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Bistum oder Großpfarrei? Das ist doch überhaupt nicht zu kapieren: Görlitz müsste doch Magdeburg zugeordnet
werden, als Bistum Magdeburg-Görlitz (und das dann zur Kirchenprovinz Berlin). Ein Bischof für 27.000
Katholiken? „Wenn es der Wahrheitsfindung dient…“
Jugendbischof Bode Der Jugendbischof (60) ist ja glücklicherweise nur 13 Jahre älter als der Jugendvorsitzende
Tänzler (43). Dann können beide ja noch rd. 15 Jahre amtieren und mit 75 bzw. 68 immer noch fordern:
Auch Katholicken wollen Frauen diaconissen.
Das ist noch viel, viel einfacher! Berger hat schlicht und einfach den Glauben verloren. Würde er seine
früheren Positionen noch verteidigen, so könnte das noch irgendwie beeindrucken. Aber jetzt führt er
in eigener Person vor, dass „schwul“ auch eine Konfession sein kann (nicht immer, aber immer öfter).
Es gibt keine Tiara von Pius X. Pius X. ließ sich mirt einem Vorgängermodell krönen, verachtete die
Papstzkrone leidenschaftlich, trug sie nahezu nie und ließ sich nur ungern damit fotografieren. Außerdem
redete Pius X. im persönlichen Gespräch nie im Majestätsplural (nur in den Dokumenten, wie heute noch
im Lateinischen), ließ sich nicht den Bischofsring oder die Füße küssen und pflegte „Generalaudienzen“
im Damasushof abzuhalten. Ein vollendeter „Modernist“ im Sinne Lefebvres also; das Bild, das die SSPX
von Pius X. pflegt hat Charles Mauras gezeichnetm nicht der Heilige selber.
Ein Advent der Totalperversion. Wer in illo tempore Kölner „Verkehrs“mittel benutzen musste,dem wurde
schlaglichtartig vermittelt wie arm an Seele, Erwartung und Gefühl die Welt der Zukunft sein wird, in
der Sodomisten den mainstream bestimmen.
Respekt? Wir schulden Dr. Berger mehr als nur Respekt. Seine statements überzeugen zwar immer noch nicht,
aber ihm ist im Geiste christlicher Liebe zu begegnen!
@D.B. Bedauerlicherweise gibt es bei David Berger jetzt kein Halten mehr. Innerhalb weniger Wochen hat
er sein Weltbild komplett ausgetauscht. Fazit: „Sodomie“ ist eben doch eine Konfession, und keine Genetik.
Dieser „Kirchentag“ war sowieso der letzte, von dem die Öffentlichkeit noch Notiz nahm, „dank“ Ill.ma
Rev.ma Dott.essa Vesc.a em. Frau Ketzmann. Ob noch einer stattfindet oder ausfällt ist sowieso egaal…
Zollitsch muss zurücktreten! Der Apparatschik Sollzisch ist eine Schande. Null Präsenz, keine Initiative.
Ein Astloch mit Ohren. Aber Vollkanal Lehmann wollte ja einen schwachen Sesselwärmer als Nachfolger,
damit die DBK den POntifex „aussitze“. Zu früh gepokert!!
Der Papst wird IMMER verarscht. So zum Bsp. Paul VI. vom schwulen Alterzbischof von D. B 16 wird aber
unverdrossen seine Linie fortsetzen. Mein Tipp: Noch ca. 10 Jahre!! Ääätsch.
@Burgi Nicht die Wähler haben Angie zur Kanzlerinnin gewählt sondern der Bundestag! @Lohmann: M.L. ist
ein nationalkonservativer Lutheraner mit gewissen pro-römischen Emotionen, aber kein Christ.
Wo bitte? Abgrund?? Die SSPX vereint zwar rd. 500 Kleriker (zum Vergleich: „Rom“ 400.000; so viele gab’s
noch nie), also fast so viele wie eine der kleineren Neuen Geistlichen Bewegungen, aber der Zuspruch im
Volk beträgt, nimmt man das Diktum „novus ordo haereticus est“ (1974) zum Kriterium, ca. 150.000 bis
300.000 Personen. Soll das der Heilige Rest sein, kurz vor Armageddon??
Dialoguez! „Dia-log“ bedeutet im ‘Neugriechischen’ des Huberismus-Schulzismus (i.e. der Maidenname von
Käßm.) soviel wie „Zwei lügen“, genauer „Wir sind Brüder“ wo es redlicherweise heißen müsste: „Wir
möchten Brüder werden“. Dieses huberistisch-schulzistische Dogma hat zur Konsequenz, dass jeder Erkenntnisfortschritt
verboten ist, bei dem man Orthodoxie oder Katholiken mal beipflichten müsste. Z.B. ist es ja längst
eine Tatsache, dass Staatskirchen nicht funktionieren und der Primat des Papstes die einzige Garantie
für supranationales Christsein überhaupt ist.
So nicht! Man gliedere einige tausend Staatsbeamte aus, gruppiere sie neu als „Vereinigte Kirchenverwaltung“
und schaffe (zur Erleichterung des Abwerbens aus den übrigen Ministerien) den Zölibat ab. Das wäre
die effektivste Vernichtung der christlichen Religion.
Das ist noch nicht durch. Der schnelle Erfolg der L.C. beruhte auf einer gewissen schlichten Beharrlichkeit,
mit der sie an dem einfachen und ebenso erfolgreichen „Methoden“ katholischer Praxis festhielten (z.B.
Direktansprache, Knabenseminare, „altmodische“ Erziehung) während ringsum, allen voran die Jesuiten,
auf Dekadenzkurs gingen. List des Widersachers. Ausgerechnet der Chefmanager des Aufstiegs war partiell
selbst „dekadent“. Herr, erbarme Dich! Warten wir’s ab. Lefebvre war wahrscheinlich auch stockschwul und
Williamson sein Schoßhündchen.
