Pius XII
Erstellt: 21:12:27 | Donnerstag, 22. Februar 2007
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711 Lesermeinungen
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Papst reist in den Libanon + …
#42   Pius XII   12:21:24 | Mittwoch, 8. Februar 2012
Roman Herzog ist kein Genosse, sondern Christdemokrat.
Redaktion benachrichtigen Welcher Ausgang der Verhandlungen?
#115   Pius XII   12:44:36 | Montag, 6. Februar 2012
Jaja, auch katholisch.de behauptet nun, es gäbe keine Einigung, weil man dort zu dumm ist, eine Predigt von Bischof Fellay richtig zu lesen. Ich bin auch recht optimistisch.
#104 (Tomas), in der Tat, zu betreiten, dass die Nazis MIllionen Juden ermordet haben, ist eine Lüge, keine Häresie. In der Regel ist aber das Motiv dahinter, den Nazismus zu entschuldigen. Was zum eigentlichen Problem von +Williamson führt: seine heidnische – nietzschejanische – Philosophie. Bei ihm ist Gott nicht die Liebe – darüber macht er sich lustig – sondern Erdbeben, Feuer, Sturm, und uns alle erwartet demnächst ein wagnerianisches Ende, die „große Züchtigung“. Es ist dieses Weltbild, das ihn in die Nähe der Nazis rückt, und andererseits so unkatholisch macht. Aber, und das allen linken Schreihälsen klar gesagt: Er ist ein absoluter Einzelfall, und die Bruderschaft hat vorbildlich reagiert und ihn in Quarantäne gesteckt.
Redaktion benachrichtigen Das Heilige Land unseres Herrn ist im Besitz seiner Kreuziger
#137   Pius XII   23:08:12 | Sonntag, 25. Dezember 2011
Feeney war doch exkommuniziert, oder zumindest waren seine kruden Thesen lehramtlich verurteilt – und zwar bereits VOR dem Konzil. Er war ein Extremist, der bestritt, dass man schuldlos irren konnte und so auch außerhalb der Kirche durch die Kirche gerettet werden kann. Nunja, dass so ein Häresiarch antisemitisch ist, kann nicht verwundern.
Redaktion benachrichtigen Gernot Facius verdreht Tatsachen
#120   Pius XII   06:02:10 | Mittwoch, 26. Oktober 2011
Jubärens, exzellent! Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Die „Gottesmord“-These ist mit Schrift und Tradition unvereinbar. Bereits der hl. Thomas von Aquin hat sie für die einfachen Juden zur Zeit der Kreuzigung zurückgewiesen. Für spätere Generationen ist sie ersichtlich abwegig. Denen, die sie vertreten, geht es nicht um den Glauben, sondern um Antisemitismus. Auch damit hat de Kirche nichts gemein.
Redaktion benachrichtigen Gernot Facius verdreht Tatsachen
#52   Pius XII   17:58:58 | Montag, 24. Oktober 2011
Alois, die „Kollektivschuld“ der damaligen Juden wird vom hl. Thomas von Aquin ausdrücklich verworfen! Nehmen Sie das doch mal zur Kenntnis. Papst Benedikt XVI. schreibt nichts neues.
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Kein Wissenschaftler bezweifelt den Holocaust. Mann! Selbst David Irving, den ich ausdrücklich nicht für einen seriösen Wissenschaftler halte, akzeptiert die Existenz von Gaskammern zur Menschentötung und Millionen Toten insgesamt. Belesen Sie sich doch mal!
Redaktion benachrichtigen Gernot Facius verdreht Tatsachen
#36   Pius XII   17:12:29 | Montag, 24. Oktober 2011
Jubärens, Sie vermischen. Natürlich ist kein nach dem Krieg geborener Deutscher verantwortlich für die Naziverbrechen. Aber sicherlich gibt es eine kollektive Verantwortung der Deutschen als Kollektiv, aus der Geschichte zu lernen und dafür Sorge zu tragen, das sich sowas nicht wiederholt. Dazu zählt wohl auch eine besondere Fürsorge für die Überlebenden, aus der sich dann eine Freundschaft entwickeln kann, sollte und ja auch weitgehend entwickelt hat.
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Umgekehrt ist das christlich-jüdische Verhältnis mittlerweile ja auch sehr herzlich, die christliche Rechte ist durchweg pro-Israelisch.
Redaktion benachrichtigen Gernot Facius verdreht Tatsachen
#34   Pius XII   16:56:49 | Montag, 24. Oktober 2011
Ja, lieber Artikelschreiber, nur dass Williamson eben behauptet, dass die Juden dafür kollektive Schuld tragen.
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Und die „Argumente“ die er gegen die Gaskammern „vorbrachte“ sind seit Jahren sämtlich widerlegt.
Redaktion benachrichtigen Wie kann Papst Benedikt XVI. die alten Wahrheiten aufgeben?
#164   Pius XII   08:26:08 | Montag, 24. Oktober 2011
Tomas, Sinah etc, dass die Schriftgelehrten es nicht erkannten, aber eben die Heiden, einfachen Leute usw. ist ja ein Teil des Heilsmysteriums. Diejenigen, die geladen waren, waren blind. Der Vorwurf richtet sich gegen die Blindheit. Aber nicht gegen das Urteil, denn weil sie eben nicht erkannten, dass Jesus der Christus ist, haben sie geurteilt wie geschehen. Die Hohenpriester wollten doch nicht Gott ermorden, sie wollten das Gesetz befolgen, nur dass sie eben den Sachverhalt falsch einschätzten.
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Objektiv Gottesmord. Subjektiv nicht, weil Irrtum über die Gotteseigenschaft. Tatbestandsirrtum heißt das im Strafrecht, und der ist vorsatzausschließend. Damit bleibt nur eine fahrlässige Gottestötung übrig. Und auch die nur für die Tempelaristokratie, nicht für das einfache Volk, wie der hl. Thomas v. Aquin richtig schreibt. Und logischerweise nicht für die späteren Generationen, was für ein Unsinn!
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Ihre Unterscheidung zwischen orthodoxen Juden, die bis heute die damalige Fehlentscheidung gut heißen, und liberalen und konvertierten Juden, die das logischerweise nicht tun, ist nur hinsichtlich des Grades ihres Irrtums maßgeblich. Aber aus der nachträglichen Gutheißung eines Verbrechens wird niemand zum Verbrecher.
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Interessant ist, dass BW plötzlich erklärt, die Legitimation des israelischen Staates sei die Bibel, während er doch sonst immer auf die Shoa verweist. Aber so ist das eben mit Antisemiten: immer wie man’s braucht, solange es gegen die Juden geht!
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#138   Pius XII   22:15:35 | Donnerstag, 20. Oktober 2011
Jubärens, B. Williamson steht natürlich gegen die Schrift und die kirchliche Tradition. Es geht ihm doch nicht um Glaubenslehre, sondern um rein diesseitigen, politisch motivierten und letztlich sehr neuzeitlichen Antisemitismus. W. ist ein knallharter moderner Rechtsextremer, der sich ein katholisches Mäntelchen umhängt. Damit nimmt er gerade die braven und frommen FSSPX-gläubigen als Geisel und diskreditiert den gesamten traditionellen Katholizismus. Und zwar – im Gegensatz zu den Juden AD 33 – bewusst und gewollt!
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#40   Pius XII   21:30:08 | Mittwoch, 19. Oktober 2011
Williamson zitiert die Stelle der Summe des hl. Thomas v. Aquin, in dem dieser ausführt, dass die einfachen Juden unwissend waren und sie deshalb- getreu des Wortes ‘Herr, vergib Ihnen, denn Sie wissen nicht, was sie tun – keine Schuld trifft. Nur die Tempelaristokratie war demnach schuld am Gottesmord – das sagen unisono der hl. Thomas v. Aquin und P. Benedikt. Dass die heutigen Juden am Gottesmord schuld sein sollen ist ersichtlich Unsinn und reiner Antisemitismus. Schuldig im theologischen Sinne ist, so dogmatisiert es das Konzil von Trient, jeder Sünder, für den Christus am Kreuz starb. Auch P. Leo hat Gegenteiliges nicht behauptet.
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Williamson verdreht hier die kirchliche Lehre, um seinen kruden Antisemitismus katholisch zu ummänteln. Eine Kollektivschuld, zumal eine, die auch die späteren Juden mitumfasst, ist der katholischen Lehre zuwider.
Redaktion benachrichtigen Angegraute Spießer mit mürrischem Gesichtsausdruck
#61   Pius XII   17:21:22 | Mittwoch, 21. September 2011
Meine Güte! Wenn die Kirche sind, dann bin ich es nicht.
Redaktion benachrichtigen Ein altes Nazi-Nest – in Kopfing haben Priestervertreibungen Tradition
#24   Pius XII   12:25:10 | Mittwoch, 21. September 2011
Linz ist so verrottet, da hilft wohl nur die Abschaffung des Bistums und Aufteilung auf die Nachbardiözesen. Aber klar, es sollten unbedingt massenhaft Briefe nach Rom gehen. Der Fall ist so eklatant, der darf nicht einfach untergehen, denn er eignet sich bestens für einen Gegenschlag. „Pfarrer-Initiative“, gleichzeitig Kampf gegen katholische Priester – es ist was faul im Staate Österreich.
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#13   Pius XII   11:25:33 | Mittwoch, 21. September 2011
Die Vertreibung eines Pfarrers auf einen Brief hin, der in dem Argument gipfelt: „Dem Pfarrer ist der Glauben an den lieben Gott wichtiger als der Friede im Dorf“ ist eine absolute Schweinerei und zeigt den Zustand der liberalen Amtskirche. In Linz haben die „Liberalkatholiken“ das Sagen. Ein abschreckendes Beispiel.
Redaktion benachrichtigen Dieser Pius-Sieg ist keine römische Niederlage
#112   Pius XII   11:11:58 | Mittwoch, 21. September 2011
Sinah et all, von Ihrem sedisvakantistischen Standpunkt aus sind diese Regularisierungsbemühungen natürlich falsch. Nur übersehen Sie, dass die FSSPX nie diesen sedisvakantistischen Standpunkt geteilt hat. EB Lefebvre hat sogar einen Guerard de Lauriers 1977 herausgeworfen, als dieser anfing, einen (moderaten) Sedisvakantismus zu vertreten. Rothkranz erhielt Hausverbot usw usw. Auf der Basis einer nicht-sedisvakantistischen Position kann man ein Angebot, das die eigenen Forderungen erfüllt, einfach nicht ablehnen. Und solte es auch nicht.
Redaktion benachrichtigen Ein neuer Beauftragter für die Alte Messe in Fulda
#107   Pius XII   19:55:53 | Montag, 12. September 2011
Irgendwie überzeugender als Brandenburgis de.wikipedia.org/wiki/Slawen
Redaktion benachrichtigen Ein neuer Beauftragter für die Alte Messe in Fulda
#104   Pius XII   15:22:52 | Montag, 12. September 2011
„im zur Zeit polnisch besetzten Oberschlesien“
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Naja, immerhin gehörte dieses Städtchen schon vor 1939 zu Polen. Und spätestens mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag haben sich Sprüchlein a la „zur Zeit polnisch besetzt“ ohnehin erledigt. Insofern: „Im russischen, derzeit polnisch besetzten Warschau“
Redaktion benachrichtigen Die Juden behandeln die Christen wie Menschen zweiter Klasse
#15   Pius XII   17:43:38 | Freitag, 2. September 2011
Matthäus 1956, das Kuriose ist ja, dass sowas immer nur Leuten „klar“ wird, die noch nie in Israel waren. Die sitzen irgendwo alleine in ihrem Kämmerlein und irgendwann meinen die, etwas „erkannt“ zu haben. Das ist wahrscheinlich eine bakterielle Infektion, weil man mit Argumenten dagegen nicht mehr ankommt. Kleiner Tipp: Einfach mal ein Ticket nach Tel Aviv kaufen und sich umsehen. Da benimmt sich keiner „wie Nazis“, sondern da leben erfrischend nette, schlaue und attraktive Menschen, die auch noch erstaunlich deutschfreundlich sind. Aber wollen Leute wie „Jolanda“ wirklich ihre liebgewonnenen antisemitischen Stereotypen der realität opfern?
Redaktion benachrichtigen Die Juden behandeln die Christen wie Menschen zweiter Klasse
#12   Pius XII   16:53:20 | Freitag, 2. September 2011
Oha, Brandenburgis, ist bei Ihnen nun auch schon Papst Pius XII nur noch „Scheinpapst“ gewesen. Wann begann denn die Sedisvakanz? Mit Pius XI, der die action francaise verbot? Mit Benedikt XV, der das solidatum pianum abschaffte? Mit dem bei Ihnen wohl nicht-heiligen (Beatifikation durch Pius XII) Pius X, der mehr Präfationen als alle weiteren Päpste gestrichen hat und den Kirchenkalender, nicht nur zum Guten, reformierte? Leo XIII hat übrigens die Mitarbeit der Katholiken in der republique francaise empfohlen; kann so einer Papst sein? Auch Pius IX galt ja einigen Zeitgenossen als liberal und stänkerte gegen den „Traditionalismus“.
Papst kann doch nur einer sein: Brandenburgis!
Redaktion benachrichtigen In der BRD werden jetzt sogar schon Gottesdienste verboten
#394   Pius XII   20:34:29 | Donnerstag, 1. September 2011
Trau, Schau, Wem: Das ist der Autor dieses Beitrages de.wikipedia.org/…ristian_B%C3%A4rthel
Offensichtlich ein Fall für die Nervenheilanstalt.
Redaktion benachrichtigen Der Präfekt der Glaubenskongregation empfängt den Pius-Generalrat
#147   Pius XII   22:18:47 | Montag, 22. August 2011
Mighty, es droht natürlich keine Spaltung der FSSPX. Die hier schreien, gehören doch eh nicht zu ihren Gläubigen, die beten mit irgendeinem selbst ernannten Papst, der in irgendeiner Garage seinen Petersdom bezogen hat. Man soll sich von diesen Krakeelern nicht beunruhigen lassen.
Die FSSPX vertritt die Notstandsthese. Der Notstand besteht darin, dass Gläubige daran gehindert wurden und teilweise noch werden, den Glauben, wie sie ihn vor dem Konzil praktiziert haben, zu leben, und für ihn zu missionieren – die Mission gehört nun mal zum Glauben. Die Petrusbruderschaft etc, darf zwar den Glauben leben, aber nicht missionieren, die sind nur geduldet. Dieser Notstand ist überwunden, wenn die FSSPX frei ist, nachkonziliare Lehren, die von der vorkonziliaren Linie abweichen, zurückzuweisen und ungestört praktizieren und missionieren kann. Wenn diese Freiheit auch rechtlich abgesichert ist, dann gibt es keinen Notstand mehr, und ergo keine Rechtfertigung, ein Angebot der Kurie abzulehnen. Nur wenn man die Sedisvakanz verträte, wäre das anders. Aber wie Seefeldt richtig schreibt, die vertritt die FSSPX nicht. Ergo hat Rom es in der Hand, durch ein entsprechendes Angebot das kanonische Problem zu lösen. Hoffen und beten wir, dass es klappt!
Redaktion benachrichtigen Der Präfekt der Glaubenskongregation empfängt den Pius-Generalrat
#142   Pius XII   20:47:40 | Montag, 22. August 2011
Danke, Tomas. Ich bemühe mich hier immer um Schlüssigkeit in der Argumentation. Wenn man die Sedisvakanzthese vertritt ist es einfach: Egal, was Rom tut oder lässt, man darf mit denen nichts gemein machen. Vertritt man die Sedisvakanz nicht, lehnt aber die Neuerungen im Zusammenhang mit dem Vat II ab, wird es schwieriger. Hier kann Rom allein die Voraussetzungen schaffen, um eine Einigung zu erwirken. Die FSSPX hat nie die Sedisvakanz vertreten. Insofern haben P. Schmidberger und Bischof Fellay auch nie jemanden „getäuscht“. Die Konsequenzen dieser Position waren immer klar. Ich denke, die ganz große Mehrheit der FSSPX-Gläubigen wünscht das auch ausdrücklich. Die wenigen, die da nun heulen, sind in ihrer Argumentation einfach widersprüchlich und wirr. Ein bisschen sedisvakantistisch geht nunmal nicht. Entweder oder, tertium non datur.
Redaktion benachrichtigen Der Präfekt der Glaubenskongregation empfängt den Pius-Generalrat
#139   Pius XII   13:43:00 | Montag, 22. August 2011
Sehen Sie, Tomas, die FSSPX war nie sedisvakantistisch. Sie hat, beginnend mit Guerard de Lauriers 1977, dann fortgesetzt in den USA in den 1980ern, konsequent gegen Sedisvakantisten in den eigenen Reihen Front gemacht. In allen Kapellen hängt das Papstbild, wird die Messe in Einigkeit mit Papst und Ortsbischof – und nicht etwa Bischof Fellay im Kanon – gelesen. Dass sie sich nun, nachdem Rom sich bewegt, plötzlich zum Sedisvakantismus bekennen wird, ist doch eher unwahrscheinlich, oder?
Insofern müssen wir die FSSPX auf der Basis ihrer eigenen Position bewerten. Eine nicht-sedisvakantistische Gruppe hat mit einigen Punkten des Vatikanum II bzw dessen Auslegung Probleme. Sie betont aber ihre Zugehörigkeit zur Römischen Kirche. Wenn Rom der Gruppe nun ihre abweichende theologische Position zugesteht und keine Zugeständnisse fordert, weiterhin rechtlich die Seelsorge ungehindert gewährleistet und über die Streitpunkte weitere Gespräche anbietet – mit welchem Argument soll die Gruppe dann eine Einigung ablehnen? Nur von einem sedisvakantistischen Standpunkt aus könnte man das, das gebe ich Ihnen zu. Aber von einem nicht-sedisvakantistischen Standpunkt aus geht das einfach nicht.
Redaktion benachrichtigen Der Präfekt der Glaubenskongregation empfängt den Pius-Generalrat
#135   Pius XII   11:21:43 | Montag, 22. August 2011
Eine sehr gute Nachricht. Damit steigen die Chancen, dass doch noch alles in gute Bahnen kommt. Wir werden sehen.
Ein Indiz für die Richtigkeit dieses Weges ist das Schreien der Extreme: sowohl Sedisvakantisten und andere Sektierer wie die Konzilseuphoriker, Altliberalen und andere Linksausleger heulen und klappern mit den Zähnen. Das spricht dafür, dass eine Verständigung zwischen FSSPX und Kurie gut für die Katholische Kirche ist.
Redaktion benachrichtigen Die deutsche Maulkorb-Blamage ist vertagt
#55   Pius XII   19:30:02 | Dienstag, 5. Juli 2011
@ Alois: Kameraderie ohne Rücksicht auf Wahrheit und Gerechtigkeit zeichnen eine Räuberbande aus, wie der Hl. Augustinus richtig schreibt, aber nicht die hl. Kirche. Wer, wie die FSSPX anderen minutiös deren Splitter im Auge vorhält, muss diese Maßstäbe auch gegen sich anwenden und kann nicht bei einem solchen Brett vor dem Kopf wie es BW trägt die Reihen fest schließen. Ein solches Verhalten würde die FSSPX jede Glaubwürdigkeit kosten, denn diese basiert auf Wahrheit, nicht Kameraderie.
Was Ihre Crashprognosen angeht habe ich bereits 2009 gegengehalten und damals einen DAX von über 7000 binnen eines Jahres prophezeit – zu Recht. So auch diesmal: Der Euro wird halten, die Ordnung bleibt bestehen. Diese düsteren Ansagen helfen doch keinen und treten auch nicht ein. Darf ich Sie in einem Jahr daran erinnern? Und sind Sie dann bereit, Ihre doch unverhältnismäßig harte und im Ton auch überzogene Kritik an mir öffentlich zu korrigieren?
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#42   Pius XII   14:36:37 | Dienstag, 5. Juli 2011
@van Lack: Das ist schon die Frage, ob er wissentlich Unsinn erzählt oder den Unsinn wirklich glaubt. Ich bin der festen Überzeugung, er tut letzteres. Aus vielerlei Gründen. Das scheint mir eindeutig zu sein.
Die Zahl derer, die er damit erreicht, ist gering; geringer noch ist ihre Gehirnkapazität. Man darf solche Irrlichter nicht zu ernst nehmen, sonst wertet man sie auf.
Redaktion benachrichtigen Die deutsche Maulkorb-Blamage ist vertagt
#17   Pius XII   10:33:13 | Dienstag, 5. Juli 2011
@Alois: Jetzt werden Sie ausfällig. Sie waren nicht in Regensburg, kreuz.net war nicht da, sondern berichtet verzerrt aus zweiter Hand, Sie nun aus dritter. Auf der Tatsachenbasis wäre ich mit Urteilen vorsichtiger.
Merke: Ein Zeuge sagt nicht für oder gegen jemanden aus, sondern berichtet wahrheitsgetreu. Und auf die Frage, ob BW nun eine Führungsrolle in der Bruderschaft hatte, lautet die Antwort nein. Die Bezeichnung als Exzentriker stammt von ihm selbst. Dass er den Realitätssinn verloren hat weiß jeder, der seine Texte liest. Wie oft hat er eigentlich in den letzten Jahren schon den Krieg prophezeit?
Redaktion benachrichtigen Bischof Richard Williamson trennt sich von seinem Anwalt
#214   Pius XII   03:19:57 | Dienstag, 28. Juni 2011
Klar. Alles ist eine Fälschung, was Ihnen nicht in den Kram passt.
Korherr-Bericht? Was ist mit dem?
Einsatzgruppenberichte?
Redaktion benachrichtigen Bischof Richard Williamson trennt sich von seinem Anwalt
#207   Pius XII   00:54:11 | Dienstag, 28. Juni 2011
An die Volksverhetzer!
Hallo, was ist nun mit den 1,3 Mio Menschen, die bis Ende 1942 in die Lager am Bug deportiert wurden? Wo sind die geblieben? Nochmal: Wir haben mit dem Höfle-Telegramm und dem Korherr-Bericht die Beweise, dass diese Menschen dort hingebracht wurden. Und dass sie 1944 dort nicht mehr waren. Also, wo sind sie?
Was ist mit den Berichten der Einsatzgruppen?
Und nun? Jetzt kommen Sie mir wieder mit Ihren 9000 Grad. Was für eine geistige Armseligkeit!
Redaktion benachrichtigen Bischof Richard Williamson trennt sich von seinem Anwalt
#187   Pius XII   03:12:37 | Montag, 27. Juni 2011
Alles klar!
„Nur eine Fälschung“, aha. Und der Korherr-Bericht, der die selben Zahlen nennt? Meines Wissens akzeptieren die „Revisionisten“-Gurus wie Faurrisson etc das Höfle-Telegramm aber. Zumindest taten sie das vor einigen Jahren. Wer weiß, vielleicht haben sie ja ihre Meinung geändert, weil es den „Revisionismus“ erledigt, was die Herren ja nicht wollen können.
Anyway, Ihre 9000 Grad Theorie, die kein seriöser Wissenschaftler vertritt, hat etwas Mitleiderregendes. Können Sie nicht mehr als diesen Nonsens?
Redaktion benachrichtigen Bischof Richard Williamson trennt sich von seinem Anwalt
#185   Pius XII   01:32:12 | Montag, 27. Juni 2011
Holocaustleugner leben in ihrer Scheinwelt
Walter, danke für Ihre Bemühungen. Aber es ist sinnlos, mit diesen Typen zu diskutieren. Die folgern sogleich messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Noch ein Argument: Selbst die „Revisionisten“ bestreiten nicht die Authentizität des sog. „Höfle-Telegramms“. Dieses beweist, dass bis Ende 1942 knapp 1,3 Mio Juden in vier Lager am Bug verschleppt worden sind. Unbestritten ist auch, dass dort 1944 keiner mehr drin war. Wo sind all die Menschen hin?
Antwort der „Revisionisten“: Die sind alle nach Weißrussland verbracht worden und nach 1945 dort versteckt geblieben, um die Deutschen des Massenmordes bezichtigen zu können. Abgesehen davon, dass es keine Zeugen dafür gibt, keine Menschen im heutigen Weißrussland, die man gefunden hätte und keine Aktenbelege etwa in Form von Zuglaufplänen etc – logisch: alles vernichtet von den pösen, pösen Juden – übersehen die Deppen den alles entscheidenden Umstand: Die Lager wurden bereits 1940 eingerichtet, Weißrussland erst Spätsommer 1941 erorbert, dann musste noch die Eisenbahn umgespurt werden, was durch den Winter 1941/42 auch nicht von heute auf morgen ging. Kurzum: Die konnten gar nicht nach Weißrussland verbracht werden. Wo sind sie dann? Vermutlich von einem Ufo mitgenommen. Denn, nein, ermordet worden, das geht nicht.
Es ist müßig, mit Nazis zu diskutieren. Die sollen uns mal erklären, was mit den 1,3 Mio Menschen aus dem „Höfle-Telegramm“ geworden ist. Ich warte.
Redaktion benachrichtigen Seit dem Konzil ist die Einheit im Glauben weg
#105   Pius XII   17:02:27 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Ach, Herr van Laack!
Ich habe meine Meinung nicht geändert. Und auch nie versteckt. Und ich sage auch innerhalb der FSSPX nichts anderes als außerhalb (ok, vielleicht bin ich draußen manchmal etwas konservativer).
Ich bin Katholik und Christdemokrat. Immer gewesen. Immer öffentlich.
Die Kirche in Ostdeutschland, in der wir praktizierten, wurde von Staat unterdrückt. Der Staat war kommunistisch und pro-Arafat, wir waren antikommunistisch und pro-Israel. Das ändere ich doch nicht, nur weil irgendwelche durchgeknallten Sektierer aus England mich angreifen.
Die Kirche befindet sich in einer Krise, an der das Vatikanum II wesentlichen Anteil hat. Deshalb verstehe ich, dass die FSSPX einen Firewall dagegen errichtet, um nicht durch die Anerkennung des Konzils auch von der Krankheit infiziert zu werden. Ich habe mich ja selbst in diesen sicheren Bereich geflüchtet. Wenn sie aber nicht mehr anerkennen muss, ändert sich die Lage. Zumal die Firewall eben auch positive Entwicklungen verhindert und Abgrenzungen befördert.
Persönlich war und bleibe ich Optimist. Krisen vergehen, die Kirche bleibt. Ich sehe mich nicht als Traditionalisten, sondern als Avantgardisten. Die „alte“ Messe ist nicht Vergangenheit, sondern Zukunft.
Redaktion benachrichtigen Seit dem Konzil ist die Einheit im Glauben weg
#101   Pius XII   16:37:51 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Aber dann …
… Brandenburgis, muss man entweder annehmen oder Sedisvakantist werden. Tertium non datur – unter der von Ihnen genannten Bedingung. Oder sehen Sie das anders?
Redaktion benachrichtigen Nicht die Islamisierung – die Judaisierung ist das Problem
#125   Pius XII   16:34:34 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Religion und Kultur
Jede Kultur basiert auf einer Religion. Das sind bei uns Altes und Neues Testament. Hinzu kommt die Antike; griechische Philosophie und römisches Recht. Beides wurde durch die Scholastik vereinigt. Hinzu kommen noch die Naturwissenschaft, ja, auch die neuzeitliche Philosophie, die Literatur, Musik, Architektur. Es gibt ein Gesamtbild, das man nicht willkürlich in Kern und Schale, christlich und jüdisch, gut und böse teilen kann.
Man muss nur aufpassen, dass die Wurzel, hier die Katholische Kirche, lebendig bleibt, und dass Angriffe von außen abgewehrt werden. Dann wächst die Kultur weiter und entfaltet sich in ihre Zeit hinein.
„Der Zeit ihre Kunst und der Kunst ihre Freiheit“ – eine Gebäudeinschrift in Wien, sehr schön.
Redaktion benachrichtigen Seit dem Konzil ist die Einheit im Glauben weg
#99   Pius XII   16:24:38 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Aber Alois!
Ich sprach von einem Angebot, bei dem man gerade die in den Gesprächen herausgearbeitete theologische Position nicht ändern muss. Ein solchen Angebot kann man auf der Basis der theologischen Position der FSSPX nicht ablehnen. Das geht nicht. Wenn man nicht annehmen will, muss man seine Position verändern.
Sehen Sie: Bis 1988 hieß es immer, die FSSPX müsse das Konzil annehmen. Das ist inakzeptabel, ganz klar. Nur haben die Gespräche gezeigt, in welchen Punkten man mit welchen Argumenten man unterschiedlicher Meinung ist. Wenn nun ein Angebot kommt, bei dem man seine Meinung nicht ändern muss – mit welchen theologischen Argumenten wollen Sie denn dann ablehnen?
Mit denen, über die man gesprochen hat, ja wohl kaum, denn die darf man ja behalten. Also müssen Sie neue Argumente finden, die FSSPX müsste also ihre Position verändern, nur um das Angebot nicht anzunehmen.
Und lassen Sie doch bitte Ihre persönlichen Angriffe! Wir können gern Argumente austauschen, aber diese permanenten Unterstellungen, ich würde etwas bestimmen oder nicht, was soll das? Ich bestimme gar nichts. Und will es auch nicht. Aber ich bin mir sicher, dass die Lösung zwischen Rom und der FSSPX eine theologische sein muss. Und wenn man der FSSPX ihre theologischen Argumente, wie in den Gesprächen vorgetragen, zubilligt – dann muss sie annehmen, weil es eben keine theologischen Argumente dagegen mehr gibt. Thomistische Theologie ist sehr logisch.
Redaktion benachrichtigen Bischof Richard Williamson trennt sich von seinem Anwalt
#126   Pius XII   16:15:14 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Gesetz ist Gesetz
Ich verteidige nicht, ich verweise nur auf die Rechtslage.
§ 130 Abs. 3 StGB hat Vor- und Nachteile. Von einem extrem liberalen Standpunkt aus ist es nicht vertretbar. Ich bin kein Liberaler. Ich denke, alle Freiheitsrechte bedürfen gewisser Grenzen; schrankenlose Freiheit halte ich nicht für erstrebenswert. Natürlich müssen diese Schranken ihrerseits wieder akzeptabel sein. § 130 Absatz 3 StGB ist hier ein Grenzfall. Aber ich akzeptiere den Gesetzgeber, der meint, dass die Norm notwendig und akzeptabel sei, und das Verfassungsgericht, dass sich dem anschließt.
Jeder Jurist hat bei § 130 Abs. 3 StGB seine Bauchschmerzen. Aber es ist nicht so, dass es keine guten und trifftigen Argumente für die Norm gäbe. Und damit haben wir das Gesetz zu achten, weil es das Gesetz ist.
Und wie gesagt: M.E. hat Williamson nicht gegen das Gesetz verstoßen, weil ihm der Vorsatz fehlt. Dass ich seine Äußerungen und Ansichten für falsch, gefährlich und letztlich unkatholisch halte, ist bekannt. Er gefährdet die ganze Katholische Tradition.
Redaktion benachrichtigen Nicht die Islamisierung – die Judaisierung ist das Problem
#123   Pius XII   16:02:14 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Naja, Opus!
Sie wissen aber auch, dass es Heine bei diesem Gedicht um seine kranke Mutter ging. Was er von dem romantisierenden Nationalbewusstsein und seinen Mittelalterkonstruktionen hielt, hat er uns ja in der Loreley mitgeteilt: „Ich glaube am Ende verschlingen/ die Wellen Schiffer und Kahn/ und das hat mir ihrem Singen/ die Loreley getan“.
Im Ernst: Wir haben etwa 2 Mio Tote bei den Vertreibungen. Das ist die Zahl des BdV. Ich verharmlose diese Verbrechen mitnichten. Aber ich kann auch nicht so tun, als wären die Vertreibungen ohne den vorherigen Krieg, an dem die Nazis nunmal die Hauptschuld tragen, möglich gewesen (dass polnische Extremisten das schon vor dem Krieg wollten stimmt – aber sie wären nie dazu gekommen). Zudem sind die Vertreibungsverbrechen selbst wiederum zumeist ein Ergebis der Außerkraftsetzung der Ordnung, und nicht der Pervertierung der Ordnung. Aber es bleibt ein riesiges Verbrechen und wir haben allen grund, auf unserem Recht zur Erinnerung zu bestehen. Das muss aber nach vorne gerichtet sein und den Versöhnungsgedanken beinhalten!
Ich selbst halte es mit Joachim Fest, einem wahren Konservativen, der ja in seinem „Ich nicht“ sehr schön über die deutsch-jüdische Symbiose geschrieben hat.
Und: Die Sowjethymne ist wohl schon ein Beitrag zur Kultur, es ist schließlich Musik. Unsere Kultur besteht nicht nur aus dem Kern. Ohne das saftige und weiche Fleisch wird man nicht satt.
Redaktion benachrichtigen Bischof Richard Williamson trennt sich von seinem Anwalt
#122   Pius XII   15:49:18 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Tja, das weiß keiner so richtig!
Es ist halt nur noch irrational. Wie wollen Sie da etwas vorhersagen?
Redaktion benachrichtigen Bischof Richard Williamson trennt sich von seinem Anwalt
#119   Pius XII   15:31:47 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Come on, Brandenburgis!
Zunächst, ganz klar: Jeder Jurist, der bei Trost ist, wird ihm empfehlen, bei dieser Sachlage zu versuchen zu beweisen, dass er nicht gegen das Gesetz verstoßen hat. Und wenn man das gescheit anstellt, kommt man damit spätestens in der Revision durch. Und um mehr geht es vor Gericht auch nicht. Es geht darum zu klären, ob der Buchstabe des Gesetzes erfüllt ist oder nicht. Nach meiner Einschätzung ist er es bei Williamson nicht.
Und das andere: Die Vereinbarkeit von § 130 Abs. 3 StGB mit Art 5 Abs. 1 GG hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach bestätigt. Freilich muss das Strafgesetz restriktiv gehandhabt werden, aber das führt wieder dazu zu beweisen, dass er nicht gegen den Wortlaut verstoßen hat. Kirchliche Rechte: Dass Kleriker der weltlichen Justiz unterfallen erkennt auch das Konkordat ausdrücklich an. Kurzum: Dagegen anzustinken führt nur zum Schuldspruch.
Aber was wollen wir spekulieren. Wir werden es ja erleben. Meine Empfehlung: Auch der nächste Anwalt wird sich darauf beschränken darzutun, dass der Angeklagte nicht gegen das Gesetz verstoßen hat. Und nichts anderes.
Redaktion benachrichtigen Nicht die Islamisierung – die Judaisierung ist das Problem
#119   Pius XII   15:23:41 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Die abendländische Kultur
Die abendländische Kultur endet nicht 1600. Sie können den jüdischen Anteil an ihr nicht durch eine solche Konstruktion herausnehmen. Abendländische Kultur ist das, was wir haben, was bis heute gewachsen ist. Genau das bestreitet aber Romig. Er konstruiert eine ideale abendländische Kultur, wobei er bestimmt, was dazugehört. Was ihm nicht passt ist dann eben „jüdisch“. Und dann warnt er vor der Judaisierung seiner Reinheitsfiktion. Das ist exakt dasselbe was die Nazis gemacht haben.
Und was Maimonides angeht: Thomas von Aquin hat sich mit ihm befasst. Albertus Magnus hat ihn zustimmend zitiert. Ebenso Nikolaus von Kues und Duns Scotus. Deshalb muss ich ihn nicht mögen (er wird ja auch sehr unterschiedlich interpretiert). Aber Bestreiten, dass er zur abendländischen Kultur einen Beitrag gebracht hat, wird man wohl kaum können. Klar ist, dass der jüdische Beitrag zur abendländischen Kultur ab Christi Geburt bis zur Assimilierung und Emanzipation der Juden sehr klein war. Aber es gibt ihn. Und seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist er auch signifikant. Oder wer will hier auf Heine verzichten? Damit ist aber Romigs These widerlegt.
Und, bitte: Ich rede von Kultur, nicht von Religion. Auch der Protestantismus hat seinen Beitrag zur abendländischen Kultur gebracht. Oder will hier einer Goethe aus dem Literaturkanon stoßen? Die Kirche ist das Fundament dieser Kultur, aber die Kultur geht über das Katholische hinaus. Und ist deshalb nicht per se schlecht oder böse.
Redaktion benachrichtigen Bischof Richard Williamson trennt sich von seinem Anwalt
#113   Pius XII   15:10:41 | Mittwoch, 22. Juni 2011
@ Alois
Ich habe lediglich an die Erklärungen der FSSPX erinnert: Wenn BW seine Thesen zur Shoa wiederholt oder den Nazi-Anwalt nicht entlässt, dann wird er ausgeschlossen. Die Erklärungen der FSSPX waren stets eindeutig.
Sie kriegen in Deutschland keinen Anwalt, der bei Trost ist, der im Gerichtssaal anfängt, Geschichtsunterricht zu spielen. Wenn BW also tatsächlich sich auf diesem Wege „verteidigen“ will, dann braucht er einen Neonazi als Verteidiger und dieser muss dann im Namen des Angeklagten erneut den Holocaust verharmlosen. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, dass BW das tut, denn die Konsequenzen sind klar.
Was Ihre Thesen angeht: Die deutschen Opferzahlen sind zu hoch. Zudem macht es einen Unterschied, ob jemand Täter oder Opfer ist. Insofern bleiben wohl nur die Opfer des Bombenkrieges und die der Vertreibungen übrig. Und hier sind ihre Zahlen Maximalwerte.
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#94   Pius XII   15:03:33 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Die Gespräche gescheitert? Das wäre neu.
Ziel der Gespräche war es doch, die bestehenden Differenzen herauszuarbeiten. Das ist geschehen. Von Scheitern keine Spur. Nun muss der Papst die Konsequenzen ziehen: entweder, er erklärt die Differenzen für eine juristische Einheit hinderlich, oder er erklärt sie für nicht so gravierend. Tut er letzteres, kommt die kirchenrechtliche Lösung. Was er tut weiß niemand. Kommt er zum letzeren Ergebnis, kann die FSSPX doch gar nicht ablehnen, ohne sedisvakantistisch zu werden. Wenn die FSSPX das Konzil nicht annehmen muss, die Liturgie behalten darf und rechtlich gegen bischöfliche Übergriffe geschützt ist – wo ist dann noch ein Notstand, der zum Ungehorsam berechtigt?
Redaktion benachrichtigen Nicht die Islamisierung – die Judaisierung ist das Problem
#96   Pius XII   09:54:43 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Brandenburgis …
… erreicht mal wieder eine bemerkenswerte Argumentationstiefe.
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#98   Pius XII   09:50:00 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Tomas, Brandeburgis
Auch wenn es müßig ist mit Ihnen zu diskutieren:
1) Dass, Brandenburgis, die Gesamtopferzahl der Shoa nur 300.000 betragen haben soll und davon keines durch Gas umgekommen ist, werden selbst Sie als Unsinn erkennen. Soviel Restintelligenz traue ich Ihnen zu.
2) Dass man in Deutschland, Tomas, dem Judenmord, den immerhin ein deutscher Staat begangen hat, mehr Aufmerksamkeit widmet als etwa dem Massenmord der Roten Khmer halte ich für legitim. Und was die Singularität angeht: „Typische“ Massenmorde sind ein Außerkraftsetzen der Ordnung. Man gibt also das Morden, Plündern und Vergewaltigen frei, man entzieht einer Gruppe den Schutz der Rechtsordnung. Man treibt also Armenier in die Wüste und erklärt obendrein den dort lebenden Kurden, dass sie machen können was sie wollen. Aber dass man die Ordnung selbst zum Morden einsetzt, dass man also den Tötungsvorgang versucht „klinisch rein“ zu machen und sich noch damit brüstet, „anständig geblieben“ zu sein (Himmler 1943), das ist in dieser Form schon einmalig.
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#94   Pius XII   09:44:06 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Romig und sein Niveau
Auf das „Niveau“ von Romig komme ich nicht und will es auch nicht.
Was Romig hier macht ist eine „christliche Kultur“ zu konstruieren, die es so nie gab. Denn Christentum ist eben immer Neues und Altes Testament. Und auch nach Christi Geburt gab es immer jüdische Beiträge zur abendländischen Kultur. Man nehme etwa Maimonides, der sehr wohl die mittelalterliche Philosphie beeinflusst hat. Spinoza wird man auch nicht aus der abendländischen Kultur tilgen wollen. Im Jahre 1910 schließlich waren bei 2% Bevölkerungsanteil 20% der Universitätsprofessoren im Deutschen Reich Juden. Damals gingen die Nobelpreise noch nach Deutschland. Und wollen wir wirklich Einstein, Leo Strauss, Heine etc. aus unserer Kultur streichen und als „Judentum“ bezeichnen?
So argumentierten die Nazis. Und genauso argumentiert Romig. Sein Geschichtsbild hat nichts mit Geschichte, aber viel mit Naziideologie zu tun.
Richtig ist, dass die abendländische Kultur eine christlich-jüdische ist, wobei der christliche Anteil logischerweise dominierend ist. Aber eine Aufspaltung dieser gewachsenen Kultur in einen christlichen (guten) und einen jüdischen (bösen) Teil ist nicht nur gaga, sondern auch kultureller Selbstmord, so wie es das sog. „Dritte Reich“ war.
Unsere christlich-jüdische Kultur, der „Westen“, wird nun durch den Islam herausgefordert. Ein guter Grund, die Reihen zu unseren jüdischen Freunden noch fester zu schließen.
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#95   Pius XII   09:28:08 | Mittwoch, 22. Juni 2011
@ Laack, Alois Bischof, Jubärens etc
Die FSSPX hat beim letzten Gerichtstermin die Linie klar gezogen: Wenn es beim Nazi-Anwalt bleibt, fliegt Williamson raus. Auch ein Honorarprof der Uni Marburg wird nicht versuchen, im Gerichtssaal Offenkundiges zu bestreiten. Sollte W. persönlich oder durch einen Vertreter seinen Unsinn zur Shoa wiederholen, ist er raus – so die FSSPX seit 2009. Die Lage ist eindeutig. Aber das gilt erst, wenn es wirklich passiert und nicht auf den Verdacht eines RA hin.
Jubärens, eine Opferzahlangabe von 300.000 bei 5-6 Millionen tats Opfern läuft schon auf eine Leugnung hinaus, weil hier die Dimension geleugnet wird. Übrigens wird in den Medien schon zumeist von „Verharmlosung“ gesprochen. Wenn aber die Verharmlosung vom eigentlichen Verbrechen wenig übrig lässt, ist auch der terminus Leugnung korrekt.
Alois, „Dr. David Irving“ war heute Ihr Bester. Irving ist Autodidakt ohne jeden universitären Abschluss. Er ist ein exzellenter Archivkenner. Er hat nachweislich in der Vergangenheit Dokumente zugunsten der Nazis gefälscht oder missinterpretiert. Bis heute erklärt er Himmler für den Hauptschuldigen, der angeblich Hitler nicht informiert habe. Aber er ist eben schlau genug, nicht länger das Offenkundige zu bestreiten: Dass Millionen unschuldige Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens fabrikmäßig auch unter Einsatz von Gas ermordet wurden.
Und die Bundesrepublik Deutschland ist das derzeit mächtigste Land Europas und keine „Trizone“. Einen Geschichtslügner brauchen wir hier bestimmt nicht…
Redaktion benachrichtigen Selbstüberwunden statt triebgesteuert + …
#26   Pius XII   11:06:08 | Montag, 20. Juni 2011
Danke, JuBärens
Giordano Bruno war in der Tat ein übler Irrlehrer und Sektierer. Die Inquisition stand – wie fast immer – auf der Seite der Vernunft, als sie ihn verurteilte. Nur die Strafe war unverhältnismäßig und folglich kontraproduktiv.
Das hatte übrigens vor einigen Jahren schon der SPIEGEL geschrieben. Dort konnte man nachlesen, dass Bruno im heutigen Wissenschaftsbetrieb mit seinen abwegigen Thesen niemal auf einen Lehrstuhl kommen würde und überhaupt nicht als Beispiel für die Vernunftfeindlichkeit der Kirche taugt.
Redaktion benachrichtigen Macht der Papst der Piusbruderschaft noch diesen Monat ein Angebot?
#63   Pius XII   22:43:06 | Sonntag, 12. Juni 2011
Klingt gut!
Hoffen und beten wir, dass es so kommt! Eine Einigung würde innerhalb der Amtskirche die Katholiken stärken und innerhalb der FSSPX die Sektierer schwächen. Zwei wunderbare Effekte!
Redaktion benachrichtigen In Berlin hat es gekracht
#46   Pius XII   20:36:04 | Dienstag, 17. Mai 2011
@ Rheinhausen
Mal bitte etwas Patriotismus! Berlin ist die Hauptstadt und zugleich die politische Bühne unseres Landes. Genau deshalb braucht es da einen Erzbischof, der mit Politik und Medien umzugehen weiß und sich Gehör verschaffen kann. Imkamp würde all das leisten.
Redaktion benachrichtigen In Berlin hat es gekracht
#42   Pius XII   17:44:50 | Dienstag, 17. Mai 2011
Noch ganz sauber?
einen Geistlichen aus den gegenwärtig polnisch besetzten Teil von Schlesien
Mit dem 2+4-Vertrag ist enddgültig Schluss mit derlei Wortspielen. Was soll das denn?
Redaktion benachrichtigen Die moslemische Frau ist moralisch überlegen
#248   Pius XII   22:09:46 | Dienstag, 10. Mai 2011
Quatsch, Mufelius!
Wir haben nicht 6-8 Mio Arbeitslose, sondern 3. Ein Teil von denen ist einfach deshalb arbeitslos, weil er gerade den Job wechselt, mal Pause machen will etc. Also mehr oder weniger freiwillig, für eine Übergangszeit. Wirklich nicht in Arbeit stehen nur die sog. „Langzeitarbeitslosen“. Das sind zumeist Nicht- oder Geringqualifizierte. Ingenieure, Techniker, Kreative aller Art kann unser Wirtschaftssystem beliebig absorbieren und dabei Wachstum, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit generieren.
Sie spulen hier die linken Thesen der 70er und frühen 80er ab. Rennen Sie auch im Strickpulli durch die Gegend? Welcome to the planet!
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#246   Pius XII   18:20:49 | Dienstag, 10. Mai 2011
Mufelius, Sie sind der Capistrano von links!
Nicht nur die Altersvorsorge basiert auf der Arterhaltung, sondern das ganze Wirtschaftssystem. Und eben auch der Wettbewerb mit anderen Kulturkreisen. Was Sie hier predigen ist die hedonistische Selbstaufgabe. Deutschland schafft sich ab. Dafür ist mir unsere Kultur einfach zu schade.
Capistrano hingegen will unsere Kultur erhalten, erklärt aber unsere derzeitige Stärke für nicht nachhaltig und verweist auf die niedrige Geburtenrate. So weit, so richtig. Wir sind uns auch einig, dass die einzige Chance, das Modell des gleichberechtigten Zugangs der Frau zu Bildung, Karriere und sozialem Aufstieg zu erhalten darin liegt, wenn die Geburtenrate auch unter diesem Modell wieder auf über 2 steigt. Er sagt, das sei unmöglich. Nachdenklicher und ich sehen das anders und werfen Capristano unterkomplexes und ideologiebasiertes Denken vor.
Capristano will letztlich zu einem älteren westlichen Modell zurück, das zwar keine mobilisierte Frau, aber eben ausreichend Kinder kannte (vor 1880, 1950er Jahre). Dabei übersieht er, dass auch dieses Modell faktisch zur Selbstaufgabe führt, weil wir ohne die mobilisierten Frauen bereits derzeit nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Verbannen wir die Frauen ins Heim – praktisch ohnehin undurchsetzbar – geben wir unseren größten Wettbewerbsvorteil ggü dem Islam aus der Hand, in dem wir 50 % unseres Humankapitals still legen.
Wir haben also nur eine Chance: auf der Basis des jetzigen Modells die Geburtenrate zu erhöhen. Modern life is an adventure!
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#5   Pius XII   17:20:54 | Dienstag, 10. Mai 2011
Welcher Irre trötet hier was von Rücktritt? Der Kanzlerin schlottern sicher die Knie!
Als nächstes kommt die Meldung, dass in Südchina ein Sack Reis umgekippt ist!
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#243   Pius XII   17:14:27 | Dienstag, 10. Mai 2011
Sie denken zu schlicht, Capistrano!
Das liegt daran, weil Sie auf ein bestimmtes Ergebnis hinauswollen, anstatt die Komplexität der Realität zu betrachten.
Frauen werden nicht „hochgezüchtet“, sondern haben einen IQ. Die IQ-Verteilung weicht von derjenigen der Männer ab. In einer wissensbasierten Gesellschaft ist IQ mit sozialem Status korreliert. Ergo sind die sozialen Schichten, anders als bei einem primitiven geburtsbasierten System, nicht mehr 50:50 geschlechtlich gemischt. Damit haben wir keine exakte Passgenauigkeit mehr. Da können Sie mit Quoten insofern abmildern, als dass Sie die sozialen Schichten quotieren, also insbesondere den Zugang zu Bildungseinrichtungen auch nach Geschlechtsmerkmalen regulieren, was freilich nur begrenzt geht, um nicht den Wettbewerbsvorteil, der ja gerade in der reinen Auslese nach Talent liegt, zu gefährden.
Aber das ist nur eine Ursache für die Paarungsprobleme. Hinzu kommen eben auch soziale, psychologische etc. Das wichtigste scheint mir zu sein, dass Männer ihre Rolle nicht recht finden. Sie müssen einerseits kapieren, dass die Zeit, wo Muskelkraft soziale Überlegenheit sicherte, vorbei ist, aber andererseits dennoch „männlich“, also stark und verlässlich, sein. Dazu müsen sie Stärke und Verlässlichkeit emotional statt physisch entwickeln. Viel zu oft verabschiedet Mann sich stattdessen in eine tuntige Verantwortungslosigkeit.
Es ist also alles ziemlich komplex.
Die Antwort ist deshalb nie das Drehen an einer Stellschraube, sondern ein ganzheitlicher Ansatz.
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#240   Pius XII   16:01:22 | Dienstag, 10. Mai 2011
Auch hier ist es etwas anders, Capistrano!
Ehen wurden und werden nach dem sozialen Stand geschlossen. Früher war der durch die Geburt determiniert. Und damit ging es auf, 50:50.
Heute folgt der Stand dem beruflichen Erfolg. Der wiederum ist v.a. mit Bildung korreliert, die wiederum mit dem IQ. Wenn Sie nun die IQ-Verteilungen von Männern und Frauen vergleichen, haben Sie bei Frauen einen etwas höheren Durchschnitts-IQ bei kleinerer Standardabweichung. Also: Frauen sind selten ganz doof und ganz schlau, sondern v.a. in der Mitte, aber im Durchschnitt etwas heller als Männer. Daraus ergibt sich ein männlicher Überhang bei den Doofen und ganz Schlauen und ein weiblicher Überhang ggü Männern, die etwas über dem männlichen Durchschnitt liegen. Nun suchen Frauen – Sie haben es gesagt – ausschließlich nach Männern, die mindestens so schlau (=erfolgreich) sind wie sie selbst, während Männer auch mal eine dümmere nehmen. Damit bleiben die dummen Männer und die Frauen, die etwas schlauer sind als der Durchschnittsmann übrig. Verschlimmert wird das noch durch den höheren Anteil Homosexueller bei überdurchschnittlich intelligenten Männern.
Das Problem haben Sie im Grundsatz bei allen Gesellschaften, die sozialen Erfolg auf Bildung und Bildung auf IQ bauen. Nur, genau weil wir bildungsbasiert sind, sind wir so erfolgreich.
Das Problem kann man aber auf ein erträgliches Maß reduzieren (z.B. mit Quoten). Es ist ein Problem, aber kein unlösbares. Aber es stimmt natürlich: Modern life is an adventure!
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#238   Pius XII   15:29:10 | Dienstag, 10. Mai 2011
Capistrano, Sie schießen sich ins Off!
Nachdenklicher hat doch die Zahlen repetiert. Ihre Analyse ist viel zu einfach. Monokausalität ist bei einem solchen Thema fehl am Platze.
Wir haben einen Kinderwunsch über den tatsächlichen Kinderzahlen. Wir haben aktuell das Problem, das zu viele Frauen nicht den richtigen Partner finden, weil sich gerade Männer schwer tun, ihre Rolle als Mann zu finden. Wir haben praktische Schwierigkeiten, die überwunden werden müssen. Wieso, etwa, haben Richterinnen und Staatsanwältinnen signifikant mehr Kinder als Rechtsanwältinnen, obwohl beide Gruppen nahezu identisch sozialisiert sind? Offensichtlich, weil die Arbeitsorganisation in einer Anwaltskanzlei weniger familienfreundlich ist.
Weiterhin: der Kinderwunsch wird nicht über Medien, sondern vor allem durch das soziale Nahfeld stimuliert. Als meine Frau und ich Kinder bekamen, war das der Startschuss im Freundeskreis. Das sind Wellen auf der Mikro-, nicht Makroebene. Deshalb haben Sie auch innerhalb Deutschlands starke lokale Unterschiede. Vergleichen Sie mal die Kinderzahl in Dresden mit der von Leipzig – beides Sachsen, beides Halbmillionenstädte. Wenn es in München keine Wohnungen gibt und die nur überteuert, dann gibt es auch weniger Kinder, zum Beispiel.
Es geht hier um eine Vielzahl von Details, die ins Gewicht fallen, die jedes für sich irrelevant sind, aber ein Bild ergeben. Sie machen es sich hier sehr einfach! Eine kinderfreundliche Gesellschaft führt zu mehr Kindern, nicht das Moralisieren!
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#235   Pius XII   14:42:20 | Dienstag, 10. Mai 2011
Widerspruich gegen Sie beide!
Mufelius, schauen Sich sich mal die Universitätsgeschichte an! Als Gallileo noch gegen Kopernikus polemisierte, wurde in der Inquisitionshochburg Salamance längst das heliozentrische Weltbild gelehrt. Was Sie hier vertreten ist jakobinische Propaganda, hat aber mit der historischen Wahrheit nichts gemein.
Capistrano, Sie werfen die Flinte zu schnell ins Korn. In Ostdeutschland waren Antikonzeptiva noch freier verfügbar als im Westen und die Abtreibung war zulässig. Dennoch war 1986 der Anteil der Akademikerinnen, die keine Kinder hatten, weniger als halb so hoch wie im Westen und die Geburtenrate trotz weiblicher Vollbeschäftigung höher. Das rechtfertigt nicht die „DDR“, das mag auch so nicht wiederholbar sein, aber es wiederlegt doch Ihre apodiktische Aussage. Sie negieren nämlich dass Kinder haben auch Lebensfreude sein kann.
Die Geburtenrate hängt von sehr vielen Umständen ab. Nach aktuellen Erhebungen ist das größte Hindernis, das Frauen angeben, dass sie keinen passenden Mann für Familie finden.
Ich bin also nicht so pessimistisch wie Sie.
Übrigens: In Teheran ist die Geburtenrate aktuell noch niedriger als hier. Weshalb: Weil die Menschen da keine Perspektive mehr für sich sehen.
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#232   Pius XII   14:12:05 | Dienstag, 10. Mai 2011
@ Mufelius
Die islamische Religion basiert auf einem Gott, dessen Allmacht nicht durch seine Attribute beschränkt ist. Allah mag barmherzig sein, aber das schließt bei ihm nicht aus, dass er auch unbarmherzig handeln kann.
Gott hingegen ist durch seine Attribute – Liebe, Vernunft etc. – begrenzt. Gott ist Logos. Damit hat das Christentum eine positive Haltung zur Wissenschaft. Das Christentum anerkennt weiterhin eine eigene Sphäre der „Natur“, in der eine Erkenntnis auch ohne Religion möglich ist.
Auf der Basis des Islam können Sie kaum Naturwissenschaft etc. betreiben. Die religiös-kulturelle „Plattform“ ist nicht da. Das Christentum hingegen ermöglicht das. Ergo hat die westliche Wissenschaft sich massiv entwickelt, während das im Islam eher ins Gegenteil ging: mit der religiösen Vertiefung hat man das, was an Wissenschaft och aus griechischen Zeiten da war, noch kaputt gemacht.
Was Sie – als Agnostiker? – dabei nebenbei sehen ist, dass Naturwissenschaft eben auch von kulturellen und religiösen Voraussetzungen abhängt.
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#230   Pius XII   13:18:04 | Dienstag, 10. Mai 2011
@ Capistrao, Mufelius
Capistrano, Sie haben es!
Ihre Überlegungen könnten nur dann zum Erfolg führen, wenn es einen Staat gibt, der sowohl auf Mobilisierung des weiblichen Potentials als auch auf sachgerechte Lenkung von selbigem zur Selbsterhaltung des Volkes oder der Gesellschaft achtet.
Genau darum geht es! Sie können die mobilisierten Frauen nicht mehr demobilisieren. Das käme einer Kapitulation gegenüber dem Islam gleich. Also müssen Sie nun auch die mobilisierten Frauen dazu bringen, mindestens im Schnitt 2 Kinder zu bekommen. Und hier sind Sie zu pessimistisch. Das Problem haben wir seit den 1970ern. Seit den 1990ern ist es als Problem erkannt. Vorher wurde es nicht wahrgenommen und war tabuisiert. Seit den 2000ern gibt es politische Ansätze, zu zaghaft, immer noch ideologisch eingeschränkt. Aber immerhin! Die staatlichen Ausgaben für Familien sind signifikant gestiegen. Und das wird weitergehen. Sie sind zu voreilig! Sarrazin hat ja sehr detaillierte Vorschläge gemacht. Geben Sie uns doch noch 10, 20 Jahre. So schnell holt der Islam nicht auf. Es muss was geschehen, richtig, es ist 5 vor 12, aber eben vor, nicht nach!
Mufelius, die islamische Überlegenheit ist eine Mär. Und: die Stärke beruhte auf Resten des griechischen Denkens. Dieses Denken hat der Islam nicht inkorporiert, sondern weggeworfen, weshalb er so rückständig geworden ist. Das Christentum hingegen hat es integriert. Das ist die Leistung der Scholastik, auf der dann die moderne Wissenschaft basiert.
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#227   Pius XII   12:04:47 | Dienstag, 10. Mai 2011
@ Capistrano, Mufelius
Mufelius und ich sind uns ja weitgehend einig.
Capistrano, der Artikel vergleicht den Westen und den Islam und verteufelt das westliche Modell. Nirgendwo stehen sich die beiden Modelle so deutlich entgegen wie in Israel. Deshalb habe ich auf die Ergebnisse der dortigen Kriege hingewiesen. Ob die Israelis nun Semiten sind oder nicht habe ich nicht erörtert. Sie sind zumindest ziemlich toughe Soldaten.
Sie haben Frauen in ihren Reihen. Natürlich nicht dort, wo Muskelkraft entscheidend ist. Aber bei der Ausbildung etwa werden sie überproportional eingesetzt, weil Studien zeigen, dass Frauen bessere Ausbilder sind und männliche Soldaten sich mehr anstrengen, wenn eine Frau z.B. das Schießtraining macht.
Dass die amerik und europ Waffenlieferungen Einfluss haben, bestreite ich nicht. Aber die Militärorganisation und -ausbildung machen die Israelis schon alleine. Ein Beispiel für die westliche Überlegenheit und damit ein Gegenbeispiel zu dem dümmlichen Artikel hier ist es allemal.
Meine eigentliche Aussage ist aber: das isl Modell des Umgangs mit der Frau ist in Wahrheit ein Schlüssel für die Unterlegenheit der islamischen Welt und damit das Gegenteil des hier Behaupteten. Solange die Frauen ausgegrenzt werden, verzichtet man auf 50 % des Humankapitals, verärgert die Väter und erschwert die Ausbildung der Kinder, die schlaue Mütter brauchen. In einer Welt, die auf Geist statt Muskeln aufbaut, kann eine Gesellschaft nicht auf die Frauen verzichten, will sie konkurrenzfähig sein…
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#224   Pius XII   10:34:50 | Dienstag, 10. Mai 2011
@ Capistrano
Inwiefern ist am Konflikt der Israelis mit den Arabern die Überlegenheit des westlichen Modells abzulesen?
Israel wird von den kulturell westlichen säkularen Juden getragen. Es gehört also kulturell zur westlichen Zivilisation. Die darumliegenden arabischen Staaten sind kulturell nicht-westlich dominiert. Israel hat derzeit eine jüdische Bevölkerung von knapp 10 Millonen, von denen die 10-15 % orthodoxen Juden sich weder an Landesverteidigung noch am Wirtschaftsleben beteiligen. Allein Ägypten hat eine Bevölkerung von über 80 Millionen. Plus Syrien kommt man auf weit über 100. Aber: wer würde bei einem Waffengang gewinnen?
Und weshalb? Die entscheidenden Punkte sind Ausbildung der Soldaten und Soldatinnen und Technologie, also Ausrüstung (Motivation, das Problem der Europäer, ist auf beiden Seiten hoch). Im Technologiezeitalter bestimmt nicht mehr die Körperkraft, sondern der Intellekt. Folglich kam es zu einer Neubestimmung der Rolle der Frau, weil die zwar körperlich schwächer ist, aber keinen niedrigeren IQ hat.
Das westliche Modell setzt auf Qualität, das islamische auf Quantität. Wer gwinnt?
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#173   Pius XII   00:19:05 | Montag, 9. Mai 2011
Wow, Atzmon
Viel Meinung bei wenig Ahnung! Wo bleiben die Argumente?
Die Realität ist, wie sie ist. Und etwa am Beispiel Israel vs. die Arabische Welt schön zu betrachten. Das westliche Modell ist überlegen.
Ist es auch nachhaltig? Derzeit sicher nicht. Aber ist die niedrige Geburtenrate nur um den Preis der Aufgabe des Zugangs von Frauen zu Bildung und Karriere zu überwinden? Wenn dem so wäre, würden wir langfristig in der Tat verlieren, weil wir natürlich zu dieser Aufgabe nicht bereit sind. Aber genau das ist eben nicht so klar.
Trends beim Kinderkriegen sind nicht so einfach. Die Geburtenrate ist in Deutschland zu keiner Zeit so massiv eingebrochen wie zwischen 1880 und 1918, von über 5 auf unter 2. Womit erklären Sie sich denn das? Nach Einführung des Frauenwahlrechts 1919 steig sie übrigens wieder an. Die derzeitige Situation besteht so erst seit den 1970ern und wird erst seit den 1990ern überhaupt als Problem wahrgenommen. Erst seit den 2000ern wird politisch versucht umzusteuern. Sicher noch mit unzureichenden Mitteln. Aber den Versuch aufzugeben bevor er richtig begonnen hat – das kann nur verbohrte Ideologie fordern!
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#165   Pius XII   00:03:43 | Montag, 9. Mai 2011
@ meine Kritiker
Vorab: Können wir uns darauf einigen, dass der Verlierer ein Loser und kein Looser ist?
Zur Sache: Meine Kritiker hätten dann recht, wenn Bildung bei Frauen automatisch zur Gebärverweigerung führen würde. Das tut es aber nicht. Es ist zwar richtig, dass in (West-)Deutschland etwa 40 % der weiblichen Akademikerinnen kinderlos bleiben. In Ostdeutschland war diese Quote 1986 jedoch weniger als halb so hoch. Kurzum: Dass Bildung die Gebärfähigkeit beeinträchtigt ist nicht belegbar.
Richtig ist aber, dass der Zugang von Frauen zu Bildung und Karriere bei gleichzeitiger Verfügbarkeit von Antikonzeptiva aus dem zuvor eher reflexhaften Kinderkriegen eine bewusste Entscheidung gemacht hat. Insofern stehen alle Gesellschaften, die Zugang zu Antikonzeptiva ermöglichen, vor massiven demographischen Problemen. Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird, diese zu lösen und die Geburtenrate je Frau wieder über 2 zu heben.
Die ungebildeten Teile der Ummah sind dann, wenn der Westen den Kampf aufnimmt, zu besiegen. Die Produktivität der Gebildeten übersteigt unter den Bedingungen des Technologiezeitalters die der Ungebildeten um ein Vielfaches. Sobald aber die Ungebildeten sich bilden, haben sie Zugang zu Verhütungsmitteln. MaW: Bleiben sie dumm, haben sie keine Chance, werden sie klug, haben sie kein Motiv mehr zum Angreifen.
Wir verlieren nur, wenn wir aus falsch verstandener Toleranz kapitulieren. Und hier setze ich auf die weiblichen Wähler, das zu verhindern.
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#151   Pius XII   22:31:05 | Sonntag, 8. Mai 2011
Wieder mal ein Artikel, der viel über die Psychosen seines Autors, aber wenig zur Sache sagt.
Drei Dinge sind erwähnenswert:
1) Die deutsche Frau wird hier als Sexobjekt dargestellt, was sich der – männliche? – Autor vielleicht unterschwellig wünscht, aber nicht der Realität entspricht. Aktuell finden 90 % aller sexuellen Handlungen in Deutschland innerhalb stabiler und auf Dauer angelegter Partnerschaften statt. Diese Zahl war vor 100 Jahren auch nicht höher.
2) Die höhere Geburtenrate trifft man im Islam auch nur bei den ungebildeten Frauen. Das urbane Bürgertum in Teheran etwa ist mit ähnlichen Problemen wie wir geschlagen, die Geburtenrate gilt als extrem gering.
3) Das Entscheidende ist aber, dass die Ausgrenzung der Frau aus dem öffentlichen Leben den Islam zur Verliererkultur macht. Eine Gesellschaft, die 50 % ihres Humankapitals nicht nutzt, muss nämlich doppelt so zahlreich sein, um gegen eine vollmobilisierte zu bestehen. Aber diese 50 % müssen auch konkurrenzfähig sein. Wie konkurrenzfähig ist ein Sohn einer Analphabetin gegen einen bestens ausgebildeten und von seinen gebildeten Eltern geprägten Westler? Das islamische Modell setzt einseitig auf Masse statt auf Qualität.
Wie schlau das ist, sieht man an den Nahostkriegen: da standen die männlichen Millionenheere der Moslems der zahlenmäßig kleinen, geschlechtlich gemischten und hochqualifizierten Israelischen Armee gegenüber. Wer hat gewonnen?
Die Moral, die hier beschworen wird, ist eine Loser-Moral. Wie moralisch ist losen?
Redaktion benachrichtigen Somit bin ich kein Sedisvakantist
#9   Pius XII   18:30:22 | Montag, 2. Mai 2011
@ Rempremmering
Das Wort „Konzilskirche“ wurde doch nie in dem Sinne gebracht, dass das nun eine andere Institution sei als die Katholische Kirche. Bitte! Wenn sich die Kirche eine Zeit lang als „Konzilskirche“ bezeichnet hat, dann doch nicht um nun zu behaupten, dass man eine andere Institution geworden sei, die mit der alten nicht mehr identisch ist, sondern „nur“ aus „innenpolitischen“ Gründen. „Konzilskirche“ ist nie ein theologischer Fachbegriff gewesen, sondern war immer nur Kirchenpolitik – und BW macht daraus aber einen theologischen Begriff.
Redaktion benachrichtigen Somit bin ich kein Sedisvakantist
#4   Pius XII   17:54:57 | Montag, 2. Mai 2011
Mal wieder eine Privatmeinung von BW statt kirchlicher Lehre!
