Sonntag, 15. Mai 2005 17:00
Lesername: miles immaculatae
Beiträge: 239
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Donnerstag, 10. April 2008 16:54
miles immaculatae: Oh, die Stimme der Vernunft!
Daß Peter Schäfer ein renommierter Wissenschaftler ist, dessen Buch im übrigen gar nicht so viel Neues berichtet, ist Ihnen offenbar vollkommen entgangen. Wie die Juden ihre christliche „kleine Schwester“ sahen, läßt sich schon bei dem Griechen Kelsos in einem Text des 2. Jahrhunderts nachlesen. Jesus ist der „Ben Pantera“, Sproß einer außerehelichen Verbindungen seiner Mutter mit dem römischen Soldaten Pantera oder Pandera. Jesus ist der Sohn der Ehebrecherin, der Ben Stada (bzw. einer Sotah, einer Ehebrecherin). War gerade vor 14 Tagen mal wieder beim Spiegel nachzulesen.

Soll man das verschweigen? Ist man schon dann ein Antisemit, wenn man die Konflikte zwischen Christentum und Judentum benennt?

Ich halte eher den für einen Antisemiten, der Jesus für einen netten Reformrabbiner hält, und damit nicht nur die Offenbarung des Neuen, sondern implizit auch die des Alten in Frage stellt.
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Donnerstag, 10. April 2008 11:37
miles immaculatae: Ohne Kirchendisziplin?
Auch wenn ich gelernt habe, daß der konservative Teil der Kirche durchaus vieles richtig gesehen hat, aber wer das Jurisdiktionsprimat des Papstes infrage stellt, stellt die katholische Kirche in Frage. Katholiken haben nun einmal eine „Regierung“, und wozu die gut ist, kann ich als ExEvangele jedem, der es hören mag, gerne erklären.

Streitfragen entscheiden in der Kirche Konzilien, und wenn sie entschieden sind, sind sie entschieden, ob uns die Richtung passt oder nicht.
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Mittwoch, 9. April 2008 16:24
miles immaculatae: Der erste April ist vorbei!
Der erste April ist vorbei!

Find ich sowieso gemein Aprilmeldungen erst in der zweiten Aprilwoche zu verbreiten (Siehe die ziemliche fiese Ente, Zollitsch sei theologischer Berater von IKVU, verbreitet von Radio Vatikan.
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Dienstag, 8. April 2008 15:07
miles immaculatae: Überraschung!!!!
Der Papst ist katholisch! Wer hätte das gedacht! [mehr…]
Donnerstag, 3. April 2008 15:26
miles immaculatae: Zentrum, PBC, Amen
Herrjesses,

kann nicht mal jemand eine ernstzunehmende christliche Partei gründen, die ein halbwegs gebildeter, durchschnittlich intelligenter Mensch auch jenseits der Pubertät wählen kann?

Zentrum PBC Amen, etc. pp. kannste doch in der Pfeife rauchen. Derweil puscht eine christdemokratische Ministerin die embryonenverbrauchende Stammzellforschung, die andere CDU-Tante fördert das Gender Mainstreaming ohne zu ahnen, was sie tut etc. pp. Ich bin Demokrat! Ich will wählen! Und zwar ohne, daß mir jedesmal in der Wahlzelle das Frühstück hochkommt.
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Donnerstag, 3. April 2008 09:31
miles immaculatae: Wirklich so neu?
Ähnliches läßt sich bei dem von Benedikt XVI vielgelobten Jacob Neusner nachlesen. Es sind die selbstbewußten Juden, die aus theologisch wohlbegründeten Erwägungen das Christentum und die christliche Botschaft ablehnen, die also ihr Judentum wirklich glauben und leben. mit denen wir den Dialog führen. Den Rest brauchen wir nicht, die braucht auch das Judentum nicht. Brauchen wir einen Professor Dr. Micha Brumlik, der die „Bibel in gerechter Sprache“ „gefördert“ hat, in der Christus zum netten Rabbi von nebenan mutiert, der die Schrift „heute so auslegt“? [mehr…]
Mittwoch, 2. April 2008 15:06
miles immaculatae: Gendermainstreamingklamotten
Der Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen dürfte die bitte Wahrheit über die meisten Kommunionfeiern in der weiten Region darstellen. Als regelmäßiger Gottesdienstbesucher habe ich es mir seit Jahren abgewöhnt, etwa an einem Weißen Sonntag vormittags in der Kirche aufzulaufen. Dort trifft man an diesem Tag zunächst auf Gottesdienstbesucher, die offenbar noch nie oder seit Jahren nicht mehr eine katholische Kirche aufgesucht haben, auf Kinder, denen man die Glaubenswahrheit nur als verdünnten Kinderbrei geboten hat, auf Priester, die das auch noch im Brustton der Überzeugung als richtig verteidigen, und auf eine Zelebration die meist jeden Rekord in punkto Geschmack- und Inhaltslosigkeit schlägt. Rede mir seit Jahren den Mund fusselig, daß die hach so modernen Einheitsklamotten mit der bräutlichen Symbolik der Erstkommunion nischt zu tun haben. Mancherorts laufen die armen Kinderchen sogar noch mit roten Gürteln (Märtyrersymbolik!) rum. Vor allem im Hinblick auf die Sprache der Symbole und Riten herrscht der katholischen Kirche das reinste Analphabetentum vor.

