Corbinian
Erstellt: 21:12:49 | Donnerstag, 12. April 2007
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59 Lesermeinungen
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„Ich glaube an die Gaskammern“
#436   Corbinian   00:22:34 | Freitag, 20. März 2009
@ Wahr-Sager, nach dem, was Sie mir zuletzt auf meine Einwände zurückgepostet haben,
muss ich davon ausgehen, dass Sie keinerlei ernsthaftes Interesse an einer historischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen haben und ich es stattdessen mit einem waschechten Neonazi, d.h. Überzeugungstäter zu tun habe. Sie haben ein geschlossen rechtsextremistisches Weltbild, das inzwischen so meilenweit von wissenschaftlicher Empirie und Glaubwürdigkeit entfernt ist, dass sich weitere Gespräche mit Ihnen schlichtweg erübrigen. Wenn Sie sämtliche NS-Täter, die etwas von Massenmord durch Giftgas zugegeben haben, für gekauft, manipuliert, gefoltert und eingeschüchtert erklären, ist das nur ein Zeichen für kompletten Realitätsverlust. Sie und Ihresgleichen haben ein pseudowissenschaftliches System geschaffen, dass auf alle eindeutigen Beweise „Gegenbeweise“ unter dem Deckmantel der „wissenschaftlichen Lauterkeit“ schafft, so dass Ihnen selbst mit eindeutigen Beweisen nicht beizukommen ist. Über Ihre Einwände braucht überhaupt nicht diskutiert zu werden, die Geschichtswissenschaft hat längst jede Zeile des Leuchterberichts und ähnlicher revisionistischer Literatur überprüft und widerlegt, dabei konnte die vollkommen stümperhafe Vorgehensweise ihrer Verfasser Einwand für Einwand klar herausgestellt werden. Nur dies noch: Ich fühle mich nicht schuldig für die Verbrechen, die von Deutschen begangen wurden, ich würde mich nur schuldig fühlen, wenn Menschen wie Ihnen wie ‘33 wieder das Feld überlassen würde. Zu Kremer: „Sonderbehandlung“ = Gaskammer (das müssten Sie doch eigentlich wisse…
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#248   Corbinian   00:18:01 | Donnerstag, 19. März 2009
@ Schakal 71
Auch wenn Sie es nicht gerne hören, aber Sie tun mir echt leid, wenn Sie diesen Mist wirklich glauben. Und immer wieder das gleiche Muster bei Ihnen und Ihresgleichen: Störende Aussagen werden verdreht und relativiert, bis sie passen, seriöse Forschung wird gar nicht erst zur Kenntnis genommen. Nur ja keine Gaskammern. Da haben die Täter ja noch mehr Geschichtsbewusstsein als Sie, der Sie sich als deren Anwalt gerieren…
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#242   Corbinian   00:06:31 | Donnerstag, 19. März 2009
@ Schakal 71
Und? Wo ist Ihr Beweis für diesen „Deal“? Alles dummes und absurdes Zeug! :-@
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#237   Corbinian   00:02:39 | Donnerstag, 19. März 2009
@ clarissa colonia
„Zügellose Polyandrie fredericianischen Ausmaßes“? Pffffffff… Ja da kann ich mir aber Schlimmeres vorstellen, z.B. ein gemeinsames Arbeits-Frühstück mit Hudal, Seefeldt und biomilch oder eine Autorenlesung im Grabert-Verlag. Einen Ruf habe ich bei den Vögeln ohnehin nicht zu verlieren. Bin ich aufgenommen? :-$ Bitte! Ich brauche hier Allianzen!!! :-[
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#217   Corbinian   23:48:31 | Mittwoch, 18. März 2009
@ Schakal 71
Wie kommen Sie auf diese These? Weil auch Klehr und Kaduk die Gaskammern in Auschwitz nicht in Frage stellten? Und Ihnen das nicht passt? Tja, dann muss da natürlich eine Verschwörung hinter stecken… Sie können doch Ihre Mutmaßung in keiner Weise belegen! Das ist richtig dummes Zeug, tut mir leid.
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#210   Corbinian   23:42:39 | Mittwoch, 18. März 2009
@ clarissa colonia
Aaah, ich war also mit Bärenbändiger vorhin gemeint! Nun, machte sich denn ein Bärenbändiger nicht gut in Ihro Schauspieltruppe, Majestät? :(3
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#198   Corbinian   23:34:09 | Mittwoch, 18. März 2009
@ clarissa colonia
Oh Mann, wo bin ich hier eigendlich? 31 Jahre musste ich alt werden, um einmal mit richtigen Alt- und Neonazis zu posten. Wow! Macht irgendwie wenig Sinn, so beratungsresistent wie die sind. Müssen wir damit rechnen, dass die immer mehr werden? Wenn ja, konvertiere ich zum Judentum oder werde Sozialdemokrat. Bei ersterem dürfte ich dann auch mal von einer der vielen Freimaurerlogen biomlich, hudal, carlosroberto und Co. Popkorn ins Dekollté werfen, während ich über die nächste rote Weltrevolution nachsinne. Machst Du mit?
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#191   Corbinian   23:20:48 | Mittwoch, 18. März 2009
@ carlosroberto
Belegen Sie mir diesen Schwachsinn mit dem „Deal“ zwischen Justiz und Tätern! Los, her mit den Beweisen. Was ist denn mit den Tätern des Auschwitz-Prozesses, die gestanden haben und lebenslänglich bekommen haben (Boger, Klehr, Kaduk u.a.)?
@ Alois Hudal
Es hat in Birkenau vier Krematorien gegeben mit Gaskammer (Krematorien II und III Gaskammern unterirdisch, Krematorien IV und V Gaskammern oberirdisch). Sie können Fotos davon in allen Publikationen zu dem Thema finden, ebenso die genauen Bauzeichnungen. Daneben gab es zwei Gaskammern in alten, dazu umgebauten ehem. Bauernhäusern (Bunker I und II) sowie das Krematorium I mit Gaskammer im „Stammlager“. Mensch, kaufen Sie sich mal ein ordentliches Buch zu dem Thema, dann würde Sie hier nicht so dummes Zeug reden. Andererseits: Publikationen zum diesem Thema, die nicht aus dem Grabert-Verlag sind, interessiert Sie doch gar nicht, stimmts?
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#182   Corbinian   23:05:58 | Mittwoch, 18. März 2009
@ Alois Bischof
In ihrem Text waren jetzt so viele sachliche Fehler, dass es mein Limit überschreiten würde, die richtigzustellen. Sie beziehen sich nicht nur auf völlig veraltete Quellen, sondern geben die auch noch falsch wieder. Höß gab nach seiner Verhaftung zu Protokoll, dass allein in seiner (!) Zeit als Kommandant zwischen 2-3 Millionen Juden in Auschwitz ermordet wurde. Diese Zahl ist von der Wissenschaft nie ernsthaft übernommen worden. Die Zahl der 4 Millionen Vergasten in Auschwitz haben die Sowjets in die Welt gesetzt und auch, wenn die Staatliche Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau an dieser Zahl bis Anfang der 90er Jahre aufgrund der kommunistische diktierten Geschichtspolitik festhielt, ging diese Zahl nie in die Rechnung der internationalen Holocaustforschung ein (sie war nie in den „6 Mio.“ enthalten), da seriöse Holocaustforscher schon sehr bald die Zahl als zu hoch bezeichneten. Inzwischen kann man aufgrund neuer Berechnungen durch neue Quellenfunde sehr sicher sagen, dass in Auschwitz mindestens 1,1, vielleicht aber auch 1,5 Millionen Menschen umkamen, ein Großteil davon in Gaskammern.
Wenn Sie allen Ernstes versuchen, mit irgendwelchen absurden Vergleichen die deutsche Kriegführung mit der alliierten gleichzustellen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn man Sie nicht für voll nimmt. Schon allein, wenn Sie Ursache und Wirkung verwechseln und angeblich vom IRK genannte Zahlen (die vom IRK selbst längst zurückgewiesen wurden) bemühen.
