Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#88 wolfgang e. 11:18:03 | Mittwoch, 1. April 2009
@ Strohsack Es sind doch immer die Konservativen in der Kirche, die durch Unzucht, Frauengeschichten und
unehelichen Kindern auffallen. Stimmt schon, das die Konservativen in Falle von Unzucht mehr auffallen.
Das liegt aber nicht daran, das Unzucht bei Liberalen seltener wäre (ganz im Gegenteil, wie man in Linz
sieht), sondern daran, dass bei Konservativen die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit auffallend
größer ist.
@ dope-pope Bei Regen mit Regenschirm, wird man nicht naß Bei Regen ohne Regenschirm, wird man naß Ich
bin des ofteren bei Regen trotz Benutzung eines Regenschirms nass geworden… Sobald Regen und Wind etwas
stärker werden, ist das selbst bei bester Schirmqualität unvermeidlich. Die einzige wirklich wirkungsvolle
Schutz gegen Nasswerden bei Regen, ist das zu Hause bleiben. Bei Regen lässt es sich manchmal nicht vermeiden,
dass man trotzdem hinaus muss. Sex außerhalb der Ehe (der fixen Partnerschaft, für diejenigen, die nicht
mehr an die Ehe glauben) kann man aber durchaus jederzeit vermeiden. Das kann man auch Afrikanern klar
machen. An Intelligenz mangelt es denen nicht… Nur würde halt keiner daran verdienen…
lieber Navon, Gerechtigkeit bedeutet, gleiches gleich zu behandeln, verschiedenes aber verschieden zu
behandeln. Eine generelle Gleichbehandlung wird den Unterschieden nicht gerecht. Versuche einmal, deine
Katze, dienen Fisch und deinen Gummibaum mit dem gleichen Futter zu füttern…
Nicht nur Behauptungen… Da viele andere Konfessionen ja keinen verpflichtenden Priesterzölibat mehr
kennen, braucht man sich nur ein bisschen umschauen. Der Umgang mit geschiedenen Priestern z.B. ist sicher
nicht leichter zu lösen, als der Umgang mit Priestern, die den Zölibat brechen… Dass Du deine Kirche
nicht verlassen willst, verstehe ich durchaus. Aber entspricht die katholische Kirche wirklich noch deiner
jetzigen Einstellung? Du sagst, Du hältst am Glaubensbekenntnis fest. Das tun die anderen Konfessionen
aber auch. Wie sieht es aus mit dem Katechismus der Katholische Kirche, mit der Treue zum Papst und zum
Lehramt, etc.? Wie sieht es mit all dem aus, was Du bei deiner Priesterweihe versprochen hast? Was genau
hält Dich in der katholischen Kirche? Wenn Du mit so vielem nicht zufrieden bist, was ist es, das Dich
an die katholische Kirche bindet? Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich wundere mich immer wieder,
wie man es aushalten kann, in einer Kirche zu bleiben, die man in vielen Punkten ablehnt, wenn es doch
so eine große Auswahl an Konfessionen gibt, die der eigenen Einstellung viel mehr entsprechen würde.
Was siehst Du an der katholische Kirche positives, was anderswo fehlt?
lieber Puchil Ohne verpflichtenden Zölibat für alle Priester hätte die katholische Kirche einige Probleme
weniger. Auch das ist kein Argument, sondern eine Behauptung. Richtiger wäre wohl: Ohne vepflichtenden
Zölibat hätte die Kirche andere Probleme, kaum jedoch weniger Probleme. Darf ich eine persönliche Frage
stellen? Warum wechseln Sie nicht die Konfession und werden z.B. Altkatholik? Ich will Sie nicht aus der
Kirche vertreiben, aber würde das Ihrer Situation und ihren Einstellungen nicht viel eher entsprechen?
Sie könnten dort sogar wieder Priester sein, ohne auf ihre Frau zu verzichten. Ich versehe nicht, warum
Sie verlangen, dass die katholische Kirche verändert wird, wenn das, was sie verlangen wo anders längst
verwirklicht ist. Halten sie etwa die katholische Kirche weiterhin für die einzig wahre Kirche? Oder
sind andere Konfessionen für sie gleichwertig? Wenn die Kirche in ihrem Sinn verändert würde, wo sollen
dann die hin, die die katholische Kirche so lieben, wie sie ist (auch mit allen Unzulänglichkeiten der
beteiligten Personen)?
lieber Puchil Also, laut diverser Schätzungen und Umfragen scheitern 25% der Priester am Zölibat. Die
Scheidungsrate der Verheirateten liegt bei ca. 45-50%. Angesichts dieser Umstände ist es klüger, den
Priesterzölibat beizubehalten. Denn hier ist die Versagensquote offenbar geringer. Angeblich ist ja die
Scheidungsrate bei protestanischen Pastoren höher als beim Rest der Bevölkerung. Wollen wir diese Zustände
wirklich auch in der katholischen Kirche?
#71 wolfgang e. 15:05:09 | Donnerstag, 12. März 2009
lieber matt die Gründe können sehr vielfältig sein. Z.B. währen ihm höchstwahrscheinlich unter diesen
Umständen als Weihbischof komplett die Hände gebunden, noch irgendetwas zu tun. Wozu sollte er sich
das antun, wenn er nicht einmal etwas bewirken könnte? Da ist es gleich besser, Pfarrer zu bleiben, und
wie bisher im Stillen segensreich zu wirken. Vielleicht wollte er auch die betroffene Frau und deren Kind
nicht blosstellen. Auch das kann ein Grund sein (auch wenn das jenseit deiner Vorstellungskraft liegt).
Vielleicht gab es hier auch einen Konflikt mit dem Beichtgeheimnis… Nun, da das Gerücht offenbar schon
in der ganzen Diözese die Runde gemacht hat, war es wohl an der Zeit, dass Hw. Wagner dazu Stellung bezieht.
Es steht Dir, als der, der Du bist, nicht zu, leichtfertig ein Urteil zu fällen. Oder wo stehst Du deinen
Mann? Im Internet ist es leicht, große Worte zu schwingen. Etwas ganz anderes ist es, das durchzustehen,
was Hw. Wagner die letzten Wochen durchstehen musste.
#68 wolfgang e. 10:58:09 | Donnerstag, 12. März 2009
Nun ja… Die Worte Wagners vor und nach der Ernennung klangen nicht so, als hätte er umbedingt Weihbischof
werden wollen. Ich halte ihn auch für intelligent genug, sich das nicht gewünscht zu haben… (Welcher
Mensch, der halbwegs bei Trost ist, würde sich wünschen, in so einem Sauhaufen wie Linz Bischof zu sein…)
Abgesehen davon, dass Ambitionen ansich nichts verwerfliches sind (habt Ihr denn alle keine Ambitionen?).
@matt: Du bist wohl etwas schnell im Urteilen. Wenn Dir so ein Gegenwind entgegenblasen würde, wie das
bei Wagner der Fall war, und Du dann auch noch mit so einem Gerücht erpresst würdest, gegen das es kaum
eine Verteidugungsmöglichkeit gibt (wie willst Du das Gegenteil beweisen??). Würdest Du dann standhaft
bleiben, wenn selbst dein zukünftiger Vorgesetzter zu zweifeln beginnt?
#62 wolfgang e. 15:17:30 | Mittwoch, 11. März 2009
@ paramedic mag ja sein, aber besser eine eitrige Zehe, als die Eiterbeule, die momentan in Linz am Platzen
ist. Besser ein harter Knochen wie Mons. Wagner, der ehrlich seine Meinung sagt, als dieser verlogene
Dechanten- und Intrigantenhaufen, der nun in Linz sein Haupt erhebt… Was in der Diozöse Linz abgeht,
ist echt zum speiben.
#60 wolfgang e. 12:14:16 | Mittwoch, 11. März 2009
Pfarrer von Ars Ich kenne HW. Wagner zu wenig, um ihn mit dem Pfarrer von Ars vergleichen zu wollen und
zu können. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es ähnliche Gerüchte immer wieder gab und gibt. Manchmal
stellen sich die gerüchte als wahr heraus, manchmal als falsch. Nach dem jetzigen Stand der Information
tendiere ich hier stark zu zweiterem. Wie gesagt, warten wir es ab. Offenbar kommt in Linz nun einiges
ans Licht, von dem viele gerne hätten, dass es verborgen bliebe…
#57 wolfgang e. 11:30:18 | Mittwoch, 11. März 2009
Dicke Suppe? Naja, bisher gibt es ein Gerücht, das vom Betroffenen, da es nun öffentlich wird, dementiert
wird. Ob das schon eine dicke Suppe ausmacht? Ich würde vorschlagen: Warten wir einmal ab, was herauskommt…
Ehrlich gesagt, natürlich ist prinzipiell alles möglich, und jeder Mensch zu jeder Sünde fähig, aber
sehr plausiebel klingt das Gerücht bisher nicht. Vorwürfe können wahr oder falsch sein. Eine Geburtsurkunde
beweist, das ein Kind geboren wurde, sonst nichts. Mein Vorschlag wäre: Vaterschaftstest. Alles andere
ist reine Spekulation und wilde Phantasie. Weiterhin ist die Suppe sehr sehr dünn…
#54 wolfgang e. 10:46:21 | Mittwoch, 11. März 2009
Der hl. Pfarrer von Ars hat einmal eine ledige Schwangere massiv unterstützt und ihr Kind bei sich aufgenommen,
als die Mutter bei der Geburt starb. Das sorgte damals für einen Riesenwirbel und massiven Gerüchten
und Verleumdungen. Bis sich dann der Vater des Kindes auf seinem Sterbebett zu dem Kind bekannte…
#12 wolfgang e. 14:52:25 | Dienstag, 10. März 2009
wenn das Kind lebt… könnte man die Sache leicht mit einem Vaterschaftstest klären. Ansonsten ist mir
die Suppe noch zu dünn, um von einer „Bombe“ zu sprechen. Behaupten und vermuten kann man ja schnell
einmal…
#18 wolfgang e. 12:04:18 | Dienstag, 10. März 2009
Edith Stein zum Nachlesen: www.kathpedia.com/…ndex.php/Edith_Stein Edith Stein war Tochter aus gläubigem
jüdischen Haus. In ihrer Jugend verlor sie ihren Glauben und wurde Atheistin. Auf der Suche nach Wahrheit
stieß sie über die Philosophie (Phänomenologie) zum katholischen Glauben. Sie folgte ihrer neu gewonnenen
Überzeugung mit aller Konsequenz, obwohl das (irdisch gesehen) für sie nur Nachteile brachte. Wenn die
Kirche sie heute auch als Katholikin ehrt, ist das daher keine Vereinnahmung. Sie wurde von sich aus katholisch.
Mit dem katholischen Glauben entdeckte sie auch ihren jüdischen Kinderglauben wieder. Ihre Wunschvorstellung
war ein Judenchristentum nach dem Vorbild der Apostel (die ja auch zugleich Juden und Christen waren.)
Dass das zu ihrer Zeit in der Praxis nicht möglich war, war ihr allerdings schmerzlich bewusst. Da sie
von der Wahrheit des katholischen Glaubens überzeugt war, ersehnte sie selbstverständlich, dass alle
Juden zur gleichen Überzeugung kämen. Sie litt sehr darunter, dass ein großer Teil der Juden Christus
nicht als den Messias anerkannten und bot Gott mehrmals Gott ihr Leben als Sühne dafür an. Schon ihr
Eintritt in den Karmel ist als eine Sühnehandlung zu verstehen, wie sie mehrfach in Briefen betont. Allerdings
wollte sie gleichermaßen auch für die Sünden der Deutschen sühnen. „Komm wir gehen für unser Volk“
ist aus dem Mund Edith Steins ein doppeldeutiger Satz. Zeitlebens hat sie sich, was ihre Volkszugehörigkeit
betraf, als Deutsche gesehen.
#17 wolfgang e. 10:02:38 | Dienstag, 17. Februar 2009
caritatem Inwiefern sollte der „alte Ritus“ im Widerspruch zum 2. Vatikanischen Konzil stehen? Kennst
Du die Texte des Konzils überhaupt? Lies einmal „Sacrosanktum Concilium“ nach. Dieser Text des Konziels
über die Liturgie steht dem „alten Ritus“ viel näher als dem neuen. Der neue Ritus wurde auch erst deutlich
nach dem Konzil entwickelt und eingeführt.
#34 wolfgang e. 16:13:33 | Sonntag, 15. Februar 2009
@ Rüdesheim Der mutige Bischof Iby? Wie viel Mut braucht es, um mit den Wölfen zu heulen? Der Applaus
der veröffentlichten Meinung kann ihm gewiss sein…
#228 wolfgang e. 11:26:51 | Freitag, 13. Februar 2009
Dämonische Hässlichkeit? Nun ja, man kann über das etwas seichte symbolische Konzept diskutieren. Man
kann auch diskutieren, ob Holz wirklich das richtige Material für einen Opferaltar ist (auch wenn das
Opfer seit Christus unblutig ist). Aber dämonisch hässlich? Zumindest ist es doch ein recht hübsches
Holz.
#27 wolfgang e. 13:46:20 | Dienstag, 10. Februar 2009
„Strafe“ (@Puchil) Von „Strafe Gottes“ sprachen die Medien, nicht Pfarrer Wagner. Lesen Sie einmal den
Wortlaut nach. Tatsächlich können Naturereignisse wie der Tsunami oder AIDS oder sonstiges für uns
ein Auslöser sein, unsere Beziehung zu Gott zu überdenken. Wir Europäer sagen durch Wort und Tat Gott
doch ständig, dass wir Ihn nicht wollen. Gott in der Verfassung erwähnen? – Um Gottes willen! – Umdenken
in unserem Sexualverhalten? – Gott behüte! Lieber massive Kondomwerbung. – Gerecht Wirtschaften? – Dann
verdiene ich doch weniger! Wenn dann der Tsunami kommt, und wir die Abwesenheit Gottes deutlich zu spüren
bekommen, kann man von den selben Leuten hören: „Wo war den Gott jetzt? Wie kann er das zulassen?“ Ist
es wirklich so abwegig, hier einen Zusammehang erkennen zu wollen? An den Folgen unserer Sünden haben
immer auch Unschuldieg zu leiden. Keineswegs alle, die an AIDS erkranken sind daran schuld. Dennoch wird
AIDS durch sündhaftes Verhalten gefördert. Kein Zusammenhang? In New Orleans hat man massiv Geld für
die Sünde ausgegeben, und dabei vergessen, auch etwas Geld in die Dämme zu investieren. Kein Zusammenhang?
In der Kirche hat die Benennung von Schuld und deren Folge nie die Funktion einer Verurteilung. das Ziel
ist die Versöhnung. Das ist das Tröstliche an der Sache.
#5 wolfgang e. 11:50:13 | Dienstag, 10. Februar 2009
@puchil2 Hw Wagner hat in seiner Pfarre über 300 Laienmitarbeiter. Sie sollten sich einmal informieren,
bevor Sie Unsinn schreiben. Ansonsten ist es schon etwas komisch, wenn einem katholischen Priester vorgeworfen
wird, dass er katholisch ist. Wäre es nicht primäre Aufgabe der katholischen Laien, in der Welt präsent
zu sein? Ich merke davon in Österreich kaum etwas. Stattdessen gibt es hunderttausende Wichtigtuer, die
sich in den Altarraum drängen und dort ihre mangelnde Präsenz in ihrem eigentlichen Ort kompensieren
wollen, die den Priestern und den Normal-Laien das Leben schwer machen. In vielen Pfarren ist eine unangenehme
PGR-Laien-Clique enbtstanden, in der jeder ausgegrenzt wird, der nicht dazugehört. Hw Wagner mag so manchen
kantigen Spruch von sich gegeben haben. Aber er hat langjährige Seelsorgeerfahrung und hinterlässt eine
wohlgeordnete und sehr aktive Pfarre, in der die Laien trotz ihrer Mitarbeit sehr wohl auch wissen, was
ihre eigentliche Aufgabe ist.
#4 wolfgang e. 11:26:34 | Dienstag, 27. Januar 2009
trotz eines orchestrierten und zeitlich wohl geplanten Medienaufruhrs? Och…, hat ihn der Medienaufruhr
etwa überrascht? Das klingt ja fast so, wie wenn der Zündler über den brennenden Heustadel überrascht
wäre…
#21 wolfgang e. 18:26:27 | Freitag, 23. Januar 2009
@ hildegardfan Ja, in diesen Fällen kann ich (bis zu einem gewissen Grad) verstehen, dass eine Frau abtreiben
möchte. Richtig finde ich es dennoch nicht. Verstehen und für Richtig halten sind nämlich verschiedene
Dinge. Ich würde auch in solchen Fällen von einer Abtreibung dringend abraten. (Außer natürliche bei
einer tatsächlichen Lebensgefahr für die Mutter. Das lässt sich aber heutzutage fast immer durch einen
frühzeitigen Kaiserschnitt und Brutkasten anders lösen.)
völlig unkompetent Architekt Meck hat nach Angaben der in dieser Angelegenheit völlig unkompetenten
‘Abendzeitung’ in Neuried „erneut Gespür“ für angeblich „zeitgemäße Andachtsräume“ bewiesen. Was
genau macht kreuz.net jetzt kompetenter?
#26 wolfgang e. 17:22:45 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
lieber waldemar Was du dir hier zusammenreimst ist psychologistischer Unsinn. Die Kirche überhaupt nichts
gegen „fressen, saufen, scheißen, Kinder machen“ einzuwenden, solange das nicht der einzige Lebensinhalt
bleibt. Abgesehen davon, dass du nicht verstanden hast, was „unbefleckte Empfängnis“ bedeutet: Unbefleckt
heißt nur, dass Sie von Anfang an von der sog. „Erbschuld“ befreit war, unter der alle Normalsterblichen
zu leiden haben. Das hat mit Sperma nichts zu tun. Natürlich waren bei der Zeugung von Maria auch Sperma
beteiligt.
#55 wolfgang e. 10:26:47 | Freitag, 12. Dezember 2008
Lieber JoBerens Ich finde es irgendwie witzig, dass Du Luther fast heiligsprechen würdest. Das zeigt
wieder einmal deine völlige Unwissenheit. Lies einmal ein paar Schriften von ihm (z.B. was er über die
Juden zu sagen hatte…). Ich glaube, Dir würde schlecht werden dabei…
#4 wolfgang e. 10:16:49 | Freitag, 12. Dezember 2008
Lieber JoBerens Was bist Du bereit, zur Armutsbekämpfung beizutragen? Worauf bist Du bereit zu verzichten?
Has Du nicht auch ein festes Dach über dem Kopf, während andere auf der Straße leben. Wird Dein Vorwurf
dadurch nicht genauso unglaubwürdig? Weißt Du noch, was dem Judas gesagt wurde, als er sich über die
Verschwendung des Nardenöls beschwerte? Wem wäre geholfen, wen der Vatikan seine Paläste aufgäbe,
und den Erlös an die 4 Milliarden Armen dieser Welt verteilte? Ich kann Dir sagen: Die Kirche steht in
der Armutsbekämpfung an vordester Front. Entwicklungshilfe funktioniert bei Kirchlich getragenen Vereinen
wesentlich effizienter als bei staatlichen. Die Kirche hat, dafür, dass es über 1 Milliarde Katholiken
gibt, einen absolut schlanken Verwaltungsapparat. Für die Leitung einer Weltkirche ist eine gewisse Infrastruktur
nötig. Verkauft man die Paläste, muss man andere Gebäude kaufen. Wer wird dan die Paläste erhalten,
die immerhin zum Kulturerbe der Menschengehören? Die Kosten für die Papstbesuche werden von den einladenden
Staaten gerne getragen, da sie eine hohe Umwegrentabilität besitzen. Außerdem ist dieses Geld sicher
besser investiert, als in „Rock am Ring“ oder das „Donauinselfest“, die ebenfalls Unsummen verschlingen.
Lieber JoBerens, Du bist entweder ein Heuchler, oder ein Ignorant.
#26 wolfgang e. 14:25:18 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
Oh doch, Alois Ich kenne einige, die sich als Jugendliche die Worte von Johannes Paul II auf den Weltjugendtagen
und anderswo zu Herzen gehen ließen, und nun in ihrer Ehe auch Humanae Vitae völlig ernst nehmen. Einige
gute Initiativen wären ohne die unermüdliche Jugend-Arbeit dieses Papstes undenkbar. (Ich denke z.B.
an Jugend für das Leben und andere)…
#14 wolfgang e. 09:59:49 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
Nun ja… Der Ratschlag des späteren Papstes wäre tatsächlich etwas seltsam… Allerdings: Wie sicher
ist es, das dieser Ratschlag tatsächlich erteilt wurde? War der Enkel des Vetters des späteren Papstes
als Ohrenzeuge dabei? (Die Aussage stammt NICHT aus einem Brief des Papstes). @Marcellus & Kunstmaler
Es stimmt, die Kirche ist heilsnotwendig. (Die Lehre der Kirche hat sich auch hier nicht geändert.) D.h.,
für jemanden, der die Heilsnotwendigkeit der Kirche erkennen kann, ist zumindest der Wunsch, dieser Kirche
anzugehören, Bedingung für das Heil. Für jemanden, der unschuldigerweise diese Heilsnotwendigkeit nicht
erkennt, kann Gott andere Wege des Heiles finden. (Für Gott ist nichts unmöglich, und Gott möchte alle
Menschen retten, soferne sie es nicht selbst ablehnen, gerettet zu werden). Er wird dann allerdings nicht
wegen, sondern trotz seiner falschen Überzeugungen gerettet. Inwieferne jemand an seiner Nicht-Erkenntnis
schuld ist, kann nur Gott beurteilen. Daher können wir von niemanden mit Sicherheit sagen, dass er nicht
das Heil erlangt.
#44 wolfgang e. 12:05:41 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
ecclesia Also, ich wurde nicht gezwungen, zu heiraten. Ich tat es freiwillig. Mit der Heirat habe ich
mich freiwillig tur Treue verpflichtet. Niemals würde ich aber auf die Idee kommen, von einer „Pflichttreue“
zu sprechen. Jo Der Zölibat ist nicht die Hauptvoraussetzung für das Priestertum, sondern eine Nebenvoraussetzung,
sonst gäbe es ja auch keine Ausnahmen. Dass viele Priesteranwärter „komische Typen“ sind, stimmt leider
nur zu oft. Das schreckt leider auch manchen guten Kandidaten ab. Leider wurde vielerorts in einem falsch
verstandenen Liberalismus nicht mehr genau genug auf die Eignung der Kandidaten geachtet, mit verheerenden
Folgen für die Kirche (nicht nur, was die zahlreichen Missbrauchsfälle betrifft). Die Kirche täte gut
daran, hier wieder strengere Maßstäbe anzusetzen. Die Kirche braucht „echte Männer“ mit einer gesunden
Sexualität als Priester. Sonst ist der ganze Zölibat ja witzlos. Besser wenige gute, als viele mittelmäßig
bis schlechte Priester. Schon alleine wegen der Glaubwürdigkeit wäre das bitter nötig.
#26 wolfgang e. 11:27:48 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Nocheinmal Da es keine Verpflichtung gibt, Priester zu werden, ist auch die Rede vom „Pflichtzölibat“
ein völliger Unsinn. Zwischen der Entscheidung, Priester zu werden, und der tatsächlichen Priesterweihe
vergehen im Normalfall zumindest 5-6 Jahre. Das sollte ausreichen, um sich über die Konsequenzen klar
zu werden. Ich habe meine Frau erst 3 1/2 Jahre gekannt, als ich sie heiratete. Das war ausreichend Zeit.
Manchmal wird (ohne Nachweis) behauptet, dass bis zu 1/3 der Priester den Zölibat nicht hält. In Österreich
werden die Hälfte der Ehen wieder geschieden. Welche Lebensform ist also erfolgreicher?
#21 wolfgang e. 11:14:33 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
copy & paste Pflichtzölibat Dazu ein Reim: Den Pflichtzölibat, den gibt es nicht, musst ja nicht Priester
werden, So steht es nun in meinem Gedicht, muss nicht bewiesen werden. wolfgang e. (als einfacher, eingelullter
Katholik)
#109 wolfgang e. 21:01:38 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Lieber Jo An drei Männer mit langem Bart habe ich nicht geglaubt. Ok, das mit dem Bart stammt von mir.
Die drei Männer war die Vorstellung, die Du unten verworfen hast, die die Kirche allerdings auch nicht
vertritt. Ich denke, wir können nur über Gott spekulieren. Was und wie er ist werden wir hier auf Erden
nie erfahren. Also alles nur reine Spekulationen. Ja und nein; hier scheiden sich halt die Geister. 1.
kann man aus Vernunftgründen sehrwohl zu dem Schluss kommen, das es nur einen Gott gibt, und dieser allmächtig
sein muss. Also ein bisschen können wir schon ohne weitere Voraussetzung erkennen. 2. dies macht eben
das Christentum aus, dass man an eine göttliche Offenbahrung glaubt, das heißt, die Christen glauben,
dass Gott uns (im AT durch die Propheten, im NT direkt durch seinen Sohn) etwas über sich erzählt hat.
Jetzt kommt es einfach auf eine Glaubensentscheidung an (die durchaus vernünftig begründbar ist): Nehme
ich die Evangelien als Offenbarung Gottes an, oder nicht? Wenn ja, dann weiß ich doch noch ein paar zusätzliche
Dinge über Gott (z.B. die Dreifaltigkeit). Wenn nein, dann ist auch jede Spekulation müssig, denn worauf
sollte die aufbauen? Du schreibst doch immer, die Kirche muss sich auf die Evangelien zurückbesinnen
und diese ernstnehmen. Das würde doch voraussetzen, das ich sie tatsächlich für Gottes Offenbarung
halte. Warum sollte ich sie sonst ernst nehmen. Nimmst Du die Evangelien ernst? Was würdest Du statt
„Person“ vorschlagen?
#102 wolfgang e. 19:53:04 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Also Jo: warum 3 Personen Natürlich ist das Wort „Personen“ als Bezeichnung für die drei Personen Gottes
ein Hilfsmittel. Dieses Wort wurde, weil es im 4. Jh. das passendste war, als analoger Fachbegriff eingeführt.
(In dem Sinn: Eigentlich haben wir den richtigen Ausdruck nicht, aber man kann sagen: „in Gott gibt es
so etwas wie 3 Personen“) Diese Ausdrucksweise ist nicht falsch, aber unvollständig. Insoferne kann man
natürlich über den Begriff der göttlichen Person diskutieren (v.a. auch, weil sich der Personenbegriff
der Philosophie in den letzen 1600 Jahren des öfteren gewandelt hat.) Nur bringt diese Diskussion nicht
viel, jeder andere Begriff, den man stattdessen einführen könnte, wäre zumindest genauso unvollkommen.
Dass es diese 3 Personen gibt wissen wir aus der Bibel. Dort werden sie nicht als Personen bezeichnet,
aber Christus spricht vom Vater, vom Sohn und vom Hl.Geist als von unterschiedlichen göttlichen Realitäten,
er sagt gleichzeitig auch, dass es nur einen Gott gibt, und das er und der Vater eins sind. D.h. er, der
Sohn ist Gott, der Vater, der jemand anderer als der Sohn ist, ist Gott, der Hl. Geist ist Gott, trotzdem
gibt es nur einen Gott. Angedeutet ist das schon im AT Augustinus hat lange darüber nachgedacht, und
ist in etwa zu der Erklärung gekommen, die ich weiter unten beschrieben habe. Du kannst das annehmen,
oder nicht. Aber Augustinus ist sicher näher dran als deine Vorstellung von „drei Männern im Himmel“.
(möglichst mit langem Bart, dann ist das Bild komplett)
#62 wolfgang e. 17:55:42 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Lieber Joberens Was soll ich noch sagen… Du beweist eigentlich mit jedem Posting, dass du keine Ahnung
hast, willst trotzdem überall mitreden, und bist aber gegen jeden Erklärungsversuch resistent. Nun ja.
Ich hätte es ja wissen können. Ich habe noch nie erlebt, dass du auf ein Argument eingegangen wärest.
Schade eigentlich. Bleibe halt in deinem gemütlichen Selbst-Denken-Schneckenhaus. Mit über 70, hätte
ich gedacht, sollte die Trotzphase langsam vorbei sein. Wir können die Dreifaltigkeit nur in Ansätzen
erahnen. Aber ein bisschen mehr als deine „3 Männer“ sollte doch drinnen sein…
#54 wolfgang e. 17:38:57 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Lieber Joberens: in aller Kürze (nur eine leise Ahnung dessen, was die Dreifaltigkeit wirklich ist) Gott
ist Person und reiner Geist. Als solcher hat er zwei „Fähigkeiten“: Erkennen und Wollen Gott erkennt
also sich selbst. Da Gottes Erkenntnis aber unendlich ist, und nicht beschränkt, so wie unsere, ist auch
seine Selbsterkenntnis so vollkommen, dass seine Erkenntnis mit dem Erkannten völlig übereinstimmen.
Das „Bild“ das sich Gott Vater also in seiner Erkenntnis von sich macht ist daher genauso vollkommen wie
Gott, ist daher genauso reale Person wie Gott. Gott Sohn ist die persongewordene Erkenntnis Gottes. (Bei
uns ist das anders: wenn wir uns in den Spiegel schauen, erkennen wir unser Abbild, aber das Abbild ist
unvollkommen und nur scheinbar real). Vater und Sohn erkennen außerdem, dass sie gut sind, und dass auch
der Sohn gut ist. Daher will Gott sich und den Sohn genau so wie sie sind. Anders ausgedrückt: Der Vater
liebt den Sohn, der Sohn liebt den Vater. Diese gegenseitige Liebe ist wieder so vollkommen, dass sie
wieder zur eigenen realen Person wird. Der Hl. Geist ist also die persongewordene Liebe Gottes. Vater,
Sohn und Hl. Geist sind also 3 real existierende Personen. Sie unterscheiden sich nur durch ihre Beziehung
zueinander. Die 3 Personen sind daher in all ihrem Tun und Wollen völlig eins. Daher ist es auch weiterhin
nur ein Gott, trotz der 3 Personen. So wie auch bei uns unsere Selbsterkenntnis in uns bleibt, so auch
bei Gott. Und da Vater und Sohn in Gott sind, muss natürlich auch die Liebe zwischen Vater und Sohn in
Gott bleiben.
#43 wolfgang e. 16:14:08 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Tja, lieber Joberens, … genau das ist ja dein „Problem“ …MUß man glauben, daß da oben drei Herren,
sind, die zusammen den einen Gott darstellen,…? Dein Wissensstand über unseren Glauben ist auf dem
naiven Niveau eines 3-jährigen stehengeblieben. Kein Wunder, dass du jetzt mit über 70 an diesem Glauben
zweifelst. (Du bist übrigens nicht der einzige, der dieses Problem hat. Viele hochgebildete Menschen
verlieren ihren Glauben, weil sie auf dem Gebiet des Glaubens völlig ungebildet sind) Einfach denken
genügt eben nicht. Man muss sich, bevor man über eine Sache nachdenkt, auch über die Grundlagen informieren,
sonst kommt man mangels richtiger Voraussetzungen notgedrungen zu falschen Ergebnissen. Die Theologie
der Dreifaltigkeit ist wesentlich ausgereifter als „drei Männer, die einen Gott darstellen.“ Informiere
Dich einmal gründlich, dann diskutiere weiter…
#28 wolfgang e. 19:30:47 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
lieber joberens Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit vor dem Fernseher. Das geistige Niveau
der meisten Fernsehprogramme stürzt seit Jahren rasant ab. Glaubst du wirklich, dass die meisten Menschen
unter diesen Bedingungen heute mündiger sind? Ich glaub’s nicht.
#4 wolfgang e. 10:05:25 | Montag, 1. Dezember 2008
gotisch? Na ja, amerikanische Gotik vielleicht… Oder in etwa so gotisch, wie die Wallfahrtsbasilika
von Lourdes. Vielleicht könnte man den Stil als US-Neo-Neugotisch bezeichnen. Mit „echter“ Gotik hat
das wenig zu tun. Da ist der Kollonial-Barock der zuvor erwähnten FSSPX-Kirche in Mexico authentischer.
(In Mexico ist der Barock in ländlichen Gebieten v.a. bei Kirchenbauten noch immer ein „lebender“ Baustil.)
Wie dem auch sei, es sie ihnen gegönnt; eine Kulturleistung ist das aber nicht…
#28 wolfgang e. 15:43:58 | Freitag, 28. November 2008
nur eine kurze Frage warum sollte der Spruch nur für Mord und Totschlag gelten? Man kann, wenn man will,
seinen moralischen Anspruch durchaus etwas verfeinern. Warum die Kirche hier die natürliche Methode für
besser hält als Verhütungsmittel, habe ich unten kurz versucht zu erklären. Es geht eben auch darum,
das großartige Geschenk der Sexualität im Anderen so anzunehmen, wie es ist, ohne es zu manipulieren.
Wer sich mit dem Thema beschäftigen möchte, könnte dazu einiges von Dietrich von Hildebrand lesen,
bzw. die Mitwochkatechesen der ersten 4(!) Jahre von Johannes Paul II. Dort wird das sehr ausführlich
auch anthropologisch begründet. Die Lehre der Kirche ist nicht unbegründet. Aber, wie gesagt, viele
Menschen, auch Bischöfe haben diese Lehre nicht angenommen, ich möchte daher niemandem hier etwas vorwerfen.
Vielleicht kommt das noch. Zumindest in meinem Bekanntenkreis kenne ich viele junge Eheleute, die sich
hier ume eine Einheit mit der Lehre der Kirche bemühen.
#23 wolfgang e. 14:53:55 | Freitag, 28. November 2008
friedrich & kunstmaler Es kommt nicht darauf an, wie man verhütet, sondern aus welchem Grund. Die Methode
ist ganz egal. Vielleicht kommt es auf beides an. (War zumindest in der klassischen Moral immer so: der
Zweck heiligt die Mittel nicht.) Das verletzt andere Menschen. Wenn Sie selber das für sich so sehen,
bitte. Aber verallgemeinern können Sie das nicht so einfach. Es tut mir leid, wenn Sie sich verletzt
fühlen, es ist nicht meine Absicht, Ihnen irgendetwas vorzuwerfen. Ich habe für mich herausgefunden,
dass das, was die Kirche hier lehrt durchaus einer großen Logik folgt, und entdeckt (bei mir und bei
einigen anderen), dass die Befolgung dieser Lehre sich positiv auswirkt. Das hoffe ich, in einem offenen
Meinungsaustausch auch sagen zu dürfen. Das ist keine Schuldzuweisung (immerhin wurde diese Lehre der
Kirche vor 40 Jahren von 80% der deutschen Bischöfe abgelehnt, von ein paar immer noch). Was soll ich
also Ihnen vorwerfen. Verstehe es, bitte, allerhöchstens als denkmöglichen Vorschlag. Kunstmaler: Eine
Frau kann schließlich nicht „ständig“ Kinder bekommen Behaupte ich ja auch nicht. Ich habe von „rein
egoistischen Motiven“ gesprochen. Bei guten Gründen (und was gute Günde sind, ist tatsächlich eine
Frage der ehrlichen Gewissenserforschung, hier legt sich die Kirche nicht fest) kann es sogar höchst
angebracht sein, die Kinderzahl zu beschränken. Ich bitte um Verzeihung, wenn durch die Kürze der Meldungen
manches missverständlich wird. 1500 Zeichen sind nicht viel für dieses Thema.
#15 wolfgang e. 14:10:24 | Freitag, 28. November 2008
@ friedrich sag ich ja nicht. Ich versuche nur, die Argumente für die natürliche Empfängnisregelung
zu erklären. Mich haben sie überzeugt. Dass du mit 40 noch unbeding Kinder zeugen musst, habe ich damit
nicht sagen wollen. (Auch Alter kann ein guter Grund für den Verzicht auf weitere Kinder sein). Mit 3
Kindern bist du sowieso wesentlich großzügiger gewesen, als der heutige Durchschnitt. Ich habe erst
2 Kinder (2 Jahre und 1/2 Jahr), ich bin aber auch noch jünger, vielleicht kommt ja noch was… @ confiteor
Von dir habe ich schon intelligentere Kommentare gelesen…
#12 wolfgang e. 13:53:55 | Freitag, 28. November 2008
lieber friedrich spee ganz so beknackt finde ich dass nicht. Es gibt nämlich schon einen Einstellungs-Unterschied
zwischen künstlicher Verhütung und natürlicher Empfängnisregelung. Bei der künstlichen Verhütung
gibt es einen Widerspruch zur Liebe: wenn Liebe die Ganz-Annahme des Anderen sein soll, so wie er ist,
dann ist diese Ganz-Annahme eben nicht vollkommen, wenn ich sage: „so, wie Du bist, mit Ausnahme deiner
Fruchtbarkeit“ Bei der natürlichen Empfängnisregelung nütze ich eben die Besonderheiten der weiblichen
Fruchtbarkeit genau so, wie sie ist (nämlich mit durchschnittlich nur 5 fruchtbaren Tagen pro Monat).
Hier besteht der Widerspruch zur Ganz-Annahme nicht. Es kann gute Gründe geben, warum ein Ehepar (momentan
oder völlig) auf Kinder verzichten sollte. Da Sex aber auch der körperliche Ausdruck der ehelichen Liebe
ist, gibt die natürliche Empfängnisregelung hier die Möglichkeit, auf diesen Liebeserweis nicht verzichten
zu müssen. Wenn man natürliche „Verhütung“ nur aus egoistischen Motiven betreibt, ist sie auch nicht
viel besser als die künstliche Verhütung. Das mag vielleicht etwas abgehoben klingen. Ich kann aber
nicht nur aus eigener Erfahrung sagen, dass die natürliche Empfängnisregelung der Ehe sehr gut tut,
weil man lernen muss, auf den anderen Rücksicht zu nehmen, und v.a. die Frau außerdem lernt, auf ihren
Körper zu hören. Bei der künstlichen Verhütung besteht, wegen der ständigen „Verfügbarkeit“, mehr
die Gefahr, dass sich egoistische Tendenzen verstärken.
#5 wolfgang e. 11:27:56 | Freitag, 28. November 2008
lieber joberens (Anregungen Teil 3) Es ist daher völlig absurd, dem Papst irgendeine Schuld an den AIDS-Toten
vorzuwerfen, und die Meinung der Kirche zum Thema Kondom ist wesentlich differenzierter, als Du annimmst.
Noch eine weitere Denk-Anregung (wenn du ein bisschen googelst, wirst du das bestätigt finden): Es gibt
in ganz Afrika nur ein einziges Land, in dem die Aids-Ansteckungsrate gesunken ist (und zwar gewaltig):
Uganda. Es gibt in Afrika nur ein einziges Land, in dem keine „Kondome sind der beste Schutz vor AIDS“-Kampagne
gemacht wird. Das Pragramm lautet dort: 1. Enthaltsamkeit (außerhalb der Ehe) 2. Treue (in der Ehe) 3.
Zur Not (wenn 1+2 nicht eingehalten werden): Kondome. Diese Land heist: Uganda Inzwischen musste das auch
so manche UN-Unterkommision zur Kenntnis nehmen. Belege z.B. hier: www.kath.net/detail.php?id=8095 www.kath.net/detail.php?id=11506
#3 wolfgang e. 10:44:56 | Freitag, 28. November 2008
lieber joberens (Anregungnen Teil 1) Nur so ein paar Anregungen zum weiterdenken: zum Thema Sexualität
sagt die Kirche folgendes: Die Sexualität ist ein wertvolles Geschenk Gottes, das für den Menschen zwei
Bedeutungen hat: – biologisch: die Zeugung von Nachkommen, – spezifisch menschlich: körperlicher Ausdruck
einer ganz-hingebenden Liebe zwischen zwei Personen. Daraus folgt: 1. Da zur wirklichen vollkommenen Ganzhingabe
die Treue unbedingt dazugehört, gehört die Ausübung der Sexualität in die Ehe, bei der eben diese
Treue versprochen wird. (Sex außerhalb der Ehe ist eine Art „Korpersprachen-Lüge“, da ich körperlich
Ganzhingabe aussage, dazu aber eigentlich nicht bereit bin). Wenn einmal der erste Punkt beherzigt wird,
dann kommt noch folgendes hinzu: 2. Die künstliche Verhütung wird aus zwei Gründen abgelehnt: – erstens
gehören die zwei Bedeutungen der Sexualität zusammen. Wenn ich jemanden wirklich Liebe, kann ich „nicht
genug von Ihm (Ihr)“ bekommen. Der Wunsch nach Kindern ist daher eine logische Folge der ehelichen Liebe.
Hier bekomme ich noch mehr vom Anderen. – zweitens widerspricht auch die künstliche Verhütung der Ganzhingabe.
Zur Ganzhingabe gehört nämlich auch die Ganzannahme des Anderen. Wenn ich aber sage: „Ich Liebe dich
ganz, so wie Du bist, außer deine Fruchtbarkeit, die musst du unterdrücken“. Konklusio: Wenn ich nicht
bereit bin, mich an Punkt 1 zu halten, gibt es keinen Grund mich an Punkt 2 zu halten, denn der 2. Punkt
folgt aus dem ersten. (Fortsetzung folgt)
#36 wolfgang e. 15:03:52 | Mittwoch, 26. November 2008
Jo: Guatemala Ja glaubst Du denn, dass die in Guatemala noch keine Fernseher haben? Was hast Du denn für
ein eigenartiges Bild von der Welt??? „Wir als ach so fortschrittliche Europäer lassen uns nicht mehr
so einlullen, wie diese hinterwäldlerischen Guatemalteken…“ Du bist in deiner fortschrittlichen Überheblichkeit
wohl denkerisch im 19. Jh. steckengeblieben. Nach den 2 Weltkriegen, die wir fortschritlichen Deutschen
im 20. Jh. angezettelt haben, wäre es an der Zeit, uns nicht mehr für die fortschrittliche Herrenrasse
zu halten. Nicht jeder Fortschritt ist übrigens ein Fortschritt zum Guten. (Es gibt auch die fortschreitende
Demenz…) Wie ich schon vorher schrieb: Wenn jemand wirklich denkt, dann muss auch ein Fortschritt in
seinen Gedanken bemerkbar sein. Deine Gedanken drehen sich im Kreis. Seit Du hier aufgetaucht bist, bist
Du noch nie auf ein Argument eingegangen, hast deine Meinung kein einziges Mal um einen Deut geändert…
Du denkst nicht weiter. Öffne einmal dienen Blick über deinen engen Tellerrand hinaus. Lass dich nicht
von deinem bieder-gemütlichen Deutschtum einlullen. Du schreibst, du bist noch fit und agil. Nun denn,
ich werde die Hoffnung nicht aufgeben…
#27 wolfgang e. 13:22:24 | Mittwoch, 26. November 2008
die menschen denken immer mehr selbst… Mit der Kirchleitung scheint er aber restlos überfordert zu
sein. Das ist deine persönliche unqualifizierte Meinung, und offenbart deine massive Uninformiertheit.
Unser jetzige Papst hatte, bevor er Papst wurde, jahrelang Gelegenheit, die weltweite Kirche und ihre
Probleme kennenzulernen. Er hat seine Schlüsse daraus gezugen, und leitet nun Schritt für Schritt die
Reformen ein, die er für notwendig erachtet. Es stimmt schon, die deutschen Bischöfe und Priester sind
etwas träge mit der Umsetzung… (Deine Analyse mit der verschlafenen Amtskirche trifft auf weite Teile
des deutschen Sprachraums durchaus zu). Was ist das eigentlich für eine eigenartige Überheblichkeit,
die Guatemalteken pauschal als unterentwickelt und rückständig abzuqualifizieren? Gescheite und denkende
Menschen gibt es dort genauso wie hier. Und was ist das für eine eigenartige Überheblichkeit, allen,
die Deine Meinung nicht teilen, und die sich um Einheit mit dem Papst bemühen, pauschal ein Nicht-Denken
zu unterstellen? Du wirst es nicht glauben, es gibt auch rationale Argumente für ein Bemühen um die
Einheit mit dem Papst! Steig bitte von deinem hohen Ross herunter und nimm, bitte, zur Kenntnis, dass
du hier mit Leuten diskutierst, die z.T. wesentlich mehr Ahnung von der Materie haben, auch wenn der Umgangston
manchmal leider zu Wünschen übrig lässt… Und selbst denken: Wenn jemand wirklich denkt, dann muss
auch ein Fortschritt in seinen Gedanken bemerkbar sein. Deine Gedanken drehen sich im Kreis.
