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@Kammerjäger: Keine Ahnung! Dass Jesus dem Davidenclan entstammt ist doch nun wirklich keine Erfindung
Hesemanns, sondern in den Evangelien und den Paulusbriefen nachlesbar. So wurde er ja vom römischen Statthalter
Pilatus in erster Linie gekreuzigt, weil er einen echten Thronanspruch artikulierte, als er in Jerusalem
einzog, den man natürlich politisch interpretierte, obwohl er rein spirituell („Mein Reich ist nicht
von dieser Welt“) war. Ohne einen halbwegs plausiblen Anspruch hätte man ihn doch nie als „König der
Juden“ gekreuzigt! Alles, was wir über seine Herkunft wissen, ob Nazareth als Davidendorf oder Betlehem
als Daviden-Stammsitz, spricht dafür. Ebenso sein Stammbaum bei Lukas und Matthäus. Vor allem aber die
Tatsache, dass unter Kaiser Domitian ein Verwandter Jesu nur mit der Begründung hingerichtet wurde, dass
auch er als Davide potenzieller Thronanwärter war und die Römer Unruhen vermeiden wollten. Noch im 3.
Jahrhundert gab es Jesusverwandte, die gleichzeitig Daviden waren und in Nazareth und Betlehem Land hatten.
Strittig ist nur, ob auch Maria Davidin war. Müßte sie, wenn Jesus vom Fleische Davids gewesen sein
soll, denn mit dem hl. Joseph war er doch nicht blutsverwandt. Das, so zeigte schon Prälat Läufer in
der Kirchenzeitung auf, glaubten schon die Kirchenväter des 2. Jahrhunderts. Hesemann macht das plausibel
mit seiner Erklärung, als Erbtochter müsse sie einen Verwandten heiraten. Können Sie nachweisen, dass
bei den Juden kein solches Gesetz bestand?
betr.: Michael Hesemann Ich habe den Schriftsteller und Historiker Michael Hesemann auf die hier stattfindende
Debatte hingewiesen und um einen Kommentar gebeten. Hier ist was er mir schrieb. „Ich bin tatsächlich
studierter Historiker und Kulturanthropologe, habe mich aber nach meinem Studium für einen journalistischen
Weg entschieden, wie viele meine Kollegen, schon weil mir das die Freiheit gab, auch ohne bürokratischen
Aufwand Themen zu untersuchen, die mich interessieren. Dabei verwundert mich, dass es tatsächlich Personen
gibt, die die Nase darüber rümpfen, dass ich auch als Kulturanthropologe=Volkskundler modernen Mythen
auf den Grund gegangen bin; kein noch so kontroverses Thema sollte doch tabu sein, solange es seriös
untersucht wird. Mein Buch „Der Papst, der Hitler trotzte“ (2008) schrieb ich, ebenso wie „Hitlers ReligioN“
(2004) NICHT im Auftrag der PTWF, die ich damals gerade erst kennenlernte. Ich ließ es jedoch von dem
weltweit führenden Experten über Pius XII., Pater P. Gumpel SJ, dem Relator des Seligsprechungsprozesses,
gegenlesen, um die Richtigkeit aller Informationen und Fakten sicherzustellen. Pater Gumpel ist auch Historiker
und Professor emeritus für Kirchengeschichte der Gregoriana. Für die italienische Ausgabe des Buches
schrieb er dann auch das Vorwort. Erst nach Erscheinen des Buches wurde ich eingeladen, für die PTWF
als Historiker tätig zu werden. Da ich Archivforschung gelernt habe war ich gewiss nicht ganz der falsche
Mann für Recherchen im Vatikanischen Geheimarchiv…
Der Abendmahlskelch … Jesu vom Letzten Abendmahl ist doch längst wieder aufgetaucht und wird in der
Kathedrale von Valencia verwahrt. Benedikt XVI. hat mit ihm konsekriert, bei der Abschlussmesse des Weltfamilientages