Seit ich mal das böse Wort von der Gendermainstreamingverkleidung gemurmelt habe, kann mich von unseren dämlichen Damen, die alljährlich den Erstkommunionkurs verbrechen, keine mehr leiden.
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Dienstag, 1. April 2008 14:42
miles immaculatae: Alptraum Volxaltar
Im Zusammenhang mit der Ökobewegung der 70iger Jahre inszenierten ein paar begabte Fotografen eine Dauerausstellung „Alptraum Auto“ mit der Darstellung der absolut scheußlichsten Straßenbaumonstren der 70iger und 80iger Jahre. Die Ausstellung wirkte unter anderem durch die Darstellung einer mit einer Autobahn untertunnelten Kirche der in Idar-Oberstein „beerdigten“ Nahe etc. Bauliche Scheußlichkeiten ähnlicher Güte lassen sich seit den 70igern in fast jeder altehrwürdigen katholischen Kirche finden, in die die Herren Bischöfe einen Volksaltar haben hineinzwängen lassen. Wie wärs? Welcher begabte Fotograf macht uns eine Ausstellung „Alptraum Volxaltar“? [mehr…]
Samstag, 22. März 2008 13:01
Was soll der Quatsch. Natürlich waren Juden – jedenfalls als Mitglieder kommunistischer Horden – nicht immer nur Opfer. Auch Katholiken waren nicht immer nur Opfer. Doch der Angriff der Kommunisten und Faschisten auf Juden und Christen zielte auf die Vernichtung der kulturellen und religiösen Wurzeln der westlichen Zivilisation. Daß die Kommunisten zuerst die Christen und dann die Juden umbrachten, während die Nazis erst die Juden und dann die Christen ermordeten macht doch keinen Unterschied oder? [mehr…]
Samstag, 22. März 2008 12:26
miles immaculatae: Teufelswerk
Die Ostersequenz bestand bis in die 30er Jahre hinein aus 7 Strophen, die wie üblich im Wechselgesang zu singen waren. Die Strophe 4a
„Credendum est magis soli Mariae veraci quam Judaeorum turbae fallaci.“ entfiel, weil man in ihr einen antisemitischen Ton )lügnerische Juden) erkennen wollte.
Wenige Jahre später fanden sich die „antisemitischen“ Katholiken, gemeinsam mit den Juden in den Konzentrationslager der Nationalsozialisten.
Nach den Juden waren die katholischen Christen die religiöse Gruppe, die den höchsten Blutzoll entrichteten, die – wie die Juden – unter den totalitären Regimen des 20. Jahrhundert am meisten zu leiden hatten.
War der Weg, den man schon Anfang des Jahrhunderts beschritten hatte, vielleicht falsch? War und ist man nicht auf die Feindpropaganda hereingefallen, die vorgab, Katholiken und Juden seien Gegner? Muß es nicht als makaberer Schluß der Geschichte erscheinen, daß ausgerechnet die Katholiken, die noch am ehesten und zwar spirituell wie praktisch an der Seite der verfolgten Juden standen, sich nun als antisemitisch denunzieren lassen müssen. Ist das nicht Teil eines diabolischen Plans?
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Donnerstag, 20. März 2008 18:31
miles immaculatae: Homolka, Brumlik und Co.
Was Homolka will, hat sein Glaubensgenosse Brumlik getan. Brumlik hat die Umdichtung der Bibel in Gestalt der „Bibel in gerechter Sprache“ mitveranwortet und gefördert. Dort begegnet uns der politisch korrekte Rabbi Jesus, den wir Christen, wie uns Homolka in diesem Artikel vorwirft, völlig falsch verstanden haben. Da wächst doch zusammen, was zusammengehört, das politisch korrekte Neochristentumdas aus Jesus wahlweise einen Reformrabbi, einen Gutmenschen einen Frühfeministen macht und dafür unbedenklich die Inhalte der Bibel in ihr Gegenteil verkehrt. [mehr…]
Donnerstag, 20. März 2008 15:00
miles immaculatae: Hab ich auch mal gedacht
Als ich zum ersten Mal an einer katholischen Messe teilnahm – das war vor gar nicht so vielen Jahren – habe ich auch gedacht, da fehle nichts. Bis ich mir ein Schott-Messbuch gekauft habe. Dann fiel mir auf, warum die Messe sich so ganz anders anhört, als sie sich liest. Dann las ich Mosebachs Häresie der Formlosigkeit. Dann besuchte ich eine Messe in der bayerischen Provinz. Dann hörte ich eine Choralmesse bei den Benediktinnerinnenabtei in Eibingen. Dann geriet ich durch Zufall in eine griechisch-katholische Messe. Dann nahm ich an einer Messe im tridentinischen Ritus teil. Dann erinnerte ich mich an die feierliche Abendmahlsfeier in meiner protestantischen Gemeinde in den 60er Jahren.

