Schopenhauer
Erstellt: 15:44:42 | Mittwoch, 30. Mai 2007
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139 Lesermeinungen
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Zuwenig Relativismus
#73   Schopenhauer   17:49:42 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Rudolfus
und darum Preußen auch nach der Kapitulation fast völlig vernichtet hat, so wie dies in Europa noch nie geschehen ist
Preußen wurde den Nazis vernichtet. Kurz vor der Machtergreifung wurde die letzte wirkliche Bastion der Weimarer Republik geschleift. Nämlich die von Otto Braun geführte SPD Regierung in Preußen. Das war das de facto Ende Preußens und der Weimarer Republik. Daß Preußen dann noch ein bißchen gnadenhalber weiterleben durfte bis ‘45 hat keine wirkliche Bedeutung mehr.
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#66   Schopenhauer   22:49:07 | Dienstag, 17. Juli 2007
@ Rudolfus
Die USA definieren sich nicht als protestantisches Land, sondern als ein Land der persönlichen Religionsfreiheit und der Konfessionslosigkeit des Staates.
Sicher. Auf der Ebene von Gesetzestexten und Verfahrensweisen. Aber die protestantische Religion und die mit ihr verbundene Kultur (insb. eben die Tatsache daß viele Protestanten aus papistischen Ländern aufgrund ihres Glaubens vertrieben wurden) hat die USA ohne Zweifel tief geprägt.
Die Katholiken sind in den USA zudem die zahlenmäßig größte Religionsorganisation.
Ein Grund warum Ökumene in den USA eine geringere Bedeutung hat als in Dtl liegt schon darin, daß es in den USA keine „Evangelische Kirche“ gibt. Der evangelische Bereich ist in tausenderlei Gruppierungen zersplittert. Es stehen sich also nicht wie in Dtl. zwei große Konfessionen gegenüber sondern viele kleine. Eine davon ist die Kath. Kirche. Kulturell prägen konnte sie die USA aber mit Sicherheit nicht.
Das Bismarck’sche Preußen und dessen Deutsches Reich ist auch schon Geschichte.
Der von Bismarck gegründete Nationalstaat existiert selbstverständlich noch heute.
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#64   Schopenhauer   22:21:58 | Dienstag, 17. Juli 2007
@ Vorposter
2/3 der deutschen Reichsbürger sollen evangelisch gewesen sein – das kommt mir etwas übertrieben vor.
In Kaiserreich lebten – wenn ich mich recht entsinne – grob geschätzt um die 30 Mio. Evangelische, ca. 17 Mio. Katholiken und ungefähr eine halbe Million Juden.
Wäre der Anteil der Katholiken größer gewesen, wäre Bismarcks Kulturkampf auch kaum möglich gewesen.
Der Ökumenismus in den USA und in Deutschland
Die USA definieren sich ja geradezu als Land der Protestanten. Schon mal was von WASP gehört? White Anglo-Saxon Protestants? Sowas wie die Leitkultur in den USA. Was die unterschiedlichsten Gruppierungen in den USA zusammen schweißt ist das Bewußtsein aus dem papistischen Europa mehr oder minder gewalttätig vertrieben worden zu sein.
Was soll das Ziel eines Dialoges sein? Der Kompromiß?
Ich bin kein Christ. Worüber sie reden ist mir egal, Hauptsache diese Heinis reden überhaupt miteinander. Die Themen erscheinen mir alle gleichermaßen absurd.
Kriterium wofür?
Tun Sie doch nicht immer so scheinheilig und unwissend. Sie wissen genau, daß Konfession noch vor 50 Jahren wichtig war – von der Jobsuche bis zur Hochzeit.
Behaupten Sie. Beleg?
Dieser Artikel?
der keine Anzeichen in sich trägt, in einen bewaffneten Konflikt umzuschlagen.
Was wir der „Diktatur des Relativismus“ zu verdanken haben. In Deutschland ist heute – zum Glück – eben jede Meinung – und sei es auch die päpstliche – ziemlich relativ. Auch wenn das den alten Säcken im Vatikan nicht passt!
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#51   Schopenhauer   00:41:56 | Montag, 16. Juli 2007
@ Benedikt
Was hat das mit der Ausgangsaussage zu tun? Der Punkt ist, dass die Gesellschaft heute säkularisierter ist. Wegen ökumenischen Verstimmungen prügeln sich heute keine Landsmannschaften mehr.
Das hat alles mit der Ausgangslage zu tun. Denn wenn es nach dem Papst gegangen wäre, dann würde heute noch ein solches Klima herrschen. Mit seinem Geschreibsel versucht er dieses Klima wieder herbeizureden. Und nun erklären Sie mir was Dtl. davon haben soll?
Warum sind Sie enttäuscht, wenn ein bereits bekannter Standpunkt erneut vertreten wird?
Weil ich keine Lust habe als Atheist in einem Land zu leben in dem sich Menschen prügeln oder sich gegenseitig die Kirchen anzünden nur weil der andere eine andere Konfession hat. Wir brauchen hier keinen Irak.
Natürlich hat Deutschalnd eine historische Basis, nur warum beruht diese vor allem auf dem wwilhelminischen Kaiserreich und nicht zB auf der Weimarer Republik?
Hab ich das behauptet? Mir ist die Weimarer Republik lieber als das Kaiserreich. Aber wenn es nach dem Papst ginge dann wäre Konfessionszugehörigkeit wieder ein enorm wichtiges Kriterium. Und das fände ich scheiße!
Und ich Esel dachte, in den letzten Jahren wären soviele ausgetreten
Ich sagte Konfessionslose!
Die Vorfahren der meisten davon waren evangelisch. Im Kaisserreich waren mehr als zwei Drittel der Deutschen evangelisch. Die müssen ja irgendwo hingekommen sein…
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#47   Schopenhauer   00:32:14 | Montag, 16. Juli 2007
@ Pünktchen
Umso erstaunlicher ist es nun, daß man nun – hunderte Jahre später – und im Widerspruch zur eigenen Selbstermächtigung von ehedem, nun wieder bei der katholischen Kirche um „Anerkennung“ buhlt.
Hier buhlt niemand um Anerkennung und auch nicht um „Anerkennung“. Es geht hier darum daß der Papst wie ein Autist die Welt um sich nicht wahrnehmen will.
Das ist mehr als auffällig und spiegelt im übrigen die theologische und kirchliche Krise wider, in der sich die EKD befindet.
Diaolog als Zeichen der Schwäche! Typisch Fanatiker! Das hätte Osama Bin Laden nicht besser formulieren können! Wer reden will ist ein Schwächling!
und entsprechend dem Selbstverständnis der diversen Oraganisationen pauschal von „Kirchen“ spricht, interkonfessionelles Kapital zu schlagen.
Wenn Sie ein bißchen über Ihren eigenen engen Horizont hinausschauen würden, dann würden Sie wissen, daß es in den Evangelischen Kirchen genauso viele Haßprdeiger gibt wie Sie. Es gibt dort genügend Leute die lieber heute als morgen jede Ökumene beerdigen würden. Einschlägige Websites die qualitiativ leicht mit Kotz und Kot Net mithalten können belegen das zu genüge.
Man hat nur die Wahl zwischen Reden oder sich die Köpfe einschlagen.
Ihr H A ß auf alles was Sie nicht verstehen ist allgemein bekannt.
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#43   Schopenhauer   00:13:17 | Montag, 16. Juli 2007
@ Vorposter
Können Sie das auch in Zahlen ausdrücken. Zweimal soviel? Dreimal?
Wenn Sie die ehemals evangelischen Konfessionslosen dazu zählen, dann sind es tatsächlich zweimal so viel.
Wo ist denn diese Basis?
Leben Sie in einem geschichtslosen Land?
Im übrigen richtete sich das Schreiben nicht an die Protestanten.
Etwa an die Marsmenschen?
Sind die Aussagen des Dokuments falsch?
Die Aussagen des Dokuments sind in der Tat entäuschend.
Die 50er sind lange vorbei.
Glauben Sie das war ein Verdienst des Papstes oder des Vatikan?
Nein, das ist mir neu. Meines Wissens nach haben wir in Dtl. fast genau 50:50 Protis und Kathos.
Und noch mal soviel Konfessionslose die zum größten Teil früher evangelisch waren.
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#147   Schopenhauer   22:23:20 | Dienstag, 3. Juli 2007
@ Pünktchen
Wie der Wille sich überhaupt wenden kann, wenn es keinen „Gott“ gibt (Sch. ist Atheist) und der Wille das Weltprinzip selbst ist, bildet bekanntlich eine der unbeantworteten Fragen an Sch
Die Antwort gibt Schopenhauer selbst: der Wille ist frei. Im Unterschied zum Ich das zur Welt der Erscheinung gehört und determiniert ist.
Erlösung besteht daher in einer Befreiung von diesem Willen.
Hab ich das bezweifelt? Ich sagte nur das der Begriff „Nichts“ für Schopenhauer nicht umgangssprachlich „Nichts“ ist. „Nichts“ ist genauso entstanden wie andere abgeleitete Begriffe auch, bspw. Gott. Der Begriff „Gott“ entsteht bspw. wenn man vom Kleinsten anbeginnend immer eins nach oben steigt: Atom, Molekül…Erde, Sonnensystem…Universum. Dann ist Ende. Das Gehirn aber leitet fälschlicherweise aus dieser Reihe ab es handle sich um ein Gesetz und es müße immer so weiter gehen. Es müsse also immer noch etwas größeres geben. Der Begriff „Gott“ ist also die Erfindung des Gehirns mit dessen Hilfe es versucht zwei Probleme zu lösen: Es muß immer etwas größeres geben und es kann nicht ewig so weiter gehen. Deshalb ist „Gott“ beides in einem: Das nächstgrößere und gleichzeitig das allergrößte. Also nur eine Illusion des Gehirns. Das hat Kant hergeleitet und Schopenhauer übernommen. Analog natürlich der Begriff „Nichts“ bei dem es sich immer um das nächst kleinere handelt. Wenn also Sch. sagt die Veneinung des Willens führe ins „Nichts“ dann sollte man das im Hinterkopf haben. „Nichts“ ist nicht nix.
Redaktion benachrichtigen David Berger, ein Fall für den Richter?
#141   Schopenhauer   20:14:01 | Dienstag, 3. Juli 2007
@ Pünktchen
Tut mir leid, daß ich nicht eher Zeit gefunden habe zu antworten. Deshalb weiß ich auch nicht, ob Sie diese Antwort überhaupt noch lesen.
Ihre Interpretation von Schopenhauer ist absolut falsch. Ihrer Ansicht nach ist der Wille das Wahre oder eben Gott. Das ist mit Sicherheit das genaue Gegenteil dessen was Schopenhauer sagen wollte. Wenn Sie mein Zitat von weiter unten nochmal intensiv lesen, dann werden Sie auch erkennen daß die (wörtlich!) „Vereinigung mit Gott“ gerade dadurch stattfindet, daß man den Willen überwindet! Nicht etwa ihn erkennt oder bejaht. Der Wille ist nicht der wahre Grund der Welt. Vielmehr ist diese Welt nur ein Spiegel in dem sich der Wille selbst ansieht. Die Erlösung besteht eben darin den Willen zu überwinden. Wäre der Wille der letzte Urgrund dieser Welt, dann wäre die einzig logische Folgerung daraus in der Tat die Philosophie Nietzsches, also die Vergöttlichung des grausamen, amoralischen, sinnlosen Willens. Schopenhauer tut genau das Gegenteil. Vielleicht sollten Sie ihn einfach mal lesen, anstatt nur so zu tun als ob?!
daß der ethische Imperativ ja gerade daraus entspringt, daß der andere mir als solcher wirklich wird.
Wieso sollte daraus ein ethischer Imperativ entspringen wenn ich erkenne, daß ich nicht allein bin auf der Welt? Nur weil der Fabrikbesitzer weiß daß es auch noch Arbeiter auf der Welt gibt, wird er Ihnen trotzdem keinen fairen Lohn zahlen. Ist die Nächstenliebe Jesu ein ethisches Prinzip? Ich glaube fast nicht.
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#21   Schopenhauer   02:09:47 | Sonntag, 1. Juli 2007
@ Hülli
Was schreibt der Stern denn?
Bitte berichten Sie mir das doch! Ich kaufe den Stern für gewöhnlich nicht und werde das wohl auch diesmal nicht tun.
Eine Frau hat in patriarchalischen Gesellschaften kaum einen Wert an sich oder für sich. Sie hat einen Wert in den Augen der Männer. Und dieser Wert fällt rapide sowie sie keine Jungfrau mehr ist.
Das können Sie in jeder Jugendclique hier in Dtl. beobachten. Dort wird ein Mädchen umworben und begehrt solange sie keinen „ranlässt“. Sobald das aber passiert ist, ist sie „unten durch“.
In konservativen Gesellschaften ist das nicht anders. Vielmehr ist dieses Verhalten dort allgemein anerkannt und wird auch von den Frauen voll akzeptiert.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, daß ein Vater in Iran der seine Tochter auch nur ein bißchen liebt sie solchen Konsequenzen aussetzen wird.
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#19   Schopenhauer   01:26:08 | Sonntag, 1. Juli 2007
@ Hülli
Was Sie da schreiben ist so bar jeder Weltkenntnis, daß man heulen könnte.
Der shiitische Islam kennt die Zeitehe nicht weil er sich gefragt hätte ob junge Leute sich so besser kennen lernen können, sondern weil es so in den Überlieferungen steht. Ob das vernünftig ist oder nicht spielt dabei gar keine Rolle.
Zum anderen drohen einer Frau in Iran die ihr Kopftuch nicht ordentlich trägt im Wiederholungsfall bis zu 80 Peitschenhiebe. Wenn Sie eine Pary feiern wollen, so müßen sie diese vorher anmelden. Die Sittenwächter sind berechtigt unangemeldet zu kontrollieren ob alle islamischen Regeln eingehalten werden. Bspw. ist westliche Musik verboten. Außerdem müssen Frauen und Männer in getrennten Räumen feiern. Wie da ein Kennenlernen aussehen soll bleibt Ihrer Phantasie überlassen.
Wenn ein jungfräuliches Mädchen heiraten will so ist es üblich, daß der Bräutigam den Vater des Mädchens um Erlaubnis fragt, bzw. dort um die Tochter anhält. Die Jungfräulichkeit ist in Iran (wie in allen Entwicklungsländern und früher auch in Dtl.) ein äußerst hohes Gut. Es gibt nichts Schlimmeres für eine Frau als als „Hure“ verschrieen zu sein. Kein Vater wird seine Tochter für ein Jahr mit einem Mann verheiraten. Die „Ehre“ der Töchter ist ein hohes Gut und eine „unehrenhafte“ Tochter beschmutzt die ganze Familie.
Die Zeitehe existiert in der Shia nur deshalb weil der Kalif der sie nach einiger Zeit wieder abgeschafft hat nicht als rechtmäßig anerkannt wird. Ursprünglich war sie nur eine Notlösung.
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#139   Schopenhauer   01:08:22 | Sonntag, 1. Juli 2007
@ Pünktchen
Wenn Sie für A und Non-A die Vorzeichen austauschen, was erhalten Sie dann?
Was Schopenhauer meint ist aber nicht einfach, daß jene Welt das genaue Gegenteil dieser Welt ist. Vielmehr meint er, daß unsere Welt wie ein Nebel oder ein Schleier über jener „wahren“ Welt liegt. Für einen gewöhnlichen Menschen erscheint jene andere Welt wie Nichts. Sie ist aber keineswegs „Nichts“.
Die Ethik bei Sch. bleibt etwas Schwieriges, da jedes um-willen eine Realität („einen anderen“) voraussetzt, der Sch. als Metaphysiker die Substanz entzogen hat!
Schopenhauer ist kein Egomane der jedem anderen Menschen das Gefühlsleben abspricht. Ganz im Gegenteil stellt er heraus, daß der Egoismus, die Ich-Sucht usw. auf einer Illusion beruht. Erst diese Einsicht ermöglicht schließlich eine Nächstenliebe wie sie auch im NT gefordert wird.
weil Heine in seiner pantheistischen Phase
Heine war kein Philosoph, sondern Schriftsteller und Journalist. In seinem Essay arbeitet er sehr schön den gemäßigten Pantheismus (Materialismus) Frankreichs und den radikalen Pantheismus (Idealismus) Deutschlands heraus.
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#137   Schopenhauer   21:36:13 | Samstag, 30. Juni 2007
@ Pünktchen
dann wäre das Gegenteil dieser Welt – das Nichts – das wahre Sein
Nein, vielmehr wäre dann unsere Welt (Vorstellung und Ding an sich) das Nichts.
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#17   Schopenhauer   21:10:33 | Samstag, 30. Juni 2007
@ Hülli
Meinen Sie das ist in Iran anders?
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#135   Schopenhauer   20:37:13 | Samstag, 30. Juni 2007
@ Pünktchen
Was für ein Unsinn.
„Das allgemein als positiv Angenommene, welches wir das Seiende nennen und dessen Negation der Begriff Nichts in seiner allgemeinsten Bedeutung ausspricht, ist eben die Welt der Vorstellung, welche ich als Objektität des Willens, als seinen Spiegel, nachgewiesen habe. Dieser Wille und diese Vorstellung sind eben auch wir selbst…Verneinung, Aufhebung, Wendung des Willens ist auch Aufhebung und Verschwinden der Welt, seines Spiegels. Erblicken wir ihn in diesem Spiegel nicht mehr, so fragen wir vergeblich wohin er sich gewendet und klagen dann, da er kein Wo und Wann mehr hat, er sei ins Nichts verloren gegangen.
