Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Gotthard ich mag mich irren, aber sind die von Dir als falsch dargestellten Aussagen nicht in Trient
dogmatisiert worden? Sollte dies der Fall sein, wäre es dann nicht zumindest angebracht, zu sagen, daß
die diese „falschen“ Aussagen lediglich nicht DEINEN Glauben ausdrücken?
mag sein gunsenum Allerdings hat er auch nach 1968 an der Alten Messe festgehalten. Lesen Sie mal „Don
Camillo und die Rothaarige“. Für einen Priester wie Don Camillo würde ich auch so manchen Anschiss
in Kauf nehmen
Kommunikationsprobleme? und mit Pelosi und Kerry hat wieder mal keiner gesprochen? Da haben die wenigstens
keine Abmachung gebrochen @Burgoros In Relation zu dem was Sie hier sonst abliefern, ist Ihr letzter
Beitrag äußerst vernünftig. In der Tat ist Bush in einigen Punkten, nicht in allen, der christlichen
Wahrheit verbunden. In manchen steht er konträr, ein Evangelikaler halt. Ich hab auch beide Male gehofft,
daß er gewinnt. Aus taktischen Gründen. Die Linken in Europa tun ja immer so, als wären die DEM Friedensengel
.
@Kurt K 1. Ich lehne ab, was Sie als sexuelle Revolution bezeichnen. 2. Ich passe weiterhin in keine der
drei von Ihnen genannten Gruppen. 3. Schwul bin ich auch nicht. Sie müssen daher mindestens eine weitere
Gruppe kreieren!
Oh heilige Einfachheit! Vorweg: Die Bilder sind wirklich unpassend. Die These, daß der NS für den offenkundigen
Sittenverfall der späten 60iger Jahre, der unsere Gesellschaften bis heute geißelt, verantwortlich ist,
ist viel zu einfach und daher irreführend. Wer H. Manns Untertan gelesen hat, weiß wie im Kulturprotestantismus
des späten 19. Jahrh. mit dem Thema Keuschheit umgegangen wurde. Heuchlerisch! Außen hui, innen pfui.
Hier hatte die schon in den 20igern beginnende öffentliche Zügellosigkeit in den nord- und ostdeutschen
Städten einen guten Nährboden. Die Nazis, die dort ihre Hochburgen hatten, wurzelten eben auch dort
geistig. In den kath. Breiten war dies glücklicherweise etwas anders. Dort war man lange resistent demgegenüber.
Allerdings gab und gibt es leider immer wieder Katholiken, die offenbar derart an der eigenen Tugend berauscht
sind, daß sie es für geboten halten, den Sünder zu stigmatisieren anstatt ihm die Hand zur Umkehr zu
reichen. Sie Geschichten von Abtreibungen in gut kath. Familien zur Skandalvermeidung in den 50igern mögen
Einzelfälle gewesen sein, treffend sind sie trotzdem. Hinzu kam noch, daß die Wirtschaftswunderzeit
den Glauben auch unter den Kathol. innerlich erodieren lies. „Dank“ dem Aggiornamento musste man dann
auch nicht mehr so tun als ob und konnte sich ganz öffentl. dem Zeitgeist hingeben. Da blieb etwa für
die Aktion „saubere Leinwand“ von A. Süsterhenn nur noch Spott. Den Rest erledigte dann die Gier der
Medien und der Opportunismus. Sex sales eben.
Abtreibung auf Kasse in D? @„sexy“christ Das kann man aber letztlich über jede Kassenleistung sagen,
liegt dem dt. Gesundheitssystem nun mal inne. Ansonsten wäre mir neu, daß die Abtreibung von der gesetzl.
Kasse bezahlt wird. Mir war so, als ob man das selbst zahlt und bei mangelnder Leistungsfähigkeit nach
SGB II vom Amt gezahlt wird. Vielleicht können Sie Ihre Aussage noch ein bischen substantiieren, da ich
wirklich neugierig bin. @ordo1962 Sie haben ja grundsätzlich recht. Nur sollten Sie nicht auf seine Provokation
einsteigen, sondern sachlich bleiben. Das nützt mehr. Was glauben Sie, wie er sich jetzt freut, weil
Sie die Geschichten über seine digitalen Gespielinnen ernst genommen haben.
@„sexy“christ Sie scheinen zu verkennen, daß eine Adoption nicht primär dazu dient Familienglück herzustellen,
sondern dazu Kindern, die ohne erziehungswillige Eltern leben müssen, ein neues zu Hause zu geben. Meines
Erachtens gibt es aber nach wie vor mehr adoptionswillige Paare als Kinder, die adoptiert werden können.
Deswegen kann eine Homo-„Familie“ kein gesetzgeberischer Regelfall sein, Ursache und Wirkung eben. Hier
wäre es interessant zu wissen, wieviele „lesbisch-verpartnerte“ Paare mittels künstlicher Befruchtung
einen Kinderwunsch realisiert haben. Einer der Aktivisten hat doch bestimmt Zahlen.
Stimmt Simon, da hab ich mich wohl vertan. Meine Aussage beruhte nur auf der abweichenden Auffassung von
Papier, der die Institutsgarantie als weitergehend gegenüber einem Abwehrrecht verstanden hat. Sei es
drum, einen Anspruch auf „Gleichberechtigung“ gibt es trotzdem nicht.
Blödsinn! „sexy“christ Die Privilegierung der Ehe in Art. 6 GG hat nichts mit dem Tabu der Homosex. zu
tun; sie hat damit zu tun, daß aus Sicht der Verfassungsgeber Ehe und Familie untrennbar zusammenhängen,
so wie Stöhr das hier skizziert hat. Diesen Zusammenhang wollte man privilegieren, weil er dem Staat
nützte und auch heute noch nützen würde. Es sollten 1. viele Kinder geboren werden und 2. in der Familie
erzogen werden und nicht in der FDJ, HJ etc. Wenn sie einen veränderten Zeitbezug konstatieren wollen,
dann nur den, daß heute deutlich mehr Ehen kinderlos sind. Das liegt, neben einer höheren Infertilisationsrate
daran, daß das Interesse an Kindern auch in Ehen aus moralischen wie ökonom. Gründen geringer ist.
Daher kann man diskutieren, ob eine kinderlose Ehe noch derart stark privilegiert werden muss. Keinesfalls
kann dieser Umstand dazu dienen, eine breitere Teilhabe für Homo-Verbindungen zu rechtfertigen. @timpressum
Danke, daß Sie mich darauf hingewiesen haben, daß ich nur hätte Wikipedia lesen müssen, anstatt mehrere
Jahre Jura zu studieren. Die Dinge die sie herauskopiert haben, sind nur zum Teil aussagekräftig. Ein
Homo, der seinem leiblichen Kind etwas vererbt, wird steuerlich nicht schlechter gestellt als ein Normal
Veranlagter.
Denkbar Kurt K. Aber dann stellt sich die Frage, warum der Staat das Institut Ehe überhaupt anbietet
bzw. aufzwingt. Wenn ich als Katholik heiraten möchte, dann bin ich gezwungen, erst zum Standesamt zu
gehen, bevor ich das Sakrament spenden und empfangen darf. Andernfalls würde der Priester, der für die
Kirche das Versprechen in Empfang nimmt, eine Ordnungswidrigkeit begehen. Insgesamt ist in der Tat ein
Problem, daß heutzutage jeder die Hand aufhält und vom Staat Leistung erwartet, dann heulen die Homos
auf, wenn sie keine bekommen. Wenn man die Steuer und Abgabenqoute radikal senken würde, dafür aber
auch die Eigenverantwortung stärkte, dann wären auch Familien mit mehreren Kindern nicht mehr so stark
diskriminiert und die Homos hätten keinen Grund aufzuheulen.
@Timpressum Jetzt hören Sie doch endlich mal mit der Mär auf, daß homosexuell veranlagte Personen in
Deutschland den heterosexuell veranlagten Personen nicht gleichgestellt sein. Das stimmt nicht. Jede natürliche
Person, die Einkommen erzielt, wird zunächst nach für alle gleichen Gesetzen zum Zahlen von Steuern
herangezogen (Gleichbehandlung). In einem zweiten Schritt schaut der Staat dann, ob besonders förderwürdige
Umstände vorliegen. Was der Staat als besonders förderwürdig erachtet, ist zunächst erst mal Mehrheitsentscheidung,
der zumindest traditionell die Idee zugrunde liegt, daß der Staat das für ihn selbst besonders Nützliche,
eben Familien mit Kindern fördert. Jetzt kann man fragen, ob denn Ehen ohne Kinder förderungswürdiger
als Homo-Verbindungen ohne Kinder sind. Ich meine ja, den die Ehe an sich ist wertvoll und hat grundsätzlich
Vorbildwirkung; die Homo-Verbindung ist nur ein Zugeständnis an die Beteiligten, damit die nicht extra
zum Notar rennen müssen, um sich gegenseitig abzusichern, allgemeine Vorbildwirkung hat sie nicht. Sie
nützt dem Staat ja nichts. Daher ist die steuerliche Ungleichbehandlung gerechtfertigt; sie ist darüber
hinaus sogar notwendig. Das BVerfG hat in seiner Rechtssprechung dargelegt, daß wegen Art. 6 GG eine
Ehe immer ein Stück weit privilegiert gegenüber allen anderen Formen sein muss. Lesen Sie dies bitte
entsprechend nach. Ungleichbehandlung existiert mE aber darin, daß Ehen mit Kindern nicht stärker gegenüber
Ehen ohne Kinder privilegiert sind…
Eine Frage bleibt? Der Zusammenhang zwischen Inhalt und Form ist heute leider nicht mehr so präsent;
daß bedeutet aber nicht, daß es diesen Zusammenhang nicht mehr gibt, sondern lediglich, daß der Inhalt
selbst über die Zerstörung der Form in Mitleidenschaft gezogen wird. Ich glaube, daß dieses Ergebnis
bei einigen hier auf gewisse, wenn nicht gar ungeteilte Zustimmung trifft.
Ex-Priester? Es gibt keine Ex-Priester. Ein Mann, der eine gültige Priesterweihe empfangen hat, ist Priester
Jesu Christi in Ewigkeit. Allenfalls kann ein Priester von seinen Rechten und Pflichten entbunden werden.
Sie mögen recht haben Ansgar, aber der heutige Zustand, der ebenso schlimm ist, wie der Zustand zu Zeiten
der Reformation, zu Zeiten des Hl. Canisius ist der, daß viele Funktionäre der Kirche gar kein Interesse
an einer Besserung haben. Ein Petrus Canisius würde heute aus diversen Bistümern herausgeworfen werden,
notfalls mit dem Argument, er spalte die Gemeinde etc. Teile der Hierarchie mögen damals gleichgültig
gewesen sein, heute sind sie spezifisch katholischen regelrecht feindselig gegenüber eingestellt.
Leider zu spät entdeckt, DrCreativ Es tut mir leid, daß ich Ihre Wortmeldung jetzt erst lese, aber ich
denke man kann schon was tun. Vielleicht wäre es fürs Erste gut, einen Brief an Frau Claudia Roth zu
schreiben, in der Sie Ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen. Die Abgeordnete wird diese sicher mit Ihnen
teilen. Weiterhin könnte man die Bundesfamilienministerin Fr. von der Leyen informieren und überliegen,
ob es nicht möglich ist, gesetzliche Grundlagen zu schaffen, um die verstörten Kinder gänzlich dem
Einfluss des Staates zu unterstellen. In der Öffentlichkeit wird viel zu sehr thematisiert, daß Eltern
ihre Kinder verhungern lassen, oder gar umbringen. Das eigentlich noch viel schlimmere Infiltrieren von
Kindern mit mittelalterlichen Vorstellungen wie absoluter Wahrheit, Leben nach dem Tod, Himmel & Hölle
etc. erscheint oft nur als Randnotiz. Ich finde es insgesamt sehr positiv, daß es noch so couragierte
Menschen wie Sie in unserem Land gibt, die sich diesen Dingen annehmen. Man sollte Sie für das Bundesverdienstkreuz
am Bande vorschlagen
kreuz.net übertreibt! Ich bin ja wahrlich kein Freund des Wiener Kardinalerzbischofs und es gibt sicher
genug Gründe sich kritisch mit ihm auseinanderzusetzen, allerdings hat er doch wohl als Replik auf die
Aussagen des schismatischen Ostbischofs klar gestellt, was die Lehre der Kirche ist. Sich anzuhören,
was die Ostler sagen, stellt aus meiner Sicht per se auch keine Zustimmung dar.
@Filius Das ist vollkommen unerheblich. 1945 wurde in Mittel- und Ostdeutschland die Tyrannei des nationalen
Kollektivismus durch die Tyrannei des internationalen Kollektivismus ersetzt. Die Regierung der DDR ist
im wesentlichen deckungsgleich mit den Moskauer Bolschewiken gewesen. Andernfalls wäre nämlich das Regime
in Ost-Berlin im Frühsommer 1953 Geschichte gewesen. Ansonsten ein schöner Bericht. Mir persönlich
stellt sich aber die Frage, warum es eine so große Rolle spielen soll, wie die nationalen Sozialisten
ihre Opfer getötet haben. Schade ist nur, daß auch viele Katholiken, die den Regimen beider Sozialismen
tapfer getrotzt haben, letztlich nicht die subtile Zersetzungswirkung des Liberalismus erkannt haben.
Da haben Sie recht, Brandenburgis Der offenkundig aus dem poln. stammende Name müsste Lubszczyk lauten
oder aber Lubczyk. Manchmal sieht man auch eingedeutschte poln. Nachnamen, wo man die schwierigen poln.
Laute sz, cz, rz etc. einfach zum sch gemacht hat. Das wäre dann Lubschyk.
Meistens nicht geheim! In der BRD sind die Abstimmungen in Parlamenten normalerweise öffentlich. Unter
www.abgeordnetenwatch.de beispielsweise kann man sich über das Abstimmverhalten der Abgeordneten informieren.
Einzige Ausnahme sind Wahlen von Personen, die sind geheim.
@agiafortuni, @PiusXII @agiafortuni Meines Erachtens wird die Bruderschaft derzeit aber gerade deswegen
wahrgenommen, weil Benedikt bestimmte Themen, die auch mit der Bruderschaft assoziiert werden, aufgegriffen
hat. Wäre statt seiner 2005 der Kard. Martini Papst geworden, gäbe es heute in der Kurie AK’s, die sich
mit Kondomen, Homo-Segnungen, wiederverheirateten Geschiedenen usw. befassen würden. Ich vermute, auch
in einem solchen Fall wäre die Bruderschaft nicht aus allen Nähten geplatzt. Unter Benedikt hingegen
macht sie halböffentlich Diözesanpriester mit der überlieferten Messe vertraut (vgl. aktuellen Beitrag).
Die geänderte Karfreitagsfürbitte resultiert aus der Biographie des Papstes als Teil der Kriegsgeneration
und Schuldgefühlen gegenüber den Juden. Er ist definitiv kein (kirchen-)polit. Hardliner, leider. Das
erklärt seinen Zickzackkurs. Dennoch wöllte er in seinem Pontifikat die Bruderschaft kaltstellen, hätte
er die Tradition totschweigen müssen, um deren Wahrnehmung und damit die Wahrnehmung der Bruderschaft
zu unterbinden. @PiusXII Bei anderen „Rand“themen (etwa der Kleidung von weibl. Gläubigen) sind Sie aber
deutlich energischer, woher die Milde? Vergleichen Sie zudem Ihre Diskussion mit Murx über 9/11, wo M.
letztlich inhaltlich das gleiche wie der Bischof vertritt und Sie M. erklären, daß das Beharren auf
einer derartigen Position kontraproduktiv sei. Müsste diese Feststellung nicht auch auf den Bischof zutreffen?
@Leblhuber; @agiafortuni Leblhuber, Sie haben ja absolut recht damit, daß P.Kolbe kein Freund des Judentums
war und gleichzeitig ein religiös homogenes kath. Polen favorisierte. Ich gehe aber grundsätzlich nicht
davon aus, daß er von diesen Vorstellungen irgendwann Abstand genommen hat. Irgendeine Form von Mord
hat er aber zu keiner Zeit gutgeheißen. Insofern ist seine Biographie nicht so brüchig, wie sie es hier
suggerieren. Seine Opferung für einen anderen poln. KZ-Insassen war für ihn eine einfache moral. Frage,
die keine veränderte Auffassung bedingte. @agiafortuni Warum sollten Benedikt und Kard. Hoyos derart
engagiert die FSSPX an die Wand fahren wollen? Quantitativ stellt die FSSPX als Größe im Promillebereich
der Kirche wohl kein Problem für den Vatikan dar. Dafür die Konflikte um das MP usw. in Kauf zu nehmen,
erscheint mir nicht besonders strategisch. Vielleicht sind Sie so gut und erläutern mir, was aus ihrer
Sicht das Motiv ist.
Werter Vorposter, ich bitte um höfliche Antwort, was denn genau Ihnen von den von bösen Nazis/Christen
angetan wird und was Sie sich vom Staat erwarten.
Interessaner Aspekt – aber es ist noch nicht so weit Jetzt können die Anglikaner mal beweisen, ob sie
des Dialoges, den die Hl. Kirche mit ihnen schon seit Jahren führt, wirklich würdig sind. Das wäre
zumindest dann der Fall, wenn sie hier hart bleiben. Was die Grundrechte-Charta anbelangt, so sollen diese
im Falle von Gemeinschaftsrecht schützen, so daß in der Tat der EuGH in Zukunft noch stärker den Grundrechtsschutz
überwachen wird. Das wird den Schwuchteln und übrigen „Diskriminierten“ womöglich Auftrieb geben (der
EuGH ist ja eher „progressiv“) und könnte ein zumindest mittelbar Problem für die Kirche darstellen.
Aber alles hat sein Gutes. Mehr Druck auf die Kirche wird die Sollbruchstelle zwischen Modernisten und
Konservativen zum brechen bringen und die Position des Traditionalismus stärken. Im übrigen gibt es
ja noch Polen, das die Charta nicht ratifizieren wird – jeszcze Polska nie zginęła! Die haben das Abendland
ja schon einmal gerettet, damals vor den Osmanen, heute vor den Schwuchteln.
#39 Pippifax 23:31:25 | Donnerstag, 28. Februar 2008
@Tridentinus Nach Ihrer Ansicht sollte doch wohl das MR 1936 als vorpianisches Missale daß Außerordentliche
sein, oder? Ansonsten hab ich mich mit 1965 mangels Anlass nie beschäftigt. Aber es ist schon auffällig,
daß er außer unter stark Interessierten und Experten keinerlei Widerhall findet.
#6 Pippifax 11:15:55 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Gleich kommt Dr. Otterbeck Sofern der gute Otterbeck nicht ein paar Mandate rangeholt hat und damit ausgelastet
ist, wird er gleich wieder kommen, um uns zu erklären das Papst Paul VI richtig gehandelt hat als er
die überlieferte Liturgie geächtet hat. Da sie ja lediglich ein Kampfmittel für die eine bestimmte
polit. Ideologie sei, von der sich die Kirche in durch V2 gelöst habe. Allerdings ist der Kampf um die
Messe tatsächlich ein Kampf um das Wesen der Kirche. Man kann hier durchaus auch hist. Beispiele bemühen.
Wir „Altgläubigen“ stehen für ein Kirchenbild, wie es etwa des Apostel Wiens St. Klemens Maria Hofbauer
vertrat, die Gegenseite steht für ein Bild, wie es sich Kaiser Josef II. erträumte. Das österreichische
Beispiel hab ich mal gewählt, weil es sich aus dem Text ergibt und damit Otti nicht gleich mit Frankreich
und seiner action francaise Welterklärungsformel kommen kann.
#27 Pippifax 08:47:20 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Nichts neues Unabhängig von der Person des Geistlichen, den ich nicht kenne, ist im Artikel nichts neues
dargelegt. Selbstverständlich gibt es in Mitteleuropa keinen Priestermangel. Dieser subjektive Eindruck
der Öffentlichkeit und einiger Gläubiger resultiert daraus, daß letztlich die Volkskirche und mit ihr
die vollen Seminare verschwunden sind. Im Verhältnis zu den praktizierenden Katholiken gibt es genügend
Priester, man schaue sich die Statistik an, etwa auf www.catholic-hierarchy.org . Der Priestermangel wird
immer dann ins Feld geführt, wenn irgendwelche Pastis ihre Koptetenzen überschreiten wollen. Auch ich
kenne Fälle, wo Laien ohne Weihegrad „messe spielen“ während ein pensionierter Priester, der Willens
und in der Lage ist zu zelebrieren, in der Bank sitzen muss. Ceterum Censeo ist natürlich zu erwähnen,
daß es in der Tradition auch ohne diese Ärgernisse geht.
#118 Pippifax 20:33:54 | Mittwoch, 27. Februar 2008
Klären Sie uns bitte auf Kurt K! Ich werd mir den neuen Spiegel nicht kaufen, aber bitte Sie höfflich
uns zusammenzufassen, was da für wichtige Erkenntnisse drin stehen. Also Butter bei die Fische. Persönlich
stimme ich sozialkatholisch zu. Für uns Katholiken ist ohnehin die Hl. Familie hinsichtlich der Rollenverteilung
Vorbild. Die Hl. Gottesmutter stand wohl eher nicht in der Zimmermannswerkstatt während der Hl. Josef
auf das kleine Jesuskind aufgepasst hat.