Das Weiße Kreuz! Da sollte sich mal ein Graphiker oder Karikaturist daranmachen und die Schweizerflagge
mit „Haken“ verzieren oder die Rotkreuzflagge. Mal sehen, was der Presserat dann sagt! Ceterum censeo:
Das „Weiße Kreuz“ ist das der Kreuzfahrer. (Wie auch das rote… (= Templer) und das schwarze Deutschherrenkreuz.)
Schon vergessen??
…die sind nicht so… Gehorsam?? Welcher altrituelle Zelebralw(a)chser hat denn bislang päpstliche
Schreiben wie ‘Sacramentum caritatis’ (von ‘Caritas in veritate’ gar nicht erst zu treden…) je beherzigt??
Nicht nur Sollzisch, auch Murx sitzt wohl die Angst vor der Pleite im Nacken. Öffentliche Zustimmung
ist ja mit „öffentliche Zuwendung“ zu übersetzen. Trotzdem zischt die Kirche-in-Deutschland unaufhaltsam
ins Soll.
Sollzisch nicht sattelfest! Es ist leider wahr, dass der Erzbischof von „Kenterbury“ im Breisgau als Verwaltungsfachmann
ohne jede pastorale Erfahrung in Begegnungen mit der Öffentlichkeit permanent überfordert ist. Aber
das gilt für rd. 85 % der Binnenkarrieristen im Wirkungskreis der DBK, d.h. fast alle Weihbischöfe,
Generalvikare und Domherren sind scheue Nichtschwimmer wie Sollzisch!
#19 cum te 17:16:52 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Religionsfreiheit! Unter den Bedingungen der Religionsfreiheit wird die Ökumene nunmal nicht durch Staatskirchenverträge
und ähnliche Konsenspapiere bewegt sondern durch das Votum der Beter. Und die konvertieren, auch in Dtld.:
etliche Tausend jährlich –- aus dem Herzen des Landeskirchtums zum „Herzen Jesu“. Während die paar achtzig,
die von Benedetto zu Huber + Co. „fliehen“ DA gar nix nützen… On verra.
Hauptsach’ „alte Messe“ Liebhabern der alten Messe ist ja jede Barmherzigkeit sicher, egal ob Natursektliebhaber,
fist-fucking, darkroom: absolutio compliciis ist im Mess-Stipendium inbegriffen!
Huber? Never complain, never explain. Der falsche Aristokrat und „Reichsbischof“, semel iustus et peccator,
hat sich zeitlebens niemals irgendwo entschuldigt und wird es niemals tun. Im Gegenteil: Man darf davon
ausgehen, dass das Gundlach-Pamphlet vollinhaltlich das wahre Gesicht Seiner „Exzellenz“ zeigt, pünktlich
lanciert im Abschiedsjahr des EKD-Präsesvotivs (& Vorwitzigen).
2005 dauerte bis heute… Bei aller Abneigung gegen kreuz.net: Man muss festhalten, dass die „Ära Benedetto“
für Deutschland heute zu Ende ging. Priof. Schulz hätte bereits die Ernennung für die Theologenkommission
zurückweisaen müssen, um Ärgernis zu vermeiden. Aber gut, die Sexualisierung der „Fuck-ultäten“ ist
nunmal ein Fakktum.
Eingerichteter und ausgeübter Gewerbebetrieb! Kath.net’ist total korrupt. Nichts anderes als eine Ma’sche,
um gutgläubigen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. So wie das schäbige Zirkus-Lama kurz vor Weihnachten,
mit dem in der Fußgängerzone um Bares gewinselt wird. Vitandus! Ob und was Noé selber BETET, das weiß
kein Mensch. Totalsimulation.
P. Kehl: Er möge doch mal erwgen, ob nicht der ersatzlose Wegfall sämtlicher kirchlicher Aktivitäten
in Deutschland die „Sehnsucht“ nach christlichen „Grundvollzügen“ sogar ins Unermessliche steigern würde?
@Lindemann Schluss mit dem Stuss. Die kath. Soziallehre gibt überhaupt gar keine Anweisungen für Gesetze!
Das gab es nicht einmal im Mittelalter. Und als sich in einem spanischen Badeort ein Pfarrer mokierte,
der Bikini müsse verboten werden, da fuhr der Bürgermeister zu Franco, der schrieb dem Bischof: Der
Tourismus geht vor! Und der Bikini blieb.
Laudetur Iesus Christus. Das ist eigentlich noch gar nicht genug Lob für Paul VI.: Vgl. die Sintesi dei
Documenti Conciliari, in: Insegnamenti di Paolo VI., Bd. III (1965), S. 765-770.
Schon bemerkenswert… Etliche Publizisten, sicher auch wieder Badde, versuchen ja, in das Credo hinter
dem „filioque“ ein „controbama“ einzufügen. Gottlob fehlt ihnen dafür die Zuständigkeit!
Wahrscheinlich… Man darf vermuten, dass die Kirche in Deutschland die Jahrtausendchance, die ihr Papst
Benedikt bot, schon samt und sondern verpasst (fast: verprasstt) hat; aus alter Ratzinger-Feindschaft
(und Scheffczyk-Verhöhnung). An Warnhinweisen hat es nicht gefehlt, z.B. in Martin Lohmann’s Buch „Maximum“
(2007).
@Heggi Die so gen. „Dritte Welt“ gibt weit mehr für Rüstung aus als sie an Entwicklungshilfe kassiert;
und von der profitiert speziell der Export von hier nach da. Reinhard Marx hat manches z.B. zu den Agrarsubventionen
zum Nachteil der armen Volkswirtschaften geschrieben. Aber da guckt Klaschka wohl lieber nicht so genau
hin… Wär schon schön, wenn er wenigstens seine Kernkompetenz wahrnimmt!
Die Kirche war noch nie in ihrer Geschichte so ‘glaubwürdig’ wie heute: Ungezählte „Zeugen für Christus“
im 20. Jh. Die ‘Krise’ betrifft vor allem spezielle Milieus: Die deutschsprachige Theologie, der europäisch-klerikaöle
‘Mittelbau’, „politische Theologen“ (ja auch von Mitte-rechts…); qualitativ war der Katholizismus noch
nie so mangelfrei wie heute.
