Didimus
Erstellt: 15:41:28 | Donnerstag, 5. Mai 2005
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142 Lesermeinungen
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Schon beinahe avantgardistisch
#17   Didimus   19:58:13 | Freitag, 11. November 2005
@Sulpicius
Bzgl. der Lage der katholischen Kirche scheinen Sie aber auch stark realitätsfremd zu sein…
Erklären Sie mir doch bitte inweiweit welche Aussage von mir zur Lage der katholischen Kirche realitätsfremd ist!
Redaktion benachrichtigen Schon beinahe avantgardistisch
#14   Didimus   19:46:29 | Freitag, 11. November 2005
Dank an Pater Pfluger!
Denn er zeigt in diesem Interview unverblümt, was von der FSSPX zu halten ist, nämlich gar nichts. Und wohin sich die FSSPX entwickeln wird, wenn sie sich nicht schleunigst dem Papst unterwirft: zu einer Sekte, einer Art katholischer Amish-People.
Es sind also nicht mehr einzelne Sätze, Artikel oder Dokumente des letzten Ökumenischen Konzils, die zur Disposition stehen. Nein, jetzt soll das ganze Konzil in Bausch und Bogen verworfen werden.
Der Häretiker (Fels Petri zum Sandhaufen zermahlen) und de-facto-Schismatiker Pfluger ist offensichtlich auch nicht in der Lage die Wirklichkeit wahrzunehmen. Sonst hätte er erkannt, daß der neue Ritus Sonntag für Sonntag zig Millionen Katholiken hinter dem Ofen hervorlockt.
Redaktion benachrichtigen Absolut nicht zentral
#12   Didimus   21:35:02 | Freitag, 28. Oktober 2005
wenn’s dämmert, dann ist zu hoffen, daß bald die Sonne aufgeht
Zunächst einmal bin ich kein „Tradi“; das dürften Marcel, Athanasius, Stimme aus Tradiland, Evelin und Evelins Ehemann etc. genauso sehen, *g*
Wie kommst Du darauf, daß jemand hier glaubt, Gott hätte unseren Dienst nötig?
Wir haben es nötig, Gott zu dienen! Weil uns Gott auf sich hin geschaffen hat und er unseren Dienst will. Weil das die angemessene (wenn auch völlig unzureichende) Antwort auf seine grenzenlose Liebe uns gegenüber ist. Weil wir erst dadurch, daß wir Gott als Herrn und Schöpfer anerkennen, zu unserem wahren Wesen finden. Absolut richtig, daß er es ist, der uns beschenken will. Aber dafür werden wir erst dann offen, wenn wir ihn als Schenkenden wahrnehmen, wenn wir nicht um uns selbst und unsere eigenen Ideen kreisen, wie es in vielen zeitgenössischen „gestalteten“ Messen leider passiert.
Literaturempfehlung: Ratzinger, Der Geist der Liturgie
Redaktion benachrichtigen Absolut nicht zentral
#10   Didimus   21:00:33 | Freitag, 28. Oktober 2005
@Gotthard
Zu welchem fremden Nutzen wird statt der „gemeinten Sache“ dann die Eucharistiefeier genutzt?
Zur Selbstfeier und Selbstdarstellung der Gemeinde, bzw. einiger „kreativer“ Kleriker und Liturgiekreise statt zum Dienst an Gott, wie es der Begriff „Gottes-Dienst“ verdeutlicht.
Redaktion benachrichtigen Worüber man nicht reden darf, darüber soll man schweigen
#85   Didimus   09:53:47 | Freitag, 28. Oktober 2005
Konzilskirche
Wenn Papst Paul VI. oder andere die Kirche als „Konzilskirche“ bezeichnen, so um zwei unterschiedliche Erscheinungs- bzw. Entwicklungsformen im Fortschritt der Zeit der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche zu betonen: Die Kirche nach dem Zweiten Vaticanum und die Kirche vor dem Zweiten Vaticanum.
Wenn FSSPXler von „Konzilskirche“ sprechen, was meinen sie dann. Erklären Sie mir das doch mal bitte. Entweder die Piusbrüder und ihre Anhänger befinden sich nicht im Schisma sondern in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche des Jahres 2005, dann gehört die FSSPX genauso zur „Konzilskirche“ wie alle anderen Katholiken. Oder es gibt doch ein Schisma, dann wäre mit diesem Begriff wohl eine Abgrenzung gemeint: Dort die „Konzilskirche“ des Papstes und der mit ihm verbundenen Bischöfe, hier die wahre Kirche, verwirklicht in der FSSPX.
Redaktion benachrichtigen Alle außer ihr
#1   Didimus   20:44:47 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Na also
Proteste lohnen sich!
Für den Lebensschutz ist ein Scharmützel gewonnen.
Redaktion benachrichtigen Worüber man nicht reden darf, darüber soll man schweigen
#71   Didimus   20:23:59 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Notstand?
Dr. Pytlik hat ja schon ausgeführt, daß ein Notstand objektiv nicht vorlag. Ich muß das hier nicht wiederholen. Aber selbst wenn man von einem subjektiv geglaubten Notstand ausgeht, so liegt dieser mittlerweile längst nicht mehr vor. Die Seminaristen der Ecclesia-Dei-Gruppen fanden und finden immer Bischöfe, die ihnen die heiligen Weihen erteilen.
Keine neue Hierarchie? Wer erteilt den FSSPX-Priestern denn die Beichtvollmacht?
Was Assisi betrifft: Auch Kardinäle, z. B. Oddi und Ratzinger, haben die dortigen Praktiken abgelehnt, ohne gleich wild Bischöfe zu weihen…
Die in Ecclesia Dei verfügten Strafen sind zwar nicht formal, wohl aber de facto durch die Praxis aufgehoben worden.
Inwiefern?
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#18   Didimus   20:12:20 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
@Benedikt und Athanasius
Meine Bedenken hinsichtlich Tänzen in der Liturgie habe ich bereits geäußert. Ebenso wollte ich mit dem Hinweis auf Gregor den Großen nicht jeder wildgewordenen Inkulturation das Wort reden, sondern nur darauf aufmerksam machen, daß das Lehramt der Kirche hier sehr wohl Möglichkeiten sieht.
Wenn die betreffenden Tänze Teil einer approbierten Form der römischen Liturgie für Indien sind, dann kann man jedenfalls nicht von heidnischen Ritualen reden, mögen die Tänze auch eine wenig geglückte Form der Aufnahme einheimischer Gebetsformen ins Christentum sein.
Nur weil etwas oberflächlich betrachtet heidnischen Ritualen ähnelt, ist es noch lange kein heidnisches Ritual (das, lieber Benedikt, wollte ich mit meinem Hinweis auf die besagten Freikirchler ausdrücken).
Redaktion benachrichtigen Mission anders herum
#14   Didimus   16:33:18 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Im Hinduismus unberührbar in der katholischen Kirche Nachfolger der Apostel
Schon mal darüber nachgedacht, daß die Teilnahme eines Kastenlosen an der Heiligen Messe den Menschen in Deutschland auch zeigen könnte, daß die Sicht der Relativisten – man müsse die Kulturen der Welt so lassen wie sie sind, Mission sei Eroberung und Aufzwängung einer fremden Kultur – falsch ist? Daß ein Kastenloser Bischof werden kann, zeigt doch: Das Christentum erst führt zur wahren Freiheit!
@Athanasius
Schon mal was von Akkomodation gehört? Schon mal was davon gehört, daß der – ebenfalls heilige und ebenfalls vorkonziliare – Papst Gregor der Große den Missionaren empfohlen hat, die Gebräuche der heidnischen Völker, falls es möglich ist, ins Christentum zu integrieren und sie dadurch zu reinigen? Wann beginnt eigentlich die „Tradition“? Erst mit den Päpsten des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Bezüglich Freiheit und Gleichheit (von Bruderschaft oder Brüderlichkeit war keine Rede): Schon mal die Paulusbriefe gelesen?
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#11   Didimus   15:16:04 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Mission und Tanz
Sulpicius hat völlig recht. Das, was in dieser Messe gefordert wurde, ist das genaue Gegenteil dessen, was Kulturrelativisten und Feinde der Mission wollen. Die Aufforderung, sich für die Gleichberechtigung der Kastenlosen einzusetzen, ist indirekt auch ein Angriff auf den Hinduismus, der das Kastenwesen fördert.
@Stimme
Schön, daß Sie einen Konzilstheologen und den Obersten Brückenbauer der „V2-Kirche“ zitieren. Ich teile Ratzingers Bedenken gegenüber dem Tanz. Fraglich ist sicherlich, ob die Aufnahme dieses Tanzes in die Messe in Würzburg sinnvoll war. Von betreffenden Frauen sind ihre Darbietungen wohl als Anbetung des wahren Gottes gemeint. Die meisten Messbesucher dürften sie als eine Art Attraktion betrachtet und mit Beifall bedacht haben.
Allerdings gehe ich bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, daß dieser Tanz in der indischen Form der römischen Liturgie approbiert ist. Ob die Approbation ihrerseits sinnvoll war, darüber läßt sich streiten. Die Kirche könnte liturgische Formen, die sich nicht bewähren, auch wieder abschaffen, es wäre nicht das erste Mal.
Der Artikelschreiber bleibt den Beweis schuldig, daß es sich bei den Tänzen um heidnische Rituale handelt. Ebenso den Beweis dafür, inwieweit eine Konzelebration zweier römisch-katholischer Bischöfe unterschiedlicher Nationalität den Missionsgedanken umkehrt.
Übrigens sehen einige Freikirchler die Monstranz als heidnisches Sonnensymbol und die Eucharistische Anbetung als heidnischen Sonnenkult.
Redaktion benachrichtigen Mission anders herum
#3   Didimus   14:06:38 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Moment mal!
Hier wird wieder mal einiges durcheinandergewürfelt:
Es handelt sich um eine römisch-katholische Messe! Nicht um ein interreligiöses Ritual.
Am Ende der Messe setzte ein sogenannter Anbetungstanz der christlich- indischen Tanzgruppe ‘Kalai Kaviri’ einen „farbenprächtigen Akzent“ aus der „indischen Liturgie“.
Also um eine christliche Gruppe. Mit „indischer Liturgie“ ist wohl die indische Form der römischen Liturgie gemeint. Daher ist davon auszugehen, daß dieser Tanz approbiert ist.
Der Tanz im Altarraum stellte eine hinduistische Arati-Zeremonie dar.
Was denn nun? Indisch oder hinduistisch? – Ist dieser Satz die Privatmeinung des Autors oder objektive Tatsache?
Damen in Beinkleidern
Was ist daran schlimm???
Fazit: Ein Paradebeispiel für einen schlampig recherchierten und tendenziös geschriebenen Artikel.
Redaktion benachrichtigen Eine Begebenheit Kardinal Ottavianis auf dem Vatikanum
#8   Didimus   13:59:24 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
@Laurentius2
Das hieße ja, das die Piusleute, die das V2 ja ablehnen bzw. als wenig verbindliches Pastoralkonzil klassifizieren, doch schismatisch sind.
Richtig!
Was die Sonntagspflicht angeht, so sagt die katholische Kirche meines Wissens, daß sie im strengen Sinn jemand auch bei der Piusbruderschaft erfüllt, da diese zwar unerlaubt aber gültig die Messe feiern. Die Kirche empfiehlt jedoch, das in der Regel nicht zu tun. Ich verstehe das so, daß nur jemand seine Sonntagspflicht durch eine FSSPX-Messe erfüllen soll, wenn es absolut nicht anders geht.
Bin aber auch offen für Korrekturen, falls in kirchlichen Dokumenten anderes steht.
Redaktion benachrichtigen Eine Begebenheit Kardinal Ottavianis auf dem Vatikanum
#6   Didimus   13:34:01 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Das Zweite Vaticanum
war ein ökumenisches Konzil, hat also Lehrautorität. Daß es nach dem Willen von Papst Johannes XIII. keine Lehrverurteilungen aussprechen sollte und (auch) pasotral ausgerichtet war, hebt seine Autorität nicht auf. Vor allem die beiden dogmatischen Konstitutionen können Anspruch auf Glaubensgehorsam erheben. Die Pastoralkonstitution ist eher situationsbezogen (ähnlich wie Quanta Cura). Die Welt, die in den 60er Jahren „die Welt von heute“ war, ist heute die Welt von gestern. Hier ist im einzelnen zu überprüfen, wie dies auf die heutige Situation angewandt werden kann. Ähnliches gilt für die Dekrete und Erklärungen. Zum Beispiel ist das Dekret über die sozialen Kommunikationsmittel teilweise schon heute überholt.
Es kann und darf über einzelne Sätze des letzten Konzils theologisch gestritten werden. Auch kann das kirchliche Lehramt bestimmte Äußerungen modifizieren oder exakter darlegen. Das Zweite Vaticanum aber in Bausch und Bogen als „Pastoralsynode“ abzulehnen ist sicherlich nicht katholisch.
Redaktion benachrichtigen Franz Sabo als Priester suspendiert
#3   Didimus   23:37:09 | Dienstag, 25. Oktober 2005
Nur eine Personalie/Marginalie?
Nun, es handelt sich nicht nur um einen Priester, der sich in einer Glaubens- und Berufungskrise befindet, und deswegen sein Amt aufgibt, wie es leider immer wieder vorkommt.
Pfr. Sabo selbst hat seinen „Fall“ ja öffentlich gemacht. Er zelebriert geradezu seinen Ungehorsam gegen den Bischof und Pfarrgemeinde und viele Medien stehen ihm da zur Seite.
Dieser Fall berührt eine wichtige Frage: Konstitiuiert sich die Kirche gewissermaßen „von unten“, also von der Gemeinde vor Ort oder braucht es die Verbundenheit mit dem Papst und dem mit ihm verbundenen Bischöfen?
Im übrigen berührt die Angelegenheit auch die Frage des Staatskirchensystems in der Schweiz.
Die Sache hat also Nachrichtenwert. Wen sie interessiert? Z.B. mich.
Redaktion benachrichtigen Worüber man nicht reden darf, darüber soll man schweigen
#33   Didimus   22:59:07 | Dienstag, 25. Oktober 2005
FSSPX
Die Ausführungen von Dr. Pytlik sind klar und eindeutig. Und die Befürchtungen von Eberhard Wagner teilweise schon eingetroffen. Etwa in der häretischen Aussage des deutschen Distriktoberen, Pater Pfluger: „Der Felsen Petri ist zu einem Sandhaufen zermahlen.“ P. Pfluger hat diese Aussage meines Wissens bis heute nicht öffentlich revidiert.
Die Rückkehr der FSSPX zur katholischen Kirche und die Unterwerfung unter den Jurisdiktionsprimat des Papstes wäre ein großer Segen.
@ Dr. Pytlik: Richtig, ZENIT haben wir nicht erwähnt. Bezüglich Radio Vatikan habe ich so meine Bedenken. Sicherlich seriöser als kreuz.net, mir persönlich aber stellenweise zu progressistisch.
Redaktion benachrichtigen Worüber man nicht reden darf, darüber soll man schweigen
#25   Didimus   21:52:44 | Dienstag, 25. Oktober 2005
@Toby
Stimme jedem Satz zu.
Redaktion benachrichtigen Worüber man nicht reden darf, darüber soll man schweigen
#23   Didimus   21:39:13 | Dienstag, 25. Oktober 2005
Kommentar zum Kommentar zum Kommentar
Die Abqualifizierung des Kommentars von Dr. Spindelböck durch einen Anonymus gehört zu den – leider nicht seltenen – sehr schwachen Leistungen von kreuz.net. In Stil und Inhalt völlig daneben.
Sicher war die Kritik Dr. Spindelböcks richtig. Wer seine Veröffentlichungen kennt, weiß, daß er klar katholisch aber nicht scharf oder angreifend schreibt. Ich finde die Taktik von kath.net nicht gut, jemanden, der als Priester in besonderem Gehorsamsverhältnis zu seinem Bischof steht vorzuschicken, um die Jugendkirche zu kritisieren und sich gleichzeitig von seinem Beitrag mehr oder weniger zu distanzieren. Wo ist der Mut von vor einigen Monaten geblieben?
Zum Schisma: Indirekt geben es die Ultra-Tradis doch selbst zu, daß sie sich in einem de facto-Schisma befinden. Was soll sonst das abfällige Gerede von der „Konzilskirche“ oder „V2-Kirche“? Hier die „V2-Kirche“, dort die wahre Kirche in der FSSPX verwirklicht? Denn wenn, es kein Schisma gibt, heißt das doch, daß auch die FSSPX zur „Konzilskirche“ gehört…
Redaktion benachrichtigen Die Protestanten sollten über ‘Dominus Jesus’ nicht beleidigt sein
#18   Didimus   23:05:27 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
Was heißt hier pervers?
Danke, Benedikt.
@Gotthard:
Also unter „pervers“ verstehe ich was ganz anderes, bleiben Sie bitte sachlich!
In der Predigt ging es darum, daß der Papst kein absoluter Monarch ist, sondern an die ewige Wahrheit, die durch Christus offenbart wurde, gebunden ist und dieser Wahrheit und damit Christus selbst zu dienen hat.
Ich verstehe diesen Satz als eindeutige Anspielung, da er nicht einfach nur den italienischen Ausdruck sondern auch den lateinischen gebrauchte. Wenn Sie das anders interpretieren, bitte, ich werde Ihre Interpretation jedenfalls nicht als „pervers“ bezeichnen.
Redaktion benachrichtigen Die Protestanten sollten über ‘Dominus Jesus’ nicht beleidigt sein
#14   Didimus   22:51:43 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
@ Irenäus
Tut mir leid, das verstehe ich nicht. Dominus Jesus verliert doch nicht seine Gültigkeit, nur weil der Papst unter dem es promuligiert, wurde gestorben ist?!? Was meinen Sie mit „Ratzingers Worte umgemünzt“?
