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#30 Benedikt 12:22:25 | Donnerstag, 15. September 2005
@ Elendester Sünder Ich glaube das ist eine Art Parabel über die Piusbrüder. Viel eher ist es allerdings
ein Märchen. 1. Eine Menge Leute können Gates nicht leiden, obwohl sie MS-DOS nur noch aus Erzählungen
kennen. Einige können Gates nicht leiden, weil er ihre Firma in den Ruin getrieben hat. Die Gerichte
können ihn nicht leiden, weil er gegen das Gesetz verstoßen hat und viele Nutzer, weil er ihnen vieles
aufzwingt, was sie nicht wollen. 2. Die meisten Anhänger der Piusbruderschaft kennen die Zeit vor dem
Konzil (in der Parabel die MS_DOS Zeit) gar nicht mehr, weil die da noch gar nicht geboren waren. 3. Ich
glaube nicht, dass es einen Piusbruder gibt, der neidisch auf den Erfolg des Konzils ist… ganz ernsthaft…
sowas gibts nicht )) 4. jeder Anfänger ganz leicht Rechner bedienen konnte… Wo ist hier die Parabel?
5. Nicht alle, die Gates nicht leiden können sind Anhänger der FSSPX (hab ich gehört ))
#3 Benedikt 19:06:38 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Gotthard Soll das mal wieder eine deiner Andeutungen sein? In Liechtenstein gibts etwa 25.000 Katholiken –
mancher Priester betreut mehr. Da kann sich der Erzbischof ruhig mal nach Wien begeben, welches mit dem
Fürstentum Liechtenstein historisch verbunden ist.
#31 Benedikt 18:41:24 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Athanasius …alles was die Einführung der Neuen Messe kennzeichnete verurteilt. Darunter das Scheiden
von Tabernakel und Altar. Nun gut, aber was ist mit Altären der Bischofskirchen? Da gab es schon länger
Sakramentskapellen! Allerdings muss ich sagen, dass mir diese Trennung (in den Bischofskirchen ist es
ja keine, dort steht der Tabernakel auf dem Altar d. Sakramentskapelle) auch nicht logisch erscheint.
„Altäre“ freimaurerische Symbolen widerspiegeln zum Beispiel? Übrigens war in frühen Basiliken der
Altar völlig umkleidet von einem Kleid Sehr richtig, er stellte eine Art Zelt dar, in dem jetzt aber
nicht mehr die Bundeslade stand, sondern der Herr selber anwesend war. Daraus entwickelte sich unmittelbar
der Ziborienaltar, welcher im Abendland die Urform des Altars ist. Ein Ziborienaltar kann kaum mit der
Wand verbunden sein. Die Ziborienaltäre der frühen Grosskirchen standen in der Vierung der Kirche.
#84 Benedikt 18:22:44 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Stimme aus dem Tradiland: Immer weiter Ich wollte eine theologische Rechtfertigung für den Besuch eines
öffentlichen Bades in Badehose durch einen katholischen Priester. Und ich die theologische Rechtfertigung
für die Benutzung eines PKW. Die Analogie von abgekommenen Taufriten zum heutigen Verhalten stammt von
Ihnen. Reine Überinterpretation. Der Kern der Aussage war, dass man es mit der Nackheit früher nicht
so prüde nahm, wie sie das hier behaupten bzw. heute vertreten. Noch schlimmer: Sie haben also andere
ungenaue Quellen benützt, was noch leichter vermeidbar ist. Vor zwei Wochen waren bei Google gefundene
Seiten bei Ihnen noch vom Modernismus befallen. Hüten Sie sich davor! Wenn ich weiß, dass es früher
Nackttaufen gab, dann muss ich nicht dafür googlen. Sinngemäß schon. Denn von einem Einzelfall Von
einem Einzelfall habe ich auch nichts geschrieben. Sie sollten nicht von sich auf andere schließen…
Och, was ist denn das für eine schwache Replik
#82 Benedikt 17:19:14 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Tradiland Kann ein Priester alles in Soutane machen Das hat – wie bei Ihrer hilflosen „Argumentation“
üblich – nichts mit dem zu tun, worum es hier ging. Sie wollten eine theologische Begründung wegen des
Körpereinsatzes beim Schwimmen und ich wies darauf hin, dass theologische Begründungen nicht immer gegeben
sind und das nichts über Wert oder Unwert der Sache sagen muss. Das kommt heraus, wenn ein Ahnungsloser
sich vergoogelt Wer ahnunglos ist zeigt sich ja wie folgt: 1. Etwass als „historisierend“ zu beschreiben
heißt nicht, dass es nicht wahr ist. 2. Ich habe nichts ergoogelt 3. Von „Regel“ habe ich auch nichts
geschrieben 4. Habe ich nie bestritten, dass es abgeschafft ist, noch gefordert, dass es wieder eingeführt
wird. Offenbar sind Sie nicht gewillt, oder nicht in der Lage, auf Argumente einzugehen und ersetzen dies
durch Spekulationen, konstruierte Zusammenhänge oder abwegige Rückschlüsse. Es fragt sich sehr, wer
hier der Ahnungslose ist.
#29 Benedikt 17:12:28 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Tradiland Machen Sie sich doch nicht lächerlich. Ich will damit sagen, dass ein Altar – grad wie heute
der sog. Volksaltar – keineswegs unbedingt an der Stirnseite stehen muss und das mit freimaurerischen
Riten schon gar nichts zu tun hat. Im übrigen bin ich gegen exotische Bezeichnungen wie „Jausengegner“
(was immer das sein mag) ziemlich immun.
#76 Benedikt 16:25:24 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Ja erschrecken sie nicht, aber früher wurde NACKT durch Untertauchen getauft.
Im örtlichen Baptisterium. Die Prüderie ist etwas, was die Kirche, oder besser Teile von ihr, offenbar
von den protestantischen Puritanern übernommen hat. Auf diese Einflüsse des Protestantismus sollten
Sie auch einmal achten.
#26 Benedikt 16:18:32 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Was für eine „Überklerikalisierung“? Die Überbetonung des Priesters. Sie
war vor dem Konzil ausgeprägter als heute. Wo wird denn der „Volksaltar“, nicht einfach der Altar an
sich, so bezeichnet? „Volksaltar“ ist kein Altar sui generis sondern lediglich eine (Kampf-)Bezeichnung.
Es handelt sich um einen geweihten Altar, folglich steht er für Christus. normalerweise an jener Seite,
die man als „Stirnseite“ bezeichnen könnte. Ah! Leider kennen sie nur FSSPX-Kirchen, wo das offenbar
der Fall ist. Mit der kirchenbaulichen Wirklichkeit hat das nichts zu tun. Die Papstthrone stehen an der
Stirnseite. Die Altäre der Dome von Speyer, Mainz, Limburg usw stehen und STANDEN in der Vierung, wie
das im Kirchenbau früher üblich war. Siehe auch Risszeichnungen der alten Kölner Dome. Einfach überall.
Ihr Argument ist unzutreffend.
#72 Benedikt 16:10:51 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Hochwürden, der Ball liegt bei Ihnen! Leider ist der Ball schon ziemlich platt.
Es ist ja vollkommend absurd, für jede noch so nichtige Tätigkeit eine theologische Begründung einfordern
zu wollen. Wo liegen die theologischen Begründungen fürs Autofahren, Pizza-Essen (man könnte genauso
gut Brot essen), Internet-Surfen usw.? So langsam nähern wir uns wirklich Absurdistan. Diese Prüderie
ist ja nicht auszuhalten.
#24 Benedikt 15:57:13 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Wer sagt, dass Freimaurerriten unwirksam sind? Ach so, jeder Logenbruder kann
also die Wandlung vollziehen, Entschuldigung, das wusste ich bis eben nicht!! Denn der NOM stellt in seinem
Wesen eine Verschiebung vom Gottesdienst hin zum (ohne Gott verstandenen) Menschendienst dar. Nur weil
das von NOM-Kritikern behauptet wird, ist das noch lange keine bewiesene Tatsache, auch wenn Sie das gerne
hätten. Die heute oft zu hörende Behauptung, der Priester stünde heute viel mehr im Vordergrund und
müsse in der Messe seine Show abziehen, kann ich angesichts der Überklerikalisierung, die es vor dem
Konzil offenbar gab, nicht ganz nachvollziehen. durch den genannten Freimaurer-Tisch. Wieder diese nette
Bezeichnung für das, was in ALLEN Ritenbüchern als Symbol für Christus angesehen wird. Bei den Freimaurern
sitzt an der Stelle, wo in einer Kirche der Altar stehen würde der Vorsitzende der Loge. Welche Stelle
ist gemeint?
#5 Benedikt 15:29:33 | Mittwoch, 14. September 2005
Meine Güte… …ich begreife nicht, was mit solchen Theatervorführungen bezweckt werden soll. Warum
zelebriert der Priester nicht einfach eine Messe, wie das die meisten anderen auch tun? Ohne Leinwände,
Projektoren, seltsame Kunstprojekte. Das kann doch nicht so schwer sein. @ Sulpicius: Denkmalschutz greift
hier nicht, weil es sich nicht um etwas dauerhaft befestigtes handelt. Lediglich bei dem „Altar“ in der
Seitenkapelle könnte etwas faul sein, wenn dafür ein anderer künstlerisch wertvoller entfernt wurde.
#60 Benedikt 15:08:10 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Dr. Pytlik icht nur einer der gewählten Jahrgangssprecher, sondern auch Sportpräfekt (ja, ein Wahnsinn,
was es heutzutage alles im Seminar gibt, hilfe! Darüber, dass es so etwas gibt, wundere ich mich nicht,
sondern nur über den Titel „Sportpräfekt“ ). Gabs dann auch ein Dikasteriat Schwimmen, ein Dikasteriat
„Fussball“ usw?? ) @ Marcel Dort steht außer Frage, daß Priester und Ordensleute nicht ohne Not in der
Öffentlichkeit ihre Berufungstracht ablegen. Ja und außer Frage steht auch, dass es zum Schwimmen ganz
und gar nötig ist, die Berufungstracht abzulegen!!
#22 Benedikt 15:02:14 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Interessant, d.h. die Cardinäle Ottaviani und Bacci waren also Häretiker
Ach, ich bin ja sehr auf die Textstelle gespannt, wo Ottaviani den NOM einen freimaurerischen Ritus nennt.
Nur nicht ablenken. Theologische Bedenken hinsichtlich der Abänderung des Kanons und Gleichsetzung der
ganzen (!) Messe mit freimaurerischen Riten sind ein gewaltiger Unterschied. wahrscheinlich ungültigen
NOM-Messe Auch dieser Einwand entspricht nicht dem, was Sie geschrieben haben. Sie haben den Neuen Ritus
als freimaurerisch diskreditiert, ihn somit in die Nähe des Götzendienstes gerückt, was wiederum bedeutet,
dass >95% der Katholiken, einschließlich des Papstes Götzendiener sind. Sie haben sich – falls sie das
wirklich ernst und nicht nur als Polemik dahergesagt haben – damit selbst als Irrlehrer enttarnt. Zudem
weise ich darauf hin dass Kard. Ottaviani nicht Gott ist, und somit pauschal über die Intentionen zukünftiger
(!) Priester keine Auskunft geben kann. Man kann am Verhalten jedes Priesters erkennen, ob er an die Realpräsenz
glaubt. Dann kann man davon ausgehen, dass auch die Intention gegeben ist.
#55 Benedikt 14:17:09 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Stimme aus dem Tradiland JoPaII. war in keiner Weise vorbildlich. Wenn aber ja, dann möchte ich, dass
Sie auch den Koran küssen und das Photo dann auf ihrer Seite veröffentlichen. Küßt also ein Diener
Gottes den Koran? Das hat doch nichts damit zu tun, was JPII vom Sport hielt. Verknüpfen Sie doch nicht
immer in solch absurder Weise. Wer nicht beweisen kann, dass sich Christus heute so zeigen würde, kann
auch nicht beweisen, dass er als Priester die Rechtf. hat, sich so zu zeigen Wieder absurd. Anderenfalls
könntest du auch die Barockkaseln deiner FSSPX-Gemeinde hübsch dem Altkleidersammler übergeben. Der
Herr hat sicherlich keine getragen. Und auch keine Pontifikalschuhe.
#20 Benedikt 13:04:56 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Sozialkatholisch Es ist wahr, dass der NOM bisweilen unwürdig zelebriert wird. Bei Tridentinischen
Messen sind solche Mißbräuche eher selten, dass ist auch wahr. Nur: Warum ist das so? Liegt es am Ritus?
Oder liegt es am Priester? Es ist doch klar: Wer sich heute, angesichts der vielen Probleme und Widerstände
dazu entschlossen hat, im Tridentinischen Ritus zu zelebrieren, der hat ein tiefes liturgisches Verständnis,
so dass ihm Mißbräuche nicht in den Sinn kämen. Müsste JEDER Priester nach dem Missale von 1962 zelebrieren,
so würden 100%ig die gleichen Probleme auftreten, wie jetzt beim NOM. Auch nach dem NOM ist das meiste
verboten, was sich einige priesterliche Liturgiezurechtschneider so alles einfallen lassen (selbst gedichtete
Hochgebete usw.) Kümmern tut das diese Priester dennoch nicht und es nicht zu erkennen, warum sie das
ausgerechnet im Tridentinischen Ritus auf einmal interessieren sollte. Sie würden dort schnell das gleiche
tun, was sie schon jetzt im NOM tun. Man sollte das katholischsein bejahen, hervorheben und dabei aus
Liebe den Evangelischen Brüder und Schwestern die Rückkehr zur Kirche möglichst einfach machen Mit
Betonung auf ersterem. Man darf keine Glaubenswahrheiten zugunsten der Ökumene aufgeben.
#18 Benedikt 11:42:39 | Mittwoch, 14. September 2005
@ Marcel Schön. Können wir sachlich bleiben („plapperte“)?? Ich weiß selber, dass es Kritiker des NOM
gibt, möglicherweise haben sie teilweise auch recht. Wer aber behauptet, es handele sich um einen protestantischen
oder gar freimaurerischen Ritus (wobei die Frage wäre, was das überhaupt sein soll), der deutet damit
an, dass im NOM keine Wandlung stattfindet (die es im Protestantismus bekanntlich nicht gibt). Das aber
ist nichts als Häresie. Schreib von mir aus von einem Ritus, der deiner Meinung nach spezifisch-protestantische
Elemente enthält, aber nicht wieder, dass es sich um einen protestantischen Ritus handeln würde
#32 Benedikt 16:27:19 | Dienstag, 13. September 2005
@ Gotthard: Aber, aber ich glaube, ich bin im falschen Film … was sit denn das für ein Priesterbild?
Soutane…? Wo gibt es die denn noch? Der Handkuss für den Priester wäre auch wieder einzuführen…!
Ja wo bleibt denn hier deine gewohnte Liberalität? Wenn ein Priester Soutane tragen will, dann ist das
doch seine Sache oder nicht? Bist du etwa engstirnig? Das von Didimus zitierte „Argument“ der Stimme aus
dem Tradiland hat mich auch amüsiert. Äußerst abstrus *g*
#6 Benedikt 15:37:16 | Dienstag, 13. September 2005
@ Peccator Ganz ernsthaft, das ist das, was bei uns der PGR macht, sonst nichts: Pfarrfest, Fronleichnam,
Christi Himmelfahrt, Martinszug, Organisation „Tag des Ewigen Gebets“. Mag sein, dass es tatsächlich
PGRs gibt, die sich mit dem Pfarrer angelegt haben/ anlegen. Das dürften aber nicht all zu viele sein.
Außerdem soll es tatsächlich PGRs geben, die sich nur wegen liturgischer Missbräuche mit dem PGR angelegt
haben.
#12 Benedikt 15:24:51 | Dienstag, 13. September 2005
@ Marcel Den NOM, vom Freimaurer Bugnini unter Mithilfe mehrerer Protestanten konstruiert, würde man
wahlweise als Freimaurer-Messe oder Luther-Messe bezeichnen. Ernsthaft. Das Verunglimpfen des Ritus, der
in der Kirche zugelassen ist, hat mit katholisch sein überhaupt nichts mehr zu tun. Ernsthaft. Eine organische
„Entwicklung“, die so minimal ist, Minimal ist die Änderung bestenfalls seit Gregor dem Großen. Zwischen
dem letzten Abendmahl und einer Tridentinische Messe dürften einige Unterschiede bestehen. Diese Entwicklungen
werden nicht einmal von der FSSPX bestritten, wie man in den sehr schönen Abhandlungen über den Ritus
im MB lesen kann. Lang lebe die Gegenreformation! Da sind wir uns einig. @ Tradiland „Luthertisch“ – jaja,
seltsam nur, dass die beiden ev. Kirchen meines Wohnortes Blockaltäre haben, die mit der Wand verbunden
sind. Soviel dazu.
#2 Benedikt 14:28:16 | Dienstag, 13. September 2005
Satzungsänderung Bis heute konnte ich keinen Zeitungsartikel finden, in dem erwähnt worden wäre, was
an der Satzung überhaupt verändert wurde. Das lässt mE darauf schließen, dass es sich um eine lächerlich
kleine Änderung gehandelt haben muss. Ich sitze selber in einem PGR und empfinde das Vorgehen des „ZdK“
und etlicher anderer „Oberlaien“ als Diffamierung der ehrlichen Arbeit, die in vielen PGRs geleistet wird.
In unserem PGR macht niemand dem Priester Vorschriften (genau genommen gibt es gar keinen Priester, die
Vikarie wird von der benachbarten Pfarrei priesterlich versorgt) noch hält man sich für Vertreter, die
„im Namen der Gemeinde“ irgendwelche Forderungen aufstellen. Das einzige, was wir machen ist Organisation
und Verwaltung. Auch unsere Kirche ist von Schließung bedroht, genau wie etliche andere in der Nähe,
die allesamt von einer Pfarrei versorgt werden. Es wäre dem Pfarrer unmöglich, sich um den Erhalt aller
Kirchen zu kümmern. Das muss die Gemeinde selber tun und der PGR ist hierfür eine ideale Basis.
Wahn der liberalen Katholiken Es ist doch sehr erstaunlich, wenn ein Priester, bloß weil er mit einem
Birett in der Messe herumläuft, als „konservativ“ apostrophiert wird. Der Wahn, bzw. die Angst der Liberalen,
in allem etwas (ach so schreckliches) konservatives (Hilfe!) zu sehen, hat mittlerweile pathologische
Züge angenommen.
#83 Benedikt 12:59:52 | Montag, 12. September 2005
@ Marcel 11. Sep. 20:20h Deswegen hat die Kirche Jahrhunderte lang den Verräter (Luk 6,16) in einer Oration
am Gründonnerstag und am Karfreitag den Gläubigen als verdammt vorgestellt. (Natürlich im neuen V.II-Ritus
abgeschafft!) Ja so sicher waren sich die Gläubigen da aber wohl nie. Unlängst wurde hier im Forum die
Kunst der Nazarener hochgelobt. Ein Hauptvertreter der Nazarener ist Philipp Veit, und dieser stellte
Judas Iskariot auf seinem Bilderzyklus im Mainzer Dom mit Heiligenschein dar. Seltsam, oder?
#67 Benedikt 14:38:04 | Sonntag, 11. September 2005
@ sebastian kann mir jemand bitte erklären ob man exkommuniziert ist wenn man bei fsspx in die messe
geht- wenn möglich mit beweisen. hab das nämlich mal gehört. (Noch eine Bestätigung von einem Nicht-FSSPX
Anhänger) Niemand ist exkommuniziert, wenn er zum Messen der FSSPX geht, dort seinen Beitrag zur Kollekte
leistet oder sich stärker beteiligt. Das einzige Problem ist das mit den unerlaubten Bischofsweihen,
was einen Messbesucher bzw. Anhänger der FSSPX aber nicht kümmern muss. Man kann also auch Messen der
exkommunizierten Bischöfe besuchen (siehe das zutreffende Beispiel von Athanasius), ohne selbst exkommuniziert
zu sein. Wem die (ganz ganz reine und alleinige ) Tradition am Herzen liegt, oder wem die Hl. Kirche durch
lächerliche Messimitationen allmählich vergrault zu werden droht, der ist bei der FSSPX sogar besser
aufgehoben als anderswo.
#10 Benedikt 14:26:38 | Sonntag, 11. September 2005
@ Frl. Ilse Es sollte ihn bekannt sein, dass es in Deutschland eine gewisse Sensibilität gibt, wenn es
um Juden geht. Bei unserer Geschichte mag das grundsätzlich eine gesunde Einstellung sein, jedoch darf
man auch nicht in Verfolgungswahn geraten und jede Kritik – sei sie nun berechtigt oder unberechtigt –
als Antisemitismus abtun. Man kann sich da sehr schnell irren, wie das Beispiel des ehemaligen Bundestagspräsidenten
Jenninger zeigt. Dieser drückte sich in einer Rede etwas ungeschickt aus, vergaß sozusagen die Anführungszeichen,
in denen einige seiner Äußerungen standen und wurde als angeblicher Antisemit zum Rücktritt gezwungen.
Nicht einmal das linkeste Blatt sieht heute Jenninger noch als Antisemiten, im Gegenteil wird sogar Abbitte
für die damalige Kampagne geleistet. Man hatte ihn schlicht falsch verstanden.
#8 Benedikt 22:32:04 | Samstag, 10. September 2005
@ Dr. Enderfers Ja, das ist natürlich auch möglich. Bei Frings war das natürlich auch offensichtlich.
Problematischer wäre es glaube ich bei einem Bischof, der einen Koadjutor bekommt, weil er nach Ansicht
des Vatikans keine untadelige Amtsführung verfolgt. Da würde doch wieder ganz Deutschland schreien,
obwohl es in Wirklichkeit nur einen Bruchteil wirklich betrifft. @ Gotthard Bruch internationalen Rechts?
Entschuldigung, aber ein Konkordat steht nicht mit der UN-Charta, GATT oder sonstwelchen Übereinkommen
auf gleicher Stufe. Außerdem ist das „ohne zwingenden Grund“ ein höchst dehnbarer Begriff. Für eine
Seite wird ja immer ein zwingender Grund gegeben sein.
#5 Benedikt 22:15:14 | Samstag, 10. September 2005
@ Dr. Enderfers Zusammenfassend: Die Ernennung eines Koadjutors hat meines Wissens nach weniger mit der
Diözese als vielmehr mit dem akutellen Ordinarius zu tun. Eben, daher ja auch meine Frage. Die Tatsache,
dass die Bestellung eines Koadjutors in Deutschland so spektakulär ist, hängt vermutlich damit zusammen,
dass so das Wahlrecht der Domkapitel umgangen wird. Eine andere Erklärung habe ich nicht.
#12 Benedikt 22:09:46 | Samstag, 10. September 2005
@ Gotthard Was du vorbringst ist irrelevant. Dass kein heutiger Bischof körperlich zu 100% mit den Aposteln
übereinstimmt ergibt sich schon aus der Biologie. Du darfst ganz beruhigt sein: Man darf auch Bischof
werden, wenn einem der Blinddarmfortsatz oder die Mandeln fehlen.
#5 Benedikt 22:03:20 | Samstag, 10. September 2005
@ Dr. Enderfers Wobei die Ungültigkeit der Frauenordination für mich einen höheren Stellenwert hat,
als die Verhütungslehre, die von Paul VI. eindeutig als nicht unfehlbar gekennzeichnet wurde. Die Verhütungsfrage
ist auch wesentlich jünger als das Weiheamt, von daher kann man sich da auch noch etwas Zeit lassen.
Eine Revision der Dogmen halte ich für ausgeschlossen, dass es jemals dazu kommen könnte.
#42 Benedikt 21:57:05 | Samstag, 10. September 2005
@ Irenäus Habe einen Tip für Dich, rechne mal diese absoluten Zahlen in Prozente um. Ach so, da Logik
bei Dir keinen Platz hat, kannst wohl auch nicht rechnen. Philippinen: 66, 5 Mio Katholiken, 81,5 Mio
Einwohner = 81% der Bevölkerung. „Nichtexistenz“ sieht anders aus, die Philippinen sind eines der katholischsten
Länder überhaupt. In Südkorea dagegen gibt es kaum 10% Katholiken, was den Schluss nahelegt, dass der
gute Marcel hier etwas durcheinander geschmissen hat.
#3 Benedikt 21:44:11 | Samstag, 10. September 2005
Realismus Sieht man das ganze mal losgelöst von eigener Überzeugung, dann wird einem schnell klar (und
das Beispiel der anglikanischen Kirche zeigt es), dass die Frauenordination geradewegs ins Schisma führen
würde. Es gibt keine logische Begründung, warum die Kirche seit 2000 Jahren in dieser Frage geirrt haben
könnte. Die Frauen-Ordination ist abzulehnen.
#10 Benedikt 18:13:52 | Samstag, 10. September 2005
@ Frl. Ilse Leider verstehen Sie wenig bis nichts vom Priesteramt. Das Priesteramt ist keine Einrichtung
um „menschliche Intelligenz, Energie, Tatkraft und Seelsorgefähigkeit“ einzubringen. Das kann jeder Laie,
jeder Professor, jede Nonne, jeder Messdiener, jeder Angestellte im Pfarrdienst, jede Krankenschwester
im katholischen Krankenhaus usw. usf… Das Priesteramt aber ist eine von Gott, dem Herrn eingesetzte
Institution. Es kann gemäß der Stiftung und gemäß der Tatsache, dass Jesus in Mann war und der Priester
in seiner Person handelt nur von Männern ausgeübt werden. Das ist ein ähnliches Faktum, wie die Tatsache,
dass ein Mann keine Kinder bekommen kann. Klingt wie ein schlechter Vergleich, ist aber zutreffend.
#3 Benedikt 17:44:09 | Samstag, 10. September 2005
Koadjutor für Patriarchen Ist das jetzt eine Maßnahme des Vatikans oder ist das dort Usus, dass dem
Patriarchen von Jerusalem ein Koadjutor zur Seite gestellt wird? Weiß es jemand?
#21 Benedikt 19:43:21 | Freitag, 9. September 2005
@ MilesChristi Ich habe erst unlängst einen Artikel über Luxian gelesen, erinnere mich aber nicht mehr
an Details. Ich meine aber, dass er schon vor seiner „Ernennung“ zum Bischof von Shanghai geweihter Bischof
war
#11 Benedikt 17:45:08 | Freitag, 9. September 2005
@ Romulus: Soso ein Hohn… Der Bischof von Shanghai hat über 20 Jahre für seine Überzeugung hinter
Gittern verbracht, vielleicht berücksichtigst du das auch bei deiner Bewertung.
#26 Benedikt 00:58:56 | Freitag, 9. September 2005
@ Dr. Enderfers Was man auch immer von der SZ hält, es handelt sich bei ihr um eine überregionale, seriöse
Tageszeitung. Wenn man einer Zeitung ihre Seriösität abspricht, bloß weil einem die dort geäußerten
Meinungen nicht gefallen, so ist das in meinen Augen doch etwas albern. Auseinandersetzung ist gefragt
und nicht einfach alles abzuqualifizieren, was einem gerade nicht passt.
#23 Benedikt 00:22:36 | Freitag, 9. September 2005
@ Hr. Dr. Enderfers Das kommt immer auf die Form an. Hier ist klar zu erkennen, dass es sich um einen
Witz handelt. Ist das der Fall, kann die Kennzeichnung entfallen. Wenn sie zufällig die Süddeutsche
Zeitung abboniert haben, sehen sie dort im Sportteil nach. Dort ist ein „Interview“ mit Oliver Kahn und
Jens Lehmann nach Art des TV-Duells Merkel-Schröder abgedruckt. Ein Hinweis, dass es sich um einen Witz
handelt, fehlt dort. Die Süddeutsche setzt wohl – zutreffend – voraus, dass der Leser dies selbst erkennt.
In diesem Fall ist das alles noch viel klarer, also was soll das ganze.
#21 Benedikt 23:59:10 | Donnerstag, 8. September 2005
Humorlosigkeit Einige hier scheinen im Herzen verbiesterte Protestanten zu sein, hehe ) Ich weiß überhaupt
nicht was ihr habt, Gates hat mit seiner räuberkapitalistischen Firmenpolitik dutzende Firmen in den
Ruin getrieben und wurde nicht umsonst von der EU-Wettbewerbsbehörde zu hohen Strafen verurteilt. Die
Story hier ist ein Scherz, meine Güte, wie kann man nur so humorlos sein…alles NERDs hier oder was…
#2 Benedikt 16:23:16 | Donnerstag, 8. September 2005
Karriere Seit einigen feministischen Theologinnen klar geworden ist, dass Ordination vor allem Subordination
bedeutet, sind sie aus eigenen Schritten von dieser Forderung abgeschritten: Denn Subordination ist genau
das, was der Feminismus eben gerade nicht will.
#12 Benedikt 14:18:17 | Donnerstag, 8. September 2005
@ Tradiland Naja, als Modernismus würde ich das nicht bezeichnen. Die Kirche ist eben größer geworden,
deshalb ist eine Erweiterung des Hl. Kollegiums schon in Ordnung gewesen. Das Kollegium hat ja auch in
den Jahrhunderten zuvor schon Änderungen erfahren. Von daher war die Politik Johannes XXIII. schon richtig.
Ob es so glücklich war, dass Johannes Paul II. das Kollegium noch größer machte kann dahin gestellt
bleiben, rein von den Zahlen her ist dass Kollegium heute auch mit 200 Mitgliedern noch exklusiver als
zZ Sixtus’ V. mit 51.
#10 Benedikt 13:23:05 | Donnerstag, 8. September 2005
@ Tradiland Ist Ihnen schon einmal die Idee gekommen, dass die „Begeisterung“ für V2 künstlich-medial
aufgeschaukelt war und durch irrig-optimistischen Fortschrittsglauben und die Irrlehre von der „dynamischen
Wahrheit“ gefördert wurde? Das wäre höchst unlogisch, denn aufgrund dieser Begeisterung ist es ja erst
zu den Veränderungen gekommen, die die Traditionalisten heute so heftig kritisieren. Hätten sich am
Konzil alle im alten Geist versammelt, so hätte sich an der Kirche auch nichts verändert. Im übrigen
lag es nicht in meiner Absicht, die Begeisterung in irgendeiner Weise positiv zu besetzen. Euphorie ist
ein schlechter Ratgeber. kursiv]Auf der anderen Seite hat er Erzbischof Lefebvre nicht zum Cardinal kreiertPius
XII. war überhaupt sehr sparsam mit Konsistorien, von daher verwundert das nicht besonders und heißt
auch nichts.Deformierung der OsterliturgieDa hab ich eine Lücke. Was meinst du?die Ausweitung der Landessprache
in der Hl. Messe[kursiv] Das hielt auch Lefebvre für keine schlechte Sache.
#9 Benedikt 13:02:44 | Donnerstag, 8. September 2005
Error Zu diesen Messen gehen die Jugendlichen nicht wegen Gott, sondern wegen dem Event, und zwar ausschließlich.
Sie können deshalb gar keine Früchte tragen im Sinne von: „Wir gehen auf die Geschmäcker der Jugendlichen
zu, um sie für Gott zu gewinnen.“ Gott bleibt hier immer außen vor. Diese Messen sind abzulehnen, ähnliches
kann vielleicht am Ende einer Jugendfreizeit in einem Festzelt stattfinden als Art von Konzert mit spirituellem
(?) Inhalt. Dann müsste aber noch eine extra Messe stattfinden – eine richtige…
#7 Benedikt 01:32:25 | Donnerstag, 8. September 2005
@ joerg Allerdings hat Pius XII. die Bischöfe ernannt, die das Konzil geprägt haben. Die Kirchenoberen
haben doch nicht 1958 beschlossen: „ach lass uns mal ein Konzil machen“, sondern es gab eine Entwicklung
in diese Richtung, weil eben auch in der vorkonziliaren Kirche nicht alles im Lot war. Wäre dies so gewesen,
woher kam dann die Begeisterung der katholischen Welt anlässlich der Einberufung des Konzils (von den
Beschlüssen wusste man damals ja noch gar nichts)? Das lässt doch auf eine Vorentwicklung schließen.
Noch ein Nachtrag zu deinem ersten Beitrag unten: Der Introitus ist bis heute nicht abgeschafft, kommt
nur nicht mehr in der Messe vor (außer in Gemeinden mit lateinischer Tradition wie Klosterkirchen, Domkirchen
usw.) Das hängt vermutlich damit zusammen, dass es für die landessprachlichen Übersetzungen überhaupt
keine Notationen gibt.
#5 Benedikt 16:56:53 | Mittwoch, 7. September 2005
@joerg Das Confiteor vor der Kommunion fehlt schon im Missale von 1962. Dies als Modernismus zu bezeichnen
halte ich allerdings für absurd. Selbst die Traditionalisten geben zu, dass sich die Liturgie immer entwickelt
hat. Der Wegfall eines Confiteor (es fällt ja nicht völlig weg, sondern nur diese Wiederholung, im Stufengebet
war es ja weiterhin vorhanden) kann ohne größere Probleme als organische Entwicklung bezeichnet werden.
#30 Benedikt 16:59:18 | Dienstag, 6. September 2005
@ Mimi Gegen die Plakat-Aktion konnte er nichts unternehmen, weil sie von einem privaten Verein organisiert
wurde. Er hätte höchstens ein Verbot erlassen können, wenn die Plakate in Kirchen oder kirchlichen
Häusern gehangen hätten oder wenn die Aktion von Diözesanpriestern organisiert worden wäre. Hier handelte
es sich aber um die Aktion eines einfachen Vereins, bei dem bezweifelt werden darf, ob es sich überhaupt
um eine katholische Organisation handelt
#25 Benedikt 16:21:17 | Dienstag, 6. September 2005
@ Toby Das mit der Anmietung kommt mir auch seltsam vor… vorstellbar ist, dass ein Irrtum vorliegt und
in Wirklichkeit gemeint war, dass der Bischof die Veranstaltung verbieten wollte. Denn dazu hat er sehr
wohl das Recht. So konnte Meisner zB den Auftritt von Gaillot in seinem Erzbistum verbieten.
Boykott Sowas ist immer einfach gesagt als getan… abgesehen davon, dass ich solche Produkte sowieso
nicht brauche – meine Eltern haben mal vor Jahren die Firma Nestlé (wegen den Muttermilchersatzprodukten
für die 3. Welt – Slagan: „Nestlé bringt kleine Kinder um“) boykottieren wollen…wenn man sowas vorhat
muss man zum Einzelhändler gehen… diese Multis haben überall ihre Finger drin, man kann gar nicht
in einen Supermarkt gehen, ohne ihre Produkte zu kaufen. So war der größte Beiersdorf-Eigner noch bis
vor kurzem die Allianz Holding (welcher zusammen mit der Münchener Rück, der Telekom und der Dt. Bank
halb Deutschland, sowie der Staat (Stichwort Staatsverschuldung) gehört). Wenn man die boykottieren will,
kann man nichtmal mehr die Notrufsäulen in Deutschland benutzen…
@ Pelagius Hatte die alte Dame teutonischer Theologie übrigens ihre Mitarbeiterinnen in Portugals Marienheiligtum
im Sinn, als sie von Staubsaugern sprach? Hrhr… einfach köstlich… danke für einen geschenkten Lacher
an einem stressigen Tag. (off-topic muss auch mal sein…)
Grauenhaft… Solche Exzesse sind einfach furchtbar und außerdem belastend. Das ganze Theater (mehr war
es ja wohl nicht, dass der Priester die rechte Intention hatte, darf wohl zu Recht bezweifelt werden)
kann nur als Gotteslästerung betrachtet werden. Bin ich froh, dass mir solche Vorfälle aus meinem unmittelbaren
Umfeld nicht bekannt sind. Seit ich von ihnen weiß, kann ich allerdings jeden verstehen, der zu eine
Gemeinde (= wie die Bruderschaft) geht, wo man noch weiß, was Liturgie ist. Ich könnte nicht ausschließen,
dass ich es ebenso machen würde. Zwar habe ich öfter was an der FSSPX zu mäkeln , dass hat aber nichts
mit der Messe zu tun. Diese sind laut Vatikan gültig; auch die Sonntagspflicht kann erfüllt werden.
Lieber eine Messe bei einer Gemeinschaft, deren Positionen man zwar nicht 100%ig teilt, die aber gültig
und würdig sind, als sich jeden Sonntag so ein Kasperletheater anzutun.
#80 Benedikt 10:48:59 | Freitag, 2. September 2005
@ Tradiland Soll dein Beitrag bedeuten, dass du weiter leugnest, dass Pius XII. Knaus-Ogino erlaubt hat,
obwohl dir mittlerweile Quellen und das Datum genannt wurden? Offenbar arbeitest du hier an deiner eigenen
Disqualifikation. Ein Quelle wird nicht dadurch unwahrer, weil man sie durch Google gefunden hat. Können
wir diesen Quatsch jetzt lassen und vernünftig weiterdiskutieren??
#77 Benedikt 23:56:13 | Donnerstag, 1. September 2005
@ Christfidel wo nun genau unser beider problem liegt, ist mir nicht ganz klar…?! Hier: Christfidel
am 01.09. 00:12 Uhr: …ob die veranlagung allein sündhaft ist kann ich wie gesagt nicht beurteilen.
dazu müßten konkrete schreiben aus rom vorliegen …die frage, wo die sünde nun beginnt, können wir
hier bestimmt nicht abschließend klären. Das ist alles längst gesagt. Die Sünde beginnt mit der ausgelebten
Homosexualität, die nicht ausgelebte, sondern lediglich verspürte Homosexualität ist keine Sünde (wie
sollte sie auch, es liegt ja gar nichts vor). Entsprechende „Schreiben aus Rom“ liegen vor, bzw. lassen
nur diesen Schluss zu.
#71 Benedikt 23:01:25 | Donnerstag, 1. September 2005
@ christfidel Nein, ich habe nichts absichtlich falsch verstanden. Ich wäre dir für eine Erklärung
dankbar. @ Stimme aus dem Tradiland Mach dich nicht lächerlich. Gib bei Google die Suchbegriffe „Pius
XII Knaus Ogino“ ein, dann findest du Seiten wie diese hier: www.br-online.de/…4/10/kb20041029.html
=> 29.10.1951: Der Papst erlaubt die Knaus-Ogino Methode. Nicht umsonst ist diese Methode als Vatikan-Roulette
verschrien. Deine Wirklichkeitsverdrängung ist manchmal ziemlich beachtlich. Es wäre toll, wenn sich
deine messerscharfen Analysen der ach so schlimmen Konzilskirche durch ebenso scharfe Analysen der anderen
Seite ergänzen würden.
#8 Benedikt 22:46:36 | Donnerstag, 1. September 2005
Verfassung Offenbar kennt diese Truppe ihre eigene Bundes-Verfassung nicht. Für viele Kritikpunkte kann
der US-Präsident gar nichts, weil sie allein Sache der Staaten sind.
#10 Benedikt 22:36:33 | Donnerstag, 1. September 2005
Dumm nur,… dass – falls es sich bei Homosexualität um eine Geisteskrankheit handelt – es sich nicht
mehr um eine Sünde handeln könnte, weil Sünden grundsätzlich willentliches Verhalten voraussetzen.
Jaja, man muss halt wissen, was man will, ‘s is schon schwer.
#61 Benedikt 11:23:57 | Donnerstag, 1. September 2005
@ Lilith Das hier einige an ihrer eigenen Kirche herumstricken, fällt glaube ich sofort ins Auge. Gültig
ist bei einigen immer nur das, was gerade passt. Allerdings lässt sich das nicht pauschal für alle Tradis
sagen.
#84 Benedikt 11:04:52 | Donnerstag, 1. September 2005
@ Stimme aus dem Tradiland @ Benedikt: Ich bestreite mit Entschiedenheit, dass Pius XII. von der kirchlichen
Morallehre zur Ehe abgewichen wäre (nach dem Stand von Casti Conubii). Während auch Pius XII. noch die
traditionelle Lehre vom Hauptzweck der Ehe in Form der Zeugung und Erziehung von Kindern hochgehalten
hat, Du kannst bestreiten, was du willst. Dass Pius XII. die Knaus-Ogino-Methode erlaubt hat, ist eine
Tatsache, von deren Wahrheit sich jeder überzeugen kann.
#54 Benedikt 01:23:16 | Donnerstag, 1. September 2005
@ christfidel Was du hier behauptest ist deine Privatmeinung und hat mit der Kirchenlehre nichts zu tun.
Die sagt ganz eindeutig, dass nicht ausgelebte Homosexualität keine Sünde ist …da aus der veranlagung
die praxis resultiert. Ein völlig unsinniges Argument. Jeder Priester ist im Idealfall heterosexuell
veranlagt, also lebt nach deiner Theorie auch jeder Priester diese Anlage aus oder wie? Außerdem ist
selbst nach den Behauptungen, wonach Homosexualität keine Anlage, sondern eine Krankheit ist (was ich
im übrigen nicht teile) deine Prämisse nicht zutreffend. Wäre sie es, dann wäre das ganz schön unfair,
denn was kann ein Mensch schon für seine Krankheit?? Offenbar veruchen hier einige, den Sündenbegriff
bezüglich der Homosexualität auszuweiten. Das lässt darauf schließen, dass die die Homosexualität
nicht wegen der biblischen Lehre, sondern aus persönlicher Abneigung gegenüber Homosexuellen bekämpfen.