Schöne neue Welt! Das Schöne ist ja, das kreuz.net nach Belieben ein Bild von „gestern“ entwirft, gleichfalls
völlig selbstverliebt. Wie schrieb der SPIEGEL vorige Woche über die SSPX? „Wir sind das Mittelalter
und wir lieben das Mittelalter.“ Stimmt nicht. Ihr seid ein Resultat von 68, ideologisch der „Gegenschlag“,
methodisch: Revoluzzer.
Siebenmeilenstiefel? Wie stellt sich denn die Redaktion die „Zucht und Ordnung“ vor, in der die „Kirche
aller Zeiten“ wieder gedeihen wird? Wie auf Guantanamo? Wenn „alle Obrigkeit von Gott“ ist (Römerbrief),
dann doch sicher auch die demokratische? Oder?
Koadjutor für Lehmann? Es wäre doch schön, wenn die Kardinalstradition von Berlin nach Mainz wandert;
die „Zone“ braucht seit 1990 keinen Kardinal mehr. Also nach Kardinal Lehmann: Wieder einen Kardinal für
Mainz! Und zwar schnell. Man sollte einen Koadjutor einsetzen; und zwar einen römischen. Leider würde
sich Josef Clemmns zieren; leider, leider… Aber: Er weiß alles aus der jüngsten Vergangenheit!
Never forget! Mit dem Brief, der auf Latein mit „Cum te…“ beginnt, hat Papst Paul VI. am 11. Oktober
1976 den Traditionsbegriff der SSPX verworfen. Das gilt.
#95 cum te 13:09:15 | Donnerstag, 29. November 2007
@Catharina Volle Zustimmung. Da ich Franz Peter TvE persönlich kenne, kann ich für seine katholische
Integrität „die Hand ins Feuer legen“. Jeder Anwurf von integralistischer Seite ist absurd! Die Herrschaften
verwechseln die Trinität selbst mit einem hermetischen Kochrezept.
Trône und Dheppen! Der Thron von Papst Leo XIII. (1878-1903) ist ohne Unterbrechung benutzt worden, auch
von Johannes XXIII. und Paul VI. im Konzil. Von Johannes Paul II. gibts auch repräsentative Fotos mit
Thron aus der Frühzeit. Das üppig verzierte Nobelteil ist auch für den Alltagsgebrauch weniger geeignet!
Das Wiederauftauchen ist aber kein glaubwürdiges Indiz für „Reaktion“…!
Zum Foto: Auch die schwülen Klamotten können kaum noch verbergen, dass Propst Goesche offenkundig ein
immer stärkerer Esser (oder auch Trinker??) zu sein scheint. Wohl bekomm’s!
Ritufreaks: Ihr dreht am RAD!! Man kann auch beim ritualistischen Schwachsinn von einem „Motu-Proprio-Effekt“
sprechen: Je weniger Interesse die Beter an der alten Messe zeigen, umso hysterischer wird die „neue Messe“
angepisst.
Rebellion?? Wo? Die schlichte Tatsache, dass sich rd. 99,985% der Katholiken null komma gar nix für die
alte Messe interessieren, kann man wohl kaum als Rebellion bezeichnen. Das zeigt doch nur an, wie überfällig
die Liturgiereform war.
Re(tro)-Fan Wer noch irgendwelche Zweifel hatte, ob es angezeigt war, dass die Hl. Kirche mittels Liturgiereform
jeder Verwechslungsgefahr mit einem klerofaschistischen Pseudo-Kult entrinnen musste, dem nützen diese
Bilder mehr als jedes andere Argument, um zu sagen: Deo gratias, Bugnini was right!
#2 cum te 16:44:41 | Donnerstag, 13. September 2007
Was einst in Econe begonnen… Es macht Schule: Wie Lefebvre schon 1970, so gründet jetzt offenbar jede/r,
der will, sich „katholisch“ gerierende Freikirchen. Das hat Dignitatis Humanae nicht gebilligt!
#19 cum te 16:34:21 | Donnerstag, 13. September 2007
„Schriftlich, in dreifacher Ausfertigung“ Wenn die Bischöfe einigermaßen bei Trost sind, beschränken
sie ihre „Ausführungsbestimmungen“ auf einige knappe Leitsätze von weniger als einer DIN A 4 Seite.
Jeder Übereifer wäre hier von Übel. Mal sehen, ob die Vernunft obsiegt.
Filzlaus Dann lassen Sie sich mal hinsichtlich der Liturgie von S. Thomas beraten: Laici autem participationem
liturgicam actuosam praestant, et quidem vi characteris baptismalis; S. theol. III q. 63 a. 6. Das unterschlägt
die SSPX.
@Heger: Pius X. begann 1903 zur Tradition zurückzukehren, indem er erklärte, dass die „erste und unentbehrliche
Quelle des wahren christlichen Geistes die aktive Teilnahme an den heiligen Mysterien und am öffentlichen
und feierlichen Gebet der Kirche“ ist; m.p. Tra le sollicitudine, cfr. Bugnini, Documenta Pontificia,
Bd. I. S. 12 f. zit. nach A.-G. Martimort, Hdb. Litw., dt. 1963, Bd. I, S. 98.
Filzlaus: Das „subsistit in“ des Jesuiten Tromp (in LG) war ein so genialer Einfall, dass der „Schuss“
meilenweit über die Köpfe des frommen Volkes (auch der Bf.e) hinwegging. WEIL es auch außerhalb der
sichtbaren Grenzen „Wahres“ gibt, DESHALB subsistiert die Kirche Christi ZUVERLÄSSIG innerhalb der sichtbaren
Grenzen. Dialektik? Nein. Dialogik. Jeder Dialog setzt ja schon eine gemeinsame Basis des Verstehens voraus.