Hier noch ein Satz aus der Predigt Papst Benedikts XVI. bei der Besitzergreifung der Lateranbasilika. Ich verstehe das als eine ganz eindeutige Anspielung:
Dall’alto di questa Cattedra il Vescovo di Roma è tenuto costantemente a ripetere: Dominus Iesus – „Gesù è il Signore“, come Paolo scrisse nelle sue lettere ai Romani (10, 9) e ai Corinzi (1 Cor 12, 3).
Der Bischof von Rom ist dazu verpflichtet, von dieser Kathedra herab ständig zu wiederholen: »Dominus Iesus« – »Jesus ist der Herr«, wie Paulus in seinen Briefen an die Römer (10,9) und an die Korinther (1 Kor 12,3) schrieb.
Redaktion benachrichtigen Die Protestanten sollten über ‘Dominus Jesus’ nicht beleidigt sein
#12   Didimus   22:27:46 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
Bischof Müller
Da fällt mir ein treffende Bemerkung von Bischof Gerhard Ludwig Müller (damals noch nicht Bischof) über die Äußerungen progessiver Theologen zu Dominus Jesus ein:
[sinngemäß]: Sie haben offensichtlich das Genus dieses Dokuments nicht verstanden. Es ist kein Diplomarbeit die korrigiert und bewertet werden soll, sondern eine Schrift des kirchlichen Lehramtes dem alle Katholiken, auch Theologen, Gehorsam schulden.
Redaktion benachrichtigen Er ist konservativ und progressiv
#31   Didimus   22:21:25 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
Wahn und päpstliche Autorität
Johannes XXIII, Paul VI und JP II waren weder Menschen ohne Grundsätze noch charakterlos, sondern von ihren eigenen Wahnvorstellungen verblendet.
Sie behaupten also, die drei Päpste waren – zumindest partiell – psychisch krank. Denn Wahn gilt im Allgemeinen als Zeichen einer psychischen Störung. Zum Sedisvakantismus ist es da nicht mehr weit.
Aud Drängen der Modernisten Frings, Suenens, Doepfner und Montini griff Johannes XXIII in das Konzilsdebatten ein und ordnete die Ausarbeitung eines neuen Schemas an
Johannes XIII. war Papst! Als solcher hatte er das Recht in eine Konzilsdebatte einzugreifen und die Ausarbeitung eines neuen Schemas einzuordnen. Sie wollen doch hier wohl nicht ernsthaft dem Konziliarismus das Wort reden??
Redaktion benachrichtigen Er ist konservativ und progressiv
#23   Didimus   22:31:23 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
@ Marcel
Papalisten wollen den „real existierende Ökumenismus“ nicht sehen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
„Papalist“ scheint in Ihren Augen jemand zu sein, der die nachkonziliaren Päpste ernstnimmt. Wer dagegen jedes Wort der vorkonziliaren Päpste als quasi unfehlbar deklariert, ist selbstverständlich kein Papalist…
Es ist Ihr Informationsdefizit, das Sie nicht erkennen läßt, daß nicht die FSSPX zum ganzen katholischen Glauben zurückkehren muß, sondern die modernistischen Kirchenfürsten der Konzilskirche.
Aha. Nun, es geht mir hier weniger um den Glauben, als um die Anerkennung der Autorität des Papstes und die der mit ihm verbundenen Bischöfe. In Glaubensfragen scheinen die Piusleute im großen und ganzen katholisch zu sein. Abgesehen von der häretischen Ansicht, der Fels Petri könnte zu Staub zerbröselt werden, habe ich jedenfalls von FSSPXlern noch keine Verfehlung in Glaubensfragen vernommen.
Redaktion benachrichtigen Bischöfe im Endspurt
#3   Didimus   22:13:31 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
@ Gotthard
Richtig, Europa ist nur ein Teil der Weltkirche, die meisten Katholiken leben in Lateinamerika…
Redaktion benachrichtigen In den gewöhnlichen Buchhandlungen wird es wohl nicht zu finden sein
#5   Didimus   20:37:29 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Rituale
Werde mir das Buch auch zulegen.
Hierzu noch eine kleine Bemerkung: Ein Bekannter von mir, seines Zeichens Ethnologie-Professor, erzählte von einem interdisziplinären Kongreß. Dort sei man auch auf Rituale zu sprechen gekommen. Er berichtete erstaunt, daß der anwesende Theologe höchst interessiert zugehört und mitgeschrieben hat, was er, der Ethnologe, zu Ritualen, Ritualtheorien und der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Ritualen zu sagen hatte. Im Gespräch mit dem Theologen stellte sich später heraus, daß dieser recht wenig über einen wissenschaftlichen Zugang zu Ritualen und den gegenwärtigen Forschungsstand wußte…
Redaktion benachrichtigen Er ist konservativ und progressiv
#19   Didimus   20:09:43 | Dienstag, 18. Oktober 2005
@Marcel und Dr.
Derartige Versuche können von den Katholiken in keiner Weise gebilligt werden. Sie gehen ja von der falschen Meinung jener aus, die da glauben, alle Religionen seien gleich gut und lobenswert… Auf diese Weise kommen sie Schritt für Schritt zum Naturalismus und Atheismus. Daraus ergibt sich dann ganz klar die Folgerung, daß jeder, der solchen Ansichten und Bemühungen beipflichtet, den Boden der von Gott geoffenbarten Religion vollständig verläßt“. Hervorhebungen von mir.
Papst Pius XI. verurteilt also solche Versuche, die von der irrigen Meinung ausgehen, alle Religionen seien gleich gut und lobenswert. Wo bitteschön hat das Konzil oder einer der nachkonziliaren Päpste diese Meinung vertreten?
Im übrigen: Wenn die FSSPX so von der Richtigkeit der Rückkehr-Ökumene überzeugt ist, kann sie ja mit gutem Beispiel vorangehen.
Redaktion benachrichtigen Kein Blumenschmuck für Bischof Dyba
#13   Didimus   19:58:48 | Dienstag, 18. Oktober 2005
O Tradis, hört endlich auf…
… alles Negative in der Kirche unserer Zeit auf das Konzil zu schieben! Eifersüchteleien, Neid und blanken Haß hat es unter Klerikern zu allen Zeiten gegeben, leider. Beschäftigt Euch mal mit Kirchengeschichte, ohne den Glauben an die göttliche Stiftung der Kirche könnte einem da angst und bange werden: Streit zwischen Domkapitel und Bischof, Streit zwischen Welt- und Ordensklerikern, Streit der Orden untereinander, eifersüchtiges Festhalten an Privilegien usw. Auch die Apostelbriefe und Evangelien (Rangstreit der Jünger) sprechen darüber.
Um wieder auf das eigentliche Thema zu kommen. Diese postume Beleidigung Dybas ist eine Schande! Wenn überhaupt etwas hilft, dann massenweise Proteste, Briefe, E-Mails, Anrufe an die Zuständigen, in die Öffentlichkeit gehen usw.
Redaktion benachrichtigen Kein Blumenschmuck für Bischof Dyba
#6   Didimus   13:39:38 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Nicht zu fassen
Mir fehlen die Worte.
Redaktion benachrichtigen Kommt sie, die Gegenrevolution?
#19   Didimus   13:08:34 | Montag, 17. Oktober 2005
„Erzwungen“
Meines Wissens ging beim Konflikt mit Pater Bisig um die Frage, ob die Oberen der FSSP ihren Priestern die Feier der Heiligen Messe nach dem NOM und die Konzelebration verbieten dürfen. Rom hat das verneint.
So viel ich weiß – falls ich mich irre bitte ich um Korrektur – wird kein Priester der FSSP dazu gewzungen und kann auch nicht dazu gezwungen werden, die Messe im neuen Ritus zu feiern. Er darf dies aber in besonderen Fällen (z.B. Chrisammesse) tun.
Redaktion benachrichtigen Er ist konservativ und progressiv
#16   Didimus   13:03:53 | Montag, 17. Oktober 2005
Ja und?
„Die Einheit der Christen kann nur so gefördert werden: durch die Rückkehr der irrenden zur einen wahren Kirche Christ (…) Zur Einheit mit diesem römischen Apostolischen Stuhl.“
Dem widersprechen weder das Zweite Vaticanum noch die nachkonziliaren Päpste. Trotzdem kann die wahre Kirche darüber nachdenken, wie und in welchem Ausmaß sie diese Rückkehr erleichtern kann.
Redaktion benachrichtigen „Bleibt diesem Experiment treu“
#46   Didimus   17:49:47 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
@Sulpicius
Daß das Schweigen von kath.net etwas mit dem zu tun haben könnte, das auf den Tischen lag, die Jesus im Tempel umgestoßen hat, habe ich mir auch gedacht.
Inzwischen ist ja ein Kommentar von – dem von mir sehr geschätzten – Dr. Josef Spindelböck erschienen. Eine sehr sehr vorsichtige Kritik an dem Projekt. Interessant auch, der Zusatz von wegen „nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber“ usw. Ein Zusatz, der zwar allgemein bei vielen Redaktionen üblich ist, aber bei den bisherigen Beiträgen Spindelböcks in kath.net nicht stand. Offensichtlich möchte es sich die Leute in Linz mit Wien auf keinen Fall verderben…
Redaktion benachrichtigen „Bleibt diesem Experiment treu“
#41   Didimus   16:03:50 | Mittwoch, 12. Oktober 2005
Wo war kath.net?
Ist Euch eigentlich aufgefallen, daß sich kath.net zur Jugendkirche auffallend unauffällig verhält. Letztes Jahr gab’s da doch noch kritische Stimmen zur Jugendkirche. Wieso jetzt keinen Artikel?
Im Bistum Linz haben die doch auch – dankenswerterweise !!! – liturgische Mißstände beim Namen genannt.
Redaktion benachrichtigen „Bleibt diesem Experiment treu“
#30   Didimus   20:47:48 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Materie die Zweite
von Karl Hörmmann, Lexikon der christlichen Moral:
Die meisten orientalischen Kirchen verwenden gesäuertes Brot, die lat. ungesäuertes (da der Herr das Abendmahl in den Tagen der Ungesäuerten Brote feierte, Mt 26,17, u. der Sauerteig in der Schrift als Sinnbild der Sünde dient; Cat. Rom. II 4,12); wenn auch beide Arten als gültige Materie anerkannt sind, soll sich jeder Priester an die Gewohnheit seines Ritus halten (D 860 1303; c.816); wenn im Notfall der Priester die E. austeilt, die im anderes Ritus konsekriert wurde, soll er dabei die Vorschriften des eigenen Ritus einhalten (c. 851). – Das in der E. zu verwendende Brot darf nur aus Weizenmehl u. Wasser bereitet werden (Miss. Rom., Intr. gen. nn. 282 f); die Ehrfurcht vor dem Heiligsten Sakrament fordert, daß es rein u. unverdorben (nicht zu alt) sei (vgl. c. 815 § 1).
Quelle: www.stjosef.at/…lexikon/eucharis.htm
Redaktion benachrichtigen „Bleibt diesem Experiment treu“
#26   Didimus   20:33:15 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Die Sprache der Jugendlichen
Wenn ich Benedikt ergänzen darf:
Natürlich soll die Kirche die Sprache der Jugendlichen sprechen, um die ewige Botschaft Christi zu verkünden. Aber nicht in der Heiligen Messe!
Es gäbe genügend Möglichkeiten, jugendgemäße Veranstaltungen durchzuführen, mit moderner Musik, Lichteffekten, und einem Abend- (oder Morgen- oder Mittags)mahl. Also (wenn möglich alkoholfreie) Getränke und Imbiß. Der heilige Don Bosco hat alles Mögliche gemacht, um junge Menschen für den Glauben zu gewinnen.
Aber in der Feier von Tod und Auferstehung Christi hat das nichts zu suchen. Hier ist Christus selbst der Feiernde, Priester und Opfer zugleich. Wir können die Meßfeier nicht „machen“.
Ich bin sehr enttäuscht vom Wiener Kardinal.
Redaktion benachrichtigen Bewegende Momente
#10   Didimus   20:21:16 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Berger irrt sich in diesem Fall
An einer anderen Stelle hier im Forum habe ich schon mal geschrieben, daß Klaus Berger sich hier irrt. Nur zur Sicherheit noch mal:
Bei der Eröffnungs- und bei der Abschlußmesse des WJT wurde vor der Kommunionausteilung über Lautsprecher verkündet, daß nur Christen, die in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen und entsprechend vorbereitet sind zur Kommunion gehen können. Die andern wurden eingeladen, stattdessen um den Segen zu bitten. Vom katholischen Eucharistieverständnis war – anders als Berger das in seinem Artikel darstellt – nicht die Rede!
Redaktion benachrichtigen Nicht etwa freundlich
#2   Didimus   12:55:44 | Freitag, 30. September 2005
Na ja
Benedikt XVI. wird nicht zum Kreuzzug gegen die Muslime aufrufen, weil er sich mit der Islam-Hasserin Fallaci getroffen hat und er wird nicht die katholische Lehre aufgeben, weil er sich mit Küng getroffen hat.
Für Küng ist das doch hauptsächlich eine Befriedigung persönlicher Eitelkeit. Psychologisch interessant, daß der Rebell gegen Rom soviel Wert darauf legt, mit dem Papst zusammenzutreffen. Er hat starke Aversionen gegen das Petrusamt und möchte sich doch in dessen Glanz sonnen. Schon ab Abend nach dem Tod von Johannes Paul II. äußerte er große Enttäuschung, daß ihn der verstorbene Papst nie empfangen habe.
Jedoch habe er sich immer geweigert, sich einem „Inquisitionsverfahren“ zu unterwerfen und deswegen nach Rom zu fahren:
„Ich sah da keine Chance, überhaupt durch ein solches Verfahren heil durchzukommen.“
Doch! Einfach indem er strittige Thesen widerruft und zur katholischen Lehre zurückkehrt.
Redaktion benachrichtigen Zick und Zack
#1   Didimus   16:44:36 | Mittwoch, 28. September 2005
Ein weiterer Kommentar
Man möge mal den kreuz.net-Kommentar mit einem Kommentar in der „Welt“ vergleichen.
www.welt.de/…05/09/28/781764.html
Redaktion benachrichtigen Mauerfall auf katholisch
#36   Didimus   15:27:24 | Mittwoch, 28. September 2005
Zersplitterung
Es ist richtig, daß die orthodoxen Kirchen nicht so zersplittert sind wie die evangelischen Gemeinschaften. Das hängt einerseits meiner Meinung nach damit zusammen, daß die Liturgie dort eine so bedeutende Rolle spielt. Die Feier der Eucharistie, des Sakramentes der Einheit, sorgt sowohl auf übernatürliche (durch die Gande) als auch auf natürliche Weise (Riten bilden in allen Gruppen ein wichtiges Element des Zusammenhalts) für eine gewisse Einheit.
Ein anderer Punkt ist die von Benedikt genannte Aufteilung in Nationalkirchen. Da die orthodoxen Kirchen in der Regel einen wichtigen Bestandteil der staatlichen Einheit und der nationalen Identität bilden, wirkt die enge Verbundenheit mit dem Staat zusätzlich stabilisierend. Vergleichbar mit dem Bündnis zwischen Thron und Altar im protestantischen Deutschland, wo die Zersplitterung längst nicht so groß ist, wie in den USA. Dieser Aspekt birgt jedoch genauso große Gefahren, nämlich eine Vereinnahmung durch den Staat.
Redaktion benachrichtigen Die Geheimnisse des Konklave
#9   Didimus   14:07:33 | Mittwoch, 28. September 2005
O je, Verschwörungstheorien…
Welches Druckmittel sollen die geheimnisvollen Kräfte gegen Kardinal Siri denn in der Hand gehabt haben, um ihn von der Annahme der Wahl abzuhalten?
Drohungen gegen ihn persönlich? Wäre der Erzbischof von Genua dann nicht trotzdem bereit gewesen, sich gegebenenfalls zu opfern, wie er es bei der Annahme des Kardinalspurpurs gelobt hatte?
Dunkle Punkte in der Vergangenheit Siris, so daß er erpressbar war? Dann wäre es richtig, daß er die Wahl nicht angenommen hätte.
Sonst etwas? Mysteriös, mysteriös…
Montini war 1963 Favorit. Und Luciani und Wojtyla waren Kompromisse zwischen dem Benelli- und dem Siri-Flügel. Hätten die Kardinäle einen Revolutinär gewollt, hätten sie Lorscheider und nicht Wojtyla gewählt.
Ich habe den Eindruck, wenn der Ausgang einer Papstwahl nicht dem persönlichen Geschmack entspricht, müssen halt irgendwelche Verschwörer ihre schmutzigen Hände im Spiel gehabt haben. Für die Linken ist es das Opus Dei, das im Hintergrund die Fäden zieht, für die Ultra-Tradis sind es Freimaurer.
Redaktion benachrichtigen Ohne zu fragen
#16   Didimus   13:54:03 | Mittwoch, 28. September 2005
Der richtige Weg
Kardinal Medina Estevez zeigt, wie die Frage des klassischen römischen Ritus auf gute Weise gelöst werden kann.
Der erste Schritt wäre, die Ecclesia-Dei-Gruppen deutlich aufzuwerten. Eine weitgehende Freigabe des klassischen Ritus wäre wünschenswert. Dabei sollten die Priester, die das wünschen, eine verpflichtende Erklärung abgeben, daß sie den neuen Ritus, als gültig anerkennen, die ganze Tradition einschließlich des Zweiten Vatikanischen Konzils anerkennen und sich vorbehaltlos dem Papst unterwerfen.