Hier sollte sich jeder gewissenhaft prüfen.
@ Stimme aus dem Tradiland Tu mir ein Gefallen, und sieh unter www.fsspx.org nach, Stichwort „Katechismus“
=> was jeder glauben MUSS. Bin gespannt, ob da was zu Verhütungsmitteln steht. In dem Zusammenhang weise
ich darauf hin, dass Paul VI. Humanae Vitae ausdrücklich für nicht unfehlbar erklärt hat. Pius XII.
hat übrigens einen Traditionsbruch begangen, in dem er die Verhütung nach der Knaus-Ogino Methode erlaubte.
Dass einige ein Problem haben, den moralischen Unterschied zwischen „Rückzieher“ und Kondom auszumachen
müsste sich jedem erschließen, oder? Im übrigen weise ich deine pure Unterstellung, ich würde Anti-FSSPX-Ideologie
betreiben aus den Artikelkommentaren zu „Rettungsringe für die Ertrinkenden im Vatikan“ zurück. Hier
gibt es eine Funktion, wo man sich die Lesermeinungen anzeigen lassen kann. Du wirst bei meinen Beiträgen
nichts dergleichen finden. Es ist keine Anti-FSSPX-Ideologie, wenn man einen Pressekommentar von P. Pfluger
kritisiert.
@ Ignatius Die Tatsache, dass es auch noch andere „nicht schöne“ Sachen gibt, ändert nichts. Ich glaube,
es wäre falsch verstandene Tradition, wenn man das Vokabular lang vergangener Zeiten wieder auspackn
würde *gg*. Manchmal gings schon deftig zu im deutschen Sprachraum…heute wärs ein Fall für den Staatsanwalt.
@ Tradiland Viele davon behaupten, katholisch zu sein, sind es aber nicht (die meisten V2-Bischöfe Und
wer entscheidet darüber? Man sollte aufhören so zu tun, als sei die Kirche vor dem Konzil eine monolithische
Einheit gewesen, in welcher jeder Bischof dieselben Ansichten hatte. Kein geschichtliches Ereignis hat
die Macht, etwas hervorzubringen, was nicht vorher schon unter der (Schädel-)Decke verborgen gewesen
ist.
@ Irenäus, Ignatius Ich sagte ja bereits, dass es hier nicht um eine Bewertung des Kardinals geht. Im
übrigen wusste ich bisher nicht, dass er exkommunziert wurde… vielleicht hat Ignatius dafür ja einen
Link . Ich finde einfach, dass sich so ein Verhalten unter Amtsträgern in der Öffentlichkeit einfach
nicht gehört, vor allem nicht, wenn der eine ein Priester und der andere Kardinal ist. Pater Pfluger
kann Lehmann ja einen Brief schreiben. Ich würde es bedauern, wenn eine Rückkehr der FSSPX in die Kirche
damit einhergehen würde, dass man sich von da an jeder – einschließlich des Episkopats – erzählen lassen
muss, was man ihrer Meinung nach für ein lausiger Christenmensch ist. Es ist einfach unhöflich, wenn
man derart selbstgerecht und ad hominem argumentiert. Eine deutliche Botschaft was die Missstände angeht –
das ist gut! Jeder, der betroffen ist, wird sich angesprochen fühlen. Alles andere führt nur zu einer
zänkischen Kirche, wie man sie aus Österreich kennt. Sinnlos, mutlos, hoffnungslos
@ Ignatius Ein Priester einer Bruderschaft hat nicht darüber zu fabulieren, was wäre wenn etwas mit
einem KARDINAL der römischen Kirche passiert. Wie man eine Demission auch immer beurteilt – solche Wünsche
sollte man aus der Öffentlichkeit fernhalten, da sie einem einfachen Priester gegenüber einem Kardinal
nicht zustehen. Überhaupt sollte man solche Dinge den zuständigen Stellen überlassen. Es ist egal,
was der Pater in privater Umgebung denkt und sagt, in einer öffentlichen Stellungnahme, noch dazu zu
diesem weit beachteten Thema wie der Audienz, hat das nichts zu suchen. Vielmehr handelt es sich hier
um eine gezielte Provokation. Würde Lehmann zB die Demission Meisners fordern, dann möchte ich gar nicht
wissen, was sich hier für ein Sturm entwickeln würde.
– Grandios der Schluss des guten Pater Pflugers: „Daß die Verhandlungspartner heute beschlossen haben,
sich von ihrem Weg nicht abbringen zu lassen, ist eine schlechte Botschaft für diejenigen, die ‘vorkonziliar’
als ein Schimpfwort betrachten. Für den lieben Gott und Seine Kirche war es heute hingegen ein guter
Tag. Der nächste gute Tag wird dann die Demission Lehmanns als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz
sein.“ Offenbar weiß die FSSPX-Leitung mal wieder mehr als der Rest der Welt. Wo steht etwas von einer
Demission Lehmanns? Warum muss der gute Pater Pfluger dauernd Öl ins Feuer gießen? Er soll sich um sein
Problem mit Rom kümmern, da hat er weiß Gott genug zu tun.
@ Tradiland Ob das Vorgehen Roms gerecht ist, kann ich dir auch nicht sagen. Die Fragen in deinem Beitrag
von 15:48 Uhr musst du der zuständigen Kongregation stellen, ich weiß nicht, warum das so ist. Am Status
der FSSPX-Bischöfe ändert das allerdings nicht, kann aber einen Weg aus der Krise weisen. 14:29 Uhr:
Einfach hier mit „Roma locuta, causa finita“ zu argumentieren, ist mehr als fragwürdig. Ja dann ist es
ja gut, dass das Konzil diesem Prinzip ein Ende gesetzt hat, nicht wahr?? @ MilesChristi Kann man das
pauschal über alle Bischöfe der Patriotischen Vereinigung sagen? Was ist zB mit dem Bischof von Shanghai,
der mehr als zwei Jahrzehnte im Gefängnis saß, bis man ihn zermürbt hatte? Ich kenn mich da mit den
Verhältnissen nicht so aus…
@ Tradiland Also nicht einmal Rom geht im Falle eines mehr als vergleichbaren Falles davon aus, dass gar
keine Exkommunikation vorgelegen sei! Ist die doppelte Verneinung dieses Satzes Absicht? Wohl nicht, denn
nach deiner Argumentation gäbe sie keinen Sinn. Des Weiteren ist nicht klar, wo deine Analogie liegt.
Es hat niemand bestritten, dass Rom die Exkommunikation wegen unerlaubter Bischofsweihen aufheben kann.
Dies hat Rom aber im Fall der FSSPX Bischöfe, eben wegen der fehlenden Einigung, die bei Rangel offenbar
gegeben war, nicht getan. Weiter ist unerheblich, ob die Weihenden bereits exkommuniziert waren oder nicht.
Bei einer unerlaubten Bischofsweihe kommt es nicht darauf an, in welchem Stand sich der Weihespender befunden
hat, sondern allein darauf, dass er mit der Weihehandlung den Tatbestand verwirklicht hat.
@ Tradiland Ein Rechtsakt ist nur dann nichtig, wenn diese Nichtigkeit von der zuständigen Stelle festgestellt
wurde. Die Behauptung von einer Seite aus reicht dafür nicht aus. Solange der Vatikan also das Eingreifen
des Entlastungstatbestands nicht anerkennt bleibt der Rechtsakt gültig. Die FSSPX kann ihn für nichtig
halten, das ist das Recht jedes Verurteilten und jedes Anwalts, ändert aber nichts an der Tatsache.
@ Palestrina Kein deutsches Kirchenlied ist in seiner Tiefe, melodischem Reichtum usw. dem gregorianischen
Choral auch nur annähernd gleichzusetzen. So pauschal gesagt ist das reine Ansichtssache. Liturgie soll
den Menschen zu Gott erheben, ich kenne eine Menge deutscher Kirchenlieder, die das können, während
eine Menge gregorianischer Gesänge so schwierig sind, dass ein Ungeübter mehr auf die Noten als auf
den Inhalt achten muss. Ich bin zwar auch für mehr gregorianischen Choral in der Messe, in Anbetracht
der Tatsache, dass einige bereits am doch relativ einfachen Oster Alleluia (NICHT 530,7, das andere) scheitern,
sollte man das jedoch auf einfachere Gesänge, wie die der im GL abgedruckten lateinischen Choralmessen
und etlicher anderer dort abgedruckte lateinische Gesänge beschränken. Es finden sich im GL mehr gregorianische
Stücke als man meint: Neben den Messen außerdem viele Marienlieder, das Pange lingua gloriosi… liturgischen
Katastrophenevents heutzutage, für die ja auch kein Aufwand gescheut Genau diesen Aufwand bezweifle ich.
Taize-Lieder durch eine Gitarrengruppe vortragen zu lassen erfodert allenfalls EIN Vortreffen. Jeder halbwegs
begabte Musiker – du wirst es wissen – kann diese Stücke nach einem Durchgang spielen. Für Palestrina-Messen
dagegen fehlt heutzutage vielen Chören die Qualität und außerdem die Zeit, um sie einzustudieren. Für
die meisten heute ist Chormitgliedschaft = Vereinsmitgliedschaft.
@ Sulpicius Information? Ich lebe in einer kleinen Gemeinde und kenne andere kleine Gemeinden. Die Chöre –
falls es sie überhaupt gibt – dort können das nicht, ganz einfach. Wenn wirklich mal eine Haßler-Messe
gesungen wird, dann eine wirklich einfache und selbst dafür ist ein Jahr Probe angesagt. Die Leute haben
heute weniger Zeit als früher. Auch das verfügbare (katholisch & Kirchgänger) Personal hat sich deutlich
verringert. Natürlich gab es Ausnahmen, dass ist mir auch klar. Aber auch diese bestehen heute nur noch,
wenn sie dauernd gepflegt wurden. Am ehesten – und so will es auch Sacrocanctum Concilium – findet man
die Tradition noch an Kathedralkirchen, und dort wird sie auch gepflegt. Selbst da werden aber programmliche
Einschränkungen gemacht: Die Missa „Octo vocum“ von Haßler ist mittlerweile zum „Dauerbrenner“ geworden
und wird bei allen möglichen Anlässen gesungen. Jedenfalls müsste die für die Liturgie zuständige
Kongregation wieder Ausnahmen machen, wenn sie mehr Chorgesang fordert – und diese Ausnahmen, dass wissen
wir aus dem 1970er Messbuch, führen nur dazu, dass aus Ausnahmen Regelfälle werden.
@ Tradiland Die Quelle ist: Marcel Lefebvre, Ein Bischof spricht, S. 61/62. Lefebvre hielt die Einführung
der Volkssprache im Lehrgottesdienst für eine sinnvolle Reform. Damit hat er wohl auch recht. Der von
einigen immer wieder hervorgebrachte Einwand, bei den Lesungen handele es sich um eine Laudatio, ist nicht
haltbar. Schon allein die Tatsache, dass das Evangelium früher Richtung Norden (=dort steht noch heute
üblicherweise der Ambo) verkündet wurde, um dorthin – wo die Sonne niemals scheint – das Licht zu bringen
spricht absolut gegen einen Laudatio-Charakter und damit auch gegen die absolute Pflicht zur Verwendung
der lateinischen Sprache. @ MilesChristi Ich las mal irgendwo, dass die Konzelebration des NOM dem FSSP-Priester
nur bei der Ölweihmesse gestattet sei. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass sie keinen Bischof
haben (und zu dieser Zeit wohl auch keinen finden), der ihnen die Messe im alten Ritus zelebriert, sie
aber dennoch natürlich die heiligen Öle brauchen, die der Priester (ich weiß nicht wie es im Alten
Ritus ist) heutzutage einfach nach der Messe mitnehmen kann, wenn er ein entsprechendes Gefäß mit sich
führt.
Meinungsmache… Seiner Rolle als eigentlicher Chor ohne Volk wird auf „gewisse Augenblicke“ begrenzt,
was gegenüber der Generalforderung nach Pflege des Schatzes der Kirchenmusik mit höchster Sorge, wie
sich das Konzil ausdrückte, wie blanker Hohn und Spott erscheinen muß. An den Kathedralkirchen, die
ich kenne, und das sind die von Freiburg, Mainz, Limburg, Fulda, Trier und Regensburg kann ich dieses
Argument nicht bestätigt finden. Wo ist der Beleg für diese Behauptung? Es dürfte klar sein, dass ein
Amateur-Chor in einer Pfarrvikarie nicht ohne weiteres Palestrina-Messen singen kann. Im Gegenteil: Wird
dem Chor zuviel Aufmerksamkeit geschenkt, schleicht sich zunehmend ein Konzert-Charakter in die Messen
ein… mit Applaus nach jedem Stück, wie ich unlängst erleben musste. Man fragt sich, wie ein Autor
solcher Erkenntnisse irgendwelche Kirchenlieder gleichberechtigt neben die gregorianischen Meisterwerke
stellen kann. „Irgendwelche Kirchenlieder“ ist pure Meinungsmache. Es mag ja Kirchenlieder geben, die
nicht das Gelbe vom Ei sind… aber die verschwinden auf Dauer wieder, ebenso wie vermutlich tausende
greg. Choräle minderer Qualität verschwunden sind. Wie man Lieder wie „Nun freue dich du Christenheit“
(14. Jh.) als „irgendwelche“ Lieder bezeichnen kann ist schleierhaft oder vielmehr boshaft.
Ökumenischer Religionsunterricht Ja wenigstens ist es kein Etikettenschwindel. Ökumenischen Religionsunterricht
gibts an den meisten Schulen, er heißt dort nur anders: Abwechselnd wird er als „katholischer Religionsunterricht“
oder „evangelischer Religionsunterricht“ bezeichnet. Allerdings gibt es sogar Schulen, da wäre selbst
die Bezeichnung „Ökumenischer Religionsunterricht“ ein Etikettenschwindel. Die richtige Bezeichnung wäre
bei diesen Schulen „Ethik“.
Immerhin… …wird es noch als ehrenrührig bezeichnet, dass einem unterstellt wird ein Abtreibungsfreund
zu sein. Bisweilen hat man ja den Eindruck, die größere Beleidigung sei „Abtreibungsgegner“.
@ Tradiland Naja, es gibt auch noch andere, die nichts gegen eine Übersetzung des Lehrgottesdienstes
in Landessprache haben. Das hier könntest du kennen: „Nach meiner bescheidenen Ansicht schienen zwei
Reformen in diesem Sinne nützlich, erstens die Riten dieses ersten Teils und einige Übersetzungen in
die Landessprache. Das hätte dadurch zu geschehen, dass sich der Priester den Gläubigen nähert, mit
ihnen in Verbindung steht, betet und singt, dass er sich also am Lesepult aufhält, dass er die Epistel
und das Evangelium in ihrer Sprache verliest und mit den Gläubigen die himmlischen, traditionellen Weisen
des Kyrie, des Gloria und des Credo singt. All das wären glückliche Reformen, die diesen Teil der Messe
seinen wahrhaften Zweck wiederfinden lassen.“ Der Papst setzt seinen Ostungsvorschlag übrigens gar nicht
absolut: Zur Not könne auch eine Wendung zu einem Ideelen Osten erfolgen, etwa einem Kreuz auf dem Altar,
dass nicht mehr an den Rand gerückt werden darf. Da der Petersdom ein solches Kreuz auf dem Papstaltar
stehen hat, wird man spätestens an Weihnachten sehen, wie der Papst seine Theorie in die Praxis umsetzen
wird. Umschreitbare Altäre dagegen gab es schon immer. Uraltarform war der Ziborienaltar… um den konnte
man immer gehen.
@ Marcel Oh Benedikt, erkennen Sie doch bitte einmal vor lauter Bäumen den Wald! Es geht nicht um ein
oder das Heidenritual in Fatima, sondern den kirchenzerstörenden Ökumenismus, der eben in Fatima so
deutlich zutage tritt, daß ihn fast jeder erkennen kann. Auch so etwas hat es schon gegeben. Ich erinnere
nur an das fränkische Eigenkirchensystem, das eben bis zu Mission der iroschottischen Mönche drauf und
dran war, die Kirche wirklich zu zerstören. Von daher in Fatima noch relativ lokal, auch wenn der Synkretismus
in andere einige Gemeinden eingesickert ist. Auch Tradition wird auf Dauer gegen solche Dinge nicht helfen,
der Christ muss immer genau prüfen und vorsichtig sein, dass er vom rechten Pfad nicht abweicht. Zu sagen,
„na, wir haben jetzt die Tradition und dann wird schon alles gut“ reicht alleine wohl nicht aus. So müssen
ja viele jetzige Traditionalisten aufpassen, nicht in den Sedisvakantismus abzurutschen.
@ Toby Sehr interessant das zu lesen. Kannst du ein paar konkrete, damals geäußerte Kritikpunkte an
der neuen Perikopenordnung nennen? (Oder natürlich auch ein anderer, der davon weiß) Danke.
Land in Sicht? Laut ‘La Stampa’ sollte auch der päpstliche Zeremonienmeister, Erzbischof Piero Marini
(63), ersetzt werden. Mgr. Marini soll eine prestigereiche Diözese in Mittelitalien anvertraut werden.
Von mir aus kann er Patriarch von Venedig werden, Hauptsache man sieht ihn nicht mehr neben dem Papst
stehen. Über eine mögliche Beförderung Mgr. Marinis wird bereits seit der Wahl von Benedikt XVI. gemunkelt,
weil Papst und Zeremonienmeister unterschiedliche liturgische Ansichten hätten. Na, das will ich doch
hoffen. Zum FSSPX-Treffen Beide Stellungsnahmen (Vatikan/FSSPX) sind sehr ähnlich. Das lässt den Schluss
zu, dass man sich auf der Audienz nicht gestritten hat. Mit ein wenig Interpretation könnte man auch
sagen – da die Erklärungen inhaltlich dürftig sind – dass möglicherweise über den wahren Inhalt geschwiegen
werden soll. Der Papst muss auch an die Presse denken! Man weiß ja, was kommen würde, wenn auf einmal
alles in Butter wäre: Der Papst stünde in den meisten Medien als reaktionärer Querkopf da. In dieser
Frage ist sehr viel Vorsicht und diplomatisches Geschick angebracht. Aber nun genug der Spekulation .
Star? Glaubt man gut unterrichteten Kreisen, so ist das Stehen in der Öffentlichkeit für Gänswein längst
zu einer Art Fluch geworden. Offenbar werden dem als „George Clooney des Vatikans“ bezeichneten Privatsekretär
häufiger eindeutige Angebote gemacht. Bleiben Sie standhaft!
Reform der Reform Hielt ich vor nicht ganz so langer Zeit für keine schlechte Idee. Mittlerweile bin
ich skeptischer. Eine Ref. d. Ref. birgt nur die Gefahr der Schaffung eines dritten Ritus’. Wenn schon
Reform, dann sollte man das Missale von 1962 wieder einführen und die Leseordnung aus dem Missale von
1970 integrieren. Das wäre auch mit d. Konzil leicht zu vereinbaren. Man darf gespannt sein…aber auf
kurze Zeit wird sich nichts ändern. Eines darf man nicht vergessen: Die liturg. Probleme, die hier auf
dieser Seite und anderen aufgegriffen werden, sind Probleme, die geschätzt 80 – 90% der Katholiken nicht
bewusst sind. Soll heißen: Es gibt – wie immer man das findet – mE keinen breiten Wunsch in der Kirche,
irgendetwas in der Hinsicht zu ändern. Das war vor dem Konzil anders. Allein die Bekanntgabe wurde damals
weltweit begrüsst, der „Volksaltar“ war da schon in etlichen Kirchen eingeführt. Dieser Enthusiasmus
ist heute nicht auf breiter Ebene vorhanden. Im Gegenteil: Die vom ominösen „Geist des Konzils“ Beseelten
würden die Einführung der alten Messe einfach ablehnen. Wer glaubt von euch, dass ein Priester, der
sich seine eigenen Hochgebete schreibt, sich eine Rückkehr zur Alten Messe vorschreiben lässt? Er kümmert
sich ja nicht mal um die bestehenden Vorschriften! Eine Rückkehr kann daher nur die Frucht einer jahrzehntelangen
Arbeit in der Kirche und insbesondere in den Seminarien sein. Grundsätzlich wird ja viel zu wenig beachtet,
was in den Seminarien geschieht.
@ Marcel Fatima steht hier nur stellvertretend für den Ökumenismus-Ungeist, den man auf dem V.II aus
der Flasche entfleuchen ließ. Na, da wär ich aber vorsichtig, das alles auf das Konzil abzuwälzen.
Heidenrituale haben sich in den 2000 Jahren immer wieder in die Kirche eingeschlichen, zumeist viel offizieller
und weiter verbreitet als in Fatima. Sie waren zB der Grund für die Missionsreisen der iro-schottischen
Mönche.
@ Tradiland Vor einigen Tagen hast du dich darüber aufgeregt, dass Kard. Lehmann mit seinem Interview
pauschal alle Katholikinnen der Pillenverwendung bezichtigt hat. Ich weise daher in diesem Sinne deine
ebenfalls grob pauschalen Agitationen gegen die „V2-Kirche“ auf das schärfste zurück. Ich bin auch in
dieser „V2-Kirche“ und lehne diese Hindu-Rituale nichts desto Trotz ab. Schreib also meinetwegen von „Modernisten“,
die innerhalb der Konzilskirche solche Aktionen abziehen, aber bitte nicht pauschal von der „V2-Kirche“.
Das ist eine Beleidigung all jener, die in der Konzilskirche solche Scherze nicht mitmachen wollen. Nicht
jeder Priester außerhalb der FSSPX veranstaltet Hindu-Rituale, lässt Interkommunion zu oder ist ein
Synkretist. Soviel Differenzierung ist dir hoffentlich zuzutrauen. Außerdem ist die Bezeichnung „Chef
der Täter“ für den Heiligen Vater ehrabschneidend. …Augen der Weltöffentlichkeit bereits reichlich
verunstaltet ist (z.B. Kirchengebäude, Liturgie, Assisi-Treffen,…) Du weißt ja hoffentlich selber
am besten, dass all diese Dinge abseits gut katholischer Kreise (<20% in der Kirche = 4% der Weltbevölkerung)
niemanden interessieren und selbst wenn das jeden interressieren würde wäre zweifelhaft, wie viele Kritiker
sich finden lassen würden. Der sog „Interreligiöse Dialog“ war in den meisten Rückschauen ein „Plus“
für JPII. So siehts in der Welt aus.
@ Tradiland Wie darf der Satz „Vielleicht hat es auch etwas Gutes“ verstanden werden? Begrüsst du etwa
die Tatsache, dass die Aussichten nun vielleicht schlechter geworden sind? Zudem ist der Heilige Vater
kein Vollstrecker von Anliegen der FSSPX. Wenn er tatsächlich in Fatima eingreifen sollte, dann wird
er das – wie man es von ihm gewohnt ist – nach längerer Prüfung tun. Im übrigen ist es völlig kontraproduktiv,
mit dem Papst bei dieser Audienz über Vorgänge in Fatima zu sprechen. Darum geht es in der Audienz nicht.
In der Audienz geht es um FSSPX und Amtskirche, sowie um Möglichkeiten zum Ausweg aus der Situation,
bei denen BEIDE Seite ihr Gesicht wahren können. Streben die FSSPX-Bischöfe eine Lösung an, nach welcher
der Vatikan in der Öffentlichkeit als Dummer dasteht, wird es diese Lösung NIEMALS geben, das wird auch
den FSSPX-Bischöfen klar sein. Wie sie dann allerdings noch ihren Einheitswillen glaubhaft machen wollen,
ist fraglich. Zudem wage ich die Behauptung, dass es zumindest in Deutschland nur einen Bruchteil der
Leute interessiert, ob in Fatima ein hinduistisches Ritual stattgefunden hat. Dich un dmich interessiert
es, das ist klar, aber eine Zeitung wird das wohl nicht drucken. Und wie ein Scheitern der Audienz – egal
wer schuld ist – von der Öffentlichkeit aufgenommen werden wird – nun betrachte einmal, was der FSSPX
in Fatima widerfahren ist – in diesem Sinne wird auch die Reaktion sein.
… Jede Woche eine Messe mit 19.000 Besuchern – da würd ich kapitulieren. Größere Messen haben auch
ihren Sinn und ihre Vorteile. Aber jede Woche ein Geschiebe und Gedränge, nein Danke.
Fatima Der Mut zur Peinlichkeit scheint bei einigen Leuten dort ja ziemlich ausgeprägt zu sein. Bei dieser
Aktion MUSS der Veranlasser sich einfach lächerlich vorgekommen sein, ansonsten ist ihm wirklich nicht
mehr zu helfen. Man kann ja gegen die Bruderschaft sein… aber sowas… einfach nur peinlich.
Konzerte Das schönste für Kirchenmusiker sind Kirchenmusikkonzerte. Da dürfen sie dann in kirchlichem
Rahmen die Musik spielen, die mit dem Hl. Meßopfer aller Zeiten gemeinsam aus den Kirchen verjagt wurde…
Ja, das ist tatsächlich eine der größten Lachnummern, die es wohl überhaupt gibt. In meiner Nähe
zahlen die Leute 15 € für ein Konzert „Gregorianischer Choral“, obwohl ein Zisterzienserkloster mit
lateinischer Tradition vor der Tür liegt. Manchen ist eben nicht mehr zu helfen.
Kinderlärm Es sei allerhöchste Zeit, daß Kinder Vorfahrt hätten und nicht Autos. Von jemandem, der
in den letzten Jahren Regierungsverantwortung getragen hat und NICHT dafür gesorgt hat, dass solchen
Urteilen die gesetzliche Grundlage entzogen wird, möchte ich solche lächerlichen Lippenbekenntnisse
nicht mehr hören. Machen – nicht schwätzen.
@ MilesChristi Ich möchte sehr gerne wissen, wie konservative (= keine traditionalistischen!) Katholiken
sowohl die verschiedenen Kommunionspendungen an Protestanten als auch das Begräbnis rechtfertigen werden.
Ich habe hier bereits letzte Woche dargelegt, dass der Vatikan seine eigenen Vorschriften nicht einhält.
Dass sie gebrochen werden, kann ich nicht ändern, jedenfalls sollte sich jeder Bischof, der einen Priester
maßregelt, genau überlegen, ob er nicht ebenso gegen die Regeln verstößt. In dem Fall ist Maßregelung
nämlich pure Heuchelei. Solange der Vatikan seine eigenen Vorschriften nicht einhält darf er a) sich
nicht über die Verstöße anderer (die ja nur dem Beispiel folgen) wundern b) die Betreffenden nicht
bestrafen. Der Vatikan sollte sich bewusst machen, dass alle Vorgänge dort Auswirkungen auf die Weltkirche
haben. Wie soll ein katholischer Priester einem Protestanten die Eucharistie verweigern, wenn gleichzeitig
im TV eine Messe zu sehen ist, in der Protestanten vom Vatikanpersonal zugelassen werden? Im Vatikan passt
vieles nicht zusammen. Ich hoffe, dass Papst Benedikt XVI. seinen Theorien und Denkanstößen auch mal
Taten und Dokumenten folgen lässt. Jetzt hat er dafür die richtige Position.
@ 1+1=7 Auch die Demokratie ist kein perfektes System, das ist klar. Die von dir angesprochenen Punkte
mögen auf eine Demokratie vielleicht zutreffen – auf eine Monarchie aber auf jeden Fall. Lieber Konkurrenz
von mehreren Interessengruppen, als Oktroyierung durch eine Einzelperson.
@ Evelin Starke Persönlichkeiten können in der Demokratie gar nicht mehr hochkommen, weil sie von vornherein
zu wenig integrativ, konsensual etc. sind. Das ist der Biotop, in welchem informelle Gruppen, deren wichtigste
die Freimaurerei ist, am besten gedeihen. Der Meinung bin ich nicht, da ich den Konsensualimus nicht für
einen Wesenszustand der Demokratie, sondern für eine Ausgeburt des derzeit herrschenden Zeitgeistes halte.
Leuten wie Strauß und Adenauer war der Konsensualismus fremd. Ich hoffe, dass diese Phase bald überwunden
sein wird. Der Konsenszwang ist keine Frucht der Demokratie, sondern eine Krankheit, die sie befallen
hat. Allerdings kann er auch Monarchien befallen. Die spätmittelalterlichen Kaiser des Heiligen Römischen
Reiches konnten nurmehr im Konsens mit den Territorialfürsten regieren, die Gründung des Bismarckschen
Kaiserreiches kam nur durch Kompromisse zustande.
@ 1+1=7 Mit so einem Nick würde ich nicht soviel von Schulbüchern reden . Niemand kann heute beweisen,
dass in einer Monarchie all das verboten wäre, was die Demokratie erlaubt hat. 1806 war ein Schwangerschaftsabbruch
nicht so möglich, wie das heute der Fall ist. Den Ehebruch hat bereits der Herr (auf Erden?) straffrei
gestellt, indem er die Bestrafung einer Frau wegen Ehebruchs verhinderte. Zudem ist es einfach – ich sag
das Wort jetzt nicht, die Demokratie für schlechter als das unfreie System der Monarchie zu halten, bloß
weil es in einer Demokratie Sexualkundeunterricht gibt. Ein solche Meinung zeugt nur von einem grotesken
Missverständnis der Staatstheorie und -philosophie. Wenn man überlegt, wie bunt der Monarch es mit der
Landbevölkerung treiben konnte, bis diese mal rebelliert hat… und dann will Evelin die Restauration
der Monarchien, weil Biologielehrer ihren Schülern erklären, wie man schwanger wird. Absurd.
@ Evelin: Traditionelle Konversion Kein ganz schlechtes Ritual. Insbesondere die bedingungsweise Taufe
scheint mir heute wieder dringend geboten, da – wie ich unlängst hörte – von manchen prot. Pfarrern
„im Namen des großen, liebenden, gütigen Gottes“ getauft wird, was auch nach prot. Verständnis ungültig
sein dürfte(?). Ich hätte es nicht geglaubt, aber ich hab es mir auf dem WJT von einem Priester bestätigen
lassen, der es wohl zufällig mitbekommen hatte. Die Unterbrechung allerdings halte ich auch für keine
gute Idee. Insbesondere für Kinder usw. ist das nicht sehr hilfreich, durch den Druck, alles in 20 min
erledigt zu haben, oder die Leute nicht unnötig warten zu lassen könnte der Konvertit sich überdies
eingeengt fühlen. Dieses Ritual sollte besser vor der Zeremonie (=ist bei der Erstkommunion der Kinder
ja auch nicht anders) stattgefunden haben. Dann könnte der Konvertit bereits im Stand der Gnade vor die
Gemeinde treten. Ich würde das ganze während der Messe abhalten (begünstigt nämlich, dass eine größere
Zahl der Zeremonie beiwohnt. Vor der Messe ist sicherlich kaum einer da).
@ Evelin In der Amtszeit Pius’ XII. und seines Vorgängers liegt schon der Grund dafür verborgen, warum
allein die Ankündigung eines Konzils – von Ergebnissen wusste man da noch gar nichts – weltweit mit so
großen Enthusiasmus aufgenommen wurde. Wenn mit der Revision des Konzils von einigen versucht werden
sollte, den Zustand der Kirche von 1955 mit all ihren Mängeln wieder herzustellen, dann bin ich strikt
gegen diese Revision. Eine Revision darf nur die Fehler revidieren, die gemacht wurden, und nicht aus
falsch verstandener Traditionsliebe auch die Mängel. Nur dann wird sie erfolgreich sein und nicht dazu
führen, dass man nach 50 Jahren schon wieder da steht, wo man 1962 stand. Das wäre dann wirklich absurd.
@ Evelin Deine Schönfärbereien von ach so tollen Monachien zeugen von Unkenntnis. Die Monarchien und
die damit verbundene Abhängigkeit der Konfession von der des Monarchen hat uns in Deutschland erst den
Flickentppich der Konfessionen eingebracht. Wenn du dir von einem Monarchen aufzwingen lassen willst,
evangelisch zu werden, dann wünsche ih dir dabei hiermit viel Vergnügen. Die ach so christlichen Herrscher
haben den Glauben doch nur benutzt, um ihre eigene Macht durchzusetzen. Als einige merkten, dass sie mit
dem Protestantismus besser ihrem Machiavellismus schwelgen konnten – ei da wurden sie halt Protestanten.
Und zwangen das dann ihren Untertanen auf. Was du den Demokratien anlasstest, nämlich die Einführung
dieser ganzen Dinge, das gab es auch früher schon in den Herrscherhäusern. Bei den Merowingern wurden
erwiesenermaßen unliebsame Thronfolger im Babyalter massakriert. Wenn man niht abtreiben konnte, brachte
man halt die Frau gleich mit um, fertig. Und Scheidung usw. hatte ein Herrscher sowieso nicht nötig –
wouzu gibts Mätressen. Geld genug hatte er ja. Dein Bild von Monarchien ist wirklich mehr als nostalgisch.
Es mag ja Ausnahmen wie das heilige Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde gegeben haben, das aber war
eher die Ausnahme.
Bischof gegen Zölibat Wenn ihm in der Kirche alles das nicht passt, dann soll er doch sein Amt niederlegen.
Nicht mal Firmen oder Parteien können sich auf hohen Posten dauernde Quertreiber leisten. Es ist nicht
ersichtlich, warum gerade die Kirche hier eine Ausnahme bilden sollte.
@ Toby Vergiss es einfach: Einige verschließen sich hier absichtlich der Realität und meinen, dass sie
dadurch nicht wahr wäre. Sie verkehren lediglich in bestimmten Kreisen, in denen die Aussage von Lehmann
nicht stimmen mag, im großen und ganzen ist sie aber wahr. Vielleicht suchen auch einige wieder nur einen
Weg, Lehmann eins auf den Deckel zu geben. Wewr weiß, wie die Reaktion gewesen wäre, wenn Kard. Meisner
(das ist der mit der Narrenkappe während einer Messe) den Satz gebracht hätte. Müßige Spekulation.
Hier gibts Leute, die nach eigener Angabe über 40 sind und meinen, sie würden die Jugend besser kennen.
Nun denn… sollen sie ihren Glauben behalten. Ich SEHE jeden Tag, dass es anders ist.
@ palestrina Du hast meinen Ansatz nicht verstanden, oder wolltest ihn absichtlich falsch verstehen. Ich
liebe die klassische und barocke Musik. Ich schwärme, wenn ich in einer Kirche di Lasso, J. Pezelius,
Haßler, Palestrina, Gabrieli usw. zu hören bekomme. Bevor ich aber Schlagzeuge oder Guitarren (ausgenommen
natürlich Pauken ) mit anhören muss, hör ich lieber Taizé-Lieder. Das ist allemal angemessener als
so ein rumgerocke. Wieso nicht Gregorianik, Palestrina, di Lasso, Casali, Bach, Händel (Ökumene!), Mozart,
Haydn, Bruckner, Rheinberger, Liszt, Goller, Kromolicki? usw… Wieso denn Mozart? Ich kann – mit Ausnahme
seines Reqiuems – seinen geistlichen Liedern nicht allzu viel abzugewinnen. Ave verum corpus ist zwar
auch ganz nett, es gibt aber ein halbes Dutzend Stücke, die besser sind und dort besser passen, wo Ave
verum corpus normalerweise gespielt wird.
@ Luther Die römisch-katholische Kirche tut gar nichts, um die „Einheit“ (Alle sollen eins sein) zu fördern,
oder? Sie wirft mit Ausschluss und Verbot um sich…tolle Sache! Im Gegensatz zum Protestantismus besitzt
die katholische Kirche noch wahre Schätze. Die protestantische Kirche hat gar keine Schätze mehr, die
sie aufgeben könnte. Indem sie nach Anerkennung des Papstes und Zulassung zur kath. Eucharistie lechzt
hat sie etliche ihrer Überzeugungen ad absurdum geführt, die bei Luther überhaupt erst zur Kirchenspaltung
geführt haben. Wenn der Mann, der für jeden Lutheraner ein rotes Tuch sein müsste, nach Deutschland
kommt, erheben sie sofort ein großes Lamento, weil es ihnen keine Audienz gewährt. Desweiteren bedauern
sie das Fehlen der eucharistischen Gastfreundschaft, obwohl SIE es waren, die diese Trennung herbeigeführt
haben, indem die das kath. Eucharistieverständnis leugneten. Wer muss sich da auf wen zubewegen? Es ist
überhaupt nicht einzusehen, warum eine eucharistische Gastfreundschaft stattfinden sollte, bei dem der
eine Teil keine Ahnung von den Mysterien hat, bzw. in seinem Religionsunterricht gelernt hat, dass sie
abzulehnen seien. „Ökumene“ ist ein missbrauchtes Wort, dass man kaum noch verwenden kann. Deshalb mal
nach dem Wortsinn gesprochen: Ökumene ist nichts schlechtes. Die Christen sollen mit einander reden.
Jedoch darf dies niemals dazu führen, dass ewige Glaubensinhalte im Dienste der Brüderlichkeit aufgegeben
werden.
@ Luther Drehen wir das ganze doch mal um: Warum soll es falsch sein, die Wahrheit in der Religion für
sich zu reklamieren? Warum soll man neben seinem Glauben andern Leute Glauben toll finden? Warum darf
man seinen Glauben nicht mit allen Facetten leben, ohne das einem jemand reinredet? Ist es nicht ein sehr
interessanter Reflex, der auftritt, wenn die katholische Kirche behauptet, sie besäße die Wahrheit?
Ich kann mir das nur so erklären: Die Leute, die sich hierüber beschweren sind solche, die die Wahrheit
dieser Reklamation selber nicht ausschließen können. Ansonsten wäre ihnen diese Aussage nämlich schlicht
egal. So egal wie die Aussage von Ayatollah Ali Chamenei, dass der Islam die Wahrheit besitzt. Das kümmert
mich auch nicht, ganz einfach, weil ich es nicht glaube. Über solche Sätze regen sich nur Leute – unterstell
ich mal frech – die das selber nicht ausschließen können. Religion muss zur Tat streiten. Das wollte
Jesus. Anderen Menschen zu helfen ist das vorangigste Ziel des Menschensohn gewesen! Falsch, das Hauptanliegen
Jesu war ziemlich eindeutig das Reich Gottes. Auch die Nächstenliebe und -hilfe war darauf ausgerichtet
und machte den Sinn aus. Ich höre einen Ethiker reden. Bezügl. Verbrechen: Selbst wenn das Kirchenpersonal
schlimmste Verbrechen auf sich geladen hätte – der Auftrag Jesu bleibt bestehen. Die Kirche ist kein
Verein, den man einfach wg. Verfehlungen dicht machen könnte.
@ Luther Das Heil kommt durch Gott! Ganz recht und Jesus Christus lebt in seiner Kirche weiter. Aber er
wollte die katholische Kirche reformieren an Punkten, die elend wichtig waren, dass sie refomiert werden
aus einem Grund: sie widersprachen dem Evangelium! Das behauptet er. Die Kirche behauptet das Gegenteil
und keiner kann es ihr verwehren. Überhaupt sieht man doch, was aus den lutherischen Gemeinschaften geworden
ist: Eine Struktur und eine Lehre, die der von Vereinen und Parteien gleichen. Was in der einen Gemeinde
unerwünscht ist ist in der nächsten willkommen, das Heilige ist ganz herausgelassen, stattdessen steht
eine gewisse Wertegemeinschaft, die sich auf eine historische Figur gründet… entschuldige, aber so
siehts für mich als Katholik aus. Allüberall Profillosigkeit, Beliebigkeit und Glaubensabstraktion.
DzDz „Das üble Vatikan-Gerede“ sollte natürlich heißen: „Das übliche Vatikan Gerede“ @palestrina:
Nervt mich auch immer, wenns im Jahreskreis vorkommt. Ist aber zum Glück nicht sehr oft der Fall bei
uns (2-3 Mal).
Das üble Vatikan-Gerede Auch hier – wie schon bei Redemptionis Sacramentum – wurden Dinge verabschiedet,
die anschließend selbst im Vatikan niemanden mehr interessierten. An wieviel Tagen im Jahr sollte man
ds abgedroschene Oster-Alleluia singen? Welches abgedroschene Oster-Halleluja?
@ Luther Das Opus Dei wird von den meisten, die du als Fundamentalisten bezeichnen würdest, abgelehnt…
Die Frage ist doch, ob die Kirche als Institution tatsächlich einzig und allein subsistiert ist in der
katholischen Kirche. Dein katholischer Glaube an Gott wird sich wahrscheinlich gar nicht so arg von meinem
Glauben als Protestant unterscheiden. Unsere Ausführungen sind anders. Richtig, die Ausführungen. Und
ich halte die der katholischen Kirche für wahr und habe auch dargelegt, warum das logischer ist. Das
was Luther lehrt widerspricht dem, was von den Zeiten der Urkirche an gelehrt wurde. Hätte Luther recht,
dann hätte es 1500 Jahre überhaupt keine Kirche gegeben.
Nutzung Wenn sie erstmal entwidmet ist, dann ist es besser, sie wird ein Café als ein Theater. Die „Umgebung“
würde irgendwelche Regisseure mit seltsamen Manieren sowieso nur dazu animieren, dauernd sakrilegische
Stücke oder irgendwelche Kirchenprovokationen dort aufzuführen.