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#167   Corbinian   22:38:22 | Mittwoch, 18. März 2009
@ Wahrsager
Lesen Sie die Prozessakten der vielen NS-Prozesse, die es in der Bundesrepublik gegeben hat. Von manchen sind die Verhöre textlich ediert und auf Tonband zu hören (z.B. vom Frankfurter Auschwitz-Prozess). Dann werden Sie feststellen, dass SS-Täter die Existenz von Gaskammern in Auschwitz usw. nicht nur nicht bestritten, sondern sich lediglich darum bemühten, eine eigene Tatbeteiligung zu vertuschen. Der ehem. SS-Mann Hans Stark beschreibt z.B. ausführlich eine Vergasungsaktion (für Ihr voyeuristisches Interesse). Oder lesen Sie den „Broad-Bericht“ von dem SS-Mann Perry Broad (Buchtitel: „Auschwitz in den Augen der SS“), oder das abgedruckte Tagebuch des SS-Mannes Johann Paul Kremer, der von Vergasungen schreibt, denen er beigewohnt hat (ebenfalls im Buch „Auschwitz in den Augen der SS“). Und jetzt kommen Sie mir nicht mit so einem Quatsch wie „Is gefälscht – von Juden versteht sich“!
Sie kommen immer wieder auf diesen angeblichen Schuld-Komplex zu sprechen. Was meinen Sie konkret damit? Also ich fühle mich nicht schuldig, obwohl ich anerkenne, dass die Verbrechen so passiert sind. Ich bin selbst bei Treffen mit Polen und Juden nie in irgendeiner Weise angeklagt worden, sondern ganz im Gegenteil, sehr aufgeschlossen behandelt worden. Kann es sein, dass Sie einen zur Neurose gewordenen Schuldkomplex mit sich herumtragen, weil Sie sich zu viel mit braun gesinnten Menschen treffen, die Ihnen ständig irgendwas von Schuld, Schuld, Schuld einreden?
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#154   Corbinian   22:16:32 | Mittwoch, 18. März 2009
seefeldt: Was für Einfälle!
Sehen Sie? Wie gut und abwechslungsreich Deutsche foltern und morden konnten, haben sie ja ab ‘33 schon an ihrem eigenen Volksangehörigen unter Beweis gestellt. Oder leugnen Sie auch die KZs und Gestapogefängnisse mit ihren Foltergefängnisse? Doch wohl nicht, wenn Sie Hitler schon als Schwerstverbrecher bezeichnen, allerdings für nicht so schlimm wie Churchill ansehen o.O
Deutschland wird nicht verleugnet, das bilden Sie sich ein. Ich bin als Deutscher selbst nie in Polen, wo ich einige Zeit lebte und auch von Juden, mit denen ich Kontakt hatte, nicht ein einziges Mal für irgendwelche NS-Verbrechen verantwortlich gemacht oder in Haftung genommen worden. Das mit der Deutschlandverleugnung ist ein riesiger Popanz aus Ihrem rechten Lager. Sie reiten da permanent drauf rum, erfinden neue „Gegenbeweise“ und wundern sich, wenn Ihnen dieser Unsinn von der Öffentlichkeit um die Ohren gehauen wird. Wenn Juden und andere NS-Geschädigte sich darüber ärgern, kann ich das nur verstehen. Mich ärgert es auch, weil ich es niederträchtig finde und eines Deutschen nach 1945 nicht würdig.
Sie mögen sich als einen Zweifler bezeichnen. Nun, für jemanden, der sich ausschließlich auf Revisionistenmaterial stützt, dessen Material von vorn bis hinten kennt und propagiert und deren Rhethorik übernimmt („Holokaustiker“), wirken Sie aber nicht wie ein solcher, sondern wie ein rechts weit außen Stehender. Und mit dieser Vermutung liege ich, glaube ich, nicht allzu weit weg. Stimmts?
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#136   Corbinian   21:45:43 | Mittwoch, 18. März 2009
@sic et non: Ich kenne den Revisionismus sehr gut, der ist doch hier auf kreuz.net allgegenwärtig:
Gaskammerleugnung, Diffamierung der seriösen NS-Forscher, Verbreitung von pseudowissenschaftlichen Ergebnissen, Herunterrechnung der Opferzahlen, Propagierung von Verschwörungstheorien, Für-Dumm-Erklären von geständigen NS-Tätern (die Täter Broad und Mulka, auch Stark, waren übrigens nicht ungebildet und auch so dumme Menschen wie Kaduk und Klehr müssen durch ihre Beschränktheit nicht unter Halluzinationen leiden) – all das zeigt, dass sich auf kreuz.net braunes Gedankengut multipliziert. Die Autoren, die Du mir da genannt hast, haben längst ihre wissenschaftliche Entgegnung erhalten und werden zu Recht nicht als seriöse Stimmen ernst genommen. Und weißt Du warum? Nicht, weil es pervers und arm ist, 100%ig bewiesene Verbrechen und damit historische Schuld zu leugnen oder zu relativieren (das ist es zweifelsohne), sondern weil das Schrifttum handwerklich Schrott ist. Es steckt kein lauteres Interesse dahinter, etwa historische Sachverhalte aufzuklären, sondern einen von den Nazis vorgelebten und immer noch vorhandenen Nationalismus zu rekultivieren, der uns genau in die Verhältnisse ab ‘33 zurückführt. Ich bin als Historiker übrigens auch nicht so sicher, ob es vor dem Hintergrund der Meinungsfreiheit richtig ist, ob man solche Literatur kassieren soll. Deshalb schließe ich mich der Petition von Historikern an, die der Meinung sind, dass auch Falschaussagen und Fehlinterpretationen (Revisionismus) geäußert werden dürfen. Das macht Revisionisten auch nicht zu Märtyrern.
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#104   Corbinian   21:09:18 | Mittwoch, 18. März 2009
@ seefeldt: Sie beweisen wieder mal nichts
Dass Hilberg sich auf dem geschichtswissenschaftlichen Feld mehr als bewährt hat, dafür muss ich Ihnen – denke ich – keine Beweise liefern.
Ich bezweifel übrigens, dass Sie Hilberg überhaupt richtig wiedergeben. Würden Sie mir bitte die Quelle bei Hilberg nennen, auf der Sie Ihre Behauptung aufbauen?
Was Ihre Anmerkung mit den verschiedenen Vergasungsmethoden in Belzec betrifft, so verstehe ich deren Sinn nicht, was ist daran unklar? Zu den „Erfahrungen“ in Treblinka, auf die man in Auschwitz angeblich zurückgreifen konnte nur soviel: In Treblinka wurde nicht mit Zyklon-B getötet, sondern mit Kohlenmonoxyd (Dieselmotoren), so dass es irgendwelcher Erfahrungen aus Treblinka gar nicht bedurfte – das gleiche gilt für die anderen Vernichtungslager der „Aktion Reinhardt“ (Sobibor, Treblinka, Belzec). In Auschwitz wurde bereits ab 1941 mit Zyklon-B „versuchsweise“ vergast (sowjetische Kriegsgefangene in den Kellerzellen des Blocks 11), so dass es dort eigene „Erfahrungswerte“ mit dem Zyanid-Gas gab (was für eine perverse Sprache man benutzen muss, um mit Ihnen zu kommunizieren). Negative „Erfahrungswerte“ mit Kohlenmonoxyd wurden daher nicht erst in Treblinka, sondern schon bei der „Aktion T4“ (1940/41) und den Gaswagen des Vernichtungslagers Chelmno gesammelt (ab dem 8. Dezember 1941, also noch vor der Wannseekonferenz). Die Mörder von der „Aktion T4“ haben in allen Todeslagern der „Aktion Reinhardt“ mit ihren Kenntnissen die Tötungen dort durchgeführt und überwacht
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#62   Corbinian   19:52:55 | Mittwoch, 18. März 2009
@ Seefeldt
Ach ja, und was die Zeugenaussagen angeht. Ich habe von den zahllosen SS-Angehörigen gesprochen, die vor bundesdeutschen Gerichten angeklagt wurden und ausgesagt haben. Die sind ganz sicher nicht gefoltert worden und wenn ja, möchte ich gerne von Ihnen Beweise dafür sehen, dass in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, München ect. in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren spezielle Folterzellen für NS-Täter installiert waren. Vor bundesdeutschen Gerichten haben SS-Täter den Massenmord an den Juden durch Giftgas bestätigt.
Was die schriftlichen Beweise angeht (Baupläne, Listen) usw., so können Sie die in den Fußnoten der von mir angegebenen Literatur finden. Die Arbeit, die jetzt im einzelnen abzuschreiben, mache ich mir hier nicht. Sie können in den entsprechenden Archiven die Dokumente übrigens einsehen – sie sind frei zugänglich.