#13 wolfgang e. 12:09:07 | Mittwoch, 26. November 2008
Lieber Jo Papst Benedikt scheint überfordert und seinem Posten und den damit verbundenen Aufgaben einfach
nicht gewachsen zu sein. Er scheint ein armer, hilfloser Mensch auf diesem, Posten zu sein. Benedikt XVI
ist der bedeutendste deutschsprachige Intellektuelle unserer Zeit. Sogar der hochgelobte Habermas fängt
zu stottern an, wenn er versucht ihm zu antworten. Du hingegen hast leider keine Ahnung. Ich nehme Dir
gerne ab, dass Du die Kirche retten willst. Nur: Dein Programm zur Rettung wurde gerade in Europa in den
letzten 50 Jahren bis zum Exzess auprobiert. Und das Ergebniss? – Gerade in Europa ist die Kirche am schlimmsten
dran. Es stimmt schon, daran sind nicht nur die liberalen Theologen und die Umsetzung ihrer Ideen Schuld,
auch die Gesellschaft hat sich von der Kirche wegentwickelt. Soll die Kirche hinterherhinken? Ist es nicht
eher die Aufgabe der Kirche, einen anderen Weg aufzuzeigen (den schmalen Weg, nicht die breite Straße)
Ich weiß, mit 72 ist es nicht mehr leicht, umzudenken. Aber versuche einmal die Kirche als katholische,
d.h. weltweite Kirche zu betrachten. Ich habe z.B. in Guatemala, in der winzigen Diözese Solola, unter
einem strenggläubigen Bischof, ein Seminar mit über 100 Seminaristen gesehen, weitere 200 mussten abgewiesen
werden. Das geistige Leben blüht gerade dort, wo die Lehre der Kiche ernstgenommen wird. Hör mit Deiner
(typisch deutschen) Nabelschau auf und weite dein Blickfeld. Und dann denke. Die Kirche ist nicht deutsch,
sondern katholisch.
#68 wolfgang e. 18:14:28 | Donnerstag, 20. November 2008
Danke Jo, schön langsam kann ich ihn auswendig. (Wobei mich stets verwirrt, dass bei jedem neuen Postig
zwei Wörter dann doch anders sind. Wie soll man sich das denn merken, wenn du immer etwas änderst?)
wolfgang e. (als verwirrter, verständlicherweise, einfacher, denkender)
#65 wolfgang e. 18:04:47 | Donnerstag, 20. November 2008
ZdEDK Gründen wir den Zentralrat der einfach denkenden Katholiken!!! Übrigens Jo, woran hast Du erkannt,
dass die Mehrheit der Applaudierenden katholisch waren. Trugen die einen EDK-Button? Immer mehr sich selbst
informierende und selbst denkende Katholiken tragen heutzutage, verständlicherweise, und durch nichts
zu wiederlegen, den EDK-Button und versuchen somit, verstänlicherweise, mutig, gegen vollkommen unbedeutende
und wertlose, aufgezwungene, unsinnige Menschseinsbeschneidungen und die Befriedigung der Herren in Purpur,
verständlicherweise und durch nichts zu widerlegen, zu protestieren. wolfgang e. (als überzeugter EDK-Button-Träger
erster Klasse)
#63 wolfgang e. 17:40:14 | Donnerstag, 20. November 2008
JoJo… So sehen und erkennen, verständlicherweise, die sich selbst informierenden und selbst denkenden
Katholiken, auch die Priesteramtsberufungen und jetzt offenbar ebenfalls schon mutige Bischöfe, in JoBehrens
Belehrungen nur noch eine, aufgezwungene, unsinnige Menschseinsbeschneidung, die vielleicht überhaupt
nichts mit Gott zu tun hat haben dürfte. So werden seine Belehrungen leider immer mehr zum unverantwortlichen,
keinen Sinn machenden, nur noch reinen Denkverhinderungsgrund. wolfgang e. (als selbstständig denkender
JoBehrens)
#56 wolfgang e. 17:07:55 | Donnerstag, 20. November 2008
Jo’s Leserbrief – gesteh ich gern – der brachte mich zum Lachen Ein Sprachverrenker vor dem Herrn, ein
Höhepunkt und Leckerbissen, der frei und locker seinen Serm’ schon oft hier unters Volk geschmissen,
er formuliert so krude Sachen. dann muss ich einfach lachen. Leider ist das doch so wolfgang e. (als unsinnig
amtskirchlich menschseinsbeschnittener Katholik)
#50 wolfgang e. 16:23:22 | Donnerstag, 20. November 2008
selten oder gar kaum ich habe selten oder gar kaum so gelacht, wie beim Lesen Ihrer sprachlichen Leckerbissen. wolfgang e. (als einfacher menschheitsbeschnittener Katholik)
#17 wolfgang e. 10:34:18 | Donnerstag, 20. November 2008
Pflichtzölibat Dazu ein Reim: Den Pflichtzölibat, den gibt es nicht, musst ja nicht Priester werden,
So steht es nun in meinem Gedicht, muss nicht bewiesen werden. wolfgang e. (als einfacher, eingelullter
Katholik)
#41 wolfgang e. 10:25:09 | Donnerstag, 20. November 2008
Freud stich hier nicht, lieber agnosti, denn Freud hat selbst erstaunt festgestellt dass ein freiwillig
gelebter Zölibat zu keinerlei Psychosen führt. Verzicht auf sexuelle Betätigung muss ja nicht Unterdrückung
sein. Unterdrückung wäre tatsächlich weniger gut. Ein Problem wird der Zölibat vor allem bei Menschen,
die sich dem Priestertum zuwenden, weil sie mit ihrer Sexualität nicht ganz zurande kommen (nach dem
Motto: Heiraten kann ich eh nicht, da werde ich halt gleich Priester). Deswegen muss die Kirche bei allen
sexuellen „Auffälligkeiten“, zu denen eben auch die Homosexualität gehört (das ist nicht wertend gemeint)
sehr vorsichtig sein. Zu recht, wie man in St. Pölten sieht. Um JoBerens gleich vorweg zu antworten:
Nein, es gibt kein Pflichtzölibat. Niemand wird gezwungen, Priester zu werden.
#39 wolfgang e. 10:55:17 | Mittwoch, 19. November 2008
@ Berengeria jeder normale Christ denkt so Ich kann mir ja durchaus vorstellen, dass Sie das, was Sie
behaupten, auch wirklich glauben (manchmal hat man so seine fixen Ideen, von denen man nicht loskommt,
selbst wenn die Beweislast sich immer mehr in die andere Richtung neigt…) Aber normal ist das nicht
mehr. Abgesehen davon, wieso sollte aus irgendeinem Grund Bischof Küngs Bischofsitz wackeln? (Ein Bischofsitz,
den er genaugenommen nie haben wollte. Ist es etwa ein „Karrieresprung“, wenn man als Bischof von Feldkirch
nach St.Pölten wechselt? Was ist schon St.Pölten?) Liebe Frau Dr., wann sehen Sie endlich ein, dass
Sie gegen Windmühlen kämpfen? Die kreuz.net-Redaktion würde ich bitten, die Berichterstattung über
Dr. Rothe einzustellen und den Mann in Ruhe zu lassen. Es bringt nichts (außer Leserzahlen. Und das ist
ja nicht das eigentliche Ziel von kreuz.net, oder?
#21 wolfgang e. 14:46:31 | Dienstag, 18. November 2008
@ Berengeria Man sieht also, wo dieses ganze Regiment steht. Auf der Seite der Rufmörder! Dann sind Sie
ja wohl hier in bester Gesellschaft. Was hier ohne konkrete Beweise an ungeheuerlichen Anschuldigungen
vorgebracht wurde, um die Unschuld von Dr. Rothe zu beweisen, ist eifach unglaublich. Beispiele gefällig?:
Die österreichischen Bischöfe allen voran Schönborn hätten den Skandal gemeinsam mit den Medien und
mit Unterstützung des damaligen Nuntius insziniert (unter Einschleusung div. Kanditaten) bzw. erfunden.
Die berühmten Fotos wären a) gefälscht oder b) nicht gefälscht, aber etwas anderes darstellend, als
man sieht (zutreffendes bitte ankreuzen, zu beiden Versionen gibt es eine Studie). Die Pornobilder wärden
von einem Saboteur auf die Seminar-PCs geladen worden. Bischof Küng hätte unbedingt Bischof von St.
Pölten werden wollen, egal wie (warum eigentlich, ist das Wespennest St. Pölten wichtiger als Feldkirch?).
Ein Beruhigungsmittel an Dr. Rothe wär eigentlich ein Mordversuch gewesen. Sogar höchste Kreise im Vatikan
wären am Sturz des Altbischofs beteiligt, vielleicht sogar der Papst. (JPII sei ja zumindest „regierungsunfähig“
gewesen, BXVI wäre entweder von Gänswein betrogen worden, oder sei selbst mitschuldig. Der vatikanische
Aufruf zur Ruhe wäre natürlich ausschließlich an Bischof Küng gerichtet, keinesfalls an div. Zeitungs-
oder Buchherausgeber… Hoffen wir, das Dr. Rothe wirklich neu beginnen kann, ohne Beratung durch solche
„Freunde/innen“, wie Sie eine sein wollen.
#74 wolfgang e. 15:28:46 | Mittwoch, 12. November 2008
Ach jo Zitat: Ich würde, in einer derartigen Situation, das ganz allein mit meinem persönlichen Gewissen
und Gott ausmachen und nicht im geringsten nach der Meinung und Ansicht dieser ahnungslosen Herren in
Purpur fragen. Ich würde das Scheuklappenmentalität nennen. Nicht links und rechts schauen, nur mein
eignens Gewissen zählt (dass halt dann leider nur auf Grund meines sehr bescheidenen Wissensstand beurteilen
kann. Die wahrscheinlichkeit einens Fehlurteiles ist daher sehr groß…) Eigentlich eines „denkenden“
Menschen unwürdig. Woher willst du eigentlich wissen, dass du dir etwas „mit Gott ausmachst“? Wo du doch
ständig deinen eigenen Vogel mit der Taube des Hl. Geistes verwechselst. Glaubst du wirklich, dass du
„ahnungsvoller“ bist als die „Herrn in Purpur“?
#65 wolfgang e. 11:54:18 | Mittwoch, 12. November 2008
@ ottaviana – mal langsam? Der Erlass von Ministerin Schmidt spricht ausdrücklich auch vom Religionsunterricht,
nicht nur vom Biologieunterricht. (Zitat: „Dies gilt natürlich auch für den Religionsunterricht.“) Im
Klartext bedeutet das, dass die Kirche lt. Ministerin Schmidt ihre eigene Lehre in ihrem eigenen schulischen
Religionsunterricht nicht lehren darf, weil sie den Maximen der staatlichen Sexualerziehung widersprächen.
Die Frage muss schon gestellt werden, wie den die „Pluralität der Meinungen“ gewärleisten kann, wenn
bestimmte Meinungen verboten werden. (Frau Ministerin ist selbstverständlich für Meinungsfreiheit, solange
es sich um ihre Meinung handelt.) Dieser Erlass ist ansich höchst anfechtbar, insbesondere, wenn Lehrausgänge
in Fialas „Museum“ erlaubt sind. Leider ist die personelle Konstellation in der Volksanwaltschaft momentan
ungünstig (Die zuständige Volksanwältin ist momentan von den GRÜNEN. Die wird hier sicher nicht tätig
werden).
#32 wolfgang e. 16:20:28 | Dienstag, 11. November 2008
lieber Joberens Ich muss Dir überhaupt nicht recht geben. Du offenbars in jedem deiner Postings lediglich
deine Unwissenheit und Uninformiertheit. Vom Papst kennst Du lediglich nette Bildchen aus der Bild-Zeitung
(Wir sind Papst – daher sind wir wohl alle unfehlbar, oder?). Du lässt dich von deinen falsch- und uninformierten
„Informanten“ einlullen, und gibst nur stereotyp wieder, was du irgendwo aufgeschnappt hast. Für die
Probleme der Kirche präsentierst du uns Milchmädchenrechnungen als Lösung und glaubst auch noch, gedacht
zu haben. Ich bitte dich daher nocheinmal: Informiere dich einmal wirklich und ehrlich, was der Papst
tut und sagt. Da du offenbar den ganzen Tag im Internet verbringst, sollte es für dich möglich sein,
an Primärquellen heranzukommen (z.B. www.vatican.va), statt ständig auf den dreifach durchgekauten Quark
deiner „Informanten“ zurückgreifen zu müssen. Und dann fang einmal wirklich zu denken an.
#21 wolfgang e. 14:56:49 | Dienstag, 11. November 2008
Ach jo Zitat:„Der Papst läßt sich nur noch regelmäßig feiern und hofieren, winkt und lächelt den
Menschen zu und glaubt offenbar, damit seine Aufgabe erfüllt zu haben.“ Auf welcher Wolke schwebst denn
Du? Wenn ein derartig uninformierter derart rechthaberisch daherkommt, und dabei auch noch glaubt, er
denke, so ist das nur noch peinlich. Wie wäre es, wenn du dich zuerst wenigstens ein bisschen informierst,
bevor du denkst.
#18 wolfgang e. 13:41:11 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
@ joberens Zitat: „Wir wissen doch, daß Verhütung nicht funktioniert: Wir brauchen die Abtreibung als
Sicherungssystem. Es wird mehr Abtreibungen geben, wenn mehr Frauen Spaß beim Sex haben.“ Ich glaube,
unser guter Jo hat die Grundaussage des Artikels nicht verstanden.
@ cato Bis jetzt haben sich nämlich weder Priester des Opus Dei noch deren Prälat, Bischof Javier Echevarría,
positiv zur alten Messe geäußert. …aber auch nicht negativ. Ich kenne beim Opus Dei viele, die der
„alten“ Messe sehr positiv gegenüberstehen. Das Opus Dei selbst enthält sich jedoch der Diskussion.
Ein Vorläufer des 2.Vatikanischen Konzils??? Ähh… Ich würde der Redaktion empfehlen, die Dokumente
des 2.Vatikanischen Konzils durchzustudieren. Alle oben zitierten Häresien Rosenbergs kommen in diesen
Dokumenten eben NICHT vor. Auch die Liturgiereform war NICHT Bestandteil des 2.Vatikanums, wie die verehrte
Redaktion vielleicht weiß. Wahr ist zwar, dass so manch einer diese Ideen gerne in die Beschlüsse einfließen
hätte lassen. Wahr ist auch, dass von eben diesen nach dem Konzil der „Geist des Konzils“ erfunden wurde,
um diesen Ideen das Mäntelchen des Konzils umzuhängen. Das ist aber nicht Schuld des Konzils.
#47 wolfgang e. 15:41:07 | Donnerstag, 24. April 2008
lieber zwobbel, sie vergessen nur eines: Es sind Küchel und Rothe selbst, die durch ihre unnötigen Gerichtsverfahren
und durch ihre ständigen Rekurse die Sache immer wieder an die Öffentlichkeit zerren (zusammen mit ihren
Verbündeten beim „13ten“). Bischof Küng hat mehrmals vom Gang zu den Gerichten abgeraten, aus gutem
Grund… Hätten Küchel und Rothe die Anweisungen des Bischofs widerspruchslos befolgt, hätten sie viel
zur Schadensbegrenzung beigetragen. Sie schreiben unten: „gefakte Bilder werden als Wahrheit vermarktet“
Zu den profil-Bildern gibt es zwei Gutachten von zwei verschiedenen Rothe-Unterstützern (beide im 13.
und in kreuz.net veröffentlicht). Im 1.Gutachten wurde behauptet, die Bilder seien gefälscht, im 2.
Gutachten wurde behauptet, die Bilder seien echt, jedoch der Blickwinkel des Fotografen zufällig derart
seltsam, dass in Wirklichkeit etwas ganz anderes stattfand, als das, was man sieht. (Nur blöd, dass es
mehr als ein Foto gibt, wo der Fotograf so unglücklich gestanden sein muss) Welchem Gutachten soll ich
glauben? – Ich traue lieber meinen eigenen Augen. Bitte studiren Sie den obigen Artikel nocheinmal genau
durch. Für mich ist das ein Paradefall angewandter Dialektik. (Nach dem Motto: Wenn die Kurie sagt, der
Bischof solle seine Autorität ausüben, meint sie eigentlich, der Bischof solle gefälligst kuschen…)
#27 wolfgang e. 23:42:15 | Mittwoch, 23. April 2008
Lieber muntu Ich würde Dich bitten den obigen Artikel von Frau Dr. Waste noch einmal genau durchzustudieren.
Dr. Wastes „Übersetzungen“ der kurialen Sprachgepflogenheiten sind tatsächlich mehr als abenteuerlich.
Entweder will Frau Dr. Waste unbedingt das Gegenteil von dem herauslesen, wes in den „kurialen“ Sätzen
steht, oder die von kreuz.net gerne so betitelte „kuriale Schaumsprache“ bedeutet tatsächlich das Gegenteil
von dem, was sie bei oberflächlicher Betrachtung zu bedeuten scheint. Ist die Sprache der Kurie tatsächlich
eine gnostische Geheimsprache, deren wahre Bedeutung sich nur dem Eingeweihten eröffnet? Ich kann nich
versetehen, wie ein ansich nicht unintelligenter Mensch wie sie einer dermaßen über Kreuz gedachten
Heruminterpretiererei wie in dem obigen Artikel dermaßen Beifall zollen kann. Dass die Meinung von Frau
Dr. Waste Ihnen in den Kra,m passt, kann ja kein ausreichendes Argument sein. Ihr Applaus klingt mehr
nach Stammtischniveau (…jo, zeig’s Ihm, dem ollen Bischof…)
#23 wolfgang e. 17:35:43 | Dienstag, 8. April 2008
Das Zwillingsargument Das Zwillingsargument ist eines der dümmsten überhaupt… Seine Verfechter argumentieren
in etwa so: Wenn eine Amöbe sich teilt, und wir somit auf einmal zwei Amöben vor uns haben, dann ist
damit bewiesen, dass davor gar keine Amöbe da war… Viel dümmer geht es kaum mehr. Oder anders gesagt,
liebe Stimme der Vernunft: Wenn es der Wissenschaft in 20 Jahren gelingt, von Ihnen einen Klon herzustellen,
wäre damit bewiesen, dass Sie kein Mensch sind, oder? Außerordentlich vernünftig, kann ich nur sagen…
#20 wolfgang e. 20:58:06 | Montag, 18. Februar 2008
gefordert? Erst kürzlich hatte die Philosophin indirekt ein Diakonat der Frau gefordert Hat sie nicht.
www.kath.net/detail.php?id=19054 kreuz.net hat aus unvollständigen Informationen aus 2. Hand einen Skandal
herausgelesen, der nicht stattgefunden hat. Vergleiche auch die Lesermeinungen zu den 2 bisherigen Artikeln
über Gerl-Falkovitz: hier www.kreuz.net/…ticle.6699-page.html und hier www.kreuz.net/…ticle.6657-page.html
#8 wolfgang e. 17:04:47 | Donnerstag, 14. Februar 2008
liebe clarissa Statt im System Änderungen anzubringen, wollen die Neunmalklugen schon das System verändern
Was genau ist der Unterschied zwischen „im System Änderungen anbringen“ und „das System verändern“?
(Vielleicht meinten Sie: „das System ändern“ ohne „ver-“?)
#97 wolfgang e. 01:05:25 | Sonntag, 10. Februar 2008
Lieber Jörg, wenn Sie genau schauen, werden sie sehen, dass ich „ultrakonservativ“ unter Anführungszeichen
gesetzt habe. Also keine Sorge, es war keine Beleidigung. Ich fand lediglich interessant, dass unter dem
Artikel „Ist das gut?“ nicht nur Sie, sondern auch Filius ecclesiae, sacerdos helveticus und sogar Dr.
Schlämmer kein Problem mit Diakoninnen hatten (solange sie nicht als Klerikerinnen gesehen werden). Die
kath.net-Redaktion müsste Sie alle jetzt, genauso wie Frau Gerl-Falkovitz, unter Häresieverdacht stellen…
Der Autor des obigen Artikels reimt sich aus einigen aus zweiter Hand aufgeschnappten Schlagworten einen
Skandal zusammen. Jedenfalls wird er damit der Persönlichkeit von Frau Gerl Falkovitz nicht gerecht.
Ich kann sie nur nocheinml als katholische Denkerin empfehlen. Interessant ist es z.B. Den Artikel „Eros
und Christentum – ein Spannungsfeld mit Zukunft?“ in ihrem Buch „Eros, Glück, Tod“ www.amazon.de/…35197144/ref=sr_1_11?ie=UTF8&s=gate…
mit der Enzyklika „Deus Caritas Est“ von Benedikt XVI zu vergleichen. Sie werden feststellen, dass Gerl-Falkovitz
dem Papst offenbar sehr gut bekannt ist. Sie braucht also wirklich nicht die Protektion von Kardinal Schönborn,
um zu einem Kongress im Vatikan geladen zu werden. Wie wenig Ahnung der Autor des obigen Artikels hat,
beweist er im letzten Absatz: Momentan wird man kaum eine profundere Kritikerin des Feminismus finden
als Gerl-Falkovitz.
#33 wolfgang e. 17:55:50 | Freitag, 8. Februar 2008
„dürfte“ Das Wort „dürfte“ drückt eine reine Vermutung des Autors aus. Frau Gerl-Falkovitz ist im Vatikan
gut genug bekannt, um auch ohne Protektion zu einem derartigen Kongress eingeladen zu werden.
#28 wolfgang e. 17:16:32 | Freitag, 8. Februar 2008
Jaja! Frau Gerl-Falkovitz tätigte beim Frauenkongreß noch weitere umstrittene Aussagen. So bezeichnete
sie den Feminismus als „Kind des Christentums“ Dieser Artikel wird Frau Gerl-Falkovitz in keinster Weise
gerecht. Der Autor hat offenbar wenig von dem verstanden, was sie gesagt hat (oder hat er nur abgeschrieben,
was ein ebeso unverständiger Journalist über ihre Aussagen geschrieben hat?) Jedenfalls sind ihre Bücher
durchaus lesenswert (kleiner Tipp: Eros, Glück, Tod und andere Versuche im christlichen Denken www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w?__mk_de_DE=%C5… –
hier erweist sie sich als durchaus katholische Denkerin mit sehr kritischer Distanz zum modernen Feminismus.
Übrigens dürfte dieses Buch auch die Enzyklika „Deus Caritas est“ beeinflusst haben!!). Über Diakoninnen
nachzudenken ist in der Kirche übrigens nicht verboten. In anderen kreuz.net-Foren wurde erst kürzlich
(von durchaus „ultra-konservativen“ Lesern) über die frühchristlichen Diakoninnen diskutiert, die offenbar
zwar ähnliche Aufgaben wie der Diakon wahrnehmen konnten (z.B. Taufassistenz bei Frauen), jedoch keine
sakramentale Weihe besaßen. (also: keine Frauenordination!) Dieses Amt könnte man durchaus wieder einführen.
(Ob es notwendig ist, ist eine andere Frage.) Und Paulus schreibt doch tatsächlich: „Es gibt nicht mehr…
Juden und Heiden … Herren und Sklaven … Männer und Frauen – Vor Gott hat also die Frau selbstverständlich
die gleiche Würde wie der Mann – was den sonst?
#61 wolfgang e. 14:14:21 | Freitag, 1. Februar 2008
lieber Aleph, „gültige Materie“ in Zusammenhang mit einem Sakrament der Kirche ist eine theologischer
Fachausdruck. Die Aussage hat daher mit Menschenverachtung nichts zu tun. Außerdem heißt es im Kirchenrecht
(CIC 1983, Can. 1024): „Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mann.“ Somit ist wohl clarissa
colonias Frage, ob die „Priesterinnen“ tatsächlich geweiht sein, eindeutig mit NEIN beantwortet.
#14 wolfgang e. 23:52:45 | Freitag, 14. Dezember 2007
@Sirilo Was Sie schreiben, betrifft speziell die Universität von Bolognia. wenn wir den von Ihnen zitierten
Wikipedia-Artikel de.wikipedia.org/…iki/Universit%C3%A4t weiterlesen, finden wir folgendes: Ganz im
Gegensatz dazu verlief die Entstehung der Universität Paris. Obwohl auch hier die Ausbildung aus kleinen
Anfängen langsam anwuchs, gilt als Gründungsakt die Ausstellung der päpstlichen Bulle Parens scientiarium
durch Papst Gregor IX. im Jahre 1231. Innozenz wollte Paris zur obersten Schule der Christenheit machen.
Durch die Zentralisierung in einer einzigen Schule sollte die Ausbildung der höheren Theologen besser
zu überwachen sein. Die theologische Lehre wurde dadurch bis in das 14. Jahrhundert hinein stabilisiert.
Die Angehörigen der Sorbonne, Professoren wie Studenten, unterstanden dem Papst und der kirchlichen Gerichtsbarkeit.
Dies wurde auch vom französischen König bestätigt. Die Gerichtsbarkeit wurde vom Kanzler der Universität
ausgeübt, der kein Mitglied der Universität war, sondern als Vertreter des Bischofs von Paris agierte.
Er wachte über die Reinheit der Lehre und vergab die akademischen Grade. Die Universität zu Paris wurde
Ausgangspunkt und Muster für fast alle abendländischen Universitäten, besonders die englischen, unter
denen Oxford durch eine Auswanderung aus Paris […] mindestens erst zu höherer Bedeutung gelangte, und
die deutschen. Ich glaube daher, Sie haben uns wesentliches unterschlagen. Oder? @engelhart Sie verwechseln
ständig „Wissenschaft“ mit „Naturwissenschaft“.
#3 wolfgang e. 13:31:23 | Freitag, 14. Dezember 2007
@ engelhart Du übersiehst ein bisschen, das die Universitäten ursprünglich kirchliche Einrichtungen
waren, die dann später von den zunehmend sekularen Staaten der Kirche entrissen wurden. Ohne die Kirche
hätten sich das europäische Universitätswesen nicht (oder zumindest: nicht in dieser Form) entwickelt.
Dass die Theologie im deutschen Sprachraum an den staatlichen Universitäten immer mehr zu einer Pseudowissenschaft
verkommt, da muss ich Dir recht geben. Ursprünglich war das nicht so.
#12 wolfgang e. 01:35:34 | Sonntag, 9. Dezember 2007
Lieber Ledlhuber, Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich Abtreibung strikt ablehne, allerdings den
gesellschaftlichen Konsens über die Straffreiheit akzeptiere. Dieser Satz ist in sich widersprüchlich.
Das klingt so ähnlich wie: „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich die Todesstrafe in China strikt
ablehne, allerdings den gesellschaftlichen Konsens, dass man sich in die inneren Angelegenheiten Chinas
nicht einmischen darf, akzeptiere.“ Zum Glück denken nicht alle so. Im Übrigen gibt es in Österreich
zur Abtreibung einen politischen Konsens, aber keinen gesellschaftlichen.
#4 wolfgang e. 10:44:10 | Mittwoch, 31. Oktober 2007
bestätigte „Das italienische Wochenmagazin ‘Panorama’ bestätigte kürzlich drei Gerüchte.“ Bitte das
Wort „bestätigte“ durch „verbreitete“ zu ersetzen. (Nur weil eine italienische Zeitung Gerüchte verbreitet,
sind diese noch lange nicht bestätigt.) (Nur um das klarzustellen: ich hätte nichts gegen die Bestätigung
der Gerüchte, die ersten beiden erscheinen ja auch recht wahrscheinlich…)
#11 wolfgang e. 00:17:09 | Samstag, 27. Oktober 2007
Dilettantenartikel …Das erklärte ein Kenner der Diözese auf Anfrage von ‘kreuz.net’… Selten so gelacht…
Jedenfalls ist der Artikel ziemlich irreführend. Ich würde allen empfehlen, den Hirtenbrief selbst zu
lesen (am besten samt Fußnoten), da geht es nämlich vor allem und grundsätzlich um eine echte Glaubenserneuerung.
Strukturelle Fragen spielen dabei nur eine sehr untergeordnete Rolle. Zu finden ist der Hirtenbrief hier
www.dsp.at/…g/predigt_detail.php?links=18092007… (auf „Zum Wortlaut“ klicken…) Im Artikel wird suggeriert,
dass Bischof Küng die gesamte Diözese strukturell umkrempeln will. Im Hirtenbrief steht lediglich: …In
manchen Situationen wird es ein schrittweises Zusammenwachsen geben, das nach zwei unterschiedlichen Modellen
gestaltet sein kann: Entweder wird aus mehreren Pfarren ‘EINE PFARRE’, […] Oder es entsteht ‘EIN PFARRVERBAND’
mit intensiver Zusammenarbeit mehrere Orte beziehungsweise Gemeinden… Klingt doch eigentlich ganz anders
als das verkürzte Zitat im Artikel, oder?
#23 wolfgang e. 14:26:17 | Dienstag, 23. Oktober 2007
@engelhart Zitat von Ansgar: Kinder müssen lernen, daß nicht jeder, der sich ihnen körperlich nähert,
ihnen selbstlos bei der Erkundung ihres Körpers behilflich sein will. Das Musical „Nase, bauch, Po“ legt
das aber nah. Wir müssen unseren Kindern beibringen, „nein“ zu sagen, wenn sie etwas nicht möchten.
Das Musical macht es genau anders herum. Klingt eigentlich recht rational, würde ich sagen. Können Sie
mir eigentlich sagen, wass dieses Musical für Vorteile für die Kinder bringen soll?
#21 wolfgang e. 14:09:26 | Dienstag, 23. Oktober 2007
@engelhart Wenn ich für mein Kind (oder irgendein anderes Kind) eine Gefahr befürchte, sollte das doch
Grund genug sein, etwas gegen diese Gefahr zu unternehmen, oder? Noch mehr in diesem Fall, wo ich einen
wirklichen Nutzen für die Kinder nicht erkennen kann. @Philomena Dieses Musikal ist eine Bevormundung
(sowohl der Kinder, als auch ihrer Eltern). Wenn Sie etwas gegen Bevormundung tun wollen, nur zu…
#69 wolfgang e. 19:45:28 | Freitag, 10. August 2007
@ Kasperschüler Wie schaffen Sie das, aus Texten und Büchern ganz andere Dinge herauszulesen, als eigentlich
drinnenstehen. Vielleicht sollten Sie eine neue Brille kaufen.
#62 wolfgang e. 17:35:09 | Freitag, 10. August 2007
@ GerdEric „das hätten die deutschen Bischöfe schon früher erkennen und tun müssen“ Das gebe ich gerne
zu, und betrifft natürlich nicht nur die Bischöfe jener Zeit, sondern jeden damals lebenden Zeitgenossen.
Es gab damals einige sehr mutige Bischöfe (z.B. die holländischen Bischöfe), Priester (z.B. Maximilian
Kolbe) und Laien (z.B. Dietrich v. Hildebrandt, die Weiße Rose,…), die durchaus das ihre getan haben,
aber die Mehrheit tat zu wenig. Leider war auch damals nicht jeder Bischof automatisch auch ein Heiliger.
Nur: Ist das heute anders? Wie hätten du und ich uns damals verhalten? Und wie verhalten wir beide uns
heute? Auch heute gibt es große Verbrechen und Ungerechtigkeiten. Was tun wir dagegen? Über die Vergangenheit
lamentieren, ist leicht, aber man kann die Vergangenheit nicht mehr ändern. Man kann aber aus ihr lernen
und die Gegenwart dementsprechend gestalten. Edith Stein kann mit ihrer Haltung durchaus Beispilelhaft
für uns sein, denn sie ist immer ihrer hart erkämpften Überzeugung gefolgt, obwohl das für sie (weltlich
betrachtet) fast immer mit Nachteilen verbunden war. Durch ihr Beispiel trägt sie, glaube ich, auch heute
noch zur Verbesserung der Welt bei.
#37 wolfgang e. 16:53:07 | Freitag, 10. August 2007
Schwerwiegend „Jemandem „Narzismus“ zu unterstellen ist eine schwerwiegende Behauptung.“ Schwerwiegend,
aber unter Umständen durchaus objektivierbar. Schwerwiegend sind auch die Häresievorwürfe an die Kirche
und die Päpste bei Pater Lingen oder auf sedisvakantismus.org Wenn die Sedisvakantisten derart im Recht
sind, wie sie behaupten, warum müssen sie ihre Argumentation ständig mit unflätigen Kraftausdrücken
unterstützen? Im Normalfall gilt: je schwächer die Argumente, desto deftiger die Ausdrücke.
#56 wolfgang e. 13:34:21 | Freitag, 10. August 2007
Zur Frage: Es handelt sich wohl um einen Abschreibfehler. im Originalartikel bei „Kirche in Not“ lautet
der Satz folgendermaßen: „Sie betonte noch in ihren letzten Aufzeichnungen kurz vor ihrem Tode in Auschwitz,
dass diese Statue nach Prag gekommen sei, als es mit der weltlichen Kaiserherrlichkeit zu Ende ging.“
Tatsächlich ist der 9.August ein vermuteter Todestag, kein gesicherter, da Aufzeichnungen fehlen. Es
wird angenommen, das die Gefangnen ihres Transportes wie dort üblich gleich nach ihrer Ankunft in Ausschwitz/Birkenau
vergast wurden. Mehr weiß man nicht.
#54 wolfgang e. 13:02:03 | Freitag, 10. August 2007
@ GerdEric Es stimmt wohl beides: es wurde ihr gewaltsam genommen, sie hat aber gleichzeitig ihr Leben
Gott angeboten (siehe Echter Testament). Deshalb ging sie, nach mehreren Augenzeugenberichten, nach ihrer
Verhaftung ruhig, gelassen und fröhlich auf den Tod zu, obwohl sie kurz zuvor noch alles unternahm, um
mit ihrer Schwester in die Schweiz zu entkommen. Edith Stein starb tatsächlich weil sie Jüdin und Katholikin
war, also aus Antisemitismus und Antichristianismus, wie die Umstände ihrer Verhaftung deutlich machen:
Am 26. Juli 1942 protestierten die holländischen Bischöfe gegen das Verbrechen der Judenverfolgung,
indem sie ihr Telegramm vom 11. Juli an den Reichsstatthalter Artur Seyß-Inquart von den Kanzeln der
Kirchen verlesen ließen. In Reaktion darauf verhafteten die NS-Behörden in den Niederlanden alle zum
katholischen Glauben konvertierten Juden, die bisher verschont geblieben waren. Am 2. August wurden Edith
und Rosa Stein im Karmel von Echt verhaftet und ins Sammellager Amsfoort überführt. Am 4. August erfolgte
der Weitertransport ins Durchgangslager Westbork. Am 7. August begann der Abtransport Richtung Osten.
Am Bahnhof von Schifferstadt wurde sie das letzte Mal gesehen, dann gibt es keine Aufzeichnungen mehr
über sie. Vermutlich ist sie am 9. August 1942 gleich nach ihrer Ankunft in Auschwitz oder in Birkenau
in der Gaskammer ermordet worden. „Komm, wir gehen für unser Volk“ hat Edith Stein laut Augenzeugenbericht
bei ihrer Verhaftung zu ihrer Schwester Rosa gesagt.
#52 wolfgang e. 11:48:19 | Freitag, 10. August 2007
Nun ja,… …wenn Herr Helmut Friedlmayer in seinem gesamten Buch die Artikel des KKK so selbstherrlich
nach eigenem Gutdünken uminterpretiert, wie in dem bis jetzt zitiertem, braucht man sich nicht wundern,
wenn er aus dem KKK Schlüsse zieht, die im KKK gar nicht drinnenstehen. Er interpretiert den KKK genau
so, wie modernistesch Theologen das 2.Vatikanum interpretieren: Wie es ihnen in den Kram passt. Wo haben
Sie im KKK eigentlich gelesen, dass es für Juden nicht notwendig wäre, sich zu Christus zu bekehren?
Johannes Paul II hat ja mit Edith Stein gerade eine jüdische Freu heilig gesprochen, die ihr Leben u.a.
ausdrücklich auch für die Bekehrung ihrer Volksgenossen hingegeben hat: „Ich bitte den Herrn, dass Er
mein Leben und Sterben annehmen möchte zu Seiner Ehre und Verherrlichung, für alle Anliegen der heiligsten
Herzen Jesu und Mariae und der heiligen Kirche, insbesondere für die Erhaltung, Heiligung und Vollendung
meines heiligen Ordens, namentlich des Kölner und des Echter Karmels, zur Sühne für den Unglauben des
jüdischen Volkes und damit der Herr von den Seinen aufgenommen werdeund Sein Reich komme in Herrlichkeit,
für die Rettung Deutschlands und den Frieden der Welt, schließlich für meine Angehörigen, Lebende
und Tote, und alle, die mir Gott gegeben hat: dass keiner von ihnen verloren gehe.“ (Echter Testament,
1939)
#49 wolfgang e. 23:28:00 | Donnerstag, 9. August 2007
Einfach zum nachprüfen… Zitat Kasperschüler: „Der innere Zusammenhang zwischen dem alten und dem neuen
Israel, die Verwandtschaft der Christen mit den Juden, und die Einheit der Heilsgeschichte ist das neue
Muster (Paradigma), unter dem die Christen das Judentum betrachten sollen (vgl. KKK 54-65). Die Gräben
der trennenden historischen Fakten werden zugeschüttet und der Eindruck erweckt, das jüdische Volk habe
nach wie vor Anteil an der Heilsgeschichte und zähle zu den Lieblingen Gottes. […]“ schreibt Helmut
Friedlmayer in seiner Broschüre (Pflichtlektüre für Katholiken!) Kleiner Katechismus über die Irrlehren
im neuen Weltkatechismus Zitat Daniel Stöhr: Danke für dieses Zitat, Kasperschüler. -Und da sage noch
jemand, der KKK enthielte die überlieferte katholische Lehre! Da haben sich wohl zwei gefunden. Herr
Stöhr dürfte nur übersehen haben, dass Kasparschüler gar nicht aus dem KKK selbst zitiert hat. Wie
Helmut Friedlmayer allerdings auf die Idee kommt KKK 54-65 www.vatican.va/…ive/DEU0035/__PM.HTM so zu
interpretieren, wie er es tut, geht mir nicht ganz auf. Kann mir jemand weiterhelfen?
#7 wolfgang e. 14:12:16 | Dienstag, 7. August 2007
Wieder einmal ein falscher und irreführender Titel Es zahlt sich aus, das ganze Interview des irischen
Paters zu lesen www.kath.net/detail.php?id=17446. Es geht darin überhaupt nicht darum, an welcher Stelle
das 6. Gebot steht, sondern es geht darum, dass aufgrund subjektivistischer Tendenzen in der Theologie
ca. 80% des deutschsprachigen Episkopats bei „Humane Vitae“ dem Papst den Gehorsam aufgekündigt hat (Königsteiner
und Maria Troster Erklärung, in denen das subjektive Gewissen über die Lehre der Kirche gestellt wurde).
Dies ist ein Problem, das bis heute besteht, und überwunden werden muss. (Der Umfaller der Bischofe in
der Sexualmoral dürfte auch dafür verantwortlich sein, dass unsere Bischöfe es heute auch kaum wagen,
sich in der Abtreibungsfrage zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Die beiden Themen hängen doch zu sehr
zusammen…) @ Benedikt „Humane Vitea“ war und ist richtig und notwendig, denn es gab damals viel Verwirrung,
und durch den Ungehorsam der Bischöfe ist die Verwirrung noch viel größer geworden. Beim Jüngsten
Gericht werden werden sich die entsprechenden Bischöfe dafür verantworten müssen, nicht die irregeführten
christlichen Eheleute. Ich kann aus eigener Erfahrung als Ehemann und Vater bestätigen, wie schön und
heilsam es ist, sich ohne Abstriche, sowohl vor, als auch nach der Hochzeit an die Lehre von „Humane Vitae“
zu halten. Es wird dadurch deutlich, das die Ehe ein heiliges Sakrament ist, dessen Materie der Leib von
Mann und Frau ist. Es geht hier also um die Heiligung auch des Leibes in der Ehe.
#19 wolfgang e. 13:05:28 | Mittwoch, 25. Juli 2007
@ Ledlhuber Sehr wohl weiß ich, was in diversen Pfarren an der Basis gedacht wird. Meine Familie ist
aktiv in das Pfarrgeschehen eingebunden, ich gehe sonntags in die Messe und kenne den Kath. Akademikerverband
sehr gut. Ach so, Sie reden von Berufskatholiken, Laien-Amtskatholiken und „Basis“-Christen. Alles klar.
Mag sein, dass in diesen Kreisen (noch sehr stark von Alt-68ern dominiert) Hw. Schüller und seine Ideen
großes Ansehen genießen. Ich halte es aber für verfehlt, diesen Teil der Katholiken für die Mehrheit
zu halten. Die Zukunft der Kirche liegt woanders. Hw. Schüllers Ideen sehen inzwischen sehr alt aus,
und sie werden mit seiner Generation großteils aussterben. Dass Sie sich für die junge Kirche nicht
interessieren ist schade. Offenbar gehören Sie auch zu den Dinosauriern.
#12 wolfgang e. 12:28:54 | Mittwoch, 25. Juli 2007
@ Ledlhuber Hw. Schüller spricht das aus, was die überwältigende Mehrheit der Katholiken denkt und
wünscht. Das halte ich für Wunschdenken: Die überwiegende Mehrheit der praktizierenden Katholiken in
Österreich denken und wünschen anders. Gerade die jungen Katholiken sind sehr papsttreu. Die Lieberalkatholiken
Österreichs sind eine aussterbende Spezies. Ihre Kinder gehen großteils gar nicht mehr in die Kirche.
Die veröffentlichte Meinung, in der die Liberalkatholiken noch immer das Sagen haben, hinkt dem tatsächlichen
Stand der Dinge enorm hinterher. Im übrigen ist er immer schon ein besonders geachteter Kleriker gewesen
und er ist es noch immer, auch wenn sein Betätigungsfeld sich verändert hat. Er war geachtet als wirtschaftlich
recht geschickt agierender Caritas-Präsident. Danach ging’s immer mehr bergab. Er genießt in Österreich
besondere Wertschätzung und das nicht nur unter Katholiken. Vor allem bei Nicht-Katholiken, würde ich
sagen, und hier im besonderen bei ORF und Co. Ansonsten würde ihn keiner mehr beachten. Nehmen Sie das
bitte auch zur Kenntnis.
Liebe Frau Buassmann: „es geht um das Prinzip, nämlich die Stellung der Frau in beiden Religionen, und
da steht in theologischer Hinsicht die Frau im Buddhismus höher als in der katholischen Kirche.“ Vom
Buddismus haben Sie offensichtlich keine Ahnung: Buddha lehrte, dass eine Frau nicht ins Nirvana eingehen
kann. Sie muss zuvor als Mann wiedergeboren werden. Im Christentum ist der Mensch, der Gott am nächsten
steht eine Frau! Die Heiligkeit steht im Christentum Frauen gleichermaßen offen wie Männerrn. Und die
Heiligen sind die eigentlichen „Anführer“ des Christentums. Priesterinnen gibt es interessanterweise
vor allem in Religionen, in denen die Frau keinen großen Stellenwert besitzt. Alle antiken Religionen,
außer Judentum und Christentum, hatten Frauenpriester. Frauenpriestertum ist daher kein Zeichen der Wertschätzung
der Frau. „Weiterhin geht es um die simpelsten Menschenrechte in der katholischen Kirche, dass niemand
diskriminiert werden darf aufgrund seines Geschlechtes.“ Diskriminieren bedeutet, jemandem ein Recht vorenthalten,
dass ihm zusteht. Niemand, auch kein Mann, kann behaupten, das Recht zu haben, Priester zu werden.
@ Müller: „Stolz“ Müller: „Stolz“…zählte auch schon vor dem II. Vatikanischen Konzil zu den Todsünden,
oder irre ich mich??? Nein, „Stolz“ zählte und zählt zu den sieben HAUPTsünden. Das ist etwas grundsätzlich
anderes. Aber tröste Dich, auch die kreuz.net-Redaktion verwechselt das regelmäßig.