Dann fiel mir auf, was alles, alles an einer normalen katholischen Messe in einer fortschrittlichen deutschen Gemeinde wie der meinen fehlt. Vor allem fehlt Gott.
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Montag, 17. März 2008 13:16
miles immaculatae: Lieber Maliems
Wenn Du in den neuen Meßbüchern nachliest, wirst Du sehen, daß der Text des Invitatoriums nur auf deutsch übersetzt wurde. Es ist richtig, daß der Rest verschwunden ist, das offizielle Graduale in lateinischer Sprache unterscheidet sich aber in praktisch nichts vom Graduale von 1962 darf also nach wie vor auch in der neuen Messe gesungen werden, auch wenn es kaum einer noch tut, welcher einfache Kirchenchor wagt sich denn noch an das Graduale Triplex. Gerade den neuen Chorleitern ist geradezu ein Horror vor dem Graduale eingepflanzt worden. Für unsere Scholaleiterin ist das Graduale ein Alptraum. Ich glaube es ihr, wer sich ohne Ausbildung oder nur mit schlechter Ausbildung an die Gregorianik wagt, kann nur Schiffbruch erleiden. So weit ist die katholische liturgische Kultur eben auf den Hund gekommen, daß sich keiner mehr was traut. [mehr…]
Montag, 17. März 2008 11:22
miles immaculatae: Glaub ich nicht
Das hab ich auch schon mal so gesehen, wie es der Herr Kardinal so sieht. Aber wenn man sich mit den Texten der Messe im außerordentlichen Ritus ernsthaft befaßt, wird man feststellen, daß wir es eben mit einem Gesamtkunstwerk zu tun haben, daß nicht so ohne weiteres mit der neuen Leseordnung verknüpft werden kann. Andererseits kann man bei der Neuen Messe ohne weiteres das „alte“ Graduale verwenden, nur – es paßt halt nicht. Ich denke, das ist einfach lieb gemeint. [mehr…]
Dienstag, 11. März 2008 10:59
Also mir gefällt der neue Text besser als der alte. Den ganz alten fand ich schon immer ziemlich komisch, vor allem wegen der unterlassenen Kniebeuge. Wie seht Ihr das? [mehr…]
Freitag, 7. März 2008 18:39
miles immaculatae: Ach ja, de Ökumene
Als ich noch ein kleiner Protestant war, und regelmäßig in unserem Heimatdorf die Kirche besuchte, da saßen die Bäuerinnen noch links, hatten einen eigenen Kircheneingang trugen Kopftuch und Sonntagsstaat. Der Pfarrer war natürlich ein Mann, die Männer kamen durch ihren eigenen Eingang, trugen ihren besten Anzug, saßen rechts und zogen vor Betreten des Gotteshauses den Hut vom Kopf. Die Kirche war voll, und für meine Großmutter war der sonntäglich Gottesdienst ein Fest, das sie niemals versäumte. Nun ja, der Pfarrer sprach auch manchmal von Sünde, Tod und Teufel.

Heute werden vor protestantischen Altären auch schon mal homosexuelle Lebenspartnerschaften gesegnet, und selbst in katholischen predigen Frauen, Gott hat uns alle lieb, und was uns der Pfarrer beibringt, ist vor allem, daß wir uns vor Sünde, Tod und Teufel nicht zu fürchten haben. Komisch, daß die Kirchen so leer sind. Könnte es sein, daß die Menschen das nicht glauben wollen?
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Freitag, 7. März 2008 11:29
miles immaculatae: Bild Cranach
Das Bild stammt von Lucas Cranach dem Älteren. Und der hat auch für die katholische Seite gemalt. Vielleicht ein Indiz dafür, daß Katholizismus und Lutheranertum damals noch nicht auf zwei verschiedenen Planeten existierten. [mehr…]
Donnerstag, 6. März 2008 11:11
miles immaculatae: Konzilssekte
Konzilssekten gibt es ja wirklich, etwa „Kirche von Unten“ „Wir sind Kirche“ und was da sonst noch so kreucht und fleucht. Aber die Sancta Ecclesia selbst? Ischa mann en Ding. [mehr…]
Donnerstag, 6. März 2008 10:35
miles immaculatae: Versöhnung mit der Piusbruderschaft
Sollte das Motu Proprio wirklich eine Versöhnung mit der Piusbruderschaft bringen? Wohl kaum, es ging doch wohl eher um die Versöhnung der katholischen Kirche mit sich selbst.

