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#91 wolfgang e. 00:15:01 | Samstag, 11. Februar 2012
@ a) cowboyhut, b) alfredprivat . a) in JEDEM Katechismus der katholischenKirche, in jeder Glaubensunterweisung
ist einer der ersten Sätze über Maria, dass sie verehrt, aber keinesfalls wie Gott angebetet wird. .
Deine Vorwürfe sind also komplett unzutreffend. . Die Marienverehrung ist außerdem biblisch: . 1. Dieses
Gebet steht in der Bibel: „Gerüßet seist Du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir, du bist gebenedeit
unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes“ . 2. Bei Lukas sagt Maria zu Elisabeth
u.a. „siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.“ . . b) alfredprivats Meinung, dass nur
öffentliche Wunder einen Sinn hätten, übersieht völlig, dass der Hauptzweck der Wunder die persönliche
Hilfe für einen Hilfsbedürftigen ist, und nicht die öffentliche Erregung darüber. Daher passieren
die meisten Wunder für die Öffentlichkeit völlig unbemerkt. Christus hat vielen geheilten verboten,
darüber zu sprechen… . Warum sollte Gott bei der Geburt seines Sohnes kein passendes „Extrawunder“
wirken? – Die Zeugung war ja auch ein öffentlich nicht erkennbares „Extrawunder“.
#72 wolfgang e. 22:44:50 | Mittwoch, 8. Februar 2012
@Teilzeithelding & Hypatia: . In ganz Europa warten pro Kind, das zur Adoption freigegeben wird, 20 adoptionswillige
Eltern, und das, obwohl die Bestimmungen, wer adoptieren darf, sehr streng sind. Ein mir bekanntes kinderloses
Ehepaar darf z.B. nicht Adoptieren, weil beide über 30 sind. . Insoferne besteht nicht die geringste
Notwendigkeit, homosexuellen Paaren ein Kind anzuvertrauen.
#23 wolfgang e. 09:37:56 | Mittwoch, 8. Februar 2012
Tja bejorommer, da muss ich dich enttäuschen. Die bisherigen zwei Bände des Jesus-Buchs dieses Papstes
sind wesentlich fundierter, als alles, was sonst noch in den letzten 200 Jahren über Jesus Christus geschrieben
wurde. Es ist zu erwarten, dass der dritte Band ähnlich wird. . Aber wahrscheinlich hast du ja die Bücher
des Papstes bisher noch nicht einmal von außen gesehen. (Du beziehst ja Dein Wissen über das Christentum
hauptsächlich aus Drewermanns Gute-Nacht-Geschichten oder Küngs Alleweltphantasien, oder?)
#45 wolfgang e. 00:43:43 | Freitag, 3. Februar 2012
Lieber Cowboyhut, . stell dir vor, ein Kind zerstört zu Hause aus Übermut eine wertvolle Vase. Da es
dem Kind aufrichtig leidtut, ist der Vater gerne bereit, zu vergeben. Dennoch verlangt er vom Kind, wenigstens
die Scherben aufzukehren und wegzuräumen. . Ist das Verarsche? . Es gibt eben auch nach der Vergebung
noch etwas wiedergutzumachen.
#15 wolfgang e. 10:39:09 | Donnerstag, 2. Februar 2012
@wickerl . Das Fegefeuer wurde nicht „abgeschaft“. (Lies nach im Katechismus) . Die Lehre vom Limbus ist
freigestellt. Es ist nicht verboten daran zu glauben. Und was Thomas von Aquin lehrt, hat für die Kirche
zwar große bedeutung, ist aber noch nicht automatisch Lehre der Kirche (siehe z.B. seine Lehre vom Beseelungszeitpunkt…)
. Die Aussage von Bischof Ackermann ist nicht falsch, sie ist „nur“ verkürzt. Die zeitlichen Sündenstrafen
dienen ja zur Wiedergutmachung der bereits vergebenen Sünden, also zur Tilgung des Bösen, das diese
Sünden angerichtet haben.
#311 wolfgang e. 09:19:16 | Mittwoch, 1. Februar 2012
@Goldengel, . Du hast recht, die Missstände, die es in der Kirche zweifellos gibt, verdunkeln den Auftrag
der Kirche mancherorts bis zur Unkentlichkeit. Dennoch gibt es einen Katechismus, der die Lehre der Kirche
klar darlegt. Wenn man will, kann man also durchaus auch heute den Auftrag der Kirche klar erkenen. .
Und glücklicherweise gibt es auch heute in der Kirche nicht nur Missstände. Es gibt auch heute in der
Kirche große Heilige, die, oft unerkannt und unter schwierigen Umständen, viel für das Heil der Seelen
bewirken. . kreuz.net-Lesen macht ein bisschen blind dafür. Denn kreuz.net hat den Fokus derart auf die
negativen kirchlichen Randerscheinungen gerichtet, das seine Macher und Leser Gefahr laufen, gemeinsam
mit den Kritisierten unterzugehen. . Es ist nicht gut, sich zu viel mit dem Bösen abzugeben, selbst wenn
es in guter Absicht passiert, sonst wird man im Strudel mitgerissen. . Besser ist es, sich mit Christus
zu beschäftigen, denn er ist unser Erlöser vom Bösen. Was hat das Böse dann noch für eine Bedeutung?
#268 wolfgang e. 17:43:28 | Dienstag, 31. Januar 2012
@ Leo Miles . Es gibt Missstände, die es auszuräumen gilt. . Dennoch ist die Lehre der Kirche in den
von Dir angesprochenen Punkten im Katechismus klar dargelegt.
#261 wolfgang e. 15:47:26 | Dienstag, 31. Januar 2012
Die Vorsehung ist etwas ganz anderes, als das heidnische Schicksal. In diesem Fall hat clarissa also recht.
. Es geht der Piusbruderschaft vor allen darum, dass der Mensch 1. an den Sohn Gottes, also Jesus Christus,
als einzigen Erlöser, glaubt. 2. Dass der Mensch auch das tut, was Gott möchte, also sich an die Gebote
hält. . Genau darum geht es auch der Kirche. Kann man im Katechismus nachlesen.
#164 wolfgang e. 18:06:10 | Montag, 30. Januar 2012
mater Iesu . Joh. 2,1: . et die tertio nuptiae factae sunt in Cana Galilaeae et erat mater Iesu ibi .
. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. (Ist Maria
die Mutter ihrer Leibesfrucht? – Ich denke wohl schon…)
#74 wolfgang e. 16:51:31 | Freitag, 27. Januar 2012
Lieber Fundi, . Selbst wenn Hugo Black berühmt ist, muss man seiner Interpretation von Religionsfreiheit
keineswegs zustimmen. Religionsfreiheit ist vor allem ein Bürgerrecht, das besagt, das der Bürger ein
Recht auf Religionsausübung hat. Dieses Recht wird nicht im geringsten eingeschränkt, wenn irgendeine
Religion auf irgendeine Weise vom Staat unterstützt wird. Was Hugo Black sagt, ist also Blödsinn und
widerspricht der Intention der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. . Der Staat tut gut daran, Dinge,
die für den Einzelnen, die Gesellschaft und den Staat nützlich sind zu fördern. Es ist daher durchaus
angebracht, wenn katholische Einrichtungen, die der Allgemeinheit dienen, auch durch den Staat unterstützt
werden. . Warum die Kirche in D und Ö darüber hinaus recht viel staatliche Zuwendung bekommt, hat zudem
historische Gründe, da im Zuge der Säkularisierung der Kirche die wirtschaftlichen Grundlagen, um sich
selbst erhalten zu können, entzogen wurden. Die jetzigen Zahlungen sind eine Entrschädigung dafür.
. Der Staat hat es vorgezogen, weiterhin Entschädigung zu zahlen, anstatt das unrechtmäßig Enteingnete
zurückzugeben, weil dadurche die Kirche in einer Abhängigkeit vom Staat gehalten wird. Der jetzige Zustand
entspringt also staatlichem Eigeninteresse. . Auch ich wäre hier für eine konsequentere Loslösung der
Kirche vom Staat, auch finanziell, schließlich würde die Kirche dadurch an Unabhängigkeit gewinnen.
Der Staat hat daran wenig interesse.
#68 wolfgang e. 12:16:03 | Freitag, 27. Januar 2012
Ach Fundi, . In Österreich werden derartig viele Dinge staatlich unterstützt (auch mit meinem Steuergeld),
die ich eigentlich ablehnen muss. . Ist deswegen meine Meinungsfreiheit gefärdet? . Religionsfreiheit
bedeutet nicht, dass der Staat frei von Religion sein soll, sondern, dass jeder Bürger vor dem Staat
ein Recht auf Religion hat. . Inwiefern wird dieses Recht eingeschränkt, wenn der Staat eine Religion
finanziell unterstützt?
#10 wolfgang e. 22:04:51 | Donnerstag, 26. Januar 2012
@ der Geduldige, . warum die katholische Kirche 2010 mehr Austritte zu verzeichnen hatte, ist wohl hinlänglich
bekannt, daher idt das als statistischer Ausreißer zu betrachten. Ob das einen neuen Trend einleitet,
wird sich erst in ein paar Jahren zeigen. Vermutlich eher nicht. Irgendwann weden die Menschen schon merken,
dass der Missbrauchskandal nicht nur die Katholiken betrifft. . Wenn Du die Statistik über mehrerer Jahre
betrachtest, wirst Du feststellen, dass zumindest 2 Jahrzehnte lang die Austrittszahlen in der katholischen
Kirche absolut gesehen deutlich unter den Zahlen der evangelichen Kirche lagen, obwohl die katholische
Kirche in Deutschland all diese Jahre etwas mehr Mitglieder hatte, als die evangelische. . Dieter Steins
Interpretation der Statistik kommt also der Wahrheit doch etwas näher, als deine.
#6 wolfgang e. 12:32:34 | Donnerstag, 26. Januar 2012
Und ? Was ist daran jetzt Karholisch ? . kreuz.net Katholische Nachrichten? . oder neues aus Sodom und
Gomorra? . Möchte kreuz.net jetzt mit Hardcore-Ekelfaktor die Einschaltquoten des Junglecamps übertreffen?
. „Das größte katholische Nachrichtenportal Europas“ – Haha. . Die größte Gomorrismus-Klatschseite
Europas trifft es wohl eher.
#111 wolfgang e. 00:33:21 | Montag, 23. Januar 2012
@ Evelyn #109 „In Europa, in den Ländern wo es eine Fristenlösung gibt, sind es 12 von 1000 Schwangerschaften,
die (legal) abgebrochen werden.“ Das sind ja völlig falsche Zahlen. Nur ein paar Beispiele (Quelle: Enquete
zum Schwangerschaftsabbruch am 26.11.2011 in Wien, veranstaltet von Stadt Wien, österr. Gesellsch. f.
Familienplanung, pro familia): . Schweden im Jahr 2000: 90.441 Geburten, 30.963 registrierte Abtreibungen
(Also: ca. 250 pro 1000 Schwangerschaften) . Frankreich: jährlich ca. 210.000 Abtreibungen, bei ca. 830.000
Geburten, also 150 pro 1000 . Österreich (Studie 1985): Unterste Grenze: 46.000 bis 67.000 Abtreibungen
pro Jahr; 2001 geschätzt: 30.000 – 40.000 Abtreibungen pro Jahr (bei ca. 70.000 Geburten, also ca. 300 –
360 pro 1000 Schwangerschaften).
#75 wolfgang e. 16:49:37 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Was soll bitteschön ein „atheistisches“ staatliches Krankenhaus sein? Private überzeugungen haben doch
in öffentlichen Einrichtungen nichts verloren, oder? .
#72 wolfgang e. 16:24:26 | Donnerstag, 19. Januar 2012
@ Shadow1979 „Private religiöse Überzeugung hat bei der Arbeit nichts zu suchen!“ . Diese Aussage muss
man doch etwas relativieren. Jeder Mensch hat Überzeugungen (ob religiös oder nicht). Diese Überzeugungen
sind natürlich privat, haben aber über die Handlungen jedes Menschen selbstversändlich auch Auswirkungen
auf die Gesellschaft. Somit ist jede Überzeugung auch eine öffentliche Angelegenheit. Sollen die Menschen
etwa, sobald sie zu Arbeiten beginnen, ihre Überzeugungen an der Garderobe abgeben? Arbeitest Du etwa
„Überzeugungsneutral“? Kann die Gesellschaft unabhängig von „privaten“ Personen existieren? . Natürlich
lassen sich gewisse Überzeugungen mit gewissen Arbeiten nicht vereinbaren. Ein „Zeuge Jehowas“ wird wohl
kaum in der Blutspendenzentrale arbeiten. . Aber: . Die Frage, ob es erlaubt ist, einen unschuldigen Menschen
zu töten, ist gar keine Frage religiöser Überzeugungen, sondern derart grundsätzlich menschlicher
Natur, dass es eigentlich eine Schande ist, dass wir hier überhaupt darüber diskutieren müssen. Das
ist nicht irgendeine „private“ Meinung, sondern geht die Gesellschaft ganz grundsätzlich etwas an. .
Und es ist gut, dass diese Krankenschwestern vor Gericht gehen, um das zu klären. . Würde Dir wohl so
passen, wenn sich alle Christen „aus Überzeugung“ von allen weltanschaulich relevanten Arbeiten zurückzögen
und das Feld den Skrupellosen überließen.
#52 wolfgang e. 18:17:30 | Dienstag, 17. Januar 2012
@Przybislav Iamesseblo #30 . „Das Räuberkonzil vertritt eine neue mit der katholischen Lehre KAUM verträgliche
Ekklesiologie.“ . Ein Wunder: sogar Przybislav Iamesseblo hält die Ekklesiologie des 2. Vatikanischen
Konzils für mit der katholischen Lehre verträglich!! (wenn auch nur knapp)… .
#52 wolfgang e. 16:20:46 | Dienstag, 17. Januar 2012
@ 51 „Ich erwarte von der Kirche, dass sie den Frieden Jesu predigt und lebt.“ . Gut, aber: Drewermann
als Kardinal? – Bist Du dir sicher, dass Du das willst? . Wir haben doch schon genug Jammergestalten…
#21 wolfgang e. 10:59:20 | Mittwoch, 11. Januar 2012
@ de Boer . Wenn Du irgendwann Zeit und Lust hast, wirst du bei genauerer Untersuchung feststellen, dass
die katholische Kirche sehr viel mit Christus zu tun hat (Die Beichte und die Eucharistie z.B. lassen
sich gut aus den Aussagen Christi begründen). . kreuz.net hat allerdings mit der katholischen Kirche
nur perihär zu tun, rund die Hälfte der Artikel handeln irgendwie von katholischen Themen, die andere
Hälfte handelt von Homosexualität. Noch krasser ist das bei den 1.000.000 Lesermeinungen. Hier machen
die Meinungen zu Homosekualität wohl an die 75% aus. (Wenn man bedenkt, dass nur etwa 2-4% der Menschen
homosexuell sind, ist das doch ein bemerkenswertes Missverhältnis.) . Ach ja, glaubst Du wirklich, dass
staatlich-sekulare Indoktrination besser ist, als kirchliche? – Ich nicht, wenn ich mir die Geschichte
der letzten 2000 Jahre und speziell der letzten 200 Jahre genauer anschaue.
#252 wolfgang e. 01:10:39 | Montag, 19. Dezember 2011
„sine“ ist eine Präposition, grammatikalisch gesehen daher keine keine Negation. (Ein Mangel ist noch
keine Verneinung.) . Will man diesen Satz: ‘translatio sine lavacro regenerationis AUT eius voto fieri
non potest.’ positiv ausdrücken, ohne den Sinn zu verändern, so lautet er, wie Lycobates richtig sagt,
so: ‘translatio cum lavacro regenerationis AUT eius voto fieri potest.’ . Dem „aut“ ist es für seine
Bedeutung völlig egal, ob davor „sine“, „cum“, „in“, „ex“ oder sonst irgendeine Präposition steht. .
„non“ hingegen ist ein Adverb, daher grammatikalisch gesehen eine echte Negation: ‘Qui non odit patrem
AUT matrem non potest meus esse discipulus.’ Postiv ausgedrückt, ohne den Sinn zu verändern, lautet
er: ‘Qui odit patrem ET matrem potest meus esse discipulus.’ . D.h. nur das „non“ dreht die Bedeutung
von „aut“ um, das „sine“ hat darauf keine Auswirkung. Klingt vielleicht kompliziert, ist aber so. . Daher
auch: ‘Sine ira ET studio’ wenn beide Bedingungen zugleich erfüllt sein sollen.
#250 wolfgang e. 00:45:24 | Sonntag, 18. Dezember 2011
Eigentlich wollte ich ja nichts mehr scheiben… . Aber dieser Satz zeigt eben den Sinn des Wortes „aut“
sehr deutlich: „Qui non odit patrem aut matrem non potest meus esse discipulus.“ . Es reicht aus, nur
den Vater nicht zu hassen bzw. nur die Mutter nicht zu hassen, um kein Jünger sein zu können. Man muss,
um kein Jünger sein zu können, nicht erst beide hassen. . Und Tschüss…
#220 wolfgang e. 17:06:16 | Donnerstag, 15. Dezember 2011
Lieber Quanta Cura, . Es tut mir leid, aber Sie kannen die Regeln der Sprache nicht. Erkundigen Sie sich
bitte bei einer fachkundigen Person ihres Vertrauens, mir glauben Sie ja offenbar nicht. . Ihre Schlüsse
in #215 sind Trugschlüsse. . Du brauchst ja den Satz nur einmal umzudrehen, dann ist klarer, dass ich
recht habe: . C ist nicht möglich ohne A oder B (C ist unmöglich ohne A oder B) Ohne A oder B ist C
nicht möglich (Ohne A oder B ist C umöglich) . Die Umstellung des Satzes bringt keine Bedeutungsänderung,
aber so siehst Du deutlicher, welche Auswirkung das „oder“ hat. . Du unterstellst mir schlechten Willen.
Das ist nicht wahr, ich bin gerne bereit, die Lehre der Kirche anzunehmen, falls sich herausstellt, das
ich mich irre. Nur, bei der Bedeutung dieses Satzes irrst Du dich. . Gib bitte diesen Satz: „C ist nicht
möglich ohne A oder B“ oder auch „Ohne A oder B ist C nicht möglich“ an einen Deutsch- oder Latein-Experten
weiter, und schau, was dieser dazu meint. Ich werde das selbe tun, und Dir mein Ergebnis mitteilen. .
In #218 widersprichts Du dir übrigens selbst. . Übrigens: Trotz der Aussage in Joh 3,5 werden viele
ungetaufte in der Kirche als Heilige verehrt, z.B. die Patriarchen des Alten Bundes, oder die Unschuldigen
Kinder von Bethlehem. Soviel wir wissen, waren auch der hl. Joseph und Johannes der Täufer nicht getauft,
oder? Hat Christus also in Joh 3,5 gelogen? – Ich glaube nicht. Herzliche Grüße, Wolfgang
#214 wolfgang e. 15:24:26 | Mittwoch, 14. Dezember 2011
Auch wenn ich auf taube Ohren stoße: das Wort „oder“ lässt hier deine Interpretation des Textes nicht
zu. . Es ist völlig klar, dass Du im Beispielsatz „Das Auto kann nicht fahren ohne Reifen oder Benzin“
meinst, dass beides zum Fahren nötig ist. Daher ist auch völlig klar, dass das Wort „oder“ in disem
Zusammenhang einfach falsch ist und hier ein „und“ hingehört. . Es ist schlicht und einfach so, dass
„oder“ etwas ganz anderes bedeutet, als „und“. Und wir können einfach nicht negieren, dass im Konzilstext
„oder“ steht. – Das geht einfach nicht. „oder“ kann nicht „und“ heißen. Und die Konzilsväter damals
konnten mit Sicherheit gut genug Latein, sodass wir hier bei der Sorgfalt, mit der solche Texte vormuliert
wurden, keinen Irrtum oder Flüchtigkeitsfehler annehmen können. . Es ist daher eine Tatsache, dass in
DIESEM Satz durch das „oder“ ausgesagt ist, dass ein Menschauch aufgrund des Verlangens nach der Taufe
gerettet werden kann. Das muss ich einmal so akzeptieren. . Auch die Aussage des nächsten Satzes oder
des Kapitel 7 der geichen Sitzung ändert nichts an dem, was in DIESEM Satz steht.
#212 wolfgang e. 11:16:44 | Mittwoch, 14. Dezember 2011
Schau, lieber Quanta Cura. Ich bin kein Experte. Ich weiß nicht, wie man den Umstand löst, dass das
Konzil von Basel-Ferrara-Florenz die Notwendigkeit der Taufe offenbar ganz steng sieht, und das Konzil
von Trient hier ganz offensichtlich die Möglichkeit sieht, dass Gott auch jemanden rettet, der die Taufe
gewünscht, aber nicht erhalten hat. . Keine Ahnung, was ich daraus für Konsequenzen ziehen soll. . Vielleicht
ist ja bereits das Konzil von Trient eine „Räubersynode“, und nicht erst Vatikanum II. . Mich wundert
nur die Tatsache, dass du es als intelligenter Mensch fertigbringst, die tatsächliche Bedeutung des relativ
einfachen Satzes: „quæ quidem translatio post Evangelium promulgatum sine lavacro regenerationis aut
ejus voto fieri non potest,…“ einfach zu ignorieren, nur weil es nicht in Dein Konzept passt. . Wenn
Du Tasachen gewaltsam zurechtbiegen musst, um deine Theorien belegen zu können, dann sind deine Theorien
nichts wert… . Falls der Satz für Dich unklar ist, dann hättest Du immer noch die Möglichkeit, den
Papst, der diesen Satz für gültig erklärt hat, zu fragen, wie er ihn verstehen würde. Die Antwort
darauf findet Du im Catechismus Romanus. (Ja, ich weiß, der Katechismus beansprucht nicht die selbe Autorität,
wie das Konzil, aber es zeigt, wie dieser Papst den Text des von ihm selbst promulgierten Konzils verstand).
. Ich folge hier lieber dem Verständnis des zuständigen Papstes. Dafür muss ich nicht einmal die Bedeutung
eines Satzes verbiegen
#208 wolfgang e. 01:16:54 | Mittwoch, 14. Dezember 2011
Lieber Quanta Cura, . Du bist noch immer auf kein Argument eingegangen. Das einzige, was du tust, ist
wild heruminterpretieren, und den Anderen das Wort im Mund umdrehen. Auf #183 bist Du gar nicht eingegangen,
auf #185 hast Du nur irgendwelche Ausflüchte versucht. . Deine ganze Sonderlehre gründet auf ein Verständnis
des Wortes „oder“, das außer Dir niemand teilt, weil es falsch ist. Deswegen nimmt dich auch offenbar
keiner mehr ernst. . Punkt. . Gute Nacht. . P.S.: der Herätiker ist immer derjenige, der aus dem Text
auswählt, was ihm in den Kram passt. Ich habe den Text schlicht und einfach so genommen, wie er dasteht.
#204 wolfgang e. 22:48:10 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Lieber Quanta Cura, Du bist leider auf kein einziges meiner Argumente eingegangen. Du verdrehst gewaltsam
einen Text, für den ich nichts kann, nur um deienPrivatmeinung zu stützen, die mit der Lehre der Kiche
nicht deckungsgleich ist. Dein Verständniss des Wortes „oder“ widerspricht der Logik und der Grammatik.
. Ansonsten bich ich kein Theologe, und es mag sein, dass ich mich bezüglich des Anfangs der Rechtfertigung
geirrrt habe. Ich werde das noch prüfen. . Was „oder“ bedeutet, weiß ich allerdings, da bist Du gewaltig
im Irrtum. . . Wenn es so um die Menschen bestellt ist, wer kann dann noch gerettet werden? – Für Menschen
ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich. Gute Nacht. . Sagt hier Christus nicht selbst,
dass es für Gott Mittel und Wege gibt, zu retten wen er will? Wir Menschen sind an die Heilsnotwendigkeit
der Taufe gebunden. Gott nicht. . Gute Nacht.
#194 wolfgang e. 18:09:16 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Der Anfang der Rechtfertigung… Das ist ein gutes Stichwort. Das heißt, die Rechtfertigung beginnt bereits,
wenn der Erwachsene ebendieser Gnade (wohlgemerkt bereits vor der Taufe) zustimmt. Das ist allerdings
sehr interessant: Also, schon bevor der Erwachsene sich konkret vornimmt, die Taufe zu empfangen, hat
die Rechtfertigung bereits durch die zuvorkommende Gnade und die Zustimmung des Menschen begonnen. Der
Vorsatz, die Taufe zu empfangen, un die Taufe selbst sind also eine Vervollkommnung einer Rechtfertigung,
die schon zuvor begonnen hat. . Auch hier bist du wieder widerlegt. . Lieber Freund, du verstrickst Dich
immer mehr in einen Strudel unlogischer Schlussfolgerungen. Vielleicht solltest Du einmal gründlich darüber
nachdenken.
#191 wolfgang e. 17:51:56 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Also, Quanta Cura, wenn das so ist, dann können getaufte Säuglinge leider nicht gerettet werden. . Es
ist zwar richtig, dass die Texte des 2.Vatikanischen Konzils manchmal nicht eindeutig sind. Daraus muss
man aber nicht unbedingt schließen, dass auch das Konzil von Trient zweideutig formuliert hat. . Der
Satz „Das Auto fährt nicht ohne Reifen oder Benzin.“ ist schon deswegen falsch, weil mein Auto auch ohne
Reifen und ohne Benzin fahren würde, während es hingegen mit Benzin nicht fahren würde. . Da das gesamte
Lehramt der Kirche nach dem Konzil von Trient das „aut“ so gelesen hat, wie ich (siehe z.B. Catechismus
Romanus, Katechismus Pius X., etc.) wage ich zu behaupten, dass Dein Lehrgebäude nicht das Lehrgebäude
der Kirche ist. . So jetzt zu folgendem: Ich habe nirgends geschrieben, dass das Wort „oder“ nur zwei
positive Alternativen zulässt. Wie du aus #183 ersehen kannst lässt oder nämlich 3 positive Alternativen
zu (also entweder das eine, oder das andere, oder beides). Wenn Du zwei Alternativen willst, musst Du
„entweder … oder“ verwenden („vel … aut“). Und hingegen lässt hier nur eine positive Lösung zu (nämlich
beides). . Das sind keine Vorlieben von mir, sondern das ist die Logik der lateinischen und deutschen
Grammatik. . Übrigens: man kann durchaus Sätze bilden, die grammatikalisch völlig richtig sind, die
aber in sich falsch sind, da sie der Logik widersprechen. Dadurch hören solche Sätze nicht zu existieren
auf, und sie können auch verwendet werden.
#184 wolfgang e. 16:30:25 | Dienstag, 13. Dezember 2011
x ist nicht möglich ohne y oder z . bedeutet: . y vorhanden, z nicht vorhanden –> x ist möglich y nicht
vorhanden, z vorhanden –> x ist möglich y vorhanden, z vorhanden –> x ist möglich y nicht vorhanden,
z nicht vorhanden –> x ist nicht möglich. . . x ist nicht möglich ohne y und z . bedeutet: . y vorhanden,
z nicht vorhanden –> x ist nicht möglich y nicht vorhanden, z vorhanden –> x ist nicht möglich y vorhanden,
z vorhanden –> x ist möglich y nicht vorhanden, z nicht vorhanden –> x ist nicht möglich. . . Da Pflanzen
zum wachsen beides brauchen, Sonne und Wasser, ist dein Beispielsatz somit falsch. . Dein Problem ist,
dass Dein ganzes Lehrgebäude einstürzt, wenn du diese simple Tatsache zugibst.
#180 wolfgang e. 14:34:34 | Dienstag, 13. Dezember 2011
@ catholic . sehr brav. Ja, eine Beichte wäre bei mir wohl wieder einmal nötig… . @ Ammerdeus . Jaja,
meine Legasthenie lässt sich nicht immer verbergen. Leider gibt es hier auf kreuz.net keine hilfreichen
roten Wellen, wenn man etwas falsch schreibt…
#169 wolfgang e. 13:48:57 | Dienstag, 13. Dezember 2011
@ catholic: . Den unwissenden Lehren und den Irrenden zurechtweisen sind Werke der Barmherzigkeit. . Welche
Werke der Barmherzigkeit hast du heute schon geübt? . Vielleicht sollte man hier eine kleinen Grammatikeinschub
machen: . Das lateinische „aut“ und das deutsche „oder“ bezeichnet Bedingungen, die Wahlweise erfüllt
sein müssen. Wenn gemeint ist, dass beide Bedingungen zugleich erfüllt sein müssen, müsste „et …
et“ stehen, oder „aut … aut“ (auf Deutsch „sowohl … als auch“), oder zumindest: „et“ („und“). Das
gilt auch dann, wenn davor ein „sine“ (ohne) steht. . Der Beispielsatz: „Pflanzenwachstum ist nicht möglich
ohne Sonne oder Wasser“ ist schlicht und einfach falsch. er müsste richtig lauten: „Pflanzenwachstum
ist nicht möglich ohne Sonne UND Wasser“. . lateinisches Beispiel: „sine ira ET studio“ („et“, nicht
„aut“) . Ich nehme einmal ganz naiv an, dass die Konzielsväter die lateinische Grammatik soweit beherrscht
haben, dass das Wort „aut“ hier nicht irrtümlich steht.
#164 wolfgang e. 13:10:04 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Hier noch der Lateinische Text. . Caput 4. Insinuatur descriptio justificationis impii, et modus ejus
in statu gratiæ . Quibus verbis justificationis impii descriptio insinuatur, ut sit translatio ab eo
statu, in quo homo nascitur filius primi Adæ, in statum gratiæ et »adoptionis filioram«21 Dei, per
secundum Adam Jesum Christum Salvatorem nostrum; quæ quidem translatio post Evangelium promulgatum sine
lavacro regenerationis22 aut ejus voto fieri non potest, sicut scriptum est: »Nisi quis renatus fuerit
ex aqua et Spiritu Sancto, non potest introire in regnum Dei«23. . 21 Rm 8,15. 22 Can. 5 de baptismo.
23 Jo 3,5. . Hier steht „AUT ejus voto“. Für mich ist das eindeutig genug. . Lieber Quanta Cura, steht
in Deiner Textausgabe der gleiche Text? (Konzil von Trient, 6. Sitzung (Cum hoc tempore, über die Rechtfertigung),
4. Kapitel) – Oder hat einer von uns eine Fälschung?
#76 wolfgang e. 12:50:07 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Lieber Gesunder, Leider hast Du die sachliche Diskussionsebene z.T. wieder verlassen. Danke für den Idioten.
. Leider ist der Sexunterricht in Schule und Kindergarten oft tatsächlich nur ein Sexunterricht, und
verdient nicht, Aufklärung genannt zu werden. . wir stimmen nun in ein paar Punkten überein: – Altersgemäße
Aufklärung, selbstverständlich schon lange vor 18, ist an sich etwas gutes und richtiges, und kann durchaus
auch in der Schule stattfinden. – Diese Aufklärung soll aber keine rein technische sein, sondern zur
Verantwortung erziehen. Ich spreche daher lieber von Sexualerziehung. – Die Eltern sind die Hauptverantwortlichen
für die Erziehung und sollen sich daher selbstverständlich auch in der Schule einmischen. . Bis hierher
stimmt das auch mit den Aussagen von Bischof Hounder überein. . Bei der Frage der Kondomverteilung werden
wir wohl keinen Konsens finden. Es ist ganz klar, dass es in der Welt Gefahren gibt, und dass wir als
Eltern das richtige Verhältniss zwischen zu sehr und zu wenig behüten finden müssen. Ich vertraue offenbar
meinem Kindern mehr, als Du. Versuchung durch andere ist eine Gefahr, nur möchte ich nicht selbst der
Versucher meines Kindes sein, daher gibt es von mir kein Kondom. Das „Sich Vornehmen“ hat eine weitaus
geringere Versagensquote, alls Du glaubst. in den meisten „Versagensfällen“ gab es gar keinen entsprechenden
Vorsatz. Spontane Geschichten sind jedenfalls bei halbwegs klugen Kindern und entsprechender Aufklärung
sehr unwahrscheinlich…
#156 wolfgang e. 10:49:38 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Es steht hier eindeutig, dass man in den Stand der Gnade versetzt wird durch das Bad der Wiedergeburt
(die Taufe), ODER dem Verlangen nach demselben. Auch wenn das Wort „Begierdetaufe“ hier nicht steht, ist
damit genau die Begierdetaufe beschrieben. Ich habe hier also nichts hineinprojeziert, sondern es steht
da im Text. Dass die Begierde nach der Taufe natürlich nur dann ausreicht, wenn die Taufe nicht (mehr)
möglich ist (z.B. weil ein Katechumene unerwartet vor der Taufe stirbt) ist ja durch die übrige Lehre
der Kirche sowieso klar. . Es ist ja bei der Beichte ähnlich: Normalerweise wird die Todsünde nur in
der Beichte vergeben. Im Notfall (im Angesicht des Todes, wenn kein Priester zur Verfügung steht) genügt
die aufrichtige Reue. . Da die Kirche die authentische Interpretin ihrer eigenen Texte ist, und nicht
Quanta Cura, ist sehr wohl dazu auch zu beachten, wie die Kirche das im Catechismus Romanus interpretiert
hat, der im ausdrücklichem Auftrag des Konzils von Trient geschrieben wurde. Und dort ist über das hier
gesagte hinaus die Begierdetaufe und die Bluttaufe explizit erwähnt. . Interessant am Konzilstext ist
übrigens auch die Aussage, dass die Verkündigung des Evangeliums Voraussetzung für die Notwendigkeit
der Taufe ist.
#149 wolfgang e. 03:53:22 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Für Quanta Cura: Konzil von Trient, 6. Sitzung (Cum hoc tempore, über die Rechtfertigung) 4. Kapitel:
Die Beschreibung der Rechtfertigung des Sündhaften, und ihre Weise im Stande der Gnade wird angegeben
. Und mit diesen Worten wird die Beschreibung der Rechtfertigung des Sündhaften angegeben, so dass sie
sei die Hinübersetzung aus jenem Stande, in welchem der Mensch, als Sohn des ersten Adams, geboren wird,
in den Stand der Gnade und Aufnahme (Gal 4,5) unter die Kinder Gottes, durch den zweiten Adam Jesum Christum,
unsern Heiland; welche Hinübersetzung aber, NACH DER VERKÜNDIGUNG DES EVANGELIUMS, ohne das Bad der
Wiedergeburt, ODER DEM VERLANGEN NACH DEMSELBEN, nicht geschehen kann, wie geschrieben steht (Joh 3,5):
„Wer nicht wiedergeboren ist aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste, kann nicht eingehen in das Reich
Gottes.“ . Hier steht sie also, die Begierdetaufe. Die Katechumenen sind nicht explizit erwähnt, es ist
aber wohl logisch, dass Katechumenen nach der Taufe verlangen. Bei der sog. „Bluttaufe“ habe ich mich
geirrt, die wird erst im zugehörigen Catechismus Romanus erwähnt. LG. Wolfgang
#69 wolfgang e. 02:37:34 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Lieber Gesunder, Danke, dass Du jetzt vernünftiger argumentierst. 1. Der Vorsatz, außerhalb der Ehe
keinen Sex zu haben ist an sich mit leichtigkeit zu erfüllen, wenn man einmal kapiert hat, worum es dabei
geht. Sogar ich habe das geschafft. 2. Vertrauen schenken bedeutet vor allen einmal: grundsätzlich vom
positiven ausgehen, nicht vom negativen. Wenn ich meinem Kind von vorneherein ein Kondom mitgebe, vermittle
ich zweiteres, und erhöhe damit die Wahrscheinlichkeit, dass mein Kind „fällt“. Das ist somit, wenn
auch ungewollt, eine Anstiftung zur Promiskuität. 3. „Gelegenheit macht Diebe“: Ein mitgebrachtes Kondom
schafft (zumindest vermeindlich) Gelegenheiten. 4. Russisches Roulette ist vielmehr der Glaube, dass ein
Kondom schützen würde. Die vermeindliche Sicherheit des Kondoms ist trügerisch. 5. Gibst Du deinem
Kind auch saubere Nadeln mit, für den Fall, dass er doch Drogen nimmt? 6. Der Sicherheitsgurt im Auto
ist ein völlig anderer Fall, da Autofahren an sich nichts schlechtes ist (und bereits bei erlaubten Geschwindigkeiten
wesentlich gefährlicher, als die Nicht-Mitnahme von Kondomen). Fahren mit Gurt kann ich daher ruhigen
Gewissens empfehlen. 7. Wer garantiert mir, dass mein Kind, wenn es das „Sexverbot“ missachtet, gleichzeitig
das „Kondomgebot“ beachtet? 8. Andererseits: wenn mein Kind schon das „Sexverbot“ missachtet, warum sollte
es dann gleichzeitig ein (weniger wichtiges) „Kondomverbot“ beachten? Kondome sind im Ernstfall leicht
zu bekommen.
#63 wolfgang e. 00:14:16 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Lieber „Gesunder“ . Deine Vorwürfe gehen völlig ins leere. . Die Christen sind normalerweise die ersten,
die sich ihrer Schwachheit bewusst sind. Deshalb weiß ich auch von mir selbst bei jedem Vorsatz, den
ich fasse, dass ich sowohl die Möglichkeit habe, ihn zu erfüllen, oder eben auch nicht. Ebenso weiß
ich, dass es bei meienen Kindern keine 100%ig Garantie gibt, das sie ihre Vorsätze erfüllen. Als Vater
rechne ich daher immer auch mit beiden Möglichkeiten. . Nur, wie werde ich z.B. einen Vorsatz zur Enthaltsamkeit
eher unterstützen: Indem ich sage: „Mein Kind, ich vertraue Dir, dass Du es schaffen kannst“, oder indem
ich sage: „Mein Kind, ich stecke dir zur Sicherheit noch ein paar Kondome ein.“ . Die Anstiftung zur Promiskutiät
ist, wie schon gesagt, auch mit Kondom weitaus riskanter, als ein „ungeschützter Ausrutscher“. Die „Sicherheit“
der Kondome wird von vielen maßlos überschätzt. (Was nützt eine 90% erhöhte Sicherheit, wenn ich
dafür 10x so viel Sex habe?) . Ein Kind in der Stadt alleine in die Schule gehen zu lassen, ist z.B.
für das Kind wesentlich lebensgefährlicher, als meinem Kind keine Kondome zu geben. Trotzdem ist es
unbedingt notwendig, dass sich mein Kind irgendwann selbsttständieg bewegen kann. Bin ich in deinen Augen
auch ein Mörder, wenn ich mein Kind zu dieser Selbbstständigkeit erziehen möchte? . Es ist übrigens
zuerst einmal das Recht und die Pflicht der Eltern, und nicht des Staates, die Kinder zu erziehen. Karl
Marx ist hier schon längst überhohlt.
#13 wolfgang e. 19:19:27 | Montag, 12. Dezember 2011
Hallo Gesunder, . Deine Meldungen sind einfach nur noch krank. . Selbst in dem Fall, dass man mit dem
Vorsatz scheitert, bis zur Ehe zu warten, und in einem Anfall ungehemmter Romantik doch vorzeitig (und
mangels Kondom „ungeschützt“) sich seiner Flamme hingibt, ist das Ansteckungsrisiko immer noch wesentlich
geringer, als bei jungen Leuten, die aufrund des fehlenden Vorsatzes mehrere Sexualpartner „verbrauchen“,
um dann festzustellen, das auch ein Kondom keinen 100%igen Schutz bietet. . Und das hat jetzt nicht einmal
etwas mit bigotter Frömmelei zu tun. . Wie willst Du eigentlich Deine Kinder erziehen? Sagst Du ihnen,
dass es völlig in Ordnung ist, zu stehlen, solange man darauf achtet, nicht von der Polizei erwischt
zu werden (nenne es von mir aus „safer stealing“), weil Dir sowieso klar ist, dass es sinnlos ist, sich
vorzunehmen, niemals zu stehlen? Oder wie?
#4 wolfgang e. 18:48:55 | Montag, 12. Dezember 2011
@ Palpetina: Das Wort „Gebärmaschine“ ist eine Beleidigung für jede Frau. . Die sogenannt „neutrale“
schulische Sexualerziehung zielt leider in vielen Fällen darauf ab, dass die Kinder ihre eigenen sexuellen
Handlungen nicht mehr kritisch hinterfragen. . (Die Devise, „gut ist, was gefällt“ führt leider nicht
zu kritisch denkenden jungen Leuten).
#20 wolfgang e. 17:16:35 | Montag, 12. Dezember 2011
@ #14 Simplicissimus „Es gibt einige Priesterinnen bei der (alt-) katholischen Kirche. Nach römisch-katholischem
Recht ist die Weihe gültig aber unerlaubt. Wie bei der FSSPX.“ Falsch. Nach römisch-katholischem Recht
ist so eine Weihe ungültig und unerlaubt, somit völlig wirkungslos. (Schau z.B. nach im CIC) Die FFSPX
ist ein völlig anderer Fall.
#7 wolfgang e. 14:28:59 | Mittwoch, 7. Dezember 2011
Es gibt schon einen Unterschied zwischen dem Weltbild-Skandal und dem Styria-Skandal: Weltbild gehört
direkt einigen deutschen Diözesen, also im Prinzip der katholischen Kirche Deutschland. Die Styria-Gruppe
gehört einer Privatstiftung. Auch wenn sich diese Privatstiftung immer noch „katholisch“ nennt, steht
sie dennoch nicht in irgendeinem Eigentumsverhältnis zur katholichen Kirche in Österreich. Die deutschen
Bischöfe sind also für Weltbild verantwortlich. Die österreichischen Bischöfe sind nicht für Styria
verantwortlich. Allenfalls könnte man der Stiftung verbieten, sich „katholisch“ zu nennen.
#83 wolfgang e. 14:58:47 | Dienstag, 29. November 2011
Lieber Nachdenklicher, . Falls Du in Betracht ziehst, dass es außer dem sichtbaren natürlichen auch
etwas unsichtbar übernatürliches gibt (z.B. Gott, Engel, Seele, Leben nach dem Tod), dann gibt es keinen
rationellen Grund, die Existenz von Teufeln generell abzulehnen. . Nur für einen Atheisten wäre es gewissemaßen
unlogisch, die Existenz von bösen übernatürlichen Wesen anzunehmen. . Dass so manche Geisteskrankheit,
wie wir heute wissen, eine „harmlose“ Krankeit ist, und nichts mit Besessenheit zu tun hat, widerlegt
noch lange nicht, dass es den Teufel gibt. . Ich empfehle Dir, in Wien an einer Pro-Life-Veranstaltung
teilzunehmen. Dann hast Du bei den Gegendemonstranten die Gelegenheit, jenen abgrundtiefen, unmenschlichen
Hass kennenzulernen, den der Widersacher normalerweise nicht so offen ausbrechen lässt. Da gibt es wirklich
Menschen, die in der Lage sind, zwei volle Stunden lang in einer Lautstärke zu brüllen, dass selbst
eine gute Lautsprecheranlage kaum dagegen ankommt. Richtig gruselig, kann ich nur sagen.
#16 wolfgang e. 10:07:19 | Dienstag, 29. November 2011
@ #15 . Stimmt. Das „Mittelalter“ ist eine Erfindung der Neuzeit. (Abgesehen davon, dass es gar nicht
so „finster“ war, wie manche meinen. – Man sehe sich nur die gotischen Kathedralen an…) . Von einem
„Nachdenklichen“ würde ich mir erwarten, dass er ein bisschen mehr nachdenkt, und ein bisschen weniger
die Dinge, die er nicht versteht, pauschal als „Blödsinn“ abzutun. . Wenn man einmal die Demonstranten
gegen Pro-Life-Veranstaltungen erlebt hat, fällt es nicht mehr schwer, an die Existenz des Teufels zu
glauben. Ich glaube, dass der Mensch alleine nicht zu so geballtem Hass fähig ist.
