Sonntag, 15. Mai 2005 17:00
Lesername: miles immaculatae
Beiträge: 205
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Mittwoch, 2. Juli 2008 15:55
miles immaculatae: @RRR Kniebeuge
„Jeder Getaufte“ ist doch nicht der Herr? War dies ein freudscher Versprecher? Oder war dies genau so gemeint?

damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, (Phil. 2,10).

Vor der Präsenz beugen wir unsere Knie, wenn wir die Kirche betreten, wenn wir sie verlassen, wenn das Große Glaubensbekenntnis gebetet wird (im traditionellen ritus immer, im Neuen nur an besonderen Hochfesten), im Moment der Wandlung. Warum nicht im Moment, wenn wir das Brot empfangen?

Es ist unlogisch, laß DIR das von einem alten Vukanier sagen.
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Mittwoch, 2. Juli 2008 13:43
Wer sich beim Kommunionempfang kniet, ist also altmodisch und rückständig? Wie oft ist im Alten und Neuen Testament davon die rede, daß wir vor dem Herrn die Knie beugen sollen? Wer es also nicht tut, leugnet doch die Gegenwart des Herrn in Brot und Wein – oder liege ich da falsch? Oder ist die Bezugnahme auf die Heilige Schrift auch altmodisch und rückständig? [mehr…]
Mittwoch, 2. Juli 2008 10:57
miles immaculatae: @Brandenburgis
Die Extreme berühren sich? Leider wahr. Als ich noch ein mit dem linksextremistischen Terrorismus sympathisierender junger Mann war, habe ich dieser These vehement widersprochen. Aus der Distanz kann ich nun wenig Unterschied zwischen dem Linksfaschismus der RAF und dem Nazi-Faschismus erkennen. Horst Mahler, der damals bekannender Leninist und heute bekennender Mazi ist, übrigens auch nicht. Auch in der Auseinandersetzung mit der Kirche unterscheiden sich extremistisch-liberale Protestanten und Piusianer nur wenig. [mehr…]
Montag, 30. Juni 2008 18:39
miles immaculatae: @HBR Jüngere Lateiner
Die jüngeren singen mit Begeisterung die lateinischen Lieder aus Taizé, lassen sich von Sinead O’Connor das O filii et filiae oder das Regina caeli oder was auch immer vorsingen oder kaufen die neueste Scheibe aus Österreich. Warum singt man italienische Opern auf italienisch und nicht in Deutsch? Gregorianik und italienische Oper geht eben nicht in deutscher Sprache. [mehr…]
Montag, 30. Juni 2008 18:23
miles immaculatae: „Unverständliches Latein“
Die alten Katholiken, also die, die die liturgischen Texte noch in lateinischer Sprache kennengelernt haben, beschweren sich bei uns – ich singe in einer Schola – fast stets, wenn wir das, was sie in latein ohne Probleme auswendig mitsingen könnten, in einer ihnen unbekannte deutschen Übersetzung vortragen. So kann fast jeder das Salve Regina in der Originalsprache, fast keiner kennt die deutsche Übersetzung. Beim tantum ergo sacramentum gibt es regelmäßig Krach, wenn wir – weils der Herr Pfarrer so will – irgendeine deutsche Übersetzung zu bieten wagen. Die Katholiken waren einstmals stolz, daß sie im Gegensatz zu den doofen Evangelischen mehrsprachig aufwuchsen. [mehr…]
Montag, 30. Juni 2008 17:47
miles immaculatae: @RRR Leben oder Tod?
Eben. Alle Übersetzung führt zum Verlust von Bedeutung. Was gemeint ist, ergibt sich im konkreten Fall durch den für Bibelkenner eindeutigen Bezug. (Lukas 23, 46) Es geht um die letzten Worte Jesu am Kreuz, der Bezug ist damit endzeitlich, transzendental. Leben aber ist diesseitig gemeint. Spiritum meum bezieht sich vor allem angesichts des eindeutigen Bezuges auf die Passion auf das jenseitige Leben, Leben eben nur auf das diesseitige. Das ist eben das Ziel der sogenannten Liturgiereform. Verdiesseitigung, Veralltäglichung, Entmystifizierung. Daß wir im Stundengebet nicht mehr um das ewige Heil beten, sondern um das irdische Wohlergehen paßt in dieses Bild, wie der Arsch auf den Eimer. So wie sich heute die Gemeinde um den Altar versammelt, statt vor dem Altar, so betet sie in der Komplet nicht mehr um das „ewige Heil“ sondern nur noch um das irdische Wohlergehen. Ich habe das deutsche Stundengebet in meiner Gebetspraxis daher seit einiger Zeit zugunsten des lateinischen Breviers abgeschafft. [mehr…]
Montag, 30. Juni 2008 16:39
Unter den vielen Argumenten, die Wilfried Stroh in seinem sehr lesenswerten und humorvollen Buch „Latein ist tot“ für das Lernen des Lateinischen aufzählt ist ihm eines besonders wichtig; das das Lateinische nicht nur eine welten- und völker- sondern auch eine zeitenverbindende Sprache ist. Es ist die Sprache, in der über mehr als 2000 Jahre entscheidende Werke der europäischen Kulturgeschichte geschrieben wurden. Nun kann man die alten Texte zwar auch übersetzen, was daraus wird, wissen wir ja nur zu gut. Man kann schließlich wörtlich übersetzen oder sinngemäß, oder „interpretierend“. Dies war schon immer die Methode, mit der zur Manipulation entschlossene Akademiker das dumme Volk übervorteilt haben. Und mit manipulativen sinnentstellenden Übersetzungen alter liturgischer Texte könne wir Bände füllen. Da wird etwa aus „in manus tuas domine, commendo spirituum meum“ (In deine Hände Herre, empfehle ich meinen Geist) ein „Herr auf Dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben“. So geschehen im Stundenbuch für die deutschsprachigen Länder. Bei aller Kritik, die gegen die Reformatoren anzubringen ist – ein Martin Luther hätte sich eine solche Frechheit nicht erlaubt. [mehr…]
Donnerstag, 26. Juni 2008 16:55
miles immaculatae: @stimme der vernunft
Gibt es. Etwa im Film „Martin Luther“, der von der EKD mitfinanziert wurde. Dort zelebriert ein Priester in einer Zeit, in der Martin Luther gerade mal eine Messe zelebriert, deren sechs. Soll sogar auf einer tatsächlichen Begebenheit beruhen. Wenn ihnen staatskirchlich subventionierte antikatholische Propaganda liegt – nur zu. (Immerhin besagt die Filmsequenz, daß Luther nichts dagegen hatte, eine stille Messe zu zelebrieren, wie er bis uz seinem Tod ja auch nichts dagegen hatte, die Marienfeste zu feiern) [mehr…]
Dienstag, 24. Juni 2008 14:15
miles immaculatae: Taugenichts
Wie schon die Erfahrungen mit dem alten Gotteslob zeigen, mit seinen unerträglichen Banalisierungen mit seiner fast schon Feindschaft zu nennenden Abneigung gegen überkommene Texte und Lieder und nicht zuletzt mit der Einführung der politisch korrekten genderneutralen Sprache bei der letzten Revision- Die Gestaltung eine Gebet- und Gesangbuches für katholische Christen sollte man auf gar keinen Fall irgendeiner bischöflichen Kommission überlassen, in der sich mittelmäßige Dichter, schauerlichliberale Theologen, und verhinderte Komponisten tummeln.