Und wer an die Authenzität der „Protokolle“ glaubt, hat doch einen Knall, oder?
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Mittwoch, 5. März 2008 14:01
miles immaculatae: ACHTUNG! ENTE!
Noch einmal (ich bin Fachanwalt für Verwaltungsrecht, bitte sehr). Ein Urteil des EGMR zur Adoption durch homosexuelle Lebenspartnerschaften EXISTIERT NICHT. DIE IST EINE DURCH DIE „CHRISTEN“ IN DIE WELT GESETZTE ENTE!!! Das aktuellste Urteil des EGMR in der Sache E.B. versus France vom 22. Jan. 2008 befaßt sich mit der ADOPTIONSBERECHTIGUNG (nicht der Adoption) durch eine Einzelperson. Das Urteil stellt ausdrücklich klar, daß es hier weder um die Stiefkindadoption noch um die Adoption durch ein homosexuelles Paar geht! [mehr…]
Mittwoch, 5. März 2008 13:47
miles immaculatae: Dieses Urteil gibt es nicht!
Ein Urteil zur deutschen Rechtslage, nach der das Verbot der Adoption durch homosexuelle Lebenspartnerschaften rechtswidrig sei, existiert nicht! Oder kann mir wer die Funstelle nennen? [mehr…]
Mittwoch, 5. März 2008 09:16
miles immaculatae: Ammenmärchen
Ich weiß nun wirklich nicht, wer diese Geschichte verbreitet. Der EGMR hat lediglich über die Einzeladoption entschieden, und zwar in einem Rechtstreit mit Frankreich. Wann soll der EGMR dies entschieden haben? [mehr…]
Dienstag, 4. März 2008 14:20
miles immaculatae: Widernatürliche Homo-Unzucht
Wie paßt diese Wortwahl zum Text des KKK:

„Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen“
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Dienstag, 4. März 2008 09:16
miles immaculatae: Privatmarotte
Ach Konrad!

Verstündest du ja nur ein wenig mehr Latein und ein bißchen mehr von Ethymologie und Geschichte. Dann wüßtest Du, das motu proprio wörtlich übersetzt „aus eigenem Antrieb“ bedeutet, Marotte sich von Maria herleitet und den Narrenszepter bezeichnet, und daß Benedikts Wunsch nach einer ehrfurchts- und respektvolleren Liturgie keineswegs ein Privathobby des Papstes sondern Anliegen einer breiten Bewegung ist, die durchaus nicht auf die Leser dieses manchmal etwas merkwürdigen internet-Kanals beschränkt.

In 20 Jahren reden wir nochmal drüber. Ansonsten bye,bye.
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Samstag, 1. März 2008 11:19
miles immaculatae: Fehlmeldung
„Erst jüngst hat er in einem richtungsweisenden Urteil zur deutschen Rechtslage – dort gibt es die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle bereits – entschieden, daß Homosexuelle, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, bezüglich der Adoption von Kindern wie Eheleute zu behandeln sind.“

Das ist Unfug. Der EGMR – nicht zu verwechseln mit dem EuGH – hat in einer Grundsatzentscheidung befunden, daß bei Zulassung der Adoption durch Einzelpersonen Homosexuelle nicht aufgrund ihrer Homosexualität anders behandelt werden dürfen. In der Entscheidung E.B. versus Frankreich hält der EGMR ausdrücklich fest, daß es in dieser Sache nicht um die Stiefkindadoption des Kindes eines Partneres einer Homo-Ehe geht, auch nicht um die Adoption eines Kindes durch ein homosexuelle Paar. Wer solchen Unsinn verbreitet, fällt auf die Propaganda der Homo-Lobby herein, die behauptet, der EGMR fordere in der Adoptionsfrage die Gleichbehandlung von Lebensnpartnerschaften mit der Ehe zwischen Mann und Frau.
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Dienstag, 26. Februar 2008 17:26
miles immaculatae: Oh ja! Freiheit!
Wer in einen Gottesdienst mit lateinischer Sprache gehen möchte, der soll es einfach tun und wer es nicht mag, der wird es einfach lassen

Wenn man könnte, wie man wollte. Die örtlichen Pfarrer haben in Deutschland rund fünfzig Anträge nach dem motu proprio abblitzen lassen, vorwiegend mit fadenscheinigen Argumente. Hierorts kenn ich ja meine Pappenheimer. Die wollen einfach nicht.
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Dienstag, 26. Februar 2008 11:17
miles immaculatae: Katholische Faschisten?
„Schwenkt der Zeitgeist wieder in die andere Richutng, werden die Katholiken wieder an vorderster Front mitmarschieren.“

Tja, die historische Wahrheit, meine lieben Antifas ist eine andere. Die letzten beiden Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Spiegel und Knobloch haben ihr Leben mutigen Katholiken zu verdanken, die sie vor den Nazis versteckt haben. Knoblochs Retterin hat dafür Schimpf und Schande in Kauf genommen. Was das Verhältnis Katholizismus und Faschismus angeht, kann man bei dem jüdischen Gelehrten Max Horkheimer vieles nachlesen, was euch wohl nicht in den Kram paßt. Horkheimers „Sehnsucht nach dem ganz Anderen“ ist nur noch antiquarisch zu bekommen, aber es gibt ja das internet. Die paar Euros für den Kauf des Buches würde Euren verkorksten Seelen und Euren desinformierten Hirnen nur gut tun.

