Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ Wahr-Sager, nach dem, was Sie mir zuletzt auf meine Einwände zurückgepostet haben, muss ich davon
ausgehen, dass Sie keinerlei ernsthaftes Interesse an einer historischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen
haben und ich es stattdessen mit einem waschechten Neonazi, d.h. Überzeugungstäter zu tun habe. Sie
haben ein geschlossen rechtsextremistisches Weltbild, das inzwischen so meilenweit von wissenschaftlicher
Empirie und Glaubwürdigkeit entfernt ist, dass sich weitere Gespräche mit Ihnen schlichtweg erübrigen.
Wenn Sie sämtliche NS-Täter, die etwas von Massenmord durch Giftgas zugegeben haben, für gekauft, manipuliert,
gefoltert und eingeschüchtert erklären, ist das nur ein Zeichen für kompletten Realitätsverlust. Sie
und Ihresgleichen haben ein pseudowissenschaftliches System geschaffen, dass auf alle eindeutigen Beweise
„Gegenbeweise“ unter dem Deckmantel der „wissenschaftlichen Lauterkeit“ schafft, so dass Ihnen selbst
mit eindeutigen Beweisen nicht beizukommen ist. Über Ihre Einwände braucht überhaupt nicht diskutiert
zu werden, die Geschichtswissenschaft hat längst jede Zeile des Leuchterberichts und ähnlicher revisionistischer
Literatur überprüft und widerlegt, dabei konnte die vollkommen stümperhafe Vorgehensweise ihrer Verfasser
Einwand für Einwand klar herausgestellt werden. Nur dies noch: Ich fühle mich nicht schuldig für die
Verbrechen, die von Deutschen begangen wurden, ich würde mich nur schuldig fühlen, wenn Menschen wie
Ihnen wie ‘33 wieder das Feld überlassen würde. Zu Kremer: „Sonderbehandlung“ = Gaskammer (das müssten
Sie doch eigentlich wisse…
#248 Corbinian 00:18:01 | Donnerstag, 19. März 2009
@ Schakal 71 Auch wenn Sie es nicht gerne hören, aber Sie tun mir echt leid, wenn Sie diesen Mist wirklich
glauben. Und immer wieder das gleiche Muster bei Ihnen und Ihresgleichen: Störende Aussagen werden verdreht
und relativiert, bis sie passen, seriöse Forschung wird gar nicht erst zur Kenntnis genommen. Nur ja
keine Gaskammern. Da haben die Täter ja noch mehr Geschichtsbewusstsein als Sie, der Sie sich als deren
Anwalt gerieren…
#237 Corbinian 00:02:39 | Donnerstag, 19. März 2009
@ clarissa colonia „Zügellose Polyandrie fredericianischen Ausmaßes“? Pffffffff… Ja da kann ich mir
aber Schlimmeres vorstellen, z.B. ein gemeinsames Arbeits-Frühstück mit Hudal, Seefeldt und biomilch
oder eine Autorenlesung im Grabert-Verlag. Einen Ruf habe ich bei den Vögeln ohnehin nicht zu verlieren.
Bin ich aufgenommen? Bitte! Ich brauche hier Allianzen!!!
@ Schakal 71 Wie kommen Sie auf diese These? Weil auch Klehr und Kaduk die Gaskammern in Auschwitz nicht
in Frage stellten? Und Ihnen das nicht passt? Tja, dann muss da natürlich eine Verschwörung hinter stecken…
Sie können doch Ihre Mutmaßung in keiner Weise belegen! Das ist richtig dummes Zeug, tut mir leid.
@ clarissa colonia Aaah, ich war also mit Bärenbändiger vorhin gemeint! Nun, machte sich denn ein Bärenbändiger
nicht gut in Ihro Schauspieltruppe, Majestät? :(3
@ clarissa colonia Oh Mann, wo bin ich hier eigendlich? 31 Jahre musste ich alt werden, um einmal mit
richtigen Alt- und Neonazis zu posten. Wow! Macht irgendwie wenig Sinn, so beratungsresistent wie die
sind. Müssen wir damit rechnen, dass die immer mehr werden? Wenn ja, konvertiere ich zum Judentum oder
werde Sozialdemokrat. Bei ersterem dürfte ich dann auch mal von einer der vielen Freimaurerlogen biomlich,
hudal, carlosroberto und Co. Popkorn ins Dekollté werfen, während ich über die nächste rote Weltrevolution
nachsinne. Machst Du mit?
@ carlosroberto Belegen Sie mir diesen Schwachsinn mit dem „Deal“ zwischen Justiz und Tätern! Los, her
mit den Beweisen. Was ist denn mit den Tätern des Auschwitz-Prozesses, die gestanden haben und lebenslänglich
bekommen haben (Boger, Klehr, Kaduk u.a.)? @ Alois Hudal Es hat in Birkenau vier Krematorien gegeben mit
Gaskammer (Krematorien II und III Gaskammern unterirdisch, Krematorien IV und V Gaskammern oberirdisch).
Sie können Fotos davon in allen Publikationen zu dem Thema finden, ebenso die genauen Bauzeichnungen.
Daneben gab es zwei Gaskammern in alten, dazu umgebauten ehem. Bauernhäusern (Bunker I und II) sowie
das Krematorium I mit Gaskammer im „Stammlager“. Mensch, kaufen Sie sich mal ein ordentliches Buch zu
dem Thema, dann würde Sie hier nicht so dummes Zeug reden. Andererseits: Publikationen zum diesem Thema,
die nicht aus dem Grabert-Verlag sind, interessiert Sie doch gar nicht, stimmts?
@ Alois Bischof In ihrem Text waren jetzt so viele sachliche Fehler, dass es mein Limit überschreiten
würde, die richtigzustellen. Sie beziehen sich nicht nur auf völlig veraltete Quellen, sondern geben
die auch noch falsch wieder. Höß gab nach seiner Verhaftung zu Protokoll, dass allein in seiner (!)
Zeit als Kommandant zwischen 2-3 Millionen Juden in Auschwitz ermordet wurde. Diese Zahl ist von der Wissenschaft
nie ernsthaft übernommen worden. Die Zahl der 4 Millionen Vergasten in Auschwitz haben die Sowjets in
die Welt gesetzt und auch, wenn die Staatliche Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau an dieser Zahl bis Anfang
der 90er Jahre aufgrund der kommunistische diktierten Geschichtspolitik festhielt, ging diese Zahl nie
in die Rechnung der internationalen Holocaustforschung ein (sie war nie in den „6 Mio.“ enthalten), da
seriöse Holocaustforscher schon sehr bald die Zahl als zu hoch bezeichneten. Inzwischen kann man aufgrund
neuer Berechnungen durch neue Quellenfunde sehr sicher sagen, dass in Auschwitz mindestens 1,1, vielleicht
aber auch 1,5 Millionen Menschen umkamen, ein Großteil davon in Gaskammern. Wenn Sie allen Ernstes versuchen,
mit irgendwelchen absurden Vergleichen die deutsche Kriegführung mit der alliierten gleichzustellen,
müssen Sie sich nicht wundern, wenn man Sie nicht für voll nimmt. Schon allein, wenn Sie Ursache und
Wirkung verwechseln und angeblich vom IRK genannte Zahlen (die vom IRK selbst längst zurückgewiesen
wurden) bemühen.
@ Wahrsager Lesen Sie die Prozessakten der vielen NS-Prozesse, die es in der Bundesrepublik gegeben hat.
Von manchen sind die Verhöre textlich ediert und auf Tonband zu hören (z.B. vom Frankfurter Auschwitz-Prozess).
Dann werden Sie feststellen, dass SS-Täter die Existenz von Gaskammern in Auschwitz usw. nicht nur nicht
bestritten, sondern sich lediglich darum bemühten, eine eigene Tatbeteiligung zu vertuschen. Der ehem.
SS-Mann Hans Stark beschreibt z.B. ausführlich eine Vergasungsaktion (für Ihr voyeuristisches Interesse).
