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Falschmeldung das ist eine Falschmeldung. Der Erzbischof hat nicht die Mutter exkommuniziert, sondern
Stiefvater und Mutter. Die Mutter wollte ihre beiden Kinder behalten.
Unzutreffend Daß die Kirche hinsichtlich der Abtreibung stets dieselbe Lehre vertreten habe, trifft nicht
zu. Zeitweise hat man sich tatsächlich philosophischen Spekulationen angeschlossen, nach denen zu differenzieren
sei zwischen einem beseelten und einem unbeseelten Embryo, wobei man davon ausging, daß der männliche
Fetus nach 40, der weibliche nach 80 Tagen besellt werde. Erst mit der Bulle Apostolicae sedis von 1869
wurde diese Unterscheidung auch kirchenrechtlich aufgehoben. Beide haben also unrecht. In Wirklichkeit
galt schon für die frühen Christen ein strenges Abtreibungsverbot, kehrte die Kirche 1869 also zu den
Ursprüngen zurück. Die von der aristotelischen Lehre beeinflußten Spekulationen über die Sukzessivbeseelung
wurden theologisch wie auch kirchenrechtlich 1869 endgültig beendet. Es war aber nicht schon immer so,
daß Abtreibung als Mord angesehen wurde.
Minderheitenpolitik Bisher gaben sich die Grünen stets als konsequente Verfechter der Rechte von unterdrückten
Minderheiten. Nun sind die Katholiken doch in Deutschland selbst zur unterdrückten Minderheit geworden.
Also sollte doch gelten, daß sich die Grünen für die unterdrückte Minderheit mann und frauhaft in
die Bresche werfen. Oder hab ich da was mißverstanden?
@Stimme der Unvernunft Hej, Du weißt ja sehr gut, wie es in katholischen Ehebetten zugeht. Die Statistik
zeigt uns aber, daß treu lebende und verheiratete Eheleute häufigeren und besseren Sex haben, als promiske
Singles, die durch fremde Betten hüpfen. Die Pille ist, wie Du auf dem Waschzettel nachlesen kannst,
ein ärztlich anerkannter Liebestöter (Beeinträchtigung der Libido der Frau ist eine bekannte Nebenwirkung)
und von der liebestötenden Wirkung von Lümmeltüten wollen wir erst gar nicht reden. Gut ich gehöre
ja zur Sex and Drugs and Rock n’Roll Generation aber nach der 27. Candida-Infektion und der 32. Eifersuchtsszene
kommt man doch ins Grübeln. Eine gute Ehe ist auch guter Sex.
Die Moderne als Tattergreis Schon das Bild – ein sehr gesetzter älterer Herr in ehrwürdigem Grau – zeigt
die Zeitgemäßheit dieser Bewegung. Wenn ich die Damen und Herren in meiner Gemeinde so betrachte, die
diese Thesen vertreten, so sind es vorwiegend alternativ gewandete ältere Damen und Herren, meist im
öffentlichen Dienst beschäftigt, in der Regel bereits im Vorruhestand befindlich, ergraut und in der
Diktion der 60iger Jahre befangen. Wäre ja alles gar nicht so schlimm, gäbe es da noch Alternativen.
Arme Indios Wer sich mit der südamerikanischen Missionsgeschichte befasst hat, wird alsbald erfahren,
daß die Mär von der Zwangsmissionierung der „armen Indios“ ein neuzeitliches Märchen ist. Den spanischen
Konquistadoren war an Missionierung keineswegs gelegen, sondern an Gold und Sklaven. Dabei war die Mission
eher hinderlich als nützlich. Denn die Versklavung von getauften Christen war ausdrücklich verboten.
So handelte sich Kolumbus ein Untersuchungsverfahren der Krone ein, da er die Missionsbemühungen sabotierte,
um mehr Sklaven machen zu können. Schließlich wurde Kolumbus unter dem Vorwurf, potentielle Christen
versklavt zu haben, angeklagt. Daß die von den Azteken unterdrückten Völker große Anhänger der damaligen
Religion war, ist ausgeschlossen, „verbrauchten“ die Azteken doch fast jedes fünfte Kind der von ihnen
unterworfenen Völker in blutigen Opferritualen. Vielmehr war die christliche Religion für die „armen
Indios“ deutlich interessanter als der von Menschenopfer geprägte Kult. Die Missionserfolge waren übrigens
recht bescheiden – bis zur Erscheinung der Maria von Guadalupe, die die Indios als Befreierin von der
blutrünstigen Unterdrückung der Azteken feierten. Guadalupe = Coatlaxopeuh = die der Schlange den Kopf
zertritt. Damit war die „Alte Schlange“ ebenso gemeint wie der blutdürstige aztekische Schlangengott
Quetzalcoatl.
Ach ja, die Ökumene Daß der Übertritt zum Katholizismus keine Abwertung des Protestantismus bedeuten
solle, hab ich auch mal gedacht. Bis ich meine Mitkatholiken kennengelernt habe. Denen ist eine derart
närrische Verehrung all dessen, was den Protestantismus ausmacht, eigen, daß mir gar nichts anderes
übrigbleibt, als meinen Mitkatholiken stets und ständig zu erklären, was aus welchem guten Grund keinesfalls
katholisch korrekt ist. Eine Sisyphus-Arbeit. Vor allem angesichts eines niederschmetternd niedrigen,
geradezu unterirdischen Kenntnisniveaus. daß übrigens auch diesen Artikel auszeichnet. So sind nach
lutheranischer Auffassung Pfarrer durchaus nicht „einfache Laien“. (siehe Artikel 14 der confessio augustana).
Ganz zu schweigen davon, daß es eine „evangelische Gemeinschaft“ nicht gibt, sondern allenfalls Lutheraner,
Calvinisten, brüderische Christen, Kongregationalisten etc. etc. etc. deren theologische Unterscheidungen
etwa in der Abendmahlslehre mindestens so gravierend sind, wie die theologischen Differenzen zwischen
Katholiken und Protestanten. Daß nach „evangelischer“ Lehre keine Konsekration im Abendmahl stattfindet,
ist mindestens ungenau. (siehe Artikel 10 C.A.) Richtig ist vielmehr, daß es eine „evangelische Lehre“
nicht gibt, allenfalls eine lutheranische, calvinistische etc. pp. Ach! O weh! Wo bin ich da nur reingeraten!
@Andreas Dieses ist nun wiederum keine Dialektik, sondern Nonsens. Als Jurist möchte ich dazu sagen,
daß Kritik stets legitim, Schmähkritik hingegen illegitim ist. Wenn also Bittlinger Ratzinger wegen
Schmähkritik vor einem deutschen Landgericht verklagte, müßte er sich sagen lassen, daß Ratzinger
nichts anderes dargelegt habe, als die nackte ekklesiologische Lehre der katholischen Kirche, die vor
Bittlinger noch kein Theologe als Schmähung angesehen hat. Klage abgewiesen. Verklagte hingegen Ratzinger
Bittlinger, da dieser wahrheitswidrig und ehrenrührig behauptet, die katholische Kirche schmähe die
Protestanten, müßte der Klage stattgegeben werden. Oder ist das zu kompliziert?
@ANDREAS Tja, das ist Dialektik. Eigentlich wollte die Glaubenskongregation ja niemanden beleidigen indem
sie erklärte, was dereinst (siehe die Confessio augustana) gemeinsame Überzeugung von Protestanten und
Katholiken war. Daß nämlich das protestantische Kirchenverständnis (Kirche ist dort, wo das Evangelium
recht gepredigt und die Sakramente recht gespendet werden) und katholische Kirchenverständnis (Kirche
ist die eine katholische und apostolische, also in der Sukzession der Apostel stehende Kirche) sich unterscheiden.
Wer sich von dieser einstmals allen Christen gemeinsamen Aussage beleidigt fühlt, vertritt eine Auffassung
von Ökumenismus die da behauptet, daß alle getauften Christen per sei „Kirche“ konstituieren. Damit
wird eine Kirchenverständnis zur Voraussetzung gemacht, daß noch nicht einmal von den Kongregationalisten
so ganz und gar geteilt wird. Die Fronten sind damit nicht etwa Protestanten versus Katholiken, sondern
Ökumenisten (eine besonders perfide, dumme und verlogene Sekte) gegen Katholiken, Lutheraner und Calvinisten.
Ein Lutheraner kann sich gar nicht geschmäht fühlen, weil er die Ekklesiologie der katholischen Kirche
für falsch hält.
Schrecklich, schrecklich Der Text blamiert vor allem einen Liedermacher, der ja in seiner Studienzeit
mal etwas von Theologie gehört haben muß. Aus diesem Studium sollte er wissen, daß das katholische
und das lutheranische, calvinistische etc. etc. pp. Kirchenverständnis sich nun einmal unterscheiden.
Was gibt es also zu jammern? Aus meiner Jugendzeit als protestantischer Konfirmand und Schüler eines
aufrecht-lutheranischen Pastors habe ich solches Gejammer jedenfalls nicht gehört. Obwohl damals ja die
Formel, daß die Kirche in der katholischen Kirche „subsistiere“ noch unbekannt war, vielmehr galt, daß
es außerhalb der Kirche kein Heil gäbe. Die Papisten waren damals noch Papisten, die Häretiker Häretiker.
Das Problem sind die katholisierenden Protestanten und die protestantisierenden Katholiken, kurz der ganze
windelweiche, nichtsagende, wassersuppenfade Ökumenismus. Damals konnte man seine Agressionen jedenfalls
noch raus lassen. Heute müssen wir ja alle lieb zu einander sein. Die Agressionen treffen dann die Protestanten
und Katholiken, die Protestanten und Katholiken bleiben wollen und nicht ÖkuKathoProteLutheCalvinisten.
Die Größten Friedenstörer sind die, von denen wir ansonsten nur dieses ekelsüße FriedeFreudeEierkuchen-wir-lieben-uns-doch-alle-Gesülze
hören. Love is a four letter-word, wenn es Stinker wie Bittlinger in den Mund nehmen.
„Freimaurer“ Claudius Ein anschauliches Beispiel für den grundsätzlich böswilligen Stil, und die häufig
nur halbwahren Informationen auf dieser Seite ist hier wohl die Behauptung, Claudius sei „Freimaurer“.
In der Tat trat Claudius 1774 der Loge „Zu den drei Rosen“ in Hamburg bei. 1777 gehörte er der Andreasloge
an. 1984 wurde Claudius aber aus der Mitgliederliste der Andreasloge gestrichen. Es spricht viel dafür,
daß dieser Hinauswurf mit seiner Mitgliedschaft in dem von dem Logenmitglied von Haugwitz gegründeten
„Bund der Kreuzfrommen“ zu tun hat, dem er im Jahre seines Hinauswurfs aus der Loge beitrat. Den im wörtlichen
Sinn kreuzfrommen Claudius dennoch das Etikett „Freimaurer“ anzuheften ist etwa so sinnvoll, als würde
man Aurelius Augustinus als „Manichäer“ titulieren.
Fragezeichen Die Liste ist doch in Ordnung, auch wenn sie nicht ausschließlich katholische Glaubenszeugen
enthält. Möglicherweise hat sich Claudius in seinem Kampf gegen den in seiner Zeit grassierenden Rationalismus
mehr Verdienste erworben als so mancher tapfere katholische Missionar. Schließlich ist sein frommes Lied
„Der Mond ist aufgegangen“, das subtil über den Wissenschaftsglauben seiner Zeit spotten noch immer in
aller Munde. Gegen den Ökumenismus läßt sich so manches sagen, aber daß auch der Protestant unter
den Lübecker Vier als Glaubenszeuge verehrt werden darf, stellt doch hier wohl keiner in Frage?
Macht das Sinn? Macht es nun wirklich Sinn, darüber zu spekulieren, ob Mohammed eine geschichtliche Person
ist? Kann diese Spekulation zu einem sinnvollen Ergebnis führen? Würden wir als Christen uns von den
Argumenten eines „Wissenschaftlers“ überzeugen lassen. der die Existenz Jesu Christi in Frage stellt?
Wohl kaum. Ganz abgesehen davon, daß die geschichtliche Existenz Jesu ebenso wie die geschichtliche Existenz
Muhammads von der erdrückenden Mehrheit seriöser Wissenschaftler als nachgewiesen angesehen wird. Luxenburg
gilt als Spinner. Ohlig hat uns schon vor Jahren mit obskuren Priestertrugs-Thesen zur Lehre von der göttlichen
Dreifaltigkeit „beglückt“. Wen interessieren die Thesen von interessanten, aber letztlich nicht ernstzunehmenden
Atheisten?
@RRR Jargon Habe schon fast den Eindruck, daß es wohl so ist. Tja, zwischen Sedisvakantisten und Postvatikanisten
(0der so) gibts wohl keinen Mittelweg.
Katechismus der Katholischen Kirche Wenn ich zitieren dürfte: Eine nicht geringe Anzahl von Männern
und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten
von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte
sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem
Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer
Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen. (Ziff. 2359) Wie wäre es,
wenn kreuz.net wenigstens seinen Jargon der verbindlichen Lehre anpassen würde (Homosexuelle statt Homo-Unzüchtige
etc. pp.)?
Das Gute des Schlechten Den Begriff „satanistisch“ sollte man ebenso wenig als kleine Münze im polemischen
Geschäft mißbrauchen, wie den Begriff „faschistisch“. Aber nun wissen wir ja wieder, woran wir mit den
Sedis sind. Auch wenn ich in der Rock und Pop Kultur mich ganz und gar nicht wohlfühle, den Papst halte
ich nicht – wie weiland Luther – für den Stellvertreter Satans auf dem Stuhle Petri.
Christentum und Miliz Christentum und Miliz passen sehr gut zusammen. Oder warum heißt die Militia immaculatae
so? (Waffen und Sprengstoff haben wir allerdings nicht gehortet, aber jede Menge guter Argumente). Was
regt ihr Euch über diese Truppe eigentlich auf. Hundertausende besuchen den WJT, 500 demonstrieren dagegen,
ein offenkundig äußerst wirrer Haufen von Raelianern, Genderisten, LesBiSchwulen, Kondomisten und ein
paar verirrte Hohlköpfe, die sich in ihrem kindlichen Wahn für Christen halten. Da gab es schon größere
und wichtigere Kläger. Die zu bekämpfen ist kaum lohnend. Aber den Arsch versohlen sollte man Ihnen
trotzdem. Dafür ist allerdings die jeweilige Mami zuständig.
Blick ins internet Wer sich vor diesen Typen fürchtet, sollte sich mal ansehen, aus welchen wirklichen
irren Typen sich die NoToPopeCoalition zusammensetzt. Sogar die Raelianer gehören dazu. (Die glauben,
daß die Menschheit von Außerirdischen geschaffen wurde). www.notopope.com www.kreuz.net/
Kreuz, Kreuz, Leid, Leid Kreuz, Kreuz, Leid, Leid – dieses ist der Christen Teil. So Luther. Daß bedeutet
nun nicht, daß wir Christen alles erdulden müssen. Dies schließt schon gar nicht aus, daß sich Christen
in einem gerechte Krieg gegen einen Aggressor verteidigen dürfen. Aber sie dürfen Gegendemonstranten
nicht einfach die Fresse polieren. Der Angreifer, der den Friedfertigen beschimpft, besudelt, attackiert
setzt sich ins Unrecht. Wir setzten uns ins Unrecht, wenn wir Beleidigungen mit Gewalt beantworteten.
Ich sehe mich als Soldat der Unbefleckt Empfangenen Jungfrau – der Gründer unserer Organisation, Maximilian
Kolbe hat das Unrecht auf sich genommen und das Böse besiegt.
Das kann nicht wahr sein Die Queen ist in der Tat Oberhaupt der Church of England, aber nicht der Anglican
Communion. Daß die anglikanischen Bischöfe von Amts wegen im Oberhaus sitzen, ist bekannt. Aber daß
das Oberhaus über theologische Fragen entscheidet, kommt mir doch etwas seltsam vor.
Catholic sun Wherever the catholic sun does shine, You will find laughter and good red wine, At least
I always found it so Benedicamus Domino. (Hilaire Belloc)
Rockmusik Auch wenn ich als Ex-Rockmusiker (Wimmerkeule, Schießbude und Vocals) nicht unbedingt sagen
würde, daß Rockmusik satanisch ist: Rock ist Arschwackelmusik für den Fickmarkt. Sex an drugs an Rock-n-Roll.
So falsch liegt Brandenburgis gar nicht. Satanisch ist das aber nicht. Man muß ja nicht übertreiben.
Trotzdem geht mir dieser Hardrockscheiß bei Jugendmessen eigentlich tierisch auf die Nüsse.
@Brandenburgis Ah ja. Was hast Du denn so von Bettelheim gelesen? Die Gerüchte über B.B. sind mir bekannt.
Das ändert nichts daran, daß seine Bücher zu den wichtigsten Klassikern der Pädagogik gehören, und
daß es keinen ernstzunehmenden Pädagogen gibt, er seine Analysen ernsthaft infrage stellt. Kinder sind
keine kleinen Erwachsenen, wie es die Vor-Neu-Zeit sieht. Sie sind aber auch keine kleinen Idioten, wie
die Mehrheit der tutteligen Pädagogen der Jetztzeit meint. Vor allem sind wir, die wir eine Messe besuchen,
weder große noch kleine Idioten. Einstmals waren die Katholiken stolz darauf, daß sie zweisprachig aufwuchsen.
Und heute?
Neue Musik Leider hat das Neue geistige Lied einen so grottenschlechten Ruf, daß keiner mehr moderne
Lieder sing will. Schade. Aber den Redakteuren der heutigen Gesangsbüchern gebührt dafür herzlicher
Undank. Faszinierende – aber meist schwierig zu singende – neue Lieder bleiben außen vor, richtiger Bockmist
muß gesungen werden, weil man meint, die Gemeinde nicht überfordern zu dürfen. Aber dies ist die Wurzel
des Übels – nicht nur Kinder werden als kleine Idioten behandelt, die nur lallen und stottern können,
sondern auch Erwachsene. Wie oft habe ich als still leidendes Mitglied eines Liturgieausschusses schon
hören müssen, dies sei zu schwierig – weil Latein oder Gregorianik, und man müsse doch die Menschen
„dort abholen, wo sie stehen“. Schade. Die Herren, die die Kindergottesdienste für Doofe verbrechen,
sollten sich Bücher von wirklichen Pädagogen ansehen. Bruno Bettelheim zum Beispiel. Kinder brauchen
Bücher, Kinder brauchen Märchen, Kinder brauchen die Heilige Messe.
Satanische Lehre? Sie sollten sich, mein Lieber, wie einst Nikolaus cusanus mit der „cribratio alkorani“
der Siebung des Koran beschäftigen. Sie werden dort weit mehr Urchristliches finden, als ihr noch unbedarfter
Verstand sich träumen läßt.
@Egypt_girl Daß Al Hakim wie ein Heiliger verehrt wird, ist ja bekannt. Aber seine Beliebtheit bei Christen
und Juden dürfte wahrscheinlich recht begrenzt sein.
@Hakim Al Hakim ist nicht von Christen mit dem Titel „der Wahnsinnige“ bedacht worden, sondern von seinen
Untertanen, jüdischen, wie christlichen, wie muslimischen. Es ist richtig, daß die Grabeskirche wieder
aufgebaut wurde, aber das eigentliche Heiligtum, das Grab Christi wurde zertrümmert und ist auf immer
verloren. Kann sein, daß der eine oder andere Al Hakim als Heiligen verehrt, aber Al Hakim starb unter
ungeklärten Umständen, es spricht viel dafür, daß sich seine seiner Willkürherrschaft überdrüssigen
Untertanen seiner durch Mord entledigt haben.
@Egypt_girl Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das
nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht
dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut
in voller Unterwerfung entrichten. (At-Tauba, 9,29) Unterwerfung, Tribut, Vernichtung. 1009 zerstörte
Al Hakim, der Wahnsinnige das bedeutendste Heiligtum der Christen, die Grabeskirche und vernichtete selbst
das Grab Christi. Dies, und nicht der Eroberungsdrang der Christen war der Auslöser der Kreuzzüge.
Newspeak War is peace, Freedom is slavery, ignorance is strength. pro familia ist für die Familie. Schade,
daß Orwell nicht über den Faschismus und Postfaschismus geschrieben hat. Aber linker Newspeak und rechter
Newspeak funktioniert ja eigentlich nach den selben Wirkprinzipien.
Die Weltkinder in der Mitten Die wirklich düpierten in diesem Fall, sind wohl die, die meinten, die jacobinische
Linke innerhalb der CofE würde ihre Linie nicht ohne Rücksicht auf Verluste durchpeitschen, und die
unterlegenen Konservativen aus der Kirche herausquälen. Offenbar hat Rowan Williams den Braten noch rechtzeitig
gerochen, und empfohlen, dann gleich die ganze Vorlage abzulehnen, um ein Druckmittel in der Hand zu haben.
Doch die lieben, kompromißbereiten, doofen Linksliberalen haben offenbar nicht begriffen, daß ein Kompromiß
mit den Jakobinern niemals möglich ist. So konnte es kommen, daß 2/3 der Ordination von Bischöfinnen
zustimmte, jedoch die Kompromißlinie nicht die einfache Mehrheit erhielt. Parteitagsregie at its best.
Mit der Linken gibt es keinen Kompromiß. Die Linke kennt keine Toleranz. Schade, daß diese bittere Wahrheit
immer wieder gelernt werden muß.
Jede Abtreibung hat drei Opfer Jede Abtreibung hat drei Opfer, das Kind, die Mutter und in nicht wenigen
Fällen auch den Vater. Daß das post abortion syndrom keine Erfindung religiöser Fundamentalisten ist,
sollte in diesen Kreisen eigentlich bekannt sein. Den noch lebenden Opfern einer Abtreibung solche Bilder
vorzuhalten ist menschenverachtende Quälerei, schlimmer noch Richtgeist. „Richtet nicht, auf daß ihr
nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit
welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden.“ (Math. 7,1) Potentiellen Abtreibern deutlich zu
machen, daß es hier um ein kleines Kinde geht, ist eine Sache, Horrorbilder zu verteilen ist einfach
nur zum Kotzen. Die seriösen Abtreibungsgegner machen sowas nicht, nur die Richtgeister. Die werden ganz
gegen ihre Vermutung in der Hölle schmoren.
@Protestant Als Ex-Protestant sage ich Dir: so isses eben. Was Päpste dekretieren, kann manchmal sogar
als unfehlbar gelten. Dafür weiß man auch, woran man mit der katholischen Kirche ist. Zum Ausgleich
dürfen die ProtestantInnen fast alles. Sie dürfen Frauen zu Priesterinnen machen, sogar zu Bischöfinnen,
die sich ohne Konsequenzen tragen zu müssen, scheiden lassen dürfen. Sie dürfen Schwule vor dem Altar
des Herrn als „Eheleute“ einsegnen. Sie dürfen die Bibel umdichten (siehe Bibel in gerechter Sprache,
wo beim letzten Abendmahl auch Apostelinnen anwesend waren), sie dürfen das Abendmahl mit Käsebrötchen
und Coca-Cola feiern (so geschehen auf einem der letzten Kirchentage), sie dürfen aus dem Gottesdienst
eine Pop-Oper machen, sie dürfen verhüten, abtreiben, schwul sein, sich scheiden lassen, sie dürfen
behaupten, daß Gott eine Frau ist, sie dürfen eigentlich fast alles. Kannst Du Dir vorstellen, warum
ich diesen Haufen von fanatisch pragmatischen Irren hinter mir gelassen habe?
Love and war Na ja, ist ja nichts neues. Als im Biedermeier die Damen ausschließlich Hochgeschlossenes
trugen, sollen angeblich die jungen Männer schon beim Anblick einer nackten Fessel in Ohnmacht gefallen
sein. Und es gibt nichts unerotischeres als einen Nacktbadestrand. Schon deshalb, weil Männer ihre Erektion
kontrollieren müssen. Aber das geht am Thema vorbei. Guter Sex setzt nicht lediglich voraus, daß der
Partner sexy ist, sondern daß er einfühlsam, sexuell intelligent und treu ist. Den besten Sex hat man
statistisch gesehen mit dem, dem man vor dem Traualtar ewige Treue geschworen hat. Und die katholische
Kirche hat doch recht.
Kennen wir! Beim nächsten Man wird alles besser! Beim übernächsten Mann wird alles besser! Beim überübernächsten
Mann wird alles besser! Beim überüberüber… Wie viele unglückliche Singles gibt es heute und wie
viele unglückliche Eheleute gab es gestern, vor Einführung des Ex- und Hopp-Scheidungsrechts? Hat das
mal jemand untersucht?