Och, Gotthard… Es war schon mehr als peinlich, wie Fr. Käßmann bei der ZDF-Aktion „Unsere Besten“
versucht hat, den Antisemitismus Luthers schönzureden. Da darf man ruhig mal kraftmeiern.
@ Luther >Die Aussage, dass die katholische Kirche die einzig richtige Kirche ist, ist absolut und bedarf
einer ganz ausgetüftelten, streng logisch nachvollziehbaren Argumentationsfolge. Es ist viel logischer
als du denkst. Was soll das für eine Kirche sein, die ihren Anhängern sagt: Schön, dass ihr da seit,
gegenüber ist eine Moschee, vielleicht ist das ja auch wahr. Wenn aber das wahr ist, was in einer Moschee
gesagt wird, dann muss (Logik!) das, was in der Kirche gesagt wird falsch sein. Beides zusammen geht nicht.
Ergo hat die Religion, die auch andere Wahrheiten als möglich ansieht, ihr Existenzrecht verloren. Was
soll sie denn ihren Mitgliedern sagen? „Wir verkünden euch das Heil, aber möglicherweise stimmt es nicht“?
Die Religion lebt davon, dass sie es ist, die die Wahrheit verkündet. Jede Religion verkündet nach ihrer
Auffassung die Wahrheit. Ich glaube, dass die katholischen Kirche die Wahrheit verkündet. Ich weiß zwar,
dass dies auch der Islam behauptet, wegen meines Glaubens halte ich das aber für falsch. Würde ich es
nicht für falsch halten, könnte ich nicht an meine Kirche glauben. Religionen sind etwas Absolutes.
>Wie du selbst schreibst, scheint die katholische Kirche gewisse Dinge erfunden zu haben. Das habe ich
nicht geschrieben. >Ich bitte um strenge Beweise. Beweise sind hier irrelevant. Es ist nicht definierbar,
was ein Beweis überhaupt ist. Alles historisches Wissen ist auf Glauben aufgebaut. Kein Mensch kann beweisen,
dass es Cäsar wirklich gegeben hat.
@ Luther Moment mal! Die Kirche hat das neue Testament kanonisiert! Mehr nicht! So? Wann wurde das NT
denn geschrieben? Da gab es de Kirche schon! Die apostolische Sukzession reicht doch rein theologisch
niemals aus, um einen Absolutheitsanspruch zu formulieren. Wo kommen wir denn dann hin? Zum richtigen
Ergebnis, ganz einfach. Die die in der Nachfolge stehen, haben das Recht. Das ist primitivstes Erbrecht.
Marienverehrung lässt sich ÜBERHAUPT nicht biblisch begründen Das ist eine absurde Herangehensweise.
In der Bibel steht nämlich auch nichts gegenteiliges. Außerdem steht in der Bibel nichts von Orgeln,
Kirchentagen, Gesangbüchern, Taufbecken, Betonkirchen usw… alles das gibt es aber trotzdem und auch
bei den Protestanten. Niemand kann jemandem die VEREHRUNG einer Person verbieten. Verboten ist das ANBETEN
anderer Personen. Mit anderen Worten: Es ist alles erlaubt, was von der Bibel nicht verboten wird, umgekehrt
darf nichts unterlassen werden, was von der Bibel geboten wird.
@Luther Meinen die hier anwesenden allen Ernstes, dass die römisch-katholische Kirche die wahre Kirche
sei? Da die katholische Kirche für sich in Anspruch nehmen kann, dass ihre Bischöfe eine bis zu den
Aposteln zurückreichende, durch das Weihesakrament weitergegebene Sukzession zu besitzen, kann niemand
der Kirche vorwerfen, dass sie sich für die wahre Kirche hält. Und daran glaube ich auch. Die Umstände
der 1517er Kirchenspaltungen lassen ebenfalls keinen anderen Schluss zu. Ich nehme auch an, dass Martin
Luther das gewusst hat, dass es ihm – wegen der Ablehnung des Weihesakraments – aber ziemlich egal war.
Nun – was ihm egal war, dass ist für die katholische Kirche irrelevant. Für sie gilt es weiterhin. 5
der 7 Sakramente hat unser Herr nicht eingesetzt Ein bloß interpretatorische Behauptung. Die Kirche interpretiert
das anders und behauptet, dass er sieben Sakramente eingesetzt hat. Der v.d. Kirche erlaubte Ambrosianische
Ritus kennt sogar 8 Sakramente (= Fußwaschung). Die Tradition des Zölibats und des Machtapparats Rom
ist keine biblische Aussage, sie entstand durch Tradition!!! Du siehst Probleme, wo keine sind. Das NT
wurde von der Kirche geschrieben. Die Kirche darf es auslegen. Aus der Rolle, die der Priester bei den
Katholiken am Altar hat, geht hervor, dass es sich um einen Mann handeln muss, da Jesus einer war. Fertig.
Fortsetzung folgt.
Der Status der FSSPX-Bischöfe Mir scheint, der Streit hier ergibt sich daraus, dass die Bischöfe der
FSSPX einen in der Kirche beispiellosen Sonderstatus haben. Um dem Papst nicht vorzugreifen, bzw um nicht
gegen weitere (strittig) Vorschriften des CIC zu verstoßen, konnte Lefebvre die von ihm geweihten Bischöfe
nicht – wie das sonst bei jedem Weihbischof, Titular(erz-)bischof der röm. Kirche der Fall ist – auf
einen Titularbischofssitz heben, ihnen also – wenn auch nur pro forma – eine Diözese geben. Die Bischöfe
der FSSPX sind – so habe ich die Selbstdarstellung der FSSPX jedenfalls verstanden – reine Weihbischöfe
ohne jede Jurisdiktionsgewalt, es sei denn diese ergibt sich – wie bei Bischof Fellay – aus einer anderen
Position, im Beispiel der des Generaloberen. Das unterscheidet sie von allen Diözesanbischöfen und auch
von Weihbischöfen, die diesen zugeordnet sind und die zwingend Bischofsvikar (=stellv. Jurisdiktion f.
einen bestimmten Bereich) werden müssen. Es hat daher wenig Sinn, sich um die Bezeichnung dieser Bischöfe
den Kopf zu zerbrechen, da sie ohne Beispiel sind. Selbst die Missionsbischöfe früherer Tage hatten
zwar keine Diözese, dafür aber einen päpstlichen Auftrag – der immer auch Jurisdiktionsgewalt bedeutete –
s. Hl. Bonifatius, der in Deutschland papstgleiche Rechte (Errichtung von Diözesen, Ernennung und Absetzung
von Bischöfen) hatte.
@ Niclaas Mich hatte verwundert, weshalb Bischof Sterzinsky ursprünglich zum Kardinal erhoben wurde.
Mir war bis dahin an dem Mann garnichts aufgefallen. Hat sich das jetzt etwa geändert? Mir ist an dem
Mann immer noch nichts aufgefallen… Wäre auch eine Überlegung wert, ob das Innehaben eines prominenten
Bischofssitzes wirklich unbedingt Anlaß sein muß, dort einen Kardinalshut draufzudrücken. Ich habe
mal gehört, dass die Bischöfe von Berlin Kardinäle wurden, damit sie zZ der Deutschen Teilung Diplomatenstatus
hatten. Nach der Wende wurde das wohl irgendwie beibehalten und das Bistum Berlin außerdem noch lächerlicherweise
zum Erzbistum erhoben, obwohl es dort weder eine solche Tradition noch sonderlich viele Katholiken gibt.
Der Titel hätte Magdeburg zugestanden. Das nur so nebenbei
@ Toby Aber warum wurden dann entgegen den kanonischen Bestimmungen noch 3.000 „außerordentliche Kommunionspender“
ausgesandt, die eigentlich nur für Notfälle (Todesgefahr, kein Priester erreichbar) vorgesehen sind?
Ich habe schon in einem Beitrag vor ein paar Tagen (Dienstag?) aufgezählt, wie oft VOM VATIKAN gegen
Redemptionis Sacramentum verstoßen wird. Nichts neues daher. Allerdings gebe ich zu von diesem Verstoß
nichts gewusst zu haben. Ich habe keinen außerordentlichen Kommunionspender gesehen (war vor Ort = begrenzter
Winkel). @MilesChristi Kann jemand sagen, wie das mit der Kommunionspendung war ? Also Kniebänke usw.
gab es nicht, Patenen auch nicht. Den Schirmträger hatte auch nicht jeder (ich sah keinen). Darin sind
aber keine Verstöße gegen irgendwelche Vorschriften zu sehen. Die Verwendung von Kniebänken nur für
diesen Gottesdienst (und ansonsten eben nicht) wäre Heuchelei gewesen. Allerdings muss man sagen, dass
von den Veranstaltern geplant gewesen war, dass die Glüubigen auf ihrem Platz bleiben, und die Priester
vorbeikommen. Da man am Platz vor der Kommunionausteilung kniet, kann man den Veranstaltern etwas Positives
unterstellen. Natürlich wurde auch Handkommunion gegeben. Sie ist auch grds. erlaubt. Allerdings war
da der Wind (Profanierungsgefahr), und dreckige Camping-Finger. Auf die Handkommunion hätte daher nach
RS verzichtet werden müssen und ich hab mich dran gehalten.
Mal was zum Thema Ich finde es mehr als schade, dass von der Redaktion im Abschnitt Lehmann – Meisner
nicht erwähnt wurde, dass Meisner im selben Gespräch bekannt gab, dass es von nun an eine jährliche
Domwallfahrt geben soll. Diese Nebensächlichkeit musste ich aus der Süddeutschen Zeitung (!) erfahren.
#8 Benedikt 18:36:54 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Tradiland: Zwanghaft Die Sache mit dem Anbetungszelt, die an sich erfreulich ist (wenn auch besser in
einer Kirche stattfinden sollte), sollte man nicht überwerten. Denn nicht nur, dass lediglich für einen
Bruchteil der Veranstaltungsteilnehmer im Zelt Platz war, war es in dieser Nacht auch ziemlich kalt, sodaß
die – mangels Schlaf – Alternative zum einfachen F rieren auch im Aufsuchen eines Zelts gelegen sein konnte.
Der Wahn, alles schlecht zu reden und immer die bösesten oder niedrigsten Motive zu unterstellen ist
einfach zum – entschuldige – kotzen. Was weißt du über die Motive der Jugendlichen dort? Es war teilweise
sehr weit zum Zelt, außerdem war es davor schlammig und man musste anstehen. Wärmer als in einem Schlafsack
kann es auch nicht gewesen sein, jedenfalls nach meinem Empfinden war es eher kälter dort. Und ungemütlicher.
Die Mitteleuropäer, die es trotz Schlafsack auf dem Feld zu kalt fanden, gehen offenbar ein bißchen
zu selten vor die Tür. Ich habs mit Erstaunen zur Kenntnis genommen und der Rest meiner Gruppe auch.
Das nur nebenbei.
#33 Benedikt 18:31:25 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex Ach ja? Dann würde mich mal deine wunderbar „alternative“ Realitätsauffassung interessieren.
Nur zu! Im übrigen finde ich deine Ausfälle gegen Schwule einfach ekelhaft. Pfui.
#30 Benedikt 16:29:36 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Hans Mohrmann Wen interessiert denn, was die Protestanten machen? Warum sollte ein r.-k. Bischof alles
das kommentieren? Bei dem Unsinn, der aus dieser Ecke kommt, käme man aus dem kritisieren ja nicht mehr
heraus. Mit rheinischen anstatt katholischen Bischöfen… naja… Sigmaringen liegt ja nicht gerade am
Rhein ) Aber du hast schon teilweise recht, nur lassen sich keine Rückschlüsse ziehen. Erzbischof Johann
Philipp von Schönborn etwa holte sich protestantische Wissenschaftler an seinen Hof, was damals nicht
üblich war. Außerdem trat er wohl für eine deutsche Nationalkirche ein. War er nicht katholisch? Nebenbei
führte er auch die tridentinische Messe in Mainz ein (=soll heißen das Messbuch Pius’ V.). Nicht katholisch?
#28 Benedikt 15:17:31 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex: Immer weiter, es wird lustiger Jetzt bedient sich Lehmann einer ähnlichen Argumentation, und
schon ist es eine Beleidigung. Du jedoch kritisiertst Kardinal Meisner für seine Aussagen. Wie geistig
blind bist du eigentlich? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wo ist der Zusammenhang? genau das,
könnte man auch Kardinal Lehmann vorwerfen, aber dazu bist zu befangen und zu feige. Genau. Die Beleidigung
eines Kardinals in einem kaum bekannten Forum ist schon eine unglaublich mutige Sache. tzzz Realität
akzeptieren Wer hat was von akzeptieren gesagt, es geht darum, die Realität zu erkennen und zu benennen.
Eine Bewertung ist dadurch noch nicht erfolgt.
#53 Benedikt 15:12:35 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Tradiland „Vor einer Gemeinde reden“ (reden => Rede = ausformulierter Vortrag bzw Predigt) und das Confiteor
zu rezitieren ist ein ziemlicher Unterschied. Aus diesen Worten lässt sich sehr einfach das Predigtverbot
für Frauen ableiten, nicht aber ein Verbot von Messdienerinnen. Man muss sich wirklich nicht sehr gut
in der Bibelinterpretation auskennen, um zu wissen, dass mit „vor XY reden“ nicht die Antwort auf Gebete
gemeint sein kann. Zudem meine ich gehört zu haben, dass sich Messdiener und Priester beim Stufengebet
nicht dem Volk zuwenden, ist doch richtig, oder )). Es handelt sich also um nichts „vor“ der Gemeinde
gesagtes, sondern um etwas MIT der Gemeinde Gesagtes (bzw. in deren Stellvertretung). Bestenfalls ist
die Stelle interpretierbar, und über diese Gewalt verfügt der Papst, also auch Papst Johannes Paul II.
#51 Benedikt 14:45:23 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Tradiland Was hat das damit zu tun, dass er es darf, wenn er will? Von Verpflichtungen habe ich nicht
gesprochen. Der Priester hat nicht mal die Verpflichtung, mehr als einen Messdiener in der ganzen Pfarrei
zu haben. Mit dem kann er dann jeden Sonntag zum Altar schreiten. Sagt nichts dagegen, dass ein Priester
auch 200 Messdiener in der Pfarrei haben kann. Ich sehe hier keinen Diskussionsbeitrag. Zudem ist das
Geschlecht der Messdiener den meisten Klerikern schlicht egal. Das mag daran liegen, dass die Zulassung
eine Frage der Gewohnheit ist. Liturgisch und theologisch hängt ein Verbot jedenfalls völlig in der
Luft, weswegen man vermuten muss, dass sich frühere Verbote aus dem damals in der Gesellschaft herrschenden
Patriarchalismus ergeben hat und nicht aus der Religion.
#26 Benedikt 14:36:16 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex Ehrlich gesagt habe ich nicht die Bohne Lust dazu, ständig deine sinnfreien und aus der Luft gegriffenen
„Interpretationen“ richtig zu stellen. Du liest offenbar eh nur dies, was du lesen willst. Nur so viel:
>deine Augen und Ohren sollten dir nicht dazu dienen, die Realität als Maßstab für die Nachfolge Christi
zu betrachten. Das habe ich nicht getan. Deine Unterstellungen sind absurd und haben nichts mit der eigentlichen
Diskussion zu tun. >und eben diese Jugendlichen – mit Kondomen und Antibabypillen in den Taschen – wie
auch du offensichtlich Lehn dich mal nicht zu weit aus dem Fenster mein Bester. Was weißt du schon von
mir? Deine „Interpretationen“ (besser wäre Unterstellungen) haben wahnhafte Züge an sich. In der eigenen
Verblendung, die Kard. Lehmann offenbar für alles Übel der Kirche verantwortlich machen will, wird hier
von Tradis ein uraltes Motto aufgegriffen: „Töte den Überbringer der schlechten Nachricht!“ Dabei hat
Lehmann hier nichts anderes getan, als was viele von euch auf diesen Seiten ständig tun: Den dem Papst
zujubelnden Christen vorzuwerfen, Eventkatholiken zu sein. Auf diesen Seiten wurde von Forumsteilnehmern
vor dem WJT nicht nur einmal pauschal behauptet, WJT-Teilnehmer wäre Fun & Rockmusiksuchende Konsumjunkies.
Jetzt bedient sich Lehmann einer ähnlichen Argumentation, und schon ist es eine Beleidigung. Ihr seid
der Gipfel des Subjektivismus!
#20 Benedikt 12:54:43 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Apex >Es gibt ermutigende Zeichen, aber das wars dann auch. >>und woher hast du diese Infos? – vom Kardinal
Lehmann? Ich bin 24 Jahre und habe Augen und Ohren im Kopf, verehrter apex. Ich kann sehen, wie viele
Jugendliche in der Kirche sitzen, wenn ich dort bin und höre, was sie über die Kirche sagen, wenn ich
sie anderswo treffe. >Toby: @ apexIch glaube, Du verwechselst hier etwas. Das mit der Pille in der Tasche
ist (leider) durchaus zutreffend, auch wenn ein Kardinal Lehmann das feststellt. Um das festzustellen,
muss man kein ausgesprochener Prophet sein … >>ja und? – geht es im Leben der Kirche um die Nachfolge
Christi oder um die Anpassung der kirchlichen Morallehre an die gottlose Realität der Welt? Zum Geier,
was hat das mit Anpassung an die gottlose Realität zu tun, wenn ein Kardinal zutreffenderweise sagt,
dass viele Jugendliche, die dem Papst zujubeln, die Pille in der Tasche haben? Das ist eine Feststellung,
und keine Aufforderung, es gleich zu tun, auch wenn du gerne hättest, dass Lehmann dies fordern würde.
@ Sebastijonas Andererseits ist es nicht sinnvoll, in der Weise zu polarisieren, wie du es mit den Pauschalurteilen
„Chaotenchristen“ u. ä. tust. Die Äußerungen Lehmanns waren verletzend, deine aber auch. Derartige
Beleidigungen bin ich von apex gewohnt.
#49 Benedikt 12:48:06 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Athanasius In d. Aussagen d. Päpste fehlt eine schlüssige theologische Begründung gegen den weibl.
Ministrantendienst. Diese wäre auch angesichts der Rolle von Frauen als Dienerinnen Jesu in der Hl. Schrift
schwer zu erbringen. Das ist wohl ganz Ihre eigene Meinung. Die Päpste sind nicht Ihre Diener, sondern
Diener der Lehre und Sie sollen ihnen gehorchen. Mach dich nicht lächerlich. Du führst hier täglich
Beispiele an, in denen den Päpsten (JPII) eben gerade nicht zu folgen ist, von Gehorsam keine Spur. Im
übrigen wurde der weibliche Ministrant von Rom – also auch durch einen Papst – zugelassen, also was soll
das ganze. JPII ist kirchenrechtl. genauso Papst gewesen wie Benedikt XV. und wie Pius XII… So wie dieser –
wie Evelin dankenswerterweise darlegt – den Ministrantendienst verbindlich einführte konnten spätere
Päpste auch weibliche Messdiener zulassen. Der Papst hat weibliche Messdiener in seinen Messen akzeptiert,
damit sind sie erlaubt. Im übrigen waren weibl. Messdiener schon im CIC von 1917 can. 813 §2 unter Umständen
und unter Auflagen zugelassen. SO schlimm kann ein weibl. Ministrant also nicht gewesen sein. Du hingegen
suchst dir aus päpstlichen Schriften mit Hilfe der Tradition immer genau das heraus, was dir passt und
streichst das übrige. Dein Religionsverständnis ist ein zusammengezimmertes. Gehorchen bedeutet nämlich,
dass man auch dann gehorcht, wenn einem das Gehörte mal nicht passt.
#14 Benedikt 12:26:16 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Toby Eine seit 40 Jahren andauernde Entwicklung lässt sich nicht ohne weiteres durch bischöfliche
Kraftworte, Verbote usw. wieder aufheben. Da ist Durchhaltewillen gefragt. @ hcr: Mag sein, dass es pauschal
war. Die Jugendlichen, die es nicht betrifft wissen aber, dass sie nicht gerade die Mehrheit sind. Sie
müssten den Worten des Kardinals eigentlich zustimmen können und auch wissen, dass der Kardinal natürlich
nicht ALLE (denn wer kann schon etwas für ALLE sagen) gemeint hat. Ich wwürde mich in dem Fall nicht
angsprochen fühlen. Ich fühle mich auch nicht angesprochen, wenn die Medien schreiben, dass es der Jugend
heute nur noch um Fun geht. Ich weiß einfach, dass das oftmals der Fall ist, bei mir aber nicht zutrifft.
#26 Benedikt 12:09:48 | Donnerstag, 25. August 2005
Kompromissformel Vorbedingung für eine „Normalisierung“ des Verhältnisses zum Papst sei die Festlegung
seitens des Vatikan, dass das Zweite Vatikanische Konzil „ausschliesslich im Licht der Tradition“ interpretiert
werden dürfe. Schade, dass in der Kirchenleitung offenbar keine Juristen sitzen. Dann wäre das Problem
längst gelöst. Juristen wissen schon lange: Bevor ein Gesetz als verfassungswidrig verworfen wird, sollte
man es verfassungskonform auslegen. (juristisches Studium, 1. Semester) Ergo: Bevor die Konzilsbeschlüsse
als Traditionsbruch verworfen werden, sollten sie traditionsgemäß ausgelegt werden. Das wäre dann das
Ende dieses so genannten „Geist des Konzils“.
#5 Benedikt 11:59:32 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Zwobbel Das war 2003. Und bislang ist nichts in der Hinsicht passiert, oder? Außerdem werden sich die
Bistümer unter Verweis auf ihre angespannte Finanzsituation dem sowieso wiedersetzen. In der Pfarrkirche
am Heimatort meiner Ältern wurde der Volksaltar während des Konzils eingebaut, d.h. er steht noch erhöht
auf auf Steintreppen. Die müsste man nach Entfernung wegshreddern. Wer das heute noch bezahlen soll…
ich weiß es nicht. Wahrscheinlicher ist, dass selbst nach einem Dekret zu Änderung der Zelebrationsrichtung
weiterhin am sog. Volksaltar die Messe gefeiert wird, wie das schon während dem Konzil getan wurde. Der
Priester stellt sich einfach an die andere Seite. Fertig. Dagegen währe nicht mal etwas einzuwenden,
denn Altäre in der Vierung haben die ältere Tradition.
#6 Benedikt 11:51:37 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Toby & Apex Irgendwann muss man ja wohl irgendwie anfangen oder? Nur weil man es drei Jahre nicht gemacht
hat, kann eine Katechese ja wohl kaum schlecht sein. Und nur, weil man im Theologiestudium und Religionsunterricht
Mist vorgesetzt bekommt, müssen die Bischöfe doch nicht auf die Vermittlung der Wahrheit verzichten.
#9 Benedikt 11:46:21 | Donnerstag, 25. August 2005
Meisner und Lehmann Kardinal Meisner (das ist der mit der Narrenkappe während einer Messe) tut gut daran,
sich nicht aufzuregen. Was Lehmann gesagt hat ist das, was durch statistische Erhebungen als wahrscheinlich
angenommen werden kann. Jeder der glaubt, dass bei 1 Mio Gläubiger (= statistisch dann etwa 520.000 Frauen)
weniger als die Mehrheit die Pille nimmt, hat keine Vorstellung von der flächendeckenden Versorgung mit
diesem Präparat. Ich habe noch nie von einem bewussten Verzicht auf die Pille in meiner Umgebung gehört,
die Zahl derer, die aus religiösen Motiven verzichten dürfte höchst gering sein. Kardinal Meisner sollte
doch bitteschön nicht immer so tun, als wären die Jugendlichen die Säulenheiligen gegenüber einer
verlotterten Generation Erwachsener. Es gibt ermutigende Zeichen, aber das wars dann auch @ apex: Wodurch
wollte sich Kard. Lehmann hier bitte beliebt machen? Das Interview gleicht eher einer kritischen Einschätzung
als einer Anbiederung.
#116 Benedikt 17:55:24 | Mittwoch, 24. August 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Wenn Du dir Texte wie RS gut merken kannst, so lies es ein paar mal durch!
Dann wirst du feststellen, dass es keiner besonders detektivischen Gabe bedarf, um die liturgischen Missstände
im Vatikan aufzudecken. Was ich geschrieben habe waren nur meine eigenen oberflächlichen Beobachtungen.
Bei einer genauen Überprüfung kämen sicherlich noch einige Dutzend andere Verstöße ans Licht. Die
begeisterten Äußerungen des Papstes in den letzten Tagen waren sicherlich nicht auf die liturgischen
Zustände gerichtet. Jeder, der schonmal irgendein (es kommt eigentlich in jedem Buch vor) Buch von Joseph
Kardinal Ratzinger gelesen hat weiß, dass ihm die Liturgie am Herzen liegt. Ich begreife daher die Vorfälle
am Weltjugendtag als letzten Ausstoß früherer Tage. Immerhin konnte der Heilige Vater schlecht jedes
Programm prüfen und alles verwerfen, was möglicherweise bereits im Druck ist. Möglicherweise ist er
auch (zu) duldsam mit Missständen und lässt diese über sich ergehen, bis er die Restauration der Würde
in der Messe nach seinem eigenen (zeitraubenden, aber effektivem) Stil angehen kann. Die Begeisterung
des Papstes war sicher mehr die Begeisterung über eine noch begeisterungsfähige Jugend – das ist nichts
selbstverständliches, lass es dir von einem 24-jährigen sagen. Ich kenne viele, die sind zu nichts mehr
zu begeistern, also auch nicht zu Gott! Wer noch zu begeistern ist, der ist auch noch nicht f.d. Kirche
verloren, auch wenn er vielleicht noch ein lascher Katholik ist.
@ Mimi Ich denke mal, die Leute von Juventutem siind mit dem Problem vertraut und wussten, was sie erwarten
würde. Außerdem erinnere ich daran, dass längst nicht jeder Traditionalist gleich ein „moderner Katholik“
sein muss. Ich bin kein Traditionalist in dem hier gemeinten Sinne und mag trotzdem keine Gitarrenmusik,
Tänze, Rumgelaufe, Herumjongliere, Mißbrauch der Eucharistie usw. in der Hl. Messe. Außerdem lehne
ich (als treffendes Beispiel) den Verein „Wir sind Kirche“ mit all seinen Aktionen, Zielen und Schriften
ab. Und das alles ohne Traditionalist zu sein! Wahnsinn, oder? )
#107 Benedikt 16:47:06 | Mittwoch, 24. August 2005
@ cristfidel Am „Dipp“ gibt es mehrere Punkte zu kritisieren. Zunächst: Der Kelch wird nicht weitergereicht,
sondern von einem zweiten Kommunionspender gehalten, so dass der Kommunikant nach Erhalt der Hostie diese
in den Kelch eintauchen kann. Dies ist zu verwerfen, weil: a) durch den selbstständigen „Dipp“ sich der
Kommunikant selber die Kommunion spendet. Das wäre etwa so, wie wenn er sich selber die Hostie aus der
Schale nehmen würden b) Wie du sicher von weltlichen Dipps weißt, ist das Dippen damit verbunden, dass
sich an der Unterseite Flüssigkeitsmengen ansammeln, die dann heruntertropfen. Dies bedeutet im Rahmen
der Kommunion eine Profanierung, weswegen der selbstständige Dipp schon deshalb verboten ist. Die einzige
Möglichkeit ist, dass der Priester die Kommunion „dippt“ und dann der Kommunikant mit der Mundkommunion
kommuniziert. Hier ist die Handkommunion absolut verboten, weil das Blut ja sicher in der Hand zurückbleibt.
#105 Benedikt 16:21:05 | Mittwoch, 24. August 2005
Redemptionis Sacramentum und der Vatikan Mal ein paar Beispiele: 104. Es ist dem Kommunikanten nicht erlaubt,
selbst die Hostie in den Kelch einzutauchen. s.o. Wird in jeder mir bekannten Pfarrei praktiziert. 77.
(…) Diejenigen, die an einer Messe teilnehmen, dürfen während der Feier nicht an Tischen sitzen. (…)
Gegen diese Vorschrift haben ALLE Kardinäle verstoßen, als sie während der ersten Messe des neuen Papstes
an ihren Konklavetischen saßen. 92. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion
den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden. Auf dem Marienfeld herrschte starker Wind. Die Gefahr
der Profanierung durch Wegwehen war daher gegeben. 113. Wenn mehrere Priester bei der Messe konzelebrieren,
soll für den Vortrag des eucharistischen Hochgebetes eine Sprache verwendet werden, die allen konzelebrierenden
Priestern und dem versammelten Volk bekannt ist. Nach dieser Vorschrift wäre auf dem Marienfeld überhaupt
kein Hochgebet erlaubt gewesen. Niemals konnten die 10.000 anwesenden Priester alle deutsch und Latein
versteht das Volk nicht. usw!
#101 Benedikt 15:52:31 | Mittwoch, 24. August 2005
@ Mimi ein schwerer Verstoß gegen Redemptionis Sacramentum Diese Verstöße sind doch Standard bei Messen,
sogar bei Papstmessen. Kein Wunder, dass sich kein Priester daran hält. Und die als „Aufforderung zu
Denunziation“ verschrieene Meldemöglichkeit von liturgischen Verstößen nach Rom ist in Anbetracht der
permanenten eigenen Verstöße ein ziemlicher Witz. Die Veruteilung von Priestern wegen liturgischer Verstöße
betrachte ich jedenfalls als reine Heuchelei.
@ Fiore Das kann nicht stimmen. Der Hl. Willigis der von 975-1011 Erzbischof von Mainz war, wurde seit
dem 11. Jh. als Heiliger verehrt, ohne das der Papst dazu sein OK gegeben hätte. Auf dem Tridentinischen
Konzil gab es deswegen Streit, allerdings konnte der damalige Mainzer Erzbischof die Heiligenverehrung
des Willigis anhand eines alten Missale aus dem 11. Jh. nachweisen, weswegen Willigis wegen der 200-Jahre-Regel
Heiliger geblieben ist. So kenne ich das jedenfalls und es spricht dagegen, dass die Päpste schon im
10. Jh. ein Exklusivrecht hatten.
Ach, die böse „V2 Kirche“ mal wieder… Ich weise mal daraufhin, dass das gängige Heiligsprechungsverfahren
nicht so unglaublich alt ist, und das dies in der mittelalterlichen Kirche noch anders gehandhabt wurde
(wie war das da mit „vox populi, vox dei“?). Es hat also schon öfter Brüche bei den Kanonisationsverfahren
gegeben. Der jetzige Bruch scheint mir aber auch nicht so hilfreich. Heiligsprechungen sollten etwas besonderes
bleiben, was nur wenigen zukommt. Zudem haftet ihnen zZ etwas abträglich unwürdiges an
@ Athanasius Die dt. Übersetzung des Novus Ordo ‘Römischen Kanons’ war mehr eine Bearbeitung, in der
bei jedem Wort sacrificium/oblatio entweder „Opfer im Geiste“ oder „Gabe“ übersetzt wurde statt Opfer.
Das ist wieder mal eine deiner üblichen Verallgemeinerungen. In meinem Schott steht: „Betet Brüder (…),
dass mein und euer Opfer Gott dem…“ – „Der Herr nehme das Opfer an…“. Hier finden sich keine Zusätze.
@ Gatte der Evelin Ministrantinnen: Die Frage hängt direkt mit der Einführung des NOM zusammen. Denn
im alten Ritus betet der Meßdiener im Wechsel mit dem Priester (besonders im Stufengebet) – im NOM haben
die Ministrantinnen nichts mehr zu sagen – sie wurden zu Wasser- und Weinträgern (und zu Nasenbohrern,
weil es zwischendurch do fad ist) degradiert. Falsch ist es trotzdem, weil wider die Tradition. Im Gegensatz
zum Priester, der aus göttlichem Recht handelt und immer ein Mann sein muss, ist das Ministrantenamt
nicht von Gott, sondern von der Institution geschaffen worden. Es kommt in der Bibel nicht vor, und es
gibt auch keine Aussagen Jesu, die dorthin gedeutet werden können. Das Ministrantenamt kann also von
der Kirche geregelt werden, es kann begrenzt od. abgeschafft werden. Auch eine Tradition hat einen Beginn.
In d. Aussagen d. Päpste fehlt eine schlüssige theologische Begründung gegen den weibl. Ministrantendienst.
Diese wäre auch angesichts der Rolle von Frauen als Dienerinnen Jesu in der Hl. Schrift schwer zu erbringen.
@ Atha Ministrantinnen Stimme ich Dir zu, Benedikt. Übrigens Korrektur: noch nie war das Ministrantentum
an sich eine Vorbereitung auf niedere Weihen. Das mit dem Untergang war ironisch gemeint. Es gibt keine
sinnvolle Begründung, warum ein Mädchen dem Priester keinen Wasserkrug reichen darf. Altar Aha. Naja,
was daran spezifisch protestantisch ist, kapier ich nicht ganz. Der Charakter einer Messe kann kaum vom
Altartuch bestimmt werden Thron Ja, denk ich auch ). Ändert aber nichts. S.H. ist offenbar bescheiden.
Handkommunion Ich stand 200 m vom Papst weg – das konnte ich nicht wissen…
@ MilesChristi Also Programm. Warum aber dann nicht auch im Urtext? Das ist doch sehr merkwürdig. Ich
für meinen Teil verstehe das nicht und würde mich über eine Klarstellung seitens des Lehramtes freuen.
Die Messe im byzantinischen Ritus, die ich besuchte, war gleichfalls auf deutsch, im Hochgebet betete
der Priester aber „für viele“. @ Tradiland Ein Skandal ist eher die seltsame Übersetzungspraxis. Wo
kann man sich noch darauf verlassen, dass das wirklich alles stimmt, was da als Übersetzung aus Rom kommt?
Hier wird gegen die Klarheit gearbeitet. Das lehnen nicht nur Traditionalisten sondern auch andere ab –
ich gehöre dazu.
@ MilesChristi Die falsche Übersetzung wurde vom Vatikan gebilligt. Die Geschichte der volkssprachlichen
Übersetzungen ist ein Hammer an sich. Das letzte was ich gehört habe ist daß die AVe-Maria auf portugiesisch
geändert wurde: es heißt nicht mehr „Heilige Maria, Mutter Gottes“ sondern „Heilige Maria, Mutter Jesu“.
Ja, das sind ehrlich gesagt so die Dinge, die mich an der Kirche verwundern… denn irgendein Sinn steckt
doch nicht dahinter, oder? Ich mein, die Übersetzung ist von Land zu Land vermutlich anders oder wurde
dort auch falsch übersetzt? Oder hat man so übersetzt, weil Deutschland das Land des Protestantismus
ist? Das zweite Hochgebet wurde in der Papstmesse nicht verwendet (obwohl im Pilgerbüchlein vorgesehen).
Mit Tänzen und so weiter kann ich auch nichts anfangen… und dieser komische Jonglierer… seltsam.
Ist Marini dafür verantwortlich? Naja, passen würds zu dem Operettenliturgiker. Seltsam, dass der Papst
den nicht weggelobt hat. Kommt vielleicht noch. Von Massenmessen hab ich auch erstmal genug. Irgendwie
ist es schön, eine Messe mit dem Papst zu feiern, und dann geht das ja wohl heutzutage nur noch in dem
großen Rahmen. Andererseits sind sie auf Dauer zu stressig, außerdem gefallen mir die ausgewählten
Liedstücke nur zu einem geringen Teil. Protestantisch war die Messe aber trotzdem nicht.
Ach das große Lamento @Athanasius Und wenn alle deine Punkte nicht zugetroffen hätten, dann wären dir
mit Sicherheit weitere eingefallen. >Ministrantinnen Der absolute Untergang des Abendlandes. Die Zeiten
der priesterartigen Überhöhung des Ministrantenamtes sind vorbei. Das ergibt sich schon daraus, dass
das Ministrantenamt schon lange keine Vorbereitung auf die niederen und höheren Weihen mehr ist. >Holztisch
Ich weiß… die Tragaltäre nach dem CIC von 1917 waren natürlich gemauert, logisch. Das Marienfeld
ist keine Kirche! >Holzthron Klare Erbsenzählerei. Für einen Tag wird sich wohl niemand finden, der
einen Thron gießen oder mauern ließe. Das man sowas überhaupt erklären muss >Lutheraltarkleid Was
soll das sein? >Bischöfe knieten nicht Seit wann knien Konzelebranten? Die Assistenz im trid. Ritus kniet,
der Konzelebrant kniet nie, sondern macht an den entsprechenden Stellen die Kniebeuge. >„für alle“ Das
ist die Übersetzung des pro multis im deutschen Kanon. Warum weiß ich auch nicht. >„Deutscher Kanon“
Was ist daran protestantisch? >Handkommunion Eine Papstmesse ist nicht gerade der richtige Ort, um die
Kommunion neu zu regeln. Das muss schon in einem Lehrschreiben erfolgen, mit entprechend folgender Unterweisung
der Gläubigen durch die Bischöfe (Hirtenbriefe). Naja und die Tänze…ich hoffe das seh ich so schnell
nicht mehr (genau wie das ewige klatschen).
@ Athanasius Nochmal: Er vergleicht im Zitat nicht die Konzile, sondern die Reaktionen. Und das Zitat
ist wahr. Im übrigen ist das Zitat auch wertungsfrei.
@ Marcel Die V.II-Kirche ist ein liberaler Verein, sie ist das Kind des auf dem V.II zum Durchbruch gekommenen
„liberalen Katholizismus“, der von den vorkonziliaren Päpsten kontinuierlich verdammt wurde. Ich verweigere
mich ganz entschieden der Bezeichnung „Verein“ für die hl. Kirche. „Wir sind Kirche“ ist ein Verein,
der BDKJ, Juventutem, Totus Tuus usw usf. Alles Vereine mit der üblichen Struktur. Die Kirche aber ist
kein Verein. >Die Wahrheit habe ich auch nicht vor zu teilen. >>Wer dächte: „den heutigen Jugendlichen
kann man nicht mehr mit der Hölle kommen“, der teilte sie. Das habe ich aber nicht gesagt. Ich kritisierte
solche, die NUR mit der Hölle kommen. Das Gericht und die Hölle sind eine Mahnung, aber diese Mahnung
hat auch einen Zweck und einen Ausweg. Wer dies verschweigt, aber das andere erwähnt ist ein Irrlehrer
oder ein noch schlimmerer Verbrecher.
@ Marcel Ich glaube weder, dass der Heilige Vater seinen Episcopat öffentlich der Schaumschlägerei bezichtigen
würde, noch das er ein derartiges Anliegen überhaupt öffentlich machen würde. Er würde das mit den
Bischöfe persönlich klären, um ihre Autorität nicht noch mehr zu ruinieren. Einem Bischof, den der
Papst öffentlich als Schaumschläger bezeichnet, bliebe wohl nur noch der Rücktritt.
@ Athanasius (nochmal) Ich hatte mich unten verklickt und aus Versehen abgeschickt. G. Ratzinger: Die
Reaktion auf das Zweite Vatikanum stehe aber in Übereinstimmung mit der Reaktion auf frühere Konzilien:
einerseits begeisterte Annahme, andererseits scharfe Zurückweisung. Du: Das ist nicht wahr. Denn das
II. Vatikanum war wesentlich anders als alle Konzilien vorher, nämlich nur Pastoral, ohne Anathema, ohne
Dogmatische Definierungen. Und nein, es war nicht „vom Heiligen Geist“ geführt. Was bitte hat deine Antwort
mit dem zu tun, was Mgr. Ratzinger gesagt hat? Auf das erste Vatikanum hat es sehr wohl eine heftige Reaktion
gegeben (Stichwort: Altkatholiken). Was du schreibst hat lediglich etwas mit dem Konzil selbst zu tun,
mit der Reaktion darauf aber überhaupt nichts.
@ Athanasius G. Ratzinger: Die Reaktion auf das Zweite Vatikanum stehe aber in Übereinstimmung mit der
Reaktion auf frühere Konzilien: einerseits begeisterte Annahme, andererseits scharfe Zurückweisung.
Du: Das ist nicht wahr. Denn das II. Vatikanum war wesentlich anders als alle Konzilien vorher, nämlich
nur Pastoral, ohne Anathema, ohne Dogmatische Definierungen. Und nein, es war nicht „vom Heiligen Geist“
geführt. Was bitte
Erstaunlich… …wie sehr ich mit Monsignore Ratzinger übereinstimme. @christfidel: Den Verweis auf
das mahnende Beispiel bei den Protestanten? Damit mein Mgr. Ratzinger, dass jenes, was von Kirchenkritikern
dauernd als notwendige Reform der katholischen Kirche verkauft wird bei den Protestanten längst durchgesetzt
ist – und unwirksam ist.
@ MilesChristi Ja, so wurde mir das jedenfalls mal beigebracht. Und ohne die Sündenvergebung erfolgt
doch auch nicht ein befreiendes Gefühl, dass man sonst gerade aus der Sündenvergebung ziehen kann, oder?
@ Mimi: Genau, das ist ein Beichtgespräch. Wobei das aber natürlich auch nichts schlechtes ist, weil
man bei einem Beichtgespräch ja gar nicht auf die Absolution aus ist, sondern sich lediglich in einem
geschützten Rahmen (das Beichtgeheimnis gilt natürlich auch ohne Absolution) Rat bei einem Seelsorger
holen will. Ist der Seelsorger ein kluger Mann, so kann das besser sein als jeder Psychotherapeut, da
der Priester noch aus einer anderen Autorität schöpfen kann.
