Pippifax
Erstellt: 15:38:06 | Montag, 19. März 2007
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182 Lesermeinungen
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Wir bestehen nicht auf Ritualen um der Rituale willen
#29   Pippifax   00:00:18 | Mittwoch, 7. Mai 2008
@Gotthard
ich mag mich irren, aber sind die von Dir als falsch dargestellten Aussagen nicht in Trient dogmatisiert worden?
Sollte dies der Fall sein, wäre es dann nicht zumindest angebracht, zu sagen, daß die diese „falschen“ Aussagen lediglich nicht DEINEN Glauben ausdrücken?
Redaktion benachrichtigen Die Hände sind zum Segnen da – aber die Füße?
#5   Pippifax   18:32:55 | Donnerstag, 1. Mai 2008
mag sein gunsenum
Allerdings hat er auch nach 1968 an der Alten Messe festgehalten. Lesen Sie mal „Don Camillo und die Rothaarige“. :-)
Für einen Priester wie Don Camillo würde ich auch so manchen Anschiss in Kauf nehmen ^-^
Redaktion benachrichtigen Wird Präsident Bush katholisch? + …
#47   Pippifax   21:51:56 | Dienstag, 29. April 2008
Kommunikationsprobleme?
und mit Pelosi und Kerry hat wieder mal keiner gesprochen?
Da haben die wenigstens keine Abmachung gebrochen ;-)
@Burgoros
In Relation zu dem was Sie hier sonst abliefern, ist Ihr letzter Beitrag äußerst vernünftig. In der Tat ist Bush in einigen Punkten, nicht in allen, der christlichen Wahrheit verbunden. In manchen steht er konträr, ein Evangelikaler halt. Ich hab auch beide Male gehofft, daß er gewinnt. Aus taktischen Gründen. Die Linken in Europa tun ja immer so, als wären die DEM Friedensengel :-D .
Redaktion benachrichtigen Die Perversion ist antifaschistisch
#37   Pippifax   20:08:06 | Mittwoch, 23. April 2008
Wenn wir schon beim Englischen sind
Es muss natürlich sex sells heißen O:)
sale ist dann das Substantiv
Redaktion benachrichtigen Die Perversion ist antifaschistisch
#35   Pippifax   19:34:15 | Mittwoch, 23. April 2008
@Kurt K
1. Ich lehne ab, was Sie als sexuelle Revolution
bezeichnen.
2. Ich passe weiterhin in keine der drei von Ihnen
genannten Gruppen.
3. Schwul bin ich auch nicht.
Sie müssen daher mindestens eine weitere Gruppe kreieren! ;-)
Redaktion benachrichtigen Die Perversion ist antifaschistisch
#33   Pippifax   18:47:57 | Mittwoch, 23. April 2008
Oh heilige Einfachheit!
Vorweg: Die Bilder sind wirklich unpassend.
Die These, daß der NS für den offenkundigen Sittenverfall der späten 60iger Jahre, der unsere Gesellschaften bis heute geißelt, verantwortlich ist, ist viel zu einfach und daher irreführend.
Wer H. Manns Untertan gelesen hat, weiß wie im Kulturprotestantismus des späten 19. Jahrh. mit dem Thema Keuschheit umgegangen wurde. Heuchlerisch! Außen hui, innen pfui. Hier hatte die schon in den 20igern beginnende öffentliche Zügellosigkeit in den nord- und ostdeutschen Städten einen guten Nährboden. Die Nazis, die dort ihre Hochburgen hatten, wurzelten eben auch dort geistig.
In den kath. Breiten war dies glücklicherweise etwas anders. Dort war man lange resistent demgegenüber. Allerdings gab und gibt es leider immer wieder Katholiken, die offenbar derart an der eigenen Tugend berauscht sind, daß sie es für geboten halten, den Sünder zu stigmatisieren anstatt ihm die Hand zur Umkehr zu reichen. Sie Geschichten von Abtreibungen in gut kath. Familien zur Skandalvermeidung in den 50igern mögen Einzelfälle gewesen sein, treffend sind sie trotzdem.
Hinzu kam noch, daß die Wirtschaftswunderzeit den Glauben auch unter den Kathol. innerlich erodieren lies. „Dank“ dem Aggiornamento musste man dann auch nicht mehr so tun als ob und konnte sich ganz öffentl. dem Zeitgeist hingeben. Da blieb etwa für die Aktion „saubere Leinwand“ von A. Süsterhenn nur noch Spott. Den Rest erledigte dann die Gier der Medien und der Opportunismus. Sex sales eben.
Redaktion benachrichtigen Ein Bischof korrigiert den Papst
#15   Pippifax   20:07:58 | Dienstag, 22. April 2008
Abtreibung auf Kasse in D?
@„sexy“christ
Das kann man aber letztlich über jede Kassenleistung sagen, liegt dem dt. Gesundheitssystem nun mal inne.
Ansonsten wäre mir neu, daß die Abtreibung von der gesetzl. Kasse bezahlt wird. Mir war so, als ob man das selbst zahlt und bei mangelnder Leistungsfähigkeit nach SGB II vom Amt gezahlt wird. Vielleicht können Sie Ihre Aussage noch ein bischen substantiieren, da ich wirklich neugierig bin.
@ordo1962
Sie haben ja grundsätzlich recht. Nur sollten Sie nicht auf seine Provokation einsteigen, sondern sachlich bleiben. Das nützt mehr. Was glauben Sie, wie er sich jetzt freut, weil Sie die Geschichten über seine digitalen Gespielinnen ernst genommen haben.
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#47   Pippifax   18:22:17 | Samstag, 19. April 2008
@„sexy“christ
Sie scheinen zu verkennen, daß eine Adoption nicht primär dazu dient Familienglück herzustellen, sondern dazu Kindern, die ohne erziehungswillige Eltern leben müssen, ein neues zu Hause zu geben. Meines Erachtens gibt es aber nach wie vor mehr adoptionswillige Paare als Kinder, die adoptiert werden können. Deswegen kann eine Homo-„Familie“ kein gesetzgeberischer Regelfall sein, Ursache und Wirkung eben.
Hier wäre es interessant zu wissen, wieviele „lesbisch-verpartnerte“ Paare mittels künstlicher Befruchtung einen Kinderwunsch realisiert haben. Einer der Aktivisten hat doch bestimmt Zahlen.
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#45   Pippifax   18:09:34 | Samstag, 19. April 2008
Stimmt Simon,
da hab ich mich wohl vertan. Meine Aussage beruhte nur auf der abweichenden Auffassung von Papier, der die Institutsgarantie als weitergehend gegenüber einem Abwehrrecht verstanden hat.
Sei es drum, einen Anspruch auf „Gleichberechtigung“ gibt es trotzdem nicht.
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#42   Pippifax   16:03:36 | Samstag, 19. April 2008
Blödsinn! „sexy“christ
Die Privilegierung der Ehe in Art. 6 GG hat nichts mit dem Tabu der Homosex. zu tun; sie hat damit zu tun, daß aus Sicht der Verfassungsgeber Ehe und Familie untrennbar zusammenhängen, so wie Stöhr das hier skizziert hat. Diesen Zusammenhang wollte man privilegieren, weil er dem Staat nützte und auch heute noch nützen würde. Es sollten 1. viele Kinder geboren werden und 2. in der Familie erzogen werden und nicht in der FDJ, HJ etc.
Wenn sie einen veränderten Zeitbezug konstatieren wollen, dann nur den, daß heute deutlich mehr Ehen kinderlos sind. Das liegt, neben einer höheren Infertilisationsrate daran, daß das Interesse an Kindern auch in Ehen aus moralischen wie ökonom. Gründen geringer ist. Daher kann man diskutieren, ob eine kinderlose Ehe noch derart stark privilegiert werden muss. Keinesfalls kann dieser Umstand dazu dienen, eine breitere Teilhabe für Homo-Verbindungen zu rechtfertigen.
@timpressum
Danke, daß Sie mich darauf hingewiesen haben, daß ich nur hätte Wikipedia lesen müssen, anstatt mehrere Jahre Jura zu studieren. Die Dinge die sie herauskopiert haben, sind nur zum Teil aussagekräftig. Ein Homo, der seinem leiblichen Kind etwas vererbt, wird steuerlich nicht schlechter gestellt als ein Normal Veranlagter.
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#35   Pippifax   15:29:19 | Samstag, 19. April 2008
Denkbar Kurt K.
Aber dann stellt sich die Frage, warum der Staat das Institut Ehe überhaupt anbietet bzw. aufzwingt.
Wenn ich als Katholik heiraten möchte, dann bin ich gezwungen, erst zum Standesamt zu gehen, bevor ich das Sakrament spenden und empfangen darf. Andernfalls würde der Priester, der für die Kirche das Versprechen in Empfang nimmt, eine Ordnungswidrigkeit begehen.
Insgesamt ist in der Tat ein Problem, daß heutzutage jeder die Hand aufhält und vom Staat Leistung erwartet, dann heulen die Homos auf, wenn sie keine bekommen. Wenn man die Steuer und Abgabenqoute radikal senken würde, dafür aber auch die Eigenverantwortung stärkte, dann wären auch Familien mit mehreren Kindern nicht mehr so stark diskriminiert und die Homos hätten keinen Grund aufzuheulen.
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#27   Pippifax   14:01:58 | Samstag, 19. April 2008
@Timpressum
Jetzt hören Sie doch endlich mal mit der Mär auf, daß homosexuell veranlagte Personen in Deutschland den heterosexuell veranlagten Personen nicht gleichgestellt sein. Das stimmt nicht.
Jede natürliche Person, die Einkommen erzielt, wird zunächst nach für alle gleichen Gesetzen zum Zahlen von Steuern herangezogen (Gleichbehandlung). In einem zweiten Schritt schaut der Staat dann, ob besonders förderwürdige Umstände vorliegen. Was der Staat als besonders förderwürdig erachtet, ist zunächst erst mal Mehrheitsentscheidung, der zumindest traditionell die Idee zugrunde liegt, daß der Staat das für ihn selbst besonders Nützliche, eben Familien mit Kindern fördert.
Jetzt kann man fragen, ob denn Ehen ohne Kinder förderungswürdiger als Homo-Verbindungen ohne Kinder sind. Ich meine ja, den die Ehe an sich ist wertvoll und hat grundsätzlich Vorbildwirkung; die Homo-Verbindung ist nur ein Zugeständnis an die Beteiligten, damit die nicht extra zum Notar rennen müssen, um sich gegenseitig abzusichern, allgemeine Vorbildwirkung hat sie nicht. Sie nützt dem Staat ja nichts. Daher ist die steuerliche Ungleichbehandlung gerechtfertigt; sie ist darüber hinaus sogar notwendig. Das BVerfG hat in seiner Rechtssprechung dargelegt, daß wegen Art. 6 GG eine Ehe immer ein Stück weit privilegiert gegenüber allen anderen Formen sein muss. Lesen Sie dies bitte entsprechend nach.
Ungleichbehandlung existiert mE aber darin, daß Ehen mit Kindern nicht stärker gegenüber Ehen ohne Kinder privilegiert sind…
Redaktion benachrichtigen Streikt der Papst?
#18   Pippifax   14:08:21 | Montag, 14. April 2008
Eine Frage bleibt?
Der Zusammenhang zwischen Inhalt und Form ist heute leider nicht mehr so präsent; daß bedeutet aber nicht, daß es diesen Zusammenhang nicht mehr gibt, sondern lediglich, daß der Inhalt selbst über die Zerstörung der Form in Mitleidenschaft gezogen wird. Ich glaube, daß dieses Ergebnis bei einigen hier auf gewisse, wenn nicht gar ungeteilte Zustimmung trifft.
Redaktion benachrichtigen Du sitzt am Joystick der Gemeinde
#2   Pippifax   17:21:05 | Sonntag, 13. April 2008
Ex-Priester?
Es gibt keine Ex-Priester. Ein Mann, der eine gültige Priesterweihe empfangen hat, ist Priester Jesu Christi in Ewigkeit. Allenfalls kann ein Priester von seinen Rechten und Pflichten entbunden werden.
Redaktion benachrichtigen Das Interview, das nicht veröffentlicht wurde
#53   Pippifax   18:58:28 | Samstag, 12. April 2008
Sie mögen recht haben Ansgar,
aber der heutige Zustand, der ebenso schlimm ist, wie der Zustand zu Zeiten der Reformation, zu Zeiten des Hl. Canisius ist der, daß viele Funktionäre der Kirche gar kein Interesse an einer Besserung haben. Ein Petrus Canisius würde heute aus diversen Bistümern herausgeworfen werden, notfalls mit dem Argument, er spalte die Gemeinde etc. Teile der Hierarchie mögen damals gleichgültig gewesen sein, heute sind sie spezifisch katholischen regelrecht feindselig gegenüber eingestellt.
Redaktion benachrichtigen Frontalangriff gegen die Piusbruderschaft
#53   Pippifax   12:46:31 | Samstag, 12. April 2008
Leider zu spät entdeckt, DrCreativ
Es tut mir leid, daß ich Ihre Wortmeldung jetzt erst lese, aber ich denke man kann schon was tun.
Vielleicht wäre es fürs Erste gut, einen Brief an Frau Claudia Roth zu schreiben, in der Sie Ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen. Die Abgeordnete wird diese sicher mit Ihnen teilen. Weiterhin könnte man die Bundesfamilienministerin Fr. von der Leyen informieren und überliegen, ob es nicht möglich ist, gesetzliche Grundlagen zu schaffen, um die verstörten Kinder gänzlich dem Einfluss des Staates zu unterstellen. In der Öffentlichkeit wird viel zu sehr thematisiert, daß Eltern ihre Kinder verhungern lassen, oder gar umbringen. Das eigentlich noch viel schlimmere Infiltrieren von Kindern mit mittelalterlichen Vorstellungen wie absoluter Wahrheit, Leben nach dem Tod, Himmel & Hölle etc. erscheint oft nur als Randnotiz.
Ich finde es insgesamt sehr positiv, daß es noch so couragierte Menschen wie Sie in unserem Land gibt, die sich diesen Dingen annehmen. Man sollte Sie für das Bundesverdienstkreuz am Bande vorschlagen ;-)
Redaktion benachrichtigen Unbarmherzige Zersetzung der kirchlichen Lehre
#29   Pippifax   08:29:29 | Dienstag, 8. April 2008
kreuz.net übertreibt!
Ich bin ja wahrlich kein Freund des Wiener Kardinalerzbischofs und es gibt sicher genug Gründe sich kritisch mit ihm auseinanderzusetzen, allerdings hat er doch wohl als Replik auf die Aussagen des schismatischen Ostbischofs klar gestellt, was die Lehre der Kirche ist.
Sich anzuhören, was die Ostler sagen, stellt aus meiner Sicht per se auch keine Zustimmung dar.
Redaktion benachrichtigen Ehrlos, wehrlos und rechtlos
#29   Pippifax   12:09:08 | Sonntag, 23. März 2008
@Filius
Das ist vollkommen unerheblich. 1945 wurde in Mittel- und Ostdeutschland die Tyrannei des nationalen Kollektivismus durch die Tyrannei des internationalen Kollektivismus ersetzt. Die Regierung der DDR ist im wesentlichen deckungsgleich mit den Moskauer Bolschewiken gewesen. Andernfalls wäre nämlich das Regime in Ost-Berlin im Frühsommer 1953 Geschichte gewesen.
Ansonsten ein schöner Bericht.
Mir persönlich stellt sich aber die Frage, warum es eine so große Rolle spielen soll, wie die nationalen Sozialisten ihre Opfer getötet haben.
Schade ist nur, daß auch viele Katholiken, die den Regimen beider Sozialismen tapfer getrotzt haben, letztlich nicht die subtile Zersetzungswirkung des Liberalismus erkannt haben.
Redaktion benachrichtigen Wegen der Verbreitung einer Enzyklika im Gefängnis
#6   Pippifax   13:28:25 | Freitag, 21. März 2008
Da haben Sie recht, Brandenburgis
Der offenkundig aus dem poln. stammende Name müsste Lubszczyk lauten oder aber Lubczyk. Manchmal sieht man auch eingedeutschte poln. Nachnamen, wo man die schwierigen poln. Laute sz, cz, rz etc. einfach zum sch gemacht hat. Das wäre dann Lubschyk.
Redaktion benachrichtigen Wer schenkt den Schwarzen einen Taschenrechner?
#18   Pippifax   17:26:38 | Samstag, 8. März 2008
Meistens nicht geheim!
In der BRD sind die Abstimmungen in Parlamenten normalerweise öffentlich. Unter www.abgeordnetenwatch.de beispielsweise kann man sich über das Abstimmverhalten der Abgeordneten informieren. Einzige Ausnahme sind Wahlen von Personen, die sind geheim.
Redaktion benachrichtigen Frontalangriff gegen die Piusbruderschaft
#40   Pippifax   22:07:16 | Donnerstag, 6. März 2008
@agiafortuni, @PiusXII
@agiafortuni
Meines Erachtens wird die Bruderschaft derzeit aber gerade deswegen wahrgenommen, weil Benedikt bestimmte Themen, die auch mit der Bruderschaft assoziiert werden, aufgegriffen hat. Wäre statt seiner 2005 der Kard. Martini Papst geworden, gäbe es heute in der Kurie AK’s, die sich mit Kondomen, Homo-Segnungen, wiederverheirateten Geschiedenen usw. befassen würden. Ich vermute, auch in einem solchen Fall wäre die Bruderschaft nicht aus allen Nähten geplatzt. Unter Benedikt hingegen macht sie halböffentlich Diözesanpriester mit der überlieferten Messe vertraut (vgl. aktuellen Beitrag). Die geänderte Karfreitagsfürbitte resultiert aus der Biographie des Papstes als Teil der Kriegsgeneration und Schuldgefühlen gegenüber den Juden. Er ist definitiv kein (kirchen-)polit. Hardliner, leider. Das erklärt seinen Zickzackkurs. Dennoch wöllte er in seinem Pontifikat die Bruderschaft kaltstellen, hätte er die Tradition totschweigen müssen, um deren Wahrnehmung und damit die Wahrnehmung der Bruderschaft zu unterbinden.
@PiusXII
Bei anderen „Rand“themen (etwa der Kleidung von weibl. Gläubigen) sind Sie aber deutlich energischer, woher die Milde? Vergleichen Sie zudem Ihre Diskussion mit Murx über 9/11, wo M. letztlich inhaltlich das gleiche wie der Bischof vertritt und Sie M. erklären, daß das Beharren auf einer derartigen Position kontraproduktiv sei. Müsste diese Feststellung nicht auch auf den Bischof zutreffen?
Redaktion benachrichtigen Frontalangriff gegen die Piusbruderschaft
#28   Pippifax   15:59:04 | Donnerstag, 6. März 2008
@Leblhuber; @agiafortuni
Leblhuber, Sie haben ja absolut recht damit, daß P.Kolbe kein Freund des Judentums war und gleichzeitig ein religiös homogenes kath. Polen favorisierte. Ich gehe aber grundsätzlich nicht davon aus, daß er von diesen Vorstellungen irgendwann Abstand genommen hat. Irgendeine Form von Mord hat er aber zu keiner Zeit gutgeheißen. Insofern ist seine Biographie nicht so brüchig, wie sie es hier suggerieren. Seine Opferung für einen anderen poln. KZ-Insassen war für ihn eine einfache moral. Frage, die keine veränderte Auffassung bedingte.
@agiafortuni
Warum sollten Benedikt und Kard. Hoyos derart engagiert die FSSPX an die Wand fahren wollen? Quantitativ stellt die FSSPX als Größe im Promillebereich der Kirche wohl kein Problem für den Vatikan dar. Dafür die Konflikte um das MP usw. in Kauf zu nehmen, erscheint mir nicht besonders strategisch. Vielleicht sind Sie so gut und erläutern mir, was aus ihrer Sicht das Motiv ist.
Redaktion benachrichtigen Ab ins Umerziehungslager
#65   Pippifax   17:18:56 | Sonntag, 2. März 2008
Werter Vorposter,
ich bitte um höfliche Antwort, was denn genau Ihnen von den von bösen Nazis/Christen angetan wird und was Sie sich vom Staat erwarten.
Redaktion benachrichtigen Ab ins Umerziehungslager
#38   Pippifax   23:15:00 | Freitag, 29. Februar 2008
Interessaner Aspekt – aber es ist noch nicht so weit
Jetzt können die Anglikaner mal beweisen, ob sie des Dialoges, den die Hl. Kirche mit ihnen schon seit Jahren führt, wirklich würdig sind. Das wäre zumindest dann der Fall, wenn sie hier hart bleiben.
Was die Grundrechte-Charta anbelangt, so sollen diese im Falle von Gemeinschaftsrecht schützen, so daß in der Tat der EuGH in Zukunft noch stärker den Grundrechtsschutz überwachen wird. Das wird den Schwuchteln und übrigen „Diskriminierten“ womöglich Auftrieb geben (der EuGH ist ja eher „progressiv“) und könnte ein zumindest mittelbar Problem für die Kirche darstellen. Aber alles hat sein Gutes. Mehr Druck auf die Kirche wird die Sollbruchstelle zwischen Modernisten und Konservativen zum brechen bringen und die Position des Traditionalismus stärken.
Im übrigen gibt es ja noch Polen, das die Charta nicht ratifizieren wird – jeszcze Polska nie zginęła! Die haben das Abendland ja schon einmal gerettet, damals vor den Osmanen, heute vor den Schwuchteln.
Redaktion benachrichtigen „War es klug? Ich denke nicht“
#39   Pippifax   23:31:25 | Donnerstag, 28. Februar 2008
@Tridentinus
Nach Ihrer Ansicht sollte doch wohl das MR 1936 als vorpianisches Missale daß Außerordentliche sein, oder?
Ansonsten hab ich mich mit 1965 mangels Anlass nie beschäftigt. Aber es ist schon auffällig, daß er außer unter stark Interessierten und Experten keinerlei Widerhall findet.
Redaktion benachrichtigen „War es klug? Ich denke nicht“
#35   Pippifax   17:08:16 | Donnerstag, 28. Februar 2008
65iger Ritus
Das Indult in England bezog sich meiner Kenntnis nach auf den Übergangsritus von 1965. Daher zählt es wohl nicht.
Redaktion benachrichtigen „War es klug? Ich denke nicht“
#6   Pippifax   11:15:55 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Gleich kommt Dr. Otterbeck
Sofern der gute Otterbeck nicht ein paar Mandate rangeholt hat und damit ausgelastet ist, wird er gleich wieder kommen, um uns zu erklären das Papst Paul VI richtig gehandelt hat als er die überlieferte Liturgie geächtet hat. Da sie ja lediglich ein Kampfmittel für die eine bestimmte polit. Ideologie sei, von der sich die Kirche in durch V2 gelöst habe.
Allerdings ist der Kampf um die Messe tatsächlich ein Kampf um das Wesen der Kirche. Man kann hier durchaus auch hist. Beispiele bemühen. Wir „Altgläubigen“ stehen für ein Kirchenbild, wie es etwa des Apostel Wiens St. Klemens Maria Hofbauer vertrat, die Gegenseite steht für ein Bild, wie es sich Kaiser Josef II. erträumte.
Das österreichische Beispiel hab ich mal gewählt, weil es sich aus dem Text ergibt und damit Otti nicht gleich mit Frankreich und seiner action francaise Welterklärungsformel kommen kann.
Redaktion benachrichtigen Kein Priestermangel
#27   Pippifax   08:47:20 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Nichts neues
Unabhängig von der Person des Geistlichen, den ich nicht kenne, ist im Artikel nichts neues dargelegt.
