Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Ein guter Nachfolger marienkind hat geschrieben: mathild: Ein Rätsel das der Papst solch einen Kardinal
um sich duldet! Nicht mehr lange. Die Zeit dieses Wolfs im Schafspelz läuft aus. Gott sei Dank. Wir sollten
jetzt schon um einen guten Nachfolger beten!!! Gerhard Ludwig Müller???
Kirchliche Umschau Die KU ist zwar kein offizielles Organ der FSSPX, steht dieser jedoch inhaltlich sehr
nahe. Der Redaktionssitz befindet sich laut Impressum beim St.-Theresien-Gymnasium in Ruppichteroth, das
von der FSSPX betrieben wird: www.kirchliche-umschau.de/impressum.htm Diese Tatsachen dürften Herrn Noé
wohl bekannt sein.
Pecunia non olet Kath.net wirbt ja auch schon mal für den Sarto-Verlag oder für die FSSPX-nahe „Kirchliche
Umschau“: kath.net/werbung/kumschau.jpg Pecunia non olet, oder wie???
Christliches Menschenbild? Wo bleibt das christliche Menschenbild bei dieser Art von Beratung? Wissen
die Beraterinnen des „Sozialdienstes“ nicht, das Sexualität etwas mit Personalität zu tun hat? Was hier
geschieht, ist unverantwortlich.
Modezwang und liberalistische Versektung Was regt Ihr Euch künstlich darüber auf, dass Frauen, die sich
der Piusbruderschaft verbunden fühlen, in der Regel Röcke tagen? Was soll eigentlich so schlimm oder
gar zwanghaft dabei sein? Wenn man sich heute die jungen Mädchen auf der Straße anschaut, herrscht doch
ein viel größerer Zwang zur Uniformität vor. Die sehen doch fast alle gleich aus: knallenge Jeans,
schulterfreie Shirts etc. – und das alles im Namen einer vorgeblichen Liberalität und Selbstbestimmung.
Aber fast niemand merkt es. Liberalistischer Totalitarismus nenne ich das, oder besser liberalistische
Versektung der Gesellschaft. Da brauchen wir keine Kleiderordnung mehr. Die Leute machen es von alleine.
@ gunther maria michel S. E. Gerhard Ludwig Müller ist bereits seit 2002 (sic!) Bischof von Regensburg.
Warum hat er sich dann 2003, 2004, 2005, 20006, 2007 und 2008 nicht für die Priesterweihen in Zaitzkofen
interessiert? Seine Hirtensoge hätte schon in all diesen Jahren der Piusbruderschaft gelten sollen. Ausgerechent
da, wo der Papst die Exkommunikation der vier Pius-Bischöfe zurückgenommen hat, macht er ein Drama daraus,
anstatt den Piusbrüdern die Hand auszustrecken. Und sein Diözesanklerus hätte auch in weiten Teilen
theologischen Nachhilfeunterricht nötig.
@ Gotthard Ja eben drum. Warum soll dann jetzt in Regensburg eine Spaltung der Ortskirche drohen, wenn
diese Männer weder aus der Diözese noch aus Deutshcland stammen?
Theologischer Nachhilfeunterricht? Bischof Gerhard Ludwig Müller sollte mal lieber seinem Amtsbruder
und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, theologischen Nachhilfeunterricht
erteilen. Der hätte es viel nötiger als die Piusbrüder, beispielsweise was die Kreuzestheologie betrifft: www.gloria.tv/?media=25131
@ wassers Sie wissen doch gar nicht, ob Bischof Müller die Sache mit den Maltesern persönlich angeordnet
hat. Bei aller konstruktiven Kritik, das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Dieser Maltesermann sagte
laut Focus-Artikel wörtlich: „die Diözese hat uns geraten, nicht zu helfen“. Bischof Müller müsste
der Sache nachgehen und prüfen lassen, wer aus seinem Ordinariat diese menschenverachtende Anordnung
getroffen hat und entsprechende Disziplinarmaßnahmen vornehmen, denn die Pflicht zu helfen gilt für
jeden Menschen. Man muss die Piusbrüder nicht mögen, aber auch sie haben eine Menschenwürde.
@ No Comment Auf der Homepage der Diözese Regensburg findet sich ein kath.net-Artikel von Dr. Otterbeck: www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=347… Da wird sich Herr Noé aber ärgern. Der kreuz.net-Artikel
auf Kathpetia ist inzeischen auch gelöscht worden. Seltsame Vorgänge.
@ RT73 Ein bisschen lächerlich ist die Sache schon. Die Bischöfe haben sich 30 Jahre lang nicht um die
Priesterweihen der FSSPX geschert und jetzt, da eine Einigung mit Rom in greifbarer Nähe ist, bricht
alles in Panik aus. Vielleicht ist genau dies des Pudels Kern: Die Bischöfe haben Angst vor einer Einigung.
Über Nacht wären alle Häuser und Kapellen der Bruderschaft legitime Einrichtungen der katholischen
Kirche, die eine gewisse Exemption gegenüber den Diözsanbischöfen genießen würden. Es geht den Bischöfen
offenbar mehr um die Macht, die sie dadurch zu verlieren glauben, denn um das Heil der Seelen, daher die
offenkundige Panik der Bischöfe Algermissen, Bode, Jaschke etc.
@ clarissa colonia Die Weihen würden heuer im üblichen Rahmen gespendet“, läßt Schmidberger verlauten –
und Recht hat er damit: Der „übliche Rahmen“ ist die bisher kein einzig Mal vorliegende Erlaubtheit solcher
Weihen … Und was sagt uns das jetzt? Wir wissen doch seit dreißig Jahren, dass diese Weihen „nicht
erlaubt“ sind. In rechtlicher Hinsicht ist keine neue Situation eingetreten. Wo aber war die episkopale
Empörung ob der gespendeten Weihen in den letzten dreißig Jahren? Außerdem: Es ist getauften Katholiken
kirchenrechtlich unter schwerer Sünde streng untersagt, ohne ausdrückliche Erlaubnis des Bischofs sonntags
im Bett zu bleiben und den Gottesdienst zu schwänzen. Ein solcher Akt ist eine bewusste Provokation gegen
die kirchliche Einheit.
@ HwstVaterAbt Um keine unnötigen Irritationen im Vatican und keine Peinlichkeiten für den Hl. Vater
hervorzurufen, sollten die zuständigen Oberen der geschätzten Piusbruderschaft einfach höflich und
vor allem RECHTZEITIG bei den weisungsbefugten Stellen des Hl. Stuhls kurz nachfragen und nicht einfach
drauf los weihen. Etwas mehr Einfühlsamkeit wäre seitens der Piusbruderschaft sicher klug. Danke, HwstVaterAbt,
für diesen Beitrag, dem ich uneingeschränkt zustimme. Gerade weil insbesondere in Deutschland durch
eine geradezu feindselige Haltung einiger Bischöfe die Lage sehr angespannt ist, wäre es ein Gebot der
Klugheit, wenn die Piusbruderschaft von sich aus die Initiative ergreifen und entsprechende Anfragen bzgl.
des weiteren Vorgehens direkekt an den Hl. Stuhl richten würde. Somit wären die Vorwürde der Provokation
oder des Rechtsbruchs obsolet. Und die Bischöfe Bode oder Algermissen würden ziemlich alt aussehen.
@ Pontifex Ich habe gar nicht geschrieben, dass der Bischof von Aachen mir Rechenschaft über seine Tätigkeiten
ablegen muss. Ich stelle nur fest, dass bereits am 3. Mai eine Priesterweihe von einem Piusbischof in
Frankreich vorgenommen wurde und am 16. Mai in Kloster Reichenstein (Bistum Aachen) eine Kirchenweihe.
Damals hat niemand von einem Affront gegen die kirchliche Einheit gesprochen. Warum tun dann aber einige
Bischöfe erst jetzt so, als sei die Weihe einer kleinen Kapelle in Fulda oder die angekündigten Priesterweihen
in Zaitskofen etwas völlig Überraschendes und eine bewusste Provokation? Wie gesagt, den Präzedenzfall
hatten wir schon Anfang Mai.
Komisch Als Kloster Reichenstein am 16. Mai eingesegnet wurde, hat Bischof Mussinghof nicht von einem
die Einheit der Kirche gefährdenden Akt gesprochen und auch nicht in Rom um Klärung nachgefragt. Haben
die deutschen Bischöfe diese Einweihung etwa verpasst?
Theologische Gespräche Gibt es denn etwas Neues über die jetzt bald beginnenden theologischen Gespräche
zwischen Vertretern des Hl. Stuhls und der Bruderschaft?
Kindisch Bischof Algermissen führt sich auf wie ein trotziger kleiner Junge, der Angst hat, dass man
ihm sein Spielzeug wegnimmt. Das ist einfach lächerlich. In welcher Zeit leben wir eigentlich? In Fulda
gibt es seit 30 Jahren eine Kapelle der Piusbruderschaft. Hat das Bischof Algermissen nicht gewusst? Jetzt
will er den Gläubigen verbiten, diese Gottesdienste zu besuchen. In Anbetracht der Tatsache, dass in
Fulda über 80 Prozent der Katholiken überhaupt nicht mehr zur Kirche gehen, erscheint das geradezu grotesk.
Unverständlich Dieser Volksaltar, der auf Bild Nr. 9 zu sehen ist, passt genauso gut in die altehrwürdige
Kathedrale wie das Papageienkostüm zu einem Bischof. Menschenskinder, wo leben wir eigentlich? Es ist
völlig unverständlich, dass so etwas auch im 41. Jahr nach 1968 den Gläubigen immer noch zugemutet
wird.
Ein Bishcof müsste eigentlich wissen, ob Farbwahl, Shcnitt und Muster der liturgischen Gewandung dem
Geschehen am Altar angemessen ist. Möge der Vorfall dem neuen Bischof von Trier eine Lehre sein, und
möge er sich zukünftig an der Tradition orientieren.
Unterschiedliche Wahrnehmung Eines verstehe ich nicht: Die Piusbruderschaft spricht davon, dass es am
13. Mai zu einem Gespräch mit Bischof Müller gekommen sei, bei dem „in freundschaftlicher Atmosphäre
Argumente ausgetauscht und Missverständnisse ausgeräumt“ werden konnten. Nach den aktuellen Interview-Äußerungen
von Bischof Müller scheint es jetzt aber noch mehr Missverständnisse zu geben als vorher. Was also hat
das Gespräch eigentlich gebracht? Bemerkenswert ist immerhin, dass ein deutscher Diözesanbischof überhaupt
mit den Piusbrüdern persönlich gesprochen hat. Das zumindest ist ein kleiner Fortschritt. Allerdings
sollte sich Bischof Müller einmal ein realistisches Bild von der Lage seiner Diözese machen. Es geht
nicht um irgendwelche schwerwiegenden liturgischen Missbräuche, sondern um das alltägliche Mittelmaß,
das die Gläbigen aus der Kirche treibt.
Klärungsbedarf Die Vorwürfe, die da manchmal erhoben werden, daß es Mißbräuche gäbe oder daß der
Opfercharakter der Meßfeier quasi geleugnet und ins Dunkel gesetzt würde, die sind ja völlig aus der
Luft gegriffen. Da besteht offensichtlich noch Klärungsbedarf! Und was die Frage der anstehenden Priesterweihen
der Piusbruderschaft betrifft, sollte man jetzt doch nicht päpstlicher sein wollen als der Papst. Bischof
Müller hat sich auch in den vergangenen Jahren nicht daran gestört, dass in Zaitzkofen Priesterweihen
vorgenommen wurden. Warum dann ausgerechnet jetzt, wo doch der innerkirchkliche Dialog vorangebracht werden
soll?
Lasst doch endlich mal die Piusbrüder in Ruhe! Bischof Müller sollte sich besser um Frau Demel und um
seine eigene diözesane Priesterausbildung in Regensburg kümmern, anstatt sich auf die Piusbruderschaft
einzuschießen. Frau Demel ist zehnmal schlimmer als Pater Schmidberger.
@ Sturmius Bischof Algermissen scheint die von Papst Benedikt beklagte „Hermeneutik des Bruchs“ zu vertreten.
Früher galt Fulda einmal als besonders romtreu.
Kollar bei evangelischen Landesbischöfen In den letzten Jahren sieht man zunehmend auch protestantische
Religionsdiener und Landesbischöfe im Kollar. Was hat es damit eigentlich auf sich?
@ St. Anton PS: In Eichstätt gibt es 4.500 Studierende – 52 davon studieren Theologie Nurmehr 52? Das
ist nicht gerade viel. Gemeint ist wohl die Zahl der Studierenden im Diplomstudiengang, also ohne die
Lehrämtler. Und wie viele davon sind Priesterkandidaten?
@ Mrs. Cologne Sie haben ja Recht. Die „Süddeutsche“ schreibt, dass es hinsichtlich der finanziellen
Forderungen Hütters um Beträge in einer Höhe ging, die selbst die Bezüge von Münchner Uni-Präsidenten
übersteigen und den Bischöfen nicht tragbar erschienen: www.sueddeutsche.de/…yern/233/469786/text/
Da helfen diesem Manager-Theologen seine Thomas-Forschungen wohl auch nichts. Es ist wirklich ein Desaster,
wie Bischof Hanke gesagt hat. Um letztgenannten tut mir das Ganze besonders Leid.
@ Mrs. Cologne Prof. Hütter gilt als ausgewiesener Thomas-Kenner. Ob das jetzt – kirchenpolitisch – für
oder gegen ihn gesprochen hat, das ist jetzt (auch) die Frage.
Außerordentliche Kommunionspender bei Papstmessen Für mich stellt sich hier eine ganz andere Frage:
Wie wird die Kommunionspendung bei den sonstigen Papstmessen gehandhabt? Waren jetzt nur in Monte Cassino
außerordentliche Kommunionspender eingesetzt worden, sonst aber bei dern Papstmessen nicht? Und wer ist
für den Einsatz der außerordentlichen Kommunionspender verantwortlich? Der päpstliche Zeremonienmeister?
Ecclesia Dei in die Glaubenskongregation integriert? Zollitsch sagt in dem Interview unter anderem auch:
Die zuständige Kommission Ecclesia Dei ist in die Glaubenskongregation integriert worden. Davon habe
ich noch gar nichts gehört. Wann soll dieser Schritt denn vollzogen worden sein? Meines Wissens ist Kardinal
Castrillon nach wie vor Präsident von Ecclesia Dei.
@ turk Sucht man nach der Unterschrift Bergers bei der Petition, findet man diese nur noch im Google-Cash,
nicht aber auf der aktuellen Liste. Möglicherweise hat er seine Unterschrieft wieder zurückgezoge. Seltsam
ist das Ganze aber schon. Welchen Kurs fährt Berger und die Zeitschrift „Theologisches“?
@ Mrs.Cologne Sie haben ja Recht. So unerwartet ist das eigentlich nicht … Kathnews meldet ebenfalls,
dass die Korrektur der falsch übersetzten Wandlungsworte („für“ alle statt „für viele“) (frühestens)
2011 erfolgen soll: www.kathnews.de/…-multis-erst-ab-2011 Anlass zu ein wenig Hoffnung? Bis 2011 wird
(kirtchenpolitisch) noch viel Tiber in den Rghein fließen müssen …
Keine Einigung über Liturgie-Dokument Offensichtlich scheint es innerhalb der Bischofskonferenz unerwartet
zu theologischen Meinungsverschiedenheiten gekommen zu sein: www.kathnews.de/…er-liturgie-dokument/
@ Fragezeichen Sie stellen hier die richtigen Fragen! Sehr gut! Danke! Könnte man diese Fragen nicht
einmal direkt an die Deutsche Bischofskonferenz richten?
@ karljosef Soweit ich es richtig verstanden habe, muß die Piusbruderschaft nur akzeptieren, daß VII
Konzil rechtmäßig abgehalten worden ist. ( „Keine Räubersyndode“) Das ist alles. Aber das haben sie
doch: Wohlgemerkt: Es geht dabei nicht um die Ablehnung des Konzils als rechtmäßige Versammlung der
katholischen Kirche! Wo ist also das Problem, nicht den Dialog mit den Piusbrüdern aufnehmen zu wollen?
Mrs.Cologne Natürlich kann man die Frage stellen, ob der Auftritt in solchen Sendungen wie Kerner sinnvoll
ist, aber P. Gaudron hat sich – trotz der widrigen Umstände – doch recht wacker geschlagen. Wird P. Schmidtberger
morgen vor die Kammeras bzw. Mikrofone treten oder nur eine schriftliche Erklärung abgeben?
Und sie bewegt sich doch! Aktuell : : Bischofskonferenz ( 05.03.2009, 18:37 MEZ ) Die deutschen Bischöfe
haben in einer Erklärung zum Abschluss ihrer Vollversammlung eine umfassende Erklärung zu Piusbruderschaft
abgegeben. Am morgigen Freitag wird sich der Distriktobere der Piusbruderschaft in Deutschland, Pater
Franz Schmidberger, offiziell dazu äußern. Pressedienst der Priesterbruderschaft St. Pius X. Quelle:
www.fsspx.info/news/
Hat Bischof Mixa den Text ebenfalls unterschrieben? Und Bischof Hanke??? Mich würde wirklich interessieren,
wie solche „Konsenspapiere“ zustandekommen. Wenn der Vorsitzende (als primus inter pares, aber mehr eben
nicht!) da einen solchen Text diktiert, können doch nicht alle Bischöfe, die anderer Meinung sind, einfach
ihren freien Willen aufgeben. Was läuft da eigentlich hinter den Kulissen ab? Wird etwa Druck auf die
Abweichler ausgeübt? Wie gerne hätte ich in Hamburg einmal Mäuschen gespielt …
@ ecclesia-semper-reformanda Ja, das waren noch Zeiten, als die Erde noch keine Scheibe war. Als Lektüre
empfehle ich mal das hier (die Quelle ist in diesem Zusammenhang sicher unverdächtig): www.spiegel.de/…,1518,381627,00.html
Logik? Computer und alles Moderne lehnt die Piusbruderschaft auch ab. Komisch, wenn es um die neue Liturgie
geht, argumentieren die Progressisten genau umgekehrt.
Strosack + caritatem Tradition ist zeitlos und nicht Ausdruck einer bestimmten, vergangenen Epoche, etwa
der der Familie Hesselbach. Es gibt kein Zurück zum Zeitgeist der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts!
Der hat sooo einen langen Bart!
@ möchtegern-kathole Mir war das Zustandekommen solcher „Konsenspapiere“ immer schon suspekt. Wer hat
sich denn fast 21 Jahre lang in seiner Eigenschaft als Großer Vorsitzender der BDK Rom widersetzt? www.spiegel.de/…,1518,528809,00.html
Widerstand gegen Rom nur von den Piusbrüdern?
Die Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz ist ein Armutszeugnis. Sie zeugt nicht gerade von theologischer
Sachkenntnis, beispielsweise was die Bewertung der Piusbruderschaft als „schismatisch“ betrifft. Kardinal
Hoyos hat unmissverständlich festgestellt, dass sich die Piusbruderschaft nicht in einem eigentlichen
Schisma befinde. Warum behaupten die deutschen Bischöfe dann das Gegenteil, ohne den Sachverhalt geklärt
zu haben? Es ist geradezu ein Witz, wenn ausgerechnet hier die Autoritätskeule geschwungen wird, wo ansonsten
jede Glaubensleugnung und Disziplinlosigkeit in der Kirche toleriert wird. P.S. Es war nicht die Piusbruderschaft,
die die Erklärung „Dominus Jesus“ als „Betriebsunfall“ bezeichnete oder Martin Luther als „gemeinsamen
Lehrer der Kirchen“ bezeichnete. Wer befindet sich denn hier im eigentlichen Schisma?
Bevor man von den Piusbrüdern die „vorbehaltlose Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils“ fordert,
sollte man vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz die vorbehaltlose Anerkennung des Satzes vom
Widerspruch verlangen. Die wahren Konzilsgegner sitzen in den Bischöflichen Ordinariaten und im Sekretariat
der Deutschen Bischofskonferenz. Dort leugnet man ganz offen Gaudium et spes 51.
@ Protestant Mal bitte die Internetseite des St. Theresiengymnasiums Ruppichterroth besuchen! Da kann
jeder sehen, welche Art von „selbstdenkenden“ Menschen dort herangezüchtet wird! Hab ich gemacht, und
da fand ich diese Stellungnahme von Fau Julia Fuchs: www.st-theresia-gym.de/Meinungen/fuchs.htm Das klingt
doch gar nicht schlecht. Klar!Aber es werden nur Beschlüsse akzeptiert die den Piussen gerade in den
Kram passen! Es werden nur Beschlüsse akzeptiert die den Zollitschs und Lehmännern gerade in den Kram
passen!
@ Gotthard Dieser Priester hat sich zum Herrscher über die Gläubigen erhoben! Gott sei Dank gibt es
ja nicht nur solche bösen Priester, sondern auch so tolerante Menschen wie Sie!
Der Bezug zur Magie wurde vom Veranstalter nicht nur nicht geleugnet, sondern ausdrücklich betont. Das
Element Feuer sei eines der primärsten Elemente, weil es meist in der Magie sehr starke Auswirkungen
habe. Da könnte man von den kirchlichen Vertretern doch zumindest eine Klarstellung erwarten. Oder wollen
die jetzt in der Rhön die heilige Mutter Erde anbeten?
@ Aleph Sie haben doch selbst geschrieben: Wer will, kann sogar aus einem Brunnen die Auferstehung herausfiltern
und die unbefleckte Empfängnis. Bitte, wenn Sie meinen!? Fakt ist, dass die Vier-Elementen-Lehre nicht
christlichen Ursprungs ist und heute meist magisch-okkult verwendet wird. Natürlich kann man, wenn Sie
wollen, alles auf dieser Welt schöpfungstheologisch deuten. Auch der Teufel ist ja schließlich ein Geschöpf
Gottes. Aber dann ist das zumindest erklärungsbedürftig.
@ M.B.Neh Jedenfalls wird die antike Vier-Elementen-Lehre heute in der Esoterik-Szene, in der Astrologie
und in der rituellen Magie angewandt. Lesen Sie mal hier: www.amazon.de/…C3%A4t/dp/3890944760 Gerade
ein Sektenbeauftragter sollte um diese magisch-okkulten Zusammenhänge wissen. Einen Bezug zum Christentum
kann ich hier jedenfalls nicht erkennen.
Vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft seien die Elemente des Lebens Sind die vier Elemente nicht
heidnisch-gnostischen Ursprungs, die als magisch-okkulte Symbole verwendet werden? Was soll daran christlich
sein?
Mitder dringend notwendigen Rücknahme der Königsteiner erklärung allein wäre es nich nicht getan.
Woran es erheblich mangelt, sind entsprechende Ehevorbereitungsseminare, die sich exakt an der katholischen
Lehre orientieren. Welcher Durchschnittspfarrer in Deutshcland hat eigentlich Ahnung von Natürlicher
Empfängnisregelung?
Selektive Pastoral Der Priester schare nur Menschen um sich, von denen er denke, daß sie ihm nützen
könnten. Das ist eine weit verbreitete Praxis im klerikalen Extablishment – leider Der Priester fungiert
als Guru für einzelne Lieblinge, die ihn anhimmeln, vernachlässigt jedoch die Pfarrei als Ganzes.
@ Katholisch AB Und wie sieht es bei den orthodoxen Cristen aus? Könnn sie dazu auch etwas sagen? Das
würde mich wirklich sehr interessieren. Schon jetzt ist klar, wie heuchlerisch die ganze Diskussion um
die neuformulierte katholische Karfreitagsfürbitte in der außerordentlichen Form geführt worden ist
und geführt wird und wie hier ganz offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird. Im übrigen wurden
katholischerseits nicht erst seit 2008, sondern spätestens seit 1988 wieder oder besser immer noch legitim
die alten Karfreitagsfürbitten gebetet, beispielsweiße bei der Pristerbruderschaft St. Petrus in Wigratzbad.
@ Katholisch AB Das ist wirklich sehr interessant! Und das haben diese Herren und Damen alle bis 1999
am Karfreitag gebetet? Oder war das nur fakultativ?
Karfreitagsfürbitten Man muss die außerordentliche Form der Karfreitagsfürbitten im Gesamtzusammenhang
der außerordentlichen Form des römischen Ritus sehen. Da würden sich noch ganz andere Stellen finden
lassen, die angeblich als anstößig zu werten sind. Wie sieht es beispielsweise mit den Schriftlesungen
der Kirchenväter, beispielsweise des hl. Augustinus, in den Trauermetten aus? Was mich einmal interessieren
würde: Wird nicht auch in den ostkirchlichen Riten für die Bekehrung der Juden und der Abtrünnigen
gebetet?
@ Colombe de la paix Wurden die Gemeinden auch nicht über die Konsequenzen aufgeklärt und belogen, wie
in Aachen? Darüber weiß ich leider zu wenig, ich habe nur von Bekannten gehört, dass die Strukturdebatte
„von oben“ angestoßen wurde. Auch in Fulda hieß es, dass der Pastorale Prozess nach Anhörung der Basis
durchgeführt werden sollte, de facto wurde aber alles mehr oder weniger willkürlich von oben beshclossen.
Erzbischof Reinhard Marx Selbst Erzbischof Reinhard Marx hatte, wie er jüngst bekannte, so seine Schwierigkeiten
mit der päpstlichen Sexualmoral und lehnte die Enzyklika ‘Humanae Vitae’ rundweg ab. Es fällt mir etwas
schwer, den als konservativ bezeichneten Münchner Erzbischof Reinhard Marx theologisch und kirchenpolitisch
einzuordnen. Inwiefern ist er denn „konservativ“? Auch er hat jetzt beispielsweise die Gründung seelsorgsfremder
Großpfarreien beschlossen, ohne dass dies groß kritisiert wurde, dabei macht er doch im Grunde genommen
dasselbe wie Mussinghoff in Aachen oder Algermissen in Fulda. Wo ist da der unterschied?
Abusus non tollit usum Das gilt auch für den recht verstandenen Gehorsam gegenüber der kirchlichen Autorität.
Nur weil Algermissen & Co. ihre Autorität missbrauchen, heißt das noch lange nicht, dass wir vom objektiv
Guten befreit sind und uns die göttlichen Gebote nach eigenem Gusto zurechtlegen dürfen.
Ein sehr treffender Kommentar von Hartmut Kriege Schade, dass die Kirche selbst nicht mehr zu solcher
Urteilsfindung fähig zu sein scheint. Die sind eben einfach nur noch „gut drauf“.