Daß dabei das jüngste Konzil im Rahmen der gesamten kirchlichen Lehre unterschiedlich interpretiert werden kann und darf, gehört zum legitimen innerkirchlichen Pluralismus. Mit der Forderung, die Kirche solle sich vom Zweiten Vaticanum distanzieren oder lösen, wird eine Einigung mit der FSSPX allerdings unmöglich.
Abschließend: der Kardinalprotodiakon ist mir wirklich sympathisch und das nicht nur, weil er mich am 19. April zu einem glücklichen Menschen gemacht hat…
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#30   Didimus   13:32:56 | Mittwoch, 28. September 2005
Gruppierungen in der katholischen Kirche
Es hat immer und nicht erst seit dem letzten Konzil verschiedene Gruppierungen, theologische Meinungen, Strömungen in der katholischen Kirche gegeben. Das war von Anfang an so. Ein Blick in die Paulusbriefe genügt. Oder man denke an den Gnadenstreit zwischen Dominikanern und Jesuiten im 16./17. Jahrhundert.
Die katholische Kirche hat es aber immer wieder geschafft, verschiedene Strömungen zu integrieren, solange diese Einigkeit in grundsätzlichen Fragen bewahrten und die oberste Autorität des Papstes in Leitungs- und Lehrfragen anerkannten. Wo das nicht geschah, kam es zu Abspaltungen und bald darauf zu Abspaltungen von Abspaltungen.
Dagegen ist im Protestantismus jeder sein eigener Papst. Paßt mir die Richtung meiner „Kirche“ nicht, mache ich eben eine neue auf, mal salopp gesagt. In den USA gibt es Dörfer mit 250 Einwohnern und vier Kirchengebäuden.
Ein nicht nachahmenswertes Beispiel für eine dezentrale Struktur sind für mich auch die Anglikaner. Die haben ja weltweit größtenteils nur noch den Namen gemeinsam, de facto gehen sie in jedem Land in eine andere Richtung.
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#14   Didimus   21:10:34 | Dienstag, 27. September 2005
@methusalix
Diktatur und Demokratie sind politische Kategorien. Die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft, der man beitreten und die man verlassen kann.
Über Glaubensfragen läßt sich nicht abstimmen, man kann an etwas glauben und daraus seine Konsequenzen ziehen oder an etwas nicht glauben und daraus seine Konsequenzen ziehen.
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#4   Didimus   21:06:33 | Dienstag, 27. September 2005
Mal ne rein kirchenrechtliche Frage:
Strenggenommen müßte der anonyme Kardinal, so er wirklich existiert, doch exkommuniziert werden, oder? Vorausgesetzt freilich, daß seine Identität aufgedeckt wird.
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#31   Didimus   16:50:26 | Mittwoch, 21. September 2005
Lieber Peccator,
daß es kein Heil (damit natürlich auch keine „Elemente der Heiligung und Wahrheit…) außerhalb der kath. Kirche gibt
Das „damit natürlich“ ist logisch falsch. Sie sagen ja auch, daß eine insgesamt falsche Theorie (BETA) einzelne wahre Elemente enthalten kann. Nichts anderes behauptet Lumen Gentium.
Wenn Protestanten z. B. behaupten, daß es einen dreifaltigen Gott gibt, so ist das wahr. Wenn sie sagen, Christus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben, so ist das auch wahr. Alles Elemente der Heiligung und der Wahrheit.
Übrigens haben auch die Kirchenväter Elemente der Heiligung und der Wahrheit z.B. in der antiken Philosophie entdeckt
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#29   Didimus   15:56:57 | Mittwoch, 21. September 2005
„subsistit in“
Wenn ich mich hier kurz einklinken darf. Die Frage des „subsistit in“ ist inzwischen lehramtlich eindeutig festgelegt. Und zwar in „Dominus Jesus“, Abschnitt 16:
Mit dem Ausdruck »subsistit in« wollte das Zweite Vatikanische Konzil zwei Lehrsätze miteinander in Einklang bringen: auf der einen Seite, dass die Kirche Christi trotz der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiterbesteht, und auf der anderen Seite, »dass außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind«,55 nämlich in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen.56
(55) Ebd., 8; vgl. ebd., 15; Dekret Unitatis redintegratio, 3; Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 13: AAS 87 (1995) 928f.
(56) Der authentischen Bedeutung des Konzilstextes widerspricht deshalb die Interpretation jener, die von der Formel »subsistit in« die Meinung ableiten, dass die einzige Kirche Christi auch in anderen christlichen Kirchen verwirklicht sein könnte. »Das Konzil hingegen hatte das Wort „subsistit“ gerade deshalb gewählt, um klarzustellen, dass nur eine einzige „Subsistenz“ der wahren Kirche besteht, während es außerhalb ihres sichtbaren Gefüges lediglich „Elemente des Kircheseins“ gibt, die – da sie Elemente derselben Kirche sind – zur katholischen Kirche tendieren und hinführen« (Kongregation für die Glaubenslehre AAS 77 [1985] 758f.).
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#13   Didimus   15:05:16 | Dienstag, 20. September 2005
Meine Güte!!!
Liebe(r) covadonga, vielleicht bemühen Sie sich auf die Homepage der Diözese Linz. Dort gibt es den vollständigen Wortlaut der Predigt. Wenn Sie wollen, können Sie sich sogar ein Video von der Predigt anschauen.
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#21   Didimus   14:55:16 | Dienstag, 20. September 2005
@ Gotthard und Peccator
Offensichtlich habe ich mich mißverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich müssen die Seminaristen, die die Weihe nach dem klassischen Ritus von einem Diözesanbischof erhalten wollen, sich in voller Einheit mit Rom befinden. Das sollte aber für Leute, die sich katholisch nennen eine Selbstverständlichkeit sein…
Es gibt aber seit 1988 eine Reihe von Gemeinschaften und Instituten, in denen das möglich ist. Also ist das Argument, ohne unerlaubte Bischofsweihen werde die Tradition aussterben, hinfällig
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#17   Didimus   11:55:50 | Dienstag, 20. September 2005
Interessant
… zuerst ging es bei den unerlaubten Bischofsweihen doch angeblich um einen Notstand. Erzbischof Lefebvre befürchtete, daß Rom seinen Tod abwarten wolle, damit kein Bischof mehr da sei, der Priester im klassischen Ritus weihen könne. Selbst wenn man die Befürchtungen Lefebvres subjektiv anerkennt, heute, 18 Jahre nach den verhängnisvollen Weihen gibt es diesen Notstand objektiv nicht mehr. Gemeinschaften, die sich dem klassischen römisch Ritus verpflichtet wissen, fanden und finden Bischöfe, die ihren Seminaristen die heiligen Weihen spenden.
Also verlegen die Tradis die Argumentation. Nicht mehr um den Fortbestand der FSSPX geht es, sondern darum, daß die FSSPX als einzige die Tradition verkörpert und ohne diese Tradition die katholische Kirche nicht überleben wird. Die Verdorbenheit der „Konzilskirche“ als Voraussetzung der Existenz der FSSPX und als Hindernis einer Unterwerfung unter den Papst. Deswegen die fast manische Art, überall in der Kirche überwiegend Schlechtes zu sehen, wie es u.a. kreuz.net vorexerziert?
Interessant auch, daß Bischof Fellay nur sehr schwammig über die Forderung des Heiligen Vaters nach einer effektiven Anerkennung des Papstes und den angeblichen „Notstand“ spricht.
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#11   Didimus   11:24:02 | Dienstag, 20. September 2005
Mal ein Vergleich…
hier die kreuz.net-Version:
„Im Hinblick auf das pastorale Leitungsamt möchte ich mich von Anfang an bemühen, alle positiven Kräfte zu vereinen.“
Hilfreich sei dabei die Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil.
Und hier die Anprache im Wortlaut:
„Im Hinblick auf das pastorale Leitungsamt möchte ich mich von Anfang an bemühen, alle positiven Kräfte zu einen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Kirche von Linz in Harmonie mit der Weltkirche lebt und in enger Beziehung zu Rom und zum Papst steht. Gerade die Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil wird uns da sehr hilfreich sein.“ (Quelle kath.net)
kreuz.net unterschlägt die Aussage, daß der neue Linzer Bischof die enge Beziehung zum Papst und die Harmonie mit der Weltkirche so stark betont und stellt die Aussagen von Bischof Schwarz damit völlig verzerrt dar.
Ich habe in einem früheren Posting schon mal geschrieben, daß mir der Hurra-Katholizismus von kath.net nicht sonderlich behagt. Die Personalentscheidungen des Linzer Bischofs sind höchst bedenklich, aber auch gegen Bischof Schwarz ist journalistische Fairness geboten.
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#14   Didimus   11:10:16 | Dienstag, 20. September 2005
Am Rande des Schismas
Wir wollen ihm ins Gedächtnis rufen, daß die Tradition nichts anderes ist als die Kirche und daß wir diese kirchliche Tradition sozusagen in lebendiger Weise verkörpern.
Hier scheint mir Bischof Fellay die Tradition mit der Kirche gleichzusetzen. Das hieße also, die FSSPX verkörpert die Kirche in lebendiger Weise. Konsequent zu Ende gedacht setzt Fellay seine Organisation damit an die Stelle der Kirche. Da helfen auch alle Beteuerungen, man sei dem Papst treu, nichts. Das bewegt sich de facto auf ein Schisma zu.
dann ist die Tradition eine Antwort – das heißt – die einzige Antwort
Wir haben also weiterhin die Pflicht, daran zu arbeiten, daß die Stellung der Tradition in der Kirche anerkannt wird.
Was denn nun, eine Antwort oder die einzige? Die Stellung der Tradition IN der Kirche, das heißt neben die Ecclesia-Dei-Gruppen auch die Stellung der FSSPX in der Kirche anzuerkennen, das wäre in Ordnung. Als eine unter vielen, alle unter dem Stellvertreter Christi. Wenn aber die FSSPX gewissermaßen fordert, die Kirche solle zur FSSPX zurückckehren (das ist gemeint, wenn es heißt, zur Tradition zurückkehren), dann stellt sich die FSSPX im Grunde auf eine Stufe mit der katholischen Kirche.
Redaktion benachrichtigen „Die Mädchen auf dem Weltjugendtag sehen atemberaubend aus“
#7   Didimus   10:49:35 | Dienstag, 20. September 2005
Weltjugendtag
Kardinal Meisner hat recht. Der Weltjugendtag war – unter dem Strich – ein Riesenerfolg für Christus und die Kirche. Daß der Kölner Erzbischof hier und da etwas zu euphorisch wird, kann ich ihm nicht verdenken. Nach den Widerständen, die die Weltjugendtage im bundesdeutschen Kirchenestablishment aushalten mußten, ist der WJT in Köln umso höher einzuschätzen.
Daß dabei auch unschöne Dinge passiert sind, ist traurig, aber wie gesagt, unterm Strich des WJT steht ein dickes Plus. Mißbräuche und Sünden hat es in der 2000jährigen Kirchengeschichte im Rahmen von Wallfahrten immer gegeben, die gesamte Volksfrömmigkeit ist nicht frei von negativen Begleiterscheinungen und trotzdem sehr wertvoll.
Die Ultra-Tradis würden aber ohne mit der Wimper zu zucken sogar einen ganzen Acker voll Weizen vernichten, weil sich dazwischen einige Büschel Unkraut befinden…
Und kreuz.net – das zeigt diese Schlagzeile in Verbindung mit dem Foto – begibt sich immer mehr auf Boulevard-Niveau.
Redaktion benachrichtigen Geheimnis der Heiligung + …
#2   Didimus   11:38:42 | Montag, 19. September 2005
Benedikt hat recht
Beim Weltjugendtag wurde genau NICHT verkündet, daß der Glaube an die Eucharistie entscheidend ist. Das wäre wirklich ein protestantisches Verständnis, wird aber neuerdings von katholischen Befürwortern einer partiellen Interkommunion so propagiert, auch von den Apologeten des Kommunionempfangs von Roger Schutz – im Gegensatz zur vatikanischen Deutung, daß jener Kommunionempfang gewissermaßen ein Versehen gewesen sei.
Vielmehr wurde verkündet, daß die Kommunion nur empfangen kann, wer sich in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befindet und entsprechend vorbereitet ist. Berger baut seine Argumentation auf einer irrigen Darstellung der Verkündigung auf dem Weltjugendtag auf.
Sehr befremdlich auch, daß er offensichtlich Sakramentalien und Sakramente durcheinanderwürfelt. Ich schätze Berger als Exeget, aber in Bezug auf die Sakramentenlehre bewegt er sich auf seltsamen Pfaden. Insgesamt ein sehr schwacher Tagespost-Artikel.
Redaktion benachrichtigen Zu enge Straßen
#3   Didimus   19:28:39 | Samstag, 17. September 2005
@Benedikt
Stimmt, wirklich interessante Frage.
Was die Liturgie betrifft, ich denke unter dem Bauernsohn Roncalli wäre die Reform nicht so verkopft und entsinnlicht ausgefallen wie unter dem aus bürgerlich-intellektuellem Millieu stammenden Montini.
Redaktion benachrichtigen Mit Birett und Badehose
#28   Didimus   16:00:36 | Dienstag, 13. September 2005
Welch Argument!
Ein Priester kann eben nicht alles tun, was gesund ist. So gilt ja auch der Geschlechtsverkehr als gesund und ist doch für Priester verboten.
Vor dieser wirklich bestechenden Logik muß ich die Fahnen strecken.
Allerdings ist Lachen ja auch sehr gesund und deswegen ein herzliches Dankeschön, daß Sie heute Nachmittag einen wertvollen Beitrag zu meiner Gesundheit geleistet haben.
Redaktion benachrichtigen Mit Birett und Badehose
#25   Didimus   13:59:23 | Dienstag, 13. September 2005
Meine Güte…
…habt Ihr Probleme. Ein Priester tut etwas für seine Gesundheit, indem er Sport treibt. Er trägt damit etwas dazu bei, als ausgeglichener Mensch an seine Aufgaben herangehen zu können. Das ist gut. Dieser Priester ist glaubens- und kirchentreu. Das ist noch besser. Und jetzt regen sich hier manche auf, daß er in ein öffentliches Schwimmbad besucht und dort Badehose trägt! Es geht ihm doch wohl um die Fitness und nicht um eine Selbstdarstellung, sonst würde er das Schwimmbad bei schlechtem Wetter wohl meiden.
Und ob Fotos von Priestern oder Seminaristen, die in wehender Soutane Fußball spielen, so viel mehr zur Würde des Priestertums beitragen, als ein Vizeoffizial in Badehose, sei dahingestellt…
Redaktion benachrichtigen Die Ankläger der Legion Christi
#6   Didimus   17:41:12 | Dienstag, 6. September 2005
Was soll das??
Ich muß mich Kreuzfidel und Rocky anschließen, was soll dieser Schmutzkübel, den kreuz.net hier in trautem Einklang mit kirchenfeindlichen Kräften über eine katholische Ordensgemeinschaft und ihren Gründer gießt?
P. Marciel hat schon in den 90ern, als die angeblichen Fälle von Kindesmißbrauch, die damals schon vierzig Jahre zurückgelegen wären, wieder aufgewährmt wurden, eine feierliche Erklärung agbegeben, daß die besagten, gegen ihn erhobenen Vorwürfe falsch seien. Und man kann ergänzen, durch ständige Wiederholung auch nicht wahrer werden.
Die Legionäre Christi sind eine blühende Ordensgemeinschaft, die trotz strenger Auswahlkriterien und einer langen und harten Ausbildung nicht die geringsten Nachwuchssorgen hat. Sei beweisen, daß es möglich ist, in vollem Einklang mit dem Stellvertreter Christi und gemäß dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Lichte der lebendigen Tradition der Kirche zu leben und zu wirken, ohne gleichzeitig in charismatisches Fahrwasser zu geraten.
Mir persönlich sagt ihre Spiritualität sehr zu. Anderen mag sie nicht zusagen. In der Kirche ist Platz für viele.
@Miles: Selbstverständlich zelebrieren die LC-Priester die Messe (*g*); allerdings, auch meines Wissens nur im Neuen Ordo.
Redaktion benachrichtigen 100 Tage im Amt
#12   Didimus   19:54:53 | Mittwoch, 3. August 2005
Notstand?
Ich billige Erzbischof Lefebvre zu, daß er tatsächlich gemeint hat, Rom wolle die Frage seiner Priesterbruderschaft tatsächlich „biologisch“ lösen, also warten, bis er stirbt und dann die Piusbrüder und damit die Tradition gewissermaßen „austrocknen“ lassen.
Daß Lefebvre darin einen Notstand gesehen haben könnte, halte ich durchaus für möglich, ob es und wenn ja welche anderen Motive es für ihn noch gegeben hat, kann und wage ich nicht zu beurteilen.
Tatsache ist aber, daß es diesen Notstand, wenn es ihn objektiv je gegeben haben sollte, heute nicht mehr gibt. Seit den verhängnisvollen Bischofsweihen von Êcone wurden zahlreiche Priester im klassischen römischen Ritus geweiht, es gibt mittlerweile sogar einen Bischof in diesem Ritus. Also gibt es keinen Grund, noch länger in der Exkommunikation (die sich nicht nur auf die damals Geweihten, sondern auch auf alle die an der unerlaubten Bischofsweihe teilgenommen haben erstreckt) zu verharren.
Damit möchte ich mich für einige Tage in den Urlaub verabschieden, Gottes Segen Euch allen!