Wäre das Kirchsein nur „innerhalb“ der Bezirke des kanonischen Rechts „wahr“, hätte keine Mission jemals
überzeugt. Deshalb genügt nie zu sagen „Wir sind Kirche“; es muss überall heißen „wir plus X.“ sind
Ecclesiam Suam. Daher ist die SSPX pastoral so fatal unfruchtbar, sammelt Frustierte und Kranke ein, überzeugt
aber niemanden von „draußen“.
@möchtegern Der normale „Standard“ der alten Messe in der Nachkriegszeit konnte keinen Frommen mehr anziehen.
Unzufriedenheit über klerikalen Ritualismus und Rubrizismus breitete sich aber seit ca. 1800 (!) erst
allmählich, dann stärker, vor allem nördlich der Alpen aus. „Solesmes“ wollte den reinen, römischen
Typus des Mittelalters wiederherstellen. Spätere Liturgiker griffen in das 1. Jtsd. zurück (nicht immer
frei von „zurückprojizierten“ Bildern). Allen Freunden liturgischer Erneuerung war aber die Festschreibung
der frühneuzeitlichen Standards seit 1570 (definitiv erst 1917, CIC!) mehr und mehr als Hemmnis missionarischen
Kircheseins bewusst geworden. Die Geistlichkeit an St. Severin (Paris) wagte seit 1948, auf dem Boden
des geltenden Missale, ein Wiederanknüpfen an ältere Traditionen und erzielte so auch beachtliche „Bekehrungen“.
Die „alte Messe“ wird heute von ihren Fans mit einer exemplarischen „Reinheit“ zelebriert, die unvergleichlich
viel höher steht als der pastorale Durchschnitt vor 1962 je vermuten ließ. Insofern gehört DIESE Neuentdeckung
mit zu den Früchten des Konzils.
St. Severin: Allen Feinden der „neuen“ Messe sei ein Buch von 1957 empfohlen: „Die Messe leben!“ Der Bericht
der Priester von St. Severin (Paris) lässt die damalige Krise der alten Messe deutlich hervortreten.
In separaten Zirkeln „andächtig“ zelebriert, kann man diese tiefe Krise freilich ausblenden. Aber sie
ist älter als die liturg. Bewegung!
säkularisierte Fürsten Meines Erachtens steht Fürsten, die 1803 ihre Souveränität bereits verloren
haben, der Titel noch zu. Die 1918 gestürzten Kronen sind da wohl schlechter gestellt.
„Geist des Konzils“ Das Konzil bietet nicht den geringsten Anhaltspunkt z.B. für eine Abschaffung des
Zölibats. Dennoch stellte Regens Trippen schon 1974 vdie Z.-Frage in den Mittelpunkt seines Beitrags
zum Hdb. Der Kirchengeschichte (Bd. VII). Den Rest kann man sich denjen: Wer die Aufweichung des Z. zum
Dreh- und Angelpunkt der Kirchenreform macht (Träumerei!), erzielt gar nichts. Aber vermutlich erwarteten
große Teile des Klerus schon 1959 vom Konzil den „Bruch“ mit dem Tridentinum und „frischen Wind“ in der
Z. Frage. Die Enzyklika Paul VI. von 1967 (Z. bleibt) war dann ja das Signal zum „Sturm“, der den Klerus
bis zum Amtsantritt JP 2 ziemlich lahmgelegt hat. Mein Verdacht: Wer im Klerus „nein“ zu Humanae vitae
(1968) sagte, meinte eigentlich das andere, „kleine Problem“. Und wo der Ungehorsam erstmal zum Prinzip
wird, da gibts dann eben so viele Schismen wie Priester (von P. VI. bereits 1964 „vorhergesehen“, Eccl.
suam); und wo jeder sein eigener Hl. Vater ist, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, an einer öffentlichen
Religion festzuhalten. So sieht der „Kult“ dann auch bisweilen aus. Da die meisten Altrituellen (aus Unverstand,
wie ich meine) wenig mit dem Konzil anfangen können, erhofft man von dort vdie „re-lecture“ vermutlich
vergebens. Richtig ist, dass insb. Dei Verbum und Lumen Gentium ziemlich „konservativ“ klingen. Johannes
Paul I. sagte bereits: Das I. Vatikanum hat viele Freunde (die „Tradi“), das III. Vatikanum hat viele
Freunde (die „Modernisten“), nur das II. nicht.
@matt Falsch. Die Liturgie regelt in der Kirche die zuständige Autorität. 1970 eine „Wahlfreiheit“ zu
gewähren, hätte zum (echten) Schisma geführt, weil die Tradi (seit 1963!!) die alte Messe gegen das
Konzil vereinnahmt haben. Die Provokation kam von „rechts“. Nicht der Papst, der das Konzil durchgeführt
hat, hat den „Gläubigen“ damit Unrecht getan, sondern die inszenierte Rebellion gegen die Reform war
mit der katholischen Tradition unvereinbar. Die heutige Re-Integration der „alten Messe“ ist ganz etwas
anderes, nämlich die Erweiterung der konzilaren Einsichten zugunsten der eigenen, älteren Tradition
(vgl. Nr. 399 AEM 2002).
@Frigitte Geben Sie doch endlich ihre dämliche Kirchenfixierung dran. Damit ist niemandem gedient. Ca.
99% aller Plätze der Welt stehen nicht in kirchlichem Eigentum. Was soll das, immer nur über „Kirche“
zu palavern? Die Kirche soll dies. Die Kirche soll das. Alle wollen das Schiff mitregieren. Was aber sagt
der Papst? „Deus caritas est.“ Eben. Gebet und Opfer. Das wär’s. 2. (…?)
@Gilbert Jawohl. Es geht bei der SSPX um („anti“masonistische) Arkandisziplin, nicht um die Verkündung
des Evangeliums. Daher ist das m.p. des Papstes eine strikt antiritualistische und antitraditionalistische
Maßnahme. B XVI hat „denen“ die Kriegsflagge geklaut.