Ich bin übrigens ein alter Sack, der noch bei dem jüdischen Gelehrten Theodor Wiesengrund Adorno Vorlesungen besucht hat. Die These vom „katholischen Faschismus“ wurde von der auf diesen Seiten so häufig beschimpften Frankfurter Schule nie geteilt. Eher schon die These vom Linksfaschismus. Ist es nicht putzig, daß heute die PDS gerade in den Regionen Wahlerfolge feiert, in denen auch die NSDAP stark war? Was wählt ihr eigentlich so, ihr Antifas?
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Dienstag, 26. Februar 2008 10:10
miles immaculatae: Progressives Judentum
Auch wenn es keiner so recht zu realisieren scheint, Homolka repräsentiert nicht das deutsche Judentum, sondern dessen progressiven Flügel. Die progressiven Juden blicken auf eine lange Geschichte zurück, sie stellen, insbesondere in den USA, teilweise die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung. Spirituell sind die Progressiven eher mit den modernen Protestanten zu vergleichen. Bedeutende Theologen haben die Progressiven eher nicht hervorgebracht. Die bekanntesten und bedeutendsten (etwa Martin Buber) zählen zum „konservativen“ Judentum. Daß der „konservative“ Jude Jacob Neusner die Neufomulierung des Karfreitagsgebetes begrüßt und verteidigt, Homolka hingegen die diplomatischen Beziehungen abbricht, sagt über das Gebet wenig, viel über die matte Spiritualiät des Herrn Homolka. Das progressive Judentum definiert sich eher völkisch als spirituell. Das Homolka auf dem Katholikentag fehlt ist eher belanglos. [mehr…]
Montag, 25. Februar 2008 18:17
Tja, wer hat nun recht? Homolka, der den jüdisch-katholischen Dialog von seiner Seite aus beendet, oder Neusner, der ihn seit Jahren führt und der die Karfreitagsbitte für begründet und angemessen hält. [mehr…]
Donnerstag, 21. Februar 2008 17:17
miles immaculatae: Lieber RRR
Ich bin 58 Jahre alt, seit 30 Jahren Rechtsanwalt seit Jahren Mitglied diverser kirchlicher Gremien, die manchmal dazu führen, daß ich den Herren Weih- und sonstigen Bischöfen begegne, und ich ziehe mir die Hose nicht mit der Kneifzange an. Die Herren Bischöfe übrigens auch nicht. I

ch glaube nicht, daß der Heilige Geist den Herrn Vorsitzenden gewählt hat, das waren die Herren Bischöfe, und daß es in der DBK höchst irdisch zugeht, mit leider all dem Fraktionsgeklüngel und Intrigenspiel, daß es hienieden nun einmal gibt. Meine Illusionen über die heiligen Herren habe ich schon vor Jahren verloren.
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Donnerstag, 21. Februar 2008 17:05
miles immaculatae: Lieber RRR
Zollitsch wollte nicht Bischof werden, das ist er ja schon. Er wollte Vorsitzender eines Gremiums werden, dessen Aufgabe faktisch die politische, mediale Repräsentanz des deutschen Katholizismus ist. Was dies bedeutet, hat er wissen müssen. Wenn er es nicht kann, dann soll er das doch in unser aller Interesse jemand den Job machen lassen, der es kann. Aber die Fraktion, die ihn auf den Schild gehoben hat, wollte es ja so.

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen und alles, was wir als Katholiken zu glauben haben. Aber ich glaube nicht an den Weihnachtsmann, und daß Fraktionsdenken und Kungelei der DBK fern ist, glaube ich auch nicht. Wir haben einen Anspruch darauf, daß die DBK einen Mann in dieses Amt wählt, der seiner Aufgabe nachkommen kann. Und wenn die DBK daran scheitert, dann dürfen wir uns beschweren.
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Donnerstag, 21. Februar 2008 16:07
miles immaculatae: Lieber kath sachs
Solange einer Mönch ist, läutet er die Glocke. Ein Bischof, der nicht in der Lage ist in der Mediengesellschaft ein Interview mit eine Kampfblatt durchzustehen, sollte sich einsalzen lassen.