Rudolfus! Rudolfus, ich muss dich korrigieren: Es stimmt, dass Kardinal Schönborn des öfteren zu wenig
sagt bzw., das, was er sagt, viel zu „schwammig“ und diplomatisch formuliert. Eine Irrlehre von Kardinal
Schönborn ist mir allerdings nicht bekannt. Es stimmt, das Kardinal Schönborn die eigenartigen Valentins-Segnungen
im Stephansdom leider nicht verhindert hat. Von einer Unterstützung dieser Segnungen ist mit allerdings
nichts bekannt (weshalb die Titulierung „Homo-Kardinal“ in kreuz.net auch ein sehr grober Fehlgriff war.)
Das von Dir aus dem Zusammenhang gerissene Zitat, dass „die Deatte weitergehen werde“. hört sich im Gesamtzusammenhang
von Schönborns Stellungnahme ganz anders an, als hier suggeriert. (Und in der Tat muss die Debatte weitergehen,
denn ein großer Teil der Christen hat die Lehre der Kirche über die Kirche offenbar noch immer nicht
angenommen. Sie muss daher wohl noch einige male wiederholt werden.) Sowohl Dich, als auch die kreuz.net-Redaktion
würde ich bitten, bei berechtigter Kritik auch sachlich zu bleiben. Überzogene Kritik führt beim Kritisierten
meist zu Verhärtung statt zu Besserung. Und die Besserung sollte doch unser Ziel sein, oder?
#3 wolfgang e. 12:29:18 | Donnerstag, 12. Juli 2007
Administratur oder Diözese? Die Teilkirchen der katholischen Kirche sind Administraturen, Prälaturen
oder Diözesen, wobei Diözesen die Vollform sind. Personaladministraturen, Personalprälaturen und Personaldiözesen
sind Teilkirchen, die nicht durch ein bestimmtes Gebiet, sondern durch eine bestimmte Personengruppe definiert
sind (Wie z.B. die österreichische Militärdiözese oder die Personalprälatur Opus Dei). Im Artikel
ist abwechselnd von Presonaldiözese und Personaladministratur die Rede. Ich nehme an, „Personaladministratur
‘Heiliger Johannes Maria Vianney’“ , ist die korrekte Bezeichnung. Ein bischen mehr juornalistische Sorgfalt
wäre bei kreuz.net schon wünschenswert! (Wenigstens wird Mons. Rifan als Altritus-Bischof und nicht
als Altgläubigen-Bischof bezeichent. Schon ein kleiner Fortschritt…)
Altgläubige Für den Begriff Altgläubige gibt es drei Bedeutungen: – Als Altgläubige versteht man in
der Geschichtswissenschaft einmal im Zeitalter der Frühen Neuzeit diejenigen Teile der Bevölkerung,
die nach der Reformation während der Konfessionalisierung bei der Katholischen Kirche und beim überlieferten
katholischen Glauben verblieben waren und nicht zum Protestantismus übergetreten, oder durch obrigkeitsstaatliche
Maßnahmen im Zuge der Rekatholisierung zum Katholizismus zurückgekehrt sind. – Als Altgläubige bezeichnet
sich auch eine Abspaltung von der katholischen Kirche. „Nicht in Einheit mit Rom“. Diese sind aber nicht
mit dem Altkatholizismus identisch. – Eine andere Form von Altgläubigen sind die in der Russisch-Orthodoxen
Kirche nicht anerkannten Abspaltungen der so genannten Raskolniken oder Altorthodoxen. Vermutlich will
sich kreuz.net auf die erste Bedeutung von „Altgläubigen“ beziehen. Dennoch ist der Begriff reichlich
ungeeignet für Katholiken, die die ältere Form der lateinischen Liturgie bevorzugen. Im Sinne von Papst
Benedikt XVI ist der Begriff sicher nicht, da er ja eine Bruch vor/nach Vatikanum II impliziert, und genau
dies möchte der Papst ja auch mit dem Motu Proprio überwinden. P. Hoffmann hat den Begriff „Altgläubige“
sicher nicht verwendet. Seine Erklärung war wohl nicht auf Deutsch. Es handelt sich daher entweder um
eine kreuz.net-Übersetzung, oder der letzte Satz ist bereits ein kreuz.net-Kommentar (bei kreuz.net kann
man das leider nie so genau wissen).
Altgläubige Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jean-Pierre Kardinal Ricard tatsächlich von „Altgläubigen“
gesprochen hat. Schon gar nicht kann ich mir vorstellen, dass das Motu Proprio oder der Begleitbrief von
„Altgläubigen“ spricht. Es handelt sich ja schließlich nicht um „Altkatholiken“ Wie wäre es, den Ausdruck
„Altgläubige“ zum kreuz.net-Unwort des Jahres zu wählen? Immerhin ist dieser Ausdruck in letzter Zeit
in kreuz.net-Artikeln noch häufiger zu beobachten, als der Ausdruck „authentisch“ in deutschen Übersetzungen
vatikanischer Dokumente. Dabei hat er noch weniger Sinn!
#80 wolfgang e. 13:59:18 | Dienstag, 19. Juni 2007
@ Stimme aus dem Tradiland Mit unhaltbaren Äußerungen über das Opus Dei www.kreuz.net/…ticle.4524-page.html
haben Sie sich schon mehrmals unglaubwürdig gemacht. Sie haben eine persönliche Aversion gegen das Opus
Dei (wenn ich das richtig verstehe, aufgrund persönlicher Erfahrungen), und lassen daher in Ihrer Beurteilung
leider jegliche Objektivität vermissen. Josemaria Escriva war übrigens weder adoptiet, noch ein Adeliger.
Der Zusatz „de Balaguer“ zu seinem Namen ist eine reine Herkunftsbezeichnung, die die Vorfahren Escrivas
immer schon geführt hatten. Über das Heiligsprechungsverfahren sind Sie auch falsch informiert: den
Promotor Fidei gibt es sehrwohl noch , lediglich die eher volkstümliche Bezeichnung „Advocatus Diaboli“
ist abgeschafft worden. Übrigens sind zwischen dem Tod Escrivas (1975) und seiner Heiligsprechung (2002)
27 Jahre vergangen. So eilig war die Sprechung also wohl doch nicht. (Das erste offizielle Heiligsprechungsverfahren
in der Kirchengeschichte im 10. Jh. (hl. Bischof Ullrich von Augsburg) hat übrigens genau 1 Jahr gedauert.
Davor wurden die Verstorbenen „per Akklamation“ durch das Volk „heiliggesprochen.) Und so unsinnige Aussagen
wie von Freinsberg weiter unten braucht man auch nicht weiter beachten. Natürlich wurden zahlreiche Gegner
der Heiligsprechung auch als Zeugen befragt. Ein paar (die nichts wesentliches mehr hinzufügen hätten
können, ihre Meinungen waren ja bekannt) fühlten sich übergangen und waren offenbar nachher beleidigt.
Es wurden ja auch nicht alle Befürworter als Zeugen einvernommen…
Ja, matt, du bist ein ausgezeichneter Gläubiger, bitte mehr von deiner Weisheit, Oh du Einsichtiger,
der uns endlich die volle Wahrheit bringt. Jetzt verstehe ich, dass Du wirklich Gottes Sohn bist. Oh lass
mich vor Dir im Staube kriechen! Endlich einer, der es versteht, Altes und Neues Testament zu vereinen
und gegen die böswilligen Angriffe der Naturwissenschaften zu verteidigen. Oh matt, der Du so mit Weisheit
erfüllt bist, warum bist Du bei all Deiner Weisheit bloß Sozialhilfeempfänger und hast den ganzen Tag
nichts anderes zu tun, als hier im Internet herumzulungern. Geh, und verkündige Deine Weisheit der ganzen
Welt, sie wartet begierig auf die Beglückung durch Deine göttliche Einsicht!
Ja, und zum Glück ist der matt philosophisch, und erklärt uns jetzt endlich Gott und die Welt. Oh matt,
es ist eine Wonne, vor Dir im Staub zu kriechen. Gib uns Anteil an Deiner Weisheit…
Danke, matt, ich verzichte! Vor Dir werde ich nicht im Staub kriechen. Du wirst dich nach deinem Tod sehr
wundern, wenn Du dich nicht bekehrst. Du bist der alten Schlange verfallen, die Dir sagt: „Wenn Du von
dieser Frucht isst, wirst Du sein wie Gott.“ Und matt sah, dass es köstlich wäre, von dieser Frucht
zu essen. Was Dir noch fehlt, ist aber Die Ernüchterung: „Da erkannten Sie, dass sie nackt waren.“ Ja,
matt, du bist nackt, aber im Unterschied zu den ersten Menschen, hast Du es noch nicht erkannt. Durch
die Erkenntniss ihrer Nacktheit konnten Adam und Eva noch gerettet werden. Wie willst Du gerettet werden,
wenn Du dich weigerst, deine Nacktheit zu erkennen? Armer matt. Übrigens: Durch die Taufe bin ich zur
Herrlichkeit der Kinder Gottes berufen, allerdings nicht aus eigener Kraft, sondern aus Gnade. Nichts
also mit „im Staub kriechen“, hier muss ich Dich enttäuschen. Demut heißt, sich selbst erkennen, wie
man wirklich ist: Ohne Gott bin ich nichts. Mit Gott bin ich aus Gnade zur Teilhabe am göttlichen Leben
berufen. Wenn Du Dir anmaßt, aus eigener Kraft wie Gott zu sein, hast Du Gott nicht in Dir, bleibst also
ein nacktes Nichts. Auch Christus war demütig, wie er selbst sagt, obwohl er tatsächlich DER SOHN ist.
Ach matt, glaubst Du wirklich, dass DER SOHN GOTTES ein Sozialhilfeempfänger sein kann, der den ganzen
Tag nichts anderes zu tun hat, als im Internet herumzuhängen? Glaubst Du wirklich, auf Deine (zugegebenermaßen
kreativen) Hirngespinste stolz sein zu können? Hör, bitte, auf, Deinen Vogel für den Hl. Geist zu halten.
Du bist nur ein ganz normaler Mensch, und maßt Dir an, wie Gott zu sein. Wer bist Du überhaupt, im Vergleich
zu Gott? – Ein Nichts, ein jämmerliches Nichts! Den Himmel kannst Du nicht aus eigener Kraft erzwingen.
Wenn Du dich nicht bekehrst wirst Du erfahren, was es heißt: „Du bist aus Staub, und wirst zum Staub
zurückkehren.“
Tutte le Chiese per tutto il mondo So lautet das Motto auf italienisch (in anderen Sprachen ist die Botschaft
auf der Vatikanhomepage www.vatican.va/…ion-day-2007_it.html noch nicht zu finden). Im zweiten Absatz
wird das Motto erklärt: Gemeint sind die lokalen (katholischen!) Teilkirchen, die zur Zusammenarbeit
in der Mission gerufen sind.
@ Athanasius: sehe ich ähnlich Bedenklich ist hauptsächlich, dass man einem Club wie den Rotariern oder
Lions vor allem beitritt, um die eigene Karriere voranzutreiben. Insoferne wirft die Mitgliedschaft in
so einem Club auf einen KLERIKER kein sehr gutes Licht. Denn, wem es um die Karriere geht, der ist als
Hirt in der Regel nicht gut geeignet. Ansonsten: auch die Pfadfinder wurden von einem Freimaurer gegründet,
„Quo vadis“ wurde von einem Freimaurer geschrieben, die Krönungsmesse wurde von einem Freimaurer komponiert,…
@ Müller & Rudolfus Ohne dem Urteil der zuständigen kirchlichen Autorität vorgreifen zu wollen, kann
eigentlich jeder, der die Postings von matt / matt2 durchstöbert, leicht erkennen, dass hier jemand seinen
eigenen Vogel mit der Taube des Hl.Geistes verwechselt. Der Gute Mann hat sich, durchaus kreativ, eine
völlig eigene Religion ersonnen (mit ihm selbst als Sohn Gottes), die mit christlich, geschweige denn
katholisch nicht das geringste mehr zu tun hat. Diskussion mit ihm bringt wenig, er hat selbst nicht begriffen,
dass er nicht katholisch ist. Seine Auffassung zu Christus ähnelt der, der Zeugen Jehowas: Jesus wäre
demnach zwar Sohn Gottes, aber nicht Gott, sondern ein „vergöttlichtes“ Geschöpf. Diesen Status als
„Sohn Gottes“ beansprucht er auch für sich selbst. Was sprach die Schlange zu Eva?: „wenn ihr von der
Frucht esst, werdet ihr sein wie Gott.“ Und Eva sah, dass es köstlich wäre, von der Frucht zu essen…
armer matt…
Liebe Brigitte Bischof Küng ist Arzt. Er hat Medizin satudiet und einige Jahre auch als Arzt gearbeitet,
bevor er Priester wurde. Ich glaube schon, dass er mehr von der Sache versteht als Sie. Oder sind Sie
auch Arzt?
#13 wolfgang e. 13:48:27 | Donnerstag, 10. Mai 2007
Andere Nachrichtenstationen übersetzen: „Damit die Menschen nach ihrem Gewissen [dem zuvor gebildeten]
und in Freiheit entscheiden können.“ Ist das Gemeinte jetzt klar? Ist das Gewollte missverstehen jetzt
beendet? (Man kann und soll sich ja auch in Freiheit für das Kind entscheiden…) @Czibo (weiter unten):
Die Gefahr des Sich-gemütlich-Machens in Halbwahrheiten und Vorgekautem ist natürlich immer gegeben.
Deshalb ist es wichtig, sein Gewissen immer wieder zu prüfen und die Gewissensbildung zu verbessern.
Leider ein mühsamer Weg, da haben Sie recht. Vor allem wird man dabei seine eigenen Fehler immer deutlicher
erkennen, und davor schreckt auch unser Stolz zurück.
#6 wolfgang e. 11:58:57 | Donnerstag, 10. Mai 2007
@ Czibo: Da gebe ich ihnen gerne recht: Unsere menschliche Freiheit soll ja dazu dienen, dass wir uns
für das Richtige entscheiden. Wenn wir das jeweils Richtige bei einer Entscheidung nicht erkennen können,
ist unsere Entscheidungsfreiheit eigentlich nicht mehr vorhanden. Genaugenommen ist unser menschliche
Geist in seiner Erkenntnisfähigkeit immer beschränkt, daher ist es selbst bei bester Gewissensbildung
nicht möglich, das Richtige immer absolut klar zu erkennen. damit ist auch unsere Freiheit immer eingeschränkt.
Leider hat die geisteswissenschaftliche Entwicklung der letzten Jahrhunderte zu einer sehr pessimistischen
Einschätzung der menschlichen Erkenntnisfähigkeit geführt: Man glaubt im allgemeinen, das das Richtige
gar nicht erkannt werden kann bzw. garnicht existiert. Diese Einstellung zwingt uns, gar nicht erst über
das Richtige nachzudenken. Entscheidungen müssen aber trotzdem getroffen werden. Die moderne Lösung
heist „Situations-Ethik“: D.h. man entscheidet in der jeweiligen Situation spontan, nach Gefühl, „aus
dem Bauch heraus“, ohne dass man vorher wirklich nachgedacht hätte. „Frei“ sind solche Bauch-Entscheidungen
leider nicht. Für antiquierten Luxus halte ich Gewissensbildung und Freiheit allerdings nicht, eher für
eine Notwendigkeit: Wenn wir die Welt wirklich voranbringen wollen, müssen wir das Nachdenken über unsere
Handlungen außerhalb der jeweiligen Situation und das besonnene, freiere Entscheiden wiederentdecken.
Benedikt XVI bemüht sich unermüdlich darum, den Satz: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ wieder zur
Geltung zu bringen.
#2 wolfgang e. 09:40:56 | Donnerstag, 10. Mai 2007
Freie Entscheidung zur Abtreibung? kreuz.net reiht sich also auch in die Reihe jener ein, die bewusst
missverstehen wollen. Nur ein gebildetes Gewissen macht eine wirklich freie Entscheidung möglich.
#91 wolfgang e. 17:00:26 | Donnerstag, 26. April 2007
Nein matt, ein Scheusal sind Sie nicht, Sie sind als Mensch Ebenbild Gottes und von Gott wie ein eigener
Sohn geliebt. Sie sind nur durch eine etwas seltsam zusammengebastelte Religionsvorstellung, die auch
mit Traditionalismus nichts mehr zu tun hat, sehr weit von Seinen Wegen abgekommen. Umkehr ist jedoch
jederzeit möglich, allerdings, auch wenn es Ihnen dabei vielleicht aufstößt: Ein bisschen Demut (wie
beim Verlorenen Sohn) wäre dafür schon nötig.
#12 wolfgang e. 14:06:22 | Donnerstag, 26. April 2007
Lieber Czibo Nieznany Das haben Sie schön gesagt! Die Zerstrittenheit im irdischen Jerusalem haben wir
beide ja auch schon vor ein paar Tagen ausgekostet. Wie wahr, wie wahr. Daher hier nocheinmal: Ich bitte
um Verzeihung, wenn ich zu „oberlehrerhaft“ gewirkt habe, das war nicht meine Absicht. Ich hatte mich
eher auf eine spannende Diskussion gefreut. :(3
#66 wolfgang e. 13:48:36 | Donnerstag, 26. April 2007
santa rita Ihre Argumentation würde ich als Dialektik beschreiben. Bei so vielen „Wenns“ und „Danns“
bleibt eigentlich wenig substanzielles übrig. Es mag schon sein, dass Erzbischof Levebvre subjektiv unschuldig
ist. Können Sie das aber beweisen? Haben Sie sein Inneres gesehen? Und wenn er durch Irrtum subjektiv
unschuldig wäre, dann wäre doch das Aussprechen der Exkommunikation ein Werk der Barmherzigkeit, um
den Irrenden auf den rechten Weg zurückzuweisen. Darf ich ihre Rechnung auf einen anderen Fall anwenden?:
Stellen sie sich einen katholischen Arzt vor, der unschuldigerweise glaubt, die Abtreibungen, die er vornimmt,
wäre etwas gutes und notwendiges. Wenn nun der zuständige Bischof die Exommunikation feststellt, kann
der Arzt natürlich sagen, er hätte es nicht gewusst, daher gilt die Exkommunikation nicht. Die Feststellung
der Exkommunikation wird hoffentlich trotzdem für diesen, und auch für andere Ärzte eine heilsame Lehre
sein. Wenn der Arzt aber danach weiterhin in seinem Irrtum beharrt und weiter Abtreibungen vornimmt, müsste
nicht spätestens dann die Exkommunikation tatsächlich eintreten? Dass er dann immer noch schuldlos irrt
ist wohl sehr unwahrscheinlich. (Nur um das festzuhalten: ich wollte nicht die unerlaubte Bischofsweihe
mit Abtreibungen vergleichen, es ging nur um subjektiven und objektiven Tatbestand und die Folgen daraus.)
#47 wolfgang e. 12:28:40 | Donnerstag, 26. April 2007
Eigentlich… … ist jede gültige Messe eine „Messe aller Zeiten“, völlig unabhängig davon, in welchem
Ritus sie gefeiert wird, denn sie ist Teilhabe an der ewigen Himmlischen Liturgie. (…Wir bitten dich,
allmächtiger Gott: Dein heiliger Engel trage diese Opfergabe auf deinen himmlischen Altar vor deine göttliche
Herrlichkeit; und wenn wir durch unsere Teilnahme am Altar den heiligen Leib und das Blut deines Sohnes
empfangen, erfülle uns mit aller Gnade und allem Segen des Himmels…) Ähnlich wie es nur ein Opfer
gibt: das Kreuzesopfer, oder nur einen Priester: Jesus Christus, so gibt es auch nur eine Hl. Messe: Die
Himmlische Liturgie. Die einzelnen Priester, Messopfer und Hl. Messen haben nur Anteil, vergegenwärtigen
das eine Opfer, den einen Priester, die eine himmlische Liturgie. Die Beschränkung dieses Begriffs auf
eine einzige Ritenform ist daher eine grobe und falsche Verkürzung.
#8 wolfgang e. 10:52:01 | Donnerstag, 26. April 2007
Ich habe nicht behauptet,… dass die Kirche absolut „sauber“ wäre. Natürlich stammt die Kirche von
Gott und ist daher eigentlich makellos und heilig. Die irdische Kirche besteht aber aus Menschen, die
trotz der Taufe unter den Folgen der Erbsünde leiden. Darum wird sie auch die „streitende“ Kirche genannt.
Wir (angefangen bei mir und bei dir) sind, obwohl wir durch die Taufe der Kirche angehören, große Sünder.
Diese unsere Sünden, die bis zu sehr großen Gräueln reichen können, beflecken seit 2000 Jahren das
Antlitz der Kirche und verdecken so ihre Reinheit und Heiligkeit. Auch das Zweite Vatikanische Konzil
hat an dieser traurigen Tatsache leider nicht viel geändert. (Du träumst irgendwie von einer guten alten
Zeit, in der die irdische Kirche fleckenlos sichtbar gewäsen wäre. Die gab es aber auch vor V-II nicht.)
Dennoch ist der „Kapitalbesitz“ der Kirche eine Lappalie im Vergleich zum Kapitalbesitz von Bill Gates.
Und die Kirche ist wohl auch eher bereit, ihr „Kapital“ uneigennützig für andere Menachen einzusetzen,
als die meisten globalen Großkonzerne, oder?
#4 wolfgang e. 10:14:06 | Donnerstag, 26. April 2007
die weltweit größte Ansammlung von Kapital… würde ich eher bei Microsoft, Ford, General Electric,
General Motors, diversen anderen „Global Players“, den großen Pharmafirmen etc. suchen. Das „Kapital“
der Kirche ist dagegen verschwindend gering. Vielleicht hätten sie die Schule doch nicht schwänzen sollen.
#77 wolfgang e. 17:33:05 | Freitag, 20. April 2007
Lieber Czibo Nieznany Wenn Sie das, was ich geschrieben habe, herablassend finden, tut es mir leid, das
war nicht meine Absicht. Ich habe auch nicht behauptet, dass es mir immer gelingt, der Lehre der Kirche
zu folgen (mehrmals habe ich von „versuchen“ gesprochen). Ich bekenne, dass ich in vielem ein Sünder
bin. Das Problem, das wir hier haben ist folgendes: Sie haben behauptet, das 2. Vatikanum hätte den Opfercharakter
der Messe aufgehoben und den Mahlcharakter an seine Stelle gesetzt. Mehrere Leser haben Sie (mehr oder
weniger freundlich) darauf hingewiesen, dass ihre Meinung nicht mit der Lehre der Kirche, des 2. Vatikanums
und auch nicht mit der derzeitigen (KKK) Lehre der Kirche übereinstimmt. Sie sind darauf nicht eingegangen
und haben nur mit Unterstellungen reagiert. Schade. Selbst wenn ich (wie Sie wohl zu Recht vermuten) noch
kein Heiliger bin, was ändert das an ihrer falschen Behauptung? Vielleicht haben Sie in ihrem Leben schon
viel mehr Gutes getan als ich. Aber das ändert nichts daran, dass sie sich bezüglich des Opfercharakters
der Messe irren. Und wenn sie Glauben mit Nicht-Wissen verwechseln, muss ich Sie korrigieren, auch wenn
ich um ein paar Jahre jünger bin als Sie. Und wenn Sie eine Abneigung gegen den Begriff „Opfer“ haben,
weil Sie ihn falsch interpretieren, habe ich auch den Wunsch, Ihren Irrtum zu korrigieren. Opfer heißt
eben „Hingabe + Liebe“, nicht „Hergeben-müssen“ Lieben heißt, so viel ich weiß, unter anderem auch,
andere auf ihre Fehler aufmerksam machen
#50 wolfgang e. 16:39:04 | Freitag, 20. April 2007
Lieber Czibo Nieznany Was heißt „glauben“? Glauben hat mit „Nichts-Wissen“ nichts zu tun. Glauben bedeutet
viel mehr „überzeugt-sein“ von Dingen, die man nicht bis ins letzte beweisen kann. Was glaubt ein Katholik?
Ein Katholik glaubt an Gott (weil es durchaus vernünftig ist, an Gott zu glauben.) Er glaubt an Jesus
Christus. Er glaubt, dass Christus wahrer Mensch und wahrer Gott ist. Er glaubt, dass Christus die Menschen
durche sein Kreuzesopfer erlöst hat, er glaubt das Christus auferstanden ist. (Das alles glaubt er, weil
er die Evangelien und die Apostel aus guten Gründen für glaubwürdig hält.) Der Katholik glaubt, das
Christus die Kirche gegründet hat, damit gewärleistet ist, dass seine Taten und seine Lehre durch die
Generationen hindurch unverändert weitergegeben wird (eine logische Folge aus dem zuvor geglaubten; sollte
sich nämlich Gott die Mühe machen, Mensch zu werden, um dann seine Lehre der Belibigkeit menschlicher
Interpretation preiszugeben?). Für einen Katholiken gibt also die Lehre der Kirche die Lehre Christi
wieder. Daher ist es für mich als Katholiken schon auch wichtig, mich zu informieren, was denn die Lehre
der Kirche ist. Ich „weiß“ dann, wass Lehre der Kirche ist, und glaube begründeterweise, aber ohne letzten
Beweis, dass diese Lehre von Gott stammt. Da ich aber überzeugt bin, dass die Lehre von Gott stammt,
versuche ich gläubig, mit ihr übereinzustimmen. Das „Wissen“ um die Lehre der Kirche hebt also den Glauben
nicht auf. Im Gegenteil: es macht ihn erst möglich.
#44 wolfgang e. 16:01:31 | Freitag, 20. April 2007
Lieber Alanus ab Insulis Sie haben leider nichts verstanden. Nicht Gott fordert irgendetwas, sondern Gott
gibt sich selbst hin, in einer Liebe, die bis zum Tod geht. Das feiern wir. Nur zur Klärung vom Verhältnis
NUR EIN OPFER (Christus) – TÄGLICHES OPFER (Hl. Messe): Auszug aus dem KKK: 1366 Die Eucharistie ist
also ein Opfer, denn sie stellt das Opfer des Kreuzes dar (und macht es dadurch gegenwärtig), ist dessen
Gedächtnis und wendet dessen Frucht zu: Christus „hat zwar sich selbst ein für allemal auf dem Altar
des Kreuzes durch den eintretenden Tod Gott, dem Vater opfern wollen [Vgl. Hebr 7,27], um für jene [die
Menschen] ewige Erlösung zu wirken; weil jedoch sein Priestertum durch den Tod nicht ausgelöscht werden
sollte [Vgl. Hebr 7,24.], hat er beim Letzten Abendmahle, ‘in der Nacht, da er verraten wurde’ (1 Kor
11,23), seiner geliebten Braut, der Kirche, ein sichtbares (wie es die Natur des Menschen erfordert) Opfer
hinterlassen, durch das jenes blutige [Opfer], das einmal am Kreuz dargebracht werden sollte, vergegenwärtigt
werden, sein Gedächtnis bis zum Ende der Zeit fortdauern und dessen heilbringende Kraft für die Vergebung
der Sünden, die von uns täglich begangen werden, zugewandt werden sollte“ (K. v. Trient: DS 1740). 1367
Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer: „Denn die Opfergabe ist ein und
dieselbe; derselbe, der sich selbst damals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch den Dienst der Priester;
allein die Weise des Opferns ist verschieden“ […]
#40 wolfgang e. 15:50:51 | Freitag, 20. April 2007
Lieber Czibo Nieznany Ihr Festhalten am Malcharakter der Eucharistie und Ihr Zurückweisen des Opfers
sei Ihnen unbenommen. Nur sollte Ihnen dabei klar sein, dass das ihre ganz persönliche Meinung ist und
mit der Lehre der katholischen Kirche und damit auch des Zweiten Vatikanums) nichts zu tun hat. Ihr Glaube
ist also tatsächlich ein „Nicht-Wissen“: Sie haben offenbar vom Glauben der Kirche keine Ahnung. Außerdem
gründet Ihre Ablehnung des Opfers in einer völlig falschen Vorstellung, was „Opfer“ bedeutet: „Opfer“
heißt eben nicht, irgendetwas (sinnloserweise) hergeben. „Opfer“ heißt sich selbst hingeben. Christus
gibt sich mir hin am Kreuz und in der Eucharistie. Ich versuche, dem zu entsprechen, und mich Christus
hinzugeben. Opfer hat also hauptsächlich etwas mit Liebe zu tun, und das ist viel mehr als nur ein Mahl.
Das hat mit meinem ganzen Leben zu tun. Das Wort Opfer ist eines der Häufigsten Wörter in den Konzilsdokumenten
nicht nur in „Sacrosanktum Concilium“ sondern auch z.B. in „Lumen Gentium“), fast immer im Zusammenhang
mit der Eucharistie, während das Wort „Herrenmahl“ immer nur im Zusammenhang mit dem Opfer vorkommt.
Von „halbherziger“ Betonung des Opfers ist da also überhaupt nicht die Rede. Das Konzil hat auch nicht
wegen Kardinal Ottaviani das Opfer betont, sondern, weil auch ein Konzil die Lehre der Kirche nicht verändern
kann. Im KKK werden sie mehrere Seiten über den Opfercharakter der Hl. Messe finden. (KKK 1356-1372)
#15 wolfgang e. 14:20:22 | Freitag, 20. April 2007
Lieber Czibo Nieznany Ihre Ausführungen entsprechen nicht der Lehre der Kirche (inklusive Zweitem Vatikanum).
Auch das Zweite Vatikanum hat den Opfercharakter der Hl. Messe betont, und auch im KKK kann man das nachlesen.
Es ist richtig, dass es seit Christus nur ein Opfer gibt: Das Kreuzesopfer Christi. Dann aber zu schreiben,
die Messe wäre „nur“ die Vergegenwärtigung dieses Kreuzesopfers, ist wohl etwas skuril. Wenn die Hl.
Messe unblutige Erneuerung und Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers ist, dann ist die Hl. Messe dadurch
eben genau dieses Opfer, das von Christus bereits erbracht ist, und an dem wir teilhaben dürfen. Wer
sagt etwas von „müssen“? Opfer heißt nicht „etwas hergeben müssen“. Opfer heißt sich hingeben und
verschenken (etwas hergeben ist dabei nur ein geringer Teilaspekt). In der Messe schenkt sich Gott (durch
das Kreuzesopfer) uns hin. Darum dürfen wir ihn sinnigerweise auch leiblich empfangen. Und wir schenken
uns Gott hin. Das ist Opfer. Alle anderen Aspekte der Hl. Messe (Malcharakter etc.) sind daher sekundäre
Teilaspekte des Opfercharakters. Genau solches Uminterpretierungs-Blabla (verzeihen Sie, bitte, den Ausdruck),
das versucht, die Lehre der Kirche völlig umzukrempeln, ist schuld daran, dass es die FSSPX gibt. Durch
das Zweite Vatikanische Konzil ist das jedenfalls nicht gedeckt. Lieber matt2 und lieber cgngay Es geht
hier weder um Frauen am Altar (Bilder auf kreuz.net sind fast immer gezielte Themaverfehlungen), noch
um Homosexuelle.
Was uns Pater Lukas Weber außerdem unterschlägt… Kompletter Text des Offertoriums im NOM: Gepriesen
bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen
Arbeit. Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht (=aufopfern), damit es uns das Brot des Lebens werde.
– Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr, unser Gott. Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der
Welt. Du schenkst uns den Wein, die Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit. Wir bringen diesen
Kelch vor dein Angesicht (=aufopfern), damit er uns der Kelch des Heiles werde. – Gepriesen bist du in
Ewigkeit, Herr, unser Gott. Betet, Brüder und Schwestern, dass mein und euer Opfer Gott, dem allmächtigen
Vater, gefalle. – Der Herr nehme das Opfer an aus deinen Händen zum Lob und Ruhm seines Namens, zum Segen
für uns und seine ganze heilige Kirche.
#3 wolfgang e. 11:21:55 | Donnerstag, 12. April 2007
Nun ja… Dummes Geschwätz, dummes Verhalten, bis auf Zungenkuss nicht wirklich etwas geschehen… Jesuiten
und Zen-Meditation, auch nichts Neues… eigentlich fad, die ganze Geschichte… also nicht den Speicherplatz
wer, den es auf dem Server verbraucht…
#3 wolfgang e. 15:49:52 | Donnerstag, 5. April 2007
lieber matt Ihre Sicht (und die der Frau Abgeordneten) ist falsch: „Jugend für das Leben“ bewegt sich
voll und ganz innerhalb des Rechtsstaates. In Österreich ist schließlich Abtreibung ohne Außnahme verboten
(ein Umstand, den die SPÖ gerne ändern würde), und wird nur unter bestimmten Umständen nicht bestraft.
Wenn also JfdL etwas für moralisch schlecht hält, was auch vom österreichischen Gesetz verboten ist
(und damit wohl auch vom Gesetzgeber offenbar für moralisch schlecht gehalten wurde), kann JfdL damit
wohl kaum „am Rande des Rechtsstaates“ sein. Übrigens (@ timpressum) wurde das, was JfdL in den Vorträgen
tatsächlich sagt, von den Damen und Herrn PolitikerInnen und JournalistInnen verkürzt und verdreht dargestellt,
so dass der ursprüngliche Sinn der Aussage verloren ging.
Schon irgendwie lustig… …wenn eine Gender-Theoretikerin von „Leibfeindlichkeit“ spricht. Laut der
Drestner Philosophin Gerl-Falkovitz ist die Gender-Theorie letztlich ein Endresultat typisch männlich
abstrakter Denkweise, die zumindest seit Kant die Leiblichkeit des Menschen vernachlässigt und nur den
Geist gelten lässt. In der Tat ist die Gender-Theorie überhaupt nur durchhaltbar, wenn man den menschlichen
Leib negiert, denn gerade am Leib wird der Unteschied zwischen Mann und Frau am deutlichsten. Folgerichtig
war Simone de Bovoir ihrem eigenen Leib gegenüber von Abscheu erfüllt. Judith Butler geht es nicht viel
anders. Die Gender-Theorie ist eine der leibfeindlichsten Theorien, die es momentan auf dem „Markt“ gibt.
und was jetzt? Sollen wir jetzt die Liebe mit Gewalt durchsetzen? Natürlich gibt es auch Fälle, wo man
aus Liebe Gewalt anwenden muss, und wo daher Liebe und Gewalt kein Gegensatz sind. (Z.B, wenn ich mein
Kind festhalte, wenn es über die Straße laufen will). Nur, in den meisten Fällen von Gewaltanwendung
steht diese in dieser Welt sehrwohl im Gegensatz zur Liebe. Die Welt befindet sich in einer Gewaltspirale,
die nur durchbrochen wird, wenn irgendjemand auf das Zurückschlagen verzichtet. Welche Art von Gewalt
der Papst hier meint, geht wohl zur Genüge aus seinem Text hervor. Solche „Donnerwetter“ wie die Vertreibung
der Händler aus dem Tempel sind sicher manchmal heilsam und notwendig, aber in 99% der Fälle hat sich
Christus anders verhalten. Gegen seine Verhaftung und Vernichtung hat er sich nicht zu Wehr gesetzt. Christus
hat uns also mit Verzicht auf Gewalt erlöst. Unduldsam war Christus gegen die Heuchler, nicht gegen die
Sünder.
#33 wolfgang e. 10:24:51 | Donnerstag, 22. März 2007
lieber Alanus „Selbstverständlich ist die Historizität des Jesus von Nazareth keineswegs gesichert.“
Sie sitzen hier einer Legende aus den 60er und 70er-Jahren auf. Kein seriöser Historiker bezweifelt heute
die Historizität des Jesus von Nazareth. Die historische Forschung hat inzwischen zu Tage gebracht, dass
es zu viele Beweise für seine Historizität gibt, als dass man ihn als Erfindung abtun könnte. Wenn
man Jesus Christus für eine Erfindung hält, sollte man konsequenterweise auch Julius Cäsar und Cleopatra
für Erfindungen halten. Die ältesten erhaltenen Textzeugnisse über Julius Cäsar stammen aus den karolingischen
Schreibstuben des 8. Jahrhunderts (800 Jahre nach Cäsar). Die ältesten erhaltenen Textzeugnisse des
Neuen Testaments stammen (wenn man Qumran-Fragmente nicht berücksichtigt) aus dem frühen 2. Jh (100
Jahre nach Christus). Abgesehen davon ist die Entstehung der Evangelien recht gut dokumentiert: Im 4.
Jh. lagen bereits an die 25 Evangelien vor. Die Konzilien im 4. Jh. und unabhängig davon auch einzelne
Bischöfe und Päpste versuchten in durchaus „historisch-kritischer“ Weise die authentischten dieser Evangelien
herauszusuchen, um den vielen unhaltbaren Wunderberichten Einhalt zu gebieten. Daher wurden alle Dokumente
gesammelt, die etwas über die Evangelien bezeugen (Hauptsächlich Briefe von Bischöfen und Kirchenlehrern
des 1. Jh.) Nach langwierigen Untersuchungen und Diskussionen hielten nur die 4 Evangelien, die jetzt
in der Bibel enthalten sind, den Kriterien der…
#25 wolfgang e. 00:55:50 | Donnerstag, 22. März 2007
@ Alanus ab Insulis Tatächlich schaut es bei der Autorenschaft der Evangelien gar nicht so schlecht aus:
Kaum jemand bezweifelt heute, dass de Paulusschüler Lukas tatsächlich Verfasser des Lukasevangeliums
und der Apostelgeschichte ist. Bei Markus spricht auch wissenschaftlich nichts gegen eine Zuordnung zum
Paulus- und später Petrusschüler Markus. Möglicherweise war Markus sogar am Ölberg anwesend (Der junge
Mann, der von den Soldaten am Gewand ergriffen wurde, sein Gewand fallen lies und nackt davonlief… Wer
schreibt so ein unbedeutendes Deteil, wenn er nicht selbst dabei war?) Bei Matthäus gehen die meisten
Wissenschafter davon aus, dass tatsächlich der Apostel Matthäus die Urfassung auf Hebräisch schrieb,
die dann allerdings bei der Übersetzung ins Griechische nocheinmal überarbeitet wurde. Bei Johannes
gibt es drei wissenschaftl. Meinungen: 1. der Apostel Johannes ist der Verfasser des ganzen Evangeliums;
2. Einzelne Zusätze sind von seinen Schülern eingefügt; 3. Schüler des Johannes hätten anhand seiner
Predigten das Evangelium zusammengestellt. Jedenfalls existiert ein Brief aus dem Jahr 130 vom bischof
von Ephesos (der den Apostel Johannes noch persönl. kannte), in dem Johannes auch als Verfasser des Evangeliums
angegeben wird. Abgesehen davon gelten mehr als die Hälfte der Paulusbriefe als authentisch (schon wieder
dieses Fremdwort…). Jedenfalls ist die Historizität von Jesus Christus wesentlich besser abgesichert
als die von Julius Cäsars
#26 wolfgang e. 23:19:35 | Mittwoch, 21. März 2007
Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte nichts als Gerüchte. kreuz.net: tradizionalistisch-katholizistischer
Basena-Klatsch, leider nicht sehr viel mehr… Und schon wieder einige, die zu wissen meinen, wann die
Welt untergeht obwohl es uns nicht „zusteht, Zeiten und Fristen zu erfahren.“ „Nicht die Gewalt erlöst,
sondern die Liebe. Sie ist das Zeichen Gottes, der selbst die Liebe ist. Wie oft wünschten wir, daß
Gott sich stärker zeigen würde. Daß er dreinschlagen würde, das Böse ausrotten und die bessere Welt
schaffen. Alle Ideologien der Gewalt rechtfertigen sich mit diesen Motiven: Es müsse auf solche Weise
zerstört werden, was dem Fortschritt und der Befreiung der Menschheit entgegenstehe. Wir leiden unter
der Geduld Gottes. Und doch brauchen wir sie alle. Der Gott, der Lamm wurde, sagt es uns: Die Welt wird
durch den Gekreuzigten und nicht durch die Kreuziger erlöst. Die Welt wird durch die Geduld Gottes erlöst
und durch die Ungeduld der Menschen verwüstet.“ (Benedikt XVI, Predigt bei der Messe zur Amtseinführung)
DAS nenn ich kluge Worte, und sollte als Antwort für alle genügen, die immer nur „dreinschlagen“ wollen.
Und Papst Benedikt XVI wird auf diese Weise mehr erreichen, als wir alle zu träumen wagen.
#31 wolfgang e. 22:53:45 | Mittwoch, 21. März 2007
Auch wenn’s nicht ganz zum Thema passt… „Verbum caro panem verum verbo carnem efficit.“ Thomas von Aquin
ist auch als Dichter genial, da sind wir uns wohl einig. Dagegen kann wohl jeder kuriale Text „einpacken“
#27 wolfgang e. 18:20:03 | Mittwoch, 21. März 2007
@ Burgorus Dann wäre es aber besser, kreut.net würde sich bemühen, das Anliegen des Dokuments den Lesern
in einfacheren Worten nahezubringen, anstatt es als „authentischen Blödsinn“ zu bezeichnen. Sonst liegt
tatsächlich der Verdacht nahe, dass sich kreuz.net mit dem tatsächlichen (authentischen) Inhalt gar
nicht auseinandersetzen will. Tatsächlich gibt es hier ja bereits den 4. oder 5. „Vatikan-Schaumsprachen-Kritik“-Artikel,
aber noch keinen einzigen Artikel, der sich dem Inhalt selbst widmet. Die etwas geschraubte Sprache und
die z.T. haarsträubenden Übersetzungsfehler darf und soll man kritisieren, aber nicht, um sich um den
Inhalt des Dokuments herumzudrücken. Und soo schwer ist der Text nun auch wieder nicht zu verstehen.
Da habe ich aus deutscher Theologen- oder Soziologenhand schon viel verkorksteres und gleichzeitig inhaltsloseres
gelesen. (Oder Sartre: Der schreibt wahnsinnig kompliziert, damit keiner merkt, dass nichts dahinter steckt.)
#21 wolfgang e. 17:17:58 | Mittwoch, 21. März 2007
Adoro te devote, latens Deitas, quea sub his figuris vere latitas. Offenbar kam auch der Hl. Thomas v.
Aq. um das Wort „vere“ nicht herum, als er über die Eucharistie schrieb. Ansonsten frappiert mich die
Änlichkeit der Vorgehensweisen von Traditionalisten und Modernisten doch immer wieder: Um nicht gehorchen
zu müsen erklärt man Schreiben aus dem Vatikan kurzerhand und ungeprüft zu „Schaum“ oder „Blödsinn“,
um sie dann in den Müll zu entsorgen. „non serviam“ sehe ich hier auf beiden „Seiten“. Echte (um nicht
zu sagen authentische) katholische Tradition schaut anders aus.
#28 wolfgang e. 00:37:04 | Mittwoch, 14. März 2007
Liebe Freunde der Endzeit! Ich kann Euch allesamt beruhigen: Die Endzeit hat schon längst begonnen, ganz
konkret mit der Himmelfahrt Christi. Keiner weiß allerdings, wie lange die Endzeit dauern wird. Die Apostel
rechneten mit wenigen Jahren um das Jahr 1000 glaubten viele den Weltuntergang gekommen, etc., etc. Inzwischen
sind fast 2000 Jahre vergangen… Trotz aller Rechenkünste werden wir die Frist nicht erfahren. Als Katholiken
haben wir es eigentlich leicht: Jeder, der behauptet, das nahe Ende der Welt voraussagen zu können, ist
gewiss nicht katholisch, egal ob er aus einer protestantischen Sekte oder aus dem „Anton S. Verlag“ kommt.
Zeichen der Endzeit sind natürlich zu erkennen. Kein Wunder, wir sind ja seit fast 2000 Jahren darin.
Kümmern wir uns doch nicht um das Ende der Welt. Das kommt, wann Gott will. Kümmern wir uns lieber um
unser persönliches Ende: ich „prophezeie“ jedem von Euch, dass es innerhalb von 70 Jahren bevorsteht.
Garantiert! Dann stehen wir vor dem Ewigen Richter.