Leider muss ich feststellen, dass Sie, so wie Sie schreiben, weitgehend das braune Welt- und Geschichtsbild übernommen haben und sich in einer Welt voller Verschwörungstheorien und braunen Mythen bewegen, in denen u.a. böse Juden und profitgierige, umerzogene Historiker einen Medienkrieg gegen Deutschland betreiben. Dabei entgeht Ihnen offenbar, dass es vor allem Menschen wie Sie sind, die maßgeblich dafür Verantwortung tragen, dass die NS-Vergangenheit nicht zur Ruhe kommt. Indem Sie immer wieder den gleichen Unfug von angeblich nicht beweisbaren Gaskammern verbreiten und längst eindeutig bewiesene Fakten abstreiten, kocht alles wieder hoch.
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#54   Corbinian   19:14:45 | Mittwoch, 18. März 2009
@ Seefeldt
Wenn Sie Raul Hilberg den Status des Historikers absprechen, tut mir leid, dann kann ich wirklich nur noch lachen. Ich kann auch noch andere nennen: Christopher Browning, Saul Friedländer, Peter Longerich, Martin Broszat, Wolfgang Benz, Norbert Frei, Peter Steinbach… Wenn Sie die auch noch zu stümperhaften oder „umerzogenen“ Idioten stempeln, sorry, dann scheiden Sie für mich als ernstzunehmender Gesprächspartner aus.
Die deutschen Verbrechen sind so gut aufgearbeitet, dass es da überhaupt nichts zu diskutieren gibt – abgesehen von Detailfragen. Die grobe Linie ist mehr als klar und daran werden auch Sie mit Ihrem Geschichtsrevisionismus, der meilenweit von seriöser Wissenschaft entfernt ist, nichts uminterpretieren können. Bei Ihnen ist es doch so: Sie leiden darunter, dass Ihr Heimatland mit einer unvergleichlich großen historischen Schuld beladen und damit in die Geschichte eingegangen ist. Deshalb versuchen Sie, die deutsche Schuld durch absurde Vergleiche mit anderen Staaten zu relativieren, und sei es durch Erfindung von „Gegenbeweisen“. Man könnte Ihnen ein authentisches Foto einer Massenvergasung vor die Nase halten (wenn es das geben würde) und Sie würden es prompt für gefälscht erklären. Wegen Ihres nationalen Insuffizienzgefühls, das sich nach außen als „historisch ernsthaft interessiert und kritisch“ gewandet, können Sie die Taschenspielertricks mit dem Opferzahlen auch nicht lassen. Lassen Sie das, Sie machen sich wirklich lächerlich damit.
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#49   Corbinian   18:50:46 | Mittwoch, 18. März 2009
@ Seefeldt
Und noch was: Niemand bestreitet, dass auch Stalin ein übler Verbrecher war, nur ist es nicht die Aufgabe von uns Deutschen, die russische Vergangenheit auszubereiten. Wir haben vor unserer Tür zu kehren.
Ich finde es ehrlich gesagt krass, dass Sie Hitler, Churchill und Roosevelt zusammen in einen Topf werfen. Die alliierte Art der Kriegsführung hat sich hinsichtlich der Quantität und Qualität deutlich von der der Deutschen unterschieden. Halten wir doch mal fest: Deutschland und nur Deutschland hat den 2. Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen entfesselt, ganz Europa mit beispiellosen Terror überzogen und vor allem im Osten (Polen, balt. Staaten, Weißrussland und der Sowjetunion) einen gnadenlosen Rasse- und Weltanschauungskrieg geführt. Die auf der Wannsee-Konferenz von Heydrich anvisierte Zahl von 11 Mio. zu tötenden Juden ist dabei zur Hälfte in die Tat umgesetzt worden. Außerdem hat Nazi-Deutschland mit den Terrorangriffen auf Rotterdam, Coventry und London den totalen Bombenkrieg eingeleitet. Übrigens stellt auch niemand in Deutschland die Sinnlosigkeit der alliierten Luftangriffe in Frage, an ihre Opfer wird in allen Städten jedes Jahr gedacht. Nur werden Sie mit Ihrer Argumentation niemals erreichen können, alle Beteiligten am Zweiten Weltkrieg in einen Topf zu werfen – natürlich nur um den Preis der eigenen Glaubwürdigkeit. Zwar gab es auch von alliierter Seite Kriegsverbrechen, aber die können es mit den deutschen sicher nicht aufnehmen.So einfach ist die Sache nich…
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#36   Corbinian   18:25:09 | Mittwoch, 18. März 2009
@ Seefeldt
Da muss ich Ihnen leider widersprechen: Es existieren erdrückend viele Beweise und Indizien für den massenhaften Mord an Juden durch Giftgas in Auschwitz und den anderen Todeslagern. Die Nazis konnten nicht alle Dokumente vernichten. Außerdem brauchen Sie gar nicht erst die überlebenden Opfer zu „befangenen“ und daher unglaubwürdigen Zeugen erklären. Wenden Sie sich doch einfach den Tätern zu: Sie brauchen sich nur die Aussagen der Angeklagten (alles SS-Männer) durchlesen, die in Auschwitz Dienst taten und im Frankfurter „Auschwitz-Prozess“ Mitte der 60er Jahre aussagten, darunter der Adjutant des Lagerkommandanten Rudolf Höß. Weder er noch andere ehem. SS-Männer haben in dem Prozess bestritten, dass in Auschwitz Hunderttausende durch Zyklon-B vergast wurden (natürlich haben sie bestritten, dass sie selbst an den Mordaktionen beteiligt waren, konnten aber die Tötungs-Prozeduren sehr genau schildern), sondern haben dies ausdrücklich bestätigt. (Vgl. Hermann Langbein [Hg.], Der Auschwitz-Prozeß. Eine Dokumentation, 2 Bde., Frankfurt/Main 1995). Auch in anderen NS-Prozessen haben die Täter die massenhafte Vergasung zugegeben. Grundlegend für den Holocaust ist immer noch Raul Hilberg, Die Vernichtung der europäischen Juden, 3 Bde., Frankfurt/Main 1999, 9. Auflage. Darin finden Sie auch Hinweise auf die Quellen. An der systematischen Vernichtung der Juden mittels Giftgas gibt es nicht den geringsten Zweifel
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#166   Corbinian   00:30:45 | Mittwoch, 18. April 2007
@ Tja, Herr Stöhr
Wäre der Islam nicht gewesen, gäbe es auch keine Scholastik, über ihn kamen wir an Aristoteles…
Da können Sie kotzen soviel sie wollen!
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#163   Corbinian   00:20:14 | Mittwoch, 18. April 2007
@ RodolfoPanetta: Ich sehe sehr wohl, dass es in Deutschland erhebliche Integrationsprobleme gibt.
Aber die löst man nicht, indem man Ausländer einfach die Einreise verweigert und sich einmauert. Vor allem löst man sie nicht mit populistischen Plakatparolen, in denen Ausländer eindeutig negativ dargestellt werden, als Fremdkörper, die die deutsche Seele zerstören. Sie können mir nicht weismachen, dass Sie nicht bewusst mit xenophoben Gefühlen in Deutschland spielen.
Wissen Sie, ich habe grundsätzlich nichts gegen Patrioten, denn Patriotismus heißt, dass man stolz auf das ist, für das man steht. Nur haben nationale Patrioten einen fast zwanghaften Zug zum Egoismus und zur Verharmlosung der eigenen Schwächen und Fehler, mit fürchterlichen Folgen für die historische Wahrheit der deutschen Geschichte. Sie rechnen auf, Gedenken ausschließlich der eigenen Toten, bestellen revisionistische „Historiker“ (wie z.B. Uhle-Wettler), um die historische deutsche Schuld zu relativieren usw.
Was das christliche Europa angeht: das ist bereits zerstört. Und wir stehen erst am Anfang eines gewaltigen Transformationsprozesses, den Sie nicht einfach nur den Sozialisten, Kapitalisten und dem Islam zuschreiben können. Das Rezept dagegen besteht für mich nicht in der Flucht in eine vermeintlich sichere Festung. Pluralismus ist nicht nur Zersetzung und Verderben, sondern auch Bereicherung und Fortkommen. Was wäre J.S. Bach ohne die Einflüsse eines G. Frescobaldis, oder eines N. de Grigny, die christl. Theologie ohne die islamischen Einflüsse im Mittelalter?
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#154   Corbinian   23:53:25 | Dienstag, 17. April 2007
@ Graf Zahl
Ihnen liegt nichts an Ihrem eigenen Volk, darum ist
Ihnen dessen Fortbestand schnuppe.