Selbstverständlich gibt es in Mitteleuropa keinen Priestermangel. Dieser subjektive Eindruck der Öffentlichkeit und einiger Gläubiger resultiert daraus, daß letztlich die Volkskirche und mit ihr die vollen Seminare verschwunden sind. Im Verhältnis zu den praktizierenden Katholiken gibt es genügend Priester, man schaue sich die Statistik an, etwa auf www.catholic-hierarchy.org .
Der Priestermangel wird immer dann ins Feld geführt, wenn irgendwelche Pastis ihre Koptetenzen überschreiten wollen. Auch ich kenne Fälle, wo Laien ohne Weihegrad „messe spielen“ während ein pensionierter Priester, der Willens und in der Lage ist zu zelebrieren, in der Bank sitzen muss.
Ceterum Censeo ist natürlich zu erwähnen, daß es in der Tradition auch ohne diese Ärgernisse geht.
Redaktion benachrichtigen Ein Politiker sagt die Wahrheit
#118   Pippifax   20:33:54 | Mittwoch, 27. Februar 2008
Klären Sie uns bitte auf Kurt K!
Ich werd mir den neuen Spiegel nicht kaufen, aber bitte Sie höfflich uns zusammenzufassen, was da für wichtige Erkenntnisse drin stehen. Also Butter bei die Fische.
Persönlich stimme ich sozialkatholisch zu. Für uns Katholiken ist ohnehin die Hl. Familie hinsichtlich der Rollenverteilung Vorbild. Die Hl. Gottesmutter stand wohl eher nicht in der Zimmermannswerkstatt während der Hl. Josef auf das kleine Jesuskind aufgepasst hat.
Redaktion benachrichtigen Keine Änderung der Karfreitagsbitte
#109   Pippifax   23:24:05 | Dienstag, 26. Februar 2008
Danke agiafortuni.
Darf ich fragen, wo Sie die Messe besuchen und die Sakramente empfangen?
Redaktion benachrichtigen Ein Politiker sagt die Wahrheit
#88   Pippifax   23:16:32 | Dienstag, 26. Februar 2008
@Filius
Derartige Einrichtungen sind nicht katholisch. Ein Kind gehört zur Mutter und nicht unter die Fuchtel des Staates. In der Liebe und Sorge für die eigenen Kinder sollte jeder Mutter die Hl. Gottesmutter Vorbild sein.
Von der praktischen Seite her, ist zu sagen, daß Kinderkrippen die reinsten Geldvernichtungsmaschienen sind. An anderer Stelle wären vielen Familien mit diesem Geld mehr geholfen.
Redaktion benachrichtigen Ein Politiker sagt die Wahrheit
#86   Pippifax   22:19:51 | Dienstag, 26. Februar 2008
@Heinrich,@Filius
Heinrich, ich will Ihre romantischen Vorstellungen ja nicht zerstören, ich aber bin männlich, hetero und notfalls militant. In der Sache ist es so, daß man dieses Phänomen auch bei vielen ALG II Empfängerinnen beobachten kann, aber ohne Abtreibung. Eine solche lohnt nicht, da Kinder Geld vom Staat bedeuten. Die Lebensfeindlichkeit in der Zone kommt aus der Gewissheit, über Kinder nach reiner Nützlichkeit entscheiden zu können; dieses „Nützlichkeitsempfinden“ hat die Zone überlebt.
@Filius
Ich bin mir über die Familienpolitik in der real existierenden BRD durchaus im Klaren. Aber trotz Uschis Krippenpolitik, die ich natürlich für falsch halte und für die ihr glücklicherweise das Geld fehlen wird, ist die Eingriffsintensität der staatlichen Repression gegen das klassische Familienmodel heute geringer als in der DDR, da der Staat nur im Wege von Steuern und in der Schule in das familiäre Gefüge eindringen kann. Hier könnte man aber zu Gunsten der Familie modifizieren, wenn man denn wöllte. Kindersplitting und kath. Privatschulen beispielsweise. Ersteres gibts sogar in Schweden, letztere vor allem in Frankreich.
Redaktion benachrichtigen Ein Politiker sagt die Wahrheit
#83   Pippifax   21:36:59 | Dienstag, 26. Februar 2008
@Gunsenumm
Genau das ist der Irrtum. Die Familienpolitik der DDR war eben nicht auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die es so schlicht nicht gibt, gerichtet, sondern darauf, auch aus den Müttern volkswirtschaftliches Kapital zu ziehen. Hierbei konnte man gleich die Lufthoheit über die Kinder mitgewinnen.
Was glauben Sie, was passierte, wenn Familien hier mal nicht mitspielen wollten? Das war schwer möglich, da die Lohnpolitik des Staates eben die Zwei-Einkommen-Familie forcierte. Wer es doch schaffte, wurde als rückständig gebrandmarkt, die Kinder als zurückentwickelt.
Die Familienpolitik der Zone zielte nicht auf die Stärkung und den Schutz der Familie ab, sondern auf deren Verfügbarkeit für den Staat.
Dieses Nützlichkeitsdenken in Bezug auf Familie steckt hier in der Zone noch tief in den Köpfen, auch bei den Jüngeren. Es ist eben kein Hartz-IV Problem, denn wer ALG II bekommt, wird durch Kinder nicht in seiner wirtschaftlichen Perspektive gestört, er hat ohnehin keine, aber dafür Kindergeld. Abtreibungen passieren dort, wo Kinder die wirtschaftliche Entfaltung stören können, bei Leuten, denen es tatsächlich oder vermeintlich ohne Kinder besser geht. Hiervon gibt es in der Zone ne ganze Menge.
Redaktion benachrichtigen Ein Politiker sagt die Wahrheit
#41   Pippifax   08:02:58 | Montag, 25. Februar 2008
Sehr richtig!
Der Nutzer von der Wittenberg-Fraktion hat auf einen sehr richtigen Umstand hingewiesen.
Hier in Mittel- und Ostdeutschland ist die Quote von Kleinstkinderbetreungsplätzen deutlich höher als anderswo. Dennoch ist auch die Kinderfeindlichkeit höher. o.O
Ist schon komisch, daß Einzige was den Kritikern hier einfällt, ist primitiver Marxismus. Das Sein betimmt das Bewußtsein. Wer nur Hartz IV hat, darf abtreiben.
@Clarissa
Gerade von Ihnen hätt ich jetzt mal ne substantiierte Äußerung erwartet und nicht ein Rumhacken auf Rechtschreibkenntnissen.
Redaktion benachrichtigen Ein Politiker sagt die Wahrheit
#29   Pippifax   23:09:59 | Sonntag, 24. Februar 2008
Er hat schon irgendwie recht!
1. Die gesellschaftliche Prägung in der SBZ ist hier noch jeden Tag greifbar. Gerade auch bei vielen jungen Leuten, die eigentlich erst nach der Wiedervereinigung sozialisiert worden sind. Das reicht dann, abhängig vom Bildungsstand von einer banalen tws. auch brutalen Primitivität (in den Medien zum Teil als „Rechtsextremismus“ bezeichnet) zu einer nörgelnden Sentimentalität, der Staat sei ja an allem Schuld.
2. Katalysiert wird das Ganze dann von großen klugen Westdeutschen, nennen wir ihn hier mal Gotthard, die offensichtlich Karl Marx ausgezeichnet gut rezipiert haben, denn das Sein, also die wirtschaftl. Verhältnisse bestimmen das Bewußtsein in der Zone. Hast Du wahrscheinlich in den 60igern in der Fuchsenstunde gelernt, oder nicht Gotthard?
3. Bleibt zu hoffen, daß wenigstens hier mal der ein oder andere Bischof zu Hilfe kommt, um der Wahrheit die Ehre zu geben. Da Böhmer Protestant ist, hätte das durchaus was ökumenisches. Vielleicht haben Marx oder Mixa ja doch noch mal Mut. Von den eigentlich betroffenen hiesigen Exzellenzen wird man wohl nichts hören.
Redaktion benachrichtigen Keine Änderung der Karfreitagsbitte
#86   Pippifax   00:25:25 | Sonntag, 24. Februar 2008
Werter agiafortuni,
nachdem ich einige Ihrer Beiträge hier mit Interesse verfolgt habe, mich aber gleichzeitig frage, was genau Ihr Standpunkt eigentlich ist, erlaube ich mir, direkt auf Sie zu zukommen.
Sie scheinen Sympathie für die FSSPX zu besitzen, gehen aber gleichzeitig von einem Schisma aus. Wie geht das zusammen?
Da Sie den Papst (halten Sie ihn für diesen?) angesprochen haben, was sind Ihrer Auffassung nach seine Ziele in der Umsetzung von V II?
Redaktion benachrichtigen In den falschen Beutel geworfen
#21   Pippifax   15:40:05 | Samstag, 23. Februar 2008
@ schmerzhafte Mutter
Wie ich Ihren Beiträgen entnehmen kann, sind Sie ja katholisch sozialisiert und dementsprechend dürften Ihnen verschiedene kath. Hilfswerke auch nicht unbekannt sein. Konkretes Beispiel: Kirche in Not www.kirche-in-not.de/…aktuelles/index1.php
Mir ist die steigende Kinderarmut durchaus bewusst. Nur ist die nicht adäquat kausal für etwaiges Hunger-Leiden von Kindern. Das Problem ist hier eher die Verantwortungslosigkeit von Eltern. Noch einmal, ich finde derartige Initiativen immer gut, wenn es wirklich und ausschließlich darum geht Not zu lindern. Wenn aber mit solchen Aktionen fragwürdige Vereine wie Pro Familie gefördert werden, gilt es Abstand zu halten. Ich glaube es hilft niemandem, Aufklärung, die zur Unzucht oder gar Abtreibung anleitet, mitzufinanzieren (vgl. Mancos Link).
Redaktion benachrichtigen In den falschen Beutel geworfen
#13   Pippifax   14:28:45 | Samstag, 23. Februar 2008
Tun Sie nicht so scheinheilig, das stinkt!
Ich verlange nicht das Kinder hungern müssen. Das tut niemand. Die Sozialsysteme dieses Landes haben ihre Schwierigkeiten, aber sie funktionieren noch. Ich würde Ihnen wohl recht geben, wenn Sie behaupten würden, daß Kinder aus Hartz IV Haushalten schlechtere Bildungschancen etc. haben, aber Hunger leiden müssen diese trotzdem nicht. Im übrigen ist es unproblematisch möglich, sein Geld auch koscher caritativ zu verwenden.
Was die von Ihnen verlinkte Seite angeht; ohne das ich das Bedürfnis hätte, dort länger zu verweilen, hat sie meine Vorurteile bestätigt, irgendwas zwischen dümmlich-frivol und sexuell-libertär. Auf jeden Fall pro-choice und damit abzulehnen.
Redaktion benachrichtigen In den falschen Beutel geworfen
#7   Pippifax   14:04:31 | Samstag, 23. Februar 2008
Mir kommen die Tränen!
Jeder Steuerzahler, jeder SV-Pflichtige in diesem Land sorgt mit seinen Beiträgen für die Existenz der Unterprivilegierten. Daher finde ich das jetzt nicht so wahnsinnig beeindruckend. Aber dennoch, wenn es um eine Aktion rein zur Verköstigung von Menschen in schwieriger Situation ginge, hätte ich auch nichts dagegen und würde mitmachen.
Wenn sie aber auch nur zum Teil für die Förderung der Abtreibung dient, ist es einem Katholiken nicht gestattet, hierfür zu geben. Daher danke für die Information.
Redaktion benachrichtigen Neokonservative gegen Pater Andreas Hönisch
#72   Pippifax   23:26:56 | Samstag, 16. Februar 2008
Haha Dr. Otterbeck
Nach Medjugorje pilgern (um nichts anderes als diesen Konflikt geht es hier) bezeugt wohl kaum einen intensiven Kontakt zur Tradition und zum Glaubensleben der Kirche.
Dieser charismatische Neokonservatismus, von dem sich P.Höhnisch zurecht distanzierte, ist nichts anderes als als „New Age“ in Franziskaner-Habit. Ein sich Einlullen in die große Masse um der harten Wirklichkeit einer glaubenslosen Zeit zu entgehen, der man aber trotzen müsste.
Sie sollten endlich anfangen ihre politischen Komplexe außen vor zu lassen. Die action francaise war ein innenpolitisches französisches Problem und taugt nicht zur Erklärung.
Redaktion benachrichtigen Der Zölibat ist nicht nötig
#85   Pippifax   23:11:47 | Samstag, 16. Februar 2008
Also ich find ihn super!
Warum? Exzellenz nehmen seine Aufgabe die Geister zu scheiden sehr tatkräftig war – wenn auch mit unkonventioneller Methode. Durch Hausieren mit dem eigenen Protestantismus die Krise der Kirche zu illustrieren, ist eigentlich auch das sinnvollste was er machen kann.
Spätestens jetzt werden sich insbesondere Katholiken aus dem konservativen Bereich fragen müssen, ob das Phänomen Lehmann nur eine langlebige Eintagsfliege gewesen ist, oder ob da Reihenweise Kandidaten „mit Spielraum“ existieren.
Und selbst wenn der eilige Georg weiter unten recht hat und es sich hier um ein Projekt des Spiegel ohne Interview handelt, ist das glatt noch besser. Ein protestanto-katholischer DBK-Vorsitzender wird von der liberalen Massenpresse zum Jagen getragen und bekommt gleichzeitig den Ruf, daß er große Distanz zum Vatikan (zur Tradition ohnehin) hat.
@PiusXII
Die US-Bischofskonferenz gilt auch nicht als Hort des Konservatismus. Trotzdem schafft es ein traditioneller Katholik wie Pat Buchanan zumindest einen markanten Anteil der Stimmen in den Primaries zu holen.
Redaktion benachrichtigen Trotz Motu Proprio wurden fast fünfzig Gruppenanträge abgelehnt
#9   Pippifax   11:02:14 | Freitag, 15. Februar 2008
Priestermangel?
Zum Thema selbst will ich hier nichts mehr großartig schreiben. Da ist schon genug gesagt worden. Je mehr Alte Messen desto besser.
Wenn aber jemand anfängt mit dem angeblichen Priestermangel zu argumentieren, dann ist dies lächerlich.
Man führe sich mal die Zahlen unter www.catholic-hierarchy.org zu Gemüte. In D von Priestermangel zu sprechen ist glatt gelogen. In meinem Bistum kommt 1 Priester auf 130 praktizierende Gläubige.
Das ist ein traumhafter Wert.
Und hierbei ist noch nicht berücksichtigt, daß es noch Geistliche im Ruhestand oder von ED-Gemeinschaften gibt, die diese Aufgabe übernehmen könnten.
Die hier schreibenden Krypto-Protestanten sollten sich mal bessere Argumente zurechtlegen.
Redaktion benachrichtigen Bereitwilliger Gehorsam
#70   Pippifax   22:38:55 | Mittwoch, 13. Februar 2008
Jetzt Halten Sie mal die Luft an RRR!
Machen wir mal nen kurzen Ausflug ins Zweistromland!
Dort gibt es die mit Rom unierten Chaldäer und die mit Rom im Schisma stehenden Assyrer (Addai und Mari sagt Ihnen vielleicht was). Rom hat erlaubt, daß unter bestimmten Voraussetzungen wechselseitig am Gottesdienst der Anderen teilgenommen werden kann. Und wer hat die Erlaubnis nach außen kommuniziert? Der päpstliche Rat für die Einheit der Christen!
Wenn wir jetzt statt Assyrer FSSPX sagen und statt Einheitsrat Ecclessia Dei, was dann? Und jetzt bedenken wir mal, das Ecclessia Dei für die Kontakte zur FSSPX exklusiv zuständig ist und zugleich Ecclessia Dei nur für innere Angelegenheiten der Kirche zuständig ist; zu welchem Ergebnis kommen wir dann. Wenn irgendeine röm. Behörde erlauben kann, die Sakramente bei den schismatischen Assyrern zu empfangen, kann eine andere das gleiche bei der FSSPX erst recht erlauben.
Redaktion benachrichtigen Bereitwilliger Gehorsam
#45   Pippifax   23:35:12 | Dienstag, 12. Februar 2008
Notstand=Radikalopposition?
@PiusXII
Meines Erachtens scheinen Sie erklären zu wollen, daß die Grenzen des Notstands in der nachkonziliaren Zeit so zu ziehen sind, daß man seitens der FSSPX Möglichkeit hat, quasi autark zu existieren. Radikale Trennung, bis die Möglichkeit zur Verständigung gegeben sind.
Diese Auffassung übersieht meines Erachtens aber, daß der kirchlichen Hierarchie nur in eng begrenzten Ausnahmefällen kein Gehorsam geschuldet werden kann. Dieser Ungehorsam kann sich nur auf konkrete Punkte beziehen, die für den Glauben problematisch sind. Die Ablehnung des MR 1970 als häresiebegünstigend kann solch ein Punkt sein, ebenso die Ablehnung ungenauer oder falscher Glaubensaussagen.
Sobald man anfängt, römische Anordnungen aus Prinzip zu verweigern und nicht aus wohlüberlegter Kritik an deren Inhalt, maßt man sich selbst kirchliche Autorität an, die einem nicht zusteht.
Eine Annahme dieser neuen, rechtgläubigen (aber unnötigen) Karfreitagsfürbitte beinhaltet schließlich auch keine Zustimmung zum Kurs der Kirche insgesamt.
Redaktion benachrichtigen Bereitwilliger Gehorsam
#10   Pippifax   15:34:48 | Sonntag, 10. Februar 2008
@Neppo
Der Papst hätte die neue Fürbitte ja zugleich auch für das MR 1970 festlegen können, um die Modernisten von der Kirche zu scheiden. Hätte zwar auf die landessprachliche Fassung keinen unmittelbaren Einfluss gehabt, wäre aber konsequent gewesen. Scheinbar wird mit der zugegeben rechtgläubigen aber unnötigen Neuformulierung aber nur die Treue einer kleinen Schar geprüft. Vor der Prüfung eines größeren Teils der Herde scheut man sich, warum wohl? o.O
Ansonsten vielen Dank, werte Redaktion für das schöne Video, die Insel liegt zwar am Rande der Welt, aber trotzdem mitten im Abendland.
Redaktion benachrichtigen An der Taufe vorbei?
#11   Pippifax   21:17:00 | Samstag, 9. Februar 2008
Sie vereinfachen, Benedikt!
Erstens scheint selbst Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Ghetto zu wissen, daß Ghettos erst im Mittelalter entstanden und die Kirche schon Tausend Jahre auch unter den Juden wirkte (wenn auch mit mäßigem Erfolg).
Zweitens sind die Ghettos meines Wissens nur im italienischen Raum zu absoluten Separation von Juden in Christen gebraucht worden. Sie kamen andernorts den religiösen Bedürfnissen der Juden (abgesperrter Bezirk am Sabat) seht gut entgegen.
Drittens, beschäftigen Sie sich mal mit der Geschichte von Kazimierz, einem vor dem Krieg nicht ganz unbedeutenden Ort jüdischen Lebens in einem ansonsten katholischen Land, bevor Sie anfangen, derartige Juden-Christen Stereotype auszugraben.
Redaktion benachrichtigen Im Vatikan diskutiert man über das Frauendiakonat
#78   Pippifax   15:29:54 | Samstag, 9. Februar 2008
@Pius XII
Wenn Sie mit „immer“ die Jahre 1945 bis 1965 meinen, bitteschön. Sie war trotzdem interkonfessionell, was ihr die katholische Authentizität geraubt hat und den langsamen Verfall der Kultur im Windschatten der Regierung Adenauer erst ermöglichte.
Es ist aus meiner Sicht nicht per se anstößig, Mitglied der CDU zu sein. es ist schlichtweg bedeutungslos. Es mag sektiererisch sein, sich durch eine prinzipielle Positionierung außerhalb der „Mitte“ ins aus zu schießen, wir es hier im Forum allzuoft vorkommt; es kann aber auch sektiererisch sein, beharrlich die Realität zu ignorieren und sich eine Wunschwelt aufzubauen. Sollte es zu einer Renaissance des Glaubens und der christlichen Kultur kommen, so wird das sicherlich nicht das Ergebnis irgendwelcher politischer (Gremien)Arbeit sein, sondern auf der Gnade Gottes beruhen.
Die Rückkehr der Religion in Frankreich im 19.Jahrhundert etwa war kein Ergebnis politischen Handelns. Sie ist untrennbar mit Lourdes, La Sallette und dem Hl. Pfarrer von Ars verbunden.
Ich kann mir zudem schwer vorstellen, daß man seine politischen Ideale durchhält, wenn man gleichzeitig zum Handeln gefordert ist. Wie will man sich als Kommunalpolitiker beispielsweise verhalten, wenn der Ausbau von Kleinstkinderbetreuung (im Zuge von Fr. v.d.Leyens Lieblingsprojekt etwa) auf der Tagesordnung steht und man als Katholik sich eigentlich verweigern müsste?
Redaktion benachrichtigen Vielleicht eine zukünftige Bundeskanzlerin?
#23   Pippifax   12:32:21 | Samstag, 9. Februar 2008
Nein, Engelhardt!
Die Unterhaltspflicht für ein ungewolltes Kind stellt sehr wohl einen ersatzfähigen Schaden dar. Lesen Sie das BGH Urteil doch nach. Es gibt zudem ein obiter dictum des 2. Senats des BVerfG, der eine solche Position für grundgesetzwidrig hält. Nur kann man sich eben für ein obiter dictum nichts kaufen.
Im vorliegenden Fall ist aber wohl eine Schadensersatzpflicht aus mehreren Gründen nicht entstanden. Kein Verschulden des Arztes, bei unterstelltem Verschulden des Arztes keine Kausalität zum Schaden.
Redaktion benachrichtigen Im Vatikan diskutiert man über das Frauendiakonat
#72   Pippifax   11:56:50 | Samstag, 9. Februar 2008
keine Traditionslinie, Pius XII
Sie mögen Recht damit haben, daß Papst Pius XII die Christdemokratie gefördert hat. Diese Christdemokratie entspricht aber im doppelten Sinne nicht der heutigen CDU.
Sie argumentieren oft und sicher nicht ganz zu Unrecht damit, daß das katholische Profil Ihrer Partei erst durch das Konzil verloren ging und somit der Kirche eine kräftige Mitschuld hieran zukomme. Dieses Argument mag für die ÖVP, die Democrazia Christiana oder die schweiz. CVP gelten, vielleicht auch für die CSU, für Ihre Partei gilt es aber nicht, allenfalls stark eingeschränkt.
Die Idee der Gründung der CDU und des Verzichts der Wiederbelebung der Zentrumspartei mag zwar aus dem rheinischen Katholizismus stammen, machte aber die CDU von 1945 nicht zu einer katholischen Partei. Ziel der Partei war es von Anfang an eine bürgerliche Sammlungspartei zu sein. Alle politischen Kräfte, die etwa im Reichstag der 1870iger Jahre noch in 4 und mehr Parteien organisiert waren (Katholiken, prot. Konservative , Nationalliberale, Freisinnige) sollten eine polit. Heimat finden. Zwar hat die Gründung der FDP dies ein wenig erschwert, aber eben nur ein wenig.
Die CDU bestand von Anfang an aus eigentlich historisch gegensätzlichen Strömungen, die noch im Kulturkampf in sich feindlich gegenüberstehenden Lagern gestanden hatten. Erschwerend kam hinzu, daß nur in NRW und im Südwesten kath. Hochburgen existierten. Dadurch nahm die die CDU schon in den 50igern einen anderen Weg, als die kath. Parteien in Europa.
Redaktion benachrichtigen Wer hat gesprochen – Roma oder Juda?
#15   Pippifax   19:57:15 | Freitag, 8. Februar 2008
Schuss in den Ofen, RRR!