Redaktion benachrichtigen Am Schluß kommt die schwarze Katze
#4   Didimus   19:40:07 | Mittwoch, 3. August 2005
@ Elendester Sünder
Sie sollten bedenken, daß es bezüglich Homosexualität nicht nur öffentliche Sünder gibt, sondern auch viele, die aus ihrer sexuellen Neigung keine öffentliche Angelegenheit machen, vielleicht sogar darunter leiden und davon loskommen möchten. Dies kann jedoch lange dauern, vielleicht Jahre, vielleicht ein ganzes Leben. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Das kann auch für Leute gelten, die heterosexuell sind und auf dem Gebiet der Sexualität sündigen, das kann auch gelten für viele andere, die vielleicht mit dem 6. Gebot weniger, mit anderen Geboten umso mehr Schwierigkeiten haben, ein Leben lang dagegen angehen und oft genug scheitern
Gegenüber allen diesen Menschen, zu denen Sie sich, nach ihrem Nick zu schließen, ja offensichtlich auch zählen, muß die Kirche sehr wohl viel Einfühlungsvermögen, Verständnis und Respekt haben und ihrem Herrn Jesus Christus folgen, der Petrus aufgetragen hat, nicht sieben Mal sondern siebenundsiebzigmal zu verzeihen.
Redaktion benachrichtigen Wie sehen Sie den Segen von Medjugorje in Ihrer Diözese?
#29   Didimus   19:30:29 | Mittwoch, 3. August 2005
Ich bin sehr skeptisch
…gegenüber Medjugorje, und das obwohl ich keinesfalls ein Anhänger der Piusbruderschaft bin. (*g*)
Dabei muß man anerkennen, daß es tatsächlich viele gute Früchte von Medjugorje gibt (Beichten, Bekehrungen, Berufungen). Aber auch viele schlechte (zerstörte Ehen, gespaltene Gemeinden, eine gespaltene Diözese Mostar, offene Auflehnung gegen den Ortsbischof u.s.w.).
Neben der Beschäftigung mit einigen Schriften zu Medjugorje haben mich vor allem die Begegnung mit zahlreichen Medjugorje-Anhängern skeptisch gemacht. Hier gibt es mir einfach zu viele Schwärmer, Wundersüchtige, Intolerante gegenüber allen Medjugorje-Skeptikern und Anhänger einer übertriebenen Charismatik.
Außerdem sollte man bedenken, daß es in Medjugorje sehr unrühmliche Verwicklungen zwischen den Franziskanern, Medju-Anhängern und kroatischen Kroatischen Kriegsverbrechern gibt.
Die Reaktion des Kardinals erstaunt mich nicht. Wie viele Bischöfe und wirklich katholische und papsttreue Priester ist er froh, daß es noch junge Leute gibt, die beten, beichten, über eine Berufung zum geweihten Leben nachdenken und schluckt dafür (leider!!) auch einige dicke Kröten. Ich habe das bei vielen Priestern erlebt, die auch nicht sehr überzeugt waren von den angeblichen Erscheinungen, aber dies halt hinnehmen, weil die Medju-Anhänger die einzig „Frommen“ in der Gemeinde sind.
Redaktion benachrichtigen 100 Tage im Amt
#8   Didimus   14:37:01 | Samstag, 30. Juli 2005
@ MilesChristi
Entschuldigung angenommen!
Statistische Daten können meiner Meinung nach die wirkliche Situation der Kirche in der heutigen Zeit nicht exakt abbilden, da man im Guten wie im Schlechten die Langzeitwirkung beachten muß. Würde man die Berichte von Seelsorgern über die Zustände in den Gemeinden in den Jahrzehnten nach dem Konzil von Trient zum Maßstab für die Qualität der damaligen Pontifikate machen, kämen die Päpste damals sicherlich ganz schlecht weg.
Ich leugne die heutigen Mißstände nicht. Viele sind einfach noch Auswirkungen der Zeit vor Johannes Paul II. Die Zustände in Brasilien sind vor allem der unseligen Befreiungstheologie anzulasten. Und gegen die ist der letzte Papst deutlich vorgegangen; theologisch und durch seinen Beitrag zum Sturz des Kommunismus. Daß er es auch entschiedener in personalpolitischer Hinsicht hätte tun müssen, streite ich gar nicht ab.
Ich sehe auch, um nur ein Beispiel zu nennen, wie der geistig noch ganz in den Siebzigern lebende Pastoralreferent unserer Gemeinde immer mehr an Einfluß verliert, wie ein neues Interesse an katechetischer Unterweisung, Anbetung und Rosenkranz wächst und wie die Alt-68er in der Kirche immer weniger ernst genommen werden.
Auch Dir einen gesegneten Sonntag!
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#6   Didimus   13:52:09 | Samstag, 30. Juli 2005
@ Miles und Marcel
Nein, Miles, es hat wirklich keinen Sinn zu diskutieren, wenn man die Postings des Mitdiskutanten nicht liest. Hättest Du das getan, wäre Dir deutlich geworden, daß ich das Pontifikat Johannes Pauls II. nicht durch die rosarote Brille sehe. Von einem Hurra-Katholizismus à la kath.net halte ich gar nichts. Genausowenig halte ich davon, überall nur das Negative zu sehen und ständig Haare in der Suppe zu suchen.
Ich sprach von einem Vergleich zwischen 1978 und 2005. Und da hat sich sehr vieles zum Positiven entwickelt. Vieles ist auch erst keimhaft sichtbar. Freilich nur für den der sehen will.
In der langen Geschichte der Kirche hat es immer Mißstände, laue und schlechte Bischöfe und Theologen, substanzlose Gemeinden u.s.w. gegeben. Wer die Vergangenheit nicht verklärt, kann dies ohne weiteres feststellen.
Tja und ob es gefällt oder nicht, Bischof Fellay und seine damals geweihten Mitbischöfe haben sich ebenso wie der Konsekrant die Tatstrafe der Exkommunikation zugezogen.
Redaktion benachrichtigen Eine gute Wette
#52   Didimus   12:25:06 | Samstag, 30. Juli 2005
Bruch oder Weiterentwicklung?
Das ist die Frage. Das Zweite Vatikanische Konzil hat sich in zahlreichen Dokumenten auf vorangehende Konzilien und Lehrschreiben berufen, auch die Päpste seither haben das immer wieder getan. Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. verstehen das Lehramt der letzten vierzige Jahre als Weiterentwicklung der immerwährenden Lehre der Kirche in der heutigen Zeit.
Auch Pius IX. hat mit dem nicht unfehlbaren (!) Syllabus auf eine bestimmte Situation in seiner Zeit reagiert. Das höchste kirchliche Lehramt hat offensichtlich festgestellt, daß sich dies nicht mehr auf die Zeit der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts eins zu eins übertragen läßt. Genauso wird das Lehramt heute wieder andere Wege finden müssen, als vor vierzig Jahren. Übrigens hat auch schon Leo XIII. einige Korrekturen am Kurs von Pius IX. vorgenommen.
Nochmals Marcel: Wer entscheidet darüber, ob es sich um einen Bruch oder eine Weiterentwicklung handelt? Das Lehramt?
Redaktion benachrichtigen 100 Tage im Amt
#3   Didimus   12:02:14 | Samstag, 30. Juli 2005
Im freien Fall?
Wer vorurteilslos die Situation der Kirche im Jahr 1978 mit der im Jahr 2005 vergleicht, wird nicht behaupten können, sie hätte sich in dieser Zeit im freien Fall befunden. Papst Benedikt XVI. hat vielmehr recht, wenn er sagt, Johannes Paul II. hat eine stärkere, jüngere und selbstbewußtere Kirche hinterlassen. Daß es nach wie vor viele Mißstände gibt, viele Entwicklungen schief laufen, Johannes Paul II. auch Fehler gemacht hat und noch sehr sehr viel Reparaturbedarf ist, schmälert die positive Gesamtbilanz nicht.
Nach Meinung Bischofs Fellay geht es also auch unter Benedikt XVI. abwärts, nur halt etwas langsamer. Warten wir ab. Ob die Aussagen eines exkommunizierten Bischofs tatsächlich so wichtig und richtig sind, wage ich zu bezweifeln.
Redaktion benachrichtigen Eine gute Wette
#49   Didimus   11:49:20 | Samstag, 30. Juli 2005
Romano hat recht
@ Miles und Marcel
Alle Abspaltungen von der katholischen Kirche in der Neuzeit hatten ihren Ursprung, daß einige meinten, die zu ihrer Zeit real existierende Kirche hätte sich von der wahren, ewigen Kirche Christi getrennt; ob Luther und seine Gefolgsleute oder Döllinger und die Altkatholiken.
Die Tradition wird bis zu einem gewissen Punkt akzeptiert und dann gegen die gegenwärtige Kirche ausgespielt. Man erklärt sich selbst bzw. das eigene Gewissen zum authentischen Interpreten der Tradition und macht sich zum Richter über das Lehramt der Kirche, dem man nur noch in den Punkten folgt, die einem selbst gefallen.
Sollten Sie das anders sehen, beantworten Sie einfach die Frage Romanos: Wer entscheidet, was die ewige Lehre der Kirche ist?
Im Übrigen: Lesen Sie, werter Miles, bitte den von Papst Johannes Paul II. erlassenen Katechismus und die Kapitel über Teufel, Hölle und ewige Verdammnis.
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#41   Didimus   19:21:21 | Mittwoch, 27. Juli 2005
Das Kreuz als „innerer Osten“
Für den Fall, daß die Zelebration ad orientem (noch) nicht möglich ist (@Benedikt: es sind ja Gott sei Dank längst nicht alle Kirchengebäude im 20. Jahrhundert errichtet worden…), schlägt der damalige Kardinal Ratzinger vor, das Kreuz als „inneren Osten“ zu nehmen. In „Der Geist der Liturgie“ – die einzige Monographie, die er als Glaubenspräfekt geschrieben hat, und wärmstens zu empfehlen – schreibt er, das Kreuz solle der gemeinsame Blickpunkt von Zelebrant und Gemeinde sein.
Er rechnet es auch zu den unsinnigsten Neuerungen, daß das Kreuz teilweise zur Seite gerückt wurde, um den Blick auf den Priester freizugeben und fragt, was wichtiger sei, der Diener oder der Herr.
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#38   Didimus   16:17:49 | Mittwoch, 27. Juli 2005
Ad Orientem entspricht dem II. Vatikanischen Konzil
…besser als die Zelebration „zum Volk hin“. Denn das Konzil bezeichnete die Kirche mehrfach als „wanderndes Gottesvolk“. Und dies wird durch eine einheitliche Gebetsrichtung von Priester und Gemeinde nach Osten hin wesentlich besser ausgedrückt, als durch einen Kreis um den Altar. Viele die den „Geist des Konzils“ für das Maß aller Dinge halten, sehen ja im Volksaltar der in der Vierung oder deren Nähe steh nur einen Übergang und im Altar in der Mitte des Kirchengebäudes, um den sich die Gemeinde versammeln soll, wie eine Gruppe ums Lagerfeuer als die höchste Vollendung des Konzils. Ein Kreis hat aber etwas Statisches, während die gemeinsame Ausrichtung auf den aus dem Osten erwarteten Christus hin, viel eher das Bild vom wandernden Gottesvolk, das nach der ewigen Heimat strebt, erfüllt.
(Diese klugen Gedanken stammen nicht von mir, sondern von Papst Benedikt XVI.)
Auch der NOM sollte meines Erachtens nach Osten hin zelebriert werden. Das kann auch am Volksaltar geschehen, vor allem, wenn der Chor sehr groß und der Hochaltar dementsprechend weit weg von der Gemeinde ist. Das war auch in den großen Kathedralkirchen üblich.
Den Gedanken Benedikts (nicht des Papstes sondern des Mitdiskutanten) aufnehmend, möchte ich fragen, ob jemand weiß, wann und weshalb man in Rom die Zelebration Richtung Osten aufgegeben hat.
Redaktion benachrichtigen Eine gute Wette
#11   Didimus   12:32:50 | Samstag, 23. Juli 2005
Dieser Brief erhält nichts als Behauptungen
…ohne jegliche Beweise. Und dieselben Behauptungen werden gegenüber dem Opus Dei und seinem Gründer immer wieder auch von Kirchenfeinden vorgebracht.
Unter Verweis auf ehemalige Mitglieder kann man JEDE Organisation, sei sie kirchlich oder weltlich, niedermachen. Immer hinterläßt die Trennung von einer Gruppe, deren Ideale man einmal geteilt hat Verwundungen. Deswegen sollten Aussagen von Ehemalige in der Regel sehr vorsichtig behandelt werden. Niemand, keine Person und sei sie noch so heiligmäßig, und auch keine Institution bleibt von der Erbsünde verschont und deswegen weist auch jede Institution Mängel auf.
Weshalb eine Gemeinschaft wie die FSSPX auf ihrer Homepage diesen Brief publiziert, frage ich mich. Er ist doch an den Heiligen Vater gerichtet.
Invidia?
Redaktion benachrichtigen Eine gute Wette
#8   Didimus   10:48:23 | Samstag, 23. Juli 2005
Die Geistliche Gemeinschaften…
…kann man nicht über einen Kamm scheren. Die Fokolare sehe ich wegen ihrer übertriebenen Ökumene auch negativ, obwohl sie auch gute Leute haben. CL dagegen scheint mir sehr gut zu sein, vor allem wegen ihres politisch-gesellschaftlichen Engagements (Buttiglione gehört glaube ich auch in deren Umfeld). Daß unter den Tradis hier kaum jemand ein gutes Wort für das Opus Dei hat, ist ja nichts Neues.
Meines Wissens gehört übrigens die Haushälterin des Heiligen Vaters in Rom der Gemeinschaft Das Werk an.
Zu den charismatisch ausgerichteten Gemeinschaften scheint der Papst ja nicht so intensiven Kontakt zu haben.
Anstatt alles, was nicht der Tradi-Linie entspricht niederzumachen, sollte man sich an das Paulus-Wort halten: Prüfet alles, behaltet das Gute. Das gilt gerade auch für die neuen Gemeinschaften.
@methusalix
Also ihr wollt wirklich nicht wissen, was die jungen Menschen von derartigen Netzseiten halten.
Doch! Ich würde es gerne wissen. Würde mich sehr interessieren. Sprechen Sie konkret von der Seite des You-Magazins oder von welchen anderen „derartigen“ Netzseiten.
Bitte teilen Sie uns die Erfahrungen mit. Danke.
Redaktion benachrichtigen Der Mittelpunkt + …
#1   Didimus   10:27:42 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Das Weltjugendtagsbüro…
…weiß es offensichtlich besser als der Heilige Vater selbst. Dieser hatte nämlich in seiner allerersten Ansprache am Morgen nach seiner Wahl gesagt, die Eucharistie werde im Mittelpunkt des Weltjugendtages stehen.
Einige Tage später hat Papst Benedikt XVI. in der Audienz für die Deutschen gesagt, er freue sich auf Köln, wo die Jugend der Welt sich trifft, oder besser, „wo die Jugend ihre Begegnung mit Chrisuts hat“.
Redaktion benachrichtigen Der größte Massenmörder des 20. Jahrhunderts?
#14   Didimus   19:18:33 | Mittwoch, 20. Juli 2005
Es ist immer eine Steigerung möglich
„Der Himmel ist kein
physischer Ort zwischen den Wolken.“ Damit relativierte er den Himmel, er nahm ihm die überragende Bedeutung, die er im Leben eines Christen als das Endziel besitzt, wo ihn die Glückseligkeit erwartet. Mit ihren Aussagen, zerstörte Johannes Paul II. den Kinderglauben, tötete den Glauben an den Vater im Himmel, zu dem wir ja beten, und raubte die
Hoffnung auf das Paradies.
Man ist mittlerweile gewohnt im kreuz.net-Forum von ganz links und ganz rechts schon einiges an Unsinn zu lesen, aber es läßt sich offenbar doch noch steigern. So einen Krampf habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Redaktion benachrichtigen Gedrückte Stimmung
#1   Didimus   16:27:04 | Montag, 18. Juli 2005
Kompliment für Mixa
Nach Berichten der Tageszeitung ‘Augsburger Allgemeine’ soll unter den gratulierenden Domkapitularen eine eher „gedrückte Stimmung“ und „große Anspannung“ geherrscht haben.
„Fröhlichkeit“ sei keine aufgekommen: „Kein Lächeln hellte ihre Miene auf“, schreibt die ‘Augsburger Allgemeine’.
Das ist ein größeres Kompliment für den neuen Augsburger Bischof als eine lange Lobrede.
Beten wir für den neuen Oberhirten, daß er die Diözese dem Willen Gottes entsprechend führt und ihm gute und treue Mitarbeiter zur Seite stehen.
Beten wir auch für das Bistum Eichstätt um einen guten Bischof.
Redaktion benachrichtigen Ein zauberhaftes Buch + …
#18   Didimus   16:22:47 | Montag, 18. Juli 2005
@ Benedikt und alle Interessierten
Wer sich mit diesem Thema befassen will, dem empfehle ich das Buch „Der Streit um den Beratungsschein“ von Reiner Beckmann, einem Würzburger Juristen.
Beckmann schildert nicht nur minutiös die Vorgänge bis zum kirchlichen Ausstieg sondern beleuchtet die ganze Problematik auch aus juristischer Sicht. Trotz einwandfreier juristischer Argumentation auch für Laien sehr verständlich. In dem Buch auch viele Originalquellen (Gesetzestexte, Briefwechsel etc.)
Redaktion benachrichtigen Was im Bistum Regensburg wirklich geschah
#15   Didimus   20:13:01 | Donnerstag, 14. Juli 2005
Wo liegt das Problem, Gotthard?
Im Falle Regensburg hat der Bischof nicht die Kompetenzen des Diözesanrats verletzt! Vielmehr hat der Vorsitzende des Diözesanrats seine Kompetenzen überschritten, indem er dem Bischof de facto das Recht absprach, ohne Konsultierung des Diözesanrats die Pfarrgemeinderatssatzung zu ändern und indem er eigenmächtig eine Versammlung der Dekanatsratsvorsitzenden einberief. Fritz Wallner hat sich also nicht an die Regeln gehalten!