Ein unabhängiges Gebet- und Gesangbuch – das wäre es doch. Macht jemand mit (Ich bin schon fleißig am Sammeln)
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Dienstag, 24. Juni 2008 10:24
miles immaculatae: Liturgische Wassersuppen
Was vom alten Gotteslob zu halten ist, läßt sich von berufener Seite geschrieben unter anderem in dem wohl schönsten deutschen kommentierten Liederbuch dem „Geistlichen Wunderhorn“ (Verlag C.H.Beck) nachlesen. Wer diese Sammlung kennt, wird wissen, warum uns manchmal so ein mulmiges Gefühl beschleicht, wenn wir das Gotteslob aufschlagen. Daß man sich nun bei der Fassung von „Es ist ein Ros entsprungen“ für die angeblich „ökumenische“ Fassung entschieden hat spricht Bände.

Ökumenisch ist an dieser Fassung, die die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens vergessen machen soll, rein gar nichts. Luther und Calvin stellten nämlich dieses Dogma, noch nicht in Frage. Erst die liberale Theologie des 20 Jahrhunderts hat mit einer meist krummen und schiefen Auslegung des Neuen Testament behauptet, dieses Dogma sei theologisch und biblisch nicht begründet. Was da „ökumenisch“ daherkommt ist nicht viel mehr als zeitgeistig. Konsequenter Weise hat man dann ja im alten Gotteslob auch die lutherischen Übersetzungen altchristlicher Hymnen, die noch weit katholischer sind, als das meiste „neue geistliche Liedgut“ ausgemerzt.
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Samstag, 21. Juni 2008 10:14
miles immaculatae: Des Kaisers neue Kleider
Bis hoch zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, bis hoch zur Ratsversammlung des Europarats, bis hoch zum Vertrag von Lissabon ist diese Ideologie schon vorgedrungen. Homosexualität ist normal, eine ganz natürliche Alternative zur Heterosexualität. Deshalb ist es geradezu gefordert, andernfalls ein Verstoß gegen Menschenrechte, schwulen Partnerschaften kein Adoptionsrecht, kein Ehegattensplitting, keine standesamtliche und kirchliche Eheschließung zu gewähren. Wer etwas anderes sagt, vergeht sich gegen den gesunden Menschenverstand.

Das Besondere an dem intelligenten Märchen von des Kaisers neuen Kleidern ist, daß der Opponent ein ganz kleines Kind ist, das sich den gesunden Menschenverstand in einem Meer der Selbstsuggestion bewahrt hat. Nur, wo ist dieses Kind?
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Mittwoch, 18. Juni 2008 17:45
„Gealterte 68er“ sind meistens nicht Mitglied von schrillen Vereinen wie „Wir sind Kirche“. Die WSK-Fuzzis sind, wie ich aus langjähriger leidvoller Erfahrung weiß in Ehren ergraute Cradle-Catholics um die 70, die in den 80er und 90er Jahren ihr revolutionäres Coming-Out erlebt haben. Das ist ja das schreckliche an dieser Sippschaft. So etwa wie Omas, die sich Hip-Hop-Platten kaufen und sich vom Friseur eine Punktfrisur frisieren lassen.