@ iustus Klar. Wohl aber das Singen deutscher Lieder während der Priester pflichtgemäß lateinisch flüstert.
Schlimm genug. Was ist daran so schlimm? Es gibt eben verschiedene Formen der „aktiven“ Teilnahme am Messgeschehen.
Natürlich sollen die Gläubigen vor allem und in erster Linie die (lateinischen) Messtexte mitbeten können,
insbesondere das Ordinarium, aber es gibt auch durchaus andere legitime Andachtsformen, die ich nicht
als schlimm bezeichnen oder in jedem Fall als Missbrauch bezeichnen würde, wie bespielsweise das berühmte
Rosenkranzbeten während der Stillmesse. Lassen wir den frommen Seelen doch die Freiheit, an der Messe
auf diejenige Art und Weise „aktiv“ teilzunehmen, wie es jedem recht ist. Schlimm wäre es freilich, wenn
man hier eine Form verabsolutieren würde.
@ Benedikt Ich bin seit dem Fall Gießen sehr misstrauisch, was irgendwelche Anträge angeht. Dort sollen
300 Gläubige einen Antrag auf die alte Messe gestellt haben, aber die anvisierte Kapelle fasste maximal
50 Gläubige. Sind für sie die traditionsverbundenen Katholiken, die entsprechende Anträge stellen,
potentielle Lügner? Und warum jetzt diese Erbsenzählerei? Müssen wirklich alle Gläubige, die den Antrag
unterzeichnet haben, auch tatsächlich bei jedem Zelebrationstermin in der dafür vorgesehenen Kapelle
anwesend sein? Entscheidend ist doch vielmehr der Umstand, dass den Gläubigen jahrelang ihr berechtigtes
Anliegen verweigert wurde. Man stelle sich vor, was los wäre, wenn man mit den Anhängern der ordentlichen
Form so umspringen würde.
Unklare Situation Das Portal www.summorum-pontificum führt näher aus: Unklare Situation bei der Piusbruderschaft
Typisch für die unklare Situation bei der Piusbruderschaft ist eine Aussage des französischen Sprechers
der Organisation vom 27. Juni: „Die SSPX hat nicht die Absicht, auf das vom Vatikan gestellte Ultimatum
zu antworten… Bischof Fellay hat gestern einen Brief en den Vatian gerichtet.“ Hat er einen Brief geschrieben,
daß er keinen Brief schreiben will? Wir müssen abwarten. Indessen gehen die Wogen hoch. Die 4 Bischöfe
der Bruderschaft haben sich zu verschiedenen Gelegenheiten in einer Weise geäßert, die nach einer Ablehnung
des römischen Angebotes klingt, ohne sich wirklich entsprechend festzulegen. In den Diskussionsforen,
die von vielen Anhänger der SSPX besucht werden (z.B. Angelqueen und – deutlich seriöser und verständigungsbereiter –
Rorate Caeli) ist eine heftige Auseinandersetzung zu beobachten. Eine große Gruppe von Gläubigen will,
daß die Führung der SSPX die vom Papst ausgestreckte Hand ergreift und die fällige Diskussion der offenen
Fragen in voller Einheit mit Rom durchführt. Die „Hardliner“ vertreten mehr oder weniger offen sedisvakantistische
Positionen (d.h. sie lehnen trotz abstrakten Bekenntnisses zum „Ewigen Rom“ die Autorität des gegenwärtigen
Papstes ab) und verlangen, daß zunächst Papst Benedikt sich zu ihrer Position „bekehren“ müsse. Es
bleibt also spannend. Weiterhin abwarten und beten!
Noch ist nichts entschieden! Das Portal www.summorum-pontificum.de meldet heute Nachmittag: Von der Piusbruderschaft,
die heftig darüber streitet, wie sie auf das Rückkehrangebot von Kardinal Castrillón Hoyos reagieren
soll gibt es bislang keine guten Nachrichten. Auch wenn der Ton dieser Auseinandersetzungen teilweise
sehr scharf ist – entschieden scheint noch nichts. Also weiterhin abwarten und beten!
@ Pius XII Hier geht es aber doch um die fünf Punkte, nicht mehr aber auch nicht weniger. Käme die Einigung
tatsächlich zustande, wäre das Anlass zu großer Freude, die auch und gerade die sogenannten neokonservativen
Kritiker der FSSP beschämen müsste.
Dr. Algermissen? @ Salus Meines Wissens führt Algermissen keinen Doktortitel, obwohl er diesen angestrebt
hat. Die Gründe, warum er nicht promoviert wurde, kenne ich allerdings nicht. Algermissen hat seine Karriere
in erster Linie seinen rotarischen Verbindungen zu verdanken. Die sollen sogar den Umzug von Paderborn
nach Fulda übernommen haben. Es gibt mindestens drei gute Gründe dafür, warum ein Bischof nicht Rotarier
sein sollte: 1. Der Rotary Club hat den Anspruch, als nationen-, institutionenübergreifende Organisation
zur Besserung der Welt beizutragen. Die Kirche ist nach ihrem Selbstverständnis die einzige Institution,
die diesen Anspruch im Vollsinn erheben kann: In Jesus Christus und seiner Kirche ist das Reich Gottes
auf Erden angebrochen. Ein Bischof sollte nicht den Eindruck erwecken, als brächte er die Kirche partikular
in ein solches Anliegen ein. 2. Der Rotary Club hat einen allgemeinen weltanschaulichen Anspruch. Zu diesem
gehört es, mehr oder weniger deutlich ausgesprochen, dass man zur „Besserung der Welt“ religiöse Fragen
besser beiseite lässt. Das kann ein Bischof eigentlich nicht unterschreiben. 3. Der einzelne Rotary Club
vor Ort ist faktisch ein Zusammenschluss der „Upper Class“ oder solcher Menschen, die das sein möchten.
Die Kirche hat ihrem Selbstverständnis nach eine „Option für die Armen“ – da ist einfach ein Widerspruch
und ein unguter Beigeschmack.
Ausgerechnet die Linkskatholiken benutzen hier Begriffe wie „abtrünnig“. Warum empören sie sich dann
nicht ebenso über das Schisma beispielsweise der selbsternannten KirchenVolksBegehrer?
@ ministrant da soll noch einer behaupten es bestehe kein Schisma! Rom behauptet das jedenfalls nicht.
Schon amüsant, dass jetzt ausgerechnet die Linkskatholiken päpstlicher als der Papst sein wollen.
Problematisch erscheint mir auch die Tatsache, dass sich auch viele wohlmeinende Weltkleriker, die die
außerordentliche Form erst neu oder nach langer Zeit wieder erlernen, nicht exakt an die Rubriken halten,
nicht als gezielte Provokation, sondern eher aus Unwissenheit und mangelnder Sorgfalt. So habe ich es
jetzt schon einige Male erlebt, dass der Priester nach der hl. Wandlung Daumn und Zeigefinger nicht zusammenhält,
dass einige Kniebeugen fehlen etc. Hier wird man in Zukunft sehr aufpassen müssen.
Zu viel Aufmerksamkeit Ich finde, dass dem Thema hier viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Auch
im kath.net-Forum wird seit gestern darüber diskutier. Werden hier die persönlichen Befindlichkeiten
der Familie Grohe nicht überbewertet? Soweit ich das beurteilen kann, wird es im Tagesablauf kaum einen
Unterschied geben zwischen FSSPX und FSSP. Was wäre, wenn sich ein FSSP-Aussteiger ähnlich negativ über
die Zustände im Seminar von Wigratzbad äußern würde?
@ Britta Die Formulierung, dass Frauen, die Hosen tragen, ins fegfeuer kommen, soll so wörtlich in einer
FSSPX-predigt erfolgt sein? Das kann ich einfach nicht glauben. Wie gesagt, es mag schon sein, dass eine
gewisse Modeerscheinungen auch in einer Predigt sachlich kritisiert werden, aber doch nicht so platt,
selbst bei der FSSPX nicht.
Zweifel an Brittas Aussagen in einer Messe wird gepredigt,welche Musik gehört werden darf und welche
nicht, dass Frauen, die Hosen tragen ins Fegfeuer kommen usw. Ich habe Zweifel, ob dies tatsächlich so
wörtlich gesagt wurde, wenn schon, dann müsste man dies mit eindeutiger Quellenangabe belegen können.
Kritik an gewissen Modeerscheinungen kann ja durchaus berechtigt und auch in einer Predigt sachlich hervorgebracht
werden. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dies auf diese platte weise geschehen sein soll.
Subjektive Befindlichkeiten ohne Aussagekraft Nun ja, solche „Erfahrungsberichte“, wie sie diese Familie
Grohe hier macht, sind von Natur aus stark subjektiv gefärbt und daher von nur geringer Aussagekraft.
Ist man mehr oder weniger persönlich betroffen, wird man kaum in der Lage sein, eine einigermaßen objektive
Bewertung vorzunehmen. Fast jeder Tag ist vom Aufstehen bis zum Schlafengehen vollständig ausgefüllt
mit Pflichten und Diensten … Genau das ist so ein Beispiel dafür. Für andere wird das eine positive
Erfahrung sein, für Familie Grohe aus irgendwelchn subjektiven Befindlichekeiten und Animositäten heraus
eben eine negative. Ich frage mich im übrigen, wie derTagesablauf in den Seminaren der von Rom anerkannten
Ecclesia-Dei-gemeinschaftn aussieht. So viel anders als in Zaitzkofen wird es dort sicher auch nicht zugehen.
„Familienbischof“? Im letzten Jahr hatte Bischof Algermissen seinen Amtsbruder Mixa wegen dessen Haltung
zur Politik von Frau von der Leyen öffentlich kritisiert. Und jetzt spielt er sich als „Familienbischof“
auf? Algermissen sollte klar Farbe bekennen in Sachen Kinderkrippenpolitik und sich in dieser Frage vor
Bischof Mixa stellen.
kath.net ist in der Tat ziemlich langweilig geworden, bietet nur wenig Eigenbeiträge, ist finanziell
abhängig von gewissen Bistümern, auch in Deutschland, über die dann nicht mehr objektiv berichtet werden
darf.
@ Benedikt Wahrscheinlich steht es der Redaktion zu wenig in der Kritik. Sie müssen wissen, dass es hier
nicht um Inhalte geht, sondern wer der größere Haudrauf ist und dafür die meisten Prügel von der Presse
bekommt. Das ist aber auch nur eine sehr inhaltslose Vermutung Ihrerseits. Machen wir doch mal Nägel
mit Köpfen: Für welche Richtung steht das Opus Dei im Jahr 2008? Wo hat es sich in den aktuellen kirchlichen
Fragen inhaltlich positioniert? Haben Opus-Dei-Priester eine eigene Position zu „Summorum Pontificum“?
Geistlicher Nutzen? Ferner konzelebrierten zahlreiche Priester. Sie saßen einige Meter vom Altar in mehreren
Reihen entfernt hintereinander. Was soll der geistliche Nutzen dieser Fernzelebration sein? Genügt es
nicht, dass die um den sogenannten Volksaltar versammelten Episkopen konzelebrieren?
@ adlimina Der „kleine Lautsprecher“ am Anfang des von Ihnen dankenswerterweise verlinkten Artikels von
Radio Vatikan führt bei mir leider nur ins Leere.
@ Benedikt Er [der Ausbildungsstand der Priester] hat heute andere Mängel, aber keine so gravierenden
wie zu dieser Zeit. Können Sie da einmal etwas konkreter werden? Mit der Fähigkeit, Glaubenswissen und
eine „nachhaltige“ religiöse Glaubenspraxis (geistliches Leben) zu vermitteln, scheint es ja beim heutigen
Klerus auch nicht gerade weit her zu sein. Da hilft auch die ganze Pastoralpsychologie nichts. Und was
die philosophisch-theologische Grundbildung der Kleriker betrifft, welcher Durchschnittspfarrer hat heute
beispielsweise noch Ahnung vom Denken des hl. Thomas von Aquin?
Ausbildungsstand Benedikt schrieb: Der Ausbildungsstand der Priester war grauenhaft. Der Ausbildungsstand
der Priester zu Luthers Zeiten war in der Tat grauenhaft. Und heute? Wie ist es heute um den Ausbildungsstand
der Priester bestellt?
@ Stimme Nie war der Novus Ordo Missae bei den Gläbigen so wenig gefragt wie heute. Der Gottesdienstbesuch
ist seit seiner Einführung 1969 um 70 % zurückgegangen. Haben Sie sich schon einmal überlegt, woran
das liegen könnte? Jetzt sagen Sie aber nicht, das die Gesellschaft daran schuld ist …
@ Schüttel Schade, dass Sie nicht verstehen wollen. Warum Pfarrer Jolie Herrschsucht unterstellen? Es
geht um das Heil der Seelen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Seelsorge statt lebensfremdes Pastoralmanagement!
Falsche Umkehrung der Beweislast @ Aleph Nicht die sogenannten Altgläubigen haben sich zu rechtfertigen,
sondern die Verfechter einer liturgischen Diskontinuität.
Und das Bischöfliche Ordinariat Eichstätt … wird zum Bischöflichen EXTRAORDINARIAT ! :)3 Nebenbei:
Auch im Norden der Diözese Eichstätt, im Nürnberger Stadtteil Eibach, gibt es in der Pfarrkirche St.
Walburga eine regelmäßige Messfeier in der forma extraordinaria.
@ Janni Zur alten Messe hatte Pater Wallner wörtlich gesagt: „Und weil wir nicht wollen, daß unsere
Absolventen zu einem Ritus erzogen werden, der zwar wieder erlaubt ist, aber nicht im großen Atem der
Kirche liegt, auch nicht des Papstes, dessen Namen unsere Hochschule trägt.“ Wenn Sie Recht haben, wird
Pater Wallner sicher die Größe besitzen, diese Aussage zurückzunhemen und sich dafür zu entschuldigen.
Pater Karl Wallner erscheint mir, bei allen Verdiensten, die er durchaus hat, von seiner Art her ein bisschen
zu exzentrisch und angeberisch. Er ist ein typischer Neokonservativer, bei dem die alte Messe natürlich
keinen Platz haben darf, weil er sonst nicht mehr im Mittelpunkt stehen würde. Pater Wallner neigt eben
zu gewissen Star-Allüren, was nicht ganz unbedenklich ist, genügend Anhänger hat er ja, die ihn geradezu
anhimmeln.
Man vergleiche Papst Benedikt sagt: „Das vom hl. Pius V. promulgierte und vom sel. Johannes XXIII. neu
herausgegebene Römische Messbuch hat hingegen als außerordentliche Ausdrucksform derselben „Lex orandi“
der Kirche zu gelten, und aufgrund seines verehrungswürdigen und alten Gebrauchs soll es sich der gebotenen
Ehre erfreuen.“ Pater Karl Waller sagt hingegen: „Und weil wir nicht wollen, daß unsere Absolventen zu
einem Ritus erzogen werden, der zwar wieder erlaubt ist, aber nicht im großen Atem der Kirche liegt,
auch nicht des Papstes, dessen Namen unsere Hochschule trägt.“ Mit der gebotenen Ehre hat es der Pater
leider nicht so. das ist keine wahre katholische Gesinnung.
@ iustus Auch was die Ehrfurchtsbezeugungen gegenüber den eucharistischen Gestalten betrifft, gibt es
heute eine merkwürdige Inkohärenz der symbolischen Formen. Warum hält der Priester beispielsweise während
einer eucharistischen Prozession und beim eucharistischen Segen die Monstranz nicht mit bloßen, sondern
mit verhüllten Händen in einem Velum, wenn die konsekrierten Hostien zuvor in der hl. Messe den Gläubigen
ohne Ehrfurchtsbezeugung auf die Hand gelegt werden? Dann ist entweder die Verwendung des Velums nichts
als Theater, oder es muss die konkrete Praxis der Handkommunion (ohne Ehrfurchtsgestus, ohne Patene etc.)
fragwürdig erscheinen.
@ iustus Sie stellen genau die richtigen Fragen! Das ist die richtige „Befruchtung“! Da stimme ich Ihnen
zu. Was das Zusammenhalten von Daumen und Zeigefinger betrifft, sind außerordentliche Form und ordentliche
Form des römischen Ritus irgendwie inkompatibel. Wie ich schon sagte, entweder ist das im alten Ritus
alles nur Theater, oder in der neuen Form fehlt etwas. Eine längerfristige Koexistenz beider Formen scheint
mir in diesem Punkt kaum möglich.
@ iustus … es ist doch schon sehr komisch: Zuerst wird peinlich darauf geachtet, dass keine Teilchen
der Hostie verlorengehen, der Zelebrant hält die Fingerspitzen zusammen und dann legt er die Hostie auf
die Hand. Eine interessante Feststellung. Aber wie ist das dann, wenn ein Priester in beiden Formen des
römischen Ritus zelebriert? Müsste er dann nicht in letzter Konsequenz Daumen und Zeigefinger auch in
der ordentlichen Form zusammenhalten? Entweder man hält die Maßnahmen gegen die Gefahr des Partikelverlusts
für unnötig (wie Gotthard), dann geht Handkommunion ohne Weiteres, oder der Herr ist auch in den kleinen
Teilen ganz, dann hat man mit der Handkommunion ein Problem – in beiden Formen des römischen Ritus. Wären
die Maßnahmen gegen die Gefahr des Partikelverlusts, wie sie in den Rubriken der außerordentlichen Form
vorgeschrieben sind, unnötig, wäre das Zusammenhalten von Daumen und Zeigefinger Theater. Sind sie aber
nicht unnötig, wie sieht es dann damit in der ordentlichen Form aus?
@ Gotthard Das ist ja alles ganz interessant, aber warum muss man immer ein Problem machen, wenn es um
den alten Ritus geht? Bei Biker-Gottesdiensten und Karnevalsmessen geht das ohne Schwierigkeiten, auch
wenn hier manches mehr als fragwürdig erscheint, und den Protestanten, Anglikanern, Muslimen und Hindus
gewährt man Gastrecht in unseren Kirchen, ohne dass darum Aufhebens gemacht würde. Nur wenn es um die
alte Messe geht und gar ein amtierender Erzbischof bzw. Nuntius diesselbe feiern möchte, dann gibt es
in Deutshcland plötzlich tausend Schwierigkeiten. Wo ist eigentlich das Problem?
@ Gotthard es gibt keinerlei Unterschied zwischen einer Messe, der ein ganz junger Vikar vorsteht und
einer Messe, der der Papst vorsteht. Wenn es keinen Unterschied gibt, dann verstehe ich erst recht nicht,
warum der Apostolische Nuntius, ein Erzbischof, nicht zelebrieren durfte. Sie verwechseln hier (absichtlich?)
die Ebenen: Natürlich macht es substantiell – vom Wert der Messe her – keinen Unterschied, ob der Papst
oder ein ganz junger Vikar die Eucharistie feiert. Allerdings ist es vom Grad der Feierlichkeit und von
der Signalwirkung nach außen keineswegs nebensächlich und von nicht zu unterschätzender Bedeutung,
ob nujpontifiziert wird oder nicht. Die Pontifikalämter im Novus Ordo und im byzantinischen Ritus wurden
bei dem Kongress schließlich auch nicht abgesagt. Warum also diese diskriminierende Behandlung Ungleichbehandlung
gegen die außerordentliche Form? Übrigens: Ihre Redeweise „der Messe vorstehen“ ist protestantischen
Ursprungs. Ein Priester steht nicht einfachhin der Messe vor, er bringt kraft seiner Weihe in persona
Christi das Opfer dar.
@ Gotthard Wollen Sie uns weismachen, dass es keinen Unterschied zwischen einem Pontifikalamt und einer
von einem „einfachen“ Priester zelebrierten Messe gibt? Haben dann die bischöflichen Insignienfür Sie
auch keine Bedeutung? Sind Ring und Stab protestantsiche Erfindungen? Das überrascht mich dann jetzt
doch etwas …
@ Frasim Vielen Dank für ihre präzisierenden Ausführungen. Dass Nuntius Périsset seine Zusage zur
Feier eines Pontifikalamts in der außerordentlichen Form schon wenige Tage vor Kongressbeginn wieder
zurückgenommen hatte, habe ich nicht gewusst. Die Kongressteilnehmer wurden aber in der Tat erst unmittelbar
vor dem Beginn des ersatzweise von der FSSP zelebrierten Levitenmts über die Absage Périssets informiert.
Das ist wirklich sehr ungewöhnlich. Der Sachverhalt sollte unbedingt geklärt werden. Warum sah sich
der Apostolische Nuntius veranlasst, seine zunächst gegebene Zusage zur Feier eines Pontifikalamts in
der außerordentlichen Form wieder zurückzunehmen?
@ Kurt K. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die „Erneuerer“ sind es doch, die seit vierzig Jahren behauptet
haben und weiterhin behaupten, dass mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Einführung der neuen
Messe jetzt alles besser sei als früher. Da fragt sich nur, wo sie seither geblieben sind, die Gläubigen,
gerade jetzt, wo doch alles so toll ist und wir die Messe auf deutsch haben. Kapiert es doch endlich einmal:
Nicht die Anhänger der Tradition haben sich zu rechtfertigen, sondern die Neuerer, wenn sie trotz gegenläufiger
Entwicklung wie Revolutionäre an ihrem 40-jährigen Besitzstand festhalten.
@ HBR Das liegt aber nicht am Ritus. Ist das eine Schutzbehauptung? Die Beweislast für diese Aussage
liegt bei Ihnen. Ich will ja nicht behaupten, dass es einen Kausalzusammenhang zwischen Rückgang der
Gottesdienstteilnehmer und Einführung des Novus Ordo gibt. Allerdings wurden 1969/70 ganz andere Erwartungen
mit der Einführung der neuen Liturgie erhofft. Sie hat diese Erwartungen nicht erfüllt. Die neue Liturgie
war und ist so, wie sie praktiziertund besucht wird, uínsgesamt gesehen ein Flop. So kann es ihr nach
40 Jahren ernüchternder Bilanz nur gut tun, wenn sie wieder Maß nimmt an der alten Form.
@ CarloBorromaeo Die Verschwörungstheorien, die hier ins Kraut schießen, sind wirklich unerträglich.
Meine Güte, es geht um den außerordentlichen (!) Ritus, dessen Anhänger im Promille Bereich liegen.
Als ob die Sancta Ecclesia Romana keine anderen Sorgen hätte… Die Liturgie ist das Herzstück der Kirche,
da sollte die Hauptsorge der Sancta Ecclesia Romana durchaus liegen. Der außerordentliche Ritus ist legitimer
und rechtlich völlig gleichberechtigter Ausdruck derselben „Lex orandi“ der Kirche, der sich laut MP
„aufgrund seines verehrungswürdigen und alten Gebrauchs … der gebotenen Ehre erfreuen“ soll. Hier geht
es nicht um die Zahl seiner Anhänger. Im übrigen hat der Novus Ordo seit seiner Einführung mehr als
70 % seiner Anhänger verloren. Zu Augsburg: Ein normaler Vorgang wäre es gewesen, wenn der Nuntius die
Bitte, ein außerordentliches Pontifikalamt zu zelebrieren, von vornherein ausgeschlagen hätte. Er hatte
aber bereits zugesagt, sonst wäre das Pontifikalamt ja nicht im aktualisierten Tagungsprogramm aufgeführt
worden. Die Absage erfolgte während des laufenden Kongresses. Das ist mehr als ungewöhnlich. Da muss
etwas passiert sein.
Libertas Ecclesiae Ein normaler Vorgang ist das sicher nicht, was da in Augsburg abgelaufen ist. Ärgerlich,
dass die Gläubigen hier wohl für dumm verkauft werden sollen. Es wäre gut, wenn man direkt von der
Pressestelle der Apostolischen Nuntiatur in Berlin den wahren Grund für die Absage des Pontifikalamts
erfahren könnte. Warum hat eigentlich keiner der in Augsburg doch sicher zahlreich vor Ort anwesenden
Pressevertreter nach dem wahren Grund für die Absage gefragt?
@ HBR Fragen Sie doch mal nach dem cui bono der Absage des Pontifikalamtes in Augsburg. Dann müssen Sie
zu dem Schluss kommen, dass die Theorie eines (ungeschriebenen) Zelebrationsverbots für amtierende Bischöfe
in Deutschland so abwegig nicht ist. Der Apostolische Nuntius in Österreich beispielsweise hat schon
mindestens dreimal in aller Öffentlichkeit Pontifikalämter in der forma extraordinaria zelebriert. Warum
soll das nicht auch in Deutschland möglich sein dürfen?
Peinlich Einer der Gottesdienstbesucher sagte, daß Motorradfahren wie guter Sex sei – teilte Hw. Schneider
seinen Gläubigen mit und kommentierte: „Da ich zölibatär lebe, kann ich da nicht mitreden – sonst wäre
ich ja meinen Job los“. Dieses Gottesdiensttheater mag ja einen gewissen Unterhaltungswert haben, aber
wem ist damit letztlich gedient? Wo ist die nachhaltige Langzeitwirkung? Und wo sind die guten Früchte
solcher Veranstaltungen?
Liturgische Militanz? Herr Dr. Otterbeck, was verstehen Sie bzw. die Kölner Kirchenzeitung unter „liturgischer
Militanz“? Was ist mit diesem Begriff gemeint? Wer ist militant?
@ iustus Aber H. H. Pfarrer stellt es doch so dar, dass der überlieferte Ritus irgendwie defizitär sei,
so zum Beispiel im Hinblick auf die fehlende Wahlmöglichkeit bei Texten und Formen. Nur ist dies eben
kein Mangel, sondern ein durchaus positiver Aspekt des überlieferten Ritus, der sich wohltuend von den
allzu großen Auswahlmöglichkeiten der neuen Form unterscheidet. Und wenn die gleiche Blickrichtung von
Priester und Gemeinde „eigentlich“ kein Unterschied sei, vergisst H. H. Pfarrer zu erwähnen, dass in
99,9 % der Pfarrmessen im Neuen Ritus leider keine gleiche Blickrichtung praktizieren.
Unter sich? @ Aleph Es war der hl. Bonifatius, der im achten Jahrhundert bei unseren Vorfahren ein lateinisches
Messbuch einführte. Und Sie glauben wirklich, dass der so dumm war, das zu tun? Da haben die alten Germanen
doch kein Wort verstanden, so etwas.
Das ist absolut lächerlich, Kontinuitäten zwischen alter und neuer Messe zu behaupten, die es in der
real existieren Praxis des NOM so gut wie nicht gibt. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Warum wird im NOM
so krampfartig der Gebrauch des Canon Romanus, die gemeinsame Gebetsrichtung, die Mundkommunion und das
Latein in den weitaus mesiten Pfarrmessen vermieden???