@ Marcel Der Inhalt muß derselbe bleiben, egal, wie man ihn sagt. Genau das meinte ich ja. Er wird Himmel
und Hölle predigen, nie nur eines von beiden. Hm… genau diesen Eindruck hatte ich bisweilen nicht.
Aber vielleicht war das auch eine Ausnahme. Er wird einfach die ganze Wahrheit darlegen, weil er im Gegensatz
zu liberalen Katholiken wie – nicht böse gemeint – Ihnen weiß, daß die Wahrheit unteilbar ist. Die
Einordnung meiner Meinung in dein persönliches Wertebild bleibt dir natürlich unbenommen. Aber ich glaube,
dass ich aus einem liberalen Verein innerhalb der Kirche ziemlich schnell rausfliegen würde ). Die Wahrheit
habe ich auch nicht vor zu teilen.
@ Marcel Einschätzen kann ich es in Teilen schon, und zT scheint auch etwas dran zu sein. Was mich bei
den trad. Geistlichen oft stört ist, dass sie – weil sie ihren Traditionalismus offenbar ständig beweisen
müssen – zusammen mit dem Konzil auch einen Fortschritt (keinen inhaltlichen, sondern einen i. d. Lehrweise)
in d. Theologie ablehnen. Es hat aber zu allen Zeiten immer eine Anpassung der Theologie in Bbezug auch
die passende Art der Inhaltsvermittlung gegeben. Pius X. predigte nicht wie Thomas von Aquin, dieser nicht
wie Augustinus, und dieser wiederum nicht wie der Hl. Paulus. Um einen Inhalt unseres Glaubens wirklich
vermitteln zu können muss man auch ein Weg in das Herz des anderen finden können. Das heißt selbstverständlich
NICHT, dass d. Inhalt sich irgendwie ändern muss, sondern nur die Form der Vermittlung. Und das fehlt
mir bei vielen Tradis. Es mag Leute wie dich geben, die damit dennoch etwas anfangen können, weil sie
es für „reiner“ und authentischer halten. Ich aber glaube, dass man heutzutage – weil viele mit Grundbegriffen
des Glaubens nichts mehr anfangen können – eine einfühlsamere und tiefgehendere Art der Glaubensvermittlung
stattfinden muss. Wenn ein FSSP(X)-Priester vor unbedarfte Jugendliche tritt und nur von Todsünden und
ew. Verdammnis spricht, so entspricht das zwar der Lehre usw. Diese Jugendliche haben aber oft keine Ahnung
mehr von d. Vergebung, die in der Beichte stattfindet. Für die klingt das dann einfach nur furchtbar.
Und das ist kontraproduktiv.
@ Mimi Ja, wenn die Absolution nicht erfolgt, dann fühlt man sich natürlich nicht besser, das ist mir
doch klar, ohne Absolution ist ja überhaupt nichts geschehen, was zu einem „Besser fühlen“ hätte führen
können. @ christfidel: Ich glaube nicht, dass es noch am gleichen Tag sein muss, sondern so bald wie
irgend möglich. Schließlich kann die Absolution auch um 23:59 Uhr erteilt werden und das wäre dann
ein wenig knapp für einen Rosenkranz )
@ Stimme aus dem Tradiland Ich würde mir über die Berufung Levadas keinen so großen Kopf zerbrechen.
Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand absichtlich einen Posten mit jemandem Schwachen besetzt, um
selber die Fäden in der Hand zu behalten. Dies kommt vor allem häufig vor, wenn es sich um machtvolle
Positionen handelt, die der Betreffende vor selber inne gehabt hat. Ratzinger weiß am besten, wie groß
der Einfluss des Präfekten der Glaubenkongregation ist, vielleicht will er keinen „zweiten Mann“ schaffen,
der er vorher selber gewesen ist. Man betrachte sich das einmal parallel in der deutschen Parteienlandschaft.
Die Vorsitzenden von CDU, FDP und SPD waren zuvor allesamt Generalsekretäre ihrer Partei und somit für
das Herzstück – die Programmatik – zuständig. Nachdem sie Parteichefs wurden, hatte keiner (!) Lust
auf einen starken Generalsekretär und besetzten diese Posten mit farblosen Wasserträgern. So könnte
es auch im Vatikan laufen. Auch dort menschelt es ja bisweilen @ Romulus Ja, das ist mir auch negativ
aufgefallen. In der Messe ging es sogar noch…beim Sakramentalen Segen (!!!) in der Vigil war es noch
viel schlimmer. Man konnte auf dem WJT etwas von der Universalität der Kirche spüren, die Andacht dagegen
kam etwas zu kurz. Deshalb hat sich unsere Gruppe auch öfter zu Privatmessen oder Messen im byzantinischen
Ritus zurückgezogen.
@ Tradiland Stephanus lebte in einer anderen Zeit. Über seine Sprachgewalt verfügt heute vermutlich
sowieso niemand mehr, der Versuch, es ihm gleichzutun wäre vermutlich nur eine jämmerliche Kopie. Es
kann glaube ich leichterdings behauptet werden, dass jede Zeit ihren EIGENEN Stil braucht um DIESELBE
Botschaft herüberzubringen. So hatte Augustinus einen anderen Stil als Thomas von Aquin, obwohl beide
die wahre Lehre der Kirche verbreitet haben, so ist es doch, oder? Heute ist es glaube ich so, dass ein
Wirken im Ruhigen erfolgreicher ist. Die meisten der zuletzt heiliggesprochenen waren keine gewaltigen
Prediger wie noch Pius X., sondern eher ruhigere Charaktere, die mehr durch ihre persönliche Einstellung
überzeugt haben. Zwar gefallen mir auch wortgewaltige Predigten, aber das persönliche Zeugnis und das
Vorleben erscheint mir sehr wichtig. Dialog setzt voraus, seine eigene Position darzustellen. Sehr richtig,
aber natürlich muss der Dialog dann auch noch führbar sein. Was sonst, mehr Charismatik, mehr „Viva
el Papa-Rufen“ bzw. „Benedetto-Geschrei“ in der Liturgie? Hoffentlich auch nicht. Ich hoffe einfach, dass
wenigstens einige tausend, die vielleicht aus flapsigen Motiven nach Köln gefahren sind, nun wieder einen
Weg sehen, der sie ganz in die Kirche führt. Das wär doch was.
@ Stimme aus dem Tradiland alte Messe dafür. alter Katechismus Man kann sich aus der Lehre der Kirche
nicht heraussuchen, was einem am besten passt. Es zählt, was gültig ist. interreligiöse und ökumenische
Aktivitäten Ich habe fast schon Mitleid mit Leuten, die meinen, ein Papst müsse in die Synagoge gehen,
um dort praktisch herumzuschreien, dass jeder in die Hölle komme, der Jesus nicht folge. Mit einer solchen
Suada würde man eine Mauer zwischen Christentum und Judentum legen, die höchstwahrscheinlich konversionsbereite
Juden vom Übertritt abhalten würde. Gegen einen Dialog ist niemals etwas einzuwenden, wenn man nicht
sich selbst aufgibt, wovon hier konkret nichts zu spüren war. Also noch mehr Pop, Rock, HipHop, Lichtorgeln
etc. in kath. Kirchen. Das war hoffentlich nicht gemeint. Übrigens kein Wort zu Pro Juventutem von den
hwst. Herrschaften Warum sollte der Papst sich ausgerechnet zu Juventutem äußern? Warum nicht zu den
100 anderen Delegationen? Es ist eine grandiose Selbstüberschätzung, wenn man sich selbst so wichtig
nimmt. Es wurde gar keine Delegation erwähnt und das war gut so. Fehlen entsprechend kantiger Hinweise
auf die Sexualmoral Das fehlte glücklicherweise. Die Haltung der Kirche ist bekannt, durch eine Predigt
hierüber hätte der Papst höchstens die ohnehin vorherrschende Meinung, die Kirche beschäftige sich
vor allem mit der Gürtellinie, bestätigt.
Lieber apex, das ist sehr aufschlussreich… …du badest darin, dich für den einzig wahren Vertreter
des Katholizismus zu halten. Gäbe es keine „nachkonziliären“ Katholiken mehr, so würdest du vermutlich
Depressionen bekommen, weil dein Lebensmittelpunkt wegfallen würde. In deinem Ansinnen, möglichst alles
als nachkonziliar zu diffamieren, geht dir sogar häufiger die Genauigkeit abhanden: Ich habe nichts davon
geschrieben, dass die Lossprechung automatisch kommt. Das passt dir aber vermutlich nicht, schließlich
willst du ja das Wort „nachkonziliar“, welches für dich ein Schimpfwort ist, wieder anbringen. Ich habe
jedenfalls noch keinen noch so liberalen Priester gefunden, der in der Beichte nicht gefragt hätte: „Bereust
du deine Sünden?“ und bin mir sicher, dass bei einem „Nein“ auch keine Absolution erfolgt wäre. Ich
finde aber, dass ein Priester bei jemandem, der zu ihm beichten geht die Chance hat, auf diesen Gläubigen
einzuwirken, auf das er ein besserer Christ werde. Dazu muss er auch mahnen, dass ist klar. Aber er muss
auch Hoffnung machen. Ohne Hoffnung ist auch die Mahnung unwirksam. Eine Suada, was man für ein Dreckskerl
ist, weil man dies oder jenes getan hat führt jedenfalls noch nichts und ich kenne eine Menge Älterer,
die heute noch mit Grauen an ihre Beichten in der „Vorkonzilszeit“ zurückdenken, und deshalb nicht im
Traum daran denken, ihre Kinder mit der Beichte vertraut zu machen. Die Krise bei der Beichte ist in Wirklichkeit
auf die katastrophale Beichtpraxis der 50er Jahre zurückzuführen.
@ apex Du gehst also nur zur Beichte, weil du den Leib des Herrn würdig empfangen willst? Das ist aber
nicht (und war es niemals) der alleinige Zweck der Beichte. Neee… nicht der Priester, sondern der beichtende
Jugendlicher, dem klar wurde, wie gerissen oder verlogen sein Leben ist. Absurd, was sollte es für einen
Sinn haben, den Gläubigen so etwas einzuimpfen? Wer sich „gerissen oder verlogen“ fühlt soll ja zur
Beichte gehen und dort zu Erkenntnis und zur Reue finden, auf das er sich danach eben gerade NICHT mehr
gerissen oder verlogen fühlt. Die Beichte ist eine Vergebung und kein Gericht. Deshalb heißt es Lossprechung
und nicht Urteil. wenn das so wäre, würden sie zu Beichte nicht kommen, weil sie sich dessen bewusst
wären, dass eine Beichte ohne Reue und ohne der Absicht, sein Leben nach der Morallehre der Kirche auszurichten,
formal ungültig ist. Da du offensichtlich perfekt bist, weißt du vielleicht nicht, dass es durchaus
Leute gibt, die an ihren Ansprüchen scheitern. Denk lieber daran, was Gott von dir erwartet. Dein Beitrag
und deine Einstellung ist das Resultat der nachkonziliaren Mentalität der Kirche. Diese „Replik“ hat
nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe, sondern dient einzig und allein der auf Dauer ziemlich
langweiligen Etikettierung als „Nachkonziliarer Halbkatholik“ oder wie auch immer. Sonst keine Argumente?
@ Athanasius, Stimme & Marcel A: Behauptungen das Konzil sei nicht manipuliert, sind Zeuge von Naivität
und Unkenntniss. Jo genau, und dazu drei Namen. Ich kann dir 60 Namen nennen, die etwas anderes behaupten,
einschließlich folgende Päpste. Ein Null-Argument. „angeblich verfallene Kirche“ – Für Sie ist Sie
also in einem optimalen Zustand? Nein, aber so schlecht wie sie hier gemacht wird, ist sie auch nicht.
„die Beschlüsse des Konzils wurden mit so großer Mehrheit verabschiedet“ Das heißt also 1. Mehrheit
statt Wahrheit Das Argument war zu erwarten, hilft aber nicht weiter. Was ist in der Ritusfrage „Wahrheit“?
Jesus hat gesagt: Ich bin die Wahrheit. Er hat nur eine Kirche gewollt. Die Ökumene (nicht die falschverstandene)
kann daher grunds. nichts schlechtes sein. Wer wirklich Andacht wollte, der konnte sie auch bekommen.
D.h., der WJT ist eigentlich überflüssig, denn die Andacht dort mußte man suchen… Andacht muss man
immer suchen. @Marcel: Wie kommst du bloß auf die Idee, ich meinte die Bergpredigt?? Ich meine die Massenpilgerveranstaltungen
des Mittelalters, die Hoftage usw. die genauso Massenveranstalungen waren wie der WJT. Mit allen möglichen
Begleiterscheinungen.
Der Priester hat Recht… …die Beichte ist doch nicht dazu da, um Schuldgefühle zu verstärken, sondern
um sie abzubauen. Wenn jemand beichten geht und sich hinterher schlechter fühlt als vorher, dann hat
der Priester etwas falsch gemacht. Es ist auch unsinnig, beichten zu gehen, um sich von dem Priester den
KKK vorlesen zu lassen. Lesen kann der Beichtende meistens auch selber, dafür braucht man keinen Priester,
nicht mal einen Theologen. Von einem Priester, gerade von dem, zu dem ich beichten gehe, erwarte ich mir
schon ein wenig mehr als das monotone Absingen des KKK. Der sollte einem im Religionsunterricht beigebracht
werden.
@ Athanasius Es scheint heute wohl ein politisch-korrektes Dogma zu sein einen jeden „in den Himmel“ zu
reden. Ja, und das traditionalistisch-korrekte Dogma scheint zu sein, jeden in die Hölle zu wünschen,
nur weil er nicht seiner Meinung ist. Die Möglichkeit, dies bei einem Menschen zu beurteilen, wird zum
Glück immer außerhalb unserer Möglichkeiten liegen.
Lesermeinungen Bei diesem Herumgekriege kann einem nur schlecht werden, und das meine ich ernst. Einige
Leute scheinen hier im Selbstmitleid über die angeblich verfallene Kirche zu baden und sich selbst für
die wahren Hüter des Petrusamtes zu handeln. Warum so kryptisch? Sagt doch frei heraus, dass ihr den
Papst, den drei Viertel der Welt für einen „konservativen Hardliner“ hält, für einen Häretiker haltet,
der – womöglich von Freimaurern angestiftet – nur darauf aus ist, die Una Sancta zu zerstören. Dann
würden wir hier mal klarsehen! Zur Erinnerung: Die Bischöfe des Konzils wurden von Pius XII. ernannt,
die Beschlüsse des Konzils wurden mit so großer Mehrheit verabschiedet, dass es unwahrscheinlich ist,
dass irgendeine Clique hinter ihnen steht (was bei Humanae vitae nicht behauptet werden kann). Wenn sich
bei den Konzilsbeschlüssen Irrtümer eingeschlichen haben, so werden diese auch ohne lamentierendes Geschrei
früher oder später revidiert werden. Die Behandlung des WJT in der Weise, als hätten sich dort verkappte
Satanisten und Häretiker aus aller Welt zu einem fröhlichen Stelldichein getroffen ist die wahre Schande.
Bei einem Millionentreffen gibt es immer Begleiterscheinungen, größere Treffen hat es in der Christenheit
aber immer gegeben, was dort noch so alles passiert ist, lassen die Quellen erahnen. Viel besser als der
WJT war es auch nicht. Wer wirklich Andacht wollte, der konnte sie auch bekommen. Und wer kann schon wissen,
bei wem nicht etw. Positives hängengeblieben ist?
@ Evelin Zitat 1: „Vor der heiligen Hostie, in der Jesus sich für uns zum Brot gemacht hat“ Falsch, es
handelt sich nicht mehr um ein Brot, nach der Wesensverwandlung (Transsubstantiation) ist es nur mehr
Leib Christi, mag es auch noch wie Brot ausschauen (die Gestalt des Brotes haben) Du hast jetzt aber nicht
ernsthaft angefangen, den Hl. Vater über die Transsubstantiationslehre zu belehren, oder? Zur Mundkommunion:
Der WJT hat ja wieder einmal gezeigt, dass Handkommunion (und auch viele andere Dinge, die hier oft bemängelt
werden) vor allem deutsche Phänomene sind. Wir hatten bei uns Gäste aus der Slowakei, dort ist die Handkommunion
unbekannt. Auch auf den Seiten von kreuz.net findet also diese deutsche Eigenart statt, sich selbst für
den Nabel der katholischen Kirche zu handeln. In Deutschland wird die Handkommunion gespendet, man ist
daran sozusagen gewöhnt, Jungchristen werden so erzogen und kennen es gar nicht anders. Daher praktiziere
auch ich die Handkommunion (allerdings nicht mit dem in-die-Finger-nehmen). Beim Abschlussgottesdienst
des WJT habe ich allerdings auch die Mundkommunion bevorzugt weil es a) sehr windig war und b) ich wegen
der Übernachtungs- und Einpackaktion total versiffte Finger hatte. Bei solchen Gottesdiensten sollte
tatsächlich auf die Handkommunion verzichtet werden.
Musik Ich kann Sacro Pop nichts abgewinnen und begreife auch nicht, warum man uns Jugendliche abseits
des „Hauptprogramms“ (Vigil und Hl. Messe) 24 Std. am Tag volldudeln musste. Die Vigil hatte sowohl gute,
als auch schlechte Aspekte. Schön waren die Taizé-Lieder, die von den meisten mitgesungen wurden und
die Ansprache des Papstes. Die Auftritte dieses merkwürdigen Jonglierers, der Tanzgruppe usw. unterbrachen
dagegen die Feier praktisch, weil die meisten Jugendliche das gar nicht sehen konnten. Sie waren fehl
am Platz. Die „Andacht“ beim Sakramentalen Segen war eine Katastrophe, der „Schmuck“ im Anbetungszelt
ein ziemlich schlechter Witz. Im Großen und Ganzen hat es mir dennoch gefallen, bei negativen Punkten
habe ich Zuflucht in der Konzentration gesucht
Frère Roger und der Katholizismus Also schon als Roger Schutz beim Begräbnis des Papstes die Kommunion
empfing meinte ein befreundeter Priester, dass könne nur sein, weil Schutz sozusagen innerlich konvertiert
wäre und die Kirchenoberen das wüssten. Vielleicht wollte Schutz dies nicht in der Öffentlichkeit tun,
weil dies von den Medien und Bösmeindenden ja wieder sonstwie hätte ausgelegt werden können. EEs ist
doch seltsam, dass jemand als angeblicher Protestant die Hl. Kommunion empfängt und sich katholisch beerdigen
lässt, obwohl er sein ganzes Leben der Ökumene geopfert hat und es keinen verwundert hätte, wenn Roger
Schutz in einer Taizé-eigenen Zeremonie begraben worden wäre. Nein, er wollte wohl katholisch beerdigt
werden. Warum? Für mich gibt es da nur eine logische Antwort. Er IST konvertiert.
@ Toby Das wäre aber auch so gewesen, wenn Juventutem Quartier in Köln bezogen hätte. Wer es wirklich
will, der findet den Weg. UNd im Programm stehen sie auch. Außerdem kann man mit dem WJT-Ticket umsonst
Bahnfahren. Die Präsentation von Juventutem ist nicht öffentlicher oder weniger öffentlich als die
vieler anderer dutzender Jugendgruppen, nur: Über Juventutem hat jetzt auch Monitor berichtet. Soviel
Medienaufmerksamkeit haben die meisten anderen Gruppen nicht. Die meisten anderen Gruppen haben auch nicht
soviele Bischöfe „dabei“, dass sie tzäglich ein Pontifikalamt mit immer einem anderen Bischof besuchen
können. In Anbetracht dieser Tatsachen kann ich das Wehklagen nicht ganz nachvollziehen. Ich für meinen
Teil würde sagen, dass Juventutem eine Gruppe wie jede andere in Köln ist. Von totschweigen kann einfach
keine Rede sein.
@ MilesChristi & Romulus Ich denke mal, es hängt damit zusammen, dass beim WJT eine gewisse Kontrolle
möglich ist, was den Jugendlichen an Musik dort geboten wird. Außerdem handelt es sich meist um Teilnehmer,
die in ihrem Glauben nicht lose hängen (sonst würden sie wohl kaum das aulles auf sich nehmen), und
daher gegen mutmaßliche Einflüsterungen „gefeit“ sind. @ MilesChristi: Unsere Positionen liegen dicht
an dicht in dieser Frage. Wenn Rockmusik, dann selbstverständlich keine satanistische, die Stones haben
mit sowieso schon von Stil her nie wirklich gefallen. Und in der Messe nur Orgel, welche sowieso der Instrumente
Königin ist oder auch mal ein Bläserensemble (ich bin ja mal gespannt auf die musikalische Gestaltung
der Papstmesse – da die sich soviel Mühe mit der Beschallungsanlage gemacht haben, könnten sie ja eigentlich
eine Elektroorgel heranschaffen)
Eben… … ich finde die Aktion auch nicht schlecht. Warum er seine Soutane ausgezogen hat, können wir
nicht wissen. Vielleicht hatte er noch einen Termin, bei dem eine befleckte oder nasse Soutane unangebracht
gewesen wäre.
@ Athanasius Und die traditonelle hl. Messe aller Zeiten ist nach Düsseldorf verlagert und isoliert!
Das ist doch so nicht richtig, es können logischerweise nicht alle Veranstaltungen in Köln stattfinden.
Düsseldorf ist genauso Quartier für über 100.000 Jugendliche wie Bonn und Köln. Sind diese Jugendlichen
auch „abgeschoben“? Oder gar der Papst, draußen auf dem Marienfeld? Man sollte sich nicht bemühen ständig
in allem immer nur das Negative zu sehen.
@ Romulus a) Warum diese Band auftreten darf, weiß ich doch nicht. Ich hätte nichts gegen eine Ausladung
gesagt. Derartige Fragen am besten dem Weltjugendtagsbüro stellen. b) Wenn Joseph Ratzinger Rockmusik
ablehnt, dann weiß ich nicht, warum solche Bands zu einem WJT eingeladen werden. Das desöfteren Diskrepanzen
zwischen dem, was vom Vatikan verlautbart und dem, was vom Vatikan selbst praktiziert wird, gibt, muss
wohl nicht extra erwähnt werden (Interkommunion, Behandlung der Eucharistie, Liturgie – der Vatikan verstößt
dauert gegen seine eigenen Papiere und Instruktionen) c) Ich teile zwar die Sorge, dass aus Rockmusik
ungute Früchte wie Massenextasen usw. hervorgehen können, ich selbst habe aber ein eher ruhiges Gemüt.
Ich höre gern zu und hab deshalb nichts dagegen, wenn ein begabter Gitarrist sein Können vorführt.
Ich kann nicht finden, dass mich das in irgendeiner Weise gefährdet, und weiß ehrlich gesagt nicht,
wo das konkrete Problem bestehen soll. Man soll doch bitte nicht so tun, als würden dort irgendwelche
Death-Metal Bands aufspielen. Überhaupt geht mir der hier vorherrschende Tenor, der WJT sei ein besseres
Jugendfestival, ziemlich auf den Nerv. Der WJT ist das, was man daraus macht, also abwarten. Diese Dauerskepsis
ist nur zermürbend. Vertraut doch mal! Wer nicht vertraut, der versinkt im See Genezareth, stand mal
irgendwo.
Schade nur… …dass die Sendung Monitor so wenige Zuschauer hat. Da dort seit längerer Zeit in wirklich
JEDE Richtung gehetzt wird, schaltet halt kaum noch einer ein. Währe es anders, so könnten sich Juventutem &
Jugend 2000 mal wieder über kostenlose Werbung bedanken. Jeder Katholik weiß doch, was er von Lobhudeleien
auf Wir Sind Kirche zu halten hat und wie dann der Beitrag einzuschätzen ist. Das wird auch der Grund
sein, warum Monitor überhaupt dort filmen durfte.
Also wirklich… Ich finde es auch nicht gut, wenn hier pauschal Jugendlichen unterstellt wird, sie würden
bloß wegen Konzerten usw. nach Köln fahren. Das WJT-Ticket kostet für einen Europäer 200 €, da sind
Festivals wie Rock am Ring, Rock im Park usw usf erheblich billiger zu haben. Außerdem ist Panikmache
wegen gemischter Zeltstädte genauso wenig angebracht. Ich weiß nicht, wie alt die Forumsteilnehmer hier
im einzelnen sind, aber ein wenig Kontrolle über ihre Hormone haben die Jugendlichen schon. Außerdem
gibt es genügend andere „Gelegenheiten“, die besser „Dafür“ geeignet wären, als mitten in einer Sporthalle.
Gemischte Gruppen sind außerdem disziplinierter, behaupt ich mal. Ein bißchen Vertrauen sollte man auch
haben! Außerdem weiß ich auch nicht, was an einem Konzert so schlimm sein soll. Wem das nicht kontemplativ
genug ist, der geht halt nicht hin, fertig. Man sollte auch auf dem WJT nicht vor aller Welt so tun, als
sitze man auch daheim ständig in der Kirche. Der Glaube muss auch im Alltag stattfinden und da gehören
bei Jugendlichen nunmal auch so genannte Events dazu. Diese verlaufen – und da spürt man den Geist –
nach dem was ich erlebt habe wesentlich disziplinierter ab, als Otto-Normal-Parties.
#25 Benedikt 23:59:03 | Donnerstag, 11. August 2005
Bedingungsweise Taufe Huer muss ich Romano recht geben. Durch die breite Anwendung der bedingungsweise
Taufe kann der Eindruck erweckt werden, dass Taufen nach dem NOM ungültig sein könnten. Taufen sind
aber schon gültig, wenn sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes gespendet werden.
Selbst wenn es nicht so wäre hätte eine Bruderschaft wohl kaum die Macht, dies festzustellen. Es ist
grundsätzlich schlecht, wenn versucht wird, Ziele welcher Art mit solch subtilen Methoden durchsetzen
zu wollen. Bei der Taufe geht es um das Heil, damit sollten keine Witze gemacht werden.
#17 Benedikt 17:49:25 | Donnerstag, 11. August 2005
Und hier ist er… Ricarda Hinz (35) – Mitglied eines Gottlosen-Zirkels – beklagt sogar, daß „Religionskritiker
in Deutschland von den Medien totgeschwiegen würden“. …der Witz des Jahres !!!
Naja Die Kirchen (…)sind nicht nach Osten ausgerichtet etc. Die Zahl der katholischen Kirchen, die _vor_
dem Konzil errichtet wurde und dennoch keine Ostausrichtung haben ist gleichfalls Legion. Allein in 3
km Umkreis um meinen Wohnort gibt es 3 katholische 50er Jahre Kirchen, die einfach in die Landschaft gebaut
wurden. Die sind nach überhaupt nichts ausgerichtet, höchstens auf Parallelität zur vorbeiführenden
Straße. Da die Protestanten ebenfalls den Vater Sohn und Geist anbeten, halte ich die Bezeichnung Götzendienst
im übrigen für nicht zutreffend. Wenn jemand zB das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel
nicht anerkennt, dann ist er kein Katholik mehr, aber ein Götzendiener ist er nicht.
@ Mimi Ja wenn in dem Kindergarten tatsächlich noch eine christliche Erziehung stattfindet! Ich kenne
natürlich nicht die konkrete Situation, aber in Anbetracht dessen, was ich über die Zustände weiß,
habe ich da meine Zweifel.
Confiteor Zitat Schott-Messbuch (Imprimatur 1962): „Der Priester betet des Stufengebet, angetan mit den
heiligen Gewändern, an den Stufen des Altares; im feierlichen Hochamt abwechselnd mit den Leviten (…);
in der stillen Messe mit dem Messdiener, der die mitfeiernde Gemeinde vertritt, oder auch, wo es gestattet
ist, mit den anwesenden Gläubigen.“ In Deutschland war es offenbar gestattet. Auf der nächsten Seite
gibt es nämlich eine Fußnote zum Confiteor: „Beim deutschen Gemeinschaftsgebet fällt das Eingeklammerte
(= das Misereatur des Messdieners, Anm.) aus. Das 2. Confiteor fehlt in diesem Messbuch. Die Indultmessen
und andere, das behaupte ich einfach mal, werden auch nicht nach diesem Messbuch gefeiert. Das von www.nocturnale.de
verbreitete Missale Romanum erhält zB. bei den Karfreitagsfürbitten das vieldiskutierte „perfidis Judaeis“,
welches im Messbuch von 1962 fehlt. Dort heißt es einfach: Oremus et pro Judaeis. Johannes XXIII. hatte
das „perfidis“ schon vorher einfach weggelassen. Ganz logisch, dass es dann auch nicht mehr in „seinem“
Missale auftauchte.
Denkmalschutz Es ist ein Witz, dass diese Kirche unter Denkmalschutz steht, aber Kirchen wie die in Bochum
nicht. Im übrigen bin ich der Meinung, dass lieber der Kindergarten geschlossen werden sollte, bzw. der
Stadt übergeben werden sollte. Wenn er sowieso keine religiöse Substanz mehr hat (und die hat er wohl
nicht, sonst gäbe es genügend Gottesdienstbesucher), dann ist es besser, er wird verkauft. Wider den
Etikettenschwindel!
@ Mimi Zitat aus dem Schott-Messbuch (Imprimatur 1961): „Der Priester lädt uns alle ein, mit ihm das
erhabene Gebet des Herrn zu sprechen.“ Auch aus der Bibel geht nichts hervor, was eine solche Ansicht
rechtfertigen würde. Mir sind die Ausführungen der FSSP hierzu auch bekannt, es ist mir aber noch nicht
überzeugend dargelegt worden, warum diese Ansichten zutreffend sein sollen. Das Messbuch spricht jedenfalls
ziemlich dagegen.
@ Mimi Ich denke, Athanasius weiß das als Anhänger des überlieferten Ritus auch ganz genau, er wird
einfach was überlesen oder mißverstanden haben. Bezüglich der Lesungen kann ich mich dem Laudatio-Gedanken
nicht ganz anschließen. Das Evangelium war schon immer die „Botschaft“ – nun es ist am besten, wenn diese
Botschaft in der Sprache des Hörenden (=der Gemeinde) verlesen wird. Zudem werden auch im alten Missale
die Lesungen dem Lehrgottesdienst zugerechnet. Um die Lesung dennoch auf Latein zu halten wurden Methoden
der Abhilfe geschaffen: Der Priester las das Evangelium auf Latein leise und überließ die laute Verlesung
in Volkssprache einem Lektor. So war es in der Gemeinde meines Vaters. Oder der Pfarrer las das Evangelium
nochmal laut in der Volkssprache. Das wirkt auf mich alles etwas konstruiert (Motto: Hauptsache, der Kultsprache
ist genüge getan) und das sollte Liturgie nicht sein.
Lesungen Die Lesungen sollten in der Volkssprache sein. Das hielt sogar Lefebvre für eine sinnvolle Neuerung.
Denn, @ Mimi, es heißt „Lehrgottesdienst“. @ Athanasius: Ich glaub mit dem „gottfernen“ meinte Mimi etwas
anderes: Das Evangelium wurde ursprünglich Richtung Norden verlesen, weil dort die Sonne niemals scheint,
das Evangelium aber das Licht in die Dunkelheit bringen soll-
Vorschläge Einiges ist gar nicht so schlecht, finde ich. Es gibt an vielen Stellen zu viele Wahlmöglichkeiten,
sodaß man schon fast nicht mehr von einem Ritus sprechen kann. Dem kann ich mich auch als den NOM nicht
ablehnender anschließen Der neue Ritus hat eine Tendenz, um den Menschen zu kreisen und diesen in den
Mittelpunkt zu stellen Diesen Eindruck hatte ich noch niemals. Wie würde wohl ein Diozösanbischof des
Jahres 1965 angesichts einer (…) Gemeindemesse des Jahres 2005 denken? Er würde das gut finden. Die
damaligen Bischöfe haben die Reform gewollt und sie umgesetzt Die Handkommunion ist wieder abzuschaffen.
Nur, wenn der außerordentliche Kommunionspender auch abgeschafft wird. Zu II 1, 2, 5, 7: Volle Zustimmung
Zu II 3: Ich find es dennoch nicht schlecht. Man kann dadurch erinnert werden, noch mehr für die zu beten,
denen es akut schlecht geht. Zu II 4: Ja dafür müsste das „Orate Fratres“ aber erst mal wieder Pflicht
werden (und wenn es Pflicht ist, müsste es auch gebetet werden – das ist ja heutzutage keine Selbstverständlichkeit
mehr) Zu II 5: Wie bisher, aber immer Hochgebet I Zu II 8: Die Vermeldungen stören eigentlich immer,
am wenigsten mE noch da, wo sie jetzt verlesen werden.
@ Carlo Reggazoni & MilesChristi @ Carlo R.: Na, also soweit würde ich jetzt nicht gehen. Zu behaupten,
dass alle Konzilanhänger (ist Ratzinger überhaupt noch einer? -fraglich) nicht katholisch seien führt
geradewegs in den Sedisvakantismus. Als juristisch vorbelasteter habe ich einen anderen Standpunkt: Entspricht
ein Gesetz nicht der Verfassung, so muss es nicht unbedingt nichtig sein – es muss dann nur verfassungskonform
ausgelegt werden. So gesehen können etliche Konzilsbschlüsse „gerettet“ werden – die kreuz.net-Redaktion
versucht ja ähnliches in der Rubrik „Im Konzil steht viel“. @ MilesChristi: Es hängt alles davon ab,
welche Bischöfe Benedikt XVI. ernennen wird. Die Ernennungspraxis von Johannes Paul II. war nicht sehr
gelungen, egal aus welchem Standpunkt man es sieht. Die meisten Bischöfe, die er ernannte um konservative
Elemente zu fördern sorgten durch Skandale (die von den liberalen Medien natürlich lustvoll hochgespielt
wurden) dafür, dass das „konservative“ ein noch schlechteres Image bekam als es vorher bereits hatte.
Ich hoffe und bete, dass Benedikt XVI. da eine glücklichere Hand hat.
@ Aurelius Ist das etwa kein Provisorium? Au weia )). Na wie Marcel schon sagte: Dann muss man wenigstens
gut ausschmücken. Und dafür ist Ecône ein gelungenes Beispiel, das ist mir auch schon aufgefallen.
Leider haben viele Pfarreien heute ihre Teppiche verschenkt oder vermodern lassen. Auch bei uns ist der
rote Teppich, der zum Altar führte, vor einiger Zeit entfernt worden. Die Entschmückung der Altarräume
ist sehr ärgerlich (gleichzeitig schaffte man bei uns auch noch Antependium & Amboschmuck ab – der Himmel
weiß warum…).
@ Carlo Reggazoni Ich wollte mehr darauf hinweisen, dass eine schrittweise Revision (soweit nötig) besser
ist als ein radikaler Schnitt. Bei radikalen Schnitten verschließen sich oft die Herzen der Angegriffenen,
so das Überzeugungsarbeit schwieriger wird. Kleine Schritte erleichtern dagegen das Verstehen. Auch der
Glaube wird einem ja von Kind an in kleinen Schritten nähergebracht, oder?
@ Carlo Reggazoni Ich sehe das nicht so. Zwar ist es immens unrealistisch zu erwarten, dass ein Inhaber
des Petrusamtes offen die Lehren des 2. Vatikanums widerruft, aber eine sogenannte schleichende Revision
halte ich schon für möglich. Von progressiven Kreisen wurde ja JPII schon eine solche Teilrevision vorgeworfen.
Es ist durchaus möglich, dass der jetzige Papst oder seine Nachfolger das Konzil in einer Weise revidieren,
die zunächst einmal nur Theologen auffallen würde. Meiner Meinung nach ist das auch der einzige mögliche
Weg der Revision. Eine offene Revision würde zu riesigen Protesten, Spaltungen usw. führen und wäre
nicht hilfreich, vor allem nicht wegen des dann sicher folgenden Triumphgeschrei der Traditionalisten,
das für zusätzliche Spaltungen sorgen könnte. Eine stille Revision hat da ihre Vorteile. Man streicht
einfach das, was zumeist auch nur auf den nebulösen „Geist des Konzils“ zurückzuführen ist und behält
positive Aspekte. Auch Ottaviani und Lefebvre haben ja auch positive Dinge entdecken können. Das Öffnen
der „Schatzkammer der Bibel“ wird keiner als schlecht abtun können. Lefebvre sah Lesungen in Landessprache
als sinnvolle Änderung an, Ottaviani begrüßte die Aufnahme des „Gutes unterlassen“ in das Confiteor.
Natürlich muss man auch darauf vertrauen, dass auch die FSSPX guten Willen beweist. So fände ich es
zB nicht gut, wenn die FSSPX eine Rückkehr in die volle Gemeinschaft verneinen würde, weil es Bischofskonferenzen
gibt, die zB an der Handkommunion festhalten.
@ Romulus Ich kann mir vorstellen, dass sogar die auf Angebote dringend angewiesene FSSPX beim Anblick
einiger als Sporthalle getarnten Kirchen dankend abgelehnt hat . An dieser Stelle spreche ich mal – da
ich mich mal in die Struktur der FSSPX eingelesen habe – den Anhängern der FSSPX meine aufrichtige Bewunderung
für ihren Einsatz aus. Da die FSSPX-Gemeinden ja trotz allem recht klein sind, handelt es sich wohl um
eine mit ganz erheblichen finanziellen Aufwendungen verbundene Gemeindearbeit. Das ist schon bemerkenswert
(und trotz allem schön zu hören, irgendwie).
4000 Kaseln Ich halte das ganze auch für etwas arg übertrieben. Kaseln für Zelebrant und unmittelbare
Altarassistenz hätten tatsächlich ausgereicht. Das ganze scheint aber eine Marotte zu sein. Auf den
anderen Weltjugendtagen gabs das auch schon.
@ Yersinia So, meinst du. Der Islam kennt aber keine Dreifaltigkeit, weswegen er – sollte es sich um denselben
Gott handeln – zumindest eine aus christlicher Sicht ziemlich falsche Vorstellung von Gott hat. Der Muslim
kann sich also entscheiden: Entweder, es handelt sich um einen anderen Gott, oder um den selben, dann
aber erkennen sie nicht seine wahre Gottheit und lästern durch ihre eigene Religionsausübung dem Gott,
dem zu dienen sie meinen.
@ Lilith Nur die meines Wohnortes. Dort waren die Predigten nicht überragend, aber auch nicht schlecht
(abgesehen vom theologischen). Allerdings dürften die auch nicht schlecht sein, weil es sonst gar keinen
Sinn mehr in evangelischen Gemeindefeiern geben würde.
Fürchten? Da gibts nichts zu fürchten. Dererlei Gerede führt doch nur noch dazu, dass die FSSPX bekannter
wird. Zudem können die Tradis hier mal davon profitieren, dass sich sowieso keiner an Gebote der Amtskirche
hält, einschließlich der Amtskirche selber, die wie der Vatikan hübsch alles mögliche verbietet, was
unterm Klerus am Petersdom Gang und Gäbe ist. Es ist was gesagt wird: Angst und Neid, ganz einfach. Es
kann nicht angehen, und hier verstehe ich den Zorn der Traditionalisten, dass gegen eine Seite, die dem
katholischen näher steht ständig mit allen Möglichkeiten gekämpft wird, während man der Erosion auf
der anderen Seite tatenlos zusieht. @Rosa von Lima: Vor allem weil Blau als Festfarbe seit dem praktisch
verschwunden ist…
@ Lilith Er hat immer über die Quintessenz der jeweiligen Lesung gepredigt. Dazu ließ er sich von seinem
Zeremoniar immer einen kleinen Zettel reichen, für jede Lesung einen.
Erstmal abwarten,… …was der WJT bringen wird. Das Programm ist so vielschichtig, dass sich eigentlich
jeder irgendwo wohlfühlen müsste. Ich persönlich hoffe, dass man es mit den Bands nicht übertreiben
wird, bei den Gottesdiensten.
Der Urknall… …hat mit Darwinismus ziemlich wenig zu tun. Im übrigen ist der Urknall mit dem Katholizismus
ohne weiters vereinbar. Denn auch für diesen muss jemand eine Ursache gesetzt haben. Auch die Evolution
ist in bestimmten Grenzen mit dem Glauben vereinbar, nämlich solange sie nicht als Zufall (und das war
glaub ich der Kernpunkt der Kritik) angesehen wird.
@ Lilith Die länge ist kein Maßstab für die Predigt, sie muss nur nachvollziehbar bleiben. Also ich
kann das eigentlich nur bestätigen, was Romulus sagt. Die Predigten vieler Priester sind zu allgemein
gehalten und transportieren oft zu viele Anekdoten und zu wenig Inhalte. Heutzutage könnte man aus der
Predigt eine reine Katechese machen, dass wr immer noch besser. Zudem sind Predigten oft nicht den Gottesdienstbesuchern
angemessen. Wenn man schon einen Jugendgottesdienst gestaltet, dann sollte man auch seine Predigt hierauf
einstellen. Hieran scheitern sogar Kardinäle. Jedenfalls war die Predigt von Kardinal Lehmann bei einem
Gottesdienst mit Firmbewerbern, dem ich zufällig beiwohnte eher für theologisch geschulte Alumnen usw.
geeignet, aber nicht für teilweise ziemlich lose in Gottes Acker stehende Jugendliche. Das konnte sein
Vorgänger Hermann Kardinal Volk besser, wie ich auf Videoaufnahmen sah. Der Mann predigte verständlich
immer über _alle_ drei Lesungen (Dauer: immer über 30 min(!)) und „zelebrierte“ sogar seine Predigt.