Anglikanische Laien? Stimmt wohl nicht so ganz. Die anglikanischen Bischöfe stehen noch immer in der
apostolischen Sukzession. Im Gegensatz zu den lutheranischen „BischöfInnen“ können sie sich als Nachfolger
der Apostel sehen. Um so bedauerlicher, daß die apostolische Tradition nun nichts mehr gelten soll.
Irrige Vorstellungen Ein evangelisches Gotteshaus kann man nicht „schänden“. Es ist nicht in der Weise
geweiht wie eine katholische Kirche geweiht ist. Es finden sich in einer evangelischen Gebetsstätte keine
Gegenstände, denen das Attribut „heilig“ zukommen könnte, weder ein mit Reliquien versehener Altar,
noch ein Tabernakel. Die evangelische Kirche besteht, ausdrücklich darauf, daß die Weihe einer Kirche
keinen Gegenständen zu kommt, sondern nur den Personen, die in diesem Haus am Gottesdienst teilnehmen.
Eine so gewissermaßen abstrakt geweihte Kirche kann meines Ermessens auch nicht „entweiht“ werden. Dies
ist vielmehr eine ganz und gar katholische Sicht der Dinge.
@RRR Kniebeuge „Jeder Getaufte“ ist doch nicht der Herr? War dies ein freudscher Versprecher? Oder war
dies genau so gemeint? damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und
Unterirdischen, (Phil. 2,10). Vor der Präsenz beugen wir unsere Knie, wenn wir die Kirche betreten, wenn
wir sie verlassen, wenn das Große Glaubensbekenntnis gebetet wird (im traditionellen ritus immer, im
Neuen nur an besonderen Hochfesten), im Moment der Wandlung. Warum nicht im Moment, wenn wir das Brot
empfangen? Es ist unlogisch, laß DIR das von einem alten Vukanier sagen.
@Aleph Wer sich beim Kommunionempfang kniet, ist also altmodisch und rückständig? Wie oft ist im Alten
und Neuen Testament davon die rede, daß wir vor dem Herrn die Knie beugen sollen? Wer es also nicht tut,
leugnet doch die Gegenwart des Herrn in Brot und Wein – oder liege ich da falsch? Oder ist die Bezugnahme
auf die Heilige Schrift auch altmodisch und rückständig?
@Brandenburgis Die Extreme berühren sich? Leider wahr. Als ich noch ein mit dem linksextremistischen
Terrorismus sympathisierender junger Mann war, habe ich dieser These vehement widersprochen. Aus der Distanz
kann ich nun wenig Unterschied zwischen dem Linksfaschismus der RAF und dem Nazi-Faschismus erkennen.
Horst Mahler, der damals bekannender Leninist und heute bekennender Mazi ist, übrigens auch nicht. Auch
in der Auseinandersetzung mit der Kirche unterscheiden sich extremistisch-liberale Protestanten und Piusianer
nur wenig.
@HBR Jüngere Lateiner Die jüngeren singen mit Begeisterung die lateinischen Lieder aus Taizé, lassen
sich von Sinead O’Connor das O filii et filiae oder das Regina caeli oder was auch immer vorsingen oder
kaufen die neueste Scheibe aus Österreich. Warum singt man italienische Opern auf italienisch und nicht
in Deutsch? Gregorianik und italienische Oper geht eben nicht in deutscher Sprache.
„Unverständliches Latein“ Die alten Katholiken, also die, die die liturgischen Texte noch in lateinischer
Sprache kennengelernt haben, beschweren sich bei uns – ich singe in einer Schola – fast stets, wenn wir
das, was sie in latein ohne Probleme auswendig mitsingen könnten, in einer ihnen unbekannte deutschen
Übersetzung vortragen. So kann fast jeder das Salve Regina in der Originalsprache, fast keiner kennt
die deutsche Übersetzung. Beim tantum ergo sacramentum gibt es regelmäßig Krach, wenn wir – weils der
Herr Pfarrer so will – irgendeine deutsche Übersetzung zu bieten wagen. Die Katholiken waren einstmals
stolz, daß sie im Gegensatz zu den doofen Evangelischen mehrsprachig aufwuchsen.
@RRR Leben oder Tod? Eben. Alle Übersetzung führt zum Verlust von Bedeutung. Was gemeint ist, ergibt
sich im konkreten Fall durch den für Bibelkenner eindeutigen Bezug. (Lukas 23, 46) Es geht um die letzten
Worte Jesu am Kreuz, der Bezug ist damit endzeitlich, transzendental. Leben aber ist diesseitig gemeint.
Spiritum meum bezieht sich vor allem angesichts des eindeutigen Bezuges auf die Passion auf das jenseitige
Leben, Leben eben nur auf das diesseitige. Das ist eben das Ziel der sogenannten Liturgiereform. Verdiesseitigung,
Veralltäglichung, Entmystifizierung. Daß wir im Stundengebet nicht mehr um das ewige Heil beten, sondern
um das irdische Wohlergehen paßt in dieses Bild, wie der Arsch auf den Eimer. So wie sich heute die Gemeinde
um den Altar versammelt, statt vor dem Altar, so betet sie in der Komplet nicht mehr um das „ewige Heil“
sondern nur noch um das irdische Wohlergehen. Ich habe das deutsche Stundengebet in meiner Gebetspraxis
daher seit einiger Zeit zugunsten des lateinischen Breviers abgeschafft.
@Genoveva Unter den vielen Argumenten, die Wilfried Stroh in seinem sehr lesenswerten und humorvollen
Buch „Latein ist tot“ für das Lernen des Lateinischen aufzählt ist ihm eines besonders wichtig; das
das Lateinische nicht nur eine welten- und völker- sondern auch eine zeitenverbindende Sprache ist. Es
ist die Sprache, in der über mehr als 2000 Jahre entscheidende Werke der europäischen Kulturgeschichte
geschrieben wurden. Nun kann man die alten Texte zwar auch übersetzen, was daraus wird, wissen wir ja
nur zu gut. Man kann schließlich wörtlich übersetzen oder sinngemäß, oder „interpretierend“. Dies
war schon immer die Methode, mit der zur Manipulation entschlossene Akademiker das dumme Volk übervorteilt
haben. Und mit manipulativen sinnentstellenden Übersetzungen alter liturgischer Texte könne wir Bände
füllen. Da wird etwa aus „in manus tuas domine, commendo spirituum meum“ (In deine Hände Herre, empfehle
ich meinen Geist) ein „Herr auf Dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben“. So geschehen
im Stundenbuch für die deutschsprachigen Länder. Bei aller Kritik, die gegen die Reformatoren anzubringen
ist – ein Martin Luther hätte sich eine solche Frechheit nicht erlaubt.
@stimme der vernunft Gibt es. Etwa im Film „Martin Luther“, der von der EKD mitfinanziert wurde. Dort
zelebriert ein Priester in einer Zeit, in der Martin Luther gerade mal eine Messe zelebriert, deren sechs.
Soll sogar auf einer tatsächlichen Begebenheit beruhen. Wenn ihnen staatskirchlich subventionierte antikatholische
Propaganda liegt – nur zu. (Immerhin besagt die Filmsequenz, daß Luther nichts dagegen hatte, eine stille
Messe zu zelebrieren, wie er bis uz seinem Tod ja auch nichts dagegen hatte, die Marienfeste zu feiern)
Taugenichts Wie schon die Erfahrungen mit dem alten Gotteslob zeigen, mit seinen unerträglichen Banalisierungen
mit seiner fast schon Feindschaft zu nennenden Abneigung gegen überkommene Texte und Lieder und nicht
zuletzt mit der Einführung der politisch korrekten genderneutralen Sprache bei der letzten Revision-
Die Gestaltung eine Gebet- und Gesangbuches für katholische Christen sollte man auf gar keinen Fall irgendeiner
bischöflichen Kommission überlassen, in der sich mittelmäßige Dichter, schauerlichliberale Theologen,
und verhinderte Komponisten tummeln. Ein unabhängiges Gebet- und Gesangbuch – das wäre es doch. Macht
jemand mit (Ich bin schon fleißig am Sammeln)
Liturgische Wassersuppen Was vom alten Gotteslob zu halten ist, läßt sich von berufener Seite geschrieben
unter anderem in dem wohl schönsten deutschen kommentierten Liederbuch dem „Geistlichen Wunderhorn“ (Verlag
C.H.Beck) nachlesen. Wer diese Sammlung kennt, wird wissen, warum uns manchmal so ein mulmiges Gefühl
beschleicht, wenn wir das Gotteslob aufschlagen. Daß man sich nun bei der Fassung von „Es ist ein Ros
entsprungen“ für die angeblich „ökumenische“ Fassung entschieden hat spricht Bände. Ökumenisch ist
an dieser Fassung, die die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens vergessen machen soll, rein gar nichts.
Luther und Calvin stellten nämlich dieses Dogma, noch nicht in Frage. Erst die liberale Theologie des
20 Jahrhunderts hat mit einer meist krummen und schiefen Auslegung des Neuen Testament behauptet, dieses
Dogma sei theologisch und biblisch nicht begründet. Was da „ökumenisch“ daherkommt ist nicht viel mehr
als zeitgeistig. Konsequenter Weise hat man dann ja im alten Gotteslob auch die lutherischen Übersetzungen
altchristlicher Hymnen, die noch weit katholischer sind, als das meiste „neue geistliche Liedgut“ ausgemerzt.
Des Kaisers neue Kleider Bis hoch zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, bis hoch zur Ratsversammlung
des Europarats, bis hoch zum Vertrag von Lissabon ist diese Ideologie schon vorgedrungen. Homosexualität
ist normal, eine ganz natürliche Alternative zur Heterosexualität. Deshalb ist es geradezu gefordert,
andernfalls ein Verstoß gegen Menschenrechte, schwulen Partnerschaften kein Adoptionsrecht, kein Ehegattensplitting,
keine standesamtliche und kirchliche Eheschließung zu gewähren. Wer etwas anderes sagt, vergeht sich
gegen den gesunden Menschenverstand. Das Besondere an dem intelligenten Märchen von des Kaisers neuen
Kleidern ist, daß der Opponent ein ganz kleines Kind ist, das sich den gesunden Menschenverstand in einem
Meer der Selbstsuggestion bewahrt hat. Nur, wo ist dieses Kind?
Protest! „Gealterte 68er“ sind meistens nicht Mitglied von schrillen Vereinen wie „Wir sind Kirche“. Die
WSK-Fuzzis sind, wie ich aus langjähriger leidvoller Erfahrung weiß in Ehren ergraute Cradle-Catholics
um die 70, die in den 80er und 90er Jahren ihr revolutionäres Coming-Out erlebt haben. Das ist ja das
schreckliche an dieser Sippschaft. So etwa wie Omas, die sich Hip-Hop-Platten kaufen und sich vom Friseur
eine Punktfrisur frisieren lassen. Die echten meist nicht urkatholischen sondern katholisch gewordenen
68er, die ich kenne sind grimmige ultramontan gestimmte Papisten, die tridentinische Messen besuchen,
2 Meter Ratzinger im Bücherschrank stehen haben und am Sonntag mindestens 3 mal in die Kirche rennen.
@Gotthard Zur Zeit Jesus wird die Frauentracht der Israeliten der heutigen Kleidung der arabischen Beduinen
sehr ähnlich gewesen sein. Wie historische Untersuchungen zeigen – im übrigen auch Texte des alten Testaments –
müssen wir uns die Bekleidung Mariens mehr oder weniger als Ganzverschleierung vorstellen. Der babylonische
Talmud – der eine Menge christenfeindliche Kommentare enthält, beschimpft Maria im übrigen mit der Behauptung,
sie habe ihre Haare offen getragen. So gesehen ist das „islamische“ Kopftuch eigentlich ein genialer Anschlag
auf die Scheinheiligkeit der westlichen Welt. Wie sagt doch Karl Marx – die Verhältnisse zum Tanzen bringen,
indem man ihnen ihre eigene Melodie vorsingt. Die christlichen Verhältnisse zum Tanzen bringen die Muslima
mit folgender Demonstration: Seht her, wir tragen die Bekleidung die die Mutter Gottes getragen hat, wollt
ihr uns das wirklich verbieten? Was seid ihr doch für Lügner!
@Gotthard Hab ich. Mit den arabischen Frauen verstand Tertullian die Traditionen des semitischen Siedlungs-
und Kulturraums. Ersetze arabisch durch semitisch, und Du verstehst, was Tertullian gemeint hat.
Zitat Tertullian Aus Tertullian „De Virginibus velandis“ (um 211 a.D.) „Der Schleier ist also das Joch
für Euch (christliche Frauen). Es werden Euch die heidnischen Frauen Arabiens beschämen, welche nicht
bloß ihr Haupt, sondern auch das ganze Gesicht derart verhüllen, dass es ihnen genügt, wenn sie ein
einziges Auge frei haben und die lieber das Licht nur halb genießen, als ihr ganzes Antlitz prostituieren.“
Prophetisch, nicht wahr? Sie wollen uns beschämen, daß ist der entscheidende Punkt, und der Grund warum
ein matt und müde gewordenes Christentum solche Problem mit den angeblich „muslimischen“ Kopftuch hat.
Mulitkulti? Wer sich nur ein wenig im Alten Testament, dem Evangelium und dem Koran und den Hadithen auskennt,
muß wissen, daß das Tragen eines Kopftuches für eine erwachsene Frau einer gemeinsamen jüdisch-christlich-muslimischen
Tradition entspringt. Wenn muslimische Frauen heute Kopftuch tragen, dann tun sie das, was eigentlich
für jüdische und christliche Frauen vor noch wenigen Jahrzehnten selbstverständlich war. Mit multikulti
hat das nichts zu tun, sondern mit dem Respekt vor einer im übrigen gemeinsamen Tradition. Leseempfehlung;
Tertullian De virginibus velandis
Muff von tausend Jahren „Mit brennender Sorge“ trommeln 10 Pfarrer (Priester wollen sie sich ja nicht
nenne) für das sattsam bekannte Programm von Abschaffung des Priesterzölibats über Frauenordination
bis zum was weiß ich noch alles. (Wer es nicht glaubt, kann ja mal die links nachvollziehen). Nun war
die berühmte Enzyklika ja in ihrer Zeit ein mutiger, ja fast halsbrechischer und für viele Unterstützer
fataler Aufruf gegen den übermächtig gewordenen Nationalsozialismus. Da wird eine fatale Assoziation
produziert – Wiederstand gegen die Nazis – Widerstand gegen Rom. Wie soll man das nennen? Geschichtsklitterung?
Dummheit? Präziser wäre wohl Identifikation mit dem Agressor. Unter dem Gewand der Modernisierung wird
der auch von den Nazis eifrig bediente antirömische Reflex mobilisiert. Unter den Reform-Talaren Muff
von tausend Jahren.
Eheschließung@signum salutis Das Problem scheint mir ein grundsätzlich falsches Verständnis des Charakters
des Ehesakramentes zu sein. Das Ehesakrament spendet nicht der Priester den Eheleuten, vielmehr spenden
sich die Eheleute dieses Sakrament einander. Deshalb sind nicht etwa protestantisch getaufte Eheleute
deshalb gültig getraut, weil sie kirchlich getraut wurden, oder als Mitglieder der ev. Landeskirche (oder
einer anderen prot. Denomination) standesamtlich getraut wurden, sondern weil sie als Getaufte einander
die Ehe versprochen haben, und zwar ohne jeglichen Vorbehalt, d.h. im Sinne einer unauflöslichen, auf
die Zeugung von Kindern ausgerichteten Ehe. Deshalb sind selbst Getaufte, die zum Zeitpunkt ihrer Eheschließung
aus ihrer prot. Kirche ausgetreten waren, wenn der Ehekonsens vollständig war gültig und unauflöslich
in einer sakramentalen Ehe miteinander verbunden. Sie können dann z.B. nicht mehr – wenn sie etwa der
katholischen Kirche beitreten – kirchlich heiraten. Für katholisch Getaufte gilt hingegen die Formpflicht,
so daß zwei der katholischen Kirche angehörende Eheleute nicht gültig verheiratet sind, wenn sie nur
standesamtlich heiraten, selbst dann wenn von einem vollgültigen Ehekonsens auszugehen ist.
Bei den Jesuiten? In Sankt Georgen? Hoffentlich ist Pfarrer Janßen in drei Jahren dann noch katholisch,
oder besser gesagt, deutsch-katholisch. Kaum etwas ist für einen zum Katholizismus konvertierten schwerer
zu ertragen als die aktuelle deutsch-katholische Theologie, Liturgie und gemeindliche Praxis. Als zum
Katholizismus konvertierter Lutheraner weiß ich sehr gut, wovon ich rede. Manchmal scheint mir ein gut
lutheranischer Gottesdienst mehr Frömmigkeit und Ernsthaftigkeit zu zeigen, als die allsonntägliche
Stehimbißliturgie einer deutschen Durchschnittsgemeinde.
@pascal123 Netter Text. Ich empfehle, daß Du es so hälst, wie es die Mönchen und Kleriker seit fast
2000 Jahren halten. Nimm Dir jeden Abend ein Vaterunser lang Zeit, und bedenke nur die Sünden, die Du
heute begangen hast. Du wirst jederzeit genug finden, um Grund zu haben, das Confiteor zu sprechen. Confiteor
Deo omnipotenti, beatae Mariae semper Virgini, beato Michaeli Archangelo, beato Joanni Baptistae, sanctis
Apostolis Petro et Paulo, omnibus Sanctis, et vobis fratres: quia peccavi nimis cogitatione, verbo et
opera: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa. Ideo precor beatam Mariam semper Virginem, beatum Michaelem
Archangelum, beatum Joannem Baptistam, sanctos Apostolos Petrum et Paulum, omnes Sanctos, et vos, fratres,
orare pro me ad Dominum, Deum nostrum. Ein zerknirschtes Herz wird der Herr nicht verschmähen.
Zivilcourage? „Heute wird unter Zivilcourage das Auftreten gegen die herrschende Meinung verstanden, mit
dem der Einzelne, ohne Rücksicht auf sich selbst, soziale Werte oder die Werte der Allgemeinheit vertritt,
von denen er selbst überzeugt ist.“ sagt das Lexikon Eine Vertreterin der „herrschenden Meinung“ kann
doch wohl nicht mit einem Preis für Zivilcourage ausgezeichnet werden? Offenbar verstehen die Herren
von Pax Christi unter Zivilcourage das „mutige“ Auftreten gegen die Lehrmeinung der Kirche. Mit Mut hat
das nichts zu tun, ganz im Gegenteil. Hier wird Anpassung ausgezeichnet, nicht Widerstand. Wer so handelt,
vergewaltigt die Sprache und beleidigt den gesunden Menschenverstand.
Und das ist gut so? Haben wir das nicht schon mal gehört. Ich bin schwul und das ist gut so (Wowereit).
Ich bin ehemaliger Priester und nun in Zivilehe verheiratet und das ist gut so. Ach ja, lieber Harro:
mit 42 Jahren wird die junge Braut wohl kaum noch viele Kinder, wenn überhaupt eines erwarten dürfen.
Nicht nur nicht zurückgetreten Nicht nur, daß Frau Käßmann nach ihrer Scheidung ihr Amt nicht zur
Verfügung gestellt hat, es wurden auch noch Kirchenbeamte gemaßregelt, die ihr diese Konsequenz nahegelegt
haben. Geht es eigentlich noch schlimmer?
Genosse Micha Wer, wie Micha Brumlik, zum Beirat der Bibelverfälscher der „Bibel in gerechter Sprache“
gehört, sollte sich mit Kritik an uralten christlichen Gebeten besser zurückhalten. Der wesentliche
Inhalt dieses Machwerks ist doch, aus Jesus den netten Rabbi von nebenan zu machen, der die Bibel „heute
so auslegt“, statt mit Sohnes-Vollmacht den Willen Gottes zu verkünden. 1970 war Micha Brumlik Mitglied
der Föderation Neue Linke, einer Organisation aus der der Frankfurter Kader der Revolutionären Zellen
hervorging. Deren Aktivist Bonifatius Böse hat Anfang der siebziger in Kooperation mit der „antizionistischen“
PFLP ein mit jüdischen Passagieren besetztes Flugzeug entführt, um eine regelrechte Judenselektion durchzuführen.
Von seinen „linken“ Wurzeln hat sich Genosse Micha nie distanziert. Im Gegenteil, heute ist er der politisch
Korrektesten einer. Kein Gedanke an Selbstkritik. Keine Reflektion des antichristlichen Impulses der alten
Neuen Linken. Der dezidiert unfromme Brumlik wirft sich zum Zensor auf, sogar zum Zensor authentischer
Texte der Bibel. Das bißchen Kritik an der auch schon abgeschwächten Karfreitagsbitte können wir dann
ja eigentlich locker nehmen. Ein unbelehrbarer Linker.
Das Heil kommt von den Juden Wer die polemische Predigt der johanneischen Schriften aus dem Zusammenhang
reißt, produziert nur Mißverständnisse und Antijudaismus. Tatsächlich scheint das Johannes-Evangelium
das judenfeindlichste zu sein. Doch ist es gleichzeitig das am eindeutigsten judenchristliche. Der Verfasser
ist ganz eindeutig Jude, mindestens einer, der sich auf einen jüdischen Kronzeugen beruf, auf jeden Fall
ist dieser Evangelist der, der die jüdische Kultur, Religion und Rechtsprechung besser kennt als jeder
andere Evangelist. Die Juden, die sich nicht zu Jesus bekennen sind des Teufels, doch kommt „das Heil
von den Juden.“ (Joh. 4,22). Antijüdische Bibeltexte aus dem Zusammenhang zu zitieren, ist schon seit
jeher Mittel antijüdischer Polemik. Also etwa mehr Vorsicht bitte.
@ Bernd Gut gebrüllt, Löwe. Womit wir beim Thema wären, auch die Struktur der una sancta ecclesia catholica
et apostolica hat ihre überzeitliche und transzendente Bedeutung. Daß der Presbyter in seiner ursprünglichen
Bedeutung nicht die Rolle eines Teilzeitbeschäftigten haben konnte, sollte kirchengeschichtlich eigentlich
bekannt sein. In Pfarreienverbünden, -verbänden und -kooperationen geht diese Struktur verloren. (Ganz
abgesehen davon, daß aus der pilgernden Kirche mit der Vermehrung der Gremien eine sitzende wird (als
PGR-Mitglied, weiß ich da ein Liedlein zu singen)) Zappt ein Hirte etwa von Herde zu Herde? Wohl kaum,
weil, wie jedes Landei weiß, dann der Wolf die Schäflein frißt.
@clarissa et Bernd Schauen wir mal in die Glotze: Buddhistische Mönche Sutren deklamierend, ein muslimischer
Vorsänger eine Sure singend (hoffentlich eine frühe mekkanische), Benediktinische Mönche das Veni sancte
spiritus intonierend. Welcher Filmemacher würde schon eine Durchschnittsgemeinde abfilmen, die – sagen
wir mal – „Wenn das Brot, das wir essen, als Rose blüht“ trällert. (Ein hirnrissiger Text, unterlegt
mit einer Melodie, mit der man auch einen Waschmittelspot komponieren könnte)
@Bernd:sacropop Ganz recht. Sakropop (in der offiziellen Sprachregelung „Neues geistliches Lied“) ist
textlich meist an den Erweckungspredigten der Zeltmissionen der 50er Jahre orientiert (meine Frau hat
da missioniert, ich kenn mich da aus), stilistisch an der unsäglichen „Bibel in heutiger Sprache“, musikalisch
am Schlager der Dieter-Thomas-Heck-Szene. Mal „o filii et filiae“ von Sinead O’Connor gehört? Das ist
es! Oder die Schole der Benediktinerinnen von St. Hildegard? Oder natürlich die Mönche Heiligenkreuz
(derzeit Nummer 1 der Klassikcharts in Great Britain). Das Problem ist doch, daß die „modernen“ kulturell
in den sechziger (den frühen, wohlgemerkt) stecken geblieben sind. Dieter Thomas Heck statt Sinead O’Connor.
Scheußlich Sache das. Leider mag die gute Sinead, die noch so manches andere schöne alte lateinische
Lied vertont hat, keiner mehr hören. Was man den guten Katholiken ja nicht verdenken kann.
