Öl- und Rüstungslobby. Die NATO hat er voll im Griff, um sie diversen Lobbygruppen dienstbar zu machen.

Haben Sie noch mehr vom Neomarxisten-Stammtisch zu kolportieren?
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Dienstag, 8. Juli 2008 10:38
Lorenz: Laien
Der Anteil der Bischöfinnen-Befürworter ist unter den Laien geringer als unter den Fachchristen. Ist das ein interpretierbares Ergebnis?

Ansonsten: Eine verlorene Kirche, in der die Herde entscheidet, was der Hirte tun soll.
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Samstag, 5. Juli 2008 17:33
Lorenz: Goldhagen ähnlich Knobloch
Goldhagen leistet den jüdischen Interessen mit auf Halbwissen und Vorurteilen gegründeter Kritik am Katholizismus einen ähnlichen Bärendienst wie C. Knobloch in der Fürbittendebatte.

Das jüdische Problem, dem sich jüdische Interessenvertreter widmen müssen, ist der als Antiisraelismus verkleidete Antisemitismus. Letzteren in der RKK zu suchen, ist vergeudete Energie. Hier werden nur dumme Vorurteile politisiert. Goldhagen und Knobloch sind schlechte Interessenvertreter.
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Donnerstag, 3. Juli 2008 22:43
Lorenz: @Jobärens Kondomy
Gehe mal davon aus, dass sie Le Trot sind. Schöne Joberens-Persiflage! Hut ab, meint…Humaner Vati [mehr…]
Donnerstag, 3. Juli 2008 20:51
Lorenz: @proetcontra
Verzeihung, ich wusste nicht, dass… [mehr…]
Donnerstag, 3. Juli 2008 19:53
Lorenz: @proetc. und aleph; Der Westen schuldet dem Islam nichts
Zu dieser Schlussfolgerung kommt zumindest dieses Buch, das zu lesen ich nicht die Gelegenheit fand:

Sylvain Gouguenheim (2008): „Aristote au Mont Saint-Michel“.

LG, L.
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Mittwoch, 2. Juli 2008 11:42
Lorenz: @Iustus, Ihre Replik zu B.
Auch wenn sich freilich die von Ihnen angesprochenen Strukturgemeinsamkeiten zwischen Modernisten und Traditionalisten unter den Kirchenkritikern feststellen lassen, macht uns diese Äquivalenz doch blind dafür, dass von Äquivalenz keine Rede sein kann.

Beide Vergleichsgruppen werden doch nicht in selbiger Weise im Unrecht sein.
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Mittwoch, 2. Juli 2008 11:24
Lorenz: @Joberens, evangelische „Kirche“
Damit das hier mal geklärt werde:

Die „evangelische Kirche“ ist keine Kirche, weil sie keine Kirche sein will.

Nicht weil es der Papst sagt! Sie selbst bekennt mit dem sola scriptura, dass sie kein anderes depositum fidei akzeptiert als die Schrift. Jeder denkende Protestant akzeptiert daher des Papstes Einschätzung, dass die „ev. Kirche“ eine christliche Gemeinschaft, aber eben keine Kirche, die als Kirche irgendetwas lehrt, ist.

Nur die Schreihälse geifern wie immer!
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Dienstag, 1. Juli 2008 15:10
Lorenz: Die Frage ist,…
… ob man zu der Einsicht, dass die Monarchie eine den genannten Alternativen überlegene Staatsform ist, auch innerhalb modernen staatswissenschaftlichen Räsonierens (Theorie der Verfassung, Sozialwahltheorie, Demokratietheorie) kommen kann.
Wir leben in einer Welt, der die antike Demokratieskepsis verloren gegangen scheint (wenn man von jüngeren Umfragen absieht). Dadurch werden die Defizite der Demokratie unter- und die Defizite der Monarchie überbewertet.

