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Der Typ ist eine Katastrophe Daß Zollitsch nichts anderes als ein Westentaschen-Lemann werden würde,
war mit seiner Wahl klar. Aber als erste PR-Aktion dem Spiegel ein Interview zu geben und derartiges von
sich zu lassen, ist unterste Schublade: 1) Deutschland redet über den Papst und die Widerkehr des Religiösen,
der Chef der DBK redet über das 70er-Jahre-Thema Zölibat. Das Zölibat hat das Priesterbild in den katholischen
Landen nun mal kulturell determiniert. Wer an ihm rüttelt, macht nicht das Priestertum attraktiv, sondern
zerstört es. Nicht das Zölibat ist schuld an den wenigen Berufungen, der fehlende Glaube ist es. 2)
Die politischen Aussagen Zollitschs bestätigen, was ich sonst auch schreibe: Wie soll denn die Union
katholische Politik machen, wenn die Bischöfe dagegen sind? zollitsch greift ja „von links“ an. Der fördert
den Staatssozialismus a la Rot-Grün und pfeifft auf das christliche Familienideal. Unter diesen Bedingungen
katholische Politik zu machen ist unmöglich. Und dazu dieser dümmliche Sozialneid, dem er das Wort redet.
Also, eins ist klar: Wer behauptet, die Mission der FSSPX sei mit dem Motu Proprio erfüllt, der hat nichts
begriffen. Die DBK macht mit Ihrem antikatholischen Kurs konsequent weiter.
#41 Pius XII 18:04:58 | Dienstag, 12. Februar 2008
Nein, Tridentinus Sehen Sie, das Festhalten an der klassischen Liturgie war doch immer gegen die seinerzeit
regierenden Päpste erfolgt. Das ist ja der Notstand. Und was soll denn nun plötzlich anders sein? Nach
wie vor gelten die Bischöfe als exkommuniziert, nach wie vor bestehen erhebliche Mißstände in der „Amts-„Kirche,
die gerade in den Gemeinden vor Ort Bischof Williamssons Wort von den „zwei Religionen“ bestätigen. Sicher,
B16 bringt in vielem neue Hoffnung. Aber bevor sich die Situation der FSSPX nicht de jure geändert hat,
besteht hier doch keine Veranlassung, die Liturgie zu verändern. Erst Aufhebung der Exkommunikationen –
dann Verständigung – und dabei mag man über die Fürbitte reden. Aber doch nicht andersrum.
#39 Pius XII 17:33:22 | Dienstag, 12. Februar 2008
Naja, Tridentinus das ist so zwingend nicht. Es ist ja beständige Aussage der FSSPX, daß mit Antritt
des P. Johannes XXIII. und insbesondere mit dem Vatikanum II und seinen Reformen ein grundlegender Wandel
in Rom eingetreten ist und insofern die alte Gleichsetzung Römische Autorität = Stimme der Wahrheit
nicht mehr gilt. Und solange dieses grundlegende Problem nicht geklärt ist, bestehen eben hinsichtlich
der Autorität Benedikts XVI. Einschränkungen, die gegen Pius XII. nicht bestanden. Etwas anderes gilt
freilich, wenn es zu einer Verständigung kommt. Aber in dem derzeitigen ungeklärten Zustand – mit der
nach wie vor behaupteten, ungerechten Exkommunikation der Bischöfe – besteht doch wirklich kein Grund,
hier einzuknicken.
#37 Pius XII 17:17:36 | Dienstag, 12. Februar 2008
@ Tridentinus: Überbewerten Sie da nicht diese Nachricht? Lieber Tridentinus, aus einer Todesnachricht
auf der Homepage eine Stellungnahme zur Karfreitagsliturgie zu entnehmen, halte ich für gewagt. Zumal:
Da die neue Fassung zwar wieder mal eine „Reißbrett-Liturgie“ ist, aber theologisch an der tradierten
Lehre festhält, dürfte sie ohnehin kein Grund für „schwerwiegendere Differenzen“ darstellen. Im übrigen
gibt es wohl bislang noch keine Entscheidung der FSSPX zur Verwendung der neuen Fassung. Wobei es mich
persönlich verwundern würde, wenn man die neue Fassung übernähme. Weshalb sollte man das tun? Ganz
im Gegenteil, hält man an der (aufs Frühchristentum zurückgehenden) alten Form fest, setzt man die
Ecclesia-Dei-Gruppen, die wahrscheinlich mal wieder mit fliegenden Fahnen kapitulieren (was anderes können
die ja nicht), schön unter Druck. Diese Frage mag man im Rahmen einer großen Bereinigung der Differenzen
behandeln, aber es ist doch beim besten Willen nicht erkennbar, weshalb man nun diese Änderung mitmachen
muß. Wobei: An dieser einen Formulierung hängt es sicher nicht. Insofern gilt, daß ich mich an das
halte, was die FSSPX dazu entscheidet.
#49 Pius XII 15:31:41 | Dienstag, 12. Februar 2008
Nichts Gutes zu erwarten Zollitsch ist der Kandidat des Lehmann-Flügels. Mit ihm wird der bisherige Kurs
einbetoniert. Insofern bleibt es dabei, daß von der DBK nichts zu erwarten ist, was geeignet wäre, den
katholischen Glauben wieder zu stärken. Aber es ist wie immer: auf den begabten Strippenzieher und Intriganten
Lehmann folgt der farblose Zollitzsch. Das niveau sinkt immer weiter. Und die Alternative Marx lockt ja
auch nicht gerade. Insofern ist diese Wahl nichts anderes als eine Fußnote im Kapitel über den Niedergang
des Katholizismus in Deutschland. Interessant wird dann, wer Zollitzsch beerben wird. Aber offenbar besteht –
gerade auch unter den Weihbischöfen -eine stabile linke Mehrheit, so daß es zunächst einer biologischen
Lösung bedarf, ehe man in Deutschland wieder auf die diözesanen Strukturen hoffen darf.
@ Romulus, Pippifax, Murx Romulus, ich habe niemals das dt. Abtreibungsrecht verteidigt. Ich kenne Sie
nicht, Sie mich nicht (vermutlich). Also hören Sie auf, sich hier an mir abzuarbeiten. Pippifax, der
Kern der dt. Christdemokratie waren immer die Katholiken. Die prot. Bürgerlichen, die zumeist Nationale
waren, hatten ja nach dem Krieg ein massives Legitimitätsproblem. Deshalb sind sie gern unter das Dach
der Katholiken geschlüpft. Hier geht es doch aber um was anderes: Der Platz und Anspruch des Glaubens
ist die Mitte der Gesellschaft. Nur weil man ihn daraus weitgehend vertrieben hat heißt das doch nicht,
daß man sich nun selbst aus der Mitte der Gesellschaft entzieht und damit das Geschäft der Linken vollendet.
Eine CDU-Mitgliedschaft für anstößig zu halten ist etwa genauso gaga wie wenn irgendwelche durchgeknallte
Linke einen Sozi zum „Faschisten“ machen. Obskurantes Sektierertum ist ganz sicher nicht katholisch. Murx,
Sie sind einfach wirr. Ich habe ursprünglich einen Beitrag gegen das Frauendiakonat gepostet. Es waren
Sie, der über diese unselige Konferenz gejubelt hat. Also, was wollen Sie?
@ Murx von den 5000 Seiten auf ‘Rore-Sanctifia.org’ haben Sie nicht eine Zeile gelesen. Daher hat Ihre
Aussage keinen Stellenwert. Das bedeutet: Wer nicht rore-sanctifica liest, dessen Aussage hat keine Bedeutung.
Hallo, Murx, leiden Sie an Größenwahn? Was erwarten Sie für solche Sätze, Mitleid oder Schadenfreude?
Ich bin nun mal kein Sedisvakantist. Und deshalb sind die Lehmänner etc. für mich Abgefallene, keine
Besatzer. Und wenn ich mir Sie und den Mist, den Sie verzuapfen, von dem Chaos Ihrer persönlichen Umstände
ganz zu schweigen, so anschaue, dann bin ich mir sicher, daß das die Katholische Kirche nicht sein kann.
Ähnlich geht es mir mit den hirnlosen Pöbeleien eines Romulus. Der lobt nun das theologische Genie eines
Murx. Na so was. Unter dem 28.6.07 lies er sich noch so vernehmen: Sedisvakantisten – egal wie fromm oder
legalistisch sie sich gebärden – sind auf dem Irrweg. Ihre weitgehend selbstgebastelten Verschwörungstheorien,
dass der Stuhl Petri unbesetzt sein soll, sind ganz gewiss nicht unter der Führung des Heiligen Geistes,
sondern unter der Führung Satans zustande gekommen. Was für eine schwache Persönlichkeit muss man eigentlich
sein, um ein – wie wir es hier oft erleben – zänkischer Sedisvakantist zu werden? Oder ein zänkischer
Pöbeler, der heute so und morgen anders schreibt, nur um mal wieder gegen die Christdemokratie (übrigens
von Pius XII gefördert) anstinken zu können. Romulus und Murx sollten sich mal merken, daß Religion
und Vernunft zusammengehören!
Mit diesen Zweifeln kann man jeden Priester in Frage stellen Mit den Maßstäben, die hier angemahnt werden,
kann man jede Weihe in Frage stellen. Es ist doch einfach: wenn mit der Erzdiözese Freiburg und der FSSPX
zwei Autoritäten (eine würde ausreichen, je nach Geschmack mag man sich eine der beiden aussuchen) bestätigen,
daß Schmitz gültig geweihter Bischof war, dann liegt die Darlegungs- und Beweislast für das Gegenteil
bei denen, die es behaupten. Und alles, was dazu hier und sonstwo vorgetragen wird, ist unsubstantiiert
und nicht belastbar. Ergo war Schmitz Bischof. Damit hatte er Weihegewalt, wenn auch nicht zwingend -befugnis.
Aber die ist ja bekanntlich für eine gültige Weihe nicht vonnöten. Und daß Schmitz Lingen geweiht
hat wird ja wohl niemand bestreiten. Und selbst wenn: auch hier vermittelt die schriftliche Bestätigung
von Schmitz einen Anschein, den jeder Zweifler widerlegen muß. Und auch eine solche Widerlegung habe
ich bislang nirgends gelesen. Hinzu kommt die Wahrscheinlichkeit: Wieso sollte der theologisch gebildete
Lingen sich ungültig weihen lassen? Ergo: Der Mann ist gültig geweihter Priester.
Pater Lingen Er ist’s! Sein Weihevater ist unzweifelhaft katholischer Bischof gewesen, was sowohl von
der Erziözese Freiburg wie auch von der FSSPX bestätigt wurde. Die Weihe selbst ist dokumentiert. Sie
war demnach unerlaubt, aber gültig. Seine theologische Qualifikation ist übrigens ebenso unbestreitbar.
Wenn Sie sich seine Homepage www.kirchenlehre.de ansehen, finden Sie in den älteren Beiträgen durchaus
saubere Argumentationen, die auch sprachlich niveauvoll sind. Er hat einen guten Überblick sowohl über
die klassische wie die nouvelle Theologie. Leider kann man an den Beiträgen auch seine Verbitterung ablesen,
seit ein paar Jahren produziert er nur noch Unsinn wie diese Strafanzeige und ist zum Querulanten auf
niedrigestem Niveau abgerutscht. Schade.
Das ist nur noch peinlich P. Lingen sollte das Vatikanum I lesen, damit ihm die Rolle der Wissenschaft
klar wird. Jura ist eben Rechtswissenschaft, und wer in dieser rumfurwerkt, der sollte zumindest über
Grundkenntnisse verfügen. Und seine ganzen Elaborate, Strafanzeigen, sein Lamentieren über die Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
gegen ihn wegen des durch seine mangelnde Verteidigungsanzeige ergangenen Versäumnisurteils – die sprechen
doch eine eindeutige Sprache: Lingen hat von Jura keinen blassen Schimmer.
@ Murx @ Fiore Murx, in der Tat schätze ich Dr. Barth sowohl als Mensch wie auch von seiner Arbeit her
sehr und fühle mich wohler mit ihm als mit Ihnen. Fiore, historisch waren die Kardinäle die Diakone
und Priester der römischen Hauptkirchen, weshalb bis heute jedem Kardinal eine Titelkirche zugeordnet
wird. Es war und ist de jure daher für ein Kardinalat ausreichend, Diakon zu sein. Sobald es weibliche
Diakone gibt, wird sofort die Forderung nach weiblichen Kardinälen kommen. Und sobald ein Papst von den
Stimmen dieser weiblichen Kardinäle abhängig ist, brechen alle Dämme. Dann würde ich am Ende doch
noch unam cum Murx sein, und das möge Gott verhüten.
@ Murx Sehen Sie, Murx, es gibt auch Nicht-Sedis. Und die gehen davon aus, daß der Papst Papst ist. Und
die möchten nicht, daß hier die Kirche von sich selbst abfällt. Daß Sie das anders sehen ist klar:
denn eine Einigung der FSSPX mit einer Kirche mit Frauen-Kadinälen wäre sicher ausgeschlossen. Das würde
der Frage nach der Sedisvakanz neue Nahrung geben. Sehen Sie: Mir geht es darum, die institionalisierte
Kirche, wie sie (bedauerlicherweise) ist, wieder ins Lot zu bringen. Sie wollen eine Alternativveranstaltung
betreiben. Ich denke, die Aufgabe besteht darin, die bestehenden Institutionen (kirchliche wie säkulare)
wieder ins Lot zu bringen, nicht, sie zu ersetzen. Ich rede von Erneuerung, Sie von Abbruch und Neubau.
Nun gibt es sicher einen Punkt, wo nicht mehr gerettet, erneuert, saniert werden kann, sondern wo eben
einfach Schluß ist und nur noch der komplette Neuanfang bleibt. Ein Frauendiakonat, dem folgend ein Frauenkardinalat,
parallel dazu der Verzicht aufs Zölibat und schließlich ein Frauenpriestertum wären wohl dieser Punkt,
der zwingend zur Trennung führen würde. Ich will das nicht, weil ich diese Trennung nicht will. Sie
schon.
Um Himmels willen! Das Frauendiakonat wäre eine Katastrophe. Denn dann könnte es auch weibliche Kardinäle
(Kardinaldiakone) geben. Das Kardinalat ist nämlich nicht an die Priesterweihe gebunden, es entspricht
nur der gängigen Praxis.
#158 Pius XII 18:03:30 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Reißbrett-Fürbitte Sicher steht die neue Fassung theologisch in der kirchlichen Lehre, weil sie die
Bekehrungsnotwendigkeit der Juden nicht leugnet (nur anders, netter formuliert). Aber: Es ist doch wieder
ein Fall, in dem Liturgie gemacht wird. Die Karfreitagsbitten zählen zu den ältesten Teilen der Liturgie.
Und ein Argument gegen die Liturgiereform, das übrigens besonders vehement von Kardinal Ratzinger vorgebracht
wurde, ist doch, daß hier die „gemachte“ an die Stelle der „gewachsenen“ Liturgie tritt. Und genau das
trifft eben auch für die neue Karfreitagsbitte zu. Nun gut, daß die FSSPX die neue Fassung übernimmt
ist ja wohl nicht zu befürchten.
#105 Pius XII 17:01:49 | Dienstag, 29. Januar 2008
@ Benedikt Ich denke es ist sinnlos, hier weiter zu diskutieren. Die ganze Debatte inkl. des redaktionellen
Beitrags zeigt mal wieder sehr deutlich, weshalb es Konservativen und Lebensschützern in Deutschland
nicht gelingt, sich Gehör zu verschaffen und in der öffentlichen Debatte ihre Positionen einzubringen.
Das ist eben der Unterschied zu den USA oder auch der Schweiz: Wir kriegen diesen NS-Komplex nicht los.
Warum kann man nicht einfach anerkennen, daß das III. Reich ein absoluter Tiefpunkt (Matussek spricht
vom „größtmöglichen Freak-Unfall der Deutschen“) war, daß deshalb gewisse Tendenzen und Entwicklungen
desauvoiert sind und basta? Ich kann doch ein Konservativer – zumal eine katholischer! – sein, ohne diesen
ganzen übersteigerten Nationalismus und diese klandestine NS-Apologie betreiben zu müssen. Die nationale
Entwicklung ging eben mit der kleindeutschen Lösung und dem konstruierten Gegensatz von Germanismus zu
Romanismus einen Irrweg. Und die Alternative ist der universale Katholizismus. Also Metternich, Pius IX,
Donoso Cortez, Pius XII statt Bismarck, Wilhelm II, Hitler; eine authentische Christdemokratie statt NPD.
Das wußten vor dem Konzil die Katholiken sehr gut, spätestens nach dem Kulturkampf hatten sie es begriffen.
Und es ist diese Tradition des Zentrums, in der wir stehen, nicht die akatholische Tradition der braunen
Batallione.
@ Vineta: Sie schießen übers Ziel hinaus Lb. Vineta, wie schon bei dem Sarkozy-Thema finde ich Ihren
Ansatz absolut richtig. Nur leider schießen Sie mE bei beiden Themen übers Ziel hinaus, wodurch Sie
sich Chancen auf Erfolg vergeben. Niemand verteidigt doch einen Räuber, nur weil er der Meinung entgegentritt,
Raub und Mord seien gleich verwerflich. Ebenso wird doch niemand zum Befürworter oder Wegbreiter der
Abtreibung, weil er darauf hinweist, daß es einen Unterschied macht, ob der Staat selbst den Tötungsbefehl
gibt und auch kraft seiner Herrschaftsmacht umsetzt oder aber ob er pflichtwirdig passiv beiseite steht.
Dieser Unterschied ist nun mal da, so wie der zwischen Mord und Raub. Und dennoch darf man nicht rauben.
Der Hinweis auf das andere Unrecht, uU auch das größere Unrecht, was andere begehen, ist doch niemals
eine Exkulpation für eigenes begangenes Unrecht. Ansonsten bleibt es dabei, daß die Abtreibungsentscheidung
eine individuelle der Mutter ist. Naturgemäß wird diese nicht im luftleeren Raum gefälltm, sondern
wirken soziale Einflüsse mit. Aber Butter bei die Fische: Noch nie waren die materiellen Umstände für
ein Kind so gut wie heute. Und Druck von der Familie, dem Partner etc. rechtfertigen niemals eine Straftat.
Wenn wir so anfangen, dann enden wir bei den linksliberalen Gutmenschen, die zB U-Bahn-Schläger „mit
Migrationshintergrund“ nicht bestrafen wollen, weil die ja nur ein „Opfer der Gesellschaft“ seien. Ich
für meinen Teil bin ein Fan klarer Verantwortlichkeiten. Bei der Abtr sind die klar.
Stöhr, damit geben Sie es zu Sie schreiben ja selbst, daß es Lerle nicht um die Abtreibung geht, sondern
um den „Schuldkult“ (was für ein dämliches Wort). Und genau deshalb ist er eben kein wirklicher Lebensschützer,
sondern ein Politsektierer, der den Lebensschutz nur als Aufhänger mißbraucht. Im übrigen fand ich
diese Dauerberieselung mit der Nazi-Zeit auch anstrengend. Martin Walsers Paulskirchen-Rede sprach mir
aus der Seele. Aber lesen Sie doch mal hier im Forum die Beiträge. Nehmen Sie nur Dr. Heger. Es ist eben
(leider) so, daß die NS-Zeit bis heute eine gewisse Faszination, eine Faszination des Bösen, ausstrahlt,
und daß offenbar immer noch Zeitgenossen dafür zu haben sind. Ob nun die aktuelle Pädagogik dem entgegenwirkt
oder eher das Gegenteil bewirkt, kann man sicher diskutieren. Aber daß es durchaus angebracht ist, weiterhin
aufmerksam zu sein, zeigt sich immer wieder. Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun. Dieses Zusammenhängesehen,
wo einfach keine sind, das ist einfach greauenhaft. Alles ist Verschwörung, und vor lauter Verschwörungen
reicht es dann nicht mal mehr, das, was man tun kann, auch zu tun. Was scheren Sie sich denn ums III.
Reich? Kümmern Sie sich doch lieber darum, was gegen die Abtreibungen zu tun.
@ HvO @ Daniel Stöhr 1. Lieber HvO, meine Variante 1 war bis vor kurzem in China gängige Praxis. Und
der NS-Judenmord entspricht eben vom Schema her auch diesem Beispiel. Sie haben sicher recht, daß ein
solches Vorgehen eines Staates extrem ungewöhnlich, weil abscheulich ist. Aber damit haben Sie ja auch
begründet, weshalb wir uns bis heute so schwer mit einer Einordnung des Nazi-Regimes tun. Entscheidend
ist, daß Annen so tut, als gäbe es zwischen meinen beiden Varianten keinen moralischen Unterschied.
Und genau deshalb liegt er falsch. Daß er sich dann noch in das Minenfeld NS-Judenmord begibt – aus Lust
am Krawall? – macht es ärgerlich, denn damit leistet der allen, denen es ernsthaft um Lebensschutz geht,
einen Bärendienst. 2. Lieber DS, wieviele Menschen, glauben Sie, sterben jährlich im Straßenverkehr?
Die Zahl der Toten ist nur ein, und wohl noch nicht einmal entscheidendes, Kriterium zur Beurteilung der
moralischen Qualität eines Vorgangs. Natürlich beginnt Leben mit Befruchtung. Und über 50 % dieser
kleinen Embryonen sterben binnen zwei Wochen, ganz einfach, weil sie sich nicht einnisten. Moralisch ist
das irrelevant. Erst die konkrete Handlung (oder ein pflichtwirdiges Unterlassen) eines Menschen oder
des Staates können Gegenstand einer moralischen Bewertung sein. Deshalb bewerten wir auch keine Zahlen,
sondern Verhalten. 3. Ich war und bin von je her pro-life. Aber das hat eben nichts mit dem III. Reich
zu tun.
Um die Differenz nochmal zu verdeutlichen Variante 1: Land A erläßt ein Gesetz, das es Alleinerziehenden
und Nicht-Vereheirateten verbietet, mehr als ein Kind zu haben und nimmt, falls es davon erfährt, daß
entgegen der Begrenzung Kinder auf dem Weg sind, Zwangsabtreibungen vor. Variante 2: Ein Land erklärt,
es wünsche zwar keine Abtreibungen, bestrafe Abtreibungen in den ersten 12 Schwangerschaftswochen nicht.
Ich denke, es ist zweierlei deutlich: 1) beides ist moralisch verwerflich. 2) Variante 1 hat aber einen
höheren Unwertcharakter als Variante 2 Der Streit ist nun, daß hier so getan wird, als sei jemand, der
Punkt 2 vertritt, automatisch auch gegen Punkt 1. Anders kann man ja den Ausfall Alois Bischofs nicht
erklären. Das Gegenteil ist der Fall: Wem es um 1 – Lebensschutz – geht, der muß sich von den Spinnern
distanzieren, die ihn durch ihre unsinnigen Gleichsetzungen angreifbar machen.
Wie man pro-life ruiniert Wenn man den Lebensschutz kaputt machen will, dann argumentiert man wie Preßlmayr,
Heger und Alois Bischof. Letzterer schießt in dieser Debatte den Vogel ab, wenn er mich exkommuniziert
wegen einer Aussage, die ich nie getätigt habe. Hallo, Alois, erst lesen, dann verstehen, dann denken,
dann urteilen – und nicht umgekehrt! Es geht hier um die ethische Einordnung von historischen bzw. realen
Geschehnissen. Für den NS-Judenmord (im Gegensatz zu den hiesigen Relativierern schätze ich den Kampfbegriff
„Holocaust“ nicht sonderlich) war maßgeblich der Historikerstreit 1986. Der hat die Definitionen gesetzt.
Man muß sie nicht teilen, aber sollte sie kennen. Daß eine ethische Einordnung und Abstufung unzulässig
sein soll, ist natürlich barer Unfug. Wieviele Menschen sterben jährlich im Straßenverkehr? Und dennoch
wird wohl keiner auf den Gedanken verfallen, daß der Straßenverkehr moralisch so zu bewurteilen sei
wie etwa das Nazi-Regime. Aus der Sicht des Unfallopfers ist das natürlich uninteressant, tot ist tot.
Aber darum geht es gerade nicht. Bei der Abtreibung bleibt es die Entscheidung der Frau, beim Judenmord
war es die Entscheidung des „Führers“. Und damit hat sich jede Gleichsetzung erledigt. @ Pippifax: Der
Staat ist bei der Abtreibung nicht Täter, sondern höchstens Teilnehmer. Und Beihilfe durch Unterlassen
ist eben weniger als Täter durch absichtliches Handeln.
Äpfel und Birnen Bei der NS-Judenverfolgung geht es darum, daß ein Staat in seiner staatlichen Machtfülle
den Tötungsentschluß für eine Gruppe von Menschen – einschl. der Frauen, Alten und Kinder – fällt
und diesen dann mit seinen Beamten, Soldaten und seinen organisatorischen und materiellen Machtmitteln
durchführt. Bei der Abtreibung geht es darum, daß ein Staat statt seiner Pflicht, das Leben der einzelnen
Ungeborenen zu schützen, wegsieht, wenn unzählige Einzelpersonen (Mütter) den Tötungsentschluß über
ihr jeweiliges einzelnen Kind treffen und dies mit eigenen organisatorischen Mittel zu Tode bringen. Unterschied
klar? Wenn man den Lebensschutz ruinieren will, dann mit derartig blödsinnigen Gleichsetzungen wie denen
von Annen. Geschichte ist nur insoweit von Wert, als die Menschen auch aus der Geschichte lernen. Das
ist ein Nullsatz.
Wenn das Formale zum Materiellen wird Man erkennt sie an der feierlichen Sonntagskleidung und daran, daß
die Frauen Röcke tragen. Die Priester der Bruderschaft haben ihnen viel beigebracht. Das sind Dinge,
die zwar einfach nur normal und katholisch sind. Dennoch wird es selbst für einen außergewöhnlichen
Pfarrer wie Hw. Harthong schwierig sein, sie „normalen“ modernen Katholiken anzugewöhnen. In diesem Kontext
heißt das wohl: viel beigebracht = Frauen tragen Röcke. Das sei dann „normal und katholisch“ und man
muß es den anderen „angewöhnen“, weil die sonst nicht „normal und katholisch“ sind. Ich praktiziere
ausschließlich bei der FSSPX, und so ein dummes Zeug ist mir regelrecht peinlich. Eine dringende Bitte:
Können Unverheiratete es nicht einfach lassen, sich über die Bekleidung von Frauen auszulassen? Es klingt
immer etwas zukurzgekommen. Der Katholizismus ist eine Religion der Freude, auch der Lebensfreude, einer
fröhlichen Kultur. Das gilt gerade für die traditionelle Variante. Und man tut dem Glauben einen Bärendienst,
wenn man ihn nutzt, um irgendwelche Komplexe zu bedienen. Bei mir wächst das Verständnis für Dave Berger.
Was ist denn ein „ehefeindliches Nacktmodell“? Es gibt eine schöne Spruchweisheit von – horribile dictu –
Mao Tse-Tung: „Was ist ein dummer Mensch? Einer, dem man mit dem Finger den Mond zeigt und der dann auf
den Finger statt auf den Mond schaut.“ Was, bitte schön, hat denn Sarkozys Lebenswandel mit seiner Aussage
zu tun, die Laizität sei „verkrustet“ und es bedürfte vorrepublikanischer Kräfte, um das Gemeinwesen
zu erhalten? Auf Deutsch heißt das: Der demokratische Rechtsstaat lebt von Voraussetzungen, die er weder
schafft noch erhält. Und wenn solcherart Erkenntnisse nun auch beim liberalen Establishment salonfähig
werden -Sarkozy in Frankreich, Habermas in Deutschland – dann ist das doch zunächst begrüßenswert.
Es zeigt doch, daß hier geistig was in Bewegung kommt. Und will man nun in dieser Debatte mitmachen,
damit sie vielleicht zu einem guten Ende führt, oder will man sich über die „Unkeuschheit“ der Frau
Bruni erregen? Und was, bitte, ist ein „ehefeindliches Nacktmodell“? Ist Frau Bruni Nacktmodell und ehefeindlich,
oder ist sie ein besonderer Typus Nacktmodell, eben ein ehefeindliches? Worin genau äußert sich diese
Ehefeindlichkeit, etwa im Gegensatz zu anderen Nacktmodellen? Und wer glaubt eigentlich ernsthaft, mit
derlei Debatten irgendwas bewegen zu können?
#47 Pius XII 11:42:29 | Donnerstag, 24. Januar 2008
@ Friedgen Danke für den nüchternen Beitrag :)3 Die Welt geht sicher nicht unter, weil Herr Sarkozy
Probleme mit der katholischen Ehemoral hat. Sicher ist es immer überraschend, wenn ein ENArch plötzlich
seine Liebe zum Hl. Stuhl entdeckt. Aber Wunder geschehen eben immer wieder. Und letztlich bestätigen
die neuen Töne aus dem Elysee doch nur nur, daß sich geistig was tut in Europa. Das hat was mit der
intellektuellen Strahlkraft des Papstes zu tun genauso wie mit dem sichtbaren Scheitern des laizistischen
Modells und der islamischen Herausforderung. Jedenfalls sollte man diese neuen Debatten aufgreifen und
sich an ihnen beteiligen, anstatt über die Sarkozys Schlafzimmer oder gar seine jüdischen Ahnen zu räsonieren
(dümmer geht’s nimmer).
clarissa, Sie wissen es doch selbst besser! Wenn Gottes Erlösungsordnung von der Zelebration des außerordentlichen
Ritus’ abhängig ist, wird ER es schon zu wirken wissen, daß dieser wieder der „ordentliche“ Ritus wird.
Das Heil hängt nicht am Ritus, sondern am Opfer. Es gibt neben dem Römischen viele andere Riten dieses
Meßopfers. Das Problem des neuen römischen Ritus ist aber, daß er – von seinen Fans eingestandermaßen –
den Opfergedanken verdunkelt. Er betont zahlreiche andere, objektiv sekundäre Aspekte der Meßfeier (wortgottesdient,
Gemeinschaftserlebnis etc.) und stellt damit das eigentliche Wesen, die sakramentale Opferhandlung, in
eine Reihe, so daß nicht mehgr klar ist, worum es eigentlich geht. Einer meiner letzten Besuche im NOM
war eine Fastenpredigt zum Thema Eucharistie. Der Prediger, ein angesehener Pfarrer, brachte acht Punkte,
was sie sei. Sieben waren falsch, einer mißverständlich. Der Opfergedanke fehlte völlig. Was für eine
Intention wird der wohl bei der Messe haben? Dieser Abfall ist eben eine Frucht der Liturgiereform. Und
deshalb ist es so wichtig, den neuen Ritus zu meiden, weil er schleichend den Glauben an das Opfer zersetzt.