#43 wolfgang e. 12:49:09 | Montag, 28. November 2011
@ Atica, . Wenn Du mir irgendeinen stichhaltigen Nachweis für die 50% liefern kannst, bitte nur zu. Viel
Spass bei der Suche. . Wenn dir der Nachweis nicht gelingt, dann bleibt es dabei: Das ganze ist global
aufgeblähter Basenatratsch. . Wenn ich (wie Berger) rein von meinen Erfahrungen ausginge (ich kenne viele
gute Priester), käme ich auf einen Prozentsatz von 0,2% möglicherweise homosexuell veranlagte Priester.
Ich beanspruche allerdings nicht (im Gegensatz zu Berger), diese persönliche Erfahrung alleine schon
für objektiv zu halten. Bei Begrer kommt dann zu seiner subjektiv persönlichen Brfahrung noch maßlose
Übertreibung dazu (man will sein Buch ja auch verkaufen…)
#36 wolfgang e. 12:37:54 | Montag, 28. November 2011
@Atica, . Genau das ist die falsche Einstellung. Es geht eben nicht darum, zu glauben, was ich will, sondern
darum, durch kritisches Überprüfen der Wahrheit näher zu kommen. . Es ist auch nicht schlichtweg „wurscht“,
ob 50% oder 5% stimmen. Das macht einfach einen großen Unterschied.
#31 wolfgang e. 12:26:41 | Montag, 28. November 2011
Atica-Logik . Ich mach mir die Welt widi-widi-wie sie mir gefällt… . Wer „offenen Geheimnissen“ ungeprüft
vertraut, der hat noch nicht verstanden, was „kritisch denken“ bedeutet. . Die Menschen heute sind sehr
leicht manipulierbar, weil jeder sein „Bauchgefühl“ für die Wahrheit hält. . (Von „aufgeklärt“ im
Sinne von kritischem Vernunftgebrauch keine Spur…)
#22 wolfgang e. 11:59:09 | Montag, 28. November 2011
@Atica . Glücklicherweise hält das „Geheimnis“ einer kritischen Prüfung nicht stand. . Es gibt homosexuell
veranlagte Priester. Aber Bergers Prozentsatz ist schlicht und einfach Schwachsinn.
#15 wolfgang e. 11:46:44 | Montag, 28. November 2011
@ #1 + #3: . „Offene Geheimnisse“ haben meist die Qualität von Basenatratsch, mit anderen Worten: viel
Lärm um nichts. Meist haben solche offenen Geheimnisse durchaus einen wahren Kern, der spielt sich aber
meist in einem Bereich von vielleicht 5-10% ab. . Wenn nun Herr Berger das „Offenen Geheimnisse“, dass
die Hälfte aller Priester homosexuell veranlagt sein, als Tatsache verkaufen will, muss man wohl auch
hier einen Prozentsatz von 5-10% als wahren Kern annehmen. . Damit kämen wir auf 2,5-5% homosexuell veranlagte
Priester. Das wäre nun tatsächlich keine verkaufbare Sensation, denn das entspricht dem Prozentsatz
der Durchschnittsbevölkerung. . Da Herr Berger viel in homosexuelle Kreisen verkehrt, mag ihm der Protsentsatz
tatsächlich höher vorkommen, allerdings ist das keine objektive Sichtweise. . Würde Herr Berger seriös
recherchieren, müsste er diesen Fehler bemerken. Daraus ergibt sich, dass seriöse Recherche offenbar
nicht unbedingt sein Anligen war. . Herr Berger hat also unbewiesene Gerüchte als Wahrheit verkauft.
Er hat damit wohl zu 5-10% die Wahrheit gesagt, allerdings sind somit auch 90-95% seiner Aussagen unwahr.
. (Wer es nicht weiß: die Basena ist in alten Wiener Häusern der Kaltwasserhahn im Stiegenhaus, wo sich
die Bewohnerinnen beim Wasserholen über die neusersten Gerüchte ausgetauscht haben…)
#48 wolfgang e. 11:18:30 | Freitag, 25. November 2011
@ Tomás #45 . Das ist wieder einmal ein Beispiel der typischen Vorgehensweise der Sedisvakantisten. .
Wenn der Papst für bestimmte Fälle Kondome „erlaubt“ hätte, dann hättest Du bis zu einem gewissen
Grad recht. . Allerdings hat der Papst mit keinem einzigen Wort Kondome erlaubt. Das war eine reine Konstruktion
der „Weltpresse“, die den Wortlaut der Papstaussage verdrehte. . Es ist ganz einfach eine Tatsache, dass
jemand, der schwer sündigt, aber dabei die Sorge hat, den Schaden, den seine Sünde anrichtet, geringer
zu halten, zumindest einen Funken mehr Verantwortungsbewusstsein zeigt, als jamand, dem auch der Schaden
völlig egal ist. . In beiden Fällen liegt eine schwere Sünde vor. Im zweiten Fall ist das Übel aber
noch größer als im ersten. . Zurück zu den Homosexuellen Handlungen: Homosexuelle Handlungen sind in
sich schlecht (hat unser Papst nie bestritten). Künstliche Verhütung ist in sich schlecht (hat unser
Papst nie bestritten). Bei homosexuellen Handlungen gibt es keine Verhütung, da homosexuelle Handlungen
per se unfruchtbar sind. Daher ist die Verwendung eines Kondoms hier kein Verhütungsmittel. Die Verwendung
des Kondoms kann also hier die Sittenwidrigkeit der Handlung nicht mehren.
#130 wolfgang e. 22:53:51 | Donnerstag, 24. November 2011
„Sie machten aus dem ehemaligen Haus Gottes einen verweltlichten Kult-Ort mit der Ausstrahlung einer Toilettenanlage.“
. Ähem, was hat die kreuz.net Redaktion für loxuriöse Toilettenanlagen? . @ GelberStrahl: Verpiss Dich
#45 wolfgang e. 22:47:51 | Donnerstag, 24. November 2011
@ Antonio Michele Ghislieri . Also, wenn ein Einbrecher zusätzlich zum Diebstahl auch noch gröbere Schäden
am Gebäude anrichtet, ist das mit Sicherheit noch schlechter, als wenn er „nur“ stiehlt, das Gebäude
aber nicht beschädigt. . Dazu braucht man kein 11. Gebot. . Und wenn man diesen Sachverhalt feststellt
hat man damit noch lange nicht den Diebstahl „erlaubt“.
#19 wolfgang e. 09:40:40 | Donnerstag, 24. November 2011
@ Evelynn . Das Geschreibsel von „GelberStrahl“ ist tatsächlich etwas „eigenartig“, um es einmal so auszudrücken.
. Andererseits sollte man sich (@#10) nie allzu sicher sein, Jesus auf seiner Seite zu haben. Jesus stellt
nämlich hohe Ansprüche, denen hier auf Erden nur die wirklich Heiligen annähernd gerecht werden. .
Was die Kondome betrifft (@#4), sollte man eigentlich dem Papst einen Orden umhängen, und einige Regierungschefs
und NGOs für das unreflektierte Verteilen von Kondomen ins Gefängnis werfen. . Es ist inzwischen gut
belegt, dass die AIDS-Ansteckungsrate nur in den Ländern Afrikas zurückgegangen ist, in denen eine ABC-Kampagne
durchgeführt wurde (Also 1. Abstinence: Enthaltsamkeit außerhalb der Ehe, 2. Be faithful: Treue in der
Ehe, 3. Condoms: Kondome als absolute „Notfallmaßnahme“ für Leute, die sich weigern, die ersten beiden
Punkte zu erfüllen). . Dieses ABC-Programm wird von der katholischen Kirche mitgetragen. Der wenig geglückte
Versuch, das Kondom in Uganda völlig zu verbannen, stammte nicht von der katholischen Kirche, sondern
von amerikanisch evangelikalen Kreisen. die katholische Kirche weiß nämlich, das die Menschen Sünder
sind, und ein gewisser Prozentsatz von Menschen daher trotz aller Bemühungen Untreu sein wird. In so
einem Fall ist dann Sex mit Kondom ein etwas geringeres Übel, als Sex ohne. . Das „Verhütungsverbot“
der katholische Kirche setzt nämlich zuerst die eheliche Treue voraus. Alles andere wäre Unsinn.
#85 wolfgang e. 09:12:31 | Dienstag, 22. November 2011
#Ecclesiastes (& Evelynn) . Die zwei Gebote besonders herauszuheben, die Christus selbst als die wichtigsten
Gebote bezeichnet hat, kann man nicht wirklich als „Rosinenpickerei“ bezeichnen. Immerhin hängen an diesen
zwei Geboten „das ganze Gesetz und alle Propheten“. . In diesen zwie Geboten ist also der gesamte Kuchen
enthalten. . Es ist daher nicht möglich, diese zwei Gebote zu leben, ohne alle anderen zu beachten. Es
wäre andererseits ein Unding, alle anderen Gebote zu beacheten, ohne die beiden Liebesgebote vor Augen
zu haben. Genau das wäre dann nämlich „Rosinenpickerei“.
#10 wolfgang e. 11:07:55 | Donnerstag, 17. November 2011
Der Artikel klingt irgendwie in sich unlogisch. . Welcher Wahrheitsbeweis ist gelungen? . Dass Hw. Pytlik
in „homosexuelle Seilschaften verstrickt sei“, . oder „dass er Remigius R. als Kronzeugen für Mißstände
im Sankt Pöltener Priesterseminar aufgebaut habe“, . oder dass er dies tat, „um den früheren Sankt Pöltener
Bischof Kurt Krenn zum Rücktritt zu zwingen“? . Weiß irgendjemand hier, was wirklich Sache ist? . @ Lux:
werden diese spinnerten Verschwörungstheorien um St. Pölten niemals aufhören? Bitte beantworte mir:
warum hätte Bischof Küng unbedingt Bischof von St. Pölten werden wollen? Ist der Bischof von St. Pölten
irgendwie „mehr wert“ oder „mächtiger“, als der Bischof von Feldkirch? Gerade Bischof Küng, der (als
Visitator) die Zustände der Diözese gut gekannt hat, hätte doch niemals angestrebt, dieses Wespennest
freiwillig zu übernehmen, wenn er nur halbwegs bei Vernunft gwesen war.
#67 wolfgang e. 13:44:00 | Montag, 14. November 2011
„…weil in der Konzilssekte alles erlaubt ist“ . Stimmt, das habe ich vergessen: Neben Falschinformationen,
Falschinterpretationen und einem gewissen Verfolgungswahn gehören auch Unterstellungen und Pauschalisierungen
zum Standardrepertoire des Sedisvakantismus. . Aus diesem Grund habe ich mich, nach anfänglichem Interesse,
sehr bald von diesem Thema wieder abgewandt.
#59 wolfgang e. 12:37:51 | Montag, 14. November 2011
@ Tomás: . Bischof Meisner hat Herrn Berger schon längst die missio canonica entzogen. Herr Berger is
also nicht mehr Religionslehrer. . (Verdächtigungen aufgrund von mangelnder und falsch interpretierter
Information, wie hier gegen Meisner, sind meiner Erfahrung nach genau jener Sand, auf dem der Sedisvakantismus
gebaut ist… Hier wird fälschlich angenommen, Meisner hätte nichts unternommen, und daraus gleich ein
Rundumschlag gegen Bischof, Papst, „Konzilssekte“ und CIC geformt. Man könnte das Paranoia nennen.)
#31 wolfgang e. 16:55:06 | Donnerstag, 10. November 2011
@ DerRabe #6 . Ich bin mir nur nicht sicher, ob es wirklich notwendig ist, die Niveaulosigkeit anzugreifen,
indem man sie gleichzeitig aufgreift. . So sehr das Verhalten von z.B. Herrn Berger zu kritisieren ist,
ist es andereseits auch eine Tatsache, das kreuz.net ohne Berger-Artikel viel weniger Leser hätte.
#4 wolfgang e. 14:28:32 | Donnerstag, 10. November 2011
Allerdings, auch wenn ich kein Priester, und daher kein Betroffener bin: . Von Zulehner würde ich mich
auch nicht befragen lassen. Die Umfrage vor einem Jahr war schon in den Fragestellungen extrem manipulativ.
Hinzu kam dann noch eine extrem ätzende Interpretation des hw. Herrn Soziologen. . Da kann man tatsächlich
nur mehr sagen: Frag Dich doch selbst, Du weißt doch sowieso schon, was herauskommen soll. (Nur dass
die – immerhin auch von Zulehner ausgebildeten – Jungpriester großteils anders denken, lässt sich nicht
ganz wegretouchieren. Da muss man dann natürlich etwas von Unterwürfigkeit und Autoritätshörigkeit
daherfaseln…)
#2 wolfgang e. 13:58:58 | Donnerstag, 10. November 2011
Unterhosenthemen sind die Lieblingsthemen von Wir-sind-Kirche, Laieninitiative, Priester-Initiative, Zulehner
und kreuz.net. . Interessant, oder? . Sex sells (oder im Fall von kreuz.net: Sex macht kreuz.net zur -angeblich-
größten -angeblich- katholischen deutschen Internetseite) .
#43 wolfgang e. 19:54:40 | Montag, 7. November 2011
@Hare Krishna #31 . Das Thema hat auch unser guter Jo Behrens nicht kapiert, Du bist also nicht alleine.
. Also, probieren wir es noch einmal: . Das wichtigere Gebot ist die Treu in der Ehe, und die Enthaltsamkeint
außerhalb der Ehe. . Das „Kondomverbot“ gilt überhaupt nur unter der Voraussetzung, dass Du das voherige
wichtigere Gebot beachtest. Auch in der Fruchtbarkeit des Menschen nicht zu trennen, was Gott verbunden
hat (nämlich Sex, und die prinzipielle Möglichkeit zur Nachkommenschaft), bedeutet nämlich eine Steigerung
der Treue, die ohne die vorherige Treue zum Ehepartner gar keinen Sinn hat. . Menschen, die untreu sind,
und dadurch Gott (und der Kirche) nicht gehorchen, werden dann wohl kaum aus Gehorsam der Kirche gegenüber
dabei auf ein Kondom verzichten. Wenn sie auf ein Kondom dabei verzichten, dann wohl doch aus ganz anderen
Gründen (und Verantwortungslosigkeit ist von diesen Gründen wohl nicht der letzte). . Die Statistik
gibt übrigens der Kirche recht: Die AIDS-Ansteckungs-Rate ist genau in den Ländern Afrikas gesunken,
in denen keine blöde Kiondom-Propaganda gemacht wurde, sondern die Männer zu einem verantwortlichen
Umgang mit Sexualität angehalten wurden. Die Journalisten und Politiker, die damals den Papst beschimpften,
haben diese Statistiken schlichtweg ignoriert.
#3 wolfgang e. 09:56:51 | Montag, 7. November 2011
Irgendwie geht mir dieses völlig niveau- und verständnislose Papst-Kommentieren der kreuz.net-Redaktion
ziemlich auf die Nerven: . Der Papst hat nicht vom Atheismus gesprochen, sondern vom Nihilismus. Das ist
nicht das selbe. . Ja, die meisten Menschen nemen den Nihilismus völlig unbewusst und unreflektiert an.
Das eingeschobene „-angeblich-“ ist wieder einmal völlig unnötig und deplaziert. Die Machthaber dieser
Welt sind sehr interessiert daran, das die Menschen nicht nachdenken. Und es gibt viele Mittel und Wege,
das zu erreichen. . Da, ist übrigens (@Atica) auch der Grund, warum immer weniger Menschen sich nicht
mehr um Religion kümmern. Nachdenken macht in der Regel religiöser. Die grassierende Gottlosigkeit ist
daher eine Folge eines Mangels an echter Aufklärung. Es gibt also zwar weniger Religioten, dafür um
so krassere Nihilioten. Schade.
#39 wolfgang e. 17:56:11 | Donnerstag, 3. November 2011
@ sinah . Ja, es gab einen Bruch, in Bereichen, in denen es kein unfehlbares Lehramt gibt. Eine Lehre
der Kirche über den Staat kann nichtt unfehlbar sein. . Das Konzil hat daher mit gewissen Traditionen
gebrochen, nicht aber mit der Tradition. Das ist ein Unterschied. . Die Lehre zum katholischen Staat war
in den letzten 200 Jahren für die Kirche ein Disaster. Herrscher wie Josef II haben die enge Beziehung
zwischen Kirche und Staat gegen die Kirche gewandt, die Kirchengüter eingezogen, sattdessen eine Fonds
errichtet und somit die Priester zu Staatsbediensteten gemacht, die Universitäten verstaatlicht, somit
auch die Priesterausbildung. Die Folgen haben wir heute noch zu spüren. die gesamte deutschsprachig-liberale
Theologie entspringt genau diesem System. . Das Problem ist also nichtz V.II, sondern die Geschichte von
mindestens 200 jahren. . Die Kirche muss sich vom Staat trennen, um diesem Würgegriff zu entgehen. Noch
immer werden bei uns die Priester an staatlichen Unis ausgebildet, aif deren Proffessorenschaft die Bischöfe
nicht die geringste Einflussmöglichkeit haben.
#2 wolfgang e. 10:47:47 | Donnerstag, 3. November 2011
Felley hat dem Papst wieder einmal nur halb zugehört. . Unser Papst hat keineswegs nur beschönigend
von einer Hermeneutik der Kontinuität gesprochen, sondern auch die Bruchlinien klar benannt. Außerdem
sieht er sehr wohl auch die Schwierigkeiten der Kirche. . Es gab z.B. mit dem 2. Vatikanum tatsächlich
einen Bruch in der Staatslehre der Kirche (Abkehr von der Idee des katholischen Staates, Akzeptanz der
richtig verstandenen Trennung von Kirche und Staat). . Das Problem liegt darin, dass die Piusbruderschaft
die katholische Staatslehre für unfehlbares Glaubensgut hält, während in Wirklichkeit die Organisation
eines Staates der menschlichen Freiheit überlassen ist. Die Kirche kann daher zum Staatswesen keine unfehlbare
Lehre haben, ähnlich, wie es keine unfehlbare Lehre der Kirche geben kann, wie ein Fußballverein zu
organisieren ist. . Da die Organisationsform der modernen Staaten eine andere ist, und da die enge Verbindng
zwischen Kirche und Staat seit mindestens 200 Jahren immer mehr zu Ungunsten der Kirche ausgefallen ist
(die Auswirkungen sieht man heute in der lieberal-deutschen Kriche), war hier ein Umdenken nötig, um
die Identität der Kirche zu wahren. . Es war also durchaus ein Bruch in der Peripherie, der Notwendig
war, um den Wesenskern der Kirche zu bewahren. . Der Umgang mit diesem Bruch, und das Überwinden der
Probleme, deren Wurzeln viel älter sind als V.II, das muss noch gelernt werden. Bei vielen Konzilien
sind die Probleme erst nachher so richtig explodiert.
#49 wolfgang e. 10:16:42 | Donnerstag, 3. November 2011
Es zählt allein die Liebe? . Ja, es zählt die Liebe. Nur muss dieser Spruch immer wieder für alles
mögliche herhalten… . Die Vorgehensweise von Johann Bach oder Goethe hat mit Liebe nichts zu tun. .
Vielmehr zeugt das, was er schreibt, von Ignoranz und Respektlosigkeit. . Wenn ich irgendeine protestantische
Kirche betrete, und mir wird gesagt, ich solle irgendetwas tun oder unterlassen, dann werde ich dies tun
oder unterlassen, und wenn ich dazu nicht bereit bin, werde ich diese Kirche nicht betreten. Und dies
tue ich aus Respekt vor der andersgläubgen Person, der dieses Verhalten in seiner Kirche aus irgendeinem
Grund wichtig ist. . Wenn ich justament darauf bestehe, mich in einer anderen Kirche so zu verhalten wie
ich will, weil ich „in keinster Weise auch nur annähernd bereit bin“, mir vorzustellen, dass diese Verhaltensweise
von Christus verlangt wird. Dann ist das schlicht und einfach Taktlosigkeit, Lieblosigkeit, Selbstherrlichkeit
und Ignoranz der andersgläubigen Person gegenüber. . Also nenne bitte nicht Liebe, was keine Liebe ist.
. Ja, richtig, Christus IST der Gastgeber. Nur gibt es zwischen den Konfessionen unterschiedliche Auffassungen
darüber, was dieser Gastgeber will. Wenn ich da bei einer anderen Konfession nicht mithalten kann, dann
halte ich mich eben zurück, und dränge mich nicht in den Vordergrund. Die Bibel warnt vor dem leichtfertigen
Empfang der Eucharistie. Es gibt Menschen, die das ernst nehmen, und auch wollen, dass das akzeptiert
wird.
#47 wolfgang e. 19:31:50 | Mittwoch, 2. November 2011
@Johann Sebastian von Goethe . Also, nocheinmal, zum mitschreiben: . Du gehst also als „protestantisch
geprägter“ Christ sozusagen als Gast in die katholische Kirche, und bist auf keinen Fall bereit, dich
an die Spielregeln des Gastgebers zu halten? („Ich bin in keinster Weise auch nur annähernd dazu bereit,…“)
. Was soll dann der Gastgeber von Dir halten? . Du sollst Dir kein Bildniss machen von Gott. – Das bedeutet
unter anderem: Du sollst Dir dein Gottes- oder Jesusbild nicht nach eigenem Gutdünken zurechtzimmern.
. Wer sagt denn, das Jesus nichts mit dir zu tun haben will, wenn Du in der katholischen Kirche nicht
zur Kommunion gehen sollst? Aber glaubst Du wirklich, das Jesus mit jemandem zu tun haben will, der sagt:
Es ist mir völlig wurscht, was die Katholiken oder die Protestanten über das Sakrament der Eucharistie
oder das Abendmahl denken und lehren, ich tue auf jeden Fall das, was ich will!“? . So zu denken zeugt
jedenfalls von einer gehörigen Portion Lieblosigkeit und Respektlosigkeit den Andersgläubigen gegenüber.
. Würdest Du auch mit Schuhen in eine Moschee latschen, oder Barhäuptig in eine Synagoge, nur weil du
dir „keinen Gott“ vorstellen kannst, der von Dr verlangt, die Schuhe auszuziehen oder den Kopf zu bedecken?
. Ich sage Dir: nicht einmal, wenn deine Frau Muslimin wäre, und die applaudieren würde, wurdest Du
dich so veralten…
#36 wolfgang e. 14:21:15 | Freitag, 28. Oktober 2011
lieber obermaier . Es war hier doch sehr verlockend, Sie falsch zu interpretieren. dennoch ist ihre Aussage
auch richtig verstanden ebenso ein „Quatsch“. Ideen, Meinungen, Überzeugungen (und dazu gehören aben
auch Glauben und Ideologie) sind ein Ausdruck des Menschseins, noch dazu ein sehr wesentlicher, der uns
von den Tieren grundsätzlich unterscheidet. Wenn Sie diese Ausdrucksform, die zum menschlichen Sein dazugehört,
prinzipiell nicht respektieren, können sie letztlich auch den Menschen nicht respektieren. . Genau diese
Einstellung führt letztlich dazu, dass man meint, gegen andersdenkende vorgehen zu müssen. . Einen Menschen
respektieren heißt, auch seine Gedankenwelt zu respektieren, selbst wenn sie von der eigenen Gedankenwelt
abweicht. . Was soll mich daran hindern, Sie zu respektieren, nur weil ich „ernsthafte Gläubige“ ebenso
respektere. . Mir sind Menschen, die treu zu ihrer Überzeugung stehen, viel lieber, als die Wendehälse,
selbst dann, wenn ich ihre Überzeugung für einen Irrtum halte. Deshalb ist es durchaus angebracht, eine
„ernsthafte“ Überzeugung mit mehr Respekt zu behandeln. . Ich werde auch Ihre Überzeugung respektieren,
obwohl ich sie für einen Irrtum halte. Ich werde weder Sie, noch Ihre Überzeugung beleidigen, wohl aber
sagen, dass Sie im Irrtum sind. . Und das erwarte ich auch von anderen.
#22 wolfgang e. 12:42:10 | Freitag, 28. Oktober 2011
@ obermaier „Ernsthafte Gläubige verdienen Respekt.“ . Nö. . MENSCHEN verdienen Respekt“ . Ja, sind
denn ernsthafte Gläubige etwa keine Menschen? Ein Mensch, der ernsthaft zu glauben beginnt ist daher
kein Mensch mehr und braucht nicht mehr respektiert zu werden? . Oder wie jetzt?
#38 wolfgang e. 18:28:51 | Donnerstag, 27. Oktober 2011
Lieber matt, . Heute ist es sehr einfach, die „Gosch’n“ aufzureißen, noch dazu bequem vom sofa aus in
einem anonymen Forum… . Die Kirche ist keine Institution, die stündlich ihre Meinung verkündigt. Nach
der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ war allen Deutschen, wenn sie es wissen wollten, hinlänglich klar,
was die Kirche von der Sache hielt. Auch auf diplomatischen Weg wurde mit deutlichen Protesten nicht gegeizt.
. Dass Pius XII nach 1937 schwieg, hat wohl andere Gründe als Feigheit oder etwa schweigende Zustimmung.
Hitler erkannte in Pius XII. einen seiner größten Gegner. Die Nazis warteten nur auf eine unbedachte
Äußerung des Papstes, um einen Grund zum Zuschlagen gegen die Kirche zu haben. Pius XII musste sehr
gut aufpassen, dass er Ihnen diesen Grund nicht lieferte. . Es ist nicht feig, kein Streichholz anzuzünden,
wenn man auf einem Pulverfass sitzt.
#21 wolfgang e. 14:20:13 | Donnerstag, 20. Oktober 2011
@wickerl . Was mir noch keiner der Verschwörungstheoretiker zu St. Pölten erklären konnte, ist, warum
Bischof Küng ein Interesse am Bischofsitz von St. Pölten hätte haben sollen. Ist den der Bischof von
St. Pölten „mächtiger“, als der von Vorarlberg? – Lächerlich. Wer hätte sich das St. Pöltner Wespennest
wirklich antun wollen (noch dazu, wenn man es genau kennt…) . Hier wird ein Monstrum an unbewiesenen
Verdächtigungen und Schuldzuweisungen aufgebaut, nur, wiel in den Augen mancher nicht sein kann, was
nicht sein darf. . Schaut Euch doch den Gründer der LC an. Auch der war nach außen höchstfromm, nach
innen aber höchst morsch. Der größte verbrecher kann eine fromme Fassade haben. . Am meisten tut mir
Altbischof Krenn leid. Er hat den falschen vertraut, und dann das Offensichtliche nicht glauben können.
Ein verzeihlicher Fehler, nach all den Verfolgungen, denen er ausgesetzt war.
#154 wolfgang e. 10:07:36 | Mittwoch, 19. Oktober 2011
@ Nachdenklicher . Im Grunde hast Du hier recht, auch wenn Du die Botschaft gravierend verkürzt wiedergibst:
. Die Botschaft lautet: 1. Liebe zu Gott, und 2. Liebe zu den Mitmenschen. . In der Bibel ist nachzulesen,
dass Christus den Aufbau seiner Kirche den Aposteln anvertraut hat, und dass er ihnen dazu die Führung
durch den Hl. Geist versprochen hat. . Die Kirche orientiert sich daher sowohl an den Worten und Taten
Christi, als auch an den Worten und Taten der Apostel und ihrer Nachfolger. . Die „starre“ Hierarchie
wurde bereits von Christus eingesetzt, und von den Aposteln konkreter ausformuliert. Die Hierarchie ist
keine Botschaft, sondern ein Hilfsmittel, um die Tradierung der Botschaft Christi durch die Jahrhunderte
zu gewährleisten. (Wo die Hierarchie fehlt, zerfällt alles in Splittergruppen). . Eine hierarchische
Stellung ist mit einer gewissen Macht verbunden. Das kann natürlich auch missbraucht werden (was in der
Kirchengeschichte leider auch allzu häufig geschah), was aber nicht gegen eine Hierarchie ansich spricht.
(Auch Eltern z.B. haben eine gewisse Macht, die sie missbrauchen können, was allerdings nicht gegen Eltern
ansich spricht.) . Der Mensch ist ein Sinnenwesen, deshalb ist ein gewisser „Prunk“ durchaus hilfreich,
und kommt in der Kirche auch allen zu gute (anders, als in den Palästen, spielt sich der Prunk nicht
hinter verschlossenen Türen ab). – Willst Du etwa z.B. bei einem Pop-Konzert mit ein paar Gitarrenzupfern
und einer Stehlampe abgespeist werden…
#147 wolfgang e. 23:23:48 | Dienstag, 18. Oktober 2011
Vernünftig vielleicht, aber fehlerhaft: . Im ersten Satz fehlt natürlich ein „nicht“… (Es kann leicht
sein, dass ein Großteil der Schreiber hier NICHT die Zukunft der Kirche ausmachen)
#144 wolfgang e. 23:17:24 | Dienstag, 18. Oktober 2011
Lieber Minimax, . Es kann leicht sein, dass ein Großteil der Schreiber hier (in der Redaktion und im
Kommentarbereich) die Zukunft der Kirche ausmachen. . Das die Macher von BDKJ und den angeschlossenen
Verbänden die Zukunft der Kirche ausmachen sollen, erscheint mir aber eher lächerlich. und das der BDKJ
die katholische Jugend repräsentieren soll, ist eine gewaltige Anmaßung. Ich kann nicht einmal erkennen,
dass die BDKJ-„Amtsträger“ auf besonders demokratische Weise zu ihrem Amt gekommen seien. . In der Geschichte
der Kirche waren es immer die Heiligen, also Leute wie Franziskus, Theresa von Avila, Katharina von Siena,
Clemens Maria Hofbauer, Johannes Marie Vianney, etc. etc. die die Kirche reformiert, verjüngt und in
die Zukunft gebracht haben. . Solche „Heilige“ kann ich hier auf kreuz.net leider nicht erkennen. Leider
aber auch nicht beim BDKJ.
#67 wolfgang e. 13:21:22 | Dienstag, 18. Oktober 2011
@Shadow #62 . Das ist ja das Problem. Egal welchen Begriff wir verwenden, es wird immer irgendwer beleidigt
sein. Neger war z.B. im deutschen Sprachraum nie ein abwertender Begriff. Plötzlich durfte man ihn nicht
mehr verwenden, und musste „Schwarzer“ sagen. Das war auch bald verpönt, es galt nun, „Farbiger“ zu sagen.
Auch das ist längst passé und eine ungeheure Beleidigung. . Wir erfinden immer neue Worte, um andere
sprachlich nicht zu verletzen, der tatsächliche Umgang miteinander wird aber immer unmenschlicher. (Siehe
das Beispiel meiner mongoloiden Tante. Die Ärzte haben ihre Krankheit bei der Geburt 1945 den Behörden
verschwiegen, um ihr Leben zu retten, und dabei ihr eigenens Leben riskiert. Heutzutage werde ich von
Mitmenschen angepflaumt, wenn ich „Mongoloid“ sage. Von Mitmenschen, die allerdings kein Poblem sehen,
wenn ein mongoloider Mensch knapp vor der Geburt noch getötet wird.)
#59 wolfgang e. 13:10:30 | Dienstag, 18. Oktober 2011
Ich darf meine bereits verstorbene Tante auch nicht mehr „mongoloid“ nennen. Dafür darf man „Menschen
mit Down-Syndrom“ heutzutage bis zur Geburt umbringen. Das ist selbstverständlich viel humaner… Klingt
eigentlich „Down-Syndrom“ menschlicher als „mongoloid“?
#30 wolfgang e. 12:41:58 | Dienstag, 18. Oktober 2011
@ Trismegistos III #4 . „…nur wer täumt kann Berge versetzen.“ . Träume versetzen gar nichts. . Wer
GLAUBT, versetzt Berge. . Daher wird wohl eher Benedikt XVI einen Berg versetzen, als Miss Niedermayer
oder Trismegistos III.
#105 wolfgang e. 00:50:57 | Samstag, 8. Oktober 2011
Lieber Mufelius, Du hast bisher lediglich bewiesen, dass du keine Ahnung hast. Das, was Du offenbar für
den katholischen glauben hältst, würde ich auch für absurd halten. . Dein Bild vom Glauben ist tatsächlich
auf dem Niveau eines Kndergartenkindes, das einiges nur halb verstanden hat, und versucht, sich einen
Reim darauf zu machen. . Noch einmal: Du hast schlicht und einfach auf diesem Gebiet keine Ahnung. Was
Du unter #45 schreibst ist blanker Unsinn, völlig spiesbürgerlich und kleinkariert gedacht und tatsächlich
absurd. Nur: mit dem Glauben der katholischen Kirche hat das nichts zu tun. . Nimm es einfach zur Kenntnis.
Wenn nicht, kann ich auch nichts machen. . Wenn Du aber mitreden willst, empfehle ich als Einstieg das
Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche. Ist nicht allzu dick und sollte deine gröbsten Fehlanschauungen
einmal etwas zurechtrücken.
#87 wolfgang e. 14:45:52 | Freitag, 7. Oktober 2011
Lieber Mufelius: . Ein kleiner Tipp zum Glauben: Naiven Kinderglauben ablegen, Katechisnus durchstudieren.
Dann könnte Dir u.U. auch klar werden, wie das mit Gottes Zorn zu verstehen ist. Nur soviel (hat übrigens
D.T unten auch schon geschrieben): Gott übersteigt unsere Begriffe. Wir Menschen versuchen daher, mangels
anderer Alternative, Gott und Gottes Handeln mit analogen menschlichen Begriffen zu beschreiben, in dem
Wissen, dass die Begriffe nicht wirklich passen. . Es ist doch wohl klar, dass es Gott nicht „freut“,
wenn wir nicht das tun, was er von uns gewollt hätte. Wieso sollte das anders sein, wenn er es schon
vorher weiß? Dieses „Nicht Freuen“ ist irgendwie mit berechtigtem menschlichen Zorn vergleichbar, nicht
mehr, und nicht weniger. . Wir Christen glauben außerdem, dass Gott bereits vor dem Sündenfall die Erlösung
geplant hat. Wir glauben außerdem, dass nicht Gott zur Hölle verdammt, sondern, dass Gott uns einen
freien Willen geschenkt hat und diesen freien Willen auch bis zur letzten Konsequenz akzeptiert. Wenn
also ein Mensch nicht bei Gott sein will, so wird er nicht gezwungen. Und die Hölle ist genau das: Nicht
bei Gott sein. Da wir auf Gott hin geschaffen sind, ist das qualvoll, aber nicht von Gott, sondern vom
betroffenen Menschen gewollt. . Ich kann Dir hier keinen ganzen Katechismus schreiben. Deine Vorwürfe
gegen den Glauben zeigen aber nur, dass Du nicht die geringste Ahnung hast. Du bist nicht dumm, also bilde
Dich, bevor Du weitere Vorwürfe erhebst.
#63 wolfgang e. 11:53:04 | Freitag, 7. Oktober 2011
@ Mufelius #45: Absurder Glaube: . Sehr vielen gebildeten Menschen geht es offenbar wie Dir: Sie haben
zwar in vielen Bereichen viel Wissen, im Glaubensbereich ist das Wissen allerdings auf Kindergartenniveau
steckengeblieben. Kein Wunder, dass derartig gebildete Menschen den Glauben dann für absurd halten uns
sich abwenden.
#58 wolfgang e. 11:48:39 | Freitag, 7. Oktober 2011
@ catholic . Da Gott dem Menschen einen freien Willen geschenkt hat, lässt der Hl. Geist auch Dinge zu,
die seinem Willen widersprechen. Die Vorsehung sorgt letztlich dafür, dass Gottes Wille am Ende geschieht.
Doch hier auf Erden passieren viele Dinge nicht so wie Gott es wollte. . Die „modernen“ Priester haben
wenig mit den Pharisäern gemeinsam, das stimmt. Sie haben aber auch mit dem Mann aus Nazareth leider
wenig gemeinsam. . Ob der verbitterte Pensionist, der die kopfinger Pfarrer-Mobber anführt, rechts oder
link ist, ist tatsächlich relativ unerheblich. . Wenn Du dich für Mönchsunterwäsche im Mittelalter
interessierst: Es gab keine, zumindest keine Unterhosen. Daher gab es damals auch keine Unterhosenthemen.
#32 wolfgang e. 14:31:35 | Mittwoch, 5. Oktober 2011
mufelius . „Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten
Personen teilgenommen haben;“ . Das gilt im Freien immer (in Österreich, nicht in allen Ländern), in
geschlossenen Räumen nur dann, wenn das Filmen oder Fotographieren vom Veranstalter erlaubt wurde. .
Beim Opernball z.B. kann der einzelne Ballbesucher nichts dagenen machen, wenn er auch gefilmt wird. Die
Organisatoren des Opernballs könnten aber z.B. dem ORF sehr wohl verbieten, Filmaufnahmen zu machen.
. Wenn der Pfarrer etwas zu verbergen hätte, würde er sich auch nicht von gloria.tv filmen lassen. Dort
kann man z.B. seine Predigt anschauen. . Du würdest vermutlich ein Fernsehteam, das eindeutig die Meinung
deines Gegners favorisiert, und vor allem nach Aufnahmen sucht, die gegen Dich verwendet werden können,
auch nicht unbedingt in dein Haus lassen.
#21 wolfgang e. 11:44:29 | Mittwoch, 5. Oktober 2011
Liebster Stern77 . „Nun erkennen Sie ja auch, dass es ein absolutes Armutszeugnis für eine Religionsgemenschaft
ist, von den eigenen Gläubigen, Schuldbekenntnis, Sühne und Umkehr zu fordern (und dabei immer schön
mit der Hölle drohen, nicht zu vergessen). Sich selbst aber nie, oder erst nach grösstem öffentlichen
Druck, für die schlimmsten Verbrechen geradezustehen“ . Das Schuldbekenntnis, Sühne und Umkehr wird
von der Kirche von allen Gläubigen gefordert. Dazu gehören die Laien, die Priester, die Ordensleute,
die Bischöfe und der Papst. . In der tridentinischen Messe muss der Priester (der Bischof, der Papst)
sogar zuerst alleine seine Schuld bekennen, bevor die übrigen Gläubigen gemeinsam ein Schuldbekenntnis
ablegen. . Die Kirche ist die letzte Institution in userer Gesellschaft, die überhaupt eingesteht, dass
es so etwas wie persönliche Schuld und Sünde gibt, und auch eingesteht, das jedes ihrer Mitglieder davon
betroffen ist. . Die übrige Welt sündigt genauso, merkt es aber nicht einmal…
#93 wolfgang e. 03:06:58 | Mittwoch, 5. Oktober 2011
@ cinereum . Es gibt zahlreiche Aufnahmen von der „Gegenmesse“, sowohl auf ORF, als auch auf Gloria.tv.
Bei bestem Willen sind auf diesen Aufnahmen höchstens 100 Leute zu erkennen, inklusive Chor. . Wenn man
die Journalisten mitzählt kommt man vielleicht auf 120. . Aber mit der Wahrheit haben es die Protest-Pensionisten
in Kopfing bisher ja nicht so genau genommen. Warum sollte sich das gerade jetzt ändern.
#50 wolfgang e. 20:45:30 | Dienstag, 4. Oktober 2011
@ Alberthesel „Clemens Maria Hofbauer hat doch eine Treib-Jagd °auf andere° ausgelöst! Bischof Johann
Michael Sailer hat er angeschwärzt und verleumdet!“ . Ich glaube, du verwechselst jemanden. Sailer und
Hofbauer sind Zeit ihres Lebens nie zusammengetroffen, ja nicht einmal irgendwie in der Nähe des anderen
gewesen. . Sailer wurde von den Dillinger Professorenkollegen angeschwärzt. Hofbauer war Zeit seines
Lebens nie in Bayern…
#40 wolfgang e. 15:03:37 | Dienstag, 4. Oktober 2011
Feministische Theologie ist die Lehre von „Gott Mutter“, der „Tochter“ und der „Hl. Geistin“… Am besten vorzustellen mit kurzem, gefärbten Haar und liturgischem Schal…
#33 wolfgang e. 14:41:20 | Dienstag, 4. Oktober 2011
@ Tomás # 28 Nein, das folgt daraus nicht automatisch. Aber die Verfolgung der Rechtgläubigen innerhalb
der Kirche ist eben auch kein Indiz dafür, dass die „Konzilssekte“ nicht mehr die wahre Kirche sei.
#37 wolfgang e. 14:31:44 | Dienstag, 4. Oktober 2011
lieber wickerl #33 es gibt momentan kaum einen Intelektuellen, der sich so klar und verständlich ausdrücken
kann, wie Benedikt XVI. Alle seine Bücher, und auch seine Ansprachen sind so beschaffen, dass der einfachste
Handwerker und der gebildetste Hochschulprofessor sie verstehen können (wenn sie wollen). Mag sein, dass
er sich für Deinen Geschmack manchmal etwas zu vornehm ausdrückt, das ist aber schon das einzige, was
man ihm vorwerfen kann. . Täuschen wir uns also nicht: . – Erstens war mit der Rede von der Ent-Weltlichung
der Kirche keineswegs nur die Kirchensteuer gemeint (die aber selbstverständlich auch). . – Zweitens
ist es Sache der deutschen Bischöfe die Ent-Weltlichung der Kirche in Deutschland konkret zu verwirklichen.
Der Papst gibt hier nur die Richtung vor. . – Drittens haben die deutschen Bischöfe und der ganze Gremienapparat
sehr wohl verstanden, worum es geht (die werden wohl nicht dümmer sein, als die Journalisten…). Sie
versuchen nur gerade, durch Uminterpretationen den Status Quo und den eigenen Hals zu retten. . Dem Papst
erging es auch anderswo ähnlich: Die Rede im Bundestag war sicherlich das klarste, was in diesem Haus
je vernommen wurde. Dennoch haben viele Kommentatoren geschrieben, Benedikt XVI hätte nichts gesagt…
#20 wolfgang e. 13:39:11 | Dienstag, 4. Oktober 2011
#8 Dumbledor Deine Aussage ist definitiv falsch. In der Praxis kommt Otto Normalverbraucher viel einfacher
zu einer Eheanullierung, als eine Prinzessin von und zu. (Erinnerst Du dich nicht mehr, wie lange das
bei jener Prinzessin von Monaco gedauert hat, die allzu leichtfertig einen Playboy geheiratet hatte?)
Diverse Medien verbreiten da oft ein anderes Bild, aber Du bist ja eigentlich aufgeklärt genug, um den
Medien nicht immer zu trauen, oder?
#17 wolfgang e. 12:26:25 | Dienstag, 4. Oktober 2011
@ schallundrauch Kopfing ist eine kleine Gemeinde, aber das geschehen dort ist symptomatisch für weite
Bereiche von Kirche und Gesellschaft. Es zeigt auf, welcher Hass und welche Duchtriebenheit möglich ist,
wenn die Toleranten einen Priester nicht tolerieren wollen. Jetzt ist das Absetzungsprojekt trotz massiver
Einschaltung der Lokalmedien vorerst gescheitert. Und das Ergebnis: Der gemobbte Pfarrer bietet Versönung
an, die Mobbergruppe spricht von (ihrer eigenen) ausgestreckten Hand, und spuckt dem Pfarrer ins Gesicht.