Derartige liturgische Gewandungen (Mantelalben) sind mir bisher nur im NOM aufgefallen. Bei uns trägt der Priester eine Kasel. Benedikts Hinweis auf die liturgische Farbe tut dann ihr übriges.
Sie fallen erneut als vollkommen ahnungslos, aber pöpelnd auf. Was ist los, sind sie aus dem PGR rausgewählt worden und suchen jetzt nach einer Möglichkeit sich abzureagieren?
Redaktion benachrichtigen Vielleicht eine zukünftige Bundeskanzlerin?
#21   Pippifax   19:53:23 | Freitag, 8. Februar 2008
Schockierend!
Ich würde zwar meinen rechten Unterarm nicht missen wollen, aber mir scheint dies im Vergleich zu vielen anderen denkbaren Möglichkeiten doch relativ harmlos. Einer normalen Entwicklung des Kindes steht nur wenig im Wege.
Zwar kann ich den Wunsch der Eltern, die Haftpflicht des Arztes für ein paar Mehrausgaben zu schröpfen nachvollziehen; aber zu äußern, man hätte das Kind bei Kenntnis nicht gewollt, ist skandalös. Wieder einmal mehr zeigt sich, daß die Entscheidung des BGH, zwar nicht ein ungewolltes behindertes Kind, jedoch die Unterhaltspflicht für dieses als Schaden anzuerkennen, verfehlt ist. :-[
Redaktion benachrichtigen Strafanzeige gegen die Deutsche Bischofskonferenz
#7   Pippifax   19:40:48 | Freitag, 8. Februar 2008
Bedauernswert aber eine Frucht des Aggiornamento!
„Hw.“ Lingens Aktivitäten mögen abstrus und seine Person bedauernswert sein, die Schuld daran tragen aber wie in so vielen anderen Fällen auch zum großen Teil jene Aggiornamento-Faschisten, die vor 40 Jahren meinten, klüger als der liebe Gott persönlich sein zu können.
Von daher halte ich Häme für unangebracht.
Redaktion benachrichtigen Wer hat gesprochen – Roma oder Juda?
#10   Pippifax   19:24:39 | Freitag, 8. Februar 2008
Gotthard,
jetzt ist aber mal wirklich genug. Dein Kollektivschuldgeheule ist ja nicht zum Aushalten. Außerdem, vielleicht ist er ja Österreicher, die sind auch Opfer gewesen. ;-)
Redaktion benachrichtigen Keine Judenmission – oder erst recht?
#22   Pippifax   20:08:44 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Ich musste es tatsächlich zweimal lesen,
weil es so großer Unfug ist. Die Judenmission habe also zum Holocaust geführt. Haben Sie Abitur auf einer Gesamtschule gemacht? Keiner der Theoretiker oder führenden Köpfe des N-S war persönlich im katholischen Glauben verwurzelt (kommen Sie mir jetzt bitte nicht damit, daß Adi und Göbbels kath. getauft waren). Die Ideen, die zur Vernichtung der Juden geführt haben, sind aus einer abstrusen Vorstellung von Biologie entstanden. Insofern könnte man eher Darwin als die Kirche dafür verantwortlich machen, was ich aber nicht tue. Gerade die Idee der Einheit des Menschengeschlechtes, die durch die Abstammung von den Stammeltern vermittelt wird, steht der Rassenlehre diametral entgegen. Das hat Pius XI. sofort erkannt und Alfred Rosenbergs (!) Mythos des 20. Jahrhundert auf den Index setzen lassen.
Das die Rassenlehre beim Fußvolk teilweise ganz gut ankam, weiß ich auch. Über die konfessionelle Verteilung und die Wahlergebnisse wurde hier aber schon des öfteren geschrieben, ansonsten hier weimarer-wahlen.de/ schauen.
Sie mögen allerdings recht haben, daß glaubwürdigeres christliches Leben viele Bekehrungen auch bei Juden (war da nicht mal ne Geschichte mit Pius XII. und dem röm. Oberrabiner) hervorrufen würde. Aber besser bei sich selber anfangen, als auf andere zeigen.
Redaktion benachrichtigen Keine Judenmission – oder erst recht?
#18   Pippifax   18:48:41 | Donnerstag, 7. Februar 2008
aber Konrad,
selbstverständlich muss es Judenmission genauso geben, wie die Mission aller anderen Menschen. Keiner kommt zum Vater außer durch den Sohn!
Redaktion benachrichtigen Nächste Kapitulation des Vatikan
#169   Pippifax   20:07:14 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Na gut, ich erklärs.
Nehmen Sie mir es nicht übel, aber wer von der Seite und am Thema vorbei einsteigt, muss manchmal mit einer patzigen Reaktion rechnen. Im übrigen bitte ich um Entschuldigung.
Was den Notstand angeht bezog ich mich auf die Frage der Erfüllung religiöser Pflichten unter den seit den späten sechziger Jahren herrschenden Umständen. Zelebration (für Priester) bzw. Teilnahme (für Laien) an der neuen Messe oder Festhalten am Überlieferten. Dieses Problem existiert und existierte unabhängig von den Bischofsweihen.
Viele Priester (hier nicht nur FSSPX) und Laien haben es dadurch gelöst, daß sie einen päpstlichen oder bischöflichen Befehl, etwa hinsichtlich des NOM, nicht akzeptiert haben, weil sie der Auffassung waren und sind, daß er den Glauben gefährdet.
Notstand und Notwehr. Mir ist die Definition dieser Begriffe im Kirchenrecht nicht bekannt. Ich verwende sie im dem Sinne, wie sie mir aus dem Studium hängen geblieben sind. Notwehr wäre dann wohl, wenn ich mich gegen einen unmittelbaren gegenwärtigen Zwang zur Teilnahme an einer akatholischen Veranstaltung weigere. Oder aber, wenn ich durch direktes persönliches Eingreifen versuche zu verhindern, daß Sakrilegien stattfinden. Mit Notstand meine ich aber einen Dauerzustand, der es mir gebietet, meine religiösen Pflichten entgegen den Wünschen der Autoritäten gerade nicht durch Teilnahme an vorangehend beschriebenen Veranstaltungen zu erfüllen, da diese tlw. sakrilegisch und glaubensgefährdend sind.
Redaktion benachrichtigen Nächste Kapitulation des Vatikan
#165   Pippifax   19:31:28 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Ach Mädel,
ich redete hier nicht von den Bischofsweihen von 1988. Meine Auffassung hierzu lässt sich mit 1500 Zeichen nicht darstellen.
Ich redete von meinem persönlichen Anliegen, nicht an Handlungen, die meiner Auffassung nach gegen das 1. Gebot verstoßen, teilzunehmen. Das heißt zum Beispiel am NOM, wie er normalerweise in den Pfarrgemeinden in Deutschland gefeiert wird (Handkommunion, „für alle“, Frauen im Altarraum etc.). Ergo suche ich die Messe nach dem Missale Romanum 1962, die göttl. Liturgie oder eine andere Ostliturgie (bei den unierten Ritenkirchen) auf.
Redaktion benachrichtigen Worüber reden wir hier eigentlich?
#44   Pippifax   19:18:13 | Mittwoch, 6. Februar 2008
@Benedikt
jetzt überspielen Sie die Sache mal nicht so. Dass U-Haft angeordnet wird, obwohl kein wirklicher Haftgrund vorliegt, passiert auch bei uns sehr oft. Ich erinnere nur mal an den Fall Hoyzer, wo am Ende die Bundesanwaltschaft in der Revision vor dem BGH davon ausging, daß überhaupt kein Betrug vorläge. Die U-Haft war hier nur der PR geschuldet.
Wenn sie mal Referendar bei der StA gewesen sind, werden Sie über die Haft als Erziehungsmittel anders denken. Leider wird Ihnen der Richter in Ihrem Strafvorschlag nur selten folgen.
Redaktion benachrichtigen Nächste Kapitulation des Vatikan
#162   Pippifax   19:00:34 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Aber schon für MR 1962 zutreffend!
@Pius XII
Sie mögen Recht haben, aber was Sie sagen, gilt ja auch schon für die Variante aus dem MR 1962 und wenn ich mich recht erinnere, hat schon Ihr Namenspatron die Kniebeuge auch im Rahmen der Judenfürbitte eingeführt. Also ganz unverfälscht wird sie demzufolge selbst bei der FSSPX nicht gebetet.
Zudem sei die Frage erlaubt, ob sich die Bruderschaft dauerhaft gegen diese Änderung sträuben kann, wenn gleichzeitig – wie Sie zumindest sagen – die neue Fürbitte keine Häresie darstellt. Eine freundlichere Formulierung dürfte ja auch kein die Häresie begünstigender Umstand sein. Gilt dann der Notstand noch?
Redaktion benachrichtigen Eine höchst ungewöhnliche Suppe
#15   Pippifax   18:52:56 | Mittwoch, 6. Februar 2008
ach Gunsenum
warum erwähnen Sie nur die Ermoderten jüdischen Glaubens? Meines Erachtens wurden auch Menschen, die nicht jüdischen Glaubens waren, aber von den N-S als „Juden“ betrachtet wurden, ermordet.
Ansonsten erinnert mich Ihre Einlassung an eine Szene aus einer Don Camillo Geschichte, wo Peppone von Hochwürden wissen will, wie es in Russland wirklich ist und warum so viele „Lügen“ über das „Paradies der Arbeiterklasse“ erzählt werden. Die Antwort Don Camillos können Sie ja mal selber googlen :-] .
Redaktion benachrichtigen Nächste Kapitulation des Vatikan
#48   Pippifax   19:55:57 | Dienstag, 5. Februar 2008
Weitere Fragen?
@Tridentinus: Können Sie mir eine Fundstelle für die 1965er Version geben?
@HBR: Wie gut kennen Sie die tridentinische Hl. Messe überhaupt? Diese Fürbitte wird – wenn überhaupt – in die Karfreitagsliturgie bei der FSSP „eingebaut“. Die Karfreitagsliturgie ist aber keine Messe im eigentlichen Sinn.
Redaktion benachrichtigen Nächste Kapitulation des Vatikan
#45   Pippifax   19:25:41 | Dienstag, 5. Februar 2008
@Murx
Da ich noch nicht recht weiß, was ich davon halten soll, allerdings in dem Gebet auch nicht erkennen kann, daß die Notwendigkeit der Bekehrung geleugnet wird, frage ich Sie einfach mal was:
Verstehe ich Ihre Auffassung recht, daß Sie sagen, das Bekehrungsgebet für die Juden muss zusätzlich zum Willen der Bekehrung der Juden zum Ausdruck bringen, daß die Juden durch das Festhalten an Ihrer Religion Christus stärker beleidigen, als etwa ein Muslim, Hindu oder Atheist bzw. meinen Sie das die Auffassung, daß Juden Ungläubige wie viele anderen auch sind, nicht katholisch ist?
Redaktion benachrichtigen Worüber reden wir hier eigentlich?
#18   Pippifax   15:35:08 | Dienstag, 5. Februar 2008
Die Geister die ich rief!
Wenn ich den Artikel so lese, fällt mir ein, daß ich Arbeitsrecht bis zum Examen noch mal wiederholen muss.
Ein paar Dinge weiß ich aber schon. Die Statuten des Bistums sagen mE nach nichts über den Arbeitsvertrag der Dame aus (bitte um Anmerkung, falls dies anders sein sollte). Wenn sie woanders als vertraglich vereinbart arbeiten soll, geht das nur einvernehmlich oder im Wege der Änderungskündigung. Gegen letzte ist der Weg zum Arbeitsgericht möglich. Hier die liberalen Kirchenfürsten, die die Kirche erst in den Schlamassel hinein geritten haben, in Schutz zu nehmen, ist verfehlt. Wobei ich, sollte der Richter tatsächlich so was dämliches gesagt haben, eine Antwort hätte. Mir würde es Spaß machen, an seiner statt auf seinem Stuhl zu sitzen.
Ansonsten bleibt die Frage, wer diese Pastis überhaupt braucht? Bei den Tradis, egal ob FSSPX oder Ecclessia Dei, geht Gemeindearbeit auch ohne. Eine Frau, die hauptamtlich für die Kirche tätig sein möchte, soll Ordensschwester werden oder sonst einem geistlichen Werk beitreten. Gilt bei Männern entsprechend!
PS: Wenn irgendwann der Mo(r)dernismus wieder erledigt ist, seh ich schon eine Klagewelle wegen betriebsbedingten Kündigungen von Pastis auf die Arbeitsgerichte zurollen :-D
Redaktion benachrichtigen Ein vernichtendes Urteil
#23   Pippifax   22:39:14 | Freitag, 1. Februar 2008
Ach Clarissa,
natürlich kann man einer Hostie nicht ansehen oder nachweisen, ob sie wirklich konsekriert ist, oder nicht. Das wär ja auch zu lustig, bei den vielen Geistlichen, deren Intention zumindest zweifelhaft ist.
Wenn aber, und so verstehe ich die Aussage des Erzbischofs, im Petersdom und auf dem Petersplatz sich auf dem Boden liegende Hostien befinden, dann kann man von einem Anscheinsbeweis ausgehen. Juristisch gesprochen hat sich die Gefahr der Handkommunion in einer höchst typischen Weise realisiert.
Oder glauben Sie etwa, daß ein Autofahrer, der mit seinem Wagen aus der Kurve getragen wurde, natürlich niemals schneller als erlaubt gefahren ist?
Redaktion benachrichtigen Ein vernichtendes Urteil
#19   Pippifax   21:10:41 | Freitag, 1. Februar 2008
Einen roten Hut für den Mann!
Und eine gewichtigere Aufgabe in der römischen Kurie. Auch wenn der Erzbischof bisweilen noch zu unscharf kritisiert und sich des ganzen Ausmaßes der Krise sicher noch nicht im Klaren ist, so hat er auf jeden Fall eine Menge Potential.
@Clarissa
Es war mir klar, daß irgendjemand diesen dümmlichen Einwand liefern wird, daß aber gerade Sie es sind, enttäuscht mich doch ein wenig.
Redaktion benachrichtigen Angegammelte Ware
#7   Pippifax   18:05:10 | Donnerstag, 31. Januar 2008
Kein Widerspruch, Pünktchen!
Die Grünen haben nur eine bestimmte Wertehierarchie. Da kommt persönliche Selbstverwirklichung ganz oben. Eine Schwangerschaft stört hier, daher Abtreibungsfreiheit. Um ihr Gewissen zu beruhigen sind die Grünen aber auch gegen alles, was vermeintlich oder (seltener) tatsächlich gefährlich ist (Technologiefeindlichkeit). Ergo Embryo wichtiger als Forschung.
Daß sie hier mal nen Treffer landen und recht haben, liegt halt daran, daß die Frage persönlicher Entfaltung hier nicht tangiert wird, allerdings die technologiefeindliche Karte (hier mal zurecht) gezückt werden kann.
Redaktion benachrichtigen Die Bischöfe wissen nicht, was sie tun
#38   Pippifax   11:18:34 | Donnerstag, 31. Januar 2008
abusus non tollit usum!
Ich habe bereits in meinem ersten Posting darauf hingewiesen, daß NER nur unter der Maßgabe angewendet werden darf, daß die grundsätzliche Bereitschaft zur Empfängnis besteht. Ich spreche daher auch nicht von einer ständigen Anwendung. Mir scheint aber hier Einigkeit zwischen uns zu bestehen.
Der Begriff längere Phasen ist natürlich auslegbar. Meines Erachtens kann unter engen Voraussetzungen ein gerechtfertigter Wunsch eines Ehepaares bestehen, die nächste Empfängnis zeitlich ein wenig nach hinten zu verschieben. Insbesondere soziale Umstände können hier im Einzelfall eine Rolle spielen, allerdings ist eben auf eine enge Auslegung und eine „im Zweifel für Kinder“ Haltung abzustellen. Wenn aus bestimmten (etwa medizin.) Gründen eine Empfängnis überhaupt nicht mehr ratsam ist, sollte ohnehin auf Beischlaf verzichtet werden.
Man muss allerdings gewisse zivilisatorische Faktoren im Rahmen dieser Diskussion berücksichtigen. Steigende Infertilitätsraten dürften dieses Problem für viele Ehepaare gerade jenseits der 30 eher gegenstandslos gemacht haben. Da ist man wohl froh, wenn überhaupt noch Kinder geboren werden. Ein gewisses Bedürfnis nach Familienplanung in zeitlicher nicht grundsätzlicher Hinsicht ist aber wohl kath. Ehepaaren nach dem Ende der Agrargesellschaft (vorher ohnehin unsinnig) zuzugestehen, da die ökonomischen Zwänge sich diametral entgegengesetzt geändert haben.
Redaktion benachrichtigen Die Bischöfe wissen nicht, was sie tun
#35   Pippifax   10:22:13 | Donnerstag, 31. Januar 2008
Etwas knappe Anwort Tridentinus!
Sie werden verzeihen, werter Tridentinus, daß mir Ihre Antwort etwas zu knapp und damit wenig überzeugend erscheint. Ich zitiere nachfolgend aus der von Ihnen genannten Enzyklika (Quelle: www.stjosef.at; Abschnitt II. 3. a) Der Ehemissbrauch)
Auch jene Eheleute handeln nicht wider die Natur, die in ganz natürlicher Weise von ihrem Recht Gebrauch machen, obwohl aus ihrem Tun infolge natürlicher Umstände, seien es bestimmte Zeiten oder gewisse Mängel der Anlage, neues Leben nicht entstehen kann. Denn es gibt in der Ehe selbst wie in dem Gebrauch des Eherechts auch Zwecke zweiter Ordnung: die wechselseitige Hilfe, die Betätigung der ehelichen Liebe und die Regelung des natürlichen Verlangens, Zwecke, die anzustreben den Ehegatten keineswegs untersagt ist, vorausgesetzt, daß die Natur des Aktes und damit seine Unterordnung unter das Hauptziel nicht angetastet wird.
Meiner bescheidenen Ansicht nach, lässt diese Passage Raum für natürliche Empfängnisregelung, unter Berücksichtigung des von mir Eingangs geschriebenen.
Die Tatsache, daß die Enzyklika nicht stärker auf natürliche Empfängisregelung eingeht, lässt sich vielleicht schon dadurch begründen, daß Knaus-Ogino gerade mal 2 Jahre vor der Enzyklika dem Fachpublikum publik gemacht worden ist.
Redaktion benachrichtigen Die Bischöfe wissen nicht, was sie tun
#32   Pippifax   22:07:16 | Mittwoch, 30. Januar 2008
@Tridentinus
Woher stützt sich Ihre Auffassung, daß NER katholischen Eheleuten nicht erlaubt ist? Letztlich ist das ja die Quintessenz Ihrer Ausssage.
Meines Erachtens ist die Anwendung insoweit gestattet, als es gerade nicht darum geht, NER wie künstliche Verhütung zur pauschalen Abwehr von Schwangerschaften zu nutzen, sondern allenfalls zur zeitlichen Regulierung von Schwangerschaften, wenn legitime Gründe hierfür vorliegen.
Redaktion benachrichtigen Aktive Teilnahme
#24   Pippifax   21:53:21 | Dienstag, 29. Januar 2008
Sehr schöne Initiative der Bruderschaft!
Wenn man hier so einige Kommentare liest, bekommt man fast Lust, selbst nochmal aktiv zu werden. Dann ließen sich die 10 Jahre „Altar“dienst im NOM auch schneller vergessen.
Ich gebe zu, als hier jemand schrieb, daß die Berliner Senatsverwaltung die Bruderschaft aus der Liste der kath. Pfarreien gestrichen habe, musste ich lachen. Als ob jetzt schwule Kommunisten die Deutungshoheit über den Katholizismus hätten.
Was das Messbuch tragen angeht. Wird das nicht im NOM auch vom Altar zum Ambo und zurück getragen? Ich glaub ich hab da doch schon was vergessen ^-^ . Mehr wird das Messbuch im überlieferten Ritus auch nicht bewegt (rechts-links-rechts).
Redaktion benachrichtigen Deutschland und Israel – aus der Geschichte nichts gelernt?
#72   Pippifax   18:05:32 | Montag, 28. Januar 2008
Eine Frage des Bezugsrahmens
@Clarissa
Der KKK, den Sie sicher als ordentliches Lehramt der Kirche beherzigen werden, spricht zwar in der nachstehenden Passage nicht von Beseelung, scheint aber dieses zu meinen und geht konkludent von einem zeitlichen Zusammenfallen von Empfängnis und Beseelung aus.
2270 Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen. Schon im ersten Augenblick seines Daseins sind dem menschlichen Wesen die Rechte der Person zuzuerkennen, darunter das unverletzliche Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben [Vgl. DnV 1,1] (Vgl. dazu auch 1703, 357).
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt“ (Jer 1,5) [Vgl. Ijob 10,8-12; Ps 22,10-11].
„Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen“ (Ps 139,15).
@Piux XII
Vom strafrechtlichen Standpunkt haben Sie natürlich Recht. Daher verbietet sich in der öffentlichen Debatte auch der Vergleich. Hier geht es aber – so verstehe ich die Diskussion zumindest – um die Verantwortlichkeit vor dem Hintergrund der überlieferten kath. Morallehre. Das Verwenden von jurist. Termini mag aber irreführend gewesen sein.
Im Rahmen des religiösen Lebens führen aber Beihilfe zur Todsünde durch Unterlassen (bei Handlungspflicht) und aktives Tun aus niederer Gesinnung zur selben Strafe, der Exkommunikation, mit allen ihren Folgen.
Redaktion benachrichtigen Deutschland und Israel – aus der Geschichte nichts gelernt?
#3   Pippifax   12:29:40 | Sonntag, 27. Januar 2008
Unterlassen und Handeln
Nein PiusXII!
Der wesentliche Unterschied liegt hier nicht darin, daß der NS-Staat die Juden durch aktives Tun vernichtet hat während viele heutige Staaten durch die Erlaubnis der Abtreibung es unterlassen, ihrer Pflicht zum Lebensschutz nachzukommen; Handeln und Unterlassen kann man hier gleichstellen, da dem Unterlassenden eine Pflicht zum Handeln zukommt. Der Unterschied liegt aber darin, daß der NS-Staat bei der Judenvernichtung mit voller Absicht handelte, die Verantwortlichen heutiger Zeit die Abtreibung billigend in Kauf nehmen. Wobei ja dolus eventualis in der Regel reicht ;-)
Es ist aber wirklich nervig, daß manch Lebensschützer versucht, sein Anliegen via Judenvernichtung zu profilieren. Damit gewinnt man keinen Blumentopf! :-@
Redaktion benachrichtigen Frohbotschaft nach Schneider
#10   Pippifax   19:48:45 | Freitag, 25. Januar 2008
Also gut, Sacerdos.
Nachdem sich Ihre Aussage durch das Wiki-Missa bestätigt hat, ziehe ich meine Kritik zurück und gehe wohlwollend davon aus, daß es ich tatsächlich um eine Personalgemeinde handelt, in der neben Messen an Sonn- und Feiertagen auch Hl. Taufe, erste Hl. Kommunion, Hochzeit den Gläubigen gespendet werden.
Allerdings ist es nun mal so, daß die FSSP nicht überall dort präsent ist, wo sie gebraucht wird. Deswegen sollte man dort das Widerstand nicht zu laut gebrauchen.
Redaktion benachrichtigen Neuanfang in Durrenbach
#10   Pippifax   19:22:29 | Freitag, 25. Januar 2008
Ach komm Gotthard,
Der regelmäßige Messbesuch der Katholiken in Frankreich dürfte bei ca. 10% liegen. Da eh nur noch 70% der Einwohner Frankreichs Katholiken sind, sind wir bei 7%. Das haben die in dem elsässischen Kaff in einem Jahr auch geschafft. Nun tue mal nicht so, als ob Euer Modernistenkram die Leute in die Kirche zieht.
