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Jaja, auch katholisch.de behauptet nun, es gäbe keine Einigung, weil man dort zu dumm ist, eine Predigt
von Bischof Fellay richtig zu lesen. Ich bin auch recht optimistisch. #104 (Tomas), in der Tat, zu betreiten,
dass die Nazis MIllionen Juden ermordet haben, ist eine Lüge, keine Häresie. In der Regel ist aber das
Motiv dahinter, den Nazismus zu entschuldigen. Was zum eigentlichen Problem von +Williamson führt: seine
heidnische – nietzschejanische – Philosophie. Bei ihm ist Gott nicht die Liebe – darüber macht er sich
lustig – sondern Erdbeben, Feuer, Sturm, und uns alle erwartet demnächst ein wagnerianisches Ende, die
„große Züchtigung“. Es ist dieses Weltbild, das ihn in die Nähe der Nazis rückt, und andererseits
so unkatholisch macht. Aber, und das allen linken Schreihälsen klar gesagt: Er ist ein absoluter Einzelfall,
und die Bruderschaft hat vorbildlich reagiert und ihn in Quarantäne gesteckt.
#137 Pius XII 23:08:12 | Sonntag, 25. Dezember 2011
Feeney war doch exkommuniziert, oder zumindest waren seine kruden Thesen lehramtlich verurteilt – und zwar bereits VOR dem Konzil. Er war ein Extremist, der bestritt, dass man schuldlos irren konnte und so auch außerhalb der Kirche durch die Kirche gerettet werden kann. Nunja, dass so ein Häresiarch antisemitisch ist, kann nicht verwundern.
#120 Pius XII 06:02:10 | Mittwoch, 26. Oktober 2011
Jubärens, exzellent! Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Die „Gottesmord“-These ist mit Schrift und Tradition unvereinbar. Bereits der hl. Thomas von Aquin hat sie für die einfachen Juden zur Zeit der Kreuzigung zurückgewiesen. Für spätere Generationen ist sie ersichtlich abwegig. Denen, die sie vertreten, geht es nicht um den Glauben, sondern um Antisemitismus. Auch damit hat de Kirche nichts gemein.
Alois, die „Kollektivschuld“ der damaligen Juden wird vom hl. Thomas von Aquin ausdrücklich verworfen!
Nehmen Sie das doch mal zur Kenntnis. Papst Benedikt XVI. schreibt nichts neues. . Kein Wissenschaftler
bezweifelt den Holocaust. Mann! Selbst David Irving, den ich ausdrücklich nicht für einen seriösen
Wissenschaftler halte, akzeptiert die Existenz von Gaskammern zur Menschentötung und Millionen Toten
insgesamt. Belesen Sie sich doch mal!
Jubärens, Sie vermischen. Natürlich ist kein nach dem Krieg geborener Deutscher verantwortlich für
die Naziverbrechen. Aber sicherlich gibt es eine kollektive Verantwortung der Deutschen als Kollektiv,
aus der Geschichte zu lernen und dafür Sorge zu tragen, das sich sowas nicht wiederholt. Dazu zählt
wohl auch eine besondere Fürsorge für die Überlebenden, aus der sich dann eine Freundschaft entwickeln
kann, sollte und ja auch weitgehend entwickelt hat. . Umgekehrt ist das christlich-jüdische Verhältnis
mittlerweile ja auch sehr herzlich, die christliche Rechte ist durchweg pro-Israelisch.
Ja, lieber Artikelschreiber, nur dass Williamson eben behauptet, dass die Juden dafür kollektive Schuld
tragen. . Und die „Argumente“ die er gegen die Gaskammern „vorbrachte“ sind seit Jahren sämtlich widerlegt.
Tomas, Sinah etc, dass die Schriftgelehrten es nicht erkannten, aber eben die Heiden, einfachen Leute
usw. ist ja ein Teil des Heilsmysteriums. Diejenigen, die geladen waren, waren blind. Der Vorwurf richtet
sich gegen die Blindheit. Aber nicht gegen das Urteil, denn weil sie eben nicht erkannten, dass Jesus
der Christus ist, haben sie geurteilt wie geschehen. Die Hohenpriester wollten doch nicht Gott ermorden,
sie wollten das Gesetz befolgen, nur dass sie eben den Sachverhalt falsch einschätzten. . Objektiv Gottesmord.
Subjektiv nicht, weil Irrtum über die Gotteseigenschaft. Tatbestandsirrtum heißt das im Strafrecht,
und der ist vorsatzausschließend. Damit bleibt nur eine fahrlässige Gottestötung übrig. Und auch die
nur für die Tempelaristokratie, nicht für das einfache Volk, wie der hl. Thomas v. Aquin richtig schreibt.
Und logischerweise nicht für die späteren Generationen, was für ein Unsinn! . Ihre Unterscheidung zwischen
orthodoxen Juden, die bis heute die damalige Fehlentscheidung gut heißen, und liberalen und konvertierten
Juden, die das logischerweise nicht tun, ist nur hinsichtlich des Grades ihres Irrtums maßgeblich. Aber
aus der nachträglichen Gutheißung eines Verbrechens wird niemand zum Verbrecher. . Interessant ist,
dass BW plötzlich erklärt, die Legitimation des israelischen Staates sei die Bibel, während er doch
sonst immer auf die Shoa verweist. Aber so ist das eben mit Antisemiten: immer wie man’s braucht, solange
es gegen die Juden geht!
#138 Pius XII 22:15:35 | Donnerstag, 20. Oktober 2011
Jubärens, B. Williamson steht natürlich gegen die Schrift und die kirchliche Tradition. Es geht ihm doch nicht um Glaubenslehre, sondern um rein diesseitigen, politisch motivierten und letztlich sehr neuzeitlichen Antisemitismus. W. ist ein knallharter moderner Rechtsextremer, der sich ein katholisches Mäntelchen umhängt. Damit nimmt er gerade die braven und frommen FSSPX-gläubigen als Geisel und diskreditiert den gesamten traditionellen Katholizismus. Und zwar – im Gegensatz zu den Juden AD 33 – bewusst und gewollt!
#40 Pius XII 21:30:08 | Mittwoch, 19. Oktober 2011
Williamson zitiert die Stelle der Summe des hl. Thomas v. Aquin, in dem dieser ausführt, dass die einfachen
Juden unwissend waren und sie deshalb- getreu des Wortes ‘Herr, vergib Ihnen, denn Sie wissen nicht, was
sie tun – keine Schuld trifft. Nur die Tempelaristokratie war demnach schuld am Gottesmord – das sagen
unisono der hl. Thomas v. Aquin und P. Benedikt. Dass die heutigen Juden am Gottesmord schuld sein sollen
ist ersichtlich Unsinn und reiner Antisemitismus. Schuldig im theologischen Sinne ist, so dogmatisiert
es das Konzil von Trient, jeder Sünder, für den Christus am Kreuz starb. Auch P. Leo hat Gegenteiliges
nicht behauptet. . Williamson verdreht hier die kirchliche Lehre, um seinen kruden Antisemitismus katholisch
zu ummänteln. Eine Kollektivschuld, zumal eine, die auch die späteren Juden mitumfasst, ist der katholischen
Lehre zuwider.
#24 Pius XII 12:25:10 | Mittwoch, 21. September 2011
Linz ist so verrottet, da hilft wohl nur die Abschaffung des Bistums und Aufteilung auf die Nachbardiözesen. Aber klar, es sollten unbedingt massenhaft Briefe nach Rom gehen. Der Fall ist so eklatant, der darf nicht einfach untergehen, denn er eignet sich bestens für einen Gegenschlag. „Pfarrer-Initiative“, gleichzeitig Kampf gegen katholische Priester – es ist was faul im Staate Österreich.
#13 Pius XII 11:25:33 | Mittwoch, 21. September 2011
Die Vertreibung eines Pfarrers auf einen Brief hin, der in dem Argument gipfelt: „Dem Pfarrer ist der Glauben an den lieben Gott wichtiger als der Friede im Dorf“ ist eine absolute Schweinerei und zeigt den Zustand der liberalen Amtskirche. In Linz haben die „Liberalkatholiken“ das Sagen. Ein abschreckendes Beispiel.
#112 Pius XII 11:11:58 | Mittwoch, 21. September 2011
Sinah et all, von Ihrem sedisvakantistischen Standpunkt aus sind diese Regularisierungsbemühungen natürlich falsch. Nur übersehen Sie, dass die FSSPX nie diesen sedisvakantistischen Standpunkt geteilt hat. EB Lefebvre hat sogar einen Guerard de Lauriers 1977 herausgeworfen, als dieser anfing, einen (moderaten) Sedisvakantismus zu vertreten. Rothkranz erhielt Hausverbot usw usw. Auf der Basis einer nicht-sedisvakantistischen Position kann man ein Angebot, das die eigenen Forderungen erfüllt, einfach nicht ablehnen. Und solte es auch nicht.
#104 Pius XII 15:22:52 | Montag, 12. September 2011
„im zur Zeit polnisch besetzten Oberschlesien“ . Naja, immerhin gehörte dieses Städtchen schon vor 1939
zu Polen. Und spätestens mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag haben sich Sprüchlein a la „zur Zeit polnisch
besetzt“ ohnehin erledigt. Insofern: „Im russischen, derzeit polnisch besetzten Warschau“
#15 Pius XII 17:43:38 | Freitag, 2. September 2011
Matthäus 1956, das Kuriose ist ja, dass sowas immer nur Leuten „klar“ wird, die noch nie in Israel waren. Die sitzen irgendwo alleine in ihrem Kämmerlein und irgendwann meinen die, etwas „erkannt“ zu haben. Das ist wahrscheinlich eine bakterielle Infektion, weil man mit Argumenten dagegen nicht mehr ankommt. Kleiner Tipp: Einfach mal ein Ticket nach Tel Aviv kaufen und sich umsehen. Da benimmt sich keiner „wie Nazis“, sondern da leben erfrischend nette, schlaue und attraktive Menschen, die auch noch erstaunlich deutschfreundlich sind. Aber wollen Leute wie „Jolanda“ wirklich ihre liebgewonnenen antisemitischen Stereotypen der realität opfern?
#12 Pius XII 16:53:20 | Freitag, 2. September 2011
Oha, Brandenburgis, ist bei Ihnen nun auch schon Papst Pius XII nur noch „Scheinpapst“ gewesen. Wann begann
denn die Sedisvakanz? Mit Pius XI, der die action francaise verbot? Mit Benedikt XV, der das solidatum
pianum abschaffte? Mit dem bei Ihnen wohl nicht-heiligen (Beatifikation durch Pius XII) Pius X, der mehr
Präfationen als alle weiteren Päpste gestrichen hat und den Kirchenkalender, nicht nur zum Guten, reformierte?
Leo XIII hat übrigens die Mitarbeit der Katholiken in der republique francaise empfohlen; kann so einer
Papst sein? Auch Pius IX galt ja einigen Zeitgenossen als liberal und stänkerte gegen den „Traditionalismus“.
Papst kann doch nur einer sein: Brandenburgis!
Mighty, es droht natürlich keine Spaltung der FSSPX. Die hier schreien, gehören doch eh nicht zu ihren
Gläubigen, die beten mit irgendeinem selbst ernannten Papst, der in irgendeiner Garage seinen Petersdom
bezogen hat. Man soll sich von diesen Krakeelern nicht beunruhigen lassen. Die FSSPX vertritt die Notstandsthese.
Der Notstand besteht darin, dass Gläubige daran gehindert wurden und teilweise noch werden, den Glauben,
wie sie ihn vor dem Konzil praktiziert haben, zu leben, und für ihn zu missionieren – die Mission gehört
nun mal zum Glauben. Die Petrusbruderschaft etc, darf zwar den Glauben leben, aber nicht missionieren,
die sind nur geduldet. Dieser Notstand ist überwunden, wenn die FSSPX frei ist, nachkonziliare Lehren,
die von der vorkonziliaren Linie abweichen, zurückzuweisen und ungestört praktizieren und missionieren
kann. Wenn diese Freiheit auch rechtlich abgesichert ist, dann gibt es keinen Notstand mehr, und ergo
keine Rechtfertigung, ein Angebot der Kurie abzulehnen. Nur wenn man die Sedisvakanz verträte, wäre
das anders. Aber wie Seefeldt richtig schreibt, die vertritt die FSSPX nicht. Ergo hat Rom es in der Hand,
durch ein entsprechendes Angebot das kanonische Problem zu lösen. Hoffen und beten wir, dass es klappt!
Danke, Tomas. Ich bemühe mich hier immer um Schlüssigkeit in der Argumentation. Wenn man die Sedisvakanzthese vertritt ist es einfach: Egal, was Rom tut oder lässt, man darf mit denen nichts gemein machen. Vertritt man die Sedisvakanz nicht, lehnt aber die Neuerungen im Zusammenhang mit dem Vat II ab, wird es schwieriger. Hier kann Rom allein die Voraussetzungen schaffen, um eine Einigung zu erwirken. Die FSSPX hat nie die Sedisvakanz vertreten. Insofern haben P. Schmidberger und Bischof Fellay auch nie jemanden „getäuscht“. Die Konsequenzen dieser Position waren immer klar. Ich denke, die ganz große Mehrheit der FSSPX-Gläubigen wünscht das auch ausdrücklich. Die wenigen, die da nun heulen, sind in ihrer Argumentation einfach widersprüchlich und wirr. Ein bisschen sedisvakantistisch geht nunmal nicht. Entweder oder, tertium non datur.
Sehen Sie, Tomas, die FSSPX war nie sedisvakantistisch. Sie hat, beginnend mit Guerard de Lauriers 1977,
dann fortgesetzt in den USA in den 1980ern, konsequent gegen Sedisvakantisten in den eigenen Reihen Front
gemacht. In allen Kapellen hängt das Papstbild, wird die Messe in Einigkeit mit Papst und Ortsbischof –
und nicht etwa Bischof Fellay im Kanon – gelesen. Dass sie sich nun, nachdem Rom sich bewegt, plötzlich
zum Sedisvakantismus bekennen wird, ist doch eher unwahrscheinlich, oder? Insofern müssen wir die FSSPX
auf der Basis ihrer eigenen Position bewerten. Eine nicht-sedisvakantistische Gruppe hat mit einigen Punkten
des Vatikanum II bzw dessen Auslegung Probleme. Sie betont aber ihre Zugehörigkeit zur Römischen Kirche.
Wenn Rom der Gruppe nun ihre abweichende theologische Position zugesteht und keine Zugeständnisse fordert,
weiterhin rechtlich die Seelsorge ungehindert gewährleistet und über die Streitpunkte weitere Gespräche
anbietet – mit welchem Argument soll die Gruppe dann eine Einigung ablehnen? Nur von einem sedisvakantistischen
Standpunkt aus könnte man das, das gebe ich Ihnen zu. Aber von einem nicht-sedisvakantistischen Standpunkt
aus geht das einfach nicht.
Eine sehr gute Nachricht. Damit steigen die Chancen, dass doch noch alles in gute Bahnen kommt. Wir werden
sehen. Ein Indiz für die Richtigkeit dieses Weges ist das Schreien der Extreme: sowohl Sedisvakantisten
und andere Sektierer wie die Konzilseuphoriker, Altliberalen und andere Linksausleger heulen und klappern
mit den Zähnen. Das spricht dafür, dass eine Verständigung zwischen FSSPX und Kurie gut für die Katholische
Kirche ist.
@ Alois: Kameraderie ohne Rücksicht auf Wahrheit und Gerechtigkeit zeichnen eine Räuberbande aus, wie
der Hl. Augustinus richtig schreibt, aber nicht die hl. Kirche. Wer, wie die FSSPX anderen minutiös deren
Splitter im Auge vorhält, muss diese Maßstäbe auch gegen sich anwenden und kann nicht bei einem solchen
Brett vor dem Kopf wie es BW trägt die Reihen fest schließen. Ein solches Verhalten würde die FSSPX
jede Glaubwürdigkeit kosten, denn diese basiert auf Wahrheit, nicht Kameraderie. Was Ihre Crashprognosen
angeht habe ich bereits 2009 gegengehalten und damals einen DAX von über 7000 binnen eines Jahres prophezeit –
zu Recht. So auch diesmal: Der Euro wird halten, die Ordnung bleibt bestehen. Diese düsteren Ansagen
helfen doch keinen und treten auch nicht ein. Darf ich Sie in einem Jahr daran erinnern? Und sind Sie
dann bereit, Ihre doch unverhältnismäßig harte und im Ton auch überzogene Kritik an mir öffentlich
zu korrigieren?
@van Lack: Das ist schon die Frage, ob er wissentlich Unsinn erzählt oder den Unsinn wirklich glaubt.
Ich bin der festen Überzeugung, er tut letzteres. Aus vielerlei Gründen. Das scheint mir eindeutig zu
sein. Die Zahl derer, die er damit erreicht, ist gering; geringer noch ist ihre Gehirnkapazität. Man
darf solche Irrlichter nicht zu ernst nehmen, sonst wertet man sie auf.
@Alois: Jetzt werden Sie ausfällig. Sie waren nicht in Regensburg, kreuz.net war nicht da, sondern berichtet
verzerrt aus zweiter Hand, Sie nun aus dritter. Auf der Tatsachenbasis wäre ich mit Urteilen vorsichtiger.
Merke: Ein Zeuge sagt nicht für oder gegen jemanden aus, sondern berichtet wahrheitsgetreu. Und auf die
Frage, ob BW nun eine Führungsrolle in der Bruderschaft hatte, lautet die Antwort nein. Die Bezeichnung
als Exzentriker stammt von ihm selbst. Dass er den Realitätssinn verloren hat weiß jeder, der seine
Texte liest. Wie oft hat er eigentlich in den letzten Jahren schon den Krieg prophezeit?
An die Volksverhetzer! Hallo, was ist nun mit den 1,3 Mio Menschen, die bis Ende 1942 in die Lager am
Bug deportiert wurden? Wo sind die geblieben? Nochmal: Wir haben mit dem Höfle-Telegramm und dem Korherr-Bericht
die Beweise, dass diese Menschen dort hingebracht wurden. Und dass sie 1944 dort nicht mehr waren. Also,
wo sind sie? Was ist mit den Berichten der Einsatzgruppen? Und nun? Jetzt kommen Sie mir wieder mit Ihren
9000 Grad. Was für eine geistige Armseligkeit!
Alles klar! „Nur eine Fälschung“, aha. Und der Korherr-Bericht, der die selben Zahlen nennt? Meines Wissens
akzeptieren die „Revisionisten“-Gurus wie Faurrisson etc das Höfle-Telegramm aber. Zumindest taten sie
das vor einigen Jahren. Wer weiß, vielleicht haben sie ja ihre Meinung geändert, weil es den „Revisionismus“
erledigt, was die Herren ja nicht wollen können. Anyway, Ihre 9000 Grad Theorie, die kein seriöser Wissenschaftler
vertritt, hat etwas Mitleiderregendes. Können Sie nicht mehr als diesen Nonsens?
Holocaustleugner leben in ihrer Scheinwelt Walter, danke für Ihre Bemühungen. Aber es ist sinnlos, mit
diesen Typen zu diskutieren. Die folgern sogleich messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Noch ein Argument: Selbst die „Revisionisten“ bestreiten nicht die Authentizität des sog. „Höfle-Telegramms“.
Dieses beweist, dass bis Ende 1942 knapp 1,3 Mio Juden in vier Lager am Bug verschleppt worden sind. Unbestritten
ist auch, dass dort 1944 keiner mehr drin war. Wo sind all die Menschen hin? Antwort der „Revisionisten“:
Die sind alle nach Weißrussland verbracht worden und nach 1945 dort versteckt geblieben, um die Deutschen
des Massenmordes bezichtigen zu können. Abgesehen davon, dass es keine Zeugen dafür gibt, keine Menschen
im heutigen Weißrussland, die man gefunden hätte und keine Aktenbelege etwa in Form von Zuglaufplänen
etc – logisch: alles vernichtet von den pösen, pösen Juden – übersehen die Deppen den alles entscheidenden
Umstand: Die Lager wurden bereits 1940 eingerichtet, Weißrussland erst Spätsommer 1941 erorbert, dann
musste noch die Eisenbahn umgespurt werden, was durch den Winter 1941/42 auch nicht von heute auf morgen
ging. Kurzum: Die konnten gar nicht nach Weißrussland verbracht werden. Wo sind sie dann? Vermutlich
von einem Ufo mitgenommen. Denn, nein, ermordet worden, das geht nicht. Es ist müßig, mit Nazis zu diskutieren.
Die sollen uns mal erklären, was mit den 1,3 Mio Menschen aus dem „Höfle-Telegramm“ geworden ist. Ich
warte.
Ach, Herr van Laack! Ich habe meine Meinung nicht geändert. Und auch nie versteckt. Und ich sage auch
innerhalb der FSSPX nichts anderes als außerhalb (ok, vielleicht bin ich draußen manchmal etwas konservativer).
Ich bin Katholik und Christdemokrat. Immer gewesen. Immer öffentlich. Die Kirche in Ostdeutschland, in
der wir praktizierten, wurde von Staat unterdrückt. Der Staat war kommunistisch und pro-Arafat, wir waren
antikommunistisch und pro-Israel. Das ändere ich doch nicht, nur weil irgendwelche durchgeknallten Sektierer
aus England mich angreifen. Die Kirche befindet sich in einer Krise, an der das Vatikanum II wesentlichen
Anteil hat. Deshalb verstehe ich, dass die FSSPX einen Firewall dagegen errichtet, um nicht durch die
Anerkennung des Konzils auch von der Krankheit infiziert zu werden. Ich habe mich ja selbst in diesen
sicheren Bereich geflüchtet. Wenn sie aber nicht mehr anerkennen muss, ändert sich die Lage. Zumal die
Firewall eben auch positive Entwicklungen verhindert und Abgrenzungen befördert. Persönlich war und
bleibe ich Optimist. Krisen vergehen, die Kirche bleibt. Ich sehe mich nicht als Traditionalisten, sondern
als Avantgardisten. Die „alte“ Messe ist nicht Vergangenheit, sondern Zukunft.
Aber dann … … Brandenburgis, muss man entweder annehmen oder Sedisvakantist werden. Tertium non datur –
unter der von Ihnen genannten Bedingung. Oder sehen Sie das anders?
Religion und Kultur Jede Kultur basiert auf einer Religion. Das sind bei uns Altes und Neues Testament.
Hinzu kommt die Antike; griechische Philosophie und römisches Recht. Beides wurde durch die Scholastik
vereinigt. Hinzu kommen noch die Naturwissenschaft, ja, auch die neuzeitliche Philosophie, die Literatur,
Musik, Architektur. Es gibt ein Gesamtbild, das man nicht willkürlich in Kern und Schale, christlich
und jüdisch, gut und böse teilen kann. Man muss nur aufpassen, dass die Wurzel, hier die Katholische
Kirche, lebendig bleibt, und dass Angriffe von außen abgewehrt werden. Dann wächst die Kultur weiter
und entfaltet sich in ihre Zeit hinein. „Der Zeit ihre Kunst und der Kunst ihre Freiheit“ – eine Gebäudeinschrift
in Wien, sehr schön.
Aber Alois! Ich sprach von einem Angebot, bei dem man gerade die in den Gesprächen herausgearbeitete
theologische Position nicht ändern muss. Ein solchen Angebot kann man auf der Basis der theologischen
Position der FSSPX nicht ablehnen. Das geht nicht. Wenn man nicht annehmen will, muss man seine Position
verändern. Sehen Sie: Bis 1988 hieß es immer, die FSSPX müsse das Konzil annehmen. Das ist inakzeptabel,
ganz klar. Nur haben die Gespräche gezeigt, in welchen Punkten man mit welchen Argumenten man unterschiedlicher
Meinung ist. Wenn nun ein Angebot kommt, bei dem man seine Meinung nicht ändern muss – mit welchen theologischen
Argumenten wollen Sie denn dann ablehnen? Mit denen, über die man gesprochen hat, ja wohl kaum, denn
die darf man ja behalten. Also müssen Sie neue Argumente finden, die FSSPX müsste also ihre Position
verändern, nur um das Angebot nicht anzunehmen. Und lassen Sie doch bitte Ihre persönlichen Angriffe!
Wir können gern Argumente austauschen, aber diese permanenten Unterstellungen, ich würde etwas bestimmen
oder nicht, was soll das? Ich bestimme gar nichts. Und will es auch nicht. Aber ich bin mir sicher, dass
die Lösung zwischen Rom und der FSSPX eine theologische sein muss. Und wenn man der FSSPX ihre theologischen
Argumente, wie in den Gesprächen vorgetragen, zubilligt – dann muss sie annehmen, weil es eben keine
theologischen Argumente dagegen mehr gibt. Thomistische Theologie ist sehr logisch.
Gesetz ist Gesetz Ich verteidige nicht, ich verweise nur auf die Rechtslage. § 130 Abs. 3 StGB hat Vor-
und Nachteile. Von einem extrem liberalen Standpunkt aus ist es nicht vertretbar. Ich bin kein Liberaler.
Ich denke, alle Freiheitsrechte bedürfen gewisser Grenzen; schrankenlose Freiheit halte ich nicht für
erstrebenswert. Natürlich müssen diese Schranken ihrerseits wieder akzeptabel sein. § 130 Absatz 3
StGB ist hier ein Grenzfall. Aber ich akzeptiere den Gesetzgeber, der meint, dass die Norm notwendig und
akzeptabel sei, und das Verfassungsgericht, dass sich dem anschließt. Jeder Jurist hat bei § 130 Abs.
3 StGB seine Bauchschmerzen. Aber es ist nicht so, dass es keine guten und trifftigen Argumente für die
Norm gäbe. Und damit haben wir das Gesetz zu achten, weil es das Gesetz ist. Und wie gesagt: M.E. hat
Williamson nicht gegen das Gesetz verstoßen, weil ihm der Vorsatz fehlt. Dass ich seine Äußerungen
und Ansichten für falsch, gefährlich und letztlich unkatholisch halte, ist bekannt. Er gefährdet die
ganze Katholische Tradition.
Naja, Opus! Sie wissen aber auch, dass es Heine bei diesem Gedicht um seine kranke Mutter ging. Was er
von dem romantisierenden Nationalbewusstsein und seinen Mittelalterkonstruktionen hielt, hat er uns ja
in der Loreley mitgeteilt: „Ich glaube am Ende verschlingen/ die Wellen Schiffer und Kahn/ und das hat
mir ihrem Singen/ die Loreley getan“. Im Ernst: Wir haben etwa 2 Mio Tote bei den Vertreibungen. Das ist
die Zahl des BdV. Ich verharmlose diese Verbrechen mitnichten. Aber ich kann auch nicht so tun, als wären
die Vertreibungen ohne den vorherigen Krieg, an dem die Nazis nunmal die Hauptschuld tragen, möglich
gewesen (dass polnische Extremisten das schon vor dem Krieg wollten stimmt – aber sie wären nie dazu
gekommen). Zudem sind die Vertreibungsverbrechen selbst wiederum zumeist ein Ergebis der Außerkraftsetzung
der Ordnung, und nicht der Pervertierung der Ordnung. Aber es bleibt ein riesiges Verbrechen und wir haben
allen grund, auf unserem Recht zur Erinnerung zu bestehen. Das muss aber nach vorne gerichtet sein und
den Versöhnungsgedanken beinhalten! Ich selbst halte es mit Joachim Fest, einem wahren Konservativen,
der ja in seinem „Ich nicht“ sehr schön über die deutsch-jüdische Symbiose geschrieben hat. Und: Die
Sowjethymne ist wohl schon ein Beitrag zur Kultur, es ist schließlich Musik. Unsere Kultur besteht nicht
nur aus dem Kern. Ohne das saftige und weiche Fleisch wird man nicht satt.
Come on, Brandenburgis! Zunächst, ganz klar: Jeder Jurist, der bei Trost ist, wird ihm empfehlen, bei
dieser Sachlage zu versuchen zu beweisen, dass er nicht gegen das Gesetz verstoßen hat. Und wenn man
das gescheit anstellt, kommt man damit spätestens in der Revision durch. Und um mehr geht es vor Gericht
auch nicht. Es geht darum zu klären, ob der Buchstabe des Gesetzes erfüllt ist oder nicht. Nach meiner
Einschätzung ist er es bei Williamson nicht. Und das andere: Die Vereinbarkeit von § 130 Abs. 3 StGB
mit Art 5 Abs. 1 GG hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach bestätigt. Freilich muss das Strafgesetz
restriktiv gehandhabt werden, aber das führt wieder dazu zu beweisen, dass er nicht gegen den Wortlaut
verstoßen hat. Kirchliche Rechte: Dass Kleriker der weltlichen Justiz unterfallen erkennt auch das Konkordat
ausdrücklich an. Kurzum: Dagegen anzustinken führt nur zum Schuldspruch. Aber was wollen wir spekulieren.
Wir werden es ja erleben. Meine Empfehlung: Auch der nächste Anwalt wird sich darauf beschränken darzutun,
dass der Angeklagte nicht gegen das Gesetz verstoßen hat. Und nichts anderes.
Die abendländische Kultur Die abendländische Kultur endet nicht 1600. Sie können den jüdischen Anteil
an ihr nicht durch eine solche Konstruktion herausnehmen. Abendländische Kultur ist das, was wir haben,
was bis heute gewachsen ist. Genau das bestreitet aber Romig. Er konstruiert eine ideale abendländische
Kultur, wobei er bestimmt, was dazugehört. Was ihm nicht passt ist dann eben „jüdisch“. Und dann warnt
er vor der Judaisierung seiner Reinheitsfiktion. Das ist exakt dasselbe was die Nazis gemacht haben. Und
was Maimonides angeht: Thomas von Aquin hat sich mit ihm befasst. Albertus Magnus hat ihn zustimmend zitiert.
Ebenso Nikolaus von Kues und Duns Scotus. Deshalb muss ich ihn nicht mögen (er wird ja auch sehr unterschiedlich
interpretiert). Aber Bestreiten, dass er zur abendländischen Kultur einen Beitrag gebracht hat, wird
man wohl kaum können. Klar ist, dass der jüdische Beitrag zur abendländischen Kultur ab Christi Geburt
bis zur Assimilierung und Emanzipation der Juden sehr klein war. Aber es gibt ihn. Und seit Mitte des
19. Jahrhunderts ist er auch signifikant. Oder wer will hier auf Heine verzichten? Damit ist aber Romigs
These widerlegt. Und, bitte: Ich rede von Kultur, nicht von Religion. Auch der Protestantismus hat seinen
Beitrag zur abendländischen Kultur gebracht. Oder will hier einer Goethe aus dem Literaturkanon stoßen?
Die Kirche ist das Fundament dieser Kultur, aber die Kultur geht über das Katholische hinaus. Und ist
deshalb nicht per se schlecht oder böse.
@ Alois Ich habe lediglich an die Erklärungen der FSSPX erinnert: Wenn BW seine Thesen zur Shoa wiederholt
oder den Nazi-Anwalt nicht entlässt, dann wird er ausgeschlossen. Die Erklärungen der FSSPX waren stets
eindeutig. Sie kriegen in Deutschland keinen Anwalt, der bei Trost ist, der im Gerichtssaal anfängt,
Geschichtsunterricht zu spielen. Wenn BW also tatsächlich sich auf diesem Wege „verteidigen“ will, dann
braucht er einen Neonazi als Verteidiger und dieser muss dann im Namen des Angeklagten erneut den Holocaust
verharmlosen. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, dass BW das tut, denn die Konsequenzen sind klar.
Was Ihre Thesen angeht: Die deutschen Opferzahlen sind zu hoch. Zudem macht es einen Unterschied, ob jemand
Täter oder Opfer ist. Insofern bleiben wohl nur die Opfer des Bombenkrieges und die der Vertreibungen
übrig. Und hier sind ihre Zahlen Maximalwerte.
Die Gespräche gescheitert? Das wäre neu. Ziel der Gespräche war es doch, die bestehenden Differenzen
herauszuarbeiten. Das ist geschehen. Von Scheitern keine Spur. Nun muss der Papst die Konsequenzen ziehen:
entweder, er erklärt die Differenzen für eine juristische Einheit hinderlich, oder er erklärt sie für
nicht so gravierend. Tut er letzteres, kommt die kirchenrechtliche Lösung. Was er tut weiß niemand.
Kommt er zum letzeren Ergebnis, kann die FSSPX doch gar nicht ablehnen, ohne sedisvakantistisch zu werden.
Wenn die FSSPX das Konzil nicht annehmen muss, die Liturgie behalten darf und rechtlich gegen bischöfliche
Übergriffe geschützt ist – wo ist dann noch ein Notstand, der zum Ungehorsam berechtigt?
Tomas, Brandeburgis Auch wenn es müßig ist mit Ihnen zu diskutieren: 1) Dass, Brandenburgis, die Gesamtopferzahl
der Shoa nur 300.000 betragen haben soll und davon keines durch Gas umgekommen ist, werden selbst Sie
als Unsinn erkennen. Soviel Restintelligenz traue ich Ihnen zu. 2) Dass man in Deutschland, Tomas, dem
Judenmord, den immerhin ein deutscher Staat begangen hat, mehr Aufmerksamkeit widmet als etwa dem Massenmord
der Roten Khmer halte ich für legitim. Und was die Singularität angeht: „Typische“ Massenmorde sind
ein Außerkraftsetzen der Ordnung. Man gibt also das Morden, Plündern und Vergewaltigen frei, man entzieht
einer Gruppe den Schutz der Rechtsordnung. Man treibt also Armenier in die Wüste und erklärt obendrein
den dort lebenden Kurden, dass sie machen können was sie wollen. Aber dass man die Ordnung selbst zum
Morden einsetzt, dass man also den Tötungsvorgang versucht „klinisch rein“ zu machen und sich noch damit
brüstet, „anständig geblieben“ zu sein (Himmler 1943), das ist in dieser Form schon einmalig.
Romig und sein Niveau Auf das „Niveau“ von Romig komme ich nicht und will es auch nicht. Was Romig hier
macht ist eine „christliche Kultur“ zu konstruieren, die es so nie gab. Denn Christentum ist eben immer
Neues und Altes Testament. Und auch nach Christi Geburt gab es immer jüdische Beiträge zur abendländischen
Kultur. Man nehme etwa Maimonides, der sehr wohl die mittelalterliche Philosphie beeinflusst hat. Spinoza
wird man auch nicht aus der abendländischen Kultur tilgen wollen. Im Jahre 1910 schließlich waren bei
2% Bevölkerungsanteil 20% der Universitätsprofessoren im Deutschen Reich Juden. Damals gingen die Nobelpreise
noch nach Deutschland. Und wollen wir wirklich Einstein, Leo Strauss, Heine etc. aus unserer Kultur streichen
und als „Judentum“ bezeichnen? So argumentierten die Nazis. Und genauso argumentiert Romig. Sein Geschichtsbild
hat nichts mit Geschichte, aber viel mit Naziideologie zu tun. Richtig ist, dass die abendländische Kultur
eine christlich-jüdische ist, wobei der christliche Anteil logischerweise dominierend ist. Aber eine
Aufspaltung dieser gewachsenen Kultur in einen christlichen (guten) und einen jüdischen (bösen) Teil
ist nicht nur gaga, sondern auch kultureller Selbstmord, so wie es das sog. „Dritte Reich“ war. Unsere
christlich-jüdische Kultur, der „Westen“, wird nun durch den Islam herausgefordert. Ein guter Grund,
die Reihen zu unseren jüdischen Freunden noch fester zu schließen.
@ Laack, Alois Bischof, Jubärens etc Die FSSPX hat beim letzten Gerichtstermin die Linie klar gezogen:
Wenn es beim Nazi-Anwalt bleibt, fliegt Williamson raus. Auch ein Honorarprof der Uni Marburg wird nicht
versuchen, im Gerichtssaal Offenkundiges zu bestreiten. Sollte W. persönlich oder durch einen Vertreter
seinen Unsinn zur Shoa wiederholen, ist er raus – so die FSSPX seit 2009. Die Lage ist eindeutig. Aber
das gilt erst, wenn es wirklich passiert und nicht auf den Verdacht eines RA hin. Jubärens, eine Opferzahlangabe
von 300.000 bei 5-6 Millionen tats Opfern läuft schon auf eine Leugnung hinaus, weil hier die Dimension
geleugnet wird. Übrigens wird in den Medien schon zumeist von „Verharmlosung“ gesprochen. Wenn aber die
Verharmlosung vom eigentlichen Verbrechen wenig übrig lässt, ist auch der terminus Leugnung korrekt.
Alois, „Dr. David Irving“ war heute Ihr Bester. Irving ist Autodidakt ohne jeden universitären Abschluss.
Er ist ein exzellenter Archivkenner. Er hat nachweislich in der Vergangenheit Dokumente zugunsten der
Nazis gefälscht oder missinterpretiert. Bis heute erklärt er Himmler für den Hauptschuldigen, der angeblich
Hitler nicht informiert habe. Aber er ist eben schlau genug, nicht länger das Offenkundige zu bestreiten:
Dass Millionen unschuldige Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens fabrikmäßig auch unter Einsatz von
Gas ermordet wurden. Und die Bundesrepublik Deutschland ist das derzeit mächtigste Land Europas und keine
„Trizone“. Einen Geschichtslügner brauchen wir hier bestimmt nicht…
Danke, JuBärens Giordano Bruno war in der Tat ein übler Irrlehrer und Sektierer. Die Inquisition stand –
wie fast immer – auf der Seite der Vernunft, als sie ihn verurteilte. Nur die Strafe war unverhältnismäßig
und folglich kontraproduktiv. Das hatte übrigens vor einigen Jahren schon der SPIEGEL geschrieben. Dort
konnte man nachlesen, dass Bruno im heutigen Wissenschaftsbetrieb mit seinen abwegigen Thesen niemal auf
einen Lehrstuhl kommen würde und überhaupt nicht als Beispiel für die Vernunftfeindlichkeit der Kirche
taugt.
Klingt gut! Hoffen und beten wir, dass es so kommt! Eine Einigung würde innerhalb der Amtskirche die
Katholiken stärken und innerhalb der FSSPX die Sektierer schwächen. Zwei wunderbare Effekte!
@ Rheinhausen Mal bitte etwas Patriotismus! Berlin ist die Hauptstadt und zugleich die politische Bühne
unseres Landes. Genau deshalb braucht es da einen Erzbischof, der mit Politik und Medien umzugehen weiß
und sich Gehör verschaffen kann. Imkamp würde all das leisten.
Noch ganz sauber? einen Geistlichen aus den gegenwärtig polnisch besetzten Teil von Schlesien Mit dem
2+4-Vertrag ist enddgültig Schluss mit derlei Wortspielen. Was soll das denn?
Quatsch, Mufelius! Wir haben nicht 6-8 Mio Arbeitslose, sondern 3. Ein Teil von denen ist einfach deshalb
arbeitslos, weil er gerade den Job wechselt, mal Pause machen will etc. Also mehr oder weniger freiwillig,
für eine Übergangszeit. Wirklich nicht in Arbeit stehen nur die sog. „Langzeitarbeitslosen“. Das sind
zumeist Nicht- oder Geringqualifizierte. Ingenieure, Techniker, Kreative aller Art kann unser Wirtschaftssystem
beliebig absorbieren und dabei Wachstum, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit generieren. Sie spulen hier
die linken Thesen der 70er und frühen 80er ab. Rennen Sie auch im Strickpulli durch die Gegend? Welcome
to the planet!
Mufelius, Sie sind der Capistrano von links! Nicht nur die Altersvorsorge basiert auf der Arterhaltung,
sondern das ganze Wirtschaftssystem. Und eben auch der Wettbewerb mit anderen Kulturkreisen. Was Sie hier
predigen ist die hedonistische Selbstaufgabe. Deutschland schafft sich ab. Dafür ist mir unsere Kultur
einfach zu schade. Capistrano hingegen will unsere Kultur erhalten, erklärt aber unsere derzeitige Stärke
für nicht nachhaltig und verweist auf die niedrige Geburtenrate. So weit, so richtig. Wir sind uns auch
einig, dass die einzige Chance, das Modell des gleichberechtigten Zugangs der Frau zu Bildung, Karriere
und sozialem Aufstieg zu erhalten darin liegt, wenn die Geburtenrate auch unter diesem Modell wieder auf
über 2 steigt. Er sagt, das sei unmöglich. Nachdenklicher und ich sehen das anders und werfen Capristano
unterkomplexes und ideologiebasiertes Denken vor. Capristano will letztlich zu einem älteren westlichen
Modell zurück, das zwar keine mobilisierte Frau, aber eben ausreichend Kinder kannte (vor 1880, 1950er
Jahre). Dabei übersieht er, dass auch dieses Modell faktisch zur Selbstaufgabe führt, weil wir ohne
die mobilisierten Frauen bereits derzeit nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Verbannen wir die Frauen ins
Heim – praktisch ohnehin undurchsetzbar – geben wir unseren größten Wettbewerbsvorteil ggü dem Islam
aus der Hand, in dem wir 50 % unseres Humankapitals still legen. Wir haben also nur eine Chance: auf der
Basis des jetzigen Modells die Geburtenrate zu erhöhen. Modern life is an adventure!
Welcher Irre trötet hier was von Rücktritt? Der Kanzlerin schlottern sicher die Knie! Als nächstes
kommt die Meldung, dass in Südchina ein Sack Reis umgekippt ist!
Sie denken zu schlicht, Capistrano! Das liegt daran, weil Sie auf ein bestimmtes Ergebnis hinauswollen,
anstatt die Komplexität der Realität zu betrachten. Frauen werden nicht „hochgezüchtet“, sondern haben
einen IQ. Die IQ-Verteilung weicht von derjenigen der Männer ab. In einer wissensbasierten Gesellschaft
ist IQ mit sozialem Status korreliert. Ergo sind die sozialen Schichten, anders als bei einem primitiven
geburtsbasierten System, nicht mehr 50:50 geschlechtlich gemischt. Damit haben wir keine exakte Passgenauigkeit
mehr. Da können Sie mit Quoten insofern abmildern, als dass Sie die sozialen Schichten quotieren, also
insbesondere den Zugang zu Bildungseinrichtungen auch nach Geschlechtsmerkmalen regulieren, was freilich
nur begrenzt geht, um nicht den Wettbewerbsvorteil, der ja gerade in der reinen Auslese nach Talent liegt,
zu gefährden. Aber das ist nur eine Ursache für die Paarungsprobleme. Hinzu kommen eben auch soziale,
psychologische etc. Das wichtigste scheint mir zu sein, dass Männer ihre Rolle nicht recht finden. Sie
müssen einerseits kapieren, dass die Zeit, wo Muskelkraft soziale Überlegenheit sicherte, vorbei ist,
aber andererseits dennoch „männlich“, also stark und verlässlich, sein. Dazu müsen sie Stärke und
Verlässlichkeit emotional statt physisch entwickeln. Viel zu oft verabschiedet Mann sich stattdessen
in eine tuntige Verantwortungslosigkeit. Es ist also alles ziemlich komplex. Die Antwort ist deshalb nie
das Drehen an einer Stellschraube, sondern ein ganzheitlicher Ansatz.
Auch hier ist es etwas anders, Capistrano! Ehen wurden und werden nach dem sozialen Stand geschlossen.
Früher war der durch die Geburt determiniert. Und damit ging es auf, 50:50. Heute folgt der Stand dem
beruflichen Erfolg. Der wiederum ist v.a. mit Bildung korreliert, die wiederum mit dem IQ. Wenn Sie nun
die IQ-Verteilungen von Männern und Frauen vergleichen, haben Sie bei Frauen einen etwas höheren Durchschnitts-IQ
bei kleinerer Standardabweichung. Also: Frauen sind selten ganz doof und ganz schlau, sondern v.a. in
der Mitte, aber im Durchschnitt etwas heller als Männer. Daraus ergibt sich ein männlicher Überhang
bei den Doofen und ganz Schlauen und ein weiblicher Überhang ggü Männern, die etwas über dem männlichen
Durchschnitt liegen. Nun suchen Frauen – Sie haben es gesagt – ausschließlich nach Männern, die mindestens
so schlau (=erfolgreich) sind wie sie selbst, während Männer auch mal eine dümmere nehmen. Damit bleiben
die dummen Männer und die Frauen, die etwas schlauer sind als der Durchschnittsmann übrig. Verschlimmert
wird das noch durch den höheren Anteil Homosexueller bei überdurchschnittlich intelligenten Männern.
Das Problem haben Sie im Grundsatz bei allen Gesellschaften, die sozialen Erfolg auf Bildung und Bildung
auf IQ bauen. Nur, genau weil wir bildungsbasiert sind, sind wir so erfolgreich. Das Problem kann man
aber auf ein erträgliches Maß reduzieren (z.B. mit Quoten). Es ist ein Problem, aber kein unlösbares.
Aber es stimmt natürlich: Modern life is an adventure!
Capistrano, Sie schießen sich ins Off! Nachdenklicher hat doch die Zahlen repetiert. Ihre Analyse ist
viel zu einfach. Monokausalität ist bei einem solchen Thema fehl am Platze. Wir haben einen Kinderwunsch
über den tatsächlichen Kinderzahlen. Wir haben aktuell das Problem, das zu viele Frauen nicht den richtigen
Partner finden, weil sich gerade Männer schwer tun, ihre Rolle als Mann zu finden. Wir haben praktische
Schwierigkeiten, die überwunden werden müssen. Wieso, etwa, haben Richterinnen und Staatsanwältinnen
signifikant mehr Kinder als Rechtsanwältinnen, obwohl beide Gruppen nahezu identisch sozialisiert sind?
Offensichtlich, weil die Arbeitsorganisation in einer Anwaltskanzlei weniger familienfreundlich ist. Weiterhin:
der Kinderwunsch wird nicht über Medien, sondern vor allem durch das soziale Nahfeld stimuliert. Als
meine Frau und ich Kinder bekamen, war das der Startschuss im Freundeskreis. Das sind Wellen auf der Mikro-,
nicht Makroebene. Deshalb haben Sie auch innerhalb Deutschlands starke lokale Unterschiede. Vergleichen
Sie mal die Kinderzahl in Dresden mit der von Leipzig – beides Sachsen, beides Halbmillionenstädte. Wenn
es in München keine Wohnungen gibt und die nur überteuert, dann gibt es auch weniger Kinder, zum Beispiel.
Es geht hier um eine Vielzahl von Details, die ins Gewicht fallen, die jedes für sich irrelevant sind,
aber ein Bild ergeben. Sie machen es sich hier sehr einfach! Eine kinderfreundliche Gesellschaft führt
zu mehr Kindern, nicht das Moralisieren!
Widerspruich gegen Sie beide! Mufelius, schauen Sich sich mal die Universitätsgeschichte an! Als Gallileo
noch gegen Kopernikus polemisierte, wurde in der Inquisitionshochburg Salamance längst das heliozentrische
Weltbild gelehrt. Was Sie hier vertreten ist jakobinische Propaganda, hat aber mit der historischen Wahrheit
nichts gemein. Capistrano, Sie werfen die Flinte zu schnell ins Korn. In Ostdeutschland waren Antikonzeptiva
noch freier verfügbar als im Westen und die Abtreibung war zulässig. Dennoch war 1986 der Anteil der
Akademikerinnen, die keine Kinder hatten, weniger als halb so hoch wie im Westen und die Geburtenrate
trotz weiblicher Vollbeschäftigung höher. Das rechtfertigt nicht die „DDR“, das mag auch so nicht wiederholbar
sein, aber es wiederlegt doch Ihre apodiktische Aussage. Sie negieren nämlich dass Kinder haben auch
Lebensfreude sein kann. Die Geburtenrate hängt von sehr vielen Umständen ab. Nach aktuellen Erhebungen
ist das größte Hindernis, das Frauen angeben, dass sie keinen passenden Mann für Familie finden. Ich
bin also nicht so pessimistisch wie Sie. Übrigens: In Teheran ist die Geburtenrate aktuell noch niedriger
als hier. Weshalb: Weil die Menschen da keine Perspektive mehr für sich sehen.
@ Mufelius Die islamische Religion basiert auf einem Gott, dessen Allmacht nicht durch seine Attribute
beschränkt ist. Allah mag barmherzig sein, aber das schließt bei ihm nicht aus, dass er auch unbarmherzig
handeln kann. Gott hingegen ist durch seine Attribute – Liebe, Vernunft etc. – begrenzt. Gott ist Logos.
Damit hat das Christentum eine positive Haltung zur Wissenschaft. Das Christentum anerkennt weiterhin
eine eigene Sphäre der „Natur“, in der eine Erkenntnis auch ohne Religion möglich ist. Auf der Basis
des Islam können Sie kaum Naturwissenschaft etc. betreiben. Die religiös-kulturelle „Plattform“ ist
nicht da. Das Christentum hingegen ermöglicht das. Ergo hat die westliche Wissenschaft sich massiv entwickelt,
während das im Islam eher ins Gegenteil ging: mit der religiösen Vertiefung hat man das, was an Wissenschaft
och aus griechischen Zeiten da war, noch kaputt gemacht. Was Sie – als Agnostiker? – dabei nebenbei sehen
ist, dass Naturwissenschaft eben auch von kulturellen und religiösen Voraussetzungen abhängt.
@ Capistrao, Mufelius Capistrano, Sie haben es! Ihre Überlegungen könnten nur dann zum Erfolg führen,
wenn es einen Staat gibt, der sowohl auf Mobilisierung des weiblichen Potentials als auch auf sachgerechte
Lenkung von selbigem zur Selbsterhaltung des Volkes oder der Gesellschaft achtet. Genau darum geht es!
Sie können die mobilisierten Frauen nicht mehr demobilisieren. Das käme einer Kapitulation gegenüber
dem Islam gleich. Also müssen Sie nun auch die mobilisierten Frauen dazu bringen, mindestens im Schnitt
2 Kinder zu bekommen. Und hier sind Sie zu pessimistisch. Das Problem haben wir seit den 1970ern. Seit
den 1990ern ist es als Problem erkannt. Vorher wurde es nicht wahrgenommen und war tabuisiert. Seit den
2000ern gibt es politische Ansätze, zu zaghaft, immer noch ideologisch eingeschränkt. Aber immerhin!
Die staatlichen Ausgaben für Familien sind signifikant gestiegen. Und das wird weitergehen. Sie sind
zu voreilig! Sarrazin hat ja sehr detaillierte Vorschläge gemacht. Geben Sie uns doch noch 10, 20 Jahre.
So schnell holt der Islam nicht auf. Es muss was geschehen, richtig, es ist 5 vor 12, aber eben vor, nicht
nach! Mufelius, die islamische Überlegenheit ist eine Mär. Und: die Stärke beruhte auf Resten des griechischen
Denkens. Dieses Denken hat der Islam nicht inkorporiert, sondern weggeworfen, weshalb er so rückständig
geworden ist. Das Christentum hingegen hat es integriert. Das ist die Leistung der Scholastik, auf der
dann die moderne Wissenschaft basiert.
@ Capistrano, Mufelius Mufelius und ich sind uns ja weitgehend einig. Capistrano, der Artikel vergleicht
den Westen und den Islam und verteufelt das westliche Modell. Nirgendwo stehen sich die beiden Modelle
so deutlich entgegen wie in Israel. Deshalb habe ich auf die Ergebnisse der dortigen Kriege hingewiesen.
Ob die Israelis nun Semiten sind oder nicht habe ich nicht erörtert. Sie sind zumindest ziemlich toughe
Soldaten. Sie haben Frauen in ihren Reihen. Natürlich nicht dort, wo Muskelkraft entscheidend ist. Aber
bei der Ausbildung etwa werden sie überproportional eingesetzt, weil Studien zeigen, dass Frauen bessere
Ausbilder sind und männliche Soldaten sich mehr anstrengen, wenn eine Frau z.B. das Schießtraining macht.
Dass die amerik und europ Waffenlieferungen Einfluss haben, bestreite ich nicht. Aber die Militärorganisation
und -ausbildung machen die Israelis schon alleine. Ein Beispiel für die westliche Überlegenheit und
damit ein Gegenbeispiel zu dem dümmlichen Artikel hier ist es allemal. Meine eigentliche Aussage ist
aber: das isl Modell des Umgangs mit der Frau ist in Wahrheit ein Schlüssel für die Unterlegenheit der
islamischen Welt und damit das Gegenteil des hier Behaupteten. Solange die Frauen ausgegrenzt werden,
verzichtet man auf 50 % des Humankapitals, verärgert die Väter und erschwert die Ausbildung der Kinder,
die schlaue Mütter brauchen. In einer Welt, die auf Geist statt Muskeln aufbaut, kann eine Gesellschaft
nicht auf die Frauen verzichten, will sie konkurrenzfähig sein…
@ Capistrano Inwiefern ist am Konflikt der Israelis mit den Arabern die Überlegenheit des westlichen
Modells abzulesen? Israel wird von den kulturell westlichen säkularen Juden getragen. Es gehört also
kulturell zur westlichen Zivilisation. Die darumliegenden arabischen Staaten sind kulturell nicht-westlich
dominiert. Israel hat derzeit eine jüdische Bevölkerung von knapp 10 Millonen, von denen die 10-15 %
orthodoxen Juden sich weder an Landesverteidigung noch am Wirtschaftsleben beteiligen. Allein Ägypten
hat eine Bevölkerung von über 80 Millionen. Plus Syrien kommt man auf weit über 100. Aber: wer würde
bei einem Waffengang gewinnen? Und weshalb? Die entscheidenden Punkte sind Ausbildung der Soldaten und
Soldatinnen und Technologie, also Ausrüstung (Motivation, das Problem der Europäer, ist auf beiden Seiten
hoch). Im Technologiezeitalter bestimmt nicht mehr die Körperkraft, sondern der Intellekt. Folglich kam
es zu einer Neubestimmung der Rolle der Frau, weil die zwar körperlich schwächer ist, aber keinen niedrigeren
IQ hat. Das westliche Modell setzt auf Qualität, das islamische auf Quantität. Wer gwinnt?
Wow, Atzmon Viel Meinung bei wenig Ahnung! Wo bleiben die Argumente? Die Realität ist, wie sie ist. Und
etwa am Beispiel Israel vs. die Arabische Welt schön zu betrachten. Das westliche Modell ist überlegen.
Ist es auch nachhaltig? Derzeit sicher nicht. Aber ist die niedrige Geburtenrate nur um den Preis der
Aufgabe des Zugangs von Frauen zu Bildung und Karriere zu überwinden? Wenn dem so wäre, würden wir
langfristig in der Tat verlieren, weil wir natürlich zu dieser Aufgabe nicht bereit sind. Aber genau
das ist eben nicht so klar. Trends beim Kinderkriegen sind nicht so einfach. Die Geburtenrate ist in Deutschland
zu keiner Zeit so massiv eingebrochen wie zwischen 1880 und 1918, von über 5 auf unter 2. Womit erklären
Sie sich denn das? Nach Einführung des Frauenwahlrechts 1919 steig sie übrigens wieder an. Die derzeitige
Situation besteht so erst seit den 1970ern und wird erst seit den 1990ern überhaupt als Problem wahrgenommen.
Erst seit den 2000ern wird politisch versucht umzusteuern. Sicher noch mit unzureichenden Mitteln. Aber
den Versuch aufzugeben bevor er richtig begonnen hat – das kann nur verbohrte Ideologie fordern!
@ meine Kritiker Vorab: Können wir uns darauf einigen, dass der Verlierer ein Loser und kein Looser ist?
Zur Sache: Meine Kritiker hätten dann recht, wenn Bildung bei Frauen automatisch zur Gebärverweigerung
führen würde. Das tut es aber nicht. Es ist zwar richtig, dass in (West-)Deutschland etwa 40 % der weiblichen
Akademikerinnen kinderlos bleiben. In Ostdeutschland war diese Quote 1986 jedoch weniger als halb so hoch.
Kurzum: Dass Bildung die Gebärfähigkeit beeinträchtigt ist nicht belegbar. Richtig ist aber, dass der
Zugang von Frauen zu Bildung und Karriere bei gleichzeitiger Verfügbarkeit von Antikonzeptiva aus dem
zuvor eher reflexhaften Kinderkriegen eine bewusste Entscheidung gemacht hat. Insofern stehen alle Gesellschaften,
die Zugang zu Antikonzeptiva ermöglichen, vor massiven demographischen Problemen. Ich bin zuversichtlich,
dass es gelingen wird, diese zu lösen und die Geburtenrate je Frau wieder über 2 zu heben. Die ungebildeten
Teile der Ummah sind dann, wenn der Westen den Kampf aufnimmt, zu besiegen. Die Produktivität der Gebildeten
übersteigt unter den Bedingungen des Technologiezeitalters die der Ungebildeten um ein Vielfaches. Sobald
aber die Ungebildeten sich bilden, haben sie Zugang zu Verhütungsmitteln. MaW: Bleiben sie dumm, haben
sie keine Chance, werden sie klug, haben sie kein Motiv mehr zum Angreifen. Wir verlieren nur, wenn wir
aus falsch verstandener Toleranz kapitulieren. Und hier setze ich auf die weiblichen Wähler, das zu verhindern.
Wieder mal ein Artikel, der viel über die Psychosen seines Autors, aber wenig zur Sache sagt. Drei Dinge
sind erwähnenswert: 1) Die deutsche Frau wird hier als Sexobjekt dargestellt, was sich der – männliche? –
Autor vielleicht unterschwellig wünscht, aber nicht der Realität entspricht. Aktuell finden 90 % aller
sexuellen Handlungen in Deutschland innerhalb stabiler und auf Dauer angelegter Partnerschaften statt.
Diese Zahl war vor 100 Jahren auch nicht höher. 2) Die höhere Geburtenrate trifft man im Islam auch
nur bei den ungebildeten Frauen. Das urbane Bürgertum in Teheran etwa ist mit ähnlichen Problemen wie
wir geschlagen, die Geburtenrate gilt als extrem gering. 3) Das Entscheidende ist aber, dass die Ausgrenzung
der Frau aus dem öffentlichen Leben den Islam zur Verliererkultur macht. Eine Gesellschaft, die 50 %
ihres Humankapitals nicht nutzt, muss nämlich doppelt so zahlreich sein, um gegen eine vollmobilisierte
zu bestehen. Aber diese 50 % müssen auch konkurrenzfähig sein. Wie konkurrenzfähig ist ein Sohn einer
Analphabetin gegen einen bestens ausgebildeten und von seinen gebildeten Eltern geprägten Westler? Das
islamische Modell setzt einseitig auf Masse statt auf Qualität. Wie schlau das ist, sieht man an den
Nahostkriegen: da standen die männlichen Millionenheere der Moslems der zahlenmäßig kleinen, geschlechtlich
gemischten und hochqualifizierten Israelischen Armee gegenüber. Wer hat gewonnen? Die Moral, die hier
beschworen wird, ist eine Loser-Moral. Wie moralisch ist losen?
@ Rempremmering Das Wort „Konzilskirche“ wurde doch nie in dem Sinne gebracht, dass das nun eine andere
Institution sei als die Katholische Kirche. Bitte! Wenn sich die Kirche eine Zeit lang als „Konzilskirche“
bezeichnet hat, dann doch nicht um nun zu behaupten, dass man eine andere Institution geworden sei, die
mit der alten nicht mehr identisch ist, sondern „nur“ aus „innenpolitischen“ Gründen. „Konzilskirche“
ist nie ein theologischer Fachbegriff gewesen, sondern war immer nur Kirchenpolitik – und BW macht daraus
aber einen theologischen Begriff.
Mal wieder eine Privatmeinung von BW statt kirchlicher Lehre! Es gibt keine „Neupäpste“ und keine „Konzilskirche“.
Und schon gar nicht hat die Piusbruderschaft jemals derlei Unsinn gelehrt. Sondern es gibt nur eine einzige
Katholische Kirche. Diese eine Kirche befindet sich seit etwa 40 Jahren in einer Krise, die auch die Glaubensverkündigung
erfasst hat. Teil dieser Krise sind Akte der Autorität, die kaum, teilweise gar nicht der Glaubenslehre
entsprechen. Soweit die Autoritäten so handeln, besteht eine Ausnahmesituation, die unter bestimmten
und sehr engen Bedingungen einen Ungehorsam erlauben, und zwar dann, wenn vormalige Inhaber der Autorität
anders handelten und entschieden haben, dass exakt die Akte, die nun begangen werden, falsch und sündhaft
sind. Das ist die Lehre der FSSPX. Was BW hier verbreitet ist etwas anderes. Er verwirrt mehr als er aufhellt.
Er konstruiert zwei Kirchen, die er dann unterscheidet, aber eine Schnittmenge behauptet. Dabei bleibt
er die Antwort auf die Frage schuldig, wo denn die eigenständige institutionelle Verfassung der „Konzilskirche“
sein soll. „Kirche“ ist doch immer auch sichtbar, handfest, institutionalisiert. Das ist immerhin Dogma.
Wenn es zwei Kirchen – „Konzilskirche“ und Katholische Kirche – geben soll, die auch im Diesseits nicht
völlig identisch sind, dann müsste es auch verschiedene Institutionen oder zumindest Teile von Institutionen
geben. Gibt es aber nicht. Damit ist die ganze Theorie von Willy dahin. Quod erat expectandum.