. @ Simpicissimus Auch Ars war eine sehr kleine und völlig unbedeutende Gemeinde. Dennoch ist die Erneuerung
der Kirche Frankreichs von dort ausgegangen. Es sind immer die wenigen, die sich wirklich um Heiligkeit
bemühen, die die Kirche tatsächlich erneuern, und nicht die Betonköpfe, die in ihren Ämtern schwer
und träge geworden sind. (Schaut Euch doch die Linz Dechantenkonferenz an: Das erinnert sehr Cäsars
Ratgeberkonferenz im genialen Asterix-Band „Obelix GesmbH“…).
#13 wolfgang e. 11:16:51 | Dienstag, 4. Oktober 2011
@ Tomás #4 Darf ich Dich daran erinnern, dass es in der Geschichte der Kirche hunderte von Treibjagden
auf treu katholische Priester und Ordensleute gab? . ein paar Beispiele: Athanasius Theresa von Avila
Johannes vom Kreuz Johannes von Gott Joseph von Calasanz Clemens Maria Hofbauer Pfarrer von Ars Jósemaria
Escriva etc., etc. . Warum sollte das heute anders sein?
#21 wolfgang e. 11:01:34 | Dienstag, 4. Oktober 2011
@ wickerl #4 …Dies alles sagte er Ihnen durch Gleichnisse, doch sie verstanden nicht, was er damit sagen
wollte… . Offenbar greift Benedikt XVI auf eine lange Tradition zurück, wenn er „in Rätseln“ spricht.
. Vieleicht liegen die Verständnisprobleme auch heute, so wie damals, nicht am Sprecher der „Rätseln“,
sondern vielmehr an denen, die nicht höhren und nicht verstehen wollen. . Wer Ohren hat, der höre.
#43 wolfgang e. 12:48:28 | Freitag, 30. September 2011
Meine Damen und Herren, Ich habe unlängst dargelegt, dass ich es für falsch und gefährlich halte, jeden
Nicht-Linken als Nazi zu bezeichnen. Ich bin aus den gleichen Gründen auch dagegen, jeden Nicht-Rechten
gleich als Kommunist zu bezeichenen. . Soweit ich das sehen kann, sind die meisten hier mit Ockenfels
Analyse („Der globale Kapitalismus hat abgewirtschaftet. Er ist an seiner eigenen Maßlosigkeit gescheitert“)
mehr oder weniger einverstanden. . Divergenzen gibt es beim Lösungsweg. Das ist auch ganz natürlich,
weil es nicht nur einen einzigen Lösungsweg gibt. Da das Problem komplex ist, kann auch die Lösung nur
komplex sein. . Es ist daher jeder gefordert, seine Ideen einzubringen, damit man gemeinsam abwägen kann,
fern ab von jeder Ideologisierung. . Wir brauchen mehr Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen handelnden,
wir brauchen aber auch bestimmte Regulierungen. In welcher Form, bis zu welchem Grad, und von wem (privat,
Staat, Gesetz, Gericht, Globale Organisation, oder alles zusammen?) wird zu diskutieren sein. . Wir müssen
auch einsehen, das wir das Paradies auf Erden nicht errichten werden. Das wäre zwar eine gute Idee, aber,
wie Brecht schreibt, „die guten Ideen scheitern immer an den Menschen“. (Wobei Brecht übersehen hat,
dass das nicht nur an den Menschen, sondern auch an den nicht adequaten Ideen liegt). Wir können nur,
wie Obermaier hier richtig schreibt, höchste Anstrengungen unternehmen, um Gerechtigkeit möglichst nahe
zu erreichen.
#72 wolfgang e. 16:26:48 | Donnerstag, 29. September 2011
@ Tomás „In der Kirche, dürfen Kinder nur getauft werden, wenn sichgerstellt ist, daß das Kind eine
katholische Erziehung bekommen wird. Das bedeutet, daß es Gründe gibt, die zu Verweigerung der Taufe
führen. Die Sakramente sind keine billigen Münzen, die man jedem nachschmeißen kann und muß, sondern
heilige Mittel, die mit viel Ehrfurt behandelt werden müssen.“ . Ich kann Dich beruhigen, daran hat sich
auch in der „Konzilssekte“ nichts geändert. . . Das Wesen Gottes subsistiert in den drei göttlichen
Personen. – hier gibt es also 3 „Verwirklichungen“ des Wesen Gottes. Das Wesen des wolfgang e. subsistiert
nur in mir selbst. – hier gibt es also nur eine „Verwirklichung“. Die Kirche Jesu Christi subsistiert
in der katholischen Kirche. – ich sehe hier im „subsistit“ kein wirkliches Problem, solange daran festgehalten
wird, dass die Kirche nur einmal „verwirklicht“ ist. Die „alte“ Aussage, dass Die Kiche Jesu Christi die
katholische Kirche ist, könnte von den anderen Konfessionen genauso uminterpretiert werden (im Sinne
von: Die Kirche Jesu Christi ist die katholische Kirche, aber auch die othodoxe Kirche…)
#65 wolfgang e. 13:48:10 | Donnerstag, 29. September 2011
Lieber Obermaier, . Darüber ist in der Kirche 2000 Jahre lang ausführlich diskutiert worden. Es ist
nun einmal so, dass die Eltern viele weitreichende Entscheidungen für ein Kind treffen müssen, die ein
Mensch ansonsten, sobald der zum Vernunftgebrauch gelangt, möglichst selbst treffen sollte. Das beginnt
schon damit, dass ich gezwungenermaßen in eine ganz bestimmte Familie hineingeboren wurde. Auch das war
eine für mich weitreichende Entscheidung meiner Eltern. Auch meinen Namen haben mir die Eltern gegeben,
sie haben mir einen ganz bestimmten Freundeskreis ermöglicht, mich in eine ganz bestimmte Gesellschaft
eingeführt, einen Kindergarten, eine Schule ausgewählt, etc. etc. . Es ist also ganz normal, dass Eltern
bis zu einem gewissen Alter für das Kind entscheiden. . Gute Eltern werden sich bemühen, die Entscheidungen
nach bestem Wissen und Gewissen so zu fällen, dass es für das Kind ein möglichst großer Vorteil ist.
. Für einen gläubigen Christen bedeutet die Taufe einen immens großen Vorteil. Das Kind zu taufen ist
also nur logisch. . Wenn die Eltern dem Kind auch ermöglichen, in den Glauben hineinzuwachsen, so wird
das Kind zumeist auch mit der Taufentscheidung der Eltern zufrieden sein, so, wie ein Kind zumeist auch
zufrieden ist, genau diese Eltern, und nicht andere zu haben. Dass es auch vorkommt, dass Kinder mit den
Entscheidungen der Eltern unzufrieden sind, ändert nichts an der Tatsache, dass die Eltern bestimmte
Entscheidungen treffen mussten.
#60 wolfgang e. 13:15:26 | Donnerstag, 29. September 2011
@ Gotthard Ich fasse die Diskussion zusammen: . #1 Gotthard: „Hw. Skoblocki verweigerte der Tochter der
beiden die Taufe. Daraufhin ließen die Konkubinats-Eltern ihren Kegel in der Nachbarpfarrei taufen.“
Dieser Pfarrer handelt gegen das Kirchenrecht! . #17 marienkind: Bei der Taufe verpflichten sich die Eltern,
das Kind im rechten Glauben zu erziehen. Wie aber können sie das, wenn sie selbst nicht den rechten Glauben
im Sinne Gottes vorleben (ungeordnete Familienverhältnisse)? . #18 Gotthard: @marienkind, Du hast auch
einen an der Klatsche … kennst Du die Eltern – weißt Du um die Umstände? . . Meinst Du nicht, lieber
Gotthard, dass die Aussage, marienkind habe „auch einen an der Klatsche“, auf Dich zurückfallen könne?
Kennst Du etwa die Eltern, weißt Du um die Umstände? . Die Kindertaufe darf nur gespendet werden, wenn
die christliche Erziehung sichergestellt ist. (Sonst wäre sie ja eine Zwangstaufe). Wenn ein Priester
das nicht sichergestellt sieht, dann sollte er auch nicht taufen. Die Taufe ist keine Bringschuld der
Kirche, sondern soll nur gespendet werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. . Wer von denen hier,
die so schnell im Urteil sind, weiß über die Beweggründe wirklich Bescheid?
#27 wolfgang e. 03:23:52 | Donnerstag, 29. September 2011
@ #17 6 #25 Genaugenommen handelt es sich hier nicht um einen durchgeknallten Pfarrer, sondern um durchgeknallte
Vorwürfe. Das musste inzwischen wohl auch Bishof Schwarz einsehen. . Den durchgeknalltesten Vorwurf hat
cowboyhut gar nicht erwähnt: Der Pfarrer sei natürlich auch daran schuld, dass irgendein Pfarrmitglied
im Wirtshaus im Suff glaubte eine Erscheinung zu haben… (dieser Vorwurf ist offenbar für die Vorwerfenden
selbst schon so peinlich, dass sie ihn inzwischen gar nicht mehr wiederhohlen, er war aber das Hauptargument
des Bürgermeisters…) . Richtig witzig ist ja, dass gerade die sektiererischen linzer Sonderweglinge
hier einem Priester Sektierertum vorwerfen, der sich an der gesamten katholischen Kirche orientiert. Komisch
ist, dass diejenigen, die sich meilenweit von der Weltkirche entfernt haben denjenigen „Spaltung“ vorwerfen,
die in der Weltkirche verbleiben wollen. . cowboyhut ist ganz offensichtlich kein „Insider“, sondern bezieht
seine Infos auch nur aus den Medien. Nun denn…
#83 wolfgang e. 11:35:21 | Dienstag, 27. September 2011
@ Schalom 1. Wenn man die Chronologie des Johannesevangelims heranzieht, so starb Christus am Rüsttag
vor dem Paschafest, zu der Stunde, als im Tempel die Lämmer für das Paschafest geschlachtet wurden.
Das Abendmahl am Tag davor wäre somit nicht das Paschamahl gewesen, nahm aber vorwegnehmend darauf Bezug.
2. Das Paschamahl, auf das das Abendmahl Bezug nahm, ist nicht einfach irgendein Mahl, sondern ein rituelles
Mahl mit einem genau festgelegten Ablauf. Es ist sehr stark anzunehmen, dass daher auch die Jünger bei
ihren Zusammenkünften nicht irgendein Mahl hielten, sondern sich möglichst genau an den rituellen Ablauf
des Abendmahls hielten. Damit ist für den Opfergottesdient bereits von Anfang an ein Ritus anzunehmen.
3. Hinzu kommt, da die Zusammenkünften auch der Verkündigung dienten, der Wortgottesdienst, für dessen
Ablauf sich der jüdische Synagogengottesdienst als Ritus anbot. Hier haben wir also bestimmte Gebete,
Schriftlesungen aus dem Alten und zunehmend aus dem entstehenden Neuen Testament, Schriftauslegung, Fürbitten.
4. Aus den Paulusbriefen kann man entnehmen, wie sehr damals der Ablauf der Zusammenkünfte bereits ritualisiert
war. Die von Paulus überlieferen Wandlungsworte und Hymnen entstammen mit ziemlicher Sicherheit der damaligen
Liturgie. 5. Diese Liturgie hat mit den jüdischen Riten viel mehr gemeinsam, als mit heidnischen. 6.
Im 5.Jh kamen noch Äußerlichkeiten hinzu, die dem römischen Hofzeremoniell (und nicht den Opferriten)
entnommen waren.
#28 wolfgang e. 18:31:17 | Montag, 26. September 2011
@gesunder Du hast recht, kreuz.net ist kein Musterbeispiel für Toleranz. Der Unterschied ist, dass das
hier auch nie behauptet wurde. . Es ist nur interessant, dass genau diejenigen, die ständig von Toleranz
sprechen, in Orewll’scher Manier genau das Gegenteil davon meinen.
#19 wolfgang e. 16:59:49 | Montag, 26. September 2011
@ Evelynn, es ist gefährlich, so undifferenziert von „den Nazis“ zu sprechen. Selbst Williamson ist kein
„Nazi“, auch wenn ich seine Meinung nicht teilen kann. Der Nationalsozialismus ist eine bewusst heidnische
rassische Ideologie, die mit Christentum nicht vereinbart werden kann. Also: nicht jeder Traditionalist
ist ein „Nazi“ (eher im Gegenteil), nicht einmal jeder Rassist ist ein „Nazi“. . Gefährlich ist diese
Dauer-Nazifizierung deswegen, weil der Begriff „Nazi“ am schluss so schwammig ist, dass einerseits nichts
konkretes mehr übrig bleibt, und er andererseits in jeder Diskussion als Totschlaghammer verwendet werden
kann (und wird). . Oder ist dein Weltbild so einfach gestrickt, dass Du dir nur „Nazis“ als Gegner vorstellen
kannst? Das wäre doch ein sehr extremes Schwarz-Weiß-Denken… . Andererseits, was wäre wohl von Deiner
Toleranz zu halten, wenn Toleranz nur für Nicht-Nazis gälte, und alle Gegener per Definitionem Nazis
wären…
#15 wolfgang e. 16:20:43 | Montag, 26. September 2011
@ Evelynn Als Krenn Weihbischof von Wien wurde, blokierten eine Handvoll Aktivisten das Tor zum Dom. –
Waren diese 15 Hansln das Kirchenvolk (oder seine „Mehrheit“)? Vorletzte Woche blokierten ca. 15 Aktivisten
des Vereins gegen Tierfabriken 2 Tage lang den Haupteingang zum Wiener Landwirtschaftsministerium. – War
das das österreichische Volk (oder seine Mehrheit)? Es mag ja viele geben, das das gleiche wünschen
wie Du. Genauer zu untersuchen wäre allerdings, 1. ob wirklich „die Mehrheit“ Deinen Wünschen zustimmt,
2. inwieweit die einzelnen Wünsche berechtigt sind, 3. Woher die allfällige Mehrheit ihre Meinung bezieht.
Pauschal die eigenen Meinung als Mehrheitsmeinung zu qualifizieren, und damit auch legitimieren zu wollen,
ist nicht sehr seriös…
#98 wolfgang e. 02:53:54 | Donnerstag, 22. September 2011
Das Problem, lieber Inglorious, . ist vielmehr, dass sich sämtliche NEWS-Aussagen nicht belegen lassen
(darum schreibt NEWS ja durchgehend im Konjunktiv, sonst könnte es dafür belangt werden…) . Ansonsten
lässt sich reltiv leicht beweisen, dass es eher ein Zeichen von Intelligenz ist, wenn einer den Glauben
nicht verwässert. . Übrigens, gegen „Trancezustände“ hatte der Vattikan immer schon eine gewisse Abneigung.
Und selbst die Heiligen, denen selbiges widerfuhr, haben sich dieser Abneigung in der Regel angeschlossen…
. Liebe Grüße.
#25 wolfgang e. 12:26:02 | Mittwoch, 21. September 2011
Lieber VanDaalen, . wenn man die Situation der Kirche in Oberösterreich nur ein bisschen kennt (und das
tu ich als Österreicher vermutlich etwas besser als Du), und in Rechnung stellt, dass Alois Heinzl immerhin
50 Jahre lang Pfarrer in diesem Nest war (und außerdem als Dechand auch etwas mehr Überblick hatte),
dann kommt man nicht umhin, das im Interview gesagte als im hohen Maße wahrscheinlich zu erachten. .
Die bisher bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Pfarrer Skoblicki sind reine unbewiesene Behauptungen und
Übertreibungen ohne erkennbare Substanz bis hin zu Absurdheiten wie, der Pfarrer sei schuld, dass irgendjemand
im Wirtshaus im Suff eine „Erscheinung“ hatte. . Bischof Schwarz ist an sich ein frommer, gutmütiger
Mensch, aber als Bischof in diesem Wespennest Oberösterreich leider völlig hilflos und angewiesen auf
seine „Einflüsterer“. . Dass, wie im Interview erwähnt, im Jahr 1955 durchaus noch einige Altnazis im
Ort ihr Unwesen trieben, ist durchaus nicht unwahrscheinlich. Heute ist es die sich als „katholisch-liberal“
wähnende „Elite“ Oberösterreichs (Bürgermeister, Lehrer, Landeshauptleute, Lokalredakteure und andere
Wichtigtuer), die versucht, unliebsame Priester zu vertreiben.
#212 wolfgang e. 01:00:02 | Donnerstag, 15. September 2011
@ der erlöser lebt (#173) auch wir Katholiken können keinen Papst anbeten. Angebetet wird nunr Gott.
Also, bitte, zuerst informieren, dan erst kritisieren (nicht umgekehrt). Danke
#144 wolfgang e. 18:19:59 | Mittwoch, 14. September 2011
Noch etwas, Herr Obermaier: Es ist irrelevant, als was der Papst in den Bundestag kommt. Hauptsächlich
kommt er als Gast in den Bundestag. Gastgeber ist der Bundestag (= Gesamtheit der Abgeordneten), der in
einer demokratischen Entscheidung (= Abstimmung durch sämtliche Abgeordnete) beschlossen hat, den Papst
einzuladen. Das hier einzelne Abgeordnete, die (wie in einer Demokratie üblich) von der Mehrheit überstimmt
wurden, jetzt schmollen, und sich nicht wie Gastgeber verhalten wollen, zeugt schon auch von einem mangelnden
Demokratieverständnis (was bei Den Linken ja kein Wunder ist). Die ganze Herumdiskutiererei in welcher
Funktion der Gast nun erscheint, ist dabei eine reine Scheindiskussion. Der Bundestag kann zum Sprechen
einladen, wen er will. Ist doch erfrischend, wenn auch einmal Nicht-Politiker was sagen dürfen. Schaden
wird es wohl kaum, wen der Bundestag wenigstens einmal nicht nur um sich selbst kreist.
#141 wolfgang e. 18:08:27 | Mittwoch, 14. September 2011
@ Obermaier Unter dem Begriff „Diktator“ versteht man heuzutage einen Alleinherrscher, der (meist unrechtmäßig)
die Macht an sich gerissen hat und zu seinem Gunsten und zum Schaden der Bürger missbraucht. Trifft das
auf den Papst zu? Wenn man den Papst „Diktator“ nennt, stellt man ihn auf eine Stufe mit Gadaffi, Hussein,
Mussolini, Hitler, Stalin, Lennin, Mao, etc. etc. Hat der Papst das „verdient“?
#133 wolfgang e. 17:32:21 | Mittwoch, 14. September 2011
@ de Boer es ist eine ungeheuerliche Verharmlosung sämtlicher Diktatoren der Welt, den Papst als Diktator
zu verunglimpfen. Aber typisch ideologieverblendet.
#76 wolfgang e. 12:45:09 | Mittwoch, 14. September 2011
@ schamane40 Was Tolerant über Schamanismus weiß, kann ich nicht beurteilen. Es ist wohl auch schwer,
genaueres über Schamanismus zu wissen, da unter diesem Begriff sehr unterschiedliche Dinge zusammengefasst
werden, sodass bei jeder Aussage über Schamanismus sich irgendein Schamane beschweren wird, dass es doch
ganz anders sei. . In #65 offenbart Toleranz allerdings, dass er über einige andere Dinge nicht sehr
viel weiß. Was beweist z.B. die Tatsache, dass das deutsche Wort „Magier“ von „magoi“ abgeleitet ist? –
Die persischen „Magoi“ waren Sternenkundige, und hatten überhaupt nichts mit dem zu tun, was wir heute
unter „Magie“ verstehen. Oder was beweist, das Christus einen Blinden mit Erde und Speichel geheilt hat? –
Gar nichts, denn Christus hat viel öfter einfach so, ohne „Hilfsmittel“ geheilt. Oder in #57: „Bräuche
der Schamanen im Katholizismus: Ritualgewänder, läuten, rasseln, weihräuchern, Wasser sprengen, salben,
Feuer, Kräuterweihe, benedizieren und segnen.“ – das alles hat das Christentum auch z.B. mit dem Buddhismus
gemeinsam, oder mit dem alt-ägyptischen, dem römischen oder dem habsburgischen Hofzeremoniell, oder
mit dem Tempelkult in Jerusalem. Es handelt sich, wie beim Zen um rein äußerliche Ähnlichkeiten, die
aber in ihrem Wesenskern etwas völlig anderes bedeuten. – so what?
#67 wolfgang e. 12:23:14 | Mittwoch, 14. September 2011
@ Toleranz . Ein Vorschlag: machen wir doch aus den Zehn Geboten einfach die Zen-Gebote, dann werden alle
glücklich, oder? . Also: in der Zen-Meditation geht es darum den Geist zu leeren, damit er dann leer
ist (Nirvana). In der Christlichen Meditation geht es darum, den Geist zu leeren, damit er dann von Gott
erfüllt wird. Insoferne ist Zen-Meditation das Gegenteil von christlicher Meditation. . Wenn nun irgendein
Jesuit oder Franziskaner oder sonst noch jemand Zen-Praktiken verwendet, so betreibt er, falls er nur
leer werden möchte, keine christliche Meditation, oder, falls er von Gott erfüllt werden möchte, keine
Zen-Meditation. (Man darf sich dabei nicht täuschen lassen, auch die Buddhisten möchten durch die Leere
vom „göttlichen“ erfüllt werden. Der Unterschied besteht darin, dass für die Buddhisten die leere das
göttliche ist, wir Christen aber wissen, das Gott eine Person ist, die uns gegenübertritt, und das Gott
„die Fülle“, und keineswegs die „Leere“ ist.) Bis zu einem gewissen Grad kann man als Christ auch Zen-Praktiken
verwenden (was spricht z.B. dagegen, beim Wandern oder beim Teetrinken zu beten?). Nur muss man dabei
wissen, dass, wenn man dabei betet, das dann mit Zen nur mehr eine rein Äußerliche Ähnlichkeit besteht.
. Übrigens: Schamanismus lässt sich mit Christentum noch weniger vereinbaren, denn da geht es um Toten-
und Geister- und Dämonenbeschwörung. Zum Glück wurde das bei uns durch das Christentum überwunden.
#20 wolfgang e. 09:58:30 | Mittwoch, 14. September 2011
Lohmann weiß: „Der Besuch von Benedikt wird ein Segen sein – letztlich für alle.“ . „für alle“? oder
„für viele“? . . @#2 Obermayer: Was hatte der Schah von Persien Deutschland zu sagen? Und wieviele Abgeordnete
würden heute seiner Rede im Parlament fernbleiben? . . @#14 Ossietzky „Die Katholen sind beleidigt,…“
Nö, es zeigt sich lediglich, dass einige Abgeordnete nicht wissen, wie man sich einem Gast gegenüber
benimmt, den man (als Parlament) selbst eingeladen hat. Die Katholiken halten es großteils eher wie Bischof
Müller: „Jeder darf sich in Deutschland blamieren, wie er will.“
#61 wolfgang e. 16:02:58 | Montag, 12. September 2011
Lieber Nachdenklicher (#59), Ich kenne das Buch dieses Jugendlichen nicht, und kann es daher nicht beurteilen.
Dass Du jedoch die Aussagen eines Jugendlichen über den Zölibat pauschal und ungeprüft deswegen verwirfst,
weil er jung ist, zeugt nicht von sehr tiefer Nachdenklichkeit…
#30 wolfgang e. 13:45:42 | Dienstag, 6. September 2011
@Tomás #20 „Die logische Folge dieses Sachstandes ist, daß Johannes XXIII. – aus welchem Grund auch
immer – nie Papst war.“ Genau das ist der Schwachpunkt des Sedisvakantismus, weil er nicht erklären kann,
warum Johannes XXIII kein Papst gewesen sein soll, außer im nachhinein. Wenn Johannes XXIII zum Zeitpunkt
seiner Wahl die Voraussetzungen für die gültige Wahl erfüllt hat (und das muss angenommen werden, solange
das Gegenteil nicht erwiesen ist), dann war er gültiger Papst. Daran kann das, was später passiert ist,
nichts mehr ändern. So einfach ist die Sache also nicht. Auch eine Ehe kann nur anulliert werden, wenn
die Voraussetzungen für die Ehe von anfang an nicht gegeben waren. Ein späteres Ereignis hat darauf
keinen Einfluss. Der Sedisvakantismus führt meiner bescheidenen Meinung nach an diesem Punkt in ein logisches
Dilemma, deswegen kann ich ihm nicht zustimmen. Ich halte den Sedisvakantismus für eine zu einfache Lösung.
Die Piusbruderschaft hat einen viel schwierigeren Weg gewählt, aber auch dort finde ich ungelöste logische
Probleme.
#22 wolfgang e. 12:24:48 | Dienstag, 6. September 2011
@ #21 Schalom Ich glaube nicht, das Tomás sich als göttliche Institution sieht. Er hat sich mittels
vernünftiger Überlegungen zum Zustand der Kirche eine bestimmte Meinung gebildet, und bleibt dieser
Meinung konsequent treu. Auch wenn ich seine Meinung nicht teile, und für mich zum Schluss gekommen bin,
dass er aufgrund falscher Grundsätze zum falschen Ergebnis kam, kann ich das durchaus akzeptieren und
anerkennen. Wenigstens hat er eine Meinung, und argumentiert nicht rein aus dem Bauch heraus, wie es heuzutage
(auch in diesem Forum) meist üblich ist. (Den Sedisvakantismus halte ich auch für in sich logischer,
als die Einstellung der Piusbruderschaft, die meint, den Papst als Papst anerkennen zu können, ohne ihm
gehorchen zu müssen; Andererseits macht es sich der Sedisvakantismus auch relativ einfach, indem er einfach
behauptet, das der Papst nicht Papst sei; hier sind die Argumente etwas schwach…) Was ich nicht akzeptabel
finde, ist die Häme, mit der er über die „Anhänger der Konzilssekte“ herfällt, die ja immerhin auch
Vernunftgründe haben könntne, warum dsie dem aktuellen Papst treu bleiben. Das ist aber vor allem sein
Problem, und mir relativ egal.
#20 wolfgang e. 11:16:44 | Dienstag, 6. September 2011
@ #17 Tomás „Die Kirche ist eine göttliche Institution. Sie befindet sich außerhalb der Zeit und des
Raumes. In ihrem Wesen gibt es weder alt noch neu.“ – Ja, eben, darum ist die Bezeichnung „altgläubig“
eine Verhöhnung des Glaubens. Was genau war eigentlich an der Wahl von Johannes XXIII ungültig?
#13 wolfgang e. 10:07:40 | Dienstag, 6. September 2011
@#9 Dumbledor Leider hat hier noch dazu die Vorstellung, was 1000% katholisch sei eine ziemliche Schieflage…
Der Papst gilt hier jedenfalls nicht sehr viel. Außerdem ist man mit den Zuordnungen nicht sehr konsequent,
Der Spiegel und der ORF werden hier meist als Nazi-Organe bezeichnet… Die witzigste Zuordnung, die ich
hier gefunden habe war übrigens „altliberal-neokonservativ“. Die unsinnigste Bezeichnung hier ist wohl
„altgläubig“ bzw. „neugläubig“…
#4 wolfgang e. 09:28:49 | Dienstag, 6. September 2011
Wenn für kreuz.net sogar Bischof Ägidius Zsifkovics „altliberal“ ist, erinnert mich das irgendwie daran, dass für eingefleischete Kommunisten alle Nicht-Kommuniten „Nazis“ sind…
#65 wolfgang e. 17:33:00 | Montag, 5. September 2011
@ 1.elvenpath und 2.evelynn 1. Ich gebe dir recht, an kreuz.net ist einiges „problematisch“ (um es einmal
milde auszudrücken). 2. Berger ist leider kein Einzelfall. Es hat sich auch unter katholischen Priestern
ziemlich viel an Doppelleben und Heuchelei breitgemacht. Und vieles wurde im Namen der „Toleranz“ jahrelang
geduldet. Trotzdem sind viele Vermutungen und Verdächtigungen schlicht und einfach Unfug (um es auch
hier milde auszudrücken). Übrigens: zum Thema „jeder halbwegs Gebildete“: Matthäus_1956 (#26) hält
das Kondom für Durchschnittsbürger offenbar ohne weitere Einschränkungen für „sicher“.
#56 wolfgang e. 17:23:20 | Montag, 5. September 2011
Lebe(r) Hekate, Was Du schreibst, klingt zwar auf den ersten Blick plausiebel, die Statistiker sagen aber
anderes, nämlich: Paare, die schon vor der Ehe sexuelle Kontakte hatten, haben eine wesentlich höhere
Scheidungsrate (auch dann, wenn es der spätere Ehepartner war). Ich kenne persönlich auch kein Paar,
das sich wegen „Sexuellem Nicht-Zusammenpassen“ getrennt hat, wohl aber etliche Paare, die das auch ganz
anderen Gründen taten. Ich kenne auch einige Paare, die etwa 10 Jahre zusammenlebten, und dann nach ihrer
Hochzeit innerhalb von 2 Jahren wieder geschieden waren… Es ist hier also doch ein etwas tieferes Nachdenken
über die Sache vonn Nöten. Für eine tragfähige Beziehung muss man vor allem lernen, was der Andere
wünscht und braucht, und eine zu frühe Fixirung auf Sex kann dabei ein Hinderniss sein. Deshalb tut
es einer Beziehung gut, wenn man die Möglichkeit hat, den anderen ohne Sex kennenzulernen…
#43 wolfgang e. 17:10:54 | Montag, 5. September 2011
@ Elvenpath Zu David Berger: Nun ja, Berger hat ja nicht nur ganz konkret über seinen Alltag berichtet
(was wohl auch nicht allzu viele interessiert hätte), sondern er hat auch aus diesen persönlich subjektiven
Erlebnissen weitreichende Vermutungen und Verdächtigungen aufgestellt und als erwiesene Tatsachen hingestellt,
nach dem Motto, wenn er ein Doppelleben geführt hat, dann ist damit erwiesen, dass alle anderen auch
ein Doppelleben führen. Ob das jetzt sehr glaubwürdig ist, sei dahingstellt…
#18 wolfgang e. 12:11:14 | Montag, 5. September 2011
Da gibt es jemanden, der die Legionäre Christi beschimpft? -Uiuiui – das würde kreuz.net NIE machen…
Und den Papst würde kreuz.net schon gar nicht beschimpfen, wo kämen wir da hin…
#115 wolfgang e. 18:55:50 | Mittwoch, 24. August 2011
Lieber Fundi, es gibt bereits im Neuen Testament sowohl eine enge, als auch eine weite Auslegung der Grundaussage.
Von Christus sind zwei Aussagen übermittelt: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ Und: „Wer nicht
gegen mich ist, ist für mich“ Wenn Du eine der beiden Aussagen isoliet betrachtest, wirst Du nicht zu
richtigen Ergebnis kommen. Es gibt zum Thema Heilsnotwendigkeit der Kirche gleichrangige Lehraussagen,
die die Sache differenzieren. Im Konzil von Trient wird z.B. ausgeführt, dass auch z.B. Katechumenen
in den Himmel kommen können, auch wenn sie vor der Taufe sterben, ebenso wird die Begierdetaufe und die
Bluttaufe angeführt. Das wurde bei diesem Konzil als Präzisierung des vorhergehenden gesehen, nicht
als Widerspruch. Gott kann wohl jeden retten, er will auch jeden retten, er will es aber nicht gegen unseren
Willen. Wenn jamand also schuldigerweise nicht in der Kirche ist, wird er wohl nicht gerettet. Wo ist
eigentlich das Problem, wenn die Kirche etwas nicht weis? Nicht alles ist geoffenbart. Wie wissen, dass
wir die Kirche brauchen, um zu Gott zu gelangen. Das genügt für uns. Wie das mit denen ist, die Gott
nicht erkennen können, können wir getrost Gott überlassen. Er wird eine gerecht Lösung finden. Und:
Heilsgewissheit: Ja, die gibt es, als Zusage Christi an die Kirche. Nicht aus eigener Kraft des Menschen,
sondern, weil die Kirche der Heilsweg ist. Deswegen ist ja die Mission so wichtig. ebenfalls gute Nacht!
#109 wolfgang e. 17:58:10 | Mittwoch, 24. August 2011
Lieber Fundi, es ist bei kirchlichen Lehraussagen ähnlich wie bei Bibelzitaten. Bibelzitate MÜSSEN lt.
Lehrmeinung der kath. Kirche ausgelegt werden (nämlich vom zuständigen Lehramt), ebeso werden auch Lehramtstexte
ausgelegt, da sie immer einen historischen Kontext haben und daher sehr wohl auslegungsbedürftig sind.
Bei der Auslegung DARF niemals ein Zitat isoliert für sich betrachtet werden, sondern es gilt, die Gesamtheit
aller Lehraussagen zu beachten. Daher ist bei der Auslegung des Konzils von Florenz durchaus von Bedeutung,
was davor und danach zu dem Thema gesagt wurde. Die Kernaussage von Florenz ist überhaupt keine Neuigkeit
gewesen: Christus hat die Kirche mit ihrem Lehramt und ihren Sakramenten dazu bestimmt, der Heilsweg zu
Gott zu sein. Ein Mensch, der zu Gott gelangen möchte, ist daher an die Kirche gebunden. Nur in der Kirche
gibt es daher Heilsgewissheit (Wer an Christuns glaubt, der Kirche angehört, seine Sünden bereut, die
Sakramente empfängt, der wird gerettet). Gott ist aber nicht an diese Festlegung gebunden, d.h. Gott
kann auch jemanden retten, der unschuldigerweise nicht zur Kirche gehört. Inwieweit er das auch tut,
wissen wir nicht. Wir können es nur vermuten. Es gibt dazu keine definitive Lehraussage, deshalb gibt
es dazu auch sehr unterschiedliche Wortmeldungen. Im 15.Jh hat man die Sache tendentiell sehr eng gesehen,
momentan wird das tendenziell sehr weit gesehen. Das ist keine Lehränderung, weil es dazu keine definitive
Lehre gibt.
#100 wolfgang e. 16:37:05 | Mittwoch, 24. August 2011
Lieber Fundi (@ #94), wenn du dein Wissen schon aus Wikipedia beziehst, könntest du auch dort nachlesen,
dass die Kirche selbst diese Lehraussage (extra ecclesiam nulla salus) nie in der engstmöglichen Weise
ausgelegt hat. Die sehr harte Aussage des Konzils von Florenz ist daher anhand sämtlicher kirchlich lehramtlicher
Aussagen davor und danach zu relativieren.
#65 wolfgang e. 12:26:04 | Mittwoch, 24. August 2011
lieber Mufelius, Bitte die ideologischen Scheuklappen abnehmen, und etwas unvoreingenommener Geschichte
studieren. Es gibt tatsächlich in der Kirchengeschichte viele dunkle Kapitel, es gibt aber in der Geschichtsrezeption
auch viele dunkle Legenden. Die „Hexenbulle“ ist kein Ruhmesblatt der Kirche. Trotztem ist es schlicht
und einfach falsch, dass die Hexenbulle die Hexenverfolgung erst entfacht hätte. Der Kramer, den du erwähnt
hast, war eine äußerst zwielichtige Person, von ihm stammt der „Hexenhammer“, ein zutiefst abergläubiges
Machwerk, dem Kramer die Hexenbulle als Vorwort anhängte, und so den Eindruck erweckte, als sei der Hexenhammer
päpstlich autorisiert. In der sogenannten Hexenbulle selbst steht gar nicht viel drinnen, siehe hier:
de.wikipedia.org/wiki/Hexenbulle Der heidnische Hexenglaube war in Europa nie verschwunden (bis heute
nicht), und kam in Not- und Umbruchszeiten immer wieder zum Vorschein. Also, bitte, Informiere diech besser,
deine Argumentation hält einer kritischen Prüfung nicht stand.
#77 wolfgang e. 17:25:12 | Dienstag, 16. August 2011
Interessant Mr(s). krauterer. Sie müssen ja wirklich eine scharfe Beobachtungsgabe haben, wenn Sie, ohne
Ihn noch Sie zu kennen, aus der Ferne psychische Defekte erkennen können, und außerdem „sicher“ feststellen
können, wer da woran einen Mitschuld hat… Ich habe jedenfalls gelernt, selbst psychologische Gutachten
mit allergrößter Vorsicht zu genießen, denn leider ist die Psychologie nur bedingt eine Wissenschaft,
da ihr Forschungsgegenstand (die Pathologie der menschlichen Persönlichkeit) nur bedingt erforschbar
ist. Es ist leicht festzustellen, dass jemand psychische Probleme hat, aber fast unmöglich festzustellen,
warum er die Probleme hat.
#6 wolfgang e. 17:04:30 | Dienstag, 16. August 2011
@ #5 Fundi: Themenverfehlung. A) Es ist ein großer Unterschied, ob man Änderungen vorschlägt, oder
ob man zum Ungehorsam aufruft, oder? (Außerdem git es Ideen (z.B. die Miterlöserschaft Mariens) die
zwar nicht Lehre der Kirche sind, ihr aber auch nicht widersprechen, daher seht es, solange es hier keine
Lehrentscheidung gibt, jedem frei, dies vorzuschlagen.) B) moderne Unternehmen setzen Mitarbeiter, die
zum Ungehorsam aufrufen, vor die Türe. (Wie gesagt: Themenverfehlung: es geht nicht um Verbesserungsvorschläge,
sondern um einen Aufruf zum Ungehorsam) C) Diskutiert wird sowieso seit Jahren öffentlich, obwohl in
mehreren diskutierten Themen die zuständigen Stellen bereits längst eine Entscheidung getroffen haben.
D) Wieder Themenverfehlung: hier geht es nicht um eine Diskussion, sondern um eine Drohung: Hier droht
die untergeordnete Stelle (der Pfarrer) der übergeordneten Stelle (die Kirchenleitung), sich nicht unterzuordnen,
wenn die Kirchenleitung nicht in ihrem Sinn entscheidet… Also: Langsam zum mitschreiben: Wenn ein Mitarbeiter
eines Unternehmens einen Verbesserungsvorschlag vorbringt, hat niemand etwas dagegen. Wenn der Chef allerdings
den Vorschlag nicht annimmt und anders entscheidet (was als Chef sein gutes Recht ist, er hat auch die
Letztverantwortung), wir der Chef etwas dagegen haben, wenn der Mitarbeiter seinen Vorschlag dennoch umsetzt.
(noch dazu unter Einschaltung der Medien). Was wird wohl eine normaler Chef mit so einen Mitarbeiter tun?
#30 wolfgang e. 23:11:46 | Mittwoch, 10. August 2011
Ja, catholic: „Weide meine Lämmer“ – Die Hirten haben dafür Sorge zu tragen, dass die Lämmer nicht
von den Wölfen gerissen werden. Deshalb muss Kardinal Schönborn in desem Fall ja handeln. „Nur einer
ist euer Vater“, „Nur einer ist Euer Meister“ – Deshalb müssen wir uns auch an diesem Vater und diesem
Meister orientieren, nicht an den eigenen Vögeln. „Paulus hat Petrus widersprochen“ – Deshalb muss Kardinal
Schönborn ja auch der Pfarrerinitiative widersprechen. (Widersprechen ist übrigens etwas anderes als
nicht gehorchen). „Ihr alle seid Brüder.“, „Dient einander.“, „Servus servorum Dei.“ – Auch das Zurechtweisen
eines Irrenden ist ein Dienst. „Collegialität in der Kirche“ – Ungehorsam hat nichts mit Collegialität
zu tun. „Lasst beides wachsen bis zur Ernte.“ – Genau, der Herbst ist Erntezeit, wohin wird das Unkraut
dann noch einmal geworfen?
#63 wolfgang e. 16:37:32 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Lieber Peter, worauf wolen Sie eigentlich hinaus? Wahrscheinlich hat sich Christus selber geirrt, als
er Petrus beauftragt hat, seine Lämmer zu weiden, oder? Wahrscheinlich hat er sich auchgeirrt, als er
den Jüngern sagte: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündigt allen das Evangelium und tauft sie auf
den Namen das Vaters und des Sohnes und des hl. Geistes, oder. Zum Glück hat Gott Ihnen nach 2000 Jahren
endlich die Wahrheit kundgetan, oder? Vielleicht sollten Sie noch ein paar Jahre weiterbeten, und darüber
nachdenken, ob Gott sich selbst widersprechen kann. Menschen, die nach tausenden Jahren endlich die wahrhaft
wirkliche Wahrheit gefunden zu haben meinen, liegen in der Regel deutlich daneben…
#61 wolfgang e. 15:31:38 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Lieber Goldengel, gelesen ja, aber nicht versucht zu verstehen, leider. Was meinen Sie mit Spiegel? Wieso
glauben Sie, ich könnte Sie nicht ertragen? Ich kenne Sie kaum, nur das, was Sie hier schreiben… Vielleicht
sind Sie ja im Grunde ihres Herzens ein guter Mensch, ich gebe hier die Hoffnung nicht auf. Ich bin nicht
Stolz auf meine Sünden. Aber ich weiß, dass ich ein Sünder bin, und daher die Vergebung brauche. Und,
ja, der satan (den ich eher klein schreiben möchte) freut sich mächtig, wenn er Sie im Glauben lässt,
er sei an Ihnen abgeprallt. Der satan findet viele Wege in unser Herz. Manchmal mit lautem Getöse, wenn
er es schafft, uns zu schwerer Sünde zu verführen. Hier glaube ich Ihnen gerne, dass er da bei Ihnen
abprallt. Er hat aber auch viel subtielere Wege zur Verfügung. Vielleicht sollten sie einmal von C.S.Lewis
die „Briefe an einen Unterteufel“ lesen, dort werden viele Schliche des satans aufgedeckt… Bei Ihnen
hat satan erreicht, dass sie vergessen, dass sie auch ein Sünder sind. Zumindest hat man diesen Eindruck,
wenn man mitliest, was Sie schreiben. (Vielleicht irre ich mich ja, dan könne Sie das aufklären). 1
Joh 1,8 Wenn wir sagen,dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre und die Wahrheit
ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden
und reinigt uns von allem Unrecht. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum
Lügner und sein Wort ist nicht in uns.
#56 wolfgang e. 14:48:15 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Lieber Goldengel, schade, Sie haben wieder nicht gelesen, was ich geschrieben habe. Nein, es ist nicht
schön für mich, wenn Häme und Spott sich einem Katholiken gegenüber ergießt, der gegen die Sünde
schreibt. Hier missverstehen Sie mich vollkommen. Sag mir bitte ganz ehrlich: -Wo war ich hämisch? -Wo
habe ich gespottet? -Wo fühle ich mich gerecht? -Wo habe ich die Sünde oder den Sünder verharmlost?
Darf ich noch einmal fragen: Fühlen Sie sich wirklich sündenfrei? (so habe ich das zumindest aus Ihrer
Antwort #47 herausgelesen). Zum Hl. Klemens Maria Hofbauer kam einmal eine Frau in den Beichtstuhl und
sagte: „Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich beichten soll, denn ich habe eigentlich keine Sünde.“
Worauf der hl. Klemens aus dem Beichtstuhl hinausrief: „He Messner, stell diese Dame auf den Altar, sie
ist schon heilig!“ Das war natürlich eine Provokation. Hoffentlich aber eine heilsame.
#53 wolfgang e. 14:21:15 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Lieber Goldengel: Noch einmal: -Welche Sünde habe ich verhrmlost? -Welchen Sünder habe ich verharmlost?
-Wo habe ich gefordert, dass Kindermörder freigelassen werden? Das sind lauter Ideen von Ihnen, nicht
meine. Sie unterstellen mir ständig Dinge, die ich nie gesagt habe. Bitte, lesen Sie doch, bevor Sie
wieder antworten, einmal genauer durch, was ich schreibe! Und Selbstgerechtigkeit: Wissen Sie, was das
ist? Ich habe mehrmals gesagt, dass ich ein Sünder bin. Ist das selbstgerecht? Ist Selbstgerechtigkeit
nicht vielmehr, Dass man sich für etwas besseres hält, weil man (relativ gesehen) weniger Sünden hat?