Es gibt keine „Neupäpste“ und keine „Konzilskirche“. Und schon gar nicht hat die Piusbruderschaft jemals derlei Unsinn gelehrt. Sondern es gibt nur eine einzige Katholische Kirche. Diese eine Kirche befindet sich seit etwa 40 Jahren in einer Krise, die auch die Glaubensverkündigung erfasst hat. Teil dieser Krise sind Akte der Autorität, die kaum, teilweise gar nicht der Glaubenslehre entsprechen. Soweit die Autoritäten so handeln, besteht eine Ausnahmesituation, die unter bestimmten und sehr engen Bedingungen einen Ungehorsam erlauben, und zwar dann, wenn vormalige Inhaber der Autorität anders handelten und entschieden haben, dass exakt die Akte, die nun begangen werden, falsch und sündhaft sind. Das ist die Lehre der FSSPX.
Was BW hier verbreitet ist etwas anderes. Er verwirrt mehr als er aufhellt. Er konstruiert zwei Kirchen, die er dann unterscheidet, aber eine Schnittmenge behauptet. Dabei bleibt er die Antwort auf die Frage schuldig, wo denn die eigenständige institutionelle Verfassung der „Konzilskirche“ sein soll. „Kirche“ ist doch immer auch sichtbar, handfest, institutionalisiert. Das ist immerhin Dogma. Wenn es zwei Kirchen – „Konzilskirche“ und Katholische Kirche – geben soll, die auch im Diesseits nicht völlig identisch sind, dann müsste es auch verschiedene Institutionen oder zumindest Teile von Institutionen geben. Gibt es aber nicht.
Damit ist die ganze Theorie von Willy dahin. Quod erat expectandum.
Redaktion benachrichtigen Osama bin Laden zum zweiten Mal gestorben
#10   Pius XII   11:54:36 | Montag, 2. Mai 2011
Verschwörungstheoretiker unter sich!
Inzwischen wurde bekannt, daß das angebliche Terrornetzwerk Al-Qaida teil des Überfall-Kommandos ist, daß die USA gegen das Erdöl-Land Libyen losgelassen haben.
Wo wurde denn das bekannt? In Entenhausen? Ist „Duckhome“ eigentlich dort registriert?
Mir wurde gesagt, daß Benzin an den Tankstellen rationiert wird.
Trau, Schau, Wem, Elendester Sünder. Wer erzählt denn sowas? Rothkranz? Carl? Wo ist der eigentlich? Verhungert, weil er aus Angst vor dem Bürgerkrieg nicht aus dem Kellerloch, in dem er sich mit einer Sammelausgabe der „Letters from the Rector“ seines Gurus verkrochen hat, nicht rauskommt?
Redaktion benachrichtigen Überrumpelung direkt nach der Wahl + …
#4   Pius XII   10:24:29 | Montag, 2. Mai 2011
Ein schöner Werbefilm!
Wunderbar. Zeitgemäß, aber eben nicht auf diesem grässlichen Klampfen- und Taizeniveau!
Redaktion benachrichtigen Der falsche Selige bei der Geisteranbetung
#53   Pius XII   13:51:58 | Donnerstag, 28. April 2011
Hey Brandenburgis!
„Danke Goldengel“ ist aber keine Antwort auf meine Frage nach der Bedeutung des Wortes „endgültig“ bei Ihnen!
Wer oder was hat Sie dazu veranlasst, wortbrüchig zu werden? Oder schert Sie einfach Ihr Geschwätz von gestern nicht? Wer sich derartig pathetisch wie seinerzeit Sie hier verabschiedet, der schuldet ja wohl ein paar erklärende Worte für den Wiedereintritt.
Wie schon Herbert Wehner sagte: „Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen“.
Redaktion benachrichtigen Der falsche Selige bei der Geisteranbetung
#27   Pius XII   11:38:40 | Donnerstag, 28. April 2011
Brandenburgis, alter Prinzipientreuer!
Ich melde mich nach zwei Tagen zurück,allerdings lediglich um meinen endgültigen Ausstieg als Mitdiskutant bei x-net zu vermelden.
„Meinen [fett]endgültigen[fett] Ausstieg aus Mitdiskutant“ – das war im August letzten Jahres. Seit wann sind acht Monate denn „endgültig“?
Ich hatte übrigens ohnehin nicht erwartet, dass „endgültig“ bei Ihnen wirklich endgültig bedeutet. Ich gestehe sogar, dass ich mit Ihrem Revival bereits nach ein bis zwei Monaten gerechnet hatte. Denn ein derartig sozial Isolierter wie Sie mit einem dennoch derartig hohen Mitteilungsbedürfnis – der braucht einfach seine Bühne, gell? Nun werden Sie uns also wieder hier mit Ihren unhöflichen, aggressiven und meistenteils völlig absurden Bemerkungen erheitern. Nun denn!
Redaktion benachrichtigen Vorbild-Nation Ungarn: Daß die schreien, heißt gar nix
#51   Pius XII   11:29:33 | Donnerstag, 28. April 2011
Euro statt Forint
Die Euro-Einführung hätte auch nach alter Verfassungslage eine Zwei-Drittel-Mehrheit gebraucht. Der Forint verliert derzeit langsam gegenüber dem Euro, und das obwohl die Leitzinsen in Ungarn mit ca. 5 % deutlich über denjenigen der EZB liegen. Kurzum: Höhere Zinsen bei dennoch weicherer Währung. Man muss kein Prophet sein um zu erkennen, dass Ungarn, sobald es die Voraussetzungen erfüllt, versuchen wird, in den Euro zu kommen.
Das andere: Die Verfassung entspricht dem europäischen Standard. Die historische Rhetorik würde ich nicht zu ernst nehmen. Ungarn ist ein normales Land. Der Kirchbesuch ist deutlich schlechter als in Polen. Katholizismus kommt nicht aus Präambeln, sondern aus dem gelebten Glauben. Hier ist Ungarn genauso mau wie der Rest Europas auch. Ohne gelebten Glauben helfen auch Verfassungen nichts.
Redaktion benachrichtigen Zwiespältiges Zeugnis eines Zisterzienser
#6   Pius XII   11:17:13 | Mittwoch, 27. April 2011
Gegenrede
Das Problem an Henkell-Donnersmarcks Argumentation ist, dass er den Islam positiv sieht. Er argumentiert also dahingehend, dass der Islam besser sei als der westliche Agnostizismus. Im Ergebnis also mit dem Islam gegen den Liberalismus. Und das ist m.E. gefährlicher Unsinn. Richtig ist doch, dass der Islam den Westen ingesamt – also religiösen wie liberalen Flügel – herausfordert und in der Antwort auf die islamische Herausforderung die Chance zur Wiederentdeckung der eigenen Spiritualität liegt – die dann Europa erneuern kann.
Redaktion benachrichtigen Der ‘Sozialdienst katholischer Frauen’ kämpft für den Straßenstrich
#19   Pius XII   12:43:54 | Freitag, 25. März 2011
Sexualfixierung der Seite
Wenn man sich die Fotos zu den Prostitutionsthemen ansieht gewinnt man den Eindruck, dass der Bildredakteur einen Fußfetsich hat.
Redaktion benachrichtigen Die Gespräche enden im Frühjahr
#77   Pius XII   10:42:59 | Donnerstag, 10. März 2011
Privatoffenbarungen sind nicht verpflichtend!
Rudolfus, der Häretiker sind Sie!
Die Offenbarung ist mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen – das ist ein Dogma.
Privatoffenbarungen können nun das, was eh schon offenbar ist, ausfüllen, erklären, in Erinnerung rufen. Aber wenn die Kirche eine solche Privatoffenbarung als echt anerkennt, dann bedeutet das nur, dass man sie glauben darf – ohne Anerkennung ist das verboten! Aber es heißt natürlich nicht, dass man sie glauben muss. Wer das behauptet, ist seinerseits ein Irrlehrer. Also:Vorsicht!
Redaktion benachrichtigen Vorsicht Piusbrüder: Angst ist immer ein schlechter Ratgeber
#88   Pius XII   22:39:37 | Samstag, 5. März 2011
Der ex-NPD-Kreisleiter soll innehalten!
Es ist erfreulich, dass der ex-Kreisleiter begriffen hat, dass schwarz (FSSPX) und braun (NPD) verschiedene Farben sind. Er sollte nun inne gehen und über seine vergangenen Fehler (braun) nachdenken anstatt die FSSPX zu belehren! Die Wahlempfehlung für BaWü ist dringend nötig und steht nicht unter Zustimmungsvorbehalt des Sünders Wiener.
Übrigens ist der Nationalstaat nicht Gegenstand der katholischen Lehre und auch historisch gegen die Kirche, die stets europäisch-abendländisch dachte, entstanden.
Redaktion benachrichtigen Die Bekehrung der Muselmanen ist nicht schwierig
#45   Pius XII   00:32:37 | Dienstag, 1. März 2011
Wirtschaftlicher Sachverstand, soso!
Leider ist nicht viel wirtschaftlicher Sachverstand in diesem Forum vertreten, da niemand hier thematisiert, bzw. begreift, dass der finanzielle Totalzusammenbruch des Systems nur noch eine Frage von Monaten ist
Darf ich in aller Bescheidenheit fragen, von wieviel Monaten?
Der Vorteil konkreter Angaben besteht darin, dass man den Wahrheitsgehalt überprüfen kann. Das ficht zwar die ewigen Untergangspropheten nicht an, aber einige Leichtgläubige sind nach dem wiederholten Nichteintreffen von Katastropheszenarien schon bereit gewesen, etwas skeptischer gegenüber derlei Unsinn zu werden.
Redaktion benachrichtigen Neuer Weihbischof in Trier + …
#29   Pius XII   19:42:09 | Freitag, 25. Februar 2011
Der Israel-Hass nimmt pathologische Züge an!
Diese einseitigen Hassbeiträge gegen Israel sind unsachlich und auch inhaltlich falsch. Das ganze ist übel. Israel verteidigt sich gegen den islamistischen Terrorismus. Es hat ein legitimes Selbstverteidigungsrecht. Man kann gern diskutieren, ob in jedem Einzelfall die angewandten Mittel verhältnismäßig sind – aber diese Brutalo-Kritik hier läuft darauf hinaus, Israel das Existenzrecht abzusprechen.
Redaktion benachrichtigen Baruch haSchem: Weniger als 1,5 Millionen Opfer
#12   Pius XII   19:39:07 | Freitag, 25. Februar 2011
Idiotisch!
Es sollte doch der Redaktion klar sein, dass es völlig idiotisch ist, einen Text vom Juni 1945 hier als Forschungsstand abzudrucken. Im Juni 1945 war doch eine saubere Statistik überhaupt nicht möglich, es lagen keine Statistiken vor etc. Allein die SS-eigene Statistik des Korherr-Berichtes www.ns-archiv.de/…err/korherr-kurz.php würde das Spekulieren des Journalisten widerlegen, und die ist Stand 1942.
Der Text zeigt nur, wie wenig der Journalist (absichtlich?) einen Monat nach Kriegsende wusste. Er sagt nichts über die historischen Tatsachen. Ihn hier zu publizieren ist daher kein Beitrag zur Sachaufklärung, sondern zur Verdrehung der erwiesenen historischen Fakten.
Redaktion benachrichtigen Beförderung von Kardinal Kasper + …
#5   Pius XII   11:00:13 | Dienstag, 22. Februar 2011
Irland ist special
Ich wäre vorsichtig bei den Zuständen in Irland; die hier geübte Radau-Rhetorik geht an der Sache vorbei. Selbst wenn man von dem Report der irischen Childabusecommission nur das für bare Münze nimmt, was aus kirchlichen Visitationsberichten stammt, zeichnet sich ein schreckliches Bild der Kinderheim! Und dank der Visitationsberichte wissen wir eben auch, dass die Hierarchie sehr wohl Kenntnis hatte, was da abging. Dass also in Irland Schreckliches nicht nur geschah, und zwar flächendeckend und systematisch, sondern obendrein auch noch vertuscht und geduldet wurde, ist keine Erfindung „kriecherischer“ Bischöfe oder von Kirchenfeinden, sondern die traurige Wahrheit. Nochmaliges Vertuschen hilft da nicht und würde auch nicht mehr funktionieren.
Redaktion benachrichtigen Demokratie ist ein schmutziges Wort
#12   Pius XII   12:11:39 | Montag, 7. Februar 2011
Ägypten
Das Problem ist, dass Demokratie von sozio-kulturellen Voraussetzungen lebt, die sie selbst nicht schafft. Und ob diese Voraussetzungen in Ägypten vorliegen ist eben zweifelhaft. Das Risiko ist, dass die autoritäre Herrschaft Mubaraks durch einen islamischen Totalitarismus ersetzt wird. Das wäre das Ende jeder Friedenshoffnung für den Nahen Osten. Deshalb erscheint uns im Westen eine Reform in Ägypten sicherer als eine Revolution. Aber das werden wir am Ende nicht entscheiden, und das ist wahrscheinlich auch gut so. Wir werden also sehen, was passiert. Ägypten ist nicht der Iran, und 2011 ist nicht 1979. Ich denke und hoffe, dass es genügend schlaue und gemäßigte Ägypter gibt, die hier ein Abgleiten in den Totalitarismus verhindern. Aber es ist schon ein wenig wie beim lauten Singen im dunklen Wald.
Redaktion benachrichtigen Zustand ohne Ort? + …
#32   Pius XII   11:44:19 | Donnerstag, 13. Januar 2011
Ist das ein Gegensatz?
Theologe oder eigenständiger Denker?
Darf man in der Theologie nicht eigenständig denken? Das wäre ein eigenartiger Begriff von Theologie, es würde der Wissenschaftlichkeit widersprechen.
Redaktion benachrichtigen Fall David Berger: Angebereien eines Homo-Gestörten
#9   Pius XII   15:29:04 | Mittwoch, 24. November 2010
Der Hype bricht zusammen!
Das ist ja das Gute! Dass Berger hemmungslos lügt und übertreibt. Früher oder später wird ein Journalist einfach mal gegenrecherchieren, was Berger erzählt, und dann feststellen, dass hier ein kleines Licht so tut als sei er quasi ein WG-Partner des Papstes gewesen. Mit dieser Erkenntnis wird das ganze Bergersche Lügengebäude zusammenbrechen; wer einmal lügt …
Letztlich ist Berger nichts mehr als ein kleines Ferkel.
Redaktion benachrichtigen „Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Handkommunion“
#59   Pius XII   10:18:38 | Montag, 22. November 2010
Warten wir mal die Rezeptionsgeschichte ab.
Nachdem, was hier steht, ist völlig unklar, wie das Buch in Kirche und Gesellschaft wirken wird. Machen wir uns nichts vor: Mindestens 80 % selbst der einigermaßen praktizierenden Katholiken stehen links von den Aussagen des Papstes in diesem Buch. Überzeugt er die nun, auf seinen Kurs umzuschwenken? Dann wäre es positiv. Oder bringt er die 20 %, die konsequent gegen Handkommunion etc. sind, dazu, nun am Altar die Hand hinzuhalten? Dann wäre es negativ.
Ich persönlich vermute eher die erste Lösung. Gott scheibt eben auch auf krummen Linien gerade.
Und immerhin: das Vat II ablehnen ist kein Exkommunikationsgrund – sagt der Papst! Man müsse nur den Primat des Römischen Bischofs anerkennen. Nun denn, das ist doch positiv!
Redaktion benachrichtigen Selber schuld
#38   Pius XII   13:20:25 | Mittwoch, 17. November 2010
@ Driver
Ayschilos, Platon, Goethe – haben alle drei Prometheus positiv gesehen.
Sie liegen also daneben.
Redaktion benachrichtigen Selber schuld
#33   Pius XII   13:13:25 | Mittwoch, 17. November 2010
@ rheno flavia II
Danke.
Kirschbaum kommt deshalb auf die Idee, TvE sei ein „Vorgrimler-Schüler“, weil David Berger, als er noch katholisch war, Vorgrimlers Autobiographie besprochen hat. In dieser findet sich die Erzählung, wonach TvE als Kaplan Vorgrimler und dessen Lebensgefährtin sehr freundlich behandelt habe – im Gegensatz zum Ortspfarrer, der mit Vorgrimlers kreativem Umgang mit dem Zölibat so seine Probleme gehabt haben soll – weshalb Vorgrimler und Freundin dann TvE regelmäßig privat eingeladen hätten und schließlich Vorgrimler bei Bischof Lettmann, der mit den Vorgrimlers befreundet war, den Anstoß für die Promotion TvEs gegeben habe.
Das mag eitles Gewäsch Vorgrimlers sein, aber es ist eine nette Geschichte. Das macht TvE natürlich nicht zum „Vorgrimler-Schüler“, aber eben zum Protege, wenn es denn stimmt.
Redaktion benachrichtigen Selber schuld
#29   Pius XII   13:04:12 | Mittwoch, 17. November 2010
@ rheno flavia
Franz-Peter Tebarzt van Elst hat irgendwo in den Tiefen des Mittleren Westens der USA promoviert und sicher nicht bei Herbert Vorgrimler.
Nun ja, wobei die University of Notre Dame du Lac www.nd.edu/ sicher eine bessere Adresse ist als die Uni Münster, und erst recht als der doch eher schlichte Herbert Vorgrimler.
Wer hat eigentlich in Münster die Habilitation betreut?
Redaktion benachrichtigen Selber schuld
#11   Pius XII   10:58:34 | Mittwoch, 17. November 2010
War doch ein guter Artikel
Bessere PR kann sich Bischof TVE doch gar nicht wünschen. Er ist auf einen Schlag 1) deutschlandweit bekannt und 2) der Liebling der Konservativen – was er vorher als Vorgrimler-Zögling (nicht: Schüler – das verwechseln Sie, Kirschbaum) und Pastoraltheologieprof sicher nicht war. Und zur Beruhigung der eigenen Basis stellt er sich nun noch als SPIEGEL-Opfer hin, damit dort, wo es inopportun ist, konservativ zu sein, nichts hängen bleibt.
Genau mit dieser PR-Strategie ist seinerzeit Erzbischof Dyba berühmt geworden. Der hat seine ganze Strategie auf den SPIEGEL abgestimmt und hat jährlich ein großes Interview gegeben – übrigens auch jenem Wensierski. Kurzum: viel besser konnte es für TVE nicht laufen. Er ist quasi über Nacht zum Oberkonservativen ausgerufen worden. Wenn er diese ihm nun neu zugefallene Rolle souverän ausfüllt und in dem Stil nachlegt, dürfte seine weitere Karriere sicher sein.
Redaktion benachrichtigen Alle gegen alle – das ist die Communio-Theologie des Zweiten Vatikanums
#36   Pius XII   18:07:24 | Freitag, 22. Oktober 2010
@ Samurai
Kennen Sie die Gemeinschaft Emmanuel und – falls ja- was halten Sie von Ihr?
Kenne ich leider nicht.
Etwas Schönes und Treffendes zu solchen Gemeinschaften fand ich in einem aktuellen Interview mit P. Pfluger, dem Generalassistenten der FSSPX:
Und darum freut uns umso mehr das Aufblühen des Christentums und die Zunahme katholischen Lebens in der heutigen Zeit. Jeder Priester, der zur alten Messe findet, jede Rückkehr zum wahren Glauben ist ein Zeichen der Hoffnung. Vielleicht mag es weh tun, wenn andere Priester besser wirken und überzeugender apostolisch sind als wir. Das sollte uns eher anspornen als den glimmenden Docht im offiziellen Raum der Kirche auszulöschen. Im Gleichnis verurteilt der Herr die Missgunst der Arbeiter der ersten Stunde; diese haben die Zeit der Gnade nicht erkannt. Das ist für uns alle eine ernste Warnung.
Redaktion benachrichtigen Alle gegen alle – das ist die Communio-Theologie des Zweiten Vatikanums
#29   Pius XII   17:50:53 | Freitag, 22. Oktober 2010
„Gewohnt überheblich-präpotente Sprache“???
Hey, Diakonus, was haben Sie denn geraucht? Bischof Fellay ist gerade das Gegenteil, immer sehr sachlich, er benutzt gerne sprachliche Bilder und vermeidet unnötige Schärfen. Und wenn Sie das Interview auf der Seite der FSSPX lesen, so steht es genau in dieser Linie:
1) „Wer am Konzil (in seiner vor-B16-Lesart) festhält“ – exakt so ist es doch. Je heftiger man modernisiert, je stärker man umgekrempelt hat, umso vernichtender die Ergebnisse. Das ist eine statistisch belegbare Gewissheit. Und mehr vom selben Gift hilft selten.
2) Den Modernen ist die „Hermeneutik des Konzils“ zu traditionalistisch, den Traditionalisten zu wenig – das ist eine exakte Beschreibung. Aber der Bischof weist doch darauf hin, dass man sich gleichwohl nun viel näher ist als zuvor. Er lobt doch die Schritte Roms in die richtige Richtung.
3) Und er weist jene zurück, die meinen, erst wenn in Rom alles wieder im Lot ist, dürfe die FSSPX verhandeln.
Insgesamt ist dieses Interview eine sehr feine Bekräftigung seines Wegs der Verständigung. Was Sie hier hereindeuten widerspricht dem Text. Es ist, als fürchten Sie eine Verständigung genauso wie die ganzen Sedis, Spinner und Sektierer auf der anderen Seite des Grabens.
Ich selbst habe nicht den geringsten Grund am katholischen Geist von Bischof Fellay zu zweifeln – ebensowenig an dem dem Papstes. Warten wir ab. Deus lo vult!
Redaktion benachrichtigen „Die vergifteten Konzilsdokumente können nicht gerettet werden“
#35   Pius XII   23:57:12 | Donnerstag, 14. Oktober 2010
Hallo Carl!!!
Mehr ist dazu nicht zu sagen, außer daß das Thema bald sowieso niemanden mehr interessieren wird, weil die Menschen ganz andere „Probleme“ haben werden!
Auch wenn Sie immer kneifen, wenn’s mal präzise sein soll. Aber was verstehen Sie unter „bald“?
Und was machen Sie eigentlich, wenn Ihre düsteren Visionen nicht eintreffen?
Redaktion benachrichtigen Konzentrationslager im Grünen
#122   Pius XII   12:33:11 | Mittwoch, 13. Oktober 2010
Grüner Rohrkrepierer
Die tridentinische Messform ist die einzige Feier, in welcher die Fülle der Anbetung der Gottheit enthalten ist.
Das meinen Sie nicht ernst, Thomae, oder? Denn die ganzen ostkirchlichen, orientalischen, aber auch der ambrosianische, mozzarabische und und und Ritus sind wunderbar und enthalten „die Fülle der Anbetung“. Nur der Ritus von 1969 ist einfach kulturell schwachbrüstig und religiös arm.
Ansonsten: Der Versuch der GRÜNEN wird scheitern, das ist klar. Die FSSPX hat im übrigen oft und deutlich genug ihre Treue zum Grundgesetz abgegeben. Das Innenministerium wird also mit aller Wahrscheinlichkeit die GRÜNEN abblitzen lassen. Dennoch bleibt es ärgerlich, dass es solche irrlichternden Publikationen gibt, die nur den Kirchenfeinden nützen. Vielleicht hilft diese neue Aufregung ja, in Zukunft schlauer zu argumentieren.
Redaktion benachrichtigen Die Lügen und Skandale des David Berger
#9   Pius XII   12:51:24 | Montag, 4. Oktober 2010
Wohl ein Entlassungsgrund
Das Buch dürfte ein Entlassungsgrund sein. Verstoß gegen die arbeitsvertragliche Treuepflicht. Als Religionslehrer ist er damit raus. Aber er bleibt dann eben Geschichts- oder Sonstwaslehrer.
Viel spannender wäre die Frage nach den theologischen Doktortiteln. Das würde ihm auch weh tun.
Redaktion benachrichtigen Eine Sonne im strahlenden Mittelalter + …
#87   Pius XII   16:19:09 | Donnerstag, 9. September 2010
Was schert Lorenz sein Geschwätz von gestern
Demokratiedefinition gestern: Demokratie erkennt man am Grad der Entfesselung des Blutdurstes der Masse.
und heute: Demokratie ist sichtbare Zustimmung sichtbarer Mehrheiten zur staatlichen Ordnung und Abhängigkeit der staatlichen Ordnung von dieser Mehrheit, sowie politisches Bemühen um diese Unterstützung.
Wenn das kein fundamentaler Wandel ist!
Gehen wir in die Sache:
Das Wunder ist doch, wie noch bis ins Frühjahr 45 staatliche Ordnung aufrecht erhalten werden konnte. Nur durch erkennbare Zustimmung einer erkennbaren Mehrheit ist dies erklärbar.
Massive Repression fällt Ihnen nicht ein? Und dass die Zustimmung nur durch Manipulation und Ausschaltung jeder anderen Meinung erreicht wurde?
Somit unterscheidet sich unser heutiges politisches System nicht
fundamental vom damaligen.
Dass man auf Bajonetten nicht sitzen kann und deshalb immer eine zumindest schweigende Zustimmung braucht, ist nun wirklich nichts Neues. Mit Demokratie hat das nur insoweit zu tun, als dass es erklärt, weshalb in modernen Gesellschaften die Staaten die stabilsten sind, die ihren Bürgern die Möglichkeit einräumen, mitzuentscheiden. Denn wer mitentscheiden kann, stellt das System nicht in Frage, das ihm die Mitentscheidung erlaubt.
Sie verwechseln hier den soziologischen Befund, der zur Demokratie führt, mit der Demokratie. Und das in polemischer Absicht.
Redaktion benachrichtigen Eine Sonne im strahlenden Mittelalter + …
#65   Pius XII   14:23:30 | Donnerstag, 9. September 2010
Erst denken, dann posten!
Demokratie erkennt man nicht an ihren Institutionen sondern am Grad der Entfesselung des Blutdurstes der Masse.
Mann, Lorenz, wo haben Sie denn diesen Unsinn her? Also ist die Schweiz undemokratisch, das Kambodscha der Roten Khmer war demokratisch? Was hat denn Gewalt mit Demokratie zu tun? Solche hirnrissigen Pseudo-Definitionen wie Sie sie hier bringen sind nur dämlich.
Redaktion benachrichtigen Eine Sonne im strahlenden Mittelalter + …
#23   Pius XII   11:42:13 | Donnerstag, 9. September 2010
@ Gallow
Aufregen dürfen sich zunächst mal die, die meinen, die vereimerte Religion sei wahr. Dass also die Moslems das alles nur bedingt lustig finden – zugestanden. Aber weshalb die Katholische Kirche, die bekanntermaßen nicht der Meinung ist, es handele sich beim Koran um das Wort Gottes, hier ein „Recht“ proklamiert, ist unverständlich.
Ein solches universales Recht gibt es nicht. Es gibt nur die Klugheit, die einen lehrt, derlei nicht zu tun, weil man es umgekehrt auch nicht möchte. Aber es kann natürlich Gründe geben, die hier zu einer anderen Beurteilung führen. Und ausgerechnet am Ground Zero eine Moschee zu errichten, in der dann vielleicht noch Allah gepriesen wird für den erfolgreich durchgeführten Terroranschlag – das ist schon eine moslemische Kampfansage. Und es ist recht und billig, wenn hiergegen Front gemacht wird. Auch wenn ich das Mittel der Koranverbrennung nicht sehr schlau finde.
Redaktion benachrichtigen Eine Sonne im strahlenden Mittelalter + …
#16   Pius XII   10:54:51 | Donnerstag, 9. September 2010
Hatte das Goldene Kalb ein „Recht auf Respekt und Schutz“?
Jede Religion habe mit ihren Schriften, Kultorten und Symbolen ein Recht auf Respekt und Schutz.
Nach der Lesart hätte Moses das Goldene Kalb nicht zerstören dürfen. Und Elias hätte mit den Baalsjüngern Dialog führen müssen, statt sie zu verlachen.
Man kann darüber streiten, ob die Koranverbrennung klug ist. Aber ein „Recht“ auf Schutz hat eine Religion nicht automatisch, sondern nur, weil sie wahr ist. Hieran zeigt sich der Trugschluss des Vatikanum II erneut.
Redaktion benachrichtigen Konzilskirche und Piusbruderschaft: Da liegen Welten dazwischen
#12   Pius XII   12:17:53 | Mittwoch, 8. September 2010
Der Unterschied ist echt frappierend!
Notre Dame ist architektonisch beeindruckens, religiös eine Wüste. Ich hatte das selbe Erlebnis im Januar, neue Messe (Wochentag) in Notre Dame, am Abend davor eine Messe de toujours mit Jugendchor in St. Nicholas. Zwei Welten. Einmal irgendein Vortrag, Beisammensein, einmal Religion.
Wobei man zugeben muss/kann: St. Nicholas ist Priesterbruderschaft at its best. Aber genau so muss man Großstadtseelsorge machen. In London gibt’s das Brompton Oratory, das zieht es genauso auf. Auch in Metropolen funktioniert also katholische Religion bestens. Aber immer nur mit Latein, Alter Messe, Gregorinanik.
Redaktion benachrichtigen Warum Erzbischof Lefebvre die Unterredungen mit Kardinal Ratzinger abbrach
#5   Pius XII   17:07:28 | Montag, 6. September 2010
Schauen wir uns die Hoffnungen des Erzbischofs an!
Am 28. Juli eröffnete Kardinal Ratzinger neue Horizonte, die legitimerweise glauben machen konnten, daß Rom uns endlich mit günstigeren Augen betrachte.
Es war nicht mehr die Rede von einem zu unterschreibenden Lehrdokument oder von einer Bitte um Verzeihung, sondern es wurde endlich ein Visitator angekündigt, die Gesellschaft könne anerkannt werden, die Liturgie würde die von vor dem Konzil sein, die Seminaristen würden in demselben Geist verbleiben!
Wir gingen nun darauf ein, in diesen neuen Dialog einzutreten, doch unter der Bedingung, daß unsere Identität gegen liberale Einflüsse sicher geschützt werde durch aus den Reihen der Tradition genommene Bischöfe und durch eine Mehrheit an Mitgliedern in der »Römischen Kommission für die Tradition«.
OK, das ist also das, was Erzbischof Lefebvre erhoffte. Und 1988 wollte Rom es nicht gewähren. Heute sieht es genauso aus. Mehr, die doktrinellen Gespräche sind bereits ein Mehr gegenüber demjenigen, was Erzbischof Lefenbvre wollte.
Also: neue Situation, neue Gespräche. Gut so.
Redaktion benachrichtigen Der Niedergang nimmt seinen Lauf
#146   Pius XII   14:42:10 | Freitag, 3. September 2010
Der Artikel ist wieder mal bemerkenswert dämlich.
Zunächst: es gab vor 80 Jahren sicher mehr Prostituierte in Deutschland als heute. Das Problem solcher „Tugendwächter“ ist doch, dass die immer denken, früher war alles besser. War es, zumindest bei der Prostitution, gerade nicht. Muss man aber mal in eine Sozialgeschichte reinschauen, um das rauszufinden.
Und dieses Geschwätz über Frauen, die sich chic anziehen: das verrät den Verklemmten und Zukurzgekommenen. Man gehe einfach mal an einem ganz normalen Tag durch eine deutsche Innenstadt und mache die Augen auf. Alles recht konservativ.
Und die Gebrutenrate. Die ist in Frankreich höher als im Iran. So ist das eben mit vorurteilsgetriebenen Schlichturteilen: sie sind meistens falsch.
Redaktion benachrichtigen Die Katholische Kirche kann mit soviel Unschuld nicht konkurrieren
#133   Pius XII   14:48:20 | Sonntag, 29. August 2010
@ ruhrgebietler: Aber leider grottenfalsch!
Wie man in der Genesis nachlesen kann: „Und Er sah, dass es gut war“. Die Erbsünde hat die gute Natur nur verwundet, nicht aber schlecht gemacht (Konzil von Trient, unfehlbarer Lehrsatz, wer es anders sieht: Anathema sit!). Bei Luther war die Welt schlecht, für Katholiken ist sie gut, aber verwundet.
Wer also, und das kommt in „Tradi-Kreisen“ schon manchmal vor, argumentiert 1) die Welt ist schlecht und 2) der Papst ist böse (Lesen Sie mal Williamson!) der ist eben lutherischer als ihm bewusst ist.
Hässliche Frauen in Kartoffelsäcken, Abneigung gegen Rom und ein einseitig ablehnendes Verhältnis zu dem, was ist – daran erkennt man den Protestantismus.
Redaktion benachrichtigen Die Katholische Kirche kann mit soviel Unschuld nicht konkurrieren
#128   Pius XII   13:29:56 | Sonntag, 29. August 2010
@ Rechercheur
Unwissenheit ist nur dann ein Entschuldigungsgrund, wenn man sich zumindest um Wissen bemüht hat.
Wer sagt, er finde keine Beispiele für erfolgte Verurteilungen wegen Rechtsbeugung, und noch nicht einmal im Wikipedia unter „Rechtsbeugung“ nachsieht, der ist nicht entschuldigt.
Ebensowenig entschuldigt ist, wer etwas Falsches erzählt, was sich nicht regelrecht aufdrängt. Wer also positiv behauptet, alle Richtereinstellungen erfolgten dank Parteibuchs (was weder stimmt, noch sich aufdrängt, noch irgendwo behauptet wird) der ist auch nicht entschuldigt. Lediglich die Behauptung, man habe im Erbrecht des BGB (das klassisch römisch-rechtlich ist) zwei sich widersprechende Normen gefunden, kann man einem nur mäßig begabten Laien, der vielleicht noch nicht mal weiß, was der „Palandt“ ist, gerade noch als entschuldbare Unkenntnis durchgehen lassen.
Insofern: Ob Manipulationswunsch oder Unkenntnis – oder beides, das ist ja wahrscheinlich – der Artikel ist in jedem Fall ein Verstoß gegen das 8. Gebot!
Redaktion benachrichtigen Doch dann gab es drei schwere Zwischenfälle
#66   Pius XII   12:28:39 | Sonntag, 29. August 2010
Brandenburgis!
Ich melde mich nach zwei Tagen zurück, allerdings lediglich um meinen endgültigen Ausstieg als Mitdiskutant bei x-net zu vermelden.
Mal sehen, wann Sie sich zurückmelden. Denn so ganz ohne Publikum – ok, es bleibt Ihnen Ihr Spiegelbild – ist’s ja auch doof, gell? :-D :-D :-D
Redaktion benachrichtigen Die Katholische Kirche kann mit soviel Unschuld nicht konkurrieren
#124   Pius XII   12:22:30 | Sonntag, 29. August 2010
Wieder mal ein Text, der die bodenlose Dummheit seines Autors offenlegt
Fast alle sind zu ihrer Anstellung durch ihre Partei gekommen – also CDU/CSU, FDP, SPD oder Bündnis90/Die Grünen.
Richterstellen werden rein nach der Examensnote des II. Juristischen Staatsexamens vergeben. Die allermeisten Richter und Staatsanwälte sind parteilos. Der Zugang zu den Stellen wird verwaltungsgerichtlich über wacht.
Als ich mich das erste Mal eingehender mit der Rechtswissenschaft beschäftigte – es ging um das Erbrecht – war ich erstaunt. Ich stellte fest, daß dasselbe Verhalten nach einem Paragraphen rechtmäßig nach dem anderen unrechtmäßig war.
„Eingehend beschäftigen“ und verstehen sind eben zwei verschiedene Dinge. Die Paragraphen, die sich da widersprechen, würde ich gern wissen. Es gilt das Prinzip der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung.
Aber hat man jemals einen Bericht über die rechtskräftige Verurteilung eines Richters oder Staatsanwalts gelesen?
Einfach mal einen StGB-Kommentar bei § 339 nachschlagen. Oder bei Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Rechtsbeugung nachsehen.
Ehe einer von vorn bis hinten Unsinn schreibt, sollte er besser die Klappe halten. Und beim nächsten Mal recherchieren, ehe er zur Tastatur greift. Mann oh Mann! Das 8. Gebot gilt auch im Internet.
Redaktion benachrichtigen „Ich weiß absolut nichts von einem Motu Proprio“
#20   Pius XII   14:09:34 | Donnerstag, 26. August 2010
Caminate, Humbelina etc.
Ihre Argumente sind für mich nicht nachvollziehbar: Ihr Idol, Bischof Williamson, verbreitet irgendwelche Halluzinationen über die Gespräche in Rom. Bischof Fellay stellt es richtig. Da schreiben Sie, Bischof Fellay, der nichts anderes tut als die Wahrheit herstellen, sei ihnen deshalb „unsympathisch“ und die FSSPX gleiche blinden und tauben Hunden. Alles klar bei Ihnen?
Hier die entscheidende Stelle aus dem Remnant:
He [Bischof Fellay] said that the doctrinal talks with the SSPX representatives and Holy See theologians are ongoing and proceeding as planned with the next meeting scheduled in September.
„There is nothing changed,“ said Bishop Fellay. „All of this is gossiping and rumors and I’ll have nothing to do with rumors and gossiping. All of this is void-empty.“
„For the time being, everything is fine and everything is going smoothly according to plan,“ he said.
Redaktion benachrichtigen Ein neues Motu Proprio?
#136   Pius XII   20:00:01 | Dienstag, 24. August 2010
Ruhrgebietler, machen Sie die Augen auf!
Ruhrgebietler, was maßen Sie sich hier an? Sie richten mal so locker-flockig Papst und Generaloberen der FSSPX, also den Hirten der traditionsverbunden Gläubigen? Bemerken Sie die Arroganz und Ignoranz nicht, die da zum Vorschein kommt?
Natürlich gilt: Ubi Papa, ibi Ecclesia. Der Papst ist der Oberste Hirte, und die bestehenden Differenzen müssen uns schmerzen. Wenn es dafür keine zwingenden Gründe mehr gibt, darf man sich nicht mehr so positionieren. Das unterscheidet Katholiken von Sektierern.
Und Bischof Fellay hat noch keine geistigen Kämpfe gefochten und gewonnen? Hallo, wo leben Sie? Glauben Sie, ohne FSSPX gäbe es „Summorum Pontificium“? Dass heute der Papst über das Vat II diskutiert, wodurch er es ja zur Verhandlungsmasse macht, wem verdankt die Kirche das wohl? Aufhebung der sog. „Exkommunikation“ – wem zu verdanken? Das sind keine Siege? Die Strategie, hier einen Fahrplan zu erarbeiten und dann auf dessen Abarbeitung zu beharren – so von Bischof Fellay schon 2000 getan – zeigt doch Früchte, die wir nicht zu träumen gewagt hätten.
Schauen Sie sich die Kirche heute an und vergleichen Sie das einmal mit der konziliaren Erstarrung vor 10 Jahren. Wäre diese Entwicklung ohne den schlauen und konsequenten, dabei aber stets katholischen und ausgeglichenen Kurs der FSSPX denkbar? Wohl kaum.
Was Sie hier propagieren ist Papstfeindlichkeit und antikatholisches Sektierertum. Pardon!
Redaktion benachrichtigen Fast die ganze Gemeinde hat unterschrieben
#30   Pius XII   12:12:53 | Dienstag, 24. August 2010
Das, Brandenburgis,
ist doch wieder mal eine „Argumentation“, die Ihrer würdig ist!
Und da wundern Sie sich noch, dass Sie allerorten gemieden werden. „Alle doof außer Papi“ ist auch eine Lebenseinstellung, aber ob sie trägt?
Redaktion benachrichtigen Fast die ganze Gemeinde hat unterschrieben
#27   Pius XII   10:58:55 | Dienstag, 24. August 2010
Slawophilie ist kein Schimpfwort – außer für Brandenburgis.
Wissen Sie, Brandenburgis, ich werde auch als frankophil, anglophil und amerikafreundlich bezeichnet. Insofern bin ich sicher auch slawophil. Obendrein – oder gerade deswegen? – bin ich ein deutscher Patriot, der meint, dass wir auf unser Land, wie es nunmal ist, durchaus stolz sein können. Abgesehen davon verweise ich gern darauf, dass die Kulturepoche, die wir nunmehr die „klassische“ nennen – Goethe, Schiller, Hölderlin – eine sehr kosmopolitische gewesen ist. Und ich sehe mit Freude, dass sich das heutige Deutschland nach dem 150jährigen nationalistischen Irrweg wieder in diese Richtung entwickelt. Neue Bürgerlichkeit, Berliner Republik – das sind die richtigen Stichwörter.
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#20   Pius XII   18:34:28 | Montag, 23. August 2010
„Die Sorben“
Graminaus, kommen Sie: „Die Sorben“ gibt es nicht. Es gibt ein paar Verrückte, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, dass sie steuerbezahlte Berufssorben sind. Der Rest sind ganz vernünftige, grundsolide und gerade Menschen, die intuitiv wissen, was recht ist und was falsch. Die praktizieren einen erfrischend konservativen Katholizismus und betreiben immerhin ein gut gehendes Zisterzienserinnenkloster.
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#18   Pius XII   18:14:42 | Montag, 23. August 2010
Naja, Petrus
da ist sogar was dran. Das ist ja bemerkenswert, dass der Katholizismus trotz der ihm innewohnenden Universalität – Lateinische Kultsprache! – dennoch es stets vermocht hat, kulturelle Vielfalt aufrechtzuerhalten und zu schützen. Wie man an den Polen sehen kann.
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#16   Pius XII   17:52:48 | Montag, 23. August 2010
Die Slawen deutschfeindlich? Nur in Brandenburgis kruder Phantasie.
Brandenburgis schreibt stets viel Mist, aber dennoch zur Klarstellung: Weder die Russen, noch die Ukrainer, oder gar die Kroaten sind deutschfeindlich. Bei den Slowaken wäre mir das auch neu. Weissrussen natürlich auch nicht. Die Polen schwanken, die jüngeren sind deutschfreundlich. Die Tschechen haben eine deutschfeindliche Geschichte, aber das ist ein Sonderfall.
Es gibt übrigens protestantische Sorben im protestantischen Brandenburg, die Niedersorben. Nur dass die sich fast völlig kulturell assimiliert haben. Die katholischen Sorben hingegen haben ihr Brauchtum einigermaßen erhalten können.
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#78   Pius XII   14:06:55 | Montag, 23. August 2010
Österreicher29 hat keine Ahnung
Selbst in Europa ist doch evident, dass der Anteil der Kirchgänger unter den Akademikern höher ist als unter den sog. „Bildungsfernen“. Wir erleben doch weltweit die „revenge of God“. Die Zeiten, in denen blind Antikleriale sich als intellektuelle Avantgarde aufspielen konnten, sind mindestens 200 Jahre vorbei.
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#68   Pius XII   13:28:33 | Montag, 23. August 2010
Danke, Tridentinus
Es gibt keine Zukunft des Christentums in Europa ohne Rom, ohne den Papst. Die Kirche war immer bunt und weit, sie war geeint im Dogma (wovon es nicht allzuviele gibt) und in der sichtbaren Institution, die wieder durch den Papst verkörpert wird.
B. Williamson hat kein Verständnis für die Institution, weil seine Konversion in die Konzilswirren fällt und er „echten“ Katholizismus nie kennengelernt hat, nur Notstandskatholizismus.
Und sein Dogmenverständnis erinnert eher an den Islam denn an die katholische Kirche. Sein berühmter Landsmann, Kardinal John Henry Newman, hat hingegen die katholische Dogmatik gut erfasst: The Development of Christian Doctrine, 1845.
Man kann sicher geteilter Meinung sein, ob die Zeit schon reif ist für eine Überwindung dieser unbefriedigenden Notstandssituation. Beides lässt sich m.E. gut begründen. Aber derartig kategorisch eine Beendigung des Notstands auszuschließen, so am Notstand zu hängen, so die katholische Normalität abzulehnen – das ist nicht katholisch, beim besten Willen.
Redaktion benachrichtigen Deutsche Schikanen gegen Katholiken: Die Schule muß schließen
#217   Pius XII   17:28:57 | Freitag, 13. August 2010
Äpfel und Birnen
Kommen Sie, Laack: Sie geben doch selber zu, dass Sie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Sich dann hinzustellen und mit großer Geste irgendwelche Allgemeinplätze über Klerikalismus abgeben – was soll das?
Redaktion benachrichtigen Deutsche Schikanen gegen Katholiken: Die Schule muß schließen
#205   Pius XII   12:58:57 | Freitag, 13. August 2010
Kirschbaum und van Laack – da haben sich die richtigen gefunden!
Wenn man Kirschbaums dümmlichen Kirchenhass mit den Texten vergleicht, in denen Dave Berger P. Benedikt XVI über den grünen Klee gelobt hat, dann weiß man, mit welcher Art von Mensch man es zu tun hat. Bemerkenswert ist auch der pathologische Zwang Kirschbaums, hier herumzukotzen. Das nennt man dann wohl „lustvolles Entsetzen“: Die Kommentare unter den Bildern erinnern an jene von zwei alten Damen, die ihr Picknick am Rande eines FKK-Strandes aufgebaut haben, von dort aus alles ganz genau, ausgestattet mit einem Opernglas, betrachten und jedes Detail mit lustvollem Entsetzen kommentieren. Mit jenem moralischen Entsetzen, das jedem Kundigen von dem stillen Leid spricht, nicht an dem Treiben teilhaben zu dürfen.
So ist es doch: Keine Reisen zu Akademietreffen mehr, keine wissenschaftlichen Kongresse, kein Rom, Lublin mehr, keine soziale Anerkennung, sondern nur noch Kölner Schwulenszene und Verachtung. Schon sch…, so ein sozialer Abstieg!
Wenn wir von pathologischen Zuständen sprechen, darf MvLaack nicht fehlen. Was soll die Klugscheißerei? Dieses ewige Herumreiten auf Vergangenem? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
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#288   Pius XII   11:48:23 | Dienstag, 10. August 2010
Miles, was für ein Unsinn!
BWs Argumentation ist Käse. Es beginnt mit der einengenden Definition, Unis seien für Ideen. Unis sind viel mehr als das. Vor allem sind sie Sozialisationsinstitutionen. Universitäten prägen Persönlichkeiten. Und deshalb gehört das soziale Leben immer auch auf den Campus. Deshalb gibt es z.B. Studentenverbindungen.
Dann ist die pauschale Aussage, Ideen seien nichts für Frauen, durch nichts, aber auch gar nichts belegt.
Und Ihre „Argumente“ sind auch Käse. Ihr Frauenbild lässt auf eigene Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht schließen. Das ist so, als wenn ein Mann eine Frau „Schlampe“ nennt – dann weiß man, er ist bei ihr abgeblitzt.
Unsere befriedeten und hochzivilisierten Gesellschaften basieren nicht mehr auf körperlicher Stärke, Kriegertum etc., sondern auf Wissen und Kommunikation. Während Frauen in den körperlichen Dingen schwächer sind, sind sie in Wissen und Kommunikation mindestens gleich stark. Folglich haben sie auch Zugang zu Führungspositionen.
Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie in weniger entwickelte Gegenden ausweichen, wo es noch auf den „richtigen“ Mann ankommt. Dort lebt die Machowelt.
Und: welche „Zombie-Welt“? Wo leben Sie eigentlich? Ich sehe keine Zombies.
Redaktion benachrichtigen Das Verbot der Holocaustleugnung ist menschenrechtswidrig
#523   Pius XII   11:38:53 | Dienstag, 10. August 2010
@ Alois Bischof, Ruhrgebietler
Sehen Sie, niemand bestreitet ernsthaft die Vertreibungsverbrechen. Ich am Allerwenigsten, schließlich bin ich sogar Mitglied im BdV (zugegeben inaktives).
Aber diese Vertreibungsverbrechen sind eben wesentlich schlechter erforscht und belegt als die Nazi-Verbrechen an den Juden. Wenn man also pauschal den Nazi-Judenmord bestreitet, dann kann man genauso auch die Vertreibungsverbrechen bestreiten. Und die Vergewaltigungen der Roten Armee. Und und und.
Hier geht es nicht darum, die Vertreibungsverbrechen in Abrede zu stellen. Es geht darum, den Nonsens des „Revisionismus“ aufzuzeigen.
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#459   Pius XII   14:39:31 | Montag, 9. August 2010
Und die Sudentendeutschen?
Das, was wir über die Verbrechen an den Sudetendeutschen wissen, können wir überhaupt nicht physikalisch-naturwissenschaftlich beweisen. Und dennoch ist es klar.
Daran, dass die Nazis gezielt alle Juden in ihrem Machtbereich eliminieren wollten und auch zur Tat geschritten sind, besteht kein Zweifel. Wer diesen Umstand – so generell gefasst – in Abrede stellt, wird bestraft. Wer hingegen Zweifel bei Einzelfragen, bei Details wissenschaftlich klären will, natürlich nicht. Insofern ist das Gesetz schon eindeutig.
Redaktion benachrichtigen David Berger ausgeschlossen
#148   Pius XII   21:28:26 | Sonntag, 8. August 2010
Upps, Kirschbaum, wo ist Humor hin?
Klingt irgendwie unsouverän, Ihr Bellen. Sie waren doch sonst so groß im Spotten. Gilt wohl nur, wenn’s nicht das eigene Ego betrifft.
„IK Dresden“ – kenne ich nicht.
Redaktion benachrichtigen Von innen zerfressen – die Hülle ist noch da
#272   Pius XII   16:25:55 | Sonntag, 8. August 2010
linguae doctor?
Lieber Alois, machen Sie nicht aus einem Master of Arts (M.A.) einen Doktor (Ph.D.)! Das englische Wiki spricht bezühlich des Bischofs vom Besuch des Winchester und des Clare College, wobei nicht klar wird, welchen der beiden dort verliehenen Grade (B.A. oder M.A.) er erreicht hat.
Die Aussagen sind im übrigen Nonsens. BW bezieht sich nicht auf objektive Erkenntnisse, noch nicht einmal auf eigene Erfahrungen, sondern auf das Geschwätz eines ehemaligen Juniorprofessors, den wir nicht kennen und von dem wir nicht wissen, von welcher Uni er spricht (Oxford oder Cambridge werden’s nicht sein).
M.a.W.: Hier wird von den subjektiven Erfahrungen eines (gescheiterten?) Juniorprofs in einem englischen College eine objektive Aussage über alle Unis der Welt abgeleitet. Noch schlechter kann man gar nicht argumentieren.
Mit der Universität ist es wie mit der Kirche. Sie ist eine Institution, die sicher in einer Krise ist. Aber: So wie auch der Glaube ohne Kirche nicht geht, geht auch Lehre und Forschung nicht ohne die Universität. Und so, wie man keine Parallelkirche bauen kann, wenn einem der Zustand der existierenden zu schlecht erscheint, kann man nicht einfach Parallelunis gründen. Das ist alles dummes Zeug. Es gibt die eine Kirche, um die wir uns zu bemühen haben, und es gibt die Universitäten, um die wir uns auch zu bemühen haben. Und zumindest bei den Unis gilt: sie sind weit besser, als es irgendwelche Scharzseher, die nie oder seit Jahrzehnten nicht mehr drin waren, meinen.
Redaktion benachrichtigen Piusbruderschaft kämpft gegen die Sprache Hitlers
#169   Pius XII   11:55:25 | Freitag, 6. August 2010
NDPD, NPD und der Hang zum Spitzeldienst
Die NDPD stand eher in der nationalliberalen Tradition, war aber natürlich völlig unter kommunistischer Kontrolle. Als diese Kontrolle entfiel, vereinigte sich die NDPD dann auch mit der LDPD und beide gingen in der FDP auf.
Mit der NPD, die ja immer eine NS-Schlagseite hatte, hat das nichts zu tun gehabt.
Die zahlreichen Spitzel in der NPD dürften auf zwei Ursachen zurückzuführen sein:
1) Die NPD ist eine Unterschichtenpartei. Da ist Spitzellohn immer gern gesehen, schließlich kostet ja auch Dosenbier beim ALDI was.
2) Rechte Parteien sind staatsaffin. Die finden Geheimdienste ganz toll, und folglich sind ihre Anhänger ungemein gebauchpinselt, wenn sie mitmachen dürfen. Das ist eben der Unterschied zu Bürgerlichen, die auf ihre Unabhängigkeit wert legen, und Linken, die Geheimdienste doof finden.
Ob der NPD-Kreisleiter Regensburg auch beim Verfassungsschutz auf der payroll steht?
Redaktion benachrichtigen David Berger ausgeschlossen
#144   Pius XII   18:19:05 | Mittwoch, 4. August 2010
Kirschbaum, fragen Sie Dave! Ich verstehe die Welt nicht mehr.
Ist Dave jetzt wieder mit Wolle zusammen, nachdem der seinen Versuch aufgegeben hat, eine Frau zu importieren? Ist also Wolle der Grund dafür, dass Dave nicht mehr Theologisches schreiben darf? Oder gibt es da gar einen anderen Mann? Und wieso verlinkt Dave Wolle nicht bei Facebook als Freund? Fragen über Fragen. Armer Dave. Vielleicht ruft er einfach mal nachts bei 1live an und erzählt Damian das mit Wolle und so. Das würde sicher befreien.
Redaktion benachrichtigen Warum die Piusbrüder kein Problem mit Homos haben
#111   Pius XII   17:48:48 | Montag, 19. Juli 2010
Oje, Ruhrgebietler
Die Katholische Kirche ist eben doch weiter als Sie. Um Längen!
Was machen Sie mit einem Priester, der – nur als Beispiel – Karinal Newman als Vorbild hat? Oder den Heiligen Robert Bellarmin?
Redaktion benachrichtigen Nicht wie Essig – sondern wie Mayonnaise
#76   Pius XII   03:58:59 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Winona, wie wär’s mit Vertrauen und Respekt vor der Hierarchie?
Ich denke jeder, welcher sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt und mit den Werken Erzbischofs Lefebvre befasst hat, wird sich um den Verlauf dieser Gespräche sorgen.
Dies in Lächerliche zu ziehen, zeugt von einer ziemlich laxen Einstellung, frei nach dem Motto, wird schon irgendwie laufen.
Man kann es auch einfach „Vertrauen in den Generaloberen“ nennen. Wieso sorgen Sie sich denn? Kein Vertrauen?
Sie haben recht: Wird schon laufen. Ich habe nicht den geringsten Anlass daran zu zweifeln. Und auch keine Kompetenz dazu. Wo kommen wir denn hin, wenn Hinz und Kunz meinen, erleuchtet zu sein und sich über Verhandlungen auszulassen, deren Inhalt sie nicht einmal kennen? Es gibt eine Delegation, einen Beraterkreis und es gibt die zuständigen Oberen. Und das war’s!
Redaktion benachrichtigen Nicht wie Essig – sondern wie Mayonnaise
#55   Pius XII   11:23:37 | Montag, 12. Juli 2010
Wer ist besorgt?
Derzeit sind viele Katholiken über die laufenden Gespräche zwischen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X. besorgt.
Besorgt sind:
1) Konzilseuphoriker, die Angst davor haben, dass die Kirche wieder ins Lot kommt.
2) (Krypto-) Sedisvakantisten aller Art, denen es nicht um die Kirche, sondern ums eigene Rechtsbehaltenwollen geht.
Und der Rest dieser unnützen Stellungnahme: indiskret, intrigant und nicht überprüfbar. Man halte sich besser an die originalen Aussagen von Bischof de Galarreta, wenn man wissen will, wie er die Dinge sieht.
Redaktion benachrichtigen Gegen den Zölibat: Ratschläge vom Wulff
#202   Pius XII   11:50:50 | Mittwoch, 30. Juni 2010
Realitätsverlust eines einschlägig Verdächtigen!
Brandeburgis schrieb:
Gauck ist übrigens alles andere als ein Bürgerrechtler, er sorgte vor allem im Auftrag Helmut Kohls und seiner Hintermänner dafür, daß die Stasi und der gesamte kommunistische Repressionsapparat ungeschoren, daß die DDR-Verbechen vertuscht und ungeahndet bleiben. Seine ganze Behörde war selbst Stasi dominiert und was die Stasi nicht bis Oktober ‘90 wegschaffen konnte, das verschwand dann unter Gauck. Die Opferverbände sind jedenfalls alle gegen Gauck.
Welcher Opferverband – außer dem Ein-Mann-Opferverband „Brandenburgis“ – hat sich gegen Gauck erklärt? Nennen Sie mir bitte einen einzigen, der eine entsprechende Erklärung abgegeben hat.
Redaktion benachrichtigen Gegen den Zölibat: Ratschläge vom Wulff
#13   Pius XII   13:34:30 | Dienstag, 29. Juni 2010
Genosse Joachim Gauck?
Gauck ist parteilos. Er war nie Mitglied einer Partei und ist es auch nicht. Erst recht war oder ist er nicht Mitglied einer Partei, deren Mitglieder sich „Genossen“ nennen.
Gauck ist ein Vertreter der „neuen Bürgerlichkeit“, er ist letztlich wahrscheinlich konservativer als Christian Wulff. Er ist strammer Antikommunist. „Genosse“ ist sicher ein komplett falsches Etikett.
Redaktion benachrichtigen Der Kinderschänder- ‘Spiegel’ spielt den Ankläger
#62   Pius XII   11:44:57 | Dienstag, 29. Juni 2010
SPIEGEL-Artikel
Der SPIEGEL-Artikel ist in der Tat empfehlenswert; ein bemerkenswerter Rundumschlag gegen die Linken. Weshalb die Redaktion meint, ihre SPIEGEL-Phobie ausleben zu müssen, entzieht sich bei diesem Thema meinem Verständnis.
Im aktuellen SPIEGEL gibt es übrigens einen netten Text gegen die Anti-Mixa-Konspiration.
Redaktion benachrichtigen Märtyrer-Bischof des Dialogs + …
#6   Pius XII   10:44:52 | Dienstag, 15. Juni 2010
Schulpflicht ist gut!
Die gewünschten „Alternativen“ zur staatlichen Schule gibt es: freie Schulen. Es gibt dabei jene, die sich an den staatlichen Lehrplänen orientieren und deshalb (weltweit einmalig) sogar staatlich gefördert werden, und den völlig freien Schulen.
Hausunterricht hingegen desintegriert. Es schottet die Kinder von Gleichaltrigen ab und führt in die Isolation und gesellschaftliche Fragmentierung. Es ist nicht umsonst ein Format, das insbesondere von den evangelikalen Freikirchen vertreten wird, die ihre Wurzeln im amerikanischen Individualismus haben. Katholisch ist es nicht. Zudem schadet die Abschottung den Kindern, denn sie verhindert den Aufbau sozialer Kontakte und das Erlernen sozialer Kompetenz.
Die ganze Petition ist sektoid. Gott sei Dank wird sie erfolglos bleiben.
Redaktion benachrichtigen Den Lefebvristen schlottern die Knie
#48   Pius XII   16:54:25 | Dienstag, 20. April 2010
So ein Schwachsinn!
Aber es [das Missale 1962] enthält schon die ersten Änderungen der Liturgie, die der Welt entgegenkommen.
Wissen Sie eigentlich, wer in der Geschichte des Missale des Pius V. die meisten Rubriken gestrichen hat, wer zahlreiche altehrwürdige Erstklassfeste (die der alttestamentarischen Propheten z.B.) gestrichen hat? Es war der Hl. Pius X.!
Und nun hören Sie auf mit diesem Schwachsinn, er wäre damit „der Welt entgegengekommen“, was in Ihrer Scheinwelt offenbar etwas Böses ist. Ist eigentlich nicht auch Jesus Christus „der Welt entgegengekommen“, als er das Evangelium, dessen Kern immer noch das Gebot der Nächstenliebe ist, gepredigt hat?
Redaktion benachrichtigen Den Lefebvristen schlottern die Knie
#46   Pius XII   13:53:58 | Dienstag, 20. April 2010
P. Schmidberger handelt souverän!
Welch Geistes Kinder die hiesigen Schmidberger-Basher sind, erkennt man daran, dass allen Ernstes die Zelebration nach dem Missale von 1962 als Gotteslästerung dargestellt wird. Mann oh Mann!
Ok, die FSSPX ist in eine Falle getappt. Sie hat nicht überprüft, was für ein Typ dieser Marinovic ist. Offensichtlich ein akatholischer, neoheidnischer Brauner. Jetzt weiss man’s und kann reagieren, und in Zukunft ist man kritischer. Was ist daran schlimm?
Dass dieser Schockenhoff nun Morgenluft wittert, spricht für seinen defizitären Charakter. Seine Äußerungen sind m.E. justiziabel.
Redaktion benachrichtigen Sogar die Email-Adresse muß weg
#56   Pius XII   18:07:27 | Donnerstag, 15. April 2010
Diese Revisionistensch… ist unerträglich!
Es wurde, Alois Bischof, vor 1990 im Westen nicht behauptet, in Auschwitz seien 4 Mio ungekommen. Das ist brutaler Nonsens. Die Zahlen stehen im wesentlichen seit Raul Hilbergs Standardwerk „Die Vernichtung der Europäischen Juden“, 1. Auflage 1963, fest. Danach waren es in Auschwitz etwa 1 mio, insgesamt 5,1 Mio plus/minus 500.000. Das wurde dann später durch Einzelstudien etwas erhöht, insbesondere die Opferzahlen der Einsatzgruppen betreffen, und für Auschwitz gelten nun eher etwas unter 1 Mio für realistisch, wie schon bei Reitlinger 1953 (800.000).
Diese Behauptung, die Opferzahlen von Auschwitz hätten sich frei verändert, ist Nonsens!
Und was die Nazis zum Stand 31.12.1942 selbst zugegeben haben, lesen Sie am besten im Korherr-Bericht www.ns-archiv.de/…err/korherr-kurz.php
Katholizismus und Naziverharmlosung schließen sich gegenseitig aus. Bischof Williamson wird sich entscheiden müssen. Und seine offen braunen Anhänger hier auch.
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#136   Pius XII   18:01:20 | Donnerstag, 15. April 2010
Alexios, Sie weichen aus!
Also, wo sind die 1,3 mio Juden aus den vier Lagern? Es gibt keine Transporte, die dort wieder rausgegangen wären. Nichts. Die Archive sind ja da.
Und Ihre Statistik: Nehmen Sie den Korherr-Bericht www.ns-archiv.de/…err/korherr-kurz.php da hat es die SS selbst ausgeführt, in dem Sie die entsprechenden Volkszählungen vor dem Krieg herangezogen hat und dann die „Verluste“ bilanzierte.
Was wollen Sie? Glauben Sie wirklich, das Jahrhundertverbrechen mit einem Verweis aufs Statistische Jahrbuch widerlegen zu können?
Redaktion benachrichtigen Neuerliche Distanzierung von Märtyrer-Bischof Richard Williamson
#134   Pius XII   16:53:04 | Donnerstag, 15. April 2010
Altmann, Sie hier!
Ja, ich dachte, Ihnen wäre die Lust vergangen!
Welcher „unglaubliche Verrat“ denn? Meinen Sie, weil man keine Lust hat, für eine idiotische Lüge mit gehangen zu werden, wäre man ein Verräter? Verrat an was? An der Wahrheit ja wohl nicht, denn das die Nazis Millionen Juden umgelegt haben, steht ja nun wirklich fest. Treue ohne Wahrheit, das erinnert mehr an eine Räuberbande denn an Christen, oder?
Letztlich ist es einfach: Will die FSSPX nicht – um „Antipacelli“ zu zitieren – zu einer „Splittergruppe der katholischen Revisionisten“ werden, will sie also weiterhin offen für jeden guten Willens sein, für alle Bevölkerungsschichten, sofern nur der Glaube da ist, dann kann sie nicht anders als sie handelt, und ich finde, sie handelt gut und weise.
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#126   Pius XII   15:54:04 | Donnerstag, 15. April 2010
Alexios, sind Sie zu dumm zum Lesen?
Das wäre freilich für einen Revisionisten nicht unüblich. Lesen Sie doch einmal den von Ihnen selbst verlinkten Text richtig! An keiner Stelle wird die Authentizität des Korherr-Berichts angezweifelt. Es geht nur um die Interpretation.
Der Korherr-Bericht erfasst alle Maßnahmen der Nazis zur „Endlösung der Judenfrage“ bis Ende 1942. Die von mir erwähnten 1,3 Mio Menschen, die in die vier Lager am Bug eingeliefert wurden, sind nur ein Teil davon. Aber dass diese 1,3 Mio eingeliefert wurden, ist unbestritten. In der Urfassung des Berichts hiess es „zum Zwecke der Sonderbehandlung“. Auf persönliche Anweisung Himmlers wurde diese Formulierung geändert in „zur Durchschleusung“, wobei das Wort „Sonderbehandlung“ an einer Stelle verbleiben ist, weil es damals noch keine „Suchen-Ersetzen“-Funktion gab. Also, es steht fest, und auch Ihr Revisionist bestreitet nicht, dass 1,3 mio Menschen bis Ende 1942 in diese Lager eingeliefert wurden. Der Fakt ist unbestritten.
Gestritten wird nur darüber, was dann passierte. Wir haben also 1,3 Mio Menschen bis Ende 1942 in diese Lager gebracht. Der Beweis ist eindeutig. Und nun? Kommen Sie, meine Herren, ich bin gespannt!
Ich weiss, was Revisionisten auf diese Frage antworten. Und die Antwort ist auf der ersten Blick als aboluter Nonsens zu erkennen. Übrigens: genau deshalb räumt mittlerweile selbst David Irving den Massenmord ein. Der Mord an diesen 1,3 Mio Menschen ist nämlich tatsächlich nicht zu leugnen. Aber, versuchen Sie’s!
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#120   Pius XII   15:33:47 | Donnerstag, 15. April 2010
Ultra, Antipacelli, Carl et all
Nochmal: Wo sind die 1,3 Mio Juden hin, die nach dem Korkerr-Bericht bis Ende 1942 in die vier Lager am Bug eingeliefert wurden?
Und, Antipacelli: 1) Googeln Sie einfach „Korherr-Bericht“ und 2) zum einen hängt die Validität einer Quelle nicht davon ab, ob sie von „Revisionisten“ angezweifelt wird oder nicht, aber was den Korherr-Bericht angeht, weiss ich es zufällig ganz genau, dass die ihn nicht anzweifeln. Sie dürften aber bessere Kontakte ins Milieu haben als ich; fragen Sie doch nach!
Also, meine Herren, nun erklären Sie doch endlich mal, was mit den 1,3 Mio in diese vier Lager Deportierten geschehen ist. Ich halte es hier mit der seriösen Wissenschaft: Sie wurden ermordet, zumeist durch Gas. Sicher ist, dass die Lager bei Eintreffen der Russen 1944 leer waren. Also, wo sind die Deportierten alle hin? Wurden Sie von Außerirdischen in fliegenden Untertassen entführt? Sind Sie in Sonderzügen zur Kur an die Krim gefahren worden? Nun also mal Butter bei die Fische!
Und, Carl, servus nach Östereich!
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#112   Pius XII   15:03:02 | Donnerstag, 15. April 2010
Pius XII an Antipacelli!
Dann beantworten Sie mir doch die Frage, wo die 1,3 Mio Juden geblieben sind, die bis Ende 1942 durch die Nazis nach deren eigenen Statistik (Korherr, wird von Revisionisten nicht angezweifelt) in die vier Lager am Bug eingeliefert wurden.
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#108   Pius XII   14:37:33 | Donnerstag, 15. April 2010
@ Josef G: Sie haben keine Ahnung
Ich habe mir jetzt tatsächlich mal die Mühe gemacht nachzulesen, welchen Schmarrn Sie unter dem 18.09. gepostet haben.