Priesterliches Dementi Das wirklich absolut nervendste an der real existierenden Kirche ist die allgegenwärtige
die eigene Existenz und Lebensweise in Frage stellende Selbstaufgabe. So hörte ich am Sonntag bei der
Predigt eines allgemein als „modern“ gerühmten Priesters, Jesus haben „in der Naherwartung gelebt“ (klassisches
Theorem der liberalen Theologie) wie auch Paulus, der ja vor allem vor dem Hintergrund dieser Naherwartung
die Ehelosigkeit gelebt und gepredigt habe. Ganz zu schweigen davon, daß in diesem Gottesdienst vorwiegend
Sakropop zu singen war, den mein geliebtes Eheweib – eine ehemalige Baptistin – nahezu ausschließlich
als Repertoire ihrer früheren baptistisch-missionarischen Gesangsgruppe identifizieren konnte. Es gibt
kein Entrinnen – vor der liberalen Theologie, vor der katholischen Selbstkasteiung vor allem vor der grauenvollen
Langeweile, die so ein allgemeinchristlichstandardmäßigjanichtausderevangelischkatholischendurchschnittsnormfallendergottesdienst
verbreitet. Die Strukturen sind da wirklich nur ein Randproblem, die nervenden schullesbischen Aktionsgruppen
sowieso.
Ortwin Eine protestantische Abendmahlslehre gibt es nicht. Während der Reformation war vielmehr die unterschiedliche
Auffassung der entscheidende Streitpunkt zwischen Calvinisten und Lutheranern. (Marburger Religionsgespräch)
Für die Calvinisten und Zwinglianer war das konsekrierte Brot im wesentlichen Symbol, die Lutheraner
vertraten die sogenannte Konsubstantiationslehre nach der das konsekrierte Brot letztlich Brot blieb und
keine sustantielle Wandlung erfuhr, jedoch Christus im Brot gegenwärtig war, die katholische Kirche vertrat
und vertritt die Lehre, daß die konsekrierte Hostie wirklich in den Leib Christ umgewandelt wird, mit
allen Konsequenzen. Eine katholische Kirche ist ein großes Tabernakel, in dem der wirkliche Leib Christi
zur Anbetung bewahrt wird. Immerhin spricht für die katholische Auffassung der Wortlaut der Bibel. Oder?
Stimme aus dem lutherland Offenbar haben bei dieser Feier sowohl die Katholiken wie auch die Protestanten
wesentliche Elemente ihres Glaubensbekenntnisses schlicht vergessen. Daß sich keine protestantische Abendmahlslehre
mit der katholischen verträgt, daß die Protestanten insoweit eben Andersgläubige sind, weiß nicht
nur ihr Landpfarrer und sein protestantischer Kollege nicht mehr. Wenn man heute unter einem beliebigen
Gremium eine Umfrage zu wesentlichen Themen der Reformation machen würde, offenbarte sich auch unter
Amtschristen eine gähnende Leere. In Frankfurt läuft der städtische protestantische Dekan mit aufgeklappter
Bibel in der Prozession mit. Auf einen Katholiken oder Protestanten Mitte des vergangenen Jahrhunderts
hätte dies wie eine Gegendemonstration gewirkt. Null Glauben, null Wissen, null Interesse. Das passt
alles zusammen. Da lob ich mir doch die „ökumene der Profile“.
Mißverständnis Der Galube Luthers an die Realpräsenz ist nicht identisch mit dem katholischen Glaube
an die Transsubstantiation. Luther und Melanchthon haben ihre Lehre selbst als die Lehre von der Konsubstantiation
bezeichnet. Sie wollen damit betonen, daß die Wandlung nicht von der Mahlfeier zu lösen sei. Folge dieser
Lehre ist und war allerdings, daß außerhalb der Abendmahlsfeier sich Brot wieder in Brot und Wein wieder
in Wein verwandelt. Die Verehrung des konsekrierten Brotes wird damit zum „Götzendienst“. Fronleichnam
war nach Luthers Meinung das schädlichste Fest überhaupt und wurde in seinem Einflußbereich konsequent
unterbunden. Dennoch feiern lutherische Christen das Heilige Abendmahl noch immer in seiner feierlichen
Form, auf Kommunionbänken kniend, die zur Standardausstattung jeder lutherischen Kirche gehören. Für
ehemalige Lutheraner ist aus diesem Grund die heutige Praxis des Kommunionsempfangs mehr als irritierend.
Mir stehen – ehrlich gesagt – als zum Katholizismus konvertierten Lutheraner jedesmal die Haare zu Berge.
Ich wage es allerdings auch nur selten, mich „in den Dreck zu werfen.“ Schließlich will man ja andere
nicht beschämen.
Ja, ja, das wirkliche Leben sieht so aus, daß in der Türkei die Geburtenrate mittlerweile ebenfalls
unter 2,0 gesunken ist. Dies gilt übrigens auch für die in der Bundesrepublik lebenden Türkinnen, wie
auch für die in Deutschland lebenden Musliminnen. Der Untergang Europas und die Überschwemmung desselben
durch kinderreiche Muslime fällt also aus. Falscher Alarm (Alles nachzulesen u.a. im CIA Faktbook)
Methusalix: Mach Dir nur keine Sorgen Mein Eheweib, mit dem ich seit 36 Jahren zusammen bin, fühlt sich
nicht besonders unterdrückt. Schläge hat sie auch nie bekommen. Meine Kinderlein haben einen antiautoriären
Kinderladen nebst folgender antiautoriärer Alternativschule besucht, und meinen Enkeln geht es auch ganz
gut. Ansonsten haben 70% meiner Mandanten einen Migrationshintergrund und gerade eben schreibe ich einen
Schriftsatz für einen schwulen Mandanten, dem es um seine Aufenthaltserlaubnis geht. Ich werd ihm wohl
helfen können. Das ändert nichts an der Tatsache, daß political correctness das Gegenteil von Toleranz,
Achtung vor dem Andersdenkenden und Anderslebenden bedeutet. Ich kenne noch die Zeiten, wo von der Diskriminierung
ja sogar Kriminalisierung Homosexueller wirklich die Rede sein konnte. Es ist soweit gekommen, daß noch
nicht einmal ausgesprochen werden darf, daß Homosexualität „unnormal“, d.h. von der Norm Heterosexualität
abweichend ist.
Erst mal Statistiken lesen Wer sich mit der demographischen Entwicklung der Einwanderergeneration beschäftigt,
wird sehr schnell feststellen, daß sich die Einwanderer spätestens in der 2. bis 3. Generation dem generativen
Verhalten der Bevölkerungsmehrheit anpassen. Auch die türkischen Familien haben in den Folgegenerationen
meist nur noch 1-2 Kinder. Warum sollten die es sich nicht gemütlich machen? Meint ihr, es gibt nur unter
Deutschen den Typus des verfetteten, antriebslosen, weib- und kinderlosen Intenetjunkies?
Tödliche Seuche Die Political Correctness dürfte die tödlichste Seuche sein, die unsere Gesellschaft
befallen hat. Mittlerweile steht die Anglikanische Kirche vor dem Aus oder zumindest vor einer nachhaltigen
Spaltung weit die Schwulenlobby ohne Rücksicht auf Verlust die Installierung eines aktiv schwulen Bischofs
durchgedrückt hat. Aber selbst im Kleinen wirkt der tödliche Virus. Als ich mich vor Jahren mit der
interessanten und lebendigen mulitreligiösen und mutlirassischen Tradition des Mardi Gras New Orleans
beschäftigt habe , fiel mir auf, daß die meisten der alten und ruhmreichen Vereine nicht mehr existierten.
Grund: die traditionell nach Rassen und Konfessionen getrennten Vereine wurde 1991 durch eine städtische
Verordnung gezwungen, jeden aufzunehmen unabhängig von Rasse und Konfession, „Gender“ und „sexueller
Orientierung“. Die Vereine wurde gezwungen, ihre Mitgliederlisten offenzulegen, um Verstöße gegen die
Gebote der Political Correctness überprüfen zu können. Die Genehmigung von Aufzügen wurde abhängig
gemacht von der Einhaltung der Verordnung. Die traditionell geheimen Vereine, darunter die drei ältesten,
gaben auf. Die Verfassungsgerichte hoben die Verordnung zwar wegen Verstoßes gegen die Verfassung auf,
aber die Vereine rettete das nicht mehr.
Hust!!!! Bin am Fronleichnam als Himmelträger zwei Stunden mit Weihrauch benebelt worden. Um es in Komiksprache
zu sagen; HUST! ROECHEL! Frage mich, ob es eine Berufsgenossenschaft für Priester gibt, die sich um die
krebserregenden Stoffe in dem Knaster kümmert, der da im allgemeinen verbraten wird. Aber Weihrauch törnt!
Die euphorische Stimmung hält an! Leider den falschen Beruf gewählt.
„Halbjüdin“ ist Nazijargon Das jüdische Recht kennt keine halben Juden. Halbjuden ist eine Rechtskategorie
der Nürnberger Rassengesetze. Danach galt als Halbjude, wer zwei jüdische Großeltern aufzuweisen hatte.
Danach wäre Charlotte Knobloch in der Tat Halbjüdin. Da ihre Mutter zur jüdischen Religion konvertierte,
und mit ihrem jüdischen Mann zusammenlebte, galt Charlotte Knobloch als Volljüdin. In diesem Fall gilt
aber, daß nicht alles, was unter den Nazis Recht war, auch heute noch Recht ist. Ansonsten darf man enttäuscht
sein über Knoblochs Kampagne. Hat sie doch ihr Leben einer frommen Katholikin zu verdanken, die die Karfreitagsliturgie
wohl noch in der von PIUS XI approbierten Fassung mitgefeiert hat. Da ist noch von den „infamen“ Juden
die Rede. Das hat ihre Retterin nicht daran gehindert, Diskriminierung, üble Nachrede (sie hat Charlotte
Knobloch als ihr nichteheliches Kind ausgegeben) und nach dem Krieg rassistische Beschimpfung in Kauf
zu nehmen, um Gotteslohn, rettete sie doch ein Kind des auserwählten Volkes. Wirklich schade.
Maria semper virginis Bis Anfang des 20 Jahrhunderts konnte man weder katholischer noch protestantischer
Christ sein ohne an die immerwährende Jungfräulichkeit ante partum, peri partum und post partum zu glauben.
Mit einem Wandel der protestantischen Exegese Anfang des 20igsten Jahrhunderts ist dies heute faktisch
nur noch katholisch/orthodoxer Glaube. Mittlerweile – siehe den Entwurf des neuen katholischen Gesangbuches –
wird zumindest aus Gesangbüchern und liturgischen Texten die „Maria semper virginis“ getilgt. Müssen
wir uns mittlerweile für unseren katholischen Glauben an die allzeit jungfäuliche Gottesmutter schämen?
Wie oben, so unten Die römische Kongregation für die Glaubenslehre hat 1976 jedoch erneut festgestellt,
daß der katholischen Kirche aufgrund des Beispiels Jesu wie aufgrund der gesamten kirchlichen Tradition
die Zulassung der Frau zum priesterlichen Amt nicht möglich erscheint. Dies ist keine letztverbindliche
dogmatische Entscheidung. Die Argumente aus Schrift und Tradition haben freilich erhebliches Gewicht und
müssen in der Kirche gegenüber den Argumenten aus der Forderung nach gesellschaftlicher Gleichberechtigung
von Mann und Frau eindeutig das Übergewicht haben. Anders als die Frage des Priestertums stellt sich
die Frage nach der Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat. Sie bedarf jedoch noch weiterführender
Diskussion, vor allem aber einer Konsensbildung in der gesamten Kirche. So der von der Deutschen Bischofskonferenz
verantwortete „Katechismus“. Wer sollte sich da noch wundern?
Na ja Gegen eine Nische für den tridentinischen Reaktionär wäre doch gar nichts zu sagen, wenn sich
diese Nische denn fände. Aber um eine Messe in der außerordentlichen Form am Sonntagvormittag feiern
zu dürfen, muß man selbst als im Ballungsgebiet Frankfurt mindestens 100 km fahren, um dann eine Gemeinde
zu finden, die gewissermaßen im Untergrund – nämlich ohne Ankündigung durch amtliche Verlautbarungsmedien –
ihre kleine bescheidene Messe feiert. Die Angebotskirche gibt es schon längst – wo denn ist die Gemeinde,
die für alle in ihrem Sprengel lebende katholische Christen die einzige ist. Wem sein politisch korrekter
Pastor mit seinen Wohlfühlpredigten mit Lebensberatungstendenz inclusive Eventgottesdiensten mit Rockband,
alternativem Glaubensbekenntnis und VaterMutterUnser nervt, der geht halt woanders hin. Wer den römischen
Meßkanon für erzreaktionär und vorkonziliar hält, wer Latein für eine tote Sprache hält, dem gregorianischen
Choral neckische Liedchen vorzieht, den muß es in seiner Gemeinde auch nicht halten. Daß auch die katholische
Kirche intern niemals einheitlich und einig war, ist nicht nur eine historische Tatsache, sondern gegenwärtig.
Wenn man dann nicht ausgerechnet die frömmsten und treusten Mitglieder der Kirche schurigelt, quält
und vergrault, ist das doch wenigstens mal was
Horkheimer und Adorno Die Behauptung, daß Adorno und Horkheimer vor allem Katholiken als anfällig für
die psychische Disposition des „Autoritären Charaktes seien, ist grob unwahr. Vielmehr hat gerade Horkheimer
darauf hingewiesen, daß die katholische Bevölkerung weit weniger anfällig für die Verführungen des
Nationalsozialismus war, als der protestantische oder agnostische Teil der Bevölkerung. Dem widersprechen
auch die Studien über den „autoritären Charakter“, in denen von religiöser Prägung nirgendwo die Rede
ist. Beide hätte sich im übrigen heftig gegen die Behauptung gewehrt, sie seien „Marxisten“. Horkheimer
hat dies in einem späten Interview ausdrücklich dementiert. Wer Horkheimer und Adorno kritisiert, sollte
sie auch lesen, und zwar nicht nur die in den zwanziger und dreissiger Jahren erschienenen Frühschriften.
Quatsch mit Sosse Der babylonische Talmud, in dem tatsächlich die Behauptung vertreten wird, Jesus sei
in wirklich der „Ben Pantera“ stammt aus dem vierten Jahrhundert, wenn sich der Talmud wirklich auf ältere
Quelle beruft, müssen diese früheren Datums sein. In der Tat behauptet schon im zweiten Jahrhundert
der antichristliche Polemiker Kelsos, daß Jesus in Wirklichkeit der Sohn eines römischen Soldaten sei.
Die früheste Quelle für diese Behauptung (Kelsos nämlich) läßt sich auf das Ende des zweiten Jahrhunderts
datieren. Daß die Behauptung jüdischen Ursprungs ist, ist hochwahrscheinlich, daß der babylonische
Talmud diese Quelle ist, ist aber Unfug.
Nachsynodales Schreiben Sacramentum caritatis Es wäre ja schon viel gewonnen, würden die Bischöfe und
Priester wenigstens die Vorgaben von Sacramentum Caritatis umsetzen. Dazu gehört unter anderem, daß
die Hl. Kommunion grundsätzlich der Priester austeilt – nur in Ausnahmefällen die Kommunionhelfer. Dazu
gehört, daß bei der Handkommunion der Kommunion ein „Zeichen der Ehrerbietung“ vorausgehen sollte- gemeint
ist ein Kniefall. Dazu gehört, daß der Einsatz der Patene obligatorisch ist – ich trau mich schon gar
nicht mehr, darauf hinzuweisen. Dazu gehört, daß jeder, der die Mundkommunion vorzieht, diese Möglichkeit
auch haben soll. Da in der Regel Kommunionbänke nicht mehr existieren, ist das vor allem für ältere
unmöglich, jeder der es trotzdem wünscht, muß sich auf den Boden knien und wird in der Regel scheel
angesehen. Usw. Usf.
Lesn! Lesen! Lesen! Die Liturgieinstruktion gibt da doch eindeutigen Anweisungen; 90. «Die Gläubigen
empfangen die Kommunion kniend oder stehend, wie es die Bischofskonferenz festgelegt hat», deren Beschluß
vom Apostolischen Stuhl rekognosziert werden muß. «Wenn sie stehend kommunizieren, wird empfohlen, daß
sie vor dem Empfang des Sakramentes eine angemessene Ehrerbietung erweisen, die von denselben Normen festzulegen
ist».[176] 91. Jeder getaufte Katholik, der rechtlich nicht gehindert ist, muß deshalb zur heiligen
Kommunion zugelassen werden. Es ist also nicht gestattet, einem Christgläubigen die heilige Kommunion
beispielsweise nur deshalb zu verweigern, weil er die Eucharistie kniend oder stehend empfangen möchte.
92. Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu
empfangen,[178] soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert
hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte.
93. Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizuhalten, um die Gefahr zu
vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen.[180] So „Sacramentum
Caritatis“ aus dem Jahre 2004. Wozu also die Diskussion?
Kurt K. Was ist die sexuelle Revolution Offenbar existieren nur vage Vorstellungen darüber, was unter
sexueller Revolution eigentlich zu verstehen war. Wer es wissen will, sollte sich vor allem mit Wilhelm
Reichs Schriften befassen. Reich war der Auffassung, daß eine lebenswierige Ehe nicht funktionieren könne,
weil die wechselseitige sexuelle Attraktivität der Partner naturgesetzmäßig maximal wenige Jahre andauern
könne. Er war daher ein entschiedener Gegner jeglicher rechtlicher Bindung. Einige 68er (Reiche) haben
dem im Prinzip widersprochen. Wenn auf diesen Seiten von der sexuellen Revolution in Bezug auf die 68er
die Rede ist, liegt die Redaktion prinzipiell falsch. Reichismus wäre wohl die genauere Bezeichnung,
und der Reichismus hat seine Wurzeln bereits in den 20er Jahren, wie auch der Existenzialismus, gewissermaßen
die zweite Welle der sexuellen Revolution.
Sexychrist: Kinkerlitzchen Die „sexuelle Revolution“ in der Gestalt der Legalisierung der Abtreibung hat
5 Millionen Kindern das Leben gekostet. „Kinkerlitzchen“?
Stimme der Vernunft: Im Ernst Welche Revolution war da „nötig“? War es die Erleichterung der Ehescheidung,
die dazu führt, daß auch Ehebrecher von ihren betrogenen Ehegatten noch Unterhalt verlangen Können?
(Glaubs mir, so ist es, ich bin Anwalt) War es die Legalisierung der Abtreibung, die mitterweile zu Abtreibungsraten
von bis zu 40% führt? War es nötig, die Pornographie zu legalisieren ?(Was dazu zu sagen ist, hat Alice
Schwarzer schlüssig und gültig in ihrem letzten Buch ausgeführt) Wie sinnig ist die Legalisierung der
Prostitution in dem Sinne, daß Hure nun als „normaler Beruf“ gilt? Was bringt uns die „Safer Sex“ m.A.W.
die staatlich finanzierte Propaganda für eine vorgeblich risikofrei Sexualität? Ist eine homosexuelle
Lebenspartnerschaft, wirklich ebenso förderungswürdig wie eine „bürgrliche“ Ehe? Etc. etc. Was also –
ganz konkret – hat uns die sexuelle Revolution gebracht, außer Tränen und Tod?
Stimme der Unvernunft; Bekehrt Jungchen, ich bin ja schon Opa, aber so blöde wie Du meinst, daß wir
gewesen wären, waren wir eben nicht. Von Bekehrung kann deshalb auch keine Rede sein. Die Warnung von
der „repressiven Entsublimierung“ traf den Kern. Reiche hat in seinem heute kaum noch lesbaren Buch ein
flammendes Plädoyer für die lebenswierige Ehe geschrieben und den sexistischen Konsumismus eines Wilhelm
Reich in Grund und Boden geschrieben. Auch die 68er sind ein Problem, ein viel größeres sind ihre hirnlosen
Adepten, die Reichisten und Nietzschianer. He did ten years in Attica, reading Nietzsche and Wilhelm Reich
They threw him in the hole one time for tryin’ to stop a strike. His closest friends were black men ‘cause
they seemed to understand What it’s like to be in society with a shackle on your hand.
Stimme der Unvernunft: Nackte Zahlen Ich empfehle eine Blick in die Zahlenwerke des Bundesamtes für Statistik.
Die Zahle der Ehescheidungen ist seit der „sexuellen Revolution“ um die Hälfte gesunken, und den wenigen
Ehen, die noch geschlossen werden, werden fast die Hälfte geschieden. Freiheit? Armut! Im hach so emanzipierten
Berlin, daß sich einen unddasistgutso schwulen Oberbürgermeister leistet, enden 40% aller Schwangerschaften
mit einer Abtreibung. 30% aller Frauen werden voraussichtlich kinderlos bleiben und einsam in einem personell
unterbesetzten Pflegeheim ihr Leben beschließen, ebenso fast 40% aller Männer. Usw. usf. Für die beiden
von mir zitierten Werke (Sexfront und Sexualität und Klassenkampf) habe ich damals Material geliefert
in Form von Resolutionen unserer Bundesvorstands des „Unabhängigen und Sozialistischen Schülerbundes“)
Schon dieser Schülerbund war anno 1970 schon nicht mehr ganz glücklich über die Folgen der von ihm
mit angestossenen sexuellen Revolution. Der Untertitel von Reiches Buch lautet übrigens „Gegen die repressive
Entsublimierung“. Versteht zwar heute keine Sau, was das heißen soll, aber gegen den sexuellen Konsumismus
trifft es recht genau.
Lang ists her Das freizügige Skandinavien. Ja, ja. Heute ist Schweden das einzige Land in Europa, in
dem Prostitution verboten ist. In der Kommune I herrschte, wie man heute weiß, ein eher sexfeindliches
Klima, der sozialistische Sexualwissenschaftler Reimut Reiche („Sexualität und Klassenkampf“) klagt heute
über die Homosexualisierung der Gesellschaft und Günther Amendts („Sexfront“) Zwillingsbruder Gerhardt
Amendt schreibt sich die Finger wund gegen die Schwulen und Lesbenideologen. Tempora mutantur, die sexuelle
Revolution hat weniger Freude als ein Meer von Tränen gebracht, und ihre ehemaligen Verfechter und begeisterten
Anhänger pflegen heute bei gutbezahlten Therapeuten ihre wohlverdienten Neurosen. Wieviele gebrochene
Herzen? Wieviele tote Kinder? Wieviele „lonesome people“? Tausende? Millionen!
Hallo Kurt Offensichtlich leiden nur einige wenige Mütter an diesem Schmerz. Ist aber das Problem dieser
Frauen, sorry. Niemand hat sie gezwungen abzutreiben. Typischer Fall von denkste. Die Legalisierung der
Abtreibung hat den Druck auf Frauen, abzutreiben, massiv erhöht. Aus meiner Beratungspraxis weiß ich,
daß die schwangeren Mütter „unerwünschter“ Kinder vor allem von ihren Partnern unverblümt aufgefordert
werden, ihr Kind abzutreiben. Dasselbe gilt für herzlose Eltern, Freunde, Arbeitgeber. Ich bin Rechtsanwalt,
mir sagen die Frauen, die ich berate und vertrete die Wahrheit. Ich sammle Schreiben von unwilligen Vätern,
die den Mütter ihres Kind meist Geld bieten, damit sie selbst das „Problem“ vom Hals haben. Die Zahl
der Frauen und Männer, die man nicht vor den Folgen der Abtreibung gewarnt hat, und die ihr Leben lang
darunter leiden, dürfte in die Millionen gehen.
Libertas Ecclesiae Genau das ist das Problem; Warum lassen die meisten Priester Messbuch Messbuch sein
und feiern das Heilige Meßopfer so, wie es ihnen gerade einfällt? Warum wird so krampfhaft alles vermieden,
was als altmodisch erscheint, von Mundkommunion bis zur Zelebration hin zum Hochaltar, warum wurden allerorten
sogenannte Volksaltäre installiert, obwohl nirgendwo und niemand dies jemals vorgeschrieben hat? Ich
denke seit Jahren drüber nach, mir scheint, daß vor allem in Deutschland die Priester Opfer und Täter
einer Immunisierungstrategie sind, daß sie deshalb verkrampft alles vermeiden, was ihnen als angreifbar
erscheint.
Bitterer Winter Klartext: Promiskuität haben wir durch. Ich will ja nicht deutlicher werden. Viele Tränen,
Wenig Sex. Außerehelicher Sex. Aber will Liebe nicht Ewigkeit? Und kann ein one-nigth-stand denn Liebe
sein? Vielleicht sollte ich mich ja outen. Ich habe an Günther Amendts Sexbuch mitgearbeitet. Die Thesen
habe ich nicht nur verteidigt, sondern auch beherzigt. Zu meinem Schaden und zu Schaden meiner Geliebten.
mit fast 60 Jahren blicke ich zurück voll Zorn und Trauer. Auf den Summer of Love folgt ein langer, bitterer
Winter.
