Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Catharina: darüber lässt sich streiten An der Auslegung des heiligen Thomas scheiden sich die Geister.
Um Ihnen nur ein Beispiel zu nennen: Etienne Gilson, der wohl beste Kenner des mittelalterlichen Denkens
hält Kardinal Cajetan für inkompetent. Zwischen den Dominkanern des Saulchoirs (Chenu, Congar) etc.
und jenen des Angelicum mit Garrigou-Lagrange gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Ich könnte
Ihnen noch viele nennen. Wer unter ihnen aber vermag den heiligen Thomas wahrheitsgetreu zu wiedergeben?
Im V 2 Fahrwasser Wer im V 2 Fahrwasser schwimmt, für den ist Paul VI ein grossartiger Papst, hat er
es doch auf meisterhafte Art und Weise fertiggebracht jeglichen Widerstand gegen den von seinem Vorgänger
angeordneten Ökumenismus ausser Gefecht zu setzen. Wie alle grossen Männer musste er er ein Waterloo
in Kauf nehmen und dieses Waterloo hiess NOM. Man verstehe mich genau, hätte er den NOM als Alternative
angeboten, so hätte er sich ohne allzu grosse Schwierigkeiten durchgesetzt, denn die meisten Gläubigen
wollten eine neugestaltete Liturgie. Er hätte sich aber gegenüber jenen, die weiterhin am alten Ritus
hingen grosszügiger verhalten sollen. Indem er die Zugehörigkeit zur Kirche von der Annahme des NOM
abhängig machte, hat er eine Minderheit zum Widerspruch gereizt.
#22 Juhuben Cantuja 09:36:43 | Donnerstag, 27. September 2007
Giuseppe. die besten Verbündeten die besten Verbündeten der Piusbruderschaft sind jene Würdenträger
der rheinische Allianz, die mit ihrer ganzen Kraft die Feier nach dem klassischen Ritus zu verhindern
suchen. So lange diese Leute nicht einsehen wollen, dass dieser Ritus ein wesentlicher Bestandteil des
katholischen Glaubensgutes ist, werden sie Wasser auf die Mühlen der Piusbruderschaft giessen
Artois: Woher nehmen Sie den Schwachsinn Kürzlich hat Professor Paravicini Baglioni aus Lausanne ein
Buch unter dem Titel „Boniface VIII, Pape hérétique?“ Sie täten gut daran dieses Buch zu lesen bevor
Sie einen derartigen Schwachsinn verkünden wie er sei Machtgeil gewesen. Woher nehmen Sie sich ausserdem
das Recht derartige Behauptungen aufzustellen. Stehen Sie etwa auf der Seite Philipps des Schönen, denn
für ihn trifft die Bezeichnung Machtgeil zweifelsohne zu
Ministrant ich bin gegen jede Verteufelung der Piusbruderschaft, denn ihre Angehörige sind ehrenhafte
und fromme Priester die ihre Aufgabe sehr ernst nehmen. Dennoch gebe ich Ihnen insoweit recht, als ihnen
ein gesundes Mass an Selbstkritik geht. Ihr Verständnis von Papst und Kirche haben sie sich selbst zusammengebastelt
und glauben damit Rom ihre Bedingungen für die Rückkehr diktieren zu können. Einem genialen Strategen
wie Kardinal Hoyos ist dies nicht entgangen, denn er nützt diese Schwachstelle mit äussersten Konsequenz
aus und zwar mit einigem Erfolg. Campos, das Institut des heiligen Pius Neri in Berlin und neuerdings
das Institut des guten Hirten in Bordeaux sind Erfolge, die sich sehen lassen. Langfristig ist eine Spaltung
der Piusbruderschaft nicht auszuschliessen.
Landorganist: unrechtmässig aber nicht ungültig Laut Johannes Paul II war die vom Erzbischof vorgenommene
Bischofsweihe unrechtmässig aber deswegen nicht ungültig. Das sage nicht ich, sondern Rom. Daher können
Sie Bischof Tissier de Mallerais nicht als Pseudo-Bischof bezeichnen. Dass Sie ihn nicht mögen ist eine
andere Sache
ruhrgebietler und Ministrant 1.) ich spreche von Kardinal Ratzinger und nicht von Benedikt XVI, 2.) die
alte Messe wurde niemals verboten: stimmt. Sie wurde jedoch dadurch verunmöglicht, dass sie dem Indult
unterstellt wurde und es dem jeweiligen Diozösanbischof anheimgestellt war, sie zuzulassen oder zu verbieten
Auf alle Fälle wollte Paul VI, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen nur noch nach dem NOM gefeiert werde.
Dazu seine Erklärung: Wir möchten Eure Aufmerksamkeit auf ein Ereignis lenken, das in Kürze in der
lateinischen Katholischen Kirche stattfinden wird: die Einführung der Liturgie des Neuen Meßritus. In
den italienischen Diözesen wird diese Liturgie ab dem ersten Adventssonntag – der dieses Jahr auf den
30. November fällt – obligatorisch werden. Verglichen mit dem, was wir in den letzten vier Jahrhunderten –
vom Pontifikat des Heiligen Pius V. nach dem Konzil von Trient bis zur Gegenwart – gewöhnt waren, wird
die Messe fortan ziemlich anders zelebriert werden.
Ministrant Natürlich steht einem Kardinal Ratzinger nicht das Recht zu, einen Beschluss des kirchlichen
Oberhauptes als schlecht darzustellen. Aus dem nachstehenden Text können Sie aber herauslesen, dass er
den Beschluss als nicht besonders glücklich ansieht und dafür die Bezeichnung tragisch verwendet „Ich
war bestürzt über das Verbot des alten Missale, denn etwas Derartiges hat es in der ganzen Liturgiegeschichte
nie gegeben… Das nunmehr erlassene Verbot des Missale, das alle Jahrhunderte hindurch seit den Sakramentaren
der alten Kirche kontinuierlich gewachsen war, hat einen Bruch in die Liturgiegeschichte getragen, dessen
Folgen nur tragisch sein konnten… Man brach das alte Gebäude ab und baute ein anderes,…“
Typ: der gewünschte Beleg Nachstehend die gewünschte Stelle:Papst Benedikt XVI. erklärt in seinen schriftlichen
Erinnerungen, wie er mittels des Schottmessbuches „langsam in die geheimnisvolle Welt der Liturgie“ eindrang:
„Immer klarer wurde mir, daß ich da einer Wirklichkeit begegnete, die nicht irgendjemand erdacht hatte,
die weder eine Behörde noch ein großer einzelner geschaffen hatte. Dieses geheimnisvolle Gewebe von
Text und Handlungen war in Jahrhunderten aus dem Glauben der Kirche gewachsen. Es trug die Fracht der
ganzen Geschichte in sich und war doch zugleich viel mehr als Produkt menschlicher Geschichte. Jedes Jahrhundert
hatte seine Spuren eingetragen: Die Einführungen ließen uns erkennen, was aus der frühen Kirche, was
aus dem Mittelalter, was aus der Neuzeit stammte.“ „Ein Missale Pius’ V., das von ihm geschaffen worden
wäre, gibt es nicht. Es gibt nur die Überarbeitung durch Pius V. als Phase in einer langen Wachstumsgeschichte.“
Joseph Kardinal Ratzinger, Aus meinem Leben, DVA 1997, S.23 u. 172 2. Ist der NOM eine organische Fortentwicklung
des überlieferten römischen Ritus oder handelt es sich um einen neuen Ritus? „An die Stelle der gewordenen
Liturgie hat man die gemachte Liturgie gesetzt. Man wollte nicht mehr das organische Werden und Reifen
des durch die Jahrhunderte hin Lebendigen fortführen, sondern setzte an dessen Stelle – nach dem Muster
technischer Produktion – das Machen, das platte Produkt des Augenblicks.“ Gedenkschrift für den verstorbenen
Liturgiewissenschaftler …
Wehe, wenn viele kommen sollten viele kommen, so heisst es, dass die vorkonziliare Messe das religiöse
Verlangen der Gläubigen besser anzusprechen vermag als der NOM. Selbst Benedikt XVI bezeichnet den NOM
als Machwerk und in der Tat, wer das Hirtenschreiben Erzbischofs Montini zur Fastenzeit 1958 durchgeht,
wird feststellen, dass sein Anliegen darin bestand, die Gemeinde zum Mitmachen zu animieren.
was würde geschehen wenn… was würde geschehen wenn Benedikt XVI die über die Priesterbruderschaft
verhängte Exkommunikation für null und nichtig – denn nur dies kommt für Letztere in Frage -erklären
würde. Würde nicht die Gestaltungsfreiheit, die Bischof Fellay zur Zeit als Generaloberer innehat automatisch
auf die ecclesia Dei übergehen und wäre er dann nicht genötigt für jede Eröffnung einer neuen Kapelle
oder Priorates zuvor die Zustimmung des zuständigen Diozösanbischof einzuholen. Mit anderen Worten,
die Exkommunikation schützt die Piusbruderschaft vor dem Zugriff Roms und das ist bestimmt kein allzu
grosses Übel.
Landorganist: juristisch einwandfrei Ihre Stellungnahme ist juristisch einwandfrei und wenn die Oberen
der Piusbruderschaft es nicht wahrhaben wollen, so ist es ihre Sache. Wäre Sie kit der nachfolgenden
Auslegung einverstanden: Die Exkommunikation erfolgte nicht wegen der Bischofsweihe an sich, sondern weil
der Erzbischof in Anbetracht dessen dass er keine Befugnis dazu von Johannes Paul II erhalten hatte, ein
eindeutiges Zeichen gesetzt hat, dass er Johannes Paul II für nicht mehr vertrauenswürdig hält. Da
das Vertrauen ein unabdingbares Erfordernis jeder Gemeinschaft ist, hat sich der Erzbischof mit seinem
Akt ausser der Gemeinschaft der Amtskirche gestellt. Seine nachfolgende Erklärung spricht eine unmissverständliche
Sprache: „Das gegenwärtige konziliare und modernistische Rom wird nie die Existenz eines kraftvollen
Zweiges der katholischen Kirche dulden können, der ihm durch seine Vitalität zum lebendigen Vorwurf
wird. Man wird wohl noch einige Jahre warten müssen, bis Rom zu seiner zweitausendjährigen Tradition
zurückfindet. Wir hingegen fahren fort,, mit der Gnade Gottes den Beweis zu liefern, dass diese Tradition
die einzige Quelle der Heiligung und des Heiles der Seelen ist und die einzige Möglichkeit für die Kirche,
wiederaufzublühen. Zwar erklärt der Bischof in seiner Predigt vom 30. Juni 1988, dass er kein Schisma
wolle, aber im gleichen Atemzug bezieht er sich auf die Vorgänger Johannes XXIII und lässt sie sagen:
was macht ihr aus unserer Lehre, aus unserer Predigt, aus dem katholischen Glauben?
eines wird der hochwürdige Herr Fischer bestimmt erreichen Der hochwürdigste Herr Bischof scheint das
Anliegen Benedikt XVI und Kardinal Hoyos nicht erfasst zu haben. Mit dem Motu proprio sollte die traditionelle
Messe unter die Oberhoheit Roms gestellt werden, damit Rom auf diese Weise die Tradition wieder in den
Griff bekommt. Mit seinen Schikanen verunmöglicht der gnädige Herr jedoch die Verwirklichung ihres Anliegens
und bringt Wasser auf die Mühlen der Piusbruderschaft. Ob man es will oder nicht die besten verbündeten
der Piusbruderschaft sind jene Würdenträger, die sich mit all ihren Kräften gegen der Inkraftsetzung
des Motu proprio entgegenstellen.
Sieg der Piusbruderschaft oder geänderte Taktik Roms Rom wollte die Tradition wieder in den Griff bekommen
und musste daher seine Taktik ändern. Dank einem genialen Strategen hat Rom einige Erfolge erzielen können,
denn viele Priester, die früher wegen der alten Messe nach Zaitzkofen gegangen wären, gehen heute in
eines der Ecclesia Dei Seminare. Etwas weniger Selbstgefälligkeit täte der Piusbruderschaft bestimmt
gut.
#16 Juhuben Cantuja 14:27:10 | Donnerstag, 20. September 2007
Begriff und Wirklichkeit sind nicht einerlei Warum darf nicht von entarteter Kunst gesprochen werden,
wenn die Kunst- wie im Falle des heutigen Regietheater – nicht mehr ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht wird.