Da fällt das Zuhören leicht und das Behalten auch.
@ Lilith Empfängnisverhütung mit chemischen Mitteln oder physischen Sperren (=Kondomen) ist nach der
Lehre nicht erlaubt, s. Humanae vitae & Casti conubii.
Pontifikat Paul VI. – eines der größten Pontifikate? Entschuldigen Sie Herr Doktor, aber da kann ich
nur herzlich lachen. Beim Pontifikat Montinis können sich sogar Progressive und Traditionalisten äußerlich
einig sein: Das Pontifikat war ein einziges Desaster. So bekannte Paul VI., dass er einsehe, dass der
Zölibat abgeschafft gehöre. Er wolle aber nicht der Papst sein, der als Zölibatsabschaffer in die Kirchengeschichte
eingeht. Ganz abgesehen von der haarsträubenden Idee ist jemand als Papst völlig ungeeignet, wenn er
nicht solche Entscheidungen treffen kann. Auch bei anderen Dingen war er hierzu unfähig: Die berühmte
Enzyklika „Humanae vitae“ gibt im wesentlichen nicht Pauls, sondern Karol Wojtylas Meinung wieder. Paul
VI. tat dann auch alles, um ihren Inhalt zu relativieren. Fest blieb er nur in punkto Liturgiereform.
Dort bekannte er, dass er gescheitert wäre, wenn die alte Messe noch irgendwo zelebriert werde. Nun,
er ist gescheitert. In Anbetracht seiner Psyche und den genannten Beispielen ist es unwahrscheinlich,
dass diese Festigkeit gegen die Proteste der Reformgegner von seinem starken Willen abhingen. Wahrscheinlicher
ist, dass er wie auch sonst irgendwelchen Einflüsterungen gefolgt ist, nur das diese halt in dem Fall
aus den Reformlager stammten. Die Figur Pauls VI. ist daher für mich bei allem Respekt vor dem Papst
die einer tragischen Figur und er sah das wohl ähnlich.
Genau @ Lilith Danke für diese Zusammenstellung. Täte man dies alles als „Erzählung“ ab, so könnten
fast alle historischen Tatsachen Erzählungen sein. Wer so denkt, der kann sich gerne den Herren Hans-Ulrich
Niemitz und Heribert Illig anschließen, die Stein auf Bein schwören, das ganze Mittelalter sei erfunden.
Man nähert sich durch solche Dinge der Einsicht, dass niemand wissen kann, der nicht glaubt. Was in der
Historie geschehen ist kann von niemandem heute nachgeprüft werden, es muss sich auf die Überlieferung
der Generationen verlassen werden. Das bedeutet also, dass das Christentum, dass vom Tage des Pfingsterlebnisses
der Apostel weiter gegeben wird, wahr sein muss. Andernfalls hätten sich die 12 Leute das alles einfallen
lassen müssen, was angesichts der Faktenlage reichlich absurd gewesen wäre. Die Juden damals waren nämlich
Zeitzeugen, die Jesus gekannt haben müssen. Hätte es ihn nicht gegeben, wie hätten die Jünger vor
den Juden das Evangelium predigen können? Die Juden hätten ja gewusst, dass nichts daran wahr sein könne,
weil sie Zeitzeugen der Tage waren! Vor den Juden zu behaupten, Jesus sei nach Jerusalem eingeritten war
nur möglich, weil dies wirklich geschehen ist. Wäre es nicht geschehen, hätten die Jünger dies wohl
kaum in Jerusalem behaupten können, sie wären ja sofort als Lügner enttarnt worden! Was die Jünger
predigten war also wahr und ist an die nachfolgenden Generationen weitergegeben worden.
@ Evelin Der Ausdruck „V2-Kirche“ suggeriert, dass es noch eine andere, „Nicht-V2-Kirche“ gibt. Eine solche
gibt es aber nicht. Im übrigen kann man mit 20 Priester zwanzig Einzelzelebrationen haben, aber genauso
auch 10 Konzelebrationen (je 1 Zelebrant + 1 Konzelebrant). Aber genug der Rechenaufgaben . Was die Konzelebration
generell angeht, so habe ich nichts dagegen, wenn nicht _dadurch_ an anderer Stelle ein Priester fehlt.
Die Ablehnung der Konzelebration in der vorkonziliaren Kirchenverfassung erschließt sich mir als später
aufgewachsenem nicht wirklich. Es mag ja theologische Gründe dafür geben, nur wenn die so strikt sind,
wieso gab es dann Ausnahmen von dem Verbot (Priester- & Bischofsweihe)? Unlogisch und daher heute nur
schwer klarzumachen, so ist es nunmal.
Habt Mut! Vielleicht kann das Schisma in China ja vielleicht irgendwann überwunden werden. Ich bin sogar
ziemlich sicher! Da die „Patriotische Vereinigung“ von der KP kontrolliert wird, wäre es umso schlimmer
für die Partei, wenn die Vereinigung irgendwann „umkippt“ und sich lossagt. Und wenn sich der Papst schon
mit im Schisma lebenden Priestern trifft, dann trifft er sich vielleicht auch mal mit gewissen exkommunizierten
Bischöfen . Also immer Mut haben!
#10 Benedikt 18:43:55 | Donnerstag, 4. August 2005
@ jan maroske Ja auf Kindergartenstandard muss man sich wohl leider manchmal herablassen: 1. Der Verbleib
der Kirchensteuer ist nicht nur bei der Diözese selbst, sondern auch auf der Internetpräsenz jedes Bistums
einsehbar. Ein wenig Information zu diesem Thema täte dir gut. 2. Wer aus finanziellen Gründen aus der
Kirche austritt, der spart nicht allzuviel. Der Beitrag, der an die Kirche abzuführen wäre, kann nämlich
auch vom versteuerten Einkommen abgezogen werden. Wenn also jemand aus finanziellen Gründen aus der Kirche
austritt und wegen des dann höheren Einkommens in eine neue Steuerklasse rutscht, dann hat er sich ein
wunderbaren Dienst erwiesen. Desweiteren verweise ich auf die Information der Redaktion unter „Anmerkung
schreiben“: Da es sich um ein katholisches Forum handelt, wird auch Respekt für die katholische Glaubens-
und Morallehre gefordert. In diesem Sinne…
#17 Benedikt 17:11:39 | Donnerstag, 4. August 2005
@ MilesChristi Ich bestreite gar nicht, dass _auch_ die Araber ihre Gründe hatten. Daher stimme ich auch
deinen im zweiten Absatz gemachten Aussagen zu.
#15 Benedikt 16:35:16 | Donnerstag, 4. August 2005
@ MilesChristi Es ging mir nicht darum, die Vertreibungen irgendwie zu bewerten. Wenn sie auch falsch
waren, so rechtfertigt das nicht die Politik der Araberstaaten, die Vertrieben aufgrund eigener Interessen
über Jahrzehnte in den Flüchtlingscamps zu belassen. Im übrigen ist die rabiate Verteidigung seiner
Interessen für den Staat Israel jedenfalls nach seiner Auffassung überlebenswichtig. So ein kleines
Land, dass von seinen Feinden umgeben ist muss sich eben mehr in Acht nehmen. Das hat nichts mit dem Aufsitzen
auf „zionistische Propaganda“ zu tun, sondern ergibt sich schlicht und einfach durch einen Blick auf die
Landkarte und ins Geschichtsbuch, welches von vielen Überfällen berichtet. Natürlich kann man jetzt
vorbringen, dass die Staatsgründung usw erst die Ursache des Konfliktes gesetzt hat. Indes bleibt sie
trotzdem ein Faktum und ich kann jede Nation verstehen, die ihren einmal gewonnenen Staat nicht wieder
hergeben möchte, ganz egal, wie man das juristisch bewertet. In Deutschland kann man das vielleicht schlechter
verstehen, weil wir immer einen Staat hatten. Doch man muss ja nur nach Polen fahren, da gibt es schon
wieder ein ganz anderes Bewusstsein.
#11 Benedikt 15:46:45 | Donnerstag, 4. August 2005
Lieber MilesChristi… …von dem, was du als Kritik vorgebracht hast stammt rein gar nichts von mir und
ich wundere mich, wie du da einen Zusammenhang mit meinen Beiträgen sehen kannst.
#17 Benedikt 15:44:26 | Donnerstag, 4. August 2005
@ jan maroske Ach sei doch so nett und erkläre wo die Kirche im Widerspruch zu ihren eigenen Wurzeln
steht. Und auf die Behauptung „es gibt kein Gott“ kann ich herzlich antworten: „Es gibt einen“. DU kannst
das Gegenteil wohl kaum beweisen, vermute ich.
#50 Benedikt 15:40:51 | Donnerstag, 4. August 2005
@ Evelin Ich kann diese Aufzählungen dennoch nicht ganz teilen. Ein Messopfer kann nicht weniger Wert
sein, als zwei Messopfer. Im übrigen sehe ich nicht, dass „20 Konzelebrationen“ sich unbedingt in einer
Messfeier erschöpfen.
#47 Benedikt 14:22:42 | Donnerstag, 4. August 2005
Sehr richtig Wie ernst darf man jemandem nehmen, der die hl. Katholische Kirche eine V2-Kirche nennt.
Mit der Rechnung 20 NOM-Zelebrationen = 1 hl. Meßopfer diskreditiert sich der Schreiber selbst. Hier
muss dem Elendesten Sünder Recht gegeben werden. „V2-Kirche“ usw. ist eher Wortschatz von Sedesvakantisten
und ist deswegen und sowieso eine Diskreditierung der eigenen Kirche. Der Versuch, aus dem allerheiligsten
Altarsakrament eine Rechenaufgabe zu machen ist ebenfalls eine Beleidigung.
Land für Flüchtlinge Exakt, das ist sozusagen die Pestbeule des ganzen Konflikts. Nach dem Krieg von
1948 flohen die Palästinenser aus dem Land in Flüchtlingslager – und dort leben sie heute immer noch.
Man stelle sich vor, die Sudetendeutschen würden noch heute an der bayerisch-tschechischen Grenzen kampieren!
Statt die Flüchtlinge zu integrieren, hat man so (absichtlich?) die Wurzel für andauernden Revanchismus
gesetzt.
#24 Benedikt 13:27:20 | Donnerstag, 4. August 2005
@ methusalix Die Abwässer sind ja verschwindend gering, der Wissenschaftler meinte aber, dass das ganze
über 40 Jahre eben doch seine Wirkung zeigen könnte.
#17 Benedikt 13:25:51 | Donnerstag, 4. August 2005
@ Elendester Sünder „Ungehorsam“ gegenüber der Kirche ist kein Grund für eine Exkommunikation. Wenn
dem so wäre, hätte der deutsche (und auch etliche andere) Episkopat schon mehrmals zum größten Teil
exkommuniziert werden müssen. Wegen Verstoßes gegen den Gehorsam sofort exkommuniziert werden müssten
dann derzeit: Erzbischof Stanislaw Dziwisz (wegen der Testamentssache) Joachim Kardinal Meisner (zuviel
Gerede übers Konklave) Karl Kardinal Lehmann (Abtreibungsscheine) Bischof Franz Kamphaus (Abtreibungsscheine)
Titularbischof Jacques Gaillot (Dauerrenitent) usw. usf. Das kann es aber nicht sein. Einfacher Ungehorsam
kann durch Maßregel (wie bei Gaillot) usw. gelöst werden oder bei geringen Verstößen (wie zB von Kard.
Meisner) einfach übersehen werden. Wenn es sich also tatsächlich bei den Bischofsweihen nur um Ungehorsam
gehandelt haben sollte, wie es zB Prof. May vertritt, dann kann es tatsächlich sein, dass die Exkommunikation
unrichtig war. Das ist aber glaube ich nicht die Frage: Die Frage ist, ob Lefebvre die Notstandsregelung
aus dem CIC in Anspruch nehmen kann. 1988 konnte man diesen Notstand vielleicht noch nicht so klar beurteilen
wie man es heute oder später könnte. Abwarten also.
Hehe… Also ich bekenne mich dazu, auch den Spiegel zu lesen, und konnte über den Artikel herzlich lachen,
da er ziemlich absurd war. Zunächst die Sache mit der Finanzierung des Weltjugendtages. Die kreuz.net
Redaktion hätte ruhig näher darauf eingehen können, um die Absurdität aufzudecken. Der Spiegel-Autor
mutmaßt, das Erzbistum könne am WJT Pleite gehen. Einen Satz später erläutert er, dass der WJT 100
Mio € kostet, von denen die dt. Bistümer „knapp die Hälfte“, also vermutlich 30 Mio € übernehmen
müssen. In Deutschland gibt es 27 Bistümer, d.h. im Schnitt entfallen auf jedes Bistum 1,1 Mio €.
Selbst wenn Köln als große Diözese etwas mehr bezahlen muss, ist es nicht nachzuvollziehen, wie der
Autor darauf kommt, ein Bistum mit einem Etat von 678 Mio € hieran pleite gehen könnte ist ein Rätsel.
Daneben enthält der Artikel noch etliche Komplimente, die eigentlich als Schähungen gedacht waren wie
„Pluralismus in der katholischen Kirche ist Meisner zuwider.“ oder Meisner Satz zu einem Priester: „Sie
können mit mir gern diskutieren, am Ende müssen sie mir aber doch gehorchen.“ Der Autor hält dies offenbar
für etwas Schlechtes, in Wirklichkeit handelt es sich aber um den Grundstock kirchlichen Amtsverständnisses.
@ Elendester Sünder: ??? Wo steht, dass Homosexualität eine Todsünde ist? Soweit ich weiß ist es eine
der so genannten „Himmelsschreienden Sünden“, aber keine Todsünde. Bitte – falls vorhanden – um anderslautende
Hinweise.
@ Lilith War dir die Problematik der Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht bekannt? Als exkommuniziert
gelten entgegen anders lautender Meldungen jedoch nur die in Ecclesia Dei genannten Bischöfe. Priester
und Anhänger der FSSPX sowie Gottesdienstbesucher ihrer Messen sind nicht exkommuniziert: Zitat: Am 1.
Mai 1991 exkommunizierte Bischof Ferrario von Hawai einige Katholiken seiner Diözese, weil sie die heilige
Messe besucht haben, die von Priestern der Priesterbruderschaft St. Pius X. gefeiert wurde, und einen
Bischof derselben Bruderschaft empfangen haben, der das Sakrament der Firmung spendete. Kardinal Ratzinger,
Präfekt der Glaubenskongregation, widerrief diese Entscheidung: „Es sind keine schismatischen Akte im
strengen Sinn, sodaß diese ein Schisma herbeiführen würden, und daher hält die Kongregation dafür,
daß die Verordnung vom 1. Mai 1991 jeglicher Grundlage und Gültigkeit entbehrt.“ (28. Juni 1993). Ich
denke übrigens, dass die Sache erledigt sein wird, wenn die FSSPX irgendwann neue Bischöfe brauchen
wird. Dann kann man den Streit so beilegen, dass beide Seiten ihr Gesicht behalten. Klingt jetzt politisch,
ist es ja aber auch irgendwo.
Respekt… …bedeutet doch hier nichts anderes als das man sie nicht diskriminieren darf. Und das steht
schließlich schon im Katechismus und ist nichts neues.
@ MilesChristi Nein, das will ich nicht. Es sollte vollkommen neutral gemeint sein. Ich bin kein Narr
der meint, dass die Gesellschaft schon immer hätte so sein müssen, wie sie heute ist. Ich wollte auch
nichts gegen eine Einstufung als Sünde hervorbringen, sondern ich zweifelte daran, dass man wegen Befürwortung
einer Sünde immer exkommuniziert ist. Daher meine Beispiele (und meine Frage).
@ Irenäus und MilesChristi Ich kenne zwar die Schrift Pius XII. nicht im Wortlaut, die Schlussfolgerung
von Irenäus erscheint mir jedoch nicht zutreffend zu sein. Die Ablehnung der Homosexualität ist eine
Lehre der Kirche und nicht ihr Glaube. Wass den Glauben ausmacht, was man also glauben muss, dass fast
die FSSPX in ihrem sehr schön gemachten Katechismusüberblick zusammen: www.fsspx.info/katechismus Die
Homosexualität ist nach der Lehre der Kirche also eine Sünde. Es wäre mir neu, dass das Begehen oder
Gutheißen oder die Aufforderung zu einer Sünde die Exkommunikation nach sich zöge. Es handelt sich
vielmehr gleichsam um eine Sünde, wenn man zu einer Sünde auffordert oder sie gutheißt. Exkommunikation
kann daher kaum vorliegen. Wie viele Päpste allein müssten dann als exkommuniziert angesehen werden,
weil sie den Tod und das Töten von Katharern, Waldensern, Hugenotten und sonstigen Heiden und Ketzern
gutgeheißen haben? Sie haben dadurch eine Sünde wider die 10 Gebote gutgeheißen. Sind sie dann exkommuniziert?
Ich kann mir das so nicht vorstellen und hoffe auf eine klärende Antwort.
@ VirOblationis Vielmehr verseuchen die so entstehenden Abfälle auch die Umwelt (leider kann ich dazu
im Augenblick keine Literatur nennen). Ja, das habe ich auch unlängst gehört. Es gibt offenbar auch
Forscher, die die ausgeschiedenen Sexualhormone, die nicht in einer Kläranlage gereinigt werden können
und so wieder ins Essen gelangen, schuld an der dauernd weiter fortschreitenden Frühsexualisierung sind.
Ein entsprechender Bericht fand sich im RTL-Magazin Extra vor ungefähr drei Wochen. In wie weit das stimmt
oder absoluter Quatsch oder eine Einzelmeinung ist, kann ich natürlich nicht sagen. RTL ist ja nicht
gerade ein seriöser Sender.
@ Romulus taz-Leser beichten, oder was? Es gibt sogar Pfarrer, die diese Postille lesen. Hab’s selbst
gesehen. Unglaublich! Und was ist das schlimme daran? Es kann kein Fehler sein, die Argumentation des
Gegenübers genau zu kennen, oder? Auch die Päpste mussten den Modernismus genau studieren, um iihn anschließend
verurteilen zu können. Vom bloßen Lesen irgendeiner Zeitung/Buch usw. kann kaum auf die Geisteshaltung
geschlossen werden.
@ sirilo Die Rente des Priesters wird gezahlt aus der Kirchensteuer, die der Staat freundlicherweise einsammelt.
Ja, und dieses freundliche Einsammeln lässt er sich ganz gut bezahlen! @ Stimme der Vernunft: Knecht
Ruprecht meint vermutlich, dass noch heute viele Zahlungen vom Staat an die Kirche gehen, die aus den
Folgen des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 resultieren. Da der Staat damals das Kircheneigentum
enteignet hat, bezahlte er stattdessen Ausgleichgelder an die Kirche. Heuten kommt den Staat diese Politik
teuer zu stehen: Die Restaurierungen enteigneter Kirchen, vor allem von Klosterkirchen, kosten den Fiskus
Millionen von Euro. Tja… man hat 1803 halt nicht langfristig gedacht und wer das nicht tut ist ein schlechter
Politiker.
Pressefreiheit Das Problem der Pressefreiheit ist nicht, dass es sie überhaupt gibt, sondern das ihr
Sinngehalt völlig degeneriert ist. Ursprünglich war die Pressefreiheit zu Kontrolle der Staatsgewalt
(4. Macht im Staat) gedacht. So wahrgenommen, ist sie auch ein Segen. Leider wird sich auch bei allem
absurden Boulevardjournalismus, Hetzkampagnen usw. auf die Pressefreiheit berufen. Die Pressefreiheit
war aber nie dazu gedacht zu ermöglichen, kompromittierende Bilder irgendwelcher VIPs in der Welt zu
verbreiten, oder selber Meinungsbildner (was nur wenig weg von der Manipulation ist) zu werden. Es handelt
sich also hier um eine Art stückweit missbrauchtes Freiheitsrecht.
@ Elendester Sünder Die Pille hilft tatsächlich gegen manche Regelschmerzen, frag mich nicht wieso,
aber das ist ein medizinisches Faktum. Sie wird daher auch verschrieben, wenn solche Schmerzen auftreten,
d.h. Frauen, die vielleicht erst 12 Jahre alt sind, kann sie verschrieben werden, wenn entsprechende Probleme
diagnostiziert werden.
Religionsunterricht Also an staatlichen Schulen ist mir kein nenneswerter Religionsunterricht bekannt…
Grundschulen vermitteln oft mehr, aber sobald es an die weiterführenden Schulen geht, kann von Religionsunterricht
keine Rede mehr sein. Hat man dann tatsächlich mal einen Religionslehrer, der wirklich Religion unterrichten
will, so handelt es sich meist um Irrlehren. Am Religionsunterricht festzuhalten ist daher gar nicht nötig.
Schon Joseph Kardinal Ratzinger hat dafür plädiert, etliche Religionsschulen in den USA abzustoßen,
weil dort sowieso nichts katholisches mehr unterrichtet werden würde. Lieber weniger Einrichtungen, die
dafür nicht bloß das Etikett „katholisch“ tragen.
So genau wollte ich das jetzt nicht wissen Entschuldige, dass ich nicht gleich an die anderen Anwendungsbereiche
gedacht habe, sie sind mir nicht so präsent ;-D.
@ Lilith Ah ja? Nämlich wann? Ich weiß ja, dass viele die Pille nehmen und darin kein Problem sehen,
aber das es „nicht anders geht“ würde ich nun nicht gerade behaupten . Pille krebserregend ja/nein: Es
gibt ja auch gegenläufige Studien. Ich halte es daher mit Churchill: Traue keiner Studie (Statistik),
die du nicht selber gefälscht hast ).
@ Marcel Es war ja auch richtig, dass Johannes Paul II. den Ausstieg verfügt hat, schon allein um die
Klarheit der Lehre zu bewahren. Die Scheinausstellungen haben nämlich den Eindruck erwecken können,
dass die Kirche die Abtreibung nicht mehr als unerlaubt ansehen würde. Wogegen ich mich nur wehre ist
ein pauschaler Vorwurf an die damaligen Oppositionellen. Man sollte ihnen zugestehen, dass es sich nicht
um irgendwelche Idioten gehandelt hat, die angesichts des Abtreibungsgewerbes laut „Hurra“ geschriehen
haben. Auch sie hatten ihre Motive und Gründe, deren Kenntnisnahme sich lohnt. @Laurentius2: Ja gut,
wenn man die DBK abschafft, dann wird halt das tradtionelle Synodenwesen wiederbelebt. Ich muss zugeben,
dass ich über die Arbeit der DBK außerhalb ihrer Vollversammlungen nicht allzuviel weiß. Was kostet
denn das ganze? Und was würde die Organisation der überdiözesanen Aufgaben (zB Regelungen die dt. Sprache
betreffend, neues Gesangbuch usw.) kosten, wenn die Koordination durch die DBK wegfiele? Darüber muss
man sich vorher im Klaren sein. Da Benedikt XVI. stehts ein Kritiker aufgeblähter Verwaltungsapparate
war (gegenwärtig arbeitet er ja offenbar an einer Kurienreform), denke ich, dass in der Hinsicht noch
etwas von ihm zu hören sein wird. Darauf sollte man erstmal warten.
„Kennen Sie das Zitat“ Und was will uns die Redaktion damit sagen? Dass der Kardinal unfähig ist und
sich nicht an eine Schrift erinnern kann, die 50 Jahre zurückliegt? Im übrigen geht die Antwort ja noch
weiter, und der Kardinal verweist darauf, damals viel gelesen zu haben, so das dieses Zitat möglicherweise
gar nicht von ihm stammt…
@Marcel >Für die Aufhebung der katholischen Bannbulle gegen den Ketzer Luther tritt Lehmann regelmäßig
ein, wenn auch bisher erfolglos – Gott sei Dank. Keine Ahnung, ob das stimmt, jedenfalls ist das ein Gedanke,
der Johannes Paul II. auch nicht gerade fremd war. Er wollte das Dekret anlässlich eines Deutschlandbesuchs
auf der Wartburg aufheben lassen. Es waren die deutschen Bischöfe, die ihn hiervon abbrachten. >Über
die Abtreibung und Lehmann muß man auch nicht viel sagen:(…) An allen ihren Händen klebt Blut. Absoluter
Unfug, die Frauen hätten doch so oder so abgetrieben, die Kirche war doch nicht die einzige Scheinausstellerin.
Außerdem weiß nur Gott, wieviele Frauen dort noch zum Ablassen von ihrem Abtreibewillen überzeugt wurden.
Jetzt gehen alle zu Pro Familia (allein der Name ist ja Euphemismus), dort überzeugt sie mit Sicherheit
niemand… >Fast nebensächlich, daß Lehmann 2004 sagte: „Jetzt ist Schluß mit Genehmigungen“ für die
alte Messe… In Mainz-Budenheim gibt es die alte Messe, also was ist dein Begehr? Bei Lehmann hätten
Verfechter der alten Messe sicherlich ein offenes Ohr gefunden. Man sieht ja an seiner Ritensprache, dass
er dem alten Ritus gar nicht abgeneigt sein kann (er inzensiert zB wie früher üblich, was man heute
fast nirgendwo mehr sieht). Da diese Verfechter aber meistens mit maßloser Kritik an ihm glänzen, brauchen
sie sich nicht wundern, dass der Bischof sich das in seinem Bistum nicht bieten lassen will. Irgendwie
menschlich.
Oh ja… …auf die Predigt am 21.08. freue ich mich schon die ganze Zeit. Es wird sehr spannend sein
zu hören, was der Papst der Jugend der Welt auf den Weg mitgeben wird. Genauso spannend wie die Frage
der Zelebrationssprache auf dem Abschlussgottesdienst. Darüber habe ich nämlich noch gar nichts gehört…
@ Athanasius „Du sollst nicht falsch Zeugnis geben wider deinem Nächsten“ Es ist leider immer häufiger
hier zu lesen, dass einige aus Aussagen von Kirchenfürsten, seien sie nun beliebt oder missliebig, genau
das herauslesen wollen, was in ihr Weltbild passt. Zitat aus dem Interview im Volltext (überhaupt empfehle
ich dessen Lektüre, wegen den üblichen Ungenauigkeiten hier: FAZ www.faz.net/…common~Scontent.html
„War die Entscheidung des Konzils von Trient das letzte Wort? Man wird sagen müssen, daß es bisher keine
überzeugende Interpretation gibt, daß die Vollmacht zur Spendung des Sakraments der Krankensalbung über
den Priester hinaus anderen pastoralen Berufen verliehen werden könnte“ Wer hieraus einen Zweifel oder
Leugnung herausliest, der ist – Entschuldigung – doch ein wenig mit Blindheit geschlagen. Es geht doch
lediglich darum, dass die Konzilsaussagen interpretiert werden. Das haben die Päpste schon immer getan,
auch Pius V. tat es 1570 mit seinem Messbuch. Alle Enzykliken, Lehrschreiben, Instruktionen sind immer
Interpretation der Schrift, der Konzilien oder früherer Lehrschreiben gewesen. Es sind übrigens noch
6 Jahre bis zur Altersgrenze. Danach kommt spätestens ein anderer DBK-Vorsitzender, vermutlich wird es
ein „konservativerer“ sein. Ich bin ehrlich gespannt, ob er es besser machen wird.
Deutschland Es ist doch mittlerweile hinlänglich bekannt, wie die Medien von den Kirchenkritikern für
ihre Zwecke eingesetzt werden. Seit dem Fall Küng ist doch praktisch jeder von der „Amtskirche“ gemaßregelte
Theologe/Priester/Laienvertreter in den Medien (und dadurch beim übrigen Kirchenvolk) eine Art Märtyrer.
Der beste Beweis ist der Fall Hasenhüttl: Da war auch wieder das Lamento groß in den Medien und in der
Öffentlichkeit. Und als unser Kaplan in seiner Predigt (es geschah ja zZ der Evangelienteile zu den „Brotreden“
Jesu, da passte das thematisch) anhand von Hasenhüttl-Aussagen nachwies, dass dieser weder ein katholisches
noch ein evangelisches Mahlverständnis habe und außerdem kein christliches Gottebild lehre, da schüttelte
die Hälfte der Gemeinde lieber dan Kopf anstatt zuzuhören – es ging ja um einen armen verfolgten Kirchenoppositionellen!
Dass der Mann seit Jahren Atheist war/ist und seine atheistischen und apostatischen Lehren als katholischer
Theologieprofessor (!) jahrzehntelang im Land verbreiten durfte, interessierte dagegen niemanden. Seitdem
weiß cih, was ich von Mediengeschwätz zu angeblich verfolgten Laien zu halten habe.
Papstbuch Naja, er hat ja angeblich schon vor drei Jahren damit begonnen, also ist es möglich, dass es
sich einem Nischen-Thema widmet. Gespannter bin ich da schon auf die erste Enzyklika.
@ Yersinia Es kann mir keiner verbieten, dass ich meine Religion für wahr halte. Dieser Standpunkt sollte
sich eigentlich von selber erklären. Ich glaube, dass das Christentum, wie es durch die katholische Kirche
seit 2000 Jahren verkündigt wird die wahre Religion ist, weil ich an das glaube, was in der Bibel steht
Wo liegt der Schaden für jemanden anderes, dass ich dies denke? Was soll das mit Hochmut zu tun haben?
Du hast auch deine Meinung, ist das auch Hochmut? In dem Fall ist dann wohl alles Hochmut. Religion ist
nichts, was durch „eventuell“, „vielleicht“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet werden kann. Es handelt
sich hier ausnahmsweise mal um eine Fall der Absolutheit. In anderen, zB politischen Frage, würde ich
nie einen solchen Absolutheitsanspruch vertreten, weil es ihn dort gar nicht geben kann. Bei der Religion
ist es einfach anders: Entweder ich glaube, dann ist das wahr, oder ich halte es eben nicht für Wahrheit,
dann kann ich aber auch nicht daran glauben.
Liebe Yersinia, der Ausdruck „Professorengeschwätz“ ist keine Hilflosigkeit. Ich habe mich hier bei Herrn
Stiegler bedient, der diesen bei ähnlich verquasten Ideen von Theoretikern gebrauchte. wenn jede Religion
für sich den alleinigen Anspruch stellt, „absolut recht zu haben“? – Ja in der heutigen Konsensdiktatur
ist es natürlich schrecklich, wenn jemand auf der Wahrheit beharrt. Die Religion kann davon allerdings
unmöglich abrücken. Ich kann nicht sagen „Ich glaube an den einen Gott“ und dabei denken: „Aber möglicherweise
haben die Muslime recht“. Das lechtet doch wohl ein, oder?
@ MilesChristi Benedikt, Didimus etc.: das sind auch diejenigen, die sich heute Katholiken nennen, und
anscheinend ohne zu Zögern sagen, daß man den Heil woanders finden kann außer im Herrn Jesus Christus.
DAS sind die Früchte vom letzten Konzil. Früher wären diese Menschen schon längst nicht mehr in der
Kirche, sie wären von sich aus gegangen. Heute dürfen sie bleiben, Jugendarbeit betreiben, um somit
den Seelenheil unzähliger Menschen zu gefährden. Ich bin mir sicher, daß die betreffenden „Hirten“
wissen, was eine „Lilith“ denkt und tut. Und anscheinend darf sie weiter ? Meinst du mich??
FDP bzw Junge Liberale FDP, wer will die mit ihrem heutigen Personal eigentlich noch ernst nehmen? Im
„Spiegel“ war ein lehrreicher Bericht über den „JuLis“ die Jungen Liberalen. Denen ist der Wahlkampf
von Westerwelle zu ernsthaft (!!). Schlimmer gehts nimmer.
Professorengeschwätz Ob der schonmal was vom staatlich anerkanntem Recht auf freie Religionsausübung
gehört hat? Es sollte für jeden religiösen Funktionär unethisch sein zu behaupten, daß seine Religion
die einzige wahre ist und Leute, die an etwas anderes oder an nichts glauben, zu Feuer und Schwefel verurteilt
wären. Eine Religion, die dies nicht von sich selber behauptet hat doch ihre Existentberechtigung verloren.
Was ist denn das für ein Schwachkopf, der sollte mal ein Seminar in Religionsphilosophie belegen. Au
weia.
@ Marcel Ich meinte mehr den Ton in den Artikeln . Dass eine Diskussion nicht immer im ruhigsten Ton abläuft,
halte ich für unausweichlich. Ich geb dir aber recht darin, dass die Texte von Priestern wirklich (fast
immer) besser sind, als die von Laien. Ein Priester kann einfach besser erklären: Ich hab mich oft schon
mit Antworten auf Fragen abgemüht, die ein befreundeter Priester den mit verblüffender Logik und Klarheit
in einem Satz beantwortete. Da zieh ich meinen Hut! )
@ Janet Mal ernsthaft, kann man sich auf einer Jugendpilgerreise nicht um eine richtige Kirche kümmern?
Das ist doch allemal schöner als so etwas Improvisiertes auf einem einfachen Tisch, oder nicht? Eine
Kirche kommt der Zelebration auch praktisch entgegen: Es gibt Bänke, die einem das Knien erleichtern.
Das ist für mich wichtig, ich bin etwas ungelenk mit meinen 1,87m und kann schlecht frei knien.
Traditionalismus und Moderne Ich bin nicht ganz Marcels Meinung. Es gibt sehr wohl eine jetzige Lehre,
sie muss aber die Inhalte, die in der Vergangenheit gelehrt wurden einbeziehen. In der Kirche, dass kann
man auch aus Ratzingers Schriften ableiten, herrscht eine Art diachroner „Demokratie“, d.h. für den Kurs
der Kirche ist nicht nur entscheidend, was die Gläubigen HEUTE denken, sondern auch das, was die Gläubigen
in früheren Zeiten, von der Urkirche bis zum Konzil hin gedacht haben. Auf diese Weise werden Veränderungen
möglich, ohne sich selber gleich die Wurzeln abzuschneiden. Es wird auch verhindert, dass die Kirche
einer vermeintlichen Modernität hinterher rennt. Dass der Modernismus und alles das, was Wir-sind-Kirche
usw fordern kein Segen sein kann, sieht man doch immer ganz wunderschön am Protestantismus. Der hat das
alles. Besser geht es ihm aber auch nicht, im Gegenteil. Der Kirchencharakter hat sich dort doch oftmals
schön völlig verabschiedet. Es fand eine Anpassung bis zu Unkenntlichkeit statt.
@ Janet >Es ist doch so, dass die meisten Jugendlichen sich nicht mehr angesprochen fühlen, . Daher auch
mein Hinweis auf unermütliche Verkündigungsarbeit! >Es ist doch so, dass die Kirche in ihren Augen eine
total überholte und veraltete Sache darstellt, Hier ist ein Jungpriester der beste Gegenbeweis! >Das
geht nämlich nicht mit Gottesdiensten wie zu Großmutters Zeiten Zu Großmutters Zeiten tat die Kirche
das was sie heute tut! Es hilft nichts, wenn die Jugendlichen nur in die Kirche kommen, wenn irgendeine
Band zur Messe aufspielt. Die Jugendlichen kommen dann nämlich nicht zur Messe, sondern zu Band. Und
dieser Effekt soll gerade nicht erzielt werden >Moralpredigten, die für die meisten Jugendlichen überspitzte
Ideale darstellen. Ein wenig mehr Moral täte dem Land gut. Bildung und Gesellschaft, sogar der Fiskus
würden sich darüber freuen. >Es gibt sie tatsächlich… Jugendliche, die mit Gott etwas anfangen können
und es gibt sie zu Hauf, aber sie müssen sich angesprochen fühlen und das nicht nur durch einen Weltjugendtag,
sondern durch das tägliche Gemeindeleben. Richtig. >Wir hatten in der Vorbereitung auf den Weltjugendtag
eine eucharistische Anbetung in einer Gemeinde hier. (…). Die Firmlinge hatten keinerlei Interesse…
die Freude ist hier das A und O… Es muss übelegt werden, ob Jugendliche, die erkennbar nicht zur Kirche
stehen, überhaupt gefirmt werden sollen.
Werbung auf Kirchtürmen Ich finde Werbung auf Kirchtürmen auch nicht gut, vor allem nicht von Firmen
wie Media Markt. Allerdings gibt es folgendes zu bedenken: Viele Kirchen sind wegen der Sparpläne der
Bistümer aus den Schlüsselzuweisung für Baumaßnahmen und/oder Unterhaltungsmaßnahmen geflogen. In
einigen Fällen hat man also die Wahl zwischen Abriss, Verkauf oder Werbung. Diese ist dann das kleinere
Übel.
@ Janet Wenn du mit der Seite durch bist, dann liste mal die angeblich „radikalen“ Äußerungen dort hier
auf. Ich fand den Umgangston auf fsspx.info nämlich wesentlich angenehmer als die Polemiken, die hier
auf kreuz.net leider öfter mal einfließen. Für meine Begriffe ist das dort eine ganz unaufregte Darstellung
des „Warum?“. Besonders gefallen hat mir der aktuelle Rundbrief zur Schulbildung. Und ich habe nie mit
meiner Kritik an Lefebvre gespart!
@ Janet Nicht die Kirche hat sich dem Gläubigen anzupassen, sondern die Gläubigen der Kirche, die die
Verkünderin des Glaubens ist. Alles andere ist Blödsinn. Ein Glaube kann nur existieren, wenn er unveränderlich
bleibt. Verändert er sich dauernd, so handelt es sich nicht um Glaube, sondern um Ethik. Heutige Vorstellungen,
wie die Kirche zu sein hat, hat es gestern noch nicht gegeben und können morgen schon wieder überholt
sein. Ich aber will an das gleiche glauben, an das die Hll. Petrus und Paulus geglaubt haben. Was die
Volksnähe angeht: Das ist nichts als ein Fall der Verkündigung. Wenn richtig verkündigt wird, dann
glauben die Leute an das, was die Kirche lehrt und sind automatisch mit ihr verbunden, ohne das sich die
Kirche ihnen anbiedern muss. Wenn die Leute der Kirche heute nicht mehr folgen, so ist das ein reines
Problem der Katehese und der Verkündigung, die offenbar nicht in der Lage ist, den Menschen den Glauben
näher zubringen. Ich kenne aber auch junge Geistliche – du würdest sie konservativ nennen, ich nenn
sie einfach mal katholisch – die können Jugendliche begeistern. Es ist mühsam, aber es werden immer
mehr. Ich (24 J.) war auf Einkehrwochenenden mit Jugendlichen. Erst waren es 14, dann 20, dann 37 Teilnehmer.
Und das waren keine Jugendfreizeiten, sondern Tage nach beinahe monastischem Ideal. Es geht also. Man
muss nur wollen.
Die Juden und die Kreuzigung Also es sei einmal auf diesen Artikel über Weihbischof Hopes verwiesen:
www.kreuz.net/article.1581.html Man kann meines Erachtens nicht sagen, dass Christus sich am Kreuz für
uns und unsere Sünden hingegeben hat, dies jeden Sonntag am Altar feiern und gleichzeitig das Judentum
(und schon gar nicht die heutigen) für diese Tat verurteilen. Wie es in der Schrift schon steht: Alles
dies musste geschehen (…)! Die Art wie die beteiligten Juden damals mit ihrem und unserem Herrn umgegangen
sind, verdient Verachtung, aber ich denke, dass wir uns mehr darauf konzentrieren sollten, was hieraus
geschehen ist. Antisemitismus lässt und ließ sich hieraus jedenfalls nie begründen. –--- Auch ohne
die Antisemitismuskeule herauszuholen kann man übrigens mit Fug und Recht behaupten, dass Luther ein
Antisemit war. Ich fand es schon damals peinlich, wie Fr. Käßmann dies bei der ZDF-Sendung „Unsere Besten“
hinwegwischen wollte.
Zwei Altäre Das Prinzip, daß es nur einen einzigen Altar geben sollte, ist theologisch wichtiger als
die Praxis, zum Volk hin zu zelebrieren Hieran hat man sich im Petersdom nicht gehalten. In der Apsis
wurde der alte Hochaltar restlos abgerissen und durch einen bronzenen Volksaltar ersetzt. Auch im Kölner
Dom gab es schon vor dem Konzil zwei Altäre. Man muß jene Fälle berücksichtigen, wo das Presbyterium
eine Ausrichtung des Altars zum Volk hin nicht zuläßt, Welche Fälle könnten denn damit gemeint sein?
Dort, wo noch ein Lettner steht? Weiß es jemand?
@ Rocky Das ist ganz einfach gesehen politisches Programm. Im Gegensatz zu den wirklich wichtigen Fragen
im Staat scheint es hier weniger Widerstände zu geben, so das es schnell vorangeht. Bei den wirklich
wichtigen Zukunftsfragen Bildung, Föderalismus, Steuern, Renten usw blockiert ja immer irgendwer.
@ Athanasius Ich schließe mich an: Deo gratias! Im übrigen stand heute in der „Süddeutschen“, dass
die Katholiken Nordirlands eifrig Kinder bekommen und deshalb in 10 – 20 Jahren die Mehrheit sein werden.
Hoffentlich gehen sie damit dann verantwortungsvoll um.