@ Gotthard Was ist der Inhalt dieses ganzen Artikels? 1. Zu Ostern wurde die alt-rituelle Messe nicht
in der Zeitung angekündigt…Alles andere ist Mutmaßung! Falsch! Der Inhalt dieses Artikels ist, dass
ein gewisser Pfarrer Gurk in seiner Eigenschaft als Moderator des Fuldaer Pastoralverbunds „Ate Stadtpfarrei“
immerhin in einem Rundbrief (siuc!) mitteilt, bei der „Fuldaer Zeitung“ interveniert zu haben, um die
Publikation der Pressenotizen des Fuldaer Freundeskreises der „Pro Missa Tridentina“ zu verhindern. So
liest es sich schon etwas anders. Was qualifiziert einen Pfarrer und Pastoralverbundsleiter, gegen die
Veröffentlichung einer harmlosen Pressenotiz bei einem scheinbar unabhängigen Presseorgan zu intervenieren
und damit in einem eigenen Rundbrief auch noch zu prahlen? Pfarrer Gurk hat seine Kompetenzen eindeutig
überschritten.
Stasi-Methoden und Pressefreiheit In seinem jüngsten vertraulichen Rundbrief hat er sogar mitgeteilt,
bei der ‘Fuldaer Zeitung’ interveniert zu haben, um die Publikation der Pressenotizen des Fuldaer Freundeskreises
der ‘Pro Missa Tridentina’ zu verhindern. Und ich dachte immer, dass die Pressefreiheit in Deutschland
durch das Grundgesetz verbürgt ist. Was muss die „Fuldaer Zeitung“ für ein dilettantisches Provinzblatt
sein, das Pressemeldungen aus ideologischen Gründen von Dritten unterschlagen lässt. Was bildet sich
dieser Pfarrer Gurk eigentlich ein, dass er glaubt, mit Stasi-Methoden die Meinungsfreiheit unterdrücken
zu können? Soll doch jeder Katholik in Fulda und überall auf der Welt frei entscheiden dürfen, wo er
sonntags zur Kirche geht!
Für Außenstehende nicht zugänglich Das berichtete der Forumsteilnehmer ‘Alexius’ am 26. März im für
Außenstehende nicht zugänglichen Teil des Forums des Linzer Nachrichtenportals ‘kath.net’. Wie ist diese
Information aus dem für Außenstehende nicht zugänglichen Teil des kath.net-Forums dann an kreuz.net
gelangt? Da wird sich Herr Noé aber mächtig ärgern. Ein Verräter in den eigenen Reihen! Dazu noch
ein zahlendes Club-Mitglied! Vielleicht ist kath.net deshalb seit mehreren Stunden nicht mehr zugänglich.
Gernot Facius Der Link von RJH ist schon sehr interessant. Facius ist in weiten Teilen zuzustimmen, vor
allem mit seiner Kritik an der Teilhabeschaft von 14 deutschen Diözesen an dem esoterisch angehauchten
Weltbildkonzern: www.weltbild.com/…-gesellschafter.html Auf diese Problematik angesprochen soll Kardinal
Lehmann einmal geantwortet haben: „Pecunia non olet“. Nun ja …
@ mandy kreuz.net ist so doof, mal wieder auf niedrigstem Niveau herumzuwatschen: Falsch! kreuz.net zitiert
hier nur eine Presseerklärung des Arbeitskreises von Katholiken im Raum Frankfurt am Main. Wenn Sie sachliche
Kritik an dieser Presseerklärung anzubringen haben, dann müssen Sie diese Kritik auf diesen Arbeitskreis
beziehen und nicht auf die kreuz.net Redaktion. Manche Leute hier verstehen einfach nicht den Unterschied
zwischen Berichterstattung und Nachrichteninhalt.
Der werter Herr Erzbischof Marx scheint mir ein wenig ambivalent zu sein. Einerseits sympathisch, solide
und konsewuent. Andererseits auch Verfechter der unseligen „kooperativen Pastoral“, ganz im Sinne der
Paderborner Rotarierschiene. Wo bleibt da die Sorge um die sakramentale Struktur der Kirche?
Es macht betroffen … … mit welcher Arroganz und Selbstgefälligkeit Geißler seine wirklich dümmlichen
Ansichten zum besten gibt. Es erscheint unerträglich, mit welcher Überheblichkeit er seine eigenen unhinterfragmaren
Dogmen aufstellt und der Wissenschaftsgkäubigkeit verfällt. Wer nicht seiner Meinung ist und der Lehre
der Kirche folgt, gilt als unaufgeklärt und „vorwissenschaftlich“. Aber eines gibt zumindest Anlass zu
Hoffnung: Geißler gehört eindeutig zu einer aussterbenden Species. Solchabgebrühten Modernisten wird
man bei der Generation der unter 40-Jährigen wohl kaum mehr finden. @ Dani California Der +-net- Artikel
ist erstmal wieder zum schreien … Der kreuz.net-Artikel gibt inhaltlich nur das wieder, was die Redaktion
der Sendung „Quergefragt“ verlauten ließ. Vor kurzem????? Also ich weiß ja nicht, was man für ein hiesiges
Zeitgefühl hat. Ich kann mich da an ein Dokument der Glaubenskongregation (Dominus Iesus) aus dem Jahre
2000 erinnern, in dem von Teilkirchen gesprochen wird. Es gibt da ein neueres Dokument vom letzten Sommer,
auf das hier Bezug genommen wurde: www.dbk.de/…ueber_die_kirche.pdf
@ Fabianus Was ist an dem Begriff „Bekehrung“ eigentlich so verwerflich? Hat nicht jeder Mensch Bekehrung
(Umkehr, metanoia) nötig? Es ist hier ja nicht von Zwangstaufen und Gewalt die Rede.
Unrein? daß der Mund nicht weniger unrein sei als die Hände Diese Argumentation habe ich noch nie verstanden,
denn die Feststellung, dass der Mund nicht weniger unrein sei als die Hände, ist entweder banal oder
falsch. Bei der Form des Kommunionempfangs geht es schließlich nicht um die Reinheit oder Unreinheit
von irgendwelchen Körperteilen, sondern um die Zeichenhaftigkeit, um die Angemessenheit der äußerlich
sichtbaren Haltung des Gläubigen. Wären äußere Zeichen des Glaubens wie Kreuzzeichen, Verneigung,
Kniebeuge etc. egal, dann könnte man diese ja auch gänzlich abschaffen.
@ Alkuin Dann haben Sie völlig verkant wofür der Wortgottesdienst und die Homilie da ist. Die hl. Messe
besteht nicht nur aus der Eucharistiefeier. Nein, das habe ich nicht verkannt. Nicht ohne Grund war ja
früher diePredigt nicht bestandteil der Messfeier, was daran sichtbar wurde, dass der zelebrierende Priester
das messgewand ablegte. Natürlich soll der Priester in der Predigt das Wort Gottes im Sinne der Kirche
auslegen, das ist keine Frage. Aber die hl. messe als solche ist nicht in erster Linie eine katechetische
Veranstaltung.
Quantität und Qualität „Ich glaube vielmehr, daß die Leseordnung des Novus Ordo sogar inhaltlich reicher
ist als jene des Ritus des Heiligen Pius V.“ Das glaube ich nicht. Es kommt eben nicht nur auf die Quantität,
sondern auf die Qualität bei der Perikopenauswahl an. Was nützen beispielsweise diese ellenlangen alttestamentlichen
Perikopen im Nous Ordo, die in den Werktagsmessen als lectio continua vorgetragen werden, deren Sinn sich
dem Gläubigen aber nur schwerlich erschließt? Die hl. Messe ist nicht dazu da, Bibelkatechese zu betreiben.
Deo Gratias! Das Beispiel sollte Schule machen. In anderen Bistümern wie zum Beispiel Fulda läuft die
Sache nicht so gut. Dank an Weihbischof em. Max Ziegelbauer in Augsburg!
Verschiebung von Feiertagen ist bereits geregelt Noch einmal: Hier besteht eigentlich kein Regelungsbedarf,
weil die Verschiebung von Feiertagen nach der alten Ordnung bereits geregelt ist. Warum in einem unnötigen
bürokratischen Akt jetzt alles noch einmal verkomplizieren? Daran entzündet sich meine Kritik.
@ Benedikt Diese Verschieberegelungen sind genauso willkürlich. Sogar das eigentliche Datum 19. März
ist vollkommen willkürlich, da niemand weiß, wann der Hl. Joseph wirklich gestorben ist. Das klingt
jetzt aber sehr rationalistisch und verkopft. Dann könnte man ja auch Weihnachten verschieben oder sogar
ganz abschaffen, weil der wirkliche Geburtstermin Jesu Christi auch unbekannt ist. Und wie ist das mitz
den zahlreichen Heiligen, über die es zwar keine gesicherten historischen Quellen gibt, die aber über
Jahrhunderte verehrt wurden, und zwar durchaus auch objektiv durch das liturgische Gebet der Kirche? Der
Herr hat es den Unmündigen offbart. Ein falscher Rationalismus ist hier fehl am Platz. Auch ich halte
den Samstag vor dem Palmsonntag nicht für besonders geeignet, den hl. Joseph liturgisch zu feiern. Die
Frage bleibt: Warum nicht einheitlich der Tradition folgen und den 1. April wählen?
@ Benedikt Den Festtag auf den 15. April zu verschieben, hat den Beigeschmack des Machens. Und? 1. Es
muss natürlich 15. März statt 15. April heißen. 2. Es besteht bereits eine amtliche Regelung für die
Verschiebung von Festen, wenn mehrere Feste aufeinandertreffen. warum dann willkürlich irgend einen neuen
Termin festlegen? Hier hätte sich die Gottesdienstkongregation vom alten Ordo anregen lassen können.
Wider den Geist des Machens Warum hat sich die Gottesdienstkongregation nicht einfach an die traditionelle
Regelung gehalten und den Festtag des Hl. auch für den neuen Ritus auf den 1. April gelegt? Den Festtag
auf den 15. April zu verschieben, hat den Beigeschmack des Machens. Dieser Schritt wäre gar nicht notwendig
gewesen, da die 1.-April-Regelung ja bereits besteht.
@ Leblhuber Ist schon klar, ich habe die beiden Sprichwörter bewusst gemixt. Ohne Zollitsch hätte Spam-Spiegel
wohl kaum diese Spotttiraden losgelassen.
@ matt2 Es ist richtig, dass man einen Ritus nicht verabsolutieren darf. Aber das hat die Kirche auch
nie getan. Es gab in der Kirche immer einen Vielfalt legitimer Riten, die sich gegenseitig durchaus befruchteten.
Es geht nur darum, ein wenig mehr Toleranz für die Gläubigen einzufordern, die sich dem usus antiquior
geistig verbunden fühlen.
Keine Bekehrung Weiß Bischof Bode überhaupt, wovon er spricht? Die geänderte Fassung der Karfreitungsfürbitte
für die Bekehrung der Juden bezieht sich lediglich auf den usus antiquior des römischen Ritus, leider
aber nicht auf die ordentliche Form. Ist dem Bischof von Osnabrück das entgangen? Das Karfreitagsgebet
für die Bekehrung der Juden war im Übrigen schon immer Bestandteil der Liturgie der Kirche, und da die
alte Form des römischen Ritus nie verboten war, ist es auch immer Bestandteil der Liturgie der Kirche
geblieben. Spätestens seit 1988, als den ersten Ecclesia-Dei-Gemeinschaften der Gebrauch dieser Form
der Liturgie wieder gestattet wurde, wurde es auch wieder als offizielles Gebet der Kirche gebetet. Braucht
Bischof Bode vielleicht einen Nachholkurs in theologischer und liturgischer Bildung?
Gespensterdiskussion? Langsam frage ich mich, ob hier nicht eine gewaltige Gespensterdiskussion geführt
wird. Wer sollte eigentlich Interesse daran haben, die Handkommunion und weibliche Ministranten in der
überlieferten Messe einzuführen? Die traditionsverbundenen Gläubigen bestimmt nicht. Warum sich also
unnötige Gedanken machen über ungelegte Eier, die kirchenrechtlich und theologisch nicht notwendig sind?
@ iustus 1. Eine offizielle Anfrage bei der Kommission Ecclesia Dei nach der Zulässigkeit der Handkommunion
im alten Ritus ist bereits erfolgt. Ist bereits eine Antwort erfolgt?
@ Rübezahl Wenn ich Sie richtig verstanden habe, gibt es also eine rechtliche Grundlage dafür, dass
weibliche Ministranten und die Spendung der Handkommunion bei der überlieferten Messform ausgeschlossen
sind. Wo kann man das nachlesen? Ich frage deshalb, weil von interessierter Seite immer wieder erwartet
oder gar versucht wird, diese Praktiken in der überlieferten Messe einzuführen. Und was die kleine Kommunionpatene
betrifft – die wird doch leider selbst bei Papstmessen nicht verwendet (siehe Mariazell), oder habe ich
da etwas übersehen? Wie hält es denn der neue Marini damit?
Gewohnheitsrecht Da existiert längst ein Parallelrecht. Sehr richtig. Aber ebenso verhält es sich mit
dem Verbot der Handkommunion und dem Verbot weiblicher Ministranten nach dem usus antiquior des römischen
Ritus. Da erscheinen mir die Ausführungen von turk zu abstrakt und akademisch. Es muss schließlich nicht
alles in der Kirche justitiabel sein. Dass es einmal zwei Formen des einen Ritus geben würde, war ja
1969 oder 1983 auch noch nicht abzusehen. Hier hat sich so etwas wie Gewohnheitsrecht entwickelt.
@ Clarissa So so, da haben die Leute also 1500 Jahre lang nichts von der Messe verstanden. Und da hat
die Kirche fast 2000 Jahre lang in die falsche Richtung zelebriert. Komisch, wie bei dieser unverständlichen
und in die falsche Richtung zelebrierten Liturgie über die Jahrhunderte hinweg die Glaubensweitergabe
gelingen konnte. Komisch, wie diese unverständliche und in die falsche Richtung zelebrierte Liturgie
über die Jahrhunderte hinweg so viele Heilige und Selige hervorbringen konnte. Glauben Sie wirklich,
dass sich die Gläubigen 1500 Jahre lang für dumm verkaufen ließen? Ja ja, heute wissen wir alles besser.
Und die Früchte liegen auf der Hand: Nie gingen weniger Menschen in die Kirche als heute – trotz aller
Verständlichkeit und der in die richtige Richtung zelebrierten „ordentlichen“ Liturgie.
Man kann nicht lieben, was man nicht kennt @ Katholisch Die Übertragungen von K-TV sind liebevoll und
sehr wohlwollend gemeint, aber in technischer Hinsicht leider nicht sehr professionell. So wie man da
die Alte Messe sehen kann, wirkt sie in der Tat nicht besonders ansprechend, besonders nicht für Gläubige,
die mit diesem Ritus noch nicht vertraut sind. Für den Einstieg in den alten Messritus bedarf es einer
schönen ansprechenden Art der Zelebration und einer begleitenden Katechese. Im übrigen erschließt sich
diese Form der Liturgie nicht von heute auf morgen. Es ist ein längerfristiges Hineinwachsen nötig,
das möglicherweise sogar mehrere Jahre dauern kann.
Dilexit ecclesiam Ein großartiger Mensch und begnadeter Gottesmann ist von uns gegangen. Möge sein Werk
fortbestehen und weiter wachsen. Requiescat in pace.
Sag ich doch: 36. §1. Linguae latinae usus, salvo particulari iure, in Ritibus latinis servetur. Von
einem ausschließlichen Gebrauch der Muttersprach, wie es heute in 99% der sonntäglichen Gemeindegottesdienste
der Fall ist, ist in SC 36 nicht die Rede, im Gegenteil.
@ Clarissa Sprache erfüllt ihren Sinn also nur, wenn sie der „gemeinsame Code“ von Sender und Empfänger
ist. Aha. Und das funktioniert jetzt also besser, seitdem die Verwendung der Landessprachen üblich geworden
sind? Nicht diejenigen, die die lateinische Sprache in der Liturgie präferien, müssen sich rechtfertigen,
sondern diejenigen, die behaupten, dass mit der Einführung der Landessprachen eine Kommunikationsverbesserung
eingetreten sei, was ja bekanntlich nicht der Fall ist. Warum also das starre Festhalten am ausschließlichen
Gebrauch der Landessprache – übrigens entgegen Sacrosantum Concilium Nr. 36? Jedenfalls folgen heute
weit weniger Katholiken der deutschen Messe als bis 1969 der lateinischen.
Rechtsbruch Man mag zur Piusbruderschaft stehen, wie man will, aber wenn das Bistum Aachen offiziell erklärt,
dass der von Papst Benedikt XVI. offiziell zur „außerordentlichen Form“ erklärte usus antiquior des
römischen Ritus „nicht der offizielle katholische Ritus“ sei, ist das Rechtsbruch! Es wäre zu prüfen,
ob dies nicht sogar einen schismatischen Akt von Seiten des Bistums Aachen darstellt.
Noch einmal zurück zum Inhalt Die alte Karfreitagsfürbitte war schon vor der Publikation des Motu Proprio
„Summorum Pontificum“ offizieller und legitimer Bestandteil der Liturgie der katholischen Kirche, da die
litiurgischen Bücher von 1962 nie verboten waren. Spätestens mit der Errichtung von Ecclesia-Dei-Gemeinschaften
seit 1988, die seither am Karfreitag eben auch jene Fürbitte gebetet haben, hätte sich der Unmut der
Juden äußern müssen, nicht erst jetzt.
Neufassung der alten Karfreitagsfürbitte „theologisch nicht notwendig“ Im Umfeld von Karfreitag und Ostern
bitte die Kirche „wieder“ für die Erleuchtung der Juden, damit sie Jesus als Messias erkennen – erklärte
Homolka richtig. Ich verstehe diese ganze Logik nicht. Ich denke, die liturgischen Bücher von 1962 waren
niemals verboten, wie Papst Benedikt XVI. richtig festgestellt hat. Also war auch die bisherige alte Karfreitagsfürbitte
für die Bekehrung der Juden nie verboten und immer Bestandteil der Liturgie der Kirche. Der Rabbiner
begründet seine Absage damit, daß Papst Benedikt XVI. eine Neufassung der Karfreitagsfürbitte zur Bekehrung
der Juden für die Alte Messe genehmigt habe. Aufgrund des oben Gesagten ergibt sich, dass – um ein aktuelles
Bonmot von Erzbischof Zollitsch aufzugreifen – die Neufassung der Karfreitagsfürbitte zur Bekehrung der
Juden „theoloisch nicht notwendig“. Wenn schon, hätte der Herr Rabbiner auch schon alle Katholikentage
zuvor, spätestens aber seit 1988 absagen müssen, als die Kirche die ersten „Ecclesia-Dei-Gemeinschaften“
kanonisch errichten ließ. In Wigratzbad beispielsweise wurde die bisherige Fassung der alten Karfreitagsfürbitte
von der damals neu errichteten Priesterbruderschaft St. Petrus seit 1989 als offizielles Gebet der Kirche
gebetet.
Der Grund für das Fernbleiben von Bischof Müller bei der Verabschiedung von Kardinal Wetter wäre also
inhaltlich geklärt. Auch Mixa und Schraml werden ihre berechtigten Gründe gehabt haben. Lehmann muss
das schon vorher klar gewesen sein. Aber warum tobte der dann in der Sakristei? Nicht das begründete
Fernbleiben der drei Bischöfe ist kindisch, sondern die zur Schu gestellte Wut darüber und das wilde
Spekulieren über die vermeintlichen Gründe.
Liturgisches Recht? Sehr interessant zu beobachten, wie sich die Traditionskritiker auf einmal auf vermeintliches
„liturgisches Recht“ berufen wollen, um die legitime Anwendung der Bestimmungen des Motu Proprio zu untergraben.
Würde man sich doch bei all den Fasnachtsmessen und sonstigen liturgischen Eigenmächtigkeiten wie in
Schweinfurt St. Michael auch einmal auf litugischs Recht berufen!
timpressum Es geht ja nicht nur um die Form der „Alten Messe“, sondern vor allem die damit transportierte
Theologie, die hinter das II. Vaticanum zurückgehen möchte. Interessant, die Kirche hat bis zum Jahr
1965 eine falsche Theologie transportiert. Komisch, dass das bis dahin niemand gemerkt hat.
@ RRR Motu Proprio Summorum Pontificum, Art. 2: Für eine solche Feier nach dem einen oder dem anderen
Meßbuch benötigt der Priester keine Erlaubnis, weder vom Apostolischen Stuhl noch von seinem Ordinarius.
Hw. Rodheudt überschätzt sich keinesfalls. Er macht lediglich von seinem Recht Gebrauch, das ihm aufgrund
seiner Weihe zukommt – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wer sich hier überschätzt, sind die deutschen
Bischöfe in ihrer Regelungswut zur Unterdrückung des usus antiquior des römischen Ritus.
thaumaturgos gleich wie die einzelne schwalbe keinen sommer macht, macht auch ein einziger bischof keine
kirche, auch wenn es glm aus regensburg wohl nie verstehen wird Und wieso macht dann die Schwalbe Zollitsch
einen Sommer? Der ist doch auch nur Primus inter pares
@ Konrad Dass Kardinal Lehmann „getobt“ haben soll, ist wohl nur ein Gerücht Das behauptet zumindest
Herr Drobinski in der Süddeutschen Zeitung vom 18. Februar. Hier der Originalartikel: www.sueddeutsche.de/…r/artikel/180/158752/
Spaltung der Kirche Kein Christ kann sich ernsthaft eine Spaltung der Kirche wünschen, im Gegenteil.
Allerdings kann und muss man leider nüchtern und objektiv feststellen, dass eine solche Spaltung latent
ohnehin schon seit längerer Zeit existiert. Da hilft alles Schönreden, Verdrängen und Vertuschen nichts.
Ich erinnere nur an jene Umfrage vor dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin, wonach 88 Prozent der Katholiken
keinen Unterschied zwischen kath. Eucharistie und evgl. Abendmahl mehr sehen. Und was die Deutsche Bischofskonferenz
betrifft: Die haben doch mehrheitlich für Zollitsch gestimmt. Da haben sich die Konservativen wohl mal
wieder von Kardinal Lehmann über den Tisch ziehen lassen. Fast möchte man sagen: selber Schuld! Die
Bischofskonferenz hat den Vorsitzenden, den sie (in ihrer derzeitigen Zusammensetzung) verdient.
@ Typ … aber ebenso wenig sind die Äußerungen von Bischof Müller oder die vom Priesterhetzwerk „notwendig“.
Warum immer diese abwertenden und beleidigenden Formulierungen? Andersdenkende haben auch ein Recht auf
Meinungsfreiheit.
Horst Metzker Dass der Zölibat nicht theologisch notwendig ist, ist doch allerlängst bekannt, sollte
man meinen. Eben deshlab waren die Äußerungen Zollitschs „wenig hilfreich“. Das Priesternetzwerk hat
vollkommen recht.
@ stimme Natürlich muss es vor dem Konzil schon Probleme gegeben haben. Sonst wäre der Ritus ja nicht
so plötzlich verschwunden. Nur die Probleme lagen nicht im Ritus als solchen begründet, sondern darin,
dass man ihn nicht mehr verstanden hat und nicht mehr richtig vermitteln konnte. So aber hatte man das
Kind mit dem Bad ausgeschüttet. Und genau das ist das Problem.
Sag mir, wo die Gläubigen sind, wo sind sie geblieben? TheologicusHaereticus schrieb: Ich bin dankbar
für das Geschenk der Liturgiereform, die dazu beigetragen hat, die Feier der Eucharistie unter die Leute
zu bringen, sie verständlich und mitvollziehbar zu machen. Unter die Leute zu bringen??? Aber wo sind
die Leute dann geblieben, um die Feier der Eucharistie mitvollziehen zu können?
@ Mitten drin kotz.net stellt die Welt so dar, als gäbe es überhaupt nichts Wichtigeres als die Messe
in der außerordentlichen Form. Wo, bitte, hat kreuz.net geschrieben, es gäbe nichts Wichtigeres als
die Messe in der außerordentlichen Form? Hauptsache, Leute wie Sie sind „im wahren Christentum“, wie
man an ihrer überaus liebenswürdigen Art erkennen kann.
Wo ist das (Kirchen)volk? Tilly schrieb: Wo ist der NOM im Volk verankert? Dort nehmen die Zahlen ab!
Sehr richtig! Der NOM war nie wirklich im katholischen Kirchenvolk verankert, wie es die alte Messe vor
1969 gewesen ist. Bei 14 Prozent Gottesdienstbesuch kann man nicht mehr ernsthaft von einer Volkskirche
sprechen. Das ganze katholische Leben muss sich von Grund auf erneuern. Und die Messorte des überlieferten
Ritus können so etwas wie Wachstumszellen dafür sein.
PietroParente Sie bringen das Problem sehr gut auf den Punkt. Ich finde es höchst befremdlich, wenn Bischöfe
den statistischen Niedergang des NOM-Besuchs allenfalls sachlich-nüchtern zur Kenntnis nehmen, aber bei
den Anträgen auf eine alte Messe mit sichtlicher Genugtuung plötzlich eine Erbsenzählerei betreiben,
um damit beweisen zu wollen, dass eine solche Nachfrage gar nicht existiere. Wo bleibt eigentlich die
Sorge um das Seelenheil der Millionen von Katholiken, die sonntags gar nicht mehr in die Kirche gehen?
Noch einmal: Bitte keine vorschnellen Unterstellungen Es ist ja geradezu rührend, wie sehr sich manche
Leser hier in Zeug legen, um nachzuweisen, dass mit den abgelehnten Gruppenanträgen etwas nicht stimme.
Da wird minutiös aufgerechnet und spekuliert, wo welche abgelehnten Antragsteller wann in welcher Stadt
bis zum nächsten bereits existierenden Messort entfernt wohnen, warum sie dort nicht hingehen usw. Es
wäre zu wünschen, wenn so mancher Gemeindepfarrer sich auf diese beinahe biblisch anmutende Weise um
seine verlorenen Schäflein bemühen würde, die den Gottesdiensten in der ordentlichen Form abhanden
gekommen sind (minus 67,7 Prozent von 1968 bis 2006, siehe unter dbk.de/…nehmer-1950-2006.pdf). Wie
ich weiter unten Stelle schon einmal schrieb, könnte es sein, dass einige der bislang abgelehnten Gruppenanträge
für die Feier der Messen in der außerordentlichen Form in der Zwischenzeit genehmigt wurden. Die Zahl
der abgelehnten Gruppenanträge bezieht sich offenbar auf den Stand von Ende Dezember/Anfang Januar. Seither
sind inzwischen über sechs Wochen vergangen. Und die Zahl der genehmigten Messorte des alten Ritus wächst
nahezu wöchentlich, wie man auf der Seite www.introibo.net sehen kann.