Man schaue sich doch nur einmal gewisse Opernaufführungen heute an und vergleiche sie mit jenen von früher.
Wer die Aufführungen der Salzburger Festspiele von früher mit jenen zur Zeit des Belgiers Mortiers vergleicht,
weiss, dass entartete Kunst kein leeres Wort ist. Es ist jedoch ein Verbrechen die Musik eines Mendelsohn
oder Mahlers als entartete Kunst zu bezeichnen wie es unter dem Nazirégime geschehen ist
#2 Juhuben Cantuja 14:17:03 | Donnerstag, 20. September 2007
Küng: ein genialer Schwätzer Vom dogmatischen Standpunkt aus gesehen ist Küng ein genialer Schwätzer
den man nicht ernst zu nehmen braucht. Nichtsdestoweniger sollte er gelesen werden, denn was bei ihm nicht
dogmatisch ist, wird hervorragend und in einer verständlichen Sprache geschildert. Ein Beispiel dafür
ist der allmählich sich abzeichnende Gesinnungswandelt der letzten Jahre des Pontifikates Pius XII und
des beginnenden Pontifikates Johannes XXIII
Sachlichkeit anstatt Rededuelle mit Rededuellen und gegenseitigen Beschimpfungen lässt sich ein Problem
nicht aus der Welt schaffen und diese holländischen Dominikaner sind ein Problem
Artois Zufälligerweise bin ich auf den Film gestossen. Es scheint sich ein gewisses Umdenken in der Amtskirche
anzubahnen. Bischof Mixa war in seinen Aussagen sehr gemässigt. Vor allem scheint er eine Messe mit Haydn
und Mozart mehr zu schätzen als eine zum sozialen Ereignis degradierte Veranstaltung
Stimme der Vernunft und Thaumaturgos Was die holländischen Dominikaner von sich geben spottet jeder Beschreibung.
Die würdigen Nachfolger Hans Küngs im wahrsten Sinne des Wortes. Was man auch immer von den Piushänseln
halten mag, einen derartigen Schwachsinn geben sie bestimmt nicht von sich. Es ist höchste Zeit, dass
solche Leute aus der Kirche herausbefördert werden und so lange dieser notwendige Schritt unterlassen
wird, bekommen die Mühlen der Piushänseln genügend Wasser um weiterzubestehen
Artois: Vorsicht vor Verallgemeinerungen Nicht der ganze Klerus ist Verdorben und rennt hinter Hans Küng
her. Viele von ihnen, die heute zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, haben von der heiligen Messe im vorkonziliaren
Verständnis überhaupt keine Ahnung. Wie man auch immer zum Motu proprio stehen mag, er wird nicht ohne
Einfluss auf das kirchliche Geschehen bleiben, denn viele fromme und wohlgesinnte Menschen werden zum
ersten Mal der heiligen Messe im vorkonziliaren Verständnis überhaupt begegnen und zwar ohne zu befürchten,
deswegen an den Rand gedrängt zu werden. Überlassen wir den Rest der göttlichen Vorsehung und vertrauen
wir darauf, dass Gott gerade auf krummen Linien schreibt
Artois: Gott schreibt gerade auf krummen Linien Mit der Veröffentlichung des Motu proprio hat Benedikt
XVI eine Weichenstellung vorgenommen dessen Folgen für uns Menschen nicht absehbar sind. Wir sollten
es niemals vergessen
thaumaturgos: die eigentlichen Pharisäer wer ist der eigentliche Pharisäer, jemand der die UNO verachtet
oder jemand der sich weigert das Unrecht, das er einem Volke zugefügt hat – den Indianern nämlich –
anzuerkennen. Von einer Entschuldigung seitens eines amerikanischen Präsidenten haben ich bis jetzt nichts
vernommen.
thaumaturgos: hinter jedem Misthaufen ein Freimaurer Es gibt Leute, die vermuten hinter jedem Misthaufen
einen Freimaurer während Sie hinter jeder Kritik an einem Tun des Papstes, das nichts mit seiner Aufgabe
als Glaubenswächter zu tun hat, sondern eine politische Entscheidung ist, einen Sedesvakantisten vermuten
bedauerlich sollte Benedikt XVI im Tempel menschlicher Arroganz und Selbstherrlichkeit auftreten, wäre
dies ein bedauerns-werter faux-pas. Die UNO ist das Werk Präsident Roosevelt’s traurigen Gedenkens, der
in Jalta halb Europa einem der übelsten Verbrecher – Joseph Stalin nämlich – überliess. Es sei hier
auch erwähnt, dass wenige Jahre zuvor Stalin mit Hitler einen Pakt abschloss. Wäre es nicht höchste
Zeit, dass auch die USA sich um die Bewältigung ihrer Vergangenheit bemühen und Anklage gegen Roosevelt
erheben?
Stimme der Vernunft: auf alle Fälle katholisch Katholisch ist die tridentinische Messe auf alle Fälle
oder können Sie sich vorstellen, dass Johannes Paul II und Benedikt XVI eine Messe die nicht katholisch
hätten zulassen können? Auch Paul VI hat niemals bestritten, dass sie katholisch sei, hielt aber den
NOM besser geeignet um den modernen Menschen anzusprechen. Nachstehend seine Begründung: „Die Antwort
scheint banal und prosaisch, doch sie ist gut weil menschlich und apostolisch. Das Verstehen des Gebetes
ist wertvoller als die altertümlichen Seidenkleider, mit denen es sich königlich geschmückt hatte.
Wertvoller ist die Teilnahme des Volkes, dieses Volkes von heute, das will, dass man deutlich zu ihm spricht,
auf eine verständliche Art, die es in seine profane Sprache übersetzen kann. Wenn die edle lateinische
Sprache uns abgeschnitten hat von den Kindern, von der Jugend, von der Welt der Arbeit und des Geschäfts,
wenn sie ein undurchlässiger Schirm war, statt transparenter Kristall zu sein, stellen wir dann als Seelenfischer
die richtige Rechnung an, wenn wir ihm weiter die Alleinherrschaft in der Sprache des Gebets und der Religion
beließen?“
vermutlich anderer Meinung der ehemalige Oberrabbiner von Rom Israele Zolli (Zoller) dürfte anderer Meinung
gewesen sein als er zum Katholizismus übertrat und Eugenio Maria als christliche Namen wählte.
obelix: ich muss Sie enttäuschen ich habe einige Bücher von Küng gelesen und auch ihn sprechen hören
aber katholisch ist er deswegen noch lange nicht auch wenn man es aus Angst vor einem Skandal es unterlässt
ihm die rote Karte zu zeigen
obelix. belegen statt behaupten im Gegensatz zu Küng, der behauptet, belegt Ratzinger-Benedikt XVI seine
Erklärungen. Seine Art und Weise zu argumentieren ist korrekt selbst wenn man nicht immer damit einverstanden
ist. Küng soll aus dem katholischen Ghetto ausgebrochen sein was ihm viel gekostet haben soll. Offenbar
war es ihm als Katholike nicht besonders wohl
obelix: ein Meister Rhetorik Küng beherrscht die Rhetorik wie kaum ein anderer. Er hat ein ausgesprochenes
Gespür dafür, was bei Halbgebildeten ankommt und damit geht er hausieren. Man muss es ihm aber zugestehen,
er tut es auf eine höchst intelligente Art und Weise. Wenn er behauptet, Johannes Paul II sei im dunkelsten
Mittelalter verwurzelt, so kaufen es ihm die Halbgebildeten ab und es nützt dann überhaupt nichts geltend
zu machen Johannes Paul II sei ein Anhänger der Neueren Theologie de Lubacs.
corruptio optimi pessima est – audietur et altera pars Auch wenn Küng durch Arroganz und Selbstgefälligkeit
hervorsticht und seine Thesen für einen Katholiken kaum nachvollziehbar sind sollte man ihn lesen. Im
Gegensatz zu Rahner und anderen spricht er eine klare und verständliche Sprache und auch der Sinn für
Humoir geht ihm nicht völlig ab. Diesen Eigenschaften verdanken seine Schriften – trotz ihrer Inhaltslosigkeit –
ihrer weltweiten Erfolg
die besten Verbündeten der Piusbruderschaft Die Diozösanbischöfe Mitteleuropas vornehmlich Frankreichs,
Deutschland usw. sind die besten Verbündeten der Piusbruderschaft, denn so lange sie sich der Verwirklichung
des Motu proprio in die Quere legen, so lange wird die Piusbruderschaft ihre Existenzberechtigung geltend
machen können. Ausserdem stärken sie mit ihrer Sturheit den harten Kern innerhalb dieser Gemeinschaft,
der kein Abkommen mit Rom wünscht. Schliesslich machen sie das Werk eines genialen Strategen – Kardinal
Hoyos nämlich – zunichte, der es mit Intelligenz und Ausdauer verstanden hat, viele Traditionalisten
in den Schoss der Amtskirche zurückzuholen. Fazit: Wer sich heute dem Motu proprio entgegenstellt, täte
gut daran die Folgen seines Tun zu überdenken
nicht exkommuniziert aber ohne Lehrerlaubnis Küng wurde deshalb nicht exkommuniziert, weil man sich keinen
Skandal in der Kirche leisten wollte. Aber schon der Entzug der Lehrerlaubnis ist ein Zeichen dafür,
dass bei ihm nicht alles in Ordnung ist
#5 Juhuben Cantuja 16:17:39 | Donnerstag, 13. September 2007
Das Amt des Papstes „Das Amt, welches Uns von Gott übertragen worden ist, die Herde des Herrn zu weiden,
hat vor allem von Christus die Aufgabe erhalten, den Schatz des überlieferten heiligen Glaubens aufs
Sorgfältigste zu hüten und unkatholische Neuerungen und Angriffe im Schein von Wissenschaftlichkeit
zurückzuweisen“. Schreibt der heilige Pius X zu Beginn seiner Enzyklika Pascendi dominici gregis. Dem
ist nichts hinzuzufügen
#17 Juhuben Cantuja 16:08:41 | Donnerstag, 13. September 2007
Wasser auf die Mühlen der Piusbruderschaft wenn die deutschen Bischöfe glauben eigene Wege gehen zu
müssen anstatt sich das Motu proprio zu halten, so lassen sie damit Wasser auf die Mühlen der Piusbruderschaft
fliessen
#2 Juhuben Cantuja 16:05:51 | Donnerstag, 13. September 2007
Bei allem Respekt Bei allem Respekt für die Gelehrsamkeit des Rabbiners kann es nicht Aufgabe eines Papstes
sein mit einem Rabbiner über seinen Herrn zu debatieren. Hoffentlich ist Benedikt XVI sich darüber im
klaren
Kein Ruhmesblat für das zuständige Gericht Gott weiss alles und die Richter bekanntlich alles besser.
Bekanntlich gilt bei der Anwendung eines Gesetzes der Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Das Gericht
hätte somit berücksichtigen müssen, dass es sich letztlich um eine innerkatholische Angelegenheit handelt
für die es letztlich nicht zuständig ist. Ein Priester beleidigt seinen Bischof und dafür muss er nach
katholischem Selbstverständnis bestraft werden. Weigert sich die Gemeinde es zu tun, so beweist sie damit,
dass ihre Gesinnung nicht mehr katholisch ist. Hätte die Gemeinde Röschenz vor ihrem Gang zum Gericht
die Erklärung abgegeben, dass sie nicht mehr katholisch sein wolle, hätte man ihrem Schritt Verständnis
entgegenbringen können. Ohne eine solche Erklärung ist ihr Schritt nicht nachvollziehbar selbst wenn
er durchaus legitim ist.
Landorganist: bedenklich Bekanntlich weiss Gott alles und die Richter alles besser. Ein Pfarrer beleidigt
seinen Vorgesetzten und wird dazu von einem weltlichen Gericht ermutigt. Was sagen Sie dazu?