#88 Pippifax 23:16:32 | Dienstag, 26. Februar 2008
@Filius Derartige Einrichtungen sind nicht katholisch. Ein Kind gehört zur Mutter und nicht unter die
Fuchtel des Staates. In der Liebe und Sorge für die eigenen Kinder sollte jeder Mutter die Hl. Gottesmutter
Vorbild sein. Von der praktischen Seite her, ist zu sagen, daß Kinderkrippen die reinsten Geldvernichtungsmaschienen
sind. An anderer Stelle wären vielen Familien mit diesem Geld mehr geholfen.
#86 Pippifax 22:19:51 | Dienstag, 26. Februar 2008
@Heinrich,@Filius Heinrich, ich will Ihre romantischen Vorstellungen ja nicht zerstören, ich aber bin
männlich, hetero und notfalls militant. In der Sache ist es so, daß man dieses Phänomen auch bei vielen
ALG II Empfängerinnen beobachten kann, aber ohne Abtreibung. Eine solche lohnt nicht, da Kinder Geld
vom Staat bedeuten. Die Lebensfeindlichkeit in der Zone kommt aus der Gewissheit, über Kinder nach reiner
Nützlichkeit entscheiden zu können; dieses „Nützlichkeitsempfinden“ hat die Zone überlebt. @Filius
Ich bin mir über die Familienpolitik in der real existierenden BRD durchaus im Klaren. Aber trotz Uschis
Krippenpolitik, die ich natürlich für falsch halte und für die ihr glücklicherweise das Geld fehlen
wird, ist die Eingriffsintensität der staatlichen Repression gegen das klassische Familienmodel heute
geringer als in der DDR, da der Staat nur im Wege von Steuern und in der Schule in das familiäre Gefüge
eindringen kann. Hier könnte man aber zu Gunsten der Familie modifizieren, wenn man denn wöllte. Kindersplitting
und kath. Privatschulen beispielsweise. Ersteres gibts sogar in Schweden, letztere vor allem in Frankreich.
#83 Pippifax 21:36:59 | Dienstag, 26. Februar 2008
@Gunsenumm Genau das ist der Irrtum. Die Familienpolitik der DDR war eben nicht auf die Vereinbarkeit
von Familie und Beruf, die es so schlicht nicht gibt, gerichtet, sondern darauf, auch aus den Müttern
volkswirtschaftliches Kapital zu ziehen. Hierbei konnte man gleich die Lufthoheit über die Kinder mitgewinnen.
Was glauben Sie, was passierte, wenn Familien hier mal nicht mitspielen wollten? Das war schwer möglich,
da die Lohnpolitik des Staates eben die Zwei-Einkommen-Familie forcierte. Wer es doch schaffte, wurde
als rückständig gebrandmarkt, die Kinder als zurückentwickelt. Die Familienpolitik der Zone zielte
nicht auf die Stärkung und den Schutz der Familie ab, sondern auf deren Verfügbarkeit für den Staat.
Dieses Nützlichkeitsdenken in Bezug auf Familie steckt hier in der Zone noch tief in den Köpfen, auch
bei den Jüngeren. Es ist eben kein Hartz-IV Problem, denn wer ALG II bekommt, wird durch Kinder nicht
in seiner wirtschaftlichen Perspektive gestört, er hat ohnehin keine, aber dafür Kindergeld. Abtreibungen
passieren dort, wo Kinder die wirtschaftliche Entfaltung stören können, bei Leuten, denen es tatsächlich
oder vermeintlich ohne Kinder besser geht. Hiervon gibt es in der Zone ne ganze Menge.
Sehr richtig! Der Nutzer von der Wittenberg-Fraktion hat auf einen sehr richtigen Umstand hingewiesen.
Hier in Mittel- und Ostdeutschland ist die Quote von Kleinstkinderbetreungsplätzen deutlich höher als
anderswo. Dennoch ist auch die Kinderfeindlichkeit höher. Ist schon komisch, daß Einzige was den Kritikern
hier einfällt, ist primitiver Marxismus. Das Sein betimmt das Bewußtsein. Wer nur Hartz IV hat, darf
abtreiben. @Clarissa Gerade von Ihnen hätt ich jetzt mal ne substantiierte Äußerung erwartet und nicht
ein Rumhacken auf Rechtschreibkenntnissen.
Er hat schon irgendwie recht! 1. Die gesellschaftliche Prägung in der SBZ ist hier noch jeden Tag greifbar.
Gerade auch bei vielen jungen Leuten, die eigentlich erst nach der Wiedervereinigung sozialisiert worden
sind. Das reicht dann, abhängig vom Bildungsstand von einer banalen tws. auch brutalen Primitivität
(in den Medien zum Teil als „Rechtsextremismus“ bezeichnet) zu einer nörgelnden Sentimentalität, der
Staat sei ja an allem Schuld. 2. Katalysiert wird das Ganze dann von großen klugen Westdeutschen, nennen
wir ihn hier mal Gotthard, die offensichtlich Karl Marx ausgezeichnet gut rezipiert haben, denn das Sein,
also die wirtschaftl. Verhältnisse bestimmen das Bewußtsein in der Zone. Hast Du wahrscheinlich in den
60igern in der Fuchsenstunde gelernt, oder nicht Gotthard? 3. Bleibt zu hoffen, daß wenigstens hier mal
der ein oder andere Bischof zu Hilfe kommt, um der Wahrheit die Ehre zu geben. Da Böhmer Protestant ist,
hätte das durchaus was ökumenisches. Vielleicht haben Marx oder Mixa ja doch noch mal Mut. Von den eigentlich
betroffenen hiesigen Exzellenzen wird man wohl nichts hören.
Werter agiafortuni, nachdem ich einige Ihrer Beiträge hier mit Interesse verfolgt habe, mich aber gleichzeitig
frage, was genau Ihr Standpunkt eigentlich ist, erlaube ich mir, direkt auf Sie zu zukommen. Sie scheinen
Sympathie für die FSSPX zu besitzen, gehen aber gleichzeitig von einem Schisma aus. Wie geht das zusammen?
Da Sie den Papst (halten Sie ihn für diesen?) angesprochen haben, was sind Ihrer Auffassung nach seine
Ziele in der Umsetzung von V II?
@ schmerzhafte Mutter Wie ich Ihren Beiträgen entnehmen kann, sind Sie ja katholisch sozialisiert und
dementsprechend dürften Ihnen verschiedene kath. Hilfswerke auch nicht unbekannt sein. Konkretes Beispiel:
Kirche in Not www.kirche-in-not.de/…aktuelles/index1.php Mir ist die steigende Kinderarmut durchaus
bewusst. Nur ist die nicht adäquat kausal für etwaiges Hunger-Leiden von Kindern. Das Problem ist hier
eher die Verantwortungslosigkeit von Eltern. Noch einmal, ich finde derartige Initiativen immer gut, wenn
es wirklich und ausschließlich darum geht Not zu lindern. Wenn aber mit solchen Aktionen fragwürdige
Vereine wie Pro Familie gefördert werden, gilt es Abstand zu halten. Ich glaube es hilft niemandem, Aufklärung,
die zur Unzucht oder gar Abtreibung anleitet, mitzufinanzieren (vgl. Mancos Link).
Tun Sie nicht so scheinheilig, das stinkt! Ich verlange nicht das Kinder hungern müssen. Das tut niemand.
Die Sozialsysteme dieses Landes haben ihre Schwierigkeiten, aber sie funktionieren noch. Ich würde Ihnen
wohl recht geben, wenn Sie behaupten würden, daß Kinder aus Hartz IV Haushalten schlechtere Bildungschancen
etc. haben, aber Hunger leiden müssen diese trotzdem nicht. Im übrigen ist es unproblematisch möglich,
sein Geld auch koscher caritativ zu verwenden. Was die von Ihnen verlinkte Seite angeht; ohne das ich
das Bedürfnis hätte, dort länger zu verweilen, hat sie meine Vorurteile bestätigt, irgendwas zwischen
dümmlich-frivol und sexuell-libertär. Auf jeden Fall pro-choice und damit abzulehnen.
Mir kommen die Tränen! Jeder Steuerzahler, jeder SV-Pflichtige in diesem Land sorgt mit seinen Beiträgen
für die Existenz der Unterprivilegierten. Daher finde ich das jetzt nicht so wahnsinnig beeindruckend.
Aber dennoch, wenn es um eine Aktion rein zur Verköstigung von Menschen in schwieriger Situation ginge,
hätte ich auch nichts dagegen und würde mitmachen. Wenn sie aber auch nur zum Teil für die Förderung
der Abtreibung dient, ist es einem Katholiken nicht gestattet, hierfür zu geben. Daher danke für die
Information.
Haha Dr. Otterbeck Nach Medjugorje pilgern (um nichts anderes als diesen Konflikt geht es hier) bezeugt
wohl kaum einen intensiven Kontakt zur Tradition und zum Glaubensleben der Kirche. Dieser charismatische
Neokonservatismus, von dem sich P.Höhnisch zurecht distanzierte, ist nichts anderes als als „New Age“
in Franziskaner-Habit. Ein sich Einlullen in die große Masse um der harten Wirklichkeit einer glaubenslosen
Zeit zu entgehen, der man aber trotzen müsste. Sie sollten endlich anfangen ihre politischen Komplexe
außen vor zu lassen. Die action francaise war ein innenpolitisches französisches Problem und taugt nicht
zur Erklärung.
Also ich find ihn super! Warum? Exzellenz nehmen seine Aufgabe die Geister zu scheiden sehr tatkräftig
war – wenn auch mit unkonventioneller Methode. Durch Hausieren mit dem eigenen Protestantismus die Krise
der Kirche zu illustrieren, ist eigentlich auch das sinnvollste was er machen kann. Spätestens jetzt
werden sich insbesondere Katholiken aus dem konservativen Bereich fragen müssen, ob das Phänomen Lehmann
nur eine langlebige Eintagsfliege gewesen ist, oder ob da Reihenweise Kandidaten „mit Spielraum“ existieren.
Und selbst wenn der eilige Georg weiter unten recht hat und es sich hier um ein Projekt des Spiegel ohne
Interview handelt, ist das glatt noch besser. Ein protestanto-katholischer DBK-Vorsitzender wird von der
liberalen Massenpresse zum Jagen getragen und bekommt gleichzeitig den Ruf, daß er große Distanz zum
Vatikan (zur Tradition ohnehin) hat. @PiusXII Die US-Bischofskonferenz gilt auch nicht als Hort des Konservatismus.
Trotzdem schafft es ein traditioneller Katholik wie Pat Buchanan zumindest einen markanten Anteil der
Stimmen in den Primaries zu holen.
Priestermangel? Zum Thema selbst will ich hier nichts mehr großartig schreiben. Da ist schon genug gesagt
worden. Je mehr Alte Messen desto besser. Wenn aber jemand anfängt mit dem angeblichen Priestermangel
zu argumentieren, dann ist dies lächerlich. Man führe sich mal die Zahlen unter www.catholic-hierarchy.org
zu Gemüte. In D von Priestermangel zu sprechen ist glatt gelogen. In meinem Bistum kommt 1 Priester auf
130 praktizierende Gläubige. Das ist ein traumhafter Wert. Und hierbei ist noch nicht berücksichtigt,
daß es noch Geistliche im Ruhestand oder von ED-Gemeinschaften gibt, die diese Aufgabe übernehmen könnten.
Die hier schreibenden Krypto-Protestanten sollten sich mal bessere Argumente zurechtlegen.
#70 Pippifax 22:38:55 | Mittwoch, 13. Februar 2008
Jetzt Halten Sie mal die Luft an RRR! Machen wir mal nen kurzen Ausflug ins Zweistromland! Dort gibt es
die mit Rom unierten Chaldäer und die mit Rom im Schisma stehenden Assyrer (Addai und Mari sagt Ihnen
vielleicht was). Rom hat erlaubt, daß unter bestimmten Voraussetzungen wechselseitig am Gottesdienst
der Anderen teilgenommen werden kann. Und wer hat die Erlaubnis nach außen kommuniziert? Der päpstliche
Rat für die Einheit der Christen! Wenn wir jetzt statt Assyrer FSSPX sagen und statt Einheitsrat Ecclessia
Dei, was dann? Und jetzt bedenken wir mal, das Ecclessia Dei für die Kontakte zur FSSPX exklusiv zuständig
ist und zugleich Ecclessia Dei nur für innere Angelegenheiten der Kirche zuständig ist; zu welchem Ergebnis
kommen wir dann. Wenn irgendeine röm. Behörde erlauben kann, die Sakramente bei den schismatischen Assyrern
zu empfangen, kann eine andere das gleiche bei der FSSPX erst recht erlauben.
#45 Pippifax 23:35:12 | Dienstag, 12. Februar 2008
Notstand=Radikalopposition? @PiusXII Meines Erachtens scheinen Sie erklären zu wollen, daß die Grenzen
des Notstands in der nachkonziliaren Zeit so zu ziehen sind, daß man seitens der FSSPX Möglichkeit hat,
quasi autark zu existieren. Radikale Trennung, bis die Möglichkeit zur Verständigung gegeben sind. Diese
Auffassung übersieht meines Erachtens aber, daß der kirchlichen Hierarchie nur in eng begrenzten Ausnahmefällen
kein Gehorsam geschuldet werden kann. Dieser Ungehorsam kann sich nur auf konkrete Punkte beziehen, die
für den Glauben problematisch sind. Die Ablehnung des MR 1970 als häresiebegünstigend kann solch ein
Punkt sein, ebenso die Ablehnung ungenauer oder falscher Glaubensaussagen. Sobald man anfängt, römische
Anordnungen aus Prinzip zu verweigern und nicht aus wohlüberlegter Kritik an deren Inhalt, maßt man
sich selbst kirchliche Autorität an, die einem nicht zusteht. Eine Annahme dieser neuen, rechtgläubigen
(aber unnötigen) Karfreitagsfürbitte beinhaltet schließlich auch keine Zustimmung zum Kurs der Kirche
insgesamt.
@Neppo Der Papst hätte die neue Fürbitte ja zugleich auch für das MR 1970 festlegen können, um die
Modernisten von der Kirche zu scheiden. Hätte zwar auf die landessprachliche Fassung keinen unmittelbaren
Einfluss gehabt, wäre aber konsequent gewesen. Scheinbar wird mit der zugegeben rechtgläubigen aber
unnötigen Neuformulierung aber nur die Treue einer kleinen Schar geprüft. Vor der Prüfung eines größeren
Teils der Herde scheut man sich, warum wohl? Ansonsten vielen Dank, werte Redaktion für das schöne
Video, die Insel liegt zwar am Rande der Welt, aber trotzdem mitten im Abendland.
Sie vereinfachen, Benedikt! Erstens scheint selbst Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Ghetto zu wissen, daß
Ghettos erst im Mittelalter entstanden und die Kirche schon Tausend Jahre auch unter den Juden wirkte
(wenn auch mit mäßigem Erfolg). Zweitens sind die Ghettos meines Wissens nur im italienischen Raum zu
absoluten Separation von Juden in Christen gebraucht worden. Sie kamen andernorts den religiösen Bedürfnissen
der Juden (abgesperrter Bezirk am Sabat) seht gut entgegen. Drittens, beschäftigen Sie sich mal mit der
Geschichte von Kazimierz, einem vor dem Krieg nicht ganz unbedeutenden Ort jüdischen Lebens in einem
ansonsten katholischen Land, bevor Sie anfangen, derartige Juden-Christen Stereotype auszugraben.
@Pius XII Wenn Sie mit „immer“ die Jahre 1945 bis 1965 meinen, bitteschön. Sie war trotzdem interkonfessionell,
was ihr die katholische Authentizität geraubt hat und den langsamen Verfall der Kultur im Windschatten
der Regierung Adenauer erst ermöglichte. Es ist aus meiner Sicht nicht per se anstößig, Mitglied der
CDU zu sein. es ist schlichtweg bedeutungslos. Es mag sektiererisch sein, sich durch eine prinzipielle
Positionierung außerhalb der „Mitte“ ins aus zu schießen, wir es hier im Forum allzuoft vorkommt; es
kann aber auch sektiererisch sein, beharrlich die Realität zu ignorieren und sich eine Wunschwelt aufzubauen.
Sollte es zu einer Renaissance des Glaubens und der christlichen Kultur kommen, so wird das sicherlich
nicht das Ergebnis irgendwelcher politischer (Gremien)Arbeit sein, sondern auf der Gnade Gottes beruhen.
Die Rückkehr der Religion in Frankreich im 19.Jahrhundert etwa war kein Ergebnis politischen Handelns.
Sie ist untrennbar mit Lourdes, La Sallette und dem Hl. Pfarrer von Ars verbunden. Ich kann mir zudem
schwer vorstellen, daß man seine politischen Ideale durchhält, wenn man gleichzeitig zum Handeln gefordert
ist. Wie will man sich als Kommunalpolitiker beispielsweise verhalten, wenn der Ausbau von Kleinstkinderbetreuung
(im Zuge von Fr. v.d.Leyens Lieblingsprojekt etwa) auf der Tagesordnung steht und man als Katholik sich
eigentlich verweigern müsste?
Nein, Engelhardt! Die Unterhaltspflicht für ein ungewolltes Kind stellt sehr wohl einen ersatzfähigen
Schaden dar. Lesen Sie das BGH Urteil doch nach. Es gibt zudem ein obiter dictum des 2. Senats des BVerfG,
der eine solche Position für grundgesetzwidrig hält. Nur kann man sich eben für ein obiter dictum nichts
kaufen. Im vorliegenden Fall ist aber wohl eine Schadensersatzpflicht aus mehreren Gründen nicht entstanden.
Kein Verschulden des Arztes, bei unterstelltem Verschulden des Arztes keine Kausalität zum Schaden.
keine Traditionslinie, Pius XII Sie mögen Recht damit haben, daß Papst Pius XII die Christdemokratie
gefördert hat. Diese Christdemokratie entspricht aber im doppelten Sinne nicht der heutigen CDU. Sie
argumentieren oft und sicher nicht ganz zu Unrecht damit, daß das katholische Profil Ihrer Partei erst
durch das Konzil verloren ging und somit der Kirche eine kräftige Mitschuld hieran zukomme. Dieses Argument
mag für die ÖVP, die Democrazia Christiana oder die schweiz. CVP gelten, vielleicht auch für die CSU,
für Ihre Partei gilt es aber nicht, allenfalls stark eingeschränkt. Die Idee der Gründung der CDU und
des Verzichts der Wiederbelebung der Zentrumspartei mag zwar aus dem rheinischen Katholizismus stammen,
machte aber die CDU von 1945 nicht zu einer katholischen Partei. Ziel der Partei war es von Anfang an
eine bürgerliche Sammlungspartei zu sein. Alle politischen Kräfte, die etwa im Reichstag der 1870iger
Jahre noch in 4 und mehr Parteien organisiert waren (Katholiken, prot. Konservative , Nationalliberale,
Freisinnige) sollten eine polit. Heimat finden. Zwar hat die Gründung der FDP dies ein wenig erschwert,
aber eben nur ein wenig. Die CDU bestand von Anfang an aus eigentlich historisch gegensätzlichen Strömungen,
die noch im Kulturkampf in sich feindlich gegenüberstehenden Lagern gestanden hatten. Erschwerend kam
hinzu, daß nur in NRW und im Südwesten kath. Hochburgen existierten. Dadurch nahm die die CDU schon
in den 50igern einen anderen Weg, als die kath. Parteien in Europa.
Schuss in den Ofen, RRR! Derartige liturgische Gewandungen (Mantelalben) sind mir bisher nur im NOM aufgefallen.
Bei uns trägt der Priester eine Kasel. Benedikts Hinweis auf die liturgische Farbe tut dann ihr übriges.
Sie fallen erneut als vollkommen ahnungslos, aber pöpelnd auf. Was ist los, sind sie aus dem PGR rausgewählt
worden und suchen jetzt nach einer Möglichkeit sich abzureagieren?
Schockierend! Ich würde zwar meinen rechten Unterarm nicht missen wollen, aber mir scheint dies im Vergleich
zu vielen anderen denkbaren Möglichkeiten doch relativ harmlos. Einer normalen Entwicklung des Kindes
steht nur wenig im Wege. Zwar kann ich den Wunsch der Eltern, die Haftpflicht des Arztes für ein paar
Mehrausgaben zu schröpfen nachvollziehen; aber zu äußern, man hätte das Kind bei Kenntnis nicht gewollt,
ist skandalös. Wieder einmal mehr zeigt sich, daß die Entscheidung des BGH, zwar nicht ein ungewolltes
behindertes Kind, jedoch die Unterhaltspflicht für dieses als Schaden anzuerkennen, verfehlt ist.
