Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#73 Schopenhauer 17:49:42 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Rudolfus und darum Preußen auch nach der Kapitulation fast völlig vernichtet hat, so wie dies in Europa
noch nie geschehen ist Preußen wurde den Nazis vernichtet. Kurz vor der Machtergreifung wurde die letzte
wirkliche Bastion der Weimarer Republik geschleift. Nämlich die von Otto Braun geführte SPD Regierung
in Preußen. Das war das de facto Ende Preußens und der Weimarer Republik. Daß Preußen dann noch ein
bißchen gnadenhalber weiterleben durfte bis ‘45 hat keine wirkliche Bedeutung mehr.
#66 Schopenhauer 22:49:07 | Dienstag, 17. Juli 2007
@ Rudolfus Die USA definieren sich nicht als protestantisches Land, sondern als ein Land der persönlichen
Religionsfreiheit und der Konfessionslosigkeit des Staates. Sicher. Auf der Ebene von Gesetzestexten und
Verfahrensweisen. Aber die protestantische Religion und die mit ihr verbundene Kultur (insb. eben die
Tatsache daß viele Protestanten aus papistischen Ländern aufgrund ihres Glaubens vertrieben wurden)
hat die USA ohne Zweifel tief geprägt. Die Katholiken sind in den USA zudem die zahlenmäßig größte
Religionsorganisation. Ein Grund warum Ökumene in den USA eine geringere Bedeutung hat als in Dtl liegt
schon darin, daß es in den USA keine „Evangelische Kirche“ gibt. Der evangelische Bereich ist in tausenderlei
Gruppierungen zersplittert. Es stehen sich also nicht wie in Dtl. zwei große Konfessionen gegenüber
sondern viele kleine. Eine davon ist die Kath. Kirche. Kulturell prägen konnte sie die USA aber mit Sicherheit
nicht. Das Bismarck’sche Preußen und dessen Deutsches Reich ist auch schon Geschichte. Der von Bismarck
gegründete Nationalstaat existiert selbstverständlich noch heute.
#64 Schopenhauer 22:21:58 | Dienstag, 17. Juli 2007
@ Vorposter 2/3 der deutschen Reichsbürger sollen evangelisch gewesen sein – das kommt mir etwas übertrieben
vor. In Kaiserreich lebten – wenn ich mich recht entsinne – grob geschätzt um die 30 Mio. Evangelische,
ca. 17 Mio. Katholiken und ungefähr eine halbe Million Juden. Wäre der Anteil der Katholiken größer
gewesen, wäre Bismarcks Kulturkampf auch kaum möglich gewesen. Der Ökumenismus in den USA und in Deutschland
Die USA definieren sich ja geradezu als Land der Protestanten. Schon mal was von WASP gehört? White Anglo-Saxon
Protestants? Sowas wie die Leitkultur in den USA. Was die unterschiedlichsten Gruppierungen in den USA
zusammen schweißt ist das Bewußtsein aus dem papistischen Europa mehr oder minder gewalttätig vertrieben
worden zu sein. Was soll das Ziel eines Dialoges sein? Der Kompromiß? Ich bin kein Christ. Worüber sie
reden ist mir egal, Hauptsache diese Heinis reden überhaupt miteinander. Die Themen erscheinen mir alle
gleichermaßen absurd. Kriterium wofür? Tun Sie doch nicht immer so scheinheilig und unwissend. Sie wissen
genau, daß Konfession noch vor 50 Jahren wichtig war – von der Jobsuche bis zur Hochzeit. Behaupten Sie.
Beleg? Dieser Artikel? der keine Anzeichen in sich trägt, in einen bewaffneten Konflikt umzuschlagen.
Was wir der „Diktatur des Relativismus“ zu verdanken haben. In Deutschland ist heute – zum Glück – eben
jede Meinung – und sei es auch die päpstliche – ziemlich relativ. Auch wenn das den alten Säcken im
Vatikan nicht passt!
@ Benedikt Was hat das mit der Ausgangsaussage zu tun? Der Punkt ist, dass die Gesellschaft heute säkularisierter
ist. Wegen ökumenischen Verstimmungen prügeln sich heute keine Landsmannschaften mehr. Das hat alles
mit der Ausgangslage zu tun. Denn wenn es nach dem Papst gegangen wäre, dann würde heute noch ein solches
Klima herrschen. Mit seinem Geschreibsel versucht er dieses Klima wieder herbeizureden. Und nun erklären
Sie mir was Dtl. davon haben soll? Warum sind Sie enttäuscht, wenn ein bereits bekannter Standpunkt erneut
vertreten wird? Weil ich keine Lust habe als Atheist in einem Land zu leben in dem sich Menschen prügeln
oder sich gegenseitig die Kirchen anzünden nur weil der andere eine andere Konfession hat. Wir brauchen
hier keinen Irak. Natürlich hat Deutschalnd eine historische Basis, nur warum beruht diese vor allem
auf dem wwilhelminischen Kaiserreich und nicht zB auf der Weimarer Republik? Hab ich das behauptet? Mir
ist die Weimarer Republik lieber als das Kaiserreich. Aber wenn es nach dem Papst ginge dann wäre Konfessionszugehörigkeit
wieder ein enorm wichtiges Kriterium. Und das fände ich scheiße! Und ich Esel dachte, in den letzten
Jahren wären soviele ausgetreten Ich sagte Konfessionslose! Die Vorfahren der meisten davon waren evangelisch.
Im Kaisserreich waren mehr als zwei Drittel der Deutschen evangelisch. Die müssen ja irgendwo hingekommen
sein…
@ Pünktchen Umso erstaunlicher ist es nun, daß man nun – hunderte Jahre später – und im Widerspruch
zur eigenen Selbstermächtigung von ehedem, nun wieder bei der katholischen Kirche um „Anerkennung“ buhlt.
Hier buhlt niemand um Anerkennung und auch nicht um „Anerkennung“. Es geht hier darum daß der Papst wie
ein Autist die Welt um sich nicht wahrnehmen will. Das ist mehr als auffällig und spiegelt im übrigen
die theologische und kirchliche Krise wider, in der sich die EKD befindet. Diaolog als Zeichen der Schwäche!
Typisch Fanatiker! Das hätte Osama Bin Laden nicht besser formulieren können! Wer reden will ist ein
Schwächling! und entsprechend dem Selbstverständnis der diversen Oraganisationen pauschal von „Kirchen“
spricht, interkonfessionelles Kapital zu schlagen. Wenn Sie ein bißchen über Ihren eigenen engen Horizont
hinausschauen würden, dann würden Sie wissen, daß es in den Evangelischen Kirchen genauso viele Haßprdeiger
gibt wie Sie. Es gibt dort genügend Leute die lieber heute als morgen jede Ökumene beerdigen würden.
Einschlägige Websites die qualitiativ leicht mit Kotz und Kot Net mithalten können belegen das zu genüge.
Man hat nur die Wahl zwischen Reden oder sich die Köpfe einschlagen. Ihr H A ß auf alles was Sie nicht
verstehen ist allgemein bekannt.
@ Vorposter Können Sie das auch in Zahlen ausdrücken. Zweimal soviel? Dreimal? Wenn Sie die ehemals
evangelischen Konfessionslosen dazu zählen, dann sind es tatsächlich zweimal so viel. Wo ist denn diese
Basis? Leben Sie in einem geschichtslosen Land? Im übrigen richtete sich das Schreiben nicht an die Protestanten.
Etwa an die Marsmenschen? Sind die Aussagen des Dokuments falsch? Die Aussagen des Dokuments sind in der
Tat entäuschend. Die 50er sind lange vorbei. Glauben Sie das war ein Verdienst des Papstes oder des Vatikan?
Nein, das ist mir neu. Meines Wissens nach haben wir in Dtl. fast genau 50:50 Protis und Kathos. Und noch
mal soviel Konfessionslose die zum größten Teil früher evangelisch waren.
#147 Schopenhauer 22:23:20 | Dienstag, 3. Juli 2007
@ Pünktchen Wie der Wille sich überhaupt wenden kann, wenn es keinen „Gott“ gibt (Sch. ist Atheist)
und der Wille das Weltprinzip selbst ist, bildet bekanntlich eine der unbeantworteten Fragen an Sch Die
Antwort gibt Schopenhauer selbst: der Wille ist frei. Im Unterschied zum Ich das zur Welt der Erscheinung
gehört und determiniert ist. Erlösung besteht daher in einer Befreiung von diesem Willen. Hab ich das
bezweifelt? Ich sagte nur das der Begriff „Nichts“ für Schopenhauer nicht umgangssprachlich „Nichts“
ist. „Nichts“ ist genauso entstanden wie andere abgeleitete Begriffe auch, bspw. Gott. Der Begriff „Gott“
entsteht bspw. wenn man vom Kleinsten anbeginnend immer eins nach oben steigt: Atom, Molekül…Erde,
Sonnensystem…Universum. Dann ist Ende. Das Gehirn aber leitet fälschlicherweise aus dieser Reihe ab
es handle sich um ein Gesetz und es müße immer so weiter gehen. Es müsse also immer noch etwas größeres
geben. Der Begriff „Gott“ ist also die Erfindung des Gehirns mit dessen Hilfe es versucht zwei Probleme
zu lösen: Es muß immer etwas größeres geben und es kann nicht ewig so weiter gehen. Deshalb ist „Gott“
beides in einem: Das nächstgrößere und gleichzeitig das allergrößte. Also nur eine Illusion des Gehirns.
Das hat Kant hergeleitet und Schopenhauer übernommen. Analog natürlich der Begriff „Nichts“ bei dem
es sich immer um das nächst kleinere handelt. Wenn also Sch. sagt die Veneinung des Willens führe ins
„Nichts“ dann sollte man das im Hinterkopf haben. „Nichts“ ist nicht nix.
#141 Schopenhauer 20:14:01 | Dienstag, 3. Juli 2007
@ Pünktchen Tut mir leid, daß ich nicht eher Zeit gefunden habe zu antworten. Deshalb weiß ich auch
nicht, ob Sie diese Antwort überhaupt noch lesen. Ihre Interpretation von Schopenhauer ist absolut falsch.
Ihrer Ansicht nach ist der Wille das Wahre oder eben Gott. Das ist mit Sicherheit das genaue Gegenteil
dessen was Schopenhauer sagen wollte. Wenn Sie mein Zitat von weiter unten nochmal intensiv lesen, dann
werden Sie auch erkennen daß die (wörtlich!) „Vereinigung mit Gott“ gerade dadurch stattfindet, daß
man den Willen überwindet! Nicht etwa ihn erkennt oder bejaht. Der Wille ist nicht der wahre Grund der
Welt. Vielmehr ist diese Welt nur ein Spiegel in dem sich der Wille selbst ansieht. Die Erlösung besteht
eben darin den Willen zu überwinden. Wäre der Wille der letzte Urgrund dieser Welt, dann wäre die einzig
logische Folgerung daraus in der Tat die Philosophie Nietzsches, also die Vergöttlichung des grausamen,
amoralischen, sinnlosen Willens. Schopenhauer tut genau das Gegenteil. Vielleicht sollten Sie ihn einfach
mal lesen, anstatt nur so zu tun als ob?! daß der ethische Imperativ ja gerade daraus entspringt, daß
der andere mir als solcher wirklich wird. Wieso sollte daraus ein ethischer Imperativ entspringen wenn
ich erkenne, daß ich nicht allein bin auf der Welt? Nur weil der Fabrikbesitzer weiß daß es auch noch
Arbeiter auf der Welt gibt, wird er Ihnen trotzdem keinen fairen Lohn zahlen. Ist die Nächstenliebe Jesu
ein ethisches Prinzip? Ich glaube fast nicht.
@ Hülli Was schreibt der Stern denn? Bitte berichten Sie mir das doch! Ich kaufe den Stern für gewöhnlich
nicht und werde das wohl auch diesmal nicht tun. Eine Frau hat in patriarchalischen Gesellschaften kaum
einen Wert an sich oder für sich. Sie hat einen Wert in den Augen der Männer. Und dieser Wert fällt
rapide sowie sie keine Jungfrau mehr ist. Das können Sie in jeder Jugendclique hier in Dtl. beobachten.
Dort wird ein Mädchen umworben und begehrt solange sie keinen „ranlässt“. Sobald das aber passiert ist,
ist sie „unten durch“. In konservativen Gesellschaften ist das nicht anders. Vielmehr ist dieses Verhalten
dort allgemein anerkannt und wird auch von den Frauen voll akzeptiert. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen,
daß ein Vater in Iran der seine Tochter auch nur ein bißchen liebt sie solchen Konsequenzen aussetzen
wird.
@ Hülli Was Sie da schreiben ist so bar jeder Weltkenntnis, daß man heulen könnte. Der shiitische Islam
kennt die Zeitehe nicht weil er sich gefragt hätte ob junge Leute sich so besser kennen lernen können,
sondern weil es so in den Überlieferungen steht. Ob das vernünftig ist oder nicht spielt dabei gar keine
Rolle. Zum anderen drohen einer Frau in Iran die ihr Kopftuch nicht ordentlich trägt im Wiederholungsfall
bis zu 80 Peitschenhiebe. Wenn Sie eine Pary feiern wollen, so müßen sie diese vorher anmelden. Die
Sittenwächter sind berechtigt unangemeldet zu kontrollieren ob alle islamischen Regeln eingehalten werden.
Bspw. ist westliche Musik verboten. Außerdem müssen Frauen und Männer in getrennten Räumen feiern.
Wie da ein Kennenlernen aussehen soll bleibt Ihrer Phantasie überlassen. Wenn ein jungfräuliches Mädchen
heiraten will so ist es üblich, daß der Bräutigam den Vater des Mädchens um Erlaubnis fragt, bzw.
dort um die Tochter anhält. Die Jungfräulichkeit ist in Iran (wie in allen Entwicklungsländern und
früher auch in Dtl.) ein äußerst hohes Gut. Es gibt nichts Schlimmeres für eine Frau als als „Hure“
verschrieen zu sein. Kein Vater wird seine Tochter für ein Jahr mit einem Mann verheiraten. Die „Ehre“
der Töchter ist ein hohes Gut und eine „unehrenhafte“ Tochter beschmutzt die ganze Familie. Die Zeitehe
existiert in der Shia nur deshalb weil der Kalif der sie nach einiger Zeit wieder abgeschafft hat nicht
als rechtmäßig anerkannt wird. Ursprünglich war sie nur eine Notlösung.
#139 Schopenhauer 01:08:22 | Sonntag, 1. Juli 2007
@ Pünktchen Wenn Sie für A und Non-A die Vorzeichen austauschen, was erhalten Sie dann? Was Schopenhauer
meint ist aber nicht einfach, daß jene Welt das genaue Gegenteil dieser Welt ist. Vielmehr meint er,
daß unsere Welt wie ein Nebel oder ein Schleier über jener „wahren“ Welt liegt. Für einen gewöhnlichen
Menschen erscheint jene andere Welt wie Nichts. Sie ist aber keineswegs „Nichts“. Die Ethik bei Sch. bleibt
etwas Schwieriges, da jedes um-willen eine Realität („einen anderen“) voraussetzt, der Sch. als Metaphysiker
die Substanz entzogen hat! Schopenhauer ist kein Egomane der jedem anderen Menschen das Gefühlsleben
abspricht. Ganz im Gegenteil stellt er heraus, daß der Egoismus, die Ich-Sucht usw. auf einer Illusion
beruht. Erst diese Einsicht ermöglicht schließlich eine Nächstenliebe wie sie auch im NT gefordert
wird. weil Heine in seiner pantheistischen Phase Heine war kein Philosoph, sondern Schriftsteller und
Journalist. In seinem Essay arbeitet er sehr schön den gemäßigten Pantheismus (Materialismus) Frankreichs
und den radikalen Pantheismus (Idealismus) Deutschlands heraus.
#137 Schopenhauer 21:36:13 | Samstag, 30. Juni 2007
@ Pünktchen dann wäre das Gegenteil dieser Welt – das Nichts – das wahre Sein Nein, vielmehr wäre dann
unsere Welt (Vorstellung und Ding an sich) das Nichts.