Die Zukunft der Kirche hängt nicht an einer Rückkehr zu einem bestimmten ritus, sie hängt an einer
Renaissance des wahren Glaubens. Wenn man dazu den ambrosianischen Ritus (unverfälscht) flächendeckend
einführte, wäre das genauso gut wie eine Rückkehr zum römischen Ritus. Hauptsache, dieses protestantisierte
Retortenbaby verschwindet.
@ clarissa und andere Konzilsapologeten Wenn der „außerordentliche Ritus“ niemals verboten worden war,
von wem ist er dann wann und wie verfolgt worden? Welche Scheiterhaufen haben wann und wo gelodert und
wer ist darauf wegen der Zelebration oder Beiwohnung einer Hl. Messe im „alten“ Ritus verbrannt (bzw.
verurteilt) worden? Wollen Sie wirklich die ganzen ungerechten Aktionen gegen Priester und Gläubige leugnen,
die an der Messe festgehalten haben? Weshalb ist denn Lefebvre in den frühen 70ern so verfolgt und verurteilt
worden? Weil er die alte Messe beibehielt. Die war das Ärgernis. Selbst B16 räumt doch in seinem Begleitbrief
zum MP ein, daß es oftmals ungerechte Härten gegeben hat. Schon als Kardinal schrieb er von der „Zerstörung
der Liturgie“ und davon, daß „das, was früher das Heiligste war, heute als Anrüchig und Verboten“ gilt
(Ansprache an die chil. Bischöfe 1988). Er erklärt heute, sie sei nie verboten gewesen. OK. Aber die
Verwundungen, die Verletzungen, die ungerechtfertigten Suspensionen gegen Lefebvre und seine Priester,
die bestehen noch. Und es ist eben an der Zeit, das mitzukassieren und endlich einzuräumen, daß die
ganze Liturgiereform ein Schuß in den Ofen war, daß sie Quelle viele Ungerechtigkeiten ist und den Glaubensabfall
gefördert hat.
Den Bruch von 1962 zu 1969 leugnet nicht einmal Ratzinger Benedikt schrieb: Auch Paul VI. stellte sich
in diese Tradition. Und es kann kein Zweifel daran bestehen, dass etwa das Messbuch von 1962 gravierende
Unterschiede zum 1570er Missale aufweist. Es geht nicht nur darum, ob man sich selbst in die Tradition
stellt, i.e. sie für sich beansprucht, oder ob man objektiv in ihr steht. Und hier ist die Sache klar:
Das M1962 ist eine organische Fortentwicklung desjenigen von 1570, das wiederum organisch auf die frühe
Christenheit zurückgeführt werden kann. Demgegenüber ist das M1969 ein Retortenbaby. Das sagt übrigens
nicht nur Erzbischof Lefebvre, sondern kein geringerer als der frühere Kardinal Ratzinger. Insofern,
Benedikt, liegen Sie einfach daneben. Nach Ihrer peinlichen Apologie pro Lehmann nun schon der zweite
Versuch blinden Verteidigens der modernistischen Krise. So bitter das für Sie sein mag: Rudolfus hat
recht.
Zumindest ist er konsequent Hinter der überlieferten Messe, … sieht er eine „klerikalistische Theologie“,
die mit der Theologie der Liturgiekonstitution von 1963 nicht kompatibel sei. Und da hat er recht! Wer
M1962 feiert kann sich nicht auf Sacrosanctum Concilium berufen, denn diese Konstitution wollte genau
diese Messe nach dem M1962 reformieren. Insofern ist jede Präferenz der Messe nach dem Missale von 1962
immer auch eine implizite Ablehnung von SC. Konzilseuphoriker müssen mindestens M1965 nehmen. Folglich
ist die Freigabe der Messe durch das MP eben ein erstes Abrücken vom Konzil – und B16 wußte genau, weshalb
er das in seinem vernebelnden Brief an die Bischöfe abstreiten mußte.
Kölner Juristen clarrissa colonia schrieb: Damit ist der Tatvorsatz bewiesen, der jeden Rechtfertigungsgrund
ausschließt. Daß der Vorsatz jeden Rechtfertigungsgrund ausschließt ist eine epochale Neukonstruktion
der juristischen Dogmatik. Trotz aller Bewunderung für derlei Veränderungsmut verbleibe ich doch lieber
bei der klassischen Lehre. Ergo danke ich Erzbischof Lefebvre für sein heldenhaftes Verhalten, ohne das
es heute keinen „außerordentlichen Ritus“ gäbe und wahrschelinlich „Interkommunion“, verheiratete Priester
etc. längst eingeführt worden wären. Bäume erkennt man an Früchten. Das gilt für das V2 ebenso wie
für das Werk des Erzbischofs. Und welche Dokumente er zunächst aus welchen Gründen unterzeichnet hat,
interessiert mich nur insoweit, als daß er anschließend den Mut hatte, sich zu korrigieren und insoweit
Buße und Umkehr zu praktizieren – was wahrlich schwieriger und auch christlicher ist als den eigenen
Nachlässigkeiten treu zu bleiben.
Benedikt, Sie unterschätzen uns! Selbst wenn das jetzt wirklich losgehen würde, was ich eher bezweifle,
so wüsste ich nicht, wo da nun eine Restauration anstehen würde. Selbst eine kanonisch errichtete FSSPX
hat nur geringe Einflussmöglichkeiten. Und wenn die Pressemeldungen weiter so ausfallen wie bisher, dann
wird das auch so bleiben. Dadurch, dass man die anderen vor den Kopf stößt holt man sie nicht auf seine
Seite. 1. Solange jeder auch nur halbgebildete Katholik mit dem Markenzeichen „Lefebvre“ sofort etwas
anfangen kann und ihn mit „alte Messe“ verbindet, steht es um die Bedeutung der FSSPX nicht schlecht.
2. Die Wahrheit brauchte ursprünglich 12 Fischer, um sich weltweit durchzusetzen. Da sind 500 Priester
doch nicht schlecht. 3. Sie unterschätzen den klerikalen Opportunismus. Sobald sich der Wind in Richtung
Restauration dreht – und er dreht – werden sich plötzlich sehr viele ehrgeizige Jungprälaten zu ihren
bislang verborgenen traditionalistischen Neigungen bekennen. 4. Die Konzilsfanatiker haben fertig. Der
Erfolg der FSSPX hängt eben auch am offensichtlichen Scheitern des V2 und seiner Reformen. 5. Und was
den vielleicht etwas unfertigen Eindruck anlangt, den Sie in so einigen Aktionen der FSSPX erkennen. OK,
da mögen Sie in Teilen recht haben. Nur: das kann man in ein, zwei Jahren abstellen. Das kostet nicht
mehr als die Mühe, einmal ein zentrales corporate government mit ein paar fixen Standards zu erstellen
und dann die jeweiligen Exponenten demgemäß zu schulen. Daran scheitert’s nicht!
Na also, Aleph, dann nehme ich auch die Dumm-Frage zurück und anerkenne ausdrücklich Ihre Größe, sich
zu korrigieren. Auch wenn wir im übrigen anderer Meinung bleiben.
Na also, kein Grund zur Besorgnis Wenn ich mich erinnere, wie etwa in einem hier verlinkten Forum gegen
das MP gestänkert wurde, weil angeblich eine Änderung der Bitte unmittelbar bevorsteht … Das Motu
Proprio von Papst Benedikt XVI. verbietet private Zelebrationen des Alten Ritus während der Karwoche.
Nicht das MP verbietet es, sondern die liturgische Tradition der Kirche, die das MP nur wiederholt.
@ Benedikt OK, da hatte ich ihre Frage falsch verstanden. Nein, 1988 war das Jahr, in dem der Bischof
die Notbremse zog. Sie fragten nach dem Beginn der Restauration in geordneten Verhältnissen. Nun ja,
das scheint ja nun loszugehen. Die Gespräche über die kirchenrechtliche Regulierung des Status der FSSPX
laufen ja. Natürlich ist es noch nicht so weit. Aber Rom selbst spricht nicht (mehr) von einem Schisma,
der Papst nennt Erzbischof Lefebvre „eine große Gestalt der universalen Kirche“ etc. Also, hier ist doch
spürbar Bewegung drin, und alles sieht nach einer schnellen Einigung aus. @ Aleph: Das Leipziger Büchlein
datiert aus dem Jahre 1967. Rahner/Vorgrimler von 1966. Das halbe Jahr, was dazwischen liegt, würde ich
nicht überbewerten und bleibe daher dabei, daß a) die beiden Kompendien gleichzeitig erschienen sind
und b) Sie sich geirrt haben.
@ Aleph @ Benedikt Aleph, wie dumm sind Sie? Es gibt im deutschen Sprachraum zwei Konzilskompendien: die
westdeutsche von Rahner/Vorgrimler, die ostdeutsche (zeitgleich) aus dem Benno-Verlag. Da ist nix „authentischer“.
„Authentisch“ sind allein die Originaltexte, die bekanntlich auf Latein sind, und die Eröffnungsrede
des zwielichtigen J23, „Mater et Magistra“, der eben explizit sagte, daß in diesem Konzil keine neuen
Lehren aufgestellt werden, sondern lediglich die alten auf die Gegenwart (1960er Jahre) angewandt werden.
Und die ostdeutsche Fassung wies eben auf diesen Umstand hin, während das West-Duo logischerweise das
nicht tat. @ Benedikt: Erzbischof Marcel Lefebvre, 1988
Das Schisma der Kölner Klara Ich besitze ein Buch, „Die Beschlüsse des Konzils“, aus dem Leipziger Benno-Verlag.
Es ist das ostdeutsche Pendent zu Rahner/Vorgrimlers Kleinem Konzils-Kompendium. Da steht ganz vorn kleingeruckt
drin, daß es sich um ein rein pastorales Konzil gehandelt hat, die Beschlüsse deshalb keinen lehrmäßigen
Charakter haben und das Gewissen nicht verpflichten. Und damit, Klara aus Köln, hat sich Ihre ganze Schisma-Argumentation
erledigt. Wenn freilich das V2 dogmatisch gewesen wäre und somit etwa die Religionsfreiheit als Naturrecht
dogmatisiert werden würde – ja dann hätten die Sedisvakantisten recht. Aber so haben wir eine unabgeänderte,
weil unabänderliche Lehre der Kirche und ein paar mißratene, mehrdeutige und teilweise einfach dem Glauben
widersprechende Texte, die aber formal als Konzilstexte gelten. Und auf der Basis dieser Texte fegt nun
ein Sturm der Verwüstung durch die Kirche, teils aktiv begünstigt durch die Hierarchie (Paul VI, der
absolute Tiefpunkt auf dem Papstthron), teils passiv zugelassen. In einer solchen Situation des absoluten
Glaubensabfalls entschießt sich ein Bischof aus Not heraus zur Weihe von vier Bischöfen, um einen Kern
des Katholischen zu erhalten, bis der Sturm der Verwüstung zumindest soweit abgeklungen ist, daß man
wieder in geordneten rechtlichen Verhältnissen restaurieren kann. Und das soll ein Schisma sein? Sie
hätten wahrscheinlich auch den Hl. Athanasius verfolgt.
Sie unterschätzen diesen Ketzer! Sie überschätzen die Möglichkeiten der EInflussnahme eines einzelnen
Bischofs. Sicher nicht! Aber ich unterschätze nicht die Möglichkeiten des extrem gut vernetzten Vorsitzenden
einer der reichsten Bischofskonferenzen. Der Mann war bis zuletzt (und ist es sicher hinter den Kulissen
noch eine Zeit) einer der wichtigsten Anführer des „progressiven“ Flügels der Kirche. Über Geld aus
Deutschland wurde etwa das „Alberingo“-Projekt zur Konzilshistorisierung finanziert, wird in Lateinamerika
die Kirche gesponsort etc etc. Der Mann ist nicht irgendein x-beliebiger Bischof, das ist ein Kirchenfürst.
#125 Pius XII 12:17:57 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Benedikt, ich verstehe Sie nicht! Das schlussfolgere ich daraus, dass – wenn es um Inopportunität geht –
auf einmal solche Leute Helden sind (mehrfach Geschiedene, Gegner der alten Messe, Co-Autoren von Befreiungstheologen),
die ansonsten hier regelmäßig verdammt werden. Ergo sind Inhalte egal, wichtig ist nur die Provokation
an sich. Es sind doch diese Leute nur „Helden“ in bezug auf die konkrete Äußerung, nicht in bezug auf
den Rest. Wenn ein Sünder etwas richtiges sagt, dann ist es doch nur recht und billig, ihn darin zu unterstützen,
anstatt zu sagen, er sei Sünder und deshalb sei alles falsch. Wichtig sind eben gerade die Inhalte, nicht
die Personen. Und nun zu Ihrem Traditionalismus-Bashing: Richtig ist, der trad. Katholizismus ist noch
in einer Außenseiter-Rolle. Richtig ist weiter, daß das zu einem gewissen Teil selbstverschuldet ist.
Nur: Die einzige Gruppe, die unter den Traditionalisten von Rom und sonst ernst genommen werden, sind
die „Lefebvristen“. Der Rest lebt nur, weil es die FSSPX gibt, das sind alles Trittbrettfahrer. Und dann
mal Schritt für Schritt. Die FSSPX ist jetzt 40 Jahre alt. Sie hat weltweit 500 Priester. Das ist doch
eine schöne Entwicklung. Wenn das so weitergeht, ist sie in 10 Jahren auch keine Randerscheinung im intellektuellen
Diskurs mehr. Und: Berger als ernstzunehmenden Kämpfer für die alte Messe hinstellen – wo leben Sie?
[v.d.Red.zens.]
Ich glaube an die Kirche! Natürlich ist die Kirche Gegenstand des christlichen Glaubens. Die Kirche ist
ja nicht nur das Gebäude bei „Benedikt“ um die Ecke, es ist die Gemeinschaft u.U. mit den verstorbenen
Christgläubigen im Fegefeuer und den Geretteten im Paradies, es ist die Gemeinschaft mit allen, die uns
im Glauben vorausgegangen sind. Diese Gemeinschaft ist ja nichts, was ich mit dem Licht der natürlichen
Vernunft erkennen könnte, ergo kann ich es nur im Glauben erkennen. Und folglich ist die Kirche Gegenstand
des Glaubens, nicht des Erkennens, und deshalb muß man AN die Kirche glauben. Wer nicht an sie glaubt,
hat nicht den vollen Glauben, weil er sich aus Willkür ein Stück des Glaubens herausnimmt. @ Benedikt,
beim besten Willen, aber Sie waren auch schon mal besser. Wie kann man denn ernsthaft diesen Erzketzer
Lehmann verteidigen? Erkennen Sie denn Bäume nicht an den Früchten? Schauen Sie sich doch Lehmanns Bilanz
mal an!
Vermutlich ist es noch viel schlimmer P. Schmidbergers Zitat setzt ja voraus, daß Lehmann es als Defizit
ansieht, daß der Glaube schwindet und die religiöse Praxis versiegt. Ich befürchte, es ist viel schlimmer:
Für einen wie Lehmann ist es doch besser, wenn der Glaube, wie ihn die Kirche immer gelehrt hat und die
daraus fließende Praxis versiegt, als wenn dieser klassische Glaube besteht. Lehmann predigt einen neuen
Glauben, der im wesentlichen von der christlichen Botschaft der Erlösung am Kreuz von den Sünden abweicht.
Lehmanns ganzes Werk dient der Zerstörung des alten Glaubens und der Errichtung des neuen Glaubens, der
streng genommen keiner ist, sondern eine Weltanschauung. Lehmann hat immer deutlich gemacht, daß ihm
ein Agnostiker, der im übrigen ein guter Mensch ist, lieber ist als ein überzeugter und glaubenstreuer
Katholik. Der Einbruch des Glaubens ist deshalb nichts, was Lehmann Sorgenfalten bereitet, es ist das,
was er wollte und planvoll umsetzte. Lehmann ist mit sich im reinen. Er hat erreicht, was er wollte: die
Kirche ist im sozialdemokratischen mainstream angekommen, sie ist kein Zeichen des Widerspruchs mehr.
Der Preis dafür war das Überbordwerfen und – wo nicht möglich – Ghettoisieren des alten Glaubens. Und
für diesen Kurs wurde er sogar zum Kardinal erhoben und mit diversen säkularen Auszeichnungen überhäuft.
Es ist wie bei all den anderen Kirchenzerstörern: Döpfner, König etc. Die sind alle mit sich selbst
zu frieden, weil ihnen der Verlust des Glaubens eben nicht als Defizit bewußt ist.
Benedikt, wo sind denn Ihre Argumente? Die Inopportunität ist doch der moderne Götze Ihrer Ecke. Inhalte
sind dieser Ecke völlig egal. Was Sie woraus schlußfolgern? Aus meiner Frage sicher nicht, denn die
richtete sich eben nicht auf die Inopportunität, sondern auf das Verteidigen des Glaubens. Und nun die
nachgeschobenen Beispiele: Ich habe Meisners Predigt nicht verteidigt. Ich kenne auch keine Stellungnahme
der FSSPX, in der sie verteidigt worden wäre. Mixas Äußerungen waren die einzige vernehmbare Stellungnahme
eines dt. Bischofs gegen die Politik vdLeyens, die gegen das christliche Familienmodell gerichtet ist.
Ich habe sie begrüßt, weil sie in erinnerung ruft, daß es in diesem Land auch andere familienpolitische
Vorstellungen gibt als die doppelverdienende Patchworkfamilie. Ich habe sie nicht wegen der Inopportunität
begrüßt, und ich fand den Begriff „Gebärmaschinen“ im übrigen daneben und kontraproduktiv. Es mag
sicher einzelne trad. Katholiken geben, die immer dagegen sind, aus Prinzip. Aber das sind irrelevante
Einzelfälle und ist keineswegs typisch für die FSSPX. Ihr Angriff geht ins Leere. Aber ich warte immer
noch auf Ihr Beispiel für den Bekennermut des Herrn Lehmann. Wie wäre es denn mal mit einem solchen
anstatt ihrer Ablenkungsangriffe? @ Schweini1974: Sie können sich erlauben was Sie wollen.
Steht RRR für dreifache Realitätsverweigerung? JEDE Predigt von Karl Lehmann war eine Verteidigung des
Glaubens, JEDES öffentliche Gespräch mit Intellektuellen, Künstler, Philosophen, Theologen war eine
Verteidigung des Glaubens. Claro, etwa das „Streit“-Gespräch mit Hans Küng auf dem Katholikentag in
Ulm, wo Lehmann erklärte, man sei eigentlich in den großen Linien immer einer Meinung. Oder das Fernsehinterview,
in dem er zum besten gab, er glaube nicht an die Kirche. Und ob nun offiziöse Lobeshymnen als Quellen
der Wahrheit anzusehen sind, würde ich selbst dann bezweifeln, wenn sie vom Kölner Erzbischof stammen.
Übrigens: Daß er den Glauben verteidigt hätte schreibt auch Meisners Sprecher nicht – manchmal sagt
das, was nicht in so einer PM steht, doch mehr aus als das, was drinsteht. Brücken zu verschiendenen
Lagern zu bauen und mit allen zu reden ist sicher etwas Nettes, ob es die genuine Aufgabe eines römischen
Kardinals angesichts einer fortschreitenden Erosion des Katholischen ist, erlaube ich mir zu bezweifeln.
Benedikt, zu viel getrunken? Nennen Sie mir doch bitte ein einziges Beispiel, in dem Lehmann mal den katholischen
Glauben wirklich verteidigt hätte, obwohl das vielleicht inopportun war! Das ist doch entlarvend: Es
ist den Tradis im Prinzip völlig egal, was ein Bischof sagt, wichtig ist allein, dass es „inopportun“
ist. Ich frage: Wann hat er den Glauben verteidigt, trotzdem das vielleicht inopportun gewesen ist. Sie
antworten: Wichtig sei mir allein die Inopportunität. Hä? Meine Frage zielte nicht darauf, wann Lehmann
inopportung gewesen ist, meine Frage zielt darauf, wann er einmal den Glauben vertreten hat. Und das Glaubenvertreten
wichtig ist, werden Sie ja wohl akzeptieren. Und daß es angesichts des Zustandes der Gesellschaft durchaus
inopportun sein kann, den Glauben zu vertreten, und man es dennoch tun muß, ja daß sich sogar daran
die wahren Tugend zeigt, da stimmen Sie mir sicher auch zu, oder? Nur eigenartigerweise nennen Sie kein
einziges Beispiel, wo Lehmann das getan hätte – weil es keins gibt? Stattdessen verdrehen Sie meine Frage,
retten sich in Vorwürfe und werfen mir intellektuelle Unredlichkeit vor. Holla! Dümmer geht’s nimmer!
RRR und Benedikt Meine Herren, Lehmann mit dem hl. Thomas von Aquin zu vergleichen und dann auch noch
für sich besonderen Intellekt in Anspruch nehmen – ist das ernst gemeint? Lehmann ist Rahner-Schüler,
dessen Aufstieg eine der faulen Früchte des Konzils ist. Rahner sorgte dann dafür, daß seine Schüler
Lehrstühle bekamen. Bekanntestes Beispiel dafür ist etwa der nicht habilitierte Vorgrimler in Münster,
der dann für seine Hätere auch gleich noch eine apl. Professur herausschlug. Auch Lehmann wäre ohne
den Rahner-Faktor nie so weit gekommen. Lehmanns Theologie kann man getrost vergessen. Schon mal seine
Habilitationsschrift gelesen? Selbst Habermas stellte fest, wie saft- und kraftlos die Gegenwartstheologie
daherkommt im Vergleich zur Scholastik. Nennen Sie mir doch bitte ein einziges Beispiel, in dem Lehmann
mal den katholischen Glauben wirklich verteidigt hätte, obwohl das vielleicht inopportun war! Ein einziges!
Er war für die Schwangerenkonfliktberatung, er hat den ökumenischen Kirchentag unterstützt, er hat
den Widerstand der Bischöfe gegen die neue Familienpolitik aufgefangen etc. Dieser Mann hat nie, wenn
es galt, Ja Ja Nein Nein zu sagen, sich für den Glauben entschieden. Sofern Ihre Verteidigung dieses
Ketzers mehr sein soll als ein Kotau vor dem Amt, das er bekleidet, dann mal bitte Butter bei die Fische!
Übrigens waren es nicht die Katholiken, die dem hl. Thomas die Aristoteles-Rezeption verübeleten, sondern
Luther – den Lehmann übrigens ganz toll findet!
@ RRR: Kirchenkrise Sehen Sie, RRR, da haben Sie ziemlich gut beschrieben, weshalb wir eine Krise der
Kirche erleben. Ohne die wäre nämlich Lehmann spätestens als Professor mit Lehrverbot belegt worden
und in irgendeinem Aktenkeller als Vizearchivar verschwunden. Stattdessen wurde er Bischof. Dann ließ
er sich von einer linken Mehrheit zum Vorsitzenden der Konferenz wählen. Als Rom ihn dann gleichwohl
nicht zum Kardinal machen wollte, weil es auch unter JP2 ein gewisses Restgefühl für das gab, was nun
wirklich nicht geht, ließ er drohen, daß die dank Kirchensteuern reiche deutsche Kirche ihre Unterstützung
für Lateinamerika drosseln wird, weshalb dann die Latinos in Rom Druck machten und JP2 umfiel. Das war
ihm immerhin noch peinlich, weshalb mit Scheffzyk und Degenhardt zwei Konservative auch Kardinäle wurden.
Fazit: Bis zum Professor konnte man es auch in besseren Zeiten als Kirchenfeind bringen. Bischof ist bereits
ein Krisensymptom. Den Rest verdankt er seiner Fähigkeit zur Intrige und der fehlenden Fähigkeit der
geschwächten Hierarchie zur Gegenwehr. Aber das dieser Typ dem Katholizismus in Deutschland maximal geschadet
hat, daran kann kein Zweifel bestehen. Ich würde mir von dem kein Sakrament spenden lassen.
Es kann nur besser werden Lehmann war sicher der gefährlichste Feind des Katholischen Glaubens in Deutschland.
Bei offenen Kirchenfeinden weiß jeder, was er davon zu halten hat. Lehmann aber konnte die Amtsautorität
für sein Wüten gegen alles, was katholisch ist, ins Spiel bringen. Er war der berüchtigte Wolf im Schafspelz.
Dazu kommt erschwerend hinzu, daß bei Konzilsfanatikern wie Lehmann der Kampf gegen das Katholische ja
das zentrale Anliegen ist. Lehmann verdankt seine ganze Karriere dem Bruch mit der Tradition, die er zuvor
selbst vollzogen hat. Ergo ist jede katholische Renaissance eine Infragestellung seiner (eitlen) Person
wie seines Weges, was es unbedingt zu verhindern gilt. Demgegenüber ist für einen externen Kirchenfeind
die Ablehnung des Katholischen immer nur ein Anliegen neben anderen. Es sieht aus, als wenn 2008 ein gutes
Jahr werden könnte. Egal wer auf Lehmann folgt – ich befürchte den rückgratlosen Marx – noch schlimmer
geht’s nimmer!
Gute Entwicklung Ich denke nicht, daß die Mission der FSSPX bereits erfüllt ist. Sie wird nach wie vor
als Mahnerin gegen den grassierenden Glaubensverfall, gerade vor Ort in den Gemeinden, gebraucht. Aber
es hat sich eben in den letzten Jahren, v.a. dank des regierenden Papstes, einiges geändert. Das Klima
ist ein anderes als noch vor fünf Jahren. Und deshalb kann man nun auch beginnen, die rechtliche Situation
zu bereinigen. Die Kirche ist nun einmal sichtbar. Und deshalb kann eine Abkapselung nur ultima ratio
sein. Sobald die Umstände es wieder zulassen, muß man sich wieder voll eingliedern. Die volle Eingliederung
kann deshalb nicht das Ende des Prozesses sein, sondern muß ziemlich am Anfang stehen. Wichtig ist nur,
daß keine Anerkennung des pastoralen V2 als verbindliche Glaubenslehre erfolgt und ein wirksamer Schutz
gegen Übergriffe modernistischer Amsträger gesichert ist. Also, ich hoffe, daß 2008 uns in diesem Sinne
einer Lösung näher bringt. Das kann nur gut sein.
Netter Artikel, nur der letzte Absatz … Der Autor hätte sich den letzten Absatz sparen sollen. Sich
auf den hl. Thomas berufen und dann so einen plumpen Antiintellektualismus – das tut schon fast körperlich
weh!
Genug ist genug Lieber Herr van Laack, wann endlich beenden Sie Ihren FSSPX-Komplex? Es ist schon ein
Kunststück, vom Tod des (ohne Frage ehrenwerten) Kardinals auf die Bruderschaft zu kommen. Gerade weil
Sie die Sache offenbar immer noch nicht abgeschlossen haben, empfehle ich eine einfache Methode: Nehmen
Sie sich selbst vor, für 2008 nichts, gar nichts über die FSSPX zu schreiben.
Gegen eine solche Verteidigung muß man sich wehren! Man sollte dem Autor, der sich „Leo G. Schlüchter“
nennt, das Wort verbieten. Er macht alles nur noch schlimmer. Damals begannen liberale jüdische US-Kreise
den Holocaustkult … aufzubauen, um alle anderen Völker … als Täter … des Holocaust anzuklagen.
Falsch! In den 60ern gerieten die konservativen Eliten in den USA (WASPs) innenpolitisch unter Druck.
Die ganze Welt schien kommunistisch zu werden. Ausgerechnet das kleine Israel, ein ehedem tendenziell
sozialistischer Staat, zudem einer, der den „verdächtigen Juden“ gehörte, wehrte sich erfolgreich gegen
die Invasion der pro-sowjetischen Araber. Und so trafen sich Ende der 60er die konservativen Protestanten
mit den nach Anerkennung strebenden Juden in den USA, die seitdem beständig nach rechts driften und nunmehr
mehrheitlich GOP wählen. „Schlüchter“ – wer immer das sein mag – hat das Problem eines erheblichen Bildungsdefizits.
Er versucht hier permanent, die Geschichte Israels anhand eines einzigen Buches zu erklären, und zwar
Finckelsteins „Holocaust-Industrie“, das er obendrein noch durch seinen antisemitischen Filter bricht.
Zitate wie jüdische Geld- und Medienmächte sagen doch alles! Der Angriff gegen Pius XII kam ursprünglich
aus einer anderen Ecke: Die Konzilseuphoriker mußten die Erinnerung an diesen großen Papst besudeln,
um ihr Reformprogramm durchsetzen zu können. Erst viel später haben sich einige jüd. Vertreter das
zu eigen gemacht. Aber wer immer nur Juden sieht, der hat eben keinen Blick für die Realität!
#100 Pius XII 15:16:01 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Regina Wissen Sie, werden Sie doch in Ihrer „Konzilskirche“ glücklich, selig wird man in ihr ja eher
nicht. Darf ich noch raten: Sie haben eine Kurzhaarfrisur, Konfektionsgröße >40, tragen gern Jeans und
Tücher, und die „Gemeinde“ ist der Ort, wo man Ihnen die Aufmerksamkeit und Achtung entgegenbringt, die
Sie sonst so bitter entbehren müssen. Und bei Ihnen in der Gemeinde sind irgendwie alle so wie Sie. Komischerweise
gibt es kaum Nachwuchs. Die Beichtpraxis der unter 30jährigen liegt bei Null, aber es gehen dennoch alle
zum „Abendmahl“. Wie kommt das? Wenn doch alles so toll ist? Dank des Konzils, natürlich. Wissen Sie,
es sind Leute wie Sie, deretwegen man erkennt, was für eine Gnade es ist, sich zur „alten“ Messe und
damit zu „Lefebvre“ gerettet zu haben. Und sicher ist es auch. Denn wenn ich unsere Patres oder den Bischof
frage, was ist Taufe, was ist Eucharistie, dann sind die Antworten kurz, knapp, präzise – und entsprechen
exakt dem, was die Kirche von Anbeginn in ihren Dokumenten lehrt. Und diese Einheit im Glauben mit allen,
die uns vorangingen, die ist mir sehr viel wert. Und daß man nebenbei noch auf häßliche, frustierte,
frigide Emanzen verzichten kann – Deo gratias!