Bedauernswert aber eine Frucht des Aggiornamento! „Hw.“ Lingens Aktivitäten mögen abstrus und seine
Person bedauernswert sein, die Schuld daran tragen aber wie in so vielen anderen Fällen auch zum großen
Teil jene Aggiornamento-Faschisten, die vor 40 Jahren meinten, klüger als der liebe Gott persönlich
sein zu können. Von daher halte ich Häme für unangebracht.
Gotthard, jetzt ist aber mal wirklich genug. Dein Kollektivschuldgeheule ist ja nicht zum Aushalten. Außerdem,
vielleicht ist er ja Österreicher, die sind auch Opfer gewesen.
#22 Pippifax 20:08:44 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Ich musste es tatsächlich zweimal lesen, weil es so großer Unfug ist. Die Judenmission habe also zum
Holocaust geführt. Haben Sie Abitur auf einer Gesamtschule gemacht? Keiner der Theoretiker oder führenden
Köpfe des N-S war persönlich im katholischen Glauben verwurzelt (kommen Sie mir jetzt bitte nicht damit,
daß Adi und Göbbels kath. getauft waren). Die Ideen, die zur Vernichtung der Juden geführt haben, sind
aus einer abstrusen Vorstellung von Biologie entstanden. Insofern könnte man eher Darwin als die Kirche
dafür verantwortlich machen, was ich aber nicht tue. Gerade die Idee der Einheit des Menschengeschlechtes,
die durch die Abstammung von den Stammeltern vermittelt wird, steht der Rassenlehre diametral entgegen.
Das hat Pius XI. sofort erkannt und Alfred Rosenbergs (!) Mythos des 20. Jahrhundert auf den Index setzen
lassen. Das die Rassenlehre beim Fußvolk teilweise ganz gut ankam, weiß ich auch. Über die konfessionelle
Verteilung und die Wahlergebnisse wurde hier aber schon des öfteren geschrieben, ansonsten hier weimarer-wahlen.de/
schauen. Sie mögen allerdings recht haben, daß glaubwürdigeres christliches Leben viele Bekehrungen
auch bei Juden (war da nicht mal ne Geschichte mit Pius XII. und dem röm. Oberrabiner) hervorrufen würde.
Aber besser bei sich selber anfangen, als auf andere zeigen.
#18 Pippifax 18:48:41 | Donnerstag, 7. Februar 2008
aber Konrad, selbstverständlich muss es Judenmission genauso geben, wie die Mission aller anderen Menschen.
Keiner kommt zum Vater außer durch den Sohn!
#169 Pippifax 20:07:14 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Na gut, ich erklärs. Nehmen Sie mir es nicht übel, aber wer von der Seite und am Thema vorbei einsteigt,
muss manchmal mit einer patzigen Reaktion rechnen. Im übrigen bitte ich um Entschuldigung. Was den Notstand
angeht bezog ich mich auf die Frage der Erfüllung religiöser Pflichten unter den seit den späten sechziger
Jahren herrschenden Umständen. Zelebration (für Priester) bzw. Teilnahme (für Laien) an der neuen Messe
oder Festhalten am Überlieferten. Dieses Problem existiert und existierte unabhängig von den Bischofsweihen.
Viele Priester (hier nicht nur FSSPX) und Laien haben es dadurch gelöst, daß sie einen päpstlichen
oder bischöflichen Befehl, etwa hinsichtlich des NOM, nicht akzeptiert haben, weil sie der Auffassung
waren und sind, daß er den Glauben gefährdet. Notstand und Notwehr. Mir ist die Definition dieser Begriffe
im Kirchenrecht nicht bekannt. Ich verwende sie im dem Sinne, wie sie mir aus dem Studium hängen geblieben
sind. Notwehr wäre dann wohl, wenn ich mich gegen einen unmittelbaren gegenwärtigen Zwang zur Teilnahme
an einer akatholischen Veranstaltung weigere. Oder aber, wenn ich durch direktes persönliches Eingreifen
versuche zu verhindern, daß Sakrilegien stattfinden. Mit Notstand meine ich aber einen Dauerzustand,
der es mir gebietet, meine religiösen Pflichten entgegen den Wünschen der Autoritäten gerade nicht
durch Teilnahme an vorangehend beschriebenen Veranstaltungen zu erfüllen, da diese tlw. sakrilegisch
und glaubensgefährdend sind.
#165 Pippifax 19:31:28 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Ach Mädel, ich redete hier nicht von den Bischofsweihen von 1988. Meine Auffassung hierzu lässt sich
mit 1500 Zeichen nicht darstellen. Ich redete von meinem persönlichen Anliegen, nicht an Handlungen,
die meiner Auffassung nach gegen das 1. Gebot verstoßen, teilzunehmen. Das heißt zum Beispiel am NOM,
wie er normalerweise in den Pfarrgemeinden in Deutschland gefeiert wird (Handkommunion, „für alle“, Frauen
im Altarraum etc.). Ergo suche ich die Messe nach dem Missale Romanum 1962, die göttl. Liturgie oder
eine andere Ostliturgie (bei den unierten Ritenkirchen) auf.
@Benedikt jetzt überspielen Sie die Sache mal nicht so. Dass U-Haft angeordnet wird, obwohl kein wirklicher
Haftgrund vorliegt, passiert auch bei uns sehr oft. Ich erinnere nur mal an den Fall Hoyzer, wo am Ende
die Bundesanwaltschaft in der Revision vor dem BGH davon ausging, daß überhaupt kein Betrug vorläge.
Die U-Haft war hier nur der PR geschuldet. Wenn sie mal Referendar bei der StA gewesen sind, werden Sie
über die Haft als Erziehungsmittel anders denken. Leider wird Ihnen der Richter in Ihrem Strafvorschlag
nur selten folgen.
#162 Pippifax 19:00:34 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Aber schon für MR 1962 zutreffend! @Pius XII Sie mögen Recht haben, aber was Sie sagen, gilt ja auch
schon für die Variante aus dem MR 1962 und wenn ich mich recht erinnere, hat schon Ihr Namenspatron die
Kniebeuge auch im Rahmen der Judenfürbitte eingeführt. Also ganz unverfälscht wird sie demzufolge selbst
bei der FSSPX nicht gebetet. Zudem sei die Frage erlaubt, ob sich die Bruderschaft dauerhaft gegen diese
Änderung sträuben kann, wenn gleichzeitig – wie Sie zumindest sagen – die neue Fürbitte keine Häresie
darstellt. Eine freundlichere Formulierung dürfte ja auch kein die Häresie begünstigender Umstand sein.
Gilt dann der Notstand noch?
ach Gunsenum warum erwähnen Sie nur die Ermoderten jüdischen Glaubens? Meines Erachtens wurden auch
Menschen, die nicht jüdischen Glaubens waren, aber von den N-S als „Juden“ betrachtet wurden, ermordet.
Ansonsten erinnert mich Ihre Einlassung an eine Szene aus einer Don Camillo Geschichte, wo Peppone von
Hochwürden wissen will, wie es in Russland wirklich ist und warum so viele „Lügen“ über das „Paradies
der Arbeiterklasse“ erzählt werden. Die Antwort Don Camillos können Sie ja mal selber googlen .
Weitere Fragen? @Tridentinus: Können Sie mir eine Fundstelle für die 1965er Version geben? @HBR: Wie
gut kennen Sie die tridentinische Hl. Messe überhaupt? Diese Fürbitte wird – wenn überhaupt – in die
Karfreitagsliturgie bei der FSSP „eingebaut“. Die Karfreitagsliturgie ist aber keine Messe im eigentlichen
Sinn.
@Murx Da ich noch nicht recht weiß, was ich davon halten soll, allerdings in dem Gebet auch nicht erkennen
kann, daß die Notwendigkeit der Bekehrung geleugnet wird, frage ich Sie einfach mal was: Verstehe ich
Ihre Auffassung recht, daß Sie sagen, das Bekehrungsgebet für die Juden muss zusätzlich zum Willen
der Bekehrung der Juden zum Ausdruck bringen, daß die Juden durch das Festhalten an Ihrer Religion Christus
stärker beleidigen, als etwa ein Muslim, Hindu oder Atheist bzw. meinen Sie das die Auffassung, daß
Juden Ungläubige wie viele anderen auch sind, nicht katholisch ist?
Die Geister die ich rief! Wenn ich den Artikel so lese, fällt mir ein, daß ich Arbeitsrecht bis zum
Examen noch mal wiederholen muss. Ein paar Dinge weiß ich aber schon. Die Statuten des Bistums sagen
mE nach nichts über den Arbeitsvertrag der Dame aus (bitte um Anmerkung, falls dies anders sein sollte).
Wenn sie woanders als vertraglich vereinbart arbeiten soll, geht das nur einvernehmlich oder im Wege der
Änderungskündigung. Gegen letzte ist der Weg zum Arbeitsgericht möglich. Hier die liberalen Kirchenfürsten,
die die Kirche erst in den Schlamassel hinein geritten haben, in Schutz zu nehmen, ist verfehlt. Wobei
ich, sollte der Richter tatsächlich so was dämliches gesagt haben, eine Antwort hätte. Mir würde es
Spaß machen, an seiner statt auf seinem Stuhl zu sitzen. Ansonsten bleibt die Frage, wer diese Pastis
überhaupt braucht? Bei den Tradis, egal ob FSSPX oder Ecclessia Dei, geht Gemeindearbeit auch ohne. Eine
Frau, die hauptamtlich für die Kirche tätig sein möchte, soll Ordensschwester werden oder sonst einem
geistlichen Werk beitreten. Gilt bei Männern entsprechend! PS: Wenn irgendwann der Mo(r)dernismus wieder
erledigt ist, seh ich schon eine Klagewelle wegen betriebsbedingten Kündigungen von Pastis auf die Arbeitsgerichte
zurollen
Ach Clarissa, natürlich kann man einer Hostie nicht ansehen oder nachweisen, ob sie wirklich konsekriert
ist, oder nicht. Das wär ja auch zu lustig, bei den vielen Geistlichen, deren Intention zumindest zweifelhaft
ist. Wenn aber, und so verstehe ich die Aussage des Erzbischofs, im Petersdom und auf dem Petersplatz
sich auf dem Boden liegende Hostien befinden, dann kann man von einem Anscheinsbeweis ausgehen. Juristisch
gesprochen hat sich die Gefahr der Handkommunion in einer höchst typischen Weise realisiert. Oder glauben
Sie etwa, daß ein Autofahrer, der mit seinem Wagen aus der Kurve getragen wurde, natürlich niemals schneller
als erlaubt gefahren ist?
Einen roten Hut für den Mann! Und eine gewichtigere Aufgabe in der römischen Kurie. Auch wenn der Erzbischof
bisweilen noch zu unscharf kritisiert und sich des ganzen Ausmaßes der Krise sicher noch nicht im Klaren
ist, so hat er auf jeden Fall eine Menge Potential. @Clarissa Es war mir klar, daß irgendjemand diesen
dümmlichen Einwand liefern wird, daß aber gerade Sie es sind, enttäuscht mich doch ein wenig.
#7 Pippifax 18:05:10 | Donnerstag, 31. Januar 2008
Kein Widerspruch, Pünktchen! Die Grünen haben nur eine bestimmte Wertehierarchie. Da kommt persönliche
Selbstverwirklichung ganz oben. Eine Schwangerschaft stört hier, daher Abtreibungsfreiheit. Um ihr Gewissen
zu beruhigen sind die Grünen aber auch gegen alles, was vermeintlich oder (seltener) tatsächlich gefährlich
ist (Technologiefeindlichkeit). Ergo Embryo wichtiger als Forschung. Daß sie hier mal nen Treffer landen
und recht haben, liegt halt daran, daß die Frage persönlicher Entfaltung hier nicht tangiert wird, allerdings
die technologiefeindliche Karte (hier mal zurecht) gezückt werden kann.
#38 Pippifax 11:18:34 | Donnerstag, 31. Januar 2008
abusus non tollit usum! Ich habe bereits in meinem ersten Posting darauf hingewiesen, daß NER nur unter
der Maßgabe angewendet werden darf, daß die grundsätzliche Bereitschaft zur Empfängnis besteht. Ich
spreche daher auch nicht von einer ständigen Anwendung. Mir scheint aber hier Einigkeit zwischen uns
zu bestehen. Der Begriff längere Phasen ist natürlich auslegbar. Meines Erachtens kann unter engen Voraussetzungen
ein gerechtfertigter Wunsch eines Ehepaares bestehen, die nächste Empfängnis zeitlich ein wenig nach
hinten zu verschieben. Insbesondere soziale Umstände können hier im Einzelfall eine Rolle spielen, allerdings
ist eben auf eine enge Auslegung und eine „im Zweifel für Kinder“ Haltung abzustellen. Wenn aus bestimmten
(etwa medizin.) Gründen eine Empfängnis überhaupt nicht mehr ratsam ist, sollte ohnehin auf Beischlaf
verzichtet werden. Man muss allerdings gewisse zivilisatorische Faktoren im Rahmen dieser Diskussion berücksichtigen.
Steigende Infertilitätsraten dürften dieses Problem für viele Ehepaare gerade jenseits der 30 eher
gegenstandslos gemacht haben. Da ist man wohl froh, wenn überhaupt noch Kinder geboren werden. Ein gewisses
Bedürfnis nach Familienplanung in zeitlicher nicht grundsätzlicher Hinsicht ist aber wohl kath. Ehepaaren
nach dem Ende der Agrargesellschaft (vorher ohnehin unsinnig) zuzugestehen, da die ökonomischen Zwänge
sich diametral entgegengesetzt geändert haben.
#35 Pippifax 10:22:13 | Donnerstag, 31. Januar 2008
Etwas knappe Anwort Tridentinus! Sie werden verzeihen, werter Tridentinus, daß mir Ihre Antwort etwas
zu knapp und damit wenig überzeugend erscheint. Ich zitiere nachfolgend aus der von Ihnen genannten Enzyklika
(Quelle: www.stjosef.at; Abschnitt II. 3. a) Der Ehemissbrauch) Auch jene Eheleute handeln nicht wider
die Natur, die in ganz natürlicher Weise von ihrem Recht Gebrauch machen, obwohl aus ihrem Tun infolge
natürlicher Umstände, seien es bestimmte Zeiten oder gewisse Mängel der Anlage, neues Leben nicht entstehen
kann. Denn es gibt in der Ehe selbst wie in dem Gebrauch des Eherechts auch Zwecke zweiter Ordnung: die
wechselseitige Hilfe, die Betätigung der ehelichen Liebe und die Regelung des natürlichen Verlangens,
Zwecke, die anzustreben den Ehegatten keineswegs untersagt ist, vorausgesetzt, daß die Natur des Aktes
und damit seine Unterordnung unter das Hauptziel nicht angetastet wird. Meiner bescheidenen Ansicht nach,
lässt diese Passage Raum für natürliche Empfängnisregelung, unter Berücksichtigung des von mir Eingangs
geschriebenen. Die Tatsache, daß die Enzyklika nicht stärker auf natürliche Empfängisregelung eingeht,
lässt sich vielleicht schon dadurch begründen, daß Knaus-Ogino gerade mal 2 Jahre vor der Enzyklika
dem Fachpublikum publik gemacht worden ist.
@Tridentinus Woher stützt sich Ihre Auffassung, daß NER katholischen Eheleuten nicht erlaubt ist? Letztlich
ist das ja die Quintessenz Ihrer Ausssage. Meines Erachtens ist die Anwendung insoweit gestattet, als
es gerade nicht darum geht, NER wie künstliche Verhütung zur pauschalen Abwehr von Schwangerschaften
zu nutzen, sondern allenfalls zur zeitlichen Regulierung von Schwangerschaften, wenn legitime Gründe
hierfür vorliegen.
Sehr schöne Initiative der Bruderschaft! Wenn man hier so einige Kommentare liest, bekommt man fast Lust,
selbst nochmal aktiv zu werden. Dann ließen sich die 10 Jahre „Altar“dienst im NOM auch schneller vergessen.
Ich gebe zu, als hier jemand schrieb, daß die Berliner Senatsverwaltung die Bruderschaft aus der Liste
der kath. Pfarreien gestrichen habe, musste ich lachen. Als ob jetzt schwule Kommunisten die Deutungshoheit
über den Katholizismus hätten. Was das Messbuch tragen angeht. Wird das nicht im NOM auch vom Altar
zum Ambo und zurück getragen? Ich glaub ich hab da doch schon was vergessen . Mehr wird das Messbuch
im überlieferten Ritus auch nicht bewegt (rechts-links-rechts).
Eine Frage des Bezugsrahmens @Clarissa Der KKK, den Sie sicher als ordentliches Lehramt der Kirche beherzigen
werden, spricht zwar in der nachstehenden Passage nicht von Beseelung, scheint aber dieses zu meinen und
geht konkludent von einem zeitlichen Zusammenfallen von Empfängnis und Beseelung aus. 2270 Das menschliche
Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen. Schon im ersten Augenblick
seines Daseins sind dem menschlichen Wesen die Rechte der Person zuzuerkennen, darunter das unverletzliche
Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben [Vgl. DnV 1,1] (Vgl. dazu auch 1703, 357). „Noch ehe ich
dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe
ich dich geheiligt“ (Jer 1,5) [Vgl. Ijob 10,8-12; Ps 22,10-11]. „Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll
gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen“ (Ps 139,15). @Piux XII Vom strafrechtlichen
Standpunkt haben Sie natürlich Recht. Daher verbietet sich in der öffentlichen Debatte auch der Vergleich.
Hier geht es aber – so verstehe ich die Diskussion zumindest – um die Verantwortlichkeit vor dem Hintergrund
der überlieferten kath. Morallehre. Das Verwenden von jurist. Termini mag aber irreführend gewesen sein.
Im Rahmen des religiösen Lebens führen aber Beihilfe zur Todsünde durch Unterlassen (bei Handlungspflicht)
und aktives Tun aus niederer Gesinnung zur selben Strafe, der Exkommunikation, mit allen ihren Folgen.
Unterlassen und Handeln Nein PiusXII! Der wesentliche Unterschied liegt hier nicht darin, daß der NS-Staat
die Juden durch aktives Tun vernichtet hat während viele heutige Staaten durch die Erlaubnis der Abtreibung
es unterlassen, ihrer Pflicht zum Lebensschutz nachzukommen; Handeln und Unterlassen kann man hier gleichstellen,
da dem Unterlassenden eine Pflicht zum Handeln zukommt. Der Unterschied liegt aber darin, daß der NS-Staat
bei der Judenvernichtung mit voller Absicht handelte, die Verantwortlichen heutiger Zeit die Abtreibung
billigend in Kauf nehmen. Wobei ja dolus eventualis in der Regel reicht Es ist aber wirklich nervig,
daß manch Lebensschützer versucht, sein Anliegen via Judenvernichtung zu profilieren. Damit gewinnt
man keinen Blumentopf!
Also gut, Sacerdos. Nachdem sich Ihre Aussage durch das Wiki-Missa bestätigt hat, ziehe ich meine Kritik
zurück und gehe wohlwollend davon aus, daß es ich tatsächlich um eine Personalgemeinde handelt, in
der neben Messen an Sonn- und Feiertagen auch Hl. Taufe, erste Hl. Kommunion, Hochzeit den Gläubigen
gespendet werden. Allerdings ist es nun mal so, daß die FSSP nicht überall dort präsent ist, wo sie
gebraucht wird. Deswegen sollte man dort das Widerstand nicht zu laut gebrauchen.
Ach komm Gotthard, Der regelmäßige Messbesuch der Katholiken in Frankreich dürfte bei ca. 10% liegen.
Da eh nur noch 70% der Einwohner Frankreichs Katholiken sind, sind wir bei 7%. Das haben die in dem elsässischen
Kaff in einem Jahr auch geschafft. Nun tue mal nicht so, als ob Euer Modernistenkram die Leute in die
Kirche zieht.
Wasser und Wein? Pater Denneke FSSP wird mit seinen Ausführungen sicher recht haben. Es sei an dieser
Stelle auch darauf hingewiesen, daß die „katholische“ Unterstützung wohl nicht von den Ordinariaten
kommt, sondern von der Staatskirche. ABER: Es ist nach geradezu lächerlich, wenn man als FSSP zum Widerstand
aufruft, ohne selbst in Luzern präsent zu sein, wie man hier www.fssp.ch/niederlassungen.html sehen kann.
Die Wahrheit ist wohl, daß der zuständige Diözesanbischof mit den Gotteslästerern besser leben kann,
als mit den Patres der FSSP. Der Widerstand letzterer lässt auf sich warten. Da entstehen dann auch schnell
Sympathien für die „Pius-Sektierer“, wie sie jener Musikus, der sich wahrlich zu Glaube und Moral der
kath. Kirche bekennt , weiter unten bezeichnet.