Was ich zum Thema soeben ergoogelte:

Thomas von Aquin gilt mit der Bemerkung, „daß eine übertriebene Vereinheitlichung und Gleichschaltung den Bestand des aus verschiedenen Gebilden zusammengesetzten Gemeinwesens bedroht“, als Erstformulierer des Subsidiaritätsprinzips. Dieses erkennt den Sinn der Monarchie darin, dass es in Konflikten zwischen subalternen Einheiten des Staates eine übergeordnete Instanz mit der Kompetenz zur Konfliktbehebung geben muss. Ein Monarch dient dem Staat damit sozusagen als oberster Schiedsrichter.

Über die Frage, wie ein Monarch vom einfachen sündigen Bürger zum Staatsmann wird, der hinreichend korruptionsresistent ist, äußert sich Thomas leider nur mit Bezug auf die notwendige Christlichkeit des Fürsten. Vielleicht kann man sagen, dass die schiere Symbolik des Staatsamtes aus einem Politiker einen Staatsmann macht. Darauf muss man ja auch in einer Demokratie hoffen.
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Dienstag, 1. Juli 2008 14:34
Lorenz: @Joberens
Die Amtskirche und der Papst sind natürlich nicht für alle verantwortlich sondern nur für die, die auf dass unsinnige Kondomverbot zurückzuführen sind.

Kirche und Papst können auch für die Kondommuffel unter den Infiziierten nichts. Ihre Aussage ist grober Unsinn.
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Mittwoch, 18. Juni 2008 11:09
Lorenz: @Sozialkatholisch und alle; „nach westlicher Art gebunden“
Was bedeutet das im Fall eines Kopftuches?

Wenn es da einen Unterschied gibt, könnte der relevant sein. Leser Sozialkatholisch hat richtigerweise bemerkt, dass es auch im Westen eine schöne Kopftuchtradition gibt.
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Dienstag, 17. Juni 2008 20:25
Lorenz: @Fragender
wurde denn die Liebe als Verfehlung dargestellt? [mehr…]
Dienstag, 17. Juni 2008 16:52
Lorenz: @ Kurt K.; Ihr Glaube
Nur eine Anmerkung zur Vernunft des atheistischen Glaubens:

Dieser Glaube besagt, dass es keine Vernunft gibt, die Aussagen über wahr und falsch und weniger über Gut oder Böse zulässt.
Ihr Glaube besagt auch, dass es keine Hoffnung gibt.
Ihr Glaube besagt auch, dass ein Mensch im Angesicht des Todes zum totalen Egoisten werden sollte, weil er ja nur noch eine Frist hat, die Sau rauszulassen. Ein bisschen Spaß noch und das war’s dann.

Fragt sich, was den Glauben an den Ganztod und die Hoffnungslosigkeit für Sie so attraktiv macht. LG, L.
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Montag, 16. Juni 2008 17:21
Lorenz: Milingo for Pope
…und bitte keine Kelchkommunion, sondern Schnapsgläschen, wie bei den fortschrittlichen Protestanten inzwischen sehr verbreitet. [mehr…]
Montag, 16. Juni 2008 12:24
Lorenz: @Roland, Glaubwürdiger…
… wäre es nach dieser Sichtweise, wenn die Kirche sich dem Geschrei der Welt anschlösse. Wenn der Hirte den Schafen hinterherrennt, dann erfüllt er nach Ihrer Logik seinen Auftrag.

Um es mal ganz drastisch zu sagen:

Adolf Hitler war und ist(!!!) der beliebteste Politiker der Welt.
G.W.Bush ist der gehassteste Politiker der Welt.

Würden Sie mir verzeihen, dass meine Sympathie eher dem gehassten als dem beliebten Politiker gilt?
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Montag, 16. Juni 2008 12:15
Lorenz: @Pünktchen
In Ihrem ersten Video konsekriert der Papst den Wein mit den Worten „für Euch und für alle vergossen.

Was ist denn da los?
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Montag, 16. Juni 2008 11:40
Lorenz: Lieber K.Heinz
Bei allem Respekt für Ihre Gesinnung – gestatten sie mir noch zwei Anmerkungen.