Die echten meist nicht urkatholischen sondern katholisch gewordenen 68er, die ich kenne sind grimmige ultramontan gestimmte Papisten, die tridentinische Messen besuchen, 2 Meter Ratzinger im Bücherschrank stehen haben und am Sonntag mindestens 3 mal in die Kirche rennen.
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Mittwoch, 18. Juni 2008 16:07
Zur Zeit Jesus wird die Frauentracht der Israeliten der heutigen Kleidung der arabischen Beduinen sehr ähnlich gewesen sein. Wie historische Untersuchungen zeigen – im übrigen auch Texte des alten Testaments – müssen wir uns die Bekleidung Mariens mehr oder weniger als Ganzverschleierung vorstellen. Der babylonische Talmud – der eine Menge christenfeindliche Kommentare enthält, beschimpft Maria im übrigen mit der Behauptung, sie habe ihre Haare offen getragen.

So gesehen ist das „islamische“ Kopftuch eigentlich ein genialer Anschlag auf die Scheinheiligkeit der westlichen Welt. Wie sagt doch Karl Marx – die Verhältnisse zum Tanzen bringen, indem man ihnen ihre eigene Melodie vorsingt.

Die christlichen Verhältnisse zum Tanzen bringen die Muslima mit folgender Demonstration: Seht her, wir tragen die Bekleidung die die Mutter Gottes getragen hat, wollt ihr uns das wirklich verbieten? Was seid ihr doch für Lügner!
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Mittwoch, 18. Juni 2008 14:50
Hab ich. Mit den arabischen Frauen verstand Tertullian die Traditionen des semitischen Siedlungs- und Kulturraums. Ersetze arabisch durch semitisch, und Du verstehst, was Tertullian gemeint hat. [mehr…]
Mittwoch, 18. Juni 2008 11:52
miles immaculatae: Zitat Tertullian
Aus Tertullian „De Virginibus velandis“ (um 211 a.D.)

„Der Schleier ist also das Joch für Euch (christliche Frauen). Es werden Euch die heidnischen Frauen Arabiens beschämen, welche nicht bloß ihr Haupt, sondern auch das ganze Gesicht derart verhüllen, dass es ihnen genügt, wenn sie ein einziges Auge frei haben und die lieber das Licht nur halb genießen, als ihr ganzes Antlitz prostituieren.“

Prophetisch, nicht wahr? Sie wollen uns beschämen, daß ist der entscheidende Punkt, und der Grund warum ein matt und müde gewordenes Christentum solche Problem mit den angeblich „muslimischen“ Kopftuch hat.
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Mittwoch, 18. Juni 2008 10:46
miles immaculatae: Mulitkulti?
Wer sich nur ein wenig im Alten Testament, dem Evangelium und dem Koran und den Hadithen auskennt, muß wissen, daß das Tragen eines Kopftuches für eine erwachsene Frau einer gemeinsamen jüdisch-christlich-muslimischen Tradition entspringt. Wenn muslimische Frauen heute Kopftuch tragen, dann tun sie das, was eigentlich für jüdische und christliche Frauen vor noch wenigen Jahrzehnten selbstverständlich war.

Mit multikulti hat das nichts zu tun, sondern mit dem Respekt vor einer im übrigen gemeinsamen Tradition.

Leseempfehlung; Tertullian De virginibus velandis
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Dienstag, 17. Juni 2008 14:10
miles immaculatae: Muff von tausend Jahren
„Mit brennender Sorge“ trommeln 10 Pfarrer (Priester wollen sie sich ja nicht nenne) für das sattsam bekannte Programm von Abschaffung des Priesterzölibats über Frauenordination bis zum was weiß ich noch alles. (Wer es nicht glaubt, kann ja mal die links nachvollziehen).

Nun war die berühmte Enzyklika ja in ihrer Zeit ein mutiger, ja fast halsbrechischer und für viele Unterstützer fataler Aufruf gegen den übermächtig gewordenen Nationalsozialismus. Da wird eine fatale Assoziation produziert – Wiederstand gegen die Nazis – Widerstand gegen Rom. Wie soll man das nennen? Geschichtsklitterung? Dummheit?

Präziser wäre wohl Identifikation mit dem Agressor. Unter dem Gewand der Modernisierung wird der auch von den Nazis eifrig bediente antirömische Reflex mobilisiert. Unter den Reform-Talaren Muff von tausend Jahren.
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Dienstag, 17. Juni 2008 13:45
miles immaculatae: Birettist?
He, der ist wirklich gut. Was ist eigentlich ein Sandalist? [mehr…]
Mittwoch, 11. Juni 2008 16:46
miles immaculatae: @Karl Murx
Hier gibs ja Leute mit Witz!! Kaum zu glauben unter diesen ganzen Grimmbolden und Finsterlingen. [mehr…]
Dienstag, 10. Juni 2008 18:52
miles immaculatae: Eheschließung@signum salutis
Das Problem scheint mir ein grundsätzlich falsches Verständnis des Charakters des Ehesakramentes zu sein. Das Ehesakrament spendet nicht der Priester den Eheleuten, vielmehr spenden sich die Eheleute dieses Sakrament einander. Deshalb sind nicht etwa protestantisch getaufte Eheleute deshalb gültig getraut, weil sie kirchlich getraut wurden, oder als Mitglieder der ev. Landeskirche (oder einer anderen prot. Denomination) standesamtlich getraut wurden, sondern weil sie als Getaufte einander die Ehe versprochen haben, und zwar ohne jeglichen Vorbehalt, d.h. im Sinne einer unauflöslichen, auf die Zeugung von Kindern ausgerichteten Ehe. Deshalb sind selbst Getaufte, die zum Zeitpunkt ihrer Eheschließung aus ihrer prot. Kirche ausgetreten waren, wenn der Ehekonsens vollständig war gültig und unauflöslich in einer sakramentalen Ehe miteinander verbunden. Sie können dann z.B. nicht mehr – wenn sie etwa der katholischen Kirche beitreten – kirchlich heiraten.