Das ist alles Unfug. Weshalb schreibt Churchill nichts darüber? Weil die wissenschaftliche Untersuchung des Komplexes erst in den 60ern begann. Was ist mit den Einwurflöchern? Sie wurden 1944 zubetoniert, als die SS den einen Keller als Luftschutzraum umbaute. Er wurde bei Kriegsende gesprengt. Man hat mittlerweile in den Ruinen die Deckenteile lokalisiert und kann die ursprünglichen Löcher nachweisen. Der jüdische Bevölkerungsverlust ist im Korherr-Bericht – den üblicherweise noch nicht einmal „Revisionisten“ anzweifeln – belegt. A propos: Wo sind eigentlich die 1,3 Mio Juden hin, die nach dem Korherr-Bericht bis Ende 1942 in die Lager Majdanek, Treblinka, Belzec und Sobibor eingeliefert wurden?
Weitere Fehler, die Sie begehen: Sie beziehen sich auf Höss, was kein seriöser Historiker tut. Sie nehmen willkürlich einzelne Zeugenaussagen heraus und tun so, als seien diese maßgeblich. Und und und. Um es klar zu sagen: das ist so hohl, da muss man nicht drauf eingehen, da hat Pascal ganz recht.
Aber nachdem ich nun zumindest einige Ihrer tollen „Argumente“ widerlegt habe, tun Sie mir doch den Gefallen und beantworten nur eine einzige:
Wo sind die 1,3 Mio Juden hin, die gemäß dem Korherr-Bericht bis Ende 1942 in die vier Lager am Bug (Majdanek, Treblinka, Sobibor, Belzec) eingeliefert wurden?
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#83   Pius XII   13:12:35 | Donnerstag, 15. April 2010
Ultra als Abkürzung für Ultradumm
Wir Katholiken wollen diese Welt nicht retten, wir wollen sie brennen sehen.
Haben Sie im Erstkommunionunterricht nicht aufgepasst? Sie besudeln das Evangelium!
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#80   Pius XII   12:53:50 | Donnerstag, 15. April 2010
Die Realität ist anders als die Träume irgendwelcher Sektierer
Auch wenn man sagen kann daß die Äußerungen des Bischofs äußerst unklug waren so wissen wir doch alle, daß an den offiziellen „Holo-Geschichten“ etwas faul sein muß und der Bischof nicht so ganz unrecht haben kann. Dies haben auch schon viele Menschen erkannt.
Außer Ihnen und einigen wenigen anderen Verwirrten weiss eigentlich jeder, der des Lesens und Schreibens kundig ist, dass die Nazis zwischen 1939 und 1945 ca. 5-6 Millionen Juden ermordet haben. Nehmen Sie doch einfach einmal die Realität zur Kenntnis.
Abgesehen davon habe ich gegen „Ein-Themen-Poster“ so meine Bedenken. Der Versuch, die Bruderschaft als Trojanisches Pferd für rechtsextreme und nazi-verharmlosende Thesen zu missbrauchen, ist zu durchsichtig, als dass er gelingen könnte; es wäre, by the way, auch das Ende der FSSPX, wenn es anders wäre.
Es gibt keine „gespaltene FSSPX“, es gibt eine, die geschlossen hinter dem Generaloberen steht. Und gerade die Ereignisse des letzten Jahres haben auch dem Letzten klar gemacht, dass es zum Kurs der Führung keine Alternative gibt. Es gibt eine sehr starke und geeinte FSSPX, und es gibt daneben einen Bischof Williamson, der sich nicht einordnen will, weil er sich – leider – politisch und historisch völlig verrannt hat.
Redaktion benachrichtigen Neuerliche Distanzierung von Märtyrer-Bischof Richard Williamson
#65   Pius XII   11:38:23 | Donnerstag, 15. April 2010
Pater Steiner hat recht!
Die Bruderschaft hat mit diesen unsinnigen Geschichtstheorien von Bischof Williamson nichts zu tun. Und es wäre auch hanebüchen, wenn Sie aus einem falschen Solidaritätsverständnis heraus nun dessen Geschichtsirrtümer übernehmen wöllte.
Der letztlich entscheidende Punkt ist doch: was der Bischof über Auschwitz gesagt hat, ist schlicht und einfach falsch. Es ist eine historische Lüge.
Wäre das anders, Carl, dann hätten Sie recht. Aber es ist eben nicht anders.
Redaktion benachrichtigen ‘Spiegel’ setzt eine Million Kopfgeld auf Papst Benedikt XVI. aus
#28   Pius XII   11:37:45 | Montag, 15. März 2010
Fact-fiction.net
Wer diese Seite ernst nimmt, ist einfach nur doof.
Redaktion benachrichtigen „Pssst! Vielleicht hören die Deutschen mit“
#214   Pius XII   18:23:13 | Dienstag, 9. März 2010
Carl, der Prophet, dessen Propheterien nicht eintreten.
Er verurteilt bei Bedarf auch, wie es die Kirche immer tat, frevelhafte historische oder politische Dinge, z.B… die „Holokaust“-Lüge der Synagoge
Wann, Carl, hat die Kirche je erklärt, bei dem Judenmord der Nazis habe es sich um einen Betrug gehandelt? Niemals!
Ansonsten war ich anfänglich auch skeptisch gegen das Mahnmal in Berlin, finde es aber sehr gut gelungen. Kaum, dass man in einen der Gänge hineingegangen ist, tritt der Straßenlärm in den Hintergrund und man bewegt sich in einer beeindruckenden Ruhe.
Ansonsten amüsiere ich mich immer wieder aufs Neue über Ihre Untergangspropheterien. Immerhin, für den Sommer haben Sie ja den „Bürgerkrieg“ vorhergesagt, und Politiker werden an Laternen aufgehängt. Ich werde Sie erinnern. Nun also kommt das „Abräumen“ und der Kaiser kommt nebst Römischen Reich zurück. Wie eigentlich? Wer setzt ihn ein? Wer werden seine Beamten sein? Und vor allem: können Sie uns einen Zeitrahmen verraten, in dem wir das erwarten dürfen?
Sie begreifen nicht, dass diese Prophetenpose – in der Sie Ihr Idol nachzuahmen versuchen – nur peinlich ist und das Christentum der Lächerlichkeit preisgibt, so wie es auch das Bischofsamt entwertet, wenn man sich in ihm als Prophet geriert, zumal wenn die Propheterien allesamt nicht eintreten.
Redaktion benachrichtigen ‘Mittelbayerische’ blamiert sich: War das jetzt die Donnerpredigt?
#187   Pius XII   11:52:51 | Montag, 8. März 2010
Welche Bedeutung hatte Ihre Zustimmung dann?
Brandenburgis, Sie schrieben in bezug auf Carls Posting vom 6.3., 20:40 Uhr, Sie stimmten dem „uneingeschränkt zu“. Nun kann man Carl sicher vieles vorwerfen, aber nicht, dass er in seinen Stellungnahmen ambiguus wäre. Er schreibt in seinem Posting mehrmals davon, der NS-Judenmord wäre eine „Lüge“, die von Bischof Williamson „entlarvt“ worden wäre.
Und weiter: Nachdem die Auffassung, beim NS-Judenmord handele es sich um eine Fiktion, für Bischof Williamsons ganze Theologie maßgeblich ist – ohne diese Auffassung bricht sein ganzes Gedankengebäude zusammen – stellt sich hier schon die dringende Frage, was konkret in Carls Statement Sie zu Ihrer „uneingeschränkten Zustimmung“ veranlasst hat.
Hier bitte ich nun schon um eindeutige Stellungnahme!
Redaktion benachrichtigen ‘Mittelbayerische’ blamiert sich: War das jetzt die Donnerpredigt?
#185   Pius XII   11:25:50 | Montag, 8. März 2010
@ Brandenburgis!
Sie stimmen Carl „uneingeschränkt zu“? – heisst das, dass Sie als „Historiker“ nun auch bestreiten, dass während der NS-Herrschaft etwa 5,1 Millionen Juden gezielt ermordet wurden, einschließlich der Anwendung von Giftgas?
Redaktion benachrichtigen Noch ein aufgekochter fünfzigjähriger Mißbrauch
#17   Pius XII   18:12:10 | Donnerstag, 18. Februar 2010
Das Gegenteil eines Fehlers ist wieder ein Fehler!
In den 70er und 80er Jahren gehörte es zu jenen Kreise, welche die Legalisierung der Kinderschändung vorantrieben und den gesellschaftlichen Boden für den damaligen Boom der Pädo-Kriminalität bereiteten.
Bitte, was?
Natürlich war der SPIEGEL-Titel von vorletzter Woche reißerisch, überzogen und deshalb dumm. Aber noch dümmer sind solche Erwiderungen. Richtig ist, dass die Jesuiten, die in den 70ern daneben gegriffen haben, Progressive waren. Aber aus dem irischen Ermittlungsbericht wissen wir eben auch, dass es in den 50ern auch gruselige Umstände gab.
Die Erkenntnis ist doch ganz einfach: es gibt solche Perverse, und die gibt es auch unter den Priestern. Und die haben sich zunutze gemacht, dass man Priestern „sowas“ nicht zutraut und deshalb das Opfer immer schlechte Karten hatte. Also ein Fehler im System. Und den muss man eben beheben – anstatt nun wieder „Haltet den Dieb!“ zu schreien.
Redaktion benachrichtigen Ohne Sinn: Ein trauriger, hoffnungsloser Tod
#23   Pius XII   21:43:26 | Mittwoch, 17. Februar 2010
Was ist denn an dem Artikel so schlimm?
Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber mit Ausnahme der zwei „sinnloserweise“ handelt es sich um einen Bericht in nicht mal schlechtem Deutsch.
Gerade wegen des Berichtscharakters wird doch die Tristesse dieser agnostischen Trauerfeiern so deutlich. Es fängt die Stimmung ganz gut ein und zeigt ungeschminkt die Erbärmlichkeit dieser Zeremonie, die angesichts der Größe des Todes so kläglich versagt. Eine gute Hinführung zu den „sinnloserweise“.
Also, sprachlich nicht schlecht. Pietätlos? Wenn der Artikel pietätlos sein soll, muss es die Feier dann nicht erst recht sein?
Redaktion benachrichtigen Doch kein Skandal
#10   Pius XII   11:44:27 | Donnerstag, 11. Februar 2010
Das Bordell ist nicht das Problem
eher die Theologie: Danielou war neben de Lubac und Congar einer der Herolde der nouvelle theologie.
Redaktion benachrichtigen Der Generalobere hat sich geäußert
#10   Pius XII   17:26:34 | Montag, 8. Februar 2010
Wunderbar!
So ist es: Für Gott und im Glauben ist nichts unmöglich. Und diesen Glauben muss man immer haben, anstatt sich irgendwelchen Haarspaltereien über angebliche „Päpstliche Irrtümer“ hinzugeben.
Das ist eben das Große am Katholizismus, diese Gewissheit. Und nur die bringt die Weite und Flexibilität, die es immer erlaubt hat, dass die Kirche so jung und lebendig geblieben ist. Es ist ein Vertrauen in die Kirche, sentire cum ecclesia. Wenn es besteht, dann wird es allen menschlichen Unzulänglichkeiten zum Trotz auch zu einer Verständigung in der Wahrheit kommen. Alles andere zu beschwören wäre kleinlich und deshalb unkatholisch.
Redaktion benachrichtigen Tragische Parallelen
#4   Pius XII   14:47:33 | Donnerstag, 4. Februar 2010
Bertolt Brecht – und auch sonst nicht ernstzunehmen.
Der deutsche Schriftsteller Berthold Brecht († 1956) setzte diesem Völkermord in seinem Stück „Mutter Courage“ ein Denkmal.
Wer noch nicht mal Bertolt Brecht richtig schreiben kann …
Preussen war ein eigenes Herzogtum, in dem die Prussen lebten. Es gelangte nach dem Westfälischen Frieden an die Hohenzollern, lag aber weiterhin außerhalb des Reiches. Da es im Reich nur einen König geben konnte – das war der Kaiser selbst – der Große Kurfürst (der kein Militärfan war) aber auch nach der Königswürde strebte, erlaubte man ihm, sich „König in Preussen“, also außerhalb des Reichs zu nennen. Später wurde dann daraus ein „König von Preussen“, und noch später wurde Preussen der Oberbegriff der gesamten Herrschaft, einschließlich Brandenburgs – es wedelte also gewissermaßen der Schwanz mit dem Hund.
Der ganze Artikel ist dümmlich. Wie üblich bei Avneray.
Redaktion benachrichtigen Wissenschaftlich perfekt?
#50   Pius XII   12:29:43 | Montag, 25. Januar 2010
Die Antwort: Weil alles seine Ordnung haben musste!
Das ist ja das Perfide am Nazi-Massenmord: Das alles in Ordnung passierte, dass die Mörder „anständig“ (O-Ton Himmler in der Posener Rede) blieben, dass eben die Zivilisation mordete. Und deshalb musste die Krankheit bekämpft werden. Die Ordnung war die Basis der Nazi-Verbrechen – diese Pervertierung begründet ja auch die „Singularität“.
Der Artikel ist im übrigen mal wieder grottendumm und klar strafbar.
Redaktion benachrichtigen Der Dialog mit dem Vatikan ist ein Gespräch unter Gehörlosen
#173   Pius XII   12:17:38 | Montag, 25. Januar 2010
Janos, die einzigen, mit denen man nicht verhandeln kann, sind Sedisvakantisten!
So wie Sie einer sind! Das ist nicht einmal böse oder polemisch, es ist logisch: wenn Sie den Papst nicht für den Papst, seine Messen nicht für gültig halten (anders kann man ihr „noch keine katholische Messe“ gelesen – womit Sie Privatmessen auch ausschließen – verstehen) dann ist auch die Kirche nicht die Kirche und jeder Verständigungsversuch a priori falsch und ein Verrat. Ergo kann man mit Ihnen nicht über den Sinn dieser Verhandlungen reden, weil bei Ihnen die Verhandlungen als solche bereit falsch sind, unabhängig von den Ergebnissen.
Wenn man aber – wie ich – den Papst für den Papst hält, dann muss man konzedieren, dass die Situation heute eine andere ist als noch vor fünf Jahren. Und damit muss ich fragen, ob sich an der Bewertung eines Notstandes, der zum Ungehorsam berechtigt, etwas geändert hat. Das auszuloten und darüber hinausgehend einen etwaig noch bestehenden Notstand zu überwinden ist Sinn dieser Gespräche.
Redaktion benachrichtigen Deutsche Rechtsaußen-Zeitung hetzt gegen Märtyrer-Bischof
#82   Pius XII   13:41:01 | Samstag, 23. Januar 2010
Brandenburgis exkommuniziert alle, die nicht seiner wirren Meinung sind :-D
Brandenburgis, dafür, dass Sie es vorziehen, sich in Ihren Privatglauben zurückzuziehen, sind Sie flott beim Exkommunizieren. Aber das eine ist wohl die Folge des anderen ;-)
Was aber sogar sachlich falsch ist: dass nur ein Katholik eine „gutkatholische Lösung“ finden kann. Selbst ein Sektierer wie Sie kann etwas Gutkatholisches tun, z.B. mal zu Exerzitien fahren, um sich aus dem Gefängnis seiner Vorurteile zu befreien.
Redaktion benachrichtigen Deutsche Rechtsaußen-Zeitung hetzt gegen Märtyrer-Bischof
#80   Pius XII   12:10:02 | Samstag, 23. Januar 2010
Hallo, Herr van Laack!
Ich bin erstaunt, von Ihnen mal positive Worte über Bischof Fellay und P. Schmidberger zu lesen! Bravo, bravissimo!
Ich stimme sogar Ihrer Analyse zu, dass BWs Verhalten indiskutabel ist. Nur: Sie übertreiben mal wieder! Zum einen entwertet dieses komische Interview mitnichten die Videobotschaft P. Schmidbergers und die Haltung und Handlungen des Generaloberen. Denn mittlerweile unterscheidet wirklich jeder zwischen FSSPX und BW – übrigens sogar „Wir sind Kirche“ in einer giftigen Presseerklärung. Im Journalistendeutsch: BW hat keine creditibility mehr, er kann eigentlich sagen was er will. Narrenfreiheit, im Wortsinne. Würde er morgen seine Auschwitzlüge wiederholen, würde es nicht mehr auf die Bruderschaft durchschlagen. Zum anderen sprechen sehr gute Gründe dafür, diese Provokationsversuche nicht aufzubauschen. Das beginnt mit christlicher Nächstenliebe einem alten Mann gegenüber, der einen guten Kern hat und früher sehr verdienstvoll gewirkt hat, der trotz aller Schwächen verdient, geliebt zu werden. Und es endet bei dem kirchenpolitischen Gedanken, einen weiteren Vagantenbischof zu vermeiden.
Also, blinde Wut tut selten gut. Ich bin für die gutkatholische Lösung. In Ruhe und Gottvertrauen die Verhandlungen vorantreiben, ein Klima des Vertrauens schaffen, der Kirche dienen und Störversuche soweit wie möglich aussitzen.
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#166   Pius XII   11:54:08 | Samstag, 23. Januar 2010
Carl, Sie verblüffen mich immer wieder!
Ausgerechnet Sie sprechen von Realitäten versus Wollen? Hallo, schauen Sie doch mal aus dem Fenster! Die Realitäten sind ein absolut unangefochtenes Rechtssystem, Wohlstand, Frieden. Innerkirchlich haben wir die Freigabe der Messe, Aufhebung dieses Exkomm-Dekretes und doktrinäre Verhandlungen über das Vat II.
Das ist die Wirklichkeit. Und innerhalb dieser Wirklichkeit müssen wir den Glauben bekennen und Leben.
Sie hingegen prophezeichen ständig Bürgerkrieg, Untergang, Wirtschaftskrise etc., berufen sich auf dubiose Privatoffenbarungen und was nicht alles und erwarten dann allen ernstes, dass die Leute diesen Hirngespinsten glauben und darauf ihre Planung aufbauen anstatt auf der Realität. Und als Krönung all dessen erklären Sie allen, die lieber die Realität zur Kenntnis nehmen, sie seien „Wollende“, die sich ihre Wirklichkeit selbst bastelten.
Mein Lieber, der einzige (na ok, Altmann, Sinah, Brandenburgis & Co auch) der hier ein „Wollender“ ist, das sind Sie selbst. :-D :-D :-D
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#160   Pius XII   17:19:31 | Freitag, 22. Januar 2010
Naja, Altmann!
1. Radio Vatikan brachte keine „unüberprüfbare“ Meinung, sondern eine ziemlich klare Aussage. Die habe ich – mit Fragezeichen – in den Raum gestellt.
Abgesehen davon: natürlich sind die Interviewumstände alles andere als seriös. Das nimmt inhaltlich keiner mehr ernst. Es gibt ein wenig Aufschrei der üblichen Verdächtigen, aber selbst die behaupten nicht mehr, dass hier jemand für die FSSPX spreche. Selbst die Linken differenzieren längst zwischen BW und FSSPX. Er wird also nicht mehr ernst genommen.
2. Wir sind uns einig! Und zwar darüber, dass die Fakten (Freigabe der Messe, Kassieren des Exkomm-Dekretes, Verhandlungsaufnahme) eine Richtung anzeigen.
Und sicher auch, dass alles Geschrei, sei es von links (wie „La Vie“, aber auch von anderen: es gibt eine scharfe PM der „Kirche von unten“ gegen die FSSPX) oder von rechts (dazu zählt auch dieses krude Interview) bislang daran nichts zu ändern vermocht hat. Und auch nicht abzusehen ist, dass sich das ändert; im Gegenteil.
Wie man das letztlich beurteilt, sei dahingestellt. Aber die Fakten, die sind schon eindeutig. Oder?
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#158   Pius XII   15:44:39 | Freitag, 22. Januar 2010
Fakten vs. Vermutungen
„La Vie“ zitiert „einen ungenannten Kardinal“ – es ist gegen alle journalistische Sorgfalt, eine derartig unüberprüfbare Meinung zu publizieren. Da stellt sich die Frage, welches Ziel „La Vie“ hat.
Fakten sind: Messe frei, Verhandlungen laufen.
Alles andere ist Spekulation.
Mich überzeugen die Fakten, sie zeigen klar eine Richtung an.
Redaktion benachrichtigen „Danke, Heiliger Vater, danke“
#55   Pius XII   20:09:55 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Eine schöne und tiefe Botschaft!
Was P. Schmidberger hier sagt, ist gutkatholisch. Es zeigt sehr eindrücklich, dass er an der Kirche hängt, dass ihm die Katholizität, zu der die Einheit mit dem Bischof von Rom gehört, die nur durch diesen grausigen Notstand gelockert ist, am Herzen liegt.
Credo in unam sanctam catholicam ecclesiam.
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#122   Pius XII   20:06:45 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@ Altmann, Carl
Sie können doch nicht erwarten, dass irgendjemand dieses Interview (schauen Sie sich mal den Interviewer an!) irgendwie ernst nimmt. Ich teile die Aussagen von BW bekanntlich nicht, halte sie sogar für falsch. Aber selbst wenn man ihn – wie Sie – für den Ritter der Wahrheit hält, werden Sie doch nicht umhinkommen einzugestehen, dass derlei Geschwätzigkeit unklug ist.
Im Makabäerbuch gibt es die schöne Stelle, in der es heisst, dass an diesem Tag besonders viele Priester starben, weil sie tapfer sein wollten. Und was der Bischof hier tut, ist eben schlicht unüberlegt – er verspielt sich so jeden Respekt, macht sich lächerlich. Das nimmt doch keiner mehr ernst; außer, er will der FSSPX schaden. Aber einen irgendwie gearteten positiven Effekt hat es nicht mehr; wer der FSSPX wohlwollend gegenübersteht ärgert sich, die Neutralen nehmen es nicht ernst, die Feinde der FSSPX nehmen es auch nicht ernst, aber versuchen einen Strick gegen die FSSPX draus zu drehen. Das war’s.
Mit diesem Interview hat sich BW in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet.
Redaktion benachrichtigen Der Dialog mit dem Vatikan ist ein Gespräch unter Gehörlosen
#36   Pius XII   20:42:13 | Mittwoch, 20. Januar 2010
Was Radio Vatikan über Interviewsituation und Fragesteller weiß:
Dabei war Williamson einem Scherz aufgesessen. Der französische Humorist Dieudonné hatte sich ihm gegenüber als Kandidat einer antizionistischen Liste bei den letzten Europawahlen ausgegeben und den Kommentar aufgezeichnet.
Quelle …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=350619
Wenn das wahr sein sollte, wäre es nur noch peinlich.
Redaktion benachrichtigen Päpstliche Binsenwahrheit für die Juden: „Nur in Christus ist Heil zu finden“
#111   Pius XII   19:59:56 | Mittwoch, 20. Januar 2010
Wieso denn „Samthandshuhe“?
Das ist doch eindeutig! Eben klar, präzise, aber in einem akademischen Stil, wie es sich unter Katholiken und Theologen gehört. Die FSSPX hat eindeutig die kirchliche Position vertreten und damit die Problematik dieses Gebetes verdeutlicht.
Dass man nicht herumgepoltert hat, macht den Widerspruch umso wirksamer!
Redaktion benachrichtigen An den Scheinwerfern der Medien vorbei
#46   Pius XII   19:54:28 | Mittwoch, 20. Januar 2010
Alles wird gut!
Na also, die Gespräche gehen wunderbar voran. Es geht ja um die Kirche, und da kann man sich auch Zeit lassen. Was nötig ist – für die ganze Kirche – ist eine verbindliche Leseanordnung für die Konzilstexte, die klar stellt, dass das Vatikanum II in der Tradition steht und jeden Traditionsbruch unter Berufung auf dieses Konzil unmöglich macht. Die Lehre muss wieder klar und widerspruchsfrei werden. Das zu schaffen ist eine riesige Aufgabe und Berufung der FSSPX – wünschen wir alle Gottes Segen dafür! Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird.
Redaktion benachrichtigen Stramm auf holocaust-ideologischer Parteilinie
#35   Pius XII   13:34:15 | Montag, 18. Januar 2010
Grottenschlechter Artikel!
Dass ein Generalsekretär nicht erklärt, seine Chefin habe einen Fehler gemacht, ist ja wohl logisch. Das ändert doch nichts daran, dass jeder in der Union weiss, dass es so war.
Ansonsten finde ich trotz der verzerrenden Wiedergabe keines der Zitate von Grohe irgendwie verwerflich. Es ist wohlfeil, jeden Versuch der Union, das C-Profil zu schärfen, von vornherein abzukanzeln.
Redaktion benachrichtigen Er hält Christen für Schweine
#80   Pius XII   23:54:21 | Sonntag, 3. Januar 2010
Alles falsch!
Es beginnt damit, dass das schöne Zitat „Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin, dann kommt der Krieg zu Dir“ in Wahrheit von Bert Brecht stammt. Steffen bekam sein Verdienstkreuz 10 Jahre, bevor er diese unsäglich Bruno-Stiftung gegründet hat, und zwar für sein Engagement u.a. im Diozesanrat und für den Verband der Möbelindustrie.
Ich will diese dummen Atheisten nicht verniedlichen, aber vor einer Giordano-Bruno-Stiftung muss sich niemand fürchten; „es sind die Theologen, die den Menschen den Glauben austreiben“ (Heinrich Heine) – bis heute. Die Religion leidet nicht an der Stärke der anderen – die Aufzählung der nobodies, die hinter dieser komischen Bus-Werbekampagne stecken, spricht da Bände – sondern an ihrer eigenen Schwäche.
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#285   Pius XII   17:41:25 | Freitag, 18. Dezember 2009
Ach, Carlchen III
Udo Ulfkotte als Kronzeuge der Sicherheitslage Europas? Damit ließe sich ja noch nicht einmal ein Vaterschaftsprozess gewinnen! :-D
Gehen Sie einfach mal aus Ihrem Haus (sofern Sie noch nicht in der geschlossenen Psychatrie sind) und schauen Sie sich um. Wird da geschossen? Sie scheinen einfach nicht zu wissen, was ein Bürgerkrieg ist. Ich für meinen Teil fahre auch spätabends noch Straßenbahn, nutze gelegentlich Nachtzüge etc. Unlängst bin ich spätabends – ich konnte nicht schlafen – die Champs Elyssee entlangspaziert, alles war fröhlich und ruhig. Also, wir scheinen auf verschiedenen Planeten zu leben.
Bürgerkrieg? Welche Bürgerkrieg!
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#282   Pius XII   17:01:42 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Altmann, Carl im Weltuntergangsrausch
Altmann, darf ich Ihren Worten entnehmen, dass Sie auch vom Bürgerkrieg anno 2010 überzeugt sind?
Aber der Reihe nach: Ein Bürgerkrieg ist ein bewaffneter Konflikt auf dem Gebiet eines einzigen Staates zwischen mehreren inländischen Gruppen, häufig unter Einmischung ausländischer Mächte.
1) Bewaffneter Konflikt ist etwas anderes als Krawall.
2) mehrere inländische Gruppen – was wir haben sind irgendwelche irregeleiteten Jugendgangs
3) Einmischung ausländischer Mächte? Auch Fehlanzeige.
Ein Bürgerkrieg ist etwa das, was wir in Afghanistan haben. Meinethalben auch in Teilen des Iraks. Oder in Sudan. Aber wenn in Berlin nachts leere Autos angezündet werden, dann ist das Gewaltkriminalität, nichts anderes.
Bei einem Bürgerkrieg geht es nämlich um die Macht. Und bitte, wer stellt in Deutschland ernsthaft die verfassungsmäßige Ordnung in Frage? Wollen die Krawallkids aus Hamburg denn wirklich ein politisches Programm verwirklichen? Das, meine Herren, wäre Bürgerkrieg. Und den haben wir nirgends in Europa, auch nicht in Athen, wo wir die schlimmsten Krawalle haben. Wir haben es nicht, und wir werden es auch 2010 nicht haben, und 2011 auch nicht, und Sie werden immer noch davon schwadronieren, und nichts begreifen, weil Sie einfach bornierte Sektierer sind, die keinen Schimmer haben.
Redaktion benachrichtigen Und kuschen
#98   Pius XII   16:53:05 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Nun ja, Brandenburgis, aber dann sind Sie trotzdem Sedi!
Sie mögen ja diesen Standpunkt vertreten, aber dann sollten Sie es auch so nennen: Sie sind Sedisvakantist.
Und das war die FSSPX nie, die ganzen Sedis sind spätestens 1976 von EB Lefebvre rausgeschmissen worden. Noch nicht einmal nach 1988 hat er die Sedisvakanz-Theorie geduldet. Insofern sind Ihre warmen Worte über die FSSPX-Anhänger auch Nonsens: denn die Ablehnung der Sedisvakanzthese ist der FSSPX immanent.
Vielmehr wird die Notstandsthese vertreten, die besagt, man sei wegen der Unmöglichkeit, innerhalb der Strukturen der Amtskirche den wahren Glauben a) zu praktizieren und b) zu bekennen, berechtigt, für die Dauer dieses Zustandes eigene Strukturen zu unterhalten. Wenn also Rom innerhalb der Strukturen Möglichkeiten schafft, den Glauben a) zu praktizieren (das tut die FSSP auch) und b) zu bekennen (das tut die FSSP nicht), dann ist der Notstand beendet und folglich die FSSPX verpflichtet, sich mit Rom zu einigen.
Sie täuschen hier, weil Sie der FSSPX eine Haltung unterstellen, die sie nie vertreten hat. Und Sie mögen von JP2 und B16 halten was Sie wollen (immerhin hat JP2 viel zur Überwindung des Kommunismus beigetragen!), aber es berechtigt Sie nicht, derartig abwertend über diese beiden Päpste zu sprechen. Das ist ein Mangel an Anstand. Ich mag JP2 auch nicht, bei B16 sieht es anders aus. Aber ich trage meine Kritik respektvoll vor.
Redaktion benachrichtigen Und kuschen
#80   Pius XII   15:20:56 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Brandenburgis, Sie vertreten nichts „hilfsweise“
Ratzinger ist kein Papst,sondern ein elender Betrüger. Beten wir, daß Petri Stuhl bald wieder besetzt werden möge.
Das ist nicht „hilfsweise“. Hilfsweise heisst ja, dass Sie es dann vertreten, wenn sich die von Ihnen präferierte Meinung als unhaltbar herausstellen sollte. Das wäre folgende Aussage: „Ich gehe davon aus, Benedikt XVI ist Papst. Wenn er nicht der Papst ist, dann vertrete ich die Auffassung, es besteht Sedisvakanz“ Das heißt nur, dass Sie ausschließen, dass einer der „Gegenpäpste“, die irgendwo in ihrer Garage einen Hocker als „Thron“ aufgestellt haben, wirklicher Papst ist.
Sie sagen aber: „Ich schließe aus, dass Ratzinger, der sich Benedikt XVI nennt, Papst ist, und ich schließe auch aus, dass ein Anderer Papst ist“ – das ist nichts mit „hilfsweise“, das ist purer Sedisvakantismus. Womit Sie, mein Lieber, auch nicht mehr die Sakramente bei der FSSPX, bei Philipp Neri oder in der Pappelallee empfangen dürfen; denn dort ist überall Benedikt im Kanon.
Sie sind immer sehr meinungsstark, aber eben nicht überzeugend. Sie schimpfen den Papst einen Betrüger und schwadronieren vom leeren Stuhl Petri, behaupten aber, diese These nur „hilfsweise“ zu vertreten und gehen munter in Messen mit jenem Papst in Kanon. Sie sind einfach nur wirr – deshalb haben Sie auch keine Anhänger hier und anderswo und werden immer scheitern, wo andere Menschen mit an Bord sind.
Redaktion benachrichtigen Papst: Christenpflicht zum Umweltschutz + …
#20   Pius XII   13:45:01 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Brandenburgis, seit wann sind Sie denn Sedi geworden?
Man ist bei Ihnen ja einiges gewöhnt, wenn es gegen den gesunden Menschenverstand und die Realität geht, aber dass Sie jetzt Sedisvakantist geworden sind, erstaunt mich doch ein wenig!
Darf ich fragen, mit wessen Tod die Sedisvakanz begann? Pius XI – um Ihre Abneigung gegen den großen P. Pius XII aufzugreifen? Oder war Pius XII doch noch Papst? Was machen Sie mit Johannes XXIII, Paul VI und Johannes Paul I? Dass Sie Johannes Paul II und Benedikt XVI für Scheinpäpste halten, haben Sie ja schon zum Besten gegeben.
Und Luther hat sich also auf dem Sterbebett wieder mit der Kirche versöhnt! Soso.
Redaktion benachrichtigen Wird der Demjanjuk-Prozeß das nächste Fiasko der Holocaustindustrie?
#275   Pius XII   11:12:34 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
@ Kefir
Es ist deshalb angebracht, von „Staatlichkeit“ zu sprechen, weil das, was wir heute als „Staat“ verstehen, letztlich ein Produkt der Neuzeit ist. Das öffentliche Recht heutiger Prägung ist eben erst im 16./17. Jahrhundert entstanden.
Natürlich bestand eine eigene jüdische Staatlichkeit in Judäa, mindestens ab 1000 v.Chr., wohl auch schon davor. Was Sie schreiben ist plumper, dummer Antisemitismus, mit dem Sie nebenbei auch das ganze Alte Testament entwerten.
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#279   Pius XII   17:17:48 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Ach Carlchen II
Prognosen sind immer unsicher, besonders solche, die die Zukunft betreffen. – das ist ein Aphorismus; ich dachte, Sie kennen ihn.
Und auch, wenn es Ihnen nicht passt: wir haben heute in keiner europäischen Großstadt Bürgerkrieg. Und weiter: die Arbeitslosigkeit ist geringer als prognostiziert. Und weiter: 2009 war ein gutes Börsenjahr. Schließlich: Die Inflationsrate ist nach wie vor sehr niedrig.
Aber lassen wir das. Sie haben ganz präzise prognostiziert: Sommer 2010 haben wir in Mitteleuropa Bürgerkrieg. Und daran werde ich Sie messen!
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#276   Pius XII   11:59:04 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Ach, Carlchen!
Prognosen sind immer unsicher, besonders solche, die die Zukunft betreffen. Sie haben nun eine gemacht, auch eine ziemlich eindeutige: Ab Sommer 2010 werden wir in Europa Bürgerkrieg haben. Wissen Sie, dieses reichliche halbe Jahr gebe ich uns, um zu sehen, was passiert.
Nur: Wie sieht Ihre Exit-Strategie aus? Was machen Sie, wenn wir 2010 ein genauso friedliches Weihnachten in Mitteleuropa haben wie 2009 und in den ganzen Jahren zuvor?
Dann: Was mich an Ihren Statements stört – ja anwidert – ist, dass Sie sich diese Katastrophen förmlich wünschen. Was hat das mit der Religion der Nächstenliebe zu tun?
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#274   Pius XII   14:54:45 | Montag, 14. Dezember 2009
Endlich mal eine klare Ansage, Carl!
Pi12 soll bloß aufpassen, daß er nicht mit seinen Vorbildern zusammen an einer Laterne landet, wenn ab Sommer 2010 in Mitteleuropa Bürgerkrieg herrscht!
Also, ab Sommer 2010 herrscht in Mitteleuropa Bürgerkrieg. OK, Carl, dann werde ich Sie so Ende September 2010 an genau diese Vorhersage erinnern, die – das sage ich Ihnen vorher – garantiert nicht eintreffen wird, und dann können Sie mir ja sagen, wieso Sie sich (mal wieder) so trefflich geirrt haben.
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#271   Pius XII   01:29:02 | Freitag, 11. Dezember 2009
Ruhrgebietler, bitte!
Dass die Nazis ca. 5,1 Mio Juden umgebracht haben ist bewiesen. Wenn Sie das anzweifeln, dann hat es auch keine Vertreibungsverbrechen an den Sudentendeutschen gegeben – denn die sind viel, viel schlechter dokumentiert. Bitte hören Sie auf, den traditionellen katholischen Glauben durch solche Aussagen in Misskredit zu bringen!
Und das mit der „Holocaust-Religion“ – vergessen Sie’s! Wo ist die Transzendenz? Es ist keine Religion, nicht mal eine Pseudoreligion. Es ist eine Erinnerungspolitik, über die man streiten kann, und in der es, wie bei aller Politik, um Interessen geht. Und zwar beileibe nicht nur um außenpolitische, sondern sehr wohl auch um innenpolitische. Der Rheinische Katholizismus zum Beispiel hätte sich ohne diese Erinnerungspolitik nie gegen den althergebrachten protestantischen Idealismus durchsetzen können was Westbindung und Europäische Einigung angeht. Der Volksverhetzungsparagraph ist folgerichtig auch von einer CDU-Alleinregierung unter dem Kanzler Adenauer eingeführt worden – vor dem Konzil!
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#264   Pius XII   08:41:04 | Mittwoch, 9. Dezember 2009
Carl, alles falsch!
Carl, alles, was Sie in Ihrem vorigen Posting schreiben, ist falsch. Jeder einzelne Punkt ist falsch und stimmt nicht. Letztmalig im Prozess Irving ./. Lipstadt wurden die Beweise erhoben, und das Urteil lautete gegen Irving (wobei Irving die Existenz der Gaskammern übrigens anerkennt, nur so viel).
Sie setzen sich mal wieder mit meinen Argumenten nicht auseinander, Sie lesen nicht die von mir verlinkten Dokumente, Sie behaupten Dinge, die schlicht und nachprüfbar alle falsch sind. Um es einfach zu sagen: lies, lies, lies.
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#262   Pius XII   17:58:12 | Dienstag, 8. Dezember 2009
Carl, es ist müßig!
Wissen Sie, jedes beweismittel lehnen Sie ab, schreien aber nach Beweisen!
Zunächst zu Ihrem komischen Einwand „Keine Löcher, kein Holocaust“:
Er ist längst wiederlegt:
Beim Termin in London am 25. Januar 2000 begrüßte der Kläger Irving den Sachverständigen van Pelt mit einem Kompliment zu seinem Buch über die Geschichte von Auschwitz. Dann verbissen sich die beiden in die Frage, ob die im Zuge der Umrüstung des Leichenkellers nachträglich in dessen Decke geschlagenen Öffnungen zum Einwurf von Zyklon-B heute noch sichtbar seien oder nicht. Sie sind es. (wirklich! Fahren Sie hin!)
Dann: Ihr Einwand ist dümmlich, weil er sich nur auf die Kammern unter den Krematorien bezieht, die 1942 improvisiert wurden, aber nicht auf die eigentlichen Gaskammern „Bunker I“ und „Bunker II“. Der Gasmord hängt aber nicht an diesen beiden Kammern, wiewohl sie ebenfalls in Betrieb waren, aber nur zu Testzwecken, und sich wegen mangelnder Ventilation als unbrauchbar für den Dauerbetrieb erwiesen, weshalb dann zwei andere eingerichtet wurden.
Griffig sind die Opferzahlen hier dargestellt (lesen!!!) www.holocaust-history.org/…eyer-osteuropa.shtml Lesen Sie es einfach mal!
Und vergessen Sie nicht: nach Ihren Maßstäben hat es die Vertreibungsverbrechen an den Sudentendeutschen nie gegeben. Denn die sind viel, viel schlechter dokumentiert als der Judenmord. Und dennoch bezweifelt sie niemand.
Carl, Sie sind völlig neben der Spur!
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#260   Pius XII   15:54:57 | Dienstag, 8. Dezember 2009
Carl, Sie stehen gegen die Wahrheit!
Nehmen Sie doch einfach ein anderes Verbrechen, vielleicht kapieren Sie es dann: die Vertreibung der Sudentendeutschen.
Hier gab es auch einen Rahmen, der von der Zentrale gesteckt war: die Sudentendeutschen müssen raus. Aber die Umsetzung vor Ort, die war zumeist lokal improvisiert. Es waren die sog. „wilden Vertreibungen“. Sie werden über diese Plünderungen, Gewalttätigkeiten, Vergewaltigungen auch „nur“ Zeugenaussagen finden. Sie werden keinen Befehl finden, in dem das angeordnet wird etc. Sie finden auch keine Massengräber, jedenfalls deutlich weniger als in Weissrussland und der Ukraine. Nach Ihren Maßstäben hat es diese Vertreibungsverbrechen nie gegeben!
Was Hilberg als erster dargestellt hat ist dieses Zusammenspiel der lokalen Verantwortungsträger innerhalb eines mörderischen Rahmens. Und dass Hitler die Juden allesamt ausrotten wollte – das hat er selbst x-mal öffentlich erklärt, bereits in „Mein Kampf“, dann 1940, wo er wörtlich von der „Vernichtung des Judentums“ spricht. Lesen Sie mal das. www.spiegel.de/…,1518,664918,00.html Himmler spricht es in seiner Posener Rede …ww.nationalsozialismus.de/…e-vom-04-101943.html offen aus.
Mann, was wollen Sie eigentlich noch??? Das ist eindeutig! Und hören Sie mit diesem pseudoreligiösen Geschwafel auf, Sie „Wahrheitssuchender“ – wo, glauben Sie denn, finden Sie die Wahrheit, sofern Sie nicht unmittelbar offenbart ist (was sie zu geschichtlichen Themen nicht ist)? Sie setzen sich anstelle der gesamten Wissenschaft und behaupten, das habe was mit Katholizismus zu tun! Das grenzt an Blasphemie, was Sie tun!
Redaktion benachrichtigen Heiligenkreuz: Homo-Lobbyist ist Professor an Päpstlicher Hochschule
#32   Pius XII   10:23:49 | Dienstag, 8. Dezember 2009
Das soll Abt Gregor mal erklären!
Ich bin mal gespannt, ob die „Kultur des Wegschauens“ zumindest in Heiligenkreuz überwunden ist und Abt Gregor den Mut findet, diese Schweinerei zu erklären.
Schniders einzige Chance ist, die Sache unter dem Teppich zu halten. Denn wenn das in der katholischen Welt bekannt würde, wäre er wohl nicht zu halten und der – zumal in Österreich – so schmeichelhafte Professorentitel wäre wohl weg.
Redaktion benachrichtigen Die Früchte des Konzils erreichen Polen
#136   Pius XII   11:44:02 | Montag, 7. Dezember 2009
Der Arme!
Das klingt ein wenig nach drittem Frühling. Seine Konkubine hat ihm da wohl den Kopf verdreht, er vertritt nun einfach ihre Thesen. Wenn der Druck abgebaut ist, könnte er es noch einsehen; für die Rolle rückwärts bedürfte es aber a) großer Intelligenz (wohl vorhanden) und b) großer Demut, den eigenen peinlichen Fehler einzugestehen (darf bezweifelt werden). Auf jeden Fall ist er arm dran.
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#258   Pius XII   11:29:01 | Montag, 7. Dezember 2009
@ Carl!
Ich bleibe Ihnen die Antworten auf Ihre Fragen nicht schuldig!
1) Hilbergs ganze These – bereits 1961 – besteht ja in diesem Zusammenspiel bei der Ausführung. Es war klar, dass das Ziel – physische Vernichtung aller Juden im NS-Machtbereich – zentral vom obersten Führer vorgegeben war. Das bezweifelt – natürlich – auch Hilberg nicht. Aber die konkrete Umsetzung erfolgte eben nach Hilberg (dem die meisten Historiker im Kern zustimmen) nicht aufgrund einer zentralen Planung, sondern lokal und dezentral vor Ort. Und das beschreibt er. Wenn Sie einfach mal den Wikipedia-Eintrag zu ihm und seinem Werk nehmen, können Sie es schon ersehen. Insofern passt – ich ziehe Frage 3 vor – seine Erklärung aus den 80ern exakt zu seiner alten These, er hat sich nicht revidiert.
Das Problem ist, dass Sie hier über einen Theorienstreit innerhalb der Holocaustforschung herumstümpern, aber so tun, als würde dadurch der ganze Judenmord in Frage gestellt.
Frage 2: Sie werden lachen, aber ich habe während der „Williamson-Wirren“ tatsächlich im Netz in der englischspr. Ausgabe von Butz das Kapitel über die Einsatzgruppen gelesen. Damit dürfte ich mehr gelesen haben als Sie.
Ihr Ansatz ist falsch: Sie können nicht irgendein unbedeutendes Buch eines wiss. Nobodys auf eine Stufe mit dem anerkannten Standardwerk stellen. Die „offizielle“ Forschung und der Revisionismus stehen nicht auf selber Stufe. Übrigens hat Butz keinerlei eigene Archivarbeit geleistet, entsprechend ist sein Buch wiss. wertlos.
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#205   Pius XII   17:34:49 | Freitag, 4. Dezember 2009
Eigerhar, Carl
Was Sie so alles wissen über Hilberg, ohne doch je auch nur einen einzigen Text von ihm im Original gelesen zu haben :-D
Redaktion benachrichtigen Jetzt schäumt sie schon wieder gegen ‘kreuz.net’
#19   Pius XII   15:18:47 | Freitag, 4. Dezember 2009
Carlchen, was haben Sie denn gegen die schöne Schweiz?
Also, Carl, aus Ihnen wird man nicht schlau. Was können Sie denn überhaupt leiden?
Redaktion benachrichtigen „Wir machen ‘kreuz.net’ nicht“
#192   Pius XII   12:38:28 | Freitag, 4. Dezember 2009
@ lux in tenebris
Lieber lux, Sie wissen doch, worauf Bischof Fellay hinweist: dass die Kirche allen Regeln zum Trotz eine komplizierte Innenpolitik aufweist, und nach wie vor auf einflussreichen (reichen, deswegen auch einflussreichen) Bischofsstühlen Männer sitzen, die ihre Hauptaufgabe darin sehen, mit ihrer eigenen katholischen Jugend abzurechnen, dass in Westeuropa die theologischen Lehrstühle nahezu durchgängig mit Häretikern besetzt sind usw., und dass es nicht einfach so möglich ist, gegen diese Phalanx durchzuregieren. Die Hoffnung lautet doch, dass zumindest ausreichend viele von denen schlau genug sind zu erkennen, dass sich was ändern muss, und dass ausreichend junge Priester nachwachsen, die auf B16-Linie sind, so dass der Papst eine Basis hat, die es ihm erlaubt, von seinen de jure bestehenden Möglichkeiten auch de facto Gebrauch zu machen. Das ist keineswegs sicher. Hier ist die eigentliche Baustelle, nicht in den Verhandlungen zwischen FSSPX und Rom – diese implizite Aussage ist schon bemerkenswert (denn sie offenbart wie gut es an dieser Front aussieht und ruft die katastrophalen Zustände in der konziliar deformierten Kirche wieder ins Bewusstsein). Ich vertraue jedenfalls Bischof Fellay.
@ ruhrgebietler: Tun Sie sich selbst den Gefallen, sich nicht in das Minenfeld „NS-Regime und Judenmord“ zu begeben. Lesen Sie erst einmal das Standardwerk „Die Vernichtung der europ. Juden“ von R. Hilberg und dann wissen Sie, dass Typen wie Überlebender nur Unsinn verzapfen.
Redaktion benachrichtigen Noch ein Vorläufer des Zweiten Vatikanums?
#55   Pius XII   17:45:12 | Mittwoch, 2. Dezember 2009
So ein Schmarrn!
Eigerhar, meinen Sie eigentlich ernst, was Sie hier verbreiten? Natürlich gab es nicht das geringste Recht für die Judenverfolgung! Völliger Unsinn! Das waren deutsche Staatsbürger, teilweise Frontkämpfer des I. Weltkrieges. Die Genfer Konvention erlaubt die Internierung von Staatsangehörigen feindlicher Mächte im Krieg, aber da geht es um Staatsangehörigkeit im juristischen Sinne, um nichts anderes. Deshalb war die Internierung japanischstämmiger Amerikaner ebenso rechtswidrig wie die Deportation der Wolgadeutschen (sowjetische Staatsbürger).
Und Antipacelli, Hitler hat Europa in den Abgrund gestürzt. Stalin verfolgte eine revisionistische Außenpolitik, er wollte einfach die russischen Grenzen von 1914 wiederhaben. Dazu musste er vor allem den Frieden von Riga 1920 kassieren. Nur dazu hat er sich 1939 mit Hitler zusammengetan. Stalin wollte den „Sozialismus in einem Land“, mit dieser Parole hatte er sich Ende der 20er Jahre in Moskau gegen die „Weltrevolutionäre“ durchgesetzt. Ohne Hitler wäre Mittelosteuropa nie unter sowjetische Herrschaft gefallen, nie.
Redaktion benachrichtigen Er hat nur ein Glaserl Wein getrunken
#6   Pius XII   16:12:23 | Mittwoch, 2. Dezember 2009
Naja …
Also, die Geschichten in dem Artikel klingen eher nach Sozialneid, als dass sie mich ernsthaft gegen den Dompfarrer einnehmen. Die Kirche ist Teil der Gesellschaft, und wir tun ihr nichts gutes, wenn wir sie abschotten und ins fromme Ghetto stecken. Also soll der Faber doch ins Motto gehen, was übrigens ein echt guter Platz ist in Wien. Und wenn er zu einer Abendveranstaltung im Maserati abgeholt wird, soll er dann sagen, nein, nehme ich nicht an, ich komme mit der Bim?
Wichtig ist, dass er theologisch sauber ist und keine Häresienschleuder. Das kann ich nicht beurteilen. Aber die hier vorgebrachten Argumente sind kleinkariert.
Redaktion benachrichtigen Noch ein Vorläufer des Zweiten Vatikanums?
#21   Pius XII   13:53:09 | Mittwoch, 2. Dezember 2009
P. Pius XII war eine Lichtgestalt – pastor angelicus
Nach den Napoleonischen Kriegen musste die Kirche im Umfeld einer kirchenfeindlichen Geistesströmung neu aufgebuat werden. Das gelang nur mit den einfachen Menschen. Deshalb diese Strenge und Volksfrömmigkeit im 19. Jahrhundert, im schroffen Gegensatz zum „Gott ist tot“ der Eliten. Mitte des 20. Jahrhunderts hatte sich der Atheismus erledigt, die Katholiken waren mittels der Christdemokratie und dank Pius schlauer Kirchenpolitik wieder tonangebend. Aber die Kirche vor Ort war zu stark in den überkommenen Strukturen verfestigt. Pius hat hier wertvolle Arbeit geleistet, um eine Reform zu ermöglichen. Und man hätte einfach abwarten sollen, bis es wirkt. Aber man war in Eile, und wollte es mit der Brechstange versuchen. Deshalb die Einberufung des Pastoralkonzils, das dann so grässlich entglitten ist.
Wer heute die Ansprachen Pius XII liest, stellt erstaunt fest, wie sehr dieser Papst auf der Höhe der Zeit war – und immer treu der Lehre der Kirche. Das ist nämlich kein Gegensatz. Pius XII sollte unbedingt beatifiziert werden, damit seine Texte neue Aufmerksamkeit erhalten; das ist gut für die Linken (wegen der Glaubenstreue) und die Konservativen (wegen der zeitgemäßen Pastoral).
Redaktion benachrichtigen Die Rache hat in der Justiz nichts verloren
#1   Pius XII   15:14:15 | Montag, 30. November 2009
Ach Du lieber Jurij!
Lesen Sie mal eine Einführung in das Strafrecht, ehe Sie hier herumpoltern. Rache hat im Strafrecht nichts verloren? Das ist eine sehr neue, sehr linke Ansicht. Ursprünglich stand im deutschen Strafgesetzbuch: „Die Strafe dient dem Schuldausgleich“. Und das ist auch der katholische Standpunkt. Neuerdings dient sie der „Generalprävention“, es geht also daum, dass sich der Rechtsstaat behauptet. Durch die Aburteilung wird die Geltung der Norm bekräftigt. Auch nach diesem Gesichtspunkt gehört Demjanjuk – im Falle, die Anklage ließe sich erweisen – verurteilt.
Redaktion benachrichtigen Gesetze gegen die Religion haben in der Schweiz eine üble Tradition
#10   Pius XII   15:06:32 | Montag, 30. November 2009
Lächerlich!
Die KVP hat zum NEIN aufgerufen und sich dabei ausgerechnet auf die fragwürdige Religionsfreiheits-Erklärung des Vat II berufen. Hätte die KVP stattdessen zum JA aufgerufen, stünde sie heute auf der Seite der Gewinner und könnte sich als Alternative zur völlig entkernten CVP anbieten. Aber dazu hat’s halt intellektuell nicht gereicht. Jetzt aggressiv den Wähler beschimpfen ist nur peinlich. Die Mehrheit war einfach schlauer als KVP, die anderen Parteien und die Bischofskonferenz.
Redaktion benachrichtigen Schreckensbilder aus dem Ausland
#231   Pius XII   13:05:14 | Montag, 30. November 2009
Die Schweiz macht’s vor!
Ein schöner Beweis dafür, dass die Frage nach der Religionsfreiheit aktuell ist.
Redaktion benachrichtigen Jede Zeit hat ihre Vertuscher
#11   Pius XII   11:43:46 | Montag, 30. November 2009
Naja …
In Irland ist es wohl nicht so einfach. Der Untersuchungsbericht kann im Netz nachgelesen werden. …w.childabusecommission.ie/ Und danach handelte es sich wohl eher um langandauernde Misstände, die schon in den 50ern bestanden und wohl auch davor, nur dass es dazu keine Untersuchungen mehr gibt. Das ganze System in den Waisenhäusern war krank; oder wie soll man es sonst nennen, wenn die Erzieher mit Peitschen an ihren Kutten durch die Zimmer gingen?
Dass die 60er und 70er viele Dämme brechen ließen ist richtig. Aber es ist falsch, dass Pädophilie jemals sozial anerkannt war. In Irland ist vieles schief gelaufen, und die Aufrichtigkeit gebietet, das zunächst einmal anzuerkennen, ehe man auf die mildernden Umstände und die bösen anderen hinweisen kann.
Redaktion benachrichtigen Keine britischen Sympathien für die Maulkorb-Deutschen
#155   Pius XII   18:08:22 | Dienstag, 24. November 2009
Wahrscheinlich ist es viel banaler, Großwildjäger
Das sind einfach Leute, die in der Realität nicht klarkommen. Und weil sie nicht begreifen, dass sie sich verrannt haben, folgern sie messerscharf, dass alle anderen doof sind. Und weil die anderen Hitler böse finden und den Judenmord als riesige moralische Katastrophe erkennen, finden die Hitler eben gut und erklären die heutige Gesellschaft zur eigentlichen Katastrophe. So tragisch das ist: aber das scheint mir einfach pathologisch zu sein.
Redaktion benachrichtigen Keine britischen Sympathien für die Maulkorb-Deutschen
#149   Pius XII   15:42:26 | Dienstag, 24. November 2009
Sie verrennen sich, Brandenburgis!
Wissen Sie, Brandenburgis, ich will Ihnen gar nicht absprechen, dass Sie umfangreiches Detailwissen auswendig gelernt haben. Aber Bildung ist nun einmal mehr, es ist die Fähigkeit abzuwägen, Zusammenhänge zu sehen und alternative Denkmodelle zu erfassen. Ihr aggressives Bellen, Ihr pseudodogmatisches Beharren auf extremen Standpunkten, so als seien Sie allein schlau und alle anderen doof, das alles outed Sie als bildungsfern. Bildung mag bis 1945 ein eher innerliches Konzept gewesen sein, preussisch-protestantisch-kleinstädtisch, und vielleicht wären Sie damals unentdeckt geblieben, aber seit der kulturellen Verwestlichung Deutschlands spiegelt sich eben auch hierzulande Bildung wieder gut-romanisch im äußeren Auftreten, in Stil und Geschmack wieder. Und wenn man einmal Ihre Ergüsse daran misst, dann wird klar, weshalb niemand Sie mitspielen lassen will.
Pius XII war im 20. Jahrhundert eine Lichtgestalt. Ich habe Ihnen ja begründet, weshalb. Und auch Konrad Adenauer taugt zum Vorbild. Willi Brandt sicher nicht, obwohl er auch nicht durchweg böse war, was Menschen ja selten sind.
Und noch etwas: Beschäftigen Sie sich mal mit dem hl. Robert Bellarmin, der bereits in der Renaissancezeit gegen den monarchischen Absolutheitsanspruch anschrieb. Es ist falsch, wenn Sie die Kirche für Ihre abstrusen politischen Ideen in Anspruch nehmen wollen. Was Sie praktizieren, ist dt. Idealismus im Stile des 19. Jhds, katholisch ummäntelt, aber eben nicht katholisch im Kern.
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#137   Pius XII   14:18:58 | Dienstag, 24. November 2009
Alle doof außer Papi!
Brandenburgis, womit ich angefangen habe war „Pius XII spricht“. Dazu zwei Enzykliken quer gelesen. Schließlich etwas Sekundärliteratur und eine Biographie. Also kommen Sie mir nicht auf diesem Niveau.
Wenn Sie sich mal die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert ansehen, dann würden Sie die überragende Bedeutung dieses Papstes besser erkennen. Er hat die Kirche aus den Verkrampfungen und Verengungen des 19. Jahrhunderts herauszuführen versucht. Er bietet einen Katholizismus für die Gegenwart. Er war dadurch der sicher einflussreichste Papst der Neuzeit. Die europäische Einigung wie die ganze Christdemokratie sind ohne ihn undenkbar. Dabei steht seine Orthodoxie ausser Frage.
Leider war die Kirche vor Ort in ihren Strukturen zu verkrustet. Vielleicht ist sie das immer. Jedenfalls führte der Unwillen über die Langsamkeit, mit der die Impulse dieses großen Papstes umgesetzt wurden, zu der unseligen Idee des Pastoralkonzils, in dem die selben unbeweglichen Toren, die zuvor nicht imstande waren, Pius XII zu verstehen, plötzlich jeden zeitgenössischen Unsinn vom Massentourismus bis zur Mondlandung beklatschten.
Pius XII ist für uns alle ein Vorbild, weil er ein Christentum im Jetzt vorgelebt hat, ohne das depositum fidei anzutasten; er hat gezeigt, dass gerade aus dem unverkürztem Glauben die Kraft fliesst, mutig im Heute zu agieren. Ich hoffe und bete, er wird bald heilig gesprochen.
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#132   Pius XII   13:55:15 | Dienstag, 24. November 2009
Brandenburgis und Carl – Herolde christlicher Gelehrsamkeit?
Manchmal fühlt man sich wie im Panoptikum. Mein Highlight des heutigen Tages ist die Verurteilung des großen Papstes Pius XII durch user Brandenburgis. Verehrtester, wo haben Sie denn zu diesem Thema referiert? Vor Ihrem Spiegel? Dann war Ihnen frenetischer Applaus ja sicher. Aber tun Sie uns doch den Gefallen, Ihre seinerzeitigen Ergüsse als Exzerpt mal als Leserzeitung zu publizieren.
Ansonsten brauchen Sie hier nicht zurückzurudern. Sie haben explizit gefordert, Frauen von der Universität auszuschließen. Und das, Wertester, lässt nun einmal auf psychische Probleme Ihrerseits schließen. Ich hatte Ihnen ja ein Beispiel aus meiner Familie zum Thema Frauen an der Uni gebracht – und derer gibt es eine Menge.
„Alle doof außer Papi“ – das trifft es doch. Nennen Sie mir mal ein paar Leute, oder gar eine Organisation, die mit Ihnen einer Meinung wäre. Niemand. Entweder alle anderen irren, oder Sie.
Carl, wie immer neben der Spur, versteht nicht, was Demokratie ist. Demokratie ist eine Staatsform, es geht um die Rückkoppelung der staatlichen Macht an die Gewaltunterworfenen. Es geht nicht darum, dass jeder uneingeschränkt Unsinn verzapfen kann. Meinungsfreiheit gewährt nur der Staat. Die Zivilgesellschaft kann durchaus sozialen Druck entfalten. Hierzu der von Ihnen zitierte Gomez Davila: „Die wenigsten haben ein Recht auf eine eigene Meinung, sondern nur ein Recht zum Zuhören“.
Clarissa: Ihnen wie immer meine Hochachtung!
Redaktion benachrichtigen Keine britischen Sympathien für die Maulkorb-Deutschen
#111   Pius XII   11:18:24 | Dienstag, 24. November 2009
Brandenburgis richtet P. Pius XII – und bemerkt die Lächerlichkeit nicht!
Ich bleibe dabei, Universitäten müssen der Weiblichkeit verschossen bleiben!
Wieso? Wenn sogar Ihre Frau einen Abschluss hat (Sie auch?), weshalb dann diese lächerlich kategorische Ablehnung? Ihr ganzes Weltbild ist selbstgestrickt aus gruseligen Vorurteilen und Verklemmtheiten.
Daß sich Papst Pius XII in anderer Weise äußerte, bestärkt mich in dem Mißtrauen gegenüber diesem Demokraten-Papst.
Vielleicht sollte es Sie besser zu Misstrauen gegenüber Ihrer engen Sichtweise anregen. Alle doof außer Papi – wollen Sie sich das wirklich als Motto wählen?
Clarissa, der user reiner-katholik meint das, was er schreibt, ersichtlich nicht ernst, im Gegensatz zu Brandenburgis, Josef_G etc. Er will durch Übertreibung die extremen Positionen lächerlich machen.
Redaktion benachrichtigen Keine britischen Sympathien für die Maulkorb-Deutschen
#94   Pius XII   10:03:46 | Dienstag, 24. November 2009
Branenburgis, halten Sie doch endlich die Klappe!
Brandenburgis, Ihre Postings sind schwer zu ertragen. Wenn ein Mann, der bekanntermaßen bei Frauen keinen Stich sieht, sich im Internet mit derlei dummen Sprüchen hervortut wie Sie und das auch noch als göttliche Wahrheit hinstellt, dann sagt das viel über den Mann und wenig über die Sache aus.
Das deutsche Bürgertum hat eine schöne Tradition: wir bilden unsere Töchter gut aus. Meine Großmutter etwa zählte in den 20er Jahren zu den ersten 10 Frauen, die im damaligen Breslau Medizin studierten. Und sie zog die drei Kinder aus der ersten Ehe meines Großvaters und die vier gemeinsamen mit auf, von denen eines Priester wurde. Papst Pius XII. hat explizit erklärt, für die weitere Entwicklung des Christentums auf den weiblichen Einfluss zu setzen. Wer als Mann davor Angst hat, outed sich als Schwächling, nichts anderes.
Redaktion benachrichtigen Die Deutschen ersticken an ihren NS-Maulkorbgesetzen
#105   Pius XII   12:46:32 | Samstag, 21. November 2009
Brandenburgis, Sie sind ein gefährlicher Irrer!
Eine moralische Katastrophe sind vor allem Leute Ihres Schlages, die im Übrigen tief unter dem Durchschnitts-Nazi stehen.
Dieses Zitat bezieht sich auf meine Äußerung, der Nazismus sei „eine moralische Katastrophe“ gewesen. Ihre Stellungnahme beinhaltet damit eine Verharmlosung des NS-Unrechts.
Zuvor hatten Sie schon behauptet, Mahler würde „ganz normale politische Forderungen aufstellen“. Sie wurden darauf hingewiesen, dass Mahler u.a. das Verbot aller jüdischen Gemeinden fordert. Ich denke, das wissen Sie ganz genau. Das finden Sie also ganz normal, legitim und begrüßen es?
Wissen Sie was mich davon abhält, gegen Sie Strafanzeige wegen Volksverhetzung zu stellen? Dass ich es Ihnen nicht gönne, sich als Pseudo-Märtyrer aufzuspielen, der es schafft, nach einer Inhaftierung durch die Kommunisten erneut eingelocht zu werden. Aber eins ist sicher: Gefährliche Irre wie Sie gehören unschädlich gemacht. Aber dazu braucht es keine Justiz, das kann eine heilwegs funktionierende Gesellschaft durch soziale Ausgrenzung viel effizienter. Und Sie sind ja sozial ausgegrenzt. Recht so!
Redaktion benachrichtigen Die Deutschen ersticken an ihren NS-Maulkorbgesetzen
#60   Pius XII   17:10:49 | Freitag, 20. November 2009
Brandenburgis, was Sie hier verzapfen ist hirnlos
Nehmen Sie mir es nicht übel, aber als Katholik den Neo-Heiden Horst Mahler in Schutz zu nehmen – wie peinlich sind Sie eigentlich? Alle Politiker sind „todeswürdig“ – hakt’s noch richtig?
Sie sollten wissen, dass nach katholischer Staatslehre es keine uneingeschränkte Meinungsfreiheit gibt und es deshalb einem katholischen Staat völlig unbenommen wäre, gleichfalls die Auschwitzlüge unter Strafe zu stellen. Die Liberalen haben da mehr Probleme, aber wie das BVerfG entschieden hat, geht’s auch bei Annahme des liberalen Standpunktes.
Dass es nach der moralischen Katastrophe des Nazismus durchaus richtig und angemessen ist, die Verharmlosung der Untaten zu bestrafen, wird man nicht ernsthaft bestreiten können, sofern man sich nicht auf den hanebüchenen Standpunkt stellt, den Judenmord habe es nicht gegeben. Und wenn Horst Mahler notorisch gegen das Gesetz verstößt, dann muss die Justiz auch mal Zähne zeigen. Das nennt man das „Rechtsbewährung“. Also, was faseln Sie hier für einen Unsinn! Sie bestreiten das Recht des Gesetzgebers, ein Gesetz zu erlassen, weil der Gesetzgeber anders entschieden hat, als Sie es getan hätten. Wer sind Sie eigentlich?
Redaktion benachrichtigen Die Deutschen ersticken an ihren NS-Maulkorbgesetzen
#54   Pius XII   16:45:44 | Freitag, 20. November 2009
@ Pater Lingen!
Der Fall Toeben hat aber einen ganz entscheidenen Unterschied, den Sie übersehen: Toeben hat seinen Sermon selbst ins Netz gestellt, auf eine von ihm selbst betriebene Seite.
Bischof Williamson hatte darauf, ob, und wenn ja, wann und wie, seine Aussagen ins Netz gestellt werden, keinen Einfluss. Er musste auch nicht davon ausgehen, dass es überhaupt außerhalb des TV publiziert wird. Mehr noch: er hat sogar versucht, das Ins-Netz-Stellen zu verhindern. Deshalb ist der Hinweis auf den Entscheid des BGH in Sachen Toeben Nonsens.
Es ist so: § 130 Abs. 3 StGB passt auf diesen Fall nicht. Und wegen des strafrechtlichen Analogieverbotes wird es daher für die Anklage eng. Risiken bleiben aber. Deshalb rechne ich mit Einstellung nach § 153 a StPO.
Redaktion benachrichtigen Die Deutschen ersticken an ihren NS-Maulkorbgesetzen
#29   Pius XII   14:40:17 | Freitag, 20. November 2009
Das ist die Lücke des § 130 Abs. 3 StGB
Bischof Williamson hat tatsächlich die Lücke des § 130 Abs. 3 StGB gefunden. Denn Vorsatz bestand nur hinsichtlich der Verbreitung durch TV in Schweden. Und daraus auch auf einen Vorsatz hinsichtlich des Internets zu schließen wird letztlich am Grundsatz „nulla poena sine lege“ scheitern.