Wer sich den Job anzieht, der muß ihn auch können. Er wollte doch unbedingt Vorsitzender der DBK sein.
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Donnerstag, 21. Februar 2008 15:46
miles immaculatae: Unprofessionell?
Wenn es ja nur das wäre. Das Interview ist zum Haareraufen. Der Interview unterstellt Bischof Meisner, er diskriminiere Hommosexuelle. Der Bischof schweigt. Der Interviewer behauptet, Bischof Mixa habe Frauen pauschal als Gebärmaschinen beschimpft. Der Bischof meint, solche schlimmen Worten gehörten nicht zu seinem Wortschatz. Das ist nicht unprofessionell, das ist vertrottelt. Entweder man unterstellt dem Herrn Bischof bösen Willen, dann hat er Klassenkeile verdient, tut man es nicht – und die meisten Bischöfe tun es ja nicht, weil sie ihn ganz bestimmt besser kennen als wir – muß man doch mindestens feststellen, daß dieses Interview das mit weitem Abstand dümmste Interview ist, das ein deutscher Bischof im vergangen Jahrzehnt gegeben hat. Ich habe es im vollen Wortlaut jetzt ein drittes Mal gelesen, jedes Mal schüttele ich den Kopf über so viel Impertinenz – was den Interviewer an geht – und über einen solchen Mangel an Mutterwitz, Schlagfertigkeit und Klugheit – was den Herrn Bischof angeht. [mehr…]
Mittwoch, 20. Februar 2008 10:32
miles immaculatae: Bayern versus Preußen
Ja, ja, die Geschichte wiederholt sich doch. Waren doch schon immer die bayerischen Bischöfe qua Wahlmodus römischer als die norddeutschen, die nach Maßgabe des Preußenkonkordats zu wählen sind. Könnte es sein, daß der Kulturkampf hier späte Früchte trägt? Daß die liberalen Nordkatholiken (Ausnahmen bestätigen die Regel) nun den Kulturkampf gegen die Bayern fortführen, nun aber als innerkirchliche Kämpfer für die „demokratische Reform“, die – siehe französische Revolution – nichts anderes war als eine Metapher für die Vernichtung des katholischen „Aberglaubens“. [mehr…]
Dienstag, 19. Februar 2008 14:26
Hätte man nicht einen Bischof wählen können, der sich nicht gleich beim ersten Interview mit der Kirchenhasserapostille Spiegel in sämtlichen Fallstricken verheddert, die ihm durch die spiegelischen Jounaillisten gelegt werden?

Ich könnte mir jedenfalls den einen oder anderen Bischof vorstellen, der eine wesentlich elegantere oder jedenfalls katholischere Figur abgegeben hätte.
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Montag, 18. Februar 2008 16:03
miles immaculatae: „Estremistische Grüne“
Das Thema Zölibat haben wir durch. Kommen wir also zum Thema „extremistische Grüne“. Was hat Zollitsch gesagt? „Den Schutz des Lebens etwa vertreten viele Grüne in unserem Sinne.“ Es war eine CDU-Ministerin die die Diskussion über die Verschiebung des Stichtags im Stammzellgesetz losgetreten hat, während die Fraktion der Grünen geschlossen OHNE EINEN EINZIGEN ABWEICHLER gegen die Stichtagsverschiebung gestimmt hat. Den Entwurf der FDP – keine Einschränkung bei der embryonenverbrauchenden Forschung hat – KEIN EINZIGER GRÜNER ABGEORDNETER unterschrieben. Der „GRÖSSTE TEIL DER GRÜNEN-FRAKTION hat – einschließlich des bösen „Homoideologen Beck“ den Entwurf unterschrieben, der auch das alte Stammzellgesetz abschaffen will – also gar keine embryonenverbrauchende Forschung zulassen will.

Umdenken, umschwenken liebe Redakteure!
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Montag, 18. Februar 2008 15:30
miles immaculatae: Ironie und was Zollitsch wirklich sagte
Muß mir doch noch mal ein Schild basteln „Achtung folgendes ist ironisch gemeint“ aber dann ist die Pointe ja schon gelaufen. Bin ja auch deshalb Katholik geworden, weil nicht wenige meiner lieben protestantischen Mitbrüder und -schwestern für gewöhnlich zum Lachen in den Keller gehen.

Nun ja, es gibt leider auch die grimmig katholischen.

Zollitschs Interview, daß ich den geneigten Lesern zur Lektüre empfehle, finde ich eigentlich gar nicht sooo schlimm. Über das Zölibat heißt es da „Einerseits ist die Ehelosigkeit der Priester ein großes Geschenk für unsere Kirche. Es ist immer wieder die Entscheidung, die Herausforderung: Ist Gott die Realität, für die ich alles auf diese Karte setze? Ohne die Verbindung zwischen Priesterweihe und Ehelosigkeit würden wahrscheinlich nur wenige mit diesem Ernst darüber nachdenken.“ … Frage: „Würde ihrer Kirche der Abschied vom Zölibat eher guttun oder eher schaden.“ Anwort: „Es wäre eine Revolution, bei der ein Teil der Kirche nicht mitginge.“
Fazit: Die Abschaffung des Zölibats schadet der Kirche.
Man sollte immer sehr sorgfältig unterscheiden, was ein Kirchenmann gesagt hat, und was die Presse sagt, das er gesagt habe.
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Montag, 18. Februar 2008 09:23
miles immaculatae: Ach wäre ich doch Protestant geblieben!
Der große Nachteil, der es bedeutet, Katholik zu sein, ist, daß man aus der Kirche, aus dem Bistum, aus der Gemeinde, zu der man gehört nicht einfach austreten kann. Wem die galoppierende Selbstsäkularisierung so mancher protestantischen Landeskirche nicht paßt, der kann z.B. zur SELK über treten (was ein lieber, protestantischer Freund, ehemals Dekan der theologischen Fakultät in Frankfurt, denn auch getan hat). Was aber tun, wenn man die Äußerung des Vorsitzenden der DBK einfach nur grauenvoll findet?