Für katholisch Getaufte gilt hingegen die Formpflicht, so daß zwei der katholischen Kirche angehörende Eheleute nicht gültig verheiratet sind, wenn sie nur standesamtlich heiraten, selbst dann wenn von einem vollgültigen Ehekonsens auszugehen ist.
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Dienstag, 10. Juni 2008 12:16
miles immaculatae: Bei den Jesuiten? In Sankt Georgen?
Hoffentlich ist Pfarrer Janßen in drei Jahren dann noch katholisch, oder besser gesagt, deutsch-katholisch. Kaum etwas ist für einen zum Katholizismus konvertierten schwerer zu ertragen als die aktuelle deutsch-katholische Theologie, Liturgie und gemeindliche Praxis. Als zum Katholizismus konvertierter Lutheraner weiß ich sehr gut, wovon ich rede. Manchmal scheint mir ein gut lutheranischer Gottesdienst mehr Frömmigkeit und Ernsthaftigkeit zu zeigen, als die allsonntägliche Stehimbißliturgie einer deutschen Durchschnittsgemeinde. [mehr…]
Freitag, 6. Juni 2008 17:40
miles immaculatae: @pascal123
Netter Text. Ich empfehle, daß Du es so hälst, wie es die Mönchen und Kleriker seit fast 2000 Jahren halten. Nimm Dir jeden Abend ein Vaterunser lang Zeit, und bedenke nur die Sünden, die Du heute begangen hast. Du wirst jederzeit genug finden, um Grund zu haben, das Confiteor zu sprechen.

Confiteor Deo omnipotenti, beatae Mariae semper Virgini, beato Michaeli Archangelo, beato Joanni Baptistae, sanctis Apostolis Petro et Paulo, omnibus Sanctis, et vobis fratres: quia peccavi nimis cogitatione, verbo et opera: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa. Ideo precor beatam Mariam semper Virginem, beatum Michaelem Archangelum, beatum Joannem Baptistam, sanctos Apostolos Petrum et Paulum, omnes Sanctos, et vos, fratres, orare pro me ad Dominum, Deum nostrum.

Ein zerknirschtes Herz wird der Herr nicht verschmähen.
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Donnerstag, 5. Juni 2008 13:57
miles immaculatae: Zivilcourage?
„Heute wird unter Zivilcourage das Auftreten gegen die herrschende Meinung verstanden, mit dem der Einzelne, ohne Rücksicht auf sich selbst, soziale Werte oder die Werte der Allgemeinheit vertritt, von denen er selbst überzeugt ist.“ sagt das Lexikon

Eine Vertreterin der „herrschenden Meinung“ kann doch wohl nicht mit einem Preis für Zivilcourage ausgezeichnet werden? Offenbar verstehen die Herren von Pax Christi unter Zivilcourage das „mutige“ Auftreten gegen die Lehrmeinung der Kirche. Mit Mut hat das nichts zu tun, ganz im Gegenteil. Hier wird Anpassung ausgezeichnet, nicht Widerstand. Wer so handelt, vergewaltigt die Sprache und beleidigt den gesunden Menschenverstand.
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Mittwoch, 4. Juni 2008 12:46
miles immaculatae: Und das ist gut so?
Haben wir das nicht schon mal gehört. Ich bin schwul und das ist gut so (Wowereit). Ich bin ehemaliger Priester und nun in Zivilehe verheiratet und das ist gut so.

Ach ja, lieber Harro: mit 42 Jahren wird die junge Braut wohl kaum noch viele Kinder, wenn überhaupt eines erwarten dürfen.
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Dienstag, 3. Juni 2008 10:42
miles immaculatae: Nicht nur nicht zurückgetreten
Nicht nur, daß Frau Käßmann nach ihrer Scheidung ihr Amt nicht zur Verfügung gestellt hat, es wurden auch noch Kirchenbeamte gemaßregelt, die ihr diese Konsequenz nahegelegt haben. Geht es eigentlich noch schlimmer? [mehr…]
Dienstag, 3. Juni 2008 08:59
miles immaculatae: Genosse Micha
Wer, wie Micha Brumlik, zum Beirat der Bibelverfälscher der „Bibel in gerechter Sprache“ gehört, sollte sich mit Kritik an uralten christlichen Gebeten besser zurückhalten. Der wesentliche Inhalt dieses Machwerks ist doch, aus Jesus den netten Rabbi von nebenan zu machen, der die Bibel „heute so auslegt“, statt mit Sohnes-Vollmacht den Willen Gottes zu verkünden.