#97 Pius XII 14:10:37 | Donnerstag, 29. November 2007
Lassen wir die Trinität, kommen wir zu Taufe und Eucharistie Ich habe drei Punkte angegriffen: Taufe,
Eucharistie, Trinität. Bitte, ich habe mich zur Frage, ob aus dem Textchen ein falsches Trinitätsverständnis
zwingend folgt, korrigiert. Bleiben die beiden anderen, nicht minder schwerwiegenden Punkte. Also, wie
ist das mit dem Selbstvertrauen als Frucht der Taufe? Und mit dem Meßopfer als Feier der Danksagung,
das Herrenmahl zur Erinnerung an das Mahl, das Jesus am Gründonnerstag gestiftet hat, in dem von Realpräsenz
weder dem Namen noch dem Sinn nach etwas zu hören ist?
#93 Pius XII 11:30:54 | Donnerstag, 29. November 2007
Seien Sie nicht so hysterisch 1. Wenn Sie versuchen, die Bibel gegen das – wie Sie schreiben – „Vorkonziliare
Lehramt“ auszuspielen, dann komme ich Ihnen eben mit „Mulier tacet in E.“. 2. Und nun „mein Gott und Euer
Gott“. So what? Das Enschtscheidende hier ist die Unterscheidung zwischen dem innergöttlichen Gottesverhältnis
und dem „normalen“ Gottesverhältnis. 3. Wenn ein Bischof nicht weiß, was Taufe und Eucharistie sind,
dann ist der Typ nicht ernstzunehmen. An dem Urteil ändere ich gar nichts. 4. Hinsichtlich der Gewißheit,
daß er Probleme mit der Trinität hat, habe ich mich korrigiert. Und? Ist doch schön, wenn man sich
korrigieren kann. Weshalb sollte mir da ein Zacken herausbrechen? Der Verdacht bleibt, und wenn Sie auch
nur eine Ahnung von der Rechtsgläubigkeit dt. Universitätstheologie haben – und den haben Sie nach Ihren
Beiträgen – dann sollten Sie auch wissen, daß die Wahrscheinlichkeit, daß Elst in anderen Publikationen
die Trinität sauber vertritt, im Promillebereich liegt. Meine diesbezügliche Beweisführung mag mangelhaft
gewesen sein, aber wer will denn hier ernsthaft behaupten, daß die gezogene conclusio nicht zumindest
sehr wahrscheinlich ist? Ehe Sie nun weiterhin meinen, sich darüber auszulassen, anstatt sich der Frage
zuzuwenden, wie es sein kann, daß einer, der zu Taufe und Eucharistie akatholische Erklärungen abgibt,
noch ein passendes Zitat von Mao: Was ist ein dummer Mensch? Einer, den man mit dem Finger den Mond zeigt
und der dann auf den Finger, nicht auf den Mond sieht.
#90 Pius XII 10:06:54 | Donnerstag, 29. November 2007
@ catharina Ascendo ad Patrem meum et Patrem vestrum, Deum meum et Deum vestrum. Die Unterscheidung mein
Vater/Euer Vater besagt so ziemlich das Gegenteil dessen, was Sie vorgaukeln. Denn damit wird sehr wohl
die Differenz zwischen der Sohnschaft Christi (die innergöttlich ist) und derjenigen seiner Jünger (uns)
dargestellt. Das wiederholt sich dann etwa bei der Bitte um die Annahme des Opfers in der Messe (daß
mein und Euer Opfer wohlgefällig ist bei Gott). Im übrigen, wenn Sie doch so bibeltreu sind: Mulier
tacet in Ecclesia. @ Pippifax: Die Begrenzung auf 1.500 Zeichen ist Problem und Chance zugleich, denn
sie zwingt zu einer extremen Verknappung und damit zwangsläufig Zuspitzung der eigenen Positionen. Halten
wir doch einfach fest: des Weihbischofs Aussagen zu Taufe und Eucharistie sind indiskutabel. Was der beschreibt,
hat mit der christlichen Taufe und der katholischen Meßopferlehre nichts zu tun. Hinsichtlich der Frage
nach seiner Christologie können wir aus dem Text und angesichts der Zeichenbeschränkung in der Tat nicht
mehr als einen Verdacht herleiten. Insofern war meine Verurteilung etwas vorschnell. Den Verdacht halte
ich aber aufrecht, weil er sich förmlich aufdrängt, und es wäre den Spaß wert, mal etwas tiefer in
des Bischofs Publikationen zu wühlen – ich verwette eine Flasche Duval Leroy, daß der Verdacht dadurch
bestätigt werden würde. @ Gotthard: Auf Ihr Niveau kann ich mich nicht mal runtersaufen. Übrigens sind
wir immer noch nicht per Du.
#74 Pius XII 16:56:24 | Mittwoch, 28. November 2007
@ Benedikt Also, ich bleibe dabei, daß die in dem Text gebrachten Erklärungen von Taufe und Eucharistie
häretisch sind. Sie gehen beide am wesentlichen der Sakramente vorbei. Und wenn einer bei solchen zentralen
Sakramenten es nicht schafft, die reine Lehre zu bringen, dann ist das durchaus befremdend. Um es klar
zu sagen: Ich würde nach diesen Erklärungen von dem Bischof mir weder die Taufe spenden lassen noch
an die rechte Intention bei seinen Messen glauben. Und ich würde auch allen empfehlen, es ebenso zu tun.
Übrigens habe ich zwar nur aus einem Text zitiert, mir aber heute morgen mal 8 Texte von ihm angesehen,
die meisten sind pastorale „Impulse“, etwa über das Schreien, Weinen, Lachen etc. Diese Textchen sind
das, was Sie auch anerkennen, flach, pseudo-religiös, psychologisierend, einfach geschmacklich mißglückt.
Aber ohne Frage nicht häretisch. Der Text über die Sakramente war dann der einzige, der sich dogmatischen
Fragen widmet. Deshalb habe ich den rausgezogen. Aber er paßt sich in Stil und Aussage den anderen Texten
an.
#66 Pius XII 15:37:15 | Mittwoch, 28. November 2007
Benedikt, wieso verteidigen Sie diesen bischöflichen Unsinn? Was um alles in der Welt hindert Sie denn
einzuräumen, daß Elst Kurzkatechese über die Sakramente grob verunglückt ist? Wenn Sie dieses Salbadere
lesen („unwiderrufliches Ja“, „gesundes Selbstvertrauen“ als Frucht der Taufe, „Herrenmahl am Herrentag“
[Am Herrentag ziehen hierzulande die Herren mit Bierfässern auf kleinen Wagen betrunken durch die Lande],
„Feier des Gedächtnisses“ [wie feiert man ein Gedächtnis]), dann müssen Sie als normal denkender Mann
auch Zweifel bekommen, oder nicht? Welcher normale Mensch ist denn bei so einem saft- und kraftlosen Geschwätz
bereit, ernsthaft Katholimk zu werden. Sehen Sie, in meinem Umfeld kommen nun durchaus ein paar Bekannte,
die zumeist Angnostiker waren oder laue Normal-Katholiken, mit in die „alte“ Messe (FSSPX). Zwei haben
sich jetzt auch ihre Wohnungen segnen lassen. Warum denn? Zum einen, weil ich „trotz“ meines „fundamentalistischen“
Katholizismus ein ganz normaler Typ bin, der im Leben steht und auch durchaus Erfolg hat und zum anderen,
weil ich in Glaubensdingen konsequent bin. Klare Sprache, klare Ansage, klare Aussage. Entweder – oder.
Ja Ja Nein Nein. Und diese weichgespülten Prälaten ruinieren die Kirche. Und das tun sie nicht nur aus
kommunikativer Unfähigkeit, sondern auch aus Glaubensmangel. Hinter den schwammigen Formulierungen steht
kein gerade Glaube, sondern eine theologische Ruine. Ich bin dagegen allergisch.
#54 Pius XII 15:02:42 | Mittwoch, 28. November 2007
Ich rudere nicht zurück! Gotthardt, wir sind nicht per Du! Ultramontanus, für den Tipp mit der Übersetzung
danke ich Ihnen. Ich werde mal zu Hause in meiner Allioli-Übersetzung nachsehen. Ihr Hinweis klingt plausibel.
Denn die von Ihnen gebrachte Übersetzung wäre nämlich eindeutig besser als dieses „Gott und Vater Jesu“.
Benedikt, hier folge ich Ihnen nicht. Wenn einer etwas über Taufe und Eucharistie schreibt, muß er zumindest
den Kern erwähnen. Ein Text über die Eucharistie ohne Hinweis auf die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers
ist schlicht häretisch. Dazu paßt diese dämliche Mahltehologie. Die Messe ist kein Mahl!
#20 Pius XII 14:02:58 | Mittwoch, 28. November 2007
Typ: Ganz Ihrer Meinung (beachtlich!) Wie kann man eigentlich treu zum Konzil stehen und gleichzeitig
die Messe von 1962 haben wollen? Schließlich hat das Konzil ja ausdrücklich eine Reform der Liturgie
in Auftrag gegeben und dabei sogar namentlich einzelne Reformschritte genannt: Vereinfachung der Riten,
Wiedereinführung der Fürbitten, Neuordnung des Offiziums, neue Leseordnung etc. Richtig! Wer „treu zum
Konzil“ steht muß mindestens das M1965 benutzen. Der Gebrauch des M1962 ist immer eine implizite Kritik
zumindest an SC. Ich stehe übrigens nicht treu zum Konzil, sondern halte es für die größte Katastrophe
der (jüngeren) Kirchengeschichte.
#46 Pius XII 13:52:05 | Mittwoch, 28. November 2007
Typ, Sie nerven! Petrus und Paulus schreiben an die jungen Gemeinden. Denen müssen sie klarmachen, daß
Jesus wahrhaft Gottes Sohn ist, „Gottes Sohn“ verstanden als Sohn des Vaters, zweite göttliche Person.
Elst schreibt heute ein Textchen, und benutzt nun, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, die Wendung
von „Gott, dem Vater Jesu“. Was will er damit sagen? Damit Sie sehen, daß diese Wendung in bezug auf
das Deifaltigkeitsdogma tatsächlich mißverständlich ist, siehe hier. www.gtodoroff.de/d-parad.htm Aus
eben jenem Grunde hat sich die Kirche stets die Deutungshoheit der Schrift vorbehalten. Lesen Sie mal
den Kommentar des Hl. Thomas von Aquin zu dieser Wendung. Eine solche Formulierung heute in einem unklaren
Zusammenhang zu gebrauchen ist zumindest bedenklich. Im übrigen verweise ich auf meine Verteidigung gegen
Benedikt. Stellen wir die Frage nach Elsts Verhältnis zur Dreifaltigkeit zurück. Was ist dann mit seinen
akatholischen Erklärungen von Taufe und Eucharistie?
#44 Pius XII 13:42:38 | Mittwoch, 28. November 2007
@ Benedikt: Audiatur ad altera pars Gegen die Anklage darf ich mich verteidigen: 1) Elst publiziert einen
Text, der verspricht zu erklären, was Taufe und Eucharistie sind. 2) Wir sind uns hoffentlich einig,
daß ihm das für die Taufe nicht ansatzweise gelungen ist. Sein diesbezügliches Gefasel geht erkennbar
an dem vorbei, was die Kirche zur Taufe sagt. 3) Wir sind uns hoffentlich weiterhin einig, daß seine
Ausführungen zur Eucharistie mit der katholischen Lehre von der Eucharistie nichts zu tun haben, ja,
daß sie dieser sogar entgegenstehen. Trient ist hier am eindeutigsten, aber auch „Ecclesia de Eucharistia“
sagt etwas diametral anderes als Elst. 4) Was meinen Vorwurf der Leugnung der Göttlichkeit Jesu betrifft,
meine ich, daß ich diesen anhand der erkennbar unsinnig verwendeten Wendungen und der Verankerung Elsts
in der deutschen Universitätstheologie, die mit der klassischen Definition der Dreifaltigkeit so ihre
Probleme hat, zumindest vertretbar vorgebracht haben. Aber gut, ich räume ein: anhand des Textchens kann
ich den nicht abschließend begründen. Es bleibt ein konkreter Verdacht. Und nun Ihr Urteil, Herr Vorsitzender!
#42 Pius XII 13:31:04 | Mittwoch, 28. November 2007
Ja, Ja, Typ, billiger Erfolg Die Formulierung „Gott, der Vater Jesu“ ist dann häretisch, wenn sie im
Sinne einer Infragestellung der Göttlichkeit Christi gebraucht wird. In den drei apostolischen Briefen
ist genau das nicht der Fall. Bei Elst schon. Insofern bitte ich mein vorstehenden Posting so zu verstehen,
daß die Formulierung in dem von Elst gebrauchten Zusammenhang antichristlich ist.
#39 Pius XII 13:21:03 | Mittwoch, 28. November 2007
Göttlichkeit Christi Warum ist die Wendung „Gott und Vater Jesu“ antichristlich? Weil Gott dreieinig
ist. Gott ist Vater, Sohn, Hl. Geist. Deshalb muß es heißen: „Gottvater, der Vater Jesu“. In dem es
heißt „Gott, Vater Jesu“, wird sprachlogisch zwingend das Attribut „Gott“ auf die erste göttliche Person,
den Vater, beschränkt. Dieselbe Trennung macht er übrigens nochmal, wenn er unterscheidet zwischen „dem
Geschenk Gottes“, das „die Gabe seines Sohnes Jesus Christus“ ist. Nur: es ist die Gabe Gottes selbst,
denn Jesus=Gott. Und nun komme mir keiner mit dem Nonsens, Elst sei einfach zu blöd zum Formulieren:
der Mann ist Professor. Dahintersteckt vielmehr die für dt. „Theologen“ typische neu-arianische Theologie:
Jesus ist ein Mensch, ein begnadeter Mensch, der insoweit „Sohn Gottes“ genannt wird. Aber Gott ist er
nicht. Und deshalb wird sprachlich sehr fein getrennt. @ Gotthard: Nach kath. Vorstellung ist die menschliche
Seele durch die Erbsünde „befleckt“. Die Taufe hebt die Erbsünde auf, oder, in der bildhaften Sprache
der frühen Christen: sie wäscht sie ab. Und deshalb muß das Wasser auch fließen, damit sie eben weggespült
wird. Der ganze Taufritus, das fließende Wasser, ist nur vor dem Hintergrund dieses „Abwaschens“ verständlich.
Ohne Erbsünde keine Taufe, weil kein Erlösungsbedarf. Also auch kein Kreuz, ergo keine Eucharistie.
Alle kommen in den Himmel. Und das ist eben nicht katholisch, es ist überhaupt nicht christlich. So wie
Elsts Text und wahrscheinlich sein ganzes Denken.
#30 Pius XII 13:01:01 | Mittwoch, 28. November 2007
Ich bleibe dabei! Die ganzen Gegenargumente, die nun die angebliche Rechtgläubigkeit Elsts behaupten,
überzeugen nicht. 1) Elst hat hier nicht „bestimmte Facetten“ der Sakramente herausgenommen, sondern
er erhebt den Anspruch, die Sakramente in ihrem Wesenskern darzustellen. Die Überschrift der von mir
verlinkten Seite kirchensite.de/index.php?myELEMENT=9558 heißt nämlich: „Was Taufe, … Eucharistie
bedeuten“. 2) Seine Ausführungen zur Eucharistie sind schlicht häretisch. Die Eucharistie ist die Feier
der Danksagung für … die immer wieder neue Gabe seines Sohnes Jesus Christus Bereits das ist grober
Unsinn: Weder ist Eucharistie die Feier der Danksagung, noch gibt es eine immer wieder neue Gabe, denn
das Kreuzesopfer ist eben historisch einmalig. Nicht besser ist: Eucharistie bedeutet, immer wieder neu
das Mahl zu begehen. Diese akatholische Mahltheologie gibts dann nochmal: Zur Feier dieses Herrenmahles
am Herrentag zusammenzukommen, begründet das tiefste Wesen des christlich-kirchlichen Glaubens. Was begründet
nun das tiefste Wesen: die Eucharistie selbst oder das „Zusammenkommen“? Es bleibt dabei: der Mann vertritt
nicht die kath. Lehre von der Eucharistie, wie sie sogar ein JP2 in „Ecclesia de Eucharistia“ nochmals
betont hat. 3) Seine Tauflehre wiederspricht allem Christlichen. Hier finde ich vor allem das unwiderrufliche
Ja Gottes zum Menschen gut, was wohl die Hölle ausscheidet. Und dieses Ja gibt nicht etwa das ewige Leben,
sondern ein gesundes Selbstvertrauen. 4) Zu seiner Leugnung des Göttlichkeit Christi extra.
#16 Pius XII 11:50:28 | Mittwoch, 28. November 2007
Taufe und Eucharistie So so, der „alte Erbsündenglaube“. Mich interessiert auch „alt“ und „neu“ nicht,
sondern „wahr“ und „falsch“. Und die Wahrheit ist uns insoweit offenbart worden und wir erkennen sie im
Dogma. 1) Daß die Taufbeschreibung des Weihbischofs dem Dogma nicht entspricht dürfte klar sein. Er
bietet letztlich belangloses Geschwätz, vermag aber die Taufe nicht zu erklären. 2) Richtig haarsträubend
dann seine Ausführungen zur Eucharistie. Unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers zur Vermittlung der am
Kreuz verdienten Früchte? Ewiges Opfer in der Ordnung des Melchisedek? Fehlanzeige. Stattdessen ein protestantisches
Erinnerungsmahl in dieser unsäglichen neukatholischen „Pastoralsprache“. Von Realpräsenz natürlich
kein Wort. Was macht der eigentlich am Altar resp. Tresen? Brötchen segnen? 3) Was ich aber am schärfsten
fand war die Formulierung „Gott und Vater Jesu“. Denn das heißt nichts anderes, als daß Jesu für den
„Bischof“ nicht Gott ist. Wer aber bestreitet, daß Jesus wahrer Gott ist? Antwort steht in der Bibel.
Ich bleibe also bei meinem Fazit: Vollapostat
#14 Pius XII 11:19:11 | Mittwoch, 28. November 2007
Der Bischof zu Taufe und Eucharistie Ob Tebarzt-van Elst nun „konservativ“ oder „progressiv“ ist, interessiert
mich weniger, solange er katholisch ist. Angesichts seiner im Netz veröffentlichten Erklärungen zu Taufe
und Eucharistie kirchensite.de/index.php?myELEMENT=9558 habe ich da so meine Zweifel: Die Taufe auf den
Tod und die Auferstehung Christi vermittelt leibhaftig, was Ostern an Glaubensfülle … enthält. Die
absolute Gewissheit zu haben, dass Gott in der Taufe sein unwiderrufliches Ja zu einem Menschen spricht,
gibt ein gesundes Selbstvertrauen als Frucht eines unbedingten Gottvertrauens. Dass Gott das Leben des
Menschen trotz aller … Irrungen und Verwirrungen letztlich gelingen lässt, gibt eine Zuversicht, die
von … Lebensangst befreit. Mit der Taufe als Abwaschung der Erbsünde hat das nichts zu tun. [kursiv]Die
Eucharistie ist die Feier der Danksagung für das größte Geschenk, das Gott uns gemacht hat: die immer
wieder neue Gabe seines Sohnes Jesus Christus, Eucharistie feiern bedeutet, immer wieder neu das Mahl
zu begehen, das Jesus selbst seiner Kirche am Abend vor seinem Leiden und Sterben aufgetragen hat. Kirche
und jeder einzelne Christ in ihr leben aus diesem Vermächtnis Jesu. Zur Feier dieses Herrenmahles am
Herrentag zusammenzukommen, begründet das tiefste Wesen des christlich-kirchlichen Glaubens. Wer sich
mit seinem Leben … dem Gott und Vater Jesu anvertraut, empfängt in der eigenen Hingabe die Gabe des
österlichen Lebens. Wer Jesus Christus in der Feier der Eucharistie empfängt, wird selbst zum Leib Christi.
Fazit: Vollapostat
#68 Pius XII 17:43:10 | Dienstag, 27. November 2007
@ Arkanum Über Bourgoros müssen wir nicht reden, das ist so gaga, das lohnt nicht. Nicht viel besser
ist „Antisemit“ mit seinem Haß auf Pius XII. Wenn man bedenkt, daß Pius XI die action francais verbot,
Benedikt XV den Antimodernistenkampf entschärfte, Pius X der größte Straffer und Streicher der Liturgie
war (er schaffte z.B. die schönen Hochfeste der Heiligen des Alten Bundes ab, was man schon bedauern
kann) und Leo XII liberale Anwandlungen hatte, dann kommen wir zu Pius IX. Nur der war z.B. ein großer
Förderer Rosminis und auch sonst der Zeit ganz aufgeschlossen. Kurzum: die Sedisvakanz dauert schon ganz
schön lange Und damit hätten wir das Problem: Leute wie „Antisemit“ oder „Bourgoros“ stehen immer und
jederzeit mit den Autoritäten im Clinch, egal, wie die Autorität heißt und was sie tut. Das ist pathologisch.
Es sind einfach Loser, die in der Welt nicht zurechtkommen, immer auf die Nase fallen, aber daraus eben
nicht den Schluß ziehen, sich mal zu korrigieren, an sich zu arbeiten, sondern messerscharf folgern,
daß sich die ganze Welt zusammengerottet hat, um Sie zu vernichten. Damit rede ich mitnichten einem blinden
Opportunismus das Wort. Auch ich leiste mir den Luxus des Nonkonformismus. Aber wer überall scheitert,
wer sich nirgends durchsetzen kann, wer immer nur draußen ist, wer folglich auch keine Frau findet, keine
Freunde hat – der sollte aufhören, die Welt zu erklären, sondern mal anfangen, an sich zu arbeiten.
#65 Pius XII 16:15:03 | Dienstag, 27. November 2007
@ Benedikt: Der meint das doch nicht ernst, oder? Bugoros meint das mE satirisch. Er überzeichnet und
nimmt so die ganzen Verschwörungstheorien aufs Korn. Das ist so dämlich, das kann nicht ernst gemeint
sein.
#53 Pius XII 15:04:25 | Dienstag, 27. November 2007
Mann, Mann, Mann Bourgos, Antisemit et all: Meint Ihr das echt alles ernst, was Ihr da schreibt? Wobei
der Lorbeerkranz für die abgefahrenste Abstrusität heute Bourgos gebührt für die „zionistisch geführte“
NPD.
#3 Pius XII 10:36:15 | Dienstag, 27. November 2007
Wohl am Thema vorbei Der Pater schreibt hier wohl leider am Thema vorbei: 1) Strafbar ist in Deutschland
nicht das Leugnen der „Holocaust-Religion“ a la Wiesel (die tatsächlich übel ist), sondern das Leugnen
der historischen Fakten des von den Nazis begangenen Völkermords. Und nur deshalb ist Lerle – zu Recht –
verurteilt worden. 2) Richtig ist, daß es Tendenzen gibt, den Judenmord zu mystifizieren. Wiesel ist
hier ein Extrembeispiel. Aber wir haben eben ein juste milieu, das sich hier austobt. Lea Rosh etwa ist
ähnlich schlimm. 3) Der Fehler in P. Lingens Argumentation ist, daß er zwischen dem berechtigten Anliegen
der Verhinderung der Leugnung der historischen Fakten und dem absurden Anliegen der allgemeinen Statuierung
der Mystifizierung nicht trennt, sondern so tut, als diene die Abwehr der Leugnung zugleich und automatisch
der preudoreligiösen Mystifizierung. 4) Richtig ist: die Ablehnung des „Revisionisimus“ ist Dienst an
der Wahrheit. Ebenso ist die Ablehnung der Übertreibungen a la Wiesel und Rosh Kampf gegen den Götzendienst.
5) Bedauerlich ist, daß sich zu viele Zeitgenossen aus Furcht, sich zu verheddern, komplett aus dem Feld
heraushalten und deshalb den Wiesels und Roshs das Feld überlassen. Nur: das ist nicht die Schuld der
Justiz.
@ Sozialkatholisch Aus dem Blickwinkel eines Juden in einem NS-Lager in Osteuropa ist in dieser Situation –
horribile dictu – der Tod schon ein Meister aus Deutschland. Celans Gedicht ist ja eine Situationsbeschreibung
aus der Perspektive eines Opfers – und da kommen die Deutschen nun mal schlecht weg. Celan lag es fern,
das als „objektive Wahrheit“ verstanden zu wissen. Natürlich gilt das mit dem „Meister aus Deutschland“
nur situationsbezogen. Für einen Georgier war 1922 meinethalben der Tod „ein Meister aus Rußland“ –
wobei das eben eine unzulässige Übertragung wäre, weil sich Gedicht und Sequenz gezielt auf den NS-Terror
beziehen. Zu Celan gibt es die schöne Anektode, daß er nach dem Krieg mal bei der „Gruppe 47“ vorlas
und dort keinerlei Resonanz erhielt. Die selbsternannte Avantgarde der Nachkriegsliteratur machte sich
über seine feierliche, korrekte Art und seinen Ernst lustig. Was daran das bemerkenswerte ist: zur Gruppe
47 zählten der Ex-SSler Grass oder der PG Jens. Es waren also die gewendeten Nazis, die dort das NS-Opfer
Celan nicht verstanden und bespöttelten. Und unsere heutige Art der „Vergangenheitsbewältigung“ wurde
eben von diesen gewendeten Nazis geprägt und erhalten – und nicht von Celan. Schade.
Text in der HSG Kommen wir zum Thema zurück: Der HSG-Text ist so schlecht nicht. Denn er kommt ja in
seinen Fragen auf verschiedene „Knackpunkte“ zu sprechen, er berührt also Tabus. Die Fragen klingen alle
ungeheuerlich, so daß man geneigt ist, bereits das Fragestellen zu verurteilen. Ist man bereit, die Fragen
zu beantworten und bemüht sich um eine Antwort aus dem Glauben heraus, wird es dann schwierig. Und das
ist doch mal was; allemal besser als das in HSG-Kreisen übliche Piep-Piep-Piep-wir-ham-uns-alle-lieb-Geblöke.
Was nun die unvermeidliche NS-Diskussion hier angeht: Celans Todesfuge ist m.E. die beste lyrische Umsetzung
des NS-Terrors. „Antideutsch“ ist das nur dann, wenn man deutsch mit Nazi identifiziert – was wiederum
ich für antideutsch hielte.
#152 Pius XII 19:33:12 | Freitag, 23. November 2007
Darum geht es (auch) Sicher, Spätmerker, darum geht es auch. Der Judenmord ist ohne Frage eine wesentliche
Legitimitätsbasis für den Staat Israel wie auch für die jüdischen NGOs überall auf der Welt. Während
für alle ernstzunehmenden Menschen feststeht, daß es den Judenmord gegeben hat, bleibt die offene Frage
nach seiner Bewertung: einzigartig oder einer unter anderen. Hierzu wurde 1986 in Deutschland der „Historikerstreit“
geführt, der alle Argumente enthält. Wen das wirklich interessiert, den verweise ich auf den dazu erschienenen
Sammelband aller wichtigen Texte: „Historikerstreit. Die Dokumentation der Kontroverse um die Einzigartigkeit
der nationalsozialistischen Judenvernichtung“ (erschienen im Piper-Verlag). Es ist klar, daß ein solcher
Streit wegen der sich aus der Beantwortung der Frage ergebenden Weitungen nicht rein wissenschaftlich
geführt wird. Aber ich bitte doch darum, seine eigene Position zur Frage nach der Singularität nicht
anhand der sich daraus ergebenden politischen Folge, sondern anhand der Argumente zu finden. Ich persönlich
bin, was die Bewertung der europäischen Geschichte des 20. Jhds angeht, ein großer Fan von Ernst Nolte,
der übrigens die Singularität annimmt – wenngleich aus einer Argumentation heraus, die als politically
incorrect gilt und dem mainstream widerspricht. Mich aber dennoch überzeugt.
#150 Pius XII 18:41:05 | Freitag, 23. November 2007
Verschwörungstheorien, wohin man blickt! Spätmerker, vielleicht ist der Grund, weshalb die Juden den
Armeniermord nicht so gerne als dem Judenmord gleichgestellt sehen wollen, doch etwas einfacher als Murxens
12-Stämme-Theorie: 1. Bringt die Alleinstellung des NS-Judenmordes den Juden eine gewisse Legitimation
für ihr eigenes Verhalten, auf die man ungern verzichtet, was aber der Fall wäre, wenn der NS-Judenmord
nur noch ein Großverbrechen neben anderen (Armenier, Khmer etc.) wäre. 2. Ist die Türkei einer der
ganz wenigen Verbündeten Israels in der islamischen Welt, auf den man – logischerweise – ungern verzichtet.
#147 Pius XII 17:42:41 | Freitag, 23. November 2007
Natürlich ist in Israel nicht alles perfekt, aber … Murx etc. argumentieren hier schief. Abgesehen
davon, daß die anti-israelische Greuelpropaganda, die hier verbreitet wird, grob überzogen ist, ist
die Wertung falsch: Denn niemand wird ernsthaft behaupten, daß in Israel alles perfekt ist. Ohne Frage
erfolgt eine – erträgliche – Diskriminierung der nicht-jüdischen Bevölkerungsteile. Ohne Frage ist
das Vorgehen gegen die Palästinenser, die keine israelischen Staatsbürger sind, aggressiv. Nur werden,
abgesehen von den Überzeichnungen, permanent die mildernden Umstände übersehen: 1. Israel ist im Krieg.
Das verroht die Sitten. 2. Vergleichsmaßstab darf nicht nur das pazifizierte Westeuropa sein, sondern
die nahöstlichen Nachbarstaaten Israels. Und im Vergleich zu denen ist Israel ein Musterknabe in punkto
Achtung der Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit. Schließlich gibt es noch ein geostrategisches Argument.
Israel mag Mängel haben, aber dennoch ist es für Westeuropa eminent wichtig, daß dieser Staat hält.
Ayatollah Khomenei sagte „Erst erobern wir Jerusalem, dann Andalusien!“. Ein Fall Israels würde die weltweite
islamistische Bewegung beflügeln, ein solcher Erfolg wäre ein Katalysator, der die islamischen Minderheiten
in Westeuropa wie die Massen in den islamischen Staaten zu neuen Aktionen beflügeln würde. Dem wären
aber unsere lendenschwachen und weitgehend dekadenten Gesellschaften nicht gewachsen. Also: Nicht die
Mängel Israels totschweigen, aber nie vergessen: an der Jerusalemer Mauer wird unsere Freiheit verteidigt!