Danke sacerdos, der Hinweis auf Campos ist nicht schlecht. Hier …ww.catholic-hierarchy.org/diocese/dsjmv.html
mal der Eintrag von catholic hierarchy über Campos zum Einstieg. Campos ist aber insoweit speziell, als
das es letztlich aus der gleichnamigen Personaldiözese hervorgegangen ist, die bis 1982 Bischof de Castro
Mayer unterstand. Aus meiner Sicht hat aber clarissa ja schon selbst zugestanden, daß es Paralleljurisdiktionen
gibt, etwa die Militärdiözese. Es geht ja nicht um eine neue Ritenkirche, sondern um Gläubige, die
durch positiven Akt anzeigen, daß sie eine bestimmte Seelsorge wünschen. Es ist letztlich nicht erklärbar,
warum hier ein anderes Personalstatut gelten soll, als bei Soldaten. Bei beiden Gruppen gibt es besondere
Seelsorgeanforderungen o^/ Daß die Bischöfe ein solches nicht wollen ist klar, allerdings geht es gerade
um Wege ohne das bischöfliche Placet auszukommen. Letzlich ist es ja eh nur ein zeitliches Problem. Viele
deutsche Diözesen stehen finanziell eher schwach da und die Entwicklung wird nicht besser. Rentner bezahlen
bekanntlich i.d.R. keine Einkommenssteuer . Es geht hier ja nur um eine Übergangslösung, bis der Modernismus
abgewickelt ist.
#40 Pippifax 23:26:35 | Donnerstag, 24. Januar 2008
Noch zu Unscharf! Und er bewegt sich doch, möchte man frei nach einem ital. Gelehrten über den Hl. Vater
sagen. Ja, recht hat er. Der Liberalismus und die liberalen Staatensysteme sind gefährlicher als der
Bolschewismus. Das hat er gut erkannt. Besser als sein Vorgänger, der dieses Spannungsfeld allein in
den Fragen praktischer Moral erörterte. Allerdings ein Problem bleibt. Die Menschenwürde beruht nicht
auf einem Fundament, zu dessen wichtigsten Komponenten das Christentum gehört. Die Menschenwürde existiert
überhaupt erst nur, weil Gott den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat. Der Hl. Vater sollte weiter
weiter fortfahren, das Christentum als conditio sine qua non Europas darzustellen, er sollte sich allerdings
auch bewußt werden, daß es die einzig relevante conditio ist. Das gros der neuzeitlichen Philosophie
ist in achristlichem Kontext entstanden und sollte nicht durch die Kirche gewürdigt werden.
#19 Pippifax 23:13:20 | Donnerstag, 24. Januar 2008
Ja höchst angemessen. Eher hielte ich es für unangemessen, einen der hochverehrten Heiligen der Hl.
Kirche hier als Namen zu nutzen. Zum einen hat das Forum wenig Niveau, zum anderen ich manchmal auch.
Aus Ihrer Antwort muss ich entnehmen, daß eine PP keine Möglichkeit ist, für eine traditionelle Priestergemeinschaft
in Einheit mit dem Hl. Vater aber unabhängig von den modernistischen Ortsbischöfen für die Gläubigen,
die sich wünschen, seelsorgerisch zu agieren. Das ist sehr schade. Vielleicht können Sie mir aber noch
erklären, inwieweit eine richtige Personaldiözese (Militärbistum) unabhängig von den Territorialdiözesen
existieren kann und ob dies eine Lösung für das von mir geschilderte Problem sein könnte. @Diskordier
Ich finde Ihre Einlassung recht kleingeistig und möchte an den guten alten Grundsatz falsa demonstratio
non nocet erinnern. Im übrigen ist der Begriff rechter Mob ein Paradoxon. Rechts im politischen Verständnis,
wie es seit der sog. französischen Revolution gewachsen ist, war seit jeher die Bezeichnung von polit.
Kräften, die sich an der traditionellen Ordnung orientieren, mithin reaktionär sind. Ein auf der Straße
agierender Mob, wie etwa die SA oder kommunist. Schlägertrupps passen hierzu nicht, da sie eher revolutionär,
also links agieren (vgl hierzu national-sozialistisch). Rechts ist vielmehr etwas aristokratisch-distinguiertes.
Davon gibt es im dt. Sprachraum heute wahrlich weniges.
#17 Pippifax 21:57:26 | Donnerstag, 24. Januar 2008
Danke clarissa, wenn ich Ihre Aussagen richtig verstehe, ist eine PP als solche allerdings gegenüber
den Ortsordinarien nicht unabhängiger als eine klassische Ordensgemeinschaft. Der Unterschied zu jenen
besteht diesbezüglich nur darin, daß eine PP eine strukturelle Dimension hinsichtlich mit ihr verbundener
Laien aufweißt. Eine weitgehende Unabhängigkeit gegenüber den Ortsbischöfen ist daher nur insoweit
garantiert, als das denselben nur die „alles oder nichts Lösung“ bleibt, hinnehmen oder davonjagen.
#12 Pippifax 20:39:16 | Donnerstag, 24. Januar 2008
opus dei @ clarissa Sie scheinen sich ja im kirchlichen Recht gut auszukennen. Hat dann ein Ortsbischof
das Recht, den Laien seiner Diözese die Inanspruchnahme der Seelsorge seitens der Kleriker des Opus Dei
zu untersagen. Gegen die Personalprälatur als solche, scheint er ja keinen Einfluss ausüben zu können?
Die Frage interessiert mich aus anderen Gründen („Integration“ der Traditionalisten etc). Sofern sich
der Artikel am Original orientiert, scheint mir eine bestimmte Linkslastigkeit zu erkennen zu sein. Schließlich
wird eine etwaige Hilfe seitens des Opus für die solidarność als in gewisser Weiße suspekt dargestellt.
Wohl ist aber der Kampf gegen den Bolschewismus das große Verdienst von JP II, was ihm der Herr großzügig
anrechnen möge, damit es die ärgerlichen Dinge dieses Pontifikates (Ökumenismus usw.) überdecken möge.
Ansonsten scheint der Artikel mit „Liquidation des Vaticanum II“ eher den Umstand zu meinen, daß der
Vormarsch der Mordernisten gestoppt worden ist. Das stellt aber noch keine Kapitulation derselben dar.
Das kommt ja nicht von ungefähr! Wer meint, die Fenster und Türen der Kirche weit aufreisen zu müssen,
holt sich eben auch den Gestank der Welt herein.
Der klassische Fehler des Ökumenismus! Abgesehen vom übrigen altliberalen Unsinn begeht Hw. Schlemmer
den klassischen Fehler des Ökumenismus. Er beklagt, daß die „Ökumene“ schon weiter sein könnte, wenn
doch nur die Protestanten sich an das einmal Gesagte (hier confessio augustana) halten würden. Dabei
verkennt er das wesentliche Prinzip des Protestantismus, der eine „Ökumene“ modernistischer Prägung
immer scheitern lässt. Die Bekenntnisschriften dienten nicht der Wahrheitsfindung sondern der politischen
Einheit (zuerst gegen die Kirche, dann zum Zusammenhalt der „Landeskirchen“). Es ist letztlich das Wesen
des Protestantismus, daß es in vielen Fragen keine allgemeingültige Wahrheit geben kann. Die Modernisten
glaubten während und nach dem Konzil, daß sie die Einheit herstellen könnten, wenn sie nur den kath.
Glauben nur so verändern, daß der dem klassischen Protestantismus entspricht. Sie hatten aber nicht
bemerkt, daß die Protestanten gar keine derartige Einheit wollen und wollten, sondern lediglich ein Gefühl
von Gleichwertigkeit und Gleichartigkeit. Wenn heute Protestanten unerlaubt im NOM zur Kommunion gehen,
dann ist das in gewisser Weise ein Erfolg von Mons. Bugnini und Konsorten, da sie den Prot. Gleichartigkeit
suggerierten. Entgegen der konziliaren Hoffnung veranlasst es die Prot. aber nicht zur Konversion, weil
dies eben ein klares inhaltliches Bekenntnis (wozu auch immer) erfordern würde. Genau das aber ist dem
überzeugten Protestanten wesensfremd!
@maliems Wie ich weiter unter schon schrieb, wird er sein Amt noch bis zum April diesen Jahres, wenn er
auch seine 25ig-jährige Bischofsweihe feiert, ausüben. So zumindest die polnische Wikipedia pl.wikipedia.org/…deusz_Goc%C5%82owski
Wollen wir nur hoffen, daß das gute alte Danzig, die Heimat eines meiner Urgroßväter, hernach einen
der Tradition der Kirche gegenüber positiv eingestellten Hirten erhält. Die Altstadt ist herausragend
schön und von den Polen nach Krieg aufs feinste wiederhergestellt worden. Nur zwei Ehrenbürger stören.
Der andere ist G.Grass Święty Wojciechu, módl się za nami!
Mit 76 Jahren da fängt das Leben an! Da wollte wohl jemand kurz vor seiner Pensionierung im April diesen
Jahres nochmal nen Knaller landen. Inhaltlich ist der Brief zwar Käse, aber was soll es. Diejenigen,
die sich wirklich um die Einheit der Kirche sorgen, dürfen sich hier trösten. Der Noch-Erzbischof von
Danzig schlägt genauso unbarmherzig auf Ecclessia-Dei wie auf FSSPX ein. Der Versuch, nach dem Motu Proprio
in Danzig eine Alte Messe in einer Pfarrkirche auf die Beine zu stellen, ist gescheitert, obwohl es Interessenten
genug gab.
Blödsinn Gallowglas! Auch wenn es wahrscheinlich eh Perlen vor die Säue ist, Ehebruch des einen Partners,
berechtigt den anderen Partner zur Trennung bei formaler Aufrechterhaltung des Ehebandes (keine Scheidung!).
Vgl. Sie bitte Can. 1152 CIC
Langweilig! Sollte dieser Herr ein ordentliches Laisierungsverfahren durchlaufen haben, ist gegen eine
Heirat nichts einzuwenden. Allerdings wäre dann auch eine kirchliche Trauung für einen vom Zölibat
und den Amtspflichten entbundenen Priester geboten. Scheinbar ist dies alles nicht der Fall, da er ja
nur standesamtlich (und damit in jedem Falle ungültig) heiraten will. Das Bistum Mainz scheint hiermit
kein Problem zu haben. Hauptsache man kann das Kirchenrecht gegen ein paar harmlose Traditionalisten als
Waffe missbrauchen.
Jaja Dr. Zdarsa Das einzig Positive, was ich von S.Ex. Dr. Zdarsa in Erinnerung habe, als er in der Unterprima
mein Religionslehrer wurde, war, daß er anfing Noten nach Leistung zu vergeben und Notendifferenzierung
einzuführen. Religion ist ansonsten ja ausgewiesenes Kuschelfach. Das war gut für mich und schlecht
für andere. Da ich aber damals sicher kein besonders entschiedender Katholik war, auch wenn ich mich
vielleicht dafür hielt, scheint es, daß Exzellenz leicht zu beeindrucken war. Ansonsten träumt er wahrscheinlich
heute noch von diesem spießig-zonigen Gemeindekatholizismus, der es geschafft hat, die Katholikenzahl
hierzulande von 15% auf 5% zu drücken. Laut seinen eigenen Aussagen war das größte Ärgernis seiner
Jugend in den 50iger und 60iger Jahren die Struktur der Kirche und nicht etwa der gottlose Bolschewismus,
der die halbe Welt im Würgegriff hatte. Geistliche von außerhalb, die die überlieferte Messe lesen,
traditionelle Seelsorge praktizieren und sich der weltanschaulichen Auseinandersetzung offen stellen,
passen da halt nicht so rein.
Weiter denken, Lorenz! Vielleicht will der Autor des Kommentars ja, daß man die Kirche nicht mehr hört
und fordert deswegen einen Liberalen. Allerdings muss man hier einmal Burgorus recht geben. Das beste
was der Kirche in D passieren könnte, wäre ein weiterer Liberaler, statt einem Pseudokonservativem.
Ich denke da einen einen Bischof Bode oder so. Liberal aber nicht eloquent, daß müsste die Kombination
sein, damit sich der Sumpf von selbst austrocknet.
Soso Cbr. Gotthard, jetzt weißt sogar schon Du, wer das Heil erlangt, beziehungsweise verfehlt. Hat Dir
der Herrgott schon die Verwaltung des Himmels anvertraut? Gewissermaßen als Beförderung aus dem PGR
heraus. Die sonstigen hier schreibenden Heilsexperten waren ja zumindest etwas mystisch-mittelalterlich
angehaucht, Du hingegen hast ja eher auf den 60iger Jahre Stil gesetzt. Mal sehen, ob das mehr überzeugt.
Ich danke Dir aber schon mal von Herzen, daß Du Dir um meine Seele mehr Gedanken machst, als um Die der
Protestanten, Neuheuden, Muselmannen etc, denen Du sicher noch nie so eindringlich die Bekehrung zur Kirche
nahegelegt hast. :(3
Wenn man weiter denkt, muss man allerdings auch fragen, ob der Geistliche bei der Feier der Hl. Messe
dann auch die richtige Intention hatte, das zu tun, was die Kirche will. Wenn man die Gnaden des Hl. Messopfers
leugnet, scheint das zumindest fraglich.
Stimme Sie schreiben, daß der Pater aus persönlicher Unzulänglichkeit heraus („seine eigene Meise“)
eine hohe Zahl an Exorzismen durchführt. Daraus ergibt sich, daß Sie nicht vom Sinn von Exorzismen überzeigt
sind oder zumindest nicht von der Notwendigkeit einer derartigen Zahl. Dies zeigt, daß Sie die Möglichkeit
der Besessenheit banalisieren und als lächerlich darstellen. Dies ist nicht katholisch. Zudem ist der
Pater kein Provinzpfarrer, sondern agiert mit dem Segen der höchsten kirchlichen Authoritäten. Weiterhin
haben Sie den Geistlichen in Ihrem Beitrag beleidigt, indem Sie ihn hinsichtlich seiner theologischen
und pastoralen Kompetenzen verächtlich gemacht haben. Was die Sühnebesesseneit angeht, so lehrt die
Kirche, daß es viele Ursachen für Besessenheit geben kann, die Aufgabe des Paters ist aber eine solche
zu erkennen, was er auch tut und sodann den Exorzismus durchzuführen.
Stimme der Vernunft sehr kirchenverbunden Hier kann man sehr schön sehen, wie sehr die selbsternannte
Stimme der Vernunft den kirchlichen Authoritäten verbunden ist. Ihre Wortwahl ist bezeichnet. Werden
Sie doch einfach offziell Protestant, das wäre zumindest ehrlich.
Werter Cbr. Gotthard, obgleich sich in Deinem Beitrag Spuren der Wahrheit erkennen lassen, was den polnischen
Nationalismus angeht, so muss ich Dir dennoch wiedersprechen. Letztlich ist der Kardinal doch nur sauer,
daß er keinlen allzu großen Einfluss auf die poln. Arbeitsemigranten hat. Es handelt sich hier lediglich
um eine Machtfrage. Ansonsten fordere ich für meinen Teil keine deutschen Predigten in den Moscheen.
Nein so deutschnational bin ich nicht. Ich fordere lediglich die Nutzungsänderung oder den Abbruch der
bereits in D bestehenden Moscheen, da der Islam hier nichts zu suchen hat. Gegen „Alte“ Messen, deren
landessprachliche Teile auf polnisch sind, hätte ich hingegen überhaupt nichts einzuwenden, da ich diese
Sprache leidlich verstehe und sehr wohlklingend empfinde.
Ein punter Strauß von Grenzwertigkeiten @Rudolfus Ich hab ja anfangs Ihre Beiträge zur Verteidigung
der kath. Überlieferung doch geschätzt, komme aber mittlerweile nicht umhin festzustellen, daß Sie
sich hier ein wenig stark im Abseits bewegen. Gönnen Sie sich doch mal eine kleine Pause von diesem Zirkus
hier. Das kommt im übrigen von jemandem, der mehr für den Erhalt von dt. Kultur jenseits von Oder und
Neiße getan hat als Sie. Es fällt mir schwer und bestimmt kommt es nicht oft vor, aber ich muss dem
liberalen Schreiberling hier mal zustimmen, der schon auf die Entwicklung der polnischen Kirche in den
USA im 19. Jhrdt. hingewiesen hat. Die Polen sind hier sehr eigen. Der Verweis auf die fehlende gem. Liturgiesprache
ist zwar immer gut, aber nur ein Teil des „Problems“. Die Polen bleiben auch im Ausland gern unter sich.
Allerdings hat das nie zu größerer Integrationsunwilligkeit geführt, außer hinsichtlich der schon
erwähnten poln. Kirche in den USA. Insgesamt gehe ich aber ohnehin davon aus, daß ein größerer Teil
der Leute wieder zurückkehrt, da die Wirtschaft in Polen weiter stark wächst. Man versuche mal in Niederschlesien
außerhalb der großen Städte (Breslau, Liegnitz) gute Handwerker zu finden. Selbst mit viel Geld wenig
zu machen. Dort werden Arbeitskräfte gebraucht und gut bezahlt.
Falsa demonstratio non nocet! Nicht immer so kleinlich sein. Ihr Namensgeber ist so auch nicht gewesen.
Lieber mehr in der Sache argumentieren, oder wird es da etwa dünn?
#48 Pippifax 00:04:15 | Donnerstag, 3. Januar 2008
Nein Rudolfus Sie waren Staatsangehörige ihrer jeweiligen Bundesstaaten. Eine Reichsbürgerschaft gab
es noch nicht. Das „Reich“ von 1871 war de jure recht föderal organisiert, auch wenn man sich das aus
den allgemeinen historischen Umständen heraus nicht so vorstellen mag.
Rechtshistoriker unter sich Der Großteil der Mitlesenden scheint eher sinnlosen Themen anzuhängen. Rudolfus,
dt. Reichsbürger wurde man überhaupt erst 1913 mit Einführung des RuStaG. Bis 1934 war man dann sowohl
Reichs- als auch Staatsangehöriger des jeweiligen dt. Bundesstaates. Die Nazis haben das dann vereinheitlicht
und nur noch die Reichsbürgerschaft bestehen lassen. Durch das Grundgesetz 1949 wurde dann das Konstrukt
des „Deutschen im Sinne des GG“ geschaffen, das es Volksdeutschen (Rechtsbegriff zwischen drin schon mal
von den Nazis kreiert) ermöglichte dt. Staatsbürger zu werden. (Verfassungsgeschichte ex!) Ansonsten
ist der Leserin Caterina zuzustimmen. Herr Humer packt wie immer in seiner unnachahmlich-dämlichen Art
durchaus richtige Probleme an. Als Katholik sollte er aber sinnvoller agieren. Sich mit irgendeiner StA
zanken, hilft schließlich auch nicht. Beten und in der Hl. Messe opfern, schon!
Es scheint langsam zu dämmern Exzellenz merken, was die Stunde geschlagen hat. Zumindest macht die Feststellung,
in einem Kulturkampf zu stecken, diesen Eindruck. Oder sind dies etwa nur kräftige Worte um den besorgten
konservativen Schäfchen zu gefallen? Allerdings sollten Exzellenz auch wissen, was die Ursache dieser
Krise ist. Wo das Heilige, wo Gott verschwindet, wo besoffen-glücklich und vor allem blind dem Fortschritt
gehuldigt wird, dort verschwindet auch Sinn für den Wert des Ebenbildes Gottes, der Sinn für den Wert
des Menschen. Exzellenz sollten sich dies vor Augen halten, wenn es das nächste Mal daran geht, auf Druck
der eigenen liberalen Kleriker und Aktivisten, kleinen Oasen katholischen Lebens und Glaubens, die ja
so wenig in unsere Zeit passen, den gar aus zu machen.
Puchil Sie winden sich hier und versuchen Benedikt, der lediglich auf die Fakten hinwies, als Milchmädchen
hinzustellen. Als Benedikt Ihnen erläuterte, das die Zahlen entgegen Ihrer Behauptung in den südslawischen
Ländern passabel sind, fingen Sie an mit dem zugegeben anderen Umständen in Südamerika zu kontern.
Natürlich ist die Relation Priester-Gläubige dort problematisch. Allerdings werf ich jetzt auch mal
ne Nebelkerze. Während in der Territorialdiözese von Campos etwa 14000 Gläubige auf einen Priester
kommen, sind es in der altrituellen Personaldiözese von Campos etwa 1000. Gewiss, in meiner modernistischen
Diözese kommen auf einen Priester 600 gemeldete und 130 praktizierende Gläubige. Ergo, wenn die Pastis
gerne Pfarrer spielen wollen, sollten sie nicht in D bleiben und die Tradis ebenso in Ruhe lassen, sondern
sich in den Urwald begeben. PS: Quelle …ww.catholic-hierarchy.org/diocese/dsjmv.html für die Zahlen
#26 Pippifax 14:12:44 | Mittwoch, 26. Dezember 2007
@Methusalix Darf ich Ihre Einlassung mir gegenüber dahingehend verstehen, daß Sie mir unterstellen,
ich vertrete mit meinem Einwurf an Aleph lediglich die Auffassung der römisch-katholischen Kirche? Wenn
ja, dann kann ich nur sagen, dies ist auch meine Absicht gewesen.
#7 Pippifax 19:58:42 | Dienstag, 25. Dezember 2007
@ Aleph ich weiß zwar nicht, in wieweit Sie das polnische Strafrecht kennen, meines Erachtens hat aber
Polen nach der Unabhängigkeit 1989 eine alte Forderung der Solidarność, nämlich die weitgehende Abschaffung
der sozialistischen Abtreibungsfreiheit, umgesetzt. Polen ist heute eines der Länder mit einem recht
restriktiven Abtreibungsverbot in Europa und gerät auch deswegen des Öfteren unter Feuer aus Brüssel.