Bitte keine vorschnellen Unterstellungen Bevor hier manche Leser den Initiatoren von „Pro Sancta Ecclesia“
Unredlichkeit vorwerfen, weil in einigen der genannten Orte inzwischen altrituelle Messfeiern genehmigt
wurden, sollte zunächst einmal genau geprüft werden, worauf sich das bezieht. Es könnte sein, dass
einige der bislang abgelehnten Gruppenanträge in der Zwischenzeit genehmigt wurden. Die Zahl der abgelehnten
Anträge bezieht sich offenbar auf den Stand von Ende Dezember/Anfang Januar. Seither sind inzwischen
über sechs Wochen vergangen. Und die Zahl der genehmigten Messorte des alten Ritus wächst nahezu wöchentlich,
wie man auf der Seite www.introibo.net sehen kann.
stimme + st.georg Komisch nur, dass ausgerechnet der Bischof von Rom eine solche Personalpfarrei errichtet
hat in Trastevere, und zwar mit Vorbildfunktion für die ganze Weltkirche. Warum gilt das dann eigentlich
nicht für Deutschland? www.kreuz.net/article.6371.html
st.georg …es geht also nie! um gruppen, die sich zusammenfinden, sondern immer ! um eine existierende
gruppe innerhalb! einer pfarrei und dann muss noch die einheit und der friede innerhalb der pfarrei gewährleistet
werden…viel spass mit den eingaben bei der kongregation… Falsch! Es können sich auch überpfarrliche
Gruppen bilden, z. B. von Gläubigen aus verschiedenen Pfarreien in einer Stadt; dann hat eine einvernehmliche
Regelung durch den Bischof zu erfolgen. Gemäß Art. 10 des Motu Proprio hat dieser sogar das Recht, eine
Personalpfarrei des Alten Ritus zu errichten, worauf die deutschen Bischöfe geflissentlich verzichten.
Auf welchem Planeten befindet sich die Deutsche Bischofskonferenz? Ja, ja, „keine erhebliche Zunahme“ …
Eine großartige Leistung der Initiative „Pro Sancta Ecclesia“, trotz allen Widerstands! Weiter so!
@ landorganist + stimme Darum geht es ja auch gar nicht. Aber was hätte Sie vor fünf oder zehn Jahren
gesagt? Alte Messe? Gibt es gar nicht! Immerhin: Die Alte Messe lebt. Und sie wächst, wenn auch nur langsam,
aber stetig. Und auch ein Kardinal Lehmann oder Erzbischof Zollitsch werden sie nicht mehr verhindern
können. Sie bildet eine Kraftquelle, klein, aber fein.
@ Gotthard Was sind Sie doch für ein Apparatschik! Klein Fritzchen beruft sich auf Kardinal Newman: John
Henry Newman, der große englische Konvertit und spätere Kardinal, hat in einer Predigt zum Fest der
Beschneidung des Herrn über die Tatsache gesprochen, dass die Kirche in ihrer ganzen Geschichte seit
den Tagen der Apostel niemals einen alten, durch lange Gebetsgewohnheit geheiligten Ritus abgeschafft
hat. Auch nach dem Pfingstfest gingen die Apostel und die ersten Christen regelmässig zum Gebet in den
Tempel von Jerusalem. Man weiss nicht, wie lange. Es gab keinen Beschluss, diese Praxis zu irgendeinem
Termin zu beenden. Riten können absterben. Sie können durch katastrophale Ereignisse – wie die Zerstörung
des Tempels in Jerusalem – verschwinden. Sie können sich allmählich wandeln und entwickeln. Sie einfach
abschaffen, wäre, so sagt Newman, ein Anschlag auf den Glauben der Menschen. Denn eine solche Abschaffung
kann nie ohne schweren Schaden für den Glauben geschehen. Der Mensch ist ein leibliches Wesen. Sein Gottesverhältnis
inkarniert und konkretisiert sich in bestimmten leibhaftigen Formen, die dadurch geheiligt werden. Gewiss,
man darf diese Formen nicht verabsolutieren. Das hat die Kirche auch nie getan. Es gab ja fast immer in
ihr eine Pluralität von anerkannten Riten. Aber die Abschaffung eines alten, legitimen Ritus wäre immer
als ein Akt der Tyrannei betrachtet worden, ein Attentat auf den lebendigen, inkarnierten Glauben und
auf die Frömmigkeit der Menschen.
@ Steini1974 Wann und wo hat denn die Bischofkonferenz behauptet, dass keiner die alte Messe haben will????
Ich bitte hier um einen Quellennachweis! Kardinal Lehmann tut alles daran, das Phänomen „alte Messe“
kleinzureden. Warum begegnet die Deutsche Bischofofskonferenz den berechtigten Wünschen der Gläubigen,
die die alte Messe feiern möchten, nicht mit mehr Wohlwollen? Und was die Zahlen betrifft, warum regen
Sie sich darüber so auf? Es hat ja niemand behauptet, dass nun plötzlich ein Großteil der deutschen
Katholiken wieder die alten Messe feiern möchte. Ein Phänomen, das vierzig Jahre lang unterdrückt und
quasi verboten war, kann nicht einfach über Nacht wieder ein Millionenmagnet sein. Das hat auch niemand
ernsthaft erwartet. SIe rennen also offene Türen ein. Die Statistik weist lediglich darauf hin, dass
das Phänomen alte Messe langsam, aber stetig im Wachsen begriffen ist. Es hat seinen berechtigten Platz
in der Kirche und sollte nicht ständig kleingeredet werden, wie es Kardinal Lehmann tut.
Genoveva Danke für diese Klarstellung. Die Details zum „zweiten Confiteor“ waren mir so nicht bekannt.
Mir ging auch mehr um das grundsätzliche „Werden“ von Liturgie.
@ Typ Das ist eben genau der kleine, aber feine Unterschied: Liturgisches Werden entzieht sich unserer
Planbarkeit, unserer Berechnung, unserem „modernen“ Machbarkeitsdenken. Das macht ja gerade die Qualität
einer langen Gebetsgewohnheit aus: dass sich ihre Anfänge irgendwo im geheimnisvollen Dunkeln verlieren,
niemand hat sie eben „erfunden“ und irgendwann planmäßig eingeführt. Durch jahrhundertelange Übung
sind diese Gebetsgewohnheiten und Frömmigkeitsformen geheiligt, niemand kann das je verbieten, nicht
einmal der Papst.
@ HBR Die heutige Form der Messe ist immer noch der überwiegend verwendete Ritus. Außerdem ist er der
ordentliche Ritus. Die Betonung liegt wohl bei noch. Auch 2006, dem leztzten statistisch erfassten Jahr,
ist die Zahl der NOM-Gottesdienstbesucher in Deutschland gegenüber dem Vorjahr wiederum gesunken, und
zwar um 82.000 (= 2,2 %) auf nunmehr 3.606.000. Die Zahl der Messorte für die außerordentliche Form
des römischen Ritus ist dagegen allein seit dem 14. September 2007 um mehr als fünfzig Prozent gestiegen.
Wider den konformistischen Einheitsbrei Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wirklich alle Bischöfe
geschlossen und völklig undifferenziert hinten diesem realitätsfernen Beschluss stehen. So wurde beispielsweise
in der Diözese Eichstätt für die Messfeiern in der außerordentlichen Form eine eigene Rektoratskirche
errichtet. Und an jedem ersten Sonntag im Monat finden diese Messen sogar in der repräsentativen Schutzengelkirche,
der Eichstätter Seminar- und Universitätskirche statt – mit seh gutem Besuch. Das ist nach meinem Kenntnisstand
die bislang großzügigste Regelung in Deutschland. So scheint doch zumindest Bischof Hanke eine realistischere
Sicht der Dinge zu besitzen als seine Mitbrüder.
Hans und Gotthard! @ Hans Mit einem Wort: Liturgie kann man nicht machen. Sie entwickelt sich unmerklich.
@ Gotthard jetzt bin ich aber sehr froh, dass im Tradi-Ritus auch nach Belieben Teile eingefügt werden
können – wenn sie nur der frommen Seele gefallen. Es ist demnach unerheblich, ob sie im Messbuch stehen
oder nicht. Falsch! Nach Belieben kann man gar nichts tun. Niemand hat in der alten Liturgie irgendwann
am grünen Tisch beschlossen, ein zweites Confiteor einzubauen, so wie beim NOM traditionsfremde Elemente
eingefügt wurden. Das zweite Confiteor ist eine lange Gewohnheit, es hat sich eben einfach entwickelt.
Leuten wie Ihnen fehlt die Fähigkeit organischen Denkens!
Das zweite Confiteor ist keine persönliche Liturgiebastelei und kein Liturgie-Subjektivismus! Gotthard
schrieb: gehört dieses zweite Confiteor nun in die Liturgie nach dem Messbuch von 1962 – ja oder nein?
Wenn es nicht im Messbuch steht, wäre seine Verwendung eine persönliche Liturgiebastelei des Zelebranten!
… das ist reinster Liturgie-Subjektivismus! Das ist es eben nicht! Das zweite Confiteor ist legitimer
Audruck organischen Wachsens der Liturgie. Es wurde nicht am grünen Tisch fabriziert wie so manches NOM-Gebet.
Es ist absurd, dass diejenigen, die keine Probleme mit liturgischen Eigenmäctigkeiten á la Breitenbach
und den künstlich produzierten Elementen des NOM keine Schwierigkeiten zu haben scheinen, ausgerechnet
hier plötzlich für eine klinisch reine Liturgie eintreten. Lieber Gotthard, kümmern Sie sich doch einfach
um Ihren NOM, und lassen Sie den frommen Seelen ihr zweites Confiteor!
El Noro Der vorletzte Absatz des Artikels ist definitv falsch. Nicht Prof. Gindert hat sich von den Initiativkreisen
getrennt, sondern Dr. Graf hat diese gespalten. Das zeigt, daß Kreuz.net falsch recherchiert hat – oder
hat es ungeprüft einen Artikel aus Grafs Klientel übernommen? Nach meinem Kenntnisstand ist die Darstellung
des Artikels zutreffend. Warum sollte Dr. Graf die Inititiativkreise gespalten haben? Das ist eine sehr
kühne Behauptung. Prof. Gindert war es, der nicht mehr hinter den ursprünglichen Zielsetzungen der Initiativkreisvereinigung
stand und versuchte, diese auf einen neuen Kurs zu trimmen. Das wollte die überwältigende Mehrheit der
IK-ler aber nicht, und so spaltete sich Prof. Gindert ab und machte seinen eigenen neuen Verein auf, der
seither einen seltsamen Wackelkurs fährt.
@ bonifatius Nein, die Kritik der Aktionsgemeinschaft findet sicherlich keine Mehrheit bei den Zeitungsschreibern
und Redakteuren der Funk und Fernsehmächte. Aber die Aktionsgemeinschaft hat doch ausgerechnet Kardinal
Lehmann immer wieder hofiert, die wollten sich mit der DBK gutstellen, und „Freude am Glauben“ wird inzwischen
auch vom Verband der Diözesen Deutschlands finanziell bezuschusst. Und jetzt kommt eine durchaus berechtigte
Kritik am bisherigen „Vorsitzenden“. Auf diese widersprüchliche Haltung der Aktionsgemeinschaft zielt
der kreuz.net-Artikel wohl ab.
Eine Beobachtung Wenn im öffentlich-rechtlichen Hörfunk und Fernsehen ein Vertreter des deutschen Laienkatholizismus
um eine Stellungnahme zur Wahl des DBK-Vorsitzenden gebeten wird, warum taucht dann immer nur Herr Christian
Weisner von „Wir sind Kirche“ auf? Gibt es unter den 26 Millionen deutschen Katholiken keinen anderen,
der da kompetent wäre?
@ Alkuin So kenne ich +net Jezt geht es richtig loss… Falsch, die hier veröffentlichten Lesermeinungen
geben nicht unbedingt die Meinung der kreuz.net – Redakteure wieder. Hier darf jeder schreiben mehr oder
weniger, was er will, auch Sie und ich. Bei kreuz.net muss man schon differenzieren.
@ Hintzen 1)Die „Aktionsgemeinschaft IK-Augsburg“ wird nicht vom VDD finanziert. Das hat auch niemand
behauptet. In dem Artikel heißt es nur, dass der Kongress „Freude am Glauben“ aus Mitteln des VDD bezuschusst
wird. Um so verwunderlicher in der Tat die harsche Kritik am bisherigen DBK-Vorsitzenden Kardinal Lehmann.
@ Clarissa Es mag ja sein, dass versteht sich „Freude am Glauben“ als „konservatives Gegengewicht zum
ZDK“ versteht, aber dieser Professor Gindert scheint irgendwie nicht recht zu wissen, was er eigentlich
will.
@ Typ Der NOM ist nicht umstritten. Es gibt nur ein paar zahlenmäßig marginale Hanseln, die ein Riesenbohei
darum machen. Der NOM hat seit seiner Einführung in Deutschland ca. 70 % seiner Anhänger verloren. Eine
marginale Größe? dbk.de/…nehmer-1950-2006.pdf
@ Clarissa Wenn Liturgie (wie alles andere) der Veränderung unterliegt, ist die Veränderung prinzipiell
statthaft Natürlich sind Veränderungen in der Liturgie prinzipiell statthaft, die Frage ist jedoch,
was damit gemeint ist. Joseph Ratzinger hat in seinen Schriften wiederholt vor einer Haltung des „Machens“
von Liturgie gewarnt. Atmet die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil erneuerte Liturgie nicht zu sehr
den Geist des „Machens“? Was die jetzt neue „alte“ Karfreitagsfürbitte für die Juden betrifft, wehre
ich mich gegen die von einer bestimmten theologischen Richtung tendierte Interpretation, dass die Juden
durch die bisherige „alte“ Formulierung beleidigt worden seien. Mit einer solchen Betrachtungsweise der
alten „alten“ Karfreitagsfürbitte würde man es sich zu einfach machen. Hätte dann nicht auch Paulus –
selber ein Jude – die Juden „beleidigt“?
@ Typ Das stimmt, aber genau dieses Ei hatte das Tridentinum der Kirche ins Nest gelegt. Auch zwischen
1570 und 1970 gab es kleine, unmerkliche Veränderungen, wie es dem Wesen von Liturgie eben entspricht.
Warum werden diese 400 Jahre heute immer nur so negativ gesehen? @ Clarissa Mit Verlaub, Ihre „philosophische“
Fragestellerei erscheint mir ein wenig zu akademisch. Für mich kommt es in erster Linie darauf an, was
die Leute Sonntag für Sonntag am Altar erleben und was das „mit ihnen macht“, wenn ich das einmal so
salopp formulieren darf. Rein phänotypisch hat sich da so manches verändert. Die entscheidende Frage
ist: Zu welchem Nutzen gingen diese Veränderungen vonstatten?
@ clarissa Ist nicht jede Veränderung (je nach Begriffsdefinition) ein Bruch der Tradition? Nein! Nur
wenn mehr als 50 % der Steine eines Hauses ausgetauscht und durch andere (neue oder ganz alte) ersetzt
werden, dann würde ich nicht mehr von einer „Reform“ sprechen, sondern von einem Neubau.
@ Typ Robert Spaemann hat einmal sinngemäß gesagt, dass die Urchristen, würden sie die Liturgie heute
erleben, in der außerordentlihen Form mehr „Geist von ihrem Geist“ erknnen würden als in der ordentlichen
Form. Die Entwicklung bis 1970 war kontuinuierlich, gleichsam unmerklich; 1970 erfolgte dagegen ein merklicher,
wesentlicher Eingriff, auch wenn man dabei teilwise durchaus auf ältere Texte zurückgriff. Mit kontinuierlichem
Wachstum hat das aber nichts zu tun, es war – alles in allem – ein gewaltiger Traditionsbruch.
@ Typ Die Alte Messe ist seit den ersten Jahrhundert als unverändert nachweisbar Jetzt betreibt doch
bitte keine Wortklauberei. „Unverändert“ meint hier wohl die wesentliche Substanz des Ritus, der ja schließlich
nicht erst im Jahr 1570 „erfunden“ wurde. Die Einführung neuer Präfationen beispielsweise ändert ja
schließlich nichts an der Substanz des Ritus. 1970 aber wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Ritus
als solcher verändert.
@ ExBochumer Über Breitenbach zu sprechen, wäre jedes Wort zuviel. Dem pflichte ich Ihnen bei. Also
lasst uns nicht über Breitenbach sprechen, sondern über den zuständigen Bischof von Würzburg. Vom
früheren Bischof Paul-Werner Scheele war ja in dieser Hinsicht kaum mehr etwas zu erwarten, wie man damals
im Zusammenhang mit der kath.net-Kampagne sehen konnte. Dann setzen einige glaubenstreue Katholiken ihre
Hoffnung auf den neuen Bischof Friedhelm Hofmann. Aber auch der scheint eine einzige Enttäuschung zu
sein. Wissen die Bischöfe von Würzburg nicht, dass sie eine Aufsichtspflicht haben gegenüber den exzessiven
Umtrieben eines Pfarrers Breitenbach?
Päpstliche Bibelkommission Ich möchte hier einmal an das Dokument über „Das Volk der Juden und die
heiligen Schriften der christlichen Bibel“ erinnern, das vor einigen Jahren (ca. 2001?) von der Päpstlichen
Bibelkommission und damit letztlich unter der Veantwortung des damligen Kardinals Rtzinger in seiner Funktion
als Präfekt der Glaubenskongregation vorgelegt wurde. Darin wurde u. a. zum Verzicht auf die Beweiskraft
der erfüllten Prophetie angemahnt. Außerdem heißt es in dem Dokument, dass die messianische Hoffnung
der Juden in eins falle mit der christlichen Erwartung der zweiten Wiederkunft Christi und dass die jüdische
Lesart der Bibel ebenso legitim sei wie die chrsitliche Lesart etc. Das Ganze erscheint mir ehrlich gesagt
seltsam unpräzise. Wie soll man als Christ beispielsweise das Alte Testament denn sonst verstehen, wenn
nicht als erfüllte Prophetie? Dass die Juden das aus ihrer Perspektive natürlich ganz anders sehen,
ist ja vollkommen klar. Aber deswegen muss die Kirche doch nicht ihre eigene Position aufgeben, oder habe
ich da etwas falsch verstanden?
Anwendung der neuen Fürbitte Ich möchte noch einmal fragen, wo überhaupt im deutschsprachigen Raum –
außer in Wigratzbad und bei Priestern der Petrusbruderschaft – die Karfreitagsliturgie nach dem usus
antiquior öffentlich gefeiert wird (die Piusbruderschaft lasse ich hier außen vor). So viele Pfarreien
und andere Zelebrationsorte dürfte es da wohl kaum geben, oder? Und ich möchte hier noch einmal den
schon früher gemachten Hinweis aufgreifen, dass eigentlich auch die Karfreitagsfübitte für die Juden
in der ordentlichen Form durchaus korrkturbedürftig erscheint. Könnte die Änderung nicht auch in der
ordentlichen Form Anwendung finden?
Weiß im Vatikan die Rechte nicht, was die Linke tut? sacerdos helveticus schrieb: Höchst eigenartig
ist jeedoch, dass die Änderung in einer Note des Staatssekretariates verfügt wurde. Dabei hat doch der
Hl. Vater in seinem Motu Proprio ausdrücklich die Kommision „Ecclesia Dei“ als kompetent für alles,
was mit dem Ritus Extraordinarius zusammenhängt, erklärt. Von der Materie her liesse sich auch eine
Kompetenz der Gottesdienstkongregation oder auch der Glaubenskongregation rechtfertigen. Ob aus dem Umstand,
dass das Staatssekretariat die Änderung verfügt hat, Streitigkeiten innerhalb der Kurie in dieser Angelegenheit
anzunehmen sind? Wir erinnern uns: Die Abänderung des Gebetes für die Umkehr der Juden in der alten
Liturgie des Karfreitages „ist kein dringendes Problem“. Das erklärte Prälat Camille Perl in einer Stellungnahme
vor der italienischen Webseite ‘Petrus’. Prälat Perl betont auch, daß die bevorstehende Instruktion,
welche einige Aspekte des Motu Proprio klären soll und kürzlich von Staatssekretär Tarcisio Kardinal
Bertone angekündigt wurde, das Fürbittgebet für die Bekehrung der Juden nicht erwähnen wird. [link]www.kreuz.net/…icham16.Januar![link]
Fragen 1. Wo finden im deutschen Sprachraum – außer i Wigratzbad – überhaupt Karfreitagsliturgien in
der überlieferten Form statt? 2. Welche Konsequenzen würde die Missachtung der Übernahme der neuen
Form der alten Karfreitagsfürbitte für die Juden nach sich ziehen? Es gibt ja auch andere Elemente im
Bereich der alten Liturgie, die je nach Gewohnheit unterschiedlich gehandhabt werden. So gibt es auch
bei den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften einige Priester, die die Vergebungsbitte vor dem Kommunionempfang
wiederholen, während andere diese weglassen. Was ist denn nun korrekt? Was ist erlaubt, was nicht?
@ turk Ich stimme Ihnen völlig zu. Nur eine Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen: Bei besagter Karfreitagsfürbite
hat die Umsetzung der Umformulierung relativ schnell zu erfolgen, bis zum Karfreitag sind es nur mehr
rund sechs Wochen, aber was die Umsetzung der korrekten Übersetzung der Wandlungsworte betrifft, lässt
man sich unendlich viel Zeit … auch die Korrektur der Wandlungsworte könnte man sofort umsetzen, aber …
wo ist eigentlich das Problem?
Rezeption Ich hoffe doch, dass der Vatikan noch einen offiziellen Kommentar zu der Änderung veröffentlichen
wird. Man wird sehen, wie die Änderung in der Praxis umgesetzt werden wird. Wo finden eigentlich im deutschen
Sprachraum – außer in Wigratzbad – Karfreitagsliturgien in der außerordentlichen Form statt?
Um was es eigentlich geht Aus dem Schreiben von Kardinal Francis Arinze, dem Präfekten der Gottesdienstkongregation,
an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen vom 17.11.2006: Die Bischofskonferenzen der Länder, in denen
derzeit der Wortlaut „für alle“ oder ein Äquivalent dafür im Gebrauch sind, werden daher gebeten, den
Gläubigen in den nächsten ein bis zwei Jahren die notwendigen Katechesen über dieses Thema zu halten,
um sie für die Einführung einer genauen Übersetzung der Wendung pro multis – zum Beispiel „for many“,
„per molti“, etc. – in die Landessprache vorzubereiten. Das wird bei den nächsten Übersetzungen des
Römischen Missales der Fall sein, welche die Bischöfe und der Heilige Stuhl für den Gebrauch in den
verschiedenen Ländern zulassen werden. Tja, liebe Leute, die nächsten ein bis zwei Jahre sind bald herum,
aber immerhin bleiben den Bischöfen noch gut neun Monate Zeit, um ihre Papsttreue unter Beweis zu stellen
und mit der notwendigen katechetischen Arbeit zu beginnen …
@ Freinsberg Eine gute Idee! Dann muss man aber auch alle in den Kirchen aufliegenden Gotteslöber überkleben,
da steht’s nämlich auch (noch) falsch drin, eine wirklich sinnvolle Beschäftigungstherapie für die
Mitglieder im Liturgieausschuss des Pfarrgemeinderats …
@ Gotthard wann kapiert ihr es endlich? Diese andere Übersetzung wird erst mit der Herausgabe der neuen
Messbücher wirksam! Diese „andere Übersetzung“, wie Sie es bezeichnenderweise nennen, hat spätestens
nach einer Übergangszeit von höchstens zwei Jahren, also spätestens ab Advent 2008, verbindlich zu
erfolgen. Da muss man nicht erst die Herausgabe der neuen Messbücher abwarten. Auch in der alten Liturgie
musste der Pfarrer ja nicht jedesmal ein neues Messbuch kaufen, wenn eine neue Präfation appobiert wurde,
etwa zum Christkönigsfest, das erst 1925 eingeführt wurde.
@ Hintzen Die Bischöfe sind Herren der Liturgie … aber warum machen sie von ihrer Autorität keinen
Gebrauch, wenn es um die beispielsweise in den Büchern von Joseph Ratzinger so sehr beklagten Abweichungen,
Missbräuche und Sonderwege in einem Großteil der deutschsprachigen Gemeindegottesdienste geht? Gerade
am heutigen am Faschingssonntag wird man landauf, landab wahrscheinlich wieder so einige Peinlichkeiten
und Entgleisungen erleben können, wie die Erfahrungen der letzten Jahre zeigt …
Vorenthalten von Informationen? „Nicht auf Kondome zu verweisen wäre ein Vorenthalten von Information“ –
so Bischof Kamphaus. Warum glaubt Altbischof Kamphaus eigentlich, auf Kondome verweisen zu sollen? Kennt
er sich in der Materie wirklich aus? Übrigens ist der Anteil der AIDS-Infizierten in Afrika umgekehrt
proportional zum Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung in den einzelnen Ländern. Zufall?
@ engelhardt Bei der Feststellung, dass Kondome unsicher sind, geht es nicht um „Meinung“, sondern um
Sachkenntnis. Beweisen Sie doch das Gegenteil: Wo und wie oft haben Kondome jemals vor AIDS geschützt?
@ wi-bi und Sweetdragon Herstellerstudien geben oftmals den Pearl-Index an, der sich auf die Verhütungssicherheit
ohne Anwendungsfehler bezieht. Andere Angaben hingegen beziehen die Anwendungsfehler teilweise mit ein.
Aber auch ohne die Einbeziehung von Anwendungsfehlern dürfte die Versagerquote beim Kondomgebrauch relativ
hoch sein. Natürlich sagt der Pearl-Index nichts (direkt) darüber aus, wie gut ein Kondom vor Krankheiten
schützt. Wenn aber die Versagerquote bei der Schwangerschaftsverhütung mit einem Wert von zwei bis zwölf
schon relativ hoch ist, wie soll ein Kondom dann ein ein sicheres Schutzmittel vor Krankheiten sein???