Verschwörungstheoretiker unter sich! Inzwischen wurde bekannt, daß das angebliche Terrornetzwerk Al-Qaida
teil des Überfall-Kommandos ist, daß die USA gegen das Erdöl-Land Libyen losgelassen haben. Wo wurde
denn das bekannt? In Entenhausen? Ist „Duckhome“ eigentlich dort registriert? Mir wurde gesagt, daß Benzin
an den Tankstellen rationiert wird. Trau, Schau, Wem, Elendester Sünder. Wer erzählt denn sowas? Rothkranz?
Carl? Wo ist der eigentlich? Verhungert, weil er aus Angst vor dem Bürgerkrieg nicht aus dem Kellerloch,
in dem er sich mit einer Sammelausgabe der „Letters from the Rector“ seines Gurus verkrochen hat, nicht
rauskommt?
#53 Pius XII 13:51:58 | Donnerstag, 28. April 2011
Hey Brandenburgis! „Danke Goldengel“ ist aber keine Antwort auf meine Frage nach der Bedeutung des Wortes
„endgültig“ bei Ihnen! Wer oder was hat Sie dazu veranlasst, wortbrüchig zu werden? Oder schert Sie
einfach Ihr Geschwätz von gestern nicht? Wer sich derartig pathetisch wie seinerzeit Sie hier verabschiedet,
der schuldet ja wohl ein paar erklärende Worte für den Wiedereintritt. Wie schon Herbert Wehner sagte:
„Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen“.
#27 Pius XII 11:38:40 | Donnerstag, 28. April 2011
Brandenburgis, alter Prinzipientreuer! Ich melde mich nach zwei Tagen zurück,allerdings lediglich um
meinen endgültigen Ausstieg als Mitdiskutant bei x-net zu vermelden. „Meinen [fett]endgültigen[fett]
Ausstieg aus Mitdiskutant“ – das war im August letzten Jahres. Seit wann sind acht Monate denn „endgültig“?
Ich hatte übrigens ohnehin nicht erwartet, dass „endgültig“ bei Ihnen wirklich endgültig bedeutet.
Ich gestehe sogar, dass ich mit Ihrem Revival bereits nach ein bis zwei Monaten gerechnet hatte. Denn
ein derartig sozial Isolierter wie Sie mit einem dennoch derartig hohen Mitteilungsbedürfnis – der braucht
einfach seine Bühne, gell? Nun werden Sie uns also wieder hier mit Ihren unhöflichen, aggressiven und
meistenteils völlig absurden Bemerkungen erheitern. Nun denn!
#51 Pius XII 11:29:33 | Donnerstag, 28. April 2011
Euro statt Forint Die Euro-Einführung hätte auch nach alter Verfassungslage eine Zwei-Drittel-Mehrheit
gebraucht. Der Forint verliert derzeit langsam gegenüber dem Euro, und das obwohl die Leitzinsen in Ungarn
mit ca. 5 % deutlich über denjenigen der EZB liegen. Kurzum: Höhere Zinsen bei dennoch weicherer Währung.
Man muss kein Prophet sein um zu erkennen, dass Ungarn, sobald es die Voraussetzungen erfüllt, versuchen
wird, in den Euro zu kommen. Das andere: Die Verfassung entspricht dem europäischen Standard. Die historische
Rhetorik würde ich nicht zu ernst nehmen. Ungarn ist ein normales Land. Der Kirchbesuch ist deutlich
schlechter als in Polen. Katholizismus kommt nicht aus Präambeln, sondern aus dem gelebten Glauben. Hier
ist Ungarn genauso mau wie der Rest Europas auch. Ohne gelebten Glauben helfen auch Verfassungen nichts.
Gegenrede Das Problem an Henkell-Donnersmarcks Argumentation ist, dass er den Islam positiv sieht. Er
argumentiert also dahingehend, dass der Islam besser sei als der westliche Agnostizismus. Im Ergebnis
also mit dem Islam gegen den Liberalismus. Und das ist m.E. gefährlicher Unsinn. Richtig ist doch, dass
der Islam den Westen ingesamt – also religiösen wie liberalen Flügel – herausfordert und in der Antwort
auf die islamische Herausforderung die Chance zur Wiederentdeckung der eigenen Spiritualität liegt –
die dann Europa erneuern kann.
Sexualfixierung der Seite Wenn man sich die Fotos zu den Prostitutionsthemen ansieht gewinnt man den Eindruck,
dass der Bildredakteur einen Fußfetsich hat.
Privatoffenbarungen sind nicht verpflichtend! Rudolfus, der Häretiker sind Sie! Die Offenbarung ist mit
dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen – das ist ein Dogma. Privatoffenbarungen können nun das, was
eh schon offenbar ist, ausfüllen, erklären, in Erinnerung rufen. Aber wenn die Kirche eine solche Privatoffenbarung
als echt anerkennt, dann bedeutet das nur, dass man sie glauben darf – ohne Anerkennung ist das verboten!
Aber es heißt natürlich nicht, dass man sie glauben muss. Wer das behauptet, ist seinerseits ein Irrlehrer.
Also:Vorsicht!
Der ex-NPD-Kreisleiter soll innehalten! Es ist erfreulich, dass der ex-Kreisleiter begriffen hat, dass
schwarz (FSSPX) und braun (NPD) verschiedene Farben sind. Er sollte nun inne gehen und über seine vergangenen
Fehler (braun) nachdenken anstatt die FSSPX zu belehren! Die Wahlempfehlung für BaWü ist dringend nötig
und steht nicht unter Zustimmungsvorbehalt des Sünders Wiener. Übrigens ist der Nationalstaat nicht
Gegenstand der katholischen Lehre und auch historisch gegen die Kirche, die stets europäisch-abendländisch
dachte, entstanden.
Wirtschaftlicher Sachverstand, soso! Leider ist nicht viel wirtschaftlicher Sachverstand in diesem Forum
vertreten, da niemand hier thematisiert, bzw. begreift, dass der finanzielle Totalzusammenbruch des Systems
nur noch eine Frage von Monaten ist Darf ich in aller Bescheidenheit fragen, von wieviel Monaten? Der
Vorteil konkreter Angaben besteht darin, dass man den Wahrheitsgehalt überprüfen kann. Das ficht zwar
die ewigen Untergangspropheten nicht an, aber einige Leichtgläubige sind nach dem wiederholten Nichteintreffen
von Katastropheszenarien schon bereit gewesen, etwas skeptischer gegenüber derlei Unsinn zu werden.
Der Israel-Hass nimmt pathologische Züge an! Diese einseitigen Hassbeiträge gegen Israel sind unsachlich
und auch inhaltlich falsch. Das ganze ist übel. Israel verteidigt sich gegen den islamistischen Terrorismus.
Es hat ein legitimes Selbstverteidigungsrecht. Man kann gern diskutieren, ob in jedem Einzelfall die angewandten
Mittel verhältnismäßig sind – aber diese Brutalo-Kritik hier läuft darauf hinaus, Israel das Existenzrecht
abzusprechen.
Idiotisch! Es sollte doch der Redaktion klar sein, dass es völlig idiotisch ist, einen Text vom Juni
1945 hier als Forschungsstand abzudrucken. Im Juni 1945 war doch eine saubere Statistik überhaupt nicht
möglich, es lagen keine Statistiken vor etc. Allein die SS-eigene Statistik des Korherr-Berichtes www.ns-archiv.de/…err/korherr-kurz.php
würde das Spekulieren des Journalisten widerlegen, und die ist Stand 1942. Der Text zeigt nur, wie wenig
der Journalist (absichtlich?) einen Monat nach Kriegsende wusste. Er sagt nichts über die historischen
Tatsachen. Ihn hier zu publizieren ist daher kein Beitrag zur Sachaufklärung, sondern zur Verdrehung
der erwiesenen historischen Fakten.
Irland ist special Ich wäre vorsichtig bei den Zuständen in Irland; die hier geübte Radau-Rhetorik
geht an der Sache vorbei. Selbst wenn man von dem Report der irischen Childabusecommission nur das für
bare Münze nimmt, was aus kirchlichen Visitationsberichten stammt, zeichnet sich ein schreckliches Bild
der Kinderheim! Und dank der Visitationsberichte wissen wir eben auch, dass die Hierarchie sehr wohl Kenntnis
hatte, was da abging. Dass also in Irland Schreckliches nicht nur geschah, und zwar flächendeckend und
systematisch, sondern obendrein auch noch vertuscht und geduldet wurde, ist keine Erfindung „kriecherischer“
Bischöfe oder von Kirchenfeinden, sondern die traurige Wahrheit. Nochmaliges Vertuschen hilft da nicht
und würde auch nicht mehr funktionieren.
Ägypten Das Problem ist, dass Demokratie von sozio-kulturellen Voraussetzungen lebt, die sie selbst nicht
schafft. Und ob diese Voraussetzungen in Ägypten vorliegen ist eben zweifelhaft. Das Risiko ist, dass
die autoritäre Herrschaft Mubaraks durch einen islamischen Totalitarismus ersetzt wird. Das wäre das
Ende jeder Friedenshoffnung für den Nahen Osten. Deshalb erscheint uns im Westen eine Reform in Ägypten
sicherer als eine Revolution. Aber das werden wir am Ende nicht entscheiden, und das ist wahrscheinlich
auch gut so. Wir werden also sehen, was passiert. Ägypten ist nicht der Iran, und 2011 ist nicht 1979.
Ich denke und hoffe, dass es genügend schlaue und gemäßigte Ägypter gibt, die hier ein Abgleiten in
den Totalitarismus verhindern. Aber es ist schon ein wenig wie beim lauten Singen im dunklen Wald.
#32 Pius XII 11:44:19 | Donnerstag, 13. Januar 2011
Ist das ein Gegensatz? Theologe oder eigenständiger Denker? Darf man in der Theologie nicht eigenständig
denken? Das wäre ein eigenartiger Begriff von Theologie, es würde der Wissenschaftlichkeit widersprechen.
#9 Pius XII 15:29:04 | Mittwoch, 24. November 2010
Der Hype bricht zusammen! Das ist ja das Gute! Dass Berger hemmungslos lügt und übertreibt. Früher
oder später wird ein Journalist einfach mal gegenrecherchieren, was Berger erzählt, und dann feststellen,
dass hier ein kleines Licht so tut als sei er quasi ein WG-Partner des Papstes gewesen. Mit dieser Erkenntnis
wird das ganze Bergersche Lügengebäude zusammenbrechen; wer einmal lügt … Letztlich ist Berger nichts
mehr als ein kleines Ferkel.
Warten wir mal die Rezeptionsgeschichte ab. Nachdem, was hier steht, ist völlig unklar, wie das Buch
in Kirche und Gesellschaft wirken wird. Machen wir uns nichts vor: Mindestens 80 % selbst der einigermaßen
praktizierenden Katholiken stehen links von den Aussagen des Papstes in diesem Buch. Überzeugt er die
nun, auf seinen Kurs umzuschwenken? Dann wäre es positiv. Oder bringt er die 20 %, die konsequent gegen
Handkommunion etc. sind, dazu, nun am Altar die Hand hinzuhalten? Dann wäre es negativ. Ich persönlich
vermute eher die erste Lösung. Gott scheibt eben auch auf krummen Linien gerade. Und immerhin: das Vat
II ablehnen ist kein Exkommunikationsgrund – sagt der Papst! Man müsse nur den Primat des Römischen
Bischofs anerkennen. Nun denn, das ist doch positiv!
#33 Pius XII 13:13:25 | Mittwoch, 17. November 2010
@ rheno flavia II Danke. Kirschbaum kommt deshalb auf die Idee, TvE sei ein „Vorgrimler-Schüler“, weil
David Berger, als er noch katholisch war, Vorgrimlers Autobiographie besprochen hat. In dieser findet
sich die Erzählung, wonach TvE als Kaplan Vorgrimler und dessen Lebensgefährtin sehr freundlich behandelt
habe – im Gegensatz zum Ortspfarrer, der mit Vorgrimlers kreativem Umgang mit dem Zölibat so seine Probleme
gehabt haben soll – weshalb Vorgrimler und Freundin dann TvE regelmäßig privat eingeladen hätten und
schließlich Vorgrimler bei Bischof Lettmann, der mit den Vorgrimlers befreundet war, den Anstoß für
die Promotion TvEs gegeben habe. Das mag eitles Gewäsch Vorgrimlers sein, aber es ist eine nette Geschichte.
Das macht TvE natürlich nicht zum „Vorgrimler-Schüler“, aber eben zum Protege, wenn es denn stimmt.
#29 Pius XII 13:04:12 | Mittwoch, 17. November 2010
@ rheno flavia Franz-Peter Tebarzt van Elst hat irgendwo in den Tiefen des Mittleren Westens der USA promoviert
und sicher nicht bei Herbert Vorgrimler. Nun ja, wobei die University of Notre Dame du Lac www.nd.edu/
sicher eine bessere Adresse ist als die Uni Münster, und erst recht als der doch eher schlichte Herbert
Vorgrimler. Wer hat eigentlich in Münster die Habilitation betreut?
#11 Pius XII 10:58:34 | Mittwoch, 17. November 2010
War doch ein guter Artikel Bessere PR kann sich Bischof TVE doch gar nicht wünschen. Er ist auf einen
Schlag 1) deutschlandweit bekannt und 2) der Liebling der Konservativen – was er vorher als Vorgrimler-Zögling
(nicht: Schüler – das verwechseln Sie, Kirschbaum) und Pastoraltheologieprof sicher nicht war. Und zur
Beruhigung der eigenen Basis stellt er sich nun noch als SPIEGEL-Opfer hin, damit dort, wo es inopportun
ist, konservativ zu sein, nichts hängen bleibt. Genau mit dieser PR-Strategie ist seinerzeit Erzbischof
Dyba berühmt geworden. Der hat seine ganze Strategie auf den SPIEGEL abgestimmt und hat jährlich ein
großes Interview gegeben – übrigens auch jenem Wensierski. Kurzum: viel besser konnte es für TVE nicht
laufen. Er ist quasi über Nacht zum Oberkonservativen ausgerufen worden. Wenn er diese ihm nun neu zugefallene
Rolle souverän ausfüllt und in dem Stil nachlegt, dürfte seine weitere Karriere sicher sein.
@ Samurai Kennen Sie die Gemeinschaft Emmanuel und – falls ja- was halten Sie von Ihr? Kenne ich leider
nicht. Etwas Schönes und Treffendes zu solchen Gemeinschaften fand ich in einem aktuellen Interview mit
P. Pfluger, dem Generalassistenten der FSSPX: Und darum freut uns umso mehr das Aufblühen des Christentums
und die Zunahme katholischen Lebens in der heutigen Zeit. Jeder Priester, der zur alten Messe findet,
jede Rückkehr zum wahren Glauben ist ein Zeichen der Hoffnung. Vielleicht mag es weh tun, wenn andere
Priester besser wirken und überzeugender apostolisch sind als wir. Das sollte uns eher anspornen als
den glimmenden Docht im offiziellen Raum der Kirche auszulöschen. Im Gleichnis verurteilt der Herr die
Missgunst der Arbeiter der ersten Stunde; diese haben die Zeit der Gnade nicht erkannt. Das ist für uns
alle eine ernste Warnung.
„Gewohnt überheblich-präpotente Sprache“??? Hey, Diakonus, was haben Sie denn geraucht? Bischof Fellay
ist gerade das Gegenteil, immer sehr sachlich, er benutzt gerne sprachliche Bilder und vermeidet unnötige
Schärfen. Und wenn Sie das Interview auf der Seite der FSSPX lesen, so steht es genau in dieser Linie:
1) „Wer am Konzil (in seiner vor-B16-Lesart) festhält“ – exakt so ist es doch. Je heftiger man modernisiert,
je stärker man umgekrempelt hat, umso vernichtender die Ergebnisse. Das ist eine statistisch belegbare
Gewissheit. Und mehr vom selben Gift hilft selten. 2) Den Modernen ist die „Hermeneutik des Konzils“ zu
traditionalistisch, den Traditionalisten zu wenig – das ist eine exakte Beschreibung. Aber der Bischof
weist doch darauf hin, dass man sich gleichwohl nun viel näher ist als zuvor. Er lobt doch die Schritte
Roms in die richtige Richtung. 3) Und er weist jene zurück, die meinen, erst wenn in Rom alles wieder
im Lot ist, dürfe die FSSPX verhandeln. Insgesamt ist dieses Interview eine sehr feine Bekräftigung
seines Wegs der Verständigung. Was Sie hier hereindeuten widerspricht dem Text. Es ist, als fürchten
Sie eine Verständigung genauso wie die ganzen Sedis, Spinner und Sektierer auf der anderen Seite des
Grabens. Ich selbst habe nicht den geringsten Grund am katholischen Geist von Bischof Fellay zu zweifeln –
ebensowenig an dem dem Papstes. Warten wir ab. Deus lo vult!
#35 Pius XII 23:57:12 | Donnerstag, 14. Oktober 2010
Hallo Carl!!! Mehr ist dazu nicht zu sagen, außer daß das Thema bald sowieso niemanden mehr interessieren
wird, weil die Menschen ganz andere „Probleme“ haben werden! Auch wenn Sie immer kneifen, wenn’s mal präzise
sein soll. Aber was verstehen Sie unter „bald“? Und was machen Sie eigentlich, wenn Ihre düsteren Visionen
nicht eintreffen?
#122 Pius XII 12:33:11 | Mittwoch, 13. Oktober 2010
Grüner Rohrkrepierer Die tridentinische Messform ist die einzige Feier, in welcher die Fülle der Anbetung
der Gottheit enthalten ist. Das meinen Sie nicht ernst, Thomae, oder? Denn die ganzen ostkirchlichen,
orientalischen, aber auch der ambrosianische, mozzarabische und und und Ritus sind wunderbar und enthalten
„die Fülle der Anbetung“. Nur der Ritus von 1969 ist einfach kulturell schwachbrüstig und religiös
arm. Ansonsten: Der Versuch der GRÜNEN wird scheitern, das ist klar. Die FSSPX hat im übrigen oft und
deutlich genug ihre Treue zum Grundgesetz abgegeben. Das Innenministerium wird also mit aller Wahrscheinlichkeit
die GRÜNEN abblitzen lassen. Dennoch bleibt es ärgerlich, dass es solche irrlichternden Publikationen
gibt, die nur den Kirchenfeinden nützen. Vielleicht hilft diese neue Aufregung ja, in Zukunft schlauer
zu argumentieren.
Wohl ein Entlassungsgrund Das Buch dürfte ein Entlassungsgrund sein. Verstoß gegen die arbeitsvertragliche
Treuepflicht. Als Religionslehrer ist er damit raus. Aber er bleibt dann eben Geschichts- oder Sonstwaslehrer.
Viel spannender wäre die Frage nach den theologischen Doktortiteln. Das würde ihm auch weh tun.
#87 Pius XII 16:19:09 | Donnerstag, 9. September 2010
Was schert Lorenz sein Geschwätz von gestern Demokratiedefinition gestern: Demokratie erkennt man am
Grad der Entfesselung des Blutdurstes der Masse. und heute: Demokratie ist sichtbare Zustimmung sichtbarer
Mehrheiten zur staatlichen Ordnung und Abhängigkeit der staatlichen Ordnung von dieser Mehrheit, sowie
politisches Bemühen um diese Unterstützung. Wenn das kein fundamentaler Wandel ist! Gehen wir in die
Sache: Das Wunder ist doch, wie noch bis ins Frühjahr 45 staatliche Ordnung aufrecht erhalten werden
konnte. Nur durch erkennbare Zustimmung einer erkennbaren Mehrheit ist dies erklärbar. Massive Repression
fällt Ihnen nicht ein? Und dass die Zustimmung nur durch Manipulation und Ausschaltung jeder anderen
Meinung erreicht wurde? Somit unterscheidet sich unser heutiges politisches System nicht fundamental vom
damaligen. Dass man auf Bajonetten nicht sitzen kann und deshalb immer eine zumindest schweigende Zustimmung
braucht, ist nun wirklich nichts Neues. Mit Demokratie hat das nur insoweit zu tun, als dass es erklärt,
weshalb in modernen Gesellschaften die Staaten die stabilsten sind, die ihren Bürgern die Möglichkeit
einräumen, mitzuentscheiden. Denn wer mitentscheiden kann, stellt das System nicht in Frage, das ihm
die Mitentscheidung erlaubt. Sie verwechseln hier den soziologischen Befund, der zur Demokratie führt,
mit der Demokratie. Und das in polemischer Absicht.
#65 Pius XII 14:23:30 | Donnerstag, 9. September 2010
Erst denken, dann posten! Demokratie erkennt man nicht an ihren Institutionen sondern am Grad der Entfesselung
des Blutdurstes der Masse. Mann, Lorenz, wo haben Sie denn diesen Unsinn her? Also ist die Schweiz undemokratisch,
das Kambodscha der Roten Khmer war demokratisch? Was hat denn Gewalt mit Demokratie zu tun? Solche hirnrissigen
Pseudo-Definitionen wie Sie sie hier bringen sind nur dämlich.
#23 Pius XII 11:42:13 | Donnerstag, 9. September 2010
@ Gallow Aufregen dürfen sich zunächst mal die, die meinen, die vereimerte Religion sei wahr. Dass also
die Moslems das alles nur bedingt lustig finden – zugestanden. Aber weshalb die Katholische Kirche, die
bekanntermaßen nicht der Meinung ist, es handele sich beim Koran um das Wort Gottes, hier ein „Recht“
proklamiert, ist unverständlich. Ein solches universales Recht gibt es nicht. Es gibt nur die Klugheit,
die einen lehrt, derlei nicht zu tun, weil man es umgekehrt auch nicht möchte. Aber es kann natürlich
Gründe geben, die hier zu einer anderen Beurteilung führen. Und ausgerechnet am Ground Zero eine Moschee
zu errichten, in der dann vielleicht noch Allah gepriesen wird für den erfolgreich durchgeführten Terroranschlag –
das ist schon eine moslemische Kampfansage. Und es ist recht und billig, wenn hiergegen Front gemacht
wird. Auch wenn ich das Mittel der Koranverbrennung nicht sehr schlau finde.
#16 Pius XII 10:54:51 | Donnerstag, 9. September 2010
Hatte das Goldene Kalb ein „Recht auf Respekt und Schutz“? Jede Religion habe mit ihren Schriften, Kultorten
und Symbolen ein Recht auf Respekt und Schutz. Nach der Lesart hätte Moses das Goldene Kalb nicht zerstören
dürfen. Und Elias hätte mit den Baalsjüngern Dialog führen müssen, statt sie zu verlachen. Man kann
darüber streiten, ob die Koranverbrennung klug ist. Aber ein „Recht“ auf Schutz hat eine Religion nicht
automatisch, sondern nur, weil sie wahr ist. Hieran zeigt sich der Trugschluss des Vatikanum II erneut.
#12 Pius XII 12:17:53 | Mittwoch, 8. September 2010
Der Unterschied ist echt frappierend! Notre Dame ist architektonisch beeindruckens, religiös eine Wüste.
Ich hatte das selbe Erlebnis im Januar, neue Messe (Wochentag) in Notre Dame, am Abend davor eine Messe
de toujours mit Jugendchor in St. Nicholas. Zwei Welten. Einmal irgendein Vortrag, Beisammensein, einmal
Religion. Wobei man zugeben muss/kann: St. Nicholas ist Priesterbruderschaft at its best. Aber genau so
muss man Großstadtseelsorge machen. In London gibt’s das Brompton Oratory, das zieht es genauso auf.
Auch in Metropolen funktioniert also katholische Religion bestens. Aber immer nur mit Latein, Alter Messe,
Gregorinanik.
Schauen wir uns die Hoffnungen des Erzbischofs an! Am 28. Juli eröffnete Kardinal Ratzinger neue Horizonte,
die legitimerweise glauben machen konnten, daß Rom uns endlich mit günstigeren Augen betrachte. Es war
nicht mehr die Rede von einem zu unterschreibenden Lehrdokument oder von einer Bitte um Verzeihung, sondern
es wurde endlich ein Visitator angekündigt, die Gesellschaft könne anerkannt werden, die Liturgie würde
die von vor dem Konzil sein, die Seminaristen würden in demselben Geist verbleiben! Wir gingen nun darauf
ein, in diesen neuen Dialog einzutreten, doch unter der Bedingung, daß unsere Identität gegen liberale
Einflüsse sicher geschützt werde durch aus den Reihen der Tradition genommene Bischöfe und durch eine
Mehrheit an Mitgliedern in der »Römischen Kommission für die Tradition«. OK, das ist also das, was
Erzbischof Lefebvre erhoffte. Und 1988 wollte Rom es nicht gewähren. Heute sieht es genauso aus. Mehr,
die doktrinellen Gespräche sind bereits ein Mehr gegenüber demjenigen, was Erzbischof Lefenbvre wollte.
Also: neue Situation, neue Gespräche. Gut so.
#146 Pius XII 14:42:10 | Freitag, 3. September 2010
Der Artikel ist wieder mal bemerkenswert dämlich. Zunächst: es gab vor 80 Jahren sicher mehr Prostituierte
in Deutschland als heute. Das Problem solcher „Tugendwächter“ ist doch, dass die immer denken, früher
war alles besser. War es, zumindest bei der Prostitution, gerade nicht. Muss man aber mal in eine Sozialgeschichte
reinschauen, um das rauszufinden. Und dieses Geschwätz über Frauen, die sich chic anziehen: das verrät
den Verklemmten und Zukurzgekommenen. Man gehe einfach mal an einem ganz normalen Tag durch eine deutsche
Innenstadt und mache die Augen auf. Alles recht konservativ. Und die Gebrutenrate. Die ist in Frankreich
höher als im Iran. So ist das eben mit vorurteilsgetriebenen Schlichturteilen: sie sind meistens falsch.
@ ruhrgebietler: Aber leider grottenfalsch! Wie man in der Genesis nachlesen kann: „Und Er sah, dass es
gut war“. Die Erbsünde hat die gute Natur nur verwundet, nicht aber schlecht gemacht (Konzil von Trient,
unfehlbarer Lehrsatz, wer es anders sieht: Anathema sit!). Bei Luther war die Welt schlecht, für Katholiken
ist sie gut, aber verwundet. Wer also, und das kommt in „Tradi-Kreisen“ schon manchmal vor, argumentiert
1) die Welt ist schlecht und 2) der Papst ist böse (Lesen Sie mal Williamson!) der ist eben lutherischer
als ihm bewusst ist. Hässliche Frauen in Kartoffelsäcken, Abneigung gegen Rom und ein einseitig ablehnendes
Verhältnis zu dem, was ist – daran erkennt man den Protestantismus.
@ Rechercheur Unwissenheit ist nur dann ein Entschuldigungsgrund, wenn man sich zumindest um Wissen bemüht
hat. Wer sagt, er finde keine Beispiele für erfolgte Verurteilungen wegen Rechtsbeugung, und noch nicht
einmal im Wikipedia unter „Rechtsbeugung“ nachsieht, der ist nicht entschuldigt. Ebensowenig entschuldigt
ist, wer etwas Falsches erzählt, was sich nicht regelrecht aufdrängt. Wer also positiv behauptet, alle
Richtereinstellungen erfolgten dank Parteibuchs (was weder stimmt, noch sich aufdrängt, noch irgendwo
behauptet wird) der ist auch nicht entschuldigt. Lediglich die Behauptung, man habe im Erbrecht des BGB
(das klassisch römisch-rechtlich ist) zwei sich widersprechende Normen gefunden, kann man einem nur mäßig
begabten Laien, der vielleicht noch nicht mal weiß, was der „Palandt“ ist, gerade noch als entschuldbare
Unkenntnis durchgehen lassen. Insofern: Ob Manipulationswunsch oder Unkenntnis – oder beides, das ist
ja wahrscheinlich – der Artikel ist in jedem Fall ein Verstoß gegen das 8. Gebot!
Brandenburgis! Ich melde mich nach zwei Tagen zurück, allerdings lediglich um meinen endgültigen Ausstieg
als Mitdiskutant bei x-net zu vermelden. Mal sehen, wann Sie sich zurückmelden. Denn so ganz ohne Publikum –
ok, es bleibt Ihnen Ihr Spiegelbild – ist’s ja auch doof, gell?
Wieder mal ein Text, der die bodenlose Dummheit seines Autors offenlegt Fast alle sind zu ihrer Anstellung
durch ihre Partei gekommen – also CDU/CSU, FDP, SPD oder Bündnis90/Die Grünen. Richterstellen werden
rein nach der Examensnote des II. Juristischen Staatsexamens vergeben. Die allermeisten Richter und Staatsanwälte
sind parteilos. Der Zugang zu den Stellen wird verwaltungsgerichtlich über wacht. Als ich mich das erste
Mal eingehender mit der Rechtswissenschaft beschäftigte – es ging um das Erbrecht – war ich erstaunt.
Ich stellte fest, daß dasselbe Verhalten nach einem Paragraphen rechtmäßig nach dem anderen unrechtmäßig
war. „Eingehend beschäftigen“ und verstehen sind eben zwei verschiedene Dinge. Die Paragraphen, die sich
da widersprechen, würde ich gern wissen. Es gilt das Prinzip der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung.
Aber hat man jemals einen Bericht über die rechtskräftige Verurteilung eines Richters oder Staatsanwalts
gelesen? Einfach mal einen StGB-Kommentar bei § 339 nachschlagen. Oder bei Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Rechtsbeugung
nachsehen. Ehe einer von vorn bis hinten Unsinn schreibt, sollte er besser die Klappe halten. Und beim
nächsten Mal recherchieren, ehe er zur Tastatur greift. Mann oh Mann! Das 8. Gebot gilt auch im Internet.
#20 Pius XII 14:09:34 | Donnerstag, 26. August 2010
Caminate, Humbelina etc. Ihre Argumente sind für mich nicht nachvollziehbar: Ihr Idol, Bischof Williamson,
verbreitet irgendwelche Halluzinationen über die Gespräche in Rom. Bischof Fellay stellt es richtig.
Da schreiben Sie, Bischof Fellay, der nichts anderes tut als die Wahrheit herstellen, sei ihnen deshalb
„unsympathisch“ und die FSSPX gleiche blinden und tauben Hunden. Alles klar bei Ihnen? Hier die entscheidende
Stelle aus dem Remnant: He [Bischof Fellay] said that the doctrinal talks with the SSPX representatives
and Holy See theologians are ongoing and proceeding as planned with the next meeting scheduled in September.
„There is nothing changed,“ said Bishop Fellay. „All of this is gossiping and rumors and I’ll have nothing
to do with rumors and gossiping. All of this is void-empty.“ „For the time being, everything is fine and
everything is going smoothly according to plan,“ he said.
#136 Pius XII 20:00:01 | Dienstag, 24. August 2010
Ruhrgebietler, machen Sie die Augen auf! Ruhrgebietler, was maßen Sie sich hier an? Sie richten mal so
locker-flockig Papst und Generaloberen der FSSPX, also den Hirten der traditionsverbunden Gläubigen?
Bemerken Sie die Arroganz und Ignoranz nicht, die da zum Vorschein kommt? Natürlich gilt: Ubi Papa, ibi
Ecclesia. Der Papst ist der Oberste Hirte, und die bestehenden Differenzen müssen uns schmerzen. Wenn
es dafür keine zwingenden Gründe mehr gibt, darf man sich nicht mehr so positionieren. Das unterscheidet
Katholiken von Sektierern. Und Bischof Fellay hat noch keine geistigen Kämpfe gefochten und gewonnen?
Hallo, wo leben Sie? Glauben Sie, ohne FSSPX gäbe es „Summorum Pontificium“? Dass heute der Papst über
das Vat II diskutiert, wodurch er es ja zur Verhandlungsmasse macht, wem verdankt die Kirche das wohl?
Aufhebung der sog. „Exkommunikation“ – wem zu verdanken? Das sind keine Siege? Die Strategie, hier einen
Fahrplan zu erarbeiten und dann auf dessen Abarbeitung zu beharren – so von Bischof Fellay schon 2000
getan – zeigt doch Früchte, die wir nicht zu träumen gewagt hätten. Schauen Sie sich die Kirche heute
an und vergleichen Sie das einmal mit der konziliaren Erstarrung vor 10 Jahren. Wäre diese Entwicklung
ohne den schlauen und konsequenten, dabei aber stets katholischen und ausgeglichenen Kurs der FSSPX denkbar?
Wohl kaum. Was Sie hier propagieren ist Papstfeindlichkeit und antikatholisches Sektierertum. Pardon!
Das, Brandenburgis, ist doch wieder mal eine „Argumentation“, die Ihrer würdig ist! Und da wundern Sie
sich noch, dass Sie allerorten gemieden werden. „Alle doof außer Papi“ ist auch eine Lebenseinstellung,
aber ob sie trägt?
Slawophilie ist kein Schimpfwort – außer für Brandenburgis. Wissen Sie, Brandenburgis, ich werde auch
als frankophil, anglophil und amerikafreundlich bezeichnet. Insofern bin ich sicher auch slawophil. Obendrein –
oder gerade deswegen? – bin ich ein deutscher Patriot, der meint, dass wir auf unser Land, wie es nunmal
ist, durchaus stolz sein können. Abgesehen davon verweise ich gern darauf, dass die Kulturepoche, die
wir nunmehr die „klassische“ nennen – Goethe, Schiller, Hölderlin – eine sehr kosmopolitische gewesen
ist. Und ich sehe mit Freude, dass sich das heutige Deutschland nach dem 150jährigen nationalistischen
Irrweg wieder in diese Richtung entwickelt. Neue Bürgerlichkeit, Berliner Republik – das sind die richtigen
Stichwörter.
„Die Sorben“ Graminaus, kommen Sie: „Die Sorben“ gibt es nicht. Es gibt ein paar Verrückte, die ihren
Lebensunterhalt damit verdienen, dass sie steuerbezahlte Berufssorben sind. Der Rest sind ganz vernünftige,
grundsolide und gerade Menschen, die intuitiv wissen, was recht ist und was falsch. Die praktizieren einen
erfrischend konservativen Katholizismus und betreiben immerhin ein gut gehendes Zisterzienserinnenkloster.
Naja, Petrus da ist sogar was dran. Das ist ja bemerkenswert, dass der Katholizismus trotz der ihm innewohnenden
Universalität – Lateinische Kultsprache! – dennoch es stets vermocht hat, kulturelle Vielfalt aufrechtzuerhalten
und zu schützen. Wie man an den Polen sehen kann.
Die Slawen deutschfeindlich? Nur in Brandenburgis kruder Phantasie. Brandenburgis schreibt stets viel
Mist, aber dennoch zur Klarstellung: Weder die Russen, noch die Ukrainer, oder gar die Kroaten sind deutschfeindlich.
Bei den Slowaken wäre mir das auch neu. Weissrussen natürlich auch nicht. Die Polen schwanken, die jüngeren
sind deutschfreundlich. Die Tschechen haben eine deutschfeindliche Geschichte, aber das ist ein Sonderfall.
Es gibt übrigens protestantische Sorben im protestantischen Brandenburg, die Niedersorben. Nur dass die
sich fast völlig kulturell assimiliert haben. Die katholischen Sorben hingegen haben ihr Brauchtum einigermaßen
erhalten können.
Österreicher29 hat keine Ahnung Selbst in Europa ist doch evident, dass der Anteil der Kirchgänger unter
den Akademikern höher ist als unter den sog. „Bildungsfernen“. Wir erleben doch weltweit die „revenge
of God“. Die Zeiten, in denen blind Antikleriale sich als intellektuelle Avantgarde aufspielen konnten,
sind mindestens 200 Jahre vorbei.
Danke, Tridentinus Es gibt keine Zukunft des Christentums in Europa ohne Rom, ohne den Papst. Die Kirche
war immer bunt und weit, sie war geeint im Dogma (wovon es nicht allzuviele gibt) und in der sichtbaren
Institution, die wieder durch den Papst verkörpert wird. B. Williamson hat kein Verständnis für die
Institution, weil seine Konversion in die Konzilswirren fällt und er „echten“ Katholizismus nie kennengelernt
hat, nur Notstandskatholizismus. Und sein Dogmenverständnis erinnert eher an den Islam denn an die katholische
Kirche. Sein berühmter Landsmann, Kardinal John Henry Newman, hat hingegen die katholische Dogmatik gut
erfasst: The Development of Christian Doctrine, 1845. Man kann sicher geteilter Meinung sein, ob die Zeit
schon reif ist für eine Überwindung dieser unbefriedigenden Notstandssituation. Beides lässt sich m.E.
gut begründen. Aber derartig kategorisch eine Beendigung des Notstands auszuschließen, so am Notstand
zu hängen, so die katholische Normalität abzulehnen – das ist nicht katholisch, beim besten Willen.
Äpfel und Birnen Kommen Sie, Laack: Sie geben doch selber zu, dass Sie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Sich dann hinzustellen und mit großer Geste irgendwelche Allgemeinplätze über Klerikalismus abgeben –
was soll das?
Kirschbaum und van Laack – da haben sich die richtigen gefunden! Wenn man Kirschbaums dümmlichen Kirchenhass
mit den Texten vergleicht, in denen Dave Berger P. Benedikt XVI über den grünen Klee gelobt hat, dann
weiß man, mit welcher Art von Mensch man es zu tun hat. Bemerkenswert ist auch der pathologische Zwang
Kirschbaums, hier herumzukotzen. Das nennt man dann wohl „lustvolles Entsetzen“: Die Kommentare unter
den Bildern erinnern an jene von zwei alten Damen, die ihr Picknick am Rande eines FKK-Strandes aufgebaut
haben, von dort aus alles ganz genau, ausgestattet mit einem Opernglas, betrachten und jedes Detail mit
lustvollem Entsetzen kommentieren. Mit jenem moralischen Entsetzen, das jedem Kundigen von dem stillen
Leid spricht, nicht an dem Treiben teilhaben zu dürfen. So ist es doch: Keine Reisen zu Akademietreffen
mehr, keine wissenschaftlichen Kongresse, kein Rom, Lublin mehr, keine soziale Anerkennung, sondern nur
noch Kölner Schwulenszene und Verachtung. Schon sch…, so ein sozialer Abstieg! Wenn wir von pathologischen
Zuständen sprechen, darf MvLaack nicht fehlen. Was soll die Klugscheißerei? Dieses ewige Herumreiten
auf Vergangenem? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
#288 Pius XII 11:48:23 | Dienstag, 10. August 2010
Miles, was für ein Unsinn! BWs Argumentation ist Käse. Es beginnt mit der einengenden Definition, Unis
seien für Ideen. Unis sind viel mehr als das. Vor allem sind sie Sozialisationsinstitutionen. Universitäten
prägen Persönlichkeiten. Und deshalb gehört das soziale Leben immer auch auf den Campus. Deshalb gibt
es z.B. Studentenverbindungen. Dann ist die pauschale Aussage, Ideen seien nichts für Frauen, durch nichts,
aber auch gar nichts belegt. Und Ihre „Argumente“ sind auch Käse. Ihr Frauenbild lässt auf eigene Erfahrungen
mit dem anderen Geschlecht schließen. Das ist so, als wenn ein Mann eine Frau „Schlampe“ nennt – dann
weiß man, er ist bei ihr abgeblitzt. Unsere befriedeten und hochzivilisierten Gesellschaften basieren
nicht mehr auf körperlicher Stärke, Kriegertum etc., sondern auf Wissen und Kommunikation. Während
Frauen in den körperlichen Dingen schwächer sind, sind sie in Wissen und Kommunikation mindestens gleich
stark. Folglich haben sie auch Zugang zu Führungspositionen. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie
in weniger entwickelte Gegenden ausweichen, wo es noch auf den „richtigen“ Mann ankommt. Dort lebt die
Machowelt. Und: welche „Zombie-Welt“? Wo leben Sie eigentlich? Ich sehe keine Zombies.
#523 Pius XII 11:38:53 | Dienstag, 10. August 2010
@ Alois Bischof, Ruhrgebietler Sehen Sie, niemand bestreitet ernsthaft die Vertreibungsverbrechen. Ich
am Allerwenigsten, schließlich bin ich sogar Mitglied im BdV (zugegeben inaktives). Aber diese Vertreibungsverbrechen
sind eben wesentlich schlechter erforscht und belegt als die Nazi-Verbrechen an den Juden. Wenn man also
pauschal den Nazi-Judenmord bestreitet, dann kann man genauso auch die Vertreibungsverbrechen bestreiten.
Und die Vergewaltigungen der Roten Armee. Und und und. Hier geht es nicht darum, die Vertreibungsverbrechen
in Abrede zu stellen. Es geht darum, den Nonsens des „Revisionismus“ aufzuzeigen.
Und die Sudentendeutschen? Das, was wir über die Verbrechen an den Sudetendeutschen wissen, können wir
überhaupt nicht physikalisch-naturwissenschaftlich beweisen. Und dennoch ist es klar. Daran, dass die
Nazis gezielt alle Juden in ihrem Machtbereich eliminieren wollten und auch zur Tat geschritten sind,
besteht kein Zweifel. Wer diesen Umstand – so generell gefasst – in Abrede stellt, wird bestraft. Wer
hingegen Zweifel bei Einzelfragen, bei Details wissenschaftlich klären will, natürlich nicht. Insofern
ist das Gesetz schon eindeutig.
Upps, Kirschbaum, wo ist Humor hin? Klingt irgendwie unsouverän, Ihr Bellen. Sie waren doch sonst so
groß im Spotten. Gilt wohl nur, wenn’s nicht das eigene Ego betrifft. „IK Dresden“ – kenne ich nicht.
linguae doctor? Lieber Alois, machen Sie nicht aus einem Master of Arts (M.A.) einen Doktor (Ph.D.)! Das
englische Wiki spricht bezühlich des Bischofs vom Besuch des Winchester und des Clare College, wobei
nicht klar wird, welchen der beiden dort verliehenen Grade (B.A. oder M.A.) er erreicht hat. Die Aussagen
sind im übrigen Nonsens. BW bezieht sich nicht auf objektive Erkenntnisse, noch nicht einmal auf eigene
Erfahrungen, sondern auf das Geschwätz eines ehemaligen Juniorprofessors, den wir nicht kennen und von
dem wir nicht wissen, von welcher Uni er spricht (Oxford oder Cambridge werden’s nicht sein). M.a.W.:
Hier wird von den subjektiven Erfahrungen eines (gescheiterten?) Juniorprofs in einem englischen College
eine objektive Aussage über alle Unis der Welt abgeleitet. Noch schlechter kann man gar nicht argumentieren.
Mit der Universität ist es wie mit der Kirche. Sie ist eine Institution, die sicher in einer Krise ist.
Aber: So wie auch der Glaube ohne Kirche nicht geht, geht auch Lehre und Forschung nicht ohne die Universität.
Und so, wie man keine Parallelkirche bauen kann, wenn einem der Zustand der existierenden zu schlecht
erscheint, kann man nicht einfach Parallelunis gründen. Das ist alles dummes Zeug. Es gibt die eine Kirche,
um die wir uns zu bemühen haben, und es gibt die Universitäten, um die wir uns auch zu bemühen haben.
Und zumindest bei den Unis gilt: sie sind weit besser, als es irgendwelche Scharzseher, die nie oder seit
Jahrzehnten nicht mehr drin waren, meinen.
NDPD, NPD und der Hang zum Spitzeldienst Die NDPD stand eher in der nationalliberalen Tradition, war aber
natürlich völlig unter kommunistischer Kontrolle. Als diese Kontrolle entfiel, vereinigte sich die NDPD
dann auch mit der LDPD und beide gingen in der FDP auf. Mit der NPD, die ja immer eine NS-Schlagseite
hatte, hat das nichts zu tun gehabt. Die zahlreichen Spitzel in der NPD dürften auf zwei Ursachen zurückzuführen
sein: 1) Die NPD ist eine Unterschichtenpartei. Da ist Spitzellohn immer gern gesehen, schließlich kostet
ja auch Dosenbier beim ALDI was. 2) Rechte Parteien sind staatsaffin. Die finden Geheimdienste ganz toll,
und folglich sind ihre Anhänger ungemein gebauchpinselt, wenn sie mitmachen dürfen. Das ist eben der
Unterschied zu Bürgerlichen, die auf ihre Unabhängigkeit wert legen, und Linken, die Geheimdienste doof
finden. Ob der NPD-Kreisleiter Regensburg auch beim Verfassungsschutz auf der payroll steht?
Kirschbaum, fragen Sie Dave! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ist Dave jetzt wieder mit Wolle zusammen,
nachdem der seinen Versuch aufgegeben hat, eine Frau zu importieren? Ist also Wolle der Grund dafür,
dass Dave nicht mehr Theologisches schreiben darf? Oder gibt es da gar einen anderen Mann? Und wieso verlinkt
Dave Wolle nicht bei Facebook als Freund? Fragen über Fragen. Armer Dave. Vielleicht ruft er einfach
mal nachts bei 1live an und erzählt Damian das mit Wolle und so. Das würde sicher befreien.
Oje, Ruhrgebietler Die Katholische Kirche ist eben doch weiter als Sie. Um Längen! Was machen Sie mit
einem Priester, der – nur als Beispiel – Karinal Newman als Vorbild hat? Oder den Heiligen Robert Bellarmin?
Winona, wie wär’s mit Vertrauen und Respekt vor der Hierarchie? Ich denke jeder, welcher sich ernsthaft
mit dem Thema auseinandersetzt und mit den Werken Erzbischofs Lefebvre befasst hat, wird sich um den Verlauf
dieser Gespräche sorgen. Dies in Lächerliche zu ziehen, zeugt von einer ziemlich laxen Einstellung,
frei nach dem Motto, wird schon irgendwie laufen. Man kann es auch einfach „Vertrauen in den Generaloberen“
nennen. Wieso sorgen Sie sich denn? Kein Vertrauen? Sie haben recht: Wird schon laufen. Ich habe nicht
den geringsten Anlass daran zu zweifeln. Und auch keine Kompetenz dazu. Wo kommen wir denn hin, wenn Hinz
und Kunz meinen, erleuchtet zu sein und sich über Verhandlungen auszulassen, deren Inhalt sie nicht einmal
kennen? Es gibt eine Delegation, einen Beraterkreis und es gibt die zuständigen Oberen. Und das war’s!
Wer ist besorgt? Derzeit sind viele Katholiken über die laufenden Gespräche zwischen Rom und der Priesterbruderschaft
St. Pius X. besorgt. Besorgt sind: 1) Konzilseuphoriker, die Angst davor haben, dass die Kirche wieder
ins Lot kommt. 2) (Krypto-) Sedisvakantisten aller Art, denen es nicht um die Kirche, sondern ums eigene
Rechtsbehaltenwollen geht. Und der Rest dieser unnützen Stellungnahme: indiskret, intrigant und nicht
überprüfbar. Man halte sich besser an die originalen Aussagen von Bischof de Galarreta, wenn man wissen
will, wie er die Dinge sieht.
Realitätsverlust eines einschlägig Verdächtigen! Brandeburgis schrieb: Gauck ist übrigens alles andere
als ein Bürgerrechtler, er sorgte vor allem im Auftrag Helmut Kohls und seiner Hintermänner dafür,
daß die Stasi und der gesamte kommunistische Repressionsapparat ungeschoren, daß die DDR-Verbechen vertuscht
und ungeahndet bleiben. Seine ganze Behörde war selbst Stasi dominiert und was die Stasi nicht bis Oktober
‘90 wegschaffen konnte, das verschwand dann unter Gauck. Die Opferverbände sind jedenfalls alle gegen
Gauck. Welcher Opferverband – außer dem Ein-Mann-Opferverband „Brandenburgis“ – hat sich gegen Gauck
erklärt? Nennen Sie mir bitte einen einzigen, der eine entsprechende Erklärung abgegeben hat.
Genosse Joachim Gauck? Gauck ist parteilos. Er war nie Mitglied einer Partei und ist es auch nicht. Erst
recht war oder ist er nicht Mitglied einer Partei, deren Mitglieder sich „Genossen“ nennen. Gauck ist
ein Vertreter der „neuen Bürgerlichkeit“, er ist letztlich wahrscheinlich konservativer als Christian
Wulff. Er ist strammer Antikommunist. „Genosse“ ist sicher ein komplett falsches Etikett.
SPIEGEL-Artikel Der SPIEGEL-Artikel ist in der Tat empfehlenswert; ein bemerkenswerter Rundumschlag gegen
die Linken. Weshalb die Redaktion meint, ihre SPIEGEL-Phobie ausleben zu müssen, entzieht sich bei diesem
Thema meinem Verständnis. Im aktuellen SPIEGEL gibt es übrigens einen netten Text gegen die Anti-Mixa-Konspiration.
Schulpflicht ist gut! Die gewünschten „Alternativen“ zur staatlichen Schule gibt es: freie Schulen. Es
gibt dabei jene, die sich an den staatlichen Lehrplänen orientieren und deshalb (weltweit einmalig) sogar
staatlich gefördert werden, und den völlig freien Schulen. Hausunterricht hingegen desintegriert. Es
schottet die Kinder von Gleichaltrigen ab und führt in die Isolation und gesellschaftliche Fragmentierung.
Es ist nicht umsonst ein Format, das insbesondere von den evangelikalen Freikirchen vertreten wird, die
ihre Wurzeln im amerikanischen Individualismus haben. Katholisch ist es nicht. Zudem schadet die Abschottung
den Kindern, denn sie verhindert den Aufbau sozialer Kontakte und das Erlernen sozialer Kompetenz. Die
ganze Petition ist sektoid. Gott sei Dank wird sie erfolglos bleiben.
So ein Schwachsinn! Aber es [das Missale 1962] enthält schon die ersten Änderungen der Liturgie, die
der Welt entgegenkommen. Wissen Sie eigentlich, wer in der Geschichte des Missale des Pius V. die meisten
Rubriken gestrichen hat, wer zahlreiche altehrwürdige Erstklassfeste (die der alttestamentarischen Propheten
z.B.) gestrichen hat? Es war der Hl. Pius X.! Und nun hören Sie auf mit diesem Schwachsinn, er wäre
damit „der Welt entgegengekommen“, was in Ihrer Scheinwelt offenbar etwas Böses ist. Ist eigentlich nicht
auch Jesus Christus „der Welt entgegengekommen“, als er das Evangelium, dessen Kern immer noch das Gebot
der Nächstenliebe ist, gepredigt hat?
P. Schmidberger handelt souverän! Welch Geistes Kinder die hiesigen Schmidberger-Basher sind, erkennt
man daran, dass allen Ernstes die Zelebration nach dem Missale von 1962 als Gotteslästerung dargestellt
wird. Mann oh Mann! Ok, die FSSPX ist in eine Falle getappt. Sie hat nicht überprüft, was für ein Typ
dieser Marinovic ist. Offensichtlich ein akatholischer, neoheidnischer Brauner. Jetzt weiss man’s und
kann reagieren, und in Zukunft ist man kritischer. Was ist daran schlimm? Dass dieser Schockenhoff nun
Morgenluft wittert, spricht für seinen defizitären Charakter. Seine Äußerungen sind m.E. justiziabel.
#56 Pius XII 18:07:27 | Donnerstag, 15. April 2010
Diese Revisionistensch… ist unerträglich! Es wurde, Alois Bischof, vor 1990 im Westen nicht behauptet,
in Auschwitz seien 4 Mio ungekommen. Das ist brutaler Nonsens. Die Zahlen stehen im wesentlichen seit
Raul Hilbergs Standardwerk „Die Vernichtung der Europäischen Juden“, 1. Auflage 1963, fest. Danach waren
es in Auschwitz etwa 1 mio, insgesamt 5,1 Mio plus/minus 500.000. Das wurde dann später durch Einzelstudien
etwas erhöht, insbesondere die Opferzahlen der Einsatzgruppen betreffen, und für Auschwitz gelten nun
eher etwas unter 1 Mio für realistisch, wie schon bei Reitlinger 1953 (800.000). Diese Behauptung, die
Opferzahlen von Auschwitz hätten sich frei verändert, ist Nonsens! Und was die Nazis zum Stand 31.12.1942
selbst zugegeben haben, lesen Sie am besten im Korherr-Bericht www.ns-archiv.de/…err/korherr-kurz.php
Katholizismus und Naziverharmlosung schließen sich gegenseitig aus. Bischof Williamson wird sich entscheiden
müssen. Und seine offen braunen Anhänger hier auch.
#136 Pius XII 18:01:20 | Donnerstag, 15. April 2010
Alexios, Sie weichen aus! Also, wo sind die 1,3 mio Juden aus den vier Lagern? Es gibt keine Transporte,
die dort wieder rausgegangen wären. Nichts. Die Archive sind ja da. Und Ihre Statistik: Nehmen Sie den
Korherr-Bericht www.ns-archiv.de/…err/korherr-kurz.php da hat es die SS selbst ausgeführt, in dem Sie
die entsprechenden Volkszählungen vor dem Krieg herangezogen hat und dann die „Verluste“ bilanzierte.
Was wollen Sie? Glauben Sie wirklich, das Jahrhundertverbrechen mit einem Verweis aufs Statistische Jahrbuch
widerlegen zu können?
#134 Pius XII 16:53:04 | Donnerstag, 15. April 2010
Altmann, Sie hier! Ja, ich dachte, Ihnen wäre die Lust vergangen! Welcher „unglaubliche Verrat“ denn?
Meinen Sie, weil man keine Lust hat, für eine idiotische Lüge mit gehangen zu werden, wäre man ein
Verräter? Verrat an was? An der Wahrheit ja wohl nicht, denn das die Nazis Millionen Juden umgelegt haben,
steht ja nun wirklich fest. Treue ohne Wahrheit, das erinnert mehr an eine Räuberbande denn an Christen,
oder? Letztlich ist es einfach: Will die FSSPX nicht – um „Antipacelli“ zu zitieren – zu einer „Splittergruppe
der katholischen Revisionisten“ werden, will sie also weiterhin offen für jeden guten Willens sein, für
alle Bevölkerungsschichten, sofern nur der Glaube da ist, dann kann sie nicht anders als sie handelt,
und ich finde, sie handelt gut und weise.
#126 Pius XII 15:54:04 | Donnerstag, 15. April 2010
Alexios, sind Sie zu dumm zum Lesen? Das wäre freilich für einen Revisionisten nicht unüblich. Lesen
Sie doch einmal den von Ihnen selbst verlinkten Text richtig! An keiner Stelle wird die Authentizität
des Korherr-Berichts angezweifelt. Es geht nur um die Interpretation. Der Korherr-Bericht erfasst alle
Maßnahmen der Nazis zur „Endlösung der Judenfrage“ bis Ende 1942. Die von mir erwähnten 1,3 Mio Menschen,
die in die vier Lager am Bug eingeliefert wurden, sind nur ein Teil davon. Aber dass diese 1,3 Mio eingeliefert
wurden, ist unbestritten. In der Urfassung des Berichts hiess es „zum Zwecke der Sonderbehandlung“. Auf
persönliche Anweisung Himmlers wurde diese Formulierung geändert in „zur Durchschleusung“, wobei das
Wort „Sonderbehandlung“ an einer Stelle verbleiben ist, weil es damals noch keine „Suchen-Ersetzen“-Funktion
gab. Also, es steht fest, und auch Ihr Revisionist bestreitet nicht, dass 1,3 mio Menschen bis Ende 1942
in diese Lager eingeliefert wurden. Der Fakt ist unbestritten. Gestritten wird nur darüber, was dann
passierte. Wir haben also 1,3 Mio Menschen bis Ende 1942 in diese Lager gebracht. Der Beweis ist eindeutig.
Und nun? Kommen Sie, meine Herren, ich bin gespannt! Ich weiss, was Revisionisten auf diese Frage antworten.
Und die Antwort ist auf der ersten Blick als aboluter Nonsens zu erkennen. Übrigens: genau deshalb räumt
mittlerweile selbst David Irving den Massenmord ein. Der Mord an diesen 1,3 Mio Menschen ist nämlich
tatsächlich nicht zu leugnen. Aber, versuchen Sie’s!
#120 Pius XII 15:33:47 | Donnerstag, 15. April 2010
Ultra, Antipacelli, Carl et all Nochmal: Wo sind die 1,3 Mio Juden hin, die nach dem Korkerr-Bericht bis
Ende 1942 in die vier Lager am Bug eingeliefert wurden? Und, Antipacelli: 1) Googeln Sie einfach „Korherr-Bericht“
und 2) zum einen hängt die Validität einer Quelle nicht davon ab, ob sie von „Revisionisten“ angezweifelt
wird oder nicht, aber was den Korherr-Bericht angeht, weiss ich es zufällig ganz genau, dass die ihn
nicht anzweifeln. Sie dürften aber bessere Kontakte ins Milieu haben als ich; fragen Sie doch nach! Also,
meine Herren, nun erklären Sie doch endlich mal, was mit den 1,3 Mio in diese vier Lager Deportierten
geschehen ist. Ich halte es hier mit der seriösen Wissenschaft: Sie wurden ermordet, zumeist durch Gas.
Sicher ist, dass die Lager bei Eintreffen der Russen 1944 leer waren. Also, wo sind die Deportierten alle
hin? Wurden Sie von Außerirdischen in fliegenden Untertassen entführt? Sind Sie in Sonderzügen zur
Kur an die Krim gefahren worden? Nun also mal Butter bei die Fische! Und, Carl, servus nach Östereich!
#112 Pius XII 15:03:02 | Donnerstag, 15. April 2010
Pius XII an Antipacelli! Dann beantworten Sie mir doch die Frage, wo die 1,3 Mio Juden geblieben sind,
die bis Ende 1942 durch die Nazis nach deren eigenen Statistik (Korherr, wird von Revisionisten nicht
angezweifelt) in die vier Lager am Bug eingeliefert wurden.
#108 Pius XII 14:37:33 | Donnerstag, 15. April 2010
@ Josef G: Sie haben keine Ahnung Ich habe mir jetzt tatsächlich mal die Mühe gemacht nachzulesen, welchen
Schmarrn Sie unter dem 18.09. gepostet haben. Das ist alles Unfug. Weshalb schreibt Churchill nichts darüber?
Weil die wissenschaftliche Untersuchung des Komplexes erst in den 60ern begann. Was ist mit den Einwurflöchern?
Sie wurden 1944 zubetoniert, als die SS den einen Keller als Luftschutzraum umbaute. Er wurde bei Kriegsende
gesprengt. Man hat mittlerweile in den Ruinen die Deckenteile lokalisiert und kann die ursprünglichen
Löcher nachweisen. Der jüdische Bevölkerungsverlust ist im Korherr-Bericht – den üblicherweise noch
nicht einmal „Revisionisten“ anzweifeln – belegt. A propos: Wo sind eigentlich die 1,3 Mio Juden hin,
die nach dem Korherr-Bericht bis Ende 1942 in die Lager Majdanek, Treblinka, Belzec und Sobibor eingeliefert
wurden? Weitere Fehler, die Sie begehen: Sie beziehen sich auf Höss, was kein seriöser Historiker tut.
Sie nehmen willkürlich einzelne Zeugenaussagen heraus und tun so, als seien diese maßgeblich. Und und
und. Um es klar zu sagen: das ist so hohl, da muss man nicht drauf eingehen, da hat Pascal ganz recht.
Aber nachdem ich nun zumindest einige Ihrer tollen „Argumente“ widerlegt habe, tun Sie mir doch den Gefallen
und beantworten nur eine einzige: Wo sind die 1,3 Mio Juden hin, die gemäß dem Korherr-Bericht bis Ende
1942 in die vier Lager am Bug (Majdanek, Treblinka, Sobibor, Belzec) eingeliefert wurden?
#83 Pius XII 13:12:35 | Donnerstag, 15. April 2010
Ultra als Abkürzung für Ultradumm Wir Katholiken wollen diese Welt nicht retten, wir wollen sie brennen
sehen. Haben Sie im Erstkommunionunterricht nicht aufgepasst? Sie besudeln das Evangelium!
#80 Pius XII 12:53:50 | Donnerstag, 15. April 2010
Die Realität ist anders als die Träume irgendwelcher Sektierer Auch wenn man sagen kann daß die Äußerungen
des Bischofs äußerst unklug waren so wissen wir doch alle, daß an den offiziellen „Holo-Geschichten“
etwas faul sein muß und der Bischof nicht so ganz unrecht haben kann. Dies haben auch schon viele Menschen
erkannt. Außer Ihnen und einigen wenigen anderen Verwirrten weiss eigentlich jeder, der des Lesens und
Schreibens kundig ist, dass die Nazis zwischen 1939 und 1945 ca. 5-6 Millionen Juden ermordet haben. Nehmen
Sie doch einfach einmal die Realität zur Kenntnis. Abgesehen davon habe ich gegen „Ein-Themen-Poster“
so meine Bedenken. Der Versuch, die Bruderschaft als Trojanisches Pferd für rechtsextreme und nazi-verharmlosende
Thesen zu missbrauchen, ist zu durchsichtig, als dass er gelingen könnte; es wäre, by the way, auch
das Ende der FSSPX, wenn es anders wäre. Es gibt keine „gespaltene FSSPX“, es gibt eine, die geschlossen
hinter dem Generaloberen steht. Und gerade die Ereignisse des letzten Jahres haben auch dem Letzten klar
gemacht, dass es zum Kurs der Führung keine Alternative gibt. Es gibt eine sehr starke und geeinte FSSPX,
und es gibt daneben einen Bischof Williamson, der sich nicht einordnen will, weil er sich – leider – politisch
und historisch völlig verrannt hat.