Peter Pan Der Kirche geht es nicht um die Verdammung der Sexualität schlechthin, sondern um die menschenwürdige
und erwachsene Sexualität. Ist außerehelicher Sex denn erstrebenswert? Verletzt der Ehebruch denn nicht
sowohl den Partner wie auch den zum bloßen Sexualobjekt degradierten Sexualpartner? Ist es denn kein
Verstoß gegen die Würde eines Ehepartners wenn ein Mann – so ist es ja meisten – seine Frau – die trifft
es in den meisten Fällen – gegen eine jüngere eintauscht? Im Altertum landeten die verstoßenen Frauen
in der Gosse, die getöteten Kinder in der Abfallgrube. Bis zur sexuellen Revolution des Christentums.
Die verstoßenen Frauen landen heute beim Sozialamt. Die toten Kinder werden mit dem Klinikmüll entsorgt.
Mein Gott, wie human wir doch geworden sind
RKK? HaHa? 1968 sagten wir dazu „repressive Sexualmoral der katholischen Kirche“ kurz rSkK. Bitte bei
google eingeben. Überwältigendes Ergebnis! Aber kann eine Kirche, die das Fest der geschlechtlichen
Zeugung der Gottesmutter Maria am 8.12. feiert, das Gedenken an eine Liebesnacht also, wirklich sexualfeindlich
sein? Hat eine Kirche, die die Ehe zum Sakrament erhebt, ein Problem mit dem Sex? Die Kirche hat ein Problem
mit dem nichtehelichen one-night-stand, mit dem Gummitütensex, mit der libidovernichtenden Pille, mit
Abtreibung, Ehescheidung und Ehebruch. Warum war den Juden die Scheidung noch erlaubt? „Wegen Eures Herzens
Härtigkeit“ Math. 19.8.
Pornograph Adorno Als alter Sack, der noch in Zeiten an der Frankfurter Uni studierte, als Adorno dort
noch Professor war, etwas zur Richtigstellung. Adorno hat niemals die „Freie Liebe“ propagiert im Gegenteil
Horkheimer und Adorno wandten sich in fast allen ihren Schriften gegen die von den Reichisten propagierte
vorgeblich freie Liebe ohne jede Verantwortung und ohne jeden Respekt. Die gleichsam offizielle Sexualtheorie
des SDS findet sich in Reimut Reiches „Sexualität und Klassenkampf“- Reiche kritisiert den Reichismus
in diesem schwer lesbaren Buch scharf, doch nicht Reiche, sondern der homosexuelle Amendt und Reich setzten
sich durch. Heute klagte Reiche über die „Homosexualisierung der Gesellschaft“, die er auf die Trennung
von Sexualität und Fortpflanzung zurückführt. Günther Amendt hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen,
sein Zwillingsbruder Gerhardt ist einer der profiliertesten Kritiker der Gender-Ideologie. Nicht die 68er,
sondern die Reichisten, die Existenzialisten und Destrukturalisten waren die Agenten der sogenannten „sexuellen
Revolution“
Die Juden wollen mit den Christen wirklich nichts zu tun haben? Kann so nicht ganz stimmen. Wer sich den
unsäglichen aber dennoch lesenswerten Osterartikel im Spiegel reingezogen hat (Fernet Brance sollte in
Reichweite sein) kann erfahren, daß die ersten Christen des römischen Reiches sich fast ausschließlich
aus der jüdischen Minderheit rekrutierten. Ein Blick in die Bibel zeigt, daß Paulus stets zu allererst
unter den Juden missionierte. Die Juden außerhalb Palästinas waren der christlichen Mission gegenüber
mehr als offen. Die heutigen Juden wissen, und sie wissen es nicht erst seit heute, daß sie insbesondere
bei den katholischen Christen Unterstützung finden können. Antisemitismus war bei den katholischen Christen
der 30iger Jahre wenig verbreitet, tausende von verfolgten Juden – unter anderem die amtierende Vorsitzende
des Zentralkommitees der deutschen Juden wurden von Katholiken gerettet, die den Schutz der Verfolgten
für ihre heilige Pflicht hielten, für die sie Gotteslohn erwarteten. Nur daß beide Seite beginnen,
Respekt anderes zu verstehen, als in den Nachkriegsjahren. Respekt vor dem Glauben und der Würde des
anderen bedeutet nicht, den Wahrheitsanspruch der eigenen Religion aufzugeben. Jacob Neusner darf selbst
Christus scharf angreifen und genießt dennoch selbst bei dem Papst hohen Respekt. Jacob Neusner liebt
seine christlichen Freunde und Leser, weil er seinen eigenen Glauben liebt. Micha Brumlik haßt den Katholizismus,
weil er seinen eigenen Glauben haßt.
Oh, die Stimme der Vernunft! Daß Peter Schäfer ein renommierter Wissenschaftler ist, dessen Buch im
übrigen gar nicht so viel Neues berichtet, ist Ihnen offenbar vollkommen entgangen. Wie die Juden ihre
christliche „kleine Schwester“ sahen, läßt sich schon bei dem Griechen Kelsos in einem Text des 2. Jahrhunderts
nachlesen. Jesus ist der „Ben Pantera“, Sproß einer außerehelichen Verbindungen seiner Mutter mit dem
römischen Soldaten Pantera oder Pandera. Jesus ist der Sohn der Ehebrecherin, der Ben Stada (bzw. einer
Sotah, einer Ehebrecherin). War gerade vor 14 Tagen mal wieder beim Spiegel nachzulesen. Soll man das
verschweigen? Ist man schon dann ein Antisemit, wenn man die Konflikte zwischen Christentum und Judentum
benennt? Ich halte eher den für einen Antisemiten, der Jesus für einen netten Reformrabbiner hält,
und damit nicht nur die Offenbarung des Neuen, sondern implizit auch die des Alten in Frage stellt.
Ohne Kirchendisziplin? Auch wenn ich gelernt habe, daß der konservative Teil der Kirche durchaus vieles
richtig gesehen hat, aber wer das Jurisdiktionsprimat des Papstes infrage stellt, stellt die katholische
Kirche in Frage. Katholiken haben nun einmal eine „Regierung“, und wozu die gut ist, kann ich als ExEvangele
jedem, der es hören mag, gerne erklären. Streitfragen entscheiden in der Kirche Konzilien, und wenn
sie entschieden sind, sind sie entschieden, ob uns die Richtung passt oder nicht.
Der erste April ist vorbei! Der erste April ist vorbei! Find ich sowieso gemein Aprilmeldungen erst in
der zweiten Aprilwoche zu verbreiten (Siehe die ziemliche fiese Ente, Zollitsch sei theologischer Berater
von IKVU, verbreitet von Radio Vatikan.
Zentrum, PBC, Amen Herrjesses, kann nicht mal jemand eine ernstzunehmende christliche Partei gründen,
die ein halbwegs gebildeter, durchschnittlich intelligenter Mensch auch jenseits der Pubertät wählen
kann? Zentrum PBC Amen, etc. pp. kannste doch in der Pfeife rauchen. Derweil puscht eine christdemokratische
Ministerin die embryonenverbrauchende Stammzellforschung, die andere CDU-Tante fördert das Gender Mainstreaming
ohne zu ahnen, was sie tut etc. pp. Ich bin Demokrat! Ich will wählen! Und zwar ohne, daß mir jedesmal
in der Wahlzelle das Frühstück hochkommt.
Wirklich so neu? Ähnliches läßt sich bei dem von Benedikt XVI vielgelobten Jacob Neusner nachlesen.
Es sind die selbstbewußten Juden, die aus theologisch wohlbegründeten Erwägungen das Christentum und
die christliche Botschaft ablehnen, die also ihr Judentum wirklich glauben und leben. mit denen wir den
Dialog führen. Den Rest brauchen wir nicht, die braucht auch das Judentum nicht. Brauchen wir einen Professor
Dr. Micha Brumlik, der die „Bibel in gerechter Sprache“ „gefördert“ hat, in der Christus zum netten Rabbi
von nebenan mutiert, der die Schrift „heute so auslegt“?
Gendermainstreamingklamotten Der Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen dürfte die bitte Wahrheit über
die meisten Kommunionfeiern in der weiten Region darstellen. Als regelmäßiger Gottesdienstbesucher habe
ich es mir seit Jahren abgewöhnt, etwa an einem Weißen Sonntag vormittags in der Kirche aufzulaufen.
Dort trifft man an diesem Tag zunächst auf Gottesdienstbesucher, die offenbar noch nie oder seit Jahren
nicht mehr eine katholische Kirche aufgesucht haben, auf Kinder, denen man die Glaubenswahrheit nur als
verdünnten Kinderbrei geboten hat, auf Priester, die das auch noch im Brustton der Überzeugung als richtig
verteidigen, und auf eine Zelebration die meist jeden Rekord in punkto Geschmack- und Inhaltslosigkeit
schlägt. Rede mir seit Jahren den Mund fusselig, daß die hach so modernen Einheitsklamotten mit der
bräutlichen Symbolik der Erstkommunion nischt zu tun haben. Mancherorts laufen die armen Kinderchen sogar
noch mit roten Gürteln (Märtyrersymbolik!) rum. Vor allem im Hinblick auf die Sprache der Symbole und
Riten herrscht der katholischen Kirche das reinste Analphabetentum vor. Seit ich mal das böse Wort von
der Gendermainstreamingverkleidung gemurmelt habe, kann mich von unseren dämlichen Damen, die alljährlich
den Erstkommunionkurs verbrechen, keine mehr leiden.
Alptraum Volxaltar Im Zusammenhang mit der Ökobewegung der 70iger Jahre inszenierten ein paar begabte
Fotografen eine Dauerausstellung „Alptraum Auto“ mit der Darstellung der absolut scheußlichsten Straßenbaumonstren
der 70iger und 80iger Jahre. Die Ausstellung wirkte unter anderem durch die Darstellung einer mit einer
Autobahn untertunnelten Kirche der in Idar-Oberstein „beerdigten“ Nahe etc. Bauliche Scheußlichkeiten
ähnlicher Güte lassen sich seit den 70igern in fast jeder altehrwürdigen katholischen Kirche finden,
in die die Herren Bischöfe einen Volksaltar haben hineinzwängen lassen. Wie wärs? Welcher begabte Fotograf
macht uns eine Ausstellung „Alptraum Volxaltar“?
Opfer Was soll der Quatsch. Natürlich waren Juden – jedenfalls als Mitglieder kommunistischer Horden –
nicht immer nur Opfer. Auch Katholiken waren nicht immer nur Opfer. Doch der Angriff der Kommunisten und
Faschisten auf Juden und Christen zielte auf die Vernichtung der kulturellen und religiösen Wurzeln der
westlichen Zivilisation. Daß die Kommunisten zuerst die Christen und dann die Juden umbrachten, während
die Nazis erst die Juden und dann die Christen ermordeten macht doch keinen Unterschied oder?
Teufelswerk Die Ostersequenz bestand bis in die 30er Jahre hinein aus 7 Strophen, die wie üblich im Wechselgesang
zu singen waren. Die Strophe 4a „Credendum est magis soli Mariae veraci quam Judaeorum turbae fallaci.“
entfiel, weil man in ihr einen antisemitischen Ton )lügnerische Juden) erkennen wollte. Wenige Jahre
später fanden sich die „antisemitischen“ Katholiken, gemeinsam mit den Juden in den Konzentrationslager
der Nationalsozialisten. Nach den Juden waren die katholischen Christen die religiöse Gruppe, die den
höchsten Blutzoll entrichteten, die – wie die Juden – unter den totalitären Regimen des 20. Jahrhundert
am meisten zu leiden hatten. War der Weg, den man schon Anfang des Jahrhunderts beschritten hatte, vielleicht
falsch? War und ist man nicht auf die Feindpropaganda hereingefallen, die vorgab, Katholiken und Juden
seien Gegner? Muß es nicht als makaberer Schluß der Geschichte erscheinen, daß ausgerechnet die Katholiken,
die noch am ehesten und zwar spirituell wie praktisch an der Seite der verfolgten Juden standen, sich
nun als antisemitisch denunzieren lassen müssen. Ist das nicht Teil eines diabolischen Plans?
Homolka, Brumlik und Co. Was Homolka will, hat sein Glaubensgenosse Brumlik getan. Brumlik hat die Umdichtung
der Bibel in Gestalt der „Bibel in gerechter Sprache“ mitveranwortet und gefördert. Dort begegnet uns
der politisch korrekte Rabbi Jesus, den wir Christen, wie uns Homolka in diesem Artikel vorwirft, völlig
falsch verstanden haben. Da wächst doch zusammen, was zusammengehört, das politisch korrekte Neochristentumdas
aus Jesus wahlweise einen Reformrabbi, einen Gutmenschen einen Frühfeministen macht und dafür unbedenklich
die Inhalte der Bibel in ihr Gegenteil verkehrt.
Hab ich auch mal gedacht Als ich zum ersten Mal an einer katholischen Messe teilnahm – das war vor gar
nicht so vielen Jahren – habe ich auch gedacht, da fehle nichts. Bis ich mir ein Schott-Messbuch gekauft
habe. Dann fiel mir auf, warum die Messe sich so ganz anders anhört, als sie sich liest. Dann las ich
Mosebachs Häresie der Formlosigkeit. Dann besuchte ich eine Messe in der bayerischen Provinz. Dann hörte
ich eine Choralmesse bei den Benediktinnerinnenabtei in Eibingen. Dann geriet ich durch Zufall in eine
griechisch-katholische Messe. Dann nahm ich an einer Messe im tridentinischen Ritus teil. Dann erinnerte
ich mich an die feierliche Abendmahlsfeier in meiner protestantischen Gemeinde in den 60er Jahren. Dann
fiel mir auf, was alles, alles an einer normalen katholischen Messe in einer fortschrittlichen deutschen
Gemeinde wie der meinen fehlt. Vor allem fehlt Gott.
Lieber Maliems Wenn Du in den neuen Meßbüchern nachliest, wirst Du sehen, daß der Text des Invitatoriums
nur auf deutsch übersetzt wurde. Es ist richtig, daß der Rest verschwunden ist, das offizielle Graduale
in lateinischer Sprache unterscheidet sich aber in praktisch nichts vom Graduale von 1962 darf also nach
wie vor auch in der neuen Messe gesungen werden, auch wenn es kaum einer noch tut, welcher einfache Kirchenchor
wagt sich denn noch an das Graduale Triplex. Gerade den neuen Chorleitern ist geradezu ein Horror vor
dem Graduale eingepflanzt worden. Für unsere Scholaleiterin ist das Graduale ein Alptraum. Ich glaube
es ihr, wer sich ohne Ausbildung oder nur mit schlechter Ausbildung an die Gregorianik wagt, kann nur
Schiffbruch erleiden. So weit ist die katholische liturgische Kultur eben auf den Hund gekommen, daß
sich keiner mehr was traut.
Glaub ich nicht Das hab ich auch schon mal so gesehen, wie es der Herr Kardinal so sieht. Aber wenn man
sich mit den Texten der Messe im außerordentlichen Ritus ernsthaft befaßt, wird man feststellen, daß
wir es eben mit einem Gesamtkunstwerk zu tun haben, daß nicht so ohne weiteres mit der neuen Leseordnung
verknüpft werden kann. Andererseits kann man bei der Neuen Messe ohne weiteres das „alte“ Graduale verwenden,
nur – es paßt halt nicht. Ich denke, das ist einfach lieb gemeint.
Umfrage Also mir gefällt der neue Text besser als der alte. Den ganz alten fand ich schon immer ziemlich
komisch, vor allem wegen der unterlassenen Kniebeuge. Wie seht Ihr das?
Ach ja, de Ökumene Als ich noch ein kleiner Protestant war, und regelmäßig in unserem Heimatdorf die
Kirche besuchte, da saßen die Bäuerinnen noch links, hatten einen eigenen Kircheneingang trugen Kopftuch
und Sonntagsstaat. Der Pfarrer war natürlich ein Mann, die Männer kamen durch ihren eigenen Eingang,
trugen ihren besten Anzug, saßen rechts und zogen vor Betreten des Gotteshauses den Hut vom Kopf. Die
Kirche war voll, und für meine Großmutter war der sonntäglich Gottesdienst ein Fest, das sie niemals
versäumte. Nun ja, der Pfarrer sprach auch manchmal von Sünde, Tod und Teufel. Heute werden vor protestantischen
Altären auch schon mal homosexuelle Lebenspartnerschaften gesegnet, und selbst in katholischen predigen
Frauen, Gott hat uns alle lieb, und was uns der Pfarrer beibringt, ist vor allem, daß wir uns vor Sünde,
Tod und Teufel nicht zu fürchten haben. Komisch, daß die Kirchen so leer sind. Könnte es sein, daß
die Menschen das nicht glauben wollen?
Bild Cranach Das Bild stammt von Lucas Cranach dem Älteren. Und der hat auch für die katholische Seite
gemalt. Vielleicht ein Indiz dafür, daß Katholizismus und Lutheranertum damals noch nicht auf zwei verschiedenen
Planeten existierten.
Konzilssekte Konzilssekten gibt es ja wirklich, etwa „Kirche von Unten“ „Wir sind Kirche“ und was da sonst
noch so kreucht und fleucht. Aber die Sancta Ecclesia selbst? Ischa mann en Ding.
Versöhnung mit der Piusbruderschaft Sollte das Motu Proprio wirklich eine Versöhnung mit der Piusbruderschaft
bringen? Wohl kaum, es ging doch wohl eher um die Versöhnung der katholischen Kirche mit sich selbst.
Und wer an die Authenzität der „Protokolle“ glaubt, hat doch einen Knall, oder?
ACHTUNG! ENTE! Noch einmal (ich bin Fachanwalt für Verwaltungsrecht, bitte sehr). Ein Urteil des EGMR
zur Adoption durch homosexuelle Lebenspartnerschaften EXISTIERT NICHT. DIE IST EINE DURCH DIE „CHRISTEN“
IN DIE WELT GESETZTE ENTE!!! Das aktuellste Urteil des EGMR in der Sache E.B. versus France vom 22. Jan.
2008 befaßt sich mit der ADOPTIONSBERECHTIGUNG (nicht der Adoption) durch eine Einzelperson. Das Urteil
stellt ausdrücklich klar, daß es hier weder um die Stiefkindadoption noch um die Adoption durch ein
homosexuelles Paar geht!
Dieses Urteil gibt es nicht! Ein Urteil zur deutschen Rechtslage, nach der das Verbot der Adoption durch
homosexuelle Lebenspartnerschaften rechtswidrig sei, existiert nicht! Oder kann mir wer die Funstelle
nennen?
Ammenmärchen Ich weiß nun wirklich nicht, wer diese Geschichte verbreitet. Der EGMR hat lediglich über
die Einzeladoption entschieden, und zwar in einem Rechtstreit mit Frankreich. Wann soll der EGMR dies
entschieden haben?
Widernatürliche Homo-Unzucht Wie paßt diese Wortwahl zum Text des KKK: „Eine nicht geringe Anzahl von
Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für
die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen.
Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen,
in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen
aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen“
Privatmarotte Ach Konrad! Verstündest du ja nur ein wenig mehr Latein und ein bißchen mehr von Ethymologie
und Geschichte. Dann wüßtest Du, das motu proprio wörtlich übersetzt „aus eigenem Antrieb“ bedeutet,
Marotte sich von Maria herleitet und den Narrenszepter bezeichnet, und daß Benedikts Wunsch nach einer
ehrfurchts- und respektvolleren Liturgie keineswegs ein Privathobby des Papstes sondern Anliegen einer
breiten Bewegung ist, die durchaus nicht auf die Leser dieses manchmal etwas merkwürdigen internet-Kanals
beschränkt. In 20 Jahren reden wir nochmal drüber. Ansonsten bye,bye.
Fehlmeldung „Erst jüngst hat er in einem richtungsweisenden Urteil zur deutschen Rechtslage – dort gibt
es die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle bereits – entschieden, daß Homosexuelle, die in einer
eingetragenen Partnerschaft leben, bezüglich der Adoption von Kindern wie Eheleute zu behandeln sind.“
Das ist Unfug. Der EGMR – nicht zu verwechseln mit dem EuGH – hat in einer Grundsatzentscheidung befunden,
daß bei Zulassung der Adoption durch Einzelpersonen Homosexuelle nicht aufgrund ihrer Homosexualität
anders behandelt werden dürfen. In der Entscheidung E.B. versus Frankreich hält der EGMR ausdrücklich
fest, daß es in dieser Sache nicht um die Stiefkindadoption des Kindes eines Partneres einer Homo-Ehe
geht, auch nicht um die Adoption eines Kindes durch ein homosexuelle Paar. Wer solchen Unsinn verbreitet,
fällt auf die Propaganda der Homo-Lobby herein, die behauptet, der EGMR fordere in der Adoptionsfrage
die Gleichbehandlung von Lebensnpartnerschaften mit der Ehe zwischen Mann und Frau.
Oh ja! Freiheit! Wer in einen Gottesdienst mit lateinischer Sprache gehen möchte, der soll es einfach
tun und wer es nicht mag, der wird es einfach lassen Wenn man könnte, wie man wollte. Die örtlichen
Pfarrer haben in Deutschland rund fünfzig Anträge nach dem motu proprio abblitzen lassen, vorwiegend
mit fadenscheinigen Argumente. Hierorts kenn ich ja meine Pappenheimer. Die wollen einfach nicht.
Katholische Faschisten? „Schwenkt der Zeitgeist wieder in die andere Richutng, werden die Katholiken wieder
an vorderster Front mitmarschieren.“ Tja, die historische Wahrheit, meine lieben Antifas ist eine andere.
Die letzten beiden Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Spiegel und Knobloch haben ihr Leben mutigen
Katholiken zu verdanken, die sie vor den Nazis versteckt haben. Knoblochs Retterin hat dafür Schimpf
und Schande in Kauf genommen. Was das Verhältnis Katholizismus und Faschismus angeht, kann man bei dem
jüdischen Gelehrten Max Horkheimer vieles nachlesen, was euch wohl nicht in den Kram paßt. Horkheimers
„Sehnsucht nach dem ganz Anderen“ ist nur noch antiquarisch zu bekommen, aber es gibt ja das internet.
Die paar Euros für den Kauf des Buches würde Euren verkorksten Seelen und Euren desinformierten Hirnen
nur gut tun. Ich bin übrigens ein alter Sack, der noch bei dem jüdischen Gelehrten Theodor Wiesengrund
Adorno Vorlesungen besucht hat. Die These vom „katholischen Faschismus“ wurde von der auf diesen Seiten
so häufig beschimpften Frankfurter Schule nie geteilt. Eher schon die These vom Linksfaschismus. Ist
es nicht putzig, daß heute die PDS gerade in den Regionen Wahlerfolge feiert, in denen auch die NSDAP
stark war? Was wählt ihr eigentlich so, ihr Antifas?
Progressives Judentum Auch wenn es keiner so recht zu realisieren scheint, Homolka repräsentiert nicht
das deutsche Judentum, sondern dessen progressiven Flügel. Die progressiven Juden blicken auf eine lange
Geschichte zurück, sie stellen, insbesondere in den USA, teilweise die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung.
Spirituell sind die Progressiven eher mit den modernen Protestanten zu vergleichen. Bedeutende Theologen
haben die Progressiven eher nicht hervorgebracht. Die bekanntesten und bedeutendsten (etwa Martin Buber)
zählen zum „konservativen“ Judentum. Daß der „konservative“ Jude Jacob Neusner die Neufomulierung des
Karfreitagsgebetes begrüßt und verteidigt, Homolka hingegen die diplomatischen Beziehungen abbricht,
sagt über das Gebet wenig, viel über die matte Spiritualiät des Herrn Homolka. Das progressive Judentum
definiert sich eher völkisch als spirituell. Das Homolka auf dem Katholikentag fehlt ist eher belanglos.
Dialog Tja, wer hat nun recht? Homolka, der den jüdisch-katholischen Dialog von seiner Seite aus beendet,
oder Neusner, der ihn seit Jahren führt und der die Karfreitagsbitte für begründet und angemessen hält.
Lieber RRR Ich bin 58 Jahre alt, seit 30 Jahren Rechtsanwalt seit Jahren Mitglied diverser kirchlicher
Gremien, die manchmal dazu führen, daß ich den Herren Weih- und sonstigen Bischöfen begegne, und ich
ziehe mir die Hose nicht mit der Kneifzange an. Die Herren Bischöfe übrigens auch nicht. I ch glaube
nicht, daß der Heilige Geist den Herrn Vorsitzenden gewählt hat, das waren die Herren Bischöfe, und
daß es in der DBK höchst irdisch zugeht, mit leider all dem Fraktionsgeklüngel und Intrigenspiel, daß
es hienieden nun einmal gibt. Meine Illusionen über die heiligen Herren habe ich schon vor Jahren verloren.