Es war und ist nicht mutig einen Krieg zu kritisieren oder das Land, das ihn führt. Dies weniger, wenn es sich bei diesem Land um die USA handelt. Mutig wäre es von JPII gewesen, Bush zu verteidigen.

Die „hunderttausende“ der Opfer; wem kreiden Sie die an? Natürlich Bush, weil Sie ihn als verantwortlich für den Verlust der staatlichen Ordnung im Irak sehen. Gestatten sie mir, dass ich für diesen Verlust, dieses Grauen den Irrsinn des Terrorismus verantwortlich mache.
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Sonntag, 15. Juni 2008 23:17
Lorenz: @K.Heinz
Wir reden aneinander vorbei. Ich stelle nicht in Frage, dass die Irakintervention suboptimal gehändelt wurde. Für eine Beurteilung bin ich ohnedies kein Experte.

Meine Frage ist diese:

Rechtfertigen die Probleme der Amerikaner im Irak das weltweite Aufblühen des Antiamerikanismus und dessen spezielle Blüte, den Hass auf Bush?

Meine dezidierte Antwort hierauf ist nein. Für eine Debatte darüber, was man im Irak besser machen könnte, bin ich nicht das geeignete Gegenüber. Tut mir leid.
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Sonntag, 15. Juni 2008 20:41
Lorenz: Ach Leute…
@Karl-Henz:

Die Sanchez-Kritik ist doch eine durch und durch politische, auch wenn sie von einem Militär kommt. Wo ist denn da das Sachargument? Synchronisierungmängel? Ja, dass der Irakeinsatz nicht optimal gemacht wurde, hat nie jemand, auch ich nicht, behauptet. Ist das Bushs Schuld?

Brandenburgis und Benedikt:

das ist nun wirklich lustig. Sie streiten sich, wer die intelligentere und plausiblere Verschwörungstheorie vertritt. Es sind aber beides (Synagoge und Lobby) Konspirationstheorien.
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Sonntag, 15. Juni 2008 19:46
Lorenz: @Florian Geyer
Die Entscheidung zwischen einer präventiven und einer passiven sicherheitspolitik hat Bush sicher nicht völlig allein, sondern auf Expertenrat hin gefällt.

Was mich wundert ist, dass an den Stammtischen dieser Welt überall viel größere Experten sitzen, die die Irakinvasion kompetent zu beurteilen imstande Sinn.

Was mich ärgert ist, dass selbst ÖR-Medien, die bequeme und billige Bush-Aversion, die sozusagen die herrschende Auffassung der gesamten Weltöffentlichkeit ist, bequem und billig teilen und weiterverbreiten.

Bush ist ein Sündenbock, ob fehlerhaft oder fehler(failure)frei – soviel ist klar
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Samstag, 14. Juni 2008 23:38
Lorenz: Missetaten Bushs?
Da sich bisher nur Matt gegen dieses zum Allgemeinplatz gewordene Bush-Bashing ausgesprochen hat, will ich mich Matt anschließen.

Bush wird m.E. völlig zu unrecht in unseren Medien und der Öffentlichkeit geschlachtet. Dies beweisen absurde Äußerungen wie auch hier: „an seinen Händen klebt das Blut hunderttausender Iraker“. Attribute wie „Kriegstreiber“ und „Unterstützer der Öl- und Rüstungslobby“ sind alle dermaßen blödsinnig, dass man sich wegen ihrer wie selbstverständlichen Akzeptanz auf breitester Front nur fragen kann: Bin ich verrückt oder sind es die anderen?

Bushs Politik reagiert rational auf die Sicherheitsprobleme der Welt – ob erfolgreich oder nicht. Bush die Schuld für diese Sicherheitsprobleme und deren Folgen zu geben, bedeutet, von einer Meinungskaskade mitgerissen worden zu sein.

Warum der Antiamerikanismus ein Markenzeichen von kreuz.net ist, habe ich noch nicht kapiert.
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Samstag, 14. Juni 2008 20:45
Lorenz: Peter Pan;
Nun das mit der Spezialisierung ist einfach zu erklären.