#65 Pius XII 11:38:23 | Donnerstag, 15. April 2010
Pater Steiner hat recht! Die Bruderschaft hat mit diesen unsinnigen Geschichtstheorien von Bischof Williamson
nichts zu tun. Und es wäre auch hanebüchen, wenn Sie aus einem falschen Solidaritätsverständnis heraus
nun dessen Geschichtsirrtümer übernehmen wöllte. Der letztlich entscheidende Punkt ist doch: was der
Bischof über Auschwitz gesagt hat, ist schlicht und einfach falsch. Es ist eine historische Lüge. Wäre
das anders, Carl, dann hätten Sie recht. Aber es ist eben nicht anders.
Carl, der Prophet, dessen Propheterien nicht eintreten. Er verurteilt bei Bedarf auch, wie es die Kirche
immer tat, frevelhafte historische oder politische Dinge, z.B… die „Holokaust“-Lüge der Synagoge Wann,
Carl, hat die Kirche je erklärt, bei dem Judenmord der Nazis habe es sich um einen Betrug gehandelt?
Niemals! Ansonsten war ich anfänglich auch skeptisch gegen das Mahnmal in Berlin, finde es aber sehr
gut gelungen. Kaum, dass man in einen der Gänge hineingegangen ist, tritt der Straßenlärm in den Hintergrund
und man bewegt sich in einer beeindruckenden Ruhe. Ansonsten amüsiere ich mich immer wieder aufs Neue
über Ihre Untergangspropheterien. Immerhin, für den Sommer haben Sie ja den „Bürgerkrieg“ vorhergesagt,
und Politiker werden an Laternen aufgehängt. Ich werde Sie erinnern. Nun also kommt das „Abräumen“ und
der Kaiser kommt nebst Römischen Reich zurück. Wie eigentlich? Wer setzt ihn ein? Wer werden seine Beamten
sein? Und vor allem: können Sie uns einen Zeitrahmen verraten, in dem wir das erwarten dürfen? Sie begreifen
nicht, dass diese Prophetenpose – in der Sie Ihr Idol nachzuahmen versuchen – nur peinlich ist und das
Christentum der Lächerlichkeit preisgibt, so wie es auch das Bischofsamt entwertet, wenn man sich in
ihm als Prophet geriert, zumal wenn die Propheterien allesamt nicht eintreten.
Welche Bedeutung hatte Ihre Zustimmung dann? Brandenburgis, Sie schrieben in bezug auf Carls Posting vom
6.3., 20:40 Uhr, Sie stimmten dem „uneingeschränkt zu“. Nun kann man Carl sicher vieles vorwerfen, aber
nicht, dass er in seinen Stellungnahmen ambiguus wäre. Er schreibt in seinem Posting mehrmals davon,
der NS-Judenmord wäre eine „Lüge“, die von Bischof Williamson „entlarvt“ worden wäre. Und weiter: Nachdem
die Auffassung, beim NS-Judenmord handele es sich um eine Fiktion, für Bischof Williamsons ganze Theologie
maßgeblich ist – ohne diese Auffassung bricht sein ganzes Gedankengebäude zusammen – stellt sich hier
schon die dringende Frage, was konkret in Carls Statement Sie zu Ihrer „uneingeschränkten Zustimmung“
veranlasst hat. Hier bitte ich nun schon um eindeutige Stellungnahme!
@ Brandenburgis! Sie stimmen Carl „uneingeschränkt zu“? – heisst das, dass Sie als „Historiker“ nun auch
bestreiten, dass während der NS-Herrschaft etwa 5,1 Millionen Juden gezielt ermordet wurden, einschließlich
der Anwendung von Giftgas?
#17 Pius XII 18:12:10 | Donnerstag, 18. Februar 2010
Das Gegenteil eines Fehlers ist wieder ein Fehler! In den 70er und 80er Jahren gehörte es zu jenen Kreise,
welche die Legalisierung der Kinderschändung vorantrieben und den gesellschaftlichen Boden für den damaligen
Boom der Pädo-Kriminalität bereiteten. Bitte, was? Natürlich war der SPIEGEL-Titel von vorletzter Woche
reißerisch, überzogen und deshalb dumm. Aber noch dümmer sind solche Erwiderungen. Richtig ist, dass
die Jesuiten, die in den 70ern daneben gegriffen haben, Progressive waren. Aber aus dem irischen Ermittlungsbericht
wissen wir eben auch, dass es in den 50ern auch gruselige Umstände gab. Die Erkenntnis ist doch ganz
einfach: es gibt solche Perverse, und die gibt es auch unter den Priestern. Und die haben sich zunutze
gemacht, dass man Priestern „sowas“ nicht zutraut und deshalb das Opfer immer schlechte Karten hatte.
Also ein Fehler im System. Und den muss man eben beheben – anstatt nun wieder „Haltet den Dieb!“ zu schreien.
#23 Pius XII 21:43:26 | Mittwoch, 17. Februar 2010
Was ist denn an dem Artikel so schlimm? Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber mit Ausnahme der zwei
„sinnloserweise“ handelt es sich um einen Bericht in nicht mal schlechtem Deutsch. Gerade wegen des Berichtscharakters
wird doch die Tristesse dieser agnostischen Trauerfeiern so deutlich. Es fängt die Stimmung ganz gut
ein und zeigt ungeschminkt die Erbärmlichkeit dieser Zeremonie, die angesichts der Größe des Todes
so kläglich versagt. Eine gute Hinführung zu den „sinnloserweise“. Also, sprachlich nicht schlecht.
Pietätlos? Wenn der Artikel pietätlos sein soll, muss es die Feier dann nicht erst recht sein?
Wunderbar! So ist es: Für Gott und im Glauben ist nichts unmöglich. Und diesen Glauben muss man immer
haben, anstatt sich irgendwelchen Haarspaltereien über angebliche „Päpstliche Irrtümer“ hinzugeben.
Das ist eben das Große am Katholizismus, diese Gewissheit. Und nur die bringt die Weite und Flexibilität,
die es immer erlaubt hat, dass die Kirche so jung und lebendig geblieben ist. Es ist ein Vertrauen in
die Kirche, sentire cum ecclesia. Wenn es besteht, dann wird es allen menschlichen Unzulänglichkeiten
zum Trotz auch zu einer Verständigung in der Wahrheit kommen. Alles andere zu beschwören wäre kleinlich
und deshalb unkatholisch.
#4 Pius XII 14:47:33 | Donnerstag, 4. Februar 2010
Bertolt Brecht – und auch sonst nicht ernstzunehmen. Der deutsche Schriftsteller Berthold Brecht († 1956)
setzte diesem Völkermord in seinem Stück „Mutter Courage“ ein Denkmal. Wer noch nicht mal Bertolt Brecht
richtig schreiben kann … Preussen war ein eigenes Herzogtum, in dem die Prussen lebten. Es gelangte
nach dem Westfälischen Frieden an die Hohenzollern, lag aber weiterhin außerhalb des Reiches. Da es
im Reich nur einen König geben konnte – das war der Kaiser selbst – der Große Kurfürst (der kein Militärfan
war) aber auch nach der Königswürde strebte, erlaubte man ihm, sich „König in Preussen“, also außerhalb
des Reichs zu nennen. Später wurde dann daraus ein „König von Preussen“, und noch später wurde Preussen
der Oberbegriff der gesamten Herrschaft, einschließlich Brandenburgs – es wedelte also gewissermaßen
der Schwanz mit dem Hund. Der ganze Artikel ist dümmlich. Wie üblich bei Avneray.
Die Antwort: Weil alles seine Ordnung haben musste! Das ist ja das Perfide am Nazi-Massenmord: Das alles
in Ordnung passierte, dass die Mörder „anständig“ (O-Ton Himmler in der Posener Rede) blieben, dass
eben die Zivilisation mordete. Und deshalb musste die Krankheit bekämpft werden. Die Ordnung war die
Basis der Nazi-Verbrechen – diese Pervertierung begründet ja auch die „Singularität“. Der Artikel ist
im übrigen mal wieder grottendumm und klar strafbar.
Janos, die einzigen, mit denen man nicht verhandeln kann, sind Sedisvakantisten! So wie Sie einer sind!
Das ist nicht einmal böse oder polemisch, es ist logisch: wenn Sie den Papst nicht für den Papst, seine
Messen nicht für gültig halten (anders kann man ihr „noch keine katholische Messe“ gelesen – womit Sie
Privatmessen auch ausschließen – verstehen) dann ist auch die Kirche nicht die Kirche und jeder Verständigungsversuch
a priori falsch und ein Verrat. Ergo kann man mit Ihnen nicht über den Sinn dieser Verhandlungen reden,
weil bei Ihnen die Verhandlungen als solche bereit falsch sind, unabhängig von den Ergebnissen. Wenn
man aber – wie ich – den Papst für den Papst hält, dann muss man konzedieren, dass die Situation heute
eine andere ist als noch vor fünf Jahren. Und damit muss ich fragen, ob sich an der Bewertung eines Notstandes,
der zum Ungehorsam berechtigt, etwas geändert hat. Das auszuloten und darüber hinausgehend einen etwaig
noch bestehenden Notstand zu überwinden ist Sinn dieser Gespräche.
Brandenburgis exkommuniziert alle, die nicht seiner wirren Meinung sind Brandenburgis, dafür, dass Sie
es vorziehen, sich in Ihren Privatglauben zurückzuziehen, sind Sie flott beim Exkommunizieren. Aber das
eine ist wohl die Folge des anderen Was aber sogar sachlich falsch ist: dass nur ein Katholik eine „gutkatholische
Lösung“ finden kann. Selbst ein Sektierer wie Sie kann etwas Gutkatholisches tun, z.B. mal zu Exerzitien
fahren, um sich aus dem Gefängnis seiner Vorurteile zu befreien.
Hallo, Herr van Laack! Ich bin erstaunt, von Ihnen mal positive Worte über Bischof Fellay und P. Schmidberger
zu lesen! Bravo, bravissimo! Ich stimme sogar Ihrer Analyse zu, dass BWs Verhalten indiskutabel ist. Nur:
Sie übertreiben mal wieder! Zum einen entwertet dieses komische Interview mitnichten die Videobotschaft
P. Schmidbergers und die Haltung und Handlungen des Generaloberen. Denn mittlerweile unterscheidet wirklich
jeder zwischen FSSPX und BW – übrigens sogar „Wir sind Kirche“ in einer giftigen Presseerklärung. Im
Journalistendeutsch: BW hat keine creditibility mehr, er kann eigentlich sagen was er will. Narrenfreiheit,
im Wortsinne. Würde er morgen seine Auschwitzlüge wiederholen, würde es nicht mehr auf die Bruderschaft
durchschlagen. Zum anderen sprechen sehr gute Gründe dafür, diese Provokationsversuche nicht aufzubauschen.
Das beginnt mit christlicher Nächstenliebe einem alten Mann gegenüber, der einen guten Kern hat und
früher sehr verdienstvoll gewirkt hat, der trotz aller Schwächen verdient, geliebt zu werden. Und es
endet bei dem kirchenpolitischen Gedanken, einen weiteren Vagantenbischof zu vermeiden. Also, blinde Wut
tut selten gut. Ich bin für die gutkatholische Lösung. In Ruhe und Gottvertrauen die Verhandlungen vorantreiben,
ein Klima des Vertrauens schaffen, der Kirche dienen und Störversuche soweit wie möglich aussitzen.
Carl, Sie verblüffen mich immer wieder! Ausgerechnet Sie sprechen von Realitäten versus Wollen? Hallo,
schauen Sie doch mal aus dem Fenster! Die Realitäten sind ein absolut unangefochtenes Rechtssystem, Wohlstand,
Frieden. Innerkirchlich haben wir die Freigabe der Messe, Aufhebung dieses Exkomm-Dekretes und doktrinäre
Verhandlungen über das Vat II. Das ist die Wirklichkeit. Und innerhalb dieser Wirklichkeit müssen wir
den Glauben bekennen und Leben. Sie hingegen prophezeichen ständig Bürgerkrieg, Untergang, Wirtschaftskrise
etc., berufen sich auf dubiose Privatoffenbarungen und was nicht alles und erwarten dann allen ernstes,
dass die Leute diesen Hirngespinsten glauben und darauf ihre Planung aufbauen anstatt auf der Realität.
Und als Krönung all dessen erklären Sie allen, die lieber die Realität zur Kenntnis nehmen, sie seien
„Wollende“, die sich ihre Wirklichkeit selbst bastelten. Mein Lieber, der einzige (na ok, Altmann, Sinah,
Brandenburgis & Co auch) der hier ein „Wollender“ ist, das sind Sie selbst.
Naja, Altmann! 1. Radio Vatikan brachte keine „unüberprüfbare“ Meinung, sondern eine ziemlich klare
Aussage. Die habe ich – mit Fragezeichen – in den Raum gestellt. Abgesehen davon: natürlich sind die
Interviewumstände alles andere als seriös. Das nimmt inhaltlich keiner mehr ernst. Es gibt ein wenig
Aufschrei der üblichen Verdächtigen, aber selbst die behaupten nicht mehr, dass hier jemand für die
FSSPX spreche. Selbst die Linken differenzieren längst zwischen BW und FSSPX. Er wird also nicht mehr
ernst genommen. 2. Wir sind uns einig! Und zwar darüber, dass die Fakten (Freigabe der Messe, Kassieren
des Exkomm-Dekretes, Verhandlungsaufnahme) eine Richtung anzeigen. Und sicher auch, dass alles Geschrei,
sei es von links (wie „La Vie“, aber auch von anderen: es gibt eine scharfe PM der „Kirche von unten“
gegen die FSSPX) oder von rechts (dazu zählt auch dieses krude Interview) bislang daran nichts zu ändern
vermocht hat. Und auch nicht abzusehen ist, dass sich das ändert; im Gegenteil. Wie man das letztlich
beurteilt, sei dahingestellt. Aber die Fakten, die sind schon eindeutig. Oder?
Fakten vs. Vermutungen „La Vie“ zitiert „einen ungenannten Kardinal“ – es ist gegen alle journalistische
Sorgfalt, eine derartig unüberprüfbare Meinung zu publizieren. Da stellt sich die Frage, welches Ziel
„La Vie“ hat. Fakten sind: Messe frei, Verhandlungen laufen. Alles andere ist Spekulation. Mich überzeugen
die Fakten, sie zeigen klar eine Richtung an.
#55 Pius XII 20:09:55 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Eine schöne und tiefe Botschaft! Was P. Schmidberger hier sagt, ist gutkatholisch. Es zeigt sehr eindrücklich,
dass er an der Kirche hängt, dass ihm die Katholizität, zu der die Einheit mit dem Bischof von Rom gehört,
die nur durch diesen grausigen Notstand gelockert ist, am Herzen liegt. Credo in unam sanctam catholicam
ecclesiam.
#122 Pius XII 20:06:45 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@ Altmann, Carl Sie können doch nicht erwarten, dass irgendjemand dieses Interview (schauen Sie sich
mal den Interviewer an!) irgendwie ernst nimmt. Ich teile die Aussagen von BW bekanntlich nicht, halte
sie sogar für falsch. Aber selbst wenn man ihn – wie Sie – für den Ritter der Wahrheit hält, werden
Sie doch nicht umhinkommen einzugestehen, dass derlei Geschwätzigkeit unklug ist. Im Makabäerbuch gibt
es die schöne Stelle, in der es heisst, dass an diesem Tag besonders viele Priester starben, weil sie
tapfer sein wollten. Und was der Bischof hier tut, ist eben schlicht unüberlegt – er verspielt sich so
jeden Respekt, macht sich lächerlich. Das nimmt doch keiner mehr ernst; außer, er will der FSSPX schaden.
Aber einen irgendwie gearteten positiven Effekt hat es nicht mehr; wer der FSSPX wohlwollend gegenübersteht
ärgert sich, die Neutralen nehmen es nicht ernst, die Feinde der FSSPX nehmen es auch nicht ernst, aber
versuchen einen Strick gegen die FSSPX draus zu drehen. Das war’s. Mit diesem Interview hat sich BW in
die Bedeutungslosigkeit verabschiedet.
Was Radio Vatikan über Interviewsituation und Fragesteller weiß: Dabei war Williamson einem Scherz aufgesessen.
Der französische Humorist Dieudonné hatte sich ihm gegenüber als Kandidat einer antizionistischen Liste
bei den letzten Europawahlen ausgegeben und den Kommentar aufgezeichnet. Quelle …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=350619
Wenn das wahr sein sollte, wäre es nur noch peinlich.
#111 Pius XII 19:59:56 | Mittwoch, 20. Januar 2010
Wieso denn „Samthandshuhe“? Das ist doch eindeutig! Eben klar, präzise, aber in einem akademischen Stil,
wie es sich unter Katholiken und Theologen gehört. Die FSSPX hat eindeutig die kirchliche Position vertreten
und damit die Problematik dieses Gebetes verdeutlicht. Dass man nicht herumgepoltert hat, macht den Widerspruch
umso wirksamer!
Alles wird gut! Na also, die Gespräche gehen wunderbar voran. Es geht ja um die Kirche, und da kann man
sich auch Zeit lassen. Was nötig ist – für die ganze Kirche – ist eine verbindliche Leseanordnung für
die Konzilstexte, die klar stellt, dass das Vatikanum II in der Tradition steht und jeden Traditionsbruch
unter Berufung auf dieses Konzil unmöglich macht. Die Lehre muss wieder klar und widerspruchsfrei werden.
Das zu schaffen ist eine riesige Aufgabe und Berufung der FSSPX – wünschen wir alle Gottes Segen dafür!
Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird.
Grottenschlechter Artikel! Dass ein Generalsekretär nicht erklärt, seine Chefin habe einen Fehler gemacht,
ist ja wohl logisch. Das ändert doch nichts daran, dass jeder in der Union weiss, dass es so war. Ansonsten
finde ich trotz der verzerrenden Wiedergabe keines der Zitate von Grohe irgendwie verwerflich. Es ist
wohlfeil, jeden Versuch der Union, das C-Profil zu schärfen, von vornherein abzukanzeln.
Alles falsch! Es beginnt damit, dass das schöne Zitat „Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin,
dann kommt der Krieg zu Dir“ in Wahrheit von Bert Brecht stammt. Steffen bekam sein Verdienstkreuz 10
Jahre, bevor er diese unsäglich Bruno-Stiftung gegründet hat, und zwar für sein Engagement u.a. im
Diozesanrat und für den Verband der Möbelindustrie. Ich will diese dummen Atheisten nicht verniedlichen,
aber vor einer Giordano-Bruno-Stiftung muss sich niemand fürchten; „es sind die Theologen, die den Menschen
den Glauben austreiben“ (Heinrich Heine) – bis heute. Die Religion leidet nicht an der Stärke der anderen –
die Aufzählung der nobodies, die hinter dieser komischen Bus-Werbekampagne stecken, spricht da Bände –
sondern an ihrer eigenen Schwäche.
#285 Pius XII 17:41:25 | Freitag, 18. Dezember 2009
Ach, Carlchen III Udo Ulfkotte als Kronzeuge der Sicherheitslage Europas? Damit ließe sich ja noch nicht
einmal ein Vaterschaftsprozess gewinnen! Gehen Sie einfach mal aus Ihrem Haus (sofern Sie noch nicht
in der geschlossenen Psychatrie sind) und schauen Sie sich um. Wird da geschossen? Sie scheinen einfach
nicht zu wissen, was ein Bürgerkrieg ist. Ich für meinen Teil fahre auch spätabends noch Straßenbahn,
nutze gelegentlich Nachtzüge etc. Unlängst bin ich spätabends – ich konnte nicht schlafen – die Champs
Elyssee entlangspaziert, alles war fröhlich und ruhig. Also, wir scheinen auf verschiedenen Planeten
zu leben. Bürgerkrieg? Welche Bürgerkrieg!
#282 Pius XII 17:01:42 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Altmann, Carl im Weltuntergangsrausch Altmann, darf ich Ihren Worten entnehmen, dass Sie auch vom Bürgerkrieg
anno 2010 überzeugt sind? Aber der Reihe nach: Ein Bürgerkrieg ist ein bewaffneter Konflikt auf dem
Gebiet eines einzigen Staates zwischen mehreren inländischen Gruppen, häufig unter Einmischung ausländischer
Mächte. 1) Bewaffneter Konflikt ist etwas anderes als Krawall. 2) mehrere inländische Gruppen – was
wir haben sind irgendwelche irregeleiteten Jugendgangs 3) Einmischung ausländischer Mächte? Auch Fehlanzeige.
Ein Bürgerkrieg ist etwa das, was wir in Afghanistan haben. Meinethalben auch in Teilen des Iraks. Oder
in Sudan. Aber wenn in Berlin nachts leere Autos angezündet werden, dann ist das Gewaltkriminalität,
nichts anderes. Bei einem Bürgerkrieg geht es nämlich um die Macht. Und bitte, wer stellt in Deutschland
ernsthaft die verfassungsmäßige Ordnung in Frage? Wollen die Krawallkids aus Hamburg denn wirklich ein
politisches Programm verwirklichen? Das, meine Herren, wäre Bürgerkrieg. Und den haben wir nirgends
in Europa, auch nicht in Athen, wo wir die schlimmsten Krawalle haben. Wir haben es nicht, und wir werden
es auch 2010 nicht haben, und 2011 auch nicht, und Sie werden immer noch davon schwadronieren, und nichts
begreifen, weil Sie einfach bornierte Sektierer sind, die keinen Schimmer haben.
#98 Pius XII 16:53:05 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Nun ja, Brandenburgis, aber dann sind Sie trotzdem Sedi! Sie mögen ja diesen Standpunkt vertreten, aber
dann sollten Sie es auch so nennen: Sie sind Sedisvakantist. Und das war die FSSPX nie, die ganzen Sedis
sind spätestens 1976 von EB Lefebvre rausgeschmissen worden. Noch nicht einmal nach 1988 hat er die Sedisvakanz-Theorie
geduldet. Insofern sind Ihre warmen Worte über die FSSPX-Anhänger auch Nonsens: denn die Ablehnung der
Sedisvakanzthese ist der FSSPX immanent. Vielmehr wird die Notstandsthese vertreten, die besagt, man sei
wegen der Unmöglichkeit, innerhalb der Strukturen der Amtskirche den wahren Glauben a) zu praktizieren
und b) zu bekennen, berechtigt, für die Dauer dieses Zustandes eigene Strukturen zu unterhalten. Wenn
also Rom innerhalb der Strukturen Möglichkeiten schafft, den Glauben a) zu praktizieren (das tut die
FSSP auch) und b) zu bekennen (das tut die FSSP nicht), dann ist der Notstand beendet und folglich die
FSSPX verpflichtet, sich mit Rom zu einigen. Sie täuschen hier, weil Sie der FSSPX eine Haltung unterstellen,
die sie nie vertreten hat. Und Sie mögen von JP2 und B16 halten was Sie wollen (immerhin hat JP2 viel
zur Überwindung des Kommunismus beigetragen!), aber es berechtigt Sie nicht, derartig abwertend über
diese beiden Päpste zu sprechen. Das ist ein Mangel an Anstand. Ich mag JP2 auch nicht, bei B16 sieht
es anders aus. Aber ich trage meine Kritik respektvoll vor.
#80 Pius XII 15:20:56 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Brandenburgis, Sie vertreten nichts „hilfsweise“ Ratzinger ist kein Papst,sondern ein elender Betrüger.
Beten wir, daß Petri Stuhl bald wieder besetzt werden möge. Das ist nicht „hilfsweise“. Hilfsweise heisst
ja, dass Sie es dann vertreten, wenn sich die von Ihnen präferierte Meinung als unhaltbar herausstellen
sollte. Das wäre folgende Aussage: „Ich gehe davon aus, Benedikt XVI ist Papst. Wenn er nicht der Papst
ist, dann vertrete ich die Auffassung, es besteht Sedisvakanz“ Das heißt nur, dass Sie ausschließen,
dass einer der „Gegenpäpste“, die irgendwo in ihrer Garage einen Hocker als „Thron“ aufgestellt haben,
wirklicher Papst ist. Sie sagen aber: „Ich schließe aus, dass Ratzinger, der sich Benedikt XVI nennt,
Papst ist, und ich schließe auch aus, dass ein Anderer Papst ist“ – das ist nichts mit „hilfsweise“,
das ist purer Sedisvakantismus. Womit Sie, mein Lieber, auch nicht mehr die Sakramente bei der FSSPX,
bei Philipp Neri oder in der Pappelallee empfangen dürfen; denn dort ist überall Benedikt im Kanon.
Sie sind immer sehr meinungsstark, aber eben nicht überzeugend. Sie schimpfen den Papst einen Betrüger
und schwadronieren vom leeren Stuhl Petri, behaupten aber, diese These nur „hilfsweise“ zu vertreten und
gehen munter in Messen mit jenem Papst in Kanon. Sie sind einfach nur wirr – deshalb haben Sie auch keine
Anhänger hier und anderswo und werden immer scheitern, wo andere Menschen mit an Bord sind.
#20 Pius XII 13:45:01 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Brandenburgis, seit wann sind Sie denn Sedi geworden? Man ist bei Ihnen ja einiges gewöhnt, wenn es gegen
den gesunden Menschenverstand und die Realität geht, aber dass Sie jetzt Sedisvakantist geworden sind,
erstaunt mich doch ein wenig! Darf ich fragen, mit wessen Tod die Sedisvakanz begann? Pius XI – um Ihre
Abneigung gegen den großen P. Pius XII aufzugreifen? Oder war Pius XII doch noch Papst? Was machen Sie
mit Johannes XXIII, Paul VI und Johannes Paul I? Dass Sie Johannes Paul II und Benedikt XVI für Scheinpäpste
halten, haben Sie ja schon zum Besten gegeben. Und Luther hat sich also auf dem Sterbebett wieder mit
der Kirche versöhnt! Soso.
#275 Pius XII 11:12:34 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
@ Kefir Es ist deshalb angebracht, von „Staatlichkeit“ zu sprechen, weil das, was wir heute als „Staat“
verstehen, letztlich ein Produkt der Neuzeit ist. Das öffentliche Recht heutiger Prägung ist eben erst
im 16./17. Jahrhundert entstanden. Natürlich bestand eine eigene jüdische Staatlichkeit in Judäa, mindestens
ab 1000 v.Chr., wohl auch schon davor. Was Sie schreiben ist plumper, dummer Antisemitismus, mit dem Sie
nebenbei auch das ganze Alte Testament entwerten.
#279 Pius XII 17:17:48 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Ach Carlchen II Prognosen sind immer unsicher, besonders solche, die die Zukunft betreffen. – das ist
ein Aphorismus; ich dachte, Sie kennen ihn. Und auch, wenn es Ihnen nicht passt: wir haben heute in keiner
europäischen Großstadt Bürgerkrieg. Und weiter: die Arbeitslosigkeit ist geringer als prognostiziert.
Und weiter: 2009 war ein gutes Börsenjahr. Schließlich: Die Inflationsrate ist nach wie vor sehr niedrig.
Aber lassen wir das. Sie haben ganz präzise prognostiziert: Sommer 2010 haben wir in Mitteleuropa Bürgerkrieg.
Und daran werde ich Sie messen!
#276 Pius XII 11:59:04 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Ach, Carlchen! Prognosen sind immer unsicher, besonders solche, die die Zukunft betreffen. Sie haben nun
eine gemacht, auch eine ziemlich eindeutige: Ab Sommer 2010 werden wir in Europa Bürgerkrieg haben. Wissen
Sie, dieses reichliche halbe Jahr gebe ich uns, um zu sehen, was passiert. Nur: Wie sieht Ihre Exit-Strategie
aus? Was machen Sie, wenn wir 2010 ein genauso friedliches Weihnachten in Mitteleuropa haben wie 2009
und in den ganzen Jahren zuvor? Dann: Was mich an Ihren Statements stört – ja anwidert – ist, dass Sie
sich diese Katastrophen förmlich wünschen. Was hat das mit der Religion der Nächstenliebe zu tun?
#274 Pius XII 14:54:45 | Montag, 14. Dezember 2009
Endlich mal eine klare Ansage, Carl! Pi12 soll bloß aufpassen, daß er nicht mit seinen Vorbildern zusammen
an einer Laterne landet, wenn ab Sommer 2010 in Mitteleuropa Bürgerkrieg herrscht! Also, ab Sommer 2010
herrscht in Mitteleuropa Bürgerkrieg. OK, Carl, dann werde ich Sie so Ende September 2010 an genau diese
Vorhersage erinnern, die – das sage ich Ihnen vorher – garantiert nicht eintreffen wird, und dann können
Sie mir ja sagen, wieso Sie sich (mal wieder) so trefflich geirrt haben.
#271 Pius XII 01:29:02 | Freitag, 11. Dezember 2009
Ruhrgebietler, bitte! Dass die Nazis ca. 5,1 Mio Juden umgebracht haben ist bewiesen. Wenn Sie das anzweifeln,
dann hat es auch keine Vertreibungsverbrechen an den Sudentendeutschen gegeben – denn die sind viel, viel
schlechter dokumentiert. Bitte hören Sie auf, den traditionellen katholischen Glauben durch solche Aussagen
in Misskredit zu bringen! Und das mit der „Holocaust-Religion“ – vergessen Sie’s! Wo ist die Transzendenz?
Es ist keine Religion, nicht mal eine Pseudoreligion. Es ist eine Erinnerungspolitik, über die man streiten
kann, und in der es, wie bei aller Politik, um Interessen geht. Und zwar beileibe nicht nur um außenpolitische,
sondern sehr wohl auch um innenpolitische. Der Rheinische Katholizismus zum Beispiel hätte sich ohne
diese Erinnerungspolitik nie gegen den althergebrachten protestantischen Idealismus durchsetzen können
was Westbindung und Europäische Einigung angeht. Der Volksverhetzungsparagraph ist folgerichtig auch
von einer CDU-Alleinregierung unter dem Kanzler Adenauer eingeführt worden – vor dem Konzil!
#264 Pius XII 08:41:04 | Mittwoch, 9. Dezember 2009
Carl, alles falsch! Carl, alles, was Sie in Ihrem vorigen Posting schreiben, ist falsch. Jeder einzelne
Punkt ist falsch und stimmt nicht. Letztmalig im Prozess Irving ./. Lipstadt wurden die Beweise erhoben,
und das Urteil lautete gegen Irving (wobei Irving die Existenz der Gaskammern übrigens anerkennt, nur
so viel). Sie setzen sich mal wieder mit meinen Argumenten nicht auseinander, Sie lesen nicht die von
mir verlinkten Dokumente, Sie behaupten Dinge, die schlicht und nachprüfbar alle falsch sind. Um es einfach
zu sagen: lies, lies, lies.
#262 Pius XII 17:58:12 | Dienstag, 8. Dezember 2009
Carl, es ist müßig! Wissen Sie, jedes beweismittel lehnen Sie ab, schreien aber nach Beweisen! Zunächst
zu Ihrem komischen Einwand „Keine Löcher, kein Holocaust“: Er ist längst wiederlegt: Beim Termin in
London am 25. Januar 2000 begrüßte der Kläger Irving den Sachverständigen van Pelt mit einem Kompliment
zu seinem Buch über die Geschichte von Auschwitz. Dann verbissen sich die beiden in die Frage, ob die
im Zuge der Umrüstung des Leichenkellers nachträglich in dessen Decke geschlagenen Öffnungen zum Einwurf
von Zyklon-B heute noch sichtbar seien oder nicht. Sie sind es. (wirklich! Fahren Sie hin!) Dann: Ihr
Einwand ist dümmlich, weil er sich nur auf die Kammern unter den Krematorien bezieht, die 1942 improvisiert
wurden, aber nicht auf die eigentlichen Gaskammern „Bunker I“ und „Bunker II“. Der Gasmord hängt aber
nicht an diesen beiden Kammern, wiewohl sie ebenfalls in Betrieb waren, aber nur zu Testzwecken, und sich
wegen mangelnder Ventilation als unbrauchbar für den Dauerbetrieb erwiesen, weshalb dann zwei andere
eingerichtet wurden. Griffig sind die Opferzahlen hier dargestellt (lesen!!!) www.holocaust-history.org/…eyer-osteuropa.shtml
Lesen Sie es einfach mal! Und vergessen Sie nicht: nach Ihren Maßstäben hat es die Vertreibungsverbrechen
an den Sudentendeutschen nie gegeben. Denn die sind viel, viel schlechter dokumentiert als der Judenmord.
Und dennoch bezweifelt sie niemand. Carl, Sie sind völlig neben der Spur!
#260 Pius XII 15:54:57 | Dienstag, 8. Dezember 2009
Carl, Sie stehen gegen die Wahrheit! Nehmen Sie doch einfach ein anderes Verbrechen, vielleicht kapieren
Sie es dann: die Vertreibung der Sudentendeutschen. Hier gab es auch einen Rahmen, der von der Zentrale
gesteckt war: die Sudentendeutschen müssen raus. Aber die Umsetzung vor Ort, die war zumeist lokal improvisiert.
Es waren die sog. „wilden Vertreibungen“. Sie werden über diese Plünderungen, Gewalttätigkeiten, Vergewaltigungen
auch „nur“ Zeugenaussagen finden. Sie werden keinen Befehl finden, in dem das angeordnet wird etc. Sie
finden auch keine Massengräber, jedenfalls deutlich weniger als in Weissrussland und der Ukraine. Nach
Ihren Maßstäben hat es diese Vertreibungsverbrechen nie gegeben! Was Hilberg als erster dargestellt
hat ist dieses Zusammenspiel der lokalen Verantwortungsträger innerhalb eines mörderischen Rahmens.
Und dass Hitler die Juden allesamt ausrotten wollte – das hat er selbst x-mal öffentlich erklärt, bereits
in „Mein Kampf“, dann 1940, wo er wörtlich von der „Vernichtung des Judentums“ spricht. Lesen Sie mal
das. www.spiegel.de/…,1518,664918,00.html Himmler spricht es in seiner Posener Rede …ww.nationalsozialismus.de/…e-vom-04-101943.html
offen aus. Mann, was wollen Sie eigentlich noch??? Das ist eindeutig! Und hören Sie mit diesem pseudoreligiösen
Geschwafel auf, Sie „Wahrheitssuchender“ – wo, glauben Sie denn, finden Sie die Wahrheit, sofern Sie nicht
unmittelbar offenbart ist (was sie zu geschichtlichen Themen nicht ist)? Sie setzen sich anstelle der
gesamten Wissenschaft und behaupten, das habe was mit Katholizismus zu tun! Das grenzt an Blasphemie,
was Sie tun!
#32 Pius XII 10:23:49 | Dienstag, 8. Dezember 2009
Das soll Abt Gregor mal erklären! Ich bin mal gespannt, ob die „Kultur des Wegschauens“ zumindest in
Heiligenkreuz überwunden ist und Abt Gregor den Mut findet, diese Schweinerei zu erklären. Schniders
einzige Chance ist, die Sache unter dem Teppich zu halten. Denn wenn das in der katholischen Welt bekannt
würde, wäre er wohl nicht zu halten und der – zumal in Österreich – so schmeichelhafte Professorentitel
wäre wohl weg.
Der Arme! Das klingt ein wenig nach drittem Frühling. Seine Konkubine hat ihm da wohl den Kopf verdreht,
er vertritt nun einfach ihre Thesen. Wenn der Druck abgebaut ist, könnte er es noch einsehen; für die
Rolle rückwärts bedürfte es aber a) großer Intelligenz (wohl vorhanden) und b) großer Demut, den
eigenen peinlichen Fehler einzugestehen (darf bezweifelt werden). Auf jeden Fall ist er arm dran.
@ Carl! Ich bleibe Ihnen die Antworten auf Ihre Fragen nicht schuldig! 1) Hilbergs ganze These – bereits
1961 – besteht ja in diesem Zusammenspiel bei der Ausführung. Es war klar, dass das Ziel – physische
Vernichtung aller Juden im NS-Machtbereich – zentral vom obersten Führer vorgegeben war. Das bezweifelt –
natürlich – auch Hilberg nicht. Aber die konkrete Umsetzung erfolgte eben nach Hilberg (dem die meisten
Historiker im Kern zustimmen) nicht aufgrund einer zentralen Planung, sondern lokal und dezentral vor
Ort. Und das beschreibt er. Wenn Sie einfach mal den Wikipedia-Eintrag zu ihm und seinem Werk nehmen,
können Sie es schon ersehen. Insofern passt – ich ziehe Frage 3 vor – seine Erklärung aus den 80ern
exakt zu seiner alten These, er hat sich nicht revidiert. Das Problem ist, dass Sie hier über einen Theorienstreit
innerhalb der Holocaustforschung herumstümpern, aber so tun, als würde dadurch der ganze Judenmord in
Frage gestellt. Frage 2: Sie werden lachen, aber ich habe während der „Williamson-Wirren“ tatsächlich
im Netz in der englischspr. Ausgabe von Butz das Kapitel über die Einsatzgruppen gelesen. Damit dürfte
ich mehr gelesen haben als Sie. Ihr Ansatz ist falsch: Sie können nicht irgendein unbedeutendes Buch
eines wiss. Nobodys auf eine Stufe mit dem anerkannten Standardwerk stellen. Die „offizielle“ Forschung
und der Revisionismus stehen nicht auf selber Stufe. Übrigens hat Butz keinerlei eigene Archivarbeit
geleistet, entsprechend ist sein Buch wiss. wertlos.
#192 Pius XII 12:38:28 | Freitag, 4. Dezember 2009
@ lux in tenebris Lieber lux, Sie wissen doch, worauf Bischof Fellay hinweist: dass die Kirche allen Regeln
zum Trotz eine komplizierte Innenpolitik aufweist, und nach wie vor auf einflussreichen (reichen, deswegen
auch einflussreichen) Bischofsstühlen Männer sitzen, die ihre Hauptaufgabe darin sehen, mit ihrer eigenen
katholischen Jugend abzurechnen, dass in Westeuropa die theologischen Lehrstühle nahezu durchgängig
mit Häretikern besetzt sind usw., und dass es nicht einfach so möglich ist, gegen diese Phalanx durchzuregieren.
Die Hoffnung lautet doch, dass zumindest ausreichend viele von denen schlau genug sind zu erkennen, dass
sich was ändern muss, und dass ausreichend junge Priester nachwachsen, die auf B16-Linie sind, so dass
der Papst eine Basis hat, die es ihm erlaubt, von seinen de jure bestehenden Möglichkeiten auch de facto
Gebrauch zu machen. Das ist keineswegs sicher. Hier ist die eigentliche Baustelle, nicht in den Verhandlungen
zwischen FSSPX und Rom – diese implizite Aussage ist schon bemerkenswert (denn sie offenbart wie gut es
an dieser Front aussieht und ruft die katastrophalen Zustände in der konziliar deformierten Kirche wieder
ins Bewusstsein). Ich vertraue jedenfalls Bischof Fellay. @ ruhrgebietler: Tun Sie sich selbst den Gefallen,
sich nicht in das Minenfeld „NS-Regime und Judenmord“ zu begeben. Lesen Sie erst einmal das Standardwerk
„Die Vernichtung der europ. Juden“ von R. Hilberg und dann wissen Sie, dass Typen wie Überlebender nur
Unsinn verzapfen.
#55 Pius XII 17:45:12 | Mittwoch, 2. Dezember 2009
So ein Schmarrn! Eigerhar, meinen Sie eigentlich ernst, was Sie hier verbreiten? Natürlich gab es nicht
das geringste Recht für die Judenverfolgung! Völliger Unsinn! Das waren deutsche Staatsbürger, teilweise
Frontkämpfer des I. Weltkrieges. Die Genfer Konvention erlaubt die Internierung von Staatsangehörigen
feindlicher Mächte im Krieg, aber da geht es um Staatsangehörigkeit im juristischen Sinne, um nichts
anderes. Deshalb war die Internierung japanischstämmiger Amerikaner ebenso rechtswidrig wie die Deportation
der Wolgadeutschen (sowjetische Staatsbürger). Und Antipacelli, Hitler hat Europa in den Abgrund gestürzt.
Stalin verfolgte eine revisionistische Außenpolitik, er wollte einfach die russischen Grenzen von 1914
wiederhaben. Dazu musste er vor allem den Frieden von Riga 1920 kassieren. Nur dazu hat er sich 1939 mit
Hitler zusammengetan. Stalin wollte den „Sozialismus in einem Land“, mit dieser Parole hatte er sich Ende
der 20er Jahre in Moskau gegen die „Weltrevolutionäre“ durchgesetzt. Ohne Hitler wäre Mittelosteuropa
nie unter sowjetische Herrschaft gefallen, nie.
Naja … Also, die Geschichten in dem Artikel klingen eher nach Sozialneid, als dass sie mich ernsthaft
gegen den Dompfarrer einnehmen. Die Kirche ist Teil der Gesellschaft, und wir tun ihr nichts gutes, wenn
wir sie abschotten und ins fromme Ghetto stecken. Also soll der Faber doch ins Motto gehen, was übrigens
ein echt guter Platz ist in Wien. Und wenn er zu einer Abendveranstaltung im Maserati abgeholt wird, soll
er dann sagen, nein, nehme ich nicht an, ich komme mit der Bim? Wichtig ist, dass er theologisch sauber
ist und keine Häresienschleuder. Das kann ich nicht beurteilen. Aber die hier vorgebrachten Argumente
sind kleinkariert.
#21 Pius XII 13:53:09 | Mittwoch, 2. Dezember 2009
P. Pius XII war eine Lichtgestalt – pastor angelicus Nach den Napoleonischen Kriegen musste die Kirche
im Umfeld einer kirchenfeindlichen Geistesströmung neu aufgebuat werden. Das gelang nur mit den einfachen
Menschen. Deshalb diese Strenge und Volksfrömmigkeit im 19. Jahrhundert, im schroffen Gegensatz zum „Gott
ist tot“ der Eliten. Mitte des 20. Jahrhunderts hatte sich der Atheismus erledigt, die Katholiken waren
mittels der Christdemokratie und dank Pius schlauer Kirchenpolitik wieder tonangebend. Aber die Kirche
vor Ort war zu stark in den überkommenen Strukturen verfestigt. Pius hat hier wertvolle Arbeit geleistet,
um eine Reform zu ermöglichen. Und man hätte einfach abwarten sollen, bis es wirkt. Aber man war in
Eile, und wollte es mit der Brechstange versuchen. Deshalb die Einberufung des Pastoralkonzils, das dann
so grässlich entglitten ist. Wer heute die Ansprachen Pius XII liest, stellt erstaunt fest, wie sehr
dieser Papst auf der Höhe der Zeit war – und immer treu der Lehre der Kirche. Das ist nämlich kein Gegensatz.
Pius XII sollte unbedingt beatifiziert werden, damit seine Texte neue Aufmerksamkeit erhalten; das ist
gut für die Linken (wegen der Glaubenstreue) und die Konservativen (wegen der zeitgemäßen Pastoral).
Ach Du lieber Jurij! Lesen Sie mal eine Einführung in das Strafrecht, ehe Sie hier herumpoltern. Rache
hat im Strafrecht nichts verloren? Das ist eine sehr neue, sehr linke Ansicht. Ursprünglich stand im
deutschen Strafgesetzbuch: „Die Strafe dient dem Schuldausgleich“. Und das ist auch der katholische Standpunkt.
Neuerdings dient sie der „Generalprävention“, es geht also daum, dass sich der Rechtsstaat behauptet.
Durch die Aburteilung wird die Geltung der Norm bekräftigt. Auch nach diesem Gesichtspunkt gehört Demjanjuk –
im Falle, die Anklage ließe sich erweisen – verurteilt.
Lächerlich! Die KVP hat zum NEIN aufgerufen und sich dabei ausgerechnet auf die fragwürdige Religionsfreiheits-Erklärung
des Vat II berufen. Hätte die KVP stattdessen zum JA aufgerufen, stünde sie heute auf der Seite der
Gewinner und könnte sich als Alternative zur völlig entkernten CVP anbieten. Aber dazu hat’s halt intellektuell
nicht gereicht. Jetzt aggressiv den Wähler beschimpfen ist nur peinlich. Die Mehrheit war einfach schlauer
als KVP, die anderen Parteien und die Bischofskonferenz.
Naja … In Irland ist es wohl nicht so einfach. Der Untersuchungsbericht kann im Netz nachgelesen werden.
…w.childabusecommission.ie/ Und danach handelte es sich wohl eher um langandauernde Misstände, die
schon in den 50ern bestanden und wohl auch davor, nur dass es dazu keine Untersuchungen mehr gibt. Das
ganze System in den Waisenhäusern war krank; oder wie soll man es sonst nennen, wenn die Erzieher mit
Peitschen an ihren Kutten durch die Zimmer gingen? Dass die 60er und 70er viele Dämme brechen ließen
ist richtig. Aber es ist falsch, dass Pädophilie jemals sozial anerkannt war. In Irland ist vieles schief
gelaufen, und die Aufrichtigkeit gebietet, das zunächst einmal anzuerkennen, ehe man auf die mildernden
Umstände und die bösen anderen hinweisen kann.
#155 Pius XII 18:08:22 | Dienstag, 24. November 2009
Wahrscheinlich ist es viel banaler, Großwildjäger Das sind einfach Leute, die in der Realität nicht
klarkommen. Und weil sie nicht begreifen, dass sie sich verrannt haben, folgern sie messerscharf, dass
alle anderen doof sind. Und weil die anderen Hitler böse finden und den Judenmord als riesige moralische
Katastrophe erkennen, finden die Hitler eben gut und erklären die heutige Gesellschaft zur eigentlichen
Katastrophe. So tragisch das ist: aber das scheint mir einfach pathologisch zu sein.
#149 Pius XII 15:42:26 | Dienstag, 24. November 2009
Sie verrennen sich, Brandenburgis! Wissen Sie, Brandenburgis, ich will Ihnen gar nicht absprechen, dass
Sie umfangreiches Detailwissen auswendig gelernt haben. Aber Bildung ist nun einmal mehr, es ist die Fähigkeit
abzuwägen, Zusammenhänge zu sehen und alternative Denkmodelle zu erfassen. Ihr aggressives Bellen, Ihr
pseudodogmatisches Beharren auf extremen Standpunkten, so als seien Sie allein schlau und alle anderen
doof, das alles outed Sie als bildungsfern. Bildung mag bis 1945 ein eher innerliches Konzept gewesen
sein, preussisch-protestantisch-kleinstädtisch, und vielleicht wären Sie damals unentdeckt geblieben,
aber seit der kulturellen Verwestlichung Deutschlands spiegelt sich eben auch hierzulande Bildung wieder
gut-romanisch im äußeren Auftreten, in Stil und Geschmack wieder. Und wenn man einmal Ihre Ergüsse
daran misst, dann wird klar, weshalb niemand Sie mitspielen lassen will. Pius XII war im 20. Jahrhundert
eine Lichtgestalt. Ich habe Ihnen ja begründet, weshalb. Und auch Konrad Adenauer taugt zum Vorbild.
Willi Brandt sicher nicht, obwohl er auch nicht durchweg böse war, was Menschen ja selten sind. Und noch
etwas: Beschäftigen Sie sich mal mit dem hl. Robert Bellarmin, der bereits in der Renaissancezeit gegen
den monarchischen Absolutheitsanspruch anschrieb. Es ist falsch, wenn Sie die Kirche für Ihre abstrusen
politischen Ideen in Anspruch nehmen wollen. Was Sie praktizieren, ist dt. Idealismus im Stile des 19.
Jhds, katholisch ummäntelt, aber eben nicht katholisch im Kern.
#137 Pius XII 14:18:58 | Dienstag, 24. November 2009
Alle doof außer Papi! Brandenburgis, womit ich angefangen habe war „Pius XII spricht“. Dazu zwei Enzykliken
quer gelesen. Schließlich etwas Sekundärliteratur und eine Biographie. Also kommen Sie mir nicht auf
diesem Niveau. Wenn Sie sich mal die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert ansehen, dann würden Sie die
überragende Bedeutung dieses Papstes besser erkennen. Er hat die Kirche aus den Verkrampfungen und Verengungen
des 19. Jahrhunderts herauszuführen versucht. Er bietet einen Katholizismus für die Gegenwart. Er war
dadurch der sicher einflussreichste Papst der Neuzeit. Die europäische Einigung wie die ganze Christdemokratie
sind ohne ihn undenkbar. Dabei steht seine Orthodoxie ausser Frage. Leider war die Kirche vor Ort in ihren
Strukturen zu verkrustet. Vielleicht ist sie das immer. Jedenfalls führte der Unwillen über die Langsamkeit,
mit der die Impulse dieses großen Papstes umgesetzt wurden, zu der unseligen Idee des Pastoralkonzils,
in dem die selben unbeweglichen Toren, die zuvor nicht imstande waren, Pius XII zu verstehen, plötzlich
jeden zeitgenössischen Unsinn vom Massentourismus bis zur Mondlandung beklatschten. Pius XII ist für
uns alle ein Vorbild, weil er ein Christentum im Jetzt vorgelebt hat, ohne das depositum fidei anzutasten;
er hat gezeigt, dass gerade aus dem unverkürztem Glauben die Kraft fliesst, mutig im Heute zu agieren.
Ich hoffe und bete, er wird bald heilig gesprochen.
#132 Pius XII 13:55:15 | Dienstag, 24. November 2009
Brandenburgis und Carl – Herolde christlicher Gelehrsamkeit? Manchmal fühlt man sich wie im Panoptikum.
Mein Highlight des heutigen Tages ist die Verurteilung des großen Papstes Pius XII durch user Brandenburgis.
Verehrtester, wo haben Sie denn zu diesem Thema referiert? Vor Ihrem Spiegel? Dann war Ihnen frenetischer
Applaus ja sicher. Aber tun Sie uns doch den Gefallen, Ihre seinerzeitigen Ergüsse als Exzerpt mal als
Leserzeitung zu publizieren. Ansonsten brauchen Sie hier nicht zurückzurudern. Sie haben explizit gefordert,
Frauen von der Universität auszuschließen. Und das, Wertester, lässt nun einmal auf psychische Probleme
Ihrerseits schließen. Ich hatte Ihnen ja ein Beispiel aus meiner Familie zum Thema Frauen an der Uni
gebracht – und derer gibt es eine Menge. „Alle doof außer Papi“ – das trifft es doch. Nennen Sie mir
mal ein paar Leute, oder gar eine Organisation, die mit Ihnen einer Meinung wäre. Niemand. Entweder alle
anderen irren, oder Sie. Carl, wie immer neben der Spur, versteht nicht, was Demokratie ist. Demokratie
ist eine Staatsform, es geht um die Rückkoppelung der staatlichen Macht an die Gewaltunterworfenen. Es
geht nicht darum, dass jeder uneingeschränkt Unsinn verzapfen kann. Meinungsfreiheit gewährt nur der
Staat. Die Zivilgesellschaft kann durchaus sozialen Druck entfalten. Hierzu der von Ihnen zitierte Gomez
Davila: „Die wenigsten haben ein Recht auf eine eigene Meinung, sondern nur ein Recht zum Zuhören“. Clarissa:
Ihnen wie immer meine Hochachtung!
#111 Pius XII 11:18:24 | Dienstag, 24. November 2009
Brandenburgis richtet P. Pius XII – und bemerkt die Lächerlichkeit nicht! Ich bleibe dabei, Universitäten
müssen der Weiblichkeit verschossen bleiben! Wieso? Wenn sogar Ihre Frau einen Abschluss hat (Sie auch?),
weshalb dann diese lächerlich kategorische Ablehnung? Ihr ganzes Weltbild ist selbstgestrickt aus gruseligen
Vorurteilen und Verklemmtheiten. Daß sich Papst Pius XII in anderer Weise äußerte, bestärkt mich in
dem Mißtrauen gegenüber diesem Demokraten-Papst. Vielleicht sollte es Sie besser zu Misstrauen gegenüber
Ihrer engen Sichtweise anregen. Alle doof außer Papi – wollen Sie sich das wirklich als Motto wählen?
Clarissa, der user reiner-katholik meint das, was er schreibt, ersichtlich nicht ernst, im Gegensatz zu
Brandenburgis, Josef_G etc. Er will durch Übertreibung die extremen Positionen lächerlich machen.
#94 Pius XII 10:03:46 | Dienstag, 24. November 2009
Branenburgis, halten Sie doch endlich die Klappe! Brandenburgis, Ihre Postings sind schwer zu ertragen.
Wenn ein Mann, der bekanntermaßen bei Frauen keinen Stich sieht, sich im Internet mit derlei dummen Sprüchen
hervortut wie Sie und das auch noch als göttliche Wahrheit hinstellt, dann sagt das viel über den Mann
und wenig über die Sache aus. Das deutsche Bürgertum hat eine schöne Tradition: wir bilden unsere Töchter
gut aus. Meine Großmutter etwa zählte in den 20er Jahren zu den ersten 10 Frauen, die im damaligen Breslau
Medizin studierten. Und sie zog die drei Kinder aus der ersten Ehe meines Großvaters und die vier gemeinsamen
mit auf, von denen eines Priester wurde. Papst Pius XII. hat explizit erklärt, für die weitere Entwicklung
des Christentums auf den weiblichen Einfluss zu setzen. Wer als Mann davor Angst hat, outed sich als Schwächling,
nichts anderes.
#105 Pius XII 12:46:32 | Samstag, 21. November 2009
Brandenburgis, Sie sind ein gefährlicher Irrer! Eine moralische Katastrophe sind vor allem Leute Ihres
Schlages, die im Übrigen tief unter dem Durchschnitts-Nazi stehen. Dieses Zitat bezieht sich auf meine
Äußerung, der Nazismus sei „eine moralische Katastrophe“ gewesen. Ihre Stellungnahme beinhaltet damit
eine Verharmlosung des NS-Unrechts. Zuvor hatten Sie schon behauptet, Mahler würde „ganz normale politische
Forderungen aufstellen“. Sie wurden darauf hingewiesen, dass Mahler u.a. das Verbot aller jüdischen Gemeinden
fordert. Ich denke, das wissen Sie ganz genau. Das finden Sie also ganz normal, legitim und begrüßen
es? Wissen Sie was mich davon abhält, gegen Sie Strafanzeige wegen Volksverhetzung zu stellen? Dass ich
es Ihnen nicht gönne, sich als Pseudo-Märtyrer aufzuspielen, der es schafft, nach einer Inhaftierung
durch die Kommunisten erneut eingelocht zu werden. Aber eins ist sicher: Gefährliche Irre wie Sie gehören
unschädlich gemacht. Aber dazu braucht es keine Justiz, das kann eine heilwegs funktionierende Gesellschaft
durch soziale Ausgrenzung viel effizienter. Und Sie sind ja sozial ausgegrenzt. Recht so!
#60 Pius XII 17:10:49 | Freitag, 20. November 2009
Brandenburgis, was Sie hier verzapfen ist hirnlos Nehmen Sie mir es nicht übel, aber als Katholik den
Neo-Heiden Horst Mahler in Schutz zu nehmen – wie peinlich sind Sie eigentlich? Alle Politiker sind „todeswürdig“ –
hakt’s noch richtig? Sie sollten wissen, dass nach katholischer Staatslehre es keine uneingeschränkte
Meinungsfreiheit gibt und es deshalb einem katholischen Staat völlig unbenommen wäre, gleichfalls die
Auschwitzlüge unter Strafe zu stellen. Die Liberalen haben da mehr Probleme, aber wie das BVerfG entschieden
hat, geht’s auch bei Annahme des liberalen Standpunktes. Dass es nach der moralischen Katastrophe des
Nazismus durchaus richtig und angemessen ist, die Verharmlosung der Untaten zu bestrafen, wird man nicht
ernsthaft bestreiten können, sofern man sich nicht auf den hanebüchenen Standpunkt stellt, den Judenmord
habe es nicht gegeben. Und wenn Horst Mahler notorisch gegen das Gesetz verstößt, dann muss die Justiz
auch mal Zähne zeigen. Das nennt man das „Rechtsbewährung“. Also, was faseln Sie hier für einen Unsinn!
Sie bestreiten das Recht des Gesetzgebers, ein Gesetz zu erlassen, weil der Gesetzgeber anders entschieden
hat, als Sie es getan hätten. Wer sind Sie eigentlich?
#54 Pius XII 16:45:44 | Freitag, 20. November 2009
@ Pater Lingen! Der Fall Toeben hat aber einen ganz entscheidenen Unterschied, den Sie übersehen: Toeben
hat seinen Sermon selbst ins Netz gestellt, auf eine von ihm selbst betriebene Seite. Bischof Williamson
hatte darauf, ob, und wenn ja, wann und wie, seine Aussagen ins Netz gestellt werden, keinen Einfluss.
Er musste auch nicht davon ausgehen, dass es überhaupt außerhalb des TV publiziert wird. Mehr noch:
er hat sogar versucht, das Ins-Netz-Stellen zu verhindern. Deshalb ist der Hinweis auf den Entscheid des
BGH in Sachen Toeben Nonsens. Es ist so: § 130 Abs. 3 StGB passt auf diesen Fall nicht. Und wegen des
strafrechtlichen Analogieverbotes wird es daher für die Anklage eng. Risiken bleiben aber. Deshalb rechne
ich mit Einstellung nach § 153 a StPO.
#29 Pius XII 14:40:17 | Freitag, 20. November 2009
Das ist die Lücke des § 130 Abs. 3 StGB Bischof Williamson hat tatsächlich die Lücke des § 130 Abs.
3 StGB gefunden. Denn Vorsatz bestand nur hinsichtlich der Verbreitung durch TV in Schweden. Und daraus
auch auf einen Vorsatz hinsichtlich des Internets zu schließen wird letztlich am Grundsatz „nulla poena
sine lege“ scheitern. Der BGH hat sich einmal mit einem Fall befasst, in dem Australier die Auschwitzlüge
ins Netz gestellt haben (selbst) und deshalb in Deutschland verurteilt. Nach den Gründen dieser Entscheidung
wäre der Bischof nicht zu verurteilen. Ob der BGH nun die Strafbarkeit weiter ausdehnt ist offen; wenn
ja könnte dem Art 103 GG entgegenstehen. Insofern hat der Fall Potential für Juristenstreitigkeiten.
Ich persönlich denke, dass die Lücke breit genug ist, um durchzuschlüpfen. Ich halte einen Schuldspruch
für unwahrscheinlich, wenngleich wir uns in einem Graubereich bewegen. Es läuft auf § 153 a StPO hinaus.
@ Carl: Sie sind so etwas von ahnungslos. Wenn Sie wüssten …
Brauner Unsinn! Damals erklärten die Weltzionisten Deutschland nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler
den Krieg. Die National-Sozialisten beantworteten diesen Schritt mit der Blockade jüdischer Geschäfte,
Anwaltskanzleien und Arztpraxen. Aktion und Reaktion werden vertauscht und die Geschichte damit gefälscht.
Unfassbar! Das ist Nazi-Apologetik in Reinstform.
#64 Pius XII 17:51:43 | Mittwoch, 4. November 2009
Carl, nichts wird passieren! Carl, da lehne ich mich ganz lässig zurück. Ich weiss nicht, wie oft Leute
wie Sie schon den totalen Zusammenbruch prognostiziert haben, weil sie einfach in der Realität nicht
zurechtkommen und deshalb ihre ganze Hoffnung auf eine Katastrophe setzen. Indes, diese wird nicht eintreten.
Ich werde Sie von zeit zu zeit an Ihre Prognosen erinnern; wohl wissen, dass Sie unbelehrbar sind.
#61 Pius XII 11:11:10 | Mittwoch, 4. November 2009
Nun ja, Carl Sie schrieben aber eben auch, dass es bereits im Oktober zusammenbricht. Und dass nun – nach
den Wahlen – der Wirtschaftsabschwung förmlich mit den Händen zu greifen wäre kann ich auch nicht bestätigen.
Die Wirklichkeit ist eine andere. Abgesehen davon, mal rein hypothetisch: Was wäre, wenn die von Ihnen
vorhergesehene Katastrophe nun nicht einträte? Sie sagen nun, in einigen Jahren. Also müsste ja wohl
spätestens 2013 Schluss sein. Was, wenn Sie irren? Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht?
#59 Pius XII 12:15:23 | Dienstag, 3. November 2009
Carl, ich habe eine Frage an Sie! Sie hatten doch in mehreren Ihrer zahlreichen Beiträge als sicher vorhergesagt,
dass spätestens im Oktober die Weltwirtschaft zusammenbrechen würde. Nun haben wir November. Haben Sie
sich geirrt oder wie muss ich das verstehen?