Ach wäre ich doch Protestant geblieben!
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Donnerstag, 14. Februar 2008 09:58
miles immaculatae: Suaviter in mode, fortiter in re
Bekanntlich bringt in Gefahr und größter Not der Mittelweg den Tod. Doch die Neuformulierung ist kein Kompromiß. Die Kirche betet nach wie vor für die Bekehrung der Juden und sie tut dies in Worten, die einen klaren biblischen Bezug haben. Ich empfehle den Aufsatz von Klaus Berger in der Tagespost vom 9.2.2008. Zu finden im Archiv der Tagespost. www.die-tagespost.de. Suaviter in modo, fortiter in re. Fehlt nur noch, daß auch die Karfreitagsbitte im ordentlichen Ritus geändert wird. Warten wir es ab. [mehr…]
Mittwoch, 13. Februar 2008 12:08
miles immaculatae: Übergang wohin?
Ich empfehle die letzte Ausgabe der „Vatikan“. Dort findet sich in einem Artikel über den scheidenden Vorsitzenden Lehmann ein sehr interessantes statement eines „sehr nachdenklichen Bischofs“, der aus der Betrachtung der bedauerlichen Vergangenheit interessante Schlüsse für eine hoffentlich hellere Zukunft zieht. Auch im internet zu lesen: www.vatican-magazin.de.

Noch einmal: über Lehmanns Politik war ich nicht stets begeistert, aber erst ist mein Bischof, einen besseren hat mir der heilige Geist nicht gewährt. Also bin ich es zufrieden.
[mehr…]
Mittwoch, 13. Februar 2008 11:40
miles immaculatae: Nur die Ruhe
Sehen wir es doch realistisch: der Spalt, der zwischen den einzelnen Bischöfen klaffen kann, ist um vieles schmaler als der sich immer weiter öffnende Spalt zwischen Katholizimus und landeskirchlichem Protestantismus (siehe Stammzell-Debatte). Dabei werden konservative Katholiken mit so manchem Evangelikalen mehr Gemeinsamkeiten finden, als mit Herrn Huber oder Frau Käßmann. Auch mit der Lehmann-Kirche verbindet uns noch viel mehr als mit der sich in immer schnellerem Tempo selbst säkularisierenden ev. Landeskirche. Und Zollitsch ist ein Übergangskandidat. Vielleicht nicht der schlechteste. Hoffen wir also und beten. [mehr…]
Dienstag, 12. Februar 2008 16:56
miles immaculatae: Wohlbeleibt
Laßt wohlbeleibte Männer um mich sein,
Mit glatten Köpfen und die nachts gut schlafen,
Der Cassius dort hat einen hohlen Blick;
Er denkt zuviel: die Leute sind gefährlich!

Warum nur, warum fällt mir Shakespeares Julius Caesar ein, wenn ich unsere wohlbeleibten Prälaten sehe?
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Dienstag, 12. Februar 2008 13:23
Der Text stammt von Professor Odenthal, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Theologischen Fakultät Fulda:

Es ist leider bezeichnend, daß kirchliche Verantwortliche das Denkmalschutzgesetz des Landes mit Verweis auf liturgische Belange aushebeln, die eigenen kirchlichen Richtlinien bezüglich des Denkmalschutzes jedoch geflissentlich übersehen. In der gesamten nachkonziliaren Diskussion finden sich liturgische Neuerungen, besonders im Hinblick auf die sogenannten Volksaltäre, stets gepaart mit Schutzbestimmungen für historisch gewachsene Kirchenausstattungen. Dabei wird in der Regel dem Denkmalschutz Vorrang vor liturgischen Belangen gegeben. Bei der Umgestaltung des Freiburger Münsters kann man sich in Bezug auf die gänzlich unnötige Abräumung der historischen Seitenaltarmensen in keiner Weise auf die nachkonziliare Liturgiereform berufen. Man unterliegt anscheinend dem weitverbreiteten Irrtum, als würde eine Neuausstattung per se eine Verbesserung der Liturgie bedeuten. Eine Veränderung des liturgischen Raumes kann das Bemühen um eine qualitativ hochwertige Liturgie zwar unterstützen, aber nicht ersetzen. Es wäre an der Zeit, daß die Denkmalschutzgesetze der Länder die Bestimmungen der kirchlichen Denkmalpflege beim Wort nehmen und vermeintliche liturgische Belange als Grund für eine Zerstörung historischer Ausstattungsgefüge in Zukunft nicht mehr zulassen.
[mehr…]
Dienstag, 12. Februar 2008 12:33
miles immaculatae: Nachkonziliarer Hardliner
Zollitsch?

Da fällt mir nur folgendes Zitat ein (es nimmt Bezug auf den Umbau der Freiburger Münsters)

Die Kirchenbauten gehören nicht den Gemeinden alleine, sondern sind Teil des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit, wie die in Freiburg mißachteten kirchlichen Dokumente immer wieder betonen.