Der BGH hat sich einmal mit einem Fall befasst, in dem Australier die Auschwitzlüge ins Netz gestellt haben (selbst) und deshalb in Deutschland verurteilt. Nach den Gründen dieser Entscheidung wäre der Bischof nicht zu verurteilen. Ob der BGH nun die Strafbarkeit weiter ausdehnt ist offen; wenn ja könnte dem Art 103 GG entgegenstehen. Insofern hat der Fall Potential für Juristenstreitigkeiten.
Ich persönlich denke, dass die Lücke breit genug ist, um durchzuschlüpfen. Ich halte einen Schuldspruch für unwahrscheinlich, wenngleich wir uns in einem Graubereich bewegen. Es läuft auf § 153 a StPO hinaus.
@ Carl: Sie sind so etwas von ahnungslos. Wenn Sie wüssten …
Redaktion benachrichtigen Der 9. November gehört betrauert – nicht bejubelt
#26   Pius XII   23:41:55 | Montag, 16. November 2009
Brauner Unsinn!
Damals erklärten die Weltzionisten Deutschland nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler den Krieg.
Die National-Sozialisten beantworteten diesen Schritt mit der Blockade jüdischer Geschäfte, Anwaltskanzleien und Arztpraxen.
Aktion und Reaktion werden vertauscht und die Geschichte damit gefälscht. Unfassbar! Das ist Nazi-Apologetik in Reinstform.
Redaktion benachrichtigen Treffen nur alle zwei Monate
#64   Pius XII   17:51:43 | Mittwoch, 4. November 2009
Carl, nichts wird passieren!
Carl, da lehne ich mich ganz lässig zurück. Ich weiss nicht, wie oft Leute wie Sie schon den totalen Zusammenbruch prognostiziert haben, weil sie einfach in der Realität nicht zurechtkommen und deshalb ihre ganze Hoffnung auf eine Katastrophe setzen. Indes, diese wird nicht eintreten. Ich werde Sie von zeit zu zeit an Ihre Prognosen erinnern; wohl wissen, dass Sie unbelehrbar sind.
Redaktion benachrichtigen Treffen nur alle zwei Monate
#61   Pius XII   11:11:10 | Mittwoch, 4. November 2009
Nun ja, Carl
Sie schrieben aber eben auch, dass es bereits im Oktober zusammenbricht.
Und dass nun – nach den Wahlen – der Wirtschaftsabschwung förmlich mit den Händen zu greifen wäre kann ich auch nicht bestätigen. Die Wirklichkeit ist eine andere.
Abgesehen davon, mal rein hypothetisch: Was wäre, wenn die von Ihnen vorhergesehene Katastrophe nun nicht einträte? Sie sagen nun, in einigen Jahren. Also müsste ja wohl spätestens 2013 Schluss sein. Was, wenn Sie irren? Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht?
Redaktion benachrichtigen Treffen nur alle zwei Monate
#59   Pius XII   12:15:23 | Dienstag, 3. November 2009
Carl, ich habe eine Frage an Sie!
Sie hatten doch in mehreren Ihrer zahlreichen Beiträge als sicher vorhergesagt, dass spätestens im Oktober die Weltwirtschaft zusammenbrechen würde. Nun haben wir November. Haben Sie sich geirrt oder wie muss ich das verstehen?
Redaktion benachrichtigen Totengedenken + …
#35   Pius XII   12:09:36 | Dienstag, 3. November 2009
Widerlicher Sprachgebrauch
Ein Kind als „weiblicher Bastard“ zu bezeichnen, ist unter aller Sau und dem Liebesgebot des Evangelius zuwider.
Es hat der Kirche nicht gut getan, dass sie – etwa im 19. Jahrhundert – aus einem falschen, puritanistischen Moralverständnis heraus oft hartherzig gewesen ist. Man muss das nicht wiederbeleben. Diese Sprache ist abscheuerregend.
Redaktion benachrichtigen Eine dekadente Bande von Lustmolchen und Nihilisten
#4   Pius XII   14:30:31 | Donnerstag, 29. Oktober 2009
Was aber, verehrte Clarissa,
die Sache nicht per se falsch macht. Auch Huntington argumentiert im Kampf der Kulturen unter explizitem Verweis auf Spengler (wie politisch unkorrekt!), und in „Who we are“ setzt er noch eins drauf. Die Argumentation ist auch in der Sache nicht falsch.
Wobei wohl nicht Einwanderung per se, sondern Einwanderung aus nicht-westlichen Gegenden das Problem ist, und auch da gibt es Unterschiede: gegen Immigration aus der ehemaligen Sowjetunion oder Lateinamerika wird man wohl nichts haben können, bei Asiaten auch kaum etwas. Unser Problem sind Moslems und die Einwanderung in die Unterschichten.
Immerhin freut es mich, wenn nun die Identität des Westens auch bei Konservativen erkannt wird, die es doch sonst immer für den letzten Schrei halten, die nationale Idee postmortal für unterstützenswert zu erklären. Deshalb: Seien Sie etwas großzügiger, gnädige Frau!
Redaktion benachrichtigen Künftig gibt es alle zwei Wochen ein Treffen
#59   Pius XII   12:07:22 | Dienstag, 27. Oktober 2009
Carl, Ihre Abneigung gegen Rom ist nicht mehr katholisch!
Die Erklärung von 1976 war die – scharfe – Reaktion auf die Suspension. Rom griff den Erzbischof massiv an, der schoss zurück, in dem er auf die Lehrunterschiede hinwies. Bereits 1978 distanzierte er sich dann sehr eindeutig von den Sedisvakantisten und warf prominente FSSPXler der ersten Stunde raus. Sie picken sich aus dem CEuvre des Erzbischofs das heraus, was Ihnen passt, anstatt ihn so zu betrachten, wie er war: „eine große Gestalt der universalen Kirche“ (P. Benedikt XVI.).
Dieses sentire cum ecclesia, das Verständnis für die Weite der Kirche und die Größe des Katholischen – die fehlt bei Ihnen leider völlig. Freuen wir uns doch, dass Rom nun erstmals inhaltlich über das Konzil und seine Auslegung diskutiert und somit lehrmäßig etwas in Bewegung kommt. Es geht hier um die Wahrheit, den Glauben, die Kirche; nicht um das Scharmützel irgendwelcher Gruppen und Grüppchen. Und die Kirche ist immer noch die Kirche, und der Papst der Papst, und ubi Papa ibi Ecclesia. Und deshalb gilt über diese Verhandlungen: honni soit qui mal y pense.
Redaktion benachrichtigen Das Erzbistum München schwingt die Nazi-Keule gegen Katholiken
#96   Pius XII   17:04:22 | Freitag, 23. Oktober 2009
@ für die Kirche
Ich weiss genausowenig wie Sie, und wahrscheinlich weiss ausser dem lieben Gott niemand mehr. Wir können, denke ich, froh sein, dass sowohl an der Spitze in Rom wie in Menzingen sehr verantwortungsbewusste Männer stehen, die katholisch denken und denen die Kirche am Herzen liegt. Deshalb bin ich sehr positiv gestimmt.
Die Sache mit den Anglikanern fand ich auch gut.
Wir sehen ja an dem Abfall der ganzen Protestanten, dass es keine Zukunft des Christentums ohne Rom geben kann. Und Rom braucht aber dringend die Renaissance der Tradition. Hier geht es nicht nur um die Bereinigung der kirchenrechtlichen Probleme – die FSSPX lebt auch im derzeitigen Zustand ganz passabel. Es geht um das Symbol. Wird die FSSPX regularisiert, ohne dass sie „das Konzil“ 1:1 schlucken muss, dann wissen alle – v.a. die vielen neokonservativen Opportunisten – wohin der Wind weht. Dieses Symbol würde vieles in Bewegung setzen.
Also: Wir sollten beten, aber wir können auch begründet hoffen!
Und intern müssen wir die katholische Vernunft gegen die Sektierer verteidigen.
Redaktion benachrichtigen Das Erzbistum München schwingt die Nazi-Keule gegen Katholiken
#93   Pius XII   16:50:10 | Freitag, 23. Oktober 2009
Eine Schweinerei – aber dennoch vielleicht heilsam
Dieser Kotau der Erzdiözese vor dem linken Pöbel ist natürlich beschämend und passt zur Kirche in Deutschland.
Aber vielleicht hat es auch eine heilsame Wirkung: Die Lebensschutzbewegung MUSS sich endlich eindeutig von irgendwelchen Verrückten mit NS-Schlagseite abgrenzen. Auch auf dieser Seite kommt es ständig zu irgendwelchen Gleichsetzungen des NS-Judenmords (zur Erinnerung: ein Täterwillen, eine große Tat des Staates) mit der Abtreibung (viele Einzeltaten, Staat schaut pflichtwidrig weg). Die deutsche pro-life-Bewegung muss hier klare Kante fahren, wenn sie wirklich was erreichen will. Das ist jetzt deutlicher als je zuvor. Hoffen wir, dass die Feigheit der Münchner so wenigstens was Positives für die Zukunft bewirkt.
Redaktion benachrichtigen Anglikanische Konvertiten bekommen eine Personalprälatur
#3   Pius XII   14:12:29 | Dienstag, 20. Oktober 2009
Gut katholisch!
Eine feine Sache. Und gut katholisch. Das hat die Kirche immer so gemacht. Das schönste Beispiel ist die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine. Mit den Anglikanern kehren nun die ersten Schismatiker aus einer reformatorischen Tradition heim, allerdings die, die noch theologische Restsubstanz haben. Ähnliches ist der schwedischen Kirche zu wünschen. Bei den anderen protestantischen Gemeinschaften fehlt jedoch leider jede gemeinsame Basis.
Es zeigt sich eins: Es gibt keine Zukunft des Christentums ohne den Papst. Aber dieses Christentum muss eben auch wahrhaftig sein. Dafür braucht es die FSSPX.
Redaktion benachrichtigen Jetzt sind die Karten auf dem Tisch
#13   Pius XII   17:56:19 | Donnerstag, 15. Oktober 2009
Verhandlungen, Bischof Williamson
1) Gottes Segen möge diese Verhandlungen begleiten, damit die leidige kirchenrechtliche Sondersituation bereinigt und zudem dogmatische Klarheit hinsichtlich der Autorität des Pastoralkonzils hergestellt werden kann.
2) Weshalb in diesem Zusammenhang die olle Kamelle mit Bischof Williamsons verunglückter Aussage aufgekocht wird, ist unverständlich. Und einreisen kann er nun nach Deutschland ohne jedes rechtliche Risiko: ein Strabefehl richtet sich auf eine Geldstrafe, weshalb jedes Haftrisiko weggefallen ist. Und außerdem: er kann ja in Einspruch gehen, denn die Rechtslage ist in seinem Fall nicht eindeutig.
Redaktion benachrichtigen Heldentum ist etwas anderes
#91   Pius XII   11:38:22 | Freitag, 9. Oktober 2009
Es gibt kein richtiges Leben im falschen
Wenn der Vater des Kardinals den Unrechtscharakter des NS-Regimes erkannte, dann ist es sein gutes Recht gewesen zu desertieren.
In solchen Extremsituationen, in denen die Autoritäten zu Trägern des Unrechts werden, und sich das positive Recht zu Unrecht wandelt, besteht eine „Situation der Unmittelbarkeit“, in denen das Gewissen auf die pervertierten Satzungen keine Rücksicht mehr nehmen muss.
Redaktion benachrichtigen Kein gleiches Recht für Wahrheit und Irrtum
#44   Pius XII   13:03:58 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Spaemann trifft den wunden Punkt, aber liegt er deshalb richtig?
Was Spaemann dankenswerterweise – als Erster, soweit ich es sehe – auf den Punkt bringt ist, dass sich das Bild vom Staat, auch sein Selbstbild, geändert hat. Der heutige Verfassungsstaat ist etwas anderes als der liberale Nationalstaat des 19. Jahds und auch was anderes als die vormodernen Staaten. Und das Konzil passt sich dem in gewisser Weise an.
So weit, so gut. Nur: das Konzil geht weiter und reklamiert für sich „Naturrecht“. Und das geht nicht. Denn Naturrecht ist eben unveränderlich.
Weiter: Die Argumente Spaemanns vermögen auch ganz praktische Rechtsfragen nicht zu beantworten: Wie kann man auf der Basis des Konzils etwa das Kopftuchtragen im öffentlichen Dienst verbieten (praktiziert in Baden-Württemberg)? Wie das öffentliche Tragen der Burka (angekündigt für Frankreich)? Wie den Bau von Moscheen (Volksinitiative in der CH)? Wie kann man zwischen christlichen Einwanderung aus dem Irak und schiitischer unterscheiden (politische Forderung in Dtl)? Man kann es nicht. DH würde in allen diesem Punkten die intuitiv als „nicht-christliche“ erkannte Lösung zur Folge haben.
Aber dennoch: Man muss DH in Zusammenhang mit dem Wandel des Staatsbegriffes sehen. Spaemann hat das Thema, den Knackpunkt erkannt. Nur seine Lösung überzeugt mich nicht wirklich.
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#11   Pius XII   15:15:49 | Freitag, 2. Oktober 2009
Genau das meine ich!
Hier wird der Lebensschutz in die braune Ecke gerückt und damit jeder ernsthaften Bemühung um eine Verbesserung der Abtreibungsrechtslage ins Genick geschlagen.
Alois Bischof, was Sie sagen ist schlicht Unsinn. Hitler wollte „das Judentum“ ausrotten, das schrieb er in „Mein Kampf“. Nun war unklar, wie das geschehen sollte. Dachte man zunächst an Vertreibung, machte der Krieg das unmöglich. Also begann man, angetrieben durch die allgemeine Enthemmung, zu morden. Und das wusste die Führung, sie förderte und koordinierte es. Sie kennen Himmlers Posener Rede von 1943? Also hören Sie mit diesem Revisionisten-Sch… auf!
Und zur Abtreibung: Überschätzen Sie nicht die Wirkung des Strafrechts. Auch zur Zeiten der Geltung des § 218 StGB alter Fassung gab es nahezu keine Verfahren deswegen. Als bereits 1948 die Polizei Frauen an der deutsch-niederländischen Grenze untersuchte wegen Abtreibungsverdachts, gab es einen öffentlichen Aufschrei. Sie verhindern Abtreibung nicht allein durch eine Strafnorm, da gehört einiges mehr dazu. Wir haben derzeit in Deutschland etwa 144.000 Abtreibungen jährlich – würde man diese Zahl unter 100.000 drücken können, darunter keine Spätabtreibungen mehr, dann wäre das sehr, sehr viel. Und nur durch eine Strafnorm wird man es sicher nicht so weit drücken können. Abtreibung ist eben keine zentral gesteuerte Angelegenheit, sondern immer ein Einzelakt. Man verhindert Diebstahl ja auch nicht dadurch, indem man einfach die Strafdrohung erhöht.
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#2   Pius XII   14:37:29 | Freitag, 2. Oktober 2009
Der Straßenverkehr!
Dieser Corrides ist für einen Juristen erstaunlich unpräzise. Denn alles, was er anführt, gilt genauso für den Straßenverkehr. Auch der fordert Jahr für Jahr tausende Menschenleben, er ist legal, und jeder weiss es.
Der entscheidende Unterschied zwischen dem Unrecht der Abtreibung und dem NS-Judenmord ist, dass es sich bei dem Judenmord um eine gezielte, zentral gesteuerte Aktion handelte, während die Abtreibung jeweils eine individuelle Entscheidung der einzelnen Frau ist. Man kann sich den Unterschied sehr leicht deutlich machen, in dem man sich vorstellte, der Staat würde (was es in China gab) Zwangsabtreibungen vornehmen. Dann wäre es Massenmord. So ist es eine Masse von Einzelmorden.
Der Staat schaut dabei – vorwerfbar – weg. Er macht sich also einer Beihilfe durch Unterlassen schuldig, während er im Dritten Reich aktiver Täter war. Weil aber Beihilfe durch Unterlassen einen niedrigeren Schulgrad hat als aktive Täterschaft sind die Gleichsetzungen törricht. Sie bringen nur den ganzen und dringend nötigen Lebensschutz in gefährliches Fahrwasser, helfen nicht eine Abtreibung zu verhindern, aber erschweren seriöse Bemühungen, politisch im Sinne des Lebens Einfluss zu nehmen.
Redaktion benachrichtigen „Ich bin es, der euch hier verhören sollte!“
#43   Pius XII   18:11:54 | Montag, 28. September 2009
Falsche Grundlage
Ein Beispiel: Darf oder muß ein katholischer Staat das öffentliche Praktizieren falscher Religionen tolerieren?
Die katholische Tradition antwortet darauf mit einem „Darf“. Dagegen besteht das Zweite Vatikanum auf einem „Muß“ – und das unterschiedslos.
Das Problem ist, dass das Vat II genau das nicht behauptet. Die traditionelle Lehre zum Staat hat über die Pflichten und Rechte des Staates geschrieben. Im Konzil kam dann der Personalismus zum Durchbruch, der auf die Rechte und Pflichten des Einzelnen abstellt. Ungeklärt ist nun das Verhältnis dieser System zueinander.
Ich stimme dem Bischof ja zu, dass die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit nicht sehr weise war. Weiter, dass sie in der Konsequenz falsch ist, dass sie das moderne Staatsrecht absolut setzt, dass sie bereits heute, 50 Jahre später, zu falschen Ergebnissen führt, etwa im Streit ums Kopftuch oder das Tragen der Burka.
Aber: So, wie Bischof Williamson es darstellt, ist es eben nicht. Er verkürzt unzulässig und baut seine ganze Argumentation auf diese falsche Grundlage. Mit falschen und unsauberen Argumenten sollte man nie diskutieren, vor allem, wenn man den Anspruch auf die Wahrheit erhebt. Es reicht eben nicht, nur auf die Unsauberkeiten der Konziliaren hinzuweisen, es bedarf auch einer eigenen, sauberen Argumentation. Und dazu gehört, dem Konzil nicht etwas anzudichten, was es so nicht erklärt hat.
Redaktion benachrichtigen Die Tschechen gehen lieber in den Supermarkt als zur Neuen Messe
#39   Pius XII   11:56:24 | Montag, 28. September 2009
Tschechen
Anders als in Polen waren in Tschechien die Kirchen nie voll, zumindest nicht zur Messe, vielleicht für Politveranstaltungen. Die ganze „nationale Wiedergeburt“ der Tschechen hatte stets einen starken anti-deutschen und anti-katholischen Impetus. Drum wurde auch gleich nach der Staatsgründung 1919 die „Hussitische Kirche“ gegründet. Die kommunistische Kirchenverfolgung knüpfte da nahtlos an. Tschechien ist einer der wenigen Staaten, wo man dem „Konzil“ nicht sehr viel anlasten kann, denn hier war schon vorher nicht mehr viel vorhanden.
Redaktion benachrichtigen Vor einer Wahl des „geringeren Übels“ ist dringend abzuraten
#118   Pius XII   11:53:32 | Montag, 28. September 2009
Manche kreuz.net – Texte sind echt an Dummheit nicht zu überbieten!
Wenn das Christentum so borniert wäre wie es dieser Text nahelegt, dann wäre etwa der Kölner Dom nie gebaut worden. Oje!
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#49   Pius XII   09:39:14 | Freitag, 11. September 2009
Ja, Tridentinus, aber das ist eben keine Aussage des Lehramtes
Zwischen dem 18. und dem 20. Jhd wurde, bedingt auch durch den protestantischen Rigorismus und die Defensivsituation der Kirche, das 6. Gebot überstrapaziert. Ihm wurde eine Ausnahmestellung zugeschrieben, angeblich kamen die meisten Hölleninsassen wg des 6. Gebotes hinein – schrieb sogar der hl. Alphons. Letztlich sind diese Aussagen nicht nur durch nichts zu belegen, sie sind, wie August Adam ja richtig erkannte, schlicht falsch. Und haben, by the way, der Kirche massiv geschadet und tun das bis heute.
Insofern dürfte Stadler nicht ganz neben der Spur liegen. Nicht jeder Akt als solcher muss zur Zeugung führen, sondern das eheliche Sexualleben in seiner Gesamtheit muss kinderoffen sein. Die Einzelakte und ihre Gestaltung sind dann wiederum frei, sofern Freiwilligkeit, Hygiene, Achtung der Würde des anderen und die Grenzen des Natürlichen gewahrt sind.
Diese Regeln sind so weit, dass man sie tatsächlich nicht wird verletzen können – sofern man nicht beabsichtigt, in irgendwelchen Ganzkörpergummianzügen sein Schlafzimmer zu entern.
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#34   Pius XII   13:35:24 | Donnerstag, 10. September 2009
Belege gibt es keine!
Natürlich wurde das nie als „Massenmord“ verurteilt. Es gab sogar einen Disput darüber, ob Onanie nun in sich schlecht ist oder nur die Absicht des Onan verwerflich war. Entschieden wurde es dann zugunsten der ersten Lösung, etwa im KKK.
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#17   Pius XII   11:10:11 | Donnerstag, 10. September 2009
@ Tridentinus @ Clarissa
Die Moraltheologie, lb Tridentinus, ist da so eindeutig nicht. Gefordert wird doch meines Wissen nur die grundsätzliche Bereitschaft zum Kind, was aber nicht heisst, dass nun jeder einzelne Akt immer in Zeugungsabsicht erfolgen muss.
Dass sich die Rorta damit befasst hat wusste ich bislang nicht. Ist ja interessant. Wo kann ich dazu mehr finden?
Noch zur Moraltheologie: Bei Adam wird das wesentlich nüchterner gesehen als bei den Negativlisten-Verbotstheologen des 19. Jahrhunderts.
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#42   Pius XII   22:48:15 | Mittwoch, 2. September 2009
Genau!
Man muß feststellen, dass viele Verbände sehr schlafmützig und sehr resigniert sind, anstatt sich in der CDU zu engagieren.
Das bringt es auf den Punkt. Wenn sich die Katholiken nicht einbringen – eben auch wegen des Niedergangs der Kirche infolge des Konzils – dann wird’s auch Brühe mit der Christdemokratie. Meckern und Wegsehen sind keine brauchbaren Wege.
Redaktion benachrichtigen Setzt sich Benedikt XVI. von Johannes Paul II. ab?
#12   Pius XII   18:00:05 | Dienstag, 1. September 2009
Caritas in Veritate ist nicht schlecht
B16 steht – begründet durch seine Sozialisation – in der Tradition des deutschen Nachkriegskatholizismus. Mit all seinen Nachteilen – etwa im Personalismus und was das Laster angeht, zu vorgerückter Stunde bei einem Glas Rotwein Teilhard de Chardin gut zu finden – aber eben auch im positiven. Und „caritas in Veritate“ ist eben die Propagierung des Rheinischen Kapitalismus auf der Höhe unserer Zeit. Also kein Marktradikalismus, sondern Ordoliberalismus, „Wohlstand für alle“ und sozialer Ausgleich statt Klassenkampf. Insegsamt sicher die erste Sozialenzyklika seit Pius XII, die auch in ökonomischer Hinsicht diskussionswürdig ist und mehr ist als nur fromme Rhetorik abseits der Realität. Für meinen Geschmack ist sie ein bisschen zu regulierungsfreudig, aber das ändert nichts daran, dass sie in jedem Fall ernstzunehmen ist.
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#20   Pius XII   13:55:54 | Dienstag, 25. August 2009
Peinliche Kirchenkritik
Bieger, Sind Sie Calvinist. Wie freudlos sind Sie denn?
Essen ist Kultur. 25jähriges Priesterjubiläum, das ist wie Silberhochzeit. Da gehört ein gutes Essen einfach dazu. Der Monsignore hat wenigstens Stil und Kultur – beides gutkatholisch. Das unterscheidet ihn von Ihnen.
Redaktion benachrichtigen Ein glorreicher Versager
#19   Pius XII   13:51:36 | Dienstag, 25. August 2009
Zutreffende Kritik
JP2 brachte zwar geringfügige Verbesserungen, er hauchte der unter Paul VI völlig zerstörten Kirche zumindest wieder Leben ein. Aber es war oftmals bloßer Aktionismus, kein Leben aus dem Dogma. Theologisch war er gruselig charismatisch, bei ihm stand das religiöse Gefühl, nicht die feststehende Wahrheit im Vordergrund. 1988 exkommunizierte er schließlich die kirchliche Tradition.
Wir können für ihn hoffen, dass er nicht wusste, dass er irrte. Der polnische Katholizismus tendiert ja tendenziell zu einer eher süßlichen Frömmigkeit statt zur lateinischen Präzision. Aber ein Vorbild für die Gläubigen – nein, das ist er sicher nicht.
Redaktion benachrichtigen Frankreich: Katholische Monarchisten im Angriff
#188   Pius XII   15:29:51 | Dienstag, 11. August 2009
Carl, woher wissen Sie das?
Carl schrieb: Der echte Pius XII… hätte freilich alle Systemparteien –- also CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Linkspartei –- exkommuniziert, d.h. jeden Katholiken, der für sie arbeitet, öffentlich untersützt, etc.
Woher wissen Sie, was der echte Pius XII. getan hätte? Sind Sie prophetisch begabt?
Ich glaube übrigens, dass Sie sich irren. Die westeuropäische Christdemokratie ist ohne Pius XII undenkbar. Richtig ist, dass der politische Katholizismus in der Krise ist, weil eben auch der Katholizismus durch das Konzil leidet. Aber es hieße, das Geschäft der Linken zu betreiben, würde man ihnen die an sich katholischen Organisationen überlassen. Vielmehr sind wir gefordert, das, was uns gehört, auch zu behaupten.
By the way: Der echte Pius XII. hat seinerzeit noch nicht einmal die Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten mit Exkommunikation bedroht – und die waren seinerzeit hart antiklerikal. Sie, Carl, wollen hier immer Dogmen aufstellen, wo doch nur katholische Freiheit ist. Ihre Vorstellung vom Staatskirchentum ist vielleicht islamisch, aber keineswegs katholisch. Aber das begreifen Sie wahrscheinlich nie.
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#185   Pius XII   13:27:59 | Dienstag, 11. August 2009
@ Alois Bischof
„Pius XII“ setzt wohl auf die CDU … für die Zukunft Deutschlands?
Das, lieber Alois, hat schon der echte Pius XII. getan – und nebenbei bei der Reform der Karwoche die Karfreitagsfürbitte für den Kaiser gestrichen.
Die authentische katholische Lehre, etwa beim hl. Thomas von Aquin, bevorzugte immer den status mixtus, also eine Ausgewogenheit aus demokratischen, aristokratischen und monarchischen Regierungsformen. Dabei hatte man immer die römische Verfassung vor Augen, die ja mit Volkstribunen, Senat und Caesar auch alle Elemente vereinigte. Aristoteles schließlich lieferte die philosophische Rechtfertigung für dieses Austarieren. Bereits der hl. Robert Bellarmin trat den Absolutheitsansprüchen der Monarchen entgegen und forderte eine Stärkung demokratischer Ansätze. Der monarchische Absolutismus wurde hingegen gegen die Stände, auch die geistlichen, durchgesetzt. Die idealisierten Vorstellungen vom „großen Monarchen“ entstammen alle der deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts. Da kommen ja auch diese Propheterien her. Jeder Franzose kriegt da einen Hals.
Redaktion benachrichtigen Er war ein Lügner – und ein schlechter noch dazu
#169   Pius XII   11:58:09 | Dienstag, 11. August 2009
@ Vieira
Nach vernünftigem Juristenurteil ist der §130 StGB verfassungswidrig.
Naja, „vernünftig“ ist eine Wertung, „herrschend“ eine Beschreibung. Sie haben in einem Recht: § 130 StGB ist sicher nur schwer als „allgemeines Gesetz“ im Sinne des Art. 5 GG anzusehen. Hier hat die herrschende Meinung eine Begründungsschwäche. Aber sie hat auch ein paar entscheidende Vorteile:
– Die Wahrheit ist auf ihrer Seite. Es gibt eben keinen vernünftigen Zweifel daran, dass unter dem NS-Regime Millionen Juden gezielt und planmäßig durch Einsatz staatlicher Macht ermordet worden.
– Die Norm dient der politischen und sozialen Hygiene in unserem Land, in dem eine erwiesenermaßen kriminelle politische Anschauung so wirksam an der Verbreitung ihres Gedankenguts gehindert wird.
Angesichts dieser klaren Vorteile hat auch das BVerfG über die juristischen Begründungsschwierigkeiten hinweggesehen. Man kann das von einem streng juristischen Standpunkt für falsch halten. Aber Recht findet nun einmal immer in einer sozialen Realität statt. Daher enthalte ich mich eines Urteils, was nun die „vernünftige“ und was die „unvernünftige“ Juristenmeinung ist.
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#167   Pius XII   11:39:52 | Dienstag, 11. August 2009
Was wollen Sie, Edda?
Natürlich ist jedes historische Ereignis in einem gewissen Sinne einzigartig. Aber darum geht es bei der „Singularität des NS-Judenmords“ nicht. Hier geht es darum, dass dieser, wenn man ihn in die Reihe der anderen Massenmorde der Geschichte stellt (Armeniermord, Kollektivierung in Sowjet-Russland, Vertreibung der Ostdeutschen, Kambodscha etc.) gewisse Merkmale aufweist, die den anderen so fehlen. Üblicherweise sind diese Massenmorde einfach Exzesse, eine staatliche Instanz erklärt eine Gruppe für vogelfrei und gibt vielleicht einen Startschuss, und dann toben sich – geduldet, angesport, was auch immer – enthemmte Gruppen aus. Und bei den Nazis war das besondere, dass hier mit bürokratischer Präzision gearbeitet wurde und Exzesse bestraft worden sind. Es war also die Ordnung, die mordete, und nicht eine zugelassene Unordnung. Sagen die Historiker, finde ich plausibel. Und es sind auch die Historiker zuständig, weil es ein geschichtliches Ereignis ist.
Was die Meinungsfreiheit angeht: noch nicht einmal nach radikalliberaler Lehre werden Freiheiten schrankenlos gewährt. Es gibt immer Schranken der Meinungsfreiheit, entscheidend ist nur, dass diese nicht den Wesenskern der Freiheit beeinträchtigen. Und das ist nach gleichfalls herrschender Juristenmeinung bei § 130 StGB nicht der Fall.
Redaktion benachrichtigen Auch die Piusbruderschaft muß den Götzen opfern
#2   Pius XII   11:27:58 | Dienstag, 11. August 2009
Mann oh Mann!
Wenn man das liest weiss man, weshalb er ausgeschlossen wurde – werden musste.
Redaktion benachrichtigen Frankreich: Katholische Monarchisten im Angriff
#180   Pius XII   16:02:46 | Montag, 10. August 2009
Der „große Monarch“?
Das war doch eine der beliebtesten Spintisierereien der 70er. Gibt es da jetzt eine Retromode? Üblicherweise ging es einher mit der Ansicht, Paul VI werde in den Kellern des Vatikans gefangengehalten und irgendwelche Finsterlinge hätten stattdessen einen Schauspieler gefunden, der dann in natura vom Balkon des Petersdoms grüße. Wird das auch noch vertreten (angesichts der fiktiven Alters Pauls VI wäre das bemerkenswert) oder versucht sich der „große Monarch“ jetzt an einer Solokarriere? :-D
Redaktion benachrichtigen Österreich hat den Anschluß geschafft
#64   Pius XII   15:26:08 | Montag, 10. August 2009
So???
die gegnerischen medien machten ihn zum „pornojäger“
Soweit ich es mitbekomme nennt er sich selbst so. In Österreich ist das wohl ein Titel oder zumindest eine Berufsbezeichnung. Womit sich die Frage nach der korrekten Anrede stellt. „Herr Pornojäger“? Und: Gibt es auch einen „Oberpornojäger“? Das wäre in der Kurzform wohl der „Herr Operpo“ :-D
Redaktion benachrichtigen Frankreich: Katholische Monarchisten im Angriff
#177   Pius XII   13:38:15 | Montag, 10. August 2009
Eine schöne Geschichte
Und als sich in einem spanischen Badeort ein Pfarrer mokierte, der Bikini müsse verboten werden, da fuhr der Bürgermeister zu Franco, der schrieb dem Bischof: Der Tourismus geht vor! Und der Bikini blieb.
Das war in Benidorm. Die Geschichte war allerdings etwas dramatischer. Der Bürgermeister wurde mit der Exkommunikation bedroht, wenn er nicht ein Bikiniverbot erlassen würde. Damit hätte er auch sein Amt verloren, weil Nicht-Katholiken im Franquismus keine politischen Ämter innehaben konnten. Also fuhr er auf seinem Motorroller nach Madrid und bekam einen Termin bei Franco, der dann den erwähnten Brief an den Bischof von Valencia schrieb.
Blinder Eifer ist genauso schädlich für den Glauben wie Lauheit. Wer jede Modefrage zum Dogmenstreit erklärt ruiniert die Kirche genau wie der, der überhaupt kein Dogma mehr anerkennen möchte. Inflation der Wahrheit führt auch zu ihrer Entwertung. Insofern hat cum te recht.
Redaktion benachrichtigen Er war ein Lügner – und ein schlechter noch dazu
#165   Pius XII   12:36:36 | Montag, 10. August 2009
Juri, Sie reden Stuss!
1) Einzigartigkeit kommt nicht aus der Juristensprache, sondern aus dem sog. Historikerstreit von 1986; gern auch latinisiert: Singularität. Die Singularität des NS-Judenmords gilt unter Historikern als herrschende Meinung, aber Sie können das auch bestreiten. Strafrechtlich ist das irrelevant.
2) Offenkundigkeit ist ein alter Begriff des Prozessrechts. Den haben Sie in allen Prozessordnungen. Ein Umstand kann offenkundig sein – dann muss über ihn kein Beweis mehr erhoben werden – er kann gerichtsbekannt sein – dann muss auch kein Beweis erhoben werden – oder er ist zu beweisen. Neu ist an diesem Begriff nichts.
Redaktion benachrichtigen Frankreich: Katholische Monarchisten im Angriff
#174   Pius XII   11:02:41 | Montag, 10. August 2009
Ich finde Sarkozy nicht schlecht
Ich bin bei solchen gutgemeinten Versuchen immer etwas ratlos. Geht es hier wirklich um eine reale Verbesserung der Politik oder nur um eine neue Version von „wir leisten uns den Luxus einer Meinung, bei der sichergestellt ist, dass wir nie mit realer Verantwortung konfrontiert werden“? Bei Kant heisst das dann wohl Gesinnungsethik versus Verantwortungsethik. Persönlich finde ich Sarkozy da irgendwie überzeugender.
By the way: „Schriftsteller“ ist kein geschützter Begriff. Welche Werke hat der Parteivorsitzende denn verfasst?
Redaktion benachrichtigen Systemimmanente Opposition zum Nationalsozialismus
#69   Pius XII   10:55:00 | Montag, 10. August 2009
Pluralismus ist das falsche Wort
Pluralismus ist für die inneren Reibereien und das Kompetenzgerangel innerhalb des NS-Regimes das falsche Wort. Aber dass das Nazi-Regime keine absolut klare Hierarchie hatte, sondern sich teils konkurrierende Bürokratien hielt (normale Verwaltung, Parteiverwaltung im zivilen Leben; Polizei, SA/SS, SD in der Polizei; Wehrmacht, Waffen-SS beim Militär) ist ja bekannt. Abert alle waren insoweit gleichgeschaltet, als dass sie sich mühten, das „Programm“ der Nazis umzusetzen. Und die Konkurrenz hatte hier durchaus verheerende Folgen, weil sich die unterschiedlichen Ebenen bemühten, die Konkurrenz durch „besonderen Eifer“ auszustechen. Das kann man am Verbrechen „par excellence“, dem Judenmord, sehr genau studieren, bei dem es einen regelrechten Wettlauf der verschiedenen Lagerkommandanten und SS-Führer um die effizienteste Methode des Mordes gab.
Redaktion benachrichtigen Deutsche Gesinnungsjäger beißen auf Schwedenstahl
#56   Pius XII   14:11:07 | Freitag, 31. Juli 2009
@ Vater Abt
Doch, das wird so sein, zumindest auf Seiten der FSSPX.
Letztlich ist es aber so, dass hier auf beiden Seiten zwei sehr besonnene und feingeistige Intellektuelle an der Spitze stehen. Der Hl. Vater hat ja bislang erstaunlich fest seinen Kurs behauptet, und der Generalobere der FSSPX hat in all den Wirren der letzten Monaten durchweg eine bellissima figura gemacht, immer verbindlich, sanft im Ton und katholisch in der Aussage. Wenn man sich das ansieht dann gibt es, so denke ich, allen Grund optimistisch zu sein.
Die eigentliche Gefahr sehe ich nicht bei den Krawallbrüdern, die es vereinzelt bei der Tradition geben mag, sondern bei den gutvernetzten und machtbewussten Konzilsgewinnlern, also der linkskatholischen Fraktion. Die wissen sehr genau, dass ihr Einfluss auf der Kippe steht und werden deshalb sicher kämpfen. Dort wird es entschieden.
Redaktion benachrichtigen Deutsche Gesinnungsjäger beißen auf Schwedenstahl
#49   Pius XII   13:53:05 | Freitag, 31. Juli 2009
@Vater Abt
Stimme Ihnen zu was die Schwerpunktsetzung angeht. Aber ich kann Sie beruhigen: Dieses Fettnapfspringen ist die Sache von einigen ganz Wenigen, und es werden auch immer weniger. Und die sind in der Kommission, die nach Rom geht, nicht drin.
Redaktion benachrichtigen Die Zensur hat tausend schöne Namen
#76   Pius XII   10:13:34 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Naja, so einfach ist es aber auch nicht.
Die schrankenlose Meinungsfreiheit zählt aus guten Gründen nicht zum Gegenstand des katholischen Naturrechts. Sie zu fordern ist etwas eigenartig, wenn man zugleich eine katholische Haltung für sich beansprucht.
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#265   Pius XII   17:42:26 | Montag, 20. Juli 2009
Wie gut, dass ich katholisch bin!
Bislang ging ich davon aus, dass nur Gott in die Herzen schauen kann. Da Gott es kann, musste es „auch“ heissen. Ich kann es nicht, weshalb ich auch nicht so munter urteile wie Altmann es tut.
Mit welcher Formulierung ich hier in diesem Forum jemals auch nur ein Dogma geleugnet haben sollte (was ja Altmanns Urteil, ich sei nicht katholisch, impliziert) bleibt mir unklar. Es gibt, Altmann, bislang keine Dogmen wie: „Wer den FSSPX-Generaloberen nicht für einen Verräter hält, sei ausgeschlossen“ oder „ubi Papa, ibi non Ecclesia“.
„Für die Kirche“ schrieb vor einiger Zeit ganz richtig, es sei müßig, mit Sektierern wie Ihnen und Ihresgleichen zu diskutieren. Er hatte recht. Wer nicht Ihrer Meinung ist, der ist böse, nicht katholisch etc. Ihnen gehen maßgebliche katholische Tugenden ab, wie Klugheit, Mäßigkeit, Humor, geistige Weite. Deshalb sind Sie outnumbered, deshalb hört niemand auf Sie, deshalb gehen Sie mutmaßlich Ihrem ganzen Umfeld (sofern Sie eins haben und kein Einzelgänger sind) auf den Nerv und gelten als Sektierer – deshalb und nicht, weil Sie katholisch sind. Sie missbrauchen den Glauben als Entschuldigung für persönliche Defizite. Und weil ich diese Probleme nicht habe, aber gleichzeitig katholisch bin, sind Sie auch so aggressiv. Denn es zerstört Ihr Weltbild, wonach der Glaube den Misserfolg zwingend erfordert – er tut es nicht!
Um es also klar zu sagen: Ich bin katholisch, bleibe es, und lasse es mir auch von Ihnen nicht vermiesen! :)3
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#260   Pius XII   09:31:39 | Montag, 20. Juli 2009
Offenbar kann auch Altmann in die Herzen schauen
Mann, Mann, Altmann, sagenhaft, wie Sie mir so per Ferndiagnose den Glauben absprechen, nur weil ich es wage, die Handlungen des Generaloberen der FSSPX gut zu finden. Wozu fehlgeleiteter Eifer doch alles fähig ist …
Jedenfalls ist dankenswerterweise das Geschrei einiger Herren hier irrelevant. Die Kommission für die Gespräche mit Rom ist ernannt, die Namen können im Amtsblatt der FSSPX nachgelesen werden, einschließlich des Vorsitzenden, und damit kann es nun losgehen.
Lux, ich stimme Ihnen mal wieder 100%ig zu: hier wird der Gesamtkirche ein unschätzbarer Dienst erwiesen, in dem endlich die Geltung der Tradition über die Konzilsdokumente und damit der Tod des „Geistes des Konzils“, dieses Zerstörungsgeistes, festgestellt werden kann. Hoffen und beten wir also, dass diese Gespräche die doktrinelle Klarheit in der Kirche wieder herstellen.
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#251   Pius XII   17:23:37 | Sonntag, 19. Juli 2009
Das ist ja nicht auszuhalten! Können Sie nicht lesen?
Bischof de Galaretta lehntg ein „rein praktisches Abkommen“ ab. Das steht in dem zitierten Auszug mehrmals. Also eine rein kirchenrechtliche Übereinkunft ohne Klärung der Lehrfragen. Was nun beginnen sind aber gerade Diskussionen über Fragen der Lehre. Insofern sagt das Zitat von Ihnen, Sinah, nicht das Geringste zu den Verhandlungen, wie sie nun stattfinden.
Es ist doch klar und immer klar gewesen, dass vor einer Übereinkunft die doktrinellen Fragen geklärt werden müssen. Und das soll ja nun geschehen. Es geht also genau darum, die von Bischof Fellay angesprochenen Kritikpunkte zu klären.
Sie drei Sedisvakantisten versuchen Widersprüche zu konstruieren, wo einfach keine sind.
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#230   Pius XII   10:39:19 | Freitag, 17. Juli 2009
@ Altmann, Carl etc.; Sie wissen einfach nicht, was Gehorsam ist
Sie sind gehorsam, solange der Vormann das tut, was Ihnen passt. Das ist aber kein Gehorsam. Man muss den Oberen auch dann folgen, wenn man anderer Meinung ist.
Die Notstandsgrenze zieht auch nicht. Denn darauf können Sie sich nur berufen, wenn die Haltung der Oberen unter allen in Betracht kommenden Auffassungen falsch wäre. Und dass Sie den Oberen der FSSPX unterstellen wollen, man könne deren Haltung nach keiner in Betracht kommenden Haltung vertreten, hoffe ich nicht. Solange man die Entscheidungen der Oberen irgendwie rechtfertigen kann, haben Sie kein Recht, hier derartig vom Leder zu ziehen.
Dass ich es hier leicht habe, weil ich die Haltung der Oberen nicht nur rechtfertigen kann, sondern sie sogar sehr schätze ist sicher richtig. Aber wollen Sie mir das vorwerfen? Wenn ich anderer Meinung wäre, wäre ich doch loyal. Und damit wir uns richtig verstehen: was immer bei den Gesprächen in Rom herauskommt, meine Konsequenz steht fest; ich bleibe katholisch.
Dazu gehören aber auch eine Weite im Denken, es gehören Mäßigkeit und Klugheit dazu, ein Sinn für die Realität, Achtung der Autoritäten und Humor – alles, was Ihnen, wenn man Ihre eifernden Beiträge als Beurteilungsgrundlage nimmt, abgeht. Und deshalb hört auch keiner auf Sie, deshalb sind Sie so outnumbered, und deshalb diese Aggressionen hier im Deckmantel des Alias, den sich auch Klaus Barbie nahm.
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#217   Pius XII   15:49:46 | Donnerstag, 16. Juli 2009
Dann, Altmann, klopfen Sie eben auf Ihre Schenkel
Wissen Sie, Altmann, ob Sie mir nun glauben, ich sei just for fun hier dabei, oder nicht, das ist mir egal. Jeder, der denken kann, weiss dass es so ist, ganz einfach, weil dieses Forum nahezu keine Relevanz hat; hier lesen vielleicht drei-vier Leute mit, und die haben eh ihre Meinung. Es gab einen Fall, da war es anders, das war Diestedde, da schrieben plötzlich 30 Leute, darunter einer, der sich selbst als „absoluten FSSPX-Insider“ bezeichnete. Wer das war ist mittlerweile bekannt. In diesem einen Fall war es mehr als Privatvergnügen für mich, da war es Solidarität.
Ansonsten habe ich einen enormen Vorteil hier: dass ich alles, was ich hier so schreibe, auch locker anderswo sagen könnte, ohne dass jemand überrascht wäre oder es mir schaden würde. Ich schreibe nämlich im Netz nicht anders als ich sonstwo argumentiere. Vergleichen Sie das nur mal mit Ihren Aussagen und denen Ihres Gesinnungsgenossen Carl in diesem Thread. All die Angriffe und Unterstellungen gegen die FSSPX-Oberen, bis hin zu dem geschmacklosen Ausfall gegen Bischof Tissier als „Kämmerchen-Professor“.
Wir können diese Debatte gern fortsetzen, dann aber unter Klarnamen, gern auch unter Einschluss eines Paters. Es gibt kein Recht darauf, im Internet unter Alias (nebenbei der selbe Alias wie von Klaus Barbie, dem „Schlächter von Lyon“, was ich schon bemerkenswert finde) zu stänkern. Solange es bei Ihnen nur zur klandestinen Meinungsäußerung reicht, sind Sie eh irrelevant, denn das real life ist nunmal real.
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#215   Pius XII   13:57:09 | Donnerstag, 16. Juli 2009
Altmann, ich versuche es weiter.
Dennoch, Sie sollten über lux Worte nachdenken. So wirken Sie: ein Mensch, der Argumenten nicht zugänglich ist.
Und weiter: Ich muss hier gar niemandem etwas klar machen. Ich bin in diesem Forum just for fun. Diesen thread lesen vielleicht vier Leute. Glauben Sie wirklich, dafür lohnt es sich, Aufwand zu betreiben? Das ist mein Privatvergnügen.
Wegen Ihrer Frage: Warum fragen Sie das Bischof Fellay nicht selbst, wenn Sie so ein toller „Insider“ sind, wie Sie behaupten? Vermutlich würde er Ihnen antworten, dass man unterscheiden muss zwischen 1) dem Konzil, wie es die Linken verstehen und 2) den Einzeltexten und er hat damals eben 1) gemeint. B16 habe nun aber 1) verworfen, also rede man nun über 2) und man dürfe das nicht verwechseln.
Ich selbst finde aber schon Ihre Frage dümmlich. Denn Sie unterlassen permanent das, was man in der Linguistik „Textsortenkritik“ nennt. Eine Interviewantwort ist was anderes als ein bischöfliches Manifest, ein Statement in einer Podiumsdiskussion ist was anderes als ein offizielles Dokument. Sie können doch nicht allen Ernstes jedes Interview der letzten 10 Jahre durchforsten und dann Wortklauberei betreiben. Niemand wird sich immer eindeutig, präzise und druckreif für die Ewigkeit ausdrücken, niemand. Es kommt immer auf die Linie an, die sie aus den Dokumenten extrahieren müssen. Und die hat sich bei Bischof Fellay nicht einen Jota geändert. Er ist der legitime Erbe des Erzbischofs.
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#212   Pius XII   11:11:55 | Donnerstag, 16. Juli 2009
Altmann im Zitateladen
Altmann, Sie sollten mal beim Hl. Thomas von Aquin nachlesen. Danach sind Autoritätsargumente stets die schwächsten.
Kommen wir zum Kern der Sache: Egal ob der Erzbischof, Bischof Fellay oder P. Pfluger, egal ob B16 oder wer sonst, jeder, der sich ernsthaft mit dem Vat II auseinandersetzt muss immer zuvor klären, wie er das Vat II versteht – entweder als eine „Ereignis“, als einen Block, als neues Pfingsten, als Superdogma etc., also als Blankovollmacht für alles und jedes, so dass die ganze Tradition nur noch im Lichte des Vat II gelesen werden darf. Das ist die eine Linie, die letztlich bis zum Tode JP2 die gängige war.
Oder aber man versteht das VatII als eine Textsammlung, man nimmt den Wortlaut der Dokumente, man ordnet das VatII seinerseits in die Tradition ein. Tut man das, kommt man schnell an zwei Probleme: zum einen die Schwammigkeiten und Mehrdeutigkeiten, zum anderen an die 5 % Texte, die eine akatholische Auslegung eher nahelegen als eine katholische.
Alle scharfen Zitate des Erzbischofs, die Sie bemühen, richten sich immer gegen das VatII in der linken Auslegung. Immer gegen den „Block“. Und solange das die gängige Interpretation in der Amtskirche war, konnte es kein agreement geben. Das nicht zu sehen war das Verhängnis der FSSP.
Aber mit dem Amtsantritt von B16 hat sich hier eben etwas grundlegend geändert. Der verwirft ja selbst diese Auslegung des Konzils als Block. Nun geht es um die Texte. Und da muss die Antwort der FSSPX differenzierter sein.
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#199   Pius XII   18:12:05 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Danke, Altmann!
Natürlich weiss ich, wer diese absolut richtigen und weisen Worte gesagt hat.
Nur verstehen muss man sie können!
1) Aus den Texten kann kein „klarer kirchenpolitischer Kurs abgeleitet werden, weil sie so schwammig sind“.
Absolut richtig! Also auch kein Kurs gegen die klassische Theologie. Einfach keiner.
2) „Das „Ereignis muss ad acta gelegt werden.“
Noch richtiger! Denn es ist gerade die Linie der Linken, das Konzil „als Ereignis“ zu interpretieren. Das ist eben jene Interpretation, die uns so zu schaffen macht und die die Kirche vergiftet. Sie sehen: alle diese großen Geister unterscheiden immer sehr sauber zwischen
a) den Dokumenten als solchen, die mehrdeutig, schwammig, interpretationsoffen, belanglos, aber (mit genz wenigen Ausnahmen) nicht offen häretisch sind und auch nicht zwingend den postkonziliaren Niedergang und Abfall herbeiführen und
b) dem Konzil, verstanden als „Superdogma“, „Block“, „Ereignis“, „Neues Pfingsten“ etc.
Diese Unterscheidung zwischen Texten einerseits und Ereignis andererseits haben Sie drin. Und die haben Sie bei Bischof Fellay, beim Erzbischof und folglich auch bei dem von Ihnen zitierten brillanten Geistlichen. Ohne die geht es nicht.
Jedenfalls war das seinerzeit ein absolut überzeugendes Interview, das auch entsprechend beachtet wurde. Es zeigt, dass die heutige FSSPX-Führung würdige Nachfolger des Gründers sind. Sein Kurs, der auch das Maßhalten einschließt, kein Modernismus, kein Sedisvakantismus, der wird gehalten. Weiter so!
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#78   Pius XII   14:36:01 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Naja, Inquisitor, aber dann wäre selbst der Hl. Vater ein Gegner des Konzils.
Denn Kardinal Ratzinger sagte 1988 in Chile jene in konzilskritischen Kreisen gern zitierten Worte:
Aber es gibt eine einengende Haltung, die das Zweite Vatikanum isoliert und die Opposition hervorgerufen hat. Viele Ausführungen vermitteln den Eindruck, daß nach dem Vatikanum II jetzt alles anders ist und das Frühere alles keine Gültigkeit mehr haben kann, oder, in den meisten Fällen, diese nur noch im Lichte des Vatikanum II hat. Das Zweite Vatikanische Konzil behandelt man nicht als Teil der lebendigen Tradition der Kirche, sondern direkt als Ende der Tradition und so, als fange man ganz bei Null an. Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst kein Dogma definiert hat und sich bewußt in einem niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte; trotzdem interpretieren es viele, als wäre es fast das Superdogma, das allen anderen die Bedeutung nimmt.
„niedrigerer Rang als reines Pastoralkonzil“ ist O-Ton des Kardinals und heutigen Papstes. Und „Mater et Magister“ klingt ähnlich. Insofern scheint mir „Pastoralkonzil“ schon ein anerkannter Begriff zu sein – zutreffend allemal.
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#194   Pius XII   14:13:58 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Sorry, Für die Kirche, aber das stimmt nicht ganz
Glaubt Ihr etwa, daß Stephen Heiner dies ohne Erlaubnis und mit Absicht gegen den General gemacht hat?
Stephen Heiner ist dem Vernahmen nach Sedisvakantist. Auf keinen Fall ist er Mitarbeiter beim Angelus-Verlag. Er ist auch nicht bei „The Remnant“ angestellt. Er ist freischaffender Künstler. Er handelt nicht im Auftrag irgendeiner FSSPX-Instanz. Das war ein Interview auf eigene Faust. Hier war nichts abgestimmt oder abgeklärt. Surely not.
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#76   Pius XII   14:10:23 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Herr Inquisitor!
Wo gibt es denn – außer als theologische Meinung – eine verbindlche Begriffs-Definition von enem „Pastoralkonzil“
In der Eröffnungsansprache von P. Johannes XXIII „Mater et Magister“.
und dann eine allgemein akzeptierte Unterscheidung zwischen einem „Pastoralkonzil“ und allen anderen Konzilien?
Folgt daraus. In meinem Konzilskompendium, „Die Beschlüsse des Konzils“, Leipzig 1965 (also die ostdeutsche Alternative zu Rahner/Vorgrimler) steht das ausdrücklich als Vorbemerkung: Man solle, ich zitiere frei, beachten, dass das Konzil entsprechend der Eröffnungsrede von P. Johannes XXIII keine allgemein verbindlichen Lehren verkündet habe und deshalb auch das Gewissen nicht binde. Diese Ausgabe hat selbstverständlich Imprimatur.
Der Terminus „Pastoralkonzil“ als unicum ist nach meinem Kenntnisstand allgemein anerkannt. Was genau sich daraus ableitet, wie also die Verbindlichkeit en detail zu bewerten ist – darübr streiten logischerweise die Theologen; je linker, umso höhere Verbindlichkeit, eigenartigerweise nicht für die Texte an sich, sondern für das „Ereignis“.
„Dogmatische Konstitution“ heisst eigentlich nur, dass sie Fragen der Dogmatik zu Gegenstand hat, also die Ecclesiologie. Aber auch hier gilt: keine neuen Lehren, die verbindlich wären. Nur Interpretationen des alten, die bewusst ezitabhängig sein sollten und keineswegs das alte, auf dem es ja aufbaut, entwerten sollten. Das kam erst bei der Rezeption.
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#192   Pius XII   12:31:59 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Zitieren ist das eine, verstehen das andere
Erzbischof Lefebvre schrieb:
Die Mehrdeutigkeiten und Doppelsinnigkeiten dieses Pastoralkonzils enthielten das Gift, das sich dann mit Hilfe der Reformen und der Anwendung des Konzils in der ganzen Kirche ausgebreitet hat.
Frage: Was also enthielt das Gift?
Lösung 1) das Pastoralkonzil als solches? oder
Lösung 2) Die Mehrdeutigkeiten und Doppelsinnigkeiten der Texte?
Richtig! Es ist Lösung 2. Es waren die Mehrdeutigkeiten und Doppelsinnigkeiten.
Frage: Was muss also getan werden, um die Kirche zu entgiften?
Antwort: Es müssen die Mehrdeutigkeiten und Doppelsinnigkeiten eliminiert werden.
Frage: Wie geht das?
Antwort: In dem man alle Unklarheiten durch eine autoritative Erklärung, die katholisch sein muss, beseitigt.
Erklärung: Nicht anders kann man dieses Zitat des Erzbischofs verstehen. Was der EB anklagt („J’accuse“ ist übrigens eine Anspielung auf das berühmte „J’accuse“ der Dreyfuß-Affäre, deshalb dieses „starke“ Wort) ist die Interpretation des Konzils durch die Liberalen. Also „Das Konzil als Block, das Konzil als Superdogma“. Dieses Konzil lehnt er 100 % ab. Die Texte hingegen kritisiert er nicht als solche, sondern wegen der Zweideutigkeiten.
Ergo: Man muss a) die linke Interpretation kassieren und b) die Texte klären. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Und bitte, Carl: Das wird Ihnen jeder Dogmatiker in der FSSPX so bestätigen. Jeder!
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#72   Pius XII   11:25:05 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Brandenburgis, das ist wirklich unakademisch!
Ein Konzil als „Torte“ – und dann bauen Sie auf diesem ohnehin verunglückten Vergleich auch noch Schlussfolgerungen auf. Also bitte!
Dieser Blogeintrag ist wirklich lesenswert ….osservatore-vaticano.org/…rticle-33117157.html. Denn er sagt doch genau das aus, worum es geht, nämlich aus den (interpretationsoffenen) Dokumenten etwas anderes zu machen als die herrschende altlinke Lehre behauptet: eine katholische Stellungnahme zur Welt der 1960er Jahre mit niedriger Autorität. Damit wäre das Konzil (also Ihre Torte) zwar noch immer nicht schmackhaft, aber immerhin genießbar. Sie würde dann noch einige Zeit Bauchgrimmen verursachen, wahrscheinlich gäbe es auch dünnen Stuhlgang. Aber das wär’s dann auch.
Wenn Sie unbedingt Konditor bleiben wollen: Die Torte enthält ein Gift. Das Kind hungert. Der Arzt hat das Gegengift. Er spritzt es in die Torte und versichert: nun kann man sie essen, sie sättigt, schmeckt aber sicher etwas bitter. Der Arzt ist ein absoluter Könner und vertrauenswürdig. Was machen Sie: Die entgiftete Torte essen oder verhungern? Also!
Machen wir uns doch nichts vor: Niemals kann die Kirche ein Konzil einfach kassieren. Ich bitte Sie! Das ist ja der feuchte Traum aller Linken. Dann kassieren die morgen das IV. Laterankonzil und übermorgen Nicäa. Man kann es nur durch Interpretation einebnen. Und das lässt das Vat II als Pastoralkonzil nun einmal ausdrücklich zu (im Gegensatz zu zu den dogmatischen Konzilien). Es ist der einzige gangbare Weg. Und das sollte Ihnen eigentlich klar sein.
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#69   Pius XII   10:49:40 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Das ist es!
Sehr gut! So sehe ich es auch.
Schöne Zitate:
In dem Buch werde die These der Konzilsminderheit aufgenommen, wonach das Zweiten Vatikanum soviel Autorität besitzt wie ein Familienvater im Gefolge der 68er Revolution.
Man hat festgestellt, daß es keine wesentlichen Lehrunterschiede zwischen der Piusbruderschaft und Rom gibt und daß das Zweite Vatikanum, dessen Dekrete von Erzbischof Marcel Lefebvre unterschrieben wurden, nicht von der Tradition der Gesamtkirche getrennt werden kann.
Redaktion benachrichtigen Unnötige Komplimente + …
#12   Pius XII   10:41:46 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Vorsicht was Irland angeht
Der Entschädigungsfonds wird zum weit größeren Teil vom Staat gefüllt. Die Orden erhielten für die Heimbetreuung seinerzeit erhebliche Staatsmittel. Es ist in den Heimen schwer gefehlt worden – daran gibt es keinen vernünftigen Zweifel, man kann höchstens über das Ausmass streiten. Und die Liegenschaften sind vor der Wirtschaftskrise bewertet worden und heute weniger wert. Sie machen nur einen Bruchteil des kirchlichen Vermögens aus, auch an Immobilien.
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#187   Pius XII   10:38:20 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Logischer Fehler
Es geht bei den Gesprächen in Rom aber nicht um eine Torte, sondern um ein ökumenisches Konzil der Hl. Kirche. Vergleiche veranschaulichen einige Aspekte, aber nie alle, und sie können hinken. Und ich persönlich finde den Tortenvergleich wenig hilfreich.
Redaktion benachrichtigen Das Motu Proprio erwähnt auch die Privatmesse
#25   Pius XII   18:48:27 | Dienstag, 14. Juli 2009
@ Alois Bischof
Dies bedeutet die Ablehnung des Ökumenismus, der Assisi-Gebetskonferenzen, der Erklärung zur sog. Religionsfreiheit, die Ablehnung einer Theologie des Dispensationalismus zum Thema Judentum, und die Akzeptanz der Mission aller Völker der Welt.
Absolut d’accord!
In der Konzilskirche und in den von ihr beherrschen Pfarreien und Klöstern könnte so eine Kontrarevolution und Kontrareformation des 21. Jahrhunderts nur nach totalem Zusammenbruch und weltkriegsähnlichen Ereignissen noch stattfinden.
Sie Kleingeist! Die Hände in den Schoß legen und rufen „Wir können gar nichts machen, lieber Gott, tue Du es!“ ist alles, nur nicht katholisch.
In Fatima sagte die Gottesmutter voraus.
Nein, das tat sie nicht, das ist Ihre Interpretation.
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#181   Pius XII   17:05:43 | Dienstag, 14. Juli 2009
Danke, für die Kirche
Sie haben absolut recht. Aber hier spielen bei Altmann auch kleinere persönliche Animositäten herein, deshalb der Eifer ;-)
Die Situation ist letztlich sonnenklar: Das Konzil als „Superdogma“ ist zu 100 % abzulehnen. Bei den Dokumenten geht es darum, eine Leseanleitung zu erhalten, die dann jede Interpretation gegen die traditionelle Lehre verhindert. Ist das möglich und geschafft, dann gibt es keinen Notstand mehr. Zuständig das zu beurteilen sind die statutengemäßen Autoritäten, also der Generalobere, mit ihm der Generalrat und schlussendlich das Generalkapitel. Und niemand sonst.
Es ist einfach ätzend und unkatholisch, wenn hier selbsternannte „Hardliner“ meinen, sie müssten die klaren Spielregeln aushebeln, nur weil die Autoritäten eben einfach anderer Meinung sind als die „Hardliner“ oder einfach etwas schlauer (was ja nicht schwer ist). Warum kann sich nicht auch ein „Hardliner“ dem Urteil der Berufenen beugen, egal, wie es ausfällt? Diese Sektierer sind einfach nur grauenhaft.
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#177   Pius XII   15:02:56 | Dienstag, 14. Juli 2009
Altmann, Sie weichen aus!
Tatsache ist doch, dass Sie genausowenig wie ich wissen, was genau der Erzbischof unterschrieben hat. Wir sind beide auf Sekundärquellen angewiesen. Und Bischof Tissier äußert sich nun einmal eindeutig. Aber ich werde Ihren Einwand überprüfen und nochmals nachfragen.
Dann: Ich unterstelle dem Erzbischof keine Lüge. Der Vorwurf ist lachhaft, abgesehen davon müssten Sie ihn genauso gegen Bischof Tissier erheben. Tun Sie das?
Weiter: Ich stelle mir das Verhältnis von Abstimmung und Unterschrift wie beim Urteil eines Kollegialgerichts (z.B. OLG-Zivilsenat, 3 Richter) vor. Zunächst wird über das Urteil abgestimmt. Auch bei einer 2:1-Entscheidung unterschreibt dann der unterlegene Richter die Urteilsausfertigung als Zeichen der Einheit und Autorität des erkennenden Senats. Er erklärt also ungeachtet seiner inhaltlichen Ablehnung seine Zugehörigkeit zum Spruchkörper, der diese Entscheidung erlässt. Nichts anderes kann für die finale Unterschrift aller Konzilsväter angenommen werden. Aber auch hier gilt: Ich lasse mich jederzeit eines besseren belehren. Bislang wurde es mir aber so erklärt.
Schriften des EB, die ich gelesen habe: „Sie haben Ihn entthront“, „Brief an die ratlosen Katholiken“, „Meine vierzig Bischofsjahre“, „Die kurze Geschichte … „ sowie die maßgeblichen Erklärungen, etwa zur Bischofsweihe. Reicht das?
Ihre sonstigen Mutmaßungen und Unterstellungen sind schlicht abwegig und fallen auf Sie zurück.
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#175   Pius XII   13:53:49 | Dienstag, 14. Juli 2009
Altmann, Sie sind ein Schlaumeier!
Wir haben zwei Dokumente: die Biographie von Bischof Tissier und den Auszug aus dem Fideliter (ich glaube Ihnen mal, dass Sie das richtig wiedergebenen haben).
In der Biographie steht: Er hat alle Dokumente unterschrieben. Und das hat Bischof Tissier mir bestätigt – ohne einen Hinweis, das ändern zu wollen oder dass er sich beim Schreiben geirrt habe (weshalb ich Ihnen auch diesbezüglich nicht glaube, pardon, aber da hat der Bischof einfach eine höhere Glaubwürdigkeit).
Im Interviewauszug steht drin: Die Abstimmung war geheim (es ist keine explizite Aussage über sein Abstimmungsverh) und anschließend hat er auf großen Blättern unterschrieben, diese waren Anwesenheitslisten.
Insofern steht fest: Der EB hat irgendetwas unterschrieben. Es steht weiter fest, dass die eigentliche Abstimmung zuvor erfolgt war. Wir können davon ausgehen, dass er bei der Abstimmung dagegen gestimmt hat. Wir wissen nicht, welche Bedeutung die Unterschriftenlisten haben. Entweder gar keine (Anwesenheitsliste) oder aber die anschließende Ausfertigung und Bekräftigung durch alle Konzilsväter. Wir wissen schließlich nicht, ob die Bedeutung der Unterschriftenlisten allen Teilnehmern bewusst war.
Das muss man mal klären. Die Biographie von Bischof Tissier legt hier nahe, dass es eine Unterschrift zur Ausfertigung, also mehr als eine reine Anwesenheitsliste war. Ich weiss es nicht, denn ich habe keine andere Quelle. Wissen Sie es besser? Oder üben Sie sich gerade in einem synthetischen Urteil a priori?
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#172   Pius XII   13:17:57 | Dienstag, 14. Juli 2009
Carl, Was ist daran so schwer?
Sie müssen mal unterscheiden zwischen 1) den Dokumenten des Konzils, also den Worten und 2) der Interpretation dieser Dokumente als ein „Superdogma“.
Zunächst zu 2) Nach der Meinung der Modernisten ist das Konzil weit mehr als nur eine Textsammlung in einer Reihe anderer, älterer Texte. Es ist ein „Ereignis“. Es ist nach dieser Auffassung egal, was in den Texten steht, entscheidend ist, dass dieses Ereignis stattgefunden hat. Die Texte bedeuten danach nicht, was in ihnen steht, sondern nur, dass nur alles anders ist, aber was genau sich wie ändert, ist nicht vorgegeben. Alles ist nun also neu, veränderlich, frei schwebend.
Dagegen hat sich B16 bereits als Kardinal mehrfach scharf gewandt, und er hat sie als Papst mehrfach eindeutig verworfen.
Das so verstandene Konzil muss man als Katholik vollständig ablehnen! Das ist es, was EB Lefebvre meinte.
Zu 1) Dann gibt es die bloßen Dokumente. Und die kann man, wenn man sie mit den klassischen Interpretationsmethoden liest, eben zu 95 % ohne weiteres akzeptieren. Da steht viel Richtiges, noch mehr Belangloses, sehr viel Zeitabhängiges drin, einiges, was man zwar hinnehmen kann, aber nicht wirklich gut findet, aber keineswegs etwas Häretisches. Das sagt Bischof Fellay so, und das hat auch der EB nie in Abrede gestellt. Und 5 % sind eben schwer missverständlich, die müssen durch eine nota previa so „eingegrenzt“ werden, dass man sie nur noch katholisch verstehen kann – quasi eine verbindliche Leseanweisung. Darum geht es jetzt!