2006. Er besteht aus Achat und wurde von Experten in die vorchristliche Zeit datiert.
#19 HSchnyder 16:03:42 | Mittwoch, 23. Dezember 2009
Das Buch ist wirklich großartig! … und ich hab’s gelesen. Tausend mal besser als die Nabelschau des
Herrn Seewald, das von sachlichen Fehlern nur so wimmelt; das einzige Verdienst des Autors war bekanntlich,
als ehemaliger linker SZ-Redakteur Herrn Kardinal Ratzinger interviewt zu haben. Was Seewald danach noch
an Sammelsurien publiziert hat war einfach peinlich. Hesemann dagegen ist kompetent, zitiert einige hundert
(!) Werke der neuesten Fachliteratur, zitiert antike Quellen und modern Ausgrabungsberichte. Diese Meldung
kann das natürlich nur anschneiden. Er ist übrigens wirklich Historiker, auch wenn er als Jouurnalist
und Autor tätig ist, als Historiker hat man ja nur die Wahl Lehramt, Archiv oder Redaktion. Das garantiert
zumindest, dass er packend schreiben kann. Also, „Jesus von Nazareth“ ist mein Geschenktip für Weihnachten
2009!
#32 HSchnyder 14:30:49 | Donnerstag, 23. Juli 2009
Warum die Diffamierung? Die Fakten sind nicht neu, dass Pius XII. an der Verschwörung gegen Hitler beteiligt
war schrieb schon Kontantin von Bayern in den 1950ern, als er den „Ochsensepp“ noch persönlich interviewen
konnte. Müller selbst schilderte seine Rolle in seiner Autobiographie „Bis zur letzten Konsequenz“ (1967),
der US-historiker Harold Deutsch arbeitete in „Verschwörung gegen den Krieg“ (1969) die Hintergründe
auf. Er interviewte als Augenzeugen noch Pater Leiber SJ, den Sekretär Pius XII. NEU und Hesemanns Verdienst
ist, die eidesstattlichen Erklärungen der Beteiligten eingesehen zu haben. Dass er journalistisch schreibt
schmälert dieses Verdienst nicht, schließlich ist kath.net kein Forum für wissenschaftliche Fachaufsätze.
Wer behauptet, er sei „kein Historiker“, sondern ein „reiner Journalist“, ja sogar „vom selben Schlag
wie Erich von Däniken“, der „gegen Honorar jede beliebig ihm vorgelegte These“ vertritt ist offenbar
falsch informiert. Auf wikipedia kann man nachlesen, dass er an der Universität Göttingen Geschichte
und Kulturwissenschaften studiert hat und im vatikanischen Geheimarchiv arbeiten durfte. Letzteres dürfen
nur anerkannte Historiker mit akademischem Abschluß und Empfehlungsschreiben einer anerkannten Institution,
das wird penibel überprüft (siehe deren homepage). Also steht außer Frage, dass er ein solcher ist.
Dass er journalistisch arbeitet (und schreibt) steht auf einem anderen Blatt … (Fortsetzung)
@Brandenburgis: Na ja, die Fußnoten … … sind nicht immer erwünscht. Ich weiß von einigen Büchern
Hesemanns, dass er durchaus gerne mit Fußnoten arbeitet. Ich fragte mal einen anderen Autor, den mittlerweile
verstorbenen Carsten-Peter Thiede, weshalb in einigen seiner Bücher die Fußnoten fehlen. Wissen Sie,
was der antwortete? „Mein Verlag hat mir nicht erlaubt, Fußnoten zu setzen. Mein Lektor meinte, dann
wird das Buch schlechter verkauft.“ Ich fiel damals aus allen Wolken. Vielleicht ging es Hesemann ähnlich?
Auch die Häme über Fatima auf einer katholischen (?) website verstehe ich nicht. Fatima ist von allen
Päpsten von Pius XII. bis Benedikt XVI. anerkannt worden. Die Erscheinungen haben Portugals freimaurerische
Regierung zum Sturz gebracht und Salazar Rückenwind gegeben. Wieso sollten sie von Freimaurern inszeniert
worden sein??