#135 Schopenhauer 20:37:13 | Samstag, 30. Juni 2007
@ Pünktchen Was für ein Unsinn. „Das allgemein als positiv Angenommene, welches wir das Seiende nennen
und dessen Negation der Begriff Nichts in seiner allgemeinsten Bedeutung ausspricht, ist eben die Welt
der Vorstellung, welche ich als Objektität des Willens, als seinen Spiegel, nachgewiesen habe. Dieser
Wille und diese Vorstellung sind eben auch wir selbst…Verneinung, Aufhebung, Wendung des Willens ist
auch Aufhebung und Verschwinden der Welt, seines Spiegels. Erblicken wir ihn in diesem Spiegel nicht mehr,
so fragen wir vergeblich wohin er sich gewendet und klagen dann, da er kein Wo und Wann mehr hat, er sei
ins Nichts verloren gegangen. Ein umgekehrter Standpunkt, wenn er für uns möglich wäre, würde die
Zeichen vertauschen lassen und das für uns Seiende als das Nichts und jenes Nichts als das Seiende zeigen.
Solange wir aber der Wille zum Leben sind, kann jenes letztere von uns nur negativ erkannt werden, weil
der alte Satz des Empedokles, daß Gleiches nur von Gleichem erkannt wird, gerade hier uns aller Erkenntnis
benimmt… Würde dennoch darauf bestanden von dem was die Philosophie nur negativ als Verneinung des
Willens ausdrücken kann eine positive Erkenntnis zu erlangen zu bliebe uns nichts übrig, als auf den
Zustand zu verweisen, den alle die, welche zur volkommenen Verneinung des Willens gelangt sind, erfahren
haben und den man mit den Namen Ekstase, Erleuchtung, Vereinigung mit Gott usw. bezeichnet hat…“ Schopenhauer,
Die Welt als Wille und Vorstellung
#13 Schopenhauer 23:49:36 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ Hüller Der Iran ist ein äußerst konservatives Land. Kein Mädchen wird dort einfach mal so für ein
Jahr einen Jungen heiraten. In der Praxis wird die Zeitehe fast ausschließlich für die Prostitution
verwendet.
#133 Schopenhauer 22:46:29 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ alle möglichen Vorposter Auch das ist Quatsch. Was ist Quatsch? Die Kirche gesteht den Menschen keine
Entwicklung in einem qualitativen Sinn zu. Sie ist pessimistisch. Das ist auch gut so. Heine für Schopenhauer
vereinnahmen weil er sich gegen alle anderen Quatsch! Schopenhauer war ein typischer Vertreter des dt.
Idealismus und gerechterweise müßte er in Heines Aufzählung auch auftauchen. Das er das nicht tut liegt
wohl daran, daß sich aus Schopenhauer kaum praktische politische Forderungen ableiten lassen. der Brüller
des Jahres ist! Das war eigentlich nur ein Zitat von Schopenhauer selbst. Nachdem sein Hauptwerk viele
hundert Seiten umfaßt werden Sie mir sicher nachsehen, daß ich grade nicht die passende Stelle vollständig
zitieren kann. Schopenhauer erklärt dort aber seinen „Willen“ mit diesen Worten und nennt das Shakespeare
Zitat das ich Leblhuber nannte (We are such stuff…: Wir sind aus dem gleichen Stoff gemacht wie die
Träume und unser kleines Leben umfaßt ein Schlaf) die treffendste Umschreibung. Nach Kant gibt es die
Welt der Erscheinungen und das Ding an sich. Bei Schopenhauer ist es dreigeteilt. Es gibt die Erscheinungen
(den Traum), das Ding an sich (Wille oder der der träumt, also der Träumer) und die „wahre“ Welt über
die man nur negativ sprechen kann (Nicht-Welt, Nicht-Wille, Nirvana oder „Nichts“, analog der Wachzustand).
Wenn der Mensch das Ding an sich erkennt ist er wie ein Träumer, der erkennt daß er träumt. Das Ding
an sich ist also im Grunde auch nur Wahn.
#125 Schopenhauer 00:17:55 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ Pünktchen: Fortsetzung „…ja, solche Transzendentalidealisten wären, bei einer gesellschaftlichen
Umwälzung, sogar noch unbeugsamer als die ersten Christen, da diese die irdische Marter ertrugen, um
dadurch zur himmlischen Seligkeit zu gelangen, der Transzendentalidealist aber die Marter selbst für
eitel Schein hält und unerreichbar ist in der Verschanzung des eigenen Gedankens. Doch noch schrecklicher
als alles wären Naturphilosophen, die handelnd eingriffen in eine deutsche Revolution und sich mit dem
Zerstörungswerk selbst identifizieren würden. Denn wenn die Hand des Kantianers stark und sicher zuschlägt,
weil sein Herz von keiner traditionellen Ehrfurcht bewegt wird; wenn der Fichteaner mutvoll jeder Gefahr
trotzt, weil sie für ihn in der Realität gar nicht existiert: so wird der Naturphilosoph dadurch furchtbar
sein, daß er mit den ursprünglichen Gewalten der Natur in Verbindung tritt, daß er die dämonischen
Kräfte des altgermanischen Pantheismus beschwören kann, und daß alsdann in ihm jene Kampflust erwacht,
die wir bei den alten Deutschen finden, und die nicht kämpft um zu zernichten, noch um zu siegen, sondern
bloß um zu kämpfen. Das Christentum – und das ist sein schönstes Verdienst – hat jene brutale germanische
Kampflust einigermaßen besänftigt, konnte sie jedoch nicht zerstören, und wenn einst der zähmende
Talisman, das Kreuz, zerbricht, dann rasselt wieder empor die Wildheit der alten Kämpfer, die unsinnige
Berserkerwut, wovon die nordischen Dichter so viel singen und sagen…“
#123 Schopenhauer 22:20:00 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ Pünktchen: unhöflich wie eh und je vor allem seine „Ethik“ ist keine und die Leistungen Kants auf
diesem Gebiet werden konzeptionell völlig verfehlt. Könnten Sie das mal erläutern? der ja optimistisch
auf der Flutwelle des Weltgeistes angesurft kommt. Rechts- und Linkshegelianer sehnen sich selbstverständlich
nach einem Paradies auf Erden. Solange dieses noch nicht erreicht wurde gibt es Leiden. Man muß nur die
Parteiprogramme und Wahlreden von NPD und PDS vergleichen um diese Gemeinsamkeiten zu erkennen. „Optimistisch“
meint hier nur, daß man durch Politik (in der Praxis Gewaltherrschaft) dieses Paradies schaffen kann.
„Pessimistisch“ ist dagegen das Christentum das eine qualitative Weiterentwicklung des Menschen (also
eine Vergöttlichung) definitiv ausschließt. Das ist auch der Grund warum die Kirche auf einer strikten
Trennung zw. Staat und Religion pocht. Eben um eine „Vergöttlichung“, einen frevelhaften Optimismus zu
verhindern. Anders als die rechtsradikale Piusbruderschaft die deutlich vom Hegelianismus beeinflußt
ist. Diesen geistesgeschichtlichen Quatsch konnten Sie auf mehrfache Aufforderung hin nicht belegen und
plausibilisieren! Das liegt eher daran, daß Sie einfach zu dumm sind um zu verstehen wovon ich rede.
Der heutige Mensch hält sich für Gott, er sucht sein Paradies allein im Hier und Jetzt. Der gesamte
Konsumismus ist daraus abgeleitet. Der Vatikan steht der Menschenrechtsidee kritisch gegenüber. Die Boykottaufforderungen
gegen ai zeigen dies deutlich.
#11 Schopenhauer 00:20:25 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ Hüller: Geschwätz Er beweist auch in diesem Punkt, dass er eine lebensnahe Religion ist, die den Blick
vor der Wirklichkeit nicht verschließt. Damit erfüllt er den Anspruch, eine Religion zu sein, die für
alle Fragen des Lebens eine wirkliche Antwort hat. Eine Antwort, die an der Wirklichkeit nicht vorbeigeht.
Jo, ein Mann hat drei Frauen und jeden Freitag nach Feierabend fährt er mal eben in den Puff und „heiratet“
eine Nutte! Ein Christ der zufällig mit seiner muslimischen Freundin Sex hat und dabei erwischt wird
wird verhaftet und mit dem Tode bedroht. Die bspw. drei Töchter und vier Söhne von drei Frauen sitzen
auch auch brav daheim wenn Papa sich mal vergnügt. Ganz zu schweigen natürlich von den Ehefrauen die
demütig zu Hause das Essen warmhalten. So ein Puffbesuch macht schließlich Hunger. Gepriesen sei der
Islam der so wirklichkeitsnahe Dinge fördert! Verteufelt der Westen der die Monogamie bevorzugt und Prostituierten
tatsächlich eine soziale Absicherung ermöglicht!
#118 Schopenhauer 11:52:34 | Montag, 25. Juni 2007
@ Pünktchen Schopenhauer befindet sich eher in der Tradition von Kant. Nietzsche war eine gedankliche
Fortführung Hegels. Denn Nietzsche hat die Welt (ähnlich Hegel mit seiner pantheistischen Philosophie)
vergöttlicht. Ganz im Gegenteil zu Schopenhauer, der sie „entgöttlicht“ hat. Was Sie „deutsch, kulturkritisch,
weltschmerzgetränkt“ nennen, hat mit Schopenhauer gar nichts zu tun. Hier handelt es sich eher um eine
rechtslastige Interpretation Hegels. Eine quasireligiöse Bestrebung die unter dem Deckmäntelchen der
Wissenschaftlichkeit versucht Welt und Geist wieder zu versöhnen. Außerdem ist diese Philosophie keineswegs
nur auf Dtl. beschränkt. Der Kommunismus war das gleiche nur eben von links. Auch die Menschenrechtsidee,
die Republik oder der Liberalismus gehören in diese Bewegung die allgemein in der Tradition Spinozas
und des Pantheismus steht. Schopenhauer ist aber eher das Gegenteil eines Pantheisten. Sch. hat Gefühle
und Sentiments deswegen als wichtigen Schlüssel zur Erkenntnis des Dinges an sich betrachtet, weil wir
in ihnen eine Realitätserfahrung außerhalb einer der beiden Anschauungsformen (Raum / Zeit) machen können.
Schopenhauer redet nicht von Gefühlen sondern von den platonischen Ideen. Mein „Wille“ ist ganz und gar
real und ich erfahre ihn zuinnerst als drängende (und manchmal herrische) Macht. Der „Wille“ von Schopehauer
ist nicht das was man allgemein unter „Wille“ versteht. Schopenhauers „Wille“ ist nichts starkes oder
mächtiges, sondern wie ein Traumgebilde.
#116 Schopenhauer 22:22:09 | Samstag, 23. Juni 2007
@ Pünktchen Im Prinzip haben Sie Recht. Andererseits aber eben nicht. Ich habe leider nicht viel Zeit!
Das von mir gegebene Beispiel war tatsächlich falsch/nicht treffend. In einem tieferen Sinn ist es aber
sehr wohl so, daß Schopenhauer die (tiefe, nicht gewöhnliche) Liebe oder die (tiefe, nicht gewöhnliche)
Sehnsucht nach Gerechtigkeit als Hinweis auf eine ganz und gar andere Welt auffasst. Es sind die Sehnsüchte
der Einzelseele die identisch ist mit der Weltseele die hier den Schleier der Maya/Täuschung zerreissen
und zur „Wirklichkeit“ durchstossen. Es ist ja keineswegs so, daß nach Schopenhauer gar nichts existiert.
Es ist lediglich so, daß das was „wirklich“ ist vom „gewöhnlichen“ Menschen nicht vorgestellt werden
kann. Also: der Himmel ist nicht vorstellbar. Insofern ist es „negativ“. Es ist keineswegs identisch mit
dem „Nichts“. Wie gesagt: Ich habe grade nicht viel Zeit. Aber wenn Sie diskutieren möchten: nur zu!
Ich verehre Schopenhauer! Bisher war mir nicht bewußt, daß Sie ihn gelesen haben!
#112 Schopenhauer 00:33:58 | Samstag, 23. Juni 2007
Höh???? Weil ich weiß, dass auch der andere Mensch leidet, bin ich bereit ihm zu helfen. Eigentlich
ist es eher so, daß Schopenhauer mit seiner Behauptung die Realität sei eine Wahnvorstellung auch meinte
die Vorstellung der Vielheit der Individuen sei ein reiner Wahn. Das heißt es gibt nicht viele Menschen,
sondern nur mich (oder eben dich). Die Vielheit ist nur eine Illusion. Wenn ich jemanden etwas wegnehme,
dann gebe ich mir nichts sondern nehme es mir selbst weg. „Ich“ meint natürlich nicht mich, sondern (kath.
gesprochen) meine Seele: We are such stuff as dreams are made on and our little life is rounded with a
sleep! Und dass er vom Volk als Souverain wenig hielt. Er plädierte gegen die Republik, die er für eine
Herrschaft der Dummen hielt. Wir reden hier von den tiefsten Dingen und Sie kommen mit Politik. Die politische
Meinung von Schopenhauer ist mir so egal wie die von Jesus, Platon oder Buddha. Platon war übrigens auch
nicht unbedingt ein Demokrat! Dass er außerdem von Wagner verehrt wurde, lässt ihn mir nicht gerade
als Lichtgestalt erscheinen. Wagner war ein Genie. Er war ein schlimmer Antisemit, aber musikalisch ein
Genie! Aber eines weiß ich sicher: Hier als Außenseiter zu diskutieren, verursacht vielleicht selbstverschuldetes
Leiden, das auf Schopenhauers Mitleid nicht hoffen darf. Aber vielleicht auf seinen Spott? Auch eine Form
von Mitleid!
#123 Schopenhauer 00:17:35 | Samstag, 23. Juni 2007
@ Benedikt Das bezweifle ich ja nicht. Ich würde nur klar unterscheiden zwischen der theoretischen Grundlage
des Staates und der der Kirche. Die Moral des Christen ist viel mehr als in Gesetzen jemals realisiert
werden könnte. Die christl. Moral ist insofern Privatsache als daß sie nicht die theoret. Grundlage
des Staates bildet. Dieser Grundlage zufolge ist der Mesch ein vernünftiges Wesen und hat infolge eines
Gesellschaftsvertrages einen Teil seiner Rechte an den Staat abgetreten usw. etc. pp. Sie kennen das ja
sicher. Ein Christ kann also nicht verlangen, daß seine Vorstellungen von Moral zwingend berücksichtigt
werden. Sie sind also insofern Privatsache, weil sie eben „privat“ ihre Gültigkeit nicht verlieren werden.
Sollte die Gesellschaft natürlich christlicher werden (gläubiger, frömmer) dann würde wohl auch die
Interpretation von „sittenwidrig“ usw. „christlicher“ ausfallen.
#95 Schopenhauer 23:51:33 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt Und das hat nun was mit einem „magischen Raum“ zu tun? Also ganz ohne Magie wird aus Wein kein
Blut. Faktisch sind es ausgebildete Theologen. Sie sind aber nicht geweiht oder dem Gläubigen sonst besonders
übergeordnet. Also ich persönlich empfinde das als äußerst beruhigend. Das ist ja schön für Sie.
Ich will Ihnen das ja auch nicht absprechen. Mein Ursprungsposting bezog sich mehr auf Pünktchen und
seine Kant Begeisterung.
#110 Schopenhauer 23:47:21 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Stöhr Eine „von der Wahrnehmung unabhängige Außenwelt“ meint eben nichts anderes als daß die Welt
mein Traumgespinst ist, dem ich hinterher renne, in dem ich meine Erlösung suche (Reichtum, Sex, schnelle
Autos…) und sie letztlich doch nicht finde. Nach Schopenhauer sind die tiefen subjektiven Gefühle und
ehnsüchte des Individuums (Liebe, Gerechtigkeit…) wahr und echt. Falsch und unecht ist lediglich die
Welt die ihm vorgaukelt sie im Hier und Jetzt realisieren zu können. Was ist daran satanistisch?
#121 Schopenhauer 23:40:47 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Heger daß die – im übrigen noch in einem frechen Ton vorgebrachte – Leugnung des Genozids an den Armeniern
vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei. Ich empfehle Ihnen einen Umzug nach Frankreich!
#108 Schopenhauer 23:34:04 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Stöhr Schopenhauer vertrat die Auffassung die Wirklichkeit sei nur Blendwerk um den Menschen in Scheinbefriedigung
und Wahn gefangen zu halten. Die Güter dieser Welt sind also nur Maya, Täuschung, Traum oder Wahn. Ist
diese Haltung verwerflich Herr Stöhr?
#102 Schopenhauer 23:21:26 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Ziegler und lieber ohne Jeans unterm Gewand Dann hätte ich aber lieber Ministrantinnen! Ihre schwüle
Homoerotik können Sie behalten! Ob sich Jugendliche von Ihnen ihr Schuhwerk vorschreiben lassen werden
(„Ey Alta, ich sach ma’ so…“) ist eher zu bezweifeln und was wenn sich brasilianische Straßenkinder
keine schwarzen Lederschuhe leisten können oder das Vaterunser auch mal so beten möchten, daß sie verstehen
worum’s da geht?