#35 Pius XII 12:09:36 | Dienstag, 3. November 2009
Widerlicher Sprachgebrauch Ein Kind als „weiblicher Bastard“ zu bezeichnen, ist unter aller Sau und dem
Liebesgebot des Evangelius zuwider. Es hat der Kirche nicht gut getan, dass sie – etwa im 19. Jahrhundert –
aus einem falschen, puritanistischen Moralverständnis heraus oft hartherzig gewesen ist. Man muss das
nicht wiederbeleben. Diese Sprache ist abscheuerregend.
#4 Pius XII 14:30:31 | Donnerstag, 29. Oktober 2009
Was aber, verehrte Clarissa, die Sache nicht per se falsch macht. Auch Huntington argumentiert im Kampf
der Kulturen unter explizitem Verweis auf Spengler (wie politisch unkorrekt!), und in „Who we are“ setzt
er noch eins drauf. Die Argumentation ist auch in der Sache nicht falsch. Wobei wohl nicht Einwanderung
per se, sondern Einwanderung aus nicht-westlichen Gegenden das Problem ist, und auch da gibt es Unterschiede:
gegen Immigration aus der ehemaligen Sowjetunion oder Lateinamerika wird man wohl nichts haben können,
bei Asiaten auch kaum etwas. Unser Problem sind Moslems und die Einwanderung in die Unterschichten. Immerhin
freut es mich, wenn nun die Identität des Westens auch bei Konservativen erkannt wird, die es doch sonst
immer für den letzten Schrei halten, die nationale Idee postmortal für unterstützenswert zu erklären.
Deshalb: Seien Sie etwas großzügiger, gnädige Frau!
#59 Pius XII 12:07:22 | Dienstag, 27. Oktober 2009
Carl, Ihre Abneigung gegen Rom ist nicht mehr katholisch! Die Erklärung von 1976 war die – scharfe –
Reaktion auf die Suspension. Rom griff den Erzbischof massiv an, der schoss zurück, in dem er auf die
Lehrunterschiede hinwies. Bereits 1978 distanzierte er sich dann sehr eindeutig von den Sedisvakantisten
und warf prominente FSSPXler der ersten Stunde raus. Sie picken sich aus dem CEuvre des Erzbischofs das
heraus, was Ihnen passt, anstatt ihn so zu betrachten, wie er war: „eine große Gestalt der universalen
Kirche“ (P. Benedikt XVI.). Dieses sentire cum ecclesia, das Verständnis für die Weite der Kirche und
die Größe des Katholischen – die fehlt bei Ihnen leider völlig. Freuen wir uns doch, dass Rom nun erstmals
inhaltlich über das Konzil und seine Auslegung diskutiert und somit lehrmäßig etwas in Bewegung kommt.
Es geht hier um die Wahrheit, den Glauben, die Kirche; nicht um das Scharmützel irgendwelcher Gruppen
und Grüppchen. Und die Kirche ist immer noch die Kirche, und der Papst der Papst, und ubi Papa ibi Ecclesia.
Und deshalb gilt über diese Verhandlungen: honni soit qui mal y pense.
@ für die Kirche Ich weiss genausowenig wie Sie, und wahrscheinlich weiss ausser dem lieben Gott niemand
mehr. Wir können, denke ich, froh sein, dass sowohl an der Spitze in Rom wie in Menzingen sehr verantwortungsbewusste
Männer stehen, die katholisch denken und denen die Kirche am Herzen liegt. Deshalb bin ich sehr positiv
gestimmt. Die Sache mit den Anglikanern fand ich auch gut. Wir sehen ja an dem Abfall der ganzen Protestanten,
dass es keine Zukunft des Christentums ohne Rom geben kann. Und Rom braucht aber dringend die Renaissance
der Tradition. Hier geht es nicht nur um die Bereinigung der kirchenrechtlichen Probleme – die FSSPX lebt
auch im derzeitigen Zustand ganz passabel. Es geht um das Symbol. Wird die FSSPX regularisiert, ohne dass
sie „das Konzil“ 1:1 schlucken muss, dann wissen alle – v.a. die vielen neokonservativen Opportunisten –
wohin der Wind weht. Dieses Symbol würde vieles in Bewegung setzen. Also: Wir sollten beten, aber wir
können auch begründet hoffen! Und intern müssen wir die katholische Vernunft gegen die Sektierer verteidigen.
Eine Schweinerei – aber dennoch vielleicht heilsam Dieser Kotau der Erzdiözese vor dem linken Pöbel
ist natürlich beschämend und passt zur Kirche in Deutschland. Aber vielleicht hat es auch eine heilsame
Wirkung: Die Lebensschutzbewegung MUSS sich endlich eindeutig von irgendwelchen Verrückten mit NS-Schlagseite
abgrenzen. Auch auf dieser Seite kommt es ständig zu irgendwelchen Gleichsetzungen des NS-Judenmords
(zur Erinnerung: ein Täterwillen, eine große Tat des Staates) mit der Abtreibung (viele Einzeltaten,
Staat schaut pflichtwidrig weg). Die deutsche pro-life-Bewegung muss hier klare Kante fahren, wenn sie
wirklich was erreichen will. Das ist jetzt deutlicher als je zuvor. Hoffen wir, dass die Feigheit der
Münchner so wenigstens was Positives für die Zukunft bewirkt.
Gut katholisch! Eine feine Sache. Und gut katholisch. Das hat die Kirche immer so gemacht. Das schönste
Beispiel ist die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine. Mit den Anglikanern kehren nun die ersten
Schismatiker aus einer reformatorischen Tradition heim, allerdings die, die noch theologische Restsubstanz
haben. Ähnliches ist der schwedischen Kirche zu wünschen. Bei den anderen protestantischen Gemeinschaften
fehlt jedoch leider jede gemeinsame Basis. Es zeigt sich eins: Es gibt keine Zukunft des Christentums
ohne den Papst. Aber dieses Christentum muss eben auch wahrhaftig sein. Dafür braucht es die FSSPX.
#13 Pius XII 17:56:19 | Donnerstag, 15. Oktober 2009
Verhandlungen, Bischof Williamson 1) Gottes Segen möge diese Verhandlungen begleiten, damit die leidige
kirchenrechtliche Sondersituation bereinigt und zudem dogmatische Klarheit hinsichtlich der Autorität
des Pastoralkonzils hergestellt werden kann. 2) Weshalb in diesem Zusammenhang die olle Kamelle mit Bischof
Williamsons verunglückter Aussage aufgekocht wird, ist unverständlich. Und einreisen kann er nun nach
Deutschland ohne jedes rechtliche Risiko: ein Strabefehl richtet sich auf eine Geldstrafe, weshalb jedes
Haftrisiko weggefallen ist. Und außerdem: er kann ja in Einspruch gehen, denn die Rechtslage ist in seinem
Fall nicht eindeutig.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen Wenn der Vater des Kardinals den Unrechtscharakter des NS-Regimes
erkannte, dann ist es sein gutes Recht gewesen zu desertieren. In solchen Extremsituationen, in denen
die Autoritäten zu Trägern des Unrechts werden, und sich das positive Recht zu Unrecht wandelt, besteht
eine „Situation der Unmittelbarkeit“, in denen das Gewissen auf die pervertierten Satzungen keine Rücksicht
mehr nehmen muss.
Spaemann trifft den wunden Punkt, aber liegt er deshalb richtig? Was Spaemann dankenswerterweise – als
Erster, soweit ich es sehe – auf den Punkt bringt ist, dass sich das Bild vom Staat, auch sein Selbstbild,
geändert hat. Der heutige Verfassungsstaat ist etwas anderes als der liberale Nationalstaat des 19. Jahds
und auch was anderes als die vormodernen Staaten. Und das Konzil passt sich dem in gewisser Weise an.
So weit, so gut. Nur: das Konzil geht weiter und reklamiert für sich „Naturrecht“. Und das geht nicht.
Denn Naturrecht ist eben unveränderlich. Weiter: Die Argumente Spaemanns vermögen auch ganz praktische
Rechtsfragen nicht zu beantworten: Wie kann man auf der Basis des Konzils etwa das Kopftuchtragen im öffentlichen
Dienst verbieten (praktiziert in Baden-Württemberg)? Wie das öffentliche Tragen der Burka (angekündigt
für Frankreich)? Wie den Bau von Moscheen (Volksinitiative in der CH)? Wie kann man zwischen christlichen
Einwanderung aus dem Irak und schiitischer unterscheiden (politische Forderung in Dtl)? Man kann es nicht.
DH würde in allen diesem Punkten die intuitiv als „nicht-christliche“ erkannte Lösung zur Folge haben.
Aber dennoch: Man muss DH in Zusammenhang mit dem Wandel des Staatsbegriffes sehen. Spaemann hat das Thema,
den Knackpunkt erkannt. Nur seine Lösung überzeugt mich nicht wirklich.
Genau das meine ich! Hier wird der Lebensschutz in die braune Ecke gerückt und damit jeder ernsthaften
Bemühung um eine Verbesserung der Abtreibungsrechtslage ins Genick geschlagen. Alois Bischof, was Sie
sagen ist schlicht Unsinn. Hitler wollte „das Judentum“ ausrotten, das schrieb er in „Mein Kampf“. Nun
war unklar, wie das geschehen sollte. Dachte man zunächst an Vertreibung, machte der Krieg das unmöglich.
Also begann man, angetrieben durch die allgemeine Enthemmung, zu morden. Und das wusste die Führung,
sie förderte und koordinierte es. Sie kennen Himmlers Posener Rede von 1943? Also hören Sie mit diesem
Revisionisten-Sch… auf! Und zur Abtreibung: Überschätzen Sie nicht die Wirkung des Strafrechts. Auch
zur Zeiten der Geltung des § 218 StGB alter Fassung gab es nahezu keine Verfahren deswegen. Als bereits
1948 die Polizei Frauen an der deutsch-niederländischen Grenze untersuchte wegen Abtreibungsverdachts,
gab es einen öffentlichen Aufschrei. Sie verhindern Abtreibung nicht allein durch eine Strafnorm, da
gehört einiges mehr dazu. Wir haben derzeit in Deutschland etwa 144.000 Abtreibungen jährlich – würde
man diese Zahl unter 100.000 drücken können, darunter keine Spätabtreibungen mehr, dann wäre das sehr,
sehr viel. Und nur durch eine Strafnorm wird man es sicher nicht so weit drücken können. Abtreibung
ist eben keine zentral gesteuerte Angelegenheit, sondern immer ein Einzelakt. Man verhindert Diebstahl
ja auch nicht dadurch, indem man einfach die Strafdrohung erhöht.
Der Straßenverkehr! Dieser Corrides ist für einen Juristen erstaunlich unpräzise. Denn alles, was er
anführt, gilt genauso für den Straßenverkehr. Auch der fordert Jahr für Jahr tausende Menschenleben,
er ist legal, und jeder weiss es. Der entscheidende Unterschied zwischen dem Unrecht der Abtreibung und
dem NS-Judenmord ist, dass es sich bei dem Judenmord um eine gezielte, zentral gesteuerte Aktion handelte,
während die Abtreibung jeweils eine individuelle Entscheidung der einzelnen Frau ist. Man kann sich den
Unterschied sehr leicht deutlich machen, in dem man sich vorstellte, der Staat würde (was es in China
gab) Zwangsabtreibungen vornehmen. Dann wäre es Massenmord. So ist es eine Masse von Einzelmorden. Der
Staat schaut dabei – vorwerfbar – weg. Er macht sich also einer Beihilfe durch Unterlassen schuldig, während
er im Dritten Reich aktiver Täter war. Weil aber Beihilfe durch Unterlassen einen niedrigeren Schulgrad
hat als aktive Täterschaft sind die Gleichsetzungen törricht. Sie bringen nur den ganzen und dringend
nötigen Lebensschutz in gefährliches Fahrwasser, helfen nicht eine Abtreibung zu verhindern, aber erschweren
seriöse Bemühungen, politisch im Sinne des Lebens Einfluss zu nehmen.
#43 Pius XII 18:11:54 | Montag, 28. September 2009
Falsche Grundlage Ein Beispiel: Darf oder muß ein katholischer Staat das öffentliche Praktizieren falscher
Religionen tolerieren? Die katholische Tradition antwortet darauf mit einem „Darf“. Dagegen besteht das
Zweite Vatikanum auf einem „Muß“ – und das unterschiedslos. Das Problem ist, dass das Vat II genau das
nicht behauptet. Die traditionelle Lehre zum Staat hat über die Pflichten und Rechte des Staates geschrieben.
Im Konzil kam dann der Personalismus zum Durchbruch, der auf die Rechte und Pflichten des Einzelnen abstellt.
Ungeklärt ist nun das Verhältnis dieser System zueinander. Ich stimme dem Bischof ja zu, dass die Konzilserklärung
über die Religionsfreiheit nicht sehr weise war. Weiter, dass sie in der Konsequenz falsch ist, dass
sie das moderne Staatsrecht absolut setzt, dass sie bereits heute, 50 Jahre später, zu falschen Ergebnissen
führt, etwa im Streit ums Kopftuch oder das Tragen der Burka. Aber: So, wie Bischof Williamson es darstellt,
ist es eben nicht. Er verkürzt unzulässig und baut seine ganze Argumentation auf diese falsche Grundlage.
Mit falschen und unsauberen Argumenten sollte man nie diskutieren, vor allem, wenn man den Anspruch auf
die Wahrheit erhebt. Es reicht eben nicht, nur auf die Unsauberkeiten der Konziliaren hinzuweisen, es
bedarf auch einer eigenen, sauberen Argumentation. Und dazu gehört, dem Konzil nicht etwas anzudichten,
was es so nicht erklärt hat.
#39 Pius XII 11:56:24 | Montag, 28. September 2009
Tschechen Anders als in Polen waren in Tschechien die Kirchen nie voll, zumindest nicht zur Messe, vielleicht
für Politveranstaltungen. Die ganze „nationale Wiedergeburt“ der Tschechen hatte stets einen starken
anti-deutschen und anti-katholischen Impetus. Drum wurde auch gleich nach der Staatsgründung 1919 die
„Hussitische Kirche“ gegründet. Die kommunistische Kirchenverfolgung knüpfte da nahtlos an. Tschechien
ist einer der wenigen Staaten, wo man dem „Konzil“ nicht sehr viel anlasten kann, denn hier war schon
vorher nicht mehr viel vorhanden.
#118 Pius XII 11:53:32 | Montag, 28. September 2009
Manche kreuz.net – Texte sind echt an Dummheit nicht zu überbieten! Wenn das Christentum so borniert
wäre wie es dieser Text nahelegt, dann wäre etwa der Kölner Dom nie gebaut worden. Oje!
#49 Pius XII 09:39:14 | Freitag, 11. September 2009
Ja, Tridentinus, aber das ist eben keine Aussage des Lehramtes Zwischen dem 18. und dem 20. Jhd wurde,
bedingt auch durch den protestantischen Rigorismus und die Defensivsituation der Kirche, das 6. Gebot
überstrapaziert. Ihm wurde eine Ausnahmestellung zugeschrieben, angeblich kamen die meisten Hölleninsassen
wg des 6. Gebotes hinein – schrieb sogar der hl. Alphons. Letztlich sind diese Aussagen nicht nur durch
nichts zu belegen, sie sind, wie August Adam ja richtig erkannte, schlicht falsch. Und haben, by the way,
der Kirche massiv geschadet und tun das bis heute. Insofern dürfte Stadler nicht ganz neben der Spur
liegen. Nicht jeder Akt als solcher muss zur Zeugung führen, sondern das eheliche Sexualleben in seiner
Gesamtheit muss kinderoffen sein. Die Einzelakte und ihre Gestaltung sind dann wiederum frei, sofern Freiwilligkeit,
Hygiene, Achtung der Würde des anderen und die Grenzen des Natürlichen gewahrt sind. Diese Regeln sind
so weit, dass man sie tatsächlich nicht wird verletzen können – sofern man nicht beabsichtigt, in irgendwelchen
Ganzkörpergummianzügen sein Schlafzimmer zu entern.
#34 Pius XII 13:35:24 | Donnerstag, 10. September 2009
Belege gibt es keine! Natürlich wurde das nie als „Massenmord“ verurteilt. Es gab sogar einen Disput
darüber, ob Onanie nun in sich schlecht ist oder nur die Absicht des Onan verwerflich war. Entschieden
wurde es dann zugunsten der ersten Lösung, etwa im KKK.
#17 Pius XII 11:10:11 | Donnerstag, 10. September 2009
@ Tridentinus @ Clarissa Die Moraltheologie, lb Tridentinus, ist da so eindeutig nicht. Gefordert wird
doch meines Wissen nur die grundsätzliche Bereitschaft zum Kind, was aber nicht heisst, dass nun jeder
einzelne Akt immer in Zeugungsabsicht erfolgen muss. Dass sich die Rorta damit befasst hat wusste ich
bislang nicht. Ist ja interessant. Wo kann ich dazu mehr finden? Noch zur Moraltheologie: Bei Adam wird
das wesentlich nüchterner gesehen als bei den Negativlisten-Verbotstheologen des 19. Jahrhunderts.
#42 Pius XII 22:48:15 | Mittwoch, 2. September 2009
Genau! Man muß feststellen, dass viele Verbände sehr schlafmützig und sehr resigniert sind, anstatt
sich in der CDU zu engagieren. Das bringt es auf den Punkt. Wenn sich die Katholiken nicht einbringen –
eben auch wegen des Niedergangs der Kirche infolge des Konzils – dann wird’s auch Brühe mit der Christdemokratie.
Meckern und Wegsehen sind keine brauchbaren Wege.
#12 Pius XII 18:00:05 | Dienstag, 1. September 2009
Caritas in Veritate ist nicht schlecht B16 steht – begründet durch seine Sozialisation – in der Tradition
des deutschen Nachkriegskatholizismus. Mit all seinen Nachteilen – etwa im Personalismus und was das Laster
angeht, zu vorgerückter Stunde bei einem Glas Rotwein Teilhard de Chardin gut zu finden – aber eben auch
im positiven. Und „caritas in Veritate“ ist eben die Propagierung des Rheinischen Kapitalismus auf der
Höhe unserer Zeit. Also kein Marktradikalismus, sondern Ordoliberalismus, „Wohlstand für alle“ und sozialer
Ausgleich statt Klassenkampf. Insegsamt sicher die erste Sozialenzyklika seit Pius XII, die auch in ökonomischer
Hinsicht diskussionswürdig ist und mehr ist als nur fromme Rhetorik abseits der Realität. Für meinen
Geschmack ist sie ein bisschen zu regulierungsfreudig, aber das ändert nichts daran, dass sie in jedem
Fall ernstzunehmen ist.
Peinliche Kirchenkritik Bieger, Sind Sie Calvinist. Wie freudlos sind Sie denn? Essen ist Kultur. 25jähriges
Priesterjubiläum, das ist wie Silberhochzeit. Da gehört ein gutes Essen einfach dazu. Der Monsignore
hat wenigstens Stil und Kultur – beides gutkatholisch. Das unterscheidet ihn von Ihnen.
Zutreffende Kritik JP2 brachte zwar geringfügige Verbesserungen, er hauchte der unter Paul VI völlig
zerstörten Kirche zumindest wieder Leben ein. Aber es war oftmals bloßer Aktionismus, kein Leben aus
dem Dogma. Theologisch war er gruselig charismatisch, bei ihm stand das religiöse Gefühl, nicht die
feststehende Wahrheit im Vordergrund. 1988 exkommunizierte er schließlich die kirchliche Tradition. Wir
können für ihn hoffen, dass er nicht wusste, dass er irrte. Der polnische Katholizismus tendiert ja
tendenziell zu einer eher süßlichen Frömmigkeit statt zur lateinischen Präzision. Aber ein Vorbild
für die Gläubigen – nein, das ist er sicher nicht.
#188 Pius XII 15:29:51 | Dienstag, 11. August 2009
Carl, woher wissen Sie das? Carl schrieb: Der echte Pius XII… hätte freilich alle Systemparteien –-
also CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Linkspartei –- exkommuniziert, d.h. jeden Katholiken, der für sie arbeitet,
öffentlich untersützt, etc. Woher wissen Sie, was der echte Pius XII. getan hätte? Sind Sie prophetisch
begabt? Ich glaube übrigens, dass Sie sich irren. Die westeuropäische Christdemokratie ist ohne Pius
XII undenkbar. Richtig ist, dass der politische Katholizismus in der Krise ist, weil eben auch der Katholizismus
durch das Konzil leidet. Aber es hieße, das Geschäft der Linken zu betreiben, würde man ihnen die an
sich katholischen Organisationen überlassen. Vielmehr sind wir gefordert, das, was uns gehört, auch
zu behaupten. By the way: Der echte Pius XII. hat seinerzeit noch nicht einmal die Mitgliedschaft bei
den Sozialdemokraten mit Exkommunikation bedroht – und die waren seinerzeit hart antiklerikal. Sie, Carl,
wollen hier immer Dogmen aufstellen, wo doch nur katholische Freiheit ist. Ihre Vorstellung vom Staatskirchentum
ist vielleicht islamisch, aber keineswegs katholisch. Aber das begreifen Sie wahrscheinlich nie.
#185 Pius XII 13:27:59 | Dienstag, 11. August 2009
@ Alois Bischof „Pius XII“ setzt wohl auf die CDU … für die Zukunft Deutschlands? Das, lieber Alois,
hat schon der echte Pius XII. getan – und nebenbei bei der Reform der Karwoche die Karfreitagsfürbitte
für den Kaiser gestrichen. Die authentische katholische Lehre, etwa beim hl. Thomas von Aquin, bevorzugte
immer den status mixtus, also eine Ausgewogenheit aus demokratischen, aristokratischen und monarchischen
Regierungsformen. Dabei hatte man immer die römische Verfassung vor Augen, die ja mit Volkstribunen,
Senat und Caesar auch alle Elemente vereinigte. Aristoteles schließlich lieferte die philosophische Rechtfertigung
für dieses Austarieren. Bereits der hl. Robert Bellarmin trat den Absolutheitsansprüchen der Monarchen
entgegen und forderte eine Stärkung demokratischer Ansätze. Der monarchische Absolutismus wurde hingegen
gegen die Stände, auch die geistlichen, durchgesetzt. Die idealisierten Vorstellungen vom „großen Monarchen“
entstammen alle der deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts. Da kommen ja auch diese Propheterien her.
Jeder Franzose kriegt da einen Hals.
#169 Pius XII 11:58:09 | Dienstag, 11. August 2009
@ Vieira Nach vernünftigem Juristenurteil ist der §130 StGB verfassungswidrig. Naja, „vernünftig“ ist
eine Wertung, „herrschend“ eine Beschreibung. Sie haben in einem Recht: § 130 StGB ist sicher nur schwer
als „allgemeines Gesetz“ im Sinne des Art. 5 GG anzusehen. Hier hat die herrschende Meinung eine Begründungsschwäche.
Aber sie hat auch ein paar entscheidende Vorteile: – Die Wahrheit ist auf ihrer Seite. Es gibt eben keinen
vernünftigen Zweifel daran, dass unter dem NS-Regime Millionen Juden gezielt und planmäßig durch Einsatz
staatlicher Macht ermordet worden. – Die Norm dient der politischen und sozialen Hygiene in unserem Land,
in dem eine erwiesenermaßen kriminelle politische Anschauung so wirksam an der Verbreitung ihres Gedankenguts
gehindert wird. Angesichts dieser klaren Vorteile hat auch das BVerfG über die juristischen Begründungsschwierigkeiten
hinweggesehen. Man kann das von einem streng juristischen Standpunkt für falsch halten. Aber Recht findet
nun einmal immer in einer sozialen Realität statt. Daher enthalte ich mich eines Urteils, was nun die
„vernünftige“ und was die „unvernünftige“ Juristenmeinung ist.
#167 Pius XII 11:39:52 | Dienstag, 11. August 2009
Was wollen Sie, Edda? Natürlich ist jedes historische Ereignis in einem gewissen Sinne einzigartig. Aber
darum geht es bei der „Singularität des NS-Judenmords“ nicht. Hier geht es darum, dass dieser, wenn man
ihn in die Reihe der anderen Massenmorde der Geschichte stellt (Armeniermord, Kollektivierung in Sowjet-Russland,
Vertreibung der Ostdeutschen, Kambodscha etc.) gewisse Merkmale aufweist, die den anderen so fehlen. Üblicherweise
sind diese Massenmorde einfach Exzesse, eine staatliche Instanz erklärt eine Gruppe für vogelfrei und
gibt vielleicht einen Startschuss, und dann toben sich – geduldet, angesport, was auch immer – enthemmte
Gruppen aus. Und bei den Nazis war das besondere, dass hier mit bürokratischer Präzision gearbeitet
wurde und Exzesse bestraft worden sind. Es war also die Ordnung, die mordete, und nicht eine zugelassene
Unordnung. Sagen die Historiker, finde ich plausibel. Und es sind auch die Historiker zuständig, weil
es ein geschichtliches Ereignis ist. Was die Meinungsfreiheit angeht: noch nicht einmal nach radikalliberaler
Lehre werden Freiheiten schrankenlos gewährt. Es gibt immer Schranken der Meinungsfreiheit, entscheidend
ist nur, dass diese nicht den Wesenskern der Freiheit beeinträchtigen. Und das ist nach gleichfalls herrschender
Juristenmeinung bei § 130 StGB nicht der Fall.
Der „große Monarch“? Das war doch eine der beliebtesten Spintisierereien der 70er. Gibt es da jetzt eine
Retromode? Üblicherweise ging es einher mit der Ansicht, Paul VI werde in den Kellern des Vatikans gefangengehalten
und irgendwelche Finsterlinge hätten stattdessen einen Schauspieler gefunden, der dann in natura vom
Balkon des Petersdoms grüße. Wird das auch noch vertreten (angesichts der fiktiven Alters Pauls VI wäre
das bemerkenswert) oder versucht sich der „große Monarch“ jetzt an einer Solokarriere?
So??? die gegnerischen medien machten ihn zum „pornojäger“ Soweit ich es mitbekomme nennt er sich selbst
so. In Österreich ist das wohl ein Titel oder zumindest eine Berufsbezeichnung. Womit sich die Frage
nach der korrekten Anrede stellt. „Herr Pornojäger“? Und: Gibt es auch einen „Oberpornojäger“? Das wäre
in der Kurzform wohl der „Herr Operpo“
Eine schöne Geschichte Und als sich in einem spanischen Badeort ein Pfarrer mokierte, der Bikini müsse
verboten werden, da fuhr der Bürgermeister zu Franco, der schrieb dem Bischof: Der Tourismus geht vor!
Und der Bikini blieb. Das war in Benidorm. Die Geschichte war allerdings etwas dramatischer. Der Bürgermeister
wurde mit der Exkommunikation bedroht, wenn er nicht ein Bikiniverbot erlassen würde. Damit hätte er
auch sein Amt verloren, weil Nicht-Katholiken im Franquismus keine politischen Ämter innehaben konnten.
Also fuhr er auf seinem Motorroller nach Madrid und bekam einen Termin bei Franco, der dann den erwähnten
Brief an den Bischof von Valencia schrieb. Blinder Eifer ist genauso schädlich für den Glauben wie Lauheit.
Wer jede Modefrage zum Dogmenstreit erklärt ruiniert die Kirche genau wie der, der überhaupt kein Dogma
mehr anerkennen möchte. Inflation der Wahrheit führt auch zu ihrer Entwertung. Insofern hat cum te recht.
Juri, Sie reden Stuss! 1) Einzigartigkeit kommt nicht aus der Juristensprache, sondern aus dem sog. Historikerstreit
von 1986; gern auch latinisiert: Singularität. Die Singularität des NS-Judenmords gilt unter Historikern
als herrschende Meinung, aber Sie können das auch bestreiten. Strafrechtlich ist das irrelevant. 2) Offenkundigkeit
ist ein alter Begriff des Prozessrechts. Den haben Sie in allen Prozessordnungen. Ein Umstand kann offenkundig
sein – dann muss über ihn kein Beweis mehr erhoben werden – er kann gerichtsbekannt sein – dann muss
auch kein Beweis erhoben werden – oder er ist zu beweisen. Neu ist an diesem Begriff nichts.
Ich finde Sarkozy nicht schlecht Ich bin bei solchen gutgemeinten Versuchen immer etwas ratlos. Geht es
hier wirklich um eine reale Verbesserung der Politik oder nur um eine neue Version von „wir leisten uns
den Luxus einer Meinung, bei der sichergestellt ist, dass wir nie mit realer Verantwortung konfrontiert
werden“? Bei Kant heisst das dann wohl Gesinnungsethik versus Verantwortungsethik. Persönlich finde ich
Sarkozy da irgendwie überzeugender. By the way: „Schriftsteller“ ist kein geschützter Begriff. Welche
Werke hat der Parteivorsitzende denn verfasst?
Pluralismus ist das falsche Wort Pluralismus ist für die inneren Reibereien und das Kompetenzgerangel
innerhalb des NS-Regimes das falsche Wort. Aber dass das Nazi-Regime keine absolut klare Hierarchie hatte,
sondern sich teils konkurrierende Bürokratien hielt (normale Verwaltung, Parteiverwaltung im zivilen
Leben; Polizei, SA/SS, SD in der Polizei; Wehrmacht, Waffen-SS beim Militär) ist ja bekannt. Abert alle
waren insoweit gleichgeschaltet, als dass sie sich mühten, das „Programm“ der Nazis umzusetzen. Und die
Konkurrenz hatte hier durchaus verheerende Folgen, weil sich die unterschiedlichen Ebenen bemühten, die
Konkurrenz durch „besonderen Eifer“ auszustechen. Das kann man am Verbrechen „par excellence“, dem Judenmord,
sehr genau studieren, bei dem es einen regelrechten Wettlauf der verschiedenen Lagerkommandanten und SS-Führer
um die effizienteste Methode des Mordes gab.
@ Vater Abt Doch, das wird so sein, zumindest auf Seiten der FSSPX. Letztlich ist es aber so, dass hier
auf beiden Seiten zwei sehr besonnene und feingeistige Intellektuelle an der Spitze stehen. Der Hl. Vater
hat ja bislang erstaunlich fest seinen Kurs behauptet, und der Generalobere der FSSPX hat in all den Wirren
der letzten Monaten durchweg eine bellissima figura gemacht, immer verbindlich, sanft im Ton und katholisch
in der Aussage. Wenn man sich das ansieht dann gibt es, so denke ich, allen Grund optimistisch zu sein.
Die eigentliche Gefahr sehe ich nicht bei den Krawallbrüdern, die es vereinzelt bei der Tradition geben
mag, sondern bei den gutvernetzten und machtbewussten Konzilsgewinnlern, also der linkskatholischen Fraktion.
Die wissen sehr genau, dass ihr Einfluss auf der Kippe steht und werden deshalb sicher kämpfen. Dort
wird es entschieden.
@Vater Abt Stimme Ihnen zu was die Schwerpunktsetzung angeht. Aber ich kann Sie beruhigen: Dieses Fettnapfspringen
ist die Sache von einigen ganz Wenigen, und es werden auch immer weniger. Und die sind in der Kommission,
die nach Rom geht, nicht drin.
Naja, so einfach ist es aber auch nicht. Die schrankenlose Meinungsfreiheit zählt aus guten Gründen
nicht zum Gegenstand des katholischen Naturrechts. Sie zu fordern ist etwas eigenartig, wenn man zugleich
eine katholische Haltung für sich beansprucht.
Wie gut, dass ich katholisch bin! Bislang ging ich davon aus, dass nur Gott in die Herzen schauen kann.
Da Gott es kann, musste es „auch“ heissen. Ich kann es nicht, weshalb ich auch nicht so munter urteile
wie Altmann es tut. Mit welcher Formulierung ich hier in diesem Forum jemals auch nur ein Dogma geleugnet
haben sollte (was ja Altmanns Urteil, ich sei nicht katholisch, impliziert) bleibt mir unklar. Es gibt,
Altmann, bislang keine Dogmen wie: „Wer den FSSPX-Generaloberen nicht für einen Verräter hält, sei
ausgeschlossen“ oder „ubi Papa, ibi non Ecclesia“. „Für die Kirche“ schrieb vor einiger Zeit ganz richtig,
es sei müßig, mit Sektierern wie Ihnen und Ihresgleichen zu diskutieren. Er hatte recht. Wer nicht Ihrer
Meinung ist, der ist böse, nicht katholisch etc. Ihnen gehen maßgebliche katholische Tugenden ab, wie
Klugheit, Mäßigkeit, Humor, geistige Weite. Deshalb sind Sie outnumbered, deshalb hört niemand auf
Sie, deshalb gehen Sie mutmaßlich Ihrem ganzen Umfeld (sofern Sie eins haben und kein Einzelgänger sind)
auf den Nerv und gelten als Sektierer – deshalb und nicht, weil Sie katholisch sind. Sie missbrauchen
den Glauben als Entschuldigung für persönliche Defizite. Und weil ich diese Probleme nicht habe, aber
gleichzeitig katholisch bin, sind Sie auch so aggressiv. Denn es zerstört Ihr Weltbild, wonach der Glaube
den Misserfolg zwingend erfordert – er tut es nicht! Um es also klar zu sagen: Ich bin katholisch, bleibe
es, und lasse es mir auch von Ihnen nicht vermiesen! :)3
Offenbar kann auch Altmann in die Herzen schauen Mann, Mann, Altmann, sagenhaft, wie Sie mir so per Ferndiagnose
den Glauben absprechen, nur weil ich es wage, die Handlungen des Generaloberen der FSSPX gut zu finden.
Wozu fehlgeleiteter Eifer doch alles fähig ist … Jedenfalls ist dankenswerterweise das Geschrei einiger
Herren hier irrelevant. Die Kommission für die Gespräche mit Rom ist ernannt, die Namen können im Amtsblatt
der FSSPX nachgelesen werden, einschließlich des Vorsitzenden, und damit kann es nun losgehen. Lux, ich
stimme Ihnen mal wieder 100%ig zu: hier wird der Gesamtkirche ein unschätzbarer Dienst erwiesen, in dem
endlich die Geltung der Tradition über die Konzilsdokumente und damit der Tod des „Geistes des Konzils“,
dieses Zerstörungsgeistes, festgestellt werden kann. Hoffen und beten wir also, dass diese Gespräche
die doktrinelle Klarheit in der Kirche wieder herstellen.
Das ist ja nicht auszuhalten! Können Sie nicht lesen? Bischof de Galaretta lehntg ein „rein praktisches
Abkommen“ ab. Das steht in dem zitierten Auszug mehrmals. Also eine rein kirchenrechtliche Übereinkunft
ohne Klärung der Lehrfragen. Was nun beginnen sind aber gerade Diskussionen über Fragen der Lehre. Insofern
sagt das Zitat von Ihnen, Sinah, nicht das Geringste zu den Verhandlungen, wie sie nun stattfinden. Es
ist doch klar und immer klar gewesen, dass vor einer Übereinkunft die doktrinellen Fragen geklärt werden
müssen. Und das soll ja nun geschehen. Es geht also genau darum, die von Bischof Fellay angesprochenen
Kritikpunkte zu klären. Sie drei Sedisvakantisten versuchen Widersprüche zu konstruieren, wo einfach
keine sind.
@ Altmann, Carl etc.; Sie wissen einfach nicht, was Gehorsam ist Sie sind gehorsam, solange der Vormann
das tut, was Ihnen passt. Das ist aber kein Gehorsam. Man muss den Oberen auch dann folgen, wenn man anderer
Meinung ist. Die Notstandsgrenze zieht auch nicht. Denn darauf können Sie sich nur berufen, wenn die
Haltung der Oberen unter allen in Betracht kommenden Auffassungen falsch wäre. Und dass Sie den Oberen
der FSSPX unterstellen wollen, man könne deren Haltung nach keiner in Betracht kommenden Haltung vertreten,
hoffe ich nicht. Solange man die Entscheidungen der Oberen irgendwie rechtfertigen kann, haben Sie kein
Recht, hier derartig vom Leder zu ziehen. Dass ich es hier leicht habe, weil ich die Haltung der Oberen
nicht nur rechtfertigen kann, sondern sie sogar sehr schätze ist sicher richtig. Aber wollen Sie mir
das vorwerfen? Wenn ich anderer Meinung wäre, wäre ich doch loyal. Und damit wir uns richtig verstehen:
was immer bei den Gesprächen in Rom herauskommt, meine Konsequenz steht fest; ich bleibe katholisch.
Dazu gehören aber auch eine Weite im Denken, es gehören Mäßigkeit und Klugheit dazu, ein Sinn für
die Realität, Achtung der Autoritäten und Humor – alles, was Ihnen, wenn man Ihre eifernden Beiträge
als Beurteilungsgrundlage nimmt, abgeht. Und deshalb hört auch keiner auf Sie, deshalb sind Sie so outnumbered,
und deshalb diese Aggressionen hier im Deckmantel des Alias, den sich auch Klaus Barbie nahm.
#217 Pius XII 15:49:46 | Donnerstag, 16. Juli 2009
Dann, Altmann, klopfen Sie eben auf Ihre Schenkel Wissen Sie, Altmann, ob Sie mir nun glauben, ich sei
just for fun hier dabei, oder nicht, das ist mir egal. Jeder, der denken kann, weiss dass es so ist, ganz
einfach, weil dieses Forum nahezu keine Relevanz hat; hier lesen vielleicht drei-vier Leute mit, und die
haben eh ihre Meinung. Es gab einen Fall, da war es anders, das war Diestedde, da schrieben plötzlich
30 Leute, darunter einer, der sich selbst als „absoluten FSSPX-Insider“ bezeichnete. Wer das war ist mittlerweile
bekannt. In diesem einen Fall war es mehr als Privatvergnügen für mich, da war es Solidarität. Ansonsten
habe ich einen enormen Vorteil hier: dass ich alles, was ich hier so schreibe, auch locker anderswo sagen
könnte, ohne dass jemand überrascht wäre oder es mir schaden würde. Ich schreibe nämlich im Netz
nicht anders als ich sonstwo argumentiere. Vergleichen Sie das nur mal mit Ihren Aussagen und denen Ihres
Gesinnungsgenossen Carl in diesem Thread. All die Angriffe und Unterstellungen gegen die FSSPX-Oberen,
bis hin zu dem geschmacklosen Ausfall gegen Bischof Tissier als „Kämmerchen-Professor“. Wir können diese
Debatte gern fortsetzen, dann aber unter Klarnamen, gern auch unter Einschluss eines Paters. Es gibt kein
Recht darauf, im Internet unter Alias (nebenbei der selbe Alias wie von Klaus Barbie, dem „Schlächter
von Lyon“, was ich schon bemerkenswert finde) zu stänkern. Solange es bei Ihnen nur zur klandestinen
Meinungsäußerung reicht, sind Sie eh irrelevant, denn das real life ist nunmal real.
#215 Pius XII 13:57:09 | Donnerstag, 16. Juli 2009
Altmann, ich versuche es weiter. Dennoch, Sie sollten über lux Worte nachdenken. So wirken Sie: ein Mensch,
der Argumenten nicht zugänglich ist. Und weiter: Ich muss hier gar niemandem etwas klar machen. Ich bin
in diesem Forum just for fun. Diesen thread lesen vielleicht vier Leute. Glauben Sie wirklich, dafür
lohnt es sich, Aufwand zu betreiben? Das ist mein Privatvergnügen. Wegen Ihrer Frage: Warum fragen Sie
das Bischof Fellay nicht selbst, wenn Sie so ein toller „Insider“ sind, wie Sie behaupten? Vermutlich
würde er Ihnen antworten, dass man unterscheiden muss zwischen 1) dem Konzil, wie es die Linken verstehen
und 2) den Einzeltexten und er hat damals eben 1) gemeint. B16 habe nun aber 1) verworfen, also rede man
nun über 2) und man dürfe das nicht verwechseln. Ich selbst finde aber schon Ihre Frage dümmlich. Denn
Sie unterlassen permanent das, was man in der Linguistik „Textsortenkritik“ nennt. Eine Interviewantwort
ist was anderes als ein bischöfliches Manifest, ein Statement in einer Podiumsdiskussion ist was anderes
als ein offizielles Dokument. Sie können doch nicht allen Ernstes jedes Interview der letzten 10 Jahre
durchforsten und dann Wortklauberei betreiben. Niemand wird sich immer eindeutig, präzise und druckreif
für die Ewigkeit ausdrücken, niemand. Es kommt immer auf die Linie an, die sie aus den Dokumenten extrahieren
müssen. Und die hat sich bei Bischof Fellay nicht einen Jota geändert. Er ist der legitime Erbe des
Erzbischofs.
#212 Pius XII 11:11:55 | Donnerstag, 16. Juli 2009
Altmann im Zitateladen Altmann, Sie sollten mal beim Hl. Thomas von Aquin nachlesen. Danach sind Autoritätsargumente
stets die schwächsten. Kommen wir zum Kern der Sache: Egal ob der Erzbischof, Bischof Fellay oder P.
Pfluger, egal ob B16 oder wer sonst, jeder, der sich ernsthaft mit dem Vat II auseinandersetzt muss immer
zuvor klären, wie er das Vat II versteht – entweder als eine „Ereignis“, als einen Block, als neues Pfingsten,
als Superdogma etc., also als Blankovollmacht für alles und jedes, so dass die ganze Tradition nur noch
im Lichte des Vat II gelesen werden darf. Das ist die eine Linie, die letztlich bis zum Tode JP2 die gängige
war. Oder aber man versteht das VatII als eine Textsammlung, man nimmt den Wortlaut der Dokumente, man
ordnet das VatII seinerseits in die Tradition ein. Tut man das, kommt man schnell an zwei Probleme: zum
einen die Schwammigkeiten und Mehrdeutigkeiten, zum anderen an die 5 % Texte, die eine akatholische Auslegung
eher nahelegen als eine katholische. Alle scharfen Zitate des Erzbischofs, die Sie bemühen, richten sich
immer gegen das VatII in der linken Auslegung. Immer gegen den „Block“. Und solange das die gängige Interpretation
in der Amtskirche war, konnte es kein agreement geben. Das nicht zu sehen war das Verhängnis der FSSP.
Aber mit dem Amtsantritt von B16 hat sich hier eben etwas grundlegend geändert. Der verwirft ja selbst
diese Auslegung des Konzils als Block. Nun geht es um die Texte. Und da muss die Antwort der FSSPX differenzierter
sein.
Danke, Altmann! Natürlich weiss ich, wer diese absolut richtigen und weisen Worte gesagt hat. Nur verstehen
muss man sie können! 1) Aus den Texten kann kein „klarer kirchenpolitischer Kurs abgeleitet werden, weil
sie so schwammig sind“. Absolut richtig! Also auch kein Kurs gegen die klassische Theologie. Einfach keiner.
2) „Das „Ereignis muss ad acta gelegt werden.“ Noch richtiger! Denn es ist gerade die Linie der Linken,
das Konzil „als Ereignis“ zu interpretieren. Das ist eben jene Interpretation, die uns so zu schaffen
macht und die die Kirche vergiftet. Sie sehen: alle diese großen Geister unterscheiden immer sehr sauber
zwischen a) den Dokumenten als solchen, die mehrdeutig, schwammig, interpretationsoffen, belanglos, aber
(mit genz wenigen Ausnahmen) nicht offen häretisch sind und auch nicht zwingend den postkonziliaren Niedergang
und Abfall herbeiführen und b) dem Konzil, verstanden als „Superdogma“, „Block“, „Ereignis“, „Neues Pfingsten“
etc. Diese Unterscheidung zwischen Texten einerseits und Ereignis andererseits haben Sie drin. Und die
haben Sie bei Bischof Fellay, beim Erzbischof und folglich auch bei dem von Ihnen zitierten brillanten
Geistlichen. Ohne die geht es nicht. Jedenfalls war das seinerzeit ein absolut überzeugendes Interview,
das auch entsprechend beachtet wurde. Es zeigt, dass die heutige FSSPX-Führung würdige Nachfolger des
Gründers sind. Sein Kurs, der auch das Maßhalten einschließt, kein Modernismus, kein Sedisvakantismus,
der wird gehalten. Weiter so!
Naja, Inquisitor, aber dann wäre selbst der Hl. Vater ein Gegner des Konzils. Denn Kardinal Ratzinger
sagte 1988 in Chile jene in konzilskritischen Kreisen gern zitierten Worte: Aber es gibt eine einengende
Haltung, die das Zweite Vatikanum isoliert und die Opposition hervorgerufen hat. Viele Ausführungen vermitteln
den Eindruck, daß nach dem Vatikanum II jetzt alles anders ist und das Frühere alles keine Gültigkeit
mehr haben kann, oder, in den meisten Fällen, diese nur noch im Lichte des Vatikanum II hat. Das Zweite
Vatikanische Konzil behandelt man nicht als Teil der lebendigen Tradition der Kirche, sondern direkt als
Ende der Tradition und so, als fange man ganz bei Null an. Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst kein
Dogma definiert hat und sich bewußt in einem niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte;
trotzdem interpretieren es viele, als wäre es fast das Superdogma, das allen anderen die Bedeutung nimmt.
„niedrigerer Rang als reines Pastoralkonzil“ ist O-Ton des Kardinals und heutigen Papstes. Und „Mater
et Magister“ klingt ähnlich. Insofern scheint mir „Pastoralkonzil“ schon ein anerkannter Begriff zu sein –
zutreffend allemal.
Sorry, Für die Kirche, aber das stimmt nicht ganz Glaubt Ihr etwa, daß Stephen Heiner dies ohne Erlaubnis
und mit Absicht gegen den General gemacht hat? Stephen Heiner ist dem Vernahmen nach Sedisvakantist. Auf
keinen Fall ist er Mitarbeiter beim Angelus-Verlag. Er ist auch nicht bei „The Remnant“ angestellt. Er
ist freischaffender Künstler. Er handelt nicht im Auftrag irgendeiner FSSPX-Instanz. Das war ein Interview
auf eigene Faust. Hier war nichts abgestimmt oder abgeklärt. Surely not.
Herr Inquisitor! Wo gibt es denn – außer als theologische Meinung – eine verbindlche Begriffs-Definition
von enem „Pastoralkonzil“ In der Eröffnungsansprache von P. Johannes XXIII „Mater et Magister“. und dann
eine allgemein akzeptierte Unterscheidung zwischen einem „Pastoralkonzil“ und allen anderen Konzilien?
Folgt daraus. In meinem Konzilskompendium, „Die Beschlüsse des Konzils“, Leipzig 1965 (also die ostdeutsche
Alternative zu Rahner/Vorgrimler) steht das ausdrücklich als Vorbemerkung: Man solle, ich zitiere frei,
beachten, dass das Konzil entsprechend der Eröffnungsrede von P. Johannes XXIII keine allgemein verbindlichen
Lehren verkündet habe und deshalb auch das Gewissen nicht binde. Diese Ausgabe hat selbstverständlich
Imprimatur. Der Terminus „Pastoralkonzil“ als unicum ist nach meinem Kenntnisstand allgemein anerkannt.
Was genau sich daraus ableitet, wie also die Verbindlichkeit en detail zu bewerten ist – darübr streiten
logischerweise die Theologen; je linker, umso höhere Verbindlichkeit, eigenartigerweise nicht für die
Texte an sich, sondern für das „Ereignis“. „Dogmatische Konstitution“ heisst eigentlich nur, dass sie
Fragen der Dogmatik zu Gegenstand hat, also die Ecclesiologie. Aber auch hier gilt: keine neuen Lehren,
die verbindlich wären. Nur Interpretationen des alten, die bewusst ezitabhängig sein sollten und keineswegs
das alte, auf dem es ja aufbaut, entwerten sollten. Das kam erst bei der Rezeption.
Zitieren ist das eine, verstehen das andere Erzbischof Lefebvre schrieb: Die Mehrdeutigkeiten und Doppelsinnigkeiten
dieses Pastoralkonzils enthielten das Gift, das sich dann mit Hilfe der Reformen und der Anwendung des
Konzils in der ganzen Kirche ausgebreitet hat. Frage: Was also enthielt das Gift? Lösung 1) das Pastoralkonzil
als solches? oder Lösung 2) Die Mehrdeutigkeiten und Doppelsinnigkeiten der Texte? Richtig! Es ist Lösung
2. Es waren die Mehrdeutigkeiten und Doppelsinnigkeiten. Frage: Was muss also getan werden, um die Kirche
zu entgiften? Antwort: Es müssen die Mehrdeutigkeiten und Doppelsinnigkeiten eliminiert werden. Frage:
Wie geht das? Antwort: In dem man alle Unklarheiten durch eine autoritative Erklärung, die katholisch
sein muss, beseitigt. Erklärung: Nicht anders kann man dieses Zitat des Erzbischofs verstehen. Was der
EB anklagt („J’accuse“ ist übrigens eine Anspielung auf das berühmte „J’accuse“ der Dreyfuß-Affäre,
deshalb dieses „starke“ Wort) ist die Interpretation des Konzils durch die Liberalen. Also „Das Konzil
als Block, das Konzil als Superdogma“. Dieses Konzil lehnt er 100 % ab. Die Texte hingegen kritisiert
er nicht als solche, sondern wegen der Zweideutigkeiten. Ergo: Man muss a) die linke Interpretation kassieren
und b) die Texte klären. Einen anderen Weg gibt es nicht. Und bitte, Carl: Das wird Ihnen jeder Dogmatiker
in der FSSPX so bestätigen. Jeder!
Brandenburgis, das ist wirklich unakademisch! Ein Konzil als „Torte“ – und dann bauen Sie auf diesem ohnehin
verunglückten Vergleich auch noch Schlussfolgerungen auf. Also bitte! Dieser Blogeintrag ist wirklich
lesenswert ….osservatore-vaticano.org/…rticle-33117157.html. Denn er sagt doch genau das aus, worum
es geht, nämlich aus den (interpretationsoffenen) Dokumenten etwas anderes zu machen als die herrschende
altlinke Lehre behauptet: eine katholische Stellungnahme zur Welt der 1960er Jahre mit niedriger Autorität.
Damit wäre das Konzil (also Ihre Torte) zwar noch immer nicht schmackhaft, aber immerhin genießbar.
Sie würde dann noch einige Zeit Bauchgrimmen verursachen, wahrscheinlich gäbe es auch dünnen Stuhlgang.
Aber das wär’s dann auch. Wenn Sie unbedingt Konditor bleiben wollen: Die Torte enthält ein Gift. Das
Kind hungert. Der Arzt hat das Gegengift. Er spritzt es in die Torte und versichert: nun kann man sie
essen, sie sättigt, schmeckt aber sicher etwas bitter. Der Arzt ist ein absoluter Könner und vertrauenswürdig.
Was machen Sie: Die entgiftete Torte essen oder verhungern? Also! Machen wir uns doch nichts vor: Niemals
kann die Kirche ein Konzil einfach kassieren. Ich bitte Sie! Das ist ja der feuchte Traum aller Linken.
Dann kassieren die morgen das IV. Laterankonzil und übermorgen Nicäa. Man kann es nur durch Interpretation
einebnen. Und das lässt das Vat II als Pastoralkonzil nun einmal ausdrücklich zu (im Gegensatz zu zu
den dogmatischen Konzilien). Es ist der einzige gangbare Weg. Und das sollte Ihnen eigentlich klar sein.
Das ist es! Sehr gut! So sehe ich es auch. Schöne Zitate: In dem Buch werde die These der Konzilsminderheit
aufgenommen, wonach das Zweiten Vatikanum soviel Autorität besitzt wie ein Familienvater im Gefolge der
68er Revolution. Man hat festgestellt, daß es keine wesentlichen Lehrunterschiede zwischen der Piusbruderschaft
und Rom gibt und daß das Zweite Vatikanum, dessen Dekrete von Erzbischof Marcel Lefebvre unterschrieben
wurden, nicht von der Tradition der Gesamtkirche getrennt werden kann.
Vorsicht was Irland angeht Der Entschädigungsfonds wird zum weit größeren Teil vom Staat gefüllt.
Die Orden erhielten für die Heimbetreuung seinerzeit erhebliche Staatsmittel. Es ist in den Heimen schwer
gefehlt worden – daran gibt es keinen vernünftigen Zweifel, man kann höchstens über das Ausmass streiten.
Und die Liegenschaften sind vor der Wirtschaftskrise bewertet worden und heute weniger wert. Sie machen
nur einen Bruchteil des kirchlichen Vermögens aus, auch an Immobilien.
Logischer Fehler Es geht bei den Gesprächen in Rom aber nicht um eine Torte, sondern um ein ökumenisches
Konzil der Hl. Kirche. Vergleiche veranschaulichen einige Aspekte, aber nie alle, und sie können hinken.
Und ich persönlich finde den Tortenvergleich wenig hilfreich.
@ Alois Bischof Dies bedeutet die Ablehnung des Ökumenismus, der Assisi-Gebetskonferenzen, der Erklärung
zur sog. Religionsfreiheit, die Ablehnung einer Theologie des Dispensationalismus zum Thema Judentum,
und die Akzeptanz der Mission aller Völker der Welt. Absolut d’accord! In der Konzilskirche und in den
von ihr beherrschen Pfarreien und Klöstern könnte so eine Kontrarevolution und Kontrareformation des
21. Jahrhunderts nur nach totalem Zusammenbruch und weltkriegsähnlichen Ereignissen noch stattfinden.
Sie Kleingeist! Die Hände in den Schoß legen und rufen „Wir können gar nichts machen, lieber Gott,
tue Du es!“ ist alles, nur nicht katholisch. In Fatima sagte die Gottesmutter voraus. Nein, das tat sie
nicht, das ist Ihre Interpretation.
Danke, für die Kirche Sie haben absolut recht. Aber hier spielen bei Altmann auch kleinere persönliche
Animositäten herein, deshalb der Eifer Die Situation ist letztlich sonnenklar: Das Konzil als „Superdogma“
ist zu 100 % abzulehnen. Bei den Dokumenten geht es darum, eine Leseanleitung zu erhalten, die dann jede
Interpretation gegen die traditionelle Lehre verhindert. Ist das möglich und geschafft, dann gibt es
keinen Notstand mehr. Zuständig das zu beurteilen sind die statutengemäßen Autoritäten, also der Generalobere,
mit ihm der Generalrat und schlussendlich das Generalkapitel. Und niemand sonst. Es ist einfach ätzend
und unkatholisch, wenn hier selbsternannte „Hardliner“ meinen, sie müssten die klaren Spielregeln aushebeln,
nur weil die Autoritäten eben einfach anderer Meinung sind als die „Hardliner“ oder einfach etwas schlauer
(was ja nicht schwer ist). Warum kann sich nicht auch ein „Hardliner“ dem Urteil der Berufenen beugen,
egal, wie es ausfällt? Diese Sektierer sind einfach nur grauenhaft.
Altmann, Sie weichen aus! Tatsache ist doch, dass Sie genausowenig wie ich wissen, was genau der Erzbischof
unterschrieben hat. Wir sind beide auf Sekundärquellen angewiesen. Und Bischof Tissier äußert sich
nun einmal eindeutig. Aber ich werde Ihren Einwand überprüfen und nochmals nachfragen. Dann: Ich unterstelle
dem Erzbischof keine Lüge. Der Vorwurf ist lachhaft, abgesehen davon müssten Sie ihn genauso gegen Bischof
Tissier erheben. Tun Sie das? Weiter: Ich stelle mir das Verhältnis von Abstimmung und Unterschrift wie
beim Urteil eines Kollegialgerichts (z.B. OLG-Zivilsenat, 3 Richter) vor. Zunächst wird über das Urteil
abgestimmt. Auch bei einer 2:1-Entscheidung unterschreibt dann der unterlegene Richter die Urteilsausfertigung
als Zeichen der Einheit und Autorität des erkennenden Senats. Er erklärt also ungeachtet seiner inhaltlichen
Ablehnung seine Zugehörigkeit zum Spruchkörper, der diese Entscheidung erlässt. Nichts anderes kann
für die finale Unterschrift aller Konzilsväter angenommen werden. Aber auch hier gilt: Ich lasse mich
jederzeit eines besseren belehren. Bislang wurde es mir aber so erklärt. Schriften des EB, die ich gelesen
habe: „Sie haben Ihn entthront“, „Brief an die ratlosen Katholiken“, „Meine vierzig Bischofsjahre“, „Die
kurze Geschichte … „ sowie die maßgeblichen Erklärungen, etwa zur Bischofsweihe. Reicht das? Ihre
sonstigen Mutmaßungen und Unterstellungen sind schlicht abwegig und fallen auf Sie zurück.
Altmann, Sie sind ein Schlaumeier! Wir haben zwei Dokumente: die Biographie von Bischof Tissier und den
Auszug aus dem Fideliter (ich glaube Ihnen mal, dass Sie das richtig wiedergebenen haben). In der Biographie
steht: Er hat alle Dokumente unterschrieben. Und das hat Bischof Tissier mir bestätigt – ohne einen Hinweis,
das ändern zu wollen oder dass er sich beim Schreiben geirrt habe (weshalb ich Ihnen auch diesbezüglich
nicht glaube, pardon, aber da hat der Bischof einfach eine höhere Glaubwürdigkeit). Im Interviewauszug
steht drin: Die Abstimmung war geheim (es ist keine explizite Aussage über sein Abstimmungsverh) und
anschließend hat er auf großen Blättern unterschrieben, diese waren Anwesenheitslisten. Insofern steht
fest: Der EB hat irgendetwas unterschrieben. Es steht weiter fest, dass die eigentliche Abstimmung zuvor
erfolgt war. Wir können davon ausgehen, dass er bei der Abstimmung dagegen gestimmt hat. Wir wissen nicht,
welche Bedeutung die Unterschriftenlisten haben. Entweder gar keine (Anwesenheitsliste) oder aber die
anschließende Ausfertigung und Bekräftigung durch alle Konzilsväter. Wir wissen schließlich nicht,
ob die Bedeutung der Unterschriftenlisten allen Teilnehmern bewusst war. Das muss man mal klären. Die
Biographie von Bischof Tissier legt hier nahe, dass es eine Unterschrift zur Ausfertigung, also mehr als
eine reine Anwesenheitsliste war. Ich weiss es nicht, denn ich habe keine andere Quelle. Wissen Sie es
besser? Oder üben Sie sich gerade in einem synthetischen Urteil a priori?
Carl, Was ist daran so schwer? Sie müssen mal unterscheiden zwischen 1) den Dokumenten des Konzils, also
den Worten und 2) der Interpretation dieser Dokumente als ein „Superdogma“. Zunächst zu 2) Nach der Meinung
der Modernisten ist das Konzil weit mehr als nur eine Textsammlung in einer Reihe anderer, älterer Texte.
Es ist ein „Ereignis“. Es ist nach dieser Auffassung egal, was in den Texten steht, entscheidend ist,
dass dieses Ereignis stattgefunden hat. Die Texte bedeuten danach nicht, was in ihnen steht, sondern nur,
dass nur alles anders ist, aber was genau sich wie ändert, ist nicht vorgegeben. Alles ist nun also neu,
veränderlich, frei schwebend. Dagegen hat sich B16 bereits als Kardinal mehrfach scharf gewandt, und
er hat sie als Papst mehrfach eindeutig verworfen. Das so verstandene Konzil muss man als Katholik vollständig
ablehnen! Das ist es, was EB Lefebvre meinte. Zu 1) Dann gibt es die bloßen Dokumente. Und die kann man,
wenn man sie mit den klassischen Interpretationsmethoden liest, eben zu 95 % ohne weiteres akzeptieren.
Da steht viel Richtiges, noch mehr Belangloses, sehr viel Zeitabhängiges drin, einiges, was man zwar
hinnehmen kann, aber nicht wirklich gut findet, aber keineswegs etwas Häretisches. Das sagt Bischof Fellay
so, und das hat auch der EB nie in Abrede gestellt. Und 5 % sind eben schwer missverständlich, die müssen
durch eine nota previa so „eingegrenzt“ werden, dass man sie nur noch katholisch verstehen kann – quasi
eine verbindliche Leseanweisung. Darum geht es jetzt!
@ Altmann Ich beziehe meine Kenntnis aus der Biographie des Erzbischofs von Bischof Tissier. Ich habe
den Bischof unlängst in Berlin bei der Firmung getroffen und auch danach gefragt. Er sagte, der Erzbischof
habe alle Dokumente unterschrieben. Richtig ist, dass er bei den Abstimmungen (wahrscheinlich, es war
keine namentliche Abstimmung) dagegen gestimmt hat. Aber nachdem sie beschlossen waren, haben alle Konzilsväter
zur Bekräftigung unterschreiben müssen – und, das sagt zumindest Bischof Tissier, da hat auch der Erzbischof
unterzeichnet. Aber bitte, ich prüfe es gern nach. Tun Sie es doch auch und lesen Sie mal die wirklich
empfehlenswerte Biographie des Erzbischofs (das haben Sie Schlaumeier nämlich offensichtlich nicht getan,
sonst würden Sie mich hier nicht so angreifen).
Logisch Und das Lehramt äußert sich seit den Aposteln in seinen Dokumenten. Die haben eine verschiedene
Wichtigkeit, verschiedene Bedeutung. Unantastbar sind die Dogmen. Bei allem, was darunter steht, ist in
gewissen Grenzen eine Abweichung erlaubt. Wenn man auf dieser Basis an Vatikanum II und die heutige Universitätstheologie
rangeht, dann wird es die Einheit geben.