Die von ihnen zitierten Abschnitte der Satzung (gelten die übrigens auch für Regensburg?) werden dadurch überhaupt nicht tangiert.
Redaktion benachrichtigen Was im Bistum Regensburg wirklich geschah
#12   Didimus   18:16:07 | Donnerstag, 14. Juli 2005
@ Stimme der Vernunft
In jedem Betrieb, in jeder Partei, in jedem Verein gibt es Regeln, wer das Recht hat, eine bestimmte Versammlung einzuberufen und wer nicht. Wieso soll das ausgerechnet in der katholischen Kirche nicht gelten dürfen?
Redaktion benachrichtigen Was im Bistum Regensburg wirklich geschah
#7   Didimus   12:40:49 | Donnerstag, 14. Juli 2005
Kann mich Peccator und Credo nur anschließen
Vielleicht sollten wir auch den Generalvikar, Dr. Wilhelm Gegenfurtner nicht vergessen
generalvikar@bistum-regensburg.de
Postanschrift:
Niedermünstergasse 1
93047 Regensburg
Fax:
0941/597-1010
Redaktion benachrichtigen Was im Bistum Regensburg wirklich geschah
#4   Didimus   10:20:49 | Donnerstag, 14. Juli 2005
Die bischöflichen Mitbrüder…
… des tapferen Bischofs Müller sind nun am Zug. Nachdem sich die Laien von außerhalb Regensburgs in eine innerdiözesane Angelegenheit gemischt haben, wäre es nicht mehr als recht und billig, wenn nun Bischöfe ihren Mitbruder unterstützen und die Anmaßungen der Laiengremien entschieden zurückweisen.
Bin mal gespannt, ob von der Seite auch eine Stellungnahme kommt oder ob man um des lieben Konsenses willen auf einen faulen Kompromiß aus ist.
Uns bleiben Gebet und Opfer für Bischof Müller und seinen Generalvikar und für den deutschen Episkopat.
Redaktion benachrichtigen Gibt es im Bistum Fulda einen Priestermangel?
#11   Didimus   09:43:29 | Donnerstag, 14. Juli 2005
@Laurentius2
Vielen Dank für die Aufklärung!
Wie heißt es so schön: „Nicht wer sagt, Herr, Herr, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt…“
Redaktion benachrichtigen Gibt es im Bistum Fulda einen Priestermangel?
#9   Didimus   09:27:41 | Donnerstag, 14. Juli 2005
Frage an Laurentius2
Seine Exzellenz hat aber erfolgreich marianischen Sand in die Augen vieler „konservativer“ Schäfchen gestreut, deswegen hat er vielfach jetzt freie Fahrt bei seiner Geistertour.
Können Sie bitte sagen, was Sie damit meinen? Ich bin leider mit den Entwicklungen im Bistum Fulda nicht so vertraut, das mit dem „marianischen Sand“ interessiert mich allerdings.
Herzlichen Dank.
Redaktion benachrichtigen Rosenkranz im Rucksack
#5   Didimus   09:23:36 | Donnerstag, 14. Juli 2005
Rosenkranzaktion der Jugend 2000
Dank an die Jugend 2000 für diese Aktion! Es ist beschämend, daß eine kleine Gruppe junger Christen mittels Spenden dafür sorgen muß, daß die WJT-Teilnehmer einen Rosenkranz erhalten, weil die hochdotierten Damen und Herren des WJT-Büros dafür kein Interesse haben.
So sehr ich diese Aktion begrüße, so bedenklich erscheinen mir einige Tendenzen in der Jugend 2000: Schwärmertum, charismatische und gefühlsbetonte Spiritualität, liturgisch fragwürdige Praktiken.
Meines Wissens ist die Jugend 2000 auch sehr eng mit Totus Tuus verbunden. Und der Link von hcr sagt ja einiges. So was ist höchst gefährlich!
Redaktion benachrichtigen Späte Erklärung
#21   Didimus   18:22:47 | Dienstag, 12. Juli 2005
Beim Kommunionempfang Schutz’ gab es keinen Papst
Der jetzige Papst war damals noch Kardinaldekan. Und als solcher hatte er, wie auch das Kardinalskollegium als Ganzes keine oberste Gewalt. Während der Sedisvakanz darf das Kardinalskollegium nur die notwendigen Alltagsgeschäfte regeln und nichts erlassen, was einen zukünftigen Papst binden könnte, ebensowenig, wie es kirchliche Gesetze aufheben darf – die göttlichen Gesetze darf noch nicht einmal der Papst aufheben.
Es ist möglich, daß der damalige Kardinal Ratzinger innerhalb von Sekunden entscheiden mußte, was er tun sollte. Vielleicht hat er sich in diesem Moment einfach an der Praxis des verstorbenen Papstes orientiert, der Roger Schutz die Kommunion bekantlich mehrmals gereicht hat.
Wie ich schon unten geäußert habe, deutet die Erklärung Navarro-Valls darauf hin, daß der jetzige Papst Benedikt XVI. seine damalige Entscheidung für falsch hält.
Redaktion benachrichtigen Doch ein Seliger
#2   Didimus   17:48:28 | Dienstag, 12. Juli 2005
Seligsprechung ist dem Papst vorbehalten
Eine kleine Ergänzung:
Die Entscheidung, ob ein Diener oder eine Dienerin Gottes zur Ehre der Altäre erhoben wird, liegt allein beim Papst. Ein erfolgreich abgeschlossener Seligsprechungsprozeß ist kein Rechtsanspruch auf eine Seligssprechung. Der Papst kann frei entscheiden, ob er – unter Würdigung der Prozeßakten – die betreffende Person seligspricht oder nicht.
Redaktion benachrichtigen Bischöfinnen kommen – dafür gehen andere
#4   Didimus   17:35:55 | Dienstag, 12. Juli 2005
Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken
Interessant, der Anteil der Befürworter von Frauenbischöfen ist unter den Bischöfen am höchsten, dann der Klerus und am niedrigsten (wenn auch immer noch sehr hoch) bei den Laien.
Redaktion benachrichtigen Konflikt um den Vorsitzenden des Diözesanrates
#2   Didimus   20:04:58 | Montag, 11. Juli 2005
Wohl dem Bischof, der eine gute Verwaltung hat
Richtig Konrad, das ist wirklich ein Glücksfall. Viele Bischöfe haben sich leider mit einem liberalen Ordniariat herumzuschlagen. Wer schon mal beruflich „bürokratischen Widerstand“ erlebt hat, weiß, daß dies eine regelrechte Hölle sein kann. Und das gibt es in der deutschen Kirche leider oft. Deswegen sieht es in vielen Bistümern so schlimm aus, selbst wenn der Bischof mutig und papsttreu ist. Ein guter Mann an der Spitze kann wenig ausrichten, wenn die Untergebenen sich querlegen.
Redaktion benachrichtigen Seltsame Gäste beim Weltjugendtag
#5   Didimus   11:14:41 | Montag, 11. Juli 2005
@ hcr
Nein, aber Meisner brauchte Rom, um seine Mitbrüder quasi zum Ausstieg zu zwingen.
(was das Zeugnis Bischof Dybas, den ich sehr verehre, in keiner Weiser schmälert)
Zur kjgay (zwei Beiträge hintereinander sind nicht gestattet, deswegen äußere ich mich jetzt dazu):
Es ist ein Skandal, daß diese Gruppe innerhalb eines katholischen Jugendverbandes geduldet wird. Hier besteht dringend Handlungsbedarf.
Könnte die Redaktion vielleicht herausfinden, ob die kjgay offiziell und mit Billigung der WJT-Verantwortlichen auf dem Weltjugendtag aufkreuzt, oder das auf eigene Faust tut? Vielen Dank.
Redaktion benachrichtigen Seltsame Gäste beim Weltjugendtag
#3   Didimus   11:03:03 | Montag, 11. Juli 2005
@Athanasius: mäßige Dich bitte
In Deutschland wurde von allen Bischöfen (ausser Erzbischof Dyba von Fulda) die Abtreibung gutgehiessen
Das ist Verleumdung! Kein deutscher Bischof hat die Abreibung gutgeheißen. Bringe unverzüglich einen Beweis, daß auch nur ein deutscher Bischof sich positiv zur Abtreibung geäußert hat oder nehme Deine Behauptung ohne wenn und aber zurück!
Die deutschen Bischöfe haben objektiv jahrelang den falschen Weg eingeschlagen, um Abtreibungen zu verhindern, indem sie sich an der staatlichen Beratung beteiligt haben, daraus zu schließen, sie hätten Abtreibung gutgeheißen, ist falsch.
Übrigens gab es nicht nur Dyba. Es ist vor allem der Initiative Kardinal Meisners zu verdanken, daß der Fall Beratungsschein wieder nach Rom getragen wurde und so letztlich der Ausstieg aus der staatlichen Beratung erreicht worden ist.
Redaktion benachrichtigen Späte Erklärung
#12   Didimus   09:43:59 | Montag, 11. Juli 2005
Eines ist interessant…
…, daß nämlich der vatikanische Pressesprecher im Gegensatz zu manchen Papalisten nicht versucht, den Kommunionempfang von Roger Schutz schönzureden:
Vielmehr sei die Zulassung des – offensichtlich doch protestantischen – Pastors zum Kommunionempfang anläßlich des Requiems am 8. April auf dem Petersplatz nicht beabsichtigt gewesen.
Die Umstände seien Schuld – so Navarro-Valls.
Irgendwie habe sich Schutz in der Personengruppe befunden, welche die heilige Kommunion vom zelebrierenden Kardinal Ratzinger empfangen sollte.
Aus den etwas gestelzten Worten Navarro-Valls kann man, denke ich, erkennen, daß der damaligen Kardinaldekan und heutigen Papst die Reichung des Leibes Christi an Schutz bedauert. Denn wenn der Kommunionempfang des Protestanten richtig und gut gewesen wäre, wieso war er dann nicht geplant? Es ist durchaus möglich, daß einige Verantwortliche im Vatikan, diese Situation gezielt herbeiführen und den Kardinaldekan überrumpeln wollten.
„Es erschien in der gegebenen Situation unmöglich, Prior Schutz das Allerheiligste Altarsakrament zu verweigern.“
Das kann man auch so lesen: Ratzinger hätte ihm die Kommunion gerne verweigert, glaubte aber, in der damaligen Situation, es nicht zu können.
.
Redaktion benachrichtigen Die richtige Frage
#2   Didimus   18:59:20 | Freitag, 8. Juli 2005
Bitte ausgewogen berichten!
Dieser Artikel ist tendenziös und erweckt beim unbefangenen Leser den Eindruck, Bischof Schwarz würde den extrem liberalen Kurs von Aichern weiterführen. Eine seriöse Berichterstattung hätte beispielsweise auch folgende Aussage des neuen Bischofs von Linz erwähnt:
„OÖNachrichten: Es gab Anzeigen in Rom wegen angeblicher unrechtmäßiger Veränderungen der Liturgie mancherorts (Form des Gottesdienstes). Wie stehen Sie dazu?
Schwarz: Ich bin nicht vertraut mit Anzeigen in Rom. Wir müssen uns aber bemühen, die Liturgie in der vorgesehenen Art und Weise zu feiern. Es kann hier nicht alle Freiheit geben. Die Liturgie ist nicht Selbstzweck. Sie bedeutet, Gott zu ehren und zu ihm zu beten. Wenn man ins Messbuch schaut, sind manchmal Gestaltungsmöglichkeit vorgesehen, für andere Teile des Gottesdienstes gibt es klare Richtlinien.“
Man hätte auch berichten können, daß der Sprecher des Priesterrates, Pfarrer Walter Wimmer, offensichtlich etwas nervös ist, jedenfalls seinen Aussagen im „Neuen Volksblatt“ zufolge.
Die Äußerung von Bischof Schwarz zur Weihe von Viri probati halte ich auch für problematisch. Sicherlich ist Schwarz kein Konservativer. Aber ihn von vorneherein in eine Ecke zu stellen und ihn quasi zu verurteilen, bevor er seine Arbeit begonnen hat, ist nicht richtig!
Beten wir für den neuen Bischof und den Klerus von Linz!
Redaktion benachrichtigen Wie wird die Kommunion am Weltjugendtag ausgeteilt?
#11   Didimus   20:55:37 | Dienstag, 5. Juli 2005
Schade
Das sind nur halbherzige Maßnahmen. Das Positivste ist, daß wenigstens ein Hinweis zur Zulassung zur hl. Kommunion gegeben wird.
Kommunionbänke erachte ich auch nicht unbedingt für nötig, viel wichtiger dagegen wäre die Patene!
Das Dilemma zwischen Konzelebration und Kommunionspendung durch ordentliche Kommunionspender zeigt, daß solche Massenmessen eigentlich nicht im Sinne der Instruktio durchführbar sind. Deswegen sollte man sich ernsthaft fragen, ob man nicht auf sie verzichtet.
Auf dem Weltjugendtag, den ich grundsätzlich bejahe aber für verbesserungsfähig erachte, können auch andere Formen der Begegnung von jungen Menschen mit dem Papst gefunden werden (z.B. wie es ohnehin schon geschieht in Form einer Vigil, denkbar wären auch Andachten o.ä.) Eine solche Begegnung muß nicht am Sonntag stattfinden, so daß die Teilnehmer ungehindert ihrer Sonntagspflicht in Messen mit einer überschaubar großer Zahl an Gläubigen nachkommen können.
Redaktion benachrichtigen Eine Frage der Definition
#44   Didimus   20:46:47 | Dienstag, 5. Juli 2005
Gestatten Sie mir eine Nachfrage
Meines Wissens haben sich bei den Bischofsweihen 1988 in Êcone der Konsekrator, der Mitkonsekrator und die vier Geweihten die Tatstrafe der Exkommunikation zugezogen.
Ist dies richtig oder falsch?
Galt die Exkommunikation auch für alle Priester und Gläubigen, die an der unerlaubten Bischofsweihe teilnahmen?
Werter Marcel, ein Beweis auf der Basis von Hörensagen (Bischof Fellay sagt, ein Prälat habe gesat, Kardinal Castrillon Hoyos habe gesagt) ist überhaupt nichts wert. Selbst wenn S.E. Castrillon Hoyos diese Aussage gemacht haben sollte, setzt er damit nicht das Kirchenrecht außer Kraft.
Redaktion benachrichtigen Päpstliches Lob + …
#16   Didimus   13:23:49 | Montag, 4. Juli 2005
@Miles
Es ist auch eine Legende, daß das Innenleben der Kirche vor 1962 „morsch“ gewesen wäre !!! Diese Legende läßt sich keineswegs mit den Fakten von damals verifizieren !
Was heißt hier Fakten von damals? Umfrageergebnisse? Soziologische Studien? Falls es die gibt, haben sie Beweiskraft?
Einen im juristischen Sinne wasserdichten Beweis habe ich freilich nicht. Aber ich frage mich, wieso dieser rapide Niedergang schon so kurz nach dem Konzil? Es ist einfach nur dem Konzil die Schuld zu geben. Falls das Konzil wirklich so schlecht gewesen wäre, wie hier teilweise dargestellt, hätte es Jahrzehnte und nicht wenige Jahre gedauert, bis eine wirklich starke Kirche davon erschüttert gewesen wäre. Daß es so schnell ging, ist für mich schon ein Beweis, daß die vorkonziliare Kirche eben nicht stark war.
Gläubigen Christen aus Lateinamerika fiel schon in den 40ern auf, daß sich der Glaube bei vielen Europäern auf das Hersagen auswenidg gelernter Gebete und den Besuch der Sonntagsmesse beschränkte. Vieles war eben nur noch äußerlich vorhanden und selbst denen, die für sich ein gutes katholisches Leben führten, fehlte später oft die Fähigkeit, ihren Glauben an die Generation ihrer Kinder und Enkel weiterzugeben.
Redaktion benachrichtigen Päpstliches Lob + …
#13   Didimus   11:51:58 | Montag, 4. Juli 2005
Vorgeschichte und Geschichte des jüngsten Konzils
sind komplex und können nicht in wenigen Sätzen zusammengefaßt werden. Deswegen hier nur eine kurze, unvollständige Stellungnahme.
Ich gebe Ihnen, Marcel, recht, daß progressive Kreise das Konzil erheblich für ihre Ideen instrumentalisieren wollten. Daß sie allerdings mit dem Ergebnis nicht zufrieden wahren, zeigen nicht nur die unqualifizierten Kommentare in der Rahner-Ausgabe der Konzilstexte, sondern auch das ständige Beschwören des „Geistes des Konzils“ und die Ansicht der Progressiven, man müsse das Konzil permanent fortführen.
Es ist allerdings auch richtig, daß die Kreise um Kardinal Ottaviani einen Sympathiezuwachs für die Progressiven regelrecht provoziert haben. Ottaviani hat viele Gefahren richtig gesehen, aber leider die falschen Methoden angewandt. Nach seinem Willen wäre die Aufgabe der Konzilsväter gewesen, die vorformulierten Schemata mehr oder weniger durchzuwinken. Daß sich die Bischöfe eine solche Bevormundung nicht gefallen lassen wollten, ist mehr als verständlich.
Was die Freimaurer betrifft, habe ich nicht ganz verstanden, was Sie meinten. Deswegen die – absolut sachlich gemeinte – Frage: Führen Sie die schlechten Zustände in der Kirche vor 1962 überwiegend oder ausschließlich auf Unterwanderungen durch Freimaurer zurück?
Redaktion benachrichtigen Propst Küchl wieder zuhause
#3   Didimus   11:20:49 | Montag, 4. Juli 2005
AEM
Stimmt Benedikt, das steht so in der Allgemeinen Einführung in das Römische Meßbuch.