Karl Murx: was ist zu erwaten was ist seitens Bischof Fellay und Pater Schmidberger zu erwarten falls
Rom dem Druck gewisser Kreise nachgeben und die Karfreitagsfürbitten aus dem Ritus des hl.Pius V beseitigt
und durch jene Pauls VI ersetzt. Dann wird es in der Tat den Ritus SS.Pii V deformatus anstatt reformatus
als ausserordentlichen Ritus geben.
hähnchen – Rom und die Tradition Mit seinem Campos Abkommen hat Rom seinen Willen bekundet, durch Zugeständnisse
in Sachen Liturgie die Tradition wieder in den Griff zu bekommen. Damit hat es Rom verstanden, der Piusbruderschaft
einen Strich durch die Rechnung zu machen, denn viele Gläubige werden sich jetzt fragen, warum soll ich
nach Zaitzkofen und nicht nach Wingatzbad oder Eichstätt gehen. Die Oberen der Piusbruderschaft täten
gut daran, einmal die verschiedenen Stellungnahmen in Kreuz. net – selbst jene die eine Herausforderung
für sie sind – ernst zu nehmen und sich einmal ernsthaft mit der Frage auseinanderzusetzen wie es mit
ihr weitergehen soll.
Romulus: Die äußere Form wurde oft als Versteck für mangelnde Glaubensüberzeugung benutzt und statt
sind Sie völlig sicher, dass es für den NOM niemals zutrifft?
ein troianisches Pferd in der Stadt Gottes Kardinal Kasper steht einer Einrichtung vor, in der viele das
troianisches Pferd in der Stadt Gottes sehen. Bischof Hass dürfte dazu gehören und daher ist es verständlich
dass er in Kardinal Kasper einen unerwünschten Gast in seiner Diozöse sehen musste. Ein Kardinal Lehmann
würde nicht anders vorgehen, wenn irgendeine Pfarrei seiner Diozöse einen Vertreter der Piusbruderschaft
zu einem Vortrag einladen würde
Kardinal Gagnon: Etwas mehr Sorgfalt in der Berichterstattung 1981 war nicht mehr Paul VI sondern Johannes
Paul II Papst. Demzufolge wurde der päpstliche Rat für Familie entweder zu einem anderen Datum oder
nicht durch Paul VI sondern Johannes Paul II ins Leben gerufen
zu beherzigen Die Piusbruderschaft täte gut daran die in dieser Rubrik vorgebrachten Kritiken ernst zu
nehmen. Ihre Haltung zum Papst ist widersprüchlich und dessen sollte sie sich bewusst sein. Daran wird
auch die Zurückhaltung die sie sich seit der Wahl Benedikt XVI auferlegt hat nichts ändern. Die Oberen
täten gut daran einmal darüber nachzudenken, wie es weiter gehen soll jetzt wo eine ihrer Bedingung
erfüllt ist. Es ist reines Wunschdenken zu glauben, Rom werde sich darauf einlassen mit ihr über die
vom letzten Konzil vorgeschriebenen Anweisungen zu diskutieren. Sollte darüber hinaus Benedikt XVI die
gegen sie verhängte Exkommunikation aufheben, sässe sie erst recht in der Zwickmühle, denn dadurch
würde sie ihre Gestaltungsfreiheit verlieren.
Benedikt. nur teilweise richtig ich gebe Ihnen insofern Recht, als auch bei der Feier des alten Ritus
nicht immer alles einwandfrei vor sich ging. Auch wäre es verlogen, zu behaupten, niemals eine würdige
Feier im NOM erlebt zu haben. Manchmal war es dank der Musik Mozarts, Haydn oder Schubert, dass der Mangel
ausgeglichen wurde. Solche Missbräuche wie bei der Feier des NOM habe ich allerdings bei der Feier nach
dem alten Ritus nie erlebt. Manchmal war die Feier einfach langweilig aber ein Event mit afrikanischen
Trommeln oder was noch schlimmer ist mit elektronischer Musik hat es einfach nicht gegeben
Beschützer Karl Rahner ohne die schützende Hand Kardinal Königs hätte Karl Rahner niemals den Einfluss
ausüben können, den er in der Tat auch ausgeübt hat. Dank seiner Fürsprache bei Johannes XXIII wurde
er gegen den Willen Kardinal Ottavianis und anderer Mitglieder der Kurie zum Konzilsexperten ernannt.
Kein Wunder Jahrelang hat man munter Ökumenismus betrieben und sich von der vorkonziliaren Ekklesiologie
distanziert. Auch Kardinal Ratzinger ist einmal zusammen mit Bischöfin Jeppsen aufgetreten und plötzlich
kommt man mit einem solchen Dokument auf den Markt. Kein aufrichtiger und redlicher Nichtkatholike wird
sich jemals damit abfinden, das man ihn auf einer ekklesiologisch tieferen Stufe ansiedelt. Wäre es nicht
besser gewesen, man hätte die Finger davon gelassen
über der vermeintlichen Antisemitismus erstens ist die Bezeichnung Antisemitismus ungeeignet, denn bisher
werden auch die arabischen Völker zu den Semiten gerechnet. Um genau zu sein müsste es heissen, ist
die traditionelle lateinische Messe antijudaisch? Wer Dr. Barth’s Buch gelesen hat, weiss dass diese Behauptung
falsch ist
wer hat sich geirrt wenn es aber der Auffassung des heiligen Pius V widerspricht hat entweder er oder
der Rahnerschüler Lehmann sich geirrt. Wer von beiden hat Unrecht und wer soll darüber befinden können?
Rudolfus: dem Geist des Konzil besser gerecht Paul VI war überzeugt, dass der NOM dem Geist des Konzils
besser gerecht würde als die tridentinische Liturgie. Für ihn war die Liturgie ein Mittel sich verständlich
zu machen. Besorgen Sie sich einmal seine Predigt sur Fastenzeit 1958. Das liturgische Institut in Trieer
besitzt sie
Rudolfus: konsequent zu Ende gedacht Konsequent zu Ende gedacht beinhaltet Ihre Aussage, dass weder Johannes
XXIII, noch Paul VI noch Johannes Paul II Päpste sind, sondern lediglich so tun, als wären sie Päpste.
Wenn es Ihre Überzeugung ist, dann sprechen Sie es bitte klar aus
Müller: den Text nicht richtig gelesen hartnäckiges Beharren am Kirchenbann ist häresieverdächtig
aber nicht häretisch. Aber vielleicht könnte für Sie Müller der nachfolgende Text von Interesse sein:
Die Rechtsvermutung des Häresieverdachtes berechtigt den Oberhirten, ohne dass es weiterer Nachforschungen
über die Glaubenshaltung des Betroffenen bedarf, zu der Aufforderung, den Grund des Verdachtes zu beseitigen.
Diese Warnung kann der Oberhirt auch ergehen lassen, wenn keine gesetzliche Vermutung des Häresieverdachtes
vorliegt; es genügt die oberhirtliche Überzeugung, dass jemand der Häresie verdächtig ist. www.kreuz.net/In
diesem Falle tritt aber die in dem Häresieverdacht liegende Anzweiflung der Glaubenstreue und demgemäss
die Ehrenminderung erst mit dem Ausspruch der Warnung ein. Wird die Warnung nicht befolgt, so ist der
Betroffene der kirchlichen Ehrendienste zu entheben, und wenn es sich um einen Geistlichen Handelt, ist
nach erneuter Warnung die einstweilige Dienstenthebung zu verfügen. Wenn sich der Häresieverdächtige
nicht innerhalb von sechs Monaten seit der an ihn ergangenen Warnung gebessert hat, gilt er von Rechts
wegen als Häretiker und unterliegt den für Häretiker vorgesehenen Strafen Ich muss ehrlich sagen, dass
ich mit der Logik dieses Textes nicht ganz klug wäre. Wäre nicht der Ausdruck schismatisch geeigneter.
In Anbetracht dessen könnte Rom die Piusbruderschaft durchaus als häretisch einstufen. Möglicherweise
wollen es Benedikt XVI und Kardinal Hoyos
Inlationen an Häresien „Wo die Begriffe fehlen stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein“ mit diesem
geflügelten Wort lässt sich die Art und Weise beschreiben, wie mit dem Ausdruck Häresie umgegangen
wird. Sobald das Verhälten eines Prälaten als anstössig empfunden wird, greift man zum Ausdruck Häresie
oder häretisch und glaubte damit den Sachverhalt richtig qualifiziert zu haben. Das gilt auch für den
äusserst sympathischen Bischof Williamson. Häretisch im Sinne des CIC von 1917 (Eichmann, dritter Band
414) ist, ein Getaufter, der den christlichen Glauben nicht völlig preisgegeben hat, also noch Christ
sein will, aber die eine oder andere von Gott geoffenbarte und als solche von dem kirchlichen Lehramt
mit Glaubensverpflichtung vorgelegte Wahrheit hartnäckig leugnet; es muss sich um eine Wahrheit handeln,
die kraft göttlichen und kirchlichen Glaubens anzunehmen ist. Die Leugnung anderer Wahrheiten ist Ungehorsam
gegen Gott oder gegen die Kirche erfüllt aber nicht den strafbaren Tatbestand des Irrglaubens. Daneben
kennt das CIC auch den Häresieverdacht, wozu gerechnet wird: 1.freiwillige und wissentliche Förderung
der Häresie, 2.gottesdienstliche Gemeinschaft mit Häretikern, 3.) Vereinbarung über nichtkatholische
Kindererziehung 4.) Hingabe von Kindern an nichtkatholische Religionsdiener, 5.) Übergabe von Kindern
in nichtkatholische Erziehung, 6.) Entehrung geweihter Hostien, 7.Berufung vom Papst an ein allgemeines
Konzil, 8.hartnäckiges Verharren im Kirchenbann. Fortsetzung folgt
Gehorsam setzt Vertrauen voraus Man gehorcht jemandem, weil man überzeugt ist, dass seine Anordnungen
im Interesse des Gemeinwohls sind. Diese Überzeugung nennt man Vertrauen. Wo dieses Vertrauen fehlt,
wird der Gehorsam zu einer übermässigen Belastung. Wer die verschiedenen Stellungnahmen des Erzbischofs
liest, kann daraus schliessen, dass er überhaupt kein Vertrauen in die Amtsführung Pauls VI und ebensowenig
in jene Johannes Pauls II hatte. Benedikt XVI hat mit seinem Schritt grossen Mut bewiesen, denn es steht
fest, dass er gegen den Willen einer Mehrzahl von Bischöfen entschieden hat. Er verlangt dafür jedoch
eine Gegenleistung, die grundsätzliche Bereitschaft im NOM zu zelebrieren und die Anerkennung, dass das
letzte Konzil keinen Bruch mit der Tradition vollzogen hat. Seitens der Oberen der Piusbruderschaft ist
bis heute eine Antwort ausgeblieben aber gerade hier wäre eine unmissverständliche Antwort mehr den
je vonnöten
Defensor fidei: mehr Verwirrung als Klarheit Der Text von Bischof Fellay, den sich anführen, stiftet
leider mehr Verwirrung als Klarheit. Die Aussage Benedikt XVI ist deutlich: auch wenn man sich der alten
Messe verpflichtet weiss, muss man grundsätzlich bereit sein, auch einmal nach dem NOM zu feiern. Damit
ist auch die Piusbruderschaft angesprochen und sie wird sich dazu erklären müssen. Es gibt übrigens
ein Schreiben von Kardinal Hoyos an Bischof Fellay aus dem Lehre 2002. Dieses Schreiben lässt an Deutlichkeit
nichts zu wünschen übrig und ich glaube man sollte sich einmal mit dem ganzen Inhalt und nicht nur mit
Teilen davon gründlich auseinandersetzen.
Sentinel: bitte nicht Schisma mit Häresie verwechseln Obgleich mich die Politik Bischof Fellay’s kaum
zu überzeugen vermag, würde ich mich davor hüten, ihn als Häretiker zu bezeichnen. In all seinen Erklärungen
werden Sie überhaupt keine häretische oder die Häresie begünstigende Aussage erkennen. Weder Benedikt
XVI noch irgendein anderer Angehöriger des Lehramtes hat der Piusbruderschaft jemals vorgeworfen, Häresien
zu vertreten. Selbst Johannes Paul II spricht in seinem Motu proprio kein einziges Mal vor Häresien.