#117 Pius XII 11:50:26 | Freitag, 23. November 2007
Ich bin Jurist, kein Historiker deshalb verweise ich auf die Fachleute: www.h-ref.de/ Da sind die „Argumente“
der „Revisionisten“ fein säuberlich widerlegt.
#105 Pius XII 10:50:22 | Freitag, 23. November 2007
Und folgert sogleich messerscharf … Spätmerker, der Name paßt. Wenn Sie in einen (von mir aus) kalten
Raum 50 nackte Menschen eng an eng reinstellen, wie entwickelt sich dann die Raumtemperatur?
#103 Pius XII 10:38:51 | Freitag, 23. November 2007
Josef G, Murx Alles dummes Zeug, was Ihr hier vorbringt. Zu den „Argumenten“ der „Revisionisten“: Das
Problem solcher Verschwörungstheoretiker ist, daß sie sich immer in irgendwelche Details verbeißen,
die den normalen Menschen, die besseres zu tun haben, als in Auschwitz an den Wänden zu kratzen, logischerweise
unbekannt sind. Ergo können sie im ersten Moment keine Antwort geben, was die R dann als „Sieg“ verbuchen.
Bei den Gaskammern ist es so: Die Kammern unter den Krematorien wurden nur probeweise zur Vergasung genutzt,
nicht aber im Dauerbetrieb, weil sie aufgrund ihrer Architektur ungeeignet waren. Die Vergasungen fanden
in zwei umgebauten Bauernhäusern statt, die dazu abgedichtet worden waren („Bunker I“ und „Bunker II“).
Deshalb findet man in den Kammern unter dem Kreamtorium so wenig Spuren. Da dort aber die Testläufe der
Vergasung durchgeführt wurden ist es durchaus berechtigt, diese Kammern den Besuchern zu zeigen. Das
ist alles altbekannt. Die Vergasung in „Bunker I“ und „II“ war bereits Gegenstand des Auschwitz-Prozesses –
und der fand 1963 statt. Murx, nochmal, hören Sie auf, in der Jurisprudenz rumzustussen. Daß eine neue
Verf. gemäß der Regularien der vorherigen zustande kommen muß, daß sich also ihre Legitimität an
den Normen ihrer Vorgängerin über die Verfassungsrevision messen lassen muß, ist ein grober Unsinn.
Wer das GG an der Reichsverfassung von 1871 oder von mir aus an den Intentionen des Parl. Rates mißt,
hat das Wesen einer Verfassung nicht im Ansatz begriffen.
#91 Pius XII 18:35:07 | Donnerstag, 22. November 2007
Verfassungsexperten unter sich Da Luhmanns Bonmot „Man kann nicht wissen, was man nicht weiß“ schon zu
häufig von mir als Überschrift genutzt wurde, habe ich jetzt mal eine andere Überschrift gewählt,
wobei beides passen würde. „Grundgesetz“ sollte tatsächlich 1948/49 eine gewisse Vorläufigkeit ausdrücken.
Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dieser Verfassung entschied man sich 1990 ff., den Begriff beizubehalten.
Daß aber das GG die Verfassung des deutschen Staates ist, daran kann es keinen Zweifel geben. Falsa demonstratio
non nocet; nur weil die Verfassung nicht „Verfassung“ heißt, ist sie es trotzdem. Der Terminus „Grundgesetz“
ist übrigens rechtstheoretisch interessant, vgl. etwa Kelsens „Grundnorm“ oder die Begriffserklärungen
für Grundgesetz in Schmitts Verfassungslehre, aus der er stammen dürfte. Verfassung im materiellen Sinne –
und nur auf den kommt es an – ist die politische Grundentscheidung des Volkes über Art und Gestaltung
seiner politischen Existenz. Wer will denn hier ernsthaft bestreiten, daß das GG die Verkörperung dieses
politischen Willens des deutschen Volkes ist? Daneben gibt es keine andere Verfassung! Das ganze Geschwätz
von wegen Grundgesetz sei nicht die Verfassung etc. offenbart daher vor allem fundamentale Unkenntnis
über den Verfassungsbegriff und die Grundlagen des Staatsrechts.
#81 Pius XII 14:40:56 | Donnerstag, 22. November 2007
Hoffnungslos Diese Holocaust-Leugnung ist doch abstrus. Seit den 50er Jahren (Reitlinger) galt für Auschwitz
1 Mio Tote als Stand der Wissenschaft. Und das gilt bis heute. Seriös kommt man – mit Meyer – auf 500.000
herunter und – mit Piper – auf 1,5 Mio herauf. Realistisch dürften etwa 750.000 Opfer sein. Drunter geht’s
nicht. Die Gesamtzahl gibt Hilberg mit 5,1 Mio an, wobei er eine Schwankung von 500.000 zuläßt. Und
auch diese Zahl ist seit den 50ern allgemein anerkannt. Daß im komm. Machtbereich irgendwas anderes gesagt
wurde interessiert nicht. Entscheidend ist, daß Stand der Wissenschaft eben jene 5,1 Mio Gesamtopfer
und 1 Mio (+/- 500.000) Auschwitz-Toten sind. Wer in die Details geht, mag Verschiebungen feststellen.
Aber dann bitte seriös und mit den wiss. Methoden der Geschichtswissenschaft, nicht auf der Basis von
Vorurteilen und Verschwörungstheorien. @ Murx: Der Dummbatz sind natürlich Sie, weil der Richter an
das Gesetz gebunden ist. Er muß es auslegen, auf den aktuellen Fall anwenden, aber er darf es nicht außer
Kraft setzen. Und wenn Lerle eben verharmlost/leugnet und der Staatsanwalt das anklagt, dann muß der
Richter verurteilen.
#68 Pius XII 12:50:20 | Donnerstag, 22. November 2007
@ Lorenz Wer von „vermeintlichem“ Unrecht spricht, stellt die Authentizität des Judenmords in Frage.
Da sehe ich keinen Platz für Meinungsfreiheit. Und die Gefährdung des öff. Friedens folgt nicht aus
der Quellenkritik, sondern der gezognen conclusio – nämlich der Verharmlosung/Leugnung. Abgesehen davon
findet bei der Lerle doch überhaupt keine „Quellenkritik“ statt – denn der Typ forscht ja nicht (wie
Meyer), er behauptet einfach wider alle historischen Erkenntnisse, um damit für sein eigentliches (und
durchaus berechtigtes Anliegen), den Lebensschutz, neue Munition zu bekommen. @ Benedikt Volle Zustimmung
@ all Nochmal zur Diskussion: Die Braunen nicht mehr mitspielen zu lassen ist der deutsche Nachkriegskonsens
zwischen Katholiken, Liberalen und Sozis. Von einer extrem liberalen Position aus kann man das unfair
finden. Ich bin kein Liberaler. Ich finde es ok. Und jeder, der meint, er müsse auf dem braunen Ticket
reisen, muß eben wissen, daß er damit nicht durchkommt. Ich hoffe, daß auch Lerle das in den anstehenden
sechs Haftmonaten begreift.
#65 Pius XII 12:36:19 | Donnerstag, 22. November 2007
@ Stöhr: Billiger Subjektivismus Beim besten Willen, mit dem Argument können Sie auch bestreiten, daß
es abends dunkel wird. Das ist nicht katholisch. Die scholastische Erkenntnistheorie geht sehr wohl davon
aus, daß wir die Dinge erkennen können wie sie sind. Und selbst die moderne Erkenntnislehre geht trotz
allem hegelianischen „Aller Geist ist gegenwärtiger Geist“ von einer Erkennbarkeit des Faktischen aus.
Ob es Ihnen paßt oder nicht: kaum ein historischer Vorgang ist so sauber recherchiert und belegt wie
der Judenmord. Und wenn Sie den Historikern nicht trauen, dann trauen Sie der Justiz. Im Auschwitz-Prozeß
1963 oder im Eichmann-Prozeß ist es doch den Angeklagten minutiös nachgewiesen worden, was geschehen
ist. Wir haben Zeugen von beiden Seiten (SS und Gefangene), wir haben Dokumente, Pläne, Namenslisten
etc. Also bitte, was wollen Sie denn noch? Und wenn Sie tatsächlich den Subjektivismus auf die Spitze
treiben wollen und sagen: Wahrheit sei nicht feststellbar, dann verbietet § 130 StGB eben das zu leugnen,
was wir heute als historische Wahrheit feststellen. Das wäre zwar unkatholisch, da aber Ihre ganze Argumentation
von der Nichtfeststellbarkeit der Wahrheit das ebenso wäre, käme es darauf nicht an. Aber bleiben wir
auf dem Boden der Glaubenslehre: Wahrehit ist erkennbar. In bezug auf den Judenmord ist sie erkannt worden.
Wer sie leugnet, stört damit den öffentlichen Frieden und wird deshalb belangt.
#62 Pius XII 12:23:34 | Donnerstag, 22. November 2007
Schon eindeutig Also, die Norm lautet: Mit Freiheitsstrafe … wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft
des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten
Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer
Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost. 1. Lerle spricht in bezug auf den Judenmord von „vermeintlichem
Unrecht“ – das ist eine Verharmlosung 2. Lerle fragt den Richter, wo denn „die anderen 5,5 Mio Opfer geblieben
sind, damit die Zahl von 6 Mio erreicht wird“. Damit behauptet Lerle, daß lediglich 500.000 Menschen
zu Tode gekommen sind – was auf eine Leugnung herausläuft. 3. Hinsichtlich seiner Ausführungen zu Auschwitz
greift L. eine heute von keinem Historiker mehr vertretretene Zahl (4 Mio) auf, um damit generell Zweifel
an der Tötung von Juden in diesem Lager zu begründen Die Störung des öffentlichen Friedens wird das
Gericht gesondert begründet haben, sie folgt regelmäßig aus der Leugnung/Verharmlosung. Insofern rechtlich
einwandfrei verurteilt. Wie gesagt, über Sinn und Unsinn der Norm kann man streiten. Leider völlig verfehlt
Murx, der von Jura keine Ahnung hat, aber so tut, als würde der hl. Thomas es dem Gesetzgeber verbieten,
die Meinungsfreiheit einzuschränken. Hallo, Murx: Lesen Sie doch mal eine gute Verfassungslehre, ehe
Sie mitreden!
#48 Pius XII 11:31:17 | Donnerstag, 22. November 2007
@ Pünktchen Der Richter hat das Gesetz anzuwenden und nicht zu prüfen, ob seine Prämissen richtig sind.
Und wie es klingt hat das Gericht das Gesetz korrekt angewendet. Damit haben sich die Gerichtsschelte
und die angedeuteten Verschwörungstheorien (warum Lerle und nicht Meyer) des Artikels schon mal erledigt.
Zumindest insoweit dürften wir einer Meinung sein. Bleibt die – berechtigte – Frage nach dem Sinn oder
Unsinn des § 130 StGB. Aus dem Blickwinkel einer möglichst schrankenlosen Meinungsfreiheit ist die Norm
natürlich höchst bedenklich. Aber hier bin ich zusehr „Tradi“ um eine so umfassende Meinungsfreiheit
zu fordern. Es ist ja müßig, einerseits immer zu rufen, der Irrtum dürfe nicht die selben Rechte wie
die Wahrheit haben und dann andererseits gegen eine Norm mobil zu machen, die eben die Äußerung eines –
erwiesenen – Irrtums verbietet. Wenn man die Piruetten des BVerfG ansieht, weiß man, wie schwer es ist,
§ 130 StGB sauber zu rechtfertigen. Nur: Irgendwie sagt mir mein Rechtsempfinden, daß man Spinnern wie
diesem Lerle beikommen sollte. Das ist eben der Nachkriegskonsens: bei den Braunen hört die Toleranz
auf, die lassen wir nicht mehr mitspielen. Logisch wäre es schön, wenn man das auch auf die Kommunisten
ausdehnen könnte. Aber nur, weil das nicht geht, die Braunen wieder zu lassen – nee, soweit geht’s dann
bei mir nicht.
#41 Pius XII 10:52:13 | Donnerstag, 22. November 2007
Ein sauberes Urteil! Das Urteil ist absolut sauber. Zum einen ergibt sich ja bereits aus dem (übrigens
grottenschlechten) Text, daß Lerle den NS-Judenmord geleugnet hat. Damit greift die Strafandrohung. Und
bei der Strafzumessung hat das Gericht ja offenbar zu seinen gunsten gewertet, daß er eben kein Nazi,
sondern ein etwas verwirrter Lebensschützer ist – denn ansonsten hätte man, zumal in Bayern, anders
zugelangt. Hinsichtlich des Niveaus der juristischen Ausführungen des Artikels (Verstoß gegen Art. 3
GG und so) schweigt des Sängers Höflichkeit. Sicher sollte man es bedauern, daß lediglich die Holocausleugnung
verboten ist und nicht die Schmähung des Christentums. Nur zum einen suspendiert anderes Unrecht nicht
die eigene Verantwortlichkeit und zum anderen ist der letzte Versuch einer Verschärfung der Normen gegen
Religionsbeleidigung an der deutschen Bischofskonferenz gescheitert. Auch der immer wieder gebrachte Vergleich
mit Meyers Artikel in der Zeitschrift für Osteuropakunde ist absurd. Denn Meyer erforscht Auschwitz eben
wissenschaftlich (was logischerweise erlaubt ist), während Lerle nur plump irgendwas behauptet. Meyer
will erforschen, Lerle will mit Vorurteilen und Verdrehungen ein politisches Ziel verfolgen. Und genau
das verbietet § 130 StGB. Abgesehen davon: Die Auschwitz-Fixierung macher Lebensschützer bleibt mir
fremd. Ich bin auch gegen Abtreibungen, aber was hat das bitteschön mit den Nazi-Verbrechen zu tun?
#130 Pius XII 15:01:58 | Dienstag, 20. November 2007
Murx: Man kann nicht wissen was man nicht weiß Murx, nicht jedes Gesetz, das Ihnen nicht paßt, ist deshalb
gleich „positivistisch“, was wohl für Sie ein Synonym ist für „nichtig“. Lesen Sie doch mal eine gute
Verfassungslehre (wie wär’s mit Schmitt), um etwas Klarheit in Ihre Begrifflichkeiten zu bringen. Der
Fakt bleibt: Diese Staatsgründung ist nach den Regeln des Völkerrechts sauber. Und das hängt nicht
davon ab, ob der Vatikan zu Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen hat oder nicht. So leicht ist
Jura dann doch nicht.
#128 Pius XII 14:42:07 | Dienstag, 20. November 2007
Irgendwie landet man immer bei den selben Themen Murx schrieb: Wie mans auch wendet: Die Staatsgründung
Israels war ein illegaler Akt. Sagt wer? Die Völkerrechtslehre sieht das bekanntlich anders. Denn die
Staatsgründung beruht auf einer UNO-Entscheidung, und die UNO war von der legitimen Macht, den Briten,
dazu ermächtigt worden. Übrigens sah auch der Vatikan das als legitim an, denn es war das Staatssekretariat
Pius’ XII, das den katholischen Staaten eine Zustimmung zum Teilungsplan empfahl. Um es also kurz zu machen:
Rechtlich ist gegen die Staatsgründung nichts einzuwenden. Ob sie politisch klug war kann offen bleiben,
denn das ist vergossene Milch. @ Kurt K.: Die Kirche war schon anti-NS. Abgesehen davon, daß in kath.
Gegenden die Nazis schlechtere Wahlergebnisse einfuhren als in protestantischen, liegt das daran, daß
der universale Katholizismus und der nationale Sozialismus geistig nicht zusammenpassen. Der Nationalsozialismus
als die deutsche Spielart des Faschismus ist eben ein mißratenes Kind der Moderne, er basiert auf dem
deutschnationalen Reflex des 19. Jhds, der stets antirömisch war, angereichert um einige Abwehrpsychosen
gegen die Entwicklung nach dem WK1. Was hat das mit dem Katholizismus gemein? Nichts (weshalb es mich
auch so grämt, wenn hier von einigen Verwirrten so getan wird, als passten Katholizismus und NS-Apologetik
irgendwie zusammen)!
„Leo G. Schlüchter“ markiert ohne alle Frage einen absoluten geistigen Tiefpunkt. Zumal es sich ja um
einen Ein-Themen-Autor handelt. Das ganze hat ja pathologische Züge. Nur ganz kurz zur Widerlegung: Elli
Wiesel ist sicher schlimm, aber eben ein Außenseiter und keineswegs „mainstream“. Und eine „Holocaust-Religion“
gibt es außer in den kranken Hirnen solcher Leute wie „Schlüchter“ auch nicht. Es gibt lediglich eine –
in Deutschland regelmäßig bis zur Schmerzgrenze übertriebene – Tendenz, die moralische Katastrophe
des NS-Judenmords zum zentralen Prüfstein unserer nationalen Geschichte und Kultur zu machen. Das nervt
auch mich. Nur: Wenn man dann solchen braunen Dreck liest wie den von „Schlüchter“ beschleicht einen
das ungute Gefühl, daß tatsächlich mehr Wachsamkeit geboten ist als man so in seiner bürgerlichen
Sekurität anzunehmen geneigt ist.
Sagen Sie mal Defendor, sich schon vor Sonnenuntergang dermaßen zu berauschen ist aber auch nicht gerade
moralisch, oder? Apropos: Wo bekommt man denn das Zeug, was Sie offenbar nehmen? Lucy In The Sky With
Diamonts? Im ernst: Ihr Problem ist Ihre völlige Ahnungslosigkeit. Machen Sie doch mal ein Praktikum
bei einer Lokalzeitung und schauen Sie dem Bildreporter über die Schulter. Oder, noch einfacher, unterhalten
Sie sich dich mal mit einem Journalisten Ihres Vertrauens. Das kann doch nicht so schwer sein! Ansonsten
verschonen Sie uns hier mit den beredten Zeugnissen Ihrer (zumindest diesbezüglichen) Unzurechnungsfähigkeit!
@ Kurt: Das ist hoffnungslos Diese Macke, wonach alle Zeitungen „Signalphotos“ bringen, stammt von dem
zwischenzeitlich in Wahnsinn verfallenen Johannes Rothkranz und erfreut sich leider bei geistig ähnlich
armen Menschen großer Beliebtheit. Hallo, nochmal zum Mitmeißeln: Es werden deshalb lieber Fotos mit
Gesten abgebildet, weil das lebendiger, authentischer wirkt als Fahndungsfotos. Deshalb wird bei jedem
guten Bewerbungsphotoshooting darauf geachtet, daß der Bewerber in spe irgendwie lebendig wirkt und eben
keine bloßen Paßbilder entstehen. Und was die Fotosauswahl angeht, die erfolgt natürlich nicht „zentral
gesteuert“, sondern wird in den regelmäßig turbulenten Redaktionssitzungen spontan entschieden. Dieser
Unsinn von den „Signalphotos“, deretwegen übrigens auch Erzbischof Lefebvre schon als Freimaurer bezeichnet
wurde, offenbart nur eines: daß diejenigen, die daran glauben, keinen blassen Schimmer von Medienarbeit
haben. M.a.W.: Sie sind weder von der Welt, noch in der Welt.
#1 Pius XII 10:38:16 | Dienstag, 13. November 2007
Mißverständlich Bischof Williamsson äußert sich hier leider etwas mißverständlich. Seine Äußerungen
können nämlich im Sinne einer letztlich wenig katholischen Endzeiterwartung verstanden werden, deretwegen
nun das Ringen um die Kirche aufgegeben wird. Das entspräche aber weder der Position des Erzbischofs
Lefebvre noch der von Bischof Fellay, wie man seinen Rundbriefen entnehmen kann. Insofern sollte man diesen
Kurzbeitrag nicht so hoch hängen, es handelt sich schließlich nicht um eine offizielle Stellungnahme,
sondern nur um einen ins Internet gestellten Gedanken, ein spotlight. Trotzdem schade, daß solche mißverständlichen
Äußerungen nach außen gelangen.
@Montfalcone: Korrektur Ich räume ein, mich verrannt zu haben. Ich denke aktuell über diesen Carl-Schmitt-Satz
nach, wonach die Epoche der Staatlichkeit zu Ende sei. Wenn ich den Staat national begründe, was wohl
der Standard der letzten drei Jahrhunderte bis in die 50er gewesen sein dürfte, mit einer klaren Trennung
von innen und außen, und einem Verständnis als (nach innen) des Staates als totalem und umfassenden
Status des Volkes, dann wäre der so verstandene Staat tatsächlich durch die Verlagerung von Kompetenzen
a) nach oben (EU, supranationale Org.), b) nach unten (Regionen) und c) zu NGOs (Pluralismus) in einer
Krise. Historisch habe ich diesen Ausstieg aus dem herkömmlichen System immer als Folge des Ausstiegs
der Deutschen aus der nationalen Idee verstanden. Denn wenn das größte Volk im geogr. Zentrum nicht
mehr will und nun ein zumindest vorrevolutionär inspiriertes Europa-Modell verfolgt, ist eben das nationalstaatliche
System nicht zu halten. Rechtlich habe ich mich gefragt, was nun kommt. Denn natürlich haben Sie recht:
Weder Pluralismus, noch die liberale Reduktion des Staates, noch die Verlagerung auf die supranationale
Ebene können aus katholischer Sicht überzeugen. Was also kommt? Die EU als „Reich“, als quasi-staatlicher
Großraum? Und wie will ich diesen Staat begründen? Als Status des Volkes ja wohl mangels Volk kaum.
Als Bund? Haben wir eine brauchbare Reichstheorie? Sie sehen, ich bin an meinen Grenzen.
#12 Pius XII 17:06:40 | Donnerstag, 1. November 2007
@ Ansgar: Nicht ganz dicht? Und folgert sogleich messerscharf, daß nicht sein kann, was nicht sein darf –
unser Ansgar. Die Freigabe der Messe hätte es ohne den Erzbischof und die FSSPX genausowenig gegeben
wie die ganzen Institute, denen Sie hier der Erfolg des MP zuschreiben wollen. Wenn Sie den Begleitbrief
lesen, wüßten Sie es besser, denn der Papst schreibt ausdrücklich und ausschließlich von der FSSPX.
Und daß der alte Ritus wegen der Arbeit der FSSPX in den Augen mancher Katholiken in ein schlechtes Licht
gerückt ist – grotesk. Auch hier gibt B16 selbst das Gegenteil zu und räumt ungerechte Behandlungen
ein. Nein, die Wahrheit ist die: Ohne Erzbischof und FSSPX gäbe es heute keine alte Messe mehr.
#2 Pius XII 15:55:05 | Donnerstag, 1. November 2007
Schöne Frucht des motu proprio Auch wenn in einem hier verlinkten Forum zwei Laien meinen klarer zu sehen
als der Generalobere der Priesterbruderschaft, lassen sich die ersten guten Früchte des Motu Proprio
nicht schlecht reden. Denn das juridische, die Freigabe der Messe und die Feststellung ihrer permanenten
Zulassung, sind ja das eine. Das andere, mindestens ebenso wichtige ist die Überwindung des Mißtrauens
seitens der „Amtskirche“, das Ende dieser unbegründeten Ressentiments gegen „Lefebvre“. Und der Artikel
scheint von einem ganz konkreten Beispiel zu berichten, wo diese anti-FSSPX-Vorbehalte sich in Luft aufgelöst
haben. Das ist eminent wichtig. Es schmerzt, wenn etwa die neue Homepage motu-proprio.de nach wie vor
über die FSSPX schweigt, und zwar wegen dieser letztlich objektiv unsinnigen „Schisma“-Befürchtungen.
Das MP verändert hier – Schritt für Schritt – den Geist und schafft so die Bedingungen für weitere
Schritte zu einer Überwindung der kirchenrechtlichen Sondersituation und zu einem Verständnis der „Amtskirche“
für die theologischen Anliegen der Bruderschaft. Wie sonst, ohne dieses Zwischenschritte, soll es sonst
zu einer Verständigung und einem Lassen vom Konzil kommen? P. Pfluger hatte das in seinem KU-Interview
ja sehr gut dargestellt und auch ein paar klare Worte gegen diejenigen gefunden, die trotz dieses klaren
Sieges der FSSPX immer noch rumnölen: „spirituelles Defizit“.
#67 Pius XII 15:39:59 | Donnerstag, 1. November 2007
@ Montfalcone Sie treiben mich dem Ende meines sicheren Wissens entgegen. Hollow state hielt ich immer
für den Begriff, mit dem die zunehmende Differenz zwischen den Leistungen, die der Staat mit eigenen
Kräften vornimmt und denen, die von wohltätigen Organisationen erfüllt werden, obwohl sie im staatlichen
Interesse sind, umschrieben wird. Politisch hieß das dann „mitfühlender Konservatismus“. Aber daß hollow
state etwa Platz für, sagen wir mal, die Gloire des Staates oder überhaupt etwas anderes als eine schlichte
Funktionsbeschreibung des Staates lassen würde, war mir bislang unbekannt geblieben. Auch im übrigen
muß ich mich erst schlau machen. Ich werde mal bei Möllers anfragen, ob er noch ein Exemplar seines
„Der Staat als Argument“ hat; wenn ich da alle Argumente, gegen die M. anstinkt, nehme, müßte ich eigentlich
einen ganz guten Überblick über alles haben, was über die pluralistische Theorie hinausgeht, oder?
Und immer nur Carl Schmitt ist ja auch nicht der Hit, zumal der in seinem Vorwort zur 1963er Auflage des
„Begriffs des Politischen“ ja auch vom „Ende der Staatlichkeit“ schrieb, über die „es kein Wort mehr
zu verlieren“ gibt. Womit wir bei der spannenden Frage nach einem brauchbaren, konservativen Staatsbegriff
in der Gegenwart wären. Denn „Der Staat ist der umfassende politische Status eines in territorialer Geschlossenheit
lebenden Volkes (Nation)“ paßt angesichts von EU, mannigfaltigen supranationalen Organisationen etc.
nicht mehr; er ist zu modern, zu wenig postmodern.
#64 Pius XII 12:53:12 | Donnerstag, 1. November 2007
Ich verbessere: Mehr Familie, weniger Staatsleistung! Gut, Montfalcone, da muß ich mich wirklich korrigieren.
Wenn Sie den Staat verstehen als den totalen Status des Gemeinwesens, dann stärkt es den Staat, wenn
man ihn in seinen (sozialen) Leistungen zurückschneidet und damit der Familie raum gibt. Insofern mußte
ich präzisieren. Nur kann man in einem untechnischen Sinne sicher Staat = staatliches Handeln sagen.
Und im Rahmen der pluralistischen Theorie (die wohl herrschend sein dürfte) wäre der Staat eben nur
ein Spieler neben anderen, aber nicht der umfassende, totale Status des Gemeinwesens. Egal, das ist Begriffsklauberei.
Die Frage war, wie eine konservative Kraft sich zu positionieren hätte. Und da dürfte Konsens bestehen,
daß sie (in präzisierter Diktion) dafür einsteht, den Staat durch eine Beschränkung seiner Leistungen
auf das wesentliche zu stärken, wobei als Gegenstück zu dieser Beschränkung die Steuerlast, insbesondere
für kinderreiche Familien, verringert werden müßte.
#62 Pius XII 10:14:19 | Donnerstag, 1. November 2007
@ Montfalcone Grundsätzlich haben Sie sicher recht, daß Eigentum und Familie nur im Rahmen von Glaube
und Recht denkbar sind. Gleichwohl kann natürlich der Staat sich auch gegen Eigentum und Familie wenden.
Will man dann die beiden Institute (wobei man zanken kann, ob das Eigentum nun ein Institut oder ein Grundrecht
ist, aber nicht hier) stärken, muß man den Staat insoweit zurückziehen und begrenzen. So verstanden
ist „mehr Familie, weniger Staat“, also weniger Staat in Bereichen, die an sich der familiären Sorge
unterfallen, wohl kaum oxymorononistisch (Chapeau! Das Wort kannte ich nur aus dem Englischen, daß man
es auch im Deutschen verwenden kann muß ich mir merken). Machen wir es konkret: Aktuell subventioniert
der Staat im großen Stil die Kinderfremdbetreuung und gibt obendrein für solche Aufwendungen Steuerbefreiung.
Er könnte auch eine pauschale Steuerfreiheit je Kind geben, unabhängig, ob das Kind fremdbetreut wird
oder nicht und auf seine Subventionen verzichten. Insofern wäre das „weniger Staat“ und die Familie behielte
mit ihrem eigenen Geld die wirtschaftliche Potenz, über die Art der Kinderbetreuung zu entscheiden. Das
wäre dann „mehr Familie“. Generalisiert: Ich meine, daß der Niedergang der Familie v.a. daher herrührt,
weil der Staat mehr und mehr Aufgaben an sich gezogen hat, die sinnvollerweise durch die Familie geleistet
werden sollten. Er hat sich dafür Steuern genehmigt, die den Familien und den Einzelnen die Kraft rauben,
es selbst zu tun. Hier will ich ran.
#59 Pius XII 13:57:15 | Mittwoch, 31. Oktober 2007
@ Montfalcone Ich gebe Ihnen durchaus zu, daß meine Formel „weniger Staat“ durchaus nicht rein mitteleuropäisch
ist. Wobei ich mich hier an dem Familiennetzwerk orientiere, das bekanntlich auch fordert „Mehr Familie,
weniger Staat“. Angesichts einer Staatsquote von ca. 50 % meine ich deshalb, daß selbst dann, wenn man
nicht ganz so wirtschaftsfreundlich ist wie ich (das muß man nicht) ein Zurückschneiden des Staates
durchaus ansteht. Nur so können m.E. auch wieder Freiräume für die natürlichen Institutionen – Familie,
Kirche, lokale Gemeinschaft, Region – entstehen. Ich bin da ein großer Fan von Paul Kirchhof, der sicher
auch kein Marktradikaler ist, aber dessen flat tax mit Ehegattensplitting und großzügigen Kinderfreibeträgen
auf ein „weniger Staat“ hinausläuft, ganz einfach, weil bei dem System der Staat nicht mehr die Puste
hat, alles und jedes zu regulieren. Abgesehen davon dednke ich pragmatisch: Wenn ich das gehobene Bürgertum
für den Konservatismus gewinnen will, muß ich auch etwas fürs Portemonnaie bieten
#42 Pius XII 18:50:28 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Saubere rechte Partei Mosebach selbst hatte da einen Hinweis: Er schrieb, die Preußischen Konservativen
seien die letzte konservative Partei in Deutschland gewesen. OK, für meinen Geschmack doch zu protestantisch.