1970 war Micha Brumlik Mitglied der Föderation Neue Linke, einer Organisation aus der der Frankfurter Kader der Revolutionären Zellen hervorging. Deren Aktivist Bonifatius Böse hat Anfang der siebziger in Kooperation mit der „antizionistischen“ PFLP ein mit jüdischen Passagieren besetztes Flugzeug entführt, um eine regelrechte Judenselektion durchzuführen. Von seinen „linken“ Wurzeln hat sich Genosse Micha nie distanziert. Im Gegenteil, heute ist er der politisch Korrektesten einer. Kein Gedanke an Selbstkritik. Keine Reflektion des antichristlichen Impulses der alten Neuen Linken. Der dezidiert unfromme Brumlik wirft sich zum Zensor auf, sogar zum Zensor authentischer Texte der Bibel. Das bißchen Kritik an der auch schon abgeschwächten Karfreitagsbitte können wir dann ja eigentlich locker nehmen. Ein unbelehrbarer Linker.
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Samstag, 31. Mai 2008 15:14
miles immaculatae: Das Heil kommt von den Juden
Wer die polemische Predigt der johanneischen Schriften aus dem Zusammenhang reißt, produziert nur Mißverständnisse und Antijudaismus. Tatsächlich scheint das Johannes-Evangelium das judenfeindlichste zu sein. Doch ist es gleichzeitig das am eindeutigsten judenchristliche. Der Verfasser ist ganz eindeutig Jude, mindestens einer, der sich auf einen jüdischen Kronzeugen beruf, auf jeden Fall ist dieser Evangelist der, der die jüdische Kultur, Religion und Rechtsprechung besser kennt als jeder andere Evangelist.

Die Juden, die sich nicht zu Jesus bekennen sind des Teufels, doch kommt „das Heil von den Juden.“ (Joh. 4,22). Antijüdische Bibeltexte aus dem Zusammenhang zu zitieren, ist schon seit jeher Mittel antijüdischer Polemik. Also etwa mehr Vorsicht bitte.
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Dienstag, 27. Mai 2008 17:08
Das hat Oumpf, wie der Amerikaner sagen würde. [mehr…]
Dienstag, 27. Mai 2008 15:43
Gut gebrüllt, Löwe.

Womit wir beim Thema wären, auch die Struktur der una sancta ecclesia catholica et apostolica hat ihre überzeitliche und transzendente Bedeutung. Daß der Presbyter in seiner ursprünglichen Bedeutung nicht die Rolle eines Teilzeitbeschäftigten haben konnte, sollte kirchengeschichtlich eigentlich bekannt sein. In Pfarreienverbünden, -verbänden und -kooperationen geht diese Struktur verloren. (Ganz abgesehen davon, daß aus der pilgernden Kirche mit der Vermehrung der Gremien eine sitzende wird (als PGR-Mitglied, weiß ich da ein Liedlein zu singen)) Zappt ein Hirte etwa von Herde zu Herde?

Wohl kaum, weil, wie jedes Landei weiß, dann der Wolf die Schäflein frißt.
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Dienstag, 27. Mai 2008 14:14
miles immaculatae: @clarissa et Bernd
Schauen wir mal in die Glotze: Buddhistische Mönche Sutren deklamierend, ein muslimischer Vorsänger eine Sure singend (hoffentlich eine frühe mekkanische), Benediktinische Mönche das Veni sancte spiritus intonierend. Welcher Filmemacher würde schon eine Durchschnittsgemeinde abfilmen, die – sagen wir mal – „Wenn das Brot, das wir essen, als Rose blüht“ trällert. (Ein hirnrissiger Text, unterlegt mit einer Melodie, mit der man auch einen Waschmittelspot komponieren könnte) [mehr…]
Dienstag, 27. Mai 2008 13:46
miles immaculatae: @Bernd:sacropop
Ganz recht. Sakropop (in der offiziellen Sprachregelung „Neues geistliches Lied“) ist textlich meist an den Erweckungspredigten der Zeltmissionen der 50er Jahre orientiert (meine Frau hat da missioniert, ich kenn mich da aus), stilistisch an der unsäglichen „Bibel in heutiger Sprache“, musikalisch am Schlager der Dieter-Thomas-Heck-Szene.

Mal „o filii et filiae“ von Sinead O’Connor gehört? Das ist es! Oder die Schole der Benediktinerinnen von St. Hildegard? Oder natürlich die Mönche Heiligenkreuz (derzeit Nummer 1 der Klassikcharts in Great Britain).

Das Problem ist doch, daß die „modernen“ kulturell in den sechziger (den frühen, wohlgemerkt) stecken geblieben sind. Dieter Thomas Heck statt Sinead O’Connor. Scheußlich Sache das.

Leider mag die gute Sinead, die noch so manches andere schöne alte lateinische Lied vertont hat, keiner mehr hören. Was man den guten Katholiken ja nicht verdenken kann.
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Dienstag, 27. Mai 2008 12:43
miles immaculatae: Priesterliches Dementi
Das wirklich absolut nervendste an der real existierenden Kirche ist die allgegenwärtige die eigene Existenz und Lebensweise in Frage stellende Selbstaufgabe. So hörte ich am Sonntag bei der Predigt eines allgemein als „modern“ gerühmten Priesters, Jesus haben „in der Naherwartung gelebt“ (klassisches Theorem der liberalen Theologie) wie auch Paulus, der ja vor allem vor dem Hintergrund dieser Naherwartung die Ehelosigkeit gelebt und gepredigt habe.

Ganz zu schweigen davon, daß in diesem Gottesdienst vorwiegend Sakropop zu singen war, den mein geliebtes Eheweib – eine ehemalige Baptistin – nahezu ausschließlich als Repertoire ihrer früheren baptistisch-missionarischen Gesangsgruppe identifizieren konnte.

Es gibt kein Entrinnen – vor der liberalen Theologie, vor der katholischen Selbstkasteiung vor allem vor der grauenvollen Langeweile, die so ein allgemeinchristlichstandardmäßigjanichtausderevangelischkatholischendurchschnittsnormfallendergottesdienst verbreitet.