@Ottaviani Das ist’s. Aber H. Thiandoum, Schüler und Nachfolger von M.L. als Erzbischof von Dakar, wurde
1976 Kardinal. Grund genug für den persönlichen Hass des neopaganen Antimodernisten auf Paul VI.
Quo vadis? Es ist sicherlich nicht nur böser Wille, dass die protestantische Ökumene unfähig ist, römische
Dokumente zu lesen. Dort fehlt eine Instanz, die Korrektueren auf Rom hin vornehmen kann. „Römische Elemente“
müssen mithin in die prot. Ökumene einsickern (und tun es auch). Aber verbal wird man dort immer bestreiten,
dass Rom im Recht sein könnte. Weil die Protestanten auch heute noch nur dann nach dem Willen Christi
fragen, wenn vorab feststeht, dass dieser nicht nach Rom weist. (Wie hat Jesus „Gemeinde“ gewollt?) „Quo
vadis, Domine?“ fragte Petrus; und wählte das Martyrium.
@Freinsberg Die Schlussformel in der Ap. Konstitution „Missale Romanum“ vom 3. April 1969 hebt alles auf,
was dem Inkrafttreten des Missale 1970 entgegenstehen könnte (insb. die berühmte „Quo primum“-Formel,
die seitens der Tradi so gern zitiert wird). Das bedeutet aber nicht, dass das ältere Missale förmlich
für „ungültig“ erklärt wurde. Paul VI. hat selbst Ausnahmen genehmigt. Das genügt, um zu sagen, dass
die „alte Messe“ nicht (doktrinär) „verboten“ war, sondern nur (aber konsequent) außer Gebrauch gesetzt
wurde. Manche kennzeichnen das als „faktisches Verbot“ (so zu zelebrieren), ein amtliches Verbot „der
Messe“ (so wie Bücherverbot etc.) ist daraus aber nicht herzuleiten. Paul VI. hat nie die Gültigkeit
und Würde der „älteren“ lex orandi in Zweifel gezogen. Es ging zu Beginn der 1970er Jahre um (überfällige)
Disziplinierung, nicht um Distanznahme vom „Gehalt“ älterer Ausgaben des MR.
Donnerwetter! Frechheit siegt. Das gemeine Huberstatement dominiert tatsächlich die bundesdeutschen Medien.
Das ist doch völlig absurd, die Antwort auf Frage 5 so „aufzuwerten“. Das kaputte Luthersystem sollte
mal die Frage beantworten, ob es bis 2017 überhaupt zum Ursprung der Kirche zurückfinden will oder „sola
fide“ die Selbstzerstörung anpeilen.
Wolfgang Huber „fix und fertig“ Wenn ich das richtig gelesen habe, hat Wolfgang Huber die Responsa ad
quaestiones der Congr. DF mit Begriffen des Strafrechts gewürdigt. Der „Marinerichter“ plädiert als
„Vertreter der Anlage“ auf „Vorsatz“. Strafantrag: Strang? Da muss man leider an Väterchen E.R. Huber
und seine Zeit denken… Die Ekklesiologie der Deutschen Christen war nicht nur 1517 antirömisch.
Der Verfasser ist ganz offenkundig im Ruhestand. Der Verfasser liest nämlich Theologie nach 1938 (Lubac,
Catholicisme) nicht mehr. Klar, dass der cattofascismo (Wirkungskreis: rd. 0,015% der Katholiken) den
Begriff „communio“ bekämpft. Wenn auch aus hirnrissigen Gründen, wegen einer nur lautmalerischen Ähnlichkeit
zum communismo…
Die Medien sind nunmal überfordert! Wer die lateinische Antwort zu q. 5 liest, der kapiert, dass nach
katholischer Lehre nur Kirche ist, was nach katholischer Lehre „Kirche“ ist. Das müsste doch jeder redliche
Protestant auch so sehen. Ökumene heißt, suchen in Christus eins zu sein, nicht „behaupten“ es zu sein.
@Tridentinus Auch die Überschrift dieses Artikels ist ausnahmsweise mal richtig. B XVI holt die Liturgie
aus der Sackgasse ideologischer Kämpfe heraus. Aber die Freunde des usus antiquior werden dessen Bedeutung
weiterhin überbewerten und allmählich erkennen müssen, dass kein „Federstrich“ die alte Messe ruiniert
hat, sondern dass sie bereits antiquiert war. Einen „Massenansturm“ wird es nicht geben.
@Ministrant Bei allem Respekt vor der Ehrfurcht: In allerkleinsten Mikropartikeln dauert die Realpräsenz
D.N.I.C. nicht mehr fort, da diese an den Bestand der euch. Gestalten gebunden ist. Es findet ja eine
Transsubstanziation statt, keine „Transakzidenziation“.
@Pünktchen, Luther Der Heilige Vater hat genau zur richtigen Zeit das Richtige getan, nämlich den Tradi
die „alte Messe“ geklaut. Sie gehört wieder zum Leben der ganzen Kirche, wenn auch als usus antiquior
eher am Rande.
@Rudolfus Schluss mit dem Stuss! Was „Modernismus“ a.F. ist, kann man immer noch recht präzise am Dekret
„Lamentabili“ vom 3. Juli 1907 ablesen. Kein deutscher Bischof vertritt diese 65 Sätze!
@Czibo Das überzeugt nicht. In einem Zeitalter, in dem Ehe und Familie extrem gefährdet sind, wird nur
noch „wider den Zölibat“ das Idyll der heilen, „katholischen“ Familie angeführt. In Wahrheit ist eine
christliche Ehe heute ebenso „heroisch“ wie der Zölibat (oder noch mehr). Sämtliche „singles“ leben
EHELOS, aber keineswegs enthaltsam. Die Alternative ist doch längst nicht mehe Ehe /Zölibat, sondern
sexuelle Autonomie / Opferbereitschaft (diese ist auch Basis jeder christlichen Ehe). Triebhafte Priester,
die sich nicht um ihr Zölibatsversprechen kümmern, gab es immer schon, vom kleinen Landpfarrer bis hin
zu Papst Alexander VI. Heute stellen diese allerdings nur eine kleine Sumpfblüte neben vielenm grellbunten,
prachtvollen Blüten jedweder Provenienz dar. Kurzum: Keine Epoche war so ungeeignet für eine Lockerung
des Zölibats wie diese, egal wieviele „vernünftige Gründe“ man aufbieten mag.
extra vagant Abgesehen von der juristischen Wortprägung von „außerordentlicher“ Liturgie, die offenkundig
zu Spott reizt, scheint das m.p. ja doch Frieden zu schaffen. Opus iustitiae pax! (Pius XII.)
