stephanSchmidt
Erstellt: 21:35:11 | Mittwoch, 11. April 2007
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116 Lesermeinungen
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Denkwürdig + …
#47   stephanSchmidt   00:54:40 | Samstag, 5. Januar 2008
Nun ja, geschmackssache
Dass ein Symbol ausschließlich Abstrakter Natur ist, stimmt leider nicht. Der Ikonizitätsgrad ist gerade bei religöser Malerei eher eine Frage des Stils als eine Frage der Bildbedeutung.
Die christlich sakrale Malerei hat eine fülle von immer wieder verwendeten Motiven bzw. Symbolen hervorgebracht. Diese Bilder lassen sich einfach lesen. Eine Christusdarstellung zeichnet sich in der Regel durch ihre Wundmale aus, den Diversen Aposteln sind Tiere und Utensilien zugeordnet und so weiter.
Und der nackte Körper ist genau so ein Element. Er taucht in der christlich Sakralen Malerei praktisch nur an zwei Stellen auf (vor allem wenn mehr als eine nackte Person dargestellt ist):
• die Schöpfung bzw. das Paradies
• die Wiederauferstehung/Tag des jüngsten Gerichtes
Da wir es gewohnt sind, Texte zu lesen – ja überhaupt lesen zu können – vergessen wir oft, dass Bilder eine wichtige Rolle in der Vermittlung des Glaubens spielten, zu Zeiten als noch wesentlich weniger Menschen des Lesens mächtig waren.
Die Bedeutung einer Darstellung ist immer von der Zeit und dem kulturellen Rahmen abhängig. Und im Rahmen der Christlichen Malerei, ist die Aussage der Kerze recht eindeutig: die Osterbotschaft.
Ich will hier nicht behaupten, dass die Kerze besonders hübsch währe. Ganz im Gegenteil – kitschig trifft es schon. Ich meine nur, dass sich keine sexuelle Anspielung ergibt – außer man hat ist notgeil oder ist einfach zu faul sich mit der Kunstgeschichte der eigenen Kultur auseinanderzusetzen.
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#45   stephanSchmidt   23:07:06 | Freitag, 4. Januar 2008
Sex?!?!?!!?
Also, kann mir mal bitt jemand sagen wie man in dieser Kerze eine Sexuelle Anspielung entdecken will? Man kann auch nackt sein (egal of unter männern, Frauen oder in der gemischten Sauna) ohne gleich sex zu haben.
Und gerade in der Religiösen Symbolik ist sie üblich, wenn es um die Unschuld oder die Rückkehr zur unschuld geht.
Den Packt Gottes mit den Menschen in Form des Regenbogens ist Ihnen ja bekannt.
Am unteren Ende sieht man die gesprengten irdischen Fesseln, mit dem Schwedenden Jesus darüber. Eine einfachere Auferstehungs-Symbolik sollte schwerlich zu finden sein.
Und da Jesus in Ihrem Weltbild am Kreuz starb um die Synden der Menschen zu sühnen und ihnen damit das Himmelreich zu eröffnen ist das Motiv doch recht gut für eine Osterkerze geeignet.
Man könnte höchstens anmerken, dass die Beckengegend der jungen Dame recht üppig ausgearbeitet ist. Aber es werden weder Geschlechtsteile dargestellt.
Die detailierte Darstellung der Frau (im vergleich zu männlichen Figur) weist auf einen heterosexullen Künstler hin, der wahrscheinlich aus diesem Grund Jesus zur männlichen statt zur weiblichen Figur blicken lässt: um Missverständnisse zu vermeiden, und zu zeigen dass es eben nicht um Sex geht.
Also entschuldigen Sie bitte, aber man kann auch Sex oder gar Homo-Erotik dort sehen, wo keine ist.
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#64   stephanSchmidt   23:06:34 | Dienstag, 20. November 2007
@Samurai
Das traurige und leider für so viele Tödliche Dilemma in das sich die kath. Kirche und besonders die Autoren dieser Seite verstrickt haben, ist der Glaube eines Zusammenhangs zwischen moralischer Handlung und Krankheit.
Vor allem wenn man sich die kath. Sexualmoral anschaut erkennt man den Fehler in dieser Logik, weil nach dieser eigentlich die Ansteckungszahlen vor allem in Europa enorm sein müssten – wonach sich eigentlich die Diskussion über Afrika erübrigen müsste.
Nun haben wir es nun aber mit einem Virus zu tun. Eine Daseinsform, die sich erfrischend wenig um Moral schert, sondern nur einen Wirt zur Fortpflanzung sucht. Es spielt der kath. Horde zwar in die Hand, dass der bevorzugte Ansteckungsweg die so verpönte Sexualität ist. Nur muss ich mich doch fragen, ob dieses Gruselkabinet von Moralisten zum Beispiel bei Parodontose auch auf die Moral oder doch auf mangelnde Oral-Hygiene tippen würde? Oder eine Fußpilzinfektion auf mangelndes Pilgern schiebt?
So unangenehm es auch für manche sein mag, unser Körper ist halt für viele Klein- und Kleinstlebewesen ein willkommener Lebensraum – warm, feucht, windgeschützt – wer mag es ihnen verübeln. Und ich befürchte es ist nicht sonderlich produktiv, diesen Untermietern auch noch moralische Implikationen zu unterstellen.
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#8   stephanSchmidt   23:10:02 | Montag, 15. Oktober 2007
@methusalix
»bitte wählen Sie eine richtig christliche Partei«
ist das nicht schon ein wiederspruch in sich. Was ich meine: dieses »richtige« Christentum mit seiner Top-to-Bottom Lebensform* ist bis in den tiefsten Kern unfähig zur Demokratie. Eine Theokratie ist nun mal keine Demokratie, und ein gläubiger kann nicht gleichzeitig mündiger Bürger UND religionsfürchtig sein. Begriffe wie »Christdemokratie« sind daher eigentlich semantische Unfug (wie »Trockenwasser« oder »Kaltfeuer«).
Daher ist es nur verständlich, dass ein solches Portal wie dieses hier, eine demokratische Partei wie die Grünen als extremistisch bezeichnet. Das schlimmste was der Kirche passieren kann ist der selbst denkende Mensch, der mündige Bürger.
*Ganz oben Gott/Christus, darunter der Papst, dann ganz lange nichts, dann die Priester, dann wieder lange nichts, und dann der einzelne gläubige
Redaktion benachrichtigen Wenn es einen Gott des Windes gibt, dann ist das sein Tempel
#16   stephanSchmidt   23:29:41 | Sonntag, 7. Oktober 2007
Man kann sich auch in was reinsteigern
Sagen Sie mal, sehen Sie das Böse hinter jeder Ecke? Alles was Sie sehen ist gegen Sie gerichtet? Geht ihr Verfolgungswahn schon so weit, dass Sie religiöse Symbole sehen, wo gar keine sind.
Ist ihre mentale Bodenhaftung schon so weit flöten gegangen, dass sie in der Alltäglichen französischen Vokabel „Créateur“ gleich einen Seitenhieb auf Gott sehen? Und auch der Begriff „Eternity“ also „Ewigkeit“ ist gleich eine Pointe zu verhöhnung Ihres Glaubens?
Sind Sie so Weihrauchbenebelt, dass Sie einen Cupido en.wikipedia.org/wiki/Cupid der römischen Mythologie (welcher dem griechischen Eros de.wikipedia.org/…ros_%28Mythologie%29) nicht mehr von einem Engel der römisch-katholischen Tradition unterscheiden können?
Ich kann Ihnen nur raten manchmal einen Schritt zurückzutreten und zwei Zitate zu Beherzigen:
„Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre.“
(Siegmund Freud)
„Ceci n’est pas une pipe“
(René Magritte)
Redaktion benachrichtigen Heute sollten wir eigentlich schlauer sein
#13   stephanSchmidt   00:03:47 | Freitag, 28. September 2007
@Graf von Galen:
»Wenn es so ist, sind auch Sie nur ein Zellhaufen?«
Ja. Technisch gesehen ist das Vollkommen richtig. Ein verdammt großer Zellhaufen sogar. Gesamtzahl der Zellen im menschlichen Körper: ca. 10 bis 100 Billionen, je nach individuellem Körpergewicht. Und das ist schon eine Menge. Davon sind etwas 100 Milliarden damit beschäftig durch 100 Billionen Verästelungen miteinander zu kommunizieren und dieser Prozess, das bin ich, zumindest mein Verstand.
Ich weiß nicht was an dieser Idee so bedrückend ist, als dass man sich mit einer Seele schönreden müsste.
Moleküle im eigentliche Sinn sind weder tot noch lebendig, die Wechselwirkungen zwischen Ihnen erwecken auch keine Illusion von Leben. SIE SIND DAS LEBEN. Leben ist ein Prozess.
Aber nun gut, an Ihrem glauben werd ich nicht rütteln können aber dann kann ich nur sagen, dass ein Satz wie dieser „Ich halte es außerdem
für möglich, daß Gott ggf. hier auf eine Beseelung ver-
zichtet.“ einfach nur wie ein billiges Hintertürchen wirkt.
Nebenbei: ich habe vor nicht allzulanger Zeit einen mehrere Hunderttausend meine Zellen einem Menschen in Form einer Knochenmarks-Spende vermacht, und die Leben jetzt Fröhlich in ihm weiter. Hat er jetzt einen Teil meiner Seele? Na das gibt im Leben nach dem Tod ja einen Spaß beim Auseinanderklamysern.
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#10   stephanSchmidt   22:45:14 | Donnerstag, 27. September 2007
Wissen Sie eigentlich wovon Sie da reden???
Eine Embryonale Stammzelle ist kein Mensch. Sie macht noch nicht mal soviel her, dass wirre Abtreibungsgegner dramatische Fotos von winzigen Körpern ins Netz stellen könnten.
Eine Embryonale Stammzelle ist eine befruchtete Eizellle, die nur Wenige Teilungen hinter sich hat. Ein Zellklümpchen. Ein Klümpchen mit Potenzial, aber zur Ihrer Information: von diesen Klümpchen sterben jeden Tag Milliarden ohne dass irgendein Wissenschaftler seine Finger im Spiel hatte. Tatsächlich schafft es vielleicht jedes Dritte oder Vierte überhaupt, sich um Uterus der Mutter einzunisten und dort länger als einen Monat sicher zu verweilen. Mit anderen Worten: jeden Tag haben Milliarden Frauen eine Fehlgeburt, ohne dass sie jemals davon erfahren.
Wenn Sie wirklich meinen, 6 Zellen seien ein Mensch, dann fordere ich die Katholische Kirche hiermit auf ALLE Tampons und Damenbinden der Welt geschlossen einzusammeln, und für die darin tausendfach enthaltenen Menschlein Trauerfeiern abzuhalten.
Das nimmt hoffentlich so viel Ihrer Zeit in Anspruch, dass Sie keine Zeit mehr haben, mit Waldi auf den Schoß einen solchen Geistigen Dünnpfiff von sich zu geben.
Und ganz nebenbei: Stammzellen müssen nicht nur embryonalem Ursprungs sein.
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#44   stephanSchmidt   23:25:46 | Montag, 3. September 2007
Interessante Zahlenmystik – oder doch ein Mathematischer Taschenspielertrick?
„Daß nur in einem endlichen Bereich drei einzelne Einzelheiten (Ziffern) sich zur Ziffer/Zahl Drei summieren lassen, aber dies nicht in einem unendlichen Reich möglich ist, in dem drei unbegrenzte Einzelheiten unbegrenzt sind und bleiben, ist damit eine mathematische Widerlegung des Vorwurfes des „Dreigottglaubens“ (Vielgötterei) natürlich unsinnig.“
Mit anderen Worten ausgedrückt: Unendlich + Unendlich = Unendlich
∞+∞=∞
Nun ist es egal ob man das 3, 4, 5 oder millionenfach macht. Sogar die Multiplikation und division kann ∞ keinen Schaden zufügen.
∞+∞+∞-∞×∞=∞
Ein Mathematischer Taschenspielertrick, aber die Idee, dass der Judeochristliche Gott in mindestens 3 Erscheinungsformen mit erstaunlich getrennten Charaktären bekannt ist, wischt sie nicht vom Tisch.
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#42   stephanSchmidt   23:10:50 | Montag, 3. September 2007
@Bokrug
Ich weiß zwar nicht, wozu es der schönen Kunst der Philosophie bedarf, um diesen Eintönigen und hasserfüllten Artikel zu kommentieren. Aber Bitte, warum nicht?
Nehmen wir doch mal Kants Beantworung der Frage „Was ist Aufklärung“ zu Hand und stöbern durch die ersten Sätze:
Aufklärung ist
der Ausgang des Menschen
aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen,
sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit,
wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes,
sondern der Entschließung und des Mutes liegt,
sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Faulheit und Feigheit sind die Ursachen,
warum ein so großer Teil der Menschen,
nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen,
dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben;
und warum es Anderen so leicht wird,
sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.
Man merkt schon, Kant hatte keine hohe Meinung, von den freiwillig unmündigen. Und ich sehe keinen Grund, heutzutage mehr Gnade gegenüber jenen walten zu lassen, die die moralische Verantwortung lieber dem Pfaffen überlassen, als sich selbst das so leicht überforderte Köpfchen zu zerbrechen. Was soll man denn von einem Völkchen halten, das sich auf ein Buch beruft, das die wenigsten wirklich gelesen haben, und sich immer nur die Teile rauspickt, die gerade die vordiktierte Verbohrtheit untermauern?
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#38   stephanSchmidt   22:08:02 | Montag, 3. September 2007
Das Homogen ist weniger Erforscht als Götterwahn
Man vermutet, dass bei dieser Geistestörung der fordere rechte Frontallappen eine wesentliche Rolle spielt. Man kann dieses Elektromagnetisch stimulieren und der Proband beschreibt in vielen Fällen eine Gefühl von Geborgenheit, eine Verbundenheit mit dem Universum und das Gefühl der Anwesenheit Gottes … oder von Aliens, je nach Vorgeschichte.
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#43   stephanSchmidt   22:31:37 | Montag, 27. August 2007
Was will uns dieser Beitrag sagen?
„Die Lösung des Aids-Problems“
Was der Autor hier tut ist in wissenschaftlichen Aufsätzen als Cherry-Picking bekannt. Man sucht sich aus einer Gegebenen Menge von Daten jene heraus, die die eigene These am besten unterstützen. Die anderen lässt man praktischerweise undiskutiert.
Da die Quell-Daten verlinkt sind, braucht es nicht wirklich viel mathematisches Talent um zu erkennen, nicht die These vom Katholizismus als HIV-Lösung zulassen. Mann müsste, wenn man sich die Mühe macht die Daten in einen Plot einzutragen, eine kontinuirlich sinkende Kurve von HIV-Infektionen bei steigenen Katholizismus wahrnehmen.
Die HIV-Kurve in dem Plot der von IHNEN gegebenen Daten hüpft aber fröhlich auf und ab. Hier währe zum Beispiel Lesotho zu nennen, das zwar einen 5 mal höheren Prozentsatz an Katholiken als Südafrika aufweist, aber auch eine um 5% höhere HIV-Rate. Auch müsste man Fragen warum das zweitkatholischste Land Gabun (60% Katholiken) in Ihrer Matrix eine fast identische, aber immer noch um 1,22% höhere HIV-Rate aufweist, wie das nur halb so katholische Kamerun?
Ihre eigenen Zahlen zeigen, dass katholizismus und HIV-Raten nicht direkt zusammenhängen, was ja eigentlich beruhigend ist. Mit dieser Erkenntnis können Sie sich wenigstens halbwegs fundiert gegen Vorwürfe erwehren, dass die Katholische Behinderung der Aufklärung für eine wachsende Zahl von Infektionen verantwortlich ist. Ich hoffe sie arbeiten daran, diesen Status auch zu erhalten.
Redaktion benachrichtigen Fragen der Jugend + …
#4   stephanSchmidt   15:48:55 | Samstag, 25. August 2007
Jetzt versteh ich, was die Jungs von Kreuz.net wollen
Ein Deutschland wie Uganda. Verurteilung von Bildung, Homosexualität und Abtreibung in Kombination mit einem Hasserfüllten Polizeistaat und ab und zu mal ein Bürgerkriegchen, eine Epidemie oder eine Hungersnot.
Redaktion benachrichtigen Ein Brief an den Sohn als Albtraum für die Mutter
#11   stephanSchmidt   00:26:15 | Mittwoch, 22. August 2007
Vor allem Warum schick er das Ding an den Sohn
Wie würden Sie sich den als Eltern fühlen, wenn Sie in der Post Ihrer Kinder ne Probeschachtel Zigaretten, einen Wachturm, einen Dildo oder ähnliches finden?
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#95   stephanSchmidt   00:09:34 | Mittwoch, 22. August 2007
@OnanIV & Tammox
:-D
Die Ultimative Pubertäts-Rebellion währe doch ein Beitritt zur Giordano Bruno Stiftung (Stiftung zur Förderung des evolutionären Humanismus) statt zum Islam.
;-) wie Julia Sweeney schon in „Letting go of god“ sagte: »Meine Eltern waren ein wenig enttäuscht, als ich ihnen sagte, ich glaube nicht mehr an Gott. Aber Ein Atheist sein, war noch einmal eine gaz andere Sache!!!«
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#93   stephanSchmidt   23:59:50 | Dienstag, 21. August 2007
@Tammox:
Manchmal wundert mich dabei einfach, dass man siche hier über das eine so muckiert, während das ander OK ist.