#117 Schopenhauer 23:06:48 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt Das BGB legt aber nicht fest was heute und in Ewigkeit gut oder schlecht ist, sondern nur das
was heute als schlecht (oder gut) empfunden wird! Beispiel: Homosexualität, außerehelicher Geschlechtsverkehr,
Sex mit Tieren, Pornographie usw. Es drückt also den gerade gültigen Konsens der Gesellschaft aus. Es
ist kein Spiegelbild irgendeiner ewig gültigen Moral.
#92 Schopenhauer 23:03:29 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt weswegen von „angeblich“ keine Rede sein kann. Ich wollte damit nur meinen persönlichen Skeptizismus
zum Ausdruck bringen. Wie Sie bereits sagten gehen die Meinungen über Interpretationen des NT auseinander.
Wo haben Sie das denn her? Findet während der Hl.Messe etwa nicht die tatsächliche Umwandlung der Hostie
in den Leib Jesu statt? Essen Sie etwa nicht wirklich Fleisch und trinken nicht wirklich Blut (wie Dracula
himself)? Das bedeutendste Amt (sofern man es so nennen kann) ist im Protestantismus das des Predigers.
Kann schon sein. Nur Prediger kann eigentlich jeder sein. Die Verantwortung liegt trotzdem vollständig
beim Einzelnen (fast schon existenzialistisch), während ein Katholik sich (sofern er daran glaubt) sich
hundert und tausendprozentig darauf verlassen kann, daß seine Kirche das richtige sagt und er nur tun
muß wie ihm geheißen wird.
#115 Schopenhauer 22:55:40 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Heger Strafe ist aber kein Selbstzweck. Das BGB oder andere Gesetzbücher sind kein moralisches Kompendium
sondern sie enthalten die Spielregeln die sich die Bürger selbst gegeben haben. Spielregeln! Mehr nicht!
Insofern ist ein Gesetz sehr wohl auch nur eine Maßnahme um einen gesellschaftlichen Mißstand zu beheben.
Wenn es dafür andere Möglichkeiten gibt kann man auch diese in Betracht ziehen anstatt Gesetz und Justiz
zu bemühen. Moral ist letztendlich Privatsache. Im öffentlichen Raum gibt es höchstens die Tugend des
Staatsbürgers aber nicht die Moral des Christen.
#90 Schopenhauer 22:31:06 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt Der von Ihnen zitierte Text stammt von Kant, nicht von mir. Warum sehen Sie das so? Die Kirche
versteht sich als Mittler zwischen Gott und Menschen. Sie allein interpretiert die Hl. Schrift und erläßt
faßbare Vorschriften die angeblich daraus abgeleitet sind. Außerdem versteht die Kirche sich selbst
als eine Art magischer Raum. Der Protestant dagegen ist selbst Priester, muß die Hl. Schrift selbst lesen
und sich selbst überlegen was daraus wohl folgt.
#111 Schopenhauer 22:24:11 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Heger Diebstahl ist strafbar und moralisch verwerflich. Angenommen nun arme Kinder würden aus Hunger
Essen stehlen. Was wäre dann effektiver: eine härtere Strafe oder eine Bekämpfung der Armut? Es ist
die typische Nebelkerzentaktik der Rechtskonservativen jedem Sympathien mit Abtreibung vorzuwerfen der
nicht automatisch nach Scheiterhaufen ruft. Letzlich ist der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen. Auf dieser
Grundannahme basiert der gesamte Staat und die gesamte Gesellschaft. Ein vernunftbegabtes Wesen tut unvernünftige
Handlungen (Diebstahl, Abtreibung…) aber nur wenn es von unvernünftigen Verhältnissen dazu gezwungen
wird. Folglich muß es darum gehen die Lebensbedingungen der Menschen menschenwürdiger zu gestalten.
#88 Schopenhauer 22:17:21 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt Also darf ich nichts mehr von Kant lesen, denn das könnte ja meinen Verstand anleiten. Oder
wie? Sofern Sie beim Opus Dei sind dürfen Sie Kant sowieso nicht lesen. Ich wollte Pünktchen nur zum
wiederholten Mal auf seinen geistig-theoretischen Linksradikalismus (Pünktchen ist Kant Fan) und seinem
praktisch-kirchlichen Rechtsradikalismus (Pius-Bruderschaft) aufmerksam machen. Insofern war das was für
Insider! Wer vertritt denn sowas? Nun ja, die Kirche nimmt dem kath. Gläubigen sicherlich einen großen
Teil der Verantwortung ab. Da hat ein Protestant schon ein schwereres Päckchen zu tragen.
#86 Schopenhauer 21:52:52 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Athanasius Im 17. Jh. hat überhaupt jede Frau fast eine Kopfbedeckung getragen. Ja, weil das damals
modern und üblich war. Der Begriff „anständig gekleidet sein“ ist ein wandelbarer und den Zeitläuften
unterworfener. Wenn Sie das nicht begreifen, dann werden Sie mal enden wie die Amish in Pennsylvania oder
die ultraorthodoxen Juden die heute noch nach dem letzten Schrei der polnischen Mode im 19. Jhr. gekleidet
sind. Cool bleiben, dann ist er deshalb auch nicht unbedingt gleich ein Ideologe. Sie haben doch Panik
geschoben wegen „linker Ideologen“. Fassen Sie sich gefälligst an die eigene Nase!
#102 Schopenhauer 21:35:47 | Freitag, 22. Juni 2007
@ alle möglichen zentralrat der juden, der eine weltmoralinstanz sein will Der Zentralrat d. Juden ist
eine reine Interessenvertretung. Sie ist keine religiöse Instanz. Abgesehen davon haben Juden ein entspannteres
Verhältnis zu Abtreibung. Genau wie Muslime übrigens. Die Haltung der islamischen Rechtsschulen zur
Abtreibung ist nicht so einfach, wie Sie sie darstellen. Ich habe auch nicht von den Rechtsschulen gesprochen,
sondern von der größten sunnitischen, der Hanafitischen Schule. Dem Koran Zitat zufolge („Die Schöpfung
eines jeden von euch wird im Leibe seiner Mutter in vierzig Tagen als Samentropfen zusammengebracht, danach
ist er ebenso lang ein Blutklumpen, danach ist er ebenso lang ein kleiner Klumpen Fleisch, dann wird zu
ihm der Engel gesandt, der ihm den Lebensgeist einhaucht.“) ist Abtreibung im Islam zweifellos einfacher
möglich als im Christentum. Der Mensch ist nicht von Anfang an ein Mensch. Entsprechend wird eine Abtreibung
sofern sie bestraft wird (in anderen Rechtsschulen) nicht sofort als Mord bestraft. Sondern die Strafen
sind quasi nach Entwicklung „gestaffelt“. Meiner Meinung nach ist diese Haltung übrigens realistischer
als die katholische. Es wäre durchaus absurd wollte man ein Frau die eine Woche nach der Empfängnis
die befruchtete Eizelle abtreibt für 15 Jahre wegen Mordes wegsperren. Verhütung ist im Islam allgemein
erlaubt. Nicht generell erlaubt ist lediglich eine Methode die das Einnisten der bereits befruchteten
Eizelle verhindert
#79 Schopenhauer 21:10:51 | Freitag, 22. Juni 2007
@ alle möglichen Ich finde es nur links-ideologisch, sich aus dem Kopftuch eine rechte Ideologie auszudenken.
Genauso wie es linke Ideologien gibt, gibt es auch rechte. Und in diesem Fall tragen die Mädchen und
Frauen das Kopftuch nicht weil es „anständig“ ist, sondern aufgrund einer rechten Ideologie. Hier wird
also das Seelenheil mehr oder minder subtil mit dem Tragen eines best. Kleidungsstückes in Zusammenhang
gebracht. Das ist eideutig nicht katholisch. Wenn jemand ein Kopftuch trägt ist das nicht wild, mit kath.
Religion hat es aber rein gar nichts zu tun. Man sieht anhand dieser Ausrufe sehr gut, wie ein Revolutionär
denkt Ich habe hier nur die unausgesprochenen Gedanken von Pünktchen & Co. wiedergegeben. Revolutionäre
gibt es nicht nur von links. In diesem Fall stehen sie eindeutig rechts. Heimseite Außerhalb rechtsideologischer
Kreise spricht man Homepage. Man nennt ein Aquarium ja auch nicht „Behälter für Süßwassertiere“ oder
einen Walkman „Laufmann“. „normaldenkende Jugendliche“ tragen heute anständige Kleidung? Und welcher
70-jährige? Wäre vor 50 Jahren ein Jugendlicher in Jeans in die Kirche gegangen hätte das eine Woche
für den Dorfklatsch gereicht. Heute geht ein 70-jähriger Mann mit Levis Jeans, S Oliver T-Shirt und
Adidas Sportschuhen am Sonntag in die Kirche. Paulus hat auch nicht das Kopftuch als für das Seelenheil
notwendig vorgeschrieben. Er hat nur empfohlen anständig gegleitet in die Kirche zu gehen. Und dazu gehört
heute nicht unbedingt zwingend ein Kopftuch.
#62 Schopenhauer 18:56:03 | Freitag, 22. Juni 2007
@ maliems Ich denke Sie schreiben Ihr Geschwurbel nur deshalb um Ihrer frauenfeindlichen Ideologie huldigen
zu können! Denn ansonsten wäre es Ihnen wohl völlig egal ob ein Mädchen ein Kopftuch trägt oder nicht!
Die Verbindung von Kopftuch und Rechtgläubigkeit war nie katholisch und ist ein Neuerung und ein Modernismus!
#95 Schopenhauer 18:53:06 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Vorposter Die größte Rechtsschule des Islam der ca. die Hälfte der Sunniten angehört erlaubt Abtreibung
bis zum 4. Schwangerschaftsmonat. Sind das auch alles Massenmörder?
#58 Schopenhauer 18:39:36 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Krake Die Kirchensteuer ist kein Kriterium dafür ob jemand katholisch ist oder nicht. Ein Nicht-zahlen
der Kirchensteuer führt keineswegs automatisch zu einer Exkommunikation. Außerdem gibt es die Kirchensteuer
glücklicherweise nur im deutschsprachigen Raum. Von einem Leidensdruck kann also keine Rede sein wenn
man die 25 Mio. deutschen Katholiken mit den über 1 Milliarde Katholiken weltweit vergleicht. Vielmehr
erkennt man daß für Leute wie Sie der Himmel nur was für die Gutbetuchten ist. @ maliems Und warum
beziehen sich dann alle Ihre Postings auf das Stückchen Stoff? Wenn man kreuz.net liest hat man das Gefühl
man sei auf einer Seite der Wahabiten gelandet: Nur wer Kopftuch trägt ist ein wahrer Christ. Ein echter
Rückschritt zu jüdisch-muslimischem Religionsverständnis der auch das Geschwurbel von Pünktchen Lügen
straft!
#53 Schopenhauer 18:11:44 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Pünktchen Kardinal Lehmann auf die Guillotine! Kardinal Lehmann auf die Guillotine! Kardinal Lehmann
auf die Guillotine! Kardinal Lehmann auf die Guillotine! Kardinal Lehmann auf die Guillotine! Kardinal
Lehmann auf die Guillotine! Bischof Algermissen auf die Guillotine! Bischof Algermissen auf die Guillotine!
Bischof Algermissen auf die Guillotine! Bischof Algermissen auf die Guillotine! Bischof Algermissen auf
die Guillotine! Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel! Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den
Himmel! Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel! Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel!
Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel! Immanuel Kant: Habe Mut dich deines Verstandes ohne Leitung
eines anderen zu bedienen. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich
Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u. s. w. : so brauche ich mich ja nicht selbst
zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann ; andere werden das verdrießliche
Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze
schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich
halte : dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen
haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben, und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen
Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen…
#48 Schopenhauer 17:38:36 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Punkt und nicht wenigstens ein paar Quoten-Andershäutige… Wie zum Bsp. dieser Ministrant der wahrscheinlich
zum „Gottesdienst“ der Sekte gepeitscht wurde?!?!?
#45 Schopenhauer 17:32:55 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Rudolfus Ich hatte bisher eher weniger den Eindruck, daß die Pius Sekte anderen Menschenrassen positiv
gegenübersteht. Dieses Kopftuchgetue ist nur die Rückführung des Christentums auf seine jüdische Entwicklungsstufe.
So wie die Juden oder die Moslems (als Gesetzesreligionen) das Himmelreich von der strikten Befolgung
bestimmter Vorschriften (Speisevorschriften, Kopftuch) abhängig machen, so hat Jesus das Christentum
davon eigentlich befreit. Er hat die Vorschriften strikt auf ihren ethischen Kern reduziert. Insofern
ist die Pius Sekt auch ein Rückschritt in Richtung Judentum/Islam.
#38 Schopenhauer 17:20:35 | Freitag, 22. Juni 2007
Kult! Am besten fand ich die Bildunterschriften: „Die anwesenden Gläubigen sind international.“ Aber
alles weißhäutige Arier. So ist es recht! Und: „Der Parkplatz gefüllt mit Autos.“ Noch nie in meinem
Leben hab ich so einen tiefgläubigen Parkplatz gesehen! Wahrscheinlich strikt getrennt nach weiblichen
und männlichen Autos! o^/
#130 Schopenhauer 16:57:23 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Pünktchen Im Gegenteil! Auf’s Beten kommt es an!… Also wenn Sie noch nicht mal in der Lage sind Ironie
und Sarkasmus zu erkennen, dann fehlt Ihnen ein notwendiger Teil des Denkvermögens um zu einem realistischen
Weltbild zu gelangen! Infolge dessen sind wohl eher Sie es, der sich zurück halten sollte! Es gibt eine
Menge Beispiele in der Geschichte wo humorlose (und Sarkasmus dürfte wohl eine Form des Humors sein!)
Menschen eine Menge Schaden angerichtet haben! Vielmehr sind doch gerade Sie es, der die Welt in lechts-rinks,
gut-böse, Katholik-Protestant, Pius Bruderschaft-Freimaurerloge, Christ-Jude usw. einteilt! Ich finde
diese Kirche jedenfalls gelungen! Und wenn Sie nun Ihre obskure Messe bekommen, dann lassen Sie uns bösen
Modernisten doch wenigstens unsrere Architektur!
Wurde die … … Church of Satan eigentlich auch exkommuniziert? Ich finde dieses Freimaurergetue kindisch.
Es gibt sicherlich dringendere Probleme als Freimaurerlogen.
#128 Schopenhauer 16:20:09 | Freitag, 22. Juni 2007
Wie sagte noch kürzlich ein hoher Herr… …der Petrusbruderschaft angesichts der erwarteten Freigabe
der lat. Messe? Er wünsche sich ein Klima des fairen und toleranten Meinungsaustausches usw. Und er sehe
die erwartete Freigabe vor allem unter diesen Gesichtspunkten usw. Meinungsaustausch in Toleranz und gegenseitiger
Achtung! Hehre Worte! Dann kommt Pünktchen mit seinen Freimaurern und üblen protestantichen Bestrebungen
und vorbei ist es mit Achtung und Toleranz. Stattdessen gibt es Diffamierungen und Verdächtigungen. Toleranz
gibt es eben doch nur für eine Seite! Nämlich für die sog. Tradis. Alle anderen werden aus der Kirche
hinaus komplimentiert. Am Ende wird die Kirche (zumindest in Europa) nicht mehr sein als ein mittelalterlicher
Folklore Verein der jeden Kontakt zur gesellschaftlichen Realität verloren hat und nur noch aus einer
Handvoll Mitgliedern besteht. Allerdings werden die wenigstens die richtige Meinung haben. Denn drauf
kommt es doch an: nicht auf’s Beten kommt es an, sondern darauf daß man die richtige politische Gesinnung
hat! Nicht wahr Pünktchen?!
@ Benedikt Die Todesstrafe wird nur in dem Fall als anwendbar angesehen, in dem es keine Möglichkeit
gibt, einen gefährlichen Straftäter sicher zu verwahren. Wie die Kirche richtig sagt ist dies heute
in keinem Staat der Welt mehr der Fall. Wann war das denn jemals anders? Die hier hervorgebrachten Polemiken
funktionieren nur, weil weite Teile der Faktenlage einfach ignoriert werden. Was für Polemiken? Fakt
ist einfach daß da eine Organisation ist die einerseits die Menschenrechte interpretieren will (und keine
andere Interpretation zulässt), sich aber andererseits nicht an sie gebunden fühlt. Und das geht schlicht
nicht. Entweder alles oder nichts. Eine Kirche die nur Vorschriften machen will, sich aber selbst an keine
Vorschrift gebunden fühlt, ist zwar altbekannt aber immer weniger glaubwürdig! Gott sei Dank!