Was die Bindung kathol. Politiker an die kathol. Moral hinsichtlich ihrer Politikentwürfe angeht, müsste
man nicht mal Traditionalist sein um dort Konsequenzen zu fordern. Lesen Sie bitte hierzu die sog. Ratzinger-Note
www.vatican.va/…124_politica_ge.html aus dem Jahr 2003. Diese ist vom jetzigen Papst persönlich unterzeichnet
und klarstellend, daß keine Gewissensfreiheit für kathol. Politiker gibt, wenn hiervon bestimmte Fragen
berührt werden.
#98 Pippifax 20:36:41 | Freitag, 21. Dezember 2007
Ab nach Saudi-Arabien? Wenn Eminenz, wie in der Überschrift zu lesen ist, Messen in Saudi-Arabien feiern
will, sollte man in Rom doch seinem Wunsch entsprechen und ihn dahinschicken. Die Geschichte mit dem Dönerverkäufer
scheint mir interessant, Eminenz will damit sagen, seht her, es gibt doch noch jemanden, der meine Person
mit einem offensiven Christentum assoziiert. Vermutlich war der Türke des Deutschen nicht so mächtig
und hat sich von den Symbolen blenden lassen. Wenn der einzige Grund für den Nichteintritt des Muselmann
in die Kirche sein Besitz in Persien ist, dann im erinnert mich das an eine Stelle im Evangelium, da gings
irdischen Besitz und ums Himmelreich. Christus hatte da aber einen anderen Rat als Eminenz.
#25 Pippifax 20:46:53 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Hoffen auf Benedikt Es bleibt zu hoffen, daß Benedikt XVI. auch hier am Ende „durchzieht“ und sich nicht
von den Linken im und außerhalb des Vatikan kleinkriegen lässt. Es ist richtig, die Diskreditierung
Pius XII. ist nur Mittel um die vorkonziliare Kirche zu diskreditieren. @Tridentinus Wie so oft kritisieren
Sie Pius XII. zum einen wegen seiner „kleinen“ Liturgiereform; hier bin ich weniger kompetent. Aber mal
ehrlich, geht die Kritik über ästhetische Fragen hinaus und betrifft sie die lex orandi? Zum anderen
behaupten sie beständig, Pius Autorität wäre dem Papsttum unangemessen und Voraussetzung für für
Paul VI. Gewaltakt gegen die überlieferte röm. Liturgie. Es mag in der Tat seltsam anmuten, daß sich
der letzte Schlag gegen die vorkonziliare Kirche eines vorkonziliaren Mittels bediente (das ansonsten
schon ein stumpfes Schwert war), aber päpstliche Autorität ist kein in-sich schlechtes Mittel, der Zweck
ist entscheidend. Pius XII.: bewahren des Überlieferten(hierbei auf die ex-ante Sicht achten!); Paul
VI.:Zerstörung des Überlieferten. @Dr. Natterbach Lesen Sie z.Bsp.: Urban, Deutsche in Polen, S. 178
ff. Pius XII. war der einzige prom. Nichtdeutsche weltweit, der 1947(!) die Rechtmäßigkeit der Vetreibung
in Frage stellte und die Rückkehr der Deutschen forderte. Die von Kardinal Hlond eingesetzen Administratoren,
wurden vom Vatikan nicht anerkannt, die Diezösen in den poln. Westgebieten wurden erst lang nach dem
Tode Pius XII. anerkannt.
#41 Pippifax 22:45:18 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Hätt er doch geschwiegen… Als einer jener Spinner, wenn auch in diesem oder jenem Punkt moderat, erlaube
ich mir, folgendes anzumerken: die Frustration s.Ex., des Weihbischofs scheint überdeutlich. Trotz seines
höchst lobenswerten und vor allem kompromisslosen Engagements für das ungeborene Leben, für den ich
s.Ex. auch weiterhin respektieren und auch ein wenig bewundern werde, scheint er zu glauben, daß er selbst
eben trotz seines Engagements unter seinen Amtskollegen weniger als Spinner dastehen würde, wenn er auf
diejenigen eindrischt, die noch ein wenig weiter auf Seiten der Ordnung stehen als er selbst. S. Ex. scheint
zu glauben, daß ihm das größeres Gehör verschaffen wird. Ich zweifle hieran. Selbst unter der Annahme,
daß er recht hätte und man die Liturgiereform unbedingt akzeptieren müsste, wäre es eines Hirten nicht
tunlich, diejenigen, die dem nicht folgen können, als Spinner zu verurteilen. Man mag die „Tradis“ die
sich hier leider allzu oft im Ton vergreifen, kritisieren und zu Recht der Sünde bezichtigen, s. Ex.
verhält sich nicht besser. Vulgärbiritulalist!
#17 Pippifax 15:55:34 | Dienstag, 11. Dezember 2007
Der Wind dreht sich! Das Messopfer ist die unblutige GEGENWÄRTIGSETZUNG des Opfers von Golgatha durch
den HERRN selbst. Hierzu bedient er sich des Priesters. Es gibt zwischen dem Kreuzesopfer und dem Messopfer
keinen substanziellen Unterschied, nur einen materiellen. Interessant ist, daß schon der Dritte Kirchenfürst
innerhalb weniger Tage/Wochen einen Qualitätsunterschied zwischen der alten und der neuen Praxis „entdeckt“.
Erst Erzbischof Ranjith mit der Mundkommunion, dann der Hl. Vater mit dem alten Taufritus und jetzt Kardinal
Castrillon-Hoyos mit dem Messopfer im MR 1962. Die Zeit des „adäuquaten Neuen“ ist endgültig vorbei.
#10 Pippifax 22:34:56 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Kölner Dompropst dabei gewesen? Ich kann mir nicht helfen, bei der Reisegruppe scheint ein gewisser Kölner
Dompropst mit von der Partie gewesen zu sein. Vielleicht ist er gar der Autor und versucht uns subtil
den Gedanken schmackhaft zu machen, daß der Islam oder die orientalische Kultur das eigentliche, wahre
Christentum darstellen. Oder ist das gar der Auftakt eines interessanten Tauschangebotes: das schwule
Köln gegen das kulturelle Kleinod Kleinasien?
#7 Pippifax 22:28:11 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Schizophren?! Ich kann mir nicht helfen. Hochwürden scheinen die Einheit von Denken und Handeln abzugehen.
Vielleicht kann mal jemand einen Link mit dem vollständigen Interview posten.
Rainer Ja genau, und zwar Tatbestände die er selbst kodifiziert hat und die bei ihm zu Hause unter dem
Kopfkissen gelten. Landorgel: Wenn die schismatisch sind, dann würde die Ehe zwischen einem dort Getauften
und einem in der Amtskirche Getauften als Mischehe gelten, vom Hindernis müsste dispensiert werden, dem
ist aber nicht so. Guckst du: www.kreuz.net/article.3143.html Einen Artikel vergleichbaren Inhalts findest
du auch auf www.stjosef.at
Landorgels Parole: Katholiken wehrt euch, verkauft nicht an Pius X! Zunächst kommt es bei der Frage der
Unterstützung ja wohl auf den Kaufpreis an. Eine Unterstützung wäre nur im Falle einer gemischten Schenkung
anzunehmen. Im übrigen – und das kam hier schon mehrmals zur Sprache – lässt sich aus dem Dekret ED
kein Schisma begründen. Es hat deklaratorischen Charakter hinsichtlich einer bestimmten Rechtsfolge und
warnt vor einem Schisma. Zudem werden ja auch Kirchgebäude an an eindeutig schismatische Glaubensgemeinschaften
verkauft, Orthodoxe, Protis etc, auch im Bistum Aachen. Verboten scheint es daher nicht zu sein. In jedem
Falle obläge eine Klärung dieses Umstandes den legitiemen kirchlichen Autoritäten, damit nicht Ihnen!
Letztere allerdings scheinen das nicht so hart zu sehen und machen eher auf Appeasement, man darf dort
sogar zur Hl. Messe und was in den Beutel tun etc. Daß Sie das nicht wollen und könen ist mir zwar klar,
interessiert aber niemanden weiter. @Rainer Google weiß vielleicht die Antwort .
#14 Pippifax 15:06:27 | Donnerstag, 29. November 2007
Böses Omen? Als ich kürzlich mal gewitzelt hatte, daß man nach dem Willen gewisser kirchlicher Würdenträger
wohl einen Berechtigungsschein erwerben müsse um an der „Alten“ Messe teilnehmen zu können, dachte ich
noch das Stilmittel der Übertreibung zu benützen. Jetzt stellt sich heraus, daß es eine Prophetie gewesen
ist.
#79 Pippifax 20:14:40 | Mittwoch, 28. November 2007
Selber, Selber Sollte sich Ihr Nutzername auf diesen Herrn de.wikipedia.org/wiki/Martin_Montanus beziehen,
dann träfe das jedenfalls wohl bei Ihnen zu. Schließlich lassen sich einige Ihrer Beiträge abseits
der Realität durchaus würdigen. PS: Mir ist schon klar, daß Sie sich auf den Ultramontanismus beziehen.
Allerdings sitzen doch aus Ihrer Sicht die Päpste heute nicht mehr jenseits der Alpen, sondern werden
in irgendwelchen rheinischen Hinterhöfen gekrönt, so daß Ihr Nutzername eigentlich gegenstandslos geworden
ist.
#2 Pippifax 20:05:55 | Mittwoch, 28. November 2007
Welche Brisanz? Welche Brisanz haben denn die Bischofsernennungen dieser Tage in Deutschland? Man könnte
meinen, wir leben im Zeitalter des Investiturstreits, wenn man diese Formulierung liest. Letztlich ist
doch jede derzeitige Bischofsernennung inhaltlich kein Kurswechsel, sondern ein „gut so – weiter so“.
Sollte der Autor die Brisanz allerdings schon darin erblicken, daß er siegreiche Kandidat nicht aus einem
bestimmten Klüngel, Seilschaft, Umfeld etc. kommt, sondern von außerhalb, dann spricht das Bände über
die heutige Kirche in Deutschland .
#77 Pippifax 19:58:43 | Mittwoch, 28. November 2007
Pius XII, mehr Gutachten, weniger Urteil! So sehr ich Ihnen inhaltlich zustimme, so wenig finde ich angemessen,
daß Sie hier mit 1500 Zeichen versuchen das Hl. Officium darzustellen. Natürlich sind die Aussagen des
zukünftigen Bischofs höchst problematisch und zugleich typisch für die Theologie im deutschsprachigen
Raum und leider auch darüber hinaus. Nur lässt Ihre Form hier zu wünschen übrig, denn eine Zuständigkeit
zur Verurteilung steht nicht Ihnen, sondern in irgendwann mal kommender Zeit den zuständigen kirchlichen
Behörden, mit denen ich ob der auf diese dann wartenden Arbeitsfülle auch nicht tauschen möchte. Ihre
Klausuren im 1. Examen haben Sie wohl auch nicht im Urteilsstil abgefasst. Insgesamt eignet sich dieses
Forum auch nicht zu lehrmäßigenen Verurteilung. Das Hl. Officium dürfte sich in früherer Zeit, auch
wenn es einige Sätze expliziet verurteilt hat, immer einen umfassenden Überblick über die Thematik
verschafft haben. Dies haben sie beim Surfen nebenbei heute sicher nicht geschafft. PS: Ich hoffe ihre
Bekannten kommen mit Ihnen zur Hl. Messe, weil sie zumindest ahnen, daß ihre Existenz ohne ihren Schöpfer
letztlich verloren ist und nicht weil diese Ihren persönlichen Erfolg, den ich Ihnen im übrigen gönne,
so anziehend finden. Andernfalls würde mich Ihre Ausführungen an Calvins Prädestinationslehre erinnern,
die nicht gerade rechtgläubig ist. Zudem sind gerade Scheitern und auch andauerndes Leiden und damit
auch Mißerfolg Teil großer Heiligenbiographien.
#43 Pippifax 21:51:29 | Sonntag, 25. November 2007
Äpfel und Birnen Benedikt, das müssten sie Pius XI. eigentlich direkt fragen, da er aber nicht in diesem
Forum mitschreibt (man liest nur ab und an was von seinem Nachfolger), versuche ich mal zu antworten.
Bei keinem, der von Ihnen erwähnten Beispiele, war der Grund der Auseinandersetzung zwischen staatlichen
und kirchlichen Würdenträgern in zentralen Glaubensfragen zu suchen (ich weiß nicht welchen Konstantin
sie meinten, man könnte natürlich für den Arianismus eine Ausnahme machen), sondern wurzelte in der
Regel auch und vor allem in der persönlichen Sündhaftigkeit der Akteure, der Gier nach Macht etc. Wenn
ich jetzt mit Beispielen wie der Aufhebung der Jesuiten und des entsprechenden Vorlaufs erwiedere, oder
aber mit den Kölner Wirren, so bin ich mir sicher das Pius XI. vor allem an derartige Umstände dachte.
Der Unterschied zwischen Ihren und meinen Beispielen ist der, daß es sich bei den meinen um Auseinandersetzungen
in zentralen Glaubensfragen, nämlich dem Kampf eines zumindest partiell vom Liberalismus befallenen Staatswesens
gegen glaubenstreue Kleriker handelte. Auch wenn der dt. Nationalliberalismus des 19. Jhrdts dies demgemäß
zu interpretieren versuchte, war der Investiturstreit hingegen eben kein solcher Konflikt.
#39 Pippifax 21:00:49 | Sonntag, 25. November 2007
P. Schmidberger korrekt und umsichtig zugleich! Im neuen Kalender ist ja das Christkönigsfest auf den
heutigen Sonntag gerückt worden. Wir Tradis hatten ja schon Ende Oktober das Vergnügen. Interessant
das P. Schmidberger gerade in diesem Umfeld die universelle Herrschaft Christi thematisiert . Ich bin
mal so frei hier Papst Pius XI. sprechen zu lassen: Nach und nach wurde die christliche Religion mit den
andern, falschen Religionen gleichgestellt und auf äußerst entwürdigende Weise mit diesen auf eine
Stufe gestellt; sodann unterwarf man sie der weltlichen Gewalt und lieferte sie der Willkür der Fürsten
und Staatsmänner aus. Noch weiter gingen jene, die darauf sannen, die göttliche Religion zu ersetzen
durch so etwas wie eine natürliche Religion oder eine bloß gefühlsmäßige Religiosität. Gewisse Staaten
glaubten sogar, Gott entbehren zu können; sie machten den Unglauben zu ihrer Religion und bemühten sich,
bewußt und absichtlich Gott zu vergessen. (Enzyklika Quas Primas Nr. 29, entnommen aus www.stjosef.at)
Die damal. span. Verfassung scheinte hier gegenzusteuern und ist daher zu begrüßen. @van Laak In wieweit
General Franco gegen das 5. Gebot verstoßen hat, kann ich nicht beurteilen. Wenn aber sein persönliches
Gericht hier negativ ausgefallen sein sollte, würde er halt einen Platz in der Hölle neben irgendwelchen
Abtreibungsbefürwortern bekommen. P. Schmidberger sagt mit keinem Wort, daß eine gute Tat (Kirche ins
Recht gesetzt) autom. persönl. Todsünden absolviert. Der span. Bürgerkrieg war aber hier nicht Thema.
Fein raus! Wenn ich der Bischof von Basel wäre, würde ich mir nach dem Urteil den Schweiß von der Stirn
wischen und mich freuen, daß ich aus der Angelegenheit einigermaßen fein raus bin. Warum? Weil ich den
schwarzen Peter für den Fall Röschenz der Justiz und den staatskirchenrechtlichen Institutionen zuschieben
kann (siehe insb. den letzten Absatz, der von Römisch-Katholisch verlinkten Erklärung, aus der sich
kaum ergibt, daß jetzt ein Interdikt folgt). Es ist aber wohl doch eher daß Ordinariat, daß Fehler
gemacht hat. Als Grund für den Entzug der missio ist doch nur das sicher quantitativ umfangreich deutlich
gemachte zerüttete Vertrauensverhältnis angegeben worden. Das kann reichen, muss aber nicht. Der wirkliche
Grund ist doch wohl, daß dieser Sabo ein Ketzer, ein Provinzluther ist, der das Dogma leugnet und daher
entfernt gehört. Ich glaube kaum, daß das Ordinariat dies in der gebotenen Deutlichkeit angezeigt hat.
Daraus ergibt sich dann auch der malus der Anhörung, in der dies auch nicht thematisiert werden konnte.
Natürlich hat das angerufene Gericht nach einer Möglichkeit gesucht, ein unpopuläres Urteil pro ecclesia
zu vermeiden. Das Ordinariat hat es aber auch möglich gemacht. Das geht eigentlich zu dessen Lasten.
S. Exz. Kurt Koch erscheint aber eher als der neokonservative Hans im Glück, der seinen treudoofen neokonservativen
Schäfchen vermitteln kann, das Gericht war Schuld und sich daher auch nicht mit den lauen Katholiken
in seinem Bistum richtig anlegen muss.
Hier der Link: Damit keiner der Aggiornamento-Faschisten oder sonstigen Linksradikalen, die sich hier
tummeln, aufheult, hier der Link bezüglich der Meldung über den Bischof von Portsmouth Bishop backs
brothel regulation www.reuters.com/…dUSN0810738420071108 Gewiss mögen gewisse Vorkehrungen des Gesundheitsschutzes
ein kleineres Übel darstellen, allerdings ist dieses kleinere Übel nur dann zu empfehlen, wenn alle
Anstrengungen gescheitert sind, das größere Übel, nämlich die Prostitution selbst zu beseitigen. Hier
ist Exzellenz beweispflichtig. Außerdem muss bedacht werden, daß das kleinere Übel nicht nur vordergründig
sein darf. Wie wir spätestens seit kurzem aus dem Spiegel (ich schon länger) wissen, hat gerade die
vollständige Legalisierung der Prostitution in D dazu geführt, daß die Ermittlungsbehörden erheblich
größere Schwierigkeiten haben, kriminelle Strukturen etc. aufzudecken. Als Fazit bleibt wohl nur zu
sagen, daß S. Exz. sich hier nur an den Zeitgeist anbierdern wollte und den Boden der kath. Morallehre
verlassen hat. PS: Mir ist nicht entgangen, daß kreuz.net die „rechtfertigende“ Äußerung des Bischofs,
am liebsten gar keine Prostitution haben zu wollen, weggelassen hat. Aber ehrlich, diesen Pseudo-Hegelianismus
hätte er sich auch schenken können.
Wer ist die Exzellenz? Entsprechend dieser Quelle forum.krzyz.ota.pl/index.php?topic=2149.0 handelt es
sich bei dem grauhaarigen Geistlichen ohne Brille um den Bischof von Thorn (pl. Toruń) S. Ex. Andrzej
Wojciech Suski, der zweite Bischof ist vermutlich sein Weihbischof (das haben die Polen aber nicht bestätigt,
ist meine Vermutung), zudem soll noch der Generalvikar des Bistums Thorn Hw. Prof. Czesław Rychlicki
zu sehen sein. Zu Benedikt, das ändert aber nichts daran, daß eine derartige Praxis rechtswidrig ist,
selbst wenn sie die Richtigen treffen sollte (in der Praxis dürfte man wohl auch versuchen glaubenstreue
Katholiken rechtswidrig zur Staatskirche zu nötigen). Das Kirchenrecht erfordert den Austritt durch positiven
Akt vor der zuständigen kirchlichen Behörde.
Nur die halbe Wahrheit! Natürlich Benedikt haben Sie recht, daß der Vatikan das dt. Staatskirchensystem
bzw. die dt. Kirchensteuer nicht für ungültig erklärt hat, aber es wurde eindeutig klargestellt, daß
eine Erklärung des „Kirchenaustritts“ vor staatlichen Stellen eben kein Verlassen der Kirche darstellt.
Dies bedeutet, daß jemand der vor dem Standesamt aus der „kath. Kirche“ austritt, aber gleichzeitig dem
zust. Ortspfarrer und/oder erklärt, weiterhin am kath. Glauben und an der Kirche festzuhalten, auch weiterhin
Katholik ist. Letztlich hat er hier nur klargestellt, daß sich ein Glaubensabfall nur nach den Regelungen
des CIC vollziehen kann und nicht nach den finanziellen Bedürfnissen gewisser Ortsordinarien. Universales
Kirchenrecht bricht hier ortskirchliche Regelungen. Genau diesen Umstand leugnet die Kirche in Deutschland
aber aus nachvollziehbaren Gründen. Wenn er zudem noch einen angemessenen Teil seines Einkommens/Vermögens
an seine Gemeinde oder andere kirchl. Organisationen spendet, ist ihm auch nicht vorzuwerfen, er würde
die Kirche nicht unterstützen, er wäre demnach weiterhin im Stand der Gnade. Sollte sich das Problem
nicht schon vorher gelöst haben, wird es mir eine Freude sein, dies auch juristisch durch den gesamten
kirchlichen Instanzenzug durchzuexerzieren. Mit Rücksicht auf die Nerven der Zukünftigen allerdings
erst nach der Hochzeit :&) .