Warum ist zum Beispiel der Karneval ezrkatholisch, und der CSD das Tor zur Hölle. Warum ist das eine Rollenspiel (Karnevalskostüm und Maskenball) total OK, das andere der Abgrund des Menschlichen. Ist es eigentlich so schwer zu verstehen, dass beides nur ein Spiel ist. Und wer anfängt es ernst zu nehmen und nicht Spiel und Wirklichkeit voneinander trennen kann hat ein Problem. Das währe wie ein Schützenkönig, der wirklich glaubt, er hätte irgendeine Form von Staatsautorität.
Redaktion benachrichtigen Staatlich gesponserte Tipps
#84   stephanSchmidt   23:33:32 | Dienstag, 21. August 2007
Oha, kreuz.net hat den Sex entdeckt
Ich weiß ja nicht, wie sie es halten, aber selbst bei Strengster Mundhygiene tauschen Sie mit Ihrer Frau bei einem Kuss nahezu genau so viele Bakterien aus, wie es beim Rimming geschieht. Man kann es drehen und wenden wie man will, wenn man sich Sex mit einem neutralen Blick anschaut, ist es durch die Bank, ehal welche Praktik, eine ziemlich eklige Sache. ;-)
Vor allem wenn man, so wie Kreuz es gerne tut, so selektiv zitiert, und zum Beispiel darauf verzichtet zu erwähnen, dass bei vielen Praktiken der Gebrauch von Handschuhen dringend angeraten wird. Und auch darauf, dass bei den Beschreibungen von Rimming immer deutlich auf eine hohe Ansteckungsgefahr von Hepatitis hingewiesen wird.
Und sein wir mal ehrlich, wenn man sich überlegt, welche Körperöffnungen uns Sekrete beim sog. normalen heterosexuellen Verkehr Aufeinandertreffen, will man doch eigentlich auch zu Handschuhen greifen.
Und wer sich durch das Spiel mit Urin pekiert fühlt, wird unter eigenurin.de darüber aufgeklärt, dass Urin nahezu Keimfrei ist, und der Eigenurin als Naturmedizin gegen Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne, Rheuma, allergischen Erkrankungen, Heuschnupfen, Haarausfall und so weiter empfohlen wird. Und wie mir eine befreundete Naturheilkundige erklärte, wird hier der Eigenurin genutzt, weil es schon schwer genug sei, die Leute dazu zu bringen den eigenen Urin zu trinken, geschweigedenn den anderer Leute.
Beides währe nicht mein Fall, aber wers mag. „Wenns scheen macht“ ;-)
Redaktion benachrichtigen Die Bibel ist ein angstmachendes Instrument
#168   stephanSchmidt   23:45:03 | Freitag, 17. August 2007
Bitte was?!?!?!?!?!?
„(…) daß dieses Tagebuch – gemäß kirchlichen Bestimmungen – wegen seines antimoralischen und sozial desorientierenden Inhalts grundsätzlich als verboten zu betrachten ist.“
Ich musste den Satz mehrmals lesen, bevor ich mir sicher war mich nicht verguckt zu haben.
Ich muss daraus schließen, dass der Auto weder das ein noch das andere Buch jemals gelesen hat, oder aber eine sehr sehr irritierende Weltsicht hat.
Gut, das Tagebuch der Anne Frank ist harter Tobak, das steht außer Frage, in welcher Sicht es nun aber antimoralisch ist, ist mir ein absolutes Rätsel.
Die Bibel ist auch harter Tobak, und nicht wenige Stellen sind wenigstens moralisch Fragwürdig.
Nehmen wir mal Kapitel 30 der Genesis zur Hand und werden Zeugen einer Art Gebärwettbewerb zwischen Rahel und Lea um Jakobs Gunst und Fragen uns dann, ob sich dies mit den moralischen Grundsätzen der kath. Kirche vereinen lässt.
Sie haben jedes Recht, sich über eine Bibelverbrennung Aufzuregen. Der Rest des Artikels lässt jedoch starke Sorge am emotionalen Zustand des Autors aufkommen.
Redaktion benachrichtigen Verwundete, verstreute und zertrampelte Schafe
#7   stephanSchmidt   18:28:21 | Sonntag, 22. Juli 2007
Was hat sich geändert?
Ganz einfach: die Menschen sehen sich nicht mehr als Schafe. Sie sehen nicht ein dem »Hirten«der Christlichen Kirchen wie eine bökende Herde zu folgen. Denn wir haben gelernt, der Hirte hütet das Schaf nicht um des Schafes Willen sondern der Wolle, der Milch und des Fleisches willen. Der Hirte hat immer zwei Messer, eines zum Scheren, eines zum Schlachten.
Die Kirche hat diese Messer über Jahrtausende dem Volk ins Fleische gerammt – und dabei noch die Frechheit besessen vom heilsamen Schmerz zu predigen.
Die Kiche ist nicht die Lösung für Europas Probleme, sie ist dessen Wurzel.
Redaktion benachrichtigen Homo-Propaganda im Haus Gottes
#58   stephanSchmidt   22:48:43 | Montag, 25. Juni 2007
möchtegern-kathole – Sie sind auch nur ein Lebensraum
Man kann sich unter Krankheiten Vorstellen, was man will, aber es läuft immer darauf hinaus, dass Menschen auch nur ein Lebensraum sind. ich bin zum beispiel gerade erkältet.
Das ist nun nichts wildes, obwohl unangenehm, aber im Prinzip haben sich bei mir nur Untermieter eingenistet.Und für Bakterien müssen meine Nebenhöhlen aussehen, wie das Paradies: Immer warm, feucht, leicht schleimig und wahrscheinlich voller Futter – ein Ballermann für Miniatur-Dieter-Bohlens. Bei genauer Betrachtung sind Teile unseres Körpers einem Sumpfloch mit warmen, nährstoffreichem Wasser garnicht so unähnlich.
Also machen Sie sich hier nicht wichtiger als Sie sind. Sie mögen zwar einzigartig sein, aber für viele Lebensformen sind sie nicht viel mehr als Lebensraum und Nahrungsquelle. Eine art laufender Serengetipark.
Redaktion benachrichtigen Der Iran liegt voll im Trend
#5   stephanSchmidt   17:23:44 | Sonntag, 24. Juni 2007
Na wenigstens ehrlich
Man kann ja davon halten was man will, aber die Zeitehe ist wenigsten ehrlich. Und würde sie nach den Buchstaben des Gesetzes durchgezogen, würde sie einiges an Problemen verringern. Zum Beispiel wenn eine Frau durch eine Kurzzeitliche Ehe schwanger wird, hat sie trotz des Endes der Ehe Ansprüche auf Stütze und Unterhalt. Schade, dass es nicht so in der Realität gehandhabt wird, und viele Straßenkinder so ohne rechtlichen Vater aufwachsen. Hinter der Initiative von Herrn Purmohammadi steckt vor allem die Adressierung diese Problems. Aber die Kreuz.net Redaktion liest ja Zeitung nur mit den eigenen ganz besonderen Augen. Schade eigentlich.
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#418   stephanSchmidt   09:47:05 | Montag, 18. Juni 2007
Strafe? Aha.
Und wofür sind dann Grippe, Malaria, die Pest, Herpes und Fußpilz die entsprechenden Strafen?
Akzeptieren Sie doch mal, dass wir uns uns in einem Lebensraum bewegen aber auch der Lebensraum für andere Wesen sind. Kein Virus hat eine persönliche moralische Agenda.
Wir müssen mit dieser Sache umgehen, wie mit jedem anderen Naturphänomen aus.
Und dazu gehört: keine Panik sondern vernünftiger Umgang mit dieser anderen Form von Leben.
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#415   stephanSchmidt   00:04:29 | Montag, 18. Juni 2007
Bruder Theophil: Aha
Ich weiß zwar nicht wie sie dabei darauf kommen, dass Tempos HIV stoppen könnten?
Ich hab doch Gesagt: Kondome, AZT, Handschuhe, Verantwortung und regelmäßige Tests und kein schneller Partnerwechsel. Das hab ich gegen Aids angeführt.
Wichtig ist mit seinem Partner Offen und Ehrlich zu sei! Keine Tabus, keine Falsche Scham oder Scheu. Wenn man mit jemanden knattern will muss man auch schohnunglos ehrlich sein.
Die Influenza habe ich erwähnt wegen dem Ungleich höheren Ansteckungsrisiko. Die Gefahr sich in der U-Bahn im Dezember mit einem gefährlichen Grippestamm anzustecken ist höher als das HIV-Infektionsrisiko bei Saver Sex.
;-) Und ein Taschentuch braucht man eh erst, wenn alles zu spät ist.
Ist Ihnen eigentlich schon mal in den Sinn gekommen, dass Viren und Bakterien, also typische Krankheitserreger, auch nur Lebewesen sind? Sie bezeichnen ja auch Braunbären oder Seeotter nicht als Strafe Gottes.
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#412   stephanSchmidt   23:52:35 | Sonntag, 17. Juni 2007
??????????????????
Bruder Theophil wie kommen Sie denn jetzt auf Tempos?!?!
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#408   stephanSchmidt   23:31:42 | Sonntag, 17. Juni 2007
@VirFortis:
Keine Sorge, ich mag eigentlich kaum was russischen, und schon gar kein Roulette.
Ich kenne die Infektionswege und die Gegenmaßnahmen. Ich handle mir selbst und anderen Gegenüber verantwortlich. Auch ein geplatztes Kondom heißt nicht gleich Infektion. Im schlimmsten Verdachtsfall kann man eine Neuinfektion versuchen mit der sofortigen Gabe (48 Stunden) von AZT zu vermeiden.
Es ist ein kalkuliertes Risiko. Und sein wir mal Ehrlich, das ist U-Bahnfahren auch. Die nächste Influenza kommt bestimmt.
Nebenbei hab ich es mir persönlich zur Gewohnheit gemacht regelmäßig zum HIV test zu gehen und mit einen neuen Sexualpartner erst nach zwei Negativtests (also etwa 8-12 Monaten) zu schlafen.
Was soll ich denn machen? Wenn sich jemand in meiner Nähe ne Platzwunde zuzieht, muss ich doch auch mit Handschuhen und Verbandszeug helfen können, ohne panisch zu werden.
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#394   stephanSchmidt   23:04:31 | Sonntag, 17. Juni 2007
Oh mann oh mann
Rudolfus: Wer sich dort im Krankenhaus behandeln läßt, oder wer dort eine Blutkonserve annimmt – dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Scheiße sind Sie ein Arrogantes Arschlos. Na Hauptsache Ihnen geht es gut, und die Krankenhäuser, die Ihnen zur Verfügung stehen sind sauber. Sorry, aber ich muss gleich kotzen!
@Bruder Theophil: Warum nicht ?
Ich dachte ich hätte mich deutlich ausgedrückt. Kurz nochmal mir Handpuppe: HIV ist nicht nur im Sperma sondern im Blut!
Und nebenbei, ich hatte schon mal Saver-Sex mit einem HIV-Positiven Partner. Und ich bin immer noch Virusfrei. Na gewusst wie eben.
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#385   stephanSchmidt   22:55:50 | Sonntag, 17. Juni 2007
Bruder Theophil:
Beten Sie, dass sie nie in eine zu arme Region dieser Welt müssen und dort auch noch Krank werden. Beten Sie, dass sie nie auf eine Blutkonserve in Afrika müssen, weil dort nur 10-30 Prozent der Konserven auf HIV getestet werden. Da helfen Ihnen weder Treue noch Abstinenz.
Natürlich ist keinen Sex zu haben ein Teil der Antwort. Aber nicht der Einzige! Und auch nicht die Antwort auf alles.
Informieren Sie die Menschen darüber was HIV ist und wie man es überträgt! Denn HIV ist weder eine Lust- noch eine Schwulenseuche. Es ist ein Virus! Nicht mehr und nicht weniger!
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#371   stephanSchmidt   22:36:00 | Sonntag, 17. Juni 2007
Danke santo domingo,
für Ihre Hilfe.
Ich habe wirklich mit keinem Wort AIDS als Harmlos dargestellt. Meine Herren Theophil und Ridolfus, falls Sie sich erinnern habe ich weiter unten bereits die erschreckende Unwissenheit in Sachen HIV verurteilt.
HIV ist nicht harmlos. Ich arbeite seit Jahren mit HIV-Positiven Menschen zusammen und ich weiß, dass HIV nicht harmlos ist.
Und HIV ist halt nicht nur eine Geschlechtskrankheit, sondern kann auch über andere Übertragungswege verbreitet werden.
Wer HI-Virus ist zwar im Vergleich zu seinen Kollegen die durch Tröpfchen-Infektion durch die Luft verbreitet werden nicht der schnellste, das heißt aber nicht dass er harmlos ist. Man kann sich bis heute nicht impfen lassen und jede HIV-Infektion wird früher oder später tödlich enden. Einmal Infiziert ist man das ein Leben lang. Das ganze Leben verändert sich.
Aber weil HIV nicht wirklich hochansteckend ist, kann man eine Infektion relativ einfach vermeiden: Kondome, Gummi-Handschuhe im Umgang mit Verletzten, saubere Spritzen, eingehende Untersuchungen bei Blut und Organspenden, Regelmäßige HIV Tests. So banal könnte es sein. Grundlegendste Hygiene eben.
Tabu und Stigmatisierung der Krankheit ist der größte Freund des Virus.
Und wenn Sie mal einen echten globalen Killer sehen wollen, schauen sie mal bei der Influenza-Forschung rein.
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#357   stephanSchmidt   21:49:18 | Sonntag, 17. Juni 2007
Nachbeantwortet:
Hallo Christian,
sei nicht empört mit deinem Lehrer, er nimmt es halt nur genau (hoffe ich zumindest). Technisch gesehen ist AIDS keine Geschlechtskrankheit sondern eine durch Geschlechtsverkehr Übertragbare Krankheit.
Klingt unlogisch, aber ist wirklich nicht so kompliziert wie es klingt.
Geschlechtskrankheiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich in der Regel nur durch Geschlechtsverkehr übertragen und verständlicherweise primär die Geschlechtsorgane befallen. Also wenn’s an den Genitalien Juckt oder gar Ausfluss und Ausschlag zu verzeichnen sind, sofort zum Arzt und blos keine falsche Scham, Hose runter und Tacheles mit ihm zu reden. Oft reichen Salben und Medikamente aus.
Die durch Geschlechtsverkehr Übertragbaren Krankheiten sind genau das was der Name sagt: Krankheiten die man beim Sex bekommen kann, aber dies ist nicht der einzige Ansteckungsweg. Diese Krankheiten zeichnen sich durch einen nennen wir ihn mal „trägen“ Ansteckungsweg aus. Im Vergleich zu einem Grippevirus sind diese Erreger eigentlich stinkfaule Socken. Ein Grippevirus befällt den Atemapperat, um sich in einer Tröpfchenwolke aushusten zu lassen. Einige dieser Tröpfchen reichen um krank zu werden.
Bei Vieren wie HIV müssen schon die Körperflüssigkeiten direkt ausgetauscht werden. Wenn man bedenkt, wie lange und intensiv zwei Geschlechtspartner Körpersekrete austauschen.
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#354   stephanSchmidt   21:04:13 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Charlotte Bongartz
Ich befürchte leider, dass die Fundies nicht nur im Abstrakten Raum (Internet) lamentieren, sondern auch in der realen Welt ganz realen Schaden anrichten. Ich rede hier nicht nur von den erschreckenden Formen, wie religiöser Fundamentalismus Besitz von der Politik in den USA und Polen ergriffen hat. Bereits die »kleinen« Dinge, die von Gruppen wie die im Artikel genannte ausgehen, vernichten Leben in Millionenzahl.
Das meiste fällt unter den Oberbegriff: Unwissenheit tötet.
Zum Beispiel die Position »Homo-Krankheit Aids«
Klingt aus Seiten aufgeklärter Bürger nach einer einfachen fundamentalistischen Floskel. Doch die Folgen sind dramatisch. Ich arbeite bei der AIDS-Hilfe und muss mit erschrecken feststellen, dass gerade religiösen Menschen gefährlich schlecht über diese Krankheit informiert sind. Und in Afrika beschleunigt diese Fehlinformation die Pandemie noch.
Einige Beispiele mit denen wir uns leider immer häufiger konfrontiert sehen.
»AIDS bekommen nur Schwule.«
Falsch: Jeder der mit dem HIV Virus Kontakt hat kann AIDS bekommen. Das Geschieht durch jede Form des Sexualverkehrs und durch Bluttransfer (Nadeln, Wunden etc.)
»AIDS und HIV gehören nicht zusammen.«
Unglaublich, aber diese Dogmatiker behaupten, dass AIDS nicht durch den HI-Virurs ausgelöst wird. Wahlweise wird AIDS zur Stoffwechselerkrankung oder psychologisches Syndrom auf Grund von Unzucht stilisiert.
»Verheiratete können kein AIDS bekommen«
Falsch. (siehe oben)
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#345   stephanSchmidt   19:25:02 | Sonntag, 17. Juni 2007
@VirFortis:
Genau das meine ich. Die Judeo/Christliche Tradition ist so selbstbesoffen, dass es ihr unmöglich ist, außerhalb der selbstgewählten grenzen zu denken. Jeder der das tut ist aus Ihren Augen Voreingenommen oder einfach nur ignorant – oder hat sogar eine bösartige hintertückische Agenda.