#149 Schopenhauer 00:06:34 | Sonntag, 17. Juni 2007
@ Hüller Und seit wann führt das zu einer automatischen Exkommunikation? Soweit ich weiß gibt es dafür
nur 7 Gründe: „Die Exkommunikation als Tatstrafe, d.h. die durch Begehung der Straftat von selbst bzw.
von Rechts wegen eintretende Strafe, wird in folgenden sieben Fällen im Kirchlichen Gesetzbuch (CIC/1983)
angedroht:- Apostasie, Häresie und Schisma (can. 1364) – Verunehrung der heiligen (konsekrierten) Gestalten
(can. 1367) – Gewalt gegen den Papst (can. 1370 §1) – Absolution des Mitschuldigen an einer Sünde gegen
das sechste Gebot, die zwischen dem Beichtvater und dem Pönitenten begangen worden ist (sog. Absolutio
complicis: can. 1378) – Bischofsweihe ohne päpstliches Mandat (can. 1382) – Verletzung des Beichtgeheimnisses
(can. 1388) – mit Erfolg durchgeführte Abtreibung (can. 1398).“ Quelle: Radio-Vatikan-Mitarbeiter Dr.
Gero Weishaupt. Soweit ich das sehe war Hitler keineswegs exkommuniziert. Wohingegen ein 13-jähriges
Mädchen das abtreibt sehr wohl exkommuniziert ist! Das bedeutet: Ein Mädchen das ein Baby tötet –->
exkommuniziert! Ein Hitler der 6 Mio Juden und ein paar Mio. Nichtjuden umbringen läßt –-> katholisch.
#19 Schopenhauer 22:25:00 | Freitag, 15. Juni 2007
Saudummes Geschwätz! Man sollte die USA und London fragen, warum sie die Juden aus Hitlers Reich nicht
haben wollten, nachdem die Nationalsozialisten mehrere Angebote an die USA und an Großbritannien gemacht
haben. Also: wenn „wir“ die Türken nicht mehr haben wollen, dann drohen wir einfach sie zu vergasen und
machen „Angebote“ an alle möglichen Länder sie doch aufzunehmen, wenn sie’s verhindern möchten. Lehnen
die dann ab, dann können wir auch nix dafür wenn wir wieder ein paar Millionen vergasen. „Wir“ haben
da ja langsam Übung drin!
#25 Schopenhauer 22:19:58 | Freitag, 15. Juni 2007
Der Vatikan könnte… …wenigstens „Danke! Amnesty, daß du so vielen unserer Glaubensbrüder in verschiedensten
Ländern beistehst!“ sagen. Aber Fehlanzeige! Wer nicht im Staub kriechen will und ein bißchen eine eigene
Meinung hat muß boykottiert werden! Btw: Pünktchen ist anscheinend in Urlaub!
@ Rudolfus Der erste Kirchenfeind, das Alte Rom, war leider erst nach drei Jahrhunderten überwunden.
Tatsächlich? Obwohl die Evangelisten sich so rangeschmissen haben? Immerhin hat Rom seine „Hände in
Unschuld“ gewaschen! Und der erste Christ war auch ein Römer („Wahrlich dieser Mann war Gottes Sohn!“)!
Von Feindschaft ist im NT jedenfalls nicht viel zu spüren. Eher von einem subtilen Werben.
#23 Schopenhauer 17:56:28 | Freitag, 15. Juni 2007
@ Rudolfus Das ist Ihre Privatmeinung. Ich mache nur darauf aufmerksam, daß die Kirche der Menschenrechtsidee
stets reserviert gegenüberstand. Es läßt wirklich tief blicken wenn die Kirche zum Boykott der tatsächlich
anerkanntesten Menschenrechtsgruppierung aufruft. Niemand verbietet ihr Kritik zu üben. Aber hier wird
das Kind mit Bade ausgeschüttet. AI hat unvergleichlich vielen Menschen geholfen und tut es weiter hin.
Dieses Kirchengesülze ist verlogen und widerlich.
#20 Schopenhauer 17:47:55 | Freitag, 15. Juni 2007
@ Rudolfus Der Vatikan hatte schon immer ein Problem mit Menschenrechten. Bisher konnte er das aber nie
so offen zeigen. Wäre zu schlecht in der Öffentlichkeit angekommen. Jetzt hat er endlich den langersehnten
Grund gefunden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt!
#18 Schopenhauer 17:41:29 | Freitag, 15. Juni 2007
Amnesty International Boykottaufruf des Vatikan gegen die umstrittene Menschenrechtsorganisation ‘Amnesty
International’ Na endlich hat die Kirche einen Grund AI zu boykottieren. Lieber gar keine Menschenrechte
als zuviele oder was? Daß das Menschenrechtsgeschwätz aus dem Vatikan nur Lippenbekenntnisse sind, wird
wohl jedem Beobachter der sich ein bißchen kritische Distanz bewahrt hat immer klar gewesen sein.
#27 Schopenhauer 02:04:42 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Sahin Was ist ihnen lieber – ein liberalatheistischer Eu Gutbürger oder ein Moslem der seinen Glauben
hier leben will ? Letztlich sollte für beide Platz sein. In Deutschland genauso wie in Saudi Arabien!
Die Frage ist nicht wer Ihnen oder mir lieber ist. Der Staat verhält sich weltanschaulich neutral! Wenn
Ihnen das nicht gefällt sollten Sie halt wieder in den Nahen Osten entfleuchen und sich dort von Ihren
geliebten Moslems meucheln lassen! Gehaben Sie sich wohl!
#130 Schopenhauer 00:52:46 | Mittwoch, 13. Juni 2007
@ Vorposter Die eigene Nation ist wie die eigene Familie im Großen. Eine Volksgemeinschaft, die sich
durch Verwandtschaft, Sprache, Religion und Kultur von anderen Nationen abgrenzt. Das ist doch sentimentaler
Quatsch. „Nation“ ist eine Idee die eng mit der Aufklärung verknüpft ist und erst seit dem Siegeszug
der Aufklärung eine wirkliche Anziehungskraft entfalten konnte. Sie ist einfach nur der Ordnungsrahmen
innerhalb dessen die Bürger miteinander diskutieren und Entscheidungen durchsetzen. Wer zur Nation gehört
und wer nicht ist das Ergebnis eines historischen Abgrenzungsprozesses. Die dt. Nation ging nach der Dreiteilung
des Reichs Karls des Großen aus dem Ostfrankenreich hervor. Dieser Prozeß hat Jahrhunderte gedauert.
Wäre das Reich anders geteilt worden, würden die Grenzen Dtls. heute möglicherweise völlig anders
verlaufen.
#79 Schopenhauer 00:02:25 | Mittwoch, 13. Juni 2007
@ Theophil Ich kann Ihnen nur raten durch Ihre Welt mit offenen Augen zu gehen. Die Augen offen zu halten
für GOTT. Das mach ich schon seit 24 Jahren! Das Ergebnis: NIX! Kein Gott weit und breit. Kein Wunder.
Keine geheime Offenbarung. Nicht mal ein kribbelndes Gefühl beim Rosenkranz. Nur Leere und gähnendes
Nichts. Deshalb bin ich Buddhist!
#124 Schopenhauer 23:59:29 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Graf von und zu Galle Genau das ist unmöglich – die Bundesrepublik Deutschland ist weiterhin ein USA-besetztes
Land. Wissen Sie die „Besatzungsmacht“ hat eine Wohnung von mir angemietet. So verdiene ich monatlich
450 € zuzüglich Nebenkosten an Ihrer „Besatzung“. Also ich kann mir schlimmeres vorstellen. Übrigens:
falls Sie sich tatsächlich umbringen wollen, tun Sie sich am besten mit Pünktchen zusammen. Ich glaube
der trägt sich mit ähnlichen Gedanken! Ich werde dann eine Messe für Sie lesen lassen! o^/
#74 Schopenhauer 23:51:16 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Theophil Die Heilige Inquisition ist dafür verantwortlich, dass Sie auch heute noch dumme Postings
gegen den Glauben absondern dürfen, ohne durch ein muslimisches Gericht abgeurteilt zu werden. Könnten
Sie diesen Unsinn mal erläutern? War Galilei Muslim oder was? Osteuropa wurde Jahrhunderte hinweg von
den Osmanen beherrscht, die Zahl der Muslime dort ist trotzdem überschaubar geblieben. Mit dem Kommunismus
sind wir gar nicht so weit auseinander. Das glaub ich gern. Zwischen Gulags und Inqusition ist der Unterschied
nicht allzu groß. Tatsache ist, dass Ketzer, denen auch nur die Folterwerkzeuge gezeigt wurden und die
daraufhin geständig waren, dieses Geständnis innerhalb von 24 Stunden widerrufen konnten. Dann war es
ungültig. Ui! Dann waren diejenigen die so blöd waren sich foltern zu lassen halt einfach selber schuld
oder was? Was ist das überhaupt für ein anmaßendes Geschwätz. In den Lagern der DDR wurde auch nur
ein bißchen human umerzogen! Damit war die DDR wohl die Vorreiterin von Menschenrechten und Völkerrecht
oder was?
#114 Schopenhauer 18:22:21 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Armenius Hitler Zitate: „Die Umstände haben mich gezwungen jahrelang nur vom Frieden zu reden. Der
Zwang war die Ursache warum ich jahrelang nur vom Frieden redete. Es ist nunmehr notwendig das dt. Volk
allmählich umzustellen.“ „Die wirtschaftlichen Probleme müssen auch gelöst werden. Ohne Einvruch in
fremde Staaten oder Angreifen fremden Eigentums ist das nicht möglich. Es entfällt also die Frage Polen
zu schonen und bleibt der Entschluß Polen bei erstbester Gelegenheit anzugreifen. Grundsatz: Ausenandersetzung
mit Polen – beginnend mit Angriff auf Polen – ist nur möglich wenn Westen aus dem Spiel bleibt. Ist das
nicht möglich ist es besser den Westen anzufallen und Polen gleich mit zu erledigen. Wir werden nicht
in den Krieg hinein gezwungen werden aber um ihn herum kommen wir nicht.“ „Endlich kommt der Krieg. Ich
habe nur Angst, daß mir noch im letzten Moment irgendein Schweinehund einen Vermittlungsplan vorlegt.“
„Ich werde propagandistischen Anlaß zur Auslösung des Krieges geben, gleichgültig ob glaubhaft. Der
Sieger wird später nicht danach gefragt ob er die Wahrheit gesagt hat oder nicht. Bei Beginn und Führung
des Krieges kommt es nicht auf Recht an, sondern auf Sieg. Herz verschließen gegen Mitleid. Äußerst
brutales Vorgehen. Der Stärkere hat Recht. Größte Härte.“ Aus: Joachim Fest „Hitler, eine Biographie“
#458 Schopenhauer 17:51:38 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Manuel Das sind keine Parteien mit einem rechtsgerichteten Programm. Rechtspopulisten werden von diesen
Parteien ausgeschlossen, siehe Beispiel Martin Hohmann. Seit wann ist die Union keine rechte Partei? Berlusconi
ist israelfreundlich. Hamburgs Ex-Innensenator Schill hat eine Pro-Israel Haltung vertreten. Rechtsradikale
für Israel …ww.trend.infopartisan.net/trd0704/t130704.html Nächstes Beispiel, ein Blog: Initiative
Verteidigt Israel, Kiel Auch da sucht man natürlich nicht lange um etwas antideutsches zu finden: Massenmord
made in Germany Zu den Tätern des 11. September und ihren nützlichen Idioten Von der HSG Studierende
für Israel, Kiel und der Antifa Kiel Natürlich sucht man da nicht lange! Was genau soll an dem Blog
oder an dem Artikel „antideutsch“ sein? Der Artikel ist völlig zutreffend. Ich weiß ziemlich gut über
antizionistische Linke bescheid. Grundsätzlich dürften Linksradikale eher Israelfeindlich eingestellt
sein. Bspw. die großen Zeitungen „Neues Deutschland“ oder „Junge Welt“, die regelmäßig antizionistisch
verbrämten Antisemitismus servieren. Israelfreundliche Zeitungen wie die von der JW abgespaltene „Jungle
World“ verkaufen sich dagegen eher schlecht als recht. Außerdem ist die „antideutsche“ Haltung mancher
Linker ein Produkt Bismarckscher Einigungspolitik und keineswegs eine Folge der Nazis. Bismarck hat eine
Politik betrieben die darauf hinaus lief Dtl. und Konservatismus in eins zu setzen. Dagegen wehren sich
„Antideutsche“. des Likud-Blockes, eine rechtsgerichtete Partei. „Rechts“ ist nicht „Nazi“!
#99 Schopenhauer 00:01:22 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Graf von und zu Galle Auch noch mehr als 60 Jahre nach Kriegsende stehen hier amerikanische und britische
Truppen Als Verbündete! Wissen Sie wie viele Millionen Euro die Deutschen im Laufe der letzten 60 Jahre
durch die Hilfe der USA gespart haben? Diese haben immerhin einen beträchtlichen Teil des dt. Militärhaushalts
finanziert. Auch heute noch müßte Dtl. wesentlich mehr in seine Armee stecken. Aber wir wissen ja daß
wir uns auf unsere Verbündeten verlassen können… Da kann man schon mal ein paar Milliarden mehr in
Gesundheit oder Bildung investieren…
@ Armenius Die USA sind selbst ein Nationalstaat. Europas zwei Weltkriege des 20. Jahrhunderts waren nationalistische
Kriege. Das ist wohl eher Unsinn. Der Erste Weltkrieg war ein Konflikt zwischen dem konservativen Nationalstaat
Dtl und den liberalen Nationalstaaten England und Frankreich. Die Konfliktursache war also die entsprechend
andere Ausrichtung des jeweils anderen, nicht etwa dessen andere Nationalität. Der Zweite Weltkrieg war
ein Krieg zwischen unterschiedlichen Ideologien. Das Mittelalter kannte auch keinen Nationalismus und
keine Nationalstaaten. Das Mittelalter kannte auch keine Demokratie, keine Mitbestimmung, keine Wissenschaft
und nicht die Autorität der Vernunft. Der Nationalstaat ist der Rahmen in dem all dies am optimalsten
verwirklicht werden kann. Aus dem Grund entstand er auch. Im Mittelalter herrschte ein völlig anderes
Menschenbild.
#456 Schopenhauer 23:37:52 | Montag, 11. Juni 2007
@ Pünkten u. Manuel In welchen Rechts-Parteien findet man Philosemiten? Die Politik Israels wird schon
lange von rechten Parteien eher unterstützt als von linken. Die CDU vertritt Israel-freundlichere Positionen
als die SPD. Die amerikan. Rep. genauso. Auf der neokonservat. Seite kath.net findet man fast durch die
Bank israelfreundliche Artikel. Die dänischen Rechtsparteien bspw. sind nicht erst seit den Mohammed
Karikaturen entschieden pro-israelisch. Die radikalen Antifas hingegen, die ihren Philosemitismus Zeigen
Sie mir mal wo es solche Antifas gibt. Die Antifas laufen gewöhnlich mit Palästinenser Tuch um den Kopf
herum. Beide vertraten eine rechtsradikale Politik. Schwachsinn! Sharon steht für eine konservative Politik.
Konservativ nicht in dem Sinn des Weichspüler Konservatismus der CDU (eher rechte Sozialdemokratie),
sondern des Kons. der britischen Torries oder der amerik. Rep. Sharon hat die Kadima gegründet um aus
dem Gaza Strip abziehen zu können! nicht aber das, was sie belegen müßten Hä? Es ging darum was die
Kirche der gläubigen Frau und Mutter von fünf Kindern rät, die von ihrem ungläubigen, rüpelhaften
und HIV-positiven Mann bedrängt wird. Und auch hier verbietet die Kirche Kondome! Da Sie hier immer den
großen Humanisten, Aufklärer und Menschenrechtsaktivisten geben, darf man wohl fragen, wie Sie dazu
kommen, einem Meinungsgegner, dem Sie erkennbar nicht gewachsen sind, den Tod zu wünschen! Gehts vielleich
noch dramatischer? Mir kommen schon die Tränen!
