Dr. Otterbeck
Erstellt: 07:10:22 | Mittwoch, 4. Mai 2005
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1.011 Lesermeinungen
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Der Rauch des Satan hat sich noch in weitere Zimmer ausgebreitet
#3   Dr. Otterbeck   11:20:30 | Freitag, 29. Mai 2009
Nochmal zum Mitschreiben…
Das Zitat von Paul VI. gehört, wie auch das Wort von der „autodemolizione“ (1968), NICHT zur pp. Lehrverkündigung. Diese Äußerung („il fumo di satana“) fiel in freier Rede am 29. Juni 1972. Es gibt darüber nur den Bericht von Ebf. Casaroli. Dass die Tradi nur DAS von Paul VI. zitieren ist beschämend. Allein die Insegnamenti umfassen 16 Bde.
Redaktion benachrichtigen „Seit dem Konzil ist die Kirche erlahmt“
#29   Dr. Otterbeck   16:38:49 | Mittwoch, 27. Mai 2009
Acta synodalia
Noch heute habe ich die Konzilsakten eingesehen. Alles Latein. Wahrscheinlich ist die Interpretation des Konzils auch deshalb partiell schiefgegangen, weil die Hohen Theologen nicht mehr imstande sind, die Originalquellen zu studieren. Eine Art Demenz mittlerer Schwere, schlicht durch Sprachverlust. (Betrifft auch die Tradi!)
Redaktion benachrichtigen „Mit sprungbereiter Feindseligkeit auf mich eingeschlagen“
#90   Dr. Otterbeck   21:01:49 | Mittwoch, 11. März 2009
Wie lief denn wohl die Indiskretion?
Büro Zollitsch – Büro Lehmann – Büro F.A.Z.?
Redaktion benachrichtigen Lange lebe der „Antisemit“!
#606   Dr. Otterbeck   10:54:26 | Samstag, 28. Februar 2009
Williamson
Der „Bischof“ (der illegal eine Weihe empfing, aber nie als Bischof im Amt war) war sowieso nie Katholik. Er stieß von den Anglikanern zu Lefebvre; mutmaßlich weil die Anti-Rom-Polemik dort ihm näherstand, als seine Kirche zur Ökumene aufbrach. Die Konversion war sicher defizitär. Ad limina apostolorum wollte der NIE pilgern.
Redaktion benachrichtigen Philosoph verteidigt Piusbruderschaft
#42   Dr. Otterbeck   11:28:55 | Donnerstag, 19. Februar 2009
Liebe Landorganisten aller Länder!
Komponiert doch bitte aus dem „Rauch Satan“-Zitat einen Karnevalssong; und verschont mich endlich davon.
Ich kenne nämlich den Text: 29. Juni 1972!
Redaktion benachrichtigen Altgläubiger wird Opfer rassistischer Angriffe
#46   Dr. Otterbeck   11:26:16 | Donnerstag, 19. Februar 2009
Auweia, „Pater“ Wildfeuer!
Ist das etwa Ihre Diktion, von „Altgläubigen“ zu reden??
Sehr amüsant. Aber nicht mehr lange…
Redaktion benachrichtigen Philosoph verteidigt Piusbruderschaft
#37   Dr. Otterbeck   11:00:55 | Freitag, 13. Februar 2009
Falschherum!
Die Tradition ist im Lichte des Konzils zu interpretieren.
Redaktion benachrichtigen Bischof Williamson ist ein freier Mann
#21   Dr. Otterbeck   12:29:42 | Montag, 9. Februar 2009
Wie bitte? Gaskammer-Messe?
Zelebriert W. schon seit den 1980-er Jahren seine alte Gaskammer-Messe? Lasst das bloss keinen Kabarettisten hören!
Redaktion benachrichtigen Rausgeflogen
#261   Dr. Otterbeck   09:42:28 | Sonntag, 8. Februar 2009
Auweia!
Wenn diese Irren wenigstens Pius X. selber zitieren dürften, statt nur durch den Filter der Predigten ihres „Gründers“.
„Omnia haereseon collectum“ heißt es bei Pius X. Wenn der Modernismus das war, was hätte das Vatikanum II. dann überhaupt noch zusätzlich „verurteilen“ können?
Die neueste und letzte Häresie, den Lefebvrianismus vom Manifest des 21.11.1974 gab’s ja noch nicht (verurteilt am 11-10-1976).
:-@
Redaktion benachrichtigen Leugnen ab sofort zwecklos
#5   Dr. Otterbeck   09:39:55 | Donnerstag, 5. Februar 2009
@Turk
Der Wahrheit die Ehre? Das buch kenne ich nicht. Ist das L.C.??
Redaktion benachrichtigen Leugnen ab sofort zwecklos
#3   Dr. Otterbeck   09:36:56 | Donnerstag, 5. Februar 2009
In einer Zeit
in der Ehe und Familie von baldigem Entschewinden bedroht sind, kann die Kirche den Zölibat der Priester erst recht nicht drangeben. Zweimal nachdenken!
Redaktion benachrichtigen Vater einer Tochter
#20   Dr. Otterbeck   20:04:14 | Dienstag, 3. Februar 2009
Na ja…
Der letzte Papst, von dem bekannt wurde, dass er einen Sohn gezeugt hatte (wenn auch nicht im Amt), das war Gregor XIII. Trotzdem heißt die Gregoriana nach ihm.
Heiliggesprochen wurde er freilich nicht.
Und „übler Nachrede“ zufolge soll sogar Manfred „Gott“ Lütz im vertrauten Kreise damit prahlen, dass seine süßen Prinzessinnen mütterlicherseits von einem Papst abstammen; aber keine Sorge: keiner aus dem 20. Jh.
Redaktion benachrichtigen Nun kommt das Zweite Vatikanum an die Reihe
#6   Dr. Otterbeck   16:29:38 | Samstag, 24. Januar 2009
Was sagt Hans Küng dazu?
In seinen Memoiren hat auch Hans Küng immer wieder einen toleranten und milden Umgang mit Marcel Lefebvre und den Seinen verlangt. Möglichst wenig Exkommunikation! Immer.
Redaktion benachrichtigen Jetzt sucht er eine passende Kirche
#58   Dr. Otterbeck   10:02:12 | Donnerstag, 22. Januar 2009
U.C.C.
Obama (United Church of Christ, Chicago) ist jedenfalls frömmer als Frau Merkel, Ronaldo P. oder ‘Fahrer’ Hintze (aka „IM Sekretär“).
Redaktion benachrichtigen Auch das ‘Motu Proprio’ ist vertreten
#8   Dr. Otterbeck   08:21:44 | Samstag, 17. Januar 2009
@Ultra
Na ja, ob der werte Dr. je selbst guillotiniert hat (oder wurde)??
:-|
Redaktion benachrichtigen Reaktionärer Papst
#24   Dr. Otterbeck   09:52:06 | Mittwoch, 24. Dezember 2008
Die SSPX: Eine Freikirche!
Lefebvre kommt der zweifelhafte Ruhm zu, eine integralistische Freikirche geschaffen zu haben, die ihren Klienten die Religion liefert, auf die sie nunmal Lust haben.
Eine makabre Kombination aus Lustprinzip. Esoterik und Politik.
Redaktion benachrichtigen Viel Wind und wenig Sturm
#56   Dr. Otterbeck   09:09:49 | Samstag, 6. Dezember 2008
Präsenz??
„Präsent“ ist die SSPX eigentlich nirgendwo. Ihre rd. 500 vaganten Kleriker (zum Vergleich: ‘romtreu’ sind rd. 450.000 Priester) sind eine quantité negligéable; sie betreuen bestenfalls rd. 150.000 fixiert „Altgläubige“ (d.h. der ganze Club ist mind. 20-fach „überklerikalisiert“).
Das Problem für Rom ist nur die massive Provokation: Ätsch, hier stehen „wir“ und „wir“ sind „die Tradition“. Das ist ein 1970 frei erfundener Anspruch! Zweck des Unternehmens ist es wahrscheinlich, eine Karikatur von Tradition zu liefern, von der sich die ‘Progression’ dann umso vehementer absetzen kann. Ich halte die „Bruderschaft“ für außen- d.h. fremdgesteuert. Selbst ein ‘Meister Fellay’ könnte den Laden nicht wieder auf Gehorsamkurs gegenüber dem Amt bringen, auch wenn er wollte. Denn das Sagen haben die ‘bienfaiteurs’, die Wohltäter, wie bei jeder anderen Freikirche auch.
Redaktion benachrichtigen Wölfe, wohin das Auge blickt
#32   Dr. Otterbeck   12:49:49 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@Freinsberg
Die Begründung in HV ist völlig lückenlos und eindeutig. Man kann immer behaupten, ein Argument sei nicht „überzeugend genug“, wenn man es nicht akzeptieren will.
Die Fakten sprechen längst eine deutliche Sprache. Und in Wahrheit hat (fast) jeder die Aussage von HV kapiert. Gerade die brutalisierte Empörung von 68 ff. ist doch der Beweis dafür. Das war doch ein einziges „Non serviam!“ Hätte sich Paul VI. wirklich „lächerlich“ gemacht, dann wäre nicht Wut, Zorn, Wollust und Gier die Antwort gewesen sondern ein herzlichews Gelächter. Gerade die frenetische Boisheit der Reaktion zeigt, dass „der Hund“ getroffen wurde; er bellt seit 40 Jahren, wird aber allmählich heiser… Wauwau…
Redaktion benachrichtigen Ein Vorbild für alle
#15   Dr. Otterbeck   19:16:38 | Dienstag, 4. November 2008
@Freinsberg
Sind Hermeline eigentlich sowas wie Edel-Ratten? Achille Ratti jedenfalls gab sich als Erzbischof die Devise „Raptim transit“ und setzte tatsächlich drei rennende Rättchen in sein Wappen, unter dem Adler der Auferstehung. Wenige Monate später, als neugewählter Papst, soll er gesagt haben: Tja, jetzt ist die Falle zugeschnappt… Die „Ratti“ wurden durch drei goldene Kugeln ersetzt, die Devise durch „Pax Christi in Regno Christi…“
Was aber nicht heißen soll, dass der Hermelinbesatz einem Pilatus vorhalten sein sollte…
Redaktion benachrichtigen Dann brauch’ ich Gewalt
#14   Dr. Otterbeck   12:44:58 | Montag, 3. November 2008
Nun, leider…
Der versierte Kirchenjurist ist als Bischof nunmal keine besonders überzeugende Figur. Wenn er so weitermacht wird man, von weit „links“ bis weit „rechts“ nach einem Koadjutor ‘nach alter Väter Sitte’ schreien…
Redaktion benachrichtigen „Wir trinken das heilige Blut aus denselben Kelchen“
#51   Dr. Otterbeck   07:29:36 | Sonntag, 2. November 2008
Meine Meinung?
Man muss mit Karl Lehmann nicht immer und in allem konform gehen, um zu erkennen, dass die hier geübte Verketzerung des Kardinals alles andere als christlich ist.
Redaktion benachrichtigen Volksaltar in der Peterskirche durch einen anderen ersetzt
#10   Dr. Otterbeck   12:17:14 | Samstag, 1. November 2008
Nightmare before Toussaint
Wer nur wegen der „Klotzkerzen“ hohes Fieber kriegt, der muss das halt aushalten. „Yes, we can!“
:-$
Redaktion benachrichtigen Papst im Heiligen Land? + …
#1   Dr. Otterbeck   07:54:53 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
Sozial-Enzyklika
Hätte man mir eine Wette angeboten, so hätte ich gesagt: Caritas in veritate erscheint am 4. November 2008, am 50. Krönungstag Johannes XXIII., der ja zwei Sozialenzykliken schrieb (das waren 1963 dann 50% von allen).
Redaktion benachrichtigen Kardinal in der Konzilsumnachtung
#1   Dr. Otterbeck   11:20:36 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Man lese GS 22.
Trotz alledem. Einer der stärksten Texte aller Konzilien insgesamt.
Redaktion benachrichtigen Späte Einsicht?
#16   Dr. Otterbeck   11:16:57 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Auch nicht in die FPÖ!
Und auch nicht grünwärts…
Redaktion benachrichtigen Haßartikel gegen Gloria von Thurn und Taxis
#74   Dr. Otterbeck   14:37:34 | Mittwoch, 10. September 2008
Fürstin + Kardinal
Der beste Moment der Sendung war, als Sandra Maischberger über den Rosenkranz staunen musste.
Kompliment an Eminenz + Durchlaut!
Redaktion benachrichtigen Rechtsextrem – oder vielleicht doch linksextrem?
#80   Dr. Otterbeck   14:16:38 | Mittwoch, 10. September 2008
Mea Culpa?
Der Artikel bei k.p stammt nicht von mir, sondern wurde nur um einige Aspekte ergänzt, quantitativ vielleicht über 50%, aber es war weder meine Idee, kreuz.net in der kathpedia zu behandeln noch würde ich mich je über dieses „Portal“ echauffieren. So wichtig ist es nunmal nicht.
Aber ich sehe ein, dass manche Aussagen in dem Artikel etwas zweideutig sein könnten und werde das bei Gelegenheit noch präzisieren, insbesondere meine Kritik am „naturalistischen Supranaturalismus“ des liturgischen Ritualismus; da liegt nämlich der Hase im Pfeffer.
Theologisch „ungeschult“ bin ich eingestandenermaßen tatsächlich, aber das darf der katholische Laie auch sein, immer im Maß seinmes Bildiungshorizonts.
Wir sind ja keine Einweihungsreligion, wo man erst ab einem bestimmten Rang von „Erkenntnisgraden“ was sagen darf…
Unfehlbarkeit beanspruchte ich nie; beste Grüße also!
Redaktion benachrichtigen Doppelte moralische Buchführung
#99   Dr. Otterbeck   23:36:59 | Mittwoch, 11. Juni 2008
@GMM:
Auch die Päpste Pius XI, Pius XII, Joh. XXIII., Paul VI, JP 1+2 und B XVI lehren die Irrtumslosigkeit der Hl. Schrift.
Der Tag des Hl. Barnabas ist wohl der richtige für einen Abschiedsgruß. Auf Wiedersehen in Kevelaer!
Redaktion benachrichtigen Was lange währt, wird endlich halbgut
#44   Dr. Otterbeck   23:33:03 | Mittwoch, 11. Juni 2008
Kostentragung
Gute Idee. Man sollte für jede zusätzliche „alte Messe“ rd. 1.000 EUR Mess-Stipendium an den Diöz. Bischof fordern. Dann ist der Spuk bald vorbei.
Redaktion benachrichtigen Eine gespaltene Persönlichkeit?
#90   Dr. Otterbeck   23:29:15 | Mittwoch, 11. Juni 2008
@Spinner
Mit „von da“ meinte ich nicht die „Konzilssekte“, sondern die Feinde der Kirche, die von Spaltungen profitieren.
Redaktion benachrichtigen Der Schöpfer und sein Geschöpf
#29   Dr. Otterbeck   12:53:33 | Mittwoch, 11. Juni 2008
@RRR:
Gegendarstellung lt. KNA:
„Da waren heute morgen zwei Frauen an meiner Tür, die hatten so einen modernistischen Blick“, wird der smarte Geistliche von seinem niedlichen Organisten zitiert.
Redaktion benachrichtigen Eine gespaltene Persönlichkeit?
#87   Dr. Otterbeck   12:43:35 | Mittwoch, 11. Juni 2008
Wer finanziert die Piusbruderschaft?
Würde mich gar nicht wundern, wenn Fellay sein Gehalt genau von da bezieht, aber „ablenken“ muss…
Redaktion benachrichtigen Sünde contra wahres Leben + …
#1   Dr. Otterbeck   09:05:25 | Montag, 9. Juni 2008
@Ständige
Ja. Da ist was Wahres dran. Aber liegt die Verwirrung nicht v.a. daran, dass viele Priester eigentlich zeitlebens als ‘Diakone’ amtieren (d.h. Kirchenbeamte), aber (außerhalb der beiden Konzentrationspunkte Transsubstanziation und Absolution) zu wenig als „alter Christus“; gilt auch und speziell für Tradi!
Redaktion benachrichtigen Ministrantinnen und Handkommunion im Alten Ritus?
#42   Dr. Otterbeck   20:49:34 | Sonntag, 8. Juni 2008
@J.G.
Sollte natürlich heißen „fremdfinanzierte“ Piusbrüder. Wer weiß? Vielleicht dieselben Geldquellen wie bei den Pfingstlern in Brasilien. Für „die“ ist ja alles o.k., was gegen Rom geht…
Redaktion benachrichtigen Errungenschaften der Aufklärung? + …
#20   Dr. Otterbeck   20:46:36 | Sonntag, 8. Juni 2008
@Möchtergern
Was?? Fürst Albert von Monaco hat die „alte Messe“ eingeführt? Ansonsten gibt’s keine voll-souveränen Fürsten mehr in Europa…)
:-D
Redaktion benachrichtigen Errungenschaften der Aufklärung? + …
#11   Dr. Otterbeck   13:25:24 | Samstag, 7. Juni 2008
Religionsfreiheit!
Ohne Religionsfreiheit gäbe es auch keine „Piusbruderschaft“, aber eine Reformation sui generis wird ihr nicht gelingen. Denn aufgrund des Prinzips der Religionsfreiheit findet sie keinen Fürsten, der ihren Kult verbindlich einführt; nicht einmal mehr in Nepal oder Tibet.
o^/
Redaktion benachrichtigen Was Paul VI. mit dem Rauch Satans in der Kirche gemeint hat
#31   Dr. Otterbeck   19:30:34 | Freitag, 6. Juni 2008
@Ketelhohn
Richtig. Sinngemäß hat Paul VI. gemeint, das liturgische Chaos sei eine Attacke des bösen Feindes, um den Segen zu vereiteln, den das Konzil unfehlbar bringen werde. Aber das Hauptproblem innerhalb dieses Chaos war aus seiner Sicht die Nichtannahme (!) der Liturgiereform durch Traditionalisten, zu denen neben Lefebvre und „una voce“ aich der „mehrfach“ exkommunizierte Abbé de Nantes gehörte („Marsch auf Rom“).
Redaktion benachrichtigen Ministrantinnen und Handkommunion im Alten Ritus?
#40   Dr. Otterbeck   19:22:24 | Freitag, 6. Juni 2008
Verbot oder „Verbot“
Das so gen. „Verbot“ der alten Messe war eine Bekanntgabe der Gottesdienstkongregation, dass Ausnahmen für Messen mit Volk unerwünscht seien (Okt. 1974). Daraufhin publiziert Lefebvre sein „Manifest“, dass jeder, der die „neue Messe“ feiere, sein Seelenheil riskiere (21.11.1974). Diese Provokation sonder Vorbild musste mit äußerster Härte verfolgt werden. Aber die Provokationen gingen weiter, gipfelnd in der Demo-Sportpalastmesse in Lille im August 1976 (in der Predigt rühmte Lefebvre die Diktatur in Argentinien) und den Priesterweihen von Sept. 1976, unternommen trotz einer Audienz (!) bei Paul VI. am 11.09.1976, bei der sich M.L. nicht dafür zu schade war, dem Papst ins Gesicht zu lügen, er sei gehorsamsbereit („im Sinne der Tradition“).
Während Unruhestifter wie Giovanni Franzoni OSB allmählich zur Ruhe kamen, haben die fremndginanzierten Piusbrüder zugunsten ihrer Bienfaiteurs den herrlichen Irrsinn einer postmodern-pseudotridentinischen Freikirche geschaffen, in der die „Kunden“ nur gepredigt bekommen, was ihren kranken Ohren schmeichelt. Sonst fließen ja auch keine Spenden mehr…
Diese Innovation war mit „il fumo di satana“ zuvörderst gemeint, in der Papstrede vom 29.06.1972 (nachlesen, unter vatican.va, Paul VI, Predigten). Ein doktrinäres Verbot der „alten Messe“ gab es nie.
Redaktion benachrichtigen Ökumenisch ins Paulusjahr + …
#8   Dr. Otterbeck   19:09:58 | Freitag, 6. Juni 2008
Dann doch lieber ein VI. Laterankonzil…
Oder?!? ;-)
Redaktion benachrichtigen Ministrantinnen und Handkommunion im Alten Ritus?
#12   Dr. Otterbeck   15:24:28 | Donnerstag, 5. Juni 2008
Comme ci, comme ca…
Die Ausführungen von Hw. Loch sind schon deshalb nicht restlos überzeugend, weil der „alte Ritus“, den er sich da denkt, ein Kunstprodukt der 1970-er Jahre ist. Um sich gegen Papst und Konzil in Stellung zu bringen, zelebrierte man in feindseliger Absicht mit den soeben außer Gebrauch genommenen Texten. Das war aber eine rebellische Innovation sondergleichen (vgl. Rede Paul VI. vom 29.06.1972). Diese artifizielle „Reinkultur“, die seither im Tradi-Lager mit viel sterilem Kraftaufwand erzeugt wird, ist fast ohne Ausnahme in ihrem Starrsinn ahistorisch und aliturgisch. Oder etwa nicht?
Redaktion benachrichtigen Er war auch ein Tierquäler
#48   Dr. Otterbeck   21:14:55 | Mittwoch, 4. Juni 2008
Es nützt Pacelli relativ wenig,
wenn die extreme Rechte ihn deshalb hochjubelt, weil die gemäßigte Linke ihn permanent besudelt. Er war genau das, wofür ihn Pius XI. vorgesehen hatte: Ein guter Papst. Punkt.
Redaktion benachrichtigen Wieviele Klicks ‘kath.net’ wirklich hat
#29   Dr. Otterbeck   21:15:50 | Dienstag, 3. Juni 2008
Veritas liberabit vos.
Die Wahrheitsliebe dürfte bei allen szenebekannten „katholischen“ Internetmagazinen nicht unbedingt die hartnäckigst verfolgte Tugend sein…
;-)
Redaktion benachrichtigen Wer wird neuer Leiter der deutschsprachigen Abteilung?
#1   Dr. Otterbeck   10:16:32 | Freitag, 30. Mai 2008
Auweia!
„Er ist auch Mitglied der ‘Gesellschaft vom Heiligen Kreuz’, also ein Tertiar des inzwischen zahnlos gewordenen ‘Opus Dei’.“
Soll das mal wieder die absolute Inkompetenz der Redaktion im Blick auf kirchenrechtliche Zuordnungen „beweisen“? Oder ist das ein zynischer Scherz?? Tertiaren sind bekanntlich die (Laien-) Mitglieder von „dritten Orden“ (der Franzikaner, Dominikaner, Karmeliten v.a.), so z.B. Catharina von Siena. Es trifft ja zu, dass 89% der Klerikalisten sich kein anderes Laientum in der Kirche vorstellen können als per „Drittorden“ oder „Weltkloster“. Aber wie soll ein Diözesanpriester zugleich „Terziar“ sein? Grrrmppff.
Redaktion benachrichtigen Die Jahre nach dem Konzil waren ein unglaublicher Einbruch
#8   Dr. Otterbeck   20:13:28 | Mittwoch, 28. Mai 2008
So what?
Es gibt massenhaft „Fehlentscheidungen“ beim Veranstalter des K-Day. Das muss niemanden aufregen. Hätte aber ein Messdiener in FrankfurM etwa 1958 in der Sakristei auch nur halblaut gepöbelt, Papst Pius sei ein „Tyrann“, er hätte sich in der Kirche nicht mehr dürfen blicken lassen. So nützt das Konzil doch wenigstens spätbekehrten Literaten, die ohne Imprimatur an Auflage kommen, Hanebüchnerpreis dafür oder auch keiner.
Redaktion benachrichtigen Wer ist hier die Mumie?
#49   Dr. Otterbeck   22:52:13 | Dienstag, 27. Mai 2008
Des Retsels Lösung:
Life Member and Alumni Association (LMAA); ahh!
Wronglais!!
Redaktion benachrichtigen Weitere sieben Jahre im Fegefeuer?
#9   Dr. Otterbeck   14:32:08 | Dienstag, 27. Mai 2008
@Logos
Wo bleibt da die Vernunft?
Was die militanten Tradi mit dem Sakrament machen, nämlich eine Waffe gegen Konzil und Papst, das ist unwürdig.
Redaktion benachrichtigen Wer ist hier die Mumie?
#47   Dr. Otterbeck   22:50:17 | Montag, 26. Mai 2008
Nee, nee…
Da müssten Hoheit O(!)fterdingens schon die frz. Abkürzung kennen!
;-)
Redaktion benachrichtigen Wer ist hier die Mumie?
#45   Dr. Otterbeck   22:27:18 | Montag, 26. Mai 2008
L.M.A.A.
…H2O!!!
Redaktion benachrichtigen Weitere sieben Jahre im Fegefeuer?
#4   Dr. Otterbeck   22:15:34 | Montag, 26. Mai 2008
non mittendus canibus…
Falls diese website überhaupt glaubwürdig ist, die eine Demutsgeste (orthodoxen Gebrauchs) bei Kiko’s Mundkommunion (!) anlässlich der Priesterweihen mit dem Papst als „Respektlosigkeit“ fehlinterpretierte, kann doch von „Fegfeuer“ keine Rede sein, bei einer geistlichen Bewegung, die mineestens zehnmal mehr Sympathisanten hat als das gesamte „Tradi“-Lager. Von einer Approbation ad experimentum der „Piusbruderschaft“ (350 Priester) habe ich noch nie was gehört. Das einzelne Innovationen erst allmählich von „Rom“ verstanden werden (etwa auch das legitime Bedürfnis nach „alten Messen“ in pfarrinternen Kleingruppen, siehe M.P. vom 07.07.007) oder sogar korrigiert werden könnten, ist doch keine Sensation. Über die adäquaten liturgischen Formen in kleineren Gemeinschaften wurde in Rom noch nicht lange nachgedacht. Aber das kommt noch! Die Liturgiekonstitution des „V 2“ eröffnet auch diese Möglichkeiten, wie A. Bugnini richtig (!) erkannt hat. Die bewunderungswürdige pastorale Fruchtbarkeit der NK-Liturgien ist Tatsache, eine ähnliche sakramentale und kulturelle Fruchtbarkeit wird die „alte Messe“ nie wieder erleben. Ganz egal wieviel Medienterror die extreme Recht noch inszenieren will. Dat Ding ist jelaufen!
Redaktion benachrichtigen Wer ist hier die Mumie?
#43   Dr. Otterbeck   22:04:48 | Montag, 26. Mai 2008
H2O…
Le differend porte sur une subtilité.
Redaktion benachrichtigen Wer ist hier die Mumie?
#41   Dr. Otterbeck   21:53:58 | Montag, 26. Mai 2008
Latein – ordentlich, außerordentlich…
Wenn in einer Messe („NOM“) die paar Sätze lateinisch laut gebetet würden, die in einer „alten Messe“ auch laut gesprochen wurden (insb. z.B. Collecta und Präfation, Pater Noster, Non sum dignus) könnte man, bei gleichartiger Gewandung und Zelebrationsrichtung, kaum merken, dass die stillen Passagen der „alten Messe“ nicht volkssprachlich sind. „So what?“
Redaktion benachrichtigen Willkommen im Klub
#55   Dr. Otterbeck   09:17:18 | Montag, 26. Mai 2008
Vineta
Sie haben da dauernd von 1970 geschrieben, da regierte Kreisky in Österreich und Willy in Bonn und G.B.M. im Vatikan (cfr. Octogesima Adveniens…) Jetzt kapiert?
Allerdings kann Joseph Ratzinger nix dafür, dass sich der aufgestaute Hass („the empire strikes back“) gegen ihn seitens des deutschnationalen Kathapparats jetzt an einer Reformmaßnahme (!) innerhalb des usus antiquior entlädt, die sowie nur für ca. 300-400 Priester von Belang ist (nämlich der „altrituellen“, die mit Rom in etwa versöhnt sind); zum Vergleich: ca. 440.000 Priester feiern nach MR 1970.
Reine Bosheit. Man will das missverstehen, um Munition zu haben!!
Redaktion benachrichtigen Willkommen im Klub
#43   Dr. Otterbeck   09:12:17 | Sonntag, 25. Mai 2008
Vineta!
Der demokratische Sozialismus wird das Dogma nie ersetzen. Trotzdem kann „man“ in den meisten Weltgegenden durchaus ungestraft Katholik und Sozialdemokrat sein, auch in Österreich!
Redaktion benachrichtigen Kein eigentliches Schisma
#8   Dr. Otterbeck   07:53:49 | Freitag, 16. Mai 2008
Superschlau, der Kardinal!
Die Ausführungen zur neuen Leseordnung überzeugen!
Dem kann die schwächere Harmonie mit den Orationen nicht entgegengehalten werden, da in der „alten Messe“ das Volk ohnehin so gut wie nicht mitkriegt, was der Priester da betet.
Redaktion benachrichtigen Bei uns gibt es Dicke und Dünne, Große und Kleine
#17   Dr. Otterbeck   12:54:47 | Dienstag, 13. Mai 2008
„Keine Toleranz für die Freunde der Toleranz!“
Oder wie war das noch? Die Fürstin, eine hochachtbare und durchaus fromme Persönlichkeit, hat dasselbe Recht auf Meinungsfreiheit wie alle andern auch!!
Redaktion benachrichtigen Die neue Messe ist eine zweideutige, fragwürdige Messe
#51   Dr. Otterbeck   09:40:17 | Dienstag, 13. Mai 2008
Na ja…
Mit der „ökumenischen Bibel“ kann es nicht so viel auf sich haben, wenn der Fernseh-Jesus des SWR-Filmchens „Der Jesus des Papstes“ (gestern) in Luther-Bibel redet ;-))
Fernsehjournalisten, die einen Jesus vorführen, der redet wie ein lutherischer Pastor (und auch so frisiert ist!) könnten es wissen: Das ist zweifellos keine ökumenische Figur. Lefebvre freilich schon eher, da er sagte: La vie de Jesus, c’est la messe (= die Sendung!).
Redaktion benachrichtigen Wir bestehen nicht auf Ritualen um der Rituale willen
#49   Dr. Otterbeck   09:03:09 | Donnerstag, 8. Mai 2008
pro multis
Wenn Monseigneur sagen „für viele“, dann meint er „für wenige“ (oder nur: pro nobis?). Erschreckend aber ist der flache, nominalistisch-naturalistische Opferbegriff. Als ob das wirkliche Opfer Christi von der korrekten priesterlichen Zauberformel abhinge! Lefebvre ist der Erfinder eines anti-ökumenischen Ritualismus, der unbewusst die Position der Gegenseite integriert hat: Katholisch ist aber nicht die symbolische Vergegenwärtigung der Tat Christi, sondern die sakramentale Realpräsenz, das meint „Gedächtnis“.
Redaktion benachrichtigen Papst und Schiiten + …
#3   Dr. Otterbeck   11:54:35 | Sonntag, 4. Mai 2008
Vere dignum et iustum est aequum et salutare
dass S.E. den Antlitz-Autor erwähnen! Glückwunsch.
Redaktion benachrichtigen „Ihr werdet mich erschöpfen“
#39   Dr. Otterbeck   11:48:55 | Freitag, 2. Mai 2008
Wenn schon Spekulazionen, dann
richtig: Wetten, dass keiner der von JP 2 ernannten Kardinäle je Papst wird?
„Der Nachfolger von B XVI ist heute noch gar nicht Kardinal!“
Aber die Medienshow muss ja weitergeh’n…
Pius XI. „starb“ ungefähr acht Jahre, Pius XII. gleichfalls, Joh. XXIII nur ungefähr ein halbes Jahr, P VI ganz spontan, JP 1 auch, JP 2 ungefähr während 23 Jahren permanent…
Wartet’s doch einfach ab!
Redaktion benachrichtigen Was sagt die Liturgiekongregation?
#5   Dr. Otterbeck   11:41:54 | Freitag, 2. Mai 2008
Na ja, Ranjith,
sich nur als Anti-Bugnini („Spätlese“) zu profoilieren, das reicht nunmal für die Anforderungen an die Liturgie im 3. Jtsd. nicht aus…
Redaktion benachrichtigen „Ihr werdet mich erschöpfen“
#37   Dr. Otterbeck   09:46:35 | Donnerstag, 1. Mai 2008
The show must go on!
Damit war doch zu rechnen! „Der Papst stirbt“ hieß es bei JP 2 seit 1981, seit 1992, seit 2003… Ich rechne mit ca. 10 weiteren, gesunden Jahren B XVI…
Redaktion benachrichtigen Verschwörung gegen die Alte Messe?
#23   Dr. Otterbeck   22:13:17 | Freitag, 25. April 2008
@Schüttel
Je mehr Tamtam die Fanatiker der „alten Messe“ um ihr Ritual inszenieren, um so unappetitlicher wird dieses für die 99,98 % Katholiken, die nach wie vor nix gegen den „novus ordo“ einzuwenden haben. Vgl. auch die Rezension von S. Exz. D.W. Trautman zum Marini-Buch auf americamagazine.org
Redaktion benachrichtigen Die Mehrheit der Menschen zieht Traditionen und Ordnung dem Chaos vor
#53   Dr. Otterbeck   08:53:55 | Freitag, 25. April 2008
Selten wurde so deutlich…
wie in diesem Intervju, dass M.L. mit jedem katholischen Prinzip gebrochen hat, nur um die Nachfrage seiner Kunden zu befriedigen; Nachfrage nach einer Religion, die ihnen sagt, oui, mes bienfaiteurs, seulement vous êtes la verité…
Diese Liebedienerei gegenüber einem aktuellen religiösen Bewusstsein (hier: einem antiquierten): Was ist das anderes als –- Modernismus??
Redaktion benachrichtigen Bischof Fellay ist kirchenferner als mörderische Abtreibungspolitiker
#190   Dr. Otterbeck   08:38:59 | Donnerstag, 24. April 2008
@Tridentinus
Na ja. Fellay ist nunmal seit dem 07.07.07 im „off“…
:-S
Redaktion benachrichtigen Ein Pontifikat, das an Schattenseiten bereits viel zu reich ist?
#48   Dr. Otterbeck   08:34:11 | Donnerstag, 24. April 2008
Ja, Benedikt!
Auch für Papst und Vatikan ist die „alte Messe“ kein zentrales Thema. Sie wurde nicht einmal im Jahresrückblick 2007 vor der Kurie erwähnt. Nur bestimmte Literaten jubelten die „Freigabe“ vom 7.7.07 zur Kulturrevolution hoch. Gott sei Dank ist sie das nicht, weder im Sinne von Mao noch im Sinne von Charles X. Dabei ging es doch nur darum, eine nach den Wertungen des Konzils (!) kaum noch zu rechtfertigende ‘Repression mit Erlaubnisvorbehalt’ durch eine ‘Erlaubnis mit Repressionsvorbehalt’ zu ersetzen; mit Seitenblick auf Orthodoxie und China mutmaßlich perspktivisch sogar wichtiger als mit Blick auf Ecône…
Redaktion benachrichtigen Das Problem der durchlöcherten Menschenrechte + …
#1   Dr. Otterbeck   08:17:42 | Samstag, 19. April 2008
Eine „kanonische Exegese“ der Menschenrechte?
Der hier publizierte „Wortlaut“ ist nicht mehr aktuell! Das erschwert die Beurteilung…
Redaktion benachrichtigen Plant der Heilige Vater, in der Öffentlichkeit eine Alte Messe zu lesen?
#23   Dr. Otterbeck   19:03:47 | Freitag, 18. April 2008
@Seminarist
Was sind denn Teppicktanten??
;-)
Redaktion benachrichtigen Plant der Heilige Vater, in der Öffentlichkeit eine Alte Messe zu lesen?
#10   Dr. Otterbeck   14:48:06 | Freitag, 18. April 2008
„Betet Mosebach?“
Beichtet er? Hilft er in Not? Das sind einige Fragen, die man ihm stellen könnte. Aber immerhin: Die liturgische Militanz geht dem Ende zu (vgl. Kirchenzeitung Köln von heute, S. 42 f.).
Redaktion benachrichtigen Es scheint sicher + …
#4   Dr. Otterbeck   10:01:38 | Donnerstag, 17. April 2008
Walter jault schon lang…
Warum ist aber die „Mission“ der extremen Rechten noch mindestens zwanzigmal erfolgloser als die des, sagen wir, mittleren Zentrums? Weil da die Religion, ganz wie bei den Modernisten um 1907, nur Ausdünstung ihres religiösen Bewusstseins (im toten Winkel) ist und eben nicht ‘katholisch’, ein Angebot an alle!
Redaktion benachrichtigen Der neue Atheismus – spießig statt spaßig
#4   Dr. Otterbeck   20:39:17 | Dienstag, 15. April 2008
Ein gutes Buch!!
Aber leider leider: Die Themen, die k.net und k.net lancieren finden dort eindeutig zu viel Raum; im übrigen leistet Kissler „mühseligen Dialog“ im Sinne von Papst und Konzil, wenn auch mitunter scharf gewürzt…
Redaktion benachrichtigen Wurde die Haltung zum Geschlechtlichen tatsächlich sachgerechter?
#59   Dr. Otterbeck   10:32:33 | Montag, 14. April 2008
Oooops, f…!
Man kann die K. Erklärung auch „richtig“ = konservativ deuten. Aber das gesetzte Signal wurde 1968 an der klerikalen Basis offenkundig gemäß der beliebtesten Fehlinterpretation des Hl. Augustinus „interpretiert“:
Ama et „fac“ quod vis.
So ist das mit der Gewissensfreiheit aber nicht gemeint.
Redaktion benachrichtigen Neue Ernennungen + …
#50   Dr. Otterbeck   02:25:20 | Samstag, 12. April 2008
Zollitsch gefällt mir immer besser!
Endlich einer, der sagt, dass die korrigierte Bitte FAST NIRGENDWO eine Rolle spielt. Sie betrifft ja nur ca. 300 Zelbranbten von altrituellen Sondergemeinschaften; weltweit gibt es überdies aber ca. 450.000 Priester (r.k.).
Redaktion benachrichtigen Zwanzig deutsche Bistümer auf der Streichliste
#40   Dr. Otterbeck   00:29:34 | Donnerstag, 10. April 2008
Na ja…
Ziemlich „witzig“… Sinnvoll wäre es aber mal, bestimmte Zuordnungen zu Kirchenprovinzen zu überdenken. B XVI hat ja neulich Lille statt Cambrai zum Erzbistum und Metropolitansitz gemacht.
Limburg und Speyer könnten zu einer Kirchenprovinz Mainz* (Ebm.); Vechta (selbstständig!) und Essen zu einer Kp. Münster (Ebm.). Der Tag wird kommen, dass es nur noch 1 Fakultät bzw. Theologenschule/Seminar pro Kp. geben wird, höchstens.
*Wenn die oberrheinische Kp. dann nur noch FR und S umfasst, wären vielleicht diese beiden B.mer je zu teilen; 1) Rottenburg und 2) Stuttgart, 1) FR und 2) Baden-Baden oder so… [Dann wärens glatt 30 statt Breitenbach’s Siebenzahl…]
Aber solche Gedankenspiele werfen ja in Dtld. immer gigantische staatskirchenrechtliche Probleme auf. ((Heinrich IV. lässt grüßen! „Nach Canossa gehen wir nicht…“ (Bismarck) usw. usw.))
Redaktion benachrichtigen Andersrum erfüllt + …
#25   Dr. Otterbeck   18:32:43 | Dienstag, 8. April 2008
Banale Bischofsmitra??
Werte Re(d)aktionäre!
PAULUS Romanae Ecclesiae EPISCOPUS; so sind alle Konzilsbeschlüsse unterschrieben. Der Papst ist DER Bischof und ohne ihn sind die andern es nicht richtig. Das heißt: Falls überhaupt irgendwo die Mitra die richtige Wappenkrone ist, dann für den Hl. Vater.
Redaktion benachrichtigen Paul VI. weinte bei der Einführung der Neuen Messe
#28   Dr. Otterbeck   08:12:41 | Mittwoch, 2. April 2008
@Marcelus
Die Messdefinition in Nr. 7 der Erstfassung des MR 1970 war nicht „falsch“, sondern umdeutbar. Die Änderung in die jetztige Fassung (Nr. 27) erfolgte, um der feindseligen Umdeutung durch die extreme Rechte den „Wind aus den Segeln“ zu nehmen.
„Richtig“ oder „falsch“ hängt (s.u.) davon ab, ob man das „Gedächtnis“ sakramental oder nur symbolisch versteht.