Sie verharmlosen Sünden: nämlich Ihre eigenen. Ja, ich will sie provozieren: Ich will Sie aus ihrer
engen Gedankenwelt herauslocken, sicher nicht zu Ihrem Schaden. Bibelstellen habe ich auch parat: -Der
Gerechte fällt 7 mal am Tag. -Petrus: Wie oft soll ich verzeihen? 7 mal? – Christus: nicht 7x, sondern
7 x 70 mal
#48 wolfgang e. 14:00:35 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Lieber Goldengel, Welche Sünde habe ich verharmlost? Das schwierige an einer Diskussion mit Ihnen ist,
das sie auf die Argumente des Anderen nicht weine Spur eingehen. Sind Sie so sehr überzeugt von sich
selbst, dass sie meinen, nicht einmal genau lesen zu müssen, was der andere schreibt. Ich habe Sie jetzt
schon mehrmals darauf hingewiesen, dass Sie offenbar etwas anderes lesen, als ich schreibe. Haben Sie
tatsächlich keinerlei Schuldgefühle, Sind Sie sündenfrei, oder wie darf ich das verstehen? Ich gebe
Ihnen hier recht: „wer die Sünde ablehnt, der ist nicht hochnäsig.“ Das stimmt, es ist unsere Pflicht,
die Sünde abzulehnen. Wer allerdings DEN SÜNDER ablehnt, der überhebt sich selbst, denn wir sind prinzipiell
alle Sünder (lies nach in den Johannenbriefen!)
#46 wolfgang e. 13:11:44 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Lieber Goldengel, Durch Taufe und Firmung sind Sie sehr wohl dazu berufen, die Menschen zu Gott zu führen.
Genau das ist der Sinn des „allgemeinen Priestertums“. Jeder Christ ist in seinem Umfeld ein kleiner Apostel.
(Auch wenn uns als Laien natürlich nicht die Spendung der sakramentalen Gnaden zur Verfügung steht).
„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der Euch nach der Hoffnung fragt, die Euch erfüllt!“ –
das schreibt Paulus nicht nur an die Priester. Wie sollen denn die Priester die Menschen zu Gott führen,
wenn wir nicht zuerst die Menschen zu den Priestern bringen? Übrigens können auch Stolz und Überheblichkeit
Todsünden sein, seien Sie also wachsam… Für jedes Wort werden wir Rede und Antwort stehen müssen!
Die Pharisäer haben tatsächlich die Gebote gehalten, und dennoch in den Augen Gottes keine Gnade gefunden,
weil sie geglaubt haben, sie stünden über den anderen. Ihre Seele ist also in höchster Gefahr (und
das schreibe ich nicht, um Sie zu beleidigen, sondern um Sie zu warnen, auch meine Seele ist in höchster
Gefahr). Wenn Sie die Liebe nicht haben, werden Ihnen alle guten Werke am Ende nichts nützen. Und: liesen
Sie bitte in der Bibel auch die Stellen genauer durch, die nicht so in Ihr Konzept passen (z.B. das Gleichnis
vom Pharisäer und vom Zöllner, oder bei Johannes: die Geschichte von der Ehebrecherin, die gesteinigt
werden sollte, oder die Johannesbriefe, oder die Paulusbriefe). Nicht alles, was da steht unterstützt
Ihre Einstellung.
#42 wolfgang e. 10:55:43 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Lieber Goldengel, mich stört nicht, was sie kritisieren, sondern wie sie es kritisieren, und welche Schlüsse
Sie daraus für sich und die anderen ziehen. Sie haben z.B. hier völlig recht: „Sünden müssen als Sünden
benannt werden dürfen und Menschen, welche ihre Kinder abtreiben sind gottlose Kreaturen, welche aus
puren Egoismus Böses tun, denn auf der Egostirn steht geschrieben: Ich zuerst !“ Sie haben aber nicht
recht, wenn Sie meinen, so jemand könne keinesfalls mehr in den Himmel kommen. Es gibt, solange wir auf
Erden Leben immer die Möglichkeit zur Umkehr. Unsere Kritik an der Sünde muss also darauf abzielen,
die Menschen zur Umkehr zu bewegen, und nicht, ihnen ihre Verdammung ins Gesicht zu schreien. Außerdem
dürfen wir nie vergessen, dass auch wir beide, Sie und ich, Sünder sind (wenn auch vermutlich in kelinerem
Rahmen), die ohne die Vergebung durch Gott niemals in den Himmel kommen könnten. Das Leben hier auf Erden
ist in Teilen der Gesellschaft so voller Elend und Verwirrung und Verstrickungen in die Sünde. Sind Sie
wirklich ganz aus eigenem Verdienst dieser Verstrickung in die Sünde entgangen? Hatten Sie nicht das
Glück (oder die Gnade), in einem guten Elternhaus, geleitet von guten Ratgebern aufzuwachsen? Viele Menschen
haben keine guten Eltern und keine guten Ratgeber. Was wäre aus uns beiden geworden, wenn die Umstände
weniger gut gewesen wären? Sie sind Katholik, lieber Goldengel. Ihre Aufgabe ist es, die Menschen aus
ihrem Elend heraus zu Gott zu führen…
#38 wolfgang e. 10:24:02 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Lieber Tomás, Du weißt wahrscheinlich, was Häresie bedeutet, oder? Ein Häretiker ist jemand, der aus
der Fülle nur die Teile herauspickt, die ihm passen. Fällt Dir nicht auf, dass genau das Deine Vorgehensweise
ist? Der Art. 7 der Institutio Generalis hat hier 9 Zeilen. Davon suchst Du dir genau eine aus und schreist
„Häresie“. Häresie ist hier einzig und alleine Deine Vorgehensweise, nicht aber der Art. 7 Wenn Du weiter
liest, findest Du auch folgendes: In der Messfeier, DIE DAS KREUZESOPFER CHRISTI ZU ALLEN ZEITEN VERGEGENWÄRTIGT,
ist Christus wirklich gegenwärtig – in der Gemeinde, die sich in seinem Namen versammelt, – in der Person
des Amtsträgers, – in seinem Wort – sowie WESENHAFT UND FORTDAUERND UNTER DEN EUCHARISTISCHEN GESTALTEN.
Diese beiden Aussagen hast Du offenbar übersehen, oder? (Passt wohl nicht ganz in Dein Konzept), daher
noch einmal: – „Messfeier, die das Kreuzesopfer Christi zu allen Zeiten vergegenwärtigt“ – [Christus
ist wirklich gegenwärtig…] „wesenhaft und fortdauernd unter den eucharistischen Gestalten“. Du hast
z.B. auch übersehen, dass im Vorwort zur Institutio Generalis die Lehre des tridentinischen Konzils vollumfänglich
bestätigt wird, das nur so nebenbei. Diese Vorgehensweise habe ich übrigens bisher bei allen sedisvakantischen
Texten beobachten können. Daher kann ich das nach intensiver Auseinandersetzung (ich habe mehrere Nächte
die einschlägigen Seiten durchgelesen) leider nicht mehr ernst nehmen.
#30 wolfgang e. 20:18:46 | Mittwoch, 20. Juli 2011
Lieber Goldengel, Ebenfalls Gott zum Gruße! Wissen Sie, Meinungen wären an sich kein Problem, warum
sollte es mich kratzen, wenn Ihnen diese Kirche nicht gefällt? Es gäbe allerdings auch die Möglichkeit,
Meinungen sachlich, ohne beleidigenden Unterton, ohne verzerrende Missinterpretationen und ohne persönliche
Untergriffe vorzubringen. Bei ihren Meldungen #18 und #20 haben Sie sich entschieden, von dieser Möglichkeit
nicht Gebrauch zu machen. Und Sie wundern sich, dass mich das stört? Wie sieht es denn mit Ihrer Fähigkeit
aus, andere Meinungen zu verkraften, wenn Sie mir wegen meiner Meinung sowohl mein Katholischsein als
auch meinen guten Geschmack abstreiten wollen? Das „Sie“ können Sie sich an den Hut stecken, wenn Sie
nicht endlich höflichere Umgangsformen erlernen. Mich wundert immer wieder, das gerade die Menschen,
die besonders hart im austeilen sind, dann so sensibel reagieren, wenn sie etwas einstecken müssen…
#36 wolfgang e. 17:07:32 | Mittwoch, 20. Juli 2011
Der Vollständigkeit halber: Art. 7 der „Institutio Generalis“: 7. In der Messe, dem Herrenmahl, wird
das Volk Gottes zu einer Gemeinschaft unter dem Vorsitz des Priesters, der Christus in seinem Tun repräsentiert,
zusammengerufen, um die Gedächtnisfeier des Herrn, das eucharistische Opfer, zu begehen. Deshalb gilt
für diese Versammlung der Kirche an einem Ort ganz besonders die Verheißung Christi: „Wo zwei oder drei
in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20). In der Messfeier, die das
Kreuzesopfer Christi zu allen Zeiten vergegenwärtigt, ist Christus wirklich gegenwärtig in der Gemeinde,
die sich in seinem Namen versammelt, in der Person des Amtsträgers, in seinem Wort sowie wesenhaft und
fortdauernd unter den eucharistischen Gestalten.
#27 wolfgang e. 16:52:00 | Mittwoch, 20. Juli 2011
Werter Goldengel, Nichts für ungut, ich habe nichts dagegen, Sie mit Sie anzusprechen. Aber dass Sie
einerseits hier herumrotzen wie ein Pupertierender, anderereits eine höfliche Anrede einfordern, ist
schon etwas grotesk, oder? „Nun und weil es Künstler gibt, welche Schweinereien aufführen, dann ist
man schon froh, wenn einer über einem Tierschädl nur ein Kreuz malt – meinen Sie das wirklich ernst?“
Auch das ist subjektive Interpretation, und so von mir weder gesagt, noch gemeint worden. Ein Kreuz über
einem Tierschädel gibt es übrigens auf jedem Hubertus-Altar. Das nur nebenbei. Ich bin aber auch nicht
„glücklich“ über diese persiflierende Darstellung. – Es gibt allerdings schlimmeres, und diese Darstellung
reicht nicht aus, um ihn als Künstler für eine Kirchenraumgestaltung zu disqualifizieren, solange er
in der Kirche mit entsprechendem Respekt vorgeht. Ja, Caravaggio und Mozart wahren auf ihrem Gebiet unereichte
Genies. das ist aber keine Rechtfertigung für ihre Schweinereien. (Wo kam Mozarts Reichtum hin, wenn
er kein Säufer war?) Der einzige Grund, warum Caravaggio und Mozart in der Kirche präsent sind ist,
dass sie es trotz ihrer Lebensführung geschafft haben, adequate Kunstwerke für die Kirche zu schaffen.
Scheuer ist wohl nicht so ein Genie wie Caravaggio (das hat ja auch keiner verlangt). In seiner Lebesführung
ist wohl nicht alles in Ordnung. Aber seine Arbeit in dieser Kirche ist respektvoll, angemessen und zeigt
viel guten Willen.
#19 wolfgang e. 15:37:17 | Mittwoch, 20. Juli 2011
Herzallerliebster Goldengel, Bitte verschonen Sie mich mit Ihren subjektiven Interpretationen dessen,
was ich gemeint haben könnte. Es gibt viele Werke des Künstlers, die mir nicht gefallen. Das war aber
nicht das Thema. Es gibt und gab viele Künstler, die ausserhalb der Kirche alle möglichen Schweinereien
aufgeführt haben. Schauen sie sich einmal die Biographie von Caravaggio an – Der war ein Säufer, Mörder
und praktizierender Homosexueller, der sein Geld mit männlichen und weiblichen Prostituierten durchgebracht
hat. Dennoch hängen seine Werke in Kirchen. Oder Mozart: Der war Freimaurer, Säufer und Ehebrecher.
Dennoch werden seine Messen in der Kirche verwendet. Mit Schubert steht es auch nicht besser. Die Frage
ist also nicht: „Was macht der Künstler sonst noch?“, sondern: „Ist das, was er hier gemacht hat für
eine Kirche angebracht?“ Also: Muttergottes mit Kind in landesüblicher Tracht? – Ja, ist durchaus angemessen.
Strahlenkranz und Beleuchtung der Kreuzigungsgruppe? – Ja, ist durchaus angemessen Farbige Streifen? –
Kann man in vielen alten Kirchen finden, und ist sicherich um einiges schöner als das sonst übliche
Schmutzig-Grau, das in Kirchen dieser Zeit vorherrscht. Es muss Ihnen ja nicht gefallen, aber selbst die
kreuz.net-Redaktion findet das offenbar nicht so schlecht. Ansonsten: Wie komme ich dazu, mich mit „na
Wolfgang“ und „herzallerliebst“ anreden zu lassen, während Sie „aus Höflichkeit“ darauf bestehen, gesiezt
zu werden?
#18 wolfgang e. 14:44:02 | Mittwoch, 20. Juli 2011
Auch in der Alten Weiheformel wird an keiner Stelle AUSDRÜCKLICH gesagt, dass hier ein Bischof geweiht
wird. Wo ist also der substantielle Unterschied? Dass die Erwähnung der Apostel in der neuen Formel nicht
reicht, ist also eine rein subjektive Aussage.
#15 wolfgang e. 14:06:48 | Mittwoch, 20. Juli 2011
Gültigkeit der Bischofsweihe: Ich verstehe zwar auch nicht, wozu man den Text der Bischofsweihe ändern
musste. Aber das Argument, dass die neue Weiheformel die Weihestufe nicht bezeichnet, ist falsch. Weiheformel
vor der Liturgiereform: „Vollende in Deinem Priester die Fülle Deines Dienstes und, mit dem Schmuck der
gesamten Verherrlichung ausgestattet, heilige ihn mit dem Tau himmlischer Salbung.“ Hier bezeichnet die
„Fülle Deines Dienstes“ und der „Schmuck der gesamten Verherrlichung“, den Bischof, weil der Priester
nicht die Fülle des Dienstes hat. – Passt also. Weiheformel nach der Liturgiereform: „Und nun gieße
aus über diesen Erwählten jene Kraft, die von Dir stammt, den vorzüglichen Geist, den Du Deinem geliebten
Sohn Jesus Christus gegeben hast, den Er selbst den heiligen Aposteln gegeben hat, die die Kirche an den
einzelnen Orten als Dein Heiligtum errichtet haben, zum unvergänglichen Ruhm und Lob Seines Namens“ Hier
ist mit der Erwähnung der Apostel (deren Nachfolger die Bischöfe ja sind) genauso klar ausgedrückt,
welche Weihestufe gemeint ist. – Passt also auch. Interessanterweise gehen sämtliche kritische Analysen
zur Bischofsweihe auf diese Erwähnung der Apostel überhaupt nicht ein. Bei der Anglikanischen Bischofsweihe
hieß es urprünglich nur: „Empfange den Heiligen Geist“ – das ist natürlich zu wenig, um die Weihestufe
auszudrücken. Erst viel später wurden die Worte „für das Amt und das Werk des Bischofs“ hinzugefügt,
da war es aber schon zu spät.
#17 wolfgang e. 13:25:07 | Mittwoch, 20. Juli 2011
#12 Mingaer Die Schweine- und Rehfiguren sind nicht in der Kirche angebracht, sondern nur ein Beipiel,
was der Künstler sonst so produziert. An der Gestaltung der Kirche sehe ich an sich nichts auszusetzten.
(v.a. nicht im Vergleich zur ursprünglichen Ausstattung der Kirche). Die Sprechblasen bei den Kerzen
hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Aber was spricht dagegen, eine Kirche mit einer großen Muttergottesdarstelung
zu schmücken, oder die Kreuzigungsgruppe zu beleuchten und mit einem Strahlenkranz zu umgeben? Auch die
Gestaltung der übrigen Wände mit farbigen Streifen ist nicht schlecht.
#10 wolfgang e. 12:43:30 | Mittwoch, 20. Juli 2011
lieber petersemenczuk, Wenn Christus sagt, dass wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten sollen,
dann sagt er uns, WIE wir Gott anbeten sollen, und nicht WO. D.H., wenn wir Gott auf falsche Weise anbeten,
dann nützt es auch nichts, wenn man dies in einem Gotteshaus tut. Es spricht aber nichts dagegen, Gott
auf richtige Weise in einem Gotteshaus anzubeten. Schau dir doch Dein Zitat unten an: Gott hat also offenbar
das Haus, das Salomon Ihn errichtet hat in seinem Namen geheiligt. (Schau hin: es steht genau in deinem
Zitat!). WENN allerdings Salomon und Israel sich von Gott abwenden, DANN wird Gott auch dieses Haus verwerfen.
Nicht das Haus an sich ist also das Problem, sondern die Abwendung von Gott. Wo sollen wir Menschen denn
hingehen, wenn wir gemeinsam Gott anbeten wollen? In den Wald? – Gott wird auch den Wald verwerfen, wenn
wir uns dort von Ihm abwenden…
#31 wolfgang e. 12:31:58 | Mittwoch, 20. Juli 2011
Lieber Tomás, In der „Montini-Messe“ kommt das Wort „Opfer“ sehr häufig, das Wort „Mahl“ hingegen gar
nicht vor. Die Theorie, dass die Messe nach dem erneuerten Ritus nur eine „Gemeindeversammlung“ oder nur
ein „Mahl“ sei, wird also von den Texten der Messe selbst nicht gestützt. Auch Benedikt XVI schreibt
im Band II seines Jesus-Buchs ganz klar, dass die Messe eben nicht die Wiederholung des Abendmahls, sondern
die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers ist. Alle andersgearteten „Theologenmeinungen“ sind von der Kirche
nie akzeptiert worden.
#10 wolfgang e. 11:55:43 | Mittwoch, 20. Juli 2011
#3 Walther von Stolzing Mittwoch, 20. Juli 2011 08:50:49Tomás: bitte begründen Sie, warum der neue Ritus
angeblich ungültig ist. Wenn ich das richtig mitbekommen habe ist das Hauptargument, dass der weihende
Bischof die Hände nicht lange genug ausstreckt…
lieber petersemenczuk, Gott „will“ überall angebetet werden, warum dann gerade in Gotteshäusern nicht?
Mit isolierten Textzitaten wirst Du immer Schiffbruch erleiden. (In Apg. 7,44 weit Stephanus z.B. darauf
hin, dass Gott selbst die Errichtung des Bundeszeltes angeordnet hat…)
Lieber Goldengel, wieviele Leser von kreuz.net haben Sie schon vor der Hölle bewahrt? Trägt Ihr „ha-ha-ha“
dazu bei, die Menschen zur Einsicht zu bringen? Von kreuz.net wird jeder beschimpft, der selbst nicht
im kreuz.net-Stiel schimpft, sondern lieber geduldig und vernünftig argumentiert. Man kann gerne kritisieren,
dass Kerdinal Meisner das Wort „Sünde“ vermeidet. „in sich nicht in Ordnung“ und „Verstoß gegen das
natürliche Gesetz“ als Ersatz mag vielleicht wirklich etwas zu schwach klingen. Ich glaube aber, dass
die Antwort Kardinal Meisners eher geeignet ist, einen Homosexuellen zur Einsicht zu bringen, als dieser
Artikel hier. Man braucht doch nur die Kampfdiskussionen unterhalb der einschlägigen Artikel anschauen,
das spricht doch Bände… Und – übrigens – ja, es gibt Homosexuelle, die enthaltsam leben, auch wenn
das für Homosexuelle möglicherweise schwieriger ist, als für andere. Dass jeder, der die Homosexualität
auslebt, automatisch in die Hölle kommt, ist auch nicht gesagt, denn 1. gibt es immer die Möglichkeit
zu Reue und Umkehr, und 2. ist unter Umständen die Schuldfähigkeit des Betroffenen so sehr eingeschränkt,
(durch ungeordnete übermächtige Triebe, unverschuldete Unwissenheit, etc.), dass hier subjektiv nicht
mehr von schwerer Sünde gesprochen werden kann, auch wenn objektiv kein Zweifel daran besteht.
Hm, ich frage mich, ob Petrus Damianus († 1072) wirklich „Die Homo-Seuche“ geschrieben hat…? Die eigentliche
Stoßrichtung des Artikels ist der Katechismus der Katholischen Kirche, an den sich der Kardinal genau
hält. Liebe Redaktion: Nicht jeder, der vernünftig argumentiert, anstatt ausfällig zu werden, ist automatisch
ein Weichei. Was der Kardinal erreicht hätte, wenn er über den (vermutlich) ernsthaft Fragenden in kreuz.net’scher
Manier hergefallen wäre, kann man ja hier auf dieser Website täglich studieren anhand der Diskussionen
unter den Lesermeinungen: nämlich: NICHTS
@ Schalom & Pascal „Ich glaube ehre es kommt auf die Haltung des Herzens an …Oder?“ „Und zu behaupten
nur der Empfang auf die Zunge wäre würdig,heilig usw usf ist einfach nicht richtig. Denn mit welcher
inneren Herzeneinstellung jemand zum Kommunionsempfang geht sehe Sie nicht und können Sie nicht wissen.“
– Das ist alles prinzipiell richtig, es kommt beim Kommunionempfang vor allem auf die richtige innere
Einstellung an. Wenn allerdings jemand mit der richtigen Einstellung zur Kommunion geht (also demütig,
weil er unverdientermaßen ein großes Geschenk erhält), so wird es für ihn wohl kaum ein Problem darstellen,
wenn die Mundkommunion Voraussetzung für demn Empfang ist, oder? Wollen wir wirklich dem Geber vorschreiben,
in welcher Weise er uns ein unverdientes Geschenk übergibt? Pascal, du hast daher nicht recht, wenn du
behauptest, der Erzbischof würde den Empfang des Leibes und Blutes Christi verbieten. Immerhin ist die
Mundkommunion ja keine unzumutbare Bedingung, oder? – Es mag einem komisch vorkommen, wenn man jahrelang
die Handkommunion gewohnt war, aber mehr nicht. Wenn also mein Bischof die Handkommunion verbieten würde,
und ich würde mich als Reaktion trotzig hinstellen, und den Empfang der Kommunion auf die Hand einfordern
(quasi als mein „Recht“), so müsste der Kommunionspender wohl berechtigterweise an meiner entsprechenden
inneren Herzenshaltung zweifeln.
Nur zur Klarstellung (@juemuc & Pascal): Kirchenrechtlich sieht das so aus: Die Mundkommunion ist auch
im NOM die ordentliche Form des Kommunionempfangs. Die Handkommunion kann vom zuständigen Bischof AUSNAHMSWEISE
als außerordentliche Form des Kommunionempfangs gestattet werden. (Es handelt sich also um ein „Indult“
durch den Bischof, nicht durch den Papst). Wenn er es nicht gestatet, ist die Handkommunion nicht erlaubt.
Niemand hat ein „Recht“ auf die Handkommunion, da sie prinzipiell eine Ausnahme darstellt. Die Mundkommunion
hingegen kann vom Bischof nicht verboten werden, da sie die ordentliche Form ist. Das fällt daher ausdrücklich
nicht in seine Zuständigkeit. Paul VI wollte die Handkommunion eigentlich nicht, hat aber durch diese
Regelung dem Wunsch einiger v.a. deutscher Diözesen nachgegeben, in denen die Handkommunion bereits „illegal“
praktiziert wurde, um ebendiese irreguläre Situation zu entschärfen. Er hat vermutlich nicht damit gerechnet,
dass die Handkommunion (wie viele andere „Ausnahmen“) so schnell zum „Standard werden würde…
bejorommers Problem Es ist eben ein Unterschied, ob jemand als ein „Hauptschuldiger“ genannt wir, oder
ob jemand ein Hauptschuldiger ist. Zahlreiche Redaktionen waren intensiv bemüht, Josef Ratzinger eine
Schuld in der Sache anzuhängen (Siehe z.B. die Aussage von Matthias Mattousek über den Spiegel). Interessanterweise
ist es trotzdem nicht gelungen, irgendeine Schuld festzustellen. Der größte Reinfall war dabei die mit
großem Pomp und Trara verbreitete New-York-Times Geschichte. (In den von der NY-Times veröffentlichten
Dokumenten kam Kardinal Ratzinger nicht einmal vor…) Was man aber herausgefunden hat, ist die Tatsache,
dass Kardinal Ratzinger schon lange, bevor es den öffentlichen Skandal gab, sich intensiv bemüht hat,
dem Problem der Missbrauchsfälle beizukommen. (Ihm ist es zu verdanken, dass die Fälle von Missbrauch
durch Kleriker durch die wesentlich effizientere Glaubenskongregation bearbeitet werden. Tatsächlich
liegt die Zahl der aktuellen Fälle deutlich unter der Zahl von sehr alten Fällen…)
So absurd ist es nicht, die Katholische Kirche katholisch zu nennen, schließlich ist die Katholische
Kirche die einzige, die wirklich weltweit zu finden ist, und daher (schon allein rein weltlich gesehen)
dem Anspruch „allumfassend“ wohl am ehesten gerecht wird
cappadocius Warum so unterwürfig? Bist Du tatsächlich dafür, dass die Menschen ihren Vorgesetzten gegenüber
nur buckeln sollen? (Oder sollen nur diejenigen buckeln, die nicht Deine Meinung vertreten…? – Das wäre
wohl sehr bequem…) Nein, lieber Freund, nicht derjenige ist ein guter Priester, der zu feige ist, den
Mund aufzutun. Auf Missstände hinzuweisen ist kein Agitieren gegen jemanden, sondern eine Notwendigkeit,
und Kennzeichen eines zum selbstständigen Denken fähigen Menschen.
@ Tolerant 1. hat der Hl. Vater von Instikten gesprochen, nicht von „niederen“ Instinkten, 2. hat uns
der Himmlische Vater neben den Instinkten auch die Vernunft gegeben, damit wir die (an sich guten, aber
führungsbedürftigen) Instinkte vernünftig lenken können. 3. Die menschliche Liebe ist eben nicht nur
Gefühl und Triebhandlung, sondern vor allem ein Akt des menschlichen Willens. (Aristoteles: Freundschaft
bedeutet: dem Anderen das Gute wollen). Darum sagt man bei der Hochzeit ja auch: Ich WILL Dich Lieben…
Es geht also in der Liebe um eine Entscheidung für jemanden.
#48 wolfgang e. 11:13:12 | Dienstag, 12. April 2011
nun, lieber Boer, die Statistik gibt leider hier dem Zölibatären recht: Paare, die vor der Hochzeit
eine Probeehe führten habe eine deutlich höhere Scheidungsrate. Offenbar gelingt es doch besser, den
anderen wirklich kennenzulernen, wenn man nicht zu früh intim wird. Sex muss man nicht ausprobieren,
das funktioniert ganz von selbst, vor allem, wenn man den/die andere(n) sehr liebt. Zumal man sagen muss,
dass es eigentlich zutiefst entwürdigend ist, „ausprobiert“ zu werden. Willst Du etwa ausprobiet werden? –
Mich wundert, dass das keinem auffällt. Übrigens (zum Wissen des Zölibatären über Liebe und Sexualität):
Ich habe als Architekt viel Ahnung von Häusern, obwohl ich selbst kein Haus bin… Manchmal hilft die
Distanz sogar zu einem besseren (weil objektiveren) Verständnis der Dinge. Es gibt kaum jemanden, der
schönere und weisere Dinge über die menschliche Liebe gesagt hat, als der hier viel geschmähte Papst
Johannes Paul II.
#15 wolfgang e. 09:51:16 | Dienstag, 22. März 2011
lieber bejorommer, Soviel ich weiß, ist Benedikt XVI. kein Vetter von Johannes Paul II. @ Redaktion Der
kirchliche Gedenktag für den falschen Seligen Johannes Paul II. Falscher Seliger? – Woher die Sicherheit
dieses Urteils? Hatte die Redaktion Einblick in die Akten? Leider entfernt sich kreuz.net immer mehr von
der Kirche. In 2 Jahren wird kreuz.net endgültig im Sedisvakantismus landen… Schade.
Die Rekatholisierung und Entstaatlichung des deutschen Episkopats … wird möglicherweise ohne wirksame
und ernsthafte Trennung von Kirche und Staat ein Ding der Unmöglichkeit werden, selbst bei bestem Willen
der Päpste. Woher sollen denn genügend romtreue UND geeignete Bischofskandidaten kommen, wenn der Priesternachwuchs
in Deutschland immer noch an staatlichen Unis ausgebildet wird, von privilegierten Proffesoren, denen
die Lehre der Kirche (siehe Memorandum Kirche 2011) herzlich wurscht ist? Wie sollen die Bischöfe und
Priester vom Staat unabhängig handeln, wenn sie über das Kirchensteuersystem und die Beamtenbesoldung
vom Staat massiv abhängig sind?
@ Mufelius Ja, ich weiß, meine Aussage war polemisch zugespitzt. Aber tatsächlich ist die Unabhängigkeit
vom Wirt ein sehr willkürliches Kriterium, dass man genauso gut weiter fassen könnte (wie bei den antiken
Römern; auch heutzutage gibt es Ärzte, die ein Tötungsrecht bis 2 Jahre nach der Geburt befürworten…).
Auch nach der Geburt kann die Mutter nicht einfach so ersetzt werden, auch vor der Geburt könnte die
Mutter durch eine Leihmutter ersetzt werden; und ob ein Kind ohne Wirt nur 5 Minuten, oder vielleicht
doch 24 Stunden überleben könnte, ist kein sehr wesentlicher Unterschied. Hat sich etwa das Lebensrecht
der Kinder durch die Fortschritte in der Neonatologie geändert, weil sie jetzt früher „ohne Wirt“ lebensfähig
sind? Wenn ich das Recht des Menschen auf Leben ernst nehme, und die biologischen Fakten ernst nehme,
dann bleibt mir nichts anderes übrig, als dem Menschen ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle diese
Recht auf Leben zuzuerkennen. Alles andere ist für mich inkonsistent und gefährlich. Und, wie ich unten
geschrieben habe, ich weiß sehr wohl, wovon ich rede. Wenn man beginnt, Bedingungen für das Lebensrecht
einzuführen startet man einen Prozess, in dem die Bedingung immer weiter werden, weil jede Grenze des
Lebensrechts willkürlich, und daher veränderbar ist. Ansonsten: gegen den rüden Umgangston hier auf
kreuz.net ist wohl kein „Kraut“ gewachen… Deshalb lese und schreibe ich hier immer seltener. Mit Beschimpfungen
wird man wohl niemanden überzeugen.
lieber Gallowglas, Wir bleiben bis zum Ende unseres Lebens ein organisierter Zellhaufen. Rein biologisch
gesehen ist ein Lebewesen, das aus menschlichen Zellen besteht, ein Mensch (und nicht ein Ding, das erst
irgendwann zum Menschen wird.) Du solltest vielleicht einmal ein Embryologie-Lehrbuch zur Hand nehmen…
Ich finde es immer wieder witzig, wenn Menschen im 21. Jahrhundert sich auf den Stand der Forschung des
Mittelalters berufen wollen (Damals hat man von der Eizelle und von der Befruchtung oder auch von Genen
und Zellen keine Ahnung gehabt…). Ich habe übrigens vor zwei Monaten meine kleine Tochter in Händen
gehalten. Sie war in der 18. Schwangerschaftswoche an einem Knoten in der Nabelschnur gestorben… Ja,
das war ein kleiner Mensch (18 cm groß), auch wenn es dir nicht passt. Perfekt bis ins kleinste Detail,
sogar mit winzigen Fingernägeln an den Händen, die selbst kleiner waren als mein Daumennagel. Nein,
lebensfähig wäre sie ohne „Wirt“ noch nicht gewesen. Da ich bereits 2 lebende Kinder habe, kann ich
dir aber sagen, dass die Lebensfähigkeit ohne „Wirt“ auch lange nach der Geburt noch nicht gegeben ist.
(Setze einmal ein Kleinkind irgendwo aus, und schau, wie lange es alleine am Leben bleibt. Vielleicht
wirst du dann deine Definition überdenken.) Die Römer waren vor 2000 Jahren dashalb auch der Meinung,
dass man Kleinkinder vor den Stadttoren aussetzen darf, wenn man sie nicht will… Wollen wir dahin zurück?
lieber Gallowglas Das ist aber nur die halbe Wahrheit: 1. Auch im Mittelalter sah die Kirche die Abtreibung
als Sünde an, auch wenn man der Meinung war, dass der Körper noch nicht beseelt ist. 2. Inzwischen hat
die biologische Forschung geklärt, dass der Mensch ab der Empfängnis kein „Teil der Mutter“ ist. im
Mittelalter war die Forschung noch nicht so weit. Aufgrund des Fortschritts der Forschung hat die Kirche
auch ihre Meinung zum Zeitpunkt der Beseelung des Menschen geändert. (Ich vermute, dass der „Beseelungszeitpunkt“
für dich sowieso keine Rolle spielt, da du wohl nicht an die Seele glaubst, oder?) keineChancedenPerversen:
@Nazi-Freund GallowglasEs bleibt dabei: Für Gallowglas dürfen Menschen, die nicht alleine leben können,
umgebracht werden. Abartig sowas! Ich glaube nicht, dass Gallowglas wirklich jedem Abhängigen das Lebensrecht
absprechen würde. Ich wollte nur aufzeigen, dass die „Unabhängigkeit von einem Wirt“ kein geeignetes
Kriterium für das Zusprechen des Lebensrechts ist. Sonst hätte ja tatsächlich sehr viele Geborene kein
Recht auf Leben.
@ Gallowglas … sobald der Organismus ohne die Hilfe des Wirts (in dem Fall der Mutter) lebensfähig
ist … Du bist also dafür, dass Kinder bis zu 5, oder sogar 10 Jahre nach der Geburt abgetrieben werden
dürfen??? Davor ist wohl davon auszugehen, dass Kinder ohne „Wirt“ nicht lebensfähig sind. Es gibt sogar
Menschen, die bis zur Pension ohne Unterstützung eines „Wirts“ nicht lebensfähig sind… Schwachsinnige
Definition, mein Herr.
Keine Sorge, Palmström, Das Buch wird wesentlich mehr Leser finden, als Bergers scheinheiliger Schein…
Auch wenn hier ein paar Hunde bellen und ein paar Wölfe heulen… z.B. Reconquista: seit wann ist fundamentalistische
Bibelauslegung katholischen Tradition? (ALso hat uns Christus , haben uns die Evangelien und 2000 Jahre
Tradition belogen…) Wir Menschen sind auch nicht kollektiv an der Sünde Adams schuld, auch wenn wir
unter den Folgen sehr wohl zu leiden haben. Schuld sind wir an den eigenen Sünden. Und unsere eigenen
Sünden haben genauso zum Kreuzestod Christi beigetragen, wie die Sünden der einzelnen Juden. Nur wer
ohne Sünde ist, ist nicht schuld am Tod Christi.
#25 wolfgang e. 01:18:38 | Donnerstag, 3. März 2011
@ Vineta Ich finde es ja besonders witzig, dass gerade diejenigen Theologen, die in Deutschland für den
Priesternachwuchs verantwortlich sind, natürlich nicht die geringste Schuld am Priestermangel in Deutschland
haben wolen…
lieber ruhrgebietler, Johannes Paul II. hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich als Jugendlicher meine
Glauben nicht verloren habe. Ich kenne eine unmenge von Leuten, die das gleiche sagen würden. Sind 5.000.000
vor allem junge Menschen beim Begräbnis dieses Papstes nicht auch ein deutlicher Hinweis auf die Richtigkeit
dieser Seligsprechung? (Vor Einführung der Seligsprechungsprozesse wäre er damit tatsächlich „santo
subito“ gewesen). Sicherlich kann man viele Handlungen dieses Papstes kritisieren. Den Korankuss verstehe
ich auch nicht so wirklich. Aber kennst Du einen perfekten Heiligen ohne Fehl (außer Maria)? Und zur
Bilderserie: traditioninaction ist nicht unbedingt das, was ich eine seriöse Quelle nennen würde. Auf
dieser Seite ist prinzipiell alles, was JPII gesagt, geschrieben und getan hat des Teufels. Und die Bildbeschreibungen
stimmen leider sehr oft nicht mit dem tatsächlich geschehenen überein. (Abgesehen davon, dass die präsentierten
Papsttexte auf traditioninaction bewusst so gekürzt sind, dass zwangsweise der Anschein einer Häresie
entsteht, der jedoch sofort verschwinden würde, wenn man die Texte im Kontext betrachten würde.)
#47 wolfgang e. 15:35:50 | Dienstag, 15. Februar 2011
GoethesGeliebte Bitte nicht selektiv Bibelzitate auswählen, sondern den Kontext beachten! In 1.Kor 7
sieht der Zusammenhang so aus: […] 2 Wegen der Gefahr der Unzucht soll aber jeder seine Frau haben und
jede soll ihren Mann haben. 3 Der Mann soll seine Pflicht gegenüber der Frau erfüllen und ebenso die
Frau gegenüber dem Mann. […] 6 Das sage ich als Zugeständnis, nicht als Gebot. 7 Ich wünschte, alle
Menschen wären (unverheiratet) wie ich. Doch jeder hat seine Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere
so. 8 Den Unverheirateten und den Witwen sage ich: Es ist gut, wenn sie so bleiben wie ich. 9 Wenn sie
aber nicht enthaltsam leben können, sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde
zu verzehren. Es ist also nicht möglich, aus 1.Kor 7 abzuleiten, dass der Zölibat unbiblisch wäre.
Paulus sieht den Zölibat sogar als Ideal, das allerdings nicht für jeden geeignet ist. Auch Christus
empfiehlt den Zölibat als Ideal („wer es fassen kann, der fasse es“). Der Zölibat ist also biblisch,
nur die automatische Verknüpfung von Zölibat und Priestertum in der lateinischen Kirche kam erst später.
(Was aber nichts daran ändert, dass diese Verknüpfung durchaus sinnvoll ist.)
#35 wolfgang e. 12:51:53 | Dienstag, 15. Februar 2011
@ bejorommer Wolfgang – lesen und verstehen Lieber Wolfgang, Du scheinst das „Memorandum Freiheit“ nicht
gelesen oder einfach nicht verstanden zu haben. Oh, danke für die Blumen, lieber joberens. Doch, doch,
ich habe das Memorandum gelesen, und soo schwer ist es nicht zu verstehen (im Gegenteil: es ist so anbiedernd
und primitiv, dass es tatsächlich verwundert, dass so viele Professoren ihre Unterschrift daruntersetzen.
Das sagt viel über die hiesige Theologenzunft aus…) Ich habe es außerdem mit dem Evangelium verglichen
(solltest Du auch noch nachholen): Jeder Blinde kann hier sehen, dass das Memorandum mit dem Evangelium
nichts zu tun hat. (Begründe mir bitte z.B. Frauenpriestertum oder gleichgeschlechtliche Partnerschaften
mit der Bibel) Also: Zurück zu Jesus und zum Evangelium funktioniert sicher nicht über dieses Memorandum.
Es mag durchaus sein, dass das Memorandum vielen gefällt. Doch das ist für die Kirche kein Kriterium.
Die Orientierung am Evangelium hingegen schon. Ist „Änderung der Strukturen“ und Lockerung der Moral
wirklich die einzige Antwort der „Theologen“ auf die Kirchenkriese? Zur Glaubwürdigkeit habe ich Dir
schon öfter geschrieben: Wer in seinen Überzeugungen feststeht, auch in der Kriese, der ist der wirklich
glaubwürdige (auch wenn ihm vielleicht weniger geglaubt wird). Wer wie die Fahne im Wind flattert, dem
würde ich kein Vertrauen schenken. Übrigens: Wenn jemand eine andere Meinung hat als Du, ist das kein
Beweis, dass derjenige nicht denken würde
#16 wolfgang e. 11:10:38 | Dienstag, 15. Februar 2011
@ Ehrenmann Besonders bemerkenswert scheint mir der Ruf nach einer „Radikalreform“ der Kirche zu sein.
Genau das fordert ja auch das Theologenmemorandum und viele andere reformorientierte besorgte Katholiken.
„Radikal“ kommt genaugenommen von „Radix“ also von Wurzel. Eine Radikalreform heißt also: zurück zu
den Wurzeln. Genau das will das Theologenmemorandum nicht. Die besorgten Theologen glauben, das Heil in
einer möglichst noch größeren Entfernung von den Wurzeln zu finden. Nein: Das ist eine Radikalreform:
Umkehr, Bekehrung, Mühen um persönliche Heiligung. Wenn das nicht stattfindet, kann auch keine noch
so geniale Strukturreform helfen. Es waren immer die Heiligen, die die Kirche reformiert haben, nicht
irgendwelche pragmatisierten Theologenkremien, und auch keine Unterschriftenaktionen. Die Kirche leided
an genau dem Glaubensschwund, von dem auch die besorgten Professoren befallen sind.
#26 wolfgang e. 10:25:11 | Dienstag, 15. Februar 2011
lieber bejorommer: Wer ist glaubhafter: 1. Jemand, der in Schwierigkeiten seine Überzeugungen über Bord
wirft, um den Schwierigkeiten auszuweichen? oder: 2. Jemand, der in Schwierigkeiten treu zu seinen Überzeugungen
steht, auch wenn dadurch die Schwierigkeiten vielleicht größer werden? Ich kann in der Petition bei
bestem Willen keine „echte Rückbesinnung auf Jesus und das Evangelium“ finden. Was, bitteschön, hätte
Frauenpriesterum und Homoehe mit dem Evangelium zu tun? Kannst Du mir dazu irgendeine Evangelienstelle
nennen? Ach ja, und eine „Verabschiedung von übertriebener, unsinniger Prinzipienreiterei“ täte vielen
gut, ich denke dabei auch an einige pragmatisierte Professoren…
#21 wolfgang e. 23:15:33 | Montag, 14. Februar 2011
@ fundi: Radikal Also, im Vergleich zur Mainstream-EKD ist bibeltreue sicherlich radikal… (Wenn man
will, könnte man auch sagen: konsequent). Übrigens: konservatives Schriftverständnis ist eigentlich
nicht das wortwörtlich fundamentalistische der konservativen Protestanten(„wenn in Gen.1 steht, Gott
hat die Welt in 6 Tagen erschaffen, dann ist das so“), sondern die Auslegung durch die entsprechende Autorität,
wie sie in der katholischen und in den orthodoxen Kirchen gepflegt wird, und schon in der Bibel beschrieben
wird („die 6 Tage könnten auch eine wesentlich längere Zeit bedeuten, wie schon Augustinus im 4.Jh.
festgestellt hat“). Die protestanten haben eben die auslegende Autorität (= das Lehramt) radikal abgelehnt,
daher bleibt nurmehr entweder: Belibigkeit der Auslegung, oder: völliges Wortwörtlich-nehmen der Bibel.
Beides geht am Sinn der Bibel vorbei, und beides können wir bei den verschiedenen evangelischen oder
evangelikalen Gruppierungen beobachten. Die EKD tendiert sehr stark zur 1. Lösung, die jungen und konsequenteren
Evangelikalen (ja, ich gebe zu, mit vielen Nouancen) eher der 2. Lösung. Ja, und Wachstum erreicht man
eher mit der 2. Lösung, da Konsequenz (auch die falsche) eben attraktiver ist als Beliebigkeit. Das kann
man auch bei katholischen Orden beobachten: Zulauf haben gerade die Ordensgemeinschaften mit strenger
Observanz.