Ein umgekehrter Standpunkt, wenn er für uns möglich wäre, würde die Zeichen vertauschen lassen und das für uns Seiende als das Nichts und jenes Nichts als das Seiende zeigen. Solange wir aber der Wille zum Leben sind, kann jenes letztere von uns nur negativ erkannt werden, weil der alte Satz des Empedokles, daß Gleiches nur von Gleichem erkannt wird, gerade hier uns aller Erkenntnis benimmt…
Würde dennoch darauf bestanden von dem was die Philosophie nur negativ als Verneinung des Willens ausdrücken kann eine positive Erkenntnis zu erlangen zu bliebe uns nichts übrig, als auf den Zustand zu verweisen, den alle die, welche zur volkommenen Verneinung des Willens gelangt sind, erfahren haben und den man mit den Namen Ekstase, Erleuchtung, Vereinigung mit Gott usw. bezeichnet hat…“
Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung
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#15   Schopenhauer   20:18:41 | Samstag, 30. Juni 2007
@ Hülli
In Dtl. ist Prostitution ein sozialversicherungsmäßig abgesicherter Job. Der Hurenlohn einklagbar.
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#13   Schopenhauer   23:49:36 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ Hüller
Der Iran ist ein äußerst konservatives Land.
Kein Mädchen wird dort einfach mal so für ein Jahr einen Jungen heiraten.
In der Praxis wird die Zeitehe fast ausschließlich für die Prostitution verwendet.
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#133   Schopenhauer   22:46:29 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ alle möglichen Vorposter
Auch das ist Quatsch.
Was ist Quatsch? Die Kirche gesteht den Menschen keine Entwicklung in einem qualitativen Sinn zu. Sie ist pessimistisch. Das ist auch gut so.
Heine für Schopenhauer vereinnahmen weil er sich gegen alle anderen
Quatsch! Schopenhauer war ein typischer Vertreter des dt. Idealismus und gerechterweise müßte er in Heines Aufzählung auch auftauchen. Das er das nicht tut liegt wohl daran, daß sich aus Schopenhauer kaum praktische politische Forderungen ableiten lassen.
der Brüller des Jahres ist!
Das war eigentlich nur ein Zitat von Schopenhauer selbst. Nachdem sein Hauptwerk viele hundert Seiten umfaßt werden Sie mir sicher nachsehen, daß ich grade nicht die passende Stelle vollständig zitieren kann. Schopenhauer erklärt dort aber seinen „Willen“ mit diesen Worten und nennt das Shakespeare Zitat das ich Leblhuber nannte (We are such stuff…: Wir sind aus dem gleichen Stoff gemacht wie die Träume und unser kleines Leben umfaßt ein Schlaf) die treffendste Umschreibung. Nach Kant gibt es die Welt der Erscheinungen und das Ding an sich. Bei Schopenhauer ist es dreigeteilt. Es gibt die Erscheinungen (den Traum), das Ding an sich (Wille oder der der träumt, also der Träumer) und die „wahre“ Welt über die man nur negativ sprechen kann (Nicht-Welt, Nicht-Wille, Nirvana oder „Nichts“, analog der Wachzustand). Wenn der Mensch das Ding an sich erkennt ist er wie ein Träumer, der erkennt daß er träumt. Das Ding an sich ist also im Grunde auch nur Wahn.
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#125   Schopenhauer   00:17:55 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ Pünktchen: Fortsetzung
„…ja, solche Transzendentalidealisten wären, bei einer gesellschaftlichen Umwälzung, sogar noch unbeugsamer als die ersten Christen, da diese die irdische Marter ertrugen, um dadurch zur himmlischen Seligkeit zu gelangen, der Transzendentalidealist aber die Marter selbst für eitel Schein hält und unerreichbar ist in der Verschanzung des eigenen Gedankens. Doch noch schrecklicher als alles wären Naturphilosophen, die handelnd eingriffen in eine deutsche Revolution und sich mit dem Zerstörungswerk selbst identifizieren würden. Denn wenn die Hand des Kantianers stark und sicher zuschlägt, weil sein Herz von keiner traditionellen Ehrfurcht bewegt wird; wenn der Fichteaner mutvoll jeder Gefahr trotzt, weil sie für ihn in der Realität gar nicht existiert: so wird der Naturphilosoph dadurch furchtbar sein, daß er mit den ursprünglichen Gewalten der Natur in Verbindung tritt, daß er die dämonischen Kräfte des altgermanischen Pantheismus beschwören kann, und daß alsdann in ihm jene Kampflust erwacht, die wir bei den alten Deutschen finden, und die nicht kämpft um zu zernichten, noch um zu siegen, sondern bloß um zu kämpfen.
Das Christentum – und das ist sein schönstes Verdienst – hat jene brutale germanische Kampflust einigermaßen besänftigt, konnte sie jedoch nicht zerstören, und wenn einst der zähmende Talisman, das Kreuz, zerbricht, dann rasselt wieder empor die Wildheit der alten Kämpfer, die unsinnige Berserkerwut, wovon die nordischen Dichter so viel singen und sagen…“
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#123   Schopenhauer   22:20:00 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ Pünktchen: unhöflich wie eh und je
vor allem seine „Ethik“ ist keine und die Leistungen Kants auf diesem Gebiet werden konzeptionell völlig verfehlt.
Könnten Sie das mal erläutern?
der ja optimistisch auf der Flutwelle des Weltgeistes angesurft kommt.
Rechts- und Linkshegelianer sehnen sich selbstverständlich nach einem Paradies auf Erden. Solange dieses noch nicht erreicht wurde gibt es Leiden. Man muß nur die Parteiprogramme und Wahlreden von NPD und PDS vergleichen um diese Gemeinsamkeiten zu erkennen. „Optimistisch“ meint hier nur, daß man durch Politik (in der Praxis Gewaltherrschaft) dieses Paradies schaffen kann. „Pessimistisch“ ist dagegen das Christentum das eine qualitative Weiterentwicklung des Menschen (also eine Vergöttlichung) definitiv ausschließt.
Das ist auch der Grund warum die Kirche auf einer strikten Trennung zw. Staat und Religion pocht. Eben um eine „Vergöttlichung“, einen frevelhaften Optimismus zu verhindern. Anders als die rechtsradikale Piusbruderschaft die deutlich vom Hegelianismus beeinflußt ist.
Diesen geistesgeschichtlichen Quatsch konnten Sie auf mehrfache Aufforderung hin nicht belegen und plausibilisieren!
Das liegt eher daran, daß Sie einfach zu dumm sind um zu verstehen wovon ich rede. Der heutige Mensch hält sich für Gott, er sucht sein Paradies allein im Hier und Jetzt. Der gesamte Konsumismus ist daraus abgeleitet. Der Vatikan steht der Menschenrechtsidee kritisch gegenüber. Die Boykottaufforderungen gegen ai zeigen dies deutlich.
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#11   Schopenhauer   00:20:25 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ Hüller: Geschwätz
Er beweist auch in diesem Punkt, dass er eine lebensnahe Religion ist, die den Blick vor der Wirklichkeit nicht verschließt. Damit erfüllt er den Anspruch, eine Religion zu sein, die für alle Fragen des Lebens eine wirkliche Antwort hat. Eine Antwort, die an der Wirklichkeit nicht vorbeigeht.
Jo, ein Mann hat drei Frauen und jeden Freitag nach Feierabend fährt er mal eben in den Puff und „heiratet“ eine Nutte! Ein Christ der zufällig mit seiner muslimischen Freundin Sex hat und dabei erwischt wird wird verhaftet und mit dem Tode bedroht. Die bspw. drei Töchter und vier Söhne von drei Frauen sitzen auch auch brav daheim wenn Papa sich mal vergnügt. Ganz zu schweigen natürlich von den Ehefrauen die demütig zu Hause das Essen warmhalten. So ein Puffbesuch macht schließlich Hunger. Gepriesen sei der Islam der so wirklichkeitsnahe Dinge fördert! Verteufelt der Westen der die Monogamie bevorzugt und Prostituierten tatsächlich eine soziale Absicherung ermöglicht!
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#118   Schopenhauer   11:52:34 | Montag, 25. Juni 2007
@ Pünktchen
Schopenhauer befindet sich eher in der Tradition von Kant.
Nietzsche war eine gedankliche Fortführung Hegels. Denn Nietzsche hat die Welt (ähnlich Hegel mit seiner pantheistischen Philosophie) vergöttlicht. Ganz im Gegenteil zu Schopenhauer, der sie „entgöttlicht“ hat.
Was Sie „deutsch, kulturkritisch, weltschmerzgetränkt“ nennen, hat mit Schopenhauer gar nichts zu tun. Hier handelt es sich eher um eine rechtslastige Interpretation Hegels. Eine quasireligiöse Bestrebung die unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaftlichkeit versucht Welt und Geist wieder zu versöhnen. Außerdem ist diese Philosophie keineswegs nur auf Dtl. beschränkt. Der Kommunismus war das gleiche nur eben von links. Auch die Menschenrechtsidee, die Republik oder der Liberalismus gehören in diese Bewegung die allgemein in der Tradition Spinozas und des Pantheismus steht. Schopenhauer ist aber eher das Gegenteil eines Pantheisten.
Sch. hat Gefühle und Sentiments deswegen als wichtigen Schlüssel zur Erkenntnis des Dinges an sich betrachtet, weil wir in ihnen eine Realitätserfahrung außerhalb einer der beiden Anschauungsformen (Raum / Zeit) machen können.
Schopenhauer redet nicht von Gefühlen sondern von den platonischen Ideen.
Mein „Wille“ ist ganz und gar real und ich erfahre ihn zuinnerst als drängende (und manchmal herrische) Macht.
Der „Wille“ von Schopehauer ist nicht das was man allgemein unter „Wille“ versteht. Schopenhauers „Wille“ ist nichts starkes oder mächtiges, sondern wie ein Traumgebilde.
Redaktion benachrichtigen Jerusalem oder Sodom?
#81   Schopenhauer   22:40:15 | Samstag, 23. Juni 2007
Israel ist…
…glücklicherweise ein ganz gewöhnlicher Rechtsstaat. Warum sollten Homosexuelle dort nicht demonstrieren?
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#116   Schopenhauer   22:22:09 | Samstag, 23. Juni 2007
@ Pünktchen
Im Prinzip haben Sie Recht.
Andererseits aber eben nicht. Ich habe leider nicht viel Zeit!
Das von mir gegebene Beispiel war tatsächlich falsch/nicht treffend.
In einem tieferen Sinn ist es aber sehr wohl so, daß Schopenhauer die (tiefe, nicht gewöhnliche) Liebe oder die (tiefe, nicht gewöhnliche) Sehnsucht nach Gerechtigkeit als Hinweis auf eine ganz und gar andere Welt auffasst.
Es sind die Sehnsüchte der Einzelseele die identisch ist mit der Weltseele die hier den Schleier der Maya/Täuschung zerreissen und zur „Wirklichkeit“ durchstossen.
Es ist ja keineswegs so, daß nach Schopenhauer gar nichts existiert. Es ist lediglich so, daß das was „wirklich“ ist vom „gewöhnlichen“ Menschen nicht vorgestellt werden kann. Also: der Himmel ist nicht vorstellbar.
Insofern ist es „negativ“. Es ist keineswegs identisch mit dem „Nichts“.
Wie gesagt: Ich habe grade nicht viel Zeit. Aber wenn Sie diskutieren möchten: nur zu! Ich verehre Schopenhauer!
Bisher war mir nicht bewußt, daß Sie ihn gelesen haben!
Redaktion benachrichtigen David Berger, ein Fall für den Richter?
#112   Schopenhauer   00:33:58 | Samstag, 23. Juni 2007
Höh????
Weil ich weiß, dass auch der andere Mensch leidet, bin ich bereit ihm zu helfen.
Eigentlich ist es eher so, daß Schopenhauer mit seiner Behauptung die Realität sei eine Wahnvorstellung auch meinte die Vorstellung der Vielheit der Individuen sei ein reiner Wahn. Das heißt es gibt nicht viele Menschen, sondern nur mich (oder eben dich). Die Vielheit ist nur eine Illusion. Wenn ich jemanden etwas wegnehme, dann gebe ich mir nichts sondern nehme es mir selbst weg. „Ich“ meint natürlich nicht mich, sondern (kath. gesprochen) meine Seele: We are such stuff as dreams are made on and our little life is rounded with a sleep!
Und dass er vom Volk als Souverain wenig hielt. Er plädierte gegen die Republik, die er für eine Herrschaft der Dummen hielt.
Wir reden hier von den tiefsten Dingen und Sie kommen mit Politik. Die politische Meinung von Schopenhauer ist mir so egal wie die von Jesus, Platon oder Buddha. Platon war übrigens auch nicht unbedingt ein Demokrat!
Dass er außerdem von Wagner verehrt wurde, lässt ihn mir nicht gerade als Lichtgestalt erscheinen.
Wagner war ein Genie. Er war ein schlimmer Antisemit, aber musikalisch ein Genie!
Aber eines weiß ich sicher: Hier als Außenseiter zu diskutieren, verursacht vielleicht selbstverschuldetes Leiden, das auf Schopenhauers Mitleid nicht hoffen darf.
Aber vielleicht auf seinen Spott? Auch eine Form von Mitleid!
Redaktion benachrichtigen Ein Jahr hinter Gitter
#123   Schopenhauer   00:17:35 | Samstag, 23. Juni 2007
@ Benedikt
Das bezweifle ich ja nicht.
Ich würde nur klar unterscheiden zwischen der theoretischen Grundlage des Staates und der der Kirche.
Die Moral des Christen ist viel mehr als in Gesetzen jemals realisiert werden könnte.
Die christl. Moral ist insofern Privatsache als daß sie nicht die theoret. Grundlage des Staates bildet. Dieser Grundlage zufolge ist der Mesch ein vernünftiges Wesen und hat infolge eines Gesellschaftsvertrages einen Teil seiner Rechte an den Staat abgetreten usw. etc. pp. Sie kennen das ja sicher.
Ein Christ kann also nicht verlangen, daß seine Vorstellungen von Moral zwingend berücksichtigt werden. Sie sind also insofern Privatsache, weil sie eben „privat“ ihre Gültigkeit nicht verlieren werden. Sollte die Gesellschaft natürlich christlicher werden (gläubiger, frömmer) dann würde wohl auch die Interpretation von „sittenwidrig“ usw. „christlicher“ ausfallen.
Redaktion benachrichtigen Manchmal ist die andere Welt die echte
#95   Schopenhauer   23:51:33 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt
Und das hat nun was mit einem „magischen Raum“ zu tun?
Also ganz ohne Magie wird aus Wein kein Blut.
Faktisch sind es ausgebildete Theologen.
Sie sind aber nicht geweiht oder dem Gläubigen sonst besonders übergeordnet.
Also ich persönlich empfinde das als äußerst beruhigend.
Das ist ja schön für Sie. Ich will Ihnen das ja auch nicht absprechen. Mein Ursprungsposting bezog sich mehr auf Pünktchen und seine Kant Begeisterung.
Redaktion benachrichtigen David Berger, ein Fall für den Richter?
#110   Schopenhauer   23:47:21 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Stöhr
Eine „von der Wahrnehmung unabhängige Außenwelt“ meint eben nichts anderes als daß die Welt mein Traumgespinst ist, dem ich hinterher renne, in dem ich meine Erlösung suche (Reichtum, Sex, schnelle Autos…) und sie letztlich doch nicht finde. Nach Schopenhauer sind die tiefen subjektiven Gefühle und ehnsüchte des Individuums (Liebe, Gerechtigkeit…) wahr und echt. Falsch und unecht ist lediglich die Welt die ihm vorgaukelt sie im Hier und Jetzt realisieren zu können.
Was ist daran satanistisch?
Redaktion benachrichtigen Ein Jahr hinter Gitter
#121   Schopenhauer   23:40:47 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Heger
daß die – im übrigen noch in einem frechen Ton vorgebrachte – Leugnung des Genozids an den Armeniern vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei.
Ich empfehle Ihnen einen Umzug nach Frankreich!
Redaktion benachrichtigen David Berger, ein Fall für den Richter?
#108   Schopenhauer   23:34:04 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Stöhr
Schopenhauer vertrat die Auffassung die Wirklichkeit sei nur Blendwerk um den Menschen in Scheinbefriedigung und Wahn gefangen zu halten. Die Güter dieser Welt sind also nur Maya, Täuschung, Traum oder Wahn.
Ist diese Haltung verwerflich Herr Stöhr?
Redaktion benachrichtigen Ein Jahr hinter Gitter
#119   Schopenhauer   23:31:30 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt
Habe ich das bezweifelt?
Redaktion benachrichtigen David Berger, ein Fall für den Richter?
#106   Schopenhauer   23:29:43 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Stöhr
Ich will gar nicht wissen was! :-!
Redaktion benachrichtigen David Berger, ein Fall für den Richter?
#104   Schopenhauer   23:27:08 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Stöhr
Vielleicht weil er Schopenhauer für einen großen Philosophen und einen Weisen hält?
Redaktion benachrichtigen David Berger, ein Fall für den Richter?