Seine Kritik am Konzil kann Bischof Fellay damit rechtfertigen, dass es sich ja letzten Endes um ein Pastoralkonzil
handelt, das keine letztgültigen Aussagen gemacht hätte. Auch ist Bischof Fellay aufrichtig davon überzeugt,
dass eine Vereinbarung mit Rom möglich sei ohne, dass deswegen die Piusbruderschaft von ihrer Kritik
am Konzil absehen müsste. In meinen Augen eine Utopie, doch darf deswegen dem Bischof der gute Glaube
nicht abgesprochen werden.
ein Segen für die Piusbruderschaft Die von Rom über die Piusbruderschaft verhängte Exkommunizierung
ist ein Segen für sie. Als von der kirchlichen Obrigkeit nicht anerkannte Gemeinschaft ist sie dadurch
nicht genötigt sich an die Vorgaben Rom zu halten und kann dort Kritik üben, wo eine solche Kritik sich
aus ihrem Selbstverständnis ergibt. Vor allem kann die Piusbruderschaft es sich leisten so zu handeln,
als ob es keinen NOM gäbe. Dem wäre ein Ende gesetzt wenn Benedikt XVI sich entschliessen sollte, die
Exkommuizierung aufzuheben, denn angenommen Benedikt XVI würde anlässlich eines Besuches in der Schweiz
beschliessen, die Bischöfe nach Econe zusammenzurufen um dort mit ihnen zu konzlebrieren und anschliessend
eine ökumenische Begegnung dort abzuhalten. Könnte die Piusbruderschaft es sich leisten, dem Wunsche
desjenigen, den sie als den rechtmässigen Papst betrachtet, nicht Folge zu leisten? Natürlich ist das
nur eine Fiktion, doch ist bekannt, dass der Erzbischof seinerzeit die mit Kardinal Ratzinger unterzeichnete
Absichtserklärung deswegen rückgängig machte, weil Kardinal Ratzinger erklärte fortan müsste auch
in der Kirche St. Nicolas in Paris der NOM gefeiert werden
Ökumene Bischof so viel ich weiss, gibt es eine Schrift Pius XI zur Ökumene mit dem Titel „Mortalium
animos“. So viel ich weiss wurde sie bis auf den heutigen Tag nicht widerrufen. Auf dieses Dokument berufen
sich übrigens die FSSPX Oberen in ihrer gegen den Ökumenismus gerichteten Schrift Vom Ökumenismus zur
lautlosen Apostasie. Daher sollten jene die das Dokument der Glaubenskongregation anfechten etwas vorsichtig
sein. Es könnte ihnen nämlich blühen, dass Benedikt XVI ihn plötzlich das Dokument seines Vorgängers
unter die Nase reibt
Marina: bereits unter Pius XII Sie müssen unterscheiden zwischen zelebrieren und verständlich machen.
Gottesdienste in der Muttersprache gab es bereits unter Pius XII. So viel ich weiss, dh ein Irrtum ist
nicht ausgeschlossen, zelebrierte der Priester am Altar auf Latein, der betenden Gemeinde stand aber ein
Priester bevor der zusammenmit ihr zusammen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Pater noster und Agnus Dei
in der jeweiligen Muttersprache betete und auch erklärte.
ein deutliches Zeichne gesetzt Wie schon mit seiner Ansprache an die Kardinäle vom 22. Dezember 2005
wollte Benedikt XVI mit der Veröffentlichung des Motu proprio und der Erklärung der Glaubenskongregation
über das Wesen der Kirche deutliche Zeichne setzen. Niemand anderes als der Bischof von Rom hat in Fragen
der Liturgie und Auslegung der Kirchenverfassung das letzte Wort. Nachdem die französischen Bischöfe
in echt gallikanischer Tradition ständig versucht haben ihren Willen durchzusetzen hat Benedikt XVI mit
seinem Schritt dem Gallikanismus eine eindeutige Absage erteilt und darüber kann man sich nur freuen
Sentinel: interessante Gedanken Der letzt Abschnitt Ihrer Eingabe enthält interessante Gedanken über
die Sie sich vielleicht etwas ausführlicher äussern könnten. Dass die FSSPX etwas Mühe mit dem motu
proprio haben wird, glaube ich Ihnen auf der Stelle
Heggi. Kennen Sie das Werk Congars? Sie können bestimmt französisch. Deshalb möchte ich Sie bitten
den zweiten Abschnitt des ersten Kapitels von Yves Congar’s: Le Concile de Vatican II zu lesen. Gerne
hätte ich eine Stellungnahme dazu aus Ihrer Sicht
kein Bezug zur vorkonziliaren Lehre Erstaunlich ist bei diesem Dokument, dass auf die vorkonziliaren Ekklesiologien
überhaupt kein Bezug genommen wird. Zwar wird unter Berufung auf die Konzilspäpste behauptet, es habe
keinen Bruch gegeben, hermeneutisch ist das aber nicht befriedigend. Yves Congar, der wohl führende konziliare
Ekklesiologe räumt ein, dass es eine Verlagerung der Schwerpunkte am Konzil gegeben habe, ohne das dies
als Bruch verstanden würde (Le Concile de Vatican II 7ff). Diese These ist kaum vertretbar.
landorganist: warum immer der hämische Ton wenn Sie sich Ihren hämischen Ton abgewöhnen würden könnte
man mit Ihnen ein vernünftiges Gespräch führen. Natürlich ist die Haltung von Bischof Fellay inkohärent,
aber deswegen nicht unaufrichtig. Er ist aufrichtig davon überzeugt, dass früher oder später alles
wieder in der richtigen Bahn verlaufen wird. Man kann diese insofern Haltung mit Max Scheler als „Idol
der Selbsttäuschung“ bezeichnen, als er zwar die Einheit mit Benedikt XVI herbeiwünscht, jedoch nicht
im Bereit ist, die daraus sich ergebenden Forderungen in Kauf zu nehmen. Eine typisch gallikanische Haltung
die sich laut Joseph de Maîstre bereits bei Bossuet nachweisen lässt
Athanasius: Vorsicht ist dennoch geboten Das neue Motu proprio hat seine Licht und seine Schattenseite.
Seine Lichtseite muss man darin erkennen, dass Benedikt XVI seine Entscheidung allein getroffen und damit
bezeugt hat, dass er dafür allein Gott gegenüber verantwortlich ist. Ebenfalls erfreulich ist, dass
auf diese Weise viele Menschen mit einem Juwel des katholischen Glaubens Bekanntschaft machen werden.
Seine Schattenseite findet sich dagegen im Satz: Um die volle communio zu leben, können Priester , die
den Gemeinschaften des alten Usus zugehören, selbstverständlich die Zelebration nach den neuen liturgischen
Büchern nicht ausschliessen. Es wäre besser gewesen, er hätte diesen Satz nicht ausgesprochen, denn
damit setzt er viele vor die Alternative entweder auch nach dem neuen Ritus zu zelebrieren oder sich als
ausserhalb der Kirche stehend zu betrachten. Viele Priester, welche sich um die Einheit mit Benedikt XVI
bemüht haben – unter anderem auch Bischof Fellay und Pater Schmidberger – werden diese Worte in einer
gewissen Weise entmutigen, denn sie empfinden die neue Messordnung nicht als den Weg zum Glauben
Rudolfus: wovor haben Sie eigentlich Angst? Sie haben sich für berechtigt gehalten, meinen Text streichen
zu lassen in der Hoffnung mich damit einzuschüchtern. Leider werden Sie mit einer solchen Demagogie nicht
klüger und den Text von Pius XII richtig auszulegen lernen Sie auf diese Weise ebenso wenig. Besten Dank
für den Hinweis aus Dr. Ott’s Grundriss der Dogmatik. Zufälligerweise kenne ich die Stelle und selbst
wenn eine Enzyklika formell nicht unfehlbar ist, so heisst das noch lange nicht, dass sie einen Irrtum
enthält, sondern kann auch bedeuten, dass die darin gemachten Aussagen ergänzungsbedürftig sind. Ich
hoffe, Sie sind mir dafür dankbar, dass ich Ihnen mit meiner Antwort ein zweites Mal eine Gelegenheit
biete, meinen Text zu entfernen.
Ministrant: unglaublich es ist unglaublich wie man sich mit einer reinen Feststellung verdächtig machen
kann. Sie behaupten, ich hätte das Andenken des grossen (selig gesprochen ist er noch nicht) Papstes
Pius XII verschmutzt. Nennen Sie mir bitte einen Satz, aus welchem sich eine vermeintliche Verschmutzung
entnehmen lässt. Das Verhältnis Pius XII zu den Juden steht hier nicht zur Debatte. Zu Ihrer Orientierung:
Über das Verhältnis Pius XII zu den Juden bin ich bestens orientiert. Das Buch des ehemaligen und zum
Katholizismus übergetretenen Rabbiners habe ich gelesen und weiss auch, dass das philharmonische Orchester
Israel auf seiner ersten Europareise als Dank Beethovens siebente Symphonie in seiner Gegenwart aufführte
und Golda Meir bei seinem Tode lobende Worte für ihn fand
Artois. Pius XII wer sich als unvoreingenommener Beobachter mit der Persönlichkeit Pius XII auseinandersetzt,
wird Vieles bei ihm als problematisch empfinden. Glaubensmässig kann ihm nichts vorgeworfen werden, jedoch
charakterlich sehr vieles. Das Pontifikat Pius XII ist mit vielen Fragezeichen behaftet erklärte mir
vor einigen Jahren der verstorbene Prälat Hesse. Die liturgische Kommission wurde von niemand anderem
als ihm ins Leben gerufen und ihr gehörten Bugnini, Pater Bea und Monsignor Montini von anfang an an.
Rudolfus: erstaunt ich bin erstaunt über Ihre Reaktion, denn der Text von Pius XII sagt unmissverständlich,
sagt er doch: auch wenn der Papst nicht mit seiner höchsten Autorität ein Dogma verkündet ist seine
Aussage irrtumsfrei und dementsprechend verbindlich. Eine solche Aussage betrifft sämtliche Enzykliken
der vorkonziliaren Päpste wie Pascendi, Mortalium animos und Humani generis. Dies ist der Standpunkt
der Piusbruderschaft. Der Erzbischof macht diese Unterscheidung in: „c’est moi qui devrait vous juger“,
(eigentlich sollte ich über euch befinden) eine Erklärung die er abgab als er sich ins ehemalige heilige
Offizium zum Verhör begab.
Rudolfus: nicht gebildet aber eingebildet ich will mich gern belehren lassen, jedoch nicht von jemandem
wie Sie, der sich einbildet, zu wissen ohne fähig zu sein sauber mit einem Text umzugehen. Auf alle Fälle
haben Sie bis jetzt kein einziges Argument mit einem sauber erarbeiteten Gegenargument widerlegt, sondern
lediglich ad hominem diskutiert. Darum, von Ihnen habe ich nichts zu lernen oder wollen Sie das Gegenteil
beweisen?
Rudolfus und nonobisdomine: si tacuisses philosophus manuisses da vor dem Pseudonym cives romanus die
Präposition ad steht vermute ich, dass die Antwort mir gilt. Ich glaube Rudolfus und Sie haben überhaupt
keine Ahnonung worüber Sie sprechen. Rudolfus: Sie legen das Zitat Pius XII so aus, als ob er zwischen
ausserordentlichem unfehlbarem und ordentlichem fehlbarem Lehramt unterschieden würde. Mit einer derartigen
Textexegese würden Sie an einer juristischen Prüfung glatt durchfallen, denn nirgends ist im Text Pius
XII von einer Fehlbarkeit des ordentlichen Lehramtes die Rede. Ginge es nach ihrer Logik wären der Syllabus,
Pascendi, Mortalium animos und Humani generis fehlbar. Nonnobisdomine: ich weiss nicht wovon Sie reden,
denn Sie widerlegen überhaupt nichts. Lesen Sie doch zuerst einmal die ganze Auseinandersetzung zwischen
Kardinal Seper und dem Erzbischof und nehmen Sie in der Folge eine saubere Hermeneutik vor. Sollten Sie
von Hermeneutik nichts verstehen, dann empfehle ich Ihnen einen Juristen aufzusuchen oder auch einen evangelischen
Theologen, denn im Umgang mit Texten haben sie vielen Katholiken einiges voraus.
civers romanus: das Damoklesschwert der FSSPX Ist es denkbar, dass ein Papst ein Gesetz anordnet, das
dem katholischen Glauben widerspricht, lautete die von Kardinal Seper dem Erzbischof beim Verhör gestellte
Frage. Bis heute ist die Frage unbeantwortet geblieben hängt aber nach wie vor wie ein Damoklesschwert
über den den Köpfen der Oberen der Priesterbruderschaft. Zwar wird behauptet, es handle sich um ein
Pastoralkonzil wo der Papst seine höchste Autorität nicht eingesetzt habe. Dazu ist ihnen mit Pius XII
(Humani Generis – Denzinger 3885) entgegenzuhalten: „Man darf auch nicht meinen, das, was in den Enzykliken
vorgelegt wird, erfordere an sich keine Zustimmung, weil die Päpste in ihnen nicht die höchste Vollmacht
ihres Lehramtes ausüben. Dies wird nämlich vom ordentlichen Lehramt gelehrt; auch von ihm gilt jenes
Wort „Wer euch hört, hört mich“, und meistens gehört das, was in den Enzykliken vorgelegt wird, schon
anderweitig zur katholischen Lehre.