#64 Schopenhauer 01:48:36 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Nationalsoldat Keiner will einen Brüssler Machtballungszentralismus Ich auch nicht! Aber viele wollen
eine europäische Öffentlichkeit! Ein europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl usw. Auf nationaler
Ebene dauerte es ebenfalls Jahrhunderte bis es voll ausgeprägt war. Auf europäischer Ebene wird es ebenfalls
lange dauern. Nur: wenn es den Italienern schlecht geht, dann wird es bald auch den Deutschen schlecht
gehen! Und wenn die Spanier einer Globalisierung und einer Konkurrenz durch indische Billiglohnländer
nichts entgegenzusetzen haben, dann hat auch bald Dtl. dem nichts entgegen zusetzen. Europa ist letztlich
auch eine Schicksalsgemeinschaft und ich bin überzeugt, daß dies in Zukunft verstärkt ins Blickfeld
rücken wird. Dies hat nichts mit einem „Gutmenschentum“ zu tun und auch nichts mit „Freimaurern“, sondern
mit einer Rückbesinnung im besten Sinn des Wortes auf alte europäische Tugenden. In diesem Sinn kann
auch ein Otto v. Habsburg ordentliche Ansichten haben!
#61 Schopenhauer 01:29:13 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Tchibo Erstmal: „Die zentrale Forderung muß sein, die europäische Exekutive endlich in den demokrat.
Spielrahmen einzubinden. Ich meinte natürlich Legislative! Wann wird diese Seite endlich längere Postings
und Mehrfachpostings zulassen?????“ Danach: Ich kenne mich mit Otto von Habsburg nicht sehr gut aus. Wie
durchdacht sind seine Forderungen? Ist er nur ein enger Monarchist, der sich einbildet zurück zu bekommen
was er verloren hat oder ein wirklicher Intellektueller? Ganz schlecht heißen würde ich seine Meinung
aber nicht! Der enge Nationalismus der im 20. Jhr. Europa beherrschte und dort durchaus für unsägliches
Leid sorgte wird wohl nicht das letzte Wort sein. Viel klüger wäre es, die positiven Erfahrungen des
20. Jhrds. (Liberalismus, Demokratie, Menschenrechte…) ins 21. Jahrhundert hinüber zu retten!!!
#132 Schopenhauer 01:12:56 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Nationalsoldat Die zentrale Forderung muß sein, die europäische Exekutive endlich in den demokrat.
Spielrahmen einzubinden. Ich meinte natürlich Legislative! Wann wird diese Seite endlich längere Postings
und Mehrfachpostings zulassen?????
#57 Schopenhauer 01:07:30 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Nationalsoldat Die nationale Exekutive, Legislative usw. sind schon lange internationalem Recht unterworfen.
Die zentrale Forderung muß sein, die europäische Exekutive endlich in den demokrat. Spielrahmen einzubinden.
#53 Schopenhauer 00:38:44 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Soldat Was ist denn an dem was ich sage pseudodemokratisch? Ich finde Europa gut, daraus mache ich keinen
Hehl! Es hat etwas von Freiheit und (im besten Sinn des Wortes!) katholischem die engen nationalen Grenzen
zu überwinden und „den Geist zu befreien“! Fordert das nicht auch der Papst?
#51 Schopenhauer 00:30:22 | Sonntag, 10. Juni 2007
Wann wird Herr Ketelhohn wohl sein diabolisches Gegrinse aus seinem Avatar bei kreuzgang.org entfernen?
Ansonsten war ihre Analyse so tiefgründig wie erwartet und so schwachsinnig wie erwartet!
#48 Schopenhauer 00:15:52 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Benedikt Ersatzweise könnte man dem Parlament so wie es besteht mehr Kompetenzen geben, denn besser
legitimiert als etwa Kommission oder Ministerrat ist es allemal. Das meinte ich ja. Letztlich kommt es
mir darauf an, daß die Menschen erleben daß das EU Parlament diskutiert und Mehrheitsentscheidungen
fällt, also Politik treibt und Entscheidungen trifft an die die nationalen Rgierungen dann auch weitgehend
gebunden sind. Natürlich müßte man die Zuständigkeiten genau definieren. Man müßte genau abstufen
zwischen EU, Nationalstaat und Region und eine Entscheidung da fällen wo sie notwendig ist. Es geht ja
nicht darum Dtl. oder Frankreich abzuschaffen, die Menschen werden auch weiterhin Deutsch oder Italienisch
sprechen, sondern darum ein Bewußtsein dafür zu schaffen, daß es auch eine europäische Ebene gibt
und daß die Menschen dort ein Mitspracherecht haben. Wenn die Menschen erleben, daß die Partei die sie
bei der Europawahl gewählt haben wirklich Politik treibt und nicht nur abnickt was die nationalen Regierungen
ihr vorsetzen, dann werden auch wirkliche gesamteuropäische Debatten entstehen. Dann werden die Portugiesen
mit den Dänen und die Dänen mit den Franzosen und den Deutschen um den Weg streiten den die EU zukünftig
gehen sollte. Eine solche Situation sollte man anstreben finde ich.
@ Benedikt Die Franzosen haben die Verfassung abgelehnt. Knapp! Der Währungsunion haben sie zugestimmt.
Es ist doch einfach so: Wir haben eine Organisation namens EU, diese verfügt über eine gemeinsame Währung
was einen Krieg oder auch nur ernsthafte diplomatische Verwicklungen zwischen den Staaten de facto unmöglich
macht, wenn die nationale Regierung nicht auch ihren eigen Wohlstand riskieren will. Wir haben das Schengener
Abkommen, das jedem EU Bürger erlaubt zu leben, zu arbeiten und zu wählen (!) wo immer er will, wir
haben eine sich globalisierende Welt mit Mega-Staaten wie China oder Indien. Das ist Fakt. Nun stellt
sich einfach die Frage ob diese real existierende EU so demokratisch ausreichend legimiert ist. Und das
ist sie meiner Meinung nach nicht. Denn die nationalen Regierungen haben vom Wähler ein Mandat erhalten
im nationalen Rahmen Entscheidungen zu treffen. Mit der EU existiert aber ein Staat über dem Staat. Wenn
man nun nicht will, daß ein quasi Demokratie freier Raum entsteht in dem die Regierungen nach Gusto und
ohne den Wähler zu fragen ihre Entscheidungen treffen und vom EU Parlament abnicken lassen, dann muß
man Schlußfolgerungen ziehen. Und die einzig mögliche ist meiner Meinung nach die (wenn auch zugegeben
etwas unrealistisch klingende) Forderung dem EU Parlament wirkliche Entscheidungsfreiheit zu geben und
es vom europ. Volk direkt wählen zu lassen. Das ist meiner Meinung nach die einzig logische Folgerung
aus dem status quo.
@ Benedikt ich habe ja gerade gesagt, dass eher ein Europa der Vaterländer dabei herauskommt. Ich sagte
„Schnitt“, nicht „Schritt“! Deutschland – historisch bedingt sah und sieht man hier eine größere Verantwortung.
Ich glaube da konstruieren Sie sich etwas. Dtl. hätte der Währungsunion nicht zugestimmt, wenn sie nicht
der Preis für die Einheit gewesen wäre. Außerdem war Kohl ein begeisterter Europäer. Das Europaparlament
hat nicht nur wenig zusagen, seine Legitimierung ist höchst zweifelhaft Ich sagte doch, daß es anders
legitmiert sein müßte. Der Grund warum das Europaparlament nichts zu sagen hat, ist daß die nationalen
Regierungen keine Entscheidungsinstanz über sich dulden wollen auf die sie keinen Einfluß haben.
@ VirFortis Und ich rede nicht davon, daß irgendjemand zu was gezwungen wird. Aber zwangsläufig wird
etwas entstehen (müssen) wie ein europäisches Bewusstsein. Ich habe ausdrücklich gesagt, daß dieses
Europa demokratisch legitimiert sein muß. Das ist heute nur unzureichend der Fall. Das Europaparlament
wird zwar vom Volk gewählt, treibt aber keine eigene Politik. Es nickt nur die Entscheidungen der europäischen
Regierungen ab. Hier herrscht also ein Demokratiedefizit. Man sollte deshalb ein Europaparlament (ähnlich
dem Parlament in der Paulskirche 1848) schaffen, das sich seine Kompetenzen langsam aber sich erstreitet.
An entstehenden Diskussionen werden dann gezwungenermaßen alle Menschen Europas teilnehmen. Kein Land
wird gezwungen mitzumachen. So wird im Laufe der Zeit ein gemeinsames europäisches Bewußtsein entstehen.
Die Nationalstaaten wird es natürlich auch weiterhin geben. Aber im Sinne einer gemeinsamen Sicherung
von Wohlstand und Lebensqualität in Europa wird man um eine verstärkte Zusammenarbeit nicht herumkommen.
@ VirFortis Und die werden dann autonom untergehen im Kampf um Wohlstand und Ressourcen gegen Giganten
wie China, Indien oder die USA. Teile und herrsche!
@ Benedikt Ich glaube nicht, daß Sie die Entwicklung Europas in der Zukunft treffend beschreiben. Schon
mit der Währungsunion wurde ein deutlicher Schnitt zu einem „Europa der Vaterländer“ gemacht. Außerdem
fällt mir kein Land in Europa ein das so pro-europäisch ist wie Frankreich. Auf französischer Initiative
hin wurde die Währungsunion vollzogen. Auch die Verweigerung Frankreichs für den Irak Krieg enthielt
deutliche Züge eines „Appells an ein gemeinsames europäisches Bewußtsein“. Damals wurde sogar von franz.
Seite erwogen das franz. Vetorecht in Zukunft gemeinsam/abwechselnd mit Dtl wahrzunehmen. Zielsetzung
muß es sein, dieses Europa demokratisch besser zu legitmieren als das im Moment der Fall ist. Das Europaparlament
hat im Moment de facto nur Abnickfunktion. Es muß in den Stand versetzt werden von sich aus ein gutes
Stück weit eigenständig Politik zu treiben. Die leider abgelehnte Verfassung enthielt auch genügend
Elemente die deutlich über einen Staatenbund hinaus weisen. Bspw. einen Außenminister oder eine Garantie
der Grundrechte wie nur ein Staat sie gewähren kann. Ihre Anmerkungen zur Nation fand ich zutreffend.
@ all Ein reiner Nationalstaat sei für gewöhnlich aggressiv. Und warum schließen sich dann die reinen
Nationalstaaten grade friedlich zusammen? In Wahrheit ist es ganz einfach so, daß der Ex-Kaiser völlig
verschiedene Paradigmen durcheinanderwirft. „Wenn wir jetzt dieses Europa mit den verschiedenen Nationen
bilden, werden wir in der Welt genau nach dem Modell der Schweiz eine Art Friedenszentrale werden“ – glaubt
von Habsburg. Das mag schon sein. Aber eben nur wenn man es richtig macht. Der Herr von Habsburg sollte
nicht vergessen, daß sein eigenes Kaiserreich am Ende quasi von selbst auseinander gebrochen ist. In
früheren Zeiten waren die Menschen politisch nicht beteiligt. Heute hat quasi jeder eine politische Meinung
und der Nationalstaat ist der nach wie vor unumstritten anerkannte Ordnungsrahmen für die Meinungsbildung.
Außerdem vergisst von Habsburg, daß sich Menschen in früheren Zeiten nach einem gewissen Maß an Nationalbewußstein
bei den Herrschenden gesehnt haben. Im dreißigjährigen Krieg ließen die Fürsten ihre eigenen dt. Landsleute
niedermetzeln und ihr eigenes Dtl. verwüsten. In unterschiedlichen Kriegen schoßen Deutsche in den Österreich-Preußen
Kriegen aufeinander.
#244 Schopenhauer 21:30:00 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Pünktchen aus Wikipedia: „Im Gegensatz zur Haltung der meisten protestantischen Kirchen ist nach der
offiziellen Lehrmeinung der römisch-katholischen Kirche (Humanae vitae) der Gebrauch von Kondomen (wie
auch der Anti-Baby-Pille) als Verhütungsmittel abzulehnen, da er wegen der künstlichen Verhinderung
einer Kindszeugung nicht der Würde des Menschen entspräche. Als Möglichkeit verantworteter Elternschaft
wird einzig die natürliche Familienplanung, z. B. nach Knaus-Ogino oder die Symptothermale Methode mit
einem Pearl-Index von 0,3-2,5, akzeptiert. Vor allem in Europa und den USA wurde das Kondomverbot kritisiert,
das Papst Johannes Paul II. auch in den vom HI-Virus geplagten afrikanischen Ländern ausgerufen hat.
Als die spanische Bischofskonferenz öffentlich bekannt gab, dass sie unter Umständen das Kondom als
Mittel im Kampf gegen AIDS als geringeres Übel akzeptiere, wurde sie vom Vatikan zurechtgewiesen und
zog die Aussage innerhalb von 24 Stunden zurück.Die neue Stellungnahme lautete: „Der Gebrauch von Kondomen
verstößt gegen die Moral“.“ Aus der „Welt“: „Die Mitteilung des spanischen Episkopats am 18. Januar
durch seinen Sprecher Martínez Camino, in der erklärt worden war, das Kondom könne den Gläubigen erlaubt
werden „im Zusammenhang mit der zuverlässigen Verhütung von Aids“, wurde gleich am nächsten Tag von
der pontifikalen Autorität zurückgenommen.“ Aber wenn Pünktchen keine Argumente mehr hat, dann flüchtet
er lieber… Feigling!
#449 Schopenhauer 17:21:35 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Pünktchen @ Manuel Uta RankeHeinemann ist tendenziös. Welcher ganze Text? Wissen Sie mir persönlich
ist es völlig egal was der Vatikan bezüglich Verhütung zu sagen pflegt. Ich halte mich sowieso nicht
dran. Aber wenn Sie glauben, daß ich hier für Sie den Deppen markiere und Belege raussuche für Dinge
die allgemein bekannt sind, dann täuschen Sie sich. Jeder weiß, daß der Vatikan Kondome unter allen
Umständen als Verhütungsmaßnahme ablehnt wie er überhaupt jede Verhütung ablehnt die er als „Eingriff
in den Willen Gottes“ auffasst. Erlaubt ist lediglich die sog. natürliche Verhütung, die also mit dem
Kalender arbeitet.Wenn Ihnen nix besseres einfällt als Selbstverständlichkeiten zu leugnen nur um sich
vor einer Diskussion zu drücken, dann ist das Ihr Problem und zeigt nur wieder mal wie wenig Sie Ihre
eigenen Auffassungen durchdacht haben. und solchen, die der Gnade und dem Glauben bewußt zuwiderhandeln!
So? Und was pasiert mit den Menschen „die dem Glauben und der Gnade bewußt zuwiderhandeln“? So wie ich
zum Bsp? ein Sharon wird dabei … Sharon ist nicht LePen. Die Wikipedia kennt folgende … Womit wieder
mal jeder die Israel positiv gegenüber steht als „Deutschen-Feind“ gebrandmarkt werden soll. Der israelische
Nationalstaat basiert auf den gleichen weltanschaulichen Grundlagen wie der deutsche! Abgesehen davon
gibt es noch Dutzende andere Formen von Philosemitismus. Bspw. den tatsächlich überaus radikalen der
evangelikalen Rechten. Auch findet man ihn bei bürgerlichen Rechts-Parteien.
#429 Schopenhauer 16:18:32 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Pünktchen der dieses und jenes nicht glaube… An anderer Stelle (ich weiß leider nicht mehr genau
wo) stand die Kirche leite aus dem Satz „Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt“ sehr
wohl einen entsprechenden Anspruch ab. Behaupteten Sie etwa nicht selbst an anderer Stelle „die Schrift
wird uns aus der Hand der Kirche gereicht“ oder so ähnlich? Wollen Sie ernsthaft behaupten man könne
nach kath. Auffassung glauben woran immer man will, solange man sich nur vernünftig verhält? bitte ich
um den Beleg „Gemäß Johannes Paul II. und seinem Sprachrohr Carlo Caffarra, Leiter des „Instituts Johannes
Paul II. für Studien über Ehe und Familie“ (von Johannes Paul II. 1980 gegründet) an der päpstlichen
Lateranuniversität, ist Verhütung Mord. Deshalb darf z.B. ein HIV-infizierter Bluterkranker lebenslänglich
nicht mit seiner Frau verkehren, auch nicht nach deren Klimakterium, weil Kondome eine von Gott verbotene
Art der Verhütung sind. Und wenn der bluterkranke Ehemann das nicht fertigbringt, ist es besser, daß
er seine Frau ansteckt, als daß er ein Kondom nimmt.- Carlo Caffarra wurde 2006 von Papst Benedikt zum
Kardinal erhoben.“ Prof. Dr. theol. Uta Ranke-Heinemann Der Papst wurde damals nicht zu Unrecht wegen
Aufrufs zur Körperverletzung angezeigt. Leider war er kein dt. Staatsbürger. Vor gar nicht langer Zeit
wurde die franz. Bischofskonferenz vom Vatikan getadelt weil sie Kondome als im Notfall bessere Lösung
bezeichnet hatte. Übrigens bin ich sicher daß Sie das wissen!