Oder lesen Sie den „Broad-Bericht“ von dem SS-Mann Perry Broad (Buchtitel: „Auschwitz in den Augen der
SS“), oder das abgedruckte Tagebuch des SS-Mannes Johann Paul Kremer, der von Vergasungen schreibt, denen
er beigewohnt hat (ebenfalls im Buch „Auschwitz in den Augen der SS“). Und jetzt kommen Sie mir nicht
mit so einem Quatsch wie „Is gefälscht – von Juden versteht sich“! Sie kommen immer wieder auf diesen
angeblichen Schuld-Komplex zu sprechen. Was meinen Sie konkret damit? Also ich fühle mich nicht schuldig,
obwohl ich anerkenne, dass die Verbrechen so passiert sind. Ich bin selbst bei Treffen mit Polen und Juden
nie in irgendeiner Weise angeklagt worden, sondern ganz im Gegenteil, sehr aufgeschlossen behandelt worden.
Kann es sein, dass Sie einen zur Neurose gewordenen Schuldkomplex mit sich herumtragen, weil Sie sich
zu viel mit braun gesinnten Menschen treffen, die Ihnen ständig irgendwas von Schuld, Schuld, Schuld
einreden?
seefeldt: Was für Einfälle! Sehen Sie? Wie gut und abwechslungsreich Deutsche foltern und morden konnten,
haben sie ja ab ‘33 schon an ihrem eigenen Volksangehörigen unter Beweis gestellt. Oder leugnen Sie auch
die KZs und Gestapogefängnisse mit ihren Foltergefängnisse? Doch wohl nicht, wenn Sie Hitler schon als
Schwerstverbrecher bezeichnen, allerdings für nicht so schlimm wie Churchill ansehen Deutschland wird
nicht verleugnet, das bilden Sie sich ein. Ich bin als Deutscher selbst nie in Polen, wo ich einige Zeit
lebte und auch von Juden, mit denen ich Kontakt hatte, nicht ein einziges Mal für irgendwelche NS-Verbrechen
verantwortlich gemacht oder in Haftung genommen worden. Das mit der Deutschlandverleugnung ist ein riesiger
Popanz aus Ihrem rechten Lager. Sie reiten da permanent drauf rum, erfinden neue „Gegenbeweise“ und wundern
sich, wenn Ihnen dieser Unsinn von der Öffentlichkeit um die Ohren gehauen wird. Wenn Juden und andere
NS-Geschädigte sich darüber ärgern, kann ich das nur verstehen. Mich ärgert es auch, weil ich es niederträchtig
finde und eines Deutschen nach 1945 nicht würdig. Sie mögen sich als einen Zweifler bezeichnen. Nun,
für jemanden, der sich ausschließlich auf Revisionistenmaterial stützt, dessen Material von vorn bis
hinten kennt und propagiert und deren Rhethorik übernimmt („Holokaustiker“), wirken Sie aber nicht wie
ein solcher, sondern wie ein rechts weit außen Stehender. Und mit dieser Vermutung liege ich, glaube
ich, nicht allzu weit weg. Stimmts?
@sic et non: Ich kenne den Revisionismus sehr gut, der ist doch hier auf kreuz.net allgegenwärtig: Gaskammerleugnung,
Diffamierung der seriösen NS-Forscher, Verbreitung von pseudowissenschaftlichen Ergebnissen, Herunterrechnung
der Opferzahlen, Propagierung von Verschwörungstheorien, Für-Dumm-Erklären von geständigen NS-Tätern
(die Täter Broad und Mulka, auch Stark, waren übrigens nicht ungebildet und auch so dumme Menschen wie
Kaduk und Klehr müssen durch ihre Beschränktheit nicht unter Halluzinationen leiden) – all das zeigt,
dass sich auf kreuz.net braunes Gedankengut multipliziert. Die Autoren, die Du mir da genannt hast, haben
längst ihre wissenschaftliche Entgegnung erhalten und werden zu Recht nicht als seriöse Stimmen ernst
genommen. Und weißt Du warum? Nicht, weil es pervers und arm ist, 100%ig bewiesene Verbrechen und damit
historische Schuld zu leugnen oder zu relativieren (das ist es zweifelsohne), sondern weil das Schrifttum
handwerklich Schrott ist. Es steckt kein lauteres Interesse dahinter, etwa historische Sachverhalte aufzuklären,
sondern einen von den Nazis vorgelebten und immer noch vorhandenen Nationalismus zu rekultivieren, der
uns genau in die Verhältnisse ab ‘33 zurückführt. Ich bin als Historiker übrigens auch nicht so sicher,
ob es vor dem Hintergrund der Meinungsfreiheit richtig ist, ob man solche Literatur kassieren soll. Deshalb
schließe ich mich der Petition von Historikern an, die der Meinung sind, dass auch Falschaussagen und
Fehlinterpretationen (Revisionismus) geäußert werden dürfen. Das macht Revisionisten auch nicht zu
Märtyrern.
@ seefeldt: Sie beweisen wieder mal nichts Dass Hilberg sich auf dem geschichtswissenschaftlichen Feld
mehr als bewährt hat, dafür muss ich Ihnen – denke ich – keine Beweise liefern. Ich bezweifel übrigens,
dass Sie Hilberg überhaupt richtig wiedergeben. Würden Sie mir bitte die Quelle bei Hilberg nennen,
auf der Sie Ihre Behauptung aufbauen? Was Ihre Anmerkung mit den verschiedenen Vergasungsmethoden in Belzec
betrifft, so verstehe ich deren Sinn nicht, was ist daran unklar? Zu den „Erfahrungen“ in Treblinka, auf
die man in Auschwitz angeblich zurückgreifen konnte nur soviel: In Treblinka wurde nicht mit Zyklon-B
getötet, sondern mit Kohlenmonoxyd (Dieselmotoren), so dass es irgendwelcher Erfahrungen aus Treblinka
gar nicht bedurfte – das gleiche gilt für die anderen Vernichtungslager der „Aktion Reinhardt“ (Sobibor,
Treblinka, Belzec). In Auschwitz wurde bereits ab 1941 mit Zyklon-B „versuchsweise“ vergast (sowjetische
Kriegsgefangene in den Kellerzellen des Blocks 11), so dass es dort eigene „Erfahrungswerte“ mit dem Zyanid-Gas
gab (was für eine perverse Sprache man benutzen muss, um mit Ihnen zu kommunizieren). Negative „Erfahrungswerte“
mit Kohlenmonoxyd wurden daher nicht erst in Treblinka, sondern schon bei der „Aktion T4“ (1940/41) und
den Gaswagen des Vernichtungslagers Chelmno gesammelt (ab dem 8. Dezember 1941, also noch vor der Wannseekonferenz).
Die Mörder von der „Aktion T4“ haben in allen Todeslagern der „Aktion Reinhardt“ mit ihren Kenntnissen
die Tötungen dort durchgeführt und überwacht
@ Seefeldt Ach ja, und was die Zeugenaussagen angeht. Ich habe von den zahllosen SS-Angehörigen gesprochen,
die vor bundesdeutschen Gerichten angeklagt wurden und ausgesagt haben. Die sind ganz sicher nicht gefoltert
worden und wenn ja, möchte ich gerne von Ihnen Beweise dafür sehen, dass in Frankfurt, Düsseldorf,
Hamburg, München ect. in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren spezielle Folterzellen für NS-Täter
installiert waren. Vor bundesdeutschen Gerichten haben SS-Täter den Massenmord an den Juden durch Giftgas
bestätigt. Was die schriftlichen Beweise angeht (Baupläne, Listen) usw., so können Sie die in den Fußnoten
der von mir angegebenen Literatur finden. Die Arbeit, die jetzt im einzelnen abzuschreiben, mache ich
mir hier nicht. Sie können in den entsprechenden Archiven die Dokumente übrigens einsehen – sie sind
frei zugänglich. Leider muss ich feststellen, dass Sie, so wie Sie schreiben, weitgehend das braune Welt-
und Geschichtsbild übernommen haben und sich in einer Welt voller Verschwörungstheorien und braunen
Mythen bewegen, in denen u.a. böse Juden und profitgierige, umerzogene Historiker einen Medienkrieg gegen
Deutschland betreiben. Dabei entgeht Ihnen offenbar, dass es vor allem Menschen wie Sie sind, die maßgeblich
dafür Verantwortung tragen, dass die NS-Vergangenheit nicht zur Ruhe kommt. Indem Sie immer wieder den
gleichen Unfug von angeblich nicht beweisbaren Gaskammern verbreiten und längst eindeutig bewiesene Fakten
abstreiten, kocht alles wieder hoch.