#102   Schopenhauer   23:21:26 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Ziegler
und lieber ohne Jeans unterm Gewand
Dann hätte ich aber lieber Ministrantinnen! Ihre schwüle Homoerotik können Sie behalten! Ob sich Jugendliche von Ihnen ihr Schuhwerk vorschreiben lassen werden („Ey Alta, ich sach ma’ so…“) ist eher zu bezweifeln und was wenn sich brasilianische Straßenkinder keine schwarzen Lederschuhe leisten können oder das Vaterunser auch mal so beten möchten, daß sie verstehen worum’s da geht?
Redaktion benachrichtigen Ein Jahr hinter Gitter
#117   Schopenhauer   23:06:48 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt
Das BGB legt aber nicht fest was heute und in Ewigkeit gut oder schlecht ist, sondern nur das was heute als schlecht (oder gut) empfunden wird!
Beispiel: Homosexualität, außerehelicher Geschlechtsverkehr, Sex mit Tieren, Pornographie usw.
Es drückt also den gerade gültigen Konsens der Gesellschaft aus. Es ist kein Spiegelbild irgendeiner ewig gültigen Moral.
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#92   Schopenhauer   23:03:29 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt
weswegen von „angeblich“ keine Rede sein kann.
Ich wollte damit nur meinen persönlichen Skeptizismus zum Ausdruck bringen. Wie Sie bereits sagten gehen die Meinungen über Interpretationen des NT auseinander.
Wo haben Sie das denn her?
Findet während der Hl.Messe etwa nicht die tatsächliche Umwandlung der Hostie in den Leib Jesu statt? Essen Sie etwa nicht wirklich Fleisch und trinken nicht wirklich Blut (wie Dracula himself)?
Das bedeutendste Amt (sofern man es so nennen kann) ist im Protestantismus das des Predigers.
Kann schon sein. Nur Prediger kann eigentlich jeder sein.
Die Verantwortung liegt trotzdem vollständig beim Einzelnen (fast schon existenzialistisch), während ein Katholik sich (sofern er daran glaubt) sich hundert und tausendprozentig darauf verlassen kann, daß seine Kirche das richtige sagt und er nur tun muß wie ihm geheißen wird.
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#115   Schopenhauer   22:55:40 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Heger
Strafe ist aber kein Selbstzweck.
Das BGB oder andere Gesetzbücher sind kein moralisches Kompendium sondern sie enthalten die Spielregeln die sich die Bürger selbst gegeben haben. Spielregeln! Mehr nicht!
Insofern ist ein Gesetz sehr wohl auch nur eine Maßnahme um einen gesellschaftlichen Mißstand zu beheben. Wenn es dafür andere Möglichkeiten gibt kann man auch diese in Betracht ziehen anstatt Gesetz und Justiz zu bemühen.
Moral ist letztendlich Privatsache. Im öffentlichen Raum gibt es höchstens die Tugend des Staatsbürgers aber nicht die Moral des Christen.
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#90   Schopenhauer   22:31:06 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt
Der von Ihnen zitierte Text stammt von Kant, nicht von mir.
Warum sehen Sie das so?
Die Kirche versteht sich als Mittler zwischen Gott und Menschen. Sie allein interpretiert die Hl. Schrift und erläßt faßbare Vorschriften die angeblich daraus abgeleitet sind.
Außerdem versteht die Kirche sich selbst als eine Art magischer Raum.
Der Protestant dagegen ist selbst Priester, muß die Hl. Schrift selbst lesen und sich selbst überlegen was daraus wohl folgt.
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#111   Schopenhauer   22:24:11 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Heger
Diebstahl ist strafbar und moralisch verwerflich.
Angenommen nun arme Kinder würden aus Hunger Essen stehlen. Was wäre dann effektiver: eine härtere Strafe oder eine Bekämpfung der Armut?
Es ist die typische Nebelkerzentaktik der Rechtskonservativen jedem Sympathien mit Abtreibung vorzuwerfen der nicht automatisch nach Scheiterhaufen ruft. Letzlich ist der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen. Auf dieser Grundannahme basiert der gesamte Staat und die gesamte Gesellschaft. Ein vernunftbegabtes Wesen tut unvernünftige Handlungen (Diebstahl, Abtreibung…) aber nur wenn es von unvernünftigen Verhältnissen dazu gezwungen wird. Folglich muß es darum gehen die Lebensbedingungen der Menschen menschenwürdiger zu gestalten.
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#88   Schopenhauer   22:17:21 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Benedikt
Also darf ich nichts mehr von Kant lesen, denn das könnte ja meinen Verstand anleiten. Oder wie?
Sofern Sie beim Opus Dei sind dürfen Sie Kant sowieso nicht lesen. Ich wollte Pünktchen nur zum wiederholten Mal auf seinen geistig-theoretischen Linksradikalismus (Pünktchen ist Kant Fan) und seinem praktisch-kirchlichen Rechtsradikalismus (Pius-Bruderschaft) aufmerksam machen. Insofern war das was für Insider!
Wer vertritt denn sowas?
Nun ja, die Kirche nimmt dem kath. Gläubigen sicherlich einen großen Teil der Verantwortung ab. Da hat ein Protestant schon ein schwereres Päckchen zu tragen.
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#86   Schopenhauer   21:52:52 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Athanasius
Im 17. Jh. hat überhaupt jede Frau fast eine Kopfbedeckung getragen.
Ja, weil das damals modern und üblich war. Der Begriff „anständig gekleidet sein“ ist ein wandelbarer und den Zeitläuften unterworfener. Wenn Sie das nicht begreifen, dann werden Sie mal enden wie die Amish in Pennsylvania oder die ultraorthodoxen Juden die heute noch nach dem letzten Schrei der polnischen Mode im 19. Jhr. gekleidet sind.
Cool bleiben, dann ist er deshalb auch nicht unbedingt gleich ein Ideologe.
Sie haben doch Panik geschoben wegen „linker Ideologen“. Fassen Sie sich gefälligst an die eigene Nase!
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#102   Schopenhauer   21:35:47 | Freitag, 22. Juni 2007
@ alle möglichen
zentralrat der juden, der eine weltmoralinstanz sein will
Der Zentralrat d. Juden ist eine reine Interessenvertretung. Sie ist keine religiöse Instanz. Abgesehen davon haben Juden ein entspannteres Verhältnis zu Abtreibung. Genau wie Muslime übrigens.
Die Haltung der islamischen Rechtsschulen zur Abtreibung ist nicht so einfach, wie Sie sie darstellen.
Ich habe auch nicht von den Rechtsschulen gesprochen, sondern von der größten sunnitischen, der Hanafitischen Schule. Dem Koran Zitat zufolge („Die Schöpfung eines jeden von euch wird im Leibe seiner Mutter in vierzig Tagen als Samentropfen zusammengebracht, danach ist er ebenso lang ein Blutklumpen, danach ist er ebenso lang ein kleiner Klumpen Fleisch, dann wird zu ihm der Engel gesandt, der ihm den Lebensgeist einhaucht.“) ist Abtreibung im Islam zweifellos einfacher möglich als im Christentum. Der Mensch ist nicht von Anfang an ein Mensch. Entsprechend wird eine Abtreibung sofern sie bestraft wird (in anderen Rechtsschulen) nicht sofort als Mord bestraft. Sondern die Strafen sind quasi nach Entwicklung „gestaffelt“.
Meiner Meinung nach ist diese Haltung übrigens realistischer als die katholische. Es wäre durchaus absurd wollte man ein Frau die eine Woche nach der Empfängnis die befruchtete Eizelle abtreibt für 15 Jahre wegen Mordes wegsperren.
Verhütung ist im Islam allgemein erlaubt. Nicht generell erlaubt ist lediglich eine Methode die das Einnisten der bereits befruchteten Eizelle verhindert
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#79   Schopenhauer   21:10:51 | Freitag, 22. Juni 2007
@ alle möglichen
Ich finde es nur links-ideologisch, sich aus dem Kopftuch eine rechte Ideologie auszudenken.
Genauso wie es linke Ideologien gibt, gibt es auch rechte. Und in diesem Fall tragen die Mädchen und Frauen das Kopftuch nicht weil es „anständig“ ist, sondern aufgrund einer rechten Ideologie. Hier wird also das Seelenheil mehr oder minder subtil mit dem Tragen eines best. Kleidungsstückes in Zusammenhang gebracht. Das ist eideutig nicht katholisch. Wenn jemand ein Kopftuch trägt ist das nicht wild, mit kath. Religion hat es aber rein gar nichts zu tun.
Man sieht anhand dieser Ausrufe sehr gut, wie ein Revolutionär denkt
Ich habe hier nur die unausgesprochenen Gedanken von Pünktchen & Co. wiedergegeben. Revolutionäre gibt es nicht nur von links. In diesem Fall stehen sie eindeutig rechts.
Heimseite
Außerhalb rechtsideologischer Kreise spricht man Homepage. Man nennt ein Aquarium ja auch nicht „Behälter für Süßwassertiere“ oder einen Walkman „Laufmann“.
„normaldenkende Jugendliche“ tragen heute anständige Kleidung?
Und welcher 70-jährige? Wäre vor 50 Jahren ein Jugendlicher in Jeans in die Kirche gegangen hätte das eine Woche für den Dorfklatsch gereicht. Heute geht ein 70-jähriger Mann mit Levis Jeans, S Oliver T-Shirt und Adidas Sportschuhen am Sonntag in die Kirche.
Paulus hat auch nicht das Kopftuch als für das Seelenheil notwendig vorgeschrieben. Er hat nur empfohlen anständig gegleitet in die Kirche zu gehen. Und dazu gehört heute nicht unbedingt zwingend ein Kopftuch.
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#62   Schopenhauer   18:56:03 | Freitag, 22. Juni 2007
@ maliems
Ich denke Sie schreiben Ihr Geschwurbel nur deshalb um Ihrer frauenfeindlichen Ideologie huldigen zu können! Denn ansonsten wäre es Ihnen wohl völlig egal ob ein Mädchen ein Kopftuch trägt oder nicht!
Die Verbindung von Kopftuch und Rechtgläubigkeit war nie katholisch und ist ein Neuerung und ein Modernismus!
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#95   Schopenhauer   18:53:06 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Vorposter
Die größte Rechtsschule des Islam der ca. die Hälfte der Sunniten angehört erlaubt Abtreibung bis zum 4. Schwangerschaftsmonat. Sind das auch alles Massenmörder?
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#60   Schopenhauer   18:41:55 | Freitag, 22. Juni 2007
Noch einer…
…der Sarkasmus und Ironie nicht erkennt.
Man sollte hier mal Nachhilfekurse anbieten!
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#58   Schopenhauer   18:39:36 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Krake
Die Kirchensteuer ist kein Kriterium dafür ob jemand katholisch ist oder nicht. Ein Nicht-zahlen der Kirchensteuer führt keineswegs automatisch zu einer Exkommunikation.
Außerdem gibt es die Kirchensteuer glücklicherweise nur im deutschsprachigen Raum. Von einem Leidensdruck kann also keine Rede sein wenn man die 25 Mio. deutschen Katholiken mit den über 1 Milliarde Katholiken weltweit vergleicht. Vielmehr erkennt man daß für Leute wie Sie der Himmel nur was für die Gutbetuchten ist.
@ maliems
Und warum beziehen sich dann alle Ihre Postings auf das Stückchen Stoff? Wenn man kreuz.net liest hat man das Gefühl man sei auf einer Seite der Wahabiten gelandet: Nur wer Kopftuch trägt ist ein wahrer Christ. Ein echter Rückschritt zu jüdisch-muslimischem Religionsverständnis der auch das Geschwurbel von Pünktchen Lügen straft!
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#53   Schopenhauer   18:11:44 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Pünktchen
Kardinal Lehmann auf die Guillotine!
Kardinal Lehmann auf die Guillotine!
Kardinal Lehmann auf die Guillotine!
Kardinal Lehmann auf die Guillotine!
Kardinal Lehmann auf die Guillotine!
Kardinal Lehmann auf die Guillotine!
Bischof Algermissen auf die Guillotine!
Bischof Algermissen auf die Guillotine!
Bischof Algermissen auf die Guillotine!
Bischof Algermissen auf die Guillotine!
Bischof Algermissen auf die Guillotine!
Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel!
Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel!
Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel!
Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel!
Mädchen kommen nur mit Kopftuch in den Himmel!
Immanuel Kant:
Habe Mut dich deines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u. s. w. : so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann ; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte : dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben, und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen…
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#48   Schopenhauer   17:38:36 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Punkt
und nicht wenigstens ein paar Quoten-Andershäutige…
Wie zum Bsp. dieser Ministrant der wahrscheinlich zum „Gottesdienst“ der Sekte gepeitscht wurde?!?!?
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#45   Schopenhauer   17:32:55 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Rudolfus
Ich hatte bisher eher weniger den Eindruck, daß die Pius Sekte anderen Menschenrassen positiv gegenübersteht.
Dieses Kopftuchgetue ist nur die Rückführung des Christentums auf seine jüdische Entwicklungsstufe. So wie die Juden oder die Moslems (als Gesetzesreligionen) das Himmelreich von der strikten Befolgung bestimmter Vorschriften (Speisevorschriften, Kopftuch) abhängig machen, so hat Jesus das Christentum davon eigentlich befreit. Er hat die Vorschriften strikt auf ihren ethischen Kern reduziert. Insofern ist die Pius Sekt auch ein Rückschritt in Richtung Judentum/Islam.
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#38   Schopenhauer   17:20:35 | Freitag, 22. Juni 2007
Kult!
Am besten fand ich die Bildunterschriften:
„Die anwesenden Gläubigen sind international.“
Aber alles weißhäutige Arier. So ist es recht!
Und:
„Der Parkplatz gefüllt mit Autos.“
Noch nie in meinem Leben hab ich so einen tiefgläubigen Parkplatz gesehen! Wahrscheinlich strikt getrennt nach weiblichen und männlichen Autos! o^/
Redaktion benachrichtigen Hauptsache nicht fromm
#130   Schopenhauer   16:57:23 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Pünktchen
Im Gegenteil! Auf’s Beten kommt es an!…
Also wenn Sie noch nicht mal in der Lage sind Ironie und Sarkasmus zu erkennen, dann fehlt Ihnen ein notwendiger Teil des Denkvermögens um zu einem realistischen Weltbild zu gelangen! Infolge dessen sind wohl eher Sie es, der sich zurück halten sollte! Es gibt eine Menge Beispiele in der Geschichte wo humorlose (und Sarkasmus dürfte wohl eine Form des Humors sein!) Menschen eine Menge Schaden angerichtet haben!
Vielmehr sind doch gerade Sie es, der die Welt in lechts-rinks, gut-böse, Katholik-Protestant, Pius Bruderschaft-Freimaurerloge, Christ-Jude usw. einteilt!
Ich finde diese Kirche jedenfalls gelungen! Und wenn Sie nun Ihre obskure Messe bekommen, dann lassen Sie uns bösen Modernisten doch wenigstens unsrere Architektur!
Redaktion benachrichtigen Kein Kirchenbann über Österreichs Freimaurer
#4   Schopenhauer   16:36:40 | Freitag, 22. Juni 2007
Wurde die …
… Church of Satan eigentlich auch exkommuniziert?
Ich finde dieses Freimaurergetue kindisch. Es gibt sicherlich dringendere Probleme als Freimaurerlogen.
Redaktion benachrichtigen Hauptsache nicht fromm
#128   Schopenhauer   16:20:09 | Freitag, 22. Juni 2007
Wie sagte noch kürzlich ein hoher Herr…
…der Petrusbruderschaft angesichts der erwarteten Freigabe der lat. Messe? Er wünsche sich ein Klima des fairen und toleranten Meinungsaustausches usw. Und er sehe die erwartete Freigabe vor allem unter diesen Gesichtspunkten usw.
Meinungsaustausch in Toleranz und gegenseitiger Achtung! Hehre Worte!
Dann kommt Pünktchen mit seinen Freimaurern und üblen protestantichen Bestrebungen und vorbei ist es mit Achtung und Toleranz. Stattdessen gibt es Diffamierungen und Verdächtigungen. Toleranz gibt es eben doch nur für eine Seite! Nämlich für die sog. Tradis. Alle anderen werden aus der Kirche hinaus komplimentiert.
Am Ende wird die Kirche (zumindest in Europa) nicht mehr sein als ein mittelalterlicher Folklore Verein der jeden Kontakt zur gesellschaftlichen Realität verloren hat und nur noch aus einer Handvoll Mitgliedern besteht. Allerdings werden die wenigstens die richtige Meinung haben. Denn drauf kommt es doch an: nicht auf’s Beten kommt es an, sondern darauf daß man die richtige politische Gesinnung hat! Nicht wahr Pünktchen?!
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#32   Schopenhauer   00:02:10 | Montag, 18. Juni 2007
@ Benedikt
Die Todesstrafe wird nur in dem Fall als anwendbar angesehen, in dem es keine Möglichkeit gibt, einen gefährlichen Straftäter sicher zu verwahren. Wie die Kirche richtig sagt ist dies heute in keinem Staat der Welt mehr der Fall.
Wann war das denn jemals anders?
Die hier hervorgebrachten Polemiken funktionieren nur, weil weite Teile der Faktenlage einfach ignoriert werden.