#288 Schopenhauer 15:51:38 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Rudolfus Es werden jedenfalls Millionen Deutsche das Himmelreich erben und von Gott dafür entschädigt
werden, was sie wegen Hitler, wegen der SS und wegen der fremden Armeen erdulden mußten. Niemand kommt
in den Himmel nur weil er was erleiden mußte.
@ Stöhr Der Durchschnittsdeutsche glaubt daß morgen mindestens die Welt untergeht. Der Durchschnittsamerikaner
glaubt, daß morgen alles besser wird. Das ist mir einfach sympathischer.
@ Dick und Doof Ach und dieses „land of free“ hat so gar nichts mit Sozialdarwinismus zu tun ?! Sind Sie
blind ? Nö! Die USA ist nur das mir persönlich sympathischste Land. Ich meine damit nicht die Regierung
und nicht die Politik, sondern die Menschen, den way of life, den Optimismus. Hier in Dtl. ist alles grau
in grau, Pessimismus, Mief und diese Konzentriertheit auf Kriege von vor hundert Jahren. Dann noch diese
Nazischeiße überall. Wer keine Armeen hat, der unterliegt. Deswegen gibt es das jüdische Volk auch
heute noch! Weil es zweitausend Jahre lang eine so starke Armee hatte! Der Sozialdarwinismus ist keine
europäische Der Sozialdarwinismus konnte seine mörderische Wirkung erst voll entfalten, als er sich
mit der in Dtl. gepflegten Naturphilosophie vereinte (Hegel, Marx, Nietzsche…). Die BRD-DDR-Einheit
1990 hat London und Paris nicht gefreut. Warum haben sie sie dann nicht einfach verhindert? Außerdem
haben sich die Deutschen als US-Freund erwiesen. Die USA haben sich auch fair gegenüber Dtl. verhalten.
Stichwort: Rosinenbomber. Das ist ein Trost für den kurzsichtigen Deutschlandhaß der Churchill-Briten.
Es wäre besser gewesen, Churchill wäre von Anfang an britischer Premier gewesen und nicht der naive
Chamberlain.
@ Irre mal zwei um Deutschland zu vernichten. Und warum ließen die Alliierten 1990 noch gleich die Einheit
zu? Ach ja richtig! Um Dtl. zu vernichten! Die Engländer waren aber in allem Hitlers Vorbild, nämlich
die ganze Welt zu erobern Hitler wollte die Welt aber nicht erobern. Er wollte eine Basis für seine Experimente
(Züchtung des Herrenmenschen) schaffen und war dabei bereit einen Großteil des slawischen Volkes zu
töten. Hitler interessierte sie nur, weil er eine Gefahr darstellte, England in der Zukunft vom Sockel
der Weltherrschaft zu stoßen. Und warum haben sie ihm dann alles was er wollte auf dem Silbertablett
serviert? Sie hatten bspw. während der Remilitarisierung des Rheinlands und auch später noch genug Gelegenheit
Hitler gefahrlos auszuschalten. England hat jedenfalls munter mit Stalins UdSSR kollaboriert Die Engländer
haben sich um die Udssr bemüht. Allein aber schon wegen der hartnäckigen Weigerung Polens irgendwelche
Zugeständnisse zu machen konnte daraus nichts werden. Die parallel verhandelnden Nazis hatten wesentlich
mehr Erfolg. England wollte einen Krieg verhindern und verhandelte mit Stalin darüber, die Nazis verhandelten
mit Stalin über eine Aufteilung Osteuropas. Außerdem war Stalin ein Krieg der bürgerlichen und der
faschistischen Staaten nur recht. Zudem hätte London die Juden in Hitlers Machtbereich retten können,
hatte aber kein Interesse daran. Dtl. könnte die Menschen in Darfur auch retten, hat aber kein Interesse
daran…
@ geSTÖHRter Und wo steht daß Naturgesetze in der menschlichen Gesellschaft Gültigkeit beanspruchen
dürfen? Das ist plattester Sozialdarwinismus. Außerdem ist es schlicht falsch. Bei den rudelbildenden
Tieren geht es selten grausam zu. Jedenfalls sind mir keine Fälle bekannt wo ein Ameisenhaufen einen
anderen aufgrund eines „Naturgesetzes“ vergast hätte. Im Gegenteil findet man in jedem zweitklassigen
Tierbuch dutzende Fälle von Altruismus auch unter Tieren. Warum verhielten sich eigentlich die Alliierten
nach 45 nicht entsprechend ihrem angeblichen Naturgesetz? Dann gäbe es heute keine Deutschen mehr…
Glücklicherweise gibt es in anderen Ländern weniger geSTÖHRte! Ach wie gern wär’ ich jetzt in land
of free, home of the brave! America the beautiful! Stattdessen sitz’ ich hier und muß mich mit verschißenen
Nazis rumschlagen.
@ Rudolfus Hitler lehnte einen Krieg gegen das Britische Reich ab. Hitler wollte freie Hand für seinen
Krieg im Osten. Als die Westmächte ihm dies nicht gewähren wollten zog er erst gen Westen. Das ist richtig.
Hitler handelte aufgrund seiner Eroberungssucht und seiner völkischen Wahnvorstellungen. Chamberlain
weitgehend auf der des Völkerrechts und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Dieses Recht sieht vor,
daß ein Volk in einem Nationalstaat leben darf. Solange Hitler sich darauf beschränkte die in anderen
Staaten lebenden Deutschen „Heim ins Reich“ zu holen, konnten die Engländer (entgegen den ständigen
Warnungen der Franzosen) zähneknirschend zustimmen. Sie handelten erst als Hitler eindeutig Recht brach
und Land beanspruchte das ihm nach keinem Recht dieser Welt zustand. Die Engländer waren bereit über
so gut wie alles zu verhandeln. Sie servierten Hitler Österreich und die Tschechoslowakei (selbst die
nicht von Dt. besiedelten Gebiete) auf dem Silbertablett. Der alte und unter Flugangst leitende Chamberlain
ließ sich eigens ins hinterste Bayern fliegen um mit Hitler über einen Korridor zu Danzig und Ostpreußen
zu verhandeln. Alles vergebens. Soll ich Ihnen mal zitieren was Joachim Fest („Ich nicht!“) in seiner
Hitler Biographie dazu schreibt? Ein paar hübsche Hitler Zitate sind da darunter.
@ Rudolf Ein unchristliches Volk wie die Deutschen verdient ohnehin nichts Besseres. Nichts besseres als
was? Was habt ihr Nazigesindel denn zu bieten? Hitler-Zitat über das was die Deutschen verdienen:“…denn
das deutsche Volk hat sich als das Schwächere erwiesen und es ist nur ein Naturgesetz daß es dann eben
untergeht…Ich könnte dem dt. Volk keine Träne nachweinen…“.
#55 Schopenhauer 23:38:42 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Rudolfus Hätten die Briten auf das Gedränge Frankreichs auch nur einen Pfifferling gegeben, dann wäre
Hitler schon bei der Remilitarisierung des Rheinlands am Ende gewesen. Die Briten sind den Nazis soweit
entgegengekommen wie es weiter auf keinen Fall mehr ging. Hitler hat sich gegen Ende schon bitter darüber
beklagt, daß er seinen Krieg wohl gar nicht mehr bekommen würde…
#53 Schopenhauer 23:33:36 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Rudolfus sondern vernichtend und total verloren, als Europas „schwächstes Volk“. Und deswegen ist Europas
„schwächstes Volk“ heute auch wieder vereinigt, das wirtschaftlich stärkste Land Europas und von Freunden
umgeben. Weil die anderen ja alle so gemein sind…
#279 Schopenhauer 23:13:58 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Graf von und zu Galle Dies wurden allerdings die Deutschen und Japaner in den USA auch. Korrekt! Von
dieser äußerst schlechten Behandlung berichten in aller Ausführlichkeit Thoman Mann, Bert Brecht…
#411 Schopenhauer 23:07:30 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Artois und GerdEric @ Artois Nein, das interessiert mich nicht. Sie sollten wieder mit Ihren Händen
arbeiten (wo Sie da doch so stolz drauf sind!) anstatt mit dem Kopf, das bekäme Ihnen besser! Den gleichen
Tipp kann man auch Rudolfus geben und überhaupt dem Dreiviertels Forum! Schöne Grüße auch an Murx
und Heger! @ GerdEric Ob das Christentum nun die Frau zum Geschlechtsverkehr mit Ihrem Ehemann anhält
oder nicht, weiß ich nicht genau. Mir ging es um den ganz praktischen Fall, daß ein Ehemann sich nicht
darum schert was Ethik und Moral fordern, sondern seine Frau zum Sex zwingen will obwohl er Aids hat.
Dann rät JoPa2: keine Kondome! Lieber drei kleine unmündige Waisenkinder zurücklassen als einmal die
Lümmeltüte benutzen. Frei nach dem Motto: Wanderer, kommst du in den Vatikan, berichte daß du mich
hier liegen sahst wie der Papst es befahl!
#35 Schopenhauer 22:50:17 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Artois Es zeugt von Unhöflichkeit, die SS als „Hitlers Ermordungsmaschinerie“ zu bezeichnen! Verzeihung
Herr SS-Obersturmbannführer! Hoffentlich werden wir jetzt nicht vergast…
#404 Schopenhauer 22:27:03 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Pünktchen Jesus lehrt eine Freiheit vom Gesetz als Geschenk der Gnade, die freilich eine „größere
Gerechtigkeit“ einen Überfluß an Gerechtigkeit gegenüber der Gerechtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten
(Mt 5,20) bedeutet. Ja, diese Freiheit konnte man zum Bsp. sehen als Johannes Paul 2. der Ehefrau eines
Aidskranken riet wie sie sich verhalten sollte falls ihr Mann zudringlich werden sollte und auf Sex bestehen
sollte: auf keinen Fall ein Kondom benutzen! Oder diese Freiheit kann man bei jedem Dogma oder jeder verbindlich
vorgeschriebenen Lehrmeinung sehen. Wer dies und jenes nicht glaubt landet in der Hölle usw. Wenn Christen
also (meiner Meinung nach zu Recht!) den Gesetzesreligionen vorhalten wie albern es ist, zu meinen man
käme in den Himmel nur weil man ein Tier auf eine bestimmte Weise schlachtet oder bestimmte Tiere gar
nicht isst usw., so muß man doch immer anmerken daß der eine Aberglaube nur durch einen anderen ersetzt
wurde. Jetzt geht es nicht mehr darum das richtige zu tun, sondern darum das richtige zu glauben. Auch
nicht besser. Ein Gesetz (Orthopraxie) wurde durch ein anderes Gesetz (Orthodoxie) ersetzt. Von größerer
Freiheit kann keine Rede sein. Mit diesem Unsinn hat erst die Aufklärung Schluß gemacht.
#383 Schopenhauer 23:44:53 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Pünktchen Das ist ermüdend und für einen intellektuell veranlagten Menschen wie Sie eigentlich eine
Schande! Jetzt schäm’ ich mich aber ganz doll! *schäm* Mit dieser Kränkung müssen Sie leben! Mit
dieser Kränkung muß ich keineswegs leben. Erstens bin ich kein Jude und diese Diskussion führe ich
eher um der Diskussion willen und zweitens sagen Sie ja selbst, daß es Ansichtssache ist welche Religion
sich als legitimer Nachfolger des Judentums vor Jesus auffasst. Dies war schon die ganze Zeit meine Position.
Geht man davon aus, daß das rabbinische Judentum im Recht ist, dann folgt daraus logischerweise auch,
daß es älter ist als das Christentum. Hoffentlich ist diese Diskussion jetzt mit diesem salomonischen
Urteil beendet. Ich fürchte aber Pünktchen muß wieder das letzte Wort haben!
#194 Schopenhauer 02:07:39 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Stephanus Ich kann nicht erkennen, daß jemand in den Dreck gezogen wird der das nicht verdient hätte.
Hitler war nicht irgendein beliebiger Staatsmann der neben allerlei positivem auch ein paar negative Eigenschaften
hatte. Hitler hat in Dtl. das Gegenexperiment zum Rußland unter Stalin durchgeführt. Die Umformung einer
Gesellschaft im Sinne einer ursprünglich rechtshegelianischen Ideologie im Unterschied zum Linkshegelianismus
der UDSSR. Dabei hat Hitler genau wie Stalin vor keiner Grausamkeit zurück geschreckt die notwendig war
seine Wahnvorstellungen Realität werden zu lassen. Einzig deshalb hat er Krieg geführt. Dtl. hat er
für seine Zwecke nur benutzt und nachdem die Deutschen sich als unfähig für seine Zwecke erwiesen genauso
seiner Ideologie geopfert wie andere Dinge auch. Stichwort: verbrannte Erde. Warum um alles in der Welt
sollte man das nicht kritisieren dürfen? Wo leben wir denn? Mein beiden Großväter haben beide fünf
Jahre in der Wehrmacht gedient, trotzdem habe ich keine Hemmungen Hitler und die Nazis als Schweine oder
Verbrecher zu bezeichnen. In gewisser Weise waren die Soldaten Opfer, in gewisser Weise auch Täter. Die
Nazis haben die Deutschen tatsächlich nicht unbedingt zu etwas gezwungen. Selbstkritik gibt es auch in
anderen Ländern. Und bitte hören Sie doch in Zukunft auf mit dem Tonfall einer beleidigten Leberwurst
zu antworten.
#190 Schopenhauer 01:29:14 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Stephanus Die Geschichte ist halt ein bißchen mehr als Ihre Verwandtschaft und all ihr sentimentales
und tränentreibendes Gerede täuscht doch nicht darüber hinweg, daß Geschichte menschengemacht ist.
Wenn eine Maschine nicht funktioniert tröstet man sich auch nicht damit, daß einen der Nachbar gestern
noch anerkennend erklärt hat was für ein toller Bastler man doch sei, sondern man repariert sie. Das
gilt für ein Land ganz genauso. Ist was schief oder sehr schief gelaufen, dann fragt man sich warum und
wieso und versucht die Fehler in Zukunft zu vermeiden. Das ist die normalste Sache der Welt und zeugt
von der Größe eine Volkes. Ein Volk das sich immer nur selbst bestätigt wie toll es doch ist, ist letztlich
nicht besonders groß sondern ganz besonders klein. So heißt es schon in der Schrift: „Erste werden letzte
sein und Letzte erste“. Vielleicht beherzigen Sie das mal?
#134 Schopenhauer 01:07:34 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Leblhuber Morgen mehr? Das haben Sie gestern schon gesagt und dann bis zwei Uhr morgens weiter gepostet.
Was die Kopfsteuer war weiß ich wohl. Trotzdem gibt es im Christentum kein Äquivalent zu einen Satz
wie „Ihr habt eure Religion und ich habe meine und Gott allein ist der Richter!“. Mir geht es auch nicht
darum hier den Islam oder gar seine extremistische Auslegung zu rechtfertigen. Ich wehre mich nur gegen
eine Verteufelung ganzer Länder. In Ägypten (das ich nun einigermaßen kenne) leben die meisten Menschen
in Verhältnissen die Sie sich nicht vorstellen können. Dann kommen ein paar dekadente Deppen von Jyllands
Posten und meinen sie müßten die Toleranz von Leuten testen, deren einziger Besitz auf der Welt tatsächlich
nur ihr Glaube an Gott ist. Dieser „Kampf“ der da von einigen so zynisch ausgelobt wird ist ein höchst
ungleicher: hier die Superreichen, da die Entwicklungsländer. Sowas ist Volksverdummung und Volksverhetzung.
zum Iran: Ich bin kein Fan des Iran. Trotzdem ist es lächerlich wenn in den Medien fleißig der Iran
kritisiert wird, Saudi Arabien aber nicht. Saudi Arabien ist hundertmal rückwärtsgewander und der dortige
Islam hundertmal intoleranter als die Shia in Iran. Saudi Arabien aber liefert fleißig Öl und was will
der Westen mehr? Vieles müßte in Iran verändert werden, das ist richtig. Aber ganz zu Anfang sahen
tatsächlich eine Menge islamischer Intellektueller in der islam. Republik einen Weg Ost und West zusammenzubringen.
#179 Schopenhauer 00:34:27 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Stephanus „Wer seine Kinder liebt der züchtigt sie“ heißt ein Sprichwort. Soll heißen: Wer sein Land
liebt der äußert Kritik. Hirnlose Selbstbeweihräucherung nützt niemandem. Selbsthaß auch nicht. Geschichtsklitterung
schon gar nicht. Einen Dr. Heger kann Dtl. nicht brauchen!