@Susanne Lefebvre war in liturgischen Fragen völlig unterbelichtet. Ihm ging es, schon in Afrika, um
sein „Weltbild“, mit dem z.B. die Entkolonialisierung unter de Gaulle nicht vereinbar war. Die Gründung
der Priesterbruderschaft war reine Bosheit, die auf Papst Paul VI. zielte. Warum? Weil dessen Vater ein
christdemokratischer Abgeordneter war. Manchmal haben große Probleme ihre Wurzel in ganz schlichten Animositäten.
Wer weiß. Wäre Luther als Dominikaner an Ablasseinnahmen „beteiligt“ gewesen, dann hätte die Reformation
ohne ihn auskommen müssen. Giftig gegen die Liturgiereform wurde M.L. erst, als man ihm erzählte, diese
transportiere „demokratische“ Inhalte. Ist zwar Stuss, aber wirkungsträchtig.
ffressenfernsehen „Denkbar“ sind Modelle, in denen auch in der lat. Kirche mehr Verheiratete zu Priestern
geweiht werden; aber solange die „öffentliche Moral“ fast zur permanenten Triebbetätigung zwingt, würde
damit „faktisch“ jede priesterlichere Lebensform, die mehr für Gott und die Menschen will als Fressen
und Fernsehen, zerstört.
Zur Funktion des Bischofs Hier deutet sich an, dass aus dem Schisma der SSPX allmählich eine vollendete
Häresie heranreifen wird. Denn M. Fellay spottet regelmäßig über die „modernen“ Bischöfe (ohne selbst
regulärer Bf. zu sein). Wenn das so weitergeht wird man Nr. 39 von Sacramentum Caritatis doch noch so
auslegen, dass Lefebvremessen ungültig sind, nicht nur „unerlaubt“, weil der SSPX-„Druide“ wider den
Bischof feiert, was nur „una cum“ gefeiert werden kann: Die Römische Messe. Vgl. Brief „Cum te“ von Papst
Paul VI. an Msgr. Lefebvre vom 11.10.1976.
Völlig richtig. Pius XI. und Pius XII. haben Johannes XXIII. ermöglicht. „Das Konzil“ ist im wesentlichen
die Summe der vorausgegangenen Pontifikate seit 1970 (Vat. I). Den „Bruch“ 1958 oder 1968 anzusetzen,
das ist bloße Willkür. Pius XII. war Humanist, Befürworter der Demokratie, „Prosemit“ und ein energischer
Verkünder der kath. Soziallehre. Aber im „Alleingang“ konnte kein Papst mehr auf die Herausforderung
des 20. Jh. antworten. Die Antwort gab das Konzil, ein voller Erfolg.
Ein kreuz.net vernichtendes Zeitdokument. Die Überschrift zu dieser Wiedergabe kehrt den Sinn des ital.
Originals ins Gegenteil. Der Papst führt aus, dass nicht von einer Neuen Messe geredet werden darf, weil
es dieselbe Römische ist (und nur ein neuer Abschnitt der Liturgiegeschichte beginnt) und kreuz.net deutet
den Vorgang parteiisch als „new world order“. Unseriös. Übrigens fehlt noch immer die Fortsetzung aus
der Generalaudienz vom 26.11.1969.
In der Taschenbuchausgabe von Peter Seewald, Benedikt XVI., Portät aus der Nähe, die unter „April 2007“
jetzt schon in den Buchläden ist, tut der Verfasser im (neu hinzugefügten) Epilog so, als sei das „motu
proprio“ schon da,
@Wolfgang E. Die Zweifel an der Historizität Jesu reichen zurück in die 1760er Jahre. Reimarus starb
1768! Die Aufklärer haben sich zwar nicht frontal gegen Jesus positioniert, aber doch die so gen. Leben-Jesu-Forschung
angestiftet. Das war eine schwere Prüfung, aber mit „Dei Verbum“ des II. Vatikanum (1965) darf man sie
wohl für überstanden ansehen.
Übersetzung od. Interpretation? Wer das ital. Original auf www.vatican.va studiert, bemerkt die Tendenz.
Im übrigen sprach Paul VI. am nachfolgenden Mittwoch nochmals über den „neuen Ritus“ (diese Bezeichnung
erscheint im Rückblick erst problematisch, weil die Kontinuität so heftig bestritten wurde). Wer überhaupt
mal auf die damaligen Audienztexte schaut, wird sehen, dass der Konzilspapst eine profunde Katechese zur
Kirche geleistet hat, auch über Interzession, Unfehlbarkeit, Primat, über alle Themen des Credo von
1968.
@Artoiß Da darf ich Ihro Gnaden beruhigen. Der „Hassapostel“ ist auf brennende Scheiterhaufen nicht angewiesen.
Ohne dem Philosophen zu nahe zu treten: Diese Fresse poliert sich selbst.
@Wolfgang Der schaumscheue Sprachagent hier hat vermutlich Verwaltungsdeutsch als Norm im Blick, oder
sogar nur: „Legt an. Gebt Feuer!“ Die Kommandosprache guter, alter Zeit schäumt weniger. Denn Tränen
lügen nicht…
„Der Papst fasziniere, weil er authentisch ist“, las ich soeben in einer Pressemitteilung zum Buch „Maximum“
von M. Lohmann; wahrscheinlich ist „authentisch“ ein bisschen ein Modewort, weil es ein echtes Bedürfnis
glaubwürdig anzeigt, das nach zuverlässiger Orientierung (nicht aber „Verostung“).