@ Seefeldt Wenn Sie Raul Hilberg den Status des Historikers absprechen, tut mir leid, dann kann ich wirklich
nur noch lachen. Ich kann auch noch andere nennen: Christopher Browning, Saul Friedländer, Peter Longerich,
Martin Broszat, Wolfgang Benz, Norbert Frei, Peter Steinbach… Wenn Sie die auch noch zu stümperhaften
oder „umerzogenen“ Idioten stempeln, sorry, dann scheiden Sie für mich als ernstzunehmender Gesprächspartner
aus. Die deutschen Verbrechen sind so gut aufgearbeitet, dass es da überhaupt nichts zu diskutieren gibt –
abgesehen von Detailfragen. Die grobe Linie ist mehr als klar und daran werden auch Sie mit Ihrem Geschichtsrevisionismus,
der meilenweit von seriöser Wissenschaft entfernt ist, nichts uminterpretieren können. Bei Ihnen ist
es doch so: Sie leiden darunter, dass Ihr Heimatland mit einer unvergleichlich großen historischen Schuld
beladen und damit in die Geschichte eingegangen ist. Deshalb versuchen Sie, die deutsche Schuld durch
absurde Vergleiche mit anderen Staaten zu relativieren, und sei es durch Erfindung von „Gegenbeweisen“.
Man könnte Ihnen ein authentisches Foto einer Massenvergasung vor die Nase halten (wenn es das geben
würde) und Sie würden es prompt für gefälscht erklären. Wegen Ihres nationalen Insuffizienzgefühls,
das sich nach außen als „historisch ernsthaft interessiert und kritisch“ gewandet, können Sie die Taschenspielertricks
mit dem Opferzahlen auch nicht lassen. Lassen Sie das, Sie machen sich wirklich lächerlich damit.
@ Seefeldt Und noch was: Niemand bestreitet, dass auch Stalin ein übler Verbrecher war, nur ist es nicht
die Aufgabe von uns Deutschen, die russische Vergangenheit auszubereiten. Wir haben vor unserer Tür zu
kehren. Ich finde es ehrlich gesagt krass, dass Sie Hitler, Churchill und Roosevelt zusammen in einen
Topf werfen. Die alliierte Art der Kriegsführung hat sich hinsichtlich der Quantität und Qualität deutlich
von der der Deutschen unterschieden. Halten wir doch mal fest: Deutschland und nur Deutschland hat den
2. Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen entfesselt, ganz Europa mit beispiellosen Terror überzogen und
vor allem im Osten (Polen, balt. Staaten, Weißrussland und der Sowjetunion) einen gnadenlosen Rasse-
und Weltanschauungskrieg geführt. Die auf der Wannsee-Konferenz von Heydrich anvisierte Zahl von 11 Mio.
zu tötenden Juden ist dabei zur Hälfte in die Tat umgesetzt worden. Außerdem hat Nazi-Deutschland mit
den Terrorangriffen auf Rotterdam, Coventry und London den totalen Bombenkrieg eingeleitet. Übrigens
stellt auch niemand in Deutschland die Sinnlosigkeit der alliierten Luftangriffe in Frage, an ihre Opfer
wird in allen Städten jedes Jahr gedacht. Nur werden Sie mit Ihrer Argumentation niemals erreichen können,
alle Beteiligten am Zweiten Weltkrieg in einen Topf zu werfen – natürlich nur um den Preis der eigenen
Glaubwürdigkeit. Zwar gab es auch von alliierter Seite Kriegsverbrechen, aber die können es mit den
deutschen sicher nicht aufnehmen.So einfach ist die Sache nich…
@ Seefeldt Da muss ich Ihnen leider widersprechen: Es existieren erdrückend viele Beweise und Indizien
für den massenhaften Mord an Juden durch Giftgas in Auschwitz und den anderen Todeslagern. Die Nazis
konnten nicht alle Dokumente vernichten. Außerdem brauchen Sie gar nicht erst die überlebenden Opfer
zu „befangenen“ und daher unglaubwürdigen Zeugen erklären. Wenden Sie sich doch einfach den Tätern
zu: Sie brauchen sich nur die Aussagen der Angeklagten (alles SS-Männer) durchlesen, die in Auschwitz
Dienst taten und im Frankfurter „Auschwitz-Prozess“ Mitte der 60er Jahre aussagten, darunter der Adjutant
des Lagerkommandanten Rudolf Höß. Weder er noch andere ehem. SS-Männer haben in dem Prozess bestritten,
dass in Auschwitz Hunderttausende durch Zyklon-B vergast wurden (natürlich haben sie bestritten, dass
sie selbst an den Mordaktionen beteiligt waren, konnten aber die Tötungs-Prozeduren sehr genau schildern),
sondern haben dies ausdrücklich bestätigt. (Vgl. Hermann Langbein [Hg.], Der Auschwitz-Prozeß. Eine
Dokumentation, 2 Bde., Frankfurt/Main 1995). Auch in anderen NS-Prozessen haben die Täter die massenhafte
Vergasung zugegeben. Grundlegend für den Holocaust ist immer noch Raul Hilberg, Die Vernichtung der europäischen
Juden, 3 Bde., Frankfurt/Main 1999, 9. Auflage. Darin finden Sie auch Hinweise auf die Quellen. An der
systematischen Vernichtung der Juden mittels Giftgas gibt es nicht den geringsten Zweifel
#166 Corbinian 00:30:45 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Tja, Herr Stöhr Wäre der Islam nicht gewesen, gäbe es auch keine Scholastik, über ihn kamen wir
an Aristoteles… Da können Sie kotzen soviel sie wollen!
#163 Corbinian 00:20:14 | Mittwoch, 18. April 2007
@ RodolfoPanetta: Ich sehe sehr wohl, dass es in Deutschland erhebliche Integrationsprobleme gibt. Aber
die löst man nicht, indem man Ausländer einfach die Einreise verweigert und sich einmauert. Vor allem
löst man sie nicht mit populistischen Plakatparolen, in denen Ausländer eindeutig negativ dargestellt
werden, als Fremdkörper, die die deutsche Seele zerstören. Sie können mir nicht weismachen, dass Sie
nicht bewusst mit xenophoben Gefühlen in Deutschland spielen. Wissen Sie, ich habe grundsätzlich nichts
gegen Patrioten, denn Patriotismus heißt, dass man stolz auf das ist, für das man steht. Nur haben nationale
Patrioten einen fast zwanghaften Zug zum Egoismus und zur Verharmlosung der eigenen Schwächen und Fehler,
mit fürchterlichen Folgen für die historische Wahrheit der deutschen Geschichte. Sie rechnen auf, Gedenken
ausschließlich der eigenen Toten, bestellen revisionistische „Historiker“ (wie z.B. Uhle-Wettler), um
die historische deutsche Schuld zu relativieren usw. Was das christliche Europa angeht: das ist bereits
zerstört. Und wir stehen erst am Anfang eines gewaltigen Transformationsprozesses, den Sie nicht einfach
nur den Sozialisten, Kapitalisten und dem Islam zuschreiben können. Das Rezept dagegen besteht für mich
nicht in der Flucht in eine vermeintlich sichere Festung. Pluralismus ist nicht nur Zersetzung und Verderben,
sondern auch Bereicherung und Fortkommen. Was wäre J.S. Bach ohne die Einflüsse eines G. Frescobaldis,
oder eines N. de Grigny, die christl. Theologie ohne die islamischen Einflüsse im Mittelalter?
#154 Corbinian 23:53:25 | Dienstag, 17. April 2007
@ Graf Zahl Ihnen liegt nichts an Ihrem eigenen Volk, darum ist Ihnen dessen Fortbestand schnuppe. Das
sehen Sie leider total falsch. Mir liegt sehr viel an Deutschland und seinem Fortbestand. Aus diesem Grunde
habe ich auch nicht das geringste Interesse am Erstarken von rechtsextremen Gruppierungen, die den inneren
Frieden in Deutschland stören und Jagt auf Ausländer machen, ob real oder im Internet. Inzwischen haben
rechtsextremistische Straftaten (die nur die Konsequenz Ihrer Ansichten sind) ein solches Ausmaß angenommen,
dass man sich wirklich fragen kann, ob nicht sie zum hauptsächlichen Problem der inneren Sicherheit werden.