@ Ignatius …Papst usf zu entführen und später bei Bedarf zu liquidieren. Von wegen „bei Bedarf“. Bei
Himmler war das Aufhängen des Papstes „in vollem Ornat“ praktisch beschlossene Sache. Nach dem Krieg –
so Hitler ihn gewonne hätte, was Gott verhütet hat – währen die Katholiken noch viel schlimmer dran
gewesen. Man erkennt es ja schon in den unlängst bekanntgewordenen Berichten, in denen Priester des Erzbistums
München-Freising im Auftrag von Michael Kardinal von Faulhaber ihre Beobachtungen der letzten Kriegstage
aufschreiben sollten. Etliche Berichte konnten nicht mehr von den Priestern selbst abgegeben werden! Viele
wurden ermordet, weil sie auf den Kirchtürmen – in den Dörfern noch heute der höchste Punkt – die weiße
Fahne hissten.
Verheiratete Priester Im ZDF kam letztens eine Doku, die sich mit der Lebensgeschichte verheirateter Priester
befasste. Es muss ihnen zugestanden werden, dass sie es sicherlich nicht sehr leicht hatte. Einer der
vorgestellten Priester allerdings war danach zum Protestantismus übergetreten und da war ich dann schon
der Meinung, dass es es besser ist, dass er kein katholischer Priester mehr ist. Wer als katholischer
Priester Messen zelebriert hat und danach einfach so aus Zölibatsgründen konvertiert, der war vermutlich
auch vorher nicht katholisch .
@ Romano Eine Unterstellung sollte es nicht sein, Entschuldigung. Ich wollte nur sagen, dass auch danach
durchaus Änderungen geschahen und auch von heutigen Traditionellen Änderungen für wünschenswert gehalten
wurden. Und die Einführung der Volkssprache beim LEHRgottesdienst wäre eben so wünschenswert wie auch
logisch gewesen. Die Frage ist, was haben die Einführer solcher Praktiken – Handkommunion, Zelebration
zum „Volk“ hin, Einführung eines Tisches statt eines Altars – bezweckt ? Für mich steht es klar: sie
wollten entsakralisieren, dem „Volk“ die Ehrfurcht vor dem Heiligen, vor dem Sakralen wegnehmen. Was ihnen
durchaus gelungen ist. Exakt. Der Punkt ist nicht, dass die Zelebration Richtung Volk an sich eingeführt
wurde, oder das die Handkommunion erlaubt wurde, sondern was sich daraus ergeben hat. Entstanden ist ein
Verlust um das Wissen und den Glauben an das, was auf dem Altar geschieht. Aber: Genau weil sich etwas
Eigenständiges aus einer Ursache entwickelt hat, wird es schwer sein, durch Beseitigung der Ursache das
Weiterentwickelte zu beseitigen. Einen Priester, der sich den Kanon selbst zusammenschnitzelt, wird eine
Liturgiereform auch nicht besonders kratzen schätz ich mal. Primär geht es vermutlich nicht mal um eine
liturgische Verflachung, sondern um einen Versagen der Katechese und der übrigen Lehre (zB an Universitäten/
Seminaren), durch welche die Verflachung in der LIturgie erst hat entstehen können.
@ Romano Also das ist alles etwas ungenau. Die Liturgie wurde von Pius V. 1570 nicht „neu“ gemacht, sondern
er hat eine bestehende Form festgelegt, die nach Meinung des Trienter Konzils in der letzten Zeit (wegen
d. Reformation?) durch zuviele abweichende Riten verwässert worden war. Riten, die sich tatsächlich
etabliert hatten wie der Ambrosianische Ritus und der Gallikanische Ritus blieben hiervon unangetastet.
Es ist auch nicht wahr, dass der Alte Ritus danach immer völlig unveränderlich war. Wie lässt sich
sonst die Neufassung von 1962 erklären? Kein Traditionalist schließt Änderungen völlig aus. 1965 schrieb
ein Erzbischof, dass der erste Teil der Messe, „der geschaffen ist, die Gläubigen zu belehren und sie
ihren Glauben ausdrücken zu lassen, diese Ziele in einer deutlicheren und in gewissem Ausmaß verständlicheren
Weise erreichen musste. (…) Nach meiner bescheidenen Ansicht schienen zwei Reformen in diesem Sinne
nützlich, erstens die Riten dieses ersten Teils und einige Übersetzungen in die Landessprache. Das hätte
dadurch zu geschehen, dass sich der Priester den Gläubigen nähert, mit ihnen in Verbindung steht, betet
und singt, dass er sich also am Lesepult aufhält, dass er die Epistel und das Evangelium in ihrer Sprache
verliest und mit den Gläubigen die himmlischen, traditionellen Weisen (…) singt. All das wären glückliche
Reformen, die diesen Teil der Messe seinen wahrhaften Zweck wiederfinden lassen.“ Der Name des Erzbischofs
war Marcel Lefebvre.
@ Didimus & Miles Christi >es sind ja Gott sei Dank längst nicht alle Kirchengebäude im 20. Jahrhundert
errichtet worden Ein Glück. (Wobei es Anfang 1900 auch noch neugotische Bauströmungen gab) > Ratzinger
rechnet es auch zu den unsinnigsten Neuerungen, daß das Kreuz teilweise zur Seite gerückt wurde. So.
Na das kann er ja ändern, denn genauso ist es am Papstaltar im Petersdom! Auf die meisten anderen Altäre
kam ein schräg liegendes Kreuz direkt vor den Priester. > WER hat die Handkommunion in den letzten 1000,
1200, 1700 Jahren praktiziert ? Ich praktiziere sie (Religion ist auch Erziehungssache und ich habs nun
mal so gelernt…) und verweise mal wieder auf Cyrill von Jerusalem. Demnach kann es keine 1700 Jahre
her sein. Soweit ich weiß kam die Mundkommunion erst so im 12. Jh. auf. Ich verweise weiter der Kürze
wegen auf die Argumente von fsspx.info für die Mundkommunion. Ich kann diese sehr gut nachvollziehen
und habe auch schon gelegentlich unseren Kaplan hinter einem potentiellen Hostienschänder nachrennen
gesehen. Wie ich schon öfter feststellte, ist diese Frage nicht so leicht zu klären. Ich meine von mir,
die Kommunion auch mit der Hand empfangen zu können und bin mir bewusst, was dies für eine Verantwortung
passiert. Zudem sitze ich in der Kirche immer auf der Evangelienseite, und auf dieser teilt irgendwie
immer ein Außerordentlicher K. die Kommunion aus. Wenn Mundkommunion, dann müsste es aber schon ein
Priester sein, sonst ist das ganze unglaubwürdig. Ich gestehe, dass
@ Marcel Ich meinte das „unrichtig“ im Bezug auf Gambers Äußerung, dass immer Richtung dessen, dem das
Opfer galt zelebriert wurde. Dies kann nun angesichts des früheren Altars in der Apsis des Petersdomes,
die im Westen liegt keine Allgemeingültigkeit gehabt haben. Bezügl. Fellay: OK, er sagt selber, dass
das nicht alles ist. Ich befürchte aber, dass über die Freude nach einer Revision der Rest vergessen
werden würde. „Der Rest“ wäre auch nicht so einfach: Auch in der Kirche der 1950er war nicht alles Gold
was glänzt… @Didimus: Zelebration ad orientem ist in wenigstens 50 % der im 20 Jh. errichteten Kirchen
unmmöglich. In einigen Fällen müsste der Priester ganz sicher zur Seite hin zelebrieren , in wieder
anderen Fällen zelebriert er erst seit dem Konzil in die richtige Richtung… Was den Kreis um den Altar
herum angeht: Es gibt eine lange Sehnsucht christlicher Baumeister nach dem Zentralbau. Auch der Petersdom
wäre fast ein Zentralbau geworden! Der Kreis um den Altar kann nichts sein, was sich das Konzil ausgedacht
hat.
@ MilesChristi & VirOblationis OK, angenommen ihr habt recht (und natürlich gebe ich zu, dass Erläuterungen
zu dieser Frage zB auf fsspx.info sehr logisch und in sich schlüssig klingen – ich bin ja nicht verbohrt
), glaubt ihr, dass sich allein aus dieser Frage die Miseren der heutigen Kirche erklären lassen? Auch
die Messe versus populum ist ja immerhin gültig, was glaube ich auch von der FSSPX nicht bestritten wird
(diese stellt ja mehr auf den (notwendigen) Willen des Priesters zur Wandlung ab, der heute oftmals nicht
mehr gesichert sei). Anders gefragt: Glaubt ihr, dass eine Revision (keine Reform!) der Liturgiereform
von 1970 zu einer wirklichen Besserung der Lage führen wird? Mir kommt es eben häufig etwas zu einfach
vor, wenn man sagt: „OK, wir verschaffen dem Messbuch von 1962 wieder Allgemeingültigkeit und schon ist
alles in Butter.“ Ich befürchte, dass dies noch mehr Widerstände erzeugen würde. Außerdem befürchte
ich, dass inzwischen eine Menge Priester, vor allem die Weihejahrgänge der End 60er und 70er dies einfach
ignorieren würden und dafür vermutlich Unterstützung aus der Gemeinde bekämen. Möglicherweise ist
auch einfach die Zeit noch nicht reif dafür? Marcel schreibt ja häufig, die FSSPX bekäme mehr und mehr
Zulauf, vielleicht bedeutet dies ja einen allg. Trend, so dass die Revision in 20 Jahren leichter möglich
wäre? Möglicherweise handelt es sich aber auch um eine unumkehrbare Sache? Viele Dinge sind ja – einmal
abgeschafft – nicht oder nur schwer widerzubeleben. Was meint ihr?
@ Marcel „…Die Menschen haben sich von jeher beim Opfern demjenigen zugewandt, dem das Opfer galt, und
nicht den Anwesenden.“ Unrichtig, wie der – entfernte – Hochaltar des eingewesteten Petersdomes (der in
der Apsis) beweist. Ich bestreite daher (wie unten), dass die Hauptmotivation dieser Zelebrationsrichtung
in dem Wunsch, zum Herrn hin zu zelebrieren lag. Die Hauptmotivation war die Abkehr vom Volk. Da der Altar –
gleich welchen Ritus man zelebriert – für Christus steht, habe ich kein Problem mit der heute gängigen
Form der Zelebration. Natürlich muss anerkannt werden, wenn es Gläubige gibt, die in Einheit mit der
Tradition lieber eine Messe wünschen, in der tatsächlich Richtung Osten zelebriert wird. Es ist allerdings
gerade bei neueren Kirchenbauten (auch aus den 50ern schon) immer stark zweifelhaft, ob diese tatsächlich
ihren Hauptaltar im Osten haben. Die Verunglimpfung als „lutherisch“ finde ich aber nicht gut, zumal fraglich
ist, ob es in protestantischen Kirchen überhaupt „Altäre“ gibt, dort wird ja nichts geopfert. Der Charakter
eines geweihten Altars einer katholischen Kirche kann sich doch nicht dadurch ändern, dass der Priester
auf der anderen Seite steht!
@ VirOblationis Dein Beitrag enthält nichts als Herabwertungen von Kirchen, deren Altar wie der Volksaltar
in der Mitte steht und wo Richtung Volk zelebriert wird. Darf ich darauf hinweisen, dass auch die Erzbasilika
des allerheiligsten Erlösers, die höchstrangige Kirche der Christenheit einen solchen Altar hat (und
immer gehabt hat) und dass dort in der Frühzeit ebenfalls Richtung Volk zelebriert wurde, weil dieses
nämlich im Osten stand? Hat der Baumeister im 5. Jh. den Protestantismus und Calvinismus vorausgenommen?
Du hast ganz recht: Sinn der Zelebration „mit dem Rücken zum Volk“ mag vielleicht zur Frühzeit des Christentum
etwas mit der Zelebration ad Orientem zu tun gehabt haben. In späteren Zeiten ist dies aber verloren
gegangen, sonst hätte nicht auch im Petersdom mit dem Rücken zum Volk zelebriert werden dürfen, wodurch
der Priester grad nach Westen zelebrierte! Die Zelebration „ad Orientem“ ist ab dem Mittelalter nichts
als ein fadenscheiniges Argument gewesen, die Gläubigen vom Messopfer immer mehr auszuschließen (Lettner
usw. taten das ihrige). Während viele Traditionelle anderen heute vorwerfen, für sie habe die Kirchengeschichte
erst 1965 begonnen, so kann ich nur zurückbehaupten, dass bei einigen (!) Traditionellen die Kirchengeschichte
wohl erst 1570 begonnen hat.
Oh je… …habe ich jetzt mit meinem etwas leicht dahin gesagten Kommentar die Büchse der Pandora geöffnet?
Meint ihr wirklich, dass Rockmusik den Satanismus in die Herzen tragen kann? Ich als eher noch jüngerer
habe fast dauernd mit dieser Musik zu tun, obgleich ich seit Jahren lieber Orgelmusik und Händelsche
Oratorien bevorzuge. Ich kann aber nicht sagen, dass ich den Griff Satans gespürt hätte. Sind nicht
die Bands, die offen Satanismus betreiben (das sind ja bei weitem nicht alle Rockmusiker – hier muss man
mal einen Punkt machen) viel gefährlicher sind? Viele Fragen!
@ Toby Es steht doch im Artikel: Dort wo ein Altar eingebaut wurde, der die bessere Teilnahme der Gläubigen
ermöglicht (=Volksaltar) finden auf dem Hochaltar keine Messen statt. Der Volksaltar wiederum soll in
alle Kirchen eingebaut werden. Demnach wird auf Hochaltären nicht mehr zelebriert. Fertig. Der hier oft
angeführte Kölner Dom ist übrigens als Beispiel völlig untauglich, weil es den Vierungsaltar dort
schon lange vor dem Konzil gegeben hat.
@ Ignatius Wie vieles kirchliches Vokabular, dass im Laufe der Zeit im der Umgangssprache andere Bedeutungen
bekommen hat, meint AC/DC in Highway to Hell nicht den christlichen Höllenbegriff. Das Wort „Hölle“
ist hier ganz eindeutig adaptiert, man kann es im Text sehen. Wie oft sagt jemand, nach schlimmen Erfahrungen
befragt: „Es war die Hölle“. Damit meint er doch nicht DIE Hölle! Der Begriff ist ganz einfach zur Metapher
geworden. Wenn man vor Satanismus in der Musikszene wirklich warnen will, dann sollte man das auf die
Bands beziehen, die wirklich Satanisten sind. Alles andere führt nur dazu, dass die Gewarnten irgendwann
nichts mehr ernst nehmen.
Ist doch egal, … …wo und was diese Frau da zelebriert. Sie hat eine Privatreligion aufgemacht, die
mit der Kirche nichts mehr zu tun hat. Ihre Apostasie ist ja nun öffentlich deutlich geworden. Ich hoffe,
dass auch sie eines Tages ihr Tun bereuen, und in die Kirche zurückkehren wird – als Gläubige im Kirchenschiff.
@ janet Seltsame Frage, gerade von dir. Wenn nur die Fanatiker das Problem sind, was sagst du dann zur
Behandlung der Frauen? Was hälst du von den Aussagen der islamischen Religiongelehrten und des Koran
bezügl. der sog. „Ungläubigen“? Was hälst du vom Gewaltbegriff des Islam? Vom Umgang mit Sündern?
Ich persönlich bin mir ganz sicher, dass der Islam eine falsche Religion ist. Allein die obskure Entstehungsgeschichte
des Korans reicht mir da schon…
@ MilesChristi Deswegen habe ich ja gesagt, dass es früher _Blockaltäre_ gab. Es kann natürlich sein,
dass die got./barocken Hochaltäre sich aus den Blockaltären, auf die einfach eine Altarretabel gestellt
wurde entwickelt haben. Ich persönlich habe viel für den Ziborienaltar übrig. Barocke Hochaltäre sind
mir häufig zu übermäßig geschmückt (=man weiß gar nicht mehr, wo man hinschauen soll) @toby: Also
ich kenne eine Menge Kirchen, da tauchte der „Volksaltar“ – besser ein umgehbarer Altar in der Vierung –
bereits 1962 auf, natürlich noch ausgerichtet auf die Zelebration ad orientem, mit 6 Kerzenleuchtern
und Kreuz in der Mitte. Jedenfalls habe ich alte Bilder der Pfarrkirche (die einen got. Hochaltar hat)
am Wohnort meiner Eltern gesehen, wo 1962 so ein Altar eingebaut wurde. Ich wunderte mich zunächst, stellte
dann aber fest, dass in der Abtei Marienstatt im Westerwald genau das gleiche 1962 eingetreten ist. Auch
im Mainzer Dom wurde der Altar Anfang der 60er VOR dem Konzil in seine heutige Form (der Dom hatte soweit
ich weiß nie einen Hochaltar wie auf dem Bild oben) gebracht. Unsere 1950 errichtete Dorfkirche hatte
ebenfalls niemals einen Hochaltar, sondern den, den sie jetzt auch hat. Nach Liturgiereform brauchte man
da nur noch den Altarschmuck zu ändern und sich auf die andere Seite zu stellen. Wer will, kann sich
überzeugen: www.bildindex.de Jetzt die Frage: Weiß einer, warum viele Altäre 1960-62 schon umgestaltet
wurden?
@Copertino Ja, es mutet eigenartig an, ist aber nichts neues. Die Hochaltäre sind ebenfalls mal eine
Neuerung gewesen, oder? Jedenfalls kenne ich keinen romanischen Hochaltar im Stile der gotischen Flügelhochaltäre
oder der barocken Prachtaltäre. Damals wurde soweit ich weiß einfach Blockaltäre, manchmal mit Ziborium
verwendet. Die sind auch verschwunden…
Interpretationsspielräume Sorry, aber aus einem Altar, der die Teilnahme der Gemeinde erschwert ist meines
Erachtens nichts anderes als der Hochaltar gemeint. Dazu muss man nur den Geist vergegenwärtigen, in
dem die IGMR verfasst ist. Dort werden Volksaltäre bevorzugt, weil nur dort der Priester zur Gemeinde
hin zelebrieren kann und sie nach Auffassung der IGMR nur dann wirklich teilnehmen kann. Demnach ist das
Direktorium der Diözese korrekt. Mit der Aussage „es soll nur einen Altar“ geben ist doch ganz einfach
gemeint, dass – wenngleich es durch noch vorhanden Hochaltar – nur der wegen der IGMR (s.o.) neu aufgestellte
Volksaltar als Ort der Opferhandlung dienen soll. Der Hochaltar ist daher hier gar kein Altar im kultischen
Sinne mehr. Im übrigen verstehe ich die Aufregung nicht: In den Kirchen, in denen nach dem Alten Ritus
zelebriert wird, gibt es sowieso keinen Volksaltar und in den Kirchen, in denen nach dem NOM gefeiert
wird käme es keinem in den Sinn am Hochaltar zu zelebrieren. Das wäre nach meinem Empfinden höchst
irritierend, wenn da ein Volksaltar stünde, der aber nicht gebraucht werden würde.
@ virOblationis Soweit ich weiß ist die Autorenschaft Sprengers bezüglich des Hexenhammers in der neueren
Forschung mehr als umstritten. Sprenger trat auch nie als Hexenjäger in Erscheinung. Das Wirken Friedrich
Spees habe ich ja ebenfalls hervorgehoben.
@ Sulpicius Vielleicht hast du recht. Dass ich nicht auf die Lehrinhalte angespielt habe, kannst du darin
sehen, dass ich von einem „katholischen Dienst“ sprach, den die Priester der FSSPX verrichten. Das könnten
sie wohl kaum, wenn ihre Lehrinhalte schismatisch wären.
@ Marcel Wenn dem so ist, so ist umsomehr dafür zu beten, dass die FSSPX ganz in den Schoß der Mutter
Kirche zurückkehren möge. Leider stellt die unbedachte Handlung ihres Gründers in Verbindung mit „Ecclesia
Dei“ (Zitat: „Schismatischer Akt“) für viele – auch für mich, sag ich ganz offen – immernoch ein trennendes
Element dar. Ich hoffe, dass dies eines Tages überwunden sein wird. Obwohl ich die Bischofsweihen von
1988 ablehne und auch dem NOM verbunden bin, kann ich nicht bestreiten, dass die Priester der FSSPX einen
katholischen Dienst versehen, gegenteilige Behauptungen sind vermutlich nicht fair – ich nehme mich da
nicht aus und bekenne, schon desöfteren meinen Unmut über Lefebvre geäußert zu haben. Gleich sein
ganzes Wirken in Frage zu stellen war aber vermutlich nicht korrekt. Der Herr wird es richten, hoffen
wir auf ihn.
@ janet Du und MilesChristi könnt euch ja ewig herumstreiten, Fakt ist – ob man dem zustimmt oder nicht –
dass die Aussagen des CIC und des KKK in Bezug auf die Homosexualität ganz eindeutig sind. Frage daher:
Wie gehst du damit um, dass du einer Glaubensgemeinschaft angehörst, von der du weißt, dass ihre offizielle
Lehre deine Lebensführung ablehnt? Mich würde das nämlich ziemlich belasten, vermute ich.
Erhalten und ausbauen Ja also es gibt ja eine Aussage Ratzingers zu diesem Thema: Darin antwortet er auf
den zunehmenden Schwund unter den Katholiken, dass die „Kirche dann eben kleiner“ werden würde. Er ist
der Meinung, dass sich mit einer Handvoll fest im Glauben Stehender mehr anfangen ließe, als mit einem
großen unbeweglichen Apparat. Gewissermaßen ist das also ein Gang zurück an die Wurzeln der Urgemeinde.
Das Problem ist nur: Früher lebten die wenigen Christen zusammen in einer Gemeinde, heute leben sie verstreut.
Eine Konzentration auf wenige Gemeinden als Inseln im gottlosen Rest () ist daher nur schwer zu realisieren.
Alles in allem stehen der Kirche also noch stürmische Zeiten bevor. Drum eilen lieb entzündet auch wir
zum heilgen Streit Der Herr, der’s Haus gegründet uns ewgen Sieg verleiht.
Sic transit gloria mundi… …hieß es ja früher in der Krönungsliturgie der Päpste. Heute sehen wir,
was damit gemeint ist. Die Volkskirche ist eine reine Illusion, aufrechterhalten nur durch immernoch viele
Kirchen im Stadtbild und vielen Kirchenmännern im Fernsehen. Die Realität ist wie oben beschrieben
@hedonist Die homosexuell empfindenden und lebenden Menschen erleben es als wahr: – dass sie sich von
gleichgeschlechtlichen Partnern anziehen fühlen. – Dass sie Tisch und Bett und noch viel mehr mit einem
gleichgeschlechtlichen Partner teilen, d.h. dass sie für diese sorgen, d.h. dass sie LIEBE füreinander
empfinden >In Glaubensfragen sieht das etwas anders aus. >>Wie ist das zu verstehen? Finden in Glaubensfragen
keine Entwicklungen statt? Jedenfalls keine Entwicklungen im Sinne der Umdeutung. Glaube ist nicht zum
Entwickeln da, sondern zum Verkünden. Es ist Aufgabe der kirchl. Autoritäten dafür zu sorgen, dass
die Christen heute und in Zukunft immer noch an das glauben, an was die Apostel geglaubt haben. Wäre
das nicht der Fall, so handelte es sich nicht um Religion, sondern um Ethik. Natürlich ist der kath Glaube
auch nicht absolut statisch wie zB bei den Evangelikalen, bei uns Katholiken gibt es ein Lehramt (=Papst),
dass die Botschaft an unklaren Stellen auslegen kann. Gegen den Glauben als solches kann jedoch auch das
Lehramt nichts lehren, es ist – wie Benedikt XVI. es treffend ausdrückt – lediglich Sachwalter der Botschaft
Jesu Christi.
@ janet Da du an anderer Stelle die Vorzüge der Internet-Enzyklopädie gewürdigt hast (an der übrigens
auch röm.-kath. Priester mitarbeiten und Inhalte kontrollieren), solltest du sie auch hier zu Rate ziehen.
Die Hl. Inquisition war kein Instrument zur Verfolgung von sog. Hexen. Im Kirchenstaat gab es keine Hexenverbrennung!
Die Hl. Inquisition war ein Instrument zur Abwehr von Irrlehren und ihren Vertretern. Ganz unbestritten
sind während der Inquisition auch Dinge vorgefallen, die schlecht waren. Dieses Argument lässt sich
jedoch auf jedes Menschenwerrk anwenden. Du könntest so also auch Polizei, Militär uns sogar Staat verurteilen.
Die Inquisition führte als erstes die Befragung der Beschuldigten ein, die es bis dato nicht gegeben
hatte Mit der Hexenverfolgung hatte die Inquisition dagegen gar nichts zu tun. Einmal fand die Hexenverfolgung
nicht im angeblich finsteren Mittelalter, sondern v.a. im 17. Jh. statt, als im und nach dem 30-jährigen
Krieg der Aberglaube zurückkehrte. Der Hexenglaube war vor allem auf dem Land und iunter einfachem Volk
zu finden, die auch diejenigen waren, die die Hexen verfolgten. Während der ganzen Zeit der Hexenverfolgung
gab es (schon bedauerlicherweise genug) nur etwa neun Bischöfe, die sich beteiligten. Die Kirche – namentlich
Friedrich Spee von Langenfeld – gehörte zu den ersten Verurteilern diese Hexenglaubens, auf den zu Zeiten
Karls d. Großen noch die Todesstrafe gestanden hatte. In dem Punkt hast du daher recht: Es gibt keine
Hexen.
@ janet Um deine Diskussionsgegner hier zu verstehen, solltest du dich auch mit kritischer Literatur auseinandersetzen,
insbesondere mit solcher zu Gaudium et spes. Die Aussagen dieser Konstitution sind an einigen Stellen
nur schwer in Einklang mit früheren Lehren der Kirche zu bringen. Daher wurde diese Konstitution zB von
Ratzinger schon Anfang der 60er – als er noch ein gemäßigter Konzilsverfechter war, kritisiert.
@ hedonist Das Leben iSd der Naturwissenschaft hat keine Wahrheiten. Naturwissenschaften entwickeln sich
ständig fort. Hätten sie Wahrheiten, so könnte man die Forschung einstellen, denn man weiß ja dann
die Wahrheit. So aber gibt es in den Naturwissenschaften keine Wahrheiten, sondern lediglich den Stand
des Wissens. In Glaubensfragen sieht das etwas anders aus.
@ janet Es handelt sich nicht um eine „Diskriminierung von Homosexuellen“, sondern um Ablehnung der Homosexualität
als solcher. Zugegeben ist der Ton der Redaktion hier leider häufig etwas alarmistisch und tendenziös
Meinungsfreiheit, wie du sie vertrittst ist in Glaubensfragen differenziert zu betrachten: Bezügl. des
Gesellschaftslebens und der politischen Betätigung ist Meinungsfreiheit ein hohes Gut. Bezüglich der
Kirche ist jedoch zu bedenken, dass die Kirche allein da ist, um Wahrheiten zu verkünden. Eine Hetze
gegen diese Wahrheiten unter dem Deckmantel einer Meinungsfreiheit ist daher illegitim. Beachte, dass
jedes Infragestellen von Wahrheiten der Kirche möglicherweise Gläubige in ihren Gefühlen verletzt!
@ janet Da hat Turk recht. Besorgt dir ein Exemplar des CIC: „Die Weihe erhält nur der gültig getaufte
Mann“. Egal also, ob der Bischof Fr. Lumetzberger die Hände aufgelegt hat, die Weihe war ungültig, da
sie das Sakrament nach göttlichem Recht nicht empfangen konnte Sakramente können entgegen deiner Meinung
nämlich ohne weiteres ungültig sein: Die Eucharistie ist ungültig, wenn der Zelebrant entweder nicht
geweiht war, oder nicht die rechte Intention hatte Die Taufe bzw. Firmung ist ungültig, wenn der Empfänger
iese Sakramente bereits erhalten hat Die Ehe ist zB ungültig, wenn sie ein Partner nicht aus freie Stücke
einging usw.
@ Anonymus Ich habe mein Verständnis für den Priester ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht. Ein öffentliches
Ärgernis ist keine objektive Größe, man kann daher nicht einfach sagen, dass dies und das ein öffentliches
Ärgernis ist, sondern dies ergibt sich immer aus dem konkreten Sachverhalt. Da die Vorschrift des CIC
offenbar öffentliche Ärgernisse vermeiden will, hat der Priester falsch gehandelt, weil sein Verhalten
ja gerade ein öffentliches Ärgernis verursacht hat. Bitte etwas mehr Ehrfurcht und Hochachtung gegenüber
diesen Priester der ein Stellvertreter des Heilandes ist. Denk an deine Worte, wenn du das nächste Mal
einen Amtsträger kritisierst, der DIR nicht passt (soll ja vorkommen).
@ Athanasius Gotthard hat hier Recht. 3° anderen öffentlichen Sündern, denen das kirchliche Begräbnis
nicht ohne öffentliches Ärgernis bei den Gläubigen gewährt werden kann. Das öffentliche Ärgernis
ist aber erst durch die Verweigerung entstanden. Mit der Vorschrift soll vermutlich eher verhindert werden,
dass Leute kirchlich begraben werden müssen, obwohl es in der Gemeinde starke Zweifel hinsichtlich ihrer
Katholizität gibt. Die einfache Behaftung mit einer Sünde reicht aber nicht aus, wir sind ja irgendwo
alle mit Sünden behaftet, wenn wir sterben. Allerdings kann man nicht wissen, ob der Priester nicht noch
einen anderen Grund zur Verwigerung hatte. Hier verfälschen die alarmistischen Medien ja häufig, um
die Kirch bloßzustellen. Jedenfalls hat er – auch wenn er sich vielleicht geirrt hat – im Rahmen seines
Gewissens vorbildlich gehandelt, indem er die Angehörigen tröstete und einen Wortgottesdienst abhielt.
Diese Trostspendung ist nach dem, was ich so gehört habe nicht immer selbstverständlich – leider.
@ Gallowglas Zur Kritik am Zölibat ist wenigstens seine Kenntnis vonnöten. Der Zölibat ist keine Verneinung
oder Ablegung der Sexualität, sondern das Kontrollieren und Nichtausleben derselben.
@ FioreGraz Die Kritiker des Novus Ordo bestreiten gar nicht, dass die Alte Messe etwas gewachsenes ist,
sie werfen dem Novus Ordo ja gerade vor, dass er nicht gewachsen, sondern gemacht ist. Ich bin auch mit
dem Novus Ordo groß geworden, und glaube, dass er – unter der Voraussetzung das er würdig zelebriert
wird – durchaus seine Vorzüge hat. Das Argument der Traditionellen mit dem „gemacht“ kann ich aber auch
nicht ganz widerlegen. Insbesondere der Wegfall der reichen Ritensprache und vieler Gebete (insbesondere
des Stufengebets) ist durchaus zu bedauern. Dort könnte eine Reform der Reform ansetzen.
Priestermangel Es ist ganz einfach so, dass in der Frage des Priestermangels von Kritikern der Strukturreformen
gerade so argumentiert wird, dass als logischer Schluss die Strukturreform steht. Das geht nämlich so:
Es wird behauptet, es gäbe keinen Priestermangel, weil die Gläubigen ja stärker abnähmen als die Zahl
der Priester. Dabei wird übersehen, dass die Anzahl der Gläubigen für den Priestermangel eine irrelevante
Größe ist. Maßgeblich ist die Zahl der besetzten Pfarreien. Gab es früher 1 Mio Gläubige in 1000
Pfarreien, so brauchte man auch 1000 Priester. Heute gibt es nur noch vielleicht 400000 Gläubige – aber
immer noch in 1000 Pfarreien, d.h. es sind genauso viele Priester nötig wie früher. Dass jeder Priester
weniger Gläubige zu betreuen hat ist richtig – und nur ein weiteres Argument dafür, das Pfarreien zusammengelegt
werden, damit es a) für jede Pfarrei einen Priester gibt und b) für jeden Priester auch ausreichend
Gläubige. Es ist bereits schon heute so, dass Priester mehrere Pfarreien betreuen müssen – Strukturreform
hin oder her. Nur: Jede dieser Pfarreien bringt noch seinen eigenen PGR, VerwRat blabla usw. mit. Bei
einer Zusammenlegung gäbe es diese ganze Räte nur noch EINMAL und aus. Wenn man also wirklich gegen
Strukturreformen ist, die ja oft große Traditionen von Pfarreien in Scherben schlagen, Kirchen verkauft
müssen usw., dann muss man sich tunlichst ein anderes Argument suchen.
@ Laurentius2 Deine Haltung kann ich durchaus nachvollziehen und du musst bei mir auch nicht um Entschuldigung
bitten. Ich fühle mich mit der Bezeichnung liberal durchaus nicht angesprochen und kann jeden verstehen,
der den Liberalismus verurteilt, was ich zu einigen Teilen auch tue. Wenn es manchmal den Eindruck hat,
dass ich in die liberale Ecke drifte, so hat das damit zu tun, dass ich nicht der Meinung bin, dass sich
einige Missstände in der Kirche so einfach lösen lassen, wie man es auf den ersten Blick denken könnte.
Ausgehend hiervon, versuche ich neben den Argumenten der traditionellen auch diese der liberalen nachzuvollziehen.
Wenn ein traditioneller Katholik so zu definieren ist, dass er das Konzil kritisiert/ ablehnt und ein
Liberaler vom so genannten Geist des Konzils beseelt ist, so bin ich wohl konservativ zu nennen: Orientierung
an dem, was im Konzil wirklich steht und gegen neumoderne „Errungenschaften“.
@ Elendster Sünder Ja vermutlich sind die Millionen Toten auf Einbildungen und Hypochondrie zurückzuführen.
Bleibt nur noch zu fragen, warum AIDS dann ausbricht, warum es ansteckend ist, obwohl AIDS noch nicht
ausgebrochen ist, was bei den Tests nachgewiesen wird (in den seltensten Fällen bindet ein sich Testender
dem Arzt sein ganzes Leben auf die Nase) und warum die Leute, die Medikamente nehmen, länger leben. Aber
dafür hat dieser Professor sicherlich auch irgendeine absurde Antwort zur Hand.
@ Elendester Sünder: Hallo? Ich habe dir doch einen präzisen Link angegeben oder nicht? Dort befindet
sich ein PHOTO des Virus. Ich würde lieber gerne mal von dir erfahren, woran die ganzen Menschen in Afrika
sterben, wenn es gar kein HIV gibt.
Telekom & Co… @ Romulus: Ja vergiss nicht den ganzen Umsatz, den die Telkommunikationsunternehmen dort
machen! Immerhin muss man doch grundsätzlich jeden Kumpel schnell mal anrufen, nachdem man ihn wahnwitzige
30 min nicht mehr gesehen hat!
@ Elendester Sünder Genau lesen! Ich habe nicht geschrieben, dass ALLE Medikamenten-Cocktails unwirksam
sind, sondern dass nicht jeder Medikamenten-Cocktail gegen jede Art des HI-Virus hilft. Bezüglich der
Existenz des HI-Virus sei auf de.wikipedia.org/wiki/HIV (mit Bildern) verwiesen, ich habe keine Lust,
längst bewiesenes hier wiederzukäuen. Zudem darf ich dich auf die Existenz eines HIV-Tests aufmerksam
machen. Was zeigt ein solcher Test denn deiner Meinung nach an, hm?
@ Marcel Dass sich JP II so an Humanae Vitae gehalten hat liegt daran, dass diese Enzyklika ihrem Inhalt
nach (nach vorsichtigen Schätzungen) zu wenigstens der Hälfte (wenn nicht gar 2/3) von ihm selbst stammt.
@ Elendester Sünder Also bitte, mit solchen absurden Prämissen kommt man nicht weiter. Zudem stimmen
sie offensichtlich nicht. Es ist schon seit Jahren bewiesen, dass es verschiedene Typen des HI-Virus gibt,
was Behandlungen mit immer dem selben Medikamenten-Cocktail erschwert. Mich würde interessieren, wie
man die Verschiedenartigkeit eines unbewiesenen Virus feststellen kann…
Volle Zustimmung zu diesem Artikel Die erste besteht im wesentlich darin zu behaupten, daß afrikanische
Katholiken dem großen Weißen Vater so ergeben sind, daß sie, wenn sie sich der fleischlichen Unzucht
außerhalb der Ehe hingeben, mit Prostituierten herumspielen oder sich eine dritte Frau nehmen, in frommer
Andacht auf das Kondom verzichten, weil der Papst ihnen erzählt hat, es so zu machen. Damit hat die Redaktion
den Nagel auf den Kopf getroffen. Einige Medien können dies aber offenbar nicht begreifen oder wollen
es nicht, um ihr schönes Feindbild nicht zu zerstören.
@ apex (letzter Versuch ) >Naja gut, warum sollte ich hier in einem anonymen Forum herumlügen? >>Die
Wahrheit, die du hier zu vertreten glaubst, ist eine Lüge. Ach, achte doch mal auf den Zusammenhang.
Es ging hier darum, ob ich wirklich ein Feind der Abtreibung bin, was du bezweifelt hast. Ich fragte darauf,
warum ich hier herumlügen sollte. Was hat das mit den Wahrheiten der Kirche zu tun? Es ging um eine Aussage
über meine persönliche Einstellung zur Abtreibung! >Es geht nicht um die Scheine, sondern die Beratung.
Wenn ich aber keine Scheine anbiete, dann kommt erst gar keine, die man von der Abtreibung abbringen könnte.
>>Verdrehte, verdammenswerte Logik. Christus hat nicht die Menschen zu sich gezogen, indem er ihnen Einigungsgespräche,
faule Kompromisse oder Möglichkeiten der Sündenrechtfertigung angeboten hat. Hör mal, deine Einstellung
teile ich doch. Aber Christus ging es dort um Mission. Was hat Mission mit einer Schwangerschaftsberatungsstelle
zu tun?
@ Athanasius & Gotthard Vergebliche Liebesmüh. Ich befürchte, dass der Blödsinn, der über das Hl.
Offizium / die Hl. Inquisition verbeitet wird niemals wieder neutral aufgeklärt werden wird.
Missionsbenediktiner Manchmal frage ich mich, ob die Missionsbenediktiner ihren Namen falsch verstanden
haben. Sie sollten eigentlich missionieren und nicht missioniert werden. Aber in Zeiten des Zen-Meisters
Willigis Jäger scheint das ganze ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Vielleicht sollte Papst
Benedikt XVI. mal einen „Benediktinerorden von der strengen Observanz“ ins Leben rufen
@ Konrad Das würde zumindest eine würdige Weiternutzung der Kirche garantieren. Allerdings befürchte
ich, dass in Bezug der Haltung von Stadt und Bistum zum Erhalt dieser Kirche einfach Hopfen und Malz verloren
ist. Die erhalten lieber so eine häßliche Betonfestung wie sie in den 60ern gebaut wurde, als ein neugotische
wirklich als Kirche zu erkennenden Bau. Überhaupt ist es verwunderlich, dass sie nicht unter Denkmalschutz
steht. Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut das Haus wirds überdauern auf festem Grund es
ruht!
@ Apex >Und wie kommt man in die Kirche? Richtig. Durch die Taufe. >>Gut, dass du das sagst, sonst hätte
ich es nie kapiert. )))) Schon klar Die von dir genannte Bibelstelle wird aber doch eigentlich nur auf
das Petrusamt angewendet, oder täusche ich mich da? Die Bischofskonferenzen usw. waren (und sind) doch
genau das, was Ratzinger und Johannes Paul II. stehts ein Dorn im Auge war. Ratzinger sieht in ihnen eine
überflüssige Überbürokratisierung (ebenso wie in der Bischofssynode). Und diese Gremien sollen nun
auf einmal so eine Macht haben? Na, da warte ich lieber, ob der Papst etwas hierzu sagt.
@ apex, laurentius, bonifatius >Bevor du mich wieder falsch verstehst: >>wenn ich dich falsch verstehen
würde, würde ich dir jedes mal zustimmen. Dein polemisches und rhetorisches Talent ist ausgezeichnet,
gratuliere. Ändert aber nichts >Ich bin ein absoluter Feind der Abtreibung. >>das sagen alle. Naja gut,
warum sollte ich hier ini einem anonymen Forum herumlügen? Sinn? Ich sage es so, wie ich es denke. Ob
du es nun glaubst oder nicht. >>…deshalb ist es wichtig, dass Scheine ausgestellt werden? Du hast die
Realität überhaupt nicht verstanden. Nein du hast mich nicht verstanden. Es geht nicht um die Scheine,
sondern die Beratung. Wenn ich aber keine Scheine anbiete, dann kommt erst gar keine, die man von der
Abtreibung abbringen könnte. @Laurentius: Das war es ja, was ich sagte. Durch das Scheinsystem wurde
die Klarheit der Lehre verwischt. Daher war die Entscheidung zum Ausstieg durchaus richtig. @bonifatius:
Es ging mir in Sachen Diplomatie um die gegenseitigen Beziehungen. Das die Lehre hiervon abgekoppelt ist,
habe ich glaube deutlich genug gemacht. Nehmt doch nicht immer gleich das schlimmste an, ich bin halt
auch nur ein suchender Bedenkenträger…
Gemeinden mit 40.000 Katholiken Also man kann doch nicht zum einen sagen, dass die Gläubigen immer weniger
werden und dann hingehen und sagen, dass durch Pfarreizusammenlegungen Großpfarreien mit 40000 Katholiken
enstünden. Geht man von den mitrlerweile fast üblichen 10% Messbesucher aus, so hat man auch in so einer
Großpfarrei (mit Rotation) 4000 – 7000 Gottesdienstbesucher. Um die werden sich zwei Pfarrer ja wohl
kümmern können.