Falsch! 1. Lodsch heißt auf polnisch Łódź und nicht Lódz! Wer kein polnisch (schreiben) kann, sollte
besser nicht die polnischen Ortsnamen verwenden, daß wirkt peinlich. Im übrigen ist Lodsch auch der
jiddische Name der Stadt. 2. Unter Verwendung der deutschen Sprache ist es wohl beser, sofern vorhanden,
dt. Ortsnamen zu nutzen. Insbesondere werden die Ortsnamen in den (slaw.) Sprachen des europ. Ostens nahezu
ausschließlich konjugiert verwendet, nicht im Nominativ. Es hat in der Regel nichts mit Politik zu tun,
wenn es für Orte in versch. Sprachen versch. Namen gibt. Das hat meist linguist. Hintergründe. 3. Artois,
bei denjenigen, die mit dem Bolschewismus kolaborierten, dürfte es sich kaum um Glaubensjuden gehandelt
haben, daher mithin nicht um Juden. Es sei denn, sie halten Jude sein für etwas genet. und nicht für
etwas kulturell-religiöses. 4. Artois, ein schismatischer Herrscher kann nicht legitim sein, da er nicht
von Gott beauftragt ist, er regiert nicht von Gottes Gnaden! Daher war die Herrschaft der Romanovs über
Polen nicht rechtmäßig. Ab 1830, als man sich Polen einverleibte und damit das Königreich liquidierte,
ohnehin nicht mehr.
@Seefeldt Sie scheinen sich ja auszukennen. Daher verwundert es mich sehr, daß sie behaupten, daß Litauen
auch ohne Polen gut katholisch war. Ist der von Ihnen erwähnte Jagailo (Jagiełło) nicht erst wegen
Polen katholisch geworden, vor der Heirat mit der Hl. Hedwig (Jadwiga) von Polen? Sind die Litauer nicht
erst durch diese Ereignisse vom Heidentum zum Christentum übergetreten? Es ist doch wohl so, daß die
Polen den Litauern durch die Christianisierung im 14. Jhr. erst den Eintritt in die Zivilisation ermöglicht
haben, oder etwa nicht? Hinsichtlich ihres Ethnizismus (gut die Polen stehen da nicht nach) sollte noch
festgehalten werden, daß in Wilna immer noch einige Polen leben und man dort noch polnisch hören kann.
@Artois Seit wann ist es eine Tugend, eine schismatische bzw. ketzerische Monarchie zu verteidigen? Rechtmäßig
kann eine Monarchie nur sein, wenn sie vom Papst bestätigt und nicht von ihm abgefallen ist. Die Konsequenz
für das brit. Königshaus oder für die Romanovs können Sie dann selbst ziehen. @Cbr Gotthard Dein Betroffenheitsgesülze
langweilt. Das schlägt ja sogar meinen Ahx um Längen.
Zu einfach, Pius XII Die Unhöflichkeit mich mit einigen anderen hier zu vergleichen, deren Benehmen erbärmlich
ist, übergehe ich einmal. Wenn sie den politischen Katholizismus in Europa mit der „religiösen Rechten“
in den USA vergleichen, dann scheinen Sie der Kraft der Wahrheit nicht zu trauen. Bekanntlich handelt
es sich dort im wesentl. um Evangelikale und nicht um Katholiken. Aber gut, interessant ist die Entwicklung
in den USA allemal. Diese Evangel. waren während der kult. Umwälzungen nicht in der Defensive, sondern
als polit. Akteur nicht existent, sie gingen nicht wählen etc. Ihr Wachstum in den letzten Jahrzehnten
ist darauf zurückzuführen, daß sie kinderreich blieben, im Gegensatz zu den liberal-bürgerl. Millieus.
Zudem konnte unter Reagen und später unter Bush dieses Potenial nutzbar gemacht werden. Allerdings verlangten
die Gegenleistungen, insb. im Bereich des Lebensschutz. Wenn ein GOP-Kanditat bspw. nicht pro-life ist,
gibt es schnell Liebesentzug. Das Wahlsystem in den Staaten macht es gesellschaftl. Millieus tlw. sehr
einfach, schnell Druck und Einfluss auf die schwach organisierten Parteien auszuüben. Das fehlt bei uns
leider. Dennoch ist es zunächst wichtig, bei uns wieder derartige trad.kath. Millieus zu errichten. Auch
der hist. politische Katholizismus hat sich aus dem kath. Vereinswesen entwickelt. Ob katholisch (eher
national-katholisch) in PL mehrheitsfähig ist, sehen wir in ein paar Stunden, da sind heute nämlich
Wahlen. Übrige Punkte später, da keine Zeichen mehr.
Bestenfalls die halbe Wahrheit, Pius XII! Es ist Ihnen zwar zuzugeben, daß Sie im Gegensatz zur Redaktion
die Sozialisierung von Schavan ordentlich herausgearbeitet haben und gleichzeitig korrekt in die Krise
des polit. Katholiszismus eingefügen, dies exkulpiert aber nicht die die christdemokratische Politik.
Wenn man sich das Aggiornamento einmal wegdenken würde und daraus schlussfolgert, wie es heute um den
polit. Katholizismus aussehen müsste, sollte man zumindest erkennen, daß er wohl nicht mehr in einer
Volkspartei zu Hause wäre. Schließlich wären die Positionen der Kirche, auch wenn diese standgehalten
hätte, in einer ständig libertär werden Gesellschaft gehörig minorisiert worden. Das verträgt sich
nicht mit dem Prinzip der Volkspartei mitteleurop. Prägung. Der organ. Katholizismus hätte gleichzeitig
standhalten und das System der interkonfesskionellen Volkspart. liqiudieren müssen um wieder Millieu-Partei
zu werden, wie vor dem III. Reich, nur eben nicht mit 20% sondern mit 5 bis 10, regional teilweise mehr.
Für die Diskrepanz zwischen heutiger christdemokratischer Politik und der katholischen Position ist daher
entscheidender, daß sich ein derart enges Weltbild (im Vgl. zum gesellschaftl. „mainstream“) nicht in
eine Volkspartei integrieren lässt. Zur Alternative Bürgerkrieg: Das wäre wohl dann eher die Konsequenz
verfehlter Zuwanderungspolitik, die potentielle Kombatanten erst ins Feld führte, denn eines unterlassenen
und Realität bisher recht fruchtlosen Einsatzes von Mensch und Material am Hindukusch.
Danke Artios, jetzt kann ich fortsetzen. Ich meine hier das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung (etwa
der von Kattowitz über die Frage der Staatszugehörigkeit, hier hat Gott nichts offenbart). Vielen Polen,
aber nicht allen, muss man natürlich vorhalten, daß sie an den Taten gegen Deutsche in den Oder-Neiße-Gebieten
mitgewirkt haben. Vor dem Hintergrund der kath. Glaubens- und Sittenlehre ein Problem. Raub, Mord, Diebstahl
etc. sind selbst bei legitiemem Zweck (die pl. Seite argumentiert hier oft mit dem Wunsch nach sicheren
Grenzen) kein legitimes Mittel. Der Aspekt, daß insbesondere der poln. Staat seine eigene Bevölkerung
hinter dem Bug verraten hat und zur Umsiedlung zwang, sollte nicht unerwähnt bleiben. Viele von denen
sehnten sich auch nach Jahrzehnten noch nach Rückkehr in die Heimat. Auch hat die VR Polen sich nie um
die Verbliebenen Landsleute gekümmert. Erst in diesem Jahr (2007) wurde den noch in der kresy lebenen
Polen ein Status vglbr. den Heimatvertriebenen, Spätaussiedlern etc. zuerkannt, der es ihnen ermöglicht
in Polen zu leben und zu arbeiten. Um die Repatrianten an die „neue Heimat“ zu gewöhnen, hat man auf
die im Gegensatz zu Piłsudski stehende Piastische Staatsidee zurückgegriffen, die Polen in der Kontinuität
des nördl. Westslawentums sieht. Es gab durchaus auch Stimmen, die Polen bis in die Lausitz ausdehnen
wollten, um die Sorben ebenfalls zu inkorporieren. Wie man liest, scheint dies Nutzer wie Engelhardt mehr
zu überzeugen als die poln. Repatrianten .
Unerträglich! In einem polnischen traditionskatholischen Forum, in welchem ich mitlese, haben die Teilnehmer
in ihren Beiträgen zum Tod von Bischof Ignacy Jeż in der Regel einen Satz pietetvoller Anteilnahme hinterlassen.
Daher: Requiescat in Pace! Keine Streitereien darüber, ob Exzellenz vielleicht zu deutschfreundlich war
o.ä. Was man hier lesen muss, ist irgendwo zwischen traurig, erbärmlich und falsch anzusiedeln. Wahr
ist zunächst, daß die Grenzziehung zwischen D und PL nach dem WKI nicht vollständig dem Selbstbstimmung
srecht der Völker entsprach. Die Grenzziehung Polens im Osten, welche im Frieden von Riga anerkannt wurde,
entsprach zumindest einigermaßen derjenigen vor den poln. Teilungen. Da Marschall Piłsudskis Staatsidee
auf dem Erbe der Jagiellonen-Dynastie fusste, war dies auch richtig. Ethnisch stellten die Polen zwar
östlich des Bug (kresy wschodnie) nur die relative Mehrheit, es gab aber keine größere Bevölkerungsgruppe
als sie. Wer die Oder-Neiße-Grenze unter Verweis auf die otton. Zeit legitimieren will, sollte sich schleunigst
in dt. Uniform nach Neapel aufmachen (gehört ja schließlich uns seit Tausend Jahren egal wer da heute
lebt). Die Westverschiebung Polens war zunächst Stalins Verbrechen, daß von den Westmächten gebilligt
wurde. Der Hinweis auf die Glatzer Neiße ist interessant. Aus meiner Sicht hat Churchill diese Argumentation
aus der Taufe gehoben um sich im Nachhinein ein wenig von dieser Problematik zu distanzieren.
#26 Pippifax 18:16:09 | Dienstag, 16. Oktober 2007
Beschämend, Typ! Was Sie hier als bestenfalls Halbwissender verzapfen um die Unwissenden zu belehren
ist einfach nur ein Ärgernis. Selbst ein Wikipedia-Artikel über die Hl. Maria Goretti bringt mehr an
Wahrheit und Substanz als Sie. Es kann nichts Sünde sein, was nicht gewollt ist. Eine Vergewaltigung
geschieht gerade gegen den Willen des Opfers. Ergo kann sie keine Sünde für das Opfer sein. Die angesprochene
Heilige hat den Märtytertod auf sich genommen, weil sie Ihrem Bedränger keine Möglichkeit zur Sünde
geben wollte. Natürlich kann man einwenden, daß er durch den Mord an ihr ebenso eine Todsünde auf sich
geladen hat. Allerdings hat sich der Bedränger im Gefängnis bekehrt und ist nach der Haftentlassung
in den Kapuziner-Orden eingetreten. Überdies hat die Hl. Maria Goretti in auf dem Totenbett verziehen.
Oh redaktionelle Einfältigkeit! Ad Grüne: Auch wenn die Intention der Ökos eine andere war. Warum sollten
ein reformkatholischer Bischof und ein prot. Religionsdiener in einer auch durch meine Zwangsbeiträge
finanzierten Rundfunkanstalt einen „ökumen. Gottesdienst“ abhalten. Als Traditionskatholik werde ich
von denen inhaltlich nicht represäntiert. Vom Bischof aufgrund seiner Weihe und seines Amtes zumindest
noch formal, aber das heißt nicht viel. Ad Polen: Welche Partei sollten das poln. Episkopat oder Radio
Maryja denn empfehlen? Man sollte nicht dem Irrglauben anhängen, daß die polnischen Rechtsparteien dem
Katholizismus eine besondere Stütze wären. Zwar gibt es bei Prawo i Sprawiedliwość und auch bei Liga
Prawicy Rzeczypospolitej einige sinnvolle Ansätze, die allerdings durch extreme handwerkliche Unfähigkeit
und anachronistischen, geradezu anti-abendländischen Nationalismus mehr als nur egalisiert werden. Insbesondere
der – auch durch Widerstand in den eigenen Reihen – gescheiterte Versuch einer Verschärfung des Abtreibungsrechts
dürfte bes. Radio Maryja dazu bewogen haben, keine Empfehlung abzugeben, nicht aus Druck, sondern aus
Enttäuschung über die gescheiterte Anti-Abtreibungs-Initiative u.a. Opfer dieser ärgerlichen Umstände
war zudem auch der traditionskatholische frühere Parlamentspräsident und PiS Mann Marek Jurek, der eben
wegen seiner gescheiterten Initiative gegen die Abtreigung den Hut genommen hat. Letzlich ist es so, gibt
es keine annehmbaren Optionen wählt der Katholik auch nicht!
#28 Pippifax 13:48:34 | Samstag, 29. September 2007
daneben Don Camillo, jetzt bin ich wirklich versucht, Sie entsprechend der Romanvorlage Don Camel zu nenen
In der Sache sollten Sie einsehen, daß sie vorschnell den Mund aufgerissen haben. Entsprechend der von
Ihnen zitierten Vorschrift des CIC sind die Gläubigen gerade gehalten, sich nach Möglichkeit mit geistlichen
Dingen auseinanderzusetzen, andernfalls wäre es ja tunlich etwa beim Hören der Predigt „auf Durchzug“
zu schalten, um sich hier nicht geistig anzustrengen. Zudem gibt es verschiedene Wege der geistigen Erholung.
Manche müssen hierfür auf Leerlauf schalten, andere erholen sich durch Freunde an der Beschäftigung
mit geistlichen oder geistreichen Dingen: Kunst, Literatur, Musik etwa. In der Kirche wurden eben diese
Tätigkeiten als opera liberalia bezeichnet. Die Übersetzung dürfte hinsichlich der Problematik selbsterklärend
sein. PS: ich sprach keineswegs davon, daß jede geistige Tätigkeit am Herrentag erlaubt wäre, bestritt
und bestreite aber, daß die im Beitrag geschilderte Tätigkeit verboten wäre.
#17 Pippifax 10:40:35 | Samstag, 29. September 2007
Dümmliche Provokation! Don Camillo, Sie machen dem eigentlichen Träger des Namens mit ihrer Provokation
keine Ehre. Die Sonntagsheiligung verbietet im Regelfall irgendwelchen Erwerbsarbeiten, Handel und Gewerbe
nachzugehen. Keinesfalls fordert sie, den Verzicht auf geistige Betätigung insbesondere in geistlichen
Dingen. Hinsichtlich der Qualität selbiger im vorliegenden Artikel kann ich keine Aussage trefen. Eine
Verletzung der Sonntagsheiligung kann aber nicht erkannt werden. Wenn ich mir Ihre Aussage noch einmal
durch den Kopf gehen lasse, kommt bei mir der Verdacht auf, daß bei Ihnen womöglich öfter Sonntag ist
.
#4 Pippifax 10:22:27 | Samstag, 29. September 2007
Danke Flashnews, You made my Day. Allerdings hoffe ich, daß diese renomierten Verlage das nötige Misstrauen
gegen Ihre Quellen haben, schließlich bietet sich Ihr Buchprojekt regelrecht zum schtonken an. Was den
Erzbischof angeht, scheint sich zu zeigen, daß die sogenannte Inkulturation endgültig gescheitert ist.
Anstatt zu konstatieren, daß das Problem aus einer immer noch präsenten latenten Polygamie, die aus
vorchristlicher Stammesbarbarei stammt, resultiert und mit einer schlechten hygienischen Versorgung katalysiert
wird, spielt der Mann die Ethno-Nationale Karte.
#56 Pippifax 10:24:22 | Mittwoch, 26. September 2007
@Ministrant Sie sind noch dümmer als ich gewagt habe, auch nur zu ahnen. Man kann nur hoffen, sie kriegen
irgendwann noch die Kurve zum „Pasti“ wie man in Ihren Kreisen wohl zu sagen pflegt. Letztlich ist es
so, daß das Bild von Kirche, welches Sie hier zeichnen eine Exkommunikation oder ein Schisma gegenstandslos
macht, weil es ein nullum wäre. Bei Ihrem Kirchenverständnis wäre ein Schisma kein Ausschluß vom Heil,
sondern ein Ausschluß aus der Kirchensteuergemeinschaft. Möglicherweise ist dies auch das Einzige, worum
es Ihnen geht, nämlich die letzten Pfründe ohne die nörgelnden Konservativen oder Traditionalisten
allein verprassen zu dürfen. Um es deutlich zu sagen, mit Ihnen möchte Ich gar nicht in Kirchensteuergemeinschaft
stehen . Noch weniger möchte ich, daß die von mir geschaffenen Werte von Ihnen verprasst werden. Glücklicherweise
gibt es genügend unumstrittene Möglichkeiten, daß auch umzusetzen.
#52 Pippifax 09:36:45 | Mittwoch, 26. September 2007
inkonsistenz Ministrant schrieb: „Nulla salus extra eclesiam“ ist kein Dogma. Nun ja, sollte das tatsächlich
Ihre Auffassung sein, müssten Sie auch problemlos zugestehen, daß Exkommunikation, Schisma etc, welche
Sie hier anderen attestieren, keine Bedeutung haben. Letztlich schwanken Ihre Beiträge hier zwischen
Inkontinenz und Inkonsistenz. Die Ursache hierfür habe ich Ihnen bereits genannt: Kaum Wissen, aber dafür
eine Menge schlechten Benehmens. PS: Dies schlussfolgere ich nicht daraus, daß Sie die Ausführungen
des Weihbischofs der FSSPX kritisieren, sondern aus der Gesamtheit Ihres Auftretens hier. Ihre geistige
Armut offenbart sich hier nicht zuletzt darin, daß Sie vollkommen unbegründet anderen Rassismus, Antisemitismus
u.s.w. unterstellen. Mehr können Sie wohl auch nicht.
#2 Pippifax 09:23:06 | Mittwoch, 26. September 2007
Nicaragua Es wäre für mich interessant zu erfahren, was die Ursache jenes breiten politischen Konsens
über die Verwerflichkeit der Abtreibung in oben genanntem Land ist. Sogar die regierenden und wohl eher
linksorientierten Sandinisten sind hier mit im Boot. Insgesamt ist das alles sehr begrüßenswert, aber
was ist die Causa?
#23 Pippifax 21:35:26 | Dienstag, 25. September 2007
eigenartig @ Ministrant Wenn ich mir Ihre Entgleisungen hier so anschaue, dann bedaure ich regelrecht,
daß Sie irgendwann als Priester Jesu Christi in Ewigkeit auf die Menschheit losgelassen werden. In Ihrem
Fall muss man dem Hl. Franz Xaver widersprechen. Sie sind sicher nicht mit Wissen vollgestopft, dafür
aber mit schlechtem Benehmen. @van Laack Das einzige, was mir zu Ihrem Beitrag eingefallen ist, war ein
spontanes Bedauern, daß es heute die Position des advocatus diaboli nicht mehr gibt. Das täte so manchem
Selig/Heiligsprechungsprozess bitter nötig. @Seine Heiligkeit Sie haben aus meiner Sicht zutreffend
darauf hingewiesen, daß letztlich nur eine Sache es wert ist sich dafür zu opfern, nämlich Jesus Christus
selbst. Folglich ist es schlicht dumm, sich für rein diesseitiges zu opfern. Aber das beantwortet aber
nicht die Frage, warum der Weihbischof den Terminus Menschenwürde gewissermaßen als Contraprinzip zu
Christus aufbaut. Sollten die Väter des Grundgesetzes und noch mehr der bayerischen Verfassung von 1946,
die ja ebenfalls und wenn ich mich recht erinnere, inspiriert von Ihrem Namensvetter diesen Terminus in
die Konstitution aufnahmen, diesen Umstand übersehen haben? Ansonsten favorisieren Sie doch in Ihren
Beiträgen gerade jene traditionelle Christdemokratie, die eben diesen Terminus konstitutionell werden
lies.
#11 Pippifax 09:21:42 | Sonntag, 16. September 2007
@Cbr Seminarist, das haben Sie gut erkannt. Der inkriminierte Satz Dort, wo die Kultur vom Kultus, von
der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie
verliert ihre Mitte. lässt sich tatsächlich als Kritik an der Alten Messe verstehen. Diese wäre nicht
mehr zeitgemäß, weil sich der kulturelle Rahmen geändert hat. Wenn man zudem bedenkt, daß der Kardinal
in seiner Rede eine Heilsentität des jüdischen Volks nach dem Kreuzesopfer aufbaut (im Zusammenhang
des Besuchs d. Hl. Vaters im Vernichtungslager Auschwitz im letzten Jahr), müsste eigentlich der Zentralrat
jubilieren. Alte Messe böse, heutiges Judentum Zeichen Gottes. Hieran kann nun schlicht erkannt werden,
daß die geistige Demenz einiger Zeitgenossen so weit fortgeschritten ist, daß sie so eine Rede, wie
die von Kardinal Meißner nicht mehr verstehen, sondern aufgrund einiger Wortfetzen ins Gegenteil deuten.