Sie denken völkisch, genauso wie es die Nazis getan haben. Das heißt: als Deutscher wird man geboren,
Deutscher wird man nicht. Allein unter völkischen Gesichtspunkten ist so ein Denken vollkommener Mumpitz,
denn damit besiegeln Sie das Aussterben der Deutschen endgültig. Der Fortbestand der Deutschen wird mit
völkischem Denken nicht zu machen sein. Sie haben offenbar, wie fast alle extremen Nationalisten, eine
unsichere Persönlichkeit, die sich von allem was fremd ist, bedroht fühlt, und durch radikale Abschottung
schützen will. Die Reps, aber auch die DVU und die NPD weisen darin die gleichen Merkmale auf: hier sammeln
sich von den schwer durchschaubaren Zeitverhältnissen verängstigte und paralysierte Menschen, denen
ein pervertierter Nationalismus als Kompensat der eigenen ich-Schwäche dient. Nationalismus ist daher
vor allem ein psychologisches Problem.
#147 Corbinian 23:31:37 | Dienstag, 17. April 2007
@ Graf Zahl „Für ein freies und heiliges Deutschland…“ Frei von Ausländern und dadurch heilig, oder
wie? Menschen wie Ihresgleichen (dazu gehören auch Herr Dr. Heger und der Verfasser dieses x-net-Artikels
Rodolfo Panetta) geben sich immer wieder dem Irrglauben hin, durch einen aufgeblasenen Nationalismus frei
von der deutschen Schandgeschichte zu werden, und reiten sich selbst und alle Deutschen damit nur noch
tiefer in den Dreck. Je mehr Sie dumpfe nationalistische Reden von einem heiligen Deutschland schwingen,
dabei auf Israel herumhauen ohne die eigene schwarze Geschichte auch nur zu erwähnen, desto stärker
kommen Sie mit der geschichtlichen Wahrheit in Konflikt – und auf die passen bei weitem nicht nur Juden
auf. Diese geschichtliche Wahrheit wird Ihnen immer wieder zum Verhängnis werden, was Ihr nationales
Insuffizienzgefühl und dadurch Ihren Hass auf Ausländer nur noch verstärken dürfte. Das ist ein gefährlicher
Teufelskreis, aus dem Sie unbedingt aussteigen sollten – gefährlich für unsere Mitbürger aus der Türkei,
aus Griechenland, Italien, Frankreich, England… @ Rodolfo Panetta Ist das Ihr richtiger Name oder nur
ein Nick? Falls ersteres der Fall sein sollte, haben Sie offenbar keine deutschen Vorfahren. Mit anderen
Worten: Sie hätten – zumindest dem Parteiprogramm der Reps zufolge – keine Möglichkeit, deutscher Staatsbürger
zu werden und die Reps zu wählen (denn Ausländer hätten laut den Reps gar kein Wahlrecht). Sie hätten
dann lediglich den Status eines geduldeten Gaste
#142 Corbinian 23:01:15 | Dienstag, 17. April 2007
@ Graf Zahl Haben Sie nie gelernt, dass Deutschland aufgrund der Geschichte gegenüber Israel in einer
ganz besonderen Verantwortung steht? Und dass uns Deutsche das Existenzrecht Israels eine Selbstverständlichkeit
seit sollte? Offenbar nicht. Aus Ihnen spricht der alte Judenhass, der genau die Verhältnisse bewirkt
hat, die er nun bejammert und bekämpft. Ihr Posting zeigt einmal mehr, aus was sich chauvinistischer
Nationalismus speist: Egoismus, Angst, Neid und das Gefühl, zu kurz gekommen zu sein. Wie ist es bei
Ihnen zu Hause? Wenn Sie z.B. Gäste haben? Hauen Sie sich selbst erst einmal den Teller voll, bevor Sie
dem Gast etwas zu Essen anbieten? Nach dem Motto: erst die eigene Familie? Nun ist es aber so, dass Immigranten
in Deutschland nicht nur Gäste sind, sondern hier als Deutsche leben. Und zwar, weil ihre Vorfahren am
deutschen Wirtschaftswunder mitgewirkt haben, an dem auch Sie heute noch partizipieren. Dann gibt es viele,
die aus Gründen der Verfolgung nach Deutschland kommen, denen Sie aber die Tür vor der Nase zuschlagen
würden, weil sie in Ihren Augen in der Mehrzahl natürlich Asylbetrüger sind (denken Sie mal an die
Heilige Familie). Das war mir schon immer ein Rätsel, dass selbst ernannte „echte“ Christen die rigidesten
Maßnahmen gegen Fremde befürworten, anstatt hier Christsein einmal praktisch werden zu lassen. Ihr Nick
ist übrigens eine Beleidigung für jenen Bischof, aus dessen Bistum ich stamme.
#136 Corbinian 21:57:32 | Dienstag, 17. April 2007
@ RodolfoPanetta Ich weiß im Übrigen nicht, inwiefern ich die Reps mit bloßen Unterstellungen überhäuft
haben sollte. Bei einem erneuten Blick auf das Parteiprogramm kann ich zu keinem anderen Schluss kommen.
Sie betreiben einen Nationalismus, der als erstes diejenigen trifft, die nicht als Deutsche geboren sind,
aber in Deutschland leben. Sie schaffen damit eine Bevölkerungsgruppe zweiter Klasse. Wenn ich mir Ihre
Vorstellungen von polizeilicher Präsenz ansehe, oder auch den rigiden Entwurf einer deutschen Justiz,
hätten wir hier beinahe Verhältnisse wie in einem Polizeistaat. Sie wollen vollkommen unkritisch deutsche
Soldaten ehren, die an einem von Anfang an verbrecherischen Krieg teilgenommen haben, und das wider die
historischen Forschungsergebnisse der letzten 30 Jahre. Ihr Heimatbegriff entstammt einer von der NSDAP
pervertierten Blut- und Bodenideologie, in der kein Nichtdeutscher ein grundsätzliches Bleiberecht hat.
Die deutsche Präsenz im Ausland soll dagegen zunehmen (z.B. durch den Ausbau der Goethe-Institute), um
anderen Ländern die Hochwertigkeit von deutschen Kulturgütern zu demonstrieren, während Sie jedwede
Form ausländischer Einflüsse in Deutschland unterbinden bzw. begrenzen wollen (bis hin zur Musik). Ich
lese in Ihrem Parteiprogramm nur: deutsch, Deutschland, deutsche Sprache, deutsche Kultur… Das Prinzip
ist immer: wir – und die Ausländer, die wir von uns fernhalten müssen, um nicht unterzugehen. Ein Nationalismus
also, der sich durch Ausgrenzung anderer konstituiert.
#129 Corbinian 21:07:11 | Dienstag, 17. April 2007
@ RodolfoPanetta Ist für Sie jeder Hinweis auf die Verbrechen der israelischen Armee bereits „Antisemitismus“?
Nein, das ist er gewiss nicht. Nur ist die Frage, aus welchen Motiven heraus Israel kritisiert wird. Und
da ist leider allzu oft ein antisemitischer Impetus festzustellen. Es sind vor allem Menschen aus dem
rechten Spektrum, wie z. B. Martin Hohmann, die ihr nationales Minderwertigkeitsgefühl an Israel hochzuziehen
versuchen, indem sie Israel zum „Tätervolk“ umdeuten, eine Bezeichnung, die bislang eher den Deutschen
galt. Ist die israelische Vorgehensweise gegenüber den Palästinensern (die man gerne kritisieren kann)
erst einmal auf eine Stufe mit den NS-Verbrechen gestellt, darf auch dem Zentralrat der Juden in Deutschland
der Mund verboten werden, denn was zeigen die Juden mit dem Finger auf uns, wenn sie selbst Massenverbrecher
sind? Dann erwähnt man noch, dass auffallend viele Juden im Kommunismus aktiv waren und führt die zig
Millionen Toten an, die der Kommunismus gefordert hat, dann erklärt man noch palästinensische Flüchtlingslager
zu KZ’s, und schon ist man fein raus aus der deutschen Schandgeschichte, die dann gar nicht mehr so singulär
erscheint. Die Kritik, die von rechten Parteien an Israel gerichtet wird, hat System und kommt nicht aus
einer natürlichen Empörung der dortigen Verhältnisse. Der Staat Israel wird kritisiert, weil seine
jüngste Geschichte so stark auf die jüngste deutsche Vergangenheit verweist. Juden stören das deutsche
Nationalgefühl, weil sie erinnern.