Mir ist genau das Gegenteilige Phänomen untergekommen. Je näher man sich die Welt betrachtet, desto mehr wird einem klar, dass der judeo/christliche Gott eine zu plumpe, zu einfache Erklärung da ist. Der Mechanismus um unbequeme Fragen zu beantworten. Man kann ja nun wirklich nicht riskieren das Gehirn abzunutzen indem man mal denkt.
Redaktion benachrichtigen Eine kleine Minderheit
#343   stephanSchmidt   19:05:01 | Sonntag, 17. Juni 2007
Wie aus dem Lehrbuch
Diese Diskussion dokumentiert wunderbar die Innere Spaltung unserer Gesellschaft. Auf der einen Seite haben wie die Philosophisch, Wissenschaftliche Tradition mit wurzeln in der Griechischen Antike. Auf der anderen die Judeo/Christliche Heilslehre mit hebräischen Wurzeln.
Hierbei handelt es sich um zwei komplett konträre Weltmodelle, die sich bis in den innersten Kern hinein gegenüber stehen. Eine Vereinigung ist unter diesem Gesichtspunkt wahrscheinlich nicht zu schaffen.
Prof. Hubert Dreyfus socrates.berkeley.edu/~hdreyfus/index.html von der UC Berkley hat in seinem Seminar „Existentialism in Literature & Film“ socrates.berkeley.edu/…fus/7_s06/index.html diesen Konflikt sehr gut dargelegt. Wer iTunes hat, dem kann ich nur empfehlen sich wenigstens die Einführung dieses Seminars hier anzuschauen deimos3.apple.com/…6.078023848.79823835?i=1941183543.
Wir können hier wahrscheinlich ewig diskutieren und werden nie zum Punkt kommen. Weil die eine Seite die andere als gefährliche, dumme, ignorante Spinner ansieht, die mit aller Gewalt die Augen vor der Welt verschließen. Und die andere Seite ist überzeugt die Wahrheit zu kennen, die anderen seien bösartige Ketzer, Heiden und Demagogen, die vom Satan verführt sind und dessen Werk tun.
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#311   stephanSchmidt   15:28:35 | Sonntag, 17. Juni 2007
Rudolfus
Aha. Das hat also die Katholoische Kirche erreicht.
Jetzt macht langsam alles Sinn. Die Katholische Kirche ist die Strafe Gottes mit der er den Untergang von Zivilisationen einleitet. Sehr Clever.
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#308   stephanSchmidt   15:23:26 | Sonntag, 17. Juni 2007
Ach stimmt ja,
das waren ja Leibeigene im heiligen Römischen Reich und keine Sklaven. Ja das war natürlich was ganz anderes. Stimmt. Das war so richtig human.
Und natürlich hat dieheilige Katholische Kirche auch diese Praxis aus freien Stücken aus reiner herzensgüte aufgegeben. Die Reformationskriege, Bauernaufstände und die Renaissance hatten damit nichts, aber auch garnichts zu tun.
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#2   stephanSchmidt   15:17:21 | Sonntag, 17. Juni 2007
Und recht haben Sie
Entweder verhalten Sich die Kirchen wie jede andere Botschaften einer Ausländischen Nation. Oder der Vatikan gibt sein Staatsethos auf. Diese Zwitterei ist ein verstoß gegen grundlegenstes Völkerrecht.
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#304   stephanSchmidt   15:10:45 | Sonntag, 17. Juni 2007
Rudolfus
Tun Sie nicht so, als währe das Christentum nicht diesem Vorbild hinterhergeeifert. Die Bibel bezieht sich auf Sklaverei an manigfaltiger stelle, und auch Jesus beschreibt sie nicht mit Abscheu. Die Christlichen Kreuzzüge waren in Ihrer Sicht wahrscheinlich nicht viel mehr als eine Kaffefahrt, und das zentral von Rom regierte Reich unter den Päpsten, mit ihrer eigenen Stasi der Inquisition war natürlich auch was gaaaaaaaanz anderes. Die Gewaltsame Missionierung anderer Glaubensrichtungen und den Schaden den diese zum Beispiel in Amerika angerichtet hat, kann man natürlich überhaupt nicht den Christen zuschreiben. :-P Wie denn auch, den christen sind ja immer super super gut. :-P
Also hallo! Bitte kommen Sie mal auf den Teppich.
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#299   stephanSchmidt   14:43:46 | Sonntag, 17. Juni 2007
matt2: Ursache und Wirkung verwechselt?
Also nach Ihrer Logik ist das Römische reich wegen seiner Gottlosigkeit untergegangen? Was erstaunlich ist, da ja das römische Reich das Christentum aufgriff und zur Größe verhalf. Leider ging mit dem Aufstieg des Christentums jede andere halbwegs zivilisierter Aspekt der Römer flöten. Vom Römischen reich blieb eigentlich nur die Zentralregierung in Form eines Para-Kaisers übrig. Bauskunst, Bewässerung, Philosophie, Wissenschaft und Medizin gingen rapide den Bach runter. Ist die Pest im Mittelalter auf die Gottlosigkeit des Christentums zurückzuführen?
Nein. Natürlich Nicht. Sondern auf die erbärmlichen hygienischen Verhältnisse in den Städten. Und da die Christen mit dem heidnischen Glauben auch die Badehäuser und täglichen Waschungen über bord gekippt hatten, haben sie sich Ihr elende selbst zuzuschreiben. Ihrer eigenen Göttlichkeit sozusagen.
Und wer kam da um die Ecke? die Muslimen. Leute die Sowohl auf Hygiene, Medizin, Wissenschaft und mathematik wert legten. Aus christlicher Sicht Gottlose, denen es prächtig ging? Soviel zur geschichtlichen gerechtigkeit für Gottlose.
Zum Kugeln! :-D
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#286   stephanSchmidt   13:36:16 | Sonntag, 17. Juni 2007
Reichskriese und Christentum
Rudolfus,
Sie wissen aber schon, dass die römische Reichskrise des 3. Jahrhunderts militärisch politischer Natur war. Die grundwerte von Demokratiewaren militärischer Stärke gewichen und Kaisern gewichen und die Entfernten Provinzen waren immer schweerer zu halten.
Dies gab aber Rom nicht den Rest, sondern führte zu einer Reform. Einer Christlichen unter Flavius Valerius Constantinus (Konstantin der Große). Diese Reform leitete die Spätantike ein und nach einem kurzen Wiedererstarken Roms unter Christlicher Herschaft folgte der stätige und dramatische Untergang, der uns ins ach so christliche Mittelalter führte. Unter Christlicher Herrschaft ging alles verlohren, was das Reich groß gemacht hatte. Aus Städten mit ausgefeilten Be- und Entwässerungssystemen wurden stinkende Kloaken in denen fröhlich die Pest wütete.
Also wenn man mal ehrlich ist, haben nicht Dekadenz sondern das Christentum dem römischen Reich den Todesstoß verpasst.
Und ich befürchte sie wollen dieses Unheil wiederholen.
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#276   stephanSchmidt   12:32:01 | Sonntag, 17. Juni 2007
Rudolfus: Lustseuchen und andere Killer
HIV ist ein durch Sexualität übertragbares Virus. Dem Viren ist es dabei egal, ob die Menschen die Sie infizieren irgendeine moralische Agenda haben oder nicht. Es ist ihnen sogar ziemlich egal, dass Ihre Wirte Lust empfinden. Sex ist nur ein Weg, zwei Ökosysteme des Virus nah genug aneinander zu bringen um von einem zum anderen zu migrieren.
Für einen Krankheitserreger bist du nichts weiter als ein Ökosystem, ein Lebensraum. Eine Insel, die nebenbei noch von tausenden anderen Spezies von Viren, Pilzen, Bakterien, Milben und und und bewohnt wird. Viele sind wie Pilze im Wald: sie integrieren sich in diesen Lebensraum. Andere sind wie Heuschrecken und verhalten sich destruktiv.
Es bringt nichts eine Krankheit mit moralischen Werte zu belegen.
Währe AIDS eine Lustseuche mit diesen moralischen Hintergrund, dann währe es ja schwachsinnig, dass sie auch über einfache Blutübertragung (Blutspende oder Schnittwunde) wesentlich ansteckender ist.
Und was ist mit den anderen Krankheiten? Ist die Grippe, die sehr erfolgreich und serh effektiv Millionen von Menschen tötet, die Strafe dafür, dass wir ein- und ausatmen?
In dem Moment, indem sie Krankheit moralisch dogmatisieren, gefährden Sie die Menschen! Aids verbreitet sich in Afrika genau aus dieser Denkweise so dramatisch. Sie erzählen Menschen Aids währe durch moralische Werte zu vermeiden und Sex in der Ehe währe harmlos.
Dabei gibt es nur einen Weg Aids zu meiden: Vermeiden den direkten Kontakt zu kontaminierten Sekreten.
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#266   stephanSchmidt   10:39:32 | Sonntag, 17. Juni 2007
Aha, das ist als Nächstenliebe, Feindesliebe und ein gütiger Gott
Das Kreuzzeichen des Bösen lautet: Im Namen der Liberalität, der Humanität und Toleranz, AMEN.
Irgendwie Komisch, ich dachte „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ würde eigentlich nach begriffen wie diesen geradezu schreien. Nö offensichtlich nicht.
weil Sie von Gottes gütigem und gerechtem Walten nichts verstehen.
Ich darf doch wohl um Präzision bitten: Ich verstehe gott nicht.
Und Leute wie Sie machen einem diese Frage nicht einfacher.
Wie zum Geier kann dieser Gott liebend sein, wenn sein Gefolge so viel Hass predigt.
Wieso verleiht ein allwissender Gott den Menschen den freien Willen, wenn dies automatisch zu bösen taten führt, und Gott eigentlich Freiheit, Liberalität und Toleranz hasst?
Wie kann der Sohn des unendlich liebenden Gottes gleichzeitig von der Nächstenliebe und dem Griff zum Schwert predigen. Doch nur Marketing?
Ja Matt, ich verstehe IHREN Gott nicht. Ich verstehe Sie nicht. ich verstehe Leute nicht, die sagen: »Eine tat ist gut weil Gott sie liebt« statt »Gott liebt sie, weil sie gut ist«.
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#260   stephanSchmidt   01:04:07 | Sonntag, 17. Juni 2007
matt2: Warum werden Sie eigentlich ausfallend?
Hab ich einen Nerv getroffen?
Ich habe hier die Lücken im Glauben an Ihren Gott aufgezeigt. Nicht Ich habe das »Konzept Gott« ab absurdum geführt. Das war nicht einmal nötig, denn Ihre eigenen Argumente zu Gottes Gunsten haben in dieser Hinsicht einen ziemlich Guten Job getan. Ich habe in diesem Diskurs nicht einmal die Wissenschaft zu Rate gezogen, sondern einfache Argumente der Philosophie und der Logik angeführt.
Ich greife hier nicht die Idee Gott an, sondern das, was Sie daraus machen und die Handlungsarten, die sie aus diesem Konzept ableiten:
Wer wieder bessere Fähigkeit (Gottes angenommene Allmacht) nichts tut um Unheil zu verhindern, kann nicht ausnahmslos gut sein. Es kann auch sein, dass Gott sich bewusst aus der Entwicklung der Welt raushält, was natürlich seine Allmacht einschränkt.
Wer den Standpunkt vertritt, dass Gott gut ist, und sogar einen moralische Handlung nur durch Gottes Kommando gut wird (selbst wenn es dem eignen Rechtsinstinkt widerspricht, z.B. das Töten anderer Menschen) , kann dies nur tun, indem er sich auch solchen unbequemem Fragen stellt.
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#247   stephanSchmidt   19:15:37 | Samstag, 16. Juni 2007
Rosenkranzsoldat: Auch der Freie Wille ist dann doch auch Gottes Werk
und wenn dieser Ursache des Übels ist, so liegt die Verantwortung dafür auch bei Gott. Vor allem wenn man Bedenkt, dass der Schutzmechanismus, nämlich die Erkenntniss von Gut und Böse, noch nicht einmal orginär in den Menschen eingebaut war.
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#244   stephanSchmidt   18:46:58 | Samstag, 16. Juni 2007
noch lange nicht gelöst
Die Lösung des Problems währe nur Abstriche bei der Macht Gottes zu machen. Denn wenn er wirklich der omnipotente Schöpfer ist, der auch alles weiß (auch im Voraus), dann ist er für das Böse direkt Verantwortlich. Oder er war einfach nur schlampig, als er Engel und Menschen Schuf, oder vergaß einen Zaun um Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis zu packen. Dann währe Gott aber Fehlbar.
Man könnte natürlich auch dazu übergehen, dass Gut und Böse Menschliche Konstrukte sind, und für die Welt an sich keine Bedeutung haben. Eine Krankheit ist ja auch eine aufblühen einer Population von Vieren oder bakterien. Den Virus freuts, den Wirt weniger.
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#241   stephanSchmidt   18:24:42 | Samstag, 16. Juni 2007
@jürgen
Was ein Geistlicher im 13. jahrhundert schreibt, muss ja auch nicht richtig sein, nd ich würd gerne Ihre persöhnliche Meinung dazu wissen. Denn ich glaube Thomas benutzt hier ein Hintertürchen. Gott hat ja in der Diskutierten Passage keine Urteil gesprochen, sondern einen Test der Treue gemacht. Hätte er Abraham das Ding durchziehen lassen, währe Gott des Mordes (bzw. der Anstiftung zum Todschlag) schuldig gewesen.
Und das währe ja nicht die einzige Stelle der Kindstötung, Jeftah in Richter 11 verbrennt ja auch sein kind als zeichen seiner Treue zu seinem Wort. Und da hat Gott nicht eingegriffen.
@HeinrichderZweite:
Beide Aspekte sind nicht voneinander zu trennen. Gott ist uneingeschränkt gut, in Gott gibt es nur Licht und keinen Schatten.
Das Passiert wenn man essentielle Fragen der Philosophie mit »Jein«: Man landet sofort in einem noch Größeren Dilemma. Denn wenn beide optionen wahr sind, Gott dazu noch uneingeschränkt gut ist, und der dazu noch allmächtig, allwissend und der Schöpfer aller Dinge ist: Woher kommt dann das Böse?
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#233   stephanSchmidt   17:45:14 | Samstag, 16. Juni 2007
@Jürgen
He he, klassiches „Jain“.
Bei Thomas von Aquin wird aber auch erwähnt, dass das naturgesetz/naturhaft gerechte ebenfalls von Gott verliehen wurde. Quasi in unseren Genpool eingebaut. Der Mensch besitzt nach dieser Vorstellung also keine Erkenntnisautonomie.
wie auch etwas, das nur gut ist, weil es geboten und nur schlecht, weil es verboten wird
So sind also die Prinzipien Gut und Böse an Gottes Willkür gebunden?
Also wenn er mal einen schlechten Tag hat ist es OK sein Kind als Brandopfer zu bringen,sogar Pflicht.
Und wenn er mal einen guten Tag sagt er zu Abraham »lass mal stecken, es reicht, dass dus versucht hast«?
Dass es falsch sein könnte sein Kind, bzw. irgendein Kind abzuschlachten stellt sich garnicht. Und dass daraus folgt, dass der Befehl zu dieser Tat genau so verwerflich ist, wird auch nicht diskutiert.
Und auch wenn Rudolfus es nicht in seinen Dickschädel bekommt, sollte doch offensichtlich sein, wo die Kritik an einer solchen theokratischen Ethik entspringt?
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#224   stephanSchmidt   17:24:54 | Samstag, 16. Juni 2007
@Rudolfus
Ja das habe ich geschrieben und ich verstehe nicht, was daran so kompliziert ist!
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#220   stephanSchmidt   17:13:37 | Samstag, 16. Juni 2007
@Rudolfus: stellen Sie sich eigentlich absichtlich so d… an?
s ist denn an der Idee so Kompliziert, dass es ein Ethisches Konzept gibt, das universell ist. Also für jeden, also auch Gott, gleiche Bedingungen der Moral schafft?
Ja, die Prinzipien von Gut und Böse stehen über Gott. Er kann diese Prinzipien auch nicht verändern und ist ihnen genau so unterworfen.
Das heißt nicht, dass der Mensch, der ja ebenfalls an diese universellen Prinzipien in irgendeiner Form zu Gott aufstrebt.
Wir sind mal wieder bei der Ausgangsfrage angekommen:
a) Ist eine Handlung gut, weil Gott sie liebt
oder
b) liebt Gott sie, weil sie gut ist?
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#214   stephanSchmidt   16:59:45 | Samstag, 16. Juni 2007
@Rudolfus:
Ich habe nicht von der Erhebung des Menschen über Gott gesprochen, aber da Sie nur hören, was sie wollen, hat mich ihr Turmbaubeispiel nicht überrascht.
In der Ethik geht es darum dass gut und böse Konzepte außerhalb der Göttlichen Sphäre sind. Dies wird ja auch von Evas Sündenfall dokumentiert. Der Apfel brachte ja nicht das Böse in den Menschen, sonder verlieh im die bis dato Göttliche Fähigkeit Gut und Böse zu erkennen. Wenn Gott gut und Böse erkennt, können diese Klassen ja nicht von ihm kommen, sondern als ethische Größen schon da sein. Sonst hieße es ja nicht erkennen, sondern definieren.
@HeinrichderZweite und Rudolfus:
Ihre aussage mit den Faxen finde ich sehr befremdlich. Ich bin erstaunt, wie Sie Teile Ihres Geistes so einfach aus Ihrem Wesen ins Göttliche exportieren. Ihre Gewissen bzw. Ihr Schamgefühl ist die Mentale Umsetzung eines Sozialinstinktes.