@ Marcel Nun sieh mal einer an, vielen Dank für diese Informationen. Meine Auffassung, dass diese Foren,
Zentralkomitees usw praktisch allesamt obskur sind, hat sich wiedereinmal bestätigt.
@ innozenz Naja, aber zT ist es tatsächlich so, dass viele Priesterseminare etliche Kandidaten ablehnen.
Ein Bekannter von mir, der in Trier kath. Theologie auf Lehramt studierte, hatte da Informationen aus
erster Hand.
Klammheimliche Freude Ich kann die klammheimliche Freude in diesem Artikel über das „schlechte Wetter“
in Augsburg nicht nachvollziehen. Was soll daraun gut sein, wenn sich der Klerus dort streitet und am
Ende noch gegen den Bischof opponiert? Hoffen wir lieber, dass Bischof Mixa seinen neuen Klerus von seinem
Amtsverständnis überzeugen kann. Wie man in Eichstätt sieht, kann es ja so schlecht nicht sein!
@ apex (wieder einmal ) Und worauf sollen sich die Flügel in der DBK einigen? – auf Möglichkeiten wie
man doch weiter die Abtreibungsscheine ausstellen könnte? –---- Die Sache mit den Abtreibungsscheinen
ist doch durch die Medien total verfälscht worden. Lehmann/ Kamphaus gingen von folgender Prämisse aus:
Wenn eine Frau abtreiben WILL, dann wird sie es auch TUN. Warum also nicht über kirchliche Beratungsstellen
(anstatt lebensfeindlicher Pro Familia!) versuchen zu retten, was zu retten ist? Es ist leider durch die
Medien der Eindruck entstanden, dass Abtreibungen durch dieses System von der Kirche sanktioniert worden
wären, was aber zu keinem Zeitpunkt der Fall war. Der Hl. Vater hat daher – um die Klarheit der Lehre
zu bewahren – den Ausstieg aus dem System verfügt. Dennoch kann keinem Bischof das System zum Vorwurf
gemacht werden, denn: Wenn auch nur eine Mutter durch kirchliche Beratung umgestimmt worden wäre, so
hätte man etwas wahrhaft Großes erreicht. Zu sehen ist: Die Sache ist wiedermal nicht so einfach wie
sie scheint: Dort die Klarheit der Lehre, dort der Pragmatismus. Jetzt gehen die Frauen zu Pro Familia
oder Donum Mortis, wo man ihnen alles mögliche erzählen kann. Der kirchliche Einfluss ist weg. Bevor
du mich wieder falsch verstehst: Ich bin ein absoluter Feind der Abtreibung. Es geht rein um Realitäten
(Die Frau treibt auf jeden Fall ab – kirchliche Beratungsstelle hin oder her). In mir bohrt dieser Konflikt.
@ Marcel OK, vielleicht habe ich es etwas schlecht ausgedrückt. Vielleicht sollte man es sehen, wie beim
Kanonisationsprozess von Don Bosco. Dieser half bekanntlich aktiv durch seiner Hände Arbeit den Straßenkindern
von Neapel. Beim Prozess fragte der Advocatus Diaboli, wann dann Don Bosco eigentlich bei seiner Arbeit
gebetet habe. Daraufhin sagte die Gegenseite: „Die Frage ist falsch gestellt. Sie muss heißen: Wann hat
Don Bosco bei seiner Arbeit NICHT gebetet!“ Natürlich ist das Gebet entscheidend, wenn man etwas erreichen
will. Doch in vielen Fällen muss man auch aktiv helfen. Die ganze Seelsorge stützt sich darauf, dass
aktiv geholfen wird. Natürlich betet der Pfarrer, dass den Angehörigen eines Verstorbenen Trost widerfahre.
Aber er wird sich auch ganz bestimmt bemühen, dass sein Gebet durch seine eigenen Taten Wirksamkeit erlangt.
So ist es nach meiner Auffassung auch bei den Problemen, wie sie durch die Sünde entstehen. Beten! Aber
auch helfen, wenn es im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ist! Was ist schlecht daran, wenn man für einen
Sünder nicht nur betet, sondern ihn auch wieder auf den rechten Weg zu bringen versucht? Was die Erziehungsfrage
angeht: Keine Frage, bei Homopaaren ist dies schwierig, weswegen ich dort gegen ein Adoptionrecht bin.
Allerdings wird, wie du und apex ja bemängeln, die katholische Sündenlehre sowieso in vielen Familien
nicht gelehrt. Nichts ungewöhnliches also.
@ Apex >>Und das Dauerlamento über mich kommt dauernd aus der liberalen Ecke. Ich bin weder Liberal,
noch Modernist, noch Gegner des Zölibats noch Befürworter der Frauenweihe, Homoehe, Abtreibung usw.,
nur weil ich HIER die Kanadische BK kritisiere. >>seit wann bestimmt die Kirche, wem das Heil zuteil wird
und wem nicht? Du kennst aber schon den Satz: Nulla salus extra Ecclesia oder? Und wie kommt man in die
Kirche? Richtig. Durch die Taufe. >>Das begreifst du sehr wohl. Ihr seid das primäre Übel in der Kirche.
Euretwegen funktioniert die Kirche in Deutschland so, wie sie eben funktioniert – sie sabotiert die Arbeit
des obersten Kirchenleitung. Hauptsache, sie wird von der Masse für menschenfreundlich erklärt. Wie
kommst du aufgrund meiner Kritik an der Entscheidung der Kanadischen BK darauf, ich würde solche Standpunkte
vertreten? Dafür gibt es nicht den geringsten Anlass. >>wischi-waschi in der Pastoral. Wenn ich jemandem
erkläre, dass es Lehrmeinung der Kirche ist, dass Homosexualität Sünde ist, dann muss ich jedem, der
homosexuell ist, auch einen Ausweg zeigen. Mit violetter Stola neben einer Demo zu beten ist zwar aller
Ehren wert, löst das Problem aber kein bißchen. Es bringt auch nichts, sich irgendwo hinzustellen und
Sünder! Sünder! zu rufen, sondern man muss den Leuten helfen. Wenn diese Hilfe in deinen Augen wischi-waschi
ist, dann ist das dein Problem. Die permanente Einschüchterung der Gläubigen, die du hier propagierst,
löst jedenfalls keine Probleme.
@ Konrad Du hast damit durchaus recht, dass wollte und will ich nicht bestreiten. Du siehst aber selber,
wie sehr es in dem, was du sagst, um die Lehre an sich geht. Ich denke, wir brauchen hier nicht darüber
zu streiten, dass die Lehre offensiv vertreten werden muss. Ich wollte aber noch den Aspekt des Zwischenmenschlichen
einbringen. Der Streit lauert überall und ist kein gutes Zeugnis für die Kirche. Daher halte ich es
vonnöten, dass die Kirche auch Bischöfe hat, die auf Ausgleich bedacht sind. Es wäre dagegen natürlich
auch unzweifelhaft schlimm, wenn die Kirche NUR NOCH Bischöfe hätte, die sich auf Diplomatie verstünden.
Ich war und bin daher immer der Meinung, dass die Kirche in Deutschland mit dem Gespann Lehmann/ Kamphaus
<=> Meisner/ Dyba (RIP) gut gefahren ist. @Miles Christi: Also von mir aus kann man das Geld spenden.
Ich brauch kein ZdK und fühle mich von ihm auch nicht repräsentiert (auch wenn ich selber in einem PGR
sitze). Immer, wenn ich vom ZdK höre, ist es Kritik an der Kirche. Sonst höre ich nie was vom ZdK. Kritik
an der Kirche kann ich mir aber auch in einer liberalen Zeitung holen. Dazu braucht es kein ZdK.
@ Apex >>hör auf die Kirche schlechter zu machen, als sie schon ist. Das ist ein Unterstellung, die ich
gerne zurückgebe. Das Dauerlamento über die Kirche kommt immerhin aus deiner Richtung! > Auch ein Homosexueller
kann seinem Kind eine katholische Erziehung bieten. >>wie denn? – indem er dem Kind das erklärt, was
im Widerspruch zu seinem eigenen Leben steht? Demnach verweigerst du die Taufe allen Kindern von schweren
Sündern, demnach allen Dieben, Ehebrechern, Wiederverheirateten usw. usf. Ein Fass ohne Boden! Später
vornehmen lässt sich die Taufe auch nicht: Nur sehr naive Leute können annehmen, dass ein Jugendlicher,
wenn er erfährt, dass irgendeine Bischofskonferenz (so!) ihm das Heil vorenthalten wollte, sich noch
der Kirche anschließen würde. >Die Welt ist nicht so einfach schwarz-weiß, wie du es gerne hättest.
>>weil sie eben farbig ist, bist du nicht in der Lage die Geister zu unterscheiden. ? Jo. Unverständlich
zwar, aber jo. >Dass die Homosexualität eines Erziehungsberechtigten ein Kind vom Heil ausschließen
soll, begreife ich nicht und ist auch nicht verständlich zu machen. >>ja, ja… schon wieder die böse,
menschenfeindliche Kirche Ich werde nie begreifen, warum Leute wie du immer bloß auf der Lauer liegen,
um den nächsten irgendwie als „Kirchenfeind“ oder „Antikatholisch“ zu denunzieren. Viellicht bis du der
größere Schönwetterkatholik, immerhin ruhst du dich ja hübsch in den Dogmen aus, anstatt Probleme
anzugehen.
@ Konrad Kardinal Lehmann ist niemals der Liberale gewesen, als der er immer hingestellt wurde. Sein Problem
ist: Er ist kein Streiter, sondern Diplomat. Aber genau das war an der Spitze der DBK in den letzten Jahren
die richtige Eigenschaft. Wenn du sagst, dass Lehmann die Kirche fast zerissen hätte, so ist dies eine
starke Übertreibung. Wenn du abar glaubst (und in diese Richtung tendierst du offensichtlich) das Bischof
Müller oder Kardinal Meisner eine Einheit des katholischen Deutschland eintreten würde, dann kann ich
darüber nur herzlich lachen. Es reicht vielleicht, in einem Interview seinen Standpunkt deutlich zu machen
und die Offenheit des Kardinals verdient Respekt und hat meine Anerkennung. Nur: Um die Katholiken und
Bischöfe zu einen, braucht es andere Fähigkeiten, die Meisner ganz eindeutig fehlen. Es reicht eben
nicht, sich auf einen Marktplatz zu stellen und zu sagen: „Dies und jenes ist Übel“. Ein Bischof muss
auch eine reale Möglichkeit aufzeigen, wie das Übel besiegt werden kann. Das Übel hier heißt: Uneinigkeit
zwischen den Flügeln in der DBK. Wir werden erfahren, wer es besser lösen kann.
@ apex 1. Hör doch mal auf mit deinen Beleidigungen 2. Homosexualität ist nach der Lehre der Kirche
eine Sünde, bedeutet aber nicht, dass derjenige trotzdem Katholik sein kann. Mit anderen Worten: Auch
ein Homosexueller kann seinem Kind eine katholische Erziehung bieten. Die Welt ist nicht so einfach schwarz-weiß,
wie du es gerne hättest. 3. Dass die Homosexualität eines Erziehungsberechtigten ein Kind vom Heil ausschließen
soll, begreife ich nicht und ist auch nicht verständlich zu machen.
@ Rocky Ich bezweifle, dass man in Deutschland einfach den Pfarrer anstellen kann der einem passt. Ein
Priester darf nur Sakramente erteilen, wenn es ihm der zuständige Ortsbischof erlaubt hat. Wenn ich mich
recht entsinne – korrigier mich, falls notwendig – gab es zudem in der FSSP dieses Jahr gar keinen Neupriester
aus deutschen Landen, oder? Die Muttersprache des Landes muss er aber können – Latein hin oder her.
@ apex Das es Eltern gibt, die ihre Kinder nicht taufen lassen wollen, ist doch kein Grund, Kindern die
Taufe zu verweigern, nur weil sie von Homo-Paaren aufgezogen werden. Was können die Kinder dafür? Wozu
gibt es überhaupt das Patenamt? Doch wohl, um die Kinder im Glauben zu erziehen, wenn sich die Eltern
nicht darum kümmern! Überprüft die Bischofskonferenz in Kanada auch die Glaubenstreue aller Paten?
Ich wär mal gespannt, was dabei herauskommt! Die Taufe ist heilsnotwendig und darf daher niemandem vorenthalten
werden! Salus animarum suprema lex!
@Gotthard Das würde mich allerdings auch einmal interessieren. Nirgendwo (und ich hab mal ein wenig herumgeklickt)
fand sich ein Hinweis darauf, was eigentlich in der PGR-Satzung verändert wurde. Das lässt allerdings
darauf schließen, dass es wohl nichts wirklich wichtiges sein kann und es lediglich um Eitelkeiten geht
(Wäääh der böse Bischof hat meine schöne Satzung geändert…)
@ bonifatius Lieber Bonifatius, erstens sind nicht alle, die im Gottesdienst irgendeine Aufnahme übernehmen
im PGR und zweitens war mein Kommentar durchaus humorvoll gemeint. Wenn es anders angekommen ist, entschuldige
ich mich hiermit.
@ virOblationis: Das ist natürlich schade,… …wenn du so etwas erleben musstest. Ich könnte mir hier
so etwas nicht vorstellen. Bezüglich des Seelsorgeteams: Wir sind ein so genannter Pastoraler Raum und
haben zZ das Glück vier Priester zu haben (einen Pfarrer, einen Kaplan, einen Ruhestandspriester und
einen ehem. Missionspriester, der hier wieder „lernt“ wie man eine Pfarrei führt und einen Ständigen
Diakon. Natürlich gibt es auch einen Gemeindereferenten, allerdings nicht mehr lange: Demnächst ist
seine Diakonatsweihe . Bis dahin sind die Aufgaben immer strikt getrennt: Ich habe ihn noch nie in der
Nähe des Altars stehen sehen. Den Bürokram unserer Pfarrvikarie und die Kontrolle des Programms in der
Katechese kann er aber als diplomierter Theologe doch wohl übernehmen, oder? Wie schlimm die Zustände
bisweilen sind, mussten wir allerdings auch feststellen: Der Regens rief unseren Pfarrer an und fragte,
ob der Weihekandidat denn auch immer seine Sonntagspflicht erfülle. Unser Pfarrer kapierte erst die Frage
gar nicht, musste sich dann aber erzählen lassen, dass wohl eine Menge Diakone nur in die Kirche gehen,
wenn sie Dienst haben .
Eieiei wie chauvinistisch Konrad, Sie haben auch noch was vergessen: Nämlich die LektorInnen, KüsterInnen,
ReinigungsfachangestelltInnen, PfarrsekretärInnen, KatechetInnen usw usf ;-D
Wie gesagt… Es geht eigentlich nie um Dinge, die einen jungen Priester beeinflussen könnten. Z.B. unsere
letzte PGR Sitzung: 1. Bettenfrage Weltjugendtag (der FSSPX – Priester hätte seinen Spaß – 12.000 Katholiken
in der Pfarrei, da hätte er aber alles andere -wichtigere- vernachlässigt) 2. Erstkommunion-Katechetenfrage
(Ablehnung des bisherigen Elternmodells. Ausarbeitung eines neuen Konzeptes wurde an Pfarrer verwiesen)
3. Vorstellungsmappe Pfarrei (Seelsorgeteam, Organe, Adressen usw) 4. Gestaltung Martinzug 5. Öffentlichkeitsarbeit
6. Geistliche Schulung der PGR-Mitglieder … Ich weiß nicht, was daran so verwerflich sein soll. Die
gefassten Beschlüsse haben mit dem Aufgabenbereich des Pfarrers gar nichts zu tun, sondern betreffen
irgendwelche Kleinigkeiten, die aber nichts desto trotz übernommen werden müssen. Wenn bei uns auf Priester
eingewirkt wurde, dann immer nur von Privatpersonen (außerordentlichen Kommunionspendern und irgendwelchen
Protestlern wegen angeblich zulanger Messen).
@ bonifatius: Sehr richtig… Auch vor der Errichtung des PGR-Systems muss es diese hilfsbereiten Gemeindemitarbeiter
gegeben haben. Nun werden diese Mitarbeiter eben gewählt, das verhindert die Bildung irgendwelcher alteingesessener
Kamarillas, die schon damals lediglich den Pfarrer belagert haben und hübsch entschieden haben, wessen
Anliegen beim geweihten Amtsträger vorgetragen wurde und welches eben nicht. Leider ist es in der Tat
häufiger vorgekommen, dass von Pfarrgemeinderäten (aber eher Diözesanräten) seltsames und fragwürdiges
wie das Kirchenvolksbegehren initiiert wurde. Ich wehre mich aber gegen eine pauschale Aburteilung dieser
wichtigen Einrichtung. Ich bin selber PGR-Vorstandsmitglied und habe noch niemals festgestellt, dass in
unserem PGR jemand in priesterliche Befugnisse usw. eingreifen wollte. Desweiteren verfasst unser PGR
keine programmatischen Aufforderungen an die Gemeinde. Selbst wenn als dort Liberale zu finden sind, so
haben sie also keine Mittel, um auf andere Gemeindemitglieder einzuwirken. Wir erledigen unsere Arbeit,
entlasten den Priester und lassen dem Priester, was des Priesters ist.
Heiliges Römisches Reich… Deutscher Nation oder wie einige sagen: weder heilig, noch deutsch, noch
Nation. Auch dort war nicht alles Gold was glänzt. Zitat aus einer Abhandlung über das Mainzer Metropolitankapitel:
„(…)Die Domkapitulare mussten desöfteren dazu angehalten werden, sich während (!) des Gottesdienstes
nicht zu unterhalten oder im Dom spazieren zu gehen.“ Was heute über die Frömmigkeit damals berichtet
wird ist in meinen Augen zu wenigstens 50 % Folklore. Der Mainzer Erzbischof Christian von Buch etwa hielt
sich während seines Pontifikates ganze zweimal in seinem Erzbistum auf. Von einer wirklichen Seelsorge
konnte dort keine Rede sein.
@ Andreas Ob die Seelsorge damals besser war als heute, sei mal dahin gestellt. Die Frage ist, ob es nicht
auch schon damals Leute gab, die sich um die nicht dem Priester vorbehaltenen Dinge in der Pfarrei gekümmert
haben. Das PGR-System hat daraus höchstens eine demokratisch legitimierte Festform gemacht. Ich bin mir
ganz sicher, dass sich ein Pfarrer, der noch per Pferd zur Kirche reisen musste nicht um die Frage gekümmert
hat, ob in der Sakristei ein Fenster neu gestrichen werden muss. Ganz sicher! Natürlich sind Vorgänge
wie in Röschenz und anderswo nicht eben förderlich für die Reputation der Pfarrgemeinderäte. Aber
ohne sie wäre eine Pfarrei-Arbeit heute einfach nicht mehr möglich.
Neue Bischöfe Der Zustand, dass eine Diözese über ein Jahr auf einen neuen Oberhirten warten muss,
ist untragbar. Im Fall von Linz hat es doch auch funktioniert, warum nicht hier? Vielleicht sollte mal
der Personalbestand der Bischofskonkregagtion verdoppelt werden.
@bonifatius PGR’s = Überflüssig wie ein Kropf? Na, die Priester werden sich bedanken, wenn sie die ganze
Verwaltung selbst machen müssten und sich an St. Martin auch noch um ein Pferd für den Zug kümmern
müssten oder am Pfarrfest für die Verpflegung, oder einen Krankenbesuchsdienst organisieren müssten,
oder die Begrüssung Neuzugezogener übernehmen usw. usf… Leider herrscht landauf landaub das Vorurteil,
dass PGR’s vornehmlich damit beschäftigt sind, dem Priester in seinen Aufgabenbereich hereinzupfuschen.
Meist ist aber das Gegenteil der Fall, es sei denn, man kommt aus Röschenz. Die PGR-Arbeit, die ich kenne,
beschäftigt sich vornehmlich mit Kleinigkeiten in Verwaltung, Organisation und Gemeindeleben. Ohne dies
Entlastung hätte sich unser Pfarrer längst totgearbeitet.
@ Irenäus Dein Hinweis, Handkommunion habe es früher nicht gegeben, ist nicht ganz korrekt. Der Kirchenlehrer
Cyrill von Jerusalem beschreibt ja detailliert, wie die Handkommunion würdig abzulaufen habe. Es gab
sie also auch schon früher. Das Problem bei der heutigen Handkommunion ist nicht, dass es unwürdig usw.
wäre, sondern das die Hälfte der Kommunikanten gar nicht mehr wissen, was das ist, was sie da in die
Hand gelegt bekommen.
Entschuldigung… …dass ich schon wieder Erbsen zählen muss. Wenn ich sage: Die Revolution schoss über
das Ziel heraus, so ist das nicht das gleiche wie „Die Revolutionäre schossen über das Ziel hinaus“.
Dass die meisten Revolutionäre ganz gewöhnliche Verbrecher waren, darüber muss man sich hier vermutlich
nicht lange unterhalten. Aber gerade weil sich da alle gegenseitige abgeschlachtet haben, waren die Personen
zu Beginn der Revolution nicht die Personen während und gegen Ende derselbigen. Was ich mit meinem Kommentar
sagen wollte ist, dass die Revolution das Ergebnis der Unzufriedenheit der einfachen Leute war, die die
Obrigkeit seit Jahrhunderten ignoriert hat. Das ist keine Aussage darüber, dass die Revolution gut war.
Sie ist nur (was den Ausbruch angeht) ein fast als logisches Ergebnis, denn immer dort, wo Menschen über
lange Zeit unterdrückt werden, kommt es mit Regelmäßigkeit zur Revolution. Die Französische Revolution
stellt so ein mahnendes Beispiel dar, was geschieht, wenn man aus Macht- und Reichtumsgründen seine Mitmenschen
unterdrückt. Daraus muss man lernen…oder man wird von der nächsten Revolution weggespült.
@ Andreas Schön gesagt. Das mit den Plakaten sollte man aufnehmen . Aber bitte nich pauschal über Jugendgottesdienste
urteilen, diejenigen, die ich in einer Gruppe Jugendlicher mit unserem Kaplan erleben durfte waren immer
alle akkuratissimo nach dem Messbuch, etwas anderes hätten die meisten Jugendlichen auch nicht akzeptiert
(wobei diese Schärfe in liturgischen Fragen wiederum auf den Einfluss des Kaplans zurückging). Nicht
alle Jugendgottesdienst sind gleich schlecht. Schlecht sind diese Konzertveranstaltungen, mit denen man
versucht, mehr Jugendliche in die Kirche zu bekommen. Aber wenn am nächsten Tag kein Konzert mehr ist,
dann kommen die ja nicht mehr.
@thaumaturgos Ja, 2000 haben sich für die Fahrt an sich angemeldet, aber wie viele sonst noch kommen,
dass kann man jetzt wohl noch kaum sagen. Besuchen auch nur noch etwa 2000 mehr die Gottesdienste dieser
Gruppe, dann sind das immerhin schon 1 % der Angemeldeten. Nicht viel, aber auch nicht sowenig, als das
man sagen könnte, es gäbe kein Traditionsbewusstsein unter der Jugend.
Lieber Ignatius… … bitte deute doch nichts aus meinem Kommentar, was dort nicht steht. Was du in deinem
zweiten Abschnitt beschrieben hast, ist genau das, was mein Satz „Wie alle Revolutionen schoss sie übers
Ziel hinaus“ sagen wollte. Statt der Befreiung kam einfach der nächste Terror, der sich nun gegen alles
kirchliche wandte (und ich weiß was ich sage, ich hab schon an den Ruinen von Cluny getrauert). Wer aber
schreibt, dass es den Leuten vorher bestens ging und der Beginn der Revolution eine bloße Einflüsterung
des bösen Geistes war, der verleugnet schlicht und einfach die Wahrheit. Während S.M. der König in
Versailles in einer Maßlosigkeit herrschte, wie sie noch niemand sah und dies euphemistisch noch als
angebliches Gottesgnadentum verkaufte, verhungerte die bis aufs letzte Hemd ausgepresste Landbevölkerung
(und damit die eigentlichen Gläubigen) auf ihren Feldern. Die Unterstützung dieser Farce durch die hohe
Geistlichkeit hat sich als nicht sehr segensreich erwiesen. Statt den Armen zu helfen ließen sich hohe
Kirchenmänner von der Macht korrumpieren. Die Revolution entstand folglich, als ein Übermaß an Unrecht
das Fass zum Überlaufen brachte. In seinem Wahn unterscheidet der Mensch nicht mehr zwischen Kaplan und
Kardinal, für den Blutdürstigen ist das alles gleich! Und so entstanden die Schrecken der Revolution!
Nichts ist ohne Ursache und nichts ohne Wirkung!
@ bonifatius q.e.d. kann ich da nur sagen. Solche Hahnenkämpfe, wie sie hier vor allem aus deiner Ecke
immer wieder angestossen werden helfen nicht weiter und sind unter Christen, zumal katholischen Christen
unwürdig. Ich habe nirgends applaudiert und rumgehopst bin ich auch nicht. Das ist lediglich das, was
du gerne hättest, damit du mich mit der nächsten Suada, wie schlecht die Welt und verkommen der Glaube
ist eindecken kannst. Was ich gesagt habe war: a) das die kreuz.net Berichterstattung über den CSD (der
mir im übrigen so egal ist wie die sprichwörtlichen chin. Reissäcke) kompletten Unfug und im Prinzip
nur alarmistisches Geschrei enthält (Wo ist der brutale Angriff auf die Familie?) und b) das die Textinhalte
von kreuz.net nicht gerade förderlich für die Mission sind. Wer bei seinem ersten Zusammentreffen mit
dem Katholizismus auf diese Seite stößt, der kommt sicher nicht wieder.
Breiter Protest Ja, jetzt kommen sie alle und protestieren gegen die Umnutzung der ehemaligen Kirche.
Wo aber waren sie, als es die Kirche noch gab? Manchmal merkt man eben erst dann, wenn etwas wegfällt,
wie sehr man daran gehangen hat. Aber dann ist es zu spät.
Ach, die Frz. Revolution Lesen bildet – sogar hier: Die französische Revolution ist – wie alle Revolutionen
nichts anderes als die Gegenbewegung zu den Ungerechtigkeiten der damaligen Zeit. Wie bei Revolutionen
üblich, schoß sie natürlich über das Ziel hinaus. Wer aber ernsthaft die Zeit vor der Französischen
Revolution wiederhaben möchte, der hat sich mit den damaligen Verhältnissen nicht wirklich beschäftigt.
Von einer Religionsherrschaft oder gar universaler Königsherrschaft Unseres Herrn kann jedenfalls nicht
gesprochen werden. Vielmehr hat der versammelte Hochadel den Glauben und damit Gott benutzt um ein Leben
im Übermaß (was für eine Sünde war noch mal Völlerei? ) zu führen. Mit Religion hatte das ganze
weniger zu tun, vielmehr mit Politik und Machterhalt, wofür der Glaube damals für den Adel nutze war.
Beweis: Nachdem der Adel im Deutschen Reich festgestellt hatte, dass sich mit Luthers Lehren noch mehr
Mach erreichen ließe, sind sie alle hübsch konvertiert, so wie es ihnen gerade in den machtpolitischen
Kram gepasst hat. Nichts von wegen Glaubenstreue. Die gab es damals nur beim einfachen Volk
@ Marcel Es ehrt dich ja, wenn du Fehlentwicklungen in der Kirche aufdecken willst. Dein Angriff gegen
das Konzil ist jedoch für dein eigenes Anliegen völlig unsinnig. Was du besser kritisieren solltest
ist der so genannte Geist des Konzils, der für die Veränderungen nach dem Konzil verantwortlich ist,
die oftmals mit dem Konzil gar nichts zu tun hatten. Wenn das Konzil die Frucht der Freimaurer Saat ist,
dann lässt das nur bemerkenswerte Schlüsse zu. 1. Das Konzil wurde von der Kurie (Ottaviani usw.) vorbereitet.
War Ottaviani etwa Freimaurer?? 2. Auf dem Konzil waren lauter Bischöfe versammelt. Nach deiner Argumentation
müssten diese ja zum Großteil von der Freimaurerei unterwandert gewesen sein. Wer aber hat diese Bischöfe
ernannt? Johannes XXIII. war damals erst kurz im Amt, die meisten anwesenden Bischöfe wurden also von
Pius XII. ernannt! Der nach deiner Argumentation also die Freimaurerei durch Ernennung freimaurerischer
Bischöfe gefördert haben müsste!! Anders kann die Freimaurerei ja nicht zum Konzil gekommen sein!
Danke… …für die Nennung der richtigen Quelle. Ob das Beiwohnen vom Chorraum bzw auch das Konzelebrieren
gleich eine Seelsorgetätigkeit darstellt, sei einmal dahingestellt. Vermutlich wollte man den Eindruck
vermeiden, dass Küchl nun wieder in der Pfarrei aktiv sei. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob das
wirklich so laufen darf. Vielleicht kommen ja noch einige klarstellende Kommentare hier.
Leider stimmt es… …was die Stimme der Vernunft sagt. Unsachlicher Journalismus ist tatsächlich immer
schädlich für das vorzubringende Anliegen. Ein wenig mehr Seriösität und ein weiterführender Umgang
mit diesem Thema (oder vielleicht zur Abwechslung mal wichtigere Themen) wären tatsächlich von Vorteil.
Wer sich, wie die „Stimme der Vernunft“ meint, wegen unsachgemäßer Berichterstattung einer kleinen Internetdomain
von seinem Glauben abbringen lässt, der sollte sich fragen, wie gläubig er vorher gewesen ist und ob
er nicht bloß einen billigen Anlass gesucht hat. kreuz.net ist nicht die offizielle Amtskirche!
Vom Kirchenschiff aus Soweit ich weiß (allerdings fällt mir gerade das Dokument nicht ein, wo ich es
gelesen habe – vielleicht weiß es jemand) ist es nicht statthaft, dass ein Priester vom Kirchenschiff
aus der Messe beiwohnt. Zumindest hätte es ihm gestattet werden müssen, in Chorkleidung vom Chorraum
aus der Messe beizuwohnen.
„Ein brutaler Angriff gegen die Familie“ [ironie]Also wirklich, mir kommen gleich die Tränen[/ironie].
Wie kann eine solche Maskenparade ein „Angriff gegen die Familie“ sein? Dieses ständige Lamento darüber,
wie schlecht die Welt ist, hilft wirklich niemandem weiter.
@ Gerd Eric Bitte keine Diskussionstränge vermischen. Worum es hier geht ist die Messrstecherei, und
das ist kriminell (wie du ja am Ende selbst eingestehst.)
Und dennoch… …gibt es eine Menge Alibi Kirchgänger, die damit vornehmlich ihre Sonntagspflicht absitzen
wollen, meist vor dem Schlusssegen gehen und ein krebsrotes Gesicht bekommen, wenn die Messe (oh Schreck)
länger als eine Stunde dauert.
@ Gerd Eric Wenn jemand auf einen anderen mit einem Messer einstürmt, um ihn zu verletzen, dann ist das
kriminell, egal welche entschuldigenden Vergleiche dir da einfallen.
Das C der CDU… …ist sowieso längst Etikettenschwindel. Die einzige Hoffnung für mich ist, dass die
niedersächsische Familienministerin und Mutter von 7 (!) Kindern Ursula von der Leyen neue Bundesfamlienministerin
wird. Wenn schon der § 218 bleibt, so gibt es dann zumindest endlich Aussicht auf eine familienfreundlichere
Politik. Diese verhindert möglicherweise auch Abtreibungen (und wenn es nur wenige sind…gerettet ist
gerettet)
Martyrium Also ich fände das schade, wenn Johannes Paul II. durch ein so fragwürdiges und im Prinzip
winkeladvokatisches Verfahren seliggesprochen würde. Das wird seiner Person nicht wirklich gerecht. @Athanasius:
Es ist aber doch so, dass das Tridentinum erlaubt hat, Riten beizubehalten, die über 200 Jahre alt sind.
Dazu zählen soweit ich weiß auch frühere Heiligsprechungen, solange man eine frühe Verehrung als Heiligen
nachweisen konnte. Genau weiß ich das nämlich vom Hl. Willigis, dem Erbauer des Mainzer Doms, der im
11. Jh. an St. Stefan zu Mainz als Heiliger verehrt wurde. Deshalb blieb er auch nach dem Tridentinum
im Mainzer Heiligenkalender. Besitzt der dogmatische Charakter der Entscheidungen des Tridentinums nicht
auch Ausstrahlwirkung auf diese Vorgänge? Immerhin wurden diese Verehrungen doch durch den Beschluss
des Konzils quasi nachträglich endgültig legitimiert.
China dementiert… Tja, wegen solchen Fällen hat ein schlauer Mensch mal päpstliche Ernennungsschreiben
eingeführt, die im Gottesdienst vorgezeigt werden müssen.
@ Elendster Sünder Also ich muss da Romano recht geben. Die unkeuschen Gedanken sind das Problem dessen,
der sie hat. Und ein gut aussehender Messdiener oder gar Priester kann die holde Weiblichkeit ebenfalls
durcheinander bringen. Wer hat noch nicht von den so genannten „Pfarr-Dohlen“, die um Jungpriester herumschwurbeln,
gehört. Um so wichtiger ist übrigens die priesterliche Kleidung auch im Alltag, um solche Versuche im
Keim ersticken zu lassen. Jedenfalls sehe ich keinen Grund, weibliche Messdiener wegzulassen, nur weil
irgendwelche Testosteronpakete ihre Hormone nicht mal in der Kirche unter Kontrolle halten können. Im
übrigen wird dir Athanasius, der hier schon öfter auf Jone verwiesen hat, sicherlich sagen können,
was dieser über die Fleischeslust durch Blicke auf unzüchtige Stellen sagt (=Todsünde nämlich). Ein
Grund, warum ich mit Jone so meine Probleme habe.
Kirchenbänke Naja, der Reduzierung von Kirchenbänken in irgendwelchen Winkeln der Kirche, in denen einige
laxe Gläubige bisher während ihrer Sonntagspflicht in aller Ruhe und ungesehen dem Zeitungslesen nachgehen
konnten kann ich zumindest etwas Gutes abgewinnen. Allerdings macht man sich die Sache sehr einfach, wenn
man einige Kirchenbänke entfernt und dann behauptet, die Kirche sei wieder vollbesetzt. Trotzdem: Z.B.
unsere Nachbarpfarrei hat kaum 5000 Katholiken, aber eine gotische Emporenkirche mit 800 Sitzplätzen.
Da es auch noch drei Sonntagsmessen (inkl. Vorabendmesse) gibt, werden diese Bänke höchstens zu besonderen
Anlässen einigermaßen gefüllt. Von daher kann man da ruhig ein paar Bänke rausnehmen um zB für einen
Meditationsraum Platz zu schaffen. Auch wenn es schade ist, dass die Bänke nicht mehr benutzt werden,
aber 2400 Gottesdienstbesucher an einem Wochenende werden auf lange Sicht nicht mehr auftreten.
@ Romulus Auf jeden Fall kann es nicht schlecht sein, der Kirche zu zeigen, dass es auch Jugendliche gibt,
die auf Tradition steht und von Jugendgottesdiensten mit Dudelmusik und NGL’s nichts anfangen kann. Bislang
herrscht nämlich vor allem auf Pfarrebene die Meinung vor, dass man mehr Jugendliche vor allem in die
Kirche bekommt, wenn man Gottesdienste extra für sie vorbereitet und dafür alle möglichen Bands usw
einlädt und seltsames Liedgut verwendet. Man übersieht dabei, dass die meisten (natürlich nicht alle)
Jugendlichen, die dann (meist ausnahmsweise) die Messe besuchen eben auch NUR wegen dieser Musik kommen
und nicht wegen der Eucharistie.
Die Macht der Pfarreiräte… … was davon zu halten ist, hat man ja in Röschenz gesehen. Ein Glück
gibt es das in Deutschland nicht. Ein Bekannter von mir, der Protestant istm hat mir mal erzählt, wohin
ein solcher Kirchenrat führen kann. In seiner Gemeinde hat der Kirchenrat wegen einer starrsinnigen Entscheidung
und Beharrung hierauf praktisch das ganze Gemeindeleben zerstört. Auf so etwas kann man getrost verzichten.
@zwobbel Mein erster Satz war mehr ironisch gemeint. Es gibt keinen Grund, weibliche Messdiener nicht
zuzulassen (was übrigens schon nach dem CIC von 1917 in Notlagen und unter Auflagen erlaubt war). Wenn
du die Bibel liest, dann wirst du dort viele Stellen finden, an denen Frauen Jesus gedient haben. Warum
sollten sie also nicht am Altar, der für Christus steht als Ministranten dienen sollen. Das Ministrantenamt
auf Männer zu beschränken halte ich für eine unzulässige priesteramtsähnlich Überhöhung. Der Ministrant
ist bloß der Diener des Priesters, welcher am Altar Vicarius Dei ist. Priester kann nur ein Mann sein,
aber Priesterdiener kann jeder sein. Und wenn es zu wenige Jungen als Ministranten gibt, so hat das weniger
damit zu tun, das irgendjemand die Mädchen gegen die Jungen instrumentalisiert hat, sondern es bedeutet,
dass sich seit den Zeiten Jesu nichts verändert hat: Nach wie vor Zweifeln die Männer mehr als die Frauen.
Die hatten schon damals kein Problem damit, dem Engel den Auferstehungsbericht zu glauben.
@ Athanasius Zum ersten: Schon Benedikt XVI. sagte ja vor seiner Wahl, dass der Hl. Geist nicht immer
bei der Wahl gewirkt haben könne, weil es ja auch schon „schlimme“ Päpste gegeben habe. Das ist sicherlich
richtig, könnte aber auch nur bedeuten, dass einige Kardinäle sich wohl bei ihrer Stimmabgabe absichtlich
nicht vom Hl. Geist, sondern von Profangedanken haben leiten lassen. Zum zweiten Punkt: Ich habe habe
doch nichts anderes gesagt, da steht doch „alleinig“!
@ apex In Anbetracht der Tatsache, dass Gott den Menschen nach seinem Abbilde geschaffen hat, solltest
du dir mal überlegen, was dies in Bezug auf deinen Vergleich zwischen Menschen und Schweinen bedeutet.
Du bist ein Gotteslästerer.
@ Zwobbel Ach, die bösen Mädchen, die die Jungen vom Altar verdrängt haben, ich seh schon, seit Mädchen
Messdiener sind hat der Untergang des christlichen Abendlandes begonnen. Ganz im Ernst: Das Problem des
Priestermangels ist schon ein wenig vielschichtiger und tiefgehender, als das man es an solchen Dingen
festmachen könnte.
@ zwobbel Das liegt nunmal im bischöflichen Ermessen. NIcht jedes Vergehen ist so stark, dass man gleich
mit der Amtsenthebung kommen muss. Wie man in Regensburg und Eichstätt sehen kann, ist das aber durchaus
nicht selten.
@sirilo Vielen Dank für ihre nüchterne und profane Darstellung. Leider wird sie der Glaubenswirklichkeit
nicht gerecht. Die Bischöfe stehen durch die Handauflegung nicht nur in direkter Nachfolge der Apostel,
ihnen wird auch die Inspiration des Hl. Geistes auf besondere Weise zu teil. Die Wahl des Papstes ist
ebenfalls göttlich inspiriert. Darüberhinaus hat der Papst nach der Kirchenlehre die umfassende und
alleinige Lehr- und Jurisdiktiongewalt inne. Ein so genanntes Zentralkommitee kann zwar legitim Interessen
vertreten, wenn diese aber der Lehre der Kirche wiedersprechen sind diese Vertretungen null und nichtig.
Es würde ihnen sicherlich auch nicht gefallen, wenn ein Uni-Debattierklub für sie verbindliche Auslegungen
der Staats-Verfassung vornehmen würde.
Richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet. @ Pater Noster: Sie haben die Grundlage des christlichen
Glaubens leider nicht verstanden. Hass ist eine Todsünde.
Demokratisch legitimiert Das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ – kurz: ZdK – ist ein Zusammenschluß
von katholischen Verbänden, Gremienvertretern und Politikern und nicht – wie der mißverständliche Name
nahelegt – eine demokratisch legitimierte Vertretung der kirchlichen Laien in der Bundesrepublik. Liebe
Redaktion, wie kommt ihr darauf, dass man annehmen könnte, dass ein Zentralkomitee demokratisch legitimiert
sei? Zentralkomitee ist ein Begriff, zu dem mir als allererstes Kommunismus einfällt.
@ sani Deine Rückschlüsse hinken auf sämtlichen Füssen. Ich kenne eine Menge Berufsgruppen, bei denen
es zwar Karrierestreben, aber weder besondere Titel noch Symbole gibt.
Mich würde mal eine Studie interessieren,… die den Wahrheitsgehalt dieser ZUkunftsstudien rückblickend
überprüft. Im Kern entsteht der Eindruck, dass sie meistens Blödsinn sind. 1950 ging man zB von 9 Mrd.