Das sehen Sie leider total falsch. Mir liegt sehr viel an Deutschland und seinem Fortbestand. Aus diesem Grunde habe ich auch nicht das geringste Interesse am Erstarken von rechtsextremen Gruppierungen, die den inneren Frieden in Deutschland stören und Jagt auf Ausländer machen, ob real oder im Internet. Inzwischen haben rechtsextremistische Straftaten (die nur die Konsequenz Ihrer Ansichten sind) ein solches Ausmaß angenommen, dass man sich wirklich fragen kann, ob nicht sie zum hauptsächlichen Problem der inneren Sicherheit werden.
Sie denken völkisch, genauso wie es die Nazis getan haben. Das heißt: als Deutscher wird man geboren, Deutscher wird man nicht. Allein unter völkischen Gesichtspunkten ist so ein Denken vollkommener Mumpitz, denn damit besiegeln Sie das Aussterben der Deutschen endgültig. Der Fortbestand der Deutschen wird mit völkischem Denken nicht zu machen sein.
Sie haben offenbar, wie fast alle extremen Nationalisten, eine unsichere Persönlichkeit, die sich von allem was fremd ist, bedroht fühlt, und durch radikale Abschottung schützen will. Die Reps, aber auch die DVU und die NPD weisen darin die gleichen Merkmale auf: hier sammeln sich von den schwer durchschaubaren Zeitverhältnissen verängstigte und paralysierte Menschen, denen ein pervertierter Nationalismus als Kompensat der eigenen ich-Schwäche dient. Nationalismus ist daher vor allem ein psychologisches Problem.
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#147   Corbinian   23:31:37 | Dienstag, 17. April 2007
@ Graf Zahl
„Für ein freies und heiliges Deutschland…“
Frei von Ausländern und dadurch heilig, oder wie? Menschen wie Ihresgleichen (dazu gehören auch Herr Dr. Heger und der Verfasser dieses x-net-Artikels Rodolfo Panetta) geben sich immer wieder dem Irrglauben hin, durch einen aufgeblasenen Nationalismus frei von der deutschen Schandgeschichte zu werden, und reiten sich selbst und alle Deutschen damit nur noch tiefer in den Dreck. Je mehr Sie dumpfe nationalistische Reden von einem heiligen Deutschland schwingen, dabei auf Israel herumhauen ohne die eigene schwarze Geschichte auch nur zu erwähnen, desto stärker kommen Sie mit der geschichtlichen Wahrheit in Konflikt – und auf die passen bei weitem nicht nur Juden auf. Diese geschichtliche Wahrheit wird Ihnen immer wieder zum Verhängnis werden, was Ihr nationales Insuffizienzgefühl und dadurch Ihren Hass auf Ausländer nur noch verstärken dürfte. Das ist ein gefährlicher Teufelskreis, aus dem Sie unbedingt aussteigen sollten – gefährlich für unsere Mitbürger aus der Türkei, aus Griechenland, Italien, Frankreich, England…
@ Rodolfo Panetta
Ist das Ihr richtiger Name oder nur ein Nick? Falls ersteres der Fall sein sollte, haben Sie offenbar keine deutschen Vorfahren. Mit anderen Worten: Sie hätten – zumindest dem Parteiprogramm der Reps zufolge – keine Möglichkeit, deutscher Staatsbürger zu werden und die Reps zu wählen (denn Ausländer hätten laut den Reps gar kein Wahlrecht). Sie hätten dann lediglich den Status eines geduldeten Gaste
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#142   Corbinian   23:01:15 | Dienstag, 17. April 2007
@ Graf Zahl
Haben Sie nie gelernt, dass Deutschland aufgrund der Geschichte gegenüber Israel in einer ganz besonderen Verantwortung steht? Und dass uns Deutsche das Existenzrecht Israels eine Selbstverständlichkeit seit sollte? Offenbar nicht. Aus Ihnen spricht der alte Judenhass, der genau die Verhältnisse bewirkt hat, die er nun bejammert und bekämpft.
Ihr Posting zeigt einmal mehr, aus was sich chauvinistischer Nationalismus speist: Egoismus, Angst, Neid und das Gefühl, zu kurz gekommen zu sein. Wie ist es bei Ihnen zu Hause? Wenn Sie z.B. Gäste haben? Hauen Sie sich selbst erst einmal den Teller voll, bevor Sie dem Gast etwas zu Essen anbieten? Nach dem Motto: erst die eigene Familie?
Nun ist es aber so, dass Immigranten in Deutschland nicht nur Gäste sind, sondern hier als Deutsche leben. Und zwar, weil ihre Vorfahren am deutschen Wirtschaftswunder mitgewirkt haben, an dem auch Sie heute noch partizipieren. Dann gibt es viele, die aus Gründen der Verfolgung nach Deutschland kommen, denen Sie aber die Tür vor der Nase zuschlagen würden, weil sie in Ihren Augen in der Mehrzahl natürlich Asylbetrüger sind (denken Sie mal an die Heilige Familie). Das war mir schon immer ein Rätsel,
dass selbst ernannte „echte“ Christen die rigidesten Maßnahmen gegen Fremde befürworten, anstatt hier Christsein einmal praktisch werden zu lassen.
Ihr Nick ist übrigens eine Beleidigung für jenen Bischof, aus dessen Bistum ich stamme.
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#136   Corbinian   21:57:32 | Dienstag, 17. April 2007
@ RodolfoPanetta
Ich weiß im Übrigen nicht, inwiefern ich die Reps mit bloßen Unterstellungen überhäuft haben sollte. Bei einem erneuten Blick auf das Parteiprogramm kann ich zu keinem anderen Schluss kommen. Sie betreiben einen Nationalismus, der als erstes diejenigen trifft, die nicht als Deutsche geboren sind, aber in Deutschland leben. Sie schaffen damit eine Bevölkerungsgruppe zweiter Klasse. Wenn ich mir Ihre Vorstellungen von polizeilicher Präsenz ansehe, oder auch den rigiden Entwurf einer deutschen Justiz, hätten wir hier beinahe Verhältnisse wie in einem Polizeistaat. Sie wollen vollkommen unkritisch deutsche Soldaten ehren, die an einem von Anfang an verbrecherischen Krieg teilgenommen haben, und das wider die historischen Forschungsergebnisse der letzten 30 Jahre. Ihr Heimatbegriff entstammt einer von der NSDAP pervertierten Blut- und Bodenideologie, in der kein Nichtdeutscher ein grundsätzliches Bleiberecht hat. Die deutsche Präsenz im Ausland soll dagegen zunehmen (z.B. durch den Ausbau der Goethe-Institute), um anderen Ländern die Hochwertigkeit von deutschen Kulturgütern zu demonstrieren, während Sie jedwede Form ausländischer Einflüsse in Deutschland unterbinden bzw. begrenzen wollen (bis hin zur Musik).
Ich lese in Ihrem Parteiprogramm nur: deutsch, Deutschland, deutsche Sprache, deutsche Kultur… Das Prinzip ist immer: wir – und die Ausländer, die wir von uns fernhalten müssen, um nicht unterzugehen. Ein Nationalismus also, der sich durch Ausgrenzung anderer konstituiert.
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#129   Corbinian   21:07:11 | Dienstag, 17. April 2007
@ RodolfoPanetta
Ist für Sie jeder Hinweis auf die Verbrechen der israelischen Armee bereits „Antisemitismus“?
Nein, das ist er gewiss nicht. Nur ist die Frage, aus welchen Motiven heraus Israel kritisiert wird. Und da ist leider allzu oft ein antisemitischer Impetus festzustellen. Es sind vor allem Menschen aus dem rechten Spektrum, wie z. B. Martin Hohmann, die ihr nationales Minderwertigkeitsgefühl an Israel hochzuziehen versuchen, indem sie Israel zum „Tätervolk“ umdeuten, eine Bezeichnung, die bislang eher den Deutschen galt. Ist die israelische Vorgehensweise gegenüber den Palästinensern (die man gerne kritisieren kann) erst einmal auf eine Stufe mit den NS-Verbrechen gestellt, darf auch dem Zentralrat der Juden in Deutschland der Mund verboten werden, denn was zeigen die Juden mit dem Finger auf uns, wenn sie selbst Massenverbrecher sind? Dann erwähnt man noch, dass auffallend viele Juden im Kommunismus aktiv waren und führt die zig Millionen Toten an, die der Kommunismus gefordert hat, dann erklärt man noch palästinensische Flüchtlingslager zu KZ’s, und schon ist man fein raus aus der deutschen Schandgeschichte, die dann gar nicht mehr so singulär erscheint.