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#198   stephanSchmidt   15:18:29 | Samstag, 16. Juni 2007
@HeinrichZweite
Es ist eigentlich relativ einfach, und mich wundert eigentlich, dass Sie das nicht erkennen. Der Schlüssel heißt Erkenntnisautonomie und Universale Ethik.
Erkenntnisautonomie bedeutet, dass der Mensch selbst erkennen kann was gut und schlecht ist und danach handelt. Wenn man diese Autonomie jedoch durch den Willen Gottes ersetzt, kommt man in Schwierigkeiten. Denn Gott hat nicht die Angewohnheit regelmäßig Faxe mit seinem Willen zu schicken, und die Bibel hilft auch nur in Teilen, da vieles im Alten Testament (vor allem die Gesetze) an späterer Stelle wieder revidiert wird.
Man kann sich also nie sicher sein ob Gottes Wille wirklich komplett dokumentiert ist, und wenn einer durch die Bars rennt und homosexuelle abknallt unter Berufung auf die Levitikusgesetze, hat er technisch Gottes Willen erfüllt. Na gut, er hat wahrscheinlich nicht alle Präzedenzfälle und Ausnahmeregelungen studiert.
Eine Universelle Ethik würde über dem Gott stehen. Die Entscheidung währe nicht an Gottes Willen gebunden, sondern er selbst würde die Kategorien Gut und Böse erfahren und nicht geben. Wir hätten auch nicht das Dilemma des Bösen (»wenn gott also gut und der schöpfer ist, warum hat er das böse geschaffen?«). Dies führt aber auch dazu, manche von Gottes Handlungen als böse zu sehen – oder zumindest kritisch zu betrachten.
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#193   stephanSchmidt   14:33:18 | Samstag, 16. Juni 2007
@Juergen
Danke für den Hinweis. Ich habe auf die schnelle nur eine englische Übersetzung aufgetan, und die Entsprechenden Stellen schnell gelesen. Wenn Sie eine vollständige Deutsche Übersetzung im Netz kennen, würde ich mich über den Link freuen.
Dieser Text ist dialektisch Geschrieben und spiegelt genau den selben Konflikt zwischen Vernunft und Gottgehorsam wieder, den ich bereits beschrieben habe.
Es bleibt aber immer noch bestehen, dass die judeo-christliche tradition Gott als Ursprung des Guten ansieht. Nicht als ein Wesen, das selbst den Prinzipien Gut und Böse unterworfen ist. Gottes Handeln – und damit Gottes Wort – kann nicht schlecht sein. Diese Annahme hat bei schrifttreuen Christen/Muslimen/Juden verhängnisvolle Auswirkungen.
Der Humanismus spricht dem Menschen die Erkenntnisautonomie zu, was der jüdischen und christlichen Strömung nur bedingt gelingt, und den Muslimen noch schwerer.
Schauen wir uns doch mal das offenkundigste Beispiel für Erkenntnis in der Bibel an: den Sündenfall:
Der Apfel ist bei wörtlicher Interpretation nur das Mittel um die Erkenntnis von Gut und Böse zu ermöglichen. Gut und Böse müssen also schon da gewesen sein und entweder von Gott geschaffen worden sein, oder Prinzipien sein, die auch für Gott bindend sind.
Nicht wenige Christen setzen aber als Quelle des Bösen den Sündenfall selbst an. Also hätte Eva nicht zugegriffen, währ noch alles super! Eva hat also praktisch die Büchse der Pandora geöffnet.
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#185   stephanSchmidt   11:54:41 | Samstag, 16. Juni 2007
@Erdloyalist: Konflikt zweier Philosophischer Traditionen
In unserer Kultur stehen sich zwei grundlegend unterschiedliche Philosophische Traditionen gegenüber, die sich nicht wirklich miteinander in Einklang bringen lassen:
• die Humanistische Position, die sich auf die Philosophie seit der Griechischen Antike beruft
und
• die Judeo-Christliche Tradition zu der Christentum, Judentum und Islam zählen
Unser Kulturkreis wird von beiden Strömungen geprägt, was zu einem Inneren Konflikt führt, den wir uns immer wieder stellen müssen, und der sich durch ein Einfaches Beispiel aufzeigen lässt:
Bei der Lektüre von Platons »Euthyphron« www.zum.de/…her/D/SH/eutyphr.htm die scheinbar einfache Frage:
a)Ist etwas heilig/gut weil es die Götter lieben
oder
b) lieben es die Götter weil es heilig/gut ist?
Die Judeo-Christliche Tradtion tendiert zu (a) da Gott der einzige Geber moralischen Standards ist. Gott sagt, was gut oder böse ist. Was natürlich das Recht abhängig macht vom geschichtlichen Zeitpunkt, dem Moment, an dem Gott eine Aussage gemacht hat. Was im alten Testament noch gut oder schlecht war, muss nicht nach Jesus noch so gewesen sein. So wird es aber auch schwierig mit Dingen umzugehen, die die Bibel nicht explizit erwähnt.
Die klassischen Grichischen Wissenschaften gehen in der Ethik davon aus, dass es einen universellen Begriff von Gut und Böse gibt, der unabhängig von der Zeit und unabhängig der Person ist. Dieser lässt sich durch Vernunft bestimmen und auch die Götter sind diesem Unterworfen. Diese Tradition tendiert also eher zu Position (b)
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#2   stephanSchmidt   11:13:39 | Samstag, 16. Juni 2007
Menschenrechte und die Kirche
Zum Thema Menschenrechte sollte man hier vielleicht zu bedenken geben, dass der Vatikan bis heute noch keine der Erklärungen der Menschenrechte ofiziell ratifiziert bzw. sich an einer beteiligt hat.
Die Menschenrechte wurden erstmals 1789 bei der französischen Revolution ausgerufen. Damals waren es erst 10. Die Menschenrechte wurden am 10. Dezember 1948 von der UNO ausgerufen. Inzwischen haben die meisten Staaten diese Menschenrechte ratifiziert. Ausnahme: Der Vatikan.(vgl. www.frieden-gewaltfrei.de/menschen.htm)
Besonders wichtig sei hier nochmal zu erwähnen, dass die Menschenrechte das die Menschenrechte universell und unteilbar sind, was die UN in Wien 1993 nochmals bestätigte. Daher fällt es gerade den Judeo-Christlichen Traditionen schwer, die Menschenrechte zu akzeptieren. Dies heißt nämlich auch, dass die Menschenrechte für jeden gelten, egal welcher Konfession – auch für Schwule, Atheisten, Frauen und sogar Verbrecher, kurz: aus Ihrer Sicht den Sündern. Dieser Grundsatz der Gleichheit ist unvereinbar mit der Kirche und führ zu Wiederstand, wie man hier (pdf) dip.bundestag.de/…d/16/028/1602800.pdf gut dokumentiert sieht.
Bevor Sie also hier harsche Kritik üben, müssen SIe (nicht sollten, sondern müssen) erst einmal die Grundsätze der Menschenrechte in Ihrer eigenen Organisation konsequent anwenden und akzeptieren!
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#278   stephanSchmidt   23:22:28 | Montag, 11. Juni 2007
@Rudolfus und Daniel Stöhr
Dies ist genau die Arroganz, von der ich geredet habe.
Da sind Sie umgeben von dieser unglaublichen Größe und das ist Ihnen alles Scheiß egal, Hauptsache ihr ewiges Leben ist gesichert.
Das gibt sich der Schöpfer eine solche Mühe diese unglaubliche Party zu schmeißen, alles hübsch zu dekorieren, ordentlich zu essen und zu trinken auf den Tisch zu bringen … und Sie sitzen da wie ein verzogenes Blag und reißen das Geschenkpapier auf und werfen es quer über die Festtafel. Alles scheiß egal, Hauptsache in dem Päckchen ist genau das drin, was Sie sich gewünscht haben?
Verstehen Sie, warum ich irritiert bin? Das soll Ehrfurcht sein? Oder Dankbarkeit? Wenn Gott nur ein Wenig wie ein Vater ist, würd’s für sowas erst mal ne gewaltige Backpfeife setzen.
und @HeinrichderZweite:
Ich falle nicht auf die Knie und lese Darwin. Wir sind umgeben von so viel über das man staunen kann, und Darwins Thesen sind nur ein kleiner Teil des Rätsels, warum da etwas ist, statt nichts. Und durch die Betrachtung der Wlt und durch die Forschung und Wissenschaft wird Gott ja nicht kleiner, sondern immer größer und mächtiger. Die Bibel wirkt im Vergleich zu einem Besuch im Planetarium so trivial und uminspiriert. In der Bibel ist Gott ein mann der ganz dolle Töpfern kann, doch je mehr wir von der Welt erfassen umso größer wird die Leistung dieses Gottes.
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#274   stephanSchmidt   22:36:51 | Montag, 11. Juni 2007
Lektionen in Demut
Es klingt merkwürdig, wenn man bedenkt, dass gerade Gottesfürchtige Menschen ein Leben in Demut ihrem Schöpfer und der Schöpfung gegenüber leben sollten, aber die Diskussionen in diesem Forum legen es nahe:
Kreationisten sind selbstherrlich und arrogant und zeigen nicht die Spur von Demut. Ihr Erklärungsansatz reduziert das wunder auf ein Häufchen langweiliger Phrasen. Sie berufen sich auf ein Gedicht, einen Schöpfungsbericht, der im Vergleich zu der Welt die wir um uns herum sehen, so sinnentleert, uminspiriert und trivial erscheint. Und das offensichtlich nur, weil ihrer eigenen Spezies und somit ihnen selbst ein Sonderstatus am ende dieser Geschichte zugesprochen wird. Und ich dachte Hochmut ist eine Todsünde.
Selbst wenn Gott dem Menschen eine unsterbliche Seele zugeteilt hat, welchen Unterschied macht es. Im Vergleich zu der Größe des Universums, zur Komplexität und Vielfalt des Lebens, ist diese Idee doch geradezu unbedeutend trivial.
Sie sollten bei Leuten wie E.O. Wilson www.ted.com/…php/talks/view/id/83 ein wenig Nachhilfeunterricht nehmen. Nachhilfe in Demut und Bewunderung für die Schöpfung. Wissenschaftler sind vor allem Menschen, die die Welt mit staunenden Augen betrachten, und sich nicht an ihr satt sehen können.
Dies ist leider vielen Gläubigen hier abhanden gekommen. Statt die Welt zu betrachten, geben Sie sich mit einigen Zeilen Bibel zufrieden.
:-(
Dabei liefert doch gerade die Wissenschaft die Bilder und Beobachtungen, die einem vor Ehrfurcht auf die Knie gehen lassen.
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#212   stephanSchmidt   06:01:16 | Montag, 11. Juni 2007
@Kurt K.
Der absolute Beweis ist ein Phänomen, dass es nur in der Mathematik gibt. Für alles andere Müsste erst mal der Beweis erbracht werden, dass es eine Wirklichkeit jenseits der Kognition gibt. Das dürfte auch Ihnen schwer fallen – aber es ermöglicht ihnen sich an ihrer Gottes-Schmusedecke weiterhin festzuklammern. Dabei ist gerade die Hypothese Gott eine, die immer unwahrscheinlicher wird, je mehr man das Universum betrachtet.
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#207   stephanSchmidt   00:54:46 | Montag, 11. Juni 2007
@VirFortis
Platons Höhlengleichnis bringt uns in diesem Dilemma nicht wirklich voran. Denn was sagt ihnen, dass da draußen wirklich was ist, außer der Schatten an der Wand? Dass der Schatten da ist, heißt noch lange nicht, dass da mehr ist. Die Empirische Beobachtung mag nicht alles sein, aber sie ist das einzige das unz zur verfügung steht.
Die Frage ist nämlich, was Sie darauf bringt, unser sensorischer Apparat sei hoch entwickelt. Wenn wir mal ehrlich sind liefert er uns nur die Informationen, die wir brauchen. Er ist eine Balance zwischen Kosten (Nährstoffverbrauch) und Nutzen. Im Dunkeln bringt er uns herzlich wenig, was nun mal daran liegt, dass wir eigentlich keine Nachttiere sind (außer heute Abend vielleicht ;).
Die Frage ist also, finden wir die Welt schön, weil sie genau zu unseren Bedürfnissen passt, oder finden wir sie schön, weil wir unsere Bedürfnisse genau an sie angepasst haben? Ist die Welt also ein Produkt für uns, oder sind wir Produkt dieser Welt?
Wenn wir dies betrachten kommen wir natürlich an den Punkt, ob das Universum einen Sinn hat, oder ob wir ihm den Sinn geben, weil wir sinnfrei mit sinnlos verwechseln?
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#204   stephanSchmidt   00:20:31 | Montag, 11. Juni 2007
VirFortis: die restlichen 99 % der Gesamtwirklichkeit
Sie stürzen sich hier behände in eines der komplexesten philosophischen Themen hinein. Sie Behaupten, dass ein Großteil der Welt nicht Empirisch zu erfassen sei. Und es gibt nicht wenige Philosophen, die ihnen da mit Freude zustimmen werden. Nun wohl nicht die Existenzialisten, aber die Idealisten. Nur kommt man bei der Verfolgung dieses Dilemmas schnell an den Punkt, an dem jegliche Existenz in Frage gestellt werden muss. Was sagt uns eigentlich die Physikalische Welt existiert wirklich und ist nicht nur eine Illusion die unser Geist entwickelt. Wird nicht jeder Sinneseindruck durch unseren Geist gefiltert, unser Gehirn verarbeitet, und in Formen gebracht, die unser Gehirn verarbeiten kann.
Rot ist ja eigentlich keine Farbe, sondern die Wellenlänge einer bestimmten Art von Strahlung.
Und genau diese Voreingenommenheit unseres Gehirnes lässt den Schluss plötzlich sehr real werden, dass Gott genau so ein Produkt der Kognition ist, wie die Farbe Rot. Oder Blau, wenn Sie diese lieber mögen.
Das Universum das wir betrachten verhält sich so wie man es vermuten würde, wenn es keinen Schöpfer gäbe. Warum sollte auch ein Schöpfer gerade dem Menschen so ähnlich sein, wenn er nicht auf Menschlichen Konzepten, der Menschlichen Kognition basiert?
Anders ausgedrückt: die restlichen 99% fehlen vielleicht, weil sie nur wollen, dass sie da sind. Das unsichtbare und das nichtexistente sehen in der Regel identisch aus.
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#178   stephanSchmidt   21:41:00 | Sonntag, 10. Juni 2007
@Rudolfus
auf diesen Punkt beschränkt sich das Beweisproblem aber nicht. Eigentlich ist es außer mit Genetischer Referenz äußerst schwer nachzuweisen, dass Lebewesen miteinander verwand sind. Zum Beispiel ist es Ihnen praktisch unmöglich einwandfrei zu beweisen, dass Sie und Ihr Vater überhaupt verwand sind wenn Sie nicht auf die Genetischen Daten verweisen. Alles Andere ist Hörensagen ihrer Mutter. Und bis aus einige Aktennotizen in Kirchenbüchern wird ihnen der Nachweis ihrer Familiengeschichte mehr als zwei drei generationen zurück wahrscheinlich auch schwer fallen. Den ich geh mal davon aus, dass sie nicht Lückelos alle ihre Ahnen Mumifiziert im Keller haben.
Aber genau das verlangen Sie von der ET. Die Fossilisation ist ein recht seltener Prozess, und in vielen Lebensräumen fast gar nicht anzutreffen. Und wo kämen wir den hin, wenn alle Biomasse zu Stein würde?
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#173   stephanSchmidt   21:24:12 | Sonntag, 10. Juni 2007
Beweise
Es ist umgekehrt, daß der, der etwas behauptet, Belege für die Existenz anführen muß, im Fall der ET die Zwischentiere.
ID geht von einem Schöpfer aus. Bitte führen Sie eindeutige Belege für diesen Schöpfer an.
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#170   stephanSchmidt   21:14:07 | Sonntag, 10. Juni 2007
Die Funktion ergibt sich nach der Form
Ich glaube eines der Größ’ten Verständnissprobleme mit der ET ist der Begriff der Funktion. Menschen sind es Gewohnt einem Gegenstand eine Form zu geben, jenachdem welche Funktion sie haben wollen. Zum Beispiel: Schädel einschlagen – Objekt sollte schwer aber mit der hand zu führen sein. Und möglichst hart. Der Kleine Desiger geht nach dem Motto Form follows Function zu Werke.
In der Evulotion ist die Sache wesentlich opportunistischer. Gerade die Genetische Mutation ist wesentlich undramatischer als die meisten hier denken. Sie ist lediglich die Veränderung der genfrequenz. Manchmal fällt ein Basenpaar beim Kopieren weg, manchmal kommt ein Basenpaar dazu. Da die Gene die Vorlage zur Erstellung von Eiweißen und enzymen sind, kann dies dramatische oder weniger dramatische Folgen haben. Oft fällt einfach ein Gen aus, oder ein anderes wird angeschalten, wo es bislang nicht angeschaltet wurde. Oder es verändert die Gestalt eines Zelltyps.
Was daraus wird, die Funktion, ergibt sich aber aus reinem Opportunismus. Die Funktion folgt der Form. Es ist so als ob man einen Stein findet und als Werkzeug benutz, statt einen Hammer zu bauen.