Sauber konservativ, das ist Habsburg. Es gab vor ein paar Jahren mal einen Revival-Versuch namens CSA,
der wohl leider nur an der geistigen Begrenztheit des Führunspersonals gescheitert ist. Also, eine saubere
konservative Partei sollte sein: katholisches Fundament, mehr Familie, weniger Staat, pro-europäisch,
aber anti-bürokratisch, im übrigen eine unaufgeregte Stimme des gesunden Menschenverstandes. Wichtig
ist v.a. eine Abgrenzung gegen die Schmuddelkinder, weil sonst alles für die Katz ist. Um das zu bewirken
empfehle ich folgende beiden Mittel: a) eine tendenziell pro-US-Außenpolitik und b) einen wirtschaftsfreundlichen
Kurs, etwa durch einen Einsatz für Paul Kirchhofs flat-tax. Ob es immer gleich eine neue Partei sein
muß? Wie wäre es denn zunächst mal mit einer konservativen Bürgerbewegung, die sich bitte ihre Mitglieder
selbst aussucht. Oder will hier jemand ernstlich mit „Artois“, „Antimodernist“ u. dergl. an einem Tisch
sitzen?
#35 Pius XII 17:18:58 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@ Montfalcone „Modern“ ist schon ein Thema für Juristen. Sehen Sie, eigentlich ist für Juristen alles
ein Thema . Althusius vs Bodin – das hat schon was. Aber mich interessiert zugegebenermaßen weniger
die Frage nach dem Beginn der Moderne als die nach ihrer Überwindung (und aus diesem Grunde muß man
eben den Beginn kennen). Um aufs Thema zurückzukommen: Mich freut schon, daß mit Mosebach (der ja auch
Jurist ist) das dezidiert nicht-moderne, „reaktionäre“ Denken in gewisser Weise als denkbare Option anerkannt
ist. Das hat doch was. Lassen wir es uns nicht von den Schmuddel-Rechten kaputt machen, die weder wissen,
was modern, noch was konservativ ist, sondern die sich ganz in linker Manier ihr Weltbild stricken, nur
daß es eben rechts ist. Gegen diese Faschistoiden bin ich, weil sie den Konservatismus ruinieren, indem
sie ihn für sich reklamieren und die Linken das gerne aufgreifen. Ansonsten darf ich Ihnen sagen, daß
ich Ihre bildungsintensiven Anmerkungen außerordentlich schätze, sie sind wirlich wohltuend in diesem
Forum.
#13 Pius XII 17:02:59 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Andere Religion Die wichtigste Aufgabe des Priesters ist der „Dienst an der Einheit“, sichtbar in der
Messe, wo sich „die Gemeinde um den Altar versammelt.“ Also, da kann man Bischof Williamson nur recht
geben: DAS SIND ZWEI VERSCHIEDENE RELIGIONEN, die katholische und die V2-Religion.
#33 Pius XII 16:18:12 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@ Montfalcone Ich hielte es schon für wert zu vertiefen. Zumal mich interessiert, weshalb Sie Althusius
für modern halten. Gierke sah es ja genauso, die Althusius-Gesellschaft sowieso (Wyduckel). Der Rest
des öffentlichen Rechts eher nicht. Schmitt übrigens auch nicht. Aber wollen Sie das wirklich hier,
in diesem Forum, mit Zeichenbegrenzung? Bitte, an mir soll’s nicht liegen, aber Sie können mich auch
anmailen, dann tauschen wir uns direkt aus. Ganz nach Belieben.
#91 Pius XII 15:41:59 | Dienstag, 30. Oktober 2007
GerdEric, man kann nicht wissen, was man nicht weiß Wieso machen Sie sich nicht erstmal schlau, ehe Sie
hier rumstussen? Es gibt Diözesen in Katalonien (etwa Lerida/LLeida), da sind 90 % des Klerus bestialisch
ermordet wurden, der Rest floh. Wollen Sie das allen Ernstes rechtfertigen? Es ist grober Unfug, daß
die Oberschicht und der Klerus paramilitärische Einheiten hatten und die Unterschicht quasi in vorweggenommener
Notwehr gehandelt hätte. Die Macht im Sommer 1936 lag bei der Republik und den paramilitärischen Verbänden
der Anarchisten, Kommunisten und Sozialisten. Das Militär griff erst ein, als die Kirchen bereits brannten.
Ziel der Republik war es, den Katholizismus in Spanien vollständig auszurotten. In der Republik waren
bis zu deren verdientem Ende 1939 jedwede öffentlichen Messen verboten – so weit hat es nicht mal der
russische Kommunismus getrieben. Insofern, GerdEric, ist Ihr ahnungslos-dummes Geschreibsel einfach ärgerlich!
#41 Pius XII 15:28:35 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Engelhardt, auch wenn’s bei Ihnen sinnlos ist Bei Tötung von Ungeborenen ist immer das Argument „Leben
gegen Leben“ zumindest nicht nichtig. Und wenn Sie den Spruch „Keine Frau macht sich eine Abtreibung leicht“
noch nie gehört haben, sind Sie arm dran. Als nächstes wollen Sie auch noch belegt haben, daß es abends
dunkel wird. @ Pünktchen: :)3
#38 Pius XII 15:16:22 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Engelhardt, Duplik Es gibt immer Rechtfertigungs- und Entschuldigungsgründe. Das irdische Leben ist nach
christlichen Maßstäben eben nicht absolut zu sehen. Deshalb schrieb ich ja ausdrücklich von einer Tötung
aus „nichtigen Gründen“ – weil eben die geplante Eröffnung eines Handy-Shops keine Tötung des eigenen
ungeborenen Kindes rechtfertigt oder entschuldigt. Dr. Heger ist aber insoweit recht zu geben, daß es
nahezu keine solchen rechtfertigenden oder entschuldigenden Gründe gibt. Man kann wohl sicher sein, daß
98 % aller Abtreibungen in Deutschland galaxienweit von solchen Gründen entfernt sind. Und das ist schon
eine Schweinerei, eine, die dem Land nach irdischen Maßstäben schadet und die nach religiösen Maßstäben
ein himmelschreiendes Unrecht ist, das nach Sühne verlangt.
#31 Pius XII 15:07:45 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@ Montfalcone Ich befürchte, Montfalcone, wir werden in diesem Rahmen nicht weiterkommen. Das Problem
ist doch, daß alle unsere Begriffe und Kategorien durch die Dominanz des modernen Staatsbegriffes geprägt
sind. Das ist ja generell ein Problem in der Jurisprudenz, das sich die Begriffe in ihren Bedeutungen
ändern. Nehmen Sie nur den Steit darüber, ob die Moderne im Recht schon mit Althusius oder doch erst
mit Bodin begann; Althusius benutze bereits die selben Begriffe, aber eben in einem gänzlich anderen,
vormodernen Sinn. Ich glaube, daß sich daraus unsere Probleme hinsichtlich der begrifflichen Einordnung
historischer Ereignisse erklären. Natürlich war das antike Athen keine kommunale Selbstverwaltung im
heutigen Sinne, aber die Athener verstanden sich nicht als Staatsvolk, sondern sie verstanden sich als
Griechen. Insofern war Athen auch kein Vorläufer des modernen demokratischen Nationalstaats. Und daß
sich das Volk vor der Moderne nicht als Träger des Staates verstand, halte ich schon für evident. Der
Staat war wohl eher ein Instrument der herrschenden Familie, nicht aber der rechtliche Zustand der Gewaltunterworfenen.
Aber wollen wir das wirlich hier erschöpfend abhandeln? Begnügen wir uns doch darauf, daß angesichts
der Dominanz modernen Denkens jede ernst Kritik an ihm in ihm beginnen muß, aber in ihrer Entwicklung
nicht von ihm begrenzt werden darf.
#36 Pius XII 15:00:38 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Engelhardt, si tacuisses Engelhardt, Ihre Beiträge sind echt von einer bemerkenswerten Dämlichkeit.
Was hat denn die – von Ihnen auch noch grob verfälscht dargestellte -Kirchengeschichte mit der moralischen
Bewertung des Kindesmordes dieser verhinderten Handyshop-Betreiberin gemein? Selbst, wenn Sie in Ihrem
blinden Haß gegen die Kirche recht hätten: Na und? Wollen Sie aufrechnen? Wollen Sie allen Katholiken
verwehren, moralisch zu urteilen? Abgesehen davon: Es mag im Mittelalter bedauerliche Vorkommnisse gegeben
haben – aber das Blutsaufen begann erst richtig 1792. Stalin hat in einem Monat mehr Menschen übers Messer
springen lassen als die römische Inquisition in 100 Jahren. Also, hören Sie auf mit Ihrem dümmlichen
Antiklerikalismus und akzeptieren Sie die Grundregeln gebildeten Diskutierens.
#28 Pius XII 12:48:28 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@ Sirilo @ Lorenz 1. Das, was wir heute unter Demokratie verstehen und praktizieren, kommt schon von 1789.
Das griechische Modell war eher die kommunale Selbstverwaltung der Stadtbürger, die gab es das ganze
Mittelalter über in den freien Reichsstädten. 2. Das besondere an 1789 ist, daß sich das Volk/die Nation
(die erst später, in Dtl. ethnisch verstanden wurde) als Träger des Staates versteht. Der moderne Staat
entsteht so als der politische Zustand des sich seiner Gewalt bewußt gewordenen Volkes. Und dieses lenkt
seine Entscheidungen eben durch die demokratischen Techniken. Anders geht es auch nicht. 3. Die Auflösung
dieses Modells erfolgt aktuell aber nicht durch eine Rückkehr zum monarchischen Modell. Auch sind die
diktatorischen Versuche gescheitert. Die Auflösung erfolgt aktuell dadurch, weil das Konzept der Nationalstaatlichkeit
aufgelöst wird. 4. Das Problem der religiösen Renaissance bleibt. Aber ich denke, daß diese sich post-national
besser umsetzen läßt als im nationalen Kontext. Insofern ist es m.E. wenig überzeugend, wenn sich Katholiken
zum Fürsprecher des nationalen Konzeptes machen. Das sollte uns kalt lassen, nationale Übertreibungen
sollten uns verdächtig sein. 5. Eine wie auch immer geartete Beteiligung der Gewaltunterworfenen an der
Gewaltausübung ist sicher sinnvoll und keinesfalls antikatholisch.
#16 Pius XII 10:35:12 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Sorry Antibiotikum! Aber Du liegst leider daneben. Ich bin 30, glücklich verheiratet, beruflich immer
im Streß (zur Zeit warte ich auf einen Gesprächspartner, dessen Zug verspätet ist – deshalb habe ich
gerade gut Zeit) und gehe bei der FSSPX zur Messe. Üblicherweise hört man mir auch zu. Ach so: Mein
Haar ist dicht, für meine Figur gehe ich auf den Golfplatz, meine Kinder sind glücklich. Im direkten
Verglich zwischen uns beiden dürftest Du der soziale Verlierer sein.
#12 Pius XII 10:21:53 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Antibiotikum, Sie Narr! Ich weiß gar nicht, was Sie wollen: Eine Frau tötet aus nichtigen Gründen ihr
ungeborenes Kind. Diesen Sachverhalt zu bewerten ist doch weiß Gott nicht schwer. Wer hier nicht erkennt,
daß es sich um ein schwer sündhaftes Verhalten handelt, das ohne Reue und Buße schnurstracks in die
Hölle führt, ist kein Christ. Aber das sind Sie ja ohnehin nicht. Sie versuchen hier einen Nebel zu
erzeugen in der Hoffnung, daß sich die Forumsteilnehmer deshalb einschüchtern lassen, hier Stellung
zu nehmen. Tja, das wird nicht funktionieren!
Haltet den Dieb! Was Methusalix und Antibiotikum hier bringen ist doch lächerlich! Der Artikel ist insoweit
gut und wertvoll, weil er eben diese rosarote Lüge, alle Frauen machten es sich schwer, gut widerlegt.
Die Wahrheit ist schlicht und brutal: die meisten Abtreibungen erfolgen, weil das Kind einfach „nicht
in den Lebensplan“ paßt. Daß es um den Startin die berufliche Selbständigkeit geht ist dabei schon
viel, durchaus gängige Abtreibungsgründe sind auch die bereits gebuchte Fernreise oder Beziehungsstreß
mit dem „Freund“.
@ Lorenz Die Unvergleichbarkeit von EU und hlg. römischen Reich liegt in der Ersetzung christlicher Frömmigkeit
durch Demokratiefrömmigkeit. Nichts anderes habe ich doch auch geschrieben: daß es darum geht, das ganze
religiös werden zu lassen. Die Demokratie kommt eben aus dem Nationalstaat, oder, um genau zu sein und
zum Beginn der Debatte zurückzukehren: von 1789.
@ Pünktchen, da stimme ich zurück zu! Wir als konservative Katholiken glauben ja nicht an den Fortschritt.
Vielmehr gehen wir davon aus, daß die moderne Phase der europäischen Geschichte sowas wie ein unglückliches
Zwischenstadium ist. Und das gilt es rückabzuwickeln. Wie ging es also los: Man begann, den Staat nicht
mehr universal und religiös zu begründen, sondern bezog ihn auf ein Teilgebiet. Man begründete ihn
nicht mehr religiös, sondern national. Und nun geht es um die Rolle rückwärts. Der Nationalstaat wird
als non-plus-ultra durch einen Mix aus verschiedenen Zuständigkeiten (Gemeinde, Region, Nationalstaat,
EU) ersetzt. Damit gewinnen wir die Universalität zurück. Und das ganze muß nun noch religiös werden.
Weil von der Religion nach 250 Jahren Aufklärung und 40 Jahren Konzil wenig übrig ist, müssen wir bescheiden
anfangen und zunächst dafür sorgen, daß die religiöse Anschauung, das religiöse Modell als eine denkbare
Option akzeptiert wird. Mosebach bringt uns diesem Ziel ein gehöriges Stück näher. Ist es einmal als
„zulässig“ anerkannt, wird es, da bin ich sicher, schon seine Wirkung entfalten. Aber das setzt eben
voraus, daß man die Wirklichkeit anerkennt, daß man bereit ist, sich in den öffentlichen Diskurs, wie
er eben ist, einzubringen und daß man aufhört, sich in irgendwelchen (zumeist akatholischen) Sonderlichkeiten
zu begraben. Die Linken sind schlimm genug, so daß einem die Lust fehlt, sich auch noch mit den Wirrköpfen
aus der eigenen Fraktion herumzuschlagen. Aber wem sage ich das?
@ Benedikt: Auch Carl Schmitt gelesen. Die eigentlich revolutionäre Handlung … war … die Erklärung
des Dritten Standes zur Nationalversammlung im Verlaufe der Tagungen der Generalstände. Also das politische
Bewußtwerden des Volkes als verfassunggebende Kraft. Denn damit ist der moderne Staat entstanden, als
die politische Organisation des Volkes, oder besser: der Nation. Und diese Epoche der Staatlichkeit ist
am Ende, seitdem die Deutschen als größtes europäisches Volk sich post-1945 vom nationalen Konzept
gelöst haben und wieder auf die Konkurrenzen verschiendener Identifikationsebenen – wie bereits im Hl.
Römischen Reich – setzen. Frankreich 1789 ist die nationale Idee, und deshalb ist Rom 1950 (und Maastricht
1992 etc.) auch ein anti-1789. Wobei ich Ihnen in einem widerspreche: Daß die frz. Revolution, also die
Erhebung des III. Standes zur Nationalversammlung, mit der Schreckensherrschaft nichts zu tun habe, bestreite
ich. Vielmehr ist es die adäquat kausale Voraussetzung. Ein Sieg der Restauaration, also ein Metternich’sches
Europa, hätte uns allen ein wesentlich angenehmeres 20. Jhd beschert. Insbesondere in Mittel- und Osteuropa
war der moderne, nationale Staatsbegriff eine Katastrophe. Und deshalb finde ich es auch so selten dämlich,
wenn sich bisweilen sogar Katholiken dieses Konzept zu eigen machen, so als sei die nationale Idee konservativ
oder gar katholisch.
Sturm im Wasserglas Die Diskussion hier ist eher ein Sturm in Wasserglas. Kirchenpolitik wird nicht über
Interviews gemacht. Ich finde ganz angebracht, daß Bischof Fellay mal klare Kante gezeigt hat. Die eigentlichen
Fragen werden aber in den Verhandlungen erörtert, und da schaut niemand zu. Wichtig ist zunächst aber,
daß angesichts der ganzen Angriffe von links die FSSPX zeigt, daß sie es nicht nötig hat, sich alles
gefallen zu lassen. Maßstab einer Einigung ist nicht ein aktuelles Zählverhältnis, sondern die Wahrheit,
wie sie anhand der tradidierten Lehre der Kirche festgestellt werden kann. Und es ist das konziliare Rom,
das zu dieser Wahrheit einen Weg zurückzulegen hat. Das kann man durchaus auch mal so deutlich aussprechen.
@ Pippifax: Duplik Zunächst wollte ich Sie natürlich nicht auf eine Stufe mit Artois etc. stellen, sondern
nur zum Ausdruck bringen, wie wohltuend Ihre stilvolle Argumentation ist. In der Sache selbst kommt es
m.E. nicht darauf an, ob die PIS in Polen gewinnt; entscheidend ist, daß in PL die Katholiken derzeit
den intellektuellen Diskurs prägen, mindestens aber eine starke Kraft sind. Ob das immer zu 50%+ lang,
ist dann sekundär; ich wüßte angesichts der Skurrilität der Zwillinge nämlich derzeit auch nicht,
ob ich sie wählen würde oder die wirtschaftsliberale Opposition (habe mich nicht so detailiert befaßt).
In den USA ist es auch so, daß die christliche Rechte die intellektuelle Debatte zunehmend in den Griff
bekommt. Ob kath oder evangelikal ist da zunächst sekundär, weil das in den pol. Gretchenfragen keinen
großen Unterschied macht (pro-life, innere Sicherheit, Homoehe, Evolution etc.). Also, ohne ins Detail
zu gehen: Aber daß es auch in der Gegenwart möglich ist, mit religiös (christlichen) und konservativen
Ansichten im Bereich um die 50 % dabei zu sein, dürften die Beispiele belegen. Und darum ging es mir.
Denn eine Kirche, die standgehalten hätte, wäre heute die Basis für eben eine solche Stärke. M.a.W.:
Ohne Konzil läge ein authentischer pol. Katholizismus und damit auch eine auth. Christdemokratie heute
m.E. auch bei ca. 40 %. Insofern bleibe ich dabei: das Problem ist die Kirche, nicht die (sekundäre)
CDU.
Nicht schlecht, Pippifax! Im Gegensatz zu Artois etc. argumentieren Sie wenigstens. In den Konsequenzen
gehe ich freilich mit Ihnen nicht mit: 1. Daß ein standgehaltener Katholizismus so schlecht dastünde,
bestreite ich nachdrücklich. Ich gebe Ihnen zu, daß wir in den 60ern und frühen 70ern massiv unter
Druck geraten wären. Aber eben ab den 80ern auch eine Renaissance erlebt hätten. Meine Vergleichsgröße
ist dabei immer das religiös-konservative Milieu in den USA. Die haben in den 60ern/70ern auch gelitten,
aber dennoch standgehalten. Spätestens mit Reagan 1980 war dort die linke Dominanz gebrochen, es stand
pari-pari. Und ab den späten 90ern ist konservativ auf dem Vormarsch. Daß katholisch mehrheitsfähig
ist, sieht man auch in Polen. Ich finde, Sie unterschätzen die Kraft der Wahrheit. 2. Der drohende Bürgerkrieg
ist zum Teil sicher eine Folge verfehlter Einwanderungspolitik. Nur ist das eben vergossene Milch. Wobei
Sie den zweiten und ebenso wichtigen Aspekt unterschätzen: die Vernetzung der Welt, das „global village“.
Wenn eben jeder Arbeiter es sich leisten kann, ein Ticket zu kaufen und nach New York, Caracas, Dubai
oder Bankkok zu düsen, wenn über das WWW ich jederzeit an jedem Ort der Welt kaufen und verkaufen kann
(z.B. über ebay), dann ist es müßig, hier über die Fehler der 50er und 60er zu räsonieren. Wir haben
nun einmal eine weltumspannende pazifizierte Wohlstandszone, ohne die unser Lebensniveau unerreicht wäre.
Und diese Zone muß gegen Angriffe aus dem Dschungel verteidigt werden!
Replik @ Panetta: Natürlich würde sich der Magen Pius XII angesichts der Frau Schavan umdrehen. Nur,
Frau Schavan ist eben ein Produkt der konziliaren Kirche. Diese hat sie ausgebildet, politisch sozialisiert
und in der CDU nach oben gebracht. Ohne die Kirche wäre Frau Schavan heute eben keine Ministerin. Und
es ist schlicht unredlich, der Union vorzuwerfen, daß sie hier Kirchenleuten Chancen gibt. Der Vorwurf
muß an die Kirche gehen: weshalb kommen über sie solche Leute nach oben? @ Artois: Pius XII aus der
Tradition herausnehmen zu wollen ist nur lächerlich. @ Möchtegern: Der Irak-Krieg wurde geführt, um
Israel zu entlasten – ohne deutsche Beteiligung. Der Afghanistan-Krieg wird geführt, um die Basis des
islamistischen Terrors unschädlich zu machen. Sie können nun natürlich alles in Zweifel ziehen, auch
die Existenz islamischen Terrors. Es soll ja sogar Leute geben, die die Mondlandung bezweifeln. Bitte.
Aber dann erwarten Sie doch nicht, ernst genommen zu werden!
Lieber Pacelli statt Artois Zumindest sind Sie so ehrlich, Artois, daß Sie zugeben, sich in Ihrer Politik
und Soziallehre vom großen Papst Pius XII abzugrenzen. Und damit mag hier jeder selbst entscheiden, wem
er vertraut: Pacelli oder Artois. Meine Antwort ergibt sich aus meinem Nickname!
Dümmliche CDU-Kritik Wobei man ja fairerweise erwähnen sollte, daß Frau Schavan ihre politische Karriere
über die kath. Kirche betrieben hat. Sie ist Vertreterin des kath Flügels, vor ihren Ministerwürden
war sie hauptberuflich bei der Kirche beschäftigt. Ihre ganze Sozialisation und berufliche Karriere hat
sie in der Kirche gemacht. Und daran sieht man: es gibt keinen politischen Katholizismus ohne Katholizismus.
Wenn die Kirche schwächelt, dann kann niemand erwarten, daß die christlichen Parteien christlicher sind
als die Kirche selbst. Das Problem ist nicht die CDU, das Problem ist ein geistiges, die Kirchenkrise.
Die Idee der Christdemokratie, übrigens von Pius XII stets gefördert, ist nach wie vor bestechend. Was
das mit dem Kampf gegen den Terror zu tun hat erschließt sich auch nicht. Stell’ Dir vor es ist Krieg/Und
keiner geht hin/dann kommt der Krieg zu Dir! Es ist allemal besser, in internationaler Kooperation den
Terror in Afgahanistan, also an der Quelle, zu bekämpfen als hier bei uns Bürgerkrieg zu führen. Das
ist übrigens Konsens unter allen ernstzunehmenden politischen Kräften in Dtl, und es war auch rot-grün,
was die Bundeswehr an den Hindukusch geschickt hat.
#27 Pius XII 20:23:42 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
Wobei auch der Frieden von Riga 1920 eine Rolle spielt Daß Stalin die Gunst der Stunde 1945 nutze, die
im Frieden von Riga 1920 verlorenen Gebiete zurückzuholen, wird man ihm nicht wirklich vorhalten können.
Denn schließlich hatte er als einer der sowj. Heerführer im sowjetisch-polnischen Krieg eine empfindliche
Schlappe eingesteckt, was ihm übrigens Marschall Tuchatschevsky immer genüßlich vorhielt. Das Problem
war, daß Polen sich 1920 letztlich unberechtigt nach Osten vergrößert hatte und die Westmächte aber
1939 für dieses Polen in den Krieg eingetreten sind. Damit bestand ein Widerstreit zwischen dem (m.E.
berechtigten) sowj. Interesse an einer Revision von Riga und dem Bestreben der Westmächte, Polen in Vorkriegsgröße
zu erhalten. Die Zeche hat Deutschland gezahlt. Man kann Stalin nun vorhalten, er hätte einstweilen mit
der Revision von Riga warten sollen und einige Zeit nach Kriegsende sich in bewährter Manier mit Deutschland
über Polen einigen sollen. So hätte er sich die Deutschen als Freunde erhalten. Aber angesichts des
Benehmens der Wehrmacht 1941 ff war das wohl nicht zu erwarten. Weiterhin ist fraglich, ob in Jalta mit
„Oder-Neiße“ die Lausitzer oder die schlesische Neiße gemeint war, letzters wäre für Dtl und sein
Selbstverständnis als Nationalstaat zu verkraften gewesen, die völlige Amputation war es nicht. Eine
Legende gehört aber beerdigt: Nämlich, daß die Vertreibungen der Sowjets im vormn. Ostpolen mit den
Vertreibungen in Ostdeutschland korrelieren. Ostpolen war ethnisch mehrheitlich nicht-polnisch.
#156 Pius XII 20:04:33 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Artois, wollen oder können Sie es nicht begreifen? Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde im Reichs-
und Staatsangehörigengesetz (RuStAG) im Jahre 1913 verankert – also vor dem ersten Weltkrieg. Folglich
waren die, die im WK fielen, deutsche Staatsbürger. Sie waren daneben Staatsbürger der jeweiligen Bundesstaaten,
das ist richtig. Aber sie waren eben auch deutsche Staatsbürger, und für ihre individuelle Identität
als Soldaten der Armee des Deutschen Reiches unter dem Oberbegfehl des Deutschen Kaisers dürfte die deutsche
Staatsbürgerschaft das bestimmende gewesen sein. M.a.W.: Sie haben schlicht die Unwahrheit geschrieben
und sind nach wie vor charakterlich nicht in der Lage, das einzugestehen.
#154 Pius XII 14:48:30 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Artois, man kann nicht wissen, was man nicht weiß Die Staatsangehörigkeit der Länder gab es z.T. auch
nach 1949, und zwar in Form der bayrischen Staatsangehörigkeit. Nur hat das eben keinen Einfluß auf
die daneben bestehende Reichsangehörigkeit, wie sie im RuStAG begründet wurde. Sie waren also sowohl
Staatsangehöriger eines Bundesstaates wie auch des Reiches. Genauso wie sie aktuell deutscher Staatsbürger
und auch Unionsbürger sind. Und damit sind Ihre gangen vorstehenden Äußerungen als irrig anzusehen,
denn Sie haben explizit geleugnet, daß es im Ersten Weltkrieg eine deutsche Staatsangehörigkeit gegeben
hat. Hier wäre mal ein Wort der Korrektur von Ihnen angebracht. Die Nazis haben 1934 nur die parallelen
Staatsangehörigkeiten beseitigt, ganz einfach, weil sie auch den Förderalismus kassiert haben. Die Reichsstaatsangehörigkeit
bestand aber bereits im Kaiserreich. Sie verblieb dann bis 1945 als einzige Staatsangehörigkeit.
#152 Pius XII 12:58:48 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Artois, die Juden und das RuStAG Artois, auch sonst kein Garant für saubere Argumente, schrieb: Im ersten
Weltkrieg gab es NOCH KEINE DEUTSCHE STAATSBÜRGERSCHAFT. Und wieso stammt dann das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz
(RuStAG) aus dem Jahre 1913? Selbstverständlich waren die Deutschen jüdischen Glaubens deutsche Staatsangehörige
nach dem RuStAG. Rudolfus hat hier auf einen interessanten Umstand hingewiesen, nämlich daß die spezifisch
deutsche Kultur (die protestantisch-idealistisch und nicht katholisch war) nicht nur unwesentlich von
jüdischen Gelehrten mitgeprägt wurde. Wenn nun nach dem III. Reich der deutsche Sonderweg sein Ende
genommen hat, dann eben auch, weil man mit den Juden wichtige Stützen dieser Kultur vergast hatte. Die
anderen Gründe sind der Verlust der entsprechenden Strukturen (Ostgebiete, germanistische Lehrstühle)
und schließlich die moralische Desauvoierung durch den NS-Wahnsinn. Insofern hat sich dadurch von den
drei Varianten der Moderne – angelsächs. Pragmatismus, frz. Realismus und dt. Idealismus – letzterer
selbst abgeschossen. Idealistische Gedanken haben aber über emigrierte deutschjüdische Wissenschaftler
Eingang in das amerikanische Denken gefunden (z.B. Leo Strauss, Henry Kissinger), wodurch die USA intellektuell
erst die Voraussetzungen erhielten, auch im geistigen und universitären Bereich Weltmacht zu werden.
#99 Pius XII 19:14:22 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Die Sendung war ein moderner Schauprozeß Benedikt, hier wundere ich mich über Ihre unkritische Akzeptanz
der gegen Herman geschwungenen Nazi-Keule. Herman wird doch nicht angegriffen, weil sie einen mißverständlichen
Satz über die Familienpolitik des III. Reiches gebracht hat, sondern weil sie die Dominanz feministischer
Anschauungen angreift. Der NS-Vorwurf ist doch nicht ernst gemeint, kein ernsthafter Mensch unterstellt
Herman doch NS-Sympathie, sondern nur Mittel zum Zweck. Und die TV-Show gestern war doch von vornherein
unfair, mit drei üblen Mitdiskutanten und dem bekannt linken Prof. Wippermann aus Berlin. Pardon, aber
wenn das gestern fair war, dann waren auch Wyschinskis Schauprozesse rechtsstaatlich. Im übrigen kommen
Sie doch bei aller sympathischen Anti-NS-Haltung um ein Faktum nicht umhin: Die Familie besteht durch
die Aufgabenteilung von Mann und Frau, die sich ergänzen. Insofern ist eine Politik, die das Ideal der
Mutter betont, immer familienfreundlicher als eine, die aus der Frau einen Karrieremann machen will. Natürlich
hatte das III. Reich unendlich negative Nebenwirkungen, aber die Förderung und Propagierung der Mutterschaft
als erstrebenswertes Ziel für Frauen ist weder ideologiebedingt noch falsch. Und genau das wird nun aber
von der lila Fraktion unter NS-Verdacht gestellt. Und sich dagegen zu wehren ist richtig. Hier springen
Sie m.E. deutlich zu kurz. Insofern hat Herman ganz recht, wenn sie sagt, Hitler baute auch Autobahnen
und wir fahren drüber.