Ich weiß allerdings nicht, ob es in Bezug auf Fälle wie Prälat Küchl, dem sein Bischof ja die Seelsorgetätigkeit in besagter Pfarrei untersagt hat, vom Kirchenrecht her Außnahmen gibt.
Falls ja, hätte sich Küchl richtig verhalten, wenn er der Messe unter den Gläubigen beiwohnte
Redaktion benachrichtigen Päpstliches Lob + …
#11   Didimus   11:04:32 | Montag, 4. Juli 2005
Oh Mann,
Satans Sieg über die Kirche: das V.II
Es ist sehr tragisch. Die Kirche liegt am Boden, fast zerstört. Satan und seine Helfer lachen.
So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Marcel, lesen Sie bitte die Texte des Zweiten Vaticanums. Die Texte und zwar in ihrer Gänze, nicht nur aus dem Zusammenhang gerissene Zitate. Und setzen sie nicht wie die Modernisten andauernd die Veränderungen nach dem Konzil mit dem Konzil selbst gleich.
Hat sich eigentlich schon mal jemand Gedanken gemacht, weshalb die Kirche nach dem Konzil so eine Krise durchgemacht hat? Kann daran nur das Konzil Schuld sein. Selbst wenn es so schlimm gewesen wäre, wie von einigen dargestellt, wieso hatte die vorkonziliare Kirche nicht mehr Widerstandskräfte? Vielleicht war vor 1962 ja doch nicht alles Gold was glänzt. Die Kirche diese Zeit war nach außen hin prunkvoll und stark, in ihrem innern aber morsch. Außwendig gelernte Gebete und Katechismusformeln, oberflächliche Teilnahme an Riten und Selbstgefälligkeit hatten die große Mehrzahl der Gläubigen nicht gegen die Angriffe der modernen Welt immunisieren können.
Redaktion benachrichtigen Im Schnellverfahren
#9   Didimus   10:20:21 | Donnerstag, 30. Juni 2005
die Texte als Ganzes lesen
Hier ein kurzer Abschnitt aus Dignitatis Humanae:
Denn nach dem Willen Christi ist die katholische Kirche die Lehrerin der Wahrheit; ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit, die Christus ist, zu verkündigen und authentisch zu lehren, zugleich auch die Prinzipien der sittlichen Ordnung, die aus dem Wesen des Menschen selbst hervorgehen, autoritativ zu erklären und zu bestätigen. Ferner sollen die Christen bemüht sein, in Weisheit wandelnd vor den Außenstehenden, „im Heiligen Geist, in ungeheuchelter Liebe, im Wort der Wahrheit“ (2 Kor 6,6-7), mit der Tapferkeit der Apostel bis zur Hingabe des Blutes das Licht des Lebens mit allem Freimut zu verbreiten. Denn der Jünger hat gegenüber Christus, dem Meister, die ernste Pflicht, die von ihm empfangene Wahrheit immer vollkommener kennenzulernen, in Treue zu verkünden und kraftvoll zu verteidigen unter Ausschluß aller Mittel, die dem Geist des Evangeliums entgegengesetzt sind. Zugleich wird er von der Liebe Christi gedrängt, den Menschen, die in Irrtum oder Unwissenheit in den Dingen des Glaubens befangen sind, in Liebe, Klugheit und Geduld zu begegnen.
Wenn man die Texte des Zweiten Vaticanums als Ganzes liest, klären sich die vermeintlichen Widersprüche zur Tradition. Wie Papst Benedikt XVI. sagt, sind die Texte wichtig und nicht das, was die Modernisten daraus gemacht haben.
Redaktion benachrichtigen Rückfall ins sexuelle Vandalentum
#5   Didimus   19:36:32 | Mittwoch, 29. Juni 2005
Gestaltbar
Und gestaltet wurde sie in Dtl. u. a. von der Frankfurter Schule unter dem Einfluß psychoanalytischer Lehren aus den USA. Von einigen Protagonisten wurde die sog. bürgerliche Familie als die Keimzelle faschistischer Gesinnung gesehen. Ergo: wenn wir den Faschismus schon im Ansatz verhindern wollen, müssen wir die Familie zerstören.
Der Niedergang der Familie in der westlichen Welt begann in den wirtschaftlich prosperierenden sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Ganz so einfach mit wirtschaftliche Lage schlecht=Familie in Gefahr, ist es nun mal nicht. Das Sein bestimmt halt nicht das Bewußtsein. Auch wenn, da gebe ich Yersinia recht, auch gewisse wirtschaftliche Rahmenbedingungen eine Gefahr für die Familie sind.
Übrigens Yersinia, lesen Sie mal die Sozialenzykliken und von Johannes Paul II. Dann werden sie merken, daß zumindest ein Lebensschützer sehr wohl für soziale Gerechtigkeit eingetreten ist und auch einen Zusammenhang zwischen Schutz der Familie und Schutz vor Ausbeutung und wirtschaftlicher Not gesehen hat.
Es soll, das wird Sie jetzt vielleicht erstaunen, sogar den/die ein oder anderen Lebensschützer/in geben, der/die keine Aktien besitzt.
Redaktion benachrichtigen Rückfall ins sexuelle Vandalentum
#3   Didimus   17:49:27 | Mittwoch, 29. Juni 2005
Haßt die Sünde, aber liebt die Sünder!
Bitte, werte Redaktion und lieber Schreiber, achtet auf Eure Sprache, selbst dann, wenn man andere zitiert! Homosexuelle sind Menschen, keine Schweine!
Dieses Gesetz ist familienfeindlich und wird sich nachhaltig zerstörerisch auf die Gesellschaft auswirken, deswegen ist seine Einführung ein schwerer Fehler.
Aber das berechtigt uns nicht, in die unterste Schublade zu greifen, wenn wir argumentieren. Gerade wenn hier das Thema Homo-„Ehe“ und Homosexualität angesprochen wird, ist das sprachliche Niveau nicht nur erbärmlich sondern manchmal menschenverachtend. Damit ist niemandem gedient, im Gegenteil, damit bringt man das berechtigete Anliegen, Ehe (als lebenslange Verbindung einer Frau und eines Mannes) und Familie zu verteidigen in Mißkredit.
Übrigens:
Gott hätte Sodom und Gomorra verschont, wenn es dort nur zehn Gerechte gegeben hätte.
Redaktion benachrichtigen Anwalt des Teufels
#8   Didimus   17:37:08 | Mittwoch, 29. Juni 2005
@Pelagius
Werter Pelagius,
Gehört jemand allein schon deshalb, weil er einer überstürzten Handlungsweise gegenüber Skepsis anmeldet, zu den Nostalgikern, Ultra-Traditionalisten und Krypto-Sedisvakantisten (immerhin ist die praecipitatio eine Sünde gegen die Klugheit…)?
Nein. Aber wenn einige Leute allein schon deshalb trauern, weil die Kirche auf gewisse äußere Formen früherer Zeiten, wie z.B. die Tiara verzichtet, ist das nicht Nostalgie?
Ist die Ausspielung der Tradition gegen das kirchliche Lehramt nicht eine ungesunde Form der Liebe zur Tradition?
Befindet man sich nicht auf dem Weg in den Sedisvakantismus, wenn man behauptet, die Stellvertreter Christi feiern seit dreieinhalb Jahrzehnten ungültige Messen und wenn man sich selbst zu einer Art Gegen-Lehramt aufspielt?
(Es ist mir im Moment nicht bewußt, ob Sie solche Äußerungen getan haben, falls nein, brauchen Sie sich nicht angesprochen zu fühlen, aber solche Äußerungen wurden hier im Forum gemacht, z.B. von mrnka, ontos, Marcel)
Die Extreme berühren sich u.a. in der einseitigen Interpretation des Zweiten Vatikanums, in der fast protestantischen Reklamierung des Gewissens, wenn einem die Hierarchie nicht paßt, in der Meinung man selbst – und nicht die Kirche in ihrer gegenwärtigen Verfassung – wisse genau, wie Gott die Kirche haben wolle.
Und sie berühren sich in der Abneigung gegen die Person Johannes Pauls II.
Redaktion benachrichtigen Prälat Ulrich Küchl stellt klar
#6   Didimus   14:49:18 | Mittwoch, 29. Juni 2005
Eines fällt auf
Prälat Küchl verteidigt sich gegen diesen Vorwurf nur halbherzig:
Prälat Küchl habe aber seine Sabbatzeit nicht genützt, um zur Klärung der im Raum stehenden Vorwürfe gegen seine Person beizutragen.
Diese Vorwürfe betreffen die finanziellen Probleme im Stift Eisgarn sowie Küchls Amtsführung als Regens des diözesanen Priesterseminars in den Jahren 2001 bis 2004.
die Entgegnung von Küchl:
Ich habe, was die Klärung der Vorwürfe gegen meine Amtsführung als Regens betrifft, von Bischof Küng zwei Einladungen zur Führung diesbezüglicher Dienstgespräche erhalten und bin diesen nachgekommen.
Das ist im Grunde keine Widerlegung der Vorwürfe. Küchl räumt lediglich an, mit seinem Bischof gesprochen zu haben, mehr nicht. Daß er den Bischof tatsächlich über seine Amtsführung zu dessen Zufriedenheit aufgeklärt hat sagt er nicht. Und zum Fall der finanziellen Probleme in Eisgarn äußert sich Küchl in seiner Stellungnahme auch nicht. Wäre eigentlich vonnöten, wenn er dorthin zurückkehren will.
Insofern ist die Reaktion von Bischof Küng verständlich.
Redaktion benachrichtigen „Zentralkomitee“- Generalsekretär gescheitert
#2   Didimus   13:46:25 | Mittwoch, 29. Juni 2005
@Benedikt
Hast natürlich recht. Allerdings spielt sich das ZdK als legitime Laienvertretung auf und sieht sich als eine Art institutionalisierte Opposition gegen Rom, die die Interessen „der“ Laien gegenüber dem Klerus zu vertreten hat.
Dabei vertritt es nur die Interessen einer kleinen Klientel. Die meisten Laien, die dem Papst und der Lehre der Kirche treu sind, dürften sich nicht durch das ZdK vertreten fühlen und die große Mehrheit der Taufscheinkatholiken interessiert sich ohnehin nicht für innerkirchliche Vorgänge. Was die ZdK-Leute nicht daran hindert, sich unglaublich wichtig zu fühlen.
Redaktion benachrichtigen Das Zweite Vatikanum fordert die lateinische Sprache
#36   Didimus   12:57:59 | Mittwoch, 29. Juni 2005
Kirchenslawisch
Meines Wissens gibt es in der Christenheit nur eine Sprache, die ausschließlich für den sakralen Bereich verwendet wird, und das ist Kirchenslawisch.
Latein ist auch eine profane Sprache, was jedoch nicht dagegen spricht, daß es in der römischen Kirche viel mehr gepflegt werden müsste.
Redaktion benachrichtigen Anwalt des Teufels
#6   Didimus   10:55:10 | Mittwoch, 29. Juni 2005
In guter Gesellschaft
Die hiesigen Nostalgiker, Ultra-Traditionalisten und Krypto-Sedisvakantisten befinden sich in guter Gesellschaft. Gestern veröffentlichte die links-alternative und kirchenfeindliche „taz“ ein Interview mit dem Berliner Theologen Rainer Kampling unter dem Titel „Er muss nicht selig werden“. Katholiken sollten sich nicht zu früh freuen, so Kampling. Der Prozeß könne lange dauern.
Kampling ist übrigens Herausgeber interessanter Bücher, in denen er z. B. die Marienverehrung für den Antisemitismus verantwortlich macht. Er hat auch Goldhagen verteidigt.
Über die Aufgabe des Nachfolgers von Johannes Paul II. meinte Kampling in einem anderen Interview:
„Er muß die von Johannes Paul II. begonnene Öffnung der Weltkirche vorantreiben. Er muß den Dialog mit den anderen Religionen fortführen. Die innerkatholische Entwicklung muß gefördert werden: Die Kirche muß die Frage der Gemeindestruktur und der innerkirchlichen Hierarchie lösen. Wir haben unter dem letzten Pontifikat einen sehr starken Zentralismus erlebt, das wird auf Dauer nicht durchzuhalten sein.“
Und wieder einmal berühren sich die Extreme…
Redaktion benachrichtigen Das Zweite Vatikanum fordert die lateinische Sprache
#4   Didimus   21:44:45 | Freitag, 24. Juni 2005
Mehr Latein in der Messe
ist auf jeden Fall sinnvoll. Latein ist die Sprache der römischen Kirche, unserer Mutter, also auch in gewissem Sinn unsere Muttersprache. Gerade bei internationalen Messen ist es schön, in einer Sprache zu beten. Wenigstens einige Gebete der Liturgie, z. B. Vaterunser, Glaubensbekenntnis, Gloria, Sanctus sollten die Gläubigen auch auf Latein beherrschen. Mich hat es immer geärget, wenn es bei internationalen Messen hieß, alle sollten das Vaterunser in ihrer jeweiligen Sprache beten. Heraus kam regelmäßig eine Kakophonie, die einen waren schon lange fertig, während die anderen noch beteten.
Wie aber sollen die Gläubigen die Gebete in Latein lernen, wenn sie zu Hause in der Pfarrei nur in der Volkssprache gebetet werden?
Abgesehen davon ist der rapide Rückgang von Menschen, die Latein wirklich aktiv und passiv beherrschen ein riesiger kultureller Verlust für Europa. An diesem Verlust sind viele Kirchenvertreter erheblich mit schuld, die – unter Mißachtung der Forderungen des Konzils – Latein de facto aus der Kirche verbannt haben.
Redaktion benachrichtigen Das Gebet zur Seligsprechung
#2   Didimus   15:54:37 | Freitag, 24. Juni 2005
@Marcel
Was soll dieses Geschreibsel? Was bitteschön sind „Protestierende Heilige“?
Es ist guter Brauch, um die Seligsprechung einer Person zu beten, die im Ruf der Heiligkeit gestorben ist. Niemand zwingt Sie, mitzubeten.
Ich war nicht mit allem einverstanden, was der verstorbene Papst getan hat, übrigens genausowenig, wie ich mit manchen Taten oder Äußerungen von Heiligen einverstanden bin.
Von keinem Heiligen (außer der Muttergottes) wird behauptet, daß er ohne Sünde gelebt hat. Wichtig für die Seligsprechung ist vor allem folgendes:
daß Johannes Paul II. die christlichen Tugenden in heroischer Weise gelebt hat.
Darauf kommt es an. Ich selbst bin zuversichtlich, daß der Seligsprechungsprozeß mit der Feststellung des heroischen Tugendgrades enden wird.
Für mich war Johannes Paul II. ein großer Papst. Ich respektiere eine andere Meinung, aber weder Sie noch ich werden letztendlich über die Seligsprechung entscheiden.
Redaktion benachrichtigen „Jeder Papst ist ein Übergangspapst“
#1   Didimus   12:58:12 | Freitag, 24. Juni 2005
Wunschdenken
Was Professor Beinert kurz nach der Wahl Benedikts XVI. geäußert hat, spiegelt eher die Wünsche der in die Jahre gekommenen „Reformer“ der unmittelbaren Nachkonzilszeit wider, als die Realität. Noch schlimmer und geradezu peinlich war die Rede des ZDK-Vorsitzenden zum Antritt des neuen Papstes. Nachdem er ihm artig gratuliert hatte, schwelgte er in nostalgischen Erinnerungen an die Zeit zwischen Konzil und Würzburger Synode (1975).
Natürlich hat ein Papst andere Aufgaben als ein Präfekt der Glaubenskongregation aber eben auch andere Aufgaben als ein Theologieprofessor. Und es ist kaum anzunehmen, daß so ein brillianter Denker wie Benedikt XVI. einen intellektuellen Salto-Mortale rückwärts in die sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts machen wird. Im Gegensatz zu seinen Kritikern im deutschsprachigen Raum ist Joseph Ratzinger nämlich nicht vor vierzig Jahren stehengeblieben.
Zahlreiche Äußerungen und Maßnahmen des neuen Papstes geben wirklich zu Hoffnung Anlaß: die Verknüpfung von Vaticanum II und Tradition in der Antrittsrede, der Hinweis auf den Kommunionempfang bei der Einführungsmesse, die Rede zu Gunsten der Familie. Vor einigen Tagen hat er bei einem ad-limina-Besuch gesagt, Ökumene dürfe nicht zu Relativismus und Verunsicherung der Gläubigen führen.
Lassen wir nicht nach in unseren Gebeten für den Heiligen Vater!
Redaktion benachrichtigen Ein Lob auf die Heilige Inquisition
#14   Didimus   23:07:06 | Mittwoch, 22. Juni 2005
Danke, Athanasius
Wow, jetzt kann ich sogar einmal einem Beitrag von Dir vorbehaltlos zustimmen.
Redaktion benachrichtigen Päpstin im Kloster Einsiedeln
#4   Didimus   23:00:40 | Mittwoch, 22. Juni 2005
@Yersinia
tatsächlich ist das gesellschaftliche Wissen gewachsen, das religöse Angebot gestiegen – und die Menschen sind frei, sich daraus auszusuchen, was sie für richtig halten; das wird kein Kirchenmann ändern.
Richtig. Nur sollten sie dann auch so konsequent sein und gegebenenfalls die religiöse Gemeinschaft verlassen, die etwas anderes lehrt, als das, was sie für richtig halten. Das wäre ehrlich. Es gibt allein im Weltkirchenrat über 300 christliche Kirchen und kirchliche Gemeinschaften, rechnet man noch die vielen Gruppen und Grüppchen auf den amerikanischen Kontinenten hinzu, dürften es über 10.000 sein. In einigen ist bereits alles erfüllt, was katholische „Reformer“ fordern: Frauenordination, Aufhebung des Zölibats, demokratische Strukturen, liberale Morallehre u.s.w.