Die Kritik, die von rechten Parteien an Israel gerichtet wird, hat System und kommt nicht aus einer natürlichen Empörung der dortigen Verhältnisse. Der Staat Israel wird kritisiert, weil seine jüngste Geschichte so stark auf die jüngste deutsche Vergangenheit verweist. Juden stören das deutsche Nationalgefühl, weil sie erinnern.
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#125   Corbinian   20:44:56 | Dienstag, 17. April 2007
@ matt
Da muss ich Sie leider enttäuschen, ich kenne den Pentateuch recht gut. Aber wenn dies schon göttliche Gebote sind, warum wurden sie dann nach und nach abgeschafft? Warum werden Menschen heute nicht mehr (im europäischen Kontext) wegen Zauberei, Homosexualität, Glaubensabfall usw. getötet? Weil der Mensch zu einer tieferen Einsicht gekommen ist, weil er die Todesstrafe mehr und mehr als archaisch, unethisch empfindet? Oder ist das einfach nur als Nachlässigkeit in Staat und Kirche zu sehen?
Wenn Sie schon mit dem AT um die Ecke kommen, würden Sie eine Wiedereinführung der Todesstrafe zu diesen genannten Beispielen befürworten, oder gar selbst Ihre Unterschrift unter das Urteil setzen (s. Filbinger)?
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#122   Corbinian   20:26:22 | Dienstag, 17. April 2007
@ Stöhr
Wie ist dann das göttliche Gebot „Du sollst nicht töten“ sonst zu verstehen? War das ein Schnellschuss, oder gab es einen Subtext innerhalb des Dekalogs? Klären Sie mich auf!
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#120   Corbinian   20:17:50 | Dienstag, 17. April 2007
@ möchtegern-kathole
Ich widerspreche Ihnen, denn ich halte die Todesstrafe für unvereinbar mit dem Dekalog, dem Grundgesetz unseres Glaubens. Wer sich z. B. gegen Abtreibung einsetzt, kann nicht die Todesstrafe gutheißen, zumindest würde das göttliche Gebot „Du sollst nicht töten“ ihren Sinn einbüßen. Die Todesstrafe ist m. E. widersinnig. Ich kann nicht Leben retten, indem ich es auslösche – egal wessen Leben es ist. Für mich gilt die Unversehrtheit des Leibes absolut. Aus diesem Grund halte ich die Todesstrafe, aber auch Folter für moralisch verwerflich. Wenn ich als Christ postuliere, dass jedem Menschen aufgrund seiner Gottebenbildlichkeit eine unveräußerliche Würde zukommt, dann kann ich sie als Mensch auch niemandem absprechen, selbst Massenmördern nicht und Fahnenflüchtigen (wer weiß, was für ein Motiv dahintersteckt) erst recht nicht.
Außerdem wird die Verhängung der Todesstrafe, wenn ich bei Ihnen bleibe, zu einer reinen Ermessenssache. Sie lehnen den Bundeswehreinsatz in Afganistan und im Irak ab. Das ist Ihr gutes Recht. Aber den Bundeswehrauftrag kann man auch vollkommen anders interpretieren. Wer hat nun Recht?
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#104   Corbinian   17:34:46 | Dienstag, 17. April 2007
@ Artois
Hmmmm, interessante These. Wie erklären Sie sich dann das Zustandekommen dieser gigantischen Massenverbrechen ohne die Mitwirkung aller administrativen Bereiche in Deutschland?
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#101   Corbinian   17:27:09 | Dienstag, 17. April 2007
@ Heger
Ich verurteile die verhängte Todesstrafe generell, habe sie aber nur im deutschen Kontext erwähnt, weil die deutsche Geschichte nun einmal meine Geschichte ist. Ich habe nicht die Vergangenheit von anderen Ländern aufzuarbeiten.
Meine Kommentare über die Reps kommen aus langjähriger Erfahrung. Ein Blick auf deren Homepage oder auf die Kommentare einiger Poster hier (einschließlich Sie) zeigt, dass ich nicht ganz Unrecht habe. Nationalismus, Antisemitismus, Revisionismus, Ausländerfeindlichkeit… alles da. Beweisen Sie das Gegenteil!
Warum ist es materiell rechtens, einen Menschen zu töten, der Fahnenflucht begangen hat? Das sollten Sie näher begründen!
Die Todesstrafe für Fahnenflüchtige muß heute wie gestern „wachen Menschen“ als je nach Umständen angemessen erscheinen.
Schon einmal von dem universal geltenden Tötungsverbot gehört? Oder stand auf der mosaischen Gesetzestafel noch etwas Kleingedrucktes drauf?
Nur ein Beispiel zu Uhle-Wettler, dem „herausragenden“ Historiker: er hat nicht einen Beweis für seine vollkommen absurde Behauptung anführen können, dass der Angriff auf die Sowjetunion ein Präventivkrieg gewesen ist. Sie seriöse Militärgeschichtsforschung, die Sie als gekauft verunglimpfen, weist schon seit Jahrzehnten nach, dass es für diese Behauptung keinen einzigen vernünftigen Beweis gib
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#96   Corbinian   17:02:53 | Dienstag, 17. April 2007
@ RodolfoPanetta
Doch jetzt ist Gott sein Richter – nicht die Menschen.
Sie haben Recht, zwar bleibt Gott sein letzter Richter, aber auch wir müssen auf Erden unsere Schlüsse aus dem Verhalten Filbingers ziehen. Wenn wir anfangen uns jedes Urteil über die Handlungen anderer zu versagen, mit dem Vorwand, dass wir ja nicht wissen würden, wie wir reagiert hätten, können wir uns jede Diskussion über Moral sparen.
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#90   Corbinian   16:46:12 | Dienstag, 17. April 2007
@ RodolfoPanetta
Die Partei der Reps weist sicher entscheidende Unterschiede zur NPD auf (die ja dezidiert antichristlich ist), allerdings gibt es auch erschreckende Schnittstellen. Wie gesagt zum einen den extremen Nationalismus, der mit einer mehr oder weniger unverhohlenen Ausländerfeindlichkeit einhergeht, dann der Antisemitismus, der hier deutlich zum Tragen kommt (die Juden sind Schuld, dass wir Deutsche nicht stolz auf unser Land sein dürfen, bzw. selbst Schuld daran, dass es Antisemitismus gibt); dann der ostentative Geschichtsrevisionismus, der die Deutschen durch pseudowissenschaftliche Untersuchungen (von der Qualität eines Uhle-Wettler) von der Verantwortung für den Kriegsausbruch bzw. die dort geschehenen Massenverbrechen entlasten soll; das permanente Gerede davon, wir Deutsche wären nicht Herren in unserem eigenen Land bla bla bla… Das sind typische Chararkterzüge einer rechtsextremen Partei.
@ Heger
Sie sind also der Meinung, dass Filbinger moralisch gerechtfertigt ist, weil er den damals herrschenden Richtlinien (die auch schon damals für wache Menschen verbrecherischen Charakter hatten) gefolgt ist? Demnach hätten sich SS-Männer, die das Gas in die Kammern von Auschwitz, Treblinka usw. schütteten, oder Angehörige der Einsatzgruppen auch nicht schuldig gemacht – sie haben ja nur geltende Weisungen befolgt, die damals rechtens war. Glauben Sie nicht an so etwas wie eine übergeordnete Moral, der auch staatliche Gesetze unterstehen? Und darf man an so etwas nicht erinnern?
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#62   Corbinian   15:11:27 | Dienstag, 17. April 2007
@ Republikaner
Wir Republikaner im Kreis Freudenstadt schämen uns für die politische Kultur im heutigen Deutschland.
Das tue ich auch. Es ist eine Schande für unser Land, dass es in ihm noch so eine Partei wie die Republikaner oder andere rechtsradikale Parteien gibt. Sie und ihre peinlichen Wortmeldungen sind der maßgebliche Grund dafür, dass die deutsche Geschichte nicht zur Ruhe kommt. Für ihr nationales Insuffizienzgefühl machen sie natürlich wieder die Juden verantwortlich, irgendwie wiederholt sich in manchen Punkten die deutsche Geschichte. Vielleicht sollten die Reps sich einmal klarmachen, dass es vor allem die Hinterbliebenen der zum Tode verurteilten Opfer sind, die eine Klage gegen Oettinger anstrengen, und nicht der Zentralrat der Juden. Wir können nur froh sein, dass wir diesen Rat in Deutschland haben, x-net ist der lebende Beweis dafür, dass wir ihn bitter nötig haben.