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#154   stephanSchmidt   20:14:29 | Sonntag, 10. Juni 2007
Also fassen wir mal zusammen:
Gott hat ein mehrere Millionen Lichtjahre großes Universum vor knapp 6500 Jahren geschaffen. Da er das Licht mit einer festgelegten Geschwindigkeit geschaffen hatte, gab er sich einige Mühe es für einen Tag enorm zu beschleunigen, damit auch das Licht der entferntesten Sterne innerhalb eines Tages bei einem kleinen Planeten schräg rechts einer Galaxie ankam. Nachdem er gesehen hatte, dass das gut war bremste er das Licht wieder ab, so dass das Licht, dass die Sterne ab diesem Tag abstrahlten sich mehre Tausend bis Millionen Jahre bis zu diesem Planeten Zeit lassen wird.
Dann schuf der Herr auf dieser ulkigen Kugel das Leben in den Ozeanen. Darunter mehrere Bakterien und Algenarten, die von da an bis heute die größte Biomasse auf diesem Planeten darstellen. Deren Photosynthese ausreicht die Atmosphäre dieses Planeten mit Sauerstoff zu füllen.
Nun war er ein sehr ungeduldiger Gott und füllte die Atmosphäre selbst mit Sauerstoff, damit er sich Bald an die Tiere des Landes machen konnte. Und davon schuf er viele. Sie sahen sich sehr ähnlich und er baute sie aus dem selben Material. Eines sah auch fast so aus wie er, nur hatte es Haare und hüpfte auf Bäumen. Dies amüsierte ihn sehr, aber es galt einen Job zu erledigen.
Denn er hatte den Aufwand getrieben um den Menschen zu schaffen. Und das tat er auch. Und er wies sein Gefolge in die Schranken, dass ihm sagte, dass der Mensch fast so aussähe wie das ulkige Tier das er am Vortag gemacht hatte, nur eben rasiert.
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#81   stephanSchmidt   17:51:42 | Sonntag, 10. Juni 2007
@VirFortis
Aber Sie können nicht verneinen, dass es eine Verbindung zwischen Ihrer physischen Exitenz bzw. der ordnungsgemäßen Funktion ihres Gehirns und Ihrem Bewusstsein gibt.
Wenn Sie sich Betrinken, überfluten Sie Ihr gehirn mit einem Botenstoff, der eigentlich nicth da sein sollte. Ich bezweifle, dass Ihr Bewusstsein nach drei Maß Bier noch das selbe ist wie davor.
Einige Hirntumore unterdrücken die Funktion gewisser Hirnareale und lösen eine radikale Änderung der Persöhnlichkeit eines Menschen aus. Nicht selten ist die Impulssteuerung betroffen, so dass diese Menschen alles asusprechen was sie Denken, was nicht selten als unhöflich empfunden wird.
Und bei Alzheimer zerstört ein Eiweißstoff Stück für Stück die neuralen Verbindungen im Gehirn, was auf eine der grausamsten Arten dazu führt, dass dem betroffenem Menschen mehr und mehr seiner Erinnerung und somit seiner Persönlichkeit verloren geht.
Die Seele ist hoffentlich nicht so zerbrechlich, wie unser empfindliches Gehirn.
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#72   stephanSchmidt   17:32:14 | Sonntag, 10. Juni 2007
@litterae sunt divitiae: der Geist ist, was das Gehirn tut
Sie unterscheiden den „Instinkt“ bzw. die „Angst“ von der Kognition der Instinkte in Form von Gefühlen. Gefühle sind das Bewusstwerdung von Instinkten. Hierzu möchte ich ihnen noch einmal den Beitrag von Helen Fisher www.ted.com/…php/talks/view/id/16 bei der Ted Konferenz ans Herz legen.
Und unsere Moral basiert doch auf genau dieser Mischung von Instinkt, Verstand und Emotion. Wir haben auch Angst vor dem Mörder, wir hassen Ihn, weil er einen Menschen tötete, unsere Gemeinschaft stört, unser Zusammenleben destabilisieret. Wir können aber auch entscheiden ihn nicht zu hassen, zu akzeptieren, dass es ein Unfall war, zu sehen, dass er harmlos ist, und so etwas nicht mehr tut, vielleicht sogar dafür kämpft, dass so etwas nie wieder passiert.
Unser Geist ist eine Körperfunktion. Das Bewusstsein ist, was das Gehirn macht, genau so wie Blut bewegen das ist, was das Herz macht. Unser Bewusstsein endet mit unserem Körper, und manchmal sogar davor. Für diese Erkenntnis braucht es nur einen Besuch bei jemandem mit Alzheimer.
Das ist nicht beruhigend oder schön, und ich gönne Ihnen den Glauben an die Seele, die jenseits der Körperlichkeit ist. Aber die körperliche Existenz mit all Ihren Implikationen haben wir mit den anderen Lebewesen dieser Welt gemeinsam.
@matt2: sie haben nicht zugehört. Der Mensch stammt nicht vom Affen ab, sodern beide teilen gemeinsame vorfahren. Das selbe problem kommt ja mit der Mikroevulotion: ein Haski wird nie einen Dackel gebähren. Der Gattung Lupus gehören aber beide an.
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#68   stephanSchmidt   17:14:40 | Sonntag, 10. Juni 2007
@methusalix: ich würd mit den meisten hier nicht so hart ins Gericht gehen wollen
Was ich meine: den Leuten, die hier diskutieren hat bringt es nicht viel Machterhalt oder Geld, wenn sie diese Meinungen vertreten.
Jedoch treffen die Impulse »Angst« und »Stolz« trotzdem zu. Aber in einem anderen Kontext.
Zum einen verleiht die Schöpfungsgeschichte dem Menschen einen Sonderstatus gegenüber allen anderen Lebensformen. Das tut die Evolution nicht. Was natürlcih sowohl beängstigend als auch kränkend sein kann.
Beängstigend, weil ja das Erlösungsversprechen auf diesem Sonderstatus beruht. Und kränkend, weil man ja technisch nicht besser ist, als jede andere Lebensform.
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#63   stephanSchmidt   17:03:32 | Sonntag, 10. Juni 2007
@litterae sunt divitiae
Man kann die Frage aber auch umdrehen. Wo ist der Hinweis dass die Menschlichen Konzepte „Gut und Böse“ nicht selbst evulotionäre entwicklungen sind? Von der Persöhnlichen Entscheidung zum Beispiel bei Nahrung: „Giftig und nichtgiftig“ bzw. „Nahrhaft nicht Nahrhaft“ bis zu den Konzepten, die wir als soziale „Herdentiere“ brauchen: „gut für die Gruppe, schlecht für die Gruppe“ ist es doch nur noch ein kleiner schritt zu „Gut und Böse“?
Die Frage ist also: gibt es einen fundamentalen Unterschied zwischen den Entscheidungen, die Tiere fällen und den Entscheidungen, die Menschen als Gut und Böse klassifizieren?
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#59   stephanSchmidt   16:26:03 | Sonntag, 10. Juni 2007
Ninct Bonbon-Äffchen sondern Bonobo
Schauen Sie mal nach Savage-Rumbaugh. Sie hat wunderbar mit diesesn Tieren gearbeitet. Und zeigt einen unvergleichbaren Respekt vor der Natur, den ich hier so vermisse. Eine kurze Einführung finden Sie hier www.ted.com/…php/talks/view/id/76
Und (ein wenig off-topic) wenn Sie schon mal bei den Ted-talks sind, lege ich ihnen auch den von Helen Fisher www.ted.com/…php/talks/view/id/16 ans Herz.
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#56   stephanSchmidt   16:16:27 | Sonntag, 10. Juni 2007
Genoveva: Alles Gleichnisse?
Lk 19,27 Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder.
Joh 15,6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen.
Mt. 10, 34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. 36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
und dieses ach so metaphorische Schwert ist ulkig, man kann es nämlich kaufen:
Lk 22,36 Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Geldbeutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche, und wer’s nicht hat, verkaufe seinen Mantel und kaufe ein Schwert.
Wenn Christus wirklich nur die Friedensbotschaft wörtlich meinte, dann war er wirklich einer der schlechtesten Redner aller Zeiten. Das klingt nämlich nicht nach Frieden sondern nach Revolutzer / Terrorist.
Meinen Sie nicht, dass bereits die Trennung der Menschen in unterschiedliche Gruppen – sei es nun vor Gott oder dem Gesetz – schon den Kern des Problems ausmacht?
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#42   stephanSchmidt   15:12:51 | Sonntag, 10. Juni 2007
@Genoveva und Pünktchen
Sie wollen mir doch hier nicht erzählen, dass der chrsitliche Glaube nicht die erlöhsung exklusiv für Christen und die ewige Verdammnis allen anderen zugesteht? Und Christus war eindeutig, wie man mit ungläubigen umzugehen habe:
Lk 19,27 Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder.
Und dies steht nun mal im Wiederspruch zu der Idee der unveräußerlichen Menschenrecht. Diese werden nicht nur erteilt, wenn man sich einer bestimmten Gruppe zugehörig erklärt.
Ich habe in meinem Beitrag ja nicht von erben sondern dem Gefolge der Glaubensväter gesprochen. Egal ob durch Erbe oder durch entscheidung, die Idee einer idealen Gemeinschaft gegenüber dem Rest der Welt ist zugleich diskriminierend als auch höchstgradig gefährlich.
Und Beiträge wie Ihre, die wie trotzige Kinder dieses Problem nicht nur nicht sehen sondern auch noch wehement verneinen, machen mir deutlich, dass am Terror nie etwas ändern wird.
Meinen Sie es macht einen Unterschied ob eine Ideologie sie nun zwingen will der christlichen Kirche oder der NSDAP beizutreten um die eigene Haut zu retten? Meinen Sie „Hoch lebe der Papst“ klingt wirklich besser als „Hoch lebe die Partei“?
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#35   stephanSchmidt   14:35:30 | Sonntag, 10. Juni 2007
@Genoveva Paralellen nicht plumt überschmiken
Die paralelle die alle Religionen der Judeo-Christlichen Tradition mit dem Faschismus und dem Sozialismus teilen, ist die Idee des Erwählten bzw. idealen Volkes, das über den Anderen steht. Bei den Juden sind es die Kinder Abrahams, bei den Christen und Muslimen das Gefolge der jeweiligen Glaubensväter, bei den Nazis die Arier bzw. die Deutschen als Ganzes, im italienischen Faschismus beruf man sich auf ein römisches Erbe, die Japaner haben ihre eigene Macht damals auch aus dem mystischen Erbe begründet, und das soggenannte Türkentum nimmt auch so langsam beunruhigende Formen an.
Solange sich weder Christen, noch Juden oder Muslime mit diesem gefährlichen Element des eigenen Glaubens progressiv auseinandersetzen braucht es den säkularen Staat, der die Interessen der Unterschiedlichen Strömungen vertritt. Weltliche Probleme gilt es mit weltlicher Vernunft zu klären, nicht mit Glaubenssätzen. Wenn uns nur irgendwas an den Menschenrechten liegt, sollte das selbstverständlich sein.
Ich halte nun nichts davon, einen Glauben oder Nichtglauben vom Staat zu diktieren, aber ich halte genau so wenig davon, wenn man zulässt, den Staat der uns alle gleichermaßen vertreten soll, mit religiös geprägten Filtern zu durchsetzen. Und Sie müssen zugeben für die Gottesstaaten dieser Erde währe die Säkularisierung ein radikaler Schritt. Seien es nun die Vereinigten Arabischen Emirate oder Bayern.
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#25   stephanSchmidt   14:04:36 | Sonntag, 10. Juni 2007
@pünktchen Säkular heißt nicht Antireligiös
Die Säkularisierung, abgeleitet von lat. saeculum, meint allgemein jede Form von Verweltlichung, im engeren Sinn aber die durch den Humanismus und die Aufklärung ausgelösten Prozesse, die die früheren engeren Bindungen an die Religion gelöst und den Lebenswandel zunehmend auf Basis menschlicher Vernunft begründet haben. (wikipedia)
Der säkulare Staat trennt die Weltliche Regierung vom Geistlichen Ethos. Der Glaube hat hier mit der Philosophie zusammen eine Wichtige beratende und diskutierende Funktion. Der säkulare Staat ist wichtig für die Entfaltung der Religionsfreiheit. Denn wenn Sie beispielsweise einen Katholischen Gottestaat ausrufen, sind natürlich Muslime und Protestanten in Ihrer Religionsausübung nicht frei. Genau so im Muslimischen Staat, wie sie sehr dramatisch illustriert in vielen Staaten des nahen Ostens sehen. Von Atheisten, die in solchen Verhältnissen leben müssen, ganz zu schweigen.
Sie haben einige Staatsgebilde aufgezählt, die zwar auf dem ersten Blick atheistisch anmuten aber nicht Sekular sind. Wenn Sie sich die Nazies anschauen, sehen sie in dem Mythos des Übermenschen klare religiöse Züge – die der judäo-schristlichen Tradition leider nicht ganz unähnlich waren.
Vergessen Sie bitte bei solchen Schnellschusskommentaren nicht, dass der Sekulare Staat genau so Ihre Religionsfreiheit beschütze wie die anderer Gruppen.
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#19   stephanSchmidt   13:48:53 | Sonntag, 10. Juni 2007
@matt2 Hat Gott einen Penis?
Ist der Menschliche Körper Gott ähnlich oder der Menschliche Geist?
In der Physiognomie gibt es nämlich keine Großartigen Unterschieden von Affen und Menschen. Zwei Arme, zwei beine, ein Kopf mit ähnliicher Struktur und nahezu identische innere Organe. Hat er den Affen nur ein wenig nach seinem Bild geschaffen und beim Menschen den Job anständig gemacht?
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#14   stephanSchmidt   13:33:54 | Sonntag, 10. Juni 2007
High-speed mikroevulotion?
Dass Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf ist schwierig zu verstehen, da Gottes Natur eigentlich nicht der begrenzte Hülle eines Menschlichen Körpers entspricht. Gott als unendlich große, undendlich mächtige version eines Menschen zu bezeichnen ist so als wenn man von einem unsichtbaren rosa Karninchen spricht. (Wer’s nicht mitbekommen hat: die konzepte „rosa“ und „unsichtbar“ schließen einander aus – was eigentlich auch für die Konzepte „menschlich“ und „göttlich“ gilt)
Fragwürdig ist auch, woher die ganzen Ehefrauen der ersten Menschen kommen. Hat Gott noch nachgeschaffen, oder wurden einfach nur ein paar Schwestern der Jungs nicht erwähnt? Und wenn dem so ist, warum und wann hat Gott dann die Genetische Vererbung so verändert, dass es zu Inzest-Symptomen bei Geschwistern kommt?
Und warum wurde bei der Mikroevulotion so knallhart die Bremse angezogen. Wenn nun das Leben und der Mensch wirkich gerademal 6000 Jahre existieren, muss am Anfang ganz schön rummutiert worden seinen, sonst währe es in der Kürze der Zeit nicht zu so schnellen Entwicklungen von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Augenform gekommen. Evulotionäre Sprünge, die heute nicht mehr zu beobachten sind, aber notwendig währen, wenn weir alle wirklich nur von einem Pärchen abstammen würden, wenn seit Erschaffung bis heute wirklich nur 300 Generationen da gewesen währen.
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#8   stephanSchmidt   13:11:47 | Sonntag, 10. Juni 2007
Evulotion sagt nichts darüber wie das leben entstand
sondern wie es sich entwickelt.
Hier wird parareligiöser unfug als Wissenschaft getarnt und ein Grabenkrieg aufgerissen, wo keiner ist. Die Evulotionslehre sagt nur , wie sich lebende Materie weiterentwickelt. Dazu braucht es erst mal lebende Materie.
Diesen Zweig der Evolutionslehre greifen die Kreationisten ja auch auf, und sprechen von der Mikroevulotion – womit sie sich eigentlich unglaubblich ins Bein schießen.
Mir ist sowieso suspekt, warum dies in einem Katholischen Forum so heiß diskutiert wird, weil die Katholische Kirche die Bibel gerade nicht wörtlich nimmt, vor allem nicht das alte Testament. Würde sie es tun, hätten wir ja arge probleme, wie zum Beispiel durch Mt 10, 34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Sich die Dinge zu einfach zu machen, richtet oft mehr schaden an, als dass es nützt. Und gerade in der Betrachtung des göttlichen ist doch das runterstilisieren auf Menschliche verhältnisse geradezu eine Beleidigung. Evulotion ist ein Mechanismus, den wir beobachten können und dessen Verlauf man untersuchen kann. Sein ursprung ist damit noch lange nicht geklärt.
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#31   stephanSchmidt   18:21:51 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Armenius:
Es gehört schon eine stark einfärbte rosarote Brille dazu aus Lk 19,27 nicht den Aufruf zu lesen, jene die sich nicht Christus respektive dem Chrsitentum unterwerfen, abzuschlachten.
Im Mt 10 geht es weiter mit den Worten:
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
Kurz: Verlasse deine Familie, denn Sie ist dein Feind, und greife zum Schwert. Und bei Lukas sagt er uns noch. Wenn du kein Schwert hast, verkauf deine Kleidung und kauf eins:
Lk 22,36 Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Geldbeutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche, und wer’s nicht hat, verkaufe seinen Mantel und kaufe ein Schwert. 37 Denn ich sage euch: Es muss das an mir vollendet werden, was geschrieben steht (Jesaja 53,12): »Er ist zu den Übeltätern gerechnet worden.« Denn was von mir geschrieben ist, das wird vollendet.
Zu behaupten, das neue Testament enthielte keine Aufrufe zur Gewalt ist eine gefährliche und gelinde gesagt dumme Verdrehung.