So ein katholischer Liturgieprofessor zum Umbau des Freiburger Münsters. Noch so ein „gnadenloser Reformer“?
[mehr…]
Donnerstag, 31. Januar 2008 18:38
miles immaculatae: Defizitär
Als Christ, der sich fast mehr fünfzig Jahre zum Protestantismus gezählt hat, und im würdigen Alter von 53 Jahren zum Katholizismus konvertierte sage ich: Der Protestantismus ist defizitär, weil er defizitär sein will. Dies gilt für die Abendsmahllehre, die Ekklesiologie, die Liturgie, die Rechtfertigungslehre, mittlerweile sogar für die Mariologie. Die Defizite sind im Laufe der Jahrhunderte auch nicht etwa geringer, sondern größer geworden. Was ist eigentlich daran unfair, unanständig oder ungeschickt, diese Defizite zu benennen. Ich verstehe überhaupt nicht, was meine Ex-Mit-Protestanten daran stört (die verständigeren stört es auch gar nicht) nicht katholische Kirche zu sein.

Das ganze ist eine alberne Diskussion, die nur die „liberalen“ Katholiken führen, die realitätsferne Vorstellungen von einer irgendwie von oben kirchenamtlich verordneten Einheitskirche haben. Der weit überwiegenden Mehrheit nicht nur der Katholiken, sondern auch der Protestanten geht diese Debatte am Bürzel vorbei.
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Mittwoch, 16. Januar 2008 18:16
miles immaculatae: Karl der Großmütige
Man kann ja manches positive wie auch negative über Karl Lehmann sagen. Das Karl Lehmann mutig war, kann ich nicht erkennen. Es gehört jedenfalls wenig Mut dazu, sich mit Rom anzulegen, sehr viel mehr Mut braucht es, um sich zu Rom zu bekennen. Wer Rom kritisiert, wie es Lehmann häufig getan hat, darf sich des Beifalls der veröffentlichten Meinung gewiß sein. Wer sich zu Rom bekennt, wie es andere Bischöfe getan haben, muß sich alle häßlichen Schimpfworte anhören, die man sich nur ausdenken kann. Zum Verein für klare Aussprache hat Karl Lehmann im übrigen noch nie gehört. [mehr…]
Dienstag, 15. Januar 2008 17:52
Manches Lob tut weh. Kann mir gar nicht vorstellen, daß Bischof Lehmann sich über dieses Lob so richtig freut. [mehr…]
Dienstag, 15. Januar 2008 15:48
Bevor sich wer das Maul über meinen Bischof zerreißt, sollte der doch mal seine Rücktrittserklärung lesen. Da ist die Rede vom notwendigem Wandel, und daß es andere, jünger doch vielleicht besser machen könnten. Und da werden drei junge Bischöfe genannt, deren Namen vielleicht auch in diesen Kreisen keinen ganz schlechten Klang haben.

Bischof Lehmann hat doch recht! Und daß er nicht immer alles richtig gemacht hat, welcher Bischof, der nicht sein Amt gänzlich verfehlt hätte, wüßte das nicht. Und hat er denn wirklich alles falsch gemacht?
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Dienstag, 15. Januar 2008 13:56
miles immaculatae: Man hat sich bemüht
„Man hat sich bemüht“ diesen Spruch wollte Willy Brandt auf seinem Grabstein. Mehr ist nun nicht von uns Menschenkindern zu erwarten. Daß Lehmann aus Gesundheitsgründen zurücktritt im einem Alter, in dem man kirchenrechtlich noch einige Jährchen vor sich hätte, stimmt doch bedenklich. Offenbar ist keiner um diesen Job zu beneiden.

Laßt uns beten, daß der Nachfolger in diesen harten Zeiten ein bißchen mehr Mut und ein bißchen mehr Biß aufbringt. Es braucht doch mehr als Liebenswürdigkeit und Güte. Für den lieben Pfarrer Lehmann war dieses Amt offenbar eine Überforderung.
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Freitag, 11. Januar 2008 16:30
Hör auf Dich selbst zu belügen. In der auch poltiisch äußerst aktiven Schwulenszene in San Franzisco, zu der selbstverständlich auch jede Menge „Regenbogenfamilien“ mit Kindern und Jugendlichen gehören, befragte ein Institut die schwulen oder lesbischen Eltern, ob sie sich eigentlich wünschten, daß ihre Kinder selbst als Homosexuelle aufwachsen und leben sollten. Mehr als 90% antworteten mit nein.

Schwul sein wäre ist auch dann nicht wirklich lustig, wenn von heute auf morgen jegliche Schwulendiskriminierung aufhören würde. Schwul sein bedeutet Verzicht auf Ehe, eine Familie, ein ganz normales bürgerliches Leben, vor allem auf Kinder. Was ist denn mit den zahlreichen Päderasten, die es in der Szene gibt, die sich grundsätzlich nur in junge Männer verlieben können, die wissen, daß sie, wenn sie älter werden immer mehr auf die Prostituiertenszene angewiesen sein werden. Ist das das reine Glück? Kannst Du Dir wirklich nicht vorstellen, daß es Menschen gibt, die da raus wollen?

Warum starb Rudolph Moshammer? Weil er sich auf einen kriminellen Strichjungen eingelassen hat. Einlassen mußte, weil er keinen Partner mehr fand, der sich ohne Geld auf einen alten Schwulen einlassen wollte.
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