Im Fall Filbinger geht es um die historische Wahrheit, und es ist sicher nicht falsch zu erklären, dass dieser kein Widerstandskämpfer gewesen ist – auch wenn er sich innerlich mit den Inhalten der NSDAP nicht identifiziert hat. Hier muss Klarheit herrschen und deshalb ist es richtig, dass Oettinger das zurücknehmen musste. Er hat sich öffentlich geäußert, also darf er auch öffentlich dafür kritisiert werden.
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#95   Corbinian   22:17:58 | Montag, 16. April 2007
@ Alligator
Nur weiter so mit Ihrem coming out! Sie sind ja ein echter katholischer Taliban! Wie süß!
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#91   Corbinian   22:06:15 | Montag, 16. April 2007
@ Nachtlaterne
Doch: Typen, die ständig vom bösen Zeitgeist reden, sich aber alle seine Errungenschaften (Demokratie mit freier Meinungsäußerung, Religionsfreiheit, Internet) nutzbar machen.
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#86   Corbinian   21:51:45 | Montag, 16. April 2007
@ Alligator
Das schlimmste aber ist die manipulierbare dumme Masse. Dumm weil ohne Zucht und Selbstkontrolle auf Hedonismus ausgerichtet auf Geld, Vögeln und Urlaub.
Sie vergaßen die andere dumme Masse: zu tiefes Schnüffeln am Weihrauchfass, singen von gregorianischen Tropen bei gleichzeitigem Gift und Galle speien ob so vieler Andersdenkender, reden von „liebe deine Feinde“ bei deren gleichzeitiger Diffamierung und verbaler Verbannung in die Hölle… Wie war das noch: die beste Freundin des Fundamentalisten ist die Selbstgerechtigkeit, mit der er seinen Urlaub auf x-net verbringt und viele unzüchtige Dinge anstellt.
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#47   Corbinian   21:11:11 | Montag, 16. April 2007
@ möchtegern-kathole
Ich sehe das anders. Für Nazis ist deshalb kein Platz innerhalb einer Demokratie, weil sie die Demokratie bekämpfen. Dafür müssen sie erst gar nicht aus ihr rausgeworfen werden, sie stehen per se außerhalb der demokratischen Gesellschaft. Wer die Menschenrechte, das Grundgesetz usw. ablehnt, schließt sich selbst aus der Gesellschaft aus.
Ansonsten: wie ich schon sagte: der beste Weg ist die Diskussion, wie ich vorhin geschrieben habe. Aber nicht um der Neonazis willen (denn das hat keinen Sinn), sondern um derer willen, die unschlüssig sind.
Ich habe matt und Artois nur deshalb im Zusammenhang mit Antisemitismus genannt, weil sie schon mehrfach antisemitische Sprüche auf x-net abgedrückt haben. Ob sie Neonazis sind, kann ich nicht beurteilen, habe ich aber auch nicht behauptet.
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#45   Corbinian   20:38:27 | Montag, 16. April 2007
@ Leblhuber @ Heinz Josef
Ignorieren halte ich für die falsche Lösung. Auch wenn Antisemiten – und x-net ist voll mit ihnen, z. B. Artois und matt – weitgehend beratungsresistent sind, muss ihnen widersprochen werden. Zwar kann man sie nicht überzeugen, dafür aber andere Umstehende, die unentschlossen oder meinungslos sind. Und die gibt es vielleicht auch hier. Mit Ignorieren lässt man Antisemiten nur noch mehr Raum, stattdessen müssen sie begreifen, dass sie keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft haben, und dass ihnen widersprochen wird, sobald sie ihren erbärmlichen Stumpfsinn zum Besten geben.
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#41   Corbinian   19:10:04 | Montag, 16. April 2007
@ Artois
Auf welchem Planeten leben Sie? Wann waren Sie das letzte Mal am Karfreitag in einer katholischen (!) Liturgie, oder schlafen Sie zu den Großen Fürbitten bereits tief und fest? Dann wüssten Sie, wie die Kirche zu den Juden steht.
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#37   Corbinian   19:05:19 | Montag, 16. April 2007
Wahnsinn…
Den Redakteuren von x-net ist auch wirklich nichts peinlich. Hab aber schon lange nicht mehr über einen so dämlichen Artikel gelacht. Danke für’s aufmuntern!
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#38   Corbinian   18:49:54 | Montag, 16. April 2007
@ matt
Menschen wie Sie sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass uns Deutsche unsere Geschichte immer wieder einholen wird, ja, und dass sie es sogar muss. Sie haben aus der NS-Vergangenheit nicht das Geringste gelernt, repetieren in einer Tour die irrationalsten und dämlichsten antisemitischen Stereotypen, dass einem nur schlecht werden kann vor so viel Stumpfsinn. Ist es Ihnen nicht peinlich, sich intellektuell so unter Preis zu verkaufen?
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#30   Corbinian   22:50:20 | Sonntag, 15. April 2007
@ Virfortis
Das was sie als Diskriminierung betrachten ist in Wahrheit oft Nachstenliebe und Besorgniss um das Heil des Nächsten wenn es in Liebe geschieht.
Gut, dass Sie noch den Zusatz „wenn es in Liebe geschieht“ hinzugefügt haben. Allerdings habe ich das hier bislang vergebens gesucht, denn was hier vorherrscht, ist aggressiver Zynismus, der mit christlich-katholischem Zeugnis nicht viel gemein hat. Hier gilt meiner Meinung nach noch immer der Satz von Friedrich Nietzsche bezüglich vieler hier versammelter Katholiken: „Erlöster müssten sie aussehen.“ Sie können gerne anderer Meinung sein, oder der Auffassung sein, dass bestimmte Menschen in Sünde leben. Aber mir fehlt bei all den Kandidaten der Ansatz bei sich selbst. Sie beten gerne für andere (wenn sie diese nicht verbal schon in die Hölle befördert haben), kümmern sich aber offenbar nicht um ihr eigenes Seelenheil.
@ Gotthard
Na herzlichen Glückwunsch! Passen Sie auf, dass Sie nicht daran verzweifeln!
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#25   Corbinian   22:22:32 | Sonntag, 15. April 2007
@ Virfortis
Na ja, das, was man hier auf x-net zur Genüge nachlesen kann: „außerhalb der (katholischen) Kirche gibt es kein Heil“ – das nennt man katholischen Fundamentalismus. Also diejenige Auffassung, dass Menschen, die anderen Neigungen, Auffassungen, Religionen und Konfessionen angehören, ungestraft und guten Gewissens verhöhnt und beleidigt werden dürfen. Dazu gehört das überall ablesbare Symptom, dass die eigene Gesinnung, also die vermeintliche Gewissheit, die volle Wahrheit allein für sich gepachtet zu haben, als Waffe gegen andere gerichtet werden darf, so wie es mein heißgeliebter Bruder Theophil hier regelmäßig praktiziert, anstatt als positives Vorbild voranzugehen und das zu leben, was Jesus uns Christen vorgelebt und aufgetragen hat: Liebet eure Feinde!
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#22   Corbinian   22:08:14 | Sonntag, 15. April 2007
@ Gotthard
Lieber Gotthard, seid etwa zwei Jahren bin ich auf x-net unterwegs und erlebe Sie in den Threads als einen der wenigen, die sich auf den letztlich sinnlosen Kampf mit dem katholischen Fundamentalismus einlassen. Warum tun Sie so etwas?
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#43   Corbinian   22:01:31 | Sonntag, 15. April 2007
@ Yakumo Cordless
Was soll ich dazu sagen? Der Vergleich von Bruder Theophil war einfach genial. So weit ich informiert bin, war Hitler fanatischer Abtreibungsgegner (zumindest was die Deutschen anging). An Sachlichkeit sind Bruder Theophils Analogien einfach nicht mehr zu übertreffen. Bravo! :)3 :-(
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#41   Corbinian   21:49:24 | Sonntag, 15. April 2007
@ Bruder Theophil
Sie (Alice Schwarzer )steht auf einer Gedankenlinie mit Hitler, Stalin und Dschingis Khan.