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#28   stephanSchmidt   17:30:22 | Donnerstag, 7. Juni 2007
Terror wird genährt von Sätzen wie diesen:
Lk 19,27 Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder.
Johannes15,6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen.
Mt 10,34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. 36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
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#12   stephanSchmidt   00:24:42 | Sonntag, 3. Juni 2007
Chaos als Hölle
Die Hölle ist in der Bibel nicht so detailiert Beschrieben, wie das Bild, das viele von ihr haben. Die Hauptaussage über die Verdammnis ist „das Leben in Abwesenheit Gottes“. Das klingt im ersten Moment nicht wirklich wild, macht aber im Hinblick auf den Jüdischen als auch des alt- und neutestamentalischen Glaubens Sinn. Die Rolle Gottes ist die des Schöpfers, die Strukturgebende Kraft, die die Welt aus dem Chaos erschaffen hat. Ohne Gott ist nach dieser Vorstellung Chaos und Verfall. Oder mit modernen Worten: der Verdammte ist auf ewig dem zweiten Satz der Thermodynamik ausgesetzt. Keine Angenehme Vorstellung – ein ewiges Leben im ständigen Zerfall.
Die Hölle mit der wir alle so vertraut sind, ist ähnelt sehr hebräischen Texten, in dem Ein Ort in der Nähe von Jerusalem beschrieben wird. Die Müllkippe der Metropole, an dem dieser auch verbrannt wurde. Es stank nach Verwesung und Rauch und es loderten ständig Feuer. Was hat dieser Ort nun mit der Verdammnis zu tun? An diesem Ort wurden auch echte Verdammte -exekutierte Straftäter- als letzte Schmach verfrachtet. Ihre verwesenden und verbrennenden Leichen gaben dem Ruf dieses Ortes einen besonders abscheulichen Ton. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Menschen und biblische Autoren, die nahe Israels lebten, sich diesen Ort als Höllenvorbild wählten.
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#129   stephanSchmidt   12:53:07 | Montag, 28. Mai 2007
Beweise gibt es nur in der Mathematik
Falls Sie nicht damit in der Schule gequält wurden, der »Beweis« ist ein Begriff aus der Mathematik. Die Judikative hat ihn sich auch zu eigen gemacht, in den empirischen Wissenschaften ist er eher ein Begriff der Umgangssprache.
Ein Satz in der Mathematik lässt sich eindeutig und unwiederlegbar beweisen. Einen Satz in den Empirischen Wissenschaften lässt sich als wahr annehmen, wenn sich damit Vorhersagen machen lassen, die sich empirisch oder Experimentell überprüfen lassen. Eine These/Hypothese ist Teil der Theorie. Wenn man durch Experiement oder Beobachtung aussagen einer Theorie bestätigt sieht, ist diese erst mal korrekt.
Newtons aussagen zu Gravitation wurden nicht verworfen, Sie wurden lediglich um die elemente der Relativitätstheorie ergänzt. Für Alttagsberechnungen, zum Beispiel die Umllaufbahnen von Sattelitten reichen Newtons formeln vollkommen aus. Einstains Formeln funktionieren aber prächtig bei der Berechnung der Planetenumlaufbahnen, und sagten auch vorraus, dass das Licht entfernter sterne durch die Anziehungskraft der Sonne umgeleitet wird, was bei besagter Sonnenfinsterniss zu überprüfen war.
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#121   stephanSchmidt   23:05:50 | Sonntag, 27. Mai 2007
@Rudolfus: kein Bibelprotestantismus
Und genau deshalb verstehe ich die Diskussion hier nicht. ID ist eine Entwicklung eines amerk. bibeltreuen Protestantismus.
Die Katholische Kirche hat einen gänzlich anderes Verhältniss zu eben diesem Thema und dem Verhältniss von Wissenschaft und Theologie gemacht. Und zwar 1985 im Katholischer Erwachsenen-Katechismus Bd. I, hg. von der Deutschen Bischofskonferenz.
Ich bin mit vielen Lehren der kath. Kirche nicht einverstanden doch ich muss neidlos anerkennen, dass ich selten eine so elegante Formulierung gesehen habe:
„Die Antwort auf diese Frage erwarten heute viele Menschen zunächst von den modernen Naturwissenschaften. Sie können uns vieles sagen über Entstehung und Alter der Welt, über das Weltall, seine „Wunder“ und Rätsel. Sie haben uns Einsichten gebracht, durch die uns die Wunder im Bereich der materiellen Welt viel konkreter deutlich geworden sind, und zwar sowohl im Bereich des ganz Kleinen (Mikrokosmos), im Bereich des Atomaren und Subatomaren, vor allem im Bereich der Gene, wie im Bereich des ganz Großen (Makrokosmos), im Bereich des Weltalls und der Vielzahl seiner Sonnensysteme. So sind es nicht zuletzt die Ergebnisse der modernen Naturwissenschaften, die uns staunend fragen lassen nach dem Woher dieser Ordnung der Woher dieser Ordnung der Wirklichkeit.
(…)
Gott schafft die Dinge so, daß sie ermächtigt sind, bei ihrer eigenen Entwicklung mitzuwirken. „Gott macht, daß sich die Dinge selber machen“ (P. Teilhard de Chardin).“
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#115   stephanSchmidt   18:06:18 | Sonntag, 27. Mai 2007
@Zahnfee
Hi, sei ein wenig vorsichtig mit den Aussagen. Man könnte raushören, dass Eidechsen vom Quastenflosser abstammen. Ein typischer Fehlschluss den viele aus der Evolutionslehre lesen. Präziser währe es, dass Quastenflosser und Reptilien gemeinsame Vorfahren haben. Der Quastenflosser behielt viele der Eigenschaften dieser Art bei, Reptilien entwickelten sich in einer anderen Richtung – dadurch dass Sie einen völlig neuen Lebensraum besiedelten.
Das ist genau so wie die Fehlaussage, der Mensch stamme vom Affen ab. Mensch und die modernen Affenarten haben gemeinsame Wurzeln. Ein Mensch wird genau so wenig ein Schimpanse wie umgekehrt. Aber die beiden Arten sind sich so unglaublich ähnlich, dass man eine Verwandtschaft eifach nicht ignorieren kann.
ID erlaubt die Möglichkeit der so-genannten Mikroevulotion, also der Idee innerhalb einer Spezies währe Entwicklung möglich. Nur versäumt es den Begriff Spezies befriedigend zu definieren. Die Trennung der Arten durch die Idee, dass unterschiedliche Arten keine gemeinsamen Nachkommen zeugen können, lahmt an der Tatsache, dass ein Großteil der Biomasse dieses Planeten sich nicht intersexuell fortpflanzt. Was sind also die Tierarten? Hunde vs. Katzten? oder doch Wirbeltiere vs. Bakterien?
Und auch diese Microevulotion, die ID vertritt, vermisst auch den beweis, den ID-Anhänger von der Evolutionslehre fordern. Ein Dackel wird auch nicht spontan zur deutschen Dogge. Und plötzlich fängt auch ID mit dem Faktor Zeit zu Argumentieren.
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#107   stephanSchmidt   16:33:19 | Sonntag, 27. Mai 2007
Daniel Stöhr:
Millionen von Jahren gibt, warum haben sich die lichtempfindlichen Zellen dann nicht weiter ausdifferenziert und verfeinert ?
Weil es nicht nötig war.
Einfacher geht’s ja wohl nicht.
Na ich denk mal die Antwort ist zu einfach, aber sie trifft den Nagel auf den Kopf.
Na gut, schauen wir uns das mal genauer an. Lebewesen sind immer Produkt Ihrer Umgebung, weil diese ja den selektiven Druck ausübt. Die Welt der Qualle hat sich nun aber nicht besonders verändert, zumindest nicht in dem Maße, dass der selektive Druck auf sie dramatisch gestiegen währe. Und wenn doch, hätten bessere Augen einen Vorteil dargestellt? Nicht unbedingt, denn Sehzellen und Nervenzellen haben einen großen Energie- und Resourcenverbrauch im Vergleich zu anderen Zellen. Die paar Zellen die eine Qualle hat, dienen ja nicht dem sehen im menschlichen Sinn, sondern helfen dem Tier oben und unten voneinander zu unterschieden. Die Schwerkraft ist in ihrem Schwebezustand nämlich keine großartige Hilfe.
Wir fassen zusammen: Zu komplex ist auch nicht immer gut.
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#100   stephanSchmidt   16:01:13 | Sonntag, 27. Mai 2007
Geanau
Oder warum sind zwei abgegerenzte Augen und Ohren symmetrisch entstanden, warum nicht nur ein Auge oder ein Ohr ? Mutation und Selektion ?
Nun Ja, unser Zweig der Evulotion stammt nun mal von einem Wesen, dass vier extremitäten (wahrscheinlich Flossen), einen an einen Längsachse verlaufenden Wirbelkanal und einen symmetrischen Aufbau besaß. Und wahrscheinlich Augen.
Nun haben nicht alle Wesen diese Eigenschaft. Bei Insekten ist der Knochenbau nicht im sondern auf dem Körper und sie haben 6 Beine, Spinnen sogar 8.
Wenn das System zwei Augen so brilliant währe, warum verpasste die Natur der Spinne denn gleich acht Augen und begnügte sich bei Quallen damit, hier und da einige lichtempfindliche Zellen anzubringen?
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#98   stephanSchmidt   14:35:05 | Sonntag, 27. Mai 2007
Rudolfus:
Sehen Sie mir bitte nach, wenn ich jetzt hochgradig verwirrt bin. Erst insistieren sie, dass wir »perfekte Systeme« als Beweis für die Absolutheit und Perfektion von Gottes Schöpfung ansehen, und nun sagen Sie, dass diese System durch den Sündenfall doch nicht perfekt sind?
Und vor allem: Woher nehmen Sie das? In der Bibel steht es nicht. Es gibt weder einen Hinweis darauf, dass durch den Sündenfall sich etwas anderes als der Mensch verändert hat. Noch gibt es eine Erwähnung der Auferstehung des Fleisches. Es gibt das Gericht, das kommt aber in den Texten über die Lebenden. Und wenn man nach Jesus geht, ist es verdammt spät dran, denn er hat dieses Gericht noch zu den Lebzeiten seiner Generation vorhergesehen.
Hinzu kommt, dass Sie wichtige Körperliche Funktionen, wie die Schmerz, als Manko ansehen. Es gibt Menschen, die ohne Schmerzempfinden geboren werden, nur leben diese in der Regel nicht besonders lange. Der Mangel des wichtigen Warnsignals Schmerz führt dazu, dass sie an Verletzungen sterben, die sie anderweitig vermieden oder behandelt hätten. Wer eine Wunde stelle am Fuß hat, wird es tunlichst vermeiden so lange darauf rumzulaufen, bis Sie bis zum Knochen durch ist.
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#21   stephanSchmidt   12:21:34 | Sonntag, 27. Mai 2007
nonnobisdomine:
Definieren Sie bitte wiedernatürliche Zustände. In solchen sind Milliarden Menschen aufgewachsene, wenn Ihre Doktrin von Natürlich »ein Mann, eine Frau« heißt. Wieviele Kriegswitwen waren gezwungen ihre Kinder alleine Aufzuziehen? Wieviele Männer saßen plötzlich alleine da, weil es nicht wirklich ungewöhnlich war, dass Frauen ihr Lebenslicht auf dem Kindbett aushauchten?
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#16   stephanSchmidt   11:23:56 | Sonntag, 27. Mai 2007
Verkauft und Genetisch
Nicht dass ich 400.000 Exemplare als keinen Erfolg verbuchen würde, aber bei dem Medienhype der um dieses Machwerk veranstaltet wurde, hätte diese Summe in der ersten Verkaufswoche einbringen sollen. Einen signifikanten Teil davon in der ersten Nacht; der Sogenannte Potter-Jump.
Und Beobachterin: ich kann dich beruhigen, die Dame ist weder fremd gegangen noch hatte sie eine Jungfräuliche Geburt oder hatt Ihren eingenen Klon ausgetragen. Ich dachte der Hinweis auf das Satiremagazin hätte die Ente entlarvt. Besonders aufgepasst haben die Herren in der Redaktion auch nicht, da sie die wirklich einfachsten Grundlagen der Genetik vergaßen, jeder mittelmäßige Schüler weiß doch: Ohne Y-Chromosom kein Junge, Ohne mann kein Y.Chromosom. Nun ja, humor ist, wenn man trotzdem lacht :D UNd zum Schwanger werden braucht es nicht viel, im zweifel reicht ein tässchen Sperma. Das kann man dann auch zuhause machen, und bei dem Gejammer über Sex , das ich ständig von Frauen höhre, könnte sich das zu einer echten Alternative entwickeln. Mehr spaß als eine Klesierspritze mit Sperma machen die meisten Männer im Bett auch nicht – außer sich selbst.
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#90   stephanSchmidt   03:53:40 | Sonntag, 27. Mai 2007
Ultramontanus:
Ultramontanus:
Was sagt dir, das Auge sei perfekt, und nicht einfach nur eine Zwischenstufe?
Wenn das Auge und das Gehirn ein perfektes System seien, warum lässt sich dieses durch relativ einfache optische Tricks so leicht täuschen?
Unser Auge ist eh ein ulkiges Ding, da alle Nerven und Blutbahnen die es versorgen auf den Lichtempfindlichen Zellen verlaufen. Das währe so als wenn man die Verkabelung einer Kamera auf die Linse bauen würde. Und an der Stelle, an der das alles wieder durch die Netzhaut in den Schädel Richtung Gehirn läuft, haben wir einen Blinden Fleck. Um diesen Auszugleichen halluzinieren wir praktisch um die Lücke zu füllen. Das muss aber nicht so sein. Tintenfische haben diese nervige Eigenart nicht.
Entweder arbeitete der Intelligente Designer sehr schlampig, oder die Augen sind auf aus anderen Formen entstanden, die nun mal so merkwürdig vernetzt waren, oder Gott mag einfach Tintenfische einfach viel lieber als Menschen.
Nachteulen wundert ja nichts mehr.
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#88   stephanSchmidt   01:15:09 | Sonntag, 27. Mai 2007
@Rudolfus
Die Wissenschaft an sich gibt es nicht. Es gibt die wissenschaftliche Methode, diese Sammlung von Regeln, nach denen sich wissenschaftler verpflichten die Welt zu betrachten und zu untersuchen. Was so oft als eine Wissenschaft bezeichnet wird ist der Forschungsgegenstand, der nach der Methode betrachtet wird. Die Biologie betrachtet zum Beispiel lebendige Wesen und die Systeme die sie verbindet. Die Lingusitik, die Physik, die Chemie betrachten ganz andere ausschnitte der Welt. Die Betrachtungsfelder der wissenschaftlichen Methode sprechen eine Ähnliche Sprache und zuweilen kommt es zu Schnittmengen zweier Felder. Die DNS kann sowohl als biologisches Phänomen, als auch ein chemisches untersucht werden, und auch die Quantenmechanik also die Physik kann ihren Beitrag leisten.
Die wissenschaft ist nicht angetreten Gott zu wiederlegen, sie betrachter lediglich die Welt und versucht se so präzise wie möglich zu beschreiben. Dass Gottes Werk so präzise funktioniert, dass es nicht seiner ständigen Intervention bedarf heißt nicht, dass es ihn nicht gibt.
Wissenschaftler wie Gallieo sind nicht verdammt worden weil Sie Gott abschaffen wollten. Ganz im Gegenteil, der neue Blickwinkel auf das Universum hat Gottes Werk noch wesentlich größer gemacht. Diese Menschen, die es wagten den Blick zu heben, wurden auf dem Schlachtfeld der Eitelkeiten geschlachten. Denn es war nicht Gottes macht, die die Wissenschaft verminderte, sondern die Rolle der Menschen.
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#85   stephanSchmidt   19:51:49 | Samstag, 26. Mai 2007
nonnobisdomine ?!?!?!?!?!?!?!?!?
????
Hat dieser Betrag irgendwas mit unserem Thema hier zu tun, oder wollten Sie einfach mal dampf ablassen?
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#82   stephanSchmidt   18:36:20 | Samstag, 26. Mai 2007
Ultramontanus:
Wenn es also anzunehmen ist, dass Gott schon im Voraus die Irrungen und Wirrungen der Menschlichen Seele vorhersehen kann, die nun wirklich durch das sprunghafte und nicht selten unlogische Wesen unserer Entscheidungen sicherlich nicht einfach vorherzusehen ist, warum ist dann der Prozess der Evolution so schwierig mit diesem Gottesbild zu vereinen?
Nur weil ein Mensch ihn nicht so einfach erfasst muss Gott doch nicht auch so beschränkt sein. Jedes Wesen beginnt als Einzeller, als Ei, als Samenkorn. Winzige Veränderungen in diesem Stadium lassen am Ende was neues Entstehen und führen auch heute zu so merkwürdigen Gebilden wie Vögeln mit Zähnen.
Wenn Gott die unendlichen Variationen unseres Lebensweges vorhersieht, die Entscheidungen, die uns nach rechts statt nach links zu gehen, unseren spontanen Entschluss, der unser Leben unweigerlich verändert, warum sollte ihn dann eine Veränderung in einer Zelle, die ein verändertes Lebewesen entstehen lässt, irgendwie überraschen oder zuwieder sein?
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#77   stephanSchmidt   17:20:38 | Samstag, 26. Mai 2007
Ultramontanus:
Sehen Sie doch mal Mutation und Natürliche Auslese nicht als reinen Zufall sondern als selbstorganisierenden Mechanismus. Einen Prozess der Verfeinesrung. Intelligent Design schließt ja diesen Mechanismus nicht aus, und nennt ihn Mikroevulotion.