#125 Corbinian 20:44:56 | Dienstag, 17. April 2007
@ matt Da muss ich Sie leider enttäuschen, ich kenne den Pentateuch recht gut. Aber wenn dies schon göttliche
Gebote sind, warum wurden sie dann nach und nach abgeschafft? Warum werden Menschen heute nicht mehr (im
europäischen Kontext) wegen Zauberei, Homosexualität, Glaubensabfall usw. getötet? Weil der Mensch
zu einer tieferen Einsicht gekommen ist, weil er die Todesstrafe mehr und mehr als archaisch, unethisch
empfindet? Oder ist das einfach nur als Nachlässigkeit in Staat und Kirche zu sehen? Wenn Sie schon mit
dem AT um die Ecke kommen, würden Sie eine Wiedereinführung der Todesstrafe zu diesen genannten Beispielen
befürworten, oder gar selbst Ihre Unterschrift unter das Urteil setzen (s. Filbinger)?
#122 Corbinian 20:26:22 | Dienstag, 17. April 2007
@ Stöhr Wie ist dann das göttliche Gebot „Du sollst nicht töten“ sonst zu verstehen? War das ein Schnellschuss,
oder gab es einen Subtext innerhalb des Dekalogs? Klären Sie mich auf!
#120 Corbinian 20:17:50 | Dienstag, 17. April 2007
@ möchtegern-kathole Ich widerspreche Ihnen, denn ich halte die Todesstrafe für unvereinbar mit dem
Dekalog, dem Grundgesetz unseres Glaubens. Wer sich z. B. gegen Abtreibung einsetzt, kann nicht die Todesstrafe
gutheißen, zumindest würde das göttliche Gebot „Du sollst nicht töten“ ihren Sinn einbüßen. Die
Todesstrafe ist m. E. widersinnig. Ich kann nicht Leben retten, indem ich es auslösche – egal wessen
Leben es ist. Für mich gilt die Unversehrtheit des Leibes absolut. Aus diesem Grund halte ich die Todesstrafe,
aber auch Folter für moralisch verwerflich. Wenn ich als Christ postuliere, dass jedem Menschen aufgrund
seiner Gottebenbildlichkeit eine unveräußerliche Würde zukommt, dann kann ich sie als Mensch auch niemandem
absprechen, selbst Massenmördern nicht und Fahnenflüchtigen (wer weiß, was für ein Motiv dahintersteckt)
erst recht nicht. Außerdem wird die Verhängung der Todesstrafe, wenn ich bei Ihnen bleibe, zu einer
reinen Ermessenssache. Sie lehnen den Bundeswehreinsatz in Afganistan und im Irak ab. Das ist Ihr gutes
Recht. Aber den Bundeswehrauftrag kann man auch vollkommen anders interpretieren. Wer hat nun Recht?
#104 Corbinian 17:34:46 | Dienstag, 17. April 2007
@ Artois Hmmmm, interessante These. Wie erklären Sie sich dann das Zustandekommen dieser gigantischen
Massenverbrechen ohne die Mitwirkung aller administrativen Bereiche in Deutschland?
#101 Corbinian 17:27:09 | Dienstag, 17. April 2007
@ Heger Ich verurteile die verhängte Todesstrafe generell, habe sie aber nur im deutschen Kontext erwähnt,
weil die deutsche Geschichte nun einmal meine Geschichte ist. Ich habe nicht die Vergangenheit von anderen
Ländern aufzuarbeiten. Meine Kommentare über die Reps kommen aus langjähriger Erfahrung. Ein Blick
auf deren Homepage oder auf die Kommentare einiger Poster hier (einschließlich Sie) zeigt, dass ich nicht
ganz Unrecht habe. Nationalismus, Antisemitismus, Revisionismus, Ausländerfeindlichkeit… alles da.
Beweisen Sie das Gegenteil! Warum ist es materiell rechtens, einen Menschen zu töten, der Fahnenflucht
begangen hat? Das sollten Sie näher begründen! Die Todesstrafe für Fahnenflüchtige muß heute wie
gestern „wachen Menschen“ als je nach Umständen angemessen erscheinen. Schon einmal von dem universal
geltenden Tötungsverbot gehört? Oder stand auf der mosaischen Gesetzestafel noch etwas Kleingedrucktes
drauf? Nur ein Beispiel zu Uhle-Wettler, dem „herausragenden“ Historiker: er hat nicht einen Beweis für
seine vollkommen absurde Behauptung anführen können, dass der Angriff auf die Sowjetunion ein Präventivkrieg
gewesen ist. Sie seriöse Militärgeschichtsforschung, die Sie als gekauft verunglimpfen, weist schon
seit Jahrzehnten nach, dass es für diese Behauptung keinen einzigen vernünftigen Beweis gib
@ RodolfoPanetta Doch jetzt ist Gott sein Richter – nicht die Menschen. Sie haben Recht, zwar bleibt Gott
sein letzter Richter, aber auch wir müssen auf Erden unsere Schlüsse aus dem Verhalten Filbingers ziehen.
Wenn wir anfangen uns jedes Urteil über die Handlungen anderer zu versagen, mit dem Vorwand, dass wir
ja nicht wissen würden, wie wir reagiert hätten, können wir uns jede Diskussion über Moral sparen.
@ RodolfoPanetta Die Partei der Reps weist sicher entscheidende Unterschiede zur NPD auf (die ja dezidiert
antichristlich ist), allerdings gibt es auch erschreckende Schnittstellen. Wie gesagt zum einen den extremen
Nationalismus, der mit einer mehr oder weniger unverhohlenen Ausländerfeindlichkeit einhergeht, dann
der Antisemitismus, der hier deutlich zum Tragen kommt (die Juden sind Schuld, dass wir Deutsche nicht
stolz auf unser Land sein dürfen, bzw. selbst Schuld daran, dass es Antisemitismus gibt); dann der ostentative
Geschichtsrevisionismus, der die Deutschen durch pseudowissenschaftliche Untersuchungen (von der Qualität
eines Uhle-Wettler) von der Verantwortung für den Kriegsausbruch bzw. die dort geschehenen Massenverbrechen
entlasten soll; das permanente Gerede davon, wir Deutsche wären nicht Herren in unserem eigenen Land
bla bla bla… Das sind typische Chararkterzüge einer rechtsextremen Partei. @ Heger Sie sind also der
Meinung, dass Filbinger moralisch gerechtfertigt ist, weil er den damals herrschenden Richtlinien (die
auch schon damals für wache Menschen verbrecherischen Charakter hatten) gefolgt ist? Demnach hätten
sich SS-Männer, die das Gas in die Kammern von Auschwitz, Treblinka usw. schütteten, oder Angehörige
der Einsatzgruppen auch nicht schuldig gemacht – sie haben ja nur geltende Weisungen befolgt, die damals
rechtens war. Glauben Sie nicht an so etwas wie eine übergeordnete Moral, der auch staatliche Gesetze
unterstehen? Und darf man an so etwas nicht erinnern?