Fakten, Fakten, Fakten! Pro familia, in diesem Zusammenhang sicher eine unverdächtige Quelle, gibt den
Pearl-Index bei der Verhütung mit Kondomen mit zwei bis zwölf an: www.profamilia.de/…ticle/show/9106.html
Bei einer derartigen Versagerquote würde ich das Kondom nicht gerade als sicheres Verhütungsmittel bezeichnen.
Und dann soll das Kondom ein sicheres Schutzmittel vor AIDS sein?
@ SignumSalutis Was sagen denn ernstzunehmende Naturwissenschaftler und Mediziner zur Sicherheit von Kondomen?
Schade, dass hier keine sachliche Diskussion möglich zu sein scheint. Einige Fakten über Kondome sollte
man einfach mal zur Kenntnis nehmen. Das gilt übrigens auch für Bischöfe.
Vorenthalten von Informationen Wie sicher schützen Kondome vor AIDS? Das Kondom ist ein Latex-Produkt
aus Naturkautschuk oder Synthesekautschuk. Die Dicke der Kondomwand beträgt 0,04 bis 0,08 mm.1 Bei genauen
Untersuchungen lassen sich mikroskopisch-kleine Löcher im Kondom nachweisen. Diese sind naturgemäß –
also nicht vermeidbar – im Latexkondom vorhanden, unabhängig vom Herstellungsverfahren. Der Durchmesser
dieser Löcher (= inhärente Poren) beträgt zwischen 5 und 50 Mikrometer und ist somit 50 bis 500 mal
so groß wie das AIDS-Virus.2 Kondome sind darüberhinaus hitze-, licht- und kälteempfindlich. Die „Versagerquote“
des Kondoms zur Schwangerschaftsverhütung wird mit 2 bis 20% und höher angegeben (das heißt, bei 100
Paaren, die ein Jahr lang zur Verhütung regelmäßig Kondome benutzen, kommt es in 2 bis 20 Fällen trotzdem
zu einer Schwangerschaft). Im Bundesgesundheitsamt Berlin geht man derzeit bei der Anwendung des Kondoms
zur Schwangerschaftsverhütung von einer Versagerquote von 7% aus. Der Samenfaden, welcher zur Befruchtung
des Eies notwendig ist, ist 20 bis 30 mal dicker und insgesamt 600 mal länger als ein AIDS-Virus. Die
„Versagerquote“ des Kondoms zum Schutz vor AIDS ist also um ein Vielfaches höher als der ohnehin schon
recht hohe „Versagerquote“ bzgl. der Schwangerschaftsverhütung.
@ Benedikt 80 Messorte bedeuten kaum 8000 Besucher. Insgesamt sind es um 3 Mio. Das sind die Zahlen! Es
ist doch vollkommen klar, dass nach vierzigjähriger Entwöhnung die absoluten Zahlen der Gottesdienstbesucher
auf den ersten Blick gering anmuten. In der offiziellen DBK-Statistik werden sie ja nicht eigens erfasst
(und es fragt sich, inwiefern man die Piusmessen hier mitzählen müsste). Aber man muss hier natürlich
auch die Verhältnismäßigkeit berücksichtigen. Wenn man von gegenwärtig (Januar 2008) geschätzten
8000 Besuchern der Messfeiern nach dem usus antiquior ausgeht, so bedeutet das eine Zunahme von mehr als
50 % seit September 2007 und eine Verzehnfachung seit 1988 (Motu Proprio „Ecclesia Dei“). Im gleichen
Zeitraum (1988-2008) hat sich die Gesamtzahl der katholischen Gottesdienstbesucher in Deutschland von
sechs auf rund drei Millionen nahezu halbiert. Und, wie ich schon an anderer Stelle sagte, kommt es beim
Thema „Alte Messe“ nicht in erster Linie auf die Kategorie des „Bedarfs“ an, wie uns die meisten Bischöfe
glauben machen wollen. Den eigentlichen „Bedarf“ wird man statistisch wohl kaum erfassen können. Nur
ein persönliches Beispiel: Ich gehe sonntags mangels Gelegenheit selbstverständlich in die NOM-Messe
(einigermaßen würdig gefeiert in einer Klosterkirche), würde aber natürlich auch gerne die überlieferte
Form mitfeiern. Die nächste „Alte Messe“ ist jetzt ca. 80 km entfernt (vor dem MP 200 km), da kann ich
leider nicht jeden Sonntag hinfahren.
@ Aleph Die Verfechter der außerordentlichen Messe haben dieser Form der Messfeier wissentlich oder unwissentlich
durch triumphalistisches Getue und Hohnreden auf NOM schon viele schlimmen Bärendienste erwiesen und
die außerordentliche Messfeier in Verruf gebracht. Nun ja, das kann und will ich nicht leugnen, die Zahl
der Dickschädel und Eigenbrödler ist in Tradi-Kreisen offenbar überproportional groß, auch wenn man
das psychologisch durchaus erklären kann. Es ist nun einmal zermürbend, wenn man 40 Jahre lang mit dem
Rücken zur Wand steht. Ich setze da auf die jetzt nachwachsende jüngere Generation (sowohl beim gläubigen
Restvolk wie auch beim Klerus), die die Alte Messe eben erst und sozusagen „ideologiefrei“ neu für sich
entdeckt und hoffentlich in eine Zukunft führen wird …
@ Heggi Fakt ist, dass der Gottesdienstbesuch seit Einführung des Novus Ordo Missae (NOM) in Deutschland
um ca. 70 % zurückgegangen ist. Ich will da keineswegs einen Kausalzusammenhang behaupten, aber Tatsache
scheint doch ganz offenkundig zu sein, dass der NOM den Erwartungen seiner „Erfinder“ nicht gerade gerecht
geworden ist. Wenn der NOM angeblich so gut ist, dass er die überlieferte Form der Messe flächendeckend
ersetzt hat, wo sind dann die Gläubigen geblieben? Würde ein aufwendig gedrehter Spielfilm die erwarteten
Zuschauerzahlen weit hinter sich lassen, spräche man von einem Flop.
@ Aleph Der usus antiquior des des römischen Ritus kennt nun einmal ausschließlich die Form der Mundkommunion,
während die erneuerte Form der Messfeier grunsätzlich beide Formen, die Mundkommunion und die Handkommunion
möglich sind. In der Praxis hat sich jedoch zu 95 % die Handkommunion durchgesetzt. Auch kennt die ordentliche
Form der römischen Liturgie kein Verbot der gemeinsamen Gebetsrichtung, wie man ja kürlich bei dem schönen
Taufgottesdienst mit PApast Benedikt XVI. in der Sixtina sehen konnte. In 99 % der deutschen Gemeindegottesdienste
wird aber ausschließlich am sogenannten Volksaltar zelebriert, als ob es sich dabei um ein Dogma handeln
würde. Auch die Verwendung des Canon Romanus, immerhin das Erste Hochgebet der ordentlichen Liturgie,
wird in derselben so gut wie nie benutzt. Dabei wäre es doch wichtig auzuzeigen, dass der NOM in der
Kontinuität der außerordentlichen Form des römischen Ritus steht. Aber genau das wird in den weitaus
meisten Fällen peinlichst vermieden. Und genau dieser Sachverhalt ist es, der den NOM in ein gewisses
Zwielicht rückt. Bitte nicht falsch verstehen: Nicht der NOM an sich ist das Problem, sondern seine ideologisch
motivierte Anwendung in bewusster Abgrenzung von der Tradition. Ich denke, genau hier wollte Papst Benedikt
XVI. ansetzen und den Bruch heilen.
Bedarf Vielleicht sind sich Bischöfe und Gruppen auch über die Definition von Bedarf über kreuz. Beim
Thema „Alte Messe“ geht nicht nur bzw. nicht in erster Linie um den „Bedarf“. Wo soll denn dieser plötzlich
herkommen, wenn vierzig Jahre lang für den weitaus größten Teil der Katholiken von vornherein so gut
wie keine Möglichkeit bestand, diese Form der Liturgie auch nur kennenzulernen. Fakt aber ist, dass das
Thema nicht so marginal ist, wie die meisten Bischöfe und andere Verantwortungsträger in Deutschland
tun. Diese mögen sich lieber einmal mit der „Bedarfsentwicklung“ der Messfeiern in der ordentlichen Form
in den letzten dreißig Jahren befassen, da sieht die Bilanz sehr ernüchternd aus. PS. Warum darf es
eigentlich in Gießen (Bistum Mainz) immer noch keine alte Messe geben, wissen Sie dazu etwas Genaueres?
@ Aleph Warum dieser Ritenwettbewerb? Erstens gibt es nach offizieller Lesart nicht zwei Riten, sondern
einen Ritus in zwei (völlig legitimen und gleichberechtigten) Formen, das heißt der eine römische Ritus
existiert in der forma ordinaria und in der forma extraordinaria. Zweitens muss ein gesunder Ritenwettbewerb
nicht unbedingt schaden, wobei natürlich festzustellen ist, dass nicht die Wiederzulassung der älteren
Form des römischen Ritus gerechtfertigt werden muss, da diese schon vorher bestand und – wir wissen es
nun – rechtlich niemals abgeschafft worden war, sondern allenfalls die Einführung der neueren Form vor
vierzig Jahren. Es ist ja das Problem der neueren Form der Messe, dass sie in den weitaus meisten Fällen
so zelebriert wird, als stelle sie einen völlig anderen Typus von Liturgie dar als die ältere Form der
Messe. Warum werden hier nicht mehr die Kontinuität und die beide Formen verbindenden Elemente betont,
beispielsweise durch die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und Volk, die Verwendung des Canon Romanus
und den Ritus der Mundkommunion?
@ Benedikt Bitte lesen Sie einmal das diesen Kommentar von Guido Horst (ein Konservativer, aber sicherlich
kein Tradi) anlässlich der letzten Wiederwahl Kardinal Lehmanns zum DBK-Vorsitzenden im September 2005
(zur Meinungsbildung, insbesondere hinschtlich der „politischen“ Rolle Lehmanns): www.kath.net/detail.php?id=11534
Ich jedenfalls kann mich den Gedanken von Guido Horst nur anschließen.
@ Benedikt Ach, von wem denn? Lehmann hat sich klar dagegen positioniert („Ich bin nicht der Papst in
Deutschland“). Man muss seine Überzeugung nicht immer von der Meinung irgendwelcher Tradis abhängig
machen. Nur weil die Tradis gegen Kardinal Lehmann sind, heißt das noch lange nicht, dass die Person
des Mainzer Bischofs von vornherein nicht zu kritisieren sei. Kardinal Lehmann muss sich nicht nur an
seinen Worten, sondern auch an seinen Taten messen lassen. War beispielsweise die Art und Weise, wie sein
70. Geburtstag in der Mainzer Rheingoldhalle gefeiert wurde (mit insgesamt 1300 geladenen Gästen, insbesondere
aus der Politik, was sehr bezeichnend ist), nicht mehr als „päpstlich“? Wozu dieser ganze Aufwand, diese
Verschwendung, wenn er seinem Amt als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz gar nicht diese (politische)
Bedeutung beimessen will?
@ Gotthard Du hast ein sehr eigentümliches Verständnis von der Sonntagspflicht. Was diese statistische
Erhebung mit der Qualität der Arbeit eines Bischofs zu tun haben soll, wird wohl Dein Geheimnis bleiben.
Hurra, die Zweite Vatikanische Revolution frisst ihre Kinder! Stell Dir vor, Lehmann ist Bischof von Mainz,
wie toll, und keiner geht hin und keinen interessiert, was er sagt!
Schweigende Mehrheit? Lächerlich! @ Theologicus Haereticus Laut amtlicher Statistik der Deutschen Bischofskonferenz
besuchen 90 % der Mainzer Katholiken nicht den Gottesdienst. Kardinal Lehmann ein „profilierter Bischof
und Theologe, dessen Wort zählt“? Das nenne ich in Anbetracht der Fakten eine schwammige und unsachlichen
Aufzählung vermeintlicher Bischofs-Vorzüge. Wo konkret bitte zählt denn sein Wort bei den Mainzer Katholiken,
wenn 90 % keine Kirche mehr von innen sehen wollen???
@ Aleph Da mögen Sie in gewisser Hinsicht nicht ganz Unrecht haben. Aber ein Bischof der sein „Kerngeschäft“
konzentriert ausübt, soll durchaus auch in Dingen Bescheid wissen, die vor dem jeweiligen Domportal in
der Welt des Alltags passieren. Das eine schließt ja das andere nicht aus. Ora et labora! Mein Eindruck
ist nur, dass sich die DBK selbst zu Tode verwaltet durch ihre Vielzahl von Kommissionen und Arbeitsgruppen
und angehängte Institutionen, die vermutlich so viel Papier produzieren müssen, um ihre eigene Existenz
zu rechtfertigen. Das wahre Aggiornamento gelingt nur mit der „Wendung hin zu Christus und im gemeinsamen
Blick auf Christus“ (Benedikt XVI.) und nicht durch die unter der „Lehmann-Kirche“ in Deutschland überbordete
Bürokratie – „Conversi ad Dominum!“
@ Ich_bins Außer schwammige Feststellungen, dass die Diözesen Mainz und Aachen zersetzt sind und Gebetsaufrufe
finde ich in Ihrem Kommentar keine Sachlichkeit. Wo sind die Fakten? Als „Glaubensbarometer“ könnte man
beispielsweise die Zahl der Gottesdienstbesucher in den einzelnen Diözesen Deutschlands zugrunde legen,
die von der DBK selbst veröffentlich wird. Und da sind es im Bistum Mainz in der Tat besonders düster
aus. Die Bischofskonferenz mit ihrem gesamten Apparat finde ich weniger das Problem. Ich finde das Problem
liegt vielmehr darin, dass der Großteil der Bischöfe ihre durch die Weihe verliehenen Ämter des Lehrens,
der Heiligung und des Leitens nicht mehr in angemessener Weise wahrnehmen, sondern Manager, Macher sind.
Das eine ergibt ja das andere. Die institutionelle Überfrachtung der DBK ist nicht Ursache, sondern Audruclk
und sichtbarer Ausdruck mangelnder Hirtensorge. Nur am Rande sei erwähnt, dass ein Teil der deutschen
Oberhirten darüber hinaus zeitlich sehr beansprucht ist durch die aktive Mitgliedschaft in Gesellaschaftsclubs
wie Rotary. Die Bischöfe sollten sich endlich wieder auf ihr „Kerngeschäft“ konzentrieren und Seelsorge
betreiben.
Neuanfang Ich plädiere dafür, die Deutsche Bischofskonferenz institutionell zu entschlacken. Für was
eigentlich bedarf es neben dem Ständigen Rat und der zweimal jährlich stattfindenden Vollversammlung
noch 14 Bischöflicher Kommissionen und eines völlig überfrachteten Sekretariats? Der Vorsitzende der
Bischofskonferenz ist primus inter pares; unter Kardinal Lehmann wurde diesem Amt eine Bedeutung beigemessen,
die es kirchenrechtlich gar nicht hat. Es wäre zu wünschen, dass der Nachfolger Lehmanns hier deutlich
zurückfahren und sich mehr auf die eigentlichen oberhirtlichen Aufgaben in seiner Diözese konzentrieren
würde.
Thema verfehlt Benedikt schrieb: Wer sich über den neuen Bischof von Limburg informieren wollte, der
hätte das Interview im Fernsehen gucken müssen, das vor der Übertragung der Messe nochmals ausgestrahlt
wurde. Anschließend wäre man sicher nicht zu dem Schluss gekommen, dass er auf der Linie Vorgrimlers
liegt, schon wegen seiner ganz entschiedenen Verteidigung des Zölibats nicht (war natürlich wieder die
Gretchenfrage des völlig inkompetenten Redakteurs). Jetzt liegen Sie aber völlig daneben: Hier ist nicht
irgendein völlig inkompetenter kreuz.net-Redakteur zu dem Schluss gekommen, dass T.-v. E. auf der Linie
Vorgrimlers liege, kreuz.net hat lediglich einen Auszug aus Vorgrimlers Lebenserinnerungen (S. 242) zitiert –
nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es mag ja sein, dass T.-v. E. nicht auf der Linie Vorgrimlers liegt,
aber warum bezeichnet ihn dieser dann als einen „guten Freund“, dessen Karriere sozusagen durch den Einfluss
„Sigrids“ bei Bischof Lettamann entscheidend geebnet wurde? Man wird ja noch Fragen stellen dürfen.
@ Alpeh Niemand hat hier „kühne, menschenverachtende Mutmaßungen“ über den neuen Bischof von Limburg
angestellt, es wurde lediglich über einige in der Biographie Vorgrimlers erwähnten Sachverhalte diskutiert.
Es mag ja schon sein, dass die erstaunliche Offenheit, mit der Vorgrimler über seine Freundschaften und
Karrierebasteleien berichtet, nicht gerade im Sinne der Bischöfe Lettmann und Tebartz-an Elst gewesen
ist. Aber es ist nicht kreuz.net oder jemand anderes gewesen, die diese Dinge einfach so „erfunden“ haben.
Warum soll es verwerflich sein, über die von Vorgrimler vorgetragenen Sachverhalte zu diskutieren? Sollte
sich jetzt jemand ertappt fühlen, so ist der „Schwarze Peter“ an Vorgrimler zurückzugeben. Im übrigen
sollte es in der Kirche ja gerade nicht um Karrieredenken gehen.
Misskredit Natürlich wird man T.-v. E. nicht (nur) über Vorgrimlers Biographie definieren können, aber
wenn jemand den neuen Bischof von Limburg in Misskredit bringt, dann ist es doch Vorgrimler selbst, der
in schonungsloser Offenheit von dieser (durchaus fragwürdigen) Freundschaft berichtet. T.-v. E. wurde
2004 zum Weihbischof in Münster geweiht, das Buch Vorgrimlers erschien 2006.
Freundschaft Auch wenn man das lediglich aus der Perspektive Vorgrimlers sieht, Fakt scheint doch zu sein,
dass sich T-v. E. während seiner Kaplanszeit in Altenberge mit Vorgrimler und Loersch angefreundet hatte.
Und kann diese Freundschaft nicht auch gewisse Rückschlüsse zulassen? „Sag mir, wer deine Freunde sind,
und ich sage dir, wer du bist.“
Der Einfluss Sigrid Loerschs All seine Energie setzt Vorgrimler dafür ein, ihr dort, wo er Einfluss hat –
besonders an der Universität Münster – entsprechende Arbeitsstellen und einen nicht unerheblichen Einfluss
zu verschaffen. Wo dies nicht sofort gelingt, droht er den zuständigen Stellen einen „Konkordatsfall
zu schaffen“ (229); d.h. konkret: den Zölibat öffentlich zu brechen und Loersch zu heiraten, dabei aber
trotzdem seine gut dotierte Stelle als Universitätsprofessor zu behalten … dass dies nicht überall
gut ankommt, ist verständlich: immer wieder muss bei den Professoren der Universität der Eindruck einer
persönlichen Klüngelei entstanden sein, der sie sich lange erfolgreich widersetzten (237). Die Person
Lettmanns kann dann aber doch im Hinblick auf diese Lage einiges verändern: Er scheint vom Charisma Loerschs
ebenfalls sehr angetan, was gleichzeitig natürlich das Verhältnis zu Vorgrimler deutlich verbessert
(240-241). Es ist interessant zu verfolgen, wie in der Perspektive Vorgrimlers der Einfluss Loerschs auf
diesen zunehmend steigt (250) und sich dieser Vorgrimler gegenüber immer devoter verhält: Sie sorgt
dafür, dass der mit den beiden befreundete Franz-Peter Tebartz-van-Elst den vom Bischof finanzierten
Lehrauftrag für Homiletik an der Universität Münster erhält, was den ersten entscheidenden Schritt
zu seinem heutigen Amt darstellt (242). www.kath.net/detail.php?id=15041
„Ein Segen für Herbert“ – Ein merkwürdiges Dreigestirn Sollte mit Franz-Peter das merkwürdige Dreigestirn
zum absurden Qurtett ausgeweitet worden sein? Für Außenstehende zur Lektüre empfohlen: www.kath.net/detail.php?id=15041
Falsche Umkehrung der Beweislanst und persönliche Diffamierung Andersdenkender! Es ist schade, dass man
mit Ihnen, clarissa colonia, nicht sinnvoll diskutieren kann. Ich muss Ihnen gar nichts beweisen. Sie
haben unbewiesene Behauptungen aufgestellt, nicht ich.
Mobbing im Bistum Fulda In Fulda sind traditionsverbundene Gläubige und Geistliche schon seit längerer
Zeit nicht gern gesehen und nur wenig geduldet. Beobachter der kirchlichen Szene stellen fest, daß Mons.
Algermissen knallhart ist, wenn es um die berechtigten Anliegen der Tradition geht, und butterweich wird,
wenn sich Modernisten alle möglichen Eigenmächtigkeiten erlaubten. Darüber hinaus wurde jetzt bekannt,
daß Pfarrer Nikolaus Schwarz von seinen Mitbrüdern sowie von Gemeindereferenten dafür gerügt wurde,
daß er seine Pfarrkirche für die Alte Messe zur Verfügung gestellt hat. Auf der Dekanatsversammlung
habe man ihn „ziemlich zur Schnecke gemacht“. Das war nach Angabe von Beobachtern Mobbing der übelsten
Sorte.
Wer ist denn hier weinerlich? Warum ist denn der Fuldaer Stadtdechant so weinerlich, was die Feier der
alten Messe betrifft? Lasst die bösen Tradis doch einfach in Ruhge ihre Messe feiern, wenn ihr sie schon
nicht leiden könnt.
@ clarissa colonia Im Bistum Fulda hat zum Beispiel ein ganzes Dekanat gegen die Zelebration der alten
Messe protestiert und massiven Druck gegen deren Anhänger aufgebaut: www.kreuz.net/article.6394.html
@ Benedikt Anecken ist wichtig, Inhalte sind nicht wichtig! Das habe ich ja nicht behauptet. In puncto
Lehmann scheinen Sie irgendwie einen blinden Fleck zu haben. Seine Verdienste mögen nicht geschmälert
werden, aber mit seiner ihm eigenen „Dialektik“, mit der er römische Lehrschreiben stets zu interpretieren
verstand, stiße doch bisweilen an die Grenzen intellektueller Redlichkeit. Man denke nur an die Beratungsscheindebatte.
Mutiger Lehmann??? Wo hat Lehmann jemals Mut bewiesen? Beipiele bitte! Fakten! Soweit ich das beurteilen
kann, bewegte sich der Kardinal stets nur im politisch und kirchlich korrekten Rahmen – ohne jemals irgendwie
anzuecken. Mag er seine Verdienste haben, aber Mut gehört doch nun wirklich nicht dazu.
Gute theologische Argumente @ SignumSalutis Wenn Lehmann so gut ist, warum hat er dann 20 Jahre lang seinen
verbissenen Kampf gegen Rom und Lehramt geführt, man denke nur an die unsäglichen Auseinandersetzungen
um die Schwangerschaftskonfliktberatung. Wem hat er damit eigentlich mehr gedient? Der Kirche oder der
deutschen Staatsräson?
@ Benedikt Ich schätze grundsätzlich Ihre sachlichen Beiträge auf kreuz.net sehr. Aber auch bei der
hier im Leserbereich vereinzelt überzogenen Kritik an Kardinal Lehmann sollte man nicht übersehen, dass
der Konferenzvorsitzende in den letzten Jahrzehnten einen teilweise durchaus problematischen und kritikwürdigen
kirchenpolitischen Kurs gefahren ist. Sie tun hier aber beinahe so, als sei Lehmann (ähnlcihes gilt offenbar
auch für den Limburger Altbischof Kamphaus) über jede Kritik erhaben. Nur weil hier einige mit ihrer
Kritik übers Ziel hinausschießen, heißt das ja nicht, dass Lehmann immer alles richtig gemacht hat.
@ iustus Willst Du damit sagen, das der hölzerne Tragaltar in der Sixtina erst nach 1978, also unter
dem Pontifikat Johannes Pauls II., eingeführt worden ist? Und wo befindet sich dieser Tragaltar jetzt?
In einer Abstellkammer? Soll er dort für immer verschwinden, oder war das mit dem Taufgottesdienst am
Hochaltar eine einmalige Sache?
@ Benedikt Ist sie nicht. Es war ein Tragaltar. Gucken Sie sich die Bilderdavon an. Das soll ein „Tisch“
sein? Kommt drauf an, wie man „Tisch“ definiert. Natürlich ist die konkrete Ausführung von Tischen äußerst
variabel. So denke ich, dass man einen tragbaren Holzaltar im weitesten Sinn durchaus auch als Holztisch
bezeichnen kann.
@ st.georg Die Bezeichnung „Holz-Altar“ stammt von Radio Vatikan: Benedikt feierte die Messe am historischen
Altar der Sixtina direkt unter dem riesigen „Jüngsten Gericht des Michelangelo“ – also mit dem Rücken
zu den Gläubigen und nicht, wie man das in den letzten Jahren machte, an einem Holz-Altar zu den Gläubigen
hin. Ein Vatikan-Statement meint dazu, Benedikt wolle „die Schönheit und Harmonie“ der Sixtina „nicht
stören und darum die Messfeier-Struktur nutzen, die es dort schon gibt“; die „Liturgie-Normen“ erlaubten
ihm das. Wenn der Papst mit dem Rücken zu den Gläubigen feiere, aber „mit dem Blick aufs Kreuz“, dann
„orientiert er damit die Haltung und Einstellung der ganzen Versammlung“, so das Vatikan-Statement weiter. …ecumene.radiovaticana.org/te…lo.asp?c=179732 Dieser Holz-Altar hatte die Form eines Tisches. Die
Bezeichnung „Holztisch“ ist also durchaus zutreffend. Dieser Holztisch, der bei früheren Messen verwendet
worden ist, ist jetzt offenkundig nicht mehr vorhanden. Also ist er transportabel und nicht feststehend
gewesen. Die Bezeichnung „hereingetragener Holztisch“ ist also ebenfalls zutreffend. Wo ist das Problem?
@ st. georg & Sirilo Die heutige Praxis der Kommunionausteilung entspricht mit Sicherheit nicht der Praxis
in den ersten fünf Jahrhunderten. Zur Kommunionpraxis der frühen Kirche empfehle ich als Lektüre Martin
Lugmayr, Die Handkommunion. Eine historisch-dogmatische Untersuchung, Buttenwiesen 2001 (Mit einem Vorwort
von Robert Spaemann) In diesem Taschenbuch erläutert der Autor, Pater Martin Lugmayr FSSP, die dogmatische
Geschichte der verschiedenen Formen der Kommunionausteilung sowie ihre Ursachen und Folgen aus und für
das Glaubensleben der Christen verschiedener Zeitepochen.