Der Kardinal wird nach dem Motto – kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort – aufgrund des „Protestes“
nochmal darüber nachdenken dürfen, ob man sich an so flache kulturelle Epochen überhaupt binden muss.
Er kann auch darüber nachdenken, ob Auschwitz nicht eher ein Problem des 5. Gebotes statt des 1. Gebotes
ist. PS: Herr Kardinal, es tut mir ja leid, daß Sie am Kreisgymnasium Neiße/OS nicht ordentlich Latein
lernen konnten und sich dieses Manko in Neuzelle nicht nachholen lies, dafür sind aber nicht die Tradis,
sondern die Rote Armee verantwortlich.
#13 Pippifax 09:58:16 | Freitag, 14. September 2007
Werte Dame, ich danke für Ihre Informationen. Eigentlich ist die Sache ja ganz einfach. Die Röschenzer
bezahlen den Ketzer selber. Mit seinem Geld kann man ja machen, was man will. Der Bischof verhängt formal
ein Interdikt über alle, die weiter bei Hw.Sabo die „Sakramente“ empfangen, zudem wird die territoriale
Jurisdiktion der Kirchgemeine Röschenz über die im Gemeindegebiet verbliebenen Katholiken von Röschenz
(ein paar wirds schon noch geben) aufgehoben. Der Bischof beauftrag einen altrituellen (meinetwegen auch
net SJM-Pater, für die, die vom NOM net loskommen) Priester mit der Bildung einer Personalpfarrei in
Röschenz und die Situation ist geklärt. Neusaat im Sturm gewiesermaßen, wie in der Gegenreformation.
Wenn das Bistum einen klaren Kurs fahren würde und nicht zick-zack, dann wäre Röschenz längst erledigt.
#27 Pippifax 08:39:34 | Donnerstag, 13. September 2007
@engelhardt Bei der kruden Mischung aus Antikatholizismus und antifaschistischem Gutmenschentum, daß
Sie hier liefern, sollten sich katholisch Korporierte mit Ihnen auch nicht abgeben. Allerdings hatte ich
bisher auch nicht den Eindruck, daß langweilendes Gutmenschentum, wie Sie es hier präsentieren, bei
Schlagenden Beigeisterungsstürme auslöst. Naja, bei Corpsstudenten vielleicht, außer in RÖ.
#21 Pippifax 18:25:42 | Mittwoch, 12. September 2007
Auf dem falschen Pferd geritten. Die FPÖ ist halt keine Partei, wo man mit konservativ-katholischen Inhalten
Freunde gewinnt. Der Erfolg der FPÖ unter Haider in den Neunzigern, der auch Stadler in die österr.
Bundespolitik gelangen ließ, beruhte ja nicht auf der inhaltlichen Überzeugungskraft des „Dritten Lagers“,
sondern auf dem Protestimage, das sich Haider aufgebaut hatte. Das mit dem Erfolg einhergehende Anwachsen
der Mandate war auch Stadlers Möglichkeit in die Bundespolitik vorzurücken. Gleichzeitig glaubte dieser
nun, einen konservativ-katholischen Flügel in der Partei repräsentieren zu können. Haiders weltanschauliche
Indifferenz führte irgendwann dazu, daß sich das klassische FPÖ-Klientel von ihm entfremdete, was letztlich
in der Spaltung FPÖ-BZÖ endete. Allerdings konnte Stadler auch unter Strache sein Lieblingsprojekt eines
klerikalen Flügels im klassisch antiklerikalen 3. Lager nicht durchsetzen. Stadlers Vehemenz es dennoch
zu versuchen, möglicherweise auch mit für Katholiken unerlaubten Mitteln, führte letztlich zu seinem
Fall. Fairerweise muss man aber hinzufügen, daß Stadlers Position als Volksanwalt, die er nebenbei in
der causa Salzburg zugunsten der FSSPX genutzt hat, nunmal mit krawallmachen einhergeht. Im übrigen sieht
es mit dem christl.-sozialen Flügel in der VP auch net besser aus. Seipel und Dollfuß würden in der
Gruft routieren. Von daher kann man es Stadler nicht verübeln, es mal in der FP probiert zu haben. Die
Vorzeichen für Dauerhaftes standen halt von Beginn an eher schlecht
#12 Pippifax 11:59:00 | Mittwoch, 12. September 2007
@Stimme Ihre Argumentation hört sich in etwa so an, als ob Besteck überflüssig ist, weil man ja auch
mit den Fingern essen könne. ts ts sehr unzivilisiert das. Ich persönlich konnte in der Tat auch vor
dem MP schon die Sakramente würdig empfangen. Aber man muss ja auch an die Mitmenschen draußen im Land
denken. So jetzt geh ich mal zivilisiert essen, nicht etwa zu McD oder so, ich geh ja schließlich auch
nicht in den NOM.
#10 Pippifax 11:30:51 | Mittwoch, 12. September 2007
Tja, Stimme der „Vernunft“, wenn Sie Ihr Herz ganz an Christus hängen würden und nicht an das, was Sie
als „Vernunft“ bezeichnen, wäre es Ihnen auch das wichtigste, die Hl. Sakramente würdig zu empfangen.
Hier kann das Motu Proprio helfen. Wenn Sie diese Sorge haben möchten, bekehren Sie sich! Ansonsten ist
es wohl vernünftig, wenn Stadler sich aus der Politik zurückzieht. Als Einzelkämpfer kann er da eh
wenig erreichen. Seine Primärpflichten als Familienvater scheint er erkannt zu haben. Wenn Gott uns in
Mitteleuropa nochmal die Gnade gibt, ein integralistisches Gesellschaftsmodell zu errichten, dann wird
er sich nicht irgendwelcher Gossenparteien wie der FPÖ bedienen. Wenn nicht, ist der Rückzug aufs Private
eh das sinnvollste, solange es einen Rechtsstaat gibt, kann man sich trotzdem vor den Jakobinisten schützen.
Ora et labora eben. PS: @Thaumadingens Als Aggiornamento-Faschist sollten Sie sich nicht fragen, warum
es zu wenige Konversionen ins Christentum gibt. Sehen sie es mit der Neuen Theologie eher so, daß es
eben auch einen islamischen Heilsweg gibt. Vielleicht wär das auch was für Sie :(3 .
#59 Pippifax 21:05:40 | Dienstag, 11. September 2007
Langweiliges Gefasel! Manchmal muss man sich über die heterogene Haltung der Redaktion schon sehr wundern.
Beiträge von Pax Christi als katholische Nachrichten …haha. Es gibt keinen Dialog mit dem Irrtum, allenfalls
mit der irrenden Seele. Die Kategorien dürfen nicht verwischt werden, daß ist in den letzten 40 Jahren
in der Kirche ohnehin schon oft genug passiert. Eine gewisse Verwunderung rufen in mir allerdings auch
jene Beiträge hervor, die zwar diesen Umstand in Bezug auf den Islam anzuwenden wissen, aber doch zu
meinen scheinen, daß dies hinsichtlich innereuropäischer Angelegenheiten nur mehr relativ zu gelten
habe. Dialog mit dem Liberalismus? Letztlich tun jene, die den Islam an Ort und Stelle in Schach halten,
möglicherweise zwar gut daran, sind aber trotzdem keine miles christi. Zudem sollte der Katholik auch
fragen, ob der gerechte Zweck (Schutz vor dem Islam) auch mit den richtigigen also in sich nicht schlechten
Mitteln verfolgt wird. Anderes wäre nicht zu gutzuheißen. Zudem sind die islamistischen Gefahren, die
schon heute in Europa existieren, wohl doch Folge des Liberalismus (Einwanderungspolitik u.ä). Es auch
daran erinnert, daß der Liberalismus gerade im Hinblick auf den Kampf gegen die Kirche auch totalitäre
Züge tragen kann, etwa die glorious revolution oder 1789. Meiner Ansicht nach sollte man daher vorsichtig
darin sein, den Liberalismus vorschnell zu absolvieren, weil er irgendwie europäisch ist.
#9 Pippifax 20:33:21 | Dienstag, 11. September 2007
@ sacerdos helviticus Danke für die Links. Zwei Prozesparteien und zwei Beigeladene also. Dennoch ist
es trotzdem so, wie ich vemutete. Sobald die Missio Tatbestandsvorraussetzung für eine hier zwar nicht
konkret arbeitsrechtliche sondern eine staatskirchenrechtliche Rechtsfolge ist, ist sie justiziabel. Allerdings
geht aus den verlinkten Seiten nicht ganz hervor, ob daß Bistum bzw. die Landeskirche sich im klaren
darüber waren, daß der Entzug der Missio nicht nur kirchenrechtlich relevant ist, sondern darüber hinaus
auch weltlichen Anforderungen hinsichtlich der Rechtmäßigkeit unterliegt. Es wäre interessant zu wissen,
ob es hier vergleichbare Fälle etwa bei reformierten Religionsdienern o.ä. schon gegeben hat, oder ob
das Kantonsgericht die formalen Anforderungen an eine Missio gewissermaßen als eigene Rechtsschöpfung
aus der Taufe hob. Weiter würde mich interessieren, ob Hw. Sabo als „Angestellter“ der Kirchgemeinde
allein aus deren finanziellen Mitteln bezahlt wird oder muss die Landeskirche etwa Mittel zuschießen?
Ich kann mir gut vorstellen, daß manch einer aus dem Kaff irgendwann müde wird, Sabo durchzufüttern.
Dankesehr PegasusNbW! Aus dem von Ihnen gesagten schließe ich, daß sich die Sachlage folgendermaßen
darstellt: Das Ordinariat hat Hw. Sabo die Missio entzogen, ohne ihn vorher angehört zu haben. Danach
verlangte das Ordinariat gestützt auf den Entzug der Missio von der öffentl.-recht. Körperschaft (Staatskirche)
bei der Hw. Sabo angestellt ist, diesen zu entlassen. Die „Staatskirche“ folgte dieser Aufforderung, worauf
hin Hw. Sabo beim zuständigen weltlichen Gericht Rechtsmittel gegen die Kündigung einlegte. Das Gericht
hat nunmehr festgestellt, daß die Kündigung rechtswidrig war, weil sie eines Rechtsgrundes, nämlich
des wirksamen Entzuges der Missio (dieser unwirksam mangels Anhörung) entbehrte. Somit musste der Entzug
der Missio durch den Bischof inzident geprüft werden. Noch anzumerken wäre: Witzig ist, daß die staatskirchliche
Körperschaft mit gutem Grund unter Hinweis auf den Verfahrensfehler beim Entzug der Missio dem Ersuchen
des Bischofs um Entlassung Hw. Sabos hätte entgegentreten können, ohne das dies kritikwürdig gewesen
wäre. Scheinbar zeigt sich hier wieder die Inkompetenz des organisierten Laienkatholizismus, die man
des öfteren bemerken kann. Oder aber, daß Ordinariat hat bewußt diesen Fehler „eingebaut“ um den Status
Quo zu retten und gleichzeitig den schwarzen Peter an die „Staatskirche“ schieben zu können. Eins ist
klar, daß Problem Röschenz wäre durch ein finanzielles Austrocknen des Sumpfes schnell erledigt gewesen.
So aber dürfte alles beim alten bleiben. Ein schelm…
Seltsam Zunächst einmal ist mir nicht klar, wie ein staatliches Gericht seine Zuständigkeit für die
feststellende Beurteilung eines rein innerkirchlichen Verfahrens begründen kann. Mir ist zwar klar, daß
in der Schweiz die Religionsgemeinschaften als öffentlich-rechtliche Körperschaften organisiert sind
(in D auch) und das die Finanzverfassung jener Körperschaften dort zudem eine „demokratische“ Mitwirkung
der Gläubigen zwingend erfordert. Dies kann aber doch nicht die Frage einer missio canonica miteinschließen?
Allerdings ist der Autor wohl neben seinem „politischen“ Engagement als Rechtsanwalt tätig und dürfte
somit die fachliche Kompetenz zur Schilderung und Beurteilung des Falls besitzen. Vielleicht kann ein
Teilnehmer hier aufklären. Ansonsten dürfte dort, wie auch in § 45 I VwVfG gelten, daß eine Anhörung
auch nachgeholt werden kann, von daher ist der Verfahrensfehler wohl nicht weiter tragisch. Der Bischof
hätte übrigens noch eine weitere Alternative. Er könnte am 14.9. einen tatkräftigen Altrituspriester
mit der Bildung einer altrituellen Personalpfarrei im Raum Röschenz beauftragen. Das wär doch mal ein
Spaß . Allerdings ist es das Wesen der Neo“konservativen“, daß sie lieber die Apostasie hinnehmen,
als der Wahrheit aktiv zum Durchbruch zu verhelfen.
#40 Pippifax 22:30:08 | Sonntag, 9. September 2007
Röchtösch Timmi, mit Ihrer couragierten und engagierten Frage haben Sie, gleichsam auch antwortend,
das letzte Teil des Puzzles gefunden, daß uns allen die endgültige Wahrheit über Eva (Braun) Herman
geliefert: Wer traditionelles Familienbild sagt, denkt Auschwitz! Für dieses überzeugende Beispiel antifaschistischer
Bildungsarbeit sollte man Ihnen irgendnen Preis für Zivilcourage oder besser noch das Bundesverdienstkreuz
(natürlich am Bande) verleihen.
#14 Pippifax 10:23:44 | Mittwoch, 5. September 2007
Naja Gilbert, lesen Sie doch einmal hier www.spiegel.de/…,1518,503814,00.html etwas über die Renaissance
des lateinischen an deutschen Gymnasien. Ich glaube, da haben Sie sich ein wenig verschätzt. An meinem
Gymnasium (kein altsprachliches Profil) haben, als ich dieses in den Neunzigern besuchte, etwa 60 Prozent
der Schüler Latein gelernt.
Danke für den Artikel! Ein wirklich lesenswerter und informativer Artikel! Danke! Obwohl ich mit dem
Themenkreis allgemein sehr vertraut bin, war mir nicht bekannt, daß Exz. Kaller gebürtiger Oberschlesier
war und dort auch seinen Priesterdienst einige Zeit ausgeübt hat. Dies führt mich zu zwei Anmerkungen:
Zunächst, werte Redaktion, heißt Groß-Strehlitz auch heute noch Groß-Strehlitz auf deutsch, auf polnisch
eben Strzelce Opolskie. Dies ist insofern relevant, da in jener Kleinstadt und dem zugehörigen Landkreis
nach wie vor eine große Anzahl deutschstämmiger schlesischer Bevölkerung lebt, wie man hier www.dat.prosilesia.net/cms/news/detail.php?nr=671&kategor…
nachlesen kann. Aus der Tatsache, daß Exz. Kaller seinen priesterl. Dienst in Oberschlesien ausübte,
kann man vermuten, daß er des polnischen gut mächtig war, da auf Anweisung von Kardinal Bertram die
Geistlichen in den sprachlich-kulturellen Mischgebieten Oberschlesiens auch polnisch können mußten.
Vor diesem Hintergrund ist die Ausweisung Exz. Kallers nach dem Krieg noch unverständlicher, da er eben
auch Seelsorge unter den Vertriebenen aus Ostpolen hätte leisten können. Letztlich ist dies alles ohnehin
nur mit dem Ungeist von 1789 zu erklären. Eine Anmerkung noch zu Athanasius. Auch auf deutscher Seite
waren Prieser im Abstimmungskampf 1921 involviert. So etwa Prälat Carl Ulitzka. de.wikipedia.org/wiki/Carl_Ulitzka
Im Gegensatz zu manchem polnischen Priester versuchten diese aber, die Oberschlesier gewaltlos für einen
Verbleib beim Reich zu bewegen. Durch Teilnahme an der Abstimmung!
#15 Pippifax 13:32:27 | Donnerstag, 30. August 2007
zu Dorothea The Remnant ist kein explizietes FSSPX-Blatt, sondern unabhängig traditionell, wobei man
der These des Sedesvakantismus eher kritisch gegenüber steht, was sie hier www.remnantnewspaper.com/about.htm
nachlesen können, sofern sie des englischen (wohl im Gegensatz zur Redaktion) mächtig sind. Die zwei
entscheidenden Stellen sind diese: The Remnant is part of the „Loyal Opposition“-- it defends Pope Benedict
as the legitimate Successor of St. Peter, and it also defends his strong stand on moral issues in the
face of the Modern world. sowie It is also important to note that The Remnant is not an „Indult Catholic“
journal, nor is it a „Society of St. Pius X Catholic“ journal (although its editors have great respect
and admiration for the late Archbishop Marcel Lefebvre), nor is it a „Fraternity of St. Peter Catholic“
journal. The Remnant is Roman Catholic and that is all. Dies stellt zudem eine aus meiner Sicht vernünftige
Haltung dar, was die Zeitung sehr lesenswert macht.
eigenartig @Sentinel Ich verfolge Ihre Beiträge hier ja schon einige Zeit. Diese erscheinen mir zunehmend
seltsam. Insbesondere die ständige Erwähnung der FSSPX in den unmöglichsten Zusammenhängen ist irritierend.
Um es klar zu sagen, ich will hier nicht die FSSPX verteidigen, aber inwieweit diese etwas mit kreuz.net
zu tun hat, lässt sich nur schwer klären. Inhaltlich ist die kreuz.net-Linie wohl nicht eindeutig FSSPX.
Mit kath.net hingegen hat die FSSPX aber kreuz.net nichts zu tun. Die Wurzeln von kath.net liegen auf
dem Balkan . Die Erklärung lieber Sentinel liegt bei Ihren Wahnvorstellungen wohl darin, daß Sie wie
sie in einigen Beiträgen auch erwähnen, einige Kontakte zu Scientology-Kreisen haben . Zu Polen: kreuz.net
begeht den Fehler, den viele Konservative und Traditionalisten begehen. Sie halten letztlich alles was
sich gegen den Mainstream richtet für gut. Das ist falsch! Radio Maryja hat in Polen enorme Macht. Für
die Alte Messe etwa wurde diese nur selten eingesetzt. Im Gegenteil Liturgie im Radio Maryja Umfeld ist
eher peinlich. Etwas wo ich mich immer von ferngehalten habe. RM hat deutschfeindliche Attitüden, mehr
noch jüdisch-feindliche. Ich will hier nicht die Antisemitismus-Keule schwingen, aber ganz sauber sind
die nicht. Man könnte gewisse Parallelen zur Action Francaise ziehen, aber ich will Leuten wie C.Maurras,
G. Bernanos u.a. nicht Unrecht tun, den Radio Maryjas intellektuelle Qualität ist praktisch nicht vorhanden.
Das ist das wirklich bedauerliche!
Dr. Otterbeck, sie nerven! Mag ja sein, daß der alte rheinsiche Grundsatz, sich aus Prinzip jedem der
Stärker ist, einfach so zu unterwerfen, egal ob Franzose oder Preuße, egal ob links oder rechts, egal
ob modern oder traditionell, bei Ihnen zu einer gewissen Politneurose geführt hat. Die gönn ich Ihnen
auch von Herzen, Suum cuique :(3 . Es geht aber nicht an, daß Sie die Anhänger der überlieferten Liturgie
hier ständig mit Dreck bewerfen, indem Sie uns politisch diffamieren. Mir persönlich ist Politik oft
herzlich egal, das katholische Dogma aber nicht. Sie können die Finger nicht von der Verknüpfung zwischen
Politik und Religion lassen, indem sie die eher laue Christdemokratie mit dem wohl noch laueren rheinischen
Katholizismus Schulter an Schulter sehen wollen. Selbst Ihre neokonservativen Freunde bei kath.net www.kath.net/detail.php?id=17436
sehen mittlerweile ein, daß dies hinsichtlich der Christdemokratie wohl nicht mehr ganz so stimmt. PS:
Wiewohl ich nicht so bewandert in politischen Theorien zu sein scheine wie Sie, ist mir nicht entgangen,
daß der Nutzer Rudolfus wohl eher rot-weiß-rot orientiert ist, was sich aus lokalen Gegebenheiten ergib.
Der Nutzer Murx mag zwar goldene Lilien auf blauem Grund favorisieren, das hat mit schwarz-weiß-rot aber
auch nichts zu tun. Es deutet wirklich alles darauf hin, daß der aus dem rheinischen Minderwertigkeitskomplex
entstandene Furor Borussiae sich bei Ihnen mangels Borussia versucht bei den Anhängern der Alten Messe
zu entladen. Das wirkt aber eher peinlich!
unnötige und nervende Verknüpfung! Zwar wird auch mir nicht wirklich warm ums Herz, wenn in gewisser
Häufigkeit zum ritualisierten Gedenken an die NS-Judenvernichtung geschritten wird, da tatsächlich hier
ein quasireligöser Habitus entsteht. Dennoch ist besagte Massenvernichtung ein Fakt, der die jüngere
Geschichte stark geprägt hat. Diesen Umstand mit den gottlosen Abtreibungsgesetzen im größten Teil
Europas zu verknüpfen, ist aber ebenso nervtötend, da unreflektiert und nicht sachdienlich. Bestes Beispiel
hierzu ist der Eingangsbeitrag, der wohl relativieren möchte, daß es gerade der Vatikan unter Federführung
des jetzigen und des vorangegangen Papstes war, der den Abtreibungsrelativierern in den Episkopaten kräftig
auf die Finger geschlagen hat. Das die päpstliche Autorität hier faktisch noch keinen entscheidenden
Durchbruch erzielen konnte, liegt an anderen strukturellen Problemen der Kirche, für der Hl. Vater womöglich
eher zu kritisieren wäre. Denn scheinbar gilt hier www.kath.net/detail.php?id=17400 Gefahr erkannt(!)