Unsere Politiker erfahren erst nach der Wahl, dass sie in Staatsämter kommen. Sie bilden sich dafür nicht aus. Dies ist bei einem geborenen Staatsmann natürlich anders.

Dass ein Monarch vom Talent her verglichen mit seinen Spitzenbeamten ein Trottel sein kann (vgl. Windsor) wird durch sein Training von kleinauf ausgeglichen. Die Monarchie kennt bei gänzlich ungeeigneten Herrschern auch noch die Vertretung durch einen Regenten. Unsere Politiker kommen zar wettbewerblich in ihre Ämter, jedoch welche Fähigkeiten zählen in diesem Wettbewerb? Sie wissen es.

Dass es auch iliberale Monarchien gibt (Preußen mit Schulpflicht und Wehrpflicht, aber mit ostentativer Religionsfreiheit), ändert nichts an dem Grundproblem der Demokratie, jede Einschränkung der Freiheit mit Verweis auf die mehrheitliche Legitimation rechtfertigen zu können.

Eine Ausweitung demokratischer Herrschaft durch den Lissabon-Vertrag öffnet das Tor für den Leviathan, weil eine wettbewerbsföderalistische Kontrolle dieses Europa zunehmend schwieriger wird.
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Samstag, 14. Juni 2008 16:22
Lorenz: Peter Pan
Nun aber mal halblang, sonst bezeichne ich Sie noch als Geschichts-LK’ler und ich will doch partout nicht über andere Leser spotten.

Was Sie über die Monarchie schreiben, passt bestenfalls zur Diktatur.

Als der amerikanische Präsident sich 1910 mit Kaiser Franz Josef traf, fragte er den Kaiser, was denn ein Kaiser im 20. Jh. noch für eine Aufgabe habe. Der war um die Antwort nicht verlegen: Ich muss meine Völker vor ihren (demokratisch gewählten) Regierungen beschützen.

Uns fehlt so ein Kaiser: Was Ludwig der Sonnenkönig (der Staat bin ich) nie gewagt hätte, ist bei uns Realität:

Wehrpflicht, Einkommensteuern („the king should live on his own“), Rauchverbot (Prohibition), Bürokratie.

Sie haben ein vollkommen verzerrtes Bild, was die Aufgabe eines Monarchen in einem Staat ist. Der Monarch entscheidet nur dann, wenn dezentrale staatliche Einheiten keine sinnvollen Entscheidungen fertigbringen. Er ist ein Spezialist in Dingen des Staates, während unsere zufällig in Ämter gespülten Politiker Amateure sind.

Alles worum ich Sie bitte, ist ein bisschen mehr Demokratieskepsis, weil Demokratie eine Diktatur der Meinungen (von Nichtexperten) ist.
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Samstag, 14. Juni 2008 14:37
Lorenz: @Peter Pan; Wahlen
Wahlen sind doch der Weg, die Diktatur der Demokratie zu rechtfertigen.

Die Phrase „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ ist ein Oxymoron, so wie „schwülheißer Wintertag“.

Eine Demokratie kann Freiheit viel legitimer einschränken, als eine Monarchie (deren Sinn immer die Verteidigung der Freiheit ist).

Und die Demokratrie beschränkt die Freiheit dann auch in einer Weise, wie es kein Monarch jemals gewagt hätte. Sie beruft sich dabei auf die (rational uninformierte) Mehrheit, was ein Monarch nicht kann.
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Donnerstag, 12. Juni 2008 13:26
Lorenz: @Nachtlaterne
Wegen des Versmaßes bekommen Sie sicher gleich eine Standpauke, bei der Ihnen das dichten vergeht.