Was für Polemiken? Fakt ist einfach daß da eine Organisation ist die einerseits die Menschenrechte interpretieren will (und keine andere Interpretation zulässt), sich aber andererseits nicht an sie gebunden fühlt. Und das geht schlicht nicht. Entweder alles oder nichts. Eine Kirche die nur Vorschriften machen will, sich aber selbst an keine Vorschrift gebunden fühlt, ist zwar altbekannt aber immer weniger glaubwürdig! Gott sei Dank!
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#259   Schopenhauer   00:44:08 | Sonntag, 17. Juni 2007
@ Bruder Theophil
Also was ich in Gedanken, Worten und Werken gleich tun werde, das geht Sie gar nix an! >:) >:) >:)
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#149   Schopenhauer   00:06:34 | Sonntag, 17. Juni 2007
@ Hüller
Und seit wann führt das zu einer automatischen Exkommunikation?
Soweit ich weiß gibt es dafür nur 7 Gründe:
„Die Exkommunikation als Tatstrafe, d.h. die durch Begehung der Straftat von selbst bzw. von Rechts wegen eintretende Strafe, wird in folgenden sieben Fällen im Kirchlichen Gesetzbuch (CIC/1983) angedroht:- Apostasie, Häresie und Schisma (can. 1364)
– Verunehrung der heiligen (konsekrierten) Gestalten (can. 1367)
– Gewalt gegen den Papst (can. 1370 §1)
– Absolution des Mitschuldigen an einer Sünde gegen das sechste Gebot, die zwischen dem Beichtvater und dem Pönitenten begangen worden ist (sog. Absolutio complicis: can. 1378)
– Bischofsweihe ohne päpstliches Mandat (can. 1382)
– Verletzung des Beichtgeheimnisses (can. 1388)
– mit Erfolg durchgeführte Abtreibung (can. 1398).“
Quelle: Radio-Vatikan-Mitarbeiter Dr. Gero Weishaupt.
Soweit ich das sehe war Hitler keineswegs exkommuniziert.
Wohingegen ein 13-jähriges Mädchen das abtreibt sehr wohl exkommuniziert ist!
Das bedeutet: Ein Mädchen das ein Baby tötet –-> exkommuniziert!
Ein Hitler der 6 Mio Juden und ein paar Mio. Nichtjuden umbringen läßt –-> katholisch.
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#146   Schopenhauer   23:56:47 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Hüller
Durch welche Tathandlung war Hitler denn automatisch exkommuniziert?
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#19   Schopenhauer   22:25:00 | Freitag, 15. Juni 2007
Saudummes Geschwätz!
Man sollte die USA und London fragen, warum sie die Juden aus Hitlers Reich nicht haben wollten, nachdem die Nationalsozialisten mehrere Angebote an die USA und an Großbritannien gemacht haben.
Also: wenn „wir“ die Türken nicht mehr haben wollen, dann drohen wir einfach sie zu vergasen und machen „Angebote“ an alle möglichen Länder sie doch aufzunehmen, wenn sie’s verhindern möchten. Lehnen die dann ab, dann können wir auch nix dafür wenn wir wieder ein paar Millionen vergasen. „Wir“ haben da ja langsam Übung drin!
:-! :-! :-! :-!
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#25   Schopenhauer   22:19:58 | Freitag, 15. Juni 2007
Der Vatikan könnte…
…wenigstens „Danke! Amnesty, daß du so vielen unserer Glaubensbrüder in verschiedensten Ländern beistehst!“ sagen.
Aber Fehlanzeige! Wer nicht im Staub kriechen will und ein bißchen eine eigene Meinung hat muß boykottiert werden!
Btw: Pünktchen ist anscheinend in Urlaub! O:)
Redaktion benachrichtigen Die Enzyklika des Papstes gegen die Nationalsozialisten
#4   Schopenhauer   18:12:48 | Freitag, 15. Juni 2007
@ Rudolfus
Der erste Kirchenfeind, das Alte Rom, war leider erst nach drei Jahrhunderten überwunden.
Tatsächlich? Obwohl die Evangelisten sich so rangeschmissen haben? Immerhin hat Rom seine „Hände in Unschuld“ gewaschen! Und der erste Christ war auch ein Römer („Wahrlich dieser Mann war Gottes Sohn!“)!
Von Feindschaft ist im NT jedenfalls nicht viel zu spüren. Eher von einem subtilen Werben.
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#23   Schopenhauer   17:56:28 | Freitag, 15. Juni 2007
@ Rudolfus
Das ist Ihre Privatmeinung.
Ich mache nur darauf aufmerksam, daß die Kirche der Menschenrechtsidee stets reserviert gegenüberstand.
Es läßt wirklich tief blicken wenn die Kirche zum Boykott der tatsächlich anerkanntesten Menschenrechtsgruppierung aufruft. Niemand verbietet ihr Kritik zu üben. Aber hier wird das Kind mit Bade ausgeschüttet. AI hat unvergleichlich vielen Menschen geholfen und tut es weiter hin.
Dieses Kirchengesülze ist verlogen und widerlich.
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#20   Schopenhauer   17:47:55 | Freitag, 15. Juni 2007
@ Rudolfus
Der Vatikan hatte schon immer ein Problem mit Menschenrechten. Bisher konnte er das aber nie so offen zeigen. Wäre zu schlecht in der Öffentlichkeit angekommen.
Jetzt hat er endlich den langersehnten Grund gefunden.
Ein Schelm wer Böses dabei denkt!
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#18   Schopenhauer   17:41:29 | Freitag, 15. Juni 2007
Amnesty International
Boykottaufruf des Vatikan gegen die umstrittene Menschenrechtsorganisation ‘Amnesty International’
Na endlich hat die Kirche einen Grund AI zu boykottieren.
Lieber gar keine Menschenrechte als zuviele oder was?
Daß das Menschenrechtsgeschwätz aus dem Vatikan nur Lippenbekenntnisse sind, wird wohl jedem Beobachter der sich ein bißchen kritische Distanz bewahrt hat immer klar gewesen sein.
Redaktion benachrichtigen Wie ein Hund im Zwinger
#27   Schopenhauer   02:04:42 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Sahin
Was ist ihnen lieber – ein liberalatheistischer Eu Gutbürger oder ein Moslem der seinen Glauben hier leben will ?
Letztlich sollte für beide Platz sein. In Deutschland genauso wie in Saudi Arabien!
Die Frage ist nicht wer Ihnen oder mir lieber ist. Der Staat verhält sich weltanschaulich neutral! Wenn Ihnen das nicht gefällt sollten Sie halt wieder in den Nahen Osten entfleuchen und sich dort von Ihren geliebten Moslems meucheln lassen! Gehaben Sie sich wohl!
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#130   Schopenhauer   00:52:46 | Mittwoch, 13. Juni 2007
@ Vorposter
Die eigene Nation ist wie die eigene Familie im Großen.
Eine Volksgemeinschaft, die sich durch Verwandtschaft,
Sprache, Religion und Kultur von anderen Nationen
abgrenzt.
Das ist doch sentimentaler Quatsch. „Nation“ ist eine Idee die eng mit der Aufklärung verknüpft ist und erst seit dem Siegeszug der Aufklärung eine wirkliche Anziehungskraft entfalten konnte.
Sie ist einfach nur der Ordnungsrahmen innerhalb dessen die Bürger miteinander diskutieren und Entscheidungen durchsetzen. Wer zur Nation gehört und wer nicht ist das Ergebnis eines historischen Abgrenzungsprozesses. Die dt. Nation ging nach der Dreiteilung des Reichs Karls des Großen aus dem Ostfrankenreich hervor. Dieser Prozeß hat Jahrhunderte gedauert. Wäre das Reich anders geteilt worden, würden die Grenzen Dtls. heute möglicherweise völlig anders verlaufen.
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#126   Schopenhauer   00:10:51 | Mittwoch, 13. Juni 2007
@ VirFortis
Was meinen Sie damit?
Was kann ich dafür wenn Graf Galle Suizid plant?
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Seuche blüht
#79   Schopenhauer   00:02:25 | Mittwoch, 13. Juni 2007
@ Theophil
Ich kann Ihnen nur raten durch Ihre Welt mit offenen Augen zu gehen. Die Augen offen zu halten für GOTT.
Das mach ich schon seit 24 Jahren! Das Ergebnis: NIX!
Kein Gott weit und breit. Kein Wunder. Keine geheime Offenbarung. Nicht mal ein kribbelndes Gefühl beim Rosenkranz. Nur Leere und gähnendes Nichts.
Deshalb bin ich Buddhist!
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#124   Schopenhauer   23:59:29 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Graf von und zu Galle
Genau das ist unmöglich – die Bundesrepublik Deutschland ist weiterhin ein USA-besetztes Land.
Wissen Sie die „Besatzungsmacht“ hat eine Wohnung von mir angemietet. So verdiene ich monatlich 450 € zuzüglich Nebenkosten an Ihrer „Besatzung“. Also ich kann mir schlimmeres vorstellen.
Übrigens: falls Sie sich tatsächlich umbringen wollen, tun Sie sich am besten mit Pünktchen zusammen. Ich glaube der trägt sich mit ähnlichen Gedanken! :-D
Ich werde dann eine Messe für Sie lesen lassen! o^/
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Seuche blüht
#74   Schopenhauer   23:51:16 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Theophil
Die Heilige Inquisition ist dafür verantwortlich, dass Sie auch heute noch dumme Postings gegen den Glauben absondern dürfen, ohne durch ein muslimisches Gericht abgeurteilt zu werden.
Könnten Sie diesen Unsinn mal erläutern? War Galilei Muslim oder was? Osteuropa wurde Jahrhunderte hinweg von den Osmanen beherrscht, die Zahl der Muslime dort ist trotzdem überschaubar geblieben.
Mit dem Kommunismus sind wir gar nicht so weit auseinander.
Das glaub ich gern. Zwischen Gulags und Inqusition ist der Unterschied nicht allzu groß.
Tatsache ist, dass Ketzer, denen auch nur die Folterwerkzeuge gezeigt wurden und die daraufhin geständig waren, dieses Geständnis innerhalb von 24 Stunden widerrufen konnten. Dann war es ungültig.
Ui! Dann waren diejenigen die so blöd waren sich foltern zu lassen halt einfach selber schuld oder was? Was ist das überhaupt für ein anmaßendes Geschwätz. In den Lagern der DDR wurde auch nur ein bißchen human umerzogen! Damit war die DDR wohl die Vorreiterin von Menschenrechten und Völkerrecht oder was?
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#114   Schopenhauer   18:22:21 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Armenius
Hitler Zitate:
„Die Umstände haben mich gezwungen jahrelang nur vom Frieden zu reden. Der Zwang war die Ursache warum ich jahrelang nur vom Frieden redete. Es ist nunmehr notwendig das dt. Volk allmählich umzustellen.“
„Die wirtschaftlichen Probleme müssen auch gelöst werden. Ohne Einvruch in fremde Staaten oder Angreifen fremden Eigentums ist das nicht möglich. Es entfällt also die Frage Polen zu schonen und bleibt der Entschluß Polen bei erstbester Gelegenheit anzugreifen.
Grundsatz: Ausenandersetzung mit Polen – beginnend mit Angriff auf Polen – ist nur möglich wenn Westen aus dem Spiel bleibt. Ist das nicht möglich ist es besser den Westen anzufallen und Polen gleich mit zu erledigen. Wir werden nicht in den Krieg hinein gezwungen werden aber um ihn herum kommen wir nicht.“
„Endlich kommt der Krieg. Ich habe nur Angst, daß mir noch im letzten Moment irgendein Schweinehund einen Vermittlungsplan vorlegt.“
„Ich werde propagandistischen Anlaß zur Auslösung des Krieges geben, gleichgültig ob glaubhaft. Der Sieger wird später nicht danach gefragt ob er die Wahrheit gesagt hat oder nicht. Bei Beginn und Führung des Krieges kommt es nicht auf Recht an, sondern auf Sieg.
Herz verschließen gegen Mitleid. Äußerst brutales Vorgehen. Der Stärkere hat Recht. Größte Härte.“
Aus: Joachim Fest „Hitler, eine Biographie“
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#458   Schopenhauer   17:51:38 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Manuel
Das sind keine Parteien mit einem rechtsgerichteten Programm. Rechtspopulisten werden von diesen Parteien ausgeschlossen, siehe Beispiel Martin Hohmann.
Seit wann ist die Union keine rechte Partei? Berlusconi ist israelfreundlich. Hamburgs Ex-Innensenator Schill hat eine Pro-Israel Haltung vertreten.
Rechtsradikale für Israel …ww.trend.infopartisan.net/trd0704/t130704.html
Nächstes Beispiel, ein Blog:
Initiative Verteidigt Israel, Kiel
Auch da sucht man natürlich nicht lange um etwas antideutsches zu finden:
Massenmord made in Germany
Zu den Tätern des 11. September und ihren nützlichen Idioten
Von der HSG Studierende für Israel, Kiel und der Antifa Kiel
Natürlich sucht man da nicht lange!
Was genau soll an dem Blog oder an dem Artikel „antideutsch“ sein? Der Artikel ist völlig zutreffend.
Ich weiß ziemlich gut über antizionistische Linke bescheid. Grundsätzlich dürften Linksradikale eher Israelfeindlich eingestellt sein. Bspw. die großen Zeitungen „Neues Deutschland“ oder „Junge Welt“, die regelmäßig antizionistisch verbrämten Antisemitismus servieren. Israelfreundliche Zeitungen wie die von der JW abgespaltene „Jungle World“ verkaufen sich dagegen eher schlecht als recht.
Außerdem ist die „antideutsche“ Haltung mancher Linker ein Produkt Bismarckscher Einigungspolitik und keineswegs eine Folge der Nazis. Bismarck hat eine Politik betrieben die darauf hinaus lief Dtl. und Konservatismus in eins zu setzen. Dagegen wehren sich „Antideutsche“.
des Likud-Blockes, eine rechtsgerichtete Partei.
„Rechts“ ist nicht „Nazi“!
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#99   Schopenhauer   00:01:22 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Graf von und zu Galle
Auch noch mehr als 60 Jahre nach Kriegsende stehen hier amerikanische und britische Truppen
Als Verbündete! Wissen Sie wie viele Millionen Euro die Deutschen im Laufe der letzten 60 Jahre durch die Hilfe der USA gespart haben? Diese haben immerhin einen beträchtlichen Teil des dt. Militärhaushalts finanziert. Auch heute noch müßte Dtl. wesentlich mehr in seine Armee stecken. Aber wir wissen ja daß wir uns auf unsere Verbündeten verlassen können… Da kann man schon mal ein paar Milliarden mehr in Gesundheit oder Bildung investieren…
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#95   Schopenhauer   23:48:43 | Montag, 11. Juni 2007
@ Armenius
Die USA sind selbst ein Nationalstaat.
Europas zwei Weltkriege des 20. Jahrhunderts waren nationalistische Kriege.
Das ist wohl eher Unsinn. Der Erste Weltkrieg war ein Konflikt zwischen dem konservativen Nationalstaat Dtl und den liberalen Nationalstaaten England und Frankreich. Die Konfliktursache war also die entsprechend andere Ausrichtung des jeweils anderen, nicht etwa dessen andere Nationalität. Der Zweite Weltkrieg war ein Krieg zwischen unterschiedlichen Ideologien.
Das Mittelalter kannte auch keinen Nationalismus und keine Nationalstaaten.
Das Mittelalter kannte auch keine Demokratie, keine Mitbestimmung, keine Wissenschaft und nicht die Autorität der Vernunft. Der Nationalstaat ist der Rahmen in dem all dies am optimalsten verwirklicht werden kann. Aus dem Grund entstand er auch. Im Mittelalter herrschte ein völlig anderes Menschenbild.
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#456   Schopenhauer   23:37:52 | Montag, 11. Juni 2007
@ Pünkten u. Manuel
In welchen Rechts-Parteien findet man Philosemiten?
Die Politik Israels wird schon lange von rechten Parteien eher unterstützt als von linken. Die CDU vertritt Israel-freundlichere Positionen als die SPD. Die amerikan. Rep. genauso. Auf der neokonservat. Seite kath.net findet man fast durch die Bank israelfreundliche Artikel.
Die dänischen Rechtsparteien bspw. sind nicht erst seit den Mohammed Karikaturen entschieden pro-israelisch.
Die radikalen Antifas hingegen, die ihren Philosemitismus
Zeigen Sie mir mal wo es solche Antifas gibt. Die Antifas laufen gewöhnlich mit Palästinenser Tuch um den Kopf herum.
Beide vertraten eine rechtsradikale Politik.
Schwachsinn! Sharon steht für eine konservative Politik. Konservativ nicht in dem Sinn des Weichspüler Konservatismus der CDU (eher rechte Sozialdemokratie), sondern des Kons. der britischen Torries oder der amerik. Rep. Sharon hat die Kadima gegründet um aus dem Gaza Strip abziehen zu können!
nicht aber das, was sie belegen müßten
Hä? Es ging darum was die Kirche der gläubigen Frau und Mutter von fünf Kindern rät, die von ihrem ungläubigen, rüpelhaften und HIV-positiven Mann bedrängt wird. Und auch hier verbietet die Kirche Kondome!
Da Sie hier immer den großen Humanisten, Aufklärer und Menschenrechtsaktivisten geben, darf man wohl fragen, wie Sie dazu kommen, einem Meinungsgegner, dem Sie erkennbar nicht gewachsen sind, den Tod zu wünschen!