Redaktion benachrichtigen Paul VI. weinte bei der Einführung der Neuen Messe
#16   Dr. Otterbeck   21:54:14 | Dienstag, 1. April 2008
@Marcelus
Schon möglich: Paul VI. betonte im Gespräch mit Guitton, dass er es immer als SAKRAMENTALES Gedächtnis verstanden habe, wenn vom Gedächtnis, dass die Heilige Versammlung feiert, die Rede ist. Der Begriff eines nur symbolischen Gedächtnisses fand nie die Billigung irgendeines Papstes. Sakrament aber ist, katholische-orthodox begriffen, nie „nur“ Zeichen sondern Gnadenmittel der Gegenwart des wirklichen Herrn.
Redaktion benachrichtigen Papst tauft Muselmanen + …
#3   Dr. Otterbeck   09:48:01 | Sonntag, 23. März 2008
@Berengeria
Der CiG sollte sein Erscheinen einstellen und, im neuen Layout, als Großinserat in „Publik-Forum“ eingerückt werden. Für Herrn Röser findet sicher noch eine Verwendung als Märchenonkel bei der EKD.
Redaktion benachrichtigen Der Papst ist schon wieder ein Antisemit
#52   Dr. Otterbeck   08:35:57 | Freitag, 21. März 2008
@Heger
Sie können sich denken, dass mir die „neue“ Fürbitte (1970) lieber ist als die „alte“ (1962). Denn Papst Paul VI. hat das Problem begriffen. Wenn ich aber höre, wie ungeniert Hanspeterheinz aus Auxburg unseren Heiligen Vater gestern in den Tagesthemen beleidigen durfte, dann hoffe ich doch, dass die überbordende Kritik (endlich eine Gelegenheit!) es den Altritualisten wenigstens leichter machen wird, die Abmilderung, die B XVI von 1962 weg in Richtung 1970 vornahm, leichter zu akzeptieren. Schwer genug ist es für Ihre „Szene“ ja.
Redaktion benachrichtigen Kreuzweg ohne Papst + …
#3   Dr. Otterbeck   08:43:54 | Mittwoch, 19. März 2008
Unione di Centro
Versucht kreuz.net jetzt allen Ernstes, die Prinzessin Borghese als „Christdemokratin“ zu „entlarven“? Und Gebhard Fürst als Freimaurerfreund?? Lächerlich.
Zu Hans Küng (80.: heute!) ist übrigens kathpedia recht lesenswert…
Redaktion benachrichtigen Lieber Herr Küng! + …
#16   Dr. Otterbeck   08:41:17 | Mittwoch, 19. März 2008
Na ja,
wenn der geistliche Gehorsam zusammenbricht, dann tritt eben der Krieg um „Machtanteile“ auf den Plan; „mehr Gehorsam“, so dialektisch das klingt, brächte auch Entkrampfungen bei der Rangelei um Vorrechte und Zuständigkeiten… Frohe Ostern!
Redaktion benachrichtigen Lieber Herr Küng! + …
#12   Dr. Otterbeck   20:10:36 | Dienstag, 18. März 2008
@Freinsberg
Je demokratischer das weltliche Bewusstsein, desto notwendiger muss die Kirche im Eigenen ihre Ordnung beachten, um „Zeugnis“ zu geben. Ihr Beispiel hinkt. Nicht der Bundespräsident sagt dem Richter, wie er zu urteilen hat, sondern das legitime Recht, in D. regelmäßig von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Das ist in der Kirche eher ähnlich als anders. Einen Papst an der Spitze von heute 1,2 Mrd. Gläubigen für einen Despoten zu halten war schon vor 1517 irreführend. Fast immer hatten die Päpste in der Neuzeit ihre liebe Not, ihrer geistlichen Autorität (!) überhaupt Respekt zu verschaffen. Das war sogar zwischen Pius IX. und Pius XII. kaum anders, denn hinterm Rücken und abseits der hierarchischen Spitzen hat der Klerus ja doch weithin getrieben, was er für richtig hielt. Enzykliken werden erst seit Humanae vitae öffentlich zur Kenntnis genommen (vielleicht mit Ausnahme von „Rerum novarum“ 1891 und „Pacem in terris“ 1963), gelesen im Volk sogar vielleicht erst jetzt. Wer „Gewalten“ neu verteilen will, will meist selber mehr zu kommandieren haben. Der Gehorsam sagt aber eigentlich „alle müssen hören“ (weil sonst alle bloß befehlen wollen, was zur totalen Selbstblockade des Apparats führt; siehe: dt. Bistümer). Probleme im Detail leugne ich nicht, gerade Altritualisten sind oft alles andere als papsttreu (und lesen z.B. „Sacramentum caritatis“ nicht). Aber wer flott auf den „Zentralismus“ schimpft, hat die Zeichen der Zeit schlicht verpennt –- oder giert selber nach „power“
Redaktion benachrichtigen Am ersten Mai? + …
#18   Dr. Otterbeck   22:16:43 | Freitag, 29. Februar 2008
@Konrad
Allein weil die allermeisten Katholiken der „alten Messe“ nicht viel abgewinnen können, so auch ich, wird das „motu proprio“ diese Bedeutung, die Sie befürchten, nie erlangen. „Stell’ Dir vor es ist ALTE MESSE: und keiner geht hin.“ So ist es doch!
B XVI hat zwar eine Maßnahme verfügt, die dem so gen. „Verbot“ (1974) entgegengesetzt ist (das keins war, aber disziplinarisch unverzichtbar; aufgelockert schon 1984), aber der Zweck ist doch derselbe: Befestigung der Autorität von Konzil und Lehramt; das kommt auf dem Pilgerweg der Kirche gelegentlich vor: z.B. Pascendi (1907) von Pius X. einerseits, die Antrittsenzyklika von Benedikt XV. 1914 gg. den Integralismus andererseits. Man sollte sich von den krankhaften Sirenen mancher Altritualisten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das wesentliche jüngere Dokument ist „Sacramentum caritatis“, nicht „Summorum pontificum“.
Redaktion benachrichtigen Keine Änderung der Karfreitagsbitte
#4   Dr. Otterbeck   10:40:38 | Freitag, 22. Februar 2008
@Konrad
Jedenfalls erkennen wir im Rückblick, dass es disziplinarisch völlig unverzichtbar war, dass Papst Paul VI. die völlige Ersetzung der alten Messe durch das MR 1970 durchsetzte (von 1974-1984 nur mit Ausnahmen für „Privatmessen“).
Denn sonst hätten wir seit 1970 bis heute durchgehend diese ritualistische Polemik der Sektierer gehabt, die fortwährend mithilfe der „alten Messe“ gegen Konzil und Papst vorgehen, zum Schaden (!) der liturg. Tradition.
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe ist eben keine alte Messe
#48   Dr. Otterbeck   13:26:00 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@Bernado
Hat irgendwie nicht geklappt, sorry…
@Witzbold
Montini hat auch Fans unter den hier so gen. „Neokonservativen“ (die ja durchaus Mitte-links agieren können…)
Redaktion benachrichtigen In keiner Weise professionell
#11   Dr. Otterbeck   13:23:55 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@Konrad
Richtig. Mag das Interview möglicherweise einen Fehlstart des sicher frommen und integren Erzbischofs als Vorsitzender markieren: „draufhauen“ gilt nicht!
Grüße an den „Landpfarrer“ (dem das Geschick desjemnigen von Bernanos erspart bleiben möge!!)
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe ist eben keine alte Messe
#42   Dr. Otterbeck   17:55:22 | Mittwoch, 20. Februar 2008
@Bernado
Als, sagen wir, „Rechtsmontinianer“ schicke ich Ihnen bzw. der Webseite s.p. mal einen längeren Text aus meiner Feder. Bei Interesse, obwohl nicht ganz auf Ihrer Linie, dürfen Sie das unter s.p.de publizieren!
F.N. O.
Redaktion benachrichtigen Heftiger Widerspruch
#1   Dr. Otterbeck   10:37:11 | Samstag, 16. Februar 2008
Die Nachfrage nach „alter Messe“ explodiert??
Als das m.p. erschien, habe ich in mittlerer Sicht eine Verzehnfachung der „Messorte“ im usus antiquior für möglich gehalten. Jetzt wird offenbar mit der Verdopplung schon suggeriert, es gäbe einen „Boom“. Den gibt es aber nicht. Weil die alte Messe nie in Volk und Klerus verankert war. Selbst die Verzehnfachung wäre marginal (von 40 auf 400 „Heilsorte“) und unerheblich (!) im Blick auf das liturgische Gesamtgeschehen. Also hat Kardinal Lehmann die Wahrheit gesagt.
Redaktion benachrichtigen Neokonservative gegen Pater Andreas Hönisch
#69   Dr. Otterbeck   10:30:21 | Samstag, 16. Februar 2008
100% Maurras
Zitat: „Diese [Seele] kann richtig aggressiv und ungehalten werden – vor allem dann, wenn sie mit dem ungewässerten, unbeugsamen, hundertprozentigen Katholizismus in Kontakt kommt.
Denn der Katholizismus begnügt sich nicht mit der neokonservativen Fassade. Er zielt auf Inhalte ab und zieht daraus die Konsequenzen.
Der Katholizismus ist dem Neokonservativen ein Stachel im Fleisch, weil er den Neokonservativen an den Verrat erinnert, den dieser an der Substanz begeht.“
Wer sowas schreibt, hat keine Religion. „Der“ Katholizismus, der da zum Vorschein kommt, ist ein ideologisches Konstrukt ohne Kontakt zur Glaubenstradition, ohne Leben, ohne Liebe. Gesinnung für eine selbsternannte antisemitische, antidemokratische und asoziale „Elite“, deren Wirkungskreis allenfals 0,2% der praktizierenden Katholiken nördlich der Alpen erreicht;
dieser „ungewässerte“ Katholizimus ist das ungetaufte Heidentum in pseudotridentinischen Gewändern.
Redaktion benachrichtigen Ein authentisches Leeramt
#18   Dr. Otterbeck   11:02:42 | Montag, 31. Dezember 2007
@Preßlmayr, Pünktchen
Ja. Der Artikel ist sehr beachtlich!
Redaktion benachrichtigen Ein authentisches Leeramt
#5   Dr. Otterbeck   17:17:06 | Samstag, 29. Dezember 2007
@Pünktchen
Na ja, Huber ist nunmal so eine Art „Reichsbischof“ und fühlt sich wohl dabei. Allerdings wird Kardinal Lehmann, zu seinem Verdruss, trotz aller Anstrengung, nicht neben ihm als „deutscher Riechelieu“ in die Fußnoten der Geschichte eingehen. Guten Rutsch!
;-)
Redaktion benachrichtigen Die große Entstaubungsaktion beginnt
#1   Dr. Otterbeck   17:13:10 | Samstag, 29. Dezember 2007
Die Mitra,
die Papst Johannes Paul I. bei der Inthronisation verwendete, statt Tiara, und die B XVI. an Weihnachten beim Segen urbi et orbi trug (erkennbar am Wappen JP 1), ist vermutlich dieselbe, die Johannes XXIII. bei der Konzilseröffnung trug und Pius XII. beim Dogma der Assumpta (1. Nov. 1950).
Redaktion benachrichtigen Wie groß muß die Gruppe sein?
#83   Dr. Otterbeck   11:52:32 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
@Gotthard
Das m.p. bietet nicht den leisesten Ansatz zur Bekämpfung der neuen Messe. Da die meisten „Tradi“ aber gar nicht so sehr die alte Messe mögen wie sie die „neue“ (= 6. Jh.) hassen, wird dieser Dissens immer weiter für Verwundungen sorgen. Das m.p. garantiert überhaupt keine Mindestquantität an „alten Messen“ (und selbst eine Verzehnfachung bliebe liturgisch unauffällig; Euphoriker (!) reden ja jetzt von einer Verdopplung der Tradi-„Opfer“stätten von 40 auf 80 in Dtld.); der Auslegungsspielraum für den unbestimmten Rechtsbegriff „feste Gruppe“ liegt zuerst beim betroffenen Pfarrer; dann beim Bischof. Ist das denn so schwer zu begreifen?
Redaktion benachrichtigen Wie groß muß die Gruppe sein?
#62   Dr. Otterbeck   10:14:33 | Mittwoch, 12. Dezember 2007
Noch einfacher!
Der (bewusst) unbestimmte Rechtsbegriff, den das M.P. verwendet, gibt dem Pfarrer (!) die Freiheit zur Auslegung. Wenn er ein „collegium“ erkennt, kann er die „alte Messe“ feiern, hat er Zweifel, geht die Sache an den Bischof.
Wieso aber das „allgemeine Rechtsprinzip“ (tres faciunt collegium) hier „einschlägig“ sein soll, bleibt schleierhaft.
Die Zahl 3 ist die geringstmögliche einer Vielheit, da 2 eine Beziehung bilden (ein „Schuldverhältnis“); ein Verein muss mehr sein als ein Vertrag, daher: min. 3; unter Ausnutzung des o.g. Auslegungsspielraums kann ein Pfarrer aber auch für nur 2 Ritualisten eine „Opfer“messe inszenieren.
Redaktion benachrichtigen Eine neue Religion
#20   Dr. Otterbeck   20:09:54 | Mittwoch, 31. Oktober 2007
Weiter so!
Manche Ritualisten gäben erst Ruhe, wenn aus der „alten Messe“ endlich eine neue Religion würde…
Aber auch das verhindert das m.p. vom 7.7.
Roma locuta. Causa finita?
Redaktion benachrichtigen Grüne rot vor Haß
#216   Dr. Otterbeck   11:05:13 | Donnerstag, 25. Oktober 2007
@Iris Raddatz
Allmählich wird es politisch korrekt, sich über p.c. zu beklagen.
:-S
Redaktion benachrichtigen Höchst fragwürdig
#9   Dr. Otterbeck   00:16:43 | Mittwoch, 26. September 2007
Herr Lintner!
Sie schlagen die Frau de Mezenes und meinen Medjugorje??
Redaktion benachrichtigen Kult für einen Ketzer?
#19   Dr. Otterbeck   00:07:49 | Mittwoch, 26. September 2007
Wer richtet wen?
Papst Paul VI. hat am 11. Oktober 1976 den Traditionsbegriff von Marcel Lefebvre verurteilt; zu Recht, wie man sieht.
Roma locuta, causa finita.
Redaktion benachrichtigen Vor allem brauchen wir eine Neudefinition der Eucharistie
#7   Dr. Otterbeck   13:09:40 | Sonntag, 23. September 2007
Da kann man nur sagen:
Lest das Konzil, studiert es, zitiert es…
:&)
Redaktion benachrichtigen Dank aus Rom + …
#4   Dr. Otterbeck   22:11:59 | Mittwoch, 12. September 2007
Freund oder Feind?
Wer weiß. Vielleicht wird man sich in einiger Zukunft an den verregneten Papstbesuch MMVII als „zweite Taufe Österreichs“ erinneren; weitab von der Tagespolitik.
:-S
Redaktion benachrichtigen Wo sind die Kameras?
#45   Dr. Otterbeck   10:37:39 | Montag, 10. September 2007
Lieber Badde,
mit diesem „Gorbatschow“-Vergleich tun Sie dem Klaus Berger aber keinen Gefallen. Er stört manche, hat aber auch viele Freunde.
Richtig ist, dass der Besuch in Heiligenkreuz ein „heimlicher Höhepunkt“ der päpstlichen Pilgerreise war!
Redaktion benachrichtigen Zwei spontane Heiligsprechungen +
#18   Dr. Otterbeck   10:28:39 | Montag, 10. September 2007
Sonderablässe?
Wenn ein Papst äußert, dass soeben Gestorbene bereits Gott schauen, so ist das keine „Heiligsprechung“ (vgl. Predigt bei der Beerdigung des Papstes am 8. 4. 2005), sondern Aktualisierung dessen, was bereits Benedikt XII. 1336 in „Benedictus Deus“ formulierte.
Wer unbedingt spekulieren will, was das „Maria hat sie zu Jesus geführt“ heißen sollte, könnte sich allenfalls fragen, ob der Hl. Vater den Verstorbenen in Mariazell einen besonderen vollständigen Ablass zugewendet hat…
;-)
Redaktion benachrichtigen Hat der Ökumenismus theologisch kapituliert?
#1   Dr. Otterbeck   10:16:30 | Samstag, 8. September 2007
Kässmann kotzt Käse kesser.
Die roten Schuhe also will sie! Kaiserin Margot?
Redaktion benachrichtigen Kardinal Joseph Ratzinger war ein Fundamentalist
#34   Dr. Otterbeck   17:18:31 | Samstag, 1. September 2007
P.S.:
Hier nochmal die Passage aus SC (50):
Ordo missae ita recognoscatur ut singularum partium propria ratio necnon mutua connexio clarius pateant, atque pia et actuosa fidelium participatio facilior reddatur. Quamobrem ritus, probe servata eorum substantia, simpliciores fiant; ea omittantur quae temporum decursu duplicata fuerunt vel minus utiliter addita; restituantur vero ad pristinam sanctorum Patrum normam nonnulla quae temporum iniuria deciderunt, prout opportuna vel necessaria videntur.
– Teilhabe der Gläubigen erleichtern
– Riten vereinfachen
– weniger Sinnvolles weglassen
– Günstiges und Notwendiges wiederherstellen,
alles aber nach der Norm der Heiligen Väter (eine trid. Formel!); Fazit: novus ordo geht „in Ordnung“.
Redaktion benachrichtigen Unter den Kardinälen der beste + …
#10   Dr. Otterbeck   17:00:28 | Samstag, 1. September 2007
@sweet tobacco
Ne, nee. Die DBK würde mich nicht beschäftigen, da ich das „Credo des Gottesvolkes“ glaube. Das hält man da für Altpapier. Ich kann auch keinen Fahneneid auf den Sekretär der DBK leisten!
Redaktion benachrichtigen Mit großer Gelassenheit
#11   Dr. Otterbeck   16:56:59 | Samstag, 1. September 2007
@Bernado
Die paar Sätze, die im älteren Usus laut gesprochen werden, müsste doch jeder Zelebrant auf Latein hinkriegen. Die Klippe ist dann wohl die Präfation?
P.S.
Die Statistik von PMT zugrundegelegt (40 Orte), halte ich ein Anwachsen der Zelebrationsorte auf rd. 350 bis 400 in Dtld. für möglich. Bei rd. 16.000 Priestern müsste das quantitativ auch ohne schwerfällige Regularien zu managen sein. Aber das macht die „alte Messe“ immer noch nicht zum Volkssport.
Redaktion benachrichtigen Unter den Kardinälen der beste + …
#4   Dr. Otterbeck   11:36:57 | Samstag, 1. September 2007
@Rainer
Prof. Gerhard Richter hat kein Honorar verlangt. Im übrigen wurde der „Zufall“ der Farbverteilung künstlerisch korrigiert. Insofern also doch der für Eingriffe offene Zufall?
Ich halte das Fenster für ein Hauptwerk des 21. Jh.; besser hätte man die ungeheure Zahl und Vielfalt der Märtyrer des 20. Jh. nicht verewigen können.
„Moscheefenster“ sind übrigens die Fenster direkt rechts und links neben dem Richterfenster, bloß ornamental.
Und der neue Teppich im Altarraum, sündhaft teuer, hätte besser in einen Saunaclub gepasst.
Redaktion benachrichtigen „Einer Kümmerverfassung des Religiösen verfallene Halbheiden“
#14   Dr. Otterbeck   18:22:55 | Mittwoch, 22. August 2007
@Benedikt
Solange die Kirche als eine des Gehorsams definiert wurde und wird, ist es jedenfalls nicht ganz in sich widerspruchsfrei, wenn man die „Repression“ beklagt, mit der 1970 ff. die liturgischen Reformen (teilweise) durchgesetzt wurden.
Historisch korrekter müsste m.E. stets mit einfließen, dass die Maßnahmen von 1970 ff. nicht in erster Linie auf die „alte Messe“ antworteten, sondern bereits das Chaos der „Zwischenzeit“ (seit 1962-63-64…) in Angriff nahmen; bis heute nicht vollends erfolgreich.
Die Feinde der Liturgiereform weigern sich stets und überall zu erläutern, woher denn das Durcheinander der frühen 60-er überhaupt kommen konnte, wenn „das Messopfer“ angeblich so innig in Herz und Seele von Klerus und Volk verankert war. Da ist doch wohl auch die Wahrnahmung von una voce etc. interessegeleitet, oder?
Redaktion benachrichtigen Verletzende Formulierungen
#48   Dr. Otterbeck   15:13:22 | Mittwoch, 22. August 2007
@Rudolfus
Schluss mit dem Stuss! (Habe den Wortlaut des Interviews mit Kard. Lehmann gelesen: Völlig korrekt, sein statement.)
Redaktion benachrichtigen Die Bibel ist ein angstmachendes Instrument
#528   Dr. Otterbeck   11:24:01 | Mittwoch, 22. August 2007
@Pünktchen
Sehr richtig!
Redaktion benachrichtigen Worin liegt die Hauptaufgabe des Konzils?
#40   Dr. Otterbeck   11:14:02 | Samstag, 18. August 2007
P.S.:
Wenn mich nicht alles täuscht, wurden diese Aussagen von J 23 neulich in den responsa ad quaestiones der „Inquisition“ wieder zitiert.
Hat W. Huber das übersehen? „Verrat am Konzil“?
Redaktion benachrichtigen Will der Bischof von Augsburg das Motu Proprio unterlaufen?
#95   Dr. Otterbeck   10:59:19 | Samstag, 18. August 2007
@J.G.
Nun bin ich kein Experte in Byzantinismus. Mir geht aber die (hypothetische) Frage nach, ob der Islam in Europa obsiegt hätte, ohne die Entdeckung der strengeren Auffassung vom römischen Primat.
Und Vatikanum II halte ich, anders als „Stuss-“„Ru“„dolfus“, für die Steigerung dieser Einsicht. Papst-und-Bischöfe und kein Bischof außerhalb ermöglichen die Zukunft der wahren Religion, weltweit. Wetten dass?
Redaktion benachrichtigen Will der Bischof von Augsburg das Motu Proprio unterlaufen?
#91   Dr. Otterbeck   19:36:17 | Freitag, 17. August 2007
Lieber Herr Guttenberger,
die Regelung des m.p. lässt sich nicht „unterdrücken“; nur im Fall echter Störung kann ein Bischof „einschreiten“. Jedes relevante pastorale Bedürfnis nach dem usus antiquior des Römischen Ritus kann mit Aussicht auf Erfolg geltendgemacht werden. Dennoch rechne ich nicht damit, dass es einen in der Öffentlichkeit relevanten Zulauf zur „alten Messe“ geben wird (selbst wenn statt 40 ca. 400 Zelebrationen mtld. in Dtld. angeboten würden: Wer bemerkt denn was davon?). Das Thema ist m.E. „durch“.
Als außerdordentlich dämlich empfand ich allerdings die pseudo-kanonistischen Verrenkungen eines Bf. Mussinghoff, der meinte, vielleicht habe Paul VI. die „alte Messe“ ja doch verboten. Eine reichlich schlaumeierische Umdeutung der Klausel zum In-Kraft-Treten der Ap. Konstitution „Missale Romanum“ vom 3. April 1969. Diese richtete sich gegen entgegenstehende Vorschriften (etwa Quo primum, 1570) aber nicht doktrinär gegen ältere Ausgaben des MR.
P.S.
Zu „sola scriptura“: Exeget Klaus Berger vertrat neulich sogar die Auffassung, der Kanon des Neuen Testaments stamme aus Rom (auch unter Hinweis auf die Kunst, Darstellung der Überreichung der nova lex an Petrus und Paulus durch Christus). Interessant? Interessant.
Redaktion benachrichtigen Wie viele Priester wollen die Alte Messe lesen?
#280   Dr. Otterbeck   08:28:19 | Freitag, 17. August 2007
P.S.:
Warum ist denn das „emoticon“ (der „smiley“) aus der Auswahl verschwunden, der ein Buch liest?
War die Kombination (unten) allzu witzig?
o^/ (Buchleser)
Redaktion benachrichtigen Die Kirche von morgen
#13   Dr. Otterbeck   08:22:31 | Freitag, 17. August 2007
@Laurentius2, späte Antwort:
Das von Ihnen vermisste Zitat vom 29.06.1972 findet sich auf S. 707 der Insegnamenti Paolo VI, Bd. X (1972); bzw.
www.vatican.va, Paul VI., Predigten (Datum).
Redaktion benachrichtigen Irgendwie logisch
#25   Dr. Otterbeck   15:18:12 | Donnerstag, 16. August 2007
@Hegerl
Was soll denn das? Hier „unerhört“ zu brüllen? Sie können ja so viele böse Briefe schreiben wie sie wollen… Ich tue es nicht. Basta.
@Pünktchen
Ich erkundige mich erstmal andernorts, ob jemand Näheres über „Fregatte“ Bussmann weiß. Ich bin als „Inquisitor“ völlig ungeignet!!
Redaktion benachrichtigen „Eine größere Zahl von Kirchen“
#20   Dr. Otterbeck   02:10:03 | Donnerstag, 16. August 2007
@Maledica
„Abwarten und Tee trinken!“
:-)
Redaktion benachrichtigen „Eine größere Zahl von Kirchen“
#3   Dr. Otterbeck   18:03:27 | Mittwoch, 15. August 2007
@möchtegern „total krank“
Unvoreingenommene Leser konnten die Richtzahl 25 im Papier von Bf. Mixa immer nur als rein administrativen Wert auffassen. Die Zielrichtung war eindeutig nicht bremsend „anti-antiq“, sondern auf Praktikabilität des M.P. ausgerichtet. Die kreuz.netter sind allerdings fast genial in der „Deutung“ oft ungelesener Texte! Beleg? Die hiesige „Deutung“ des Vatikanum II.
Redaktion benachrichtigen Liberalisierung auf dem Papier?
#27   Dr. Otterbeck   21:45:47 | Sonntag, 5. August 2007
@Pippifax
Wer ist denn da so sauertöpfisch?
Etwas mehr Humor in der Liturgiefrage!
o^/ o^/ o^/
Redaktion benachrichtigen Friedelig, feminin und tolerant
#14   Dr. Otterbeck   16:39:54 | Sonntag, 22. Juli 2007
@Pünktchen
Naja. Ein gewisses „Trittbrettfahrertum“ zeichnet BILD in der Papstfrage neuerdings aus. Aber immerhin kommt so mal wieder eine andere Bibelübersetzung unters Volk, immerhin.
Wir wollen als Retourkutsche für „Enteignet Springer!“ (1968) doch wohl nicht „Enteignet Herder!“ fordern?
Nach der päpstlichen Kritik an der Einheizübersetzung im Jesusbuch hätte man nur schlecht den Stuttgarter Text nehmen können.
Der Text der Jerusalemer Bibel ist nunmal der Bessere:
„Tolle, lege!“
Schönen Sonntag noch.
Redaktion benachrichtigen „Nehmen sie mich, ich spreche gar kein Latein“
#45   Dr. Otterbeck   16:26:38 | Sonntag, 22. Juli 2007
@Pünktchen
War nicht persönlich gemeint. Das „Original“ des Spruchs heißt ja bekanntlich: Stell’ Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Papst Benedikt will aber den Krieg um die Messe (eher eine Straßenschlacht am rechten Rand der suburbs) gerade beenden. Mit Recht und Gerechtigkeit.
Redaktion benachrichtigen Friedelig, feminin und tolerant
#11   Dr. Otterbeck   16:23:32 | Sonntag, 22. Juli 2007
@Pünktchen
Ausgerechnet BILD hat eine Bibel in gerechter Sprache veröffentlicht, eine „Benedikt-Bibel“, die NICHT der Einheitsübersetzung von 1980 folgt. Respekt!
Redaktion benachrichtigen „Nehmen sie mich, ich spreche gar kein Latein“
#43   Dr. Otterbeck   16:17:32 | Sonntag, 22. Juli 2007
@Pünktchen
„Stell’ Dir vor es ist Alte Messe. Und keiner geht hin.“
Redaktion benachrichtigen Liturgie-Ideologie?
#11   Dr. Otterbeck   10:10:27 | Freitag, 13. Juli 2007
@Pünktchen
Volle Zustimmung. Ich vermisse allerdings auf Seiten der „Freunde der Tradition“ die Einsicht dafür, dass besondere Zeiten auch besondere Maßnahmen erfordern.
Die Liturgiereform war überfällig, jedenfalls mit Blick auf Lateinamerika, Afrika und Asien. Sonst gäbe es heute nur mehr 1,1 Millionen Katholiken, nicht 1,1 Mrd.
Redaktion benachrichtigen Worin liegt die Hauptaufgabe des Konzils?
#38   Dr. Otterbeck   17:43:03 | Montag, 5. Februar 2007
Korrektur zum Bild:
Es muss in der Unterschrift Johannes XXIII. heißen; derselbe trug übrigens beim Einzug in die Konzilsaula die Mitra, nicht die Tiara (das Bild ist vermutlich vom 4. November 1958, dem Krönungstag).
Redaktion benachrichtigen Papst gegen Selbstmordhelfer und Kinderabtreiber + …
#16   Dr. Otterbeck   17:40:30 | Montag, 5. Februar 2007
@Konrad
Ein bisschen weniger Kircheninnenpolitik und ein bisschen mehr DUC IN ALTUM täte insgesamt gut.
Redaktion benachrichtigen Das Ende einer Schule
#33   Dr. Otterbeck   17:37:35 | Montag, 5. Februar 2007
@Marcel
Wetten, dass Ihr 1354. Kommentar noch folgt??
Redaktion benachrichtigen Wer ist schuld?
#3   Dr. Otterbeck   12:07:06 | Montag, 29. Januar 2007
@Pünktchen
Der Dipl. Ing. Hoffmann ist ein sehr couragierter Bürger, der als bekennend konservativer Demokrat schon so einiges bewegt hat.
Ich denke in diesen Fragen keineswegs so konservativ wie im „kirchenamtlichen“ Bereich: Aber gerade dann wünscht und fleht man dringend, dass die bischöflichen Papierfabriken nicht dieses elende Durcheinander von halbherzig „sozialdemokratisierenden“ Besinnungsaufsätzchen und lauwarmen Tugendappellen fabrizieren. (Und gerade die Linke müsste sich ekeln über diesen wolkigen Anbiederungskurs.)
Ich empfehle zum Grundsätzlichen erstmal „Deus Caritas est“ Nr. 26 ff. („Gerechtigkeit und Liebe“); Schluss mit dem pseudopolitischen „politischen“ „„Katholizismus“"… der Funktionäre. Unterscheidung der Sachbereiche!
Es gibt genug zu kritisieren, aber lasst da mal die zuständigen Kräfte ran…
Redaktion benachrichtigen Die dunklen Seiten der Kirche
#9   Dr. Otterbeck   10:52:46 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@Konrad
Vielleicht sind kreuz.net inzwischen Informanten verlorengegangen?
Redaktion benachrichtigen Bedrohen französische Mönche das deutsche Grundgesetz?
#63   Dr. Otterbeck   11:10:09 | Dienstag, 23. Januar 2007
@Marcel
Ihre Deutung von „Christkönigsherrschaft“ hat bereits Franz von Vitoria mit Spott kommentiert: „omnino est sophisticum“ (cfr. Relectio prior de potestate Ecclesiae, zit. nach ed. Getino, Vol. II, Madrid 1934, p. 66).
Redaktion benachrichtigen Inkognito auf der Skipiste
#3   Dr. Otterbeck   11:04:11 | Dienstag, 23. Januar 2007
„Er war nie wütend…“
Ob es mir gelingt, „nie“ gegenüber Kritik wütend zu werden, das kann ich nicht garantieren. Aber wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen.
Redaktion benachrichtigen Wie viele Priester wollen die Alte Messe lesen?
#269   Dr. Otterbeck   13:37:04 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Spielwiese…
:-O :-S :-#
Redaktion benachrichtigen Vom Fluch, eine Frau zu sein
#55   Dr. Otterbeck   13:34:35 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Pünktchen
Gehört der Verlag des von Ihnen empfohlenen Buchs zu „manufactum“?
Redaktion benachrichtigen Unter Dach und Fach
#13   Dr. Otterbeck   13:27:29 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Na ja, Pünktchen…
Wohler wäre mir, Dr. Goesche würde sich öffentlich und gerichtsfest von kreuz.net distanzieren.
Da die erwähnte „Misswirtschaft“ aber offenkundig ist, würde er er sich nicht einmal „blamieren“, wenn er diesen Artikel selbst verfasst hätte.
Redaktion benachrichtigen Wie viele Priester wollen die Alte Messe lesen?
#265   Dr. Otterbeck   11:02:53 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Ca veut dire?
:-D :-[ :-O :-#
Redaktion benachrichtigen Nigerianischer Bischof gegen Evolutionstheorie
#61   Dr. Otterbeck   11:00:33 | Donnerstag, 11. Januar 2007
@Gotthard
Die Irrtumslosigkeit der Hl. Schrift ist ein so hohes Gut, dass voreilige, billige „Kompromisse“ oft nur mehr Verwirrung stiften. Der Ansatz des holl. Katechismus bspw. (1966) war bestimmt ungenügend. Selbstverständlich ist die Schöpfungsgeschichte auch „Geschichte“, wenn auch nicht in einem vordergründig-naturalistischen Sinn (6 x 24 Std.).
Redaktion benachrichtigen Abschied aus Bonn
#23   Dr. Otterbeck   10:44:00 | Donnerstag, 11. Januar 2007
@Timotheus
Sehr richtig; einfach mal Klappe halten.
Redaktion benachrichtigen Wie viele Priester wollen die Alte Messe lesen?
#261   Dr. Otterbeck   18:34:50 | Dienstag, 9. Januar 2007
Na ja, noch nicht ganz…
o^/ o^/ o^/
Redaktion benachrichtigen Proteste gegen die Proteste
#21   Dr. Otterbeck   18:32:55 | Dienstag, 9. Januar 2007
@Gotthard
So leid es mir längst tut, dass ich hier wieder mitschrieb: Dem Problem „Integralismus“ ist mit Humor allein nicht beizukommen… Les extrèmes se touchent.
Redaktion benachrichtigen Wie viele Priester wollen die Alte Messe lesen?
#259   Dr. Otterbeck   14:41:46 | Mittwoch, 3. Januar 2007
OK. Ein schönes Datum
für ein leises adieu. o^/ o^/ o^/
Redaktion benachrichtigen Die Kirchenpolitik des Jahres 2006 im Zeitraffer
#43   Dr. Otterbeck   08:24:34 | Sonntag, 31. Dezember 2006
Fehlzitat
Wir werden sehen, ob und wie die Reaktion das 2. Hj. 06 zusammenfasst… Die Fehldeutung des Papstzitates aus der Weihnachtsansprache zeigt einmal mehr, dass die kreuz.net-Drahtzieher nicht die geringste Neigung verspüren, den Hl. Vater beim Wort zu nehmen.
Tatsächlich sagte Benedikt XVI.: „Der Regenbogen war wie eine Antwort: Ja, ich bin da, und die Worte der Verheißung, des Bundes, die ich nach der Sintflut gesprochen habe, gelten auch heute.“
(Großes Hohngelächter in der kreuz.net Redaktion.)
Guten Rutsch, allerseits!
Redaktion benachrichtigen Ermordung verurteilt + …
#1   Dr. Otterbeck   08:07:55 | Sonntag, 31. Dezember 2006
Guten Rutsch, zusammen!
Die Aufklärung kommentierte der Hl. Vater auch in seiner Weihnachtsansprache vom 22. ds. Mts. Er erwähnte dabei sogar den Philosophen Jürgen Habermas. Für die Mehrheit der rd. 500 „kreuz.ritter“ ein weiteres Indiz für „sede vacante“??
Redaktion benachrichtigen Vorweihnächtliche Agitationen
#18   Dr. Otterbeck   18:42:31 | Freitag, 29. Dezember 2006
@Gotthard
Richtig. Die Kölner mochten ihre Erzbischöfe nahezu nie.
Frings gestattete den Kohlenklau in der Nachkriegszeit („fringsen“) und wurde so „unsterblich“. Was hätte der Kardinal Höffner erlauben müssen („höffnern“)? Was Meisner, um sich beliebt zu machen? Keine Chance: Das Urteil der Medien stand je schon zu Amtsantritt fest!
Redaktion benachrichtigen Christus, König der Parlamente
#40   Dr. Otterbeck   10:17:03 | Samstag, 23. Dezember 2006
Jean Guitton,
Mon testament philosophique, Paris 1997 (dt. Mein jüngstes Gericht, 2001).
Noch ein Literaturhjinweis, nicht nur für Francophile.
Redaktion benachrichtigen Christus, König der Parlamente
#20   Dr. Otterbeck   12:00:52 | Freitag, 22. Dezember 2006
@Pünktchen
Marcel weiß, was er sagt. Er nährt die Konfusion absichtlich. Jeder, der sich für den Lefebvrismus interessieren (muss), sollte auch dazu eine Passage von Guitton lesen, in „Un siècle, une vie“ (Paris 1988), S. 394 ff. Allerdings hat der frz. Philosoph den Kern des Problems m.E. nicht begriffen. (Sein Vermittlungsversuch kurz vor dem Schisma scheiterte.) Er wollte M.L. damit „ködern“, dass er in als Meuterer („mutin“) charakterisierte, der sich selbst untreu geworden sei. Er war aber wohl doch (seit 1988) „Mutant“, Erfinder einer neuen Religion. Das hat man damals noch nicht so klar sehen können, aber die Entstehungsgeschichte der Petrusbruderschaft zeigt ja, wo die Grenzlinie zwischen Meuterei und Mutation verlief. Die Römische Messe kann man nur „mit und unter“ Petrus feiern, nicht im spirituellen Disneyland.
Redaktion benachrichtigen Christus, König der Parlamente
#18   Dr. Otterbeck   11:51:02 | Freitag, 22. Dezember 2006
@Marcel
„Erst wenn die V 2 Revolutionäre bekehrt ODER WEGGEFEGT sind, kann Christus den Thron wieder besteigen.“ Das ist ja blanker Hohn, was Sie da schreiben. Was feiern Sie denn an Weihnachten? Die Geburt einer „Anspruchsgrundlage“ auf Weltherrschaft?? Aber wie Dr. Goesche schon in UNA VOCE 1997, S. 124 f. schrieb: „Ein von Papst Johannes XXIII. sanktionierter, falscher Liebesbegriff hat in die praktische Anarchie geführt, die nur gegenüber jenen versprengten Schafen, die die Überlieferung der Väter heilig halten, ihre tyrannische Fratze zeigt.“ Das ist wohl das Redaktionsstatut von kreuz.net. Wenn wir alle in einer „tyrannischen Anarchie“ leben, wer soll sie denn dann „hinwegfegen“? Selbstmordattentäter??
Redaktion benachrichtigen Neues von der ‘Fuldaer [Kirchen-]Zeitung’
#13   Dr. Otterbeck   15:09:40 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Danke für die Blumen, Oberst Blaubär!
Aber DAZU fällt mir nichts mehr ein.
Redaktion benachrichtigen Der Bischof droht mit dem Staatsanwalt
#336   Dr. Otterbeck   08:31:27 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Kein Kommentar
Danke für den Literaturhinweis.
Hier noch einer von mir:
Jean Guitton, Le Génie de Thérèse de Lisieux,
2. Aufl. Paris 1995 (insb. S. 69-76: L’effort sans effort).
Redaktion benachrichtigen Ein Bischof empfiehlt sich
#20   Dr. Otterbeck   08:26:22 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Pünktchen
„Kein Kommentar“ ist nicht von mir.
Redaktion benachrichtigen Kein Bedarf?
#39   Dr. Otterbeck   16:53:13 | Dienstag, 19. Dezember 2006
Kein Kommentar,
Jawohl!?!?
Redaktion benachrichtigen Viel Begeisterung – und ein bitteres Ende
#13   Dr. Otterbeck   15:32:31 | Dienstag, 19. Dezember 2006
@Aurelius, späte Korrektur
Alle Päpste nach Benedikt XV. haben irgendwann auch mal einen Lehrauftrag innegehabt, auch Montini (Paul VI.). Ob das aber zur dt. Schreibweise Prof. Dr… befugt? Weiß ich nicht. Richtig ist, dass seit Pius X. kein Papst mehr gewählt wurde, der kein Vollakademiker war.
Redaktion benachrichtigen Der Bischof droht mit dem Staatsanwalt
#85   Dr. Otterbeck   15:12:19 | Dienstag, 19. Dezember 2006
@Pünktchen
Haha. Zugegeben, ziemlich blöd von mir, ausgerechnet jetzt, wo hier die Wogen so hochgehen, Werbung für gute alte Literatur machen zu wollen. Naja. Vertagen wir uns halt in neue Jahr.