Ganz recht, Bruder Theophil, Sie vergaßen aber noch Bryan Adams und Donald Duck
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#113   Corbinian   15:04:16 | Sonntag, 15. April 2007
@ Toby
Es ist Unfug, die Einführung des Neuen Ritus für den Schwund der Gläubigen verantwortlich zu machen, damit überschätzen Sie dessen Bedeutung ganz erheblich. Wie es Ministrant schon richtig dargestellt hat, die Abnahme des Messbesuches hat in Deutschland (oder sagen wir besser Mitteleuropa) schon vor dem Konzil eingesetzt. Die Gründe dafür liegen hauptsächlich außerhalb des kirchlichen Lebens. Es gehört zu den Gründungslegenden traditionalistischer Gruppierungen, dass erst die Einführung der Neuen Messe oder weiter gefasst, das 2. Vatikanische Konzil für den Zerfall des kirchlichen Lebens verantwortlich ist. Wie es Ministrant schon gesagt hat: in anderen Teilen der Welt wächst das Christentum trotz des Neuen Ritus, was dieser These nach ja gar nicht sein dürfte. Wir können auch in die USA schauen, wo ein technisch hochgerüstetet und aufgeklärtes Land bei weitem nicht diese Säkularisierungstendenzen (auch nicht bei den Katholiken) aufweist. Der Glaubensschwund ist in erster Linie ein mitteleuropäisches Problem jenseits der theologischen Neuerungen .
Mit dem Neuen Ritus tun sich vor allem nur die schwer, die sich im alten häuslich eingerichtet hatten und sich nun liturgisch obdachlos fühlen. Aus diesem Grund ist die Gruppe derjenigen, welche den Alten Ritus wiederhaben möchte, auch nur so verschwindend klein, aber eben schrill, laut und polemisch – psychologisch gesehen eine verständliche Reaktion auf die entstandene Unsicherheit und Orientierungslosigkeit bei einigen wenigen
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#128   Corbinian   17:03:18 | Freitag, 13. April 2007
@ Sozialkatholisch:Ich bin der Ansicht, daß Sie in weiten Teilen einer unberechtigten Kritik aufsi-
tzen. Wer die historisch-kritische Methode anwendet, ist damit noch lange kein Ungläubiger. Dass sie religiöse Erfahrung nicht ersetzen kann, ist vollkommen klar, aber darum geht es ihr auch gar nicht. Natürlich kann eine extreme Anwendung alles kaputt machen, die Texte nicht nur entzaubern, sondern auch sinnentleeren. Aber derartige Extreme sind mir noch nicht untergekommen. Dadurch, dass die historisch-kritische Methode auch stark die Sozialgeschichte mit einbezieht, werden viele Zusammenhänge und Anspielungen klarer. Damit können überlieferte Glaubenswahrheiten auf einmal viel greifbarer und nachvollziehbarer werden. Damit kann diese Methode sogar glaubensfördernd wirken, so wie es z.B. bei mir der Fall ist. Das Markus- oder Johannesevangelium z.B. unter Einbezug der historischen und sozialen Hintergründe, die Rekonstruktion von damaligen Wortbedeutungen verstärken den Aussagewert der Jesuslogien und bieten eine Verstehensbrücke für viele Menschen, die nicht dazu in der Lage sind, auf überkommenen Wegen zum Glauben zu kommen, weil sie nicht in einem katholischen Milieu aufgewachsen sind.
Ich möchte Sie nicht bekehren, nur Sie darauf hinweisen, dass die gegenwärtige universitäre Theologie bei weitem nicht so schlecht ist, wie sie auf x-net dargestellt wird. Aber man merkt, dass es sehr viel Unkenntnis gibt, dass auf Sachen eingeprügelt wird, deren Inhalte man gar nicht, oder nur vom Hörensagen kennt. Das ist einfach ärgerlich und schade. Sorry für meinen ruppigen Ton :(3
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#108   Corbinian   11:30:56 | Freitag, 13. April 2007
@sozialkatholisch
Was heißt hier weise? Ich sehe mich überhaupt nicht so. Ich sehe lediglich an Ihnen und anderen Forumsteilnehmern, dass man sich auch vollkommen aus der Realität ausklinken und dafür ideologisch verbrämtes dummes Zeug posten kann, das mit der Wirklichkeit einfach nichts zu tun hat. Wie gesagt, die historisch-kritische Methode ist von Pius XII. 1943 (wieder) eingeführt worden, ein ziemlich unverdächtiger Kandidat für die Zerstörung des Glaubens, nicht wahr? Wenn Sie hier vorbringen, dass man Liebe durch die historisch-kritische Methode nicht erklären kann, bezeugt dies nur Ihre totale Unkenntnis der Sachlage. Dies war nämlich nie ihr Anspruch und Aufgabenfeld. Sie wissen offenbar gar nichts von der Materie und deshalb regen mich Ihre unqualifizierten Beiträge so auf. Sie glauben, dass mit dieser Methode die Wahrheit verstellt oder verzerrt wird. Ich sage das genaue Gegenteil: erst durch sie gehen viele Sinnzusammenhänge und Bedeutungen der Heiligen Texte auf, die Ihnen sonst komplett entgehen würden oder die durch eine unreflektierte Anwendung auf die Gegenwart Verwirrung stiften. Nicht alles, was in der Bibel steht, hat ewige Gültigkeit, sondern ändert sich mit den historischen und sozialen Kontexten. Aber es gibt auch eben Aussagen, die ewig Bestand haben (wie z.B., dass Jesus der Sohn Gottes ist). Das bestreite ich in keiner Weise.
Ich habe übrigens nicht Christus angegriffen, sondern Ihre Sicht auf Christus, was aber ebenfalls den ruppigen Ton erklären dürfte.
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#45   Corbinian   09:10:32 | Freitag, 13. April 2007
@VirFortis
Was fehlt sind Prediger, Beter, Büßer und gute Beichtväter. – Keine pickeligen Gestalten hinter Hornbrillen – Sind sie so einer ?
Gewiss bin ich so einer. Wenn Sie echte Büßer brauchen… bitte, gehen Sie mit gutem Beispiel voran und quatschen Sie kein dummes und unqualifiziertes Zeug über Dinge, von denen Sie offensichtlich keine Ahnung haben. Das ist einfach lächerlich
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#43   Corbinian   00:17:47 | Freitag, 13. April 2007
@ Virfortis
Was wissen Sie schon von meiner Fakultät?
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#41   Corbinian   00:13:39 | Freitag, 13. April 2007
@ Stimme aus dem kreutsnet
:(3 Das beruhigt mich aber! Ich fühle mich schon ganz wohl auf der Seite, wo der (religiöse) Wahnsinn ein Zuhause hat! Mit Bruder Theophil hatte ich schon mehrmals, allerdings mit anderem Namen, Kontakt. :-P
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#92   Corbinian   00:09:33 | Freitag, 13. April 2007
@ Bruder Theophil
Ich möchte wirklich einmal von Ihnen wissen, wie Sie mit Ihrem christlichen Gewissen so einen Umgang mit anderen Menschen vereinbaren können. Einerseits dieses Auserwähltheitsgefühl, das elitäre Bewusstsein, zu den wenigen Aufrechten in dieser Welt zu gehören, und dann andererseits diese bodenlose Frechheit Ihren Mitmenschen gegenüber. Ich lese schon seit längerer Zeit auf kreuz.net u.a. auch Ihre Postings und ich frage mich ernsthaft, ob Sie sich dieser Kluft überhaupt noch bewusst sind. Offenbar gelten für Sie die Ansprüche, die Sie an Ihre Mitmenschen stellen (das Richtige zu glauben und zu tun) selbst nicht. Sie bezeichnen mich als einen schlechten Theologen, obwohl Sie von mir noch kaum etwas wissen. Woher nehmen Sie sich dieses Recht? Beten Sie eigentlich nur für die Bekehrung anderer oder auch für Ihre eigene Umkehr?
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#89   Corbinian   23:46:34 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Bruder Theophil
Ich weiß nicht, ob es noch weiter sinnvoll ist, mit jemandem weiterzudiskutieren, der sich nicht schämt, Andersdenkende mit so viel Verachtung und Beleidigungen anzugehen. Wer so mit anderen verfährt, legt für mich nicht Zeugnis für DIE Wahrheit ab, die er ständig bemüht, denn er ist offensichtlich nicht von ihrer Kraft. Sie werden damit leben müssen, Bruder Theophil, dass es Pluralität in der christlichen Theologie von Anfang an gegeben hat, dass es schon im NT eine Vielzahl von verschiedenen Christologien gibt, dass es widersprüchliche Angaben zu Geschehnissen in den Evangelien gibt. Seitdem die ersten Christen von Jesus sprachen, hatten sie unterschiedliches Überlieferungsmaterial mit Akzenten, die andere Gruppen gar nicht hatten oder anders setzten. Das relativiert natürlich manches, muss aber nicht die Fundamente treffen, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
Was mir bei Ihnen fehlt, Bruder Theophil, ist die Erkenntnis, dass Gottes- und Menschenliebe untrennbar zusammengehören. Sie reiten einerseits auf Glaubenswahrheiten herum, die ich überhaupt nicht in Frage stelle, finden aber andererseits offenbar großen Gefallen daran, unter der vermeintlichen Legitimität der Rechtgläubigkeit andere zu beleidigen und sich so richtig auszutoben. Mit so einer Doppelmoral machen Sie sich zu einer Karikatur eines Christen.