Allerseits viel Geduld miteinander!
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Donnerstag, 12. Juni 2008 11:16
Lorenz: Wie bewertet die evangelische Kirche den Bruch der Weiheversprechen?
Bezügl. Papsttreue, Zölibat und dieser Dinge hat der gute Mann es sich doch nun anders überlegt. Toleriert die ev. Kirche das kommentarlos? Völlige Kritiklosigkeit auf evangelischer Seite grenzte ja fast an Hehlerei. [mehr…]
Dienstag, 10. Juni 2008 17:35
Lorenz: @Brandenburgis; Ich muss Ihnen wohl zustimmen
Vor allen Dingen, was Janßens Hoffnung auf Akzeptanz in der neuen Umgebung anbelangt.

Ein Konvertit ist einer, der es ernst meint. Der ist für die Lauen eine Gefahr. Janßen wird wohl aufpassen müssen, nicht als superkatholischer Besserwisser zu gelten. Aber dies gilt nur für die engen Kreise einer Pfarrgemeinde. Ansonsten sollte die katholische Welt doch aufnahmefähig sein, für alle denkbaren Gestalten, die sich ihr zuwenden.

Dass die „konfessionelle Grundierung“ so stark die Beziehungen strukturiert, dürfte auch an unserer PC-Kultur liegen, in der einjeder zu den Guten gehören möchte, ohne zu wissen, was das Gute ist. So wird das Gute dann relativistisch von den Meinungen hergeleitet, welche ihrerseits auch durch die Zugehörigkeit zu irgendeiner Konfession prognostiziert werden können.
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Dienstag, 10. Juni 2008 15:59
Lorenz: Wenn schon katholisch, dann richtig…
… dürfte Janßens Zielstelung sein. Ich vermute, dass es nicht die Sakramente allein, sondern auch eine (vielleicht heimliche) Begeisterung für die Tradition ist, die zu solch einem Schritt antreibt.

Eine Frage an Leser Brandenburgis:

Warum meinen Sie, dass Janßens Umfeld sich von ihm abwenden wird?
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Donnerstag, 5. Juni 2008 11:55
Lorenz: @Uhrmacher
Die zwei Treffer waren Postings des Lesers Nachtlaterne.

Versuchen Sie es mal mit „saboism“. Da gibt es viele Treffer. Wenn Sie eine Definition finden, bitte posten. Danke.
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Donnerstag, 5. Juni 2008 09:53
Lorenz: @Vineta
Sie waren aber noch lange auf. Tut mir leid, dass ich meinen Part nicht kompetenter gespielt habe. Ich verspreche B XVI in Zukunft noch(!) kritischer zu sehen. Bis zum nächsten Thema. Grüße, L. [mehr…]
Donnerstag, 5. Juni 2008 00:16
Lorenz: @Vinata
Nur damit Sie ruhig schlafen können: Ich bin kein Funktionär. Leider.

Vermutlich haben wir sehr ähnliche Grundhaltungen. Nur, Ihr Benedikt-Bashing halte ich für übertrieben. Der Papst muss die Spannungen berücksichtigen, die er mit einem klareren Kurswechsel im Kirchenschiff verursachte. Die Kirche ist – um im Bild zu bleben – ein wenig torsionssteifer Kahn.
Denken sie doch an die letzte Enzyklika. Da lesen wir: Die Botschaft von ewiger Verdammnis und Fegefeuer ist wahr und gehört logisch zur Frohbotschaft dazu. So klar hätte es JPII nie gesagt und Frau Käßmann sowieso nicht.

Also: Wenn Sie BXVI schon nicht mögen, sehen sie ihn doch als geringstes Übel, so wie ich Frau Merkel als geringstes Übel sehe.
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Mittwoch, 4. Juni 2008 21:33
Lorenz: @Vineta, Koranküsse
Ist es so, dass sich B XVI über den Tisch ziehen lässt? Ich bin kein Experte, doch scheint es mir, als würde er den Kurs seines allumarmenden Vorgägers sanft korrigieren. Sie wünschen sich einen deutlicheren Papst? Ich auch.

Ich beobachte die Feindschaft der Muslime, gerade der hier lebenden, unserer Kultur gegenüber auch mit Sorge. Das Problem ist – und so kehren wir zum Ausgangspunkt Käßmann zurück –, dass ein relativistisches Gutmenschenchristentum genauso wenig zu unserer Verteidigung beiträgt, wie der Protektionismus, den Sie sich scheinbar wünschen.