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#169   Pius XII   12:27:34 | Dienstag, 14. Juli 2009
@ Altmann
Ich beziehe meine Kenntnis aus der Biographie des Erzbischofs von Bischof Tissier. Ich habe den Bischof unlängst in Berlin bei der Firmung getroffen und auch danach gefragt. Er sagte, der Erzbischof habe alle Dokumente unterschrieben. Richtig ist, dass er bei den Abstimmungen (wahrscheinlich, es war keine namentliche Abstimmung) dagegen gestimmt hat. Aber nachdem sie beschlossen waren, haben alle Konzilsväter zur Bekräftigung unterschreiben müssen – und, das sagt zumindest Bischof Tissier, da hat auch der Erzbischof unterzeichnet.
Aber bitte, ich prüfe es gern nach. Tun Sie es doch auch und lesen Sie mal die wirklich empfehlenswerte Biographie des Erzbischofs (das haben Sie Schlaumeier nämlich offensichtlich nicht getan, sonst würden Sie mich hier nicht so angreifen).
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#158   Pius XII   17:47:13 | Montag, 13. Juli 2009
Logisch
Und das Lehramt äußert sich seit den Aposteln in seinen Dokumenten. Die haben eine verschiedene Wichtigkeit, verschiedene Bedeutung. Unantastbar sind die Dogmen. Bei allem, was darunter steht, ist in gewissen Grenzen eine Abweichung erlaubt.
Wenn man auf dieser Basis an Vatikanum II und die heutige Universitätstheologie rangeht, dann wird es die Einheit geben.
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#156   Pius XII   17:42:01 | Montag, 13. Juli 2009
Einheit im wahren Glauben
Ich hoffe mit Ihnen, wobei es eine Einheit im wahren Glauben sein muss.
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#154   Pius XII   17:30:35 | Montag, 13. Juli 2009
Echte Inquisitoren waren präziser
Inquisitor, Sie müssen genau lesen. Ich habe gesagt, es sei gut, ihn zu unterstützen, Kritik kann jeder. Ich habe nicht gesagt, es sei nötig im Sinne, sonst passiere etwas.
Er verdient jede Unterstützung, es ist gut, wichtig und richtig, ihn zu unterstützen, und er hat diese Unterstützung auch. Insgesamt ist die Situation also sehr gut. Die FSSPX ist sich einig, die Führung ist klar, die Prinzipien auch, und bei der Anwendung auf die aktuelle Situation sind alle mit dem General zufrieden. Damit ist schon mal sicher, dass die Verhandlungen nicht etwa an inneren Unsicherheiten auf seiten der FSSPX scheitern, sondern es wirklich um Theologie gehen kann. Also, insgesamt ist alles paletti. Aber natürlich soll man sich darauf nicht ausruhen, sondern alles tun, damit es so bleibt.
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#152   Pius XII   17:00:36 | Montag, 13. Juli 2009
Lieber Carl!
„Aus Geheimdienstkreisen“ – wow! :-D
Bischof Fellay setzt vollständig die Linie des Erzbischofs Lefebvre fort, auch wenn Sie das nicht erkennen wollen. Der Erzbischof hat ALLE Dokumente, also 100 %, unterschrieben. Was er als „Block“ bezeichnet, was das Konzil in der Interpretation der Linken. Das wissen wir ja alle, dass die jeden antikatholischen Unsinn durch den lapidaren Hinweis auf „das Konzil“ rechtfertigen – und nie sagen, in welchem Dokument an welcher Stelle es denn nun stehe. Dieses „Konzil als Block“ oder als „Superdogma“ lehnt wohl jeder, der echt katholisch ist, ab, zu 100 % ab. Auch der Papst lehnt das jetzt ab.
Jetzt geht es aber um das Konzil als Sammlung von Texten. Und hier sagt Bischof Fellay, mit denen kann man zu 95 % leben, und Erzbischof Lefebvre unterschrieb 1962-65 sogar 100 %. Ich kann (muss!) das Konzil, wenn es als Block, als allumfassendes Superdogma verstanden wird, zu 100 % ablehnen. Wenn ich aber die Texte, Satz für Satz, Aussage für Aussage durchgehe, immer auf der Basis der traditionellen Lehre, immer in dem Bewusstsein, dass es nur um die Erklärung der ewigen Lehre in einem neuen zeitlichen Kontext handelt, also „im Licht der Tradition“, dann gehen 95 % ohne weiteres durch. Das ist einfach so, oder glauben Sie wirklich, alle Bischöfe der 60er Jahre einschließlich des Erzbischofs wären Trottel gewesen?
Danke für die Kirche! Es ist billig zu kritisieren, es ist wichtig, den General zu unterstützen. Kritik kann jeder.
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#148   Pius XII   15:38:40 | Montag, 13. Juli 2009
Ruhe ist erste Bürgerpflicht
Danke, für die Kirche. Jetzt ist Ruhe erste Bürgerpflicht. kath.net ist eine Seite, die immer gegen die FSSPX war, erst hat man es für unverschämt erklärt, dass die FSSPX die Aufhebung der sog. „Exkommunikation“ forderte, jetzt tut man so, als sei man immer dafür gewesen, und noch nicht einmal die schlichte Tatsache, dass es ohne die FSSPX kein Motu Proprio Summorum Pontificium gegeben haben würde kann man da anerkennen. Hier sind die säkularen Medien viel weiter, dort nimmt das keiner ernst, alle schauen, was die offizielle FSSPX für Erklärungen abgibt. Wie ich bereits schrieb: Dieses Interview ist fernes Grollen.
Ich bin einfach dafür, Vertrauen in den Generaloberen zu setzen, denn er macht seine Sache doch ausgezeichnet, er ist besonnen, souverän, maßvoll und hält klaren Kurs. Nach den Priesterweihen dankte beim Essen der Regens dem Generaloberen ausdrücklich dafür, so Kurs zu halten und weder in die eine, noch in die andere Richtung zu wackeln und es gab langanhaltenden, donnernden Applaus – anwesend waren Bischof de Gallaretta, nahezu alle deutschen Patres plus die Oberen der meisten europäischen Distrikte. Das ist die Realität. Nicht das, was Bi Williamson in seinem Interview Teil I sagt. Und diese Geschlossenheit ist auch die Garantie dafür, dass die Verhandlungen mit Rom zu einem für die Kirche guten Ergebnis führen – Klarheit über das Vat II durch das traditionelle Dogma – und damit der Notstand beendet ist.
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#145   Pius XII   14:16:16 | Montag, 13. Juli 2009
@ lux @ für die Kirche
@ Lux, das passiert in der Hitze des Gefechts schon mal. Kein Problem :(3
@ für die Kirche: Stimme zu. Wobei Carl wohl nicht mehr FSSPX ist. Er ist leider völlig abgedriftet. Er sagt einen Zusammenbruch der Ordnung für den Oktober voraus und ist sehr aggressiv gegen den Generaloberen. Es gibt ja die Menschen, die meinen, nur Sie allein wissen, was die „wahre“ FSSPX sei und die dann diese „wahre“ FSSPX gegen die reale FSSPX in Stellung bringen – wobei die reale immer verliert, logisch. Die können dann weiterhin die Messen der FSSPX besuchen, und auch gute Kontakte haben, aber sie sind im Herzen längst weg. Rothkranz soll es dem Vernehmen nach genauso gemacht haben, bis er dann Kapellenverbot bekam. Das wird Carl nicht passieren, weil er anonym bleibt. Aber es ist das selbe Schema.
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#142   Pius XII   13:41:10 | Montag, 13. Juli 2009
Lieber „Lux in tenebris“
Ich hoffe doch, Sie meinten in Ihrem letzten Posting nicht mich, sondern „Pius.inquisitor“ – denn bislang waren wir ja in der Sache immer einig.
Wobei Sie auch hier in der Sache recht haben. Wenn jemand Gebete gegen den Generaloberen empfiehlt, dann sollte man ihn nicht mehr ernst nehmen. Das ist wie bei „Antipacelli“ und Co – das sind letztlich Sektierer.
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#139   Pius XII   12:21:21 | Montag, 13. Juli 2009
Lieber Carl!
Die Realität! Carl, ich wundere mich, wie ein so gläubiger Mensch wie Sie so wenig Sinn dafür haben kann. Sie schreiben, Ihr Beichtvater (sicher ein FSSPX-Pater) habe Ihnen ein Gebet für die Absetzung des Generaloberen empfohlen. Muss Sie das nicht stutzig machen über die spirituelle Qualität des Beichtvaters? Es ist doch offensichtlich, dass er das nicht tun darf.
Es gibt in BiWilliamsons Interview – Teil II – eine Stelle, da sagt er „In my opinion he’s a truthteller“. Ein ungewollt entlarvender Satz: Denn er setzt hier die eigene Meinung vor die Wahrheit. Wahr ist, was seiner Meinung entspricht. Das ist moderne Erkenntnistheorie pur.
Sie werden von mir keinen einzigen Satz finden, in dem ich auch nur ein katholisches Dogma in Abrede stelle oder auch nur eine Häresie verteidige. Was Sie aber gern tun ist, dass Sie Dinge zu Glaubensfragen machen, die keine sind. Ob es Gaskammern gab oder nicht ist eine Frage der Geschichte, es ist auch eine Frage der Redlichkeit, die Beweise nicht einfach zu ignorieren, aber es ist doch keine Frage der Religion. Sie irren wie die Linken, die am liebsten BiWilliamson deshalb exkommuniziert hätten, wenn Sie mich vice versa deshalb zum unsicheren Christen erklären. Beides ist Modernismus, einmal von links, bei Ihnen von rechts!
Und nochmal: Gebete gegen Bischof Fellay sind sicher nicht gottgefällig.
Redaktion benachrichtigen Sinnloses Politikergeschwafel
#49   Pius XII   15:22:48 | Sonntag, 12. Juli 2009
Was ist daran schlecht?
Der Textauszug ist doch eine insgesamt ausgewogene Auseinandersetzung mit dem Tourismus. Wer das ablehnt, der hat einfach einen anti-akademischen Komplex.
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#80   Pius XII   18:29:01 | Samstag, 11. Juli 2009
Lieber Carl!
1. Wir hatten uns doch darauf verständigt, uns nicht länger den Glauben abzusprechen. Ich bin kein Modernist.
Ein Modernist ist einer, für den der Glaube keine Sache der (äußeren) Realität, sondern des (inneren) Gefühls ist. Übrigens erklärt das niemand besser als Bischof Williamson in seinem youtube-Spot www.youtube.com/watch?v=3L2bf18Hatg. Ich vertrete sehr nachdrücklich den Ansatz, dass religiöses und säkulares Denken zusammengehören. Damit bin ich schon mal kein Modernist. Und philosophisch (insofar) sehr nahe bei Bi Williamson, den ich übrigens in seiner Person und Gelehrsamkeit sehr schätze! Nur teile ich seine Schlüsse häufig nicht, weil ich die Realität anders analysiere. Das ist aber keine Frage von „Modernist“ oder nicht, sondern eine absolut zulässige Meinungsverschiedenheit. Und das sieht Ihr Idol übrigens ganz genauso. Sie bauen hier Dogmen auf, wo keine sind.
2. Weil es eine Frage von zulässiger Meinungsverschiedenheit ist, gilt das Gehorsamsprinzip. Deshalb ist die Kritik an Bischof Fellay unfein und very unbritish. Wo es ums Dogma geht, bleibt für Gehorsam kein Platz – deshalb FSSPX, deshalb nach wie vor Widerstand gegen Rom. Wo es um zulässige Differenzen geht, bleibt für Ungehorsam kein Platz.
Sie haben Ihre Meinung, andere haben eine andere, aber Sie haben nicht das Recht, die Anderen in ihrer Redlichkeit und Ihrem Glauben infrage zu stellen oder gar die Autorität des Generals abzulehnen – solche Gebete sind nicht richtig.
Redaktion benachrichtigen Ein vergifteter Kuchen
#32   Pius XII   11:32:32 | Samstag, 11. Juli 2009
Fernes Grollen
Bischof Williamson ist nicht der Generalobere. Es ist übrigens nicht gerade feine englische Art, wie er sich aufspielt, den Generaloberen zu interpretieren und einzuordnen.
Letztlich ist dieses Grollen aus London nicht relevant. Es beginnen nun die Gespräche in Rom. Diese finden auf einer Fachebene statt. Wir werden sehen, was die Theologen herausbekommen.
By the way: Zu sagen, man wünsche keine Verständigung mit dem Papst, ist nicht katholisch. Man muss sie immer wünschen, die Frage ist nur, was drin steht. Man wünscht also keine auf Kosten der Wahrheit, aber darum geht es auch nicht.
Ceterum Censeo: Angesichts der Tatsache, dass Erzbischof Lefebvre alle Dokumente unterschrieben hat, finde ich die Aussage, die Dokumente seien alle unkatholisch, mutig.
Bischof Williamson ist eine bemerkenswerte und interessante Persönlichkeit. Aber er kann irren, und er irrt nicht selten.
Redaktion benachrichtigen Ein nützlicher Idiot, der jetzt geschmäht wird?
#46   Pius XII   22:32:44 | Freitag, 10. Juli 2009
Pius XII unterstütze Staatsgründung Israels
Das ist ein alter Hut. Zahlreiche kath. Staaten fragten nämlich vor der entscheidenden UNO.Abstimmung beim vatikanischen Staatssekretariat an und wurden pro Teilungsplan beschieden. Deshalb fand Golda Meir bei Pius’ Tod 1958 auch so lobende Worte.
Seine mediale Vernichtung kam nicht aus der jüdischen Ecke – mitnichten – sondern von ganz links, weil Pius XII der wohl mächtigste Papst der Neuzeit war und der spiritus rector der europäischen Christdemokratie. Deshalb förderte man den untalentierten Schriftsteller Hochhuth, dessen wahres Talent sich an Flops wie „wessis in Weimar“ oder „McKinsey kommt“ zeigt. Die linke Kirchenfraktion sprang dem gern bei, um so die „vorkonziliare Kirche“ zu diskreditieren. Wenn heutige Juden da mitmachen, dann eher mangels besseren Wissens und weil es einfach dankbar ist, den Katholiken selbst zuzustimmen, dass die Kirche angeblich „antisemitisch“ war.
Die Wahrheit ist hingegen einfach: Die Kirche war nie antisemitisch, und niemand hat während des NS-Regimes mehr Juden vor der Deportation und dem regelmäßig damit einhergehenden Tod bewahrt wie Pius XII, der immer eine große Sympathie für die Juden hatte und deshalb stets ein Befürworter einer jüdischen Staats in Palästina gewesen ist.
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#132   Pius XII   15:26:15 | Donnerstag, 9. Juli 2009
B16 fordert keine Weltregierung (@ Ruhrgebietler, @ Alois Bischof)
Ich denke, da wird er von einigen hier falsch verstanden: eine Weltregierung im Sinne der radikalaufklärerischen Kirchenfeinde des 18. Jhds war ja eine souveräne Instanz, die alle Bereiche des öffentlichen Lebens regulieren konnte. Der Papst fordert doch aber, soweit ersichtlich, eine Behörde mit klar abgegrenzten Rechten und Pflichten, um etwas zu regulieren, was einfach eine etwas intensivere Regulierung nötig zu haben scheint, die national nicht geschafft wird (nach seiner Meinung und der Meinung vieler anderer auch).
Weltregierung = allzuständig, allmächtig, umfassend
Papstvorschlag = eine Behörde mit engen Zuständigkeiten, genau festgelegten Kompetenzen
Verschiedene Behörden für verschiedene Aufgaben auf verschiedenen Ebenen (Stadt, Region, Land, Großraum, Welt) ist aber das Gegenteil einer einheitlichen Weltregierung. Es ist ein „status mixtus“, letztlich etwas gutkatholisches.
Es gibt eben Dinge, die kann man national nicht mehr regeln (einfaches Bsp: Flugverkehr), es gibt Sachen, die sollte man national nicht regeln, weil es regional oder kommunal viel besser geht (Bsp: Kulturförderung, Stadtplanung). Das nennt man Subsidiarität.
Die „Aufklärer“ hingegen wollten alles einer Instanz zuweisen. Der Begriff dazu lautet: Souveränität. Deshalb z.B. der frz Zentralismus.
Katholisch: Subsidiarität
Antikatholisch: Souveränität
Die Begründung des Papstes ist hier gut katholisch. Santa Rita und andere irren.
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#60   Pius XII   20:45:56 | Dienstag, 7. Juli 2009
Brandenburgis, was ist los, wir sind ja einer Meinung!
Soweit ich es bereits lesen konnte und auch nach den Zusammenfassungen hier und andernorst ist diese Enzyklika wirklich katholisch. Das ist ja ein weites Feld, und man kann katholisch sein und anderer Meinung. Aber dem Papst im Namen irgendwelcher obskurer Verschwörungstheorien – wie „santa rita“ – die Katholizität abzusprechen – das ist absurd!
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#42   Pius XII   20:42:36 | Dienstag, 7. Juli 2009
Theorem der komparativen Kosten
Es gibt wenig, worüber sich nahezu alle ernstzunehmenden Ökonomen einig sind. Aber der wohlstandsfördernde Effekt des Freihandels zählt dazu.
Da nach katholischer Lehre Glaube und Wissenschaft sich ergänzen, und zwar alles aus dem Glauben, aber eben nicht mit dem Glauben gemacht werden muss, kommt auch der Papst um diese wissenschaftliche Erkenntnis nicht herum. Marktwirtschaft und Freihandel sind unverzichtbar.
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#119   Pius XII   11:31:11 | Dienstag, 23. Juni 2009
Przybislaw, sowas kommt von sowas
Przybislaw, von Ihrem sedisvakantistischen Standpunktaus müssen Sie zu diesen Schlüssen kommen. Ich teile Ihren Ausgangspunkt bereits nicht. Ich sehe die Kirche als Kirche an, den Papst als Papst und gehe von einer Krise dieser Kirche aus. Die FSSPX ist dann die Erneuerungsbewegung. Also muss sie sogar versuchen, alle sich ihr bietenden Chancen zu nutzen.
Das Konzil ist ein Konzil der Kirche gewesen, Erzbischof Lefebvre hat alle Dokumente unterschrieben. Es ging immer nur um die Deutung und die Einebnung einiger weniger Sätze. Was Bischof Fellay auf dem zitierten SiSiNoNO-Kongress komplett verurteilt haben wollte war die „Das-Konzil-als-Superdogma“-Theorie. Das so verstandene Konzil muss verurteilt werden, claro! Worüber er gegenüber der „Presse“ spricht sind die einzelnen Dokumente. Beide Aussagen schließen also einander nicht aus, sondern sind vielmehr zwei Seiten der selben Medaille. Bischof Fellay ist seinem Kurs absolut treu geblieben. Ich erkenne keine Korrektur.
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#116   Pius XII   09:15:38 | Dienstag, 23. Juni 2009
@ Wassers, @ Przybislaw
Sie beide sind Sedisvakantisten. Folglich müssen Sie die Einigungsbemühungen zwischen dem Papst und Bischof Fellay ablehnen. Nur: Die FSSPX war nie sedisvakantistisch. Sie hatte alle nachkonziliaren Päpste immer im Kanon. Bischof Fellay bleibt einfach der FSSPX treu und macht den Sedisvakantismus nicht mit.
Und dass mit Benedikt XVI. eine neue Situation eingetreten ist kann man nicht abstreiten. Messe rehabilitiert, „Exkomunikationen“ weg, eine neue Offenheit für die Tradition, auch innerhalb der Amtskirche Diskussionen über das Vatikanum II. Das ist alles neu. Die FSSPX muss darauf reagieren, schließlich hat sie das ja alles (mit-)erwirkt.
Etwas mehr Vertrauen, bitte! Und, Wassers, Ihre persönlichen Angriffe und Herabsetzungen des Bischofs sind einfach nur abstoßend!
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#98   Pius XII   18:38:27 | Montag, 22. Juni 2009
Ein geniales Interview!
Ich weiss überhaupt nicht, wie man sich über dieses Interview aufregen kann. Bischof Fellay fordert von Rom nichts Unrechtes, nur Klarheit – bitte, das wird man wohl von einem Papst erwarten dürfen. Und er stellt nochmals seine Position dar. In der Sache eindeutig, im Ton höflich und dialogbereit. Vergleicht das mal mit den deutschen Bischöfen!
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#64   Pius XII   18:31:02 | Mittwoch, 17. Juni 2009
@ Seefeldt, @ Tridentinus
Seefeldt, so äußert man sie nie einer Dame gegenüber. Besonders nicht, wenn man ein Konservativer ist. Das ist vulgär.
Tridentinus, ich stimme Ihnen hundertprozentig zu! Auch wenn die deutschen Bischöfe alles daran setzen, es zu blockieren, aber dieser Papst hat das Klima in Kirche und Gesellschaft spürbar gewandelt, so dass der Notstand eindeutig geringer geworden ist. Aber solange es keine verbindliche Erklärung zur Frage nach dem Verständnis des Vat II gibt und die FSSPX dementsprechend nicht regularisiert ist, besteht der Notstand noch fort und rechtfertigt die Handlungen der FSSPX.
Redaktion benachrichtigen Zuerst die Lehre – dann die Disziplin
#52   Pius XII   17:53:35 | Mittwoch, 17. Juni 2009
Aber Gnädige Frau, so schwer ist das doch nicht!
Sobald es zu einer Einigung mit Rom kommt, gilt diese!
Und zuvor gilt Notstand.
Sehen Sie, die Einigung würde doch aller Voraussicht so ausehen, dass eine Personalprälatur herauskommt. Braucht die für eine Kapellenweihe oder eine Priesterweihe die Erlaubnis des Ortsbischofs? Es ist ja wenig überzeugend, von der FSSPX im ungeregelten Zustand mehr zu erwarten als später im geregelten, oder?
Redaktion benachrichtigen Zuerst die Lehre – dann die Disziplin
#48   Pius XII   17:10:58 | Mittwoch, 17. Juni 2009
Clarissa, mit Verlaub, aber Sie schreiben Nonsens!
Was Sie schreiben würde zutreffen, wenn die FSSPX bereits regularisiert wäre und nun ein solches Verbot käme. Dann müsste man gehorchen.
Aber die Ausgangslage ist doch eine ganz andere. Seit spätestens 1976 sind alle sakramentalen Handlungen der FSSPX aus römischer Sicht gültig, aber unerlaubt. Aus FSSPX-Sicht erlaubt wegen Notstands. Nun gibt es Gespräche, die das Ziel haben, die kirchenrechtliche Regularisierung zu bewirken (römische Sicht) bzw den Notstand zu beheben (FSSPX-Sicht). Im positiven Fall endet es also mit der Regularisierung wie einer theologisch verbindlichen Klärung der durch das Vat II aufgeworfenen Streitfragen (ein Konzil, dass Streitfragen aufwirft, naja).
Es folgt doch aus der Logik dieser Gespräche, dass während sie laufen die FSSPX nicht aufhören kann Sakramente zu spenden. Sie kann sich doch nicht selbst aufgeben. Mit wem soll Rom denn dann noch sprechen?
Die Fortsetzung der Existenz der FSSPX dient Rom und der Kirche, weil so die Gegenmeinung zum postkonziliaren Niedergang bestehen bleibt. Die Weihen dienen insofern der Kirche.
Die dt. Bischöfe wollen diese Infragestellung des Konzils nicht, sie wollen keine Gespräche, also wollen sie die FSSPX bereits zuvor zur Strecke bringen.
Die Beurteilung der Weihen hängt damit an der Frage, on Sie wollen, dass die theologische Position der FSSPX in der Kirche Berücksichtigung findet. Wollen Sie das – dann müssen Sie für die Weihen sein. Wollen Sie das nicht – dann sind Sie dagegen!
Redaktion benachrichtigen Zuerst die Lehre – dann die Disziplin
#36   Pius XII   16:14:25 | Mittwoch, 17. Juni 2009
Mehr als JAIN war nicht zu erwarten
Insofern aber ein Sturm im Wasserglas.
Es ist doch klar: Es muss geweiht werden! Das weiss jeder.
Redaktion benachrichtigen Zuerst die Lehre – dann die Disziplin
#29   Pius XII   15:58:55 | Mittwoch, 17. Juni 2009
Das ist völlig irrelevant
Es ist eine Erklärung des Pressesaals, die lediglich die alte Rechtsauffassung Roms wiederholt. Keine neue Erklärung eines zuständigen Kardinals, keine konkrete Bitte, die Weihen abzublasen, aber die übrigen Sakranmente weiterhin zu spenden etc. Also nichts Konkretes, nur ein Placebo für die deutschen Bischöfe, die so dringend darum gebeten haben.
Die Weihen können also stattfinden!
Redaktion benachrichtigen Der Vatikan hat kein Problem mit den Priesterweihen
#5   Pius XII   18:12:28 | Dienstag, 16. Juni 2009
Warum soll man sich um ein Verbot scheren, das keine Grundlage hat?
Das ist so, als ob ich ein Schild aufstelle „Atmen verboten!“ und dann beleidigt bin, wenn um mich herum niemand tot umfällt.
Bedenklich wäre es, wenn die FSSPX sich auf sowas einlassen würde. Es gibt doch überhaupt keinen Grund, von den Weihen abzusehen! Kein normaler Mensch ist bei der Aufhebung des Exkomm-Dekretes auf sowas gekommen. Das ist hausgemachter Unsinn der deutschen Bischöfe, sollen die sich da rauswursteln.
Redaktion benachrichtigen Der Vatikan hat kein Problem mit den Priesterweihen
#3   Pius XII   18:03:21 | Dienstag, 16. Juni 2009
Genau!
Die deutschen Bischöfe werden gerade schön vorgeführt. Sie schreien „Weihen verboten“, die FSSPX schert sich nicht um das Verbot und Rom grinst.
Redaktion benachrichtigen Ein von Kirchenfeinden aufgebauschtes Märchen
#110   Pius XII   15:09:03 | Dienstag, 16. Juni 2009
Domenico, bleiben Sie sachlich!
1. DER SPIEGEL war sicher nicht daran beteiligt, dass Herr Witti sich bei den Opfern ins Boot setzen wollte. Der hat nur zu dem Thema der Schattenseiten in den Heimen recherchiert.
2. Es war eine Aktion der Bruno-Stiftung zusammen mit einem Mann, dem man die Anwaltszulassung weggenommen hat. Ich hoffe, Sie glauben nicht wirklich, dass diese Kombination in Deutschland mächtig ist.
Sie verwechseln ständig den historischen Fakt mit dem, was einige Leute heute daraus für Kapital schlagen wollen. In dem kreuz.net-Artikel hier geht es um den historischen Fakt. Und da gilt eben, dass hier völlig augeblendet wird, dass ein großer Teil der Kinder keine Waisen waren, sondern zwangseingewiesen, und dass es keine schöne Kindheit gewesen ist, in so einem Heim aufzuwachsen, und zwar auch wegen Mängeln an der Betreuung und der Führung. Punkt. Um mehr geht es nicht. Und das können Sie nicht leugnen, nur weil Sie – wie ich! – den Versuch, jetzt Kapital daraus zu schlagen, für mies halten.
Sie argumentieren: weil heute einige Leute aus der Geschichte unbillig Kapital schlagen wollen, stimmt die ganze Geschichte nicht. So ein Humbug!
Redaktion benachrichtigen Ein von Kirchenfeinden aufgebauschtes Märchen
#108   Pius XII   14:48:32 | Dienstag, 16. Juni 2009
Fällt Ihnen denn zum Kindesmissbrauch nichts besseres ein?
Domenico, in Deutschland stand keine „großangelegte Kampagne“ ins Haus. Es gab einen miesen kleinen Versuch, der ziemlich schnell aufgeflogen ist. Es gibt in Deutschland keinen offiziellen Untersuchungsbericht. Wir haben einige Fallstudien, etwa zu Freistatt, und da sind Sachen herausgekommen, die sind übel. Ich denke, jeder in Deutschland kann das ganz gut einordnen. Eine unschöne Sache, viel menschliches Fehlverhalten, aber kein systematischer Missbrauch, keine moralische Katastrophe.
Was wir in Irland haben sprengt dagegen das Vorstellbare. Dort ist systematisch misshandelt worden. Oder ist es etwa normal, wenn in Kinderheimen die Erzieher mit Peitschen am Gürtel spazieren gehen, die sie sich auch noch von den Kindern nähen lassen? Ist es normal, wenn in offiziellen Gesundheitsberichten aus den 50ern und 60ern die Unterernährung von Kindern festgestellt wird? Wenn Sexualtäter unter den Erziehern, deren Vergehen in einer kirchlichen Untersuchung festgestellt werden, anschließend einfach in andere Heime geschickt werden? Finden Sie es okay, wenn 10 jährige Bettnässer ausgepeitscht werden und Linkshänder mit der Faust geschlagen, damit sie rechts schreiben?
Was das, Bodo11, mit heutigen Kindertagesstätten zu tun hat weiss ich übrigens nicht. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen, und man hat das unschöne Gefühl, es geht nicht um die Kinder, sondern um irgendeine dumme politische Ansicht.
Redaktion benachrichtigen Erzbischof Ranjith ist weg
#6   Pius XII   13:18:46 | Dienstag, 16. Juni 2009
Abwarten
Als Erzbischof von Colombo könnte Randthid zum Kardinal kreiert werden. Mit dem Mann wird man noch rechnen können!
Redaktion benachrichtigen Ein von Kirchenfeinden aufgebauschtes Märchen
#105   Pius XII   11:41:39 | Dienstag, 16. Juni 2009
Vorsicht, Homo rudolf!
Was Irland angeht empfehle ich einen Blick in den Bericht der Kommission ….childabusecommission.com/rpt/ – der ist eindeutig, leider, es ist eine Katastrophe.
Was Deutschland angeht sollte man zwischen dem Fakt an sich und den Versuchen, das für schlechte Zwecke auszunutzen, unterscheiden. Die Fakten sind auch für Deutschland klar, und sie sind nicht schön, wenngleich deutlich weniger schlimm als in Irland. Die Heime waren keine Orte glücklicher Kindheit. Es waren nicht nur Waisen darin, sondern es wurde rigide eingewiesen. Die Erzieher waren schlecht oder gar nicht ausgebildet und überfordert, oft schlicht ungeeignet. Es wurde regelmäßig geprügelt. Da gibt es nichts zu beschönigen. Freilich muss man das immer vor dem Hintergrund der damaligen Zeit sehen, das relativiert einiges, bei weitem nicht alles!
Irland ist aber ist einfach nur furchtbar. Und die Kommssion ist über jeden Zweifel erhaben. Abgesehen davon gibt es Visitationsberichte aus den frühen 60ern, die ebenfalls eindeutig sind – und im Aktenschrank verschwanden. Christentum ist nun mal Dienst an der Wahrheit, auch dann, wenn die bitter ist.
Redaktion benachrichtigen Ein von Kirchenfeinden aufgebauschtes Märchen
#103   Pius XII   10:06:32 | Dienstag, 16. Juni 2009
Bisschen einseitig, wie häufig bei kreuz.net
Tatsache ist, dass die Heime zumeist sehr trostlos gewesen sind. Das betrifft alle Heime, die staatlichen, die protestantischen und auch die katholischen. Es herrschte eine ziemlich kalte und harte Pädagogik, und die Erzieher waren nicht ausgebildet. Schön hatten es die Kinder zumeist nicht.
Was wir aber in Deutschland nicht hatten war dieser systematische und grauenhafte Kindesmissbrauch wie in Irland. Dort sind sicher pauschale Entschädigungen fällig, in Deutschland muss man sehen, wer konkret geschädigt wurde und was passierte. Aber auch hier gab es üble Einrichtungen, etwa die Diakonie Freistatt – die freilich protestantisch war.
Redaktion benachrichtigen Kriterien für den Dialog mit der Piusbruderschaft festgelegt
#39   Pius XII   15:37:04 | Freitag, 12. Juni 2009
Lieber Ruhrgebietler!
Bitte nicht immer so übers Ziel hinaus schießen:
1) „Wassers“ schrieb vom Vat II als einer „Räubersynode“ – und das stellt ihn schlicht ausserhalb der Katholischen Kirche. Dass es sich um eine ordentliches Konzil gehandelt hat, steht ausser Frage. Nur die Verbindlichkeit seiner Lehren ist unklar – weshalb es Anlass zu Streit gibt, anstatt Klarheit zu schaffen. Das wird nun hoffentlich in den anstehenden Gesprächen bereinigt und die Tradition wieder bestätigt. Die Angriffe gegen den Generaloberen sind völlig gaga.
2) Glaubensabfall, ganz klar, den haben wir – und hätten ihn so nicht ohne das Vat II und die sich auf es beziehenden Reformen. Denn durch das Vat II konnte der Unglauben in den kirchlichen Strukturen Fuß fassen, was es in dieser Form seit Arius nicht mehr gegeben hat. Das Konzil an seinen Früchten gemessen ist eine Katastrophe.
3) Ihr Angriff auf den Intellektuellen Ratzinger ist leider missglückt. Merken Sie nicht, wie die sanfte Macht dieses Intellektuellen das Klima in Kirche und Gesellschaft verändert? Er ist sicher noch nicht hundertprozentig auf der Linie der Tradition – wird es nie werden – aber er öffnet dem wahren Katholischen Glauben doch ungeahnte Möglichkeiten. Man mag Philosophen bespötteln, aber nie ihre Wirkung unterschätzen.
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#26   Pius XII   11:07:57 | Donnerstag, 11. Juni 2009
Jetzt geht’s los!
Diese Diskussionen dienen ja nicht nur der FSSPX, sondern letztlich der ganzen Kirche, weil durch sie endlich etwas Klarheit über die Frage, was das „Konzil“ nun eigentlich ist, herbeigeführt wird.
Bereits mit seiner Antwort auf den Brief des Papstes an die Bischöfe hat Bischof Fellay ja schon klar gemacht, dass die FSSPX anerkennt, dass das Vat II ein ökumenisches Konzil der Kirche war und dass die päpstliche Lehrautorität keineswegs 1962 endet. Damit geht es nun um die Frage Pastoralkonzil oder Superdogma – diesbezüglich habe ich bei diesem Papst keine Sorgen. Und dann die Folgefrage: Was ist ein „Pastoralkonzil“? Verpflichtet ein solches bereits aus sich heraus (wozu eigentlich?) oder gibt es nur eine allgemeine Treuepflicht aus der Kirchengemeinschaft heraus, auch ein „Pastoralkonzil“ irgendwie ernst zu nehmen? Das weiss ja keiner.
Und noch etwas: Allein, dass über das Konzil in Rom diskutiert wird, zeigt ja, dass es nicht gefestigt ist. Etwas, worüber diskutiert wird, ist eben nicht Gegenstand der Religion, weil die Religion aus Gewissheiten besteht. Damit hat die FSSPX allein durch die Aufnahme der Gespräche schon immens viel erreicht. Bischof Fellay hatte das anlässlich des Motu Proprio sehr gut formuliert: „Erst kommt die Messe, dann das Konzil“.
Redaktion benachrichtigen Die Gespräche gehen weiter
#6   Pius XII   10:36:42 | Dienstag, 9. Juni 2009
Sehr gut, sehr gut, sehr gut!
Wobei es beileibe nicht nur die Liberalen sind, die hier zu stänkern versuchen, wie man dem neuesten Ausbruch des P. Abrahamovicz auf dieser Seite entnehmen kann. Katholisch sein hat eben immer etwas mit dem rechten Maß zu tun, es schließt die Extreme aus. Sowohl die peinliche Weltanbiederei auf niedrigstem Niveau des deutschen Episkopates wie den Privat-Protestantismus der Sedisvakantisten.
Redaktion benachrichtigen Scheinheilige Zensur
#21   Pius XII   13:33:18 | Sonntag, 24. Mai 2009
JF-Leser!
Natürlich sind Journalisten in der Regel tendenziell links. Und das man den Schnitt des SWR ungerecht finden kann – auch zugestanden. Aber deshalb nun einen derartigen Sturm im Wasserglas zu entfachen – nur peinlich! Peinlich, blamabel, lächerlich.
Redaktion benachrichtigen Scheinheilige Zensur
#17   Pius XII   13:18:13 | Sonntag, 24. Mai 2009
Hier irrt die FSSPX!
Das ist absolut business as usual. Die Aufnahme ist nämlich länger als der Sendeplatz. Also wird anschließend zusammengeschnitten. Das liegt in redaktioneller Verantwortung.
Das Entscheidende an der Sendung ist doch, dass ein FSSPXler als Vertrter der Kirche eingeladeb wird, dort zur Wort kommt und einen guten Eindruck machen kann – was P. Steiner diesmal ja gelungen ist. Jetzt einen Kleinkrieg wegen des Schnitts zu machen und dazu eine Leserbriefkampagne loszutreten, ist nur peinlich. Es verhindert im übrigen Folgeeinladungen an die FSSPX und ist somit ein Schuss ins eigene Bein.
Redaktion benachrichtigen Der größte Dieb
#53   Pius XII   13:13:47 | Sonntag, 24. Mai 2009
Brandenburgis!!!!
Es gab, das ist bekannt, in den Anfangsjahren der Nazizeit, also 1933, einige wenige Ermittlungen wegen der damals spontan aufgebauten Konzentrationslager für politisch Missliebige. Das war’s aber auch, und damals war die NS-Herrschaft noch nicht gefestigt. Es gibt keine Ermittlungen wegen des umgangs mit den Juden. Es gibt keine Anklage in Zusammenhang mit der Reichskristallnacht – es sei denn wegen persönlicher Bereicherung etc. Aber das gab es auch im Kommunismus.
Was Sie hier verzapfen ist schlicht und einfach NS-Apologetik. Und wenn Sie wirklich Anti-Nazi sind, dann macht es das nicht besser, denn dann sind Sie trotz Geschichtsstudium offenbar völlig ahnungslos. Abgesehne davon legen Ihre Postings schon ein bemerkenswert verqueres Weltbild mit eindeutig faschistoiden Zügen offen.
Redaktion benachrichtigen Kein Grund zum Feiern
#4   Pius XII   15:15:10 | Samstag, 23. Mai 2009
Ich bin verfassungstreu!
So ein Käse wie Burgouros etc hier verzapfen ist ja nicht zum Aushalten. Das GG ist gerade für Katholiken ein Grund, um stolz auf unser Land zu sein.
Redaktion benachrichtigen Der größte Dieb
#36   Pius XII   15:08:52 | Samstag, 23. Mai 2009
Brandeburgis, ich denke, Sie sind Historiker!
Die NS-Justiz war doch Teil des Unterdrückungssystems. Lesen Sie mal die Urteile der Sondergerichte. Oder gehen Sie in die nächste juristische Bibliothek und lesen mal die „Juristische Wochenschrift“ aus den Kriegsjahren, etwa die Artikelserie von Dr. Roland Freisler über die Polenstrafverordnung. Wo war die Justiz denn bei der „Reichskristallnacht“? Gab es nicht einen Erlass, der polizeiliches Einschreiten wie anschließende Strafverfolgung verbot? Mann, hören Sie auf mit dieser Nazi-Apologetik und nehmen Sie die Wahrheit zur Kenntnis!
Redaktion benachrichtigen Eine Schande für dieses Land
#47   Pius XII   15:04:37 | Samstag, 23. Mai 2009
Mängel gibt es überall, dennoch könne wir Katholiken stolz sein auf unser Land
Nie zuvor in der neuzeitlichen deutschen Geschichte hatten die Katholiken so viel Einfluss wie in der Bundesrepublik. Mit ihr ist der verhängnisvolle deutsche Sonderweg beendet worden und die Deutschen wurden Teil des Westens. Das ist das Verdienst des politischen Katholizismus. Mit der Wiedervereinigung wurde dann auch endgültig die Last des Krieges beendet und zugleich die historische Entscheidung von 1949 einer Verwestlichung zum Fundament des gesamten Europas. Mit der Berliner Republik ist erstmals ein deutscher Nationalstaat entstanden, der zu seinen Nachbarn in Frieden und Freundschaft lebt und ein Fels der Stabilität statt des Zwistes ist. Die deutschen Irrwege – Reformation, Preussen, Reichsidee – sind überwunden.
Damit hat sich am Ende der deutschen Nationalgeschichte der politische Katholizismus durchgesetzt. Dass dieser Katholizismus durch die Kirchenkrise infolge des Vatikanum II gelitten hat und es deshalb zu ethischen Verwerfungen unserer Gesellschaft kommt ist unbestritten. Das ändert nichts daran, dass mit dem Grundgesetz eine Republik verfasst ist, auf die wir stolz sein können und die gerade uns Katholiken mehr gibt, als alle anderen Verfasstheiten seit dem Westfälischen Frieden.
Redaktion benachrichtigen Der größte Dieb
#34   Pius XII   14:53:08 | Samstag, 23. Mai 2009
Man nützt dem Lebensrecht nicht, in dem man die Geschichte verdreht!
„Der Staat“ hat also bei den Abtreibungsverbrechen von heute seine Hände viel mehr im Spiel als damals bei den Nazi-Verbrechen.
Der Staat war es damals, der aktiv handelte, der alle Umstände des Mordens, vom Vorsatz über die Planung bis zur Durchführung, in den Händen hielt. Und genau das ist bei der Abtreibung nicht der Fall. Weder die abtreibende Frau, noch der die Tötung ausführende Frauenarzt sind in ihren Handlungen in eine Hierarchie eingebunden.
Und dann der Spaß, das damalige Recht habe den Judenmord verboten. Sicher, auf dem Papier. So what! Die SS-Leute in den KZs waren natürlich in einer rechtlichen Organisation, und hatten ihre Befehle. Kein Polizist hätte Ermittlungen gegen die SS aufnehmen können, kein Staatsanwalt Anklage erheben. Nur weil in Teilen noch das bürgerliche Recht galt, wird doch das Dritte Reich kein Rechtsstaat! So zu reden ist plumpe Nazi-Apologetik!
Der Lebensschutz ist ein extrem wichtiges Anliegen. Wieso begreifen manche Lebensschützer nicht, dass man ihn dadurch delegitimiert und kaputt macht, in dem man permanent dümmliche Nazi-Vergleiche bringt, die auf eine Verharmlosung der Nazi-Verbrechen hinauslaufen und deshalb völlig zurecht nach § 130 StGB verfolgt werden?
Redaktion benachrichtigen Der größte Dieb
#22   Pius XII   16:34:02 | Freitag, 22. Mai 2009
Jubärens – wissen Sie überhaupt, was Sie schreiben?
Dass der Nazi-Judenmord so organisiert war, macht ja seine Besonderheit („Singularität“) aus. Lesen Sie mal Himmlers Posener Rede von 1943!
Es ist nun mal ein Unrterschied, ob ein Staat etwas als eigenes tut, aufgrund eines zentralen Befehls, oder ob er einfach passiv (auch schuldhaft, keine Frage!) daneben steht.
Redaktion benachrichtigen Der größte Dieb
#17   Pius XII   13:00:14 | Freitag, 22. Mai 2009
@ Paulaner, @ Brandenburgis
In der Tat, Brandenburgis, Hitler ist nicht wegen, sondern eher trotz seines Antisemitismus gewählt worden. Die meisten Deutschen standen den Ausschreitungen gegen die Juden in den ersten NS-Jahren ablehnend bis gleichgültig gegenüber, sie sahen darin anfängliche Übertreibungen, aber nicht den ersten Schritt des Massenmords.
Der Mordbefehl geht auf den Willen Hitlers zurück, nicht auf die Bevölkerung. Und die Rassenideologie ist genuin modernen Ursprungs. So wie der auf Volkssouveränität basierende Staat eine Homogenität der Bevölkerung benötigt, damit diese ein Volk, eine Nation werden, bedarf der rassisch begründete Staat die biologische Homogenität. Angelegt war das im deutschen idealistischen Verständnis von Volk, das eben anders als in Frankreis weniger auf das einheitliche politische Bewusstsein denn auf die kulturelle Homogenität abstellte. Hitler hat diese negativen Tendenzen des 19. Jahrhunderts einfach extrapoliert. Insofern war Hitlers Wahn durchaus in der deutschen Staatsphilosophie verdeckt vorhanden.
Nach der moralischen Katatsrophe hat man dann – völlig zurecht, Brandenburgis! – damit gebrochen und den Weg nach Westen eingeschlagen.
Redaktion benachrichtigen Der größte Dieb
#12   Pius XII   11:39:00 | Freitag, 22. Mai 2009
So ein dummer Text!
Der Grund, weshalb man den Judenmord nicht mit dem Abtreibungsunrecht gleichsetzen darf, ist sehr simpel:
Der Judenmord geht auf einen einheitlichen, zielgerichteten Vernichtungswillen des verantwortlichen Staatsführers zurück. Er wurde durch die staatliche Ordnung ausgeführt. Es mordete also die zivilisierte Ordnung.
Bei der Abtreibung handelt es sich um atomisierte Einzelentscheidungen. Der Staat schaut nur weg, aber er ist nicht aktiv, schon gar nicht will er die einzelnen Taten als eigene. Ihm fehlt also der „animus auctoris“, der Täterwillen.
Der Judenmord ist deshalb so bedeutsam, weil in ihm der neuzeitlich-aufklärerische Mythos, wonach die Ordnung an sich etwas Gutes sei, im Gegensatz zu unorganisierten Natur, ad absurdum geführt wird und in sehr deutlicher Weise klar wird, dass Ordnung nur durch eine Ausrichtung an materieller Gerechtigkeit gut ist. Insofern ist der Judenmord Wasser auf die Mühlen des katholischen Gerechtigkeitsverständnisses. Es ist ein Ausdruck von Dummheit und Unbildung, hier derartig dümmliche und antisemitische Texte zu verzapfen.
Redaktion benachrichtigen Papst lobt Internet + …
#5   Pius XII   10:42:43 | Donnerstag, 21. Mai 2009
Dienst an der Wahrheit, auch wenn sie unbequem ist
Wenn in Irland 2.500 Kinder missbraucht wurden, dann rechtfertigt das kein Verweis auf Verdienste. Es gab nach dem Bericht ein Heim, da gingen sieben Priester gleichzeitig ihren perversen Neigungen nach – und ihnen wurde nicht das Handwerk gelegt. Beim besten Willen, das ist himmelschreiend!
Redaktion benachrichtigen Vatikan macht Internet-Seite für Jugendliche + …
#4   Pius XII   09:34:16 | Mittwoch, 20. Mai 2009
Obama ist übel!
Abtreibung, Schwulenehe und Drogenfreigabe – das ist die heilige Dreifaltigkeit der Linksliberalen. Obama ist deren Aushängeschild. Weil er so sympathisch, freundlich, weltoffen wirkt haben die Amerikaner nicht bemerkt, dass hier der gescheiterte Versuch der 60er Jahre neu verpackt Urständ feiert.
Schuld daran sind aber auch all jene, die meinten, permanent George W. Bush beschimpfen zu müssen. Im Nachhinein sieht man nun klarer, dass dieser einen gut christlichen Kurs gefahren hat: konsequent pro-life-Richter ernannt und der islamistischen Bedrohung den Kampf angesagt.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche fühlt Mitleid
#12   Pius XII   18:58:37 | Montag, 11. Mai 2009
Eine sehr, sehr schöne Rede
Das ist wirklich elegant. Da kann man nichts dagegen sagen. Historisch sauber, v.a. keine „Entschuldigung“ für irgendwas, eine saubere Trauerrede angesichts eines gigantischen Unglücks, das sich ereignet hat.
Redaktion benachrichtigen Ersatz für den nicht mehr existierenden Antisemitismus + …
#14   Pius XII   17:24:58 | Freitag, 8. Mai 2009
Diese Übertreibungen!
Man hätte den Papst nicht „verurteilt“ im Sinne eínes gerichtlichen Schuldspruchs, sondern eine Resolution abgegeben, nach der man mehrheitlich anderer Meinung sei als der Papst.
Das ist dankenswerterweise unterblieben!
Aber: es zeigt etwas sehr positives. Nämlich, dass es längst wieder politisches Gewicht hat, was der Papst sagt. Die Religion ist längst keine Privatsache mehr, Gott nicht mehr tot für den öffentlichen Diskurs.
Ceterum censeo: Hätte das EP den Papst kritisiert, hätten wir eine schöne öffentliche Debatte gehabt, die nur erneut bestätigt hätte, dass die Kirche eine gewichtige Mitspielerin im politischen Willensbildungsprozess ist. Mitspielerin ist – noch – nicht Bestimmerin, aber besser als Außenstehende.
Und, by the way, die Europäische Integration ist allemal katholischer als die säkularen Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts.
Redaktion benachrichtigen Er kann diese schreckliche Mauer wohl kaum niederreißen
#4   Pius XII   17:20:11 | Freitag, 8. Mai 2009
Die Mauer ist nötig; leider!
Der Konflikt zwischen den Israelis und den Arabern ist unauflöslich. Deshalb ist die Idee, die Streitparteien zu trennen, nicht schlecht. So löst man das Problem nicht, sondern entschärft es. Dass dem so ist sieht man am Rückgang der Zahl der Terroranschläge in Israel.
Redaktion benachrichtigen Ersatz für den nicht mehr existierenden Antisemitismus + …
#6   Pius XII   10:28:51 | Freitag, 8. Mai 2009
Altliberal – Neokonservativ – Traditionell
Clarissa, diese Unterscheidungen sind doch ganz einfach und zudem nützlich:
Altliberal sind die Konzilseuphoriker, für die das Konzil die Wende der Kirchengeschichte gewesen ist. Die wollen ständig alle an ihren tollen 60er-Jahre-Erweckungserlebnissen teilhaben lassen. Im Kern sind es die braven Kids der 50er, die immer darunter gelitten haben, nicht mit über Elvis reden zu können und dann in den 60ern zeigen wollten, dass sie was Modernes hinkriegen. Darauf sind sie so stolz, dass sie bis heute ständig versuchen, ihre Version vom Leben in den 60ern als Stein der Weisen zu verkaufen. In Wahrheit sind es aber immer die geblieben, mit denen man nicht spielen will, weil sie eben schreckliche Spießer sind.
Dann kommen die Neokonservativen, die man besser „Konzilskonservativen“ nennen sollte. Das sind diejenigen, die postkonziliar sozialisiert wurden und innerhalb der unter die Altliberalen gekommenen Kirche katholisch bleiben wollen. Die reduzieren das Konzil auf die Texte, die sie nicht hinterfragen, pflegen zumeist eine tiefe Frömmigkeit, ohne zu bemerken, dass die erneuerten Riten das erschweren und vertreten einen bisweilen irrealen Moralismus. Ihr besonderes Identifikationsmerkmal ist ein übersteigerter Gehorsamsbegriff. Eigentlich sind das gute Katholiken, die aber ihr falscher Gehorsam daran hindert, mit den Altliberalen zu brechen und sich den Traditionalisten anzuschließen.
Diese schließlich sind einfach nette Typen, die ganz normal und katholisch sind.
Redaktion benachrichtigen Eher werden die Schweine fliegen
#8   Pius XII   12:07:18 | Mittwoch, 29. April 2009
Pell hat recht!
Es ist absurd zu glauben, dass jemand, der sich nicht an die kirchliche Sexualmoral bei der Partnerwahl hält, dann aber das Kondomverbot beherzigt.
Den Kondomisten geht es letztlich nur darum, ihr eigenes schlechtes Gewissen zu beruhigen. Dazu muss die Kirche aufhören, den Finger in die Wunde zu legen. Aber diesen Gefallen wird sie hoffentlich nicht tun.
Redaktion benachrichtigen Der Papst kämpft gegen den Relativismus
#66   Pius XII   06:23:30 | Montag, 27. April 2009
Eben!
Und dieser Paradigmenwechsel in Rom – nicht mehr die Tradition aus dem Blick des „Konzils“, sondern das Konzil im Lichte der Tradition – ist das neue, was es 1988 nicht gab. Deshalb bestehen auch berechtigte Hoffnungen, dass die FSSPX nun endlich regularisiert wird, damit sie an diesen Debatten, die nötig sind, um die Vergottung der Pastoralsynode zu beenden, teilnehmen kann. Wer, wenn nicht die FSSPX? Sie ist immerhin die einzige wirkliche Erneuerungsbewegung derzeit.
Redaktion benachrichtigen Zum Glaubensabfall des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz
#4   Pius XII   11:48:55 | Samstag, 25. April 2009
Horribile dictu
Aber P. Lingen hat was Zollitzsch betrifft schlicht und einfach recht.
Den Medien vorzuwerfen nicht katholischer zu sein als der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist freilich etwas übertrieben. Aber dem staunenden Nachfragen des Journalisten kann man entnehmen, dass es – auch durch die Wirren um die FSSPX – dem vor sich hintrödelnden Kirchenvolk langsam auffällt, wie weit sich die Theologen vom Glauben entfernt haben.
Mal sehen, ob Rom auf Zollitschs Apostasieerklärung reagiert.
Redaktion benachrichtigen Helles Licht aus dem Reich der Mitte
#17   Pius XII   14:14:56 | Mittwoch, 22. April 2009
@ Wassers, Mindszenty
Naja, was machen Sie, wenn
1) das Offertorium in die „neue“ Messe eingeführt wird
2) der zweite und vierte Kanon verschwinden und
3) die Leseordnung an die traditionelle angepasst wird?
Dann bleibt die neue Form in vielerlei Hinsicht immer noch mangelhaft, insbesondere, weil ihr der sakrale Charakter abgeht. Aber katholisch ist sie dann ohne Frage.
Redaktion benachrichtigen Ein weiterer Priester ausgeschlossen
#148   Pius XII   17:45:34 | Dienstag, 21. April 2009
Gut, Przybislaw!
Ich gebe Ihnen zu, dass man Ihre Position schlüssig begründen und insofern auch vertreten kann. Nur: umgekehrt gilt doch wohl auch, dass es gute Gründe für Bischof Fellays (und mit ihm mindestens 80 Prozent der FSSPX) Weg zu gehen. Und wenn Sie akzeptieren, dass der Generalobere einen Kurs fährt, der vertretbarist (auch wenn Sie ihn nicht teilen), dann können Sie ihn zwar höflich auf Ihre Argumente hinweisen – aber eben nicht das Recht absprechen, zu handeln wie er handelt.
Das ist ja das Wesen des Gehorsams, dass er auch bindet, wenn die eigene Meinung dagegen steht (sonst wäre es keiner). Nur dann, wenn der Obere sich außerhalb desjenigen stellt, was noch irgendwie vertretbar ist, hört der Gehorsam auf, weil der Obere selbst sein Fundament verlassen hat.
Insofern: Sie können anderer Meinung sein als der Generalobere, aber wenn Sie ihm nicht den Glauben absprechen, dann darf er entscheiden, weil er der Chef ist.
Es gibt eben innerhalb der Wahrheit eine Bandbreite. Und welche konkrete Strategie innerhalb dieser Bandbreite gewählt wird entscheidet letztlich die Autorität. Ich räume Ihnen gern ein, dass Sie in der Bandbreite sind – weshalb nicht, schließlich vermute ich, dass Sie die Gebote achten und an Christus glauben! Aber auch der FSSPX-Mainstream ist in der Bandbreite. Und das anzuerkennen würde gerade einigen der scharfen FSSPX-Kritikern „von rechts“ hier helfen, weil dann einige Postings, in denen die Oberen teils sehr persönlich angegriffen wurden, obsolet wären.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche braucht keine Juden
#6   Pius XII   13:33:59 | Dienstag, 21. April 2009
Der Artikel von Spaemann ist dennoch exzellent!
Zunächst einmal ist es doch erfreulich, dass religiöse Themen medial „heiß“ bleiben. Dann ist Spaemanns Aussage doch in der Sache erfrischend eindeutig und sprachlich geglückt – zumindest letzteres ist Bischof Müller nicht gelungen. Und für die theologische Debatte ist es doch ein erneuter Sieg der „tradidtionellen“ Seite. Denn das, was in diesem Pamphlet der Meyer-Organisation („ZdK“) steht, ist doch unter den modernen Theologen längst common sense. Und nun kommt per FAZ die Replik. Die linken Bischöfe werden im TV gefragt, ob Jesu Tod am Kreuz nicht eine Sühneleistung war etc. Überall bemerkt die schlafende Öffentlichkeit, wie weit sich die Kirchenfunktionäre vom Glauben entfernt haben und ist irritiert. Das will man dann doch nicht.
In den 70ern und 80ern waren die Konsevativen unter ständigem Rechtfertigungsdruck. Die Schlagwörter hießen Zölibat, Pille, Ökumene etc. Das klingt heute alles genaus verstaubt wie 70er-Jahre-Musik oder Schlaghosen. Heute sind die Progessisten unter Druck. Die linke Meinungsdominanz wird offen in Frage gestellt und erstmals seit den Konzilswirren erleben wir eine ernsthafte Diskussion über das, was die Linken angerichtet haben.
Insofern ist Spaemanns Text nur ein weiterer Beleg dafür, wie sich dank Benedikt XVI das geistige Klima in Kirche und Land ändert. Mens agitat molem.
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#145   Pius XII   12:11:39 | Dienstag, 21. April 2009
Lieber Carl!
Lassen Sie uns doch eine Geschäftsgrundlage festlegen: wir brauchen uns nicht gegenseitig den Glauben absprechen. Ich gehe – wahrscheinlich wie Sie – jeden Sonntag in die Messe, und zwar bei der FSSPX. An der Entstehung der Kapelle habe ich sogar eifrig mitgewirkt. Ich bin also genauso ein Katholik wie Sie, und zwar auch ein „traditioneller“ (ich mag diese Einschränkung nicht, aber ich weiss, was Sie meinen).
In der Sache vertreten Sie einen bemerkenswerten Supranaturalismus. Wie soll sich die Kirche denn bekehren? Gott wirkt eben durch die Menschen, und wir – beide – glauben ja, ganz besonders durch die FSSPX. Die Erneuerung der Kirche kommt durch die FSSPX. Es ist richtig, dass Verhandlungen etc. mit der „konziliaren“ Kirche sinnlos sind, solange diese nicht bereit ist, sich zu erneuern, solange sie nicht bereit ist, ihren Zustand zu erkennen. Aber wenn sie dazu bereit ist und auch das „Konzil“ nicht mehr sakrosant ist, dann ist es sogar eine religiöse Pflicht, zu reden.
Wir haben in den letzten Jahren schon eine beachtliche Entwicklung hin zur Tradition erlebt. Es ist die Amtskirche, die sich derzeit ändert, nicht die FSSPX. Haben Sie doch einfach Vertrauen in den Generaloberen. Der weiss, was er tut, und er tut es doch insgesamt sehr ausgewogen und souverän. Ich plädiere für Mut und Vertrauen statt Furcht und Misstrauen. Gott mit uns.
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#37   Pius XII   18:04:14 | Montag, 20. April 2009
@ Ruhrgebietler @ lux in tenebris
Vielen Dank! Sehe ich genauso. Die FSSPX hat seit ihrer Gründung Klarstellungen zum Vatikanum II verlangt und nun geht es an die Arbeit. Es wäre eine Verleugnung ihrer selbst, das abzulehnen.
Bereits jetzt sieht man die Früchte der Mission der FSSPX. Ich war die Tage bei einem Diözesanpriester, der von einem Dekanatspriestertreffen berichtete. Dort wurde nach einem Vortrag offen über die Interpretation des Vat II diskutiert – er sagte, das sei absolut neu, noch letztes Jahr war „das Konzil“ unantastbar. Wenn wir heute ansehen, was sich seit 2005 getan hat, dann ist das doch beachtlich: Messe nicht mehr verboten, die sog „Exkommunikationen“ weg, FSSPX bei jedermann bekannt, offene Diskussionen über das Vatikanum II (womit es faktisch schon nicht mehr „unantastbar“ ist – denn dann würde man nicht drüber reden). Und das alles ohne ein Zugeständnis der FSSPX. Nun also die Diskussionen – das alles ist doch absolut bemerkenswert. Die FSSPX ist heute faktisch das, was sie immer sein wollte: die Erneuerungsbewegung der Kirche.
Natürlich darf es nun keine falschen Kompromisse geben. Maßstab ist das Dogma des Glaubens, sonst nichts. Aber hier muss und kann man dem Generaloberen vertrauen. Und es ist ja nicht verboten, zu seiner Unterstützung zu beten.
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#8   Pius XII   10:57:35 | Montag, 20. April 2009
Das erschüttert den Glauben an die Intellktualität des Bischofs.
Si tacuisses, philosophus manisses.
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#110   Pius XII   16:47:06 | Mittwoch, 15. April 2009
Wissen Sie, Carl, ich habe keine Probleme damit, mich eines besseren belehren zu lassen
Carl, bislang waren Ihre Beiträge ja auch nicht gerade von Freundlichkeit geprägt, oder? Ich bin jederzeit bereit, mich besseren Argumenten zu beugen. Ich habe Ihnen bereits durch eine persönliche Mitteilung angeboten, mit mir direkt zu kommunizieren. Sie können das jederzeit aufgreifen, ohne dass Ihre Anonymität leidet. Wovor fürchten Sie sich?
Sie weisen nämlich in Ihrem letzten Beitrag tatsächlich auf einen wesentlichen Punkt hin: Was passiert, wenn B16 nicht mehr ist. Es geht also um die rechtlichen Garantien, dass dann nicht das große roll-back kommt. Solche Sicherheiten sind unverzichtbar. 1988 war Rom nicht bereit, diese zu gewähren. Damit musste der EB seinen Weg gehen.
Doktrinell hat die FSSPX seit 1970 immer wieder Gespräche gefordert. Nun bekommt sie die, dann kann sie das wohl kaum ablehnen, oder?
Um es also klar zu sagen: Ihre Sorgen sehe ich wohl. Nur zum einen vergreifen Sie sich regelmäßig im Ton, zum anderen dürfen Sie nicht jeden, der zu anderen Ergebnissen kommt wie Sie, den Glauben und die Redlichkeit absprechen.
Also: Anstatt dass wir uns hier belöffeln sind Sie gerne eingeladen, die Sachen mit mir direkt auszudiskutieren. Denn Sie kennen mich persönlich nicht. Ich weiss nicht, von wem Sie irgendwas über mich gehört haben (ich ahne das), aber der persönliche Eindruck ist immer der beste. Ich gelte im großen und ganzen als verträglich und freundlich, Ausnahmen gibt es natürlich immer.
Nehmen wir einfach etwas die Schärfe raus!
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#104   Pius XII   15:10:22 | Mittwoch, 15. April 2009
Das gute ist, dass Leute wie „Carl“ sich durch ihre offenkundige Dummheit immer selbst abschießen.
Carl begreift wenig. Das ist keine Sünde, problematisch ist nur, dass er sich schlau dünkt, mehr noch, dass er sich quasi für alleinwissend hält.
Mir schreibt er eine schmeichelhafte Rolle zu, die ich gar nicht habe. Dass er nebenbei die FSSPX-Oberen permanent verdächtigt, den Glauben zu verraten, ist ein glatter Verstoß gegen das 8. Gebot, was umso schlimmer wiegt, als dass Carl das vermutlich noch nicht einmal beichtet.
Aber zur Sache: Wie vor einiger Zeit schon bei Bischof Tissier de Mallerais benutzt Carl ein Zitat des Erzbischofs, das er offenkundig nicht versteht. Es geht dem EB in dem Zitat darum, wie die Konzilstexte überhaupt entstehen konnten, nicht darum, wie man sie, nachdem sie nun einmal in der Welt sind (mit seiner Unterschrift!) zu verstehen hat.
Es gibt keine einzige Stellungnahme der FSSPX, in der diese auch nur ein Jota von der Glaubenslehre abrückt. Im Gegenteil, die Notwendigkeit der doktrinellen Klärung wird ständig betont. Das einzige Neue ist, dass Rom das plötzlich genauso sieht. In diesem einseitigen Entgegenkommen Roms und der logischerweise erfreuten und dankbaren Reaktion der FSSPX sieht Carl nun einen Verrat, so als ob die Ablehnung Roms das Zeichen der Rechtgläubigkeit wäre. Und diesen Wahnsinn nennt er dann auch noch katholisch. Garniert wird das ganze mit üblen Ausfällen gegen alle anderen
Und da wundert er sich, dass ihm irgendwie keiner folgen will? Tja, Carl, wer sich selbst rausstellt, der ist eben draußen. Schade ist das bei ihm nich…
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#89   Pius XII   13:58:24 | Mittwoch, 15. April 2009
Lieber Przybislaw!
Ich meine, dass Sie bei solchen Briefen und Interviewantworten eben immer den Kommunikationszusammenhang sehen müssen. Solche Textgattungen sind nicht dafür da, die reine Wahrheit kund zu tun – wie etwa bei einer dogmatischen Erklärung – sondern Sie stehen in einem kommunikativen Kontext. Sie richten sich an einen abgrenzbaren Personenkreis, der eine bestimmte Vorprägung hat, und versuchen nun, diesen Personen die Haltung des Autors, die ggf. von den Vorprägungen der Angesprochenen abweicht, nahe zu bringen.
Konkret: B16 richtet sich an Bischöfe, die in ihrer Mehrheit wenig von der FSSPX wissen, aber in ihrer Oberflächlichkeit gegen sie eingestellt sind. Diesen muss der Papst nun den Gedanken nahebringen, dass die FSSPX so schlecht gar nicht ist, im Gegenteil. Also geht er zunächst auf einige der Vorurteile ein, um so eine gemeinsame Basis mit den Empfängern herzustellen, um dann auf dieser gemeinsamen Basis seine Argumente zu plazieren.
Sehen Sie: Natürlich gab es aus der FSSPX in den 40 Jahren ihrer Existenz einige Misstöne. Nicht das, was Sie aufzählen, aber Misstöne gab es schon.
Das Konzil ist schwammig, es ist misslungen, wir erkennen das an seinen Früchten. Aber niemals wird die Kirche es offiziell einkassieren. Es geht darum, es zu verdauen, es durch eine Interpretation (als Pastoralkonzil ist es interpretationsoffen) zu entschärfen und in den großen Strom der Tradition einzugliedern, auf dass es glatt geschliffen wird und als Sandkörnchen mit zur Mündung schwimmt…
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#83   Pius XII   12:50:43 | Mittwoch, 15. April 2009
@ Pzybislaw @ Für die Kirche
Przybislaw, aber genau diese doktrinellen Gespräche hat der Hl. Vater in seinem Brief an die Bischöfe doch angekündigt. Niemand, weder in Rom noch in Menzingen, sucht die rein juridische Lösung.
Für die Kirche, Ihre Beiträge sind wohltuend, ich stimme Ihnen hundertprozentig zu.
Wir sind längst in der Post-Konzils-Phase. Zunächst einmal hat sich das gesellschaftliche Klima für die Kirche geändert. Im 19. jhd war „Gott tot“, die Oberschichten und der intellektuelle Vortrupp waren antikirchlich, dafür standen die Masse der einfachen Menschen, zumeist Bauern, zur Kirche. Heute ist es eher andersherum. Die einfachen Leute gehen kaum noch in die Kirche. Vielmehr dürfte der durchschnittliche Bildungsgrad der regelmäßigen Kirchgänger (zumindest der jüngeren) deutlich höher liegen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Folglich ändern sich auch die Rahmenbedingungen für die Kirche. Das Konzil ist zu eindeutig gescheitert als dass es noch Eifer hervorruft. Was ansteht ist, dass sich alle Kräfte guten Willens bemühen, in der derzeitigen Situation – die so schlecht nicht ist – den Glauben wieder als gesellschaftliche Kraft zu etablieren und zu einer realen Größe in Politik und Wissenschaft zu machen. Benedikt XVI tut das, und die FSSPX hat das Potential dazu, mehr als viele andere. Aber das muss man angehen anstatt sich zu verkriechen. Und wie es aussieht geht die FSSPX-Führung das an, und das tut gut und verdient jede Unterstützung. Gott mit uns!