Was soll das? Mit grossem Tra-la-la-la wurde für heute die öffentliche Bekanntgabe des Motu proprio
zur Wiederzulassung der alten Messe angekündigt. Sonderbarerweise weiss heute niemand mehr etwas davon
weder auf der Webseite des Vatikans, noch bei Kreuz.net, noch auf der Webseite der Priesterbruderschaft
war etwas darüber zu vernehmen. Wird man wieder einmal zum Narren gehalten?
Maledica. waren nur als Beispiel gedacht ich habe Mozart und Haydn nur als Beispiel dafür gebracht, dass
auch an Ostern und Weihnachten NOM Messe in lateinischer Sprache gegeben hat. Ich gehe mit Ihnen einig,
dass diese Messen verspielt sind und sich nicht unbedingt für einen Gottesdienst eignen. Dennoch sollte
man nicht übersehen, dass die Schönheit ein Weg zum dreieinigen Gott sein kann. Bruckner’s f-moll Messe
ist ein Beispiel dafür obgleich auch sie den Rahmen des Gottesdienstes sprengt
Giuseppe: auf keinen Fall lateinisch Jahrelang besuchte ich an Weihnachten und Ostern die Messe in einer
NOM Pfarrei. Sie wurde jedesmal lateinisch gefeiert. Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass es
für die Mozart und Haydn Messen noch keine geeigneten Übersetzungen gibt.
Pünktchen: schliesslich sind wir demokratisch In einer Demokratie zählen alle Stimmen also auch die
der Halbegbildeten der Lischen Müller, ein Ausdruck, der übrigens nicht von mir stammt, sondern vom
Korrespondenten einer angesehenen liberalen Zeitung im Zusammenhang mit der Spiegel Affäre von 1962 verwendet
wurde
die besseren Philosophen Laut Aristoteles sind die Dichter deswegen die besseren Philosophen als die Historiker,
weil die Historiker sich mit reinen Tatsachen abgeben während die Dichter fähig sind, sich vorzustellen,
was unter bestimmten Bedingungen geschehen könnte, was viel allgemeiner ist. Davon ausgehend möchte
ich davon ausgehend, dass Benedikt XVI tatsächlich eine alte Messe gelesen hat, eine Fiktion aufbauen.
Könnte er es nicht mit der Absicht gemacht haben, den Pius Oberen damit den Wind aus Segeln zu nehmen
mit dem Hinweis, jetzt, wo euch die alte Messe nicht mehr vorenthalten wird, habt ihr keinen Grund mehr
ungehorsam gegenüber Papst und Bischöfen zu sein. Niemand will euch den Ökumenismus aufzwingen, doch
dies ist eure private Angelegenheit, die ihr für euch behalten müsst und auf keinen Fall verbreiten
dürft.Vielleicht könnte er gegen diese Verpflichtung den Pius Oberen noch die Aufhebung der Exkommunikation
ohne vorherige Entschuldigung oder sogar den Aufgeschlosseneren unter ihnen die Leitung der Ecclesia Dei
Kommission und den Kardinalshut in Aussicht stellen. Vorausgesetzt, dass es sich nicht um eine reine Fiktion
handelt, hätte Benedikt XVI damit ein Meisterstück vollbracht.
Wozu ständig Gerüchte und nicht lieber Tatsache Ständig Gerüchte zu verbreiten ist ungesund. Gegen
Hypothese ist nichts einzuwenden, doch müssen sie begründet sein dh. es müssen die Argumente angegeben
werden auf denen sie aufgebaut werden.
reichlich naiv Es ist angebracht die Veröffentlichung des Motu proprio abzuwarten und es in der Folge
genau zu studieren bevor man allzu grosse Erwartungen daran knüpft.Immerhin gilt es zu berücksichtigen
dass Benedikt XVI in seiner Eröffnungsansprache das Konzil und den Ökumenismus zu den Schwerpunkten
seines Pontifikates erklärte. Daher scheint mir die Annahme, er würde die alte Messe freigaben ohne
dafür eine Gegenleistung seitens Traditionalisten zu verlangen, reichlich naiv. Eine andere Frage bleibt,
ob – und und immer unter der Voraussetzung – mit einer Freigabe dem Konzil und Ökumenismus gedient sei.
Die Befürchtungen jener Würdenträger, die sich gegen eine Freigabe der alten Messe ausgesprochen haben,
lässt sich insofern nicht völlig von der Hand weisen, als man die Anhänger dieser Messe kaum Sympathien
für Ökumenismus und Konzil empfänglich bezeichnen kann. Professor May’s Buch: Die Falle des Ökumenismus
ist ein Beispiel dafür.
Mariokin: fromme Absichtserklärungen Ihre Aussagen sind fromme Absichtserklärungen ohne konkreten Hinweis.
Vielleicht sollten Sie den Satz beherzigen, der in der heutigen Ausgabe der FAZ am Ende eines Artikels
über Kardinal Lehmann steht: Es ist Zeit, dass die Tradition nicht mehr den Traditionalisten überlassen
wird… www.kreuz.net/. Diese Aussage ist nicht neu. Bereits Paul VI gab eine ähnliche Stellungnahme
als Antwort auf die Herausforderung des Erzbischofs ab. Er meinte einzig dem Papst und den mit ihm verbundenen
Bischöfen stehe es zu festzulegen, welche Traditionen als verbindlich zu gelten haben. Ich kenne zufällig
die Stellungnahme Benedikt XVI vom 22.12.05 zum Verhältnis Konzil und Tradition. Sie ist nicht sehr überzeugend
und Pater François Knittel hat hierzu eine hervorragende Stellungnahme abgegeben. Die erste Frage die
dem Erzbischof beim Verhör durch Kardinal Seper gestellt wurde lautete, ob man nach seiner Ansicht folgern
müsse, dass der Papst durch die Kundmachung und Vorschreibung des neuen Ordo Missae und dass die Bischöfe
durch dessen Annahme eine neue, eine „konziliare“ Kirche, eine mit der katholischen Kirche grundsätzlich
unvereinbare Kirche eingerichtet und sichtbar um sich geschart haben? Wenn Sie die Antwort des Erzbischof
nach dem Grundsatz von Treu und Glauben auslegen, werden Sie feststellen, dass auf diese Frage nicht geantwortet
hat, denn der Kardinal wollte wissen, ob es dem Papst zugemutet werden könne.
Rudolfus: im Endeffekt schon es spricht für die Grösse des Erzbischofs, dass er seinen Irrtum erkannte
und die mit Rom unterzeichnete Absichtserklärung für nichtig erklärte und schliesslich vier Bischöfe
weihte. Ohne diesen Schritt wäre sein Werk in die Bedeutungslosigkeit versunken. Verhängnisvoll für
sein Werk wären vor allem Punkt 1+2 der genannten Absichtserklärung. Legt man diese beiden Punkte nach
dem Grundsatz von Treu und Glauben aus, so beinhalten sie die Verpflichtung seitens der Priesterbruderschaft
niemals etwas zu tun, das im Widerspruch zum Willen Roms steht.
Mariokin: es ist doch nicht Ihr Ernst Doch das eigentliche Augenmerk richtet sich nun auf den theologischen
Diskurs. Das ist das nächste Ziel: der Kirche ihr Fundament im Glauben wieder zum Bewußtsein zu bringen &
der Kirche zu helfen, sich gegen den Irrglauben zu verteidigen. Auch hier gehts nicht um Polarisieren,
sondern um eine wirkliche echte Sorge um das überkommene Glaubensgut. Auch hier wird sie zu jeder Hilfe
bereit sein. Es ist doch nicht Ihr Ernst, dass Rom bereit sein könnte bei der Priesterbruderschaft in
die Schule zu gehen um zu lernen was es heisst katholisch zu sein. Niemals wird sich Rom auf so etwas
einlassen, denn es würde damit sein Gesicht verlieren und in den Augen der Gläubigen nicht mehr glaubwürdig
sein. Ob sie es will oder nicht, die Priesterbruderschaft hat keine andere Wahl, entweder durch Annahme
des Konzils in die Gemeinschaft mit Rom treten oder unter Berufung auf das vorkonziliare Glaubensverständnis
sich als das Lehramt in Notlage zu erkennen geben, was sie bereits getan hat mit ihrer Stellungnahme zu
Ökumenismus
Vielleicht nur ein Motu proprio Wäre es nicht möglich, dass es im angekündigten Motu proprio vor allem
um die Abschaffung von liturgischen Missbräuchen gehen und die Frage der Wiederzulassung der alten Messe
nur am Rande behandelt wird.
Gotthard. nicht besonders gut vertraut sie kennen sich nicht besonders gut aus. Auch innerhalb der FSSPX
gibt es verschiedene Strömungen und das Mitteilungsblatt ist das Sprachrohr des deutschen Distrikts.
Bischof Tissier de Mallerais denkt viel unabhängiger.
Gotthard: nicht deckungsgleich Bischof Tissier de Mallerais ist eine Sache und das Mitteilungsblatt der
FSSPX ist eine andere Sache. Beide sind nicht unbedingt deckungsgleich
Sentinel: nicht ausgeschlossen Leider formulieren Sie Ihre Gedanken sehr schlecht. Sie haben aber mit
Ihrer Vermutung, dass das Motu proprio die FSSPX kaltstellen könnte nicht Unrecht. Übrigens las ich
kürzlich einen Artikel aus den Reihen der FSSPX Priester eine ähnliche Vermutung. Zwar bin ich im Gegensatz
zu Ihnen gegenüber der FSSPX nicht voreingenommen und bemühe mich dementsprechend um ein sachliches
Urteil. In mancherlei Hinsicht sind die FSSPX Priester bewunderungswürdig, denn sie setzen sich für
das ein, was sie vertreten. Niemand anders brachte vor zei Jahren den Mut auf, anlässlich der Gay Parade
in Luzern mit einem Gottesdienst in einer katholischen Kirche, öffentlich dagegen zu protestieren. Aber
gleichzeitig besteht ein Hang zur Selbstgefälligkeit und zur Überschätzung. Sie sind fest davon überzeugt,
Rom warte nur auf ihre Rückkehr, um damit zu beginnen den Stall auszumisten. Hinsichtlich der Kritik
am Islam würde ich vorsichtig sein, denn der von Ihnen hochgeschätzte Benedikt XVI hat sich nicht gescheut
in einer Moschee zu beten. Wiederum war es einzig die FSSPX die sich kritisch dazu äusserte.
Mariokin. etwas mehr Vorsicht ich würde etwas mehr Vorsicht zeigen in meinen Äusserungen hinsichtlich
des angekündigten Motu prioprio, denn bis dahin wissen Sie nicht was darin steht. Ausserdem wäre es
empfehlenswert endlich einmal von Wunschvorstellungen abzurücken und seinen Inhalt genau zu studieren.
Möglicherweise enthält er Lücken, die sich in der Folge als Fallen erweisen könnten. Zwar verwechselt
Sentinel ständig Häresie und Schisma aber so dumm ist seine Frage nicht, denn es könnte wohl sein,
dass Benedikt XVI hier ein Mittel einsetzt, um den FSSPX Priestern den Übertritt in die Amtskirche zu
erleichtern. Viele dieser Priester geben sich damit zufrieden die alte Messe zu lesen, Sakramente zu spenden
und Seelsorge zu treiben während grundsätzliche Fragen sie nicht allzu sehr bedrängen. Ausserdem sollten
Sie sich einmal die Mühe nehmen die Ekklesiologie Ratzingers sowie seine Lehre über die Eucharistie
zu studieren. Vieles davon ist bedenklich.
das älteste Sorgenkind der Kirche Frankreich glaubt die älteste Tochter der Kirche zu sein ist aber
in Wirklichkeit deren ältestes Sorgenkind. Mehr dazu in: Joseph de Maistre: de l’église gallicane dans
son rapport avec le Souverain Pontife. Wäre ich Franzose, ich würde mich in mancher Hinsicht für mein
Land schämen.