Echte Inquisitoren waren präziser Inquisitor, Sie müssen genau lesen. Ich habe gesagt, es sei gut, ihn
zu unterstützen, Kritik kann jeder. Ich habe nicht gesagt, es sei nötig im Sinne, sonst passiere etwas.
Er verdient jede Unterstützung, es ist gut, wichtig und richtig, ihn zu unterstützen, und er hat diese
Unterstützung auch. Insgesamt ist die Situation also sehr gut. Die FSSPX ist sich einig, die Führung
ist klar, die Prinzipien auch, und bei der Anwendung auf die aktuelle Situation sind alle mit dem General
zufrieden. Damit ist schon mal sicher, dass die Verhandlungen nicht etwa an inneren Unsicherheiten auf
seiten der FSSPX scheitern, sondern es wirklich um Theologie gehen kann. Also, insgesamt ist alles paletti.
Aber natürlich soll man sich darauf nicht ausruhen, sondern alles tun, damit es so bleibt.
Lieber Carl! „Aus Geheimdienstkreisen“ – wow! Bischof Fellay setzt vollständig die Linie des Erzbischofs
Lefebvre fort, auch wenn Sie das nicht erkennen wollen. Der Erzbischof hat ALLE Dokumente, also 100 %,
unterschrieben. Was er als „Block“ bezeichnet, was das Konzil in der Interpretation der Linken. Das wissen
wir ja alle, dass die jeden antikatholischen Unsinn durch den lapidaren Hinweis auf „das Konzil“ rechtfertigen –
und nie sagen, in welchem Dokument an welcher Stelle es denn nun stehe. Dieses „Konzil als Block“ oder
als „Superdogma“ lehnt wohl jeder, der echt katholisch ist, ab, zu 100 % ab. Auch der Papst lehnt das
jetzt ab. Jetzt geht es aber um das Konzil als Sammlung von Texten. Und hier sagt Bischof Fellay, mit
denen kann man zu 95 % leben, und Erzbischof Lefebvre unterschrieb 1962-65 sogar 100 %. Ich kann (muss!)
das Konzil, wenn es als Block, als allumfassendes Superdogma verstanden wird, zu 100 % ablehnen. Wenn
ich aber die Texte, Satz für Satz, Aussage für Aussage durchgehe, immer auf der Basis der traditionellen
Lehre, immer in dem Bewusstsein, dass es nur um die Erklärung der ewigen Lehre in einem neuen zeitlichen
Kontext handelt, also „im Licht der Tradition“, dann gehen 95 % ohne weiteres durch. Das ist einfach so,
oder glauben Sie wirklich, alle Bischöfe der 60er Jahre einschließlich des Erzbischofs wären Trottel
gewesen? Danke für die Kirche! Es ist billig zu kritisieren, es ist wichtig, den General zu unterstützen.
Kritik kann jeder.
Ruhe ist erste Bürgerpflicht Danke, für die Kirche. Jetzt ist Ruhe erste Bürgerpflicht. kath.net ist
eine Seite, die immer gegen die FSSPX war, erst hat man es für unverschämt erklärt, dass die FSSPX
die Aufhebung der sog. „Exkommunikation“ forderte, jetzt tut man so, als sei man immer dafür gewesen,
und noch nicht einmal die schlichte Tatsache, dass es ohne die FSSPX kein Motu Proprio Summorum Pontificium
gegeben haben würde kann man da anerkennen. Hier sind die säkularen Medien viel weiter, dort nimmt das
keiner ernst, alle schauen, was die offizielle FSSPX für Erklärungen abgibt. Wie ich bereits schrieb:
Dieses Interview ist fernes Grollen. Ich bin einfach dafür, Vertrauen in den Generaloberen zu setzen,
denn er macht seine Sache doch ausgezeichnet, er ist besonnen, souverän, maßvoll und hält klaren Kurs.
Nach den Priesterweihen dankte beim Essen der Regens dem Generaloberen ausdrücklich dafür, so Kurs zu
halten und weder in die eine, noch in die andere Richtung zu wackeln und es gab langanhaltenden, donnernden
Applaus – anwesend waren Bischof de Gallaretta, nahezu alle deutschen Patres plus die Oberen der meisten
europäischen Distrikte. Das ist die Realität. Nicht das, was Bi Williamson in seinem Interview Teil
I sagt. Und diese Geschlossenheit ist auch die Garantie dafür, dass die Verhandlungen mit Rom zu einem
für die Kirche guten Ergebnis führen – Klarheit über das Vat II durch das traditionelle Dogma – und
damit der Notstand beendet ist.
@ lux @ für die Kirche @ Lux, das passiert in der Hitze des Gefechts schon mal. Kein Problem :(3 @ für
die Kirche: Stimme zu. Wobei Carl wohl nicht mehr FSSPX ist. Er ist leider völlig abgedriftet. Er sagt
einen Zusammenbruch der Ordnung für den Oktober voraus und ist sehr aggressiv gegen den Generaloberen.
Es gibt ja die Menschen, die meinen, nur Sie allein wissen, was die „wahre“ FSSPX sei und die dann diese
„wahre“ FSSPX gegen die reale FSSPX in Stellung bringen – wobei die reale immer verliert, logisch. Die
können dann weiterhin die Messen der FSSPX besuchen, und auch gute Kontakte haben, aber sie sind im Herzen
längst weg. Rothkranz soll es dem Vernehmen nach genauso gemacht haben, bis er dann Kapellenverbot bekam.
Das wird Carl nicht passieren, weil er anonym bleibt. Aber es ist das selbe Schema.
Lieber „Lux in tenebris“ Ich hoffe doch, Sie meinten in Ihrem letzten Posting nicht mich, sondern „Pius.inquisitor“ –
denn bislang waren wir ja in der Sache immer einig. Wobei Sie auch hier in der Sache recht haben. Wenn
jemand Gebete gegen den Generaloberen empfiehlt, dann sollte man ihn nicht mehr ernst nehmen. Das ist
wie bei „Antipacelli“ und Co – das sind letztlich Sektierer.
Lieber Carl! Die Realität! Carl, ich wundere mich, wie ein so gläubiger Mensch wie Sie so wenig Sinn
dafür haben kann. Sie schreiben, Ihr Beichtvater (sicher ein FSSPX-Pater) habe Ihnen ein Gebet für die
Absetzung des Generaloberen empfohlen. Muss Sie das nicht stutzig machen über die spirituelle Qualität
des Beichtvaters? Es ist doch offensichtlich, dass er das nicht tun darf. Es gibt in BiWilliamsons Interview –
Teil II – eine Stelle, da sagt er „In my opinion he’s a truthteller“. Ein ungewollt entlarvender Satz:
Denn er setzt hier die eigene Meinung vor die Wahrheit. Wahr ist, was seiner Meinung entspricht. Das ist
moderne Erkenntnistheorie pur. Sie werden von mir keinen einzigen Satz finden, in dem ich auch nur ein
katholisches Dogma in Abrede stelle oder auch nur eine Häresie verteidige. Was Sie aber gern tun ist,
dass Sie Dinge zu Glaubensfragen machen, die keine sind. Ob es Gaskammern gab oder nicht ist eine Frage
der Geschichte, es ist auch eine Frage der Redlichkeit, die Beweise nicht einfach zu ignorieren, aber
es ist doch keine Frage der Religion. Sie irren wie die Linken, die am liebsten BiWilliamson deshalb exkommuniziert
hätten, wenn Sie mich vice versa deshalb zum unsicheren Christen erklären. Beides ist Modernismus, einmal
von links, bei Ihnen von rechts! Und nochmal: Gebete gegen Bischof Fellay sind sicher nicht gottgefällig.
Was ist daran schlecht? Der Textauszug ist doch eine insgesamt ausgewogene Auseinandersetzung mit dem
Tourismus. Wer das ablehnt, der hat einfach einen anti-akademischen Komplex.
Lieber Carl! 1. Wir hatten uns doch darauf verständigt, uns nicht länger den Glauben abzusprechen. Ich
bin kein Modernist. Ein Modernist ist einer, für den der Glaube keine Sache der (äußeren) Realität,
sondern des (inneren) Gefühls ist. Übrigens erklärt das niemand besser als Bischof Williamson in seinem
youtube-Spot www.youtube.com/watch?v=3L2bf18Hatg. Ich vertrete sehr nachdrücklich den Ansatz, dass religiöses
und säkulares Denken zusammengehören. Damit bin ich schon mal kein Modernist. Und philosophisch (insofar)
sehr nahe bei Bi Williamson, den ich übrigens in seiner Person und Gelehrsamkeit sehr schätze! Nur teile
ich seine Schlüsse häufig nicht, weil ich die Realität anders analysiere. Das ist aber keine Frage
von „Modernist“ oder nicht, sondern eine absolut zulässige Meinungsverschiedenheit. Und das sieht Ihr
Idol übrigens ganz genauso. Sie bauen hier Dogmen auf, wo keine sind. 2. Weil es eine Frage von zulässiger
Meinungsverschiedenheit ist, gilt das Gehorsamsprinzip. Deshalb ist die Kritik an Bischof Fellay unfein
und very unbritish. Wo es ums Dogma geht, bleibt für Gehorsam kein Platz – deshalb FSSPX, deshalb nach
wie vor Widerstand gegen Rom. Wo es um zulässige Differenzen geht, bleibt für Ungehorsam kein Platz.
Sie haben Ihre Meinung, andere haben eine andere, aber Sie haben nicht das Recht, die Anderen in ihrer
Redlichkeit und Ihrem Glauben infrage zu stellen oder gar die Autorität des Generals abzulehnen – solche
Gebete sind nicht richtig.
Fernes Grollen Bischof Williamson ist nicht der Generalobere. Es ist übrigens nicht gerade feine englische
Art, wie er sich aufspielt, den Generaloberen zu interpretieren und einzuordnen. Letztlich ist dieses
Grollen aus London nicht relevant. Es beginnen nun die Gespräche in Rom. Diese finden auf einer Fachebene
statt. Wir werden sehen, was die Theologen herausbekommen. By the way: Zu sagen, man wünsche keine Verständigung
mit dem Papst, ist nicht katholisch. Man muss sie immer wünschen, die Frage ist nur, was drin steht.
Man wünscht also keine auf Kosten der Wahrheit, aber darum geht es auch nicht. Ceterum Censeo: Angesichts
der Tatsache, dass Erzbischof Lefebvre alle Dokumente unterschrieben hat, finde ich die Aussage, die Dokumente
seien alle unkatholisch, mutig. Bischof Williamson ist eine bemerkenswerte und interessante Persönlichkeit.
Aber er kann irren, und er irrt nicht selten.
Pius XII unterstütze Staatsgründung Israels Das ist ein alter Hut. Zahlreiche kath. Staaten fragten
nämlich vor der entscheidenden UNO.Abstimmung beim vatikanischen Staatssekretariat an und wurden pro
Teilungsplan beschieden. Deshalb fand Golda Meir bei Pius’ Tod 1958 auch so lobende Worte. Seine mediale
Vernichtung kam nicht aus der jüdischen Ecke – mitnichten – sondern von ganz links, weil Pius XII der
wohl mächtigste Papst der Neuzeit war und der spiritus rector der europäischen Christdemokratie. Deshalb
förderte man den untalentierten Schriftsteller Hochhuth, dessen wahres Talent sich an Flops wie „wessis
in Weimar“ oder „McKinsey kommt“ zeigt. Die linke Kirchenfraktion sprang dem gern bei, um so die „vorkonziliare
Kirche“ zu diskreditieren. Wenn heutige Juden da mitmachen, dann eher mangels besseren Wissens und weil
es einfach dankbar ist, den Katholiken selbst zuzustimmen, dass die Kirche angeblich „antisemitisch“ war.
Die Wahrheit ist hingegen einfach: Die Kirche war nie antisemitisch, und niemand hat während des NS-Regimes
mehr Juden vor der Deportation und dem regelmäßig damit einhergehenden Tod bewahrt wie Pius XII, der
immer eine große Sympathie für die Juden hatte und deshalb stets ein Befürworter einer jüdischen Staats
in Palästina gewesen ist.
B16 fordert keine Weltregierung (@ Ruhrgebietler, @ Alois Bischof) Ich denke, da wird er von einigen hier
falsch verstanden: eine Weltregierung im Sinne der radikalaufklärerischen Kirchenfeinde des 18. Jhds
war ja eine souveräne Instanz, die alle Bereiche des öffentlichen Lebens regulieren konnte. Der Papst
fordert doch aber, soweit ersichtlich, eine Behörde mit klar abgegrenzten Rechten und Pflichten, um etwas
zu regulieren, was einfach eine etwas intensivere Regulierung nötig zu haben scheint, die national nicht
geschafft wird (nach seiner Meinung und der Meinung vieler anderer auch). Weltregierung = allzuständig,
allmächtig, umfassend Papstvorschlag = eine Behörde mit engen Zuständigkeiten, genau festgelegten Kompetenzen
Verschiedene Behörden für verschiedene Aufgaben auf verschiedenen Ebenen (Stadt, Region, Land, Großraum,
Welt) ist aber das Gegenteil einer einheitlichen Weltregierung. Es ist ein „status mixtus“, letztlich
etwas gutkatholisches. Es gibt eben Dinge, die kann man national nicht mehr regeln (einfaches Bsp: Flugverkehr),
es gibt Sachen, die sollte man national nicht regeln, weil es regional oder kommunal viel besser geht
(Bsp: Kulturförderung, Stadtplanung). Das nennt man Subsidiarität. Die „Aufklärer“ hingegen wollten
alles einer Instanz zuweisen. Der Begriff dazu lautet: Souveränität. Deshalb z.B. der frz Zentralismus.
Katholisch: Subsidiarität Antikatholisch: Souveränität Die Begründung des Papstes ist hier gut katholisch.
Santa Rita und andere irren.
Brandenburgis, was ist los, wir sind ja einer Meinung! Soweit ich es bereits lesen konnte und auch nach
den Zusammenfassungen hier und andernorst ist diese Enzyklika wirklich katholisch. Das ist ja ein weites
Feld, und man kann katholisch sein und anderer Meinung. Aber dem Papst im Namen irgendwelcher obskurer
Verschwörungstheorien – wie „santa rita“ – die Katholizität abzusprechen – das ist absurd!
Theorem der komparativen Kosten Es gibt wenig, worüber sich nahezu alle ernstzunehmenden Ökonomen einig
sind. Aber der wohlstandsfördernde Effekt des Freihandels zählt dazu. Da nach katholischer Lehre Glaube
und Wissenschaft sich ergänzen, und zwar alles aus dem Glauben, aber eben nicht mit dem Glauben gemacht
werden muss, kommt auch der Papst um diese wissenschaftliche Erkenntnis nicht herum. Marktwirtschaft und
Freihandel sind unverzichtbar.
Przybislaw, sowas kommt von sowas Przybislaw, von Ihrem sedisvakantistischen Standpunktaus müssen Sie
zu diesen Schlüssen kommen. Ich teile Ihren Ausgangspunkt bereits nicht. Ich sehe die Kirche als Kirche
an, den Papst als Papst und gehe von einer Krise dieser Kirche aus. Die FSSPX ist dann die Erneuerungsbewegung.
Also muss sie sogar versuchen, alle sich ihr bietenden Chancen zu nutzen. Das Konzil ist ein Konzil der
Kirche gewesen, Erzbischof Lefebvre hat alle Dokumente unterschrieben. Es ging immer nur um die Deutung
und die Einebnung einiger weniger Sätze. Was Bischof Fellay auf dem zitierten SiSiNoNO-Kongress komplett
verurteilt haben wollte war die „Das-Konzil-als-Superdogma“-Theorie. Das so verstandene Konzil muss verurteilt
werden, claro! Worüber er gegenüber der „Presse“ spricht sind die einzelnen Dokumente. Beide Aussagen
schließen also einander nicht aus, sondern sind vielmehr zwei Seiten der selben Medaille. Bischof Fellay
ist seinem Kurs absolut treu geblieben. Ich erkenne keine Korrektur.
@ Wassers, @ Przybislaw Sie beide sind Sedisvakantisten. Folglich müssen Sie die Einigungsbemühungen
zwischen dem Papst und Bischof Fellay ablehnen. Nur: Die FSSPX war nie sedisvakantistisch. Sie hatte alle
nachkonziliaren Päpste immer im Kanon. Bischof Fellay bleibt einfach der FSSPX treu und macht den Sedisvakantismus
nicht mit. Und dass mit Benedikt XVI. eine neue Situation eingetreten ist kann man nicht abstreiten. Messe
rehabilitiert, „Exkomunikationen“ weg, eine neue Offenheit für die Tradition, auch innerhalb der Amtskirche
Diskussionen über das Vatikanum II. Das ist alles neu. Die FSSPX muss darauf reagieren, schließlich
hat sie das ja alles (mit-)erwirkt. Etwas mehr Vertrauen, bitte! Und, Wassers, Ihre persönlichen Angriffe
und Herabsetzungen des Bischofs sind einfach nur abstoßend!
Ein geniales Interview! Ich weiss überhaupt nicht, wie man sich über dieses Interview aufregen kann.
Bischof Fellay fordert von Rom nichts Unrechtes, nur Klarheit – bitte, das wird man wohl von einem Papst
erwarten dürfen. Und er stellt nochmals seine Position dar. In der Sache eindeutig, im Ton höflich und
dialogbereit. Vergleicht das mal mit den deutschen Bischöfen!
@ Seefeldt, @ Tridentinus Seefeldt, so äußert man sie nie einer Dame gegenüber. Besonders nicht, wenn
man ein Konservativer ist. Das ist vulgär. Tridentinus, ich stimme Ihnen hundertprozentig zu! Auch wenn
die deutschen Bischöfe alles daran setzen, es zu blockieren, aber dieser Papst hat das Klima in Kirche
und Gesellschaft spürbar gewandelt, so dass der Notstand eindeutig geringer geworden ist. Aber solange
es keine verbindliche Erklärung zur Frage nach dem Verständnis des Vat II gibt und die FSSPX dementsprechend
nicht regularisiert ist, besteht der Notstand noch fort und rechtfertigt die Handlungen der FSSPX.
Aber Gnädige Frau, so schwer ist das doch nicht! Sobald es zu einer Einigung mit Rom kommt, gilt diese!
Und zuvor gilt Notstand. Sehen Sie, die Einigung würde doch aller Voraussicht so ausehen, dass eine Personalprälatur
herauskommt. Braucht die für eine Kapellenweihe oder eine Priesterweihe die Erlaubnis des Ortsbischofs?
Es ist ja wenig überzeugend, von der FSSPX im ungeregelten Zustand mehr zu erwarten als später im geregelten,
oder?
Clarissa, mit Verlaub, aber Sie schreiben Nonsens! Was Sie schreiben würde zutreffen, wenn die FSSPX
bereits regularisiert wäre und nun ein solches Verbot käme. Dann müsste man gehorchen. Aber die Ausgangslage
ist doch eine ganz andere. Seit spätestens 1976 sind alle sakramentalen Handlungen der FSSPX aus römischer
Sicht gültig, aber unerlaubt. Aus FSSPX-Sicht erlaubt wegen Notstands. Nun gibt es Gespräche, die das
Ziel haben, die kirchenrechtliche Regularisierung zu bewirken (römische Sicht) bzw den Notstand zu beheben
(FSSPX-Sicht). Im positiven Fall endet es also mit der Regularisierung wie einer theologisch verbindlichen
Klärung der durch das Vat II aufgeworfenen Streitfragen (ein Konzil, dass Streitfragen aufwirft, naja).
Es folgt doch aus der Logik dieser Gespräche, dass während sie laufen die FSSPX nicht aufhören kann
Sakramente zu spenden. Sie kann sich doch nicht selbst aufgeben. Mit wem soll Rom denn dann noch sprechen?
Die Fortsetzung der Existenz der FSSPX dient Rom und der Kirche, weil so die Gegenmeinung zum postkonziliaren
Niedergang bestehen bleibt. Die Weihen dienen insofern der Kirche. Die dt. Bischöfe wollen diese Infragestellung
des Konzils nicht, sie wollen keine Gespräche, also wollen sie die FSSPX bereits zuvor zur Strecke bringen.
Die Beurteilung der Weihen hängt damit an der Frage, on Sie wollen, dass die theologische Position der
FSSPX in der Kirche Berücksichtigung findet. Wollen Sie das – dann müssen Sie für die Weihen sein.
Wollen Sie das nicht – dann sind Sie dagegen!
Das ist völlig irrelevant Es ist eine Erklärung des Pressesaals, die lediglich die alte Rechtsauffassung
Roms wiederholt. Keine neue Erklärung eines zuständigen Kardinals, keine konkrete Bitte, die Weihen
abzublasen, aber die übrigen Sakranmente weiterhin zu spenden etc. Also nichts Konkretes, nur ein Placebo
für die deutschen Bischöfe, die so dringend darum gebeten haben. Die Weihen können also stattfinden!
Warum soll man sich um ein Verbot scheren, das keine Grundlage hat? Das ist so, als ob ich ein Schild
aufstelle „Atmen verboten!“ und dann beleidigt bin, wenn um mich herum niemand tot umfällt. Bedenklich
wäre es, wenn die FSSPX sich auf sowas einlassen würde. Es gibt doch überhaupt keinen Grund, von den
Weihen abzusehen! Kein normaler Mensch ist bei der Aufhebung des Exkomm-Dekretes auf sowas gekommen. Das
ist hausgemachter Unsinn der deutschen Bischöfe, sollen die sich da rauswursteln.
Genau! Die deutschen Bischöfe werden gerade schön vorgeführt. Sie schreien „Weihen verboten“, die FSSPX
schert sich nicht um das Verbot und Rom grinst.
Domenico, bleiben Sie sachlich! 1. DER SPIEGEL war sicher nicht daran beteiligt, dass Herr Witti sich
bei den Opfern ins Boot setzen wollte. Der hat nur zu dem Thema der Schattenseiten in den Heimen recherchiert.
2. Es war eine Aktion der Bruno-Stiftung zusammen mit einem Mann, dem man die Anwaltszulassung weggenommen
hat. Ich hoffe, Sie glauben nicht wirklich, dass diese Kombination in Deutschland mächtig ist. Sie verwechseln
ständig den historischen Fakt mit dem, was einige Leute heute daraus für Kapital schlagen wollen. In
dem kreuz.net-Artikel hier geht es um den historischen Fakt. Und da gilt eben, dass hier völlig augeblendet
wird, dass ein großer Teil der Kinder keine Waisen waren, sondern zwangseingewiesen, und dass es keine
schöne Kindheit gewesen ist, in so einem Heim aufzuwachsen, und zwar auch wegen Mängeln an der Betreuung
und der Führung. Punkt. Um mehr geht es nicht. Und das können Sie nicht leugnen, nur weil Sie – wie
ich! – den Versuch, jetzt Kapital daraus zu schlagen, für mies halten. Sie argumentieren: weil heute
einige Leute aus der Geschichte unbillig Kapital schlagen wollen, stimmt die ganze Geschichte nicht. So
ein Humbug!
Fällt Ihnen denn zum Kindesmissbrauch nichts besseres ein? Domenico, in Deutschland stand keine „großangelegte
Kampagne“ ins Haus. Es gab einen miesen kleinen Versuch, der ziemlich schnell aufgeflogen ist. Es gibt
in Deutschland keinen offiziellen Untersuchungsbericht. Wir haben einige Fallstudien, etwa zu Freistatt,
und da sind Sachen herausgekommen, die sind übel. Ich denke, jeder in Deutschland kann das ganz gut einordnen.
Eine unschöne Sache, viel menschliches Fehlverhalten, aber kein systematischer Missbrauch, keine moralische
Katastrophe. Was wir in Irland haben sprengt dagegen das Vorstellbare. Dort ist systematisch misshandelt
worden. Oder ist es etwa normal, wenn in Kinderheimen die Erzieher mit Peitschen am Gürtel spazieren
gehen, die sie sich auch noch von den Kindern nähen lassen? Ist es normal, wenn in offiziellen Gesundheitsberichten
aus den 50ern und 60ern die Unterernährung von Kindern festgestellt wird? Wenn Sexualtäter unter den
Erziehern, deren Vergehen in einer kirchlichen Untersuchung festgestellt werden, anschließend einfach
in andere Heime geschickt werden? Finden Sie es okay, wenn 10 jährige Bettnässer ausgepeitscht werden
und Linkshänder mit der Faust geschlagen, damit sie rechts schreiben? Was das, Bodo11, mit heutigen Kindertagesstätten
zu tun hat weiss ich übrigens nicht. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen, und man hat das unschöne
Gefühl, es geht nicht um die Kinder, sondern um irgendeine dumme politische Ansicht.
Vorsicht, Homo rudolf! Was Irland angeht empfehle ich einen Blick in den Bericht der Kommission ….childabusecommission.com/rpt/ –
der ist eindeutig, leider, es ist eine Katastrophe. Was Deutschland angeht sollte man zwischen dem Fakt
an sich und den Versuchen, das für schlechte Zwecke auszunutzen, unterscheiden. Die Fakten sind auch
für Deutschland klar, und sie sind nicht schön, wenngleich deutlich weniger schlimm als in Irland. Die
Heime waren keine Orte glücklicher Kindheit. Es waren nicht nur Waisen darin, sondern es wurde rigide
eingewiesen. Die Erzieher waren schlecht oder gar nicht ausgebildet und überfordert, oft schlicht ungeeignet.
Es wurde regelmäßig geprügelt. Da gibt es nichts zu beschönigen. Freilich muss man das immer vor dem
Hintergrund der damaligen Zeit sehen, das relativiert einiges, bei weitem nicht alles! Irland ist aber
ist einfach nur furchtbar. Und die Kommssion ist über jeden Zweifel erhaben. Abgesehen davon gibt es
Visitationsberichte aus den frühen 60ern, die ebenfalls eindeutig sind – und im Aktenschrank verschwanden.
Christentum ist nun mal Dienst an der Wahrheit, auch dann, wenn die bitter ist.
Bisschen einseitig, wie häufig bei kreuz.net Tatsache ist, dass die Heime zumeist sehr trostlos gewesen
sind. Das betrifft alle Heime, die staatlichen, die protestantischen und auch die katholischen. Es herrschte
eine ziemlich kalte und harte Pädagogik, und die Erzieher waren nicht ausgebildet. Schön hatten es die
Kinder zumeist nicht. Was wir aber in Deutschland nicht hatten war dieser systematische und grauenhafte
Kindesmissbrauch wie in Irland. Dort sind sicher pauschale Entschädigungen fällig, in Deutschland muss
man sehen, wer konkret geschädigt wurde und was passierte. Aber auch hier gab es üble Einrichtungen,
etwa die Diakonie Freistatt – die freilich protestantisch war.
Lieber Ruhrgebietler! Bitte nicht immer so übers Ziel hinaus schießen: 1) „Wassers“ schrieb vom Vat
II als einer „Räubersynode“ – und das stellt ihn schlicht ausserhalb der Katholischen Kirche. Dass es
sich um eine ordentliches Konzil gehandelt hat, steht ausser Frage. Nur die Verbindlichkeit seiner Lehren
ist unklar – weshalb es Anlass zu Streit gibt, anstatt Klarheit zu schaffen. Das wird nun hoffentlich
in den anstehenden Gesprächen bereinigt und die Tradition wieder bestätigt. Die Angriffe gegen den Generaloberen
sind völlig gaga. 2) Glaubensabfall, ganz klar, den haben wir – und hätten ihn so nicht ohne das Vat
II und die sich auf es beziehenden Reformen. Denn durch das Vat II konnte der Unglauben in den kirchlichen
Strukturen Fuß fassen, was es in dieser Form seit Arius nicht mehr gegeben hat. Das Konzil an seinen
Früchten gemessen ist eine Katastrophe. 3) Ihr Angriff auf den Intellektuellen Ratzinger ist leider missglückt.
Merken Sie nicht, wie die sanfte Macht dieses Intellektuellen das Klima in Kirche und Gesellschaft verändert?
Er ist sicher noch nicht hundertprozentig auf der Linie der Tradition – wird es nie werden – aber er öffnet
dem wahren Katholischen Glauben doch ungeahnte Möglichkeiten. Man mag Philosophen bespötteln, aber nie
ihre Wirkung unterschätzen.
Jetzt geht’s los! Diese Diskussionen dienen ja nicht nur der FSSPX, sondern letztlich der ganzen Kirche,
weil durch sie endlich etwas Klarheit über die Frage, was das „Konzil“ nun eigentlich ist, herbeigeführt
wird. Bereits mit seiner Antwort auf den Brief des Papstes an die Bischöfe hat Bischof Fellay ja schon
klar gemacht, dass die FSSPX anerkennt, dass das Vat II ein ökumenisches Konzil der Kirche war und dass
die päpstliche Lehrautorität keineswegs 1962 endet. Damit geht es nun um die Frage Pastoralkonzil oder
Superdogma – diesbezüglich habe ich bei diesem Papst keine Sorgen. Und dann die Folgefrage: Was ist ein
„Pastoralkonzil“? Verpflichtet ein solches bereits aus sich heraus (wozu eigentlich?) oder gibt es nur
eine allgemeine Treuepflicht aus der Kirchengemeinschaft heraus, auch ein „Pastoralkonzil“ irgendwie ernst
zu nehmen? Das weiss ja keiner. Und noch etwas: Allein, dass über das Konzil in Rom diskutiert wird,
zeigt ja, dass es nicht gefestigt ist. Etwas, worüber diskutiert wird, ist eben nicht Gegenstand der
Religion, weil die Religion aus Gewissheiten besteht. Damit hat die FSSPX allein durch die Aufnahme der
Gespräche schon immens viel erreicht. Bischof Fellay hatte das anlässlich des Motu Proprio sehr gut
formuliert: „Erst kommt die Messe, dann das Konzil“.
Sehr gut, sehr gut, sehr gut! Wobei es beileibe nicht nur die Liberalen sind, die hier zu stänkern versuchen,
wie man dem neuesten Ausbruch des P. Abrahamovicz auf dieser Seite entnehmen kann. Katholisch sein hat
eben immer etwas mit dem rechten Maß zu tun, es schließt die Extreme aus. Sowohl die peinliche Weltanbiederei
auf niedrigstem Niveau des deutschen Episkopates wie den Privat-Protestantismus der Sedisvakantisten.
JF-Leser! Natürlich sind Journalisten in der Regel tendenziell links. Und das man den Schnitt des SWR
ungerecht finden kann – auch zugestanden. Aber deshalb nun einen derartigen Sturm im Wasserglas zu entfachen –
nur peinlich! Peinlich, blamabel, lächerlich.
Hier irrt die FSSPX! Das ist absolut business as usual. Die Aufnahme ist nämlich länger als der Sendeplatz.
Also wird anschließend zusammengeschnitten. Das liegt in redaktioneller Verantwortung. Das Entscheidende
an der Sendung ist doch, dass ein FSSPXler als Vertrter der Kirche eingeladeb wird, dort zur Wort kommt
und einen guten Eindruck machen kann – was P. Steiner diesmal ja gelungen ist. Jetzt einen Kleinkrieg
wegen des Schnitts zu machen und dazu eine Leserbriefkampagne loszutreten, ist nur peinlich. Es verhindert
im übrigen Folgeeinladungen an die FSSPX und ist somit ein Schuss ins eigene Bein.
Brandenburgis!!!! Es gab, das ist bekannt, in den Anfangsjahren der Nazizeit, also 1933, einige wenige
Ermittlungen wegen der damals spontan aufgebauten Konzentrationslager für politisch Missliebige. Das
war’s aber auch, und damals war die NS-Herrschaft noch nicht gefestigt. Es gibt keine Ermittlungen wegen
des umgangs mit den Juden. Es gibt keine Anklage in Zusammenhang mit der Reichskristallnacht – es sei
denn wegen persönlicher Bereicherung etc. Aber das gab es auch im Kommunismus. Was Sie hier verzapfen
ist schlicht und einfach NS-Apologetik. Und wenn Sie wirklich Anti-Nazi sind, dann macht es das nicht
besser, denn dann sind Sie trotz Geschichtsstudium offenbar völlig ahnungslos. Abgesehne davon legen
Ihre Postings schon ein bemerkenswert verqueres Weltbild mit eindeutig faschistoiden Zügen offen.
Ich bin verfassungstreu! So ein Käse wie Burgouros etc hier verzapfen ist ja nicht zum Aushalten. Das
GG ist gerade für Katholiken ein Grund, um stolz auf unser Land zu sein.
Brandeburgis, ich denke, Sie sind Historiker! Die NS-Justiz war doch Teil des Unterdrückungssystems.
Lesen Sie mal die Urteile der Sondergerichte. Oder gehen Sie in die nächste juristische Bibliothek und
lesen mal die „Juristische Wochenschrift“ aus den Kriegsjahren, etwa die Artikelserie von Dr. Roland Freisler
über die Polenstrafverordnung. Wo war die Justiz denn bei der „Reichskristallnacht“? Gab es nicht einen
Erlass, der polizeiliches Einschreiten wie anschließende Strafverfolgung verbot? Mann, hören Sie auf
mit dieser Nazi-Apologetik und nehmen Sie die Wahrheit zur Kenntnis!
Mängel gibt es überall, dennoch könne wir Katholiken stolz sein auf unser Land Nie zuvor in der neuzeitlichen
deutschen Geschichte hatten die Katholiken so viel Einfluss wie in der Bundesrepublik. Mit ihr ist der
verhängnisvolle deutsche Sonderweg beendet worden und die Deutschen wurden Teil des Westens. Das ist
das Verdienst des politischen Katholizismus. Mit der Wiedervereinigung wurde dann auch endgültig die
Last des Krieges beendet und zugleich die historische Entscheidung von 1949 einer Verwestlichung zum Fundament
des gesamten Europas. Mit der Berliner Republik ist erstmals ein deutscher Nationalstaat entstanden, der
zu seinen Nachbarn in Frieden und Freundschaft lebt und ein Fels der Stabilität statt des Zwistes ist.
Die deutschen Irrwege – Reformation, Preussen, Reichsidee – sind überwunden. Damit hat sich am Ende der
deutschen Nationalgeschichte der politische Katholizismus durchgesetzt. Dass dieser Katholizismus durch
die Kirchenkrise infolge des Vatikanum II gelitten hat und es deshalb zu ethischen Verwerfungen unserer
Gesellschaft kommt ist unbestritten. Das ändert nichts daran, dass mit dem Grundgesetz eine Republik
verfasst ist, auf die wir stolz sein können und die gerade uns Katholiken mehr gibt, als alle anderen
Verfasstheiten seit dem Westfälischen Frieden.
Man nützt dem Lebensrecht nicht, in dem man die Geschichte verdreht! „Der Staat“ hat also bei den Abtreibungsverbrechen
von heute seine Hände viel mehr im Spiel als damals bei den Nazi-Verbrechen. Der Staat war es damals,
der aktiv handelte, der alle Umstände des Mordens, vom Vorsatz über die Planung bis zur Durchführung,
in den Händen hielt. Und genau das ist bei der Abtreibung nicht der Fall. Weder die abtreibende Frau,
noch der die Tötung ausführende Frauenarzt sind in ihren Handlungen in eine Hierarchie eingebunden.
Und dann der Spaß, das damalige Recht habe den Judenmord verboten. Sicher, auf dem Papier. So what! Die
SS-Leute in den KZs waren natürlich in einer rechtlichen Organisation, und hatten ihre Befehle. Kein
Polizist hätte Ermittlungen gegen die SS aufnehmen können, kein Staatsanwalt Anklage erheben. Nur weil
in Teilen noch das bürgerliche Recht galt, wird doch das Dritte Reich kein Rechtsstaat! So zu reden ist
plumpe Nazi-Apologetik! Der Lebensschutz ist ein extrem wichtiges Anliegen. Wieso begreifen manche Lebensschützer
nicht, dass man ihn dadurch delegitimiert und kaputt macht, in dem man permanent dümmliche Nazi-Vergleiche
bringt, die auf eine Verharmlosung der Nazi-Verbrechen hinauslaufen und deshalb völlig zurecht nach §
130 StGB verfolgt werden?
Jubärens – wissen Sie überhaupt, was Sie schreiben? Dass der Nazi-Judenmord so organisiert war, macht
ja seine Besonderheit („Singularität“) aus. Lesen Sie mal Himmlers Posener Rede von 1943! Es ist nun
mal ein Unrterschied, ob ein Staat etwas als eigenes tut, aufgrund eines zentralen Befehls, oder ob er
einfach passiv (auch schuldhaft, keine Frage!) daneben steht.
@ Paulaner, @ Brandenburgis In der Tat, Brandenburgis, Hitler ist nicht wegen, sondern eher trotz seines
Antisemitismus gewählt worden. Die meisten Deutschen standen den Ausschreitungen gegen die Juden in den
ersten NS-Jahren ablehnend bis gleichgültig gegenüber, sie sahen darin anfängliche Übertreibungen,
aber nicht den ersten Schritt des Massenmords. Der Mordbefehl geht auf den Willen Hitlers zurück, nicht
auf die Bevölkerung. Und die Rassenideologie ist genuin modernen Ursprungs. So wie der auf Volkssouveränität
basierende Staat eine Homogenität der Bevölkerung benötigt, damit diese ein Volk, eine Nation werden,
bedarf der rassisch begründete Staat die biologische Homogenität. Angelegt war das im deutschen idealistischen
Verständnis von Volk, das eben anders als in Frankreis weniger auf das einheitliche politische Bewusstsein
denn auf die kulturelle Homogenität abstellte. Hitler hat diese negativen Tendenzen des 19. Jahrhunderts
einfach extrapoliert. Insofern war Hitlers Wahn durchaus in der deutschen Staatsphilosophie verdeckt vorhanden.
Nach der moralischen Katatsrophe hat man dann – völlig zurecht, Brandenburgis! – damit gebrochen und
den Weg nach Westen eingeschlagen.
So ein dummer Text! Der Grund, weshalb man den Judenmord nicht mit dem Abtreibungsunrecht gleichsetzen
darf, ist sehr simpel: Der Judenmord geht auf einen einheitlichen, zielgerichteten Vernichtungswillen
des verantwortlichen Staatsführers zurück. Er wurde durch die staatliche Ordnung ausgeführt. Es mordete
also die zivilisierte Ordnung. Bei der Abtreibung handelt es sich um atomisierte Einzelentscheidungen.
Der Staat schaut nur weg, aber er ist nicht aktiv, schon gar nicht will er die einzelnen Taten als eigene.
Ihm fehlt also der „animus auctoris“, der Täterwillen. Der Judenmord ist deshalb so bedeutsam, weil in
ihm der neuzeitlich-aufklärerische Mythos, wonach die Ordnung an sich etwas Gutes sei, im Gegensatz zu
unorganisierten Natur, ad absurdum geführt wird und in sehr deutlicher Weise klar wird, dass Ordnung
nur durch eine Ausrichtung an materieller Gerechtigkeit gut ist. Insofern ist der Judenmord Wasser auf
die Mühlen des katholischen Gerechtigkeitsverständnisses. Es ist ein Ausdruck von Dummheit und Unbildung,
hier derartig dümmliche und antisemitische Texte zu verzapfen.
Dienst an der Wahrheit, auch wenn sie unbequem ist Wenn in Irland 2.500 Kinder missbraucht wurden, dann
rechtfertigt das kein Verweis auf Verdienste. Es gab nach dem Bericht ein Heim, da gingen sieben Priester
gleichzeitig ihren perversen Neigungen nach – und ihnen wurde nicht das Handwerk gelegt. Beim besten Willen,
das ist himmelschreiend!
Obama ist übel! Abtreibung, Schwulenehe und Drogenfreigabe – das ist die heilige Dreifaltigkeit der Linksliberalen.
Obama ist deren Aushängeschild. Weil er so sympathisch, freundlich, weltoffen wirkt haben die Amerikaner
nicht bemerkt, dass hier der gescheiterte Versuch der 60er Jahre neu verpackt Urständ feiert. Schuld
daran sind aber auch all jene, die meinten, permanent George W. Bush beschimpfen zu müssen. Im Nachhinein
sieht man nun klarer, dass dieser einen gut christlichen Kurs gefahren hat: konsequent pro-life-Richter
ernannt und der islamistischen Bedrohung den Kampf angesagt.
Eine sehr, sehr schöne Rede Das ist wirklich elegant. Da kann man nichts dagegen sagen. Historisch sauber,
v.a. keine „Entschuldigung“ für irgendwas, eine saubere Trauerrede angesichts eines gigantischen Unglücks,
das sich ereignet hat.
Diese Übertreibungen! Man hätte den Papst nicht „verurteilt“ im Sinne eínes gerichtlichen Schuldspruchs,
sondern eine Resolution abgegeben, nach der man mehrheitlich anderer Meinung sei als der Papst. Das ist
dankenswerterweise unterblieben! Aber: es zeigt etwas sehr positives. Nämlich, dass es längst wieder
politisches Gewicht hat, was der Papst sagt. Die Religion ist längst keine Privatsache mehr, Gott nicht
mehr tot für den öffentlichen Diskurs. Ceterum censeo: Hätte das EP den Papst kritisiert, hätten wir
eine schöne öffentliche Debatte gehabt, die nur erneut bestätigt hätte, dass die Kirche eine gewichtige
Mitspielerin im politischen Willensbildungsprozess ist. Mitspielerin ist – noch – nicht Bestimmerin, aber
besser als Außenstehende. Und, by the way, die Europäische Integration ist allemal katholischer als
die säkularen Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts.
Die Mauer ist nötig; leider! Der Konflikt zwischen den Israelis und den Arabern ist unauflöslich. Deshalb
ist die Idee, die Streitparteien zu trennen, nicht schlecht. So löst man das Problem nicht, sondern entschärft
es. Dass dem so ist sieht man am Rückgang der Zahl der Terroranschläge in Israel.
Altliberal – Neokonservativ – Traditionell Clarissa, diese Unterscheidungen sind doch ganz einfach und
zudem nützlich: Altliberal sind die Konzilseuphoriker, für die das Konzil die Wende der Kirchengeschichte
gewesen ist. Die wollen ständig alle an ihren tollen 60er-Jahre-Erweckungserlebnissen teilhaben lassen.
Im Kern sind es die braven Kids der 50er, die immer darunter gelitten haben, nicht mit über Elvis reden
zu können und dann in den 60ern zeigen wollten, dass sie was Modernes hinkriegen. Darauf sind sie so
stolz, dass sie bis heute ständig versuchen, ihre Version vom Leben in den 60ern als Stein der Weisen
zu verkaufen. In Wahrheit sind es aber immer die geblieben, mit denen man nicht spielen will, weil sie
eben schreckliche Spießer sind. Dann kommen die Neokonservativen, die man besser „Konzilskonservativen“
nennen sollte. Das sind diejenigen, die postkonziliar sozialisiert wurden und innerhalb der unter die
Altliberalen gekommenen Kirche katholisch bleiben wollen. Die reduzieren das Konzil auf die Texte, die
sie nicht hinterfragen, pflegen zumeist eine tiefe Frömmigkeit, ohne zu bemerken, dass die erneuerten
Riten das erschweren und vertreten einen bisweilen irrealen Moralismus. Ihr besonderes Identifikationsmerkmal
ist ein übersteigerter Gehorsamsbegriff. Eigentlich sind das gute Katholiken, die aber ihr falscher Gehorsam
daran hindert, mit den Altliberalen zu brechen und sich den Traditionalisten anzuschließen. Diese schließlich
sind einfach nette Typen, die ganz normal und katholisch sind.
Pell hat recht! Es ist absurd zu glauben, dass jemand, der sich nicht an die kirchliche Sexualmoral bei
der Partnerwahl hält, dann aber das Kondomverbot beherzigt. Den Kondomisten geht es letztlich nur darum,
ihr eigenes schlechtes Gewissen zu beruhigen. Dazu muss die Kirche aufhören, den Finger in die Wunde
zu legen. Aber diesen Gefallen wird sie hoffentlich nicht tun.
Eben! Und dieser Paradigmenwechsel in Rom – nicht mehr die Tradition aus dem Blick des „Konzils“, sondern
das Konzil im Lichte der Tradition – ist das neue, was es 1988 nicht gab. Deshalb bestehen auch berechtigte
Hoffnungen, dass die FSSPX nun endlich regularisiert wird, damit sie an diesen Debatten, die nötig sind,
um die Vergottung der Pastoralsynode zu beenden, teilnehmen kann. Wer, wenn nicht die FSSPX? Sie ist immerhin
die einzige wirkliche Erneuerungsbewegung derzeit.
Horribile dictu Aber P. Lingen hat was Zollitzsch betrifft schlicht und einfach recht. Den Medien vorzuwerfen
nicht katholischer zu sein als der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist freilich etwas übertrieben.
Aber dem staunenden Nachfragen des Journalisten kann man entnehmen, dass es – auch durch die Wirren um
die FSSPX – dem vor sich hintrödelnden Kirchenvolk langsam auffällt, wie weit sich die Theologen vom
Glauben entfernt haben. Mal sehen, ob Rom auf Zollitschs Apostasieerklärung reagiert.
@ Wassers, Mindszenty Naja, was machen Sie, wenn 1) das Offertorium in die „neue“ Messe eingeführt wird
2) der zweite und vierte Kanon verschwinden und 3) die Leseordnung an die traditionelle angepasst wird?
Dann bleibt die neue Form in vielerlei Hinsicht immer noch mangelhaft, insbesondere, weil ihr der sakrale
Charakter abgeht. Aber katholisch ist sie dann ohne Frage.
Gut, Przybislaw! Ich gebe Ihnen zu, dass man Ihre Position schlüssig begründen und insofern auch vertreten
kann. Nur: umgekehrt gilt doch wohl auch, dass es gute Gründe für Bischof Fellays (und mit ihm mindestens
80 Prozent der FSSPX) Weg zu gehen. Und wenn Sie akzeptieren, dass der Generalobere einen Kurs fährt,
der vertretbarist (auch wenn Sie ihn nicht teilen), dann können Sie ihn zwar höflich auf Ihre Argumente
hinweisen – aber eben nicht das Recht absprechen, zu handeln wie er handelt. Das ist ja das Wesen des
Gehorsams, dass er auch bindet, wenn die eigene Meinung dagegen steht (sonst wäre es keiner). Nur dann,
wenn der Obere sich außerhalb desjenigen stellt, was noch irgendwie vertretbar ist, hört der Gehorsam
auf, weil der Obere selbst sein Fundament verlassen hat. Insofern: Sie können anderer Meinung sein als
der Generalobere, aber wenn Sie ihm nicht den Glauben absprechen, dann darf er entscheiden, weil er der
Chef ist. Es gibt eben innerhalb der Wahrheit eine Bandbreite. Und welche konkrete Strategie innerhalb
dieser Bandbreite gewählt wird entscheidet letztlich die Autorität. Ich räume Ihnen gern ein, dass
Sie in der Bandbreite sind – weshalb nicht, schließlich vermute ich, dass Sie die Gebote achten und an
Christus glauben! Aber auch der FSSPX-Mainstream ist in der Bandbreite. Und das anzuerkennen würde gerade
einigen der scharfen FSSPX-Kritikern „von rechts“ hier helfen, weil dann einige Postings, in denen die
Oberen teils sehr persönlich angegriffen wurden, obsolet wären.
Der Artikel von Spaemann ist dennoch exzellent! Zunächst einmal ist es doch erfreulich, dass religiöse
Themen medial „heiß“ bleiben. Dann ist Spaemanns Aussage doch in der Sache erfrischend eindeutig und
sprachlich geglückt – zumindest letzteres ist Bischof Müller nicht gelungen. Und für die theologische
Debatte ist es doch ein erneuter Sieg der „tradidtionellen“ Seite. Denn das, was in diesem Pamphlet der
Meyer-Organisation („ZdK“) steht, ist doch unter den modernen Theologen längst common sense. Und nun
kommt per FAZ die Replik. Die linken Bischöfe werden im TV gefragt, ob Jesu Tod am Kreuz nicht eine Sühneleistung
war etc. Überall bemerkt die schlafende Öffentlichkeit, wie weit sich die Kirchenfunktionäre vom Glauben
entfernt haben und ist irritiert. Das will man dann doch nicht. In den 70ern und 80ern waren die Konsevativen
unter ständigem Rechtfertigungsdruck. Die Schlagwörter hießen Zölibat, Pille, Ökumene etc. Das klingt
heute alles genaus verstaubt wie 70er-Jahre-Musik oder Schlaghosen. Heute sind die Progessisten unter
Druck. Die linke Meinungsdominanz wird offen in Frage gestellt und erstmals seit den Konzilswirren erleben
wir eine ernsthafte Diskussion über das, was die Linken angerichtet haben. Insofern ist Spaemanns Text
nur ein weiterer Beleg dafür, wie sich dank Benedikt XVI das geistige Klima in Kirche und Land ändert.
Mens agitat molem.
Lieber Carl! Lassen Sie uns doch eine Geschäftsgrundlage festlegen: wir brauchen uns nicht gegenseitig
den Glauben absprechen. Ich gehe – wahrscheinlich wie Sie – jeden Sonntag in die Messe, und zwar bei der
FSSPX. An der Entstehung der Kapelle habe ich sogar eifrig mitgewirkt. Ich bin also genauso ein Katholik
wie Sie, und zwar auch ein „traditioneller“ (ich mag diese Einschränkung nicht, aber ich weiss, was Sie
meinen). In der Sache vertreten Sie einen bemerkenswerten Supranaturalismus. Wie soll sich die Kirche
denn bekehren? Gott wirkt eben durch die Menschen, und wir – beide – glauben ja, ganz besonders durch
die FSSPX. Die Erneuerung der Kirche kommt durch die FSSPX. Es ist richtig, dass Verhandlungen etc. mit
der „konziliaren“ Kirche sinnlos sind, solange diese nicht bereit ist, sich zu erneuern, solange sie nicht
bereit ist, ihren Zustand zu erkennen. Aber wenn sie dazu bereit ist und auch das „Konzil“ nicht mehr
sakrosant ist, dann ist es sogar eine religiöse Pflicht, zu reden. Wir haben in den letzten Jahren schon
eine beachtliche Entwicklung hin zur Tradition erlebt. Es ist die Amtskirche, die sich derzeit ändert,
nicht die FSSPX. Haben Sie doch einfach Vertrauen in den Generaloberen. Der weiss, was er tut, und er
tut es doch insgesamt sehr ausgewogen und souverän. Ich plädiere für Mut und Vertrauen statt Furcht
und Misstrauen. Gott mit uns.
@ Ruhrgebietler @ lux in tenebris Vielen Dank! Sehe ich genauso. Die FSSPX hat seit ihrer Gründung Klarstellungen
zum Vatikanum II verlangt und nun geht es an die Arbeit. Es wäre eine Verleugnung ihrer selbst, das abzulehnen.
Bereits jetzt sieht man die Früchte der Mission der FSSPX. Ich war die Tage bei einem Diözesanpriester,
der von einem Dekanatspriestertreffen berichtete. Dort wurde nach einem Vortrag offen über die Interpretation
des Vat II diskutiert – er sagte, das sei absolut neu, noch letztes Jahr war „das Konzil“ unantastbar.
Wenn wir heute ansehen, was sich seit 2005 getan hat, dann ist das doch beachtlich: Messe nicht mehr verboten,
die sog „Exkommunikationen“ weg, FSSPX bei jedermann bekannt, offene Diskussionen über das Vatikanum
II (womit es faktisch schon nicht mehr „unantastbar“ ist – denn dann würde man nicht drüber reden).
Und das alles ohne ein Zugeständnis der FSSPX. Nun also die Diskussionen – das alles ist doch absolut
bemerkenswert. Die FSSPX ist heute faktisch das, was sie immer sein wollte: die Erneuerungsbewegung der
Kirche. Natürlich darf es nun keine falschen Kompromisse geben. Maßstab ist das Dogma des Glaubens,
sonst nichts. Aber hier muss und kann man dem Generaloberen vertrauen. Und es ist ja nicht verboten, zu
seiner Unterstützung zu beten.
Wissen Sie, Carl, ich habe keine Probleme damit, mich eines besseren belehren zu lassen Carl, bislang
waren Ihre Beiträge ja auch nicht gerade von Freundlichkeit geprägt, oder? Ich bin jederzeit bereit,
mich besseren Argumenten zu beugen. Ich habe Ihnen bereits durch eine persönliche Mitteilung angeboten,
mit mir direkt zu kommunizieren. Sie können das jederzeit aufgreifen, ohne dass Ihre Anonymität leidet.
Wovor fürchten Sie sich? Sie weisen nämlich in Ihrem letzten Beitrag tatsächlich auf einen wesentlichen
Punkt hin: Was passiert, wenn B16 nicht mehr ist. Es geht also um die rechtlichen Garantien, dass dann
nicht das große roll-back kommt. Solche Sicherheiten sind unverzichtbar. 1988 war Rom nicht bereit, diese
zu gewähren. Damit musste der EB seinen Weg gehen. Doktrinell hat die FSSPX seit 1970 immer wieder Gespräche
gefordert. Nun bekommt sie die, dann kann sie das wohl kaum ablehnen, oder? Um es also klar zu sagen:
Ihre Sorgen sehe ich wohl. Nur zum einen vergreifen Sie sich regelmäßig im Ton, zum anderen dürfen
Sie nicht jeden, der zu anderen Ergebnissen kommt wie Sie, den Glauben und die Redlichkeit absprechen.
Also: Anstatt dass wir uns hier belöffeln sind Sie gerne eingeladen, die Sachen mit mir direkt auszudiskutieren.
Denn Sie kennen mich persönlich nicht. Ich weiss nicht, von wem Sie irgendwas über mich gehört haben
(ich ahne das), aber der persönliche Eindruck ist immer der beste. Ich gelte im großen und ganzen als
verträglich und freundlich, Ausnahmen gibt es natürlich immer. Nehmen wir einfach etwas die Schärfe
raus!
Das gute ist, dass Leute wie „Carl“ sich durch ihre offenkundige Dummheit immer selbst abschießen. Carl
begreift wenig. Das ist keine Sünde, problematisch ist nur, dass er sich schlau dünkt, mehr noch, dass
er sich quasi für alleinwissend hält. Mir schreibt er eine schmeichelhafte Rolle zu, die ich gar nicht
habe. Dass er nebenbei die FSSPX-Oberen permanent verdächtigt, den Glauben zu verraten, ist ein glatter
Verstoß gegen das 8. Gebot, was umso schlimmer wiegt, als dass Carl das vermutlich noch nicht einmal
beichtet. Aber zur Sache: Wie vor einiger Zeit schon bei Bischof Tissier de Mallerais benutzt Carl ein
Zitat des Erzbischofs, das er offenkundig nicht versteht. Es geht dem EB in dem Zitat darum, wie die Konzilstexte
überhaupt entstehen konnten, nicht darum, wie man sie, nachdem sie nun einmal in der Welt sind (mit seiner
Unterschrift!) zu verstehen hat. Es gibt keine einzige Stellungnahme der FSSPX, in der diese auch nur
ein Jota von der Glaubenslehre abrückt. Im Gegenteil, die Notwendigkeit der doktrinellen Klärung wird
ständig betont. Das einzige Neue ist, dass Rom das plötzlich genauso sieht. In diesem einseitigen Entgegenkommen
Roms und der logischerweise erfreuten und dankbaren Reaktion der FSSPX sieht Carl nun einen Verrat, so
als ob die Ablehnung Roms das Zeichen der Rechtgläubigkeit wäre. Und diesen Wahnsinn nennt er dann auch
noch katholisch. Garniert wird das ganze mit üblen Ausfällen gegen alle anderen Und da wundert er sich,
dass ihm irgendwie keiner folgen will? Tja, Carl, wer sich selbst rausstellt, der ist eben draußen. Schade
ist das bei ihm nich…
Lieber Przybislaw! Ich meine, dass Sie bei solchen Briefen und Interviewantworten eben immer den Kommunikationszusammenhang
sehen müssen. Solche Textgattungen sind nicht dafür da, die reine Wahrheit kund zu tun – wie etwa bei
einer dogmatischen Erklärung – sondern Sie stehen in einem kommunikativen Kontext. Sie richten sich an
einen abgrenzbaren Personenkreis, der eine bestimmte Vorprägung hat, und versuchen nun, diesen Personen
die Haltung des Autors, die ggf. von den Vorprägungen der Angesprochenen abweicht, nahe zu bringen. Konkret:
B16 richtet sich an Bischöfe, die in ihrer Mehrheit wenig von der FSSPX wissen, aber in ihrer Oberflächlichkeit
gegen sie eingestellt sind. Diesen muss der Papst nun den Gedanken nahebringen, dass die FSSPX so schlecht
gar nicht ist, im Gegenteil. Also geht er zunächst auf einige der Vorurteile ein, um so eine gemeinsame
Basis mit den Empfängern herzustellen, um dann auf dieser gemeinsamen Basis seine Argumente zu plazieren.
Sehen Sie: Natürlich gab es aus der FSSPX in den 40 Jahren ihrer Existenz einige Misstöne. Nicht das,
was Sie aufzählen, aber Misstöne gab es schon. Das Konzil ist schwammig, es ist misslungen, wir erkennen
das an seinen Früchten. Aber niemals wird die Kirche es offiziell einkassieren. Es geht darum, es zu
verdauen, es durch eine Interpretation (als Pastoralkonzil ist es interpretationsoffen) zu entschärfen
und in den großen Strom der Tradition einzugliedern, auf dass es glatt geschliffen wird und als Sandkörnchen
mit zur Mündung schwimmt…
@ Pzybislaw @ Für die Kirche Przybislaw, aber genau diese doktrinellen Gespräche hat der Hl. Vater in
seinem Brief an die Bischöfe doch angekündigt. Niemand, weder in Rom noch in Menzingen, sucht die rein
juridische Lösung. Für die Kirche, Ihre Beiträge sind wohltuend, ich stimme Ihnen hundertprozentig
zu. Wir sind längst in der Post-Konzils-Phase. Zunächst einmal hat sich das gesellschaftliche Klima
für die Kirche geändert. Im 19. jhd war „Gott tot“, die Oberschichten und der intellektuelle Vortrupp
waren antikirchlich, dafür standen die Masse der einfachen Menschen, zumeist Bauern, zur Kirche. Heute
ist es eher andersherum. Die einfachen Leute gehen kaum noch in die Kirche. Vielmehr dürfte der durchschnittliche
Bildungsgrad der regelmäßigen Kirchgänger (zumindest der jüngeren) deutlich höher liegen als der
Durchschnitt der Bevölkerung. Folglich ändern sich auch die Rahmenbedingungen für die Kirche. Das Konzil
ist zu eindeutig gescheitert als dass es noch Eifer hervorruft. Was ansteht ist, dass sich alle Kräfte
guten Willens bemühen, in der derzeitigen Situation – die so schlecht nicht ist – den Glauben wieder
als gesellschaftliche Kraft zu etablieren und zu einer realen Größe in Politik und Wissenschaft zu machen.
Benedikt XVI tut das, und die FSSPX hat das Potential dazu, mehr als viele andere. Aber das muss man angehen
anstatt sich zu verkriechen. Und wie es aussieht geht die FSSPX-Führung das an, und das tut gut und verdient
jede Unterstützung. Gott mit uns!
@ Simplicius, für die Kirche: Stimme Ihnen voll zu! Die FSSPX konnte sich in der Abgeschiedenheit der
angeblichen „Exkommunikation“ in Ruhe sammeln, und nun beginnt eine neue Phase, sie ist auf die Bühne
gehoben und – natürlich – bricht der Sturm los. Und da bricht das dünne Holz eben weg. Die große Masse
hält stand, sie ist einfach katholisch, behält konsequent den Glauben und leidet dementsprechend an
der Trennung von Rom. Die fahren weiter den Kurs, der bislang ja gut funktioniert hat: keine Abschwächungen
in der Glaubenslehre, aber dennoch Freigabe der Messe, Aufhebung der Exk, gutes Klima zum Papst. Und dann
gibt es aber auch diejenigen, die sich aus Unverstand oder genereller Oppositionshaltung gegen alles und
jeden untergehakt haben und in Wahrheit Modernisten von rechts sind. Für die gibt es keinen Gehorsam,
kein Lehramt, sondern nur die eigene Meinung. Und die fangen nun an zu stänkern, weil sie sehen, dass
dieser Weg auch in der FSSPX nicht trägt. Der Pater wurde mehrfach verwarnt. Er hatte längst Publikationsverbot.
Dennoch machte er weiter. Wenn die Autorität dann nicht einschreitet, macht sie sich lächerlich. Insofern
ist diese Disziplinarmaßnahme – wie alle solche Schritte – sicher menschlich bedauerlich, aber im Interesse
des großen Ganzen notwendig gewesen. Wassers: EB Lefebvre hat nie eigene Lehren verkündet, sondern nur
das vertreten, was die Kirche immer gelehrt hat. Und wo, bitte, weicht Bischof Fellay davon auch nur einen
Jota ab? Kirchenpolitische Entscheidungen sind keine Frage der Lehre!