O:) O:) O:)
Redaktion benachrichtigen Der Bischof droht mit dem Staatsanwalt
#80   Dr. Otterbeck   15:03:54 | Dienstag, 19. Dezember 2006
@Sulpicius
Mon Dieu! Der Wortgebrauch wird ja allmählich, gelinde gesagt, befremdlich. Täuscht mein Eindruck, dass Sie sich ein Papsttum mit „Führerprinzip“ wünschen würden? Zum Glück sind solche Phantasien völlig irreal.
Auch wenn manche Bischöfe „dogmatisch irritiert“ aus der Wäsche gucken, weil sie das II. Vatikanum nicht gelesen, aber den Holl. Katechismus für seine Frucht halten (bei Imprimatur vom 1. März 1966 ist er vielmehr letzte Angstblüte vorkonziliaren (!) Dissidententums gewesen), sie sind doch voll und ganz Bischöfe und mithin unverzichtbar für jedwede kath. Ekklesiologie. Bischof kann aber, kath. gedeutet, ein Bischof nur dank des Bischofsamts des Papstes sein, dann aber zugleich auch (!) aus eigenem Recht. Solange ein Bischof sich nicht vom Papst lossagt (etwa Lefebvre) bleibt er Bischof im vollen Sinn des Wortes. Diese Struktur ist weder durch Plebiszit noch durch Räte und schon gar nicht durch Stimmungsmache zu beseitigen, auch wenn manche Entscheidungen schmerzhaft oder sogar ungerecht sind.
Redaktion benachrichtigen Der Bischof droht mit dem Staatsanwalt
#70   Dr. Otterbeck   14:53:41 | Dienstag, 19. Dezember 2006
@Pünktchen
Jean Guitton hat noch mehr interessante Sachen geschrieben, z.B. Lebensberichte. Manche halten den Gesprächspartner von Paul VI. ja für einen Wegbereiter des „Neo-Modernismus“. Das ist aber Blödsinn. Es gibt ein paar dogmatische Schwächen (soweit ich das erkennen kann), aber insgesamt ist das Werk ein „renouveau“ eines zeitgemäßen Thomismus im weitesten Sinne, wenn auch vordergründig anknüpfend an Bergson und Newman, teilw. auch Pascal u. Leibniz, und (exegetisch) P. M.-J. Lagrange. Mir imponiert zum Bsp. seine felsenfeste Überzeugung, dass der Evangelist Lukas die Gottesmutter gekannt habe und das Magnifikat mithin als „Originalton“ zu werten ist.
P.S.
Trotzdem schließe ich mich nicht der Forderung an, dass reihenweise dt. Bischöfe gestürzt werden müssen. Pünktchen, wenn diese kreuz.net-Idiotie mal abgeflaut sein wird, melden Sie sich doch mal bei mir!
Redaktion benachrichtigen Verlust des Realitätssinnes
#123   Dr. Otterbeck   11:48:49 | Dienstag, 19. Dezember 2006
@Pünktchen
Ohne langweilen zu wollen, darf ich zu Mariä Verkündigung (und für alle, denen die Schott-Formulierungen nicht ganz genügen) abermald das Werk von Jean Guitton, Die Jungfrau Maria, empfehlen: dt. Kolmar 1957 (wahrscheinlich nur noch per Fernleihe zu besorgen bzw. antiquarisch), insb. S. 43-48. Eindrucksvoller ist der „englische Gruß“ im 20. Jhd. selten meditiert worden. Ja, Menschwerdung des Ewigen Wortes!
(Angesichts der festkalendarischen Verwirrung wünscht man sich doch, dass päpstliche Kardinalskreationen fortan immer am 25. März zelebriert werden sollten, um diesen Festtag des ganzen Universums neu hervorzuheben, wie bereits A.D. 2006 geschehen.)
Redaktion benachrichtigen Hat es Mohammed überhaupt gegeben?
#157   Dr. Otterbeck   11:37:59 | Dienstag, 19. Dezember 2006
@Heger
Auch meinerseits besten Dank für den Hinweis. Mir wurde einmal von einem Muslim berichtet, der ganz vorsichtig einräumte, dass die Eigenschaften, die Allah vorbehalten sind, auch auf den Jesus des Koran zutreffen. Oder um es (sinngemäß) mit Jean Guitton zu sagen („Jesus“, 1961): Wenn der Schöpfer dieses Universums je Mensch geworden ist, dann „musste“ (logos!) er sich so verhalten, wie es der biblische Jesus tat.
Redaktion benachrichtigen Französische Intellektuelle wollen die Alte Messe
#79   Dr. Otterbeck   11:48:48 | Montag, 18. Dezember 2006
Hat die Redaktion die Berufsbezeichnungen
Diplomatin, Dozentin, Professorin wegkorrigiert oder ist das ein Übersetzungsfehler? Man muss zwar nicht jedes Mal „liebe Pfadfinderinnen-und-Pfadfinder“ sagen, aber hier gab es eindeutig Unterzeichnerinnen.
Redaktion benachrichtigen Religiöse Lieder gab es auch
#8   Dr. Otterbeck   12:11:02 | Freitag, 15. Dezember 2006
@Pünktchen
Der frz. Philosoph Jean Guitton schrieb in seinem Buch über die Jungfrau Maria 1949, dass die höchste Würde einer menschlichen Person weiblich sei, ihretwegen. Wer die Zwei-Naturen-Lehre hinsichtlich der Person Jesu beherzigt, der sieht das auch sofort ein: Natus nobis…
Redaktion benachrichtigen Neuer kirchenfeindlicher Ausbruch
#5   Dr. Otterbeck   12:02:48 | Freitag, 15. Dezember 2006
@Gandalf
Sollte kath.net bei wikipedia gelöscht werden, wäre das eigentlich ein Kompliment. „Abgeschrieben“ von wp. wird bei kp. jedenfalls nicht, denn –- soweit ich es sehen konnte –- werden die Artikel zumindest immer auf die Zielgruppe hin angepasst. Und das ist ehrlicher als der vorgeblich „neutrale“ Standpunkt der wp. Zynische „Neutralität“ à la wp. verfolgt doch auch „dogmatische“ Zwecke. Oder etwa nicht?
Redaktion benachrichtigen Wo der Hund begraben liegt
#42   Dr. Otterbeck   11:56:08 | Freitag, 15. Dezember 2006
@Gandalf
Richtig. Nicht jedes Zitat ist mit Zustimmung verbunden. Außerdem: So oft zitieren sogar Adventsprediger nicht mehr N. M. F. Die Zeiten sind ja vorbei. Eher wird banale Literatur „eingeflochten“ oder pseudochassidische Geschichtchen aus der reichhaltigen Gottesdienstgestaltungsliteratur!
Redaktion benachrichtigen Doch kein Paukenschlag?
#18   Dr. Otterbeck   12:32:27 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Sehr geehrter Herr Dr. Goesche,
soll denn jetzt das große Spenden-Raten beginnen? Der Erfolg ist Ihnen persönlich ja zu gönnen, aber warum herausposaunen auf kreuz.net? Soll das die Neutralität der Redaktion herausstellen?? Ein m.E. untauglicher Versuch!
Redaktion benachrichtigen Härte und Beharrlichkeit
#65   Dr. Otterbeck   18:11:29 | Donnerstag, 2. November 2006
@Breze
Wenn die Staatsanwaltschaft gegen kreuz.net vorgehen wird, wird sicherlich als eine der ersten Frau Heger interviewt. So perfekt sind die Tarnungen alle nicht. Jetzt aber Schluss für heute.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche hat rechtgläubige Formen von Liturgie nie einfach abgeschafft oder verboten
#16   Dr. Otterbeck   18:08:54 | Donnerstag, 2. November 2006
Man hat dazugelernt, ist aber nicht schlauer geworden…
C’est la vie…
Redaktion benachrichtigen Hinter den Kulissen historischer Verbrechen
#98   Dr. Otterbeck   18:07:05 | Donnerstag, 2. November 2006
Marcel sich sein Reich
Irgendwann krieg auch noch raus, was für einer Du bist.
Redaktion benachrichtigen Härte und Beharrlichkeit
#61   Dr. Otterbeck   18:05:44 | Donnerstag, 2. November 2006
@Frau Heger
Rigorosum zu Heidelberg am 24. Nov. 1999, Dr. iur. utr. Aber Sie haben das ja schonmal gefragt.
Redaktion benachrichtigen Härte und Beharrlichkeit
#57   Dr. Otterbeck   18:01:06 | Donnerstag, 2. November 2006
@Alexandra @Breze
Ja. Bin nochmal ein bisschen frech geworden. Insbesondere um klarzustellen, dass ich hier immer mit offenem Visier gestritten habe. „Stat crux“ sollte keineswegs Tarnname für noch „gehässigere“ statements sein. Das war nur eine praktische Frage.
Redaktion benachrichtigen Härte und Beharrlichkeit
#51   Dr. Otterbeck   17:40:03 | Donnerstag, 2. November 2006
Der „klassische“ Introitus der kreuz.nattern
lautet wohl:
Über Juden und Freimaurer schreite ich dahin, trete auf Kommunisten und Protestanten. Und mein heiliger Engel wird mich behüten, dass mein Fuß nicht über einen Modernisten stolpert. Und mein Heil wird mir meine Ewigkeit auf meinem Silbertablett mein Heiligtum mir verehren. Ich mir mein Reich!
Redaktion benachrichtigen Welche Faktoren sind typisch für das homo-gefährdete Kind?
#14   Dr. Otterbeck   17:34:21 | Donnerstag, 2. November 2006
Haha, Rückfall Nr. 1538
Man ist doch einfach zu „engagiert“ in diesen Fragen.
Redaktion benachrichtigen Härte und Beharrlichkeit
#46   Dr. Otterbeck   17:22:19 | Donnerstag, 2. November 2006
Nr. 1537
Am besten gefallen hat mir, dass Breze die Tageslesungen von heute eingestellt hat. Und von den „NOM“-Hassern kam nicht einmal der „klassische“ Introitus…
Redaktion benachrichtigen Welche Faktoren sind typisch für das homo-gefährdete Kind?
#10   Dr. Otterbeck   17:12:57 | Donnerstag, 2. November 2006
@Breze
Na ja, Nr. 720 wollen wir mal „gelten lassen“
:-)
Redaktion benachrichtigen Härte und Beharrlichkeit
#39   Dr. Otterbeck   17:09:53 | Donnerstag, 2. November 2006
@Breze
Ach? Ich zähle 719 ernsthafte Beiträge. War ich da zu liberal??
Redaktion benachrichtigen Härte und Beharrlichkeit
#33   Dr. Otterbeck   16:55:28 | Donnerstag, 2. November 2006
Nr. 1533
Härte und Beharrlichkeit, nun gut, schon ein etwas konzilianterer Titel: Aber immer noch geeignet, beliebige Assoziationen über die schreckliche Kindheit des Hw. Herrn „spiritus rector“ zu evozieren. Was hat denn der Onkel Fritz so alles aus Stalingrad erzählt?
Redaktion benachrichtigen Jetzt müssen die Leichen verscharrt werden
#18   Dr. Otterbeck   17:14:09 | Mittwoch, 1. November 2006
Dr. Goesche, bitte, erzwingen Sie bessere Überschriften!
Der Bischof hat niemanden hinrichten lassen. Immer und immer wieder rutschen völlig „blutige“ Assoziationen in diese kreuz.net-Überschriften. Was haben Sie denn in ihrer Jugend gelesen?? Landserheftchen??
Redaktion benachrichtigen Ein bisher nie dagewesener Fortschritt
#27   Dr. Otterbeck   19:36:47 | Montag, 30. Oktober 2006
Nr. 1531
@Athanasius: Sie zwingen mich schon wieder zu einer Replik. Unterstellt, das P. Pio-Zitat ist richtig (ich halte auch die Zitate für richtig, in denen er Lefebvre ermahnte): BALDMÖGLICHST beendet wurde das Konzil am 8. Dezember 1965. In der langen und an Katastrophen reichen Geschichte der Konzilien ist es eines der am besten, zügigsten und effizientesten durchgeführten Konzilen.
@Möchtegern: Ein Pastoralkonzil ist eines, dass das Lehramt der Kirche, die Tragkraft ihrer Verkündigung stärken will (nicht schwächen). Der hohe Anspruch, der über bloße Definitionen (Gegenbegriff: Rechtskonzil??) hinausgeht, hat die Rezeption so massiv erschwert.
@Marcel: Ihre Verschwörungstheorien hat Abbé George de Nantes noch etwas zeitnäher vertreten. Er wurde dafür schon 1966 exkommuniziert. Betrachten Sie sich bitte als „pränatal“ mit-exkommuniziert.
@Breze: G.M.M. ist ein durchaus sympathischer, etwas akkurater „Typ“; mehr anderswo.
Redaktion benachrichtigen kotz.net auf Müll-Niveau
#2   Dr. Otterbeck   14:57:14 | Samstag, 28. Oktober 2006
In der Revue d’histoire et de la litterature religieuses
(gegr. 1896) schrieb Loisy, der Modernist, u.a. unter den Pseudonymen: Jacques Simon, Jean Lataix, Molandre, F. Jacobé, Jean de la Rochelle, Étienne Sharp, A. Firmin, Isidore Deprés; Turmel nannte sich auch Herzog und Dupin. „On se cache pour atteindre un but qui exige le secret“, meinte dazu P. Lagrange (1932).
Man staunt: Auch die beiden Modernisten (Loisy erkannte neben sich nur halbwegs Tyrrell als solchen an)suchten die Anonymität und wollten eine breite Bewegung vortäuschen! Der Antimodernismus verhält sich zum Modernismus auch da wie Rechts-Hegelianer zu Links-Hegelianern. Die „höhere Perspektive“ des Christentums gegenüber dem modernen Diskurs haben beide Fronten (der Jahre um 1907; die werden hier nachgespielt!) preisgegeben; so urteilte bereits Benedikt XV. am 1. November 1914;
übrigens:
@Dr. Heger: Sie sind kein Rechtshegelianer, sondern ein „Rechtshegelianer“, einer, der meint, eine lex inusta aufgrund philosophischer Spekulation (oder auch nur sophistischer…) als solche beurteilen zu können.
Redaktion benachrichtigen Wird die Piusbruderschaft Bischof Marx verklagen?
#55   Dr. Otterbeck   23:25:10 | Freitag, 27. Oktober 2006
Marx? Trier? Da war doch was…
Ach ja, die jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung…
Die SSPX muss Marx verklagen, egal wegen was, notfalls wegen Fahrlässiger Blauäugigkeit (§ 130b STGB n.F.).
Auf dem Boden des Grundgesetzes sind die SSPX-Kleriker allerdings, man staunt!, nicht einmal Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft. Gerade nochmal davongekommen, Exzellenz…
Redaktion benachrichtigen Der Traum vom Konzilsfrühling ist noch nicht ausgeträumt
#76   Dr. Otterbeck   23:14:31 | Freitag, 27. Oktober 2006
Nee, Adriano Leverkusen,
mit Breze fahr ich lieber mal zu einer Chinesischen Messe zu den Steylern in St. Augustin; da hat man mehr von als einem levitierten Hochamt der Una Voce-Tagung; sogar ohne Chinesischkenntnisse…
O:)
Redaktion benachrichtigen Der Traum vom Konzilsfrühling ist noch nicht ausgeträumt
#74   Dr. Otterbeck   23:08:38 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Superbreze…
Mit e) hat man den 1. Platz aber nur, weil ich f) weggelassen habe.
^-^
Redaktion benachrichtigen Der Traum vom Konzilsfrühling ist noch nicht ausgeträumt
#72   Dr. Otterbeck   22:46:12 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Breze
Quiz
Was ist „dialecken“?
a) Briefmarke vorne und hinten anfeuchten
b) Dosenmilchdose oben und unten anbohren
c) altmodische 70er Jahre Lichtbilder säubern
d) dialektisch ticken, bis der Arzt kommt
e) „alte Messe“ fordern, aber § 130 StGB bekämpfen
Redaktion benachrichtigen Der Traum vom Konzilsfrühling ist noch nicht ausgeträumt
#70   Dr. Otterbeck   22:14:39 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Schüttel
Ihre freundlichen Worte von vorgestern habe ich erst jetzt gelesen! Danke. Aber ich verlange am allerwenigsten „Folgebereitschaft“, dafür fehlt es mir an Amt und Ambition. Sie können die gratis und unter Echtnamen hier niedergelegten Anregungen gern weiter verwerten. Es ist ja schon einiges zusammengekommen. Aber auch ich selbst habe massiv aus kreuz.net gelernt; vor allem wie wichtig, dringend, überfällig und gottgewollt das II. Vatikanum war, aber auch, dass alle Päpste seit Pius IX. den „Katholizismus“ nicht wollen, der hier von interessierter Seite „gelehrt“ wird.
@Breze
Nun. Auch Dr. Heger ist nicht frei von Problemen, wie wir alle. „Erkenntnistheoretisch“ hat er wohl den Unterschied zwischen Dialog und Dialektik nicht gerafft. Ist auch zu hart für „Rechtshegelianer“, wie scharfsinnig auch immer sie dialecken mögen…
Redaktion benachrichtigen Wird die Piusbruderschaft Bischof Marx verklagen?
#50   Dr. Otterbeck   21:57:36 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Bernado
Sie werden es kaum glauben: Ihre Fragen zu Pater Schm. gefallen mir; Ihre Schlussfolgerung kommt mir plausibel vor!
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#59   Dr. Otterbeck   13:45:45 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Marcel
„L’excommunication m’aurait mis à ma vraie place, qui était hors du catholicisme romain.“
Sogar das hat A.F. Loisy eingesehen (Memoiren, Bd. 2, S. 347). Während ihn das aber bekümmerte, agieren Sie und ihre Freunde mit einem selbstgefälligen (Mikro-) Triumphalismus „außerhalb“ des römischen Katholizismus (unter Behauptung des Gegenteils). Wer bitte, WER hat Ihrem Idol das „Manifest“ vom 21.11.1974 eingeflüstert??
Ohne diese Grundsatzerklärung wäre die Feier der alten Messe niemals zum weltanschaulichen Kriegsschauplatz auserkoren worden, denn weder ist die neue Messordnung ein Produkt des Modernismus noch haben führende Modernisten je die „alte“ Messe herabgewürdigt. Aber wer sich um klare Begriffe bemüht, ist in Ihrer Weltsicht ja nur ein „Störer“. Die Legenden, die Sie zusammenstricken, müssen sogar gestört werden. Gerade dann, wenn man die Liturgie ehrt.
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#41   Dr. Otterbeck   11:03:55 | Freitag, 27. Oktober 2006
Aufgrund eines Indults (!) durfte
A.F. Loisy, der Begründer des Modernismus, in privaten Räumen die (alte) Messe zelebrieren, dies am 1. Nov. 1906 zum letzten Mal. Obwohl er das Ritual „dire la messe“ zeitlebens schmerzlich vermisste, blieb er den Weisungen des Hl. Stuhls gehorsam und hat sich, auch als Exkommunizierter, nie wieder eine Zelebration angemaßt. Liturgisch betrachtet, war also selbst Loisy Rom treuer als die gesamte SSPX.
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#78   Dr. Otterbeck   09:13:03 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Bernado
:-D :-] :-) o.O :-!
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#76   Dr. Otterbeck   16:58:09 | Donnerstag, 26. Oktober 2006
@Bernado
„To whom it may concern“; der von Ihnen so vehement Dementierte wirds goutieren. Gerald Goesche sollte sich mal in die Memoiren von A.F. Loisy („Modernismus“) vertiefen, Bd. 2, S. 398: „Pie X. demande impérieusement que je renonce à sauver l’Église.“ Zweimal drüber nachdenken! Und da Sie, Bernardo, auch so viel Spaß am Lebensmotto von Exz. Lefebvre haben („Vous êtes un moderniste!“), hier noch das Glaubensbekenntnis des Chefmodernisten (ebd., 397):
„Logomachie métaphysique á part, je ne crois pas plus à la divineté de Jésus que Harnack (…), et je regarde l’incarnation personelle de Dieu comme un mythe philosophique. Le Christ tient même moins de place dans ma religion que dans celle des protestants liberaux; car je n’attache pas autant d’importance qu’eux à cette révélation du Dieu-Père, dont il font honneur à Jésus. Si je suis quelque chose en religion, c’est plutôt panthéo-positivo-humanitaire que chrétien.“ Jetzt sagen Sie mir, wo das II. Vatikanum DAS übernommen hat?? Nirgendwo.
Insoweit ist die professio fidei Paul VI. vom 30.06.1968 glatt antimodernistisch. Im übrigen liebte Loisy die „alte Messe“ bis in sein hohes Alter und es schmerzte ihn fürchterlich, sie nicht zelebrieren zu dürfen. Man lernt: „Ritualismus“ ist mitnichten ein Markenzeichen des Antimodernismus. Sind Sie sich also sicher, dass Dr. Goesche den Segen des Hl. Philipp Neri für sein „Engelwerk“ hat??
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#39   Dr. Otterbeck   14:14:52 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
Die Petrusbruderschaft
hat sicherlich noch einen schwierigen, komplexen Weg vor sich. Ihr nicht (!) nahestehend, wünsche ich Ihr dennoch segensreiche pastorale Arbeit. Es wird nicht leicht sein, aus dem „Erbe“ Lefebvres die respektablen Ansätze herauszufiltern, aber jede Verwechselbarkeit mit den politischen Anschaaungen der Epigonen der action francaise und noch weiter „rechts“ stehender Okkultisten (Ducaud-Bourget etc.) zu vermeiden. Das ist ein riesiges Stück an Mühsal, aber es wird gesamtkirchlich nützen. Was da in Mainz im einzelnen virgefallen ist, weiß ich natürlich nicht. Aber jedwede Freigabe der alten Messe wird nicht dazu führen, dass der Ortsbischof nicht im Einzelfall „polizeilich“ einschreitet, wenn er Zweckentfremdung der Liturgie befürchtet. Das bleibt ein originäres Recht jedes Ortsbischofs, abgesichert durch Lumen Gentium und CIC 1983. Das kann auch kein „päpstliches“ Recht ausschalten (Dr. Goesche kriegt damit auch noch Zoff).
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#16   Dr. Otterbeck   14:08:38 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
Staatskirchenstreich??
Dem Superweb-Journalisten Dr. Goesche und seinen Mitstreitern fallen wirklich „tolle“ Begriffe ein. Wie denn „um Himmels willen“ kann eine päpstliche Liturgie-Gesetzgebung einen „Staatsstreich“ darstellen? Soll denn die „Tradition“ doch nur als ritueller Rahmen eines Kaiserkults herhalten? Ist die neue Messordnung als „Staatsstreich“ zu deuten, weil sie bestimmten „Staatsideen“ keinen Raum für Propaganda bietet?? Wie sehr müssen die „Unpolitischen“ also in Politik befangen sein, um derart die Kategorien zu verwechseln. „Antichrist“ ist immer, wer verwirrt (cfr.: J. Ratzinger, Kleine katholische Dogmatik, Bd. IX, Regensburg 1977, S. 160 ff.).
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#37   Dr. Otterbeck   14:00:55 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
Pünktchen, Aurelius, Zwobbel:
Wie auch immer die erweiterte „Freigabe“ der alten Messe letzlich aussehen wird: Ihr Zweck ist anti-integralistisch. Man darf die „alte Messe“ nicht den „jungen Wilden“ überlassen. Nur im Klima nach Mai 68 war es in Frankreich möglich, dass sich die Alte Rechte der neuen Methoden bediente, um Propaganda zu machen. Im August 1976 feierte Lefebvre im Sportpalast von Lille demonstrativ (!) die „überlieferte Liturgie“ und war sich nicht zu fein, in der Predigt (!) die argentinische Militär-Junta zu rühmen. Das ist das unvergessene Musterbeispiel eines faustdicken Sakrilegs unter fanatischer Behauptung des Gegenteils. Nicht auszudenken, wenn sich zu gegebener Zeit andere „Reichsbischöfe“ eingefunden hätten, um andere Sportpalastreden liturgisch zu umwölken. Das ist das Problem, nicht die authentische Tradition.
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#13   Dr. Otterbeck   13:53:14 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
Der „unpolitische“ Lochner mal wieder…?
Ein paar Korrekturen:
Bugnini war nicht Drahtzieher einer progressistischen Clique, sondern seit 1946 (!) führender Mitarbeiter der von Pius XII. eingesetzten Liturgie-Reformkommission, deren erstes Werk die Reform der Karwochen-Liturgie war. Bugnini hat im 1987 auf Deutsch erschienen Buch über „Die Liturgiereform“ so umfassend Auskunft gegeben, dass sich auch seine Gegner auf seine Selbstaussagen stützen könnten, wollten sie nur. Kranke Gehirne halten aber lieber an der „Freimaurer“-Hypothese fest, anstatt eine Bugnini-Kritik anhand seiner eigenen Fehlleistungen durchzuführen. Dafür gäbe es genug Stoff. Aber das „unpolitische“ Hauen und Stechen um die Liturgie, wird hier ja nicht um der Tradition willen angeheizt, sondern um eines zur „Tradition“ erhobenen
m platten Produkts des Augenblicks, nämlich des absolut falschen (integralistischen) Traditionsverständnisses, das Exz. Lefebvre am 21.11.1974 per Manifest neu (!) erfand (für irrig erklärt durch Brief des Papstes „Cum te“ vom 11. Oktober 1976, siehe www.vatican.va, Paul VI, Briefe, 1976).
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#32   Dr. Otterbeck   10:47:54 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
Weitere „unpolitische“ Betrachtungen…
Die zur Schau gestellte Harmlosigkeit der hier berichteten Initiative ist wenig glaubwürdig. Wo auch immer eine Messfeier, egal in welcher Form des Ritus, den Sinn einer schlichten Provokation annimmt, MUSS der Bischof sie verbieten, um die Ehre des Sakraments zu wahren. Wer ein „Klein-Lille“ zelebrieren will (die rechtsextremistische trid. Messe von Lefebvre im August 1976 in der Sporthalle zu Lille imitierend), muss mit Gegenwehr rechnen, egal wie weit die „Freigabe“ geht.
Der „überlieferte Ritus“ darf nämlich nicht als Munition der Extremen Rechten missbraucht werden. Solche Zweckentfremdung der Liturgie ist extrem „nachkonziliär“.
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#12   Dr. Otterbeck   10:35:25 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
„Betrachtungen eines Unpolitischen“
Für diesen Buchtitel, Heggi, Athanasius, hat sich Thomas Mann später ein bisschen geschämt (soweit er dazu imstande war). Man verletzt den geistlichen Anspruch von mindestens 98% der Gläubigen, wenn man nur einer bestimmten „Richtung“ (des Integralismus) zubilligt, sie sei „römisch-katholisch“. Sie war es nie; und wird nie „unpolitisch“ sein, sondern bedient mit ihrer Esoterik des politische Interesse der Extremen Rechten.
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#17   Dr. Otterbeck   11:51:31 | Dienstag, 24. Oktober 2006
„getreue Feier“
Das ist ja das Problem: Was ist hier Treue zur „amtlichen“ Liturgie? Da fehlt noch die Erfolgsformel. Die „getreue Feier“ (à la 1962) darf nicht zu einem quasi pharisäischen Sonderritual avancieren. Auf der Basis einer legitimen (!) Vielfalt (keine Pappnasen, keine Tänzerinnen) ist es möglich, die stille Umdeutung der alten Messe zu vermeiden. Daher sage ich immer wieder: „Nichts ohne den Bischof!“ Hier hat die SSPX, unter Behauptung des Gegenteils, den liturgischen Privat-Exzess auf die Spitze getrieben; freilich, um andere Ziele damit zu „munitionieren“.
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#14   Dr. Otterbeck   11:25:14 | Dienstag, 24. Oktober 2006
Sorry, Ritus ist NICHT Ritual!
Ausdrücke wir „Biritualismus“ und „Multiritualismus“ vernebeln, dass es der größte Vorzug der katholischen Religion ist (wie auch der Orthodoxie), dass ihre Liturgie eben kein Ritual ist, sondern Ritus. Wer diese Differenz aus dem Blick verliert, ist längst „Ritualist“, ohne es bemerkt zu haben.
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#7   Dr. Otterbeck   10:52:30 | Dienstag, 24. Oktober 2006
Ach, Athanasius, „propaganda fide“
ist noch lange nicht „Volksaufklärung und Propaganda“. Das Problem mit den Gerüchten um das Motu proprio beruht doch auf dem zu rechtsformalistischen Begriffspaar „ordentlicher“ und „außerordentlicher“ Ritus bzw. Form des Ritus. Hier müsste man lebensnahe, praktikable Begriffe wählen: Nach „Mediator Dei“ ist die Liturgie der „amtliche Gottesdienst“ der Kirche (DEM verweigert SSPX die Gefolgschaft), d.h. man sollte die neue Messordnung so nennen, „amtlich“. Dazu ist „traditionell“ nicht das förmliche Gegensatzpaar, aber bezeichnet die Sache. Wie denn sonst sollen Gottesdienste ausgewiesen werden: „Lateinisches Amt/Hochamt“, Messe (lat.) = NOM; Römischer Ritus, traditionelle Form =
für spezielle Interessenten. Man beachtet in der Diskussion zu wenig, dass eine Ausweitung der Freigabe der „alten Messe“ liturgiesystematisch dem Subjektivismus breiteren Raum gibt, d.h. es fehlt eine Erfolgsformel dafür, wie auch Ansprüche anderer liturgischer Sonderinteressen reguliert werden können. Nicht alles ist nämlich „Missbrauch“, was legitimen Interessen der Gläubigen entspricht. Somit: Nichts ohne den Bischof! Anders geht’s nicht.
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#15   Dr. Otterbeck   16:14:49 | Freitag, 13. Oktober 2006
Sehr richtig!
Erholung ist angesagt.
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#12   Dr. Otterbeck   16:13:26 | Freitag, 13. Oktober 2006
Saint Sulpice, der Tele-Analytiker!
Keine Sorge, Ihr Freund aus Nantes, Dipl. Ing. Thilo Stopka, ist nicht mein Herbergsvater. Beste Grüße an „Karl Murx“!
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#10   Dr. Otterbeck   16:06:21 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ach, Hacki, Ihr „Glaube“
war in einigen frz. Landstrichen von 1815-1830 „richtig“. Was Sie zum Problem der Christologie heute sagen, das hat Kardinalstaatssekretär Bertone jüngst durchaus eleganter vorgetragen. Aber dieses Problem beginnt nicht mit dem Konzil, sondern ungefähr mit Reimarus (+ 1768!); aber da ist doch längst eine „reconversion“ im Gange. Für Ihre „Glaubensgetreuen“ wäre doch die größte Katastrophe, wenn die ‘civiltà dell’amore’ eben doch kommt, die Paul VI. kommen sah (1975) und vor ihm Johannes XXIII. (‘neues Pfingsten’), Pius XII. (‘mondo migliore’), Pius XI. (‘pax christi’), Benedikt XV. (‘pacem Dei munus pulcherrimum’), Pius X. (‘omnia instaurare…’), Leo XIII. (‘liberté, egalité, fraternité’ christlich gedeutet, cfr. Enz. Annum ingressi, 1902), Pius IX. (1878)… Alle diese Päpste hatten ein viel weiteres Land vor Augen als Ihre Freunde, die Pius X. benutzen, um ihre Abhängigkeit von Charles X. (1815-1830) zu bemänteln. Japan hat nunmal die weibliche Erbfolge erstmal abgelehnt, also wird es auch von dort keine „Kaiserin“ geben, die der „Schlange“ Demokratie den Schädel spaltet. „Unsere Liebe Frau“, die Salus populi romani, bevorzugt andere Waffen als die spirituelle Hisbollah von Econe.
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#4   Dr. Otterbeck   14:57:37 | Freitag, 13. Oktober 2006
Wer als Bischof
täglich kiloweise geisteskranke Post von „glaubenstreuen“ Katholiken bekommt, kann für solche nur noch beten und opfern, aber nicht diesen zuliebe nur noch Dorfsheriff spielen und täglich, um 12 Uhr mittags, zum Duell mit dem nächstbesten „Gangster“ antreten. „Spiel mir das Lied vom Tod??“ Die Kirche feiert Ostern, nicht „Niedergang“. Das war der Choral von Oswald Spengler.
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#18   Dr. Otterbeck   14:43:10 | Freitag, 13. Oktober 2006
Und hier sind es die „wahnsinnigen“ Modernisten??
Sartre? Che Guevara?? Bin Laden?
P.S.
Fast alle mit „Lamentabili“ 1907 verurteilten Sätze waren Loisy entnommen; das ist der „Modernist“. Aber was der gelehrt hat, das lehrt heute fast niemand mehr.
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#13   Dr. Otterbeck   14:39:34 | Freitag, 13. Oktober 2006
Was sind denn, bitteschön, „abgefallene Modernisten“?
Vom Modernismus abgefallene Modernisten?? Also jemand wie Henri Bergson (+ 1941) oder Andre Frossard??
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#254   Dr. Otterbeck   14:20:44 | Freitag, 13. Oktober 2006
Tjaa,
mir drängte sich der Eindruck auf, dass Mala. auch ganz gern einige „Parasiten“ ins Moor werfen und darauf ein Te Deum anstimmen würde… „Biritualismus“ neopaganer Art nunmal.
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#16   Dr. Otterbeck   14:15:58 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ja, Ansgar,
„wir gehorchen dem Papst“ ((vorausgesetzt, er befiehlt, was wir hören wollen)); das ist nunmal die integralistische Variante des Papstgehorsams. Am wirklichen Amt und seiner Funktion sind die Vernagelten nicht interessiert. Während hierzulande mancher einer vom Papsttum in den Grenzen der praktischen Vernunft träumte (tags darauf wäre der III. Weltkrieg ausgebrochen, wetten??), will man seitens der „Frontkämpfer“ ein rein virtuelles Papsttum, ästhetisch „traditionell“, bestimmte Zitate memorierend, aber nur bloß keine reelle Funktion. Die Giftzwerge werden sich ihre Tiara aus Packpapier basteln müssen und können sich dann gegenseitig zum „Lenker der Fürsten und Könige“ krönen. „In meiner Badewanne bin ich Kapitän“ (cfr. Institut Philipp Neri, Berlin).
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#30   Dr. Otterbeck   14:09:57 | Freitag, 13. Oktober 2006
Stimmt,
auch ich wollte dazu eigentlich nix sagen; aber „Limbus“ war nunmal das Thema des Artikels. Ab und zu darf man vielleicht noch zum jeweiligen Thema zurückkehren.
:-]
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#252   Dr. Otterbeck   14:07:52 | Freitag, 13. Oktober 2006
Zugegeben, Dr. Heger,
der Scherz war ziemlich übel. Stellen Sie sich mal ein aztekisches Menschenopfer vor oder auch nur die blutenden Lämmer des „Alten Bundes“ oder auch Hexen, die von keltischen Druiden ins Moor geworfen werden. All dem hat das einzige Opfer Christi für alle Zeiten das Ende bereitet, „genug getan“. Der Sühnecharakter des Messopfers belebt Tag für Tag (und setzt in die Lebenswirklichkeit um), dass überhaupt nieman außer Christus inmitten seiner Kirche, Altar, Gabe und Priester, Gott dem Vater ein wohlgefälliges Opfer darbringen kann; nicht zuletzt darin besteht unsere Erlösung von der Schuld Adams. Aber der Platz auf kreuz.net taugt nicht, um das Lob zu singen, das deswegen gesungen werden müsste, am liebsten von „allen“.
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#250   Dr. Otterbeck   13:37:58 | Freitag, 13. Oktober 2006
Sein Kampf?
„Malachias“ zitiert aus verbotenen Büchern! Haben wir aber nicht, bloß einen „Mythus“ (Rosenberg). Im Fränkischen haben Priester bekanntlich nur lange nach der Taufe Chlodwigs (ca. 996) parallel den heidnischen Naturgottheiten geopfert. Wahrscheinlich meinen Sie das mit „Opfercharakter“ der Messe?
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#28   Dr. Otterbeck   13:17:12 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ich mir mein mich, o Gott,
sprach nicht nur Lutherus seligen Angedenkens. Herr Dr. Heger: Sie akzeptieren die Kirche doch selber nur dann, wenn sie ihre Tradition so frisiert, dass diese Ihnen als Ihr Spiegelbild entgegengrinst. So definiert hat der Katholizismus keinen Vorzug vor jedweder „Gesinnung“.
Die Zurückstufung der Limbuslehre hat ihr Gutes. Sie macht es noch schwerer, den Katholizismus als Apparat der Repression zu interpretieren. „Deus caritas est“ wird dadurch glaubwürdiger.
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#11   Dr. Otterbeck   13:12:18 | Freitag, 13. Oktober 2006
„Was wollt Ihr denn?“ „Maoam… Maoam…“
Herr Praepositus,
mäßigen Sie doch bitte solcherlei Omnipotenzphantasien. Kein Papst und kein Bischof kann die „Herde“ (Infektionsherde??) in „richtige Geleise“ zurückführen. Dass jemals das Führerprinzip in der Kirche gegolten habe, ist doch eine Halluzination, die man bruchlos aus der liberalen Presse entnimmt: Man „glaubt“, was die Kritik kritisierte. So wird das nichts. Das reale Glaubensleben befindet sich seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in einer Erosion, massiv verstärkt durch die Folgen des I. Weltkriegs. Und die Kirche ist seit Pius X. und (!) Benedikt XV. heftig dabei, den „Massen“ wieder den Zugang zu den Geheimnissen des Glaubens zu eröffnen. Ein „Phantomschmerz“, der an eine eingebildete „Geschlossenheit“ des Katholizismus anknüpft, die es nie gab, wird seinen Kulturpessimismus nie loswerden (hält diesen wohl für „de fide“?). Oder wollen Sie lieber einige Hundert Katholiken im richtigen „Gleis“ als einige hundert Millionen mit (immerhin) Teilhabe am sakramentalen Leben der Kirche. Der Katholizismus ist kein Gesinnungs-TÜV, sondern eine Lebensform für die Vielen, Geduld!
Das Missale Romanum taugt nicht als Ersatz für die Mao-Bibel.
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#26   Dr. Otterbeck   09:53:08 | Freitag, 13. Oktober 2006
Lb. Dr. Heger,
wo Frau Bussmann nur ihrem Frust ein Ventil gibt (es mag durchaus sein, dass die Verquickung von Geistlichem und Weltlichem bei den „modernen Integralisten“ der Generalvikariate noch kaum als Problem erkannt ist), da braucht man sich doch nicht zu ärgern. Dass ihre Theologie selbstgestrickt ist, na ja, das ist das Problem vieler, die das Modell „1975“ (Würzburger Synode etc.) perpetuieren wollen. Autos von damals sind längst Oldtimer, z.B. der schöne Opel Manta.
„Morgens Manta. Abends stand er“ (vorm Baum).
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#5   Dr. Otterbeck   09:44:37 | Freitag, 13. Oktober 2006
Was heißt denn neokonservativer Widerstand?
Einerseits muss (!) etwas zugunsten der alten Messe passieren, damit sie, in einen musealen Winkel abgeschoben, nicht zum Werbemittel für den Integralismus missbraucht werden kann (vgl.: Polen!). Andererseits scheint auch mir die „Erfolgsformel“ für liturgische Einheit-in-Vielfalt noch nicht gefunden. Man müsste entlang dem katholischen Leitwort „Nichts ohne den Bischof“ weiterdenken. Andrea Tornielli schrieb im Giornale sehr richtig, dass es z.Zt. darum geht, das Anliegen von JP 2, einen guten Ort für die liturg. Tradition zu finden (und das ist wegen des Pluralitätsprinzips „progressiv“), überhaupt durchzuführen. Problematisch ist wohl eher die Begrifflichkeit. Was soll denn ein „außerordentlicher“ Ritus sein? NOM ist die „amtliche“ Form des Ritus, daneben sollen legitime Formen aus unvordenklicher Zeit zur Zelebration gestattet werden, wo immer ein legitimes Bedürfnis artikuliert wird. Das aber ist: Erfüllung eines Anspruchs von Gläubigen auf Berücksichtigung der von der amtlichen Liturgie abweichenden Formen, solange dies vom Bischof verantwortet werden kann. Wenn sich diese Begrifflichkeit im Entwurf zum motu proprio findet: Wäre doch nichts dagegen zu sagen. Es macht dann nur praktikabel, was schon der vorige Papst korrigieren wollte, aus der Einsicht heraus, dass Liturgie nicht zentralistisch aus Rom „veranstaltet“ werden kann. (Gut, im Detail ist eine praktikable Handhabung sicherlich noch problematisch.) Fellay et al. werden noch rülpsen, wenn sie das kapieren.