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#69   Pius XII   10:37:06 | Mittwoch, 15. April 2009
@ Simplicius, für die Kirche: Stimme Ihnen voll zu!
Die FSSPX konnte sich in der Abgeschiedenheit der angeblichen „Exkommunikation“ in Ruhe sammeln, und nun beginnt eine neue Phase, sie ist auf die Bühne gehoben und – natürlich – bricht der Sturm los. Und da bricht das dünne Holz eben weg. Die große Masse hält stand, sie ist einfach katholisch, behält konsequent den Glauben und leidet dementsprechend an der Trennung von Rom. Die fahren weiter den Kurs, der bislang ja gut funktioniert hat: keine Abschwächungen in der Glaubenslehre, aber dennoch Freigabe der Messe, Aufhebung der Exk, gutes Klima zum Papst. Und dann gibt es aber auch diejenigen, die sich aus Unverstand oder genereller Oppositionshaltung gegen alles und jeden untergehakt haben und in Wahrheit Modernisten von rechts sind. Für die gibt es keinen Gehorsam, kein Lehramt, sondern nur die eigene Meinung. Und die fangen nun an zu stänkern, weil sie sehen, dass dieser Weg auch in der FSSPX nicht trägt.
Der Pater wurde mehrfach verwarnt. Er hatte längst Publikationsverbot. Dennoch machte er weiter. Wenn die Autorität dann nicht einschreitet, macht sie sich lächerlich. Insofern ist diese Disziplinarmaßnahme – wie alle solche Schritte – sicher menschlich bedauerlich, aber im Interesse des großen Ganzen notwendig gewesen.
Wassers: EB Lefebvre hat nie eigene Lehren verkündet, sondern nur das vertreten, was die Kirche immer gelehrt hat. Und wo, bitte, weicht Bischof Fellay davon auch nur einen Jota ab? Kirchenpolitische Entscheidungen sind keine Frage der Lehre!
Redaktion benachrichtigen Sie werden in das ewige Feuer wandern
#136   Pius XII   10:28:11 | Dienstag, 7. April 2009
Przybislaw, was für ein Nonsens
Przybislaw, mit Ihrem Sedisvakantismus hat die FSSPX nun wirklich nichts zu tun. Dafür gibt es die diversen Garagenkirchen, und bei denen besteht auch keine Gefahr von Verhandlungen mit Rom.
Alois Bischof, die Konzilstexte kann man schon im weiten Umfang so interpretieren, dass sie keinen Widerspruch zur traditionellen Lehre darstellen.
Und natürlich gibt es im Erscheinungsbild der Kirche Entwicklungen. Das, was wir bis kurz vor dem Konzil hatten, war eben sehr stark vom 19. Jhd geprägt, auch in der Ästhetik, dem Kunstsinn etc. Das ist vorbei. Dazu wird es kein Zurück mehr geben. Die Aufgabe, die katholischen Prinzipien und Doktrin immer wieder neu ins Heute zu holen bestreitet doch niemand. Das Lehramt kann doch nicht an einem bestimmten Punkt eingefroren werden. Gegen das Konzil spricht also weniger, dass es gewisse pastorale Dinge neu ordnen wollte, sondern dass es sie falsch und schlecht geordnet hat und weiterhin, dass die Kirche der 60er Jahre heute auch überholt ist. Anstatt also sich aufzuregen, dass ein kein Zurück hinter das Konzil geben soll, sollte uns ärgern, dass es nach den Altliberalen auch kein Vorwärts über das Konzil hinaus geben soll. Das ist doch viel ärgerlicher. Wir müssen heute katholisch sein, nicht in den 50ern, auch nicht in den 60ern und 70ern. Und dazu bedarf es eben der zeitlosen Lehre der Kirche und nicht irgendwelcher zeitabhängiger Anwendungen.
Redaktion benachrichtigen Ratloser Bischof
#82   Pius XII   18:15:44 | Mittwoch, 1. April 2009
Stimme der Vernunft
Also, SdV, immerhin sind Ihre Fragen intelligent.
In beiden Fällen gilt: Was hat man vom freien Willen wenn er nicht respektiert wird?
Daran sehen Sie, dass die Freiheit nicht das Endziel ist, sondern die Liebe. Deus caritas non libertas est. Es geht nicht um Freiheit von etwas, sondern um Freiheit für etwas: die Liebe.
Der freie Wille ist also nur ein Vehikel, eine notwendige Voraussetzung für die Liebe. Der Mensch ist zur Liebe geboren. Dafür benötigt er die Freiheit.
Benutzt der Mensch die Freiheit falsch in diesem Sinne, also gegen die Liebe, ist das böse. Aber nicht in dem Sinne „grün und blau hauen“, sondern er darf dann eben auf die Verzeihung hoffen. Denn das ist nun die große Botschaft des Christentums. Es gibt dem Gesetz (Altes Testament) die Vergebung dazu (Neues Testament). Oder, wie es Joseph Roth formuliert: „Die Kirche ist auf das Verzeihen gegründet, nicht auf das Verurteilen“.
Jedenfalls: Einen sympathischeren Gott als den Gott der Liebe werden Sie nirgends finden.
Redaktion benachrichtigen Ratloser Bischof
#62   Pius XII   17:05:32 | Mittwoch, 1. April 2009
Eher Stimme der Unvernunft
Wenn Sie einen Blumentopf aus dem Fenster werfen, dann ist es wahrscheinlich, dass er zu Bruch geht.
Wenn Sie den freien Willen schaffen, dann ist nicht wahrscheinlich, dass er sich für das Böse entscheidet. Es ist nur möglich. Diese Möglichkeit müssen Sie in Kauf nehmen, wenn Sie einen freien Willen haben wollen. Weshalb wollen Sie den freien Willen? Weil nur der freie Wille zur Liebe befähigt. Wer also Liebe will, der muss Freiheit geben. Wer Freiheit gibt, der gibt immer Macht aus der Hand und riskiert einen falschen Gebrauch.
Das Christentum will Liebe, Gott will Liebe. Also gibt er Freiheit. Freiheit führt aber nicht zwingend, noch nicht einmal wahrscheinlich zum Bösen, sondern zumeist zur Liebe. Wenn Sie Gott vorwerfen, das Böse insoweit zugelassen zu haben, dann verwerfen Sie zugleich die Freiheit und die Liebe.
Ich denke, das ist nachvollziehbar. Das Christentum ist schon in sich schlüssig – mit Blumentöpfen und Robotern widerlegt man es nicht.
Redaktion benachrichtigen Ratloser Bischof
#16   Pius XII   15:28:29 | Mittwoch, 1. April 2009
Na, Kirschbaumwasener …
… wie kann denn Gott, das reine Gute, etwas Böses schaffen?
Gott schafft wohl nur den freien Willen, der an sich etwas Gutes ist. Das Gute wird aber nicht durch die theoretische Möglichkeit des falschen Gebrauchs böse, oder? Nun weiss Gott aber vom späteren falschen Gebrauch. Dennoch schafft er. Die Wege des Herrn sind eben unergründlich.
Redaktion benachrichtigen Ratloser Bischof
#12   Pius XII   15:13:36 | Mittwoch, 1. April 2009
Danke, Kirschbaumwasser
Der Teufel ist nicht rein Böse, weil er ja ursprünglich geschaffen wurde, Gott aber nichts Böses schafft. Er ist also der erste „Besetzte“.
Das ist es, was ich meinte, dass Wankes Definitionen uns zum Verstehen statt zum Nachplappern zwingen. Dass es bei einem, der sich Antipacelli nennt, dazu nicht reicht, ist schon klar.
„Jeder Geist ist gegenwärtiger Geist“ sagt Hegel zutreffend, und er wird in der Welt durch Personen materialisiert. Auch das Böse muss sich also personalisieren, um in der Welt wirken zu können.
Redaktion benachrichtigen Ratloser Bischof
#6   Pius XII   14:49:20 | Mittwoch, 1. April 2009
So schlimm fand ich das FAZ-Interview nicht
Wanke ist an sich ein übler Phrasendrescher, zudem offenbar eitel, weil es keine Nummer seiner Bistumszeitung ohne Foto von ihm gibt. Umso überraschter war ich von diesem Interview. Dass ein auf „Gaudium et spes“ verpflichteter Bischof überhaupt bereit ist, über das Böse zu sprechen, ist doch schon etwas, was es in den letzten Jahren kaum gegeben hat. Dass das Böse die Folge einer willentlichen Verneinung des Guten ist halte ich für eine gelungene Definition der Erbsünde – denn sie zwingt zum Verstehen, nicht zum Nachplappern. Dass das Böse nicht personal ist sagen auch traditionelle Theologen, es ist nämlich die Abwesenheit des Guten, und zwar die völlige Abwesenheit, womit ihm wohl auch die Personalität (etwas Gutes) abgehen dürfte. Das Böse ist also wohl eher eine unpersönliche Kraft.
Wanke eiert und kommt nicht zum klaren Schluss, alles richtig. Aber er bringt das Thema des Bösen zurück in den Blickwinkel. Das ist viel, aber noch nicht alles. Aber diesen Verriss hat er nicht verdient.
Redaktion benachrichtigen Keine Religionsfreiheit für die Piusbruderschaft
#176   Pius XII   11:43:03 | Mittwoch, 1. April 2009
Wohl kein Problem der Religionsfreiheit
Die Religionsfreiheit bindet selbst nach liberaler Lehre nur den Staat. Die anglikanische Konfession kann verkaufen, an wen sie will. Ihre Entscheidung trifft sie frei. Insofern ist der Verweis auf die Religionsfreiheit hier fehl am Platze. Eine solche weite Auslegung von Freiheit widerspricht so ziemlich allem, was die katholische Tradition fordert.
Redaktion benachrichtigen Versöhnung „in absehbarer Zeit“
#41   Pius XII   14:02:36 | Dienstag, 24. März 2009
Überlegen Sie sich das mit der Broschüre noch mal!
Bischof Williamson kann mit einer einzigen eidesstattlichen Erklärung, kein Freimaurer zu sein, einen Unterlassungsanspruch erwirken. Zudem würde der Schmid-Verlag ihm Schadensersatz für die Rufschädigung zahlen müssen.
Redaktion benachrichtigen Versöhnung „in absehbarer Zeit“
#35   Pius XII   13:38:08 | Dienstag, 24. März 2009
Naja, Eifelplatz
P. Lingen ist ein „Kind“ von Erzbischof Haas. Ich hoffe, Sie wollen den jetzt nicht zum Sedisvakantisten-Sympathisanten machen.
Es ist nun einmal so, dass jeder, der beginnt, Unbehagen an der „Kirche des Konzils“, also an dem Unsinn, der sich tagtäglich in den Pfarreien abspielt, zu empfinden, auf die FSSPX stößt. Manche schießen dann eben übers Ziel hinaus, sie verlieren jedes Maß, sie verstehen die Position der FSSPX nicht und sehnen sich nach schlichten Primitivantworten. Mag sein, dass die Pastoral in der FSSPX dieses Problem zu wenig im Auge hat. Aber der FSSPX nun diese Sedis vorzuhalten, die ja meist nichts besseres zu tun haben als übel über die Bruderschaft herzuziehen (Lesen Sie mal auf P. Lingens Homepage!) – das ist höchst ungerecht!
Welches FSSPX-Mitglied ist Koautor des Buches über die angebliche Ungültigkeit der NO-Bischofsweihe? (wobei diese Studie ohnehin keiner lesen, geschweige denn ernst nehmen wird, der kein Sedisvakantist ist)
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#33   Pius XII   13:29:53 | Dienstag, 24. März 2009
Da haben Sie ausnahmsweise mal Recht!
ut eam in caritate perficias una cum Papa nostro N. et Episcopo nostro N. et universo clero
Das kommt davon, wenn man zu schnell scheibt ohne Endkorrektur.
In der Sache bleibt es aber dabei: EB Lefebvre zum Sedisvakantisten zu machen ist hoffnungslos. Sie werden sich andere Kronzeugen suchen müssen. P. Schmidberger bleibt in diesem WELT-Interview der Linie des EB und der FSSPX treu.
Das ist ja ein positiver Nebeneffekt dieser Aufregung: die Seiten müssen sich eindeutig erklären. Und dadurch wird die Position der Bruderschaft wieder deutlich und frei von allen Rücksichtnahmen auf alle heimlichen Papst-Hasser.
@ruhrgebietler: Danke für das Drübernachdenken.
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#26   Pius XII   13:12:06 | Dienstag, 24. März 2009
Guérard des Lauriers wurde bereits 1977 entlassen!
Sie bleiben ungenau: Guérard des Lauriers wurde bereits 1977 entlassen. Der große Knatsch mit den Sedisvakantisten war 1977/1978. Abgesehen davon ist es irrelevant: ich hatte nur gesagt, dass EB Lefebvre immer scharf gegen den Sedisvakantismus vorgegangen ist. Da er erst 1976 „suspendiert“ wurde ist klar, dass diese Abgrenzungen erst ab diesem zeitpunkt überhaupt aufs Tapet kamen. 1977 dann der Bruch mit Guérard, 1979 mit Storck etc.
Die FSSPX ist ein Ordensgemeinschaft innerhalb der Katholischen Kirche. Sie anerkennt die jeweiligen regierenden Päpste, einschließlich des jetzt regierenden Papstes Benedikt XVI. und liest ihre Messen von jeher unum cum papa nostra. Sie sieht, dass sich die Kirche in einer Krisensituation befindet und dass an dieser auch Entscheidungen der Autorität, einschließlich der Päpst, mitschuldig sind. Aus diesem Grund beansprucht sie ein Notstandsrecht, um sich vor dieser Krise zu schützen. Dadurch kann sie den Glauben in sich so erhalten, wie er immer war. Sie erfüllt damit eine für die Gesamtkirche extrem wichtige Aufgabe, weil sie zum einen das Zeichen des Widerspruchs gegen die Veränderungen nach dem „Konzil“ ist -wodurch dieses nicht als allgemein anerkannt gelten kann – und zum anderen so sichergestellt ist, dass der Glaube nicht verloren geht, sondern wieder an alle, die ihn wünschen, weitergegeben werden kann. Die Mission der FSSPX erfolgt aber immer innerhalb der sichtbaren Kirche, die die katholische ist, mit dem Papst an der Spitze.
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#22   Pius XII   12:53:45 | Dienstag, 24. März 2009
Ach, und was war mit Michel Guérard des Lauriers?
Weshalb hat denn EB Lefebvre dann Michel Louis-Bertrand Guérard des Lauriers aus Econe rausgeworfen und sich öffentlich mit ihm gestritten? Antipacelli (was für ein dummer Name!), es ist immer lächerlich, wenn Outsider wie Sie den FSSPX-Oberen erklären wollen, wie die FSSPX eigentlich tickt und was EB Lefebvre wirklich wollte.
Die Ablehnung der Sedisvakanz wird noch bei den Bischofsweihen 1988 deutlich, wo der Erzbischof sich ausdrücklich gegen den Vorwurf der Schaffung einer Parallelhierarchie wehrt und sich erneut von Palmar da Troya abgrenzt.
Insofern sind Sie es, der hier ein gespaltenes Verhältnis zur Wahrheit hat.
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#19   Pius XII   12:28:40 | Dienstag, 24. März 2009
Ruhrgebietler, sind Sie noch bei Sinnen?!
Das Dogma lautet: Die Katholische Kirche ist die Kirche Jesu Christi.
Sie sagen: Die heutige Kirche ist nicht die Kirche Jesu Christi.
Logische Folgerung: Die heutige Kirche ist nicht die Katholische Kirche.
Das ist, beim besten Willen, nicht die Linie der FSSPX, und Erzbischof Lefebvre ist immer – wie Sie wissen – streng gegen den Sedisvakantismus vorgegangen. Deshalb sollten Sie Ihre Meinung nochmal überdenken.
By the way: „Nostra Aetate“ ist in der Tat ein dicker Brocken. Aber für dieses Dokument gilt, wie für das ganze Konzil: es wird durch eine wissenschaftliche Durchdringung aus dem Blick der ganzen kath. Tradition verändert, nicht durch einen autoritativen Federstrich. So funktioniert Wissenschaft, und die Theologie ist eine, nunmal nicht. Die traditionelle Lehre ist stark genug, auch diese Konzilsdokumente zu verdauen, wenn auch mit Magengrimmen und anschließendem dünnen Stuhlgang. Insofern geht es darum, das Konzil im Lichte der Tradition zu lesen und zu deuten und dadurch unschädlich zu machen. Fallen Sie nicht auf diese dummen und primitiven Schlichtlösungen der Sedis herein, so einfach geht es nicht.
Redaktion benachrichtigen Versöhnung „in absehbarer Zeit“
#1   Pius XII   10:45:59 | Dienstag, 24. März 2009
Fürchtet Euch nicht!
Hier der wirklich schöne Artikel in voller Länge:
WELT-Artikel zu P. Schmidberger www.welt.de/…ehrlich-mit-uns.html
Man muss es nüchtern sehen: Wer hätte letztes Jahr ernsthaft gedacht, dass alle großen Zeitungen der FSSPX die Gelegenheit geben, Ihre Positionen zu verbreiten? Nach dem SPIEGEL nun auch die WELT. P. Gaudron konnte im ZDF auch sachlich Ausführungen machen. Jeder in Deutschland weiss nun, dass es die FSSPX gibt und was die will. Und nach dem Hype um die indiskutablen Aussagen von Bischof Williamson zum Judenmord kann die FSSPX nun ihre Bekanntheit nutzen, um ihre Positionen darzustellen. Und siehe da: dagegen kann man nichts haben. Es sind gute und sachliche Argumente und die Fakten stimmen auch noch. Also lautet die Botschaft: Fürchtet Euch nicht!
Jedenfalls machen die Oberen, voran Bischof Fellay und die Patres Pfluger und Schmidberger das doch ganz fantastisch! Die Einigung mit B16 kommt, der „Geist des Konzils“ wird ausgetrieben und die Rekatholisierung der ziemlich verlotterten Amtskirche kommt voran. Deus lo vult!
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#48   Pius XII   21:20:18 | Samstag, 21. März 2009
Selten dämlich!
Eine Religion ist es nicht, weil jede Transzendenz fehlt.
Es ist nicht untypisch, dass säkulare Theorien und Lehren sich zur Steigerung ihrer Wirkung religiöser Muster bedienen. Und es gibt auch im Hinblick auf den Judenmord einige Vertreter, die ihn religiös ummänteln wollen; keine Frage. Aber das ist keineswegs prägend.
Im Kern geht es darum, dass es unter den Nazis dieses entsetzliche Verbrechen gegeben hat, was logischerweise (besonders in Dtl) die Frage aufwirft, was schief gelaufen ist, dass es soweit kommen konnte. Das ist zu allererst eine Kritik an der Moderne, insbesondere ihrer deutschen Spielart bis 1945. Weil nebenbei auf dem deshalb eingeleiteten Bruch der Deutschen mit wesentlichen Teilen ihrer vorherigen Ideologie die europäische Nachkriegsordnung basiert, ist es politisch wichtig. Zudem legitimiert dieses Verbrechen den Staat Israel und seine Verteidigungskriege. Und schließlich geht es um die Entschädigungsgelder. Bei einem solchen Konglomerat an Interessen ist es naheliegend, dass einige Menschen auf die Idee kommen, noch ein pseudoreligiöses Sahnehäubchen draufzusetzen. Nur: das ist Unsinn, darum geht es nicht. Der Judenmord ist keine religiöse Sache. Alles andere zu behaupten ist unhistorisch und schlicht falsch.
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#45   Pius XII   17:05:35 | Freitag, 20. März 2009
Diese Spekulationen sind nur peinlich!
Ausgerechnet der P. de Cacqueray als Widerpart von Bischof Fellay – wirklich köstlich! Man merkt sofort: hier schreibt ein Insider :-D
Merke: Der Papst schreibt in seinem Brief, die Bemühungen um eine Regularisierung der FSSPX seien wensentlich doktrineller Natur. Bischof Fellay schreibt in seiner Antwort, man sehe das genauso und freue sich auf die Gespräche. P. de Cacqueray schreibt, es wird keine Regularisierung ohne theologische Gespräche geben.
Wo, bitte, ist die Meinungsverschiedenheit?
Wir können es fortsetzen: EB Lefebvre sagte, Rom müsse zunächst seinen guten Willen zeigen, ehe man sich einigen könne. Bischof Fellay präzisierte, es müsse erst die Hl. Messe freigebenen werden und dann die Exk fallen, ehe man in der Sache reden könne. Rom gibt die Messe frei und hebt die Exk auf. Nun soll geredet werden.
Wo, bitte, ist ein Bruch in der Linie der FSSPX?
Es läuft doch alles – beim besten Willen! – genau so, wie es die FSSPX immer erbeten hat. Wer jetzt meint, man dürfe nicht die Chance nutzen, der will lieber Sekte statt Kirche.
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#112   Pius XII   17:18:22 | Mittwoch, 18. März 2009
Ich würde auch sagen, Ruhrgebietler!
Das ist doch das Problem an Bi Williamson, dass er so übertreibt. All die Häuser, Fabriken etc. stehen doch, die sind real. Es gibt genug Lebensmittel, Produkte etc. Wieso sollte das alles kaputt gehen? Dieses „Zurück zur Natur“, dieser Gegensatz zwischen Natur und Kultur, der stammt aus der Jugendbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, das ist eine alte Zivilisationskritik; nur es ist eben nicht katholisch.
Katholisch ist, das was ist, diese Vielfalt, zu ordnen, einem zentralen Prinzip unterzuordnen, alles zu integrieren. Omnia instaurare in Christo. Aber es ist doch nicht katholisch, alles zu zerschlagen! Sehen Sie, es ist wie mit einem Haufen Metallspäne. Katholisch ist es, ein Magnetfeld anzulegen. Dann habe ich sofort eine Ordnung entlang der Feldlinien, ohne dass die einzelnen Späne sich groß bewegen oder verändern. Nicht katholisch ist es, alle Späne wegzuwischen und dann mit der Pinzette neu und vermeintlich geordnet hinzulegen. Gegenstand unserer Bemühungen ist das, was ist, die Wirklichkeit, die bestehenden Institutionen. Es geht nicht um den Aufbau einer Parallelwelt. Das erste ist katholisch – das Antlitz der Erde erstrahlen lassen – das zweite ist Sekte. Und die apokalyptischen Visionen sind mir zu sektoid.
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#108   Pius XII   15:19:05 | Mittwoch, 18. März 2009
Danke, Mannheimer
Ich denke, Sie haben recht! Zu Zeiten Christi war es doch in manchen Dingen viel schlimmer: man mordete die unerwünschten Kinder, es war eine durchaus rohe, gottvergessene Welt. Und was macht Gott? Er wird ein hilfloses Baby und läßt sich 33 Jahre später kreuzigen. Und damit verändert er die Welt.
Wir haben heute sicher viel Unrat, viel Sünde, vieles, was schief geht. Aber wir haben auch einiges an zivilisatorischer Leistung geschafft; Hunger überwunden, Krankheiten, Altersarmut, Gewalt gegen Kinder, Schwache, Behinderte etc. Es gibt nicht nur Schatten. Natürlich bedarf es Gottes, aber doch des Gottes, der in der Krippe lag und am Kreuz litt und nicht eines, der alles kurz und klein schlägt.
Bei Auschwitz ist das evident. „Kann es einen Glauben an Gott nach Auschwitz geben?“ wird gefragt und die Antwort muss doch heissen: Natürlich, gerade deshalb! Die Antwort „Es gab kein Auschwitz“ ist irritierend, weil sie nahelegt, dass der Glaube des Antwortenden Angst vor der Realität hat. „Ein schwacher Glaube“? – da ist was dran.
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#104   Pius XII   12:57:53 | Mittwoch, 18. März 2009
@ Ruhrpottbewohner: OK, dann wird es ja ein spannendes 2010!
Ich war gestern auf einer Veranstaltung, in der Banker aus der ganzen Welt mit Hilfe irgendwelcher Kurven ihre Prophezeihungen ausgebreitet haben. Die lagen, was die Ökonomie angeht, ungefähr in meinen Kategorien, wobei die Arbeitslosigkeit keine Rolle spielte. Also, diesbezüglich dürften Sie recht behalten, leider.
Inflation kommt wohl erst 2011 oder später. Insgesamt denke ich, dass diese Krise das europäische Mittelschichtsmodell beenden wird, die Gesellschaft wird sich weiter auseinanderentwickeln, arm und reich deutlicher geschieden. Sie sehen: man kann schon mit guten Gründen pessimistisch sein. Nur: Bischof Williamson übertreibt maßlos und setzt sich dadurch – leider! – ins Unrecht. Dadurch erweist er der Sache der FSSPX einen Bärendienst. Das ist die eigentliche Tragik.
Aber: freue mich auf Ihre Rückmeldung im nächsten Jahr!
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#102   Pius XII   11:28:28 | Mittwoch, 18. März 2009
Leider zählt die Mäßigung nicht zu den hervorstechenden Tugenden des Bischofs
Bischof Williamson wurde ja in den vergangenen Monaten zum „Teufel im Talar“ (BILD am Sonntag) erklärt, und jeder, der ihn persönlich kennenlernen konnte, weiß es besser. Er ist ein anregender und charakterstarker Mann, kein moderner Untertan. Aber er irrt. Und eines beweist der Bischof hier aufs neue: die Mäßigung zählt nicht zu seinen hervorstechenden Tugenden.
Seine Weltuntergangspropheterien sind einfach nur daneben. Vor allem irritiert mich, dass es fast den Anschein hat, er wünsche sich diese Katastrophen. Diskutant Murx – der den Bischof nicht leiden kann – hatte dazu sehr pointiert geschrieben, Bi Wi nähere sich „einem philosophischen Neuheidentum“ an. Diese Lust am Untergang riecht schon nach Nietzsche, ein bisschen zu sehr für meinen Geschmack.
Anstatt aber nun erneut auf den Bischof einzuschlagen, der nun wirklich gelitten hat, sollten wir diese apokalyptischen Visionen einmal 2010 hervorkramen und schauen, was draus geworden ist. Mein Tipp: 2010 ist die Krise überwunden, der DAX über 6.000 Punkten und die FSSPX regularisiert, nachdem der Papst erklärt hat, man müse das Vatikanum II im Lichte der Tradition auslegen. Zumindest werden wir näher an dieser Erwartung statt an der des Bischofs sein ;)
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#115   Pius XII   14:29:46 | Sonntag, 15. März 2009
Frauen! – oder gleich auf Latein
in mulieribus wird übersetzt mit „unter den Frauen“ – alles andere ist eine Falschübersetzung.
Das Problem ist, dass bis ins 19 Jhd hinein das Wort „Weiber“ die selbe Bedeutung hatte wie heute „Frauen“ und „Frau“ eine „Dame“ war. Ebenso mit „Dirne“ für „Mädchen“. Weil aber die deutsche Sprache eine lebende Sprache ist, hat sich das gewandelt. Ergo musste sich auch die Gebetsformel mitwandeln, was bei Gebetsformeln schwierig ist.
Insgesamt also ein schönes Argument für die Verwendung einer toten Sprache in der Religion, wie im Bereich des westlichen Christentums das Latein. Denn hier bleibt es auf ewig beim in mulieribus.
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#85   Pius XII   18:14:57 | Freitag, 13. März 2009
Wo die Argumentation aufhört beginnt die Polemik
Carl, geben Sie doch wenigstens zu, dass Sie sich argumentativ völlig verrannt haben!
Glauben Sie wirklich, dieses Kommunique wäre ohne Abstimmung unter den Bischöfen herausgegangen? Und was Bischof Tissier angeht: dem haben Sie vorhin eine Häresie unterstellt. Er lehnt die „Communio“-Theologie von „Lumen gentium“ ab, aber doch nicht die Einheit mit dem Papst. Sie zitieren hier ohne Sinn und Verstand. Bei Ihnen wird Bischof Tissier ins Gegenteil verkehrt und zum Häretiker, weil Sie nicht imstande sind, seine Worte zu verstehen. Und weil ich Ihnen das geschrieben habe, pöbeln Sie gegen die Oberen.
Gilt für Sie das 8. Gebot nicht? Woher nehmen Sie, nachdem Sie soben bewiesen haben, keine Ahnung zu haben, das Recht, Bischof Fellay zu beleidigen?
Offenbar sind Sie ein Sedisvakantist. Dann eröffnen Sie doch in Ihrer Garage einen neuen Petersdom! Sie können sich darauf verlassen, dass alle Bischöfe hier an einem Strang ziehen!
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#83   Pius XII   17:29:45 | Freitag, 13. März 2009
„Und sich dem römischen Papst unterordnen“
Carl, Sie verstehen ja noch nicht einmal Ihre eigenen Postings! Es ist doch klar, dass die Gemeinschaft mit dem Papst – oder die Unterordnung unter ihn, wobei jede Unterordnung auch immer eine Gemeinschaft ist, nur eben eine durch Subordination geprägte – nicht alles ist. Das habe ich auch nie behauptet. Aber Sie behaupten, diese Gemeinschaft sei gänzlich unwichtig. Und das ist, beim besten Willen, eine glatte Häresie!
Sie verstehen Bischof Tissier de M. einfach nicht, weil es Ihnen am Grundgerüst einer soliden Bildung fehlt. Bischof Tissier meint (natürlich!) nicht, dass die Gemeinschaft mit dem Papst ihn nicht interessiere. Was ihn nicht interessiert, ist die sog. „communio“-Theologie. Sie verhauen aus Dummheit die Begriffe und besitzen auch noch die Frechheit, den Bischof Tissier de M. als Komplizen zu benennen. Nichts liegt ferner als das! Bischof Tissier greift – völlig zu recht – die „communio“-Theologie an, aber bestreitet doch um Gottes Willen nicht die Notwendigkeit der Gemeinschaft (in Form einer Unterordnung) unter den römischen Pontifex. Was „communio“-Theologie ist finden Sie im Internet, googeln Sie doch einfach mal die beiden Begriffe!
Mann, Sie haben schlicht keinen blassen Schimmer, aber Sie erdreisten sich in diesem Forum, die Oberen der FSSPX rüde zu kritisieren! Wer hat Sie auf Ihr hohes Ross gehoben?
Redaktion benachrichtigen Lange lebe der „Antisemit“!
#768   Pius XII   22:57:16 | Samstag, 28. Februar 2009
Diese Revisionistensch… ist doch unerträglich!
Vorab: Leblhuber, machen Sie weiter! Es hilft zwar nichts, zeigt aber, dass es auch noch vernünftige Menschen hier gibt!
Dann: Dass Bischof W auch deswegen so gejagt wird, weil man die FSSPX, den Papst und den ganzen konservativen Katholizismus beschädigen will – das ist unbestreitbar. Die schlimmste Seite diesbezüglich ist www.katholisch.de
Nur: alles das ändert nichts daran, dass BW eine historische Lüge verbreitet hat. Er hat die Munition selbst geliefert, die nun gegen ihn, den Papst und die Kirche geschossen wird. Das entbindet nicht die Schützen von ihrer Verantwortung und Schuld, aber es läßt auch nicht zu, BW zum Märtyrer zu machen.
Er hat schwer gefehlt, und das beim besten Willen nicht nur einmal, sondern fast schon regelmäßig in den letzten Jahren. Und deshalb ist es auch so klug von Bischof Fellay, ihn nun erst einmal aus dem Verkehr zu ziehen. Oder soll die FSSPX ab nun ständig Erklärungen abgeben etwa zu dem williamson’schen Highlight, in Zukunft komme es nicht mehr auf Bildung etc an, sondern man müsse nur mehr beten und Kartoffeln anbauen können? Und das ist ja noch eines der eher harmlosen Bonmots.
Die FSSPX hat eine extrem wichtige religiöse Mission, und die darf sie sich nicht wegen sowas kaputtmachen lassen – was menschlich übrigens tragisch ist! Aber das ist eben das Opfer was zu bringen ist für die Nachlässigkeit und falsche Toleranz der letzten Jahre. Man muss gegen diesen braunen Sumpf kompromisslos vorgehen, weil er die FSSPX gefährdet!
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#66   Pius XII   18:05:27 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Carl, Sie wissen nicht, wovon Sie sprechen!
1) Hilberg kommt nicht auf 6 Mio, sondern auf 5,1. Wenn der also um Zahlen streitet, dann GEGEN die 6,0
2) Dass neben den historischen Fakten es eine Deutung gibt und die von religiösen Momenten stark geprägt ist, ist ein alter Hut.
3) EB Lefebvre sagt nichts über den Judenmord, sondern über den Mammon, den Materialismus, der vom Glauben ablenkt.
Ihre Punkte helfen also nicht weiter!
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#55   Pius XII   17:29:36 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Carl, mäßigen Sie sich!
Mahler ist einschlägig vorbestraft. Irgendwann muss das Gesetz ja mal Zähne zeigen! Ein derartiger Wiederholungstäter wäre im Sexualstrafrecht in Sicherungsverwahrung gekommen.
Die „Singularität“ des NS-Judenmords besteht darin, dass ein Staat in der Autorität seines verantwortlichen Führers beschließt, eine bestimmte Personengruppe vollständig, d.h. einschließlich der Frauen, Kinder, Konvertiten etc. zu töten und dies mit den Machtmitteln des modernen Staates – Verwaltung, Militär – in einer technischen, technisierten Art und Weise umsetzt. Also kein Ausbruch des Chaos, keine Suspensierung der Ordnung, sondern die Ordnung mordet. Das ist in der Geschichte einmalig. Nehmen Sie nur die Verbrechen an den Deutschen im Osten: spontane, sicher von „oben“ geduldete Gewaltausbrüche, eine Suspendierung jeder Ordnung. Das Gegenteil beschreibt Himmler in seiner berüchtigten Posener Rede von 1943: Die Ordnung mordet. Insofern: Der NS-Judenmord ist ganz klar in diesem Sinne einzigartig, singulär.
Und da es die Deutschen waren, die ihn zustandebrachten, auch diese besondere Sensibilität hierzulande. Und deshalb auch diese Strafnorm. In England, den USA und andernorts ist die nicht sinnvoll, nicht angemessen, aber trotz aller guten und gewichtigen Argumente gegen eine gesetzliche Regelung zu solchen Fragen bin ich für Deutschland von der Richtigkeit und Notwendigkeit des § 130 Abs. 3 StGB – übrigens von einer CDU-Alleinregierung 1960 eingeführt – überzeugt.
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#45   Pius XII   14:41:07 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Carl, Sie sind dem Irrtum verhaftet!
Ihr empathisches Geschrei hilft Ihnen auch nicht weiter:
1) Katyn galt im Westen schon von je her als russ. Verbrechen. Ich habe ein Buch von 1982, da ist es als russ. Verbrechen drin.
2) Der Auschwitz-Prozeß basierte sehr wohl auch auf Akten und Geständnissen
3) Irving anerkennt die Existenz der Gaskammern in Auschwitz, genannt „Rotes Haus“ und „Weißes Haus“. Er anerkennt weiterhin die Massentötungen von Juden in Treblinka, Sobibor und Belczek, weiterhin den Massenmord durch die Einsatzgruppen hinter der Ostfront. Er hat sich korrigiert wie auch Pressac es tat. Der Fakt einer gezielten Ausrottungspolitik Hitlers gegen die Juden, die mit den Mitteln des modernen Staates und unter Einsatz fabrikmäßiger Methoden erfolgte (was auf der Wertungsseite die sog. Singularität dieses Verbrechens begründet) wird von keinem ernsthaften Menschen bestritten. Nehmen Sie das doch endlich zur Kenntnis!
4) Bischof Williamson – bedauernswerterweise – hat sich verrannt und ist in maßgeblichen Punkten seiner politischen und historischen Betrachtung nicht in der Wahrheit: Judenmord, Protokolle (was sagen Sie eigentlich dazu?), 9/11 etc.
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#30   Pius XII   10:16:31 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Carl, der Oberwissenschaftler
Mann oh Mann, Carl, da spricht einer, der offensichtlich noch nie eine Universität von innen gesehen hat über die Wissenschaft im allgemeinen.
Wissenschaft hat eben v.a. etwas mit Standards zu tun. Und zum Standard gehört bei Geschichtswissenschaft das Archivstudium. Pressac hat’s getan, Bi Williamson leider nicht. Der zitiert nur längst widerlegte Sekundärquellen – etwa Fred Leuchter.
Was machen Sie denn mit den „Protokollen“? 1. Untersuchung durch die Regierung des Zaren von Rußland, 2. Untersuchung im „Bern trial“ vor dem Kantonsgericht Bern 1934, 3. Untersuchung durch den Erzbischof von Köln mit einer Warnung an alle Katholiken, das ernst zu nehmen im diözesanen Amtsblatt und dann nach dem Krieg diverse Dissertationen. Alle kommen zu dem Ergebnis: plumpe Fälschung. Bi Williamson, der keinerlei Quellenstudium betrieben hat, erklärt: die sind echt. Und das ist nun ein Märtyrer für die Wahrheit?
Das eigentlich teuflische ist doch: Die FSSPX ist die letzte Kraft, die an der objektiven Philosophie festhält, die eine Wahrheit postuliert, die auch erkennbar ist. Und ausgerechnet die wird von den Subjektivisten nun wegen der tatsächlichen Unwahrheit eines ihrer Bischöfe angegriffen. Es ist ein Kampf mit vertauschten Rollen. Und weil Christentum nunmal Dienst an der Wahrheit ist, kommen wir nicht um die schmerzliche Einsicht herum, dass Bi Williamson sich selbst ins Aus gestellt hat – was ich übrigens bedauere.
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#17   Pius XII   09:31:25 | Mittwoch, 25. Februar 2009
Tja, Carl, die Wahrheit!
Das ist doch das ganze Problem an der Sache! Die Wahrheit. Wie kriegt man die nach katholischer Lehre (Vaticanum I) denn raus? Durch den Glauben hinsichtlich der göttlichen Offenbarung, und durch die Wissenschaft hinischtlich der nichtoffenbarten Teile. Und die Frage, ob es in Auschwitz Gaskammern gab oder nicht, die ist eben nicht offenbart. Ergo haben wir uns an die Wissenschaft zu halten. Und die kommt durchweg – es gibt keinen Lehrstuhlinhaber für Geschichte weltweit der das anders sähe – zu dem Ergebnis, es gab Gaskammern.
Und somit steht Bischof Williamson – leider! – außerhalb der Wahrheit. Genauso wie er es bei den „Protokollen der Weisen von Zion“ und den „Rakhowski Protokollen“ oder 9/11 tut. Er wird also nicht wegen der Wahrheit, sondern wegen der Unwahrheit verfolgt.
Ihre ganzen Erwägungen sind damit überflüssig und abseitig. Jede Argumentation scheitert am Fakt, dass Bischof Williamson völlig neben der Realität liegt in seinen politischen und historischen Ansichten. Er wird eben nicht für den Glauben und die Wahrheit verfolgt, sondern für eine abstruse und historisch falsche Meinung. Ein Märtyrer ist er damit nicht.
Redaktion benachrichtigen Bischof Williamson wird aus Argentinien ausgewiesen
#195   Pius XII   18:41:55 | Freitag, 20. Februar 2009
Sie irren, Stephanus
Die FSSPX nutzt den Werbebonus ganz nett. Natürlich kann man immer alles besser machen, aber zumindest weiss doch in Dtl jeder, was die FSSPX ist. Das ist neu.
Was Ihre Einschätzung zu Bischof Williamson angeht, denke ich, dass Sie etwas untertreiben. Die Ablehnung der Nazi-Zeit ist nun einmal in Deutschland raison d’etre, darauf basiert die deutsche und folglich auch die europäische Nachkriegsordnung. Das ist nicht einfach eine historische Unsauberkeit, das ist eine beabsichtigte politische Provokation gegen die historischen Grundlagen unseres Staates. Deshalb ja auch dieser Aufstand.
Sehen Sie, ich finde, dass die FSSPX-Oberen ihre Sache insgesamt sehr gut und mit Augenmaß machen. Da ist eine Linie drin, die ist gut katholisch. Man nutzt den Werbebonus besonnen, macht klare Kante gegen die Modernisten wie die Politsektierer und läßt sich weder den theologischen Schneid noch die Verbundenheit mit Rom abnehmen. Es zeigt sich erneut, dass die FSSPX gut geführt ist.
Redaktion benachrichtigen Bischof Williamson wird aus Argentinien ausgewiesen
#189   Pius XII   17:57:47 | Freitag, 20. Februar 2009
Carl, was für ein Nonsens!
Ausharren im Bunker – das nennen Sie katholisch?
Bischof Williamson ist in seinen Äußerungen schlicht außerhalb der Wahrheit. Es gab Gaskammern in Auschwitz und die „Protokolle“ sind eine Fälschung. Er taugt somit nicht zum Märtyrer in einer Religion, deren Gründer sagt „Ich bin die Wahrheit“.
Die FSSPX muss missionieren. Und sofern Gott ihr die Mittel dazu gewährt, muss sie diese einsetzen. Gott gewährt ihr Mittel, und deshalb ist es richtig, diese zu benutzen anstatt sich im „Bunker“ – ein grässlicher Ort – einzunisten. Was Sie hier schreiben ist doch nicht katholisch!
Redaktion benachrichtigen Wir bitten den Heiligen Vater und alle Menschen guten Willens um Entschuldigung
#35   Pius XII   17:54:22 | Dienstag, 27. Januar 2009
Antipacelli, Sie sind ein Dummschwätzer!
Sehen Sie: Jean-Claude Pressac, dem Anschein nach sogar David Irving haben eingesehen, dass es Vergasungen von Juden im großen Stil gegeben hat. Also, was wollen Sie noch?
Wenn man seinen Glauben nur auf der Basis solcher Geschichtslügen aufbauen kann, ist er nichts wert.
Die Stellungnahme von Bischof Fellay ist absolut sauber und korrekt. Es geht um den Glauben, nicht um Geschichte. Der Glaube ist heutig. Und diese unselige Debatte stört die Mission der FSSPX. Also!
Redaktion benachrichtigen Der gemeinsame Faktor
#1   Pius XII   11:46:05 | Dienstag, 20. Januar 2009
Dummes Zeugs!
1. Dass niemand regularisiert wird, der nicht mit der FSSPX im Bunde steht, hat einen einfachen Grund: alle, die nicht mit der FSSPX zusammen sind, sind einfach so lächerlich und unbedeutend, dass man sie schlicht nicht regularisieren kann. Was will man mit irgendwelchen „Päpsten“ in umgebauten Garagen denn anfangen? Es gibt im Bereich derjenigen, die das Vat II grundlegend kritisieren, nichts Seriöses und Ernstzunehmendes als die FSSPX.
2. Das „angebliche“ Zitat ist eben nur „angeblich“. Es gibt keinerlei Beweis für diese Äußerung, und sie erscheint mir auch nicht plausibel. Mit erfundenen Zitaten kann man alles beweisen.
Redaktion benachrichtigen 106 Kinder und 22 Frauen
#10   Pius XII   17:55:44 | Mittwoch, 7. Januar 2009
Hier tobt sich mal wieder irgendein anonymer Antisemit aus
Das ist immer dasselbe. Es gibt Themen, da hat kreuz.net offenbar Autoren parat, die ihrem Affen Zucker geben. Da gibt es diesen Schwachkopf zum Thema der Aufarbeitung des NS-Judenmords („Leo G. Schlüchter“) und zu Isreal gibt’s einen Anonymus.
Nachdem heute morgen schon davon die Rede war, die israelische Armee verhalte sich „wie die SS im Warschauer Ghetto“ (erstaunlich, daß Leute mitso einem Background davon ausgehen, es habe überhaupt ein Warschauer Ghetto gegeben) nun dieser Artikel im Stürmer-Stil.
Die Fakten, denke ich, sind eindeutig: Aus dem Gaza-Streifen, der nunmal zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt zählt, so daß es immer auch Zivilisten betrifft, hat die Hamas trotz Waffenruhe permanent Raketen auf israelische Städte und Dörfter geschossen. Nach mehreren Ultimaten und Verhandlungsbemühungen rückt nun die Armee in Selbstverteidigungsabsicht vor. Man kann sicher streiten, ob das klug ist oder eher neuen Terror provoziert. Legitim ist es allemal. Und jeder Krieg ist schrecklich. Nur: Dieser wurde von der Hamas begonnen.
Meine Meinung: Der Haß der Hamas ist nicht zu besänftigen. Entweder man schaltet sie dauerhaft aus oder es gibt immer wieder Krieg. Dieser Krieg ist schrecklich wie immer, aber besser, man macht die Hamas unschädlich, als daß es immer wieder zu Zwischenfällen kommt, lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.
Redaktion benachrichtigen Auf dem Weg zum Kardinalat + …
#6   Pius XII   10:33:06 | Dienstag, 6. Januar 2009
Gaza-Streifen
Es bleibt aber Fakt, daß monatelang trotz aller Waffenruhe aus Gaza heraus Raketen in israelische Siedlungen geschossen wurden. Die israelische Regierung hat dann mehrere Ultimaten gestellt und für den Fall, daß die Raketenangriffe nicht aufhören, einen Militäreinsatz angedroht.
Die Raketenangriffe haben nicht aufgehört, das Militär marschiert.
Wenn tagaus, tagein in Garmisch-Partenkirchen österreichische Raketen einschlagen würden, dann würde irgendwann wohl auch die Bundeswehr ausrücken, um die Abschußrampgen zu zerstören. Völkerrechtlich handelt hier ein allgemein anerkannter Staat in Notwehr, und die ist auch in den UN-Statuten anerkannt.
Der Nahost-Konflikt wird sich sicher nicht durch ewige Tatenlosigkeit gegenüber Terror-Organisationen wie der Hamas lösen lassen. Entweder, es gelingt, diese zu besiegen oder der Krieg wird ewig gehen. Aber einfach tatenlos zusehen, wie die Hamas Raketen auf Zivilisten schießt – das kann es auch nicht sein.
Redaktion benachrichtigen Steht die Aufhebung der Exkommunikationen kurz bevor?
#100   Pius XII   17:10:37 | Dienstag, 4. November 2008
clarissa!
Die Angelegenheit ist zu gewichtig, als daß zu erwarten wäre, man würde es über die apostolische Signatur regeln. Es ist doch eindeutig, daß die Exkommunikation von 1988 gescheitert ist. Der Priesterbruderschaft geht es nach wie vor gut, an der alten Messe kommt man nicht mehr vorbei, selbst wenn man es wie die deutschen Bischöfe versucht (der Papst will es nicht), und diese alte Messe ist nun einmal untrennbar mit dem Namen des Erzbischofs Lefenbvre verbunden. Also besteht Handlungsbedarf, die Truppe wieder einzugliedern.
Andererseits hat die Exk. auf seiten der Bruderschaft viel Porzellan zerdeppert. Gewisse unschöne, spalterische Tendenzen, die es gibt, wurden bestärkt. Und auch bei den vielen Vernünftigen besteht Mißtrauen. Ergo ist eine Schlichtlösung nicht drin. Rom muß Vertrauen, das es zerschlagen hat, wieder herstellen. Darum geht es.
Also muß zunächst die diskriminierende Exkommunikation weg. Wie das geht, hat man ja bei dem Patriarchen von Konstantinopel gesehen, wo die Kirchenstrafen auch einfach aufgehoben wurden. Und bei den anschließenden Gesprächen wird es v.a. darum gehen, der Bruderschaft einen firewall zu gewähren, um sie vor unliebsamen Übergriffen der linken Fraktion, etwa nach dem Tod des regierenden Papstes, zu schützen.
Das wird der Fahrplan sein: 1) Alte Messe wieder frei – erledigt 2) Exkommunikation weg, um Vertrauen zu schaffen – in Vorbereitung 3) Kirchenrechtliche Eingliederung mit firewall vor den Linken – steht noch aus.
Redaktion benachrichtigen Steht die Aufhebung der Exkommunikationen kurz bevor?
#22   Pius XII   15:52:40 | Montag, 3. November 2008
Ziemlich glaubwürdig
Der Bericht ist ziemlich glaubwürdig. Bischof Fellay würde wohl kaum zum Rosenkranzkreuzzug Teil II aufrufen, wenn die Chance des Erfolges nicht sehr groß wäre. So war es beim MP, und so war es auch bei der Mutter aller Rosenkranzkreuzzüge, der Schlacht bei Lepanto. Auch damals hatte P. Pius V. zuvor diplomatisch alles geregelt und die Streitmacht aufgestellt. Insofern können wir alle hoffen und beten, daß die „Exkommunikation“ bald aus der Welt ist.
Redaktion benachrichtigen Ohne Widerrede oder Diskussion
#117   Pius XII   21:34:10 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Wobei das schon eindeutig ist!
Das einzige „Belastungsmaterial“, das man während der „gerichtlichen Untersuchung“ bei dem beschuldigten Priester fand, war ein Manuskriptheft von dessen Hand, in dem dieser aus Kirchenväterschriften Argumente gegen den priesterlichen Zölibat kompiliert hat.
Das ist allemal mehr als das, was hier zum Teil verzapft wird. Denn immerhin hatten die Richter 1634 ja wenigstens etwas, das über Hinrgespinste hinausging.
Redaktion benachrichtigen Vom Apostel des Hasses zum Apostel des Rosenkranzes + …
#10   Pius XII   13:24:13 | Montag, 20. Oktober 2008
Was bricht zusammen?
Wer sein Haus auf die Wirtschaft, den Dollar, den Euro, auf Regierungen, auf Verfassungen baut – all die armen Menschen, die sich darauf verlassen, werden sehen, daß sie auf Sand gebaut haben. Denn das alles bricht bald zusammen.
Was bricht denn zusammen? Der Dollar ist gestiegen, der Euro ist stabil und daß die verfassungsmäßige Ordnung wackeln würde habe ich auch noch nicht bemerkt. Wir haben eine Krise, die wird vorbeigehen.
Davon abgesehen sollte man immer auf Gott bauen, das ist ja wohl klar. Und wer die weltlichen Dinge vergottet, wird Schiffbruch erleiden. Aber um das auszudrücken brauche ich nicht unter die Untergangspropheten gehen. Die Aktienkurse sind jetzt so niedrig, die können nur noch steigen, und das werden sie auch tun, wenn sie die kollektive Psyche beruhigt hat.
Redaktion benachrichtigen Durch die Alte Messe bekehrt
#90   Pius XII   12:53:58 | Freitag, 17. Oktober 2008
@ Major, bleiben Sie am Boden
Zunächst, „einziger Katholik im Nationalrat“ finde ich gewagt und durchaus auch beleidigend für die sicher durchaus vorhandenen praktizierenden Katholiken bei den anderen, insbesondere der ÖVP.
Welche konkreten politischen Ergebnisse für die katholische Sache kann ES denn vorweisen? Beim besten Willen, der Mann ist schlicht unseriös und unberechenbar. Der ist einmal bei der Bruderschaft, dann wieder woanders, der ist einmal gegen Haider und einmal mit ihm. Das einzige, was an ihm beständig ist, ist, daß er im politischen Zirkus bleibt. ES hat noch nie Geld anders als aus Steuermitteln bekommen. Und damit das so bleibt, ändert er nicht nur munter die Parteien, sondern auch die Überzeugungen.
Nur weil die Schwarzen untreu geworden sind, werden Sie das Land nicht mit denen retten, die deshalb nicht untreu wurden, weil sie nie treu waren. Das dritte Lager ist schlicht unbrauchbar, und anstatt hier Solidarität mit einer obskuren Gestalt zu propagieren wäre es mE angebracht daüber nachzudenken, wie die Christsozialen wieder auf Spur gebracht werden können.
Redaktion benachrichtigen Durch die Alte Messe bekehrt
#81   Pius XII   16:54:38 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Wieso nimmt noch einer diesen Stadler ernst?
HC Strache, bei weitem kein sympathischer Zeitgenosse, hat etwas sehr richtiges gesagt: „Wann immer in den letzten 20 Jahren in der FPÖ Streit war, ist Ewald Stadler dabei gewesen.“. Er hat sind im TV mit Haider gezofft und anschließend mit Haider darüber prozessiert, ob Haider danach geweint habe oder nicht, um sich, nachdem die FPÖ ihn rausgejagt hat, bei ihm ins Bett zu legen. Zutreffender Kommentar des FPÖ-Generalsekretärs: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!“. Nun hat er offenbarauch in der FSSPX Zoff angefangen und wurde zurechtgewiesen. Statt Buße und Umkehr schmeißt er nun Dreck gegen die Bruderschaft.
Was lehrt uns das? Daß man aufhören sollte, in diesem Mann einen Heilsbringer zu sehen. Der ist ganz offensichtlich ein Borderliner, einer, der nicht in der Lage ist, sauber und kontinuierlich für eine Sache zu stehen. Daß er sich nun aufspielt, um der Bruderschaft Hinweise zu geben, ist nur peinlich.
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#84   Pius XII   18:43:41 | Dienstag, 7. Oktober 2008
Ihre Argumentation hat einen Schönheitsfehler, clarissa
Wie könnte ich ohne den Erzbischof Lefebvre und die Weihen von 1988 jetzt die alte Messe genießen?
Sehen Sie, das, was Sie und andere uns als angeblich so tolle Alternative anbieten, ist ja keine Frucht der tollen Römer, sondern eine Folge des Weges der FSSPX. Dieses Paradoxon können Sie auch nicht auflösen.
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#77   Pius XII   13:28:01 | Dienstag, 7. Oktober 2008
@ no comment, clarissa
@ No comment: Daß dieses „BRAVO-Poster“, wie Sie es nicht ganz unzutreffend nennen, ziemlich peinlich ist, ist leider wahr.
@ clarissa: Der Treueeid bezieht sich im Kern immer auf die Lehre, nicht auf die Person oder das Amt, weil eben das Amt seine Legitimität auch nur von der Lehre her bezieht. Der Geist bewegt die Masse. Wenn aber die Kirche sich durch VatII von ihren eigenen Dogmen entfernt, dann kann es kein Treubruch sein, bei den Dogmen zu bleiben, denen letztlich die Treue geschworen wurde.
Das Protokoll von 1988 hat EB Lefebvre gekündigt, weil die andere Seite Zusagen nicht eingehalten hat. Das können Sie nachlesen in der neuen Hagiographie über den Erzbischof.
Und was die Frage im Ritus der Bischofsweihe angeht. Nun gut, ich finde den Begriff „ewiges Rom“ stilistisch auch nicht hundertprozentig geglückt. Aber die Aussage, wir haben das Mandat derjenigen Päpste, die lieber gestorben wären, als etwa in Assisi den Götzendienst der interreligiösen Verbrüderung mitzumachen, die finde ich schon zutreffend und notwendig. Insofern hatte Erzbischof Lefebvre da nichts zu korrigieren.
Das Problem der FSSPX ist eben kein juristisches, sondern es ist die Frage nach dem Verhältnis der Post-VatII-Kirche zu ihrer Prä-VatII-Geschichte. Das ist eine Frage an Rom, die Rom beantworten muß. Und von dieser Antwort hängt die Zukunft der FSSPX ab. Ich für meinen Teil halte daran fest, daß die Prä-VatII-Version die Wahrheit ist; allen peinlichen BRAVO-Postern zum Trotz!
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#64   Pius XII   23:19:02 | Montag, 6. Oktober 2008
Das ist keine Erklärung „der“ Piusbruderschaft
Für die Priesterbruderschaft im ganzen spricht nach meinem Kenntnisstand deren Generaloberer. Und dieser hat das MP vollständig anerkannt, gelobt und dem Hl. Vater ausdrücklich dafür gedankt, und zwar hier. www.fsspx.org/ger/index.html
Das ganze, was hier so groß als Erklärung „der“ Bruderschaft angepriesen wird, ist also nur eine Einzelstimme aus der Bruderschaft. Und noch nicht einmal eine besonders intelligente: Während die fünf Plus-Punkte tatsächlich aus dem MP stammen, sind die fünf Minus-Punkte allesamt dem Begleitbrief entnommen. Wie dieser Begleitbrief zu werten ist, kann man in der bereits verlinkten Erklärung von Bischof Fellay nachlesen: „Der Brief, der das Motu proprio begleitet, verhehlt indessen nicht die Schwierigkeiten, die noch bestehen.“. Der Brief ist nämlich kein lehramtliches Dokument, sondern eine politisch inspirierte Begleitmusik. Wer aber nicht zwischen einem MP und einem Begleitbrief unterscheiden kann, der sollte besser den Mund halten.
Insgesamt ist dieses Faltblatt kein Ruhmesblatt. Es ist nicht gerade überzeugend, daß der Obere der FSSPX einserseits erklärt, die FSSPX maße sich kein eigenes, über dem des Hl. Vaters stehendes Lehramt an, und dann irgendein Subalterner meint, dem Ton nach verbindlich festlegen zu müssen, was von einem Motu Proprio des Papstes ein echter Katholik „nicht annehmen kann“ – wohlgemerkt in bezug auf ein Motu Proprio, das die offizielle FSSPX begrüßt hat. Ich halte mich da lieber weiter an die Erklärungen des FSSPX-Generhauses. Sicher ist sicher!
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#42   Pius XII   11:23:40 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Normaler Geschäftsgang
Die Kirche hat immer Güter angelegt, um von den Erträgen zu leben. Die Bettelorden waren nie mehr als eine Randerscheinung, und nichtmal eine sympathische, wie ich finde.
Früher hatte man eben Felder und Wälder, heute beteiligt man sich an Industriebetrieben etc. Früher gab’s man eine Mißernst, heute einen Kursrutsch. Das ist business as usual. Für einen Rundumschlag gegen a) das Bistum Aachen (den es aus anderen Gründen verdient hätte) oder b) das Wirtschaftssystem reicht das alles nicht.
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#56   Pius XII   19:56:56 | Samstag, 27. September 2008
Gesinnung ersetzt nicht Befähigung
Durch solche dämlichen Kommentare wird mitgewirkt, daß ÖS einen Kanzler Faymann bekommt!
Redaktion benachrichtigen ‘Die Christen’ und sonst niemand
#44   Pius XII   23:32:48 | Samstag, 13. September 2008
@ Preßlmayer: viel Pathos, wenig Substanz!
Das Problem bleibt, daß es schlicht dummes Zeug ist, die Politik auf eine einzige Frage – die der Abtreibung – zu reduzieren. Ich bin ja bei Ihnen, daß diese Frage wichtig und die Position der ÖVP dazu schäbig ist. Aber die Frage ist nicht alleinrelevant.
Dem Lebensschutz dienen Sie mit einer intelligenten pro-life-Kampgane a la USA mehr als mit einer Partei. Und Österreich bracht nicht nur Lebensschutz, sondern eben auch schlaue Konzepte für das Steuerrecht, die Sanierung der Krankenkassen etc. Und da sind Ein-Themen-Parteien eben unbrauchbar, weshalb sie auch nicht gewählt werden.
Deshalb: Vernunft und Glaube gehören zusammen und führen zur Wahl der ÖVP!
Redaktion benachrichtigen ‘Die Christen’ und sonst niemand
#25   Pius XII   20:00:35 | Samstag, 13. September 2008
Realist bleiben – ÖVP wählen!
Etwa 90 Prozent der regelmäßigen Kirchbesucher in ÖS werden wieder die Partei wählen, die zwar nicht ideal ist, aber immer noch die größte Treffsicherheit für eine an christlichen Maßstäben orientierte Politik bietet: die ÖVP.
Ihre Mängel sind bekannt, sie folgen, wie bei allen christdemokratischen Parteien, dem inneren Chaos der konziliar deformierten Kirche.
„Die Christen“ sind eine Splittergruppe, die, abgesehen davon, daß Sie an der 4-Prozent-Hürde scheitert, nicht imstande ist, die drängenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme zu lösen. Merke: Gesinnung ersetzt nicht Befähigung. Ohne eine Portion Technokratentum geht’s nunmal nicht!
Redaktion benachrichtigen Gruppensex statt Versteckspiele
#16   Pius XII   15:36:15 | Freitag, 12. September 2008
@ Kappes: Zu den Zahlen
In der WELT (und Welt kompakt auch) war unlängst eine Zusammenfassung der aktuellen Jugenstudien und zudem ein Interview mit dem maßgeblichen Jugendforscher, dem Prof. Hürrelmann aus Bielefeld. Auf Basis des selben Materials hat dann der Feuilleton-Chef der Zeit einen Artikel „Jugend ohne Charakter“ geschrieben, in dem er über die angeblich angepaßte, konformistische, nicht-rebellische Jugend herpöbelt. Da bezieht er sich auf die selben Befunde. Insgesamt ist dieses Schema der 4/5-Gesellschaft unter Soziologen anerkannt. 1/5 bleibt derzeit auf der Strecke. Das ist jenes Prekariat, dessen Kinder so erbärmlich entgleiten.
Redaktion benachrichtigen Gruppensex statt Versteckspiele
#11   Pius XII   15:15:39 | Freitag, 12. September 2008
Traurig, aber nur Randphänomen
Nach allen aktuellen Jugenstudien können wir mit der heutigen Jugend ganz zufrieden sein. Sie ist diszipliniert, leistungsorientiert und wünscht sich eine Familie. Wir sind heute was die Mentalität der Jungen angeht näher an den 50ern als an den 60ern und 70ern.
Allerdings: 8 Prozent der Jugendlichen schaffen die Anforderungen der Gesellschaft gar nicht, 12 Prozent kaum. Diese 20 Prozent bilden eine neue Unterschicht („Prekariat“), die nicht nur materiell, sondern auch kulturell unter die Räder kommt. Die leben in zweiter, dritter Generation von staatlichen Leistungen und das einzige, was die haben, ist Sex. Hier beschreibt das Buch sehr drastisch diesen Zustand. Und ohne eine Bekehrung auch der ganz einfachen Leute – nicht nur des intellktuellen Vortrupps – wird jede staatliche Aktion dagegen nur Linderung, nicht aber Abhilfe schaffen. Gleichwohl: Wir brauchen vermehrt geschützte Werkstätten und die Sozialleistungen müssen mehr an Auflagen (regelmäßig früh aufstehen etc.) gekoppelt werden.
Ansonsten mißfällt mir der Voyerismus des Buches. Das ist sicher immer eine Gradwanderung, und man will (und muß) auch aufrütteln. Aber hier sind wir schon dem Abgrund sehr nahe. Leider werden sich Deutschlands Pädophile alle dieses Buch kaufen, hoffen wir, daß die jetzt nicht nach Berlin-Hellersdorf aufbrechen.
Redaktion benachrichtigen Ein im Sinne der Mächtigen zurechtgebogenes Christentum
#113   Pius XII   11:31:19 | Dienstag, 9. September 2008
Lerle ist ein unrettbarer Dummkopf!
Wurde Lerle nicht unlängst verurteilt?
Der Mann ist selten dumm. Sonst wüßte er, daß die katholischen Fakultäten und der Religionsunterricht in der Verantwortung der Kirche steht und der Staat hier die Kirche finanziert, gerade ohne Einfluß zu nehmen. Es ist ein schönes Beispiel einer Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche im Gegensatz zur strengen Laizität französischen Musters. Genau das will übrigens (etwas ausgeweitet) die FSSPX. Und Lerle begreift’s nicht und pöbelt.
Bei den Bereitschaftspolizisten, die als NPD-Jünger verkleidet für schlechte PR sorgen, frage ich mich, meint der das wirklich ernst? Ich befürchte ja. Das sagt doch alles über diesen Irren.
Redaktion benachrichtigen Bigotte Weltfrömmigkeit
#7   Pius XII   10:35:43 | Donnerstag, 4. September 2008
Die Amtskirche kann die Frage nach Gott nicht mehr beantworten
Wir haben längst eine Renaissance des Religiösen, die heutige Generation sucht Wahrheit und Gott. Aber sie trifft auf eine Kirche, die beides längst verloren hat. Die Bodentruppen des Papstes sitzen eher im deutschen Feuilleton statt in den Ordinariaten. Was ein Habermas über das Verhältnis von säkularem zu religiösem Denken publiziert ist zwar immer noch nicht katholisch, aber allemal näher dran als der hirnlose Sermon der deutschen Bischöfe. Das ist die Kirchenkrise, das Salz ist schal geworden.
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#80   Pius XII   11:12:38 | Mittwoch, 3. September 2008
@ Major Kong
Danke für Ihre sauberen Argumente. Sie haben es m.E. getroffen:
Ein problematischer Punkt, der wohl Ursache dieser Debatte ist, ist jener, daß es in der subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen einen signifikanten Teil säkularisierter „Juden“ im öffentliche Leben des späten 19. und frühen 20. Jhdt. gab. Dieses öffentliche Leben, das habituell und intellektuell stark gegen die christl. Kultur gerichtet war, war dann vermutl. auch der Anlass seitens einiger betroffener Vertreter der Kirche undifferenziert gegen das Judentum ins Horn zu stoßen.
Die Kirche war eben Ende des 19./Anfang des 20. Jhds massiv in der Defensive. Und aus der Defensive heraus kann man nichtwirklich überzeugend agieren. Weil die Kirche im öffentlichen Leben unter Druck kam, versuchte sie es mit einer überbetonten innerlichen Frömmigkeit (die in den Modernismus führte und bis heute das Mißverständnis aufrecht erhält, daß „fromm“ ein Synonym für süßlich-innerlich-realitätsabgewandt ist) und zum geringen Teil eben auch mit zeitgeistnaher Lautsprecherei.
Der WKII hat dann die Karten neu gemischt und Pius XII hat wieder aus einer offensiveren Position handeln können. Das Vat II war dann leider die Zäsur.
Was Ihren Nick betrifft: Dr. Seltsam ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
Redaktion benachrichtigen Dreck auf die eigenen Leute
#58   Pius XII   22:15:47 | Dienstag, 2. September 2008
JMX mit Argumenten zu kommen ist sinnlos
Der glaubt auch daran, daß die Hl. Inquisition allein in Spanien Hunderttausende getötet hat. Das Mittelalter war finster, und erst mit der frz. Revolution wurde es in Europa freundlich. Die Kirche hat demgegenüber seit ihrer Gründung alle Wissenschaften, die Freiheit des Menschen, seine Würde, seinen Sex und ganz besonders die Frauen unterdrückt und muß schon deshalb mit jedem Bösewicht gemeinsame Sache machen, ergo auch mit Adolf, dem Oberbösewicht.
Dieses Weltbild sitzt tief, vermutlich hat es Ursachen in einer unglücklichen Kindheit. Und dagegen mit Argumenten anzukommen ist hoffnungslos. JMX nämlich, der folgert immer messerscharf, daß nicht sein kann, was nicht sein darf. Wen die Götter vernichten wollen, dem nehmen sie die Einsicht, wußten schon die alten Griechen. JMX will deshalb nicht hören, daß in Wahrheit die Kirche immer die Stimme des gesunden Menschenverstandes gegen jeden Unsinn und jede Übertreibung, sei es die der Sekten, sei es die der Moderne, sei es die der Nazis war und daß sie (mit Einschränkungen durch das Konzil) bis heute die eigentliche Stimme der Vernunft und die Sachwalterin des rechten Maßes ist. JMX sieht das vielleicht, aber es anzuerkennen würde ihm seine Lebenslüge rauben, ohne die er meint nicht auskommen zu können.
