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Seid ihr jetzt übergeschnappt? Da weiß man nicht, soll man weinen oder lachen! Aber das schlimmste ist,
daß hier tatsächlich über diesen unzeitgemäßen Aprilscherz ernsthaft debattiert wird! Jezt scheint
die Redaktion endgültig „übergeschnappt“ zu sein!
Welch ein Unsinn Ich besuche seit vielen Jahren die Country-Insel und auch den Gottesdienst. Schon von
seinem altkatholischen Vorgänger wurde er immer mit Würde und einer Brise Humor zelebriert und Dompfarrer
Faber machte es ebenfalls mit dem nötigen Ernst aber eben auch jener Portion Charme und Humor, die der
besonderen Situation angemessen ist. Keine Rede von „Mißbrauch“, da habe ich bei so mancher Messfeier
in Bierzelten schon ganz anderes erlebt. Zudem erreicht er mit diesem Gottesdienst auch Menschen, die
ansonsten niemals auch nur in die Nähe einer Messfeier kämen! Wenn es nicht so traurig wäre, dann müßte
man darüber lachen, was die Redaktion noch alles ausgräbt, um ihre misanthropische Welt-und Kirchensicht
zu zelebrieren. Bei Euch fällt mir stets Nietzsches Wort ein: „Warum nur sehen die Christen so unerlöst
aus?“ In einem gebe ich Euch aber recht: vielleicht sollten Nord- und Südstaatler und alle Indianer während
des Gottesdienstes ihre Degen und Tomahawks abgeben!
Abgefallener Bischof Ich kann dem Artikel von „fuente“ nur aus ganzem Herzen zustimmen. Ohne die Hintergründe
der vita des neuen Präsidenten zu kennen, erscheint mir Eure Kritik doch sehr lieblos!
Höchste Zeit Von allen kirchlichen Traditionen ist wohl der unselige Zölibat jene, die sich am weitesten
von der ursprünglichen Botschaft entfernt hat. All die Argumente dafür halte ich für scheinheilig,
frömmlerisch und unendlich unredlich! Solang allerdings keine amtierenden Bischöfe den Mut finden, offen
gegen diese zutiefst „unchristliche“, unmenschliche und aller Vernunft Hohn sprechende „Tradition“ aufzutreten,
nützen diese leise Gedanken des neuen Vorsitzenden der DBK auch herzlch wenig. Immerhin gibt es da offenbar
ein leises Gegengewicht zum „unseligen“ Benedikt! Tonski
#8 Tonski 11:41:21 | Donnerstag, 15. November 2007
Mehr Verwirrung Die Neuübersetzung des Vater Unsers -genauer gesagt der Stelle „und führe uns nicht
in Versuchung“ durch die italienischen Bischöfe ist so schlecht nicht. Tatsächlich ist das wirklich
eine Frage der Übersetzung, so haben meines Wissens die Spanier immer gebetet „und führe uns in der
Versuchung“, was soviel ich weiß dem ursprünglichen Text viel näher kommt. Warum sollte uns Gott in
Versuchung führen wollen, das schien mir immer absurd, auch das Evangelium (Jakobusbrief) verneint das
ausdrücklich!
Vernaderer Das mit den Bildern aus der Diözese Linz ist schon ein starkes Stück. Vernaderung der übelsten
Sorte nenne ich das: aus dem Gesamtzusammenhang gerissene Bilder-noch dazu mit englischen Texten -erinnert
ein wenig an bolschewistische Methoden der Fotomontage! Wovor habt ihr Fundamentalisten nur so große
Angst!
Reliquien etc. Grundsätzlich sollte man sich über Dinge, die Menschen heilig sind,nicht lustig machen.
Und auch ich habe einen guten Freund, dem Reliquien sehr wertvoll sind. Persönlich habe und hatte ich
nie einen Zugang dazu, und manche Auswüchse finde ich schon grauslich. Aber zur ganzen Diskussion habe
ich gestern einen erhellenden Satz gelesen: was hat es für einen Sinn, den Zeitgeist von heute mit dem
Zeitgeist von gestern zu bekämpfen!
Friede , Freude, Eierkuchen Vielleicht sind „Friede , Freude, Eierkuchen“ manchmal besser , als der Wunsch
nach einem Pfarrer, der Dir Deine wirklichen oder vermeintlichen Sünden ständig um die Ohren haut! Tonski
Bischöfliche Theorie… Was mich in diesen diversen Diskussionen immer verwundert, ist die Tatsache,
daß so häuig Extreme herangezogen werden: hier geht es um einen „drogensüchtigen niederländischen
Pfarrer“, dort nimmt die Mehrheit der Pfarrgemeinderäte nicht am Gottesdienst teil usw. und so fort!