Frauen im Abendmahlssaal? Die Überschrift ist falsch: Schwester Benedikta Hintersberger sprach nicht
vom Abendmahl, sondern von Tod und Auferstehung. Zitat: „Wenn in der Eucharistie Tod und Auferstehung
Jesu gefeiert werden, muß ich fragen: Wer war damals dabei? – die Frauen.“ Hierin hat sie natürlich
recht. Zeugen des Todes und der Auferstehung waren vor allem Frauen. Beim letzten Abendmahl waren allerdings
die Männer anwesend. Und obwohl Eucharistie tatsächlich unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers ist,
also auch Feier von Tod und Auferstehung, so ist doch das letzte Abendmahl der Prototyp der Hl. Messe.
Daher ist auch die Schlussfolgerung von Schwester Benedikta falsch: Zitat:“ Dann kann man sie [Die Frauen]
auch am Altar nicht ausschalten.“ Die Konstellation: Männer beim Letzten Abendmahl, Frauen bei Tod und
Auferstehung spricht vielmehr dafür dass 1. Christus sehrwohl unterschiedliche Aufgaben für Männer
und Frauen wollte, 2. Dies aber keineswegs eine Diskriminierung darstellt, da ja die Frauen genau besehen
noch viel näher am Erlösungsgeschehen beteiligt waren als die Männer. Die Gleichmacherei ist also nicht
im Sinne Christi.
#21 wolfgang e. 09:57:19 | Mittwoch, 21. Februar 2007
lilith, methusalix etc. wo ist die kirche, wenn kinder verwahrlost werden? wenn zuwenig pflegefamilien
da sind und die heime einfach überlaufen? wenn frauen, und im endeffekt stehen sie alleine da, nicht
einmal für ihr eigens leben finanziell aufkommen können? Durchaus eine Frage, die sich jeder Christ
(und auch jeder Mensch, nicht nur die Cristen) stellen muss. Tatsächlich tut jeder von uns viel zu wenig,
um die Not der andern zu lindern. Versuchen Sie doch mal einer Frau zu verbieten ein eigenes Konto zu
eröffen. Versuchen Sie einer Frau zu verbieten einen Arbeitsvertrag abzuschliessen. Versuchen Sie einer
Frau zu verbieten einen Mietvertrag abzuschliessen. Bestenfalls ernten Sie ein mitleidiges Lächen. Schlimmstenfalls
küssen Sie den Watschenbaum, dass Sie nicht mehr wissen, ob Sie Manderl oder Weiberl sind. Ja, unsere
Welt ist besser geworden. Ja, in vielerlei Hinsicht ist unsere Welt auch besser geworden. Auch meine Frau
hat ein eigenes Konto, ist Wohnungseigentümerin etc. Und das ist auch gut so. Nur, was hat das alles
aber konkret mit Abtreibung zu tun? Kind ist man von Geburt an bis zum 18. Lebensjahr mit verschiedenen
rechtlichen Abstufungen. Also geht es hier bestimmt nicht um Kinder. Vielleicht einigen wir uns darauf,
dass es sich bereits vor der Geburt um Menschen handelt, das steht sowohl biologisch als auch rechtlich
fest. Und ob man diesen Menschen dann als Kind oder als Fötus definiert ist ziemlich belanglos. Die Definition
ändert nichts daran, was der Mensch tatsächlich ist.
#3 wolfgang e. 17:36:52 | Montag, 19. Februar 2007
@ leshandl Traurig ist vielmehr, dass „Aktion Leben“ in Österreich seit Jahr und Tag offenbar nichts
anderes mehr zu tun hat, als sich ständig von allen anderen Lebensschutzorganisationen zu distanzieren.
Traurig ist auch, dass die ehemals wichtigste Lebensschutzorganisation „Aktion Leben“ außer ein bisschen
„ergebnisoffene“ Beratung nichts substantielles mehr zu bieten hat. Traurig ist, dass „Aktion Leben“ sich
längst von der Lehre der Kirche verabschieded hat, aber immer noch durch Kirchensteuergelder unterstützt
wird. Einige österreichischen Bischöfe (z.B. Laun und Küng) haben diesen Missstand erkannt und benannt.
Hoffen wir, dass sie bei der Bischofskonferenz eine Einstellung der Unterstützung von „Aktion Leben“
durchsetzten und dafür Gruppierungen, die es eher verdienen, und auch Schwangere in Not mehr unterstützt
werden.
#1 wolfgang e. 18:56:15 | Montag, 12. Februar 2007
Rückwärtsgewandt? Wenn Tradition für Mosebach „Rückwärtsgewandtheit“ bedeutet, hat er, glaube ich,
nicht ganz verstanden, was christliche Tradition ist. „Wer die Hand an den Pflug legt, und noch einmal
zurückblickt, ist meiner nicht würdig…“ Die Christen blicken vorwärts auf die Wiederkunft Christi
und das ewige Leben (Daher auch die Ostung der Kirchen.)
#10 wolfgang e. 11:52:43 | Montag, 12. Februar 2007
Unlängst wurde Kardinal Schönborn auf kreuz.net als Abtreibungs-Kardinal bezeichent. Kurz darauf hat
unser Kardinal sehr deutlich Stellung bezogen zum Thama Abtreibung (z.B.: „Alles, was man über Abtreibung
wissen muss, steht im 5. Gebot“). So deutlich hat sich in den letzten Jahren kaum ein deutschsprachiger
Bischof ausgesprochen (außer Bischof Laun). Hat irgendjemand auf kreuz.net eine Entschuldigung der Redaktion
für den vorschnell vergebenen Titel gelesen? – Im Gegenteil: jetzt wird mit Homokardinal nachgeschossen.
Kardinal Schönborn hat vor wenigen Jahren einen Pfarrer seines Amtes enthoben, weil dieser Homo-Paar-Segnungen
durchführte. – Schon vergessen? – Auch das ist im deutschen Sprachraum wohl selten anzutreffen… Die
seltsamen Segnungen im Stephansdom sind eine Sauerei – aber die Redakteure des Rufmord-kreuz.net werden
vor dem Ewigen Richter noch ihr blaues Wunder erleben.
#19 wolfgang e. 10:54:47 | Mittwoch, 7. Februar 2007
Perpetua, du perpetuierst Dich Nach eigenen Angaben waren die Apostel Petrus, Paulus, Andreas, Johannes,
Jakobus d. Ä., Judas Taddäus, Jakobus d. J., Thomas, Matthäus, u.a. Juden und Christen!!! Diese Ketzer!
#10 wolfgang e. 15:04:02 | Dienstag, 6. Februar 2007
Gab es da nicht auch einmal einen Verbrecher, der sich erst wenige Minuten vor seinem Tod, bereits am
Kreuz hängend, bekehrt hat, und dem von Christus daraufhin das Paradies versprochen wurde? Es gibt hunderte
Heiliggesprochene Priester, und das ist auch gut so. Menschen werden nicht nur desswegen heiliggesprochen,
weil sie tatsächlich Heilige sind, sondern auch, ihr Weg zur Heiligkeit uns als Vorbild dienen soll.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Heiligsprechung eines Ehebrechers und Mörders, der sich bekehrt
hat, ein Vorbild sein kann für die vielen Menschen, die an der Last ihrer Schuld zu verzweifeln drohen.
Die Botschaft dieses Heiligen wäre dann: Es ist nie zu spät für eine Bekehrung!
#20 wolfgang e. 14:53:34 | Donnerstag, 1. Februar 2007
Dass hier einige sauer sind, verstehe ich. Wäre ich natürlich auch, wen ich ein Spender wäre. Auch,
dass Rektor Knittel (den ich als Kaplan in meiner damaligen Heimatpfarre als zwar stockkonservativen,
aber außerordentlich sympathischen Priester kennenlernte) sauer ist, ist verständlich. Die Einscheidung
zum Dollfuß-Bild stört mich auch, ich mache daraus aber keine Glaubensfrage. Ein Ärgernis ist es aber
schon auch, wie hier auf kreuz.net aus einer für unseren Glauben nicht wesentlichen Sache eine Staatsaffäre
gemacht wird. Insgesamt hat die Berichterstattung über Bischof Küng hier eine deutliche Schieflage:
Es gibt hier auf kreuz.net Artikel-Einsender aus der Umgebung des 13., die noch nicht eingesehen haben,
dass Bischof Krenn nicht mehr amtierender Bischof ist, und für die alles, was Bischof Küng tut, prinzipiell
falsch ist, schon alleine deswegen, weil er nicht Bischof Krenn ist. Wieso liest man auf kreuz.net nicht,
dass Bischof Küng – im Gegensatz zu Bischof Algermissen – die SJM nicht aus seiner Diözese geworfen
hat, sonder sogar deren Neupriester geweiht hat. Wieso liest man nichts darüber, dass viele segensreich
Einrichtungen, die es in der Diözese aufgrund der Initiative Bischof Krenns gibt, weiterhin und unvermindert
bestehen (z.B. die Gemeinschaft St.Josef oder die Hochschule Gaming, auch wenn diese nach Neuberg übersiedelt.)
Warum liest man hier keine einzige Predigt von Bischof Küng? – Alles doch sehr seltsam… Alleluja: Lesen
Sie röm. 14 nocheinmal ganz genau durch. Vielleicht können Sie dann besser schlafen…
#9 wolfgang e. 13:45:57 | Donnerstag, 1. Februar 2007
lieber laikos Ich empfange die Kommunion immer knieend in den Mund, egal, wo ich bin. Bisher hatte noch
keinerlei Problem damit. Noch nie wurde mir deswegen die Kommunion verweigert. Kann sein, dass ihnen das
schon passiert ist. Die Regel dürfte das nach meiner Erfahrung aber nicht sein. Sie sehen die Dinge doch
wesentlich schwärzer, als sie sind.
#16 wolfgang e. 10:59:12 | Donnerstag, 1. Februar 2007
Kommentar (Teil 1) Nur um das klarzustellen: Ich persönlich glaube, dass Dollfuß durchaus Chancen auf
eine Heiligsprechung hätte, auch wenn ich die Hinrichtung der Arbeiterführer und auch manche andere
seiner Entscheidungen (aus heutiger Sicht) nicht gutheißen kann. Heilig ist ja nicht der, der keine Sünde
begangen hat. König David hat wohl viel größere Schuld auf sich geladen, und wird dennoch als Heiliger
verehrt. Sein offensichtliches Bemühen um eine christliche Lebensführung und seine Art zu sterben (er
hat ja das Attentat noch eine gewisse Zeit überlebt) sprechen sehr für ihn. Auch dürfte es ihm bei
seinen Handlungen, im Gegensatz zu allen anderen Diktatoren seiner Zeit, nicht um die eigene Macht gegangen
sein, sondern um seine Überzeugungen. Und er war aufgrund seiner katholischen Bildung überzeugt, dass
der Nationalsozialismus ein großes Übel ist, das er mit all seinen Kräften für Österreich verhindern
wollte. Dass er dabei nicht alles richtig gemacht hat, ist klar. Aber wer wagt es, das aus heutiger Zeit
objektiv zu beurteilen? Ich kann aber auch durchaus verstehen, wenn jemand Schwierigkeiten mit Dollfuß
hat, und ihn negativer beurteilt, als ich es tue. Jedenfalls ist meine Meinung zu Dollfuß keine Glaubensfrage.
Das heißt, welche Meinung ich dazu habe, berührt meinen Glauben nicht. Wenn also jemand dazu eine andere
Meinung hat, werde ich ihm zwar meine Meinung mitteilen, wenn er sich aber nicht Überzeugen lässt, kann
er seine Meinung ruhig behalten.
#14 wolfgang e. 10:57:19 | Donnerstag, 1. Februar 2007
röm 14 (Teil 1) 1 Nehmt den an, der im Glauben schwach ist, ohne mit ihm über verschiedene Auffassungen
zu streiten. 2 Der eine glaubt, alles essen zu dürfen, der Schwache aber isst kein Fleisch. 3 Wer Fleisch
isst, verachte den nicht, der es nicht isst; wer kein Fleisch isst, richte den nicht, der es isst. Denn
Gott hat ihn angenommen. 4 Wie kannst du den Diener eines anderen richten? Sein Herr entscheidet, ob er
steht oder fällt. Er wird aber stehen; denn der Herr bewirkt, dass er steht. 5 Der eine bevorzugt bestimmte
Tage, der andere macht keinen Unterschied zwischen den Tagen. Jeder soll aber von seiner Auffassung überzeugt
sein. 6 Wer einen bestimmten Tag bevorzugt, tut es zur Ehre des Herrn. Wer Fleisch isst, tut es zur Ehre
des Herrn; denn er dankt Gott dabei. Wer kein Fleisch isst, unterlässt es zur Ehre des Herrn, und auch
er dankt Gott. 7 Keiner von uns lebt sich selber und keiner stirbt sich selber: 8 Leben wir, so leben
wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem
Herrn. 9 Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende. 10
Wie kannst also du deinen Bruder richten? Und du, wie kannst du deinen Bruder verachten? Wir werden doch
alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen. 11 Denn es heißt in der Schrift: So wahr ich lebe, spricht der
Herr, vor mir wird jedes Knie sich beugen und jede Zunge wird Gott preisen. 12 Also wird jeder von uns
vor Gott Rechenschaft über sich selbst ablegen.
#26 wolfgang e. 13:20:55 | Freitag, 26. Januar 2007
@ nonnobis Zitat: „Dafür, daß Sie sich nicht der Wahrheit verantwortlich fühlen, werden Sie nicht nur
in der Hölle schmoren (= Kurzzeitgericht), sondern kochen. Und das ist auch gut so.“ Diesen Satz würde
ich als klassischen Fluch bezeichnen. Jemanden in die Hölle wünschen… Wegen einer Meinungsverschiedenheit!
Schämen Sie sich (und gehen Sie schnell zur Beichte).
#12 wolfgang e. 12:34:34 | Freitag, 26. Januar 2007
lieber laikos! Im obigen Artikel wird gar nicht die Krise der katholischen Kirche analysiert, sondern
das Ziel der Protestanten in der Ökomene. „wiener“ weist auch zurecht darauf hin, das der Zusammenhang
zwischen dieser Analyse von Hw. May und Benedikt XVI an den Haaren herbeigezogen ist. Die seltsame Schieflage
der kreuz.net-Berichterstattung habe ich schon unten dargestellt. (Liebe Redaktion, was wollt ihr damit? –
den Papst unsachlich diskreditieren? – Wieder ein paar Leser dazugewinnen durch herbeigeschriebene Skandale?)
Die von Ihnen beschriebene Protestantisierung von „katholischen“ Gemeinden (hier meist „Basis-Gemeinden“
genannt) gibt es in manchen Bereichen der Kirche tatsächlich, manchmal sogar auch bei Bischöfen, da
haben Sie recht. Zumindest für Wien kann ich aber doch sagen, dass diese Extremphänomene glücklicherweise
nur eine kleine Minderheit betreffen. Der in der Überschrift hergestellte Bezug zu unserem Papst ist
jedenfalls eine Unterstellung, die sich nur halten lässt, wenn man einen Großteil dessen, was der Papst
sagt, ausspart.
#5 wolfgang e. 11:21:00 | Freitag, 26. Januar 2007
Die Analyse von Hw. Georg May ist sehr zutreffend. Besonders „lustig“ wird das buhlen der Protestanten
als „Kirche“, wenn man bedenkt, das Luther gar keine Kirche wollte. Gerade das Bestehen der Kirche war
für ihn das Grundübel. Luther lehnte sowohl die Tradition (sola scriptura), als auch die Hierarchie
als auch die Sakramente ab und wollte damit gar keine Kirche. Dass seine „Nachfahren“ jetzt unbedingt
„Kirche“ heißen wollen, steht damit im Gegensatz zu den Ideen Luthers. Die geeignetste Bezeichnung wäre
eigentlich protestantische „Konfessionen“ (auch „kirchliche Gemeinschaften“ geht meines Erachtens schon
zu weit für das lutherische Selbstverständnis.) Was mich an der Berichterstattung hier stört ist die
Selektivität: 1. hat Papst Benedikt XVI immer wieder betont, dass für ihn Ökomene hauptsächlich mit
den ortodoxen Kirchen zu führen sei. (Eine Protestantisierung dürfte das dann wohl eher nicht sein.)
2. hat kreuz.net „vergessen“ (siehe „Kreuzmeldungen“), einige wesentliche Punkte aus der Predigt Benedikt
XVI zum Abschluss der Weltgebetswoche zu erwähnen: a) dass nicht die „Kirchen“ die Einheit „machen“ können,
sondern dass die Einheit nur ein Geschenk Gottes sein kann und daher eine Frucht des Gebetes und des Hörens
auf Gott sein muss, b) dass der Papst damit auch einen ziemlich deutlichen Aufruf zur Mission verbunden
hat. Liebe Redaktion: Warum diese Selektion? Man merkt die Absicht, und ist verstimmt.
#10 wolfgang e. 11:21:43 | Donnerstag, 25. Januar 2007
oh-oh, Arwen hat ihr „ceterum censeo“ schon wieder geändert! Der alte Cato wurde ja gerade deswegen berühmt,
weil er immer den selben Satz an seine Reden anhängte, egal ob passend oder unpassend. Natürlich sind
die kreuz.net-Tratsch-und-Klatsch-Geschichten interessanter zu lesen als die bloßen Berichte auf kath.net.
Das Problem von kreuz.net ist einfach, dass es sich hier um ein relativ stümperhaftes Liebhaberprojekt
handelt von einigen Menschen, die zwar von ernsthafter Sorge um die Kirche getrieben werden, jedoch weder
den notwendigen finanziellen, zeitlichen, personellen und professionellen Hintergrund haben, um dieses
Projekt zu dem zu machen, was es sein sollte. So sind sie angewiesen auf alle möglichen Zuträger, die
irgendwelche G’schichtln einsenden, und die ohne große Überprüfung (da ja auch die Möglichkeit dazu
fehlt) veröffentlicht werden. Auch die große Freiheit, die die Lesermeinungsschreiber hier haben, ist
ja wohl kaum die Frucht einer liberalen Einstellung der Redaktion, sondern eher die Folge des redaktionellen
Zeitmangels, der es verunmöglicht, in diese Fülle von Lesermeinungen noch irgendwie moderierend einzugreifen.
Das Ergebnis des Projektes „kreuz.net“ ist daher sehr widersprüchlich. Hier findet sich neben durchaus
interessanter, nützlicher und zutreffender Information sehr viel Tratsch, Klatsch, Ohrenbläserei, Unterstellungen,
Lieblosigkeiten, Verleumdungen. Vor dem Ewigen Richter fürchte ich daher für die Redaktion ein böses
erwachen, besonders dann, wenn dieser Richter ebenso streng urteilt wie kreuz.net.
Danke, Pünktchen, für den Link darum habe ich unten vor „aus der Nabelschnur“ auch „z.B.“ geschrieben.
Vielleicht sollte man die Redaktion darauf aufmerksam machen, dass man nicht jeden Begriff auf Deutsch
übersetzen kann (schon gar nicht, wenn man nicht verstanden hat, was dieser Begriff eigentlich meint.)
Ansonsten stimmt die Aussage des Artikels (soweit richtig abgeschrieben und übersetzt): Die Forschung
an embryonalen Stammzellen hat bisher nicht das geringste medizinisch verwertbare Ergebnis gebracht (nicht
einmal die Hoffnung, das es jemals ein verwertbares Ergebnis geben wird). Die ethisch unbedenkliche Forschung
an adulten Stammzellen geht aber ganz gut voran.
mit Stammzellen erwachsener Menschen? „mit Stammzellen erwachsener Menschen“ Steht das so im Dossier bzw.
im Artike in der Süddeutsche Zeitung? Oder ist das die kreuz.net-Übersetzung für „adulte Stammzellen“?
Adulte Stammzellen gewinnt man z.B. aus der Nabelschnur neugeborener Babies (Erwachsene haben meist keine
Nabelschnur mehr)
#45 wolfgang e. 14:47:13 | Freitag, 19. Januar 2007
Petrus II Könntest du dich etwas weniger kryptisch ausdrücken? Sonst müssen wir alle glauben, du liegst
im Delirium. Oder bringst hier einen Auszug aus dem künftigen Dan-Brown-Bestseller? (DER FUßSOHLENSTEIN –
Werfen Sie alle bekannten Vorstellungen vom Entstehen der Welt über Bord: Dan Brown enthüllt: Alles
war gelogen; hier nun die ganze Warheit!) Darf ich hier ‘was von Navon zitieren: „Wenn Ihr glaubt, dass
die ET euren Gott wiederlegt, dann scheint euer Gott ja kein besonders mächtiger Welcher zu sein.“ Völlig
richtig! Gott ist wesentlich größer, als wir Kleingläubigen ihn uns vorstellen können. Die Evolutionstheorie
kann weder Ihn, noch den Glauben an Ihn erschüttern. Die Erkenntnisse im Artikel oben Widersprechen nicht
im geringsten einer Evolution des Lebens. Es lässt sich lediglich die These vom blinden Zufall schön
langsam nicht mehr halten. Aber auch eine zielgerichtete Evolution ist eine Evolution. Die ET wurde von
Atheisten als Argument gegen Gott benutzt. – Na und? Das war ein zu kurz gedachter großer Irrtum. Naturwissenschaft
kann weder Gott beweisen, noch ihn widerlegen. Lasst sie doch in Ruhe forschen! Ein Katholik braucht der
Naturwissenschaft keine kleingeistige Ängstlichkeit entgegenstellen! (Das brauchen höchstens die Protestanten,
da sie durch das „sola-scriptura“-Prinzip nur ängstlich an der Oberfläche der Bibeltexte festhalten
können) Die sieben Schöpfungstage hat übrigens bereits Augustinus zur Disposition gestellt.
#27 wolfgang e. 11:15:21 | Donnerstag, 18. Januar 2007
lieber Pius X! „Selbst wenn objektiv keine Notlage vorläge, bliebe der „Täter“ straffrei, da er subjektiv
eine richtige Intention hatte.“ Wie bei jeder Sünde können wir auch bei der unerlaubten Bischofsweihe
nur die objektive Sündhaftigkeit feststellen, nicht jedoch die subjektive Schuld des Täters. Ob daher
die Intention subjektiv richtig war kann letztlich alleine Gott beurteilen, Sie und ich jedoch nicht.
„Auch wenn die irrige Notlagenannahme verschuldet wäre, könnte keine Tatstrafe, und schon gar keine
Exkommunikation eintreten.“ Das Widerspricht doch eindeutig dem von Ihnen zitierten Can. 1323, n. 7: „Straffrei
bleibt, wer […] 7° ohne Schuld geglaubt hat, einer der in n. 4 aufgeführten Umstände liege vor.“
Die objektive Schuld des Erzbischofs bei der unerlaubten Weihe ist leicht festzustellen. Objektiv mildernde
Umstände könnte man einige anführen, wohl aber nicht genügend, um die Tat vollständig zu rechtfertigen.
Die subjektive Schuld ist von uns nicht beurteilbar. Da Lefebvre jedoch sowohl vor, als auch nach der
Tat vom Papst(!) auf die Sündhaftigkeit und die Folgen hingewiesen wurde, kann ich mir eine subjektive
Schuldlosigkeit schwer vorstellen. Daran, dass sich Erzbischof Lefebvre durch die Tat selbst die Tatstrafe
der Exkommunikation zugezogen hat, ändert auch eine formal unvollständige Verlautbarung wenig. Ihre
subjektivistischen Rechtfertigungsversuche lassen sich mit der katholischen Tradition kaum vereinbaren.
Überlassen wir den Subjektivismus doch den Protestanten!
#25 wolfgang e. 10:27:09 | Donnerstag, 18. Januar 2007
Lieber Heinrich! Seit wann wären schlechte Bischöfe ein Spezifikum der „VII“-Kirche? Mietlinge im Klerus
und im Bischofsamt hat es in der Kirche (neben vielen Heiligen) immer gegeben, selbstverständlich auch
miserable Päpste. Sogar Petrus musste von Paulus zurechtgewiesen werden, weil er sich vor den Menschen
fürchtete. Insoferne war die Kirche immer schon eine „schlechte Firma“. Und die deutlichen Verbesserungen,
die das Konzil von Trient auf diesem Gebiet gebracht hat, sind im Deutschen Reich von Josef II und anderen
wieder gründlich zunichte gemacht worden. Der „Rauch des Satans“ ist zu allen Zeiten durch alle möglichen
(menschlichen) Ritzen in die Kirche eingedrungen. Es wird Zeit, hier die „traditionalistischen Scheuklappen
abzulegen, und dieser Wahrheit ins Auge zu sehen. Der Hl. Bischof Wolfgang von Regensburg hat im 10.Jh.
Jahrzehnte gebraucht, um seine Diözese wieder auf Vordermann zu bringen. Bischof Krenn hat es, trotz
übermenschlicher Anstrengung, nicht geschafft, sein Bistum wirklich zu erneuern (Pater Udo und andere
konnten fröhlich weiter schalten und walten…) Aber in Linz, der verkommensten Diözese Österreichs,
soll jetzt alles innerhalb eines Jahres mit einem Paukenschlag anders werden? Bischof Schwarz hat wenigstens
guten Willen (so, wie ich ihn kenne), und er hat an der echten Kirchenbasis jetzt eine große Unterstützung
für echte Reformen. Beten wir für ihn, dass er die notwendigen Schritte mit dem notwendigen Mut und
der notwendigen Bedachtheit und Klugheit setzt
#22 wolfgang e. 00:07:07 | Donnerstag, 18. Januar 2007
Soso… „In einer mittelmäßigen Firma würde keiner von denen ins mittlere Management kommen.“ Haben
Sie eine Ahnung, was sich im mittleren Management so alles tummelt…
#19 wolfgang e. 17:21:14 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Mit-Erlöserin Mir kommt dieser Ausdruck nicht häretisch vor, außer man versteht ihn falsch: „mit-“
kann einersets eine gleichwertige Teilnahme bedeuten, dann wäre Maria gleichwertig wie Christus Erlöserin.
Das wäre natürlich häretischer Unsinn. „mit-“ kann aber auch einen ganz geringen Anteil an etwas bedeuten,
und Maria hat durch ihr „fiat“ einen gar nicht so geringen Anteil an der Erlösung. Sie wird ja auch die
„Neue Eva“ genannt (ein großer Ausdruck, wenn Christus der „Neue Adam“ genannt wird)! So verstanden kann
ich keine Häresie erkennen. (Und so wird es wohl Papst Pius XI verstanden haben). Sollte ich mich hier
irren (das ist nämlich jetzt nur meine persönliche Einschätzung, ohne weitere Nachforschung), so bitte
ich um Korrektur.
#8 wolfgang e. 17:02:13 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Der nächste Monokausalist… Wie hätte der heilige Pius X wohl reagiert, wenn man ihm erzählt hätte,
dass ein Erzbischof vier unerlaubte Bischofsweihen durchgeführt hätte? Den Katechismus des hl. Pius
X verwende ich übrigens auch. Ich könnte übrigens viele Ursachen der Glaubens- und Kirchenkriese unserer
Zeit nennen. Eine der Wurzeln sind einige Ideen der Aufklärung, die vor allem durch die „Reformen“ Josefs
II massiv in die deutsche Kirche eingedrungen sind (seither werden z.B paradoxerweise Priester an liberalen
staatlichen Unis ausgebildet, auf die der jeweilige Bischof keinerlei Einfluss hat. – Hier wäre es an
der Zeit, die Trennung von Kirche und Staat endlich wirklich von beiden Seiten zu vollziehen.) – Josef
II war übrigens kein Demokrat. Wen wundert es also, dass es vor allem deutsche Theologen waren, die sich
beim ersten Vatikanischen Konzil beleidigt zurückzugen, als sie nichts ausrichten konnten, und dass es
wieder deutsche Theologen waren, die es beim zweiten Vatikanischen Konzil schafften, die Texte zwar nicht
völlig in ihrem Sinn zu verändern, aber doch etwas zu verwässern? Wen wundert es, dass deutsche Theologen
den „Geist des Konzils“ erfanden, da sie beim Konzil selbst doch nicht das erreicht hatten, was sie wollten?
Wen wundert es also, dass 80% des deutschen Episkopats bei Humanae Vitae den Gehorsam aufkündigten (und
die Laien dazu verführten, es ihnen gleichzutun)? Die Wurzeln liegen viel tiefer. Nur – wird dadurch
der Ungehorsam eines anderen Erzbischofs besser?
#17 wolfgang e. 16:36:34 | Mittwoch, 17. Januar 2007
lieber Sünder! Ich weiß nicht, wie Sie zu diesem Gefühl kommen, Bischof Schwarz stehe hinter all diesen
Ferkeleien (Schweinereien wäre wohl ein zu großes Wort für die kindischen linzer Wichtigtuereien).
Ich habe eher das Gefühl, dass ihn das ganze schön langsam ziemlich stinkt. Man kann ihm vielleicht
seine etwas zu naive Gutmütigkeit vorwerfen, die ihn glauben ließ, das alles regeln zu können, indem
er mit allen gütige Gespräche führt und allen ins Gewissen redet. Vielleicht hat es sein gutes, wenn
er jetzt gleich mehrmals hintereinander massiv enttäuscht wird und auf die harte Realität der linzer
Diözese gestoßen wird. Die „Aktion Kirchentreu“ wir es ihm erleichtern endlich Maßnahmen zu setzen,
denn das Geld ist der wunde Punkt dieses ganzen Wichtigtuer-Apparates. Schließlich leben ja alle herrlich
vom Kirchenbeitrags-Geld. Die „Jugend-CD“ sollte ja auch hauptsächlichdazu dienen, bei der Jugend den
Kirchenbeitrag einzutreiben. (Die „Kirchenvolksbegehrer“ haben deshalb nie einen Kirchenbeitrags-Bojkott
versucht, da alle ihre Haupt-Wichtigtuer kirchlich bezahlte Funktionäre sind, die sich damit nur selbst
aufs Trockene gesetzt hätten.)
#5 wolfgang e. 11:01:46 | Mittwoch, 17. Januar 2007
o sancta simplicitas „Der Ökumenismus als das schlimmste Übel, welches existiert und welcher den schlimmen
Neomodernismus erst möglich gemacht hat ist sicherlich auch an den vielen Kirchenschließungen und Schändungen
schuld.“ Gott erhalte mir meine simple monokausale Sicht der Dinge. (Hoppla, ich habe vergessen: manchmal
ist auch VII oder die Demokratie schuld…)
#24 wolfgang e. 18:54:18 | Dienstag, 16. Januar 2007
Ich glaube jeder bombensicheren Quelle… …außer dem Vatikan oder einem Papst, die sind auf keinen
Fall glaubwürdig (Den Präfekten der Glaubenskongregation oder den vatikanischen Pressesprecher kann
ein Papst ja vielleicht noch täuschen, keinesfalls aber kann ein Papst das unerschütterliche Urteils
einer Traditionsstimme täuschen, die weit entfernt vom Vatikan ihren bombensicheren Quellen lauscht…)
Bitte verzeihen Sie mir die Ironie, aber in welchem Verhältniss stehen hier die Glaubwürdigkeiten? Es
gehen so viele „bombensichere“ Gerüchte um. Sie haben schon unlängst (OD mit Linksdrall) mit voller
Überzeugung einige unhaltbare und zum Teil leicht wiederlegbare Gerüchte verbreitet. Sind Sie nicht
zu Leichtgläubig in eine bestimmte Richtung, und zu Skeptisch in eine andere?
#20 wolfgang e. 18:33:47 | Dienstag, 16. Januar 2007
Bombensichere Quellen? So bombensicher wie die Quellen von kreuz.net? Diesen Quellen sollten sie immer
blindlings vertrauen… „Ich glaube (an die Quelle), selbst wenn es absurd wäre…“
#20 wolfgang e. 15:50:04 | Dienstag, 16. Januar 2007
Vielleicht… …ist ja die zugesperrte Kirche viel mehr Grund für den Bischof, hier eine andere Lösung
zu überlegen, als die „Angst“ vor den Medien und den Demonstranten oder Bischöfliche Eitelkeit, wie
in dem Artikel auf zimlich unseriöse Art unterstellt wird. Was nutzt das schönste Bild, wenn danach
die Kirche geschlossen werden muss?
#57 wolfgang e. 15:33:18 | Dienstag, 16. Januar 2007
Demokratie „Die Demokratie gibts nicht ohne den Massenmord an den Ungeborenen, weil sie sich ja gerade
der Wahrheit verweigert und die Mehrheit vergötzt.“ Von 1945 bis 1975, also 30 Jahre lang, hat es in
Österreich die Demokratie auch ohne Massenmord an den Ungeborenen gegeben, die Demokratien Irland, Malta
und Portugal kommen bis jetzt ohne Abtreibung aus, das demokratische Polen hat die Abtreibung erst kürzlich
wieder verboten. Es geht also auch ohne.
#35 wolfgang e. 09:35:52 | Freitag, 12. Januar 2007
Liebe Stimme, Zur Nicht-Mitgliedschaft von Trujillo: Jeder Mensch weiß, das Bischof Küng Mitglied des
OD ist. Nie wurde daraus ein Geheimnis gemacht. Wozu auch? Auch bei allen anderen Bischofen (und Kardinälen,
sehr viele sind es allerdings nicht) die dem OD angehören, ist das selbstverständlich bekannt. Welchen
Grund hätte man, eine OD-Mitgliedschaft von Kardinal Trujillo zu verheimlichen? Das OD wäre doch stolz
auf so einen Kurienkardinal, oder? Es stimmt, Kardinal Trujillo war schon lange, bevor er nach Rom berufen
wurde, ein Freund und Förderer des Opus Dei. Das wurde niemals bestritten oder verheimlicht. Wenn also
die OD-Nähe von Kardinal Trujillo allgemein bekannt ist, welchen Grund es gäbe, eine tatsächliche Mitgliedschaft
zu verheimlichen? Ich sehe da keine Logik.
#14 wolfgang e. 18:17:18 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Liebe Stimme Auch das Kardinal Trujillo Opus Dei Mitglied wäre, ist mir neu. (Diese Behauptung findet
sich manchmal in atheistischen, kommunistischen u.ä. Medien. Dort wird aber auch Kardinal Ratzinger und
überhaupt 1/3 bis 1/2 der Kardinäle der OD-Mitgliedschaft verdächtigt…) Ein Sympatisant des OD, wie
es Kardinal Trujillo unbestritten ist, ist eben noch lange kein Mitglied. Bestätigen kann ich ihre Beobachtung,
dass Männer und Frauen, die beide dem OD angehören, oft einander nicht kennen. Das betrifft aber nur
die zölibatär lebenden Mitglieder des OD, und das ist eine recht kluge Maßnahme, um diesen den Zölibat
nicht zu erschweren. Die männliche und die weibliche Abteilung des OD sind völlig unabhängig voneinander,
nur die Priester, die sie betreuen, sind die selben. Ihre Vorwürfe sind also ein Gemisch aus recht subjektiven,
nicht verstandenen Eindrücken und Falschinformationen. Ich kenne übrigens viele OD-Mitglieder, die die
tridentinische Messe sehr gerne habe. Und beim OD habe ich auch viel Verständnis für die (papsttreuen)
Traditionalisten gefunden. Umgekehrt leider selten. Für einen Traditionalisten ist es offenbar schwer,
das Wesen des OD zu verstehen. Das macht aber nichts, das ist nicht Heilsnotwendig. Es gibt innerhalb
der Kirche viele Wege zu Gott, und es genügt, die eigene Berufung zu verstehen. Der sel. Josemaria sah
das übrigens auch so: Nicht wenige junge Leute, die sich dem OD näherten, schickte er zu den Karmeliten,
weil er in ihnen eine andere Berufung erkannte.
#8 wolfgang e. 17:12:48 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Liebe Stimme: Außer ein paar eigenartiger Gerüchte, die sich wohl kaum verizifieren lassen… (Wer kann
denn nachweisen, was die Gründe für die Entlassung eines Freundes wirklich sind. Und wenn es wirklich
so wäre, inwiefern wäre das in der Verantwortung des Opus Dei? Es wäre mir neu, dass das OD sich in
Personalentscheidungen eines Primararztes einmischen würde, auch wenn er Mitglied des OD ist.) bringen
sie auch einige handfeste Falschinvormationen: Z.B gibt es die lateinische Messe unverändert immer noch
(So, 11:15, St. Peter in Wien, www.peterskirche.at www.peterskirche.at/) Die Geschichte mit den hohen
Zäunen und Sicherheitsanlagen kann ich auch nicht bestätigen. Wo sind die zu finden? Beim Tagungshaus
des OD in Niederösterreich besteht die ominöse Sicherheitsanlage aus einem 1,2m hohen Maschendrahtzaun
und einem einzigen mehr gemütlichen als scharfen Hund. Die Personalentscheidungen des St.Pöltner Bischofs
wundern mich auch etwas, die Hintergründe kenne ich aber nicht. Allerdings hat die St.Pölten-Berichterstattung
auf kreuz.net immer schon eine bestimmte Schieflage bewiesen, daher wird die Sachlage wohl weniger schlimm
sein, als hier dargestellt. Jedenfalls daraus einen Linksdrall des OD zu konstruieren, ist etwas an den
Haaren herbeigezogen und zeigt doch von Unkenntniss, was das OD betrifft. Für seine Taten als Diozösanbischof
ist Bischof Küng jedenfalls nicht dem OD verantwortlich, sondern dem Vatikan. Und das OD hat sich in
Personalentscheide des Bischofs ebensowenig einzumischen wie in die Personaleintscheide eines Primararztes.
Hier gibt es eine strikte Kompetenztrennung.
#103 wolfgang e. 14:43:46 | Montag, 8. Januar 2007
@ HansUrs Das Konzil hat klar zum Ausdruck gebracht, dass die Kirche die Muslime nicht als Heiden sieht, …
Ich kann ihnen da durchaus zustimmen. Dennoch muss man an der deutschen Übersetzung kritisieren, dass
sie wesentlich unklarer ist als das lateinische Original (und dies an mehreren Stellen.) Tatsächlich
vermeidet der lateinische Text ganz klar, „unseren“ Gott mit dem Gott der Moslems gleichzusetzen (aus
gutem Grund, da eine Gleichsetzung zu problematisch wäre). In der deutschen Übersetzung wird mit schwammiger
Vormulierung eher der gegenteilige Eindruck erweckt. Richtig verstanden kann man, glaub ich, durchaus
sagen, die Moslems beten den richtigen Gott an, aber auf falsche Weise und mit falschen Vorstellungen
über diesen Gott. Dafür sprechen einige Gemeinsamkeiten in der Gottesvorstellung, und auch, dass der
Koran Allah explizit als den Gott Abrahams versteht, sie also den richtigen Gott meinen. Ob man nun der
Meinung ist, die Moslems beten ein Zerrbild des richtigen einzig wahren Gottes an, oder einen (nicht existierenden)
anderen „einzig wahren“ Gott, ist dann letztlich Geschmacksache. Unsere Sprache ist eben so beschaffen,
dass man den selben Sachverhalt völlig unterschiedlich beschreiben kann. So wie man von einem halb vollen
Glas auch behaupten kann, es sei halb leer. Ich glaube übrigens nicht, dass die Kirche ein unfehlbares
Urteil über das Wesen des Islam treffen kann. Liegt das nicht jenseits ihrer Kompetenz (Glaubens- und
Sittenfragen der katholischen Kirche)?
Der Titel müsste lauten, „Der Bischof von Regensburg widerspricht der deutschen Übersetzung des Zweiten
Vatikanum“ So viel ich weiß, gibt es immer noch keine offizielle deutsche Übersetzung des 2. Vatikanums.
Wir sind daher immer noch auf die Rahner-Übersetzung angewiesen, und Rahner hat sehr subjektiv übersetzt
und versucht, alles, was seiner Meinung nach im Original-Text noch „fehlte“, in seiner Übersetzung unterzubringen.
Die deutschsprachigen Theologen und mit ihnen die Bischöfe sind ihm in ihrer Rahner-Hörigkeit auf dem
Leim gegengen. Kein Wunder, dass bei uns so viele jetzt vom „gleichen“ oder „selben“ Gott sprechen. Im
Lateinischen Originaltext es Konizils steht nichts davon. Darauf hat schon „Credo“ weiter unten hingewiesen.
Vielleicht wäre es an der Zeit, von Papst Benedikt XVI endlich auch eine korrekte Übersetzung der Konzilstexte
einzufordern. Da würden dann einige über die Unterschiede staunen. Zur Frage: „Beten die Moslems den
selben Gott an?“ Ich würde das so beschreiben: Sowohl die Juden, als auch die Christen, als auch die
Moslems haben erkannt, dass es nur einen wahren Gott gibt. Und jeder der drei vermeint, diesen einzigen
wahren Gott anzubeten. Die Juden (im AT) haben dabei eine richtige, jedoch unvollkommene Vorstellung dieses
einzigen Gottes. Die Christen haben ebenfalls eine richtige und auch etwas vollkomenere Vorstellung dieses
Gottes. Die Moslems hingegen haben eine teilweise richtige und teilweise völlig falsche Vorstellung dieses
Gottes, zum Teil so falsch, dass es schwer fällt, hier noch den „selben“ einzig wahren Gott zu erkennen.
#26 wolfgang e. 18:24:18 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Unsere liebe Arwen und ihr „ceterum censeo“ Im übrigen frage ich mich, welche tendenziöse Informationspolitik
Arwen betreibt, wenn die drei Demos wurden auf kath.net keineswegs unterschlagen: Unter „Anderswo“ war
bei allen drei Demos auf den entsprechenden Artikel in „Osthessen News“ verlinkt, und das jeweils eine
ganze Woche lang, während normale kath.net-Artikel nach drei Tagen in der Versenkung verschwinden.
#9 wolfgang e. 11:59:59 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@ Manipel: nicht ideal Ja, tatsächlich wäre die Ideallösung: Weder Laienpredigt, noch irgendeine „Statio“,
sondern nur die normale Predigt des Priesters, wo sie vorgesehen ist. Allerdings kann man auch nicht alles
verbieten, was „nicht ideal“ ist. Die Lösung, die hier gefunden wurde, widerspricht zumindest nicht mehr
dem Kirchenrecht. Und die Hoffnung besteht, dass die „Amtslaien“ die Lust verlieren, wenn sie nicht mehr
an Predigtstelle auftreten dürfen. Immerhin wurde hier einmal eine Weisung der Kirche ohne allzu großen
Protest akzeptiert. Das halte grundsätzlich einmal für positiv. Auch die Nachbargemeinden, wenn auch
ncht direkt ermahnt, wollen sich an die Weisung halten. Auch das halte ich grundsätzlich für positiv.
Und offenbar (so stehts im Artikel: er wandte sich an die kirchlichen Vorgesetzten) hat sich der Gläubige,
der sich beschwert hat, nicht an Rom, sondern an die Diözese gewendet, und diese hat reagiert. Das halte
ich grundsätzlich auch für positiv. Die Meldung der „Morgenpost“, man müsse sich erst an Rom wenden,
steht also dazu im Widerspruch und erweckt offenbar einen falschen Eindruck. Insgesamt könnte man, wenn
man will, diese Nachricht als etwas positives mit kleinem Wehrmutstopfen bringen. kreuz.net will nicht.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass es kreuz.net nicht so sehr um die Sache geht, als vielmehr um Stimmungsmache.
#2 wolfgang e. 11:08:17 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Nun ja, mit dieser „Statio“ am Beginn der Messe könnte man ja noch irgendwie leben. Ist zwar auch nicht
ideal (Warum die Messe mit noch mehr nicht-liturgischen Texten überfrachten?), aber zumindest nicht mehr
mit der Predigt verwechselbar. (Man könnte ja sogar sagen, die „Statio“ findet vor der Messe statt.)
Wichtig wäre, dass der Priester trotz der „Statio“ nicht auf die Predigt verzichtet, wo sie vorgesehen
ist, damit die „Statio nicht wieder zum Predigtersatz wird. An anderen Orten wird ja einfach die „Predigt“
des Laien einfach in „Ansprache“ umbenannt und an der Stelle nach dem Evangelium belassen, was ja reine
juristisch-spitzfindige Augenauswischerei ist. Etwas schade ist, dass kreuz.net wieder eine ansich positive
Nachricht (Diozöse stellt klar, dass Laienpredigten nicht erlaubt sind, Pfarren gehorchen) hauptsächlich
negativ präsentieren muss. Schade ist auch, dass die Bebilderung des Artikels sehr unsachlich ist, denn
hier ging es nicht um eine LeienpredigerIN, und auch nicht um die Anmaßung priesterlicher Gewänder durch
eine Frau. Hier ging es „nur“ um einen Laien der „gepredigt“ hat, obwohl er nicht durfte.
