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@ministrant Ihre Frage halte ich zumindest für berechtigt. Dennoch bin ich der Ansicht, dass die Messe
nicht „auf Biegen und Brechen“, sprich egal unter welchen Umständen oder an welchem Ort gelesen werden
sollte. Jeder Ort ist nunmal nicht gleich würdig. Ich bin gewiss nicht päpstlicher als der Papst, aber
ich halte es für notwendig, dass auch in der Kirche die Gesetze bzw. Vorschriften eingehalten werden.
Geschieht das nicht, endet die Kirche früher oder später in einer Art Anarchie. Und das denke ich wollen
weder Sie noch ich.
@ministrant Ich frage mich, warum Sie in diesem Zusammenhang sofort die FSSPX erwähnen. Das Brot des
Lebens ist immerhin der Leib Christi, das Kostbarste, was es auf der Welt gibt. Also sollte auch der Rahmen,
in dem er den Menschen gebracht wird, angemessen sein. Es gibt nun einmal liturgische Vorschriften, die
eingehalten werden müssen. Dabei geht es nicht darum, ob eine hl. Messe im Freien oder in einer Kirche
stattfindet. Natürlich kann auch eine im Freien gelesene Messe würdig sein, doch der Kofferraum eines
Autos scheint mir nun wirklich nicht der richtige Ort zu sein, um das hl. Opfer darzubringen. Sogar im
Krieg gab es kleine tragbare Altäre, die den liturgischen Vorschriften entsprochen haben. Ich verstehe
nicht, warum Sie mir vorwerfen, in einer Scheinwelt zu leben. Ich bin eben der Meinung, dass auch noch
so widrige Umstände keine Missbräuche rechtfertigen, weil es nicht um irgendetwas geht, sondern um den
Herrgott.
@ministrant Haben Sie den wahren Sinn der „eucharistischen feier“ (ich spreche lieber vom messopfer) wirklich
verstanden? Fragen Sie sich das einmal ehrlich. Immer wieder wird darauf verwiesen, dass in der Urkirche
vieles anders war. Das wird wohl stimmen, doch das bedeutet noch lange nicht, dass damals auch alles besser
war. Vor allem erscheint es mir verfehlt, mit solchen „Argumenten“ liturgische Missbräuche, die durch
nichts zu rechtfertigen sind, verharmlosen zu wollen.
@czibo ich kann ihnen versichern, dass liturgische missstände bei den jesuiten nicht nur angeblich vorhanden
sind. zumindest bei den österreichischen jesuiten (wie es in deutschland ist weiß ich nicht aus eigener
erfahrung) sind die missbräuche, die betrieben werden, himmelschreiend, allerdings auch nicht ärger
als in den meisten „normalen“ pfarreien. aus der elitären gesellschaft jesu ist ein würdeloser haufen
geworden, der weder mehr gute wissenschaftler (natürlich gibt es ausnahmen!!), aber noch weniger fromme
priester hervorbringt. ich glaube das beurteilen zu können, weil ich eine ganze reihe von jesuiten persönlich
kenne. bei einigen jesuiten muss man befürchten, dass sie bereits völlig vom glauben abgefallen sind,
da auch dinge geäußert werden (auch öffentlich), die einer häresie bedrohlich nahe kommen.
@st.georg Ich habe keineswegs behaupten wollen, dass die Theologie nicht hinterfragen (auch sich selbst)
müsste. Es ist gut und wünschenswert, wenn sie das tut. Aber es kann nicht angehen, dass der Theologie
und dem Glauben ihre Fundamente entzogen werden, und das sind eben u.a. die Glaubenssätze (bzw. -wahrheiten).
Wenn Professoren nichts als schwammige Reden führen hat das doch wohl mit ernsthafter Forschung auch
wenig zu tun. Man will modern sein und macht sich doch nur lächerlich. Ich bin kein Fundamentalist, der
behauptet, dass in der Neuscholastik alles besser war, aber meine Sympathie für diese Epoche verhehle
ich keineswegs. Man bemühte sich damals noch um ein korrektes logisch-philosophisches Denken, das heute
leider völlig aus der Mode gekommen zu sein scheint.
Theologen Bezüglich der Verurteilung von Pater Sobrino kann ich wenig sagen, weil ich seine Werke nicht
gelesen habe. Aber zur Situation an Kath.-Theol.-Fakultäten möchte ich doch etwas anmerken: Ich bin
nach Jahren der Beobachtung zu dem Schluß gekommen, dass mindestens 75% all derer, die an Theologischen
Fakultäten lehren, lehramtlich verurteilt werden müssten. Jeder meint, seine eigenen Lehren verbreiten
zu können. Und einem Großteil der Studenten gefällt das auch ganz gut, weil relative Wahrheiten eben
bequemer sind (und leicht zu ändern) als ewige. Niemand will sich noch wirklich die Mühe machen, die
katholischen Glaubenswahrheiten wirklich zu verstehen, man redet nur ständig um den heißen Brei, geht
unangenehmen Fragen aus dem Weg. Stattdessen wird mit leeren Ausdrücken wie „Kommunikative Theologie“
oder „Narrative Theologie“ um sich geworfen. Man sollte sich wieder auf die Zeit der Neuscholastik zurückbesinnen,
in der wirklich Theologie bzw. Philosophie betrieben wurde. Der heutige Zustand ist grauenhaft, aber ich
habe immer noch einen Funken Hoffnung, dass sich das eines Tages wieder ändert. Francisco Suarez
Unwürdig Ich kann für „Diskomessen“ und ähnliche Veranstaltungen nur einen Ausdruck finden: PERVERS
!!! Dieser Priester (wenn man ihn überhaupt so nennen kann) hat wohl noch nicht begriffen, um was es
in der hl. Messe geht, nämlich um die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Jesu Christi. Es stimmt
mich traurig, dass sich Männer Gottes auf das Niveau der verdorbenen Spassgesellschaft herablassen, dass
sie im selben Dreck wühlen wie der gemeine Pöbel. Auf bessere Zeiten!