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#5   Dr. Otterbeck   16:35:53 | Mittwoch, 11. Oktober 2006
Er wollte, dass das kirchliche Lehramt gestärkt werde!
Was Joh. XXIII. sagt ist doch wohl die vermisste Definition von „Pastoralkonzil“: Zweck ist die Bekräftigung des Lehramts, nicht seine Demontage, aber dieses Lehramt darf sich auch schlicht „brieflich“ räuspern und gibt dennoch regelmäßig den Wink in die richtige Richtung. Dazu bedarf es fast nie der expliziten Inanspruchnahme unfehlbarer Definitionen. Wer lehrt, das Missale Paul VI. begünstige die Häresie, der ist sowieso „draußen“, schon wegen Verstoßes gegen die Denkgesetze, lb. „Artois“ (= Charles X., gestürzt 1830).
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#1   Dr. Otterbeck   16:02:49 | Mittwoch, 11. Oktober 2006
Heute vor 30 Jahren
stellte Papst Paul VI. im Brief mit den Anfangsworten „Cum te“ gegenüber Ebf. Lefebvre definitiv fest, dass er sich im Irrtum befinde, da er einen absolut falschen Traditionsbegriff lehre. Daran hat sich nichts geändert. Ein möglicherweise großzügigerer Umgang mit der „alten Messe“ hingegen wird für Grenzgänger die Versuchung vermindern, dem absolut falschen Integralismus zu verfallen. Insoweit setzt Papst Benedikt das Werk Johannes XXIII. konsequent fort.
Redaktion benachrichtigen Lefebvre erobert die ehemalige DDR
#73   Dr. Otterbeck   08:50:41 | Samstag, 7. Oktober 2006
@Athanasius
kreuz.net bietet den Gegnern „altritueller Gemeinschaften“ jede Menge Material dafür, dass nicht unerhebliche Teile der Propagandisten der „Alten Messe“ ganz andere Ziele damit verknüpfen. Richtig erkannt haben diese Feinde von Konzil und Papst, dass der Katholizismus nicht mehr verwechselbar sein will mit einer bestimmten, „rechten“ Konzeption von geschlossener Gesellschaft. Wie es aber nur möglich sein soll, im Namen des Papsttums gegen den amtierenden Papst zu rebellieren, das konnten auch Sie mir nicht begreiflich machen. Die Kirche muss fortan damit rechnen, dass jede von Rom gebilligte Traditionskorrektur zu einer weiteren „rechten“ Sektenbildung führt. Denn alle diese Gruppen stellen ihren „fanatischen“ Gehorsam unter den Vorbehalt, dass die Spitze befehlen möge, was der „Getreue“ hören will. Das aber kann kein Gehorsam im Sinne des Evangeliums sein. Vielleicht muss man einfach riskieren, dass der Integralismus neue Freunde findet, insbesondere dort, wo man die autoritäre Züge des Kommunismus vermisst. Der Marxismus-Lefebvrismus ist zwar eine skurrile Innovation, aber nicht ohne Chancen im Lande der NPD.
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#54   Dr. Otterbeck   11:52:45 | Sonntag, 1. Oktober 2006
@Athanasius
Die Hypothese, dass der Römische Messkanon in seinen Grundzügen auf den Hl. Petrus selbst zurückgeht, halte ich für plausibel. Es wird dafür kaum je „Beweise“ geben, aber es ist eine vernünftige Annahme. Woher soll denn sonst die Autorität des Textes kommen? „Er nahm DIESEN erhabenen Kelch…“ Da kann man sich doch vorstellen, wie Petrus diese Worte sprach (und vielleicht sogar mit jenem Kelch in den Händen). Wilde Spekulationen, welche die Ursprungsliturgie der Wildromantik à la Renan („historischer Jesus“) anpassen wollen, sind jedenfalls weniger plausibel. Das Römische Reich um die Zeit Jesu war ja immerhin eine Weltzivilisation, kein Robinson-Crusoe-Verschnitt.
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#34   Dr. Otterbeck   10:25:16 | Samstag, 30. September 2006
Maria Emanuel der Starke?
Wieviele Heiden haben sich denn aufgrund des Apostolats des Markgrafs bereits taufen lassen?
Redaktion benachrichtigen Deutsche Bischofskonferenz: Es gibt wenige Indultmessen in Deutschland
#8   Dr. Otterbeck   13:56:51 | Freitag, 29. September 2006
Liturgische Ansprüche von Laienvereinen:
Die Bischöfe sollten besser Kriterien festsetzen, ab wann ein formuliertes Bedürfnis nach einer Alten Messe hinreichen soll, um eine solche Zelebration zu „veranstalten“. D.h. das Modell von Laienvereinen diözesanen Rechts (die den Zelebranten auch vergüten sollen!), die einen Anspruch stellen können (statt freien bischöflichen Ermessens), sollte mitbedacht werden.
Redaktion benachrichtigen Die Freimauer sind tief in die Kirche eingedrungen
#156   Dr. Otterbeck   13:07:28 | Freitag, 29. September 2006
@Gereon
Man merkt, dass Ihre Mission auf kreuz.net erst jüngst begonnen hat: Zahlreiche der Hiesigen vertauschen die Bibel mit dem Syllabus, den sie obendrein zum „Alten Testament“ der Enzyklika „Pascendi“ (1907) erheben und destillieren aus diesen lehramtlichen Dokumenten (plus Missale Romanum 1570) eine katholische „Tradition“, die es so nie gab. Das Wichtige am Syllabus ist aber die klare Zurückweisung jedweder Übergriffe der Politik auf die Religion. Es darf eben nicht nur Religion als „Privatsache“ in den Grenzen des Dogmas von der „praktischen Vernunft“ geben (cfr. B XVI in Regensburg); das ist nach wie vor katholischer Standpunkt. Wäre die Zivilisation diesem treu geblieben, hätte es weder den 1. Weltkrieg noch Auschwitz noch Vietnam gegeben. Pius IX. war also einer der bedeutendsten Päpste überhaupt. Denn hätte er sich auf die Angebot der italienischen „Liberalen“ um 1860 eingelassen, wäre vom Papsttum nur ein Grinseonkel à la Dalai Lama übriggeblieben. Als netter Opa, der alles durchgehen lässt, wäre der Nachfolger Petri jedoch unnütz, für Kirche und (!) Welt.
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#150   Dr. Otterbeck   09:30:16 | Freitag, 29. September 2006
@Leverkuehn
Ach. Bin doch auch schon mehrfach „auf dem Absprung“ gewesen. Weshalb ich immer noch bei kreuz.net „nachgucke“, wer was schreibt, das liegt eben daran, dass die Problematik von „Politik und Religion“ von so großer Bedeutung für die Zukunft ist. Kreuz.net hat mir den Beweis erbracht, wie unmöglich eine Fortexistenz der Kirche als Kirche gewesen wäre, hätte sie sich von einem bestimmten, halbtotalitären Gesellschaftsbild abhängig gemacht. Das war die größte Gefahr für den Katholizismus seit der Reformation. Die Päpste, insbesondere Pius X. und (!) Johannes XXIII. haben das mit vereinten Kräfte zu vermeiden gewusst. Ein enormer Kraftakt („V 2“), dessen Saat aber überall aufgeht.
Redaktion benachrichtigen Die deutschen Bischöfe entdecken den Himmel
#1   Dr. Otterbeck   15:55:12 | Donnerstag, 28. September 2006
Kompliment, Herr Praepositus, für diese
Wortschöpfung: „Kirchenklimakatastrophe“… Und wer ist schuld? Das Missale Paul VI.?? „Wer’s glaubt, wird selig“??
Am besten reservieren Sie Ihrem Institut gleich heute www.kirchenklimakatastrophe.com Da kann kreuz.net dann notfalls hin umziehen
;-)
Redaktion benachrichtigen Der Ex-Kurienerzbischof Milingo beruft sich auf einen Notstand
#19   Dr. Otterbeck   15:39:29 | Donnerstag, 28. September 2006
Atha I und II sind also 1?
Ich schreibe nur noch unter Klarnamen, nicht mehr unter „stat crux“. Und darüber hinaus hatte ich nie 3. oder 4. „Pseudonyme“ bemüht (und Hudal schon gar nicht).
Redaktion benachrichtigen Der Ex-Kurienerzbischof Milingo beruft sich auf einen Notstand
#17   Dr. Otterbeck   15:29:14 | Donnerstag, 28. September 2006
Wahrscheinlich schreiben unter „Athanasius“ sowieso mehrere.
Voriges Jahr wirkte es ja so, als sei einer davon P. Lang (Stgt). Aber manches bleibt nunmal Spekulation.
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#106   Dr. Otterbeck   15:23:04 | Donnerstag, 28. September 2006
Naja, aber Rothkranz sind Sie doch auch nicht??
Die Nähe zum Anton-Schmid-Verlag lässt sich aber nicht abstreiten.
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#53   Dr. Otterbeck   15:21:38 | Donnerstag, 28. September 2006
Ach so! Keine Soutane??
Dann gibts hier wohl doch eine Tendenz zur Desinformation?? Irgendjemand sah in Atha. einen 21-jährigen Seminaristen. Aber ich weiß ja noch nicht einmal, ob die bei der SSPX bereits mit Soutane rumlaufen (müssen, dürfen).
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#104   Dr. Otterbeck   15:18:43 | Donnerstag, 28. September 2006
Okay, war ja auch nicht ganz seriös gemeint, Gereon.
Irgendwie hatte ich mal was von weiblichen Logen gehört, aber auch, dass ein anderer Teil des breiten Logenspektrums die nicht ganz ernstnimmt. Ich nehme auch an, dass das „vollgültige“ Ritual (wie man mir mal erzählte, aber aus unklarer Quelle) für Frauen weniger geeignet ist.
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#102   Dr. Otterbeck   14:49:45 | Donnerstag, 28. September 2006
Friedlmayer,
mäßigen Sie sich bitte!
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#52   Dr. Otterbeck   14:48:34 | Donnerstag, 28. September 2006
Fragen Sie lieber nicht, Thilo Murx!
Aber o.k. Den Rest zitiere ich nicht.
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#100   Dr. Otterbeck   14:41:58 | Donnerstag, 28. September 2006
@(…)
Phantastisch! Realsatire, nicht zu fassen. Malachias = Anton Schmid?? Karl Murx= Thilo Stopka?? Regazzoni = Regazzoni? Jetzt kriegen wir auch bald raus, wer unter Marcel und wer unter Athanasius I bis X. so schreibt…
Der ExBochumer hält Sie, Pünktchen, sicherlich auch für eine Freimaurerin (hihi, gibts nicht wirklich), allein schon wegen des Autorennamens (…)
Redaktion benachrichtigen Die Göffinger verteidigen tapfer die Rockmusik
#36   Dr. Otterbeck   13:18:58 | Donnerstag, 28. September 2006
Manche fürchten auch den Satan in Soutane,
Sie etwa nicht, Carlo??
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#51   Dr. Otterbeck   13:11:12 | Donnerstag, 28. September 2006
@Athanasius
Ausgerechnet Sie haben doch immer wieder behauptet, die SSPX sei „pur katholisch“ und keineswegs integralistisch gesinnt. Aber da fehlt halt die Differenzierung. Franco gerecht zu würdigen (wie etwa auch Bismarck oder Petain) ist das eine, aber „70 Jahre danach“ noch in frenetischen Beifall ausbrechen, das schmeckt eben doch nach angebrannter Currysauce.
Die hinterlässt hässliche Flecken auf Ihrer anthrazitenen Soutane. Machen Sie sich frei vom Integralismus, werden Sie katholisch!
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#94   Dr. Otterbeck   13:00:58 | Donnerstag, 28. September 2006
Hat man da noch Worte, Mala!
Bringen Sie doch in Ihrem Verlag „Anton Schmid“ mal einen Katechismus der Irrlehren der Katholischen Kirche heraus. Den werden die Freimaurer mit Vergnügen lesen.
Redaktion benachrichtigen Die Saat geht auf
#50   Dr. Otterbeck   11:40:10 | Donnerstag, 28. September 2006
@DDL:
Meine Antwort auf Ihre Replik passt besser unter „Saat geht auf“ anstatt unter „Freimaurer“. Allerdings meine ich die Saat des Evangeliums. Wir beide werden freilich zur Sakramentalität der Kirche nie harmonieren, da es m.E. nicht nur eine sakra-Mentalität ist; dass aber nur „Mentalitäten“ konkurrieren ist Ihrer (und auch der Tradi!) stillschweigende Prämisse. Die Kirche hingegen lebt aus einem Ereignis, was sich jedem unbefangenen Beobachter schon dann mitteilt, wenn er das Selbstverständnis des Christentums mit dem aller anderen Religionen vergleicht. Die Differenz ist größer als die Ähnlichkeit. Denn „vergleichbar“ sind die Lehren (!) nicht. Denn diese Religion ist Person und Tat und deshalb Wahrheit. Das ist ein a priori anderer Wahrheitsbegriff als der einer Doktrin oder „Meinung“, daher insistiere ich auf der Relevanz der Taufe als einer Begegnung in „Echtzeit“. Ohne Begriff davon können wir auch Kommunion und Letzte Dinge nicht wirklich erörtern. Sind Sie eigentlich getaufter Atheist? In diesem Fall ist ein Ansatz da, „un amour caché“, eine auffindbare Erstberührung von Ostern.
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#31   Dr. Otterbeck   13:58:24 | Mittwoch, 27. September 2006
@DDL:
Vor längerer Zeit hatten wir diesen „wunden Punkt“ schonmal berührt. Es ist tatsächlich der entscheidende. Nicht alles auf einmal. Bleiben wir bei der Taufe: Sakramentale Zeichen, etwas Wasser, dazu ein Spruch. Wirkung? Eingebildet? Oder „objektiv rettend“. Wozu der Taufbefehl, der das Christentum von allen (!) Religionen absetzt? „Er kam in sein Eigentum, die Eigenen aber nahmen ihn nicht auf.“ D.h. ein Handeln gegen die objektive Gegebenheit (Christi und der Kirche) bleibt möglich. Ich kann die Augen verschließen vor der Taufgnade, „abfallen“, mich wieder gebärden wie nicht berührt von der Flut, die nämlich die Sünde hinwegnahm. Aber wieviele Millionen Liter Taufwasser sind objektiv schon geflossen seit Ostern! In kleinsten Portionen, aber effektiv. Selbst die Apologeten des Christentums sind da viel zu bescheiden: Die zivilisatorische Wirkung, der Liebe (Eucharistie), die seit Betlehem in der Welt ist, seit Erreichen der „Fülle der Zeiten“ ist so unabdingbar, dass ohne Verkündung des Evangeliums längst kein Stein auf dem andern mehr stünde, gerade im 20. Jahrhundert. Einbildung?? Vielleicht; vielleicht aber auch wahr; „sein Wort“, das die Pforten des Himmels für viele aufgetan hat.
Redaktion benachrichtigen Der Vatikan zum Fall Milingo
#17   Dr. Otterbeck   13:48:04 | Mittwoch, 27. September 2006
Selbstverständlich, Athanasius,
bin ich kein Experte für „Sacramentologie“, aber ein ex opere operato im Nirwana halte ich für absurd. Selbst eine Polizeiverfügung muss beim Adressaten „ankommen“, um wieviel mehr ein Heilszeichen.
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#9   Dr. Otterbeck   13:44:36 | Mittwoch, 27. September 2006
„Unbiblische Dogmen“
Selbstverständlich hat die spätere Dogmatik eine eigene Fachsprache entwickelt, die bisweilen wenig überzeugt (und das serviert uns den „Nachhall“ a la Malachias etc., denn solche Leute servieren den Textgehalt der „Dogmen“ frei von jedem Sinngehalt), aber in der „Sache“ (Dominus Jesus) sagt kein Dogma etwas anderes als die Bibel; vorausgesetzt man lässt gelten, dass die Evangelien bereits ein Zeugnis der Kirche sind. Und die marianischen Dogmen gehören notwendig dazu, soll das Evangelium überhaupt einen „Anker“ auf Erden haben. Sonst ist es nämlich keine Siegesnachricht, sondern nur vage Hoffnung.
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#22   Dr. Otterbeck   13:36:22 | Mittwoch, 27. September 2006
Ritus vs. Ritual
Anhänger eines esoterischen, okkulten oder hermetischen Rituals werden nie begreifen, warum die Liturgie eine ganz andere Kategorie darstellt. Da werden keine „Mysterien“ darstellerisch zur Aufführung gebracht, sondern es ereignet sich die Realpräsenz Christi. Schon deshalb hat die Liturgiereform den römischen Ritus weiter entfernt vom masonistischen Interesse an „Ritualen“. Schon wegen der Reformrichtung (weg von etwaiger Verwechselbarkeit mit Ritualen!) war es immer völlig hinrissig, den Liturgiereformer Bugnini mit Logenbrüdern in einen Topf zu werfen; es sei denn, das Gerücht kam von konkurrierenden Logen der Extremen Rechten, den „antimasonistischen“ Geheimgesellschaften etwa im Stile des Pierre Plantard oder Ducaud-Bourget. Denn diese gibts im bunten Flickenteppich okkulter Arkandisziplin bekanntlich auch!
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#3   Dr. Otterbeck   11:00:09 | Mittwoch, 27. September 2006
Auch der Bourbonenprinz Juan Carlos „hofierte dem Zeitgeist“
(und tut es heute noch), als er, König von Spanien geworden, die parlamentarische Regierungsform nicht nur hinnahm, sondern sogar gegen Putschisten verteidigte!
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#5   Dr. Otterbeck   10:20:06 | Mittwoch, 27. September 2006
Das Reformhaus!
Hoffentlich hat kreuz.net das richtig zitiert: Schön blamabel für Drewermann, dass er jetzt Partei ergreift für Integralismus und Gewalt. Aber schon H.U. Balthasar hatte ja 1988 (auch) vor dem modernen Integralismus a la „Weltethos“ gewarnt. „Denn wer kämpft für das Recht, der hat immer Recht, die Partei, die Partei, die Partei…“
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#248   Dr. Otterbeck   10:08:13 | Mittwoch, 27. September 2006
Mala: Was soll das denn für eine „Tradition“ sein??
Falls Sie es noch nicht wissen: Das Sodalitium Pianum von Msgr. Umberto Begnini hatte, den Forschungen von Emile Poulat zufolge, nie mehr als 50 Mitglieder, in Dtld. nur zwei suspekte Kapläne. Das integralistische Weltbild dieser, nur phasenweise vom Hl. Pius X. gestützten Gruppe, hat eine „Abrundung“ (Überinterpretation) des Antimodernistenkampfs vollzogen, die schon 1914 (angesichts des 1. Weltkriegs) jeglichen Rückhalt beim Hl. Stuhl verlor. Eine Auffrischung dieser ideologischen Linie ergab sich durch profaschistische Elemente in der römischen Kurie (angesichts der Lateranverträge verzeihlich) einerseits und Sympathisanten der action francaise andererseits. In Italien hat Pius XII. dieser Linie 1944 definitiv den Rückhalt verbaut, in Frankreich Kardinal Suhard. Es war also nicht erst Roncalli, der die Kirche vor der totalitären Versuchung bewahrte und auf ihre höheren, geistlichen Ziele ausrichtete. Sie basteln sich aus Randerscheinungen eine doktrinäre „Tradition“ zusammen, die es nie gab. Pure Nostalgie hat ältere Herren (zuzügl. einiger Dynamiker) während der letzten Jahre Pius XII. davon träumen lassen, es gebe ein Zurück vor 1830. Das gibt es aber nicht.
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#15   Dr. Otterbeck   09:54:59 | Mittwoch, 27. September 2006
Diese Weihen sind schon deshalb ungültig,
weil auf Seiten der Empfänger die Disposition perplex ist, in sich widersprüchlich. Der wirkliche Wille ist nicht auf Empfang einer sakramentalen Weihe in Gemeinschaft mit der Kirche gerichtet, daher kann das Ganze nur „Affentheater“ sein und die Apostolicae-Curae-Argumentation mit ihrer objektivierend normativen Betrachtungsweise geht fehl. Wie soll „ex opere operato“ ein Sakrament wirken, wenn sich der ganze Wille des Empfängers dagegen stemmt, ja geradezu auf Lug und Trug („Sakrileg“) ausgerichtet ist?? Konnte die SSPX 1988 noch subjektiv mit „Notstand“ argumentieren, so wird für eine zukünftige Fortsetzung der dortigen „Linien“ aber auch die Frage der Disposition der Empfänger von Weihen relevant. Denn jetzt gibt es die Petrusbruderschaft, die jedes nur etwaige legitime Interesse, das Lefebvre artikuliert haben mag, in konformer Disziplin realisiert.
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#245   Dr. Otterbeck   18:17:05 | Dienstag, 26. September 2006
@Breze
Ja. Schluss für heute; ich schreibe morgen nochmal im „andern Kanal“
;-)
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#30   Dr. Otterbeck   18:14:58 | Dienstag, 26. September 2006
Jawohl, Hanna Granate…
Wer „demographisch“ (altersbedingt) in Positionen des ZdK von 1968 ff. befangen ist, dem sind nunmal mildernde Umstände zuzubilligen…
;-)
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#243   Dr. Otterbeck   18:07:48 | Dienstag, 26. September 2006
@Mala, das LehrAMT ist eine Funktion,
keine Formelsammlung. Das Amt wirkt je in die Zeit hinein, neue Zeiten, neu Aufgaben. Die Kriterien der Abgrenzung des Wesentlichen vom Unwersentlichen verschwimmen mitunter, aber das Meiste, was Ihre Gesinnungsfreunde voller Abscheu über das angeblich „modernistische“ Lehramt quasseln, ist nichts anderes als je die Replik auf die „linke Presse“ (z.B. 12.09.06).
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#28   Dr. Otterbeck   18:04:32 | Dienstag, 26. September 2006
Fragwürdige Runde??
Meinen Sie, da machen welche für sich Reklame anstatt für Benedictus qui venit… Sollte man da nicht etwas großzügiger sein?
Redaktion benachrichtigen „Wenn ich den Papst erwische, werde ich ihn hängen“
#47   Dr. Otterbeck   18:03:04 | Dienstag, 26. September 2006
@Jawohl! Durchlaucht…
Die Benedictusstiftung hätte ein Büro in Köln verdient. Ich werde es anbieten.
Redaktion benachrichtigen Der abgefallene Erzbischof Milingo weihte vier Bischöfe
#26   Dr. Otterbeck   17:59:06 | Dienstag, 26. September 2006
@Jawohl!
Haha, nicht nur Kaiser sind scheint’s zitierfähig, auch Durchlauchte.
Redaktion benachrichtigen Widersprüchliches zum Opus Dei
#44   Dr. Otterbeck   17:13:18 | Dienstag, 26. September 2006
@Breze
Hihi, allmählich wird unser Dialog hier „systemdominant“…
Redaktion benachrichtigen „Wenn ich den Papst erwische, werde ich ihn hängen“
#43   Dr. Otterbeck   17:12:15 | Dienstag, 26. September 2006
„Allah unser“
kann es m.E. im Islam nicht geben; wegen der absoluten Transzendenz Gottes würde ein gottesfürchtiger Muslim Allah nicht „uns“ aneignen. Aber vielleicht fehlt mir da die nötige Wahrnehmung.
Was Papst Paul VI. und mit ihm das ganze Konzil unter Dialog verstand, das hat überhaupt nichts mit der Ermittlung falscher Synthesen im Wege eine hanebüchenen volkshegelianischen „Logik“ (a la „Weltethos“) zu tun. Modell dieses „dialoguez!“ ist die Methode der christlichen Offenbarung überhaupt, angewendet auf den Horizont von „heute“. Wobei dieses „heute“ nicht jede Dekade einer neuen Mode bezeichnet, sondern die essentiell neue Grundbefindlichkeit des 20. Jahrhunderts, die Fähigkeit der Menschheit nämlich, die Geschichte (Historie) zu beenden. Schon allein dieser Grund genügt, um ein realhistorisches Empfinden für die conditio humana „heute“ zu fördern. Das hat nichts mit ideologisch infiltrierter „Geschichtlichkeit“ (etwa des Modernismus) zu tun, sondern achtet auf das wirkliche Leben der Zivilisation.
Redaktion benachrichtigen Deutsche Bischöfe beraten über die Alte Messe
#26   Dr. Otterbeck   16:59:55 | Dienstag, 26. September 2006
@Breze??
Ach, weiß ich in welcher?? Da muss ich was übersehen haben; gucke nochmal in unserer Sonderkorrespondenz nach.
Heute ist übrigens der 109. Geburtstag von G.B. Montini (Paul VI.), der für viele geistliche Gemeinschaften die Tore weit geöffnet hat, z.B. rund um das Hl. Jahr 1975.
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#20   Dr. Otterbeck   16:56:18 | Dienstag, 26. September 2006
@Atha57
Danke für die ergänzenden Hinweise. Die bloße Duldung von „Nischen“ für ältere Überlieferungen scheint mir aber noch keine geradlinige Akzeptanz liturg. Vielfalt zu sein. Diesbezüglich scheint mir eine praktikable „Erfolgsformel“ (die zugleich Chaos vermeidet) noch nicht gefunden zu sein.
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#24   Dr. Otterbeck   16:49:37 | Dienstag, 26. September 2006
@Breze
Dass Laien auch Anspruch auf eine geordnete Liturgie haben, ist im Klerus –- von modern bis quasi-integralistisch –- immer noch nicht wirklich akzeptiert. Wahrscheinlich haben viele nach 1965 die Reform lediglich als Schleusenöffnung interpretiert, um nunmehr vollends zum Alleindarsteller zu werden, garniert mit laienhaften „Einlagen“, für die der Zelebrant dann obendrein der Regisseur ist. Eine gleichermaßen dem Volk-Gottes-Gedanken wie dem kirchlichen „Amtsgedanken“ (corpus Christi mysticum) verpflichtete Realisierung der participatio actuosa scheint mir noch nicht geglückt. Oder sehe ich das zu eng?
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#5   Dr. Otterbeck   11:21:46 | Dienstag, 26. September 2006
Dass Rom eine legitime Vielfalt in der Liturgie
akzeptiert, ist ja bereits ein Ergebnis des Vatikanum II. „Vorkonziliar“ in Haltung und Mentalität („Carabiniere“ Ottaviani et al.) war ja sogar noch der Versuch, das Missale 1970 möglichst so einheitlich zur Anwendung zu bringen wie das MR 1570 ff. es seit 1917 (CIC!) war.
Eine praktikable Erfolgsformel für Inhalt und Grenzen dieser liturg. Pluralität wird wohl im Nachsinnen über das Verhältnis von päpstlichem Primat und Ortsbischof (!) in der Liturgie gelingen können. Wo ein Ordensoberer oder anderweitiger Praepositus existiert, könnte eine solche Legitimitätsformel analog gelten.
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#3   Dr. Otterbeck   11:09:53 | Dienstag, 26. September 2006
Integrativer Bestandteil?
„Integrativ“ ist doch wohl ein Verhalten, das integriert. „Integraler“ Bestandteil ist etwas, das nicht hinweggedacht werden kann. Insoweit kennzeichnen die Bemühungen für einen rechtmäßigen und auch integrativen (!) Ort für die alte Messe, dass diese nicht völlig „beseitigt“ werden konnte. Der „kleine Unterschied“ zwischen der Petrusbruderschaft und der dem Irrtum des Integralismus weithin anheimgefallenen Lefebvrewerk scheint doch der zu sein, das erstere das wirkliche Papsttum anerkennt, während die SSPX einer virtuellen „Papstidee“ nachtrauert, dem sich das wirkliche Amt erst einmal fügen soll, bevor es zur Versöhnung kommt. Dieser absolut falsche Traditionsbegriff (Paul VI. am 11.10.1976 an Lefebvre) erschwert jedwede integrierende Lösung für die vaganten SSPX-Kleriker.
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#21   Dr. Otterbeck   08:27:33 | Dienstag, 26. September 2006
@Breze
Den genauen Ort der „alten Messe“ innerhalb des römisch-katholkischen Spoektrums festzustellen, das wird noch einige Zeit und Geduld erfordern. Aber jedenfalls findet sich eine Lösung auf der Grundlage einer legitimen liturgischen Vielfalt, für die allerdings eine praktikable Erfolgsformel noch fehlt. Phänomene wie liturg. Besonderheiten in Klöstern oder geistlichen Gemeinschaften müssten (genauso wie die Frage nach dem MR 1570/1962) aufgrund eines plausiblen Prinzips berücksichtigt werden: „Nichts ohne den Bischof!“ So wie der Petrusnachfolger dem Bischof im Kollegium überhaupt erst die volle Amtsausübung gewährleistet (ohne Petrus „hinter sich“ ist der Bf. niemand), ist der Bf. der Garant der Katholizität jedes Priesters seines Presbyteriums, d.h. keine Liturgie ohne Willen des Bischofs. Jedoch könnte man von einer Repression mit Erlaubnisvorbehalt zu einer Erlaubnis mit Repressionsvorbehalt übergehen: Immer da, wo bestimmte „Bedürfnisse“ errweislich sind, sollen Laien einen Anspruch auf eine erwünschte Form erlaubter Liturgie stellen dürfen, mit Vorbehalt der „Unterdrückung“, falls eine vom Bischof nicht hinnehmbare Tendenz auftritt.
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#31   Dr. Otterbeck   08:18:21 | Dienstag, 26. September 2006
@Breze
Hier vermisse ich ein statement von „Athanasius“, der „nachweist“, das B XVI im Sinne „hegel“scher Dialektik argumentiere: „Islam, kläre Dich auf; Moderne, werde gottesfürchtig!“ Aber Dialog ist nunmal keine Dialektik, führt nicht zur Synthese, sondern zur Wahrnehmung.
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#42   Dr. Otterbeck   08:07:49 | Dienstag, 26. September 2006
@Breze
Ja. Die publizistische Enthaltsamkeit ist nicht jedermanns Stärke. Aber wir setzen unseren parallelen Dialog sicherlich auch fort…
O:)
Redaktion benachrichtigen Widersprüchliches zum Opus Dei
#40   Dr. Otterbeck   17:24:51 | Montag, 25. September 2006
Theophanu
Ist denn überhaupt ein förmliche Verfahren anhängig oder soll die tatsächliche Verehrung lediglich bewilligt werden wie etwa im Falle des Hermann-Josef von Steinfeld?
Redaktion benachrichtigen „Erholung suchte ich nur in der Abwechslung der Arbeiten“
#2   Dr. Otterbeck   17:16:59 | Montag, 25. September 2006
Carabinieri?
„Die Kirche ist eine Abteilung der Polizei“, formulierte Kaiser Joseph II. zu Zeiten der Aufklärung.
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#5   Dr. Otterbeck   10:16:16 | Mittwoch, 20. September 2006
Sorry,
das vulkanische Sprachbild (tätiger Papst, erloschener Kardinal) war echt ungeschickt gewählt. Werde mich künftig vorsichtiger ausdrücken.
Aber in der Sache gibts kein Vertun: Irgendein abgrenzendes päpstliches Wort zum Islamismus war überfällig (und daher die Form der Vorlesung und das genial aufgefundene Zitat sogar das probate, mildestmögliche Mittel). Denn alle Religionen müssen sich gewaltfrei dem modernen Horizont der Vernunft stellen und diese dann auf das weite Feld der Ehre Gottes geleiten; critique de la critique: viribus unitis.
Redaktion benachrichtigen Genug ist genug + …
#2   Dr. Otterbeck   10:05:26 | Mittwoch, 20. September 2006
duc in altum:
Bin zwar auch kein führender Latinist, aber ein einzelner ist doch ein cooperator veritatis. Wir beide sind cooperatores veritatis. Oder etwa nicht?
Der Papst hat diesmal vermutlich 99% Zustimmung in der Christenheit. Die Schützenhilfe von Kardinal Lehmann fiel zwar etwas lau aus, aber immerhin. Die gestrige Berliner Rede desselben war nicht übel, wenn sie auch zeigt, dass der 70-jährige doktrinär ein bisschen „ausgebrannt“ daherkommt, während der fast 80-jährige noch „Feuer spuckt“ (wenn auch in mildestmöglicher Form).
Redaktion benachrichtigen Wer führt die Steinzeitkeule?
#25   Dr. Otterbeck   09:57:15 | Mittwoch, 20. September 2006
Hab ich Sie erwischt, Frau B.!
Fehlzitat! Fehlzitat! Papst Johannes hat zu sich selbstgesagt: „Angelo, nimm Dich nicht so wichtig!“, nicht zu andern. Vorbildlich.
Redaktion benachrichtigen Alter schützt vor Torheit nicht
#36   Dr. Otterbeck   07:59:12 | Mittwoch, 20. September 2006
S. Croce in Gerusalemme, Rom
C.P. Thiede sagt, da sei noch „Iesus Nazarinus Rex Iudaeorum“ ermittelbar. Das „i“ in Nazarinus entspricht, dort genannten Nachweisen nach, der gehoben klassischen Amtssprache; ein Fälscher hätte „Nazarenus“ geschrieben (wie ein Fälscher des Sindone auch die Wundmale in die Handflächen gesetzt hätte; ein Fälscher des „Schweißtuchs“ keine offenen Augen riskiert hätte).
Redaktion benachrichtigen Rufmord am Mörderruf?
#125   Dr. Otterbeck   15:20:27 | Dienstag, 19. September 2006
betr. Athanasius
Fürs Protokoll: „Athanasius“ hat sich seit über 24 Std. nicht mehr auf kreuz.net bemerkbar gemacht. Vorbildlich.
Redaktion benachrichtigen „Ich sah immer die durchtrainierten jungen Priesterstudenten“
#9   Dr. Otterbeck   15:10:51 | Dienstag, 19. September 2006
Dr. Enderfers, im Detail
gibts da eine kleine Differenz zwischen kreuz.net und und SSPX. Dr. Gerald Gösche, Berlin, wirbt auf seinem Webauftritt für kreuz.net. Die gesamte redaktionelle Schwerpunktsetzuung entspricht dem Oratorium sui generis“, das er in Berlin betreibt. Mir geht die Hypothese nicht aus dem Kopf, dass sich ja jemand so eine Art „Gründerzwang“ zugezogen hat. Die Gegenüberstellung der „Messe Paul VI.“ wider die „Messe der Heiligen“ (bei Gösche) folgt doch zu sehr den Fahrwassern der SSPX. Aber deren „verlorenen Posten“ hat der „Propst“ wohl identifiziert. Weitere Indizien: 1) Gewichtsprobleme des „sinnenfrohen“ Propstes motivieren zu Artikeln wie diesem, 2) Artikel wie Manoppello (auch von heute) könnten ein artiges Danke in Richtung von Paul Badde sein. Noch einiges mehr spricht dafür, dass hier (verdeckt) das Berliner Institut herzhaft Unruhe stiftet. Man müsste noch eruieren, ob Gösche überdies Vertriebenenkind ist.
Redaktion benachrichtigen Der Papst hofft, daß alles wieder in Ordnung kommt
#2   Dr. Otterbeck   15:02:59 | Dienstag, 19. September 2006
Das Kaiserzitat hat es den Kritikern leichter gemacht,
aber ganz gleich, welche „sich abgrenzende“ Quelle der Papst auch zitiert hätte, die Drahtzieher des Protests hätten jeden Kommentar zum Jihad massiv „beantwortet“, zu sehr trifft die Anforderung der Vorlesung die Praeambulae des militanten Islam „mitten ins Herz“. Wesentlich milder konnte B XVI nicht „Klartext“ reden, als in Form einer Vorlesung. Jetzt muss sich innerhalb des Islam klären, wer zur Vernunft findet und wer nicht. Erst dann kann man von „in Ordnung kommen“ des Dialogs überhaupt reden.
Redaktion benachrichtigen „Ich sah immer die durchtrainierten jungen Priesterstudenten“
#6   Dr. Otterbeck   13:43:56 | Dienstag, 19. September 2006
Murx, alter Freund!
Laborieren Sie immer noch an der 1917er Codexvergiftung? Ihre persönliche „spanische Grippe“? Es gibt immanente Schranken der päpstlichen Gesetzgebungsherrlichkeit, ist ja klar, aber die sind nicht so eng wie Sie es sich halluzinieren. Die Gesetzgebung Paul VI. ist samt und sonders ausgewogen und hat der Kirche die Zukunft gesichert. Wetten dass?? Was Sie so „wahre Kirche“ nennen ist ein virtuelles Hirngespinst, das den Realitätstest schon 1926 nicht bestanden hat (Pius XI. versus A.F.).
Redaktion benachrichtigen Alter schützt vor Torheit nicht
#20   Dr. Otterbeck   13:40:02 | Dienstag, 19. September 2006
Physiognomie Jesu
(dummer Tippfehler); Antlitz Christi schreibt sich leichter: Jesus ist die „Ikone“ des Vaters, angeblich veröffentlicht B XVI dazu bald was Privatschriftliches. (Da wird der Imam wieder toben.) Apropos Wunder: Heute ist das Fest des S. Gennario (Januaris, Neapel); DDL: Suchen Sie uns doch dazu was über das Blutwunder im Net!
Redaktion benachrichtigen Alter schützt vor Torheit nicht
#18   Dr. Otterbeck   13:34:58 | Dienstag, 19. September 2006
Die Methode Gottes atmet einen gewissen Minimalismus, d.h.
es geschehen (vernünftigerweise) die „wenigstmöglichen“ Wunder, da die freien Seelen sich aus eigenem Antrieb den Geheimnissen der göttlichen Herrlichkeit annähern sollen. Um aber das strikte Bilderverbot des Alten Bundes gegen jüdische Vorbehalte überhaupt überwinden zu können, wäre es schon plausibel, wenn Jesus den ersten Zeugen ein „Minimum“ an bildhaften Beweisen hinterlassen hätte, die „aus Furcht vor den Juden“ aber strikt restriktiv „eingesetzt“ wurden. Ohne Echtheit mindestens eines Urbildes ist die Durchsetzung einer einheitlichen Physignomie Jesi in der Kunst des 4. Jh. nicht plausibel.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Bertone ist in den Sturm geraten
#44   Dr. Otterbeck   13:19:41 | Dienstag, 19. September 2006
Agca!
Sehr befremdlich, dass kath.net über Agca berichtete. Aber es wird wohl noch so manche „Sau durchs Dorf getrieben“ wegen des Kaiserzitats.
Redaktion benachrichtigen Alter schützt vor Torheit nicht
#13   Dr. Otterbeck   13:15:51 | Dienstag, 19. September 2006
matt, sehr beschnitten,
wir müssen zwei Echtheitsfragen unterscheiden:
1) Identität Manoppello mit „Veronika“ (Rom)
2) Identität Manoppello mit „Schweißtuch“ (Joh 20,6-7).
Zweitere wird bis ans Ende der Zeiten letztlich unbewiesen bleiben. Aber aus einem verblüfffenden Grund: Wissenschaftliche Untertsuchungen (wie in Turin) werden nur zu dem Ergebnis führen, dass es diese Abbildungen eigentlich „gar nicht geben darf“. Das hat DDL, wenn auch aus höhnischer Perspektive, ausnahmsweise richtig festgehalten.
Redaktion benachrichtigen Dementi + …
#20   Dr. Otterbeck   12:39:59 | Dienstag, 19. September 2006
Kirchenrechtlich
ist das Hauptproblem nunmal die wachsende Zahl vaganter Kleriker. Da die römische Kirche gottlob eine rechtlich verfasste Kirche ist (auch das hat Jesus gewollt), zwingt dieses Problem in Rom zu erhöhter Aufmerksamkeit. Das ideologische Brimborium würde man sicherlich gern einfach „übergehen“, aber aus der römischen Mühsal herauszulesen, als sei die SSPX in irgendeiner Form fähig, Rom zur Abkehr von Papst und Konzil zu zwingen, das ist absolut lächerlich. „Totlachen“ wird sich der Kardinal aber keineswegs. Denn dass eine sich „traditionell“ nennende Gruppe das geltende Kirchenrecht als Ganzes für obsolet erklärt, das ist für jeden Juristen ein harter Brocken.