Die Strukturen sind da wirklich nur ein Randproblem, die nervenden schullesbischen Aktionsgruppen sowieso.
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Montag, 26. Mai 2008 14:41
Eine protestantische Abendmahlslehre gibt es nicht. Während der Reformation war vielmehr die unterschiedliche Auffassung der entscheidende Streitpunkt zwischen Calvinisten und Lutheranern. (Marburger Religionsgespräch) Für die Calvinisten und Zwinglianer war das konsekrierte Brot im wesentlichen Symbol, die Lutheraner vertraten die sogenannte Konsubstantiationslehre nach der das konsekrierte Brot letztlich Brot blieb und keine sustantielle Wandlung erfuhr, jedoch Christus im Brot gegenwärtig war, die katholische Kirche vertrat und vertritt die Lehre, daß die konsekrierte Hostie wirklich in den Leib Christ umgewandelt wird, mit allen Konsequenzen. Eine katholische Kirche ist ein großes Tabernakel, in dem der wirkliche Leib Christi zur Anbetung bewahrt wird.

Immerhin spricht für die katholische Auffassung der Wortlaut der Bibel. Oder?
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Montag, 26. Mai 2008 13:40
miles immaculatae: Grundfalsch
So kommt es eben, wenn man die Liturgie nicht als geoffenbart, sondern als gemacht versteht. [mehr…]
Montag, 26. Mai 2008 13:38
miles immaculatae: Stimme aus dem lutherland
Offenbar haben bei dieser Feier sowohl die Katholiken wie auch die Protestanten wesentliche Elemente ihres Glaubensbekenntnisses schlicht vergessen. Daß sich keine protestantische Abendmahlslehre mit der katholischen verträgt, daß die Protestanten insoweit eben Andersgläubige sind, weiß nicht nur ihr Landpfarrer und sein protestantischer Kollege nicht mehr. Wenn man heute unter einem beliebigen Gremium eine Umfrage zu wesentlichen Themen der Reformation machen würde, offenbarte sich auch unter Amtschristen eine gähnende Leere. In Frankfurt läuft der städtische protestantische Dekan mit aufgeklappter Bibel in der Prozession mit. Auf einen Katholiken oder Protestanten Mitte des vergangenen Jahrhunderts hätte dies wie eine Gegendemonstration gewirkt. Null Glauben, null Wissen, null Interesse. Das passt alles zusammen. Da lob ich mir doch die „ökumene der Profile“. [mehr…]
Montag, 26. Mai 2008 09:19
miles immaculatae: Mißverständnis
Der Galube Luthers an die Realpräsenz ist nicht identisch mit dem katholischen Glaube an die Transsubstantiation. Luther und Melanchthon haben ihre Lehre selbst als die Lehre von der Konsubstantiation bezeichnet. Sie wollen damit betonen, daß die Wandlung nicht von der Mahlfeier zu lösen sei. Folge dieser Lehre ist und war allerdings, daß außerhalb der Abendmahlsfeier sich Brot wieder in Brot und Wein wieder in Wein verwandelt. Die Verehrung des konsekrierten Brotes wird damit zum „Götzendienst“. Fronleichnam war nach Luthers Meinung das schädlichste Fest überhaupt und wurde in seinem Einflußbereich konsequent unterbunden.

Dennoch feiern lutherische Christen das Heilige Abendmahl noch immer in seiner feierlichen Form, auf Kommunionbänken kniend, die zur Standardausstattung jeder lutherischen Kirche gehören. Für ehemalige Lutheraner ist aus diesem Grund die heutige Praxis des Kommunionsempfangs mehr als irritierend. Mir stehen – ehrlich gesagt – als zum Katholizismus konvertierten Lutheraner jedesmal die Haare zu Berge. Ich wage es allerdings auch nur selten, mich „in den Dreck zu werfen.“ Schließlich will man ja andere nicht beschämen.
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Samstag, 24. Mai 2008 15:13
miles immaculatae: Ja, ja, das wirkliche Leben
sieht so aus, daß in der Türkei die Geburtenrate mittlerweile ebenfalls unter 2,0 gesunken ist. Dies gilt übrigens auch für die in der Bundesrepublik lebenden Türkinnen, wie auch für die in Deutschland lebenden Musliminnen. Der Untergang Europas und die Überschwemmung desselben durch kinderreiche Muslime fällt also aus. Falscher Alarm (Alles nachzulesen u.a. im CIA Faktbook) [mehr…]
Samstag, 24. Mai 2008 14:28
miles immaculatae: Methusalix: Mach Dir nur keine Sorgen
Mein Eheweib, mit dem ich seit 36 Jahren zusammen bin, fühlt sich nicht besonders unterdrückt. Schläge hat sie auch nie bekommen. Meine Kinderlein haben einen antiautoriären Kinderladen nebst folgender antiautoriärer Alternativschule besucht, und meinen Enkeln geht es auch ganz gut. Ansonsten haben 70% meiner Mandanten einen Migrationshintergrund und gerade eben schreibe ich einen Schriftsatz für einen schwulen Mandanten, dem es um seine Aufenthaltserlaubnis geht.

Ich werd ihm wohl helfen können.