Aber hat das alles wirklich etwas mit der Wirklichkeit zu tun; die allermeisten Pfarrer erfüllen brav
und aufrichtig ihre Pflicht, mag sein, mal mit mehr mal mit weniger Engagement, wie eben alle anderen
auch. Die allermeisten Pfarrgemeinderäte nehmen sehr wohl am Gottesdiesnt teil und sind auch sonst -jedenfalls
bei vielen Pfarren, die ich kenne, die engagiertesten in der Gemeinde! Man könnte -nur aus den Beiträgen
zu dieser Frage -noch vilee Beispiele aufzeigen! Mein Gott, warum sehen wir Christen nur so unerlöst
aus! Weil wir streiten um des Kaisers Bart (etwa ob man/frau vom Ambo oder vom Altar aus liest, ich wüßte
nicht vieles, was weniger von Bedeutung wäre!) mlg Tonski
#65 Tonski 09:23:46 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
Hier sind sie die Vorbilder Hat Engelhardt nicht doch auch recht: ich erinner daran, daß der ach so christliche
George Bush Senior im 1. Golfkrieg nichts dabei fand, zigtausende von Irakern einfach in den Wüstnsand
zu schaufeln, von all den Grauslichkeiten von „Gods own country“ seither! Ist es nicht so, daß sich seit
der unseligen „Konstantinischen Wende“ die Christen von der absoluten Friedfertigkeit Ihres Gründers
verabschiedet haben. Was seither im Namen unsers Herrn an Grauslichkeiten begangen und gerchtfertigt wurde,
stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel! Und die Friedfertigkeit des Vatikans ist doch auch nur
eine Folge des mittlerweile so geschmähten Vatikanischen Konzils! Zurück zu den Wurzel kann doch auch
nur heißen: Steck Dein Schwert wieder in dei Scheide! Tonski
Römischer Kaiser Wenn ich recht unterrichtet bin, so sind die diversen Talare unserer Priester an die
Kleider persischer Satrapen angelehnt; „sehet die Lilien auf den Feldern…!“ zum Sohn des Zimmermanns
eine Frage: woher bitte stammt die Behauptung vom „Baunternehmer“ und „Aristokraten“? Tonski
Armut Ist es wirklich nur Schwachsinn, wenn man auf eine auch äußerlich arme -vielleicht besser bescheidene
Kiche -hofft. Natürlich würde ein Verkauf aller Kirchengüter die Problme der Welt nicht lösen, aber
im Auge des Betrachters wäre doch ein schlichteres Auftreten und ein Abschied von barockem Prunk und
Prachtgehabe ein erlösendes Zeichen. War nicht wie Reinhard Mey so schön singt, der Herr zu dem wir
beten -auch „nur“ ein Zimmermann! Tonski
Haß und Häme Liebe Freunde, demaskiert sich Euer Beitrag zu dem sicher kritkwürdigen Interview nicht
auch selbst: wieviel Haß und Häme spüre ich da, wenn nur der Name Küng erwähnt wird. Da fällt mir
doch in leichter Abwandlung Nietsche ein: „Nicht ihre Nächstenliebe, sondern die Ohnmacht ihrer Nächstenliebe
hindert die Fundamentalisten von heute daran, uns zu verbrennen!“ mit trotzdem herzlichen Grüßen Tonski
Über allem die Liebe Bei der ganzen Diskussion um alten oder neuen Ritus kommt mir immer das Wort „Hokuspokus“
(hoc est corpus meus) in den Sinn. Weil die Menschen den Sinn der lateinischen Wandlungswort nicht verstanden,
war es für sie eben bloß ein Hokuspokus. Ich war und bin leidenschatlich vom Sinn der Liturgiereform
nach dem II.Vaticanum überzeugt, als „liberaler“ Christ stört mich aber keineswegs, wenn ander Christen
die alten Formen bevorzugen. Den Streit um das Maß der Gültigkeit der einen oder anderen Form halte
ich aber für akademisch. Die gleichzeitige Praxis beider Formen birgt aber freilich eine noch weitergehende
Entfremdung unter uns Katholiken in sich! Vielleicht kann es aber auch zu einer Entwicklung kommen, die
ähnlich jener ist, die das Verhältnis zu unseren griechisch-katholischen Brüdern und Schwestern auszeichnet.
Über allem die Liebe, Wege gibt es immer! Tonski