Redaktion benachrichtigen Alter schützt vor Torheit nicht
#3   Dr. Otterbeck   12:33:48 | Dienstag, 19. September 2006
Relevant ist letztlich nicht die Echtheit,
sondern die Verehrung. Die Identität des Tuchs von Manoppello mit der von ca. 700 bis ca. 1600 in Rom (St. Peter) verehrten „Veronika“ (vielleicht von den Colonna geklaut??) hat Paul Badde jedenfalls so stichhaltig dargestellt, dass die Wahrscheinlichkeit „vernünftigen Zweifeln zu schweigen gebietet“. Wer zweifeln will, tut’s natürlich: So wie manche Da Vinci für den „Fotografen“ des Sindone halten wollen. In diesem Sinne kann, wer will, jedes Faktum für irrelevant erklären.
„Quaerite faciem eius semper!“ zitierte Joseph Ratzinger bereits in seiner Bonner Antrittsvorlesung.
Redaktion benachrichtigen Legalisierte Verbrechen + …
#2   Dr. Otterbeck   09:03:31 | Dienstag, 19. September 2006
DER SPIEGEL
von gestern war der erste seit langen Jahren, den ich gekauft habe, wegen des Titelbildes. Schon im 2. Pontifikatsjahr schafft Benedikt XVI. einen Spiegel-Titel. Im Vorjahr titelte man zum WJT noch garstig mit Karl Marx. Und der Artikel war auch streckenweise sehr fair, insbesondere hat die Redaktion den Anspruch der Rede in Regensburg anerkannt. Dass dann natürlich der päpstliche Hinweis auf die katholischen Maßstäbe „hinterfragt“ werden muss, das ist fast nur noch ein Rückzugsgefecht. Regensburg hat Maßstäbe gesetzt; und wer im Islam jetzt noch weiter krakeelt, hätte es auch bei jedem anderen „zweifelhaften“ Zitat getan, ob nun von Manuel II. oder von Bassam Tibi. Sich zur Moderne zu verhalten bleibt keiner Religion erspart.
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#112   Dr. Otterbeck   19:32:42 | Montag, 18. September 2006
Wahrscheinlich wechseln sich die Wachhunde ab.
Praepositus Goesche kann ja nicht alles selber machen.
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#15   Dr. Otterbeck   19:30:16 | Montag, 18. September 2006
Willkommen im Club!
Der Rösleinzüchter. Tatsächlich: Am Balkon habe ich ein recht stattliches Reservoir, aber dunkelrot missfällt Ihnen sicherlich.
Bo. VIII. wird zumeist falsch interpretiert; wesentlich ist die Differenzierung (!) , die damals geleistet wurde. Er war einer der brillianten Päpste des 14. Jhd. Aber nach ihm brach die Gefangenschaft aus, die Sie wohl gern wieder etablieren würden, hä, Carlos??
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#110   Dr. Otterbeck   19:24:52 | Montag, 18. September 2006
zu matt, die Pointen!
Von mir wurde einmal ein Text gekillt, weil ich Papst-und-Erzbischof mit Bindestrich schrieb; kleine Anspielung auf Pedro de Luna, den schon Johannes Paul I. mit Lefebvre verglichen hat. Dem Redakteur ist nichts zu schwer (begründbar).
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#11   Dr. Otterbeck   18:10:59 | Montag, 18. September 2006
„il manifesto“ scherzte auch,
die „Fehlbarkeit“ des Papstes sei erwiesen; auweia! Die Innovation bestand doch darin, dass sich der Papst einen „wissenschaftlichen Beitrag“ (zur Lage der Moderne) herausgenommen hat. Ein solcher Beitrag versteht sich immer als vorläufig, nie als definitiv. Aber wer weiß? Vielleicht wird man den Satz von der Glaubensvernunft, die niemals Gewalt billigt, eines Tages als „ex cathedra“ werten, wie weiland den Schlussatz aus „Unam Sanctam“. Für die SSPX sind beide Sätze gleichermaßen problematisch.
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#25   Dr. Otterbeck   18:01:25 | Montag, 18. September 2006
Schlamm, Schlämmer am schlämmsten
Unter den vielen frappierenden Erlebnissen mit kreuz.net gehört es zu den nachhaltigsten, dass die integralistische Front dem Papst erst einmal applaudierte, als es so schien, als habe er die Islamkritik betrieben, die ihm die Hassprediger vorwarfen (aber seine Kritik setzt eine Ebene „höher“ an) und jetzt, wo die Aufregung schon abebbt, wünscht man ihm klammheimlich ein „Martyrium“ an den Hals, für dessen unfehlbares Eintreffen man Fatima bemüht. Krank, kränker, am kränksten. Einigermaßen glaubwürdige Interpreten sehen im 3. Geheimnis eine Warnung bereits an Pius XII. (zum Bischof geweiht am 13. Mai 1917); das III. Geheimnis ist also mutmaßlich seit dem 8. Mai 1945 obsolet und nur zur Vermeidung von Panikmache so spät publiziert worden. Schlämmer, Matt und „Marcellinus“ warten also auf eine Fatima-Sensation wie die Zeugen Jehovas auf den jüngsten Tag. Wir aber warten aufs Christkind, nicht auf die Rache der Blutwurscht.
Redaktion benachrichtigen Rufmord am Mörderruf?
#33   Dr. Otterbeck   17:49:11 | Montag, 18. September 2006
Athanasius hat immerhin angekündigt, dass er dieses Bildes wegen kreuz.net nicht mehr liest.
Das wäre doch die Mühe wert gewesen.
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#22   Dr. Otterbeck   17:42:13 | Montag, 18. September 2006
Marcel, Wahnsinnsblutwurst!
Mallerais ist also Ihr Favorit?? Der „Schutzengel“ des Erzbischofs?? Und Fellay als Hauptmann einer „Todesschwadron“?? Was zahlen denn die bienfaiteurs der SSPX im Falle des Falles an El-Qaida??
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#13   Dr. Otterbeck   16:44:57 | Montag, 18. September 2006
mattissimo…
Sie zitieren „directives from Heaven“; ist mir nicht als Teil der Hl. Schrift bekanntgemacht worden.
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#8   Dr. Otterbeck   16:41:16 | Montag, 18. September 2006
Danke für den Tipp, Marcel!
Und wer hat Maria zur Mutter der Kirche proklamiert? Anlässlich „Lumen Gentium“? Papst Paul VI. am 21. November 1964. Und wer hat genau zehn Jahre später dem Papst den Krieg erklärt?? Sie wissen es. Ihr Idol war die größte Gefahr für die Kirche während der Nachkonziliaren Krise. Aber gottlob war der Glaubenssinn der großen Mehrheit nicht manipulierbar. Das Problem mit Ihren vagantemn Klerikern blieb vergleichsweise klein. Aber ich sehe durchaus die Gefahr, der der „Rechtsruck“, hin zur individualistischen Esoterik, hin zum subjektivistischen Okkultismus, Ihrer Clique neue antirömische Zyniker zuführen könnte. Da sei die Vernunft vor!
Redaktion benachrichtigen Kardinal Bertone ist in den Sturm geraten
#10   Dr. Otterbeck   16:34:55 | Montag, 18. September 2006
Matt, sehr matt…
Aus welcher Offenbarungsquelle schöpfen Sie denn?? Fatima betreffend wurde sicherlich nichts Wesentliches „vertuscht“. Das denken sich „Antikommunisten“ aus, die nach dem Verlust des Feindbildes gern weiterkämpfen wollen. Und dann muss es eben ein neues „Anti“ sein. „Wir sind Antipapst!“ Damit können Sie sich ja in Basra einreihen und schwarz-rot-goldene Fahnen verbrennen. (Jede Wette: Sie sympathisieren gewiss mit Schwarz-Weiß-Rot??)
Redaktion benachrichtigen Kardinal Bertone ist in den Sturm geraten
#8   Dr. Otterbeck   16:20:52 | Montag, 18. September 2006
Marcel
Halten Sie das für den Beweis, dass „Fatima“ durch Card. Ratzinger unvollständig publiziert wurde?? Wäre Ihr integralistischer Blutdurst denn endlich gestillt, wenn sich die Drohung verwirklichen würde??
Flehen Sie etwa jetzt schon um das Konklave danach, dass es Monsieur Fellay erwählen möge?? Glasperlenspiele!
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe wird „sicherlich im November“ freigegeben
#45   Dr. Otterbeck   16:15:50 | Montag, 18. September 2006
Was die Tradi immer noch nicht begreifen:
Der Thesenanschlag zu Regensburg war ein so fulminantes Bekenntnis zum „Modernismus“ (zum modernen Geisteshorizont; freilich nicht zum Modernismus, den Pius X. im Jahr 1909 mit der Exkommunikation des Loisy bereits besiegte), teils sogar über „V 2“ hinaus, dass selbst die völlige Totalfreigabe der Allerältesten Messe von der Krim bis zur Antarktis als „Waffe“ gegen „V 2“ überhaupt nicht mehr „zieht“. Und nur als Waffe ist sie der SSPX von Bedeutung (daher der grenzenlose Hass auf „Indultmessen“, denn diese stören die spalterische Absicht der „celebration ancienne“). Benedetto verunmöglicht den Integralismus in jeder Spielart (auch in islamischer) genauso effektiv wie Pio X. den Modernismus vernichtet hat.
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#6   Dr. Otterbeck   15:58:42 | Montag, 18. September 2006
Marcel, geben Sie uns einen Tipp!
Wann setzt sich eine islamistisch-sedisvakantistische Gemischte Kommission zusammen, um den „vakanten“ Papstthron mit einem weniger modernistischen Kandidaten zu besetzen?
Redaktion benachrichtigen Wachablöse im Vatikan
#17   Dr. Otterbeck   19:51:31 | Sonntag, 17. September 2006
Alfredissimo
Prosekretär oder Prosecco?? Und ihre liebe Haushälterin war dann wohl die pralle Emmi Nenz aus Schuss am Bug??
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#39   Dr. Otterbeck   19:49:13 | Sonntag, 17. September 2006
Danke, Alexandra, für den Hinweis.
Aber irgendwie bleibt es doch wohl wahr: Gott „wollte“ die Begegnung von Orient und Okzident, mit allen Licht- und Schattenseiten; Sünde, Gewalt und Verwirrung letztlich nicht ausgeschlossen. Jetzt geht es nicht mehr um Islamhetze, sondern um Islamläuterung. Da muss der interne Diskurs mitbeeinflusst werden; und das hat B XVI höchst effektiv getan. Er durfte nicht schweigen.
Redaktion benachrichtigen Reicht die vatikanische Erklärung?
#74   Dr. Otterbeck   19:45:29 | Sonntag, 17. September 2006
Montfalcone, Enderfers
Die neuesten Entwicklungen veranlassen mich keineswegs, den „Thesenanschlag zu Regensburg“ als weniger epochal aufzufassen als bereits hier vertreten. Da steckt noch viel mehr drin! Diese „Abschiedsvorlesung“ vervollkommnet die Antrittsvorlesung (Bonn 1959) und reißt für Christentum und (!) Moderne neue Horizonte auf. Die Muslimführer, die ihre Truppen krakeelen lassen, haben sehr wohl kapiert, dass der Papst dem Islam die Debatte um die Legitimität der Moderne aufzwingt; und in dieser Frage ist das Christentum einzigartig, also auch überlegen. Regensburg ist Volltreffer und Wendepunkt zugleich. Dass dieselben, die sonst gern (historisch) fragen „Warum hat der Papst geschwiegen?“ jetzt nörgeln „Warum hat der Papst gesprochen?“ ist doch keine Überraschung. Denn seit dem 12. September sind sie allesamt geadelt (Küng, Beck, taz…): „von gestern“.
Redaktion benachrichtigen „Bedaure Reaktionen auf meine Rede“
#27   Dr. Otterbeck   19:22:53 | Sonntag, 17. September 2006
Die kreuz.netter mögen Benedetto bekanntlich nicht.
Aber es ist schon hochinteressant, wer sich jetzt alles dranhängt an den scheinbaren „fauxpas“. Je lauter der Protest, desto falscher die Regensburger Rede?? Im Gegenteil: Das klare Bekenntnis zur Gewaltfreiheit der Religion im Kontext des modernen Horizonts ist ein mutiger, wichtiger Schritt gewesen. Das kann die hektische Kritik der „üblichen Verdächtigen“ nicht aus der Welt schaffen.
Redaktion benachrichtigen Heiliger Krieg gegen den Heiligen Vater?
#69   Dr. Otterbeck   15:50:33 | Samstag, 16. September 2006
„Veganer“ in der RAF?
Der „deutsche Herbst“ 1977. Schon vergessen??
Fast als wollten die Kinder der Landser auch Krieg spielen dürfen, auf ihre Art. Der völlig unmissverständliche Aufruf des Papstes zur unbedingten Gewaltfreiheit der Religion verdient gerade von „links“ heftigste Zustimmung. Aber wenn der Papst „peace“ sagt, dann muss ja ein Haken dran sein, irgendwo „Kreuzfahrermentalität“ dahinter stecken.
@Heger,
was haben Sie denn gegen die Lehren des Adolf Kolping?
(Kleiner Scherz.)
Redaktion benachrichtigen Der Staatssekretär springt in die Bresche
#11   Dr. Otterbeck   15:40:49 | Samstag, 16. September 2006
Unterschätzt doch bitte den Kardinal Bertone nicht!
Mit diesem statement hat er am zweiten Amtstag seine Gesellenstück abgelegt. In prägnanter Form: Nostra aetate mit drin, Assisi mit drin, WJT 2005 mit drin, weitere Zitate aus Regensburg/München. Jetzt müssen die Hassprediger kräftig nachlegen, wenn ihre Argumentation noch weiter „zündeln“ soll. Kaum möglich.
Redaktion benachrichtigen Ist der Islam dem Christentum unterlegen?
#27   Dr. Otterbeck   15:35:11 | Samstag, 16. September 2006
placet iuxta modum
@Heger
Die Türkei ist wahrscheinlich seit dem 12.09.2006 aus der EU „raus“ und der Gottesbezug kommt nach der Abdankung Chiracs 2007 in den EU-Verfassungsvertrag „rein“. Da riskiere ich eine mittelschwere Wette.
@Montfalcone
In diesem Sinne nämlich ist B XVI durchaus „Politiker“. Im 17. Jh. meinte man mit „politicanti“ die Papstkandidaten, die den Monarchien zu Willen sind. In dieser Hinsicht ist Benedetto sicherlich Mega-Eiferer (Weg mit der Tiara! Die trägt nur noch Petrus am 29. Juni im Petersdom); aber im Kontext der „neueren Päpste“ (wie Dignitatis Humanae die Linie seit Pius IX. auszieht) ist er eben doch Diplomat. Die u.U. bewusst „fahrlässige“ Interpretierbarkeit war sicherlich nicht so „naiv“ wie Herr Ring-Eifel (KNA) meinte kommentieren zu müssen.
@Malachias
Die „Weissagungen“ wurden trotz ihrer zweifelhaften Herkunft noch in einem Papstbuch der 1920er Jahre pflichtschuldigst abgedruckt. Im Kommentar wurden die Zweifel daran zwar mitgeliefert, aber seit Pius VI. hatten diese Benennungen beträchtliche Eigendynamik entwickelt. In der Spur dieser „Eigendynamik“ geben sie vielleicht Anregungen zur Interpretation. Tatsächlich geht eine bestimmte Erscheinungsform des Papsttums zu Ende, eine „neue“ Form tut sich auf (eigentlich schon seit Pius XII., der seine universale Vaterschaft heftig empfand). Wer aber war der „Übergangspapst“? Erst dieser –- oder doch der, der ihn zum Kardinal erhob??
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#8   Dr. Otterbeck   15:18:29 | Samstag, 16. September 2006
Dr. Enderfers
Das Schema der Kritik „vom anderen Ende des Spektrums“ war bekanntlich schon häufiger als Antikritik der Kritik von dieser abhängig (etwa die Syllabus-Interpretation der Extremen Rechten oder auch die Gleichsetzung „V 2“ = „1789“); was Sie aber hier schon des öfteren sehr beispielgebend unterstützt haben, das ist die „critique de la critique“ (so Guitton im Anschluss an P. Lagrange OP). Und diese stützt auch der Hl. Vater.
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#32   Dr. Otterbeck   15:14:18 | Samstag, 16. September 2006
Sartre und der Index
Mir lag es völlig fern „Die Hölle sind immer die andern“ als Weg zu empfehlen, aber man stößt in diesem Forum eben doch immer sehr schnell an die Grenzen adäquater Ausdrucksweise. Aber wahrscheinlich gibt es sie doch, die Dämonen, die ein „Tu es Petrus“ in die falsche Richtung singen (oder doch: knirschen).
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#30   Dr. Otterbeck   14:49:39 | Samstag, 16. September 2006
Aha…
Also doch: Der Rauch Satans? Der Teufel gibt sich nicht mit Kleingeld zufrieden, sagte Marthe Robin einmal. Den größten antikirchlichen Nutzeffekt hat „der“ Feind, wenn er Liebhaber von Liturgie, Weihrauch und Choral vom Mitsein mit der Kirche ins fanatische Abseits bringen kann, wo vom Glauben nur noch der Name bleibt; und dann sind die „Hölle“ immer die andern, nämlich die Römer, die „Irren“.
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#23   Dr. Otterbeck   14:41:04 | Samstag, 16. September 2006
Schon möglich, Montfalcone!
Joseph Ratzinger ist immerhin Vollprofi; und auch „Politiker“ (wenn man die Unterscheidung des 17. und 18. Jh. der Papsthistorie noch anwenden darf); „Zelant“ (wie J P II) ist jemand, der sich in die Ahnenreihe Benedikt XIV. – Benedikt XV. stellt, eher weniger.
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#28   Dr. Otterbeck   14:37:59 | Samstag, 16. September 2006
Kryptischer Existenzialismus
Tja, dann wäre wohl noch genauer zu klären, welche Ausprägungen des Integralismus „noch“ (atheistische) Weltanschauung sind, welche aber eben doch nur „Neurose“ (wie Carlo R. vice versa immer wieder durchblicken lässt).
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#21   Dr. Otterbeck   14:27:19 | Samstag, 16. September 2006
Einkalkuliert?
Wohl eher: riskiert; das Thema Gott-und-die-Vernunft hätte aber wohl kaum effektiver etabliert werden können.
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#12   Dr. Otterbeck   14:11:50 | Samstag, 16. September 2006
Warum keine Vorlesung?
Niemand kann dem Papst „verbieten“, dass er Vorlesungen hält. Wohldosiert kann es nützen. Das zeigt unser Beispiel vom 12. September. Aber zu welchem anderen Thema wäre diese Verlautbarungsform noch vonnöten? B XVI hat das zentrale Thema besetzt, mit einem Vortrag von 6 Druckseiten (mein Ausdruck von vatican.va); besser konnte er „Sein Thema“ (Bonn 1959) gar nicht auf die Tagesordnung bringen. Deshalb nenne ich das den „Thesenanschlag von Regensburg“. Und Frau Pilters (ZDF) blökte in der Richtung als sei „außer Spesen nichts gewesen“. In Wahrheit war Regensburg 2006 eine der wirkungsstärksten Papstreisen seit Polen 1979. Wetten dass??
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#25   Dr. Otterbeck   14:05:56 | Samstag, 16. September 2006
Montfalcone über Gadamer
Zugegeben, ich wollte „meinen Therapeuten“ (Carlo) provozieren. Es ging mir nicht um Gadamer (den ich selbst mal erlebt habe) oder Ricoeur. Dass aber Regazzoni seine „Argumente“ ausgräbt, wo er sie nur finden kann, dass hat doch wohl krypto-existenzialistische Züge? („Ich mach mir mein Universum täglich selbst.“) Oder wie soll man das nennen??
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#17   Dr. Otterbeck   13:27:49 | Samstag, 16. September 2006
Sulpicius
Da sollte man erstmal den Wortlaut abwarten. In der Sache selbst ist doch gar nichts zurückzunehmen.
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#13   Dr. Otterbeck   13:26:11 | Samstag, 16. September 2006
Emmi-nenz Dorothea??
Wissen Sie denn über den Status Bescheid?? War die Eminenz von 1965-67 Pro-Präfekt??
Redaktion benachrichtigen Ist der Islam dem Christentum unterlegen?
#15   Dr. Otterbeck   13:23:28 | Samstag, 16. September 2006
@Malachias
Wenn Ihr Name dem Malachias der mutmaßlich gefälschten Weissagungen entlehnt ist, dann rechnen Sie doch sowieso schon damit, dass „gloriae olivae“ eine jüdische Unterwanderung der Kirche und „zwingend“ den baldigen Weltuntergang anzeigt?? Das Gegenteil ist der Fall. B XVI beendet die Epoche der (ggü. weltlicher Herrschaft) defensiven Päpste und eröffnet, in der Spur seiner Vorgänger, eine Ära „evangelischer“ (kerygmatischer) Amtsauffassung; und das, zu Ihrem Verduss: in nomine Domini.
Redaktion benachrichtigen Wachablöse im Vatikan
#12   Dr. Otterbeck   13:16:31 | Samstag, 16. September 2006
@Alfredo
Wann waren S. E. denn „Propräfekt“ des S. Uffiz?? Das Offizium hatte einen Kardinal als Sekretär (!), erst die Kongregation f.d. Glaubenslehre einen Präfekten; vielleicht von 1965-67 einen Propräfekten??
Redaktion benachrichtigen Papst und Erzbischof Lefebvre in trauter Eintracht
#56   Dr. Otterbeck   13:12:00 | Samstag, 16. September 2006
@Stephanus
Es ist sicherlich nicht unproblematisch, wenn der Papst hin und wieder zu „flotte“ Worte macht. Aber im Fall der Regensburger „Thesen“ gibt es gar kein Vertun. Das war nötig und wird allmählich auch erkannt werden. „Erstmals“ (wahrscheinlich) hat der Papst die Führung im modernen, globalen Diskurs übernommen. Die Extreme Rechte wird ihn alsbald wieder der Häresie „überführen“. Aber das sind vernachlässigbare Nebenschauplätze angesichts der hohen Aufgabe, die sich für das III. Jtsd. immer deutlicher abzeichnet.
Mit anderen Worten: Noch nie waren Lefebvre und (!) Küng so sehr von gestern.
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#8   Dr. Otterbeck   12:57:00 | Samstag, 16. September 2006
Turk: Der neue „Außenminister“
des Papstes ist bekanntlich Islam-Experte. Wahrscheinlich beginnt eine „Nahostpolitik“. Denn heute braucht das Christentum im Orient so dringen einen „modus non moriendi“ wie ihn Casaroli im Warschauer Pakt zu etablieren versuchte. Für Benedikt XV. hat man in Istanbul ein Denkmal errichtet. Eines Tages bekommt Benedikt XVI. in Bagdad auch eins.
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#13   Dr. Otterbeck   12:52:31 | Samstag, 16. September 2006
Murx, der Existenzialist im Gewande des Exorzisten;
der Papst hat in Regensburg an Mariä Namensfest ein Zeugnis für Wahrheit und (!) Vernunft abgelegt. Damit hat er am 12. September auch auf den 11. September geantwortet. Das war mutig, beherzt und auf milde Weise sogar provokativ. Es sollte sicherlich eine gelehrte Provokation im Raume der Wissenschaft bleiben. Wenn das Feinde der Vernunft im Namen der Religion zu Hasspredigten nutzen: Das musste diesmal riskiert werden. Die rhetorische Abfederung des Manuel-Zitats war vielleicht nicht unmissverständlich genug, aber gegen Umdeutungen musste sich Joseph Ratzinger auch im „eigenen“ Lager immer wehren. Trotzdem kann er nicht schweigen. Bereits die Differenzierung zwischen „frühen“ und „späten“ Suren des Koran lässt Fanatikern die Zornesröte ins Gesicht steigen, ganz so wie das „für alle“ im deutschen Messtext („NOM“) diesseits der Alpen. Darauf kann man nicht endlos Rücksicht nehmen. Ich bleibe bei meiner Wertung: Diese Vorlesung markiert den Anfangspunkt für das große Thema der nächsten Jahre. Den Zorn islamischer Integralisten darf man aus Liebe zur Vernunft „in Kauf nehmen“, um den Schatz im Acker zu erwerben. Irgendwie auch niedlich, dass sich der schwule Beck und Küng jetzt „am Hindukusch“ gegen den Papst echauffieren.
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#5   Dr. Otterbeck   12:06:57 | Samstag, 16. September 2006
Schüttel:
Die voreilige islamistische Raserei wird sich bald legen und man wird den Text lesen. Und er wird „Wirkungsgreschichte“ zeigen. Dieses eine Mal musste der Papst nochmal als Professor auftreten, so problematisch es auch ist. Denn diese milde Provokation in alle Richtungen hätte in keiner anderen Verlautbarungsform stattfinden können. Johannes Paul II. hatte sich bereits erlaubt, neben „amtlichen“ Texten auch private zu veröffentlichen. Das wird mit zusätrzlichen wissenschaftlichen Beiträgen eines Papstes möglicherweise überschritten (auch mit „Live-Interviews“), aber für diese eine „Regelverletzung“ wird der ganze Westen noch dankbar sein; und phasenverzögert dann auch der Orient, sofern ernstlich religiös interessiert. Denn der Papst hat ein neues Leitmotiv vorgestellt: Vernunft in der Weite der Ehre Gottes. Benedictus qui venit in nomine Domini.
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#10   Dr. Otterbeck   11:56:27 | Samstag, 16. September 2006
Ist Ratzinger dem Küng unterlegen?
Endlich, endlich kann Hans Küng, unisono mit Volker Beck, mal wieder was gegen den Papst und zugunsten seiner eigenen grenzenlosen Erkenntnis vortragen. Paul Badde hat mit Recht daran Zweifel geäußert, ob ein Papst überhaupt Vorlesungen halten soll. Das ist möglicherweise ein Problem; aber dieses eine Mal genügt auch. Jeder, der jetzt ängstlich zurückzuckt und meint, die Sache sei dem Papst aus dem Ruder gelaufen, der irrt. Ein gewisses provokatives Element war im Thesenanschlag zu Regensburg durchaus beabsichtigt, in komprimierter Form: Und in mehrere Richtungen. Auch der „späte Ratzinger“ („Abschiedsvorlesung??“) ist seinen Kritikern immer noch haushoch, turmhoch überlegen. Denn er zwingt nicht nur dem Islam eine „Reformation“ auf, auch der „Aufklärung“. Das ist es, was in Regensburg passiert ist, ein neues Leitmotiv ist da:Aufklärung für alle, mittels der katholischen Wahrheit. Also nicht: Religion in den Grenzen der praktischen Vernunft, sondern Vernunft auf dem weiten Felde der Ehre Gottes. Diese Vorlesung hat ein Resumee aus 2000 Jahren gezogen und ein neues Kapitel eröffnet. Das werden besonnene Vertreter des Islam wie der Moderne noch ausloten. Hoffentlich kann Rom schnell den definitiven Text herausbringen.
Redaktion benachrichtigen Gemeinsamer Abwasch
#25   Dr. Otterbeck   11:41:19 | Samstag, 16. September 2006
Liebe Frau Bussmann,
Ihrer Kritik am Machtgebaren konkreter kirchlicher Herrschaftsverhältnisse („moderner Integralismus“) stimme ich ja zu, aber in Fragen der so gen. Frauenordination sind Sie auf dem Holzweg. Das ist weder eine Glaubens- noch Sittenfrage, sondern eine der vorausgesetzten Gegebenheiten für die Verfassung der Kirche, wie Christus sie gegründet hat. Die päpstliche Affirmation dieser Realitäten ist unfehlbar, nicht weil er damit eine Glaubens- oder Sittendefinition getroffen hat, sondern (einmal mehr) bekräftigt hat, was eigentlich selbstverständliche Prämisse christlicher Identität war. Eine Frau ist eine Frau. Ein Priester ist ein Priester. Ein ehelicher Akt ist ein ehelicher Akt. Heute müssen in diesem Bereich banalste Selbstverständlichkeiten mit hohem Aufwand klargestellt werden, weil die „Welt von heute“ nunmal eine Fortschrittsstufe erreicht hat, bei der diese „Gegebenheiten“ als „Gemachtheiten“ interpretiert werden können. Es sind aber Gegebenheiten, die das „richtige Hören“ herausfordern. Auch der moderne Fundamentalismus ist da wohl taub.
Redaktion benachrichtigen Papst und Erzbischof Lefebvre in trauter Eintracht
#52   Dr. Otterbeck   14:14:13 | Freitag, 15. September 2006
„Räubersynode von Trastevere?“
Criticus, Sie ahnen wahrscheinlich selbst, dass Sie mit Ihrer krypto-juridischen Auffassung vomn kirchlichen Amt in eine Sackgasse laufen. Tatsächlich, der „Sitz“, den sich die action francaise als Papstthron dachte, die virtuelle papaté im Interesse eines modernbisierten Ancien Regime, der Sitz ist seit jeher vakant und war nie besetzt. Aber „pragmatisch“ ist dieser „Sedisvakantismus“ nicht, sondern unzulänglich. Denn nicht einmal Pius X. füllte das Amt so aus, wie es ihm Maurras et al. zuschrieben („Retter Frankreichs“).
Ein Pastoralkonzil ist übrigens eins, das das Amt stärkt (aus Kosten einer bestimmte Lehre, die mit Ideologien verwechselbar sein könnte), es ist stärker aus ein bloß definierendes Konzil, dessen Stimme allzu oft ohne Tragweite blieb. Die „Räubersynode“ hat manche Gewissheiten geraubt, aber der Kirche weite Felder erschlossen. On verra.
Redaktion benachrichtigen Im Kreuzfeuer
#72   Dr. Otterbeck   14:02:12 | Freitag, 15. September 2006
L’integrisme est un existencialisme;
B 78: Jetzt haben Sie den link zwar „sauber“ angegeben, aber nicht mehr als link…
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#18   Dr. Otterbeck   14:00:41 | Freitag, 15. September 2006
@Stimme
Carlo kann nicht schweigen; aber auch ich müsste es. Allerdings lässt sich die Begeisterung über den „Thesenanschlag zu Regensburg“ meinerseits kaum bremsen. Wird auch Zeit, den Zukunftsthemen entgegenzugehen, anstatt immer noch beim „ceterum censeo“ zu verharren („l’integrisme est un existencialisme“).
Redaktion benachrichtigen Ein unvergeßliches Andenken für Sammler und Liebhaber
#9   Dr. Otterbeck   13:56:55 | Freitag, 15. September 2006
Criticus
Persönliches Beispiel: Ich habe sowohl auf dem Marienfeld als auch bei der Neuen Messe München (eine Ortsbezeichnungh, die NOM-Hasser doch eigentlich zum Spott reizen müsste??) auf die persönliche Kommunion im Gedränge verzichtet, schweren Herzens, aber doch.
Redaktion benachrichtigen Islamkritik zurückgenommen + …
#16   Dr. Otterbeck   13:53:31 | Freitag, 15. September 2006
Don Carlos
Wie wär’s denn mal mit Voralpenveilchen statt Neurosen?? Im Ernst: Wer Gadamer und Ricoeur zu Zeugen gegen B XVI anruft, der steht dem Existenzialismus nicht fern. Die Geburtsstunde der Piusbruderschaft und aller Absplitterungen „rechtswärts“ war eine quasi existenzialistische Revolte gegen die neomarxistische Dominanz in der frz. Jugendkultur nach Mai 68 und ist von der kath. Tradition ebenso weit weg wie Simone de Beauvoir selbst. Es ist eben ein „absolut falscher“ Traditionsbegriff. Das muss die authentischen Freunde der Tradition nicht davon abhalten, dem Engagement des Alterzbischofs auch Positives abzugewinnen, aber im Kern hat er das Wesen des Katholizismus nicht begriffen; zugegeben: Das ist schwer im Horizont des modernen Bewusstseins. Aber ich entrinne der Moderne nicht, indem ich, auf der Grundlage ihres Subjektivismus, blöke: „Vous etes un moderniste!“ Das kann jeder nämlich jedem vorhalten, wenn erstmal die Kompetenz-Kompetenz des petrinischen Amtes in Abrede gestellt wurde. Dass diese Kompetenz besteht, macht niemand so einleuchtend klar wie der gegenwärtige Papst. Benedictus qui venit in nomine Domini.
Redaktion benachrichtigen Im Kreuzfeuer
#70   Dr. Otterbeck   13:44:10 | Freitag, 15. September 2006
„Thesenanschlag zu Regensburg“
Laut vatican.va steht die endgültige, mit Anmerkungen versehene Fassung der Papstvorlesung noch aus. Da könnte sich die Libreria Editrice Vaticana mal selbst übertreffen und die Vorlesung separat rausbringen, vielleicht deutsch-englisch? Dann kann der Westen unverzüglich ran an die päpstlich gestellte Hausaufgabe.
@Stimme
Vom link des B 78 konnte man den 2. Teil verwenden.
Redaktion benachrichtigen Im Kreuzfeuer
#68   Dr. Otterbeck   13:32:52 | Freitag, 15. September 2006
Die Journaille rennt in die falsche Richtung,
aber immerhin: Das Thema ist da. Und klügere Gemüter lesen jetzt den Originaltext. wie es schon P. Gemmingen euphorisch erhoffte („Das darf nicht untergehen. Das muss auf Seite 1 der Zeitungen.“). Anders zwar als erhofft, aber immerhin: Der „Thesenanschlag zu Regensburg“: ein Volltreffer.
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#14   Dr. Otterbeck   13:29:36 | Freitag, 15. September 2006
@Stimme aus Wien
Danke für die Blumen. Meinem Bruder schrieb ich gerade, die Vorlesung des Papstes sei ungefähr so bedeutend wie der „Thesenanschlag“ von 1517. Das ist vielleicht etwas waghalsig. Aber offenkundig (anders als im Gespräch mit Everding 1995) hat sich Benedikt XVI. die These seines Vorgängers zu eigen gemacht, dass das III. Jahrtausend eines der Konvergenzen sein wird.
Die Tradi sind leicht ruhigzustellen: Ein einzelnes Kaiser-Manuel-Zitat und schon brandet Applaus auf! Aber deren eigenmächtige Dogmatisierung ihrer haltlosen Syllabus-Extrapolationen hat der Papst vollständig den Boden entzogen, in derselben Rede. In Köln wurden 2005 nämlich schon Nietzsche, Marx und Freud beerdigt. Regensburg ist jetzt das ehrenhafte Urnengrab für die Irrtümer der Luther, Kant und Sartre (inkl. der „Rechtsexistenzialisten“ à la Lefebvre). Unter gleichzeitiger Vollanerkennung der modernen Geistesentwicklung! Erstmals! Das sind massive „Hausaufgaben“ wird den Westen.
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#12   Dr. Otterbeck   12:59:59 | Freitag, 15. September 2006
Benedetto
hat überhaupt gar keine Islamkritik vorgelegt, die über bekannte Vorbehalte hinausreicht. Die Vorlesung ist in vollem Einklang mit Nostrae aetate. Neu ist die komprimierte Selbstkritik des modernen Bewusstseins. Hier wird der neue Diskurs aufgetan. Der ist für den Westen ebenso „gefährlich“ wie für den Islam. Aber wenn sich die Debatte „günstig“ entwickelt, dann bleibt die Türkei eben draußen aus Europa. Zum Verdruss der USA.
Redaktion benachrichtigen Papst und Erzbischof Lefebvre in trauter Eintracht
#50   Dr. Otterbeck   12:00:29 | Freitag, 15. September 2006
Traute Eintracht
Criticus: Wieviele ex cathedra Entscheidungen zählen Sie denn? Die Problematik ist nicht völlig unbedeutend. Man wird das Lehramt weniger „definitiv“ als „affirmativ“ verstehen müssen, also der Selbstkorrektur fähig. Der definitive Satz ist eine Ausnahmerscheinung. Dass es keine päpstliche Entscheidung zur Auferstehung Jesu gibt bedeutet ja nicht, dass diese nicht stattfand.
Redaktion benachrichtigen Gemeinsamer Abwasch
#15   Dr. Otterbeck   09:44:41 | Freitag, 15. September 2006
Gebet und Opfer,
liebe Frau Bussmann, markieren keinen „Weg nach innen“, sondern einen Weg „darüberhinaus“. Ohne diese Einsicht mutet es natürlich seltsam an, dass das Christentum von allen (!) auch „Selbstdisziplin“ verlangt. Gott kommt mir nicht im Mir Mein Mich sondern im Dir Dein Dich entgegen (vulgo: Liebe). Es fällt schon auf, dass Wir-sind-Kirche vor allem im „Triebbereich“ so ausfallend argumentiert. Als könne man die Sünde aus der Welt schaffen, indem die Kirche sie bemäntelt.
Das Ordensleben bspw. kann nur verlieren, wenn es sich als „gemäßigt geil“ definiert, nicht aber als Entsagung.
Man darf die alten Begriffe nicht zur Demütigung verwenden, aber sie haben einen werthaltigen Kern, der sich nicht beliebig umdeuten lässt („Jesus heute: 28 Stunden Woche“). Kirchenreform heißt nicht: bequemer sündigen, sondern: Mehr Gebet, mehr Arbeit.
Redaktion benachrichtigen Papst und Erzbischof Lefebvre in trauter Eintracht
#48   Dr. Otterbeck   09:33:04 | Freitag, 15. September 2006
@Criticus
Weder ist die Kirchengeschichte „voll“ irrender Päpste noch gibt es so zahlreiche unfehlbare Definitionen. Die Liste der Ex-Cathedra-Definitionen wurde in den letzten zwei Jahrhunderten immer kürzer (von ca. 20 auf 2), weil nämlich die Kriteriologie des I. Vatikanum zu einer immer strengeren Rezeption führte. Also: Im Gegensatz zur Intention der erstvatikanischen Mehrheit hat die wirksame Definition 1870 zu einer Einengung des unfehlbaren Papsthandelns auf nach heutiger Meinung 1-2 Akte geführt (nur 1 (1950), wenn man V 1 ganz streng auslegt). Aber auch mit den Irrtümern ist es nicht so weit her. Problematisch urteilten Honorius, Liberius und Johannes XXII. hinsichtlich der unmittelbaren Gottesschau der Seelen (zurechtgerückt von seinem Nachfolger). Der „Fall Galiei“ ist erwiesenermaßen kein Fall päpstlichen Irrtums in Glaubens- oder Sittenfragen. Dem Syllabus 1864 hatten nur Eiferer eine „ex cathedra“ Geltung zugesprochen (eher noch Quanta cura). Aus der Sackgasse heraus führt nur die Überzeugung, dass jedem Nachfolger Petri ein Spielraum der Anwendung des Lehramts auf den heutigen Tag bleibt. Etwa sagte Benedikt XVI. bei seiner Vorlesung, dass die Grundentscheidung zur Glaube und Vernunft zum Wesen des Glaubvens selbst gehört und sich einer Relativierungh durch vorgebliche „Inkulturation“ entzieht. Ex cathedra gesprochen –- oder nicht?? Jedenfalls affirmativ gesprochen und das ist der wesentliche Charakter des „ordentlichen“ Lehramts. Affirmativ ist auch V 2 zu lesen, nicht
Redaktion benachrichtigen Widersprüchliches zum Opus Dei
#34   Dr. Otterbeck   09:45:17 | Donnerstag, 31. August 2006
Malachias
sieht das Werk als Teil der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung. Nicht weiter ernstzunehmen.
Redaktion benachrichtigen Gründer der Johannesgemeinschaft gestorben
#7   Dr. Otterbeck   09:09:29 | Dienstag, 29. August 2006
500 : 500
Es fällt doch auf, dass die „kleinen Grauen“ zahlenmäßig so stark sind wie die SSPX [v.d.Red. geändert] . Aber sie machen keinen Lärm, sondern gehen ihren Weg.
Wenn ich es richtig weiß, war P. Philippe auch der Redakteur des Konzilsdokuments zum Ordensleben. Zu den heftigsten Statements, die Papst Montini je geäußert hat, gehört (neben dem „absolut falschen“ Traditionsbegriff der SSPX) die absolute Zurückweisung der „weichen Welle“ in den Orden (schon 1963).
Das ist Tradition.
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#30   Dr. Otterbeck   12:51:50 | Montag, 28. August 2006
Es trifft zu, dass der Staat befugt ist, Grenzen zu setzen.