Lieber RRR Zollitsch wollte nicht Bischof werden, das ist er ja schon. Er wollte Vorsitzender eines Gremiums
werden, dessen Aufgabe faktisch die politische, mediale Repräsentanz des deutschen Katholizismus ist.
Was dies bedeutet, hat er wissen müssen. Wenn er es nicht kann, dann soll er das doch in unser aller
Interesse jemand den Job machen lassen, der es kann. Aber die Fraktion, die ihn auf den Schild gehoben
hat, wollte es ja so. Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen und alles, was wir als Katholiken
zu glauben haben. Aber ich glaube nicht an den Weihnachtsmann, und daß Fraktionsdenken und Kungelei der
DBK fern ist, glaube ich auch nicht. Wir haben einen Anspruch darauf, daß die DBK einen Mann in dieses
Amt wählt, der seiner Aufgabe nachkommen kann. Und wenn die DBK daran scheitert, dann dürfen wir uns
beschweren.
Lieber kath sachs Solange einer Mönch ist, läutet er die Glocke. Ein Bischof, der nicht in der Lage
ist in der Mediengesellschaft ein Interview mit eine Kampfblatt durchzustehen, sollte sich einsalzen lassen.
Wer sich den Job anzieht, der muß ihn auch können. Er wollte doch unbedingt Vorsitzender der DBK sein.
Unprofessionell? Wenn es ja nur das wäre. Das Interview ist zum Haareraufen. Der Interview unterstellt
Bischof Meisner, er diskriminiere Hommosexuelle. Der Bischof schweigt. Der Interviewer behauptet, Bischof
Mixa habe Frauen pauschal als Gebärmaschinen beschimpft. Der Bischof meint, solche schlimmen Worten gehörten
nicht zu seinem Wortschatz. Das ist nicht unprofessionell, das ist vertrottelt. Entweder man unterstellt
dem Herrn Bischof bösen Willen, dann hat er Klassenkeile verdient, tut man es nicht – und die meisten
Bischöfe tun es ja nicht, weil sie ihn ganz bestimmt besser kennen als wir – muß man doch mindestens
feststellen, daß dieses Interview das mit weitem Abstand dümmste Interview ist, das ein deutscher Bischof
im vergangen Jahrzehnt gegeben hat. Ich habe es im vollen Wortlaut jetzt ein drittes Mal gelesen, jedes
Mal schüttele ich den Kopf über so viel Impertinenz – was den Interviewer an geht – und über einen
solchen Mangel an Mutterwitz, Schlagfertigkeit und Klugheit – was den Herrn Bischof angeht.
Bayern versus Preußen Ja, ja, die Geschichte wiederholt sich doch. Waren doch schon immer die bayerischen
Bischöfe qua Wahlmodus römischer als die norddeutschen, die nach Maßgabe des Preußenkonkordats zu
wählen sind. Könnte es sein, daß der Kulturkampf hier späte Früchte trägt? Daß die liberalen Nordkatholiken
(Ausnahmen bestätigen die Regel) nun den Kulturkampf gegen die Bayern fortführen, nun aber als innerkirchliche
Kämpfer für die „demokratische Reform“, die – siehe französische Revolution – nichts anderes war als
eine Metapher für die Vernichtung des katholischen „Aberglaubens“.
O weh! Hätte man nicht einen Bischof wählen können, der sich nicht gleich beim ersten Interview mit
der Kirchenhasserapostille Spiegel in sämtlichen Fallstricken verheddert, die ihm durch die spiegelischen
Jounaillisten gelegt werden? Ich könnte mir jedenfalls den einen oder anderen Bischof vorstellen, der
eine wesentlich elegantere oder jedenfalls katholischere Figur abgegeben hätte.
„Estremistische Grüne“ Das Thema Zölibat haben wir durch. Kommen wir also zum Thema „extremistische
Grüne“. Was hat Zollitsch gesagt? „Den Schutz des Lebens etwa vertreten viele Grüne in unserem Sinne.“
Es war eine CDU-Ministerin die die Diskussion über die Verschiebung des Stichtags im Stammzellgesetz
losgetreten hat, während die Fraktion der Grünen geschlossen OHNE EINEN EINZIGEN ABWEICHLER gegen die
Stichtagsverschiebung gestimmt hat. Den Entwurf der FDP – keine Einschränkung bei der embryonenverbrauchenden
Forschung hat – KEIN EINZIGER GRÜNER ABGEORDNETER unterschrieben. Der „GRÖSSTE TEIL DER GRÜNEN-FRAKTION
hat – einschließlich des bösen „Homoideologen Beck“ den Entwurf unterschrieben, der auch das alte Stammzellgesetz
abschaffen will – also gar keine embryonenverbrauchende Forschung zulassen will. Umdenken, umschwenken
liebe Redakteure!
Ironie und was Zollitsch wirklich sagte Muß mir doch noch mal ein Schild basteln „Achtung folgendes ist
ironisch gemeint“ aber dann ist die Pointe ja schon gelaufen. Bin ja auch deshalb Katholik geworden, weil
nicht wenige meiner lieben protestantischen Mitbrüder und -schwestern für gewöhnlich zum Lachen in
den Keller gehen. Nun ja, es gibt leider auch die grimmig katholischen. Zollitschs Interview, daß ich
den geneigten Lesern zur Lektüre empfehle, finde ich eigentlich gar nicht sooo schlimm. Über das Zölibat
heißt es da „Einerseits ist die Ehelosigkeit der Priester ein großes Geschenk für unsere Kirche. Es
ist immer wieder die Entscheidung, die Herausforderung: Ist Gott die Realität, für die ich alles auf
diese Karte setze? Ohne die Verbindung zwischen Priesterweihe und Ehelosigkeit würden wahrscheinlich
nur wenige mit diesem Ernst darüber nachdenken.“ … Frage: „Würde ihrer Kirche der Abschied vom Zölibat
eher guttun oder eher schaden.“ Anwort: „Es wäre eine Revolution, bei der ein Teil der Kirche nicht mitginge.“
Fazit: Die Abschaffung des Zölibats schadet der Kirche. Man sollte immer sehr sorgfältig unterscheiden,
was ein Kirchenmann gesagt hat, und was die Presse sagt, das er gesagt habe.
Ach wäre ich doch Protestant geblieben! Der große Nachteil, der es bedeutet, Katholik zu sein, ist,
daß man aus der Kirche, aus dem Bistum, aus der Gemeinde, zu der man gehört nicht einfach austreten
kann. Wem die galoppierende Selbstsäkularisierung so mancher protestantischen Landeskirche nicht paßt,
der kann z.B. zur SELK über treten (was ein lieber, protestantischer Freund, ehemals Dekan der theologischen
Fakultät in Frankfurt, denn auch getan hat). Was aber tun, wenn man die Äußerung des Vorsitzenden der
DBK einfach nur grauenvoll findet? Ach wäre ich doch Protestant geblieben!
Suaviter in mode, fortiter in re Bekanntlich bringt in Gefahr und größter Not der Mittelweg den Tod.
Doch die Neuformulierung ist kein Kompromiß. Die Kirche betet nach wie vor für die Bekehrung der Juden
und sie tut dies in Worten, die einen klaren biblischen Bezug haben. Ich empfehle den Aufsatz von Klaus
Berger in der Tagespost vom 9.2.2008. Zu finden im Archiv der Tagespost. www.die-tagespost.de. Suaviter
in modo, fortiter in re. Fehlt nur noch, daß auch die Karfreitagsbitte im ordentlichen Ritus geändert
wird. Warten wir es ab.
Übergang wohin? Ich empfehle die letzte Ausgabe der „Vatikan“. Dort findet sich in einem Artikel über
den scheidenden Vorsitzenden Lehmann ein sehr interessantes statement eines „sehr nachdenklichen Bischofs“,
der aus der Betrachtung der bedauerlichen Vergangenheit interessante Schlüsse für eine hoffentlich hellere
Zukunft zieht. Auch im internet zu lesen: www.vatican-magazin.de. Noch einmal: über Lehmanns Politik
war ich nicht stets begeistert, aber erst ist mein Bischof, einen besseren hat mir der heilige Geist nicht
gewährt. Also bin ich es zufrieden.
Nur die Ruhe Sehen wir es doch realistisch: der Spalt, der zwischen den einzelnen Bischöfen klaffen kann,
ist um vieles schmaler als der sich immer weiter öffnende Spalt zwischen Katholizimus und landeskirchlichem
Protestantismus (siehe Stammzell-Debatte). Dabei werden konservative Katholiken mit so manchem Evangelikalen
mehr Gemeinsamkeiten finden, als mit Herrn Huber oder Frau Käßmann. Auch mit der Lehmann-Kirche verbindet
uns noch viel mehr als mit der sich in immer schnellerem Tempo selbst säkularisierenden ev. Landeskirche.
Und Zollitsch ist ein Übergangskandidat. Vielleicht nicht der schlechteste. Hoffen wir also und beten.
Wohlbeleibt Laßt wohlbeleibte Männer um mich sein, Mit glatten Köpfen und die nachts gut schlafen,
Der Cassius dort hat einen hohlen Blick; Er denkt zuviel: die Leute sind gefährlich! Warum nur, warum
fällt mir Shakespeares Julius Caesar ein, wenn ich unsere wohlbeleibten Prälaten sehe?
Volxaltar Der Text stammt von Professor Odenthal, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Theologischen
Fakultät Fulda: Es ist leider bezeichnend, daß kirchliche Verantwortliche das Denkmalschutzgesetz des
Landes mit Verweis auf liturgische Belange aushebeln, die eigenen kirchlichen Richtlinien bezüglich des
Denkmalschutzes jedoch geflissentlich übersehen. In der gesamten nachkonziliaren Diskussion finden sich
liturgische Neuerungen, besonders im Hinblick auf die sogenannten Volksaltäre, stets gepaart mit Schutzbestimmungen
für historisch gewachsene Kirchenausstattungen. Dabei wird in der Regel dem Denkmalschutz Vorrang vor
liturgischen Belangen gegeben. Bei der Umgestaltung des Freiburger Münsters kann man sich in Bezug auf
die gänzlich unnötige Abräumung der historischen Seitenaltarmensen in keiner Weise auf die nachkonziliare
Liturgiereform berufen. Man unterliegt anscheinend dem weitverbreiteten Irrtum, als würde eine Neuausstattung
per se eine Verbesserung der Liturgie bedeuten. Eine Veränderung des liturgischen Raumes kann das Bemühen
um eine qualitativ hochwertige Liturgie zwar unterstützen, aber nicht ersetzen. Es wäre an der Zeit,
daß die Denkmalschutzgesetze der Länder die Bestimmungen der kirchlichen Denkmalpflege beim Wort nehmen
und vermeintliche liturgische Belange als Grund für eine Zerstörung historischer Ausstattungsgefüge
in Zukunft nicht mehr zulassen.
Nachkonziliarer Hardliner Zollitsch? Da fällt mir nur folgendes Zitat ein (es nimmt Bezug auf den Umbau
der Freiburger Münsters) Die Kirchenbauten gehören nicht den Gemeinden alleine, sondern sind Teil des
kulturellen Gedächtnisses der Menschheit, wie die in Freiburg mißachteten kirchlichen Dokumente immer
wieder betonen. So ein katholischer Liturgieprofessor zum Umbau des Freiburger Münsters. Noch so ein
„gnadenloser Reformer“?
Defizitär Als Christ, der sich fast mehr fünfzig Jahre zum Protestantismus gezählt hat, und im würdigen
Alter von 53 Jahren zum Katholizismus konvertierte sage ich: Der Protestantismus ist defizitär, weil
er defizitär sein will. Dies gilt für die Abendsmahllehre, die Ekklesiologie, die Liturgie, die Rechtfertigungslehre,
mittlerweile sogar für die Mariologie. Die Defizite sind im Laufe der Jahrhunderte auch nicht etwa geringer,
sondern größer geworden. Was ist eigentlich daran unfair, unanständig oder ungeschickt, diese Defizite
zu benennen. Ich verstehe überhaupt nicht, was meine Ex-Mit-Protestanten daran stört (die verständigeren
stört es auch gar nicht) nicht katholische Kirche zu sein. Das ganze ist eine alberne Diskussion, die
nur die „liberalen“ Katholiken führen, die realitätsferne Vorstellungen von einer irgendwie von oben
kirchenamtlich verordneten Einheitskirche haben. Der weit überwiegenden Mehrheit nicht nur der Katholiken,
sondern auch der Protestanten geht diese Debatte am Bürzel vorbei.
Karl der Großmütige Man kann ja manches positive wie auch negative über Karl Lehmann sagen. Das Karl
Lehmann mutig war, kann ich nicht erkennen. Es gehört jedenfalls wenig Mut dazu, sich mit Rom anzulegen,
sehr viel mehr Mut braucht es, um sich zu Rom zu bekennen. Wer Rom kritisiert, wie es Lehmann häufig
getan hat, darf sich des Beifalls der veröffentlichten Meinung gewiß sein. Wer sich zu Rom bekennt,
wie es andere Bischöfe getan haben, muß sich alle häßlichen Schimpfworte anhören, die man sich nur
ausdenken kann. Zum Verein für klare Aussprache hat Karl Lehmann im übrigen noch nie gehört.
Lesen! Bevor sich wer das Maul über meinen Bischof zerreißt, sollte der doch mal seine Rücktrittserklärung
lesen. Da ist die Rede vom notwendigem Wandel, und daß es andere, jünger doch vielleicht besser machen
könnten. Und da werden drei junge Bischöfe genannt, deren Namen vielleicht auch in diesen Kreisen keinen
ganz schlechten Klang haben. Bischof Lehmann hat doch recht! Und daß er nicht immer alles richtig gemacht
hat, welcher Bischof, der nicht sein Amt gänzlich verfehlt hätte, wüßte das nicht. Und hat er denn
wirklich alles falsch gemacht?
Man hat sich bemüht „Man hat sich bemüht“ diesen Spruch wollte Willy Brandt auf seinem Grabstein. Mehr
ist nun nicht von uns Menschenkindern zu erwarten. Daß Lehmann aus Gesundheitsgründen zurücktritt im
einem Alter, in dem man kirchenrechtlich noch einige Jährchen vor sich hätte, stimmt doch bedenklich.
Offenbar ist keiner um diesen Job zu beneiden. Laßt uns beten, daß der Nachfolger in diesen harten Zeiten
ein bißchen mehr Mut und ein bißchen mehr Biß aufbringt. Es braucht doch mehr als Liebenswürdigkeit
und Güte. Für den lieben Pfarrer Lehmann war dieses Amt offenbar eine Überforderung.
HomCat Hör auf Dich selbst zu belügen. In der auch poltiisch äußerst aktiven Schwulenszene in San
Franzisco, zu der selbstverständlich auch jede Menge „Regenbogenfamilien“ mit Kindern und Jugendlichen
gehören, befragte ein Institut die schwulen oder lesbischen Eltern, ob sie sich eigentlich wünschten,
daß ihre Kinder selbst als Homosexuelle aufwachsen und leben sollten. Mehr als 90% antworteten mit nein.
Schwul sein wäre ist auch dann nicht wirklich lustig, wenn von heute auf morgen jegliche Schwulendiskriminierung
aufhören würde. Schwul sein bedeutet Verzicht auf Ehe, eine Familie, ein ganz normales bürgerliches
Leben, vor allem auf Kinder. Was ist denn mit den zahlreichen Päderasten, die es in der Szene gibt, die
sich grundsätzlich nur in junge Männer verlieben können, die wissen, daß sie, wenn sie älter werden
immer mehr auf die Prostituiertenszene angewiesen sein werden. Ist das das reine Glück? Kannst Du Dir
wirklich nicht vorstellen, daß es Menschen gibt, die da raus wollen? Warum starb Rudolph Moshammer? Weil
er sich auf einen kriminellen Strichjungen eingelassen hat. Einlassen mußte, weil er keinen Partner mehr
fand, der sich ohne Geld auf einen alten Schwulen einlassen wollte.
Mundkommunion Als ich vor nunmehr etwa 45 Jahren als evangelischer Christ nach einem fast einjährigen
Konfirmandenunterricht endlich am Heiligen Abendmahl in einer lutheranisch geprägten Kirche teilnehmen
durfte, war dies ein Akt, dessen Feierlichkeit sich mir nachdrücklich eingeprägt hat. Selbstverständlich
knieten wir alle vor unserem Pfarrer, selbstverständlich nahmen wir die Hostie nicht selbst in die Hand.
Unabhängig von der theologischen Geringschätzung für das Heilige Opfer, hat zumindest das Lutheranertum
das Empfinden für die Feierlichkeit dieser Handlung bewahrt. Heute finde ich in lutherischen Kirchen,
wie in denen des skandinavischen Nordens noch immer die Kniebänke, die ich aus meiner Kindheit kannte,
auch heute noch zeichnen sich die Kichen der SELK dadurch aus, daß sie das Heilige Abendmahl regelmäßig
zelebrieren, und daß sich um ihre Altäre Niebänke gruppieren, auf denen die Abendmahlteilnehmer erfürchtig
und respektvoll niederknien. In der katholischen Gemeinde, der ich seit sechs Jahren angehöre, sogar
als mit hoher Stimmenzahl wiedergewähltes Mitglied des Pfarrgemeinderates, wage ich es nicht einmal,
mich hinzuknien, wie ich es gewohnt war. Wer es wagt, die Mundkommunion zu verlangen, oder sich gar in
den Dreck zu knien, denn Kniebänke wurden ja weggeräumt, wird angesehen, als gehöre er einer satanistischen
Sekte an. Welcher Absturz in die alltägliche Profanität! Stehimbißliturgie ist für diesen Akt gar
keine so abwegige Bezeichnung.
Paradox Es erstaunt mich immer, wenn ich feststelle, daß die „Katholiken von der strengen Observanz“
wie Pfarrer Jolie keinen stringenten katholischen Lebenslauf aufweisen. Jolie beschreibt sich als eine
Person, die eben nicht den klassischen katholischen Lebenslauf hinter sich haben, von Meßdiener über
katholische Jugend via Priesterseminar zum Landpfarrer. Genau darum, ist auch seine Kritik an den 68er
mißverstehbar und irreführend. Es sind gerade die – waschechten – 68er, die nach Jahren der Irrungen
und Wirrungen zu einem katholischen Glauben zurückgefunden haben, der von Ernsthaftigkeit und vom Engagement
für die katholische Sache geprägt ist. Martin Mosebach ist ein klassisches Beispiel für den Alt-Neukatholiken,
der die „Reformphase“ des deutschen Katholizismus schlicht übersprungen hat, und nun, zurückgekehrt,
das Bild von der katholischen Kirche, daß er in seinem Kopf und in seinem Herzen mit sich trug, mit der
erbärmlichen Realität vergleicht. In meinem Freundeskreis von katholischen oder katholisch gewordenen
Ex-Feministinnen, Ex-Linksradikalen, Ex-Bhuddisten, Ex-Esoterikern findet sich niemand, der die bedauerliche
katholische Realität einer Kirche, die sich selbst nicht mehr ernst nimmt, auch nur akzeptabel findet.
In unserem Kirchenchor, der in seiner Mehrheit aus Konvertiten und Rückkehrern besteht, hatten wir eine
bezeichnende Diskussion über das Motu proprio „Summorum pontificum“. Die Konvertiten begeistert pro,
die „cradle catholics“ entgeistert contra.
Einfach lesen Die verfolgten Juden – auch der von den Verantwortlichen dieses Forums so gehaßte Theodor
Adorno vor allem Max Horkheimer – wußten sehr wohl, was sie an den Katholiken hatten. In Horkheimers
letztem Interview, daß unter dem Titel „Sehnsucht nach dem ganz anderen“ veröffentlicht wurde, findet
sich eine Lobeshymne auf den Widerstandsgeist der Katholiken, die einem braven Katholiken schamrot machen
könnte, ob so viel Lobes. Daß die beiden „Erzfeinde“ aus sehr guten Gründen für Katholiken durchaus
zitierwürdig sind, läßt sich übrigens in der aktuellen Papstenzyklika nachlesen. Die Schlußfolgerung
von Horkheimer gilt. Ohne Religion keine Moral. Mit dem banalen Kulturprotestantismus des liberalen Bürgertums
keinen geistigen Widerstand gegen die Versuchung des Totalitarismus.
Die Linke Hand und die Rechte Hand Manchmal weiß offenbar auch in der katholischen Kirche die rechte
Hand nicht, was die linke Hand tut. Erinnert sich keiner mehr an die massive Kritik von interessierter
Seite an der Wiederzulassung des „usus antiquior“? Darf es nun eine Karfreitagsfürbitte um die Bekehrung
der Juden geben, oder nicht? „Lasst uns auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen
hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen,
zu dem sein Ratschluss sie führen will.“ Was soll das nun sein? Relatvismus?
Hitler nicht vergessen Da wäre noch die nicht nur antijüdische, sondern auch antichristliche Terrorkampagne
der Nazis, der in Europa allein mehr als 4.000 Priester und tausende von katholischen und evangelischen
Mönchen, Nonnen und Laien zum Opfer fielen. Die unterhielten in Dachau ein Spezial-KZ, das vorwiegend
katholischen Geistlichen vorbehalten war. Dem jakobinischen Terror in der Vendée fielen hunderttausende
zum Opfer. Die Nazis und Kommunisten des 20igsten Jahrhunderts waren die legitimen Spösslinge des jakobinischen
Terrors.
Kinder brauchen Märchen In den Bücherschränken meiner zwei Kinder und meiner Enkelkinder stehen selbstverstänlich
Grimms Märchen, in denen es von Hexen und Zauberern, Riesen und Zwergen, Drachen und Einhörnern nur
so wimmelt. Chesterton zufolge , dem vom Papst immerhin der Ehrentitel des „defensor fidei“ verliehen
wurde, ist das auch recht so. Was also ist gegen das Kunstmärchen Harry Potter, in dem es um Hexen und
Zauberer, Riesen und Zwerge, in dem der rührendste Held ein Elf ist zu sagen – außer das Frau Kuby Okkultismus
wittert? Was ist gegen den Herrn der Ringe zu sagen, in dem es um Riesen und Zwerge, Elfen usw, geschrieben
von dem erzkatholischen Herrn Tolkien? Was gegen C.S.Lewis Kunstmärchen Narnia? All diese Bücher leben
von urchristlichen Motiven, singen das Hohelied der Liebe und der selbstlosen Freundschaft und enden mit
der Niederlage des personifizierten Bösen, besiegt von der Liebe, und besiegt von einem Helden, der zur
Selbsthingabe bereit ist, bis hin zum Tod. In dem Bücherschrank meiner Kinder und Kindeskinder hat dies
alles seinen berechtigten Platz, und daß ihr Vater und Großvater ein erzkonservativer Katholik ist,
ist meiner Nachkommenschaft durchaus bekannt. Kinder brauchen Märchen (Bettelheim)
Harry der Messias? Starker Tobak, aber so ferne liegt das gar nicht. Wer sich durch die sieben Bände
durchgelesen hat, wird, wie im zweifelsfrei katholischen „Herrn der Ringe“ uralt urchristliche Züge wiedererkennen.
Ist der letzte Band nicht ein LOBLIED auf die „familiy values“, wie der Amerikaner sagen würde. Ist der
Sieg Potters über den Bösen nicht der Sieg der Liebe über das Böse? Scheitert der Böse Lord nicht
daran, daß er die Liebe nicht kennt, und ihre Macht unterschätzt? Wer die sieben Bände gelesen hat,
vor allem den letzten Band wird trotz der magischen, manchmal okkultistischen Umkleidung eine alte Botschaft
erkennen: der Böse wird scheitern, weil die Macht der Liebe stärker ist, als all die „groß Macht und
viel List“ die seine „grausam Waffen ist“. Woldemort scheitert, weil er nicht wissen will, daß sein scheinbar
mächtigster Verbündeter gebunden ist durch die ewige, wenn auch unglückliche Liebe an eine Frau.
Pfarrer Janik Sieht man sich die Seite der khg in Darmstadt an, wird man unter anderem einen link zur
Organisation HuK – Homosexuelle und Kirche – entdecken. Schon komisch.
Katholisch und Karriere Daß sich katholische Ansichten und Karriere in einer Mediengesellschaft, in der
die political correctness die gesellschaftliche Hegenomnie erreicht hat, läßt sich mit dem Hinweis auf
Küng und Ratzinger nicht widerlegen. Hans Küng ist vielmehr der klassische Typus des vorgeblich katholischen
tatsächlich antikatholischen Hohepriesters der politischen Korrektheit. Ratzinger ist hingegen der klassische
Typus des katholischen Intellektuellen, der gesllschaftlich niemals hätte Karierre machen können. Schlage
doch mal, lieber Methusalix den KKK auf, und versuche dir vorzustellen, ob ein Politiker, der die familien-
und sexualpolitischen Auffassungen des KKK vertritt, auch nur die geringste Chance auf etwas anderes als
eine Nischenexistenz hätte.