@ Republikaner Wir Republikaner im Kreis Freudenstadt schämen uns für die politische Kultur im heutigen
Deutschland. Das tue ich auch. Es ist eine Schande für unser Land, dass es in ihm noch so eine Partei
wie die Republikaner oder andere rechtsradikale Parteien gibt. Sie und ihre peinlichen Wortmeldungen sind
der maßgebliche Grund dafür, dass die deutsche Geschichte nicht zur Ruhe kommt. Für ihr nationales
Insuffizienzgefühl machen sie natürlich wieder die Juden verantwortlich, irgendwie wiederholt sich in
manchen Punkten die deutsche Geschichte. Vielleicht sollten die Reps sich einmal klarmachen, dass es vor
allem die Hinterbliebenen der zum Tode verurteilten Opfer sind, die eine Klage gegen Oettinger anstrengen,
und nicht der Zentralrat der Juden. Wir können nur froh sein, dass wir diesen Rat in Deutschland haben,
x-net ist der lebende Beweis dafür, dass wir ihn bitter nötig haben. Im Fall Filbinger geht es um die
historische Wahrheit, und es ist sicher nicht falsch zu erklären, dass dieser kein Widerstandskämpfer
gewesen ist – auch wenn er sich innerlich mit den Inhalten der NSDAP nicht identifiziert hat. Hier muss
Klarheit herrschen und deshalb ist es richtig, dass Oettinger das zurücknehmen musste. Er hat sich öffentlich
geäußert, also darf er auch öffentlich dafür kritisiert werden.
@ Nachtlaterne Doch: Typen, die ständig vom bösen Zeitgeist reden, sich aber alle seine Errungenschaften
(Demokratie mit freier Meinungsäußerung, Religionsfreiheit, Internet) nutzbar machen.
@ Alligator Das schlimmste aber ist die manipulierbare dumme Masse. Dumm weil ohne Zucht und Selbstkontrolle
auf Hedonismus ausgerichtet auf Geld, Vögeln und Urlaub. Sie vergaßen die andere dumme Masse: zu tiefes
Schnüffeln am Weihrauchfass, singen von gregorianischen Tropen bei gleichzeitigem Gift und Galle speien
ob so vieler Andersdenkender, reden von „liebe deine Feinde“ bei deren gleichzeitiger Diffamierung und
verbaler Verbannung in die Hölle… Wie war das noch: die beste Freundin des Fundamentalisten ist die
Selbstgerechtigkeit, mit der er seinen Urlaub auf x-net verbringt und viele unzüchtige Dinge anstellt.
@ möchtegern-kathole Ich sehe das anders. Für Nazis ist deshalb kein Platz innerhalb einer Demokratie,
weil sie die Demokratie bekämpfen. Dafür müssen sie erst gar nicht aus ihr rausgeworfen werden, sie
stehen per se außerhalb der demokratischen Gesellschaft. Wer die Menschenrechte, das Grundgesetz usw.
ablehnt, schließt sich selbst aus der Gesellschaft aus. Ansonsten: wie ich schon sagte: der beste Weg
ist die Diskussion, wie ich vorhin geschrieben habe. Aber nicht um der Neonazis willen (denn das hat keinen
Sinn), sondern um derer willen, die unschlüssig sind. Ich habe matt und Artois nur deshalb im Zusammenhang
mit Antisemitismus genannt, weil sie schon mehrfach antisemitische Sprüche auf x-net abgedrückt haben.
Ob sie Neonazis sind, kann ich nicht beurteilen, habe ich aber auch nicht behauptet.
@ Leblhuber @ Heinz Josef Ignorieren halte ich für die falsche Lösung. Auch wenn Antisemiten – und x-net
ist voll mit ihnen, z. B. Artois und matt – weitgehend beratungsresistent sind, muss ihnen widersprochen
werden. Zwar kann man sie nicht überzeugen, dafür aber andere Umstehende, die unentschlossen oder meinungslos
sind. Und die gibt es vielleicht auch hier. Mit Ignorieren lässt man Antisemiten nur noch mehr Raum,
stattdessen müssen sie begreifen, dass sie keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft haben, und
dass ihnen widersprochen wird, sobald sie ihren erbärmlichen Stumpfsinn zum Besten geben.
@ Artois Auf welchem Planeten leben Sie? Wann waren Sie das letzte Mal am Karfreitag in einer katholischen
(!) Liturgie, oder schlafen Sie zu den Großen Fürbitten bereits tief und fest? Dann wüssten Sie, wie
die Kirche zu den Juden steht.
Wahnsinn… Den Redakteuren von x-net ist auch wirklich nichts peinlich. Hab aber schon lange nicht mehr
über einen so dämlichen Artikel gelacht. Danke für’s aufmuntern!
@ matt Menschen wie Sie sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass uns Deutsche unsere Geschichte immer
wieder einholen wird, ja, und dass sie es sogar muss. Sie haben aus der NS-Vergangenheit nicht das Geringste
gelernt, repetieren in einer Tour die irrationalsten und dämlichsten antisemitischen Stereotypen, dass
einem nur schlecht werden kann vor so viel Stumpfsinn. Ist es Ihnen nicht peinlich, sich intellektuell
so unter Preis zu verkaufen?
@ Virfortis Das was sie als Diskriminierung betrachten ist in Wahrheit oft Nachstenliebe und Besorgniss
um das Heil des Nächsten wenn es in Liebe geschieht. Gut, dass Sie noch den Zusatz „wenn es in Liebe
geschieht“ hinzugefügt haben. Allerdings habe ich das hier bislang vergebens gesucht, denn was hier vorherrscht,
ist aggressiver Zynismus, der mit christlich-katholischem Zeugnis nicht viel gemein hat. Hier gilt meiner
Meinung nach noch immer der Satz von Friedrich Nietzsche bezüglich vieler hier versammelter Katholiken:
„Erlöster müssten sie aussehen.“ Sie können gerne anderer Meinung sein, oder der Auffassung sein, dass
bestimmte Menschen in Sünde leben. Aber mir fehlt bei all den Kandidaten der Ansatz bei sich selbst.
Sie beten gerne für andere (wenn sie diese nicht verbal schon in die Hölle befördert haben), kümmern
sich aber offenbar nicht um ihr eigenes Seelenheil. @ Gotthard Na herzlichen Glückwunsch! Passen Sie
auf, dass Sie nicht daran verzweifeln!
@ Virfortis Na ja, das, was man hier auf x-net zur Genüge nachlesen kann: „außerhalb der (katholischen)
Kirche gibt es kein Heil“ – das nennt man katholischen Fundamentalismus. Also diejenige Auffassung, dass
Menschen, die anderen Neigungen, Auffassungen, Religionen und Konfessionen angehören, ungestraft und
guten Gewissens verhöhnt und beleidigt werden dürfen. Dazu gehört das überall ablesbare Symptom, dass
die eigene Gesinnung, also die vermeintliche Gewissheit, die volle Wahrheit allein für sich gepachtet
zu haben, als Waffe gegen andere gerichtet werden darf, so wie es mein heißgeliebter Bruder Theophil
hier regelmäßig praktiziert, anstatt als positives Vorbild voranzugehen und das zu leben, was Jesus
uns Christen vorgelebt und aufgetragen hat: Liebet eure Feinde!
@ Gotthard Lieber Gotthard, seid etwa zwei Jahren bin ich auf x-net unterwegs und erlebe Sie in den Threads
als einen der wenigen, die sich auf den letztlich sinnlosen Kampf mit dem katholischen Fundamentalismus
einlassen. Warum tun Sie so etwas?