Das Staatskirchenrecht in Dtld. ist diesbezüglich leider nicht über die Weimarer Reichsverfassung hinausgelangt. Aber zunächst bestimmt die Staatsverfassung und die Gesetzgebung des Staates, welche konkrete Ausprägung die Religionsfreiheit im bürgerlichen Zusammenleben haben soll. Das ist nicht konfliktfrei, aber bei weiterem der bessere Weg als eine (falsch verstandene) „Christkönigsherrschaft“ in eine Vielzahl von Gesetzespflichten umzugießen, die eigentlich nur Appell an die freiwillige Nachfolge Christi sein können. Freilich gibt es eine dem Christentum günstigere Gesetzeslage (als etwa etwa zu § 218 StGB), aber nicht Differenzen zwischen Gesetz und Sittengesetz sind die Katastrophe des Christentums (es ist ihnen gewachsen!) sondern eine virtuelle Integration beider (egal ob „liberal“ oder „integral“), das wäre die Katastrophe des Christentums gewesen. Und das hat nicht erst Dignitatis Humanae erkannt, sondern schon Gregor XVI. und Pius IX. Die Kirche will die Differenz „beider Reiche“!
Redaktion benachrichtigen Widersprüchliches zum Opus Dei
#26   Dr. Otterbeck   11:21:37 | Sonntag, 27. August 2006
Mal rechts, mal links
Nach ca. 40 Jahren vehementer Kritik von „links“, wird in den nächsten Jahrzehnten wohl die Kritik von „rechts“ wieder zunehmen, wie schon in den 1930er und 40er Jahren. Die Kritik der Extremen Rechten am Katholizismus ist aber weit heimtückischer als die banale, liberale Kritik, die schon heute nur noch „über 70 jährige“ fasziniert (wie Klaus Berger in „Widerworte“ festhielt).
Redaktion benachrichtigen Der Tanz ist keine Ausdrucksform christlicher Liturgie
#19   Dr. Otterbeck   10:47:18 | Freitag, 25. August 2006
Brigitte Bussmann
Sie meinen das Hauptgebot der Selbstbefriedigung?
Redaktion benachrichtigen Warum können die Engel fliegen?
#55   Dr. Otterbeck   12:10:59 | Mittwoch, 16. August 2006
Der Papst lässt Engel steigen,
nicht Drachen. Und ist sicherlich lange noch nicht mit seinem „Latein“ am Ende. Die Interview-Antworten kamen etwas hektisch, gepresst „rüber“. Vielleicht ist das Live-Interview doch dem päpstlichen Amt weniger angemessen. Inhaltlich war die Spannweite der Antworten ausnahmslos überzeugend. Aufgefallen ist mir die bewusste Freigabe freimütigen Austauschs bei Ad-limina-Besuchen, Synoden und (aufgewertet) im Konsistorium. Ich vermute, dass jährliche Konsistorien im „Plan“ sind, aber nur alle 3-5 Jahre eine Bischofssynode. Letztere ist wohl kaum als Organ der Mitregierung, sondern nur für die offene Meinungsbildung von Rang. Da sich das Diakonat an der Grenze vom ministerium zum Priestertum bewegt, wird man wohl keine weihegebundenen Ämter für Frauen einrichten, sondern Beauftragungenen.
Wahrscheinlich geht es in die Richtung.
Redaktion benachrichtigen Papst wie vor Gericht + …
#5   Dr. Otterbeck   13:34:04 | Dienstag, 8. August 2006
wegen Häresie?
Extra für Sie, Dr. Heger, stat crux nochmal unter Klarname: tja, wegen Häresie. Aber wer beurteilt das? Kompetenz ist eine Kompetenzordnung und nicht ein Weisheitsgrad. Also nicht „Kompetenz“ macht kompetent, sondern Kompetenz. Der extrem seltene Fall eines härtetischen Papstes (wird m.E. für Honorius, Liberius und teilw. für Johannes XXII. diskutiert) ist wohl dem Vertrauen auf die göttliche Vorsehung für Seine Kirche anvertraut. Durch die kann sich autorisiert „fühlen“ wer will, rechtlich betrachtet sind Luther, Lefebvre und Hitler allesamt „outlaws“. Der römisch-katholische Amtsbegriff ist nunmal nicht charismatisch überblendbar. Oder nach preußisch-allgemeinem Landrecht: „Wo kämen wir hin?“
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#46   Dr. Otterbeck   08:33:42 | Sonntag, 6. August 2006
Transfiguration du Seigneur
Nachdem ich gestern reichlich Pulver verschossen habe, gelingt vielleicht mal eine Pause von kreuz.net.
Hier aber noch für Möchtegern das
Suscipiat Dominus sacrificium de manibus tuis ad laudem et gloriam nominis sui, ad utilitatem quoque nostram totiusque Ecclesiae suae sanctae.
(MR 2002)
Redaktion benachrichtigen Warum Eltern ihre Kinder vor dem Staat schützen sollten
#214   Dr. Otterbeck   22:29:07 | Samstag, 5. August 2006
23er: minder schwerer Fall,
nee, nicht Gerichtsshows, -säle!
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#28   Dr. Otterbeck   22:11:19 | Samstag, 5. August 2006
Der Sühnopfergedanke
besagt ja, dass Christus, Gott selbst, ein für alle Mal Schluss gemacht hat mit jedwedem Religionswahn, demnach Menschen überhaupt ein gottgefälliges Opfer darbringen könnten! Religionssoziologisch ist das christliche Opfer „nur“ ein Erinnerungsposten an all das vergebliche Bemühen religiösen Verhaltens, durch irgendeine „Hingabe“, Gabe, Aufopferung das Böse zu bannen und Gott gnädig zu stimmen. Diese Last hat Christus ein für alle Mal der Menschheit abgenommen. Die Erlösung von der Erbschuld wirkt sich nicht zuletzt aus als die Befreiung von jedwedem heidnischen Religionszwang. Insofern ist das reale Opfer Christi das Ende aller „Opfer“. Wir können seiner Tat substanziell nichts hinzufügen. Gerade dieses Erstaunen befähigt aber zu gerechten Werken. „Mache uns auf immer zu einer Gabe, die Dir wohlgefällt, damit wir einst das verheißene Erbe erlangen.“
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#91   Dr. Otterbeck   22:03:14 | Samstag, 5. August 2006
Amok, Koma und dergleichen
macht uns Dichter nicht zu Leichen,
saufen wenig, bleiben helle,
reimen manchmal noch zu schnelle.
Aber amoktrinken lässt erreichen,
dass wir uns ins Koma schleichen.
Und der Reim ist endlich hin, schlimm.
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#24   Dr. Otterbeck   21:54:16 | Samstag, 5. August 2006
Freunde der Tradition können
(da brach’s voriges Mal ab) der Feier des Novus Ordo durchaus helfen, „römischer“ zu werden. Aber das genügt den Pharisäern nicht. Die ca. 500 Lefebvre-Kleriker wollen „Lordsiegelbewahrer“ eines Traditionsmonopols sein, das sie selbst erfunden haben. Der dort gelehrte Traditionsbegriff ist „absolut falsch“, wie auch die unsinnig „kryptomagische“ dortige Deutung der Transsubstanziation nahelegt. Diese Deutung ist modern (naturalistisch) und nicht traditionell (auf die Ordnung der Gnade bezogen).
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#89   Dr. Otterbeck   21:48:35 | Samstag, 5. August 2006
Wichtig tun
und wichtig reimen,
macht schon Spaß
in frommen Heimen,
doch hier im kargen Bürgerleben
geht auch manches mal daneben,
weshalb uns armen, kleinen Lichtern
Trost sei gegönnt
von Bösewichtern.
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#20   Dr. Otterbeck   21:44:53 | Samstag, 5. August 2006
Okay:
Weitere Annäherungen. Sind wir uns denn ad 1) einig, dass der Opfercharakter abhängt vom amtlichen Vollzug der Messfeier durch den geweihten Priester? Dann wäre die Frage der liturgischen Texte an die amtliche Autorität delegiert. Der Tiefgang, mit dem der (explizit:) Sühnopfercharakter der Messe im Volk wahrgenommen wird, wäre dann eine Frage an Katechese und Pastoral.
Sind wir uns ad 2) einig, dass die Ursachenforschung hinsichtlich der Krisensymptome (die im deutschsprachigen, frz. und ndl. Raum am stärksten sind) die „Messe Pauls VI.“ zu Unrecht mit der Alleinschuldfrage konfrontiert? Ich erinnere nochmals, dass Paul VI. in seinen Enzykliken von 1964, 1965 und 1967, im Credo von 1968 und auch in „Evangelii nuntiandi“ an der kath. Tradition keine Zweifel offen gelassen hat. Aber: „Ein Papst macht noch keinen Sommer.“ Pius XII. hat glanzvoller und ruhmreicher amtiert als alle Vorgänger seit 1800 (wahrscheinlich seit 1570), trotzdem konnte seine Methode die Krise nicht bannen. Die Stimme der nachkonziliaren Kirche hat weltweit eine größere Tragweite als zuvor. Und auf den anderen Kontinenten hat der NOM die Liturgie erst für die Beter aufgeschlossen. Schon deshalb gibt es kein Zurück im großen Stil. Die Freunde der „Tradition“ können
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#86   Dr. Otterbeck   21:27:48 | Samstag, 5. August 2006
Das Land der Richter und Henker
Muss denn S.C. jetzt noch dichten?
Nur ums S.K. gleichzurichten?
Mitnichten, mitnichten Nachtschichten!
Wollen wird wagen uns so zu plagen?
Ach, arm sind wir kreuznett-Wichte.
Rülpss…
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#208   Dr. Otterbeck   21:24:29 | Samstag, 5. August 2006
Man unterscheidet im dt. Strafrecht ja
auch zwischen Mord und Totschlag; beim Mord müssen bestimmte Motive hinzutreten, so gen. „Mordmerkmale“. Mich hat immer gewundert, dass hinsichtlich der Abtreibung nicht differenziert wird zwischen „Arglistiger Abtreibung“ und „minder schwerem Fall“. Die Arglist könnte im strafprozessualen Verfahren dann früh durch Entlastungsindizien ausgeräumt werden (hier könnten „Scheine“ zum Arglistausschluss führen). Solange man „pro life“ und „pro choice“ zu amalgamieren versucht, wird es in Dtld. statt eines liberalen und (!) statt eines konservativen Abtreibungsrechts nur Rhetorik geben und in der Praxis läufts dann wie im Steuerrecht, ein „Recht“, das keinen Gehorsam mehr beanspruchen kann, weil es nicht einmal kommunizierbar ist. Aber während der Fiskus noch irgendwie Kohle reinholt, schafft es die Daseinsvorsorge nicht, das Leben noch „irgendwie“ zu schützen.
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#17   Dr. Otterbeck   21:06:46 | Samstag, 5. August 2006
Sorry für meine Tippfehler,
im Eifer des Gefechts; ja, wir kommen der Zentralproblematik näher. Katholizismus, Messopfer, Weihepriestertum (das keine Frauenordination zulässt). Es würde noch einige Energie kosten, was da im Einzelnen überhaupt vorgefallen ist, um die Identität des katholischen Priesters binnen weniger Jahre (ich sage: 1965-68) in Dtld. (und Holland, teils auch Österreich, Schweiz, Frkr.) so weit zu ruinieren, dass die Theologie der Würzburger Synode eigentlich keine relevanten Aussagen zum „Priesterbild“ mehr fand und auch das „Gotteslob“ (Konstrukt eines historischen Augenblicks) keine katechetisch werthaltige Darstellung der Hl. Messe mehr enthält. Eine Kapitulation binnen weniger Jahre! Hinzukommt: Wenn die Analyse von Jean d’Hospital (1969) zutrifft, dass das Bußsakrament nur zu halten ist, wenn die Priester zölibatär leben, lässt das den Umkehrschluss zu, dass die Priester der 1970er zuerst das Bußsakrament zerstört haben, um dem Zölibat die Legitimation zu entziehen? Über den inneren Kontext von Bußsakrament, euchar. Opfer und Amtspriestertum wi8rd wahrschgeinlich zu wenig nachgedacht, weil auch Katholiken demn Segen der Taufe nicht mehr ernstnehmen (weil ja Adam angeblich nie gfesündigt hat, geht das Sakrament ins Leere). Und ohne Sinn für die Taufe ist die Communio in Christi, die vom euch. Opfer ausgeht (und im Bußsakrament wiederhergestellt wird ggf.) auch sinnlos. Was aber soll dann unsere Religion noch bezwecken? Im NOM jedenfalls wird diese Nouvelle theologie NICHT gelehrt.
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#84   Dr. Otterbeck   20:56:43 | Samstag, 5. August 2006
Millionen Fliegen können sich nicht irren!
Ehrlich, dieser kreuz.net-Tag war der köstlichste.
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#14   Dr. Otterbeck   20:49:36 | Samstag, 5. August 2006
Wenn man die nachkonziliare Krise des Priesteramts geahnt hätte (zu wenige hörten es grollen),
dann hätte der Papst zu Lumen Gentium nicht nur eine Nota explicatiuva paevia zum Jurisdiktionsprimat verfügt, sondern auch einen Passus zum Charakter indelebilis, zum priesterlichen Handeln in persona Christi, also dem Proproium des (notwendig männlichen) Amtspriestertum. Schon 1968 ahnte Paul VI. das größte Versäumnis des Konzils, in der Botschaft an die Priester zum Glaubensjahr 1967-68 vom 20. Juni 1968, genauso untergegangen wie das Credo vom 30. Juni 68. Eine unrühmliche Allianz zwischen Bischofskonferenzen und Laiengremien hat in manchen Gegenden die Berufung der Priester wie zwischen Mühlsteinen zerrieben. Hätte Lefebvre den Großmut gehabt MIT seinem Papst um Seminare nach moderat-tridentinischen Prinzipien zu kämpfen (etwa gemäß Ap. Schreiben Summi Dei Verbum vom 04.11.1963), er wäre Kardinalprotektor eines legitimen Traditiuonalkismus geworden. Aber er suchte den Ruhm nach eigenen Recht und verbrüderte sich mit okkulten Ritual-Liturgikern, die eine „andere Messe“ feiern als die römische. Denn die KANN man wider Petrus nicht feiern. Und das ist kein „musikalisches Opfer“.
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#12   Dr. Otterbeck   20:32:47 | Samstag, 5. August 2006
Vom Charakter der Liturgie:
Ich bin mir sicher, dass Ebf. Lefebvre nicht selbst auf die hirnrissige Idee kam, den Opfercharkter der Messe abhängig von bestimmten Formeln zu sehen. Er hat ja die Liturgiekonstitution vom 4. Dez. 1963 gewollte. Das hat ihm nach 1970 jemand anderer eingesagt. Aber es bleibt der zentrale Irrtum in der „Grundsatzerklärung“ vom 21.11.1974, von den Ultratradi bis heute nachgebetet. Der Opfercharakter hängt von der Darbringung durch den geweihten Priester in persona christi ab, indem er die amtliche Liturgie vollzieht. Da müsste das Wort „Opfer“ (um einen irrealen Extremfall zu bilden) KEINMAL drinvorkommen, wenn die Liturgie im übrigen von der ZUSTÄNDIGEN Autorität gebilligt wurde. Natürlich ist es zweckwidrig, den Opfercharakter zu vertuschen, aber z.B. das Suscipiat
wird WÖRTLICH so gebetet wie vor 1962, sogar von der ganzen Gemeinde: „Der Herr nehme das Opfer an aus Deinen Händen…“ Das Opfer Christi ist kein Mythos, der durch einen Zauberspruch im magischen Ritual symbolisiert wird, sondern das reale Geschehen, dass uns alle trägt und im Leben hält.
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#82   Dr. Otterbeck   20:21:01 | Samstag, 5. August 2006
Das Bleibende stiften die Dichter!
Aber mit erlesenerer Duftnote. Sozialkatholisch: Bitte nehmen Sie noch eine Spur mehr Distanz von den braunen Bremsspuren, die im kreuz.forum miefen.
Dann dichten Sie vielleicht Bleibendes, weniger beliebt bei Fliegen, bekömmlicher für Menschen.
:(3
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#9   Dr. Otterbeck   19:48:10 | Samstag, 5. August 2006
Auweia, Möchtegern!
Zählen Sie mal den Ausdruck „Opfer“ im prex eucharistica III von 1967 (von Ottaviani gutgeheißen, wie auch II u. IV), das Hochgebet, das der Montini-Linie eindeutig am nächsten steht (aber von einem ital. Liturgiewissenschaftler redigiert). Richtig ist die sparsame Verwendung des Begriffs in Hochgebet II (ja, das ist lutherfreundlich, wie IV orientalenfreundlich; und das ist gut so). Aber kein Gebet kann und soll die ganze Theologie hersagen, sonst müssten gerade die Tradi überall in Landessprache (oder gar Mundart) zelebrieren. Sie sind auf dem falschen Dampfer, wenn sie „glauben“, nur ein bestimmter Textspruch gewährleiste die Transsubstanziation. Der Vatikan hat sogar im Fall Addai + Mari implizit anerkannt, dass im Extremfall sogar die Wandlungsworte wegfallen können (wenn das auch im Römischen Ritus nicht möglich ist). Die Authenzität ergibt sich aus dem Gesamt der Liturgie und das Urteil steht der zuständigen Autorität zu, Päpst und Bischöfen, nicht irgendeinem Einzeltheologen und auch keinem „Rebellenbischof“, nicht einmal Milingo.
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#200   Dr. Otterbeck   19:35:04 | Samstag, 5. August 2006
Pünktchen + Anton
Vielleicht der weibliche Teil eines Zwillingspärchens??
Fiftyfifty… ;-)
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#195   Dr. Otterbeck   19:17:32 | Samstag, 5. August 2006
Maurice und die verschleierte Zweitidentität
Nach meiner fehlbaren Meinung hat DDL eine Zweitidentität ziemlich konsequent durchdefiniert, nämlich die des „alter Ego“ M.C. Aber die Unsicherheiten in der integralistischen Diktion desselben lassen mich eben doch vermuten, dass sogar M.C. „fake“ ist.
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#6   Dr. Otterbeck   19:08:19 | Samstag, 5. August 2006
Nee…
Das Konklave hat bereits am 19.04. entschieden, am Festtag des Hl. Leo IX. Aber am 20.04.2005 fand in der Sixtinischen Kapelle eine erste Messe mit dem neuen Papst statt, dessen lateinische „Erste Botschaft“ bereits aufmerken ließ. Das Latein war sicherlich katholischer als das von Econe.
O:)
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#78   Dr. Otterbeck   18:55:57 | Samstag, 5. August 2006
Pünktchen: Wer weiß was??
Falls die mir nicht ganz verständliche Nennung eines weiteren Rhonheimer-Textes (auch) auf mich zielte, bitte ich um eine kurze Nachricht per Mail. (Bin erreichbar.)
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#76   Dr. Otterbeck   18:43:50 | Samstag, 5. August 2006
Jawohl:
Freundlichen Dank für den Hinweis auf Rhonheimer.
Sehr lesenswert!
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#71   Dr. Otterbeck   18:19:13 | Samstag, 5. August 2006
Was sagt uns das über diese Site??
„Mein Leben ist kaputt.“
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#4   Dr. Otterbeck   18:15:27 | Samstag, 5. August 2006
Mag sein, dass ich Konnotationen extrem betone,
der Zweck ist aber: Vor jedwedem Tradi-Jargon zu warnen. Man mag sich da verbal zum Exzess steigern, es fehlt doch der Beweis, dass die als häretisch angefeindete Liturgie „neuer Ordnung“ tatsächlich weniger „Opfercharakter“, weniger „Priestertum“, weniger „Gegenwart des Heiles“ verwirklicht. Das sind bloße Behauptungen, die aus einer bestimmten Ästhetik auf den Inhalt schließen. Niemand hat bislang einen Geigerzähler für Katholizität erfunden, aber der würde in einer Society Saint… -Kapelle deutlich leiser ticken als in der Sixtinischen am 20.04.2005.
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#55   Dr. Otterbeck   18:10:03 | Samstag, 5. August 2006
Worst Case
Der Größte Anzunehmende Unfall wäre im Blick auf die Liturgie, wenn sie zu seinem esoterischen Ritual würde, zu einem Selbstzweck der Selbstbesinnung, zum „Weg nach innen“ nach fernöstlichem Vorbild, zu okkulter Selbstbeweihräucherung, zur Arkandisziplin einer Bruderschaft, zum Abklatsch keltischer oder aztektischer Opfermythen, nur ins Unblutige gewendet, wenn die Messe aber nicht mehr auf „Sendung“ ginge, in nomine Domini.
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#2   Dr. Otterbeck   18:04:36 | Samstag, 5. August 2006
Das liebende Herz ist das Opfer des Kreuzes
Bei allem Respekt vor den Entdeckungen einmes Jungpriesters, das Sich Ihm für Ihn Seine Messe persönlich in der alten Form besser erschließe: Das Herz der Kirche ist die Tat Christi, des Einzigen Priesters. Eine Ekklesiologie, die das Wirken Christi auf das am Altar vollzogene Ritual limitiert, versperrt dem Blick auf die Weite des Mysterien des Herrn. „Hoc est enim“ meint nunmal keinen Hokuspokus, sondern das Herz der Welt.
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#52   Dr. Otterbeck   17:08:17 | Samstag, 5. August 2006
Ich mir mein mich = Messe?
Rabiatester Subjektivismus, was „Asterix“ hier propagiert; bei näherer Betrachtung typisches Kennzeichnen der Befleckten Oblaten des Hl. Pius: Nur noch eine Haaresbreite vom esoterischen „Religionsbedürfnis“ entfernt. Ich mach mir meine Messe, (wider besseres Wissen:) „aller Zeiten“. Die von P. Pfluger et al. behauptete „Identität“ von „mindestens 1500“ Jahren funktionierte real vom Inkrafttreten des CIC Benedikt XV. 1918 bis „Mediator Dei“ von 1947 (die, noch vorsichtig, den liturgischen Aufbruch ermutigte), das sind 29 Jahre (!) relativer Uniformität, wahrscheinlich nur ca. 15, denn schon um 1933 bröckelte die Folgebereitschaft ggü. den liturg. Vorschriften des CIC ganz vernehmlich. Im Wissen um die Brüchigkeit der SSPX-Argumentation schreibt P. Pfluger im Brief an die Exzellenzen ja auch unter Zuhilfenahme massiver Verbalradikalismen: „niemals abgeschafft“, „unveräußerliches Recht“, „unbedingtes Recht“ , „unübertrefflicher Ausdruck“, „Quelle allen Gnadenlebens“ (zwischen 1918 und 1933??). Katholischer Liturge ist zuerst der Bischof vor Ort in Gemeinschaft mit dem Papst. Der Priester muss so zelebrieren, wie sein Bischof es will. Daran muss gearbeitet werden, nicht mit Videopropaganda, sondern redlich und im guten Sinne fromm.
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#48   Dr. Otterbeck   16:31:03 | Samstag, 5. August 2006
Man hält mich des Lesens für unkundig?
Ein paar Beispiele für von P. Pfluger ausgelegte Bananenschalen (über die der traditionsfrohe Priester ausrutschen soll): Die SSPX hat „entgegen anderslautenden Informationen die Treue zum Nachfolger Petri bewahrt“. Die Treue zum Hl. Linus kann auch Luther für sich in Anspruch nehmen, denn dessen Dokumente kennt niemand. Dann „die Sorge um das Wohl unserer heiligen Mutter Kirche und um das Heil der unsterblichen Seelen“ als Motiv! Extra SSPX nulla salus? Denn „seit über 35 Jahren dürfen wir Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. in wunderbarer Weise die übernatürliche Kraft einer Liturgie…“ etc. Richtig: Eine 1970 neu erfundene Übernatur, die den Satz Pius XII. aus Mediator Dei leugnet, dass die Gemeinde mitwirkt an der Darbringung des Opfers Christi in der Hl. Messe. Diese „Transsubstanziation“ ist nicht die katholische, sondern Ritual, Simulation. Die Römische Messe kann nur mit und unter Petrus gefeiert werden. Vor 1970 war das eine pure Selbstverständlichkeit. Jede redliche Mühe um die Tradition, frei von integralistischem Gift, muss sich zuerst dem wirklichen Nachfolger Petri überantworten und jede Doppelbödigkeit ausräumen. Lefebvre ist im Irrtum, nicht Rom (so Paul VI. am 11.10.1976).
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#44   Dr. Otterbeck   14:12:56 | Samstag, 5. August 2006
Allmählich wird es interessant hier.
Lebenswege wie die von Maurras und Lefebvre lohnen sicherlich genauere Betrachtung und Reflektion. Aber meine Frage war doch: Was bezweckt die „einzigartige Aktion“? Sie ist doch wieder vor allem ein Störmanöver, wie der „Marsch auf Rom“ (1970, 1971, 1973) oder die berühmte Messe in der Sporthalle von Lille 1976. Extrem moderne Methoden, doppelbödige Argumentation, einige richtige Argumente, aber wieder vermischt mit dem integralistischen Gift. Und eine Antwort auf „heute“ suchen (14-18, 33-45, 6.8.45, Mai 68, November 89)??
Bloß „Unsinn“??
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#69   Dr. Otterbeck   13:56:06 | Samstag, 5. August 2006
Thor?
Hierzu muss ich Dr. Heger im vollsten Umfang zustimmen. Wer sich unter die kreuz.ritter wagt und seinen Namen klar angibt, wird nicht so dämlich sein und falsche Titel hinzusetzen, nur um sich hier einen Karnevalsorden zu verleihen. Allerdings schützt der akademische Abschluss vor Torheit nicht immer.
Redaktion benachrichtigen „Von mir aus schlaft euch selber bei“
#141   Dr. Otterbeck   22:08:18 | Dienstag, 1. August 2006
Isis:
Gehen Sie doch selber stiften und stiften einen noblen Preis für Glückstränen dank § 218?
Redaktion benachrichtigen Was steckt hinter den Verleumdungen gegen Kardinal von Galen?
#16   Dr. Otterbeck   22:04:31 | Dienstag, 1. August 2006
Gesperrt im kreuz.forum
(das meinte Gotthard wohl) wurde z.B. meine Person, OBWOHL ich die Regeln dort einhielt. Die Brüder kamen nicht darüber hinweg, dass ich deren Phantomschmerz auf Juli 1830 lokalisierte, womit das ganze Geschwafel, das Vatikanum II sei „1789 in der Kirche“ widerlegt ist. Der Integralismus verwindet es nicht, dass der Papst schon 1830 die konstitutionelle Monarchie in Frankreich akzeptiert hat, also die parlamentarische Regierungsform. Das meint man da, wenn es heißt „Sie haben ihn entthront!“ (Nämlich Pius VIII. hat die Entmachtung Charles X. anerkannt.) Alles andere ist nur Theaterdonner drumherum, einschließlich der bekloppten Fehlinterpretation des Meßopfers, die entweder Mallerais oder Ducaud-Bourget (der Freund des Okkultisten Plantard (=„prieuré de Sion“!)) dem „Erzbischof“ eingetrichtert hat, der 1964 noch für die Liturgiereform war. Schwarzbraun ist die Haselnuss.
Redaktion benachrichtigen Was steckt hinter den Verleumdungen gegen Kardinal von Galen?
#13   Dr. Otterbeck   21:54:54 | Dienstag, 1. August 2006
Wahrscheinlich ist der Hass auf Montini,
seinen Vorgänger und seine Nachfolger, der eigentliche Katechismus dieses Forums. Man vergisst: Die Demokratie hat auds kath. Sicht Pius XII. 1944 anerkannt (NUR 30 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs); Pius XII. hat die Liturgiereform befördert, die Bibelwissenschaften, eine moderne Ekklesiologie und in Humani generis auch Anerkennung für zeitgemäße Wissenschaft gezollt. Ihr müsst schon konsequent sein und auch Pius XII. steinigen!
Redaktion benachrichtigen Was bedeutet das Abendmahl?
#43   Dr. Otterbeck   21:49:59 | Dienstag, 1. August 2006
Solange zu Beginn eines theol. Studiums
nicht mindestens zwei Semester Katechismus und Enzykliken gelernt werden (incl. Ecclesiam Suam 1964, Mysterium fidei 1965, Sacerdotalis caelibatus 1967 und Humanae vitae 1968) braucht niemand mit der Wiederentdeckung des eigentlichen Priesterberufs zu rechnen, jedenfalls nicht in Dtld.
Redaktion benachrichtigen Was steckt hinter den Verleumdungen gegen Kardinal von Galen?
#9   Dr. Otterbeck   21:32:31 | Dienstag, 1. August 2006
Im niederrheinischen Dorf Kervenheim
fand 1944, wie überall, eine Bürgerversammlung statt. Erscheinen: Pflicht! Der Kreispropagandaleiter der NSDAP zog massiv gegen Bischof von Galen zu Felde. Da mit den sonst üblichen Sittlichkeitsargumenten gegen Kleriker nichts auszurichten war, mussten u.a. angebliche Devisenvergehen herhalten. „Kirche und Geld“ ist auch heute ein beliebtes Argument. Und selbstverständlich wurde die Treue des Bischofs zu Führer, Volk und Vaterland auf das brutalste in Zweifel gezogen. Mit einigen anderen hat auch ein Prokurist einer in K.heim ansässigen Schuhfabrik durch stilles Verlassen des Saales gegen die Tiraden protestiert. Eine in heutiger Sicht so wenig couragierte Verhaltensweise genügte damals, dass man sich lieber freiwillig zur Wehrmacht begab, um nicht der Gestapo in die Hände zu fallen. Mit solchen Realitäten gegen sich die Galen-Kritiker aber nicht ab. Richtig, von Galen ist nicht ins Martyrium gegangen. Aber wer von seinen Kritikern mag sich beimessen, dazu fähig gewesen zu sein?
Allerdings muss eine Redaktion, die sich für v. Galen engagiert, auch dafür Sorge tragen, dass im hier abgebildeten Inhaltsverzeichnis des kreuz.forums nicht permanent „Denunziationen“ Papst Pauls VI. zu Mordursachen erklärt werden. So weit darf der Hass auf den Antifaschisten Montini auch bei Tradi-Sympathisanten nicht gehen!
Redaktion benachrichtigen Staatliche Schikanen
#60   Dr. Otterbeck   17:14:43 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Sollte sich bewahrheiten, dass an NRW-Schulen der Evolutionismus
als Dogma gelehrt werden muss und nicht nur eine Evolutionstheorie naturwissenschaftlicher Provenienz, so wäre die freie Religionsausübung tangiert; denn der Evolutionismus ist in NRW lt. Verfassung NICHT Staatsreligion.
Redaktion benachrichtigen Das Kind beim Namen genannt
#11   Dr. Otterbeck   15:48:26 | Dienstag, 25. Juli 2006
Pünktchen, freundlichen Dank,
auch für den wertvollen Hinweis. Stat crux dum volvitur orbis.
Redaktion benachrichtigen Die richtigen und die falschen Gründe
#36   Dr. Otterbeck   15:44:43 | Dienstag, 25. Juli 2006
Plötzlich wieder so grantig, Athanasius?
Sie werden immer ausfallend, wenn man die Heiligkeit des „Erzbischofs“ in Zweifel zieht. Was hat er denn zu verbergen? Andere, heiligmäßige Vertreter des Katholizismus im 20. Jhd. werden auch kritisiert. Trotzdem sind deren Anhänger doch mitunter ein bisschen „cool“ in der Replik von Kritik. Weil da mehr Substanz ist und weniger Rebellion.
Redaktion benachrichtigen Auf 26 Priester kommen 22 Novizen und Studenten
#49   Dr. Otterbeck   10:08:47 | Montag, 24. Juli 2006
Warum auch nicht?
Manche Apokryphen sollte man ruhig einbeziehen, unter Voirbehalt freilich. Jedenfalls muss der Vorbehalt nicht intensiver ausfallen als gegenüber exegetischer Literatur (= 7/8 Makulatur) der Gegenwart.
Wer ist denn „apokrypher“? Das Thomas-Evangelium oder Drewerman?
Redaktion benachrichtigen Neuer Distriktsoberer für Deutschland
#20   Dr. Otterbeck   10:04:13 | Montag, 24. Juli 2006
Benedikt, richtig!
DH akzeptiert die zivile Religionsfreiheit im Staat. Das können Integralisten nicht vom Dogma unterscheiden, da seinem Islam mit katholischer Ästehetik nachjagen, den es in der Wirklichkeit nie gab. Siehe zur Heilsnotwendigkeit der Kirche etwa LG Nr. 14.
Redaktion benachrichtigen Auf 26 Priester kommen 22 Novizen und Studenten
#28   Dr. Otterbeck   18:52:48 | Freitag, 21. Juli 2006
Die Piusbrüder perpetuieren
nachweislich die Ästthetik der kranken Jahre Pius XII. (1954-1958) und behaupten, dieser habe Integralismus gelehrt. Den hat aber weder Ottaviani noch Pacelli noch Gasparri und nicht einmal Merry del Val gelehrt. Denn diese alle waren interessiert an der gesellschaftlichen Wirksamkeit der Verkündung des Evangelums in der Welt von heute. In der Intention steht also Gaudium et spes mit Humani generis in einer Linie, während Lefebvre in einer Linie stehen mit den hässlichsten Tiraden der action francaise und auch der Reformatoren (vgl Editae sapae Pius X. 1910).
Redaktion benachrichtigen Priesteraufstand in Kenia?
#17   Dr. Otterbeck   15:26:35 | Freitag, 21. Juli 2006
Richtig! „Ratze“
lehnt die vulgärtheologische Opfervorstellung ab; denn die ist heidnischen Ursprungs und durch das realpräsente Opfer Christi ein für allemal überwunden; „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Kasper im Kriegszustand?
#20   Dr. Otterbeck   16:51:12 | Mittwoch, 19. Juli 2006
@DDL:
Den Aufbruch zur Globalisierung hat „uns“ mutmaßlich das Christentum eingetragen; auch in seiner weltlich-wirtschaftlichen Ausprägungen. Was aber steht uns bevor, wenn sich die abendländische Dynamik mit dem fernöstlichen Pantheismus verbindet? Dynamik ohne Menschenrechte?? Ich weiß es nicht.
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#64   Dr. Otterbeck   08:04:41 | Mittwoch, 19. Juli 2006
Das muss man anders verstehen,
Mazzella: Das Konzil hat keine neuen Definitionen gebracht und keine Lehrverurteilungen ausgesprochen. Dadurch wird die Aussageweise noch anspruchsvoller, nicht unverbindlicher (vgl. B XVI am 22.12.2005 vor der Kurie).
Redaktion benachrichtigen Eine praktische Beobachtung zur Zelebrationsrichtung
#15   Dr. Otterbeck   13:41:56 | Montag, 17. Juli 2006
Wer die Zelebrationsrichtung zur Bekenntnisfrage hochjubelt
tut der Liturgie keinen Gefallen. Denn dann darf „man“ nicht ausprobieren (z.B. zunächst wertags, am Seitenaltar), ob manche Kritik am Hochgebet zum Volk vielleicht doch berechtigt sein könnte. So blockiert das Geschrei der Extremen Rechten jede vernünftige Vielfalt, wie schon zu Beginn der 1970, als der Novus Ordo deswegen „durchgedrückt“ werden musste, da gewisse Kreise ihn (bis heute) zum Ausdruck für Glaubenszerstörung ausriefen. Les extr’emes se touchent.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#165   Dr. Otterbeck   20:44:59 | Freitag, 14. Juli 2006
Perpetua
hat sich völlig verrannt; der Montini-Hass, den in den 1950ern auch Jesuit Gundlach predigte, hat sich offenbar verselbstständig.
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#24   Dr. Otterbeck   20:42:12 | Freitag, 14. Juli 2006
Thaddäus über Paul VI.
Das Zitat stammt vom 29. Juni 1972. Es existiert nur ein Bericht des damaligen Erzbischofs Casaroli über die Ansprache des Papstes. Demnach meinte Paul VI., er habe den Eindruck, durch „irgendeine Ritze“ sei der Rauch Satans in den Tempel Gottes eingedrungen. Das wird seitens der Extremen Rechten gern und häufig zitiert. Nach Auffassungen des Papstforscher Ph. Villain meinte Paul VI. damit allerdings Lefebvre! Das ist auch plausibel. Denn den modernen Unglauben kannte Montini aus dem 1. Weltkrieg, der Zwischenkriegszeit, dem 2. Weltkrieg und insbesondere aus der Mailänder Zeit 1955-1963. Das war keine Überraschung. Die aberwitzige Innovation ist und bleibt nunmal der Protest gegen den Papst im Namen des Papsttums. Aber auch dafür gab es ja schon Vorbilder bei der action francaise, deren Dialektik Pius X. und Pius XI. nicht billigten.
Redaktion benachrichtigen Konservative Steigbügelhalter?
#13   Dr. Otterbeck   13:59:33 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Murx:
Sagen Sie uns doch mal Ihre Meinung zu der Frage, warum das Apostolat der SSPX trotz rd. 500 vaganten Klerikern aufs Ganze gesehen so frappierend unfruchtbar ist. Bei von Marcel behaupteten 350.000 „usern“ gibt das eine Überklerikalisierung im Vergleich zu den über 400.000 Priestern der „Konzilskirche“ um das Zehnfache. Lauter Häuptlinge, keine Indianer? Auch totalitäre Armeen zeichneten sich durch das Kuriosum aus, die Zahl der Offiziere und Generäle zu vermehrfachen. In der von Ihnen so missbilligten „Offenen Gesellschaft“ muss aber auch eine spirutuelle Armee (vgl. Heilsarmee) werbend auftreten und freiwiligen Zuspruch suchen. Der ist doch verblüffend gering (99,985 % der Katholiken billigen den NOM).
Redaktion benachrichtigen „Meine Gattin auf ewig“
#14   Dr. Otterbeck   13:48:05 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Marcel,
freundlichen Dank für das Original-Zitat Ihres „guten Hirten“. Athanasius: Daran könnten Sie doch die von mir immer wieder behauptete Verengung des Heilsbegriffs auf amtspriesterlich gespendete Sakramente seitens SSPX ablesen. Was da gesagt wird, das ist „so gerade eben noch“ haltbar, aber das nicht explizit ausgesagte, die „limitatio“ Christi, das ist doch das Problem!
Die Kirche schreibt dem Hl. Geist nicht vor, dass er außerhalb der sakramentalen „Realpräsenz“ unwirksam ist.
Redaktion benachrichtigen Der Generalrat ist gewählt
#33   Dr. Otterbeck   10:15:33 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Kardinal Carlo
Sie sind’s? Immer noch befangen?
Redaktion benachrichtigen Keine Formsache. Eine Wesensfrage!
#54   Dr. Otterbeck   06:50:50 | Freitag, 7. Juli 2006
Les extrèmes se touchent, Marcel!
Bekenne mich betroffen: Sie haben mich gefunden!
Redaktion benachrichtigen Neue Einblicke + …
#3   Dr. Otterbeck   15:10:26 | Sonntag, 2. Juli 2006
Christdemokrat Pius XI.
Athanasius ist zuzustimmen: Pius XI. hat die Anerkennung der Demokratie als vorzugswürdige Regierungsform vorbereitet, die Pius XII. an Weihnachten 1944 aussprach. Der von Pius XI. verbreitete Christkönigsgedanke war hinsichtlich der Regierungsform im Staat demokratisch offen. Heute fehlt jedoch eine auf der Christlichen Gesellschaftslehre aufbauende Demokratiekritik (unter den Bedingungen politischer Partizipation); „Demokratie“ wird zu unkritisch zum Dogma erhoben, als garantiere der zuverlässigere Formalismus insgesamt „wahre“ Ergebnisse.
Redaktion benachrichtigen Diözesanbischof auf Werbetour für die Lefebvristen
#17   Dr. Otterbeck   15:53:33 | Freitag, 30. Juni 2006
Heute wird das Schisma volljährig.
Feiert Ihr?
P.S.
Ich bin nicht Ralf B.
Redaktion benachrichtigen Bis wohin reicht der Notstand?
#71   Dr. Otterbeck   12:00:41 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Falls Bugnini
das in seinem Buch (dt. 1987) richtig wiedergibt, hat Ottaviani die krit. Untersuchung gar nicht unterschrieben, sondern nur zusammen mit Bacci in einem Empfehlungsschreiben die Lektüre empfohlen. Ottaviani hat sich diese krit. Untersuchung nicht vollinhaltlich zu eigen gemacht; Kard. Seper nannte sie oberflächlich und fehlerhaft. Aber auch im „modernistischen“ Rom wurden diese Einwände ernstgenommen und überprüft. Für Verschwörungstheorien ist da kein Raum.