Gehts vielleich noch dramatischer? Mir kommen schon die Tränen!
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#64   Schopenhauer   01:48:36 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Nationalsoldat
Keiner will einen Brüssler Machtballungszentralismus
Ich auch nicht! Aber viele wollen eine europäische Öffentlichkeit! Ein europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl usw.
Auf nationaler Ebene dauerte es ebenfalls Jahrhunderte bis es voll ausgeprägt war. Auf europäischer Ebene wird es ebenfalls lange dauern. Nur: wenn es den Italienern schlecht geht, dann wird es bald auch den Deutschen schlecht gehen!
Und wenn die Spanier einer Globalisierung und einer Konkurrenz durch indische Billiglohnländer nichts entgegenzusetzen haben, dann hat auch bald Dtl. dem nichts entgegen zusetzen.
Europa ist letztlich auch eine Schicksalsgemeinschaft und ich bin überzeugt, daß dies in Zukunft verstärkt ins Blickfeld rücken wird. Dies hat nichts mit einem „Gutmenschentum“ zu tun und auch nichts mit „Freimaurern“, sondern mit einer Rückbesinnung im besten Sinn des Wortes auf alte europäische Tugenden.
In diesem Sinn kann auch ein Otto v. Habsburg ordentliche Ansichten haben!
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#61   Schopenhauer   01:29:13 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Tchibo
Erstmal:
„Die zentrale Forderung muß sein, die europäische Exekutive endlich in den demokrat. Spielrahmen einzubinden.
Ich meinte natürlich Legislative!
Wann wird diese Seite endlich längere Postings und Mehrfachpostings zulassen?????“
Danach:
Ich kenne mich mit Otto von Habsburg nicht sehr gut aus.
Wie durchdacht sind seine Forderungen?
Ist er nur ein enger Monarchist, der sich einbildet zurück zu bekommen was er verloren hat oder ein wirklicher Intellektueller?
Ganz schlecht heißen würde ich seine Meinung aber nicht!
Der enge Nationalismus der im 20. Jhr. Europa beherrschte und dort durchaus für unsägliches Leid sorgte wird wohl nicht das letzte Wort sein.
Viel klüger wäre es, die positiven Erfahrungen des 20. Jhrds. (Liberalismus, Demokratie, Menschenrechte…) ins 21. Jahrhundert hinüber zu retten!!!
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#132   Schopenhauer   01:12:56 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Nationalsoldat
Die zentrale Forderung muß sein, die europäische Exekutive endlich in den demokrat. Spielrahmen einzubinden.
Ich meinte natürlich Legislative!
Wann wird diese Seite endlich längere Postings und Mehrfachpostings zulassen?????
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#57   Schopenhauer   01:07:30 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Nationalsoldat
Die nationale Exekutive, Legislative usw. sind schon lange internationalem Recht unterworfen.
Die zentrale Forderung muß sein, die europäische Exekutive endlich in den demokrat. Spielrahmen einzubinden.
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#53   Schopenhauer   00:38:44 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Soldat
Was ist denn an dem was ich sage pseudodemokratisch?
Ich finde Europa gut, daraus mache ich keinen Hehl! Es hat etwas von Freiheit und (im besten Sinn des Wortes!) katholischem die engen nationalen Grenzen zu überwinden und „den Geist zu befreien“! Fordert das nicht auch der Papst?
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#51   Schopenhauer   00:30:22 | Sonntag, 10. Juni 2007
Wann wird
Herr Ketelhohn wohl sein diabolisches Gegrinse aus seinem Avatar bei kreuzgang.org entfernen?
Ansonsten war ihre Analyse so tiefgründig wie erwartet und so schwachsinnig wie erwartet!
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#48   Schopenhauer   00:15:52 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Benedikt
Ersatzweise könnte man dem Parlament so wie es besteht mehr Kompetenzen geben, denn besser legitimiert als etwa Kommission oder Ministerrat ist es allemal.
Das meinte ich ja. Letztlich kommt es mir darauf an, daß die Menschen erleben daß das EU Parlament diskutiert und Mehrheitsentscheidungen fällt, also Politik treibt und Entscheidungen trifft an die die nationalen Rgierungen dann auch weitgehend gebunden sind. Natürlich müßte man die Zuständigkeiten genau definieren. Man müßte genau abstufen zwischen EU, Nationalstaat und Region und eine Entscheidung da fällen wo sie notwendig ist. Es geht ja nicht darum Dtl. oder Frankreich abzuschaffen, die Menschen werden auch weiterhin Deutsch oder Italienisch sprechen, sondern darum ein Bewußtsein dafür zu schaffen, daß es auch eine europäische Ebene gibt und daß die Menschen dort ein Mitspracherecht haben.
Wenn die Menschen erleben, daß die Partei die sie bei der Europawahl gewählt haben wirklich Politik treibt und nicht nur abnickt was die nationalen Regierungen ihr vorsetzen, dann werden auch wirkliche gesamteuropäische Debatten entstehen. Dann werden die Portugiesen mit den Dänen und die Dänen mit den Franzosen und den Deutschen um den Weg streiten den die EU zukünftig gehen sollte.
Eine solche Situation sollte man anstreben finde ich.
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#46   Schopenhauer   23:57:12 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Benedikt
Die Franzosen haben die Verfassung abgelehnt.
Knapp! Der Währungsunion haben sie zugestimmt.
Es ist doch einfach so: Wir haben eine Organisation namens EU, diese verfügt über eine gemeinsame Währung was einen Krieg oder auch nur ernsthafte diplomatische Verwicklungen zwischen den Staaten de facto unmöglich macht, wenn die nationale Regierung nicht auch ihren eigen Wohlstand riskieren will. Wir haben das Schengener Abkommen, das jedem EU Bürger erlaubt zu leben, zu arbeiten und zu wählen (!) wo immer er will, wir haben eine sich globalisierende Welt mit Mega-Staaten wie China oder Indien. Das ist Fakt.
Nun stellt sich einfach die Frage ob diese real existierende EU so demokratisch ausreichend legimiert ist. Und das ist sie meiner Meinung nach nicht. Denn die nationalen Regierungen haben vom Wähler ein Mandat erhalten im nationalen Rahmen Entscheidungen zu treffen. Mit der EU existiert aber ein Staat über dem Staat. Wenn man nun nicht will, daß ein quasi Demokratie freier Raum entsteht in dem die Regierungen nach Gusto und ohne den Wähler zu fragen ihre Entscheidungen treffen und vom EU Parlament abnicken lassen, dann muß man Schlußfolgerungen ziehen. Und die einzig mögliche ist meiner Meinung nach die (wenn auch zugegeben etwas unrealistisch klingende) Forderung dem EU Parlament wirkliche Entscheidungsfreiheit zu geben und es vom europ. Volk direkt wählen zu lassen. Das ist meiner Meinung nach die einzig logische Folgerung aus dem status quo.
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#41   Schopenhauer   23:16:45 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Benedikt
ich habe ja gerade gesagt, dass eher ein Europa der Vaterländer dabei herauskommt.
Ich sagte „Schnitt“, nicht „Schritt“!
Deutschland – historisch bedingt sah und sieht man hier eine größere Verantwortung.
Ich glaube da konstruieren Sie sich etwas. Dtl. hätte der Währungsunion nicht zugestimmt, wenn sie nicht der Preis für die Einheit gewesen wäre. Außerdem war Kohl ein begeisterter Europäer.
Das Europaparlament hat nicht nur wenig zusagen, seine Legitimierung ist höchst zweifelhaft
Ich sagte doch, daß es anders legitmiert sein müßte.
Der Grund warum das Europaparlament nichts zu sagen hat, ist daß die nationalen Regierungen keine Entscheidungsinstanz über sich dulden wollen auf die sie keinen Einfluß haben.
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#39   Schopenhauer   22:47:42 | Samstag, 9. Juni 2007
@ VirFortis
Und ich rede nicht davon, daß irgendjemand zu was gezwungen wird.
Aber zwangsläufig wird etwas entstehen (müssen) wie ein europäisches Bewusstsein. Ich habe ausdrücklich gesagt, daß dieses Europa demokratisch legitimiert sein muß. Das ist heute nur unzureichend der Fall. Das Europaparlament wird zwar vom Volk gewählt, treibt aber keine eigene Politik. Es nickt nur die Entscheidungen der europäischen Regierungen ab. Hier herrscht also ein Demokratiedefizit.
Man sollte deshalb ein Europaparlament (ähnlich dem Parlament in der Paulskirche 1848) schaffen, das sich seine Kompetenzen langsam aber sich erstreitet. An entstehenden Diskussionen werden dann gezwungenermaßen alle Menschen Europas teilnehmen. Kein Land wird gezwungen mitzumachen. So wird im Laufe der Zeit ein gemeinsames europäisches Bewußtsein entstehen.
Die Nationalstaaten wird es natürlich auch weiterhin geben. Aber im Sinne einer gemeinsamen Sicherung von Wohlstand und Lebensqualität in Europa wird man um eine verstärkte Zusammenarbeit nicht herumkommen.
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#34   Schopenhauer   22:33:44 | Samstag, 9. Juni 2007
Schrecklich und gefährlich
sind vor allem Leute die von Illuminaten reden als gäb’s die wirklich!
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#31   Schopenhauer   22:17:06 | Samstag, 9. Juni 2007
@ VirFortis
Und die werden dann autonom untergehen im Kampf um Wohlstand und Ressourcen gegen Giganten wie China, Indien oder die USA.
Teile und herrsche!
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#28   Schopenhauer   22:08:03 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Benedikt
Ich glaube nicht, daß Sie die Entwicklung Europas in der Zukunft treffend beschreiben.
Schon mit der Währungsunion wurde ein deutlicher Schnitt zu einem „Europa der Vaterländer“ gemacht. Außerdem fällt mir kein Land in Europa ein das so pro-europäisch ist wie Frankreich. Auf französischer Initiative hin wurde die Währungsunion vollzogen. Auch die Verweigerung Frankreichs für den Irak Krieg enthielt deutliche Züge eines „Appells an ein gemeinsames europäisches Bewußtsein“. Damals wurde sogar von franz. Seite erwogen das franz. Vetorecht in Zukunft gemeinsam/abwechselnd mit Dtl wahrzunehmen.
Zielsetzung muß es sein, dieses Europa demokratisch besser zu legitmieren als das im Moment der Fall ist. Das Europaparlament hat im Moment de facto nur Abnickfunktion. Es muß in den Stand versetzt werden von sich aus ein gutes Stück weit eigenständig Politik zu treiben. Die leider abgelehnte Verfassung enthielt auch genügend Elemente die deutlich über einen Staatenbund hinaus weisen. Bspw. einen Außenminister oder eine Garantie der Grundrechte wie nur ein Staat sie gewähren kann.
Ihre Anmerkungen zur Nation fand ich zutreffend.
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#251   Schopenhauer   21:53:22 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Theophil
Sie wollten wohl sagen wie die Fliegen von der Scheiße, nicht wahr?
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#25   Schopenhauer   21:46:08 | Samstag, 9. Juni 2007
@ all
Ein reiner Nationalstaat sei für gewöhnlich aggressiv.
Und warum schließen sich dann die reinen Nationalstaaten grade friedlich zusammen?
In Wahrheit ist es ganz einfach so, daß der Ex-Kaiser völlig verschiedene Paradigmen durcheinanderwirft.
„Wenn wir jetzt dieses Europa mit den verschiedenen Nationen bilden, werden wir in der Welt genau nach dem Modell der Schweiz eine Art Friedenszentrale werden“ – glaubt von Habsburg.
Das mag schon sein. Aber eben nur wenn man es richtig macht. Der Herr von Habsburg sollte nicht vergessen, daß sein eigenes Kaiserreich am Ende quasi von selbst auseinander gebrochen ist. In früheren Zeiten waren die Menschen politisch nicht beteiligt. Heute hat quasi jeder eine politische Meinung und der Nationalstaat ist der nach wie vor unumstritten anerkannte Ordnungsrahmen für die Meinungsbildung.
Außerdem vergisst von Habsburg, daß sich Menschen in früheren Zeiten nach einem gewissen Maß an Nationalbewußstein bei den Herrschenden gesehnt haben. Im dreißigjährigen Krieg ließen die Fürsten ihre eigenen dt. Landsleute niedermetzeln und ihr eigenes Dtl. verwüsten. In unterschiedlichen Kriegen schoßen Deutsche in den Österreich-Preußen Kriegen aufeinander.
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#244   Schopenhauer   21:30:00 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Pünktchen
aus Wikipedia:
„Im Gegensatz zur Haltung der meisten protestantischen Kirchen ist nach der offiziellen Lehrmeinung der römisch-katholischen Kirche (Humanae vitae) der Gebrauch von Kondomen (wie auch der Anti-Baby-Pille) als Verhütungsmittel abzulehnen, da er wegen der künstlichen Verhinderung einer Kindszeugung nicht der Würde des Menschen entspräche. Als Möglichkeit verantworteter Elternschaft wird einzig die natürliche Familienplanung, z. B. nach Knaus-Ogino oder die Symptothermale Methode mit einem Pearl-Index von 0,3-2,5, akzeptiert.
Vor allem in Europa und den USA wurde das Kondomverbot kritisiert, das Papst Johannes Paul II. auch in den vom HI-Virus geplagten afrikanischen Ländern ausgerufen hat. Als die spanische Bischofskonferenz öffentlich bekannt gab, dass sie unter Umständen das Kondom als Mittel im Kampf gegen AIDS als geringeres Übel akzeptiere, wurde sie vom Vatikan zurechtgewiesen und zog die Aussage innerhalb von 24 Stunden zurück.Die neue Stellungnahme lautete: „Der Gebrauch von Kondomen verstößt gegen die Moral“.“
Aus der „Welt“:
„Die Mitteilung des spanischen Episkopats am 18. Januar durch seinen Sprecher Martínez Camino, in der erklärt worden war, das Kondom könne den Gläubigen erlaubt werden „im Zusammenhang mit der zuverlässigen Verhütung von Aids“, wurde gleich am nächsten Tag von der pontifikalen Autorität zurückgenommen.“
Aber wenn Pünktchen keine Argumente mehr hat, dann flüchtet er lieber…
Feigling!
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#449   Schopenhauer   17:21:35 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Pünktchen @ Manuel
Uta RankeHeinemann ist tendenziös.
Welcher ganze Text? Wissen Sie mir persönlich ist es völlig egal was der Vatikan bezüglich Verhütung zu sagen pflegt. Ich halte mich sowieso nicht dran. Aber wenn Sie glauben, daß ich hier für Sie den Deppen markiere und Belege raussuche für Dinge die allgemein bekannt sind, dann täuschen Sie sich. Jeder weiß, daß der Vatikan Kondome unter allen Umständen als Verhütungsmaßnahme ablehnt wie er überhaupt jede Verhütung ablehnt die er als „Eingriff in den Willen Gottes“ auffasst. Erlaubt ist lediglich die sog. natürliche Verhütung, die also mit dem Kalender arbeitet.Wenn Ihnen nix besseres einfällt als Selbstverständlichkeiten zu leugnen nur um sich vor einer Diskussion zu drücken, dann ist das Ihr Problem und zeigt nur wieder mal wie wenig Sie Ihre eigenen Auffassungen durchdacht haben.
und solchen, die der Gnade und dem Glauben bewußt zuwiderhandeln!
So? Und was pasiert mit den Menschen „die dem Glauben und der Gnade bewußt zuwiderhandeln“? So wie ich zum Bsp?
ein Sharon wird dabei …
Sharon ist nicht LePen.
Die Wikipedia kennt folgende …
Womit wieder mal jeder die Israel positiv gegenüber steht als „Deutschen-Feind“ gebrandmarkt werden soll. Der israelische Nationalstaat basiert auf den gleichen weltanschaulichen Grundlagen wie der deutsche! Abgesehen davon gibt es noch Dutzende andere Formen von Philosemitismus. Bspw. den tatsächlich überaus radikalen der evangelikalen Rechten.
Auch findet man ihn bei bürgerlichen Rechts-Parteien.
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#429   Schopenhauer   16:18:32 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Pünktchen
der dieses und jenes nicht glaube…
An anderer Stelle (ich weiß leider nicht mehr genau wo) stand die Kirche leite aus dem Satz „Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt“ sehr wohl einen entsprechenden Anspruch ab. Behaupteten Sie etwa nicht selbst an anderer Stelle „die Schrift wird uns aus der Hand der Kirche gereicht“ oder so ähnlich? Wollen Sie ernsthaft behaupten man könne nach kath. Auffassung glauben woran immer man will, solange man sich nur vernünftig verhält?
bitte ich um den Beleg
„Gemäß Johannes Paul II. und seinem Sprachrohr Carlo Caffarra, Leiter des „Instituts Johannes Paul II. für Studien über Ehe und Familie“ (von Johannes Paul II. 1980 gegründet) an der päpstlichen Lateranuniversität, ist Verhütung Mord. Deshalb darf z.B. ein HIV-infizierter Bluterkranker lebenslänglich nicht mit seiner Frau verkehren, auch nicht nach deren Klimakterium, weil Kondome eine von Gott verbotene Art der Verhütung sind. Und wenn der bluterkranke Ehemann das nicht fertigbringt, ist es besser, daß er seine Frau ansteckt, als daß er ein Kondom nimmt.- Carlo Caffarra wurde 2006 von Papst Benedikt zum Kardinal erhoben.“
Prof. Dr. theol. Uta Ranke-Heinemann
Der Papst wurde damals nicht zu Unrecht wegen Aufrufs zur Körperverletzung angezeigt. Leider war er kein dt. Staatsbürger. Vor gar nicht langer Zeit wurde die franz. Bischofskonferenz vom Vatikan getadelt weil sie Kondome als im Notfall bessere Lösung bezeichnet hatte. Übrigens bin ich sicher daß Sie das wissen!