Przybislaw, was für ein Nonsens Przybislaw, mit Ihrem Sedisvakantismus hat die FSSPX nun wirklich nichts
zu tun. Dafür gibt es die diversen Garagenkirchen, und bei denen besteht auch keine Gefahr von Verhandlungen
mit Rom. Alois Bischof, die Konzilstexte kann man schon im weiten Umfang so interpretieren, dass sie keinen
Widerspruch zur traditionellen Lehre darstellen. Und natürlich gibt es im Erscheinungsbild der Kirche
Entwicklungen. Das, was wir bis kurz vor dem Konzil hatten, war eben sehr stark vom 19. Jhd geprägt,
auch in der Ästhetik, dem Kunstsinn etc. Das ist vorbei. Dazu wird es kein Zurück mehr geben. Die Aufgabe,
die katholischen Prinzipien und Doktrin immer wieder neu ins Heute zu holen bestreitet doch niemand. Das
Lehramt kann doch nicht an einem bestimmten Punkt eingefroren werden. Gegen das Konzil spricht also weniger,
dass es gewisse pastorale Dinge neu ordnen wollte, sondern dass es sie falsch und schlecht geordnet hat
und weiterhin, dass die Kirche der 60er Jahre heute auch überholt ist. Anstatt also sich aufzuregen,
dass ein kein Zurück hinter das Konzil geben soll, sollte uns ärgern, dass es nach den Altliberalen
auch kein Vorwärts über das Konzil hinaus geben soll. Das ist doch viel ärgerlicher. Wir müssen heute
katholisch sein, nicht in den 50ern, auch nicht in den 60ern und 70ern. Und dazu bedarf es eben der zeitlosen
Lehre der Kirche und nicht irgendwelcher zeitabhängiger Anwendungen.
Stimme der Vernunft Also, SdV, immerhin sind Ihre Fragen intelligent. In beiden Fällen gilt: Was hat
man vom freien Willen wenn er nicht respektiert wird? Daran sehen Sie, dass die Freiheit nicht das Endziel
ist, sondern die Liebe. Deus caritas non libertas est. Es geht nicht um Freiheit von etwas, sondern um
Freiheit für etwas: die Liebe. Der freie Wille ist also nur ein Vehikel, eine notwendige Voraussetzung
für die Liebe. Der Mensch ist zur Liebe geboren. Dafür benötigt er die Freiheit. Benutzt der Mensch
die Freiheit falsch in diesem Sinne, also gegen die Liebe, ist das böse. Aber nicht in dem Sinne „grün
und blau hauen“, sondern er darf dann eben auf die Verzeihung hoffen. Denn das ist nun die große Botschaft
des Christentums. Es gibt dem Gesetz (Altes Testament) die Vergebung dazu (Neues Testament). Oder, wie
es Joseph Roth formuliert: „Die Kirche ist auf das Verzeihen gegründet, nicht auf das Verurteilen“. Jedenfalls:
Einen sympathischeren Gott als den Gott der Liebe werden Sie nirgends finden.
Eher Stimme der Unvernunft Wenn Sie einen Blumentopf aus dem Fenster werfen, dann ist es wahrscheinlich,
dass er zu Bruch geht. Wenn Sie den freien Willen schaffen, dann ist nicht wahrscheinlich, dass er sich
für das Böse entscheidet. Es ist nur möglich. Diese Möglichkeit müssen Sie in Kauf nehmen, wenn Sie
einen freien Willen haben wollen. Weshalb wollen Sie den freien Willen? Weil nur der freie Wille zur Liebe
befähigt. Wer also Liebe will, der muss Freiheit geben. Wer Freiheit gibt, der gibt immer Macht aus der
Hand und riskiert einen falschen Gebrauch. Das Christentum will Liebe, Gott will Liebe. Also gibt er Freiheit.
Freiheit führt aber nicht zwingend, noch nicht einmal wahrscheinlich zum Bösen, sondern zumeist zur
Liebe. Wenn Sie Gott vorwerfen, das Böse insoweit zugelassen zu haben, dann verwerfen Sie zugleich die
Freiheit und die Liebe. Ich denke, das ist nachvollziehbar. Das Christentum ist schon in sich schlüssig –
mit Blumentöpfen und Robotern widerlegt man es nicht.
Na, Kirschbaumwasener … … wie kann denn Gott, das reine Gute, etwas Böses schaffen? Gott schafft
wohl nur den freien Willen, der an sich etwas Gutes ist. Das Gute wird aber nicht durch die theoretische
Möglichkeit des falschen Gebrauchs böse, oder? Nun weiss Gott aber vom späteren falschen Gebrauch.
Dennoch schafft er. Die Wege des Herrn sind eben unergründlich.
Danke, Kirschbaumwasser Der Teufel ist nicht rein Böse, weil er ja ursprünglich geschaffen wurde, Gott
aber nichts Böses schafft. Er ist also der erste „Besetzte“. Das ist es, was ich meinte, dass Wankes
Definitionen uns zum Verstehen statt zum Nachplappern zwingen. Dass es bei einem, der sich Antipacelli
nennt, dazu nicht reicht, ist schon klar. „Jeder Geist ist gegenwärtiger Geist“ sagt Hegel zutreffend,
und er wird in der Welt durch Personen materialisiert. Auch das Böse muss sich also personalisieren,
um in der Welt wirken zu können.
So schlimm fand ich das FAZ-Interview nicht Wanke ist an sich ein übler Phrasendrescher, zudem offenbar
eitel, weil es keine Nummer seiner Bistumszeitung ohne Foto von ihm gibt. Umso überraschter war ich von
diesem Interview. Dass ein auf „Gaudium et spes“ verpflichteter Bischof überhaupt bereit ist, über das
Böse zu sprechen, ist doch schon etwas, was es in den letzten Jahren kaum gegeben hat. Dass das Böse
die Folge einer willentlichen Verneinung des Guten ist halte ich für eine gelungene Definition der Erbsünde –
denn sie zwingt zum Verstehen, nicht zum Nachplappern. Dass das Böse nicht personal ist sagen auch traditionelle
Theologen, es ist nämlich die Abwesenheit des Guten, und zwar die völlige Abwesenheit, womit ihm wohl
auch die Personalität (etwas Gutes) abgehen dürfte. Das Böse ist also wohl eher eine unpersönliche
Kraft. Wanke eiert und kommt nicht zum klaren Schluss, alles richtig. Aber er bringt das Thema des Bösen
zurück in den Blickwinkel. Das ist viel, aber noch nicht alles. Aber diesen Verriss hat er nicht verdient.
Wohl kein Problem der Religionsfreiheit Die Religionsfreiheit bindet selbst nach liberaler Lehre nur den
Staat. Die anglikanische Konfession kann verkaufen, an wen sie will. Ihre Entscheidung trifft sie frei.
Insofern ist der Verweis auf die Religionsfreiheit hier fehl am Platze. Eine solche weite Auslegung von
Freiheit widerspricht so ziemlich allem, was die katholische Tradition fordert.
Überlegen Sie sich das mit der Broschüre noch mal! Bischof Williamson kann mit einer einzigen eidesstattlichen
Erklärung, kein Freimaurer zu sein, einen Unterlassungsanspruch erwirken. Zudem würde der Schmid-Verlag
ihm Schadensersatz für die Rufschädigung zahlen müssen.
Naja, Eifelplatz P. Lingen ist ein „Kind“ von Erzbischof Haas. Ich hoffe, Sie wollen den jetzt nicht zum
Sedisvakantisten-Sympathisanten machen. Es ist nun einmal so, dass jeder, der beginnt, Unbehagen an der
„Kirche des Konzils“, also an dem Unsinn, der sich tagtäglich in den Pfarreien abspielt, zu empfinden,
auf die FSSPX stößt. Manche schießen dann eben übers Ziel hinaus, sie verlieren jedes Maß, sie verstehen
die Position der FSSPX nicht und sehnen sich nach schlichten Primitivantworten. Mag sein, dass die Pastoral
in der FSSPX dieses Problem zu wenig im Auge hat. Aber der FSSPX nun diese Sedis vorzuhalten, die ja meist
nichts besseres zu tun haben als übel über die Bruderschaft herzuziehen (Lesen Sie mal auf P. Lingens
Homepage!) – das ist höchst ungerecht! Welches FSSPX-Mitglied ist Koautor des Buches über die angebliche
Ungültigkeit der NO-Bischofsweihe? (wobei diese Studie ohnehin keiner lesen, geschweige denn ernst nehmen
wird, der kein Sedisvakantist ist)
Da haben Sie ausnahmsweise mal Recht! ut eam in caritate perficias una cum Papa nostro N. et Episcopo
nostro N. et universo clero Das kommt davon, wenn man zu schnell scheibt ohne Endkorrektur. In der Sache
bleibt es aber dabei: EB Lefebvre zum Sedisvakantisten zu machen ist hoffnungslos. Sie werden sich andere
Kronzeugen suchen müssen. P. Schmidberger bleibt in diesem WELT-Interview der Linie des EB und der FSSPX
treu. Das ist ja ein positiver Nebeneffekt dieser Aufregung: die Seiten müssen sich eindeutig erklären.
Und dadurch wird die Position der Bruderschaft wieder deutlich und frei von allen Rücksichtnahmen auf
alle heimlichen Papst-Hasser. @ruhrgebietler: Danke für das Drübernachdenken.
Guérard des Lauriers wurde bereits 1977 entlassen! Sie bleiben ungenau: Guérard des Lauriers wurde bereits
1977 entlassen. Der große Knatsch mit den Sedisvakantisten war 1977/1978. Abgesehen davon ist es irrelevant:
ich hatte nur gesagt, dass EB Lefebvre immer scharf gegen den Sedisvakantismus vorgegangen ist. Da er
erst 1976 „suspendiert“ wurde ist klar, dass diese Abgrenzungen erst ab diesem zeitpunkt überhaupt aufs
Tapet kamen. 1977 dann der Bruch mit Guérard, 1979 mit Storck etc. Die FSSPX ist ein Ordensgemeinschaft
innerhalb der Katholischen Kirche. Sie anerkennt die jeweiligen regierenden Päpste, einschließlich des
jetzt regierenden Papstes Benedikt XVI. und liest ihre Messen von jeher unum cum papa nostra. Sie sieht,
dass sich die Kirche in einer Krisensituation befindet und dass an dieser auch Entscheidungen der Autorität,
einschließlich der Päpst, mitschuldig sind. Aus diesem Grund beansprucht sie ein Notstandsrecht, um
sich vor dieser Krise zu schützen. Dadurch kann sie den Glauben in sich so erhalten, wie er immer war.
Sie erfüllt damit eine für die Gesamtkirche extrem wichtige Aufgabe, weil sie zum einen das Zeichen
des Widerspruchs gegen die Veränderungen nach dem „Konzil“ ist -wodurch dieses nicht als allgemein anerkannt
gelten kann – und zum anderen so sichergestellt ist, dass der Glaube nicht verloren geht, sondern wieder
an alle, die ihn wünschen, weitergegeben werden kann. Die Mission der FSSPX erfolgt aber immer innerhalb
der sichtbaren Kirche, die die katholische ist, mit dem Papst an der Spitze.
Ach, und was war mit Michel Guérard des Lauriers? Weshalb hat denn EB Lefebvre dann Michel Louis-Bertrand
Guérard des Lauriers aus Econe rausgeworfen und sich öffentlich mit ihm gestritten? Antipacelli (was
für ein dummer Name!), es ist immer lächerlich, wenn Outsider wie Sie den FSSPX-Oberen erklären wollen,
wie die FSSPX eigentlich tickt und was EB Lefebvre wirklich wollte. Die Ablehnung der Sedisvakanz wird
noch bei den Bischofsweihen 1988 deutlich, wo der Erzbischof sich ausdrücklich gegen den Vorwurf der
Schaffung einer Parallelhierarchie wehrt und sich erneut von Palmar da Troya abgrenzt. Insofern sind Sie
es, der hier ein gespaltenes Verhältnis zur Wahrheit hat.
Ruhrgebietler, sind Sie noch bei Sinnen?! Das Dogma lautet: Die Katholische Kirche ist die Kirche Jesu
Christi. Sie sagen: Die heutige Kirche ist nicht die Kirche Jesu Christi. Logische Folgerung: Die heutige
Kirche ist nicht die Katholische Kirche. Das ist, beim besten Willen, nicht die Linie der FSSPX, und Erzbischof
Lefebvre ist immer – wie Sie wissen – streng gegen den Sedisvakantismus vorgegangen. Deshalb sollten Sie
Ihre Meinung nochmal überdenken. By the way: „Nostra Aetate“ ist in der Tat ein dicker Brocken. Aber
für dieses Dokument gilt, wie für das ganze Konzil: es wird durch eine wissenschaftliche Durchdringung
aus dem Blick der ganzen kath. Tradition verändert, nicht durch einen autoritativen Federstrich. So funktioniert
Wissenschaft, und die Theologie ist eine, nunmal nicht. Die traditionelle Lehre ist stark genug, auch
diese Konzilsdokumente zu verdauen, wenn auch mit Magengrimmen und anschließendem dünnen Stuhlgang.
Insofern geht es darum, das Konzil im Lichte der Tradition zu lesen und zu deuten und dadurch unschädlich
zu machen. Fallen Sie nicht auf diese dummen und primitiven Schlichtlösungen der Sedis herein, so einfach
geht es nicht.
Fürchtet Euch nicht! Hier der wirklich schöne Artikel in voller Länge: WELT-Artikel zu P. Schmidberger
www.welt.de/…ehrlich-mit-uns.html Man muss es nüchtern sehen: Wer hätte letztes Jahr ernsthaft gedacht,
dass alle großen Zeitungen der FSSPX die Gelegenheit geben, Ihre Positionen zu verbreiten? Nach dem SPIEGEL
nun auch die WELT. P. Gaudron konnte im ZDF auch sachlich Ausführungen machen. Jeder in Deutschland weiss
nun, dass es die FSSPX gibt und was die will. Und nach dem Hype um die indiskutablen Aussagen von Bischof
Williamson zum Judenmord kann die FSSPX nun ihre Bekanntheit nutzen, um ihre Positionen darzustellen.
Und siehe da: dagegen kann man nichts haben. Es sind gute und sachliche Argumente und die Fakten stimmen
auch noch. Also lautet die Botschaft: Fürchtet Euch nicht! Jedenfalls machen die Oberen, voran Bischof
Fellay und die Patres Pfluger und Schmidberger das doch ganz fantastisch! Die Einigung mit B16 kommt,
der „Geist des Konzils“ wird ausgetrieben und die Rekatholisierung der ziemlich verlotterten Amtskirche
kommt voran. Deus lo vult!
Selten dämlich! Eine Religion ist es nicht, weil jede Transzendenz fehlt. Es ist nicht untypisch, dass
säkulare Theorien und Lehren sich zur Steigerung ihrer Wirkung religiöser Muster bedienen. Und es gibt
auch im Hinblick auf den Judenmord einige Vertreter, die ihn religiös ummänteln wollen; keine Frage.
Aber das ist keineswegs prägend. Im Kern geht es darum, dass es unter den Nazis dieses entsetzliche Verbrechen
gegeben hat, was logischerweise (besonders in Dtl) die Frage aufwirft, was schief gelaufen ist, dass es
soweit kommen konnte. Das ist zu allererst eine Kritik an der Moderne, insbesondere ihrer deutschen Spielart
bis 1945. Weil nebenbei auf dem deshalb eingeleiteten Bruch der Deutschen mit wesentlichen Teilen ihrer
vorherigen Ideologie die europäische Nachkriegsordnung basiert, ist es politisch wichtig. Zudem legitimiert
dieses Verbrechen den Staat Israel und seine Verteidigungskriege. Und schließlich geht es um die Entschädigungsgelder.
Bei einem solchen Konglomerat an Interessen ist es naheliegend, dass einige Menschen auf die Idee kommen,
noch ein pseudoreligiöses Sahnehäubchen draufzusetzen. Nur: das ist Unsinn, darum geht es nicht. Der
Judenmord ist keine religiöse Sache. Alles andere zu behaupten ist unhistorisch und schlicht falsch.
Diese Spekulationen sind nur peinlich! Ausgerechnet der P. de Cacqueray als Widerpart von Bischof Fellay –
wirklich köstlich! Man merkt sofort: hier schreibt ein Insider Merke: Der Papst schreibt in seinem Brief,
die Bemühungen um eine Regularisierung der FSSPX seien wensentlich doktrineller Natur. Bischof Fellay
schreibt in seiner Antwort, man sehe das genauso und freue sich auf die Gespräche. P. de Cacqueray schreibt,
es wird keine Regularisierung ohne theologische Gespräche geben. Wo, bitte, ist die Meinungsverschiedenheit?
Wir können es fortsetzen: EB Lefebvre sagte, Rom müsse zunächst seinen guten Willen zeigen, ehe man
sich einigen könne. Bischof Fellay präzisierte, es müsse erst die Hl. Messe freigebenen werden und
dann die Exk fallen, ehe man in der Sache reden könne. Rom gibt die Messe frei und hebt die Exk auf.
Nun soll geredet werden. Wo, bitte, ist ein Bruch in der Linie der FSSPX? Es läuft doch alles – beim
besten Willen! – genau so, wie es die FSSPX immer erbeten hat. Wer jetzt meint, man dürfe nicht die Chance
nutzen, der will lieber Sekte statt Kirche.
Ich würde auch sagen, Ruhrgebietler! Das ist doch das Problem an Bi Williamson, dass er so übertreibt.
All die Häuser, Fabriken etc. stehen doch, die sind real. Es gibt genug Lebensmittel, Produkte etc. Wieso
sollte das alles kaputt gehen? Dieses „Zurück zur Natur“, dieser Gegensatz zwischen Natur und Kultur,
der stammt aus der Jugendbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, das ist eine alte Zivilisationskritik;
nur es ist eben nicht katholisch. Katholisch ist, das was ist, diese Vielfalt, zu ordnen, einem zentralen
Prinzip unterzuordnen, alles zu integrieren. Omnia instaurare in Christo. Aber es ist doch nicht katholisch,
alles zu zerschlagen! Sehen Sie, es ist wie mit einem Haufen Metallspäne. Katholisch ist es, ein Magnetfeld
anzulegen. Dann habe ich sofort eine Ordnung entlang der Feldlinien, ohne dass die einzelnen Späne sich
groß bewegen oder verändern. Nicht katholisch ist es, alle Späne wegzuwischen und dann mit der Pinzette
neu und vermeintlich geordnet hinzulegen. Gegenstand unserer Bemühungen ist das, was ist, die Wirklichkeit,
die bestehenden Institutionen. Es geht nicht um den Aufbau einer Parallelwelt. Das erste ist katholisch –
das Antlitz der Erde erstrahlen lassen – das zweite ist Sekte. Und die apokalyptischen Visionen sind mir
zu sektoid.
Danke, Mannheimer Ich denke, Sie haben recht! Zu Zeiten Christi war es doch in manchen Dingen viel schlimmer:
man mordete die unerwünschten Kinder, es war eine durchaus rohe, gottvergessene Welt. Und was macht Gott?
Er wird ein hilfloses Baby und läßt sich 33 Jahre später kreuzigen. Und damit verändert er die Welt.
Wir haben heute sicher viel Unrat, viel Sünde, vieles, was schief geht. Aber wir haben auch einiges an
zivilisatorischer Leistung geschafft; Hunger überwunden, Krankheiten, Altersarmut, Gewalt gegen Kinder,
Schwache, Behinderte etc. Es gibt nicht nur Schatten. Natürlich bedarf es Gottes, aber doch des Gottes,
der in der Krippe lag und am Kreuz litt und nicht eines, der alles kurz und klein schlägt. Bei Auschwitz
ist das evident. „Kann es einen Glauben an Gott nach Auschwitz geben?“ wird gefragt und die Antwort muss
doch heissen: Natürlich, gerade deshalb! Die Antwort „Es gab kein Auschwitz“ ist irritierend, weil sie
nahelegt, dass der Glaube des Antwortenden Angst vor der Realität hat. „Ein schwacher Glaube“? – da ist
was dran.
@ Ruhrpottbewohner: OK, dann wird es ja ein spannendes 2010! Ich war gestern auf einer Veranstaltung,
in der Banker aus der ganzen Welt mit Hilfe irgendwelcher Kurven ihre Prophezeihungen ausgebreitet haben.
Die lagen, was die Ökonomie angeht, ungefähr in meinen Kategorien, wobei die Arbeitslosigkeit keine
Rolle spielte. Also, diesbezüglich dürften Sie recht behalten, leider. Inflation kommt wohl erst 2011
oder später. Insgesamt denke ich, dass diese Krise das europäische Mittelschichtsmodell beenden wird,
die Gesellschaft wird sich weiter auseinanderentwickeln, arm und reich deutlicher geschieden. Sie sehen:
man kann schon mit guten Gründen pessimistisch sein. Nur: Bischof Williamson übertreibt maßlos und
setzt sich dadurch – leider! – ins Unrecht. Dadurch erweist er der Sache der FSSPX einen Bärendienst.
Das ist die eigentliche Tragik. Aber: freue mich auf Ihre Rückmeldung im nächsten Jahr!
Leider zählt die Mäßigung nicht zu den hervorstechenden Tugenden des Bischofs Bischof Williamson wurde
ja in den vergangenen Monaten zum „Teufel im Talar“ (BILD am Sonntag) erklärt, und jeder, der ihn persönlich
kennenlernen konnte, weiß es besser. Er ist ein anregender und charakterstarker Mann, kein moderner Untertan.
Aber er irrt. Und eines beweist der Bischof hier aufs neue: die Mäßigung zählt nicht zu seinen hervorstechenden
Tugenden. Seine Weltuntergangspropheterien sind einfach nur daneben. Vor allem irritiert mich, dass es
fast den Anschein hat, er wünsche sich diese Katastrophen. Diskutant Murx – der den Bischof nicht leiden
kann – hatte dazu sehr pointiert geschrieben, Bi Wi nähere sich „einem philosophischen Neuheidentum“
an. Diese Lust am Untergang riecht schon nach Nietzsche, ein bisschen zu sehr für meinen Geschmack. Anstatt
aber nun erneut auf den Bischof einzuschlagen, der nun wirklich gelitten hat, sollten wir diese apokalyptischen
Visionen einmal 2010 hervorkramen und schauen, was draus geworden ist. Mein Tipp: 2010 ist die Krise überwunden,
der DAX über 6.000 Punkten und die FSSPX regularisiert, nachdem der Papst erklärt hat, man müse das
Vatikanum II im Lichte der Tradition auslegen. Zumindest werden wir näher an dieser Erwartung statt an
der des Bischofs sein ;)
Frauen! – oder gleich auf Latein in mulieribus wird übersetzt mit „unter den Frauen“ – alles andere ist
eine Falschübersetzung. Das Problem ist, dass bis ins 19 Jhd hinein das Wort „Weiber“ die selbe Bedeutung
hatte wie heute „Frauen“ und „Frau“ eine „Dame“ war. Ebenso mit „Dirne“ für „Mädchen“. Weil aber die
deutsche Sprache eine lebende Sprache ist, hat sich das gewandelt. Ergo musste sich auch die Gebetsformel
mitwandeln, was bei Gebetsformeln schwierig ist. Insgesamt also ein schönes Argument für die Verwendung
einer toten Sprache in der Religion, wie im Bereich des westlichen Christentums das Latein. Denn hier
bleibt es auf ewig beim in mulieribus.
Wo die Argumentation aufhört beginnt die Polemik Carl, geben Sie doch wenigstens zu, dass Sie sich argumentativ
völlig verrannt haben! Glauben Sie wirklich, dieses Kommunique wäre ohne Abstimmung unter den Bischöfen
herausgegangen? Und was Bischof Tissier angeht: dem haben Sie vorhin eine Häresie unterstellt. Er lehnt
die „Communio“-Theologie von „Lumen gentium“ ab, aber doch nicht die Einheit mit dem Papst. Sie zitieren
hier ohne Sinn und Verstand. Bei Ihnen wird Bischof Tissier ins Gegenteil verkehrt und zum Häretiker,
weil Sie nicht imstande sind, seine Worte zu verstehen. Und weil ich Ihnen das geschrieben habe, pöbeln
Sie gegen die Oberen. Gilt für Sie das 8. Gebot nicht? Woher nehmen Sie, nachdem Sie soben bewiesen haben,
keine Ahnung zu haben, das Recht, Bischof Fellay zu beleidigen? Offenbar sind Sie ein Sedisvakantist.
Dann eröffnen Sie doch in Ihrer Garage einen neuen Petersdom! Sie können sich darauf verlassen, dass
alle Bischöfe hier an einem Strang ziehen!
„Und sich dem römischen Papst unterordnen“ Carl, Sie verstehen ja noch nicht einmal Ihre eigenen Postings!
Es ist doch klar, dass die Gemeinschaft mit dem Papst – oder die Unterordnung unter ihn, wobei jede Unterordnung
auch immer eine Gemeinschaft ist, nur eben eine durch Subordination geprägte – nicht alles ist. Das habe
ich auch nie behauptet. Aber Sie behaupten, diese Gemeinschaft sei gänzlich unwichtig. Und das ist, beim
besten Willen, eine glatte Häresie! Sie verstehen Bischof Tissier de M. einfach nicht, weil es Ihnen
am Grundgerüst einer soliden Bildung fehlt. Bischof Tissier meint (natürlich!) nicht, dass die Gemeinschaft
mit dem Papst ihn nicht interessiere. Was ihn nicht interessiert, ist die sog. „communio“-Theologie. Sie
verhauen aus Dummheit die Begriffe und besitzen auch noch die Frechheit, den Bischof Tissier de M. als
Komplizen zu benennen. Nichts liegt ferner als das! Bischof Tissier greift – völlig zu recht – die „communio“-Theologie
an, aber bestreitet doch um Gottes Willen nicht die Notwendigkeit der Gemeinschaft (in Form einer Unterordnung)
unter den römischen Pontifex. Was „communio“-Theologie ist finden Sie im Internet, googeln Sie doch einfach
mal die beiden Begriffe! Mann, Sie haben schlicht keinen blassen Schimmer, aber Sie erdreisten sich in
diesem Forum, die Oberen der FSSPX rüde zu kritisieren! Wer hat Sie auf Ihr hohes Ross gehoben?
#768 Pius XII 22:57:16 | Samstag, 28. Februar 2009
Diese Revisionistensch… ist doch unerträglich! Vorab: Leblhuber, machen Sie weiter! Es hilft zwar nichts,
zeigt aber, dass es auch noch vernünftige Menschen hier gibt! Dann: Dass Bischof W auch deswegen so gejagt
wird, weil man die FSSPX, den Papst und den ganzen konservativen Katholizismus beschädigen will – das
ist unbestreitbar. Die schlimmste Seite diesbezüglich ist www.katholisch.de Nur: alles das ändert nichts
daran, dass BW eine historische Lüge verbreitet hat. Er hat die Munition selbst geliefert, die nun gegen
ihn, den Papst und die Kirche geschossen wird. Das entbindet nicht die Schützen von ihrer Verantwortung
und Schuld, aber es läßt auch nicht zu, BW zum Märtyrer zu machen. Er hat schwer gefehlt, und das beim
besten Willen nicht nur einmal, sondern fast schon regelmäßig in den letzten Jahren. Und deshalb ist
es auch so klug von Bischof Fellay, ihn nun erst einmal aus dem Verkehr zu ziehen. Oder soll die FSSPX
ab nun ständig Erklärungen abgeben etwa zu dem williamson’schen Highlight, in Zukunft komme es nicht
mehr auf Bildung etc an, sondern man müsse nur mehr beten und Kartoffeln anbauen können? Und das ist
ja noch eines der eher harmlosen Bonmots. Die FSSPX hat eine extrem wichtige religiöse Mission, und die
darf sie sich nicht wegen sowas kaputtmachen lassen – was menschlich übrigens tragisch ist! Aber das
ist eben das Opfer was zu bringen ist für die Nachlässigkeit und falsche Toleranz der letzten Jahre.
Man muss gegen diesen braunen Sumpf kompromisslos vorgehen, weil er die FSSPX gefährdet!
#66 Pius XII 18:05:27 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Carl, Sie wissen nicht, wovon Sie sprechen! 1) Hilberg kommt nicht auf 6 Mio, sondern auf 5,1. Wenn der
also um Zahlen streitet, dann GEGEN die 6,0 2) Dass neben den historischen Fakten es eine Deutung gibt
und die von religiösen Momenten stark geprägt ist, ist ein alter Hut. 3) EB Lefebvre sagt nichts über
den Judenmord, sondern über den Mammon, den Materialismus, der vom Glauben ablenkt. Ihre Punkte helfen
also nicht weiter!
#55 Pius XII 17:29:36 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Carl, mäßigen Sie sich! Mahler ist einschlägig vorbestraft. Irgendwann muss das Gesetz ja mal Zähne
zeigen! Ein derartiger Wiederholungstäter wäre im Sexualstrafrecht in Sicherungsverwahrung gekommen.
Die „Singularität“ des NS-Judenmords besteht darin, dass ein Staat in der Autorität seines verantwortlichen
Führers beschließt, eine bestimmte Personengruppe vollständig, d.h. einschließlich der Frauen, Kinder,
Konvertiten etc. zu töten und dies mit den Machtmitteln des modernen Staates – Verwaltung, Militär –
in einer technischen, technisierten Art und Weise umsetzt. Also kein Ausbruch des Chaos, keine Suspensierung
der Ordnung, sondern die Ordnung mordet. Das ist in der Geschichte einmalig. Nehmen Sie nur die Verbrechen
an den Deutschen im Osten: spontane, sicher von „oben“ geduldete Gewaltausbrüche, eine Suspendierung
jeder Ordnung. Das Gegenteil beschreibt Himmler in seiner berüchtigten Posener Rede von 1943: Die Ordnung
mordet. Insofern: Der NS-Judenmord ist ganz klar in diesem Sinne einzigartig, singulär. Und da es die
Deutschen waren, die ihn zustandebrachten, auch diese besondere Sensibilität hierzulande. Und deshalb
auch diese Strafnorm. In England, den USA und andernorts ist die nicht sinnvoll, nicht angemessen, aber
trotz aller guten und gewichtigen Argumente gegen eine gesetzliche Regelung zu solchen Fragen bin ich
für Deutschland von der Richtigkeit und Notwendigkeit des § 130 Abs. 3 StGB – übrigens von einer CDU-Alleinregierung
1960 eingeführt – überzeugt.
#45 Pius XII 14:41:07 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Carl, Sie sind dem Irrtum verhaftet! Ihr empathisches Geschrei hilft Ihnen auch nicht weiter: 1) Katyn
galt im Westen schon von je her als russ. Verbrechen. Ich habe ein Buch von 1982, da ist es als russ.
Verbrechen drin. 2) Der Auschwitz-Prozeß basierte sehr wohl auch auf Akten und Geständnissen 3) Irving
anerkennt die Existenz der Gaskammern in Auschwitz, genannt „Rotes Haus“ und „Weißes Haus“. Er anerkennt
weiterhin die Massentötungen von Juden in Treblinka, Sobibor und Belczek, weiterhin den Massenmord durch
die Einsatzgruppen hinter der Ostfront. Er hat sich korrigiert wie auch Pressac es tat. Der Fakt einer
gezielten Ausrottungspolitik Hitlers gegen die Juden, die mit den Mitteln des modernen Staates und unter
Einsatz fabrikmäßiger Methoden erfolgte (was auf der Wertungsseite die sog. Singularität dieses Verbrechens
begründet) wird von keinem ernsthaften Menschen bestritten. Nehmen Sie das doch endlich zur Kenntnis!
4) Bischof Williamson – bedauernswerterweise – hat sich verrannt und ist in maßgeblichen Punkten seiner
politischen und historischen Betrachtung nicht in der Wahrheit: Judenmord, Protokolle (was sagen Sie eigentlich
dazu?), 9/11 etc.
#30 Pius XII 10:16:31 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Carl, der Oberwissenschaftler Mann oh Mann, Carl, da spricht einer, der offensichtlich noch nie eine Universität
von innen gesehen hat über die Wissenschaft im allgemeinen. Wissenschaft hat eben v.a. etwas mit Standards
zu tun. Und zum Standard gehört bei Geschichtswissenschaft das Archivstudium. Pressac hat’s getan, Bi
Williamson leider nicht. Der zitiert nur längst widerlegte Sekundärquellen – etwa Fred Leuchter. Was
machen Sie denn mit den „Protokollen“? 1. Untersuchung durch die Regierung des Zaren von Rußland, 2.
Untersuchung im „Bern trial“ vor dem Kantonsgericht Bern 1934, 3. Untersuchung durch den Erzbischof von
Köln mit einer Warnung an alle Katholiken, das ernst zu nehmen im diözesanen Amtsblatt und dann nach
dem Krieg diverse Dissertationen. Alle kommen zu dem Ergebnis: plumpe Fälschung. Bi Williamson, der keinerlei
Quellenstudium betrieben hat, erklärt: die sind echt. Und das ist nun ein Märtyrer für die Wahrheit?
Das eigentlich teuflische ist doch: Die FSSPX ist die letzte Kraft, die an der objektiven Philosophie
festhält, die eine Wahrheit postuliert, die auch erkennbar ist. Und ausgerechnet die wird von den Subjektivisten
nun wegen der tatsächlichen Unwahrheit eines ihrer Bischöfe angegriffen. Es ist ein Kampf mit vertauschten
Rollen. Und weil Christentum nunmal Dienst an der Wahrheit ist, kommen wir nicht um die schmerzliche Einsicht
herum, dass Bi Williamson sich selbst ins Aus gestellt hat – was ich übrigens bedauere.
#17 Pius XII 09:31:25 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Tja, Carl, die Wahrheit! Das ist doch das ganze Problem an der Sache! Die Wahrheit. Wie kriegt man die
nach katholischer Lehre (Vaticanum I) denn raus? Durch den Glauben hinsichtlich der göttlichen Offenbarung,
und durch die Wissenschaft hinischtlich der nichtoffenbarten Teile. Und die Frage, ob es in Auschwitz
Gaskammern gab oder nicht, die ist eben nicht offenbart. Ergo haben wir uns an die Wissenschaft zu halten.
Und die kommt durchweg – es gibt keinen Lehrstuhlinhaber für Geschichte weltweit der das anders sähe –
zu dem Ergebnis, es gab Gaskammern. Und somit steht Bischof Williamson – leider! – außerhalb der Wahrheit.
Genauso wie er es bei den „Protokollen der Weisen von Zion“ und den „Rakhowski Protokollen“ oder 9/11
tut. Er wird also nicht wegen der Wahrheit, sondern wegen der Unwahrheit verfolgt. Ihre ganzen Erwägungen
sind damit überflüssig und abseitig. Jede Argumentation scheitert am Fakt, dass Bischof Williamson völlig
neben der Realität liegt in seinen politischen und historischen Ansichten. Er wird eben nicht für den
Glauben und die Wahrheit verfolgt, sondern für eine abstruse und historisch falsche Meinung. Ein Märtyrer
ist er damit nicht.
#195 Pius XII 18:41:55 | Freitag, 20. Februar 2009
Sie irren, Stephanus Die FSSPX nutzt den Werbebonus ganz nett. Natürlich kann man immer alles besser
machen, aber zumindest weiss doch in Dtl jeder, was die FSSPX ist. Das ist neu. Was Ihre Einschätzung
zu Bischof Williamson angeht, denke ich, dass Sie etwas untertreiben. Die Ablehnung der Nazi-Zeit ist
nun einmal in Deutschland raison d’etre, darauf basiert die deutsche und folglich auch die europäische
Nachkriegsordnung. Das ist nicht einfach eine historische Unsauberkeit, das ist eine beabsichtigte politische
Provokation gegen die historischen Grundlagen unseres Staates. Deshalb ja auch dieser Aufstand. Sehen
Sie, ich finde, dass die FSSPX-Oberen ihre Sache insgesamt sehr gut und mit Augenmaß machen. Da ist eine
Linie drin, die ist gut katholisch. Man nutzt den Werbebonus besonnen, macht klare Kante gegen die Modernisten
wie die Politsektierer und läßt sich weder den theologischen Schneid noch die Verbundenheit mit Rom
abnehmen. Es zeigt sich erneut, dass die FSSPX gut geführt ist.
#189 Pius XII 17:57:47 | Freitag, 20. Februar 2009
Carl, was für ein Nonsens! Ausharren im Bunker – das nennen Sie katholisch? Bischof Williamson ist in
seinen Äußerungen schlicht außerhalb der Wahrheit. Es gab Gaskammern in Auschwitz und die „Protokolle“
sind eine Fälschung. Er taugt somit nicht zum Märtyrer in einer Religion, deren Gründer sagt „Ich bin
die Wahrheit“. Die FSSPX muss missionieren. Und sofern Gott ihr die Mittel dazu gewährt, muss sie diese
einsetzen. Gott gewährt ihr Mittel, und deshalb ist es richtig, diese zu benutzen anstatt sich im „Bunker“ –
ein grässlicher Ort – einzunisten. Was Sie hier schreiben ist doch nicht katholisch!
Antipacelli, Sie sind ein Dummschwätzer! Sehen Sie: Jean-Claude Pressac, dem Anschein nach sogar David
Irving haben eingesehen, dass es Vergasungen von Juden im großen Stil gegeben hat. Also, was wollen Sie
noch? Wenn man seinen Glauben nur auf der Basis solcher Geschichtslügen aufbauen kann, ist er nichts
wert. Die Stellungnahme von Bischof Fellay ist absolut sauber und korrekt. Es geht um den Glauben, nicht
um Geschichte. Der Glaube ist heutig. Und diese unselige Debatte stört die Mission der FSSPX. Also!
Dummes Zeugs! 1. Dass niemand regularisiert wird, der nicht mit der FSSPX im Bunde steht, hat einen einfachen
Grund: alle, die nicht mit der FSSPX zusammen sind, sind einfach so lächerlich und unbedeutend, dass
man sie schlicht nicht regularisieren kann. Was will man mit irgendwelchen „Päpsten“ in umgebauten Garagen
denn anfangen? Es gibt im Bereich derjenigen, die das Vat II grundlegend kritisieren, nichts Seriöses
und Ernstzunehmendes als die FSSPX. 2. Das „angebliche“ Zitat ist eben nur „angeblich“. Es gibt keinerlei
Beweis für diese Äußerung, und sie erscheint mir auch nicht plausibel. Mit erfundenen Zitaten kann
man alles beweisen.
Hier tobt sich mal wieder irgendein anonymer Antisemit aus Das ist immer dasselbe. Es gibt Themen, da
hat kreuz.net offenbar Autoren parat, die ihrem Affen Zucker geben. Da gibt es diesen Schwachkopf zum
Thema der Aufarbeitung des NS-Judenmords („Leo G. Schlüchter“) und zu Isreal gibt’s einen Anonymus. Nachdem
heute morgen schon davon die Rede war, die israelische Armee verhalte sich „wie die SS im Warschauer Ghetto“
(erstaunlich, daß Leute mitso einem Background davon ausgehen, es habe überhaupt ein Warschauer Ghetto
gegeben) nun dieser Artikel im Stürmer-Stil. Die Fakten, denke ich, sind eindeutig: Aus dem Gaza-Streifen,
der nunmal zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt zählt, so daß es immer auch Zivilisten
betrifft, hat die Hamas trotz Waffenruhe permanent Raketen auf israelische Städte und Dörfter geschossen.
Nach mehreren Ultimaten und Verhandlungsbemühungen rückt nun die Armee in Selbstverteidigungsabsicht
vor. Man kann sicher streiten, ob das klug ist oder eher neuen Terror provoziert. Legitim ist es allemal.
Und jeder Krieg ist schrecklich. Nur: Dieser wurde von der Hamas begonnen. Meine Meinung: Der Haß der
Hamas ist nicht zu besänftigen. Entweder man schaltet sie dauerhaft aus oder es gibt immer wieder Krieg.
Dieser Krieg ist schrecklich wie immer, aber besser, man macht die Hamas unschädlich, als daß es immer
wieder zu Zwischenfällen kommt, lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.
Gaza-Streifen Es bleibt aber Fakt, daß monatelang trotz aller Waffenruhe aus Gaza heraus Raketen in israelische
Siedlungen geschossen wurden. Die israelische Regierung hat dann mehrere Ultimaten gestellt und für den
Fall, daß die Raketenangriffe nicht aufhören, einen Militäreinsatz angedroht. Die Raketenangriffe haben
nicht aufgehört, das Militär marschiert. Wenn tagaus, tagein in Garmisch-Partenkirchen österreichische
Raketen einschlagen würden, dann würde irgendwann wohl auch die Bundeswehr ausrücken, um die Abschußrampgen
zu zerstören. Völkerrechtlich handelt hier ein allgemein anerkannter Staat in Notwehr, und die ist auch
in den UN-Statuten anerkannt. Der Nahost-Konflikt wird sich sicher nicht durch ewige Tatenlosigkeit gegenüber
Terror-Organisationen wie der Hamas lösen lassen. Entweder, es gelingt, diese zu besiegen oder der Krieg
wird ewig gehen. Aber einfach tatenlos zusehen, wie die Hamas Raketen auf Zivilisten schießt – das kann
es auch nicht sein.
#100 Pius XII 17:10:37 | Dienstag, 4. November 2008
clarissa! Die Angelegenheit ist zu gewichtig, als daß zu erwarten wäre, man würde es über die apostolische
Signatur regeln. Es ist doch eindeutig, daß die Exkommunikation von 1988 gescheitert ist. Der Priesterbruderschaft
geht es nach wie vor gut, an der alten Messe kommt man nicht mehr vorbei, selbst wenn man es wie die deutschen
Bischöfe versucht (der Papst will es nicht), und diese alte Messe ist nun einmal untrennbar mit dem Namen
des Erzbischofs Lefenbvre verbunden. Also besteht Handlungsbedarf, die Truppe wieder einzugliedern. Andererseits
hat die Exk. auf seiten der Bruderschaft viel Porzellan zerdeppert. Gewisse unschöne, spalterische Tendenzen,
die es gibt, wurden bestärkt. Und auch bei den vielen Vernünftigen besteht Mißtrauen. Ergo ist eine
Schlichtlösung nicht drin. Rom muß Vertrauen, das es zerschlagen hat, wieder herstellen. Darum geht
es. Also muß zunächst die diskriminierende Exkommunikation weg. Wie das geht, hat man ja bei dem Patriarchen
von Konstantinopel gesehen, wo die Kirchenstrafen auch einfach aufgehoben wurden. Und bei den anschließenden
Gesprächen wird es v.a. darum gehen, der Bruderschaft einen firewall zu gewähren, um sie vor unliebsamen
Übergriffen der linken Fraktion, etwa nach dem Tod des regierenden Papstes, zu schützen. Das wird der
Fahrplan sein: 1) Alte Messe wieder frei – erledigt 2) Exkommunikation weg, um Vertrauen zu schaffen –
in Vorbereitung 3) Kirchenrechtliche Eingliederung mit firewall vor den Linken – steht noch aus.
Ziemlich glaubwürdig Der Bericht ist ziemlich glaubwürdig. Bischof Fellay würde wohl kaum zum Rosenkranzkreuzzug
Teil II aufrufen, wenn die Chance des Erfolges nicht sehr groß wäre. So war es beim MP, und so war es
auch bei der Mutter aller Rosenkranzkreuzzüge, der Schlacht bei Lepanto. Auch damals hatte P. Pius V.
zuvor diplomatisch alles geregelt und die Streitmacht aufgestellt. Insofern können wir alle hoffen und
beten, daß die „Exkommunikation“ bald aus der Welt ist.
#117 Pius XII 21:34:10 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Wobei das schon eindeutig ist! Das einzige „Belastungsmaterial“, das man während der „gerichtlichen Untersuchung“
bei dem beschuldigten Priester fand, war ein Manuskriptheft von dessen Hand, in dem dieser aus Kirchenväterschriften
Argumente gegen den priesterlichen Zölibat kompiliert hat. Das ist allemal mehr als das, was hier zum
Teil verzapft wird. Denn immerhin hatten die Richter 1634 ja wenigstens etwas, das über Hinrgespinste
hinausging.
Was bricht zusammen? Wer sein Haus auf die Wirtschaft, den Dollar, den Euro, auf Regierungen, auf Verfassungen
baut – all die armen Menschen, die sich darauf verlassen, werden sehen, daß sie auf Sand gebaut haben.
Denn das alles bricht bald zusammen. Was bricht denn zusammen? Der Dollar ist gestiegen, der Euro ist
stabil und daß die verfassungsmäßige Ordnung wackeln würde habe ich auch noch nicht bemerkt. Wir haben
eine Krise, die wird vorbeigehen. Davon abgesehen sollte man immer auf Gott bauen, das ist ja wohl klar.
Und wer die weltlichen Dinge vergottet, wird Schiffbruch erleiden. Aber um das auszudrücken brauche ich
nicht unter die Untergangspropheten gehen. Die Aktienkurse sind jetzt so niedrig, die können nur noch
steigen, und das werden sie auch tun, wenn sie die kollektive Psyche beruhigt hat.
@ Major, bleiben Sie am Boden Zunächst, „einziger Katholik im Nationalrat“ finde ich gewagt und durchaus
auch beleidigend für die sicher durchaus vorhandenen praktizierenden Katholiken bei den anderen, insbesondere
der ÖVP. Welche konkreten politischen Ergebnisse für die katholische Sache kann ES denn vorweisen? Beim
besten Willen, der Mann ist schlicht unseriös und unberechenbar. Der ist einmal bei der Bruderschaft,
dann wieder woanders, der ist einmal gegen Haider und einmal mit ihm. Das einzige, was an ihm beständig
ist, ist, daß er im politischen Zirkus bleibt. ES hat noch nie Geld anders als aus Steuermitteln bekommen.
Und damit das so bleibt, ändert er nicht nur munter die Parteien, sondern auch die Überzeugungen. Nur
weil die Schwarzen untreu geworden sind, werden Sie das Land nicht mit denen retten, die deshalb nicht
untreu wurden, weil sie nie treu waren. Das dritte Lager ist schlicht unbrauchbar, und anstatt hier Solidarität
mit einer obskuren Gestalt zu propagieren wäre es mE angebracht daüber nachzudenken, wie die Christsozialen
wieder auf Spur gebracht werden können.
#81 Pius XII 16:54:38 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Wieso nimmt noch einer diesen Stadler ernst? HC Strache, bei weitem kein sympathischer Zeitgenosse, hat
etwas sehr richtiges gesagt: „Wann immer in den letzten 20 Jahren in der FPÖ Streit war, ist Ewald Stadler
dabei gewesen.“. Er hat sind im TV mit Haider gezofft und anschließend mit Haider darüber prozessiert,
ob Haider danach geweint habe oder nicht, um sich, nachdem die FPÖ ihn rausgejagt hat, bei ihm ins Bett
zu legen. Zutreffender Kommentar des FPÖ-Generalsekretärs: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!“.
Nun hat er offenbarauch in der FSSPX Zoff angefangen und wurde zurechtgewiesen. Statt Buße und Umkehr
schmeißt er nun Dreck gegen die Bruderschaft. Was lehrt uns das? Daß man aufhören sollte, in diesem
Mann einen Heilsbringer zu sehen. Der ist ganz offensichtlich ein Borderliner, einer, der nicht in der
Lage ist, sauber und kontinuierlich für eine Sache zu stehen. Daß er sich nun aufspielt, um der Bruderschaft
Hinweise zu geben, ist nur peinlich.
Ihre Argumentation hat einen Schönheitsfehler, clarissa Wie könnte ich ohne den Erzbischof Lefebvre
und die Weihen von 1988 jetzt die alte Messe genießen? Sehen Sie, das, was Sie und andere uns als angeblich
so tolle Alternative anbieten, ist ja keine Frucht der tollen Römer, sondern eine Folge des Weges der
FSSPX. Dieses Paradoxon können Sie auch nicht auflösen.
@ no comment, clarissa @ No comment: Daß dieses „BRAVO-Poster“, wie Sie es nicht ganz unzutreffend nennen,
ziemlich peinlich ist, ist leider wahr. @ clarissa: Der Treueeid bezieht sich im Kern immer auf die Lehre,
nicht auf die Person oder das Amt, weil eben das Amt seine Legitimität auch nur von der Lehre her bezieht.
Der Geist bewegt die Masse. Wenn aber die Kirche sich durch VatII von ihren eigenen Dogmen entfernt, dann
kann es kein Treubruch sein, bei den Dogmen zu bleiben, denen letztlich die Treue geschworen wurde. Das
Protokoll von 1988 hat EB Lefebvre gekündigt, weil die andere Seite Zusagen nicht eingehalten hat. Das
können Sie nachlesen in der neuen Hagiographie über den Erzbischof. Und was die Frage im Ritus der Bischofsweihe
angeht. Nun gut, ich finde den Begriff „ewiges Rom“ stilistisch auch nicht hundertprozentig geglückt.
Aber die Aussage, wir haben das Mandat derjenigen Päpste, die lieber gestorben wären, als etwa in Assisi
den Götzendienst der interreligiösen Verbrüderung mitzumachen, die finde ich schon zutreffend und notwendig.
Insofern hatte Erzbischof Lefebvre da nichts zu korrigieren. Das Problem der FSSPX ist eben kein juristisches,
sondern es ist die Frage nach dem Verhältnis der Post-VatII-Kirche zu ihrer Prä-VatII-Geschichte. Das
ist eine Frage an Rom, die Rom beantworten muß. Und von dieser Antwort hängt die Zukunft der FSSPX ab.
Ich für meinen Teil halte daran fest, daß die Prä-VatII-Version die Wahrheit ist; allen peinlichen
BRAVO-Postern zum Trotz!
Das ist keine Erklärung „der“ Piusbruderschaft Für die Priesterbruderschaft im ganzen spricht nach meinem
Kenntnisstand deren Generaloberer. Und dieser hat das MP vollständig anerkannt, gelobt und dem Hl. Vater
ausdrücklich dafür gedankt, und zwar hier. www.fsspx.org/ger/index.html Das ganze, was hier so groß
als Erklärung „der“ Bruderschaft angepriesen wird, ist also nur eine Einzelstimme aus der Bruderschaft.
Und noch nicht einmal eine besonders intelligente: Während die fünf Plus-Punkte tatsächlich aus dem
MP stammen, sind die fünf Minus-Punkte allesamt dem Begleitbrief entnommen. Wie dieser Begleitbrief zu
werten ist, kann man in der bereits verlinkten Erklärung von Bischof Fellay nachlesen: „Der Brief, der
das Motu proprio begleitet, verhehlt indessen nicht die Schwierigkeiten, die noch bestehen.“. Der Brief
ist nämlich kein lehramtliches Dokument, sondern eine politisch inspirierte Begleitmusik. Wer aber nicht
zwischen einem MP und einem Begleitbrief unterscheiden kann, der sollte besser den Mund halten. Insgesamt
ist dieses Faltblatt kein Ruhmesblatt. Es ist nicht gerade überzeugend, daß der Obere der FSSPX einserseits
erklärt, die FSSPX maße sich kein eigenes, über dem des Hl. Vaters stehendes Lehramt an, und dann irgendein
Subalterner meint, dem Ton nach verbindlich festlegen zu müssen, was von einem Motu Proprio des Papstes
ein echter Katholik „nicht annehmen kann“ – wohlgemerkt in bezug auf ein Motu Proprio, das die offizielle
FSSPX begrüßt hat. Ich halte mich da lieber weiter an die Erklärungen des FSSPX-Generhauses. Sicher
ist sicher!
#42 Pius XII 11:23:40 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Normaler Geschäftsgang Die Kirche hat immer Güter angelegt, um von den Erträgen zu leben. Die Bettelorden
waren nie mehr als eine Randerscheinung, und nichtmal eine sympathische, wie ich finde. Früher hatte
man eben Felder und Wälder, heute beteiligt man sich an Industriebetrieben etc. Früher gab’s man eine
Mißernst, heute einen Kursrutsch. Das ist business as usual. Für einen Rundumschlag gegen a) das Bistum
Aachen (den es aus anderen Gründen verdient hätte) oder b) das Wirtschaftssystem reicht das alles nicht.
#44 Pius XII 23:32:48 | Samstag, 13. September 2008
@ Preßlmayer: viel Pathos, wenig Substanz! Das Problem bleibt, daß es schlicht dummes Zeug ist, die
Politik auf eine einzige Frage – die der Abtreibung – zu reduzieren. Ich bin ja bei Ihnen, daß diese
Frage wichtig und die Position der ÖVP dazu schäbig ist. Aber die Frage ist nicht alleinrelevant. Dem
Lebensschutz dienen Sie mit einer intelligenten pro-life-Kampgane a la USA mehr als mit einer Partei.
Und Österreich bracht nicht nur Lebensschutz, sondern eben auch schlaue Konzepte für das Steuerrecht,
die Sanierung der Krankenkassen etc. Und da sind Ein-Themen-Parteien eben unbrauchbar, weshalb sie auch
nicht gewählt werden. Deshalb: Vernunft und Glaube gehören zusammen und führen zur Wahl der ÖVP!
#25 Pius XII 20:00:35 | Samstag, 13. September 2008
Realist bleiben – ÖVP wählen! Etwa 90 Prozent der regelmäßigen Kirchbesucher in ÖS werden wieder
die Partei wählen, die zwar nicht ideal ist, aber immer noch die größte Treffsicherheit für eine an
christlichen Maßstäben orientierte Politik bietet: die ÖVP. Ihre Mängel sind bekannt, sie folgen,
wie bei allen christdemokratischen Parteien, dem inneren Chaos der konziliar deformierten Kirche. „Die
Christen“ sind eine Splittergruppe, die, abgesehen davon, daß Sie an der 4-Prozent-Hürde scheitert,
nicht imstande ist, die drängenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme zu lösen. Merke: Gesinnung
ersetzt nicht Befähigung. Ohne eine Portion Technokratentum geht’s nunmal nicht!
#16 Pius XII 15:36:15 | Freitag, 12. September 2008
@ Kappes: Zu den Zahlen In der WELT (und Welt kompakt auch) war unlängst eine Zusammenfassung der aktuellen
Jugenstudien und zudem ein Interview mit dem maßgeblichen Jugendforscher, dem Prof. Hürrelmann aus Bielefeld.
Auf Basis des selben Materials hat dann der Feuilleton-Chef der Zeit einen Artikel „Jugend ohne Charakter“
geschrieben, in dem er über die angeblich angepaßte, konformistische, nicht-rebellische Jugend herpöbelt.
Da bezieht er sich auf die selben Befunde. Insgesamt ist dieses Schema der 4/5-Gesellschaft unter Soziologen
anerkannt. 1/5 bleibt derzeit auf der Strecke. Das ist jenes Prekariat, dessen Kinder so erbärmlich entgleiten.
#11 Pius XII 15:15:39 | Freitag, 12. September 2008
Traurig, aber nur Randphänomen Nach allen aktuellen Jugenstudien können wir mit der heutigen Jugend
ganz zufrieden sein. Sie ist diszipliniert, leistungsorientiert und wünscht sich eine Familie. Wir sind
heute was die Mentalität der Jungen angeht näher an den 50ern als an den 60ern und 70ern. Allerdings:
8 Prozent der Jugendlichen schaffen die Anforderungen der Gesellschaft gar nicht, 12 Prozent kaum. Diese
20 Prozent bilden eine neue Unterschicht („Prekariat“), die nicht nur materiell, sondern auch kulturell
unter die Räder kommt. Die leben in zweiter, dritter Generation von staatlichen Leistungen und das einzige,
was die haben, ist Sex. Hier beschreibt das Buch sehr drastisch diesen Zustand. Und ohne eine Bekehrung
auch der ganz einfachen Leute – nicht nur des intellktuellen Vortrupps – wird jede staatliche Aktion dagegen
nur Linderung, nicht aber Abhilfe schaffen. Gleichwohl: Wir brauchen vermehrt geschützte Werkstätten
und die Sozialleistungen müssen mehr an Auflagen (regelmäßig früh aufstehen etc.) gekoppelt werden.
Ansonsten mißfällt mir der Voyerismus des Buches. Das ist sicher immer eine Gradwanderung, und man will
(und muß) auch aufrütteln. Aber hier sind wir schon dem Abgrund sehr nahe. Leider werden sich Deutschlands
Pädophile alle dieses Buch kaufen, hoffen wir, daß die jetzt nicht nach Berlin-Hellersdorf aufbrechen.
#113 Pius XII 11:31:19 | Dienstag, 9. September 2008
Lerle ist ein unrettbarer Dummkopf! Wurde Lerle nicht unlängst verurteilt? Der Mann ist selten dumm.
Sonst wüßte er, daß die katholischen Fakultäten und der Religionsunterricht in der Verantwortung der
Kirche steht und der Staat hier die Kirche finanziert, gerade ohne Einfluß zu nehmen. Es ist ein schönes
Beispiel einer Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche im Gegensatz zur strengen Laizität französischen
Musters. Genau das will übrigens (etwas ausgeweitet) die FSSPX. Und Lerle begreift’s nicht und pöbelt.
Bei den Bereitschaftspolizisten, die als NPD-Jünger verkleidet für schlechte PR sorgen, frage ich mich,
meint der das wirklich ernst? Ich befürchte ja. Das sagt doch alles über diesen Irren.
#7 Pius XII 10:35:43 | Donnerstag, 4. September 2008
Die Amtskirche kann die Frage nach Gott nicht mehr beantworten Wir haben längst eine Renaissance des
Religiösen, die heutige Generation sucht Wahrheit und Gott. Aber sie trifft auf eine Kirche, die beides
längst verloren hat. Die Bodentruppen des Papstes sitzen eher im deutschen Feuilleton statt in den Ordinariaten.
Was ein Habermas über das Verhältnis von säkularem zu religiösem Denken publiziert ist zwar immer
noch nicht katholisch, aber allemal näher dran als der hirnlose Sermon der deutschen Bischöfe. Das ist
die Kirchenkrise, das Salz ist schal geworden.
#80 Pius XII 11:12:38 | Mittwoch, 3. September 2008
@ Major Kong Danke für Ihre sauberen Argumente. Sie haben es m.E. getroffen: Ein problematischer Punkt,
der wohl Ursache dieser Debatte ist, ist jener, daß es in der subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen
einen signifikanten Teil säkularisierter „Juden“ im öffentliche Leben des späten 19. und frühen 20.
Jhdt. gab. Dieses öffentliche Leben, das habituell und intellektuell stark gegen die christl. Kultur
gerichtet war, war dann vermutl. auch der Anlass seitens einiger betroffener Vertreter der Kirche undifferenziert
gegen das Judentum ins Horn zu stoßen. Die Kirche war eben Ende des 19./Anfang des 20. Jhds massiv in
der Defensive. Und aus der Defensive heraus kann man nichtwirklich überzeugend agieren. Weil die Kirche
im öffentlichen Leben unter Druck kam, versuchte sie es mit einer überbetonten innerlichen Frömmigkeit
(die in den Modernismus führte und bis heute das Mißverständnis aufrecht erhält, daß „fromm“ ein
Synonym für süßlich-innerlich-realitätsabgewandt ist) und zum geringen Teil eben auch mit zeitgeistnaher
Lautsprecherei. Der WKII hat dann die Karten neu gemischt und Pius XII hat wieder aus einer offensiveren
Position handeln können. Das Vat II war dann leider die Zäsur. Was Ihren Nick betrifft: Dr. Seltsam
ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
#58 Pius XII 22:15:47 | Dienstag, 2. September 2008
JMX mit Argumenten zu kommen ist sinnlos Der glaubt auch daran, daß die Hl. Inquisition allein in Spanien
Hunderttausende getötet hat. Das Mittelalter war finster, und erst mit der frz. Revolution wurde es in
Europa freundlich. Die Kirche hat demgegenüber seit ihrer Gründung alle Wissenschaften, die Freiheit
des Menschen, seine Würde, seinen Sex und ganz besonders die Frauen unterdrückt und muß schon deshalb
mit jedem Bösewicht gemeinsame Sache machen, ergo auch mit Adolf, dem Oberbösewicht. Dieses Weltbild
sitzt tief, vermutlich hat es Ursachen in einer unglücklichen Kindheit. Und dagegen mit Argumenten anzukommen
ist hoffnungslos. JMX nämlich, der folgert immer messerscharf, daß nicht sein kann, was nicht sein darf.
Wen die Götter vernichten wollen, dem nehmen sie die Einsicht, wußten schon die alten Griechen. JMX
will deshalb nicht hören, daß in Wahrheit die Kirche immer die Stimme des gesunden Menschenverstandes
gegen jeden Unsinn und jede Übertreibung, sei es die der Sekten, sei es die der Moderne, sei es die der
Nazis war und daß sie (mit Einschränkungen durch das Konzil) bis heute die eigentliche Stimme der Vernunft
und die Sachwalterin des rechten Maßes ist. JMX sieht das vielleicht, aber es anzuerkennen würde ihm
seine Lebenslüge rauben, ohne die er meint nicht auskommen zu können. Wir sollten alle ein „Ave Maria“
für ihn besten!