Brandenburgis: Fakten bleiben Fakten… Dass Hesemann ein guter Historiker ist, hat er mit seiner Pius
XII-Biografie unter Beweis gestellt, die jetzt in Italien sogar mit einem Vorwort von Pater P. Gumpel
SJ, dem wohl weltweit führenden Pius-Fachmann, erscheinen soll. Dabei ist er alles andere als „willfährig
und unkritisch“, bietet er doch der mainstream-Propaganda gegen den Pacelli-Papst Paroli. Dessen Sympathie
für den frühen Zionismus ist allerdings unbestreitbar. Hesemann wäre ein schlechter Historiker, wenn
er ignorieren oder verleumden würde, was aus den von ihm eingesehenen Dokumenten im vatikanischen Geheimarchiv
ganz klar hervorgeht. Also, was soll die Polemik? Hat einer der Herren das Buch überhaupt gelesen? (Es
erschien im St. Ulrich-Verlag, was auch der Behauptung, der Autor sei „einem mammonistischen Geist verfallen“
Hohn spricht, denn katholische Kleinverlage sind nicht gerade bekannt für großzügige Honorare. Geld
macht man doch eher a la Dan Brown oder, um beim Thema zu bleiben, a la Hochhuth, Cornwall oder Goldhagen).
Igor, Hesemann ist nicht nur Historiker, sondern auch Volkskundler und hat sich mit modernen Mythen befasst
und dazu Material gesammelt. Können Sie sogar bei wikipedia nachlesen. Aber was steht denn nun in der
von Ihnen zitierten Quelle anderes als im Originalmanuskript, das übrigens kein „behaupteter Fund“ ist,
sondern vom Autor auf Vorträgen gezeigt wird…
Igor: Unsinnige Polemik! Igor, gleich, was er vor 20 Jahren (als Jugendlicher??) mal geschrieben hat,
Hesemann ist heute ein namhafter autor kirchengeschichtlicher Fachbücher – ich nenne nur seine ausgezeichneten
Studien zu diversen Reliquien „Die Jesus-Tafel“, „Zeugen von Golgota“ etc. oder sein Fatima-Standardwerk
„Das Fatima-Geheimnis“. Was also soll die Polemik. Der Mann ist studierter Historiker, seine Werke sind
wichtig und gut recherchiert, seine Pius XII.-Biografie die beste seit Konstantin von Bayern (und die
erschien noch zu Lebzeiten des Pacelli-Papstes). Und was den konkreten Fall hier betrifft: Ein Originalmanuskript
ist nun mal authentischer als ein posthumer Nachdruck, oder? Und was, bittesehr, hat eine Papstrede mit
Ufos zu tun?? Ein Fund ist ein Fund, gleich, wer ihn macht oder womit er sich mal beschäftigt hat, und
wenn dieser Fund beweist, dass ein Pius XII. in den Mund gelegtes Zitat falsch ist, dann ist dieser Fund
relevant! Selbst wenn ein Student im 1. Semester ihn gemacht hätte.
paule46: Falsches Zitat! Paule46, man sollte nicht ungeprüft nachplappern, was ein pathologischer Lügner
und KGB-Desinformierer wie Rold Hochhuth behauptet. Denn das angebliche Zitat aus der Weihnachtsansprache
Pius XII. vor dem Kardinalskollegium ist schlichtweg eine Fälschung. Das konnte unlängst der deutsche
Historiker Michael Hesemann, Autor der Pius-Biografie „Der Papst, der Hitler trotzte“, nachweisen. Aus
Vatikanarchiven besorgte sich Hesemann das handschriftlich korrigierte Original dieser Ansprache. Das
fragliche Zitat fehlt darin völlig. Es war auch nicht im Abdruck der Rede im Osservatore Romano zu finden!
Mit Grüßen aus Luzern Henri Schnyder von Wartensee
Warum unerwähnt? Ich stimme Ihnen ja von ganzen Herzen zu, was Pius XII. betrifft, aber warum bleibt
bei kreuz.net ausgerechnet das mutige Buch von Michael Hesemann, „Der Papst, der Hitler trotzte. Die Wahrheit
über Pius XII.“ unerwähnt? Der Autor weist dezidiert nach, dass Pius XII. nie Antisemit war, dass er
alles getan hat, um verfolgte Juden zu retten, während er in Hitler das abgrundtief Böse sah. Land für
Land schlüsselt er auf, welche päpstlichen Hilfsaktionen und Interventionen stattgefunden haben, bei
denen insgesamt über 800.000 Juden gerettet wurden (also über 600 mal so viel wie durch Oskar Schindler).