Wir sollten alle ein „Ave Maria“ für ihn besten!
Redaktion benachrichtigen Dreck auf die eigenen Leute
#54   Pius XII   21:52:06 | Dienstag, 2. September 2008
Leblhuber, JMX
Ok, irgendwelche Provinzbischöfe nach 1933 haben also zeitgeistkonform – und in jedem Falle vorwerfbar – die braune Ideologie adaptiert. So ist das leider. Die Kirche ist auch in der Welt, sie ist zuhause in der Mitte der Gesellschaft und damit anfällig für die Irrungen und Wirrungen, denen auch die Gesellschaft unterliegt. Das war eben auch schon vor dem Vatikanum II so, und seitdem ist es schon System.
Nur: im großen und ganzen hat die Kirche Kurs gehalten. Sie mögen Einzelstimmen finden, die grob daneben lagen, die Masse war das nie, und die Spitze hat stets Kurs gehalten, insbesondere die Päpste Pius XI und Pius XII.
Weiter: Was P. Abel angeht haben Sie nach wie vor nichts. Es gibt über ihn eine Dissertation, und die ignorieren Sie. Wir müssen keine juristischen Maßstäbe anwenden. Selbst nach allgemeinen ethischen Maßstäben gelingt es Ihnen nicht, die Kirche als ganzes in die Nähe der Rassenideologie und des NS-Judenhasses zu rücken. Mögen einzelne Glieder gefehlt haben, die Kirche hat Stand gehalten. Das ist es, was zählt. Und es ist erhebend, in dieser Gemeinschaft zu stehen mit jenen, die stand hielten, anstatt bei denen zu sein, die sich nach dem Winde richten.
Redaktion benachrichtigen Dreck auf die eigenen Leute
#44   Pius XII   17:57:46 | Dienstag, 2. September 2008
Leblhuber, dann dienen Sie doch mal!
Aber ich kann Ihnen mit vielen anderen Zeugnissen dienen, die den Antisemitismus von einflussreichen Vertretern der kath. Kirche aus dieser Zeit beweisen.
Na bitte: Vorwärts und Butter bei die Fische! Wir warten gespannt. Bislang sind Sie nur groß im Ankündigen und Verleumden, wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch mal ein nachprüfbares Argument bringen würden außer Versprechungen und Allgemeinplätzen.
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#42   Pius XII   17:37:11 | Dienstag, 2. September 2008
Leblhuber, Sie sind borniert!
Es ist keineswegs notwendig, kath. Organisationen, Zeitungen oder Vetretern des Klerus den Aufruf zur „Ausrottung der Juden“ nachweisen zu müssen. Es genügt, wenn die Kirche den Kampf gegen das Judentum als Ursache allen Übels gepredigt hat. Und das hat sie!!!
1) Wann hat „die Kirche“ (Sie meinen wahrscheinlich eine Reihe maßgeblicher Vertreter; welche?) den Kampf gegen das Judentum als Ursache allen Übels gepredigt? Kommen Sie, bringen Sie doch mal nachprüfbare Fakten, nicht bloß Allgemeinplätze!
2) Und wieso ist es nicht mehr nötig, Anschuldigungen in concreto nachzuweisen? Besteht nicht der generelle Vorwurf, den Sie erheben, aus der Vielzahl der Einzeltaten? Und müssen Sie deshalb nicht gerade diese Einzelakte beweisen, um ihren Generalangriff zu rechtfertigen?
Können Sie mir geistig noch folgen?
Sie besitzen die Unverschämtheit, hier Beschuldigungen zu verbreiten und zugleich zu erklären, man müsse das alles nicht belegen, weil es ja sowieso stimme. Und die dazu verfaßte wissenschaftliche Arbeit sei irrelevant, relevant sei ihr unbewiesener Vorwurf allein. Mann, Mann, Mann, das ist also das, was sich heute „aufgeklärt“ schimpft!
Die meisten Zeitgenossen glauben übrigens auch, daß die Span. Inquisition Hunderttausende ermordet hat. Und fühlen sich mega-aufgeklärt dabei. Und dennoch ist’s nur eine antiklerikale Lüge. Es bleiben maximal 2.000 Tote in drei Jahrhunderten, ein Klacks gegen die Moderne. So ist es auch mit dem Antisemitismusvorwurf. Moderner Aberglaube!
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#35   Pius XII   15:42:30 | Dienstag, 2. September 2008
Leblhuber, alter Dummschwätzer
Über P. Abel gibt es eine Dissertation, die man sich besorgen kann. Ich habe sie nicht, aber ich denke, das ist das bislang einzige wissenschaftliche Werk über ihn. Wenn dort nichts über die angeblichen antisemitischen Tendenzen drinsteht (ich weiß es nicht, wie gesagt), wird die Beweisführung schwierig. Denn dann hätten wir eben wirklich nur einige zeitgeistbedingte Entgleisungen, aber keinen wirklichen Hammer. Und den braucht’s schon angesichts der unbestreitbaren Verdienste des Paters.
Sehen Sie: Sie wissen genausowenig wie ich, wie er wirklich war und was an den Vorwürfen dran ist. War er (bedauerlicherweise) in bezug auf die Juden ein Kind seiner Zeit oder war er ein auch für damalige Verhältnisse übler Antisemit. Hätte er tatsächlich die „Ausrottung der Juden“ gepredigt – dann braucht’s die Tafel. Ist das aber nur eine Mär – dann braucht’s sie nicht.
Alles, was man so im Netz zu den Vorwürfen findet, ist reichlich dünne. Also, im normalen Strafverfahren würden Sie damit keine Verurteilung hinkriegen. Und P. Abel kann sich nicht mehr verteidigen, und seine Mitbrüder, die Jesuiten, wollen ihn nicht verteidigen. Das ist hier so ein „schuldig bei Verdacht“, und das ist halt zu wenig.
Deshalb: Wann hat Abeld was gesagt oder getan, was belegt ist, und was so schwerwiegend wäre, daß man das Andenken an ihn korrigieren müßte? Diese Frage müssen die beantworten, die hier unbedingt die Plaktette anbringen wollen. Ansonsten gilt: in dubio pro reo.
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#29   Pius XII   14:08:17 | Dienstag, 2. September 2008
@ HvO: Da stimmen wir direkt mal überein :-)
Der Text der Tafel ist echt nicht doll.
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#25   Pius XII   13:05:20 | Dienstag, 2. September 2008
Nichts ist so fein gesponnen …
… daß es nicht kommt zu Sonnen.
Wenn P. Abel tatsächlich von der Kanzel die „Ausrottung der Juden“ gefordert haben sollte (und Arthur Kaufmann ist ein ernstzunehmender Zeuge), dann wäre das schon schwerwiegend. Insofern ist es besser, eine erklärende Tafel aufzustellen, als das Denkmal ganz zu schleifen oder nichts zu tun. Freilich: Die Vorwürfe müssen sauber belegt sein (wir haben gerade mal eine Aussage zu einer Predigt) und der Text der Tafel ist doch arg anbiedernd.
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#34   Pius XII   14:48:48 | Freitag, 29. August 2008
Lieber HvO,
Sie wissen doch genau, was ich meine. Sie können den Schmid- nicht mit dem Aufbauverlag vergleichen, weil der Schmidverlag ja kein Verlag im eigentlichen Sinne ist, sondern eine Plattform, Unsäglichkeiten abzusondern. Ich darf daran erinnern, daß sowohl P. Heggenberger wie P. Pfluger eindringlich vor der Lektüre der Elaborate dieses „Verlages“ gewarnt haben. Und Sie wissen wie ich, daß das Weltbild, was dieser Verlag verbreitet, sehr wohl einige Anhänger, gerade in unseren Kreisen, findet. Und Sie wissen genau wie ich, daß dieses Weltbild – höflich gesprochen – krude ist. Der Hauptautor dieses Verlages, Johannes Rothkranz, dem man immerhin zugute halten muß, seinen eigenen Unsinn auch noch ernst zu nehmen, lebt mittlerweile in einem selbstgebauten Bunker unter der Erde und weigert sich, an einem normalen sozialen Leben teilzunehmen, weil ja der Jüngste Tag unmittelbar bevorsteht und die Greifkommandos der internationalen Maurerei hinter ihm her sind. Daß die FSSPX, einschließlich der Bischöfe Lefebvre und Fellay, dazuzählen, ist fast schon Nebensache bei so viel Wahnsinn. Wir sind uns sicher einig, daß diese Weltsicht abstrus und krank ist, weiterhin, daß jeder, der ihr, auch partiell, zustimmt, neben der Spur liegt und es im Interesse eines Erfolges der Tradition geboten ist, kein Podium für derlei Spintisierei zu bieten. Das ist es, was ich meine, wenn ich den „Spinnern in den eigenen Reihen entgegentreten“ will.
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#15   Pius XII   18:07:38 | Donnerstag, 28. August 2008
HvO, da mißverstehen Sie mich!
Mir geht es um den simplen Zusammenhang von Glaube und Vernunft.
1) Spinner in den eigenen Reihen: Wie wäre es mit den Anhängern des Schmid-Verlages, nach dem alles und jeder Freimaurer ist? Wie wäre es mit den Jungs von der Fortexistenz des Deutschen Reiches, von den Gaskammer-Zweiflern mal zu schweigen? Wie wäre es mit der Fraktion, die alle Jahre wieder das im Folgejahr anstehende Armaggedon sicher vorhersieht (wieviel mal hätten denn die Amis in den letzten Jahren schon den Iran angreifen müssen?). Wie wäre es mit der verklemmten Fraktion, die sich allen Ernstes Gedanken u.a. über die Schweißentwicklung bei feinstrumpfhosentragenden Frauen macht (gehen Sie mal aufs kreuzforum)? Soll ich weitermachen? Und wollen Sie diese armen Irren tatsächlich mit dem Hl. Maximilian Kolbe auf eine Stufe stellen?
Das sind nicht viele, und es sind eigentlich immer dieselben. Aber sie sind laut genug, Mißtöne zu produzieren, und zu wenige bremsen das.
2) Und was die Heiligen angeht. Jägerstetter wäre vor dem Konzil nie selig gesprochen worden. Und jede Zeit hat ihren Weg zu Gott. Mir scheint, unsere Zeit braucht eher Heilige wie Robert Bellarmin, Pius IX, Thomas von Aquin als die überbemühten Mystiker und Seher. Wir haben weit über 1.000 Heilige, und davon waren vielleicht 10 betont innerlich. Mir scheint das eine Schieflage zu sein, wenn gerade in unseren Kreisen so stark auf die abgestellt wird. Nehmen wir den Aquinaten ernst!
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#13   Pius XII   17:39:43 | Donnerstag, 28. August 2008
Einwand der vox rationis
Liebe clarissa, ich denke, Seminarian hat das wesentliche schon gesagt.
Es gibt immer und überall Hitzköpfe und Sektierer, und die gibt es auch bei den US-Evangelikalen. Nur: die Evangelikalen haben in den letzten Jahrzenten einen massiven Kompetenz-Schub erlebt. Und Kompetenz hat immer auch etwas mit Realismus zu tun und der Fähigkeit, um des Erfolges willen Extreme zu meiden. Der Erfolg der religiösen Rechten wäre anders nichtdenkbar. Und deshalb bin ich mir (mit garnicht so großem Detailwissen) so sicher, daß man, wenn es nur der Linie einer Re-Christianisierung der US-Gesellschaft dient, man jederzeit Katholiken akzeptieren wird. So wie man Scalia akzpetiert und liebt, und einige andere auch (s. den Beitrag von Seminarian).
Das ist so ein bißchen wie in der katholischen Tradition: Der angestrebte Erfolg einer Wirkung in die Gesellschaft hinein setzt eben zunächst voraus, anzuerkennen, daß man in der Welt lebt. Alos, die Realität, wie sie nun mal ist, zu akzeptieren, sich auf das zu konzentrieren, was möglich ist, damit dann das jetzt Unmögliche möglich wird, und vor allem: die Spinner in den eigenen Reihen in die Schranken zu weisen. Und da sind die Amis schon ein Jahrzehnt weiter, weshalb mich die extremen Stimmen einiger Pastoren nicht wirklich irritieren.
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#10   Pius XII   16:28:34 | Donnerstag, 28. August 2008
Sie simplifizieren!
„Stimme“ und „Taizebesucher“ (übrigens zwei ganz fürchterliche Nicks), Sie simplifizieren. Natürlich gibt es in der bunten Welt der evangelikalen Gemeinden schräge Pastoren. Etwa den von Barack Obama, dessen Antiamerikanismus ja locker mit dem mancher Verschwörungstheoretiker hier mithalten kann. Nur: Die breite Masse, auch der frommen Leut aus dem Mittleren Westen, repräsentieren die nicht. Es gibt eben für die GOP mehr Katholiken zu gewinnen, also derlei Sektierer zu verlieren.
Insofern mag es keinen Katholiken als Präsidenten geben, ebensowenig wie einen Mormonen oder Juden. Aber beim Präsidenten des Supreme Court oder dem Amt des Vizepräsidenten sieht das schon ganz anders aus (und über Abtreibung und Homo-Ehe wird am Ende eh’das Gericht entscheiden, nicht der Präsident). Die religiöse Rechte und mit ihr die gesamte Repulikanische Partei wird sich mehr und mehr auf konservative Katholiken abstützen, so wie das Bush schon bei seinen Richterernennungen getan hat. Und mit der zunehmenden Einbindung der Katholiken wächst auch ihre Präsidentschafts-Tauglichkeit.
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#7   Pius XII   15:51:40 | Donnerstag, 28. August 2008
Stimme der Dummheit
Wer sich „Stimme der Vernunft“ nennt, sollte nicht derartig plump simplifizieren. Die Wahrheit ist, daß sich die Konservativen in den USA sehr wohl auf die Katholiken stützen. Der konservative Frontmann im Supreme Court, Antonin Scalia, etwa ist ein Katholik. Nach acht Jahren Bush gibt es im Supreme Court eine massive katholische Fraktion (ich meine, drei der sieben Richter sind Katholiken).
Die bible-belt-Evangelikalen sind nicht so doof, wie man sie gern hinstellt. Die haben, als in den 60ern das Machtmonopol der WASPs (White Anglo-saxon Protestants) brach, keine Probleme gehabt, sich mit den aufstrebenden Juden zu arrangieren (die längst ebenso wie die Katholiken mehrheitlich Rep wählen – seit Bush), und genauso haben sie ihren anti-katholischen Komplex über Bord geworfen. Die „religiöse Rechte“ in den USA ist sicher weiterhin evangelikal dominiert, aber sie ist eben eine religiöse, keine evangelikale Rechte, und dementsprechend bindet sie alles ein, was in Judentum und Christentum einigermaßen daran festhält, daß Gott ein seiendes Wesen ist, es eine Welt jenseits der sichtbaren gibt und wir uns hienieden an einige fixe Spielregeln zu halten haben, zu denen es u.a. gehört, nicht die eigenen Kinder im Mutterleib zu zerhäckseln.
Das Lob des Papstes für diesen Weg, in der Gegenwart religiöse Ansichten in die Politik zu tragen, geht also völlig in Ordnung, und auch führende Vertreter der FSSPX haben sich schon ähnlich geäußert und von plumpem Antiamerikanismus distanziert.
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#3   Pius XII   14:30:14 | Donnerstag, 28. August 2008
Politisch führt das zu einem Rückenwind für McCain
Die Ausführungen meines Vorredners zur Entwicklung der kirchlichen Position sind zutreffend.
Interessant ist hier noch der politische Aspekt. Bei der Wahl 2004 trat der (liberale) Katholik Kerry gegen den Methodisten Bush an. Insbesondere der damalige Kardinal Ratzinger machte daraufhin bei den (üblicherweise liberalen) US-Bischöfen Druck, damit diese in der Abtreibungsfrage hart blieben und so eine Debatte aufkam, ob Kerry kommunizieren dürfe. Das hat dann dazu geführt, daß die Katholiken, traditionell in den USA den Demokraten zugeneigt, mit satter Mehrheit pro Bush stimmten.
Wenn das nun wieder passieren sollte – und darauf läßt der Bericht ja schließen – gibt es einen Rückenwind für McCain. Und das ist auch sinnvoll. Zwar ist McCain außenpolitisch in den Zeiten des Kalten Krieges stehen geblieben (Bush ist da weiter), aber innenpolitisch geht es in den USA um eine Korrektur der Entscheidung Roe vs. Wade des Supreme Court über die Abtreibungsfreigabe. Und es braucht dazu weiterer konservativer Richterernennungen durch den Präsidenten. Kippt aber im Führungsland des Westens die Rechtslage, wird das mit einiger Verzögerung auch auf Europa durchschlagen. Insofern sollten Katholiken tatsächlich McCain unterstützen.
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#160   Pius XII   22:13:50 | Dienstag, 26. August 2008
Schon kurios!
Es ist schon putzig, wie hier versucht wird, Gesundheitspflege durch Wasser, Massagen und Wärme als unkatholisch hinzustellen. Man hat den Eindruck, diese Puristen waren noch nie in einem Thermalbad oder einem anderen Spa-Bereich. Das muß niemand, aber er soll sich dann nicht als Richter aufspielen. Das ist nicht nur verklemmt, das ist borniert.
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#27   Pius XII   14:57:53 | Montag, 25. August 2008
Spa ist mehr als Sauna
Ich bin immer wieder über diese Verengungen erstaunt. Spa steht doch für sanus per aquam, und da geht es um verschiedene Bäder, Massagen, Hautpflege etc. Das machten schon die alten Römer, und es war Luther, der den Katholiken im schönen Rom das verbieten wollte. Letztlich ist es eine sinnvolle, weil natürliche und schonende Art der Krankheitsvorbeugung. Ich komme selbst gerade vom Urlaub in einem Thermalbad zurück. Also, was soll die Engstirnigkeit?
Redaktion benachrichtigen In der Kirche teufelt es
#83   Pius XII   21:44:08 | Freitag, 22. August 2008
@ Kirschbaum
Danke für Ihren Beitrag. Sie treffen es genau. Besonders, daß P. Wildfeuer aus der FSSPX ausgeschlossen ist, sollte festgehalten werden; er behauptet nämlich landauf, landab das Gegenteil trotz eines entsprechenden schriftlichen Entscheides (den er einfach für nichtig erklärt).
Was die kreuz.net-Redaktion angeht, gibt es einen zweiten Schwerpunkt der Mitglieder vermutlich im Rheinland. Mailen Sie mich dazu mal an.
Redaktion benachrichtigen Drohbotschaft aus dem letzten Jahrhundert
#49   Pius XII   11:56:52 | Freitag, 22. August 2008
„Zwielichtige Partei“ oder dämlicher Artikel?
Die ÖVP ist eine politische Gruppierung, die sich für die Kinderabtreibung und für die unbegründete Privilegierung von Homo-Konkubinaten einsetzt.
Dieser Artikel beweist aufs Neue, daß wir weniger an einer Stärke der Linken als an der Verblödung der Konservativen leiden. Wem bei der VP nichts anderes als Abtreibung und Schwulen-Ehe einfällt, der sagt viel über sich und wenig über die VP.
PS: Liebe Österreicher, bei der Nationalratswahl bitte alle VP wählen! Alles andere wäre törricht und gefährdet die Wohlfahrt des Landes.
Redaktion benachrichtigen In der Kirche teufelt es
#36   Pius XII   11:51:36 | Freitag, 22. August 2008
Mitglied wo?
Der Geistliche ist ein exklaustriertes Mitglied der Priesterbruderschaft Sankt Pius X.
Ich kenne die Version, er hat sich dort selbst ausgeschlossen, was man ihm sogar schriftlich bestätigt hat.
Redaktion benachrichtigen Nie wieder Deutschland!
#20   Pius XII   14:15:03 | Donnerstag, 31. Juli 2008
Ein-Thema-Leo
Leo hat nur ein Thema. Nett immerhin, daß er den Judenmord nicht gleich in Frage stellt.
Eine Stelle fand ich aber ganz interessant:
Der Nationalismus der 48er habe den Keim des wilhelminischen Imperialismus enthalten. Und auch das Scheitern der Revolution habe über Wilhelm II. den Weg zu Adolf Hitler geebnet.
1) Ganz so primitiv stand’s im SPIEGEL nicht.
2) Aber daß der spezifische deutsche Weg des nationalen Gedankens viel, sehr viel Unheil im 20. Jhd angerichtet hat, das steht fest. Wer wußte das schon im 19. Jhd.? Die Katholiken. Deshalb waren die 1848 gegen die „kleindeutsche“ Lösung und hielten auch nicht viel vom Bismarckschen Reich der Jahre 1871 ff. Das Zentrum war immer für den Ausgleich mit Frankreich (heute würden wir sagen: pro-europäisch) und republikanisch, weshalb es sich auch der Weimarer Koalition anschloß.
Die Traditionslinie des politischen Katholizimus ist eine, auf die wir stolz sein können und die sich seit 1945 durchgesetzt hat. Leo G. Schlüchter steht nicht in ihr.
Redaktion benachrichtigen Vor dem Biritualismus geflüchtet?
#7   Pius XII   23:07:19 | Sonntag, 27. Juli 2008
Statistik
Interessant sind v.a noch folgende Zahlen:
– Anzahl der Seminaristen
– durchscnittliche Anzahl der Priesterweihen in den letzten 5 Jahren
– Durchschnittsalter der Priester
Denn durch die hohe Lebenserwartung in Dtl. haben die Diözesen durchaus noch viele Priester – aber eben in fortgeschrittenem Alter. Es kommt nur leider nichts nach.
Was Bischof Wanke angeht: ich habe von ihm noch nichts gelesen, was innere Logik oder einen klaren, nachvollziehbaren Gedankengang aufweisen würde. Worauf er allerdings sehr genau zu achten scheint ist, daß im Bistumsteil des „Tag des Herrn“ mindestens ein Foto von ihm zu sehen ist und ausgiebig der devoten Berichterstattung über seine Person gefröhnt wird.
Redaktion benachrichtigen Das gigantische Happening in Sydney
#192   Pius XII   12:21:10 | Mittwoch, 23. Juli 2008
Reichsidee ist nicht offenbart
Ich bestehe darauf, daß das Römische Reich das biblische Endreich gemäß Daniel ist.
Das ergibt sich nicht aus der Offenbarung, auch nicht aus der Lehre der Kirche. Und wenn Sie das z.B. einem französischen Priester der FSSPX erzählen, wird der anfangen böse zu schimpfen.
Sie erklären hier eine Meinung zum Glaubensgut, das ist gefährlich, weil nicht katholisch.
Redaktion benachrichtigen Das gigantische Happening in Sydney
#181   Pius XII   17:51:31 | Dienstag, 22. Juli 2008
Mann, Brandenburgis!
Ich weiß, ich weiß, ich bin eMail-säumig.
Nun zu der Schwachsinns-These: Sie wollen ja partout Ihre Wissenslücken nicht schließen und dazu zB mal Carl Schmitts „Verfassungslehre“ lesen. Dann wüßten Sie, daß die Legitimität einer neuen Verfassung nicht daran hängt, daß sie entsprechend der Bestimmungen zur Verfassungsrevision der vorherigen Verfassung zustande gekommen ist.
Warum ist das so? Weil die Verfassung immer auch eine Entscheidung ist, und zwar über die rechtlichen Grundsätze des staatlichen Zusammenlebens. Und der Souverän, der diese Entscheidung treffen darf, bleibt frei, sich neu zu entscheiden und wird nicht durch die vorherige Entscheidung gebunden.
Dabei ist zu beachten, daß der Begriff der Verfassung genuin neuzeitlich ist, so daß eine Verquickung des Verfassungsbegriffs mit metaphysischen Erwägungen schwierig, wenn nicht gar ausgeschlossen ist.
Und weil dem so ist, gilt: sowohl die Verfassungen des Deutschen Bundes, wie diejenigen von 1871, 1919 und 1948 sind legitime Entscheidungen über die Grundlagen des Zusammenlebens. Übrigens: die „Verfassung“ des Hl. Röm. Reiches ist der Westfälische Friede. Wieso der nun gottgegeben sein soll, ist auch nicht ersichtlich.
Redaktion benachrichtigen Das gigantische Happening in Sydney
#179   Pius XII   17:41:25 | Dienstag, 22. Juli 2008
P. Lingen etc.
1. Was P.Lingens Weihevater angeht, ist es nicht ganz eindeutig: er galt seinerzeit als gültig geweiht. Um Schlimmeres zu verhindern, hat ihm deshalb Erzbischof Lefebvre das Versprechen abgenommen, keine Weihen etc. vorzunehmen. Anschließend hat (Bischof) Schmitz in einer Kapelle der FSSPX Messe gelesen, allerdings in deutscher Sprache. Das hat man ihm dann untersagt, woraufhin er wieder von der Kirche abgefallen ist und wohl Sedisvakantist wurde.
Man hat dann später seitens der FSSPX nochmal nach Schmitzens Weihe gesucht und ist aktuell nicht mehr sicher, ob er wirklich geweiht war. Man läßt aber Gras drüber wachsen.
An Schmitzens Weihe hängt auch Lingens Weihe. Denn daß Lingen von Schmitz geweiht wurde, steht fest. Meine Meinung: solange nichts bewiesen ist, gehe ich davon aus, daß Lingen gültig, aber unerlaubt zum Priester geweiht wurde.
2. Daß mit Stöhr endlich mal diese Schwachsinns-These vom rechtlichen Fortbestand des Hl. Röm. Reich aufgibt, freut mich. Jeder Jurastudent im zweiten Semester weiß, daß das Käse ist. Daß die abstruse These von Stadler stammt, wußte ich bislang aber nicht.
Redaktion benachrichtigen Das wäre ein tödlicher Weg
#31   Pius XII   14:48:13 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Das, Alois Bischof, dürfte zu weitgehend sein!
Hier deuten Sie Bischofs Galarettas Worten zu viel hinein. Was Sie beschreiben, ist die Kirchenkrise. Diese Krise rechtfertigt aber den besonderen Weg der FSSPX nicht. Es ist der Notstand, der ihn rechtfertigt. Der liegt darin, daß es (zumindest bislang) nicht möglich war, in der Amtskirche dem überlieferten Glauben in Lehre und Praxis zu folgen, ohne Ärger mit der Hierarchie zu bekommen. Sobald dieser Notstand vorbei ist, muß man sich einigen, auch wenn die Krise weiter anhält.
Worum es also bei der theologischen Debatte geht, ist zunächst festzustellen, ob die Amtskirche in ihrerm religiösen Fundament so weit ist, den überlieferten Glauben zu akzeptieren. Dazu muß sie eben ihre Positionen zu Ökumenismus, Religionsfreiheit, Kollegialität erläutern. Aber zu sagen, erst muß die Krise überwunden sein, dann kann man sich einigen – das ist unkatholisch, das ist schismatisch, und das sagen weder Gallaretta noch die Führung der FSSPX.
Redaktion benachrichtigen Das wäre ein tödlicher Weg
#27   Pius XII   14:33:54 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Erstaunlich, wer hier gegen theologische Diskussionen ist!
Daß es wesentlich zu einer Glaubensgemeinschaft gehört, daß sie über grundlegende Dinge der Glaubenslehre einig ist, sollte eine Binsenweisheit sein. Und leider ist von einer solchen Einheit in der gegenwärtigen Amtskirche wenig zu sehen. Wenn ein Walter Kasper die maßgeblichen Glaubenswahrheiten (Dogmen) Als „voreilig, rechthaberisch und dumm“ abtun kann und dennoch Kardinal wird, dann ist es doch nur legitim, daß die FSSPX vor einer Einigung vom Papst die Auskunft erhalten will, welche Glaubenssätze denn nun überhaupt noch verbindlich sind. Alles andere wäre eine Einheit ohne Glauben. Das ist aber wertlos.
Redaktion benachrichtigen Ein Revolutionär wurde ausgemacht
#78   Pius XII   11:10:15 | Freitag, 11. Juli 2008
Brandenburgis, geht’s konkreter?
Ist z.B. Andreas Hillgruber ein Historiker, ja oder nein?
Redaktion benachrichtigen Ein Revolutionär wurde ausgemacht
#76   Pius XII   10:28:22 | Freitag, 11. Juli 2008
Keine Diskussion?
Dies ist geschichtswissenschaftlich, d.h. quellenmäßig bewiesen und unterliegt keiner Diskussion unter Historikern.
Historiker as I define it?
Natürlich wird diskutiert, und die ganz überwiegende Meinung bleibt bei der These vom Angriffskrieg. Und das aus gutem Grund: weil Hitler nicht in Verteidigungsabsicht handelte. Er selbst hielt es für einen Angriffskrieg zur Eroberung des „Lebensraums im Osten“. Und für die geballten Sowjet-Truppen an der Westgrenze gibt es gute Erklärungen, etwa die damalige Militärdoktrin, wonach Angriff die beste Verteidigung sei. Also, man kann sicher darüber diskutieren, aber diese Diskussionen verlaufen sehr wohl anders, als Sie hier glauben machen wollen.
Redaktion benachrichtigen Das Schlimmste verhindern
#16   Pius XII   14:17:35 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Knieende Mundkommunion
Das Attribut „knieend“ bezieht sich auf „Mundkommunion“. Nun kann aber die Mundkommunion als Sache nicht knien, denn das kann nur der Kommunikant. Deshalb wäre die absolut korrekte Bezeichnung: „knieend empfangene Mundkommunion“.
Indes: Die bezeichnung „kniende Mundkommunion“ ist mittlerweile als terminus technicus allgemein anerkannt und gebräuchlich, so daß die Kritik von RRR nichts anderes als peinliche Schlaumeierei ist. Hier will einer beweisen, daß er schlau ist, und beweist doch nur seine Unreife.
Redaktion benachrichtigen Der Großmeister spricht
#27   Pius XII   17:18:10 | Dienstag, 8. Juli 2008
Freimaurerei und Kirche
Eine schöne Darstellung (weil sachlich und unaufgeregt) der F. aus katholischer Sicht findet sich im „Lexikon für Theologie und Kirche“, Ausgabe von 1930. Danach ist die Differenzierung zwischen der französischen (und ihr folgenden romanischen) F. einerseits und der angelsächsischen (und ihr zumeist folgenden deutschen) F. andererseits wichtig. Massiv antiklerikal und antikatholisch ist danach vor allem die französische und romanische F, während das angelsächsische Modell eher religionsneutral ist. Genau das wird übrigens auch in dem FAZ-Artikel beschrieben.
Daß gerade in Frankreich durch den „Grand Orient“ ein massiv jakobinischer Geist vertreten wird, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten können. Insofern ist die Person des Präsidenten Sarkozy so interessant, weil dieser sich gerade nicht mehr auf die traditionellen „republikanischen“ Eliten abstützt, sondern auch auf neue Kräfte, insbesondere aus Ökonomie und Medien, und deshalb auch zu einer etwas positiveren Haltung gegenüber der Kirche fähig ist.
Redaktion benachrichtigen Schlagwort-Katholizismus
#35   Pius XII   12:23:12 | Freitag, 4. Juli 2008
Bein- und Fußbekleidung
Meine Herren, Kategorien wie Eleganz sollten auch für Christen gelten. Deshalb gilt: Bei Männern sind Hosen, die kürzer als 3/4, besser noch 7/8 sind (also bei denen man das Knie sieht), nur im Sport und im Bad erlaubt, und auch 4/4 und 7/8 nur im Urlaub und bei angemessener Figur. Bei kürzeren Hosen (7/8 und kürzer) niemals Socken anziehen, v.a. nicht mit Sandalen. Generell: Keine Socken in Sandalen. Wenn Sandalen (die ohnehin nur bei kürzeren Hosen), dann barfuß, besser noch Stoffschuhe mit Füßlingen. Weiter: Oberbekleidung sollte immer einen Kragen haben. Hemden gehören in die Hose gesteckt, T-Shirts und Polos dagegen nicht. Wer partout T-Shirts ohne Kragen anziehen will, sollte tunlichst darauf achten, daß die Shirts dann nicht am Hals ausgeleiert sind. Verboten sind weiterhin ärmellose Oberteile jeder Art.
Bei Frauen ist vielmehr erlaubt, aber bitte immer in Abhängigkeit von der jeweiligen Figur. Aber da der alte Rheinländer ja männlich ist, kann das hier dahinstehen.
Ich hoffe, damit die Frage beantwortet zu haben. Grob abweichender dress code läßt grundsätzlich Rückschlüsse auf das kulturelle Niveau des Betreffenden zu, und da schneidet die Kirche, etwa beim letzten Katholikentag, erbärmlich ab.
Redaktion benachrichtigen Kein anderes Lehramt?
#62   Pius XII   11:19:36 | Freitag, 4. Juli 2008
Das sieht die FSSPX irgendwie anders!
Der Autor schreibt:
„Der dritte Punkt unterstreicht die „Verpflichtung, auf keinem Lehramt zu bestehen, das dem des Heiligen Vaters übergeordnet wäre. […] Sie [die FSSPX] weist [das] mit Recht zurück.“
Die FSSPX erklärt:
„Die Priesterbruderschaft St. Pius X. maßt sich nicht an, ein über dem Heiligen Vater stehendes Lehramt auszuüben“
Wer hat recht?
Redaktion benachrichtigen Zur Frage des Ultimatums von Kardinal Castrillón Hoyos
#34   Pius XII   11:14:31 | Freitag, 4. Juli 2008
Es geht um den Stil, nicht um den Inhalt
Es geht lediglich darum, dass seitens der Priesterbruderschaft die Wahrheit nicht mehr gesagt werden darf, z.B. über die Irrlehren des modernistischen Rom.
Quatsch! Es soll nur in einem freundlichen, akademischen Tonfall gesagt werden. Was zwar für das Generalhaus eine Selbstverständlichkeit ist, aber leider ein paar Etagen tiefer gern mißachtet wird – zum Schaden der FSSPX selbst.
Redaktion benachrichtigen Schlagwort-Katholizismus
#29   Pius XII   11:06:36 | Freitag, 4. Juli 2008
apologia pro Liminski
Es ist wohlfeil, Liminski seine Fehlerchen vorzuhalten, wenn man selbst nichts anderes tut, als in der Bedeutungslosigkeit zu verharren. Liminski bewirkt schon einiges für einen Stimmungs- und Mentalitätswandel in der Kirche. Denn es gibt nicht nur Dogmatik. Und für die mangelnde Attraktivität der Kirche in Deutschland dürfte das sich dort mittlerweile tonangebende Milieu ein maßgeblicher Grund sein. Liminski stellt diesen Socken-in-Sandalen-Trägern eine attraktive Art katholisch zu sein entgegen. Das ist viel und würde, entsprechend adaptiet, auch der Tradition sehr, sehr gut tun.
Redaktion benachrichtigen Offiziell abgelehnt
#12   Pius XII   18:29:47 | Dienstag, 1. Juli 2008
Fragen positiv beantwortet!
Die fünf Fragen wurden positiv beantwortet – und dann eben auf die weiteren nötigen Schritte hingewiesen. Das ist alles. Nichts wurde „abgelehnt“.
Es wurden fünf windelweiche Fragen vorgelegt und diese – selbstverständlich – höflich und positiv beantwortet. Und mehr war nicht. Nun geht es weiter im Ringen um die Sachfragen. Da ist also nichts abgelehnt worden. Eine absolut saubere und professionelle Vorgehensweise. Alles andere hätte auch überrascht.
Warten wir nun den nächsten Schritt aus Rom ab. Ich tippe auf Aufhebung der Exkommunikation.
Redaktion benachrichtigen Papst in Afrika? + …
#10   Pius XII   11:15:50 | Dienstag, 1. Juli 2008
Na also!
Das war doch zu erwarten, daß Kardinal Hoyos zufrieden ist. Die Fragen waren nicht wirklich schlimm, man fragte im wesentlichen, ob die FSSPX bereit sei, nett und höflich zu sein. Und das ist sie bereits jetzt. Wegen solcher Fragen wird niemand, der bei Trost ist, einen Streit provozieren. Und sowohl Bischof Fellay wie auch Kardinal Hoyos sind, davon kann man wohl ausgehen, honorige Prälaten. Insofern: Viel Wind um nichts.
Redaktion benachrichtigen In der Kirche tobt ein Krieg
#24   Pius XII   11:01:20 | Freitag, 27. Juni 2008
@ Libertas
stimme Ihnen zu.
Jetzt geht es um die fünf Punkte, die ich persönlich unproblematisch finde.
Aber: ich glaube nicht, daß es mit den fünf Punkten erledigt ist.
Redaktion benachrichtigen In der Kirche tobt ein Krieg
#16   Pius XII   10:51:52 | Freitag, 27. Juni 2008
@ Pünktchen: Die fünf Punkte sind doch unproblematisch!
Natürlich, Pünktchen, sind diese fünf Punkte unproblematisch, und weshalb sollte man sie nicht akzeptieren? Ohne es zu wissen: aber dafür gibt es doch – wie Sie absolut richtig schreiben – überhaupt kein Argument.
Nur: es ist doch etwas blauäugig zu denken, mit diesen fünf Punkten sei alles paletti, oder? Insofern ist doch die interessante Frage: was kommt danach?
Redaktion benachrichtigen In der Kirche tobt ein Krieg
#12   Pius XII   10:45:04 | Freitag, 27. Juni 2008
Kaffeesatzleserei
Maßgeblich ist nicht ein Interview Bischof Williamssons, sondern die formale Antwort des Generaloberen. Warten wir die ab. Bislang war Bischof Fellay stets korrekt, maßvoll und jedweden Extrempositionen abhold. Warum sollte es diesmal anders sein?
Insgesamt sieht es doch gut aus. Und klar ist, daß die FSSPX sich einigen muß, sobald der Notstand nicht mehr besteht. Notstand ist etwas anderes als die allgemeine Kirchenkrise infolge des Vatikanum II. Nicht die Kriese rechtfertigt den Weg der FSSPX, sondern der Notstand, der darin liegt, daß man ihr die nichtdogmatischen Konzils- und Nachkonzils(irr)lehren aufzwingen will. Will man das nicht mehr, gibt es keinen Notstand mehr, aber sicher noch die Krise. Deshalb ist es so ein Quatsch zu behaupten, die Einigung komme erst, wenn die Krise vorbei sei und Rom den konziliaren Modernismus komplett überwunden hat. Ob allerdings der Notstand jetzt schon vorbei ist – da hätte ich schon Zweifel.
Redaktion benachrichtigen Die fünf Bedingungen
#122   Pius XII   14:54:49 | Donnerstag, 26. Juni 2008
@ HvO: Butter bei die Fische!
Daran, dass Rom zum Glauben zurückkehrt geht – als Vorbedingung – kein Weg vorbei.
Beim besten Willen, HvO, Sie versteigen sich! Es gibt eine Reihe offizieller Äußerungen, die eben diese Denkweise als unkatholisch zurückweisen. Lesen Sie mal das letzte umfassende Interview mit P. Pfluger dazu in der „Kirchlichen Umschau“, in dem er exakt diese Meinung, die Sie hier herumposaunen, abkanzelt und von „theologischen Defiziten“ spricht.
Wer stellt den dem Papst Bedingungen? Die Einigung wird nicht der erste Schritt auf dem Weg zur Überwindung der Kirchenkrise sein, aber gewiß auch nicht der letzte. Sondern sobald man sicher sein kann, daß eine Einigung keine Falle ist, und zudem keine theologischen Zugeständnisse gefordert werden, muß man sich einigen, weil dann kein Notstand mehr besteht, der ein Außenbleiben rechtfertigen würde. Lesen Sie das Konzil von Florenz!
Ob freilich dieser Zeitpunktjetzt schon gekommen ist, weiß ich nicht. Das muß ich Gott sei Dank auch nicht beurteilen. Das ist Sache des Generaloberen. Aber natürlich hoffe ich, daß er, wie immer er die Sache beurteilt, so antwortet, daß der Weg zu diesem Punkt kürzer und leichter, nicht schwieriger wird. Aber da bin ich eigentlich ganz zuversichtlich. Es wird eine höfliche und der kirchlichen Liebe entsprechende Antwort sein. Alles andere würde der bisherigen Linie und der Katholizität zuwiderlaufen.
Redaktion benachrichtigen Vatikanisches Ultimatum?
#107   Pius XII   15:47:32 | Dienstag, 24. Juni 2008
Alois Bischof, denken, nicht pöbeln!
Natürlich weist die FSSPX die päpstliche Jurisdiktion in gewissem (partiellem) Umfang zurück! Ja, was denn sonst? Denn sie folgt den jeweilig regierenden Päpsten ab Paul VI in Fragen des Glaubens nicht, weil sie hier eine Gefahr für den Glauben selbst sieht.
Auf fsspx.de ist das so formuliert:
Sie [die FSSPX] weigert sich, ihm [dem Papst] zu folgen, wo er im Widerspruch steht zu Unserem Herrn Jesus Christus, zu der Reihe seiner Vorgänger oder zur immerwährenden Tradition der heiligen, römisch-katholischen Kirche.
„Sich weigern, dem Papst zu folgen“ heißt zunächst einmal, seine Jurisdiktion in diesen Punkten nicht anzuerkennen. Und dieser Bruch wird begründet mit dem Glaubensabfall und der Kirchenkrise. Diese ist dann ein Notstand. Das ist die offizielle Lehre der FSSPX, die ich für richtig und angemssen halte. Daß Sie mich deshalb gleich unentschuldbar verdammen, spricht für sich!
Redaktion benachrichtigen Vatikanisches Ultimatum?
#90   Pius XII   11:33:44 | Dienstag, 24. Juni 2008
Burgours, Ruhrgebietler
@ Burgous: Sie schrieben
dass die Leute um Erzbischof Williamson sehr vieles über das, was sich hinter den Kulissen des Weltgeschehens abspielt, Bescheid wissen und ihr Wissen dazu benutzen wollen, der Kirche den Kreuzweg zu ersparen.
Entschuldigen Sie, aber meinen Sie das ernst?
@ Ruhrgebietler: Nein, der Notstand liegt in der partiellen Zurückweisung des Jurisdiktionsprimats des römischen Bischofs um des Glaubens willen durch die FSSPX. Und es war der Erzbischof Lefebvre selbst, der das so erklärte. Die Notstandstheorie ist von ihm. Und dieser Notstand muß überwunden werden.
Im übrigen ist Ihre Argumentation bedenklich: 1) P. Pio sprach von der Hl. Messe, die unverzichtbar sei (was ja stimmt), nicht von der „hl. trid. Messe“, wie Sie ihn verzerrt wierdergeben. Denn auch die ambrosianische, byzantinische oder assyrische Messe ist eine hl. Messe, gültig, ehrwürdig, erlaubt. Sogar der defizitäre NOM ist nach der Lehre der FSSPX zumeist gültig, wenngleich nicht ehrwürdig und insgesamt bedenklich.
2) Sie schreiben weiter. Der Notstand ist, daß die hlg trid. Liturgie nicht mehr zelebriert wird. Und entgeht der vor gott knieenden Seele bei Kommunionempfang der Segen welcher durch die Spendung selbiger ergeht.
– die Messe wird zelebriert und kann auch nach einer Einigung zelebriert werden
– Daß der knieende Kommunionempfang höchst angemessen ist, ist richtig, aber daß er zum Heil unerläßlich ist, worauf es bei Ihnen hinausläuft, ist falsch.
Redaktion benachrichtigen Bis ins zwölfte Jahrhundert gab es die Ordination der Frau
#15   Pius XII   11:14:11 | Dienstag, 24. Juni 2008
Leider ist der Artikel eindeutig dümmer als Frau Berger
Der absolute Tiefpunkt ist, es ihr vorzuhalten, in Hosen erschienen zu sein.
Abseits aller feministischen Rhetorik der Professorin hat sie nämlich in einem wesentlichen Punkt recht. Die „alte Kirche“ war femininer. Das Konzil und insbesondere die Liturgiereform führten zu einer Rationalisierung, Technisierung, mithin zu einer „Vermännlichung“. Lorenzer hat das ja ganz nett beschrieben. Die neue Theologie ist halt eine Kümmerform, mit den entsprechenden Ergebnissen.
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#86   Pius XII   10:56:00 | Dienstag, 24. Juni 2008
Niemand weiß nichts genaues nicht.
Letztlich kennt keiner den Inhalt des „Ultimatums“. Abgesehen davon sind Ultimaten auch nicht gerade ein vertrauensförderndes Instrument. Insofern wird es am 28.6. eher keine Einigung geben.
Dennoch zeigt die Debatte hier zweierlei:
1) Mangelndes Vertrauen in die FSSPX-Führung.
Es dürfte doch unbestritten sein, daß es Argumente pro und contra einer schnellen Einigung gibt. Insofern wäre doch jede Taktik Bischof Fellays, so sie nur gut begründet ist, zu unterstützen. Wer das anders sieht erhebt sich selbst zum Generaloberen.
Und, beim besten Willen, ein „Brief an die Freunde und Förderer“, der nochmal die Krise der Konzilskirche klar benennt, ist doch kein Dokument, das einer vorbehaltslosen Prüfung der causa entgegenstehen würde. Und dieser Begleittext in letzten MB – ich enthalte mich einer Wertung – erst recht nicht.
2) Eine verfestigte schismatische Gesinnung
Wenn hier so getan wird, als sei eine Bereinigung eines Notstandes der Weltuntergang, dann ist das schon bedenklich. Jeder Notstand ist ein zeitlich begrenztes Übel, woraus folgt, daß jeder Katholik darauf hinarbeiten muß, ihn zu beenden. Die Frage ist nur, ob das schon so weit ist’. Klar ist, daß es früher oder später so weit sein wird. Und klar ist auch, daß nicht erst der Papst das Vatikanum II verurteilen und in Menzingen um Entschuldigung betteln wird, ehe man sich einigt. Sondern man wird sich einigen, sobald man sich sicher sein kann, in keine Falle zu laufen. Und diesen Zeitpunkt bestimmt Msgr. Fellay.
Redaktion benachrichtigen Vatikanisches Ultimatum?
#60   Pius XII   00:09:05 | Dienstag, 24. Juni 2008
Mehr Gottvertrauen, bitte!
Keiner hier weiß, was geschehen wird. Wahrscheinlich wird selbst in Menzingen noch gerungen. Ich bin sicher, daß die Entscheidung, egal wie sie ausfällt, wohlüberlegt sein wird. Es gibt sehr gute Gründe für eine schnelle Einigung mit Rom, es gibt gute Gründe dagegen. Bischof Fellay hat die Aufgabe abzuwägen. Dabei steht ihm ein eigener Beurteilunsspielraum zu. Ich darf ihn nur kritisieren, wenn er den überschreitet oder wenn er aus sachfremden Erwägungen handelt (z.B. aus Angst vor der kleinen, aber zuweilen lauten Minderheit der Verrückten in der Tradition). Ich bin sicher, er wird nur nach sachlichen Erwägungen urteilen. Tut er das, hat jeder seine Entscheidung anzunehmen, gleich, ob sie ihm gefällt oder nicht!
Etwas mehr Gottvertrauen und Vertrauen in die Standesgnade, Bitte!
Redaktion benachrichtigen Drei Monate Knast für Unbelehrbarkeit
#47   Pius XII   21:16:03 | Freitag, 20. Juni 2008
Und auch noch Pius XI nahezu ins Gegenteil verkehrt!
Deshalb begeht der Staat ein Unrecht, wenn er die Erziehung und den Unterricht ganz an sich zieht, so daß die Familie entgegen den Pflichten ihres christlichen Gewissens und entgegen der ihnen rechtmäßig zustehenden freien Wahl physisch oder moralisch gezwungen wird, ihre Kinder in die Staatsschulen zu schicken.
Ja, das bezog sich bei Pius XI auf die Zulässigkeit von kirchlichen Schulen! Pius XI lehnt es ab, wenn es ausschließlich Staatsschulen gibt. Aber die Schulpflicht hat er nie infrage gestellt, die ist nämlich absolut legitim. Und wer dagegen verstößt, hat eben ein Problem! Es spricht nicht gerade für die Rechtgläubigkeit und Redlichkeit des P. Lingen, wenn er hier ein Zitat Pius XI so verwendet, daß es als Plädoyer für die Zulässigkeit des Homeschooling verstanden werden muß. Nichts wäre falscher als das. Das sture Beharren auf einem eigenen Recht zur Beschulung gegen Staat und Kirche ist nichts Katholisches!
Kinder sind zwar den Eltern anvertraut, aber nicht ihr Eigentum. Die Gemeinschaft hat eine Pflicht, den Eltern auf die Finger zu klopfen, wenn die sich an den Kindern und deren legitimen Interessen versündigen. Und wer die Kinder in eine Parallelwelt fercht, sie von der Sozialisierungsinstitution Schule fernhält etc., den darf man durchaus zur Ordnung rufen.
Redaktion benachrichtigen Wieder Kniebank + …
#7   Pius XII   10:02:13 | Dienstag, 17. Juni 2008
Irrtum des Erzbischofs
Die Palästinenser sind den Konflikt längst leid und bereit zu Lösungen auf Verhandlungsebene
Und wieso haben Sie dann mehrheitlich die Hamas gewählt, die das genaue Gegenteil propagiert?
Würde Israel die Sperren und Kontrollen abschaffen, würde wieder täglich in Jerusalem und Tel Aviv ein Linienbus explodieren.
Redaktion benachrichtigen Holocaust-Überlebende danken dem Papst
#15   Pius XII   12:26:27 | Mittwoch, 11. Juni 2008
Brandenburgis, alter Dummschwätzer, begreifen Sie’s nicht?
Demokratie innerhalb und außerhalb der Kirche als
gottwidrige und menschenrechtswidrige Ideologie
Das hatten wir bereits, und Sie hatten eingesehen, sich zu irren. Der hl. Thomas von Aquin spricht sich für einen „stautus mixtus“ der verschiedenen Staatsformen aus und akzeptiert die D. ausdrücklich. Der hl. Robert Bellarmin wünschte sich sogarausdrücklich mehr Mitbestimmung durch die Bürger. P. Pius XII schließlich unterstützte die Christdemokratie.
Sie hauen ständig die Begriffe durcheinander. Was Ihnen nicht paßt ist die Volkssouveränität. Die hat aber mit Demokratie nicht viel zu tun, weil beides auf einer anderen Ebene stattfindet. Die Demokratie ist nichts anderes als ein Mittel zur Feststellung des politischen Willens. Und dagegen spricht wenig, dafür vieles. Die Volkssouveränität ist die Idee, daß für alle politischen Entscheidungen eine konzentrierte staatliche Macht bestehen müsse, die sich auf ein genau umgrenztes und definiertes Volk („Nation“) abstützt. Deshalb steht die Volkssouveränität etwa zu Föderalismus, kommunaler Selbstverwaltung, aber auch zur EU in Konflikt; die Demokratie nicht.
Deshalb nochmal meine Bitte: Da Sie ja hier extrem meinungsstark auftreten, wäre es schön, wenn Sie sich wenigstens über das, worüber Sie hier räsonieren, einige grundlegende Kenntnisse anlesen könnten. Es ist einfach anstrengend, ständig Kommentare von Ihnen zu lesen, bei denen als erstes ins Auge sticht, daß Sie bar jeder Ahnung sind, worüber Sie herumposaunen.
Redaktion benachrichtigen Er war auch ein Tierquäler
#123   Pius XII   22:11:29 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Brandeburgis versteht’s nicht, Santa Rita auch nicht!
Brandenburgis, nicht nur zitieren, auch verstehen. Identität heißt, daß die, die beherrscht werden, auch herrschen. Repräsentation heißt, daß einer anstelle der Behrrschten regiert, wobei die Verbindung zwischen Herrschen und Beherrschtwerden darin liegt, daß der Monarch die Beherrschten repräsentiert. Der Monarch ist also so etwas wie das Symbol des Volkes. Sehen Sie: Auch bei Carl Schmitt geht die Staatsgewalt vom Volke aus, bei der Demokratie eben direkt, bei der Monarchie über den Kunstgriff eines Repräsentanten des Volkes.
Nun zu Santa Rita etc. Sie müssen sich schon entscheiden, wofür Sie sind: für den souveränen Nationalstaat oder für einen universalen Staatsansatz. Sind Sie für den souveränen Staat, müssen Sie die EU ablehnen und die Einschränkung der Volkssouveränität durch den EU-Vertrag beklagen. Sind Sie aber für einen universalen Staat, dann müssen Sie – wie weiland Pius XII – die Römischen Verträge begrüßen. Was ist denn näher am universalen Reich: der abgegrenzte Nationalstaat oder die Union? Und die Deutschen als das auserwählte Volk des Neuen Bundes – sorry, ich bin katholisch.
Redaktion benachrichtigen Er war auch ein Tierquäler
#90   Pius XII   19:06:51 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Danke, UM, war aber nicht nötig.
Ich teile ja auch aus, also stecke ich auch ein. Alles andere wäre wenig überzeugend.
Aber dennoch Danke. Die Geste zählt!
Redaktion benachrichtigen Er war auch ein Tierquäler
#88   Pius XII   18:58:44 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Oh Gott, „sancta rita“!
Merken Sie nicht, daß die Debatte zwischen „Brandenburgis“ und mir am Ende akademisches Niveau erreicht hatte? Und dann kommen Sie mit diesem Dumm-Dumm-Geschoß von einem Beitrag? Schämen Sie sich!
Redaktion benachrichtigen Er war auch ein Tierquäler
#86   Pius XII   17:12:15 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Carl Schmitt ist super
Schmitts Verfassungslehre ist sicher unerreicht. Wobei er, wohlgemerkt, den modernen Staat beschreibt. Und im Vorwort zur 5. Auflage des „Begriffs des Politischen“ (1962) sagt er ja selbst: „Die Epoche der Staatlichkeit ist zu Ende. Darüber gibt es kein Wort mehr zu verlieren.“ Aber kennen muss man den modernen Staat schon. Alles, was wir nun haben, kann man nur in bezug auf ihn verstehen. Aber natürlich geht die EU längst über die moderne liberale Staatslehre hinaus und stellt etwas staatsrechtlich Neues dar.
Redaktion benachrichtigen Er war auch ein Tierquäler
#84   Pius XII   15:47:19 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Immer noch zu umfassend!
Was machen Sie mit kommunaler Demokratie? Was machen Sie mit den schweizerischen Landgemeinden?
Nicht die Demokratie ist das Problem (sie ist überhaupt keins), sondern die Idee des souveränen Staates. Nur, dann geht aber auch der gerade in konservativen Kreisen so beliebte Nationalstaat den Bach runter. Und die EU wird plötzlich sympathisch, denn diese basiert nicht auf der Volkssouveränität.
M.a.W.: Ehe Sie sich hier auf juristisches Terrain wagen, sollten Sie zumindest mal eine gute Verfassungslehre lesen, damit wenigstens die Begriffe präzise eingesetzt sind.
Redaktion benachrichtigen Er war auch ein Tierquäler
#82   Pius XII   15:26:50 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Brandeburgis, so leicht kommen Sie nicht davon!
Sie haben geschrieben, der Aquinat war gegen jede Form der Demokratie, sie haben nicht geschrieben, er sei gegen die moderne Umsetzung gewesen.
Die Kirche hat nie die Demokratie verurteilt, sondern maximal den Gedanken einer unbeschränkten Volkssouveränität französischen Musters. Die Demokratie ist nichts anderes als die Rückkopppelung der öffentlichen Gewalt auf alle Gewaltunterworfenen. Sie führt nicht zwingend zur Volkssouveränität, genausowenig zum liberalen Rechtsstaat. Sie wirbeln hier wild die Begriffe durcheinander.
Redaktion benachrichtigen Er war auch ein Tierquäler
#80   Pius XII   14:26:17 | Donnerstag, 5. Juni 2008
@ Brandenburgis: Ihre Fragen
1. Zu den treffenden Worten von clarissa colonia Sie betreffend:
„Ziemlich viel Meinung bei geringstmöglicher Ahnung!“
2. Wenn Sie nun plötzlich den Aquinaten mit seinem status mixtus bejahen, dann erklären Sie mal Ihr Posting, wonach sowohl der hl. Thomas v. Aquin wie auch Sie „jede Form der Demokratie aus grundsätzlichen theologischen Erwägungen heraus ablehnen“.
a) Der hl. Thomas von Aquin lehnt gerade die Demokratie nicht ab, sondern hält sie für eine akzeptable Staatsform, die er in seine ideale Staatsform integrieren will.
b) Die Aussagen des Aquinaten über die Staatsformen erfolgen nicht aus „grundsätzlichen theologischen Erwägungen“ heraus, sondern (im wesentlichen) als Folge der vorchristlichen griechischen Staatsphilosophie, die der Doctor angelicus hier aufgreift. Es gibt hinsichtlich der Staatsorganisation so gut wie keine theologischen Fstlegungen; und das aus gutem grund, denn sonst wäre die Kirche längst untergegangen. Was Thomas da schreibt, ist also Philosophie, nicht Theologie, erst recht nicht Offenbarung. Nehmen Sie den hl. Robert Bellarmin, der ein Förderer des demokratischen Ansatzes war, auch nicht aus theologischen, sondern aus philosophischen Gründen. Dito P. Pius XII (um zum Thema zurückzukommen).
3. In einer Gesellschaft, in der fast 100 % Lesen und Schreiben können und about 40 % Abitur machen, müssen sie den Leuten irgendwie die Chance geben, sich bei der staatlichen Willensbildung zu beteiligen. Deshalb ist heute die D. so unbestritten.
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#78   Pius XII   12:24:59 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Danke, Murx!
Genauso ist es. Thomas nannte es den „status mixtus“. Anders konnt er auch nicht, weil er ja insoweit Aristoteles folgte. Man wollte die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Staatsformen austarieren, so wie das ja im antiken Rom, das als Vorbild galt, auch geschehen war (Konsuln/Kaiser als monarchisches Element, Senat als aristokratisches, Volkstribunen als demokratisches).
Interessanterweise findet sich das angedeutet auch in modernen Verfassungen. In den USA etwa ist der Präsident ein „Volkskönig“ und der Senat schon aufgrund seiner überschaubaren Größe und elitären sozialen Zusammensetzung durchaus aristokratie-ähnlich.
Die Gewaltenunterscheidung ist dann sicherlich etwas genuin neuzeitliches. Hier geht es dem besitzenden Bürgertum um die Bändigung der politischen Macht des Staates, die sie inbesondere in den Jahren des Terrors 1793 ff. bitter geschmeckt haben („Die Geister, die ich rief“).
Aber es kann nicht häufig genug betont werden: Die absolute Monarchie, auf die sich heutige „Monarchisten“ so gern beziehen, ist nicht katholisch, sondern der Beginn der Neuzeit und stellt einen bewußten und gewollten Bruch mit der antiken und mittelalterlichen Staatslehre dar.
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#76   Pius XII   11:07:37 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Brandenburgis, Brandenburgis, erst denken, dann posten
Wissen Sie, wenn man wie Sie auftritt, als habe man die Wahrheit gepachtet, dann sollte etwas mehr Substanz schon da sein. Und es bleibt eben dabei: Wer schreibt, Thomas sei irgendetwas, „wie ich“, der entlarvt sich selbst als eitlen Fatzken. Und wer dem im Mittelalter lehrenden Thomas zum „Monarchisten“ macht, der hat grundlegende Dinge der Entwicklung des Staatsbegriffs nicht kapiert. Abgesehen davon stimmt es nicht einmal, wie ich ja schon ausführte. Die absolute Monarchie ist eine Erfindung der frühen Neuzeit, die übrigens zur Entmachtung der geistlichen Stände führte und anschließend die aufklärerische Reformpolitik des „aufgeklärten Absolutismus“ mündete, die der bürgerlichen Revolution von 1789 den Boden bereitete. Aber was scheren Sie Fakten?
Clarissa Colonia hatte ja schon treffende Worte gefunden. Vielleicht merken Sie sich einfach einmal, daß Gesinnung nicht Ahnung ersetzt. Die Meinung sollte sich aus dem Wissen ableiten, nicht andersherum. Und nebenbei mit der Wirklichkeit in Einklang stehen.
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#71   Pius XII   07:35:41 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Dumm – Dümmer – Brandenburgensis
Er (der hl. Thomas von Aquin) war übrigens wie ich Monarchist und lehnte jede Form von Demokratie aus grundsätzlichen theologischen Erwägungen heraus ab, im Gegensatz zum Papstdarsteller Pius XII., der anscheinend im Philosophieunterricht gefehlt hatte.
Wie üblich ist natürlich barer Unsinn, was Brandeburgensis von sich läßt. Thomas referierte zunächst die antike Lehre von den Staatsformen und stellte die Vor- und Nachteile vor. Anschließend empfahl er, ebenfalls in bester antiker Tradition, einen „statuts mixtus“, also eine Kombination demokratischer, aristokratischer und monarchischer Elemente. Den Staat definierte er als „eigentümliche Mischung von Herrschen und Beherrschtwerden“.
Was für ein Unterschied zur absoluten Monarchie der Neuzeit, auf die sich heutige „Monarchisten“ (was es so alles gibt!) so gern berufen. Bereits der Begriff der „Souveränität“ ist ja reine Moderne. Auch der Staatsbegriff war im Mittelalter ein anderer als derjenige der Neuzeit. Aber was schert das alles einen Brandenburgensis, Hauptsache, er sondert dummert Zeugs ab.
Übrigens empfehle ich zu dieser Frage den hl. Robert Bellarmin zu studieren.
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#52   Pius XII   21:23:02 | Mittwoch, 4. Juni 2008
Pius XII war weitsichtig!
Pius XII. unterstützte ja die E.E.G. (Rom-Verträge) und Democrazia Cristiana auch.
Eben! Sehr gut.
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#38   Pius XII   17:50:13 | Mittwoch, 4. Juni 2008
Was schert einen „Brandeburgensis“ sei eigenes Geschwätz von vor paar Stunden.
Brandenburgensis, ein notorischer Dummschwätzer, behauptet, ich würde Pius XII (den echten) lächerlich machen. Der selbe Brandenburgensis schrieb als erstes Posting dieser Diskussion folgendes:
Es ist klar, daß Pacelli,wie fast alle Päpste der Neuzeit, selbst einen jüdischen background hatte und daß ihm das wohl der Juden mehr am Herzen lag als die Verbreitung und der Schutz des katholischen Glaubens… Damit kann man diese Tatsache wohl einmal mehr als erwiesen betrachten.
Wer also greift hier Pius XII an, wer verteidigt ihn? Und wer ändert seine Meinung, wie es ihm paßt?
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#34   Pius XII   17:26:24 | Mittwoch, 4. Juni 2008
@ HvO: Leider falsch verstanden
Lieber HvO, da haben Sie mich – bewußt? – falsch verstanden. Wenn Sie hier die Beiträge lesen, wonach der Pacelli-Papst ein verkappter Jude, CIA-Agent, Zionist, Häretiker etc. gewesen sein soll, wenn Sie weiterhin den haßerfüllten Duktus dieser Traktate lesen, dann ferner die unerschütterliche Gewißheit, mit der das vorgetragen wird – dann sollten auch Sie sich fragen, wie das sein kann bei doch so angeblich frommen Leuten. Wie kann denn jemand, der regelmäßig die Sakramente empfängt, wohlgemerkt in der klassischen Form, wer ein gebetsleben hat, wie kann sojemand derartig entgleisen? Es ist doch offensichtlich, daß das keine Früchte des Glaubens sein können. Glaube und Vernunft bilden eine Einheit, wie Sie selbst wissen.
Es ist durchaus eine persönliche Erfahrung, daß oftmals diejenigen, die aus rein persönlichen Defiziten in ihrer sozialen Umgebung nicht zurechtkommen (auch, weils beim Waschen hapert), diejenigen sind, die am lautesten derlei Verschwörungstheorien verbreiten. Und gerade, weil die ganz große Mehrheit der „Traditionalisten“ ganz anders ist, sollte man sich von solchen Fanatikern distanzieren. Denn weil die nirgends gern gesehen sind und deshalb viel Zeit haben, beginnen sie, sich in den Gemeinden auszutoben und dadurch den inneren Geist und das äußere Bild zu beeinflussen; sehr zum Schaden der ganzen, wichtigen Sache. Um es also klar zu sagen: Wer Pius XII derartig ablehnt, dem gehört das Maul verboten.
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#24   Pius XII   17:00:19 | Mittwoch, 4. Juni 2008
Pius XII (der Echte) war die Lichtgestalt des 20. Jhds
und deshalb, werte clarissa colonia, meinen herzlichen Dank für Ihre klaren Worte zu diesen beiden Dummschwätzern.
Leider zeigt sich bisweilen, daß eine klassische katholische („traditionelle“) Linie nicht zwingend eine Frucht von Glaube und Erkenntnis ist, sondern auch ein Vorwand sein kann, um seine eigenen psychischen Probleme religiös zu bemänteln. Weil man selbst in der Welt nicht mehr klarkommt, sieht man überall finstere Mächte und erwartet den baldigen Weltuntergang, den man nebenbei sehnlichst herbeiwünscht, macht er doch (vermeintlich) Schluß mit den permanenten Demütigungen, die man, weil vielleicht wenig begabt, unattraktiv, humorlos, nach Schweiß stinkend etc. ist, tagtäglich erleiden muss.
Mit wahrem Glauben hat das nichts zu tun. Denn der befähigt nicht nur zur Veränderung und Überwindung dieser Defizite, er verhilft auch zur Erkenntnis des Wahren und Guten, er steht in einheit mit der Vernunft, mehr als das ist er ihre Vollendung. Wer ihn wirklich hat, der verehrt auch die Gestalt des Papstes Pius XII, weil dieser Papst gezeigt hat, wie man im 20. Jahrhundert Religion leben kann.
Redaktion benachrichtigen Was für ein erbärmliches Land
#194   Pius XII   20:05:55 | Sonntag, 25. Mai 2008
Traurig, traurig …
… dass die Lebensschützer immer zu derartigen Dümmlichkeiten neigen wie dieser Artikel mal wieder einer ist. Mit lauter pathetischen Übertreibungen und einer befremdlichen Rhetorik. So stellt man dem eigenen – wichtigen! – Anliegen selbst die Beine.
Redaktion benachrichtigen Wahrheit verpflichtet + …
#23   Pius XII   20:02:30 | Sonntag, 25. Mai 2008
PR-Tipp
Ich denke, dieser Brandt hat recht. Das Kirchen-PR ist gruselig. Das Problem ist aber, daß die Funktionäre kein besseres wollen. Denn alle säkularen Berater, sei es McKinsey für die Ökonomie oder eben ein Herr Brandt, empfehlen ja immer unisono eine Konzentration auf die „Kernkompetenz“, also die Glaubensverkündigung. Und die Kirche in Dtl will ja eigentlich viel lieber Sozialdienstleister und Dialogpartner sein.
Redaktion benachrichtigen Das Untier ist nicht tot, im Gegenteil
#40   Pius XII   13:01:22 | Freitag, 23. Mai 2008
Lutheraner, nur weil Sie’s nicht verstehen, brauchen Sie nicht zu geifern!