#54 Pius XII 21:52:06 | Dienstag, 2. September 2008
Leblhuber, JMX Ok, irgendwelche Provinzbischöfe nach 1933 haben also zeitgeistkonform – und in jedem
Falle vorwerfbar – die braune Ideologie adaptiert. So ist das leider. Die Kirche ist auch in der Welt,
sie ist zuhause in der Mitte der Gesellschaft und damit anfällig für die Irrungen und Wirrungen, denen
auch die Gesellschaft unterliegt. Das war eben auch schon vor dem Vatikanum II so, und seitdem ist es
schon System. Nur: im großen und ganzen hat die Kirche Kurs gehalten. Sie mögen Einzelstimmen finden,
die grob daneben lagen, die Masse war das nie, und die Spitze hat stets Kurs gehalten, insbesondere die
Päpste Pius XI und Pius XII. Weiter: Was P. Abel angeht haben Sie nach wie vor nichts. Es gibt über
ihn eine Dissertation, und die ignorieren Sie. Wir müssen keine juristischen Maßstäbe anwenden. Selbst
nach allgemeinen ethischen Maßstäben gelingt es Ihnen nicht, die Kirche als ganzes in die Nähe der
Rassenideologie und des NS-Judenhasses zu rücken. Mögen einzelne Glieder gefehlt haben, die Kirche hat
Stand gehalten. Das ist es, was zählt. Und es ist erhebend, in dieser Gemeinschaft zu stehen mit jenen,
die stand hielten, anstatt bei denen zu sein, die sich nach dem Winde richten.
#44 Pius XII 17:57:46 | Dienstag, 2. September 2008
Leblhuber, dann dienen Sie doch mal! Aber ich kann Ihnen mit vielen anderen Zeugnissen dienen, die den
Antisemitismus von einflussreichen Vertretern der kath. Kirche aus dieser Zeit beweisen. Na bitte: Vorwärts
und Butter bei die Fische! Wir warten gespannt. Bislang sind Sie nur groß im Ankündigen und Verleumden,
wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch mal ein nachprüfbares Argument bringen würden außer Versprechungen
und Allgemeinplätzen.
#42 Pius XII 17:37:11 | Dienstag, 2. September 2008
Leblhuber, Sie sind borniert! Es ist keineswegs notwendig, kath. Organisationen, Zeitungen oder Vetretern
des Klerus den Aufruf zur „Ausrottung der Juden“ nachweisen zu müssen. Es genügt, wenn die Kirche den
Kampf gegen das Judentum als Ursache allen Übels gepredigt hat. Und das hat sie!!! 1) Wann hat „die Kirche“
(Sie meinen wahrscheinlich eine Reihe maßgeblicher Vertreter; welche?) den Kampf gegen das Judentum als
Ursache allen Übels gepredigt? Kommen Sie, bringen Sie doch mal nachprüfbare Fakten, nicht bloß Allgemeinplätze!
2) Und wieso ist es nicht mehr nötig, Anschuldigungen in concreto nachzuweisen? Besteht nicht der generelle
Vorwurf, den Sie erheben, aus der Vielzahl der Einzeltaten? Und müssen Sie deshalb nicht gerade diese
Einzelakte beweisen, um ihren Generalangriff zu rechtfertigen? Können Sie mir geistig noch folgen? Sie
besitzen die Unverschämtheit, hier Beschuldigungen zu verbreiten und zugleich zu erklären, man müsse
das alles nicht belegen, weil es ja sowieso stimme. Und die dazu verfaßte wissenschaftliche Arbeit sei
irrelevant, relevant sei ihr unbewiesener Vorwurf allein. Mann, Mann, Mann, das ist also das, was sich
heute „aufgeklärt“ schimpft! Die meisten Zeitgenossen glauben übrigens auch, daß die Span. Inquisition
Hunderttausende ermordet hat. Und fühlen sich mega-aufgeklärt dabei. Und dennoch ist’s nur eine antiklerikale
Lüge. Es bleiben maximal 2.000 Tote in drei Jahrhunderten, ein Klacks gegen die Moderne. So ist es auch
mit dem Antisemitismusvorwurf. Moderner Aberglaube!
#35 Pius XII 15:42:30 | Dienstag, 2. September 2008
Leblhuber, alter Dummschwätzer Über P. Abel gibt es eine Dissertation, die man sich besorgen kann. Ich
habe sie nicht, aber ich denke, das ist das bislang einzige wissenschaftliche Werk über ihn. Wenn dort
nichts über die angeblichen antisemitischen Tendenzen drinsteht (ich weiß es nicht, wie gesagt), wird
die Beweisführung schwierig. Denn dann hätten wir eben wirklich nur einige zeitgeistbedingte Entgleisungen,
aber keinen wirklichen Hammer. Und den braucht’s schon angesichts der unbestreitbaren Verdienste des Paters.
Sehen Sie: Sie wissen genausowenig wie ich, wie er wirklich war und was an den Vorwürfen dran ist. War
er (bedauerlicherweise) in bezug auf die Juden ein Kind seiner Zeit oder war er ein auch für damalige
Verhältnisse übler Antisemit. Hätte er tatsächlich die „Ausrottung der Juden“ gepredigt – dann braucht’s
die Tafel. Ist das aber nur eine Mär – dann braucht’s sie nicht. Alles, was man so im Netz zu den Vorwürfen
findet, ist reichlich dünne. Also, im normalen Strafverfahren würden Sie damit keine Verurteilung hinkriegen.
Und P. Abel kann sich nicht mehr verteidigen, und seine Mitbrüder, die Jesuiten, wollen ihn nicht verteidigen.
Das ist hier so ein „schuldig bei Verdacht“, und das ist halt zu wenig. Deshalb: Wann hat Abeld was gesagt
oder getan, was belegt ist, und was so schwerwiegend wäre, daß man das Andenken an ihn korrigieren müßte?
Diese Frage müssen die beantworten, die hier unbedingt die Plaktette anbringen wollen. Ansonsten gilt:
in dubio pro reo.
#25 Pius XII 13:05:20 | Dienstag, 2. September 2008
Nichts ist so fein gesponnen … … daß es nicht kommt zu Sonnen. Wenn P. Abel tatsächlich von der
Kanzel die „Ausrottung der Juden“ gefordert haben sollte (und Arthur Kaufmann ist ein ernstzunehmender
Zeuge), dann wäre das schon schwerwiegend. Insofern ist es besser, eine erklärende Tafel aufzustellen,
als das Denkmal ganz zu schleifen oder nichts zu tun. Freilich: Die Vorwürfe müssen sauber belegt sein
(wir haben gerade mal eine Aussage zu einer Predigt) und der Text der Tafel ist doch arg anbiedernd.
Lieber HvO, Sie wissen doch genau, was ich meine. Sie können den Schmid- nicht mit dem Aufbauverlag vergleichen,
weil der Schmidverlag ja kein Verlag im eigentlichen Sinne ist, sondern eine Plattform, Unsäglichkeiten
abzusondern. Ich darf daran erinnern, daß sowohl P. Heggenberger wie P. Pfluger eindringlich vor der
Lektüre der Elaborate dieses „Verlages“ gewarnt haben. Und Sie wissen wie ich, daß das Weltbild, was
dieser Verlag verbreitet, sehr wohl einige Anhänger, gerade in unseren Kreisen, findet. Und Sie wissen
genau wie ich, daß dieses Weltbild – höflich gesprochen – krude ist. Der Hauptautor dieses Verlages,
Johannes Rothkranz, dem man immerhin zugute halten muß, seinen eigenen Unsinn auch noch ernst zu nehmen,
lebt mittlerweile in einem selbstgebauten Bunker unter der Erde und weigert sich, an einem normalen sozialen
Leben teilzunehmen, weil ja der Jüngste Tag unmittelbar bevorsteht und die Greifkommandos der internationalen
Maurerei hinter ihm her sind. Daß die FSSPX, einschließlich der Bischöfe Lefebvre und Fellay, dazuzählen,
ist fast schon Nebensache bei so viel Wahnsinn. Wir sind uns sicher einig, daß diese Weltsicht abstrus
und krank ist, weiterhin, daß jeder, der ihr, auch partiell, zustimmt, neben der Spur liegt und es im
Interesse eines Erfolges der Tradition geboten ist, kein Podium für derlei Spintisierei zu bieten. Das
ist es, was ich meine, wenn ich den „Spinnern in den eigenen Reihen entgegentreten“ will.
#15 Pius XII 18:07:38 | Donnerstag, 28. August 2008
HvO, da mißverstehen Sie mich! Mir geht es um den simplen Zusammenhang von Glaube und Vernunft. 1) Spinner
in den eigenen Reihen: Wie wäre es mit den Anhängern des Schmid-Verlages, nach dem alles und jeder Freimaurer
ist? Wie wäre es mit den Jungs von der Fortexistenz des Deutschen Reiches, von den Gaskammer-Zweiflern
mal zu schweigen? Wie wäre es mit der Fraktion, die alle Jahre wieder das im Folgejahr anstehende Armaggedon
sicher vorhersieht (wieviel mal hätten denn die Amis in den letzten Jahren schon den Iran angreifen müssen?).
Wie wäre es mit der verklemmten Fraktion, die sich allen Ernstes Gedanken u.a. über die Schweißentwicklung
bei feinstrumpfhosentragenden Frauen macht (gehen Sie mal aufs kreuzforum)? Soll ich weitermachen? Und
wollen Sie diese armen Irren tatsächlich mit dem Hl. Maximilian Kolbe auf eine Stufe stellen? Das sind
nicht viele, und es sind eigentlich immer dieselben. Aber sie sind laut genug, Mißtöne zu produzieren,
und zu wenige bremsen das. 2) Und was die Heiligen angeht. Jägerstetter wäre vor dem Konzil nie selig
gesprochen worden. Und jede Zeit hat ihren Weg zu Gott. Mir scheint, unsere Zeit braucht eher Heilige
wie Robert Bellarmin, Pius IX, Thomas von Aquin als die überbemühten Mystiker und Seher. Wir haben weit
über 1.000 Heilige, und davon waren vielleicht 10 betont innerlich. Mir scheint das eine Schieflage zu
sein, wenn gerade in unseren Kreisen so stark auf die abgestellt wird. Nehmen wir den Aquinaten ernst!
#13 Pius XII 17:39:43 | Donnerstag, 28. August 2008
Einwand der vox rationis Liebe clarissa, ich denke, Seminarian hat das wesentliche schon gesagt. Es gibt
immer und überall Hitzköpfe und Sektierer, und die gibt es auch bei den US-Evangelikalen. Nur: die Evangelikalen
haben in den letzten Jahrzenten einen massiven Kompetenz-Schub erlebt. Und Kompetenz hat immer auch etwas
mit Realismus zu tun und der Fähigkeit, um des Erfolges willen Extreme zu meiden. Der Erfolg der religiösen
Rechten wäre anders nichtdenkbar. Und deshalb bin ich mir (mit garnicht so großem Detailwissen) so sicher,
daß man, wenn es nur der Linie einer Re-Christianisierung der US-Gesellschaft dient, man jederzeit Katholiken
akzeptieren wird. So wie man Scalia akzpetiert und liebt, und einige andere auch (s. den Beitrag von Seminarian).
Das ist so ein bißchen wie in der katholischen Tradition: Der angestrebte Erfolg einer Wirkung in die
Gesellschaft hinein setzt eben zunächst voraus, anzuerkennen, daß man in der Welt lebt. Alos, die Realität,
wie sie nun mal ist, zu akzeptieren, sich auf das zu konzentrieren, was möglich ist, damit dann das jetzt
Unmögliche möglich wird, und vor allem: die Spinner in den eigenen Reihen in die Schranken zu weisen.
Und da sind die Amis schon ein Jahrzehnt weiter, weshalb mich die extremen Stimmen einiger Pastoren nicht
wirklich irritieren.
#10 Pius XII 16:28:34 | Donnerstag, 28. August 2008
Sie simplifizieren! „Stimme“ und „Taizebesucher“ (übrigens zwei ganz fürchterliche Nicks), Sie simplifizieren.
Natürlich gibt es in der bunten Welt der evangelikalen Gemeinden schräge Pastoren. Etwa den von Barack
Obama, dessen Antiamerikanismus ja locker mit dem mancher Verschwörungstheoretiker hier mithalten kann.
Nur: Die breite Masse, auch der frommen Leut aus dem Mittleren Westen, repräsentieren die nicht. Es gibt
eben für die GOP mehr Katholiken zu gewinnen, also derlei Sektierer zu verlieren. Insofern mag es keinen
Katholiken als Präsidenten geben, ebensowenig wie einen Mormonen oder Juden. Aber beim Präsidenten des
Supreme Court oder dem Amt des Vizepräsidenten sieht das schon ganz anders aus (und über Abtreibung
und Homo-Ehe wird am Ende eh’das Gericht entscheiden, nicht der Präsident). Die religiöse Rechte und
mit ihr die gesamte Repulikanische Partei wird sich mehr und mehr auf konservative Katholiken abstützen,
so wie das Bush schon bei seinen Richterernennungen getan hat. Und mit der zunehmenden Einbindung der
Katholiken wächst auch ihre Präsidentschafts-Tauglichkeit.
#7 Pius XII 15:51:40 | Donnerstag, 28. August 2008
Stimme der Dummheit Wer sich „Stimme der Vernunft“ nennt, sollte nicht derartig plump simplifizieren.
Die Wahrheit ist, daß sich die Konservativen in den USA sehr wohl auf die Katholiken stützen. Der konservative
Frontmann im Supreme Court, Antonin Scalia, etwa ist ein Katholik. Nach acht Jahren Bush gibt es im Supreme
Court eine massive katholische Fraktion (ich meine, drei der sieben Richter sind Katholiken). Die bible-belt-Evangelikalen
sind nicht so doof, wie man sie gern hinstellt. Die haben, als in den 60ern das Machtmonopol der WASPs
(White Anglo-saxon Protestants) brach, keine Probleme gehabt, sich mit den aufstrebenden Juden zu arrangieren
(die längst ebenso wie die Katholiken mehrheitlich Rep wählen – seit Bush), und genauso haben sie ihren
anti-katholischen Komplex über Bord geworfen. Die „religiöse Rechte“ in den USA ist sicher weiterhin
evangelikal dominiert, aber sie ist eben eine religiöse, keine evangelikale Rechte, und dementsprechend
bindet sie alles ein, was in Judentum und Christentum einigermaßen daran festhält, daß Gott ein seiendes
Wesen ist, es eine Welt jenseits der sichtbaren gibt und wir uns hienieden an einige fixe Spielregeln
zu halten haben, zu denen es u.a. gehört, nicht die eigenen Kinder im Mutterleib zu zerhäckseln. Das
Lob des Papstes für diesen Weg, in der Gegenwart religiöse Ansichten in die Politik zu tragen, geht
also völlig in Ordnung, und auch führende Vertreter der FSSPX haben sich schon ähnlich geäußert und
von plumpem Antiamerikanismus distanziert.
#3 Pius XII 14:30:14 | Donnerstag, 28. August 2008
Politisch führt das zu einem Rückenwind für McCain Die Ausführungen meines Vorredners zur Entwicklung
der kirchlichen Position sind zutreffend. Interessant ist hier noch der politische Aspekt. Bei der Wahl
2004 trat der (liberale) Katholik Kerry gegen den Methodisten Bush an. Insbesondere der damalige Kardinal
Ratzinger machte daraufhin bei den (üblicherweise liberalen) US-Bischöfen Druck, damit diese in der
Abtreibungsfrage hart blieben und so eine Debatte aufkam, ob Kerry kommunizieren dürfe. Das hat dann
dazu geführt, daß die Katholiken, traditionell in den USA den Demokraten zugeneigt, mit satter Mehrheit
pro Bush stimmten. Wenn das nun wieder passieren sollte – und darauf läßt der Bericht ja schließen –
gibt es einen Rückenwind für McCain. Und das ist auch sinnvoll. Zwar ist McCain außenpolitisch in den
Zeiten des Kalten Krieges stehen geblieben (Bush ist da weiter), aber innenpolitisch geht es in den USA
um eine Korrektur der Entscheidung Roe vs. Wade des Supreme Court über die Abtreibungsfreigabe. Und es
braucht dazu weiterer konservativer Richterernennungen durch den Präsidenten. Kippt aber im Führungsland
des Westens die Rechtslage, wird das mit einiger Verzögerung auch auf Europa durchschlagen. Insofern
sollten Katholiken tatsächlich McCain unterstützen.
#160 Pius XII 22:13:50 | Dienstag, 26. August 2008
Schon kurios! Es ist schon putzig, wie hier versucht wird, Gesundheitspflege durch Wasser, Massagen und
Wärme als unkatholisch hinzustellen. Man hat den Eindruck, diese Puristen waren noch nie in einem Thermalbad
oder einem anderen Spa-Bereich. Das muß niemand, aber er soll sich dann nicht als Richter aufspielen.
Das ist nicht nur verklemmt, das ist borniert.
Spa ist mehr als Sauna Ich bin immer wieder über diese Verengungen erstaunt. Spa steht doch für sanus
per aquam, und da geht es um verschiedene Bäder, Massagen, Hautpflege etc. Das machten schon die alten
Römer, und es war Luther, der den Katholiken im schönen Rom das verbieten wollte. Letztlich ist es eine
sinnvolle, weil natürliche und schonende Art der Krankheitsvorbeugung. Ich komme selbst gerade vom Urlaub
in einem Thermalbad zurück. Also, was soll die Engstirnigkeit?
@ Kirschbaum Danke für Ihren Beitrag. Sie treffen es genau. Besonders, daß P. Wildfeuer aus der FSSPX
ausgeschlossen ist, sollte festgehalten werden; er behauptet nämlich landauf, landab das Gegenteil trotz
eines entsprechenden schriftlichen Entscheides (den er einfach für nichtig erklärt). Was die kreuz.net-Redaktion
angeht, gibt es einen zweiten Schwerpunkt der Mitglieder vermutlich im Rheinland. Mailen Sie mich dazu
mal an.
„Zwielichtige Partei“ oder dämlicher Artikel? Die ÖVP ist eine politische Gruppierung, die sich für
die Kinderabtreibung und für die unbegründete Privilegierung von Homo-Konkubinaten einsetzt. Dieser
Artikel beweist aufs Neue, daß wir weniger an einer Stärke der Linken als an der Verblödung der Konservativen
leiden. Wem bei der VP nichts anderes als Abtreibung und Schwulen-Ehe einfällt, der sagt viel über sich
und wenig über die VP. PS: Liebe Österreicher, bei der Nationalratswahl bitte alle VP wählen! Alles
andere wäre törricht und gefährdet die Wohlfahrt des Landes.
Mitglied wo? Der Geistliche ist ein exklaustriertes Mitglied der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. Ich
kenne die Version, er hat sich dort selbst ausgeschlossen, was man ihm sogar schriftlich bestätigt hat.
Ein-Thema-Leo Leo hat nur ein Thema. Nett immerhin, daß er den Judenmord nicht gleich in Frage stellt.
Eine Stelle fand ich aber ganz interessant: Der Nationalismus der 48er habe den Keim des wilhelminischen
Imperialismus enthalten. Und auch das Scheitern der Revolution habe über Wilhelm II. den Weg zu Adolf
Hitler geebnet. 1) Ganz so primitiv stand’s im SPIEGEL nicht. 2) Aber daß der spezifische deutsche Weg
des nationalen Gedankens viel, sehr viel Unheil im 20. Jhd angerichtet hat, das steht fest. Wer wußte
das schon im 19. Jhd.? Die Katholiken. Deshalb waren die 1848 gegen die „kleindeutsche“ Lösung und hielten
auch nicht viel vom Bismarckschen Reich der Jahre 1871 ff. Das Zentrum war immer für den Ausgleich mit
Frankreich (heute würden wir sagen: pro-europäisch) und republikanisch, weshalb es sich auch der Weimarer
Koalition anschloß. Die Traditionslinie des politischen Katholizimus ist eine, auf die wir stolz sein
können und die sich seit 1945 durchgesetzt hat. Leo G. Schlüchter steht nicht in ihr.
Statistik Interessant sind v.a noch folgende Zahlen: – Anzahl der Seminaristen – durchscnittliche Anzahl
der Priesterweihen in den letzten 5 Jahren – Durchschnittsalter der Priester Denn durch die hohe Lebenserwartung
in Dtl. haben die Diözesen durchaus noch viele Priester – aber eben in fortgeschrittenem Alter. Es kommt
nur leider nichts nach. Was Bischof Wanke angeht: ich habe von ihm noch nichts gelesen, was innere Logik
oder einen klaren, nachvollziehbaren Gedankengang aufweisen würde. Worauf er allerdings sehr genau zu
achten scheint ist, daß im Bistumsteil des „Tag des Herrn“ mindestens ein Foto von ihm zu sehen ist und
ausgiebig der devoten Berichterstattung über seine Person gefröhnt wird.
Reichsidee ist nicht offenbart Ich bestehe darauf, daß das Römische Reich das biblische Endreich gemäß
Daniel ist. Das ergibt sich nicht aus der Offenbarung, auch nicht aus der Lehre der Kirche. Und wenn Sie
das z.B. einem französischen Priester der FSSPX erzählen, wird der anfangen böse zu schimpfen. Sie
erklären hier eine Meinung zum Glaubensgut, das ist gefährlich, weil nicht katholisch.
Mann, Brandenburgis! Ich weiß, ich weiß, ich bin eMail-säumig. Nun zu der Schwachsinns-These: Sie wollen
ja partout Ihre Wissenslücken nicht schließen und dazu zB mal Carl Schmitts „Verfassungslehre“ lesen.
Dann wüßten Sie, daß die Legitimität einer neuen Verfassung nicht daran hängt, daß sie entsprechend
der Bestimmungen zur Verfassungsrevision der vorherigen Verfassung zustande gekommen ist. Warum ist das
so? Weil die Verfassung immer auch eine Entscheidung ist, und zwar über die rechtlichen Grundsätze des
staatlichen Zusammenlebens. Und der Souverän, der diese Entscheidung treffen darf, bleibt frei, sich
neu zu entscheiden und wird nicht durch die vorherige Entscheidung gebunden. Dabei ist zu beachten, daß
der Begriff der Verfassung genuin neuzeitlich ist, so daß eine Verquickung des Verfassungsbegriffs mit
metaphysischen Erwägungen schwierig, wenn nicht gar ausgeschlossen ist. Und weil dem so ist, gilt: sowohl
die Verfassungen des Deutschen Bundes, wie diejenigen von 1871, 1919 und 1948 sind legitime Entscheidungen
über die Grundlagen des Zusammenlebens. Übrigens: die „Verfassung“ des Hl. Röm. Reiches ist der Westfälische
Friede. Wieso der nun gottgegeben sein soll, ist auch nicht ersichtlich.
P. Lingen etc. 1. Was P.Lingens Weihevater angeht, ist es nicht ganz eindeutig: er galt seinerzeit als
gültig geweiht. Um Schlimmeres zu verhindern, hat ihm deshalb Erzbischof Lefebvre das Versprechen abgenommen,
keine Weihen etc. vorzunehmen. Anschließend hat (Bischof) Schmitz in einer Kapelle der FSSPX Messe gelesen,
allerdings in deutscher Sprache. Das hat man ihm dann untersagt, woraufhin er wieder von der Kirche abgefallen
ist und wohl Sedisvakantist wurde. Man hat dann später seitens der FSSPX nochmal nach Schmitzens Weihe
gesucht und ist aktuell nicht mehr sicher, ob er wirklich geweiht war. Man läßt aber Gras drüber wachsen.
An Schmitzens Weihe hängt auch Lingens Weihe. Denn daß Lingen von Schmitz geweiht wurde, steht fest.
Meine Meinung: solange nichts bewiesen ist, gehe ich davon aus, daß Lingen gültig, aber unerlaubt zum
Priester geweiht wurde. 2. Daß mit Stöhr endlich mal diese Schwachsinns-These vom rechtlichen Fortbestand
des Hl. Röm. Reich aufgibt, freut mich. Jeder Jurastudent im zweiten Semester weiß, daß das Käse ist.
Daß die abstruse These von Stadler stammt, wußte ich bislang aber nicht.
Das, Alois Bischof, dürfte zu weitgehend sein! Hier deuten Sie Bischofs Galarettas Worten zu viel hinein.
Was Sie beschreiben, ist die Kirchenkrise. Diese Krise rechtfertigt aber den besonderen Weg der FSSPX
nicht. Es ist der Notstand, der ihn rechtfertigt. Der liegt darin, daß es (zumindest bislang) nicht möglich
war, in der Amtskirche dem überlieferten Glauben in Lehre und Praxis zu folgen, ohne Ärger mit der Hierarchie
zu bekommen. Sobald dieser Notstand vorbei ist, muß man sich einigen, auch wenn die Krise weiter anhält.
Worum es also bei der theologischen Debatte geht, ist zunächst festzustellen, ob die Amtskirche in ihrerm
religiösen Fundament so weit ist, den überlieferten Glauben zu akzeptieren. Dazu muß sie eben ihre
Positionen zu Ökumenismus, Religionsfreiheit, Kollegialität erläutern. Aber zu sagen, erst muß die
Krise überwunden sein, dann kann man sich einigen – das ist unkatholisch, das ist schismatisch, und das
sagen weder Gallaretta noch die Führung der FSSPX.
Erstaunlich, wer hier gegen theologische Diskussionen ist! Daß es wesentlich zu einer Glaubensgemeinschaft
gehört, daß sie über grundlegende Dinge der Glaubenslehre einig ist, sollte eine Binsenweisheit sein.
Und leider ist von einer solchen Einheit in der gegenwärtigen Amtskirche wenig zu sehen. Wenn ein Walter
Kasper die maßgeblichen Glaubenswahrheiten (Dogmen) Als „voreilig, rechthaberisch und dumm“ abtun kann
und dennoch Kardinal wird, dann ist es doch nur legitim, daß die FSSPX vor einer Einigung vom Papst die
Auskunft erhalten will, welche Glaubenssätze denn nun überhaupt noch verbindlich sind. Alles andere
wäre eine Einheit ohne Glauben. Das ist aber wertlos.
Keine Diskussion? Dies ist geschichtswissenschaftlich, d.h. quellenmäßig bewiesen und unterliegt keiner
Diskussion unter Historikern. Historiker as I define it? Natürlich wird diskutiert, und die ganz überwiegende
Meinung bleibt bei der These vom Angriffskrieg. Und das aus gutem Grund: weil Hitler nicht in Verteidigungsabsicht
handelte. Er selbst hielt es für einen Angriffskrieg zur Eroberung des „Lebensraums im Osten“. Und für
die geballten Sowjet-Truppen an der Westgrenze gibt es gute Erklärungen, etwa die damalige Militärdoktrin,
wonach Angriff die beste Verteidigung sei. Also, man kann sicher darüber diskutieren, aber diese Diskussionen
verlaufen sehr wohl anders, als Sie hier glauben machen wollen.
Knieende Mundkommunion Das Attribut „knieend“ bezieht sich auf „Mundkommunion“. Nun kann aber die Mundkommunion
als Sache nicht knien, denn das kann nur der Kommunikant. Deshalb wäre die absolut korrekte Bezeichnung:
„knieend empfangene Mundkommunion“. Indes: Die bezeichnung „kniende Mundkommunion“ ist mittlerweile als
terminus technicus allgemein anerkannt und gebräuchlich, so daß die Kritik von RRR nichts anderes als
peinliche Schlaumeierei ist. Hier will einer beweisen, daß er schlau ist, und beweist doch nur seine
Unreife.
Freimaurerei und Kirche Eine schöne Darstellung (weil sachlich und unaufgeregt) der F. aus katholischer
Sicht findet sich im „Lexikon für Theologie und Kirche“, Ausgabe von 1930. Danach ist die Differenzierung
zwischen der französischen (und ihr folgenden romanischen) F. einerseits und der angelsächsischen (und
ihr zumeist folgenden deutschen) F. andererseits wichtig. Massiv antiklerikal und antikatholisch ist danach
vor allem die französische und romanische F, während das angelsächsische Modell eher religionsneutral
ist. Genau das wird übrigens auch in dem FAZ-Artikel beschrieben. Daß gerade in Frankreich durch den
„Grand Orient“ ein massiv jakobinischer Geist vertreten wird, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten können.
Insofern ist die Person des Präsidenten Sarkozy so interessant, weil dieser sich gerade nicht mehr auf
die traditionellen „republikanischen“ Eliten abstützt, sondern auch auf neue Kräfte, insbesondere aus
Ökonomie und Medien, und deshalb auch zu einer etwas positiveren Haltung gegenüber der Kirche fähig
ist.
Bein- und Fußbekleidung Meine Herren, Kategorien wie Eleganz sollten auch für Christen gelten. Deshalb
gilt: Bei Männern sind Hosen, die kürzer als 3/4, besser noch 7/8 sind (also bei denen man das Knie
sieht), nur im Sport und im Bad erlaubt, und auch 4/4 und 7/8 nur im Urlaub und bei angemessener Figur.
Bei kürzeren Hosen (7/8 und kürzer) niemals Socken anziehen, v.a. nicht mit Sandalen. Generell: Keine
Socken in Sandalen. Wenn Sandalen (die ohnehin nur bei kürzeren Hosen), dann barfuß, besser noch Stoffschuhe
mit Füßlingen. Weiter: Oberbekleidung sollte immer einen Kragen haben. Hemden gehören in die Hose gesteckt,
T-Shirts und Polos dagegen nicht. Wer partout T-Shirts ohne Kragen anziehen will, sollte tunlichst darauf
achten, daß die Shirts dann nicht am Hals ausgeleiert sind. Verboten sind weiterhin ärmellose Oberteile
jeder Art. Bei Frauen ist vielmehr erlaubt, aber bitte immer in Abhängigkeit von der jeweiligen Figur.
Aber da der alte Rheinländer ja männlich ist, kann das hier dahinstehen. Ich hoffe, damit die Frage
beantwortet zu haben. Grob abweichender dress code läßt grundsätzlich Rückschlüsse auf das kulturelle
Niveau des Betreffenden zu, und da schneidet die Kirche, etwa beim letzten Katholikentag, erbärmlich
ab.
Das sieht die FSSPX irgendwie anders! Der Autor schreibt: „Der dritte Punkt unterstreicht die „Verpflichtung,
auf keinem Lehramt zu bestehen, das dem des Heiligen Vaters übergeordnet wäre. […] Sie [die FSSPX]
weist [das] mit Recht zurück.“ Die FSSPX erklärt: „Die Priesterbruderschaft St. Pius X. maßt sich nicht
an, ein über dem Heiligen Vater stehendes Lehramt auszuüben“ Wer hat recht?
Es geht um den Stil, nicht um den Inhalt Es geht lediglich darum, dass seitens der Priesterbruderschaft
die Wahrheit nicht mehr gesagt werden darf, z.B. über die Irrlehren des modernistischen Rom. Quatsch!
Es soll nur in einem freundlichen, akademischen Tonfall gesagt werden. Was zwar für das Generalhaus eine
Selbstverständlichkeit ist, aber leider ein paar Etagen tiefer gern mißachtet wird – zum Schaden der
FSSPX selbst.
apologia pro Liminski Es ist wohlfeil, Liminski seine Fehlerchen vorzuhalten, wenn man selbst nichts anderes
tut, als in der Bedeutungslosigkeit zu verharren. Liminski bewirkt schon einiges für einen Stimmungs-
und Mentalitätswandel in der Kirche. Denn es gibt nicht nur Dogmatik. Und für die mangelnde Attraktivität
der Kirche in Deutschland dürfte das sich dort mittlerweile tonangebende Milieu ein maßgeblicher Grund
sein. Liminski stellt diesen Socken-in-Sandalen-Trägern eine attraktive Art katholisch zu sein entgegen.
Das ist viel und würde, entsprechend adaptiet, auch der Tradition sehr, sehr gut tun.
Fragen positiv beantwortet! Die fünf Fragen wurden positiv beantwortet – und dann eben auf die weiteren
nötigen Schritte hingewiesen. Das ist alles. Nichts wurde „abgelehnt“. Es wurden fünf windelweiche Fragen
vorgelegt und diese – selbstverständlich – höflich und positiv beantwortet. Und mehr war nicht. Nun
geht es weiter im Ringen um die Sachfragen. Da ist also nichts abgelehnt worden. Eine absolut saubere
und professionelle Vorgehensweise. Alles andere hätte auch überrascht. Warten wir nun den nächsten
Schritt aus Rom ab. Ich tippe auf Aufhebung der Exkommunikation.
Na also! Das war doch zu erwarten, daß Kardinal Hoyos zufrieden ist. Die Fragen waren nicht wirklich
schlimm, man fragte im wesentlichen, ob die FSSPX bereit sei, nett und höflich zu sein. Und das ist sie
bereits jetzt. Wegen solcher Fragen wird niemand, der bei Trost ist, einen Streit provozieren. Und sowohl
Bischof Fellay wie auch Kardinal Hoyos sind, davon kann man wohl ausgehen, honorige Prälaten. Insofern:
Viel Wind um nichts.
@ Libertas stimme Ihnen zu. Jetzt geht es um die fünf Punkte, die ich persönlich unproblematisch finde.
Aber: ich glaube nicht, daß es mit den fünf Punkten erledigt ist.
@ Pünktchen: Die fünf Punkte sind doch unproblematisch! Natürlich, Pünktchen, sind diese fünf Punkte
unproblematisch, und weshalb sollte man sie nicht akzeptieren? Ohne es zu wissen: aber dafür gibt es
doch – wie Sie absolut richtig schreiben – überhaupt kein Argument. Nur: es ist doch etwas blauäugig
zu denken, mit diesen fünf Punkten sei alles paletti, oder? Insofern ist doch die interessante Frage:
was kommt danach?
Kaffeesatzleserei Maßgeblich ist nicht ein Interview Bischof Williamssons, sondern die formale Antwort
des Generaloberen. Warten wir die ab. Bislang war Bischof Fellay stets korrekt, maßvoll und jedweden
Extrempositionen abhold. Warum sollte es diesmal anders sein? Insgesamt sieht es doch gut aus. Und klar
ist, daß die FSSPX sich einigen muß, sobald der Notstand nicht mehr besteht. Notstand ist etwas anderes
als die allgemeine Kirchenkrise infolge des Vatikanum II. Nicht die Kriese rechtfertigt den Weg der FSSPX,
sondern der Notstand, der darin liegt, daß man ihr die nichtdogmatischen Konzils- und Nachkonzils(irr)lehren
aufzwingen will. Will man das nicht mehr, gibt es keinen Notstand mehr, aber sicher noch die Krise. Deshalb
ist es so ein Quatsch zu behaupten, die Einigung komme erst, wenn die Krise vorbei sei und Rom den konziliaren
Modernismus komplett überwunden hat. Ob allerdings der Notstand jetzt schon vorbei ist – da hätte ich
schon Zweifel.
#122 Pius XII 14:54:49 | Donnerstag, 26. Juni 2008
@ HvO: Butter bei die Fische! Daran, dass Rom zum Glauben zurückkehrt geht – als Vorbedingung – kein
Weg vorbei. Beim besten Willen, HvO, Sie versteigen sich! Es gibt eine Reihe offizieller Äußerungen,
die eben diese Denkweise als unkatholisch zurückweisen. Lesen Sie mal das letzte umfassende Interview
mit P. Pfluger dazu in der „Kirchlichen Umschau“, in dem er exakt diese Meinung, die Sie hier herumposaunen,
abkanzelt und von „theologischen Defiziten“ spricht. Wer stellt den dem Papst Bedingungen? Die Einigung
wird nicht der erste Schritt auf dem Weg zur Überwindung der Kirchenkrise sein, aber gewiß auch nicht
der letzte. Sondern sobald man sicher sein kann, daß eine Einigung keine Falle ist, und zudem keine theologischen
Zugeständnisse gefordert werden, muß man sich einigen, weil dann kein Notstand mehr besteht, der ein
Außenbleiben rechtfertigen würde. Lesen Sie das Konzil von Florenz! Ob freilich dieser Zeitpunktjetzt
schon gekommen ist, weiß ich nicht. Das muß ich Gott sei Dank auch nicht beurteilen. Das ist Sache des
Generaloberen. Aber natürlich hoffe ich, daß er, wie immer er die Sache beurteilt, so antwortet, daß
der Weg zu diesem Punkt kürzer und leichter, nicht schwieriger wird. Aber da bin ich eigentlich ganz
zuversichtlich. Es wird eine höfliche und der kirchlichen Liebe entsprechende Antwort sein. Alles andere
würde der bisherigen Linie und der Katholizität zuwiderlaufen.
Alois Bischof, denken, nicht pöbeln! Natürlich weist die FSSPX die päpstliche Jurisdiktion in gewissem
(partiellem) Umfang zurück! Ja, was denn sonst? Denn sie folgt den jeweilig regierenden Päpsten ab Paul
VI in Fragen des Glaubens nicht, weil sie hier eine Gefahr für den Glauben selbst sieht. Auf fsspx.de
ist das so formuliert: Sie [die FSSPX] weigert sich, ihm [dem Papst] zu folgen, wo er im Widerspruch steht
zu Unserem Herrn Jesus Christus, zu der Reihe seiner Vorgänger oder zur immerwährenden Tradition der
heiligen, römisch-katholischen Kirche. „Sich weigern, dem Papst zu folgen“ heißt zunächst einmal, seine
Jurisdiktion in diesen Punkten nicht anzuerkennen. Und dieser Bruch wird begründet mit dem Glaubensabfall
und der Kirchenkrise. Diese ist dann ein Notstand. Das ist die offizielle Lehre der FSSPX, die ich für
richtig und angemssen halte. Daß Sie mich deshalb gleich unentschuldbar verdammen, spricht für sich!
Burgours, Ruhrgebietler @ Burgous: Sie schrieben dass die Leute um Erzbischof Williamson sehr vieles über
das, was sich hinter den Kulissen des Weltgeschehens abspielt, Bescheid wissen und ihr Wissen dazu benutzen
wollen, der Kirche den Kreuzweg zu ersparen. Entschuldigen Sie, aber meinen Sie das ernst? @ Ruhrgebietler:
Nein, der Notstand liegt in der partiellen Zurückweisung des Jurisdiktionsprimats des römischen Bischofs
um des Glaubens willen durch die FSSPX. Und es war der Erzbischof Lefebvre selbst, der das so erklärte.
Die Notstandstheorie ist von ihm. Und dieser Notstand muß überwunden werden. Im übrigen ist Ihre Argumentation
bedenklich: 1) P. Pio sprach von der Hl. Messe, die unverzichtbar sei (was ja stimmt), nicht von der „hl.
trid. Messe“, wie Sie ihn verzerrt wierdergeben. Denn auch die ambrosianische, byzantinische oder assyrische
Messe ist eine hl. Messe, gültig, ehrwürdig, erlaubt. Sogar der defizitäre NOM ist nach der Lehre der
FSSPX zumeist gültig, wenngleich nicht ehrwürdig und insgesamt bedenklich. 2) Sie schreiben weiter.
Der Notstand ist, daß die hlg trid. Liturgie nicht mehr zelebriert wird. Und entgeht der vor gott knieenden
Seele bei Kommunionempfang der Segen welcher durch die Spendung selbiger ergeht. – die Messe wird zelebriert
und kann auch nach einer Einigung zelebriert werden – Daß der knieende Kommunionempfang höchst angemessen
ist, ist richtig, aber daß er zum Heil unerläßlich ist, worauf es bei Ihnen hinausläuft, ist falsch.
Leider ist der Artikel eindeutig dümmer als Frau Berger Der absolute Tiefpunkt ist, es ihr vorzuhalten,
in Hosen erschienen zu sein. Abseits aller feministischen Rhetorik der Professorin hat sie nämlich in
einem wesentlichen Punkt recht. Die „alte Kirche“ war femininer. Das Konzil und insbesondere die Liturgiereform
führten zu einer Rationalisierung, Technisierung, mithin zu einer „Vermännlichung“. Lorenzer hat das
ja ganz nett beschrieben. Die neue Theologie ist halt eine Kümmerform, mit den entsprechenden Ergebnissen.
Niemand weiß nichts genaues nicht. Letztlich kennt keiner den Inhalt des „Ultimatums“. Abgesehen davon
sind Ultimaten auch nicht gerade ein vertrauensförderndes Instrument. Insofern wird es am 28.6. eher
keine Einigung geben. Dennoch zeigt die Debatte hier zweierlei: 1) Mangelndes Vertrauen in die FSSPX-Führung.
Es dürfte doch unbestritten sein, daß es Argumente pro und contra einer schnellen Einigung gibt. Insofern
wäre doch jede Taktik Bischof Fellays, so sie nur gut begründet ist, zu unterstützen. Wer das anders
sieht erhebt sich selbst zum Generaloberen. Und, beim besten Willen, ein „Brief an die Freunde und Förderer“,
der nochmal die Krise der Konzilskirche klar benennt, ist doch kein Dokument, das einer vorbehaltslosen
Prüfung der causa entgegenstehen würde. Und dieser Begleittext in letzten MB – ich enthalte mich einer
Wertung – erst recht nicht. 2) Eine verfestigte schismatische Gesinnung Wenn hier so getan wird, als sei
eine Bereinigung eines Notstandes der Weltuntergang, dann ist das schon bedenklich. Jeder Notstand ist
ein zeitlich begrenztes Übel, woraus folgt, daß jeder Katholik darauf hinarbeiten muß, ihn zu beenden.
Die Frage ist nur, ob das schon so weit ist’. Klar ist, daß es früher oder später so weit sein wird.
Und klar ist auch, daß nicht erst der Papst das Vatikanum II verurteilen und in Menzingen um Entschuldigung
betteln wird, ehe man sich einigt. Sondern man wird sich einigen, sobald man sich sicher sein kann, in
keine Falle zu laufen. Und diesen Zeitpunkt bestimmt Msgr. Fellay.
Mehr Gottvertrauen, bitte! Keiner hier weiß, was geschehen wird. Wahrscheinlich wird selbst in Menzingen
noch gerungen. Ich bin sicher, daß die Entscheidung, egal wie sie ausfällt, wohlüberlegt sein wird.
Es gibt sehr gute Gründe für eine schnelle Einigung mit Rom, es gibt gute Gründe dagegen. Bischof Fellay
hat die Aufgabe abzuwägen. Dabei steht ihm ein eigener Beurteilunsspielraum zu. Ich darf ihn nur kritisieren,
wenn er den überschreitet oder wenn er aus sachfremden Erwägungen handelt (z.B. aus Angst vor der kleinen,
aber zuweilen lauten Minderheit der Verrückten in der Tradition). Ich bin sicher, er wird nur nach sachlichen
Erwägungen urteilen. Tut er das, hat jeder seine Entscheidung anzunehmen, gleich, ob sie ihm gefällt
oder nicht! Etwas mehr Gottvertrauen und Vertrauen in die Standesgnade, Bitte!
Und auch noch Pius XI nahezu ins Gegenteil verkehrt! Deshalb begeht der Staat ein Unrecht, wenn er die
Erziehung und den Unterricht ganz an sich zieht, so daß die Familie entgegen den Pflichten ihres christlichen
Gewissens und entgegen der ihnen rechtmäßig zustehenden freien Wahl physisch oder moralisch gezwungen
wird, ihre Kinder in die Staatsschulen zu schicken. Ja, das bezog sich bei Pius XI auf die Zulässigkeit
von kirchlichen Schulen! Pius XI lehnt es ab, wenn es ausschließlich Staatsschulen gibt. Aber die Schulpflicht
hat er nie infrage gestellt, die ist nämlich absolut legitim. Und wer dagegen verstößt, hat eben ein
Problem! Es spricht nicht gerade für die Rechtgläubigkeit und Redlichkeit des P. Lingen, wenn er hier
ein Zitat Pius XI so verwendet, daß es als Plädoyer für die Zulässigkeit des Homeschooling verstanden
werden muß. Nichts wäre falscher als das. Das sture Beharren auf einem eigenen Recht zur Beschulung
gegen Staat und Kirche ist nichts Katholisches! Kinder sind zwar den Eltern anvertraut, aber nicht ihr
Eigentum. Die Gemeinschaft hat eine Pflicht, den Eltern auf die Finger zu klopfen, wenn die sich an den
Kindern und deren legitimen Interessen versündigen. Und wer die Kinder in eine Parallelwelt fercht, sie
von der Sozialisierungsinstitution Schule fernhält etc., den darf man durchaus zur Ordnung rufen.
Irrtum des Erzbischofs Die Palästinenser sind den Konflikt längst leid und bereit zu Lösungen auf Verhandlungsebene
Und wieso haben Sie dann mehrheitlich die Hamas gewählt, die das genaue Gegenteil propagiert? Würde
Israel die Sperren und Kontrollen abschaffen, würde wieder täglich in Jerusalem und Tel Aviv ein Linienbus
explodieren.
Brandenburgis, alter Dummschwätzer, begreifen Sie’s nicht? Demokratie innerhalb und außerhalb der Kirche
als gottwidrige und menschenrechtswidrige Ideologie Das hatten wir bereits, und Sie hatten eingesehen,
sich zu irren. Der hl. Thomas von Aquin spricht sich für einen „stautus mixtus“ der verschiedenen Staatsformen
aus und akzeptiert die D. ausdrücklich. Der hl. Robert Bellarmin wünschte sich sogarausdrücklich mehr
Mitbestimmung durch die Bürger. P. Pius XII schließlich unterstützte die Christdemokratie. Sie hauen
ständig die Begriffe durcheinander. Was Ihnen nicht paßt ist die Volkssouveränität. Die hat aber mit
Demokratie nicht viel zu tun, weil beides auf einer anderen Ebene stattfindet. Die Demokratie ist nichts
anderes als ein Mittel zur Feststellung des politischen Willens. Und dagegen spricht wenig, dafür vieles.
Die Volkssouveränität ist die Idee, daß für alle politischen Entscheidungen eine konzentrierte staatliche
Macht bestehen müsse, die sich auf ein genau umgrenztes und definiertes Volk („Nation“) abstützt. Deshalb
steht die Volkssouveränität etwa zu Föderalismus, kommunaler Selbstverwaltung, aber auch zur EU in
Konflikt; die Demokratie nicht. Deshalb nochmal meine Bitte: Da Sie ja hier extrem meinungsstark auftreten,
wäre es schön, wenn Sie sich wenigstens über das, worüber Sie hier räsonieren, einige grundlegende
Kenntnisse anlesen könnten. Es ist einfach anstrengend, ständig Kommentare von Ihnen zu lesen, bei denen
als erstes ins Auge sticht, daß Sie bar jeder Ahnung sind, worüber Sie herumposaunen.
Brandeburgis versteht’s nicht, Santa Rita auch nicht! Brandenburgis, nicht nur zitieren, auch verstehen.
Identität heißt, daß die, die beherrscht werden, auch herrschen. Repräsentation heißt, daß einer
anstelle der Behrrschten regiert, wobei die Verbindung zwischen Herrschen und Beherrschtwerden darin liegt,
daß der Monarch die Beherrschten repräsentiert. Der Monarch ist also so etwas wie das Symbol des Volkes.
Sehen Sie: Auch bei Carl Schmitt geht die Staatsgewalt vom Volke aus, bei der Demokratie eben direkt,
bei der Monarchie über den Kunstgriff eines Repräsentanten des Volkes. Nun zu Santa Rita etc. Sie müssen
sich schon entscheiden, wofür Sie sind: für den souveränen Nationalstaat oder für einen universalen
Staatsansatz. Sind Sie für den souveränen Staat, müssen Sie die EU ablehnen und die Einschränkung
der Volkssouveränität durch den EU-Vertrag beklagen. Sind Sie aber für einen universalen Staat, dann
müssen Sie – wie weiland Pius XII – die Römischen Verträge begrüßen. Was ist denn näher am universalen
Reich: der abgegrenzte Nationalstaat oder die Union? Und die Deutschen als das auserwählte Volk des Neuen
Bundes – sorry, ich bin katholisch.
Danke, UM, war aber nicht nötig. Ich teile ja auch aus, also stecke ich auch ein. Alles andere wäre
wenig überzeugend. Aber dennoch Danke. Die Geste zählt!
Oh Gott, „sancta rita“! Merken Sie nicht, daß die Debatte zwischen „Brandenburgis“ und mir am Ende akademisches
Niveau erreicht hatte? Und dann kommen Sie mit diesem Dumm-Dumm-Geschoß von einem Beitrag? Schämen Sie
sich!
Carl Schmitt ist super Schmitts Verfassungslehre ist sicher unerreicht. Wobei er, wohlgemerkt, den modernen
Staat beschreibt. Und im Vorwort zur 5. Auflage des „Begriffs des Politischen“ (1962) sagt er ja selbst:
„Die Epoche der Staatlichkeit ist zu Ende. Darüber gibt es kein Wort mehr zu verlieren.“ Aber kennen
muss man den modernen Staat schon. Alles, was wir nun haben, kann man nur in bezug auf ihn verstehen.
Aber natürlich geht die EU längst über die moderne liberale Staatslehre hinaus und stellt etwas staatsrechtlich
Neues dar.
Immer noch zu umfassend! Was machen Sie mit kommunaler Demokratie? Was machen Sie mit den schweizerischen
Landgemeinden? Nicht die Demokratie ist das Problem (sie ist überhaupt keins), sondern die Idee des souveränen
Staates. Nur, dann geht aber auch der gerade in konservativen Kreisen so beliebte Nationalstaat den Bach
runter. Und die EU wird plötzlich sympathisch, denn diese basiert nicht auf der Volkssouveränität.
M.a.W.: Ehe Sie sich hier auf juristisches Terrain wagen, sollten Sie zumindest mal eine gute Verfassungslehre
lesen, damit wenigstens die Begriffe präzise eingesetzt sind.
Brandeburgis, so leicht kommen Sie nicht davon! Sie haben geschrieben, der Aquinat war gegen jede Form
der Demokratie, sie haben nicht geschrieben, er sei gegen die moderne Umsetzung gewesen. Die Kirche hat
nie die Demokratie verurteilt, sondern maximal den Gedanken einer unbeschränkten Volkssouveränität
französischen Musters. Die Demokratie ist nichts anderes als die Rückkopppelung der öffentlichen Gewalt
auf alle Gewaltunterworfenen. Sie führt nicht zwingend zur Volkssouveränität, genausowenig zum liberalen
Rechtsstaat. Sie wirbeln hier wild die Begriffe durcheinander.
@ Brandenburgis: Ihre Fragen 1. Zu den treffenden Worten von clarissa colonia Sie betreffend: „Ziemlich
viel Meinung bei geringstmöglicher Ahnung!“ 2. Wenn Sie nun plötzlich den Aquinaten mit seinem status
mixtus bejahen, dann erklären Sie mal Ihr Posting, wonach sowohl der hl. Thomas v. Aquin wie auch Sie
„jede Form der Demokratie aus grundsätzlichen theologischen Erwägungen heraus ablehnen“. a) Der hl.
Thomas von Aquin lehnt gerade die Demokratie nicht ab, sondern hält sie für eine akzeptable Staatsform,
die er in seine ideale Staatsform integrieren will. b) Die Aussagen des Aquinaten über die Staatsformen
erfolgen nicht aus „grundsätzlichen theologischen Erwägungen“ heraus, sondern (im wesentlichen) als
Folge der vorchristlichen griechischen Staatsphilosophie, die der Doctor angelicus hier aufgreift. Es
gibt hinsichtlich der Staatsorganisation so gut wie keine theologischen Fstlegungen; und das aus gutem
grund, denn sonst wäre die Kirche längst untergegangen. Was Thomas da schreibt, ist also Philosophie,
nicht Theologie, erst recht nicht Offenbarung. Nehmen Sie den hl. Robert Bellarmin, der ein Förderer
des demokratischen Ansatzes war, auch nicht aus theologischen, sondern aus philosophischen Gründen. Dito
P. Pius XII (um zum Thema zurückzukommen). 3. In einer Gesellschaft, in der fast 100 % Lesen und Schreiben
können und about 40 % Abitur machen, müssen sie den Leuten irgendwie die Chance geben, sich bei der
staatlichen Willensbildung zu beteiligen. Deshalb ist heute die D. so unbestritten.
Danke, Murx! Genauso ist es. Thomas nannte es den „status mixtus“. Anders konnt er auch nicht, weil er
ja insoweit Aristoteles folgte. Man wollte die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Staatsformen
austarieren, so wie das ja im antiken Rom, das als Vorbild galt, auch geschehen war (Konsuln/Kaiser als
monarchisches Element, Senat als aristokratisches, Volkstribunen als demokratisches). Interessanterweise
findet sich das angedeutet auch in modernen Verfassungen. In den USA etwa ist der Präsident ein „Volkskönig“
und der Senat schon aufgrund seiner überschaubaren Größe und elitären sozialen Zusammensetzung durchaus
aristokratie-ähnlich. Die Gewaltenunterscheidung ist dann sicherlich etwas genuin neuzeitliches. Hier
geht es dem besitzenden Bürgertum um die Bändigung der politischen Macht des Staates, die sie inbesondere
in den Jahren des Terrors 1793 ff. bitter geschmeckt haben („Die Geister, die ich rief“). Aber es kann
nicht häufig genug betont werden: Die absolute Monarchie, auf die sich heutige „Monarchisten“ so gern
beziehen, ist nicht katholisch, sondern der Beginn der Neuzeit und stellt einen bewußten und gewollten
Bruch mit der antiken und mittelalterlichen Staatslehre dar.
Brandenburgis, Brandenburgis, erst denken, dann posten Wissen Sie, wenn man wie Sie auftritt, als habe
man die Wahrheit gepachtet, dann sollte etwas mehr Substanz schon da sein. Und es bleibt eben dabei: Wer
schreibt, Thomas sei irgendetwas, „wie ich“, der entlarvt sich selbst als eitlen Fatzken. Und wer dem
im Mittelalter lehrenden Thomas zum „Monarchisten“ macht, der hat grundlegende Dinge der Entwicklung des
Staatsbegriffs nicht kapiert. Abgesehen davon stimmt es nicht einmal, wie ich ja schon ausführte. Die
absolute Monarchie ist eine Erfindung der frühen Neuzeit, die übrigens zur Entmachtung der geistlichen
Stände führte und anschließend die aufklärerische Reformpolitik des „aufgeklärten Absolutismus“ mündete,
die der bürgerlichen Revolution von 1789 den Boden bereitete. Aber was scheren Sie Fakten? Clarissa Colonia
hatte ja schon treffende Worte gefunden. Vielleicht merken Sie sich einfach einmal, daß Gesinnung nicht
Ahnung ersetzt. Die Meinung sollte sich aus dem Wissen ableiten, nicht andersherum. Und nebenbei mit der
Wirklichkeit in Einklang stehen.
Dumm – Dümmer – Brandenburgensis Er (der hl. Thomas von Aquin) war übrigens wie ich Monarchist und lehnte
jede Form von Demokratie aus grundsätzlichen theologischen Erwägungen heraus ab, im Gegensatz zum Papstdarsteller
Pius XII., der anscheinend im Philosophieunterricht gefehlt hatte. Wie üblich ist natürlich barer Unsinn,
was Brandeburgensis von sich läßt. Thomas referierte zunächst die antike Lehre von den Staatsformen
und stellte die Vor- und Nachteile vor. Anschließend empfahl er, ebenfalls in bester antiker Tradition,
einen „statuts mixtus“, also eine Kombination demokratischer, aristokratischer und monarchischer Elemente.
Den Staat definierte er als „eigentümliche Mischung von Herrschen und Beherrschtwerden“. Was für ein
Unterschied zur absoluten Monarchie der Neuzeit, auf die sich heutige „Monarchisten“ (was es so alles
gibt!) so gern berufen. Bereits der Begriff der „Souveränität“ ist ja reine Moderne. Auch der Staatsbegriff
war im Mittelalter ein anderer als derjenige der Neuzeit. Aber was schert das alles einen Brandenburgensis,
Hauptsache, er sondert dummert Zeugs ab. Übrigens empfehle ich zu dieser Frage den hl. Robert Bellarmin
zu studieren.
Was schert einen „Brandeburgensis“ sei eigenes Geschwätz von vor paar Stunden. Brandenburgensis, ein
notorischer Dummschwätzer, behauptet, ich würde Pius XII (den echten) lächerlich machen. Der selbe
Brandenburgensis schrieb als erstes Posting dieser Diskussion folgendes: Es ist klar, daß Pacelli,wie
fast alle Päpste der Neuzeit, selbst einen jüdischen background hatte und daß ihm das wohl der Juden
mehr am Herzen lag als die Verbreitung und der Schutz des katholischen Glaubens… Damit kann man diese
Tatsache wohl einmal mehr als erwiesen betrachten. Wer also greift hier Pius XII an, wer verteidigt ihn?
Und wer ändert seine Meinung, wie es ihm paßt?
@ HvO: Leider falsch verstanden Lieber HvO, da haben Sie mich – bewußt? – falsch verstanden. Wenn Sie
hier die Beiträge lesen, wonach der Pacelli-Papst ein verkappter Jude, CIA-Agent, Zionist, Häretiker
etc. gewesen sein soll, wenn Sie weiterhin den haßerfüllten Duktus dieser Traktate lesen, dann ferner
die unerschütterliche Gewißheit, mit der das vorgetragen wird – dann sollten auch Sie sich fragen, wie
das sein kann bei doch so angeblich frommen Leuten. Wie kann denn jemand, der regelmäßig die Sakramente
empfängt, wohlgemerkt in der klassischen Form, wer ein gebetsleben hat, wie kann sojemand derartig entgleisen?
Es ist doch offensichtlich, daß das keine Früchte des Glaubens sein können. Glaube und Vernunft bilden
eine Einheit, wie Sie selbst wissen. Es ist durchaus eine persönliche Erfahrung, daß oftmals diejenigen,
die aus rein persönlichen Defiziten in ihrer sozialen Umgebung nicht zurechtkommen (auch, weils beim
Waschen hapert), diejenigen sind, die am lautesten derlei Verschwörungstheorien verbreiten. Und gerade,
weil die ganz große Mehrheit der „Traditionalisten“ ganz anders ist, sollte man sich von solchen Fanatikern
distanzieren. Denn weil die nirgends gern gesehen sind und deshalb viel Zeit haben, beginnen sie, sich
in den Gemeinden auszutoben und dadurch den inneren Geist und das äußere Bild zu beeinflussen; sehr
zum Schaden der ganzen, wichtigen Sache. Um es also klar zu sagen: Wer Pius XII derartig ablehnt, dem
gehört das Maul verboten.
Pius XII (der Echte) war die Lichtgestalt des 20. Jhds und deshalb, werte clarissa colonia, meinen herzlichen
Dank für Ihre klaren Worte zu diesen beiden Dummschwätzern. Leider zeigt sich bisweilen, daß eine klassische
katholische („traditionelle“) Linie nicht zwingend eine Frucht von Glaube und Erkenntnis ist, sondern
auch ein Vorwand sein kann, um seine eigenen psychischen Probleme religiös zu bemänteln. Weil man selbst
in der Welt nicht mehr klarkommt, sieht man überall finstere Mächte und erwartet den baldigen Weltuntergang,
den man nebenbei sehnlichst herbeiwünscht, macht er doch (vermeintlich) Schluß mit den permanenten Demütigungen,
die man, weil vielleicht wenig begabt, unattraktiv, humorlos, nach Schweiß stinkend etc. ist, tagtäglich
erleiden muss. Mit wahrem Glauben hat das nichts zu tun. Denn der befähigt nicht nur zur Veränderung
und Überwindung dieser Defizite, er verhilft auch zur Erkenntnis des Wahren und Guten, er steht in einheit
mit der Vernunft, mehr als das ist er ihre Vollendung. Wer ihn wirklich hat, der verehrt auch die Gestalt
des Papstes Pius XII, weil dieser Papst gezeigt hat, wie man im 20. Jahrhundert Religion leben kann.
Traurig, traurig … … dass die Lebensschützer immer zu derartigen Dümmlichkeiten neigen wie dieser
Artikel mal wieder einer ist. Mit lauter pathetischen Übertreibungen und einer befremdlichen Rhetorik.
So stellt man dem eigenen – wichtigen! – Anliegen selbst die Beine.
PR-Tipp Ich denke, dieser Brandt hat recht. Das Kirchen-PR ist gruselig. Das Problem ist aber, daß die
Funktionäre kein besseres wollen. Denn alle säkularen Berater, sei es McKinsey für die Ökonomie oder
eben ein Herr Brandt, empfehlen ja immer unisono eine Konzentration auf die „Kernkompetenz“, also die
Glaubensverkündigung. Und die Kirche in Dtl will ja eigentlich viel lieber Sozialdienstleister und Dialogpartner
sein.
Lutheraner, nur weil Sie’s nicht verstehen, brauchen Sie nicht zu geifern! Ihr Text ist doch mal wieder
strunzdumm. Wieso machen Sie es Leuten wie Gotthard etc. so einfach, die Katholiken als dumm hinzustellen?