Es geht nicht ohne ganz klares, mit breiter Brust vorgetragenes, christliches Bekenntnis. Das müssen wir von Amerika lernen. Es wird nichts aus Dialogen herauskommen, wenn man in der Wahrheitsfrage wackelt und ein Gegenüber hat, dass seinen Glauben hingegen dummdreist als Absolutum verkauft.

Ein christlich-muslimischer Dialog über Religion scheint mir ungefähr so sinnvoll, wie wenn ein Mathematikprofessor und ein Drittklässler, der gerade das Einmaleins verstanden hat, über die Grundlagen der Mathematik handelseins werden wollen. Der Mathematikprofessor redet sich überdies ständig ein, er könne nicht sicher sein. Der Drittklässler glaubt fest, dass er alles verstanden hat, wenn er weiß, dass 6x7=42 ist. Und vor so einem Drittklässler will sich der Papst nicht in die Hose machen. Das muss man (ob klug oder nicht) verstehen.
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Mittwoch, 4. Juni 2008 21:09
Lorenz: @unteroktav; 17.22 Uhr
Warum sollte es Alois Bischof „wurscht“ sein, ob die anderen ins Verderben laufen. Vielleicht teilt er Ihren Heilsegoismus nicht. [mehr…]
Mittwoch, 4. Juni 2008 10:36
Lorenz: Da hier immer noch kein Ende gefunden
Lieber Vineta,

seien Sie doch nicht immer gleich auf der Palme. Auch nicht wegen Heinrichs Kurzkommentar.

Ich denke, Ihre sichtweise dessen, was der Papst sagen und tun sollte, ist mit des Papstes Auftrag nichgt überein zu bringen. Zwar haben die Päpste in der Geschichte oft die Verteidigung des Abendlandes (mit-)koordiniert (Hlg. Pius V. etwa), aber unser Papst denkt möglicherweise, dass das Christentum, insb. der Katholizismus, aus der Defensive heraus muss. Das Christentum darf der apokalyptischen Schlacht, wenn Sie so wollen, nicht ausweichen – auch wenn das eine Rückkehr der Märtyrerkirche bedeuten könnte, auch wenn es ein Weg ist, der alles wandelt.

Ihrem Einwand, dass der Papst das derzeitge Abendland für nicht besonders verteidigenswert halten könnte, halte ich entgegen, dass Europa (der Westen) Reste einer Kultur birgt, ohne deren Bewahrung auch kein Neubeginn möglich sein dürfte.
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Dienstag, 3. Juni 2008 22:14
Lorenz: Vineta; Papst und Islam
daß dem Papst ein islamisches Deutschland schon in 15 Jahren ( bei EU-Beitritt der Türkei) lieber ist als erst in 30-40 Jahren.
Warum denn keine christliche Türkei?

Geben sie die Seeln der Türken doch nicht so einfach verloren. Ich bin kein evangelikaler Missionar. Aber an die Seelen der verblendeten, ungläubigen Türken denke ich jetzt voller Sorge.
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Dienstag, 3. Juni 2008 19:27
Lorenz: @Vineta; Käßmann und Türkei
Bitte halblang. Erst beschweren Sie sich, dass kreuz.net zur Amüsiermeile verkommt (gebe Ihnen recht) und wenn dann jemand Ihren inhaltsvollen Gedanken aufgreift, sind Sie gleich obenheraus.

Der Punkt war, dass Käßmann gegen den Türkeibeitritt ist und der Papst, wie Sie sagen, dafür.

Ich vermute, dass gleichzeitig gilt: Der Papst will ein christliches Europa, das die kulturelle Kraft hat, die Christlichkeit der Welt zu befeuern. Ich bezweifle, dass Frau Käßmann ähnlich weit denkt.

Der Papst sieht die Türkei als ein Land mit überragender christlicher Tradition. Frau Käßmann sieht den tödlichen Halbmond.