#66 wolfgang e. 23:55:59 | Samstag, 9. Dezember 2006
Lieber Heinrich, Es stimmt schon, Sie haben den Bischof nicht direkt so genannt. Vielleicht verraten Sie
mir aber, wie ich ihre Lesermeinung unten richtig deuten soll?: „Wie sagte mein früherer Chef immer wieder?„Der
Unterschied zwischen clever und Arschloch ist häufig vernachlässigbar klein.“ Tja, Herr Bischof und
mein früherer Chef war Fachmann in solchen Sachen, clever bis zum Exzess.“ Wenn meine Deutung falsch
war, bitte ich höflichst um Entschuldigung. Dann bin ich leider nicht clever genug gewesen, ihren Ausspruch
richtig zu deuten. Noch eine allgemeine Frage an die Redaktion: Ist es nicht verwunderlich, dass gerade
die Leute, die viel austeilen wenig einstecken können? (Zur richtigen Deutung, ich will ja nicht falsch
verstanden werden: kreuz.net ist wahrlich nicht sparsam beim Austeilen, aber außerordentlich wehleidig,
wenn es etwas einstecken muss.)
#56 wolfgang e. 23:29:41 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
Lieber Heinrich: Mir stellt sich das jetzt ungefähr so da: Eine Dame ist empört über einen tatsächlich
unguten angeblichen Ausspruch einens Bischofs. Auf Anfrage bekommt sie von einer Dame aus dem Bischflichen
Sekretareat (also nicht vom Bischof selbst) die Antwort, der Bischof hätte der Zeitung gar kein Interview
gegeben. Auf Anfrage an die Zeitung erhält sie die Antwort, der Bischof hätte kein richtiges, aber so
etwas ähnliches wie eine Interview gegeben. Ob die zitierte Aussage tatsächlich genau so vom Bischof
stammte, war offenbar gar nicht Gegenstand der Anfrage. Ob der Bischof der Dame aus dem Sekretareat Anweisung
gab, so zu antworten ist unklar, tatsach ist, dass nicht der Bischof zurückgeschrieben hat. Dennoch behauptet
die Dame nun, dass der Bischof lügt. Aufgrund dieser sehr dünnen Story fühlen Sie sich nun bemüßigt,
den Bischof ein cleveres Arschloch zu nennen. Hier ist die Liebe zur Kirche wieder einmal deutlich spürbar…
So, jetzt möchte ich sehen, wer es wagt, ihnen zuzustimmen. Auf meine Frage habe ich bis jetzt noch nicht
sehr viele Antworten bekommen. Also: Welchen Zweck verfolgt kreuz.net eigentlich? @ mariokin, falls Sie
das noch lesen: Es stimmt, Sie sind einer der wenigen hier, der Sachlich argumentiert. Ich habe jedenfalls
auch mit kath.net nichts zu tun. Und der Hinweis, das sich andere auch nicht immer „nett“ aufführen berechtigt
noch lange nicht das gleiche zu tun. Finden Sie diesen Artikel in Ordnung? Sind Sie mit Herrn Ofterdingers
„Meinung“ einverstanden? Würde mich wundern…
#4 wolfgang e. 11:05:31 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
Hurraaa!!! Hauen wir den nächsten Bischof!!! Selbst wenn die Meldung gar keine Substanz hat… Darf ich
meine Frage von gestern wiederholen? Eine allgemeine Frage: Was will kreuz.net eigentlich? Hier gibt es
über die Kirche nur negative Meldungen, und die meist stark überzeichnet. Wo bleiben die Vorbilder,
die Heiligen, die positiven Entwicklungen? Man hat das Gefühl, hier herrscht „der Geist, der stets verneint“.
Kann man nur mit dem Vorhalten negativer Beispiele erziehen? Geht es hier nur darum, Spaltungen zu vertiefen,
diejenigen Katholiken, die ihren Glauben noch ernst nehmen, endgültig zu entzweien. Hat nicht kreuz.net
schon mehr Leuten den Glauben geraubt, als zum Glauben geholfen? (Schaut in den Lesermeinungen nach!!)
Ich hätte auch von der Redaktion gerne eine Antwort darauf. Aus der Anonymität heraus anderen Feigheit
vorwerfen… das fällt wohl eher auf die Redaktion zurück. kreuz.net schafft es sogar, aus ansich positiven
Meldungen (z.B. Kardinal Meisner gegen interreligiöse Feiern) einen haupsächlich negativen Artikel zu
fabrizieren (Titel „Zutiefst empört“, Hauptteil: Irgendwelche Religionslehrer dagegen, Ziel des Artikels:
Kritik am Vatikan) Geht es kreuz.net wirklich um die Sache? Oder geht es um Spaltung? Ist kreuz.net vielleicht
ein anti-kirchliches Desinformationsorgan? „Ihr sollt sogar eure Feinde Lieben“ – Wird kreuz.net diesem
Anspruch gerecht? – hier wird nicht einmal die Kirche geliebt!
#89 wolfgang e. 17:17:13 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ Maledica Stimmt, ich habe hier das fehlende „t“ übersehen. Meine Schuld (Überreste einer Legasthenie)
und hielt Maledicta für eine Art Anti-Benedikt Trotzdem kann ich mir darauf keinen Reim machen: maledire =
verfluchen (ital.) maledica = ich würde (möchte) verfluchen Warum diese Bezeichnung? Wenn Sie mir das
Sie-Wort anbieten, schlage ich gerne ein und biete ihnen im Gegenzug ebenfalls gerne das Sie-Wort an,
kein Problem.
#15 wolfgang e. 13:46:11 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ Sirilo: Ganz verhindern kann kein Strafrecht, wohl aber eindämmen. Natürlich gab es schon immer Abtreibungen
(genauso wie es auch schon immer Diebstahl gab.) Die oft gehörte Behauptung allerdings, es hätte vor
Einführung der Fristenregelung genau so viele (oder sogar mehr) Abtreibungen gegeben, hat sich inzwischen
als relativ plumpe Fälschung von Planned Parenthood herausgestellt. Sinn des Strafgesetz ist eigentlich
nicht so sehr die Strafe (daher auch nicht: jeden einzelnen finden…), sondern die Abschreckung vor der
Tat. Im übrigen möchte ich mich Ansgar anschließen. Hat jemand von STANDARD etwas anderes erwartet?
Mich wundert nur, das kreuz.net mit Standard gemeinsame Sache macht. Wichtig wäre es jetzt, Kardinal
Schönborn um eine Richtigstellung der STANDARD-Interpretation zu bitten. (Wenn möglich nicht im kreuz.net-Stil!)
Eine allgemeine Frage: Was will kreuz.net eigentlich? Hier gibt es über die Kirche nur negative Meldungen,
und die meist stark überzeichnet. Wo bleiben die Vorbilder, die Heiligen, die positiven Entwicklungen?
Man hat das Gefühl, hier herrscht „der Geist, der stets verneint“. Kann man nur mit dem Vorhalten negativer
Beispiele erziehen? Geht es hier nur darum, Spaltungen zu vertiefen, diejenigen Katholiken, die ihren
Glauben noch ernst nehmen, endgültig zu entzweien. Hat nicht kreuz.net schon mehr Leuten den Glauben
geraubt, als zum Glauben geholfen? Ich hätte auch von der Redaktion gerne eine Antwort darauf. Aus der
Anonymität heraus anderen Feigheit vorwerfen… das fällt wohl eher auf die Redaktion zurück.
#2 wolfgang e. 12:02:45 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
Ein weiterer dämlicher und unnötiger Kommentar Ich verweise auf die Diskussion zu vorigen Artikel. Die
Karikatur lässt deutlich erkennen, wessen Geistes Kind kreuz.net eigentlich ist. Kleiner Tipp: Der Hl.
Geist ist es wohl nicht.
#80 wolfgang e. 11:40:23 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
Ok, hab ich falsch verstanden Die Exkommunikation war nicht auf Schönborn gemünzt. Im Interview ging
es allerdings nicht um die kirchliche Strafe, sondern um die gesetzliche Regelung der weltlichen Strafe.
Sowohl bei der kirchlichen, als auch bei der weltlichen Strafe sollte allerdings die NOT berücksichtigt
werden. Um eine Totsünde zu begehen muss man – um die Schwere der Sünde wissen (kann man bei Abtreibung
mehr oder weniger voraussetzen.) – die Sünde freiwillig begehen. Je größer der äußere Zwang ist,
desto geringer ist die persönliche Schuld. Im Kirchenrecht wird also auf die Not Rücksicht genommen,
denn die automatische Exkommunikation setzt wohl auch voraus, dass es sich tatsächlich um eine persönliche
Totsünde handelt. Es gab ja unlängst diesen Inzest-Fall in Lateinamerika, wo der Bischof die Exkommunikation
aller Beteiligten an der Abtreibung, außer des betroffenen Mädchens, offiziell bestätigt hat. Und man
kann sich schon überlegen, in Fällen stark eingeschränkter Schuld der Abtreibungs-Mutter auf eine weltliche
Bestrafung zu verzichten. Nicht verzichten möchte ich auf eine Bestrafung er anderen Beteiligten. Und,
ja, es ist seine Pflicht auf die Kirchenstrafe der Exkommunikation und die Schwere des begangenen Verbrechens
hinzuweisen. Die Frage ist aber schon auch, ob es immer und überall seine Pflicht ist. Ob es auch vor
einem Puplikum Pflicht ist, das nur auf diesen Hinweis wartet um ihn für die eigenen Zwecke zu verwerten.
Wie oft ist das Bischof Krenn so passiert.
#78 wolfgang e. 10:55:34 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
formelle Mitwirkung Dieser Tatbestand ist bei Kardinal Schönborn nicht gegeben, jede Rede von automatischer
Exkommunikation hier also nicht angebracht. formelle Mitwirkung bedeutet ein aktives mitwirken (z.B. durch
Ausstellung eines Beratungsscheines) Man kann Kardinal Schönborn höchstens ein passives „Mitwirken“
unterstellen, da er sich zu wenig entschieden gegen die Abtreibungsgesetze in Österreich wehrt.
#76 wolfgang e. 10:45:39 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
st. polterer hat offenbar noch immer nicht nachgelesen, was ich unten geschrieben habe… Ich bin nicht
dafür, KEINE Frau zu strafen. (Wo hätte ich das geschrieben?) Ich bin allerdings sehrwohl dafür, die
real existierende Not strafmildernd (bis zur Nichtbestrafung) zu berücksichtigen. Das ist allerdings
bei allen Verbrechen sowieso bis zu einem gewissen Grad Rechtsstandard. Erkundigen Sie sich doch einmal
bei HLI: In nicht wenigen Fällen ist die Schuld der Frau stark eingeschränkt. Nicht wenige junge Frauen
werden sogar von den eigenen Eltern zur Abtreibung geschleift. In so einem Fall sind de Eltern und die
Ärzte zu bestrafen. Die Frau ist meist schon durch das Post-Abortion-Syndrom bestraft genug. Wir Menschen
müssen die Abtreibung klar als Übel erkennen und benennen. Und wir müssen uns für eine Verbesserung
des Lebensschutzes auch vor dem Gesetz einsetzen. Auf lange Sicht ist auf jeden Fall die Straffreiheit
abzuschaffen. Kurzfristig ist momentan (wir leben in einer Demokratie mit all ihren Vor- und Nachteilen)
nur eine geringfügige „Verbesserung“ des Gesetzes vielleicht möglich. Daher ist es auch legitim, diese
jetzt mögliche Verbesserung einzufordern. Und es ist vielleicht nicht unklug, vor Journalisten das Endziel,
das momentan (noch) keinen gesellschaftlichen und politischen Konsens findet, nicht allzu deutlich anzusprechen.
Kardinal Schönborn hat sehr unklar gesprochen. Aber er hat weder die Fristenregelung befürwortet, noch
die Abtreibung akzeptiert.
#73 wolfgang e. 09:48:27 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
schade… dass St Polterer nicht gelesen hat, was ich weiter unten zur Bestrafung geschrieben habe. schade,
dass er nicht gemerkt hat, dass das mit dem vom zwobbel geschriebenen ziemlich übereinstimmt. schade,
dass ST Polterer nicht weiß, dass auch Bischof Laun nicht für eine Bestrafung der Frauen eintritt (sehrwohl
aber für eine Bestrafung der Ärzte.) schade, dass auch dem Polterer nicht auffällt, dass der Titel
und der Untertitel zu diesem Artikel grob unrichtige Unterstellungen aufwirft. Ich stimme zu, Kardinal
Schönborn hat sich wieder zu wenig konkret ausgedrückt. Dafür ist er zu kritisieren. Aber diese Überschrift
und diese Karikatur hat er nicht verdient! Kein vernünftiger Mensch ist für „die Bestrafung von Frauen
in Not“ (auch zwobbel offenbar nicht.) Dieser Passus ist genaugenommen eine Nicht-Antwort. Kardinal Schönborn
hat die Frage des Journalisten eben NICHT beantwortet, weder negativ, noch positiv. Dieser Satz: Wenn
schon die Abtreibung nicht unter Strafe gestellt ist – unter gewissen Bedingungen – dann sollte wenigstens
Klarheit herrschen, was in unserem Land tagtäglich geschieht in dieser Hinsicht. klingt keineswegs so,
als wäre Kardinal Schönborn mit der Fristenregelung einverstanden (darauf hat auch Turk hingewiesen)
Der Redakteur wirft dem Kardinal Feigheit vor, zu recht. Er unterstellt ihm aber zu unrecht, dass er die
Abtreibung akzeptiere. Hier auf Erden kann sich die Redaktion, ebenfalls feige, in der Anonymität verstecken,
nicht vor dem Ewigen Richter
#52 wolfgang e. 17:31:22 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Was er gesagt hat: „Wir plädieren nicht für das Bestrafen von Frauen in Not.“ Wo siehst du hier die
„Frist“? man könnte das Gesetz auch ganz anders gestalten: – Bestrafung dejenigen, die zur Abtreibung
raten oder drängen. – Bestrafung der Durchführenden (Arzt, Klinikpersonal, Krankenhausbetreiber,…)
– Bestrafung der Mütter unter starker Berücksichtigung der Not als mildernden Umstand (d.h., Bestrafung,
wenn keine Not, kein Zwang, etc. vorlag) In all diesen Fällen wird die „Frau in Not“ nicht bestraft.
Bevor das Gesetz dahingehend geändert werden kann, brauchen wir in der Bevölkerung und bei den Politikern
eine Bewusstseinsänderung. Dazu können auch die „flankierenden Maßnahmen“ (Statistik, Erforschung des
PAS) einen Beitrag leisten. Übrigens bräuchten wir auch für diese Maßnahmen eine Gesetzesänderung,
dann wäre das erste mal seit 35 Jahren die gesetzliche Regelung wenigstens einen kleinen Schritt verbessert.
Die SPÖ will in Österreich das Gegenteil: statt Straffreiheit sondern ein „Recht auf Abtreibung“ Im
Untertitel steht sogar, Schönborn „akzeptiere“ die Abtreibung… – wo steht das im Interview? Lest die
Meinung von „Turk“ zu diesem Thema. Sie stellten ihm eine Frage, um ihn eine Falle zu stellen. Hier auf
dem aalglatten Parkett des politischen Journalismus nicht auszurutschen ist nicht leicht. Hier ist Kardinal
Schönborn ein Stück zu sehr in Richtung „zu weich“ gerutscht. Als anonymer Redakteur hat man es leicht,
hier zu richten. Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
#49 wolfgang e. 17:01:59 | Dienstag, 5. Dezember 2006
„helfen statt strafen“ Die Realität in Österreich sieht so aus: „weder helfen, noch strafen“ Es gibt
in Österreich: – Keine Trennung zwischen „beratendem“ und abtreibenden Arzt. – Keine Frist zwischen „Beratung“
und Abtreibung. – nicht einmal eine Statistik – praktisch bis zur Geburt keinen Schutz des Ungeborenen
(bei „Behinderung“ oder ähnlichem) Es gibt nichts. Kardinal Schönborn fordert jetzt wenigstens das „helfen“
ein. – Durch Trennung von „Berater“ und Abtreiber (+ Bedenkfrist könnte man hier noch erwähnen) – Durch
Statistik (macht Motivforschung möglich) Wenn schon die Abtreibung nicht unter Strafe gestellt ist –
unter gewissen Bedingungen – dann sollte wenigstens Klarheit herrschen, was in unserem Land tagtäglich
geschieht in dieser Hinsicht. (Zitat Schönborn; so unklar ist das nicht!) Er erwähnt das Post-Abortion-Syndrom
(für Abtreibungsbefürworter ein Rotes Tuch) Richtig, er ist etwas zu „weich“ in der Aussage. Berechtigt
das zu diesem Artikel-Titel? Ich sage es nocheinmal: der Redaktör wird sich bei seinem persönlichen
Gericht wundern. Und nocheinmal: Die Journalisten haben ihre Hintergedanken, vor allem in den österreichischen
Medien (Salzburger Nachrichten, ORF) Es ist nicht immer klug, allen alles zu beantworten. auch Christus
selbst hat das nicht immer getan. Ob es Klugheit oder Feigheit war wage ich nicht zu beurteilen. Wenn
du es für zu feige hältst, dann sage es ihm. Verleumden und übel Nachreden ist nicht der Christliche
Weg
#43 wolfgang e. 16:14:26 | Dienstag, 5. Dezember 2006
maledicere benedicere = segnen maledicere = fluchen, schlecht sprechen maledictus = verflucht Maledicta =
die Verfluchte Ich habe keine Ahnung, welchen Reim ich mir darauf machen soll. Darum frage ich ja.
#41 wolfgang e. 16:00:42 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@ Pünktchen „Schönborn dagegen lechzt nach Beifall von falscher Seite, er versucht möglichem Ungemach
auszuweichen, vertritt eine weichgespülte Lehre … Und das alles, obwohl er zu solchen Kompromissen
nicht genötigt ist“ Dieser Kritik kann ich zum Teil zustimmen. Trotzdem wird Kardinal Schönborn im Titel
dieses Artikels nicht für Feigheit oder „weichgespülte Lehre“ kritisiert, sondern es wird ihm unterstellt,
– Er sage Ja zur Fristenregelung – Er akzeptiere die Abtreibung Diese Unterstellung wird durch den folgenden
Interviewausschnitt völlig widerlegt. Nein, Schönborn ist Bischof, und mir wäre auch lieber, er würde
etwas klarer sprechen (Wenn keine Journalisten zugegen sind, tut er es auch). Nenne es, wenn du willst,
Feigheit Nenne es Diplomatie Nenne es falsche Bescheidenheit. Mit all dem könnte ich leben. Aber die
falschen und ehrabschneiderischen Unterstellungen in diesem Titel werden dem „Redakteur“ vor dem Ewigen
Richter noch Probleme bereiten. Dass es von Seiten der (deutschsprachigen) Bischöfe sehr viele Versäumnisse
gab in den letzten 35 Jahren, ist ein anderen Thema. Kard. Schönborn spricht wenigstens über den Schutz
des Lebens. Und er stellt Forderungen, die als erster Schritt richtig sind. Viele andere Bischöfe sprechen
garnicht mehr davon. Wieso unterstellst du mir eigentlich, ich sei für die Fristenregelung sei, wenn
ich die „flankierenden Maßnahmen“ fürs erste für sinnvoll halte? Wir haben in Österreich sicher mehr
Abtreibungen als in Deutschland!
#38 wolfgang e. 15:22:10 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Oder Das: Evangelium Vitae 73: Ein besonderes Gewissensproblem könnte sich in den Fällen ergeben, in
denen sich eine parlamentarische Abstimmung als entscheidend dafür herausstellen würde, in Alternative
zu einem bereits geltenden oder zur Abstimmung gestellten ungleich freizügigeren Gesetz ein restriktiveres
Gesetz zu begünstigen, das heißt ein Gesetz, das die Anzahl der erlaubten Abtreibungen begrenzt. Solche
Fälle sind nicht selten. Man kann nämlich Folgendes feststellen: Während in manchen Teilen der Welt
die nicht selten von mächtigen internationalen Organisationen unterstützten Kampagnen für die Einführung
von Gesetzen zur Freigabe der Abtreibung weitergehen, werden dagegen in anderen Nationen – besonders in
jenen, die bereits die bittere Erfahrung mit derartigen freizügigen Gesetzen hinter sich haben – Anzeichen
eines Umdenkens sichtbar. In dem hypothetisch angenommenen Fall ist es einleuchtend, daß es einem Abgeordneten,
dessen persönlicher absoluter Widerstand gegen die Abtreibung klargestellt und allen bekannt wäre, dann,
wenn die Abwendung oder vollständige Aufhebung eines Abtreibungsgesetzes nicht möglich wäre, gestattet
sein könnte, Gesetzesvorschläge zu unterstützen, die die Schadensbegrenzung eines solchen Gesetzes
zum Ziel haben und die negativen Auswirkungen auf das Gebiet der Kultur und der öffentlichen Moral vermindern.
Auf diese Weise ist nämlich nicht eine unerlaubte Mitwirkung an einem ungerechten Gesetz gegeben; vielmehr
wird ein legitimer und gebührender Versuch unternommen, die ungerechten Aspekte zu begrenzen. www.vatican.va/…gelium-vitae_ge.html
#36 wolfgang e. 15:07:22 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Lest einmal das: In Kontinuität der beständigen Lehre der Kirche hat Johannes Paul II. mehrmals unterstrichen,
dass jene, die direkt in den gesetzgebenden Versammlungen tätig sind, die „klare Verpflichtung“ haben,
sich jedem Gesetz zu widersetzen, das ein Angriff auf das menschliche Leben ist. Für sie, wie für jeden
Katholiken, ist es nicht erlaubt, sich an einer Meinungskampagne für solche Gesetze zu beteiligen oder
sie mit der eigenen Stimme zu unterstützen[19]. Das hindert nicht daran – wie Johannes Paul II. in der
Enzyklika Evangelium vitae für den Fall lehrte, in dem eine vollständige Abwendung oder Aufhebung eines
bereits geltenden oder zur Abstimmung gestellten Abtreibungsgesetzes nicht möglich wäre –, „dass es
einem Abgeordneten, dessen persönlicher absoluter Widerstand gegen die Abtreibung klargestellt und allen
bekannt wäre, … gestattet sein könnte, Gesetzesvorschläge zu unterstützen, die die Schadensbegrenzung
eines solchen Gesetzes zum Ziel haben und die negativen Auswirkungen auf das Gebiet der Kultur und der
öffentlichen Moral vermindern“[20]. Fundstelle www.vatican.va/…124_politica_ge.html Ich gebe gerne
zu, dass ich mich manchmal unklar ausdrücke. Ist aber keine Absicht. (Daher gestehe ich auch anderen
zu, manchmal ungewollt unklar zu sein). Noch immer ist fast niemand darauf eingegengen, dass der Titel
ein Skandal ist! Hier wird etwas behauptet, was nicht stimmt. Und Benedicta: Wissen sie, was Anführungszeichen
in einem Zitat bedeuten?: Nur das zwischen den Anführungszeichen ist Originalzitat von Schönborn!
#29 wolfgang e. 14:13:00 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Maledicta Die Unklarheit besteht darin, dass „Zustimmen“ hier meinersets in zwei verschiedenen Bedeutungen
verwendet wurde. Natürlich darf ich auch dem kleineren Übel nicht „innerlich“ zustimmen. Ein Politiker
im Parlament darf aber sehr wohl dem geringeren Übel „äußerlich“ zustimmen (indem er seine Stimme abgibt),
hat aber sehrwohl die Verpflichtung, dazu zu sagen, dass er das nur tut, um das noch größere Übel zu
verhindern. Wenn eine völlige Stimmenthaltung genügt, hat er sich der Stimme zu enthalten. Wenn durch
Stimmenthaltung die Gefahr bestünde, dass das schlechtere Gesetz beschlossen wird, darf er seine Stimme
für das weniger schlechte abzugeben. Das ist keine „Zustimmung“ im eigentlichen Sinn. Das hat auch die
Kirche ausdrücklich festgestellt. Der Knackpunkt bei der Beratung in Deutschland war ein anderer: Hier
wurde aktiv am System mitgewirkt durch die Ausstellung des Scheins. In meinem Fall geht es um Verhinderung
(passiv) des größeren Übels. Pünktchen: Wir reden aneinander vorbei (Zeichenbeschränkung): Die (seit
35 Jahren) geforderten flankierenden Maßnahmen können nur ein erster Schrittsein hin zu endgültigen
Abschaffung der Fristenregelung. Wenn die weiteren Schritte dann nicht folgen, ist nur wenig geholfen.
Dass man aber nur helfen kann, wenn die Abtreibung straffrei bleibt, hat Kard. Schönborn nicht gesagt.
(Und: „Frauen nicht strafen“ schließt nicht auß, die Ärzte zu strafen!) Immer noch geht fast keiner
auf die Ungeheuerlichkeit des Titels ein!
#26 wolfgang e. 13:44:19 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@ zwobbel „Man darf nie der Ermordung unschuldiger wehrloser Kinder im Mutterleib zustimmen, bloß weil
es noch größere Übel gibt.“ Stimmt! Um Zustimmung zur Abtreibung geht es auch nicht. Kardinal Schönborn
hat auch nicht der Abtreibung zugestimmt, ich auch nicht. Man darf nicht einen Menschen aktiv umbringen,
um 10 andere zu retten. Anders schaut es allerdings aus, wenn du die Wahl hast, entweder einen Menschen
zu retten, oder zehn andere. Hier darfst du dich sehrwohl für die zehn entscheiden. Auf die Politik umgelegt:
wenn ein Abgeordneter die Wahl hat, zwischen einem Unrechts-Gesetz, dass das Leben der Ungeborenen nur
zum Teil schützt, und einem, das den Ungeborenen überhaupt nicht schützt, dann darf er dem ersteren
Gesetz zustimmen, wenn er damit (und nur so) das zweite verhindern kann. Das ist Lehre der Kirche. Ebenso
darf ein Bischof flankierende Maßnahmen fordern, um das Übel etwas zu verringern. Kardinal Schönborn
geht mit seine Forderung nach Verbesserung der Gesetze somit auch in die richtige Richtung. Es ist der
richtige erste Schritt (dem dann weitere folgen müssen, aber man muss nicht gleich alles verraten, schon
gar nicht gegenüber Journalisten, die die Wahrheit gar nicht hören wollen. – Pünktchen: so ein Interview
ist Politik, sonst nichts.) Den kreuz.nettern wäre die Holzhammermethode lieber. Ich bezweifle aber,
dass damit mehr erreicht würde. Mich wundert, dass turk so ziemlich der einzige ist, der die Ungeheuerlichkeit
des Titels dieses Artikels zugibt
#19 wolfgang e. 13:12:18 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Fortsetzung: Ja, es ist beides nötig: Laut schreien und im Stillen handeln. Wer laut schreit, nimmt sich
aber in vielen Fällen die Möglichkeit, im stillen zu handeln. Daher ist es oft besser, der eine schreit
laut, der andere hält sich bedeckt und handelt still. Nicht jeder muss alles tun! Wir dürfen und sollen
im Umgang mit der Welt auch eine bestimmte Schlauheit an den Tag legen. (Findet ihr auch in der Bibel!)
Weiterhin bleibt die Überschrift dieses Artikels der eigentliche ungeheuerliche Skandal, für den sich
die Redaktion vor dem Ewigen Richter wird verantworten müssen. Schönborn hat mit keinem Wort die Abtreibung
„akzeptiert. Man kann Kardinal Schönborn vieles vorwerfen, wenn mann will, z.B. zu viel Diplomatie, zu
wenig klares Sprechen, vielleicht Feigheit (doch wer bin ich, um hier zu urteilen?) Aber die Behauptung,
er „akzeptiere“ die Abtreibung, ist ungeheuerlich, das wird vielleicht sogar Pünktchen zugeben. @Maledicta:
„Wisst ihr nicht, dass ein Christ dem kleineren Übel (Abtreibung straffrei, aber Gegenmaßnahmen) zustimmen
darf, um ein noch größeres Übel (die jetzige Abreibungssituation ohne Maßnahmen) abzuwehren?“ Nein,
das ist nicht Lehmann-Logik, das ist Lehre der Kirche. (Vor allem und ausdrücklich im Bezug auf die Haltung
eines Katholiken zur Abtreibungsgesetzgebung: Wenn man ein schlimmeres Übel verhindern kann, indem man
einem geringeren zustimmt, so ist das erlaubt. Weiterhin muss natürlich darauf hingewiesen werden, das
auch das geringere Übel ein Übel ist.) Warum nennst Du dich eigentlich „Die Verfluchte“?
#15 wolfgang e. 12:50:42 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Immer schnell ein Bibilzitat parat! Kann ich auch: Wie war das, als Paulus, vor Gericht gestellt, sagte:
„Ich stehe hier wegen der Auferstehung der Toten“? – War das nicht ein schlauer Schachzug, um seine Ankläger
zu entzweien? Und hat nicht Christus selbst immer wieder auf verschiedene Fragen nicht geantwortet, oder
ausweichend geantwortet, oder mit einer Gegenfrage geantwortet? Christus wusste genau, dass die Fragesteller
nur versuchten, ihm eine Falle zu stellen! Wie sehr hätten sich die Journalisten im wohl gefreut, wenn
Kardinal Schönborn dezitiert geantwortet hätte: „Die Fristenregelung ist sofort abzuschaffen“? Was wäre
passiert? Die Medien wären über ihn hergefallen, samt den „Grünen“ den „Roten“, den Frauenpolitikerinnen,
die ÖVP hätte sich distanziert, Die Leienamtskatholiken hätten sich „betroffen“ gezeigt, „Wir sind
Kirche“ hätte von „Drohbotschaft gesprochen, jeder bestehende Kontakt zu Politikern wäre sofort auf
Eis gelegt. – Wie vielen Ungeborenen wäre damit geholfen worden? Weißt du das, Pünktchen? Mir ist die
klare Linie von Bischof Laun auch lieber, natürlich, aber Bischof Laun hat genau deswegen in der Politik
nichts zu melden. (Leider, ich wünschte es wäre anders.) Soll Kardinal Schönborn die wenigen Möglichkeiten,
die er hat, zumindest ein paar Verbesserungen zu erwirken, durch eine unbedachte Äußerung vor Leuten,
die die Wahrheit gar nicht hören wollen, aufs Spiel setzen? – Gäbe es dann weniger Abtreibungen? – Wer
wagt, das zu beurteilen? Ja, Pünktchen, es ist beides not wendig. Wer
#7 wolfgang e. 11:59:49 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Pius XII hat außerordentlich viel für die Juden getan, in Wort und Tat, so viel, dass der damalige Oberrabbiner
von Rom aufgrund dieses Beispiels Katholik wurde und den bürgerlichen Namen des Papstes als Taufnamen
annahm: Eugen Zolli! Als aber nach dem deutlichen Hirtenwort der holländischen Bischöfe 1942 alle bis
dahin verschonten katholischen Juden in Holland sofort abgehohlt und vernichtet wurden, verbrannte Pius
XII die bereits vorbereitete Enzyclika zum Nationalsotialismus und zog es vor, von nun an nur noch durch
die Tat zu helfen, da er fürchtete, durch Worte mehr Menschen in Gefahr zu bringen, als ihnen zu nutzen.
Vorgeworfen wurde ihm das erst viele Jahre später. Falsch war es aus damaliger Sicht wohl kaum. Es gibt
verschiedene Möglichkeiten, sich gegen ein Unrecht zu wehren: Laut aufschreien und darauf hinweisen (Bischof
Laun), oder versuchen, im Stillen etwas zu ändern. Welche Form die bessere (erfolgreichere) ist, weiß
man meistens erst im nachhinein. Es ist daher gut, wenn beides von verschiedenen Bischöfen probiert wird.
Die „flankierenden Maßnahmen“ haben momentan als ersten Schritt mehr Aussicht auf Erfolg. Die völlige
Abschaffung der Fristenregelung hat momentan gar keine Aussicht auf Erfolg. Was sollen wir hier als Christen
tun? – Die Entscheidung ist nicht leicht! (Ich weiß, wovon ich spreche, ich war jahrelang im Lebensschutz
tätig, und weiß daher auch ein bisschen, das Kardinal Schönborn viel im Stillen versucht hat.) Tatsache
bleibt, dass der Titel eine ungeheure Unterstellung ist!
#3 wolfgang e. 11:24:52 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Aha, jetzt richtet sich der Fokus wieder auf Kardinal Schönborn: „Der Erzbischof von Wien hat in einem
Skandal-Interview vor dem ‘Österreichischen Rundfunk’ die Kinderabtreibung akzeptiert.“ Diese Aussage
in der kreuz.net-Überschrift ist schlicht und einfach falsch und findet sich so nicht im geringsten im
Interview-Ausschnitt. Mit keinem Wort hat der Kardinal die Abtreibung „akzeptiert“, ganz im Gegenteil!
Will man an der Abtreibungsgesetzgebung in Österreich etwas ändern, wären tatsächlich die erwähnten
„flankierenden Maßnahmen“ ein guter erster Schritt. Als zweites brauchen wir eine Bewusstseinsänderung,
zu der die flankierenden Maßnahmen auch einen Beitrag leisten können. Dann erst kann und muss man auch
über eine tiefgreifende Gesetzesändeung zum Schutz der Ungeborenen nachdenken. Kardinal Schönborn ist
Realist genug, um zu wissen, das momentan in Österreich auf direktem Weg in Punkto Abtreibung politisch
nichts zu erreichen ist. Die ahnungslos-dummen kreuz.netter machen ihm nun daraus einen schwerwiegenden
Vorwurf. Nun ja, sie werden sich dafür auch vor dem Ewigen Richter verantworten müssen. Das einzige,
was an Vorwurf an den Kardinal bei näherem Hinsehen übrig bleibt, ist, dass er die Dinge vielleicht
ein wenig zu sehr durch die Blume sagt. Sonst ist alles, was er hier sagt zu unterstreichen. Wisst ihr
nicht, dass ein Christ dem kleineren Übel (Abtreibung straffrei, aber Gegenmaßnahmen) zustimmen darf,
um ein noch größeres Übel (die jetzige Abreibungssituation ohne Maßnahmen) abzuwehren?
#7 wolfgang e. 10:52:27 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@ Stimme der Vernunft Danke für das Verständnis! Bin zwar nicht immer ihrer Meinung, aber für heute
haben sie jetzt schon den Preis für den Kommentar des Tages verdient. :(3 :(3 :(3
#6 wolfgang e. 10:48:28 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@ wickerl „ein türkischer Redakteuer schrieb an viel beachteter Stelle in der Türkei, dass wenn der
Papstbesuch noch 2 Tage länger gedauert hätte der Papst Moslem geworden wäre.“ „Allen bin ich alles
geworden, um zumindest einige zu retten…“ Wer das wohl geschrieben hat, wohl ein ziemlicher Herätiker,
oder?
#13 wolfgang e. 14:00:48 | Donnerstag, 30. November 2006
Vorsicht! laikos ist ein KGB-Agent! (So dumm könnte nicht einmal ein „Ultra-Hardcore-Traditionalist“
argumentieren. Sein Ziel ist es offensichtlich, jede Art von Traditionstreue durch absurde Überzeichnung
lächerlich zu machen.)
#2 wolfgang e. 10:59:10 | Donnerstag, 30. November 2006
Die Zelebration am Hochaltar ist in Wien überhaupt keine Seltenheit. In der Karlskirche wurde der provisorische
Volksaltar mit Zustimmung von Kardinal Schönborn schon vor 3 oder 4 Jahren entfernt, seither werden alle
Messen am Hochaltar gefeiert. Auch die Malteserkirche besitzt keinen Volksaltar. In der Annakirche hingegen
wurde erst vor etwa 3 Jahren ein Volksaltar fix eingebaut (leider etwas unglücklich, da eigentlich viel
zu wenig Platz). Die Umgehensweise damit ist in Wien eher unaufgeregt, und der Brief der Dechanten eher
als ungewöhnliche Aufregung zu werten, die kaum eine Meldung wert ist. Kardinal Schönborn weiß, das
die Pfarre St. Rochus aufgrund ihrer guten Arbeit eine ungeheure Bedeutung für die Stadt hat (wieviele
Pfarren haben denn schon 140 Ministranten und jährlich 80 – 120 Firmkandidaten, sodass es 2 Firmtermine
geben muss?). Er wird der Rochuskirche daher kaum die Zelebration am Hochaltar verbieten, zumal die Pfarrgemeinde
diese Entscheidung auch mitträgt.
#16 wolfgang e. 19:31:15 | Dienstag, 28. November 2006
@ Breze Ich weiß, ich weiß. Das Problem hier ist, dass alle hier übertreiben und überziehen, um sich
dann umso mehr aufregen zu können (Dass man sich dann über die eigene Interpretation aufregt, und nicht
über das tatsächlich gesagte, wird geflissentlich übersehen). Insoferne ist die Einforderung von Genauigkeit
hier nötig.
#14 wolfgang e. 19:20:11 | Dienstag, 28. November 2006
Ich würde bitte, genau zu lesen: Es ist nicht vom selben Gott die Rede (Breze) auch nicht, dass wir „einen
Glauben teilen“ (Suplicius, ich weiß, die Tagesschhau titelt so, der Papst hat das aber nicht so gesagt.)
Das sowohl Christen als auch Muslime an „den einen Gott“ glauben, stimmt. Ob der „eine Gott“, den die
Muslime verehren, eine irrige Vorstellung „unseres“ Gottes ist, oder ob sie einen „falschen“ (in Wirklichkeit
nicht existenten) Gott verehren ist eher eine Geschmacksfrage. Da die Muslime sich auch auf den „Gott
Abrahams“ beziehen, tendiere ich eher zu ersterer Version: Die Muslime meinen den einzig wahren Gott,
haben aber ein falsches Bild von ihm, während wir ein richtiges, wenn auch unvolkommenes Bild von Gott
haben. Insoferne kann man dem, was der Papst hier gesagt hat, durchaus zustimmen, ohne deswegen ein Ketzer
zu sein.
#127 wolfgang e. 18:52:03 | Montag, 27. November 2006
Lustig „Recherche“ bei kreuz.net? kreuz.net übernimmt unkritisch, was sie von ihren Informanten zu
hören bekommen, oder was sie irgendwo im www finden (oft mit 6 – 10 Monaten Verspätung) Mit etwas Glück
ist da auch manchmal was wahres dabei. „Bericht-Erstattung“? Bericht gibt es auf kreuz.net überhaupt
nicht, hier gibt es nur Kommentare. „seriös“ ? hat noch jemand einen guten Witz? Im Ernst gesprochen:
kreuz.net nutzt berechtigte Empörungen aus, um diejenigen Katholiken, die ihren Glauben ernsst nehmen,
zu entzweien. Dem „Durcheinanderwerfer“ (dia-bolos) wird damit wohl ein größerer Dienst erwiesen als
der Kirche. kath.net hat seine Einseitigkeiten, aber man weiß genau, von wem diese Einseitigkeiten kommen
und kann sich darauf einstellen. Bei kreuz.net weiß man garnichts. Und worauf kreuz.net hinaus will,
außer auf Spaltung ist schleierhaft. Maledicta, Sie haben selbst gesagt, die Kirchenpolitik gefärdet
Ihren Glauben. Ist das nicht ein deutlicher Hinweis, dass diese Art der Umgehensweise hier uns nicht weiter
bringt?
#69 wolfgang e. 01:56:40 | Sonntag, 26. November 2006
liebe Arwen, ihr ceterum censeo (Im übrigen frage ich mich, welche Informationspolitik kath.net betreibt,
wenn ie heutigen mehr als 200 Demonstranten vor dem Dom bislang zensuriert werden.) können Sie wieder
einstellen: Wie auch schon bei der 1. Demonstration wird auch jetzt bei der 2. Demonstration in Fulda
bei kath.net links unter der Rubrik „anderswo“ auf den Demonstrationsbericht in Osthessen-News verlinkt.
Ich hätte mir auf kath.net auch etwas mehr gewünscht, aber verschwiegen wird es nicht. Warum auf kath.net
nicht mehr kommt? Ich vermute einmal, „Gandalf“ ist beleidigt und möchte daher zum jetzigen Hauptthema
von kreuz.net nichts eigenes bringen. Kann ich ihm irgendwie auch nicht verübeln…
#123 wolfgang e. 01:31:32 | Sonntag, 26. November 2006
heute ausnahnsweise Lob… Nach den Schlammschlachten der Letzten Tage zu diesem Thema hier auf kath.net
(sowohl in den Artikeln, als auch in den Lesermeinungen) ist dieser Artikel wohltuhend sachlich, und auch
die Lesermeinungs-Diskussion von hohem Niveau. Es geht also doch auch anders. Wir könnten uns alle auch
ein Beispiel an den Demonstranten aus den betroffenen Gemeinden nehmen: Keine bösen Worte (obwohl sie
mehr als verständlich wären) – so kann man auch die Sympathie der Medien gewinnen und straft die Rede
von der „angstmachenden Theologie“ Lüge. Die Kommunionmappe ist sehr schön, ich hätte davor keine Angst.
Und wer schon einmal versucht hat, 8-jährigen etwas beizubringen, wird erstaunt feststellen, wieviel
diese Kinder bereits sehrwohl begreifen können. Übrigens: ein großer Unterschied zum Fall Röschitz
ist auch, dass die betroffenen Priester NICHT mitdemonstrieren und wohl auch dem Bischof folge leisten
werden, wenn er sie entlässt. Den drei Patres wünsche ich weiteres segensreiches Wirken.
#23 wolfgang e. 00:15:02 | Samstag, 25. November 2006
Lieber Gotthard „wer sollen denn diese ominösen „kirchlichen Kreise“ sein ?“ kreuz.net leidet inzwischen
an Größenwahn und hält sich selbst für die Kirche.
#37 wolfgang e. 23:57:31 | Freitag, 24. November 2006
Warscheinlich stammen die eMails von kreuz.net selbst damit hier nicht die Themen ausgehen… Nach kreuz.net-Logik
müssen ja eMails die eine Sache ablehnen von Befürwortern dieser Sache kommen…
#42 wolfgang e. 14:41:11 | Freitag, 24. November 2006
liebe Maledicta (=die Fluchende?) ich bin eigentlich immer mehr angeekelt von dem, was hier läuft. kreuz.net
trägt lediglich zur Spaltung derer bei, die ihren Glauben ernst nehmen wollen. kreuz.net macht auch aus
berechtigten Anliegen widerliche Hetzen. kreuz.net hat schon mehr Leute vom Glauben abgebracht als zum
Glauben hingeführt. kreuz.net schert sich nicht darum, ob irgendwelche Anschuldigungen belegt werden
können. Das Gerücht hat auf kreuz.net einen größeren Stellenwert als belegte Tasachen. Ich kann dir
verraten: Ich bin überhaupt kein Medugorie-Anhänger, und schon gar nicht ein „Gandalf“-Jünger. Und
in dieser Kausa hier gehört meine Sympathie der SJM und nicht dem Bischof Algemissen. Aber die Art und
Weise, wie hir damit umgegengen wird: Zum kotzen!
#23 wolfgang e. 13:23:57 | Freitag, 24. November 2006
@ Benedikt: Retourkutsche? Genaugenommen ist der Artikel schlicht und einfach eine Sauerei. Wenn es hier
um „Rache“ (Retourkutsche) ginge, wäre hier nicht einmal das alttestamentarische „Aug um Aug, Zahn um
Zahn“ gewahrt. „Gandalf“ macht irgendwo in einem Diskussionsforum eine Andeutung, ohne irgendeinen konkreten
Namen zu nennen (mag sein, dass der Dunstkreis von kreuz.net gemeint war, gesagt het er es nicht). kreuz.net
verdächtigt als Retourkutsche direkt in einem Artikel namentlich kath.net, die eMails verschickt zu haben.