Katholisch und Karriere Katholisch und Karriere schließt sich offenbar aus. Sie Rocco Buttiglione, siehe
Klaus Berger, siehe Eva Hermann. Wobei Eva Hermann wohl gar keine katholische Aktivistin ist, sondern
lediglich Auffassungen vertritt, die als konservativ-katholisch gelten, aber doch vor wenigen Jahren noch
gesellschaftlicher Konsens waren. Erinnert sich wer daran, daß das Erziehungsgeld erst Anfang dieses
Jahres abgeschafft wurde, und doch vor wenigen Jahren erst als wichtiger Schritt für den Schutz vor allem
nichtehelicher Mütter und aufgrund einer Entscheidung des BVerfG eingeführt wurde?
Bye, bye, amnesty, Vor mehr als 30 Jahren hängte ich in meinem Studentenzimmer ein Plakat von ai in meinem
Studentenzimmer auf. Mehr als 30 Jahre habe ich ai unterstützt, seit wann ich Mitglied bei ai bin, bzw.
war, weiß ich schon nicht mehr, weil es viel zu lange her ist. In meinem Beruf als Anwalt von Verfolgten
und Flüchtlingen war ai stets der wichtigste Ansprechpartner, vor Gerichten war ai die gewichtigste Stimme,
die für meine Mandanten sprechen konnte. Dies ist vorbei. Eine Organisation die differenziert zwischen
Menschen mit und Menschen ohne Menschenrechte, die ungeborenen Menschen das elementarste Recht, das Recht
auf Leben, abspricht, hat das Recht verloren, sich selbst als Menschenrechtsorganisation zu bezeichnen.
Zu lamentieren hat nun keinen Zweck. Die Arbeit muß von vorne beginnen. ai scheidet nun als ernstzunehmende
Anwältin der Menschenrecht aus. Was tritt an Ihre Stelle? Was wohl Peter Benenson zu den Beschlüssen
seiner Organisation zu sagen hätte, würde er noch leben?
Luther, Calvin, Fellay Nun ist unsere katholische Religion schrecklich wirklich kompliziert. Es ist nicht
einfach, daß Gott allmächtig, wir Menschen aber als Wesen geschaffen sind, die der Schöpfer mit der
Gabe des freien Willens beschenkt hat. Es nicht einfach zu verstehen, daß wir gerechtfertigt sind durch
den Glauben, aber doch das bloße „Führwahrhalten“ nicht genügt. Wieviele große Denker haben sich den
Kopf zerbrochen über das wahre Verständnis der göttlichen Dreieinigkeit. Noch immer haben sich Gottsucher
vor dieser Kompexität geflüchtet und den „einfachen“ Glauben gesucht. Von Muhammad bis Luther und Calvin
gab es immer den Versuch, die Paradoxien des christlichen Glaubens durch eine puritanisch gereinigte und
vereinfachte Lehre zu ersetzen. Alle diese Versuche sind gescheiert. Fellay erinnert mich in seiner Kritik
an der in der Tat nicht einfach zu verstehenden Lehre von der Kirche, die eben nicht mehr die allein seligmachende,
aber dennoch die unam ecclesiam catholicam ist, an die Mohammedaner, Lutheraner, Calvinisten, Altkatholiken
aller Zeiten. Fellay wird scheitern, wie alle Vereinfacher. Daß Benedikt mit der Freigabe der Alten Messe
ihm ein wichtiges Argument genommen hat, ist in Wahrheit das Problem, daß Fellay mit diesem Motu Proprio
hat.
Lieber Abu Es geht hier nicht um Steinbruchexegese, sondern um die orthodoxe islamische Exegese von 9:29,
die übereinstimmend zum selben Ergebnis kommt: die jüdische und christliche Welt ist zu erobern, zu
unterwerfen, und dem Dar al Islam einzuverleiben. Nicht daß Sie meinen, ich wüßte nicht, wovon ich
rede, ich besitze nicht nur 4 Ausgaben des Koran, sondern auch zwei Kommentare, seit 30 Jahren habe ich
mich beruflich (als Fachanwalt unter anderem für Asylrecht und internationales Familienrecht) mit dem
Islam, d.h. seinen bedauerlichen politischen und seinen noch bedauerlicheren familienrechtlichen Folgen
auseinanderzusetzen. Daß gerade das Alte Testament nicht gerade was für die friedenspolitische Kleinkindererziehung
ist, weiß ich. Aber Muhammad lehrt, das Schwert zu ergreifen, Jesus fordert, es niederzulegen. Wer das
Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen lehrt Jesus, wer im Namen des Islam das Schwert ergreift,
wer siegt oder in Kampf stirbt, wird das Heil gewinnen, lehrt Muhammad. Das die christliche Praxis auch
ganz anders aussehen konnte, wissen wir, die islamische folgte stets den Lehren des Koran: Tötet die
Ungläubigen.
Ach Claudia Nun sind Bischof Mixas Äußerungen nicht so ganz einfach in einen verfassungrechtlich korrekten
Rahmen einzuordnen. Grundsätzlich garantiert die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland die freie
Religionsausübung. Aber kann das für eine Religion gelten, in deren heiligen Schriften dazu aufgefordert
wird die Ungläubigen zu töten (Sure 9,9), oder die Andersgläubigen, juden und Christen, zu unterwerfen
(Sure 9,29), und zu Tributpflichtigen zu erniedrigen? Kann das für eine Religion gelten, die in der Praxis
nirgendwo, wo sie den beherrschenden Einfluß hat, elementare Rechte der freien Religionsusübung garantiert,
noch nicht einmal in dem noch rerlativ demokratischen Staat Türkei, der formal gesehen laizistisch ist?
Nicht Mixa sondern Roth vergleicht im übrigen Unvergleichbares. Wer in einem islamisch geprägten Land
zu einer anderen Religion konvertiert, riskiert in der Regel, Freiheit und Leben. Ist es da so ganz unverständlich,
wenn angesichts eines protzigen Neubaus (der im übrigen stilistisch an die von Muslimen entweihte Hagia
Sophia erinnert und erinnern soll) ein enwas bescheideneres Auftreten hiesiger Muslime eingefordert wird?
Hitliste Jetzt stellen wird doch mal eine Hitliste der dümmsten Stellungnahmen auf: Da wäre mal: The
absolute Winner: IKVU „Antijüdischer Grundton des vorkonziliaren Ritus“, „historisierend-eurozentrische
Feierform“, „mittelalterliche Priestermesse“. Jungs Ihr habt echt null begriffen! Gewonnen: Eine Familienpackung
Aspirin. Dummheit muß doch wehtun! Trostpreis: Karl Lehmann!!! (Bitte eine Runde Beifall für Kall) „Mit
solchen Bitten werden Bischöfe und Pfarrer in Klugheit umgehen, damit nicht durch die pastorale Sorge
um eine begrenzte und bestimmte Gruppe von Gläubigen die legitimen Anliegen der Gesamtgemeinde zu kurz
kommen oder gar Streit und Zwietracht entstehen.“ Typischer Fall von Denkste: „In Pfarreien, wo eine Gruppe
von Gläubigen, die der früheren Liturgie anhängen, dauerhaft existiert, hat der Pfarrer deren Bitten,
die heilige Messe nach dem im Jahr 1962 herausgegebenen Römischen Messbuch zu feiern, bereitwillig aufzunehmen“
Hat aufzunehmen. Und Punktum.
Der Katechismus sagt 2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt.
Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung
dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht
zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und,
wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem
Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen. Nun ist Karin Wolf ganz bestimmt nicht der Typus der militanten Lesbe.
Karin hat der Öffentlichkeit offenbart, daß sie eine Frau liebt. Dies ist zunächst eine Frage der Wahrhaftigkeit.
Der Katechismus verlangt nun an dieser Stelle Heroismus. Was wir verlangen dürfen, ist eine andere Frage.
Was wir nicht tun dürfen, sagt uns Jesus und sagt uns der Katechismus: Wir dürfen nicht richten. Immerhin
macht Karin Wolf aus ihrer Veranlagung keine militante Ideologie, die der Gesellschaft vorschreiben will,
wie alle, auch die Heterosexuellen zu leben haben. Unter den gegebenen Umständen muß man das ja froh
sein.
Lieber Czibo Doch, man muß als Katholik an die Dogmen der katholischen Kirche glauben. Wer der Kirche
beitritt, dem wird folgende Eidesformel abverlangt: „Ich glaube und bekenne alles, was die heilige katholische
Kirche als Offenbarung Gottes, glaubt, lehrt und verkündet.“ Dogmen sind nichts anderes als die autoritative
Auslegung der Heiligen Schrift, so wie sie die Kirche seit ihren Anfängen gelehrt hat. Wer die Dogmen
nicht annehmen will, stellt sich außerhaltb der Kirche. So einfach ist das – und so schwierig.
Hooray!!! Also ich kenn jedenfalls einen Priester, der schon ganz eifrig das Missale von 1962 trainiert.
Ob wohl noch die passenden Messgewänder existieren? Mich freut es jedefalls. Gibt es hier jemanden, den
das ärgert?
Gott wie peinlich Als ich noch – nicht der Waldbauernbub, sondern der sex and drugs and rocknroll-Hippie
war, habe ich mich immer über die protestantischen Klemmies amüsiert. Gott wie spießig, die kurzbehosten
Typen mit den Buttermilchgesichter, denen man hundert Meter gegen den Wind ansieht, daß sie sich die
Hose mit der Kneifzange anziehen. Damals hab ich nicht geahnt, daß es etwas noch viel, viel peinlicher
gibt. Protestantische bzw. katholische Klemmies, die von sexueller Befreiung schwafeln, und glauben, mit
Rocknroll und libertinärem Geschwätz jungen Leute die Kirche „schmackhaft“ zu machen. Die Verklemmtheit
heutiger Tage drückt sich darin aus, daß meine unbedarften Mitkatholiken hinter der „Unbefleckten Empfängnis“
Schweinkram vermuten, oder daß Empfängnisverhütung und Abtreibung Tabu-Themen sind, die ein fortschrittlicher
Katholik keinesfalls ansprechen darf.
Hat die Frau eine Ahnung? Hat Sie. Sie hat nämlich tatsächlich ihre sieben Kinder nicht in einer Krippe,
Tageseinrichtung o.ä. von anderen erziehen lassen. Sie hat tatsächlich. wenigstens teilweise auf ihre
Karriere zugunsten ihrer Kinder verzichtet. Um so seltsamer, daß sie nun das Gegenteil von dem durchsetzen
will, was sie selbst gelebt hat. Was ist das? Dummheit? Verblendung? Opportunismus? Nachdem ich selbst
Jahre Parteipolitik betrieben habe, und nachdem ich Frau von der Leyen keinesfalls für dumm halte, tippe
ich entschieden auf letzteres.
Aufrechte Lutheraner Tja, da schafft nun eine Bischöfin jegliche Sanktionen für protestantische Pfarrer
ab, die Ehescheidung einreichen, reicht wenig später selbst Scheidung ein, bleibt selbstverständlich
im Amt und macht dann auch noch den letzten aufrechten Lutheraner fertig, der es wagt, sie deswegen zu
kritisieren. Ist schon Spitze. Luther kann man ja für manches kritisieren, aber SO durfte man seine Sola-fide-Lehre
ja nun wirklich nicht verstehen. Schade, daß man den Alten Luther nicht mehr fragen kann, was er von
seiner lutheranischen Kirche so hält. Aber vorstellen kann man es sich schon sehr gut, was er dazu zu
sagen hätte. Als Erfinder von Schimpfworten war der alte Fettsack ja einfach Spitze.
Danke Pünktchen Das lag mir doch die ganze Zeit auf der Zunge. Woran hat mich das als Ex-Protestant verheiratet
mit einer Ex-Baptistin nur erinnert? Dieser Raum ist einer kongregationalistisch verfassten Freikirche
angemessen. Kein Lutheraner, kein Anglikaner, kein Methodist würde diesen Raum als angemessen ansehen
können.
Archaisierende Motive Der Umbau der Kirche ist in seiner Gänze wirklich ein schönes Beispiel für die
Erosion des Glaubens, aber auch des Wissens des katholischen Mainstreams. Eigentlich müßte ja jeder
Kirchenarchtekt bei dem Terminus archaisierend schon zusammenzucken. Archarisch sind schließlich die
vorjüdischen, vorchristlichen Religionen der Erdmuttergöttin. Übrigens ein blutrünstiges Monster,
dem vorzugsweise das Blut junger Männer geopfert wurden, und dem kastrierte Sklaven dienten. Blutrot
und erdbraun waren die Farben dieses Monsters. Daß die Farbe getrockneten Blutes, nämlich rotbraun keine
liturgische ist, hat seinen Grund. Wie sagt der Dichter? So oder so, die Erde wird rot, entweder todrot
oder Lebensrot. Entweder das tote Rotbraun der Erdmutter oder das Purpurrot der christlichen Märtyrer
und des heiligen Geistes. Hier nun also Große Mutter, Hinduismus und Bhuddismus. Die japanisch anmutende
Fensterverkleidung paßt da doch recht gut.
Zelebrationsrichtung Lieber BJL. Das ist schon richtig. Aber auch vor einem Volksaltar kann man noch immer
die Karfreitagsliturgie feiern. In unserer Kirche geht das jedenfalls. Es geht nun aber nicht nur um die
Zelebrations- sondern auch um die Gebetsrichtung. Die ist wenigstens – Volksaltar her oder hin – in den
meisten Kirchen erhalten geblieben. Aber ich nehme mal an, daß in dieser Gemeinde auch die Niederwerfung
vor dem Altar nicht mehr zelebriert wird. DIESE Kirche hat nun eine echte Schlangenliturgie. Eritis sicut
dii. Ganz nebenbei – eine uneobachtete Andacht ist hier auch nicht mehr möglich. Stets bist Du Aug in
Aug mit irgendwem. Unsere Andacht gilt aber dem Herrn, nicht dem Nachbarn, und wenn er noch so ein lieber
Mensch ist.
Lieber Rudolfus Kniebänke sind in dieser liturgischen Anordnung inkonsequent und völlig überflüssig.
In dieser Kirche wird nicht der Herr angerufen, vielmehr diskutiert das Gemeindeparlament interessante
Themen allseitigen Interesses. Hier findet keine Berührung mit dem Unsichtbaren statt, sondern nur eine
Vereinsversammlung. DIESEN Tisch kann man sich nicht fortgesetzt denken als Tisch, an dem am anderen Ende
die Heiligen und Engel sitzen, hier sitzen nur Menschen, die sich selbst zelebrieren. Ich wette, daß
der Zelebrant Jesus stets nur mit Bruder tituliert, und Maria mit Schwester. Mein dummer junger Pfarrer
handhabt das genaue so. Imagine there’s no heaven, above us only sky. Hier gibt es kein Oben und kein
Unten, kein West, kein Ost, kein Süd, kein Nord, hier sind keine Engel, keine Heiligen, niemand vor dem
man knien müßte, niemand der anzubeten wäre. Dies ist – kurz gesagt -die architektonische Zelebration
des Dies-Seitigen.
O Oriens Lieber BJI Rundkirchen gibt es, es sind jedoch meist Grabkirchen, wie St. Michael in Fulda und
zahlreiche andere Beispiele zeigen. Entscheidend ist aber die Gebets- und Zelebrationsrichtung. Diese
ist (siehe Benedikt „Vom Geist der Liturgie) stets gen Osten gerichtet. Benedikt erläutert in diesem
Buch übrigens den Begriff der Orientierung. Siehe Jesaja 9,2 Das Volk das im Finstern wandelt, sieht
ein großes Licht; und über die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. (in der großen Antiphon
zum 21.21 wird der Messias als Oriens tituliert) Die Architekturgeschichtler weisen im übrigen nach,
daß die Orientierung der christlichen Kirchen auf die architektonische Einordnung des Tempels in die
kosmische Ordnung zurückgeht. Literatur gefällig?
Autobusanordnung? Wer sich ein wenig mit der Architekturgeschichte des christlichen Kirchenbaus beschäftigt
hat, wird wissen, daß bis in das 20. Jahrhundert hinein Kirchen ausschließlich in Ost-West-Richtung
gebaut wurden, stets steht der Chor im Osten, stets stehen die Türme im Westen. Ausnahmen von dieser
Regel gestätigen sie meist nur. Es lassen sich Tonnen architekturgeschichtlicher Literatur auffahren,
die stets zum selben Befund kommen. Der Hintergrund dieser stereotypen Architektur ist, daß die Christen
aller Zeiten die Wiederkunft des Herrn erwarteten als aufsteigende Sonne, die von Osten her aufleuchtet.
Auch die Juden erwarteten den Messias als Oriens, als aufsteigenden Sonne. Erst das vergeßliche 20. Jahrhundert
hat diesevergessen. Selbst in unserer Sprache hat die Gebetsrichtung nach Osten – ad dominum – eine Entsprechung.
Orientierung bedeutet wörtlich Ausrichtung zum Orient, zum oriens. Die Sitzordnung dieser Kirche entthront
den Herrn, macht ihn zum netten Reformrabinner von nebenan.
Lieber Borgorus Der Holocaust kannte Täter und Opfer, eine Abtreibung macht in der Regel drei Menschen
zum Opfer. Niemand hat den selbst von dem Verlust betroffenen Tätern erklärt, was ihre Tat wirklich
bedeutet. Das Rechtsbewußtsein, daß es sich um ein Verbrechen handelt, ist mit der Quasi-Legalisierung
der Abtreibung praktisch verschwunden. Gibt es ein „Post-Holocaust-Syndrom“ der Täter? Das Post-Abortion-syndrom
ist mittlerweile ein anerkanntes Kranheitsbild. Vor allem Frauen, die von ihrer Umgebung, meist von ihren
Partner, häufig auch von ihrer sonstigen Entourage zu einer Abtreibung gedrängt, manchmal gezwungen
werden, sind nicht einfach nur Täter. Will hier jemand ernsthaft eine Karin Struck, mit Eichmann vergleichen?
Deutsche Betroffenheitskultur Tja, da hört man ihn mal wieder, den deutschen Betroffenheitskult. Da sind
die Mitbischöfe von Frau Käßman doch echt unheimlich betroffen, Du. Das macht mich echt fertig, Du.
Das mit Deiner Ehescheidung, Du. Da kriegst du doch echt den Blues, Du. Und läßt dann alles beim Alten.
Bedauerliche Sache das, aber daß nun so gar keine Konsequenzen gezogen werden, daß nur allewelt seine
folgenlose Betroffenheit zeigt, zeigt, daß zwischen der protestantischen Sola-Fide-Lehre in der Niedrigpreisausgabe
und der sozi-öko-pazifistischen Betroffenheitsliga enge geistige Bande bestehen. Angesichts dieses Gipfels
der Verlogenheit kann ich gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.
Nervensägen Ehrlich gesagt, die Vorliebe von kreuz.net für geschnetzelte Kinderleichen geht mir manchmal
tierisch auf den Senkel. Bei schlechter Laune habe ich die Seite auch schon mal als „katholischen Blut-
und Hodensender im internet“ bezeichnet. Ich halte Abtreibung für ein Verbrechen. Aber nicht nur für
ein Verbrechen an dem getöteten Kind, sondern auch an den Eltern, die sich in einer Gesellschaft, die
Abtreibung für eine normale Methode der Familienplanung meist nicht darüber im klaren sind, was eine
Abtreibung für sie selbst bedeutet. Ich bin alt genug, um viele Frauen und Männer zu kennen, die sich
diese Last auf ihre Schulter geladen haben. Darunter ist keiner und keine, die diese Entscheidung nicht
bedauert, viele sind darunter, die unter diesem Trauma noch viele Jahre leiden. Nicht umsonst gibt es
Vereinigungen wie Rahel e.V., die sich um die überlebenden Opfer einer Abtreibung kümmern. Was sollen
solche Menschen, die sich häufig im Lebensschutz engagieren, wie die an einer schweren Krankheit zugrund
gegangene Schriftstellerin Karin Struck, bei solchen Bildern denken, was erwartet man, das sie empfinden?
Sie haben schon genug Alptraumbilder vor Augen, warum quält man sie mit slchen Fotographien?
Endlich: der Anti-Küng Was Benedikt XVI von der Küngschen, Drewermannschen, Ranke-Heinemannschen Theologie
hält, hätte man eigentlich schon in seiner berühmten Vorlesung „Einführung in das Christentum“ nachlesen
können. Nur das Drewermann, Küng und Ranke-Heinemann damals (anno 1968!!) ihre geschwätzigen und erkenntnisarmen
Schmonzetten noch nicht auf den nach antikatholischer Literatur gierenden Markt geworfen hatten. (Wobei
ich auch noch , ach, fast alle Schmonzetten gelesen habe).Benedikt hatte sich allerdings mit weit bedeutenderen
Theologen, als da wären Bultmann und von Harnack auseinanderzusetzen. Doch wie man sieht werden der liberalen
Theologie meist protestantischer Prägung immer neue dumme Kinder geboren. Es wurde also Zeit, daß dem
Buch von 68 ein neues Buch nachfolgte. Das Zeitalter der sogenannten liberalen, angeblich historisch-kritischen
Theologie geht zuende. Dieses Buch ist hoffentlich der angemessene Schlußstrich. Nun mag man der Auffassung
sein, daß Josef Ratzinger besser Professor geblieben wäre. Nun, als gläubige Katholiken wissen wir
doch, daß der Herr es anders entschied, und daß das Wahlgremium, erleuchtet vom Heiligen Geiste, den
Professor zum Papst ernannte. Der Herr also wollte dieses Buch als Buch eines Professors, der zu seinem
Leidwesen Papst werden mußte. Gelobt sei Jesus Christus.
Belanglosigkeit??? Ich halte den Nazijargon („Halbjude“) dieses Artikels allerdings nicht für eine Belanglosigkeit.
Ich mache mir ernsthaft Gedanken, ob man dieses Ding nicht zur Anzeige bringt.
Nazijargon Halbjude ist in der Tat Nazijargon. Das jüdische Recht kennt keine Halbjuden. Das Kind einer
jüdischen Mutter ist stets Jude und niemals „Halbjude“. Der Begriff ist im Rahmen der Nürnberger Rassegesetzgebung
von den Juristen NaziDeutschlands geprägt worden, und diente der juristischen Abgrenzung und Vorbereitung
der Judenvernichtung. Ihr sollte Euch schämen. Wie wäre es mit einer Entschuldigung?
Antikapitalistische Kritische Theorie Max Horkheimer hatte bei einem der letzten Interviews, die er geführt
hat, Gelegenheit zur Behauptung Stellung zu nehmen, die Kritische Theorie sei antikapitalistisch. Horkheimer
hat diese Behauptung energisch bestritten. Tatsächlich findet sich in den Werken von Horkheimer/Adorno
keine ausdrückliche Kapitalismuskritik. Genau dies haben die Studenten von 68 ihren „Lehrern“ vorgeworfen.
Adorno konnte nach 68 an der Frankfurter Uni keine Vorlesung halten, die nicht von kommunistischen Agitatoren
gestört wurde. Als Horkheimer gar noch Sympathien für den Katholizismus äußerte (In einem auch für
Katholiken lesenswerten Interview das unter dem Titel „Sehnsucht nach dem ganz anderen“ veröffentlich
wurde) war die Kritische Theorie bei den 68er gänzlich abgeschrieben. Wer der Kritischen Theorie Sympathien
für den Stalinismus unterstellt, hat offenbar noch nie ein Buch von Adorno zu Ende gelesen.
Pädaophiler Wüstenmensch Ich weiß ja, das nostra aetate hier nicht wohlgelitten ist. Dennoch muß mal
daran erinnert werden, daß die dem Islam gegenüber sehr wohlwollenden Formulierungen auf niemand Geringeren
als Gregor VII zurückgehen. Ganz gewiß kein katholisches Weichei (zur Erinnerung: Gang nach Canossa).
Wer nun Mohammed als pädophil bezeichnet, hat wohl den Koran nie gelesen. Die Haltung des Islam zur Homosexualität
sollte eigentlich bekannt sein. Und waren nicht auch Moses und Jesus „Wüstenmenschen“?