Und die Bibel schließt ja auch nicht aus, dass Gott überrascht werden kann. Vom ersten Sündenfal über Kain und Abel und hunderte weitere beispiele ist dies Dokumentiert. Sonst hätte er ja überhaupt keinen Grund ab und zu so aufzubrausen, wenn er eh schon wusste was kommt.
Veränderung und Auslese sorgen dafür, dass die Lebensformen sich den Bedingungen auf diesem Planeten anpassen können. Es ist ein Prozess der äußerst Elegant funktioniert. Dies heißt nicht, dass es Gott nicht gibt, es heißt lediglich, dass er so gut geplant hat, dass er nicht ständig mit dem Ölkännchen rumflitzen muss. Und wer weiß, vielleicht weiß er ja auch eine gute Überraschung zu schätzen.
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#69   stephanSchmidt   16:08:34 | Samstag, 26. Mai 2007
Ultramontanus:
Wieso? Wenn ich an einen Gott denke, dann Denke ich an ein Wesen dessen Handlungen nicht nur Größe beweisen, sondern dessen Handeln auch noch eine äußerste Eleganz zu Gunde liegt.
Und ich finde den die Möglichkeit, dass Gott die Werte für dieses Universum so angelegt hat, dass nachdem dieser gigantische Mechanismus in Bewegung gesetzt wurde, alles so abläuft wie geplant, äußerst elegant. Das Universum dehnte sich aus und auf mindestens einem Paneten entstanden die Bedingungen für Leben, welches sich geprägt von der Umgebung entwickelte. Hätte dieser Planet kein Wasser, oder hätte nur einen etwas anderen Achswinken, säh das Leben anders auch, währe aber noch immer genau so interessant.
Ich mag die Idee nicht, dass Gott ein universum schafft, an dem er immer wieder hier und da rumdoktorn und nachjustieren muss. Diese Idee macht doch Gott zu einer Art hektischem Maschinisten, der ständig mit der Ühlkanne hin und herflitzt um eine rostige Maschine am laufen zu halten. Glauben Sie wirklich, dass Gott so schlampig ist?
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#67   stephanSchmidt   15:48:15 | Samstag, 26. Mai 2007
Butes Durcheinander
Es ist immer wieder erstaunlich welches Durcheinander von wissenschaftlichen Feldern die Evulotionsgegner bekämpfen ohne auf dieses Einzugehen.
Die Evulotionstheorie beschreibt mit nichten wie das Leben an sich entstanden ist, sondern wie sich die komplexe Vielfalt von Leben entwichlt hat. Der Ursprung der ersten Zelle fällt in das komplexe Feld der Biologischen Chemie. Die Entstehung und Strukturierung wird in der Physik und Astrophysik studiert. Die Mechanismen wie sich Atome zu komplexen Molekühlen anordnen werden in der Chemie und in der Quantenmechanik untersucht – welche nebenbei das äußerst interesante Verhältniss von Energie zu Materie untersucht. Zwei Gruppen, die sich nicht selten ineinander Umwandeln (siehe Kernenergie und Materiebeschleuniger).
Ich findet es äußerst Zweifelhaft dies alles über den einen Göttlichen Kamm zu scheeren und dabei die Erkenntnisse von tausenden Wissenschaftler einfach über Bord zu schütten.
Das Universum – nach Ihren Maßstäben Gottes schöpfung – verhält sich zu komplex um es mit einigen Zeilen Bibel zu erklären. Und jeder Gläubige müsste eigendlich zu tiefst beleidigt sein, wenn diese Großartige Schöpfung auf so plumpe Weise banalisiert wird. Hier wird mit einer unvergleichlichen Selbstverliebheit das unfassbar Große auf plumpe Menschliche Verhältnisse runtergedampft. Sie machen Gott kleiner als er ist, nur um Ihren Sinderstatus als Menschen größer machen als er ist. Ziemlich hochmütig! Oder?
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#8   stephanSchmidt   15:25:01 | Sonntag, 20. Mai 2007
geklonte Mensch?
Hier wird weder geklont, noch ein Mensch produziert. Ihre Wortwahl ist nicht nur falsch, sondern so irreführend, dass es an Populismus grenzt.
Also was geschieht wirklich? Es wird ein Menschlicher Zellkern durch die Tranzplation in eine (in diesem Fall tierische) Eizelle in den status ein Stammzelle zurückversetzt Das geht auch mit Menschlichen Spenser-Eizellen, doch diese sind verständlicherweise nicht verfügbar.
Was ist eine Stammzelle? Jede Zelle unseres Körpers enthält den kompletten Genetischen Code – sie könnte Theoretisch jedes Gewebe (Hautz, Muskel usw) werden. Doch durch die Spezialisierung auf einen Zelltyp hat siche die den Zellkern umgebenen Maschinerie so angepasst, dass eine Umwandlung von Muskel- zu Hautzellen nicht ohne Weiteres möglich ist. Stammzellen sind noch nicht spezialisiert, und kann daher dazu angeregt werden sich in die eine oder andere Richtung spezialisieren.
Kann aus einer Stammzelle ein Mensch werden? Die embryonale Entwicklung ist wesentlich komplexer, als dass mein Einfach sagen könnte, Zellkern rein, Brüten, Mensch. Tatsächliche ist es schon komplex die Zelle zu einem Bestimmten Gewebetyp heranwachsen zu lassen. Ein kompletter Embryo ist technisch noch unmöglich.
Wem nützt es? Menschen die genetisch kompatibleres Gewebe brauchen. Vom Herzmuskel Nervensträngen wird jedes Ersatzgewebe denkbar.
Und das OHNE die Notwendigkeit einen lebensfähigen Embryo abzutöten.
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#22   stephanSchmidt   11:46:54 | Samstag, 19. Mai 2007
»Streikten«
Warum stellen Sie eigentlich die Sache mit den Busfahrern als fortlaufenden Kampf da? Dir Pressemeldung ist recht alt und bezieht sich auf eine Episode eines Tages, was nochnichtmal als Streik durchginge, da nur bestimmte Busse nicht gefahren wurden. Die Werbung wurde entfernt und ein Sprecher der Busgesellschaft sagte gegenüber Reuters: „Manche Busfahrer sagten, sie hätten Angst gehabt, dass ihr Bus von Chaoten beschädigt werden könnte. Andere wollten nicht, dass Freunde über sie lachen.“
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#8   stephanSchmidt   13:09:16 | Sonntag, 13. Mai 2007
Warum wird eigentlich Joseph nicht mehr verehrt?
Wie es dazu kam, dass Maria noch nach der Eheschließung Jungfrau war, also die Ehe nicht vollzogen war, ist eine interessante Frage. Da sich die Bibel dazu nicht weiter auslässt, währen aber alle Spekualtionen in der Richtung ein reines Ratespiel.
Was mich jedoch verwundert ist die Frage warum Maria so verehrt wird, Joseph jedoch nicht. Nach damals geltendem recht -da er nicht mit ihr geschlafen hat, und sie trotzdem schwanger wurde- hätte sie praktisch als Ehebrecherin die wohl unappetietlichsten Straphen der Justizgeschichte erleiden können. Joseph muss also ein großes Maß an Vertrauen, Treue und Stärke bewiesen haben, um doch zu seiner Frau und dem Kind zu stehen. Er muss sie vor der Welt verteidigt haben. Ansonsten hätte die Geschichte ein ziemlich abbruptes Ende finden können, indem die Frau gesteinigt und der entstandenen Bastard im nächsten Fluss ertränkt wird.
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#30   stephanSchmidt   02:04:14 | Sonntag, 13. Mai 2007
@möchtegern-kathole
Also nochmal, nur damit ich das richtig verstehe:
• Sex nur in der Ehe, weil man ja mit Sex Kinder macht, und die brauchen die Familie
• aber innerhalb der Ehe ist Sex auch OK, wenn keine Kinder kommen
• und die Ehe hat als Partnerschaft auch ohne Kindersegen bestand
• Ergo: Ehe hat über die Familiengründung hinaus noch den Wert als dauerhafte Partnerschaft
(Gehört eigentlich Häusliche Gewalt zu den von Genoveva angeführten Grund der z.B. „Psychische Eheunfähigkeit“? Nur eine Interessenfrage.)
Verstehst du meine Verwirrung? Mir wird nämlich unter dem Gesichtspunkt nicht klar, warum die Aufregung über die Bürgerlichen Partnerschaften dann so groß ist. Wenn diese im Kern die selben Sozialfunktionen der Gegenseitigen Absicherung und Treue erfüllen, spricht doch im säkularen Staat nichts dagegen die gleichen Rechte zu gewähren – zumindest was Punkte wie Steuerrecht, Erbrecht, Versicherungen und Unterhalt angeht.
!:) Oder ist mir da noch was entgangen?
Ich kappiers nämlich nicht.
?:)
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#27   stephanSchmidt   23:41:27 | Samstag, 12. Mai 2007
Hintertürchen
Also wenn ich mir das so ansehe, muss ich mich ja schon fast an matts Formulierung anschließen:
Diese Annulierung ist doch eine Schleichweg-Scheidung.
Was mich daran so amysiert ist die Tatsache, dass diese Art von Rechst-Hintertürchen genau das selbe Wischiwaschi-Ding ist, das Ihr der weltlichen Partnerschaft vorwerft.
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#22   stephanSchmidt   22:13:52 | Samstag, 12. Mai 2007
@möchtegern-kathole und matt2
Wenn man die Eheunfähigkeit nur durch die unmöglichkeit des Sexualaktes (namentlich: Impotenz) definiert, also nicht gebunden an die Zeugungsfähigkeit betrachtet, dann führt uns das doch zu einem Konflikt mit der Katholischen Sexualmoral. Soweit ich das mitbekommen habe, betrachtet die katholische Kirche den Akt nur als Mittel zur Zeugung von Nachkommen. Wir wäre jedoch keine Aussage der Kirche bekannt, die zeugungsunfähigen Paaren den Akt untersagt, wie beim außerehelichen Verkehr.
Wenn oberes jedoch Gültigkeit hat, dann erweitert sich doch auch das Bild der Ehe damit. Es ist nicht mehr eine reine Kindergebärinstitution, sondern das enge Bündnis eines Paares. Eine soziale Einheit, basierten auf dem Versprechen sich umeinander zu kümmern.
Ich fände diese Definition eigentlich treffend. Diese Partnerschaft übernimmt ja eine wichtige Funktion der gegenseitigen sozialen Absicherung, selbst wenn keine Kinder involviert sind. Man wird ja gleichzeitig auch Teil der Familie des Partners und ist damit auch in eine sichere Struktur eingebunden. Als solche hat dieser Bund, als quasi die kleinste Form der Sozial- und Rentenabsicherung, eine Förderung verdient.
P.S. Abrahams Ehe hat ja in dieser Form keine Gültigkeit mehr, da die von uns genannten Verse mit dieser Form der Ehe aufräumen. Oder?
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#18   stephanSchmidt   20:07:16 | Samstag, 12. Mai 2007
@möchtegern-kathole:
hmm. In welchem Vers, wird erwähnt, dass die Frau sich nach der scheidung nicht wiederverheiraten darf? Ich find es zumindest nicht unter Matthäus ist es mir jetzt nicht aufgefallen. Ich lass mich aber gern eines besseren belehren.
Von der Rolle der Frau in der Bibel auf die des Mannes zu schließen ist dagegen aber geradezu zynisch.
»Gleiches gilt logischerweise dann auch für den Mann.«
In Sachen Ehe hat die Frau in der Bibel überhaupt nicht zu melden. Der Mann wählt sich eine Frau. Der Mann kann die Ehe auch beenden und sich eine neue suchen. Er wird ja nur Ehebrüchig, wenn die Frau von der er sich trennt nicht selbst schon Ehebruch begangen hat.
Im Gegensatz zum Koran hat die Frau in der Bibel nicht die Kompetenz die Ehe zu beenden, selbst wenn der Mann ehebrüchig geworden sein sollte.
Vers 12 über die Ehefähigkeit deckt noch eine Eigenschaft der biblischen Ehe auf. Ehefähigkeit ist nämlich gleichbedeutend mit Zeugungsfähigkeit. Eine Ehe ohne Nachwuchs ist also keine Ehe. Eine Frau wird im biblischen Kontext nicht nur ehebrüchig, wenn sie mit einen anderen Mann schläft, sondern auch wenn sie keine Kinder gebärt. Ein Ehebruch ist nicht zwangsläufig durch Unzucht gegeben, auch wenn die moderne Leseart dies implizieren würde.
Die Übertragung dieses Ehekodexes auf unsere Zeit hätte auch zu Folge, dass zeugungsunfähige Paare gar nicht erst heiraten könnten – oder wenn die Zeugungsunfähigkeit später deutlich wird, diese die Annolierunng der Ehe nach sich zieht.
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#11   stephanSchmidt   13:13:55 | Samstag, 12. Mai 2007
@ möchtegern-kathole:
Hinweis: bibelzitate bitte mit Buch, Kapitel und Fers angeben. Gottesglaube ist kein Grund es an Präzision mangeln zu lassen.
Ich denke du gehst hier auf die ersten Ferse von Matthäus 19 ein. Besonders interessant ist der einschub in Fers 9:
9 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe.
Es gibt also legitime Scheidungsgründe.
Hiermit wird das Scheidungsrecht aus Moses Zeiten (5Mo 24,1) -das lediglich das Aushändigen eines Scheidebriefes an die Frau bedurfte- klarer definiert.
Und zusätzlich wird noch in den Fersen 11 und 12 erwähnt, dass diese Regeln nicht für Leute gelten, die nicht ehefähig sind (was auch immer das sein mag).
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#7   stephanSchmidt   12:16:40 | Samstag, 12. Mai 2007
@r.ruhrgebietler
Nach deiner Aufzählung bleibt hier die Kirche auf der Strecke. Das würde natürlich die heftige Abwehrreaktion dieses Aperatus erklären.
Ihr habt euch die Rolle der Frau romantisiert. Eine Nachkriegsjahre Mutti die Pappi die Hausschuhe bringt. Aber Frauen waren immer auch Arbeiterinnen. OK. Wenn du Warentransport, Feldarbeit, Textilproduktion, Handelvertretung auf dem Markt (Marktfrau) in den Bereich der Küche stülpst, macht deine Aussage wenigsten wieder etwas Sinn.
Das Konstrukt Familie, das hier verteidigt wird, ist ein Kunstwesen, das sich aus den Vorstellungen des Bürgertums undr Chrsitrdemokratie der Nachkriegsjahre zusammensetzt.
Familie war sah fast immer anders aus:
• Frauen waren Wirtschaftlich aktiv
• Wenn die Eltern nicht da waren, übernahmen andere die Erziehung (Tanten, Onkel, Geschwister) und nicht selten wurden Kinder zu Verwandten in andere Orte geschickt.
• »Bis das der Tod euch scheidet« war ein schlupfloch für Männer um nochmal zu heiraten, denn nicht wenige Ehefrauen überlebten Schwangerschaft und Geburt nicht
• Unverheiratete oder nicht gebährfahige waren auch bestandteil von Familie und Kinderbetreuung
• die blutverwandschaft war nur für die Erbfolge von dominanter Relevanz. Die Vaterschaft war eigentlich nur beim erstgeborenen relativ sicher, da die halbe Verwandschaft im ehelichen Schlafzimmer darüber wachte, dass die Ehe in der Hochzeitsnacht auch »vollzogen« wurde
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#3   stephanSchmidt   10:30:27 | Samstag, 12. Mai 2007
WOher stammt dieses Familienbild?
Dies ist wieder ein Protest für ein vollkommen artifizielles Familienbild:
Eine Frau, Ein Mann und so viele Kinder wie er ihr mit aller Gewalt in den Ofen schieben kann.
Woher habt ihr das? Ich hab nachgeschaut und hab es nicht gefunden. Bis zum Bürgertum im 18. und 19 Jahrhundert war so eine Vorstellung noch äußerst exotisch. Da tummelte sich im anständigen Haushalt noch alles, was halbwegs mit einem Verwand war – Eltern, Großeltern, Unverheiratete Onkels und Tanten,was halt grad da war. Geheiratet wurde aus wirtschaftlichen Erwägungen und wer es sich leisten konnte tat es auch mehr als einmal. Also hier kommt das Bild der traditionellen Familie nicht her.
Vielleicht aus der Bibel? Nein. Kein wort von »one man – one woman«. Die Religionsstifter, die nicht keusch lebten, scheinen fast ausschließlich polygam zu leben. Und wenn man dann noch folgendes Jesus sagen hört, fragt man sich wirklich, ob man nicht das falsche Buch erwischt hat:
Matthäus 10
34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.
Woher haben Sie diese Vorstellung eines »traditionellen« Familienbildes? Die einzigen, die ich fand waren die Dichter der romantik, welche aber damals als gefehrliche Radikale galten.
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#6   stephanSchmidt   10:46:51 | Freitag, 11. Mai 2007
Verfolgungswahn???
Sie haben hier ja eh schon einen sehr interessanten – zuweilen beunruhigenden- Sprachgebrauch.
Aber mit diesem Konstrukt haben Sie tatsächlich den Vogel abgeschossen:»das kirchenfeindliche, homo-ideologisch unterwanderte EU-Parlament«
Ich kann mich nicht recht entscheiden, ob dies einfach nur eine Aneinanderreihung von Beschimpfungen oder die verbalisierten Symptome von Verfolgungswahn sind. Ihre Botschaft leidet unter solchen Vokabeln.