Redaktion benachrichtigen Frohbotschaft nach Schneider
#8   Pippifax   19:06:09 | Freitag, 25. Januar 2008
Wasser und Wein?
Pater Denneke FSSP wird mit seinen Ausführungen sicher recht haben. Es sei an dieser Stelle auch darauf hingewiesen, daß die „katholische“ Unterstützung wohl nicht von den Ordinariaten kommt, sondern von der Staatskirche.
ABER:
Es ist nach geradezu lächerlich, wenn man als FSSP zum Widerstand aufruft, ohne selbst in Luzern präsent zu sein,
wie man hier www.fssp.ch/niederlassungen.html sehen kann. Die Wahrheit ist wohl, daß der zuständige Diözesanbischof mit den Gotteslästerern besser leben kann, als mit den Patres der FSSP. Der Widerstand letzterer lässt auf sich warten.
Da entstehen dann auch schnell Sympathien für die „Pius-Sektierer“, wie sie jener Musikus, der sich wahrlich zu Glaube und Moral der kath. Kirche bekennt ;-) , weiter unten bezeichnet.
Redaktion benachrichtigen Steht beim Opus Dei eine vatikanische Visitation an?
#24   Pippifax   17:57:35 | Freitag, 25. Januar 2008
Danke sacerdos,
der Hinweis auf Campos ist nicht schlecht.
Hier …ww.catholic-hierarchy.org/diocese/dsjmv.html mal der Eintrag von catholic hierarchy über Campos zum Einstieg.
Campos ist aber insoweit speziell, als das es letztlich aus der gleichnamigen Personaldiözese hervorgegangen ist, die bis 1982 Bischof de Castro Mayer unterstand.
Aus meiner Sicht hat aber clarissa ja schon selbst zugestanden, daß es Paralleljurisdiktionen gibt, etwa die Militärdiözese. Es geht ja nicht um eine neue Ritenkirche, sondern um Gläubige, die durch positiven Akt anzeigen, daß sie eine bestimmte Seelsorge wünschen. Es ist letztlich nicht erklärbar, warum hier ein anderes Personalstatut gelten soll, als bei Soldaten. Bei beiden Gruppen gibt es besondere Seelsorgeanforderungen o^/
Daß die Bischöfe ein solches nicht wollen ist klar, allerdings geht es gerade um Wege ohne das bischöfliche Placet auszukommen. Letzlich ist es ja eh nur ein zeitliches Problem. Viele deutsche Diözesen stehen finanziell eher schwach da und die Entwicklung wird nicht besser. Rentner bezahlen bekanntlich i.d.R. keine Einkommenssteuer ^-^ . Es geht hier ja nur um eine Übergangslösung, bis der Modernismus abgewickelt ist.
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#40   Pippifax   23:26:35 | Donnerstag, 24. Januar 2008
Noch zu Unscharf!
Und er bewegt sich doch, möchte man frei nach einem ital. Gelehrten über den Hl. Vater sagen.
Ja, recht hat er. Der Liberalismus und die liberalen Staatensysteme sind gefährlicher als der Bolschewismus. Das hat er gut erkannt. Besser als sein Vorgänger, der dieses Spannungsfeld allein in den Fragen praktischer Moral erörterte.
Allerdings ein Problem bleibt. Die Menschenwürde beruht nicht auf einem Fundament, zu dessen wichtigsten Komponenten das Christentum gehört. Die Menschenwürde existiert überhaupt erst nur, weil Gott den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat.
Der Hl. Vater sollte weiter weiter fortfahren, das Christentum als conditio sine qua non Europas darzustellen, er sollte sich allerdings auch bewußt werden, daß es die einzig relevante conditio ist. Das gros der neuzeitlichen Philosophie ist in achristlichem Kontext entstanden und sollte nicht durch die Kirche gewürdigt werden.
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#19   Pippifax   23:13:20 | Donnerstag, 24. Januar 2008
Ja höchst angemessen.
Eher hielte ich es für unangemessen, einen der hochverehrten Heiligen der Hl. Kirche hier als Namen zu nutzen. Zum einen hat das Forum wenig Niveau, zum anderen ich manchmal auch.
Aus Ihrer Antwort muss ich entnehmen, daß eine PP keine Möglichkeit ist, für eine traditionelle Priestergemeinschaft in Einheit mit dem Hl. Vater aber unabhängig von den modernistischen Ortsbischöfen für die Gläubigen, die sich wünschen, seelsorgerisch zu agieren. Das ist sehr schade. Vielleicht können Sie mir aber noch erklären, inwieweit eine richtige Personaldiözese (Militärbistum) unabhängig von den Territorialdiözesen existieren kann und ob dies eine Lösung für das von mir geschilderte Problem sein könnte.
@Diskordier
Ich finde Ihre Einlassung recht kleingeistig und möchte an den guten alten Grundsatz falsa demonstratio non nocet erinnern.
Im übrigen ist der Begriff rechter Mob ein Paradoxon. Rechts im politischen Verständnis, wie es seit der sog. französischen Revolution gewachsen ist, war seit jeher die Bezeichnung von polit. Kräften, die sich an der traditionellen Ordnung orientieren, mithin reaktionär sind.
Ein auf der Straße agierender Mob, wie etwa die SA oder kommunist. Schlägertrupps passen hierzu nicht, da sie eher revolutionär, also links agieren (vgl hierzu national-sozialistisch).
Rechts ist vielmehr etwas aristokratisch-distinguiertes. Davon gibt es im dt. Sprachraum heute wahrlich weniges.
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#17   Pippifax   21:57:26 | Donnerstag, 24. Januar 2008
Danke clarissa,
wenn ich Ihre Aussagen richtig verstehe, ist eine PP als solche allerdings gegenüber den Ortsordinarien nicht unabhängiger als eine klassische Ordensgemeinschaft. Der Unterschied zu jenen besteht diesbezüglich nur darin, daß eine PP eine strukturelle Dimension hinsichtlich mit ihr verbundener Laien aufweißt. Eine weitgehende Unabhängigkeit gegenüber den Ortsbischöfen ist daher nur insoweit garantiert, als das denselben nur die „alles oder nichts Lösung“ bleibt, hinnehmen oder davonjagen.
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#12   Pippifax   20:39:16 | Donnerstag, 24. Januar 2008
opus dei
@ clarissa
Sie scheinen sich ja im kirchlichen Recht gut auszukennen. Hat dann ein Ortsbischof das Recht, den Laien seiner Diözese die Inanspruchnahme der Seelsorge seitens der Kleriker des Opus Dei zu untersagen. Gegen die Personalprälatur als solche, scheint er ja keinen Einfluss ausüben zu können? Die Frage interessiert mich aus anderen Gründen („Integration“ der Traditionalisten etc).
Sofern sich der Artikel am Original orientiert, scheint mir eine bestimmte Linkslastigkeit zu erkennen zu sein. Schließlich wird eine etwaige Hilfe seitens des Opus für die solidarność als in gewisser Weiße suspekt dargestellt. Wohl ist aber der Kampf gegen den Bolschewismus das große Verdienst von JP II, was ihm der Herr großzügig anrechnen möge, damit es die ärgerlichen Dinge dieses Pontifikates (Ökumenismus usw.) überdecken möge.
Ansonsten scheint der Artikel mit „Liquidation des Vaticanum II“ eher den Umstand zu meinen, daß der Vormarsch der Mordernisten gestoppt worden ist. Das stellt aber noch keine Kapitulation derselben dar.
Redaktion benachrichtigen Saugeile Messe
#46   Pippifax   21:10:01 | Dienstag, 22. Januar 2008
Das kommt ja nicht von ungefähr!
Wer meint, die Fenster und Türen der Kirche weit aufreisen zu müssen, holt sich eben auch den Gestank der Welt herein.
Redaktion benachrichtigen „Wir müssen wieder überzeugend klar machen, daß wir Mahl halten“
#56   Pippifax   18:34:55 | Montag, 21. Januar 2008
Der klassische Fehler des Ökumenismus!
Abgesehen vom übrigen altliberalen Unsinn begeht Hw. Schlemmer den klassischen Fehler des Ökumenismus.
Er beklagt, daß die „Ökumene“ schon weiter sein könnte, wenn doch nur die Protestanten sich an das einmal Gesagte (hier confessio augustana) halten würden.
Dabei verkennt er das wesentliche Prinzip des Protestantismus, der eine „Ökumene“ modernistischer Prägung immer scheitern lässt. Die Bekenntnisschriften dienten nicht der Wahrheitsfindung sondern der politischen Einheit (zuerst gegen die Kirche, dann zum Zusammenhalt der „Landeskirchen“). Es ist letztlich das Wesen des Protestantismus, daß es in vielen Fragen keine allgemeingültige Wahrheit geben kann.
Die Modernisten glaubten während und nach dem Konzil, daß sie die Einheit herstellen könnten, wenn sie nur den kath. Glauben nur so verändern, daß der dem klassischen Protestantismus entspricht. Sie hatten aber nicht bemerkt, daß die Protestanten gar keine derartige Einheit wollen und wollten, sondern lediglich ein Gefühl von Gleichwertigkeit und Gleichartigkeit.
Wenn heute Protestanten unerlaubt im NOM zur Kommunion gehen, dann ist das in gewisser Weise ein Erfolg von Mons. Bugnini und Konsorten, da sie den Prot. Gleichartigkeit suggerierten. Entgegen der konziliaren Hoffnung veranlasst es die Prot. aber nicht zur Konversion, weil dies eben ein klares inhaltliches Bekenntnis (wozu auch immer) erfordern würde. Genau das aber ist dem überzeugten Protestanten wesensfremd!
Redaktion benachrichtigen Perfide Lefebvristen
#65   Pippifax   18:07:09 | Montag, 21. Januar 2008
@maliems
Wie ich weiter unter schon schrieb, wird er sein Amt noch bis zum April diesen Jahres, wenn er auch seine 25ig-jährige Bischofsweihe feiert, ausüben.
So zumindest die polnische Wikipedia pl.wikipedia.org/…deusz_Goc%C5%82owski
Wollen wir nur hoffen, daß das gute alte Danzig, die
Heimat eines meiner Urgroßväter, hernach einen der Tradition der Kirche gegenüber positiv eingestellten Hirten erhält. Die Altstadt ist herausragend schön und von den Polen nach Krieg aufs feinste wiederhergestellt worden. Nur zwei Ehrenbürger stören. Der andere ist G.Grass :-@
Święty Wojciechu, módl się za nami!
Redaktion benachrichtigen Perfide Lefebvristen
#5   Pippifax   10:08:48 | Montag, 21. Januar 2008
Mit 76 Jahren da fängt das Leben an!
Da wollte wohl jemand kurz vor seiner Pensionierung im April diesen Jahres nochmal nen Knaller landen. Inhaltlich ist der Brief zwar Käse, aber was soll es.
Diejenigen, die sich wirklich um die Einheit der Kirche sorgen, dürfen sich hier trösten. Der Noch-Erzbischof von Danzig schlägt genauso unbarmherzig auf Ecclessia-Dei wie auf FSSPX ein. Der Versuch, nach dem Motu Proprio in Danzig eine Alte Messe in einer Pfarrkirche auf die Beine zu stellen, ist gescheitert, obwohl es Interessenten genug gab.
Redaktion benachrichtigen Aids-Tod durch Abstinenz?
#8   Pippifax   16:21:50 | Sonntag, 20. Januar 2008
Blödsinn Gallowglas!
Auch wenn es wahrscheinlich eh Perlen vor die Säue ist,
Ehebruch des einen Partners, berechtigt den anderen Partner zur Trennung bei formaler Aufrechterhaltung des Ehebandes (keine Scheidung!).
Vgl. Sie bitte Can. 1152 CIC
Redaktion benachrichtigen Befreiungsschlag
#44   Pippifax   09:01:40 | Freitag, 18. Januar 2008
Langweilig!
Sollte dieser Herr ein ordentliches Laisierungsverfahren durchlaufen haben, ist gegen eine Heirat nichts einzuwenden. Allerdings wäre dann auch eine kirchliche Trauung für einen vom Zölibat und den Amtspflichten entbundenen Priester geboten. Scheinbar ist dies alles nicht der Fall, da er ja nur standesamtlich (und damit in jedem Falle ungültig) heiraten will. Das Bistum Mainz scheint hiermit kein Problem zu haben.
Hauptsache man kann das Kirchenrecht gegen ein paar harmlose Traditionalisten als Waffe missbrauchen.
Redaktion benachrichtigen Zelebrationsfunktionäre
#13   Pippifax   21:53:43 | Dienstag, 15. Januar 2008
Jaja Dr. Zdarsa
Das einzig Positive, was ich von S.Ex. Dr. Zdarsa in Erinnerung habe, als er in der Unterprima mein Religionslehrer wurde, war, daß er anfing Noten nach Leistung zu vergeben und Notendifferenzierung einzuführen. Religion ist ansonsten ja ausgewiesenes Kuschelfach.
Das war gut für mich und schlecht für andere. Da ich aber damals sicher kein besonders entschiedender Katholik war, auch wenn ich mich vielleicht dafür hielt, scheint es, daß Exzellenz leicht zu beeindrucken war.
Ansonsten träumt er wahrscheinlich heute noch von diesem spießig-zonigen Gemeindekatholizismus, der es geschafft hat, die Katholikenzahl hierzulande von 15% auf 5% zu drücken. Laut seinen eigenen Aussagen war das größte Ärgernis seiner Jugend in den 50iger und 60iger Jahren die Struktur der Kirche und nicht etwa der gottlose Bolschewismus, der die halbe Welt im Würgegriff hatte.
Geistliche von außerhalb, die die überlieferte Messe lesen, traditionelle Seelsorge praktizieren und sich der weltanschaulichen Auseinandersetzung offen stellen, passen da halt nicht so rein.
Redaktion benachrichtigen Blitzgescheiter Progressistenzögling
#16   Pippifax   21:39:50 | Dienstag, 15. Januar 2008
Weiter denken, Lorenz!
Vielleicht will der Autor des Kommentars ja, daß man die Kirche nicht mehr hört und fordert deswegen einen Liberalen.
Allerdings muss man hier einmal Burgorus recht geben. Das beste was der Kirche in D passieren könnte, wäre ein weiterer Liberaler, statt einem Pseudokonservativem. Ich denke da einen einen Bischof Bode oder so. Liberal aber nicht eloquent, daß müsste die Kombination sein, damit sich der Sumpf von selbst austrocknet.
Redaktion benachrichtigen Römische Traditionalisten auf dem Weg nach Rom
#72   Pippifax   00:03:37 | Dienstag, 15. Januar 2008
Soso Cbr. Gotthard,
jetzt weißt sogar schon Du, wer das Heil erlangt, beziehungsweise verfehlt. Hat Dir der Herrgott schon die Verwaltung des Himmels anvertraut? Gewissermaßen als Beförderung aus dem PGR heraus.
Die sonstigen hier schreibenden Heilsexperten waren ja zumindest etwas mystisch-mittelalterlich angehaucht, Du hingegen hast ja eher auf den 60iger Jahre Stil gesetzt. Mal sehen, ob das mehr überzeugt.
Ich danke Dir aber schon mal von Herzen, daß Du Dir um meine Seele mehr Gedanken machst, als um Die der Protestanten, Neuheuden, Muselmannen etc, denen Du sicher noch nie so eindringlich die Bekehrung zur Kirche nahegelegt hast. :(3
Redaktion benachrichtigen „Eine Kritik in der Presse steht mir nicht zu“
#4   Pippifax   11:56:22 | Montag, 14. Januar 2008
Wenn man weiter denkt,
muss man allerdings auch fragen, ob der Geistliche bei der Feier der Hl. Messe dann auch die richtige Intention hatte, das zu tun, was die Kirche will. Wenn man die Gnaden des Hl. Messopfers leugnet, scheint das zumindest fraglich.
Redaktion benachrichtigen Mutter Teresa mußte exorziert werden
#13   Pippifax   11:20:48 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Stimme
Sie schreiben, daß der Pater aus persönlicher Unzulänglichkeit heraus („seine eigene Meise“) eine hohe Zahl an Exorzismen durchführt. Daraus ergibt sich, daß Sie nicht vom Sinn von Exorzismen überzeigt sind oder zumindest nicht von der Notwendigkeit einer derartigen Zahl. Dies zeigt, daß Sie die Möglichkeit der Besessenheit banalisieren und als lächerlich darstellen. Dies ist nicht katholisch. Zudem ist der Pater kein Provinzpfarrer, sondern agiert mit dem Segen der höchsten kirchlichen Authoritäten. Weiterhin haben Sie den Geistlichen in Ihrem Beitrag beleidigt, indem Sie ihn hinsichtlich seiner theologischen und pastoralen Kompetenzen verächtlich gemacht haben.
Was die Sühnebesesseneit angeht, so lehrt die Kirche, daß es viele Ursachen für Besessenheit geben kann, die Aufgabe des Paters ist aber eine solche zu erkennen, was er auch tut und sodann den Exorzismus durchzuführen.
Redaktion benachrichtigen Mutter Teresa mußte exorziert werden
#7   Pippifax   10:55:48 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Stimme der Vernunft sehr kirchenverbunden
Hier kann man sehr schön sehen, wie sehr die selbsternannte Stimme der Vernunft den kirchlichen Authoritäten verbunden ist. Ihre Wortwahl ist bezeichnet. Werden Sie doch einfach offziell Protestant, das wäre zumindest ehrlich.
Redaktion benachrichtigen Polnische Kirchenspaltung?
#96   Pippifax   10:10:20 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Zu billig Stimme der Vernunft
de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz
Redaktion benachrichtigen Polnische Kirchenspaltung?
#88   Pippifax   08:28:29 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Werter Cbr. Gotthard,
obgleich sich in Deinem Beitrag Spuren der Wahrheit erkennen lassen, was den polnischen Nationalismus angeht, so muss ich Dir dennoch wiedersprechen. Letztlich ist der Kardinal doch nur sauer, daß er keinlen allzu großen Einfluss auf die poln. Arbeitsemigranten hat. Es handelt sich hier lediglich um eine Machtfrage.
Ansonsten fordere ich für meinen Teil keine deutschen Predigten in den Moscheen. Nein so deutschnational bin ich nicht. Ich fordere lediglich die Nutzungsänderung oder den Abbruch der bereits in D bestehenden Moscheen, da der Islam hier nichts zu suchen hat.
Gegen „Alte“ Messen, deren landessprachliche Teile auf polnisch sind, hätte ich hingegen überhaupt nichts einzuwenden, da ich diese Sprache leidlich verstehe und sehr wohlklingend empfinde.
Redaktion benachrichtigen Polnische Kirchenspaltung?
#80   Pippifax   22:05:26 | Dienstag, 8. Januar 2008
Ein punter Strauß von Grenzwertigkeiten
@Rudolfus
Ich hab ja anfangs Ihre Beiträge zur Verteidigung der kath. Überlieferung doch geschätzt, komme aber mittlerweile nicht umhin festzustellen, daß Sie sich hier ein wenig stark im Abseits bewegen. Gönnen Sie sich doch mal eine kleine Pause von diesem Zirkus hier. Das kommt im übrigen von jemandem, der mehr für den Erhalt von dt. Kultur jenseits von Oder und Neiße getan hat als Sie.
Es fällt mir schwer und bestimmt kommt es nicht oft vor, aber ich muss dem liberalen Schreiberling hier mal zustimmen, der schon auf die Entwicklung der polnischen Kirche in den USA im 19. Jhrdt. hingewiesen hat. Die Polen sind hier sehr eigen. Der Verweis auf die fehlende gem. Liturgiesprache ist zwar immer gut, aber nur ein Teil des „Problems“. Die Polen bleiben auch im Ausland gern unter sich. Allerdings hat das nie zu größerer Integrationsunwilligkeit geführt, außer hinsichtlich der schon erwähnten poln. Kirche in den USA. Insgesamt gehe ich aber ohnehin davon aus, daß ein größerer Teil der Leute wieder zurückkehrt, da die Wirtschaft in Polen weiter stark wächst. Man versuche mal in Niederschlesien außerhalb der großen Städte (Breslau, Liegnitz) gute Handwerker zu finden. Selbst mit viel Geld wenig zu machen. Dort werden Arbeitskräfte gebraucht und gut bezahlt.
Redaktion benachrichtigen Rückenansicht von der Alten Messe
#73   Pippifax   22:46:23 | Freitag, 4. Januar 2008
Falsa demonstratio non nocet!
Nicht immer so kleinlich sein. Ihr Namensgeber ist so auch nicht gewesen. Lieber mehr in der Sache argumentieren, oder wird es da etwa dünn?
Redaktion benachrichtigen Eine mehrfache Null
#48   Pippifax   00:04:15 | Donnerstag, 3. Januar 2008
Nein Rudolfus
Sie waren Staatsangehörige ihrer jeweiligen Bundesstaaten. Eine Reichsbürgerschaft gab es noch nicht. Das „Reich“ von 1871 war de jure recht föderal organisiert, auch wenn man sich das aus den allgemeinen historischen Umständen heraus nicht so vorstellen mag.
Redaktion benachrichtigen Eine mehrfache Null
#46   Pippifax   23:55:34 | Mittwoch, 2. Januar 2008
Rechtshistoriker unter sich
Der Großteil der Mitlesenden scheint eher sinnlosen Themen anzuhängen. Rudolfus, dt. Reichsbürger wurde man überhaupt erst 1913 mit Einführung des RuStaG. Bis 1934 war man dann sowohl Reichs- als auch Staatsangehöriger des jeweiligen dt. Bundesstaates. Die Nazis haben das dann vereinheitlicht und nur noch die Reichsbürgerschaft bestehen lassen. Durch das Grundgesetz 1949 wurde dann das Konstrukt des „Deutschen im Sinne des GG“ geschaffen, das es Volksdeutschen (Rechtsbegriff zwischen drin schon mal von den Nazis kreiert) ermöglichte dt. Staatsbürger zu werden. (Verfassungsgeschichte ex!)
Ansonsten ist der Leserin Caterina zuzustimmen. Herr Humer packt wie immer in seiner unnachahmlich-dämlichen Art durchaus richtige Probleme an. Als Katholik sollte er aber sinnvoller agieren. Sich mit irgendeiner StA zanken, hilft schließlich auch nicht. Beten und in der Hl. Messe opfern, schon!
Redaktion benachrichtigen Wie damals die Pest
#1   Pippifax   15:47:38 | Montag, 31. Dezember 2007
Es scheint langsam zu dämmern
Exzellenz merken, was die Stunde geschlagen hat. Zumindest macht die Feststellung, in einem Kulturkampf zu stecken, diesen Eindruck. Oder sind dies etwa nur kräftige Worte um den besorgten konservativen Schäfchen zu gefallen?
Allerdings sollten Exzellenz auch wissen, was die Ursache dieser Krise ist. Wo das Heilige, wo Gott verschwindet, wo besoffen-glücklich und vor allem blind dem Fortschritt gehuldigt wird, dort verschwindet auch Sinn für den Wert des Ebenbildes Gottes, der Sinn für den Wert des Menschen.
Exzellenz sollten sich dies vor Augen halten, wenn es das nächste Mal daran geht, auf Druck der eigenen liberalen Kleriker und Aktivisten, kleinen Oasen katholischen Lebens und Glaubens, die ja so wenig in unsere Zeit passen, den gar aus zu machen.