Radikale Kenntnislosigkeit Wer so über die Kritische Theorie schreibt, hat sich mit der kritischen Theorie
offenbar nie beschäftigt. Wer unter anderem das 1970 veröffentliche Interview mit Max Horkheimer liest,
wird sich in Zukunft, hoffentlich davor die hüten Horkheimer und Adornals atheisitsiche Marxisiten zu
denunzieren. Leseprobe: Woher wissen die denkenden Menschen, was gut ist? Ich habe geschrieben, dass Politik
welche nicht Theologie oder Metaphysik, damit natürlich auch Moral, in sich bewahrt, letzten Endes Geschäft
bleibt. Gute, moralische Politik sei also, meinen Sie, nicht ohne Theologie möglich? Zumindest nicht
ohne Gedanken an ein Transzendentes. Was meinen Sie damit? Erst einmal möchte ich über die Kritiker
der Theologie sprechen, die Positivisten also, und deutlich machen, dass sich aus er Position des Positivismus
keine moralische Politik ableiten lässt. Wissenschaftlich betrachtet, ist Hass bei aller sozial-funktionellen
Differenz nicht schlechter als Liebe. Es gibt keine wissenschaftliche Begründung, warum ich nicht hassen
soll, wenn ich mir dadurch in der Gesellschaft keine Nachteile zuziehe. Alles, was mit Moral zusammenhängt,
geht logisch letzten Endes auf Theologie, jedenfalls nicht auf säkulare Gründe zurück, wie sehr man
sich auch bemühen mag die Theologie behutsam zu fassen.
von der Leyen Kann mir jemand erklären, wie eine Mutter – Ursula von der Leyen – von sieben Kindern auf
die Idee kommen kann, das beste für das Kind sei die Unterbrinung in einer Krippe? Zuwenig Kinder? Anna
Wahlgren hat deren neun. Ist das die kritische Masse? Wer Schweden verstehen will, muß in die sozialistische
Vergangenheit des schwedischen Modells zurück. Alva Myrdal propagierte bereits in den 30iger Jahren die
staatliche Rundumversorgung bzw. kasernierung auch der kleinsten Kinder. Nichts neues. Auch Engels/Marx
vertraten schon im 19. Jahrhundert das Programm von der „gesellschaftlichen „Kindererziehung, allerdings
nicht, um die Arbeiterfrauen von der Kindererziehung zu befreien, sondern um die Verwahrlosung der Kinder
arbeitender Frauen zu verhindern. Was im 19. Jahrhundert eine sozialistische Notlösung war, wird heute
zur Vorstellung vom Familienparadies. Verkehrte Welt.
Schwul-lesbische Bibelübersetzung? Vor wenigen Jahren nötigte Prof. Dr. Steinacker einige prominente
Kirchenmitglieder (unter anderem die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Steinbach) zum Kirchenaustritt,
nachdem er partout die Segnung homosexueller Lebenspartnerschaften durchkämpfen mußte. Vor einem Jahr
wurde nun eine Frau, die selbst in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit einer Frau lebt – Cordelia
Kopsch – auch noch zur stellvertretenden Kirchenpräsidentin gewählt. Jetzt kommt die „Bibel in gerechter
Sprache“, wesentlich finanziert durch die EKHN. Mit der konsequenten Ausmerzung der Geschlechtspolarität
von Mann und Frau noch ein neoprotestantisches Projekt des Gender Mainstreaming. Für wen wird sich das
wohl lohnen?
Frage Man darf Novizinnnen aus anderen Erdteilen nicht in ein deutsches Kloster aufnehmen. Wieso? Durfte
Paulus nicht in Rom predigen? Hätte Petrus in Jerusalem bleiben sollen? Klingt irgendwie wie die Asylpolitiker,
die meinen, afrikanische Flüchtlinge dürften nur in Afrika um Asyl nachsuchen. Was spricht dagegen?
Kann mir das jemand erklären?
Dummes Zeug Die Behauptung, Heine sei an Syphilis gestorben, wird auch durch ständige Wiederholung nicht
wahrer. Sein angebetetes Eheweib, dem er in einer katholischen Kirche nach katholischem Ritus anvertraut
wurde, erfreute sich jedenfalls noch nach 15 jähriger nach allem was man weiß glücklicher Ehe bester
Gesundheit und blieb auch noch nach Heines Tod fröhlich am Leben. Heine starb mit hoher Wahrscheinlichkeit
an mutipler Sklerose und nicht an Syphilis. Ansonsten war Heine protestantisch getauft, katholisch verheiratet,
und bekannte sich, trotz aller antikirchlicher vor allem antikatholischer Polemik an Ende seines Lebens
zum Glauben an den Schöpfergott, dementierte aber seine Zugehörigkeit zur katholischen Kirche. Der Artikel
ist wirklich dummes Zeug.
Lieber Maurice Der Alte Bund ist nicht aufgelöst durch den Neuen Bund. Gott hält seine Verträge. Röm.
11,28: Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber
Geliebte um der Väter willen. Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar. Die Juden
bleiben das auserwählte Volk, der Alte Bund ist die Wurzel des neuen und „Diese Wurzel trägt Dich“ (Röm
11). Damit ist allerdings über die Judenmission nichts gesagt, und Lehmanns kann sich mit seiner Meinung
wohl weniger auf „Nostra Aetate“ als vielmehr auf die Moden der Political Correctness berufen.
Long time ago Hätte diese Diskussion wohl vor einem halben Jahrhundert geführt werden können? Wenn
ich mich an meine Kindheit erinnere, an die fünziger Jahre, dann war dies eine Zeit, in der eine verheiratete
Frau ohne Kopfbedeckung nicht die Straße betrat. Selbstverständlich saßen in der Kirche die Frauen
links, ja nach Alter mehr oder weniger verschleiert, die Männer rechts, selbstverständlich barhäuptig.
Für beides „Trachten“, wie auch Sitzordnung finden sich klare, unausdeutbare biblische Begründungen –
die man nur vergessen hat. Die Ordenstrachten sehen – sieht man sich Gemälde aus der Zeit an, in der
die Orden entstanden – nicht anders aus, als die Kirchentrachten verheirateter Frauen. Wer anderes behauptet,
will diese Tradition einfach nicht sehen. Der Herr Professor kann sich wohl auch nicht mehr an die Zeiten
erinnern, in denen es noch evanglische Diakonissen gab. Auch die trugen nichts anderes als die in ihrer
Zeit übliche Tracht verheirateter Frauen.
Katholischer Mief Was wohl Charlotte Knobloch, die Vorsitzende des Zentralrats der Juden über die Beschimpfung
des „katholischen Miefs“ gedacht hat. Hatte sie doch diesem „Mief“ ihr Leben zu verdanken: Fritz Neuland
brachte seine Tochter schließlich 1942, als die Verfolgung lebensbedrohlich wurde, bei Kreszentia „Zenzi“
Hummel im mittelfränkischen Herrieden unter. Zenzi war das katholische Hausmädchen eines Verwandten
gewesen. Die fromme Frau gab „Lotte Hummel“, wie Charlotte jetzt genannt wurde, als ihr uneheliches Kind
aus. „Zenzi verstand die Bedrohung und die Verachtung der Menschen als Gottes Prüfung“, hat Charlotte
Knobloch später gesagt. Obwohl das Kind Lotte Hummel ein einsames und hartes bäuerliches Leben führte,
wollte sie nicht zurück nach München, als der Krieg zu Ende war: „Ich wollte nicht noch mal alles aufgeben.
Ich sehnte mich nach Geborgenheit.“ Ihr Vater hatte die Shoah überlebt. Es gibt ein Nachspiel zu dieser
Kriegsgeschichte: Die Retterin Zenzi lehnte das Bundesverdienstkreuz ab, für das Charlotte Knobloch sie
später vorgeschlagen hatte – schließlich habe sie, Zenzi, ihren Lohn schon erhalten: Die beiden Brüder
hatten den Krieg überlebt. 1942 meldete sich Grass zu den U-Booten, um dem katholischen Mief seiner spießbürgerlichen
Familie zu entgehen.
Protestantischer Weg Wenn man die Anhänger der „Lehmann-Kirche“ so hört, wenn man regelmäßig „Christ
in der Gegenwart“ liest (oder lesen muß), wenn man in einem Pfarggemeinderat sitzt, und sich (als Konvertit
und Ex-Evangelischer) so anhören muß, was der durchschnittliche Gremienkatholik sich an „Reformen“ wünscht,
wenn man sich die Verlautbarungen des ZdK reinzieht kann man zumindest den Eindruck gewinnen, daß die
„politische“ Basis der katholischen Kirche eine Kirche wünscht, die in jeder Beziehung, vor allem in
der Beziehung zu Rom – eine protestantische Kirche ist. Aber unsere Kirchen sind – im Gegensatz den den
protestantischen – noch gut gefüllt. Immerhin ist der Anteil der Kirchenbesucher noch 4 mal so hoch wie
bei der evangelischen Konkurrenz – wenn der Prozeß der „Selbstprotestantifizierung“ anhält, wird sich
aber auch das noch ändern. Ein bißchen ist auch ein Lehmann auf dem protestantischen Weg. Und dieses
bißchen ist eben ein bißchen zu viel.
Logos und Ethos In seinem Grundlagenwerk vom Geist der Liturgie stellt Benedikt XVI. andere Prinzipien
auf, als der Hans-Küng-Verehrer Lehmann. Die weltethische Ausdünnung des Glaubens kritisiert Benedikt
unter dem Gesichtspunkt des absoluten Primats des logos vor dem ethos. Im selben Buch findet sich eine
Auseinandersetzung mit dem vor allem in den 70iger und 80iger Jahren- der großen Zeit von Hans Küng,
dem Erschröcklichen – propagierten Primat der sogenannten Orthopraxie. Das Buch ist von 1999, ähnliche
Aussagen Benedikts finden sich in reicher Zahl. Bei meinem Bischof scheint da noch wenig angekommen zu
sein. Manchmal wünsche ich mir so eine Art lutheranische Revolution der Kirche. Sola fide – so verkürzt
dieses Programm auch war, es hat der Kirche geholfen, sich aus einem anderen Denkgefängnis zu befreien –
dem Ablaßunwesen des 16. Jahrhunderts. Das war auch so eine Art von Orthopraxie, allerdings auf geistlich-spritueller
Ebene. Heute meint so mancher, er könne schon mit der Wahl der richtigen Partei das ewige Heil gewinnen.
Fehlinformation An diesem Artikel ist einiges ganz schön falsch. Zunächst wäre zu bemerken, daß die
„Reform“ des § 218 nicht auf eine sozialisitsche sondern eine sozialliberale Regierung zurückgeht. Weiter
sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die Fraktionen von SPD und FDP eine reine Fristenlösung vorschlugen
und mit ihrer parlamentarischen Mehrheit auch durchsetzten. Schließlich wäre noch erwähnenswert, daß
das Bundesverfassungsgericht diese Lösung als verfassungswidrig kassiert, als, weil sie das Lebensrecht
des ungeborenen Kindes ignoriere. Erst dieses Urteil führte zu der heute noch geltenden Indikationenregelung.
Die Fristenregelung wurde 1974 verabschiedet, die bis heute mit Modifikationen geltende Indidaktionenregelung
1976. Rhetorik gegen „sozialistische Bonzen“ ist deshalb ziemlich daneben. Das Gesetz ruht auf dem Konsens
der politischen Klasse und ist von CDU/CSU faktisch geduldet und dem Bundesverfassungsgericht schließlich
abgesegnet worden. Die Poliitiker, die eine Rückgängigmachung der Reform wünschen, repräsentieren
eine winzige Minderheit in CDU und CSU. Wir können doch noch froh sein, das das BVerfG, anders als der
Supreme Court der USA (Roe versus Wade) nicht auf die Idee verfiel, das Recht auf Abtreibung sei ein Menschenrecht.
Madonna? Hm. Madonna heißt ja wirklich Madonna, und hat diesen Namen nicht etwa als Künstlernamen gewählt.
Auch wenn sie heute sonst was glaubt (derzeit an die Kabbala), ihre Eltern waren doch gläubige Katholiken,
die ihrer Tochter einen christlichen, von tiefer Verehrung der Gottesmutter geprägten Namen gegeben haben.
Was also ist denn wirklich so grundfalsch daran, Madonna im Madonnengewand darzustellen?
Popkultur Meist jeden Sonntag erlebe ich das seltsame Schauspiel, daß eine nach hunderten Köpfen zählende
Gemeinde meist älterer Gottesdienstbesucher sich müht einen der modernen Popsongs des „Gotteslobs“ zu
trällern (Die Sorte, wo bloß noch der Schubidu-Begleitchor fehlt). Jeden Sonntag beachte ich mit einer
gewissen Erheiterung, daß der Versuch schmählich scheitert, nicht zuletzt an unserem jungen Pfarrer,
der so überhaupt kein Popsänger ist, sondern stimmlich und von seiner musikalischen Begabung eigentlich
eher der klassische Schola-Sänger wäre. Ist es nicht vielleicht eher umgekehrt, daß die meisten den
gregorianischen Stil der Liturgie beherrschen, nicht aber den Marschtritt protestantischer Kampflieder
oder gar die Gesangstechnik modischer Popsongs (die sich vor allem in den „Beiheften“ tummeln).
Einspruch Herr Weber Drewermann hat nie von sich behauptet, er sei „nur“ Theologe, auch wenn dies gewissermaßen
sein erlernter Beruf war. Drewermann war nach seiner Selbstbeschreibung stets „Theologe und Psychotherapeut“,
womit das Problem beschrieben wäre. Die Pschologie war von ihrem freudianischen Ursprung bis zu Ihrer
Jungschen „Theologisierung“ stets eine antitheologische Wissenschaft. Für Freud war ein frommer Mensch
ein behandlungsbedürftiger Wahnsinniger. Letztlich hat sich auch Dr. D. wohl dieser Meinung angeschlossen.
Gibt es einen einzigen Satz des Glaubensbekenntnisses, den Drewermann nicht „psychologisiert“, mit anderen
Worten seines realen Sinnes entkleidet hat?
Politisch korrekt, gesellschaftlich blind Wenn ich den Bericht über Runini Äußerung richtig verstanden
habe, hat dieser lediglich darauf hingewiesen, daß gemischtreligiöse Ehe erschreckend häufig an den
aufbrechenden kulturellen Konflikten zwischen den Ehepartner scheitern. Dies zu sagen ist für die Hohepriester
der „political correcthnes“ offenbar schon so unerträglich, daß sie dies bereits als Beleidigung „aller
Muslime“ ansehen. (Wobei man die Äußerung Runis ja eigentich auch als Beleidigung der Katholiken ansehen
könnte, denn auch der katholische Teil einer gescheiterten interreligiösen Ehe wird jeweils seinen Teil
dazu beigetragen haben). Darf man die Augen vor der Wirklichkeit verschließen? Man muß, wenn man der
neuen Religion des Multikulturalismus angehören will und die gesellschaftliche Exkommunkation befürchtet.
Man darf nicht, wenn man noch ein Herz für die Menschen hat und sie ernst nehmen will. Daß der muslimische
Ehepartner von Ehe und Familie eine gänzlich andere Vorstellung hat als der christliche hat schon so
mancher Ehemann und so manche Ehefrau erfahren müssen.
Zentral-dezentral Zentrales Dogma ist ja vielleicht ein bißchen blöd. Aber wer nicht daran glauben mag,
daß Jesus Gottes eingeborener Sohn ist „aus dem Vater geboren vor aller Zeit, Gott von Gott, Licht vom
Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“ ist, der gehört
halt nicht zur Firma. Drewermann dreht das Rad der Zeit zurück – zurück zu einem psychologisch aufgehübschten
Neu-Arianismus. Der macht keinen satt. Und der macht auch keinen gesund. Nur der Glaube macht uns frei.
Der „Therapeut“ Drewermann ist doch, was jeder sehen kann, der es will, ein haßkranker alter Mann.
II. Vaticanum Auf gewisse Konstanten kann man sich bei kreuz.net ja verlassen. Immer ist irgendwie das
II. Vaticanum schuld. Könnte es nicht auch das Problem der zeitgeistig angepassten deutschen Kirche sein?
Typisch deutsch also? Die weltweiten Zahlen der Entwicklung des Katholizismus sprechen zumindest dafür.
Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Grund und Anlaß für den Hinauswurf Drewermann war doch
wohl folgender Satz: In einem Interview mit dem Spiegel erklärt Drewermann 1991, daß Jesus einen menschlichen
Vater gehabt habe, und daß die Jungfrauengeburt ein Mythos sei. Wörtlich: „Er wurde gezeugt und geboren
wie jeder andere Mensch. Ungewöhnlich war nicht seine Geburt, sondern sein Leben.“ Also ganz einfach:
Drewermann leugnet das zentrale Dogma des Christentums- und die anderen Teile des Glaubensbekenntnisses
von 2 Milliarden Christen (was die Jungfrauengeburt angeht, auch von 1,2 Milliarden Muslimen).Daß nichts
anderes als der Hinauswurf aus dem Amt des Priesters – das Spiegel-Interview war der konkrete Anlaß –
folgen konnte, war doch eigentlich sonnenklar (was Drewermann gar nicht fand). Da muß man sich eigentlich
nicht mit dem verschwurbelt-esoterischen Gesamtwerk Drewermanns abgeben. Wes Geistes Kind der Mann ist,
zeigt doch wohl, daß er seinen Austritt erst jetzt offenbart hat und nicht schon im Juni 2005. Wo er
noch im August 2005 als „prominenter Katholik“ am Weltjugendtag 2005 herumnörgelt. Hat er bewußt seinen
Austritt verschwiegen, wohl wissend, daß ein Ex-Katholik für die Medien deutlich uninteressanter ist,
als der „Dissident“ Drewermann? Ziemlich charakterlos. Aber so sind sie halt, unsere Gutmenschen.
Traditionell Gläubig? Was soll das nun bedeuten? Ist ein „traditionell Gläubiger“ nun einer, für den
Tradition „Demokratie für die Toten“ (Chesterton) ist, oder ein schlicht Stehengebliebener, oder ein,
wie man im amerikanischen leicht abschätzig sagt „cradle catholic“? Glaubt da wer an die Tradition (katholisch
hundertprozenig korrekt), oder glaubt da einer nur traditionell (nicht unkorrekt, aber doof). Der katholische
Glaube ist stets rückbezogen auf die uns geschenkte Offenbarung und auf das nahezu 2000jährige Erbe
der Kirche. Was also soll dieser Begriff bedeuten? Ist das II. Vaticanum antitraditionell? In vielem ist
das II. Vaticanum traditioneller als die mittelalterliche Tradition. Und die mißratene Liturgiereform,
die teilweise in der Tat mit dem Erbe (nicht nur dem katholischen, sondern auch dem christlichen) aufräumt,
läßt sich nicht auf das II. Vaticanum zurückführen.
Mythos und Mystik Berger hat sich nicht nur gegen die Entmystifizierung des Glaubens gewandt, sondern
stes auch gegen einen allzu buchstabengläubigen Fundamentalismus, der die Bibel gleichsam wie eine Tageszeitung
liest. Vielleicht dient das folgende Zitat dem Verständnis: Die Wirklichkeit Gottes ist keine real sichtbare,
sondern eine unsichtbare Welt, in der allein die Augen des Herzens taugen und sehen. Wer das Neue Testament
aufschlägt, begibt sich in diese Welt. Sie wird zugänglich in Visionen, in Wundern, in einem Buch wie
der Offenbarung des Johannes. Wenn Sie alle Wunder und Visionen wegstreichen, haben Sie in der Tat das
wenige in den Händen, was den normalen deutschen Durchschnittsprotestanten ausmacht: Vernunft und Moral,
aber das ist nicht biblische Religion.
Paulus verheiratet? Ich habe noch nie, jedenfalls von keime seriösen Exegeten die Behauptung gehört,
Paulus sei verheiratet gewesen. Paulus bekannte sich vielmehr zu seiner eigenen Ehelosigkeit und empfahl
sie als Vorbild. Korinther 8 1 f.: Wovon ihr aber mir geschrieben habt, darauf antworte ich: Es ist dem
Menschen gut, daß er kein Weib berühre. Aber um der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib,
und eine jegliche habe ihren eigenen Mann. … Solches sage ich aber aus Vergunst und nicht aus Gebot.
Ich wollte aber lieber, alle Menschen wären, wie ich bin; aber ein jeglicher hat seine eigene Gabe von
Gott, der eine so, der andere so. Paulus empfielt also die Ehelosigkeit nicht etwa nur für Priester sondern
für alle. Nicht nur für Christen, sondern auch für Buddhisten, für Taoisten selbst für Muslime ist
sexuelle Enthaltung eine Form des „engelhaften Lebens“. Selbst bei Muslimen, die das Mönchtum ablehnen,
und sich das Paradies durchaus nicht geschlechtslos vorstellen, gilt während des Ramadan das Gebot der
sexuellen Enthaltsamkeit. Für alle Religionen ist das Zölibat – auch wenn es nur ein zeitweises ist –
etwas besonders, das Opfer der Selbsthingabe an Gott.
Steter Tropfen höhlt den Stein Das sind wirklich verkehrt Welten. Frau Zypries (SPD) ist vor gar nicht
langer Zeit mit einem nach Auffassung der Mehrheit des Parlaments zu weit gehenden Entwurf zur Regelung
der Patientenverfügung gescheitert, nun setzt sie sich gegen einen CDU-Minister zur Wehr, der noch weit
über ihren Entwurf hinaus gehen will. Das Hohe C taugt offenbar gar nix mehr. Die Politiker, die christliches
Ethos aus der praktischen Gesetzgebung tilgen wollen (zuletzt Cohn-Bendit von den Grünen) machen sich
nun offenbar auch in der CDU breit.
Der Sack Reis Nicht nur für Nicht-Christen, ist die Nachricht so langweilig, wie von dem umfallenden
Sack Reis im fernen China. Auch für Christen kann es kaum was sterbenslangweiligeres geben. Wen interessiert
schon ein protestantisierender Ex-Professor dessen großes Vorbild – der deutsche Protestantismus – an
grassierender Schwindsucht leidet. Daß Benedikt XVI den Professor lädt kann eigentlich nur atmosphärische
Gründe haben. „Schön das wir mal darüber geredet haben.“ Küngs Bedeutung dürfte durch dieses Gespräch
eher ab- als zugenommen haben.
Weltwassersuppe Wer sich mit den ethischen Grundlagen des Hinduismus und Buddhismus, des Islam und des
Christentums beschäftigt hat, wird wissen, wenn er es nur wissen will, daß nicht nur spirituell, sondern
auch ethisch Welten zwischen vor allem den östlichen und den orientalischen Religionen, einschließlich
des Christentums liegen. Wie bei Küng die Ökumene nur eine des kleinsten gemeinsamen Nenners sein kann,
so kann die Schimäre „Weltethos“ eigentlich nicht viel mehr sein als die Weltwassersupppe einer für
alle und damit für niemanden gültigen Ethik. Daß Benedikt XVI mit dem geschwätzigen Herrn Professor
sein Zeit verplempert, kann ich nicht ganz nach vollziehen.
Bruder Leisetritt Dies war wieder so eine Rede nach Lehmanns Geschmack. Nur nicht auffallen! Keine Position
beziehen! Keinesfalls anecken! Daß es einem engagierten Katholiken dabei irgendwie ganz schrecklich schläfrig
wird, scheint ihn nicht zu stören. In der FAZ von heute wurde die Rede als arm an Rhetorik und Pathos
beschrieben. Das Lehmann kein guter Redner ist, dafür kann er nicht. Daß er aber ohne Pathos, somit
ohne Leidenschaft ist, ist für den höchsten Repräsentanten des deutschen Katholizismus wie auch für
den deutschen Katholizismus so ziemlich das schlimmste, was sich sagen läßt.
Lehmann und „Wir sind Kirche“ Folgender Text findet sich bei „n-tv.de“ Die KirchenVolksBewegung „Wir sind
Kirche“ begrüßte ebenfalls die Wiederwahl von Lehmann. Dies sei „ein deutliches Zeichen der deutschen
Bischöfe, dass Lehmann als langjähriger Vermittler zwischen vatikanischen Positionen und deutscher Kirchenrealität
weiterhin ihr Vertrauen hat“, heißt es. Nach Ansicht der katholischen Reformbewegung ist die erneute
Wahl des Mainzer Bischofs „vor allem aber ein positives Signal, dass ein weiteres fundamentalistisches
Abdriften der katholischen Kirche nicht von der Mehrheit der deutschen Bischöfe mitvollzogen wird“. Meine
Lieblingskatholiken (die, die netten „KatholikInnen benutzen Kondome“-Plakate beim Weltjugendtag geklebt
haben)
Erfolgsteam Von dem Jahr der Wiedervereiigung bis zum Jahr 2003 ist die Zahl der deustchen Katholiken
um 2 Millionen gesunken. Könnte es sein, daß dies mit der Präsentation der deutschen Katholiken im
Lehmannschen Sinn zu tun hat?