Redaktion benachrichtigen „Sicherer Sex existiert nicht“
#3   Didimus   21:18:16 | Montag, 20. Juni 2005
@Yersinia
Genau das, daß nämlich Kondome absolut sicher seien, wird in der Werbung oft suggeriert. Es heißt „Kondome schützen“, ohne wenn und aber und das ist nun mal falsch! Auf das Risiko einer Aids-Ansteckung trotz Kondom-Benutzung, gerade beim Verkehr mit zahlreichen verschiedenen Partnern wird nun mal recht selten hingewiesen.
Selbstverständlich wird sich außerehelicher Sex nicht verhindern lassen, aber grob fahrlässig wäre es, nicht für Treue in der Ehe und Enthaltsamkeit vor der Ehe zu werben. (Hat seinerzeit meine ökologisch-links-alternative Biolehrerin, die mit der Kirche nicht viel am Hut hatte, übrigens getan)
Redaktion benachrichtigen Schuld sind immer die anderen
#9   Didimus   21:06:34 | Montag, 20. Juni 2005
@ GerdEric
Si tacuisses…
Lieber GerdEric, wenn Sie hier schon ausschließlich spöttisch-ironisch schreiben, sollten Sie es wenigstens so tun, daß Sie sich nicht innerhalb von elf Minuten selbst widersprechen:
wer einzig nur nach den Buchstaben des Gesetzes lebt, wurde doch von Jesus eines besseren belehrt…
oder irre ich mich da,
habe ich da was falsch verstanden?
Juden bedürfen Jesu nicht,
denn sie leben das Gesetz,
und dem stimmt Jesus ausdrücklich zu.
Redaktion benachrichtigen „Eine an einem Stück Holz hängende nackte Leiche“
#18   Didimus   20:46:34 | Freitag, 17. Juni 2005
Hm,…
…Christus hat sowohl harte als auch milde Worte verwendet. Er war „sanft und demütig von Herzen“. Das sollen wir in seiner Nachfolge auch sein! Hart in der Sache, aber mild in der Art, würde ich sagen (ich weiß, daß ich selbst dieses Ideal auch nicht immer erfülle).
Und manche Traditionalisten hier gebrauchen ein Vokabular, daß mir angst und bange wird: „Räubersynode“, „Konzilskirche“ etc.
Auch scheinen mir manche Beiträge regelrecht darauf angelegt, in vielem, was von Rom kommt, vor allem das Negative, auf jeden Fall ein Haar in der Suppe zu finden.
Redaktion benachrichtigen Mit dem Schiff nach Köln
#5   Didimus   20:36:09 | Freitag, 17. Juni 2005
@methusalix
Wenn Sie die Forenbeiträge hier lesen, werden Sie merken, daß ich oft nicht mit Athanasius einer Meinung bin. Ich möchte auch nicht für ihn antworten, das wird er sicherlich bald selbst tun, *g*.
Nur weil Sie die Jesuiten erwähnen: Was mich betrifft, ich habe keine Angst vor ihnen. Die werden nämlich in Zukunft eine immer unbedeutendere Rolle spielen. Seit sie liberal geworden sind, ist dieser Orden immer mehr geschrumpft und verliert immer mehr an Einfluß. Sie werden sich entweder gründlich reformieren müssen und wieder dem Geist ihres Gründers folgen, oder sie marginalisieren sich selbst weiter bis zur Bedeutungslosigkeit.
Übrigens gibt es kein Zwangszölibat. Wer den Zölibat auf sich nimmt, tut das freiwillig!
Redaktion benachrichtigen Glaubenswächter mit Samtpfoten
#4   Didimus   15:58:46 | Freitag, 17. Juni 2005
Levada richtig verstehen
Ich glaube eher, daß Ignatius den Erzbischof Levada falsch verstanden hat.
Ein Theologe müsse wissen, wohin seine Forschungen führten und ob sie mit dem Glauben, den die Kirche empfangen hat und aus dem sie lebt, übereinstimmen.
Ansonsten betreibe der Theologe keine wahre Theologie.
Die Theologie müsse einen Dialog mit der Offenbarung führen: „Man kann nicht einfach behaupten, daß die Offenbarung etwas enthält, nur weil man das so haben möchte.“
Das kann doch nur heißen, daß er die Theologen aufruft, nicht ihre Privatmeinung zu verkünden. Diese Äußerungen Levadas sind ein hoffnungsvolles Zeichen, daß er die Arbeit seines Vorgängers in dessen Sinn fortführt und dem Bestreben mancher Theologen, eine Art Gegen-Lehramt aufzubauen, einen Riegel vorschiebt. Daß dies mühsam ist und Jahre, vielleicht Jahrzehnte braucht, steht auf einem anderen Blatt.
PS: Wie wird denn hier im Forum das Duzen und Siezen gehandhabt? Ich nehme Deine Anrede einfach mal auf und duze Dich jetzt auch. Mir ist das Duzen in Internet-Foren ehrlich gesagt auch lieber.
Redaktion benachrichtigen „Eine an einem Stück Holz hängende nackte Leiche“
#16   Didimus   14:41:45 | Freitag, 17. Juni 2005
Würden sie nur auf Msgr. Lefebvre hören!
Zitat aus dem Schreiben von 1974 (Hervorhebungen von mir):
Deshalb setzen wir unser Werk der priesterlichen Ausbildung unter dem Stern des Lehramtes aller Zeiten fort, ohne Bitterkeit, Rebellion oder Groll.
Würden die Anhänger der Tradition doch nur auf den von ihnen so verehrten Erzbischof hören und sich zumindest bemühen, Bitterkeit, Rebellion und Groll zu vermeiden!
Redaktion benachrichtigen Die Leichen im Schrank der Homo-Ideologie
#4   Didimus   14:35:47 | Freitag, 17. Juni 2005
Keine homosexuellen Handlungen
Der ungläubige Thomas Graz will es einfach glauben, dass man schwul und katholisch zur gleichen Zeit sein könne…
Man kann schwul und katholisch sein, nur darf seine Homosexualität nicht praktizieren. Homosexuelle Handlungen sind eine in sich schwere Sünde.
Redaktion benachrichtigen Glaubenswächter mit Samtpfoten
#2   Didimus   14:31:39 | Freitag, 17. Juni 2005
Selbstverständlich Dialog!
Wenn ich Msgr. Levada richtig verstanden habe, ist der Aufruf zum „Dialog mit der Offenbarung“ eine Mahnung an die Theologen, nicht ihre eigenen Ideen auf Biegen und Brechen durchzusetzen, sondern sie immer an der Offenbarung zu messen. Was ist daran schlimm?
Im übrigen ist jeder Christ aufgerufen, einen „Dialog mit der Offenbarung“ zu führen oder anders ausgedrückt, sich mit der Offenbarung auseinanderzusetzen. Das nämlich liegt im Wesen der Offenbarung. Der dreifaltige Gott offenbart sich dem Menschen, der dieses Angebot Gottes annehmen oder ablehnen kann. Im Gegensatz zu Engeln hat der Mensch eine diskursive Intelligenz, so daß er den sich selbst offenbarenden Gott nicht ein für alle Mal annehmen oder ablehnen kann, er muß sich also immer wieder damit auseinandersetzen.
Das gilt erst recht für Theologen. Und das haben Theologen immer wieder getan. Von den Kirchenvätern über die großen Theologen des Mittelalters und der Neuzeit bis zu den heutigen kirchentreuen Theologen.
Eine naive Betrachtung der Bibel – das steht so und so drin und muß wortwörtlich befolgt werden – würde uns auf das Niveau evangelikaler Sekten zurückwerfen.
Redaktion benachrichtigen 1:0 für Don Camillo
#6   Didimus   21:00:05 | Montag, 13. Juni 2005
Deo gratias!
Ein Sieg für das Leben, Grund zur Freude und Aufforderung, weiter für das Recht jedes Menschen auf Leben zu kämpfen.
Unter den 75 %, die nicht abgestimmt haben, waren nicht nur Desinteressierte, sondern auch Katholiken, die den Aufruf ihrer Hirten ernst genommen haben. Dank an den Heiligen Vater und die mutigen Bischöfe Italiens!
Der Kampf zwischen der Kultur des Lebens und der Kultur des Todes geht weiter. Wir sollten uns nicht in falscher Sicherheit wiegen, dürfen uns aber über ein gewonnenes Scharmützel freuen!
Redaktion benachrichtigen Revolutionäres Wappen
#18   Didimus   11:05:17 | Montag, 13. Juni 2005
Heul, Schluchz
Welch schrecklicher Papst!
Schon bei seiner ersten Messe als Papst, hat er die Priester zur Feierlichkeit und Korrektheit bei der Zelebration ermahnt. – Entsetzlich!
Bei seiner Amtseinführung wurde vor der Kommunionspendung darauf hingewiesen, daß man für den Empfang des Leibes Christi richtig disponiert sein muß. – Eine schreckliche Fortsetzung der zahlreichen Irrwege!
Er hat die spanischen Bischöfe bei ihrem Kampf für die Familie unterstützt, sich die Wut aller Befürworter von Homoehe und Manipulation an Ungeborenen zugezogen, als er die Wahrheit über den menschlichen Leib verkündete und vor dem Relativismus warnte. – Eine unglaubliche Feigheit!
Wirklich jede, aber auch jede Handlung dieses Papstes ist zum Weinen. Gut, daß einige Nostalgiker mit ihrer Selbstgerechtigkeit und ihrem Lamentieren für ein wenig lustige Unterhaltung sorgen, sonst könnte ich gar nicht mehr lachen.
Redaktion benachrichtigen Revolutionäres Wappen
#15   Didimus   14:46:50 | Sonntag, 12. Juni 2005
@Athanasius
Bitte die Postings vor der Antwort immer genau lesen.
Ich habe nicht behauptet, die Tiara sei „mittelalterlich“, sonder sie sei „aus dem Mittelalter“. Das werden Sie wohl nicht bestreiten, oder? Und da sie von Menschen gemacht ist, kann sie auch abgeschafft werden(beziehungsweise aus dem Wappen verschwinden).
Ich habe mich auch nicht auf die Jurisdiktion als Ganzer bezogen, sondern die Vermutung geäußert, der Papst werde „im jurisdiktionellen Bereich“ auf die Orthodoxie zugehen. Die mit Rom unierten Ostkirchen haben schließlich auch ein eigenes Kirchenrecht; daß in diesem Bereich bereits jetzt alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, vermute ich nicht.
Im Übrigen habe ich volles Vertrauen zu Benedikt XVI., daß er die Forderung Christi, ut unum sint, mit aller Kraft und in voller Übereinstimmung zur gesamten Lehre der Kirche umzusetzen gewillt ist.
Redaktion benachrichtigen Revolutionäres Wappen
#13   Didimus   14:24:15 | Sonntag, 12. Juni 2005
Die Schlüssel Petri
Offen gesagt, war ich auch überrascht und ein wenig irritiert über das neue Papstwappen. Je mehr ich aber darüber nachdenke, desto sinnvoller erscheint es mir.
Papst Benedikt XVI. hat die Tiara aus dem päpstlichen Wappen entfernt. Die Tiara ist sehr wohl etwas zeitlich Bedingtes aus dem Mittelalter, wenn auch mit einer sehr tiefen, überzeitlichen Symbolik. Als etwas von Menschen gemachtes, kann sie auch vom Stellvertreter Christi wieder abgeschafft werden.
Die Schlüssel des Himmelreiches das heißt die Vollmacht zu binden und zu lösen, wurden Petrus und seinen Nachfolgern von Christus selbst verliehen und können nicht abgeschafft werden. Ich denke Papst Benedikt möchte diese geistliche Macht betonen und nicht die – durch die Tiara vor allem ausgedrückte – weltliche Macht.
Bei allen seinen Äußerungen zur Wahrheit, als deren Diener er sich sieht, glaube ich nicht, daß er gewillt ist, vom päpstlichen Primat im Dienst an der Verteidigung der Wahrheit auch nur einen Millimeter abzurücken. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, daß er im jurisdiktionellen Bereich auf die Orthodoxie zugeht.
Redaktion benachrichtigen Ein ganz normaler Sonntagsgottesdienst- Teilnehmer
#41   Didimus   19:11:47 | Freitag, 10. Juni 2005
@Benedikt
O je, das kirchliche Verbot künstlicher Empfängnisverhütung soll den Massenexodus in der Kirche verursacht haben???
Wie sieht es denn bei den Evangelischen aus? In Deutschland seit Jahren größere Austrittszahlen und ein Kirchenbesuch, der maximal ein Fünftel des katholischen ausmacht. Und das obwohl die EKD in Sachen Verhütung so großzügig ist
Daß die Kirche in der Öffentlichkeit überwiegend in Zusammenhang mit Sex genannt wird (und entsprechend negativ bewertet), liegt daran, daß in der Öffentlichkeit so gut wie ALLES nur in Zusammenhang mit Sex interessant scheint.
Redaktion benachrichtigen Gegenseitige Verständigung und Wertschätzung?
#7   Didimus   15:03:08 | Freitag, 10. Juni 2005
Was ist schlimm…
…zu einer größeren gegenseitigen Verständigung und Wertschätzung zwischen Christen und Judenaufzurufen?
…alle Erscheinungsweisen von Haß, Verfolgung und Antisemitismuszu verurteilen?
…an einer ,Zukunft der Hoffnung’ in Übereinstimmung mit dem Plan Gottes zu arbeiten? Ist im Plan Gottes nicht auch die Erlösung durch Tod und Auferstehung seines eingeborenen Sohnes vorgesehen?
…die Shoah, an der auch Katholiken beteiligt waren und gegen die sich Katholiken – teilweise unter Einsatz ihres Lebens – gewandt hatten, in den zukünftigen Beziehungen zwischen Kirche und Judentum zu bedenken?
Zweifelt Ihr daran, daß Papst Benedikt XVI. Christus als einzigen Erlöser verkündet? Muß er es in jedem Moment wortwörtlich tun?
Wie stellt Ihr Euch eigentlich Judenmission vor? Folgt doch Euren eigenen guten Ratschlägen und geht in Eurer Nachbarschaft in eine Synagoge oder auf ein jüdisch-christliches Treffen und verkündet, daß Christus der einzige Erlöser ist! Auf die Berichte über Eure gigantischen Missionserfolge bin ich schon jetzt gespannt.
Redaktion benachrichtigen Ein ganz normaler Sonntagsgottesdienst- Teilnehmer
#25   Didimus   11:19:12 | Freitag, 10. Juni 2005
Danke Konrad
Endlich einmal ein sachlicher und rationaler Beitrag zum Thema. Ich stimme Dir voll zu. Leider wollen einige den Syllabus, andere Gaudium et Spes zu einem Super-Dogma errichten.
Les extremes se touchent. Ultra-Progressive und Ultra-Traditionalisten greifen aus den Texten des Zweiten Vatikanums das heraus was in ihr Weltbild paßt und ignorieren das Gesamt der Texte. Nur daß die einen ein dickes Plus und die andern ein dickes Minus vor die aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate stellen…
Auch aus der zweitausendjährigen Tradition der katholischen Kirche greifen die verschiedenen Gruppen gerade das heraus, was ihnen paßt, unterscheiden nicht zwischen zeitlich Bedingtem und deswegen Änderbarem und ewig Gültigem.
Beide Gruppen sehen übrigens auch in den nachkonziliaren Irrungen den eigentlichen Gehalt des Konzils.
Man darf auch der eigenen Kirche – wie in einer Familie – gegenüber kritisch sein und Fragen stellen. Sich selbst aber zum authentischen Interpreten der Tradition zu machen, diese Tradition 313, 1054, 1870, 1962 oder wann auch immer abbrechen zu lassen und sich deswegen zum Richter über die Kirche aufzuschwingen ist nicht katholisch.
Redaktion benachrichtigen Die Eiligsprechung wird konkret + …
#14   Didimus   15:49:44 | Donnerstag, 9. Juni 2005
@Miles Christi
Danke für diese sachliche Entgegnung.
Eilverfahren für Seligsprechung klingt schon wesentlich weniger reißerisch, ist aber auch nicht ganz korrekt, bisher wurde lediglich die Frist vom Zeitpunkt des Todes bis zum Eröffnung des Verfahrens verkürzt. Wir werden abwarten müssen, wie schnell das Verfahren dauert. Weshalb Papst Benedikt XVI. diese Frist verkürzt hat, weiß ich auch nicht, ich sehe darin jedoch nichts Schlimmes.
Auch wenn ich meinen Vater liebe muß ich ihn doch – als guter Sohn – für seine Fehler kritisieren dürfen.
Da stimme ich zu. Auch die von Ihnen genannten Punkte sind mir bewußt. Da wird zu fragen sein, ob Johannes Paul II. persönliche Schuld trägt. Er war nun mal kein guter Personal- und Verwaltungschef, das sehe ich genauso. Steht das dem heroischen Tugendgrad und seiner Erhebung zu den Altären im Weg? Haben wir die Kompetenz das zu entscheiden? Deswegen gibt es ja das Verfahren und nicht die Heiligsprechung durch Akklamation, wie von vielen gefordert.
Redaktion benachrichtigen Ein ganz normaler Sonntagsgottesdienst
#13   Didimus   15:27:35 | Donnerstag, 9. Juni 2005
@Athanasius
Danke, ich bin hellwach.