Das ändert nichts an der Tatsache, daß political correctness das Gegenteil von Toleranz, Achtung vor dem Andersdenkenden und Anderslebenden bedeutet. Ich kenne noch die Zeiten, wo von der Diskriminierung ja sogar Kriminalisierung Homosexueller wirklich die Rede sein konnte. Es ist soweit gekommen, daß noch nicht einmal ausgesprochen werden darf, daß Homosexualität „unnormal“, d.h. von der Norm Heterosexualität abweichend ist.
[mehr…]
Samstag, 24. Mai 2008 14:18
miles immaculatae: Erst mal Statistiken lesen
Wer sich mit der demographischen Entwicklung der Einwanderergeneration beschäftigt, wird sehr schnell feststellen, daß sich die Einwanderer spätestens in der 2. bis 3. Generation dem generativen Verhalten der Bevölkerungsmehrheit anpassen. Auch die türkischen Familien haben in den Folgegenerationen meist nur noch 1-2 Kinder. Warum sollten die es sich nicht gemütlich machen? Meint ihr, es gibt nur unter Deutschen den Typus des verfetteten, antriebslosen, weib- und kinderlosen Intenetjunkies? [mehr…]
Samstag, 24. Mai 2008 11:14
miles immaculatae: Tödliche Seuche
Die Political Correctness dürfte die tödlichste Seuche sein, die unsere Gesellschaft befallen hat. Mittlerweile steht die Anglikanische Kirche vor dem Aus oder zumindest vor einer nachhaltigen Spaltung weit die Schwulenlobby ohne Rücksicht auf Verlust die Installierung eines aktiv schwulen Bischofs durchgedrückt hat.
Aber selbst im Kleinen wirkt der tödliche Virus. Als ich mich vor Jahren mit der interessanten und lebendigen mulitreligiösen und mutlirassischen Tradition des Mardi Gras New Orleans beschäftigt habe , fiel mir auf, daß die meisten der alten und ruhmreichen Vereine nicht mehr existierten. Grund: die traditionell nach Rassen und Konfessionen getrennten Vereine wurde 1991 durch eine städtische Verordnung gezwungen, jeden aufzunehmen unabhängig von Rasse und Konfession, „Gender“ und „sexueller Orientierung“. Die Vereine wurde gezwungen, ihre Mitgliederlisten offenzulegen, um Verstöße gegen die Gebote der Political Correctness überprüfen zu können. Die Genehmigung von Aufzügen wurde abhängig gemacht von der Einhaltung der Verordnung. Die traditionell geheimen Vereine, darunter die drei ältesten, gaben auf. Die Verfassungsgerichte hoben die Verordnung zwar wegen Verstoßes gegen die Verfassung auf, aber die Vereine rettete das nicht mehr.
[mehr…]
Samstag, 24. Mai 2008 10:52
Bin am Fronleichnam als Himmelträger zwei Stunden mit Weihrauch benebelt worden. Um es in Komiksprache zu sagen; HUST! ROECHEL! Frage mich, ob es eine Berufsgenossenschaft für Priester gibt, die sich um die krebserregenden Stoffe in dem Knaster kümmert, der da im allgemeinen verbraten wird.

Aber Weihrauch törnt! Die euphorische Stimmung hält an! Leider den falschen Beruf gewählt.
[mehr…]
Freitag, 23. Mai 2008 15:38
Statt sex an’ drugs an’ rock’n roll, Eucharistie, Weihrauch und gregorianische Choräle. tune in, turn on, drop out! Catholicism! Wow! [mehr…]
Mittwoch, 21. Mai 2008 14:47
Fakten interessieren Sie wohl gar nicht? [mehr…]
Mittwoch, 21. Mai 2008 13:53
miles immaculatae: „Halbjüdin“ ist Nazijargon
Das jüdische Recht kennt keine halben Juden. Halbjuden ist eine Rechtskategorie der Nürnberger Rassengesetze. Danach galt als Halbjude, wer zwei jüdische Großeltern aufzuweisen hatte. Danach wäre Charlotte Knobloch in der Tat Halbjüdin. Da ihre Mutter zur jüdischen Religion konvertierte, und mit ihrem jüdischen Mann zusammenlebte, galt Charlotte Knobloch als Volljüdin. In diesem Fall gilt aber, daß nicht alles, was unter den Nazis Recht war, auch heute noch Recht ist.

Ansonsten darf man enttäuscht sein über Knoblochs Kampagne. Hat sie doch ihr Leben einer frommen Katholikin zu verdanken, die die Karfreitagsliturgie wohl noch in der von PIUS XI approbierten Fassung mitgefeiert hat. Da ist noch von den „infamen“ Juden die Rede. Das hat ihre Retterin nicht daran gehindert, Diskriminierung, üble Nachrede (sie hat Charlotte Knobloch als ihr nichteheliches Kind ausgegeben) und nach dem Krieg rassistische Beschimpfung in Kauf zu nehmen, um Gotteslohn, rettete sie doch ein Kind des auserwählten Volkes. Wirklich schade.
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Mittwoch, 21. Mai 2008 11:27
miles immaculatae: Maria semper virginis
Bis Anfang des 20 Jahrhunderts konnte man weder katholischer noch protestantischer Christ sein ohne an die immerwährende Jungfräulichkeit ante partum, peri partum und post partum zu glauben. Mit einem Wandel der protestantischen Exegese Anfang des 20igsten Jahrhunderts ist dies heute faktisch nur noch katholisch/orthodoxer Glaube. Mittlerweile – siehe den Entwurf des neuen katholischen Gesangbuches – wird zumindest aus Gesangbüchern und liturgischen Texten die „Maria semper virginis“ getilgt. Müssen wir uns mittlerweile für unseren katholischen Glauben an die allzeit jungfäuliche Gottesmutter schämen? [mehr…]
Dienstag, 20. Mai 2008 15:53
miles immaculatae: Wie oben, so unten
Die römische Kongregation für die Glaubenslehre hat 1976 jedoch erneut festgestellt, daß der katholischen Kirche aufgrund des Beispiels Jesu wie aufgrund der gesamten kirchlichen Tradition die Zulassung der Frau zum priesterlichen Amt nicht möglich erscheint. Dies ist keine letztverbindliche dogmatische Entscheidung. Die Argumente aus Schrift und Tradition haben freilich erhebliches Gewicht und müssen in der Kirche gegenüber den Argumenten aus der Forderung nach gesellschaftlicher Gleichberechtigung von Mann und Frau eindeutig das Übergewicht haben. Anders als die Frage des Priestertums stellt sich die Frage nach der Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat. Sie bedarf jedoch noch weiterführender Diskussion, vor allem aber einer Konsensbildung in der gesamten Kirche. So der von der Deutschen Bischofskonferenz verantwortete „Katechismus“. Wer sollte sich da noch wundern? [mehr…]
Freitag, 9. Mai 2008 16:07
Gegen eine Nische für den tridentinischen Reaktionär wäre doch gar nichts zu sagen, wenn sich diese Nische denn fände. Aber um eine Messe in der außerordentlichen Form am Sonntagvormittag feiern zu dürfen, muß man selbst als im Ballungsgebiet Frankfurt mindestens 100 km fahren, um dann eine Gemeinde zu finden, die gewissermaßen im Untergrund – nämlich ohne Ankündigung durch amtliche Verlautbarungsmedien – ihre kleine bescheidene Messe feiert.