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#288   Schopenhauer   15:51:38 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Rudolfus
Es werden jedenfalls Millionen Deutsche das Himmelreich erben und von Gott dafür entschädigt werden, was sie wegen Hitler, wegen der SS und wegen der fremden Armeen erdulden mußten.
Niemand kommt in den Himmel nur weil er was erleiden mußte.
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#91   Schopenhauer   01:32:20 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Stöhr
Der Durchschnittsdeutsche glaubt daß morgen mindestens die Welt untergeht. Der Durchschnittsamerikaner glaubt, daß morgen alles besser wird. Das ist mir einfach sympathischer.
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#88   Schopenhauer   01:15:58 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Dick und Doof
Ach und dieses „land of free“ hat so gar nichts mit Sozialdarwinismus zu tun ?! Sind Sie blind ?
Nö! Die USA ist nur das mir persönlich sympathischste Land. Ich meine damit nicht die Regierung und nicht die Politik, sondern die Menschen, den way of life, den Optimismus. Hier in Dtl. ist alles grau in grau, Pessimismus, Mief und diese Konzentriertheit auf Kriege von vor hundert Jahren. Dann noch diese Nazischeiße überall.
Wer keine Armeen hat, der unterliegt.
Deswegen gibt es das jüdische Volk auch heute noch! Weil es zweitausend Jahre lang eine so starke Armee hatte!
Der Sozialdarwinismus ist keine europäische
Der Sozialdarwinismus konnte seine mörderische Wirkung erst voll entfalten, als er sich mit der in Dtl. gepflegten Naturphilosophie vereinte (Hegel, Marx, Nietzsche…).
Die BRD-DDR-Einheit 1990 hat London und Paris nicht gefreut.
Warum haben sie sie dann nicht einfach verhindert?
Außerdem haben sich die Deutschen als US-Freund erwiesen.
Die USA haben sich auch fair gegenüber Dtl. verhalten. Stichwort: Rosinenbomber.
Das ist ein Trost für den kurzsichtigen Deutschlandhaß der Churchill-Briten.
Es wäre besser gewesen, Churchill wäre von Anfang an britischer Premier gewesen und nicht der naive Chamberlain.
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#84   Schopenhauer   00:55:41 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Irre mal zwei
um Deutschland zu vernichten.
Und warum ließen die Alliierten 1990 noch gleich die Einheit zu? Ach ja richtig! Um Dtl. zu vernichten!
Die Engländer waren aber in allem Hitlers Vorbild, nämlich die ganze Welt zu erobern
Hitler wollte die Welt aber nicht erobern. Er wollte eine Basis für seine Experimente (Züchtung des Herrenmenschen) schaffen und war dabei bereit einen Großteil des slawischen Volkes zu töten.
Hitler interessierte sie nur, weil er eine Gefahr darstellte, England in der Zukunft vom Sockel der Weltherrschaft zu stoßen.
Und warum haben sie ihm dann alles was er wollte auf dem Silbertablett serviert? Sie hatten bspw. während der Remilitarisierung des Rheinlands und auch später noch genug Gelegenheit Hitler gefahrlos auszuschalten.
England hat jedenfalls munter mit Stalins UdSSR kollaboriert
Die Engländer haben sich um die Udssr bemüht. Allein aber schon wegen der hartnäckigen Weigerung Polens irgendwelche Zugeständnisse zu machen konnte daraus nichts werden. Die parallel verhandelnden Nazis hatten wesentlich mehr Erfolg. England wollte einen Krieg verhindern und verhandelte mit Stalin darüber, die Nazis verhandelten mit Stalin über eine Aufteilung Osteuropas. Außerdem war Stalin ein Krieg der bürgerlichen und der faschistischen Staaten nur recht.
Zudem hätte London die Juden in Hitlers Machtbereich retten können, hatte aber kein Interesse daran.
Dtl. könnte die Menschen in Darfur auch retten, hat aber kein Interesse daran… :-!
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#73   Schopenhauer   00:32:29 | Freitag, 8. Juni 2007
@ geSTÖHRter
Und wo steht daß Naturgesetze in der menschlichen Gesellschaft Gültigkeit beanspruchen dürfen? Das ist plattester Sozialdarwinismus.
Außerdem ist es schlicht falsch. Bei den rudelbildenden Tieren geht es selten grausam zu. Jedenfalls sind mir keine Fälle bekannt wo ein Ameisenhaufen einen anderen aufgrund eines „Naturgesetzes“ vergast hätte. Im Gegenteil findet man in jedem zweitklassigen Tierbuch dutzende Fälle von Altruismus auch unter Tieren.
Warum verhielten sich eigentlich die Alliierten nach 45 nicht entsprechend ihrem angeblichen Naturgesetz? Dann gäbe es heute keine Deutschen mehr…
Glücklicherweise gibt es in anderen Ländern weniger geSTÖHRte! Ach wie gern wär’ ich jetzt in land of free, home of the brave! America the beautiful! Stattdessen sitz’ ich hier und muß mich mit verschißenen Nazis rumschlagen. :-!
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#69   Schopenhauer   00:18:59 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Rudolfus
Hitler lehnte einen Krieg gegen das Britische Reich ab.
Hitler wollte freie Hand für seinen Krieg im Osten. Als die Westmächte ihm dies nicht gewähren wollten zog er erst gen Westen. Das ist richtig.
Hitler handelte aufgrund seiner Eroberungssucht und seiner völkischen Wahnvorstellungen. Chamberlain weitgehend auf der des Völkerrechts und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Dieses Recht sieht vor, daß ein Volk in einem Nationalstaat leben darf. Solange Hitler sich darauf beschränkte die in anderen Staaten lebenden Deutschen „Heim ins Reich“ zu holen, konnten die Engländer (entgegen den ständigen Warnungen der Franzosen) zähneknirschend zustimmen. Sie handelten erst als Hitler eindeutig Recht brach und Land beanspruchte das ihm nach keinem Recht dieser Welt zustand. Die Engländer waren bereit über so gut wie alles zu verhandeln. Sie servierten Hitler Österreich und die Tschechoslowakei (selbst die nicht von Dt. besiedelten Gebiete) auf dem Silbertablett. Der alte und unter Flugangst leitende Chamberlain ließ sich eigens ins hinterste Bayern fliegen um mit Hitler über einen Korridor zu Danzig und Ostpreußen zu verhandeln. Alles vergebens. Soll ich Ihnen mal zitieren was Joachim Fest („Ich nicht!“) in seiner Hitler Biographie dazu schreibt? Ein paar hübsche Hitler Zitate sind da darunter.
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#65   Schopenhauer   00:03:48 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Rudolf
Ein unchristliches Volk wie die Deutschen verdient ohnehin nichts Besseres.
Nichts besseres als was? Was habt ihr Nazigesindel denn zu bieten?
Hitler-Zitat über das was die Deutschen verdienen:“…denn das deutsche Volk hat sich als das Schwächere erwiesen und es ist nur ein Naturgesetz daß es dann eben untergeht…Ich könnte dem dt. Volk keine Träne nachweinen…“.
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#55   Schopenhauer   23:38:42 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Rudolfus
Hätten die Briten auf das Gedränge Frankreichs auch nur einen Pfifferling gegeben, dann wäre Hitler schon bei der Remilitarisierung des Rheinlands am Ende gewesen.
Die Briten sind den Nazis soweit entgegengekommen wie es weiter auf keinen Fall mehr ging. Hitler hat sich gegen Ende schon bitter darüber beklagt, daß er seinen Krieg wohl gar nicht mehr bekommen würde…
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#53   Schopenhauer   23:33:36 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Rudolfus
sondern vernichtend und total verloren, als Europas „schwächstes Volk“.
Und deswegen ist Europas „schwächstes Volk“ heute auch wieder vereinigt, das wirtschaftlich stärkste Land Europas und von Freunden umgeben.
Weil die anderen ja alle so gemein sind… :-!
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#49   Schopenhauer   23:24:56 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ VirFortis
Richtig! Jetzt sind’s schon zwei Irre mehr!
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#46   Schopenhauer   23:22:21 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Rudolfo
Noch ein Irrer mehr!
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#279   Schopenhauer   23:13:58 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Graf von und zu Galle
Dies wurden allerdings die Deutschen
und Japaner in den USA auch.
Korrekt! Von dieser äußerst schlechten Behandlung berichten in aller Ausführlichkeit Thoman Mann, Bert Brecht…
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#411   Schopenhauer   23:07:30 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Artois und GerdEric
@ Artois
Nein, das interessiert mich nicht. Sie sollten wieder mit Ihren Händen arbeiten (wo Sie da doch so stolz drauf sind!) anstatt mit dem Kopf, das bekäme Ihnen besser!
Den gleichen Tipp kann man auch Rudolfus geben und überhaupt dem Dreiviertels Forum! Schöne Grüße auch an Murx und Heger! :-! :-! :-!
@ GerdEric
Ob das Christentum nun die Frau zum Geschlechtsverkehr mit Ihrem Ehemann anhält oder nicht, weiß ich nicht genau.
Mir ging es um den ganz praktischen Fall, daß ein Ehemann sich nicht darum schert was Ethik und Moral fordern, sondern seine Frau zum Sex zwingen will obwohl er Aids hat. Dann rät JoPa2: keine Kondome! Lieber drei kleine unmündige Waisenkinder zurücklassen als einmal die Lümmeltüte benutzen.
Frei nach dem Motto:
Wanderer, kommst du in den Vatikan, berichte daß du mich hier liegen sahst wie der Papst es befahl!
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#407   Schopenhauer   22:54:07 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Artois
Nee, Artois is’ klar! Da muß erst so ein ostdeutscher Prolet und Gestapo Apologet wie Du ankommen und es mir erklären!
Schieb’ ab du Trottel!
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#35   Schopenhauer   22:50:17 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Artois
Es zeugt von Unhöflichkeit, die SS als „Hitlers Ermordungsmaschinerie“ zu bezeichnen!
Verzeihung Herr SS-Obersturmbannführer! Hoffentlich werden wir jetzt nicht vergast…
Redaktion benachrichtigen Rassistischer Holocaust
#404   Schopenhauer   22:27:03 | Donnerstag, 7. Juni 2007
@ Pünktchen
Jesus lehrt eine Freiheit vom Gesetz als Geschenk der Gnade, die freilich eine „größere Gerechtigkeit“ einen Überfluß an Gerechtigkeit gegenüber der Gerechtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten (Mt 5,20) bedeutet.
Ja, diese Freiheit konnte man zum Bsp. sehen als Johannes Paul 2. der Ehefrau eines Aidskranken riet wie sie sich verhalten sollte falls ihr Mann zudringlich werden sollte und auf Sex bestehen sollte: auf keinen Fall ein Kondom benutzen!
Oder diese Freiheit kann man bei jedem Dogma oder jeder verbindlich vorgeschriebenen Lehrmeinung sehen. Wer dies und jenes nicht glaubt landet in der Hölle usw.
Wenn Christen also (meiner Meinung nach zu Recht!)
den Gesetzesreligionen vorhalten wie albern es ist, zu meinen man käme in den Himmel nur weil man ein Tier auf eine bestimmte Weise schlachtet oder bestimmte Tiere gar nicht isst usw., so muß man doch immer anmerken daß der eine Aberglaube nur durch einen anderen ersetzt wurde. Jetzt geht es nicht mehr darum das richtige zu tun, sondern darum das richtige zu glauben. Auch nicht besser. Ein Gesetz (Orthopraxie) wurde durch ein anderes Gesetz (Orthodoxie) ersetzt. Von größerer Freiheit kann keine Rede sein. Mit diesem Unsinn hat erst die Aufklärung Schluß gemacht.
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#383   Schopenhauer   23:44:53 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Pünktchen
Das ist ermüdend und für einen intellektuell veranlagten Menschen wie Sie eigentlich eine Schande!
Jetzt schäm’ ich mich aber ganz doll! *schäm* :-$
Mit dieser Kränkung müssen Sie leben!
Mit dieser Kränkung muß ich keineswegs leben. Erstens bin ich kein Jude und diese Diskussion führe ich eher um der Diskussion willen und zweitens sagen Sie ja selbst, daß es Ansichtssache ist welche Religion sich als legitimer Nachfolger des Judentums vor Jesus auffasst.
Dies war schon die ganze Zeit meine Position. Geht man davon aus, daß das rabbinische Judentum im Recht ist, dann folgt daraus logischerweise auch, daß es älter ist als das Christentum.
Hoffentlich ist diese Diskussion jetzt mit diesem salomonischen Urteil beendet. Ich fürchte aber Pünktchen muß wieder das letzte Wort haben!
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#194   Schopenhauer   02:07:39 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Stephanus
Ich kann nicht erkennen, daß jemand in den Dreck gezogen wird der das nicht verdient hätte.
Hitler war nicht irgendein beliebiger Staatsmann der neben allerlei positivem auch ein paar negative Eigenschaften hatte.
Hitler hat in Dtl. das Gegenexperiment zum Rußland unter Stalin durchgeführt. Die Umformung einer Gesellschaft im Sinne einer ursprünglich rechtshegelianischen Ideologie im Unterschied zum Linkshegelianismus der UDSSR. Dabei hat Hitler genau wie Stalin vor keiner Grausamkeit zurück geschreckt die notwendig war seine Wahnvorstellungen Realität werden zu lassen. Einzig deshalb hat er Krieg geführt. Dtl. hat er für seine Zwecke nur benutzt und nachdem die Deutschen sich als unfähig für seine Zwecke erwiesen genauso seiner Ideologie geopfert wie andere Dinge auch. Stichwort: verbrannte Erde. Warum um alles in der Welt sollte man das nicht kritisieren dürfen?
Wo leben wir denn? Mein beiden Großväter haben beide fünf Jahre in der Wehrmacht gedient, trotzdem habe ich keine Hemmungen Hitler und die Nazis als Schweine oder Verbrecher zu bezeichnen. In gewisser Weise waren die Soldaten Opfer, in gewisser Weise auch Täter. Die Nazis haben die Deutschen tatsächlich nicht unbedingt zu etwas gezwungen.
Selbstkritik gibt es auch in anderen Ländern. Und bitte hören Sie doch in Zukunft auf mit dem Tonfall einer beleidigten Leberwurst zu antworten.
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#190   Schopenhauer   01:29:14 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Stephanus
Die Geschichte ist halt ein bißchen mehr als Ihre Verwandtschaft und all ihr sentimentales und tränentreibendes Gerede täuscht doch nicht darüber hinweg, daß Geschichte menschengemacht ist. Wenn eine Maschine nicht funktioniert tröstet man sich auch nicht damit, daß einen der Nachbar gestern noch anerkennend erklärt hat was für ein toller Bastler man doch sei, sondern man repariert sie. Das gilt für ein Land ganz genauso. Ist was schief oder sehr schief gelaufen, dann fragt man sich warum und wieso und versucht die Fehler in Zukunft zu vermeiden. Das ist die normalste Sache der Welt und zeugt von der Größe eine Volkes. Ein Volk das sich immer nur selbst bestätigt wie toll es doch ist, ist letztlich nicht besonders groß sondern ganz besonders klein. So heißt es schon in der Schrift: „Erste werden letzte sein und Letzte erste“.
Vielleicht beherzigen Sie das mal?
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#134   Schopenhauer   01:07:34 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Leblhuber
Morgen mehr?
Das haben Sie gestern schon gesagt und dann bis zwei Uhr morgens weiter gepostet.
Was die Kopfsteuer war weiß ich wohl. Trotzdem gibt es im Christentum kein Äquivalent zu einen Satz wie „Ihr habt eure Religion und ich habe meine und Gott allein ist der Richter!“.
Mir geht es auch nicht darum hier den Islam oder gar seine extremistische Auslegung zu rechtfertigen. Ich wehre mich nur gegen eine Verteufelung ganzer Länder. In Ägypten (das ich nun einigermaßen kenne) leben die meisten Menschen in Verhältnissen die Sie sich nicht vorstellen können. Dann kommen ein paar dekadente Deppen von Jyllands Posten und meinen sie müßten die Toleranz von Leuten testen, deren einziger Besitz auf der Welt tatsächlich nur ihr Glaube an Gott ist. Dieser „Kampf“ der da von einigen so zynisch ausgelobt wird ist ein höchst ungleicher: hier die Superreichen, da die Entwicklungsländer. Sowas ist Volksverdummung und Volksverhetzung.
zum Iran: Ich bin kein Fan des Iran. Trotzdem ist es lächerlich wenn in den Medien fleißig der Iran kritisiert wird, Saudi Arabien aber nicht. Saudi Arabien ist hundertmal rückwärtsgewander und der dortige Islam hundertmal intoleranter als die Shia in Iran. Saudi Arabien aber liefert fleißig Öl und was will der Westen mehr? Vieles müßte in Iran verändert werden, das ist richtig. Aber ganz zu Anfang sahen tatsächlich eine Menge islamischer Intellektueller in der islam. Republik einen Weg Ost und West zusammenzubringen.