Natürlich kann man einzelne Passagen aus dem Zusammenhang reißen und so die eigene Postition immer wieder bestätigt finden. (Das machen übrigens die Proggressisten auch.) Man muß jedoch alle kirchlichen Dokumente als Ganzes lesen. Deswegen erlaube ich mir zur Ergänzung einige Passagen zu zitieren:
Zitat aus der authentischen Ausgabe von 1975:
Durch die Mitfeier und tätige Teilnahme der Gläubigen wird deutlich erkennbar, daß die Feier Ihrem Wesen nach ein Handeln der Kirche ist8; dennoch behält die Eucharistiefeier auch ohne mitfeiernde Gemeinde ihre Heilskraft und Würde, da sie das Tun Christi und der Kirche ist9, bei welchem der Priester immer zum Heil des gesamten Volkes handelt
Die Ausgabe von 2002 fügt hinzu (eine authentische Ausgabe in deutscher Sprache gibt es noch nicht):
Ipsi [gemeint ist der Priester] ergo commendatur ut sacrificium eucharisticum etiam cotidie, pro posse, celebret.
Redaktion benachrichtigen Die Eiligsprechung wird konkret + …
#12   Didimus   15:10:15 | Donnerstag, 9. Juni 2005
Der Begriff „Eiligsprechung“ ist respektlos.
… da stimme ich Catholicus voll und ganz zu. Vor allem respektlos gegenüber dem Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI. und der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen. Damit wird suggeriert, es käme bei der Seligsprechung Johannes Pauls II. mehr auf Schnelligkeit denn Gründlichkeit an.
Manche hier scheinen große Probleme mit Johannes Paul II. zu haben und deswegen seine Erhebung zu den Altären nicht zu wünschen. Es geht hier aber nicht um persönliche Vorlieben, sondern um die objektive Feststellung des heroischen Tugendgrades. Diesen hatte er meiner Ansicht nach; er nahm in wahrer Nachfolge Christi das Kreuz des Leidens auf sich, hat seinem Attentäter vergeben, war Vorbild in Gebet, Gottesliebe, Nächstenliebe u.s.w. Ich war nicht mit allem einverstanden, was er getan hat (z.B. Korankuß), bin kein naiver Papstbewunderer, maße mir aber umgekehrt auch nicht an, authentischer Interpret der fast 2000jährigen Tradition der katholischen Kirche zu sein.
Übrigens wurde auch der Märtyrer Thomas Becket schon drei Jahre nach seinem Tod heilig gesprochen, auch eine „Eiligsprechung“?
Auch was die Anonymität betrifft, stimme ich Catholicus zu.
Chronisch? Impressum lesen bitteschön; www.kreuz.net/imprint.html
Wie denn?? Funktioniert nicht!
Redaktion benachrichtigen Christliches Erbe – Islamische Zukunft
#12   Didimus   12:05:16 | Montag, 6. Juni 2005
Katholiken für Moschee, Mosleme verhaften Christen
Auf der Website von Radio Vatikan stehen folgende zwei Meldungen direkt untereinander:
In Saudi-Arabien sind mehrere Dutzend Christen verhaftet worden, es sollen auch Bibeln verbrannt worden sein.
und
Der Münchener Katholikenrat und der Münchener Weihbischof Siebler befürworten den Bau einer Moschee in München in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Pfarrkirche.
Redaktion benachrichtigen Ein ganz normaler Sonntagsgottesdienst
#9   Didimus   09:06:52 | Montag, 6. Juni 2005
@Athanasius
Lesen Sie bitte erst mal die Allgemeine Einführung in das Meßbuch von 2002, bevor Sie solchen Unsinn von sich geben.
Redaktion benachrichtigen Wider seinen letzten Willen + …
#5   Didimus   18:43:06 | Sonntag, 5. Juni 2005
@ GerdEric: Richtig!
… und Ordnung in unserer Religion heißt zum Beispiel, keine buddhistischen Kulte in einer christlichen Kirche und erst recht nicht auf dem oder um den Altar.
Wenn Sie nicht daran glauben, daß dort in der Messe das Kreuzesopfer Jesu unblutig erneuert wird, dann respektieren Sie bitte wenigstens, daß andere dies glauben und deswegen dort keine fremden Kulte wünschen.
Ein gebildeter und toleranter Buddhist würde es jedenfalls respektieren.
Redaktion benachrichtigen Ein ganz normaler Sonntagsgottesdienst
#5   Didimus   18:37:34 | Sonntag, 5. Juni 2005
Keine normale Messe
Das war keine normale Messe!!
Zumindest nicht, wenn man „normal“ von „Norm“ ableitet.
Die Normen des NOM sind eindeutig und schriftlich fixiert. Unter aktive Teilnahme der Gläubigen versteht die Kirche etwas anderes. Eine wichtige Regel lautet außerdem (sinngemäß): Jeder soll all das und nur das tun, was ihm zukommt. Also Kommunionausteilung nicht von Laien, wenn genügend Priester oder Diakone da sind. Kein Ersatz für Texte aus der Heiligen Schrift, der Priester trägt die Gebete vor u.s.w.
„Normal“ ist das höchstens, wenn man unter „normal“ versteht, daß es häufig vorkommt. Und – Gott sei es geklagt – es kommt in unseren Breiten sehr häufig vor.
Redaktion benachrichtigen Der Papst für 45 Cent + …
#3   Didimus   13:52:46 | Freitag, 3. Juni 2005
Sparen soll oben beginnen
Kann mich Toby nur voll und ganz anschließen
Da lobe ich mir Kardinal Meisner, der letztes nach der Emeritierung eines seiner Weihbischöfe auf einen neuen verzichtete, so daß es fortan in Köln drei statt vier Weihbischöfe geben wird.
Vor allem sollte auch bei der kirchlichen Bürokratie gespart werden, also bei Seelsorge- und allen weiteren Ämtern sowie in den Ordinariaten, wo häufig eine Abteilung ein Formular erfindet, das eine andere dann ausfüllen muß. Bürokratie einzusparen würde der Kirche nicht nur finanziell sondern – was unendlich wichtiger ist – spirituell guttun; meiner Meinung nach ist der allgegenwärtige Bürokratismus einer der Hauptgründe für die Misere, in der sich die Kirche in den deutschsprachigen Ländern derzeit befindet.
Redaktion benachrichtigen Morddrohung an Erzbischof Levada + …
#4   Didimus   21:06:17 | Sonntag, 29. Mai 2005
@yaris
Nur ist aus der Bibel nun mal nicht bekannt, daß Frauen auch unter den Zwölfen waren, als Jesus beim letzten Abendmahl die Eucharistie einsetzte, ebensowenig, daß sie durch Handauflegung „geweiht“ hätten.
Redaktion benachrichtigen Zwischen Wollen und Können + …
#7   Didimus   21:02:31 | Sonntag, 29. Mai 2005
Immer mehrere Gründe ausschlaggebend
Die Begründung, weshalb es in einigen Ländern die Geburtenrate höher ist als in anderen kann nie nur auf eine Ursache (z.B. staatliche Kinderbetreuung) zurückgeführt werden.
So müssen in Frankreich Familien im Vergleich zu Deutschland nur sehr wenig Steuern zahlen. Übrigens wäre es interessant mal festzustellen, welchen Anteil muslimische Familien an der relativ hohen Geburtenquote in Frankreich haben.
Ich gebe yaris allerdings recht, daß ein kinderfreundliches bzw. -feindliches Klima einen bedeutenden Faktor für die Geburtenrate darstellt.
In Deutschland wollen viele Paare schlicht keine oder nur sehr wenig Kinder. Die reale Geburtenrate liegt bei ca. 1,3 pro Frau, der Kinderwunsch im Schnitt bei 1,7. Selbst wenn alle, die Kinder bekämen, die sie sich wünschten wäre die Rate in Deutschland also weit unter der nötigen „Reproduktionsquote“ von 2,1!
Für Paare, die sich nur ein oder zwei Kinder „leisten“ wollen, ist staatliche Betreuung attraktiv. Für Frauen mit Wunsch nach mehr Kindern, die ihre ganze Zeit den Kindern und der Familie widmen wollen (jawohl, das gibt’s auch!), sind staatliche Betreuungsmaßnahmen dagegen nicht interessant.
Redaktion benachrichtigen Eine Erklärung aus dem falschen Faxgerät?
#3   Didimus   20:36:58 | Sonntag, 29. Mai 2005
Die neuen Jesuiten
Die Legionäre Christi sind meiner Meinung nach eine der größten Hoffnungen der Kirche in unserer Zeit. Sie könnten wirklich im 21. Jahrhundert die Stellung einnehmen, die die Jesuiten im 16. und 17. Jahrhundert hatten. Mittlerweile befindet sich die Gesellschaft Jesu, wie Konrad richtig bemerkt hat, sich schon längst in einer „Selbstsäkularisierung“.
Die Legionäre Christi leisten hervorragende Arbeit im Bereich Kinder, Jugend, Familie, Bildung, Priesterausbildung, Medien u.v.m. Dabei zeichnen sie sich durch eine tiefe Liebe zu Christus, intensives Gebetsleben, Liebe zu Maria, Treue zum Heiligen Vater und der Lehre der katholischen Kirche, Korrektheit der Zelebration, vorbildliche Nächstenliebe sowie Eifer für Apostolat und Mission aus.
Bei meinen bisherigen Begegnungen mit Angehörigen der Kongregation konnte ich keine „sehr schwachen theologischen Grundlagen“ feststellen, im Gegenteil.
Mitte der neunziger Jahre wurden Vorwürfe gegen den Gründer wegen sexuellen Mißbrauchs laut, die angeblichen Vorfällen wären damals vierzig (!!) Jahre her gewesen. Vor allem der National Catholic Reporter tritt seither ein regelrechtes Trommelfeuer los. Nicht verwunderlich bei der extrem liberalen Ausrichtung dieses Blattes. Wie der obige Artikel zeigt, scheinen die Kampagnen des „Reporters“ nicht unbedingt seriös zu sein. Auch einigen linken US-Bischöfen sind die Legionäre ein Dorn im Auge.
Stellungnahmen aus der Sicht der Betroffenen finden sich hier:
www.legionaryfacts.org
Redaktion benachrichtigen Ein langer und verwirrender Begriff
#26   Didimus   16:33:49 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@ Marcel
Danke für den Einwand.
Ja, ich kenne die genannten Fälle. Die Argumentation vieler Anhänger der FSSPX erinnert mich jedoch ein einen anderen Fall, der noch nicht so lange zurückliegt:
Ignaz von Döllinger wollte das erste Vaticanum nicht akzeptieren. Er nahm das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes nicht an. Er veröffentlichte ein Gutachten, in welchem er darzulegen versuchte, daß das 1. Vaticanum kein ökumenisches und freies Konzil sei. Nach der Rückkehr seines Bischofs aus Rom sagte dieser zu ihm (sinngemäß): Gehen wir an die Arbeit für die Kirche. Darauf Döllinger: Ja, aber für die alte. Der Bischof: Es gibt nur eine. Döllinger: Man hat eine neue geschaffen.
Die Folgen der Irrtümer Döllingers und anderer – ein ökumenisches Konzil und ein Dogma nicht anzuerkennen und selbst entscheiden zu wollen, welche kirchlichen Lehrentscheidungen zur Tradition gehören und welche nicht – war die Gründung einer eigenen „Kirche“, die sich zwar „katholisch“ nennt, aber es nicht ist.
Ich weiß, daß die FSSPX alle Dogmen anerkennt und möchte sie insgesamt auch nicht mit den Altkatholiken vergleichen. Aber die faktische Ablehnung eines ökumenischen Konzils und der beständige Anspruch, selbst die Deutungshoheit über die Tradtion zu haben, sind meines Erachtens eine ernsthafte Gefährdung für die Einheit mit der katholischen Kirche
Redaktion benachrichtigen Wir sind bescheiden
#2   Didimus   16:01:33 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Schön, daß es diese Wallfahrt gibt
Gottes Segen für alle, die daran teilnehmen.
Redaktion benachrichtigen Ein langer und verwirrender Begriff
#23   Didimus   15:32:05 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@ Stimme aus Tradiland
Aha, wer den KKK und Sacrosanctum Concilium lobend erwähnt, dessen theologisch-dogmatische Qualität ist minderwertig.
Zur Frage „für viele“ – „für alle“ ist schon fast alles gesagt und geschrieben worden. Der heutige Papst hat schon vor fast dreißig Jahren erläutert, daß beide Formulierungen die ganze Wahrheit nicht umfassen und jeweils ergänzungsbedürftig sind:
Christus hat sein Blut für alle vergossen, jedoch steht es jedem frei, die Erlösung anzunehmen oder nicht.
Im Übrigen brauchen wir doch ohnehin keinen Glaubenspräfekten, da es doch hier im Forum ein kompetentes Lehramt gibt, das ganz genau weiß, wo die „nachkonziliare Kirche“, „Konzilsgedächtniskirche“ oder wie auch immer irrt, welche kirchlichen Würdenträger Häretiker sind, wie die Tradition auszulegen ist…
Redaktion benachrichtigen Ein langer und verwirrender Begriff
#1   Didimus   17:25:10 | Mittwoch, 18. Mai 2005
Was soll dieser Beitrag bezwecken?
Den Inhalt kann ich nicht beurteilen, dazu müßte man den Grundsatz audiatur et altera pars berücksichtigen.
Vom Stil her erinnert mich das stark an Boff, Drewermann u. Co. – ich armer, armer Mensch wollte doch nur das Beste und der böse, böse Bischof etc. etc., schluchz, heul…
Soll mit der Einzelmeinung eines Priesters, der via Öffentlichkeit mit seinem ehemaligen Hirten abrechnet die Autorität der Glaubenskongregation schon mal vorsorglich untergraben werden, noch bevor der neue Präfekt sein Amt angetreten hat??
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Ideologie verträgt sich nicht mit der Redefreiheit
#20   Didimus   13:36:25 | Samstag, 14. Mai 2005
Aussagen des Katechismus
@sttn
Die von Dir zitierte Passage aus dem Katechismus ist eine fehlerhafte Übersetzung, die mittlerweile korrigiert worden ist. Der deutsche Text lautet offiziell:
Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von Ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen […]
und weiter:
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. […] Sie können und sollen […] sich […] durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkkommenheit annähern.
Nebenbei bemerkt dürften die Übersetzungsfehler in der ersten deutschen Auflagen keine Versehen gewesen sein, da sie eine eindeutige Tendenzb aufweisen. So stand in der alten Fassung über Homosexualität „Veranlagung“, was inzwischen durch „Verfaßtheit“ ersetzt wurde.
Redaktion benachrichtigen Ausverkauf
#1   Didimus   15:16:26 | Freitag, 13. Mai 2005
Wieso muß die Diözese zahlen?
Frage eines Nicht-Juristen:
Wieso muß die Diözese für den Schadensersatz aufkommen? Es handelt sich doch um die Verbrechen eines Mannes, der offensichtlich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war und wußte was er tat. Wieso wird nicht dieser Schwerstverbrecher für seine Schandtaten herangezogen?
Redaktion benachrichtigen William Joseph folgt auf Joseph Alois
#4   Didimus   15:09:17 | Freitag, 13. Mai 2005
Immer mit der Ruhe
Der Heilige Vater hat sich entschieden. Ich bin sicher, er weiß, was er tut und hat sich gut überlegt, wen er auf diesem wichtigen Posten als seinen Nachfolger haben möchte. Wichtig scheint mir, daß Benedikt XVI. ihn von der Arbeit am Katechismus und in der Glaubenskongregation her kennt und gut mit ihm zusammenarbeiten kann. Letzteres kann bedeutender sein, als hundertprozentige inhaltliche Übereinstimmung, zumal sich der Heilige Vater wichtige Fragen wohl kaum aus der Hand nehmen lassen wird. Außerdem wird Seine Exzellenz Levada ohnehin auch auf die Mitarbeit der Kongregationsmitglieder angewiesen sein.
Eine Vorverurteilung des neuen Präfekten halte ich für falsch. Auch die Frage der Indultmessen zur Gretchenfrage zu stilisieren scheint mir zweifelhaft.
Weiß jemand etwas über theologische Arbeiten/Äußerungen von Erzbischof Levada?
Übrigens: Auch die Erzdiözese München und Freising des Jahres 1981 könnte man als liberal und chaotisch bezeichnen…
Redaktion benachrichtigen Kardinal Schönborn ist es nicht
#1   Didimus   15:56:46 | Donnerstag, 12. Mai 2005
Beten statt spekulieren
Wenn alle, die sich derzeit mit Spekulationen beschäftigen, auch nur die Hälfte der Zeit des Spekulierens dazu nutzten, um einen guten neuen Präfekten zu beten und – wer immer es ist oder sein wird – vor allem für ihn beteten, dann wäre der Kirche sehr geholfen.
Redaktion benachrichtigen Castelgandolfo atmet auf + …
#3   Didimus   18:31:11 | Freitag, 6. Mai 2005
Jugend 2000?
@Sulpicius
Verstehe ich nicht. Bin zu wenig informiert. Dürfte ich um Aufklärung bitten? Was für eine Jugendkultur vertritt die Jugend 2000?
Redaktion benachrichtigen Mit einem Schmunzeln + …
#1   Didimus   16:03:35 | Donnerstag, 5. Mai 2005
Zeremonienmeister
Die Meldung über das Brustkreuz ist ja hochinteressant. Könnten Sie bitte am Ball bleiben, ob sich das Gerücht bewahrheitet oder nicht?
Übrigens ist Erzbischof Marini nicht Kardinal. Ich denke der kreativ-experimentierfreudige Zeremonienmeister wird an Papst Benedikt XVI. wenig Freude haben. Das Beste wäre allerdings, der Heilige Vater suchte sich einen Neuen für diesen wichtigen Posten.
Redaktion benachrichtigen Hostie weg – Problem bleibt
#3   Didimus   15:56:05 | Donnerstag, 5. Mai 2005
Proteste nützen!
Dieses Beispiel hat wieder einmal gezeigt, daß Proteste von Christen, die sich nicht jede Zumutung, geschweige denn Blasphemien gefallen lassen wollen, erfolgreich sein können. Das macht Mut. Lassen wir uns nicht alles gefallen!
Redaktion benachrichtigen
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