Die Heftigkeit der Reaktion ließe vielleicht darauf schließen, dass kreuz.net tatsächlich hinter den
eMails steckt. Man muss sich doch das Thema warmhalten…
#5 wolfgang e. 11:32:22 | Freitag, 24. November 2006
@ simon Also, ich glaube eher, kreuz.net wird in Wirklichkeit vom wiedererstarktem KGB im direkten Auftrag
von Vladimir Putin betrieben. Ganz im Stiele der großen Desinformations-Kampagnen des Kalten Krieges
wird hier gezielt versucht, die letzten Bastionen glaubenstreuer Katholiken tiefgreifend durch gezielte
Aufhetzung zu spalten, um das Abendland endgültig zu vernichten. Auffallend oft wird daher auch die Politik
der USA heftigst kritisiert, während man über Russland gar nichts höhrt. Besonders Intensiv sind hier
natürlich tatsächliche katholische Nachrichtenportale zu bekämpfen, sie sind ja der Hauptfeind einer
gezielten Glaubens-Desinformation. Die Methoden sind folgende: gezieltes Streuen von Gerüchten (aus gewöhnlich
gut informierten Quellen, nämlich dem KGB selbst), Vermengung von wahren Fakten mit Fiktion, konsequente
Vermengung von Nachricht und Kommentar, sodass nicht mehr durchschaubar ist, wo die Nachricht endet und
der Kommentar beginnt, konsequente Übertreibungen, Ausnutzen von berechtigter Empörung,… Auch die
Poster im Forum sind gezielt von KGB-Leuten durchsetzt, anders wäre ja das „spontane“ Mit-Geheule zu
jedem Artikel kaum zu erklären. Seht euch also vor, der KGB ist mitten unter uns!!!
#7 wolfgang e. 09:27:18 | Freitag, 24. November 2006
Insiderinformation? Ohne jetzt irgendwie für Bischof Algermissen Partei zu zu ergreifen (meine Sympathie
in der Sache gehört eher der SJM, da ich aber nicht alle Sachverhalte kenne, ist das meine Privatmeinung
und kein Urteil), muss ich doch diese Frage stellen: Wenn jemand eMails verschickt, in denen Bischof Algermissen
zum Rücktritt aufgefordert wird, müsste da nicht jeder zuerst denken, der Absender sei ein Gegner des
Bischofs? Was hat das mit Insiderinformation zu tun? Ist es denn so unwahrscheinlich, dass es unter den
inzwischen zahlreichen „Gegnern“ des Bischofs auch irgendjemand unklugen gibt? Jemand, der recht hat,
muss deswegen noch lange nicht klug handeln. Abgesehen davon wird „Gandalf“ auch nur dort zitiert, wo
es kreuz.net in den Kram passt. Dass „Gandalf“ die Erklärung der Dechantenkonferenz auch für ziemlich
läcerlich hielt, wurde hier wohl überlesen. Das selektive Zitieren hat auf dieser Seite leider Methode.
Dieses ständige „Wir sind besser als kath.net“ wirkt schön langsam eher lächerlich. Hat hier jemand
Minderwertigkeitskomplexe?
#7 wolfgang e. 10:00:24 | Donnerstag, 23. November 2006
umstritten? Vielleicht hat es die Redaktion nicht gemerkt, aber HW. Anton Leichtfried ist offenbar nicht
einmal unter den kreuz.net-Lesern sonderlich umstritten: von den 72 Lesermeinungen www.kreuz.net/…ticle.4242-page.html
zum vorigen Leichtfried-Artikel sind nur 2 auf sehr unbestimmte Art negativ: Maledicta fürchtet (warum?),
Leichtfried könnte gute Priester aus der Diozöse werfen, Alleluia stellt nur fest, dass Dr. Pytlik sich
jetzt wohl ärgert (warum?), da er nicht selbst Weihbischof geworden sei. Dass Pater Udo Herrn Leichtfried
vorsichtig lobt, kann wohl auch als Vereinnahmungsversuch gewertet werden. Umstritten ist Hw Leichtfried
offenbar einzig und alleine bei einem Teil der kreuz.net-Redaktion, frei nach dem Motto: „kann denn nach
Krenn etwas Gutes kommen?“ Und Herrn Hw Leichtfried das leere Seminar anzulasten ist doch wohl eher ein
Witz. Vielleicht könnte man jetzt sagen: das Lob kommt von der falschen Seite, aber wenigstens die Kritik
von der richtigen, oder?
#52 wolfgang e. 19:08:54 | Mittwoch, 22. November 2006
@ Sirilo Die Antwort auf a), b), c): Nein, heißt es nicht. Nachzulesen in der Enzyklika des auf kreuz.net
vielfach geschmähten Papstes Paul VI: „Humanae Vita“ (1968) Auf Deutsch hier zu finden: www.stjosef.at
www.stjosef.at/ –> auf „Kirchliche Dokumente“ klicken –> „Weitere Päpste“ –> oder (nicht auf Deutsch)
auf der Vatikan-Hompage www.vatican.va/…clicals/index_ge.htm Eine relatv kurze und leicht lesbare Enzyklika.
@ Hans Urs Punkt 3: Genau darum wird es sich wohl handeln. Damit stellt das Ganze natürlich genau betrachtet
gar keine Sensation dar, weil genau das sowieso schon Lehre der Kirche war.
#39 wolfgang e. 15:49:25 | Dienstag, 21. November 2006
Echt gut… @ obiger Artikel Hw. Anton Leichtfried ist also schuld, dass das St. Pöltner Priesterseminar
auf einmal so leer ist? @ Alleluja Hw. Dr. Pytlik hat also Bischof Krenn gestürzt? Hat
noch jemand einen guten Witz?
#56 wolfgang e. 13:14:32 | Sonntag, 19. November 2006
Nunja, lieber Lord Werther, sehr genau haben Sie die Bibel offenbar nicht gelesen: 1. Das bedeutet wohl,
dass ein schlechter Vater nicht Priester werden darf, keineswegs, dass ein unverheirateter nicht Priester
werden darf (Paulus z.B. war unverheiratet, das schreibt er sogar selbst –> nachlesen) 2. Die Ehemoral
hat sich im AT erst nach und nach entwickelt. Zur Zeit Christi war aber die Vielehe so gut wie verschwunden.
Übrigens spricht schon Gen., 2. Kapitel von einem Mann und einer Frau als Wesen der Ehe. In Levitikus
sind noch einige Gesetze enthalten, die der Hartherzigkeit der Menschen Rechnung tragen. (Siehe auch die
Worte Christi über die Ehescheidung. –> nachlesen!) 3. Laut Paulus sollen die Frauen in der Kirche schweigen.
Das heißt nicht, dass generell sie nicht lehren dürfen. (In der Familie ist ja die Mutter selbstverständlich
erste Lehrerin) –> nachlesen! 4. Die Gebote des AT (v.a. die 10 Gebote) gelten natürlich auch für die
Christen heute, und auch für alle Menschen! Das Mosaische Gesetz jedoch, das ein Bestandteil des Alten
Bundes ist, und nur den äußeren Vollzug der Gebote betrifft, gilt in dieser Form für die Christen nicht
mehr (siehe v.a. Apostelgeschichte und Paulusbriefe, aber auch Aussagen von Christus über die jüdische
Gesetzestreue seiner Zeit. –> nachlesen!) Viele Grüße, Wolfgang
#30 wolfgang e. 13:47:52 | Freitag, 17. November 2006
Lieber Lord Werther „Heißt es ich kann Gott weniger dienen, wenn ich ein Familienvater bin, wie er es
eigentlich ausdrücklich wünschte?“ Nein, es heißt, dass Du Gott auf eine andere Weise dienst. Für
einen Familienvater, wie Du und ich es sind, ist die eigene Ehefrau der persönliche Weg zu Gott. Hingeben
sollen wir uns aber ebenso, wie die Priester. Wir sind zu derselben Heiligkeit berufen. Wenn ich etwas
über das Wesen der Liebe erfahren möchte, frage ich übrigens durchaus gute Priester, da sie zu Gott
(= Liebe) einen unmittelbaren Zugang haben. Wenn ich wissen möchte, wie diese Liebe konkret in Ehe und
Familie verwirklicht werden soll, berate ich mich auch mit meinen verheirateten Freunden. Dafür ist es
aber nicht notwendig, dass diese auch Priester sind. Abgesehen davon kann jemend, der in eine Sache nicht
direkt involviert ist, oft einen objektiveren Rat geben, daher würde ich auch als Verheirateter den Rat
eines Zölibatären bezüglich Ehe und Familie nicht verachten.
#22 wolfgang e. 11:25:23 | Freitag, 17. November 2006
Lieber Lord Werther Du hast völlig Recht: Die VERNEINUNG der eigenen Sexualität wäre tatsächlich ein
„Verbrechen“ wider die eigene Natur, und würde tatsächlich auch zu Neurosen führen. Die Sexualität
ist immerhin ein wichtiger Bestandteil der eigenen Person. Und wenn ich mich selbst lieben (das heißt:
annehmen) soll, kann ich nicht einen Teil von mir verneinen. Der Zölibat muss daher, um zu gelingen,
als absolute BEJAHUNG der eigenen Sexualität gelebt werden, bei gleichzeitigem Verzicht. Verzicht ist
nicht Verneinung. Der Verzicht auf etwas sehr Gutes weist gerade bei den Priestern auf ein noch höheres
Gut hin, nämlich die Liebe zu Gott, die dann auch zu einer Vertiefung der Liebe zu den Menschen führt.
Der Priester soll sich ganz hinschenken an Gott und an die Menschen, und zwar auf eine unmittelbare Weise.
Dafür ist es auch sinnvoll, dass er keine irdische Bindung eingeht. Wer das nicht versteht, sollte nicht
Priester werden. Die Eheleute sollen sich ganz hinschenken an Gott und an die Menschen, auf eine mittelbare
Weise: Durch die Ganzhingabe an den Ehepartner, der dadurch auch zum Weg zu Gott wird. Wer das nicht versteht,
sollte nicht heiraten. Beides sind Wege, auch die eigene Sexualität zu leben.
#23 wolfgang e. 23:37:53 | Donnerstag, 9. November 2006
Jürg Guttenberger Sie irren sich gewaltig, wenn Sie glauben, das Kardinal Schönborn in Wien irgendwie
auf der selben Linie liegt, wie der Bischof von Fulda. Man kann ihm vorwerfen, dass er zu sehr Diplomat
ist, und daher manchmal auch in Interviews zu schnell einen Rückzieher macht. Vielleicht fehlt es ihm
an Mut. Man kann ihm aber sicher nicht vorwerfen, dass er Gutes zu behindern sucht. Es stimmt, er hat
sich auf etwas unglückliche Art von einer einzigen Aktion von „Jugend für das Leben“ distanziert. Er
hat sich aber auch mehrfach persöhnlich bei „Jugend für das Leben“ dafür entschuldigt. Ich war auch
selbst dabei. Und er hat „Jugend für das Leben“ auch schon mehrfach auf verschiedene Arten unterstützt
und tut es auch weiterhin. Das wirkliche Leben besteht eben aus mehr Dingen, als man in den Medien erfahren
kann. Und in vielen Fällen ist das auch ganz gut so.
#13 wolfgang e. 22:44:54 | Samstag, 21. Oktober 2006
Caroline von Monaco ist wohl ein sehr schlechtes Beispiel. Immerhin hat die Anullierung bei ihr 12 Jahre
gebraucht. Bei den meisten weniger prominenten Anullierungen ging das doch schneller. Offenbahr wurde
ihr gerade wegen ihrer Prominenz von Seiten der Kirche mehr Widerstand geleistet als all den anderen unprominenten
Anullierungsfällen, obwohl die Nichtigkeit ihrer ersten „Ehe“ doch recht deutlich war.
#8 wolfgang e. 14:00:16 | Mittwoch, 20. September 2006
@ deusexmachina „Religion ganz abschaffen wäre ein echter Beitrag zum Weltfrieden…“ …das haben schon
viele behauptet, um dann in atheistischen Zwangsregimen noch mehr terror zu vrbreiten. Eher müsste man
den Menschen abschaffen, um Frieden zu gewinnen.
#21 wolfgang e. 19:11:07 | Donnerstag, 24. August 2006
@ Athanasius Ihre Geschichte (Messbuch im Mülleimer) klingt ziemlich eigenartig, und für Josemaria Escrivá
auch ziemlich untypisch. Wo haben sie die her? Klingt eher nach Gerüchteküche.
#4 wolfgang e. 12:28:11 | Freitag, 18. August 2006
Sehr ähnliche Phenomäne gab es seit 450 Jahren in den spanischen Kolonien Amerikas zu beobachten (War
wohl auch eine Folge des Konzils (von Tient)???). Reste solcher Religions- und Rietenvermischungen gibt
es immer noch, vor allem im stark indianisch geprägten Guatemala.
#48 wolfgang e. 17:18:07 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Lieber 23er Hansl Warst du schon am Fleischmarkt? Ich habe überhaupt nichts geschlossen, außer, dass
die behaupteten Pöbeleinen in der jetzigen Konstellation nicht möglich sind und die Behauptungen daher
falsch ist. Der Wachmann steht übrigens dort, seit es in Wien ein Wegweiserecht gibt. Davor war die Situation
genau gleich, nur ohne Wachmann. Auch da konnte ich keine Pöbeleien, Beschimpfungen, etz. beobachten
(Vielleicht machen die das immer nur, wenn ich gerade nicht vorbeigehe). Wenn ich Schlüsse ziehen soll,
würde ich sagen: 1. Abtreibung wirft offenbar genug Geld ab, um sich auch noch einen Sicherheitsmann
zu leisten. 2. Die Klinikbetreiber fürchten Geschäftseinbußen durch die Gehsteigberatung und wollen
mit dem Sicherheitsmann die Beratungstätigkeit zurückdrängen. 3. Durch die Berichterstattung über
die angeblich so agressiven Abtreibungsgegner werden potentielle Kundinnen vom Klinikbesuch abgehalten
(der Schuss ging wohl nach hinten los). Nun soll der Sicherheitsmann vor der Türe wieder ein größeres
Sicherheitsgefühl vermitteln. Übrigens macht der Sicherheitsmann den Eindruck, dass ihm ziemlich fad
ist vor der Türe. Es gibt offenbar nicht viel für ihn zu tun.
#42 wolfgang e. 14:51:50 | Donnerstag, 27. Juli 2006
angeblich werden diese Frauen nämlich in Wien: „angepöbelt, gerempelt und besabbert“ Da ich in Wien
im 1. Bezirk arbeite, komme ich etwa 2-5x wöchentlich am Fleischmarkt vorbei. Die Situation dort sieht
so aus: Rechts vom Eingang steht ein Beamter eines privaten Sicherheitsteams, offanbar von der Klinik
engagiert. Links vom Eingang steht eine Dame mit einem Plakat und einem Rosenkranz. Etwas weiter weg steht
ein zweiter Lebensschützer. Ich habe bisher noch nie irgendeine Pöbelei gesehen, geschweige denn eine
Rempelung oder Besabberung. Das wäre wohl auch kaum möglich, der Sicherheitsbeamte würde das wohl sofort
melden, was wohl zu einer sofortigen Wegweisung der Lebensschützer führen würde. Dass die Lebensschützer
trotz Wegweiserecht und trotz ständiger Beobachtung unbehelligt täglich vor der Klinik stehen spricht
dafür, dass die Pöbel-Behauptungen gar nicht stimmen können. Die Behaupter der Pöbeleien waren entweder
noch nie am Fleischmarkt und schreiben nur aus Pamphleten der „Sozialistischen Linkspartei“ ab, oder sie
schreiben bewusst falsches. Jeder der will, kann ja selbst zum Fleischmarkt kommen und sich überzeugen.
#11 wolfgang e. 14:39:10 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Tja, so ist das heute. „mongoloid“ darf man natürlich nicht mehr sagen, das ist diskriminierend. Aber
jemanden mit „Down-Syndrom“ kurz vor der Geburt umbringen ist ganz ok. Wenigstens unsere Sprache ist sauber.
ddl, du bist doch ein denkender Mensch (ich glaube nicht an „böse Absichten“ deinerseits, wie andere
Schreiberlinge hier des öfteren Vermuten). Denke auch hier ein bisschen mehr in die Tiefe. Bitte.
#8 wolfgang e. 14:26:10 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Bitte nicht Gleichsetzen mit Vergleichen gleichsetzen! Ich setzte nicht gleich, ich entdecke Ähnlichkeiten,
die man vergleichen kann. Vergleichen heißt: Sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede erkennen. Wird
denn die Hilflosentötung zu etwas besserem, wenn sie nicht das gleiche wie der Holocaust ist? Sollen
wir die Hilflosentötung deswegen wieder einführen? Soll ich die Tötung eines Behinderten etwa gutheißen,
weil es knapp vor und nicht knapp nach der Geburt geschah? Es ist nicht das gleiche. Aber wo, bitte, ist
hier der esenzielle Unterschied?
#3 wolfgang e. 14:05:28 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Tatsächlich Schande Schande für unsere Wohlstandsgesellschaft, die für Menschen, die der Norm nicht
entsprechen, keinen Platz hat. Meine Tante war mongoloid. Sie wurde Anfang 1945 geboren. Der Arzt und
meine Großeltern riskierten für dieses Kind ihr Leben, da sie die „lebensunwürdige Fehlbildung“ nicht
meldeten. Eine Meldung hätte meiner Tante sofort das Leben gekostet. Ich finde hier den Vergleich absolut
angebracht. Tut mir leid, ich kann nicht anders.
Lieber Hódmezövásárhelykutasipuszta In welcher Welt leben sie eigentlich? Da wird ein Vortrag von
anarchistischen Radikalen schwerst behindert (inklusive Diebstahl des Mikrophons, gepfeife, geprülle
und physischer Bedrohung), sodass die Polizei für die Sicherheit der Vortragsveranstalter garantieren
muss, und dann sind die Vortragsveranstalter extrem gefährlich, radikal und gewaltbereit? Man hatte wohl
eher den umgekehrten Eindruck. Es mag schon irgendwo auch gewaltbereite Abtreibungsgegner geben. In Wien
ist mir aber noch keiner begegnet.
#39 wolfgang e. 09:41:21 | Dienstag, 13. Juni 2006
@ Hódmezövásárhelykutasipuszta Ihre pluraler Religionstheologie nimmt im Grunde genommen keine einzige
Religion ernst. Wenn jede Religion nur ein beliebiger Heilsweg wäre, wäre es ja völlig belanglos, welche
Religion man wählt, damit wären jede Religion belanglos. Gott kann jeder/jedem das Heil schenken, dem/der
er/sie möchte. Er/Sie ist doch ein Gott aller Menschen Stimmt. Und Er will auch nicht, das irgendjemand
verlohrengeht. Darum hat er die Kirche gestiftet als Weg zu Ihm. Ich nehme an, dass Gott auch für diejenigen,
die unschuldigerweise nicht zur Kirche finden, eine Möglichkeit zum Heil weiß, auch wenn wir nicht genau
wisen, wie sie funktioniert. Lieber DDL! Bei vielen Menschen kommt ein Augenblick, an dem sie merken,
das ihre momentane Lebensführung nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmt. Es gibt beeindruckende
Menschen, die dann ihre Überzeugungen überprüfen, und sich, bei positivem Ergebnis der Prüfung, bemühen,
ihr Leben wieder an ihren Überzeugungen auszurichten. In der Kirche werden sie „Heilige“ genannt. Es
gibt viele andere, die dann ihre Überzeugung einfach ohne viel Nachdenken über Bord werfen. Bei diesen
kann man aber nicht sagen, das sie ihre Überzeugungen unschuldig verloren haben.
Es gibt bei der Sünde zwei Seiten: eine objektive (von außen) und eine subjektive (von innen). Objektiv
gesehen ist Ehebruch eine Todsünde, d.h. etwas schwerwiegendes und in sich schlechtes, egal ob derjenige,
der Ehebruch begeht, weiß, dass es sich um etwas schlechtes handelt. Subjektiv begeht der Ehebrecher
tatsächlich nur dann eine Todsünde, wenn er: – weiß, dass es eine schwere Sünde ist, – sie absichtlich
und ohne Zwang begeht. Andernfalls ist die Schuld gemildert oder aufgehoben. Da eine Sünde aber tatsächlich
etwas in sich Schlechtes ist, ist die Kirche verpflichtet, darauf hinzuweisen und die Menschen endsprechend
zu unterrichten, andernfalls fällt die Schuld auf sie zurück.
Sie sind ein Wortverdreher. Wo, bitte, hab ich etwas von „beliebiger“ Veränderung geschrieben. Das ist
genau ihre subjektivistische Vorgangsweise: Sie unterstellen eine Aussage, die der andere nie getätigt
hat, und schreien dann: Häresie! Göttliches Recht kann die Kirche nicht ändern, wo kämen wir sonst
hin. Sind sie eigentlich Teil des Magisteriums, dass sie urteilen können, wie die Lehre der Kirche genau
auszulegen ist, was zum göttlichen Recht gehört und was nicht? Abgesehen davon bin ich ein ganz gewöhnliche
Katholik, und als solcher nicht verpflichtet, den Codex auswendig zu können. Das ist Aufgabe der Theologen,
Bischöfe, des Papstes… Es ist also auch nicht meine Aufgabe, zu wissen, unter welchen Umständen ein
Papst kein Papst wäre. Mag ja alles gerne stimmen, was sie da über das Kirchenrecht sagen, nur: solange
der Ernstfall (Ein Häretiker als Papst) nicht tatsächlich eintritt, ist das für mich schlicht und einfach
nicht relevent. Wo bleibt ihre Antwort? Weisen sie endlich glaubwürdig (nicht subjektiv verdreht) nach,
dass DEUS CARTIAS EST häretisch ist.
Auch ihre Antwort ist keine Antwort. Gott hat die Kirche als Fels in der Brandung gestiftet. Dieser Fels
ist aber unmittelnbar mit dem Petrusamt verbunden. Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde
ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen Das habe nicht ich
so hintereinandergeschrieben. Ohne Papst keine Kirche. Wenn sie mir also wirklich beweisen könnten (Konjunktiv),
dass es seit 50 Jahren keinen Papst mehr gibt, dann gibt es auch seit 50 Jahren keine Kirche mehr. Wenn
es keine Kirche mehr gibt, dann war alles Lug und Betrug, dann hatt es die Kirche auch nie gegeben, denn
wieso sollte Gott es zulassen, dass es die Kirche nicht mehr gibt, wenn er versprochen hat, dass sie niemals
untergeht. Insoferne stimme ich ihnen gerne zu: ja, der Hl. Geist kann natürlich auch über die Bullen
und Codices wirken (und er tut es auch). Nur interressiert mich die Codexbeweisführung wirklich erst
dann, wenn sie mir vorher die Grundlage, also die tatsächliche Häresie des jetzigen Papstes beweisen.
Übrigens hat die Kirche nicht nur Binde- sondern auch Lösegewalt, sie kann daher die kirchlichen Rechtsätze
und Codices auch ändern. Kirchenrecht ist nicht Lehre.
Jahrhundertelang hat der Hl. Geist als eigentlicher Führer der Kirche dafür gesorgt, dass kein Papst
Häretiker war, lange vor der Einführung besagter Codices und Codexkommentare. Natürlich kann die Kirche
auch zusätzlich gesetzliche Vorkehrungen treffen, dass ein Häretiker nicht Papst werden kann. Das halte
ich aber gegenüber der ersten Feststellung für sekunder. So, und jetzt belegen sie bitte, wo der Papst
Gott für veränderlich hält bzw. behauptet, er bräuchte die Welt um vollkonmmen zu sein.
Keine so leichte Frage. Natürlich führt uns Gott in unserem Leben, oft auf eine Weise, die wir nicht
wahrnehmen (oder erst Jahre später bemerken). Ich glaube, man kann das so sehen: Gott hat uns sehrwohl
zusammengeführt, ohne uns aber in irgendeiner Form zu zwingen. Die Entscheidung füreinander lag also
bei uns. Die Entscheidung wurde aber vor Gottes Angesicht getroffen. Und dann ist Gott Zeuge dieser Entscheidung
und Bundesstifter. Wir sind also im Eheversprechen nicht nur durch unsere Entscheidung, sondern auch durch
Gott verbunden. Natürlich können auch wir die Zukunft nicht vorraussehen. Aber wir haben vor, zu dieser
Entscheidung zu stehen. Das geht nur, wenn man, auch mit Gottes Hilfe, jede Eigennützigkeit besiegt und
den Anderen wirklich um seinetwillen liebt (und nicht für meinen Vorteil). Es geht hier also auch um
Liebe zur ganzen Person des anderen, und dazu gehört nicht nur die Gegenwart der anderen Person, sondern
auch seine Vergangenheit und seine Zukunft. Und außerdem gehören zur anderen Person nicht nur die positiven
Eigenschaften, sondern auch alle Fehler, die man jetzt schon kennt, und die man noch entdecken wird. Wir
haben uns hier auf ein großes Abenteuer eingelassen, ich weiß, aber ich glaube, es lohnt sich.
Das ist einzig und allein ihr Trugschluss und ihre subjektive Deutung. Der Papst schreibt, dass Gott die
Welt liebt, im Gegensatz zur aristothelischen Lehre, dass zwar die Welt die Göttliche Macht lieben muss,
die Göttliche Macht in ihrer Erhabenheit aber nicht lieben kann. Sie schließen jetzt daraus, dass, wenn
Gott die Welt liebt, er der Welt bedarf. Das wäre natürlich Häresie, steht aber in der Enzyclika nirgends
drinnen, wie gesagt, nur in ihrer Phantasie.
@ DDL Bräutigam: Maria, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau. Ich verspreche dir die
Treue in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich
lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Braut: Wolfgang, vor Gottes Angesicht
nehme ich dich an als meinen Mann. Ich verspreche dir die Treue in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit
und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens
Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen
Geistes. Amen. Es handelt sich also, wie man im Eheversprechen sieht, um einen Bund zwischen Mann und
Frau vor Gottes angesicht, es ist also ein Zusammenwirken des gottgegebenen freien Willens der Brautleute
und dem Zusammenführen durch Gott: Gott hat zusammengeführt, wir haben dazu bedingungslos „ja“ gesagt.
Passt das in etwa als Erklährung?
@ Murx Den Häretikerpapst gibt es nur in ihrer regen Phantasie. In ihrer ganzen Argumentationskette sind
sie bis jetzt den Beweis einer Häresie von Josef Ratzinger / Benedikt XVI schuldig geblieben. Alles was
sie anbieten können sind selbst zurechtgezimmerte Nebelkerzen. Man braucht z.B nur einmal „Deus Caritas
Est“ zu lesen, um die Absurdität ihrer Thesen zu erkennen. Ihre ganzen Codex- und Kommentarbeweise (eigentlich
auch immer nur die selben) können sie sich also sparen, die nutzen garnichts, wenn sie nicht vorher den
Papst der Häresie überführen.
Ach lieber Herr Murx… … immer dieselbe Leier. Benedikt XVI verwendet das Wort „Eros“ sehr bildhaft
und vorsichtig (Zitat: Der eine Gott, dem Israel glaubt, liebt selbst. Seine Liebe ist noch dazu eine
wählende Liebe: Aus allen Völkern wählt er Israel und liebt es – freilich mit dem Ziel, gerade so die
ganze Menschheit zu heilen. Er liebt, und diese seine Liebe kann man durchaus als Eros bezeichnen, der
freilich zugleich ganz Agape ist.) und bezieht sich dabei noch dazu auf Pseudo Dionysius Areopagit, der
in seinem Werk Über die göttlichen Namen, IV, 12-14: PG 3, 709-713 Gott zugleich Eros und Agape nennt.
Ist der Areopagit jetzt auch ein Herätiker, ist das Hohelied der Liebe herätisch, sind die Propheten,
die die Liebe Gottes zu den Menschen mit bräutlicher Liebe vergleichen herätisch? Weisst du denn nicht,
dass man mit unserer menschlichen Begrenztheit über Gott nur analoge Aussagen treffen kann, also Vergleiche,
die prinzipiell immer auch hinken. An keiner Stelle von Benedikt XVIs Enzyklika ist irgendetwas von einer
Veränderlichkeit Gottes herauszulesen. Wie krankhaft müssen ihre Vorurteile eigentlich sein? Sie haben
eine Unmenge unnützes Wissen angehäuft, können den Codex samt allen Verästelungen der Kommentare auswendig,
an Verständnis und Weisheit mangelt es aber sehr.
Übrigens gibt es den Spitalstourismus… …ja auch in umgekehrter Richtung: Viele ältere Niederländer
ziehen es bereits vor, in einem deutschen Spital behandelt zu werden, man weiß ja nie… Die Spirale
der Kultur des Todes sieht in Europa so aus: – Abtreibung verboten aber straffrei – Recht auf Abtreibung
(inklusive Bezahlung durch Krankenkassa) – „therapeutisches“ Klonen und Experimente an Embrionen („verbrauchende
Embrionenforschung“) – Euthanasie auf Wunsch bei kranken, alten Menschen – Euthanasie generell bei alten
Menschen (ausdrücklicher Wunsch steht nur bei 20% fest) – Euthanasie bei jungen, kranken Menschen – Euthanasie
an behinderten Neugeborenen bis hierher schon in einigen Staaten der EU realisiert. Welcher Schritt folgt
als nächstes? Wann ist auch mein Leben nicht mehr schützenswert? Als vernünftiger Mensch muss ich sagen:
Wehret den Anfängen.
#42 wolfgang e. 17:40:26 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@ meinen Namensvetter Ja, aus Dir spricht die Lutherische „Tradition“: Ablehnung all dessen, was das Wesen
der Kirche ausmacht. Genau wie du wollte auch Luther eben keine Kirche, keinen Papst, keine Bischofe,
keine Ämter. Daher kann die katholische Kirche die evangelischen Gemeinschaften auch nicht als Kirche
anerkennen, sehrwohl aber annerkennt die katholische Kirche die Protestanten als Christen. Die katholische
Kirche teilt also in der Beurteilung des Protestantismus die Auffassung Luthers, denn Luther wollte keine
Kirche. Diejenigen protestantischen Amtsträger, die jetzt die Bezeichnug „Kirche“ für sich reklamieren
wollen, haben wohl Luther nicht ganz verstanden.
#39 wolfgang e. 17:24:50 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@ sani & Frl Ilse Ich muss sie hier ein bisschen enttäuschen: Die Ausführungen von centesimus annus
stehen auf sehr wackeligen Füßen, denn es gibt wesentlich mehr Stellen im NT, in denen klar wird, dass
Petrus von Christus tatsächlich eine Vorrangstellung innerhalb der Apostelschaar erhalten hat, keineswegs
nur in MT 16,18f. Alle anderen Stellen wurden von c.a. schlichtweg unterschlagen (finden sich in allen
Evangelien und auch in der Apostelgeschichte, ich empfehle aufmerksame Lektüre.) Auch die Tatsache, dass
Petrus besonders oft und besonders hart gerügt wird, spricht wohl eher für als gegen eine Sonderstellung.
Einfach irgendwelche Stellen für ungültig erklären, ist eine recht einfache Methode, nur das zu sehen,
was man sehen will, mit Wissenschaftlichkeit hat das nichts zu tun. Bei c.a. habe ich nun die Wahl zwischen
zwei Meinungen: Entweder ist sie tatsächlich „TheologIn“, dann weiß sie auch, dass sie einiges unterschlagen
hat und ist daher unredlich, oder sie weiß nicht, das ihr einiges entgangen ist, dann ist sie aber nicht
TheologIn, sondern HochstaplerIn. Bei Leuten, die sich so viel auf ihr „Wissen“ einbilden und ständig
ihren akademischen Abschluss als Argument gebrauchen (ich weiß dass, ich habe immerhin studiert) sollte
man sowieso etwas vorsichtig sein. Ich habe auch studiert, und weiß daher, dass auch „Studierte“ nur
mit Wasser kochen.
#32 wolfgang e. 13:07:41 | Donnerstag, 1. Juni 2006
centesimus versus centesimus Liebster centesimus: Vorgestern schrieben sie doch noch folgendes: „Aber
als studierter Bibelwissenschaftler (echt!) musste ich darauf hinweisen, dass es nicht legitim ist, die
Bibel als Steinbruch zu benutzen und einfach Sätze aus dem Kontext zu reißen, um sie zur Untermauerung
der eigenen Position zu missbrauchen. Wie schon gesagt, ich habe die Ironie hinter Ihrem Posting erkannt,
konnte mir einen solchen Kommentar aus wissenschaftlicher Redlichkeit aber trotzdem nicht verkneifen.“
Bedenken sie, das alles, wes sie geschrieben haben, gegen sie verwendet werden kann…
#29 wolfgang e. 12:50:35 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Oh, der Herr hat studiert… …das ist dann natürlich was ganz anderes. !:) o^/ Dann muss ich mich vor
der geballten Ladung Wissen natürlich geschlagen geben… ?:)
#25 wolfgang e. 12:10:55 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Wissensseifenblase Willkürlich einige Bibelzitate zusammentragen, ein bisschen heruminterpretieren, natürlich
behaupten, dieser oder jener Text, der einem nicht passt, sei nicht original oder so (2000 Jahre später
wissen wir natürlich darüber viel besser bescheid), viele andere Textstellen schweigend übergehen (Sagt
Jesus bei Joh. nicht auch dreimal ausdrücklich zu Petrus: „Weide meine Schafe“, bevor ihm gesagt wird,
dass ihn die Zukunft des Johannes nichts angeht?)… Wie leicht ist es doch, willkürlich ganau das herauszulesen,
was einem in den Kram passt. Doch selbst wenn man 50 Bibelzitate anführen kann, es ist nur eine Seifenblase,
bei genauerem Nachschauen zum Platzen verurteilt. „centesimus annus“, ich bin über so viel Aufgeblaseheit
doch erstaunt.
#11 wolfgang e. 10:25:10 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@ Wolfgang K. Hi Namensvetter! Du schreibst: „Die sogenannten Nachfolger hatten mit ihrer fragwürdigen
Moral nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Petrus zu tun. Eine solche gottlose Lebensweise kann sich
nicht auf Petrus berufen. Außerdem war das Lotterleben der Geistlichkeit am Ende der Neuzeit mit ein
Auslöser für die Reformation. Die Kirche war nicht fähig Buße zu tun und zu den Ursprüngen zurückzukehren,
im 15. Jahrhundert scheiterten drei Reformkonzilien…“ Genau dieser Gedankengang führte Martin Luther
dazu, nicht nur das Papsttum, sondern auch die Kirche als solche abzulehenen. Luther wollte nicht eine
neue Kirche gründen, sondern er wollte ein Christentum ohne Kirche, ein Christentum, in dem Jeder Christ
selbst die Bibel interpretieren soll ohne „Anweisung“ von oben (daher „sola scriptura“). Der Protestantismus
ist daher ein Versuch, totalen Subjektivismus mit Christentum zu vereinigen, daher ist logischerweise
der Protestantismus in tausende Grüppchen zersplittert. Wenn daher heute evangelische Amtsträger unbedingt
darauf bestehen, dass die evangelische Konfession eine der katholischen Kirche gleichwertige Kirche ist,
empfinde ich das eher als Verrat an Luther Idee. „Dominus Jesus“ wird daher mit der Bezeichnung „kirchliche
Gemeinschaft“ der ursprünglichen Idee Luthers eher gerecht.
@ Athanasius Wenn man sich das Postig von MK28 hier anschaut, bekommt man eher den Eindruck, dass einige
FSSPX-Anhänger tatsächlich der Meinung sind: „Außerhalb der FSSPX kein Heil“ Mag sein, dass das nicht
die Meinung der FSSPX ist, aber wenn es wirklich gelingen sollte, dass die Anführer der FSSPX zur vollen
Einheit mit dem Papst und der Kirche zurückkehren (was offenbar recht unwahrscheinlich ist, aber mit
Gebet gelingen kann), werden einige ihrer Anhänger diesen Schritt wohl kaum mitvollziehen. Insoferne
finde ich Benedikts Posting weder unsinnig noch blöd, zumindest nicht als Antwort auf MK28
Ja, der Schmerz ist ein Skandalon, aber er ist Bestandteil unserer Religion, denn wir glauben an einen
Gott, der sich aus Liebe zu den Menschen herabließ, selbst Mensch zu werden, und durch freiwilliges Leiden
am Kreuz die Menschen zu erlösen. Schmerz ist im Christentum kein Selbstzweck. Vor der Erlösung war
der Schmerz bitter, denn er war eine Konsequenz der Entfernung der Menschen von Gott durch die Sünde
und konnte daher von den Menschen nur als Strafe verstanden werden. Erst durch die Erlösung ist der Schmerz
nun gesegnet, nicht um des Schmerzes willen, sondern, weil durch die Erlösungstat Christi, der Schmerz
zum Instrument der Erlösung geworden ist. Das Christentum ist daher die einzige Religion der Welt, die
auf die Frage nach dem Sinn des Leides eine positive Antwort geben kann. Viele große Heilige haben daher
ihr Leiden im Lichte dieses Glaubens als Teilhabe am Erlösungswerk Christi erkannt, und sind daher nicht
am Leid verzweifelt. Einige wenige Heilige haben darüber hinaus auch freiwillige leibliche Bußübungen
auf sich genommen (St. Franziskus, Thomas Morus, Theresa v. Avila, Johannes von Kreuz, der Pfarrer von
Ars), andere haben von Christus selbst die Wundmale empfangen und damit auch sichtbar an Christi leiden
Anteil gehabt (z.B. St. Franziskus). Diese Bußübungen oder auch die Stigmata sind, wie Gotthard richtig
bemerkt, Sonderfälle. Für den „normalen“ Christen empfiehlt sich: Lächeln, auch wenn der Andere mühsam
ist; Geduld, auch wenn der Tag mühsam war;…
Auch mir wäre es natürlich lieber, man hätte an den Texten nicht herumgepfuscht. Das „inseperabile“
ist dabe ein kleineres Problem als das „viele“. Dennoch ist das „viele“ in den Übersetzungen von den
rechtmäßigen Autoritäten der Kirche genehmigt worden, und somit gültiger Ritus. Inwieweit hier Worte
des Herrn verändert wurden, ist eine Streitfrage, immerhin gibt es in der Bibel vier verschiedene Versionen
der Wandlungsworte, und die Wandlungsworte in der römischen Messe (sowohl vor, als auch nach dem Konzil)
stimmen mit keiner biblischen Version 100prozentig überein. „Für Alle“ ist zudem nicht häretisch, da
Christus tatsächlich sein Blut für alle vergießen wollte. Dass das nicht allen zu Gute kommt, ist Schuld
der Menschen, nicht Wille Christi. Zu Untersuchen wäre noch, welche genaue Bedeutung das Wort „viele“
in den diversen Sprachen hat. Auf Deutsch heißt es eindeutig „viele, aber auf keinen Fall alle“. In anderen
Sprachen kann es auch bedeuten „eine große Menge, vielleicht sogar alle“.
K. Murx „Und es ist natürlich Materie und Form „recte et rite“ gemeint, im Ritus den die Kirche vorschreibt.“
Bis dahin sind wir uns einig. Allerdings ist auch die NOM ein von der Kirche vorgeschriebener Ritus, daher
verstehe ich nicht ganz, warum er, obwohl von der Kirche als Ritus vorgeschrieben, nicht gültig sein
soll. Das ebenfalls von der Kirche erlaubte „viele“ in den Übersetzungen wird für eine Ungültigkeit
wohl nicht ausreichen.
Ein interessantes Zitat von Karl Murks: „…wenn einer im Rahmen einer christlich-religiösen Handlung
Materie und Form setzt, dann geht die Kirche auch davon aus, daß die Intention vorliegt. Steht das so
in Apostolicae Curae, ja oder nein? The Church does not judge about the mind and intention, in so far
as it is something by its nature internal;but in so far as it is manifested externally she is bound to
judge concerning it. A person who has correctly and seriously used the requisite matter and form to effect
and confer a sacrament is presumed for that very reason to have intended to do (intendisse) what the Church
does.“ Alle diejenigen, die die Gültigkeit mancher Messe wegen des vermuteten Mangels an Intention des
Priesters anzweifelten, können also wieder beruhigt schlafen. Die Kirche geht prinzipiell von der richtigen
Intention aus, wenn ein Priester in richtiger Weise (Wandlungsworte) und mit der richtigen Materie (Brot
und Wein) handelt. Noch mehr sind wir aber aufgefordert, uns gegen Liturgiemissbräuche zu wehren, eben
weil wir eher davon ausgehen müssen, dass die Messe gültig ist.
@Malachias und Karl Murx Die Frage nach der Kompetenz stammte nicht von mir. Tatsächlich können sich
aber auch kompetente Menschen im Irrtum befinden. Ich halte z.B. den Sedisvakantismus für einen großen
Irrtum, und auch ihre Postings hier konnten mich nicht vom Gegenteil überzeugen. Ihr werdet dafür meine
Überzeugung für einen Irrtum halten. Darf ich etwas vorschlagen? Ich bete für Eure Bekehrung, und ihr
für meine. Mit der Gnade Gottes besteht dann eine gewisse Chance, dass derjenige von uns, der sich irrt,
zur Wahrheit zurückfindet…
In sehr vielen Büchern steht auch viel unwahres, unbewiesen behauptetes, bewusst gelogenes, verdächtigtes,
unsinniges, paranoides usw. drinnen. Ihr Verlag ist offenbar Sprachrohr einer weiteren sedisvakantischen
Splittergruppe, die, wie alle anderen auch, der Meinung ist, als einzige den wahren katholischen Glauben
bewahrt zu haben. Ähnliche Gruppierungen gab es in der Kirchengeschichte schon viele. Der Teufel ist
eine Realität, die Freimaurer sind eine Realität. Aber hinter allem und jedem Satan und seine Machenschaften
zu sehen, erinnert mich ein bisschen an Verfolgungswahn. „Beten, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen
lassen“, hat dazu einmal ein großer Heiliger gesagt, (obwohl ihm von manchen Freimaurern tatsächlich
sogar Mörder geschickt wurden). Wie wär’s mit etwas mehr Gelassenheit? Wenn Christus für uns ist, wer
ist dann gegen uns?
Meine Herrn! Die Diskussion hier wird immer absurder. Verkauft doch bitte nicht jede Wahnvorstellung als
gesicherte Realität. O:O o^/ !:) ?:) :)3 :(3 Wir Katholiken sollten eigentlich andere
Aufgaben haben, als jeden unter Verdacht zu stellen.
Lieber Rocky Auch wenn die ganze Angelegenheit für das Bistum ziemlich peinlich ist und eine riesengroße
Sauerei darstellt, ist eine Exkommunikation hier dennoch nicht umbedingt anzunehmen. Der CIC bezieht sich
auf eine direkte Mitwirkung an einer Abtreibung (was bei Arzt oder Geldgeber ja der Fall ist), und nicht
auf eine indirekte über mehrere Ecken, wie in diesem Fall.
Brandenburgis und Athanasius So einen hahnebüchenen Unsinn glaubt ihr ja wohl selber nicht: Kardinal
Ratzinger soll, natürlich mit Wissen von Johannen Paul II, ein absichtlich gefälschtes drittes Geheimnis
von Fatima veröffentlicht haben, weil im Original drinnen stehen soll, dass der Papst ein Herätiker
ist, und um das abzusichern hat er dann von der damals noch lebenden Seherein Schwester Lucia eine Erklärung
abgepresst (oder die Erklärung gleich mitgefälscht?), dass das, was er veröffentlicht hat, das authentische
dritte Geheimniss ist. Soviel Schwachsinn findet man nicht einmal bei Dan Brown. Wollt ihr nicht gemeinsam
ein Buch schreiben? Einen Titel wüsste ich schon: „The Fatima Code“.
De Fidele: Annakirche Die Bänke wurden nicht herausgerissen, der neue Volksaltar ist allerdings irgendwie
unpassend, sowohl in der Form, als auch in der Platzierung, habe schon wesentlich bessere Lösungen für
einen Volksaltar in einer Barockkirche gesehen. Zum Beten ist die Kirche immer noch gut geeignet: Es gibt
keine Touristen, und das Allerheiligste ist ständig ausgesetzt. Vor einigen Jahren war die Annakirche
eine sehr gute Beichtkirche. Die ständigen Beichtzeiten gibt es zwar noch, aber die seelsorgliche Qualität
hat leider seit dem Generationswechsel nachgelassen. Die Entfernung des provis. Volksaltares in der Karlskirche
geschah übrigens mit ausdrücklicher Genehmigung unseres Erzbischofs Kardinal Schönborn.