@ Yakumo Cordless Was soll ich dazu sagen? Der Vergleich von Bruder Theophil war einfach genial. So weit
ich informiert bin, war Hitler fanatischer Abtreibungsgegner (zumindest was die Deutschen anging). An
Sachlichkeit sind Bruder Theophils Analogien einfach nicht mehr zu übertreffen. Bravo! :)3
@ Bruder Theophil Sie (Alice Schwarzer )steht auf einer Gedankenlinie mit Hitler, Stalin und Dschingis
Khan. Ganz recht, Bruder Theophil, Sie vergaßen aber noch Bryan Adams und Donald Duck
@ Toby Es ist Unfug, die Einführung des Neuen Ritus für den Schwund der Gläubigen verantwortlich zu
machen, damit überschätzen Sie dessen Bedeutung ganz erheblich. Wie es Ministrant schon richtig dargestellt
hat, die Abnahme des Messbesuches hat in Deutschland (oder sagen wir besser Mitteleuropa) schon vor dem
Konzil eingesetzt. Die Gründe dafür liegen hauptsächlich außerhalb des kirchlichen Lebens. Es gehört
zu den Gründungslegenden traditionalistischer Gruppierungen, dass erst die Einführung der Neuen Messe
oder weiter gefasst, das 2. Vatikanische Konzil für den Zerfall des kirchlichen Lebens verantwortlich
ist. Wie es Ministrant schon gesagt hat: in anderen Teilen der Welt wächst das Christentum trotz des
Neuen Ritus, was dieser These nach ja gar nicht sein dürfte. Wir können auch in die USA schauen, wo
ein technisch hochgerüstetet und aufgeklärtes Land bei weitem nicht diese Säkularisierungstendenzen
(auch nicht bei den Katholiken) aufweist. Der Glaubensschwund ist in erster Linie ein mitteleuropäisches
Problem jenseits der theologischen Neuerungen . Mit dem Neuen Ritus tun sich vor allem nur die schwer,
die sich im alten häuslich eingerichtet hatten und sich nun liturgisch obdachlos fühlen. Aus diesem
Grund ist die Gruppe derjenigen, welche den Alten Ritus wiederhaben möchte, auch nur so verschwindend
klein, aber eben schrill, laut und polemisch – psychologisch gesehen eine verständliche Reaktion auf
die entstandene Unsicherheit und Orientierungslosigkeit bei einigen wenigen
@ Sozialkatholisch:Ich bin der Ansicht, daß Sie in weiten Teilen einer unberechtigten Kritik aufsi- tzen.
Wer die historisch-kritische Methode anwendet, ist damit noch lange kein Ungläubiger. Dass sie religiöse
Erfahrung nicht ersetzen kann, ist vollkommen klar, aber darum geht es ihr auch gar nicht. Natürlich
kann eine extreme Anwendung alles kaputt machen, die Texte nicht nur entzaubern, sondern auch sinnentleeren.
Aber derartige Extreme sind mir noch nicht untergekommen. Dadurch, dass die historisch-kritische Methode
auch stark die Sozialgeschichte mit einbezieht, werden viele Zusammenhänge und Anspielungen klarer. Damit
können überlieferte Glaubenswahrheiten auf einmal viel greifbarer und nachvollziehbarer werden. Damit
kann diese Methode sogar glaubensfördernd wirken, so wie es z.B. bei mir der Fall ist. Das Markus- oder
Johannesevangelium z.B. unter Einbezug der historischen und sozialen Hintergründe, die Rekonstruktion
von damaligen Wortbedeutungen verstärken den Aussagewert der Jesuslogien und bieten eine Verstehensbrücke
für viele Menschen, die nicht dazu in der Lage sind, auf überkommenen Wegen zum Glauben zu kommen, weil
sie nicht in einem katholischen Milieu aufgewachsen sind. Ich möchte Sie nicht bekehren, nur Sie darauf
hinweisen, dass die gegenwärtige universitäre Theologie bei weitem nicht so schlecht ist, wie sie auf
x-net dargestellt wird. Aber man merkt, dass es sehr viel Unkenntnis gibt, dass auf Sachen eingeprügelt
wird, deren Inhalte man gar nicht, oder nur vom Hörensagen kennt. Das ist einfach ärgerlich und schade.
Sorry für meinen ruppigen Ton :(3
@sozialkatholisch Was heißt hier weise? Ich sehe mich überhaupt nicht so. Ich sehe lediglich an Ihnen
und anderen Forumsteilnehmern, dass man sich auch vollkommen aus der Realität ausklinken und dafür ideologisch
verbrämtes dummes Zeug posten kann, das mit der Wirklichkeit einfach nichts zu tun hat. Wie gesagt, die
historisch-kritische Methode ist von Pius XII. 1943 (wieder) eingeführt worden, ein ziemlich unverdächtiger
Kandidat für die Zerstörung des Glaubens, nicht wahr? Wenn Sie hier vorbringen, dass man Liebe durch
die historisch-kritische Methode nicht erklären kann, bezeugt dies nur Ihre totale Unkenntnis der Sachlage.
Dies war nämlich nie ihr Anspruch und Aufgabenfeld. Sie wissen offenbar gar nichts von der Materie und
deshalb regen mich Ihre unqualifizierten Beiträge so auf. Sie glauben, dass mit dieser Methode die Wahrheit
verstellt oder verzerrt wird. Ich sage das genaue Gegenteil: erst durch sie gehen viele Sinnzusammenhänge
und Bedeutungen der Heiligen Texte auf, die Ihnen sonst komplett entgehen würden oder die durch eine
unreflektierte Anwendung auf die Gegenwart Verwirrung stiften. Nicht alles, was in der Bibel steht, hat
ewige Gültigkeit, sondern ändert sich mit den historischen und sozialen Kontexten. Aber es gibt auch
eben Aussagen, die ewig Bestand haben (wie z.B., dass Jesus der Sohn Gottes ist). Das bestreite ich in
keiner Weise. Ich habe übrigens nicht Christus angegriffen, sondern Ihre Sicht auf Christus, was aber
ebenfalls den ruppigen Ton erklären dürfte.
@VirFortis Was fehlt sind Prediger, Beter, Büßer und gute Beichtväter. – Keine pickeligen Gestalten
hinter Hornbrillen – Sind sie so einer ? Gewiss bin ich so einer. Wenn Sie echte Büßer brauchen… bitte,
gehen Sie mit gutem Beispiel voran und quatschen Sie kein dummes und unqualifiziertes Zeug über Dinge,
von denen Sie offensichtlich keine Ahnung haben. Das ist einfach lächerlich
@ Stimme aus dem kreutsnet :(3 Das beruhigt mich aber! Ich fühle mich schon ganz wohl auf der Seite,
wo der (religiöse) Wahnsinn ein Zuhause hat! Mit Bruder Theophil hatte ich schon mehrmals, allerdings
mit anderem Namen, Kontakt.
@ Bruder Theophil Ich möchte wirklich einmal von Ihnen wissen, wie Sie mit Ihrem christlichen Gewissen
so einen Umgang mit anderen Menschen vereinbaren können. Einerseits dieses Auserwähltheitsgefühl, das
elitäre Bewusstsein, zu den wenigen Aufrechten in dieser Welt zu gehören, und dann andererseits diese
bodenlose Frechheit Ihren Mitmenschen gegenüber. Ich lese schon seit längerer Zeit auf kreuz.net u.a.
auch Ihre Postings und ich frage mich ernsthaft, ob Sie sich dieser Kluft überhaupt noch bewusst sind.
Offenbar gelten für Sie die Ansprüche, die Sie an Ihre Mitmenschen stellen (das Richtige zu glauben
und zu tun) selbst nicht. Sie bezeichnen mich als einen schlechten Theologen, obwohl Sie von mir noch
kaum etwas wissen. Woher nehmen Sie sich dieses Recht? Beten Sie eigentlich nur für die Bekehrung anderer
oder auch für Ihre eigene Umkehr?
#89 Corbinian 23:46:34 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Bruder Theophil Ich weiß nicht, ob es noch weiter sinnvoll ist, mit jemandem weiterzudiskutieren, der
sich nicht schämt, Andersdenkende mit so viel Verachtung und Beleidigungen anzugehen. Wer so mit anderen
verfährt, legt für mich nicht Zeugnis für DIE Wahrheit ab, die er ständig bemüht, denn er ist offensichtlich
nicht von ihrer Kraft. Sie werden damit leben müssen, Bruder Theophil, dass es Pluralität in der christlichen
Theologie von Anfang an gegeben hat, dass es schon im NT eine Vielzahl von verschiedenen Christologien
gibt, dass es widersprüchliche Angaben zu Geschehnissen in den Evangelien gibt. Seitdem die ersten Christen
von Jesus sprachen, hatten sie unterschiedliches Überlieferungsmaterial mit Akzenten, die andere Gruppen
gar nicht hatten oder anders setzten. Das relativiert natürlich manches, muss aber nicht die Fundamente
treffen, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Was mir bei Ihnen fehlt, Bruder Theophil, ist die Erkenntnis,
dass Gottes- und Menschenliebe untrennbar zusammengehören. Sie reiten einerseits auf Glaubenswahrheiten
herum, die ich überhaupt nicht in Frage stelle, finden aber andererseits offenbar großen Gefallen daran,
unter der vermeintlichen Legitimität der Rechtgläubigkeit andere zu beleidigen und sich so richtig auszutoben.