Sentinel: das Jurisdiktionsprimat Sie polemisieren leider immer auf einer höchst primitiven Stufe. Hinsichtlich
des Jurisdiktionsprimates haben Sie aber völlig Recht. Jurisiditkitonsprimat bedeutet nicht nur Befugnis
zur Ernennung von Amtsträgern, sondern ebenfalls gesetzgeberische Gewalt. Die FSSPX Oberen machen es
sich leider mit dieser Frage allzu leicht. Gegen das Argument, es gehe um Dinge, wo der Papst seine höchste
Gewalt nicht eingesetzt habe lässt sich ein Satz von Pius XII aus Humani generis geltend machen, dass
es ein Irrtum sei zu glauben, dass Erklärungen, wo der Papst seine höchste Gewalt nicht eingesetzt habe
nicht zustimmungspflichtig seien. Pascendi, Mortalium animos, Humani generis sind alles Dokumente, wo
der Papst seine höchste Gewalt nicht eingesetzt hat und auf diese Dokumente beruft sich die Piusbruderschaft
zuletzt in ihrer Verurteilung des Oekumenismus. Bis jetzt kennt niemand den Wortlauf des angekündigten
Motu proprio. Man täte aber gut daran, das Dokument zuvor zu lesen und es dann nach dem Grundsatz von
Treu und Glauben richtig auszulegen, will man damit keine bösen Überraschungen erleben
Artois einer der vier von Erzbischof Lefebvre 1988 geweihten Bischöfe. Seine Biographie über den Erzbischof
ist lesenswert, denn sie verschweigt nichts.
Artois: die FSSPX, ein Paradox ich glaube nicht, dass Bischof Williamson resigniert hat, sondern es gehört
zur Paradoxalität der FSSPX gewisse Frage, die geklärt werden müssten einfach zu übergehen. Ich will
es Ihnen anfolgendem Beispiel verdeutlichen. Nach seiner Suspendierung durch Paul VI erkärte der Erzbischof
am 4. August 1976 gegenüber dem Vertreter der Zeitung „Le Figaro“ : „Das Konzil hat der Tradition den
Rücken gekehrt und sich von der Vergangenheit der Kirche abgewendet und ist deshalb schismatisch. Wenn
es uns als gewiss erscheint, dass der während zwanzig Jahrhunderten von der Kirche gelehrte Glaube keine
Irrtümer enthält. Sind wir weniger gewiss dass der gegenwärtige Papst ein wahrer Papst ist. Die Irrlehre,
das Schisma, und dementsprechend die Exkommunikation, die Ungültigkeit einer Wahl können gegebenenfalls
zur Folge haben, dass der Papst niemals Papst war oder nicht mehr ist. (Bernard Tissier de Mallerais:
Marcel Lefebvre, une vie, 514). Diese Aussage habe nicht ich erfunden, sondern sie kann im Werk von Bischof
de Mallerais nachgelesen werden. Nach einer solchen Erklärung hätte der Erzbischof die Konsequenzen
ziehen und Rom endgültig der Rücken kehren müssen, doch er tat genau das Gegenteil. Was auch immer
man über Rom denken mag, eine grosse Menschenkenntnis ist ihm nicht abzusprechen. Dank ihr gelang es
ihr den Erzbischof zehn Jahre lang auszuspielen und wenig hätte gefehlt und das ganze Spiel hätte mit
einer Katastrophe für die Bruderschaft geendet.
Michael van Laack: non datur tertium quid sie haben natürlich völlig recht. Die FSSPX müss sich einmal
die Mühe nehmen sich mit dem Konzil gründlich auseinanderzusetzen. Darüber hat es vier Symposien in
Paris gegeben und auch die Zeitschrift Si Si No No veranstaltet alle zwei Jahre Symposien die in diese
Reichtung laufen. Leider ist bis heute keine anständige Ekklesiologie an Hand dieser Dokumente ausgearbeitet
worden und man hat den Eindruck, die Oberen sind ständig hinter einer Fata morgana her in der Hoffnung
alles würde sich eines Tages zum Besseren wenden. Wie aber glauben diese Oberen ein Dokument wie Vom
Oekumenismus zur lautlosen Apostasie das die Unterschrift der vier Oberen und Pater Schmidbergers trägt
gegen die V 2 Dekrete geltend machen zu können
Sentinel: jetzt reicht’s Paul VI hat selbst die alte Messe zelebriert und sie niemals für häretisch
erklärt. Hören Sie doch endlich auf dummes Zeug zu behaupten und versuchen Sie endlich einmal Ihren
Standpunkt unmissverständlich darzulegen
Sentinel: bleiben Sie bitte sachlich es ist Ihr gutes Recht die Piusbruderschaft nicht zu mögen und ihren
Untergang herbeizuwünschen. Deswegen sollte Sie nicht Dinge behaupten, die einfach nicht stimmen. Die
alte Messe wurde nicht verboten, sondern dadurch verunmöglicht, dass sie einem Indult unterworfen wurde,
über das der Duiozösanbischof verfügen kann. Häretisch ist sie auf keinen Fall, denn selbst Paul VI
anerkannte ihren hohen Wert, meinte aber sie im Interesse des Konzils durch den NOM ersetzen zu müssen.
Im Übrigen habe ich bei Ratzinger nachgelesen und zwar sowohl seine Botschaft an die Bischöfe Chile’s
als auch seine Briefe an den Erzbischof. Nirgends bezeichnet er die Piusbruderschaft als häretisch und
selbst seine Ansprache an die Bischöfe Chiles ist äusserst differenziert. Deshalb rate ich Ihnen: hören
Sie endlich auf mit dem Begriff Häresie wild um sich zu schlagen
Sentinel: Schismatisch – wohl schon, häretisch – auf keinen Fall Die FSSPX wollen es nicht wahr haben,
dass sie im Schisma sind. Liest man den Text Johannes Paul II so spricht er von einem schismatischen Akt
und nicht von einem Schisma. Schismatisch heisst er bewegt sich in Richtung auf ein Schisma und wird notwendigerweise
auch dort enden müssen. Bischof Fellay versucht krampfhaft des Steuer zu wenden, doch dürfte es ihm
kaum gelingen. Häretisch ist die FSSPX auf keinen Fall und weder Paul VI, noch Johannes Paul II, noch
Benedikt XVI haben sie jemals so bezeichnet. Es dürfte in der Tat sehr schwer fallen, ihr eine Häresie
nachzuweisen.
Rudolfus dass ausländische Mächte bei der Wahl Pauls VI geht aus einem Bericht Pater de la Margerie
SJ, dessen Vater beim Tode Pius XII Botschafter beim heiligen Stuhl war, eindeutig hervor. Sie können
es nachlesen im Archiv für Geschichte des Papsttums, die vom Vatikan selbst herausgegeben wird.
Rudolfus: frei nach Shakespeare Etwas muss im Vatikanstaat faul sein, denn es gibt allzu viel Unaufgeklärtes.
Johannes Paul I soll nach Yallop – den man bestimmt nicht zum fundamentalistischen Lager rechnen kann –
keineswegs eines natürlichen Todes gestorben sein. Bis heute sind die Hintergründe für den Mord am
Kommandanten der Schweizergarde und seiner Frau nicht aufgedeckt. Seltsam ist es jedoch, dass Erzbischof
Lefebvre niemals ein Wort darüber verloren hat.
Rudolfus: falls es stimmen sollte falls es stimmen sollte, dass Kardinal Siri zum Papst gewählt wurde
und daran gehindert wurde sein Amt auszuüben, so wäre dies ein Armutszeugnis für das damalige Kardinalkolleg
das einen derartigen Skandal zugelassen hat und Wasser auf die Mühlen der Sedesvakantisten. Wissen Sie
mehr darüber?
mitten drin statt nur dabei natürlich wird es kein motu proprio zur Freigabe der alten Messe geben. Ein
grosszügige Handhabung des Indultes wurde bereits mit dem Institut des guten Hirten und dem Institut
St.Philipp Neri vorgenommen
Rudolfus: mit Kanonen auf Spatzen war es eigentlich nötig derartig brutal gegen die Piusbruderschaft
vorzugehen. Anfänglich war nämlich Bischof Lefebvre weder gegen das Konzil noch gegen Paul VI eingestellt.
Erst als man ihm mit der Schliessung seines Seminars drohte stellte er sich auf die Hinterbeine. Es wäre
bestimmt besser gewesen ihm eine gewisse Narrenfreiheit zu gönnen als ihn zum Widerspruch zu reizen.
Sentinel offenbar liegen Ihnen die FSSPX Brüder schwer auf dem Magen, doch haben Sie so lange nichts
zu befürchten, als die Inhaber des Stuhles Petri sich dem Konzil und seinen Reformen verpflichtet wissen.
Sentinel: Deutsch ist auch ein Fach es ist Ihr gutes Recht eine Meinung zu vertreten aber bitte, mit einer
klaren Sprache. Leider wird man aus Ihrem Text nicht klug, denn er besteht aus einer Reihe unzusammenhängender
Aussagen. Ausserdem wäre es korrekt wenn Sie die Argumente erwähnen würden, mit welchen der Erzbischof
die offene Hand Kardinal Ratzinger’s zurückgewiesen hat.
quo usque tandem wie lange wird es noch brauchen bis auch der letzte einsieht welches Katz und Mus Spiel
mit den ständigen Hinweisen auf die bevorstehende Veröffentlichung des Motu proprio gespielt wird. Wie
lange wird S.E. Bischof Fellay benötigen bis er einsieht, dass er immer mehr ausgespielt wird
Benedikt: bedenklich sie haben mit Recht hervor, ein Konzil sei kein Kongress von Theologen, wo man sich
mit unverbindlichen Aussagen zufrieden gibt. Allein es gehört zum katholischen Selbstverständnis, dass
jedes verbindliche Dokument sich auf ein vorhergehendes Dokument beruft, das dadurch in einer gewissen
Weise vervollständigt wird. Wenn Sie nun erklären, das Dokument nostra aetate bedürfe kein theologischen
Überhöhung, dann frage ich Sie, wie anders wollen Sie seine Verbindlichkeit begründen. Leitet man die
Verbindlichkeit der Konzilsdokumente daraus ab, dass es sich um Willenserklärungen der daran beteiligten
Konzilsväter handelt, so ist dies Wasser auf die Mühlen jener, die behaupten es handle sich um willkürliche
Akte jener Gruppe von Konzilsväter, die mit Hilfe der Päpste Johannes XXIII und Pauls VI am Konzil die
Oberhand gewinnen konnten.
Benedikt: es herrscht Unklarheit Hinsdichtlich der Verbindlichkeit der Konzilserklärung liegt leider
eine gewisse Unklarheit vor. Der nachfolgende Text (Denzinger 4350) gibt uns hierfür ein treffendes Beispiel:
Unter Berücksichtigung des konziliaren Verfahrens und des pastoralen Zieles des gegenwärtigen Konzils
definiert das heilige Konzil nur das im Bereich des Glaubens oder der Sitten als für die Kirche verbindlich,
was es selbst offen als solches erklären sollte. Daqs Übrige aber, was das heilige Konzil vorlegt, müssen
alle und jeder einzelne Christgläubige als Lehre des obersten Lehramtes der Kirche annehmen und festhalten
entsprechend der Absicht des heiligen Konzils selbst, wie nach den Grundsätzen der theologischen Interpretation
aus dem behandelnden Gegenstand oder aus der Aussageweise deutlich wird.Wenn Sie mir darüber etwas Klarheit
verschaffen könnten wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Graf von Galen nostra aetate wurde von Paul VI gebilligt. Wenn Sie es ablehnen müssen Sie wenigstens
erkennen, dass Paul VI möglicherweise kein Papst war sondern jemand der so tat als wäre er der Papst.