#13 wolfgang e. 13:53:18 | Montag, 14. Februar 2011
Ich habe die stark expandierenden Evangelikalen… …, z.B. in Lateinamerika kennengelernt: Die sind
durchaus radikal: 1. Sehr einfache Lehrgebäude (z.B. fundamentalistische Bibelauslegung ohne wenn und
aber, alles ist wörtlich zu nehmen) 2. absoluter Gehorsam 3. radikale Lebensänderung (striktes Alkohol
und Nikotinverbot, etc.) 4. Die Gottesdienstgestaltung hat mit „tridentinissch“ tatsächlich nichts zu
tun. Auch hier zeigt sich eher eine radikale Schlichtheit… Genau diese Gruppierungen expandieren dort.
Ich will nicht sagen, dass ich diese Gruppierungen super finde, aber ohne ihre Radikalität würden die
nicht so expandieren. Auch bei uns wachsen eher die „radikaleren“ Freikirchler (die sind allerding hierzulande
auch intelektuell anspruchsvoller, und in moralischen Fragen der Katholischen Kirche oft viel ähnlicher
als der EKD; interessanterweise verteidigt z.B. die evangelikale Nachrichtenseite „Medrum“ die katholische
Kirche gegenüber dem Theologen-Memorandum).
#10 wolfgang e. 13:08:25 | Montag, 14. Februar 2011
@ Fundi Weltweit betrachtet sieht vieles anders aus, auch das ist eines der Probleme des Memorandums.
Die Theologen hatte die katholische Kirche in Deutschland vor Augen (in einer gewissen Scheuklappenmentalität,
als ob nur die Deutschen wichtig wären.) Es ist daher legitim, wenn Michael Prüller dem ebenfalls die
Situation der Evangelischen Kirche in Deutschland gegenüberstellt. Weltweit gesehen kann man folgendes
feststellen: 1. die Zahl der katholischen Priester steigt. 2. Die Katholische Kirche wächst (nicht nur
die Zahl der Taufscheinchristen). 3. Einige evangelikale Gruppierungen, v. a. freikirchlicher Ausrichtung
zeigen ein deutliches Wachstum. Kennzeichen dieser Gruppierungen ist eine enorme Radikalität (die evangelische
Kirche in Deutschland würde es sich daher verbitten, mit diesen Gruppierungen auch nur irgendwie in Verbindung
gebracht zu werden…). Bei aller Problematik kann man am Wachstum dieser Gruppierungen erkennen: Zu Wachstum
gelangt man nicht, durch niederschwelligere Angebote, sondern durch höherschwelligere Forderungen. Interessant,
nicht?
#28 wolfgang e. 22:32:30 | Freitag, 11. Februar 2011
reconquista „Das Beten ist mir ein Opfer. Beten zu Gott, den ich nicht sehe, während meine Sinne all
das wahrnehmen, was um mich herum ist. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Manchmal kann man Geschmack
finden am Beten, aber gewöhnlich ist es eine ermüdende Anstrengung.“ Was soll das beweisen? Vielen Heiligen
ist es jahrelang so ergangen. Noch nie eine Biographie der Hl. Theresa von Avila gelesen? Wenn jemand
solche Probleme mit dem Beten hat, und trotzdem betet, ist das ein Weg zur Heiligkeit, und kein Beweis
eines Mangels an Heiligkeit.
#43 wolfgang e. 10:10:44 | Donnerstag, 10. Februar 2011
@ jobehrens, @ Gallowglas Nochmals, neben der Quantität schwindet auch die Qualität. Genau das habe
ich auch geschrieben. Wir brauchen daher vor allem nicht mehr Priester, sondern zunächst einmal vor allem
bessere Priester. Glaubst du wirklich, dass du bessere Priester bekommst, wenn du das Niveau der Zulassungskriterien
senkst? Nochmals: Wir haben nichts von vielen Priesten, wenn diese nicht gute Priester sind. Da muss man
ansetzen. Wenn es sich lohnt, werden die besten auch bereitsein dafür den Zölibat auf sich zu nehmen.
Aber so, wie es jetzt läuft? Momentan ist der Priester in unserer Gesellschaft doch wirklich das Allerletzte.
Wieso sollte sich das mit der Aufhebung des Zölibats ändern? Es gibt übrigens auch Spätberufene, die
zuvor auch im weltlichen Beruf sehr erfolgreich waren. Gallowglas: Ja ist mir alles bekannt, spätestens
seit dem 4. Jh. war der Zölibat aber zumindest eine Idealvorstellung für die Priester. Und für das
Mönchtum, das seit damals florierte sowieso. Ab dem 8. bzw. 13. Jh wurde das dann konsequenter umgesetzt.
Wenn du so willst, war der Zölibat 700 Jahre lang kein Grund für einen Priestermangel. Auch eine lange
Zeit, oder? Aber du hast recht: Der Priestermangel ist eine Folge des Gläubigenmangels, nicht des Zölibats.
Indoktrination funktioniert heute übrigens immer noch hervorragend, es sind halt heute andere, die indoktrinieren
(oder hältst du die Bildzeitungs-Generation für „aufgeklärter“ (im Sinne von: näher an der Wahrheit)
als die Klosterschüler vor 300 Jahren
#31 wolfgang e. 23:30:58 | Mittwoch, 9. Februar 2011
lieber bejorommer Ja, so ist: Ein Zölibat, der nicht freiwillig ist, ist tatsächlich „sinnlos“ und wohl
oft auch schwer zu ertragen, und natürlich auch nicht gottgefällig. Wenn jemand den Zölibat als Zwang
sieht, soll er daher bitte nicht Zölibatär leben (und daher auch nicht Priester werden). Es ist eine
wichtige Aufgabe der Regens eines Seminars (und auch des zuständigen Bischofs), sicherzustellen, dass
die Kandidaten, die Priester werden wollen, auch entsprechend geeignet sind, und z.B. den Zölibat tatsächlich
freiwillig auf sich nehmen (und nicht gezwungenermaßen, um sich den „Traumberuf“ erfüllen zu können. –
Wer Priester wird, weil das sein Traumberuf ist, ist höchstwahrscheinlich nicht geeignet…). Diese Aufgabe
wurde hierzulande in den letzten Jahrzehnten sträflich vernachlässigt (das war eine der verstaubten
alten Normen, die man „mit einem Federstrich“ beseitigt hat), mit dem Ergebnis, dass tatsächlich viele
ungeeignete Kanditaten Priester geworden sind. Damit hat man weder den jeweiligen Priestern, noch den
betroffenen Laien gutes getan. Es wird wohl noch einige Zeit brauchen, bis sich die Erkenntnis durchsetzt,
dass wenige gute Priester viel mehr wert sind, als viele schlechte. Wenn Qualität wieder ein Kriterium
wird, dann erst wird das Priesteramt auch für die Besten wieder interessant werden. Wenn man aber die
Zugangskriterien lockert (wie es in den letzten 40 Jahren ja haufenweise geschehen ist), werden zuerst
viele ungeeignete, und dann gar keine mehr kommen.
#24 wolfgang e. 22:34:26 | Mittwoch, 9. Februar 2011
@ Didaskala: Ja, so einfach ist das nicht. Da der Zölibat zumindet 1600 Jahre lang nicht zum Priestermangel
geführt hat (und in den meisten Ländern der Welt auch heute nicht), sollten sich die Herrn Theologieprofessoren
einmal überlegen, ob der momentane Nachwuchsschwund nicht andere Ursachen haben könnte. Immerhin sind
die Theologieprofessoren diejenigen, denen die Bildung des Priesternachwuchses anvertraut ist. Es ist
ein bisschen einfach, „die Kirche“ für die eigenen leeren Höhrsäle verantwortlich zu machen. (Interesannterweise
sind ja die Höhrsäle genau in den Regionen leer, wo die durch das „neueste“ Memorandum wieder einmal
geforderten Ideen seit mehr als 40 Jahren vertreten werden…) Vielleicht ist es auch das lämende Räteprinzip
hierzulande ein großes Hindernis für den Priesternachwuchs. (Stundenlanges diskutieren mit Pfarrgemeineräten,
die zwar keine Ahnung haben, aber doch alles besser wissen, und die an die Medien gehen, wenn der Pfarrer
nicht in ihrem Sinn spurt… Das ist keine verlockende Aussicht.) Vielleicht ist auch die allgemeine Erosion
religiösen Lebens in unseren Breiten schuld am Nachwuchsmangel. (Immerhin sind die Messbesucher deutlich
mehr zurückgegangen als die Anzahl der Priester.) So einfach ist es also tatsächlich nicht, und die
einfachen Antworten (Priestermangel? – schaffen wir eben den Zölibat ab) sind nicht immer die richtigen.
bejorommer: richtig: Ein ganz freiwillig, Gott zu Ehren gelebtes Zölibat ist gottgefällig. Genau dieser
freiwillige Zölibat ist Voraussetzung zum Priesteramt!
#21 wolfgang e. 21:12:58 | Mittwoch, 9. Februar 2011
Ja, die Zeitungen… Wenn die Menschen nicht mehr an Gott glauben, dann glauben sie an die Zeitungen.
(Den Pflichtzölibat muss es geben, ich habe es in der Zeitung gelesen…) Lieber bejorommer, wortwörtlich
zu wiederholen, was in der Zeitung steht, ist NICHT das Kennzeichen eines selbst denkenden Menschen. Wo,
lieber bejorommer, lebst du eigentlich, dass du so Mediengläubig bist? Nutze dein Hirn (ich bin überzeugt,
du hast eines), und fang endlich an, zu denken. Bei Menschen, die denken, sollte hin und wieder ein bisschen
eine Meinungsänderung erkennbar sein. Du wiederholst seit Jahren stereotyp immer die gleichen fünf Thesen.
Menschen die sehr kompliziert sind, neigen dazu, sich für einfach zu halten. Menschen, die ständig nachplappern,
was die Mehrheit sagt, glauben oft, dass sie besonders scharfsinnige Denker sind… Übrigens: Es ist
einfach Fakt und nicht zu leugnen, daß der Pflichtzölibat eine rein menschliche Erfindung und Menschseinsbeschneidung
ist, die nichts mit Jesus und dem Evangelium zu tun hat. Der Zölibat ist keine Erfindung, sondern eine
Lebensweise. Der Zölibat wurde von Jesus gelebt und von Jesus empfohlen. Er hat daher sehr viel mit Jesus
und den Evangelien zu tun. Was soll deine gegenteilige Behauptung? Hast du noch nie die Bibel gelesen?
#7 wolfgang e. 11:23:26 | Mittwoch, 9. Februar 2011
Lieber bejorommer Du kannst doch nicht leugnen, daß Niemand amtskirchlich zum Priestertum gezwungen wird.
Da kann doch aber von „Zwang“ oder „Pflicht“ nicht die Rede sein. Wenn du Organist werden willst, musst
du die Kunst des Orgelspielens beherrschen. Wurde dir das Orgelüben jetzt aufgedrängt, weil du Organist
werden wolltest? Hast du das Orgelspielen jetzt etwa nicht freiwillig erlernt? Wieso kannst du nicht als
Gittarist das Amt des Organisten übernehmen? Oder wie jetzt? wolfgang e. (Danke, auch ich denke selbst
und bin Katholik)
#3 wolfgang e. 10:29:49 | Mittwoch, 9. Februar 2011
Lieber bejorommer Das Thema haben wir aber jetzt schon oft durchgekaut, oder? Niemand wird zum Priesteramt
gezwungen. Daher wird auch niemand zum Zölibat gezwungen. Daher ist der Zölibat freiwillig. Dass nicht
alle ihrer Entscheidung zum Zölibat treu bleien spricht nicht gegen den Zölibat. Wir schaffen auch nicht
die Ehe ab, weil nicht alle ihrem Eheparner treu bleiben. Wenn Du nicht zölibatär leben willst, kannst
du z.B. Diakon, Pastoralassistent oder Pfarrgemeinderat werden. Als solcher hast du in der Kirche im deutschen
Sprachraum sowieso mehr „Macht“ als der jeweilige Pfarrer. (Und genau diese Verkehrung der „Machtverhältnisse“
ist eine der Ursachen für den Priestermangel, nicht der Zölibat. Wieso soll sich jemnand das Priesteramt
antun, wenn er dann von denen bevormundet wird, die er eigentlich leiten soll? – Das sind die „verkrusteten
Strukturen“, die aufgebrochen gehören. Wenn es in einer Unternhmung nur mehr Chefs gibt, wer macht dann
die „normale“ Arbeit?)
#31 wolfgang e. 16:06:03 | Dienstag, 25. Januar 2011
@ Goldengel Rein ist also der Priester, der Christus im Zölibat folgt, unrein ist jeder Mann, der verheiratet
ist, denn er liebt die Welt und schließt sich ihr an. falsch. Der Verheiratete lebt die Tugend der Reinheit
auf eine andere Weise als der Zölibatere. Deswegen ist er aber nicht unrein.
#21 wolfgang e. 13:58:34 | Dienstag, 25. Januar 2011
@ galilei Dass die Ehelosigkeit momentan Pflicht und für die verheirateten Priester die Weihe ein Ehehindernis
ist, ist natürlich klar. Die Diskussion ist ja, genau diese Pflicht abzuschaffen. Die Analogie ist nicht
zulässig, denn die Treue in der Ehe kann die Kirche nicht abschaffen, den Zölibat aber sehr wohl! Noch
einmal: es ging hier nicht darum, ob die Kirche etwas abschaffen könnte oder nicht, auch nicht, ob etwas
wesensmäßig irgendwo dazugehört, oder nicht, sondern, einzig und alleine darum, ob eine Entscheidung
für eine bestimmte Sache freiwillig ist, oder nicht, und ob der Ausdruck „Pflichtzölibat“ (von Berens
immer als Zwang verstanden) gerechtfertigt ist. Josef Behrens möchte den Zölibat abschaffen, weil er
ihn für einen Zwang hält. Es wird aber niemand gezwungen, Priester zu werden, daher kann man nicht von
Zwang sprechen. Ebenso kann man bei der Treue in der Ehe nicht von Zwang sprechen, da die Eheleute ja
hoffentlich freiwillig geheiratet haben (und hoffentlich auch wussten, was sie tun). Ob man den Zölibat
abschaffen sollte, ist eine andere Frage. Die jüngeren Priester würden die Frage eher verneinen. Ob
die Abschaffung des Zölibats eine dauerhafte Lösung der momentanen Probleme wäre, ist dann wieder eine
andere Frage. Die Erfahrungen der protestantischen Kirchen würden nicht unbedingt dafür sprechen. In
meinem Diskussionsbeitrag ging es nur darum: Ist der Zölibat freiwillig oder erzwungen.
#16 wolfgang e. 12:02:28 | Dienstag, 25. Januar 2011
lieber galilei Du hast die Analogie auf den falschen Aspekt des Vergleichs gelegt: Genaugenommen ging
es nicht darum, ob die Ehelosigkeit wesensmäßig zum Priestertum dazugehört, oder nicht, sondern darum,
ob der Zölibat freiwillig ist, oder nicht. Damit wird die Analogie sehrwohl zulässig und die Schlussfolgerung
logisch. Momentan ist in der katholischen Kirche Ehelosigkeit Voraussetzung für die Priesterweihe (wenn
auch nicht wesensmäßig zwingend, sonst gäbe es keine Ausnahmen). Wenn ich also freiwillig ein kath.
Priester werde, schließe ich also selbstverständlich die Verpflichtung zum Zölibat mit ein. Tatsäch
müssen auch die Priester der unierten oder orthodoxen Ostkirchen prinzipiell zum Zölibat bereit sein,
um Priester werden zu können, da es ihnen nach der Priesterweihe nicht mehr erlaubt ist, zu heiraten
(auch nicht als Witwer). @ Domenico Du hast recht, in diesem Sinn ist auch die Treue in der Ehe durchaus
auch eine „Pflicht“, allerdings eine „Pflicht der Liebe“. Daher wäre der Ausdruck „Pflichttreue“ auch
irreführend, da sich für den Liebenden die Treue gar nicht als Pflicht, sondern als Notwendigkeit darstellt.
#9 wolfgang e. 11:04:55 | Dienstag, 25. Januar 2011
lieber bejorommer: … dann wird man halt nicht Priester. Wird ja keiner dazu gezwungen. Und, bitte, nur
weil Du keine Begründung des Zölibats kennst, heißt das noch lange nicht, dass der Zölibat „mit nichts
zu begründen“ wäre. Schau mal: Wenn du eine katholische Ehe eingehen möchtest, musst du zur Treue bereit
sein. Ansonsten ist die Ehe ungültig. Ist das eine „durch nichts zu begründende Pflichttreue“? – wohl
kaum. Ist es überhaupt eine „Pflichttreue“ – nein, du musst ja nicht heiraten… ist es also freiwillig?
– ja, es ist freiwillig. Die Sache ist genaugenommen so: Wer nicht freiwillig zur Treue bereit ist, ist
nicht zur Ehe geeignet. Wer nicht freiwillig zum Zölibat bereit ist, ist nicht als Priester geeignet.
Klingt vielleicht komisch, ist aber so…
#4 wolfgang e. 09:59:38 | Dienstag, 25. Januar 2011
Wow… der Papst spricht über kreuz.net …daß es nicht das einzige Ziel christlicher Online-Aktivitäten
sein dürfe, so viele Klicks wie möglich zu bekommen… das sollte sich kreuz.net hinter die Ohren schreiben.
Natürlich bekommt man mehr Klicks, wenn man „Kondompapst“ schreibt, und auf der Startseite die Bilder
des Papstes mit Bildern von Schwulenparaden abwechseln. Nur, ob der Kirche damit wirklich gedient ist?
@ Meinerven Der Gläubigenschwund kam vor dem Priesterschwund. Ist die Frage damit beantwortet? @ Berens
oft schon diskutiert: Es gibt keinen Pflichtzölibat, da keiner gezwungen ist, Priester zu werden. Wenn
jemand heiratet, und sich damit auch zur Treue verpflichtet, nennt man das ja auch nicht „Pflichttreue“.
(dies schreibe ich Dir als ebenfalls selbst denkender…)
#29 wolfgang e. 12:28:34 | Donnerstag, 20. Januar 2011
@ Arjen Robben Hochinterressant ist nur das dieser vielgehasste David Berger sich hier offensichtlich
outet, aber immer noch nicht gesperrt ist! Das ist ganz normal hier auf kreuz.net. Die hitzigen Diskussionen
braucht die Redaktion, damit sie wieder mit den angeblich so hohen Leserzahlen angeben kann. Außerdem
hofft die Redaktion natürlich, dass Herr Berger sich auch einmal verplappert (wie das ja auch geschehen
ist. Vielleicht deswegen so viele Neu-Schreiber, die plötzlich Kirschbaum für einen fake halten?) Berger
outet sich momentan überall, ob gefragt oder nicht. Warum sollte er sich gerade bei seinen Lieblingsfeinden
nicht melden? Das würde Ihm dach gar nicht ähnlich schauen. Das Papst-Gschichterl auf kreuts.net ist
übrigens sehr schwach. Wenn etwas gewesen wäre, warum sollte dann nur die Pius-Bruderschaft etwas davon
wissen (und nur die ihn erpressen)? So gute Kanäle nach Rom haben die ja gar nicht… Und daß Ratzinger
zumindest homophil veranlagt ist, darüber sind sich eigentlich alle einig. Wer sind „alle“? – Berger
und Kirschbaum? Wenn hier irgendetwas dran wäre, wäre das schon längst in den Medien. Schön langsam
ist das wirklich nur mehr vulgär, Herr Berger.
#7 wolfgang e. 10:25:58 | Donnerstag, 20. Januar 2011
Mr. Kirschbaum Hat Dir auch die Vermutung gefallen, dass Herr Berger mehr Erpresser als Erpresster war? –
Deine Antwort gestern lässt zumindest auch darauf schließen. Abgesehen davon: „Was das wohl für ‘kreuz.net’
bedeuten könnte? Und für die Homophobie des Heiligen Vaters?“ Wenn man die Welt nach dem eigenen Verhalten
bemisst (von sich auf andere schließen, – die Projektion also), führt das zu einer völlig subjektiven
Sichtweise der Welt. Du siehst momentan alles durch deine rosarote Brille, dadurch sieht alles für dich
rosarot aus. Bei kreuz.net gibt es eine gewisse Homophobie. Beim Papst wäre sie mir noch nie aufgefallen.
Hat er sich irgendwo respektlos über Homosexuelle geäußert? Dass er der Meinung ist, das Homosexuelle
nicht geeignet sind für das Priestertum könnte unter Umständen ganz andere Gründe haben, als Homophobie,
vermutlich sogar viel objektivere Gründe. Um das zu erkennen müsstest Du allerdings deine rosarote Brille
abnehmen. Du kannst also jetzt ein Buch über den Papst voller subjektiver Vermutungen schreiben (als
Ferndiagnose eines Amateur-Psychologen). Du wirst aufgrund deiner rosaroten Brille vielleicht sogar selbst
glauben, was Du schreibst, und nebenbei ganz gut daran verdienen… Mit der Wirklichkeit wird das ganze
aber nichts zu tun haben. Was hat also die „Projektionstheorie“ für den Hl. Vater zu bedeuten? Gar nichts.
#24 wolfgang e. 13:18:37 | Dienstag, 18. Januar 2011
Interessant ist auch, wie Mr. Berger über Herrn Vorgrimler hergefallen ist, nur weil dieser sich bereits
öffentlich zu ähnlichem bekannte, wass Herr Berger zu der Zeit noch heimlich tat… Alles, was Herr
Berger heute seinen ehemaligen Gönnern vorwirft (Die Menschen üben dort am heftigsten Kritik, wo sie
selbst ein Problem haben…), ist nichts weiter als eine projezierte Selbstbeobachtung. War es nicht vielleicht
in diesem Fall ähnlich wie bei Vorgrimler? Vielleicht war Berger gar nicht der Erpresste, sondern der
Erpresser, wie es auch Vorgrimler vorgemacht hat? Schließlich musste doch allen Beteiligten klar sein,
dass bei Bekanntwerden der Homosexualität Bergers der Schaden für „Theologisches“ und seine Fördergemeinschaft
wesentlich größer wäre, als für Berger selbst…
#2 wolfgang e. 10:59:22 | Dienstag, 18. Januar 2011
kreuz.net ist selbst schuld. Kein Katholik kann eine Seite unterstützen, die den Papst als „Kondompapst“
beschimpft. Das geht einfach nicht. Da kann kreuz.net noch so sehr vor Neid erblassen, aber auf diese
Weise wird es auch von Kirche-in-Not keine Unterstützung erhalten. kreuz.net hat es am Anfang auch mit
Werbe-Bannern probiert. Nachddem die Berichterstattung hier aber immer mehr in eine Schieflage geriet,
wollte keiner mehr hier werben. Abgesehen davon ist Werbung von Kirche-in Not auf kath.net sehr zielführend,
da hier direkt ein Klientel erreicht wird, dass bereit ist, für Kirche-in-Not zu spenden. Da kommt dadurch
locker mehr an Spenden herein, als für Werbung ausgegeben wird. Ja, und tatsächlich ist kath.net papsttreu.
Das kann man von kreuz.net leider nicht behaupten.
#121 wolfgang e. 13:35:21 | Mittwoch, 22. Dezember 2010
Ja, es gibt wohl vieles, worüber sich der Satan freut. Das ist aber noch lange kein Grund, ihm ebenfalls
eine Freude zu machen. Das kreuz.net so manche Missstände aufzeigt, halte ich auch bis zu einem gewissen
Grad für gut. Dennoch: Ein Katholik nennt den Papst nicht „Kondompapst“. kreuz.net sät auch unter den
Rechtgläubigen Katholiken sehr viel Zwietracht. Und das ist genau das, was der Diabolos will. Tatsächlich
habe ich hier oft das Gefühl, die Macher dieser Seite meinen es nicht gut mit der Kirche.
#119 wolfgang e. 11:23:50 | Mittwoch, 22. Dezember 2010
Lieber goldengel, Die Redaktion findet nichts dabei, täglich den Papst zu mobben. Finden Sie das in Ordnung?
Jedenfalls führt mich das zur Überlegung, dass die Macher dieser Seite eventuell nur der Kirche auf
subtile Weise schaden wollen. Was würde wohl der Hl. Vater dazu sagen, wenn er „Kondompapst“ genannt
wird? Ist das christlich? Wie verstößt die Redaktion gegen das „Gastrecht“ in der Kirche, wenn sie das
dann auch noch „katholische Nachrichten“ nennt? Jedenfalls sind die Stellungnahmen der Pristebruderschaft
St. Pius X. im vergleich zu den anonymen Stellungnahmen hier auf dieser Seite wohltuhend sachlich. (z.B.
P. Gaudriot zum Papstbuch: Ich teile seine Kritik nicht in allen Punkten, aber er bleibt immer sachlich
und konstruktiv in sener Kritik) Schauen Sie nur einmal an, was hier im Forum so abgeht. Das ist fast
ausschließlich zum Schaden der Kirche, und die Redaktion lässt das zu. Zum Glück wurde wenigstens die
elende Humor-Abteilung mit den monatelangen Klaus-von-Jaus-Ergüssen zwischenzeilich gelöscht. (Ich habe
die Redaktion wohl an die 10 mal darum gebeten…) Vermutlich irre ich mich mit dem KGB, aber der Satan
dürfte sich über diese Seite wohl mehr freuen als ärgern…
#107 wolfgang e. 02:18:39 | Mittwoch, 22. Dezember 2010
@ Guntram (16:39) Guntram: Subversion @wolfgang e.: kreuz.net ich glaube eher daß Sie wolfgang e. Subversion
betreiben und Ihr Gastrecht gegenüber der Redaktion von kreuz.net mißbrauchen. Sie streuen durch Ihre
Diversion Gerüchte und Falschmeldungen um diese Seite zu dikreditieren. Nun ja, witzig finde ich schon,
dass mein „Gerücht“, wie von mir angekündigt, sehr bald wieder verschwunden ist. Das könnte man ja
auch als Wahrheitsbeweis werten, oder? Und, seien wir uns doch ehrlich: eine Seite, die wirklich von Katholiken
betrieben würde, würde nicht so über den Papst schreiben („Kondompapst“, „fällt seinen Priestern in
den Rücken“…). Diese Seite diskreditiert sich mit solchen Aussagen selbst. Da brauche ich gar nichts
dazutun.
#55 wolfgang e. 13:18:36 | Dienstag, 21. Dezember 2010
Schaut so „in den Rücken fallen“ aus? Benedikt XVI.: „Bei meinen Begegnungen mit Opfern dieser Sünde
habe ich immer auch Menschen getroffen, die mit großer Hingabe den Leidenden und Geschädigten zur Seite
stehen. Es ist Anlaß, dabei auch den vielen guten Priestern zu danken, die die Güte des Herrn in Demut
und Treue weitertragen und mitten in den Zerstörungen Zeugen sind für die unverlorene Schönheit des
Priestertums.“ die Ansprache kann übrigens hier www.vatican.va/…curia-auguri_ge.html nachgelesen werden.
#53 wolfgang e. 12:49:58 | Dienstag, 21. Dezember 2010
@ Rudolphus: Der Papst geht auf die Sünden der Gesellschaft ein! Der Papst hat sich …,zu einer dummen
Entschuldigung hinreißen lassen. Diese ist angebracht, sofern der Papst auf die mehreren Tausend Mißbrauchsfälle
in nichtkatholischen Schulen und Einrichtungen eingeht… Benedikt XVI.: „Aber wir können auch nicht
schweigen über den Kontext unserer Zeit, in dem diese Vorgänge zu sehen sind. Es gibt einen Markt der
Kinderpornographie, der irgendwie von der Gesellschaft immer mehr als etwas Selbstverständliches angesehen
zu werden scheint. Die seelische Zerstörung der Kinder, in der Menschen zum Marktartikel gemacht werden,
ist ein erschreckendes Zeichen der Zeit. Von Bischöfen aus den Ländern der Dritten Welt höre ich immer
wieder, wie der Sextourismus eine ganze Generation bedroht und sie in ihrer Freiheit und Menschenwürde
beschädigt. Die Apokalypse des heiligen Johannes rechnet es unter die großen Sünden Babylons, das heißt
der gottlosen Riesenstädte der Welt, daß sie mit Leibern und mit Seelen Handel treiben und sie zur Ware
machen (Apk 18, 13). In diesem Zusammenhang steht auch das Problem der Droge, die mit wachsender Gewalt
ihre Polypenarme um den Erdball streckt – sichtbarer Ausdruck der Diktatur des Mammons, der den Menschen
pervertiert. Alle Lust wird zu wenig, und die Übersteigerung in der Lüge des Rausches wird zur Gewalt,
die ganze Regionen zerfleischt und dies im Namen eines fatalen Mißverständnisses von Freiheit, bei dem
gerade die Freiheit des Menschen untergraben und schließlich vollends aufgelöst wird. …“
#2 wolfgang e. 10:07:52 | Freitag, 17. Dezember 2010
Der Kardinal zieht seine Evolutions-Kritik de facto zurück? Also, wenn jemand an irgendetwas Kritik übt,
und sich nacher für einen Teil Formulierung entschuldigt, hat er vom Inhalt der Kritik nichts zurückgenommen.
Insoferne ist das wieder einmal ein Fall von zusammenhangloser Überschrift.
#4 wolfgang e. 14:25:30 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
lieber Kamazz, jedes Land ist Missionsland. Falls Du etwas dagegen hättest, müsste ich dich bitten,
mit gutem Beispiel voranzugehen, und hier mit Deiner Mission aufzuhören.
#66 wolfgang e. 13:18:26 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
lieber Goldengel, mir passen Ihre Unterstellungen nicht. Ich habe geschrieben, das Gesellschaftskritik
notwendig ist, und dass Sie hier in einigem durchaus recht haben, oder? Ich habe geschrieben, dass Bekehrung
notwendig ist, oder? Wenn ich Ihre Postings auf kreuz.net durchlese, habe ich dass Gefühl, sie werfen
alles Sünder in einen Topf: Unbekehrbar, daher zu missachten. Falls ich mich hier irren sollte, haben
Sie jetzt die Gelegenheit, das richtigzustellen. Noch etwas: Ja, die Sünde muss man anprangern. Ja, die
Sünde ist gefährlich, daher muss man sich auch vor ihr schützen, notfalls auch, indem man zum Sünder
Distanz hält. Deshalb schreibt Paulus auch, dass ein notorischer Sünder aus der Gemeinschaft auszuschließen
ist. Das hat aber nichts mit Verachtung oder Respektlosigkeit zu tun. Gott gibt jeden Menschen, zum Glück,
erst mit seinem Tode auf, wenn er sich bis dahin nicht bekehren wollte. Das ist Respekt! Bis dahin wird
uns Gottes Liebe überallhin verfolgen, denn Gott will auch die Bekehrung des verstockten Sünders. Christus
fordert zur Bekehrung auf. Und wenn sich jemand nicht bekehren will, wird Christus nicht aufhören, dazu
aufzufordern. Auch das ist Respekt! Die Ausdrücke, die Sie verwenden, um über Sünder zu schreiben,
würde ich durchaus als herablassend bezeichnen. Aber gut, da haben Sie ja in kreuz.net ein gutes Vorbild.
Gute Kinderstube erkennt man nicht nur am „siezen“, da gehört noch einiges anderes dazu. Haben Sie sich
schon einmal überlegt was das bedeutet: „Ihr sollt sogar Eure Feinde lieben?“
#61 wolfgang e. 10:15:06 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
Lieber Goldengel, Sie verdrehen weiterhin meine Worte, obwohl ich das schon mehrmals richtiggestellt habe.
Ich habe nirgends etwas von Weitersündigen geschrieben. Ich nehme Ihnen auch Ihre Antworten nicht übel.
Ich finde nur schade, dass Sie offenbar, wenn man an Ihnen etwas kritisiert, in einen Verteidigungrefflex
verfallen und sich sofort als Opfer sehen, was dazu führt, dass Sie die Argumente des Anderen gar nicht
mehr wahrnehmen. Seit wann ist ein kritische Hinweis Mobbing? Ich bitte Sie, seien sie doch etwas entspannter,
ich will Ihnen gar nichts böses. Ich versuche es noch einmal: Wir Menschen sind alle Sünder. Christus
will uns aus unserer Sündhaftigkeit erretten. Wie tut er dass? Indem er uns entgegenkommt, und uns verzeiht,
schon bevor wir überhaupt an Reue denken. Schau die Sünderin an, die Christus vor der Steinigung rettet:
Er sagt zu erst: „Auch ich verurteile Dich nicht.“, und dann erst: „geh, und Sündige nicht mehr!“ Sie
hätten es gerne umgekehrt: Zuerst: „Sündige nicht mehr“, und dann erst gnädigerweise: „Ich verurteile
Dich nicht.“ Die Pharisäer dachten genau so, und wurden von Christus dafür heftig kritisiert. Deswegen
kritisiere ich auch Sie hier. Nicht weil ich etwas gegen Sie habe. Der Vater des Verlorenen Sohns: Er
sieht den Sohn von weitem kommen, läuft Ihm entgegen (dem Sohn, der seines Vaters Vermögen mit HUREN
verschlampt hat, wohlgemerkt) umarmt ihn, noch bevor der Sohn etwas sagen kann. Jetzt erst fühlt der
Sohn wahre Reue! Würden Sie so handeln?
#59 wolfgang e. 23:43:16 | Dienstag, 14. Dezember 2010
Lieber Goldengel, Ich sehe, es ist ein hoffnungsloser Fall, zumindest heute. Schade. Nein, Sie haben mich
nicht angegriffen, aber Sie spucken hier im Forum Gift und Galle, verlangen aber von anderen Höflichkeit,
und wundern sich, dass Sie damit anecken. Auf meine Argumente sind Sie bislang nicht eingegangen. Ich
hätte gedacht, man könne mit Ihnen vielleicht diskutieren… Ihre Aussage weiter unten „Hat jedoch ein
Sünder keine Einsicht, so braucht man auch keinen Respekt zu haben“ (in ähnlicher Form schon oft von
Ihnen gelesen) entspricht genau der Einstellung, die Christus bei den Pharisäern heftig kritisiert hat.
Das ist also keine christliche Einstellung. Fragen Sie einmal Ihren Beichtvater dazu. Ihre Antworten strotzen
vor Unterstellungen, selbst werfen Sie aber Unterstellung vor. Beispiel: Oder hätten Sie nur dann ein
gewisses Maß an Einfühlungsvermögen dem Opfer gegenüber, wenn Sie dieses persönlich kennen würden? –
Hören Sie mal, warum sollte ich kein Mitleid mit den Opfern haben, wo, bitte, hätte ich denn so einen
Blödsinn geschrieben. Meinen Satz Es ist gefährlich, sich als Richter über die Sünden der anderen
aufzuspielen, bezeichnen Sie als Verleumdung (wie kommen Sie dazu mich zu verleumden, indem Sie meinen
ich würde mich als Richter aufführen?), und dann schreiben Sie so Dinge wie: Wenn also ein Vergwaltiger
eine Frau schändet und ermordet, dann hätten Sie kein Urteil darüber? Können Sie sich einmal entscheiden?
Sie wollen ja doch Richter spielen.
#51 wolfgang e. 18:20:06 | Dienstag, 14. Dezember 2010
Lieber Goldengel Höflichkeit ist, wenn man Ihre Einträge durchliest, auch nicht gerade Ihre Stärke,
aber, wenn sie es wünschen, dann gerne per Sie. Selbstverständlich ist Christus gekommen, um die Sünder
zur Umkehr zu rufen. Selbstverständlich sollen wir uns von der Sünde abwenden. Selbstverständlich sollen
wir, wenn möglich, auch die anderen von ihren Irrwegen abbringen. Sie verwechseln aber weiterhin die
Sünde mit dem Sünder. Wenn ich einem Sünder mit Respekt begegne, dann doch nicht wegen der Sünden,
die dieser begangen hat, sondern, weil er eine von Gott geschaffene und gewollte Person ist. Außerdem
steht mir über die Sünde der anderen kein Urteil zu. Nur Gott sieht in das Herz. Es ist gut möglich,
dass in den Augen Gottes meine mir „harmlos“ erscheinenden Sünden viel schwerer wiegen, als die mir groß
erscheinenden Sünden eines Verbrechers (z.B. eines Kinderschänders), der es vielleicht nicht besser
weiß und kann. Sie maßen sich ein Urteil über die Sünder an, um ihn dann mit Verachtung zu strafen
(Hat jedoch ein Sünder keine Einsicht, so braucht man auch keinen Respekt zu haben.), und wundern sich
dann, dass Sie auf Ablehnung stoßen, anstatt Bekehrung zu bewirken. Woher wollen Sie denn wissen, ob
und warum ein Sünder keine Einsicht hat? Wenn Sie das, was ich Ihnen „vorwerfe“, nicht so gemeint haben,
wäre es an der Zeit die Ausdrucksweise zu überdenken. Im übrigen soll dies kein Vorwurf sein, sondern
eine Anregung zur Korrektur.
#3 wolfgang e. 14:26:25 | Dienstag, 14. Dezember 2010
Magie? Vielleicht hätte der Kölner Kardinal das alte lateinische Rituale und richtig geweihtes Weihwasser
verwenden sollen. Hat die Redaktion ein magisches Verständnis von der Wirkung der Sakramentalien? (Also:
nur mit der richtigen Handbewegung und Formel und auf Latein wäre dieser Unfall nicht passiert?)
#45 wolfgang e. 14:18:35 | Dienstag, 14. Dezember 2010
@ Goldengel Ja, staune nur, aber dann, bitte, denke auch ein bisschen darüber nach. Darf ich Dich jetzt
bitten, meine Postigns genauer durchzulesen? Der Satz, den Du sonderbar findest, stammt von Paulus, nicht
von mir. Natürlich sollen und müssen wir unsere Sünden bereuen. (Wo, bitte, hätte ich etwas anderes
behauptet). Und natürlich müssen wir auch auf die Sünde hinweisen (Das gehört zu den Werken der Barmherzigkeit(!))
Gesellschaftskritik ist durchaus angebracht. Aber bitte nicht pharisäerhaft („Ich danke Dir, Gott, dass
ich nicht bin, wie dieser Zöllner da hinten…“). Gott ist mit seiner Liebe (Respekt ist ein Teilaspekt
davon) unserer Reue zuvogekommen. Er liebt uns, schon bevor wir bereuen. Er ist, laut Paulus, sogar für
uns gestorben, als wir noch Sünder waren. Sollten dann nicht auch wir, die wir immer noch Sünder sind,
die anderen Sünder ebenso lieben? Dieser Satz von Dir: Hat jedoch ein Sünder keine Einsicht, so braucht
man auch keinen Respekt zu haben. ist also für jemanden, der Christus nachahmen will ein riesengroßer
Irrtum. Reiss dich ein bisschen zusammen. mit deiner herablassenden Art wirst Du niemanden retten, sondern
(wie Du ja hier siehst) nur Widerspruch ernten, selbst dort, wo Du durchaus recht hast. Außerdem riskiert
Du, im Angesicht Gottes nach deinem Maß beurteilt zu werden, und dann Gnade Dir Gott…
#34 wolfgang e. 13:05:37 | Dienstag, 14. Dezember 2010
@ Goldengel Danke, deine Postings habe ich gelesen, daher habe ich auch geschrieben, was ich geschrieben
habe. Ich gehe gerne zur Beichte, und Du liest den Römerbrief genau durch, abgemacht? Vielleicht wirst
Du dann merken, dass andere Menschen auf jeden Fall mit Liebe und Respekt zu behandeln sind, unabhängig
davon, ob dieser Mensch ein Heiliger oder ein Sünder ist. (Das heißt nicht, dass wir deswegen die Sünde
nicht ansprechen sollen.) Christus ist, wie gesagt, für uns gestorben, als wir noch Sünder waren. Das
ist das Vorbild, das wir nachahmen sollen.
#24 wolfgang e. 10:59:16 | Dienstag, 14. Dezember 2010
lieber Goldengel Du irrst Dich gewaltig: Lies einmal durch was Paulus schreibt (am besten den ganzen Römerbrief):
Röm 5,8: Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir
noch Sünder waren. Röm 5,6: Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für
uns gestorben. Röm 5,10: Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch (Gottes)
Feinde waren, werden wir erst recht, nachdem wir versöhnt sind, gerettet werden durch sein Leben. Röm
2,1: Darum bist du unentschuldbar – wer du auch bist, Mensch –, wenn du richtest. Denn worin du den andern
richtest, darin verurteilst du dich selber, da du, der Richtende, dasselbe tust. Röm 2,19-21: du traust
dir zu, Führer zu sein für Blinde, Licht für die in der Finsternis, (20) Erzieher der Unverständigen,
Lehrer der Unmündigen, einer, für den im Gesetz Erkenntnis und Wahrheit feste Gestalt besitzen. (21)
Du belehrst andere Menschen, dich selbst aber belehrst du nicht… Es ist gefährlich, sich als Richter
über die Sünden der anderen aufzuspielen, denn so wie Du richtest, wirst Du auch gerichtet werden. Und
Du wirst vor Gottes Angesicht mehr Barmherzigkeit brauchen, als Du jetzt an den Tag legst. Gott ist für
uns gestorben, als wir noch Sünder waren. Hätte er nach Deinen Maßstäben gerichtet, hätte er gesagt:
Die Sünder sind selbst Schuld an ihrem Untergang. Pech gehabt. Wir sollen die Sünde hassen, aber den
Sünder(!) lieben. (Also: nicht nur den Gerechten!)
#14 wolfgang e. 10:25:24 | Dienstag, 14. Dezember 2010
@ wickerl heute wissen wir – wenn man Kreuznet glauben darf – dass dieser Besuch weitgehend nur diesem
Maciel galt Verzeih mir, aber darf ich diese Aussage als Dummheit werten? Der Besuch Johannes Paul II.
hat Mexiko gezwungen, endlich die seit 1920 bestehenden antikatholischen Gesetze aufzuheben. Das war keine
geringe Leistung. Wenn Pater Maciel damal mitgeholfen hat, umso besser für ihn. Vielleicht hat ihn das
noch ins Fegefeuer gerettet…
#48 wolfgang e. 11:59:25 | Donnerstag, 9. Dezember 2010
@ Evelynn Tatsächlich, ich bin kein „Altgläubiger“ (selbst wenn ich einer wäre, würde ich mich nicht
so bezeichnen; der Glaube ist gewissermaßen immer „neu“, nicht „alt“) Ich habe weder gegen die „neue“,
noch gegen die „alte“ Messe etwas einzuwenden. Ich habe allerdings einiges gegen „Wir sind Kirche“ und
„Kirche von unten“ einzuwenden. Schau mal, auch ich gehöre dem „einfachen Kirchenvolk“ an. Auch ich bin
Kirche. Wer hat die oben genannten Vereine zu meinen Vertretern ernannt? – Niemand, sie haben sich selbst
ernannt. Und wer sitzt in diesen Vereinen? Großteils Leute, die in der Kirche irgend ein Amt oder Ämtchen
bekleiden. Die gehören allesamt eigentlich gar nicht zum „gemeinen Kirchenvolk“, sondern zu einer Art
„Laien-Parallelhierarchie“, die in den letzten Jahrzehnten entstanden ist. Es geht bei der ganzen Angelegenheit
also überhaupt nicht um die Bedürfnisse des „Kirchenvolks“, sondern um einen Kompetenzstreit zwischen
der eigentlichen Hierarchie der Kirche, und der neuen „Laien-Hierarchie“. In der Kirche gibt es viele
Menschen mit z.T. gewaltigen Fehlern. Aber mit den Grundzügen der Kirche kann ich mich identifizieren.