So erkläre ich mir Ihren Befund. Liebe Grüße
[mehr…]
Dienstag, 3. Juni 2008 17:09
Lorenz: @Gotthard lsbkb-credo
Schon gut. Man müsste also fragen, ob Kind Gottes und Sohn Gottes nicht zu trennende Begriffe sind. Der Sohn Gottes ist jedenfalls kein Kind Gottes, weil er Gott selber ist als Vater und Sohn in einer Person.

Aber darum geht es nicht. Es geht um die sozialrevolutionäre, ökopazifistische Fehldeutung des Christentums, über die sich der Antichrist die Hände reibt.

Das Christentum wird auf den Kopf gestellt, wenn es zu einer Verfolgerreligion gemacht wird. Bitte bedenken Sie dies, Gotthard. Danke.
[mehr…]
Dienstag, 3. Juni 2008 16:09
Lorenz: Kath.net > Kreuz.net
Zumindest nach Alexa.com:

Kath.net ist die 124000ste und Kreuz.net die 174000ste Seite im Aufrufranking des gesamten Internet.
[mehr…]
Dienstag, 3. Juni 2008 15:55
Lorenz: Vineta Käßmann vs. Benedikt
Vielleicht können wir dieses sagen:

Der Papst hat keine Angst vor der Glaubenskonkurrenz Islam. Er weiss, dass „sein“ Produkt das zigfach überlegene ist, auch wenn das die religionsnachfragenden Menschen noch nicht alle geschnallt haben. Also: Der Papst ist völlig angstfrei und braucht keine institutionellen Wettbewerbshemmnisse.

Frau Käßmann, die gar nicht weiß, was ihr Produkt ist, die von den Resten einer aussterbenden (ehemals verdienstvollen) evangelischen Frömmigkeitstradition lebt, hat die Hosen natürlich voll und fordert ein islamfreies Europa.
[mehr…]
Sonntag, 1. Juni 2008 23:50
Lorenz: Lieber Defensor; „zum Sohn und zur Tochter Gottes“
Ich gehöre nicht zu den Homothematisierern in diesem Forum. Was Sie da aber bei der lesbisch-schwulen-Basiskirche Basel ausgegraben haben ist, wie ich hoffe, noch nicht repräsentativ für die Christenheit.

Ich schiebe diesen Absturz in die Hände Satans hier nicht auf lesbisch-schwul, nicht mal auf Basel, sondern auf „Basiskirche“.

Verhunzungen des Apostolicums sind leider keine Seltenheit bei den Protestanten.
[mehr…]
Sonntag, 1. Juni 2008 20:07
Lorenz: methusalix
Wie war das gemeint mit dem blühenden China?
Meinten Sie die Viertelmillion Selbsmorde pro Jahr?
Meinen Sie die Öko- und Naturkatastrophen?
Meinen Sie den Umgang mit Flüchtlingen aus Nordkorea?

Oder meinten sie die doch die Außenhandelsbilanz?
[mehr…]
Sonntag, 1. Juni 2008 19:54
Lorenz: Was ist eine Taufe?
Die Forderung nach „Entexorzierung“ des katholischen Ritus zeugt mal wieder von beneidenswertem theologischen Sachverständnis. [mehr…]
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Samstag, 31. Mai 2008 22:02
Lorenz: GEZ-Fernsehen
Die Sendung war wirklich extrem tendenziös. Die Helden waren Zollitsch und Priester, die für die Abschaffung des Zölibat, Frauenordniation und Interkommunion beteten. Die Schurken waren Bischof Müller und dessen im archaischen Glaubenskosmos gefangene Priester, die für die Seelen derer, die im Fegefeuer sind, beteten. Solche Fürbittaktivität galt dem Redakteur als ganz rückschrittlich. Fürbitten für die, die vor den ewigen Richterstuhl getreten sind, sollte es nach dessen Darstellung scheinbar nicht geben.

Böser Müller, guter Zollitsch- Das klare Credo dieser Sendung.
[mehr…]
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