Die Angebotskirche gibt es schon längst – wo denn ist die Gemeinde, die für alle in ihrem Sprengel lebende katholische Christen die einzige ist. Wem sein politisch korrekter Pastor mit seinen Wohlfühlpredigten mit Lebensberatungstendenz inclusive Eventgottesdiensten mit Rockband, alternativem Glaubensbekenntnis und VaterMutterUnser nervt, der geht halt woanders hin. Wer den römischen Meßkanon für erzreaktionär und vorkonziliar hält, wer Latein für eine tote Sprache hält, dem gregorianischen Choral neckische Liedchen vorzieht, den muß es in seiner Gemeinde auch nicht halten.

Daß auch die katholische Kirche intern niemals einheitlich und einig war, ist nicht nur eine historische Tatsache, sondern gegenwärtig. Wenn man dann nicht ausgerechnet die frömmsten und treusten Mitglieder der Kirche schurigelt, quält und vergrault, ist das doch wenigstens mal was
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Donnerstag, 8. Mai 2008 09:20
miles immaculatae: Horkheimer und Adorno
Die Behauptung, daß Adorno und Horkheimer vor allem Katholiken als anfällig für die psychische Disposition des „Autoritären Charaktes seien, ist grob unwahr. Vielmehr hat gerade Horkheimer darauf hingewiesen, daß die katholische Bevölkerung weit weniger anfällig für die Verführungen des Nationalsozialismus war, als der protestantische oder agnostische Teil der Bevölkerung. Dem widersprechen auch die Studien über den „autoritären Charakter“, in denen von religiöser Prägung nirgendwo die Rede ist.

Beide hätte sich im übrigen heftig gegen die Behauptung gewehrt, sie seien „Marxisten“. Horkheimer hat dies in einem späten Interview ausdrücklich dementiert. Wer Horkheimer und Adorno kritisiert, sollte sie auch lesen, und zwar nicht nur die in den zwanziger und dreissiger Jahren erschienenen Frühschriften.
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Mittwoch, 30. April 2008 18:20
miles immaculatae: Quatsch mit Sosse
Der babylonische Talmud, in dem tatsächlich die Behauptung vertreten wird, Jesus sei in wirklich der „Ben Pantera“ stammt aus dem vierten Jahrhundert, wenn sich der Talmud wirklich auf ältere Quelle beruft, müssen diese früheren Datums sein. In der Tat behauptet schon im zweiten Jahrhundert der antichristliche Polemiker Kelsos, daß Jesus in Wirklichkeit der Sohn eines römischen Soldaten sei. Die früheste Quelle für diese Behauptung (Kelsos nämlich) läßt sich auf das Ende des zweiten Jahrhunderts datieren. Daß die Behauptung jüdischen Ursprungs ist, ist hochwahrscheinlich, daß der babylonische Talmud diese Quelle ist, ist aber Unfug. [mehr…]
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Montag, 28. April 2008 17:34
miles immaculatae: Nachsynodales Schreiben Sacramentum caritatis
Es wäre ja schon viel gewonnen, würden die Bischöfe und Priester wenigstens die Vorgaben von Sacramentum Caritatis umsetzen. Dazu gehört unter anderem, daß die Hl. Kommunion grundsätzlich der Priester austeilt – nur in Ausnahmefällen die Kommunionhelfer. Dazu gehört, daß bei der Handkommunion der Kommunion ein „Zeichen der Ehrerbietung“ vorausgehen sollte- gemeint ist ein Kniefall. Dazu gehört, daß der Einsatz der Patene obligatorisch ist – ich trau mich schon gar nicht mehr, darauf hinzuweisen. Dazu gehört, daß jeder, der die Mundkommunion vorzieht, diese Möglichkeit auch haben soll. Da in der Regel Kommunionbänke nicht mehr existieren, ist das vor allem für ältere unmöglich, jeder der es trotzdem wünscht, muß sich auf den Boden knien und wird in der Regel scheel angesehen. Usw. Usf. [mehr…]
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