#14 wolfgang e. 15:15:28 | Donnerstag, 4. Mai 2006
@ Elendster Sünder Das ist falsch: Tatsächlich sieht es so aus: Ein Priester der FSSPX spendet die Sakramente
zwar unerlaubt, aber dennoch gültig. Ein Problem gibt es nur bei der Beichte: Can. 966, §1: Zur gültigen
Absolution von Sünden ist erforderlich, daß der Spender außer der Weihegewalt die Befugnis besitzt,
sie gegenüber den Gläubigen, denen er die Absolution erteilt, auszuüben. Da die Priester der FSSPX
nicht ordnungsgemäß inkardiniert sind, ist die Beichte bei ihnen als ungültig anzusehen, außer natürlich
in Notfällen.
#10 wolfgang e. 20:42:35 | Freitag, 21. April 2006
lieber Navon Sie sind schon ein bisschen naiv: „Wenn wir heute noch unter solchen Zuständen leben müßten,
wären Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Analphabet, Leibeigener und bettelarm. Sie dürften von Sonnenauf-
bis Sonnenuntergang schuften und ihre Kinder auch. Ohne soziale Absicherung und nennenswerte medizinische
Versorgung.“ Unter genau diesen Zuständen leben heute drei Viertel der Weltbevölkerung. Wo sehen Sie
also im Vergleich zu früher nennenswerte Fortschritte? Und heute sind es vor allem kirchliche Organisationen,
die versuchen, an der Situation etwas zu ändern.
#14 wolfgang e. 14:43:35 | Dienstag, 11. April 2006
lieber Hrodgar Ich glaube, du hast mich hier nicht ganz verstanden (es ist auch schwer, komplexere Fragen
in der verlangten Kürze zu beantworten.) Das „nicht“ sollte sich bei mir v.a. auf „Verdammt“ beziehen.
Ich glaube nicht, dass Gott Judas „benutzt“ hat, weil er sowieso wusste, dass er ein Verräter ist. Ich
glaube vielmehr, das Christus sich intensiv bemüht hat, Judas von seinem Verrat abzubringen, und dass
er bereit war, Judas zu verzeihen. Ich glaube auch nicht, dass Gott irgendjemanden verdammen möchte.
Niemand ist zur Verdammung erschaffen (das wäre sonst tatsächlich ein grausamer Gott). Gott zwingt aber
auch niemanden zur Glückseligkeit, die darin besteht, am göttlichen Leben teilzunehmen. Daher können
wir Menschen unsere Freiheit auch dazu missbrauchen, uns von Gott abzuwenden. Gott wird alles versuchen,
um uns zu retten, aber uns nicht zwingen, zu ihm zu kommen. Die Verdammten sind daher Menschen, die tragischerweise
nicht zu Gott wollten, und deren Willen von Gott gegen seinen eigenen Willen respektiert wurde. War das
jetzt klarer? – Ich glaube übrigens nicht, dass du hier etwas böses willst (wenn du bei mir das Gefühl
hattest, bitte ich um Verzeihung). Vieles von dem, was du schreibst hat durchaus seine Berechtigung, in
anderen Punkten irrst du dich. Habe leider oft keine Zeit, gleich zu antworten…
#1 wolfgang e. 12:19:25 | Dienstag, 11. April 2006
Unverstand Offenbar hat die kreuz.net Redaktion weder Kardinal Schönborn noch P. George Coyne verstanden.
Auch Kardinal Schönborn sieht keinen prinzipiellen Widerspruch zwischen Evolutionstheorie und Schöpfung.
Kardinal Schönborn wehrt sich nur dagegen, aus der Evolutionstheorie abzuleiten, dass die Welt nicht
von Gott erschaffen wurde. Dieser Schluss wäre tatsächlich absolut unwissenschaftlich, da die Naturwissenschaft
gar nicht nach Gott fragt, und daher über Gott auch nichts aussagen kann. Die Evolutionstheorie kann
den Atheismus nicht begründen. Wenn man das versucht, macht man die Theorie zur Ideologie. Überhaupt
wäre es auch falsch zu sagen: Der Urknall ist der Schöpfungsakt. Die Schöpfung ist kein lange zurückliegendes
Ereignis (Sieben Tage oder Urknall), sondern ein ständiger Vorgang: Die gesamte Schöpfung erhält ihr
Sein ständig von Gott, sie würde sonst nicht existieren. Insoferne ist es für das Christentum belanglos,
wie der Anfang aussah, und ob die Lebewesen evolutiv entstanden, oder dierekt geschaffen wurden. Die menschliche
Seele, die Freiheit, die Vernunft sind sowieso nicht aus der Evolutionstheorie erklärbar.
@ Hrodgar: großer Irrtum Gott hat nicht Judas wissentlich verdammt. Gott ist der Herr der Geschichte,
der alles auch im voraus weiß, der aber dennoch den Menschen mit Freiheit ausgestattet hat. Der Mensch,
auch Judas, entscheidet sich frei für das Gute oder das Böse. Und selbst wenn Gott vorher weiß, wie
die Entscheidung ausfallen wird, heißt das nicht, dass Gott ein Marionettenspieler ist, der Judas für
irgendetwas „benutzt“ hat. (Wenn sie sehen, dass ein Mann von einem Turm springt, und vorauswissen, dass
er sterben wird, wenn er unten ankommt, heißt das ja auch nicht, dass sie Schuld sind an seinem Tod.
sie haben es nur vorausgewusst.) Das Problem des Judas ist auch nicht so sehr die Schwere seiner Schuld,
sondern, dass er an der Schuld verzweifelt ist und nicht mehr auf Vergebung gehofft hat. Gott hätte ihm
verziehen, wenn er bereut hätte. Auch dem Petrus wurde ja die dreimalige Verleumdung verziehen, weil
er bereut hat. Der Verrat des Judas ist für die Erlösung nicht notwendig. Die Hohenpriester hätte wohl
auch eine andere Möglichkeit finden können, Jesus gefangenzunehemen. Auswahl der Bücher: Bestandteil
des Neuen Testaments sind Bücher, die mit Sicherheit vor 100 n.Ch. entstanden sind, (dafür gibt es viele
Belege von Autoren um 100 n.Ch., die die Bücher erwähnen, und einige Textfragmente aus dem 1. Jh.).
Alle ausgeschiedenen Bücher sind jüngeren Datums, wurden aber nicht verboten, sondern erfreuten sich
teilweise großer Beliebtheit (siehe z.B. Ochs und Esel in der Krippe.)
lieber Hrodgar Wieso soll jetzt deine Deutung die richtige sein? Auf welches Fundament stützt sich deine
Deutung? Sind deine Deutungen nicht viel verdrehter, als die der Kirche? Glaubst du wirklich, als Nicht-(mehr)-Christ
die Bibel besser zu verstehen als die Kirche? Nehmen wir einmal an, Christus ist wirklich Gott, der die
Menschennatur angenommen hat (Emmanuel = Gott mit uns). Gott macht sich also (nach unserem Glauben) die
Mühe, Mensch zu werden, sich in die Gewalt der Menschen zu begeben, zu leiden, zu sterben, und das alles
nur aus Liebe zu uns. Um uns zu erlösen, um uns zu heilen, um uns zu lehren, um uns ein Beispiel zu geben,
um uns zu Verstehen zu geben, was die Gebote Gottes wirklich bedeuten: dass das Hauptgebot die Liebe ist.
Und das ganze geschieht irgendwo in der Provinz, ganz unbeobachtet von den „wichtigen“ Geschichtsträgern,
in einer Zeit ohne Massenmedien. Verzeih mir, das kann man nicht glauben, ohne an die Kirche zu glauben.
Sollte sich Gott wirklich diese Mühe geben, damit danach alles wieder vergessen wird? Ergäbe das einen
Sinn? Gott vertraut uns Menschen, trotz unserer Schwachheit, viel an, er will nicht als „Deus ex Machina“
gewaltsam auftreten, lieber behutsam und unbemerkt einen Anstoß geben, und dann die Menschen selbst eine
wichtige Rolle spielen lassen, unterstützt durch seine Gnade.
In diesem Fall, weil Hrodgar behauptet hat, dass verschiedenes an der Kirche unbiblisch sei. Wenn man
aber in der Bibel nachliest, wird mann merken, dass die Kirche sehr biblisch ist.
lieber Hrodgar Deine „Kenntnisse“ über die Anfänge des Christintums sind reine Vermutungen. Die kirchliche
Lehre hat ein wesentlich gesicheteres Fundament als du glaubst. Die Monogamie hatte sich zur Zeit Christi
auch in Israel längst durchgesetzt. Warum sollten die ersten Christen auf einmal Polygam gelebt haben?
Es gibt dafür nicht den geringsten Beleg, nur Legenden aus viel späterer Zeit (Dan Browns Geschichten
sind ganz jungen Ursprungs, großteils aus dem 20. Jh.). Kaum ein Wort Christi gilt als so sicher, wie
die Verwerfung der Scheidung, und Christus selbst begründet das mit Genesis, 1.+2. Kapitel. Auch du wirst
zugeben müssen, dass die 10 Gebote viel grundlegender sind, als die Reinheits- und Speisevorschriften.
Diese Vorschriften waren Teil des Alten Bundes, und waren äußerliche Zeichen, die eigentlich auf die
notwendige innere Reinheit hindeuten sollten. Allzu oft wurden sie nur äußerlich vollzogen, was von
den Propheten und auch von Christus heftig kritisiert wurde. Im Neuen Bund ist nur der äußerliche (sekundäre)
Vollzug der Reinheitsvorschriften aufgehoben, die innere, seelische Reinheit aber keineswegs. Christus
kam, um das Gesetz zu erfüllen (d.h. mit Sinn), nicht um es aufzuheben. Dass Christus die Kirche gründen
wollte, steht in der Bibel, auch ohne Verdrehung. Dass Priester bei der Spendung von Sakramenten „in persona
Christi“ handeln, ist keine Anmaßung, sondern eine Tatsache. Kein Mensch könnte die sakramentale Gnade
von sich aus spenden, denn die stammt von Gott.
#23 wolfgang e. 15:05:55 | Donnerstag, 6. April 2006
Wortklauberei Benedikt XVI verwendet das Wort Eros in Bezug auf Gott, und Herr Karl Murx schließt daraus,
dass der Papst meint, was Herr Murx meint, dass der Papst meint. Vielleicht meint der Papst garnicht,
was Herr Murx meint, dass der Papst meint. Vielleicht ist der Schluss des Herrn Murx genauso kurz gedacht,
wie der Schluss desjenigen, der das Wort „Zeugung“ in Bezug auf Gott Vater und Gott Sohn hört, und dann
fragt, wo die Mutter ist. Dass man mit dieser Methode überall Häresien sieht, ist nicht verwunderlich…
#14 wolfgang e. 10:58:37 | Donnerstag, 6. April 2006
Es gibt in dieser Welt nichts menschliches, hinter dem ausnahmslos Luzifer steckt. Diese Macht hat Satan
nicht. Er kann nur vorhandenes verderben. Sogar bei den außerordentlich Dämonischen Kulten in Mexiko
haben die Missionare Anknüpfungspunkte gefunden, auf die sie aufbauen konnten. Und selbst Satanisten
äffen katholische Messen nach. Der Islam anerkennt, das es den Satan gibt, und weiß, dass Satan böse
ist, das würde der Islam nicht tun, wenn er ausschließlich vom Satan stammte. Das Problem des Islam
ist, dass er eine verdorbene und mangelhafte Vorstellung von Gott hat. (Die Frage, ob man Allah als einen
anderen Gott betrachtet, oder als ein stark irriges und mangelhaftes Bild des selben Gottes, ist Geschmacksfrage.
Ab wann wird aus einer falschen Vorstellung ein anderer Gott?) Ich habe das Wort „Liebe“ z.B. im Koran
nicht entdeckt (allerdings auch nur etwa 1/3 gelesen, vielleicht kommt es noch.) Inwieweit Mohammed an
seinem Irrglauben Schuld ist, kann heute wohl nicht mehr wirklich geklärt werden, schließlich stammen
viele seiner Lehren aus christlichen Häresien jener Zeit und jener Gegend. Vielleicht sind im Islam noch
mehr Körnchen Wahrheit enthalten als in Hans Küngs „Einheitsbreitheologie.
#10 wolfgang e. 14:28:02 | Mittwoch, 5. April 2006
leider klingt auch die Forderung nach einer Nichtigkeitserklärung der Exkommunikation nicht sehr erfüllbar.
Zumindest Kirchenrechtlich ist die Exkommunikation voll und ganz gültig (d.h., sie entspricht dem gültigen
CIC, war daher auch vorhersehbar). Würde eine Forderung nach Aufhebung nicht voll und ganz genügen?
Zumindest wäre das ein Zeichen, dass die Tugend der Demut auch bei der Priesterbruderschaft vorhanden
wäre. Mir kommt die Forderung nach Nichtigkeitserklärung sehr stolz und selbstherrlich vor, und aus
genannten Gründen für unerfüllbar. Klingt doch ein bisschen danach, dass man sich den Rücken freihalten
möchte, um immer, egal was Rom tut, begründen zu können, warum es die Einigung doch nicht gibt.
#30 wolfgang e. 17:18:38 | Dienstag, 4. April 2006
lieber Marcel es gibt auch sehr züchtige Hosen und sehr unzüchtige Röcke, das Problem sollte daher
nicht lauten „Rock oder Hose“, sondern „züchtig oder unzüchtig“. Ein anderes Problem hast Du am Schluss
in dem Zitat angesprochen: „und schließlich dürfe man sich der Welt nicht verschließen.“ Ich kenne
eine sehr sympathische und tiefgläubige Familie, die der Piusbruderschaft „angehört“ (wenn man das bei
Laien so sagen kann). Die haben sich eine eigene, heile Welt geschaffen, völlig abgeschieden von der
„bösen“ Welt rundherum, leben auf einem versteckten Bauernhof, die Volkschulkinder werden zu Hause unterrichtet,
die älteren sind in FSSXP-Schulen in Deutschland im Internat Sollen wir Christen uns wirklich aus der
Gesellschaft zurückziehen, unsere eigenen heilen aber einsamen Inseln schaffen? Wird das dem Auftrag
Christi gerecht: „Geht in alle Welt hinaus und taufet alle…“, oder noch deutlicher: „Seht, ich sende
Euch wie Schafe unter die Wölfe“. Sollen wir nicht Sauerteig sein?
Also ich frage mich, ob die Veranstaltung viel mit dem neuen Bischof zu tun hatte. Sie fand Anfang Februar
statt, der Bischof kam aber erst am 26. Februar in die Diözese… Wo ist, bitte, der Zusammenhang? Dass
er auch Dinge zu verantworten hat, die vor seiner Amtseiführung geschahen, wage ich zu bezweifeln. Überhaupt
lässt der Artikel vieles im unklaren. Ich wollte kreuz.net gerade dafür loben, dass der vorige Artikel
über die Segnung von Wiederverheirateten recht sachlich und ohne Polemik ist. Dieser Artikel ist leider
ein Rückfall in schlechten Journalismus.
an Karl Murx Sehr genau haben Sie meine Frage auch nicht beantwortet. Wundert mich eigentlich, sonst wissen
sie ja auch auf Punkt und Komma über alles bescheid, sogar über Dinge, über die nicht einmal die Kirchenlehrer
einig waren, wie denn z.B. gewisse Apokalyptische Texte wie 2Thess.2,3-12 zu deuten sind. Können Sie
da nicht auch herauslesen, wie die Sukzession erneuert wird? Vielleicht sollte man doch dies genauer beachten:
Du bist Petrus, der Fels, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Unterwelt
werden sie nicht überwältigen. Das Papsttum und die Standfestigkeit gegen die Pforten der Unterwelt
sind hier eindeutig direkt miteinander verknüpft. Fällt das eine, fällt auch das andere. Sie stellen
sich offenbar irgendwie vor, das Christus erscheint und eine neue Kirche gründet. Davon kann ich aber
in den Vorhersagen der Bibel bei bestem Willen nichts finden. Das Greuel der Verwüstung bemerkbar sind,
ist auch nichts neues. Haben Sie Dantes „Göttliche Komödie“ gelesen? Das waren ordentliche Greuel der
Verwüstung, die da um 1300 geschahen, und im Gegensatz von heute sogar von den Päpsten (Dante trifft
8 zeitgenössische Päpste in der Hölle, nur einen im Fegefeuer). Auch damals sahen viele die Zeit erfüllt,
das war aber ein Irrtum, uns ist es nicht gegeben, Zeiten und Fristen zu erfahren.
Beifall der Menge Sonst kommen auf kreuz.net ja diejenigen, die den Beifall der Menge haben, nicht besonders
gut weg. kreuz.net ist spannender zu lesen, stehen ja auch viel mehr Räubersgeschichten drinnen, ist
also tatsächlich so eine art Katholen-Klatsch, wo eine Meldung im Zweifelsfall auch ungeprüft verbreitet
wird. Kann man dem „blauen Zwerg“ vorwerfen, dass er hier seriöser vorgeht? Und durch das direkte Kommentarschreiben
nach den Artikeln erreicht man auch, dass sich die Leser mehrmals Täglich erneut melden. Eine „Ätsch,
wir sind besser“-Meldung wäre auf kath.net kaum denkbar.
Ach ja, sie verwechseln wieder einmal… …Äpfel mit Rossäpfeln. Seit der Liturgiereform haben sich
tatsächlich viele Missbräuche eingeschlichen, aber Missbräuche bleiben Mistbräuche und gehören auf
den Misthaufen. Die Schweiz dürfte besonders anfällig sein für komische Dinge, aber das hat nicht einmal
mehr irgendwas mit der von ihnen geschmähten „V.II-Kirche“ zu tun. Ich habe eine Frage: Es stimmt schon,
ihre Argumentation ist oft in sich logischer als die der FSSPX, sie haben es aber auch leichter, denn
wenn es keinen Papst gibt, ist es klar, dass man nicht gehorchen kann, wenn es aber einen gibt, ist es
schwer zu argumentieren, warum man nicht gehorcht. Die große Lücke ihrer Logik ist aber die: Können
Sie mir erklären, wie es jemals wieder einen legitimen Papst geben soll, wenn der Stuhl Petri schon so
lange vakant ist? Wer soll ihn wählen, wenn es keine gültigen Kardinäle mehr gibt? Wie soll die Kirche
ohne Papst in Zukunft Bestand haben? Wurde ihr nicht verheissen, das die Pforten der Unterwelt sie nicht
überwältigen werden? Ich habe übrigens in der „V.II-Kirche“ immer gelernt, dass Jesus von der Empfängnis
an Sohn Gottes und Messias ist. Maria ist ja auch unbefleckt empfangen, damit sie würdig ist, Gottesgebärerin
zu sein. Es stimmt aber wohl auch, dass bei der Taufe der Hl. Geist auf ihn herabkam und in ihm gewirkt
hat: Er sprach zu ihnen, erfüllt vom Hl. Geist: Ich preise Dich Vater, weil du all das den Weisen und
Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Zuverlässig Das Gerücht veröffentlichte der australische Weblogger ‘Dominicanus’ am Mittwoch unter
Bezugnahme auf eine ungenannte, zuverlässige Quelle Diese Zuverlässigkeit muss man sich auf der Zunge
zergehen lasse Ich habe einen Freund, der hat einen Bruder, der der kennt jemanden, der einen Freund
hat , der gesagt hat, dass sein Vater gelesen hat, dass im Internet ein Gerücht steht, ungenannt, aber
zuverlässig. ))
Von der Spiritualität des Opus Dei haben sie offenbar wenig verstanden. Mit Pelagianismus hat das wenig
zu tun, viel mehr mit: „Handle so, als ob alles von dir abhinge, und bete so, als ob alles von Gott abhinge“.
Die Lehre von der Erbsünde habe ich bisher nirgends so klar serviert bekommen, wie beim OD. Noch einmal
meine Frage: Was hätte das OD deiner Meinung nach tun können und sollen? Welche Fakten hätte das OD
denn haben können? Was hätte irgendjemand vom OD denn sagen sollen und können? Welche Unschuldsbeweise
hätten dem OD vorliegen können? Das Opus Dei ist nur in Dan-Brown-Märchen ein Geheimdienst, in der
Realität hat es andere Sorgen. Wenn dir hier irgendetwas bekannt wäre, dann sag es bitte (auch wenn
das jetzt bereits reichlich spät wäre). Ansonsten, wenn das OD keine Sonderinfos hatte, dann blieb nur
die Unterstützung durch Taten, und diese Unterstützung blieb nicht aus, das kannst du gerne nachprüfen.
Bis zu seinem Lebensende hatte der Kardinal übrigens eine sehr gute Meinung vom Opus Dei.
Gotthard, Andreas Die Kirche glaubt an eine Leibliche Auferstehung Christi in Raum und Zeit (da Raum,
Zeit und Leib zusammengehören). Deine Fakten stimmen, allerdings muss man ergänzen: Jesus hat seine
Jünger aufgefordert, ihn zu berühren (ob sie es taten, steht nicht da, auch nicht, dass sie es nicht
taten.) Wieso sollte er sie auffordern, wenn man ihn nicht berühren könnte. Um zu beweisen, dass er
kein Geist ist, verlangte er etwas zu essen und aß mit ihnen, am See Genezareth hat er, laut Johannes,
sogar selbst den Fisch gebraten. Paulus meint eindeutig eine leibliche Auferstehung Christi. Natürlich
hat das nichts mit Naturwissenschaft zu tun, denn Naturwissenschaft kann über alles göttliche nichts
sagen, da es zu ihrer notwendigen Methode gehört, Gott außer Acht zu lassen. Wenn man aber gläubig
anerkennt, das es Gott gibt (was der Vernunft nicht widerspricht), und wenn man glaubt, dass Christus
tatsächlich der menschgewordene Gott ist (was die Vernunft ziemlich überteigt, ihr aber auch nicht widerspricht),
warum soll ich dann die leibliche Auferstehung nicht anerkennen? Die Vernunft ist also auch nicht nur
ein Aufklärungsschlachtruf, sondern etwas, das von Gott in die menschliche Person hineingelegt wurde.
Das Problem der Aufklärung ist, dass die Vernunft an die Stelle Gottes gesetzt wurde, zur Göttin erhoben
wurde und dadurch aus der rechten Ordnung geriet. Als „Strafe“ dafür kam die Vernunft letztlich der modernen
Philosophie fast völlig abhanden durch Kants Vernunftkritik.
liebste lady Der Vatikan ist einner der am meisten beobachteten Orte der Welt, dort etwas heimlich zu
tun ist ziemlich schwer, und die Medien, die ihre Kameras ständig auf den Vatikan richten, würden sich
über jede beobachtete Verfehlung eines Gestlichen des Vatikan mächtig freuen, damit ließe sich prächtig
Geld verdienen. Es gib in der Kirche viel Doppelmoral, aber im Vatikan? Das halte ich doch eher für ein
Märchen a la Dan Brown.
Gut, lieber Schüttel, jetzt kommen wir an deine Vorwurf an das OD schon näher heran. Ist das nicht ein
großer Unterschied, ob man jemanden zu Fall bringt (aktiv, dein urspr. Vorwurf), oder ob man es unterlässt,
jemanden zu verteidigen (passiv, dein genauerer Vorwurf). Abgesehen davon ist deine Information falsch:
Als nämlich kurz vor dem endgültigen Rücktritt des Kardinals als Erzbischof das Mediengeschrei am lautesten
war, wurde er vom OD eingeladen, in der Karlskirche ein Pontifikalamt zu halten, ich glaube es war die
Messe zu Ehren des sel. Josefmaria. Ich war übrigens als Ministrant dabei. Danach hat sich der Kardinal
in der Sakristei bedankt für die Treue. Kard. Groer hat es vorgezogen, zu schweigen. Warum hätte also
ausgerechnet das OD sprechen sollen, mir wäre nicht bekannt, das das OD irgendwelche Sonderinformationen
gehabt hätte, die irgendetwas zur Entlastung beigetragen hätten. Wozu also etwas sagen? Ich kannte Kard.
Groer schon lange, bevor er Kardinal wurde, aus Maria Roggendorf, dort habe ich ihn auch vor seinem Tod
noch öfter besucht. Ob die Anschuldigungen stimmen, weiß ich nicht. Er wollte nicht darüber reden,
ich habe daher nicht gefragt. Hat mich auch nicht interessiert, was geht mich die Schmutzwäsche andere
Leute an. So, und jetzt würde ich dich um eine Entschuldigung bitten, fände ich angebracht.
@ Schüttel Inwiefern soll Card. Groer vom Opus Dei zur Strecke gebracht worden sein? Ich habe dort nie
auch nur annähernd etwas Schlechtes über Groer sagen hören. Und inwiefern soll das Opus Dei eine rechte
Freimaurerpartie sein? Ich habe dort nie den leisesten Anflug von Freimaurertum bemerkt.
#4 wolfgang e. 21:16:00 | Donnerstag, 30. März 2006
Eine Frage von vielen dabei ist… ob er will, ob ihm nicht eingeredet wurde, dass er will, ob ihm seine
Verwandten, die endlich erben wollen, nicht vorgeführt haben, was für eine Belastung er doch ist, ob
die zuständigen nicht einfach den einen kurzen Moment der Ermüdung abgewartet haben, wo der Wille für
einen Augenblick geschwächt ist… Man kann einen wehrlosen ja auch dazu bringen, sterben zu wollen.
Den Missbrauch wird man nicht verhindern können. Es gibt in den Niederlanden offizielle!!! Statistiken,
dass nur bei 20% der Euthanasiefälle der Sterbewille explizit feststand. Bei den Übrigen wurde er nur
angenommen. Ist es vielleicht ein Zufall, dass ältere holländische Kranke lieber nach Deutschland fahren,
um sich behandeln zu lassen? Jeder von uns wird irgendwann älter und schwächer sein. Ich möchte dann
nicht in einem Spital sein, wo der Arzt glaubt, ich hätte eh sterben wollen…
#9 wolfgang e. 15:44:11 | Donnerstag, 30. März 2006
@ Parzifal In einigen Punkten hast Du durchaus recht, es stimmt schon, dass die Kirche eine menschliche
Seite, und dadurch auch menschl. Fehler (auch sehr krasse) hat, die immer wieder korrigiert werden müssen.
Es gab in der Geschichte große Kritiker, die sehrwohl in die Kirche integriert wurden, und neben dem
hl. Franziskus waren das vor allem große Frauengestalten, die einen immensen Einfluss auf die Kirche
hatten und haben, während die Päpste jener Zeit oft schon vergessen sind. Beschäftige Dich vielleicht
einmnal mit Catharina von Siena, mit Theresa von Avila, Brigitte von Schweden, oder in jüngerer Zeit
z.B. Edith Stein. Es gibt auch heute einflussreiche Frauen in der Kirche, z.B. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz,
von der Benedikt XVI offenbar einige Anregungen für seine Enzyklika übernommen hat. (Sehr empfehlenswert:
Ihre Aufsatzsammlung „Eros, Glück, Tod“, gibt’s auf Amazoon) Meines Wissens gibt es auch mehr heiliggesprochene
Frauen als Männer in dieser Kirche, es kann also nicht behauptet werden, Frauen wären hier unbedeutend.
Es stimmt auch, das Kritik und Aushalten von Kritik notwendige Sachen sind, aber damit Kritik fruchtbar
ist, muss sie auch eine berechtigt sein. Manche Kritiker sind leider über die zunächst berechtigte Kritik
weit hinausgegangen und haben damit die Kirche verlassen. Auch dein SU-Vergleich ist keine berechtigte
Kritik, sondern eine maßlose Übertreibung. Die Kath. Kirche ist übrigens die einzige Weltkirche, nicht
irgendeine von vielen.
#7 wolfgang e. 13:35:48 | Donnerstag, 30. März 2006
Lieber Parzifal Die Kirche versteht sich nicht als eine Konfession von vielen, sondern als die wahre Kirche,
die von Christus gegründed wurde. Wenn aber jemand mit der Lehre der Kirche nicht übereinstimmen kann
oder will, dann hat er heute leicht die Möglichkeit, sich eine Konfession zu suchen, die genau das lehrt,
was er selber meint. Es gibt eigentlich keinen Grund, die Kirche zu verändern zu wollen, denn alle geforderten
Veränderungen sind in anderen Konfessionen verwirklicht. Wir haben also die Wahl: entweder ich anerkenne,
das die katholische Kirche von Gott stammt, dann ist aber die logische Konsequenz, dass ich auch ihre
Lehre akzeptiere, oder ich kann die Lehre der Kirche nicht akzeptieren, dann muss ich auch den göttlichen
Ursprung in Zweifel ziehen, und dann gibt es eigentlich keinen Grund, in der Kirche zu bleiben. Entzug
der Lehrerlaubnis heisst übrigens: Der Betreffende darf weiterhin ungehindert Lehren, aber nicht im Namen
der Kirche (siehe Hans Küng). Ist es nicht das Recht und die Pflicht der Kirche, festzustellen, das jemandes
Lehrtätigkeit, nicht mit der kirchlichen Lehre übereinstimmt? Was würden sie mit einem Mitabeiter machen,
der ihnen Notorisch widerspricht? Über die Glaubenskongregation und das Opus Dei sollten sie sich einmal
genauer Informieren (ein Tipp: „Sakrileg“ ist keine sehr zuverlässige Quelle.) Ist ihnen schon aufgefallen,
das der „Geheimbund“ sogar eine Website hat? Manche vergleichen Ratzinger mit Hitler, andere die Kirche
mit der SU. Jo mei!
#5 wolfgang e. 13:14:28 | Donnerstag, 30. März 2006
waffe schisma „das zeigt sich sehr deutlich daß die waffe schisma stumpf wird“ Oder es zeigt, dass im
Vatikan vernünftige Leute sitzen, die um eine Deeskalation bemüht sind. Solange die Versöhnung nicht
stattgefunden hat, besteht die Gefahr des endgültigen Bruchs leider weiterhin. Da aber auf beiden Seiten
gebetet wird, dürfen wir mit Gottes Hilfe auf eine Lösung hoffen. Immerhin könnt die FSSPX der Kirche
einige gute Priester schenken. Ich halte es für eine schlaue List des Widersachers, dass es ihm gelungen
ist, gerade diejenigen aus der Kirche zu drängen, die den Glauben wirklich ernst nehmen und diejenigen
in der Kirche verharren zu lassen, die es sich allzu bequem gemacht haben. Wie groß die Schuld der Piusbruderschaft
am bestehenden (teilweisen) Bruch ist, ist schwer zu beurteilen, jedenfalls ist die Schuld der bequemen
Modernisten, die sie aus der Kirche vertrieben haben, weitaus größer.
#2 wolfgang e. 12:28:12 | Donnerstag, 30. März 2006
lieber Marcel Natürlich ist jeder Staat gehalten, sich in seiner Gesetzgebung am Naturrecht zu orientieren.
Das Naturrecht stammt letztlich von Gott und wurde von Gott in die Natur hineingelegt und stimmt daher
mit den 10 Geboten 100% überein (hat ja den gleichen Autor ). Da es aber in der Natur (nicht Biologie!)
zu finden ist, kann es auch von einem Nichtgläubigen aufgrund der Vernunft erkannt werden, wenn auch
unter Schwierigkeiten. Auch nach dem V.II vertritt die Kirche keinen Relativismus und keinen Rechtspositivismus,
sonst hätte sich Johannes Paul II. auch nicht so konsequent für das Leben einsetzen können. In der
Frage der Religionsfreiheit glaube ich, dass wir Katholiken verschiedene Meinungen haben dürfen, denn
zur Frage, wie ein Staat mit anderen Religionen umzugehen hat, kann sich das Lehramt meines wissens nicht
unfehlbar äußern Staatstheorie ist keine Glaubens oder Sittenfrage, oder? (Wenn ich mich irre bitte
ich um Korrektur.) Unfehlbarkeit kann es hier wohl nur geben, wo die Nicht-Übereinstimmung einer politischen
oder gesellschaftlichen Theorie mit der Lehre der Kirche festgestellt wird. Also z.B.: Relativismus oder
Rechtspositivismus sind eindeutig mit Katholizität nicht vereinbar.
#5 wolfgang e. 10:59:29 | Donnerstag, 30. März 2006
Aber lieber Parzifal es stimmt schon, die Berichterstattung auf kreuz.net grenzt manchmal schon an Menschenverachtung.
Aber die Kirche mit der SU oder Saudi Arabien zu vergleichen, ist das nicht eine grandiose Verharmlosung
der Sowjetunion? Wie mundtot sind denn Kirchenkritiker, wo sind den die Armeen des Papstes, oder die Vatikan-Stasi,
wo werden Christen von der Kirche verfolgt, eingesperrt, gefoltert, hingerichtet, in Arbeitslager gesteckt?
Wie hat denn die Kirche z.B. den notorischen Nörgler Hans Küng unterdrückt? Augenscheinlich geht es
ihm ja noch recht gut. Und wieviele Morddrohungen hat Dan Brown für seine krude Phantasie bekommen? Ok.,
die Kirche hat einen Standpunkt, das kommt manchem, der keinen hat, etwas seltsam vor. Und sie ist der
Meinung, dass Frauen nicht Priester werden können. Na und? Wenn eine Frau Priesterin werden will gibt
es in der Welt genug Möglichkeiten dafür, sie braucht nur altkatholisch, protestantisch, anglikanisch
zu werden. Wo ist also die Diskriminierung? Sie muss sich nur einen anderen Arbeitgeber suchen.
#18 wolfgang e. 17:12:14 | Dienstag, 28. März 2006
@ Paula Dass es kein „Defekt“ ist, ist nicht bewiesen, momentan sind die Vorkämpfer, die vor kurzen Homosexualität
u.a. aus dem Lexikon der Psychiatrie streichen ließen, dabei, umzudenken, da aufgrund ihrer Forschungstätigkeit
sich immer mehr herauskristallisiert, das H. eben doch nicht „gesund“ ist für den Menschen. (Nicht nur
HIV, auch solche Sachen wie wesentlich höhere Selbstmordrate, wesentlich höherer Anteil an psychischen
Problemen, und das unabhängig von gesellschaftlicher Anerkennung) Ausserdem sind einige zur Erkenntnis
gelangt, dass H. sehr wohl auch „heilbar“ ist, vorausgesetzt der Betreffende will das. Und an der These,
dass H. etwas mit Verletzung und Prägung, vor allem in der Pupertät zu tun hat, könnt auch einiges
dran sein. Zumindest sollte es doch zu denken geben, dass es, trotz intensiver Forschung in diese Richtung,
bis jetzt keinen glaubhaften Beweis gibt, dass H. angeboren sei. (kein Homo-Gen!) Zumindest gibt es gute
Gründe, die H. für einen Defekt zu halten. Ich würde mal sagen, weiterforschen ist angesagt. Die Homosexuellen
haben momentan übrigens eine sehr gute Lobby und sehr viel Geld für Werbekampagnen (Unterstützt von
einigen finanzstarken Betrieben, wie z.B. Ford) Bitte nicht falsch verstehen, ich glaube, gerade wenn
es vielleicht auf seelische Verletzungen zurückzuführen ist, ist hier ein respektvoller Umgang nötig.
Mit einer „Und-das-ist-gut-so“-Einstellung wird man aber dem Betroffenen in diesem Fall keinen Dienst
erweisen.
@ Benedikt Genau das ist auch mein Eindruck. Dr. Regazzoni erwähnt hier ein paar Einwände gegen die
„V.II-Kirche“: „Auch ist für ihn die Eucharistie kein Sühneopfer, sondern die liebevolle Hingabe unseres
Herrn“ Verzeihung bitte, aber schließt das eine das andere aus? Wiso sollte die liebevolle Hingabe des
Herrn kein Süneopfer sein? Opfer ist Hingabe. Und dass die Eucheristie Süneopfer ist steht deutlich
im KKK, inclusive aller Zitate dazu vom Tridentinum. Wer hat denn den KKK zu verantworten, war es nicht
Card. Ratzinger? Und wiso sollte dir Erkenntnis, dass der Mensch sich selbst richtet durch seine Sünde
im Widerspruch zum Endgericht stehen? Unsere Taten werden uns Verurteilen! Auch beim Endgericht. Ein anderes
oft gehörtes Beispiel: Wiso sollte das „Amen“ des Kommunikanten bei der Kommunion auf einmal ein Ausdruck
eines protestantisches Verständnis der Eucharistie sein? Das „Amen“ war immer ein Glaubensbekenntnis,
d.h. Ich Anerkenne gläubig die Realität, dass die mir gereicht Kommunion tatsächlich der Leib Christi
ist (nicht wie bei Luther, der das subjektiv auffasst: Erst durch den Glauben des Empfängers wird die
Kommunion zum Leib Christi.)
Das Problem ist nur, bis jetzt konnte hier keiner glaubhaft nachweisen, dass der Papst im Irrtum ist.
Es gibt hier glaubenstreue Katholiken, die das behaupten, und andere ebenso glaubenstreue, die das Gegenteil
behaupten. Eine wirkliche Diskussion zwischen beiden Seiten habe ich kaum bemerkt. Lediglich auf beiden
Seiten eine Nicht-Bereitschaft auf die Argumente der anderen wirklich einzugehen. Es läuft dann immer
auf einen Schlagabtausch von kirchlichen Dokumenten hinaus. Sehr hilfreich. Dann kommen so Fragen wie
das Comma Johanneum (wollen wir mal schauen, was der so auf dem Kasten hat). Solange ich nicht genau erkennen
kann, wer recht hat, muss ich dem Papst folgen, Gott wird mir daraus keinen Vorwurf machen können, denn
Gott hat den Papst eingesetzt, also muss ich annehmen, dass der . Wieso soll ich jetzt annehmen, das das
Lehramt zu der FSSPX gewandert ist. Wenn sich der Papst und das Weltepiskopat irren, welche Garantie habe
ich, dass sich die FSSPX weniger irrt? Auf Seiten der Traditionellen hier habe ich zudem immer wieder
festgestellt, dass ihre Anschuldigungen an die „V.II-Kirche“ Missinterpretationen sind, dia auch mit der
heutigen Lehre der Kirche nicht übereinstimmen, sondern Positionen von irregeleiteten Modernisten sind.
Ich sage nicht, dass die irdische Kirche von heute makellos ist. Aber habt ihr in der „Göttlichen Komödie“
gelesen, wie es damals zuging? War früher alles besser?
Was macht sie anders? Sie gehorcht auch dort nicht, wo es gar nicht um den Glauben geht (unerlaubte Bischofsweihe
z.B.), das Gehorchen also gar keine Gewissensfrage wäre. Wenn jemand die Lehre von der Religionsfreiheit
nicht annehmen kann, halte ich das irgendwie noch für verständlich, denn wenn ich (nach redlicher Prüfung)
zur Meinung gelänge, sie widerspräche dem Willen Gottes, könnte ich sie nicht annehmen. Wenn ich aber
einen Bischof weihen möchte, und der Papst erlaubt es nicht, kann ich mich wohl kaum auf mein Gewissen
berufen, wenn ich es dennoch tue. Ich weise nochmals auf Catharina von Siena hin!
Natürlich muss man Gott mehr gehorchen als den Menschen. Doch wer sagt mir, was der Wille Gottes ist,
wenn nicht die Kirche? Zu wem hat Christus gesagt „Wer euch hört, hört mich“? Wenn ich also auf die
Nachfolger der Apostel höre, höre ich auf Christus. Und das Glaube nicht nur Gehorsam ist, ist völlig
klar. Der Gehorsam ist aber eine Folge des Glaubens und ein Ausdruck des Glaubens. Völlig klar ist, dass
es in der Kirche auch schwere Missstände geben kann, oder auch Irrtümer, in Fragen, die nicht der Unfehlbarkeit
unterliegen. Wenn ich so etwas bei einem Priester, Bischof oder beim Papst bemerke, bin ich verpflichtet,
etwas zu unternehmen. Ich halte mich dabei aber lieber an die Hl. Catharina von Siena: Hart kritisieren,
aber dennoch gehorchen. Habt ihr nicht gelesen, was Christus über die Schriftgelehrten sagt?: „Sie haben
sich auf den Stuhl des Mose gesetzt, richtet euch daher nicht nach dem, was sie tun, aber richtet euch
nach dem, was sie euch sagen!“
lieber Irenäus Um meine Meinung geht es überhaupt nicht, und est ist auch nicht meine Aufgabe, Detailfragen
zur Authentizität bestimmter Bibelstellen zu klären. Ich bin weder Theologe noch Papyrologe noch Schriftgelehrter,
ich bin ein Architekt, d.h. ein einfacher Gläubiger. Das zu klären ist nicht meine Aufgabe, wäre eine
Sache der Forschung und des Lehramtes, wobei in dieser Frage wohl keiner von beiden absolut unfehlbar
währe, denn das ist weder eine Glaubens- noch eine Sittenfrage. Meine Aufgabe als Katholik ist es, der
Kirche und ihrer Lehre in Freude und Liebe anzuhangen, die Gebote aus Liebe zu erfüllen, meine Pflichten
in der Familie, Beruf und Gesllschaft nach besten Wissen und Gewissen zu erfüllen. Ich muss mich um die
rechte Kenntnis der Lehre bemühen, soweit es für mein Leben von Bedeutung ist, nicht Theologie studieren,
das ist nicht meine Berufung. Ich glaube, dass die Kirche von Christus gewollt, geliebt und gegründet
wurde, und dass er die Hierarchie gewollt, geliebt und gegründet hat. Wenn ich der Kirche folge, dann
nur deswegen. Der Kirche nicht zu folgen würde meinem Glauben an Christus widersprechen. Gott hat mich
jetzt in diese Zeit gesetzt, also muss ich der Kirche jetzt folgen. Und natürlich folge ich ihr auch
dort, wo sie nicht explizit unfehlbar ist. Was wäre das für ein Gehorsam, wenn ich nur dort gehorche,
wo es mir passt und meiner unbedeutenden Meinung entspricht. Ich halte das übrignes für einen gesunden
Glaubenssinn.
Ich wundere mich immer wieder,… … wie viele intellektuelle Winkelzuge wir Menschen zu erfinden imstande
sind, um unser Nicht-gehorchen-Wollen vor uns selbst rechtfertigen zu können, wie sehr wir Menschen in
der Lage sind, nur das wahrzunehmen, was unsere Meinung bestätigt, und das auszuklammern, was unsere
Meinung in Zweifel ziehen könnte. Wieder sieht man, wie sehr die Intelligenz ein Hindernis für die Klugheit
sein kann, wenn sie mit Stolz verbunden ist. Ist hier vielleicht das „non serviam“ des Lügners von Anfang
an im Spiel? Hier wird schriftlich diskutiert, und keiner „höhrt“ dem anderen zu, höchstens, um ihm
nacher das Wort im Mund umdrehen zu können. Und der hier herrschende Zynismus wird auch keinem weiterhelfen.
Was sagt denn die Tradition, inwieweit man als Katholik dem ordentlichen Lehramt gehorchen soll? Sehen
Sie? Genau das gilt dann auch für das 2.Vatikanum: Wenn es ordentliches Lehramt ist, dann ist genau die
traditionellen Lehre, wie man dem ordentlichen Lehramt gehorcht und es anerkennt anzuwenden. Was sonst
noch zu sagen ist, werter Herr Dr. Heger, habe ich schon im ersten Posting zu ihrem Artikel zum „Vulgärtraditionalismus“
angerissen.
Es gibt also auch Priester, die der Tradition und der alten Messe verbunden sind, und trotzdem treu zum
Papst und zu ihrem Bischof stehen… Vor etlichen Jahren kam Dr. Knittel als junger, bescheidener Kaplan
in meine Heimatpfarre. Zuvor war die Pfarre von einem ultramodernistischem Pfarrer und seiner eingeschworenen
Laienclique geführt worden, was uns dazu nötigte in andere Kirchen auszuweichen. Von den übriggebliebenen
Laien gab es einige, die sich weigerten, dem neuen Kaplan überhaupt die Hand zu geben. Gute Priester
haben es manchmal nicht leicht…
lieber Marcel Ich bin oft nicht Ihrer Meinung, hatte aber gerade bei Ihnen das Gefühl, dass sie sich
um Redlichkeit bemühen, und daher den Zynismus meiden, den einige andere Forumsteilnehmer an den Tag
legen. Ihre neueren Postings wie z.B. zu diesem Artikel, zeigen aber leider eine andere Tendenz: Zunächst
wird der „V.II“-Kirche in krasser Überzeichnung etwas unterstellt, und dann die Unterstellung zum Vorwurf
gemacht, ohne zu kontrollieren, ob die Unterstellung überhaupt stimmt. Das ist eine Tendenz, die sich
bei vielen „Tradis“ auf dieser Website bemerkbar macht und die man tatsächlich als „vulgär“ bezeichnen
könnte. Hat wohl auf Sie auch schon etwas abgefärbt. Schade eigentlich, Sie könnten auch anders. Ich
hatte ursprünglich einen großen Respekt vor den Traditionalisten, denn ich kann dem Bewahren der Tradition
viel abgewinnen. Mit einer gewissen Hochachtung dachte ich, sie währen glaubenstreue Katholiken, die
zwar in Bezug auf V.II sich bis zu einem gewissen Grad irren, aber treu zur Wahrheit stehen möchten.