Ich wehre mich dagegen, dass die Fehler der Menschen von WsK und KvU zum Anlass genommen werden, die Grundzüge
ändern zu wollen, anstatt die Fehler der Menschen anzugehen. Wieso soll mir meine Kirche, so wie sie
ist, genommen werden? Wo bleibt der Pluralismus, wenn alle Konfessionen gleich sein müssen? Alle Forderungen
sind anderswo bereits erfüllt.
#41 wolfgang e. 11:14:49 | Donnerstag, 9. Dezember 2010
@ Evelynn van der Meer Für Bodenhaftung des Klerus haben früher die Beichten gesorgt, in denen die Priester
mit all den Problemen des normalen Alltags konfrontiert wurden. Seit viele Priester nie mehr im Beichtstuhl
sitzen, hat man bei einigen tatsächlich das Gefühl, sie würden in einer beschaulichen Wellnesswolke
schweben. In den Pfarrgemeinderatssitzungen wird das tatsächliche Leben leider nicht abgebildet. Da trifft
sich nur ein seltsames Völkchen, das selbst die Bodenhaftung verloren hat. Eigenartig, dass die meisten
„Kirchenvolksbegehrer“ selbst Pfarrgemeinderäte und sonstige Laien-Amtsträger sind, die sich irrtümlich
für das „gemeine“ Kirchenvolk halten.
#29 wolfgang e. 10:36:13 | Donnerstag, 9. Dezember 2010
ach joberens… immer die gleiche Leier. Jesus hat bekanntlich nie eine Kirche gegründet Haha, guter
Witz. Ich gebe Dir einemal ein paar Anregungen zum „selbst denken“: Warum hat Christus genau 12 Apostel
auserwählt? Was bedeutet die Zahl 12 für die Israeliten? (Falls Du nicht draufkommst: die Antwort findet
Du unter anderem in der Patriarchenerzählung in der Genesis und in den letzte Kapiteln der Offenbarung
des Johannes.) Warum spricht Christus beim letzten Abendmahl von einem neuen und ewigen Bund? (Schau in
die Evangelien, da steht das.) Was bedeutet der Begriff „Bund“ für die Israeliten? Warum betraut er Petrus
mit der Leitung seiner Kirche? (Schau in die Evangelien, da steht das.) Warum verspricht Christus seinen
Aposteln die Herabkunft des Hl. Geistes? Wie kannst Du behaupten, die Kirche würde sich von den Evangelien
entfernen, wenn das alles in den Evangelien drinnensteht? was heißt „Kirche“, was heißt „apostolisch“,
was heißt „katholisch“, was heißt „heilig“? So, und jetzt zeige EINMAL, dass Du wirklich selbst denken
kannst. Lieber joberens, die Rechthaberei der Uninformierten ist ein großes Ärgernis, noch mehr, wenn
sie behaupten, dass sie selbst denken. Denken bedeutet: Informationen bearbeiten. Wenn man zu denken beginnt,
ohne sich VORHER zu informieren, nennt man das „phantasieren“.
#22 wolfgang e. 13:01:27 | Montag, 6. Dezember 2010
Lieber bejorommer Offensichtlich hast Du nicht verstanden, worum es beim Christentum eigentlich geht.
Natürlich ist Gott so gewaltig, dass wir vor Gott immer suchende bleiben, selbst als tief gläubige Menschen.
Allerdings nennen wir uns Christen, weil wir überzeugt sind, dass Gott uns einen Teil dieser Suche abnehmen
wollte, und daher Christus, seinen eingeboenen Sohn, gesandt hat, um uns einiges über sich zu offenbaren.
Wir Christen glauben daher nicht an einen Gott, der irgendwo in ewiger Entfernung ruht, sondern wir glauben
an Gott, der ein persönliches interesse an uns hat, und daher nicht nur gesucht, sondern auch gefunden
werden will. Wenn Du zwar an irgendeinen Gott glaubst, aber (unlogischerweise) die Möglichkeit ausschließt,
das Gott sich an uns wenden könnte um sich uns zu zeigen und uns zu sich zu ziehen, dann gibt es eigentlich
für Dich keinen Grund, Dich weiterhin Christ zu nennen, denn genau das ist der Kern unseres Glaubens.
Denk einmal darüber nach.
#8 wolfgang e. 10:56:24 | Freitag, 3. Dezember 2010
Hallo Gockeline Lebst Du in Linz? Nicht einmal dort könnten deine Zahlen stimmen, selbst wenn man den
Berichten trauen kann. Ansonsten sind deine Zahlen lächerlich. Merke: Phantasiezahlen erkennt man am
Zusatz „mit Sicherheit“ in Kombination mit dem Fehlen jeglichen Belegs. Und: Ja, es wäre besser, es gäbe
nur wenige, dafür wirklich glaubwürdige Priester, die das leben, was sie predigen, als eine unmenge,
die halb heimlich ein Doppelleben führen.
#4 wolfgang e. 10:18:52 | Montag, 29. November 2010
Lieber RobertBellarmin Lass ihn doch kritisieren, immerhin ist die Kritik der Piusbruderschaft und des
P. Gaudron zu diesem Thema WESENTLICH konstruktiver und wohlwollender, als alles, was kreuz.net bisher
dazu geschrieben hat (Stichwort „Kondom-Papst“ – blöder geht es ja wohl nicht mehr). Außerdem steht
die Papst-Aussage zu den Kondomen in einem Interviewbuch, hier wird also keine unfehlbare Lehre verkündet,
es darf daher auch jeder Katholik widersprechen. (In „Jesus von Nazareth“ weist Papst Benedikt XVI. sogar
ausdrücklich darauf hin!) Für mich ist jetzt völlig klar, dass die Piusbruderschaft mit kreuz.net nichts
zu tun hat. (Ich glaube nicht, dass die so blöd wären „Kondom-Papst“ zu schreiben.)
#31 wolfgang e. 12:32:53 | Mittwoch, 24. November 2010
lieber Aufrechter man muss der Stellungname der Piusbruderschaft zugestehen, dass ihre Kritik wesentlich
konstruktiver ist, als alles, was bisher auf kreuz.net zu diesem Thema zu lesen war. Mit der Aussage der
Papst habe „leider nicht unterschieden zwischen der Tolerierung eines Übels und seiner Gutheißung“,
gibt die Bruderschaft dem Papst im Prinzip sogar recht, dass unter gewissen Umständen ein Übel toleriert
werden kann, um ein noch größeres Übel zu verhindern. Dass in der Aussage des Papstes nicht klar genug
herauskommt, dass hier ein Übel (das weiterhin ein Übel bleibt) lediglich unter Umständen toleriert
werden kann, niemals aber gutgeheißen werden kann, darf man, glaube ich durchaus kritisieren. Ich nehme
an, der Papst hat das richtige gemeint, angesichts des (zu erwartenden) weltweiten Medienechos wäre aber
eine präziesere Formulierung angebracht gewesen. Die Idee an sich, dass man manchmal ein Übel tolerieren
muss, um noch schlimmeres zu verhindern, ist ja überhaupt nicht neu. Ein christlicher Politiker darf
z.B. unter Vorbehalt einem Gesetz zustimmen, dass Abtreibung in gewissen Fällen erlaubt, wenn das die
einzige Möglichkeit ist, ein Gesetz zu verhindern, das Abtreibung in jedem Fall erlaubt.
#11 wolfgang e. 13:50:32 | Freitag, 19. November 2010
Berens, du dummer Bub. Hast Du das Evangelium überhaupt jemals gelesen? Abgesehen von der blödsinnigen
Unterstellung, der Papst käme „zur persönlichen Hofierung und Verehrung“ geht aus den Evangelien an
mehreren Stellen hervor, das Jesus persönliche Verehrung nicht nur keineswegs abgelehnt, sondern des
öfteren sogar dazu aufgefordert hat. Und ist Dir aus den Evangelien nicht bekannt, dass Jesus durch die
Lande zog, um die Menschen zu Lehren, und dass sich dabei oft eine große Menschenmenge versammelte? Wenn
der Papst Länder bereist, um die Menschen zu lehren, und dabei große Menschenmengen zusammenkommen,
handelt der Papst also genau nach dem Vorbild Christi und den Evangelien. Dass das heutzutage mehr kostet,
als damals, ist nicht Schuld des Papstes. Du bist das beste Beispiel dafür, dass es bitter notwendig
ist, dass jemand nach deutschland kommt, um die Menschen zu lehren… Hör endlich auf, Dich als „selbst
denkend“ zu bezeichnen, das wird schön langsam lächerlich.
#7 wolfgang e. 10:06:20 | Dienstag, 16. November 2010
Herätiker? Der Bischof erweist sich als Häretiker: „Da, wo Homosexualität ausgelebt wird, ist sie nach
der Lehre der Kirche mit dem Willen Gottes nicht vereinbar.“ Was, bitteschön, soll daran häretisch sein?
Das entspricht genau der Lehre der Kirche. (Kann man im Katechismus nachlesen, wenn man will…)
#63 wolfgang e. 10:52:23 | Mittwoch, 10. November 2010
radikale Absage? Christentum verlangt radikale Absage an die „Philosophie der Aufklärung“ und den Liberalismus
Diese Aussage ist in ihrer Radikalität grundfalsch. Zwar ist vieles, was so als „Aufklärung“ und „Liberalismus“
bezeichnet wird, von einem Katholiken abzulehnen. Aber es glit auch: „Prüfet alles, und das Gute behaltet.“
Vielleicht sollte der Autor einmal Chesterton lesen, um sich ein wenig zu entkrampfen. (z.B. „Orthodoxy“ –
ein herrlich unothodoxes Buch)
#7 wolfgang e. 10:27:54 | Mittwoch, 10. November 2010
bei allem Respekt, liebe Redaktion, aber zumindest in Österreich bedeutet diese Phrase genau das Gegenteil
von dem, was sie wörtlich aussagt. (so ähnlich wie: „das ist ja alles schön und gut“)
#7 wolfgang e. 09:32:24 | Montag, 8. November 2010
@ Izmet Necist: Da müssten ja sehr viele Seelen zerstört sein. Richtig erkannt. Es sind bereits viele
Seelen zerstört. Schau dich einmal offenen Auges in dieser Welt um.
#8 wolfgang e. 10:36:06 | Freitag, 5. November 2010
@ Gunsenem Die Priester rotieren wie blöde, weil sie vor lauter sitzen in den diversen Gremien (Dekanatssitzung,
Seniorenkreis, Müttertanzstunde, Liturgieausschuss, Ballvorbereitungskomitee etc.; Pfarrgemeinderatssitzungen
dauern oft 10 Stunden, ohne dass etwas vernünftiges dabei herauskommt) nicht mehr dazukommen ihr Gebet
zu verrichten, geschweige denn sich um die Seelsorge zu kümmern. Wenn in einer Diözese noch weitere
Wasserköpfe wie überregionale Pastoralteams, Pfarrverbände, etc. etc. geschaffen werden, werden die
Priester vor lauter unnötiger Zusatzsitzungen noch mehr rotieren, und noch weniger zu ihrem „Kerngeschäft“
kommen. Die Wasserköpfe sind in den deutschsprachigen Diozösen zu finden. eine italienische Diözese
vergleichbarer Größenordnung kommt mit einem Zehntel der leitenden Mitarbeiter aus (hier bleiben also
auch viel mehr Priester für die Seelsorge übrig). Der Vatikan selbst, als Zentralleitung einer Kirrche
mit 1.000.000.000 Mitgliedern hat eine außerodentlich schlanke Struktur.
#4 wolfgang e. 10:22:06 | Freitag, 5. November 2010
@ Thorsten: die Masche Ich weiß nicht, ob das eine Masche ist, aber bei kreuz.net habe ich oft das Gefühl,
dass der Schreiber, der die Schlagzeilen über die Artikel setzt, mit dem Schreiber, der den Artikel selbst
verfasst, nicht das geringste zu tun hat…
#6 wolfgang e. 12:36:44 | Montag, 18. Oktober 2010
richtig, Febron, Das schreibt ja auch der Papst (siehe unten): weder die Kirche, noch der Papst haben
die Vollmacht, in der Frage der Fauenordination eine Entscheidung zu treffen. Sogar der Papst muss sich
daran halten, dass die Entscheidung bereits getroffen ist. Daher ist jede weitere Diskussion zu dieser
Frage eigentlich reine Zeitverschwendung. Wir können und sollen uns daher wichtigeren Themen zuwenden.
(Und wenn man sich in der Welt etwas umsieht, wird man eine Fülle wesentlich wichtigerer Themen entdecken…)
#70 wolfgang e. 23:55:40 | Dienstag, 12. Oktober 2010
Liebe(r) Rückkehr-Ökumene Es gibt in der ktholischen Kirche etwa 20 verschiedene Unierte Kirchen, also
Teilkirchen, die als Ganze wieder in die Kirche aufgenommen wurden. Da wurde keineswegs jeder einzelne
gefragt. Die Othodoxe Kirche der Ukraine z.B. ist als gesamte als eigene Teilkirche in die katholische
Kirche wieder eingegliedert worden. (Heute meist fälschlich „Grichisch Katholisch“ genannt; Geplant war
sogar eine Wiedereingliederung der gesamten Othodoxie, was dann aber nur bei den Ukrainern gelungen ist).
Zugestimmt haben hier nur die Bischöfe, die einzelnen Laien wurden nicht gefragt. Die ukrainische Kirche
musste sich also nicht zuerst in Einzelpersonen auflösen. Im Gegenteil: sie wurde mitsamt ihrer Hierarchie
eingegliedert. Es mag also sein, dass das Ökumenismus-Dekret nicht sauber genug zwischen Personen und
Gemeinschaften unterscheidet. Jedenfalls kann sich das Konzil offenbar auf Präzedenzfälle in der Kirchengeschichte
berufen.
#62 wolfgang e. 12:38:37 | Dienstag, 12. Oktober 2010
Eigenartig, genau das gleiche (mit umgekehrten Vorsätzen) habe ich eigentlich vorher Dir vorgeworfen…
Du biegst Dir diese Päpste zu Häretikern um. Wenn Du einen Gegenstand grün beleuchtest, wird er Dir
auch grün erscheinen. Wenn Du die Schriften JPIIs im Lichte deines Häresieverdachtes beleuchtest, wird
das Ergebnis auch dementsprechend ausschauen. Weißt, Du, ich habe mir natürlich auch so Seiten wie „catholic
in action“ (oder wie die heißt) angeschaut: Bei vielen Papstzitaten dort hatte ich das Gefühl: „Moment,
ich wäre nie auf die Idee gekommen, dieses Zitat so zu interpretieren.“ Und immer, wenn ich dann das
Zitat im Textzusammenhang in der Originalquelle betrachtet habe, kam mir die Traditionalisteninterpretation
noch komischer vor. Es herrsch dort überall ein Generalverdacht vor, der jede vernünftige Auseinandersetzung
mit den tatsächlichen Texten von vorneherein vergiftet. Noch einmal: Auch der Artikel von OStR Dr. Schüler
oben steht jedenfalls im krassen Widerspruch zu den TATEN Benedikt XVI. Und an den konkreten Taten (Angikaner-Union,
Kard. Newmann) sollte man hier wohl auch die Texte messen, oder?
#60 wolfgang e. 11:24:13 | Dienstag, 12. Oktober 2010
@ Rudolphus Doch, Vorurteile hast Du. Jeder Papst und jedes Konzil ist prinzipiell im Licht der Tradition
zu lesen, und das tust Du nicht. Johannes Paul II hat z.B. im Bereich der kirchlichen Lehre über Ehe
und Familie unglaublich viel vorangebracht, nur als ein Beispiel unter vielen. Bischofsernennungen sind
eventuell eine schwierigere Sache, als Du es Dir vorstellst. In Österreich hat gerade Johannes Paul II
versucht, gegen massiven Widerstand der Ortskirche, gute Bischöfe zu ernennen. Leider haben von diesen
manche auch versagt. In Deutschland ist es schwer, einen geeigneten Bischof überhaupt zu finden, so sehr
ist das geistige Klima unter den Theologen bereits vergiftet. Nicht jede „liberale“ Bschofsernennung ist
daher dem Papst anzulasten. Ich nehme es Euch nicht übel, wenn Ihr die Apostolischen Schreiben von JPII
als kirchenhistorisch ziemlich unbedeutend einstuft. Ich habe jedoch einige von ihnen mit Gewinn gelesen.
Die „langen, oft nichtssagenden Erklärungen“ erschließen sich oft erst nach mehrmaligem lesen, da JPII
nicht immer leicht zu verstehen ist. (Das hat aber Petrus auch schon bei Paulus angemerkt). Natürlich
kann und darf man viele Aussagen und Handlungen von JPII kritisch betrachten, v.a. dort, wo es sich nicht
um verbindliche Glaubensaussagen handelt. Aber, wie gesagt, dein Vorurteil bestätigt sich aufgrund deines
Vorurteils. Der Artikel von OStR Dr. Schüler oben steht jedenfalls im krassen Widerspruch zu den TATEN
Benedikt XVI.
#126 wolfgang e. 10:49:58 | Dienstag, 12. Oktober 2010
@ YinYang 1. Gott ist weder Mann noch Frau. Mann kann in Gott „männliche“ und „weibliche“ Züge erkennen
(wenn auch nur in einer sehr ungefähren Analogie), da der Mansch (auch als Mann und Frau) Abbild Gottes
ist. Als Bild der Beziehung Gottes zu den Menschen hat Gott allerdings die Vaterschaft ausgewählt. (Siehe:
„Vater Unser“) 2. Natürlich wurde Christus von einer Frau geboren. Daraus ergibt sich ja auch, dass die
Frau in der Kirche eine sehr wichtige Rolle spielt, aber eben nicht die des Amts-Priesters. (Sehrwohl
haben die Frauen allerdings am allgemeinen Priestertum aller Getauften Anteil.) 3. Natürlich gab es auch
„Jüngerinnen“. Die Nachfolger der Jünger und Jüngerinnen Jesu sind alle getauften Christen. Die Nachfolger
der Apostel sind die Bischöfe und die Priester.
#56 wolfgang e. 10:05:41 | Dienstag, 12. Oktober 2010
@ Rudolfus und Rückkehr-Ökumene Das Problem, dass viele traditionelle Katholiken mit den Texten von
Johannes Paul II haben (wie hier mit dem zitierten „Ut unum sint“), liegt zu einem großen Teil auf Seiten
eben dieser traditioneller Katholiken, nämlich in Form eines „Verdachts“ und eines „Vorurteils“. Ihr
beide lest „Ut unum sint“ schon in der Erwartung einer auf jeden Fall zu findenden Häresie. Das führt
dazu, dass ihr ein ganz spezielles Licht auf diese Texte werft, und sie letzlich euren Erwartungen entsprechend
interpretiert. Wenn man „Ut unum sint“ unbedarft liest, kommt auf einmal ein ganz anderer Sinn heraus.
Dann ergibt sich auf einmal aus den oben zitierten Ratzinger-Schriften von 1964, aus „Ut unum sint“ und
aus den Handlungen Benedikt XVI., nämlich eine Möglichkeit für ganze Anglikaner-Gruppen zu schaffen,
in die katholische Kirche einzutreten, sowie aus der Seligsprechung Kardinal Newmanns ein roter Faden.
Jetzt kann man anhand der Taten erkennen, was Ratzinger 1964 und Johannes Paul II in „Ut unum sint“ vor
Augen hatten. Was schreibt JPII eigentlich falsches?: Ist es falsch, den christlichen Gemeinschaften gedanklich
und glaubensmäßig so weit auf die Sprünge zu helfen, dass sie am Ende bereit sind, in die katholische
Kirche eingegliedert zu werden? Ist die Aussage wirklich so falsch, dass wir von diesen Geeinschaften
auch lernen könnten? Beim intensiven Bibelstudium z.B. waren uns die Protestanten jahrelang weit voraus
(vergl. z.B. Scott Hahn).
#37 wolfgang e. 10:10:35 | Montag, 11. Oktober 2010
1964… 1964 schrieb Prof. Hw. Ratzinger also: „An die Stelle der Idee der Konversion, die für den einzelnen,
den sein Gewissen so weist, durchaus ihren Sinn behält, wird grundsätzlich die Idee der Einheit der
Kirchen treten, die Kirchen bleiben und doch eine Kirche werden.“ Als Papst Benedikt XVI. schuf Hw. Ratzinger
die Möglichkeit, dass ganze anglikanische Gemeinschaften, und nicht nur einzelne Anglikaner, in die katholische
Kirche zurückkehren können, ohne dabei eine gewisse Eigenständigkeit als eigene Teilkirche (auch mit
eigenen Riten) zu verlieren. (Dies geschah unter deutlichem Beifall der kreuz.net-Anhängerschaft). Historische
Vorbilder für eine solche Vorgehensweise sind z.B. die unierten Ostkirchen. Vielleicht versteht unser
Oberstudienrat Dr. Schüler im Lichte dieser konkreten Handlungsweise des Papstes jetzt besser, wass Hw.
Ratzinger damals gemeint haben könnte…
#103 wolfgang e. 01:36:37 | Samstag, 9. Oktober 2010
@ Aculeus Für Dich zur Widerholung (stand schon einmal weier unten): Die Transsubstantiationslehre wurde
nicht im 13. Jh. erfunden, sondern steht in der Biebel: 1. Korinther 11, 27-28 Wer also unwürdig von
dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder
soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon
isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem
er isst und trinkt. Also: Paulus war bereits überzeugt, das es sich bei der Eucharistie tatächlich m
den Leib und das Blut Christi handelt, und dass nur 20 Jahre nach dem Ereignis. Damit kann ich nicht belegen,
dass die Eucharistie wirklich der Leib Christi ist, aber ich kann belegen, dass zumindest bereits 20 Jahre
nach Christi Tod daran geglaubt wurde. Lediglich der Begriff „Transsubstantiation“ wurde erst später
dafür geprägt. Außerdem bin ich immer wieder erstaunt, dass intelligente Menschen einerseits behaupten,
dass die Leute 20 Jahre nach dem Tod Christi nicht mehr gewusst haben konnten, was Christus wirklich gesagt
hat, während sie selbst 2000 Jahre später selbstverständlich genau wissen, was er auf keinen Fall gesagt
hat. Ist das nicht etwas anmaßend?
#16 wolfgang e. 14:02:53 | Freitag, 8. Oktober 2010
@ Palmström Die Bibelzitate bewirken nichts, wenn das Mitwirken dees Heiligen Geistes ausgeschlossen
und der Glaube der Glaubenden nicht vorhanden ist. Es ist ein Geheimnis des Glaubens. Da hast Du recht.
Was Du allerdings mit dem „Labortisch“ und mit „kabbalistischer Wormagie“ meinst, erschließt sich mir
nicht ganz… Eine „analytisch nachvollziehbare Transsubstantiationslehre“ gibt es nicht, da die Wandlung
nur als „Geheimnis des Glaubens“ begreifbar ist. Was aber aus den erwähnten Textstellen doch klar hervorgeht,
ist wohl, dass die Transsubstantiationslehre nicht nachträglich von der Kirche erfunden wurde (wie Tchibo
behauptet), sondern im Neuen Testament bereits drinnensteckt: 1. Die Aussage Jesu in der Eucharistischen
Rede („wer mein Fleich nicht isst,“…) bewirkt, dass viele seiner Jünger sich abwenden. Jesus nimmt
aber nichts zurück, sondern fragt die Apostel, ob sie auch gehen wollen. Wäre alles nur symbolisch zu
verstehen gewesen, hätte Jesus vermutlich versucht, die Jünger zurückzuholen, und Ihnen die Symbolik
erklärt. 2. Beim letzten Abendmahl sagt Christus:„dies IST mein Laib“; nicht: „dies stellt meinen Laib
dar.“ 3. Paulus warnt eindringlich vor dem unwürdigen Empfang der Eucharistie („… der isst sich das
Gericht“). Diese Warnung hätte wenig Sinn, wenn die Eucharistie nur Symbol wäre, und nicht wirklich
Laib Christi. Natürlich wird niemand alleine aus dieser Erkenntnis gläubig.
#10 wolfgang e. 12:53:22 | Freitag, 8. Oktober 2010
Lieber Tchibo Wenn man die Eucharistische Rede Jesu nach der Brotvermehrung (Joh. 8: „Mein Blut ist wirklich
ein Trank, mein Laib ist wirklich eine Speise. Wer men Blut nicht trinkt und mein Fleich nicht isst,…“),
die vier Berichte über die Einsetzung der Eucharistie (In drei Evangelien: Mt, Mk, Lk und in einem Paulusbrief,
übrigens die älteste der vier Beschreibungen), die Berichte aus der Apostelgeschichte, und die Anweisungen
und Hinweise in den Paulusbriefen zusammennimmt. kommt sehr wohl die Transsubstantiationslehre heraus,
auch wenn sie natürlich in der Bibel noch nicht so genannt wird.
#10 wolfgang e. 12:01:12 | Freitag, 8. Oktober 2010
Lieber Vogel Deine Forderungen wurden hierzulande in den letzten Jahrzehnten eifrigst erfüllt. Für Priester,
die ihr Pristertum wegen einer Frau, oder auch aus anderen Gründen, aufgaben, wurden v.a. in den 70er-Jahren
reihenweise neue Posten in den Diözesen geschaffen, wo sie mehr Geld verdienten, als vorher als Priester.
(Ein Priestergehalt reicht für eine Familie ja nicht.) Leider haben sich von diesen Leuten sehr wenige
der Kirche gegenüber als dankbar erwiesen. Viele haben von ihrem neuen Posten aus gegen statt für die
Kirche gearbeitet. Das ist ein Teil unseres heutigen Problems in den Diözesen.
#8 wolfgang e. 11:00:47 | Freitag, 8. Oktober 2010
Zölibatsopfer Lieber Wolsgruber Pauli, Wir gedenken der Millionen Zölibatsopfer! Dummer Bub! (verzeih
mir bitte diese Ausdruckweise) Du bist gewissermaßen auch ein Fundamentalist, halt mit anderen Vorzeichen,
als die kreuz.net-Betreiber. Von Differenzierungsvermögen keine Spur. Es wird sicherlich auch Priester
geben, die an einer abtreibung schuld sind. Priester sind Menschen, und daher zu jeder Untat fähig, wie
jeder andere Mensch auch. Aber „millionen Zölibatsopfer“? – Mach Dich nicht lächerlich. Hältst Du Dich
und deine Ideologie für so gut, dass du so überheblich daherkommen kannst? Gibt es bei den Freimaurern
keine Mörder? Soll man den Freimaurern verbieten, gegen Mord zu protestieren, weil es in Ihren Reihen
Mörder geben könnte? Sümpfe gäbe es bei weitem nicht nur in der Kirche trockenzulegen. Und: Ja, man
sollte auch die „Frösche“ fragen. die sind ja immerhin auch betroffen, oder? Vielleicht ist ja nicht
jede Trockenlegung automatisch rechtens. Noch einmal: Lern Geschichte, die ist wesentlich komplexer und
differenzierter, als Du es Dir in Deinem ideologischen Vorurteil ausmahlst.
#3 wolfgang e. 10:44:44 | Freitag, 8. Oktober 2010
liebe kreuz.net-Redaktion wirbt er im altliberal-sentimentalen Stil für die Position der Kirchenfeinde.
Ihr seid wirklich selten dämlich. Mit einer kreuz.net-Brachialsprache würde dieser Bischof überhaupt
nichts erreichen (außer, dass er den ganzen Mob gegen sich aufbringt). Diese Sprache mag auf einer anonymen
Webpage manchmal angebracht sein, aber nicht im wirklichen Leben. Dieser Bischof hat Taten gesetzt, und
mutig, bestimmt und klar, in wohlformulierter und vernunftbetonter Sprache die Kirche verteidigt. Und
er mach auch nicht den Fehler von Leider-nicht-Bischof Wagner, dass er gleich im ersten Interview sein
ganzes Pulver verschießt. „Seid listig wie die Schlangen“ ist immerhin sogar eine Empfehlung Christi.
#5 wolfgang e. 10:30:31 | Freitag, 8. Oktober 2010
Hallo Wolfgruber Pauli Wie sagte Kreisky doch einst so schön?: „Lernen Sie Geschichte!“ Und außerdem:
selbst wenn deine Ansage wahr wäre, was konkret spricht dagegen, jetzt dennoch „den Todes-und Verfolgungskult
an den Pranger zu stellen?“ Soll man den Todes und Verfolgungskurs deiner Meinung nach etwa nicht an den
Pranger stellen?
#53 wolfgang e. 19:02:08 | Donnerstag, 7. Oktober 2010
@ Mighty Counsellor „Benedikt XVI. hob hervor, daß Gertrud weitreichend kommunizierte.„Bitte, was bedeutet
dieser Satz? Vermutlich soll das bedeuten, dass Gertrud weit reichende Korrespondenz geführt hat. (Dürfte
also nichts mit der Kommunion zu tun haben.)
#5 wolfgang e. 18:58:25 | Donnerstag, 7. Oktober 2010
Hört, hört… Aber von Rom aus läßt sich die Kirche weder regieren noch ändern. Die kreuz.net-Redaktion
ist hier still und heimlich zu einer neuen Erkenntnis durchgedrungen. Heißt das jetzt, 1. dass Rom doch
nicht an allem Schuld ist, was in der Kirche so passiert? 2. dass die Kollegialität der Bischöfe doch
eine notwendige Sache ist? 3. das das Ändern der Kirche doch vornehmlich Frucht des Gebetes, und nicht
des Regierens (mit eiserner Faust) ist?
#51 wolfgang e. 18:52:18 | Donnerstag, 7. Oktober 2010
@ Aculeus Auch wenn Wikipedia immer mit etwas Vorsicht zu genießen ist, könnten die beiden Artikel dort
(dürften recht ausgewogen sein) deine Fragen in etwa beantworten: Mithraismus de.wikipedia.org/wiki/Mithraismus
Mithraismus und Christentum de.wikipedia.org/…smus_und_Christentum Rudolfus hat insofern recht, als
der Mithraskult tatsächlich eine Geheimlehre war (also einem Nichteingeweihten nicht weitererzählt werden
durfte). Deswegen ist über den Inhalt dieses Kultes auch nichts wirklich mit Sicherheit aussagbar. Das
Christentum war nie in diesem Sinn geheim. Wo sich Rudolfus irrt, ist seine Annahme, dass die Parallelen
eine modernistische Erfindung sein. Tatsächlich wird der Mithraskult im 4.Jh. von manchen christlichen
Autoren in polemischer Art als diabolische Nachäffung des Christentums beschrieben. Ob diese Beschreibungen
jedoch zutreffen, ist schwer zu sagen. Heute werden diese Autoren wieder gegen das Christentum uminterpretiert.
@ Wolfsgruber Pauli: Noch etwas: Das Christentum war im römischen Reich 300 Jahre lang per Todesstrafe
verboten, und entwickelte sich in dieser Zeit zur wichtigsten Religion im Staat. Der Mithraskult wurde
in dieser Zeit von den Kaisern sehr gefördert. Ende des 4. Jhs wurde der Mithraskult dann per Todesstrafe
verboten. Das Resultat: Innerhalb weniger Jahre war der Mithraskult völlig verschwunden. Man nahm sich
nicht einmal die Zeit, die Kulthöhlen zu zerstören. Die meisten wurden einfach aufgegeben und verfielen.
Eigenartig, nicht?
#49 wolfgang e. 18:14:48 | Donnerstag, 7. Oktober 2010
@ Wolfsgruber Pauli Auch Dir würde ein bisschen Geschichtsuntericht nicht schaden. Ja, es gab auch Zeiten
von Zwangsmaßnahmen. Dennoch stehen am Beginn des christlichen Europas einige seltsame historische Tatsachen:
Bevor das Christentum im 4. Jh. zur Staatsreligion im römischen Reich wurde, war es, trotz pausenloser
Unterdrückung und Bekämpfung, zu einer so gewaltigen Größe angewachsen, dass es von den römischen
Kaisern einfach nicht mehr ignoriert werden konnte. Noch eigentümlicher sind die Jahrhunderte danach:
Kaum war das Christentum im römischen Reich etabliert, begann die Völkerwanderungszeit. Damals noch
heidnische germanische Völker drangen in das Gebiet des römischen Reiches ein, was schließlisch zum
völligen Zusammenbruch des weströmischen Reiches führte. Und hier geschieht das Unerwartete: die heidnischen
Germanen nehmen die Religion der eroberten Römer an! Hier kann wohl nicht davon die Rede sein, dass den
Germanen das Christentum mit dem Schwert aufgezwungen wurde. Dazwischen und danach gab es immer wieder
Zeiten des Zwangs. Am ärgsten übrigens in der ach so aufgeklärten Neuzeit („cuius regio, eius religio“
wurde als Prinzip erst nach Martin Luther definiert). Der Zwang zur Religion hatte fast immer staatspolitische
Gründe, und nicht so sehr religiöse. Wenn ein Herrscher seine Macht über die Religion definiert (von
Gottes Gnaden…), dann wird ein Angriff auf die Religion zwangsläufig auch als Angriff auf die Herrschaft
verstanden. Gott sei Dank sind diese Zeiten nun vorbei.
#43 wolfgang e. 15:43:50 | Donnerstag, 7. Oktober 2010
@ Religionsfreie europa wurde mit dem schwert missioniert …äh… …ein bisschen Geschichtsstudium
würde Dir guttun: In Europa wurde 300 Jahre lang versucht, die christliche Mission mit Feuer und Schwert
zu verhindern. Im Übrigen: die Südamerikaner wurden nicht von den Missionaren halb ausgerottet, sondern
1. durch skrupellose Kollonialisten, und 2. durch eingeschleppte Krankheiten. Zwangsmission war in spanischen
Kolonien ausdrücklich verboten. Quisfrage dazu: Wo gibt es praktisch keine Indianer mehr: a) in Lateinamerika
b) in USA und Kanada und das nach 200-500 jahren zwangsmission unter den negern. Am Ergebnis kann man
eventuell ablesen, dass es keine Zwangsmission gab. Religionsfreie: hemmungslose promiskuität und lebensfreude
schmiegehäschen: Die haben da unten nun auch ganz andere Sorgen, als sonntags in die Kirche zu gehen
und nach der katholischen Morallehre zu leben. Davon wird man nicht satt, nicht gesund usw. Irgendwie
widersprecht Ihr einander. Abgesehen davon: Gesünder würde man schon werden, wenn man nach katholischer
Morallehre leben würde… (Stichwort AIDS: gerade hier hat Uganda mit Propagierung von Enthaltsamkeit
bzw. Treue Erfolg gehabt, während andere afrikanische Länder mit reiner Kondomwerbung überhaupt nicht
erfolgreich waren.)
#33 wolfgang e. 12:42:08 | Donnerstag, 7. Oktober 2010
@ Yin Yang Da fallen mir spontan ein: – Klara von Assisi – Gisela von Ungarn – Katharina von Siena – Brigitte
von Schweden – Hildegard von Bingen – Theresa von Avila (schon am Übergang zur Neuzeit) Diese Frauen
alleine haben in der Kirche mehr positives bewirkt (mit Auswirkungen bis heute), als sämtliche mittelalterlichen
Päpste zusammen (von denen leider nicht sehr viele heilig waren). Der Papst hat in den letzten Mittwochkatechesen
schon einige von ihnen behandelt.
#31 wolfgang e. 12:08:43 | Donnerstag, 7. Oktober 2010
Lieber bejorommer Kann man sich nicht vorstellen, daß Gott ganz allein zu entscheiden haben dürfte,
was Sünde gegen ihn und was nicht Sünde ist? Natürlich hat Gott ganz alleine zu entscheiden, was eine
Sünde ist. Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass Gott im Rahmen seiner Offenbarung an die Menschen diese
seine Entscheidung auch mitteilt (schließlich hat Gott ja in der Menschwerdung ziemliche Mühen auf sich
genommen, um sich uns zu offenbaren. Soll das alles nur gewesen sein, damit wir in der unwissenden Beliebigkeit
verbleiben? Oder hat Christus vielleicht doch eine Botschaft gebracht?) Vielleicht denkt Overbeck aber
an Karriere und Aufstieg und da muß man in aller Regel doch versuchen, dem Chef möglichst in allem zu
gefallen. Merkst Du nicht, dass Du in deinen Vermutungen und Unterstellungen ziemlich ekelhaft bist? Nicht
jeder, der denkend zu einem anderen Ergebnis kommt, als Du, muss deswegen unlautere Absichten haben (abgesehen
davon, dass man heutzutage in Deutschland besser Karriere macht, wenn man sich gegen den Papst stellt…).
Vielleicht kommt er auch zu einem anderen Ergebnis, weil er als Bischof einen weiteren Horizont hat, als
so ein selbsverliebter unbedeutender Organist. Behaupte nicht immer, dass Du denkst. Du plapperst.
#63 wolfgang e. 17:08:52 | Montag, 4. Oktober 2010
@ Umckaloabo Ja, kaum zu glauben… Auch Kirchenlehrer waren offenbar bis zu einem gewissen Grad Kinder
ihrer Zeit. Wenn man wesentliche Stellen der Bibel über die Frau betrachtet, bietet sich da ein ganz
anderes Bild. (z.B. Gen 1: „Gott schuf also den Menschen nach seinem Abbild. Als Abbild Gottes schuf er
Ihn, als Mann und Frau schuf er sie.“) Außerdem gibt es glücklicherweise auch noch sehr positive Aussagen
bedeutender Krichenmänner und -frauen über die Frau, quer durch alle Jahrhunderte.
#25 wolfgang e. 16:29:14 | Montag, 4. Oktober 2010
Lieber bejorommer Die Erkenntnis, daß Frauen für Gott nicht minderwertiger sind als Männer, hat nichts
mit der „Priesterinnenweihe“ zu tun. Oder hältst Du Laien für minderwertiger als Priester? Außerdem
gebe ich zu bedenken, das deine Meinungen einwandfrei menschliche Erfindungen und Meinungen sind, die
weder mit Jesus noch mit dem Evangelium zu begründen sind.
#28 wolfgang e. 15:27:11 | Montag, 4. Oktober 2010
UltraDroog Ist wohl kaum ein Katholiban Er bezeichnet Gott als den einfaltige (statt dreifaltigen) Gott,
lehnt die Marienfrömmigkeit ab, will die Nächstenliebe nur auf ihm genehme Personengruppen beschränken,
etc. etc. Entweder wirklich nur irgendein Provokateur, oder ein Muslim, der hier so tut, als wäre er
Katholiban, um hier etwas Unruhe zu stiften. Jedenfalls, am besten nicht ernst nehmen.
#20 wolfgang e. 15:19:10 | Montag, 4. Oktober 2010
@ Turing Dass Jesus seine Jünger beauftragt hat, jede Leitungsfunktion als einen Dienst auszuüben, widerspricht
nicht der Tatsache, dass Jesus bestimmte Personen (die 12 Apostel) in leitende Positionen berufen hat.
Durch diese Dienstgesinnung wird ja die „Archie“ erst zur „Hierarchie“ Jesus sagt seinen Jüngern nicht:
„Ihr sollt gar nicht herrschen“, sondern: „Ihr sollt nicht so herrschen, wie es in der Welt sonst üblich
ist“.
#10 wolfgang e. 14:53:47 | Montag, 4. Oktober 2010
Wenn man sich UltraDroogs Beiträge so zu Gemüte fühert, kommt man zu dem Schluss: mehr Taliban als
Katholiban (Zitat: „meine muslimischen Mitbrüder in Christo…“) Nö,nö, katholisch ist der nicht wirklich.
Entweder ist das ein Fake-Account, oder eine katholisch-muslimische Chimäre.
Tsunami Geht doch? Die einzigen Kommentare bisher sind von Tsunami, OH-HAPPY-DAY und matt3. Lauter typische
Vertreter der „Katholiban“, oder? @ matt3 Doch, den HIV-Positiven geht es durch die Medikamente wesentlich
besser, und die eigentliche Erkrankung kann um Jahre hinausgezögert weden. Auch die Gefahr, andere anzustecken,
wird durch die Medikamente deutlich reduziert. @ HAPPY-DAY Unter diesem Artikel www.kreuz.net/…e.11970-remarks.html
sind bereits ein paar Antworten zu deiner Kondom-Theorie zu finden. Einfach nachlesen.
#13 wolfgang e. 13:40:22 | Montag, 4. Oktober 2010
@ Pascal123 also, da müsste mann jetzt etwas weiter ausholen, In Kürze aber nur soviel: Christus hat
eindeutig „etwas“ gegründet: Eine neue Art von Gemeinschaft, wenn man so will, mit einer Hierarchie (geleitet
von den 12 Aposteln mit Petrus an der Spitze; die Zahl 12 bezieht sich dabei eindeutig auf die 12 Stammväter
des Volkes Israel), mit Vollmachten ausgestattet (z.B. „wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben“
etc.), mit eindeutigen Handlungsanweisungen („Tut dies zu meinem Gedächniss“; „Geht hinaus in die ganze
Welt und taufet alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes), missionarisch („Verkündet
allen das Evangelium“). Sogar das Wort „Kirche“ für diese neue Gemeinschaft ist schon in den Evangelien
vorhanden. Also, so leicht ist es nicht, die Behauptung, Christus hätte die Kirche nicht gegründet,
mit der Bibel beweisen zu wollen. Außerdem wird Gott nach allem Fragen, warum sollte er genau Deine drei
Fragen aussparen? Und dass Gott auch jemanden retten kann, der unschuldigerweise nicht katholisch oder
sogar nicht Christ ist, geben ja sogar die Piusbrüder zu.
@ bejorommer Am Glaubwürdigsten ist immer der, der auch in Schwierigkeiten seinen Idealen teu bleibt.
Wer in Schwierigkeiten alles über Bord wirft, entgeht vielleicht den momentanen Anfeindungen. Die Glaubwürdigkeit
wäre aber dauerhaft beschädgt. Insoferne ist die Kirche auf lange Sicht gut beraten, wenn sie gerade
jetzt an der Unmöglichkeit des Frauenpriestertums und am Zölibat festhält.
#16 wolfgang e. 10:08:55 | Montag, 4. Oktober 2010
@ HAPPY-DAY Wer hat Angst vor Kondomen? Ein Kondom kann Leben retten? – Kurzfristig vielleicht, aber auf
lange Sicht wohl kaum. Im Prinzip könnte man Kondome mit Filterzigarretten vergleichen: Natürlich sind
Zigarretten mit Filter etwas weniger lebensgefährlich, als Zigaretten ohne Filter. Wenn ein starker Raucher
sein Leben aber wirklich retten will, muss er mit dem Rauchen aufhören. Wenn die Filterzigarette einen
starken Raucher dazu verleitet, sein Verhalten nicht zu ändern, sondern weiterzurauchen, weil sie ja
weniger gefährlich ist, wird sich letztlich auch die Filterzigarrette als tötlich erweisen. Wenn ein
Kondom einen Promiskuitiven dazu verleitet, sein Verhalten nicht zu ändern, sondern weiterhin promiskuitiv
zu leben, weil die Gefahr durch das Kondom ja um ca. 80% geringer ist, wird sich letztlich auch das Kondom
als tötlich erweisen. Du siehst, das hat nichts mit Angst zu tun, sondern mit Vernunft. Daher richtig:
Enthaltsamkeit außerhalb der Ehe und Treue innerhalb der Ehe können Leib und Seele retten (und begünstigen
„nebenbei“ die Entwicklung einer wahren reifen Liebe)! = katholisch! Enthaltsamkeit außerhalb der Ehe
und Treue innerhalb der Ehe können vor einer ungewollten Schwangerschaft und vor einem Schwangerschaftsabbruch
schützen! = katholisch!