Das, was Sie hier als den Stein der Weisen präsentieren – den souveränen Nationalstaat – das war immer
ein Projekt der Moderne gegen die katholische Staatsauffassung, die nämlich universalistisch blieb. Das
Mittelalter zerfiel, als die Fürsten für sich in ihrem Sprengel Souveränität beanspruchten. Und als
die Bürger diese Souveränität selbst haben wollten, brauchten sie etwas, um das Volk zu einen und überhöhten
die Kultur zur nationalen Idee. Und nun ist die moderne Staatlichkeit eben mal wieder im Fluß. Welche
Bedeutung für das wirtschaftliche, soziale, kulturelle Leben der Menschen haben denn die nationalen Grenzen
denn heute noch? Und weshalb soll dann der Staat, soll die Politik auf diesen Grenzen gegründet werden?
Solange Sie das nicht beantworten können und nichts bieten als einen pumpen Strukturkonservatismus, sollten
Sie besser den Mund halten.
Mann, Geyer, hören Sie auf! Sehen Sie, im Christentum gibt es keinen Gegensatz von Glaube und Vernunft!
Ehe Sie also hier solchen Schwachsinn posten, lesen Sie doch mal eine gute Verfassungslehre, damit Sie
wenigstens wissen, worüber Sie schreiben. Daß Demokratie und Meinungsfreiheit zusammengehören ist genauso
ein Schmarren wie der, daß wir Christen die Meinungsfreiheit supertoll finden und fordern; da habe ich
die Päpste des 19. Jahrhunderts irgendwie anders in Erinnerung. Demokratie ist zunächst mal ein Instrument
zur Herstellung eines politischen Willens im Staat. Meinungsfreiheit ist vieles, u.a. eine Beschränkung
der Macht des (demokratischen) Staates in bezug auf den Einzelnen. Sie ist darüber hinaus ein philosophisches
Konzept und vieles mehr. Aber sie ist von der Demokratie unabhängig. Sehen Sie, ganz ohne Kenntnis der
einschlägigen Begriffe und ihrer Bedeutungen geht’s nicht!
@ Geyer, Bischof: Schwache Argumente @ Geyer:Sie verwechseln hier die staatliche und die nicht-staatliche
Macht. Menschenrechte beschränken nun einmal nur die staatliche Macht, sie gelten zunächst nur im Staat-Bürger-Verhältnis.
Ebenso die Demokratie, die eben ein Instrument der Beteiligung des Bürgers an der staatlichen Willensbildung
ist. Und ihre ganzen Beispiele sind alles private Akteure. Kurzum, sie sprechen vom Bürger-Bürger-Verhältnis.
Nur da haben Demokratie und Menschenrechte eben nichts zu suchen. Die Frage, ob diese Rückzug des Staates
aus der Gesellschaft gut oder schlecht ist, ist eine andere. Als Katholik hätte ich gegen eine pauschale
Ausweitung von Demokratie und Menschenrechten in den privaten Bereich aber schon einiges einzuwenden!
@ Bischof:Daß Sie den Gerichten nicht trauen ist – pardon – irrelevant. Denn entscheidend ist, daß das
System gerichtliche Kontrolle vorsieht. Und ihre Kritik richtete sich nicht gegen eine vermeintlich schlechte
Umsetzung des Systems durch die Gerichte, sondern gegen das Rechtssystem überhaupt. Und dieses läßt
eben eine Äbänderung oder Abschaffung der Rechte gerade nicht zu. Nur eine Einschränkung in bestimmten
Situationen aufgrund allgemeiner, d.h. für alle geltender Gesetze, die ihrerseits wiederum verhältnismäßig
sein und den Wesenskern des Rechts erhalten müssen. Über die konkrete Umsetzung dieses Systems können
wir uns gern unterhalten, aber ihre generelle Aussage ist eben schlicht falsch.
Alois Bischof, Sie verrennen sich! während die „Menschenrechte“ … von jeder Parlamentsmehrheit geändert
werden können bzw. außer Kraft gesetzt werden. Alles falsch! 1) Die Menschenrechte können durch Gesetz
beschränkt werden. Aber immer nur, wenn a) die Einschränkung zur Erreichung eines wichtiges gemeinschaftlichen
Zieles verhältnismäßig ist und b) der Wesenskern des Rechts erhalten bleibt. Daß dem so ist, darüber
wachen die Verfassungsgerichte, die sogar Gesetze aufheben dürfen. Richtig, das klappte 1789ff in Frankreich
nicht. Ist auch logisch: Weil dieses System erstmals 1803 eingeführt wurde, in den USA. 2) Auch eine
verfassungsändernde Mehrheit kann die Menschenrechte – zumindest in Dtl – nicht einfach außer Kraft
setzen. Denn dafür sogrt die Theorie der Unveränderlichkeit des Verfassungskerns, Art. 79 Abs. 3 GG.
Diese Theorie ist jüngeren Datums, sie stammt von Carl Schmitt aus den 20ern. Der moderne Staat hat mannigfaltige
Schwächen. Das ganze System der Grundrechte ist längst nicht so zwingend, wie oft behauptet. Aber es
ist eben auch nicht so primitiv, wie Sie es darstellen.
Das geht gegen den Islam, ist aber dennoch verfehlt Der Gesetzesentwurf geht eindeutig gegen den Islam,
nicht gegen den Katholizismus. Nach frz.Recht sind alle Immigranten, so sie nur in Frankreich geboren
sind, Franzosen. Aber natürlich sind sie kulturell und soziologisch nicht in die französisch-europäische
Mehrheitsgesellschaft integriert. Wenn die nun anfangen, eigene Parteien zu gründen, die spezifisch nicht-europäisch
und vielleicht sogar islamisch sind, dann fliegt das ganze Konzept der französisch verstandenen Volkssouveränität
auseinander. Denn: Damit das Volk regieren kann, bedarf es einer gewissen inneren Übereinstimmung. In
der Antike und bei Thomas heißt das „virtu“, man kann es mit „staatsbürgerlicher Tugend“ oder besser
noch mit dem „republikanischen Sinn“ übersetzen. Wem das aber abgeht und wer nur auf seine Individual-
oder Gruppeninteressen achtet, der gehört insofern nicht zum „Volk“. Da aber das Volk formal durch die
Staatsangehörigkeit definiert ist und die Immigranten diese besitzen, entsteht eine Lücke zwischen der
formalen und der materiellen Zugehörigkeit. Das Gesetz ist nun der Versuch, die Konsequenz aus dieser
Entwicklung zu verhindern, in dem faktisch die politische Dominanz des europäischen Mehrheits-Frankreich
gesichert wird. Das selbe würde man mit einem konsequenten Mehrheitswahlrecht und einem guten Zuschnitt
der Wahlkreise auch erreichen. Der Versuch zeigt sicher eins: daß die Widersprüche des modernen Staates
angesichts der isl. Herausforderung größer werden.
Das Rosenberg-Beispiel war schon dämlich, als es in der KU erschien und die Wiederholung eines Fehlers
macht ihn garantiert nicht besser! Hier werden munter Ursache und Wirkung verwechselt. Rosenberg war doch
kein eigenständiger Denker, den die Bewegung des Nationalsozialismus geistig geründet hätte. Sondern
er sorgte für pseudo-akademische Begleitmusik. Dazu besorgte er sich aus den verschiedenen Disziplinen
eben Versatzstücke. Und für die Theologie eben bei der Jugend- und Teilen der liturgischen Bewegung.
Nur: der Mißbrauch fällt nicht auf die mißbrauchte Sache zurück und weder die Jugend- noch die liturgische
BEwegung sind je so tief gesunken, bei Rosenberg abzuschreiben (bei dem hat ja ohnehin nie einer abgekupfert).
Aber genau das will die Redaktion suggerieren. Sie will eine Kausalität Rosenbergs für das Konzil konstruieren.
Und schießt damit völlig übers Ziel hinaus. Pfui, Pfui, Pfui! So ist es leider oft: Obwohl es 1000
gute Argumente gegen die Liturgiereform gibt, greift man auf das platte, dumme, falsche 1001. Argument
zurück und schießt sich so ins eigene Bein.
In eigener Sache Sein Nachfolger war ja bereits auf dem Rückzuge und simulierte Rechtgläubigkeit mehr,
als er sie tatsächlich hatte. Wie gut, daß wir hier so rechtgläubige Streiter wie Brandenburgis und
Pro Sancta Germania (wer hat eigentlich Germania heilig gesprochen?) haben, die so souverän über Päpste
urteilen
Burgorus ist echt der Hammer! Herr Fritzl war ebenso wie die genannten dem Sexual-Trieb erlegen, hat dazu
auch Verbrechen wie Vergewaltigung und Lüge begangen, aber immerhin ist er für die Folgen seines ungezügelten
Geschlechtslebens aufgekommen: Er hat erstens die mit Sexualität verbundene Zeugung der Kinder zugelassen
und zweitens die Kinder am Leben gelassen, was bei Abtreibung, Pille, Spirale oder sonst was, womit Nutten
verhüten, nicht der Fall ist. Im Jüngsten Gericht, wo jeder die Wahrheit ungeschminkt erkennt, werden
all diese heute so gesellschaftsfähigen Damen und Herrn, die genannten Verbrechen obliegen, erkennen
müssen, dass Herr Fritzl vor Gott um ganze Etagen besser da steht als sie. Daß die gottgegebene Würde
des Menschen auch in seiner Freiheit liegt, ist Burgorus nicht begreiflich zu machen, weil er jede Freiheit,
erst recht den Terminus „Würde des Menschen“ schon für liberal hält. Letztlich ist es müßig, hier
mit B. zu diskutieren, weil aus seinen Beiträgen doch vor allem eins deutlich wird: sein erhebliches
sexuelles Problem. Weil er bei den attraktiven Frauen immer abgeblitzt ist, sind nun alle, die er nie
kreigen konnte, „Nutten“, und Fritzl, der den Mut hatte, sich seine eigene Sexsklavin zu halten (was B.
gern hätte, sich aber nicht traut), der steht „vor Gott um ganze Etagen besser da“ als die, die B. nie
gekriegt hat. Für einen derartigen feuchten Traum begeht B. dann gern diese abstoßende Gotteslästerung,
die darin besteht, Gott zum Gewährsmann seiner kranken Neigung zu mache…
Statistische Trends Auch wenn notorische Kirchenfeinde wie Kurt K. es nicht wahrhaben wollen: Beim Kindesmißbrauch
zeigt sich statistisch eine absolute Überrepräsentation der Homosexuellen. M.a.W.: Es werden viel mehr
Jungs mißbraucht, als es Homosexuelle in der Gesamtbevölkerung gibt. Hinzu kommt das Alter. Während
Übergriffe auf Mädchen sich gehäuft im pupertären Alter ereignen, geht der Mißbrauch bei Jungen bereits
im Kleinkindalter los. Insofern bleibe ich dabei, daß es einen statistisch belegbaren Zusammenhang zwischen
Homosexualität und Kindesmißbrauch gibt. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Homo sich an einem Kind vergreift
ist ungleich höher als bei einem normal Gepolten. Nicht umsonst sprach man im Altertum von Homos als
„Knabenschänder“. Für den Klerus scheint das in noch viel gravierenderem Ausmaß zu gelten. Nahezu alle
Mißbrauchsfälle in den USA waren gleichgeschlechtlicher Art. Dazu paßt, daß der US-Klerus bis ins
Episkopat homosexuell unterwandert ist (belegt etwa beim Kardinal-Erzbischof von Washington). Daraus folgt,
daß die beste Strategie, um klerikale Kinderschändung zu unterbinden, die ist, den Zuhang homophil Veranlagter
zum Priesteramt auszuschließen.
Es ist schlimm genug, man muss es nicht noch schlimmer machen 1) Wir wissen nach wie vor nicht, ob an
den Anschuldigungen was dran ist. 2) Die Behauptung, in 99,9 % der Fälle werde über Kindesmißbrauch
nicht berichtet, ist doch dummes Zeug. Kommt ein solcher Fall zur Anklage, steht er in der Zeitung. Und
für die Kirche gelten zurecht höhere moralische Maßstäbe, weil sie eben eine höhere moralische Autorität
beansprucht und hat. Ein Priester ist (wie etwa auch ein Lehrer oder Richter) eben eine Respektsperson,
und dementsprechend hat er sich zu verhalten. 3) Die Ablehnung der Pädophilie ist mittlerweile ein-eindeutig.
In den 70ern, als alles, was die Sexualmoral anlagt, ins Rutschen kam, wurde das noch anders gesehen.
Aber das ist wirklich überwunden. Der Kinderschutz ist diesbezüglich unumstritten. Die EU hat gerade
eine neue Richtlinie verabschiedet, die auch in Dtl zu einer massiven Gesetzesverschärfung führen wird.
Deshalb: Daß der Fall in den Medien ist, hat nichts mit irgendwelchen antiklerikalen Verschwörungen
zu tun. 4) Der Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie ist aber statistisch eindeutig. Und
hier hat Alois Bischof recht: Wer einmal den Rubikon überschreitet, den dann noch zu halten ist schwierig,
vielleicht sogar unmöglich. Die ganzen Dämme, die nun errichtet werden – Freiwilligkeit, Kinderschutz
etc. – leiden daran, daß sie Stückwerk bleiben und die übergeordnete Idee fehlt, nach der man das Sexuelle
hegen und begrenzen kann.
Audiatur ad alera pars 1.) Selbst der weiß Gott nicht kirchennahe „SPIEGEL“ schreibt, daß es an den
Anschuldigungen erhebliche Zweifel gibt. Ist schon erstaunlich, wenn kreuz.net eine Anschuldigung gegen
einen Priester als sicher verkauft, die nach den säkularen Medien noch höchstzweifelhaft ist. 2.) Diese
Verschwörungstheorie von „Alois Bischof“ ist zum K… Die Kirche nimmt für sich selbst (zurecht!) eine
besondere moralische Autorität in Anspruch. Ergo muß sie sich auch an diesem Anspruch messen lassen.
Weil sie eben kein Sportclub oder dergl. ist (ein Kirchenfeind nannte sie mal „Verein mit dem Papst als
Vorsitzenden“), ist es doch klar, daß die Maßstäbe auch höher liegen. Nicht die Presse ist das Problem,
sondern die Kinderschänder sind es. 3.) Was interessant ist, daß es wieder um angebliche gleichgeschlechtliche
Übergriffe geht. Das war ja bereits bei den massenhaften Skandalen in den USA so, daß es sich fast ausschließlich
um Homosexuelle handelte. Rom hatte daraus ja den Schluß gezogen, endlich energisch gegen die Ordination
von Homos vorzugehen. Der statistische Zusammenhang von Homosexualität und Kindesmißbrauch ist signifikant,
bei klerikaler Kinderschändung geht das nahezu Hand in Hand. Insofern muß man von den Bischöfen wie
von Rom erwarten, endlich die Homos-Substruktur im Klerus trockenzulegen.
#17 Pius XII 18:08:09 | Donnerstag, 24. April 2008
„Sexychrist“, ich denke, Sie sind Gymnasiast? Dann überlegen Sie bitte, ehe Sie posten. Wird in den antiken
Stücken die Sexszene beschrieben? Nein, wird sie nicht. Man weiß natürlich, daß es dazu gekommen ist,
aber es besteht ein Konsens, das nicht auszuwalzen, darzustellen und detailliert zu beschreiben, sondern
man macht klar, daß es dazu gekommen ist, überläßt es aber der Phantasie jedes einzelnen, sich diesen
intimen Handlungsstrang zu denken. Demgegenüber wird bei der hier debattierten Aufführung eben genau
dieser Teil ans Licht gezerrt, und das Verhaältnis ins Gegenteil verkehrt. Die Sexszenen werden zu den
eigentlichen Höhepunkten, zum „Skandal“, zur „Provokation“, die das eigentlich Besondere, den eigentlichen
„Hit“ des Stücks ausmachen. Dieser Verlust des natürlichen Schamgefühls, der dazu führt, das, was
intim ist eben auch intim zu behandeln, ist nach Freud ein Zeichen des Schwachsinns. Und was die Freiwilligkeit
von 15jährigen angeht: Sorry, aber nach dem Gesetz sind die nicht geschäftsfähig. Und das aus gutem
Grund. Deshalb gibt es Jugendschutz, und, wie gesagt, ab nächstem Jahr einen verschärften. Dann hätte
dieser Lehrer jetzt ein Strafverfahren am Hals.
#15 Pius XII 17:40:09 | Donnerstag, 24. April 2008
Aggressive Toleranz Wie von der Tarantel gestochen keifen die bisherigen Forumsteilnehmer, um das Stück
zu verteidigen. Hallo, Aufwachen! Nach der bereits beschlossenen, nun in nationales Strafrecht umzusetzenden
Jugendschutzrichtlinie fallen auch kurze Sequenzen wie die hier dargestellten unter Strafe! Wenn 14- oder
15jährigen Sexszenen auf der Bühne spielen, dann ist das auch dann abzulehnen, wenn sie das nur 15 von
90 Minuten tun. Und wenn es in einer staatlichen Schule im Rahmen des Unterrichts stattfindet, folglich
also Zwang besteht, dann ist es darüber hinaus rechtswidrig. Und zwar bereits nach dem liberalen Recht.
Wurden die Eltern vorher über die Inhalte informiert? Haben diese zugestimmt? Das sind eben genau diese
Extremismen, die es zu bekämpfen gilt. Und wenn Teilnehmer wie „Stimme“ oder „sexychrist“ (was für ein
dämlicher, die Unreife seines Trägers unwiderlegbar ausdrückender Nick) meinen, solche Absurditäten
verteidigen zu müssen, dann zeigt das doch nur, daß ihnen eine moderate, abgewogene Position unmöglich
ist. Der Extremismus, den ihr hier vorgebt zu bekämpfen, den betreibt ihr selbst!
Bei aller Kritik an der Kritiklosigkeit des „Stimme der Vernunft“; aber: Die Frage, wie es in so kurzer
Zeit zu einem derartigen Rutsch kommen konnte, die finde ich schon interessant. Denn die bundesrepublikanische
Öffentlichkeit hat ja in den 50ern einen bemerkenswerten Kampf gegen die „Unmoral“ geführt und dabei
beispielsweise zehntausende Kinder in Heime gesteckt, deren Zustände unter aller Sau waren. Und irgendwann
ist das eben gekippt. Wie immer, wenn etwas kippt, kommt es zu groben Übertreibungen. Und die muß man
nun wieder einfangen. Im Gegensatz zu „Stimme“ sehe ich uns da erst am Anfang. Zwar mag es einige Verbesserungen
geben, so ist z.B. jede Form von Pädophilie mittlerweile allgemein geächtet. Aber dafür haben wir nun
eine gruselige Homo-Welle, wir haben Gender Mainstreaming, und wir haben eine demographische Schieflage,
die eine Korrektur immer schwieriger macht (v.a., wenn zeitgleich die Moslems fruchtbar bleiben). Aber
dennoch: es ist was schief gelaufen schon in den 50ern, und deshalb geht es nicht um ein Zurück, sondern
um eine Korrektur, die eben die Fehler von vor-68 verhindert.
Naja, Kurt K. Zumindest ist Ihre Antwort etwas intelligenter als den Sexualkundeunterricht dafür verantwortlich
zu machen. Aber ob der Trend zum Sex ohne Verantwortung nun ausgerechnet den Frauen entgegenkommt, wage
ich zu bezweifeln. Es dürfte ein Ursachencocktail sein. Zu nennen sind: – der Ersatz der solidarischen
Funktion der Familie durch den Sozialstaat (der nun an seine Grenzen stößt, weshalb die Familie wiederentdeckt
wird) – eine allgemeine Tendenz der Moderne zur Vereinzelung und Atomisierung, die bindungsunfähig macht.
– geänderte Lebensplanungen aufgrund wirtschaftlicher Zwänge – ein Verlust für den Sinn und die metaphysische
Bedeutung der Ehe aufgrund des religiösen Niedergangs. Man kann sicher noch einige weitere Begründungen
finden. Ich denke, daß angesichts der demographischen Katastrophe Einigkeit zwischen uns bestehen sollte,
daß hier Korrekturbedarf besteht. Und für den liefert die Religion eben die Begründungen und Wertmaßstäbe.
Sex und Ehe Mal zu den Fakten: Ich habe unlängst eine Statistik gelesen, wonach das Alter des ersten
Sexualverkehrs heute nur zwei Jahre unter dem in den 50ern liegt. Auch was die Zahl der Teenager-Schwangerschaften
angeht, dürften wir einen Tiefststand erreicht haben. Insofern ist das Problem wohl weniger eine extreme
Ausweitung der Sexualität sondern das Auseinanderfallen von Sex und Ehe. Die eigentliche Differenz zu
den 50ern liegt in dem massiv nach oben geschnellten Ehealter sowie der extrem zurückgegangenen Bereitschaft,
überhaupt zu heiraten (von der auf die 50%-Marke zugehenden Scheidungsrate ganz zu schweigen). Ob das
nun am Sexualkundeunterricht liegt wage ich zu bezweifeln. @ Florian Geyer: Ihre Aussagen über Frauen
sind echt unter aller Sau. Man muß kein Freudianer sein, um aus ihnen schwerwiegende Defizite herauszulesen.
#18 Pius XII 10:33:18 | Donnerstag, 17. April 2008
Brandenburgensis, P-S-G etc. toben sich mal wieder aus. Das Geschreibsel der Herren ist lächerlich wie
eh und je. Einen sehr guten Report fand ich im Spiegel-Online. Er brachte einige gute Argumente, die sich
wie folgt zusammenfassen lassen: 1) Dem Papst geht es um eine Stärkung der Religion in der heutigen Welt.
Hier sind die US-Konservativen ein gutes Beispiel, weil sie den geistigen Diskurs in ihrem Land dominieren
(das haben wie in der EU nur in Polen). Insofern lohnt gerade für Europäer ein Blick über den Atlantik.
2) Im Wahlkampf Bush-Kerry hatte der damalige Kardinal Ratzinger Stimmung gegen den Katholiken Kerry gemacht,
weil dieser pro-Abtreibung war. Es gibt Studien, wonach Bush ohne diese klerikale Schützenhilfe nicht
wiedergewählt worden wäre. Mir ist klar, daß bei eingefleischten Antiamerikanern und Verschwörungstheoristen
für derlei differenzierten Blick kein Verständnis besteht. Aber deshalb hört ja – Gott sei Dank – auch
kein Mensch auf diese Trottel-Theorien. Ärgerlich nur, daß man sie hier lesen muß.
@ Benedikt: „Leo G. Schlüchter“ Natürlich ist „Leo G. Schlüchter“ ein Pseudonym. Und ich finde, es
wäre durchaus lohnenswert, den Hintermann zu enttarnen. Es gibt kein Recht, unerkannt und unter Pseudonym
aufzutreten, Datenschutz beginnt erst nach dem Namen. „Schlüchter“ ist ein Ein-Themen-Autor, der v.a.
durch seine völlige Unbildung über den Forschungsstand zum Judenmord auffällt. Trotzdem meint er, sich
dazu entleeren zu müssen. Dieser Eifer ohne Wissensfundament läßt auf üble Motive schließen. Schade,
daß kreuz.net solchen Typen eine Publikationsplattform bietet; das hat es nicht nötig, zudem schadet
es dem traditionell-katholischen Anliegen.
Danke, Genoveva! Sie haben es auf den Punkt gebracht. Aber es wird nicht auf fruchtbaren Boden fallen.
„Leo G. Schlüchter“ ist ein bornierter Ungebildeter, der sich mit Viertelwissen am Judenmord und seiner
historischen Einordnung austobt. Er kennt weder den Forschungsstand noch die Meinungslager. Leider bietet
ihm kreuz.net ein Podium, wo er seine primitiven Phantasien ausleben kann.
Marcelus, nochmal: Nach Ihrer Definition gelten auch im Ausland dieselben Gesetze wie im Inland. Im Inland
gilt (z.B.) das Abstraktionsprinzip des dt. BGB, wonach bei einem Rücktritt vom Kaufvertrag das Eigentum
an der gekauften Sache nicht unmittelbar zurückfällt. Im Ausland gilt das nicht. Hauser und Tiger kaufen
in Deutschland, Hauser einen TV, Tiger einen Anzug. Beide erklären Rücktritt. Bei beiden fällt das
Eigentum nicht zurück. Es ist das selbe Gesetz, das gilt, obwohl es zwei verschiedene Kaufverträge (bez.
Kaufsache, Kaufpreis, Ort, Datum und Vertragspartner) sind. Kauft Zwobel in Wien den gleichen Anzug wie
Tiger zum selben Preis bei der selben Einzelhandelskette am selben Tag und erklärt mit einem gleichlautenden
Schreiben Rücktritt, dann wirkt sich dieser auf die Eigentumslage unmittelbar aus. Es ist eben ein anderes
Gesetz. Deshalb, Marcelus, nochmal zum Mitmeißeln: Egal ob im juridischen und im naturwissenschaftlichen
Sinne (die Naturwissenschaften haben ihre Gesetzesdefinition ja bei den Juristen geklaut): ein Gesetz
ist per definitionem allgemein (glauben Sie einfach den Juristen „Benedikt“ und „Pius XII“). Sie hingegen
stiften schlimme Begriffsverwirrung, weil Sie die Unterscheidung zwischen Gesetz und Einzelfallanwendung
verwischen.
#193 Pius XII 19:10:32 | Donnerstag, 3. April 2008
Marcelus, Sie machen alles nur noch schlimmer Marcelus, ein Gesetz ist immer allgemein. Das Gegenstück
dazu ist die Ausnahme. Ein Gesetz ist das Allgemeine, aus dem sich das Konkrete ableitet. Das Gesetz der
Schwerkraft ist immer dasselbe, aus ihm leitet sich dann (je nach Masse des Planeten etc.) der Einzelfall
ab. Die verschiedenen Einzelfälle (Erde, MArs, Mond) sind nichts anderes als Anwendungen ein und desselben
Gesetzes auf verschiedene konkrete Gegebenheiten. Ganz klar: Sie irren. Geben Sie es einfach zu. Das ist
allemal nobler als hier weiterhin Kostproben Ihrer a) Unkenntnis und b) Starrköpfigkeit abzuliefern.
Benedikt, nicht ganz so voreilig! Jojo, von amerikanischen Gesetzen und Urteilen hat sich der alte Kontinent
schon immer sehr beeinflussen lassen. Selten so gelacht. Naja, ohne Marbury vs. Madison gäbe es in Europa
keine Verfassungsgerichtsbarkeit (die Franzosen lehnen es bis heute ab). Auch der ganze Verbraucherschutz,
neuerdings die EU-Pläne zum Schutz der Jugend vor sexuellem Mißbrauch etc. gehen auf den Supreme Court
zurück. Also, ein Abtreibungsverbot in den USA dürfte m.E. schon Einfluß auf die europäische Diskussion
haben. Im übrigen bin ich natürlich bei Ihnen. Diese Partei ist – falls die Flugblattexte ernst gemeint
sein sollten – eine Katastrophe, die mal wieder die vielen ernsthaften und redlichen Lebensschützer der
Lächerlichkeit preisgibt.
Verspäteter Aprilscherz? ‘Amen’ will von Anfang an europäisch sein, um eine starke Synergie zwischen
den vielen neuen christlichen politischen Abtreibungsparteien in Europa zu bilden. Und dann Flugblatt
Nr. 9! Und die 8 ist wirklich der Hit! Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß es wirklich
ernsthafte Menschen gibt, die sowas wie 8 und 9 vertreten wollen. Auf jeden Fall wird dem Ziel des Lebensschutzes
mal wieder ein Bärendienst getan.
Heger, Sie sind wirlich schlimm! Es ist im übrigen ein schlechter Witz, daß ich in Deutschland nicht
an der Holocaustreligion zweifeln … darf. 1.) Wie kommen Sie ausgerechnet hier zu diesem Thema? Denken
Sie an nichts anderes? 2.) Sie dürfen natürlich an der „Holocaustreligion“ (was immer das sein mag)
zweifeln, Sie dürfen nur den öffentlichen Frieden nicht dadurch stören, daß sie den historischen Fakt
des NS-Judenmordes in Abrede stellen. Merke: Selbst für einen Modernen gibt es so etwas wie feststellbare
(also nicht relative) Fakten. Für uns Katholiken gibt es die sowieso, einschließlich solcher Kategorien
wie Gut und Böse, die für uns (anders als für die Neuzeitler) ebenfalls feststehend sind. Also kann
eine Moderner sehr wohl die Eindeutigkeit des „Guten“ in Frage stellen, aber beide nicht die historisch
einwandfrei festestellten Fakten.
Neo-Stile können sehr gelungen sein Natürlich ist es längst überwundener 70er-Jahre-Unsinn, daß alle
Neo-Stile schlecht seien. In der regel wird eine neobarocke Kirche besser sein als eine moderne. Botta
ist doch insoweit eine Ausnahme, als daß er unter den ganzen wirklich schlimmen Entgleisungen, die uns
die moderne Kirchenbau“kunst“ beschwert hat, es zumindest wert ist, sich ernsthaft mit seinem Werk zu
beschäftigen. Botta-Kirchen verstehen sich wenigstens auf Materialauswahl, Lichteinfall und eine insgesamt
sakrale Atmosphäre (weshalb Aquariums-Architekten a la Behnisch ihn auch nicht mögen).
Und wieso ist Botta nun „antikatholisch“? Weil dem Autor seine Bauten nicht gefallen? Bißchen wenig für
eine Exkommunikation, oder? Man kann zu Bottas Kirchen stehen wie man will. Im Gegensatz zum alltäglichen
Elend postkonziliarer Sakralarchitektur sind sie zumindest erwähnenswert und haben eine gewisse Größe.
Insofern wirkt der Text arg kleinkariert und läßt schmerzlich jene geistige Weite vermissen, die an
sich dem Katholizismus innewohnt und ihn auszeichnet.
Tja, Rübezahl, nur würde Benedikt XVI. diesen Zustand lieber heute als morgen ändern. Das Problem ist
nicht die FSSPX, das Problem sind die liberalen Bischofskonferenzen, allen voran die deutsche. Die ganzen
Verurteilungen der FSSPX haben doch alles nichts gebracht; im Gegenteil, die alte Messe, „das“ Anliegen
Lefebvres, ist nunmehr frei und obendrein festgestellt, daß sie nie verboten war. Sehen Sie, Rom hat
das Problem, von seinen ganzen Verurteilungen wieder runterkommen zu müssen. Und daß nun im deutschen
TV ausgerechnet das FSSPX-Urgestein Schmidberger den Papst verteidigen muß – also, ich finde, das hat
doch was!
@ Benedikt Als Disktriktsoberer der FSSPX kann er gar nicht auf Ausgleich hinaus, das wäre völlig unglaubwürdig.
Das könnte eben nur ein Vertreter von einer innerkirchlichen Organisation. Nanana, Benedikt, runter mit
den Scheuklappen! Zunächst bestreitet doch niemand mehr ernsthaft, daß die FSSPX in der Kirche steht.
Am allerwenigsten P. Benedikt XVI. Und weshalb sollte er in der Debatte nicht glaubwürdig den Papst gegen
die Angriff der Linken verteidigen können? Natürlich kann er das. Denn die Linken greifen den Papst
ja wegen Sachen an, die er genauso sieht wie die FSSPX. Insofern kann er sehr wohl die Position des Papstes
vertreten und es eben an dem Abend unterlassen, die Differenzen zwischen FSSPX und B16 ausführlich darzulegen
(würde eh’ keiner begreifen).
@ Benedikt Keiner der beiden ist zu einer vernünftigen Verteidigung des Papstes in der Lage. Indem die
päpstliche Politik mit der Figur des radikalen Schmidberger verbunden wird soll sie vor den Augen der
Zuschauer madig gemacht werden. Benedikt, Sie haben m.E. exakt die Absicht der Redaktion erkannt. Die
Frage ist nur, ob es P. Schmidberger gelingt, das zu durchschauen und entsprechend zurückhaltend zu argumentieren.
Denn dann würde er den Spieß umdrehen und die Bruderschaft könnte sich als die authentischen Papst-Anhänger
verkaufen – die angereisten deutschen Links-Katholiken sähen dann schön doof aus. Insofern hat Burguros
recht. Wir sollten für P. Schmidberger drei Ave Maria (auf Latein!) beten, damit er heute die richtige
Tonlage trifft.
Chance und Risiko Pater Schmidberger wird sicherlich die Rolle des Buhmanns zu übernehmen haben. Bleibt
nur zu hoffen, dass er nicht den Papst von der anderen Seite her angeht. Genau so! Die Regie hat den Pater
als Buhmann vorgesehen, durch den dann der Papst diskreditiert werden soll. Damit hat P. Schmidberger
aber auch eine Riesenchance: Wenn er sich nicht provozieren läßt und unaufgeregt seinen Glauben in sympathischer
Art und Weise bekennt, dann wird die FSSPX mit dem Papst, der ja hohes Ansehen genießt, assoziiert. M.a.W.:
Dann kann die Bruderschaft den Papst für sich in Anspruch nehmen. Insofern hängt heute viel an der Form
des Papstes. Gott mit ihm!
Noch ein ehernes Gesetz Was ist ein nahezu unwiderlegbares Indiz, daß ein Posting garantiert völlig
absurd und neben der Spur ist? Wenn es von „Elendester Sünder“ stammt.
Matt, ich würde Ihnen die Stütze streichen! Matt, was Sie da schreiben ist ja gruselig. Wenn Sie geistig
arbeiten – etwa als Priester und Forscher etc. – dann erbringen Sie auch eine Leistung. Aber zu sagen,
ich mach’ nichts, bezahlt mich mal; das ist asozial. Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.
Herz-Jesu-Marxisten dass das Kapital immer mehr in die Hände von immer weniger Leuten wandert. Wo leben
Sie? Bill Gates war 1980 ein armer Schlucker. Schauen Sie sich doch mal die aktuelle Liste der Super-Reichen
an. Das sind fast zur Hälfte Leute, die das Geld in den letzten Jahrzenten erworben haben. Die Wahrheit
ist doch, daß das System extrem durchlässig ist. Richtig ist, daß durch die Globalisierung die Arbeitnehmer
unter Druck geraten, weil Arbeit im Gegensatz zu Wissen und Kapital nicht mobil ist. Damit lassen sich
die gewaltigen Lohnunterschiede zwischen etwa Westeuropa und Ostasien auf Dauer nicht halten. Die Gewinner
der Globalisierung sind deshalb die Kapitaleigner und die Arbeitnehmer in den Entwicklungsländern, während
die bislang abgeschirmten Arbeitnehmer Westeuropas nichts abbekommen. Das führt zu der Globalisierungskritik
der westeuropäischen und nordamerikanischen Gewerkschaftsbewegung, der dann die weltweiten Kapitalmärkte
und die aufstrebenden Staaten insbesondere in Asien entgegenstehen. Bei einer umfassenden Betrachtung
ist aber ein (ohnehin unrealistischer) Globalisierungsstopp unmoralisch, weil er die Aufstiegschancen
der Menschen in den Entwicklungsländern zerstören würde. Außerdem würde er eine Exportnation wie
Deutschland wirtschaftlich ruinieren. Ergo: Man sollte über Korrekturen nachdenken, wo es zu Exzessen
kommt (wie aktuell bei der Subprime-Krise). Im Prinzip ist das Wirtschaftssystem aber ok, und auch die
Kurse werden 2008 wieder stark anziehen.
OK, Sozialkatholisch Vorab: Wir sind nicht per-Du! Zur Sache: An der Börse erwerben Sie Industriebeteiligungen.
Wenn der Wert des Unternehmens steigt, profitieren Sie davon. Sich an einem Unternehmen zu beteiligen
ist ethisch besser als ihm einen Kredit zu geben, weil Sie so auch Anteil am unternehmerischen Risiko
tragen. Insofern ist gegen Aktien und dem folgend Aktienhandel nichts einzuwenden. Problematischer wird
es sicher bei den Aktienderivaten. Hier haben wir sicher bedenkliche Tendenzen. Nur: Nach wie vor ist
der Aktienhandel und nicht der Derivatenhandel die Hauptsache an den Börsen. Und was besonders störend
ist, daß ist Ihre peinliche Sozialneiddebatte. Wenn ich schon lese „der kleine Mann“ …
Matt2, Marcelus, Kurt K. Matt2, in der preußischen Verfassung wie in der Verfassung Österreich-Ungarns
stand ausdrücklich der Bezug auf die Religion, und es gab dennoch Parteien und politischen Streit. Hören
Sie doch mit Ihrer irrealen Verklärung vergangener und keineswegs perfekter Zeiten auf! Marcelus, daß
man 1949 keinen Kommunismus nach russischem Muster einführen konnte, steht außer Frage. Aber daß es
zwingend eine Marktwitschaft sein mußte, ist auch nicht richtig. Man hätte sich sehr wohl für ein staatskapitalistisches
System entscheiden können, in dem Privateigentum nur unterhalb eines gewissen Schwellenwertes geduldet
wird. Kurt, Staatsbetriebe sind nicht nötig. Die von Ihnen angesprochenen Probleme können über eine
intelligente Anti-Diskriminierungsgesetzgebung (eine unideologische) auch gelöst werden.
Ideologiefreund, Marcelus 1. Ideologiefreund, die Statistiken sind eindeutig: Es gibt einen signifikanten
Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie. Der Anteil der schwulen Kinderschänder ist mehrfach
höher als derjenigen, die „normal“ sind. 2. Marcelus, eine kommunistische Planwirtschaft konnte man 1949
tatsächlich wegen der Westmächte nicht einführen. Aber eine Verstaatlichung der Banken, Großbetriebe
etc. war tatsächlich von der SPD gefordert und hätte sicher auch eine Mehrheit gefunden. Die hessische
Verfassung von 1946, die das vorsah, wurden genauso verbaschiedet wie Art. 15 des Grundgesetzes (lesen!),
ohne daß die Westmächte einschritten. Bis zu Maggie Thatchers Reformen in den 1980er Jahren war der
Vorsitzende der Bergbaugewerkschaft einer der mächtigsten Männer im UK – und der war Mitglied der KP.
Und zum Thema „schrankenlose Demokratie“: Jedes Individualgrundrecht ist eine Beschränkung der Demokratie.
Hinzu kommen die Institutsgarantien wie die Recht der Bundesländer oder die Garantie der kommunalen Selbstverwaltung.
Das alles sind Grenzen der Demokratie, die sogar in der Verfassung stehen. Dann kommen die „gesellschaftlichen“
Schranken hinzu, etwa die öffentliche Meinung etc. Die D. ist im liberalen Rechtsstaat v.a. ein Organisationsprinzip
des Legislativorgans, aber sicher kein schrankenloses politisches Prinzip.
„Sozialkatholisch“ und die Grundregeln der Ökonomie Sozialkatholisch, beim besten Willen, wenn Sie erwiesenermaßen
(etwa durch Ihren letzten Beitrag) keine Ahnung von Ökonomie haben, weshalb äußern Sie sich dann darüber?
Europäischer Verfassungstandard Marcelus, seit dem 19. Jhd gab es einen europäischen Verfassungstandard,
der eine gewählte Legislative und eine monarchische Exukutive vorsah sowie individualrechtliche Garantien
für Freiheit und Eigentum. Nach dem I.Weltkrieg fiel die monarchische Exekutive weg und es kam zur demokratischen
Kontrolle und Verantwortlichkeit der Regierung. Daß nach dem Irrweg des Nazismus sich die Deutschen für
diesen Verfassungsstandard entschieden, war doch klar. Die Osteuropäer haben sich nur deshalb nicht dafür
entschieden, weil sie unter kommunistischem Joch standen. Aber für nicht-kommunistisch-besetzte Staaten
kam doch 1945 ff. überhaupt kein anderes System in Betracht.
Benedikt, Korrektur Gab es 1949 etwa keine Ministerpräsidenten in der Sowjetbesatzungszone und im französisch
besetzten Saarland? Nein. Wieso hätten die Russen auch so etwas einführen sollen? Und das Saarland war
noch ein spezieller Fall. Doch, natürlich gab es die. Ihnen war nur von den Kommunisten verboten worden,
an den entsprechenden Sitzungen teilzunehmen. Außerdem durften keine ostdeutschen Vertreter am Parlamentarischen
Rat teilnehmen. Nochmal: Wer will hier behaupten, daß die Deutschen das GG nicht als die Regelung ihrer
politischen Existenz anerkennen? Damit hat sich doch die ganze Debatte erledigt.
Die Universität ist ein legitimes Kind der Kirche Das wußte sogar Bertolt Brecht im „Galileo Galilei“;
nur „Marcelus“ weiß es nicht. Wie kann man sich denn auf den Hl. Thomas von Aquin beziehen und so einen
dämlichen Antiintellektualismus betreiben, hier die gesamte Universität als fremdgesteuert hinzustellen?
Das Erste Vatikanische Konzil hat das verhältnis von Wissenschaft und Religion letztgültig definiert.
Und damit hat sich der Wissenschaftshaß eines „Marcelus“ erledigt. Denn seine Unterscheidung von „wahrer
Wissenschaft“ und den Fakultäten ist ja letztlich idealistisch. Es ist wie bei Luther, der zwischen der
Kirche als einer unsichtbaren Gemeinschaft der Gläubigen und der Institution trennt oder den Sedisvakantisten,
die zwischen der „wahren“ Kirche (die nur nirgendwo ist außer vielleicht in der eigenen Garage) und der
„Amtskirche“ trennen. Die antike und scholastische Philosophie ist solchen Trennungen vor: So wie zur
Wissenschaft eben auch ihre Institution, die Universität, gehört, gehört zur Kirche die Sichtbarkeit
etc…
Marcelus, wissen Sie überhaupt, wovon Sie schreiben? Ihre Angriffe gegen das (maßgeblich vom politischen
Katholizismus geprägte) Grundgesetz gehen an der Sache vorbei, und zwar am Begriff der Verfassung: Die
Verfassung ist die politische Grundentscheidung eines Volkes über die Art und Weise seiner politischen
Existenz als Staat. Und nun können wir ja mal die Frage beleuchten, ob die Deutschen 1949 oder heute
oder irgendwann dazwischen die durch das Grundgesetz getroffene Entscheidung über die Organisation ihrer
politischen und staatlichen Existenz abgelehnt hätten. Haben Sie nicht! Im Gegenteil, Sie haben dieses
Grundgesetz im Westen begeistert angenommen und sich im Osten nach ihm gesehnt. Die Saarländer haben
schließlich für seine Übernahme votiert. Und damit ist die Frage nach dem Umfang des Einflusses der
Besatzungsmächte auf die Ausarbeitung des Verfassungstextes irrelevant. Selbst wenn es die Amerikaner
selbst ausgearbeitet hätten, hätten die Deutschen es annehmen können. Nicht die Ausarbeitung ist der
springende Punkt, sondern die Annahme durch den Souverän, der im modernen Staat nun einmal das Volk ist.
Abgesehen davon hat Benedikt natürlich recht. Der Parlamentarische Rat war frei in seiner Arbeit. Und
ein unverdächtiger Carl Schmitt sah sich im GG sogar verewigt. Also, die ganze Polemik gegen das Grundgesetz
und den Verfassungsstaat geht völlig an der Realität vorbei.
Was für ein dummes Geschwätz! Man kann und muß wohl auch gewisse Exzesse der Marktwirtschaft angreifen.
Aber diese dämliche Artikel geht völlig an der Sache vorbei. Wir haben in den Gebieten der Erde, die
sich für das Marktmodell entschieden haben, heute einen nie dagewesenen Wohlstand. Von einer „Verarmung“
ganzer Schichten kann keine Rede sein. Während in Irland im 19. Jhd die Menschen noch in Tausenden verhungerten,
ist Irland mittlerweile ein Lebensmittelexporteur. Dieser Wohlstand schafft ohne Frage moralische Probleme.
Aber es ist keine Lösung, zu deren Lösung eine Rückkehr zur Not zu empfehlen. Noch weniger ist es geschickt,
den Wohlstand als solchen zu leugnen. Die Schwestern handeln insofern geschickt. Sie tun, was alle cleveren
Organisationen machen, die nicht mit staatlichen Mitteln Steuern eintreiben können. Sie fressen ihr Vermögen
nicht auf, sondern sichern es und leben von der Erträgen. Das hat die Kirche immer so gemacht. Im Mittelalter
mit Wäldern und Ländereien, heute eben mit Industriebeteiligungen.
Ideologiefreund Sie haben mich falsch verstanden: Mein Diktum über eine Gesellschaft, in der die Ehe
allgemein anerkannt ist, bezog sich nicht auf die heutige Zeit. Mir geht es darum, daß natürlich der
Umgang mit Sexualität und auch die individuelle Art und Weise, sexuell zu leben, von den sozialen und
kulturellen Rahmenbedingungen abhängen. Sex im Iran wird anders praktiziert als in Holland – um mal zwei
Extreme zu nennen. Ansonsten hat Benedikt natürlich recht. Trotz der sexualpädagogischen Dauerberieselung,
die eine „Sexualmoral“ propagiert, die nur noch aus Hygiene, Freiwilligkeit und Ablehnung von Pädophilie
besteht, haben sich in den meisten Menschen die offenbar antropologisch determinierten Grundregeln gehalten.
Die monogame Liebe bleibt das Ideal, allzu offene Promiskuität wird nicht goutiert – bei Frauen noch
weniger als bei Männern. Auch bei der „Toleranz“ gegenüber Homos und anderen Perversen scheint es sich
eher um Anpassung an das politisch korrekte Ideal zu handeln als um tiefsitzende Überzeugungen; ein guter
Schwulen-Witz zieht immer. Es besteht also Hoffnung, daß sich die gegenwärtige Übersexualisierung wieder
beruhigt – und uns hoffentlich das andere Extrem erspart bleibt.
Ideologiefreund man könne Liebesempfinden und Lust staatlich beeinflussen? Ich lasse mich jedenfalls
weder zu viel Sex, noch zu wenig Sex beeinflussen. Weder bunte Bilder, noch Politik, noch religiöses
Lehrwerk haben Einfluß darauf. Tja, mein Lieber, Leute wie Sie glauben an alles, nur um nicht an Christus
glauben zu müssen, auch an die absolute Autonomie des Einzelnen. Natürlich ist die konkrete Umsetzung
der Sexualität von äußeren Bedingungen beeinflußt. Solange die Ehe als Institution allgemein anerkannt
ist, wird sich das sexuelle Leben in ihr abspielen und nur ausnahmsweise außerhalb, dann obendrein noch
im Verborgenen. Hier hat also der soziale Code sehr wohl Einfluß auf das konkrete sexuelle Leben.
Mal wieder daneben Es ist wohl anders: Der Nazismus hatte einfach keinen Grund, die bereits seit Anfang
des Jahrhunderts bestehenden Liberalisierungstendenzen aufzuhalten. Die Sexualisierung ist keine NS-Erfindung,
sie dürfte zum einen aus der Jugendbewegung stammen und zum anderen eine Gegenreaktion gegen die in der
Tat heuchlerische Sexualmoral des späten 19. Jhds sein. Nach einer Abkühlung in den 50ern setzte sich
die Entwicklung ab den 60ern bis heute fort. Der Nazismus hatte darauf keinen signifikanten Anteil, die
These des Artikels ist falsch. Entsprechend wimmelt es in dem Text von Verdrehungen: Klemperer beschreibt
meines Wissens nicht den Zustand im III. Reich, sondern nach den Vergewaltigungen der Roten Armee. Himmler
war ein übler Moralist; ausgerechnet diesen Blut-und-Boden-Sektierer zum Vorkämpfer der freien Liebe
zu machen ist historischer Nonsens. Als der seinerzeitige Generalstabschef 1938 eine ex-Prostituierte
heiratete, kam es zum empörten Aufschrei Hitlers. Auch das spricht gegen die These des Textes.
@ Pippifax Ich gebe Ihnen recht, daß das MP der FSSPX hilft, weil es ihrem ureigensten Anliegen recht
gibt und sie damit auch in den Augen der NOM-Besucher legitimiert. Hätte er die FSSPX schädigen wollen,
dann hätte er die alte Messe weiter unterdrücken müssen. Die Unterstützung der Messe ist übriges
etwas, was B16 immer glaubwürdig vertreten hat, auch in seiner Kadinalszeit. Und dieser Einsatz für
die Messe ist eine starke Basis für eine Verständigung zwischen Papst und Menzingen. Und Sie haben auch
recht, daß jeder denkabre andere Papst diese Basis nicht mitgebracht hätte. Ansonsten haben Sie natürlich
auch insoweit recht, als daß derartige Scharmützel über nicht-theologische Fragen kontraproduktiv sind,
und zwar unabhängig, vom wem sie geführt werden.
Die Angriffe sind lächerlich Natürlich sind die „Protokolle“ eine Fälschung der Ochranka, des zaristischen
Geheimdienstes. Und natürlich unterliegt der Bischof insoweit einem Irtum, denn daß er die „Protokolle“
ernst nimmt, hat er an anderer Stelle auch schon behauptet (wie auch die noch kruderen „Rakowski-Protokolle“).
Nur: das ist doch beim besten Willen kein Grund, sich von ihm zu distanzieren! Hier wird eine Randfrage
aufgebauscht, als hinge davon die Katholizität ab. Ob die Protokolle echt sind oder nicht ist eine Frage
der Geschichtswissenschaft, nicht der Theologie. Sie ist von den Historikern zu beantworten, nicht von
Bischof Williamsson und erst recht nicht autoritativ vom Generalsekretär der FSSPX. Sofern der Bischof
hier in der Beurteilung der geschichtswissenschaftlichen Frage nach den Protokollen daneben liegt – so
what? Die deutschen Bischöfe liegen in politischen Fragen auch ständig daneben, und obendrein auch noch
in theologischen, ohne daß irgendeine Ecclesia-Dei-Gruppe jemals gefordert hätte, sie zu exkommunizieren.
Und da wäre es angebracht!
Der Typ ist eine Katastrophe Daß Zollitsch nichts anderes als ein Westentaschen-Lemann werden würde,
war mit seiner Wahl klar. Aber als erste PR-Aktion dem Spiegel ein Interview zu geben und derartiges von
sich zu lassen, ist unterste Schublade: 1) Deutschland redet über den Papst und die Widerkehr des Religiösen,
der Chef der DBK redet über das 70er-Jahre-Thema Zölibat. Das Zölibat hat das Priesterbild in den katholischen
Landen nun mal kulturell determiniert. Wer an ihm rüttelt, macht nicht das Priestertum attraktiv, sondern
zerstört es. Nicht das Zölibat ist schuld an den wenigen Berufungen, der fehlende Glaube ist es. 2)
Die politischen Aussagen Zollitschs bestätigen, was ich sonst auch schreibe: Wie soll denn die Union
katholische Politik machen, wenn die Bischöfe dagegen sind? zollitsch greift ja „von links“ an. Der fördert
den Staatssozialismus a la Rot-Grün und pfeifft auf das christliche Familienideal. Unter diesen Bedingungen
katholische Politik zu machen ist unmöglich. Und dazu dieser dümmliche Sozialneid, dem er das Wort redet.
Also, eins ist klar: Wer behauptet, die Mission der FSSPX sei mit dem Motu Proprio erfüllt, der hat nichts
begriffen. Die DBK macht mit Ihrem antikatholischen Kurs konsequent weiter.
#41 Pius XII 18:04:58 | Dienstag, 12. Februar 2008
Nein, Tridentinus Sehen Sie, das Festhalten an der klassischen Liturgie war doch immer gegen die seinerzeit
regierenden Päpste erfolgt. Das ist ja der Notstand. Und was soll denn nun plötzlich anders sein? Nach
wie vor gelten die Bischöfe als exkommuniziert, nach wie vor bestehen erhebliche Mißstände in der „Amts-„Kirche,
die gerade in den Gemeinden vor Ort Bischof Williamssons Wort von den „zwei Religionen“ bestätigen. Sicher,
B16 bringt in vielem neue Hoffnung. Aber bevor sich die Situation der FSSPX nicht de jure geändert hat,
besteht hier doch keine Veranlassung, die Liturgie zu verändern. Erst Aufhebung der Exkommunikationen –
dann Verständigung – und dabei mag man über die Fürbitte reden. Aber doch nicht andersrum.
#39 Pius XII 17:33:22 | Dienstag, 12. Februar 2008
Naja, Tridentinus das ist so zwingend nicht. Es ist ja beständige Aussage der FSSPX, daß mit Antritt
des P. Johannes XXIII. und insbesondere mit dem Vatikanum II und seinen Reformen ein grundlegender Wandel
in Rom eingetreten ist und insofern die alte Gleichsetzung Römische Autorität = Stimme der Wahrheit
nicht mehr gilt. Und solange dieses grundlegende Problem nicht geklärt ist, bestehen eben hinsichtlich
der Autorität Benedikts XVI. Einschränkungen, die gegen Pius XII. nicht bestanden. Etwas anderes gilt
freilich, wenn es zu einer Verständigung kommt. Aber in dem derzeitigen ungeklärten Zustand – mit der
nach wie vor behaupteten, ungerechten Exkommunikation der Bischöfe – besteht doch wirklich kein Grund,
hier einzuknicken.
#37 Pius XII 17:17:36 | Dienstag, 12. Februar 2008
@ Tridentinus: Überbewerten Sie da nicht diese Nachricht? Lieber Tridentinus, aus einer Todesnachricht
auf der Homepage eine Stellungnahme zur Karfreitagsliturgie zu entnehmen, halte ich für gewagt. Zumal:
Da die neue Fassung zwar wieder mal eine „Reißbrett-Liturgie“ ist, aber theologisch an der tradierten
Lehre festhält, dürfte sie ohnehin kein Grund für „schwerwiegendere Differenzen“ darstellen. Im übrigen
gibt es wohl bislang noch keine Entscheidung der FSSPX zur Verwendung der neuen Fassung. Wobei es mich
persönlich verwundern würde, wenn man die neue Fassung übernähme. Weshalb sollte man das tun? Ganz
im Gegenteil, hält man an der (aufs Frühchristentum zurückgehenden) alten Form fest, setzt man die
Ecclesia-Dei-Gruppen, die wahrscheinlich mal wieder mit fliegenden Fahnen kapitulieren (was anderes können
die ja nicht), schön unter Druck. Diese Frage mag man im Rahmen einer großen Bereinigung der Differenzen
behandeln, aber es ist doch beim besten Willen nicht erkennbar, weshalb man nun diese Änderung mitmachen
muß. Wobei: An dieser einen Formulierung hängt es sicher nicht. Insofern gilt, daß ich mich an das
halte, was die FSSPX dazu entscheidet.
#49 Pius XII 15:31:41 | Dienstag, 12. Februar 2008
Nichts Gutes zu erwarten Zollitsch ist der Kandidat des Lehmann-Flügels. Mit ihm wird der bisherige Kurs
einbetoniert. Insofern bleibt es dabei, daß von der DBK nichts zu erwarten ist, was geeignet wäre, den
katholischen Glauben wieder zu stärken. Aber es ist wie immer: auf den begabten Strippenzieher und Intriganten
Lehmann folgt der farblose Zollitzsch. Das niveau sinkt immer weiter. Und die Alternative Marx lockt ja
auch nicht gerade. Insofern ist diese Wahl nichts anderes als eine Fußnote im Kapitel über den Niedergang
des Katholizismus in Deutschland. Interessant wird dann, wer Zollitzsch beerben wird. Aber offenbar besteht –
gerade auch unter den Weihbischöfen -eine stabile linke Mehrheit, so daß es zunächst einer biologischen
Lösung bedarf, ehe man in Deutschland wieder auf die diözesanen Strukturen hoffen darf.
@ Romulus, Pippifax, Murx Romulus, ich habe niemals das dt. Abtreibungsrecht verteidigt. Ich kenne Sie
nicht, Sie mich nicht (vermutlich). Also hören Sie auf, sich hier an mir abzuarbeiten. Pippifax, der
Kern der dt. Christdemokratie waren immer die Katholiken. Die prot. Bürgerlichen, die zumeist Nationale
waren, hatten ja nach dem Krieg ein massives Legitimitätsproblem. Deshalb sind sie gern unter das Dach
der Katholiken geschlüpft. Hier geht es doch aber um was anderes: Der Platz und Anspruch des Glaubens
ist die Mitte der Gesellschaft. Nur weil man ihn daraus weitgehend vertrieben hat heißt das doch nicht,
daß man sich nun selbst aus der Mitte der Gesellschaft entzieht und damit das Geschäft der Linken vollendet.
Eine CDU-Mitgliedschaft für anstößig zu halten ist etwa genauso gaga wie wenn irgendwelche durchgeknallte
Linke einen Sozi zum „Faschisten“ machen. Obskurantes Sektierertum ist ganz sicher nicht katholisch. Murx,
Sie sind einfach wirr. Ich habe ursprünglich einen Beitrag gegen das Frauendiakonat gepostet. Es waren
Sie, der über diese unselige Konferenz gejubelt hat. Also, was wollen Sie?
@ Murx von den 5000 Seiten auf ‘Rore-Sanctifia.org’ haben Sie nicht eine Zeile gelesen. Daher hat Ihre
Aussage keinen Stellenwert. Das bedeutet: Wer nicht rore-sanctifica liest, dessen Aussage hat keine Bedeutung.
Hallo, Murx, leiden Sie an Größenwahn? Was erwarten Sie für solche Sätze, Mitleid oder Schadenfreude?
Ich bin nun mal kein Sedisvakantist. Und deshalb sind die Lehmänner etc. für mich Abgefallene, keine
Besatzer. Und wenn ich mir Sie und den Mist, den Sie verzuapfen, von dem Chaos Ihrer persönlichen Umstände
ganz zu schweigen, so anschaue, dann bin ich mir sicher, daß das die Katholische Kirche nicht sein kann.
Ähnlich geht es mir mit den hirnlosen Pöbeleien eines Romulus. Der lobt nun das theologische Genie eines
Murx. Na so was. Unter dem 28.6.07 lies er sich noch so vernehmen: Sedisvakantisten – egal wie fromm oder
legalistisch sie sich gebärden – sind auf dem Irrweg. Ihre weitgehend selbstgebastelten Verschwörungstheorien,
dass der Stuhl Petri unbesetzt sein soll, sind ganz gewiss nicht unter der Führung des Heiligen Geistes,
sondern unter der Führung Satans zustande gekommen. Was für eine schwache Persönlichkeit muss man eigentlich
sein, um ein – wie wir es hier oft erleben – zänkischer Sedisvakantist zu werden? Oder ein zänkischer
Pöbeler, der heute so und morgen anders schreibt, nur um mal wieder gegen die Christdemokratie (übrigens
von Pius XII gefördert) anstinken zu können. Romulus und Murx sollten sich mal merken, daß Religion
und Vernunft zusammengehören!
Mit diesen Zweifeln kann man jeden Priester in Frage stellen Mit den Maßstäben, die hier angemahnt werden,
kann man jede Weihe in Frage stellen. Es ist doch einfach: wenn mit der Erzdiözese Freiburg und der FSSPX
zwei Autoritäten (eine würde ausreichen, je nach Geschmack mag man sich eine der beiden aussuchen) bestätigen,
daß Schmitz gültig geweihter Bischof war, dann liegt die Darlegungs- und Beweislast für das Gegenteil
bei denen, die es behaupten. Und alles, was dazu hier und sonstwo vorgetragen wird, ist unsubstantiiert
und nicht belastbar. Ergo war Schmitz Bischof. Damit hatte er Weihegewalt, wenn auch nicht zwingend -befugnis.
Aber die ist ja bekanntlich für eine gültige Weihe nicht vonnöten. Und daß Schmitz Lingen geweiht
hat wird ja wohl niemand bestreiten. Und selbst wenn: auch hier vermittelt die schriftliche Bestätigung
von Schmitz einen Anschein, den jeder Zweifler widerlegen muß. Und auch eine solche Widerlegung habe
ich bislang nirgends gelesen. Hinzu kommt die Wahrscheinlichkeit: Wieso sollte der theologisch gebildete
Lingen sich ungültig weihen lassen? Ergo: Der Mann ist gültig geweihter Priester.
Pater Lingen Er ist’s! Sein Weihevater ist unzweifelhaft katholischer Bischof gewesen, was sowohl von
der Erziözese Freiburg wie auch von der FSSPX bestätigt wurde. Die Weihe selbst ist dokumentiert. Sie
war demnach unerlaubt, aber gültig. Seine theologische Qualifikation ist übrigens ebenso unbestreitbar.
Wenn Sie sich seine Homepage www.kirchenlehre.de ansehen, finden Sie in den älteren Beiträgen durchaus
saubere Argumentationen, die auch sprachlich niveauvoll sind. Er hat einen guten Überblick sowohl über
die klassische wie die nouvelle Theologie. Leider kann man an den Beiträgen auch seine Verbitterung ablesen,
seit ein paar Jahren produziert er nur noch Unsinn wie diese Strafanzeige und ist zum Querulanten auf
niedrigestem Niveau abgerutscht. Schade.
Das ist nur noch peinlich P. Lingen sollte das Vatikanum I lesen, damit ihm die Rolle der Wissenschaft
klar wird. Jura ist eben Rechtswissenschaft, und wer in dieser rumfurwerkt, der sollte zumindest über
Grundkenntnisse verfügen. Und seine ganzen Elaborate, Strafanzeigen, sein Lamentieren über die Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
gegen ihn wegen des durch seine mangelnde Verteidigungsanzeige ergangenen Versäumnisurteils – die sprechen
doch eine eindeutige Sprache: Lingen hat von Jura keinen blassen Schimmer.