Bürgerschreck „Wenn die Christen die Dimension des Bürgerschrecks ganz verlieren, dann hat das Salz
der Erde seinen Geschmack unwiderruflich verloren.“ Das Zitat stammt vom Remi Brague. Es findet sich übrigens
in dem mittlerweile berühmt-berüchtigten Interview mit Karl Lehmann in der FAZ vom 31.7.2005, (das mit
den Mädchen auf dem Petersplatz, die nach der Erkenntnis unseres Bischofs alle die Pille in der Tasche
haben)
Gähn Warum nur packt mich bei dem Lesen von Interviews mit Kardinal Lehman eine milde Langeweile? Warum
ist unser Bischof Karl so ganz und gar kein Aufreger? Warum nur geht es ihm meist zuallerst darum, daß
sich die Kirche anpassen müsse, statt darum, daß die Kirche ein Bürgerschreck zu sein hat? Warum nur,
warum nur, fällt mir immer das böse böse Wort des mystischen Revolutionärs Thomas Müntzer ein, vom
„sanftlebend Fleisch zu Wittenberg zu Määnz)“. Warum nur kommt mir dieses große große Gähnen. Er
hat es eben lieber mild als wild, lieber sanft als hart, und sein Erschrecken über die Bildergewalt von
Mel Gibsons Passion ist ein Kennzeichen seines ganzen Episkopats. Wer Angst davo hat, was die Leute wohl
über ihn denken, sollte nicht Bischof werden.
Rundumschlag Die Frankfurter Schule (also Habermas, Adorno, Horkheimer, Ludwig Marcuse) als schlicht atheistisch
abzutun ist mit Sicherheit falsch. Horkheimer hat in jungen Jahren geschrieben, daß die Beichte des Ketzers
auf dem Totenbett nicht seine atheistischen Ansichten widerlegt. Älter geworden hat er ein einzigartiges
und lesenswertes Buch über die Sehnsucht nach dem ganz Anderen, die Sehnsucht nach Gott geschrieben.
Das Adorno vom jüdischen Glauben abgefallen sei, hat noch niemand behauptet. Habermas hat sich selbst
allenfalls als religiös unmusikalisch beschrieben, niemals aber den christlichen Glauben auch nur kritisiert.
Der Dialog von Ratzinger und Habermas – den es in Buchform gibt -ist vielmehr von großem, wechselseitigem
Respekt gekennzeichnet. Schon immer waren die hellsichtigeren marxistischen Philosphen – Bloch zumal –
profunde Kenner der christlichen Theologie. Und ach mit den Jesuszitaten von Karl Marx könnte man ein
ganzes Buch füllen.Das Elend der Kritischen Theorie ist nicht ihr angeblich platter Atheismus, sondern
die humanistische Verdünnung der frohen Botschaft Jesu. Ein Horkheimer ist dieser Wassersuppe schlußendlich
überdrüssig geworden. Mal sehen, was uns Habermas auf dem Totenbett erzählt.
Erich Fromm als Konsumist? Das Erich Fromm -dessen religionsphilosphische Excurse eher von minderer Qualität
waren – nun als „Vater“ der „68er“ eingenordet wird, finde ich eher peinlich. Der Autor von „Haben oder
Sein“ als geistiger Vater der „hedonistischen Linken“?. Da kann doch was nicht stimmen. Wenn Fromm in
seinem Werk über die Seele des Menschen den Antogonismus zwischen Biophilie (Liebe zum Lebendigen) und
Nekrophilie (der Liebe zum Toten) herausarbeitet, verfolgt er ein durchaus katholisches Programm. Als
Herbert Gruhl in der Anfangsphase der ökologischen Bewegung Erich Fromms „Haben oder Sein“ als Pflichtlektüre
empfahl wurde er zur Zielscheibe der linkshedonistischen Kritik, Dies war der Anfang vom Ende des eigentlich
urkonservativen „grünen Projekts“. Johannes Paul der II hat doch für eine Kultur des Lebens gekämpft.
Erich Fromm häte der säkulare Partner dieses Kampfes sein können. (Erich Fromms religionskritische
Werke sind meist Frühschriften. die von der religionskritischen Tradition der marxistischen Linken geprägt
sind. Aber wissenschaftlichen Unfug wie die angebliche Geschichte des Christusdogmas (wonach die frühen
Christen Arianer gewesen sein sollen) haben auch schon wohmeinende liberale Theologen verzapft, als da
wäre der allseits verehrte Herr Küng, den man heute noch auf Katholikentage einlädt und bejubelt)
Hurra! Wer die Lutherbibel kennt (habe sie sozusagen in die Wiege gelegt bekommen) wer gequälte Versuch
von Neuübersetzungen kennt (Zinks „Bibel in heutigem Deutsch“, mit der meine liebe ehemals baptistische
Ehefrau gepeinigt wurde), und wer schließlich die schröcklichen „ökumenischen Gemeinschaftsübersetzungen“
(z.b. die „ökumenische Variante von Lukas 1, 28) in der sogenannten Einheitsübersetzungen kennt, kann
sich eigentlich nur wundern, warum da immer noch an einer Eiheitsübersetzung gebastelt wird. Soweit die
existierende Einheitsübersetzung „ökumenisch“ sein will ist sie doch nur ökumenisch im Sinne des kleinsten
gemeinsamen Nenners. Und dieser Nenner ist weder literarisch, noch theologisch und schon gar nicht liturgisch
brauchbar. Die Protestanten werden niemals „ihre“ Lutherbibel aufgeben, und sie tun damit das richtige,
denn sie ist von einzigartiger poetischer Qualität. Kunstwerke dieser Güte waren die katholischen Konkurrenzprodukte
nie, die Einheitsübersetzung schon gar nicht. Was not tut, wäre eine bewußt katholische Bibel, die
die theologische Präzision des lateinischen Katholizismus mit der mystischen Tiefe der Ostkirche verbindet,
in einer Sprache, die die poetische Kraft der Lutherbibel erreicht. Um das zu schaffen, braucht es keine
klugscheißerischen Professoren, sondern Heilige.
Politisch Korrekt Der Herr Kardinal wollte wohl eher politisch als wissenschaftlich korrekt sein. Seit
dem „Skandal“ über Mel Gibsons Passion – die weitestgehend auf Anna Katharina Emmerichs Vision beruht –
ist es Mode von angeblich antisemitischen Inhalten der Wiedergabe der Visionen durch Clemens Brentano
zu reden. Wer das Buch wirklich gelesen und den Film wirklich gesehen hat, wird feststellen, daß Buch
und Film den Vorwurf antisemitischer Propaganda auch nicht ansatzweise rechtfertigen. Verglichen mit der
Darstellung der Passion durch den Evangelisten Johannes ist Brentanos sicher poetisch aufbereitete Wiedergabe
von Emmerichs Visionen deutlich zurückhaltender, was die Rolle des jüdischen Pöbels angeht, weit differenzierter,
was die Rolle des Sanhedrins angeht. Wer Brentano Antisemitismus vorwirft, sollte konsequenterweise das
Johannesevangelium in den Giftschrank verbannen. Da will sich wer bei den Hohepriestern der Political
Correctness beliebt machen – auf Kosten der wissenschaftlichen Seriösität und auf Kosten eines der bedeutendsten
Schriftsteller deutscher Sprache katholischer Konfession. Clemes Brentano ein Antisemit ? Daß wer diese
Meinng vertritt, ist ja wirklich kaum zu glauben, aber auch deutsche Kardinäle sind da wohl nicht ganz
vor solchen Fehlurteilen gefeit.
Dove Na ja. Gut an der Firma Dove finde ich, daß sie mit Frauen Reklame macht, die nicht dem spillerigen
Ideal eines langbeinigen Kleiderständers entsprechen, sondern mit ganz normalen Frauen, die manchmal
nicht ganz superhübsch und manchmal bißchen moppelig sind, eben Frau aus dem wirklichen Leben. Dove
hat mit der Reklame vielleicht mehr zur Frauenemanzipation beigetragen als die ganze Frauenbefreiungsfront
der 60er und 70er Jahre. Sich so zu akzeptieren, wie man nun mal ist, ist doch echt katholisch, oder?
Schmeiß sofort Nivea raus und kaufe nur noch Dove.
Solide musikalische Ausbildung Vor kurzem haben wir unsere Chorleiterin verloren, weil wir sie nicht mehr
bezahlen konnten, und sie eigentlich noch nie ordentlich bezahlen konnten. Sie ist nunmehr bei einer reformierten
Gemeinde eingestellt, die ihr einen ordentlichen Arbeitsvertrag bieten konnte. Der jetzige Chorleiter
ist zwar hervorragend ausgebildet, jedoch noch miserabler bezahlt. Solange es Sache der Gemeinden selbst
ist, die Kirchenmusik zu bezahlen, und die Diözesen die Gemeinden nur mit geradezu spartanischen Mitteln
ausstatten, kann es mit der Kirchenmusik nichts werden. Solange sich im Gotteslob ein wildes Sammelsurium
von Liedtexten häufig nur mittelmäßiger Qualität findet, kann es auch nichts werden. Als ehemaliger
Protestant traure ich schon manchmal meinem evangelischen Gesangbuch nach (das zwar massive Lücken aufweist
hinsichtlich „katholischer Themen“, aber doch auf den reichen Schatz zurückgreifen kann, den begnadete
Komponisten und Dichter hinterlassen haben, deren Lieder eigentlich auch im katholischen Gottesdienst
gesungen werden dürfen, aber doch meistens nicht gesungen werden, weil sie den heutigen Katholiken (allen
Ernstes) zu fromm sind. So findet sich etwa in keinem , auch keinem evangelischen Gesangbuch mehr der
vollständige Text von Martin Luthers „Nun komm der Heiden Heiland“. Weniger Text im Gotteslob, mehr Qualität,
meinetwegen auch mehr lutherische Qualiät wäre mehr.
Bob Dylan 1968 I dreamed I saw St. Augustine, Alive as you or me, Tearing through these quarters In the
utmost misery, With a blanket underneath his arm And a coat of solid gold, Searching for the very souls
Whom already have been sold. „Arise, arise,“ he cried so loud, In a voice without restraint, „Come out,
ye gifted kings and queens And hear my sad complaint. No martyr is among ye now Whom you can call your
own, So go on your way accordingly But know you’re not alone.“ I dreamed I saw St. Augustine, Alive with
fiery breath, And I dreamed I was amongst the ones That put him out to death. Oh, I awoke in anger, So
alone and terrified, I put my fingers against the glass And bowed my head and cried.
Furztrocken Ja so sind sie, unsere furztrockenen deutschen Professoren. Nehmet zur Kenntnis, euer Liebden,
daß wir eurer trockenen, in staubigen Bücherhallen und tristen Betonburgen hausenden Kirche, die es
verlernt hat, den Glauben zu feiern, davongelaufen sind, hin zu denen, die uns Ersatz zu bieten versprachen,
den Rattenfänger, den Drogenhändlern, den Zelebranten magischer Rockexzesse, den Revoluzzern. Eine Kirche,
die keine Geheimnisse zu bieten hat, keinen Weihrauch, keine Mystik, keine Extase, kein Fest, tauscht
man gerne ein gegen das Versprechen diesseitiger Erlösung. Zu spät fiel uns auf, daß wir Katzendreck,
nicht Gold in den Händen hielten. Ich hätte mir einen WJT gewünscht, aber wir hatten ja nur Woodstock.
Bischof Karl Ich erinnere mich daran, daß unser Bischof Karl zwar das Lebenspartnerschaftsgesetzt kritisiert
hat, sich aber mitnichten ein Wort zur in der Evangelischen Kirche teilweise üblichen Praxis der Einsegnung
homosexueller Lebenspartnerschaften abgemüht hat. Präses Wolfgang Huber hat diese Praxis in seiner Funktion
als „Landesbischof“ legitimiert und durchgesetzt. Ob man wohl wenigstens amtsintern darüber ein Wort
verliert? Etwas zu viel Ökumene für meinen Geschmack. Es darf doch wohl nicht sein, daß unter Christenmenschen
Kritik nicht mehr sein darf. Daß man später „ökumenisch“ vom Besuch von Mel Gibsons Passion abgeraten
hat, paßt ins Bild. Es paßt noch so manches andere ins Bild, wie die von Karl Lehmann unmittelbar nach
der Wahl Benedikts übersandte „Wunschliste“, deren Ziel vor allem die Lockerung der – wie ein 68er sagen
würde – repressiven katholischen Sexualmoral ist. Aber da gibt es ja eine lange Tradition. Schon immer
waren die Määnzer Bischöfe eher rheinisch als katholisch.
Lehmanns Gummikatholiken Die Plakate der Truppe „condoms4life“, auf denen unter anderem turtelnde Schwule
empfand ich schon als Faustschlag ins Gesicht. Offenbar rechnen solche Provokateure mit der Friedfertigkeit
der meisten Katholiken – glücklicherweise zu recht. Ich frage mich allerdings, ob es dieselben fortschrittlichen
Menschen, die sich durch Gebrauch des „großen I“ (KatholIkinnen) als politisch korrekte Gutmenschen ausweisen,
wagen würden, in dieser Weise die religiösen Gefühle von MuslIminnen, JüdInnen (oder heißt es JudInnen),
HinduInnen (oder so), BuddhIstinnen zu verletzen . Daß in Wirklichkeit ja alle die Morallehre der katholischen
Kirche Moralllehre sein lassen, gehört ja zur Propagande unserer lieben Condomkatholen. Daß nun von
einem katholischen Bischof zu hören, kann ich nicht fassen. Was nun? Soll ich die Kirche verlassen, wenn
bei der Messe der Name unseres Bischofs Karl ausgesprochen wird? Ich bete dafür, daß da ein Dementi
erfolgt. Und wenn nicht, daß sich unser Bischof wenigstens entschuldigt.
Katholizismus, Ökumenismus, Taizéismus Allmählich wird mir doch etwas mulmig. Ich finde Roger Schutz
großartig. Natürlich habe ich seine Schriften gelesen, sie sind voller Inspiration. Doch Taizé war
für mich nur eine Durchgangsstation auf meinem langen Weg vom Protestantismus zum Katholizismus. Rückblickend
war Taizé für mich gewissermaßen katholischer Protestantismus, mit einer zölibatär lebenden Gemeinschaft,
mit Stundengebeten und mystischen Mönchsgesängen. Blicke ich nun zurück ist dies nur noch Katholizismus
light, genau das richtige für Protestanten, die in der spirituellen Wüste eines aufklärerisch überformten
Protestantismus verdursten. Doch für Katholiken? Die Jugend meiner Gemeinde singt nur noch Taizé-Lieder,
jedes Jahr rennt man nach Taizé, doch wenn ich mich mit den lieben Kleinen über Grundbegriffe des katholischen
Glaubens diskutiere, begegne ich einer Verständnislosigkeit, die mich staunen läßt. Ist für die vielleicht
Taizé eine Durchgangsstation wie für mich, nur in anderer Richtung? Die Vorgänge um Frère Roger finde
ich nur noch irritierend. Klare Worte von vatikanischer Seite sucht man vergebens.
Lieber Marcel Wer hat das gesagt: die ersten werden die letzten sein. Jesus, Bob Dylan hat in nur zitiert.
Wer hat das gesagt: Laßt die Toten ihre Toten begraben. Jesus Auch Marx hat in nur zitiert (Im Vorwort
zum Bürgerkrieg in Frankreich) The times, they are changing. Anders gesagt: ich bin gekommen, ein Feuer
anzuzünden, was wollte ich mehr als es brennete schon. Was sagt uns der Song like a rolling stone? Häng
Dein Herz nicht an die Dinge dieser Welt. Besitz Bildung, Prestige verwehen wie der Wind. Selig sind die
Armen des Geistes. Eines der frühesten Gedichte Bob Dylans handelt von Aurelius Augustinus, dem größten
aller reuigen Sünder. Et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Bob Dylan I was blinded by the devil, Born already ruined, Stone-cold dead As I stepped out of the womb.
By His grace I have been touched, By His word I have been healed, By His hand I’ve been delivered, By
His spirit I’ve been sealed. I’ve been saved By the blood of the lamb, Saved By the blood of the lamb,
Saved, Saved, And I’m so glad. Yes, I’m so glad, I’m so glad, So glad, I want to thank You, Lord, I just
want to thank You, Lord, Thank You, Lord. Sind das die Worte eines Satanisten? (Der Text stammt von Bob
Dylan, man muß ja nicht jeden Lyriker gleich in den Pop-Rock-Sack stecken). Bob hat sich schon in den
60iger durch inspirierte Texte von der Bumm-bumm-Szene abgesetzt. Die Verherrlichung von Gewalt, Drogenkonsum
und Libertinage war nie seine Sache. Auch seine Musik zielt nicht auf Extase, sondern auf Inspiration.
Bitte nicht die Kinder mit dem Bade ausschütten.
Rock, Pop, Ratzinger Benedikt meint die Kultur von sex and drugs and rock-and-roll. Die ist in der Tat
eine Antithese zum Christenthese. Und John Lennon hat für diese Antithese die politische Hymne gedichtet.
Und meine lieben katholischen Mitbrüder und Mitschwestern drucken diese Hymne auch noch in einem Liederbüchlein
für den Weltjugendtag ab. Als Ex-Hippie, Ex-Anarcho, Ex-Street-Fighter, Ex-Was weiß ich noch kann ich
ja so naiv nicht sein, wie meine lieben katholischen Mitbrüder und Mitschwestern. Mir geht aber heute
nichts tierischer auf die Nüsse als die lieben katholischen Mitbrüder und Mitswchwestern, denen in späten
Jahren aufgefallen ist, daß sie Woodstock und die 68er eigentlich ganz toll gefunden haben, und die die
katholische Kirche umreformieren wollen, bis keiner mehr die Kirche als solche erkennen wird. Katholiken
können ja manchmal so schrecklich dämlich sein. Natürlich ist meine Kritik schrecklich ungerecht, schließlich
habe ich das gemeinsame Haus mit angezündet. Aber bekanntlich waren die schärfsten Kritiker der Elche
immer früher selber welche.
Rockmusik und Ratzinger Rockmusik als Antithese zum Christentum? Wo soll das Ratzinger wann gesagt haben?
Ich habe fast alles von ihm gelesen, an einen solchen Satz kann ich mich beim besten willen nicht erinnern.
Also bitte Zitat und Fundstelle.
Simon and Garfunkel Hello Mrs. Robinson, Jesus loves you more than you will know. Was ist das? Ein jüdischer
Text? Wer in der Pop-Musik nur Blaphemie erkennen kann, hat doch nen Schuß. Alles prüfe, das Gute bewahre,
gilt auch für Pop und Rock.
Politisch Korrekt Schon die Schreibweise des Pro-Kondom-Plakats zeigt, wes Geistes Kind die Verfasser
sind. KatholikInnen mit großen I. Die typische Schreibe der politisch korrekten Alt-68er. Aber die selbe
Sippschaft, die jeden Tag tränenreiche Ergüsse über die Diskriminierung indigener Kulturen produziert,
findet überhaupt nichts dabei, hunderttausende katholischer Jugendlicher zu beleidigen und zu provozieren.
Satanist Lennon? Satanist war der gute John wohl nicht. Die persönliche Spiritualität der Beatles war
wohl – wie in den 60er und 70er Jahren so Mode – eher fernöstlich pseudohindubudhitaoistisch. So modisch
belanglos untief geist- und begrifflos wie alle anderen eben auch. Die Opfer von Pseudo-Hindu-Sekten wie
Bhagwan (notabene Osho) füllen dieselben Klappsmühlen wie die Althippies, sofern sie nicht den Absprung
geschafft haben. Ich habe jedenfalls, nachdem ich 2 Meter „Blaue Bände“ (für nicht 68er Marx-Engels-Werke,
Dietz Verlag (DDR)) entsorgt habe, auch noch die alten Scheiben der Beatles, Stones usw. dem Orkus der
Müllverbrennungsanlage überantwortet. Christliche Pop-Musik blieb dieses Schicksal erspart. Die gibt
es übrigens auch reichlich (Simon & Garfunkel etc.) Wer sucht, wird auch dort vieles das Herz erhebende
finden. Es muß nicht immer der gregrorianische Choral sei – der darf allerdings auch nicht fehlen.
Imagine Wunderschöner Text? Als Jugendlicher – lange ists her – habe ich auch bei diesem Text von einer
Welt ohne Krieg geträumt, zumal die Melodie und Komposition wunderschön sind. Nun ja, das waren die
Zeiten, in denen ich auch das alte „Make love not war“ romantisch verstanden habe. (Make love heißt nun
aber nicht liebt einander, sonder vögelt einander, die Botschaft ist nicht wirklich pazifistisch sondern
libertinärund veranwortungslos) In etwas reiferem Alter habe ich mir dann den Text angesehen. (Heaven
heißt bekanntlich nicht einfach Himmel, sondern ist wohl am adäquatesten mit dem deutschen Wort Himmelreich
übesetzt). Richtig verstanden ist dies eine agnostische Hymne in der die Erlösung der Welt erwartet
wird von der Abschaffung der Religion (und der Nationen, aber das ist ein anderes Thema). Der allseits
geliebte und verehrte John Lennon, der auch der Held meiner Jugend war, hat eben der atheistischen Ideologie
angehangen, die mitverantwortlich ist für die gesellschaftlichen Katastophen des 20. Jahrhunderts, von
Archipel Gulag bis Auschwitz. Das Lied findet sich gewissermaßen als Nationalhymne auf jeder atheisitischen
und agnostischen Homepage dieser Welt. Und dieser Müll in einem Songbuch einer katholischen Diöszese?
Wer hat das verzapft? Hans Mohrmann
Lang ist her Der Einbruch der europäischen Sexualmoral ist nun schon Jahrzehnte her. Mitte der 60iger
Jahre, statistisch nachweisbar seit 1966, sank die Zahl der Geburten z.B. in Deutschland, um die Hälfte,
ebenso die Zahl der Eheschließung. Verglichen mit 1966 ist die Zahl der Eheschließungen um die Hälfte
gesunken, die Zahl der Scheidungen dramatisch gestiegen. Kamen in den 50er und 60er Jahren auf 100 Eheschließungen
10 Scheidungen, so sind es heute 55 Scheidungen auf 100 Heiraten. Die Deutschen haben, wie Otto Schily
es sagt, eine Entscheidung gegen das Leben getroffen. Doch die Kurve geht seit Jahren noch immer nach
unten. Seit 1990 hat sich die Entwicklung noch weiter verschärft. Die wirtschaftliche Depression geht
einher mit einer mentalen und familiären, beide Effekte verstärken sich gegenseitig. Einen „Anti-Pillen-Knick“
kann ich in Deutschland jedenfalls nicht erkennen. Spreche ich mit jungen Menschen – auch aus meiner Gemeinde –
so stelle ich fest, daß die materialistische Grundeinstellung, die Verachtung der „bürgerlichen“ Ehe,
die mangelnde Bereitschaft sich auf andere einzulassen, die Entscheidung für ein Kind zu treffen von
vielen Jungen geteilt wird, auch on vielen jungen katholischen Christen. Die Begeisterung für Johannes
Paul II hat noch lange nicht zur Folge, daß man sich auch für dessen strikt katholische Auffassung von
Ehe und Familie entscheidet. Die Entscheidungen, die das deutsche Episkopat getroffen hat, und immer wieder
bestätigt sind da wenig hilfreich.
„Behauptung“ „Darum soll das Weib eine Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen“ heißt es in der
lutherischen Übersetzung von Korinther 11,10. Fast 2000 Jahre haben christliche Frauen dieses Gebot ernst
genommen, nach dem eine Frau zumindest in der Kirche ihr Haupt bedeckt, der Mann aber barhäuptig seinen
Respekt vor dem „heiligen Ort“ zu bekunden hat. Daß christliche Frauen – verheiratete zumindest – stets
eine Kopfbedeckung trugen zeigt noch die Redensart „unter die Haube kommen“. Daß Nonnen „den Schleier
nehmen“ ist nichts anderes als der Ausdruck alter letztlich semitischer Bekleidungssitten. Von der Haube
protestantischer Diakonissen, bis zum Chapel unverheirateter junger Frauen, daß noch bis zum 20. Jahrhundert
Teil der protestantischen wie katholischen Volkstracht war, läßt sich die semitische Bekleidungstradition
nachvollziehen, die unsere Kultur prägt. Nur Prostituierte trugen zu Paulus Zeiten ihr Haupt unbedeckt.
Was als gibt uns nun das Recht, jungen Musliminen zu untersagen, ein Kopftuch zu tragen?