Guerard de Lauriers hat zwar die Inkonsequenz seines zeitweiligen Vorkämpfers und Mitstreiters Lefebvre richtig erkannt, ist aber zur falschen Seite aus dem Schifflein Petri ausgestiegen. Und von Ducaud-Bourget kann ich noch das Schlusswort aus seinem hérisson spirituel nachreichen:
„Comme disent les Antillais pleins de sagesse:
„Tristesse, ennui, c’est caca diable.““
:-#
Redaktion benachrichtigen Freiheit für alle – außer für die Katholische Kirche
#38   Dr. Otterbeck   11:50:52 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Syllabus LXXX lautet korrekt:
Romanus Pontifex potest ac debet cum progressu, cum liberalismo et cum recenti civilitate sese reconciliare et componere.
Kein Können-und-Müssen des Ausgleichs mit „rezenter“ Zivilisation (1864!) bedeutet eben nicht „niemals Dialog“; Pius IX. verurteilte Zeitirrtümer, keine ewigen Irrtümer.
Hätte sich der Papst damals ausgleichen „müssen“, wäre er zu einer Art Dalai Lama der italienischen Nation herabgesunken, statt 1870 zum universalen Guten Hirten aufzusteigen.
Redaktion benachrichtigen Bis wohin reicht der Notstand?
#67   Dr. Otterbeck   11:20:25 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Catharina, betr. Ottaviani:
Man hat sich in der Zeit nach Mai 68 einfach angewöhnt, auch von „rechts“, innerkirchliche Gegensätze sich viel zu politisch aufgeladen vorzustellen. Unter Kardinälen ist die Einheit immer noch größer als im Bundestag oder Nationalrat. Giuseppe Siri brachte große Lobreden auf Kardinal Montini aus (1963) und auch Ottaviani und Paul VI. konnten „immer noch“ zusammenarbeiten! Ottaviani hat 1949 (gegen Feeney) wesentlich an der Öffnung des Begriffs der „Alleinseligmachenden“ mitgewirkt („implizites Votum“) und z.B. den Artikel 82 in „Gaudium et spes“ (völlige Abschaffung des Krieges) vorbereitet. Die neuen Hochgebete II-IV hat Ottaviani gutgeheißen (1967), nur das Lieblingsprojekt von Bugnini (V.) angezweifelt. Den Novus Ordo hat die Kongregation unter Nachfolger Seper auf die „kritische Untersuchung“ hin, abermals überprüft. Ottaviani ist auch nicht „abgesägt“ worden; er stand am Ende seiner Amtszeit als 1. Präfekt (!) der Glaubenskongregation im 78. Lebensjahr. Die Distanz zu Lefebvre ist meilenweit, die Nähe zu Roncalli verbürgt.
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#41   Dr. Otterbeck   10:42:35 | Dienstag, 20. Juni 2006
Keine Antwort ist auch eine Antwort;
anstatt eine Gegenkritik meiner „letzten Mutmaßungen“ hier auch nur zu versuchen, hat das Marcel-Kreuzforum jetzt einen „ewigen Ausschluss“ ausgesprochen. Die von DDL aufgebrachte These einer Querverbindung des SSPX-Gründers zu geheimen Zirkeln ist offenkundig zu aufwühlend. Wäre der Erzbischof über jeden Zweifel erhaben, würden seine Nachbeter doch nur darüber lachen. Querverbindungen? Ausgeschlossen! Stattdessen wurde jetzt meine Wenigkeit „ausgeschlossen“. So kommen wir der Wahrheit über den selbsternannten Retter der Kirche allmählich näher.
Redaktion benachrichtigen Nicole Kidman kehrt zum Katholizismus zurück
#62   Dr. Otterbeck   10:26:21 | Dienstag, 20. Juni 2006
cum grano salis;
meine Wege sind nicht Eure Wege, so spricht der Herr.
Redaktion benachrichtigen Das Vergöttlichungsprinzip + …
#5   Dr. Otterbeck   10:13:52 | Dienstag, 20. Juni 2006
Der Integralismus ist ein Naturalismus,
Karim, deshalb lehrt „Karl Murx“ eine Trance-Substantiation, magischer Provenienz, keine Transsubstantiation. Er weiß es nur nicht. „Substantia“ ist eben nicht Physis, sondern Wesen. Nach Lefebvre raubt der NOM der Messe die „Substanz“ (Interview 1978); wenn das möglich ist, dann meint „sein“ Sühneopfer eben nicht das reale Opfer Christi, sondern ein mythisches, das „real“ genannt wird. Hier liegt der Kern der lefebvreschen Häresie.
Redaktion benachrichtigen Ist der Tod das Ende des ganzen Menschen?
#12   Dr. Otterbeck   08:14:27 | Dienstag, 20. Juni 2006
Erwählter Kardinal der Hl. Römischen Kirche,
so hieß es, glaube ich, in der Todesanzeige der F.A.Z. nach dem 26.06.1988. Die „letzten Dinge“ sind ein zu wichtiges Feld, um darüber im kreuz.net Telegrammstil zu berichten. Wäre eigentlich ein gutes Thema für die nächste Bischofssynode; mal ein Wort in die Zeit über die Ewigkeit; Beerdigung, Totenmessen, Ablässe, zu all den catholica wird in der Pastoral vernehmlich geschwiegen. Dabei haben sich mitunter große Denker daran versucht, das purgatoire „modern“ zu denken (und nicht mythisch-natiralistisch zu verfremden).
Redaktion benachrichtigen Ablenkungsmanöver
#38   Dr. Otterbeck   08:09:51 | Dienstag, 20. Juni 2006
Das richtige Tempo
für die Kanonisation von Päpsten zeigt vermutlich der Fall Pius IX. (gest. 1878, selig gesprochen 2000); er war der erste richtig populäre Papst, fast eine „Gründergestalt“ des modernen, universalen Papsttums überhaupt, wurde als „zweiter Petrus“ verehrt (weil er mehr als 25 Jahre amtierte, die „Jahre Petri“ sah). Weil ihm dogmatische Definitionen zuzuschreiben sind (1854, 1870) ist er völlig unverdient zum Feindbild kurzatmig moderner Kräfte geworden. Seine Entscheidungen aber haben das Papsttum vor einer „Tibetisierung“ bewahrt (Priesterkönig im Kirchenstaat) und den rasanten Wiederaufstieg im 20. Jh. erst ermöglicht. Verglichen mit den Gründerinnen zahlloser mediokrer Nonnenkongregationen, die nicht selten die Beatifikation ihrer Mutter Sowieso recht gut finanzieren können, waren aber alle Päpste des 20. Jh. „heiligmäßig“, jede Wette!
Redaktion benachrichtigen Die Türen sind nicht verschlossen
#36   Dr. Otterbeck   07:56:01 | Dienstag, 20. Juni 2006
Athanasius!
Wir sind mit den Themen eigentlich „durch“; sehr lehrreich, das Ganze. Wenn es zu einer strukturellen Lösung kommt (vermutlich wird FSSP aufgewertet), bin ich sofort einverstanden. Ich „bekämpfe“ nicht die Freunde liturgischer Tradition, noch weniger konservative Theologie. Ich bin, solange ich denken kann, vehementester Gegner jeder Erscheinungsform von Staatsreligion, von Teheran bis hin zum ZdK. Das ist das Motiv, weswegen ich immer wieder davor warne, die Tradition naturalistisch-politisch zu deuten. In welchem Umfang der einzelne Fromme von „rechts“ dieser Versuchung nachgibt, entzieht sich meiner Kenntnis; z.Zt. würde ich v.l.n.r. die Liste aufstellen: Marcel, Athanasius, Regazzoni, Murx (um nur meine Hauptgegner zu nennen). Wobei mir Marcel („großartig, herrlich“) eher ein Taktierer zu sein scheint, während Sie existenziell kämpfen. T. Rex bzw. Karl X. haben sich in ein paar Polittheoremen verfangen, wobei Karl X. rationaler vorgeht als der ästhetische Saurier aus der Schweiz.
Redaktion benachrichtigen Ablenkungsmanöver
#2   Dr. Otterbeck   14:34:37 | Samstag, 17. Juni 2006
In Jerusalem
sagte der Papst am 5. Januar 1964:
„Unser großer Vorgänger Pius XII. beschwor mit Nachdruck und wiederholt im Verlaufe des letzten Weltkrieges den Frieden, und alle Welt weiß, was er zur Verteidigung und für das Wohl aller, die in Not waren, ohne jeglichen Unterschied getan hat. Und dennoch, Sie wissen es, hat man Verdächtigungen und sogar Anschuldigungen gegen diesen großen Oberhirten erhoben. Wir sind glücklich, dass wir die Gelegenheit haben, an diesem Tag und an diesem Ort mit Nachdruck zu bestätigen: Es gibt nichts Ungerechteres als diese Verletzung eines so verehrungswürdigen Angedenkens.“
G. Huber, Paul VI, S. 210.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#68   Dr. Otterbeck   14:23:28 | Samstag, 17. Juni 2006
Le catholicisme est le vrai humanisme.
Carlo: Es liegt mir fern, irgendwas zu „verkünden“. Ich versuche noch, etwas Vernunft in diesen Diskurs zu bringen. Die Neue Messordnung für häretisch zu erklären ist und bleibt widervernünftig, okkult. Auf diese Idee konnte man nur auf dem tiefsten Tiefstpunkt der Tradition kommen. Wenige Jahre zuvor war man noch in ihr verankert, wenige Jahre später begann eine Rückbesinnung. Den absolut falschen Begriff von Tradition konnte nur ein „demon de luxe“ erfinden, zum einzig möglichen Zeitpunkt: Angetrieben durch die Zeit nach dem Mai 68 und vor dem Ende des Vietnamkriegs. Dieses Zeitfenster hat Ihr Idol genutzt, um sein Imitat zu lancieren. Das ist historische Tatsache, kein Mythos.
Redaktion benachrichtigen Am Arsch vorbei
#115   Dr. Otterbeck   11:56:05 | Samstag, 17. Juni 2006
Marcel,
für Sie noch ein soeben gefundenes Montini-Zitat (ich forsche ja noch):
Am 14.4.1964 sagte Paul VI vor der Ital. Bischofskonferenz zum Zweck der Liturgiereform:
„Ohne diese innere und äußere Wiederherstellung gibt es keine Hoffnung, dass das religiöse Leben auf breiter Ebene inmitten der Umschichtung der heutigen Lebensgewohnheiten überleben kann“ (Georg Huber, Paul VI, S. 196, Fn. 23).
o^/
Die verschwindend geringe Anzahl von SSPX-usern beweist es; und sie wäre noch viel geringer, stützte sich Ihr Club nicht auf „politique d’abord“!
Redaktion benachrichtigen In Österreich gelten die Menschenrechte für die Kirche nicht
#147   Dr. Otterbeck   11:42:23 | Samstag, 17. Juni 2006
„Wes Brot ich fress, des Mess ich les.“
(Tissier de Mallerais)
Redaktion benachrichtigen Schon bald + …
#33   Dr. Otterbeck   11:35:39 | Samstag, 17. Juni 2006
Bonjour
Besten Dank für den Hinweis auf Imitatio Christi!
Eben erst gesehen.
Trotzdem hat die Redaktion doch, in so konzentrierter Form, einen Überblick über ein „Weltbild“ zusammen getragen, dass man hier doch dankbar begreift, welche Erscheinungsform von „Katholizismus“ die Konzilspäpste für alle Zukunft verhindern wollten. Und es ist ihnen offenbar geglückt.
Redaktion benachrichtigen Öffentlich rechtliche Zensur
#52   Dr. Otterbeck   11:19:00 | Samstag, 17. Juni 2006
Die Angst vor der Sitte
Dass die Religion bestimmte Funktionen abgibt an andere Insitutionen, Methusalix, ist völlig in Ordnung. Teilsweise deuten Sie die Kleruskrise richtig als Autoritätsverlust in weltlichen Dingen. Und viele „Reformer“ wollen gerade diesen wieder aufholen („Akzeptanz“ schaffen). Auf dem eigentlich religiösen Gebiet gewinnt das moderne Konzept des kath. Priestertums erst allmählich Kontur. Konsequenterweise hat die Society of Saint Pius X. (engl. Kürzel: SSPX) etwa 10 mal mehr Priester pro „Nutzern“ als die Kirche; eine Überbesetzung der Offiziersränge wie in totalitären Armeen üblich. Ob dort aber die von Ihnen erlebten Einmischungen noch so funktionieren, bezweifle ich. Denn in einer offenen Gesellschaft müssen selbst Faschisten „werbend“ auftreten. Und wer nicht hören will, der kann gehen. Deshalb ist der antirömische Hass und das politische Weltbild (unter Behauptung des Gegenteils) die eigentliche Klammer, die diesen Verein noch zusammenhält.
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#66   Dr. Otterbeck   11:10:27 | Samstag, 17. Juni 2006
Gotthard
Nach der Doktrin der SSPX ist tatsächlich der Priester, der Soldat Christi, Dreh- und Angelpunkt der Liturgie, wie in keltischen Opferritualen vorgezeichnet. Die Realpräsenz wird durch „Zauberspruch“ (deshalb die Aufregung um „Addai + Mari“) erzeugt, als magischer Sühneakt. Aus Unverstand für die Übernatur ist man „rechts“ aus dem Schifflein Petri ausgestiegen und hat einen neuen Kult eingeführt, mit dem tridentinischen zum Verwechseln ähnlich, aber im Kern doch ganz anders. Sonst könnte man auch gar nicht zu dem Fazit kommen, der NOM sei häretisch (und alle „Staaten“, die sich zu den Menschenrechten bekennen, auf dem Weg zur Hölle; so Lefebvre am 1.11.1990 in Econe).
Redaktion benachrichtigen Neues Ökumene-Handbuch + …
#35   Dr. Otterbeck   11:01:51 | Samstag, 17. Juni 2006
Nein, Carlo,
„stat crux“ schreibt je nach Ort als Dr. Otterbeck, wie bekannt, aber nicht unter 3 oder mehr Namen.
Redaktion benachrichtigen Orgasmus als Gebet?
#27   Dr. Otterbeck   11:00:25 | Samstag, 17. Juni 2006
Die Angst vor der Sitte
Richtig ist aber, Methusalix, dass „man“ heute eine bestimmte selektive Wertung der Weltgeschichte serviert bekommt: Da war mal das fröhliche Heidentum. Dann kam die Kirche mit ihrer Inquisition, aber wegen Galilei haben die sich gottlob für alle Zeiten diskreditiert; und wir wagen zu wissen! Im Vergleich bspw. zu Kaiser Wilhelm II. („Das Automobil hat keine Zukunft. Ich setze aufs Pferd.“) hat das Hl. Offizium (das G. verurteilte; und er unterwarf sich) aber relativ selten verfänglich prognostiziert (nämlich nachweislich nur dieses 1 Mal).
Redaktion benachrichtigen „Kein Greuel vor Gott“
#54   Dr. Otterbeck   10:51:22 | Samstag, 17. Juni 2006
„allein selig machend“
Wer a priori konstatiert, kein Glaube mache selig, hat insoweit Recht als die persönliche Überzeugung niemanden „rettet“. Die Rettung müsste schon objektiv, von außen kommen, um wirksam zu sein. Das ist die Prämisse jedweder Offenbarung. Wenn Gott „rettet“, handelt es sich nicht um meine Überzeugung, sondern um seine Tat. Der Absolutheitsanspruch ist nur dort logisch zu rechtfertigen, wo die Absolution durch den Absoluten Begriff erfolgt; beispielsweise an jenem 9.4.30 zu Jerusalem. Sollte Ostern wahr sein, wäre nicht jede Religion gleich. Denn diese wäre eine persönliche Tat, keine Weltanschauung. Nur die Rettungstat ist selig machend, die wirklich rettet. Das Ereignis durchkreuzt nämlich die Verfügungsgewalt pluraler Subjekte über das, was dieser oder jener über Gott so Nettes denkt. Warten wir’s ab.
Redaktion benachrichtigen Orgasmus als Gebet?
#25   Dr. Otterbeck   10:38:36 | Samstag, 17. Juni 2006
Dios y audacia
Lassen wir doch zu diesem Thema mal einen Papst zu Wort kommen: Es „…ist in dieser unserer Zeit entstanden als lebendiger Ausdruck der immerwährenden Jugend der Kirche. Wir schätzen den feurigen Eifer für die Seelen, der es anspornt auf den steilen und schwierigen Pfaden eines Apostolates der Präsenz und des Zeugnisses in allen Bereichen des heutigen Lebens“ (Paul VI. 1964 über Opus Dei).
Redaktion benachrichtigen Laienpfaffen spielten in Saarbrücken katholische Kirche
#25   Dr. Otterbeck   10:28:00 | Samstag, 17. Juni 2006
Evangelium und Kirche
Der berühmte Ausspruch von Loisy (ja, der Modernist): „Jesus hat das Reich Gottes verkündet. Gekommen ist die Kirche.“ War von ihm noch positiv gemeint, sozusagen: „Immerhin etwas…“ Wer aber den katholischen Anspruch bewerten will, müsste schon das Selbstverständnis der Kirche konsultieren. Sogar das „Immerhin…“ wäre nur mit Einfluss schwach erklärt.
Redaktion benachrichtigen Rom wünscht eine Abmahnung
#47   Dr. Otterbeck   08:47:21 | Samstag, 17. Juni 2006
Antwort
Das ZdK ist älter als die KPdSU es war!
Redaktion benachrichtigen Neues Ökumene-Handbuch + …
#33   Dr. Otterbeck   08:16:29 | Samstag, 17. Juni 2006
Ralf B.
Ihre Gegner GLAUBEN tatsächlich an das Führerprinzip und identifizieren (entsprechend der von Maurras vorgegebenen Linie der „romanité“) das Papsttum damit; der darin eingeschlossene Naturalismus zeigt sich daran, dass sie tatsächlich kirchliche Geschehen in Taktik und Verschwörung auflösen und die absurdeste Hypothese noch immer glaubwürdiger ist als die schlichte Wahrheit: Gott wollte das Konzil, Gott wollte die Liturgiereform und Gott will die Selbstkorrektur der Kirche, die einen fruchtbaren Dialog mit der modernen Welt eröffnet. „Dieu le veut.“
In Wahrheit KANN kein einzelner Papst eine Despotie über 1,1 Mrd. Gewissen errichten, 440.000 Priester zu einer uniformen Liturgie zwingen und im Alleingang dafür sorgen, dass keine einzige Abtreibung mehr auf diesem Planeten geschieht (und auch kein Ladendiebstahl). Die SSPX entwickelt ein ahistorisches Bild vom Papsttum, dem eine virtuelle Omnipotenz zuerkannt wird, die sich weder Stalin noch Khomeini beigemessen haben. DIESEM virtuellen Papsttum würde man gehorchen, sagt man, um dem wirklichen Gehorsam zu entrinnen.
Redaktion benachrichtigen Nicole Kidman kehrt zum Katholizismus zurück
#55   Dr. Otterbeck   07:55:02 | Samstag, 17. Juni 2006
Graf von Galen
Sie interpretieren das „alleinseligmachend“ zu machend: Eben wie der vom Hl. Offizium 1949 verurteilte Leonard Feeney S.J. Das „implizite Votum“ ist (vor- wie nachkonziliar) weiter gefasst. Wie gesagt: Extra „Ecclesia“ ist so zu verstehen, wie die Kirche selbst „die Kirche“ lehrt, nicht wie Privatmeinungen (Lefebvre, Guerard) sie sehen.
Redaktion benachrichtigen Rom wünscht eine Abmahnung
#24   Dr. Otterbeck   11:42:11 | Mittwoch, 14. Juni 2006
aggiornamento
heißt eben nicht, dass man die Fahne, statt sie rechts aus dem Fenster zu hängen, jetzt links aus dem Fenster hängt. (Im vorkonziliaren Spektrum war CSU = links.) Richtig ist, Gotthard, dass lt. Konzil „der Laie“ auch was ZU SAGEN hat, nicht nur zu hören. Aber eben nicht anstatt des Klerus, sondern zusammen mit ihm im Dialog, auch im Dialog mit denen „draußen“, nicht als Aufstand der Kommune, sondern als Arbeitsgemeinschaft in der Welt von heute. Aber das ist nunmal Arbeit und nicht nur Umdekorieren. Kein neues Logo, Logos!
Redaktion benachrichtigen Erzbischof Milingo plant seinen nächsten Auftritt
#3   Dr. Otterbeck   11:30:02 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Fürsterzbischof Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Maier (CSU)
Anstatt sich länger mit Erzbischöfen aufzuhalten, die Paul VI. von der Fahne gegangen sind, hätte ich von der Redaktion eigentlich eine Rezension des neuesten, bei Herder erschienen Buchs von H. Maier zur Demokratie in der Kirche erwartet. Das sind nämlich die Leute, denen wir die hirnrissige Gleichsetzung von Konzil und 1789 verdanken: „Das Laientum verkörpert die bürgerliche Gesellschaft in der Kirche“ etc. etc. etc.
Redaktion benachrichtigen Bush – der nächste Hitler
#43   Dr. Otterbeck   11:17:56 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Methusalix
Das aggiornamento des guten Papstes Johannes richtig zu verstehen, das ist tatsächlich das große Problem der nachkonziliaren Krise. Und ich gebe Ihnen zu, dass eine auf schlichte Autorität gestützte Kirchlichkeit keine Chance mehr hat. Der große Mut des Papstes Johannes, und das ist unumkehrbar, besteht darin, auf den freien Willen zu setzen, auf den guten Willen. Und einer Verwechslung der Religion mit „Rechtspolitik“ für alle Zukunft die Legitimation zu entziehen.
Dieses Fazit wurde allerdings insb. durch Pius XI. und Pius XII. bereits vorbereitet, so dass ein so eklatanter Bruch, den die Rechte unter Adoption einer „linken“ These wahrnimmt, nur aufgrund selbstgefälschter Statistiken verifizierbar ist. Die Tragödie besteht darin, dass das Konzil es nicht legitimiert, Kirche statt mit rechter Politik mit linker Politik zu identifizieren. Es müsste darum gehen, das ganze politisierende (naturalistische) Hickhack zu überwinden, um zu den wirklich wichtigen Fragen zu kommen.
Redaktion benachrichtigen Haßpredigt gegen Kirche und Papst
#2   Dr. Otterbeck   10:27:12 | Dienstag, 13. Juni 2006
Wiener:
Die Traktate auf kreuzforum übertreffen kreuz.net aber mitunter doch noch.
Redaktion benachrichtigen Es war nicht bös gemeint
#8   Dr. Otterbeck   10:19:30 | Dienstag, 13. Juni 2006
P. Prosinger
hätte Karl X. vor der Julirevolution 1830 bewahren können. Aber der Erkenntnisfortschritt hinsichtlich der Differenz zwischen Dogma und Gesellschaftslehre war leider vor der näheren Entwicklung zweiterer noch nicht so weit, dass ein P. Prosinger schon bereit war.
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Prosinger=Lamennais, Murx!
Redaktion benachrichtigen Kathedrale gerettet
#48   Dr. Otterbeck   09:58:31 | Dienstag, 13. Juni 2006
(stat crux)
Freut mich sehr! Lumen eccelsia ist übrigens über Thomas von Aquin; im Kreuzforum schreibt der Vetter aus Dingsda gerade von einer „Zerstörung der Neuscholastik“ durch „V 2“. Diese Geheimwaffe hat aber die Kathedrale gerettet
?:)
Redaktion benachrichtigen Der Gipfel des Absurden
#25   Dr. Otterbeck   09:45:55 | Dienstag, 13. Juni 2006
Problem
bei der Weitergabe des Lebens ist wohl, dass es so freiwillig nicht weitergegeben wird, wen man sich z.B. auf den Standpunkt der anglikanischen Lambeth-Konferenz von 1930 stellt (der sich im Protestantismus durchgesetzt hat): Die „Hochherzigkeit“ der Menschen ist nicht so hochherzig zu veranschlagen, dass eine allgemeine „Freundlichkeit“ gegenüber potentiellem Nachwuchs für genug Nachwuchs sorgt. Deshalb gab es keine andere Wahl als jeden arglistigen Kontrollakt zu missbilligen. Dass die Kontrolle dennoch praktiziert würde, war auch Paul VI. klar. Denn so waren die Menschen von Adam an. Aber „ethisch“ hat er den Fall gerade deshalb richtig entschieden.
Redaktion benachrichtigen Bush – der nächste Hitler
#38   Dr. Otterbeck   09:21:24 | Dienstag, 13. Juni 2006
Bosheit
ist bei den mit „Extra Ecclesia…“ gemeinten Adressaten ja gerade das Problem. Wer guten Willens nicht versteht, nicht glaubt, nicht „folgen“ kann, bei dem ist auch nichts zu erzwingen. Ein Problem des Dialogs bleibt aber die katholischerseits geltendgemachte „Überlegenheit“ (Wahrheitsanspruch), die manche, um nett zu sein, ein bisschen verstecken, andere, um erst recht boshaft zu sein, besonders überstrapazieren. Die Kirche hat die Grenzen ihrer selbst nie auf die lebenden Inhaber des „Mitgliedsausweises“ eingeschränkt, gerade weil sie sich mit dem übernatürlichen Mysterium der Einheit in Christus identifiziert. Komplizierte Materie, aber wohl der Kernpunkt des ganzen Hickhacks auf kreuz.net.
Redaktion benachrichtigen Bush – der nächste Hitler
#34   Dr. Otterbeck   07:45:11 | Dienstag, 13. Juni 2006
DDL: Die „Heilsnotwendigkeit“
der Kirche ist, anders als hier von den Heiligen Drei Königstreuen (Ath., KM, CR) gelehrt, keine bloße Disziplinvorschrift, die nach innen die Arkandisziplin konfirmiert, indem Mauern gegenüber Andersdenkenden errichtet werden. Das hat das Hl. Offizium, dem Marcel so nachtrauert (obwohl. gäbe es das noch in der „klassischen“ Form, hätte man in Rom weniger Geduld mit Lefebvre gezeigt), bereits 1949 explizit festgehalten (gegen Feeney, „implizites Votum“), mitunterzeichnet durch Assessor Ottaviani.
Man könnte also sagen: wahre Religion, Gewissheit mittels der sakramental verfassten Kirche; wer diese Gewissheit mutwillig preisgibt, der gefährdet sich. Das ist keine Tautologie, aber das Mysterium des Dogmas besteht ja darin, dass es immer wieder zu überraschend schlichten Einsichten führt, je mehr man davon kapiert: „Gott gibt es.“
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#56   Dr. Otterbeck   10:49:07 | Sonntag, 11. Juni 2006
Wahrheit bleibt Wahrheit.
Oder etwa nicht?
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#86   Dr. Otterbeck   10:47:53 | Sonntag, 11. Juni 2006
„Häresie wo keine Häresie ist“
Dass Ihr alle nicht von der Polizei verfolgt werdet, ist vor allem der Kirche zu verdanken, die in DH eingesehen hat keine Privilegien im Staat mehr zu beanspruchen. Denn im „katholischen Staat“ darf noch lange nicht jeder selbsternannte Inquisitor öffentliche Reden führen wie Eure. Euer großes Idol ist der lebendige Beweis dafür gewesen, dass die Selbstkorrektur „V 2“ ernst gemeint ist. Und Bestand hat. Aber ihr seht liebert Häresie, wo keine Häresie ist, nur um nicht Gehorsam üben zu müssen gegenüber der Kirche in der Welt von heute.
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#53   Dr. Otterbeck   10:42:26 | Sonntag, 11. Juni 2006
Guntram
Anhand der „Machtfrage“ könnten sie selbst erkennen, was die Differenz zwischen Klerofaschismus à la Lefebvre und kath. Priestertum ausmacht.
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#14   Dr. Otterbeck   10:37:41 | Sonntag, 11. Juni 2006
Sakrament, Interzession, Ablass,
alles wahr, alles gerecht: „Bitte für uns, jetzt, und in der Stunde unseres Todes.“ Das ist die Kurzformel des Katholizismus, Heiligung der Zeit.
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#50   Dr. Otterbeck   10:35:42 | Sonntag, 11. Juni 2006
Somit hat Ratzinger doch die Wahrheit gesagt,
als er zurückwies, die Kirche müsse bekennen, dass sie selbst das sei, was sie Sünde nenne, während die Sünde das sei, was sie Erlösung nenne.
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#12   Dr. Otterbeck   10:32:37 | Sonntag, 11. Juni 2006
Es gibt kein Leben vor dem Tod.
Es gibt nur ein Leben. Entweder es stirbt, oder es wird vollendet in Gott.
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#48   Dr. Otterbeck   10:30:20 | Sonntag, 11. Juni 2006
Das erinnert mich an eine Juristin,
die mehrere hundert Seiten schrieb, um nachzuweisen, dass die BGH-Rechtsprechung („Kind kein Schaden“) falsch sei; was einen Kollegin zu der bösen Bemerkung motivierte: Die hat wohl abgetrieben.
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#10   Dr. Otterbeck   10:26:21 | Sonntag, 11. Juni 2006
Wie Sie weiter unten
lesen können, Frau Antichrist, ist mir die Kleruskrise vollauf bewusst. Die Diskrepanz zwischen Ideal und Realität war in Europa und Nordamerika wohl noch nie so eklatant. Die Ursache sehen viele aber in der Unfähigkeit der Hierarchie, vor 1933, hinreichend präzise zwischen geistlicher (evangelischer) Autorität und bloßer Gehorsamkeit zu differenzieren. Der Lernprozess ist für die Kirche krisenbehaftet, aber sie hat ihre Lektion 1962-1965 bei weitem gründlicher „gelernt“ als sämtliche politischen Entitäten Europas.
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#45   Dr. Otterbeck   10:20:16 | Sonntag, 11. Juni 2006
Roncalli,
ein großer Verehrer Pius X., sah im Werk des Hl. Josefmaria eine große Innovation, während er Lefebvre von seinem Amt in Afrika weglotste (mit Rücksicht auf de Gaulle). Papst Johannes war also zur Unterscheidung der Charismen fähig und in der Lage, Guntram!
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#6   Dr. Otterbeck   10:16:19 | Sonntag, 11. Juni 2006
Der katholische Priester
ist die vielleicht stärkste Provokation der modernen Mentalität, aber zugleich ein attraktiver Gegenentwurf (siehe: die beliebten Fernsehserien); aber „Unterdrücker“? Niemals.
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#3   Dr. Otterbeck   10:01:15 | Sonntag, 11. Juni 2006
Zu früh gefreut,
Superstar: Der Integralismus wird zwar kaum je zu einer relevanten Größenordnung, aber „Mode“ kann das durchaus werden, ganz im Stil der materisalkistischen Religiosität mit der sich satte Wohlstanbsbürger auch in anderen Erscheinungsformen aufladen (Esoterik, Okkultismus). Aber da Sie offenbar nicht differenzieren können und alles für „Terror“ halten, was die Sünde beim Namen nennt, muss man Ihnen da wohl freien Lauf Ihrer Gedanken lassen. Es käme auf echtes Priestertum an!
Redaktion benachrichtigen Schon bald + …
#1   Dr. Otterbeck   08:40:12 | Sonntag, 11. Juni 2006
Privatsphäre
Da kommen wir der Wahrheit schon näher. Warum hat das Konzil die vorkonziliare Krise nicht gestoppt, sondern zur Verschärfung beigetragen? Weil das „Priesterbild“ viel tiefgreifender unterspült war als selbst Lefebvre 1966 an Ottaviani berichtete. Und zum Priestertum trifft das Konzil die schwächsten Aussagen. Hier fehlt bisher eine Rezeption der von Montini (bereits vor 1963) konzipierten priesterlichen Berufung „heute“. Wahrscheinlich hat Escriva hier zunächst als einziger die richtige Zuordnung vom Zeugnis des Laien und der modernen priesterlichen Berufung erkannt. Verschwörungstheorien à la Marcellinus (im kreuzforum) greifen doch viel zu kurz, weil sie, obzwar antimodern, doch naturalistisch argumentieren.
Redaktion benachrichtigen Heil den deutschen Meinungswächtern
#41   Dr. Otterbeck   08:12:38 | Sonntag, 11. Juni 2006
Die Berührungsängste,
Methusalix, der erzreaktionären Katholiken mit der braunen Pest des Laizismus sind überaus ausgeprägt gewesen. Gerade die erzreaktionären Katholiken haben der „Modernität“, die sich Hitlerbewegung nannte, am ehesten widerstanden. Schon Nuntius Pacelli misstraute den deutschen „Staatsbischöfen“ und hat 1946 drei „Reaktionäre“ zu dt. Kardinälen erhoben. Einer dieser „Reaktionäre“, Kardinal Frings, hat übrigens Ratzinger nach Rom mitgebracht. Und wegen der lückenlos „reaktionären“ Haltung wird dieser ja von selbsternannten Inquisitoren der SSPX andernorts der Häresie bezichtigt. Die SSPX wird sich wegen des braunen Themas vermutlich demnächst in einen gallikanisch-agnostischen und einen josephinistisch-germanischen Zweig aufspalten müssen, weil sie ja von der Politik nicht lassen kann (unter Behauptung des Gegenteils).
Redaktion benachrichtigen Aachener Sorgenfalten
#34   Dr. Otterbeck   07:53:44 | Sonntag, 11. Juni 2006
Guntram:
Nennen Sie mir eine einzige Predigt, einen einzigen Text aus SSPX-Kreisen, der ohne politische Seitenhiebe auskommt. Der Phantomschmerz wegen des Juli 1830 ist einfach zu dominant; cf. die letzte Predigt Lefebvres vom 01.11.1990: Demnach habe die Menschenrechtserklärung den Atheismus erzeugt und alle darin befangenen Staaten (!) sind auf dem Weg zur Hölle. Selbstverständlich hält sich die „Bewegung“ für religiös, aber sie ist naturalistisch in tridentischen Gewändern. Anders lassen sich die hirnrissigen Spekulationen, das Konzil beruhe auf Verschwörungen, Putsch etc. gar nicht plausibel machen. Abfall von der Tradition im Namen der Tradition, das war vor Mai 68 unausdenkbar. Die SSPX ist ein illegtimes Kind der Studentenrevolte. Ohne deren Vorspiel nicht diese Reaktion. Dieser völlig falsche Traditionsbegriff ist in den 1970ern geboren und war zuvor und danach weder denkbar noch durchsetzbar, „da qualche fessura…“
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#21   Dr. Otterbeck   11:45:13 | Freitag, 9. Juni 2006
Karl X.
sel. Anged. Nachf.: Der HERR sagt „folge mir nach“.
Das Flugzeug hat abgehoben. Und Karl X. war plötzlich machtlos. „Wir werden den Herrn noch sans Culottes sehen“ (sorry, bei Wehner entlehnt, der sich so ähnlich über Ludwig Erhard äußerte, 1965, nicht 1830).
Redaktion benachrichtigen Aachener Sorgenfalten
#29   Dr. Otterbeck   11:39:36 | Freitag, 9. Juni 2006
Karl X.
sel. Anged. Nachf. hat mittlerweile andernorts offen bekannt, Athanasius, dass die SSPX „Ratzinger“ für einen falschen Propheten hält. Entnehmen Sie das den Malachias.Weissagungen oder dem Echten Dritten Geheimnis Von Fatima oder doch den Protokollen der Weisen von Zion?
Redaktion benachrichtigen Wurde die Versöhnung gestoppt?
#21   Dr. Otterbeck   11:35:21 | Freitag, 9. Juni 2006
Athanasius,
welche Generalaudienz 1966 meinten Sie?
Redaktion benachrichtigen Zwielichtiger Professor
#4   Dr. Otterbeck   11:32:05 | Freitag, 9. Juni 2006
Stimmt es eigentlich,
dass es von der Audienz von Karl Rahner bei Papst Johannes Paul II. nur deshalb kein Foto gibt, weil sich Rahner (entgegen dem IV. Gelübde der Jesuiten) weigerte, in priesterlicher Kleidung beim Papst zu erscheinen?
Redaktion benachrichtigen Vorsicht: Die Homo-Frage betrifft uns alle
#286   Dr. Otterbeck   11:28:34 | Freitag, 9. Juni 2006
Auch wer erkannt hat,
dass das Papsttum der eigentliche Sieger der frz. Revolution war, darf darauf hinweisen, dass allein das republikanische Terrorjahr 1793 mehr Todesopfer „gekostet“ hat als Inquisition und Hexenwahn zusammengenommen.
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#15   Dr. Otterbeck   11:24:42 | Freitag, 9. Juni 2006
Theophil:
Diesen Beitrag KANN man nicht inhaltlich diskutieren; sowas überhaupt zu „bringen“ ist ein Paradebeispiel für „saubere“ Moral.
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#13   Dr. Otterbeck   11:18:31 | Freitag, 9. Juni 2006
Sport kaufen ist kein Sex,
wäre doch auch noch ein Anlass für hübsche Wichtigtuer-Bildchen. Moral ist, was man trotzdem macht??
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#19   Dr. Otterbeck   11:16:05 | Freitag, 9. Juni 2006
Karl X.
hat kurz vor der Julirevolution sicherlich auch gesagt: „Ich habe kein Problem“. Wer aber de Gaulle für einen Linksradikalen hält, der hat ein Problem. Der Mai 68 hat sich doch spätestens mit Assisi 86 erübrigt.
Redaktion benachrichtigen Zwielichtiger Professor
#2   Dr. Otterbeck   11:10:47 | Freitag, 9. Juni 2006
Eine Menge Fragezeichen geblieben:
Neulich fragte ich einen Theologen, ob denn die Bonner Professoren irgendeinen „Leidensdruck“ spüren, dass ihr Fach ausstirbt. Keineswegs. Einer sagte sogar: Gut, dann sind wir nur noch eine Forschungsfakultät. Sehr forsch, aber der Staat bezahlt es!
Redaktion benachrichtigen Vorsicht: Die Homo-Frage betrifft uns alle
#283   Dr. Otterbeck   11:05:55 | Freitag, 9. Juni 2006
Meinungsfreiheit
Zum Integralismus wäre noch manches zu sagen, wozu hier der Platz fehlt. In einem gewissen Sinne ist es sogar eine „wissenschaftliche Erleichterung“, dass dieses Weltbild auf kreuz.net zu prägnant zu studieren ist.
Die Tragweite von Dignitatis humanae haben die Konzilsväter vielleicht noch gar nicht richtig erkannt. Erst der Terror der Gegner und das Pontifikat Johannes Paul II. haben verdeutlicht, dass diese Selbstkorrektur (ohne dogmatischen Relativismus) überfällig war, zur Vorbereitung des III. Jahrtausends n.Chr. Die Anfänge desselben erleben zu dürfen, das ist ein besonderes Glück.
Redaktion benachrichtigen Innenpolitisches Interesse + …
#6   Dr. Otterbeck   10:59:47 | Freitag, 9. Juni 2006
Dr. jur.
sind Sie jedenfalls nicht, sonst käme diese „Interpretation“ der Meinungsfreiheit Ihnen nicht in den Sinn. Aber, trösten Sie sich: Ich bin nicht Vordenker der Kirche, sondern nur Nachbeter. Die Integration von Identität und Erneuerung hat gedanklich J.H. Newman vorbereitet, von dem Pius XII. zu Guitton sagte: „Seien Sie sicher, Newman wird eines Tages Kirchenlehrer sein.“
Das sind die Vordenker!
Redaktion benachrichtigen Vorsicht: Die Homo-Frage betrifft uns alle
#280   Dr. Otterbeck   10:35:29 | Freitag, 9. Juni 2006
Selbst 1000 Opfer
der Inquisition wären 1000 zu viel gewesen. Aber, Pünktchen, Ihre Beiträge sind ein wohltuender Kontrast zu vielen anderen hier. Kompliment!
Redaktion benachrichtigen Ist das Knien nach dem Agnus Dei der Messe eine Todsünde?
#33   Dr. Otterbeck   10:31:15 | Freitag, 9. Juni 2006
Prof. Dr. Dr. h.c.
Sie hätten unter a.c. nicht schreiben dürfen „linkstotalitär“, denn die Extreme Rechte benutzt den Begriff totalitär nicht als Oberbegriff.
Gruß
Dr. Dr. h.c. stat crux
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#10   Dr. Otterbeck   10:19:12 | Freitag, 9. Juni 2006
Hallo, Deus!
Danke für die Blumen. Manchmal fällt einem ja doch noch was ein zu diesen Braunen Seiten. :-$
Redaktion benachrichtigen Ist das Knien nach dem Agnus Dei der Messe eine Todsünde?
#30   Dr. Otterbeck   10:13:37 | Freitag, 9. Juni 2006
a.c.: h.c.
a.c. scheint gesperrt zu sein, Dr. phil. Heger; war vermutlich ein „Scherzkeks“.