Die Handkommunion ist zwar nicht per se schlecht, mir scheint sie aber dem katholischen Eucharistieverständnis
weniger angemessen zu sein als die bewährte Form der Mundkommunion. Auch wenn ich keinen kausalen Zusammenhang
behaupten will, ist doch auffällig, dass seit der Einführung der Handkommunion der katholische Eucharistieglaube
immer mehr verdunstet. Was mich stört: Den Gläubigen wurde der Ritenwechsel Ende der 60er Jahre einfach
aufgezwungen und nicht richtig erklärt. Bis heute besteht in den weitaus meisten Pfarrgemeinden ein unterschwelliger
oder gar offener Zwang zur Handkommunion.
Zum Thema Priesterkleidung Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Priesterkleidung ist zwar nicht alles, aber
ohne Priesterkleidung ist alles nichts. Heute kann es Ausdruck von Hochmut sein, auf die Priesterkleidung
zu verzichten oder seltsame Mischformen anzunehmen wie die sogenannten Weiß-, Grau- oder Blauhemdkragen.
Hier wäre endlich einmal auf eine Einheitlichkeit der Form zu achten und strickt einzuhalten. Auch unsere
protestantischen Religionsdiener tragen neuerdings den römischen Kollar. Die Verwirrung ist groß.
Was ist los im Bustum Fulda? Was ist in Fulda eigentlich so problematisch an der alten Messe? In anderen
Diözesen klappt es doch auch ganz gut. Dass ein ganzes Dekanat die Rücknahme des bischöflichen Dekrets
fordert, ist beispiellos. Da müssen schon schwerwiegende Gründe vorliegen. Hat Bischof Algermissen inzwischen
auf den Protestbrief reagiert?
Massiv zur Wehr setzen? @ Aleph Wenn Eltern nicht wünschen, dass ihre Kinder die Mundkommunionszeremonie
knieend einstudieren, sollten sie sich massiv gegen diese Praxis zur Wehr setzen. Und was ist, wenn Eltern
nicht wünschen, dass ihre Kinder die Stehimbiss-Zeremonie einstudieren?
Neuregelung Durch diese Neuregelung entfällt allerdings der Gottesdienst, der in St. Leonhard bislang
jeden Mittwoch um 18.30 Uhr zelebriert wurde. Das verstehe ich nicht. Warum muss der Gottesdienst am Mittwoch
entfallen, wenn jetzt in der der Kirche St. Leonhard in Frankfurt am Main regelmäßig eine Sonntagsmesse
im Alten Ritus gefeiert wird? Die Mitwochsmesse hätte man doch beibehalten können. Man soll das eine
tun und das andere nicht lassen. Ich denke, dass es in Frankfurt sicher eine ausreichende Zahl von Gläubigen
geben wird, die auch weiterhin Interesse an einer Werktagsmesse im alten Ritus hätte. Was tritt denn
an die Stelle der Mittwochsmesse? Eine NOM-Messe, oder fällt das Gottesdienstangebot in St. Leonhard
am Mittwochabend ganz aus?
Konservativ Bischof Marx wird gemeinhin dem sogenannten konservativen Lager zugeordnet. was an ihm ist
eigentlich spezifisch konservativ? Ich habe da bei seinen öffentlichen Äußerungen ehrlich gesagt noch
nichts entdecken können …
@ amadeus Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Frage: Was ist denn für Sie die „Kirchenbasis“?
Laut amtlicher Statistik der Deutschen Bischofskonferenz gehen 22,1 Millionen von 25,7 Millionen Katholiken
in Deutschland sonntags nicht zum Gottesdienst und haben mit Glaube und Kirche auch sonst nicht viel am
Hut. Das wäre eine qualifizierende Mehrheit von 84 Prozent, ideal geeigent, um bei Bischofsernennungen
basisdemokratisch mitentscheiden zu dürfen.
Bischofstransfer Der Transfer eines Bischofs von einem Bistum zu einem anderen sollte eine absolute Ausnahme
bleiben und nicht zur Gewohnheit werden. Hatte man für München keine anderen geeigneten Kandidaten zur
Verfügung, als einen bereits residierenden Ordinarius zu transferieren? Ich halte diese Entwicklung,
die sich in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum eingeschlichen hat, nicht unbedingt für gut.
Widersprüchliche Argumentation Der häufigere und regelmäige Gebrauch beispielsweise des Canon Romanus,
des Ersten Hochgebets der erneuerten Liturgie, könnte doch sehr schön die vielbeschworene Kontinuität
zwischen dem usus antiquior und der oderntlichen Form der Messfeier aufzeigen. Die Befürworter der neuen
Messe argumentieren doch sonst auch immer, dass die Liturgiereform keinen Traditionsbruch darstellt. Will
man dann aber die Kontinuität zwischen älterer und neuerer Form aufzeigen, beispielsweise durch die
Verwendung des Canon Romanus, argumentiert man plötzlich andersherum. Auf einmal soll es gar der Hl.
Geist gewesen sein, der uns die Neuerungen unter strikter Abgrenzung vom Alten beschert hat. Komisch ist
nur, das die Gläubigen nie gefragt worden sind. Das Wiederaufblühen des überlieferten Ritus in unseren
Tagen wird sich als das wahre „Werk des Volkes“ (= leiturgia) erweisen.
Ausschließlich @ Aleph Warum ist in 99 Prozent der NOM-Pfarrmessen in Deutschland die gemeinsame Gebetsrichtung
von Priester und Volk, die Verwendung des ersten Hochgebets und der knieende Empfang der Kommunion auf
die Zunge der Gläubigen ausgeschlossen?
@ Typ Die „wesentlichen Unterschiede“ beziehen sich in diesem Fall auf die äußere Gestalt des Ritus,
nicht auf das Wesen der heiligen Messe, dass bei allen rechtlich anerkannten Riten gleich ist.
Motu Proprio „Summorum Pontificium“, Artikel 7: Motu Proprio „Summorum Pontificium“, Artikel 7: Wo irgendeine
Gruppe von Laien durch den Pfarrer nicht erhalten sollte, worum sie nach Art. 5 § 1 bittet, hat sie den
Diözesanbischof davon in Kenntnis zu setzen. Der Bischof wird nachdrücklich ersucht, ihrem Wunsch zu
entsprechen. Wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die Sache der Päpstlichen Kommission
„Ecclesia Dei“ mitzuteilen.
st. georg Dann wäre ja alles gut, der Pfarrer könnte auch einen auswärtigen Priester mit der Zelebration
der alten Messe beauftragen. Es soll ja niemandem etwas weggenommen werden. Daher ist es gar nicht nötig,
das MP so restriktiv zu interpretieren, wie Sie das offenbar tun. Man muss nüchtern und realistisch sein.
Was wäre eigentlich, wenn mangels Gläubigen die einzige NOM-Messe in einer Pfarrkirche innerhalb einer
Seelsorgeeinheit gestrichen werden müsste, in dieser Gemeinda aber eine ausreichende Zahl von Interesse
an der alten Messe vorhanden wäre? Nach ihrer Logik dürfte dann gar keine Messe stattfinden. Lieber
keine Sonntagsmesse als eine alte Messe? Sie glauben doch nicht im Ernst, dass das die Intention des Papstes
war!? In Zeiten, in denen Kirchen mangels Gläubigen geschlossen und Pfarreien zusammengelegt werden,
ist es doch ein Witz, die Fahne des exklusiven Gebrauchs des NOM aufrechterhalten zu wollen, koste es,
was es wolle.
Falscher Umkehrschluss @ st. georg Ihr Umkehrschluss ist nicht nachzuvollziehen. Das ist ja auch nicht
die Frage, was wäre, wenn in einer Pfarrei, in der nur eine Sonntagsmesse stattfindet, eine Gruppe von
Gläubigen eine Messe in der außerordentlichen Form wünscht. Für einen solchen Fall wird man eben eine
einvernehmliche Lösung suchen müssen und bei gutem Willen aller Beteiligten sicher auch finden. Von
einem generellen Verbot der alten Messe in diesem Fall kann keine Rede sein.
Ein gutes Beispiel … … für ein friedliches Nebeneinander des älteren und neuen Gebrauchs der römischen
Messe findet sich in der katholischen Pfarrgemeinde St. Joseph in Mainz, der Bischofsstadt Kardinal Lehmanns!
Der aktuelle Pfarrbrief mit der Gottesdienstordnung findet sich unter www.st-joseph-mainz.de/…oads/2007/pb4647.pdf
st. georg Ich glaube, da haben Sie etwas falsch verstanden. Nach dem MP ist es sehr wohl möglich, normale
Gemeindemessen am Sonntag nach dem „usus antiquior“ zu halten, wie dies ja jetzt auch in einigen Pfarreien
geschieht. Dabei geht es um die Qualität und nicht um die Quantität beim Gebrauch einer der beiden Formen.
Natürlich muss man realistisch sein und kann nicht erwarten, dass nun plötzlich die Mehrzahl der Messen
nach dem „usus antiqior“ gefeiert werden soll. Das will wohl auch niemand ernsthaft anstreben. Der „usus
antiquior“ soll aber dort seinen Platz haben, wo nach ihm legitimerweise verlangt wird, und zwar in der
Mitte der Kirche und eben auch in der normalen Pfarrmesse am Sonntag. Das MP sieht jedenfalls keine Beschränkungen
oder Ausnahmeregelungen für den älteren Gebrauch vor. Im Gegenteil, es war ja gerade das Anliegen des
Heiligen Vaters, die bisherigen Beschränkungen zu beseitigen!
@ amadeus Jedenfalls hat das Zweite Vatikanische Konzil keine neue Liturgie beschlossen. Dass es heute
zwei Riten in der Kirche gibt, ist ein absolutes Novum in der gesamten Kirchengeschichte und vom Konzil
so sicher nicht gewollt. Das Motu proprio soll eben nicht nur geeignet sein, sogenannte Liebhaber der
alten Messe zurückzuholen, sondern ihr den ihr gebührenden Platz in und für die Gesamtkirche zurückzubringen.
Die alte Liturgie hat ihren Platz in der Mitte der Kirche und nicht irgendwo am Rand. Und wenn der Papst
Papst die beiden Formen als „ordentlich“ bzw. „außerordentlich“ kennzeichnet, ist damit keine qualitative
Vorrangstellung der neuen Messe ausgesagt. Im Gegenteil, beide Formen sind legitim und vollkommen gleichberechtigt.
cum te und amadeus Wie realitätsfern sind Sie eigentlich? amadeus, was hat das Zweite Vatikanische Konzil
entschieden? Die Einführung einer neuen Liturgie? Dann belegen Sie das bitte! cum te, seit Einführung
der neuen Liturgie haben sich die Kirchen dramatisch geleert. Wo sind sie denn geblieben, die Katholiken,
wenn die Liturgiereform so erfolgreich war?
Gemeinschaftsmesse Den Unterschied Hochamt – Gemeinschaftsmesse gibt es heute offiziell nicht mehr. Das
bezieht sich auf die Messfeier in der ordentlichen Form des römischen Ritus. Benutzt man das Missale
Romanum von 1962, ist diese Unterscheidung sehr wohl und nach wie vor berechtigt. Der Begriff „Gemeinschaftsmesse“
darf aber nicht dazu verleiten, dass beispielsweise bei einer sogenannten stillen Messe die Gläubigen
nicht aktiv teilnehmen würden. Es gibt eben unterschiedliche Ebenen des Mitvollzugs einer Messe. Fakt
ist, dass 90 Prozent der heutigen Gemeindemessen doch nur nach dem 0-8-15-Schema abgehalten werden ohne
besondere liturgische oder musikalische Ansprüche. Und der aktive Mitvollzug eines Großteils der Gläubigen,
sofern sie überhaupt noch kommen, lässt sehr zu wünschen übrig. Da kann sich die Ausweitung von Messfeiern
nach dem „usus antiquior“ langfristig durchaus heilsam für den Novus Ordo erweisen und auch für die
aktive Teilnahme der Gläubigen.
Interessant … … wie nervös man in Fulda ist wegen der angeblich so marginalen Zahl konservativer
Katholiken. Wenn das alles so unbedeutend und die Sehnsucht nach der alten Messe so gut wie nicht vorhanden
ist, warum widmet man sich dieses Themas in Vortragsveranstaltungen?
@ Aleph Von da an war es noch eine lange Zeit, bis das Volk als Gemeinde in das Geschehen der Messe einbezogen
war. Sie treffen meines Erachtens die falschen Rückschlüsse. Realistisch gesehen ist das Volk als Gemeinde
in den weitaus meisten NOM-Messen heute zumindst auch nicht mehr in das Geschehen der Messe einbezogen,
als das früher der Fall war. Eher im Gegenteil. Nach meinen Erfahrungen sind die Gleichgültigkeit und
Bequemlichkeit heute noch viel größer geworden. Man lässt die Messe, sofern amn überhaupt noch hingeht,
einfach so über sich ergehen. Der NOM ist, so wie er heute gewöhnlich zelebriert wird, viel mehr priesterzentriert,
als dies in der außerordentlichen Form des römischen Ritus der Fall ist. Die Leute, die überhaupt noch
kommen, verhalten sich in ihrer Mehrzahl absolut passiv. Wenn der NOM wirklich eine Notwendigkeit gewesen
sein soll, wie Sie glauben, wo sind dann die Gläubigen geblieben? Seit Einführung des NOM vor ca. 40
Jahren ist der Gottesdienstbesuch in Deutschland um 70 % zurückgegangen – mit weiterhin sinkender Tendenz.
Damit will ich zwar keinen monokausalen Zusammenhang behaupten, aber wirklich gebracht hat der NOM im
Endeffekt eigentlich auch nichts. Die Probleme liegen tiefer.
@ Marsilius Ficinus Der ordentliche Usus… ist alles andere als banal, er wird leider nur so manches
Mal banal und primitiv gefeiert Wirklich nur „so manches Mal“? In den weitaus meisten Pfarrgottesdiensten
ist die Banalität zum Alltag geworden.
@ Aleph Meister Gotthard geht leider von falschen theologischen Prämissen aus, da nützt der ganze „wissenschaftliche“
Impetus nix. * In Trient wird die Liturgie reformiert und festgeschrieben. Die „Stille Messe“ wird zur
Hauptform. Die Messe bleibt für viele Jahrhunderte eine Kleriker-Liturgie, die „für das Volk“ gefeiert
wird. Die tiefgreifenden Veränderungen der Lebensumstände finden in der Feiergestalt des Gottesdienstes
keinen Widerhall. Glauben Sie wirklich, dass die Leute so dumm waren? Wie konnte die Kirche über 400
Jahre eine falsche Messe feiern. Da wundert mich nur, dass die Leute nicht schon viel früher vom Glauben
abgefallen sind.
Passive Mitfeier Theologicus Haereticus schrieb: … und mich bereits als Sextaner … über die passive
Mitfeier der Gemeinde aufgeregt … Genau das ist meine Erfahrung in den allermeisten NOM-Messen: passive
Mitfeier eines Großteils der Gläubigen, Gleichgültigkeit, geistige Trägheit, Bequemlichkeit und große
Langeweile. Die Zahlen sprechen für sich: Immer mehr Gläubige kehren dem NOM den Rücken, wie die amtliche
Statistik der DBK aufweist.
Klare Botschaft Hat sich Steffen Seibert nicht als UNICEF-Pate für den Gebrauch vor Kondomen im Kampf
gegen AIDS ausgesprochen? Die Botschaft der Katholischen Kirche ist in dieser Hinsicht eigentlich glasklar.
Ob der Fernsehmann das jetzt begriffen hat? Im vergangenen Jahr war er in noch in seiner Funktion als
UNICEF-Pate zusammen mit Heide Simonis auf einer Indienreise. Die UNICEF und Frau Simonis halte ich nicht
unbedingt für glaubwürdige Zeugen im Sinne der Katholischen Kirche.
lupus1 + Peter-Pan Und Sie glauben wirklich, dass Prof. Amendt www.welt.de/…ebe_Elternliebe.html so
dumm ist? Legen Sie Ihre ideologischen Scheuklappen doch einfach ab, und lesen Sie bitte erst einmal seinen
Essay.
@ Peter-Pan Die meisten Leute haben sowieso nie von dieser Broschüre gehört, Ah ja … aber 650.000
Exemplare sind nach wie vor im Umlauf und möglicherweise auch im praktischen Einsatz! Warum immer diese
falschen Beschwichtigungen? Prof. Gerhard Amendt ist ein renommierter Soziologe, der sicher nicht im Verdacht
steht, ein ultrakonservativer Schwachkopf zu sein.
@ timpressum Die Broschüre ist meines Wissens längst vom Markt… Wieso Gääähn??? Die Broschüre
wurde 650.000 Mal verbreitet. Meines Wissens gab es bislang keine Rückrufaktion. Die 650.0000 sind also
noch im Umlauf. 650.000 Mal Aufruf zum sexuellen Missbrauch – und das alles ohne strafrechtliche Konsequenzen.
In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?
@ Gunsenum Mein Vorschlag: Den Tatbestand strafrechtlich klären lassen! Vielleicht gibt es in Deutschland
ja noch so etwas wie eine unabhängige Justiz.
„Ecclesia-Dei-Gemeinschaften“ Ist der Terminus „Ecclesia-Dei-gemeinschaften“ nicht seit dem 7. Juli bw.
seit dem 14. September überholt, dem Tag des Inkrafttretens von „Summorum Ponitificium“??
Gratulation Meine herzlichsten Glückwünsche an die Redaktion von kreuz.net! Wenn es kreuz.net nicht
schon gäbe, müsste man es erfinden. Auch wenn es vielen nicht passt und sich viele daran reiben, alle
lesen kreuz.net, und das ist auch gut so. kreuz.net erfüllt eine wichtige Aufgabe in diesen Zeiten. Ad
multos annos!
Der nächste Schritt weg von der Zukunft??? @ Fragender Dann treten Sie einmal den Gegenbeweis an: Was
hat denn die konkrete Umsetzungd der Liturgiereform für die Zukunft der Kirche gebracht? Ich sehe in
Deutschland nur rückläufige Gottesdienstbesucherzahlen und einen Zusammenbruch der Glaubenspraxis in
weiten Teilen der Bevölkerung.
Alte Vorwürfe unevangelischer Personenkult, groteske Verletzung der liturgischen Tradition, abgrundtiefe
Krise Da hat er in der Tat nicht ganz unrecht, es kommt halt darauf an, wie das gemeint ist. Was versteht
Küng etwa unter „grotesker Verletzung der liturgischen Tradition“? Doch nicht das, was die Piusbrüder
darunter verstehen, oder?
santo domingo 2 Zum Stichwort „Verschwörungstheorien“: Es ist natürlich billig, unbequeme Argumente
als sogenannte „Verschwörungstheorien“ abzuqualifizieren. Was Algermissen betrifft, ist es eine Tatsache,
dass ernicht zu Eva Hermans Vortrag erschienen war. Das weiß ich von AUgenzeigen, die an dem Kongress
teilgenommen hatten. Und es ist durchaus legitim, in einem als Kommentar gekennzeichneten Beitrag die
Frage zu erörtern, warum er nicht erschienen war. Das hat mit „Verschwörungstheorien“ nichts zu tun.
Auch ist Bischof Algermissen wegen seiner in Fulda nicht unumstrittenen pastoralen und personellen Entscheidungen
in die Kritik geraten. Da darf dann doch die Frage erlaubt sein, wie das zu einem „Forum Deutscher Katholiken“
passt, das eigentlich gegenteilige Ziele vertritt.
Thematisch völlig unpassender Einbau einer SJM-Algermissen-Passage? santo domingo 2 schrieb: Was immer
man von den SJM halten mag, mit Eva Herman passen sie nun wirklich nicht in einen Topf… Darum geht es
in dem von Ihnen kritisierten kreuz.net-Kommentar auch gar nicht. Dort heißt es wörtlich: Immer lauter
stellt sich die Frage, was Mons. Algermissen im Kuratorium des „Forums Deutscher Katholiken“ verloren
hat, nachdem er wegen seiner pastoralen Umstrukturierungen, dem Rauswurf der drei SJM-Patres und der aktiven
Förderung kirchenfeindlicher Priester in die Kritik geraten ist. Das ist doch eine berechtigte Frage.
Wie passen die Zielsetzungen des „Forums Deutscher Katholiken“ mit dem Verhalten von Bischof Algermissen
in einigen wichtigen Punkten zusammen? Eine stichhaltige Begründung für den Rauswurf der drei SJM-Patres
aus dem Bistum Fulda liegt übrigens bis heute nicht vor. Die Entscheidung traf der Bischof gegen den
Mehrheitswillen der Gläubigen und der pfarrlichen Gremien vor Ort.
@ santo domingo 2 Wenn Sie glauben, hier Bischof Algermissen ins Gespräch bringen zu sollen, ist das
in diesem Zusammenhang unpassend. Wo wurde denn auf kreuz.net unpassend über Bischof Algermissen berichtet?
Warum immer diese Fixierung der SJM-Gegner auf Algermissen?
Messsfeiern im überlieferten Ritus in Regensburg War das jetzt eine einmalige Messfeier in Regensburg,
oder soll es dort künftig regelmäßige Gottesdienste im alten Ritus geben?
Kernkompetenz deutscher Bischöfe Sie haben vollkommen Recht, lieber HeinrichderZweite, jetzt wissen wir
wenigstens, wie es um die Kernkompetenz des deutschen Episkopats bestellt ist. Da wundert es einen nicht
mehr, dass die Exzellenzen von Liturgie und Theologie keine Ahnung haben. Vielleicht wird man in Zukunft
vermehrt die profanen Kulturbehörden und Denkmalämter bemühen müssen, um dem weiteren Kulturabbau
in der Kirche Einhalt zu gebieten.
Pfarrgottesdienste Ich habe immer noch nicht verstanden, warum in Deutschland keine Pfarrgottesdienste
in der außerordentlichen Form gefeiert werden dürfen sollen. Wenn sonntags in einer Pfarrkirche eine
Messfeier in der außerordentlichen Form angeboten wird, wieso ist das dann kein Pfarrgottesdienst? Und
wieso soll die Messfeier in der außerordentlichen Form nicht einen Gottesdienst in der ordentlichen ersetzen
dürfen, wenn die Nachfrage nach Messfeiern in der neuen Form weiter sinkt?
Sehr richtig, Giuseppe! Wenn zur notwendigen Eignung der Priester für die Zelebration in der außerordentlichen
Form des Ritus laut Leitlinie Nr. 6 u. a. die Annahme der ganzen Liturgie der Kirche in ihrer ordentlichen
und außerordentlichen Form gehört, dann müsste das auch umgekehrt zur notwendigen Eignung der Priester
für die Zelebration in der ordentlichen Form des Ritus gelten.
Bestehende Spannungen Die Zulassung der außerordentlichen Form darf nicht bestehende Spannungen verstärken
oder gar neue Spaltungen hervorrufen (vgl. Summorum Pontificum Artikel 5 § 1). Frage an die katholischen
Bischöfe Deutschlands: In welchen Pfarreien gibt es welche konkreten „bestehenden Spannungen“ und seit
wann ist das so? 2. In welchen Pfarreien hat es „Spaltungen“ gegeben? iustus schrieb: In der Tatscheinen
mir die Leitlinien vernünftig. Ich bin mir da nicht so sicher.
Pfarrgottesdienste 3. Die Pfarrgottesdienste werden in der ordentlichen Form gefeiert. An Sonntagen kann
eine Messe in der außerordentlichen Form hinzutreten, nicht jedoch die Messe in der ordentlichen Form
ersetzen (vgl. Summorum Warum nicht? Die Streichung von NOM-Messen steht doch in vielen Pfarreien und
Pfarrverbünden sowieso an der Tagesordnung. Warum sollte dann bei entsprechendem Interesse nicht eine
Pfarrmesse im Novus Ordo durch eine Messe in der alten Form ersetzt werden können? Und warum sollte eine
solche Messe dann keine Pfarrmesse mehr sein? Wo ist das Problem? Wenn ich das Motu proprio richtig verstanden
habe, spricht nichts dagegen, normale Pfarrmessen im alten Ritus zu feiern. Widerspricht Leitlinie 3 dem
Motu proprio?
@ Benedikt Ihr Wort in Gottes Ohr! Bioschof Hanke von Eichstätt hat sich in der Tat positiv zum alten
Ordo geäußert, allerdings hat er bislang noch keine Taten sehen lassen. Bischof Mussinghoff von Aachen
ließ kürzlich vermelden, dass auf der jüngsten Sitzung des Ständigen Rats der DBK große Einmütigkeit
unter den Episkopen bestanden hätte bzgl. einheitlicher Regelungen in der Anwendung des Motu Proprio.
Es ist nicht bekannt, ob Hanke hier abgeweichen wird. Warten wir mal ab …
Gießen Noch einmal meine Frage von weiter oben: Weiß hier jemand, wie es jetzt mit Alten Messen im Raum
Gießen (Oberhessen) aussieht? Dort hatten Gläubige bislang vergeblich um eine Indultmesse gebeten.
Was ist los in Gießen? Kreuz.net berichtete am 19. Dezember 2006: Seit dem 30. September 2002 warten
über 300 Bittsteller für die Alte Messe in Gießen in Oberhessen auf eine Antwort von Bischof Lehmann.
Quelle: www.kreuz.net/article.4394.html Was ist jetzt los in Gießen? Nach dem Motu Proprio müsste dort
in Zukunft eine Alte Messe angeboten werden. Weiß da jemand etwas Genaueres?
@ Heggi und Seminarist Bei den 36 oder 39 Indultorten werden alle Messen aufgelistet, wovon die meisten
Werktagsmessen und nur die wenigsten Sonntagsmessen sind. Hier ging es aber genau um die regelmäßigen
Sonntagsmessen im alten Ritus. Auch wenn man die FSSPX-Messen mitzählt und eine großzügige „Dunkelziffer“
mit einrechnet, erscheint mir die Zahl von 120 Messen immer noch zu hoch gegriffen. Aber ich würde mich
hier gerne eines Besseren belehren lassen. Wir dürfen gespannt sein, wieviele regelmäßige Sonntagsmessen
nach dem Missale Romanum von 1962 nach dem 14. September stattfinden werden.
120 Kirchen und Kapellen? Es gibt über ganz Deutschland verteilt mehr als 120 Kirchen und Kapellen, in
denen an jedem Sonntag die Messe im Alten Ritus gefeiert wird.“ Wie kommt Hw. Kley auf diese Zahl? Wenn
das stimmt, wäre das m. E. relativ hoch. Und auch welche Erhebung stützt sich die Zahl von ca. 2 Millionen
Kirchgängern in Deutschland?