Redaktion benachrichtigen Es geht nicht allen schlecht
#8   Pippifax   19:08:46 | Freitag, 28. Dezember 2007
Puchil
Sie winden sich hier und versuchen Benedikt, der lediglich auf die Fakten hinwies, als Milchmädchen hinzustellen.
Als Benedikt Ihnen erläuterte, das die Zahlen entgegen Ihrer Behauptung in den südslawischen Ländern passabel sind, fingen Sie an mit dem zugegeben anderen Umständen in Südamerika zu kontern. Natürlich ist die Relation Priester-Gläubige dort problematisch. Allerdings werf ich jetzt auch mal ne Nebelkerze. Während in der Territorialdiözese von Campos etwa 14000 Gläubige auf einen Priester kommen, sind es in der altrituellen Personaldiözese von Campos etwa 1000.
Gewiss, in meiner modernistischen Diözese kommen auf einen Priester 600 gemeldete und 130 praktizierende Gläubige. Ergo, wenn die Pastis gerne Pfarrer spielen wollen, sollten sie nicht in D bleiben und die Tradis ebenso in Ruhe lassen, sondern sich in den Urwald begeben. ^-^
PS: Quelle …ww.catholic-hierarchy.org/diocese/dsjmv.html für die Zahlen
Redaktion benachrichtigen Weihnachten – du liebe Zeit!
#26   Pippifax   14:12:44 | Mittwoch, 26. Dezember 2007
@Methusalix
Darf ich Ihre Einlassung mir gegenüber dahingehend verstehen, daß Sie mir unterstellen, ich vertrete mit meinem Einwurf an Aleph lediglich die Auffassung der römisch-katholischen Kirche?
Wenn ja, dann kann ich nur sagen, dies ist auch meine Absicht gewesen. :-]
Redaktion benachrichtigen Weihnachten – du liebe Zeit!
#7   Pippifax   19:58:42 | Dienstag, 25. Dezember 2007
@ Aleph
ich weiß zwar nicht, in wieweit Sie das polnische Strafrecht kennen, meines Erachtens hat aber Polen nach der Unabhängigkeit 1989 eine alte Forderung der Solidarność, nämlich die weitgehende Abschaffung der sozialistischen Abtreibungsfreiheit, umgesetzt. Polen ist heute eines der Länder mit einem recht restriktiven Abtreibungsverbot in Europa und gerät auch deswegen des Öfteren unter Feuer aus Brüssel.
Was die Bindung kathol. Politiker an die kathol. Moral hinsichtlich ihrer Politikentwürfe angeht, müsste man nicht mal Traditionalist sein um dort Konsequenzen zu fordern. Lesen Sie bitte hierzu die sog. Ratzinger-Note www.vatican.va/…124_politica_ge.html aus dem Jahr 2003. Diese ist vom jetzigen Papst persönlich unterzeichnet und klarstellend, daß keine Gewissensfreiheit für kathol. Politiker gibt, wenn hiervon bestimmte Fragen berührt werden.
Redaktion benachrichtigen Der Moslem mit dem Messer
#98   Pippifax   20:36:41 | Freitag, 21. Dezember 2007
Ab nach Saudi-Arabien?
Wenn Eminenz, wie in der Überschrift zu lesen ist, Messen in Saudi-Arabien feiern will, sollte man in Rom doch seinem Wunsch entsprechen und ihn dahinschicken.
Die Geschichte mit dem Dönerverkäufer scheint mir interessant, Eminenz will damit sagen, seht her, es gibt doch noch jemanden, der meine Person mit einem offensiven Christentum assoziiert. Vermutlich war der Türke des Deutschen nicht so mächtig und hat sich von den Symbolen blenden lassen.
Wenn der einzige Grund für den Nichteintritt des Muselmann in die Kirche sein Besitz in Persien ist, dann im erinnert mich das an eine Stelle im Evangelium, da gings irdischen Besitz und ums Himmelreich. Christus hatte da aber einen anderen Rat als Eminenz.
Redaktion benachrichtigen Heißes Eisen auf Eis gelegt?
#25   Pippifax   20:46:53 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Hoffen auf Benedikt
Es bleibt zu hoffen, daß Benedikt XVI. auch hier am Ende „durchzieht“ und sich nicht von den Linken im und außerhalb des Vatikan kleinkriegen lässt. Es ist richtig, die Diskreditierung Pius XII. ist nur Mittel um die vorkonziliare Kirche zu diskreditieren.
@Tridentinus
Wie so oft kritisieren Sie Pius XII. zum einen wegen seiner „kleinen“ Liturgiereform; hier bin ich weniger kompetent. Aber mal ehrlich, geht die Kritik über ästhetische Fragen hinaus und betrifft sie die lex orandi? Zum anderen behaupten sie beständig, Pius Autorität wäre dem Papsttum unangemessen und Voraussetzung für für Paul VI. Gewaltakt gegen die überlieferte röm. Liturgie. Es mag in der Tat seltsam anmuten, daß sich der letzte Schlag gegen die vorkonziliare Kirche eines vorkonziliaren Mittels bediente (das ansonsten schon ein stumpfes Schwert war), aber päpstliche Autorität ist kein in-sich schlechtes Mittel, der Zweck ist entscheidend. Pius XII.: bewahren des Überlieferten(hierbei auf die ex-ante Sicht achten!); Paul VI.:Zerstörung des Überlieferten.
@Dr. Natterbach
Lesen Sie z.Bsp.: Urban, Deutsche in Polen, S. 178 ff. Pius XII. war der einzige prom. Nichtdeutsche weltweit, der 1947(!) die Rechtmäßigkeit der Vetreibung in Frage stellte und die Rückkehr der Deutschen forderte. Die von Kardinal Hlond eingesetzen Administratoren, wurden vom Vatikan nicht anerkannt, die Diezösen in den poln. Westgebieten wurden erst lang nach dem Tode Pius XII. anerkannt.
Redaktion benachrichtigen Weiter darüber nachdenken
#41   Pippifax   22:45:18 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Hätt er doch geschwiegen…
Als einer jener Spinner, wenn auch in diesem oder jenem Punkt moderat, erlaube ich mir, folgendes anzumerken:
die Frustration s.Ex., des Weihbischofs scheint überdeutlich. Trotz seines höchst lobenswerten und vor allem kompromisslosen Engagements für das ungeborene Leben, für den ich s.Ex. auch weiterhin respektieren und auch ein wenig bewundern werde, scheint er zu glauben, daß er selbst eben trotz seines Engagements unter seinen Amtskollegen weniger als Spinner dastehen würde, wenn er auf diejenigen eindrischt, die noch ein wenig weiter auf Seiten der Ordnung stehen als er selbst. S. Ex. scheint zu glauben, daß ihm das größeres Gehör verschaffen wird. Ich zweifle hieran.
Selbst unter der Annahme, daß er recht hätte und man die Liturgiereform unbedingt akzeptieren müsste, wäre es eines Hirten nicht tunlich, diejenigen, die dem nicht folgen können, als Spinner zu verurteilen. Man mag die „Tradis“ die sich hier leider allzu oft im Ton vergreifen, kritisieren und zu Recht der Sünde bezichtigen, s. Ex. verhält sich nicht besser.
Vulgärbiritulalist! ;-)
Redaktion benachrichtigen Kein Schisma, aber
#17   Pippifax   15:55:34 | Dienstag, 11. Dezember 2007
Der Wind dreht sich!
Das Messopfer ist die unblutige GEGENWÄRTIGSETZUNG des Opfers von Golgatha durch den HERRN selbst. Hierzu bedient er sich des Priesters. Es gibt zwischen dem Kreuzesopfer und dem Messopfer keinen substanziellen Unterschied, nur einen materiellen.
Interessant ist, daß schon der Dritte Kirchenfürst innerhalb weniger Tage/Wochen einen Qualitätsunterschied zwischen der alten und der neuen Praxis „entdeckt“. Erst Erzbischof Ranjith mit der Mundkommunion, dann der Hl. Vater mit dem alten Taufritus und jetzt Kardinal Castrillon-Hoyos mit dem Messopfer im MR 1962.
Die Zeit des „adäuquaten Neuen“ ist endgültig vorbei.
Redaktion benachrichtigen Man muß selber hingehen und sehen
#10   Pippifax   22:34:56 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Kölner Dompropst dabei gewesen?
Ich kann mir nicht helfen, bei der Reisegruppe scheint ein gewisser Kölner Dompropst mit von der Partie gewesen zu sein. Vielleicht ist er gar der Autor und versucht uns subtil den Gedanken schmackhaft zu machen, daß der Islam oder die orientalische Kultur das eigentliche, wahre Christentum darstellen. Oder ist das gar der Auftakt eines interessanten Tauschangebotes: das schwule Köln gegen das kulturelle Kleinod Kleinasien? o.O :-O
Redaktion benachrichtigen Klar statt schwammig
#7   Pippifax   22:28:11 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Schizophren?!
Ich kann mir nicht helfen. Hochwürden scheinen die Einheit von Denken und Handeln abzugehen.
Vielleicht kann mal jemand einen Link mit dem vollständigen Interview posten.
Redaktion benachrichtigen Neugründung trotz Neuheidentum
#42   Pippifax   16:04:29 | Montag, 3. Dezember 2007
Rainer
Ja genau, und zwar Tatbestände die er selbst kodifiziert hat und die bei ihm zu Hause unter dem Kopfkissen gelten.
Landorgel:
Wenn die schismatisch sind, dann würde die Ehe zwischen einem dort Getauften und einem in der Amtskirche Getauften als Mischehe gelten, vom Hindernis müsste dispensiert werden, dem ist aber nicht so.
Guckst du:
www.kreuz.net/article.3143.html
Einen Artikel vergleichbaren Inhalts findest du auch auf www.stjosef.at
Redaktion benachrichtigen Neugründung trotz Neuheidentum
#38   Pippifax   15:54:36 | Montag, 3. Dezember 2007
Landorgels Parole:
Katholiken wehrt euch, verkauft nicht an Pius X!
Zunächst kommt es bei der Frage der Unterstützung ja wohl auf den Kaufpreis an. Eine Unterstützung wäre nur im Falle einer gemischten Schenkung anzunehmen.
Im übrigen – und das kam hier schon mehrmals zur Sprache – lässt sich aus dem Dekret ED kein Schisma begründen. Es hat deklaratorischen Charakter hinsichtlich einer bestimmten Rechtsfolge und warnt vor einem Schisma.
Zudem werden ja auch Kirchgebäude an an eindeutig schismatische Glaubensgemeinschaften verkauft, Orthodoxe, Protis etc, auch im Bistum Aachen. Verboten scheint es daher nicht zu sein.
In jedem Falle obläge eine Klärung dieses Umstandes den legitiemen kirchlichen Autoritäten, damit nicht Ihnen! Letztere allerdings scheinen das nicht so hart zu sehen und machen eher auf Appeasement, man darf dort sogar zur Hl. Messe und was in den Beutel tun etc. Daß Sie das nicht wollen und könen ist mir zwar klar, interessiert aber niemanden weiter.
@Rainer
Google weiß vielleicht die Antwort :-# .
Redaktion benachrichtigen Islamische Trancetänze im Gotteshaus
#3   Pippifax   11:12:52 | Freitag, 30. November 2007
Einfach peinlich!
Seeliger Marco d’Aviano,
Bitte für uns!
Redaktion benachrichtigen Zelebrationsstop für die Alte Messe
#14   Pippifax   15:06:27 | Donnerstag, 29. November 2007
Böses Omen?
Als ich kürzlich mal gewitzelt hatte, daß man nach dem Willen gewisser kirchlicher Würdenträger wohl einen Berechtigungsschein erwerben müsse um an der „Alten“ Messe teilnehmen zu können, dachte ich noch das Stilmittel der Übertreibung zu benützen. Jetzt stellt sich heraus, daß es eine Prophetie gewesen ist. :-!
Redaktion benachrichtigen Der neue Erzbischof ist auch ein begabter Schweißer
#22   Pippifax   22:43:23 | Mittwoch, 28. November 2007
Gotthard,
und dann kommst auch Du mit in die „Alte“ Messe :-D o^/
Redaktion benachrichtigen Neuer Bischof
#79   Pippifax   20:14:40 | Mittwoch, 28. November 2007
Selber, Selber
Sollte sich Ihr Nutzername auf diesen Herrn de.wikipedia.org/wiki/Martin_Montanus beziehen, dann träfe das jedenfalls wohl bei Ihnen zu. Schließlich lassen sich einige Ihrer Beiträge abseits der Realität durchaus würdigen.
PS:
Mir ist schon klar, daß Sie sich auf den Ultramontanismus beziehen. Allerdings sitzen doch aus Ihrer Sicht die Päpste heute nicht mehr jenseits der Alpen, sondern werden in irgendwelchen rheinischen Hinterhöfen gekrönt, so daß Ihr Nutzername eigentlich gegenstandslos geworden ist.
Redaktion benachrichtigen Der neue Erzbischof ist auch ein begabter Schweißer
#2   Pippifax   20:05:55 | Mittwoch, 28. November 2007
Welche Brisanz?
Welche Brisanz haben denn die Bischofsernennungen dieser Tage in Deutschland? Man könnte meinen, wir leben im Zeitalter des Investiturstreits, wenn man diese Formulierung liest. Letztlich ist doch jede derzeitige Bischofsernennung inhaltlich kein Kurswechsel, sondern ein „gut so – weiter so“.
Sollte der Autor die Brisanz allerdings schon darin erblicken, daß er siegreiche Kandidat nicht aus einem bestimmten Klüngel, Seilschaft, Umfeld etc. kommt, sondern von außerhalb, dann spricht das Bände über die heutige Kirche in Deutschland :-| .
Redaktion benachrichtigen Neuer Bischof
#77   Pippifax   19:58:43 | Mittwoch, 28. November 2007
Pius XII, mehr Gutachten, weniger Urteil!
So sehr ich Ihnen inhaltlich zustimme, so wenig finde ich angemessen, daß Sie hier mit 1500 Zeichen versuchen das Hl. Officium darzustellen.
Natürlich sind die Aussagen des zukünftigen Bischofs höchst problematisch und zugleich typisch für die Theologie im deutschsprachigen Raum und leider auch darüber hinaus.
Nur lässt Ihre Form hier zu wünschen übrig, denn eine Zuständigkeit zur Verurteilung steht nicht Ihnen, sondern in irgendwann mal kommender Zeit den zuständigen kirchlichen Behörden, mit denen ich ob der auf diese dann wartenden Arbeitsfülle auch nicht tauschen möchte.
Ihre Klausuren im 1. Examen haben Sie wohl auch nicht im Urteilsstil abgefasst.
Insgesamt eignet sich dieses Forum auch nicht zu lehrmäßigenen Verurteilung. Das Hl. Officium dürfte sich in früherer Zeit, auch wenn es einige Sätze expliziet verurteilt hat, immer einen umfassenden Überblick über die Thematik verschafft haben. Dies haben sie beim Surfen nebenbei heute sicher nicht geschafft.
PS: Ich hoffe ihre Bekannten kommen mit Ihnen zur Hl. Messe, weil sie zumindest ahnen, daß ihre Existenz ohne ihren Schöpfer letztlich verloren ist und nicht weil diese Ihren persönlichen Erfolg, den ich Ihnen im übrigen gönne, so anziehend finden. Andernfalls würde mich Ihre Ausführungen an Calvins Prädestinationslehre erinnern, die nicht gerade rechtgläubig ist. Zudem sind gerade Scheitern und auch andauerndes Leiden und damit auch Mißerfolg Teil großer Heiligenbiographien.
Redaktion benachrichtigen Der Gottesstaat ist gut für’s Seelenheil
#43   Pippifax   21:51:29 | Sonntag, 25. November 2007
Äpfel und Birnen
Benedikt, das müssten sie Pius XI. eigentlich direkt fragen, da er aber nicht in diesem Forum mitschreibt (man liest nur ab und an was von seinem Nachfolger), versuche ich mal zu antworten.
Bei keinem, der von Ihnen erwähnten Beispiele, war der Grund der Auseinandersetzung zwischen staatlichen und kirchlichen Würdenträgern in zentralen Glaubensfragen zu suchen (ich weiß nicht welchen Konstantin sie meinten, man könnte natürlich für den Arianismus eine Ausnahme machen), sondern wurzelte in der Regel auch und vor allem in der persönlichen Sündhaftigkeit der Akteure, der Gier nach Macht etc.
Wenn ich jetzt mit Beispielen wie der Aufhebung der Jesuiten und des entsprechenden Vorlaufs erwiedere, oder aber mit den Kölner Wirren, so bin ich mir sicher das Pius XI. vor allem an derartige Umstände dachte. Der Unterschied zwischen Ihren und meinen Beispielen ist der, daß es sich bei den meinen um Auseinandersetzungen in zentralen Glaubensfragen, nämlich dem Kampf eines zumindest partiell vom Liberalismus befallenen Staatswesens gegen glaubenstreue Kleriker handelte.
Auch wenn der dt. Nationalliberalismus des 19. Jhrdts dies demgemäß zu interpretieren versuchte, war der Investiturstreit hingegen eben kein solcher Konflikt.
Redaktion benachrichtigen Der Gottesstaat ist gut für’s Seelenheil
#39   Pippifax   21:00:49 | Sonntag, 25. November 2007
P. Schmidberger korrekt und umsichtig zugleich!
Im neuen Kalender ist ja das Christkönigsfest auf den heutigen Sonntag gerückt worden. Wir Tradis hatten ja schon Ende Oktober das Vergnügen. Interessant das P. Schmidberger gerade in diesem Umfeld die universelle Herrschaft Christi thematisiert ^-^ .
Ich bin mal so frei hier Papst Pius XI. sprechen zu lassen:
Nach und nach wurde die christliche Religion mit den andern, falschen Religionen gleichgestellt und auf äußerst entwürdigende Weise mit diesen auf eine Stufe gestellt; sodann unterwarf man sie der weltlichen Gewalt und lieferte sie der Willkür der Fürsten und Staatsmänner aus. Noch weiter gingen jene, die darauf sannen, die göttliche Religion zu ersetzen durch so etwas wie eine natürliche Religion oder eine bloß gefühlsmäßige Religiosität. Gewisse Staaten glaubten sogar, Gott entbehren zu können; sie machten den Unglauben zu ihrer Religion und bemühten sich, bewußt und absichtlich Gott zu vergessen. (Enzyklika Quas Primas Nr. 29, entnommen aus www.stjosef.at)
Die damal. span. Verfassung scheinte hier gegenzusteuern und ist daher zu begrüßen.
@van Laak
In wieweit General Franco gegen das 5. Gebot verstoßen hat, kann ich nicht beurteilen. Wenn aber sein persönliches Gericht hier negativ ausgefallen sein sollte, würde er halt einen Platz in der Hölle neben irgendwelchen Abtreibungsbefürwortern bekommen. P. Schmidberger sagt mit keinem Wort, daß eine gute Tat (Kirche ins Recht gesetzt) autom. persönl. Todsünden absolviert. Der span. Bürgerkrieg war aber hier nicht Thema.
Redaktion benachrichtigen Alles falsch
#4   Pippifax   22:20:33 | Montag, 19. November 2007
Cbr Gotthard nicht nörgeln,
sondern selber suchen. Da ich heute mal nett bin, hier der Link, hoffe Dein italienisch ist noch i.O.: www.papanews.it/news.asp?IdNews=3950
und das Dementi www.angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=17282
Redaktion benachrichtigen Kirche unter der Knute
#12   Pippifax   15:37:34 | Montag, 12. November 2007
Fein raus!
Wenn ich der Bischof von Basel wäre, würde ich mir nach dem Urteil den Schweiß von der Stirn wischen und mich freuen, daß ich aus der Angelegenheit einigermaßen fein raus bin. Warum? Weil ich den schwarzen Peter für den Fall Röschenz der Justiz und den staatskirchenrechtlichen Institutionen zuschieben kann (siehe insb. den letzten Absatz, der von Römisch-Katholisch verlinkten Erklärung, aus der sich kaum ergibt, daß jetzt ein Interdikt folgt).
Es ist aber wohl doch eher daß Ordinariat, daß Fehler gemacht hat. Als Grund für den Entzug der missio ist doch nur das sicher quantitativ umfangreich deutlich gemachte zerüttete Vertrauensverhältnis angegeben worden. Das kann reichen, muss aber nicht. Der wirkliche Grund ist doch wohl, daß dieser Sabo ein Ketzer, ein Provinzluther ist, der das Dogma leugnet und daher entfernt gehört. Ich glaube kaum, daß das Ordinariat dies in der gebotenen Deutlichkeit angezeigt hat. Daraus ergibt sich dann auch der malus der Anhörung, in der dies auch nicht thematisiert werden konnte. Natürlich hat das angerufene Gericht nach einer Möglichkeit gesucht, ein unpopuläres Urteil pro ecclesia zu vermeiden. Das Ordinariat hat es aber auch möglich gemacht. Das geht eigentlich zu dessen Lasten. S. Exz. Kurt Koch erscheint aber eher als der neokonservative Hans im Glück, der seinen treudoofen neokonservativen Schäfchen vermitteln kann, das Gericht war Schuld und sich daher auch nicht mit den lauen Katholiken in seinem Bistum richtig anlegen muss.
Redaktion benachrichtigen Besser zuhause bleiben + …
#1   Pippifax   08:50:14 | Samstag, 10. November 2007
Hier der Link:
Damit keiner der Aggiornamento-Faschisten oder sonstigen Linksradikalen, die sich hier tummeln, aufheult, hier der Link bezüglich der Meldung über den Bischof von Portsmouth
Bishop backs brothel regulation www.reuters.com/…dUSN0810738420071108
Gewiss mögen gewisse Vorkehrungen des Gesundheitsschutzes ein kleineres Übel darstellen, allerdings ist dieses kleinere Übel nur dann zu empfehlen, wenn alle Anstrengungen gescheitert sind, das größere Übel, nämlich die Prostitution selbst zu beseitigen. Hier ist Exzellenz beweispflichtig. Außerdem muss bedacht werden, daß das kleinere Übel nicht nur vordergründig sein darf. Wie wir spätestens seit kurzem aus dem Spiegel (ich schon länger) wissen, hat gerade die vollständige Legalisierung der Prostitution in D dazu geführt, daß die Ermittlungsbehörden erheblich größere Schwierigkeiten haben, kriminelle Strukturen etc. aufzudecken.
Als Fazit bleibt wohl nur zu sagen, daß S. Exz. sich hier nur an den Zeitgeist anbierdern wollte und den Boden der kath. Morallehre verlassen hat.
PS:
Mir ist nicht entgangen, daß kreuz.net die „rechtfertigende“ Äußerung des Bischofs, am liebsten gar keine Prostitution haben zu wollen, weggelassen hat. Aber ehrlich, diesen Pseudo-Hegelianismus hätte er sich auch schenken können.
Redaktion benachrichtigen Innerkirchliche Ökumene
#48   Pippifax   20:06:27 | Freitag, 2. November 2007
Wer ist die Exzellenz?
Entsprechend dieser Quelle
forum.krzyz.ota.pl/index.php?topic=2149.0
handelt es sich bei dem grauhaarigen Geistlichen ohne Brille um den Bischof von Thorn (pl. Toruń) S. Ex. Andrzej Wojciech Suski, der zweite Bischof ist vermutlich sein Weihbischof (das haben die Polen aber nicht bestätigt, ist meine Vermutung), zudem soll noch der Generalvikar des Bistums Thorn Hw. Prof. Czesław Rychlicki zu sehen sein.
Zu Benedikt,
das ändert aber nichts daran, daß eine derartige Praxis rechtswidrig ist, selbst wenn sie die Richtigen treffen sollte (in der Praxis dürfte man wohl auch versuchen glaubenstreue Katholiken rechtswidrig zur Staatskirche zu nötigen). Das Kirchenrecht erfordert den Austritt durch positiven Akt vor der zuständigen kirchlichen Behörde.