Je mehr ich kreuz.net lese, desto mehr verliere ich diese Hochachtung. Was hier an haarsräubenden Unterstellungen
und an Basenaklatsch abgeht hat mich eines Besseren belehrt.
Wer wohl? „Und wer definiert denn, was jeweils die „Substanz“ ist, die in und trotz dieser „Modifizierung“
„beibehalten“ werden soll?“ Wer wohl? Hat die Kirche nicht immer gelehrt, dass die Überliferung (die
schriftliche und die mündliche, also die Bibel und die Tradition) durch die Kirche interpretiert werden
müssen, und nur durch die Kirche interpretiert werden dürfe? Wer definiert also?: Natürlich das ordentliche
Lehramt der Kirche. Wer sonst? Wem sonst wurde der Beistand versprochen? Wer glaubt, sich seine Interpretationen
selbst basteln zu dürfen / müssen, ist nicht weit von Luther entfernt.
unerforschlich „unerforschlich heisst in diesem Fall (der Theologie) nicht, dass man nichts erforschen
kann, sondern dass man niemals alles erforschen kann da Gott unendlich ist und die Forschung begrenzt.
Man kann daher, wenn man forscht, nie zum Ende der Forschung gelangen, in diesem Sinn sind Gottes Reichtümer
unerforschlich. Dafür braucht man kein Zwiedenken, das wusste schon Augustinus.
Botschafter??? Kardinal Schönborn ist vielleicht jemand, der zu diplomatisch und konziliant ist, und
daher das, was der Kirche schadet zu wenig bekämpft. Aber davon zu reden, dass er alles unterstützt,
was der Kirche schadet, ist kompletter Unsinn. Vielleicht fügen Sie mit derartigen Aussagen der Kirche
mehr Schaden zu, als Kardinal Schönborn mit seinem zu sanftem Umgang mit den Schädlingen in der Kirche.
Immerhin gibt es einige sehr gute Dinge, die unser Kardinal sehr großzugig unterstützt, ohne lange darüber
zu reden. Das kann ich selbst bezeugen.
#4 wolfgang e. 15:36:39 | Donnerstag, 16. März 2006
Lieber Hrodgar Was Demut ist, weiß leider heute kaum noch jemand. Das, was die meisten mit diesem Begriff
verbinden, ist nur eine Karikatur. In Wahrheit ist Demut nichts anderes als Selbsterkenntnis und daher
steckt zu Recht das Wort „Mut“ in der Demut, den sich so zu erkennen, wie man wirklich ist, mit all den
Fehlern und Unzulänglichkeiten, die in mir eben auch stecken, erfordert durchaus Mut und Selbstehrlichkeit.
Wir Menschen neigen immer dazu, uns für besser, gescheiter, tüchtiger zu halten, als wir tatsächlich
sind. Zur Demut gehört aber serwohl auch, seine Qualitäten richtig einzuschätzen. Es geht darum: wer
bin ich, und wer ist Gott. Wer bin ich, dass Gott sich mit mir abgibt, dass er mich liebt? Was muss ich
tun, damit ich der Liebe Gottes zu mir entspreche, wie kann ich dieser Liebe entsprechen. Demut ist durchaus
auch vereinbar mit einem gewissen „Stolz“, sich durch die Taufe als „Gottes Sohn“ zu wissen, auch wenn
diese Gnade ein Geschenk ist.
#2 wolfgang e. 11:41:49 | Donnerstag, 9. März 2006
Kurz zusammengefasst: 1. Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte. 2. Wenn vom Vatikan ein Versöhnungsangebot
kommt, werden wir auf jeden Fall nein sagen. Klingt nicht sehr hoffnungsvoll…
lieber Rudolphus Ich schätze deine Meinung in der Regel sehr, aber ich glaube,hier irrst du dich. Einen
anderen Menschen lieben bedeutet doch, ihn so zu lieben, wie er ist, und nicht, wie ich ihn gerne hätte.
Ich muss ihn also auch mit seinen Fehlern lieben, selbst dann, wenn ich sie für falsch halte. Wenn also
derjenige, den ich liebe, ein Hindu ist, werde ich um seinetwillen auch den Hinduismus lieben, selbst
wenn ich überzeugt bin, dass er falsch und irrig ist, und ich werde aus Liebe mich bemühen, ihn behutsam
von seinen Fehlern und Irrtümern wegzuführen. Auch in der Ehe erkenne ich an meiner Frau Fehler (und
sie noch mehr an mir), aber ich darf die Liebe nicht davon abhängig machen, ob sie es schafft, sich zu
ändern, ich muss sie lieben, wie sie ist, sonst ist es keine Liebe. Mutter Theresa hat um Christi Willen
die Menschen geliebt wie kaum sonst jemand in unseren Tagen. Kann sie daher nicht mit Fug und Recht sagen,
dass sie auch ihre Religionen liebt? Dass sie diese Religionen für falsch hält, verschweigt sie ja keineswegs.
Und dass letztlich alle zu Christus finden müssen verheimlicht sie auch nicht. Und dass Christus in seiner
Kirche zu finden ist, ist wohl auch ihr sehr klar gewesen. Dass man ihre Aussagen auch falsch verstehen
kann, ist eine andere Geschichte und liegt nicht nur an den Aussagen selbst. Wir Menschen neigen eben
dazu, nur dass zu hören, was wir hören möchten…
Merkwürdig konsequent Ist doch nur konsequent: wer für den Tod ist, hat das Entscheidungsrecht. Wer
hingegen für das Leben ist… Tatsächlich: Das ist die Kultur des Todes.
#17 wolfgang e. 13:51:43 | Freitag, 24. Februar 2006
@Sirilo Eigentlich war das keine Lehre der Kirche, sondern eine weit verbreitete theologische Meinung
(oder eher philosophische Spekulation, die schon aus der Antike stammt). Niemals wurde aber daraus abgeleitet,
dass Abreibung erlaubt wäre. Ursache für diese Lehre war die Unkenntnis der biologischen Tatsachen.
Man glaubte nämlich, dass sich die Sache so wie bei Pflanzen verhält, also der Same fällt in die Erde
und „stirbt“, und auf geheimnissvolle Weise entsteht daraus später eine neue Pflanze. Analog hielt man
die Gebärmutter für den Ackerbodenauch in den der männlichen „Samen“ fällt. Darauf aufbauend gab es
dann zwei Meinungen: die einen glaubten, bereits der Same ist schon der neue Mensch, und daher wäre Selbstbefriedigung
bereits eine Abtreibung. Das schien den meisten doch zu extrem, daher setzte sich die zweite Meinung durch,
dass der Same noch kein neuer Mensch sei, sondern eben nur der Keim, der zunächst im „Boden“ ruht und
später erst zum Menschen wird. Warum hat sich die Meinung geändert? Weil wir heute über die biologische
Vorgänge bescheid wissen: dass das biologische Leben des Menschen eindeutig mit der Befruchtung beginnt,
und da der Mensch eine Einheit aus Leib und Seele ist, folgt daraus, dass in diesem Augenblick (mit höchster
Wahrscheindlichkeit) auch die Seele geschaffen wird. (Die Kirche ist also durchaus bereit, ihre Meinung
aufgrund der naturwiss. Forschungsergebnisse zu korrigieren. Heute lehrt ja auch keiner mehr, dass sich
die Sonne um die Erde dreht.)
#15 wolfgang e. 12:59:20 | Freitag, 24. Februar 2006
Liebe und Barmherzigkeit Liebe und Barmherzigkeit sollten für einen Christen schon eine Verpflichtung
sein, allerdings nicht im Sinne von Zwang, denn lieben kann man nur freiwillig, sonder mehr als Aufforderung
und Herausforderung. Zu Liebe gehört auch, dass man sich dort zu Wort meldet, wo man andere in die Irre
gehen sieht. (Es darf uns also nicht egal sein, was der andere Tut und wie es ihm geht.) Zur Barmherzigkeit
gehört auch, dass man bereit ist zu helfen, ohne lange darüber nachzudenken, ob ein Leidender an seinem
Leid selbst schuld ist oder nicht. (Die Kirche kritisiert z.B. bestimmte Handlungen, die die Verbreitung
von HIV fördern, dennoch werden weltweit mehr als die Hälfte der HIV-Kranken in kirchlichen Einrichtungen
betreut.) Zu Liebe und Barmherzigkeit gehört tatsächlich auch (Da muss ich „private-note“ ganz zustimmen),
dass ich nicht nur sage, dass Abtreibung falsch ist, sondern auch, dass ich uneingeschränkt mich bemühe,
auch denen beizustehen, die in Not sind, auch dann, wenn sie z.B. abgetrieben haben. Erst dann ist es
auch glaubwürdig, wenn ich mich gegen die Abtreibung einsetze. Aber noch eimal: Nicht „die Kirche“ muss
Barmherzig sein, sondern jeder einzelne Christ und letztlich jeder Mensch.
#12 wolfgang e. 12:34:43 | Freitag, 24. Februar 2006
Teil 2 …wobei noch hinzukommt, dass sie beim zweiten auch noch Mittäterin geworden ist (was die Bewältigung
auch nicht unbedingt erleichtert). Gerade das Austragen des Kindes kann daher zur tatsächliche psychischen
Bewältigung der Vergewaltigung beitragen, weil eben die Verdrängung unterbunden wird. (Auch wenn es
dafür keine absolute Garantie gibt.) Manche Mütter lernen während der Schwangerschaft, ihr Kind zu
lieben und behalten es. Andere Mütter schaffen es nicht, das Kind zu behalten und geben es zur Adoption
frei. In beiden Fällen geht es der Mutter aber auf lange Sicht mit Sicherheit besser als nach einer Abtreibung.
Die 9 Monate durchzustehen kann aber tatsächlich sehr hart sein, und wir alle (nicht nur die Kirche)
sind verpflichtet, zu helfen und zu unterstützen, so weit es geht… Das Argument der Abtreibung war
übrigens immer der Angelhaken, um die Abtreibung generell zu erlauben. Heute macht die Vergewaltigung
nicht einmal 1% der Abtreibungsgründe aus. Der neue Mensch entsteht übrigens nicht beim Liebesakt, sondern
bei der Befruchtung, also bei der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Bei vielen Liebesakten kommt es
zu keiner Befruchtung.
#10 wolfgang e. 12:14:50 | Freitag, 24. Februar 2006
@ private-notes Ich kann eine Frau die nach einer Vergewaltigung Abtreiben möchte gut verstehen. Dennoch
kann ich es nicht für richtig halten und würde ihr auch nicht dazu raten. („Verstehen“ und „für Richtig
halten“ sind eben verschiedene Dinge.) Auch für die psychische Gesundheit der vergewaltigten Frau bringt
die Abtreibung nicht den geringsten Vorteil. Wir wissen heute sehr gut, was ein Trauma ist und wie es
entsteht: Es entsteht aus der nicht erfolgten Verarbeitung und Bewältigung eines psychisch belastenden
Ereignisses. Nicht bewältigt und verarbeitet wird das Ereignis durch die Verdrängung. Die Verdrängung
ist die typische Reaktion des Menschen auf ein belastendes Ereignis und bringt zunächst Erleichterung,
führt aber auf längere Sicht zu traumatischen Beschwerden, oft erst Jahre später. (Gut erforscht wurde
das bei den Vietnam-Veteranen.) Die Vergewaltigung ist ein solches belastendes Ereignis, der Wunsch nach
Abtreibung ist Teil des Verdrängungsprozesses, denn das Kind das in der Mutter heranwächst, erinnert
ja ständig an das Ereignis. Die Abtreibung würde also zunächst eine Erleichterung schaffen, ohne aber
zur Bewältigung des Traumas beizutragen. Hinzu kommt noch, dass auch die Abtreibung ein stark Trauma-auslösendes
Ereignis ist (Post-Abortion-Syndrom, in den USA bereits sehr gut erforscht und einer der Hauptursachen
für den dortigen Meinungsumschwung). Die Frau hat dann also letztlich gleich zwei Trauma zu bewältigen,
wobei noch hinzukommt, dass… (Teil 2 folgt)
#5 wolfgang e. 11:34:29 | Freitag, 24. Februar 2006
begriffliche Anmerkung Das Gesetz kommt mit Berufung auf den medizinischen Fortschritt der letzten drei
Jahrzehnte zum Schluß, daß das menschliche Leben mit der Empfängnis beginnt. Das „menschliche Leben“
begann mit dem ersten Menschen, auch eine Zellkultur mit menschlichen Zellen ist „menschliches Leben“.
Was also bei der Empfängnis beginnt ist das Leben des jeweiligen neuen Menschenund nicht „menschliches
Leben“. Sprachliche Genauigkeit ist hier wichtig!
#6 wolfgang e. 12:44:20 | Donnerstag, 23. Februar 2006
@clemens & rocky Leider (oder auch zum Glück) wird die Hl. Messe nicht so leicht ungültig! Auch grobe
Missbräuche, wie in diesem Fall, hindern den Herrn nicht, das Kreuzesopfer zu erneuern und Brot und Wein
in seinen Leib und sein Blut zu wandeln. Es ist wohl ein tiefes Geheimniss, dass Gott selbst sich derartig
uns sündigen Menschen ausliefert. Es tut weh, den Herrn so behandelt zu sehen, aber es ist auch beruhigend
zu wissen, dass ich trotzdem an einer gültigen Messe teilgenommen und den Herrn tatsächlich empfangen
habe, wenn ich einmal irrtümlich in eine solche Mese geraten bin.
#4 wolfgang e. 11:50:48 | Samstag, 31. Dezember 2005
Schlau formuliert Leider haben die Sozialisten (aufgrund jahrelangen Trainings auf dem Gebiet der Desinformation)
viel Erfahrung, wie mat Dinge so formuliert, dass man sie sagt und gleichzeitig nicht sagt. „Herausnahme
der Abtreibung aus dem Strafrecht und Verankerung im Gesundheitsrecht“ würde ich auch interpretieren
als Recht auf Abtreibung bis zur Geburt (statt verboten, aber straffrei), mit allen Konsequenzen. Und
wahrscheindlich haben die Sozialisten es auch genau so gemeint, es steht aber nicht explizit da, juristisch
gesehen bedeutet der Satz also garnichts. (Die Sozis wissen genau, warum sie so formulieren.) „Hemmungslose
Kindstötung“ ist unschlau formuliert und daher angreifbar. Wir dürfen aber schlau sein („Seid schlau
wie dei Füchse und listig wie die Schlangen“). Also: mit Mut weiterhin die Wahrheit verkündigen, aber
mit mehr Schläue, dann kann uns auch der Oberste Gerichtshof nichts anhaben.
#2 wolfgang e. 18:09:34 | Freitag, 23. Dezember 2005
liebe Redaktion! Ok, wir haben schon gemerkt, dass ihr das Opus Dei nicht liebt. Müsst ihr ja nicht,
keiner ist dazu gezwungen. Aber derartige platte Hetzartikel, die noch dazu voller Fehler stecken sind
wirklich enttäuschend! Kennt ihr euch im Kirchenrecht nicht aus? Wisst ihr nicht, das das OD mit „ordensähnlich“
nicht zu tun hat? (auch wenn das Dan Brown behauptet) – die meißten Mitglieder sind schließlich verheiratet
und haben einen stinknormalen Beruf! Und was soll der Blödsinn, Mitarbeiter des OD zu Mitgliedern zu
erklären? Wenn ich kreuz.net Geld spende oder für die Redaktion bete (damit sie einen gnädigeren Richter
finden, als sie selber sind) oder einen Leserbrief schreibe, bin ich dann ein Mitglied von kreuz.net?
Über den Rest will ich mich auslassen. Kann jemand, der sich offensichtlich so wenig auskennt, guten
Gewissens so einen Artikel schreiben? Muss sich eine Nachrichtenseite die sich „katholisch“ nennt sich
auf „Da-Vinci-Code“-Niveau begeben? Schämt euch! Im Übrigen: Frohe Weihnachten.
#3 wolfgang e. 11:18:35 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@ Laurentius2 Schließe mich gerne an: mein heutiger Rosenkranz gehört dem Regensburger Bischof. Werde
auch meinen Namenspatron, den Hl. Wolfgang, Bischof von Regensburg, um Fürsprache bitten
#14 wolfgang e. 15:45:23 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ wi-bi Ein interessanter Internet-Artikel für alle, die glauben, dass Meldungen über Uganda nur von
katholischen Medien kommen: aidsmap.com/…CF7-97BCD5B7C8C1.asp Übrigens: wenn man den miserablen Pearl-Index
des Kondoms anschaut, kann man feststellen, das das Kondom nicht einmal zur Kinderverhütung wirklich
taugt. Wie soll es dann ein „absolut sicheres“ Mittel zur Ansteckungsverhütung sein?
#8 wolfgang e. 10:51:18 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ wi-bi Seit bald 20 Jahren versucht die WHO AIDS in Afrika mit Kondom zu bekämpfen – ohne den geringsten
Erfolg: in keinem einzigen Land ist die HIV-Ansteckungsrate gesunken. Ein einziges Land macht hier eine
Ausname: Uganda – hier wurde die Ansteckungsrate auf ein Drittel reduziert. Uganda ist auch das einzige
Afrikanische Land, in dem die AIDS-Kampagne so aussieht: 1. Enthaltasmkeit außerhalb der Ehe 2. Treue
in der Ehe 3. Für diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, die Punke 1 und 2 nicht beachten
wollen, ist es wohl besser, wenn sie ein Kondom benützen, auch wenn das die Anseckungsgefahr nur reduziert
und nicht beseitigt. Sollten 20 Jahre nicht ausreichen, zu erkennen, welche Art der Aufklärung zum Ziel
führt? Hätte man in 20 Jahren nicht auch in anderen Ländern ein Umdenken erreichen können? Lieber
wi-bi: Informiere Dich ein bisschen und denke nach…
#2 wolfgang e. 16:34:29 | Donnerstag, 3. November 2005
Nun ja… vielleicht wollen die Sozis nur einer Klage durch „Jugend für das Leben“ zuvorkommen. Schließlich
haben die Sozis ja auch sofort geklagt, als „Jugend für das Leben“ die Beschlüsse des SPÖ-Parteitags
2004 auf Flugblättern kommentierte…
#5 wolfgang e. 12:35:40 | Montag, 31. Oktober 2005
@ Stimme aus Wien Die Kirche hat zur Rassenlehre sehr deutlich Stellung genommen, z.B. in der auf Deutsch
erschienenen Enzyklika „Mit brennender Sorge“. Von öffentlichen Stellungnahmen hat der Vatikan erst ab
April 1942 abgesehen, nachdem die holländischen Bischöfe ihren Protest gegen die Judendeportation in
allen Kirchen verlesen ließen, und bereits am nächsten Tag alle (bisher verschonten) katholischen Juden
verhaftet und nach Ausschwitz zur Vergasung gebracht wurden. Papst Pius XII hatte keine personliche Angst
vor den Nazis, er befürchtete aber nach diesem Ereignis, dass für die Katholiken Deutschlands die neuerliche
Darlegung von ohnehin schon längst Klargelegtem der Schaden viel größer wäre als der Nutzen, und beschränkte
sich darauf, im Stillen zu helfen, wo er helfen konnte. (Immerhin wurde der Oberrabbiner von Rom nach
dem Krieg Katholik und nannte sich Eugenio, nach dem bürgerlichen Namen des Pius XII, weil ihn der Einsatz
des Papstes für die Juden überzeugt hatte.)
#13 wolfgang e. 09:29:00 | Montag, 31. Oktober 2005
??? Eine katholische Internetzeitung die aus dem Spiegel abschreibt? Ist doch irgendwie lächerlich. Ich
lese doch eine katholische Internetzeitung, weil ich andere Informationen suche als ich in Boulvard-Gerüchteküchen-Magazinen,
die der Kirche nicht unbedingt freundlich gesinnt sind, finden kann. Müsst ihr Euch hier wirklich auf
dieses Niveau begeben? Eure Leser haben besseres verdient.
#3 wolfgang e. 10:58:00 | Samstag, 22. Oktober 2005
Wie wärs mit St. Wolfgang? Der 31. Oktober ist der Todestag (994) meines Namenspatrons, des Hl. Bischofs
Wolfgang von Regensburg. Er hat an der Entstehung der mitteleuropäischen Staaten wesentlich mitgewirkt
(Böhmen: wurde mit seiner Zustimmung eine eigene Diozöse (vorher Teil der Diozöse Regensburg); Ungarn:
als Erzieher der Sel. Gisela trug er viel zur späteren Bekehrung ihres Mannes, des Hl. König Stephan
von Ungarn bei – damit waren die ständigen Überfälle der Ungarn auf Deutschland zu Ende; Deutschland:
Wolfgang war auch Erzieher des Hl. König Heinrich (Bruder von Gisela); Österreich: durch Burg- und Stadtgründungen
(z.B. Wieselburg) trug er wesentlich zur Besiedelung des Gebietes bei, durch die Befriedung der Ungarn
konnte erst Ostarrichi entstehen (Erste Urkundliche Erwähnung von „ostarrichi“ 2 Jahre nach seinem Tod).
Bis zum Verbot durch Josef II war St. Wolfgang am Wolfgangsee daher zurecht der zweitwichtigste Wallfahrtsort
Mitteleuropas (nach Mariazell). In Mitteleuropa hätten wir also viele Gründe den Hl. Wolfgang zu feiern.
Wäre das nicht eine gute Alternative zu Halloween?
#3 wolfgang e. 12:16:55 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
Sehr gut, machen wir nur weiter mit der Selbstzerfleischung. So werden wir Christen nie etwas erreichen
und bis zum Ende der Welt in Internetforen herumraunzen… Eine bessere Kandidatin als Kugler-Lang kann
ich momentan nicht anbieten; auf diese Weise wird auch keine kommen.
#1 wolfgang e. 12:00:55 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
Sehr geehrte Redaktion Frau Dr. Gudrun Kugler-Lang hatte den Mut, in Brüssel ganz alleine 3 Jahre lang
den unbedingten Schutz des Lebens vor dem europäischen Parlament zu verteidigen. Wieviel Mut brauchen
Sie, um aus der Sicherheit einer anonymen Website anderen Feigheit vorzuwerfen? Im roten Wien, in dem
die alleinregierende SPÖ Abtreibungskongresse www.youthforlife.net/detail.php?id=234 finanziert, ist
es ein absolutes politisches Totschlaginstrument, mit HLI in Verbindung gebracht zu werden. (Leider hat
sich HLI in Wien zum Teil auch politisch ungeschickt verhalten, was ihre großartige und bewundernswerte
Arbeit vor den Kliniken nicht schmälern soll). Wenn Frau Kugler-Lang daher klarstellt, dass sie mit HLI
nichts zu tun hat, entspricht das voll und ganz der Wahrheit und ist politisch auch notwendig, um in Wien
überhaubt noch angehört zu werden. Den Wienern kann ich nur Mut machen, dieser Frau eine Vorzugsstimme
zu geben, auch als Signal an die ÖVP! Info: www.kugler-lang.at www.kugler-lang.at/
#5 wolfgang e. 11:43:38 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
Sehr geehrte Redaktion Frau Dr. Gudrun Kugler-Lang hatte den Mut, in Brüssel ganz alleine 3 Jahre lang
den unbedingten Schutz des Lebens vor dem europäischen Parlament zu verteidigen. Wieviel Mut brauchen
Sie, um aus der Sicherheit einer anonymen Website anderen Feigheit vorzuwerfen? Im roten Wien, in dem
die alleinregierende SPÖ Abtreibungskongresse www.youthforlife.net/detail.php?id=234 finanziert, ist
es ein absolutes politisches Totschlaginstrument, mit HLI in Verbindung gebracht zu werden. (Leider hat
sich HLI in Wien zum Teil auch politisch ungeschickt verhalten, was ihre großartige und bewundernswerte
Arbeit vor den Kliniken nicht schmälern soll). Wenn Frau Kugler-Lang daher klarstellt, dass sie mit HLI
nichts zu tun hat, entspricht das voll und ganz der Wahrheit und ist politisch auch notwendig, um in Wien
überhaubt noch angehört zu werden. Den Wienern kann ich nur Mut machen, dieser Frau eine Vorzugsstimme
zu geben, auch als Signal an die ÖVP! Info: www.kugler-lang.at www.kugler-lang.at/
#5 wolfgang e. 12:25:07 | Freitag, 30. September 2005
Seuche Ja, eine große Seuche hat sich in Europa ausgebreitet: Wahrheit will man nicht mehr erkennen können,
daher gibt es auch die Tugend der Klugheit nicht mehr. Die Menschen können also gar nicht mehr grundsätzkich
nachdenken, ob etwas gut oder böse ist. Es fehlt ihnen das Werkzeug dafür. Übrig bleibt die „Situationsethik“,
die gar keine Ethik mehr ist: Man plumpst in eine Situation hinein, und muss dann spontan ohne Grundlagen
entscheiden, was man tut. Wie soll man dann richtig entscheiden? Es zählt nur mehr das momentane „Gefühl“.
Für die Machthaber ist das sehr praktisch: Man kann die Menschen so sehr leicht manipulieren. Und mit
ein bisschen Gefühlsdusselei kann man sie leicht dazu bringen, sogar Abtreibung und bald wohl auch die
Tötung Alter und Kranker für gut zu halten – in ein paar EU-Staaten bereits Realität, wenn wir nicht
Widerstand leisten, bald in allen! Mitleid ohne Klugheit kann sehr grausam sein. Wir müssen die Kardinaltugenden
(Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung) wieder unter den Menschen verbreiten. Wenn ich heute
jemandem das Übel der Abtreibung erkläre, erkläre ich ihm zuerst diese Tugenden, sonst versteht er
mich nicht. Sonst bringe ich die schönsten Argumente und bekomme als Antwort nur „…aber die arme Frau…“
Also: an die Arbeit, Leute, wir haben viel Missionsarbeit zu leisten!
#19 wolfgang e. 13:03:08 | Montag, 26. September 2005
Feigheit Ja, es stimmt, in der österreichischen Volkspartei herrscht große Feigheit, was die Abtreibungsfrage
betrifft. Keiner will etwas gegen die Fristenlösung sagen, aus Angst, sich die Finger zu verbrennen.
Bis vor kurzem war es daher in dieser Frage vollkommen egal, ob man ÖVP oder SPÖ gewählt hat, da beide
den Status Quo beibehalten wollten. Die Situation hat sich jetzt dramatisch geändert: Laut einstimmigem
Parteitagsbeschluss der SPÖ (2004) möchten die Sozialdemokraten die Abtreibung ganz aus dem Strafgesetzbuch
herausnehmen und im Gesundheitsrecht verankern! Abtreibung soll laut SPÖ also in Zukunft ein Recht sein
(statt bisher straffrei unter gewissen Bedingungen). Das würde in Zukunft ermöglichen: 1. Uneingeschränkte
Abtreibung bis zur Geburt 2. Bezahlung der Abtreibung durch Krankenkassa (d.h. jeder Österreicher zahlt
mit) 3. Möglichkeit, jedes Spital mit Frauen-/Geburtenabteilung zur Abtreibung gesetzlich zu verpflichten.
(Kein Scherz: in Frankreich bereits Realität) Die SPÖ wehrt sich momentan gerichtlich gegen diese Interpretation
ihres Beschlusses (Klage gegen „Jugend für das Leben“). Ich bin aber überzeugt, dass wir genau das erwarten
können,wenn die nächste Regierung eine SPÖ-Regierung ist. Somit ist die SPÖ für Katholiken unwählbar.
Bitte das weiterzusagen!
#2 wolfgang e. 17:24:36 | Freitag, 23. September 2005
Hau die Bischöfe Weiter im lustigen Spiel „Hau die Bischöfe“. Die sind ja immer an allem schuld… Hat
die Kreuz.net-Redaktion noch nicht bemerkt, dass das Böse manchmal auch woanders sitzt? Ich kann die
Schuld von Hw. Rothe und Küchl nicht beurteilen, aber günstig sieht es für sie bisher nicht aus. Jedenfalls
haben sie, wenn sie an sonst nichts schuld sind, zumindest durch Unfähigkeit der Kirche einen schweren
Schaden zugefügt. Das sollte doch für einen Absetzungsgrund reichen, abgesehen davon, dass HW Küchl
wie ein trotziges Kind reagiert. Und „Der andere (P. Udo Fischer) ist auch böse“ ist ein Kindergartenargument.
Warum P. Fischer wieder Eingesetzt wurde ist mir auch schleierhaft. Vielleicht ist Bischof Küng hier
genauso machtlos wie sein Vorgänger?
#31 wolfgang e. 15:58:16 | Donnerstag, 15. September 2005
@ Stimme In einigen Punkten stimmen wir überein, z.B. was den Gehorsam betrifft. Der darf sich natürlich
nicht auf Personenkult und „Vergöttlichung“, sondern auf das Amt des Papstes stützen. Ich weiß nur
nicht, wie ich dem Papstamt gehorchen soll, ohne dem konkreten Papst zu gehorchen. Haben Sie eine Lösung
dafür? Auch darf der Gehorsam niemals blind sein. Unseren Verstand haben wir, um ihn zu benutzen. Und
natürlich, wenn ich der Kirche gehorchen will, muss ich der Kirche aller Zeiten gehorchen, darf also
die aktuellen Aussagen des Lehramtes nur im Licht der Tradition betrachten. Ich weiß nicht, wo sie sich
informiert haben, und ich weiß auch nicht, ob Ausgetretene OD-Mitglieder irgendwo so behandelt wurden,
wie Sie es beschreiben. Ich kann es nicht ausschließen. Die Leute, die ich im OD kenne, bemühen sich
tatsächlich um Heiligkeit (so weit ich das beurteilen kann), was nicht heißt, dass alle schon heilig
sind. Solange wir auf Erden leben, neigen wir zur Sünde. Ich habe mich auch informiert, und bisher keinen
Grund gefunden, die zahlreichen Anschuldigungen für richtig zu halten.
#27 wolfgang e. 14:38:45 | Donnerstag, 15. September 2005
Sehr geehrter Gatte von Evelyn Wer kritisiert hat eine besondere Verpflichtung, sich zuerst genau zu informieren.
Das Opus Dei kennen sie offenbar kaum: 1. Genauso wie die Priester sind Laien berufen, heilig zu werden,
und zwar an ihrem Ort, d.h.: in Familie, Beruf und Gesellschaft. Die Laien sollen die Gesellschaft verchristlichen,
apostolisch tätig sein, wo Priester nicht hinkommen können. Das ist eine wichtige Aufgabe, schmälert
aber nicht die Aufgabe der Priester. 2. Mitglieder des OD können nur Katholiken sein. Mitarbeiter müssen
nich katholisch sein, sind aber auch keine Mitglieder, sondern Menschen, die das OD in irgendeiner Form
unterstützen. 3. Da es in der Kirche momentan viel Ungehorsam gibt, war dem hl. Josemaria der Gehorsam
dem Papst und der Kirche gegenüber sehr wichtig. Das ist uralte katholische Tradition. (Auch die Jesuiten
wurden früher deshalb verfolgt.) Das Leben des hl. Josemaria ist übrigens gut dokumentiert, Unordendlichkeiten
beim Heiligssprechungsverfahren waren daher gar nicht notwendig (Siehe Biographie von Vesques de Prada:
es lässt sich fast jede Minute seines Lebens belegen.) 4. Berechtigte Kritik wird im OD immer sofort
und direkt in brüderlicher Weise an den Betreffenden gerichtet, ohne darüber viel Aufhebens zu machen.
Ich habe beim OD noch nie ein böses Wort über irgendeinen Ehemaligen gehört, selbst dann nicht, wenn
er böse Bücher geschrieben hat. Ich kenne übrigens viele ehemalge Mitglieder des OD, die diesem immer
noch freundschaftlich verbunden sind.
#19 wolfgang e. 13:16:34 | Freitag, 9. September 2005
@Ignatius Der KKK steht auf der Tradition der Kirche und ihrer Konzilien. Auch dem Konzil von Trient ist
darin viel Raum gegeben. Das Kapitel über Eucharistie z.B enthält alle wichtigen Aussagen dieses Konzils
zu diesem Thama, inklusive einiger wörtlicher Zitate. Man braucht nur einmal das Quellregister am Schluss
des KKK anschauen um das zu erkennen (An alle Freunde des hl. Athanasius: auch das Konzil von Nicea ist
selbstverständlich dabei.)
#5 wolfgang e. 12:45:49 | Freitag, 9. September 2005
ein Grund zu Feiern Jetzt können wir die Einheiz-Übersetzung endlich tatsächlich zum Einheizen benutzen,
wie es ihr gebürt (obwohl ich mich frage, ob etwas so wässriges gut brennt) und endlich wieder ordentlich
und richtig übersetzen. Vielen Dank an die Protestanten für ihren Ausstieg aus dem Projekt. Gleich zwei
Bitten an die Bischöfe: 1. Der Name Gottes: „Ich-Bin“ statt „Ich-Bin-Da“ (sonst versteht man nicht, dass
Christus sich mit Gott identifiziert, wenn er sagt: „Wisst ihr denn nicht, dass ichesbin?“) 2. „Gegrüße
seist Du Maria voll der Gnade“ statt „du begnadete“. „Begnaded“ sind wir alle durch die Taufe, voll der
Gnade ist nur Maria.
#21 wolfgang e. 10:10:07 | Freitag, 26. August 2005
@palestrinam Der Professor hätte recht, wenn seine Diagnose zutreffend wäre. Es ist eine unangenehme
Eigenschaft vieler Soziologen, ungebeten Ferndiagnosen zu stellen, aus wenigen Fersehbildern gleich eine
Generaldiagnose der Masse zu erstellen. Ich brauche keinen Soziologen, der mir erklärt, was katholisch
ist. Ich höre lieber auf den Papst. Man kann gerne einiges an dem WJT kritisieren, mir hat auch nicht
alles gefallen, und Meinungsfreiheit steht in diesem Bereich jedem Katholiken zu. Vielleich war manches
zu Eventmäßig, aber die Pilger als schwitzende, brüllende, enthemmte Masse darzustellen, deren Verstand
durch Emotion ausgeschaltet wurde, ist schlicht und einfach eine Entstellung. Was hat den der Papst angesprochen
in seinen Predigten, wenn nicht den Verstand? Ein kleinen Detail, das offenbar vielen entgangen ist: Vor
der Kommunion wurde in vielen Sprachen verkündigt, dass man hier den Leib Christi empfängt, und daher
nur Katholiken, die entsprechend vorbereitet sind die Kommunion empfangen dürfen. Ist das Emotionalisierung?
#9 wolfgang e. 18:59:07 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Stimme aus dem Tradiland & Benedikt „sine ira et studio“ ist ein gutes Motto, tatsächlich müssen wir
einander nicht beleidigen, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind (Auch wenn der Professor, wohl ungewollt,
mich und viele andere beleidigt mit seinen Aussagen). Man muss als Katholik WJTs nicht gut finden. Es
steht uns frei, daran Gefallen zu finden oder nicht. Ich glaube aber nicht das Sprechchore ansich etwas
schlechtes sind. Darf man seine Freude nicht in Sprechchören ausdrücken? Natürlich sind emotionale
Events zu wenig für einen Katholiken. Der Glaube spricht die ganze Person an, dazu gehört Geist, Leib,
Seele, Verstand, Wille, aber auch die Emotionen. Wir müssen vor Emotionen keine Angst haben, wenn sie
von einem echten Glauben getragen sind. Viele gläubige Jugendliche stehen mit ihrem Glauben alleine da
(ging mir oft auch so). Es ist gut, hin und wieder zu sehen, dass man nicht allein ist. Doch dann muss
die Vertiefung und die Bekehrung folgen.
#6 wolfgang e. 18:19:21 | Donnerstag, 25. August 2005
nürnberger Reichstag Die Bedenklichkeit speist sich aus anderen Quellen. Zum Beispiel werden wir Zeugen
riefenstahlscher Masseninszenierungen. Das ist nicht nur formal so, sondern auch funktional äquivalent:
Es geht um Giga-Appelle ans Emotionale, um bedenkenlose Gefühlsausschüttung, die als Instrument der
Reflexionsblockade genutzt wird.
#3 wolfgang e. 17:36:28 | Donnerstag, 25. August 2005
Sehr geehrter Professor „Man vergleiche die Bilder von Massenbegeisterungen, welchem Anlaß sie sich auch
immer verdanken, durch die Zeiten: Sie sind immer Bilder einer körperlich-mimisch ausgedrückten Entleerung,
endzeitlicher Hoffnung und Erwartung, von völliger Obsession, in der die Hände flehend gereckt sind,
die Augen naß, Körper und Geist adrenalingesättigt und verschwitzt…“ Dieser Text ist schlichtweg
eine Beleidigung der Teilnehmer. Tud mir leid, anders kann ich das nich ausdrücken. Haben sie wirklich
Dinge wie Nürnberger Reichstag, Woodstock oder Rockkonzerte mit WJT verglichen, oder habe ich mich verlesen?
Ein Kölner Atheist, dem ich begegnet bin, war ganz erstaut, dass derart viele Jugendliche sich trotz
der Unannehmlichkeiten so gesittet benahmen. Er sagte: „Eine Woche später gibt es bei uns das Festival
„Rock am Ring“, da werden wir sicher anderes erleben. Noch etwas: Die Botschaft von Benedikt XVI enthielt
keine Emotionalisierung, und gegen jeden Ansatz von „Personenkult“ hat er sich sofort gewehrt. Am Marienfeld
gab es ein Anbetungszelt, dass 800 Personen fasste. die Ganze Nacht über musste man sich anstellen, um
überhaupt hineinzukommen. Überall waren Priester, bei denen ständig gebeichtet wurde. Haben sie soetwas
in Woodstok gesehen? Der Papst ist Stellvertreter Christi, „il dolce Christo in terra“ (Katharina v. Siena).
Wenn ich ihn verehre, verehre ich Christus, niemanden sonst. Das „Personenkult zu nennen ist für jeden
Katholiken eine Beleidigung.
#2 wolfgang e. 12:38:52 | Freitag, 12. August 2005
Behindertenbekämpfung Die Erfahrung zeigt, daß solche Gesetzesänderungen der erste legislatorische
Schritt im Hinblick auf eine umfassendere Behindertenbekämpfung sind. Die ersten Schritte zur Behindertenbekämpfung
wurden in Österreich schon vor 30 Jahren gesetzt. Seit damals ist in Österreich die Abtreibung vermutlich
behinderter Kinder bis zur Geburt straffrei. Alle weiteren Schritte sind nur eine logische Vortsetzung
des Weges in die Kultur des Todes. Wenn Abtreibung und künstliche Befruchtung in einem Land möglich
sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis weitere Schritte folgen. Die einzige Chance die wir haben ist
Umkehr und Rückkehr zur Kultur des Lebens.
10 Merkmale? Den Merkmalen 10, 9, 8, 7 und 5 stimme ich aus vollem Herzen zu. Punkt 6: das Skapulier ist
sehr wichtig, aber nicht Heilsnotwendig, d.h, man kann auch katholisch sein, wenn einem niemand vom Skapulier
erzählt hat. Auch dem Punkt 4 stimme ich zu. Wenn die Piusbruderschaft wieder in die volle Gemeinschaft
zurückfindet (Was nicht unwarscheinlich ist), hat sie der Kirche sicher einiges zu geben. Punkt 3: Lateinische
Messen besuche ich gerne (ist in Wien auch nicht schwer), doch ist mir die Messe wichtiger als die Sprache.
Punkt 2: EWTN kenne ich nicht. Punkt 1: Auch wenn ein einzelner Bischof oder auch die ganze Bischofskonferenz
total daneben läge, selbst wenn ein Bischof oder ein Priester ein großer öffentlicher Sünder wäre
(was leider oft vorkommt), er hat dennoch ein Heiliges Amt inne, das von Christus kommt. Daher werde ich
ihm seines Heiligen Amtes wegen mit großer Ehrfurcht begegnen (was nicht kritiklos bedeutet). Über ihn
zu lachen, über die Bischoskonferenz zu lachen, nein, da kann ich nicht zustimmen, das ist NICHT katholisch.
Beten, ermahnen, im Notfall dennoch gehorchen, so wie es uns die HL. Katharina von Siena gezeigt hat:
Das ist katholisch! 2. Du denkst, daß der katholische Fernsehsender EWTN nicht konservativ genug ist.
Aber das erste Zeichen, daß du ein traditioneller Katholik bist: 1. Du bekommst einen Lachanfall, wenn
jemand die US-Bischofskonferenz erwähnt.
#1 wolfgang e. 12:10:57 | Donnerstag, 4. August 2005
Hoffentlich Hoffentlich bemerkt die kreuz.net-Redaktion schön langsam, dass der Spiegel keine zuverlässige
Quelle für katholische Nachrichten ist, und vermeidet es in Zukunft, absurde Meldungen wie „Kondomübersäte
Wiese nach Weltjugendtreffen“ kommentarlos aus dem Spiegel abzuschreiben. (Schließlich war die Weltjugendtags-Wiese
in Rom die ganze Nacht beleuchtet und in vielen Gruppen Priester vorhanden. Unbemerkte Schlupfwinkel für
Schlüpfriges gab’s also kaum.)
Liebe Kreuz.net-Redaktion 1. Wie bei allen Mitgliedern des Opus Dei ist auch Bischof Küng nur in geistlichen
Belangen dem Opus Dei verantwortlich. Auf die berufliche Arbeit nimmt das Opus Dei keinen Einfluss (Abgesehen
davon, dass die Mitglieder aufgefordert werden, ihre Arbeit so gut wie möglich zu tun). Was Bischof Küng
als Bischof tut hat daher nichts mit dem Opus Dei zu tun. Bischof Küng ist nicht „Opus-Dei-Bischof“ sondern
Diozösanbischof und als solcher nur der Kongregation für die Bischöfe und dem Papst unterstellt und
verantwortlich, nicht dem Prälaten des Opus Dei. 2. Ich glaube nicht, das Bischof Küng ein „Feind“ von
Bischof Krenn ist, und daher auch nicht ein Feind seiner Anhänger. Ich habe beide Bischöfe kennen- und
schätzengelernt. Bischof Küng ist ein außerordentlich intelligenter und redlicher Mensch, aber mit
einem ganz anderen Charakter als Bischof Krenn. Dieser Charakter ermöglicht ihm, mit großer Klarheit
die Dinge beim Namen zu nennen, ohne überall anzuecken. Auch dem „Forum XXIII“ gegenüber hat er die
Auffassungsunterschiede durchaus angesprochen. Es wäre lohnenswert (und im Sinne der Fairness sogar notwendig),
einige seiner Predigten und Ansprachen zu veröffentlichen um ein richtigeres Bild von diesem Bischof
zu vermitteln.
Zusammenhanglos Der zitierte Text der Genaralaudienz vom 9.9.1998 ist etwas aus dem Zusammenhang herausgerissen
und dadurch sehr Missverständlich. Glücklicherweise sind sämtliche Ansprachen, Audienzen, Enzykliken,…
von Papst Johannes Paul II (und auch von anderen Päpsten) auf www.vatican.va zu finden (unter der Rubrik
„der Heilige Vater“). In der deutschen Version findet sich oft nur der Text, den der Papst tatsächlich
auf Deutsch gesagt at, also am besten immer auch bei anderen Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch,
Portugisisch, Spanisch) nachschauen. Link: www.vatican.va/…es/1998/index_ge.htm Am Schluss der Ansprache
betont der Papst sehr wohl, das Christus der einzige Mittler und Erlöser ist, und Mission daher unumgänglich.