Einheit? „Wir werden Regelungen finden, die alle Bischöfe akzeptieren. Da besteht eine große Einheit.“
Mich würde einmal interessieren, wie Bischof Hanke von Eichstätt jetzt zur Alten Messe steht. Wird er
wirklich die jetzt angekündigten „einheitlichen“ Vorgaben der DBK auch in seinem Bistum umsetzen? Vor
einigen Wochen hatte sich Bischof Hanke noch ganz anders angehört: www.kreuz.net/article.5539.html Man
darf gespannt sein, was sich im Bistum Eichstätt jetzt tun wird.
Angenendt entlarvt sich: „Ich habe den Kanon nicht mehr naiv herunterbeten können“ Den Römischen Kanon –
das erste Hochgebet – hält Hw. Angenendt als mit dem Zweiten Vatikanum nicht mehr vereinbar. Als Zuhörer
des Streitgesprächs kann ich bestätigen, dass Prof. Angenendt diese Aussage so tatsächlich gemacht
hat. Patrick Bahners schreibt dazu in der FAZ vom 22. August: Es war Angenendt, der begreiflich zu machen
versuchte, weshalb liturgiewissenschaftliche Forschung den Sinn der Weiterverwendung der alten Texte hatte
fraglich machen können. Mosebach hatte fünf „Institute“ aufgezählt, die niemals vor Paul VI. angetastet
worden seien, von der Sakralsprache bis zum römischen Kanon, dem eucharistischen Hochgebet. Angenendt
nahm Punkt für Punkt Stellung und sprang auf, als er zum letzten kam. „Das ist mein stärkstes Argument.“
Der Kanon sei im fünften Jahrhundert aufgesprengt worden. Man habe die Bitten eingeschoben, die aufzählen,
für wen die Gaben dargebracht werden. Daraus habe sich das Unwesen der für Dritte gefeierten Bittmessen
entwickelt. Als ihm das aufgegangen sei, habe er den Kanon nicht mehr „naiv herunterbeten“ können, sondern
zwischem halblautem und leisem Lesen wechseln müssen. Der alte Kanon, im neuen Messbuch das erste Hochgebet,
sei nicht mehr vereinbar mit der Theologie des Zweiten Vatikanums. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.
Was brauchen wir noch Beweise???
@ Benedikt Ah, Sie waren auch da! Ich war ebenfalls anwesend und kann mich Ihren hier geschilderten Eindrücken
nur anschließen. Am meisten überrascht war ich von der großen Zahl der Zuhörer. Eigentlich war der
Vortragssaal viel zu klein, etliche Leute noch auf der Empore Platz nehmen oder draußen im Gang stehen.
Auch mich hat die Aussage Prof. Angenendts über Erzbischof Marini irritiert. Von einem Rücktritt Marinis
ist mir bislang nichts bekannt. Da ist Angenendt wohl einer Falschmeldung auf den Leim gegangen.
Feststellung der Bedarfsdeckung Der Kirchenfürst zitiert die verfälschte Umfrage der Bischofskonferenz
aus dem Jahr 2006, wonach der Bedarf an alten Messen gedeckt sei. Für Kardinal Lehmann muß sich erst
zeigen, wo darüber hinaus feste Gruppen existieren, die ernsthaft und mit einer gewissen Kontinuität
um eine Alte Messe bitten. Die Pfarrmessen blieben „prinzipiell“ im Neuen Ritus. Wie kann ein angeblich
bereits gedeckter Bedarf an alten Messen festgestellt werden, wenn 95 % der Katholiken in Deutschland
von vornherein keine Möglichkeit besitzen, eine solche Messfeier wohnortnah zu erreichen und überhaupt
erst einmal kennenzulernen? Echte Wahlfreiheit zwischen altem und neuem Usus setzt ein gleichermaßen
vorhandenes und gleichberechtigtes Angebot voraus. Das ist jedoch in 95 % der Pfarrgemeinden nicht der
Fall. Warum also sind die Bischöfe so nervös, wenn es um diese Frage geht? Ich habe so eine Ahnung,
dass sich die alte messe größerer Beliebtheit erfreuen würde, als den meisten deutschen Oberhirten
recht wäre. Also ja kein seriöses Angebot machen, damit eine entsprechende Nachfrage unter den deutschen
Katholiken erst gar nicht entstehen kann. So zu argumentieren und zu taktieren ist in jeder Hinsicht unseriös
und menschlich unanständig.
Eine köstliche Parodie auf die restriktiven Ausführungsbestimmungen zum Motu proprio. Es soll endlich
damit Schluss sein, dass man sich für die Präferenz der älteren Form des römischen Ritus rechtfertigen
muss. Nach den Gesetzen der formalen Logik muss sich nicht derjenige rechtfertigen, der am Bewährten
festhält, sondern derjenige, der etwas (willkürlich) verändert, zumal dann, wenn diese Veränderung
in der Rückschau keineswegs das erreicht hat, was man sich ursprünglich davon erhofft haben mag. Die
Gottesdienstbesucherzahlen der neuen Messe sprechen jedenfalls für sich. Die Bischöfe sollten deshalb
tatsächlich einmal das gleiche Maß an Restriktionen für die Feier der neuen Messe anwenden wie sie
es für die alte Messe vorsehen.
Nichts begriffen Bischöfe wie Mussinghoff oder Mixa haben einfach nichts begriffen. Sie verstehen das
eigentliche Anliegen des Hl. Vaters nicht einmal ansatzweise, in ihrer Denkwelt bewegen sie sich liturgisch
auf einem völlig anderen Planeten. Es wird noch sehr, sehr viel Überzeugungsarbeit geben müssen, bis
es zu einer echten Überwindung der liturgischen Krise und damit letztlich der Glaubenskrise kommen wird.
Als gläubiger Katholik hat man es heute doppelt schwer, wenn einem noch von den eigenen Oberhirten Steine
in den Weg gelegt werden.
@ Regina1961 Man kann die Neue Messe sowohl in der Landessprache als auch (vollständig) auf Latein zelebrieren.
Letzteres ist nicht verboten, wird aber in den normalen sonntäglichen Gemeindemessen kaum praktiziert.
Die Alte Messe ist immer auf Latein zu halten, Lesung und Evangelium können übersetzt werden.
Was geschieht beim protestantischen Abendmahl? Auf die Schlussfrage des Interviews antwortet der Professor
sinngemäß, er würde sich nie trauen, in einer Vorlesung zu sagen, dass die Protestanten (bei der Feier
des Abendmahls) nur so tun als ob. Die Überschrift des Artikels bezieht sich offenbar auf diese Aussage.
Das ist eine wirklich interessante Frage: Die Protestanten tun zwar nicht nur o als ob, aber es bleibt
letztlich eben doch nur bei Brot un Wein. Oder?
Was ist los mit Kardinal Meisner? Unter den zahlreichen Kommentaren und Stellungnahmen zum Motu proprio
„Summorum Pontificum“ findet sich noch keine von Kardinal Meisner. Oder kann es sein, dass ich sie einfach
übersehen habe? Meisner ist Vorsitzender der liturgischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz.
Da wäre es schon sehr eigentümlich, wenn ausgerechnet er sich nicht über den päpstlichen Erlass äußern
würde. Im Erzbistum Köln gibt es zwar ein – relativ – großzügiges Angebot an sogenannten Indultmessen
(„großzügig“ im Vergleich zur Praxis in anderen deutschen Dözesen). Mir ist aber nicht bekannt, wie
der Kardinal persönlich zur alten Liturgie steht. In seiner kindlichen Anhänglichkeit zum Hl. Vater
könnte er doch jetzt ein Zeichen setzen und selbst einmal die alte Messe zelebrieren – falls er das überhaupt
(noch) kann …
20 von 180 Wenn in allen katholischen Diözesen etwa zehn Prozent der Weltpriester regelmäßig die außerordentliche
Form des Römischen Ritus feiern würden, wäre das eine durchaus bemerkenswerte Anzahl.
@ Genoveva Gutes Argument! Genau wie jener Pfarrer, der die Fürbitte formulierte: „Dass Du die Waschkraft
des Weiß0en Riesen erhalten wollest!“ Und die Gemeinde in ihrer bewussten und tätigen Teilnahme maschinengewehrartig
ratternd aktiv antwortete: „Wirr bitttn Dich, erhöre uns!“
@ chancel_screen Auch die schwule Minderheit kommt in Frankfurt voll und ganz auf ihre Kosten: www.psk-ffm.de/termine.htm
Das sind natürlich allesamt Messfeiern im Novus Ordo, versteht sich
@ Fabianus kursiv]heute die meisten die deutschen texte genauso gedankenlos mitbeten wie diejenigen, welche
das Latein nicht beherrschten. Gut, es wird ihnen die Gelegneheit gegeben, aber drückt das Latein, als
Sprache, welche nicht mehr im weltlichen Gebrauch ist, nicht am Besten und würdevollsten das Mysterium
aus?[kursiv] Richtig! Wie sagt mal jemand? „Früher haben die Leute die Messe nicht verstanden, aber sie
haben verstanden, was die Messe ist. Heute verstehen die Leute die Messe, aber sie verstehen nicht mehr,
was die Messe ist.“ Ihr Ziel einer bewussteren Beteiligung der Gläubigen hat die Liturgiereform jedenfalls
in der Praxis weitgehend verfehlt. Es kommt nicht nur auf die Papierform an, sondern auf die tatsächlich
praktizierte Form, auf das, was die Leute Sonntag für Sonntag am Altar erleben und wie sie es mitvollziehen.
Das, was man da erleben kann, ist teilweise sehr erschreckend.
@ Gaduale Triplex Die Bedeutung hängt am Ritus, nicht an der Sprache. Richtig! Wie ich schon an anderer
Stelle schrieb, werden beim praktischen Vollzug der weitaus meisten Novus-Ordo-Messen eben jene Elemente
unterdrückt, die den ordentlichen Usus mit dem außerordentlichen Usus des römischen Ritus verbinden
würden und sozusagen die Unterschiede zwischen beiden Formen der Liturgie zumindest im phänotypischen
Sinn nicht so stark zum Vorschein treten lassen würden: die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und
Volk, die Verwendung des Römischen Kanons als Regelform, die Praxis der Mundkommunion als Regelform,
der Gebrauch der lateinischen Sprache. Es ließen sich noch weitere Beispiele anführen. Warum werden
diese verbindenden Elemente in den weitaus meisten Gemeindemessen in Deutschland weitgehend vermieden?
Um die heute gewohnheitsmäßig eingebürgerte, aber keineswes vom Konzil oder sonstwie „angeordnete“
NOM-Praxis mit „Volksaltar“ (99 %), Zweitem Hochgebet (90 %), Handkommunionzu (95 %) etc. zu durchbrechen,
wird es sicher noch sehr viel Überzeugungsarbeit geben müssen. All das ist gegenwärtig absolutes Tabu.
Will man etwa sin dieser Rictung auch nur ansatzweise bewegen, wird man mit den üblichen Vorurteilen
und Verdächtigungen („Rückwärtsgewandtheit“ etc.) überhäuft. Albert Einstein hat sehr treffend gesagt:
„Es ist leichter ein Atom zu spalten als ein Vorurteil.“
@ Typ Wie nicht anders zu erwarten, unterschlagen Sie dabei, dass das „legitime Recht“ („rechtmäßiges
Recht“???) seine Grenzen in den „legitimen Rechten“ der anderen Gemeindemitglieder findet – wie das Motuproprio
sehr deutlich herausgestellt hat. Sehr interessant, wie jetzt ausgerechnet die Liberalen, die sich sonst
kaum um Recht und Gebote scheren, das Motu proprio restriktiv auszulegen versuchen! Wenn 18 Schwule ihre
Sonntagsmesse einfordern, ist das kein Problem, bei unbescholtenen Gläubigen, die die Messe in ihrer
legitimen außerordentlichen Gestalt feiern wollen, gibt es aber plötzlich 1000 Schwierigkeiten, die
„Bedarfsfrage“ wird plötzlich gestellt, vor Spaltung und Unruhe in den Gemeinden wird gewarnt usw. Das
ist mehr als ungerecht! Hier findet sich genau jene „seltsame, unserer Zeit eigentümliche Verdrehung“,
„die von der Unschuld verlangt, sich zu rechtfertigen“, wie es Albert Camus formuliert hat.
@ juergen Wahrscheinlich gibt es in Frankfurt auch nur eine Werktagsveranstaltung für irgendeine afrikanische
Naturreligion –- und das bei 660.000 Einwohnern. Ein Skandal! Was Sie nicht sagen! Die Teilnahme an der
Sonntagsmesse ist sozusagen konstitutiv für das geistliche Leben eines katholischen Christen. Immerhin
gibt es in Frankfurt jeden Sonntag um 18:30 Uhr eine offizielle Schwulenmesse in Maria Hilf: www.psk-ffm.de/termine.htm
Warum sollte für „Triditentiner“ nicht möglich sein, was den Schwulen offiziell gewährt wird?
@ juergen Es geht hier nicht um die Quantität. Es geht darum, dass der Gruppe von Gläubigen, die dem
alten Ritus verbunden ist – und sei sie auch noch so klein – ihr legitimes Recht zuerkannt wird, die Messe
in ihrer traditionellen Gestalt auch sonntags feien zu dürfen.
Bedarf gedeckt? Der Frankfurter Stadtdekan Raban Tilmann glaubt nicht, daß viele Katholiken für die
Alte Messe eintreten werden. Hw. Tilmann kennt keine altgläubige Gruppe, die unzufrieden ist und bei
der bisherigen Regelung nicht zum Zuge gekommen wäre. Na ja, entscheidend für die traditionsverbundenen
Gläubigen im Großraum Frankfurt wäre doch eine regelmäßig gefeierte Sonntagsmesse im alten Ritus.
Mit einer Werktagsmesse am Mittwochabend ist dem berechtigten Anliegen dieser Gläubigen mit Sicherheit
nicht Genüge getan.
Warum diese Angst vor dem alten Ritus? Lieber Wiener, das Problem ist doch genau umgekehrt die weit verbreitete
Ablehnung des alten Ritus. Ich bin der Meinung, dass niemand, der den neuen Ritus bevorzugt, damit den
gebrauch der außerordentlichen Form ablehnen darf!
Traditionsorientierung wird tabuisiert Warum werden bei der Feier des Novus Ordo Missae gerade diejenigen
Elemente peinlichst vermieden, die ihn ja mit der überlierten Gestalt der Messe verbinden würden: die
gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und Volk, der Gebrauch des römischen Kanons, die Form der Mundkommunion
etc.? Das sind Elemente, die niemals abgeschafft oder gar verboten wurden.
@ Typ 20 Prozent erscheinen mir relativ hoch. Ein solcher Anteil vom Mundkommunionen scheint mir eher
die Ausnahme als die Regel zu sein. Nach meinen Erfahrungen liegt der Anteil der Mundkommunionen eher
bei 5 Prozent liegen. Da wird es wohl regionale Unterschiede geben. Aber selbst ein relativ hoher Anteil
von 20 Prozent Mundkommunionen ist ja insgesamt recht wenig. „Normal“ wäre doch eher ein Verhältnis
von 50 zu 50.
Gegenfrage Warum wird die Mundkommunion (sie ist schließlich auch gestattet) innerhalb des Novus Ordo
Missae weitgehend tabuisiert? Das Problem ist die Einseitigkeit, so als müssten Volksaltar, Zweites Hochgebet
und Handkommunion angeblich unhinterfragbare Superdogmen der erneuerten Liturgie. Es ist das Anliegen
des Papstes, dass es hier zu einer Kurskorrektur kommt.
@ Puchil2 Das ist eine rein formalistische Begründung. Auf den Inhalt kommt es an. Die Art und Weise,
wie der Novus Ordo zustande gekommen ist, wurde vom gegenwärtigen Papst vielfach kritisiert. Entscheidend
ist im übrigen nicht die Papierform, sondern die tatsächlich praktizierte Form eines Ritus, also das,
was die Gläubigen Sonntag für Sonntag konkret erleben. Es ist auffällig und sehr bezeichnend, dass
gerade diejenigen Elemente bei der Feier des Novus Ordo Missae peinlichst vermieden werden, die ihn ja
mit der überlierten Gestalt der Messe verbinden würden: die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und
Volk, der Gebrauch des römischen Kanons, die Form der Mundkommunion etc. Solange diese Dinge bei der
Feier des NOM in den weitaus meisten Gemeindemessen in Deutschland tabuisiert werden, stimmt etwas nicht
mit dem konkret erlebten Novus Ordo. Das sind Elemente, die niemals abgeschafft oder gar verboten wurden.
Hier bedarf es einer echten Umkehr.
@ Puchil“ Robert Spaemann hat das Problem folgendermaßen auf den Punkt gebracht: „Wie Kriege zu ernst
sind, um sie den Generälen zu überlassen, so sind Riten zu ernst, um sie den Liturgiewissenschaftlern
als Experimentierfeld zu überlassen. Die irdischen Gefäße der Wahrheit können gar nicht sorgsam genug
behandelt werden.“
@ Fragender … aber der Umstand, daß die Messe in der Landessprache gehalten wird, ist sicher kein Grund
dafür! Vielleicht doch (ein Grund unter anderen). Nicht wenigen Gläubigen geht das permanente Gerede
des Pfarrers am Alter auf den Wecker. Um das Messopfer würdig und tätig mitzuvollziehen, bedarf es keiner
hundertprozentigen Verständlichkeit.
@ Fragender Dem denkenden Kirchenvolk wird es nach wie vor lieber sein, wenn der Priester in einer verständllichen
Sprache zum Volk gewandt spricht, und nicht in Latein zum Hochaltar hin nuschelt. Unsinn! Die Nachfrage
nach „verständlichen“, zum Volk gewandten Messen sinkt kontinuierlich, von Jahr zu Jahr. Der Novus Ordo
Missae ist seinem eigenen Anspruch seinen selbst gesteckten Zielen und seinen Erwartungen nicht gerecht
geworden
Nichts mitbekommen??? So so, die meisten Gläubigen werden also gar nichts von der vom Papst geforderten
allgemeinen Freigabe der alten Messe mitbekommen, alles soll offenbar so weiterlaufen wie bisher. Dabei
sind es doch gerade die Gläubigen selbst, von denen die Initiativen für solche Messen ausgehen sollen.
Aus all diesen Reaktionen erkennt man, wie schwer man sich noch immer mit der Akzeptanz der alten Messe
tut. Normalität wäre erst dann gegeben, wenn man sich für das Bemühungen um die alte Messe nicht mehr
rechtfertigen und gegen pauschale Verdächtigungen verteidigen müsste. Aber war nicht geade das die Intention
des Hl. Vaters?
@ Sentinel Was meinen Sie mit der Aussage, die FFSPX beherrsce den Alten Ritus auch nicht gerade!? Was
die Ausbildung bzw. Shculung des Diözesanklerus betrifft, haben Sie natürlich recht. Von einer echten
wahlfreiheit kann nur dort gesprochen werden, wo man beide Formen wirklich kennt und beherrscht. Es ist
in diesem Zusammenhang vor einem falschen quantifizierenden Denken zu warnen. Der Wert der Alten Messe
hängt nicht von der Anzahl derer ab, die sie schätzen. Auch innerhalb des Novus Ordo gilt es, einige
festgefahrene Tabus zu brechen: die Form der Mundkommunion (Erstkommunionkinder sollten bei der Vorbereitung
auch diese Form zumindest als Wahlmöglichkeit kennnenlernen), die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester
und Volk und die Verwendung des Römischen Kanons.
Tatsächlicher Bedarf nach alten Messen Fakt ist, dass die Nachfrage nach neuen Messen drastisch sinkt.
Um den tatsächlichen Bedarf nach alten Messen zu ermitteln, müsste man erst einmal solche Messen „anbieten“.
Dann hätte man eine echte Wahlfreiheit und eine echte Vergleichsmöglichkeit zum Beispiel innerhalb eines
Dekanats.
Angebot und Nachfrage Nach wie vor versucht ein Großteil des deutschen Episkopats, die traditionsverbundenen
Gläubigen zu marginalisieren. Dabei wird auf die angeblich geringe Nachfrage nach Messfeiern in ihrer
überlieferten Form verwiesen. Man sollte sich immer wieder vor Augen halten, dass die Nachfrage nach
Messfeiern im Novus Ordo kontinuierlich sinkt. Die wahren Ursachen für den Auszug aus den Kirchen werden
einfach tabuisiert. Offenbar ist es den Hirten bislang kein wirkliches Anliegen, die Kirchen in Deutschland
wieder zu füllen. Dabei geht es doch letzenendes um das Heil der Seelen, die Grundvoraussetzung jedweder
pastoralen Tätigkeit. Im übrigen: Wie soll man eigentlich eine Nachfrage nach alten Messen feststellen
können, wenn kein entsprechendes Angebot vorliegt? Ich bin mir sicher: Haben sich Messfeiern in ihrer
klassischen Form (Begriff von Kardinal Ratzinger) erst einmal fest im Gemeindeleben etabliert, wird –
wie von selbst – auch die Nachfrage nach solchen Messfeiern steigen. Aber offenbar gibt es Kräfte, die
genau dies verhindern wollen, so dass Kardinal Lehmann dann gegenüber Rom melden kann: Der Bedarf ist
gering. Wir brauchen keine alten Messen. Das ist unredlich. In Wirklichkeit fürchtet man genau das: dass
die alten Messen für viele Gläubige einfach „attraktiver“ sein könnten als die abgestauben Novus-Ordo-Gemeindemessen.
Hier ist ein langer Umdenkungsprozess notwendig. Es gibt noch viel Überzeugungsarbeit zu tun. Auch muss
endlich eine neue Generation von Bischöfen her!
Was will Kardinal Lehmann eigentlich sagen? Kardinal Lehmann sagt jetzt plötzlich: Man kann eine Messe,
die man über Jahrhunderte in der Kirche gehabt hat, nicht einfach so abdrängen ins Negative. In den
Tagesthemen vom Ostersonntag hörte sich das noch ganz anders an: www.tagesschau.de/…nternal_NAV_,00.html
Damals zeigte sich Lehmann noch sehr zuversichtlich, das Motu prorio durch entsprechende Gespräche mit
dem Hl. Stuhl verhindern zu können. Warum diese Unredlichkeit? Die Anliegen der traditionsverbundenen
Katholiken hat der Mainzer Kardinal bislang noch nie ernst genommen. Auf entsprechende Bittgesuche hat
er nicht einmal geantwortet, was rein menschlich gesehen schlicht unhöflich ist. Von einem wirklichen
Einsehen des Kardinals kann keine Rede sein. Alles Gerede jetzt erscheint nur als Heuchelei und politisches
Taktieren.
Rabulistik Lehmann sagte: … daß wir vielleicht nicht genügend aber ausreichend Angebote machen …
Aha, nicht genügend, aber ausreichend. Wie hat man das nur zu verstehen? Man stelle sich vor, ein Lehrer
beurteilt eine Klassenarbeit eines Schülers mit der Note „Nicht genügend“ – also Sechs – aber „Ausreichend“ –
also Vier!? Also Sechs oder Vier oder wie oder was?
@ Ibex Das Bemühen um liturgische Bildung und angemessene Gebetshaltung war und ist sicherlich zu jeder
Zeit ein berechtigtes und notwendiges Anliegen aller Verantwortlichen in der Kirche. Ob und inwiefern
diese Bildung früher besser oder schlechter war als heute, vermag ich im einzelnen nicht zu beurteilen.
Allerdings scheint es die Einführung der erneuerten Liturgie – gemessen an ihren eigenen Ansprüchen
und Erwartungen – auch nicht gerade gebracht zu haben. Von echter participatio actuosa kann in vielen
Novus-Ordo-Messen auch nicht gerade die Rede sein. Viele verhalten sich einfach passiv, ein Vorwurf, den
man gerne dem alten Ritus macht, der aber die neue Messe nicht weniger betrifft. Und die meisten haben
seitr Einführung der erneuerten Liturgie einfach mit den Füßen abgestimmt und kommen eben gar nicht
mehr zum Gottesdienst. Das Problem liegt also tiefer. Und gerade deshalb kann eine Neubelebung des überlieferten
Ritus als „Urmeter“ der Liturgie heilsam sein.
@ Rudolfus Sie haben vollkommen Recht! ich meinte ja auch die wahren Experten und nicht die Pseudoexperten.
Was ist aber von einem Kardinal der katholischen Kirche zu halten, der immer noch an die archäologischen
Konstrukte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts glaubt!? Er sollte einmal Nachhilfeunterricht beim
Heiligen Vater nehmen, von dem er doch angeblich so sehr begeistert ist.
Mangelnde liturgische Bildung Der Gebrauch des alten Missale setzt ein Der Gebrauch des alten Missalesetzt
liturgische Bildung und Lateinkenntnisse voraus. Das eine wie das andere ist nicht gerade häufig anzutreffen.
Sehr treffend formuliert! Mangelnde liturgische Bildung ist aber nicht nur ein weit verbreitetes Phänomen
beim einfachen Kirchenvolk; mangelnde liturgische Bildung ist leider auch bei’nicht wenigen Priestern,
ja sogar Bischöfen und Kardinälen anzutreffen! Was soll man etwa davon halten, wenn Friedrich Kardinal
wetter in einer ersten Stellungnahme zu Motu proprio verlauten lässt, die von Papst Paul VI. erneuerte
Liturgie beruhe auf historischen Quellen, die bis ins zweite Jahrhundert zurückreichten, während die
in der von Papst Johannes XXXIII. forgelegten Form der Liturgie lediglich auf das Konzil von Trient (1545-1552)
zurückreiche!? Will uns Eminenz weißmachen, dass die Liturguie Pauls VI. älter sei als die Liturgie,
wie sie in den Büchern von 1962 festgelegt ist??? Jetzt sind die Liturgieexperten und Historiker gefragt!
@ Sentinel Ich habe den Original-Artikel von Deckers in der FAZ gelesen und kann nur feststellen, dass
er von kreuz.net völlig exakt wiedergegeben wurde. Von einer falschen Zitation kann keine Rede sein.
Offenbar leiden Sie an selektiver Wahrnehmung!