Redaktion benachrichtigen Innerkirchliche Ökumene
#46   Pippifax   18:04:08 | Freitag, 2. November 2007
Nur die halbe Wahrheit!
Natürlich Benedikt haben Sie recht, daß der Vatikan das
dt. Staatskirchensystem bzw. die dt. Kirchensteuer nicht für ungültig erklärt hat, aber es wurde eindeutig klargestellt, daß eine Erklärung des „Kirchenaustritts“ vor staatlichen Stellen eben kein Verlassen der Kirche darstellt. Dies bedeutet, daß jemand der vor dem Standesamt aus der „kath. Kirche“ austritt, aber gleichzeitig dem zust. Ortspfarrer und/oder erklärt, weiterhin am kath. Glauben und an der Kirche festzuhalten, auch weiterhin Katholik ist.
Letztlich hat er hier nur klargestellt, daß sich ein Glaubensabfall nur nach den Regelungen des CIC vollziehen kann und nicht nach den finanziellen Bedürfnissen gewisser Ortsordinarien. Universales Kirchenrecht bricht hier ortskirchliche Regelungen.
Genau diesen Umstand leugnet die Kirche in Deutschland aber aus nachvollziehbaren Gründen.
Wenn er zudem noch einen angemessenen Teil seines Einkommens/Vermögens an seine Gemeinde oder andere kirchl. Organisationen spendet, ist ihm auch nicht vorzuwerfen, er würde die Kirche nicht unterstützen, er wäre demnach weiterhin im Stand der Gnade.
Sollte sich das Problem nicht schon vorher gelöst haben, wird es mir eine Freude sein, dies auch juristisch durch den gesamten kirchlichen Instanzenzug durchzuexerzieren. Mit Rücksicht auf die Nerven der Zukünftigen allerdings erst nach der Hochzeit :&) .
Redaktion benachrichtigen Diözesanpriester schauen auf die Piusbrüder
#50   Pippifax   11:57:50 | Freitag, 26. Oktober 2007
Falsch!
1. Lodsch heißt auf polnisch Łódź und nicht Lódz! Wer kein polnisch (schreiben) kann, sollte besser nicht die polnischen Ortsnamen verwenden, daß wirkt peinlich. Im übrigen ist Lodsch auch der jiddische Name der Stadt.
2. Unter Verwendung der deutschen Sprache ist es wohl beser, sofern vorhanden, dt. Ortsnamen zu nutzen. Insbesondere werden die Ortsnamen in den (slaw.) Sprachen des europ. Ostens nahezu ausschließlich konjugiert verwendet, nicht im Nominativ. Es hat in der Regel nichts mit Politik zu tun, wenn es für Orte in versch. Sprachen versch. Namen gibt. Das hat meist linguist. Hintergründe.
3. Artois, bei denjenigen, die mit dem Bolschewismus kolaborierten, dürfte es sich kaum um Glaubensjuden gehandelt haben, daher mithin nicht um Juden. Es sei denn, sie halten Jude sein für etwas genet. und nicht für etwas kulturell-religiöses.
4. Artois, ein schismatischer Herrscher kann nicht legitim sein, da er nicht von Gott beauftragt ist, er regiert nicht von Gottes Gnaden! Daher war die Herrschaft der Romanovs über Polen nicht rechtmäßig. Ab 1830, als man sich Polen einverleibte und damit das Königreich liquidierte, ohnehin nicht mehr.
Redaktion benachrichtigen Diözesanpriester schauen auf die Piusbrüder
#42   Pippifax   10:03:45 | Freitag, 26. Oktober 2007
@Seefeldt
Sie scheinen sich ja auszukennen. Daher verwundert es mich sehr, daß sie behaupten, daß Litauen auch ohne Polen gut katholisch war. Ist der von Ihnen erwähnte Jagailo (Jagiełło) nicht erst wegen Polen katholisch geworden, vor der Heirat mit der Hl. Hedwig (Jadwiga) von Polen? Sind die Litauer nicht erst durch diese Ereignisse vom Heidentum zum Christentum übergetreten? Es ist doch wohl so, daß die Polen den Litauern durch die Christianisierung im 14. Jhr. erst den Eintritt in die Zivilisation ermöglicht haben, oder etwa nicht?
Hinsichtlich ihres Ethnizismus (gut die Polen stehen da nicht nach) sollte noch festgehalten werden, daß in Wilna immer noch einige Polen leben und man dort noch polnisch hören kann.
@Artois
Seit wann ist es eine Tugend, eine schismatische bzw. ketzerische Monarchie zu verteidigen? Rechtmäßig kann eine Monarchie nur sein, wenn sie vom Papst bestätigt und nicht von ihm abgefallen ist. Die Konsequenz für das brit. Königshaus oder für die Romanovs können Sie dann selbst ziehen.
@Cbr Gotthard
Dein Betroffenheitsgesülze langweilt. Das schlägt ja sogar meinen Ahx um Längen.
Redaktion benachrichtigen Kranke Wurzel + …
#14   Pippifax   00:55:52 | Sonntag, 21. Oktober 2007
Zu einfach, Pius XII
Die Unhöflichkeit mich mit einigen anderen hier zu vergleichen, deren Benehmen erbärmlich ist, übergehe ich einmal.
Wenn sie den politischen Katholizismus in Europa mit der „religiösen Rechten“ in den USA vergleichen, dann scheinen Sie der Kraft der Wahrheit nicht zu trauen. Bekanntlich handelt es sich dort im wesentl. um Evangelikale und nicht um Katholiken. Aber gut, interessant ist die Entwicklung in den USA allemal. Diese Evangel. waren während der kult. Umwälzungen nicht in der Defensive, sondern als polit. Akteur nicht existent, sie gingen nicht wählen etc. Ihr Wachstum in den letzten Jahrzehnten ist darauf zurückzuführen, daß sie kinderreich blieben, im Gegensatz zu den liberal-bürgerl. Millieus. Zudem konnte unter Reagen und später unter Bush dieses Potenial nutzbar gemacht werden. Allerdings verlangten die Gegenleistungen, insb. im Bereich des Lebensschutz. Wenn ein GOP-Kanditat bspw. nicht pro-life ist, gibt es schnell Liebesentzug. Das Wahlsystem in den Staaten macht es gesellschaftl. Millieus tlw. sehr einfach, schnell Druck und Einfluss auf die schwach organisierten Parteien auszuüben. Das fehlt bei uns leider. Dennoch ist es zunächst wichtig, bei uns wieder derartige trad.kath. Millieus zu errichten. Auch der hist. politische Katholizismus hat sich aus dem kath. Vereinswesen entwickelt.
Ob katholisch (eher national-katholisch) in PL mehrheitsfähig ist, sehen wir in ein paar Stunden, da sind heute nämlich Wahlen.
Übrige Punkte später, da keine Zeichen mehr.
Redaktion benachrichtigen Kranke Wurzel + …
#11   Pippifax   18:57:50 | Samstag, 20. Oktober 2007
Bestenfalls die halbe Wahrheit, Pius XII!
Es ist Ihnen zwar zuzugeben, daß Sie im Gegensatz zur Redaktion die Sozialisierung von Schavan ordentlich herausgearbeitet haben und gleichzeitig korrekt in die Krise des polit. Katholiszismus eingefügen, dies exkulpiert aber nicht die die christdemokratische Politik.
Wenn man sich das Aggiornamento einmal wegdenken würde und daraus schlussfolgert, wie es heute um den polit. Katholizismus aussehen müsste, sollte man zumindest erkennen, daß er wohl nicht mehr in einer Volkspartei zu Hause wäre. Schließlich wären die Positionen der Kirche, auch wenn diese standgehalten hätte, in einer ständig libertär werden Gesellschaft gehörig minorisiert worden. Das verträgt sich nicht mit dem Prinzip der Volkspartei mitteleurop. Prägung. Der organ. Katholizismus hätte gleichzeitig standhalten und das System der interkonfesskionellen Volkspart. liqiudieren müssen um wieder Millieu-Partei zu werden, wie vor dem III. Reich, nur eben nicht mit 20% sondern mit 5 bis 10, regional teilweise mehr.
Für die Diskrepanz zwischen heutiger christdemokratischer Politik und der katholischen Position ist daher entscheidender, daß sich ein derart enges Weltbild (im Vgl. zum gesellschaftl. „mainstream“) nicht in eine Volkspartei integrieren lässt.
Zur Alternative Bürgerkrieg: Das wäre wohl dann eher die Konsequenz verfehlter Zuwanderungspolitik, die potentielle Kombatanten erst ins Feld führte, denn eines unterlassenen und Realität bisher recht fruchtlosen Einsatzes von Mensch und Material am Hindukusch.
Redaktion benachrichtigen Der tote Kardinal
#50   Pippifax   17:01:23 | Freitag, 19. Oktober 2007
Danke Artios,
jetzt kann ich fortsetzen. Ich meine hier das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung (etwa der von Kattowitz über die Frage der Staatszugehörigkeit, hier hat Gott nichts offenbart).
Vielen Polen, aber nicht allen, muss man natürlich vorhalten, daß sie an den Taten gegen Deutsche in den Oder-Neiße-Gebieten mitgewirkt haben. Vor dem Hintergrund der kath. Glaubens- und Sittenlehre ein Problem. Raub, Mord, Diebstahl etc. sind selbst bei legitiemem Zweck (die pl. Seite argumentiert hier oft mit dem Wunsch nach sicheren Grenzen) kein legitimes Mittel.
Der Aspekt, daß insbesondere der poln. Staat seine eigene Bevölkerung hinter dem Bug verraten hat und zur Umsiedlung zwang, sollte nicht unerwähnt bleiben. Viele von denen sehnten sich auch nach Jahrzehnten noch nach Rückkehr in die Heimat. Auch hat die VR Polen sich nie um die Verbliebenen Landsleute gekümmert. Erst in diesem Jahr (2007) wurde den noch in der kresy lebenen Polen ein Status vglbr. den Heimatvertriebenen, Spätaussiedlern etc. zuerkannt, der es ihnen ermöglicht in Polen zu leben und zu arbeiten.
Um die Repatrianten an die „neue Heimat“ zu gewöhnen, hat man auf die im Gegensatz zu Piłsudski stehende Piastische Staatsidee zurückgegriffen, die Polen in der Kontinuität des nördl. Westslawentums sieht. Es gab durchaus auch Stimmen, die Polen bis in die Lausitz ausdehnen wollten, um die Sorben ebenfalls zu inkorporieren.
Wie man liest, scheint dies Nutzer wie Engelhardt mehr zu überzeugen als die poln. Repatrianten :-D .
Redaktion benachrichtigen Der tote Kardinal
#48   Pippifax   15:30:07 | Freitag, 19. Oktober 2007
Unerträglich!
In einem polnischen traditionskatholischen Forum, in welchem ich mitlese, haben die Teilnehmer in ihren Beiträgen zum Tod von Bischof Ignacy Jeż in der Regel einen Satz pietetvoller Anteilnahme hinterlassen.
Daher: Requiescat in Pace!
Keine Streitereien darüber, ob Exzellenz vielleicht zu deutschfreundlich war o.ä.
Was man hier lesen muss, ist irgendwo zwischen traurig, erbärmlich und falsch anzusiedeln.
Wahr ist zunächst, daß die Grenzziehung zwischen D und PL nach dem WKI nicht vollständig dem Selbstbstimmung srecht der Völker entsprach. Die Grenzziehung Polens im Osten, welche im Frieden von Riga anerkannt wurde, entsprach zumindest einigermaßen derjenigen vor den poln. Teilungen. Da Marschall Piłsudskis Staatsidee auf dem Erbe der Jagiellonen-Dynastie fusste, war dies auch richtig. Ethnisch stellten die Polen zwar östlich des Bug (kresy wschodnie) nur die relative Mehrheit, es gab aber keine größere Bevölkerungsgruppe als sie.
Wer die Oder-Neiße-Grenze unter Verweis auf die otton. Zeit legitimieren will, sollte sich schleunigst in dt. Uniform nach Neapel aufmachen (gehört ja schließlich uns seit Tausend Jahren egal wer da heute lebt).
Die Westverschiebung Polens war zunächst Stalins Verbrechen, daß von den Westmächten gebilligt wurde. Der Hinweis auf die Glatzer Neiße ist interessant. Aus meiner Sicht hat Churchill diese Argumentation aus der Taufe gehoben um sich im Nachhinein ein wenig von dieser Problematik zu distanzieren.
Redaktion benachrichtigen Drei Staatspräsidenten + …
#26   Pippifax   18:16:09 | Dienstag, 16. Oktober 2007
Beschämend, Typ!
Was Sie hier als bestenfalls Halbwissender verzapfen um die Unwissenden zu belehren ist einfach nur ein Ärgernis. Selbst ein Wikipedia-Artikel über die Hl. Maria Goretti bringt mehr an Wahrheit und Substanz als Sie.
Es kann nichts Sünde sein, was nicht gewollt ist. Eine Vergewaltigung geschieht gerade gegen den Willen des Opfers. Ergo kann sie keine Sünde für das Opfer sein.
Die angesprochene Heilige hat den Märtytertod auf sich genommen, weil sie Ihrem Bedränger keine Möglichkeit zur Sünde geben wollte. Natürlich kann man einwenden, daß er durch den Mord an ihr ebenso eine Todsünde auf sich geladen hat. Allerdings hat sich der Bedränger im Gefängnis bekehrt und ist nach der Haftentlassung in den Kapuziner-Orden eingetreten. Überdies hat die Hl. Maria Goretti in auf dem Totenbett verziehen.
Redaktion benachrichtigen Keine Lösung + …
#1   Pippifax   09:56:25 | Montag, 15. Oktober 2007
Oh redaktionelle Einfältigkeit!
Ad Grüne:
Auch wenn die Intention der Ökos eine andere war. Warum sollten ein reformkatholischer Bischof und ein prot. Religionsdiener in einer auch durch meine Zwangsbeiträge finanzierten Rundfunkanstalt einen „ökumen. Gottesdienst“ abhalten. Als Traditionskatholik werde ich von denen inhaltlich nicht represäntiert. Vom Bischof aufgrund seiner Weihe und seines Amtes zumindest noch formal, aber das heißt nicht viel.
Ad Polen:
Welche Partei sollten das poln. Episkopat oder Radio Maryja denn empfehlen? Man sollte nicht dem Irrglauben anhängen, daß die polnischen Rechtsparteien dem Katholizismus eine besondere Stütze wären. Zwar gibt es bei Prawo i Sprawiedliwość und auch bei Liga Prawicy Rzeczypospolitej einige sinnvolle Ansätze, die allerdings durch extreme handwerkliche Unfähigkeit und anachronistischen, geradezu anti-abendländischen Nationalismus mehr als nur egalisiert werden. Insbesondere der – auch durch Widerstand in den eigenen Reihen – gescheiterte Versuch einer Verschärfung des Abtreibungsrechts dürfte bes. Radio Maryja dazu bewogen haben, keine Empfehlung abzugeben, nicht aus Druck, sondern aus Enttäuschung über die gescheiterte Anti-Abtreibungs-Initiative u.a.
Opfer dieser ärgerlichen Umstände war zudem auch der traditionskatholische frühere Parlamentspräsident und PiS Mann Marek Jurek, der eben wegen seiner gescheiterten Initiative gegen die Abtreigung den Hut genommen hat.
Letzlich ist es so, gibt es keine annehmbaren Optionen wählt der Katholik auch nicht!
Redaktion benachrichtigen Ohne akademischen Dünkel und weltliche Ehren
#28   Pippifax   13:48:34 | Samstag, 29. September 2007
daneben Don Camillo,
jetzt bin ich wirklich versucht, Sie entsprechend der Romanvorlage Don Camel zu nenen
In der Sache sollten Sie einsehen, daß sie vorschnell den Mund aufgerissen haben. Entsprechend der von Ihnen zitierten Vorschrift des CIC sind die Gläubigen gerade gehalten, sich nach Möglichkeit mit geistlichen Dingen auseinanderzusetzen, andernfalls wäre es ja tunlich etwa beim Hören der Predigt „auf Durchzug“ zu schalten, um sich hier nicht geistig anzustrengen.
Zudem gibt es verschiedene Wege der geistigen Erholung. Manche müssen hierfür auf Leerlauf schalten, andere erholen sich durch Freunde an der Beschäftigung mit geistlichen oder geistreichen Dingen: Kunst, Literatur, Musik etwa. In der Kirche wurden eben diese Tätigkeiten als opera liberalia bezeichnet. Die Übersetzung dürfte hinsichlich der Problematik selbsterklärend sein.
PS: ich sprach keineswegs davon, daß jede geistige Tätigkeit am Herrentag erlaubt wäre, bestritt und bestreite aber, daß die im Beitrag geschilderte Tätigkeit verboten wäre.
Redaktion benachrichtigen Ohne akademischen Dünkel und weltliche Ehren
#17   Pippifax   10:40:35 | Samstag, 29. September 2007
Dümmliche Provokation!
Don Camillo, Sie machen dem eigentlichen Träger des Namens mit ihrer Provokation keine Ehre.
Die Sonntagsheiligung verbietet im Regelfall irgendwelchen Erwerbsarbeiten, Handel und Gewerbe nachzugehen. Keinesfalls fordert sie, den Verzicht auf geistige Betätigung insbesondere in geistlichen Dingen. Hinsichtlich der Qualität selbiger im vorliegenden Artikel kann ich keine Aussage trefen. Eine Verletzung der Sonntagsheiligung kann aber nicht erkannt werden.
Wenn ich mir Ihre Aussage noch einmal durch den Kopf gehen lasse, kommt bei mir der Verdacht auf, daß bei Ihnen womöglich öfter Sonntag ist ^-^ .
Redaktion benachrichtigen Erholt und entspannt + …
#4   Pippifax   10:22:27 | Samstag, 29. September 2007
Danke Flashnews,
You made my Day. Allerdings hoffe ich, daß diese renomierten Verlage das nötige Misstrauen gegen Ihre Quellen haben, schließlich bietet sich Ihr Buchprojekt regelrecht zum schtonken an.
Was den Erzbischof angeht, scheint sich zu zeigen, daß die sogenannte Inkulturation endgültig gescheitert ist. Anstatt zu konstatieren, daß das Problem aus einer immer noch präsenten latenten Polygamie, die aus vorchristlicher Stammesbarbarei stammt, resultiert und mit einer schlechten hygienischen Versorgung katalysiert wird, spielt der Mann die Ethno-Nationale Karte.
Redaktion benachrichtigen Sie sind unbarmherzig
#56   Pippifax   10:24:22 | Mittwoch, 26. September 2007
@Ministrant
Sie sind noch dümmer als ich gewagt habe, auch nur zu ahnen. Man kann nur hoffen, sie kriegen irgendwann noch die Kurve zum „Pasti“ wie man in Ihren Kreisen wohl zu sagen pflegt. Letztlich ist es so, daß das Bild von Kirche, welches Sie hier zeichnen eine Exkommunikation oder ein Schisma gegenstandslos macht, weil es ein nullum wäre. Bei Ihrem Kirchenverständnis wäre ein Schisma kein Ausschluß vom Heil, sondern ein Ausschluß aus der Kirchensteuergemeinschaft. Möglicherweise ist dies auch das Einzige, worum es Ihnen geht, nämlich die letzten Pfründe ohne die nörgelnden Konservativen oder Traditionalisten allein verprassen zu dürfen.
Um es deutlich zu sagen, mit Ihnen möchte Ich gar nicht in Kirchensteuergemeinschaft stehen O:) . Noch weniger möchte ich, daß die von mir geschaffenen Werte von Ihnen verprasst werden. Glücklicherweise gibt es genügend unumstrittene Möglichkeiten, daß auch umzusetzen.
Redaktion benachrichtigen Sie sind unbarmherzig
#52   Pippifax   09:36:45 | Mittwoch, 26. September 2007
inkonsistenz
Ministrant schrieb:
„Nulla salus extra eclesiam“ ist kein Dogma.
Nun ja, sollte das tatsächlich Ihre Auffassung sein, müssten Sie auch problemlos zugestehen, daß Exkommunikation, Schisma etc, welche Sie hier anderen attestieren, keine Bedeutung haben. Letztlich schwanken Ihre Beiträge hier zwischen Inkontinenz und Inkonsistenz. Die Ursache hierfür habe ich Ihnen bereits genannt: Kaum Wissen, aber dafür eine Menge schlechten Benehmens.
PS: Dies schlussfolgere ich nicht daraus, daß Sie die Ausführungen des Weihbischofs der FSSPX kritisieren, sondern aus der Gesamtheit Ihres Auftretens hier. Ihre geistige Armut offenbart sich hier nicht zuletzt darin, daß Sie vollkommen unbegründet anderen Rassismus, Antisemitismus u.s.w. unterstellen. Mehr können Sie wohl auch nicht.
Redaktion benachrichtigen Ein fortschrittliches Land + …
#2   Pippifax   09:23:06 | Mittwoch, 26. September 2007
Nicaragua
Es wäre für mich interessant zu erfahren, was die Ursache jenes breiten politischen Konsens über die Verwerflichkeit der Abtreibung in oben genanntem Land ist. Sogar die regierenden und wohl eher linksorientierten Sandinisten sind hier mit im Boot. Insgesamt ist das alles sehr begrüßenswert, aber was ist die Causa?
Redaktion benachrichtigen Sie sind unbarmherzig
#23   Pippifax   21:35:26 | Dienstag, 25. September 2007
eigenartig
@ Ministrant
Wenn ich mir Ihre Entgleisungen hier so anschaue, dann bedaure ich regelrecht, daß Sie irgendwann als Priester Jesu Christi in Ewigkeit auf die Menschheit losgelassen werden. In Ihrem Fall muss man dem Hl. Franz Xaver widersprechen. Sie sind sicher nicht mit Wissen vollgestopft, dafür aber mit schlechtem Benehmen.
@van Laack
Das einzige, was mir zu Ihrem Beitrag eingefallen ist, war ein spontanes Bedauern, daß es heute die Position des advocatus diaboli nicht mehr gibt. Das täte so manchem Selig/Heiligsprechungsprozess bitter nötig.
@Seine Heiligkeit :-)
Sie haben aus meiner Sicht zutreffend darauf hingewiesen, daß letztlich nur eine Sache es wert ist sich dafür zu opfern, nämlich Jesus Christus selbst. Folglich ist es schlicht dumm, sich für rein diesseitiges zu opfern. Aber das beantwortet aber nicht die Frage, warum der Weihbischof den Terminus Menschenwürde gewissermaßen als Contraprinzip zu Christus aufbaut. Sollten die Väter des Grundgesetzes und noch mehr der bayerischen Verfassung von 1946, die ja ebenfalls und wenn ich mich recht erinnere, inspiriert von Ihrem Namensvetter diesen Terminus in die Konstitution aufnahmen, diesen Umstand übersehen haben? Ansonsten favorisieren Sie doch in Ihren Beiträgen gerade jene traditionelle Christdemokratie, die eben diesen Terminus konstitutionell werden lies.
Redaktion benachrichtigen Es fehlt das nötige Wohlwollen
#11   Pippifax   09:21:42 | Sonntag, 16. September 2007
@Cbr Seminarist,
das haben Sie gut erkannt. Der inkriminierte Satz Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte. lässt sich tatsächlich als Kritik an der Alten Messe verstehen. Diese wäre nicht mehr zeitgemäß, weil sich der kulturelle Rahmen geändert hat. Wenn man zudem bedenkt, daß der Kardinal in seiner Rede eine Heilsentität des jüdischen Volks nach dem Kreuzesopfer aufbaut (im Zusammenhang des Besuchs d. Hl. Vaters im Vernichtungslager Auschwitz im letzten Jahr), müsste eigentlich der Zentralrat jubilieren. Alte Messe böse, heutiges Judentum Zeichen Gottes.