#16 Pius XII 14:55:29 | Mittwoch, 26. September 2007
Warum will Hans Küng nicht Papst werden? – Weil er dann seine Unfehlbarkeit verlöre. Also, Küng ist
doch ein Relikt aus den 70ern. Den braucht keiner ernst zu nehmen. PS: Bokrug, würden Sie bitte aufhören,
hier das Forum mit Ihrem Müll vollzuspammen? Ihren Sektenkram will noch nichtmal in dieser illustren
Runde irgendwer lesen.
#67 Pius XII 11:10:50 | Mittwoch, 26. September 2007
@ Pippifax Zunächst vielen Dank für Ihre Gegenargumente. Sie haben ja insoweit recht, als daß das GG
im wesentlichen eine Frucht des politischen Katholizismus ist und der Nachkriegskonservatismus eben die
Christdemokratie ist, was auch von Pius XII gefördert wurde. Der Begriff der Menschenwürde ist aber
leider nicht eindeutig definiert. Er läßt sich eben auch als Klammer aller rein liberalen Freiheitsrechte
verstehen, und ich vermute, daß Bischof Tissier, der mit der deutschen Verfassungsgeschichte nicht vertraut
ist, ihn auch so verstanden hat. Natürlich war der Begriff 1949 anders gemeint, er ging über die bloße
Freiheit hinaus und erfaßte die Gottesebenbildlichkeit. Also, ich meine, daß man, ehe man diesen Passus
der Predigt kritisiert, nachfragen muß, welches Begriffsverständnis zugrunde lag. Wobei ich nicht erkennen
kann, daß die Predigt hier einen so scharfen Gegensatz aufbaut. Denn sterben für die Menschenwürde
des GG will wohl auch keiner. Insofern stimmt schon, daß man für die Menschenwürde nicht sterben will,
für Christus schon. Daß ist aber nicht im Sinne eines Gegensatzes der Begriffe, sondern wohl eher im
Sinne einer Rangordnung zu verstehen: die Menschenwürde ist eben weniger als Christus, sie findet ihre
Vollendung erst in Christus. Aber dennoch Danke für den Hinweis, den ich gerne nutze, um hier die nötigen
Differenzierungen nachzuschieben.
#12 Pius XII 18:15:22 | Dienstag, 25. September 2007
van Laack, mal wieder daneben Tja, Herr van Laack, Sie liegen mal wieder daneben in Ihrer Entüstung:
Denn die Menschenwürde ist eben ein individualistisches Konzept. Der Liberalismus setzt das Individuum
in seinem irdischen Leben an die Spitze der Hierarchie. Nur: wenn mein Leben (und meine Würde) das Maximum
ist, dann folgt daraus eben, daß ich es um jeden Preis bewahren muß und nicht aufgeben kann. Erst die
transzendentale Dimension vermittelt einen Grund, sein Leben zu opfern, ganz einfach, weil dieses Opfer
zu etwas höherem führt: dem ewigen Leben. Diese Binsenweisheit ist nicht neu. Sie finden das etwa bei
John Lennons gruseligem „Imagine“: „Nothing to kill or die for“ – das ist der liberale Traum. Deshalb
ist eben die Vorstellung, für die Menschenwürde zu sterben, so absurd, während die Märtyrer beweisen,
daß es sich lohnt, für Christus zu sterben.
#58 Pius XII 22:44:06 | Sonntag, 23. September 2007
Lieber HvO, Sie sind ein Miesepeter ! Ich bleibe Optimist. P. Pfluger hat das doch schön gesagt: Mehr
war objektiv nicht drin. Sehen Sie: Wenn wir das Mögliche tun, wird das Unmögliche möglich. Jetzt vertrauen
wir einfach auf die Kraft des unverfälschten Katholizismus und sehen uns die Zuckungen des Konzilsirrweges
weiter an. Derzeit läuft doch die Entwicklung in unsere Richtung. Eins nach dem Anderen. Ich freue mich
schon auf die Debatten über Ökumenismus und Religionsfreiheit. !Venceremos!
#55 Pius XII 22:33:45 | Sonntag, 23. September 2007
Lieber HvO, daß die Messe de facto verboten war und ohne die FSSPX niemand sich genötigt gesehen hätte,
diesen Zustand zu ändern – zugestanden. Und ich kenne die normative Kraft des Faktischen sehr wohl. Aber
umso erfreulicher ist es doch, wenn dieses Faktum nun als rechtswidrig bezeichnet wurde – oder? Sehen
Sie, die geben jetzt zu, daß die Alte Messe de jure nie verboten war. Das ist doch mehr als wenn sie
sagen würden, daß sie legitim verboten gewesen sei und nun wieder erlaubt wäre. Daß es faktisch auf
letzteres hinausläuft mag sein, aber was soll’s? Wir haben durch das MP mehr bekommen als erwartet. Und
wir haben etwas bekommen, wofür die FSSPX vierzig Jahre gekämpft hat und wofür wir nach wie vor Sonntags
statt in Barockkirchen in umgebaute Keller gehen müssen. Ein schöner Zwischenerfolg. Lassen Sie uns
den doch feiern, Deo gratias. Jetzt haben wir die Messe, als nächstes fällt das Konzil!
#52 Pius XII 22:16:13 | Sonntag, 23. September 2007
Hä? Wissen Sie eigentlich, was Sie schreiben, Antimodernist? nicht das Recht hatte, neue sakramentale
Formen für die Weihen zu schaffen, da diese von Pius XII. bereits endgültig festgelegt waren. Nanu,
nach Ihren eigenen Worten war doch Pius XII auch kein Papst! Aber was schert den AS-Verlag schon das eigene
Geschwätz von gestern! Für alle Nicht-AS-Verlag-Verblödeten: Lesen Sie das Original-Interview! Und
bewahren Sie den gesunden Menschenverstand: wenn Rom feststellt, daß die Alte Messe nie verboten war
und sie von den Zwängen befreit, dann ist das logischerweise eine gute Entwicklung. Und eben eine „Krönung
für den Erzbischof Lefebvre“, ohne den das nie möglich geworden wäre.
#48 Pius XII 21:52:49 | Sonntag, 23. September 2007
Sauberer Weg! Da kann man der FSSPX nur gratulieren, das ist doch eine saubere Argumentation: 1. Klare
Abgrenzung gegen solche Sektierer, die hier offen oder verdeckt den Sedisvakatismus vertreten. „Antimodernist“
disqualifiziert sich durch seinen lächerlichen Angriff gegen den großen Papst Pius XII selbst. Aber
auch Artois mit seinen Vorbehalten gegen das MP und die theoretische Gültigkeit der neuen Formeln vertritt
einen de-facto-Sedisvakantismus, von dem die FSSPX sich immer distanziert hat. 2. Klare Betonung der eigenen
Position. Wer das Interview gelesen hat, findet das bestätigt. 3. Anerkennung, daß B16 nicht Paul VI
ist und daß es eben in Rom eine Bewegung zum Positiven gibt. Und dazu zählt eben auch das motu Proprio.
Im übrigen ist die Befürchtung (oder Hoffnung) einiger hier, das MP werde die FSSPX schwächen, absurd.
Das erstarkte Interesse an der klassischen Liturgie wird natürlich die weitaus größte Gruppe in der
Kirche, die sie pflegt, stärken. Die Unterscheidung zwischen „Lefebvre“ und Ecclesia Dei ist doch Otto
Normalkatholik unbekannt. Für den gilt Alte Messe = Lefebvre. Insofern wird das MP der Bruderschaft spürbaren
Rückenwind verschaffen.
#19 Pius XII 15:48:59 | Mittwoch, 12. September 2007
Frage Gesinnung ersetzt ja nicht Befähigung. Insofern meine Frage: Was hat denn Stadler als Politiker
wirklich Handfestes, Brauchbares für Österreich und Europa bewegt, geschaffen, hingekriegt? Bei allem
Respekt: Als mehr als Krawallmacher ist er mir nicht aufgefallen. HC Strache – sicher kein Held – sagte
mal treffend: „Wann immer es in den letzten 20 Jahren in der FPÖ Streit gab, was Stadler dabei!“. Ich
erinnere mich noch an das Rededuell mit Haider, wo Stadler m.E. überhart, ja völlig maßlos seinen alten
Obmann angegangen ist. Menschlich fand und finde ich das unterste Schublade. Bei der FSSPX soll er ja
auch Streit provoziert haben. Ich befürchte also, daß man so das soziale Königtum Christi nicht errichten
kann; das wirkt dann doch abschreckend.
#143 Pius XII 14:13:29 | Mittwoch, 12. September 2007
Nein, Murx, Sie irren! Politik besteht darin, Chancen zu nutzen, Entwicklungen also in die gewünschet
Richtung zu lenken. Bismarck nannte das, „in der Halle der Geschichte zu warten, bis man die Schritte
Gottes hört, nach seinem Mantel zu greifen und ihn zwei, drei Sekunden festzuhalten.“. Sie und Ihresgleichen
tun so, als würde nicht Gott durch die Halle laufen, sondern als würde er einer Marionette gleich durchgezogen.
Beziehen wir das auf 9/11. Bei Ihnen hatte Bush einen Masterplan, hat dann mit 9/11 das Event dazu erfunden
und alles lief. Bei mir war es so: Natürlich wollte die USA in Nahost eine aktivere Rolle spielen. Aber
man dümpelte im politischen Alltagsleben vor sich her. Dann kam 9/11, den man meisterhaft ausgenutzt
hat. Die politische Kunst ist es, solche Chancen zu nutzen, nicht sie zu machen (die macht keiner, weil
das viel zu aufwendig ist und obendrein auffliegt). Nun zu Ihrem Beispiel: Den Tonking-Zwischenfall hat
schon damals keiner ernst genommen. Es waren schon unter Kennedy US-Militärberater en masse in Vietnam.
Außerdem: Vergleichen Sie die Dimensionen. Es ist nun mal so, daß keine Macht ein Interesse daran hat,
in ihrem Herzen so einen Anschlag zu haben. Weil das dem eigentlichen Ziel liberaler Macht, Ruhe, Sicherheit
und ungestörter Geschäfte, zuwieder läuft. Der Liberalismus will keinen „heißen“ Krieg, der Liberalismus
will Ruhe und Ökonomie. Und deshalb ist es irrig anzunehmen, er hole sich den Krieg mitten in sein ökonomisches
Herz.
#140 Pius XII 13:38:22 | Mittwoch, 12. September 2007
Engelhardt, es ist hoffnungslos Das Problem mit diesen Verschwörungstheoretikern ist doch, daß sie keinerlei
Argumenten zugänglich sind. Weil die bereits vorab wissen: Die offizielle Version ist falsch. Diese Prämisse
ist bei denen unanfechtbar. Für diese Typen beginnt die Diskussion erst danach, etwa um die Frage, wie
genau die CIA es nun gemacht hat, die Dinger zu sprengen. Aber die Möglichkeit, daß es eben doch Osama
war, die wird bereits vorab ausgeschlossen. Menschlich ist das sicher traurig, daß sich diese Leute so
verrennen. Es ist ja der Verzicht auf die Möglichkeit, sich an der öffentlichen Willensbildung zu beteiligen.
Wer eben solche wirren Thesen vertritt, der wird zu dieser – und zu Recht -nicht zugelassen.
#134 Pius XII 12:40:28 | Mittwoch, 12. September 2007
Offizielle Version stimmt! Eine regelrechte Verflüssigung von Stahlträgern ist jedenfalls mit Kerosin
nicht möglich. Lesen Sie dazu mal die Beiträge von santo domingo über die Thermitenreaktion. Das liegt
auch dem offiziellen U-Bericht zugrunde. Es ist technisch einwandfrei und damit ohne weiteres schlüssig,
daß es aufgrund der Reaktion von Eisenoxid mit dem Alu der Flugzeuge zu der extrem hohen Temperatur kam.
Die Verschwörungstheorien hingegen können allesamt nicht erklären, wie eine derartige Aktion geheim
gehalten werden konnte, wenn Nixon noch nicht einmal nachts unbemerkt im Watergate-Haus einbrechen oder
Clinton sich unbemerkt einen bl… lassen konnte. In einer Medien-Demokratie bleibt nichts lange geheim.
Davon, daß Osama bin Laden sich öffentlich der Tat rühmte ganz zu schweigen. Was will man eigentlich
mehr als einen geständigen Täter? Nach den Regeln der Strafprozeßordnung ist der Fall eindeutig gelöst.
Fazit: Die offizielle Version ist schlüssig und plausibel, die Verschwörungstheorien bewegen sich auf
dem üblichen unterirdischen Anton-Schmid-Niveau.
#50 Pius XII 19:23:00 | Dienstag, 11. September 2007
Katholizismus ist was anderes! Jede Wahrheit durchläuft drei Phasen: zuerst wird sie lächerlich gemacht,
dann wird sie wütend bekämpft und dann wird sie selbstverständlich. Und diese Fortschrittslüge verkaufen
Sie hier als katholisch! Danke, santo domingo, für die gute Erläuterung. Vor kurzem wurde 9/11 sogar
mittels Computermodell nachsimuliert – und es kam zum Einsturz wie am richtigen 9/11. Das Problem ist
nur, daß man Verbohrten wie Antimodernist etc. nicht mit Argumenten beikommt. Das ist schlicht hoffnungslos.
Die wissen eh’ alles.
#30 Pius XII 17:52:27 | Dienstag, 11. September 2007
Zur Erklärung Einige Anmerkungen zur Debatte: 1. Daß es ein Al-Quaida-Anschlag war, steht allgemein
fest. Es ist unnötig, hier mit den Verschwörungstheoretikern zu diskutieren: Argumenten sind die eh’
nicht zugänglich und auf sie hört auch keiner. 2. Gott fordert Feindesliebe, aber nur auf den inimicus,
also den Nächsten, mit dem ich im privaten Streit bin, bezogen. Eine Feindesliebe gegenüber dem Feind
des Glaubens gibt es nicht. 3. Der Islam erhebt einen totalen Anspruch. Um der Selbstbehauptung willen
muß ich mich ihm gegenüberstellen. Denn ein islamisiertes Europa ist eben nicht nur das Ende des Liberalismus,
sondern auch des Christentums. Um es also idiotensicher zu sagen: Innerwestlich sind Liberalismus und
Christentum sicher Antipoden, aber im Hinblick auf den außerwestlichen Islam sitzen wir zusammen im selben
(westlichen) Boot. Denn der Gegensatz zwischen Liberalismus und Christentum ist einer innerhalb einer
Zivilisation, derjenige zwischen dem Islam und dem Westen ist einer zwischen zwei Zivilisationen. Und
das kann man nicht nur bei Huntington nachlesen (den hier Verschwörungstheoretiker sicher nicht mögen),
sondern im „Untergang des Abendlandes“ bei Oswald Spengler (den die V-Theoretiker sicher mögen und auf
den sich übrigens Huntington im „Clash of civilizations“ explizit bezieht).
#11 Pius XII 16:50:10 | Dienstag, 11. September 2007
Anton-Schmid-Niveau inzwischen ja zu 100% bewiesenen – Sprengung der drei Hochhäuser in New York Das
sagt doch eigentlich alles! Als ob in einer Mediendemokratie eine derartige Aktion geheim bleiben könnte.
Lachhaft. Das eigentliche Bemerkenswerte daran ist aber, daß die angeblichen Super-Katholiken vom AS-Verlag
offenbar überhaupt keinen Begriff von der Macht der Religion haben. Eine liberale Demokratie ist schon
von ihrer inneren Verfaßtheit nicht in der Lage, so etwas wie den 9/11 durchzuführen, dazu ist sie viel
zu sehr auf Sekurität ausgerichtet. Der Liberale sagt nämlich nicht Ja oder Nein, er sagt „Vertagung“.
Der eigentliche Impetus des Liberalismus ist ja die Verneinung der Entscheidung, der Konfliktsituation.
Aber was scheren den Anton-Schmid-Verlag philosophische Argumente, was die europäische Geistesgeschichte.
Da der Verlag und sein spiritus rector Rothkranz ja ohnehin alles wissen, ist es müßig zu argumentieren.
Bin ich froh, daß zumindest die FSSPX eindringlich vor dem Verlag und seinem Programm warnt und allen
Gläubigen dringend empfiehlt, die Finger von dem Dreck zu lassen.
#6 Pius XII 16:20:33 | Dienstag, 11. September 2007
Raindance, Heger 1. Raindance schreibt: Krieg und Terror haben wenig mit Christentum und Islam zu tun.
Krieg und Terror haben mehr mit Öl, Geld und Macht zu tun. Genau, und das Sein bestimmt das Bewußtsein!
Mann, Sie haben die Religion noch nicht mal ansatzweise verstanden. Daß Sie hier Ihren westlichen Vulgär-Materialismus
allen Ernstes zur Analyse heranziehen läßt schlimmes über Ihr Weltbild befürchten. 2. Dr. Heger, ich
befürchte, es bleibt gar nichts anderes übrig. Denn wenn – rein hypothetisch – Israel fiele, dann wäre
das eine absolute Bestätigung für die Massen in den islamischen Ländern. Das würde wie ein Katalysator
wirken und der islamistischen Bewegung eine ungeahnte Schwungkraft verleihen, der unsere degenerierten
europäischen Staaten nicht gewachsen wären. Nein, die Mauer muß halten, sonst wird’s hier ungemütlich.
#3 Pius XII 16:06:16 | Dienstag, 11. September 2007
Engelhardt, Sie Halbgebildeter! Tja Engelhardt, noch nie was über den Unterschied zwischen hostis und
inimicus gehört, gell? Griechische und lateinische Sprache unterscheiden nämlich sehr sauber zwischen
dem öffentlichen Feind (hostis) und dem privaten Feind (inimus). Und auf wen bezieht sich der Liebesbefehl
des Evangeliums? Natürlich nur auf den privaten Feind (inimicus). Das auf den öffentlichen Feind zu
erweitern, wie Sie es in Ihrer Anhnungslosigkeit tun, heißt, die Bibel zu verfälschen. Deshalb kam im
Mittelalter kein Christ auf den idiotischen Gedanken, Europa den Muselmanen auszuliefern. Dazu bedurfte
es des „Neuen Pfingsten“. Wir sollen unsere unmittelbaren Feinde lieben, aber doch nicht „die Kinder der
Schlange“, also die Feinde der Christenheit als solche. Mann, Mann, wer keine Ahnung hat, soll auch keine
Meinung äußern.
#1 Pius XII 15:56:32 | Dienstag, 11. September 2007
Lächerlich! Mit den schwachsinnigen Rezepten von Pax Christi hätten die Christen Europa nie gegen die
Muselmanen verteidigen können. Ayatollah Khomeni sagte: „Erst fällt Jerusalem, dann Andalusien.“ Das
ist der Plan. „Und stell’ Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin – dann kommt der Krieg zu Dir!“ (B.
Brecht). Es ist besser, den Islamismus am Hindukusch, in Bagdad oder an der israelischen Mauer abzuwehren
als in unseren Städten.
#112 Pius XII 14:08:00 | Montag, 10. September 2007
Die Überbevölkerungslegende lebt immer noch? Tammox schrieb: Das Hauptproblem des Planeten ist die exorbitante
Überbevölkerung und der damit einhergehende Ressourcenverbrauch auf Kosten der Umwelt. Verschonen Sie
uns mit Ihrem 70er-Jahre-Ökopessimisumus. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß Frieden und Wohlstand
eigenartigerweise da bestehen, wo eine große Bevölkerungsdichte ist? Dort wird auch die Schöpfung geachtet
und Umweltschutz betrieben. Dieser zivilisatorische Standard wird gefährdet, wenn aufgrund der Überalterung
die Wirtschaft kollabiert. Eine schrumpfende Gesellschaft ist eine Gesellschaft von unbarmherzigen Verteilungskämpfen,
die garantiert nicht der Umwelt zugute kommen werden. Deshalb: In der Sache hat Herman recht. Und der
NS-Vergleich war ein kalkulierter Tabubruch als PR-Maßnahme fürs neue Buch. Die Tugendwächter kreischen
und der Absatz steigt. Hier gilt aber: Gut so!
#91 Pius XII 12:25:58 | Montag, 10. September 2007
Tammox: Nicht ganz falsch Daß Eva Herman bewußt das Tabu gebrochen hat, glaube ich auch. Das war Kalkül.
Nichtsdestotrotz stimme ich den Büchern zu. Und CICERO lese ich gelegentlich auch – ein gutes, intelligentes
Magazin. Letztlich bestimmt doch Herman derzeit den Takt, nicht die üblichen Betroffenheits-Sirenen.
Ich wünsche Ihr, daß Sie den gewagten trip durchhält.
#16 Pius XII 20:48:58 | Sonntag, 9. September 2007
Brillanter PR-Coup Herman war nach Ihrem (1a-) Buch übers „Eva-Prinzip“ ohnehin beim linkslastigen NDR
verbrannt. Nachdem die Meute nun ihr neues Werk „Das Prinzip Arche Noah“ totschweigen wollte, hat sie
den Skandal gut kalkuliert: ein – richtiger – Satz zum Obertabu-Thema. Sie fliegt raus, und alle lesen,
daß es bei der Buchvorstellung des neuen Werks war, was sonst keiner gekannt hätte. Echt clever, die
Frau. Denn mit dem nun zum Bestseller werdenden Buch verdient die allemal mehr als in mehrjähriger Arbeit
beim NDR. Das Buch also bitte kaufen!
#37 Pius XII 19:03:25 | Sonntag, 9. September 2007
Stimme auch Ihrem letzten Beitrag zu wobei mich die Tiefe und der Feinsinn Ihrer Äußerungen überrascht.
Schlicht wie ich bin habe ich mir abgewöhnt, etwas, was die Neue Messe (heißt das jetzt eigentlich „ordinäre
Messe“?) angeht, überhaupt noch ernst zu nehmen (außer ihre Veränderungen in Richtung der klassischen
Form, die aber in Gotthardts Gemeinde ohnehin nicht umgesetzt werden). Aber Sie haben natürlich recht:
Nicht nur die Meßgewänder, auch die Kirchengestaltung, ja, der ganze Auftritt der konziliaren Kirche
zeigt doch, daß es mit denen zu Ende geht. Wobei es zumeist noch nicht mal zur Dekadenz reicht, die ja
regelmäßig Ästhetik zu schätzen weiß (dekadente Epochen sind ja durchaus sinnenfroh). Das Konzil
ist insoweit ein echter Hammer: alles geht den Bach runter, und das dann auch noch mit dem sex appeal
einer Uta Ranke-Heinemann. Verzeihen Sie die Schärfe: Ich mußte vorgestern an einer Geburtstagsfeier
in diesem Milieu teilnehmen. Das hält man nur oberhalb von einem Promille aus (was übrigens Gotthardts
Geisteszustand erklären könnte: Dauerdelirium wegen Ertragenmüssen des ordinären Ritus. Aber das würde
bei ihm voraussetzen, daß er imstande ist, den Defekt zu erkennen. Ist also auch unwahrscheinlich.)
#29 Pius XII 18:16:53 | Sonntag, 9. September 2007
Maurice: Volle Zustimmung Maurice, absolut richtig! Vor kurzem las ich den schönen Satz, daß „starke
Frauen eine Idee von schwachen Männern [seien], die nicht in der Lage sind, ihre Aufgaben zu erfüllen“.
Stimmt vollständig. Männer werden weibisch, Frauen männlich. Von da ist es dann nicht mehr weit zur
Homosexualität, die ja mittlerweile als „normaler“ gilt als eine klassische Familie. Wobei beides – die
Entmännlichung wie die Homosexualität – typische Dekadenzerscheinungen sind, die in der Geschichte immer
das Ende einer Zivilisationsepoche andeuteten.
#62 Pius XII 13:30:16 | Freitag, 7. September 2007
Catherina: Regel und Ausnahme Catherina, im Prinzip haben Sie durchaus recht. Nur übersehen Sie eben
die Notstandssituation: 1. Vertrauen muß bestehen. Aber es ist widerlegbar. Wenn also das Vertrauen eindeutig
nicht gerechtfertigt wird, dann darf man nicht so tun, als bestünde es. 2. Maßstab zur Beurteilung,
ob Vertrauen gerechtfertigt ist oder nicht, ist die Lehre der Kirche. 3. Damit ist aber klar, daß ich
etwa in einen Kardinal Lehmann kein Vertrauen setzen darf. Und – horribile dictu – auch nicht in einen
JP2, der betete: „Gott schütze den Islam“. 4. Anders verhält sich das bei den Oberen der FSSPX, die
eben keinerlei dogmatische Abweichung begehen. Das ihnen vorgeworfene Delikt ist ja nicht ein Abgehen
vom Glauben, sondern nur von der insoweit sekundären Disziplin. Da aber hier der Glaube stimmt, verdienen
Sie das von mir bemühte Grundvertrauen. 5. Der von Ihnen geschilderte Fall, daß Kinder aufgefordert
werden, keine Spielkameraden außerhalb der FSSPX-Anhänger zu suchen, ist absolut atypisch. Man kann
nie Überreibungen und Verwirungen ausschließen. Aber die Regel ist das nicht. Es kommt da immer auf
eine Einzelfallprüfung an, ob der konkrete Freund eben einen guten oder schlechten Einfluß ausübt.
Wenn aber der Freund permanent vor der Glotze hängt, wo er sich Gruselfilme reinzieht, dann würde ich
meinen Kindern auch verbieten, da hinzugehen, und sie lieber im Garten mit anderen Kindern spielen lassen.
Also, hier bringen Sie m.E. ein unbrauchbares Beispiel.
#59 Pius XII 13:14:07 | Freitag, 7. September 2007
ES, Sie nerven! Der Unterschied zwischen Ihnen und den Atheisten hier ist, daß man Sie nicht mit Argumenten
erreicht, weil Sie ja meinen, ohnehin alles zu wissen. Und diesen Antiintellektualismus halten Sie dann
auch noch für katholisch. Aber weil ich nicht will, daß hier was Falsches stehen bleibt, kriegen Sie
(unverdient) eine Antwort: 1. Wir sind nicht per Du. 2. Ich bin nicht gegen geschlechtergetrennte Konfessionsschulen,
im Gegenteil. 3. Ich habe keinerlei Ärger für meine Beiträge geerntet, weshalb auch. und ganz besonders
für Sie (aber auch für Artois und Bundesgenossen): Niemand schadet der richtigen, wichtigen und aufstrebenden
Sache des traditionellen Katholizismus mehr als diejenigen, die ihn als Rechtfertigung für absurde, unsinnige
und extremistische Positionen mißbrauchen. Der Glaube ist rational, er ist die absolute und letzte Vernunft.
Die Kirche hat das ganze Mittelalter über die Sache des gesunden Menschenverstandes gegen Sektierer,
Zauberer und Magie vertreten. Wir glauben nicht, weil es aburd ist, wir glauben, weil es vernünftig ist.
Das ist die eigentliche Differenz zwischen uns beiden!
#55 Pius XII 12:26:26 | Freitag, 7. September 2007
„Elendester Sünder“ latinisiert? Hallo, ES (in Latein). Sind Sie nicht der, der für das „Recht“, seine
Frau zu prügeln und seine Kinder zu mißhandeln, auftritt? Sie haben doch gegen das Gewaltschutzgesetz
angepöbelt und eine eigene Leserzeitung gegen die in Bayern angeordneten kinderärztlichen Pflichtuntersuchungen
gepostet, oder? Na von Ihnen verunglimpft zu werden, ist doch schon fast eine Bestätigung. Aber nochmal
zum Mitmeißeln: Die Schulschließung war absolut transparent (siehe MB). P. Isenmann hat einen völlig
unmysteriösen Autounfall erlitten. Und die FSSPX ist keine Sekte, sondern steht fest in der Katholischen
Kirche, was Rom anerkennt, einige Verwirrte (wie Sie) hier nicht wahrnehmen wollen und einige andere Verwirrte
im kreuzforum dazu bringt, sich aufzuregen, weil das angeblich „Verrat“ sei (die FSSPX ist für solche
Verwirrungen aber nicht verantwortlich). Hier wird keiner „unterwandert“, es gibt keine „Sekte“, sondern
alles ist katholisch und transparent. Und natürlich gibt es von der FSSPX betreute Gläubige (kurz: FSSPX-Gläubige),
so wie es auch z.B. Opus Dei – Gläubige gibt. Katholiken sind beide Gruppen.
#51 Pius XII 11:47:36 | Freitag, 7. September 2007
Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen Daß im Zuge einer Aufwärtsentwicklung mal ein Gebäude veräußert
wird, während andernorts neu gebaut und expandiert wird, ist doch die normalste Sache der Welt. Der Unterschied
zwischen FSSPX und Amtskirche ist doch einfach: während die Amtskirche flächendeckend und nahezu ausschließlich
auf dem Rückzug ist, ist die FSSPX flächendeckend und nahezu ausschließlich auf dem Vormarsch. Und
das mit wesentlich bescheideneren materiellen Mitteln. Und hier haben wir eben mal einen Fall, wo um des
weiteren Aufschwungs willen ein Projekt beendet wurde. Na und? Dafür kommen drei neue. Und wir werden
noch in dieser Dekade den Baustart des neuen deutschsprachigen Jungengymnasiuns der FSSPX erleben; nur
dafür mußte eben zuerst das Kapitel „Diestedde“ geschlossen werden. Was mich irritiert: Weshalb hier
FSSPX-Gläubige öffentlich ihre Zweifel und Bedenken breit tragen müssen. Das spielt doch nur den Feinden
des Glaubens in die Hände. Es sollte doch so etwas wie ein Grundvertrauen in die Oberen da sein. Wenn
Zweifel und Fragen übrig bleiben, dann mag man bei denen nachhaken, aber hier nicht auf Halbwissen basierende
Verdächtigungen und Wertungen publizieren. Nur die dümmsten Kälber suchen sich ihre Schlächter selbst.