Neue Leseordnung? Während der Alten Messe kann die neue Leseordnung – „auch in Landessprache“ – verwendet
werden. Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Ist die alte Leseordnung nicht auf die übrigen
Messtexte inhaltlich abgestimmt? Das Indult von 1984 besagte noch, dass beide Riten nicht vermischt werden
dürften. So könnten wir de facto bald drei Riten haben. Und was ist, wenn ein Priester die neue Leseordnung
verwenden will, die Gläubigen aber die alte Leseordnung wünschen? Wer darf dann entscheiden, welche
Leseordnung die angemessene ist?
@ Jürgen Sie sind mir ja ein ganz Schlauer! Was wörtliche Rede des Bischofs und was redaktionelle Hervorhebung
von kreuz.net ist, geht ganz eindeutig aus dem Artikel hervor. Was also ist Ihr Problem?
und der Priester das auch mitmacht Und was ist, wenn sich genügend Gläubige finden, die die überlieferte
Form der Messe wünschen, aber kein geeigneter und gewillter Priester vor Ort verfügbar ist? Darf dann
ein Pater aus Wigratzbad oder aus einer anderen Ecclesia-Dei-Gemeinschaft eingeflogen werden? Und muss
der Bischof dann eine Kirche zur Vefügung stellen?
Tatsächlich Jetzt sehe ich es auch. Vorhin stand dieser Satz aber noch nicht da, ist wohl nachträglich
reingestellt worden, oder ich war noch zu müde und hab’s überlesen … na ja, ist ja auch egal, jedenfalls
war Kardinal Lehmann also dabei, bin mal gespannt, wie er das MP nächste Woche der deutschen Öffentlichkeit
präsentieren wird.
Umsetzung des Motu proprio Papier ist bekanntlich geduldig. Es wird entscheidend darauf ankommen, wie
das Motu proprio aufgenommen und umgesetzt werden wird. Aufgrund der Erfahrungen mit der Rezeption römischer
Instruktionen in den letzten Jahren bin ich da etwas skeptisch. Es ist ja nicht damit getan, dass man
hier und da ein paar zusätzliche Reservate für Traditionalisten schafft. Die gesamte Kirche bearf der
Erneuerung. Unser Leben muss anders werden. Auch mit dem NOM kann es nicht einfach so weitergehen wie
bisher. Entscheidend ist, was die Gläubigen Sonntag für Sonntag in ihren Pfarrkirchen konkret erleben.
Wie lange sind die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und Volk, die Form der Mundkommunion und der
Römische Kanon in den gewöhnlichen Gemeindemessen noch tabu? Aber was soll man von einem Motu proprio
erwarten, wenn sich der Vatikan nicht einmal selbst an seine eigenen Instruktionen hält? Ich bin schon
gespannt, mit welch rabulistischen Tricks Kardinal Lehmann den Inhalt des Motu prorio aushebeln wird.
Seriosität Arwen ist zuzustimmen. Die Berufung auf ein Pfarreimitglied wie bei kath.net ist kein seriöser
Journalismus. kreuz.net hat die besseren Quellen.
@ RJH :)3 :)3 :)3 The wind of change blows straight into the face of time, like a stormwind that will
ring the freedom bell for peace of mind … O:O O:O O:O
Lehmanns Stil gut getroffen Eines habe ich nie verstanden: Warum eigentlich glaubt Lehmann das angekündigte
Motu Proprio mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern zu müssen, wenn es doch laut Studie
der DBK in Deutschland angeblich sowieso keine Nachfrage nach solchen Messen im alten Ritus gibt? Wenn
es tatsächlich keine Nachfrage nach solchen Messen gäbe, könnte es ihm doch egal sein, ob der Papst
ein Motu Proprio veröffentlicht oder nicht. Warum so nervös, Herr Kardinal? Auch die von Ihnen zugegebenermaßen
gut beherrschte Beschwichtigungsrhetorik kann Ihre wahren Absichten nicht verschleiern!
Merkwürdige Geheimniskrämerei Ich schließe mich Babsy vollinhaltlich an. Warum diese merkwürdige Geheimniskrämerei
der Rotarier? Es geht bei Rotary eben nicht nur um Wohltätigkeit und soziales Engagement, gegen das an
sich ja nichts zu sagen ist, es geht vor allem um Karrierismus und das Ausspinnen von Seilschaften. All
das steht Geistlichen, insbesondere Bischöfen, nicht gut an.
@ Herrn Stelter Doppelmitgliedschaften gibt es bei Rotary nicht, so ist kein Rotarier Freimaurer. Ist
diese Regelung neu oder gilt sie nur für Deutschland? Fakt ist jedenfalls, dass Paul Harris und die meisten
Rotarier der ersten Generation Freimaurer waren. Das Rotary-Magazin (Mitgliedermagazin der deutschen und
österreichischen Rotary-Clubs) hat sich in der Ausgabe April 2004 mit dem Artikel „Von Brüdern und Freunden.
Viele Rotarier waren und sind auch Freimaurer“ dieses Themas selbst angenommen. Darin heißt es u. a.:
„Zur Zeit der Gründung Rotarys gehörte ein großer Teil der amerikanischen Geschäftsleute einer der
zahlreichen maurerischen Vereinigungen an. Die Zugehörigkeit zu beiden Organisationen ist auch heute
in den angloamerikanischen Ländern nicht außergewöhnlich und wird weder von den Freimaurern, noch von
Rotary International untersagt.“ Zum Zeitpunkt der Gründung des Rotary-Clubs sei „die Verbindung Freimaurer/Rotarier
eher die Regel als die Ausnahme gewesen“. Ich frage mich: Warum ist es in den letzten Jahren in gewissen
Kreisen des kirchlichen Establishements in Deutschland so wichtig geworden, Rotarier zu sein? Ja, die
Rotary-Mitgleidschaft gehört bei bestimmten Klerikern und ranghohen kirchlichen Würdenträgern heute
fast schon zum guten Ton. Warum ist das so? Offenbar deshalb, weil hier ganz offenkundig kirchliche Karrieren
gebastelt werden. Bezeichnend auch die mangelnde Distanz gewisser Bischöfe zu Politik, Wirtschaft und
Medien. Eine Hand wäscht die andere …
Gefährlicher Karrierismus Das eigentlich Gefährliche an den Rotaryclubs sind weltliches Denken, eine
rein diesseitsorientierte Ethik, einseitiger Karrierismus und der damit verbundene Aufbau von Seilschaften.
Es steht Geistlichen und besonders Bischöfen nicht gut an, sich hier zu engagieren. Klare Entscheidungungen
im Sinne der „Libertas Ecclesiae“ sind wegen politischer und finanzieller Abhängigkeiten der Rotarierbischöfe
kaum mehr möglich.
@ Typ Unsinn! Die Ergänzung neuer Orationen oder die Einfügung von neuen Heiligen bedeutet keinen Eingriff
in den Ritus als solchen. Dass allerdings die Neuherausgabe des Messbuchs von 1970 einen Traditionsbruch
darstellt, ist nicht nur eine Prämisse der Traditionalisten, sondern auch Kardinal Ratzingers und jedes
vernünftig und objektiv denkenden Menschen.
@ Maledica Da rennen Sie und Dr. Berger bei mir eigentlich offene Türen ein. Es hat ja schließlich niemand
behauptet, dass es zu einer flächendeckenden oder breitenwirksamen Rückkehr der klassischen Liturgie
kommen werde. Es geht nur darum, ob die klassische Liturgie durch ein päpstliches Schreiben großzügiger
und unverkrampfter zugelassen werden soll. Nun tut Dr. Berger aber so, als sei eine großzügigere Zulassung
der klassischen Liturgie – was ja immerhin ein persönliches Anliegen des Papstes ist – nicht so wichtig
und eine „Reform der reformierten Liturgie“ vordringlicher. Warum das eine gegen das andere Ausspielen?
Warum nicht beides tun? Die klassiche Litugie großzügiger zulassen und die neue Liturgie nach Maßgabe
der alten reformieren? Im übrigen muss eine großzügigere Zulassung der klassischen Litugie nicht immer
nur von der Piusbruderschaft her interpretiert werden.
@ Maledica So, was hat er denn geschrieben gegen die Messe aller Zeiten!? Oder wars nur gegen die Piushanseln,
welche niemand anderes außer sich als katholisch gelten lassen. Also was hat er geschrieben, mit Beleg
bitte Lesen Sie doch bitte erst einmal genau, was ich geschrieben habe, bevor Sie nach dem Beleg fragen.
Ich schrieb: Jetzt geht er auch auf Distanz zur alten Messe, wie man in „Theologisches“ lesen kann. Also,
die jüngste Ausgabe von „Theologisches“ ist der Beleg. Nachlesen können Sie dies im Editorial unter theologisches.net/Theol2-3.2007.pdf
Dr. Angelicus Wie steht eigentlich Msgr. Prof. Dr. Rudolf Michael Schmitz vom Institut Christus König
und Hoherpriester zu dieser ganzen Angelegenheit?
Gesinnungswandel des Dr. Berger Wollte sich dieser Dr. David Berger vor einigen Jahren nicht zum Vorsitzenden
des Vereins „Pro Missa Tridentina“ wählen lassen? Jetzt geht er auch auf Distanz zur alten Messe, wie
man in „Theologisches“ lesen kann. Damit hat er die bisherige Ausrichtung dieser Zeitschrift verändert.
Was hat ihn zu seinem Gesinnungswandel veranlasst? Verletzte Eitelkeit? Karrieredenken?
@ Dr. Christoph Heger Mir ist durchaus bewusst, dass Bischof Mixa oder die anderen von mir genannten keineswegs
so „konservativ“ sind, wie sie in einer gewissen Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Deswegen hatte ich
auch geschrieben: die sogenannten „konservativen“ Bischöfe. Es ist natürlich besonders bedauerlich,
dass sie in gewissen Kreisen einen solchen Ruf genießen, dem sie aber zumindest in puncto Liturgie keineswegs
gerecht werden. Was hat es eigentlich mit jenem ominösen Brief auf sich, der von allen deutschen Bischöfen
unterschrieben worden sein soll? Gibt es dafür noch andere Quellen?
Diskussion auf das Wesentliche konzentrieren Es ist wenig zielführend, würde man die Diskussion hier
auf die Frage einer Ergänzung und Anreicherung der Liturgie von 1962 mit neueren Heiligen und/oder weiteren
Präfationen konzentrieren. Ich glaube, das ist jetzt nicht wirklich das Problem in der katholsichen Kirche.
Zunächst einmal sollte alles für eine Gesundung des neuen Ritus (im eigentlichen Sinne einer echten
„Reform der Reform“ desselben) getan werden, und das beste Heilmittel dafür ist natürlich das „Urmeter“
der katholischen Liturgie, nämlich die überlieferte Form der römischen Messe in ihrer jetzt approbierten
Form mit den liturgischen Büchern von 1962. Alles weitere (neue Heilige etc.) wird man dann sehen. Aber
warten wir das erst einmal ab und machen wir nicht den zweiten Schritt vor dem ersten!
Allgemeinplätze Das „Wort“ Algermissens verliert sich leider in wenig konkreten Allgemeinplätzen. Wie
hier schon erwähnt wurde, ist auch kein direkter Bezug zum Evangelium vom 5. Sonntag der Osterzeit erkennbar,
was ja bei der Veröffentlichung eines „geistlichen Wortes“ zu diesem Tag Sinn machen würde. Ein konkreter
Anlass, warum Algermissen also gerade jetzt über das „Durchstehen notwendiger Konflikte“ öffentlich
sinniert, ist nicht erkennbar. Die Frage erscheint durchaus berechtigt: Auf was zielt der Bischof von
Fulda eigentlich ab?
@ Typ Noch so eine Frage: Wer erwartet eigentlich eine 90-Jahr-Feier von irgendwas? In Fatima selbst wird
der 90. Jahrestag der Erscheinungen feierlich begangen. Dort wird zu diesem Anlass sogar eine neue Basilika
eingeweiht (deren Baustil alles andere als Sakralität ausstrahlt). Warum gerade dieses 90. Jubiläum
so wichtig ist, kann ich allerdings auch nicht ganz verstehen.
Zur Klarstellung Eine „Reform der Reform“ kann m. E. nur den neuen Ritus betreffen, da der alte ja nicht
reformiert wurde. Es muss betont werden, dass eine Ergänzung der Liturgie von 1962 mit neueren Heiligen
und die Anreicherung mit weiteren Präfationen keinen grundsätzlichen Eingriff in den Ritus als solchen
bedeuten würde – im Gegensatz zur großen Liturgiereform von 1969. Eine sinnvolle Ergänzung wäre natürlich
grundsätzlcih zu begrüßen, müsste jedoch behutsam und einheitlich von der zuständigen kirchlichen
Autorität verfügt werden. Aber bevor man jetzt über Ergänzungen am alten Ritus nachdenkt, sollten
sich Papst und Bischöfe erst einmal um die neue Messe kümmern und ihr das „Urmeter“ zurückgeben, wie
es Paul Badde ausgedrückt hat, einen inneren Maßstab für eine korrekte und traditionsorientierte Zelebration
der neuen Liturgie.
@ matt2 Einverstanden! Allerdings fragt sich, warum die Sache mit dem Motu Proprio dann monatelang öffentlich
lanciert wird, und zwar nicht zuletzt von engen Vertrauten des Papstes höchstselbst wie zum Beispiel
Kardinal Bertone. Das kann doch nicht in des Papstes Interesse sein.
Wozu noch länger warten? Eine interessante Diskussion zwischen Benedikt und Bernardo, für beide Positionen
spricht einiges, doch ich neige eher zur Meinung Bernardos. Wozu ist der Papst denn Papst, wenn er von
seiner „Richtlinienkompetenz“, um hier einmal einen politischen Begriff aufzugreifen, keinen Gebrauch
macht? Ein Politiker sucht sich übrigens auch nur solche Minister aus, die auch bereit sind, sein Richtlinien
umzusetzen und nicht dagegen opponieren. Das Wort „Motu Proprio“ heißt doch so viel wie „aus eigenem
Antrieb“. Wenn der Papst aber das, was offenbar sein eigener Antrieb ist, zugunsten der „Meinung“ anderer
Kirchenfürsten zurückhält, kann das durchaus als Schwäche gedeutet werden. Ich finde es überhaupt
befremdlich, dass die Publikation des MP zunächst von sogenannten Vatikanisten wochen-, ja monatelang
öffentlich lanciert und dann durch Kardinal Bertone sogar quasi offiziell bestätigt wird, um dann kleinlaut
zurückgenommen zu werden aufgrund massiver Widerstände, die dem Papst ja zuvor schon bekannt waren.
Das ist einfach kein guter Stil. Wenn das MP nicht durchsetzbar ist, hätte man es vom Vatikan aus auch
nicht öffentlich lancieren dürfen. Will aber der Papst es dennoch publizieren, dann sollte er nicht
länger damit zuwarten. Sonst trägt er tatsächlich zu einem Verlust seiner Glaubwürdigkeit und seiner
Autorität bei. Ein Kardinal Lehmann wird sich mit Sicherheit auch nicht in einem Jahr oder später von
Sinn und Notwendigkeit des MP überzeugen lassen. Wozu also noch länger warten?
Worum es eigentlich geht Es versteht sich von selbst, dass Priester für ihren wichtigen Dienst in der
Kirche geeignet sein müssen, egal, ob sie nun Inländer oder Ausländer sind. Hier geht es aber um etwas
ganz anderes: Die Ablehnung zusätzlicher Priester, die ja tatsächlich vorhanden sind, ist in weiten
Teilen rein ideologisch motiviert. Diese Ablehnung betrifft übrigens nicht nur geeignete ausländische,
sondern auch inländische Priester, die beispielsweise auf einer Durchreise oder im Urlaub keine hl. Messe
feiern dürfen, wenn dort „Wort-Gottes-Feiern“ von Laien fest etabliert sind. Lieber Eucharistiefeiern
absagen, als vorhandene Priester zu nehmen! Hierin zeigt sich ganz unverblümt ein Kirchen- und Priesterbild,
das der katholischen Kirche diametral entgegengesetzt ist.
„Alle“ Bischöfe?! In dem Artikel heißt es, daß alle deutschen Bischöfe einen gemeinsamen Brief an
den Papst unterschrieben hätten: „Wir wollen das Motu Proprio nicht.“ Kann das wirklich stimmen? Warum
werden die Gläubigen nicht offiziell über diese Vorgänge informiert? Warum wird der „gemeinsame Brief“
unserer Oberhirten nicht veröffentlicht? Gibt es nicht mehrere Strömungen bzw. differenziertere Sichtweisen
innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz? Was ist mit den sogenannten „konservativen“ Bischöfen Mixa,
Müller, Meisner und Hanke? Letzter hatte sich doch zuletzt überraschend positiv zur alten Messe geäußert:
Überraschend hat sich aus den Reihen der Deutschen Bischofskonferenz, die einer liberalen Neuregelung
eher skeptisch gegenübersteht, der Novize hervorgewagt. Gregor Maria Hanke, seit Dezember Bischof von
Eichstätt, begrüßte „eine neue Offenheit für das reiche liturgische Erbe der Kirche“. Er wünsche
sich „einen unbefangeneren Umgang mit der Alten Messe“. (Süddeutsche Zeitung vom 3. Januar 2007, Seite
13) Wie kann es sein, dass sich Bischof Hanke jetzt plötzlich gegen die Alte Messe ausgesprochen haben
soll? Hat ihn der Große Vorsitzende etwa unter Druck gesetzt? Was für ein Spiel wird hier eigentlich
gespielt???
Die Zeit drängt Leser „Sirilo“ schrieb am 2. Mai an anderer Stelle: Laut Herrn Badde befindet sich das
neue Magazin [Vatikan] „auf Tuchfühlung mit dem Vatikan“. Wenn diese „Tuchfühlung“ von der Qualität
Baddescher Voraussagen des Motu Proprio bezügl. der Alten Liturgie ist, dann lohnt es sich wohl nicht,
das Magazin zu abonnieren, denn dann hat es wohl zu viel faktenlose Spekulationen zum Inhalt … Herr
Badde hatte kurz vor Ostern in der „Welt“ geschrieben, das „Motu Proprio“ „sehr bald, wohl noch in der
österlichen Zeit“ veröffentlicht werde: www.welt.de/…ischen_Liturgie.html Nun ja, die „österliche
Zeit“ dauert offitziell noch bis Pfingsten. Das sind jetzt noch drei Wochen. Sollte das MP nicht (mehr)
erscheinen, wird sich Herr Badde erklären müssen!
@ Gotthard Welch besonders sündige Gruppe sind Motorradfahrer? Warum sollten Motarradfahrer ein Grund
sein, gegen die Liturgievorschriften zu verstoßen? Hab ich nicht behauptet. Die Verwendung eines Rades
in der Predigt kann kein solcher Verstoß sein. Ist aber total albern und gehört nicht in eine hl. Messe.
Eine Segnung der Motorräder – und ihrer Fahrer bzw der Fahrer mit ihren Boliden – nach der Messe wird
von der Liturgieinstruktion nicht berührt. Nach dem Gottesdienst hieß es wie immer „Wasser marsch!“:
Pfarrer Schneider schritt zur Segnung der Fahrer und ihrer Motorräder. Ob diese Wortwahl der Segnung
angemessen ist? Scheinbar wird in der Kirche jede Albernheit toleriert. Aber wehe, jemand will die Messe
im überlieferten Ritus feiern! Da hört der Spaß dann plötzlich auf! PS. Gibt es eigentlich auch tridentinische
Biker?
@ Romulus Ich finde es ja gut, dass man den Motorardfahrern pastoral entgegenkommen möchte, ich hoffe
nur, dass vor diesen Hl. Messen das Bußsakrament angeboten wird Ich habe grundsätzlich auch nichts gegen
pastorales Entgegenkommen für Motorradfahrer. Allerdings wäre nicht nur zu hoffen, dass vor diesen Hl.
Messen das Bußsakrament angeboten wird, sondern auch, dass diese Messen als solche auch würdig und gemäß
„Redemptionis Sacrementum“ gefeiert werden. Was sollen beispielsweise die Showeinlagen mit dem Rad und
das Gedöns mit dem Weihwasser? Das mit der „Extraportion Weihwasser“ und dem „Wasser marsch!“ trägt
ja nicht gerade zum notwendigen Respekt vor den Sakramenten oder anderen heiligen Dingen bei.
@ Genoveva + Typ Die Einführung der Landessprachen in der Litugie nach 1965 wurde sehr häufig mit archäologistischen
Argumenten begründet. Jetzt sollte die Liturgie nach einer angeblich 1500-jährigen Fehlentwicklung endlich
wieder „verständlich“ werden (als wären die Menschen 1500 Jahre lang so dumm gewesen, einer Liturgie
anzuhängen, die sie gar nicht verstanden haben). Genau diese heute weit verbreitete Pseudoargumentation
wird von P. Lang gründlich widerlegt. Alle Kulturen kennen eine eigene Kultsprache, die sich von der
Alltagssprache abhebt. Nur die Praxis des Novus Ordo genügt diesem Anspruch in weiten Teilen nicht. Aber
seltsam ist doch, dass sich unsere Kirchen trotz aller „Verständlichkeit“ und „Aufgeschlossenheit“ so
mancher Pfarrer immer weiter leeren.
@ stat crux So wie es unter den Befürwortern der Liturgiereform (mind.) zwei Strömungen gibt, Beter
und Ideologen, so gibt es auch bei den Traditionalen beiderlei: Beter und Ideologen. Die Beter beider
„Lager“ müssten sich gegen die Ideologen beider Lager verständigen. Das würde der Liturgie dienen.
Da haben Sie vollkommen recht. Hüten wir uns vor jedem Fanatismus. Allerdings ist es in der Praxis oft
so, dass traditionsverbundene Gläubige pauschal als Fanatiker und Ideologen abqualifiziert werden nur
aufgrund der Tatsache, dass sie die überlieferte Form der Messe bevorzugen. Das ist nicht fair. Hier
müssen noch viele Vorurteile überwunden werden.
Guido Horst war als Chefredakteur ein dezidierter Gegner der überlieferten Liturgie. Hat er jetzt unter
dem Einfluss von Paul Badde eine Kehrtwende vollzogen? Wenn ich richtig informiert bin, steht Horst der
Bewegung „Communione e Liberazione“ nahe, teils ganz gut und sehr ansprechend, teils aber auch etwas eigenartig.
Horst und Badde wussten übrigens ganz genau, dass das „Motu Proprio“ zur alten Messe noch in dieser österlichen
Zeit erscheinen wird. Nun ja, offiziell dauert diese noch bis zum Pfingstfest, das sind jetzt noch genau
27 Tage. Der Countdown hat begonnen. Sollte das MP allerdings doch nicht (mehr) erscheinen, sollten die
beiden Vatikanisten das ihren Lesern plausibel erklären.
Neoklassiker stat crux schrieb: Vielleicht zelebriert der Papst gelegentlich selbst eine „alte Messe“
und hält dazu eine Predigt. Auch das würde dem Anliegen der „Neoklassiker“ schon helfen. Der Begriff
Neoklassiker gefällt mir! Klingt zumindest positiver als „Traditionalisten“.
Rituale fassen das Unfassbare Interessanterweise liegen die kirchenfernen Medien in dieser hier diskutierten
Frage der Wahrheit sehr nahe: „Religion und Ritus gehören zusammen“, schreibt Matthias Dobrinski in der
Süddeutschen Zeitung vom 6. April 2007. „Das Christentum wäre ohne Riten eine blutleere Erzählung,
bestenfalls eine Sammlung von Lebensweisheiten. Rituale bieten Geborgenheit. Wer sie feiert, tut das in
einer weltweiten Gemeinschaft, deren Vorfahren schon vor 1500 Jahren in ähnlicher Form Jesu Tod verkündeten
und seine Auferstehung priesen. Rituale fassen das Unfassbare; ihre Theatralik und Poesie lassen ahnen,
welche Wirklichkeit hinter der Wahrnehmung stecken könnte … Rituale waren eine Zeitlang aus der Mode.
Vergleichbares geschah in den Kirchen, wo die Gottesdienste dann manchmal zu merkwürdigen Veranstaltungen
mutierten, mit liturgischem Tüchertanz um den Altar und Fürbitten, die die Gläubigen auf bunte Zettel
schreiben und an dürre Zweiglein spießen mussten. Inzwischen geht die Klage nach dem Verlust der Form
um, und auch diese Entwicklung hat die Kirchen eingeholt … Papst Benedikt hat angeregt, die Messe häufiger
auf Latein zu feiern – der Glaube erschließt sich für den Papst auch über die Schönheit der Form.
Dadurch sehen sich die Anhänger der alten Tridentinischen Messe bestätigt; sie hoffen darauf, dass der
Papst demnächst die bis in die Mitte der sechziger Jahre hinein gültige Form wieder allgemein erlaubt
…“ Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 6. April 2007, Hervorhebung von mir
Treffen im Apostolischen Palast? Wenn nicht der Geburtstag des Hl. Vaters Anlass dieses Treffens war,
könnte es vielleicht um das berühmte Motu Proprio gegangen sein. Das wäre ja mal was …
@ maliems Es ist Unsinn, darüber zu spekulieren, ob Bischof Mixa als Nachfolger von Kardinal Wetter nach
München-Freising wechseln könnte. Erstens hat er schon einen Wechsel vollzogen, von Eichstätt nach
Augsburg, zweitens ist es grundsätzlich fragwürdig und kirchenrechtlich bedenklich, wenn Bischöfe so
ohne weiteres von einem Bistum zum anderen transferiert werden. Das sollte es nur in absoluten Ausnahmesituationen
geben. Auch ist es extrem unwahrscheinlich, dass Bischof Müller von Regensburg nach München wechselt.
Der Idealfall wäre, dass man einen jungen, rechtgläubigen Diözesanpriester aus dem Erzbistum München
und Freising zum Oberhirten ernennt, der mit der Lage vor Ort vertraut ist und über entsprechende Führungsqualitäten
verfügt, der aber einer breiteren Öffentlichkeit nicht unbedingt bekannt sein muss.
@ Navon Genau darin besteht doch der Denkfehler: Hier wird ein falsches Leistungsdenken vorausgesetzt,
das die meisten Frauen ja gar nicht wollen (siehe Beitrag von Leser matt). Sie werden dazu gezwungen.
Und eine Politik, die das unterstützt und noch ausbauen möchte, ist schlicht familienfeindlich.
Staatskirche? Wenn man das alles liest, könnte man meinen, wir hätten in Deutschland eine Staatskirche.
Es ist traurig, wie die Bischöfe ihren Augsburger Amtsbruder Mixa im Regen stehen lassen und sich einmal
mehr hinter ihrem Großen Vorsitzenden verschanzen.