#132 Schopenhauer 23:35:47 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Leblhuber Die arabischen Länder sind aber genauso islamisch wie Dtl. christlich ist. In Dtl. herrscht
keine Religionsfreiheit aufgrund des Christentums sonderns aufgrund der Emazipation von ebendemselben.
Das Christentum kennt überhaupt keine Toleranz gegenüber Andersgläubigen („wer nicht für mich ist,
ist gegen mich…“). Verträge mit Andersgläubigen (bspw. Juden) werden Sie in der europäischen Geschichte
wohl vergeblich suchen. Das heutige Europa hat mit alter hellenischer Philosophie mehr gemein als mit
der Kirche. Auf dieser Grundlage hat es einen beispiellosen Höhenflug hingelegt. Glauben Sie etwa ernsthaft
das würde in anderen Ländern nicht zur Kenntnis genommen? Dort sitzen auch intelligente Menschen die
sich fragen was anders laufen muß um einen identischen Erfolg zu haben. Die Antworten sehen Sie in der
Türkei die kritiklos alles aus dem Westen übernommen hat (Kleidung, Latein, Kalender…), in Ländern
die sich abschotten (Taliban) oder im Iran wo versucht wird eine Mischform aus Demokratie und Religion
zu fahren. Letztlich leben wir alle auf einer Welt und Monster gibt es nicht. Weder ist alles im Judentum
gut, noch alles im Islam böse. Heute kämpfen Christen und Juden gemeinsam für Israel, gestern kämpften
Juden und Moslems gemeinsam gegen die Kreuzfahrer.
#364 Schopenhauer 22:51:42 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Pünktchen Dabei schließt Bezogenheit eine eigene Substanz ja nicht aus, im Gegenteil: als Beziehungsgröße
kommt nur ein Partner mit Selbstand in Betracht. Ach was? Und wo kommt der auf einmal her? Wo nimmt denn
der Partner seinen Selbstand her? Doch wohl aus seiner Vergangenheit, also von vor Masada, Bar Kochba
und der Tempelzerstörung. Grade noch haben Sie geleugnet, daß hier überhaupt eine Verbindung besteht.
Abgesehen davon hat ab dem 7. Jahrhundert ein wesentlicher Teil des jüd. Volkes unter islamischer Herrschaft
gelebt. Der große Maimonides bspw. hat eine Liste mit Ratschlägen zum Umgang mit Andersgläubigen geschrieben.
Um die 80 Prozent davon befassen sich mit dem Islam, nur 20 Prozent mit Christen. Durchweg kann man bei
Maimonides der bis heute als einer der einflussreichsten Denker des Judentums gilt und nach der Einnahme
des maurischen Spanien nach Alexandria flüchtete einen weit größeren Einfluß des Islam und besonders
islamischer Denker finden als christlicher Denker. Schon allein deshalb weil er während der Blütezeit
des Islam lebte und die islamisch-arabische Kultur damals dem christlichen Europa nach der Zerstörung
des röm. Reichs und der Völkerwanderung unendlich überlegen war.
#130 Schopenhauer 22:25:54 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Heger Letzlich geht es um das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Volkes. Dieses Recht besitzt auch das
jüdische Volk. Natürlich auch das palästinensische Volk. Es ist nur immer lustig wenn die die das Selbstbestimmungsrecht
ihres eigenen Volkes nie in Frage stellen würden, das bei Israel ganz selbstverständlich tun. Im Zuge
der Nationalstaatsbildung wurden Unmengen von Kriegen geführt und Verbrechen begangen. Würde man es
mit der Moral ernstnehmen müßte man praktisch sämtliche europäische Nationalstaaten auflösen. Komischerweise
wollen die antijüdischen Obermoralisten aber immer nur Israel auflösen weil im Zuge dessen Gründung
unabweisbar ebenfalls Verbrechen verübt wurden. Wie viele Kriege wurden noch gleich geführt um Dtl.
zu einen? Wie viele Hunderttausend Zivilisten sind noch gleich bei der Belagerung von Paris 1871 verhungert?
daß die Anfänge einigermaßen im Dunkeln liegen. Seit wann fanden denn die Revolutionen bei Nacht statt?
Die Deutschen wollten einen Nationalstaat, die Italiener wollten einen, die Amerikaner wollten unabhängig
sein, die Ungarn die Habsburger-Monarchie auflösen und die Juden wollten Israel. Wo liegt da was im Dunkeln?
Aber wieso „Korrektiv des Islam“? Weil bspw. die Eroberungszüge der Kalifen nach den vier sog. rechtgeleiteten
von manchen aufklärerisch orientierten Schriftstellern und Journalisten (aber auch von den Shiiten generell)
als mit der Absicht Mohammeds nicht vereinbar erklärt wird. Usw. Es gibt viele Beispiele.
#361 Schopenhauer 22:05:22 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Pünktchen Sie sagten das Judentum sei „ganz und gar (wenn auch negativ)“ auf das Christentum bezogen.
An verschiedenen anderen Stellen leugneten Sie dann die Kontinuität des Judentums. Es ist nicht meine
Schuld wenn Sie geistig nicht flexibel genug sind um zu begreifen, daß Sie damit 1.) dem Judentum jeden
positiven Kern rauben und damit typische antijüdische Klischees bedienen (gehäßige, böse Juden, grundlose
Christenfeinde…) und 2.) mit Hilfe der Geschichtswissenschaft qualitative Wertungen vornehmen wollen.
Historiker sind nur in der Lage festzustellen, daß es eine Religionsgemeinschaft namens Judentum seit
über 2500 Jahren gibt. Ob die nun nach Meinung der Christen oder Moslems heilsgeschichtlich nicht mehr
aktuell ist, ist deren Privatmeinung und hat für Historiker keine Bedeutung. Ihre verlinkten Quellen
sind weit davon entfernt zu behaupten, daß Judentum sei nur eine Reaktion auf das Christentum. Vielmehr
stellen Sie im Geist eines zukünftigen Dialogs zwischen beiden Religionen auch Einflüsse der Christen
auf die Juden fest. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist geradezu lächerlich wie Sie hier den gläubigen
orthodoxen Juden Wolfsohn, einen politisch konservativ eingestellen Pro-Zionisten, zum speichelleckenden
Alibi Juden der Antijudaisten stilisieren wollen! Abgesehen davon ist Ihre Paranoia bezüglich Accounts
wirklich nervig und Ihre Ausführungen bzgl. „Nazi-Keule“ sollten Sie gelegentlich mal Ihren Abtreibungsdiskussionen
berücksichtigen!
#300 Schopenhauer 00:13:21 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Leblhuber Trotzdem sollte man in Israel endlich mal die Zivilehe einführen! Es geht auch einfach darum,
daß die Orthodoxie auf diese Weise ihre dominante Stellung ausbauen will. Gerade im Hinblick auf andere
Strömungen (bspw. reformiertes Judentum) ist dies im Prinzip inakzeptabel. Auf subtile Weise versucht
die Orthodoxie hier ihre Auffassung von Rechtgläubigkeit durchzudrücken. Wer hat schon Lust zum Heiraten
nach Zypern zu fliegen?
#126 Schopenhauer 00:05:06 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Rudolfus Ich wollte damit auch nur deutlich machen, daß es eine längst überholte Auffassung ist die
Geschichte eines Volkes als notwendig zum Nationalstaat hinführend zu interpretieren. Der Nationalstaat
ist vielmehr eine neue Idee die ca. ab der Französischen Revolution eine ungeheure Anziehungskraft ausgeübt
hat und bis heute ausübt. Überspitzt kann man sagen: Der Nationalstaat macht sich sein Volk selbst.
Ob die heutigen Deutschen also von den Germanen abstammen oder nicht oder ob die Juden von Abraham oder
irgendwelchen Chasaren abstammen oder nicht, ist völlig zweitrangig. Der Nationalstaat ist sowieso eine
neue Idee und hat weder mit Abraham noch den Germanen irgendwas zu tun.
@ Heger und Leblhuber @ Heger Was Sie schreiben ist nun wirklich logischer Bullshit. Israel wurde nicht
wegen Abraham oder seiner Nachfahren gegründet, genauso wenig wie August Bebel Unrecht hätte wenn Kain
nicht Abel erschlagen hätte. Israel wurde gegründet weil der Wunsch nach einem Nationalstaat vor hundert
und zweihundert Jahren in der Luft lag und auch die Juden erfasste. Deutschland wird auch nicht aufgelöst
obwohl heute jeder Depp weiß daß die heutigen Deutschen eher weniger von den Germanen abstammen. @ Leblhuber
Die europäische Aufklärung ist das Resultat einer spezifischen historischen Entwicklung. Was dann wohl
bedeutet, daß ihre Ergebnisse auch nur ein Europa Gültigkeit beanspruchen dürfen oder wie? Als man
bemerkte, daß die Erde eine Kugel war erschütterte dies das Selbstverständnis Europas enorm. Was gibt
Ihnen Grund zu der Annahme daß solche Erschütterungen in anderen Kulturkreisen ausgeblieben sind? Die
Aufklärung basiert auf hellenistischer Philosophie und Denkweise weit mehr als auf einem kath. Gedankengefängnis.
Die alten Philosophen aber übten starke Einflüsse auch auf islamische Denker aus. Dem Islam mangelt
es an diesem Korrektiv. Der Koran rechtfertigt den Kampf nicht nur… Das Korrektiv des Islam ist im allgemeinen
die Lebzeit Mohammeds. Der Islam interessiert mich auch weniger. Was mich mehr interessiert sind die Menschen
in den Entwicklungsländern die unter pauschalen Äußerungen wie die von Ihnen zu leiden haben. Sie argumentieren
doch nur den Fanatikern in die Hände.
@ Sauerkraut und Leblhuber während andere jedesmal auf 1500 Zeichen pro Kommentar beschränkt auf den
Kommentar eines weiteren Lesers warten müssen! Wer hindert Sie denn daran sich auf Kotz und Kot.net auch
einen Zweitaccount zuzulegen? Das Judentum nach 70 ist, mit dem Zentrum der Thora und ihrer fortschreitenden
Auslegung, kein anderes, als das nach 70, wenn man den Tempelkult weglässt. Also diese Theorie dürfte
genauso wenig haltbar sein. Erstens mal ist es im Sinne eines Dialogs mit dem Judentum keine kluge Ausgangsposition
weil sie (in theologisch/religiöser Hinsicht) nur der einen Seite Forderungen auflastet (dem Christentum),
während die andere Seite ins Quasi-Unangreifbare (die mythischen biblischen Zeiten) gehievt wird. Zum
anderen weil niemand (und auch die Juden nicht) allein auf der Welt leben. Allein der gesunde Menschenverstand
sagt einem bereits, daß alles mit allem verwoben ist. Wollen Sie bspw. die Kath. Kirche verstehen müssen
Sie sich seit Luther jedes Wort des Papstes und jeden Satz auf einem Konzil implizit als auf den Protestantismus
bezogen denken. So albern es nun wäre daraus abzuleiten die Kirche sei nach Luther nur noch eine leere
antilutherische Hülse, so falsch wäre es auch zu sagen Luther hätte überhaupt keine Einfluß gehabt.
Das Reform Konzil von Trient und die damit einhergehende „Säuberung“ der Kirche wäre ohne Luther kaum
denkbar gewesen. Sicherlich gab es auch Einflüsse des Christentums oder des Islam auf das Judentum. Warum
denn auch nicht?
@ Pünktchen Von „bösen Absichten“ war nun wirklich keine Rede! Das Problematische Ihrer These ist nicht,
daß Sie behaupten es hätte christliche Einflüsse auf das Judentum gegeben. Das Problematische ist vielmehr,
daß Sie behaupten das Judentum sei überhaupt nur eine Reaktion auf das Christentum. Dies leugnet implizit
jeden positiven Wahrheitskern in ebendemselben. Das bedeutet das Judentum sei eine grundlose (weil eben
ohne positiven Gegentwurf) Antwort auf das Christentum. Wenn nun aber etwas grundlos (ohne sachlichen
Grund/Kern) zurückgewiesen wird,dann passiert dies wohl nur durch negative Eigenschaften der beteiligten
Personen. Man muß schon sehr gehässig, bösartig usw. sein um eine Wahrheit nur deshalb zu bestreiten,
damit man sie eben bestreitet. Genau dies behaupten Sie! Belege dafür haben Sie keine. So konnten Sie
nicht angeben mit welchen Methoden die Wissenschaft den Wahrheitsgehalt einer Religion mißt um angeben
zu können sie sei bis zu Jahr X wahr, danach aber falsch gewesen. Vielmehr bestritten Sie, daß die Wissenschaft
dazu überhaupt in der Lage sei. Was denn nun? Sie präsentieren doch ständig Jahreszahlen und Kalenderdaten
um uns weiszumachen bis zum Jahr X sei es so, danach aber ganz anders gewesen. Wären Sie intellektuell
redlich müßten Sie eingestehen, daß es nur Ihr persönlicher Fanatismus ist den Sie nun offenbar noch
als „Dialog“ beschönigen wollen. Sie unterstellen hier den Gläubigen einer Weltreligion implizit die
schlimmsten Eigenschaften und nennen das „Dialog“.
@ Pünktchen Lassen Sie uns doch bitte teilhaben an Ihrem Wissen. Mit welchen Methoden stellt denn die
Geschichtswissenschaft fest, daß eine Religion bis zum Jahr X eine Religion mit einem Wahrheitsgehalt
war, nach dem Jahr X dann aber keinen mehr besessen hat? Überhaupt: war das Judentum nun also plötzlich
bis 600 n. Chr. ein „besseres“ Christentum als nachher? Wie stellt die Wissenschaft so etwas fest? Ob
das Judentum bei allen ablehnenden Poitionen gegen die Übermacht des Christentums einen poitiven Kern
bewahrt hat und damit dann eine überzeitliche Verbindung aufrecht hält zu biblischen Zeiten, daß ist
die individuelle Gewissensentscheidung eines jedes Menschen. Oder wollen Sie wissenschaftlich ermitteln
lassen ob es dem Konzil von Trient gelungen ist originär kath. Positionen gegen die lutherische Herausforderung
zu bewahren? Auch das ist eine private Glaubensentscheidung. Die Wissenschaft kann nur schildern wie es
war, nicht warum! Denken Sie an die Evolutionstheorie! Die Kirche verbittet sich auch die Auffassung manscher
Wissenschaftler, die meinen ihre Theorie erkläre nicht nur wie sondern auch warum!
@ Pünktchen Der von Ihnen verlinkte Text zu Matthias Morgenstern ist absolut lesenswert und auch zutreffend.
Inwiefern Morgenstern allerdings Ihre antijudaistischen Ansichten hier stützt,kann ich nicht erkennen.
Schon ganz zu Anfang stellt Morgenstern fest (und dies Absicht dürfte auch Wolfsohns Vortrag zugrunde
liegen!), daß ein interreligiöser Dialog zwischen Judentum und Christentum nicht stattfinden kann wenn
man nur vom Christentum als einseitig jüdisch inspiriert spricht. Zu diesem Zweck(dem Zweck des Dialogs!)
findet er es hilfreich auch auf umgekehrte christliche Einflüsse einzugehen. Wörtlich heißt es in dem
Text „auch“ und nicht etwa (wie Sie lesen) „nur“. Ihre Ausführungen legen in ihren antijudaistischen
Grundtendenzen auch nahe, das Judentum habe praktisch aktiv in freier Entscheidung und aus böser Absicht
Gegenpositionen bezogen. In Morgensterns Aufsatz hingegen wird deutlich, daß das Judentum erst dann reagierte
als es nicht mehr anders ging. Es reagierte also gezwungenermaßen und meistens passiv abwehrend gegen
eine als (Zitat:) „feindliche“ Umwelt. Es sind Ihre persönlichen schlechten Eigenschaften die Sie aber
zu Ihrem größten Fehlschluß führen. Dem nämlich mit wissenschaftlichen Methoden feststellen zu wollen
ob eine andere Religion einen wahren positiven Kern enthält. Gerade das aber ist die individuelle Entscheidung
eines jeden Gläubigen und der Respekt anderen Religonen gegenüber gebietet es diese anzuerkennen. Es
ist nicht Ihre Aufgabe andere Religionen zu bewerten
@ Leblhuber Sosehr ich Ihre Ausführungen zum Thema Christentum-Judentum auch schätze, sowenig kann ich
Ihre Meinung zum Islam gutheißen. Erstens sind Ihre Zitate wesentlich aus dem Zusammenhang gerissen.