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#3   stephanSchmidt   10:26:09 | Montag, 7. Mai 2007
Wo Pride drauf steht, muss nicht immer Pride drin sein:
Pride bedeutet soviel wie Stolz, aufrecht gehen und Würde. Ein Gay-Pride wird gerne übertragen, weil er eine Positive Botschaft hat. Ein Dafür – kein Dagegen.
Von Würde war beim Family Pride nicht zu spüren. Auch nichts von Lebensbejaung oder einer Positiven Stimmung. Man hat nicht für die Familie sondern wieder nur gegen Schwule gekämpft. Und das soll man zeigen? Das soll die Katholische Agenda in die Welt tragen? Väter mit wutentbrannten Augen, ein Kind wie ein groteskes Plakat in die Luft reckend und Hassparolen grölend? Das war das Bildmaterial, das bei den Agenturen ankam, und es war eine Bewusste Entscheidung es nicht zu senden.
Also wenn ihr mal wieder sowas veranstaltet, nennt es »family rage« damit der Titel der Veranstaltung gerecht wird. Oder Ihr findet eure Würde wieder und veranstaltet vielleicht dann mal einen richtigen Pride.
Redaktion benachrichtigen Keine neuen Einsichten + …
#55   stephanSchmidt   14:51:39 | Samstag, 5. Mai 2007
@nono
Wenn Sie es nicht mehr hinbekommen, Homosexualität und Pädophelie voneinander zu trennen, warum sollte man sich dann noch die Mühe machen, Katholizismus, Terrorismus, klinische Schitzophrenie und Faschismus voneinander zu trennen?
Redaktion benachrichtigen Keine neuen Einsichten + …
#44   stephanSchmidt   13:28:36 | Samstag, 5. Mai 2007
Was ist schon natürlich?
Aus der Sicht eines naturalisten (auch als Atheist, oder Humanist zu finden) ist die Anbetung eines personifizierten gotts wiedernatürlich. Einige Zweise des Budismus teilen diese Meinug.
Sollten daher auch Katholikenaufmärsche auf der Sicht der Aufklärung verboten werden?
Nein. Das würde unserem Recht auf Versammlungsfreiheit wiedersprechen. Wir beißen ja auch in den Sauren Apfel, wenn rechte Gruppierungen eine Demo anmelden.
Seien Sie ein wenig vorsichtiger, welche Rechte Sie beschneiden wollen, wenn Sie diese selbst für sich einfordern.
Der sekulare Staat schützt genau so Ihre Interessen, wie die eines Atheisten. Das Recht zu glauben und das Recht nicht zu glauben sind praktisch das gleiche.
Redaktion benachrichtigen Die drei Achillesfersen der Evolutionstheorie
#145   stephanSchmidt   19:58:54 | Mittwoch, 25. April 2007
@ matt2 und VirFortis
Es ist mit nichten so, dass Wissenschaft und Gott in Konflikt miteinander stehen. Zugegeben es gibt nicht wenige Atheisten unter den Wissenschaftlern, aber die Theisten sind auch im Feld der Wissenschaft keine Minderheit. Die Betrachtung des Universums dehnt Gottes Wirken doch noch aus – auf etwas das unglaublich viel Größer, unglaublich viel älter und Unglaublich viel Komplexer ist, als unser eigener Planet. Die Evolutionstheorie beschreibt ja nicht den Ursprung des Lebens, sondern den Prozess, wie es sich fortentwickelt.
Sie mögen mich abschätzig als Atheisten bezeichnen, wenn ich jedoch in die Welt schaue, und an die Grenzen des Denkbaren stoße, würde ich zum Deismus tendieren. Ich glaube nicht, dass es Gottes direkten Einfluss braucht, um das Universum am laufen zu halten. Das heißt nicht, dass er nicht der Anfang war. Und wenn er es war, dann ist er ein noch perfekterer Schöpfer, als die Bibel uns sagt. Wie elegant und vorrausschauen ist ein Schöpfer, der mit einer einzigen Komposition von Materie und Energie einen so großartigen, andauernden und komplexen Prozess wie das Universum in Gang setzt?
Worum es in diesem Diskurs nach meiner Sicht tatsächlich geht, ist die Rolle des Menschen des ganzen. Im Grunde ist es schiere Selbstverliebheit mancher Menschen, die die Großartigkeit ihres eigenen Gottes runterspielen, nur um ihren eigen Status zu wahren. Hauptsache der Mensch ist wichtig, alles andere biegen wir uns schon zurecht?
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#141   stephanSchmidt   16:04:30 | Mittwoch, 25. April 2007
Wasser und Stein
@seraphincgn:
Eine Überschwemmungskatastrophe ist eine Sache, die Sintflut eine andere. Gerade am ende der Letzten Eiszeit, die unsere Vorfahren miterlebt haben, sind durch Schmelzwasser die Meeresspiegel angestiegen und diverse Ebenen abgesoffen. Da diese wahrscheinlich Fruchtbar waren, wahren sie sicherlich auch besiedelt. Und es ist schon Stoff für gute Geschichten, wenn man innerhalb einer Generation nicht mehr zu Fuß nach Großbritanien kommt, oder aus dem Süßwassersee das Schwarze Meer wird.
@matt2:
Auch wenn Sie sich selbbst nicht als »young earth creationist« bezeichnen, haben Sie doch eine ziemliche exakte Definition eines solchen geliefert.
Gerade der Glauben an eine Welt die wenige Tausend Jahre alt ist geht mir einfach nicht in den Kopf. Es gibt so viele Hinweise, die dagegen sprechen. Man braucht nur mal eben nach Dover fahren und einen Blick auf die Kreidefelsen werfen. Kreide ist ein Sedimentgestein, das aus den Schalen mikroskopisch kleiner Lebewesen besteht. Um ein Massiv wie die Kreidefelsen aufzutürmen sind einige tausend Jahre einfach nicht genug.
Und selbst wenn Gott diese Steine so geschaffen hat, warum sollte er einen so morbiden Baustoff wie die Skelette toter Kleinstlebewesen benutzen? Viele Gesteine bauen sich in schichten auf, und das Jahreszyklisch wie Baumringe. Hat Gott diese Millionen schichten übereinander getürmt, um einen falschen Eindruck zu erwecken?
o.O
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#138   stephanSchmidt   14:06:38 | Mittwoch, 25. April 2007
Junge Welt Kreationisten?
Mich würd erst einmal interessieren, wie viele sogenannte „joung earth creationists“ hier unter uns sind. Also wieviele von den Creationisten hier basieren ihren Glauben auf dem biblischen Bericht und gehen von einer Schöpfung in 7 Tagen, der Sinnflut und einem Weltenalter von wenigen Tausend Jahren aus?
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#119   stephanSchmidt   22:49:39 | Dienstag, 24. April 2007
@Bruder Theophil
Machen Sie es sich doch bitte zur Gewohnheit Zitate nicht aus dem Kontext zu reißen. Wenn Sie das Gesamte Zitat betrachten sehen Sie den Unterschied:
To suppose that the eye, with all its inimitable contrivances for adjusting the focus to different distances, for admitting different amounts of light, and for the correction of spherical and chromatic aberration, could have been formed by natural selection, seems, I freely confess, absurd in the highest possible degree. Yet reason tells me, that if numerous gradations from a perfect and complex eye to one very imperfect and simple, each grade being useful to its possessor, can be shown to exist; if further, the eye does vary ever so slightly, and the variations be inherited, which is certainly the case; and if any variation or modification in the organ be ever useful to an animal under changing conditions of life, then the difficulty of believing that a perfect and complex eye could be formed by natural selection, though insuperable by our imagination, can hardly be considered real.
Kurz: Schwer Vorzustellen aber nicht unmöglich.
Einen guten Artikel zu speziell diesem Thema finden Sie in der englischsprachigen Wikipedia unter dem Schlagwort: „Evolution of the eye“
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#112   stephanSchmidt   22:35:06 | Dienstag, 24. April 2007
@makakema
Ich habe die kürzere Reproduktionszeit der Viren gegenüber den Wirbeltieren nicht übersehen. Ich habe sie sogar ausdrücklich erwähnt. Diese macht es ja gerade möglich, die Veränderung einer Population über die Zeit zu beobachten. Was glaubten Sie sonst, was ist mit „Evolution im Zeitraffer“ meinte?
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#106   stephanSchmidt   21:44:51 | Dienstag, 24. April 2007
@matt
Die Evulotionstheorie ist eine Interpretation der Beobachtungen. Eine Interpretation mag aus Ihrer Sicht zwar wenig mehr als ein Phantasieprodukt sein, jedoch baut sie auf messbaren und beobachtbaren Fakten auf.
Nur damit das Klargestellt ist: Eine Theorie ist eine Interpretation von Fakten, aber per Definition kein Fakt für sich selbst! Eine Theorie gilt erst dann als erwiesen, wenn sich mit ihr Vorhersagen machen lassen, die sich durch Beobachtung wieder validieren lassen. Beispiele Finden sich hier vor allem im Feld der Physik (Gravitation, Quantenmechanik etc.)
Also welche Fakten untermauern die Evolution?
Da währe beispielsweise der Grundbaustein des Lebens, die DNS. Welche sich als veränderlich erwiesen hat. Die gemischt-geschlechtliche Fortpflanzung beschleunigt diese Veränderung sogar noch. Dies machen sich Menschen schon seit Jahrtausenden zu nutze und manipulieren so ganze Spezies. Die Fülle an Hunden und Katzen, Rindern, Schweinen, Pflanzenarten spricht Bände.
Dass dieser Prozess von Mutation und Selektion äußerst aktiv ist, und schnell abläuft, sehen wir auch an tragischen Beispielen. Viren und Bakterien haben extrem schnelle Fortpflanzungszyklen und daher eine sehr schnelle Mutationsrate. Für Krankheitserreger ist unser Körper der Lebensraum, und unser Immunsystem und unsere Medikamente sind der selektierende Faktor. Antibiotikerresistenzen, Pandemien und Krankheitsübertragungen über Spezies hinweg (Vogelgrippe) sind Evolution im Zeitraffer.
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#95   stephanSchmidt   20:51:52 | Dienstag, 24. April 2007
@matt, lustig wie die Begriffe Glauben und Wissen durcheinander geworfen werden
Wissenschaftler haben Theorien. Eine Theorie wird mit »an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit« bewiesen.
Es liegt in der Natur einer Theorie, dass sie durch neue Erkenntnisse und reine Logik neu difiniert wird. Wissenschaft kann sich so entwickeln, das ist ihre Stärke: die abkehr von der Idee absoluter unumstößlicher Wahrheiten.
Gläubige glauben an Wahrheiten. Unveränderbares Wissen in der Schrift. Selbst wenn offensichtliche Fehler in der Schrift ihnen ins Gesicht springen winden und würmen sie sich, um blos einen Zweifel an der Schrift zu umgehen.
Und auf diese Weise entsteht intelligent Design. Evulotion lässt sich nicht wegdiskutieren, dann bauen wir uns halt unsere Mikroevulotion die nur innerhalb getrennter Arten geschieht? Hallo? Gehts noch. Klein ist OK, groß war Gott?
Wenn die Schöpfungsberichte der Bibel Metaphern in den Worten ihrer Zeit sind, so erzählt die Evulotionstheorie eine noch viel erstaunlichere und großartigere Schöpfungsgeschichte mit den Worten unserer Zeit.Wenn ein Gott dieses Universum und seine Prozesse in Gang gesetzt hat, so hat er doch etwas ungleich viel Großartigesres geschaffen und vollbracht, als einfach nur etwas Gartenbau und eine Töpferstunde.
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#88   stephanSchmidt   19:38:27 | Dienstag, 24. April 2007
@matt2 – selber obacht
Genisis – Fers 19 Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen.
Das ist zumindest die Luther Übersetzung aber ich würd mich stark wundern, wenn eine andere die Schöpfung der Tiere um mehr als 12 Ferse nach vorne verlegen würde.
Wie es auch sei, das Ergebniss bleibt das gleiche: Die beiden schöpfungsberichhte passen nicht zusammen, bauen auch nicht aufeinander auf.Wenn man nicht dazu übergehen möchte die Genis 1,12 bis 2,4 komplett zu streichen, muss man sie als zwei literatische Umsetzungen einer Idee der Schöpfung sehen. Zwei Gedichte über den Weltenanfang.
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#86   stephanSchmidt   18:52:04 | Dienstag, 24. April 2007
geschaffen mit zweierlei Gewichtung
@Burgorus
Nach Genisis 2,6 haben wir erst mal nur feuchte Erde. Oder kurz: Matsch. Aus dem dann in 2,7 der Mensch geformt wird. Und erst dann pflanzt er den Garten Eden in 2,8 und lässt Bäume sprießen in 2,9. Dann kümmert er sich erst mal über mehrere Ferse um die Bewässrung um dann die Tiere zu schaffen, damit der Mensch nicht alleine sei – Und er fragt sogar den Menschen, jedes Tier zu benennen.
Die beiden Schöpfungsgeschichten unterscheiden sich also schon im Kern. Nämlich in der Rolle, die dem Mensch darin spielt. Im ersteren erschafft Gott jedes Element der Welt und befindete sie für gut. Der Mensch wird nur noch als Tüpfelchen auf dem i hinzugesetzt.
Im zweiteren Bericht wird die Welt um die Bedürfnisse des Menschen errichtet. Ihm wird sogar die Aufgabe der Benennung zugewiesen.
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#70   stephanSchmidt   15:46:08 | Dienstag, 24. April 2007
Matt, du meinst wohl biblische Berichte
Zitat Matt: „Ich halte deren angebliche Existenz für unvereinbar mit dem biblischen Bericht. „
Mit dem Schöpfungsberichten in der Bibel währe ich hochgradig vorsichtig. Derer gibt es nämlich zwei, in den ersten Kapitel der Genesis. Und sie unterscheiden sich so stark, dass die Vermutung nahe liegt, dass sie aus unterschiedlichen Quellen stammen. Im ersten wird die Welt in sechs Tagen geschaffen, der Mesch (Mann und Frau gleichzeitig) als letztes, und Gott ruht am siebeten. Darauf folgt der zweite Schöpfungsbericht in dem erstaunlicherweise erst der Mensch, dann die Pflanzen und Tiere und die Frau zuletzt geschaffen wird.
Mit dem wortwörtlich nehmen des Schöpfungsberichtes wird es auch schwierig, wenn man list, dass der Mensch Früchte essen soll, die Tiere jedoch nur das Kraut. Was natürlich merkwürdig ist, da viele Tierarten nichts anderes als Früchte essen können – ihr ganzer Körperbau ist darauf ausgelegt.
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#66   stephanSchmidt   09:50:55 | Dienstag, 24. April 2007
Form follows function? Really?
Die drei hauptpunnkte der evulotionskritiker „nichtreduzierbare Komplexität“, „spielerische Komplexität“, „potentielle Komplexität“ zeugen von einem einzigen Defizit des Verständnisses. Sie verfolgen die Idee, dass zuerst die Funktion Definiert wird, und dann die Körperliche Form sich aus dieser Funktion manifestiert wird. Das ist menschlich und hält sich an den Grundsatz „Form follows function“.
In der Evulotionstheorie muss man sich jedoch von dieser Denke verabschieden, da zuerst die Form entsteht, und dann funktionalauf ihren Nutzen getestet wird. Die Funktion einer form kann sich auch über die Generationen ändern. Was bei uns Hände sind, sind bei anderen Tieren Tatzen, hufe, Flosse, sogar Flügel. Die Drei knochen in unserem Gehörsystem gehören bei Fischen zur Ahtmung.
Es wird nicht von Sprüngen gesprochen – nichst hops vom Fisch zum Vogel. Hab ich euch mal versucht 4-Milliarden Jahre vorzustellen?
Intelligent design dreht alles auf den Kopf. Es ist so als würde man sagen unsere Hände währen wahre Wunder, weil sie so perfekt in unsere Handschuhe passen. „Schaut her, vier Finger ud ein Daumen, na das kann doch kein Zufall sein“.
Redaktion benachrichtigen Töte nicht. Es sei denn, die Ideale der Humanität fordern es
#15   stephanSchmidt   21:58:01 | Mittwoch, 11. April 2007
Merkwürdige Ansichten zum Humanismus
Ich schau hier regelmäßig vorbei, obwohl ich so gut wie keiner Ihrer Ausführungen zustimmen würde – ganz im Gegenteil.
Ich selbst sedefiniere mich als humanist, was nicht davon abhält Ihnen im Inhalt (nicht in der Rethorik) Ihnen zuzustimmen. Gerade im deutschsprachigen Raum projezieren humanistenverbände, wie der genannte, ein seltsames Bild des Humanismus, das an Dogmatik grenzt. Was der „es sei denn“-Einschub bedeuten soll, ist mir persönlich auch schleierhaft – oder zumindest mit einem schlechten Beispiel illustriert.
Ich sehe die Evulotionstheorie als korrekt an, und natürlich lassen sich mit ihr Kulturphänomene kaum erklären. Was einleuchtet, da sie ja nur einen Biologischen Prozess beschreibt und sich Kultur nicht im rein biologischen Feld bewegt. Unsere Sozialinstinkte haben zwar biologische Wurzeln – wie bei nicht wenigen Tierarten – doch der Mensch ist nicht nur Produkt seiner Biochemie.
Dieses Theme ist zu komplex (und phaszinierend) um es durch Simplifizierungen gleich welcher Art kleinzureden.
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