Mit so einer Doppelmoral machen Sie sich zu einer Karikatur eines Christen.
#83 Corbinian 23:19:33 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Theophil Es ist eigentlich noch viel schlimmer. Diese „Theologen“ versuchen GOTT um SEINE Wahrheit zu
betrügen und machen Stückwerk aus SEINEN Worten. Diese Wahrheit, die Sie natürlich voll besitzen, gell?
Was ist schlecht an Fundamentakismus ? Jesus Christus der Auferstandene ist das Fundament unseres Glaubens.
Was kann schlecht sein in dem Bestreben IHM nachzufolgen und zu dienen ? Was schlecht ist an Fundamentalismus?
Der Fundamentalist hält seine eine Lesart des Evangeliums für die einzig wahre und diffamiert alle anderen,
die einen anderen Standpunkt dafür haben, z.B. mit Fäkalwörtern. Sie werden es vielleicht nicht glauben,
Bruder Theophil, aber Jesus Christus ist auch das Fundament meines Glaubens und auch ich bemühe mich,
ihm nachzufolgen. Ihre Äußerungen zeigen sehr deutlich, dass Sie sich selbst gegenüber nicht im geringsten
selbstkritisch gegenüber stehen, sondern sich das Recht selbstverständlich ableiten, andere Menschen,
die Sie nicht kennen, übelst zu beleidigen. Im Ernst: haben Sie noch ein Unrechtbewusstsein, dass Sie
auch gegen sich selbst richten oder sind Sie schon vollkommen der Selbstgerechtigkeit anheimgefallen?
#77 Corbinian 23:01:53 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Nachtlaterne @ Bruder Theophil Ihre verbalen Entgleisungen zeigen mir deutlich, dass ich es nicht mit
ernstzunehmenden Katholiken zu tun habe, sondern mit fundamentalistischen Glaubenshütern, denen jedes
(!) Mittel recht ist, ihre Sicht der Bibel als die einzig wahre hinzustellen und jeden Andersdenkenden
mit einem Haufen … zu vergleichen. Beichten Sie so etwas eigentlich, oder haben Sie ein gutes Gewissen
dabei? Oder ist so etwas bei Menschen o.k., die nicht so sind wie Sie?
#39 Corbinian 22:50:37 | Donnerstag, 12. April 2007
@Nachtlaterne Mit Verlaub, liebe Nachtlaterne, Sie wissen doch überhaupt nicht, wie ich zum Thema Abtreibung
stehe. Nun haben Sie einen vollkommen falschen Schluss gezogen. Das gleiche gilt für meine theologische
Position, von der Sie keine Ahnung haben. Sie kennen mich nicht im geringsten und glauben zu wissen, wer
und was ich bin. Das ist ganz schön jämmerlich, zeigt aber auch, in was für vorgeformten ideologischen
Denkschemata Sie sich bewegen. Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, ob es neben Ihrem kleinen
Denkhorizont auch noch andere theologische Positionen zu der Ihren gibt, die gar nicht weit von Ihrer
entfernt sind. Ihr pauschales Urteil über die theologischen Hochschulen zeigt mir ebenfalls deutlich,
dass Sie von der dort gelehrten Theologie nicht viel verstehen, sondern vielmehr das nachbrabbeln, was
Ihnen andere, ebenfalls Außenstehende, vorkauen. Ansonsten wüssten Sie, wie verschieden die dort gelehrten
Ansätze sind, so dass ein undifferenziertes Urteil mehr Schaden als Nutzen bringt. Ich habe überhaupt
kein Problem damit, wenn Sie nicht wissen, was an den deutschen theologischen Hochschule Sache ist. Nur
ist es wirklich peinlich und ärgerlich, sich so einen Blödsinn anhören zu müssen.
#65 Corbinian 22:10:55 | Donnerstag, 12. April 2007
@sozialkatholisch Die historisch-kritische Methode schließt überhaupt nicht aus, dass von Jesus heilende
Kräfte auf seine Mitmenschen ausgingen. Dass Jesus exorzistisch und heilend tätig war, gehört zu den
sichersten Erkenntnissen über seine historische Person, das stellt kein ernstzunehmender Exeget in Abrede.
Die Frage ist lediglich, was für eine Aussage für uns heute damit verbunden ist. Dass er die Naturgesetze
für einen Moment außer Kraft gesetzt hat? Oder steckt da mehr drin, eben die Message, dass Jesus befreiend,
heilend, rettend und versöhnend auf seine Umwelt wirkte? Die Wunder sind Zeichenhandlungen, sie sind
erfahrbarer Ausdruck vom angebrochenen Gottesreich. Selbst wenn die Wunder historisch so nicht stattgefunden
hätten (und es ist Konsens, dass die Evangelisten den überlieferten Stoff nach ihrem Bedarf verwendeten
und dadurch auch veränderten), nimmt das von ihrem Wahrheitsgehalt nicht das mindeste weg. Denn die Erfahrung
der Befreiung und Heilung der Menschen ist wahr und historisch – und dadurch eben kein Märchen, denn
Märchen sind frei erfundene Geschichten. Übrigens, Kaiser Vespasian hat – laut Überlieferung – ebenfalls
durch höhere Macht Wunder gewirkt (u.a. Blindenheilung). Was sagt uns das?
#35 Corbinian 21:48:33 | Donnerstag, 12. April 2007
@ matt Diese Kinderschlächter hingegen sind durch ihr Handeln bereits verdammt, ihre Seelen sind verkauft.
Es sind mordende, kaltblütige Bestien, keine Menschen mehr. Dem Satan gehören sie an. Woher wissen Sie
das so genau? Die Kirche hat von keinem Menschen der Welt gesagt, er sei in der Hölle. Die Entscheidung,
wer in die ewige Verdammnis kommt, die überlassen Sie mal lieber Gott. Wie weit würden Sie gehen, wenn
Sie behaupten, Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, seien keine Menschen mehr? Es gab mal eine schreckliche
Zeit, noch gar nicht so lange her, da konnte man sehen, wie leicht es war Menschen zu ermorden, die von
anderen als Nichtmenschen bezeichnet wurden. Würden Sie auch den Abzug betätigen?
#58 Corbinian 21:34:57 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Pater Lingen Ich studiere seit mehreren Jahren an einer katholischen Fakultät in Deutschland, die Sie
sicher als „modernistisch“ bezeichnen würden. In dieser ganzen Zeit ist es mir nicht ein einziges Mal
untergekommen, dass die Bibel dort von einem Prof. als ein „Märchenbuch“ bezeichnet wurde (weder von
Exegeten, Fundamentaltheologen, Dogmatikern). Ganz im Gegenteil: die Heilige Schrift wird dort mit großem
Ernst behandelt. Entsprechend werden Sie auch in deren Büchern und Aufsätzen solche Bezeichnungen oder
Auffassungen vergebens suchen. Auch als regelmäßiger Kirchgänger ist mir noch kein Priester begegnet,
der die Bibel entsprechend interpretiert. Ich halte solche Geschichten für dummes, fundamentalistisches
Geschwätz, das aus Einzelgeschichten von zweifelhafter Quelle einen gewaltigen Popanz macht, um dann
nach der starken Hand zu schreien, die „endlich einmal Ordnung in der Kirche und der Tehologie schafft“.
Die historisch-kritische Methode hat übrigens schon Pius XII. mit dem päpstlichen Schreiben „Divino
afflante Spiritu“ (1943) gutgeheißen und (wieder) in die kath. Theologie eingeführt, sie ist also kein
Produkt der sog. „V2-Sekte“. Wenn Sie schon mit so viel Abscheu gegen die zeitgenössische Theologie wettern,
warum geben Sie diese dann total verfälscht wieder? Wie soll man Ihre Statements bei so viel Blödsinn
nur ernst nehmen? Dass Ihr Religionslehrer keine Freude an Ihnen als Schüler gehabt hat, kann ich mir
bei so viel Unkenntnis gut vorstellen. Das ist ja schon peinlich!