Zweitens dauerte es bspw. in Ägypten mehr als 400 Jahre seit der islamischen Eroberung bis dort mehr
Muslime lebten als Christen (auch heute noch sind über 10 % der ägyptischen Bevölkerung christlich,
wie viel Prozent sind es bspw. in Spanien?). Drittens und das ist das entscheidende Argument legen Ihre
Ausführungen nahe, daß die Bewegung der Aufklärung eine ausschließlich auf den christlichen Raum beschränkte
Bewegung sei. Selbstverständlich ist das völlig absurd! Die Aufklärung legt eine Priorität auf die
allumdassende Gewalt der Vernunft! Und vernünftig sind wohl alle Menschen! Selbstverständlich wird es
erstmal zu Grabenkämpfen innerhalb des Islam kommen. In diesen Kämpfen aber ist es die Pflicht eines
aufgeklärten Europäers die richtige Seite zu unterstützen! Keinesfalls aber ist es im Sinne der Aufklärung
die Allgewalt der Vernunft als ein Phänomen der Christen hinzustellen. Eben das ist die Argumentation
von Pünktchen, der die Errungenschaften der Aufklärung als typisches Ergebnis des Christentums zu verkaufen
versucht. Das ist natürlich Unsinn! Wenn die Menschen vernünftig sind (und das ist die These der Aufklärung!),
dann sind alle Menschen vernünftig, unabhängig von ihrer Religion! Wie lange mußte die Vernunft gegen
die Kirche streiten bis sie endlich Recht bekam?
#188 Schopenhauer 02:10:35 | Freitag, 1. Juni 2007
@ Pünktchen Nach der nationalen Katastrophe des jüdischen Aufstands gegen die römische Herrschaft und
des darauf folgenden Exils war eine „Neugründung“ des Judentums notwendig. Es ist einzig und allein den
im NT so überaus negativ dargestellten Pharisäern zu verdanken,daß es heute noch so etwas gibt wie
ein Judentum. Bei den Pharisäern handelte es sich um eine Reformbewegung innerhalb des Judentums die
nie wirklich zur Macht gekommen war.Erst nach der Katastrophe von Masada erhielten die Pharisäer die
unerwartete Gelegenheit ihre Reformvorstellungen zu verwirklichen. So gesehen verdankt das heutige Judentum
in seiner Gestalt sich wesentlich dem Wunsch das Judentum vor Masada in die Zeit nach der Vertreibung
zu retten. Dazu kommen die Reformwünsche der Pharisäer. Beides zusammen ergibt das sog. talmudische
Judentum. Zweifellos sah sich dieses Judentum im Laufe der Jahrhunderte zahlreichen Herausforderungen
gegenüber. Sei dies das Heidentum des römischen Reiches, das Christentum mit seinem Wahn des Gottesmordes
oder dann dem Islam. Auf all diese Herausforerungen hat das Judentum reagiert. So findet man bei den sog.
sephardischen Juden Eigenheiten die nur mit einer Opposition gegen den herrschenden Islam zu erklären
sind. Auch innerhalb des Christentums gab es verschiedentlich klare Absetzungsbewegungen. Bspw. das Konzil
von Trient das die Kath. Konfession von der Evangel. abzugrenzen sucht. Warum nun das Judentum „negativ“
auf das Christentum bezogen sein soll, konnten Sie nicht erläutern
#166 Schopenhauer 15:49:56 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ Pünktchen Sie schrieben das Judentum sei „ganz und gar(wenn auch negativ)auf das Christentum bezogen“.
Wenn etwas ganz und gar negativ auf etwas anderes bezogen ist,dann ist es wohl mit anderen Worten die
Antithese desselben. Aus der von Ihnen zitierten Wolfsohn-Stelle geht nirgends hervor,daß das Talmud
Judentum überhaupt irgendwie auf das Christentum(geschweige denn negativ) bezogen sei. Sie konstruieren
sich einen subjektiven geschichtlichen Ablauf und sind auf Nachfrage nicht fähig objektive Beweise für
Ihre Thesen anzubringen. Beantworten Sie bitte mal folgende Frage: Warum mußte sich das Judentum in einem
durchaus bewundernswerten Akt der Quasi-Neugründung neu konstituieren? Aufgrund der Niederlage des jüdischen
Aufstands gegen die römische Besatzungsmacht und die anschließende Vertreibung der gesamten jüdischen
Bevölkerung, der Namensänderung des Landes von Israel in Palästina und dem Verbot (übrigens durch
die römischen Kaiser nach ihrem Übertritt zum Christentum verlängert und erst von den Moslems abgeschafft)
Jerusalem zu betreten? Oder etwa aufgrund der Konkurrenz des Christentums das die jüdischen Eliten argumentativ
in eine solche Bedrängnis brachte, daß diese gar nicht anders konnten als sich als Anti-Christentum
neu zu gründen? Wie viele schlechte Eigenschaften muß man Menschen andichten um es logisch erscheinen
zu lassen, daß diese aus reiner Böswilligkeit (denn was ist es sonst?) die eigentlich erkannte Wahrheit
ablehnen und stattdessen eine Gegen-Wahrheit gründen?
#155 Schopenhauer 00:28:14 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ Pünktchen Sie äußerten am 30. Mai 2007 um 9:49 Uhr: „Es ist jedenfalls eine Tatsache, daß vermehrt
nicht nur das Jüdische des Christentums wahrgenommen wird, sondern – durchaus von Juden! – auch das verborgen
(Anti-)Christliche des Judentums. Auch eine negative Relation bleibt ja eine Relation!“ Wo ist hier etwas
verfälscht? Wo sind endlich Ihre Belege? Ich warte…
#128 Schopenhauer 00:25:01 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ Pünktchen Von Menschenrechten war da noch gar keine Rede! So? Ist es also nicht die sittliche Vernunft
die mich Ihrer Meinung nach zwingt mein Gegenüber als Subjekt wahrzunehmen? (Es sei denn natürlich es
handelt sich bei dem Gegenüber um DDL, dann darf man fleißig Rufmord betreiben!). Ist das nicht Ihrer
Ansicht nach die Grundlage der Menschenrechte? die Freiheit im Verhältnis zu einer erkannten religiösen
Wahrheit bestünde in einer Verweigerung ihr gegenüber! Wofür taugt dann also das Recht auf Religionsfreiheit?
Doch wohl nur dazu sich gegen die Kirche zu stellen und also (Ihrer Meinung nach!) zu sündigen! Daraus
folgen die von mir satirisch wiedergegebenen Schlußfolgerungen. Ein Ungeborener hat Rechte, ein Lebender
muß als Subjekt behandelt werden, ein Totet aber hat weder Rechte noch muß er als Subjekt geachtet werden.
Statt dessen darf er fleißig gequält werden nur weil er das in Anspruch genommen hat wozu die sittliche
Vernunft einen angeblich zwingt. Wenn man stirbt, hört man auf ein Mensch zu sein! So? Dann sind die
Menschenrechte also doch biologistisch begründet? Mensch wird man mit der Zeugung, nicht erst mit der
Geburt. Habe ich das bestritten? Ich sagte „ein Mensch der noch nicht geboren wurde“. Beide haben Wahrheit
und Recht gebeugt Falsch! Sie haben Wahrheit und Recht jeweils links- bzw. rechtshegelianisch definiert
und es dann entsprechend angewandt. Wahrheit und Recht sind eben nicht absolut sondern hängen mit dem
vertretenen Weltbild zusammen.
#153 Schopenhauer 00:09:59 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ Pünktchen Zitat: „…auch das verborgen (Anti-)Christliche des Judentums.“ und: „…und ist als jüngere
Schwester des Christentums ganz und gar (wenn auch: negativ) auf dieses bezogen!“ Sehr wohl sprechen Sie
also vom „ganz und gar (Anti-)christlichem“ des Judentums. Das bedeutet in Konsequenz daß das Judentum
aus nichts anderem besteht als aus einem „Gegen das Christentum gerichtet“ sein. Und das möchten Sie
doch bitte belegen! Gern können Sie auch die Stelle in dem Aufsatz des Zionisten Wolfsohn wiedergeben,
an der dieser solches behauptet.
#126 Schopenhauer 23:46:27 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen Die Freiheit besteht in der willentlichen Abwendung von dem, was man als wahr und glaubwürdig
im Innersten erkannt hat. Wo ist der Sinn dieses Satzes? Ein solcher Satz offenbart Ihren ganzen Zynismus.
Also fassen wir zusammen: Ein Mensch der noch nicht geboren wurde besitzt bereits Menschenrechte, der
Mensch der geboren ist nimmt diese Menschenrechte in Anspruch. Einige davon garantieren bspw. Meinungsfreiheit
oder Religionsfreiheit. Daß das so richtig ist, soll laut Pünktchen jeder Mensch mit Hilfe von Moral
und Ethik einsehen können. Gleichzeitig kann man aber laut Pünktchen diese Rechte wohl nur in Anspruch
nehmen um zu sündigen, also sich von dem „was man als wahr und glaubwürdig im Innersten erkannt hat“
abzuwenden. Also scheint es daß hier ein Recht auf Sünde besteht. Stirbt man nun verliert man erstens
auf eine ominöse Weise all die Rechte die man seltsamerweise vor der Geburt schon besessen hatte und
wird anschließend noch in die Hölle gesteckt weil man Rechte in Anspruch genommen hat, deren Wahrheit
angeblich von der Moral verbürgt ist. Wer soll das verstehen? einer objektiven, sie normierenden Wahrheit
ihrem ideologischen und politischen Machtanspruch unterworfen Quatsch mit Soße. Beide glaubten in Besitz
einer Wahrheit zu sein und haben diese Schritt für Schritt konsequent verwirklicht.
#150 Schopenhauer 23:41:55 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen In dem Aufsatz von Wolfsohn ist nicht die Rede von einem Antichristentum. Daß das Judentum
sich von Christentum abzusetzen versucht hat (genauso wie umgekehrt) bestreitet niemand. Sie haben aber
die These in die Welt gesetzt, daß Judentum sei nichts anderes als ein Antichristentum. Wo sind bitte
Ihre Beweise? Zitate?
#122 Schopenhauer 22:35:51 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß im Gericht eine Art katechetisches Fragespiel durchgeführt
wird! Das heißt man muß nicht Katholik sein um in den Himmel zu kommen? Man muß vielmehr glauben, was
sich sich einem als glaubwürdig oder innerlich verpflichtend zeigt Wenn man glauben muß und nicht etwa
kann, wo ist dann die Freiheit? Wieso sollte man für etwas in der Hölle schmoren worauf man keinen Einfluss
hatte? Und ob Alice Schwarzer oder Stalin wirklich der Wahrheit vor einem mutwilligem und selbstsüchtigen
Für-wahr-gelten-sollen… Warum führen Sie hier plötzlich eine Wertung ein? Was für Hinweise haben
Sie, daß Hitler oder Stalin selbstsüchtig oder mutwillig handelten? Erst tun Sie sehr objektiv und sprechen
vom Zwang den die Vernunft selbst ausübt, dann aber wollen Sie mit einer Wertung das Ergebnis einer Überlegung
vorweg nehmen indem sie andere Ergebnisse als mutwillig oder selbstsüchtig abqualifizieren. Ich glaube
nicht, daß das den Erfordernissen einer sachlichen Argumentation entspricht. Der Universalitätsanspruch
der Vernunft/Ethik steht nicht im Widerspruch zur universellen Wahrheit, die die Kirche verkündet. Wenn
die Erde eine Kugel ist, dann ist das eine universell gültige Wahrheit die von jedem weltweit eingesehen
werden kann. Das Maria leiblich in den Himmel aufgefahren ist oder die Dreifaltigkeit doch nur einen Gott
postuliert ist dagegen keine universell gültige Wahrheit in dem Sinn als daß sie von jedem ohne weiteres
begriffen werden könnte.
#145 Schopenhauer 22:13:11 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen Bitte bringen Sie doch endlich die geforderten Nachweise, daß das neuere Judentum ausschließlich
als Antichristentum definiert ist! Dies würde immerhin voraussetzen daß sich der Talmud (immerhin ein
Werk von mehreren zehntausend Seiten) sich ausschließlich mit der Widerlegung des Christentums beschäftigt.
Sicher fällt es Ihnen angesichts eines so umfangreichen Werkes wie dem Talmud leicht entsprechende Zitate
beizubringen. Wenn Sie allerdings erst mal hilfesuchend bei Leblhuber nachfragen müssen und diesen auffordern
müssen verleumderische Talmud Zitate aus rechtsextremen Quellen richtig zu stellen, dann stellt sich
die Frage wie kompetent Sie überhaupt in Sachen Talmud sind. Denn anscheinend wissen Sie zwar nicht was
da drin steht (sonst müssten Sie nicht Leblhuber fragen) fühlen sich aber kompetent genug um zu konstantieren
daß es sich beim Judentum nur um ein Antichristentum handeln könne. Wo bitte sehr sind Ihre Beweise?
Machthaber des Landes sich …delegitimieren. Die Machthaber sind eine demokratisch gewählte Regierung
und wenn diese das Land gegen blutrünstige Terroranschläge verteidigt, dann kann das die Regierung nicht
delegitimieren. Höchstens dann wenn die Anschläge von ihr selbst inszeniert wären. Wäre es anders
wäre der Staat erpressbar und Verbrechern hilflos ausgeliefert weil jede entschiedene Verteidigung der
Ordnung als „Delegitimation“ aufgefasst würde: Ein Staat dessen Polizisten Bankräuber erschießen um
Geiseln zu retten wäre bereits „delegitimiert“.
#64 Schopenhauer 16:51:02 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen Das Gewissen folgt nicht willkürlichem Für-Wahr-Halten, sondern dem, was es als wahr erkennt.
Nur ist das eben ziemlich subjektiv. Sie können wohl davon ausgehen, daß Alice Schwarzer genau das propagiert
was sie als richtig erkannt hat und nicht nur das, was sie dafür hält. Genau so wie ein Hitler oder
ein Stalin nur das durchgeführt haben was sie als richtig erkannten. Die Frage die sich trotzdem stellt
ist aber vielmehr: wenn ein Moslem gerettet werden kann obwohl er Moslem war, für was genau benötigt
man dann noch den Glauben? Hier wird schließlich eindeutig die Priorität auf die Ethik gelegt. Das heißt
ein Mensch der sich ethisch gut verhält kann glauben was er will. Lange war es gerade Christen unbegreiflich
warum Gesetzesreligionen wie Judentum oder Islam behaupten, die Verrichtung bestimmter Handlungen sei
unbedingte Vorausssetzung zur Rettung der Seele. Heutzutage ist es den meisten Menschen genauso unbegreiflich
warum dafür der rechte Glaube notwendig sein sollte. Das ist durchaus eine leicht nachvollziehbare Haltung.
Zwar kann man mit seiner Vernunft nicht nachvollziehen warum ein Tier unbedingt ausbluten muß bei der
Schlachtung, genauso wenig aber kann man begreifen warum man unbedingt daran glauben können muß, daß
Jesus wahrer Gott und Mensch war. Der angebliche Universalitätsanspruch der Kirche hat eben gerade hier
ihre Grenze. Universell ist nur die Vernunft und damit durchaus die Ethik. Diese Haltung ist aber typisch
für die Aufklärung, nicht für die Kirche.
#124 Schopenhauer 15:59:51 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen Aber alles, was an diesem Judentum noch jüdisch ist, definiert sich aus der Ablehnung des
messianischen Anspruches Jesu. Wenn Sie das doch bitte mal belegen könnten! Bringen Sie doch bitte entsprechende
Stellen aus dem Talmud herbei, sodass sich jeder selbst ein Bild über den Wahrheitsgehalt dieser Aussage
machen kann! als alle seine winkeladvokatorischen Bemühungen um „Gerechtigkeit“ in der Israel-Palästina-Debatte.
Sie äußerten gelegentlich mal ein Land wie Israel daß teilweise Folterähnliche Methoden anwendet um
Anschläge zu verhindern sei „delegitimiert“. Erläutern Sie bitte mal warum ein Land wie Deutschland,
das zwei Weltkriege mit 18 bzw. 55 Mio. Toten, 6 Mio. vergasten Juden und noch etlichen Hundertttausend
aus anderen Gründen vernichteten Menschen auf dem Gewissen hat nach Meinung der Alliierten nicht delegitimiert
war? Könnten Sie bitte mal erläutern was für ein „delegitimiertes“ Land folgt!? Die Sklaverei? Das
Exil? Oder was? Wie kann ein Land überhaupt delegitimiert sein?