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#182   Schopenhauer   00:51:22 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Sahin
Na gewiss bei Ihnen in Saudi Arabien was? :-D
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#179   Schopenhauer   00:34:27 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ Stephanus
„Wer seine Kinder liebt der züchtigt sie“ heißt ein Sprichwort.
Soll heißen: Wer sein Land liebt der äußert Kritik.
Hirnlose Selbstbeweihräucherung nützt niemandem. Selbsthaß auch nicht. Geschichtsklitterung schon gar nicht.
Einen Dr. Heger kann Dtl. nicht brauchen!
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#369   Schopenhauer   00:25:31 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@ GerdEric
Pünktchen dürfte auch der einzige Leser sein der diese Seite ernst nimmt!
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#132   Schopenhauer   23:35:47 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Leblhuber
Die arabischen Länder sind aber genauso islamisch wie Dtl. christlich ist. In Dtl. herrscht keine Religionsfreiheit aufgrund des Christentums sonderns aufgrund der Emazipation von ebendemselben. Das Christentum kennt überhaupt keine Toleranz gegenüber Andersgläubigen („wer nicht für mich ist, ist gegen mich…“). Verträge mit Andersgläubigen (bspw. Juden) werden Sie in der europäischen Geschichte wohl vergeblich suchen.
Das heutige Europa hat mit alter hellenischer Philosophie mehr gemein als mit der Kirche. Auf dieser Grundlage hat es einen beispiellosen Höhenflug hingelegt.
Glauben Sie etwa ernsthaft das würde in anderen Ländern nicht zur Kenntnis genommen? Dort sitzen auch intelligente Menschen die sich fragen was anders laufen muß um einen identischen Erfolg zu haben. Die Antworten sehen Sie in der Türkei die kritiklos alles aus dem Westen übernommen hat (Kleidung, Latein, Kalender…), in Ländern die sich abschotten (Taliban) oder im Iran wo versucht wird eine Mischform aus Demokratie und Religion zu fahren.
Letztlich leben wir alle auf einer Welt und Monster gibt es nicht. Weder ist alles im Judentum gut, noch alles im Islam böse. Heute kämpfen Christen und Juden gemeinsam für Israel, gestern kämpften Juden und Moslems gemeinsam gegen die Kreuzfahrer.
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#364   Schopenhauer   22:51:42 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Pünktchen
Dabei schließt Bezogenheit eine eigene Substanz ja nicht aus, im Gegenteil: als Beziehungsgröße kommt nur ein Partner mit Selbstand in Betracht.
Ach was? Und wo kommt der auf einmal her?
Wo nimmt denn der Partner seinen Selbstand her? Doch wohl aus seiner Vergangenheit, also von vor Masada, Bar Kochba und der Tempelzerstörung. Grade noch haben Sie geleugnet, daß hier überhaupt eine Verbindung besteht.
Abgesehen davon hat ab dem 7. Jahrhundert ein wesentlicher Teil des jüd. Volkes unter islamischer Herrschaft gelebt. Der große Maimonides bspw. hat eine Liste mit Ratschlägen zum Umgang mit Andersgläubigen geschrieben. Um die 80 Prozent davon befassen sich mit dem Islam, nur 20 Prozent mit Christen. Durchweg kann man bei Maimonides der bis heute als einer der einflussreichsten Denker des Judentums gilt und nach der Einnahme des maurischen Spanien nach Alexandria flüchtete einen weit größeren Einfluß des Islam und besonders islamischer Denker finden als christlicher Denker. Schon allein deshalb weil er während der Blütezeit des Islam lebte und die islamisch-arabische Kultur damals dem christlichen Europa nach der Zerstörung des röm. Reichs und der Völkerwanderung unendlich überlegen war.
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#130   Schopenhauer   22:25:54 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Heger
Letzlich geht es um das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Volkes. Dieses Recht besitzt auch das jüdische Volk. Natürlich auch das palästinensische Volk. Es ist nur immer lustig wenn die die das Selbstbestimmungsrecht ihres eigenen Volkes nie in Frage stellen würden, das bei Israel ganz selbstverständlich tun.
Im Zuge der Nationalstaatsbildung wurden Unmengen von Kriegen geführt und Verbrechen begangen. Würde man es mit der Moral ernstnehmen müßte man praktisch sämtliche europäische Nationalstaaten auflösen.
Komischerweise wollen die antijüdischen Obermoralisten aber immer nur Israel auflösen weil im Zuge dessen Gründung unabweisbar ebenfalls Verbrechen verübt wurden. Wie viele Kriege wurden noch gleich geführt um Dtl. zu einen? Wie viele Hunderttausend Zivilisten sind noch gleich bei der Belagerung von Paris 1871 verhungert?
daß die Anfänge einigermaßen im Dunkeln liegen.
Seit wann fanden denn die Revolutionen bei Nacht statt? Die Deutschen wollten einen Nationalstaat, die Italiener wollten einen, die Amerikaner wollten unabhängig sein, die Ungarn die Habsburger-Monarchie auflösen und die Juden wollten Israel. Wo liegt da was im Dunkeln?
Aber wieso „Korrektiv des Islam“?
Weil bspw. die Eroberungszüge der Kalifen nach den vier sog. rechtgeleiteten von manchen aufklärerisch orientierten Schriftstellern und Journalisten (aber auch von den Shiiten generell) als mit der Absicht Mohammeds nicht vereinbar erklärt wird. Usw. Es gibt viele Beispiele.
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#361   Schopenhauer   22:05:22 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Pünktchen
Sie sagten das Judentum sei „ganz und gar (wenn auch negativ)“ auf das Christentum bezogen. An verschiedenen anderen Stellen leugneten Sie dann die Kontinuität des Judentums. Es ist nicht meine Schuld wenn Sie geistig nicht flexibel genug sind um zu begreifen, daß Sie damit 1.) dem Judentum jeden positiven Kern rauben und damit typische antijüdische Klischees bedienen (gehäßige, böse Juden, grundlose Christenfeinde…) und 2.) mit Hilfe der Geschichtswissenschaft qualitative Wertungen vornehmen wollen. Historiker sind nur in der Lage festzustellen, daß es eine Religionsgemeinschaft namens Judentum seit über 2500 Jahren gibt. Ob die nun nach Meinung der Christen oder Moslems heilsgeschichtlich nicht mehr aktuell ist, ist deren Privatmeinung und hat für Historiker keine Bedeutung.
Ihre verlinkten Quellen sind weit davon entfernt zu behaupten, daß Judentum sei nur eine Reaktion auf das Christentum. Vielmehr stellen Sie im Geist eines zukünftigen Dialogs zwischen beiden Religionen auch Einflüsse der Christen auf die Juden fest. Nicht mehr und nicht weniger.
Es ist geradezu lächerlich wie Sie hier den gläubigen orthodoxen Juden Wolfsohn, einen politisch konservativ eingestellen Pro-Zionisten, zum speichelleckenden Alibi Juden der Antijudaisten stilisieren wollen!
Abgesehen davon ist Ihre Paranoia bezüglich Accounts wirklich nervig und Ihre Ausführungen bzgl. „Nazi-Keule“ sollten Sie gelegentlich mal Ihren Abtreibungsdiskussionen berücksichtigen!
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#300   Schopenhauer   00:13:21 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Leblhuber
Trotzdem sollte man in Israel endlich mal die Zivilehe einführen!
Es geht auch einfach darum, daß die Orthodoxie auf diese Weise ihre dominante Stellung ausbauen will. Gerade im Hinblick auf andere Strömungen (bspw. reformiertes Judentum) ist dies im Prinzip inakzeptabel. Auf subtile Weise versucht die Orthodoxie hier ihre Auffassung von Rechtgläubigkeit durchzudrücken. Wer hat schon Lust zum Heiraten nach Zypern zu fliegen?
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#126   Schopenhauer   00:05:06 | Dienstag, 5. Juni 2007
@ Rudolfus
Ich wollte damit auch nur deutlich machen, daß es eine längst überholte Auffassung ist die Geschichte eines Volkes als notwendig zum Nationalstaat hinführend zu interpretieren.
Der Nationalstaat ist vielmehr eine neue Idee die ca. ab der Französischen Revolution eine ungeheure Anziehungskraft ausgeübt hat und bis heute ausübt.
Überspitzt kann man sagen: Der Nationalstaat macht sich sein Volk selbst.
Ob die heutigen Deutschen also von den Germanen abstammen oder nicht oder ob die Juden von Abraham oder irgendwelchen Chasaren abstammen oder nicht, ist völlig zweitrangig. Der Nationalstaat ist sowieso eine neue Idee und hat weder mit Abraham noch den Germanen irgendwas zu tun.
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#124   Schopenhauer   23:53:12 | Montag, 4. Juni 2007
@ Heger und Leblhuber
@ Heger
Was Sie schreiben ist nun wirklich logischer Bullshit. Israel wurde nicht wegen Abraham oder seiner Nachfahren gegründet, genauso wenig wie August Bebel Unrecht hätte wenn Kain nicht Abel erschlagen hätte. Israel wurde gegründet weil der Wunsch nach einem Nationalstaat vor hundert und zweihundert Jahren in der Luft lag und auch die Juden erfasste. Deutschland wird auch nicht aufgelöst obwohl heute jeder Depp weiß daß die heutigen Deutschen eher weniger von den Germanen abstammen.
@ Leblhuber
Die europäische Aufklärung ist das Resultat einer spezifischen historischen Entwicklung.
Was dann wohl bedeutet, daß ihre Ergebnisse auch nur ein Europa Gültigkeit beanspruchen dürfen oder wie?
Als man bemerkte, daß die Erde eine Kugel war erschütterte dies das Selbstverständnis Europas enorm. Was gibt Ihnen Grund zu der Annahme daß solche Erschütterungen in anderen Kulturkreisen ausgeblieben sind? Die Aufklärung basiert auf hellenistischer Philosophie und Denkweise weit mehr als auf einem kath. Gedankengefängnis. Die alten Philosophen aber übten starke Einflüsse auch auf islamische Denker aus.
Dem Islam mangelt es an diesem Korrektiv. Der Koran rechtfertigt den Kampf nicht nur…
Das Korrektiv des Islam ist im allgemeinen die Lebzeit Mohammeds. Der Islam interessiert mich auch weniger. Was mich mehr interessiert sind die Menschen in den Entwicklungsländern die unter pauschalen Äußerungen wie die von Ihnen zu leiden haben. Sie argumentieren doch nur den Fanatikern in die Hände.
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#287   Schopenhauer   23:31:07 | Montag, 4. Juni 2007
@ Sauerkraut und Leblhuber
während andere jedesmal auf 1500 Zeichen pro Kommentar beschränkt auf den Kommentar eines weiteren Lesers warten müssen!
Wer hindert Sie denn daran sich auf Kotz und Kot.net auch einen Zweitaccount zuzulegen?
Das Judentum nach 70 ist, mit dem Zentrum der Thora und ihrer fortschreitenden Auslegung, kein anderes, als das nach 70, wenn man den Tempelkult weglässt.
Also diese Theorie dürfte genauso wenig haltbar sein. Erstens mal ist es im Sinne eines Dialogs mit dem Judentum keine kluge Ausgangsposition weil sie (in theologisch/religiöser Hinsicht) nur der einen Seite Forderungen auflastet (dem Christentum), während die andere Seite ins Quasi-Unangreifbare (die mythischen biblischen Zeiten) gehievt wird. Zum anderen weil niemand (und auch die Juden nicht) allein auf der Welt leben. Allein der gesunde Menschenverstand sagt einem bereits, daß alles mit allem verwoben ist.
Wollen Sie bspw. die Kath. Kirche verstehen müssen Sie sich seit Luther jedes Wort des Papstes und jeden Satz auf einem Konzil implizit als auf den Protestantismus bezogen denken. So albern es nun wäre daraus abzuleiten die Kirche sei nach Luther nur noch eine leere antilutherische Hülse, so falsch wäre es auch zu sagen Luther hätte überhaupt keine Einfluß gehabt.
Das Reform Konzil von Trient und die damit einhergehende „Säuberung“ der Kirche wäre ohne Luther kaum denkbar gewesen.
Sicherlich gab es auch Einflüsse des Christentums oder des Islam auf das Judentum. Warum denn auch nicht?
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#284   Schopenhauer   23:07:21 | Montag, 4. Juni 2007
@ Pünktchen
Von „bösen Absichten“ war nun wirklich keine Rede!
Das Problematische Ihrer These ist nicht, daß Sie behaupten es hätte christliche Einflüsse auf das Judentum gegeben. Das Problematische ist vielmehr, daß Sie behaupten das Judentum sei überhaupt nur eine Reaktion auf das Christentum. Dies leugnet implizit jeden positiven Wahrheitskern in ebendemselben. Das bedeutet das Judentum sei eine grundlose (weil eben ohne positiven Gegentwurf) Antwort auf das Christentum. Wenn nun aber etwas grundlos (ohne sachlichen Grund/Kern) zurückgewiesen wird,dann passiert dies wohl nur durch negative Eigenschaften der beteiligten Personen. Man muß schon sehr gehässig, bösartig usw. sein um eine Wahrheit nur deshalb zu bestreiten, damit man sie eben bestreitet. Genau dies behaupten Sie! Belege dafür haben Sie keine. So konnten Sie nicht angeben mit welchen Methoden die Wissenschaft den Wahrheitsgehalt einer Religion mißt um angeben zu können sie sei bis zu Jahr X wahr, danach aber falsch gewesen. Vielmehr bestritten Sie, daß die Wissenschaft dazu überhaupt in der Lage sei. Was denn nun? Sie präsentieren doch ständig Jahreszahlen und Kalenderdaten um uns weiszumachen bis zum Jahr X sei es so, danach aber ganz anders gewesen. Wären Sie intellektuell redlich müßten Sie eingestehen, daß es nur Ihr persönlicher Fanatismus ist den Sie nun offenbar noch als „Dialog“ beschönigen wollen.
Sie unterstellen hier den Gläubigen einer Weltreligion implizit die schlimmsten Eigenschaften und nennen das „Dialog“.
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#279   Schopenhauer   22:23:05 | Montag, 4. Juni 2007
@ Pünktchen
Lassen Sie uns doch bitte teilhaben an Ihrem Wissen.
Mit welchen Methoden stellt denn die Geschichtswissenschaft fest, daß eine Religion bis zum Jahr X eine Religion mit einem Wahrheitsgehalt war, nach dem Jahr X dann aber keinen mehr besessen hat?
Überhaupt: war das Judentum nun also plötzlich bis 600 n. Chr. ein „besseres“ Christentum als nachher? Wie stellt die Wissenschaft so etwas fest?
Ob das Judentum bei allen ablehnenden Poitionen gegen die Übermacht des Christentums einen poitiven Kern bewahrt hat und damit dann eine überzeitliche Verbindung aufrecht hält zu biblischen Zeiten, daß ist die individuelle Gewissensentscheidung eines jedes Menschen.
Oder wollen Sie wissenschaftlich ermitteln lassen ob es dem Konzil von Trient gelungen ist originär kath. Positionen gegen die lutherische Herausforderung zu bewahren?
Auch das ist eine private Glaubensentscheidung.
Die Wissenschaft kann nur schildern wie es war, nicht warum!
Denken Sie an die Evolutionstheorie! Die Kirche verbittet sich auch die Auffassung manscher Wissenschaftler, die meinen ihre Theorie erkläre nicht nur wie sondern auch warum!
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#276   Schopenhauer   21:57:59 | Montag, 4. Juni 2007
@ Pünktchen
Der von Ihnen verlinkte Text zu Matthias Morgenstern ist absolut lesenswert und auch zutreffend.
Inwiefern Morgenstern allerdings Ihre antijudaistischen Ansichten hier stützt,kann ich nicht erkennen.
Schon ganz zu Anfang stellt Morgenstern fest (und dies Absicht dürfte auch Wolfsohns Vortrag zugrunde liegen!), daß ein interreligiöser Dialog zwischen Judentum und Christentum nicht stattfinden kann wenn man nur vom Christentum als einseitig jüdisch inspiriert spricht. Zu diesem Zweck(dem Zweck des Dialogs!) findet er es hilfreich auch auf umgekehrte christliche Einflüsse einzugehen. Wörtlich heißt es in dem Text „auch“ und nicht etwa (wie Sie lesen) „nur“.
Ihre Ausführungen legen in ihren antijudaistischen Grundtendenzen auch nahe, das Judentum habe praktisch aktiv in freier Entscheidung und aus böser Absicht Gegenpositionen bezogen. In Morgensterns Aufsatz hingegen wird deutlich, daß das Judentum erst dann reagierte als es nicht mehr anders ging. Es reagierte also gezwungenermaßen und meistens passiv abwehrend gegen eine als (Zitat:) „feindliche“ Umwelt.
Es sind Ihre persönlichen schlechten Eigenschaften die Sie aber zu Ihrem größten Fehlschluß führen. Dem nämlich mit wissenschaftlichen Methoden feststellen zu wollen ob eine andere Religion einen wahren positiven Kern enthält. Gerade das aber ist die individuelle Entscheidung eines jeden Gläubigen und der Respekt anderen Religonen gegenüber gebietet es diese anzuerkennen. Es ist nicht Ihre Aufgabe andere Religionen zu bewerten
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#37   Schopenhauer   02:34:32 | Freitag, 1. Juni 2007
@ Leblhuber
Sosehr ich Ihre Ausführungen zum Thema Christentum-Judentum auch schätze, sowenig kann ich Ihre Meinung zum Islam gutheißen.