Gefahr gebannt(?).
Werter Frater, entsprechend dieser Quelle honneurs.free.fr/Wikini/wakka.php?wiki=LaziO, die ich trotz
der meiner eher schwachbrüstigen Kenntnisse in den romanischen Sprachen richtig ausgewertet zu haben
meine, findet die Alte Messe in der genannten Kirche jeden letzten Mittwoch des Monats um 16 Uhr 30 statt.
Dann nochmal hier, es lebe copy&paste Naja, als Jurist bleibt mir nur, den Kopf über jenen Dr. Lindemann
zu schütteln, der ohne irgendeine Anspruchsgrundlage zu haben, mal ebenso einen Zivilprozess anstrengt.
Allerdings werden mit sowas auch meine Brötchen gebacken . Daher, sei’s drum! Die katholische Tradition
leidet nach wie vor darunter, zu viele peinliche Selbstdarsteller in ihren Reihen zu haben. Hier muss
die Zeit helfen, besser zu werden und vor allem der Geist GOTTES, der zur Wahrheit führt. Schade ist
zudem, daß Dr. Berger gerade in diesen Zeiten, in denen der Kampf langsam Früchte zeigt, meint sich
weiter an den kleiner werdenden Töpfen der Amtskirche laben zu müssen, statt jene Früchte der echten
Katholizität zu erwarten. Irgendwann Hr. Dr. Berger hat das dt. Staatskirchensystem abgewirtschaftet,
dann wird „in die Röhre geschaut“. Bezeichnend am Artikel auf „kreuts.net“ ist aber die entwürdigende
Bezeichnung von Dr. Lindemanns Ehefrau/Verlobte als „aus Brasilien importiert“. Dies lässt tief blicken,
hinsichtlich des Menschenbildes dieser Leute. Es ist insbesondere daran zu erinnern, dass seinerzeit in
der Diskussion um das LebensPartG die Schwulen forderten, es möge darin auch ein Bleiberecht für ausländische
Partner garantiert werden. Hrn. Dr. Lindemann bleibt zu raten, seine Zeit zukünftig mehr in seine sich
anbahnende Familie und seinen Beruf zu stecken. Damit ist dem HERRN mehr gedient.
Werte Marina, gestatten Sie mir eine Frage, sind Sie überhaupt abitur? Woher nehmen Sie das Recht, derartig
unflätig über die europäische Kultursprache schlechthin herzuziehen und über diejenigen, die wie ich
sich ein wenig in diese Sprache hineinvertiefen durften?
@gilbert, wer keine Ahnung hat… Wie der Nutzer Artois gestern schon einmal zutreffend feststellte, sollten
jene die von Polen keine Ahnung haben, sich auch nicht über dieses Land äußern. Im Gegensatz zu Ihnen
spreche ich die Sprache und habe schon in diesem Land gearbeitet. Das BIP in Polen beträgt übrigens
knapp 4 Prozent (Vgl. Deutschland 2,5%). Sie können mir glauben, daß insbesondere Investitionen aus
dem deutschsprachigen Ausland sehr gefragt sind und Investoren auch sehr stark nachfragen. Die Tatsache,
daß dieses Land Deo Gratias sich seinen katholischen Glauben zumindest einigermaßen erhalten hat, macht
es aus meiner Sicht nicht unattaktiver o^/
Vorsicht! Der Hl. Vater sollte hinsichtlich seiner Analyse des Glaubens in Polen und der Slowakei vorsichtiger
sein. Als ich im vergangenen Jahr einige Monate im schönen Krakau gelebt habe, entstand in mir ein anderes
Bild des Katholizismus dort. Gemeinsam mit einer Million Polen habe ich Seine Heiligkeit in Krakau empfangen
dürfen – der größte Menschenauflauf den ich je in meinem Leben erlebt habe. Mit mehreren Zehntausend
Menschen habe bin ich zum ersten Todestag von JP II den Kreuzweg auf dem ansonsten touristisch überfüllten
Hauptmarkt gebetet. Nur einige wenige deutsche Touristen fühlten sich etwas irritiert… Die einzige
Gefahr für die Kirche dort ist jener Prozess der Selbstsäkularisierung, der die Kirche seit vierzig
Jahren geißelt, aber gerade in den angesprochenen Ländern bisher nicht so durchgeschlagen ist. Wenn
die Kirche hart bleibt, wenn sie so bleibt wie die Menschen sie schätzen und lieben, wenn sie so bleibt
wie etwa der heiligmäßige Pater Popieluszko, dann bleiben auch die Menschen, weil sie instinktiv spüren,
daß dort die Wahrheit ist. Daher Schluß mit Selbstsäkularisierung und Ökumenismus, stattdessen Alte
Messe und Rosenkranz!
@Gallowglas Jetzt halten Sie mal den Ball flach. Wo haben Sie eigentlich Jura studiert, wo haben Sie Examen
gemacht? Jemand wie Sie, der hier regelrecht selbstherrlich über das Recht doziert, ohne besondere Kenntnisse
zu haben, sollte mal ganz schnell zurückrudern. Jemand wie Sie, der im Fall Buttiglione den Zweifelsgrundsatz
negiert, weil ihm der Politiker nicht in den Kram passt, scheint mir gefährlich. Wie viele ihrer Homo-Kollegen
scheinen auch Sie gewissen totalitären Vorstellungen anzuhängen, Ernst Röhm lässt grüßen. Bedenklich
sowas…
Um die Sache mal zu beenden, zunächst einmal, doppel p tut keinem weh (Gilt für meinen Nick). Werte
PhiloWolkendings, ich kann leider nicht weitermachen , da mein Sparringspartner gewissermaßen „aus dem
Ring gekippt“ ist. Er befand sich aber schon vorher stark im taumeln. Falls er jetzt mitliest, nichts
für ungut und immer daran denken, dass der Weg der Umkehr der Weg zum HERRN ist, den wir alle ergreifen
sollten. Ansonsten werte Philo, in meinem Land schaffen es die Jugendämter noch nicht einmal, Kinder
verwahrloster Eltern vor dem Verhungern zu retten. Da glaub ich kaum, dass jene Ämter in der von Ihnen
begehrten Art und Weise agieren (was dieser auch rein rechtlich gar nicht dürften, vgl. Art IV u. VI
GG). Ihre ganz persönliche geistige Haltung sollte man aber ganz stark im Auge behalten, da sie äußert
freiheitsgefährdend ist. Ich meine mich zu erinnern, dass das frühere Ministerium für Staatssicherheit
(der DDR) in ähnlicher Weise wie Sie es sich wünschen gegen Dissidenten vorging. Nein Philo, Kinder
katholischer Eltern werden so schnell nicht zum Reservoir Ihres und Ihrer Gesinnungsgenossen Sexualtriebs.
@ Landorganist, vielleicht sind Sie ja auch der Zweitaccount des Nutzers, der wegen des vorrangegangen
Wortgefechtes gesperrt wurde. Wer weiß das schon so genau?
Soso, Sie waren also auch so einer, der in der Schule nicht ordentlich aufgepasst und stattdessen nur
irgendetwas auf sein Blatt gekritzelt hat. Deswegen ist dann auch nichts aus Ihnen geworden, so dass Sie
jetzt bei Hartz IV sind. Da dies aber für Ihren „besonderen“ Lebensstil nicht ausreicht, müssen Sie
sich am Abend noch was „dazuverdienen“. Und dann geben Sie das nicht mal beim Amt an und betrügen auch
noch unseren Staat
beim nächsten mal, werd ich gleich sagen, dass ich nur mitspielen lasse, wer: 1. deutsch lesen kann und
2. in dieser Sprache Ausdruck, Grammatik und Interpunktion zumindest einigermaßen beherrscht. Da fallen
Sie zwar dann raus, aber hier tummeln sich ja noch andere Spielzeuge. Was den Nordafrikaner angeht, weiß
ich nicht warum, ich weiß aber, dass der sich Marokkaner schreibt.
ach nö, mir genügt es, wenn Sie hier im Forum mein rethorisches Spielzeug bleiben. In Ihrem Etablissement
überlasse ich Sie gerne den zahlenden Freiern
@Redaktion können Sie den Nutzer „Loyola“ nicht sperren? Nein, es geht mir nicht darum, dass er seine
stalinistischen Vorstellungen hier nicht preisgeben soll. Ich hätt ja sonst auch kein Spielzeug mehr.
Es geht darum, dass sein Synonym eine Beleidigung für einen großen Heiligen der Kirche ist. Er kann
sich ja unter irgendeinem Schwuchtelnamen wieder anmelden. @Schwuchteln Ansonsten. Eigentlich hatte ich
ja gehofft, dass die gute PhiloWolkendings hier preisgibt, wie die warmen Brüder denken. Aber jetzt hat
es ja ein anderer getan. Ich würde vorschlagen, sie nehmen der Gerechtigkeit halber dem wachsenden Kreis
orientalischer Einwanderer ein paar Kinder weg, die haben eh viel mehr als wir ethnischen Europäer. Allerdings
würde ich Sie bitten, wenn dann hinterher entsprechende Konsequenzen auf Sie zukommen, nicht nach dem
Rechtsstaat zu schreien. Schließlich lehnen Sie genau diesen ja ab und wollen ihn unter der Flagge der
„Gleichbehandlung“ aushölen.
@PhilomeniaWolkendingens Sie sind mir hier schon öfter als Postulatorin höchst freiheitsgefährdender
Vorstellungen aufgefallen. Menschen ihre Kinder wegnehmen wollen, weil Sie eine andere Auffassung von
der Welt haben; das widert mich an. Haben Sie Ihre Jugend etwa bei der HJ oder den Jungen Komsomolzen
verbracht? Vermutlich hegen Sie tief in Ihrem Innern die Vorstellung, man sollte Andersdenkende in Gulags
sperren!?
@ Santo Domingo Danke, mir sind die im EG-Vertrag garantierten Grundfreiheiten für Unionsbürger durchaus
bekannt. Wiewohl es zu berücksichtigen gilt, dass hinsichtlich der 2004 beigetretenen Länder einige
Übergangsregelungen gibt, die diese Grundfreiheiten noch nicht voll zur Geltung kommen lassen. Wenn man
allerdings wie ich einer privilegierten Berufsgruppe angehört, spielt dies wiederum keine große Rolle.
Ansonsten haben Sie Recht, Deutschland ist ein schönes Land, nur manche seiner Einwohner sind gewöhnungsbedürftig.
Zukunft ist gut für alle Der Vorposter soll sich doch bitte nicht lächerlich machen. Den Schwutten wird
die Zukunft sicher nicht gehören. Wenn man einen Lebensstiel pflegt, der jegliche Zukunft negiert, dann
ist das auch nicht weiter verwunderlich. Hier in D wird die Zukunft wohl eher den Turbanträgern gehören.
Was die von den Schwutten halten, bedarf keiner weiteren Erwähnung. Ansonsten: Polen ist ein schönes
Land, die Sprache ist zwar schwer, aber aus meiner Sicht hat es sich gelohnt sie zu lernen. Dort gibt
es keine Schwutten und keine Turbanträger, dafür aber eine gute däftige Küche .
@ Stimme Mit Verlaub, manche Ihrer Entgleisungen hier liesen nur den Schluß zu, Sie als Stimme der Dummheit
zu bezeichnen. Sie sollten den Versuch unternehmen, den Stern-Artikel, aus dem Kreuznet hier zitiert,
als Ganzes zu lesen. Der erwähnte lutherische Pfarrer betreut sog. Problemkinder aus entsprechenden Schichten.
Daher kommt auch der Kontakt zu den Eltern, welche die Triebbefriedigung zum einzigen wesentlichen Lebensinhalt
haben.
Werter Luther, Ihre Kommentare sind das interessanteste, dass man hier seit langer Zeit lesen durfte.
Dies liegt aber nicht daran, dass das was Sie sagen der von Gott geoffenbarten Wahrheit entspricht. Genau
das, was Sie über den NOM und die Glaubensverkündung der letzten Jahrzehnte sagen, ist das, was die
Traditionalisten kritisieren. Sie kritisieren es, weil die Kirche es Jahrhunderte lang anders lehrte.
Sie verstehen den NOM lediglichlich als Darbringung eines Lobopfers, wie Luther selbst. Das Konzil von
Trient aber hat den Sühneopfercharakter der Hl. Messe dogmatisiert, d.h. zu einem unfehlbaren Glaubenssatz
erhoben. Wir Katholiken, die wir uns bemühen, an der überlieferten Lehre festzuhalten, glauben, dass
sich der HERR in der Hl. Messe durch die Vergegenwärtigung des Hl. Kreuzesopfers erneut aber unblutig
für uns hingibt um unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt zu tilgen. Dies ist aber als Angebot
des Heiles und nicht als einseitige Vollendung der Heilswirksamkeit zu verstehen. In den übrigen Sakramenten,
insb. der Hl. Beichte setzt sich dies fort.
@stat crux Lassen wir mal den KKK zu Wort kommen. Oder ist der auch quasi-jasenistisch inspiriert? 1036
Die Aussagen der Heiligen Schrift und die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine Mahnung an den
Menschen, seine Freiheit im Blick auf sein ewiges Schicksal verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sind
zugleich ein eindringlicher Aufruf zur Bekehrung: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das
ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben
führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn“ (Mt 7,13-14) (Vgl. dazu auch
1734, 1428).
@Regina1961 Ist es zulässig, aus Ihrem Beitrag zu schlussfolgern, dass dann auch jeder evangelische,
anglikanische, orthodoxe Christ Gott schwer beleidigt?
@Spätmerker Der polnische Messianismus hatte nicht zur Idee, dass Polen für die Sünden der Welt geopfert
wurde. Dies versuchen Sie die ganze Zeit so zu interpretieren. Ich hatte weiter unten schon erklärt,
was im Verständnis der polnischen Romantiker Zweck des Opfers war: der Frieden in Europa zwischen den
Großmächten. Vor den polnischen Teilungen hatten sich die drei Teilungsmächte (Preußen, Österreich-Ungarn
und Rußland) in den schlesischen Kriegen beharkt. Vor allem der Siebenjährige Krieg, der ja bekanntlich
auf zwei Kontinenten und zur See ausgetragen wurde, ist zu nennen. Jeder dieser Großmächte wollte noch
größer werden. Das konnte er nur auf Kosten eines Gegners oder auf Kosten eines neutralen Dritten. Der
Dritte war hier Polen, das sich zwischen den Mächten befand. Die Polen wiederum, die ihre Unabhängigkeit
daraufhin verloren (insbesondere auch deswegen, weil sie keine eigene Herrscher-Dynastie mehr vorweisen
konnten), fragten sich nun nach dem tieferen Sinn ihres Leidens. Warum musste gerade ihre alte und edle
Nation, die vorher nicht Kriegspartei war, geopfert werden. Die Antwort hierauf erschloss sich den Romatikern
aus dem Christentum. Auch der Unschuldige kann im Diesseits leiden. Sein Leiden ist aber Abbild des Leidens
CHRISTI am Kreuz. Die Polen verstanden sich somit als diejenigen, die die linke Wange hinhielten. Vom
Grunde her ist der Messianismus somit schon aus dem Christentum entlehnt. Er wurde nur später tief nationlistisch
gefärbt und damit entartet, 1789 eben.
@Spätmerker Ihr Argumentationsmuster ist unredlich! Im Kern behaupten Sie ja, dass der poln. Messianismus
der Teilungszeit nicht aus der Leidensgeschichte des Evangeliums entlehnt ist, sondern aus kabalistischen
Quellen. Gleichzeitig sei damit das ganze interreligiöse Denken, das dort zu finden sei mittransportiert
worden. Beweisen wollen Sie das an Hand irgendwelcher Quellen über die kabalistische Leidensmysthik.
Lauter wäre es, wenn Sie zunächst einmal darlegen, wo konkret bei den polnischen Romatikern sich dafür
Anhaltspunkte finden lassen. Beweis hierfür bieten Sie durch einen in italienisch verfassten Artikel
an, den ich leider nicht lesen kann, da ich diese Sprache nicht behersche, wie die meisten Nutzer hier
vermutlich. Zeigen Sie bitte an Hand der Werke Mickiewiczs und „seiner Genossen“ wo sich dort eine kabalistisch
motivierte und vom christlichen Leidensgedaken verschiedene Leidensmystik äußert. Hier bin ich durchaus
für englischsprachige und auch polnische Quellen offen.
@spätmerker Für wen hat sich den dieser Frank geopfert bzw. für wen wollte er sich opfern? Der Opfergedanke
ist doch das entscheidende an diesem „Schema“.
@Murx Aus meiner Sicht ist dieser Messianismus ein Produkt der Teilungen Polens. Die polnischen Intellektuellen
versuchten der mißlichen Lage ihres Landes einen tieferen Sinn zu geben. Als spätestens seit Tschenstochau
tief katholisch und marianisch geprägte Nation, hat man da eben eine Analogie zum Leiden des HERRN gezogen.
Das bedeutet, Polen musste leiden und sterben, damit die anderen Völker und Staaten in Europa (gemeint
sind hier die Teilungsmächte) in Frieden leben und gleichzeitig ihren machtpolitischen Hunger stillen
konnten. Dafür wurde Polen geopfert. Sehr stark deutlich wird dies etwa bei J. Słowacki, Kordian. So
zumindest die Sichtweise der damaligen polnischen Avantgarde. Das erklärt auch, warum dort in andernorts
atypischer Weise Nationalismus und Katholizismus eng an eng gehen.
@Murx Können Sie mir erläutern, inwiefern Mickiewicz jüdisch orientiert war. Von seiner Abstammung
her gehörte er dem niederen polnischen Adel an, ich glaube kaum, dass man zur Szlachta gehören konnte,
wenn man jüdische Vorfahren hatte. Auch die Zugehörigkeit seines Vaters zum Justizdienst und zur Anwaltschaft
spricht dagegen. Oder spielen Sie etwa auf den „Messianismus“ in seinen Werken an? Der ist typisch für
die polnische Literatur und das poln. Nationalgefühl jener Zeit. Bei H. Sienkiewicz oder J. Słowacki
finden Sie das ebenfalls. Das JP II sich das ein oder andere mal auf Mickiewicz berufen hat, finde ich
nicht ungewöhnlich, jeder Pole tut das . PS: Die Ringparabel hat nicht Schiller verbrochen. Das war
G.E. Lessing. Bitte nicht verwechseln. Schiller war Vertreter der Weimarer Klassik mit Hang zum deutschen
Idealismus.
Oh Mann, in den guten Alten Zeiten (lange vorm Konzil) als katholische Politiker höchst erfolgreich die
Geschicke des ein oder anderen Landes in Europa oder Südamerika steuerten, war es eben Kennzeichen katholisch
inspirierter Politikmodelle, dass sie sinnvoll und vernünftig waren. Heut scheint das leider passe. Meine
Herren (oder Damen), es ist nicht tunlich, darüber zu schwadronieren, ob NS schlimmer als Feminismus
ist oder nicht. Der Feminismus ist abzulehnen, da er der geoffenbarten Wahrheit und dem gesunden Menschenverstand
widerspricht. Viel interessanter ist es, darüber nachzudenken, wie die Mutterrolle politisch gestärkt
werden kann. Ein Müttergehalt ist nicht als sinnvoll zu erachten, da es in übergroßem Maße das Prekariat
anhiehen würde. Derartige Situationen haben wir ohnehin schon zu Hauf. Viel besser wäre es, dass Steuersystem
zu gunsten von Ein-Einkommen-Familien umzubauen. In diese Richtung müssen die Denkansätze katholischerseits
gehen.
@Alanus Sie sollten hier ruhig öfter Kostproben ihrer Erheiterung auf Grund von blasphemischen Vorgängen
geben. Nicht etwa, weil Sie das ein Stück näher zur Verdamnis bringt (dies ist ein Grund seinen Humor
zu überdenken!). Nein, wenn Modernisten wie Sie derart ausfällig werden, merkt vielleicht irgendwann
der letzte „treudoofe“ aber fromme Katholik, der im Glauben, das richtige zu tun, in eine profanisierte
Messe latscht, dass Modernisten wie Sie nichts gutes im Schilde führen und wird seinen Standpunkt überdenken.
Bitte werter Alanis, geben Sie das nächste Zeugnis Ihrer Ereiterung resultierend aus bitterer Blasphemie
doch bitte zusammen mit einer flammenden Verteidung der Liturgiereform, des Konzils oder des Ökumenismus
im allgemeinen ab. Das würde zur Unterscheidung der Geister einiges beitragen können.