Ich sage bewusst möglicherweise, denn es steht niemandem ausser einem Papst zu, eine solche Aussage als
gewiss zu verkünden. Wenn Sie dazu nicht fähig sind, müssen Sie auch das Dokument, in Anbetracht dessen,
dass es keinen dogmatischen Anspruch erhebt als pastoral berechtigt anerkennen
Graf von Galen: umso schlimmer für die Tatsachen Als Hegel einmal darauf aufmerksam gemacht wurde, dass
seine Aussagen mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmten, gab er einfach zur Antwort: umso schlimmer
für die Tatsachen. Genau dieses Schema legen Sie Ihren antworten zu Grunde. Benedikt XVI hat Sie mit
Recht darauf aufmerksam gemacht, dass die kirchlichen Oberen mit der Gutheissung von Nostra aetate und
kein Dogma angetastet hätten und Sie fahren fort zu behaupten, es seien Häresien.auch Kardinal Seper
stellte seinerseits dem Erzbischof die Frage, ob er es für möglich halte, dassder Papst durch die Kundmachung
und Vorschreibung des meuen Ordo Missae und dass die Gesamtheit der Bischöfe durch dessen Annahme eine
neue, eine „konziliare“ kirche eine mit der katholischen Kirche unvereinbare Kirche eingerichtet und um
sich gechart habe“ Eine Antwort ist bis auf den heutigen Tag ausgeblieben und es ist zu befürchten, dass
wenn es noch lange der Fall sein wird, die Gläubigen den FSSPX Priestern allmählich davon laufen, denn
der Ansprechpartner in Rom, Kardinal Hoyos, ein genialer Stratege versteht es meisterhaft diesen Widerspruch
auszunützen und mit Bischof Fellay und Pater Schmidberger ein Katz und Maus Spiel zu treiben.
Benedikt: vergeblich auf den Beleg werden Sie vergeblich warten, denn er ist unauffindbar. Ein unterschiedliches
Verständnis der Glaubensinhalte trennt den vorkonziliaren- vom konziliaren Katholizismus und mehr nicht
und die Frage ist nur, reicht dieser Unterschied aus um das V 2 zu verwerfen. Dazu muss eine Hermeneutik
gefunden werden
HeinrichderZweite ihre Haltung ist deswegen widersprüchlich weil es nicht denkbar ist, dass ein Papst
die Kirche zu Grunde reitet. ubi Papa ibi Eccleisa lautet der Grundsatz. Die Kirche wird nicht untergehen,
weil die Person, die sie lenkt mit dem Beistand des heiligen Geistes rechnen kann. Wenn also, wie es die
Piusbruderschaft tut, dem Inhaber des Stuhles Petri vorgeworfen wird, dass er mit seinem Oekumenismus
die Kirche in die lautlose Apostasie führe, dann ist diese Aussage entweder falsch oder er nicht der
Papst. Non datur tertium quid. Kardinal Hoyos, ein genialer Stratege, hat diesen Widerspruch erkannt und
versteht meisterhaft damit umzugehen indem er mit der Piusbruderschaft Katz und Maus spielt.
Lieber Heinrich der Zweite ich stelle Ihnen nur die Frage, ist es für Sie vorstellbar, dass ein Lehramt
die ihm anvertraute Sache ins Verderben führt. Diese Frage hat mit anderen Worten Kardinal seper dem
Erzbischof gestellt, als Letzterer sich einem Verhör unterzog. Wozu dann ein solches Lehramt. Man hat
in dieser Sache konsequent zu sein, entweder gibt es das Lehramt als Stiftung göttlichen Rechts und dann
ist man ihm den Gehorsam schuldig und beweist damit, dass man es für vertrauenswürdig hält oder man
erklärt, es gäbe kein Lehramt und wird Sedesvakantist. Als unvoreigenommener Beobachter muss ich Ihnen
sagen, wenn die Piusbruderschaft so weiterfährt, werden immer weniger Gläubige ihre Seminare besuchen.
Denken Sie einmal darüber nach wenn Ihnen die Sache der Piusbruderschaft am Herzen liegt.
Das Lehramt der Kirche in Frage gestellt mit ihrer widersprüchlichen Haltung stellt die Piusbruderschaft
das Lehramt in der Tat in Frage, denn auf der einen Seite anerkennt sie die Oberhäupter der Amtskirche
als Päpste und auf der anderen Seite weigert sie sich sich ihnen zu unterwerfen, sondern gibt ihnen Anqeisungen
was sie zu tun haben. Eine typisch gallikanische Haltung
um des lieben Friedens willen ob Benedikt XVI auch die hinter der alten Messe stehende Opfertheologie
gutheisst, entzieht sich meiner Kenntnis. Für eine grosszügigere Handhabung des Indultes tritt er deshalb
ein, weil er damit den Frieden in der Kirche fördern will. Gleichzeitig könnte er auf diese Weise der
Piusbruderschaft einigen Wind aus den Segeln nehmen. Sie wäre dann isoliert, denn welche Existenz-berechtigung
hätte sie dann in den Augen vieler Gläubigen. Auch ist kaum anzunehmen, dass Benedikt ihre zweite Forderung
erfüllen wird indem er die gegen ihre Oberen verhängte Exkommunikation sowie die Suspendierung ihrer
Priester aufhebt.
Rudolfus. zu einfach sie machen sich die Sache allzu einfach. Natürlich haben sich Päpste ab und zu
mal geirrt. Doch geht es hier um mehr und vielleicht lesen Sie einmal die von den vier Oberen der Piusbruderschaft
verfasste Schrift Vom Oekumenismus zur lautlosen Apostasie. Hier wird Jemandem, den man für den rechtmässigen
Inhaber des Stuhles Petri hält, vorgeworfen einen Standpunkt zu vertreten, der langfristig die Kirche
ins Verderben führen muss. Das ist mehr als ein Irrtum auch wenn Johannes Paul II den Oekumenismus niemals
zu einer dogmatischen Gewissheit erhoben hat, hat er ihn stets als für alle Gläubigen verbindlich betrachtet
und es gelten, sofern man ihn für den Papst hält, die Worte Pius XII, dass auch dort, wo der Papst nicht
die höchste Autorität einsetzt, ihm in einer wichtigen Sache zuzustimmen ist. Ausserdem erklärte Benedikt
XVI in seiner Ansprache vom 22.12.05, wer im Konzil einen Bruch mit der Tradition erblicke, vertrete einen
unkatholischen Standpunkt.
Rudolfus: zweifelsohne Sittenstrolche unter den Päpsten hat es grosse Sittenstrolche gegeben und Alexander
VI ist bestimmt keine Ausnahme. Bischof Williamson hält aber Benedikt XVI keineswegs für einen Sittenstrolch,
sondern für jemand, der wegen seiner falschen Philosophie die Kirche in den Abgrund reitet. Widerspricht
eine solche Auffassung nicht der katholischen Lehre, denn flasche Lehren sind bekanntlich gefährlicher
als eine mangelhafte sittliche Gesinnung
konsequent zu Ende gedacht? Bischof Williamson sieht Vieles richtig, denkt es aber niemals konsequent
zu Ende, so dass man am Schluss nicht weiss, wo man steht. Daher wird kaum jemand ihm folgen können.
Auf der einen Seite erklärt er eine Einigung mit Rom für ausgeschlossen und auf der anderen Seite erklärt
er Benedikt XVI für den rechtmässigen Papst der ungewollt die Kirche ins Verderben führt. Welche Logik
steht dahinter
eine geniale Improvisation Die Legende von der bevorstehenden Freigabe des tridentinischen Ritus ist nicht
anderes als eine geniale Improvisation mit welcher ein Suspens am Leben erhalten wird
nicht verboten sondern einfach verunmöglicht Hätte Paul VI die alte Messe verboten, so hätte er sich
der damit der Häresie verdächtig gemacht. Verbieten kann man nämlich nur eine Sache die an sich schlecht
ist. Mit der Anordnung des NOM war er gleichzeitig genötigt den kanonischen Status der alten Messe festzulegen.
Er hat dies getan indem er sie der Indultpflicht unterstellte.
wozu überhaupt wozu überhaupt die Veröffentlichung eines Motu proprio. Hat nicht Rom mit der Gründung
verschiedener Ecclesia Dei Institute bereits Entgegenkommen gezeigt?
Benedikt: Inkoharenz bei der FSSPX die Priesterbruderschaft zeichnet sich durch Inkoharenz aus. Daran
wird sie schlussendlich scheitern, denn sie weiss nicht recht was sie will. Konkludent dafür ist der
Rückgang an Berufungen. Vor allem gewinnt man immer mehr den Eindruck, ihr fehle der Wille zu einer gründlichen
Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte.
Rudolfus: bitte konsequent sein wenn man die Konzilspäpste als die rechtmässigen Nachfolger des heiligen
Petrus ansieht, so hat man ihnen Vertrauen zu schenken und darf ihnen nicht eigene Wertmasstäbe entgegensetzen.
Paul VI war überzeugt, dass die Kirche mit dem NOM ihrer missionarischen Aufgabe besser gerecht würde.
Wenn die FSSPX Oberen kein Vertrauen in den Inhaber des heiligen Stuhls zeigen, so bleibt ihre Anerkennung
eines blosses Lippenbekenntnis.
steht nicht zur Debatte ob Montini Schein oder echter Papst ist steht hier nicht zur Debatte. Was zur
Debatte steht, ist sein Wille die alte Messe aus der kirchlichen Gemeinschaft zu verbannen. Das hat er
gewollt und sie deshalb verunmöglicht. Um mehr geht es nicht
Ultramontanus alle diejenigen die sich auf die Verbreitung halber Wahrheiten wie Paul VI hat die alte
Messe nie verbotenspezialisiert haben. Damit gibt man sich mit einem unvollständigen Sachverhalt zufrieden
und glaubt nicht weiterdenken zu müssen
Rudolfus: bitte nachlesen nachstehend der genaue Wortlaut der apostolischen Konstitution: Missale Romanum
vom 3.4.1969: Die Bestimmungen dieser Konstitution treten am 30. November, dem ersten Adeventsonntag dieses
Jahres in Kraft. Unsere Anordnung und Vorschriften sollen jetzt und in Zukunft gültig und rechtskräftig
sein, unter Aufhebung jedweder entgegenstehender Konstitutionen und Verordnungen Unserer Vorgänger sowie
aller übrigen Anweisungen, welcher Art sie auch seinen www.kreuz.net/. Die Sprache ist deutlich genug.
Paul VI wollte, dass die neue Messordnung fortan beim Gottesdienst benutzt werde
Rudolfus: nicht verboten aber verunmöglicht. Paul VI hat die alte Messe nicht verboten, sie jedoch verunmöglicht,
denn es ist dem jeweiligen Ortsbischof anheimgestellt sie zuzulassen oder nicht zuzulassen. Man kann es
auch so formulieren: er hat sie ausser Kraft gesetzt mit der Auflage, der zuständige Ortsbischof müsse
von Fall zu Fall entscheiden ob er sie erlauben oder verbieten will. Die FSSPX Oberen machen es sich in
dieser Sache allzu leicht. Sie sollten einmal die Argumente Pauls VI mit denen er seinen Schritt begründet
hat einmal richtig studieren.
inkohärent und führt in eine Sackgasse die Haltung der FSSPX und der mit ihr verbundenen Gemeinschaften
in der Papstfrage ist inkohärent und führt in eine Sackgasse. Haben die Oberen der FSSPX einmal Melchior
Cano gelesen. Ich glaube kaum, denn sonst wüssten sie zwischen Häresie und Begünstigung der Häresie
zu unterschieden. Wenn die FSSPX weiterhin mit Hartnäckigkeit ihren Standpunkt vertritt, so wird sie
in eine Sackgasse geraten aus welcher es kein Entkommen mehr geben kann. Wer nämlich Die Auffassung vertritt,
die Nachfolger Pius XII seien die von Gott erwählten Oberhirten, wird nicht einsehen weshalb er sonntags
eine Kapelle der Priesterbruderschaft anstatt eine der vielen Ecclesia Dei Kapellen besuchen sollte, wo
er weiss dass die Gemeinschaft mit Benedikt XVI und dem Ortsbischof vorliegt. Wer hingegen in dem von
den vermeintlichen Konzilspäpsten verfolgten Kurs Satans Meisterstück erblickt, wird sich langfristig
gesehen lieber einer sedesvakantistischen Vereinigung anschliessen. Der Rückgang der Preisterberufungen
dürfte der Priesterbruderschaft ebenfalls zu denken geben.