Erstens sind Ihre Zitate wesentlich aus dem Zusammenhang gerissen. Zweitens dauerte es bspw. in Ägypten mehr als 400 Jahre seit der islamischen Eroberung bis dort mehr Muslime lebten als Christen (auch heute noch sind über 10 % der ägyptischen Bevölkerung christlich, wie viel Prozent sind es bspw. in Spanien?). Drittens und das ist das entscheidende Argument legen Ihre Ausführungen nahe, daß die Bewegung der Aufklärung eine ausschließlich auf den christlichen Raum beschränkte Bewegung sei. Selbstverständlich ist das völlig absurd!
Die Aufklärung legt eine Priorität auf die allumdassende Gewalt der Vernunft! Und vernünftig sind wohl alle Menschen! Selbstverständlich wird es erstmal zu Grabenkämpfen innerhalb des Islam kommen. In diesen Kämpfen aber ist es die Pflicht eines aufgeklärten Europäers die richtige Seite zu unterstützen!
Keinesfalls aber ist es im Sinne der Aufklärung die Allgewalt der Vernunft als ein Phänomen der Christen hinzustellen.
Eben das ist die Argumentation von Pünktchen, der die Errungenschaften der Aufklärung als typisches Ergebnis des Christentums zu verkaufen versucht. Das ist natürlich Unsinn!
Wenn die Menschen vernünftig sind (und das ist die These der Aufklärung!), dann sind alle Menschen vernünftig, unabhängig von ihrer Religion!
Wie lange mußte die Vernunft gegen die Kirche streiten bis sie endlich Recht bekam?
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#188   Schopenhauer   02:10:35 | Freitag, 1. Juni 2007
@ Pünktchen
Nach der nationalen Katastrophe des jüdischen Aufstands gegen die römische Herrschaft und des darauf folgenden Exils war eine „Neugründung“ des Judentums notwendig.
Es ist einzig und allein den im NT so überaus negativ dargestellten Pharisäern zu verdanken,daß es heute noch so etwas gibt wie ein Judentum.
Bei den Pharisäern handelte es sich um eine Reformbewegung innerhalb des Judentums die nie wirklich zur Macht gekommen war.Erst nach der Katastrophe von Masada erhielten die Pharisäer die unerwartete Gelegenheit ihre Reformvorstellungen zu verwirklichen. So gesehen verdankt das heutige Judentum in seiner Gestalt sich wesentlich dem Wunsch das Judentum vor Masada in die Zeit nach der Vertreibung zu retten. Dazu kommen die Reformwünsche der Pharisäer. Beides zusammen ergibt das sog. talmudische Judentum. Zweifellos sah sich dieses Judentum im Laufe der Jahrhunderte zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Sei dies das Heidentum des römischen Reiches, das Christentum mit seinem Wahn des Gottesmordes oder dann dem Islam. Auf all diese Herausforerungen hat das Judentum reagiert. So findet man bei den sog. sephardischen Juden Eigenheiten die nur mit einer Opposition gegen den herrschenden Islam zu erklären sind.
Auch innerhalb des Christentums gab es verschiedentlich klare Absetzungsbewegungen. Bspw. das Konzil von Trient das die Kath. Konfession von der Evangel. abzugrenzen sucht.
Warum nun das Judentum „negativ“ auf das Christentum bezogen sein soll, konnten Sie nicht erläutern
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#166   Schopenhauer   15:49:56 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ Pünktchen
Sie schrieben das Judentum sei „ganz und gar(wenn auch negativ)auf das Christentum bezogen“.
Wenn etwas ganz und gar negativ auf etwas anderes bezogen ist,dann ist es wohl mit anderen Worten die Antithese desselben.
Aus der von Ihnen zitierten Wolfsohn-Stelle geht nirgends hervor,daß das Talmud Judentum überhaupt irgendwie auf das Christentum(geschweige denn negativ) bezogen sei.
Sie konstruieren sich einen subjektiven geschichtlichen Ablauf und sind auf Nachfrage nicht fähig objektive Beweise für Ihre Thesen anzubringen.
Beantworten Sie bitte mal folgende Frage:
Warum mußte sich das Judentum in einem durchaus bewundernswerten Akt der Quasi-Neugründung neu konstituieren? Aufgrund der Niederlage des jüdischen Aufstands gegen die römische Besatzungsmacht und die anschließende Vertreibung der gesamten jüdischen Bevölkerung, der Namensänderung des Landes von Israel in Palästina und dem Verbot (übrigens durch die römischen Kaiser nach ihrem Übertritt zum Christentum verlängert und erst von den Moslems abgeschafft) Jerusalem zu betreten?
Oder etwa aufgrund der Konkurrenz des Christentums das die jüdischen Eliten argumentativ in eine solche Bedrängnis brachte, daß diese gar nicht anders konnten als sich als Anti-Christentum neu zu gründen?
Wie viele schlechte Eigenschaften muß man Menschen andichten um es logisch erscheinen zu lassen, daß diese aus reiner Böswilligkeit (denn was ist es sonst?) die eigentlich erkannte Wahrheit ablehnen und stattdessen eine Gegen-Wahrheit gründen?
Redaktion benachrichtigen In der Hölle sind die Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt haben
#131   Schopenhauer   01:21:55 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ obelix
Gehen Sie etwa schon zu Bett? Ist doch erst halb zwei Uhr am Morgen…!
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#155   Schopenhauer   00:28:14 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ Pünktchen
Sie äußerten am 30. Mai 2007 um 9:49 Uhr:
„Es ist jedenfalls eine Tatsache, daß vermehrt nicht nur das Jüdische des Christentums wahrgenommen wird, sondern – durchaus von Juden! – auch das verborgen (Anti-)Christliche des Judentums. Auch eine negative Relation bleibt ja eine Relation!“
Wo ist hier etwas verfälscht?
Wo sind endlich Ihre Belege?
Ich warte…
Redaktion benachrichtigen In der Hölle sind die Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt haben
#128   Schopenhauer   00:25:01 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ Pünktchen
Von Menschenrechten war da noch gar keine Rede!
So? Ist es also nicht die sittliche Vernunft die mich Ihrer Meinung nach zwingt mein Gegenüber als Subjekt wahrzunehmen? (Es sei denn natürlich es handelt sich bei dem Gegenüber um DDL, dann darf man fleißig Rufmord betreiben!). Ist das nicht Ihrer Ansicht nach die Grundlage der Menschenrechte?
die Freiheit im Verhältnis zu einer erkannten religiösen Wahrheit bestünde in einer Verweigerung ihr gegenüber!
Wofür taugt dann also das Recht auf Religionsfreiheit? Doch wohl nur dazu sich gegen die Kirche zu stellen und also (Ihrer Meinung nach!) zu sündigen! Daraus folgen die von mir satirisch wiedergegebenen Schlußfolgerungen. Ein Ungeborener hat Rechte, ein Lebender muß als Subjekt behandelt werden, ein Totet aber hat weder Rechte noch muß er als Subjekt geachtet werden. Statt dessen darf er fleißig gequält werden nur weil er das in Anspruch genommen hat wozu die sittliche Vernunft einen angeblich zwingt.
Wenn man stirbt, hört man auf ein Mensch zu sein!
So? Dann sind die Menschenrechte also doch biologistisch begründet?
Mensch wird man mit der Zeugung, nicht erst mit der Geburt.
Habe ich das bestritten? Ich sagte „ein Mensch der noch nicht geboren wurde“.
Beide haben Wahrheit und Recht gebeugt
Falsch! Sie haben Wahrheit und Recht jeweils links- bzw. rechtshegelianisch definiert und es dann entsprechend angewandt. Wahrheit und Recht sind eben nicht absolut sondern hängen mit dem vertretenen Weltbild zusammen.
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#153   Schopenhauer   00:09:59 | Donnerstag, 31. Mai 2007
@ Pünktchen
Zitat: „…auch das verborgen (Anti-)Christliche des Judentums.“
und:
„…und ist als jüngere Schwester des Christentums ganz und gar (wenn auch: negativ) auf dieses bezogen!“
Sehr wohl sprechen Sie also vom „ganz und gar (Anti-)christlichem“ des Judentums.
Das bedeutet in Konsequenz daß das Judentum aus nichts anderem besteht als aus einem „Gegen das Christentum gerichtet“ sein.
Und das möchten Sie doch bitte belegen!
Gern können Sie auch die Stelle in dem Aufsatz des Zionisten Wolfsohn wiedergeben, an der dieser solches behauptet.
Redaktion benachrichtigen In der Hölle sind die Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt haben
#126   Schopenhauer   23:46:27 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen
Die Freiheit besteht in der willentlichen Abwendung von dem, was man als wahr und glaubwürdig im Innersten erkannt hat.
Wo ist der Sinn dieses Satzes? Ein solcher Satz offenbart Ihren ganzen Zynismus. Also fassen wir zusammen: Ein Mensch der noch nicht geboren wurde besitzt bereits Menschenrechte, der Mensch der geboren ist nimmt diese Menschenrechte in Anspruch. Einige davon garantieren bspw. Meinungsfreiheit oder Religionsfreiheit. Daß das so richtig ist, soll laut Pünktchen jeder Mensch mit Hilfe von Moral und Ethik einsehen können. Gleichzeitig kann man aber laut Pünktchen diese Rechte wohl nur in Anspruch nehmen um zu sündigen, also sich von dem „was man als wahr und glaubwürdig im Innersten erkannt hat“ abzuwenden. Also scheint es daß hier ein Recht auf Sünde besteht. Stirbt man nun verliert man erstens auf eine ominöse Weise all die Rechte die man seltsamerweise vor der Geburt schon besessen hatte und wird anschließend noch in die Hölle gesteckt weil man Rechte in Anspruch genommen hat, deren Wahrheit angeblich von der Moral verbürgt ist.
Wer soll das verstehen?
einer objektiven, sie normierenden Wahrheit ihrem ideologischen und politischen Machtanspruch unterworfen
Quatsch mit Soße. Beide glaubten in Besitz einer Wahrheit zu sein und haben diese Schritt für Schritt konsequent verwirklicht.
Redaktion benachrichtigen Rassistischer Holocaust
#150   Schopenhauer   23:41:55 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen
In dem Aufsatz von Wolfsohn ist nicht die Rede von einem Antichristentum. Daß das Judentum sich von Christentum abzusetzen versucht hat (genauso wie umgekehrt) bestreitet niemand. Sie haben aber die These in die Welt gesetzt, daß Judentum sei nichts anderes als ein Antichristentum.
Wo sind bitte Ihre Beweise?
Zitate?
Redaktion benachrichtigen In der Hölle sind die Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt haben
#122   Schopenhauer   22:35:51 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß im Gericht eine Art katechetisches Fragespiel durchgeführt wird!
Das heißt man muß nicht Katholik sein um in den Himmel zu kommen?
Man muß vielmehr glauben, was sich sich einem als glaubwürdig oder innerlich verpflichtend zeigt
Wenn man glauben muß und nicht etwa kann, wo ist dann die Freiheit? Wieso sollte man für etwas in der Hölle schmoren worauf man keinen Einfluss hatte?
Und ob Alice Schwarzer oder Stalin wirklich der Wahrheit vor einem mutwilligem und selbstsüchtigen Für-wahr-gelten-sollen…
Warum führen Sie hier plötzlich eine Wertung ein? Was für Hinweise haben Sie, daß Hitler oder Stalin selbstsüchtig oder mutwillig handelten? Erst tun Sie sehr objektiv und sprechen vom Zwang den die Vernunft selbst ausübt, dann aber wollen Sie mit einer Wertung das Ergebnis einer Überlegung vorweg nehmen indem sie andere Ergebnisse als mutwillig oder selbstsüchtig abqualifizieren. Ich glaube nicht, daß das den Erfordernissen einer sachlichen Argumentation entspricht.
Der Universalitätsanspruch der Vernunft/Ethik steht nicht im Widerspruch zur universellen Wahrheit, die die Kirche verkündet.
Wenn die Erde eine Kugel ist, dann ist das eine universell gültige Wahrheit die von jedem weltweit eingesehen werden kann. Das Maria leiblich in den Himmel aufgefahren ist oder die Dreifaltigkeit doch nur einen Gott postuliert ist dagegen keine universell gültige Wahrheit in dem Sinn als daß sie von jedem ohne weiteres begriffen werden könnte.
Redaktion benachrichtigen Rassistischer Holocaust
#145   Schopenhauer   22:13:11 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen
Bitte bringen Sie doch endlich die geforderten Nachweise, daß das neuere Judentum ausschließlich als Antichristentum definiert ist! Dies würde immerhin voraussetzen daß sich der Talmud (immerhin ein Werk von mehreren zehntausend Seiten) sich ausschließlich mit der Widerlegung des Christentums beschäftigt. Sicher fällt es Ihnen angesichts eines so umfangreichen Werkes wie dem Talmud leicht entsprechende Zitate beizubringen.
Wenn Sie allerdings erst mal hilfesuchend bei Leblhuber nachfragen müssen und diesen auffordern müssen verleumderische Talmud Zitate aus rechtsextremen Quellen richtig zu stellen, dann stellt sich die Frage wie kompetent Sie überhaupt in Sachen Talmud sind. Denn anscheinend wissen Sie zwar nicht was da drin steht (sonst müssten Sie nicht Leblhuber fragen) fühlen sich aber kompetent genug um zu konstantieren daß es sich beim Judentum nur um ein Antichristentum handeln könne.
Wo bitte sehr sind Ihre Beweise?
Machthaber des Landes sich …delegitimieren.
Die Machthaber sind eine demokratisch gewählte Regierung und wenn diese das Land gegen blutrünstige Terroranschläge verteidigt, dann kann das die Regierung nicht delegitimieren. Höchstens dann wenn die Anschläge von ihr selbst inszeniert wären.
Wäre es anders wäre der Staat erpressbar und Verbrechern hilflos ausgeliefert weil jede entschiedene Verteidigung der Ordnung als „Delegitimation“ aufgefasst würde: Ein Staat dessen Polizisten Bankräuber erschießen um Geiseln zu retten wäre bereits „delegitimiert“.
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#64   Schopenhauer   16:51:02 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen
Das Gewissen folgt nicht willkürlichem Für-Wahr-Halten, sondern dem, was es als wahr erkennt.
Nur ist das eben ziemlich subjektiv. Sie können wohl davon ausgehen, daß Alice Schwarzer genau das propagiert was sie als richtig erkannt hat und nicht nur das, was sie dafür hält. Genau so wie ein Hitler oder ein Stalin nur das durchgeführt haben was sie als richtig erkannten.
Die Frage die sich trotzdem stellt ist aber vielmehr: wenn ein Moslem gerettet werden kann obwohl er Moslem war, für was genau benötigt man dann noch den Glauben? Hier wird schließlich eindeutig die Priorität auf die Ethik gelegt. Das heißt ein Mensch der sich ethisch gut verhält kann glauben was er will.
Lange war es gerade Christen unbegreiflich warum Gesetzesreligionen wie Judentum oder Islam behaupten, die Verrichtung bestimmter Handlungen sei unbedingte Vorausssetzung zur Rettung der Seele.
Heutzutage ist es den meisten Menschen genauso unbegreiflich warum dafür der rechte Glaube notwendig sein sollte.
Das ist durchaus eine leicht nachvollziehbare Haltung. Zwar kann man mit seiner Vernunft nicht nachvollziehen warum ein Tier unbedingt ausbluten muß bei der Schlachtung, genauso wenig aber kann man begreifen warum man unbedingt daran glauben können muß, daß Jesus wahrer Gott und Mensch war.
Der angebliche Universalitätsanspruch der Kirche hat eben gerade hier ihre Grenze. Universell ist nur die Vernunft und damit durchaus die Ethik. Diese Haltung ist aber typisch für die Aufklärung, nicht für die Kirche.
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#124   Schopenhauer   15:59:51 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@ Pünktchen
Aber alles, was an diesem Judentum noch jüdisch ist, definiert sich aus der Ablehnung des messianischen Anspruches Jesu.
Wenn Sie das doch bitte mal belegen könnten!
Bringen Sie doch bitte entsprechende Stellen aus dem Talmud herbei, sodass sich jeder selbst ein Bild über den Wahrheitsgehalt dieser Aussage machen kann!
als alle seine winkeladvokatorischen Bemühungen um „Gerechtigkeit“ in der Israel-Palästina-Debatte.
Sie äußerten gelegentlich mal ein Land wie Israel daß teilweise Folterähnliche Methoden anwendet um Anschläge zu verhindern sei „delegitimiert“. Erläutern Sie bitte mal warum ein Land wie Deutschland, das zwei Weltkriege mit 18 bzw. 55 Mio. Toten, 6 Mio. vergasten Juden und noch etlichen Hundertttausend aus anderen Gründen vernichteten Menschen auf dem Gewissen hat nach Meinung der Alliierten nicht delegitimiert war? Könnten Sie bitte mal erläutern was für ein „delegitimiertes“ Land folgt!? Die Sklaverei? Das Exil? Oder was? Wie kann ein Land überhaupt delegitimiert sein?
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