#53 wolfgang e. 18:09:20 | Donnerstag, 30. September 2010
@ Mighty Consellor Genau, deswegen ist der Altar, auf dem dieses Opfer vollzogen wird, eben ein Altar,
und kein Mahltisch, selbst dann nicht, wenn man „Volksaltäre“ nicht mag (und auch dann nicht, wenn „VII-Sektierer“
in selbst so nennen).
#51 wolfgang e. 18:02:54 | Donnerstag, 30. September 2010
@ Angela Zitat aus katholisch.de: Auf ihn werden Kelch und Schale mit den Gaben von Brot und Wein gestellt,
um das Eucharistische Hochgebet darüber zu beten. Schon interessant, wie sehr hier eine Seite namens
katholisch.de da um den heißen Brei herumredet. Können die nicht einfach sagen, dass hier die Wandlung
stattfindet, und Brot und Wein hier in Leib und Blut Christi gewandelt werden? Darum würde ich die kreuz.net
Redaktion auch bitten, dass Wor „Mahltisch“ für den Volksaltar bleiben zu lassen. Ich weiß, es ist so
schön polemisch. Aber ein geweihter Altar ist ein Altar, auch wenn er noch so hässlich ist. Hier auf
kreuz.net werden ja auch Priester mit „HW“ angesprochen, selbst dann noch, wenn sie große und öffentliche
Sünder sind. Ansonsten sind von den 6 hier gezeigten Volksaltären 4 wirklich hässlich, und 2 eventuell
vertretbar. (Die Stele finde ich nicht so schlimm, immerhin ist in Ihr eine wertvolle mittelalterliche
Pieta ausgestellt, die sicherlich einen viel höheren künstlerischen Wert hat, als der verdeckte neugotische
Hochaltar…) @ Pascal123 Desweiteren wurde das Opfer in der heutigen Form mit Wesenswandlung ja auch
noch nicht gefeiert. Die ersten Christen kannten das Wort „Transsubstatiation“ noch nicht. Ich bezweifle
aber sehr, dass gerade die Apostel, die bei der Eucharistischen Rede (Joh. 8), bei den Brotvermehrungen
und beim letzten Abendmahl dabei waren, und Kreuzigung und Auferstehung miterlebt haben, nicht verstanden
hätten, worum es beim „Brotbrechen“ ging.
#21 wolfgang e. 21:24:16 | Dienstag, 28. September 2010
Oh, hier kommt wieder JoBehrens eigener Forumsbeitrag als Selbstbeleg… Lieber Jobehrens: Wenn man denken
will, ist folgende Vorgangsweise angebracht: 1. Faktenlage genau studieren (welche afrikanischen Länder
konnten mit welcher Methode die AIDS-Ansteckungsrate senken, oder auch nicht). 2. Nachdenken. 3. Sich
eine qualifizierte Meinung bilden. Du vergisst immer auf den ersten Punkt und auf den letzten Punkt. Nachdenken
alleine genügt nicht.
#13 wolfgang e. 14:17:33 | Dienstag, 28. September 2010
@ trokotunum Stimmt, noch immer kommen viel zu viele Nichtpriester (das sind 99% der Täter) ungestraft
davon… Die meisten werden nicht einmal angezeigt…
#35 wolfgang e. 11:24:26 | Montag, 27. September 2010
Nichts neues… Dass die Idee der Elemente (mag auch die Bezeichnung etwas unglücklich sein) in der Kirche
überhaupt nicht neu ist, merkt man schon an den Wörtern Häretiker und Häresie. Häresie heißt „Wahl“,
„Auswahl“. Der Häretiker ist also jemand, der aus der Fülle der Kirche nach eigenem Gutdünken die „Elemente“
herauswählt, die ihm passen. Abgesehen davon sind in der Argumentation im Artikel die verschiedenen Ebenen
der Kirche einfach vermischt. Natürlich ist die Kirche unteilbar eine, allerdings ist diese Kirche eben
auch in der Welt als sichtbare Kirche verwirklicht (die Bedeutung des „subsistit in“; auch die Unterscheidung
der sichtbaren von der unsichtbaren Kirche, der streitenden Kirche von der leidenden und der glorreichen
ist überhaupt nichts neues.), und als solches eben auch ein irdisches Phänomen, dass dann doch als aus
Elementen zusammengesetzt beschrieben werden kann (Die Sakramente, die Liturgie, die Hierarchie, die Diozösen,
etc., etc.) Und diese „Elemente“ können auch z.B. in den orthodoxen Kirchen vorhanden sein (auch das
ist nicht neu: die Sakramente der getrennten osthodoxen Ostkirchen waren auch vor dem 2. Vatikanum von
der katholischen Kirche als gültig anerkannt).
#19 wolfgang e. 10:55:56 | Freitag, 24. September 2010
@ Trillian solange hier immer das „Sehr Seltene“ zu den sexuellen Übergriffen angefügt wird, zeigt es,
das hier keiner davon lernen will, die Redax verhält sich wie die ganze Kirche, das Thema sexuelle Übergriffe
betreffend, heuchlerisch… Wenn die kreuz.net-Redaktion nicht dazulernen will, ist das relativ egal.
Wichtiger wäre, dass die wirklichen Verantwortungsträger in der Kirche dazulernen. Und dazu sind sie
momentan gezwungen, ob sie wollen, oder nicht. Der jetzige Papst hat bereits vor 10 Jahren, noch als Kardinal,
entschiedene Maßnahmen gesetzt, bevor die erste Medienhype losbrach. Zumindest den Papst halte ich also
nicht für heuchlerisch.
#62 wolfgang e. 11:20:21 | Freitag, 17. September 2010
Sind wir Papst? kreuz.net reiht sich brav ein in die Reihe der Kapstkritiker a la Hans Küng, die in ihrer
Hybris glauben, alles besser zu wissen und natürlich als Papst alles besser machen würden. Ich kann
auch zwischen den hier geschmähten britischen Medien und kreuz.net immer weniger Unterschied erkennen.
Schade. Als das Projekt „kreuz.net“ begonnen hat, war kreuz.net voller Artikel über kirchliche Missbrauchsfälle.
Da wurden frisch fröhlich die wildesten Gerüchte und Spekulationen über diverse Geistliche hinausposaunt,
und ohne Nachprüfung angeklagt. Seid Ihr jetzt neidig, dass andere Medien sich dieses Themas auch angenommen
haben? Jetzt, wo alle darüber reden, darf sich der Papst auf einmal nicht dazu äußern? Jetzt sind das
auf einmal „sehr seltene Ereignisse“? Habt ihr nicht bemerkt, dass der Papst erwähnt hat, dass die Nazis
Gott verbannen wolten? Ist das kein kluger Seitenhieb auf die britische Atheisten? Seid mir nicht böse,
aber das hier ist ein wirklicher Kotzartikel.
#27 wolfgang e. 14:40:33 | Mittwoch, 15. September 2010
Lieber bejorommer Jedes Gebot Gottes könnte man als Eingriff ins Privatleben betrachten. Wenn ich lügen
möchte, so ist das Gebot: „du sollst nicht Lügen“, ein Eingriff in mein Privatleben. Man könnte aber
die Gebote auch (selbst denkend) als Orientierungspunkte erkennen, die einem helfen, das Menschsein zu
meistern. Der ehemalige Baptistenpastor Scott Hahn ist unter anderem deshalb katholisch geworden, weil
er nach intensivem Bibelstudium und langem Nachdenken herausgefunden hat, das künstliche Verhütung und
Bibel nicht zusammenpassen. Da praktisch alle protestantische Gemeinschaften seit 1930 in diesem Punkt
ihre Lehre geändert hatten, die katholische Kirche aber nicht, war ein Übertritt zur katholische Kirche
letztlich naheliegend. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen: Sich in der Ehe an die Lehre der Kirche
zu halten, ist ungemein befreiend und erfrischend. Von „Menschseinsbeschneidung“ keine Spur.
#18 wolfgang e. 13:53:14 | Mittwoch, 15. September 2010
Stimmt bejorommer …weil man sich da mit versuchten Eingriffen, die doch weder mit Jesus noch mit dem
Evangelium zu begründen wären… Die künstliche Verhütung ist ein Eingriff in die menschliche Fruchtbarkeit,
der weder mit Jesus, noch mit dem Evangelium begründet werden kann.
#29 wolfgang e. 10:35:44 | Mittwoch, 15. September 2010
Sehr geehrter Dr. Preßlmayer Ich versuche nicht, der Auzssage Zulehners einen anderen Sinn aufzupfropfen.
Dass Zulehner die Lebensschützer vor der Fleichmarkt-Klinik nicht mag, geht aus dem Rede-Ausschnitt klar
hervor, und hier bin ich mit Ihm sicher nicht einer Meinung. Ich halte auch sonst Zulehners Äußerungen
und Aktionen oft für eine Katastrophe. (Gerade die Aktion um die Bischofsernennung im Burgenland verdient
wirklich das „Prädikat“: „ganz billig“.) Ich bin nur nach mehrmaligem Anhören und Durchlesen dieses
Rede-Ausschnitts zur Überzeugung gelangt, dass Sie Herrn Zulehner hier im Eifer des Gefechts grob missverstehen,
und der Rest des Zitates eigentlich eine Kritik an der Abtreibungsklinik ist. Bitte schauen Sie sich das
nocheinmal genauer an! Ich glaube, wir müssen auch bei unseren „Gegnern“ fair bleiben (selbst wenn sie
es oft nicht sind). Es gibt z.B. auch von mir im Internet ein Video von einem Vortrag, bei dem ich mir
an manchen Stellen denke: Hier habe ich mich sehr missverständlich ausgedrückt, und meine eigentliche
Intention ist kaum noch erkennbar. Das passiert halt, wenn man frei spricht. Deswegen brauchen Redemanuskripte
normalerweise auch einer Autorisierung, bevor sie veröffentlicht werden. Es ist daher nicht fair, jemandem
aufgrund eines sehr missverständlichen Rede-Ausschnitts mit mehreren Sprech- und Satzfehlern gleich die
böseste aller möglichen Absichten zu unterstellen. Bei so weitreichenden Vorwürfen braucht man schon
gediegenere Beweise. Herzliche Grüße, wolfgang e.
#6 wolfgang e. 13:07:21 | Dienstag, 14. September 2010
Herr Dr. Preßlmayer: Bitte das ganze nocheinmal genau überprüfen: Es handelt sich hier um einen ganz
kurzen Ausschnitt aus einem frei gehaltenen Vortrag. Hier sind einige Versprecher zu merken, und einige
nich ganz klare Satzzusammenhänge. Ich habe eher das Gefühl (wie unten aufgelistet), dass Herr Zulehner
hier in 2 Zeilen die Pro-Life-Aktionen krtisiert, dann aber in 8 Zeilen die Abtreibungsklinik und ihr
horrendes wirtschaftliches Konzept. Das Wort „horrend“ bezieht sich eindeutig auf die Klinik. Beim Wort
„unerträglich“ ist nicht klar, worauf genau es sich bezieht. Er könnte damit sehrwohl auch die Klinik
meinen. Ich mag vieles nicht, was von Prof. Zulehner kommt. Ich sehe die Pro-Life-Aktionen als eine wichtige
Sache an, und nicht als billigen Aktionismus. Und Zulehners Aktion mit der eisenstätter Bischofsernennung
war eine ganz miese Sache. Aber in der Interpretation seines Vortrags hier wird ihm, glaube ich, unrecht
getan.
#3 wolfgang e. 12:42:53 | Dienstag, 14. September 2010
Also, nach mehrmaligen anhören glaube ich, Zulehner wird hier falsch verstanden: Der erste Teil ist eine
allgemeine, positive Aussage: Christen sollen für das Leben stehen: Also da wünsche ich mir die Kirche
und die Pfarrgemeinden hin, daß wir für das Leben stehen, im besten Sinne des Worte, Dann kommt eine
Kritik an den Pro-Life-Demonstrationen: nicht in einer ganz billigen Abtreibungs-Protesthaltung und -aktion
vor der Fleischmarkt-Klinik, Jetzt beginnen die Missverständnisse: Worauf bezieht sich das „die“ am Beginn
des nächsten Teils: Findet Zuhlehner die „billigen Abtreibungs-Protesthaltung“ oder die „Fleischmarkt-Klinik“
unerträglich? die ich im übrigen für unerträglich finde, Dass Ihm die Leute in der Klinik leid tun,
ist ja ansich ok, mir tun sie auch leid: weil mir diese Leute in der Klinik schon deswegen Leid tun, Sie
tun ihm offenbar auch nicht wegen der Protestaktionen, sondern aus anderen Gründen leid: weil die müssen,
um wirtschaftlich bestehen zu können, eine gewisse Zahl von Abtreibungen durchführen pro Jahr, sonst
gehen die wirtschaftlich kaputt. Jetzt wird klar, dass er dieses wirtschaftliche Konzept der Abreibungsklinik
horrend findet: Also muß man sich das vorstellen, wie horrend eigentlich das Konzept ist, daß man eine
bestimmte Zahl von Abtreibungen braucht, um wirtschaftlich überleben zu können. Folge: Die „Beratung“
in der Klinik „muss“ schon aus wirtschaftlichen Gründen gegen Freiheit und Vernunft zur Abtreibung drängen.
Ja, das ist mit Beratung und Freiheit und Vernunft ist da nichts mehr zu machen.
#49 wolfgang e. 17:35:50 | Montag, 13. September 2010
Mich würde interessieren, Ob Bischof Williamson aufgefallen ist, dass die Flugzeuge vor 100 Jahren anders
ausgeschaut haben als heute. Könnte es sein, dass sich die Kenntnisse der Gesetze der Aerodynamik verfeinert
haben? Dass daher die Berechnungsmethoden heute anders sind als damals? Der Flugzeugvergleich beweist
eher das Gegenteil dessen, was Bischof Williamson ausdrücken möchte.
#42 wolfgang e. 16:57:18 | Montag, 13. September 2010
Lieber Rudolfus, Kannst Du mir die genaue Stelle nennen, wo das 2.Vatikanische Konzil sich selbst „Pastoralkonzil“
nennt? Ich konnte das in keinem der Konzilsdokumente entdecken…
#8 wolfgang e. 10:08:57 | Montag, 13. September 2010
@ Fiebich Während „Hakenkreuz“ und „Hammer und Sichel“ tatsächlich Zeichen totalitärer Ideologien sind,
die bereit sind zum Erreichen einer (gar nicht erreichbaren) Utopie über Leichen zu gehen, ist das Kreuz
das Zeichen eines Gottes, der die Menschen trotz aller Sünden so sehr geliebt hat, dass er selbst Mensch
wurde und die Leiden der Menschheit auf sich nahm, um die Menschen wieder mit sich zu versöhnen. Das
Kreuz ist also ein anti-totalitäres Zeichen: Es ist das Zeichen des aus Liebe sich selbst ernidrigenden
Gottes. Dass dieses Zeichen oft auch missbracht wurde und wird, ändert daran nichts.
#7 wolfgang e. 13:56:41 | Freitag, 10. September 2010
Jedem seine Privatkirche Wenn es hart auf hart geht, sind die Neokonservativen Rom gegenüber genauso
ungehorsam wie ihre altliberalen Zwillingsbrüder. Und wie ist das mit der FSSPX-Privatkirche der „Altgläubigen“?
Wieso soll die „Privatkirche“ hier gut, und dort schlecht sein? Wie sich die Dinge doch gleichen. Hier
hat der Durcheinanderwerfer ganze Arbeit geleistet. Die Antwort des Hl. Ignatius af den Ungehorsam in
der Kirche, war nicht „Privatkirche“, sondern besonderer Gehorsam.
#10 wolfgang e. 13:26:34 | Dienstag, 31. August 2010
… und noch mehr Wege führen von Gott weg. Weißt Du, lieber Josef Behrens, so Katholiken mit einem
derartigen Weichspülglauben, wie Du ihn propagierst, wären viel mehr Grund davonzulaufen, als der Papst
mit seinen Ecken und Kanten. Stell Dir z.B. folgendes vor: Ein Mathematiklehrer sagt einem Schüler: „Du
bekommst auf jeden Fall eine gute Note, egal was Du machst.“ Der Schüler macht daraufhin keine Hausaufgaben.
Leider gibt es aber einen Lehrerwechsel, und der Neue sagt ihm, „ohne Hausaufgaben keine gute Note! Es
mag jetzt sein, das der Schüler auf den neuen Lehrer sauer ist. Schuld daran ist aber nicht der neue,
sondern der alte Lehrer. So geschieht es auch in der Kirche: Erst kommt der Weichspüler mit: „es kommen
alle, alle in den Himmel“. Doch dann kommt der „böse“ Papst, und weist uns auf den hohen Anspruch des
christlichen Lebens hin. Ist jetzt der Papst schuld am so entstehenden Missmut? So wendet man sich vermehrt
von Rom ab, sucht seinen eigenen Weg zu seinem Gott und wird ihn, bei einer ganz ehrlichen und intensiven
Suche, sicherlich auch finden. Das Gott sich von einem ehrlich und intensiv Suchenden auch finden lässt,
stimmt schon. Wie willst Du aber jemanden zur ehrlichen intensiven Suche animieren, wenn Du ihm erzählst,
dass er sowieso irgendwie zu Gott kommt, auch ohne Bemühen? Schau Dich doch an: Du erzählst uns ständig,
dass Du (offenbar als einziger?) selbst denkst. Dabei lieferst Du ständig nur Beweise Deiner Ignoranz
und billige Ausreden. Das ist weder ehrlich, noch intensiv.
#27 wolfgang e. 14:12:54 | Freitag, 20. August 2010
von der Glaubenskongregation als verbindlich vorgelegt ???? Bitte einmal hier www.vatican.va/…ssage-fatima_ge.html
nachlesen: Kardinal Ratzinger schreibt unter der Überschrift: Versuch einer Auslegung des „Geheimnisses“
von Fatima Wie kann man da auf die Idee kommen, die Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger hätte
Ihre Interpretation „als verbindlich vorgelegt“?
#42 wolfgang e. 17:35:44 | Donnerstag, 19. August 2010
@ logischgesehen Du befindest Dich in der feinen Gesellschaft derer, die die Religion verbieten wollen:
Jakobiner, Sansculotten, Kommunisten, Leninisten Stalinisten, Marxisten, Nationalsozialisten, Pol Pot,
Rote Khmer, Maoisten, Sandinisten, etc. etc. lauter feine Leut’. Offenbar ist die Religionslosigkeit für
den Menschen noch schädlicher, als die Religion. Übrigens: Da Du die Dinge ja logisch siehst, kannst
Du mir sicher genau sagen, wo genau der katholische Glaube im krassen Widerspruch zur Verfassung steht…
Dein Ansinnen, die Religion zu verbieten, steht übrigens im krassen Widerspruch zur allgemeinen Erklärung
der Menschenrechte.
#16 wolfgang e. 14:40:37 | Donnerstag, 19. August 2010
Lieber Gustav Historische Ahnungslosigkeit kann offenbar durch lautes Herumpöbeln ersetzt werden, oder?
1. ist die katholische Kirche kein Staat, sondern eine Religion (daher auch weder ein totalitärer, noch
ein demokratischer Staat). 2. haben fast alle totalitären Staaten die Kirche bekämpft. 3. Einige totalitären
Staaten haben versucht, die Kirche für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, was bei Teilen der Kirche
leider bisweilen gelang. (Josef II z.B. machte alle Priester zu Staatsbeamten samt staatlicher Ausbildung,
um sie in seinem Unterdrückungssystem gezielt einsetzen zu können. Ein System, an dem die deutschsprachige
Kirche immer noch sehr leidet). 4. Die Grundlagen der Menschenrechte sind aus der Kirche hervorgekommen,
v.a. nach der Eroberung Amerikas durch die Europäischen Länder (Frey Bartholome de las Casas konnte
Karl V überzeugen, die Indianer zu spanischen Bürgern zu erklären, um sie vor Ausbeutung zu schützen,
sowie die Sklaverei gänzlich zu verbieten; Leider hat diese Maßnahme weniger geholfen, als erhofft).
5. Die allgemeine Menschenrechtserklärung im 20. Jh. war eine Reaktion auf die totalitären STAATEN des
20. Jhs. und die von Ihnen entfachten Kriege. Sie war also eine Reaktion auf staatliche, nicht auf kirchliche
Gewalt! 6. Die Kirche neigt bei weltlichen oder staatliche Menschenrechtserklärungen zu einer gewissen
Vorsicht, da nach der französischen Revolution 1000de Priester im Namen ebendieser Rechte um einen Kopf
kürzer gemacht wurden.
Die Redaktion braucht nicht stolz zu sein… … auf ihre Benutzerstatistik, wenn sie die Besucherzahlen
wie ein „Straßenmagazin“ durch sensationslüsterne Meldungen in die Höhe treibt, die noch dazu mit „katholische
Nachrichten“ gar nichts zu tun haben. Ich vermute einmal folgendes: 15% der kreuz.net-Leser sind traditionell
orientierte Katholiken, Tendenz sinkend. 30% sind irgendwelche Spinner, die sich hier ungestraft austoben
dürfen (z.b. seit Wochen in der angeblichen Humor-Abteilung) 55% sind Homosexuelle, die hier wegen der
zahlreichen („hübsch“ bebilderten) Homosexualitäts-Artikel hineinschauen. Tolle Leistung.
#86 wolfgang e. 15:12:34 | Donnerstag, 15. Juli 2010
Lieber Goldengel, Bitte um Mäßigung in deiner Ausdrucksweise! Du wirst sonst niemanden für dein Anliegen
gewinnen. Es ist auch nichts Neues, dass die Menschen Sünder sind. Die Antwort der Kirche darauf ist
die Beichte, nicht die Beschimpfung.
#73 wolfgang e. 14:52:21 | Donnerstag, 15. Juli 2010
Lieber Clemens den eigentlichen Argumenten gehst Du natürlich aus dem Weg… Es ging nicht um die Frage,
ob’s dem Gallileo supi ging, sondern darum, ob er „aus Wissenschaftsfeindlichkeit“ verurteilt wurde. Und
da sieht der historische Befund wesentlich differenzierter aus, als Du tust. Schau einmal im (kirchlich
unverdächtigen) Wikipedia nach… Und schau Dich doch einmal genauer um in der Geschichte: Warum haben
sich genau in Europa die Universitäten entwickelt (im „finsteren“ Mittelalter, wohlgemerkt), warum ist
genau in Europa die (Natur-)Wissenschaftllichkeit entstanden? Wie konnte das genau in einer christlich
geprägten Kultur „passieren“, wenn das Christentum der größte Bremser der Wissenschaften wäre? Natürlich
gab es in der Kirche dann immer wieder Leute, die Angst vor der Wahrheit bekamen, und versuchten, sie
zu bekämpfen. Aber: Wo gibt es das nicht? Wenn vieles im Umbruch ist, entsteht eben auch viel Angst vor
dem Umbruch. Du willst dich auf die Argumente deiner „Gegner“ ja auch nicht einlassen. Darüber Lachen
ist ja viel einfacher…
#27 wolfgang e. 13:21:49 | Donnerstag, 15. Juli 2010
Lieber Clemens, Da Du den guten Giordano als Beispiel für die „Wissenschaftsfeindlichkeit“ der Kirche
anführst, ist es schon von Belang, ob Giordano ein Wissenschaftler war. Genaugenommen ist Giordano Bruno
mit abstrusen Ideen queer durch Europa gezogen, und musste überall sehr bald wieder weiterziehen, weil
er einfach überall angeeckt ist, egal, ob bei Protestanten, Katholiken, Freidenkern oder sonstigen. In
Rom war dann halt einmal Schluss. Das ist aus heutiger Sicht zwar nicht gutzuheißen, hat aber mit Wisseschaftsfeindlickeit
herzlich wenig zu tun. Der Papst, unter dem Gallileo verurteilt wurde, war zunächst ein großer Förderer
Gallileos. Erst als Gallileo Abmachungen brach und seine Gegner mit Spott und Hohn überwarf, hat der
Papst die „schützende Hand“ über Gallileo zurückgezogen. Mit „Wissenschaftsfeindlichkeit“ hatte also
auch das relativ wenig zu tun. Und tatsächlich stand Gallileo nach seiner Verurteilung zwar unter Hausarrest,
konnte aber in aller Ruhe, versehen mit einer ansehnlichen Pension, seine wichtigsten Naturwissenschaftlichen
Arbeiten schreiben. Ansonsten ist es natürlich sehr einfach, über Dinge, von denen man keine Ahnung
hat („Erbsünde“ z.B.) zu lachen. Das zeugt aber nicht unbedingt von Respekt andersdenkenden gegenüber,
geschweige denn von deiner Bereitschaft, dich zu informieren.
#10 wolfgang e. 12:08:13 | Donnerstag, 15. Juli 2010
Ach so ist das… Clemens H.: Gläubigkeit beruht vor allem auf einem: Uninformiertheit, Ungebildetheit,
Unaufgeklärtheit. Wenn das so wäre, müsstest Du ja ein ziemlich gläubiger Mensch sein. Von Geschichte
hast Du zumindest keine Ahnung. (In welchem Umfeld ist z.B. das Universitätswesen entstanden? Welcher
geistige Hintergrund hat die Ideen der Aufklärung überhaupt erst möglich gemacht? Auf welche Weise
hat Gallileo die ursprüngliche Sympathie bei Papst und Klerus verloren? Hat Gallileo seine wichtigsten
Werke vor oder nach seiner Verurteilung geschrieben? Meinst Du ernsthaft, der große Scharlatan und Querulant
Giordano Bruno sei ein ernsthafter Wissenschaftler gewesen? etc., etc.) Ich will Dir etwas verraten, lieber
Clemens: In der heutigen Zeit kann man eigentlich nur (katholisch) gläubig bleiben, wenn man sich genau
informiert. Das allgemeine Halbwissen ist, wie man sieht, für die Gläubigkeit ein großes Hinderniss.
#3 wolfgang e. 11:04:07 | Donnerstag, 15. Juli 2010
Komisch… Der Artikeltext liefert eigentlich keinen Hinweis auf die Richtigkeit der Überschrift… Passiert
wohl auf kreuz.net häufig: Wenn die Tendenz des eingereichten Artikels nicht passt, muss wenigstens in
der Überschrift geätzt werden.
#54 wolfgang e. 20:57:28 | Dienstag, 13. Juli 2010
nord-katholik Das ist es ja: Für kreuz.net ist kindsmissbrauch nur ne bagatelle, wenn sich würdenträger
vergehn. Für Künstler und diverse europäische Politiker ist kindsmissbrauch nur ne bagatelle, wenn
sich regisseure vergehn. Wie sich die Bilder doch gleichen. In Wirklichkeit geht es niemanden um die Opfer,
sondern vielmehr darum, der jeweils anderen Seite eins auszuwischen, und die eigene Seite reinzuwaschen.
#48 wolfgang e. 16:11:57 | Dienstag, 13. Juli 2010
@ Clemens H. Es geht bei der Empörung einzig und alleine um die Handlungsweise der kirchlichen Vorgesetzten –
um die der Kirche selber. Und diese Handlungsweise bestand halt in den allermeisten Fällen zumindest
in unterlassener Hilfeleistung wenn nicht sogar um Vertuschung einer Straftat. Das „einzig und alleine“
sei einmal dahingestellt. Ansonsten gebe ich dir recht. Darum glaube ich, dass die momentane Kriese für
die Kirche ein letztlich heilsamer Schock ist, der manches Fehlverhalten der Vergangenheit in Zukunft
unmöglich machen wird. Ich hoffe, dass auch die übrige Gesellschaft ihrer Lehren zieht. Denn das Muster,
Missbräuche seitens der Vorgesetzten zu decken und schönzureden, gab und gibt es leider auch anderswo.
Wenn wir die Situation von Missbrauchsopfern in unserer Zeit wirklich verbessern wollen, dann darf es
nicht mehr sein, dass die polnische Aussenministerin verständnissvoll von der „besonderen Situation Polanskis“
spricht, oder dass der französische Kulturminister in seiner Biographie beschreibt, wie er es in Thailand
mit kleinen Jungs treibt, und unangefochten im Amt bleibt. Wenn es uns wirklich um die Opfer geht, muss
auch dieses messen mit zweierlei Maß beendet werden. @ Melek wieder nur billige Polemik, schade. Man
kann kreuz.net zurecht Doppelmoral vorwerfen. Keineswegs aber nur dieser Seite. Du stehst offenbar auch
nur dann auf der Seite der Opfer, wenn der Täter Dir nicht passt. Oder wie soll ich deinen Spott über
Polanskis Missbrauchsopfer sonst deuten?
#37 wolfgang e. 14:28:38 | Dienstag, 13. Juli 2010
selektive Wahrnehmung Selektive Wahrnehmung ist auch, wenn man aus diesem Text: Roman Polanski ist frei:
In Berlin, Paris und Warschau hat diese Meldung am Montag für große Freude gesorgt. Besonders erleichtert
zeigte sich seine Ehefrau Emmanuelle Seigner über die Entscheidung der Schweiz, den Filmemacher nicht
an die USA auszuliefern, sondern sofort auf freien Fuß zu setzen. „Das ist für meine Kinder sowie für
mich selbst das Ende eines Alptraums“, sagte Seigner in einer ersten Reaktion. Polanski selbst sei laut
seinem Anwalt „befreit und glücklich“. Nur die USA waren über die Freilassung empört. nur die letzten
zwei Zeilen herausliest: orf berichtet, dass Polanski freigelassen wurde und darueber froh ist und dass
die USA nicht gluecklich darueber ist. Ich hatte den ersten Satz („In Berlin, Paris und Warschau hat diese
Meldung am Montag für große Freude gesorgt.“) sogar Fett gedruckt, und Du hast in dennoch übersehen.
Ich habe meinen Fehler korrigiert. Du hast zur Ungleichbehandlung dieses Falls im Vergleich zu kirchlichen
Fällen bisher keine Stellungnahme abgegeben. Mich hätte deine Meinung dazu interessiert. Aber hier weichst
du aus und verfällst in weitere Polemik („Spinner“, etc.). Daher noch einmal gefragt: Findest Du den
Jubel polnischer (Außenminister) und französische (jetziger + ehem. Kulturminister) Spitzenpolitiker
und der Künstlerszene ok? Findest Du die betreten neutrale Berichterstattung darüber nicht eigenartig?
Ist das alles ganz normal und richtig so?
#32 wolfgang e. 14:00:29 | Dienstag, 13. Juli 2010
Lieber Melek, Ich hatte aufgrund vom „Infoscreen“ in der wiener U-Bahn und der Diktion im ORF zunächst
den Eindruck, dass ein Großteil der Journalisten die Freilassung Polanskis bejubelt. Nachdem ich mich
weiter umgeschaut habe, habe ich diesen Fehler korrigiert. Allerdings gibt es sehr wohl Jubel bei französischen
und polnischen Spitzenpolitikern und in weiten Teilen der Künstlerszene. Dass das nch dem Aufbrodeln
der Missbrauchsfälle in den letzte 6 Monaten von den Medienschaffenden einfach so hingenommen wird, ist
zumindest als eigenartig zu bezeichnen. Hier wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen, oder willst Du
mir darin wirklich widersprechen? Damit Du ich nicht falsch verstehst: Ich glaube, dass diese momentane
Kriese für die Kirche sehr nötig ist, da tatsächlich einiges nicht in Ordnung war, und hier jetzt hoffentlich
einiges in korrigiert werden kann. Ich beschwere mich auch nicht darüber, dass die Berichterstattung
nicht immer fair und neutral war. Ich bin nur sehr verwundert, dass im Prinzip die gleichen Leute, die
bei der Kirche „null Toleranz“ fordern, jetzt auf einmal bei Polanski so „verständnissvoll“ sind. Ohne
die juristische Rechtmäßigkeit der Freilassung beurteilen zu wollen und zu können, frage ich mich schon,
wie man in Zeiten wie diesen als Politiker oder Künstler die Freilassung eines brutalen Vergewaltigers
bejubeln kann. Und ich frage mich, wie ich dazu komme, als „Spinner“ tituliert zu werden, wenn ich das
kritisiere und eigenartig finde.
#25 wolfgang e. 13:04:25 | Dienstag, 13. Juli 2010
Danke für den freundlichen Umgangston, lieber Melek. Ich habe eher nicht das Gefühl, das eine Konversation
mit Dir irgendwie sinnvoll ist. Wenn jemand nicht Deiner Meinung ist, ist er ein irrationaler Spinner.
Wenn ich unwahre Behauptungen mache, so weise es nach. Das in der veröffentlichten Meinung mit zweierlei
Maß gemessen wird habe ich jetzt mit mehereren Belegen nachgewiesen. Wo sind deine Nachweise?
#23 wolfgang e. 12:30:10 | Dienstag, 13. Juli 2010
Aha… Warum sollten sie? Die Aufgabe von Journalisten ist es, zu berichten, nicht, moralische Wertungen
vorzunehmen. Sowas gehoert bestenfalls in ein Kommentar. Danke für diese Klarstellung. Das könnte man
aber jetzt sehr vielen Journalisten ins Stammbuch schreiben. Die Berichterstattung über die Missbrauchsfälle
in der Kirche war keineswegs frei von Moralischen Wertungen… Ich finde die ungleiche Behandlung ansich
gleichartig gelagerter Fälle weiterhin sehr eigenartig. Da gibt es einen berühmten Ressigeur, der die
Vergewaltigung eine 13jährigen unter Drogen sogar zugegeben hat, der aber in Europa dennoch von Politikern
und Medien 33 Jahre lang gedeckt, ja sogar gehätschelt und getätscheld wurde. Bei allen Filmfestivals
ging er als Stargast ein und aus… Und die Journalisten stellen lediglich neutral fest, das seine Freilassung
Jubel erweckt… Wenn ein Priester hingegen verdächtigt wird, ein Kind unsittlich berührt zu haben,
ist sofort, noch vor Prufung der Fakten, die mediale Verurteilung dar. Bin ich wirklich ein Spinner, wenn
ich das eigenartig finde? Ich will damit keinerlei Untat beschönigen. Ich finde nur auch eigenartig,
dass alle diejenigen, die lauthals die „Gleichbehandlung“ der Priester vor dem Gesetz eingefordert haben,
die Streichung der Verjährungsfristen gefordert haben etc., bei Polanski auf einmal alles ganz normal
finden. Über die Seitenbetreiber von kreuz.net will ich mich nicht näher äußern. Journalisten sind
das wohl eher nicht.
#20 wolfgang e. 12:01:30 | Dienstag, 13. Juli 2010
«Merci et bravo la Suisse!» Politische Tragweite In Frankreich ist die Nachricht, dass Roman Polanski
nicht länger in seinem Feriendomizil in Gstaad ausharren muss, mit Erleichterung aufgefasst worden. Der
gebeutelte Regisseur – der neben der polnischen auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt – könne
endlich wieder seiner geschätzten Arbeit nachgehen, wird der französische Kulturminister Frédéric
Mitterand in der Zeitung «Le Monde» zitiert. Mitterands früherer Amtskollege Jack Lang fand für die
Beilegung des Falles mit «Merci et bravo la Suisse!» Worte, die über ihre reine Bedeutung auch eine
gewisse politische Tragweite aufweisen. Quelle: NZZ www.nzz.ch/…anski_1.6588407.html Darf ich meine
Frage präzisieren: OK, die Journalisten verhalten sich zur Freilassung relativ neutral bis verhalten
positiv. Aber was bewegt 1. Spitzenpolitiker aus Frankreich und Polen dazu, die Freilassung eines Vergewaltigers
zu bejubeln? 2. Die Journalisten Europas dazu, an diesem Jubel keien Anstoß zu nehmen? @ Ernst von Zweifalten:
Diesem Satz: Moralisch ist Polanski sicher schuld und ich hätte mir einen Prozess gewünscht. Aber: es
ist besser zehn Schuldige laufen zu lassen als einen Unschuldigen zu verurteilen. könnte man ja vorsichtig
zustimmen. Nur: Wenn die Kirche so gehandelt hat, wird Ihr das jetzt von den Medien massiv zum Vorwurf
gemacht. Und: Die Medien hierzulande handeln, wenn es die Kirche betrifft, nicht nach diesem Prinzip,
bei Polanski aber schon. Verzeiht mir, wenn ich das eigenartig finde. Danke, Melek, für den „Spinner“
#16 wolfgang e. 11:48:43 | Dienstag, 13. Juli 2010
Das polnische Außenministerium jubelt: Warschau erfreut über Polanskis Freilassung Warschau (dpa) –
Das polnische Außenministerium hat sich sehr erfreut darüber gezeigt, dass der aus Polen stammende Starregisseur
Roman Polanski wieder ein freier Mann ist. Die gefundene Lösung habe sowohl die komplizierte Rechtslage
als auch die Lebenssituation Polanskis berücksichtigt, sagte Außenamtssprecher Piotr Paszkowski in Warschau.
Der Chef der polnischen Diplomatie, Radoslaw Sikorski, habe sich inzwischen bei seiner schweizerischen
Kollegin, Micheline Calmy- Rey, für die «vernünftige Entscheidung» bedankt. Quelle: SZ …ewsticker.sueddeutsche.de/list/id/1013835
Eigenartig, oder? „vernünftige Entscheidung“, „die Lebenssituation Polanskis“… Was sagst Du dazu, Melek?
#12 wolfgang e. 11:42:24 | Dienstag, 13. Juli 2010
Selektive Wahrnehmung? Wiederholung: Roman Polanski ist frei: In Berlin, Paris und Warschau hat diese
Meldung am Montag für große Freude gesorgt. Der Titel auf der ORF-Hauptseite www.orf.at/ ist übrigens:
„Erleichterung über Polanski-Freilassung“
Bezeichnend ist auch die Reaktion der Medien Durch die Bank wird die Freilassung Polanskys von den Journalisten
bejubelt. So ist auf orf.at www.orf.at/…712-53256/index.html folgendes zu lesen: USA über Freilassung
empört Roman Polanski ist frei: In Berlin, Paris und Warschau hat diese Meldung am Montag für große
Freude gesorgt. Besonders erleichtert zeigte sich seine Ehefrau Emmanuelle Seigner über die Entscheidung
der Schweiz, den Filmemacher nicht an die USA auszuliefern, sondern sofort auf freien Fuß zu setzen.
„Das ist für meine Kinder sowie für mich selbst das Ende eines Alptraums“, sagte Seigner in einer ersten
Reaktion. Polanski selbst sei laut seinem Anwalt „befreit und glücklich“. Nur die USA waren über die
Freilassung empört. Eigenartig. Was sagst Du dazu, Melek?
die Unterschiede zwischen „links“, „rechts“, „liberal“ und sonstnochwas marginalisieren sich momentan
immer mehr. Oder kennt irgendjemand noch z.B. einen bedeutenden „Linken“ mit Überzeugung? Oder einen
überzeugten „Liberalen“? Das wird doch immer mehr zur „Einheitssauce“. Alle wollen nur mehr Männer und
Frauen der „Mitte“ sein… Der Unterschied zwischen links und liberal ist nur noch historisch interessant.
Wer das nicht sieht, hat wohl keine Ahnung, was „links“ ist und was „liberal“ ist. Machen wir uns doch
nichts vor: Überzeugungen sind höchstens noch bei radikaleren Splittergruppen anzutreffen. (Und jeder,
der irgendeine Überzeugung hat, wird daher sofort als „Radikaler“ verdächtigt). Ihr mögt über Brandenburgis
lachen, aber der Mann hat wenigstens eine Überzeugung (auch wenn es oft nicht die meine ist).
Den Unterschied zwischen liberal und links gibt es doch schon längst nicht mehr. Heutzutage ist doch
jeder irgendwo im nirgendwo… Die einzige Überzeugung, die man heute hat, ist, dass man keine Überzeugung
hat…
Nö, falsch verstanden: Ich will gar nichts „entschuldigen“. Ich finde nur schlicht und ergreifend witzig,
dass Menschen, die sich für kritisch halten, dann solche Sätze von sich geben: „Ich verlasse mich auf
die Funktionalität der demokratischen Kräfte im freien säkularen Belgien und vertraue in dessen Staatsmacht,
die offensichtlich nach Recht und Gesetz handelt.“ „Der Vatican is eine Diktatur, die RKK ist eine Diktatur.“
Da kann ich nur noch sagen: Gott erhalte Dir dein „differenziertes“ Urteilsvermögen. Ich zahle übrigens
als Steuerzahler (v.a. im „roten“ Wien) auch bei sehr vielen Dingen mit, die mir überhaupt nicht passen.
So ist das eben, wenn man in einem demokratischen Staat lebt. Du kannst ja versuchen, das mit demokratischen
Mitteln zu ändern. Viel Spaß dabei.
Wenn jemand… …sich „etwas vorstellen“ kann, macht ihn das noch lange nicht zu einem schlechten Bischof.
„Weiblicher Diakon“ ist außerdem ein sehr schwammiger Begriff, der nicht unbedingt eine „Weihe“ (im Sinne
der sakramentalen Priesterweihe) inkludieren muss. Offenbar gab es ja in der Kirchengeschichte schon einmal
eine Art von weiblichem Diakonat (z.B. als Assistenz bei Taufen von Frauen). Rein theoretisch ist die
Wiederaufnahme dieser Tradition also „vorstellbar“. Bevor die unbefleckte Empfängnis Mariaens zum Dogma
erhoben wurde, konnten sich auch viele bedeutende Theologen und Kirchenlehrer vorstellen, dass Maria erst
später von der Erbsünde befreit wurde.
Mauseklause Ich verlasse mich auf die Funktionalität der demokratischen Kräfte im freien säkularen
Belgien und vertraue in dessen Staatsmacht, die offensichtlich nach Recht und Gesetz handelt. Ich finde
ja immer wieder witzig, dass denkende Menschen im Stande sind, zwar einerseits (angesichts des Personals
zugegebenermaßen mit einer gewissen Berechtigung) der Kirche ihr Vertrauen zu entziehen, aber dann andererseits
der Demokratie und dem Staat blindlings ihr Vertrauen aussprechen (als ob es in Demokratie und Staat nicht
„menscheln“ würde…). Gehört es zum Wesen des Menschen, immer auf mindestens einem Auge blind zu sein?
Wo bleibt da der kritische Geist?
Breite Ablehnung? Wenn der neue Bischof sowohl von Wir-sind-Kirche, Pfarrainitiative (mit HW Schüller),
Laieninitiative (lauter alt-ÖVPler), Zulehner, etc., als auch von kreuz.net abgelehnt wird (interessanterweise
auf beiden Seiten bisher ohne Argumente), kann er wohl nicht so schlecht sein, oder? Wer hat „Wir-sind-Kirche“
zum Anwalt des „Kirchenvolks“ erhoben? Wer hat „kreuz.net“ zum Richter eingesetzt? (ah, ja, ein Argument
gab es bisher: seine angebliche Schönborn-Nähe. Wem nicht mehr einfällt, der schweige besser…)
#143 wolfgang e. 11:26:06 | Dienstag, 6. Juli 2010
Akkusativ Mit dem Akkusativ stehen im Lateinischen ante, apud, ad, adversus, circa, circum, cis, citra,
contra, erga, extra, infra, inter, intra, iuxta, ob, penes, per, post, praeter, prope, propter, secundum,
supra, trans, ultra Mit dem Ablativ stehen im Lateinischen a (ab, abs), coram, cum, de, e (ex), prae,
pro, sine Mit dem Akkusativ der Richtung oder dem Ablativ des Ortes stehen in, sub, super „extra ecclesiam“
ist also richtig www.traditioninaction.org liegt also mit „extra ecclesia“ falsch. (Sagt das möglicherweise
auch etwas über den Wert der sonstigen Ausführungen auf dieser Seite aus? – Jedenfalls sind Theologen,
die nicht Latein können, mit Vorsicht zu genießen…)
Vielleicht sollte man die belgische Justiz einmal auf den noch offenen Fall Doutrox (schreibt man den
so?) ansetzen, da könnten im wahrsten Sinn des Wortes tatsächlich noch einige Leichen im Keller liegen.