@Athanasius Ihre Kenntnisse in Ehren; aber manches Tradi-Besserwissertum mutet schon krypto-gnostisch
an. Der Katholizismus ist doch keine Religion für Eingeweihte, sondern die Form der Religion überhaupt,
die von der gesamten Menschheit soll gelebt (und geliebt) werden können. Dafür genügt notfalls das
Kreuzzeichen.
@Freinsberg Die Textgeschichte von s.c. ist möglicherweise komplexer als die von SC (denn für Sacrosanctum
Concilium lag ein Entwurf „aus einem Guss“ vor); in der Endredaktion hat „Papa Ratzi“ dem Text doch noch
merklich seinen Stil aufgeprägt, aber manches ist wohl aus dem Synodensekretariat mit reingerutscht.
Im übrigen wird bislang zu wenig beleuchtet, dass die Bf.synode damit wohl dem Jugendalter entwachsen
ist. Die Propositionen und das Material der Synode bleiben für die „ordentliche“ Tätigkeit der Bischöfe
von Belang, der Hl. Vater hingegen akzentuiert, was ihm besonders wichtig ist. Bin schon gespannt auf
2008 (zur Bibel!). @Wolfgang E. Der so gen. „Traditionalismus“ (= Integralismus?) ist nur Gegenreaktion
gegen den Modernismus, auf derselben Ebene; und hat kein authentisches „standing“. Man übernimmt dort
immer die „progressiven“ Deutungen (Konzil = Revolution etc.), um sich davon abzusetzen. Erkenntnisse
höherer Natur fehlen den Tradi fast durchweg, sonst wären sie ja echte Katholiken.
@Catharina Vielleicht dauert die Erstellung der lat. Fassung auch am längsten? Dann wäre es aber, wenigstens
bei Apostolischen Konstitutionen, MP, Enzykl. u. Ap. Schreiben sinnvoll, die lebendsprachlichen Fassungen
nochmal anhand des Lateins gegenzukorrigieren. Oder sind die Übersetzer im Vatikan zu schlecht bezahlt?
ebenso echt wie zuverlässig und glaubwürdig… Diese Textstellen (im Gesamt noch nicht zu viele!) zweigen
doch das redliche Bemühen auf, dass ein ehrliches Verhältnis zum sacramentum caritatis das Ziel ist.
Zugegeben: Das zeigt zugleich ein Defizit an. Aber mit Häme ist da gar nicht geholfen, liebe Gültig-aber-unerlaubt-Authentiker!
Hahha… Wer das authentische Evangelium hasst, kann die authentische Kirche wohl kaum lieben… Der der
liebe Authentizitätsvermeider von kreuz.net sicherlich alle Fundstellen des ihm so unbehaglichen Wortes
zusammenkomponiert hat: bissl oft zwar, aber authentisch…
@Catharina Die Redeweise Jesu, wie von den Evangelien bezeugt, ist zwar deutlich, aber nicht immer so
eindeutig wie eine Durchführungsverordnung zum Umsatzsteuergesetz. (Und selbst die lässt noch Interpretationsspielräume
für die Finanzgerichtsbarkeit…). Wer Sprachspielräume verabscheut, kann ihr Dasein noch lange nicht
hinwegironisieren.
„Pardon wird nicht gegeben.“ Das ist doch typisch deutsch: Säuberungen, neue Besen, tabula rasa, zack
zack, in einem Aufwasch, Großreinemachen, Kehraus, kurzer Prozess, über die Klinge etc. etc. Einen Kardinalstaatssekretär
„emeritus“ gibt man nicht so einfach zum Altpapier, Rampolla blieb nach 1903 noch Sekrektär des Hl. Offiziums,
Merry del Val nach 1914 ebenso, Gasparri (1914-1930) arbeitete weiter für das Kirchenrecht, der uralte
Amleto Cicognai wurde 1968 „Ehrenstaatssekretär“ (und Ottaviani sowas wie der Ehrenvorsitzende der Glaubenskongregation),
Sodano ist immerhin Dekan des Kardinalskollegiums, in jeder Hinsicht ein Schwergewicht… Ein „despotisches“
Papstregime wäre doch nur im Interesse der „Mitteltyrannen“, die dann im Namen höherer Autorität genüßlich
Angst und Schrecken verbreiten können. „Wart’ nur, ich sag’s dem Vater…“
@Benedikt Da stimme ich tatsächlich mal mit Hw. G. Goesche überein, wer hätte das gedacht. Aber für
mich ist ein noch armseligeres Zeugnis das „Neue Stundenbuch“ auf Deutsch, das ca. 1970 erschien (und
zügig verbessert wurde). Sowas hätte nicht passieren dürfen. Aber, ohne das jetzt überstrapazieren
zu wollen: Wer sein Deutsch um 38 gelernt hat…
@Benedikt Ach. Den Leserbrief hätte ich gern gelesen. Es war mir immer unbegreiflich, dass zwar Kyrie
eleison, Halleluja und Amen im Gottesdienst noch vorkommen, man aber nicht einmal mehr Akklamationen pflegt
wie Et cum spiritu tuo oder Deo Gratias. Allein schon weil Übersetzungen veralten, wird man das Latein
nicht ganz preisgeben dürfen, als Normtext sowieso nicht, aber (mind. in Europa) auch nicht in der Liturgie.
Mit „38“ meinte ich, dass maßgebliche Leute der Deutschen Umsetzung der Liturgiereform auch schon in
der fraglichen Zeit gern auf Deutsch agiert hätten. Nicht wenige Probleme von heute haben weniger mit
68 zu tun als mit 38.
@Tridentinus Ihr Erkenntnisinteresse in Ehren, aber da das Missale von 1970 sich auf dieselbe Normebene
stellt wie das von 1570 (vgl. Ap. Konstitution Missale Romanum vom 3. April 1969), erliegen Sie m.E. einer
Überinterpretation. Wichtig ist allerdings, dass die Leistung Pius V. und des Tridentinums explizit bestätigt
wird.