#20 Pius XII 17:45:26 | Donnerstag, 6. September 2007
Mann, Athanasius! Das Gebäude stammt aus den 50ern in der damals üblichen schlichten Architektur. Es
ist ein Schulgebäude. Obendrein muß investiert werden. Wirtschaftlich ist es das einzig sinnvolle, zu
verkaufen und den Erlös andernorts sinnvoll zu investieren. Spender achten m.E. v.a. auf sparsamen Umgang
mit dem Geld. Eine ökonomischere Seelsorge als bei der FSSPX ist kaum vorstellbar. Vergleiche das mal
mit der Amtskirche! Und ein letztlich in dieser Konfiguration unbrauchbares Gebäude nicht nur zu halten
(was ja Nebenkosten verschlingt) und vielleicht noch weiteres Geld reinstecken – das wäre grob unsinnig.
Nein, Gebäude, für die keine Nutzung da ist, sollte man verkaufen. Und das Gebäude folgt der Nutzung,
nicht die Nutzung dem vorhandenen Gebäude. Hier handelt der Distrikt absolut wirtschaftlich, vernünftig
und im Interesse eines sorgsamen Umgangs mit dem Spendengeld.
#15 Pius XII 17:01:03 | Donnerstag, 6. September 2007
Wizschischkeit kennt keine Grenzen Tärä, tärä, Pascal. Typ belöffelt Priester, die er nicht kennt,
als Sektierer mit „SS-Frisur“ und Sie beklatschen das mit der dämlichen Bermerkung, er habe wohl einen
„wunden Punkt“ getroffen und man solle sich nicht aufregen. Nachher war’s dann natürlich alles nur Spaß!
Ich gehöre bekanntlich nicht zu den humorfreien Verbiesterten, aber als Katholik habe ich schon etwas
dagegen, wenn (mir persönlich bekannte und äußerst sympathische) Priester derartig angegriffen werden.
Das halte ich übrigens für eine normale Reaktion. Insofern ist Ihr Posting, in dem Sie Typ in der Sache
beigesprungen sind, einfach nur deplaziert und auch nicht ansatzweise lustig. Gilt für Kirschbaum analog:
Wenn – wo wir hoffentlich einig sind – Typ daneben lag, dann sind die Reaktionen in der Sache nicht zu
beanstanden. Weshalb also Ihr Beitrag?
#13 Pius XII 16:49:47 | Donnerstag, 6. September 2007
So einfach nicht, Typ Typ, der einsame Streiter für saubere Argumente. Seine klingen dann so: das Ding
kann man ja nicht betreten, ohne vorher einen Exorzismus durchzuführen… Nachdem dort so lange Sektenpriester
mit SS-Frisuren herumgegeistert sind, braucht das Haus eine geistliche Grundreinigung! „Sektenpriester“
und „SS-Frisur“. Apropos: Was ist eine „SS-Frisur“? Sie können ja kreuz.net ablehnen, aber weshalb etwa
der liebenswürdige P.Köchli Ihren Haßausbruch verdient hat, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Wie wäre es mit einer Entschuldigung?
#9 Pius XII 16:35:14 | Donnerstag, 6. September 2007
Wobei Typs Kommentar einfach nur dämlich ist Entweder gelten die Maßstäbe der Sachlichkeit und der
sauberen Argumentation für alle oder gar nicht. Typ pöbelt auf niedrigstem Niveau. Wenn nun „Pascal“
und „Kirschbaum“ meinen, ihn dafür auch noch in Schutz nehmen zu müssen, spricht das nicht gerade für
die von denen geforderte intellektuelle Redlichkeit. Wer über den „Vulgärtraditionalismus“ schimpft,
aber Vulgär-Antitraditionalismus verteidigt, muß sich die Frage gefallen lassen, ob er wirklich gegen
das „Vulgär“ oder doch nicht eher gegen den „Traditionalismus“ anstinkt. Also: Wer „Artois“, „Malachias“
und einigen anderen mehr – zu Recht – ihr unterirdisches Niveau vorhält, der soll es bitte bei der Gegenfraktion,
die wie Typ auf selben Niveau arbeitet, auch machen. Ansonsten wird man unglaubwürdig. Insofern, Typ:
Kotzen Sie sich woanders aus!
#63 Pius XII 15:01:39 | Dienstag, 4. September 2007
@ Kirschbaum Trotz allem: Wil ist gelungen. Auch innen entwickelt es einen eigenen Stil, es ist großzügig
und ästhetisch. Nein, hier bin ich nicht bei Ihnen. Aber über Geschmack … Letztlich kann man moderne
Kunst mögen, muß aber nicht. Was man aber muß, ist anzuerkennen, daß sie etwas grundlegend anderes
ist als vormoderne Kunst. Während vormoderne Kunst einen ihr gegebenen Inhalt über die handwerkliche
Meisterleistung transportiert, will moderne Kunst v.a. Gelegenheit zur eigenen Interpretation, zur Selbstbetrachtung
sein (weshalb auch in Entzücken versunkene Betrachter vor illuminierten Schrotthaufen nur peinlich sind).
Die Sakralkunst will aber transportieren, nicht Anlaß zur subjektiven Selbstbespiegelung sein. Der Glaube
ist etwas äußerliches, etwas gegebenes, das der Einzelne annimmt, er kommt nicht aus dem eigenen Unterbewußtsein.
Dieses traditionelle Glaubensverständnis erfordert daher auch eine traditionelle Kunst. Insofern hat
die Abstraktion im Sakralen wohl tatsächlich keinen über Exotik hinausgehenden Platz. Aber was zoffen
wir uns übers öffentliche Forum? Lassen Sie mir eine Mail zukommen. Ich garantiere Vertraulichkeit.
#49 Pius XII 10:02:45 | Dienstag, 4. September 2007
Botta ist eher nicht das Problem Das Problem ist weniger ein Botta, der zwar sehr modern baut, aber doch
mit Niveau. Das kann die Katholische Kirche ohne weiteres verkraften, es bereichert sie nur. Das Problem
sind die vielen Lokal-Architekten, die auf Teufel komm raus modern bauen wollen und nur Unsinn anrichten.
Der für seine Aquarien bekannte Architekt Behnisch etwa hat jüngst eine dreieckige Kirche aus Gipskarton
mit großer Glasfront nach Süden gebaut mit der Folge, daß am Sonntag wegen der Hitzeentwicklung der
südliche Teil des Kirchenschiffs leer bleibt, während man im nördlichen steht. Auch wußte der Architekt
nicht, was ein Tabernakel ist, so daß dieser dann nachträglich in die Planung eingequetscht wurde. Die
moderne Kunst ist generell (von ihrem Selbstverständnis her) kaum geeignet, Sakralkunst zu sein. Wenn
sei dann aber auch noch – wie in 99 % der Fälle – schlecht umgesetzt wird, ist das eine Katastrophe.
Kombiniert wird das dann ja noch durch die leer geräumten und mit Müll a la Beys vollgestopften vorkonziliaren
Kirchen. Das ist schon dem Glauben abträglich, keine Frage. Was Kirschbaum angeht: Sehen Sie sich mal
die Kirche der FSSPX in Wil (CH) an! Das hat Stil, das besteht auch vor der Zeit. Nur rumpöbeln ist auch
peinlich.
@ Heger @ Montfalcone Sie beiden haben – in unterschiedlichem Kontext – ein Problem hinischtlich der Verbindlichkeit
von Anordnungen. 1. Daß eine Frau durch das Wirtschafts- und Sozialsystem der Bundesrepublik, was immerhin
den seit Generationen höchsten Lebensstandard und die umfassende materielle Absicherung bietet, förmlich
zur Abtreibung gezwungen wird, ist erkennbar absurd. Das Gegenteil ist der Fall. Nicht äußere, wirtschaftliche
oder administrative, Zwänge führen zur Pro-Abtreibungs-Entscheidung, sondern rein subjektiv-geistige.
Wer eben den Wert der gebuchten Fernreise höher bewertet als das Lebensrecht seines Kindes, wird nicht
durch den wirtschaftlichen „Zwang“, die Reisekosten nicht frustrieren zu wollen, sondern durch seine Doofheit
zur Mörderin. 2. Ebenso Monfalcone in bezug auf die Plünderer und Vergewaltiger der Roten Armee: Es
gab sicher Befehle über „Plünderungs- und Vergewaltigungsfreiheit“. Es gab Ehrenburgs Mordaufrufe. Aber
kein Soldat, der sich an diesen Exzessen nicht beteiligte, wäre deshalb abgestraft worden. Es gab eben
keine auf Gehorsam gerichteten Befehle. Es gab Anreize, schlimm genug. Aber übersehen Sie nicht, daß
Ehrenburg in der Prawda abgestraft wurde, weil er nicht zwischen den Deutschen und den Nazis unterscheiden
würde und daß Stalin schließlich selbst einschritt. Insofern wäre es sicher verfehlt, hinsichtlich
der Vergewaltigungen deutscher Frauen von einem Zwang, einem Befehlsnotstand der Soldaten zu sprechen;
das ist bei Vergewaltigungen ohnehin lächerlich.
@ Pünktchen @ Kurt K. @ Montfalcione 1. Auch der Abtreibungsarzt ist keine staatliche Behörde, der auf
höheren Befehl handelt. Daß er ein besonders verabscheuungswürdiges Subjekt ist, etwa einem Vielfachmörder
gleich, ist zutreffend. Nur unterscheidet er sich vom SS-Mann eben dadurch, daß er nicht auf Befehl tötet,
sondern auf eigene Rechnung. 2. Die Begründung der „Singularität“ ist nicht leicht. Mit Nolte vertrete
ich eher die Auffassung, daß es gerade die industriemäßige Abwicklung, die absolut rational-mechanisierte
Durchführung war, die sie begründet, weniger die Gewaltexzesse, die es auch gegeben hat. Nur waren die
eben nicht vorgesehen, während sie bei sonstigen Großverbrechen eben das Wesen ausmachen. Anders gesagt:
ein durchschnittlicher Massenmord ist das Herausbrechen archaischer Brutalität aus der Kruste der Zivilisation
mit den üblichen Begleiterscheinungen wie Vergewaltigungen, Plünderungen etc., der NS-Judenmord war
hingegen ein Akt der Zivilisation selbst. Durch ihn hat also die Zivilisation ihre Unschuld verloren,
was ihn kulturgeschichtlich besonders werden läßt. 3. Souveränität ist – vereinfacht – die absolute,
von niemandem kontrollierte Entscheidungsbefugnis. Der Begriff wird v.a. in der Staatslehre benutzt. Die
Entscheidung der Nazis, die Juden zu töten, erfolgte souverän. Die einzelnen Abtreibungsentscheidungen
erfolgen nicht durch den Staat, sondern eben durch das im Privaten souverände Individuum – darauf baut
der Vorwurf auf. Einen zentr. Vergewaltigungsbefehl Stalins gab es nicht.
Judenmord – Abtreibung Benedikt hat natürlich recht: Während der NS-Judenmord eine vom obersten Führer
angeordnete, administrative Angelegenheit des Staates war, handelt es sich bei der Abtreibung um die jeweiligen
Einzelentscheidungen der betreffenden Frauen. Es kommt hier ein gerade von Carl Schmitt gern benutzter
Terminus in Betracht: die Souveränität. Über die konkrete Abtreibung entscheidet eben nicht der Staat,
auch kein von ihm dazu bestellter Organwalter, sondern die Frau privatautonom. Der Staat macht sich durch
Unterlassung schuldig, weil er es pflichtwidrig unterläßt, die einzelaktiv handelnden Frauen zu stoppen.
Das ist qualitativ aber schon was anderes als selbst aktiv zu töten. Zur Terminologie: Wenn man statt
vom „Holocaust“ vom „NS-Judenmord“ sprechen würde und dämliche Begriffskonstruktionen wie „Babycaust“
auch beiseite legen könnte, wäre das eine begrüßenswerte Versachlichung. Noch als post scriptum: Die
zentrale Steuerung des Judenmordes war übrigens im Historikerstreit 1986 als das Singularitätsmerkmal
herausgearbeitet worden. Und auch Ernst Nolte hat immer auf diese zentrale Steuerung und die technokratische
Umsetzung als wesentliches Herausstellungsmerkmal hingewiesen. U.a. im Gegensatz zu den Vergewaltigungsorgien
der Roten Armee bei Kriegsende, die eher der subjektiven Brünstigkeit denn einem durchgeplanten und gezielten
System folgten. Diese Exzesse entsprechen daher viel besser der Abtreibungsproblematik als der NS-Judenmord,
der insoweit nicht vergleichbar ist.
Oje Oje Lerle ist echt finster! Wir müssenuns nicht wundern, daß die kath. Anliegen so wenig gehört
werden, wenn man sich derartigem Schwachsinn hingibt. Lerle ist doch zuallererst ein Problem all derjenigen,
die sich redlich bemühen, die kath. Anliegen zu unterstützen, weil er es den Feinden der Kirche super-leicht
macht, den Glauben zu diskreditieren. Solchen Typen darf man kein Podium bieten. Abgesehen davon ist es
wenig überzeugend, einerseits mit dem Syllabus gegen die Meinungsfreiheit zu argumentieren, sich aber
andererseits bei der eigenen falschen Darstellung des III. Reiches ständig auf diese zu berufen. Wenn
die Lüge keine Rechte hat, dann gilt das auch für die Holocaust-Lüge. Es gibt keinen Anspruch auf Gleichbehandlung
im Unrecht!
@ Sentinel @ Sulpicius Hier zunächst der Link für Sentinel www.wolfganglindemann.net/…/studium_eliane.html.
Sulpicius, Sie fragten, ob es der Neid des Besitzlosen oder die Abneigung des Damit-Nichts-Anfangen-Könnens
sei, was den einen zu dem bösen Seitenhieb auf den Lichtblick in diesem Kampf bewog? Mmh, keine Ahnung.
Wobei die Besitzlosigkeit ja auch aus dem Nichts-Damit-Anfangen-Können herrühren kann.
Berger, Lindemann und die brasilianische Verlobte Mir scheint, daß „M. Kirschbaum“ in kreuts.net deshalb
ein so legeres Bild Bergers gewählt hat, um die Differenz zu dem betont steifen Outfit Lindemanns zu
betonen. Sulpicius hat ja schon ein wenig recht, daß man von der Kleidung eines Menschen auch auf seine
Persönlichkeit, zumindest aber auf sein Stil- und Geschmacksempfinden Rückschlüsse ziehen kann. Und
dank des Mitteilungsdrangs Lindemanns kennen wir ja auch den Stil seiner Wohnungseinrichtung. Beides,
seine Kleidung wie die Innenarchitektur seiner Wohnung lassen doch gewisse Probleme mit der Realität
vermuten. Berger hingegen beweist eine für einen geistig Konservativen erstaunliche Peppigkeit. Er pflegt
nicht die zeitlose Eleganz, sondern ist very trendy. Ist er nicht auch aktuell ganz Ratzinger-papalistisch?
Mich überzeugt beides nicht, wobei Lindemann – nicht zuletzt wegen seiner peinlichen Klage – eindeutig
die schlechtere Figur abgibt. Gegen Berger spricht die Hartnäckigkeit, mit der dem letztlich bemitleidenswerten
Lindemann nachsetzt und die Bosheit gegen dessen brasilianische Verlobte – die zumindest den Fotos nach
einen sehr netten, intelligenten und angenehmen Eindruck macht. Wahrscheinlich ist sie der Lichtblick
im Hahnenkampf der beiden reifen Junggesellen.
Nicht „Europäischer Gerichtshof“, sondern EMRK Der Text ist unsauber: Nicht der „Europäische Gerichtshof“,
kurz EuGH, eine Institution der EU, sondern der „Europäische Gerichtshof für Menschenrechte“ hat entschieden.
Bitte berichtigen. Der Menschenrechtsgerichtshof basiert auf der Europäischen Menschenrechtskonvention
(EMRK), einem Abkommens aus den frühen 50ern. Seine Entscheide stehen im Rang eines einfachen Gesetzes,
er kann also nicht Gesetze aufheben, wie es die Verfassungsgerichte und der „richtige“ EuGH können. Insofern
kann Norwegen durchaus den Konflikt riskieren. Wobei man hier vorsichtig sein muß: es geht ja nicht um
den Unterricht als solchen, sondern um die Frage, ob die Eltern das Recht erhalten sollen, ihre Kinder
davon befreien zu können. Wenn also kath. Eltern nach Norwegen ziehen (etwa der Arbeit wegen), dann haben
sie nach derzeitigem Recht keine Chance, ihr Kind vor dem luth. Unterricht zu bewahren. Katholisch ist
das auch nicht!
Gar nicht so falsch Ehe hier alle Williamson wegen seiner Conclusio – eine Einigung sei derzeit nicht
wirklich wünschenswert – angreifen, sollten sie sich die Begründung ansehen. Und die ist so dumm nicht.
Wenn B16 in seinem Werk „Einführung in die Christenheit“ schreibt, Jesus sei der perfekte Mensch und
deshalb Gott, dann ist das nicht sauber. Wenn er in „Deus Caritas Est“ und dann wiederholend in seiner
Eucharsitie-Exhortation schreibt „In Jesu Tod am Kreuz vollzieht sich die Wende Gottes gegen sich selbst“
dann ist das bedenklich. Hier zu sagen „Trau, Schau, Wem“ ist nicht falsch, auch wenn ich Williamssons
Konsequenz nicht teile. Was ich viel besser finde ist der Seitenhieb gegen den „Fiftiesism“. Man müßte
ihn erweitern auf die Bewunderung des späten 19. Jhd… Es geht beim Glauben eben nicht um den Traum
vom in der Vergangenheit vermuteten Goldenen Zeitalter, es geht darum, aus den Prinzipien im Hier und
Jetzt zu agieren, um die Zukunft zu gewinnen. Die sicher in vielem (aber nicht allem) besseren Zeiten
werden nicht wiederkommen. Die Welt ist wie sie ist. Das heißt nicht, daß sie so bleiben muß. Aber
das heißt, daß man sich von falschen Illussionen lösen muß. Und dazu gehört der Traum von einer baldigen
Bekehrung der Amtskirche.
Mal wieder am Thema vorbei Leo Schlüchters Texte, die immer dasselbe Thema umkreisen, leiden immer am
selben Fehler: daß das Ergebnis bereits vorab feststeht. Mal Tatsachen sehen: 1. Ohne die Judenvernichtung
der Nazis wäre es nie zu einem Judenstaat in Palästina gekommen. 2. Die britische Herrschaft über Palästina
war souverän. Die Briten hatten also das Recht, die Entscheidung über die Zukunft des Gebietes in die
Hände der UNO-Vollversaamlung zu legen. 3. In der Vollversammlung haben die katholoschen Staaten (die
damals noch wirklich katholisch waren, etwa Portugal) dann für den Teilungsplan gestimmt. Nach seriösen
Historikern übrigens nach entsprechenden Empfehlungen des Staatssekretariats Pius XII’ (weshalb einige
Sedisvakantisten hier Pius ja auch als Zionisten beschimpfen). Fazit: Der Staat Israel ist ganz legal
gegründet worden.
Da ist was dran Nach Ihrer seltsamen Theorie schulden sich die Steuerzahler selbst die Staatschulden und
es dürfte überhaupt keine zunehmende Armut geben, da wir uns mit unseren Steuern, über die Staatsanleihen,
ja selbst das Geld zurück in die Tasche schieben. Als Argentinien Staatsbankrott anmelden mußte und
der Peso zusammenbrach, überstiegen die Privatvermögen, die wohlhabende Argentinier im Ausland geparkt
hatten, die Staatsschulden Argentiniens. Das Problem ist, daß die modernen quasi-sozialistischen Wohlfahrtsstaaten
sich ihre Umverteilungssysteme nicht mehr aus den Steuern finanzieren können. Steuererhöhungen waren
politisch nicht mehr durchsetzbar, zudem hätten sie jeden Aufschwung ausgebramst. Zu Einschnitten ins
Sozialsystem fehlte der politische Mut. Also begann man, über Schulden zu finanzieren. Anders als bei
Steuern sind hier die Bürger wegen der versprochenen Zinsen bereit, dem Staat Geld zu geben. Die Lösung
besteht einzig darin, dem Staat zu verbieten, Schulden zu machen. Er soll mit dem auskommen, was er an
Steuern einnimmt. Das führt freilich zu einem Kahlschlag in den Sozialsystemen. Langfristig kann man
nur das ausgeben, was man hat. Da die Sozialsysteme der Familie als gottgegebenes Sozialsystem Konkurrenz
gemacht haben, sehe ich nicht, wieso das böse sein sollte.
Haha, auf die üblichen Theorien hatte ich gewartet 1. Natürlich sind Staatsanleihen gerade bei Mittelschichten
beliebt. Die kaufen die natürlich nicht direkt bei der Fed oder der Bundesbank, sondern bei Ihrer Hausbank.
Und deshalb sind die großen Banken automatisch die größten Gläubiger der Staaten. Aber wer ist Gläubiger
der Banken? Jeder, der seine Ersparnisse dorthin schafft! 2. Wohlhabende kaufen weniger Staatspapiere,
sondern investieren mehr in Privatgesellschaften und Immobilien. Auch in Banken. Aber v.a. in Industrie
und Dienstleistungen. 3. Und, Murx, einen linkslastigen WDR-Film gegen die Polizei als Beweismittel –
also, das ist schon arm. Es istdoch ganz einfach: Es gibt dort bestandskräftige Demonstrationsverbote.
Und diese Chaoten verstoßen dagegen. Und wenn es den einen oder anderen agent provocateur gegeben haben
mag – das rechtfertigt nicht, dort den Bürgerkrieg zu proben. Seit wann stehen den traditionelle Katholiken
auf der Seite eines linksradikalen marxitisch-trotzkistischen Pöbels?
Oje, Armenius! Armenius schrieb: Diese (EU-Verfassung) erlaubte die „Auflösung“ von Krawallen (nicht
näher definiert) mit der Schußwaffe. In welchem Artikel? Verschuldet sind die Staaten in der Regel bei
Ihren Bürgern, die Staatsanleihen gezeichnet haben. Und Staatsanleihen sind in der Regel die Geldanlage
des „kleinen Mannes“. Die Wohlhabenden erwerben Aktien und beteiligen sich lieber an privaten Gesellschaften.
Terrorismus Die Ursache des T. ist nicht die Armut in Afrika, sondern der kulturelle Hegemonialanspruch
des Islam. „erst erobern wir Jerusalem, dann Andalusien“ hat der Ayatollah Khomeni gesagt. Mit wirtschaftlichen
Fragen hat das wenig zu tun. Ursache der Armut in Afrika ist die hausgemacht miese Politik. Den meisten
afrikanischen Staaten geht es schlechter als zum Zeitpunkt der Erlangung der Unabhängigkeit Anfang der
60er Jahre. Demgegenüber zeigen die asiatischen Staaten, denen es Anfang der 60er schlechter ging als
den Afrikanern, wie man trotz/dank der Globalisierung innerhalb einer Generation einen beachtlichen Volkswohlstand
schaffen kann. Wirtschaftlicher Erfolg hängt eben an der Politik und der Kultur. Deshalb hat Südkorea
beim BIP/Ew mit Österreich aufgeschlossen, während der Norden von Hungersnöten heimgesucht wird. Deshalb
boomt China, während in Südrhodesien (Simbabwe), bis 1980 eine Wohlstandsoase, das Essen knapp wird.
Ursachen von Bergers Gesinnungswandel Wohl eher Karrieredenken. Wer seine HP liest, dem fallen die x Ehrenämter,
Herausgeberposten etc. auf. Eigenartigerweise gibt Berger aber nicht an, womit er sein Geld verdient.
Er ist nämlich nach wie vor Gymnasiallehrer, weil er an den linken deutschen Theologiefakultäten keine
Stelle erhält (aus dem Grund emußte er ja auch in Polen habilitieren statt in Deutschland). Seine publizistische
Tätigkeit macht nur Sinn, wenn es ihn an die Uni zieht. Und deshalb schwenkt er konzils-konservativ ein.
Es gab da mal ein kreuz.net-Interview mit P. Pfluger FSSPX, in dem der Pater das durchschimmern läßt.
Schade ist es allemal.
Berger Ich dachte, er habe in Lodz, nicht in Krakau habilitiert. Im übrigen ist sein Statement natürlich
ärgerlich, wie bereits die Vorgänger-Äußerung in kath.net. Natürlich sind einige der Leserforums-Meinungen
neben der Spur, natürlich sind die Holocaust-Theorien von „Leo G. Schlüchter“ neben der Spurt etc. –
nur: das alles ist doch im Rahmen, und es findet sich in anderen Foren noch mehr, noch ausgeprägter.
Das ist nun einmal das Problem des Internets, daß es zu einer Ebenbürtigkeit aller Meinungen führt.
Was mich an Berger deshalb ärgert ist, daß er diese Unstimmigkeiten nutzt, um gegen den Katholizismus
mit argen Kirchenfeinden gemeinsame Sache zu machen. Man darf ruhig die intenen Probleme benennen, aber
nie aus den Augen verlieren, wo der wahre Feind steht. Genau das aber tut Berger.
Man muß eben zwei Schulen gründen eine für Jungs und eine für Mädchen und dann eine Genehmigung beantragen.
Nur eine Jungsschule ist leider angreifbar.
@ Genovena: Wie bitte? Die Wandlungsworte über den Kelch sprechen eindeutig nur von denjenigen, für
die das Blut Christi vergossen wird – und das sind nach dem katholischen Dogma alle Menschen. Nach der
Schrift ist es „für Euch und für viele“ vergossen worden. Hat Jesus geirrt? Wohl kaum. Denn es ist vergossen
worden eben nur für die vielen, die das an alle gerichtete Heilsangebot annehmen. Für die anderen ist
es wertlos, die wären ohne Jesu Kreuzestod verloren gewesen und sind es so auch.
Dt. Staatsbürgerschaft kreuz.net schrieb zutreffend: Er wurde am 7. Juni 1944 im sächsischen Hainichen
geboren und konnte dank seiner österreichischen Staatsbürgerschaft zu DDR-Zeiten in Rom studieren. Er
ist also ÖS-Staatsbürger. Und zumindest bis vor einigen Jahren war von einer Aufgabe der ÖS-Staatsbürgerschaft
oder der Annahme einer doppelten nichts bekannt. Wann ist er denn dt. Staatsangehöriger geworden?
Konkordatsfall Die Ernennung Zdarsas ist insofern interessant, als daß nach dem Reichskonkordat nur dt.
Staatsangehörige Bischöfe werden dürfen. Hier wird nun erstmals ein EU-Bürger Bischof – was zwar das
Konkordat verletzt, wobei die Bundesregierung es wohl wegen des EU-Vertrages nicht rügen darf. Wahrscheinlich
hat die Nuntiatur das vorher abgeklärt – interessant wäre die Geschichte dennoch. Zdarsa selbst ist
„konzilskonservativ“. Damit ist er also scharf gegen die Alte Messe und die Bruderschaft.
Diese Bischöfe braucht kein Mensch. Es gibt in Deutschland wohl keinen gefährlicheren und fanatischeren
Feind des Katholischen als Lehmann – für ihn ist der Kampf gegen das, was bis 1958 unbestritten katholisch
war die zentrale Triebkraft seines Wirkens. Entsprechend sieht das Ergebnis aus., Wer katholisch bleiben
will, muß sich von diesen Typen und ihren Strukturen fern halten – und zur FSSPX gehen.
Pater und Predigt Ad 1 finde ich die Predigt so unpassend nicht. Angesichts der (auch in konservativen
Kreisen) nahezu unbekannten Tatsache, daß mittlerweile das volle Grab als herrschende Meinung an den
Theologiefakultäten und unter den gehobenen Priestern gilt, finde ich es nicht wirklich unangemessen,
darauf hinzuweisen. Ob nun ein Schüleraufsatz dazu der richtige Beleg ist oder nicht, ob der Begriff
„Volksverhetzer“ glücklich gewählt wurde oder nicht, kann dahinstehen – ich bin kein Prediger. Ad 2
spricht tatsächlich alles für eine gültige Weihe Lingens. Insofern ist er gültig geweihter Priester.
Und auch katholisch, denn der Irrtum über die Person des Papstes berührt wohl nach zutreffender Auffassung
nicht die Katholizität; sonst wären alle Gläubigen, die jemals das Pech hatten, unter einem Schein-Gegenpapst
gelebt zu haben, keine Katholiken gewesen. Daß die bunte Sedisvakantisten-Welt P. Lingen nicht anerkennt,
spricht eher für denn gegen ihn – angesichts des Niveaus, etwa des „Anton-Schmid-Verlags“ und weiterer
Grüppchen. Und seine theologische Qualität wird man kaum ernsthaft bestreiten können – auch wenn seine
derzeitige Macke, die Justiz zu nerven, leider ein Irrweg ist.
@ Irgendjemand Tolle Argumentation! 1. Ich weiß nicht, ob jemand eine Fehler gemacht hat. 2. Aber weil
andere, die es auch nicht wissen, diesen Eindruck haben, ist etwas schief gelaufen. Super! Damit machen
Sie die Handelnden von der Ignoranz einer kleinen Minderheit abhängig, die aus welchen Gründen auch
immer sich weigert, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen und deshalb pöbelt. Im übrigen finde ich Neuanmeldungen
von Usern zu diesem Uralt-Thema nicht wirklich überzeugend. Yakumo/Orth, sind Sie’s?
Amüsant Die Begründung dieses ominösen Kreises hat was. Sie zeigt zunächst, wie weit weg vom Glauben
der gegenwärtige deutsche Verbandskatholizismus ist. Sie ist aber andererseits durchaus schlüssig. Denn
natürlich ist die Alte Messe mit zentralen Aussagen des V2 unvereinbar. Die Messe ist ja Ausdruck des
Glaubens. Das geht aber auch umgekehrt: Die Messe prägt den Glauben. Und der Glauben, der aus der alten
Messe spricht und in ihr materialisiert wird, ist eben der traditionelle Glauben, nicht der V2-Glauben.
An diesem Widerspruch kranken ja die Ecclesia-Dei-Gruppen.
Laack, eines können Sie mir glauben Zwar weiß ich nicht, wer „Sektenbeauftragter“ ist, aber eines kann
ich Ihnen garantieren: obwohl er auch am 3.11. Geburtstag hat, ist er nicht jener, welcher mal Prior von
Basel war. Versprochen. Das weiß ich nun ganz sicher besser als Sie. Ich merke aber, daß Sie den September
2006 noch nicht richtig verdaut haben. Wir sollten das nochmal in einem persönlichen Gespräch glatt
ziehen. Ich rufe Sie dazu die Tage mal an.