Rudolfus: Paul VI zur Liturgiereform [kursiv]Daher entspricht die Neugestaltung einer von der Autorität
der Kirche getragenen Anordnung. Sie stellt einen Akt des Gehorsams und die konsequente Haltung der Kirche
dar. Sie ist ein Schritt nach vorn in der echten Tradition der Kirche und ein Zeichen der Treue und Lebenskraft.
Dieser Reform müssen wir alle bereitwillig zustimmen. Sie ist nicht willkürlich, auch kein hinfälliger,
dem Belieben anheimgestellter Versuch, und ebensowenig das improvisierte Stück einiger Dilettanten, sondern
ein von ausgewiesenen Kennern der Liturgie durchdachtes, lange erörtertes und studiertes Gesetz. Wir
tun gut daran, es mit freudigem Interesse aufzunehmen und mit prompter, einmütiger Bereitwilligkeit durchzuführen.
(Ansprache über die Messordnung vom 19.11.1969
Jörg Guttenberg. Gehorsamspflicht man kann geteilter Meinung sein, ob die Art und Weise wie Paul VI die
Liturgiereform durchgeführt hat besonders glücklich war. Man muss ihm jedoch zubilligen, dass er überzeugt
war, damit das Gemeinwohl der ihm anvertrauten Gemeinschaft und es deshalb eine Sache des Vertrauens,
ihm in dieser Sache den Gehorsam nicht zu versagen. Im übrigen haben Johannes Paul II und Benedikt XVI
entsprechende Korrekturen vorgenommen, die es dem Gläubigen gestatten, an einem Ritus seiner Wahl teilzunehmen.
Etwas anderes ist es, wenn es dem Belieben des jeweiligen Priesters anheimgestellt wird, wie es die Oberen
der FSSPX als Vorbedingung verlangen. Sollte Benedikt XVI ihr Folge leisten, käme dadurch die Autorität
des Ortsbischof ins Schwanken. Ausserdem würde einander immer mehr sich entfremdende Gruppen innerhalb
der kirchlichen Gemeinschaft entstehen
no comment: ehrlich in seiner Zwiespältigkeit Er war zwiespältig. Einerseits beabsichtigte er nicht
den Rechtsverband Kirche zu verlassen aber gleichzeitig zeigte er überhaupt kein Vertrauen in ihre Führung.
Seine unerlaubten Bischofseihen bezeugen es
er war ehrlich Man kann Erzbischof Lefebvre die Ehrlichkeit nicht absprechen. Seine Gläubigen hat er
stets über seine Verhandlungen mit Rom verständigt. Er war jedoch äusserst naiv, denn er glaubte Rom
umstimmen zu können. Als Kardinal Seper beispielsweise die Feststellung machte, man müsse aus seinen
Behauptungen folgern, dass nach seiner Ansicht, der Papst durch die Kundmachung und Vorschreibung des
neuen Ordo Missae und dass die Gesamtheit der Bischöfe durch dessen Annahme eine neue, eine „konziliare“
Kirche, eine mit der katholischen Kirche grundsätzlich unvereinbare Kirche eingerichtet und sichtbar
um sich geschart habe? wollte der Kardinal natürlich wissen, ob der Erzbischof dies einem Papst zumuten
könne und nicht was er von den Reformen und vom NOM halte. Der Erzbischof ging jedoch überhaupt nicht
auf diese Frage ein, sondern stellte fest der Begriff „konziliare Kirche“ sei nicht von ihm sondern von
Bischof Benelli und der neue Ritus atme einen ökumenischen bezw. protestantischen Geist
zwei unterschiedliche Kulturen zwei unterschiedliche Kulturen liegen den beiden Riten zu Grunde. Der tridentinische
Ritus beruht auf einer Kultur des Misstrauens gegenüber dem menschlichen Streben nach Selbstbehauptung
während der NOM eine Kultur des selektiven Wohlwollen gegenüber der innterweltlichen Entwicklung zur
Voraussetzung hat. Diese Kultur geht davon aus, dass die innerweltliche Entwicklung ihrer eigenen Logik
gehorcht und sucht den Standort zu bestimmen, von wo aus ein christliches Zeugnis abgelegt werden kann
Aus Treue zum Konzil Aus Treue zum Konzil forderte seinerzeit Paul VI die freudige Annahme des NOM. Wer
sich zum Konzil bekennt weiss sich seinen Förderern Johannes XXIII, Paul VI und Johannes Paul II verpflichtet.
Wer jedoch den alten Ritus dem NOM vorzieht hält das Trennende bezw. Spaltende für wichtiger als das
Einende.
Hw.Schuller Hw. Schuller sieht die Sache richtig. Aus zwei unterschiedlichen Riten gehen unterschiedliche
Glaubensgemeinschaften hervor. Langfristig ist eine Entfremdung zwischen derartig unterschiedlichen Gemeinschaften
nicht auszuschliessen. Daher muss im Interesse der Einheit der alte Ritus eine Ausnahme bleiben
Benedikt: Das Paradox der FSSPX Für einen unvoreingenommenen und juristisch interessierten Beobachter
ist das Studium der Beziehungen zwischen der Bruderschaft und Rom einfach faszinierend, denn man stösst
dort auf Schritt und Tritt auf Widersprüche. Diese Widersprüche verunmöglicht eine Einigung die von
beiden Seiten – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – gewünscht wird. In Anbetracht dessen lohnt
es sich die Problematik einmal gründlich ins Auge zu fassen und nach dem Grundsatz audietur et altera
pars beide Seiten zu Wort kommen zu lassen. Weshalb reden beide Seiten miteinander wird man sich fragen?
Die Antwort ist nicht schwer: Rom, weil es einen unangenehmen Störenfried beseitigen möchte und die
FSSPX weil sie sich von einer Anerkennung durch Rom einen Zuwachs an Gläubigen erhofft. Hier stösst
man bereits auf das erste Paradox: Diejenigen welche mit allen Kräften ein Entgegenkommen Benedikts XVI
zu verhindern suchen erweisen sich als die besten Verbündeten der FSSPX. Würde nämlich Benedikt XVI
die alte Messe freigeben, hätten die FSSPX keinen Grund mehr sich der Ecclesia Dei nicht zu unterordnen.
Dadurch würde sie einen Teil ihrer Gestaltungsfreiheit einbüssen. Sie könnten dann nicht mehr überall
Priorate einrichten ohne zuvor die Zustimmung des zuständigen Diozösanbischof zu erhalten. Umgekehrt
müssten sich die Diozösanbischöfe Eingriffe seitens Rom gefallen lassen. Der Fall Bordeaux ist dafür
ein Beispiel.
Benedikt: richtig gesehen was Sie sagen ist zutreffend, die 100% Überzeugten dürften Ihre Meinung kaum
ändern. Die Übrigen werden dem jeweiligen Priester gehorchen. Es geht aber auch um den Nachwuchs. Warum
in Econe oder Zaitzkofen und nicht in Wigratzbad.
Sedesvakantismus als logische Konsequenz Wer die V 2 Reformen und den NOM ablehnt, hat – weill er sich
kohärent verhalten – keine andere Möglichkeit als den Sedesvakantismus. Sollte Benedikt XVI das Motu
proprio tatsächlich veröffentlichen, wäre die FSSPX in einer äusserst heiklen Lage. Wie will sie dann
noch ihren Gläubigen klar machen, dass es besser ist die heilige Messe bei ihr zu besuchen anstatt bei
einer Ecclesia Dei Gemeinschaft.
eine ungewollte Nebenhierarchie – contra factuem non valet argumentum bei der FSSPX liegt ein Eventualvorsatz
vor. Ich unterstelle ihnen damit nicht, dass sie die Absicht hatten, sich von Rom zu trennen. Mit ihrem
Schreiben „vom Ökumenismus zur lautlosen Apostasie“ haben sie jedoch ein Dokument mit lehramtlichen Charakter
herausgegeben, das sich eindeutig gegen den von der Amtskirche gelehrten Ökumenismus wendet. Damit ist
jedoch der Tatbestand eines paralellen Lehramtes bereits gegeben. In die gleiche Richtung geht die 1988
vorgenommene Weihe von Bischöfen. Sie ist ein eindeutiger Akt des Misstrauens gegen offizielle Lehramt.
Warum nicht gleich Sedesvakanz In den FSSPX Nachrichten wird die Rede von Bischof Fellay mit keinem Wort
erwähnt. Vorausgesetzt Kreuz.net sagt die Wahrheit ist es mir unverständlich weshalb er sich nicht zum
Sedesvakantismus bekennt. Wenigstens wäre seine Haltung kohärent. Das von ihm gemalte Portrait Benedikt
XVI zeigt ihn als einen Schwächling der sich nicht gegen seine Mitarbeiter durchzusetzen vermag. Mit
anderen Worten, er ist kein Papst er im Verständnis Bischof Fellays sein sollte.
völliger Vertrauensverlust mit seinem Schritt von 1988 hat der Erzbischof deutlich gemacht, dass er Johannes
Paul II nicht mehr für vertrauenswürdig erachtet
Gefallen an der Rolle Freudig spielt Bischof Fellay seine Rolle. Ständig sucht er nach neuen Argumente
um zu beweisen, dass er un seine Mitbrüder nicht im Schisma seien. Wie aber vertragen sich seine Behauptungen
mit der vor einigen Jahren veröffentlichten Schrift „vom Ökumenismus zur lautlosen Apostasie?“
Bischof Fellay’s Wiederholung des ewig Gleichen Unermüdlich verkündet Bischof Fellay den gleichen Refrain:
Benedikt XVI möchte gerne aber böse Kardinäle lassen es nicht zu. Könnte aber die Wirklichkeit nicht
anders aussehen. Meinungsverschiedenheiten sind nicht auszuschliessen. Deswegen von einem Konflikt zu
sprechen scheint mir jedoch etwas gewagt. Schliesslich weiss sich auch Benedikt XVI dem Beschluss Pauls
VI dass fortan der NOM der Ritus der lateinischen Kirche sei, verpflichtet. Ausserdem besteht heute die
Möglichkeit eine Messe nach dem klassischen Ritus zu besuchen ohne dass es dafür einen neuen Motu proprio
brauchte.
Athanasius: nicht so einfach Die Gründerväter der europäischen Union Adenauer, de Gasperi und Schumann
waren bekennende Christen. Ihr Anliegen war es ein überkonfessionelles jedoch auf christlichen Grundlagen
beruhendes Europa zu schaffen. Im Gründungsakt der Vereinten Nationen ist jedoch von christlichen Grundlagen
keine Rede. Das Anliegen ist wie folgt umschrieben: a.) künftige Generationen vor der Geissel des Krieges
zu bewahren, b.) den Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit,
an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen ob gross oder klein, erneut zu bekräftigen,
c.)Bedingungen zu schaffen unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen
und anderen Quellen des Völkerrechts gewahrt werden können. Zwar hat Johannes XXIII in Pacem in terris
das Anliegen der Vereinten Nationen gutgeheissen, jedoch die Bedingung gestellt, es müssten die göttlichen
Gesetze eingehalten werden
Zu Benedikts Besuch in der UNO Mit seinem Schritt will Benedikt XVI wie übrigens seine beiden Vorgänger
Paul VI und Johannes Paul II der Völkergemeinschaft seinen Respekt bezeugen und sich von jenen Gruppierungen
distanzieren, die in ihr ein Werk menschlicher Selbstherrlichkeit sehen.
una cum es steht eindeutig fest, dass die Piusbruderschaft davon überzeugt ist, in Einheit mit dem Papst
und dem Ortsbischof zu stehen. Als unvoreingenommener Beobachter wird man sich jedoch fragen müssen,
ob dies mehr als ein blosses Lippenbekenntnis sein kann. Pater Mählmann meint, es handle sich um Richtungskämpfe
innerhalb der selben Gemeinschaft. Eine derartige Erklärung wird man aber kaum als glaubwürdig ansehen
können nachdem vor rund drei Jahren von den Oberen der Priesterbruderschaft eine Erklärung mit dem Titel
„Vom Ökumenismus zur lautlosen Apostasie“ herausgegeben wurde.