Hieran kann nun schlicht erkannt werden, daß die geistige Demenz einiger Zeitgenossen so weit fortgeschritten ist, daß sie so eine Rede, wie die von Kardinal Meißner nicht mehr verstehen, sondern aufgrund einiger Wortfetzen ins Gegenteil deuten.
Der Kardinal wird nach dem Motto – kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort – aufgrund des „Protestes“ nochmal darüber nachdenken dürfen, ob man sich an so flache kulturelle Epochen überhaupt binden muss. Er kann auch darüber nachdenken, ob Auschwitz nicht eher ein Problem des 5. Gebotes statt des 1. Gebotes ist.
PS: Herr Kardinal, es tut mir ja leid, daß Sie am Kreisgymnasium Neiße/OS nicht ordentlich Latein lernen konnten und sich dieses Manko in Neuzelle nicht nachholen lies, dafür sind aber nicht die Tradis, sondern die Rote Armee verantwortlich.
Redaktion benachrichtigen Wie geht es im Bistum Basel weiter?
#13   Pippifax   09:58:16 | Freitag, 14. September 2007
Werte Dame,
ich danke für Ihre Informationen.
Eigentlich ist die Sache ja ganz einfach. Die Röschenzer bezahlen den Ketzer selber. Mit seinem Geld kann man ja machen, was man will. Der Bischof verhängt formal ein Interdikt über alle, die weiter bei Hw.Sabo die „Sakramente“ empfangen, zudem wird die territoriale Jurisdiktion der Kirchgemeine Röschenz über die im Gemeindegebiet verbliebenen Katholiken von Röschenz (ein paar wirds schon noch geben) aufgehoben. Der Bischof beauftrag einen altrituellen (meinetwegen auch net SJM-Pater, für die, die vom NOM net loskommen) Priester mit der Bildung einer Personalpfarrei in Röschenz und die Situation ist geklärt. Neusaat im Sturm gewiesermaßen, wie in der Gegenreformation.
Wenn das Bistum einen klaren Kurs fahren würde und nicht zick-zack, dann wäre Röschenz längst erledigt.
Redaktion benachrichtigen Die Angriffe wurden lange abgewehrt
#27   Pippifax   08:39:34 | Donnerstag, 13. September 2007
@engelhardt
Bei der kruden Mischung aus Antikatholizismus und antifaschistischem Gutmenschentum, daß Sie hier liefern, sollten sich katholisch Korporierte mit Ihnen auch nicht abgeben. Allerdings hatte ich bisher auch nicht den Eindruck, daß langweilendes Gutmenschentum, wie Sie es hier präsentieren, bei Schlagenden Beigeisterungsstürme auslöst. Naja, bei Corpsstudenten vielleicht, außer in RÖ.
Redaktion benachrichtigen Der letzte Katholik verläßt die österreichische Politik
#21   Pippifax   18:25:42 | Mittwoch, 12. September 2007
Auf dem falschen Pferd geritten.
Die FPÖ ist halt keine Partei, wo man mit konservativ-katholischen Inhalten Freunde gewinnt.
Der Erfolg der FPÖ unter Haider in den Neunzigern, der auch Stadler in die österr. Bundespolitik gelangen ließ, beruhte ja nicht auf der inhaltlichen Überzeugungskraft des „Dritten Lagers“, sondern auf dem Protestimage, das sich Haider aufgebaut hatte. Das mit dem Erfolg einhergehende Anwachsen der Mandate war auch Stadlers Möglichkeit in die Bundespolitik vorzurücken. Gleichzeitig glaubte dieser nun, einen konservativ-katholischen Flügel in der Partei repräsentieren zu können. Haiders weltanschauliche Indifferenz führte irgendwann dazu, daß sich das klassische FPÖ-Klientel von ihm entfremdete, was letztlich in der Spaltung FPÖ-BZÖ endete. Allerdings konnte Stadler auch unter Strache sein Lieblingsprojekt eines klerikalen Flügels im klassisch antiklerikalen 3. Lager nicht durchsetzen. Stadlers Vehemenz es dennoch zu versuchen, möglicherweise auch mit für Katholiken unerlaubten Mitteln, führte letztlich zu seinem Fall.
Fairerweise muss man aber hinzufügen, daß Stadlers Position als Volksanwalt, die er nebenbei in der causa Salzburg zugunsten der FSSPX genutzt hat, nunmal mit krawallmachen einhergeht.
Im übrigen sieht es mit dem christl.-sozialen Flügel in der VP auch net besser aus. Seipel und Dollfuß würden in der Gruft routieren. Von daher kann man es Stadler nicht verübeln, es mal in der FP probiert zu haben. Die Vorzeichen für Dauerhaftes standen halt von Beginn an eher schlecht
Redaktion benachrichtigen Der letzte Katholik verläßt die österreichische Politik
#12   Pippifax   11:59:00 | Mittwoch, 12. September 2007
@Stimme
Ihre Argumentation hört sich in etwa so an, als ob Besteck überflüssig ist, weil man ja auch mit den Fingern essen könne. ts ts sehr unzivilisiert das.
Ich persönlich konnte in der Tat auch vor dem MP schon die Sakramente würdig empfangen. Aber man muss ja auch an die Mitmenschen draußen im Land denken.
So jetzt geh ich mal zivilisiert essen, nicht etwa zu McD oder so, ich geh ja schließlich auch nicht in den NOM.
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#10   Pippifax   11:30:51 | Mittwoch, 12. September 2007
Tja, Stimme der „Vernunft“,
wenn Sie Ihr Herz ganz an Christus hängen würden und nicht an das, was Sie als „Vernunft“ bezeichnen, wäre es Ihnen auch das wichtigste, die Hl. Sakramente würdig zu empfangen. Hier kann das Motu Proprio helfen. Wenn Sie diese Sorge haben möchten, bekehren Sie sich!
Ansonsten ist es wohl vernünftig, wenn Stadler sich aus der Politik zurückzieht. Als Einzelkämpfer kann er da eh wenig erreichen. Seine Primärpflichten als Familienvater scheint er erkannt zu haben. Wenn Gott uns in Mitteleuropa nochmal die Gnade gibt, ein integralistisches Gesellschaftsmodell zu errichten, dann wird er sich nicht irgendwelcher Gossenparteien wie der FPÖ bedienen. Wenn nicht, ist der Rückzug aufs Private eh das sinnvollste, solange es einen Rechtsstaat gibt, kann man sich trotzdem vor den Jakobinisten schützen. Ora et labora eben.
PS: @Thaumadingens
Als Aggiornamento-Faschist sollten Sie sich nicht fragen, warum es zu wenige Konversionen ins Christentum gibt. Sehen sie es mit der Neuen Theologie eher so, daß es eben auch einen islamischen Heilsweg gibt. Vielleicht wär das auch was für Sie :(3 ;-) .
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#59   Pippifax   21:05:40 | Dienstag, 11. September 2007
Langweiliges Gefasel!
Manchmal muss man sich über die heterogene Haltung der Redaktion schon sehr wundern. Beiträge von Pax Christi als katholische Nachrichten …haha. Es gibt keinen Dialog mit dem Irrtum, allenfalls mit der irrenden Seele. Die Kategorien dürfen nicht verwischt werden, daß ist in den letzten 40 Jahren in der Kirche ohnehin schon oft genug passiert.
Eine gewisse Verwunderung rufen in mir allerdings auch jene Beiträge hervor, die zwar diesen Umstand in Bezug auf den Islam anzuwenden wissen, aber doch zu meinen scheinen, daß dies hinsichtlich innereuropäischer Angelegenheiten nur mehr relativ zu gelten habe. Dialog mit dem Liberalismus? Letztlich tun jene, die den Islam an Ort und Stelle in Schach halten, möglicherweise zwar gut daran, sind aber trotzdem keine miles christi. Zudem sollte der Katholik auch fragen, ob der gerechte Zweck (Schutz vor dem Islam) auch mit den richtigigen also in sich nicht schlechten Mitteln verfolgt wird. Anderes wäre nicht zu gutzuheißen.
Zudem sind die islamistischen Gefahren, die schon heute in Europa existieren, wohl doch Folge des Liberalismus (Einwanderungspolitik u.ä).
Es auch daran erinnert, daß der Liberalismus gerade im Hinblick auf den Kampf gegen die Kirche auch totalitäre Züge tragen kann, etwa die glorious revolution oder 1789.
Meiner Ansicht nach sollte man daher vorsichtig darin sein, den Liberalismus vorschnell zu absolvieren, weil er irgendwie europäisch ist.
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#9   Pippifax   20:33:21 | Dienstag, 11. September 2007
@ sacerdos helviticus
Danke für die Links. Zwei Prozesparteien und zwei Beigeladene also. Dennoch ist es trotzdem so, wie ich vemutete. Sobald die Missio Tatbestandsvorraussetzung für eine hier zwar nicht konkret arbeitsrechtliche sondern eine staatskirchenrechtliche Rechtsfolge ist, ist sie justiziabel.
Allerdings geht aus den verlinkten Seiten nicht ganz hervor, ob daß Bistum bzw. die Landeskirche sich im klaren darüber waren, daß der Entzug der Missio nicht nur kirchenrechtlich relevant ist, sondern darüber hinaus auch weltlichen Anforderungen hinsichtlich der Rechtmäßigkeit unterliegt. Es wäre interessant zu wissen, ob es hier vergleichbare Fälle etwa bei reformierten Religionsdienern o.ä. schon gegeben hat, oder ob das Kantonsgericht die formalen Anforderungen an eine Missio gewissermaßen als eigene Rechtsschöpfung aus der Taufe hob.
Weiter würde mich interessieren, ob Hw. Sabo als „Angestellter“ der Kirchgemeinde allein aus deren finanziellen Mitteln bezahlt wird oder muss die Landeskirche etwa Mittel zuschießen? Ich kann mir gut vorstellen, daß manch einer aus dem Kaff irgendwann müde wird, Sabo durchzufüttern.
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#3   Pippifax   19:19:27 | Montag, 10. September 2007
Dankesehr PegasusNbW!
Aus dem von Ihnen gesagten schließe ich, daß sich die Sachlage folgendermaßen darstellt:
Das Ordinariat hat Hw. Sabo die Missio entzogen, ohne ihn vorher angehört zu haben. Danach verlangte das Ordinariat
gestützt auf den Entzug der Missio von der öffentl.-recht.
Körperschaft (Staatskirche) bei der Hw. Sabo angestellt ist, diesen zu entlassen. Die „Staatskirche“ folgte dieser Aufforderung, worauf hin Hw. Sabo beim zuständigen weltlichen Gericht Rechtsmittel gegen die Kündigung einlegte. Das Gericht hat nunmehr festgestellt, daß die Kündigung rechtswidrig war, weil sie eines Rechtsgrundes, nämlich des wirksamen Entzuges der Missio (dieser unwirksam mangels Anhörung) entbehrte. Somit musste der Entzug der Missio durch den Bischof inzident geprüft werden.
Noch anzumerken wäre: Witzig ist, daß die staatskirchliche Körperschaft mit gutem Grund unter Hinweis auf den Verfahrensfehler beim Entzug der Missio dem Ersuchen des Bischofs um Entlassung Hw. Sabos hätte entgegentreten können, ohne das dies kritikwürdig gewesen wäre. Scheinbar zeigt sich hier wieder die Inkompetenz des organisierten Laienkatholizismus, die man des öfteren bemerken kann.
Oder aber, daß Ordinariat hat bewußt diesen Fehler „eingebaut“ um den Status Quo zu retten und gleichzeitig den schwarzen Peter an die „Staatskirche“ schieben zu können. Eins ist klar, daß Problem Röschenz wäre durch ein finanzielles Austrocknen des Sumpfes schnell erledigt gewesen. So aber dürfte alles beim alten bleiben. Ein schelm… ^-^
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#1   Pippifax   16:35:27 | Montag, 10. September 2007
Seltsam
Zunächst einmal ist mir nicht klar, wie ein staatliches Gericht seine Zuständigkeit für die feststellende Beurteilung eines rein innerkirchlichen Verfahrens begründen kann. Mir ist zwar klar, daß in der Schweiz die Religionsgemeinschaften als öffentlich-rechtliche Körperschaften organisiert sind (in D auch) und das die Finanzverfassung jener Körperschaften dort zudem eine „demokratische“ Mitwirkung der Gläubigen zwingend erfordert. Dies kann aber doch nicht die Frage einer missio canonica miteinschließen? Allerdings ist der Autor wohl neben seinem „politischen“ Engagement als Rechtsanwalt tätig und dürfte somit die fachliche Kompetenz zur Schilderung und Beurteilung des Falls besitzen. Vielleicht kann ein Teilnehmer hier aufklären.
Ansonsten dürfte dort, wie auch in § 45 I VwVfG gelten, daß eine Anhörung auch nachgeholt werden kann, von daher ist der Verfahrensfehler wohl nicht weiter tragisch.
Der Bischof hätte übrigens noch eine weitere Alternative.
Er könnte am 14.9. einen tatkräftigen Altrituspriester mit der Bildung einer altrituellen Personalpfarrei im Raum Röschenz beauftragen. Das wär doch mal ein Spaß :-D .
Allerdings ist es das Wesen der Neo“konservativen“, daß sie lieber die Apostasie hinnehmen, als der Wahrheit aktiv zum Durchbruch zu verhelfen.
Redaktion benachrichtigen Kreuzzug gegen den Mutterkreuzzug
#40   Pippifax   22:30:08 | Sonntag, 9. September 2007
Röchtösch Timmi,
mit Ihrer couragierten und engagierten Frage haben Sie, gleichsam auch antwortend, das letzte Teil des Puzzles gefunden, daß uns allen die endgültige Wahrheit über Eva (Braun) Herman geliefert: Wer traditionelles Familienbild sagt, denkt Auschwitz!
Für dieses überzeugende Beispiel antifaschistischer Bildungsarbeit sollte man Ihnen irgendnen Preis für
Zivilcourage oder besser noch das Bundesverdienstkreuz (natürlich am Bande) verleihen.
Redaktion benachrichtigen „Mir geht es um die Einkehr, die innere Ruhe“
#14   Pippifax   10:23:44 | Mittwoch, 5. September 2007
Naja Gilbert,
lesen Sie doch einmal hier www.spiegel.de/…,1518,503814,00.html etwas über die Renaissance des lateinischen an deutschen Gymnasien. Ich glaube, da haben Sie sich ein wenig verschätzt. An meinem Gymnasium (kein altsprachliches Profil) haben, als ich dieses in den Neunzigern besuchte, etwa 60 Prozent der Schüler Latein gelernt.
Redaktion benachrichtigen Vom Kardinal vertriebener Bischof
#5   Pippifax   12:42:37 | Samstag, 1. September 2007
Danke für den Artikel!
Ein wirklich lesenswerter und informativer Artikel! Danke!
Obwohl ich mit dem Themenkreis allgemein sehr vertraut bin, war mir nicht bekannt, daß Exz. Kaller gebürtiger Oberschlesier war und dort auch seinen Priesterdienst einige Zeit ausgeübt hat.
Dies führt mich zu zwei Anmerkungen:
Zunächst, werte Redaktion, heißt Groß-Strehlitz auch heute noch Groß-Strehlitz auf deutsch, auf polnisch eben Strzelce Opolskie. Dies ist insofern relevant, da in jener Kleinstadt und dem zugehörigen Landkreis nach wie vor eine große Anzahl deutschstämmiger schlesischer Bevölkerung lebt, wie man hier www.dat.prosilesia.net/cms/news/detail.php?nr=671&kategor… nachlesen kann.
Aus der Tatsache, daß Exz. Kaller seinen priesterl. Dienst in Oberschlesien ausübte, kann man vermuten, daß er des polnischen gut mächtig war, da auf Anweisung von Kardinal Bertram die Geistlichen in den sprachlich-kulturellen Mischgebieten Oberschlesiens auch polnisch können mußten. Vor diesem Hintergrund ist die Ausweisung Exz. Kallers nach dem Krieg noch unverständlicher, da er eben auch Seelsorge unter den Vertriebenen aus Ostpolen hätte leisten können. Letztlich ist dies alles ohnehin nur mit dem Ungeist von 1789 zu erklären.
Eine Anmerkung noch zu Athanasius. Auch auf deutscher Seite waren Prieser im Abstimmungskampf 1921 involviert. So etwa Prälat Carl Ulitzka. de.wikipedia.org/wiki/Carl_Ulitzka Im Gegensatz zu manchem polnischen Priester versuchten diese aber, die Oberschlesier gewaltlos für einen Verbleib beim Reich zu bewegen. Durch Teilnahme an der Abstimmung!
Redaktion benachrichtigen Es braucht altgläubige Pfarreien
#15   Pippifax   13:32:27 | Donnerstag, 30. August 2007
zu Dorothea
The Remnant ist kein explizietes FSSPX-Blatt, sondern unabhängig traditionell, wobei man der These des Sedesvakantismus eher kritisch gegenüber steht, was sie hier www.remnantnewspaper.com/about.htm nachlesen können, sofern sie des englischen (wohl im Gegensatz zur Redaktion) mächtig sind.
Die zwei entscheidenden Stellen sind diese:
The Remnant is part of the „Loyal Opposition“-- it defends Pope Benedict as the legitimate Successor of St. Peter, and it also defends his strong stand on moral issues in the face of the Modern world.
sowie
It is also important to note that The Remnant is not an „Indult Catholic“ journal, nor is it a „Society of St. Pius X Catholic“ journal (although its editors have great respect and admiration for the late Archbishop Marcel Lefebvre), nor is it a „Fraternity of St. Peter Catholic“ journal.
The Remnant is Roman Catholic and that is all.
Dies stellt zudem eine aus meiner Sicht vernünftige Haltung dar, was die Zeitung sehr lesenswert macht.
Redaktion benachrichtigen Schlammschlacht gegen den Medien-Pater
#13   Pippifax   20:05:39 | Samstag, 11. August 2007
eigenartig
@Sentinel
Ich verfolge Ihre Beiträge hier ja schon einige Zeit. Diese erscheinen mir zunehmend seltsam. Insbesondere die ständige Erwähnung der FSSPX in den unmöglichsten Zusammenhängen ist irritierend. Um es klar zu sagen, ich will hier nicht die FSSPX verteidigen, aber inwieweit diese etwas mit kreuz.net zu tun hat, lässt sich nur schwer klären. Inhaltlich ist die kreuz.net-Linie wohl nicht eindeutig FSSPX. Mit kath.net hingegen hat die FSSPX aber kreuz.net nichts zu tun. Die Wurzeln von kath.net liegen auf dem Balkan ;-) . Die Erklärung lieber Sentinel liegt bei Ihren Wahnvorstellungen wohl darin, daß Sie wie sie in einigen Beiträgen auch erwähnen, einige Kontakte zu Scientology-Kreisen haben :-! .
Zu Polen:
kreuz.net begeht den Fehler, den viele Konservative und Traditionalisten begehen. Sie halten letztlich alles was sich gegen den Mainstream richtet für gut. Das ist falsch!
Radio Maryja hat in Polen enorme Macht. Für die Alte Messe etwa wurde diese nur selten eingesetzt. Im Gegenteil Liturgie im Radio Maryja Umfeld ist eher peinlich. Etwas wo ich mich immer von ferngehalten habe. RM hat deutschfeindliche Attitüden, mehr noch jüdisch-feindliche. Ich will hier nicht die Antisemitismus-Keule schwingen, aber ganz sauber sind die nicht. Man könnte gewisse Parallelen zur Action Francaise ziehen, aber ich will Leuten wie C.Maurras, G. Bernanos u.a. nicht Unrecht tun, den Radio Maryjas intellektuelle Qualität ist praktisch nicht vorhanden. Das ist das wirklich bedauerliche!
Redaktion benachrichtigen Liberalisierung auf dem Papier?
#20   Pippifax   21:06:59 | Sonntag, 5. August 2007
Dr. Otterbeck, sie nerven!
Mag ja sein, daß der alte rheinsiche Grundsatz, sich aus Prinzip jedem der Stärker ist, einfach so zu unterwerfen, egal ob Franzose oder Preuße, egal ob links oder rechts, egal ob modern oder traditionell, bei Ihnen zu einer gewissen Politneurose geführt hat. Die gönn ich Ihnen auch von Herzen, Suum cuique :(3 . Es geht aber nicht an, daß Sie die Anhänger der überlieferten Liturgie hier ständig mit Dreck bewerfen, indem Sie uns politisch diffamieren. Mir persönlich ist Politik oft herzlich egal, das katholische Dogma aber nicht. Sie können die Finger nicht von der Verknüpfung zwischen Politik und Religion lassen, indem sie die eher laue Christdemokratie mit dem wohl noch laueren rheinischen Katholizismus Schulter an Schulter sehen wollen. Selbst Ihre neokonservativen Freunde bei kath.net www.kath.net/detail.php?id=17436 sehen mittlerweile ein, daß dies hinsichtlich der Christdemokratie wohl nicht mehr ganz so stimmt.
PS: Wiewohl ich nicht so bewandert in politischen Theorien zu sein scheine wie Sie, ist mir nicht entgangen, daß der Nutzer Rudolfus wohl eher rot-weiß-rot orientiert ist, was sich aus lokalen Gegebenheiten ergib. Der Nutzer Murx mag zwar goldene Lilien auf blauem Grund favorisieren, das hat mit schwarz-weiß-rot aber auch nichts zu tun. Es deutet wirklich alles darauf hin, daß der aus dem rheinischen Minderwertigkeitskomplex entstandene Furor Borussiae sich bei Ihnen mangels Borussia versucht bei den Anhängern der Alten Messe zu entladen. Das wirkt aber eher peinlich!
Redaktion benachrichtigen Wird nicht besucht + …
#7   Pippifax   11:43:57 | Samstag, 4. August 2007
unnötige und nervende Verknüpfung!
Zwar wird auch mir nicht wirklich warm ums Herz, wenn in gewisser Häufigkeit zum ritualisierten Gedenken an die NS-Judenvernichtung geschritten wird, da tatsächlich hier ein quasireligöser Habitus entsteht. Dennoch ist besagte Massenvernichtung ein Fakt, der die jüngere Geschichte stark geprägt hat. Diesen Umstand mit den gottlosen Abtreibungsgesetzen im größten Teil Europas zu verknüpfen, ist aber ebenso nervtötend, da unreflektiert und nicht sachdienlich.
Bestes Beispiel hierzu ist der Eingangsbeitrag, der wohl relativieren möchte, daß es gerade der Vatikan unter Federführung des jetzigen und des vorangegangen Papstes war, der den Abtreibungsrelativierern in den Episkopaten kräftig auf die Finger geschlagen hat. Das die päpstliche Autorität hier faktisch noch keinen entscheidenden Durchbruch erzielen konnte, liegt an anderen strukturellen Problemen der Kirche, für der Hl. Vater womöglich eher zu kritisieren wäre. Denn scheinbar gilt hier www.kath.net/detail.php?id=17400 Gefahr erkannt(!) Gefahr gebannt(?).
Redaktion benachrichtigen Außer man tut es
#5   Pippifax   11:25:47 | Samstag, 4. August 2007
Werter Frater,
entsprechend dieser Quelle honneurs.free.fr/Wikini/wakka.php?wiki=LaziO, die ich trotz der meiner eher schwachbrüstigen Kenntnisse in den romanischen Sprachen richtig ausgewertet zu haben meine, findet die Alte Messe in der genannten Kirche jeden letzten Mittwoch des Monats um 16 Uhr 30 statt.