#190 Pius XII 17:52:16 | Donnerstag, 29. März 2007
@ Benedikt: Richtig und falsch Menschen, die ob ihrer Standesgnade vollkommen beratungsresistent geworden
sind. Einen anderen Schluss kann man aus den Schilderungen hier jedenfalls nicht ziehen. Richtig, ist,
daß man aus den Schilderungen hier keinen anderen Schluß ziehen kann. Falsch ist, daß die Priester
beratungsresistent wären. Das Gegenteil ist richtig; und das weiß ich nun wirklich aus erster Hand.
Woraus folgt, daß die Schilderungen hier falsch sind.
Um das Geplänkel mal zu beenden. @ MvL: Senden Sie mir mal Ihre Mailadresse, damit ich es Ihnen erklären
kann. @ Omega: Ich weiß nicht, was da in der Schweiz los war. Ich entnehme Ihrem Posting aber, daß P.
Köchli die Mißstände beseitigt hat. Das entspricht auch meinem Bild von ihm, ein sehr korrekter, liebenswürdiger
und präziser Priester. Was die Bauprojekte angeht, übersehen Sie, daß Sie für solche Kapellen immer
zweckgebundene Spenden aus der Umgebung erhalten. Insofern ist das eine Milchmädchenrechnung, die Sie
hier aufmachen.
Merken Sie gar nicht, daß Sie verleumden und herabwürdigen? Haben Oensinger Bauern grundsätzlich so
vielversprechende Anlagen hinsichtlich Charakter, Intelligenz und Autorität? Was soll das? Übertragen
Sie das mal auf Nazarener Zimmerleute. Kardinal Sarto war meines Wissens auch kein Adelsspróß. Ich weiß
nicht, wie Oensinger Bauern im Allgemeinen sind, ich kenne aber einige Spröße einer dortigen traditionsreichen
Familie. Und die sind was Bildung, Anstand und Auftreten angeht überzeugend. Einfach angenehme, unprätentiöse,
gebildete Menschen – dashat man selten, man sollte sie pflegen.
@ Omega Er hat das abgestellt. Er hat anschließend in einem Laientreffen in Stuttgart schonungslos die
Mißstände benannt und den Verantwortlichen erwähnt. Dann hat er die Leitung ausgewechselt. Warum, glauben
Sie, wird er denn hier aus einer ganz bestimmten Ecke so angegriffen? Weil er es gewagt hat, das Problem
anzugehen. Vorher waren alle des Lobes voll. Dann wurde er plötzlich von einigen kritisiert, weil er
die falsche Ruhe zu stören begann.
Ei Ei Ei! Auch wenn Sie sich einbilden, mich „enttarnt“ zu haben, hilft das doch nicht weiter: 1. Daß
ich für einen Freundschaftsdienst wie das Verteidigen eines zu Unrecht Angegriffenen kein Geld nehme,
versteht sich ja wohl von selbst. 2. Daß ich – seinerzeit noch als Referendar – dabei war, als für die
Landtagswahl Nachrückerkandidaten gesucht wurden, finde ich nicht im geringsten ehrenrührig. Zum einen,
weil ich es für eine Tugend halte, sich für das Gemeinwesen einzusetzen, zum anderen, weil von denjenigen,
die hier verleumden, keiner je gefragt wurde und gefragt werden wird, ob er für ein Mandat kandidieren
würde. 3. MvL, Sie sind einfach nur ein Loser. Und das bleiben Sie, weil Sie nicht bereit sind, sich
mal selbst zu hinterfragen und vielleicht den Kurs zu korrigieren. Stattdessen mimen Sie hier den Märtyrer.
4. „Was ist ein dummer Mensch? Jemand, dem man mit dem Finger den Mond zeigt, und der dann auf den Finger,
nicht auf den Mond schaut“. Lesen wir doch die Debatte nochmal durch: Wer hat hier die ehrverletzenden
Angriffe gegen PNP begonnen? Wer beruft sich auf einen Hesse, der ihn nie kannte? Wer ignoriert die Aussagen
der Oberstufe vor zwei Jahren? Wer geht hier nicht auf die von mir detailliert beschriebenen Mißstände
in der Schule ein? Mehr als einen über die Grenzen der FSSPX hochgeschätzten Kleriker anzugreifen kann
hier doch keiner. Euch schützt hier nur die Anonymität vor der Unterlassungsverfügung.
Locker bleiben, Buffetier Nehmen Sie die Fakten: 1. Hesse hat über jemanden schlecht gesprochen, den
er überhaupt nicht kannte. Damit ist das Argument Hesse ja wohl weg. 2. Niemand spricht schlecht über
die Tradition. Ganz im Gegenteil, die sog. „alte Messe“ ist in aller Munde, es ist avantgardistisch, „Lefebvre“
zu sein, während etwa ein PGR-Mitgliedschaft bestenfalls Mitleidsbekundungen hervorruft. Nicht von diesem
sehr begrenzten internen Forum auf die Wirklichkeit schließen, nicht die derzeit depressive Stimmung
am DBG verallgemeinern. 3. Nicht „der Pfluger“ hat Zwietracht gesät. Sehen Sie sich nochmals den Beginn
der Debatte in dem anderen Forum an. Dort wurde tagelang über „Papst Nicki“ hergezogen, ehe ich dann
mal gegengehalten habe. 4. So schwer das einzusehen sein mag: D. war aus rein objektiven Gründen nicht
zu halten. Bitte nicht nach einem Sündenbock suchen. Sie haben sich hier in eine anti-Pater-Pfluger-Position
gebracht, die ich nicht nachvollziehen kann: Haben Sie denn den Pater je persönlich kennen gelernt? Mal
mehr als „Grüß Gott“ mit ihm gesprochen? Reden Sie doch besser mit ihm als über ihn. Seine Mailadresse
ist bekannt, wenn Sie sie nicht haben, schicken Sie mir eine Mail über kreuz.net, ich übermittle sie
Ihnen gern. Und nun langsam Schluß mit den Aggressionen gegen den Ersten Generalassistenten! Wem nützt
denn das hier noch? Der Tradition sicher nicht.
Hesse Es bleibt der Fakt, daß Hesse P. Pfluger nie persönlich kennen gelernt hat. Zwei Mitdiskutanten,
Tridentinus und Buffetier, berufen sich aber auf ein – extrem derbes – Zitat Hesses über den Pater. Zwei
Erklärungen sind möglich: 1) Tridentinus und Buffetier schieben Hesse ein von ihm nie geäußertes Zitat
unter. 2) Hesse hat das wirklich gesagt. Und damit würde ich die Hochschätzung, die auch Sie ihm entgegenbringen,
nicht teilen. Denn wer einen Priesterbruder, den er noch nicht einmal persönlich kennt, derartig gegenüber
Dritten angreift, der ist eben sub-seriös. Das mit dem Cowboy-Outfit habe ich von einem Wiener Freund.
Und dessen Informationen sind durchweg sauber, seine Einschätzungen präzise. Ich will es aber gern verifizieren.
Zunächst mögen doch aber Tridentinus und Buffetier mal erklären, was Hesse denn nun wirklich gesagt
hat und wie sie sich dieses Urteil erklären, wo sich die beiden Priester tatsächlich nie begegnet sind.
Nochwas zu Hesse, dem tollen Pfluger-Kritiker Wir konnten ja bereits lesen, was Hesse über P. Pfluger
erzählt haben soll. Tatsache ist, daß sich die beiden nie begegnet sind. Jawohl: Hesse hat P. Pfluger
nie persönlich kennengelernt. Dennoch hat er rumposaunt, dieser sei ein „A…“ und einiges mehr. Hesse
bezog seine Kenntnisse vom damailigen österreichischen D-Oberen, einem Pater, dessen Familiennamen nicht
ganz zufällig mit dem selben Buchstaben wie der eines von mir bereits erwähnten schillernden Diestedde-Lehrers
anfängt. Dieser Pater erhielt auf seinen verschiedenen Posten stets nur mäßige Beurteilungen (im Gegensatz
zu Pfluger, wie erwähnt). Das fachte die Wut auf den Primus immer weiter an, so daß er nicht nur vor
Hesse gegen den Besseren übel anstänkerte, was sich auch auf seine Brüder übertrug. Nun zu Hesse:
Der war ein bei der Amtskirche aus welchen Gründen auch immer gescheiterter Priester, der täglich mind.
zwei Flaschen Rotwein in sich goß (somit Alkoholiker war), eine Allergie gegen römische Kragen hatte
und dementsprechend in Cowboy-Outfit durch Wien spazierte. Und dieser schräge Vogel ließ sich von dem
wenig erfolgreichen Pater M. erzählen, was für ein Bösewicht dieser Vorzeige-Priester sei, der gerade
bei der Bruderschaft reüssierte. Und hat das dann – wie alkoholisierte Cowboys so sind – entsprechend
in seinen Jargon übertragen. Und das wird dann hier allen Ernstes als Argument gegen den Ersten Generalassistenten
ins Feld geführt. Trau, schau, wem.
Natürlich waren Sie – oder Du – dabei, Yakumo! Das wußte ich doch schon vorher. Aber mit Deinem Satz
Es kann keine Rede davon sein, dass „die gesamte Oberstufe“ irgend etwas gesagt habe. hast Du es doch
nochmal für alle Welt zugegeben. Waren ja nicht so viele in der Oberstufe. Ist also nicht wirklich schwer
gewesen. Ich lächle Dich aber dennoch weiter an, wenn wir uns die Hand geben.
Wieso, Yakumo, waren Sie bei der Diskussion der Oberstufe mit dem damaligen D-Oberen nicht dabei? Dann
müßten Sie doch noch wissen, was damals von zahlreichen Schülern über die heute in diesem Forum so
hochverehrte seinerzeitige Diestedde-Führung gesagt wurde. Kommen Sie: Versuchen Sie es doch mal mit
der Wahrheit, so bitter die sein mag! Ist es nicht richtig, daß es die Bitte der Oberstufe an den Distriktsoberen
war, beide Patres auszutauschen und daß es keine artikulierte Gegenäußerung gab? Hat man sich nicht
regelrecht beim Pater ausgeheult? Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen oder gar neue Gerüchte
entstehen: Ich bin selbstverständlich nicht Niklaus Pfluger.
@ Bazille äh Virus: Die fronten heiußen anders! Ein paar gefrustete und gescheiterte Diestedde-Zöglinge
aus Verbitterung gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X., vertreten durch ihren Ersten Generalassistenten
Oje Oje Oje @ MvL: Hab’ ichs mir doch gedacht: Sie sind Opfer einer bösen Verschwörung geworden. Schon
vor Ihrer Einstellung war alles ausbaldowert, und dann hat man Sie beim erstbesten Vorwand – natürlich
zu Unrecht – aus dem Wege geschafft. Dabei sind Sie so ein Guter. Weil Sie so superduper sind, haben Sie
bestimmt auch schon x neue Jobangebote und zeigen jetzt anderswo, was für ein toller Hecht Sie sind,
gell? @ Yakumo etc.: Die Beurteilungen seines Wirkens in den verschiedenen Positionen waren stets exzellent.
Was man von den Personen, die ihn angreifen nicht behaupten kann. Über den Lehrer M. und seine sonderbaren
Pädagogikvorstellungen (MvL: was sagen Sie eigentlich zu Ohrfeigen als Unterrichtsmethode?) hatte ich
ja schon geschrieben. Seine Brüder, beide mittlerweile ex-FSSPX, sind auf ihren Posten wesentlich schlechter
beurteilt wurden. P. Weber – hier bei einigen ein Held – hat selbst seinen Rücktritt vom Vorstand des
Diestedde-Fördervereins erklärt. In einer Debatte mit dem nun angegriffenen Generalassistenten vor zwei
JAhren hat sich die gesamte Oberstufe in scharfen Worten gegen P. Weber ausgesprochen. Übrigens auch
gegen den verblichenen Schulleiter, der als „Schlange“ bezeichnet wurde. Er, der damalige Distriktsobere,
solle doch bitte bitte dringend eingreifen. Das sind die Fakten. Ich kann das in den nächsten 1.500 Zeichen
gern weiter ausführen. Deshalb: Glauben Sie nicht, hier mit Ihren Lügen und Verleumdungen durchzukommen.
Die Fakten sind eindeutig – gegen Sie!
@ Sektenbeauftragter: Diskutieren sinnlos! Es ist sinnlos, mit Leuten wie dbg42 oder MvL zu diskutieren.
Bei denen ist die Welt klar eingeteilt. Sie selbst sind die Opfer, die nur das Gute wollen. Lesen Sie
die Laack-Mail: die trieft nur so vor Märtyrer-Pose. Er hat nur geliebt, aber die anderen, das sind die
Bösen. Das ist ganz einfach: Man setzt sich selbst absolut. Folglich muß das eigene Scheitern an den
Anderen liegen. Die sind dann böse und miteinander verschworen, um die Guten auszuhebeln. Da es der seinerzeitige
Distriktsobere war, der angefangen hat, die unzulänglichen Zustände am DBG zu beheben (und damit nicht
durchkam, deshalb mußte ja schlußendlich geschlossen werden), ist er nun der Böse. Hier schreiben ein
paar Frustrierte, die in ihrem Wirken regelmäßig und aus eigener Schuld gescheitert sind. Und die nun,
anstatt sich selbst zu hinterfragen, dafür einen Sündenbock brauchen. Und ihn in der Person finden,
die in ihren verschiedenen Ämtern (Regens, Distriktsoberer, Erster Generalassistent) immer nur Bestnoten
eingefahren hat, die auch über die eigene Klientel hinaus angesehen ist, die also alles das hat, was
unseren Gescheiterten fehlt. Wer diesen Haß liest, der hier aus der DBG-Ecke geschleudert wird, dieses
Selbstmitleid von Leuten, die Schaden angerichtet haben, der weiß, wie richtig es ist, einen Strich zu
ziehen.
@ HvO: Volle Unterstützung Danke, HvO, für die klaren Worte. Ich habe in meinen persönlichen Erfahrungen
mit PNP ihn ebenfalls immer nur als mustergültig erlebt. Kaum ist er weg, fehlt er. Ich habe diesen Eindruck
auch von mehreren anderen Menschen, die ihn ebenfalls kennen und deren Urteil ich schätze, bestätigt
bekommen. Ich kenne niemanden, der ihn im persönlichen Umgang erleben durfte, und der zu einem grundsätzlich
anderen Urteil über ihn gekommen wäre. Demgegenüber berufen sich die Kritikaster immer nur auf Dritte,
die von Vierten Negatives über PNP erzählt bekommen haben. Wer von den Angreifern hat denn den Pater
schon einmal im persönlichen Umgang erleben dürfen? Passend zu seinem einzigartigen persönlichen Umgang
ist er in der Führung entschlossen und bestimmt. Ein absoluter Vorzeige-Priester. Deshalb ärgern mich
auch diese halbgewalkten und ehrabschneidenden Angriffe hier so maßlos. Weil ich weiß, daß nichts dran
ist und daß die Angreifer im besten Fall über profundes Viertelwissen verfügen, meist noch nicht mal
darüber, sondern nur über aus Neid und Mißgunst gespeiste Ressentiments anderer Leute. Das reicht denen,
um mit Dreck auf einen Menschen zu werfen, der sein Leben dem Dienst an Wahrheit und Liebe geweiht hat
und dem die Stänkerer nicht das Wasser reichen können. @ Murx: Ihre kruden Verschwörungstheorien interessieren
mich nicht. Ich habe keinen Grund, an der Redlichkeit und der Standesgnade der FSSPX-Oberen zu zweifeln.
Was Ihre Person angeht würde ich das nicht so formulieren.
Ach, Murx, Sie begeben sich ja fast auf das Niveau von dbg42 Abgesehen davon, daß ich 2.500 € für
überzogen halte: Wie lange, glauben Sie, kann mit 2.500 € die Schule unterhalten werden? Einen Tag
oder doch anderthalb? Und „dbg42“: Ich werde nicht ohne Mitstreiter rauskriegen, wer sich hinter Ihrem
Alias verbirgt. Deshalb kriegen „wir“ das raus. Klar?
Monti, Stephanus, dbg42 @ Monti: Das nenne ich saubere Argumentation! Ich weiß es nicht, kann es also
auch nicht prüfen, deshalb höre ich aufs Geschwätz. Super! Wie wäre es, wenn Sie sich selbst ein Bild
machten oder einfach schweigen würden? @ dbg42: Wir kriegen schon noch raus, wer Sie sind. Dann diskutieren
wir über Ihre Verleumdungen mal so, wie es sich unter Erwachsenen gehört: von Angesicht zu Angesicht.
@ Stephanus: 1. Das Geld reicht v.a. deshalb nicht, weil die Schule aufgrund der hausgemachten Fehler
nicht attraktiv genug ist, damit genug Schüler angemeldet werden. 2. Die FSSPX hat über Jahre versucht,
die Fehler zu korrigieren. Sie ist an der Mauer der Besitzstandswahrer gescheitert, zahlreiche Patres
sind dabei aufgerieben wurden, weil gegen die Lehrer (insb. Herrn M.) und den Klüngel nicht anzukommen
war. Nachdem sich der Fehler also als unbehebbar erwiesen hat, wird nun geschlossen und andernorts bei
Null angefangen. Anders geht es nicht. 3. Die Spenden sind korrekt zur Aufrechterhaltung des Betriebes
verwandt worden. 4. Warum ist es denn so schwer, einfach hinzunehmen, daß die Oberen sehr genau wissen,
was sie tun und daß sie dafür gute Gründe haben? Warum dieser unangenehme Widerspruchsgeist? Der Amtskirche
hat es nichts genützt, daß sie seit dem V2 jeden selbstberufenem Laien erlaubt hat mitzuschwätzen,
weshalb sollte das bei der Priesterbruderschaft anders sein?
Fällt entschuldigen so schwer? Sie können ja alle anderer Meinung sein, aber zumindest Ihre verletzenden
und verächtlichen Angriffe gegen Pater sollten Sie doch bereuen können. Oder erwarte ich da zuviel an
Anstand und Benimm? Was die Kritik am Pater angeht: Er ist die Führungsgestalt, die handelt und den Weg
weist, wo andere stehen bleiben. Er kann begeistern und gestalten. Er hat in der Diestedde-Frage die Initiative
ergriffen, als bereits für jedermann klar war, daß es wie bislang nichtweitergehen kann. Im Gegensatz
zu den Kläffern ist er ein Generalist, der aus der Warte des Überblicks die Probleme erkennt und löst.
Das ärgert natürlich die Probleme. Aber was soll’s: Die Würfel sind gefallen, und das Geschrei der
Getroffenen wird vorüber ziehen. Aber daß es noch nicht einmal reicht, sich für Beleidigungen zu entschuldigen:
das wundert mich wirklich. Für ganz so arm hätte ich Sie dann doch nicht gehalten.
Sie verwechseln Ursache und Folge, Buffetier Sie, Protagonist, dbg42 & Co greifen P. Niklaus Pfluger in
einer unverschämten Art und Weise an. Bis heute hat keiner derjenigen, die hier von „Papst Nicki“ geschrieben
oder sich gar aufgeregt haben, daß der Erste Generalassistent bei der Beerdigung seines Mitbruders P.
Isenmann anwesend war, sich hier für diese Entgleisungen entschuldigt. Wo sind die Entschuldigungen?
Wenn der Mut nicht reicht, das dem Pater direkt zu schreiben (seine eMail-Adresse ist bekannt), dann bitte
hier unter Pseudonym. Aber erst unter der Gürtellinie austeilen und dann, wenn man angezählt wird, sich
beschweren, das sei arrogant – tut mir leid, aber das geht schlecht. Wenn Sie und Ihre Mitstreiter sich
hier endlich für die Entgleisungen entschuldigen, bin ich auch ruhig und wieder genauso freundlich und
verbindlich, wie mich mein Umfeld sonst kennt. Der Ball liegt bei Ihnen, Parzifal, DBG42, Hähnchen, Stephanus,
Cordless etc…
@ Benedikt @ Hähnchen @ Benedikt: Sie irren. Ganz einfach, weil es für ein einzlnen Investitionsobjekt
immer zweckgebundene Spenden gibt. Aber der Unterhalt einer Schule nebst Internat verursacht dauerhafte
Kosten von knapp 1 Mio je Jahr – und das will aufgebracht werden. @ Hähnchen: Ihre dümmlichen Aggressionen
gegen den Ersten Generalassistenten können Sie stecken lassen. Einen weltläufigen Kleriker wie P. Pfluger
als provinziellen Eigenbrödler abstempeln zu wollen ist ein verunglückter Versuch, nichts mehr. Er spricht
gegen Sie, nicht gegen den Pater. Im übrigen war die Schweiz von jeher besser darin, über den Tellerrand
zu blicken als die norddeutsche Tiefebene. Außerdem kommen Sie zu spät. Die Pater-Pfluger-Ankläffer
hatten vor zwei Tagen in dem anderen Diskussionsstrang ihre große Stunde, und die ist nun vorbei. Also,
hören Sie auf, hier zu meinen, fortwährend gegen eine Führungsgestalt anzustinken, der Sie nicht das
Wasser reichen können.
@ Buffettier: daneben Und als alles rund lief uinter Pater Isenmann und Pater Weber (Profis waren die),
Rund? Reichen Ihnen meine Beispiele nicht? Brauchen Sie mehr? Und „rund“ bei dem Defizit? Wieso nannten
denn die Schüler P. Weber „Nero“, wenn der so tadellos war? Was sagen Sie übrigens zu dem Gerücht,
Sie sind [gemeint ist: seien] in die Politik gegangen, weil der Beruf nicht so klappte? Dazu sage ich,
daß Sie mich offenbar verwechseln. Denn ich bin nicht in die Politik gegangen, ich bin außerhalb des
Staatsdienstes beschäftigt – und das klappt wunderbar. Ich beabsichtige nicht, das zu ändern.
Um das Thema abzuschließen Murx, es freut mich ja, daß auch Sie diesen Lehrer entfernt hätten und somit
unam cum P. Pflugersind. Nur: der ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Also, die Schulschließung war das
Ende mit Schrecken im Vergleich zum Schrecken ohne Ende. Hier kam, wie so oft, alles zusammen, das Finanzielle
ist da nur der Ausdruck des Problems. Und da die Mathematik des Geldes unbestechlich ist, ist es letztlich
auch das Ultimative. Nun zu der leidigen Randdebatte um das Züchtigungsrecht: Es mag ein Vater sein Züchtigungsrecht
delegieren, nur: was ist, wenn der Lehrer zuschlägt, ohne daß es delegiert wurde? Daß würde ich mir
bei meinen Kindern nicht bieten lassen. Abgesehen davon: daß ein Gesetz, das es Lehrern in vom Staat
ko-finanzierten Schulen untersagt zu schlagen, naturrechtswidrig sein soll, kann ich beim besten Willen
nicht erkennen. Hier wird das Naturrecht arg überstrapaziert. Das Gesetz gilt und ist beachten.
Ach, Murx [v.d.Red.zens.] Deshalb meine klare Ansage: Wer hier weiterhin meint, mit Dreck auf die FSSPX
werfen zu müssen, der soll vorher genau prüfen, was er so alles getan hat. Diese Schule ist kaputt wegen
solcher Leute wie M. – und das werden wir umso lauter erklären, je lauter die Schuldigen nun meinen,
einen Sündenbock (ob der Pfluger oder Schmidberger heißt ist zweitrangig) dafür verantwortlich machen
zu müssen.
Reden wir Tacheles: Das tolle DBG Nachdem hier der Pater beschimpft wird, der aufräumt, kommen wir doch
mal zu den Sachen, die P. Pfluger aufräumt. Beginnen wir mit dem allseits bekannten Lehrer M., einem
ganz scharfen Pfluger-Kritiker: – dieser Lehrer hat über Jahre hinweg Schüler geohrfeigt, ohne daß
die tolle Schulleitung eingegriffen hätte. Das blieb dann dem ach so bösen Pater vorbehalten. Verjährt
dürften die Straftaten noch nicht sein. – [v.d.Red.zens.] – zahlreiche Schüler, aber auch gute Priester,
die nach D. gesandt wurden, um den Laden zu retten, sind seinetwegen gegangen, ohne daß die tolle Leitung
(Wildfeuer, Weigl, I.) eingegriffen hätte. Es war Niklaus Pfluger, der kam und das sofort abstellte.
Das Ergebnis war eine Front gegen den Pater. Und diese Kamarilla nebst ein paar schlechten Schülern greift
nun Pfluger an, obwohl sie selbst durch dieses Verhalten das Gymnasium unattraktiv gemacht und in die
finanzielle Schieflage gestürzt hat. Leider sind meine Zeichen alle. Aber da die Verleumdungen gegen
P. Pfluger hier munter weitergehen, werde ich bei nächster Gelegenheit dann fortfahren, hier die Fakten
zu benennen. Etwa über einen Lehrer, der erst in D., dann in SB gescheitert ist, wo er fast die Schulschließung
bewirkt hat und der nun ganz vorn dabei ist, Pfluger anzugiften.
#118 Pius XII 22:30:28 | Donnerstag, 22. März 2007
@ Murx: Unsinn, wie so oft Murx, Sie phantasieren. Das Forum im kreuz.net ist nicht die Tradition, es
ist nur ein nicht-repräsentativer Ausschnitt. Und wegen ein paar Kläffern brauchen wir uns um dem guten
P. Pfluger keine Gedanken machen. Sollen „Protagonist“, „Sigurd“, „Stephanus“ und „dbg42“ doch mal aus
ihren anonymen Löchern kommen und sich offenbaren: dann werden wir ja sehen, wer hier wackelt. Das Perfide
ist ja diese Asymmetrie: das die angreifen, ohne sich zu entlarven.
#111 Pius XII 21:18:31 | Donnerstag, 22. März 2007
Angriffe auf die FSSPX Die Angriffe auf die Bruderschaft, personifiziert durch ihren Ersten Generalassistenten,
sind schon bemerkenswert. @Stephanus: Ich war bei dem Laientreffen in Stuttgart dabei, als P. Pfluger
die Probleme in Diestedde benannte. Es gab tosenden Applaus. Ein ehem. Schulleiter bedauerte, den Lehrer
M. nicht gefeuert zu haben. P. Pfluger wurde regelrecht gedrängt, endlich durchzugreifen. Waren Sie überhaupt
dabei? @dbg42: Was sind Sie? Ein gefrusteter Lehrer oder ein mißratener Schüler? In jedem Fall ein Schließungsgrund.
@Sigurd: Sie reden über etwas, von dem Sie keine Ahnung haben. Sie verbreiten hier unter dem Deckmantel
der Anonymität gefährliche Gerüchte. @Murx: Was haben Sie ständig mit „Heggi“? Ist das ein Tick von
Ihnen oder haben Sie wirklich so wenig Einblick in die Bruderschaft? Und was soll dieses Hoch auf die
Laien? Sind wir hier beim ZdK? Tausendmal lieber lasse ich mich von einem Pater Pfluger verwalten als
von der geballten „Sachkompetenz“ der sich hier austobenden Laien. Der Punkt ist doch: nicht nur, daß
keiner dieser Neider und Angreifer dem Pater das Wasser reichen könnte, sie können es ja noch nicht
einmal zusammen. Es ist, als ob der Frosch seine Teilnahme an der Flugschau absagt, um dagegen zu protestieren,
daß der Adler kommt. Peinlich. Blamabel. Lächerlich. Wenn Ihr auch nur einen Funken Ehre habt, dann
schreibt Eure Aggressionen dem Pater doch! Und Sigurd: erst recherchieren, dann schreiben! Danke.
@ Stephanus Nicht immer von sich auf andere schließen: Ich kenne so gut wie niemanden, der P.Pfluger
als arrogant empfindet. Ganz überwiegend wird er als Sympathieträger aufgenommen. Und was das Finanzielle
angeht: Ohne Moos nix los. Es ist eben kein Geld mehr da. Was wollen Sie machen? Kirchen verkaufen, Kapellen
schließen? Das ändert doch am strukturellen Problem nichts. Sie brauchen mehr Schüler, damit sich so
ein Gymnasium einigermaßen bezahlen läßt. Die kriegen Sie nur mit einem attraktiveren Angebot. Das
kostet aber zunächst mehr Geld. Das ist – derzeit – nicht da. Und daß die Angriffe gegen den Pater hier
beleidigend waren, etwa von Protagonist oder dbg42, das werden Sie doch nicht ernsthaft bestreiten wollen?
Es gibtauch so etwas wie eine Entscheidungskompetenz der Verantwortlichen. Und wenn in einer finanziellen
Notlage entschieden wird, an einer bestimmten Stelle zu streichen (notgedrungen), dann hat der Verantwortliche
dazu das Recht und die Pflicht. Und wer diesen Verantwortlichen dann persönlich angreift, der handelt
unredlich, der agiert gegen die gesunde Ordnung, der – horribile dictu – sündigt. Deshalb: Lieber unter
P. Pfluger in die Zukunft als mit Diestedde in die Insolvenz!
Dümmliche Angriffe auf den Ersten Generalassistenten Die dümmlichen Angriffe gegen P. Pfluger verdienen
eine Richtigstellung. 1. Nicht P. Pfluger ist schuld daran, daß die Schule finanziell nicht zu halten
ist. 2. Die FSSPX hat viele Aufgaben, nicht nur Schulen. Ein Zustand, das die Gelder überwiegend in die
Schulen fließen, ist dauerhaft nicht aufrecht zu erhalten. 3. Der primäre Schulzweck ist nicht die Schaffung
von Lehrerarbeitsplätzen. 4. Daß P. Pfluger angegangen wird, wundert mich nicht. Er ist nun einmal als
charismatische Führungspersönlichkeit ein nahezu natürliches Ziel für den Neid und die Mißgunst des
Mittelmaßes. Wenn man die Verunglimpfungen hier liest –„Papst Nicki“ etc. – dann weiß man, daß es den
Verleumdern nicht um die Sache geht, sondern darum, den lang angestauten Minderwertigkeitskomplexen mal
freien Lauf zu lassen. Nur: was schert es den Mond, wenn der Dackel kläfft? 5. Nur am Rande: Daß hier
zwar alle den großen Rand haben, wenn sie anonym den Pater beleidigen, aber zum keiner eine Idee, wie
Diestedde finanziell gehalten werden kann, paßt ins Bild. Noch mehr paßt, daß keiner der Maulhelden
dieses anonymen Forums den Mut hat, es dem Pater ins Gesicht zu sagen. Seine eMail-Adresse ist doch allgemein
bekannt.