Redaktion benachrichtigen Sex kaufen ist kein Sport
#8   Dr. Otterbeck   10:11:12 | Freitag, 9. Juni 2006
Der Existenzialismus
ist kein Humanismus, aber der Integralismus ist ein Naturalismus. Gucke ich mir so ein Bildchen „nur so“ an, verharre ich auf der natürlichen Ebene, gucke ich es an, um mich über die Unmoral zu erregen, erklimme ich die übernatürliche Ebene? Weit gefehlt. Aber im Kreuzforum schrieb jemand über das Heft „Kinderkreuzzug“, dieses sei „übernatürlich“ (und deshalb gratis). Diese fromme Denkungsart verflacht die dreidimensionale Welt zu einer Scheibe. Daran ändert sich auch nichts, wenn ich diese „Sankt Scheibe“ nenne. Scheibenhonig.
Redaktion benachrichtigen Innenpolitisches Interesse + …
#4   Dr. Otterbeck   10:02:36 | Freitag, 9. Juni 2006
kreuz.net
ist ein kirchenfeindliches Publikationsorgan. Schwarzweißrot! Schon Adenauer verlangte von Kardinal Faulhaber, dass beim Müncher Katholikentag 1922 schwarzrotgold geflaggt werden müsse. So alt ist des hier zelebrierten Konfliktes deutsche Variante.
Redaktion benachrichtigen Der Gipfel des Absurden
#23   Dr. Otterbeck   09:58:48 | Freitag, 9. Juni 2006
Schon in der Schule
lehrte man uns, dass die Bevölkerungspyramide umkippt: Lücken durch Kriege und Inflation etc. Aus der Pyramide wird erst ein Baum, dann eine „Urne“ (erklärte der Lehrer, sozusagen A: H: V). Ein Schüler kommentierte die Bevölkerungsurne: „Im Anfang die Abtreibung, am Ende die Euthanasie.“ Schöne neue Welt! Ich las daraufhin Humanae Vitae Zeile für Zeile und irritierte Verwandte und Freunde, indem ich immer wieder insistierte: Paul VI. hat die Wahrheit gesagt. Jetzt sieht es sogar Helmut Schmidt ein, der 1980 noch stolz war, beim Deutschlandbesuch dem Papst seinen Dissens vorzutragen.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#17   Dr. Otterbeck   09:51:15 | Freitag, 9. Juni 2006
discretio spirituum
Manchmal vermittelt kreuz.net noch Einsichten! Der springende Punkt ist die „Julirevolution“ 1830. Die action francaise (der Lefebvres Vater nahestand) wollte das Unglück wiedergutmachen und scheiterte damit. Die kath. Soziallehre war im 19. Jh. noch unterentwickelt. Im Syllabus muss also der dogmatische Kerngehalt von der zeitbedingten Mentalität sorgfältiger unterschieden werden. Pius IX. hat keinen Grundriss einer kath. Weltordnung vorgelegt. Er wendet sich aus religiösen Motiven gegen den totalen Staat, dessen erste Erscheinungsformen er im wesentlichen richtig erkannt hat. Uns muss die Schnelligkeit des kirchlichen Lehramts überraschen: Schon im Jahr nach dem Tod Hegels (1831)
hat Gregor XVI. jedwedem Totalitarismus den Boden entzogen. Man hält sich zu sehr bei der Mentalität auf, die Kernaussage der Intransigenz aber ist: Die Kirche lehnt den totalen Staat ab! Und das hat V 2 dann näher entfaltet. Mit etwas Arbeit kriegen wir eine fast gerade Linie hin.
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#14   Dr. Otterbeck   09:34:53 | Freitag, 9. Juni 2006
Karl X.
hat nunmal versagt. Damit ist der „Katholizismus“, den Karl Murx und Carlo Rex lehren, seit 1830 untergegangen. (Vierzig Jahre vor V 1 war die „Tradition“ schon tot!) Es hat Gott dem Allmächtigen eben nicht gefallen, den legitimen Herrscher vor der Verschwörung der „Freimaurerei“ zu retten. Diesen Unfall der frz. Tradiweltgeschichte kann man nicht nachträglich den Päpsten und Konzilien als Straftat unterjubeln. Diese Logik führt in den Sumpf. Ihr beschwert Euch über 1789, gemeint ist aber 1830: „Sie haben ihn entthront!“ Wer? Wen? Nuntius Roncalli hatte kein Problem damit, auf dem Kissen des Königs niederzuknien, als er aus der Hand des frz. Staatspräsidenten Auriol das Kardinalsbirett empfing. Und zu Herriot sagte er: „Uns trennt doch nur die Politik. Das ist zu wenig.“ Solches Verhalten soll strafwürdig sein? Wo steht das im CIC 1917? Oder im Code Napoleon??
Redaktion benachrichtigen Innenpolitisches Interesse + …
#2   Dr. Otterbeck   08:49:46 | Freitag, 9. Juni 2006
Eckpfeiler:
Petrus, Jakobus, Johannes.
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#59   Dr. Otterbeck   10:43:56 | Samstag, 3. Juni 2006
Adenauer
könnte in diesem Fall unterschätzt haben, dass die Reformation nicht nur eunbe theologisch-dogmatische Seite hat, sondern auch eine staatskirchenrechtliche (mind. bis 1918). Das nähme auch dem vernünftigsten Mann die Führung des Projekts aus der Hand.
Gott aber ist weder Sein noch Zeit, sondern beider Gott, und. führt
Redaktion benachrichtigen „Nicht nur los von Rom, sondern los von Gott.“
#88   Dr. Otterbeck   10:38:21 | Samstag, 3. Juni 2006
„All die Nachrichten,
welche glaubenslose Blätter unter Mithilfe intrigierender Diplomaten über die angebliche Uneinigkeit der Väter untereinander und mit dem Papste in die Welt sandten, waren erdichtet, in der Absicht, das Ansehen des Konzils zu untergraben, die guten Absichten des Hl. Vaters zu verdächtigen, gegen die Beschlüsse des Konzils Misstrauen zu erwecken. Es war die Wut der Hölle, die sich vor der hier drohenden Gefahr aufbäumte. Doch nichts konnte den von Jesus Christus beschützten Gang der Konzilsarbeiten aufhalten.“
Joseph Blum, Das Leben des hl. Vaters Papst Pius IX. Ein Volksbuch, Einsiedeln u.a. 1876, S. 170.
Redaktion benachrichtigen Bis zur Selbstaufgabe + …
#2   Dr. Otterbeck   10:03:12 | Samstag, 3. Juni 2006
Intransigenz
Wir werden den Konflikt um Integralismus oder nicht, naturalistische „Königs“herrschaft Christi oder übernatürliche, wohl kaum beilegen können, wenn sich der „traditionelle“ Protest eine derartige Deutungshoheit über sämtliche Dokumente beimißt. Es muss notwendige Intransigenz von veränderlicher unterschieden werden und die Unterscheidung leistet das kirchliche Amt, weder die Theologie aus eigenem Recht noch die Tradition allein; so wird „Don Camillo“ das auch sehen. Sie nennen ihn deshalb den größten Feind? Sind da Steigerungen überhaupt noch möglich?
Redaktion benachrichtigen Eine gute Zusammenarbeit
#8   Dr. Otterbeck   09:33:45 | Samstag, 3. Juni 2006
Untermieter
Kleine Ergänzung, Konrad: Mir ist erzählt worden, dass Kard. Lehmann, am Tag, als der Papst vor dem Gnadenbild von Jasna Gora betete, seinerseits einen Kniefall am Grabe Heideggers vollzogen habe.
Redaktion benachrichtigen Der kirchliche Ungehorsam soll jetzt „Gewohnheitsrecht“ genannt werden
#4   Dr. Otterbeck   12:00:13 | Freitag, 2. Juni 2006
Hiergegen
kämpft „die Tradition“ mit Fug und Recht. Denn die Erhebung der „Demokratie“ zum Dogma ist mit der Tradition unvereinbar (cf. Leo XIII, Graves de communi re).
Redaktion benachrichtigen Mütterlicher Instinkt + …
#2   Dr. Otterbeck   09:38:11 | Freitag, 2. Juni 2006
Hallo, Catharina,
könnte doch sein, dass die Kreuznettschreiber sich verstärkt in den Geschlossenen Foren bewegen (bzw. im halboffenem „Vollzug“) und das „einfache Volk“ hier nur noch mit schnell zusammen geschriebenen Texten bedienen? Dann ist der Spuk wohl bald vorbei.
Redaktion benachrichtigen Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
#50   Dr. Otterbeck   09:11:09 | Freitag, 2. Juni 2006
Die „Glaubensregeln“,
die Montini angeblich verletzt hat, sind allesamt Fragen der Position des kirchlichen Amtes gegenüber der Politik. Der Vater des Papstes war bekanntlich Christdemokrat. Das genügte zu jener Zeit, um bei faschistoiden Seilschaften der Kurie (vulgo „antikommunistische“ Kräfte) in Misskredit zu geraten. Dem Jesuiten Gundlach wird ja sogar nachgesagt, wenn er einen liquidieren dürfe, dann solle das Montini sein. Der Groll der Gegner saß so tief, dass noch bis heute die Deutung kolportiert wird, Pius XII. habe seinen engsten Mitarbeiter fallen gelassen. Sehr viel spricht aber dafür, dass Pacelli wusste, dass eine Selbstkorrektur der Kirche nötig sein werde. „Ich bin der letzte, der das alles so zusammen hält“, meint Congar, werde von Pius XII. berichtet.
Es ist aber üblich, dass Päpste manchen Komplex dem Nachfolger hinterlassen. Pius XI. hatte noch erkannt, dass die Ecole biblique rehabilitiert werden müsse, überließ das aber dem Nachfolger. Pius XII. überließ die notwendige Korrektur angesichts der neuen Lage (Ungarn 1956) bewusst seinen Nachfolgern. Die Kirche musste die Geiselhaft des „Antikommunismus“ hinter sich lassen, um den Triumph über den Kommunismus vorzubereiten. In diesem Sinne war „Ostpolitik“ nötig, nicht im Sinne dogmatischer Konzessionen.
Redaktion benachrichtigen Paukenschlag in Berlin
#59   Dr. Otterbeck   08:54:09 | Freitag, 2. Juni 2006
„Judas- äh Petrusbruderschaft??“
Was ist denn das für ein Denken? Petrus heute sei Judas?? Weil die Päpste das ancien regime „verraten“ haben? Genau das meinte Paul VI. am 11.10.1976 mit dem „absolut falschen“ Begriff von Tradition, den die SSPX in der Kirche einführen wolle. Eine Lehrverurteilung zielt darauf, bestimmte Lehren, die zu bestimmten Zeiten vorgetragen wurden, zu verurteilen. Die Zensuren des Syllabus weisen bestimmte Lehrsätze zurück, aber sie lehren nicht das „Gegenteil“. Wer jeweils den Gegen-Satz bildet, leitet die Lehre aus den Urteilen über die Irrlehre her, anstatt aus der Tradition selbst. Das führt auf den Holzweg. Wenn ich den Satz verurteile „MK28“ dann lehre ich weder „Anti-MK28“ noch „KM82“. Der Syllabus ist KEIN antikommunistisches Manifest und auch kein kommunistisches Antimanifest. Er ist eine Zusammenstellung von Zeitirrtümern. Die Kirche KANN ihre Identität nicht allein auf einen Gegenentwurf zu den Syllabus-Sätzen 15-18 und 77-80 stützen, weil sie die Braut Christi ist, des Königs, dessen Herrschaft übernatürlichen Charakters ist, also weder der Stütze durch ein Regime bedarf noch durch ein Regime gestützt werden kann. Diesbezüglich hat die Kirche dazugelernt aus den Erfahrungen des 20. Jh. und diese „Lektion“ lernen müssen. Gott will es.
Redaktion benachrichtigen Spektakuläre Voraussagen
#10   Dr. Otterbeck   08:01:37 | Freitag, 2. Juni 2006
G.M.M.
Richtig, der Text ist m.E. Sr. Lucia zuzuordnen, nicht Teil der Botschaft.
Redaktion benachrichtigen „Lieber Vulgärtraditionalismus als Vulgärtheologie“
#35   Dr. Otterbeck   02:14:53 | Dienstag, 30. Mai 2006
Religionsfreiheit
Der Vatikanstaat braucht die Menschenrechtscharta nicht zu unterschreiben, da er ein Staatswesen sui generis ist. Der Heilige Stuhl kann die Charta nicht unterschreiben, weil er kein Staat ist. Völkerrechtlich anerkannt ist der Heilige Stuhl. Die Staaten pflegen keine Beziehungen mit dem Vatikanstaat. Der kleinstmögliche Staat ist nur das unbedingte Minimum, um dem Papsttum eine unabhängige Existenz zu ermöglichen. Denn der Papst kann unmöglich Untertan eines anderen Souveräns sein. Souverän ist aber der Papst selber, nicht sein Staat. Die Religionsfreiheit im Vatikanstaat beschränkt sich daher vermutlich auf das „Recht auf Auswanderung“. Aber diese Ausnahme von DH ist wohl plausibel begründet. Das Buch von Rhonheimer kann ich, wie Konrad, auch empfehlen.
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#25   Dr. Otterbeck   20:58:13 | Sonntag, 28. Mai 2006
Herz Jesu
Turk, Schüttel: Vorschlag zur Güte! Jeder von beiden schreibt noch was zur Herz-Jesu-Verehrung. Dazu war nämlich auch was in den Kreuzmeldungen oben.
Gruß
Dr. Otterbeck
Redaktion benachrichtigen Ein jüdisches Geschenk
#6   Dr. Otterbeck   20:51:37 | Sonntag, 28. Mai 2006
Wer die aberwitzige
Mallerais-Predigt aus Zaitzkofen (Juni 2005) gründlich studiert, der ahnt schon, was die da unter „Opfer“ verstehen. Eine gnadenlose „Heilsmechanik“, ohne jedes Erbarmen, verzweckt zur Zuchtrute zugunsten der Arkandisziplin der „Bruderschaft“. Wes Geistes Kind!
Die Hingabe Jesu hingegen: Ein jüdisches Geschenk.
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#3   Dr. Otterbeck   20:40:51 | Sonntag, 28. Mai 2006
Ja, Gotthard,
ein starkes Bild, ein starkes Motiv, eine Rede, die noch in Jahrhunderten gehört werden wird. Deo gratias.
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#41   Dr. Otterbeck   20:39:26 | Sonntag, 28. Mai 2006
Wer die Menschenrechte
so beliebig interpretiert wie „Franziskus“, der bietet den Feinden der Menschenrechtsidee weitere Munition. Etwas mehr Differenzierung, bitte! Der von Papst Johannes XXIII. und Papst Paul VI. und dem Konzil vertretene Menschenrechtsanspruch stellt eine ergänzende Selbstkorrektur der christlichen Gesellschaftslehre (begr. 1891 durch Leo XIII.) dar, keine Allerweltsideologie, die gegen Religion und Evangelium umgemünzt werden kann.
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#3   Dr. Otterbeck   20:33:53 | Sonntag, 28. Mai 2006
Genau das,
Gotthard, wollte Dr. Heger hören. Ich erwarte von dort noch deutlichere Zustimmung zu den Mallerais-Thesen über die zugleich deutsch-idealistische UND projüdische Philosophie des Papstes (cf. April-Interview, Remnant).
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#44   Dr. Otterbeck   20:28:54 | Sonntag, 28. Mai 2006
Mir fehlt das frz. Original,
in der mir vorliegenden Übersetzung heißt es:
„Die einzige Haltung, die der Treue zur Kirche und zum katholischen Bekenntnis und unserem Heil entspricht, ist die entschiedene Weigerung, diese Reform anzunehmen.“
Und zuvor hatte Ihr Idol im Bekenntnis vom 21.11.1974 den Hl. Paulus angeführt (Gal 1,8); „…der sei verflucht“ (mit Seitenblick auf Papst Paul VI.); wenn es eine mildere Lesart gibt, unterrichten Sie mich: Ich lese darin den Bannfluch eines einzelnen Titualarbischofs gegen den Papst und das Konzil.
Gottlob aber hat sich die totalitäre Versuchung, der Ihr Idol nicht zu widersagen vermochte, nicht weiter in der Kirche ausgebreitet als unter jenen rd. 500 Klerikern, die dieser antikatholischen Denkungsart frommen.
Aber gut: hätten Sie Argumente, würde ich darauf eingehen können.
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#1   Dr. Otterbeck   20:19:28 | Sonntag, 28. Mai 2006
Gloria olivae:
Worte des Papstes zum Ruhm Jerusalems.
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#42   Dr. Otterbeck   17:04:58 | Sonntag, 28. Mai 2006
„Baron Eckstein
bemerkte bereits zur Zeit der RESTAURATION: ‘Wenn man sagt: Freimaurer, Revolution, so glaubt man damit schon dem gesunden Menschenverstand Genüge getan und die gesamte Geschichte erklärt zu haben.’“ (Congar, der Fall Lefebvre, Freiburg u.a. 1977, S. 137, Fn. 13.)
Dr. Heger, Sie überspringen den Dissens, den die „Glaubenserklärung“ Lefebvres vom 21.11.1974 markierte: Dort wurde quasi jedem Zelebranten des NOM mit der Hölle gedroht. Das kann kein Papst unbeantwortet lassen.
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#36   Dr. Otterbeck   11:19:03 | Sonntag, 28. Mai 2006
Karl Murx, alter Witzbold,
jetzt erst kapiere ich, dass Du mit „Karl Murx“ wohl Karol Wojtyla meinst! Haha! W. statt M. = „franc-mason“-church. Auweia!
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#8   Dr. Otterbeck   11:12:32 | Sonntag, 28. Mai 2006
Liebe Lukrecia,
obwohl gelegentlich hier zu Gast, haben Sie sich die redaktionelle Linie von kreuz.net vielleicht noch nicht klar zusammengereimt: Hier wird „katholisch“ gleichgesetzt mit einer Mischung aus Bruchstücken der Tradition (Mundkommunion etwa) und einem klaren politischen Profil. Irgendwo ist ja auch die KVP der Schweiz mit einem Inserat vertreten. Die Frage, inwieweit man nachkonziliar politisch „rechts“ stehen darf als Katholik ist aber eine andere als die Behauptung, dass man „rechts“ stehen muss. Und was noch mehr verwirrt: Viele politisch Konservative vertreten durchaus „antikatholische“ religiöse Positionen. Somit sollte man Berichte über eine Handkommunion in Polen nicht als Signal für den Untergang nun auch des östlichen Abendlandes werten.
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#5   Dr. Otterbeck   10:31:46 | Sonntag, 28. Mai 2006
Führt es eigentlich zur Häresie,
wenn ein Papst unverfroren Goethe zitiert?!??
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#38   Dr. Otterbeck   10:27:46 | Sonntag, 28. Mai 2006
Nachkonziliare Messer!
Sorry, weiter unten meinte ich ausnahmsweise nicht „Messe“ sondern „Messer“. „Ins Messer laufen…“ Niemand hat gründlicher dargestellt als Exz. Lefebvre in seinem Brief an Ottaviani 1966, dass er die „Schuld“ an den Ergebnissen des Konzils der Vorkonzilszeit zuordnet. Übrigens hat derselbe schon damals, richtig, eine schwindende Klarheit der Priester über ihren Beruf analysiert. Vor vierzig Jahren! Zusammen MIT ROM hätte er ein tridentinisches Seminar weiter betreiben können, um das Konzil kritisch im Licht der Tradition zu rezipieren.
Die Revolte aber, SEIN Bruch mit jedweder Tradition, ist überhaupt nicht zu rechtfertigen, da die Katholiken dem Konzil insgesamt Gehorsam schulden.
Redaktion benachrichtigen Papst Johannes Paul II. – Requiescat in Pace
#20   Dr. Otterbeck   11:44:29 | Samstag, 27. Mai 2006
Erstmals
muss ich, nach heutiger Durchsicht der Alt-Artikel, der kreuz.net Redaktion doch einmal Dank sagen für die viele, viele Arbeit. Es sind doch reichlich Informationen zusammengetragen! Die Selektion ist zwar konzentriert auf ein skurriles Zwölf-Punkte-Programm zur Rettung des Abendlandes,
1. Papst Marcellus III.
2. Allgemeine Freigabe des Missale von 1570
3. Strafbarkeit der Abtreibung
4. Strafbarkeit der Sodomie
5. Strafbarkeit der Ehescheidung
6. Strafbarkeit der Geburtenkontrolle
7. Strafbarkeit des freien Kondomhandels
8. Strafbarkeit des freien Handels mit Kontrazeptiva
9. Strafbarkeit des Handels mit häretischer Literatur
10. Strafbarkeit der Lektüre häretischer Literatur
11. Zensur des Kinos und der Medien
12. Straffreiheit der Volksverhetzung,
aber abgesehen von der Verbreitung dieser Zeitirrtümer, die allesamt auf einer Fehlinterpretation des Syllabus von 1864 beruhen, hat die Redaktion doch sehr, sehr viel Arbeit geleistet.
Das muss man auch mal anerkennen.
Redaktion benachrichtigen Glaubwürdigkeitsproblem
#4   Dr. Otterbeck   11:35:11 | Samstag, 27. Mai 2006
Seit wann wird man denn
als enttartner Freimaurer zum Nuntius erhoben? Bugnini selbst hat die Frage nach seiner Amtsenthebung im Buch „Die Liturgiereform“ unglaubwürdig auf diese „Indiskretion“ zugespitzt. Aber seiner eigenen Darstellung kann man entnehmen, dass er mit drei vorgesetzten Kardinälen unbotmäßig verfuhr (Benno Gut und zwei Nachfolger) und sogar nach „Marialis cultus“ die Liturgiereform immer weiter weitertreiben wollte. Das war der Konflikt: Reform oder „institutionalisierte Revolution“. Eine Verstrickung in Logenverkehr ist m.E. ein viel zu schwaches Motiv für den Dissens, der 1975 nicht mehr zu überbrücken war.
Redaktion benachrichtigen Polnisch oder französisch?
#7   Dr. Otterbeck   11:12:57 | Samstag, 27. Mai 2006
Schüttel:
Meinten Sie dieses Gutachten?
Redaktion benachrichtigen Monsignore Luigi Giussani ist tot
#14   Dr. Otterbeck   11:05:44 | Samstag, 27. Mai 2006
Die Grenzlinie
zwischen Kirche und Politik, kreuz.net beweist es täglich, ist so leicht nicht zu ziehen. In jedem europ. Land „leidet“ der nachkonzilare Katholizismus an Folgen der vorkonziliaren Positionierung inmitten der lokalen Politik; in Dtld. der Inferioritätskomplex, in Österr. der Austrofaschismus, Franco, Mussolini, Vichy. Aber diese Belastungen nehmen ab, sie sind historisch, unds bewahrheiten wird sich, dass die größere Distanz, die das Konzil zwischen Vatikan und Quirinal angeordnet hat (bildlich gesprochen: für die ganze Kirche) der erste Schritt zum Umsetzung von „Quas primas“ sein wird.
Aber anders als damals für möglich gehalten, nämlich auf den Wegen des Geistes, nicht der Gewalt.
Redaktion benachrichtigen Das Rätsel der Liturgie von Addai und Mari
#8   Dr. Otterbeck   10:56:40 | Samstag, 27. Mai 2006
Interkommunion,
war doch der Anlass? Das bedeutet doch, dass die römische Kirche selbst nicht plant, auf die Wandlungsworte zu verzichten? So gesehen ist die Auseinandersetzung mit dem „Grenzfall“ auch ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Liturgie nicht nur Abstand halten muss vom „happening“, sondern auch Abstand von magischen Kulten und ähnlichen Erscheinungsformen des naturalistischen Pantheismus, den Satz 1 des Syllabus von 1864 verurteilte. Erster Anfang der Liturgiereform von 1969 war also Satz 1 des Syllabus von 1864.
Redaktion benachrichtigen „Ich war Freimaurer!“
#40   Dr. Otterbeck   10:44:39 | Samstag, 27. Mai 2006
Und deshalb setzt
Lefebvre den römischen Ritus gegen den schottischen?
Redaktion benachrichtigen Forschung und Erzbischof widerlegt: Das Turiner Grabtuch ist alt
#12   Dr. Otterbeck   10:30:37 | Samstag, 27. Mai 2006
Im Jahr 2002
hat der NDR einen brit. Fernsehbeitrag in dt. Fassung übernommen, wonach Da Vinci das Grabtuch gefälscht hat, als eine Art früher Fotografie (seiner selbst).
Man wundert sich, was die Medien alles als „Wissenschaft“ akzeptieren, solange es gegen das Faktum der Auferstehung Jesu geht.
Redaktion benachrichtigen „Ich erhielt von Hitler den persönlichen Befehl, den Papst zu entführen.“
#8   Dr. Otterbeck   10:17:29 | Samstag, 27. Mai 2006
„Wir werden die Idee Gottes beibehalten,
aber nur als vage Idee“, sagte Himmler. In diesem Punkt hat der Nationalsozialismus gesiegt.
Redaktion benachrichtigen Ist die Priesterweihe für die Frau „zeitgemäß“?
#9   Dr. Otterbeck   10:06:25 | Samstag, 27. Mai 2006
Schönes Foto!
Montiert. Real würde man wohl rosa Krägchen für die Damen und himmelblaue für die Jungs einführen müssen, sonst kommt es zu Verwechslungen.
Redaktion benachrichtigen Carsten Peter Thiede ist tot
#6   Dr. Otterbeck   09:55:39 | Samstag, 27. Mai 2006
Lohnt sich also doch…
mal ältere Beiträge bei kreuz.net aufzublättern.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Ratzinger: „Der Laizismus ist eine Ideologie geworden, die sich der Gesellschaft aufdrängt“
#1   Dr. Otterbeck   09:32:56 | Samstag, 27. Mai 2006
Noch eine Fundsache!
Die eigentlich nicht hätte ohne Lesermeinung bleiben dürfen.
Redaktion benachrichtigen Im Konzil steht viel: Das Konzil und die Heilsnotwendigkeit der Kirche
#2   Dr. Otterbeck   09:29:23 | Samstag, 27. Mai 2006
Was ist da passiert?
Warum kennt „niemand“ die Texte des Vatikanum II, während mir Theologiestudenten erzählen, dass sie der Jargon der modernen Lehrbücher extrem langweilt?
Hat die „theologische Kaste“ zu gut begriffen – oder unabsichtlich ignoriert, dass ein Pastoralkonzil EIGENTLICH eine Stärkung des Amtes ggü. den Fachwissenschaften bedeutet? KEINE Definitionen, KEINE Verurteilungen, das heißt doch: Weg von einer juristischen Auffassung von „Anleitung“ der Theologie, hin zur Kirche, zum Glaubensleben. Das „V 2“ wollte eine Entmachtung der Experten? Dann haben sich diese aber furchtbar gerächt.
Redaktion benachrichtigen Österreichs „Katholische Aktion“ lobt Elfriede Jelinek
#1   Dr. Otterbeck   09:10:08 | Samstag, 27. Mai 2006
Das war er also,
der allererste kreuz.net Artikel. Ob ich den letzten erleben werde, weiß man nicht. Aber dieser erste soll nicht ohne Lesermeinung bleiben: Er zeigt nämlich schon vollständig die politische Richtung des ganzen Unterfangens auf. Wer als Katholik die „rote Sau“ als Mensch anspricht, der sei ausgeschlossen.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche hat rechtgläubige Formen von Liturgie nie einfach abgeschafft oder verboten
#14   Dr. Otterbeck   08:45:13 | Samstag, 27. Mai 2006
zur Feier des Tages
habe ich nochmals ältere Beiträge durchgeguckt, man hat dazugelernt, ist aber nicht draus schlau geworden.
:-#
Redaktion benachrichtigen Bußgeißeln beim ‘Opus Dei’? Aber sicher!
#14   Dr. Otterbeck   08:16:29 | Samstag, 27. Mai 2006
Sehr richtig,
man kann zwar nicht immer erlöst aussehen, aber doch ein bisschen „erlöster“…
O:)
Redaktion benachrichtigen Im Kampf gegen uns selber + …
#1   Dr. Otterbeck   08:01:28 | Samstag, 27. Mai 2006
Karl Lehmann,
wo er Recht hat, da hat er Recht: Es mutet dem durchschnittlichen Beobachter heillos verzwickt an, dass seit rd. 30 Jahren die Fragen um „Dienste und Ämter“ im Katholizismus der BRD derart in den Vordergrund traten. Und der Verdacht liegt nahe, dass die Interessenten eben doch nur an (üppigen) Bezügen und (vollen)Vollmachten interessiert sind, jedenfalls nicht daran: zu dienen.
Redaktion benachrichtigen Er freut sich + …
#17   Dr. Otterbeck   07:57:03 | Samstag, 27. Mai 2006
Wahrscheinlich
sollte bei irgendeiner Gelegenheit die Bedeutung der Taufe betont werden. Ich denke nicht, dass der Kardinal eine entsprechende Letztwillige Verfügung getroffen hat.
Redaktion benachrichtigen Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
#33   Dr. Otterbeck   07:48:13 | Samstag, 27. Mai 2006
Romanus pontifex
potest ac debet cum progressu, cum liberalismo et cum recenti civilitate sese reconciliare et componere. Das ist keine Konzilsaussage, sondern ein mit der Allokution Jamdudum cernimus am 18. März 1861 verurteilter Satz, bekannt als Satz 80 im Syllabus von 1864. Der römische Papst könne und müsse sich mit dem Fortschritt, dem Liberalismus und mit der gegenwärtigen Zivilisation versöhnen und vergleichen. Das wies Pius IX. zurück. Was aber war der Fortschritt, der Liberalismus der damaligen Gegenwart? Unvorbereitet auf die Erfahrungen des 20. Jh. und ohne jede Kenntnis des heutigen Weltbildes war die damalige Moderne eine andere als heute. Hätte sich Pius IX. mit seiner Zeit „ausgeglichen“, so wäre er als Dalai Lama des Königreichs Italien bejubelt worden, das Papsttum hätte aber niemals die universale Kraft gewonnen, die das 20. Jh. so bitter nötig hatte (etwa Pius XII. im Krieg). Und auch der „Ausgleich“, den das Konzil anzielt, ist ein anderer: Dialog, um zu überzeugen. Das die vorkonziliare Schwäche den Episkopat und Klerus in Europa in manches „nachkonziliare“ Messe laufen ließ, das ist unbestritten. Aber das Recht der Päpste, jeweils zur gegenwärtigen Zeit neu Position zu beziehen, ohne dass das depositum fidei daran leidet, das ist der zentrale Vorzug des Katholizismus vor jeder anderen Konfession.
Redaktion benachrichtigen Bedrückende Spaltungsmentalität
#56   Dr. Otterbeck   21:05:02 | Freitag, 26. Mai 2006
Congar schreibt übrigens
in „Der Fall Lefebvre“ (1977), S. 47, dass die so gen. Messe Pius V. nicht „abgeschafft“ sei, sondern erlaubt für ältere Priester und die private Messfeier. Aber zum Quo-primum-Argument bringt er das gute Gegenbeispiel (S. 45), dass auch Pius VII. am 7. August 1814 die „perpetuo“ gegebene Breve Clemens XIV. „Dominus ac Redemptor“ (Jesuitenverbot) unbeachtet ließ.
Die Argumente sind vermutlich alle längst bekannt, die Dissidenten nur unwillig.
Redaktion benachrichtigen Der Mutter die Gurgel durchgeschnitten
#9   Dr. Otterbeck   20:57:41 | Freitag, 26. Mai 2006
und andere Grausamkeiten…
die latent gewaltvernarrten Neigungen der kreuz.nett-Radaktion können nicht davon ablenken: In nicht allzu langer Zeit wird man der Kirche vorwerfen, dass sie nicht „wie EIN Mann“ für die Weitergabe des Lebens getrommelt hat; und den Papst wird man bezichtigen, dass Humanae Vitae zu spät kam und zu milde ausfiel. Und die letzten Zeitzeugen der „Königsteiner Erklärung“ werden stammeln, dass der böse böse Zeitgeist sie daran hinderte, mutiger zu bekennen… Mit anderen Worten: Die „Welt“ genießt das Privileg, der Kirche im Rückblick immer die Schuld zuzuschieben. Wetten dass?
Redaktion benachrichtigen Bußgeißeln beim ‘Opus Dei’? Aber sicher!
#12   Dr. Otterbeck   20:50:35 | Freitag, 26. Mai 2006
Unser deutsches Altenvolk
könnte ruhig ein bisschen netter aus der Wäsche schauen. Wenn man hier in Köln mit der Straßenbahn durch die Gegend fährt, bekommt man nicht selten eine Fahrt durch die „Geisterbahn“ geboten, das ist sicherlich nicht die civiltà del cuore di Cristo, an die der Papst 1986 erinnerte (und B XVI am 15.05. aus Anlass des 50. Jahrestages der Herz-Jesu-Enzyklika Pius XII.).
Die Leute sehen aus, als trügen sie „Bußgürtel“, dabei tragen Sie nur 20 % Übergewicht mit sich herum.
Redaktion benachrichtigen Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
#30   Dr. Otterbeck   19:07:22 | Freitag, 26. Mai 2006
Lieber Herr Dr,
schon oft wollte ich meine Teilnahme bei kreuz.net beenden, aber es hat auch was Unterhaltsames, sich als intellektueller Zwerg mit solchen Riesen an Charisma und Macht messen zu dürfen. Nicht ich stelle Definitionen auf; ein theol. Lehrwerk zum Opfercharakter der Messe würde ich mir niemals zutrauen. Ich denke nur darüber nach, warum die 4-5 Argumente der SSPX seit über 35 Jahren konstant, buchstäblich gleich bleiben, während sich die Lage der Kirche und der Welt, teils zum Guten, sehr wandelt. Diese Gleichförmigkeit ist ein weiteres Indiz für den mutmaßlich an der Grenzen zur politischen Mythik vagabundierenden „Spiritualität“ der späten Maurras-Erben (Lefebvre identifizierte sich nicht vollends damit, floh aber nicht vor dem Applaus von Rechtsaußen, sondern genoß seine späte Prophetenrolle). Jawohl, Katholik ist, wer im Zweifel gehorcht, jedenfalls bei den wichtigen Dingen; und wenn’s schwerfällt, trotzdem. So haben es Teilhard, Lubac, M.J. Lagrange (und auch Pouget) aus Überzeugung getan. Und deshalb ist Rebellion im Namen der Tradition der TOTALE BRUCH mit der Tradition, in nie für möglich gehaltener Rigorosität.
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#132   Dr. Otterbeck   18:47:54 | Freitag, 26. Mai 2006
Wer zuletzt lacht…
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#130   Dr. Otterbeck   18:41:51 | Freitag, 26. Mai 2006
Karl Lehmann
hat im Advent 1976 das Vorwort zur dt. Fassung von Yves M.J. Congar O.P. „Der Fall Lefebvre“ (Herder, 1977) verfasst. Wahrscheinlich wird er allein deshalb von der schwarzen Horde gehasst.
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#28   Dr. Otterbeck   18:32:12 | Freitag, 26. Mai 2006
Lieber Herr Groll,
die Grenzlinie zwischen Glaube-und-Sitte und Politik bestimmt das Lehramt der Kirche. Das Lehramt hat das inakzeptable „Traditionsverständnis“ der Rebellen von Ecône klar erkannt, definiert und zurückgewiesen. Wer dennoch behauptet, dort würde die wahre Religion gelehrt, dem ist nicht zu helfen.
Redaktion benachrichtigen Bußgeißeln beim ‘Opus Dei’? Aber sicher!
#8   Dr. Otterbeck   18:23:37 | Freitag, 26. Mai 2006
Wolfgang E.
Ihre Bemühungen in Ehren, aber Schmerz und Leid werden so selektiv wahrgenommen, dass die Leute, wie „Aphrodite“ schon bekundete, auch die wohlmeinendste Erläuterung der Bußpraxis nicht kapieren werden.
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#26   Dr. Otterbeck   18:21:03 | Freitag, 26. Mai 2006
Na schön,
noch mehr Spaß:
„Nehmen wir zum Beispiel die Republik Argentinien. In welchem Zustand war sie noch vor erst zwei, drei Monaten. Eine vollkommene Anarchie… Straßenräuber, die wahllos töteten, völlig ruinierte Industrien, die Fabriksdirektoren eingekerkert… Jetzt dagegen herrscht dort eine Regierung der Ordnung, eine Regierung die Prinzipien hat, eine Autorität…“
Aus der Predigt des Alterzbischof-Bischofs von Tulle zu Lille am 29. August 1976 (tridentinische Messe im Sportpalast; von tosendem Beifall der Extremen Rechten umsäumt); nebenbei bemerkt: Das war ein Kommentar zur Machtergreifung der dortigen Militärjunta. Christkönig? So nicht!
Redaktion benachrichtigen Sünder in der Kirche + …
#6   Dr. Otterbeck   18:14:20 | Freitag, 26. Mai 2006
„Man hat die Häretiker,
die Protestanten, ‘Brüder’ genannt, ‘getrennte Brüder’. Hier ist sie: die ‘fraternité’. Das Gleiche gilt für den Ökumenismus; das ist die Brüderlichkeit mit den Kommunisten.“
cf. Lefebvre, Un évêque parle, Paris 1974.
Merken Sie nicht, Sulpice, wie sehr das aus der frz. Innenpolitik der 1968er Jahre stammt? Aber Sie schaffen es sicherlich, uns zu erklären, warum auch Präsident Putin ein Calvinist ist?? Oder Kommunist?
„Politique d’abord!“
Redaktion benachrichtigen Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
#24   Dr. Otterbeck   18:06:50 | Freitag, 26. Mai 2006
Okay, Sulpicius,
zu Ihrer Erheiterung:
„Gewiss hat auch der sogenannte Pluralismus in der Kirche seinen Platz, aber nur in Dingen, die erlaubt sind, und innerhalb der Grenzen des Gehorsams. Das aber verstehen diejenigen nicht, die jede liturgische Erneuerung … ablehnen, und noch weniger jene, die Christi reale Gegenwart und das eucharistische Opfer in Frage stellen. Ebensowenig kann eine Priesterausbildung, die keine Rücksicht auf das Konzil nimmt, geduldet werden. Wir können daher Deinen Forderungen nicht entsprechen. Denn es handelt sich um Aktionen, die eine Rebellion gegen die eine und wahre Kirche sind. Du darfst davon überzeugt sein, dass diese Härte nicht etwa aus der Verweigerung gewisser Konzessionen auf der Ebene der Disziplin oder Liturgie stammt. Die Bedeutung Deiner Aktionen und ihr Beweggrund rechtfertigen nicht, einen ABSOLUT FALSCHEN BEGRIFF VON KIRCHE UND TRADITION EINZUFÜHREN. Daher müssen wir Dir, ehrwürdiger Bruder, im vollen Bewusstsein Unserer Pflichten offen sagen, dass Du Dich IM IRRTUM befindest.“
Paul VI. an Lefebvre am 11.12.1976; zit. ebd. S. 128.
Redaktion benachrichtigen Der Bischof zieht den Kürzeren
#19   Dr. Otterbeck   17:52:37 | Freitag, 26. Mai 2006
Nicht Gehlen, v. Galen
Wenn Sie mir Ihre Adresse zumailen, schicke ich Ihnen den Beleg. Die Justiz brauchen „Sie“, Artois, dann nicht zu bemühen.
Redaktion benachrichtigen Bußgeißeln beim ‘Opus Dei’? Aber sicher!
#6   Dr. Otterbeck   17:47:39 | Freitag, 26. Mai 2006
C.A.:
Das ist der Grund, warum man sich heute mit dem Integralismus befassen muss, obwohl es ein „alter Hut“ zu sein scheint: „Vielleicht macht Scientology auch mit…“
Sie meinten das scherzhaft. Aber von da her weht der Wind: „Man“ will eine okkulte, gnostische, mediokre Religiosität am Rande der Gesellschaft herablassend tolerieren („Privatsache“). Munter wird die Debatte immer erst dann, wenn „Einmischung“ droht. Dass die nötig ist, das hat der Papst heute in Polen wieder gesagt.
Es geht um die Wahrheit, immer noch, öffentlich.
Redaktion benachrichtigen Gotteslästerung hausgemacht
#4   Dr. Otterbeck   17:27:56 | Freitag, 26. Mai 2006
Korrektur
„eigentlich NICHT gemeint“ muss es unter ‘donum vitae’ heißen; O.
:-$
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