Redaktion benachrichtigen Der Schlagabtausch degeneriert
#11   Pippifax   13:21:57 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Dann nochmal hier, es lebe copy&paste
Naja, als Jurist bleibt mir nur, den Kopf über jenen Dr. Lindemann zu schütteln, der ohne irgendeine Anspruchsgrundlage zu haben, mal ebenso einen Zivilprozess anstrengt. Allerdings werden mit sowas auch meine Brötchen gebacken . Daher, sei’s drum!
Die katholische Tradition leidet nach wie vor darunter, zu viele peinliche Selbstdarsteller in ihren Reihen zu haben. Hier muss die Zeit helfen, besser zu werden und vor allem der Geist GOTTES, der zur Wahrheit führt.
Schade ist zudem, daß Dr. Berger gerade in diesen Zeiten, in denen der Kampf langsam Früchte zeigt, meint sich weiter an den kleiner werdenden Töpfen der Amtskirche laben zu müssen, statt jene Früchte der echten Katholizität zu erwarten. Irgendwann Hr. Dr. Berger hat das dt. Staatskirchensystem abgewirtschaftet, dann wird „in die Röhre geschaut“.
Bezeichnend am Artikel auf „kreuts.net“ ist aber die entwürdigende Bezeichnung von Dr. Lindemanns Ehefrau/Verlobte als „aus Brasilien importiert“. Dies lässt tief blicken, hinsichtlich des Menschenbildes dieser Leute. Es ist insbesondere daran zu erinnern, dass seinerzeit in der Diskussion um das LebensPartG die Schwulen forderten, es möge darin auch ein Bleiberecht für ausländische Partner garantiert werden.
Hrn. Dr. Lindemann bleibt zu raten, seine Zeit zukünftig mehr in seine sich anbahnende Familie und seinen Beruf zu stecken. Damit ist dem HERRN mehr gedient.
Redaktion benachrichtigen Introibo ad altare Dei – die Frage ist nur wie?
#24   Pippifax   13:32:19 | Donnerstag, 12. Juli 2007
Werte Marina,
gestatten Sie mir eine Frage, sind Sie überhaupt abitur? ^-^
Woher nehmen Sie das Recht, derartig unflätig über die europäische Kultursprache schlechthin herzuziehen und über diejenigen, die wie ich sich ein wenig in diese Sprache hineinvertiefen durften?
Redaktion benachrichtigen Pianist und Schriftsteller + …
#2   Pippifax   09:06:48 | Mittwoch, 11. Juli 2007
@gilbert, wer keine Ahnung hat…
Wie der Nutzer Artois gestern schon einmal zutreffend feststellte, sollten jene die von Polen keine Ahnung haben, sich auch nicht über dieses Land äußern. Im Gegensatz zu Ihnen spreche ich die Sprache und habe schon in diesem Land gearbeitet. Das BIP in Polen beträgt übrigens knapp 4 Prozent (Vgl. Deutschland 2,5%). Sie können mir glauben, daß insbesondere Investitionen aus dem deutschsprachigen Ausland sehr gefragt sind und Investoren auch sehr stark nachfragen.
Die Tatsache, daß dieses Land Deo Gratias sich seinen katholischen Glauben zumindest einigermaßen erhalten hat, macht es aus meiner Sicht nicht unattaktiver ;-) o^/
Redaktion benachrichtigen Bröckelnde Bollwerke + …
#6   Pippifax   12:32:26 | Samstag, 16. Juni 2007
Vorsicht!
Der Hl. Vater sollte hinsichtlich seiner Analyse des Glaubens in Polen und der Slowakei vorsichtiger sein. Als ich im vergangenen Jahr einige Monate im schönen Krakau gelebt habe, entstand in mir ein anderes Bild des Katholizismus dort. Gemeinsam mit einer Million Polen habe ich Seine Heiligkeit in Krakau empfangen dürfen – der größte Menschenauflauf den ich je in meinem Leben erlebt habe. Mit mehreren Zehntausend Menschen habe bin ich zum ersten Todestag von JP II den Kreuzweg auf dem ansonsten touristisch überfüllten Hauptmarkt gebetet. Nur einige wenige deutsche Touristen fühlten sich etwas irritiert…
Die einzige Gefahr für die Kirche dort ist jener Prozess der Selbstsäkularisierung, der die Kirche seit vierzig Jahren geißelt, aber gerade in den angesprochenen Ländern bisher nicht so durchgeschlagen ist. Wenn die Kirche hart bleibt, wenn sie so bleibt wie die Menschen sie schätzen und lieben, wenn sie so bleibt wie etwa der heiligmäßige Pater Popieluszko, dann bleiben auch die Menschen, weil sie instinktiv spüren, daß dort die Wahrheit ist.
Daher Schluß mit Selbstsäkularisierung und Ökumenismus, stattdessen Alte Messe und Rosenkranz!
Redaktion benachrichtigen Ein Segen vom Rabbiner + …
#20   Pippifax   16:31:35 | Freitag, 11. Mai 2007
@Gallowglas
Jetzt halten Sie mal den Ball flach. Wo haben Sie eigentlich Jura studiert, wo haben Sie Examen gemacht?
Jemand wie Sie, der hier regelrecht selbstherrlich über das Recht doziert, ohne besondere Kenntnisse zu haben, sollte mal ganz schnell zurückrudern.
Jemand wie Sie, der im Fall Buttiglione den Zweifelsgrundsatz negiert, weil ihm der Politiker nicht in den Kram passt, scheint mir gefährlich. Wie viele ihrer Homo-Kollegen scheinen auch Sie gewissen totalitären Vorstellungen anzuhängen, Ernst Röhm lässt grüßen.
Bedenklich sowas… :-@
Redaktion benachrichtigen Kontinent der Hoffnung? + …
#38   Pippifax   16:16:57 | Dienstag, 8. Mai 2007
Um die Sache mal zu beenden,
zunächst einmal, doppel p tut keinem weh (Gilt für meinen Nick).
Werte PhiloWolkendings, ich kann leider nicht weitermachen , da mein Sparringspartner gewissermaßen „aus dem Ring gekippt“ ist. Er befand sich aber schon vorher stark im taumeln.
Falls er jetzt mitliest, nichts für ungut und immer daran denken, dass der Weg der Umkehr der Weg zum HERRN ist, den wir alle ergreifen sollten.
Ansonsten werte Philo, in meinem Land schaffen es die Jugendämter noch nicht einmal, Kinder verwahrloster Eltern vor dem Verhungern zu retten. Da glaub ich kaum, dass jene Ämter in der von Ihnen begehrten Art und Weise agieren (was dieser auch rein rechtlich gar nicht dürften, vgl. Art IV u. VI GG). Ihre ganz persönliche geistige Haltung sollte man aber ganz stark im Auge behalten, da sie äußert freiheitsgefährdend ist. Ich meine mich zu erinnern, dass das frühere Ministerium für Staatssicherheit (der DDR) in ähnlicher Weise wie Sie es sich wünschen gegen Dissidenten vorging.
Nein Philo, Kinder katholischer Eltern werden so schnell nicht zum Reservoir Ihres und Ihrer Gesinnungsgenossen Sexualtriebs.
@ Landorganist,
vielleicht sind Sie ja auch der Zweitaccount des Nutzers, der wegen des vorrangegangen Wortgefechtes gesperrt wurde. Wer weiß das schon so genau? ;-)
Redaktion benachrichtigen Kontinent der Hoffnung? + …
#35   Pippifax   17:28:22 | Montag, 7. Mai 2007
Soso,
Sie waren also auch so einer, der in der Schule nicht ordentlich aufgepasst und stattdessen nur irgendetwas auf sein Blatt gekritzelt hat. Deswegen ist dann auch nichts aus Ihnen geworden, so dass Sie jetzt bei Hartz IV sind. Da dies aber für Ihren „besonderen“ Lebensstil nicht ausreicht, müssen Sie sich am Abend noch was „dazuverdienen“.
Und dann geben Sie das nicht mal beim Amt an und betrügen auch noch unseren Staat :-@
Redaktion benachrichtigen Kontinent der Hoffnung? + …
#33   Pippifax   17:17:14 | Montag, 7. Mai 2007
beim nächsten mal,
werd ich gleich sagen, dass ich nur mitspielen lasse, wer:
1. deutsch lesen kann und 2. in dieser Sprache Ausdruck, Grammatik und Interpunktion zumindest einigermaßen beherrscht. Da fallen Sie zwar dann raus, aber hier tummeln sich ja noch andere Spielzeuge.
Was den Nordafrikaner angeht, weiß ich nicht warum, ich weiß aber, dass der sich Marokkaner schreibt.
Redaktion benachrichtigen Kontinent der Hoffnung? + …
#31   Pippifax   17:03:31 | Montag, 7. Mai 2007
ach nö,
mir genügt es, wenn Sie hier im Forum mein rethorisches Spielzeug bleiben. In Ihrem Etablissement überlasse ich Sie gerne den zahlenden Freiern ^-^
Redaktion benachrichtigen Kontinent der Hoffnung? + …
#29   Pippifax   16:45:47 | Montag, 7. Mai 2007
@Redaktion
können Sie den Nutzer „Loyola“ nicht sperren? Nein, es geht mir nicht darum, dass er seine stalinistischen Vorstellungen hier nicht preisgeben soll. Ich hätt ja sonst auch kein Spielzeug mehr. Es geht darum, dass sein Synonym eine Beleidigung für einen großen Heiligen der Kirche ist. Er kann sich ja unter irgendeinem Schwuchtelnamen wieder anmelden.
@Schwuchteln
Ansonsten. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass die gute PhiloWolkendings hier preisgibt, wie die warmen Brüder denken. Aber jetzt hat es ja ein anderer getan.
Ich würde vorschlagen, sie nehmen der Gerechtigkeit halber dem wachsenden Kreis orientalischer Einwanderer ein paar Kinder weg, die haben eh viel mehr als wir ethnischen Europäer. Allerdings würde ich Sie bitten, wenn dann hinterher entsprechende Konsequenzen auf Sie zukommen, nicht nach dem Rechtsstaat zu schreien.
Schließlich lehnen Sie genau diesen ja ab und wollen ihn unter der Flagge der „Gleichbehandlung“ aushölen.
Redaktion benachrichtigen Kontinent der Hoffnung? + …
#16   Pippifax   15:02:02 | Montag, 7. Mai 2007
@PhilomeniaWolkendingens
Sie sind mir hier schon öfter als Postulatorin höchst freiheitsgefährdender Vorstellungen aufgefallen. Menschen ihre Kinder wegnehmen wollen, weil Sie eine andere Auffassung von der Welt haben; das widert mich an.
Haben Sie Ihre Jugend etwa bei der HJ oder den Jungen Komsomolzen verbracht?
Vermutlich hegen Sie tief in Ihrem Innern die Vorstellung, man sollte Andersdenkende in Gulags sperren!?
Redaktion benachrichtigen Kontinent der Hoffnung? + …
#12   Pippifax   11:55:00 | Montag, 7. Mai 2007
@ Santo Domingo
Danke, mir sind die im EG-Vertrag garantierten Grundfreiheiten für Unionsbürger durchaus bekannt. Wiewohl es zu berücksichtigen gilt, dass hinsichtlich der 2004 beigetretenen Länder einige Übergangsregelungen gibt, die diese Grundfreiheiten noch nicht voll zur Geltung kommen lassen. Wenn man allerdings wie ich einer privilegierten Berufsgruppe angehört, spielt dies wiederum keine große Rolle. :-]
Ansonsten haben Sie Recht, Deutschland ist ein schönes Land, nur manche seiner Einwohner sind gewöhnungsbedürftig.
Redaktion benachrichtigen Kontinent der Hoffnung? + …
#8   Pippifax   10:54:59 | Montag, 7. Mai 2007
Zukunft ist gut für alle
Der Vorposter soll sich doch bitte nicht lächerlich machen.
Den Schwutten wird die Zukunft sicher nicht gehören. Wenn man einen Lebensstiel pflegt, der jegliche Zukunft negiert, dann ist das auch nicht weiter verwunderlich.
Hier in D wird die Zukunft wohl eher den Turbanträgern gehören. Was die von den Schwutten halten, bedarf keiner weiteren Erwähnung.
Ansonsten: Polen ist ein schönes Land, die Sprache ist zwar schwer, aber aus meiner Sicht hat es sich gelohnt sie zu lernen. Dort gibt es keine Schwutten und keine Turbanträger, dafür aber eine gute däftige Küche :-D .
Redaktion benachrichtigen Nummer eins + …
#4   Pippifax   11:06:47 | Freitag, 27. April 2007
@ Stimme
Mit Verlaub, manche Ihrer Entgleisungen hier liesen nur den Schluß zu, Sie als Stimme der Dummheit zu bezeichnen.
Sie sollten den Versuch unternehmen, den Stern-Artikel, aus dem Kreuznet hier zitiert, als Ganzes zu lesen. Der erwähnte lutherische Pfarrer betreut sog. Problemkinder aus entsprechenden Schichten. Daher kommt auch der Kontakt zu den Eltern, welche die Triebbefriedigung zum einzigen wesentlichen Lebensinhalt haben.
Redaktion benachrichtigen Wie heiße Kartoffeln
#4   Pippifax   11:36:45 | Dienstag, 17. April 2007
@Heinz Josef
Sie melden sich doch auch zu Wort. Man kann da wohl die gleichen Schlüsse ziehen wie bei P. ‘Hönisch.
Redaktion benachrichtigen Begründete Hoffnung
#18   Pippifax   14:17:06 | Samstag, 31. März 2007
Werter Luther,
Ihre Kommentare sind das interessanteste, dass man hier seit langer Zeit lesen durfte. Dies liegt aber nicht daran, dass das was Sie sagen der von Gott geoffenbarten Wahrheit entspricht.
Genau das, was Sie über den NOM und die Glaubensverkündung der letzten Jahrzehnte sagen, ist das, was die Traditionalisten kritisieren. Sie kritisieren es, weil die Kirche es Jahrhunderte lang anders lehrte. Sie verstehen den NOM lediglichlich als Darbringung eines Lobopfers, wie Luther selbst. Das Konzil von Trient aber hat den Sühneopfercharakter der Hl. Messe dogmatisiert, d.h. zu einem unfehlbaren Glaubenssatz erhoben. Wir Katholiken, die wir uns bemühen, an der überlieferten Lehre festzuhalten, glauben, dass sich der HERR in der Hl. Messe durch die Vergegenwärtigung des Hl. Kreuzesopfers erneut aber unblutig für uns hingibt um unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt zu tilgen. Dies ist aber als Angebot des Heiles und nicht als einseitige Vollendung der Heilswirksamkeit zu verstehen.
In den übrigen Sakramenten, insb. der Hl. Beichte setzt sich dies fort.
Redaktion benachrichtigen Der Papst und die Hölle + …
#4   Pippifax   10:30:45 | Montag, 26. März 2007
@stat crux
Lassen wir mal den KKK zu Wort kommen. Oder ist der auch quasi-jasenistisch inspiriert?
1036 Die Aussagen der Heiligen Schrift und die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine
Mahnung an den Menschen, seine Freiheit im Blick auf sein ewiges Schicksal verantwortungsvoll
zu gebrauchen. Sie sind zugleich ein eindringlicher Aufruf zur Bekehrung: „Geht durch das enge
Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen
auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige
finden ihn“ (Mt 7,13-14) (Vgl. dazu auch 1734, 1428).
Redaktion benachrichtigen Das sind bestimmt Nationalsozialisten
#74   Pippifax   19:17:20 | Freitag, 23. März 2007
@Regina1961
Ist es zulässig, aus Ihrem Beitrag zu schlussfolgern, dass dann auch jeder evangelische, anglikanische, orthodoxe Christ Gott schwer beleidigt?
Redaktion benachrichtigen Im Bistum Rottenburg-Stuttgart führt Allah auf den geraden Weg
#54   Pippifax   23:53:05 | Mittwoch, 21. März 2007
@Lingen
aber de Castro Mayer war doch auch noch dabei?
Redaktion benachrichtigen Gott spricht auch Latein
#48   Pippifax   12:49:25 | Dienstag, 20. März 2007
@Spätmerker
Der polnische Messianismus hatte nicht zur Idee, dass Polen für die Sünden der Welt geopfert wurde. Dies versuchen Sie die ganze Zeit so zu interpretieren. Ich hatte weiter unten schon erklärt, was im Verständnis der polnischen Romantiker Zweck des Opfers war: der Frieden in Europa zwischen den Großmächten.
Vor den polnischen Teilungen hatten sich die drei Teilungsmächte (Preußen, Österreich-Ungarn und Rußland) in den schlesischen Kriegen beharkt. Vor allem der Siebenjährige Krieg, der ja bekanntlich auf zwei Kontinenten und zur See ausgetragen wurde, ist zu nennen. Jeder dieser Großmächte wollte noch größer werden. Das konnte er nur auf Kosten eines Gegners oder auf Kosten eines neutralen Dritten. Der Dritte war hier Polen, das sich zwischen den Mächten befand.
Die Polen wiederum, die ihre Unabhängigkeit daraufhin verloren (insbesondere auch deswegen, weil sie keine eigene Herrscher-Dynastie mehr vorweisen konnten), fragten sich nun nach dem tieferen Sinn ihres Leidens. Warum musste gerade ihre alte und edle Nation, die vorher nicht Kriegspartei war, geopfert werden. Die Antwort hierauf erschloss sich den Romatikern aus dem Christentum. Auch der Unschuldige kann im Diesseits leiden. Sein Leiden ist aber Abbild des Leidens CHRISTI am Kreuz. Die Polen verstanden sich somit als diejenigen, die die linke Wange hinhielten.
Vom Grunde her ist der Messianismus somit schon aus dem Christentum entlehnt. Er wurde nur später tief nationlistisch gefärbt und damit entartet, 1789 eben.
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#46   Pippifax   12:05:08 | Dienstag, 20. März 2007
@Spätmerker
Ihr Argumentationsmuster ist unredlich!
Im Kern behaupten Sie ja, dass der poln. Messianismus der Teilungszeit nicht aus der Leidensgeschichte des Evangeliums entlehnt ist, sondern aus kabalistischen Quellen. Gleichzeitig sei damit das ganze interreligiöse Denken, das dort zu finden sei mittransportiert worden.
Beweisen wollen Sie das an Hand irgendwelcher Quellen über die kabalistische Leidensmysthik.
Lauter wäre es, wenn Sie zunächst einmal darlegen, wo konkret bei den polnischen Romatikern sich dafür Anhaltspunkte finden lassen. Beweis hierfür bieten Sie durch einen in italienisch verfassten Artikel an, den ich leider nicht lesen kann, da ich diese Sprache nicht behersche, wie die meisten Nutzer hier vermutlich. Zeigen Sie bitte an Hand der Werke Mickiewiczs und „seiner Genossen“ wo sich dort eine kabalistisch motivierte und vom christlichen Leidensgedaken verschiedene Leidensmystik äußert. Hier bin ich durchaus für englischsprachige und auch polnische Quellen offen.
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#44   Pippifax   11:17:55 | Dienstag, 20. März 2007
@spätmerker
Für wen hat sich den dieser Frank geopfert bzw. für wen wollte er sich opfern? Der Opfergedanke ist doch das entscheidende an diesem „Schema“.
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#42   Pippifax   10:56:55 | Dienstag, 20. März 2007
@Murx
Aus meiner Sicht ist dieser Messianismus ein Produkt der Teilungen Polens. Die polnischen Intellektuellen versuchten der mißlichen Lage ihres Landes einen tieferen Sinn zu geben. Als spätestens seit Tschenstochau tief katholisch und marianisch geprägte Nation, hat man da eben eine Analogie zum Leiden des HERRN gezogen.
Das bedeutet, Polen musste leiden und sterben, damit die anderen Völker und Staaten in Europa (gemeint sind hier die Teilungsmächte) in Frieden leben und gleichzeitig ihren machtpolitischen Hunger stillen konnten. Dafür wurde Polen geopfert. Sehr stark deutlich wird dies etwa bei J. Słowacki, Kordian.
So zumindest die Sichtweise der damaligen polnischen Avantgarde. Das erklärt auch, warum dort in andernorts atypischer Weise Nationalismus und Katholizismus eng an eng gehen.
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#39   Pippifax   10:21:51 | Dienstag, 20. März 2007
@Murx
Können Sie mir erläutern, inwiefern Mickiewicz jüdisch orientiert war. Von seiner Abstammung her gehörte er dem niederen polnischen Adel an, ich glaube kaum, dass man zur Szlachta gehören konnte, wenn man jüdische Vorfahren hatte. Auch die Zugehörigkeit seines Vaters zum Justizdienst und zur Anwaltschaft spricht dagegen.
Oder spielen Sie etwa auf den „Messianismus“ in seinen Werken an? Der ist typisch für die polnische Literatur und das poln. Nationalgefühl jener Zeit. Bei H. Sienkiewicz oder J. Słowacki finden Sie das ebenfalls.
Das JP II sich das ein oder andere mal auf Mickiewicz berufen hat, finde ich nicht ungewöhnlich, jeder Pole tut das :-] .
PS: Die Ringparabel hat nicht Schiller verbrochen. Das war G.E. Lessing. Bitte nicht verwechseln. Schiller war Vertreter der Weimarer Klassik mit Hang zum deutschen Idealismus.
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#6   Pippifax   18:10:17 | Montag, 19. März 2007
Oh Mann,
in den guten Alten Zeiten (lange vorm Konzil) als katholische Politiker höchst erfolgreich die Geschicke des ein oder anderen Landes in Europa oder Südamerika steuerten, war es eben Kennzeichen katholisch inspirierter Politikmodelle, dass sie sinnvoll und vernünftig waren. Heut scheint das leider passe.
Meine Herren (oder Damen), es ist nicht tunlich, darüber zu schwadronieren, ob NS schlimmer als Feminismus ist oder nicht. Der Feminismus ist abzulehnen, da er der geoffenbarten Wahrheit und dem gesunden Menschenverstand widerspricht.
Viel interessanter ist es, darüber nachzudenken, wie die Mutterrolle politisch gestärkt werden kann. Ein Müttergehalt ist nicht als sinnvoll zu erachten, da es in übergroßem Maße das Prekariat anhiehen würde. Derartige Situationen haben wir ohnehin schon zu Hauf. Viel besser wäre es, dass Steuersystem zu gunsten von Ein-Einkommen-Familien umzubauen. In diese Richtung müssen die Denkansätze katholischerseits gehen.
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#23   Pippifax   17:54:21 | Montag, 19. März 2007
@Alanus
Sie sollten hier ruhig öfter Kostproben ihrer Erheiterung auf Grund von blasphemischen Vorgängen geben. Nicht etwa, weil Sie das ein Stück näher zur Verdamnis bringt (dies ist ein Grund seinen Humor zu überdenken!). Nein, wenn Modernisten wie Sie derart ausfällig werden, merkt vielleicht irgendwann der letzte „treudoofe“ aber fromme Katholik, der im Glauben, das richtige zu tun, in eine profanisierte Messe latscht, dass Modernisten wie Sie nichts gutes im Schilde führen und wird seinen Standpunkt überdenken.
Bitte werter Alanis, geben Sie das nächste Zeugnis Ihrer Ereiterung resultierend aus bitterer Blasphemie doch bitte zusammen mit einer flammenden Verteidung der Liturgiereform, des Konzils oder des Ökumenismus im allgemeinen ab. Das würde zur Unterscheidung der Geister einiges beitragen können.
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