Der Autor ist Historiker, wurde von Papst Benedikt XVI. empfangen und steht treu zur Kirche, was heute
so selten geworden ist. Das Buch ist wirklich empfehlenswert, zumal es exzellent geschrieben ist!
#12 HSchnyder 15:30:47 | Freitag, 24. Oktober 2008
850.000 gerettete Juden keine Legende! Die Zahl der 850.000 durch die Initiative Pius XII. geretteten
Juden ist keineswegs eine Legende. Sie stammt sogar aus einer jüdischen Quelle – der jüdische Diplomat,
Historiker und Theologe Pinchas Lapide ermittelte sie nach eigenen Recherchen in israelischen Archiven.
Warum wollen heutige Israelis davon nichts mehr wissen? Weil sie schlechte Bücher lesen: Die Diffamierungen
der KGB-Marionette Rolf Hochhuth, des linken „Katholiken“ John Cornwall oder des jüdischen Abschreibers
Daniel Jonah Goldhagen. So kommt es zu der absurden Situation, dass in Yad Vashem einerseits die Nuntien,
Bischöfe und Äbte, die im Auftrag des Papstes Juden retteten, als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt
werden, während ihr Aufttraggeber, Pius XII., diffamiert wird. Zum Glück wendet sich das Blatt. Im September
organisierte die amerikanisch-jüdische „Pave the Way“-Stiftung in Rom einen Historikerkongress, der Gerechtigkeit
für Pius XII. forderte. In Deutschland erschien gerade Michael Hesemanns exzellente Pius-Biografie „Der
Papst, der Hitler trotzte. Die Wahrheit über Pius XII.“, in der minutiös auch die Lapide-Zahl aufgeschlüsselt
und bestätigt wird. Die Wahrheit hat also doch noch eine Chance!
#74 HSchnyder 00:29:12 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
850.000 gerettete Juden keine Legende! Die Zahl der 850.000 durch die Initiative Pius XII. geretteten
Juden ist keineswegs eine Legende. Sie stammt sogar aus einer jüdischen Quelle – der jüdische Diplomat,
Historiker und Theologe Pinchas Lapide ermittelte sie nach eigenen Recherchen in israelischen Archiven.
Warum wollen heutige Israelis davon nichts mehr wissen? Weil sie schlechte Bücher lesen: Die Diffamierungen
der KGB-Marionette Rolf Hochhuth, des linken „Katholiken“ John Cornwall oder des jüdischen Abschreibers
Daniel Jonah Goldhagen. So kommt es zu der absurden Situation, dass in Yad Vashem einerseits die Nuntien,
Bischöfe und Äbte, die im Auftrag des Papstes Juden retteten, als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt
werden, während ihr Aufttraggeber, Pius XII., diffamiert wird. Zum Glück wendet sich das Blatt. Im September
organisierte die amerikanisch-jüdische „Pave the Way“-Stiftung in Rom einen Historikerkongress, der Gerechtigkeit
für Pius XII. forderte. In Deutschland erschien gerade Michael Hesemanns exzellente Pius-Biografie „Der
Papst, der Hitler trotzte. Die Wahrheit über Pius XII.“, in der minutiös auch die Lapide-Zahl aufgeschlüsselt
und bestätigt wird. Die Wahrheit hat also doch noch eine Chance!
Leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel? Das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens geht auf eine
Tradition aus der frühesten Zeit zurück, genauer gesagt den Bericht „Der Heimgang der seligen Maria“,
der Bischof Meliton von Sardes (2. Jh.) zugeschrieben wird, ein Schüler des Apostels Johannes. Obwohl
die uns vorliegende Fassung (je danach, wen man fragt) aus dem 4. oder 5. Jahrhundert stammt, hat er zweifellos
frühere Vorlagen. „Mariae Himmelfahrt“, im Osten „Entschlafung der Gottesmutter“, wird seit dem 5. Jahrhundert
gefeiert, und auch die Liturgie der Ostkirchen beschreibt die körperliche Aufnahme der Jungfrau. Es ist
also nicht so, dass Pius XII. sich das nur „ausgedacht“ hätte. HS