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#83   Corbinian   23:19:33 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Theophil
Es ist eigentlich noch viel schlimmer. Diese „Theologen“ versuchen GOTT um SEINE Wahrheit zu betrügen und machen Stückwerk aus SEINEN Worten.
Diese Wahrheit, die Sie natürlich voll besitzen, gell?
Was ist schlecht an Fundamentakismus ? Jesus Christus der Auferstandene ist das Fundament unseres Glaubens. Was kann schlecht sein in dem Bestreben IHM nachzufolgen und zu dienen ?
Was schlecht ist an Fundamentalismus? Der Fundamentalist hält seine eine Lesart des Evangeliums für die einzig wahre und diffamiert alle anderen, die einen anderen Standpunkt dafür haben, z.B. mit Fäkalwörtern. Sie werden es vielleicht nicht glauben, Bruder Theophil, aber Jesus Christus ist auch das Fundament meines Glaubens und auch ich bemühe mich, ihm nachzufolgen. Ihre Äußerungen zeigen sehr deutlich, dass Sie sich selbst gegenüber nicht im geringsten selbstkritisch gegenüber stehen, sondern sich das Recht selbstverständlich ableiten, andere Menschen, die Sie nicht kennen, übelst zu beleidigen. Im Ernst: haben Sie noch ein Unrechtbewusstsein, dass Sie auch gegen sich selbst richten oder sind Sie schon vollkommen der Selbstgerechtigkeit anheimgefallen?
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#77   Corbinian   23:01:53 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Nachtlaterne @ Bruder Theophil
Ihre verbalen Entgleisungen zeigen mir deutlich, dass ich es nicht mit ernstzunehmenden Katholiken zu tun habe, sondern mit fundamentalistischen Glaubenshütern, denen jedes (!) Mittel recht ist, ihre Sicht der Bibel als die einzig wahre hinzustellen und jeden Andersdenkenden mit einem Haufen … zu vergleichen. Beichten Sie so etwas eigentlich, oder haben Sie ein gutes Gewissen dabei? Oder ist so etwas bei Menschen o.k., die nicht so sind wie Sie?
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#39   Corbinian   22:50:37 | Donnerstag, 12. April 2007
@Nachtlaterne
Mit Verlaub, liebe Nachtlaterne, Sie wissen doch überhaupt nicht, wie ich zum Thema Abtreibung stehe. Nun haben Sie einen vollkommen falschen Schluss gezogen.
Das gleiche gilt für meine theologische Position, von der Sie keine Ahnung haben. Sie kennen mich nicht im geringsten und glauben zu wissen, wer und was ich bin. Das ist ganz schön jämmerlich, zeigt aber auch, in was für vorgeformten ideologischen Denkschemata Sie sich bewegen. Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, ob es neben Ihrem kleinen Denkhorizont auch noch andere theologische Positionen zu der Ihren gibt, die gar nicht weit von Ihrer entfernt sind.
Ihr pauschales Urteil über die theologischen Hochschulen zeigt mir ebenfalls deutlich, dass Sie von der dort gelehrten Theologie nicht viel verstehen, sondern vielmehr das nachbrabbeln, was Ihnen andere, ebenfalls Außenstehende, vorkauen. Ansonsten wüssten Sie, wie verschieden die dort gelehrten Ansätze sind, so dass ein undifferenziertes Urteil mehr Schaden als Nutzen bringt. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn Sie nicht wissen, was an den deutschen theologischen Hochschule Sache ist. Nur ist es wirklich peinlich und ärgerlich, sich so einen Blödsinn anhören zu müssen.
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#65   Corbinian   22:10:55 | Donnerstag, 12. April 2007
@sozialkatholisch
Die historisch-kritische Methode schließt überhaupt nicht aus, dass von Jesus heilende Kräfte auf seine Mitmenschen ausgingen. Dass Jesus exorzistisch und heilend tätig war, gehört zu den sichersten Erkenntnissen über seine historische Person, das stellt kein ernstzunehmender Exeget in Abrede. Die Frage ist lediglich, was für eine Aussage für uns heute damit verbunden ist. Dass er die Naturgesetze für einen Moment außer Kraft gesetzt hat? Oder steckt da mehr drin, eben die Message, dass Jesus befreiend, heilend, rettend und versöhnend auf seine Umwelt wirkte? Die Wunder sind Zeichenhandlungen, sie sind erfahrbarer Ausdruck vom angebrochenen Gottesreich. Selbst wenn die Wunder historisch so nicht stattgefunden hätten (und es ist Konsens, dass die Evangelisten den überlieferten Stoff nach ihrem Bedarf verwendeten und dadurch auch veränderten), nimmt das von ihrem Wahrheitsgehalt nicht das mindeste weg. Denn die Erfahrung der Befreiung und Heilung der Menschen ist wahr und historisch – und dadurch eben kein Märchen, denn Märchen sind frei erfundene Geschichten.
Übrigens, Kaiser Vespasian hat – laut Überlieferung – ebenfalls durch höhere Macht Wunder gewirkt (u.a. Blindenheilung). Was sagt uns das?
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#35   Corbinian   21:48:33 | Donnerstag, 12. April 2007
@ matt
Diese Kinderschlächter hingegen sind durch ihr Handeln bereits verdammt, ihre Seelen sind verkauft. Es sind mordende, kaltblütige Bestien, keine Menschen mehr. Dem Satan gehören sie an.
Woher wissen Sie das so genau? Die Kirche hat von keinem Menschen der Welt gesagt, er sei in der Hölle. Die Entscheidung, wer in die ewige Verdammnis kommt, die überlassen Sie mal lieber Gott.
Wie weit würden Sie gehen, wenn Sie behaupten, Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, seien keine Menschen mehr? Es gab mal eine schreckliche Zeit, noch gar nicht so lange her, da konnte man sehen, wie leicht es war Menschen zu ermorden, die von anderen als Nichtmenschen bezeichnet wurden. Würden Sie auch den Abzug betätigen?
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#58   Corbinian   21:34:57 | Donnerstag, 12. April 2007
@ Pater Lingen
Ich studiere seit mehreren Jahren an einer katholischen Fakultät in Deutschland, die Sie sicher als „modernistisch“ bezeichnen würden. In dieser ganzen Zeit ist es mir nicht ein einziges Mal untergekommen, dass die Bibel dort von einem Prof. als ein „Märchenbuch“ bezeichnet wurde (weder von Exegeten, Fundamentaltheologen, Dogmatikern). Ganz im Gegenteil: die Heilige Schrift wird dort mit großem Ernst behandelt. Entsprechend werden Sie auch in deren Büchern und Aufsätzen solche Bezeichnungen oder Auffassungen vergebens suchen. Auch als regelmäßiger Kirchgänger ist mir noch kein Priester begegnet, der die Bibel entsprechend interpretiert. Ich halte solche Geschichten für dummes, fundamentalistisches Geschwätz, das aus Einzelgeschichten von zweifelhafter Quelle einen gewaltigen Popanz macht, um dann nach der starken Hand zu schreien, die „endlich einmal Ordnung in der Kirche und der Tehologie schafft“.
Die historisch-kritische Methode hat übrigens schon Pius XII. mit dem päpstlichen Schreiben „Divino afflante Spiritu“ (1943) gutgeheißen und (wieder) in die kath. Theologie eingeführt, sie ist also kein Produkt der sog. „V2-Sekte“. Wenn Sie schon mit so viel Abscheu gegen die zeitgenössische Theologie wettern, warum geben Sie diese dann total verfälscht wieder? Wie soll man Ihre Statements bei so viel Blödsinn nur ernst nehmen? Dass Ihr Religionslehrer keine Freude an Ihnen als Schüler gehabt hat, kann ich mir bei so viel Unkenntnis gut vorstellen. Das ist ja schon peinlich!
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