Ihr Text ist doch mal wieder strunzdumm. Wieso machen Sie es Leuten wie Gotthard etc. so einfach, die Katholiken als dumm hinzustellen?
Das, was Sie hier als den Stein der Weisen präsentieren – den souveränen Nationalstaat – das war immer ein Projekt der Moderne gegen die katholische Staatsauffassung, die nämlich universalistisch blieb. Das Mittelalter zerfiel, als die Fürsten für sich in ihrem Sprengel Souveränität beanspruchten. Und als die Bürger diese Souveränität selbst haben wollten, brauchten sie etwas, um das Volk zu einen und überhöhten die Kultur zur nationalen Idee.
Und nun ist die moderne Staatlichkeit eben mal wieder im Fluß. Welche Bedeutung für das wirtschaftliche, soziale, kulturelle Leben der Menschen haben denn die nationalen Grenzen denn heute noch? Und weshalb soll dann der Staat, soll die Politik auf diesen Grenzen gegründet werden? Solange Sie das nicht beantworten können und nichts bieten als einen pumpen Strukturkonservatismus, sollten Sie besser den Mund halten.
Redaktion benachrichtigen Noch mehr Homo-Priester
#143   Pius XII   19:57:22 | Mittwoch, 21. Mai 2008
Mann, Geyer, hören Sie auf!
Sehen Sie, im Christentum gibt es keinen Gegensatz von Glaube und Vernunft! Ehe Sie also hier solchen Schwachsinn posten, lesen Sie doch mal eine gute Verfassungslehre, damit Sie wenigstens wissen, worüber Sie schreiben.
Daß Demokratie und Meinungsfreiheit zusammengehören ist genauso ein Schmarren wie der, daß wir Christen die Meinungsfreiheit supertoll finden und fordern; da habe ich die Päpste des 19. Jahrhunderts irgendwie anders in Erinnerung.
Demokratie ist zunächst mal ein Instrument zur Herstellung eines politischen Willens im Staat. Meinungsfreiheit ist vieles, u.a. eine Beschränkung der Macht des (demokratischen) Staates in bezug auf den Einzelnen. Sie ist darüber hinaus ein philosophisches Konzept und vieles mehr. Aber sie ist von der Demokratie unabhängig.
Sehen Sie, ganz ohne Kenntnis der einschlägigen Begriffe und ihrer Bedeutungen geht’s nicht!
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#22   Pius XII   19:46:29 | Mittwoch, 21. Mai 2008
@ Geyer, Bischof: Schwache Argumente
@ Geyer:Sie verwechseln hier die staatliche und die nicht-staatliche Macht. Menschenrechte beschränken nun einmal nur die staatliche Macht, sie gelten zunächst nur im Staat-Bürger-Verhältnis. Ebenso die Demokratie, die eben ein Instrument der Beteiligung des Bürgers an der staatlichen Willensbildung ist. Und ihre ganzen Beispiele sind alles private Akteure. Kurzum, sie sprechen vom Bürger-Bürger-Verhältnis. Nur da haben Demokratie und Menschenrechte eben nichts zu suchen. Die Frage, ob diese Rückzug des Staates aus der Gesellschaft gut oder schlecht ist, ist eine andere. Als Katholik hätte ich gegen eine pauschale Ausweitung von Demokratie und Menschenrechten in den privaten Bereich aber schon einiges einzuwenden!
@ Bischof:Daß Sie den Gerichten nicht trauen ist – pardon – irrelevant. Denn entscheidend ist, daß das System gerichtliche Kontrolle vorsieht. Und ihre Kritik richtete sich nicht gegen eine vermeintlich schlechte Umsetzung des Systems durch die Gerichte, sondern gegen das Rechtssystem überhaupt. Und dieses läßt eben eine Äbänderung oder Abschaffung der Rechte gerade nicht zu. Nur eine Einschränkung in bestimmten Situationen aufgrund allgemeiner, d.h. für alle geltender Gesetze, die ihrerseits wiederum verhältnismäßig sein und den Wesenskern des Rechts erhalten müssen. Über die konkrete Umsetzung dieses Systems können wir uns gern unterhalten, aber ihre generelle Aussage ist eben schlicht falsch.
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#16   Pius XII   19:08:14 | Mittwoch, 21. Mai 2008
Alois Bischof, Sie verrennen sich!
während die „Menschenrechte“ … von jeder Parlamentsmehrheit geändert werden können bzw. außer Kraft gesetzt werden.
Alles falsch!
1) Die Menschenrechte können durch Gesetz beschränkt werden. Aber immer nur, wenn a) die Einschränkung zur Erreichung eines wichtiges gemeinschaftlichen Zieles verhältnismäßig ist und b) der Wesenskern des Rechts erhalten bleibt. Daß dem so ist, darüber wachen die Verfassungsgerichte, die sogar Gesetze aufheben dürfen. Richtig, das klappte 1789ff in Frankreich nicht. Ist auch logisch: Weil dieses System erstmals 1803 eingeführt wurde, in den USA.
2) Auch eine verfassungsändernde Mehrheit kann die Menschenrechte – zumindest in Dtl – nicht einfach außer Kraft setzen. Denn dafür sogrt die Theorie der Unveränderlichkeit des Verfassungskerns, Art. 79 Abs. 3 GG. Diese Theorie ist jüngeren Datums, sie stammt von Carl Schmitt aus den 20ern.
Der moderne Staat hat mannigfaltige Schwächen. Das ganze System der Grundrechte ist längst nicht so zwingend, wie oft behauptet. Aber es ist eben auch nicht so primitiv, wie Sie es darstellen.
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#13   Pius XII   18:46:14 | Mittwoch, 21. Mai 2008
Das geht gegen den Islam, ist aber dennoch verfehlt
Der Gesetzesentwurf geht eindeutig gegen den Islam, nicht gegen den Katholizismus. Nach frz.Recht sind alle Immigranten, so sie nur in Frankreich geboren sind, Franzosen. Aber natürlich sind sie kulturell und soziologisch nicht in die französisch-europäische Mehrheitsgesellschaft integriert. Wenn die nun anfangen, eigene Parteien zu gründen, die spezifisch nicht-europäisch und vielleicht sogar islamisch sind, dann fliegt das ganze Konzept der französisch verstandenen Volkssouveränität auseinander.
Denn: Damit das Volk regieren kann, bedarf es einer gewissen inneren Übereinstimmung. In der Antike und bei Thomas heißt das „virtu“, man kann es mit „staatsbürgerlicher Tugend“ oder besser noch mit dem „republikanischen Sinn“ übersetzen. Wem das aber abgeht und wer nur auf seine Individual- oder Gruppeninteressen achtet, der gehört insofern nicht zum „Volk“. Da aber das Volk formal durch die Staatsangehörigkeit definiert ist und die Immigranten diese besitzen, entsteht eine Lücke zwischen der formalen und der materiellen Zugehörigkeit.
Das Gesetz ist nun der Versuch, die Konsequenz aus dieser Entwicklung zu verhindern, in dem faktisch die politische Dominanz des europäischen Mehrheits-Frankreich gesichert wird. Das selbe würde man mit einem konsequenten Mehrheitswahlrecht und einem guten Zuschnitt der Wahlkreise auch erreichen.
Der Versuch zeigt sicher eins: daß die Widersprüche des modernen Staates angesichts der isl. Herausforderung größer werden.
Redaktion benachrichtigen Ein Prophet der liturgischen Erneuerung
#31   Pius XII   15:17:10 | Freitag, 16. Mai 2008
Das Rosenberg-Beispiel war schon dämlich, als es in der KU erschien
und die Wiederholung eines Fehlers macht ihn garantiert nicht besser!
Hier werden munter Ursache und Wirkung verwechselt. Rosenberg war doch kein eigenständiger Denker, den die Bewegung des Nationalsozialismus geistig geründet hätte. Sondern er sorgte für pseudo-akademische Begleitmusik. Dazu besorgte er sich aus den verschiedenen Disziplinen eben Versatzstücke. Und für die Theologie eben bei der Jugend- und Teilen der liturgischen Bewegung. Nur: der Mißbrauch fällt nicht auf die mißbrauchte Sache zurück und weder die Jugend- noch die liturgische BEwegung sind je so tief gesunken, bei Rosenberg abzuschreiben (bei dem hat ja ohnehin nie einer abgekupfert).
Aber genau das will die Redaktion suggerieren. Sie will eine Kausalität Rosenbergs für das Konzil konstruieren. Und schießt damit völlig übers Ziel hinaus. Pfui, Pfui, Pfui!
So ist es leider oft: Obwohl es 1000 gute Argumente gegen die Liturgiereform gibt, greift man auf das platte, dumme, falsche 1001. Argument zurück und schießt sich so ins eigene Bein.
Redaktion benachrichtigen Papst zu ‘Humanae Vitae’ + …
#13   Pius XII   21:19:31 | Sonntag, 11. Mai 2008
In eigener Sache
Sein Nachfolger war ja bereits auf dem Rückzuge und simulierte Rechtgläubigkeit mehr, als er sie tatsächlich hatte.
Wie gut, daß wir hier so rechtgläubige Streiter wie Brandenburgis und Pro Sancta Germania (wer hat eigentlich Germania heilig gesprochen?) haben, die so souverän über Päpste urteilen :-D
Redaktion benachrichtigen Steht es uns an, Ekel gegen diesen Mann zu empfinden?
#176   Pius XII   13:52:50 | Freitag, 2. Mai 2008
Burgorus ist echt der Hammer!
Herr Fritzl war ebenso wie die genannten dem Sexual-Trieb erlegen, hat dazu auch Verbrechen wie Vergewaltigung und Lüge begangen, aber immerhin ist er für die Folgen seines ungezügelten Geschlechtslebens aufgekommen: Er hat erstens die mit Sexualität verbundene Zeugung der Kinder zugelassen und zweitens die Kinder am Leben gelassen, was bei Abtreibung, Pille, Spirale oder sonst was, womit Nutten verhüten, nicht der Fall ist.
Im Jüngsten Gericht, wo jeder die Wahrheit ungeschminkt erkennt, werden all diese heute so gesellschaftsfähigen Damen und Herrn, die genannten Verbrechen obliegen, erkennen müssen, dass Herr Fritzl vor Gott um ganze Etagen besser da steht als sie.
Daß die gottgegebene Würde des Menschen auch in seiner Freiheit liegt, ist Burgorus nicht begreiflich zu machen, weil er jede Freiheit, erst recht den Terminus „Würde des Menschen“ schon für liberal hält.
Letztlich ist es müßig, hier mit B. zu diskutieren, weil aus seinen Beiträgen doch vor allem eins deutlich wird: sein erhebliches sexuelles Problem. Weil er bei den attraktiven Frauen immer abgeblitzt ist, sind nun alle, die er nie kreigen konnte, „Nutten“, und Fritzl, der den Mut hatte, sich seine eigene Sexsklavin zu halten (was B. gern hätte, sich aber nicht traut), der steht „vor Gott um ganze Etagen besser da“ als die, die B. nie gekriegt hat. Für einen derartigen feuchten Traum begeht B. dann gern diese abstoßende Gotteslästerung, die darin besteht, Gott zum Gewährsmann seiner kranken Neigung zu mache…
Redaktion benachrichtigen Die Beweise sollen „ungeheuerlich“ und „schwerwiegend“ sein
#57   Pius XII   12:09:10 | Montag, 28. April 2008
Statistische Trends
Auch wenn notorische Kirchenfeinde wie Kurt K. es nicht wahrhaben wollen: Beim Kindesmißbrauch zeigt sich statistisch eine absolute Überrepräsentation der Homosexuellen. M.a.W.: Es werden viel mehr Jungs mißbraucht, als es Homosexuelle in der Gesamtbevölkerung gibt. Hinzu kommt das Alter. Während Übergriffe auf Mädchen sich gehäuft im pupertären Alter ereignen, geht der Mißbrauch bei Jungen bereits im Kleinkindalter los. Insofern bleibe ich dabei, daß es einen statistisch belegbaren Zusammenhang zwischen Homosexualität und Kindesmißbrauch gibt. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Homo sich an einem Kind vergreift ist ungleich höher als bei einem normal Gepolten. Nicht umsonst sprach man im Altertum von Homos als „Knabenschänder“.
Für den Klerus scheint das in noch viel gravierenderem Ausmaß zu gelten. Nahezu alle Mißbrauchsfälle in den USA waren gleichgeschlechtlicher Art. Dazu paßt, daß der US-Klerus bis ins Episkopat homosexuell unterwandert ist (belegt etwa beim Kardinal-Erzbischof von Washington). Daraus folgt, daß die beste Strategie, um klerikale Kinderschändung zu unterbinden, die ist, den Zuhang homophil Veranlagter zum Priesteramt auszuschließen.
Redaktion benachrichtigen Die Beweise sollen „ungeheuerlich“ und „schwerwiegend“ sein
#24   Pius XII   15:05:49 | Freitag, 25. April 2008
Es ist schlimm genug, man muss es nicht noch schlimmer machen
1) Wir wissen nach wie vor nicht, ob an den Anschuldigungen was dran ist.
2) Die Behauptung, in 99,9 % der Fälle werde über Kindesmißbrauch nicht berichtet, ist doch dummes Zeug. Kommt ein solcher Fall zur Anklage, steht er in der Zeitung. Und für die Kirche gelten zurecht höhere moralische Maßstäbe, weil sie eben eine höhere moralische Autorität beansprucht und hat. Ein Priester ist (wie etwa auch ein Lehrer oder Richter) eben eine Respektsperson, und dementsprechend hat er sich zu verhalten.
3) Die Ablehnung der Pädophilie ist mittlerweile ein-eindeutig. In den 70ern, als alles, was die Sexualmoral anlagt, ins Rutschen kam, wurde das noch anders gesehen. Aber das ist wirklich überwunden. Der Kinderschutz ist diesbezüglich unumstritten. Die EU hat gerade eine neue Richtlinie verabschiedet, die auch in Dtl zu einer massiven Gesetzesverschärfung führen wird.
Deshalb: Daß der Fall in den Medien ist, hat nichts mit irgendwelchen antiklerikalen Verschwörungen zu tun.
4) Der Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie ist aber statistisch eindeutig. Und hier hat Alois Bischof recht: Wer einmal den Rubikon überschreitet, den dann noch zu halten ist schwierig, vielleicht sogar unmöglich. Die ganzen Dämme, die nun errichtet werden – Freiwilligkeit, Kinderschutz etc. – leiden daran, daß sie Stückwerk bleiben und die übergeordnete Idee fehlt, nach der man das Sexuelle hegen und begrenzen kann.
Redaktion benachrichtigen Die Beweise sollen „ungeheuerlich“ und „schwerwiegend“ sein
#12   Pius XII   10:41:39 | Freitag, 25. April 2008
Audiatur ad alera pars
1.) Selbst der weiß Gott nicht kirchennahe „SPIEGEL“ schreibt, daß es an den Anschuldigungen erhebliche Zweifel gibt. Ist schon erstaunlich, wenn kreuz.net eine Anschuldigung gegen einen Priester als sicher verkauft, die nach den säkularen Medien noch höchstzweifelhaft ist.
2.) Diese Verschwörungstheorie von „Alois Bischof“ ist zum K… Die Kirche nimmt für sich selbst (zurecht!) eine besondere moralische Autorität in Anspruch. Ergo muß sie sich auch an diesem Anspruch messen lassen. Weil sie eben kein Sportclub oder dergl. ist (ein Kirchenfeind nannte sie mal „Verein mit dem Papst als Vorsitzenden“), ist es doch klar, daß die Maßstäbe auch höher liegen. Nicht die Presse ist das Problem, sondern die Kinderschänder sind es.
3.) Was interessant ist, daß es wieder um angebliche gleichgeschlechtliche Übergriffe geht. Das war ja bereits bei den massenhaften Skandalen in den USA so, daß es sich fast ausschließlich um Homosexuelle handelte. Rom hatte daraus ja den Schluß gezogen, endlich energisch gegen die Ordination von Homos vorzugehen. Der statistische Zusammenhang von Homosexualität und Kindesmißbrauch ist signifikant, bei klerikaler Kinderschändung geht das nahezu Hand in Hand. Insofern muß man von den Bischöfen wie von Rom erwarten, endlich die Homos-Substruktur im Klerus trockenzulegen.
Redaktion benachrichtigen Die Geschlechtsteile des Stiefsohnes im Mund
#17   Pius XII   18:08:09 | Donnerstag, 24. April 2008
„Sexychrist“, ich denke, Sie sind Gymnasiast?
Dann überlegen Sie bitte, ehe Sie posten. Wird in den antiken Stücken die Sexszene beschrieben? Nein, wird sie nicht. Man weiß natürlich, daß es dazu gekommen ist, aber es besteht ein Konsens, das nicht auszuwalzen, darzustellen und detailliert zu beschreiben, sondern man macht klar, daß es dazu gekommen ist, überläßt es aber der Phantasie jedes einzelnen, sich diesen intimen Handlungsstrang zu denken.
Demgegenüber wird bei der hier debattierten Aufführung eben genau dieser Teil ans Licht gezerrt, und das Verhaältnis ins Gegenteil verkehrt. Die Sexszenen werden zu den eigentlichen Höhepunkten, zum „Skandal“, zur „Provokation“, die das eigentlich Besondere, den eigentlichen „Hit“ des Stücks ausmachen.
Dieser Verlust des natürlichen Schamgefühls, der dazu führt, das, was intim ist eben auch intim zu behandeln, ist nach Freud ein Zeichen des Schwachsinns.
Und was die Freiwilligkeit von 15jährigen angeht: Sorry, aber nach dem Gesetz sind die nicht geschäftsfähig. Und das aus gutem Grund. Deshalb gibt es Jugendschutz, und, wie gesagt, ab nächstem Jahr einen verschärften. Dann hätte dieser Lehrer jetzt ein Strafverfahren am Hals.
Redaktion benachrichtigen Die Geschlechtsteile des Stiefsohnes im Mund
#15   Pius XII   17:40:09 | Donnerstag, 24. April 2008
Aggressive Toleranz
Wie von der Tarantel gestochen keifen die bisherigen Forumsteilnehmer, um das Stück zu verteidigen. Hallo, Aufwachen! Nach der bereits beschlossenen, nun in nationales Strafrecht umzusetzenden Jugendschutzrichtlinie fallen auch kurze Sequenzen wie die hier dargestellten unter Strafe!
Wenn 14- oder 15jährigen Sexszenen auf der Bühne spielen, dann ist das auch dann abzulehnen, wenn sie das nur 15 von 90 Minuten tun. Und wenn es in einer staatlichen Schule im Rahmen des Unterrichts stattfindet, folglich also Zwang besteht, dann ist es darüber hinaus rechtswidrig. Und zwar bereits nach dem liberalen Recht. Wurden die Eltern vorher über die Inhalte informiert? Haben diese zugestimmt?
Das sind eben genau diese Extremismen, die es zu bekämpfen gilt. Und wenn Teilnehmer wie „Stimme“ oder „sexychrist“ (was für ein dämlicher, die Unreife seines Trägers unwiderlegbar ausdrückender Nick) meinen, solche Absurditäten verteidigen zu müssen, dann zeigt das doch nur, daß ihnen eine moderate, abgewogene Position unmöglich ist. Der Extremismus, den ihr hier vorgebt zu bekämpfen, den betreibt ihr selbst!
Redaktion benachrichtigen Die Perversion ist antifaschistisch
#23   Pius XII   17:24:25 | Mittwoch, 23. April 2008
Bei aller Kritik an der Kritiklosigkeit des „Stimme der Vernunft“; aber:
Die Frage, wie es in so kurzer Zeit zu einem derartigen Rutsch kommen konnte, die finde ich schon interessant. Denn die bundesrepublikanische Öffentlichkeit hat ja in den 50ern einen bemerkenswerten Kampf gegen die „Unmoral“ geführt und dabei beispielsweise zehntausende Kinder in Heime gesteckt, deren Zustände unter aller Sau waren. Und irgendwann ist das eben gekippt.
Wie immer, wenn etwas kippt, kommt es zu groben Übertreibungen. Und die muß man nun wieder einfangen. Im Gegensatz zu „Stimme“ sehe ich uns da erst am Anfang. Zwar mag es einige Verbesserungen geben, so ist z.B. jede Form von Pädophilie mittlerweile allgemein geächtet. Aber dafür haben wir nun eine gruselige Homo-Welle, wir haben Gender Mainstreaming, und wir haben eine demographische Schieflage, die eine Korrektur immer schwieriger macht (v.a., wenn zeitgleich die Moslems fruchtbar bleiben). Aber dennoch: es ist was schief gelaufen schon in den 50ern, und deshalb geht es nicht um ein Zurück, sondern um eine Korrektur, die eben die Fehler von vor-68 verhindert.
Redaktion benachrichtigen Das Problem wird als Lösung verkauft
#118   Pius XII   16:43:09 | Montag, 21. April 2008
Naja, Kurt K.
Zumindest ist Ihre Antwort etwas intelligenter als den Sexualkundeunterricht dafür verantwortlich zu machen.
Aber ob der Trend zum Sex ohne Verantwortung nun ausgerechnet den Frauen entgegenkommt, wage ich zu bezweifeln. Es dürfte ein Ursachencocktail sein. Zu nennen sind:
– der Ersatz der solidarischen Funktion der Familie durch den Sozialstaat (der nun an seine Grenzen stößt, weshalb die Familie wiederentdeckt wird)
– eine allgemeine Tendenz der Moderne zur Vereinzelung und Atomisierung, die bindungsunfähig macht.
– geänderte Lebensplanungen aufgrund wirtschaftlicher Zwänge
– ein Verlust für den Sinn und die metaphysische Bedeutung der Ehe aufgrund des religiösen Niedergangs.
Man kann sicher noch einige weitere Begründungen finden. Ich denke, daß angesichts der demographischen Katastrophe Einigkeit zwischen uns bestehen sollte, daß hier Korrekturbedarf besteht. Und für den liefert die Religion eben die Begründungen und Wertmaßstäbe.
Redaktion benachrichtigen Das Problem wird als Lösung verkauft
#115   Pius XII   14:27:33 | Montag, 21. April 2008
Sex und Ehe
Mal zu den Fakten: Ich habe unlängst eine Statistik gelesen, wonach das Alter des ersten Sexualverkehrs heute nur zwei Jahre unter dem in den 50ern liegt. Auch was die Zahl der Teenager-Schwangerschaften angeht, dürften wir einen Tiefststand erreicht haben.
Insofern ist das Problem wohl weniger eine extreme Ausweitung der Sexualität sondern das Auseinanderfallen von Sex und Ehe. Die eigentliche Differenz zu den 50ern liegt in dem massiv nach oben geschnellten Ehealter sowie der extrem zurückgegangenen Bereitschaft, überhaupt zu heiraten (von der auf die 50%-Marke zugehenden Scheidungsrate ganz zu schweigen).
Ob das nun am Sexualkundeunterricht liegt wage ich zu bezweifeln.
@ Florian Geyer: Ihre Aussagen über Frauen sind echt unter aller Sau. Man muß kein Freudianer sein, um aus ihnen schwerwiegende Defizite herauszulesen.
Redaktion benachrichtigen Kein Mann des Blabla
#18   Pius XII   10:33:18 | Donnerstag, 17. April 2008
Brandenburgensis, P-S-G etc. toben sich mal wieder aus.
Das Geschreibsel der Herren ist lächerlich wie eh und je. Einen sehr guten Report fand ich im Spiegel-Online. Er brachte einige gute Argumente, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:
1) Dem Papst geht es um eine Stärkung der Religion in der heutigen Welt. Hier sind die US-Konservativen ein gutes Beispiel, weil sie den geistigen Diskurs in ihrem Land dominieren (das haben wie in der EU nur in Polen). Insofern lohnt gerade für Europäer ein Blick über den Atlantik.
2) Im Wahlkampf Bush-Kerry hatte der damalige Kardinal Ratzinger Stimmung gegen den Katholiken Kerry gemacht, weil dieser pro-Abtreibung war. Es gibt Studien, wonach Bush ohne diese klerikale Schützenhilfe nicht wiedergewählt worden wäre.
Mir ist klar, daß bei eingefleischten Antiamerikanern und Verschwörungstheoristen für derlei differenzierten Blick kein Verständnis besteht. Aber deshalb hört ja – Gott sei Dank – auch kein Mensch auf diese Trottel-Theorien. Ärgerlich nur, daß man sie hier lesen muß.
Redaktion benachrichtigen Die wirkliche Gefahr für den Menschen seid ihr
#36   Pius XII   14:51:10 | Sonntag, 6. April 2008
@ Benedikt: „Leo G. Schlüchter“
Natürlich ist „Leo G. Schlüchter“ ein Pseudonym. Und ich finde, es wäre durchaus lohnenswert, den Hintermann zu enttarnen. Es gibt kein Recht, unerkannt und unter Pseudonym aufzutreten, Datenschutz beginnt erst nach dem Namen.
„Schlüchter“ ist ein Ein-Themen-Autor, der v.a. durch seine völlige Unbildung über den Forschungsstand zum Judenmord auffällt. Trotzdem meint er, sich dazu entleeren zu müssen. Dieser Eifer ohne Wissensfundament läßt auf üble Motive schließen. Schade, daß kreuz.net solchen Typen eine Publikationsplattform bietet; das hat es nicht nötig, zudem schadet es dem traditionell-katholischen Anliegen.
Redaktion benachrichtigen Die wirkliche Gefahr für den Menschen seid ihr
#7   Pius XII   20:54:24 | Samstag, 5. April 2008
Danke, Genoveva!
Sie haben es auf den Punkt gebracht. Aber es wird nicht auf fruchtbaren Boden fallen. „Leo G. Schlüchter“ ist ein bornierter Ungebildeter, der sich mit Viertelwissen am Judenmord und seiner historischen Einordnung austobt. Er kennt weder den Forschungsstand noch die Meinungslager. Leider bietet ihm kreuz.net ein Podium, wo er seine primitiven Phantasien ausleben kann.
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#19   Pius XII   21:57:13 | Freitag, 4. April 2008
Ich hatte schlimmeres erwartet
das ist reine Diplomatie, kein Abweichen vom theologischen Gehalt der Fürbitte
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#199   Pius XII   09:26:49 | Freitag, 4. April 2008
Marcelus, nochmal:
Nach Ihrer Definition gelten auch im Ausland dieselben Gesetze wie im Inland.
Im Inland gilt (z.B.) das Abstraktionsprinzip des dt. BGB, wonach bei einem Rücktritt vom Kaufvertrag das Eigentum an der gekauften Sache nicht unmittelbar zurückfällt. Im Ausland gilt das nicht.
Hauser und Tiger kaufen in Deutschland, Hauser einen TV, Tiger einen Anzug. Beide erklären Rücktritt. Bei beiden fällt das Eigentum nicht zurück. Es ist das selbe Gesetz, das gilt, obwohl es zwei verschiedene Kaufverträge (bez. Kaufsache, Kaufpreis, Ort, Datum und Vertragspartner) sind.
Kauft Zwobel in Wien den gleichen Anzug wie Tiger zum selben Preis bei der selben Einzelhandelskette am selben Tag und erklärt mit einem gleichlautenden Schreiben Rücktritt, dann wirkt sich dieser auf die Eigentumslage unmittelbar aus. Es ist eben ein anderes Gesetz.
Deshalb, Marcelus, nochmal zum Mitmeißeln: Egal ob im juridischen und im naturwissenschaftlichen Sinne (die Naturwissenschaften haben ihre Gesetzesdefinition ja bei den Juristen geklaut): ein Gesetz ist per definitionem allgemein (glauben Sie einfach den Juristen „Benedikt“ und „Pius XII“). Sie hingegen stiften schlimme Begriffsverwirrung, weil Sie die Unterscheidung zwischen Gesetz und Einzelfallanwendung verwischen.
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#193   Pius XII   19:10:32 | Donnerstag, 3. April 2008
Marcelus, Sie machen alles nur noch schlimmer
Marcelus, ein Gesetz ist immer allgemein. Das Gegenstück dazu ist die Ausnahme. Ein Gesetz ist das Allgemeine, aus dem sich das Konkrete ableitet. Das Gesetz der Schwerkraft ist immer dasselbe, aus ihm leitet sich dann (je nach Masse des Planeten etc.) der Einzelfall ab. Die verschiedenen Einzelfälle (Erde, MArs, Mond) sind nichts anderes als Anwendungen ein und desselben Gesetzes auf verschiedene konkrete Gegebenheiten.
Ganz klar: Sie irren. Geben Sie es einfach zu. Das ist allemal nobler als hier weiterhin Kostproben Ihrer a) Unkenntnis und b) Starrköpfigkeit abzuliefern.
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#17   Pius XII   18:38:43 | Donnerstag, 3. April 2008
Benedikt, nicht ganz so voreilig!
Jojo, von amerikanischen Gesetzen und Urteilen hat sich der alte Kontinent schon immer sehr beeinflussen lassen. Selten so gelacht.
Naja, ohne Marbury vs. Madison gäbe es in Europa keine Verfassungsgerichtsbarkeit (die Franzosen lehnen es bis heute ab). Auch der ganze Verbraucherschutz, neuerdings die EU-Pläne zum Schutz der Jugend vor sexuellem Mißbrauch etc. gehen auf den Supreme Court zurück. Also, ein Abtreibungsverbot in den USA dürfte m.E. schon Einfluß auf die europäische Diskussion haben.
Im übrigen bin ich natürlich bei Ihnen. Diese Partei ist – falls die Flugblattexte ernst gemeint sein sollten – eine Katastrophe, die mal wieder die vielen ernsthaften und redlichen Lebensschützer der Lächerlichkeit preisgibt.
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#8   Pius XII   15:22:35 | Donnerstag, 3. April 2008
Verspäteter Aprilscherz?
‘Amen’ will von Anfang an europäisch sein, um eine starke Synergie zwischen den vielen neuen christlichen politischen Abtreibungsparteien in Europa zu bilden.
Und dann Flugblatt Nr. 9!
Und die 8 ist wirklich der Hit!
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß es wirklich ernsthafte Menschen gibt, die sowas wie 8 und 9 vertreten wollen. Auf jeden Fall wird dem Ziel des Lebensschutzes mal wieder ein Bärendienst getan.
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#20   Pius XII   16:26:10 | Dienstag, 1. April 2008
Heger, Sie sind wirlich schlimm!
Es ist im übrigen ein schlechter Witz, daß ich in Deutschland nicht an der Holocaustreligion zweifeln … darf.
1.) Wie kommen Sie ausgerechnet hier zu diesem Thema? Denken Sie an nichts anderes?
2.) Sie dürfen natürlich an der „Holocaustreligion“ (was immer das sein mag) zweifeln, Sie dürfen nur den öffentlichen Frieden nicht dadurch stören, daß sie den historischen Fakt des NS-Judenmordes in Abrede stellen.
Merke: Selbst für einen Modernen gibt es so etwas wie feststellbare (also nicht relative) Fakten. Für uns Katholiken gibt es die sowieso, einschließlich solcher Kategorien wie Gut und Böse, die für uns (anders als für die Neuzeitler) ebenfalls feststehend sind. Also kann eine Moderner sehr wohl die Eindeutigkeit des „Guten“ in Frage stellen, aber beide nicht die historisch einwandfrei festestellten Fakten.
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#33   Pius XII   16:21:06 | Dienstag, 1. April 2008
Neo-Stile können sehr gelungen sein
Natürlich ist es längst überwundener 70er-Jahre-Unsinn, daß alle Neo-Stile schlecht seien. In der regel wird eine neobarocke Kirche besser sein als eine moderne.
Botta ist doch insoweit eine Ausnahme, als daß er unter den ganzen wirklich schlimmen Entgleisungen, die uns die moderne Kirchenbau“kunst“ beschwert hat, es zumindest wert ist, sich ernsthaft mit seinem Werk zu beschäftigen. Botta-Kirchen verstehen sich wenigstens auf Materialauswahl, Lichteinfall und eine insgesamt sakrale Atmosphäre (weshalb Aquariums-Architekten a la Behnisch ihn auch nicht mögen).
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#6   Pius XII   11:37:51 | Dienstag, 1. April 2008
Das Gegenteil von gut ist of „gut gemeint“
Immerhin handelt die Autorin ja in guter Absicht …
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#1   Pius XII   11:21:14 | Dienstag, 1. April 2008
Und wieso ist Botta nun „antikatholisch“?
Weil dem Autor seine Bauten nicht gefallen? Bißchen wenig für eine Exkommunikation, oder?
Man kann zu Bottas Kirchen stehen wie man will. Im Gegensatz zum alltäglichen Elend postkonziliarer Sakralarchitektur sind sie zumindest erwähnenswert und haben eine gewisse Größe. Insofern wirkt der Text arg kleinkariert und läßt schmerzlich jene geistige Weite vermissen, die an sich dem Katholizismus innewohnt und ihn auszeichnet.
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#72   Pius XII   09:52:40 | Donnerstag, 20. März 2008
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#48   Pius XII   18:47:48 | Mittwoch, 19. März 2008
Er nimmt teil!
Also, beten wir, daß es klappt. Irgendwie habe ich ein gutes Gefühl.
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#40   Pius XII   16:16:54 | Mittwoch, 19. März 2008
Tja, Rübezahl,
nur würde Benedikt XVI. diesen Zustand lieber heute als morgen ändern. Das Problem ist nicht die FSSPX, das Problem sind die liberalen Bischofskonferenzen, allen voran die deutsche.
Die ganzen Verurteilungen der FSSPX haben doch alles nichts gebracht; im Gegenteil, die alte Messe, „das“ Anliegen Lefebvres, ist nunmehr frei und obendrein festgestellt, daß sie nie verboten war. Sehen Sie, Rom hat das Problem, von seinen ganzen Verurteilungen wieder runterkommen zu müssen. Und daß nun im deutschen TV ausgerechnet das FSSPX-Urgestein Schmidberger den Papst verteidigen muß – also, ich finde, das hat doch was!
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#35   Pius XII   15:36:01 | Mittwoch, 19. März 2008
@ Benedikt
Als Disktriktsoberer der FSSPX kann er gar nicht auf Ausgleich hinaus, das wäre völlig unglaubwürdig. Das könnte eben nur ein Vertreter von einer innerkirchlichen Organisation.
Nanana, Benedikt, runter mit den Scheuklappen!
Zunächst bestreitet doch niemand mehr ernsthaft, daß die FSSPX in der Kirche steht. Am allerwenigsten P. Benedikt XVI.
Und weshalb sollte er in der Debatte nicht glaubwürdig den Papst gegen die Angriff der Linken verteidigen können? Natürlich kann er das. Denn die Linken greifen den Papst ja wegen Sachen an, die er genauso sieht wie die FSSPX. Insofern kann er sehr wohl die Position des Papstes vertreten und es eben an dem Abend unterlassen, die Differenzen zwischen FSSPX und B16 ausführlich darzulegen (würde eh’ keiner begreifen).
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#26   Pius XII   14:10:31 | Mittwoch, 19. März 2008
@ Benedikt
Keiner der beiden ist zu einer vernünftigen Verteidigung des Papstes in der Lage. Indem die päpstliche Politik mit der Figur des radikalen Schmidberger verbunden wird soll sie vor den Augen der Zuschauer madig gemacht werden.
Benedikt, Sie haben m.E. exakt die Absicht der Redaktion erkannt. Die Frage ist nur, ob es P. Schmidberger gelingt, das zu durchschauen und entsprechend zurückhaltend zu argumentieren. Denn dann würde er den Spieß umdrehen und die Bruderschaft könnte sich als die authentischen Papst-Anhänger verkaufen – die angereisten deutschen Links-Katholiken sähen dann schön doof aus.
Insofern hat Burguros recht. Wir sollten für P. Schmidberger drei Ave Maria (auf Latein!) beten, damit er heute die richtige Tonlage trifft.
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#20   Pius XII   13:09:15 | Mittwoch, 19. März 2008
Chance und Risiko
Pater Schmidberger wird sicherlich die Rolle des Buhmanns zu übernehmen haben. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht den Papst von der anderen Seite her angeht.
Genau so! Die Regie hat den Pater als Buhmann vorgesehen, durch den dann der Papst diskreditiert werden soll. Damit hat P. Schmidberger aber auch eine Riesenchance: Wenn er sich nicht provozieren läßt und unaufgeregt seinen Glauben in sympathischer Art und Weise bekennt, dann wird die FSSPX mit dem Papst, der ja hohes Ansehen genießt, assoziiert. M.a.W.: Dann kann die Bruderschaft den Papst für sich in Anspruch nehmen. Insofern hängt heute viel an der Form des Papstes. Gott mit ihm!
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#12   Pius XII   16:17:47 | Freitag, 14. März 2008
Noch ein ehernes Gesetz
Was ist ein nahezu unwiderlegbares Indiz, daß ein Posting garantiert völlig absurd und neben der Spur ist?
Wenn es von „Elendester Sünder“ stammt.
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#39   Pius XII   11:01:53 | Donnerstag, 13. März 2008
Matt, ich würde Ihnen die Stütze streichen!
Matt, was Sie da schreiben ist ja gruselig. Wenn Sie geistig arbeiten – etwa als Priester und Forscher etc. – dann erbringen Sie auch eine Leistung. Aber zu sagen, ich mach’ nichts, bezahlt mich mal; das ist asozial. Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.
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#37   Pius XII   10:53:14 | Donnerstag, 13. März 2008
Herz-Jesu-Marxisten
dass das Kapital immer mehr in die Hände von immer weniger Leuten wandert.
Wo leben Sie? Bill Gates war 1980 ein armer Schlucker. Schauen Sie sich doch mal die aktuelle Liste der Super-Reichen an. Das sind fast zur Hälfte Leute, die das Geld in den letzten Jahrzenten erworben haben. Die Wahrheit ist doch, daß das System extrem durchlässig ist.
Richtig ist, daß durch die Globalisierung die Arbeitnehmer unter Druck geraten, weil Arbeit im Gegensatz zu Wissen und Kapital nicht mobil ist. Damit lassen sich die gewaltigen Lohnunterschiede zwischen etwa Westeuropa und Ostasien auf Dauer nicht halten. Die Gewinner der Globalisierung sind deshalb die Kapitaleigner und die Arbeitnehmer in den Entwicklungsländern, während die bislang abgeschirmten Arbeitnehmer Westeuropas nichts abbekommen. Das führt zu der Globalisierungskritik der westeuropäischen und nordamerikanischen Gewerkschaftsbewegung, der dann die weltweiten Kapitalmärkte und die aufstrebenden Staaten insbesondere in Asien entgegenstehen. Bei einer umfassenden Betrachtung ist aber ein (ohnehin unrealistischer) Globalisierungsstopp unmoralisch, weil er die Aufstiegschancen der Menschen in den Entwicklungsländern zerstören würde. Außerdem würde er eine Exportnation wie Deutschland wirtschaftlich ruinieren.
Ergo: Man sollte über Korrekturen nachdenken, wo es zu Exzessen kommt (wie aktuell bei der Subprime-Krise). Im Prinzip ist das Wirtschaftssystem aber ok, und auch die Kurse werden 2008 wieder stark anziehen.
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#24   Pius XII   18:28:30 | Mittwoch, 12. März 2008
OK, Sozialkatholisch
Vorab: Wir sind nicht per-Du!
Zur Sache: An der Börse erwerben Sie Industriebeteiligungen. Wenn der Wert des Unternehmens steigt, profitieren Sie davon. Sich an einem Unternehmen zu beteiligen ist ethisch besser als ihm einen Kredit zu geben, weil Sie so auch Anteil am unternehmerischen Risiko tragen. Insofern ist gegen Aktien und dem folgend Aktienhandel nichts einzuwenden.
Problematischer wird es sicher bei den Aktienderivaten. Hier haben wir sicher bedenkliche Tendenzen. Nur: Nach wie vor ist der Aktienhandel und nicht der Derivatenhandel die Hauptsache an den Börsen.
Und was besonders störend ist, daß ist Ihre peinliche Sozialneiddebatte. Wenn ich schon lese „der kleine Mann“ …
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#97   Pius XII   18:24:42 | Mittwoch, 12. März 2008
Matt2, Marcelus, Kurt K.
Matt2, in der preußischen Verfassung wie in der Verfassung Österreich-Ungarns stand ausdrücklich der Bezug auf die Religion, und es gab dennoch Parteien und politischen Streit. Hören Sie doch mit Ihrer irrealen Verklärung vergangener und keineswegs perfekter Zeiten auf!
Marcelus, daß man 1949 keinen Kommunismus nach russischem Muster einführen konnte, steht außer Frage. Aber daß es zwingend eine Marktwitschaft sein mußte, ist auch nicht richtig. Man hätte sich sehr wohl für ein staatskapitalistisches System entscheiden können, in dem Privateigentum nur unterhalb eines gewissen Schwellenwertes geduldet wird.
Kurt, Staatsbetriebe sind nicht nötig. Die von Ihnen angesprochenen Probleme können über eine intelligente Anti-Diskriminierungsgesetzgebung (eine unideologische) auch gelöst werden.
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#91   Pius XII   15:34:56 | Mittwoch, 12. März 2008
Ideologiefreund, Marcelus
1. Ideologiefreund, die Statistiken sind eindeutig: Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie. Der Anteil der schwulen Kinderschänder ist mehrfach höher als derjenigen, die „normal“ sind.
2. Marcelus, eine kommunistische Planwirtschaft konnte man 1949 tatsächlich wegen der Westmächte nicht einführen. Aber eine Verstaatlichung der Banken, Großbetriebe etc. war tatsächlich von der SPD gefordert und hätte sicher auch eine Mehrheit gefunden. Die hessische Verfassung von 1946, die das vorsah, wurden genauso verbaschiedet wie Art. 15 des Grundgesetzes (lesen!), ohne daß die Westmächte einschritten.
Bis zu Maggie Thatchers Reformen in den 1980er Jahren war der Vorsitzende der Bergbaugewerkschaft einer der mächtigsten Männer im UK – und der war Mitglied der KP.
Und zum Thema „schrankenlose Demokratie“: Jedes Individualgrundrecht ist eine Beschränkung der Demokratie. Hinzu kommen die Institutsgarantien wie die Recht der Bundesländer oder die Garantie der kommunalen Selbstverwaltung. Das alles sind Grenzen der Demokratie, die sogar in der Verfassung stehen. Dann kommen die „gesellschaftlichen“ Schranken hinzu, etwa die öffentliche Meinung etc. Die D. ist im liberalen Rechtsstaat v.a. ein Organisationsprinzip des Legislativorgans, aber sicher kein schrankenloses politisches Prinzip.
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#22   Pius XII   15:23:36 | Mittwoch, 12. März 2008
„Sozialkatholisch“ und die Grundregeln der Ökonomie
Sozialkatholisch, beim besten Willen, wenn Sie erwiesenermaßen (etwa durch Ihren letzten Beitrag) keine Ahnung von Ökonomie haben, weshalb äußern Sie sich dann darüber?
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#77   Pius XII   19:47:45 | Dienstag, 11. März 2008
Europäischer Verfassungstandard
Marcelus, seit dem 19. Jhd gab es einen europäischen Verfassungstandard, der eine gewählte Legislative und eine monarchische Exukutive vorsah sowie individualrechtliche Garantien für Freiheit und Eigentum. Nach dem I.Weltkrieg fiel die monarchische Exekutive weg und es kam zur demokratischen Kontrolle und Verantwortlichkeit der Regierung.
Daß nach dem Irrweg des Nazismus sich die Deutschen für diesen Verfassungsstandard entschieden, war doch klar. Die Osteuropäer haben sich nur deshalb nicht dafür entschieden, weil sie unter kommunistischem Joch standen. Aber für nicht-kommunistisch-besetzte Staaten kam doch 1945 ff. überhaupt kein anderes System in Betracht.
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#75   Pius XII   19:38:26 | Dienstag, 11. März 2008
Benedikt, Korrektur
Gab es 1949 etwa keine Ministerpräsidenten in der Sowjetbesatzungszone und im französisch besetzten Saarland?
Nein. Wieso hätten die Russen auch so etwas einführen sollen? Und das Saarland war noch ein spezieller Fall.
Doch, natürlich gab es die. Ihnen war nur von den Kommunisten verboten worden, an den entsprechenden Sitzungen teilzunehmen. Außerdem durften keine ostdeutschen Vertreter am Parlamentarischen Rat teilnehmen.
Nochmal: Wer will hier behaupten, daß die Deutschen das GG nicht als die Regelung ihrer politischen Existenz anerkennen? Damit hat sich doch die ganze Debatte erledigt.
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#176   Pius XII   19:34:35 | Dienstag, 11. März 2008
Die Universität ist ein legitimes Kind der Kirche
Das wußte sogar Bertolt Brecht im „Galileo Galilei“; nur „Marcelus“ weiß es nicht. Wie kann man sich denn auf den Hl. Thomas von Aquin beziehen und so einen dämlichen Antiintellektualismus betreiben, hier die gesamte Universität als fremdgesteuert hinzustellen?
Das Erste Vatikanische Konzil hat das verhältnis von Wissenschaft und Religion letztgültig definiert. Und damit hat sich der Wissenschaftshaß eines „Marcelus“ erledigt. Denn seine Unterscheidung von „wahrer Wissenschaft“ und den Fakultäten ist ja letztlich idealistisch. Es ist wie bei Luther, der zwischen der Kirche als einer unsichtbaren Gemeinschaft der Gläubigen und der Institution trennt oder den Sedisvakantisten, die zwischen der „wahren“ Kirche (die nur nirgendwo ist außer vielleicht in der eigenen Garage) und der „Amtskirche“ trennen. Die antike und scholastische Philosophie ist solchen Trennungen vor: So wie zur Wissenschaft eben auch ihre Institution, die Universität, gehört, gehört zur Kirche die Sichtbarkeit etc…
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#71   Pius XII   19:23:02 | Dienstag, 11. März 2008
Marcelus, wissen Sie überhaupt, wovon Sie schreiben?
Ihre Angriffe gegen das (maßgeblich vom politischen Katholizismus geprägte) Grundgesetz gehen an der Sache vorbei, und zwar am Begriff der Verfassung:
Die Verfassung ist die politische Grundentscheidung eines Volkes über die Art und Weise seiner politischen Existenz als Staat.
Und nun können wir ja mal die Frage beleuchten, ob die Deutschen 1949 oder heute oder irgendwann dazwischen die durch das Grundgesetz getroffene Entscheidung über die Organisation ihrer politischen und staatlichen Existenz abgelehnt hätten. Haben Sie nicht! Im Gegenteil, Sie haben dieses Grundgesetz im Westen begeistert angenommen und sich im Osten nach ihm gesehnt. Die Saarländer haben schließlich für seine Übernahme votiert.
Und damit ist die Frage nach dem Umfang des Einflusses der Besatzungsmächte auf die Ausarbeitung des Verfassungstextes irrelevant. Selbst wenn es die Amerikaner selbst ausgearbeitet hätten, hätten die Deutschen es annehmen können. Nicht die Ausarbeitung ist der springende Punkt, sondern die Annahme durch den Souverän, der im modernen Staat nun einmal das Volk ist.
Abgesehen davon hat Benedikt natürlich recht. Der Parlamentarische Rat war frei in seiner Arbeit. Und ein unverdächtiger Carl Schmitt sah sich im GG sogar verewigt. Also, die ganze Polemik gegen das Grundgesetz und den Verfassungsstaat geht völlig an der Realität vorbei.
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#2   Pius XII   16:36:37 | Dienstag, 11. März 2008
Was für ein dummes Geschwätz!
Man kann und muß wohl auch gewisse Exzesse der Marktwirtschaft angreifen. Aber diese dämliche Artikel geht völlig an der Sache vorbei. Wir haben in den Gebieten der Erde, die sich für das Marktmodell entschieden haben, heute einen nie dagewesenen Wohlstand. Von einer „Verarmung“ ganzer Schichten kann keine Rede sein. Während in Irland im 19. Jhd die Menschen noch in Tausenden verhungerten, ist Irland mittlerweile ein Lebensmittelexporteur.
Dieser Wohlstand schafft ohne Frage moralische Probleme. Aber es ist keine Lösung, zu deren Lösung eine Rückkehr zur Not zu empfehlen. Noch weniger ist es geschickt, den Wohlstand als solchen zu leugnen.
Die Schwestern handeln insofern geschickt. Sie tun, was alle cleveren Organisationen machen, die nicht mit staatlichen Mitteln Steuern eintreiben können. Sie fressen ihr Vermögen nicht auf, sondern sichern es und leben von der Erträgen. Das hat die Kirche immer so gemacht. Im Mittelalter mit Wäldern und Ländereien, heute eben mit Industriebeteiligungen.
Redaktion benachrichtigen „Die Liebe ist das einzig wahre religiöse Erlebnis der Welt“
#23   Pius XII   16:24:35 | Dienstag, 11. März 2008
Ideologiefreund
Sie haben mich falsch verstanden: Mein Diktum über eine Gesellschaft, in der die Ehe allgemein anerkannt ist, bezog sich nicht auf die heutige Zeit. Mir geht es darum, daß natürlich der Umgang mit Sexualität und auch die individuelle Art und Weise, sexuell zu leben, von den sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen abhängen. Sex im Iran wird anders praktiziert als in Holland – um mal zwei Extreme zu nennen.
Ansonsten hat Benedikt natürlich recht. Trotz der sexualpädagogischen Dauerberieselung, die eine „Sexualmoral“ propagiert, die nur noch aus Hygiene, Freiwilligkeit und Ablehnung von Pädophilie besteht, haben sich in den meisten Menschen die offenbar antropologisch determinierten Grundregeln gehalten. Die monogame Liebe bleibt das Ideal, allzu offene Promiskuität wird nicht goutiert – bei Frauen noch weniger als bei Männern. Auch bei der „Toleranz“ gegenüber Homos und anderen Perversen scheint es sich eher um Anpassung an das politisch korrekte Ideal zu handeln als um tiefsitzende Überzeugungen; ein guter Schwulen-Witz zieht immer. Es besteht also Hoffnung, daß sich die gegenwärtige Übersexualisierung wieder beruhigt – und uns hoffentlich das andere Extrem erspart bleibt.
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#11   Pius XII   14:08:12 | Dienstag, 11. März 2008
Ideologiefreund
man könne Liebesempfinden und Lust staatlich beeinflussen? Ich lasse mich jedenfalls weder zu viel Sex, noch zu wenig Sex beeinflussen. Weder bunte Bilder, noch Politik, noch religiöses Lehrwerk haben Einfluß darauf.
Tja, mein Lieber, Leute wie Sie glauben an alles, nur um nicht an Christus glauben zu müssen, auch an die absolute Autonomie des Einzelnen.
Natürlich ist die konkrete Umsetzung der Sexualität von äußeren Bedingungen beeinflußt. Solange die Ehe als Institution allgemein anerkannt ist, wird sich das sexuelle Leben in ihr abspielen und nur ausnahmsweise außerhalb, dann obendrein noch im Verborgenen. Hier hat also der soziale Code sehr wohl Einfluß auf das konkrete sexuelle Leben.
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#1   Pius XII   11:12:00 | Dienstag, 11. März 2008
Mal wieder daneben
Es ist wohl anders: Der Nazismus hatte einfach keinen Grund, die bereits seit Anfang des Jahrhunderts bestehenden Liberalisierungstendenzen aufzuhalten. Die Sexualisierung ist keine NS-Erfindung, sie dürfte zum einen aus der Jugendbewegung stammen und zum anderen eine Gegenreaktion gegen die in der Tat heuchlerische Sexualmoral des späten 19. Jhds sein. Nach einer Abkühlung in den 50ern setzte sich die Entwicklung ab den 60ern bis heute fort. Der Nazismus hatte darauf keinen signifikanten Anteil, die These des Artikels ist falsch.
Entsprechend wimmelt es in dem Text von Verdrehungen: Klemperer beschreibt meines Wissens nicht den Zustand im III. Reich, sondern nach den Vergewaltigungen der Roten Armee. Himmler war ein übler Moralist; ausgerechnet diesen Blut-und-Boden-Sektierer zum Vorkämpfer der freien Liebe zu machen ist historischer Nonsens. Als der seinerzeitige Generalstabschef 1938 eine ex-Prostituierte heiratete, kam es zum empörten Aufschrei Hitlers. Auch das spricht gegen die These des Textes.
Redaktion benachrichtigen Frontalangriff gegen die Piusbruderschaft
#43   Pius XII   10:20:43 | Freitag, 7. März 2008
@ Pippifax
Ich gebe Ihnen recht, daß das MP der FSSPX hilft, weil es ihrem ureigensten Anliegen recht gibt und sie damit auch in den Augen der NOM-Besucher legitimiert. Hätte er die FSSPX schädigen wollen, dann hätte er die alte Messe weiter unterdrücken müssen.
Die Unterstützung der Messe ist übriges etwas, was B16 immer glaubwürdig vertreten hat, auch in seiner Kadinalszeit. Und dieser Einsatz für die Messe ist eine starke Basis für eine Verständigung zwischen Papst und Menzingen. Und Sie haben auch recht, daß jeder denkabre andere Papst diese Basis nicht mitgebracht hätte.
Ansonsten haben Sie natürlich auch insoweit recht, als daß derartige Scharmützel über nicht-theologische Fragen kontraproduktiv sind, und zwar unabhängig, vom wem sie geführt werden.
Redaktion benachrichtigen Frontalangriff gegen die Piusbruderschaft
#32   Pius XII   17:32:44 | Donnerstag, 6. März 2008
Die Angriffe sind lächerlich
Natürlich sind die „Protokolle“ eine Fälschung der Ochranka, des zaristischen Geheimdienstes. Und natürlich unterliegt der Bischof insoweit einem Irtum, denn daß er die „Protokolle“ ernst nimmt, hat er an anderer Stelle auch schon behauptet (wie auch die noch kruderen „Rakowski-Protokolle“). Nur: das ist doch beim besten Willen kein Grund, sich von ihm zu distanzieren! Hier wird eine Randfrage aufgebauscht, als hinge davon die Katholizität ab.
Ob die Protokolle echt sind oder nicht ist eine Frage der Geschichtswissenschaft, nicht der Theologie. Sie ist von den Historikern zu beantworten, nicht von Bischof Williamsson und erst recht nicht autoritativ vom Generalsekretär der FSSPX. Sofern der Bischof hier in der Beurteilung der geschichtswissenschaftlichen Frage nach den Protokollen daneben liegt – so what? Die deutschen Bischöfe liegen in politischen Fragen auch ständig daneben, und obendrein auch noch in theologischen, ohne daß irgendeine Ecclesia-Dei-Gruppe jemals gefordert hätte, sie zu exkommunizieren. Und da wäre es angebracht!
Redaktion benachrichtigen Der Zölibat ist nicht nötig
#25   Pius XII   17:53:01 | Samstag, 16. Februar 2008
Der Typ ist eine Katastrophe
Daß Zollitsch nichts anderes als ein Westentaschen-Lemann werden würde, war mit seiner Wahl klar. Aber als erste PR-Aktion dem Spiegel ein Interview zu geben und derartiges von sich zu lassen, ist unterste Schublade:
1) Deutschland redet über den Papst und die Widerkehr des Religiösen, der Chef der DBK redet über das 70er-Jahre-Thema Zölibat.
Das Zölibat hat das Priesterbild in den katholischen Landen nun mal kulturell determiniert. Wer an ihm rüttelt, macht nicht das Priestertum attraktiv, sondern zerstört es. Nicht das Zölibat ist schuld an den wenigen Berufungen, der fehlende Glaube ist es.
2) Die politischen Aussagen Zollitschs bestätigen, was ich sonst auch schreibe: Wie soll denn die Union katholische Politik machen, wenn die Bischöfe dagegen sind? zollitsch greift ja „von links“ an. Der fördert den Staatssozialismus a la Rot-Grün und pfeifft auf das christliche Familienideal. Unter diesen Bedingungen katholische Politik zu machen ist unmöglich. Und dazu dieser dümmliche Sozialneid, dem er das Wort redet.
Also, eins ist klar: Wer behauptet, die Mission der FSSPX sei mit dem Motu Proprio erfüllt, der hat nichts begriffen. Die DBK macht mit Ihrem antikatholischen Kurs konsequent weiter.
Redaktion benachrichtigen Neuer Vorsitzender
#87   Pius XII   14:03:09 | Freitag, 15. Februar 2008
Und damit sind Sie raus.
Pius XII. (sofern dieser Papst war)
Allein diese Aussage reicht, um Sie als irrelevanten Sektierer zu entlarven.
Redaktion benachrichtigen Bereitwilliger Gehorsam
#41   Pius XII   18:04:58 | Dienstag, 12. Februar 2008
Nein, Tridentinus
Sehen Sie, das Festhalten an der klassischen Liturgie war doch immer gegen die seinerzeit regierenden Päpste erfolgt. Das ist ja der Notstand. Und was soll denn nun plötzlich anders sein? Nach wie vor gelten die Bischöfe als exkommuniziert, nach wie vor bestehen erhebliche Mißstände in der „Amts-„Kirche, die gerade in den Gemeinden vor Ort Bischof Williamssons Wort von den „zwei Religionen“ bestätigen. Sicher, B16 bringt in vielem neue Hoffnung. Aber bevor sich die Situation der FSSPX nicht de jure geändert hat, besteht hier doch keine Veranlassung, die Liturgie zu verändern. Erst Aufhebung der Exkommunikationen – dann Verständigung – und dabei mag man über die Fürbitte reden. Aber doch nicht andersrum.
Redaktion benachrichtigen Bereitwilliger Gehorsam
#39   Pius XII   17:33:22 | Dienstag, 12. Februar 2008
Naja, Tridentinus
das ist so zwingend nicht. Es ist ja beständige Aussage der FSSPX, daß mit Antritt des P. Johannes XXIII. und insbesondere mit dem Vatikanum II und seinen Reformen ein grundlegender Wandel in Rom eingetreten ist und insofern die alte Gleichsetzung Römische Autorität = Stimme der Wahrheit nicht mehr gilt. Und solange dieses grundlegende Problem nicht geklärt ist, bestehen eben hinsichtlich der Autorität Benedikts XVI. Einschränkungen, die gegen Pius XII. nicht bestanden.
Etwas anderes gilt freilich, wenn es zu einer Verständigung kommt. Aber in dem derzeitigen ungeklärten Zustand – mit der nach wie vor behaupteten, ungerechten Exkommunikation der Bischöfe – besteht doch wirklich kein Grund, hier einzuknicken.
Redaktion benachrichtigen Bereitwilliger Gehorsam
#37   Pius XII   17:17:36 | Dienstag, 12. Februar 2008
@ Tridentinus: Überbewerten Sie da nicht diese Nachricht?
Lieber Tridentinus, aus einer Todesnachricht auf der Homepage eine Stellungnahme zur Karfreitagsliturgie zu entnehmen, halte ich für gewagt.
Zumal: Da die neue Fassung zwar wieder mal eine „Reißbrett-Liturgie“ ist, aber theologisch an der tradierten Lehre festhält, dürfte sie ohnehin kein Grund für „schwerwiegendere Differenzen“ darstellen. Im übrigen gibt es wohl bislang noch keine Entscheidung der FSSPX zur Verwendung der neuen Fassung. Wobei es mich persönlich verwundern würde, wenn man die neue Fassung übernähme.
Weshalb sollte man das tun? Ganz im Gegenteil, hält man an der (aufs Frühchristentum zurückgehenden) alten Form fest, setzt man die Ecclesia-Dei-Gruppen, die wahrscheinlich mal wieder mit fliegenden Fahnen kapitulieren (was anderes können die ja nicht), schön unter Druck. Diese Frage mag man im Rahmen einer großen Bereinigung der Differenzen behandeln, aber es ist doch beim besten Willen nicht erkennbar, weshalb man nun diese Änderung mitmachen muß.
Wobei: An dieser einen Formulierung hängt es sicher nicht. Insofern gilt, daß ich mich an das halte, was die FSSPX dazu entscheidet.
Redaktion benachrichtigen Neuer Vorsitzender
#49   Pius XII   15:31:41 | Dienstag, 12. Februar 2008
Nichts Gutes zu erwarten
Zollitsch ist der Kandidat des Lehmann-Flügels. Mit ihm wird der bisherige Kurs einbetoniert. Insofern bleibt es dabei, daß von der DBK nichts zu erwarten ist, was geeignet wäre, den katholischen Glauben wieder zu stärken.
Aber es ist wie immer: auf den begabten Strippenzieher und Intriganten Lehmann folgt der farblose Zollitzsch. Das niveau sinkt immer weiter. Und die Alternative Marx lockt ja auch nicht gerade. Insofern ist diese Wahl nichts anderes als eine Fußnote im Kapitel über den Niedergang des Katholizismus in Deutschland. Interessant wird dann, wer Zollitzsch beerben wird. Aber offenbar besteht – gerade auch unter den Weihbischöfen -eine stabile linke Mehrheit, so daß es zunächst einer biologischen Lösung bedarf, ehe man in Deutschland wieder auf die diözesanen Strukturen hoffen darf.
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#74   Pius XII   13:26:44 | Samstag, 9. Februar 2008
@ Romulus, Pippifax, Murx
Romulus, ich habe niemals das dt. Abtreibungsrecht verteidigt. Ich kenne Sie nicht, Sie mich nicht (vermutlich). Also hören Sie auf, sich hier an mir abzuarbeiten.
Pippifax, der Kern der dt. Christdemokratie waren immer die Katholiken. Die prot. Bürgerlichen, die zumeist Nationale waren, hatten ja nach dem Krieg ein massives Legitimitätsproblem. Deshalb sind sie gern unter das Dach der Katholiken geschlüpft.
Hier geht es doch aber um was anderes: Der Platz und Anspruch des Glaubens ist die Mitte der Gesellschaft. Nur weil man ihn daraus weitgehend vertrieben hat heißt das doch nicht, daß man sich nun selbst aus der Mitte der Gesellschaft entzieht und damit das Geschäft der Linken vollendet. Eine CDU-Mitgliedschaft für anstößig zu halten ist etwa genauso gaga wie wenn irgendwelche durchgeknallte Linke einen Sozi zum „Faschisten“ machen. Obskurantes Sektierertum ist ganz sicher nicht katholisch.
Murx, Sie sind einfach wirr. Ich habe ursprünglich einen Beitrag gegen das Frauendiakonat gepostet. Es waren Sie, der über diese unselige Konferenz gejubelt hat. Also, was wollen Sie?
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#43   Pius XII   22:16:12 | Freitag, 8. Februar 2008
@ Murx
von den 5000 Seiten auf ‘Rore-Sanctifia.org’ haben Sie nicht eine Zeile gelesen. Daher hat Ihre Aussage keinen Stellenwert.
Das bedeutet: Wer nicht rore-sanctifica liest, dessen Aussage hat keine Bedeutung. Hallo, Murx, leiden Sie an Größenwahn? Was erwarten Sie für solche Sätze, Mitleid oder Schadenfreude?
Ich bin nun mal kein Sedisvakantist. Und deshalb sind die Lehmänner etc. für mich Abgefallene, keine Besatzer. Und wenn ich mir Sie und den Mist, den Sie verzuapfen, von dem Chaos Ihrer persönlichen Umstände ganz zu schweigen, so anschaue, dann bin ich mir sicher, daß das die Katholische Kirche nicht sein kann.
Ähnlich geht es mir mit den hirnlosen Pöbeleien eines Romulus. Der lobt nun das theologische Genie eines Murx. Na so was. Unter dem 28.6.07 lies er sich noch so vernehmen:
Sedisvakantisten – egal wie fromm oder legalistisch sie sich gebärden – sind auf dem Irrweg. Ihre weitgehend selbstgebastelten Verschwörungstheorien, dass der Stuhl Petri unbesetzt sein soll, sind ganz gewiss nicht unter der Führung des Heiligen Geistes, sondern unter der Führung Satans zustande gekommen. Was für eine schwache Persönlichkeit muss man eigentlich sein, um ein – wie wir es hier oft erleben – zänkischer Sedisvakantist zu werden?
Oder ein zänkischer Pöbeler, der heute so und morgen anders schreibt, nur um mal wieder gegen die Christdemokratie (übrigens von Pius XII gefördert) anstinken zu können. Romulus und Murx sollten sich mal merken, daß Religion und Vernunft zusammengehören!
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#33   Pius XII   21:45:53 | Freitag, 8. Februar 2008
Mit diesen Zweifeln kann man jeden Priester in Frage stellen
Mit den Maßstäben, die hier angemahnt werden, kann man jede Weihe in Frage stellen. Es ist doch einfach: wenn mit der Erzdiözese Freiburg und der FSSPX zwei Autoritäten (eine würde ausreichen, je nach Geschmack mag man sich eine der beiden aussuchen) bestätigen, daß Schmitz gültig geweihter Bischof war, dann liegt die Darlegungs- und Beweislast für das Gegenteil bei denen, die es behaupten. Und alles, was dazu hier und sonstwo vorgetragen wird, ist unsubstantiiert und nicht belastbar. Ergo war Schmitz Bischof.
Damit hatte er Weihegewalt, wenn auch nicht zwingend -befugnis. Aber die ist ja bekanntlich für eine gültige Weihe nicht vonnöten. Und daß Schmitz Lingen geweiht hat wird ja wohl niemand bestreiten. Und selbst wenn: auch hier vermittelt die schriftliche Bestätigung von Schmitz einen Anschein, den jeder Zweifler widerlegen muß. Und auch eine solche Widerlegung habe ich bislang nirgends gelesen.
Hinzu kommt die Wahrscheinlichkeit: Wieso sollte der theologisch gebildete Lingen sich ungültig weihen lassen? Ergo: Der Mann ist gültig geweihter Priester.
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#16   Pius XII   20:24:02 | Freitag, 8. Februar 2008
Pater Lingen
Er ist’s! Sein Weihevater ist unzweifelhaft katholischer Bischof gewesen, was sowohl von der Erziözese Freiburg wie auch von der FSSPX bestätigt wurde. Die Weihe selbst ist dokumentiert. Sie war demnach unerlaubt, aber gültig.
Seine theologische Qualifikation ist übrigens ebenso unbestreitbar. Wenn Sie sich seine Homepage www.kirchenlehre.de ansehen, finden Sie in den älteren Beiträgen durchaus saubere Argumentationen, die auch sprachlich niveauvoll sind. Er hat einen guten Überblick sowohl über die klassische wie die nouvelle Theologie. Leider kann man an den Beiträgen auch seine Verbitterung ablesen, seit ein paar Jahren produziert er nur noch Unsinn wie diese Strafanzeige und ist zum Querulanten auf niedrigestem Niveau abgerutscht. Schade.
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#13   Pius XII   20:13:22 | Freitag, 8. Februar 2008
Das ist nur noch peinlich
P. Lingen sollte das Vatikanum I lesen, damit ihm die Rolle der Wissenschaft klar wird. Jura ist eben Rechtswissenschaft, und wer in dieser rumfurwerkt, der sollte zumindest über Grundkenntnisse verfügen. Und seine ganzen Elaborate, Strafanzeigen, sein Lamentieren über die Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen ihn wegen des durch seine mangelnde Verteidigungsanzeige ergangenen Versäumnisurteils – die sprechen doch eine eindeutige Sprache: Lingen hat von Jura keinen blassen Schimmer.
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