@Aurelius Sie sehen das m.E. richtig. Allerdings müssenb wir uns von der Vorstellung lossagen, ein Papst
könne „totalitär“ die Kirche regieren. Das Amt ist ganz Dienst. Integration ist seine Aufgabe, nicht
Integralismus. Die „Weltpresse“ empfindet s.c. schon als viel zu intransigent (Le Monde, Corriere…).
@Nikolaus Wahrscheinlich will kreuz.net gar keine „allgemeine Freigabe“ der nicht mehr amtlichen Form
des römischen Ritus stützen, sondern dient nur der Indoktrination einer vermeintlichen „Elite“, ad intra.
@Tridentinus Man muss das ja fast bewundern, wenn sich jemand in diesem abseitigen Mikrokosmos so präzise
auskennt. Fast so, als würde man bei Wetten Dass? anbieten, alle deutschsprachigen Mormonen am Händedruck
erkennen zu können. Schluss für heute!
Na ja, Arkanum… Es gibt auch „Unfälle“ im Grenzbereich (medikamentöse Fehldosierung, Sturz vom Balkon
etc.). Mental sind hardcore-SSPX’ler IMMER gefährdet. Deshalb ist der zähe Kampf, möglichst viele der
vaganten Kleriker ins „Schifflein Petri“ zurückzuholen, vor allem ein pastorales Problem. Man müsste
in Rom schon reichlich zynisch gesinnt sein, wollte man diese rd. 470 Priester (auch wenn sie allenfalls
0,015% der „„Katholiken““ „betreuen“; eine ca. 10-fache Überklerikalisierung, wobei die „user“ der Freikirche
SSPX ja überdies ungebunden bleiben und in größerer Zahl zu weniger fanatischen Denominationen überlaufen).
Zu „Malachias“ sage ich gar nichts.
@Hacki Ihren beknackten Ritualismus können Sie sich an die Hacken schmieren. Fünf Zeilen Evangelium
bringen mehr „Ehrfurcht“ als 999 Meldungen „aus dem Reich“ hier.
@Arkanum Wir hatten einen persönlichen Mail-Dialog über den Sinn der Taufe angezettelt. Ich „tröstete“
noch damit, dass er ja doch getauft sei, also nach kath. Überzeugung „in Gemeinschaft mit Christus“ zum
ewigen Leben berufen. Sehr trauriger Fall, aber wer weiß, vielleicht signalisierte der „Tarnname“ ja
ein echtes Problem. Mich ärgert aktuell daran auch die himmelschreiende Diskrepanz zwischen der Hetze
auf kreuz.net und der hier überreichlich dokumentierten Unfähigkeit des integralistischen „Klerofaschismus“
mit echten Grenzfällen des Lebens gerecht umzugehen (vgl. auch „Tod eines Paters“). Man fragt sich allmählich,
ob die Larmoyanz im Umfeld des Todes eines Paters der SS „PX“ vielleicht sogar einen Suizid vertuscht??
Das müsste besonders sorgfältig vertuscht werden, da eine Organisation, die „Staaten auf dem Weg zur
Hölle“ sich „hinabbewegen“ sieht (Lefebvre am 1.11.1990 in Econe) völlig unfähig wäre, den Suizid
eines der Ihren als „implizites Votum“ (christusangehörig sein zu wollen) aufzufassen. Wer ohne Unterlass
den individuellen Heilsoptimismus verteufelt, um „das Heil“ auf Wenige zu limitieren (was für eine Anmaßung!),
steht dann im Einzelfall völlig ratlos da. Aber gut, der Fall von D.T. liegt wohl anders.
@Pünktchen Das habe ich für unglaubwürdig gehalten. Wir hatten sogar persönlichen Mailkontakt. Er
fragte mich, ob ich mit einem seiner ehem. Lehrer verwandt bin (bin ich nicht). Idiotischerweise dachte
ich wirklich, D.T. habe „kreuts.net“ mit initiiert. Alles sehr beklemmend… Das Durcheinander mit den
„accounts“ ist hier allerdings systembedingt. Na ja, spekulieren wir nicht zu viel…
@Carlo Hier müssten Sie doch anstandshalber argumentieren, dass es recht und billig sei, mit Kant das
Glauben an Gott als Vertrauen ins Unvernünftige zu demonstrieren, he??
@Pünktchen Es gibt in der Tat nur wenige Geistliche, denen die Fettsucht noch einigermaßen gut zu Gesicht
steht. In den meisten Fällen ist die feiste Kurzatmigkeit einer der offenkundigsten Hinderungsgründe
für die Glaubwürdigkeit der Verkündigung. Aber anscheinend auch am schwersten zu bekämpfen… „Nehmet
und esset ohne Unterlass“ ist auch in den Wandlungsworten des novus orde NICHT enthalten…
Zuversicht? Gestern habe ich mir mal die Mühe gemacht, das dicke Buch „Zuversicht aus dem Glauben“ durchzugehen,
in dem die Referate und Predigten des Vorsitzenden der DBK vereinigt sind. (Ich rechne fest mit einer
2., erweiterten Aufl. nach der Abdankung.) Der Anteil eigentlich religiöser Themen würde bei der „Forschungsgruppe
Wahlen“ unter „Sonstige“ fallen, also, bildlich gesprochen, nicht über die 5 % Hürde kommen. Die im
Oberstübchen des Kardinals vertretenen „Parteien“ sind wohl CDU 68,5 %, CSU 14,18 %, SPD 8,9%, Partito
Romano 0,68% Der Rest entfällt auf Unabhängige und Anarchisten. Diesen kardinalen Reichstag ziert mit
Recht der Spruch: „Ich glaube nicht an die Kirche.“
@Maledica Irgendein Kenner müsste sich mal die Auferstehungs-Diss. von Lehmann vornehmen. Vielleicht
vertritt er ja doch, von Heidegger inspiriert, eine radikal diesseitige Religion? Wer weiß?