Menschen 2020 aus. Davon kann keine Rede sein, genausowenig wie von dem in den 80er Jahren postulierten
Quark, das Erdöl sei bal aufgebraucht: Also: Nicht so sehr in die Zukunft schauen, lieber das beste in
der Gegenwart tun! Dann klappts auch mit der Zukunft.
@ Athanasius Ja wenn die Hl. Messe in Ecône immer gestört wird, wieso haben die denn dort keine Garde,
wie das früher üblich war (und auch heute noch an Bischofskirchen?). Als ich dieses Jahr in Limburg
bei der Priesterweihe war, da stand auch eine Art Gardist vor der Tür, weil da irgendwelche „Wir sind
Kirche“ – Aktivisten (in strömendem Regen ) vor der Kirche die Weihe für ihre Zwecke nutzen wollten.
Also stand der da und passte auf, dass die nicht mit ihren Transparenten in den Dom hineingehen würden.
Moderne Seelsorge, das ich nicht lache… Ich kenne niemanden, dem diese modernen Kirchenbauten gefallen.
Sogar Leute, die nur selten in die Kirche gehen, regen sich über solche angebliche Modernität beim Kirchenbau
auf. Eine Kirche hat aus echtem Stein zu sein und wenn sie schon kein lateinisches Kreuz bildet, dann
sollte die wenigstens ein von außen UND innen deutlich erkennbaren Chorraum haben, und nicht einfach
ein Altarpodest, der in jeder beliebigen Ecke stehen könnte.
Hehe… Seifenopernsänger, sehr schön . Im übrigen kann ich das nur bestätigen, was die Kritik am
Ende des Artikels sagt. Ich werde auch bisweilen mit dieser Sendung gefoltert. Furchtbar.
@virOblationis Ich habe gar nicht bestritten, dass es naturwidrige Sünden gibt. Es sind allerdings längst
nicht alle Sünden naturwidrig, das kannst du auch zugeben, ohne dich gleich Wilhelm von Ockham anzuschließen.
Vorehelicher Geschlechtsverkehr mag eine Sünde sein, naturwidrig ist er aber mit Sicherheit nicht. Auch
Verstöße gegen einige der Zehn Gebote sind schwere Sünden, aber nicht naturwidrig. Wenn ich z.B. ohne
Not am Sonntag arbeite, dann ist das eine Sünde, aber nicht (unbedingt) naturwidrig. Naturwidrig würde
es erst dann, wenn ich permanent arbeiten würde, ohne zu erkennen, dass jeder Mensch auch mal eine Pause
von der Arbeit braucht. Auch Verstöße gegen das Ehrgebot von Vater und Mutter sind nicht naturwidrig.
@ bonifatius es kann nicht sein, weil es nicht sein darf Das kann ich auch so zurückgeben. Über diese
lächerlichen Versuche, die Homosexualität mit Pseudostudien, abgeblich höheren Selbstmordraten und
Naturwissenschaft als schlecht und irrig zu verurteilen kann man jedenfalls nur lachen. Warum kann jemand,
der Homosexualität ablehnt, nicht einfach sagen: „Ich lehne das ab, weil ich es für eine Sünde wider
Gottes Gebote halte“? Warum muss man aufs Biegen und Brechen irgendwelche „Beweise“ herbeischaffen, die
sich des Themas auch ganz profan annehmen? Ansonsten wird immer über die Ansichten der Wissenschaft geschimpft,
warum ist sie hier plötzlich der Weisheit letzter Schluss? Warum beschäftigt sich kreuz.net überdurchschnittlich
häufig mit diesem Thema, anstatt das Evangelium weiterzuverbreiten? Ich finde es mittlerweile ungeheuer
nervtötend, sich bei Glaubensfragen und -diskussionen ständig mit den Bettgeschichten von Hinz und Kunz
befassen zu müssen. Das ist ein Aspekt des Christentums aber niemals das herrschende Thema. Das ist immer
noch das Reich Gottes. Und noch was zum nachdenken: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“
Sodom wurde vom Herrn zerstört. Überlassen wir diese Frage dem Herrn, er wird es richten.
@ mrnka Die Naturwissenschaften sind ein weites Feld. „Wider die Natur“ ist Homosexualität nicht, auch
wenn das einige gerne hätten. Homosexualität kommt im Tierreich zur Genüge vor und ist dort erwiesenermaßen
nichts seltenes. Ich schlage daher vor, dass man sich auf die menschliche Ebene bei der Behandlung dieses
Themas bezieht. Nur der Mensch ist ein erlösungsbedürftiges Wesen, dass sich gottgegebenerweise gerade
von der Natur absetzen SOLL, also eben gerade nicht natürlichen Trieben nachgeben soll, sondern versuchen
soll das Heil zu erlangen. Nicht jede Sünde ist Perversion und nicht jede Sünde ist Handeln gegen die
Natur.
@ Romulus Ich bin auch der Meinung, dass ein Bischof (aber nicht gerade in den Medien) durchaus seinen
eigen Kopf haben sollte. Aber am Ende muss er sich trotzdem immer dem Papst beugen! Er kann und soll sagen,
wenn ihm etwas nicht gefällt. Aber am Ende der Auseinandersetzung gilt immer sein Treueversprechen!
Joo… …und wieviel Leute beim Autofahren umkommen. Wann kommt der kreuz.net – Artikel, der das verurteilt?
Oder Bergarbeiter in China, da ist die Lebenserwartung auch nicht sehr hoch…
@ Maximilian: Ich kenne jetzt die Verhältnisse im Bistum Fulda nicht so genau, aber: Um zu verhindern,
dass immer mehr Aufgaben von Laien usw. übernommen werden (müssen) kann es doch nur eine einzige Lösung
geben: Es müssen Pfarreien zusammengelegt werden. Gab es vorher zB 160 Priester und 240 Pfarreien, so
könnte man durch Zusammenlegung 120 Pfarreien mit 160 Priestern (dann sind die Pfarreien ja größer,
da braucht es ab und an zwei Priester pro Pfarrei) erreichen. Wer aber gar nichts verändern will, der
hat ein ziemlich irreales Bild von der Wirklichkeit. Es gibt nicht nur zu wenig Priester, die Kirche kann
sich die ganzen leerstehenden Pfarrhäuser auch gar nicht mehr leisten.
@GerdEric Das Christentum ist angetreten um das Evangelium und damit das Reich Gottes zu verkünden. Die
Verfehlungen einiger können diese Tat nicht schmälern. Die Inquisition war schon ein Schritt zur Besserung,
niemand hat behauptet, dass es der letzte Schritt war.
@bonifatius Die christliche Werte sind hier quasi ein Kollateralschaden der Bewegung geworden. Im Kern
ging es wohl darum, aus einer erstarrten Gesellschaft zu entfliehen. Mit der Religion hatte es ansich
nichts zu tun, obwohl das Verhalten einiger Priester nicht gerade ruhmreich gewesen ist. Die Verantwortlichen
damals wollten eigentlich nur politische und soziale Normen, die sie für ungerecht hielten bekämpfen.
Dazu gehörte auch der Obrigkeitsstaat, der damals ausgeprägter war, als man sich das heute vorstellen
kann. Es hatten sich im damaligen Staat durchaus noch das Gedankengut von vor 1945 erhalten, weswegen
sich Kinder von Widerstandskämpfern usw. einiges anhören mussten. Derartiges wäre heute wohl nicht
mehr zu befürchten. Leider ist man dann übers Ziel hinausgeschossen und hat JEDE Autorität abgelehnt.
Und da liegt der Irrtum, der 68er. Genau kann ich es natürlich auch nicht beschreiben, dafür bin ich
zu jung. Jedenfalls ist die Bewegung eine Wirkung gewesen und die muss bekanntlich eine Ursache gehabt
haben.
Von der sinkenden Zahl der Gläubigen …kann nicht darauf geschlossen werden, dass es keinen Priestermangel
gäbe. Wenn es vor 100 Jahren eine Million Gläubige in 1000 Pfarreien gab und nun nur noch 500.000 Gläubige
aber immer noch 1000 Pfarreien, dann hat sich am Bedarf an Priestern trotz Halbierung der Gläubigenzahl
nichts verändert.
Kreuzzüge Naja, die Kreuzzüge sind nicht gerade ein Ruhmesblatt der Kirche, genau wie die Exkommunikation
Friedrichs II., weil er auf friedliche Weise Zugang zu den heiligen Stätten erreichte. Aber: Mit der
Inquisition hat das nichts zu tun. Zugegebenermaßen gab es natürlich auch dort Verbrechen, aber wo gibt
es die nicht? Die Inquisition sah die Anhörung des Beschuldigten vor, was damals nicht gerade Gang und
Gäbe war! Verfahrensmäßig war sie nicht nur fairer, sondern auch moderner als die übrigen Polizeimethoden
jener Zeit. Das der Begriff „finsteres Mittelalter“ kompletter Quatsch ist müsste man in einem katholischen
Forum eigentlich gar nicht erklären. Die Leute sagen „finsteres Mittelalter“ und meinen den Aber- und
Hexenglauben während/nach dem 30-jährigen Krieg. Zu Zeiten Karls des Großen aber stand auf Hexenglaube
die Todesstrafe.
@Irenäus Laut Can 1382 zieht man sich bei unerlaubten Bischofsweihen die Exkommunikation als Tatstrafe
zu. Das steht nicht: „In einem solchen Fall kann der Papst exkommunieren“, sondern es wird automatisch
jeder exkommuniziert, der dies tut. Wenn du Johannes Paul II. also etwas diesbezüglich vorwerfen willst,
dann eher seine Aussage, das Ganze sei ein schismatischer Akt gewesen.
Naja… Das ganze Unheil der Welt würde ich der 68er-Bewegung jetzt auch wieder nicht anlassten. Wie
alles auf der Welt gibt es auch da Licht und Schatten, wobei die Schatten allerdings immer länger werden.
Leider hat es die 68er Bewegung nicht geschafft (oder wollte es nicht schaffen), neben allem übrigen
für einen Bestand des ethisch Erhaltungswerten zu sorgen. Stattdessen wurden alte Tugenden wie Fleiß,
Treue usw als „Qualitäten, mit denen man auch ein KZ leiten kann“ abgetan. Mittlerweile denke ich aber,
dass zumindest im konservativen Parteispektrum das große Aufwachen begonnen hat. Zumal nun langsam jene
in den Mittelpunkt rücken, die schon als Studenten 1968 nichts mit „der Bewegung“ anfangen konnten. Ich
denke, dass alsbald ein allgemeines Umdenken anstehen wird. Eines sollte man aber niemals vergessen: Revolutionen,
und ihre Bewegungen sind niemals aus sich heraus entstanden, sondern entstanden immer aus Missständen,
die schließlich so erdrückend waren, dass eine Revolution losbrach. Es muss daher darauf geachtet werden,
dass ein Zustand, der revolutionäre Aufbegehrungen schürt gar nicht wieder erst eintritt. Revolutionen
haben nämlich immer, so gut gemeint sie auch immer waren, im Endeffekt katastrophale Auswüchse hervorgebracht.
@ Laurentius2 Lang lebe der katholische Pfingstmontag!! Auf das er niemals profanen Sparzwängen zum Opfer
falle! Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut, das Haus wirds überdauern auf festen Grund es
ruht!
@ Yersinia: Und genau deswegen muss man den Glauben offensiver vertreten (was die Bischöfe auch stets
fordern, nur ihre Mittel sind seltsam). Dann kommen auch wieder mehr Leute. Wer die Kirche nur als Ort
für Spielkreise, Zeltlager und Diskussionsrunden kennenlernt, der wendet sich alsbald irgendwelchen Sekten
zu, die zwar pseudospirituell sind, aber da der Betreffende auf der Suche nach Spiritualität war, so
nimmt er eben diese. Merke: Der Christ der Zukunft wird Mystiker sein, oder er wird nicht sein.
Europäische Verfassung Ein Gottesbezug in der europäischen Verfassung wäre sowieso nichts weiter als
ein weiterer Etikettenschwindel gewesen, für den die Katholiken den verlogenen Politikern vermutlich
auch noch hätten dankbar sein müssen. Im Alltag interessiert es diese Politiker sowieso nicht, was in
der Präambel der Verfassung steht. In der deutschen Verfassung gibt es auch einen Gottesbezug, und was
ist? Die Partei mit dem „C“ im Namen will laufend christliche Feiertage abschaffen…
Keine Kirche? Ich habe ja auch meine Probleme mit der FSSPX, aber wieso bekommen die laut Artikel keine
Kirche zur Verfügung gestellt? Selbst wenn sie schismatisch sind, wo ist da heutzutage das Problem? Ihres
sonstigen modernen Ansichten müssten die Bischöfe auch hier gelten lassen. Sogar Altkatholiken und Protestanten
bekommen auf Anfrage eine katholische Kirche zur Verfügung gestellt und umgekehrt! Auch wenn die FSSPX
sich von der Kirche abgespalten hat (hätte), so ist sie immer noch eine christliche Gemeinschaft, mit
der man aus Brüderlichkeit so nicht umgehen darf.
Teilweise… …ist das aj nichts schlechtes, wenn man Kirchenferne erstmal behutsam anpackt. Allerdings
befürchte ich, dass es bei dieser Behutsamkeit bleibt, spricht auch über längere Zeit die Kernaussagen
des Glaubens unter den Tisch fallen und sich allerhöchstens eine Dialogrunde entwickelt, die sich kritisch
mit der Amtskirche auseinandersetzt und dabei glaubt, selbst die neue Kirche zu sein. So wird das natürlich
nichts…
Zur Todesstrafe 1. Der Lebensschutz gilt absolut und unterscheidet somit nicht zwischen schuldig und unschuldig
2. Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein
Zum Text… „Sexualität gehört ins Schlafzimmer, nicht auf die Straße.“ Welch wahres Wort… @GerdEric:
Um die Hl. Eucharistie gültig empfangen zu können, darf man a) nicht mit einer schweren Sünde/ Todsünde
belastet sein (dann müsste man vorher beichten) und b) nicht exkommuniziert sein c) Außerdem muss man
(natürlich) römisch-katholisch sein und an die Lehre der Kirche über die Eucharistie glauben. Die meisten
anderen Vorschriften (Nüchternheit 4 Stunden vor Empfang usw.) wurden nach dem Konzil abgeschafft. Bezügl.
der Fortgeltung jüdischer Reinheitsgebote ist mir nichts bekannt. Die Priester unterliegen denselben
Voraussetzungen. Er muss kein Bad vorher nehmen; die Reinigung der Hände findet als rituelle Waschung
(Purifikation) direkt vor dem Beginn der Opferhandlung statt. Messobergewänder (Kaseln) müssen nach
neueren Vorschriften zu einem bestimmten Anteil aus Seide sein. Allerdings bezeifle ich stark, dass sich
außer dem Vatikan irgendjemand für diese Vorschrift interessiert…
@ letzten drei Beiträge @Konrad: Den Namen Benedikt gibt es schon länger als drei Monate. Ich frage
dich auch nicht, ob du im Namen eines salischen Kaisers sprichst. @Marcel & MilesChristi: Ich polemisiere,
weil es mir gelinde gesagt auf den Nerv geht, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn sich ein
Priester nicht an Redemptionis Sacramentum hält, wenn ein Priester für Kondome eintritt, dann kommt
ihr, und redet daher über kirchliche Vorschriften und ewigen Gesetze, die so verletzt würden. Wenn aber
auf einmal ein „traditioneller“ Bischof daherkommt und entgegen Can 1382 einfach Bischöfe weiht, dann
ist das nur ein Gewissenskonflikt. Das sehr geehrte Teilnehmer ist ein nicht hinnehmbares Messen mit zweierlei
Maß. Ihr wendet kirchliche Vorschriften immer nur auf Leute an, die euch nicht passen und hebt die anderen
in den Himmel. Im übrigen habe ich den Gewissenskampf von Lefebvre gar nicht verurteilt. Es kann jeder
der Meinung sein, dass der alte Ritus der bessere war. Das Weihen von Bischöfe ohne päpstliche Vollmacht
dagegen ist und war verboten. Auf die unsachliche Kritik mir gegenüber, was die natürliche Verhütung
angeht sage ich jetzt nichts. Jedes Kind kann nachvollziehen, dass eine Urwaldfrau keine Temperaturkurve
aufzeichnen kann.
@highnoon So siehts aus… @Miles: Ja möglich, dass dieses Bistum Linz einer Visitation bedurft hätte
(jetzt wird man erstmal den neuen Bischof abwarten). Aber offenbar war es noch nicht so schlimm wie in
St. Pölten! Denn dort wurde tatsächlich visitiert. Noch ein Wort zu Kamphaus: Man soll doch bitteschön
damit aufhören, aus dem Streit um die Schwangerenkonfliktberatung ein Zerwürfnis zwischen den beteiligen
Bischöfen zu machen. Beide Seiten hatten edle Motive, die eine ein pragmatisches, die andere ein dogmatisches.
Zur größeren Klarheit der Lehre war es sicherlich logischer, sich dem Papst zu beugen. Das entbindet
jedoch nicht vor dem Respekt gegenüber der Gewissensentscheidung eines anderen Bischofs. Kamphaus hat
sich niemals gegen den katholischen Glauben gewandt und Spielchen wie aus Linz zu hören habe ich auch
noch nie zu Ohren bekommen. Er hatte einzig und allein eine andere Meinung in diesem Fall, dass sollte
man akzeptieren können.
Wen interessiert denn das schon… …was eine andere Gemeinschaft (Verein?) so alles treibt? Das hat
doch mit unserer Kirche sowieso nichts zu tun, also plonk.
Naja… …in Afrika wird wegen der Virusproblematik das sicherste aller Verhütungsmittel propagiert:
Enthaltsamkeit. Eigentlich gar nicht so übel, aber der Mensch ist nun mal Sünder und wird es immer bleiben…
Es ist nichts schlechtes… …auch auf seine Gegner und Kritiker zuzugehen, im Gegenteil, es ist sogar
notwendig, wenn man diese Gruppen nicht dauerhaft aus der Kirche ausschließen will. Man darf nur nicht
seine ureigenen Positionen aufgeben, also um der Verständigung Willen ein Opportunist werden. Das ist
hier aber auch nicht erkennbar. Es ist zwar nicht die feine Art, gegen den eigenen Bischof (Krenn) zu
opponieren, aber in Anbetracht der Tatsache, dass sogar der Heilige Vater eine Visitation des Bistums
angeordnet hat muss es dort wohl Vorgänge gegeben haben, die einer Kritik würdig waren.
@thaumaturgos Ein naheliegender Gedanke Jedenfalls erweisen sich viele, die gerne die Messe im überlieferten
Ritus wiederhaben möchte mit ihrer Ablehnung des Konzils einen Bärendienst. Niemals wird sich ein Papst
finden, der die alte Messe unter der Revision der Konzilbeschlüsse wieder einführt. Solange es als wahrscheinlich
gilt, dass sich in der alten Messe ausschließlich Gläubige finden, die das Konzil ablehnen, solange
wird es auch keine flächendeckende Zulassung des alten Ritus geben. Und der Clou daran: Diese Leute merken
das nichtmal
@Laurentius2 Ich versichere dir, dass mir nichts ferner liegt, als der Liberalismus. Ich habe auch gar
nichts gegen Tradition, ganz im Gegenteil. Wogegen ich etwas habe ist, dass traditionelle Werte mit Hilfe
fragwürdiger Argumente (Konzil ist schuld usw.) eingefordert werden. Zur Verhütungssache: Du wirst dennoch
zugeben müssen, dass sich in unterentwickelten Staaten (und der unterentwickelste Staat ist Indien nun
auch nicht gerade) bezügl. der Methoe einige Probleme ergeben können. @dafi & Marcel: Es ist gegen die
Lehre der Kirche, und gegen jeden katholischen Glauben, Bischöfe ohne päpstliche Erlaubnis zu weihen.
Würde irgendein Bischof auf die Idee kommen, zB Küng zum Bischof zu weihen, wärt ihr die ersten (und
ich der 2.), die laut schreien würden. Can 1382 CIC ist ganz eindeutig. Wer etwas anderes behauptet schafft
sich damit seine eigene Wahrheit und stellt sich außerhalb der Kirche, weil er deren Autorität ab diesem
Zeitpunkt nicht mehr anerkennt.
Ein Aberwitz,… … dass ausgerechnet die Grünen, die gegen jede gentechnische Veränderung für das
eintreten wollen, was man euphemistisch „verbrauchende Embryonenforschung“ nennt. Wieso wird hier eigentlich
nicht mal über die teilweise sensationellen Erfolge der Forschung mit adulten (!) Stammzellen berichtet,
welche bei ihrem Durchbruch die Forschung mit embryonalen Stammzellen auch bei jedem noch so radikalen
Forscher überflüssig machen würde. Ich las dazu erst letztens ein Bericht in der SZ, wo man sich über
die wenige Aufmerksamkeit beklagte.
@Marcel In der Tat, du kennst die FSSPX noch zu kurz. Die Bischöfe der FSSPX sind jedenfalls nicht „hochkatholisch“
sondern zum größten Teil exkommunizierte Schismatiker. (Vorsicht! Ich habe jetzt nicht gesagt, dass
die FSSPX schismatisch ist!!).
@Laurentius2 Ja, warum schweigen bloß die Medien zur Symptothermalen Methode? Vielleicht deshalb, weil
sie sich nicht lächerlich machen wollen, oder hast du einen Vorschlag, wie die Symptothermale Methode
im afrikanischen Urwald oder in einem südamerikanischen Slum praktiziert werden soll? Dererlei Dinge
helfen vielleicht Europäern mit schönem Badezimmer und entsprechenden Ratgebern. Anderswo (und dort
leben die meisten Christen inzwischen) ist diese Methode nicht durchführbar.
Würde auch nichts bringen… …man sollte eher Methoden wie zur Zeit der Christianisierung Europas im
8 Jh. anwenden: Unterweisung und Mission durch auswärtige Bischöfe (wie damals dem Hl. Bonifatius).
Zu Kardinal Lehmann Dzu ein Zitat vom guten alten Adenauer (nachdem er darauf hingewiesen wurde, sich
früher anders geäußert zu haben): „Sie können mir nicht verbieten, jeden Tag schlauer zu werden.“
Richtig… Aber wenn sie von Pius XII. erlaubt wurde, dann kann sie vorher ja wohl nicht erlaubt gewesen
sein, oder? Vorher galt dann doch uneingeschränkt das, was GerdEric in seinen Kommentaren geschrieben
hat. @highnoon: Ganz so unsinnig ist das nicht. Eine kinderlose Ehe, deren Kinderlosigkeit zB auf Nichtvornahme
des Ehenaktes (sehr technisch jetzt ) beruht, kann mW tatsächlich gültig geschieden werden, da sie ja
noch nicht vollzogen war.
@Gerd Eric Ich habe bereits weiter unten geschrieben, dass GV währed der unfruchbaren Tage erlaubt ist.
Nichts anderes als das bezeichnet die Knaus-Ogino Methode, die von Pius XII. erlaubt (auch wenn Athanasius
das nicht wahrhaben möchte) und von Paul VI. bestätigt wurde.
Phhh… Ach weißt du, wenn dir sonst nichts weiter einfällt – leg dir deine Wahrheiten zurecht wie es
dir gefällt, lies aus anderer Leute Texten heraus was dir passt. Pius XII. hat Knaus-Ogino erlaubt und
dadurch den Streit erst möglich gemacht. Vorher war nach der Lehre der Kirche der einzige Zweck des Geschlchtsakts,
Kinder zu zeugen. Indem P XII. nun K-O erlaubte ist er damit von dieser Lehre abgewichen und hat somit
ermöglicht, dass sich eine Debatte um Verhütung entwickeln konnte. Vorher war das nicht möglich, weil
da noch die Lehre vom Sinn des Geschlechtsakts jede Diskussion überflüssig gemacht hat. Kauf dir entsprechende
Bücher, in denen kannst du das schwarz auf weiß nachlesen. Dort kannst du auch nachlesen, dass Paul
VI. für Humanae Vitae ausdrücklich keine Unfehlbarkeit in Anspruch genommen hat. Außerdem wird er zitiert,
er habe HV „unter Schaudern verfasst“. Für einen Papst spricht das für sich. Es ist schon sehr selbstgebasteltet,
eine solch fragwürdig zustandegekommene Enzyklika (Text stammt zu Großteil nicht vom Papst, sondern
von Wojtyla) absoluter zu sehen als das heilige Konzil. Du legst dir die Wahrheiten eben so zurecht, wie
sie dir gerade passen. Zum Schluss noch etwas Persönliches: Wer wie du, beleidigend, verspottend gegenüber
anderen Christen argumentiert hat von der Heilslehre Christi überhaupt nichts begriffen, sondern gleicht
eher einem vernagelten Radikalen, der in seinem eigenen Universum lebt und niemals ein Schaf in die Kirche
zurückführen wird.
@MilesChristi Du hast im vorigen Post aber nicht kritisiert, was in der Synagoge gesagt wurde, sondern
das schon allein der Besuch an sich skandalös sei. Das ist ja wohl ein ziemlicher Unterschied.
@ Athanasius Lesen Sie mal, was hier unter Anmerkung steht: „Bitte bleiben Sie sachlich…usw.“ Von ihnen
lasse ich mich weder beleidigen, noch einen Lügner nennen. Ich habe meine Aussage Punkt für Punkt belegt.
Von artifiziellen Verhütungsmitteln habe ich nichts geschrieben. Bevor Sie in der Gegend herumkrakeelen
sollten Sie besser und genauer lesen, was ich geschrieben habe. Solche Apodiktika, wie sie von Ihnen hier
hervorgebracht werden helfen jedenfalls in nichts weiter. Jedenfalls ist die Bezeichnung „Kirchenfeind“
zutiefst ehrverletzend und verachtenswert wenn man bedenkt, dass ich überhaupt nichts gegen die Kirche
geschrieben habe. Knaus-Ogino ist heute noch von der Kirche erlaubt und die anderen von mir hervorgebrachten
Gedanken decken sich mit der Mehrheit der Meinung der damals agierenden Bischöfe, die mit den Aposteln
der Hl. Kirche in direkter Nachfolge stehen. Merken Sie sich das gefälligst. (Und bringen Sie gleich
noch die Beweise dafür, dass das Konzil schuld am Kirchenexodus ist. Ich warte.)
@MilesChristi Bitte: (u.a.) Guido Knopp Vatikan – Die Macht der Päpste Goldmann Verlag, München 1997
In der Taschenbuchausgabe S. 210 Zeile 12 Oder einfacher: Wikipedia: Knaus-Ogino-Methode Im anderen Punkt
muss ich leicht korrigieren: Es gab eine Kommission, die von Johannes XXIII. zu diesem Thema eingesetzt
wurde. Es ist nicht ganz klar im Text, ob das mit dem Konzil in Verbindung steht. Tatsache ist aber, dass
die Mehrheit dieser Kommission – auch die Mehrheit der Geistlichen dort für Geburtenkontrolle votierten.
Den Vorsitz führte übrigens Kard. Ottaviani (der natürlich dagegen war) Auf S. 212 des selben Buches
steht jedenfalls, dass diese Frage auch vor dem Konzil behandelt wurde und es dort wohl „brodelte“. Dort
stehen auch wörtliche Aussagen zB von Patriarch Maximos (gr.-kath. Kirche), der die damals gängige Praxis
in Frage stellt. Aufgrund der Pro-Meinungen, so das Buch weiter, verhinderte die Konzilsminderheit einen
Konzilsbeschluss (was ganz nebenbei ein Beweis dafür ist, welche Bedeutung die Traditionalisten Konzilsbeschlüssen
zumaßen!!).
@ Andrija Du willst Stimmen, die zu Umkehr rufen? Deine Stimme kann jedenfalls nicht zzr Umkehr zum Christus
hinführen, weil dir die Nächstenliebe („ich mag keine…“) dafür fehlt. Mit solchen Agitationen wie
deiner wird sich niemand zum Christentum bekehren. Im übrigen ist es äußerst seltsam, wie sich hier
einige die Mission vorstellen. Der Hl. Paulus hat sich auch nicht auf den Areopag gestellt und rumgeschriehen
„Bekehrt euch!!“, sondern er hat den Ungläubigen das Evangelium gepredigt. Dazu gehört auch dass man
das Evangelium lebt. Wer das Evangelium lebt und seine Mitmenschen in der vorgeschriebenen Weise behandelt,
der bekehrt damit viel mehr Menschen, als wenn er sich in eine Synagoge stellt und sagt: „Bekehrt euch!“ –
das bringt höchstens Ärger und bekehrt einfach niemanden. @MilesChristi: Erstaunlich, dass der Besuch
eines Papstes in einem jüdischen Gotteshaus „skandalös“ sein soll. Wo hat denn unser Herr Jesus Christus
gepredigt?
@MilesChristi Schön gesagt, ist aber leider falsch. Es war Papst Pius XII. höchstpersönlich, welcher
die Empfängnisverhütung nach der Knaus Ogino Methode erlaubt hat. Damit rückte er (ja er, der von Traditionalisten
immer als leuchtendes Vorbild verklärt wird) von der ursprünglichen Morallehre der Kirche ab, nach welcher
einziger Sinn des Geschlechtsakts die Fortpflanzung sei. So. Und wo ist da jetzt der moralische Unterschied
zur Pille/ Kondom? So dachte auch die Konzilsmehrheit und votierte für Empfängnisverhütung. Ergo: Pius
XII. hat die Debatte um Empfängnisverhütung in der Kirche angestossen. In diesem Sinne war Humanae Vitae
ein Irrtum und ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass wie schon damals die
Mehrzahl der Katholiken dieser Meinung sind. Hätte Humanae vitae die Pille erlaubt, so hätte die Kirche
nichts erlaubt, was nicht auch schon vorher erlaubt gewesen wäre. Es hätte der Kirche aber den Exodus
der Gläubigen und diese ganze unsägliche Debatte erspart, die heute unsinnigerweise als Folge des Konzils
angesehen wird.
Humanae vitae… … ist der größte Irrtum der jüngeren Kirchengeschichte, das ist doch wohl klar.
Diese Enzyklika und ihr Inhalt hat ohne jede Not die größte Sälularisierungswelle seit dem Reichsdeputationshauptschluss
von 1803 ausgelöst. Und das wegen so einem absolut nebensächlichen Pillenverbot… wenn es nicht so
traurig wäre, dann wäre es fast zum lachen. Tut mir leid, aber es heißt nun mal: „Wer von diesem Fleisch
isst und von diesem Blut trinkt wird in Ewigkeit leben“ und nicht „Wer keine Kondome benutzt und keine
Pille verwendet wird…usw.“ Soll heißen: Die kirchliche Sexualmoral ist in ihren Grundzügen wichtig
und es muss sie geben. Nur: Das Pillenverbot hat dazu geführt, dass die Sexualmoral der Kirche in der
öffentlichen Wahrnehmung in den Vordergrund gerückt ist. Statt Reich Gottes geht es nun um Latexhülsen.
Bravo! kann man da nur rufen, wirklich sehr geschickt angefangen
@Athanasius A:Die Wurzeln liegen aber im Konzil. Bei den Erklärungen über Kollegialität, Religionsfreiheit
und Ökumenismus. Die Religionsf. hat also die Leute aus der Kirche getrieben? War unser Glaube also nicht
stark genug, um die Leute zu halten? Das kann es ja wohl nicht sein. Gerade in der Religionsf. sehe ich
eine große Chance. Der Katholizismus hat dadurch die Möglichkeit, seine Lehre als die bessere an die
Menschen zu bringen. A:Freude, Freude? Wer freute sich? Die Gläubigen? Oder die Liberalen? Außerhalb
d. Kurie gab es überwiegend positive Reaktionen. Liest man in verschiedenen Geschichtsbüchern, so findet
man das dort bestätigt. Das VII hat eine Aufbruchsstimmung verbreitet, die aber leider nicht anhielt,
weil sie die einen erstickt haben und die anderen für seltsame Liturgie-/Dogmatikexperimente benutzt
haben. A:Das Konzil hat nichts Unfehlbares gesagt und verpflichtet nicht in der Glaubenslehre. Das VII
war eine Versammlung d. Weltkirche. Deren Beschlüsse kann man nicht einfach abtun wie irgendeinen Beschluss
einer Laien-Diözesanversammlung. Auch die alte Liturgie wurde auf einem Konzil verbindlich festgelegt.
Es kann keiner kommen und erzählen, die Liturgie hätte schon vorher überall gegolten. Wenn das der
Fall gewesen wäre, wozu war der Konzilsbeschluss dann nutze? Gerade die damalige Beibehaltung der Riten
älter als 200 Jahre sagt ja schon, dass es noch andere (jüngere) Riten gegeben haben muss, die nun vereinheitlicht
wurden.
Leute… Hört doch mal auf, alles schlechte auf das Konzil zu schieben. Das, was nach dem Konzil in der
Kirche geschah war nicht unbedingt eine Folge das Konzils. Wer das behauptet verkennt völlig die historischen
Fakten. Zeitgleich mit dem Ende des Konzils fand eine gesellschaftliche Umwälzung statt, die heute allgemein
als 68er Revolution bezeichnet wird. Der Schwund an Gläubigen ist vor allem darin zu sehen und in der
mangelhaften Umsetzung der Konzilsbeschlüsse unter dem wankelmütigen und entscheidungsunfähigen Papst
Paul VI. (so hart muss man das leider sagen… auch wenn er Papst war ). Es ist doch absurd anzunehmen,
dass das Konzil selbst, das damals einen unglaublichen Widerhall der Freude und des Aufbruchs in der ganzen
Kirche gefunden hat schließlich die Kirchen gelehrt hat. In dem man das annimmt, macht man sich die Sache
wirklich sehr einfach und der Grund dafür ist mehr als durchsichtig: Man will das Konzil revidieren,
weil es einem nicht passt. Das aber wird nicht möglich sein, denn: Sacrosactum concilium…
@MilesChristi Naja, wenn du meinst. Ich bin 24 Jahre alt und wäre sicher nicht aus dem Leben als Karteileiche
zurückgekehrt, wenn man mich sofort mit allem überschüttet hätte. So konnte ich mich ganz behutsam
an den wahren Glauben zurücktasten, ohne dass ich behaupten würde, jetzt bereits alles richtig zu verstehen.
Wenn ich zB Firmlinge, die ja zuvor oft Jahre nicht mehr in der Kirche waren sofort mit stundenlangen
Anbetungen, Meditationen usw. überschütte, dann sind diese doch – weil gar nicht mehr richtig mit dem
Glauben vertraut – doch völlig überfordert und dadurch automatisch auch wieder desinteressiert. Die
Jugendlichen kämen bestimmt nicht wieder.
Es ist ja wunderschön… …dass es noch Jugendliche wie diese 18-jährige gibt, aber die meisten anderen
erreicht man nur, wenn man sie behutsam zum Glauben hinführt. Wie unser Papst kürzlich selbst einräumte,
kann der Glaube mit seinen Facetten nicht auf einmal erfasst werden, gerade bei jüngeren. Deshalb finde
ich die Vorschläge dieser Bistumsleitung erstmal gar nicht so schlecht. Leute, die daran teilnehmen sind
grundsätzlich schon einmal viel aufgeschlossener gegenüber der Kirche. Ihr Herz wird aufgeschlossen,
dann sie sie bereit, den Glauben auch in seiner Tiefe wirklich kennen zu lernen und auch zu leben. Ein
Mathematiklehrer beginnt auch nicht mit der Integralrechnung, sondern mit 1+1 . Natürlich muss dann so
ein weiterführendes Programm auch stattfinden, soll heißen: Der Weißheit letzter Schluss ist das Programm
auch nicht. Soll es aber ja auch gar nicht sein.
@ Athanasius Glaubst du ernsthaft, dass Priester, die heute schon gegen den NOM verstoßen dies ändern
würden, wenn der überlieferte Ritus wieder verpflichtend würde? Wer sich jetzt schon nicht um Vorschriften
kümmert, der wird es auch dann nicht tun!
Aha @Benjamin Zitat:„Erst sexuelle Handlungen, die nicht auf die Weitergabe von Leben gerichtet sind,
sind sündig. Dies gilt jedoch in gleicher Weise für homosexuelle Handlungen wie für heterosexuelle
Handlungen, bei denen die Weitergabe von Leben durch Verhütungsmittel verhindert wird!“ Darf ich daran
erinnern, dass der von Traditionalisten als Säulenheiliger vorangetragene Papst Pius XII. die Verhütung
nach der Knaus Ogino Methode erlaubt hat? Diese Entscheidung ist der Grund dafür, dass in den späteren
Jahren von anderen Bischöfen überhaupt erst über die Zulassung anderer Verhütungmittel nachgedacht
wurde. Die Empfängnisverhütung an sich ist aber daher nach der Lehre der Kirche keinesfalls verboten!
Unerlaubt sind lediglich chemische und dingliche Verhütungsmittel wie Pille und Kondom. Vor dem Hintergrund
der päpstlichen Entscheidung ist es jedoch legitim zu fragen, wo da der tatsächlich Unterschied besteht.
Wenn… … nicht mal ein Erzbischof begreift, dass Diakon und Priester nicht dasselbe ist und daher von
der Tatsache, dass es verheiratete Diakone gibt nicht auf den Zölibat des Priester rückgeschlossen werden
kann, dann wird hier einmal mehr die Bedeutung des universalen Lehramts deutlich.
Kein Wunder… … wenn sich sogar schon die sogenannten christlichen Parteien in Deutschland für den
Embryonen“verbrauch“ einsetzen, dann darf ein wirklich nichts mehr wundern.
Religionsfreiheit. Ich kann an der Religionsfreiheit absolut nichts Schlechtes finden. Umso freier die
Religionsausübung, desto mehr zeigt sich, wer wirklich katholisch ist. Welcher Konfession Roger Schutz
angehört weiß vermutlich nur er selbst und Gott allein. Vielleicht weiß es aber auch der Heilige Stuhl:
Wenn Schutz tatsächlich innerlich konvertiert wäre und der Hl. Stuhl davon Kenntnis hätte, dann wäre
das eine plausible Erklärung für die Tatsache, dass er die Hl. Kommunion empfangen hat. Ein befreundeter
Priester, mit dem ich darüber sprach, hielt das jedenfalls für die einzig mögliche Erklärung. Ich
für meinen Teil hielte es für ausgesprochen heuchlerisch, wenn der Vatikan Schutz unter irgendwelchen
anderen (seltsameren?) Gründen den Empfang gewähren würde, gleichzeitig aber Priester auf dem Rest
der Welt, die dagegen verstossen, aus dem kirchlichen Dienst entfernt.
Abwarten… Ich habe mehr als einmal gelesen, dass Kardinal Ratzinger nicht nur einmal das „liberale“
(in dem Sinne) Element in der Glaubenskongregation war. Ein im Wortsinne liberaler Präfekt dürfte es
gegen seinen Apparat vermutlich sehr schwer haben. Ich habe da volles Vertrauen in die Kongregation.
Ja… (Teil I) Ich als „jüngerer Semester“ bin mit dem NOM aufgewachsen und vermutlich deshalb dieser
mir bekannten Form des Ritus nicht abgeneigt. Katastrophal ist es aber, wenn selbst bei dieser Form, die
aufgrund zahlreicher „Reduzierungen“ ohnehin den alten Charakter des Opfergottesdienstes nicht erreicht,
auch noch zusätzlich die vorgeschriebenen Riten auf das Gröbste (und so ist es leider fast jeden Sonntag)
missachtet werden. Schlecht ausgebildete Messdiener, die nur noch „irgendwie dabei“ herumsitzen (falls
man das als „Sitzen“ betrachten kann), stark verkürzte Messinhalte (unser Pfarrer begann an Palmsonntag
nach der Prozession ohne weitere Umschweife sofort mit der Passion, die er von drei Laien lesen ließ,
welche keine Ahnung von den dabei vorgeschriebenen Riten (stehen, knien, schweigen) hatten und lächerliche
Banalisierungen bei der eigentlichen Eucharistiefeier tragen dazu bei, dass sich jedermann die alte Liturgie
zurückwünscht, so er sie denn noch kennt. Ich persönlich bin der Meinung, dass sogar eine Messe nach
dem NOM in aller Würde gelesen werden kann, wenn der Priester dies will. Bezüglich der darin vorkommenden
Handkommunion sei auf die Schriften Kyrills von Jerusalem verwiesen, der es trotz Befürwortung der Handkommunion
immerhin zum Kirchenlehrer gebracht hat. Allerdings wäre er kein Befürworter dieser Art mehr, wenn er
den heutigen „Gebrauch“ sehen würde.
Ebenfalls optimistisch… @athanasius: Ja, bei der Liturgie soll er bitteschön anfangen. Von Tridentinischer
Messe (die in meiner Region leider nirgends gefeiert wird und mir von wenigen Ausnahmen abgesehen praktisch
nur aus dem Missale von 1962 bekannt ist) wage ich ja nicht einmal zu träumen. Mir würde es reichen,
wenn wenigstens der aktuelle Ritus in vorschriftsmäßiger Weise durchgesetzt werden würde. Schon davon
kann in vielen Pfarrkirchen leider keine Rede sein, so dass ich nach der turnusmäßigen Versetzung unseres
Kaplans noch häufiger auf Bischofskirchen ausweichen werde. Eine in einer knappen Stunde „abgehaltene“
(von „zelebriert“ kann keine Rede mehr sein) Gründonnerstagsliturgie werde ich mir jedenfalls nicht mehr
antun.