Die Verbindungen zu hochrangigen Politeikern, Richtern, Journalisten etc. sind hier auch noch nicht aufgeklärt…
#37 wolfgang e. 10:24:49 | Mittwoch, 23. Juni 2010
richtig erkannt, Melek Tavus Vorbild Christus lebte im Zölibat – ER ist das Vorbild für den Priester.
ER lebte in Armut, ohne weltlichen Besitz, sprach aramaeisch, missionierte und war beschnitten. DESWEITEREN
predigte er Naechstenliebe, Feindesliebe und Vergebung der Suenden. WARUM folgt kein Priester (und schon
gar nicht irgendein Katholiban) seinem Beispiel? Abgesehen von der nicht mehr notwendigen Beschneidung
und der Sprache ist genau das das Problem, nicht der Zölibat. Wir haben viel zu wenig Vorbildliche Priester,
Bischöfe, aber auch Eltern und Familien. Das wird sich nicht durch die Aufhebung des Zölibats ändern.
Wir brauchen Bischöfe, Priester, Ordensleute, die den Zölibat überzeugend leben. (Waschlappen können
das nicht…) Wir brauchen Bischöfe, Priester, Ordensleute, Väter und Mütter, die die Armut, die Nächsten-
und Feindesliebe, die Vergebung überzeugend leben, die missionieren (alleine schon durch ihre Vorbildlichkeit)
Das wäre die wahre Reform der Kirche, nicht irgendwelche Strukturveränderungen.
#28 wolfgang e. 09:34:54 | Mittwoch, 23. Juni 2010
Abschaffung des Zölibats? Ich habe da meine Zweifel. Ich kann nur erkennen, dass die Priester, die lautstark
für die Abschaffung des Zölibats eintreten www.kreuz.net/article.11392.html, oder den Zölibat ohnedies
nicht leben, noch viel größere Waschlappen sind
#11 wolfgang e. 12:26:26 | Dienstag, 22. Juni 2010
@ Melek Tavus Logik? Dort wird als Mutter des Jakobus und des Joses eine andere Maria genannt, „die Markus
15,47 noch mal als Mutter des Joses und Markus 16,1 sowie Lukas 24,10 als Mutter des Jakobus erwähnt.“
<fuege pseudophilosophisches Geschwurbel ein>. Willst Du damit beweisen, dass Du nicht in der Lage bist,
logischen Argumenten zu folgen? Wenn Jakobus der Sohn des Alphäus und einer anderen Maria ist, wie soll
er dann der leibliche Bruder Jesu sein? Maria war damals ein überaus häufiger Name. Die drei Frauen,
die unter dem Kreuz stehen, heißen alle drei Maria: 1. Maria, die Mutter Jesu, 2. „die andere Maria“
3. Maria aus Magdala Da es keine dreifaltige Muttergottes gibt, ist davon auszugehen, dass diese 3 Marias
real unterschiedliche Personen sind.
Lüge? Sie verbreitet auch die offene Lüge, daß diese Weihen vom Vatikan „verboten“ worden seien. Nun
ja, die Exkommunikation der Bischöfe ist aufgehoben, suspendiert sind sie aber weitehin, sie dürfen
daher keine Sakramente spenden (auch nicht die Priesterweihe). Insoferne wurden die jetzigen Priesterweihen
zwar nicht ausdrücklich vom Vatikan verboten, kirchenrechtlich verboten sind sie aber trotzdem. Lüge
ist das also nicht.
#3 wolfgang e. 10:20:42 | Donnerstag, 17. Juni 2010
@ petrus.abaelard Es geht hier überhaupt nicht darum, wie Jesus beim letzten Abendmal gekleidet war.
Es geht darum, dass der Priester ein Vorbild sein soll, und dass es hier für die Zelebration der Messe
eindeutige Vorschriften gibt. Man muss sich schon überlegen: Wenn ein Priester es nicht einmal schafft,
bei so relativ unwesentlichen Dingen wie dem Gewand ein Vorbild des Gehorsams zu sein, wie wird der Priester
sich dann erst bei den wesentlichen Dingen verhalten? Ich arbeite in einem Architekturbüro. Stellen Sie
sich vor, mein Chef vereinbart mit dem Bauherrn eine rote Fassade, ich aber beauftrage den Maler, die
Fassade grün zu malen, weil mir das besser gefällt. Werde ich dann mit dem Argument durchkommen, die
Farbe ist doch eine relativ unwesentliche Sache?
@ Peregrina Es ist aus kircheninternen Kreisen bekannt, dass die katholische Kirche zu 80 % aus Männern
mit homosexuellen Neigungen besteht. Die katholische Kirche zählt weltweit über 1 Mrd. Mitglieder. Davon
sind ca. 50% Frauen. Der Anteil Homosexueller wird, wie bei den Menschen generell, in etwa bei 1-2% liegen.
Pflichtzölibat? Lieber JoBehrens, die Kirche kann den Pflichtzölibat nicht entsorgen, da es ihn in der
Kirche nicht gibt. Die einzige Form des Zölibats in der KIrche ist der freiwillige. Ich kenne niemanden
der zum Priestertum gezwungen wurde. Daher dürfte der Pflichtzölibat nichts anderes als eine unsinnige
Erfindung von JoBehrens sein und mit der Kirche überhapt nichts zu tun haben. Liebe Grüße, wolfgang
e. (danke, auch ich denke selbst)
@ equalizer Im Namen von Jesus hat auch die katholische Kirche ordentlich beim Abschlachten von Menschen
mitgeholfen… Das Ihr das immer wieder vergesst!!! Und? Rechtfertigt das jetzt irgendein anderes Unrecht?
Erinnert mich ein bisschen an :“…der hat aber angefangen…“ Es geht doch darum, mit dem Abschlachten
aufzuhören!
@ lästermäulchen Das ganze Mittelalter hindurch, also gerade zu der Zeit, als die Kirche am mächtigsten
war, galt Abtreibung zwar als schwere Sünde, wurde allerdings nur mit einer Geldstrafe geahndet. Die
Todesstrafe für die Abtreibung wurde erst im 16.Jh. eingeführt. Zu einem Zeitpunkt also, als sich die
Menschen in Europa immer mehr von der Kirche abwandten. (In diese Zeit fallen übrigens auch ein Großteil
der Hexenverbrennungen). Drakonische Strafen sind also eher der Ausdruck einer Kultur, die das Christentum
bereits hinter sich gelassen hat. Totalitäres Herrscher-Untertanen-Denken gab es im besonderen Maß im
Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus, ist also die Folge der Aufklärung, die bekanntermaßen ausgesprochen
antiklerikal war. Noch mehr dann in der Französschen Revolution (auch nicht sehr christlich geprägt),
sowie im Zeitalter der Restauration nach dem Wiener Kongress (hierher gehört z.B der preussische Kulturkampf –
auch nicht unbedingt christenfreundlich). Noch totalitärer wurde es dann im 20. Jh. mit den kommunistischen
und nationalsozialistischen Revolutionen… Wenn Du schon lästern willst, wären zumindest ein bisschen
Geschichtskenntnisse angebracht.
liebes Lästermäulchen, dein Geschichtswissen lässt etwas zu Wünschen übrig: Die ersten, die die Abtreibung
flächendeckend erlaubten, waren die Kommunisten in Russland nach der Oktoberrevolution. Die Nazis waren
auch nur bei den Ariern gegen Abtreibung. Bei allen anderen wurde sie durchaus gefördert. (Marie Storps
ist ein Abkömmling dieser Ideologie) In China gibt es massenweise Zwangsabtreibungen. Ansonsten war die
Abreibung bis ca. 1970 nahezu überall strengstens verboten, egal ob totalitärer Staat oder nicht.
lieber JoBehrens Gott hatt bereits geurteilt, und uns das Urteil auch mitgeteilt: „du sollst nicht töten“
Wir haben also eigentlich keine Ausreden mehr. Alles klar? (Ja, bisweilen ist die persönliche Schuld
der Mutter stark eingeschränkt aufgrund der Umstände. Das ändert aber nichts daran, dass die Abtreibung
dem Kind großes Unrecht zufügt! Wir werden die Welt nicht durch Unrecht verbessern.)
Lieber JoBehrens Man kann es nur immer immer wieder wiederholen, daß man sich amtskirchlich unendlich
weit von Jesus und dem Evangelium entfernt hat und doch endlich eine Rückbesinnung auf das Wesentliche
in Gang bringen sollte. Stimmt schon, die Amtskirche, besonders die staatlich-verbeamtete im deutschen
Sprachraum, hat sich von dem ursprünglichen Auftrag Jesu recht weit entfernt. (Genau das war ja das Ziel
der Sekularisation durch Josef II in Österreich, und den Wiener Kongress dann in halb Europa: Hier wurden
die Priester gegen den Willen der Kirche zu Staatsbeamten gemacht.) Nur: Die Bekehrung muss immer bei
uns selber beginnen. Die erste Frage lautet daher immer: Wie nah sind wir selber, Du und ich, tatsächlich
bei Jesus? Diese von uns verlangte Bekehrung verlangt von uns auch, die uns selbst zurechtgelegten Denkmuster
endlich einmal beiseite zu schieben, und sich wirklich ohne Vorbehalt und Eigendünkel auf die Botschaft
Jesu einzulassen. Ich habe das Gefühl, dass die Lösungen, die Du anbietest (die Kirche solle doch bitte
endlich auf die Moral verzichten…), uns von Gott noch weiter entfernen… Die wahren Reformer der Kirche
sind eher so Typen wie der Hl. Franziskus, der Pfarrer von Ars, oder Theresa von Avila, oder Mutter Theresa.
Der Zölibat, wenn er richtig gelebt wird, macht frei für Gott. Und die Priester sollen genau das sein:
frei für Gott. Du solltest vielleicht nicht nur selbst denken, sondern auch ein bisschen mitdenke
#45 wolfgang e. 13:45:01 | Freitag, 30. April 2010
Lieber JoBerens Ich finde keinen nachstehenden Bericht. Ich habe allerdings alle deine bisher verlinkten
„Berichte“ bereits durchgelesen, und alle von der NYT veröffentlichten Akten durchgesehen. Es bleibt
nichts übrig, als heiße Luft. Wenn Du die Messlatte, die Du an den Papst hier anlegst, an allen Bischöfen,
Priestern, Politikern, Journalisten etc. anlegen würdest, müsste die ganze Welt jetzt zurücktreten.
Hier gibt s in allen Bereichen hunderte mit hundertfacher Schuld. Du und ich ebenso. Oder bist Du ohne
Schuld? Ansonsten kann ich nur noch sagen: Wer auf Hans Küng vertraut, hat auf Sand gebaut. (Schöner
Reim, oder?) wolfgang e., ebenfalls selbst denkend.
#25 wolfgang e. 10:27:41 | Freitag, 30. April 2010
@ AnnaAndreasTeresaSebastian Ich weiß, ich weiß. Dennoch gibt es immer wieder Leser hier, die sich von
den Gedanken unseres Selbstdenkers beeindrucken lassen. Deshalb ist es, glaub ich, wichtig, hier manches
richtigzustellen. Das der Selbstdenker selbst daraufhin zu denken beginnt, bezweifle ich nach aller bisherigen
Erfahrung. Er hat ja auch in manchem Recht, in unserer Kirche liegt so manches im Argen. Nur irrt er sich
beim vermeindlichen Hauptschuldigen, und seine Therapie würde wohl die Krankheit verschlimmern…
#19 wolfgang e. 10:05:37 | Freitag, 30. April 2010
Richtig, JoBerens, …bei sich beginnen… Du und ich, wir müssen bei uns beginnen. Zuerst den Balken
aus dem eigenen Auge ziehen, dann den Splitter aus dem Auge des Nächsten… Ansonsten ist zu sagen: Der
Papst könnte seine Schuld an der Vertuschung nur dann eingestehen und bekennen, wenn er eine hätte.
Die von Dir bisher vorgelegten „Beweise“ haben sich bei genauerer Prüfung als sehr dürftig herausgestellt.
Die Anschuldigungen der NYT z.B. gehen völlig ins Leere. Die vorgelegten Dokumente enthalten nicht den
geringsten Hinweis, dass Kard. Ratzinger involviert gewesen wäre, außerdem fußen die Anschuldigungen
auf z.T. falschen Übersetzungen aus dem Italienischen. Außerdem wurde hier gar nicht vertuscht, da der
Priester, um den es geht, bereits 1974 mehrfach bei den Behörden angezeigt worden war (die Behörden
haben den Fall jedoch nicht weiterverfolgt. Die Kirche schon.) Es ging hier nur noch um die Frage, ob
ein kirchlicher Prozess wegen Missbrauchs in der Beichte 25 Jahre nach den Vorfällen überhaupt noch
durchführbar ist. Andererseits war es Kard. Ratzinger, der bereits vor 10 Jahren in der römischen Kurie
eine schärfere Gangart gegenüber Missbrauchs-Priester durchgesetzt hat. In dieser Kirche sind viele
Schuldig, schließlich ist jeder Mensch ein Sünder. Dieser Papst jedoch ist weder an den Missbräuchen,
noch an deren Vertuschung schuld. Wofür soll er sich also öffentlich entschuldigen? wolfgang e., als
ebenfalls selbst denkender Katholik
#74 wolfgang e. 18:46:27 | Donnerstag, 29. April 2010
Menschseinsbeschneidung Ist Todsünde nicht eine mittelalterliche Erfindung der alten Herren im Vatikan
und eine unsinnige Menschseinbeschneidung. In einem hat er recht, unser Behrens: Todsünden sind Menschseinsbeschneidungen…
(vor allem, wenn es sich um Mord handelt. Da wird das Menschsein wohl sehr arg beschnitten…). Allerdings
wurden die Todsünden nicht im Mittelalter erfunden. Die gab es seit den ersten Menschen… Moment mal…
irgendwie glaube ich, dieser Berens hier ist garn nicht unser Behrens… Guter fake jedenfalls, ich bich
zunächst tatsächlich darauf reingefallen (aber als ganz einfach würde sich nicht einmal Behrens bezeichnen)…
#80 wolfgang e. 11:28:53 | Dienstag, 27. April 2010
Ach der arme Papst ist überfordert… … und er tut den ganzen Tag nichts anderes als zuwinken und zulächeln…
Zum Glück hat er ja unseren Jo Behrens, der ihm ein bisschen das Denken abnimmt und ermunternde Brife
an den Bruder Papst schreibt… Süß, wie sich unser Jo Behrens so die Welt vorstellt. Übrigens, Giuseppe
Behrens, die von der NYT veröffentlichten Akten haben de Papst nicht be- sondern entlastet. Aber wahrscheinlich
ist Dir das vor lauter Selbst-Denken gar nicht aufgefallen…
Jo Behrens beweist Jo Behrens Es ist ja immer wieder erfrischend, dass Du deine Thesen mit links zu von
Dir selbst verfassten Texten im Internet belegen kannst…
#17 wolfgang e. 10:36:39 | Dienstag, 20. April 2010
Boff und Küng, zwei hervorrqagende, weltweit anerkanante Theologen… Mag ja sein, dass sie in der Welt
anerkannt sind, nicht aber in der Kirche… Die Kirche (damals vertreten durch Kard. Ratzinger) hat die
Ideen dieser beiden Herrn genausestens untersucht, und für Quargel (hervorquargelnd?) befunden. Zu Recht,
denn mit katholisch hat das eben wenig zu tun. Kein Wunder, dass diese beiden Herrn auf Kard. Ratzinger
sauer sind. wolfgang e. Als ebenfalls selbst denkender Katholik In der Süddeutschen gibt es übrigens
noch ein paar Schwachsinnartikeln zum Papst, die hat uns JoBe noch gar nicht vorgestellt…
#11 wolfgang e. 10:05:47 | Dienstag, 20. April 2010
Jo Behrens! Frag einmal den Herr Boff zu seinen Verbindungen zu den Sandinisten! Dieser Mann hat wirklich
kein Recht, irgendeine Moralkeule zu schwingen, der soll lieber beschämt schweigen. Jetzt kriechen sie
alle as ihren Löchern, die Herrn mit ihren verkorksten Ideen, die jahrelang keiner mehr beachtet hat.
Jetzt mit den Wölfen mitzuheulen, ist eine leichte Übung. Welche Befugnis hat Herr Boff, um dem Papst
ein Zeugnis auszustellen? Willst Du, lieber Jo Behrens, den Marxismus verwirklichen, willt Du, das der
Papst sich in seinem Handeln und Denken an Karl Marx orientiert? Absurd! Es ist übrigens bezeichnend,
dass Boff in Deutschland studiert hat. Die Befreiungstheologie ist gar keine lateinamerikanische Erfindung.
Sie hat deutsche Wurzeln.
Kritik an Ratzinger wächst? Lieber Jo, kannst Du mir eine Zeit nennen, in der H. Küng oder Boff den
Papst nicht kritisiert haben? Wenn die beiden Herrn den Papst kritisieren ist das nichts neues, und daher
wohl kaum ein „Wachsen“ der Kritik.
#62 wolfgang e. 18:01:42 | Donnerstag, 15. April 2010
was lehrt Hans Küng? Weltethos? Ich lehre an keiner Uni. Und ich weiß in vielen Dingen nicht genau,
wo es langgeht. Aber im Gegensatz von Hans Küng gebe ich das auch zu… Hans Küng ist, was die Katholische
Kirche betrifft, schon seit Jahren ein Fernstehender. Und einige seiner Behauptungen sind sehr schnell
als falsch zu entlarven, wenn man nur ein bisschen Bescheid weiß (z.B. seine Interpretation von „Epistula
de delictis gravioribus“, oder der von ihm behauptete Zusammenhang Zölibat – Missbrauch). Also entweder
hat Hans Küng tatsächlich keine Ahnung (dann sind seine Äußerungen fahrlässige Anmaßungen), oder
er behauptet bewusst falsches. Und, Inquisitor, an welcher Uni lehrst Du?
#50 wolfgang e. 17:20:08 | Donnerstag, 15. April 2010
Wahrscheinlich wollte Küng nur ein paar Witze machen: 1. er sieht sich selbst als den authentischen Interpreten
des II. Vatikanischen Konzils. 2. Er beklagt den Pästlichen Führungsverlust, und ruft gleichzeitig
zum Ungehorsam gegen den Papst auf. 3. Er behauptet weiterhin, obwohl jeglicher Nachweis fehlt, einen
Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbrauch. 4. Er erzählt, wider besseren Wissens, immer noch das
Märchen von der „Päpstlichen Geheimhaltung“ (ist er so naiv, dass er wirklich nicht weiß, wie das Schreiben
„Epistula de delictis gravioribus“ zu verstehen ist? – Er hat doch Theologie und Kirchenrecht studiert,
oder?) 5. Er beklagt das Nachlassen der Ökumenischen Beziehungen zu den Protestanten (die sich mit 7-Meilen-Stiefeln
selbst immer weiter vom Christentum entfernen), obwohl die ökumenischen Beziehungen zur (wesentlich größeren)
orthodoxen Kirche noch nie so intensiv waren wie jetzt. 6. Er erzählt immer noch, wider besseren Wissens,
das Märchen, dass Kard. Ratzinger die Vertuschung der Missbräuche vorangetrieben hat, obwohl gerade
Kard. Ratzinger die ttreibende Kraft hinter der schon seit mehreren Jahren praktizierten härteren Gangart
gegenüber Missbrauchstätern war 7. Er glaubt, die Probleme Afrikas mit Kondomen lösen zu können.
8. Er glaubt allen ernstes, dass der Bevölkerung Lateinamerikas die alten Religionen mit ihrer abergläubigen
Furcht und ihren Menschenopfern lieber war, als das Christentum Nö, Leute. Am besten Küng nicht weiter
beachten. Der ist nicht ernst zu nehmen…
#37 wolfgang e. 16:43:35 | Donnerstag, 15. April 2010
@ Inquisitor Und Einblick und vor allem Durchblick hat er sicher mehr, als so mancher Schreiberling hier.
Oh ja, das hat er sicher, wenn ich mir Jo Behrens z.B. anschaue…
#31 wolfgang e. 16:26:40 | Donnerstag, 15. April 2010
Also Kerneval, ich verstehe Sie nicht, Sie scheinen auch irgendwie eingeschnappt zu sein (und zwar nicht
nur ein bisschen). Hw. Hauke jedenfalls wird momentan von kreuz.net angegriffen. Auf kath.net durfte er
sich schon in zwei Artikeln in dieser Kausa verteidigen… (Ich hoffe, sie freuen sich wenigstens, dass
ich Sie jetzt sieze und nicht duze…)
#33 wolfgang e. 16:14:06 | Donnerstag, 15. April 2010
Jobehrens ach, Hans Küng schon wieder… Hast Du nichts neues? Außer Dir interessiert sich doch kein
denkender Mensch mehr für diesen alten Herrn… Ein kleiner Tipp: Lies einmal statt Hans Küng den Brief
das Papstes an Irland (und die ganze Welt) Nach dieser Lektüre wirst Du nicht mehr ohne zu lügen sagen
können, dass der Papst sich nicht um die Kirche sorgt, und gelassen und tatenlos dem Niedergang entgegengeht.
Du übersiehst immer noch völlig, das die Kirche bereits seit min. 10 Jahren einen sehr harten Kurs gegenüber
Kinderschänder-Priestern fährt, und dass das maßgeblich Kard. Ratzinger zu verdanken ist. Benedikt
XVI geht es tatsächlich um die Opfer der Missbräuche (siehe Brief an Irland). Es geht ihm aber auch
darum eine Perspektive aufzuzeigen, Christus wieder durch die Kirche durchschimmern zu lassen. Küng interessiert
sich hingegen keinen Deut für die Opfer. Er will nur wieder im Rampenlicht stehen. Hans Küng ist verknöcherte
Trostlosigkeit. Von Ihm ist die Rettung der Kirche nicht zu erwarten. Sehr interessant sind übrigens
die Leserkommentare beim Küng-Artikel. (Und auch schon beim vorigen, wo Küng einen Zusammenhang zwischen
Missbrauch und Zölibat behauptet hat). Sehr viel Zustimmung bekommt er nicht.
#25 wolfgang e. 15:54:50 | Donnerstag, 15. April 2010
Dramatischer Apell?? Dass ich nicht lache… Niemandem interessiert Hans Küng. Der ist von der Kirche
schon so fern, dass er nicht mehrt den geringsten Einblick hat… Es wurmt Hans Küng, dass ihn keiner
mehr beachtet (außer JoBehrens vielleicht). Doch nun wittert er Morgenluft: die Missbrauchsfälle sind
eine gute Gelegenheit, sich ein letztes Mal zu profilieren. Das er lediglich mit den Wölfen mitheult,
fällt ihm nicht einmal auf. Schaut euch auch die Leserkommentare unter diesem Hans-Küng-Artikel an (und
auch zum letzten, den Joberens so gerne zitiert hat): Viel Zustimmung findet Küng nicht… Geht es Hans
Küng um die Opfer? Sieht nicht so aus: Eher darum, im Rampenlicht zu stehen.
#9 wolfgang e. 10:26:48 | Donnerstag, 15. April 2010
Ja, FvP, In der Demokratie interessiert die (Merheits-)Meinung der Bürger. In der Kirche hingegen interessiert
die Suche nach der Wahrheit. Da Mehrheitsmeinungen sehr leicht zu manipulieren sind, ist die Mehrheitsmeinung
leider allzu oft auf dem Holzweg. Manipulierbare Meinungen sind bei den Mächtigen natürlich beliebter,
als Institutionen, die unbeirrt von Momentanmeinungen nach der Wahrheit suchen. Und dass die katholische
Kirche heftiger angegriffen wird, als alle anderen Institutionen der Welt, hängt vielleicht auch damit
zusammen, dass die Kirche der Wahrheit näher ist, als alle anderen, und daher für die Mächtigen besonders
unbequem…
#44 wolfgang e. 12:54:33 | Mittwoch, 14. April 2010
@ Karneval Soso, duzen ist natürlich eine wesentlich schlimmere Sache, als „Ar***kriechseite“ zu schreiben…
Erzählen Sie mir nichts von „allgemein üblichen menschlichen Gepflogenheiten“, arbeiten Sie zuerst an
Ihren eigenen Umgangsformen. (abgesehen davon ist duzen im Internet „allgemein üblich“) Deine Antwort
war übrigens keine Antwort auf meine Frage. Heute hat Herr Prof. Hauke eine eigenen sachlichen Artikel
bekommen. Dieser Satz von Ihnen: „Daher ist für kath.net auch jegliche Objektivität fern und Herr Manfred
Hauke muß von Herrn Biermaier/Noe natürlich weiterhin aufs schlimmste beleidigt werden“ ist daher nachweislich
falsch, und selbst eine Beleidigung.
#29 wolfgang e. 11:26:10 | Mittwoch, 14. April 2010
Verleumdung, joBehrens? Stammt dieser Satz von dir, oder nicht?: „Es ist heute ja auch ganz normal, daß
die KInder mit ihren Eltern in die Badewanne steigen oder unter die Dusche gehen und dann ja auch fragen
stellen.“ Die Gesellschaft wird langsam erkennen müssen, dass zwischen Sätzen wie diesen, und der Häufung
von Kindesmissbrauch ein Zusammenhang besteht. Immerhin passieren die meisten Missbräuche im familiären
Umfeld. Lieber Herr Behrens, die Kirche hat in den letzten 10 Jahren unter der Leitung von Kard. Ratzinger
enorm viel Aufräumungsarbeit geleistet, sodass es heute wohl kaum einen sichereren Ort für Kinder gibt,
als kirchliche Einrichtungen (durch die Skandalisierung der Öffentlichkeit, hat sich endlich auch in
allen unteren Rängen der Hierarchie endgültig die Einsicht durchgesetzt, dass hier gehandelt werden
muss). Die Gesellschaft ist hier weit zurück, wie dein obiger Satz eben auch zeigt. Hier müsste das
Gedankengut verschiedener Vereine, wie z.B. ProFamilia, HU, Die Grünen, Bundeszentrale für Aufklärung,
etc., noch genauestens untersucht werden. Dieses Gedankengut hast du immer wieder (siehe oben) kritiklos
nachgebetet. In Deutschland werden Mütter eingesperrt, wenn sie sich gegen die schulische Zwangsaufklärung
kleiner Kinder zur Wehr setzen. Aber ist das nich ein staatlich verordneter Kindesmissbrauch, wenn Kinder
im Kindergarten Konome über Karotten ziehen müssen? Es ist sehr bequem, mit dem Finger auf den Papst
zu weisen. Zieh einmal den Balken aus deinem eigenen Auge.
#38 wolfgang e. 10:24:01 | Mittwoch, 14. April 2010
@Karneval Lehmann Manfred Hauke hat etwas gegen Medjugorje geschrieben also ist er für die Charismatiker
von kath.net ganz ganz böse äh… Hast du diesen kath.net/detail.php?id=26360 Artkel auf kath.net gesehen?
Offenbar nicht.
#21 wolfgang e. 10:46:54 | Dienstag, 13. April 2010
Genau, Behrens Ich bin auch für die Wiedereinführung des Prangers. Da kann man dann alle bei bloßem
Verdacht anbinden, damit sie von der Öffentlichkeit bespuckt werden… Auspeitschen wäre vielleicht
auch ganz gut. Und wir brauchen wieder einen Starken Mann, der endlich enmal wieder kräftig reinhaut.
Wir brauchen ein lückenloses Spitzelsystem, damit sichergestellt wird, das kein Verdachtsfall der Öffentlichkeit
entgeht. Nur so dürfte er Sache beizukommen sein. Dei einfaches Weltbild hätte ich auch gerne, dann
müsste ich nicht immer nachdenken… Deine Diktion erinnert mich ein bisschen an HC Strache (falls du
den überhaupt kennst).
@ puchil + joBehrens: Die Schuld des Papstes? Vertuschung durch den Papst? Die ach so seriöse NYT hat
am 01.04. die ganze so groß aufgebaute Geschichte der „Schuld des Papstes“ und der „Schuld der Glaubenskongregation“
zähneknischend wiederrufen. (Wenn auch nur klein auf Seite 4). Der gesamte Vorwurf war auf einem vatikanischen
Besprechungsmemo aufgebaut, der von einem Computer-Übersetzungsprogramm sehr mangelhaft aus dem italienischen
übersetzt worden war… Sie wurde von einer anderen Zeitung auf diesen Fehler aufmerksam gemacht, die
doch etwas genauer recherschiert hat… Aber Hauptsache ist ja, dass einmal ein Gerücht in die Welt gesetzt
wurde… Das Dementi kann man ja klein auf Seite 4 verstecken, auch wenn die Geschichte davor mehrmals
die Titelseite beherrscht hat. Nachgooglen darfst Du das selber.
#42 wolfgang e. 16:56:10 | Donnerstag, 1. April 2010
@ Puchil Täter sind nämlich nicht nur einzelne Mitglieder der Kirche, sonder auch die Kirche als ganze
mit ihren Strukturen und Einrichtungen und an der Spitze der Papst. Auch die Strukturen und Einrichtungen
der Kirche bestehen aus Menschen. Wenn du der Meinung bist dass die „Kirche als ganze mit ihren Strukturen
und Einrichtungen“ schuldig ist machst du somit alle Gläubigen der Kirche zu Schuldigen. Kollektivschuldtheorien
werden übrigens sowohl von Anklägern als auch von Tätern gerne vertreten. Von den Anklägern, um möglichst
viele Schuldige zu haben, von den Tätern, um die eigentlich persönliche Schuld auf eine anonyme „Struktur“
abschieben zu können. Und wieder wurde damit den Opfern nicht geholfen, weil von der Wurzel des Übels
schon wieder abgelenkt wurde. Du willst die Missbrauchsfälle zu deinen Zwecken missbrauchen, nämlich,
um deine Vorstellung von Kirche durchzusetzen. Ich habe nicht das Gefühl, dass dich die Opfer wirklich
interessieren. Ja, es gibt sündhafte Strukturen auch in der Kirche. Und die gehören beseitigt. Und das
jetzige Medienfeuer wird dazu beitragen. Aber die Kirche ist nicht als ganzes sündhafte Struktur. Es
gibt in der Kirche auch viel Heiliges. Du möchtest das Unkraut mit dem Weizen ausreißen. Über deine
„prophetischen“ Thesen musste ich tatsächlich sehr lachen. Es genügt, den Brief des Papstes an die Iren
www.vatican.va/…urch-ireland_ge.html zu lesen, um sämtliche Thesen ad absurdum zu führen. So schreibt
kein Fanatiker, der mit eisener Faust regiert und stur an Traditionen festhäl…
#25 wolfgang e. 00:18:38 | Donnerstag, 1. April 2010
Ich weiß, er hat das ja selbst schon öfter geschrieben. Grundsätzlich finde ich das ja sehr ehrenhaft
von ihm, dass er wenigstens mit allen Konsequenzen zu seiner Frau steht, und kein Doppelleben führt,
wie manche andere. Ich verstehe auch, dass Puchil sauer ist, wenn er sieht, dass Priester, die schwere
Verbrechen an Kindern begangen haben weiterhin Priester sein durften, während ihm als brav verheiratetem
das Priesteramt verwehrt ist. Ich verstehe auch, dass es ihm sauer aufstößt, wenn Bischöfe einfach
dulden, dass ein Pfarrer mit einer Frau (nicht einmal wirklich heimlich) zusammenlebt, während er, weil
er ehrlich war, kein Amt mehr hat. Nur eine gewisse zusätzliche Verbitterung ist auch zu spüren: Irgendwie
müssen jetzt die „Strukturen“ der Kirche Schuld daran sein, dass der eigene Lebensentwurf nicht gelungen
ist, anstatt das hier vielleicht auch eine persönliche Schuld eingestanden wird. Insoferne wird auch
die Kollektivschuldthese verständlicher…
#23 wolfgang e. 23:53:24 | Mittwoch, 31. März 2010
@ kristall Da hast Du wohl recht. Puchil ist ein Anhänger der Kollektivschuldtheorie… Außerdem sieht
er an der Kirche nur ihren Strukturen und Einrichtungen, die natürlich, da auus Menschen gebildet, sündhaft
ist. Der Papst sieht hingegen, wenn er auf die Kirche schaut, Jesus Christuns durchschimmern, der genau
wegen dieser Sünden gelitten hat. Was für ein befreiender Unterschied! Hier ein paar Thesen über Puchil:
(1) Puchil ist durchaus nicht bloß ein alter Mann, der die Welt nicht mehr versteht und sich daher ängstlich
an traditionell-liberale Formen und Formeln festhält. (2) Puchil ist vielmehr ein an sich (möglicherweise
einseitig) gebildeter Intellektueller, der sich aber in seine eigene Gedankenwelt so eingesponnen („verrannt“)
hat, dass er zu einem Dialog nicht mehr fähig ist. (3)Vielmehr ist er zu einem Fanatiker geworden, der
von der fixen Idee beherrscht wird, er müsse die Katholische Kirche vor dem vermeintlichen Untergang
retten. (4) In diesem Zusammenhang hält er alle Ideen, die ihm „traditionalistisch“ erscheinen, für
den Ausfluss eines durch Reaktionismus und Konservativismus geprägten Zeitgeistes, dem es unter allen
Umständen zu wehren gilt. Man muss wenig verändern, um es passend zu machen. Bin schon gespannt auf
die Fortsetzung…
#19 wolfgang e. 23:32:05 | Mittwoch, 31. März 2010
hier ist „das Fehlende“: HIRTENBRIEF DES HEILIGEN VATERS BENEDIKT XVI. AN DIE KATHOLIKEN IRLANDS 6. An
die Opfer des Mißbrauchs und ihre Familien Ihr habt schrecklich gelitten, und ich bedaure das aufrichtig.
Ich weiß, daß nichts das Erlittene ungeschehen machen kann. Euer Vertrauen wurde verraten und Eure Würde
wurde verletzt. Viele von Euch mußten erfahren, daß, als Ihr den Mut gefunden habt, über das zu sprechen,
was Euch zugestoßen ist, Euch niemand zugehört hat. Diejenigen von Euch, denen das in Heimen und Internaten
geschehen ist, müssen gefühlt haben, daß es kein Entkommen gibt aus Eurem Leid. Es ist verständlich,
daß es schwer für Euch ist, der Kirche zu vergeben oder sich mit ihr zu versöhnen. Im Namen der Kirche
drücke ich offen die Schande und Reue aus, die wir alle fühlen. Aber es ist ja völlig egl, was der
Papst schreibt. Puchil wird damit nie zufrieden sein.
#15 wolfgang e. 22:22:11 | Mittwoch, 31. März 2010
hallo Puchil Meinst Du das hier? cbs5.com/…fense.2.1600293.html Was, bitte schön, soll daran besonders
originell sein? Ein wildgewordener US-Anwalt möchte anhand eines konkreten Missbrauch-Falls den Vatikan
selbst klagen, den Papst vor Gericht zitieren und zur Herausgabe geheimer Vatikanpapiere zwingen. Lächerlich.
Die Argumente des Anwalts lassen jegliche Kenntnis von Staats- und Kirchenrecht vermissen: – Die US-Bischöfe
seinen nach Meinung des Anwalts Angestellte des Vatikans (Blöder geht es wohl nicht mehr) – Das Vatikan-Schreiben
„Crimen Sollicitationis“ (1962) verbiete nach Meinung des Anwalts den Bischöfen, Missbrauchsfälle den
Behörden zu nennen (nichts neues, und längst wiederlegt) Da man beim amerikanischen Justizsystem nie
genau wissen kann, tut der Vatikan gut daran, die Sache schon im Vorfeld abzublocken. Das ganze läuft
übrigens schon seit 2008. Auch nicht wirklich neu. So what! War das alles?
#13 wolfgang e. 20:11:59 | Mittwoch, 31. März 2010
Aha, sehr kryptisch bisher… Also, Puchil, Du darfst wegschauen, weil du keine Verantwortungsposition
hast? So, der NYT-Fall ist offenbar das Papier nicht wert gewesen, auf dem er gedruckt war. Viel zu dünne
Suppe… Jetzt müssen schnell drei neue Fälle daher, um den Druck gegen den Papst am köcheln zu halten.
Mal sehen, was daraus wird. Wahrscheinlich wieder viel Lärm um nichts. Es wird schön langsam immer klarer:
Vor allem in den letzten 10 Jahren hat die Kirche große Anstrengungen unternommen, um gegen die Missbrauchsfälle
in den eigenen Reihen wirksam und dauerhaft vorzugehen. Treibende Kraft dahinter war Kardinal Ratzinger,
der unter anderem dafür gesorgt hat, dass die Missbrauchsfälle nicht mehr in der Rota, sondern viel
effizienter in seiner Glaubenskongregation behandelt werden. Die momentanen medialen Kanonen kommen also
mindestens 10 Jahre zu spät, und richten sich paradoxerweise genau gegen den, der die Ärmel aufgekrempelt,
und viele Missstände beseitigt hat. Ich frage mich daher, wem hier eigentlich die eigenen Interessen
näher liegen als die Opfer. Hast Du den Eindruck, dass sich die Medien wirklich für die Opfer interessieren?
Auch Dich interessieren die Opfer kaum. Du verfolgst auch nur deine eigenen Interessen. Wem die Opfer
und die Verhinderung von Missbräuchen tatsächlich ein Anligen ist, der sollte schön langsam beginnen,
die Wurzeln des Missbrauchs in der ganzen Gesellschaft anzugehen. Die Kirche ist hier der übrigen Gesellschaft
um 10 Jahre voraus!
#17 wolfgang e. 18:14:34 | Mittwoch, 31. März 2010
Izmet Necist Gezählt werden von den Medien sämtliche Missbrauchsfälle in der Kirche, egal, ob der Missbraucher
Priester war, oder nicht. Zölibatär (Priester und Ordensleute) sind in der Kirche in D ca. 50.000 Personen.
#10 wolfgang e. 17:48:03 | Mittwoch, 31. März 2010
St. Anton Die Kirche hat früher viel vertuscht, ja. Aber der Kirche heute kann man das wohl kaum mehr
vorwerfen (schon seit mindestens 10 Jhren nicht mehr.) Übrigens, @ alfmöllmack: Die Kirche hat bereits
in den letzten (mind.) 10 Jahren enorm viel unternommen, um den Missbrauch in den eigenen Reihen zu minimieren.
Wie viele wirklich neue Fälle sind jetzt bekannt geworden? Ja, ich gebe meine Kinder bedenkenlos in eine
kirchliche Schule. Gerade jetzt ist wohl nirgends ein Ort zu finden mit größerer Sicherheit vor Missbräuchen…
Die übrige Gesellschaft hat allerdings noch viel Aufhohlbedarf. In gewissen Kreisen (pro familia, Pädophilenpartei,
etc. etc.) gilt es noch immer als äußerst schick, für Kindersexualität einzutreten (unter dem Motto:
Die Kinder wollen das). Die Grünen und die HU haben sich bisher auch nur äußerst halbherzig und unglaubwürdig
distanziert. Wer hat eigentlich im Fall Dutroux vertuscht? Hier gibt es bis heute nur einen einzigen verurteilten,
obwohl offensichtlich höchste Regierungs- und Medienkreise involviert waren, und beim Vertuschen auch
vor Mord nicht zurückgeschreckt wurde. Man hilft den zukünftigen Opfern nicht, wenn man die Missbräuche
in der gesamten Gesellschaft ignoriert.
ach Puchil Was hast eigentlich Du alles gehöhrt, gesehen, und nichts getan, Du behauptest doch immer,
dass Du alles weißt. Offenbar ist die ganze NYT-Geschichte eher dünn. Egal, ob Kard. Ratzinger etwas
davon wusste, oder nicht, es lässt sich keinerlei Fehlverhalten der Glaubenskongregation nachweisen.
Das reicht wohl kaum für eine seriöse Rücktrittsaufforderung an den Papst aus. Sag mir nur eines: Für
die NYT genügt es offenbar, in der eigenen Dokumentensammlung kein Schriftstück von Kardinal Ratzinger
zu haben, um es als erwiesen anzusehen, dass Kardinal Ratzinger alles gewusst, aber nichts unternommen
hätte. Findest Du das seriös? Der Fall war zudem seit Jahren polizeibekannt. Nix Geheimhaltung und Vertuchung
also. Die Behörden waren untätig. Die Kirche hat den Fall neu aufgerollt.
#60 wolfgang e. 00:44:34 | Mittwoch, 31. März 2010
@ Izmet Necist Nur zu deiner Info: Auszug aus dem Beipacktext der oben erwähnten „Pille“ Yasmin: „Die
kontrazeptive Wirkung von Yasmin basiert auf einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wobei Ovulationshemmung
und Veränderung am Endometrium als wichtigste Faktoren anzusehen sind.“ Soll ich es Dir übersetzen?
Yasmin hat also zwei Hauptwirkungen: 1. Verhinderung des Eisprungs (Ovulationshemmung) 2. Verhinderung
der Einnistung (Veränderung am Endometrium = Gebärmutterschleimhaut) So, wie das dasteht, sind die beiden
Wirkungen bei Yasmin ungefähr gleich bedeutsam. D.h. im Klartext: Man nimmt an, dass die Wirksamkeit
diese Pille nur etwa zur Hälfte durch Verhinderung des Eisprungs (=tatsächliche Verhütung) zustande
kommt. In den anderen Fällen findet ein Eisprung trotz Pille statt, Befruchtung ist daher möglich, die
Einnistung wird aber verhindert (Nidationshemmung, genaugenommen ist das eine Frühabtreibung nach der
Befruchtung, auch wenn der Begriff Abtreibung vor ca. 30 Jahren umdefiniert wurde, und daher offiziell
nur mehr nach der Einnistung von Abtreibung gespochen wird. Das ändert aber nichts an der Sache.) Alles
klar? Wen es interessiert: die Warnhinweise nehmen bei dieser Pille im Austria-Codex 3 sehr klein bedruckte
Seiten ein, darunter so nette Dinge wie venöse & arterielle Thromboembolien, Lebertumore, depressive
Verstimmungen, Libidoveränderungen… Die meisten Medikamente habe Warnhinweise von ca. 1/4 bis 1 Seite.
So nette Dinge wie bei Yasmin sind dabei selten zu lesen.
#22 wolfgang e. 17:52:34 | Dienstag, 30. März 2010
@ bejorommer Schon wieder Hans Küng… JoBehrens, du wirst es nie lernen… Bis jetzt konnte niemand
irgendeinen Zusammenhang zwischen Zölibat und Kindesmissbrauch wissenschaftlich nachweisen. (Und wie
gerne hätte das mancher nachgewiesen) Aber Hans „Mr. Unfehlbar“ Küng weiß schon wieder mehr… Vergiss
doch diesen alten Mann, dem keine Krähe mehr nachweint, und der nur noch mit blinden Attaken auf die
Kirche ein bisschen Rest-Aufmerksamkei auf sich ziehen kann. Haltbar ist das ganze nicht. Solange hier
Scheingefechte gegen den Zölibat geführt werden, wird sich in der Gesellschaft nichts ändern, und die
Zahl der Missbrauchsopfer nicht abnehmen. Es geht darum, die tatsächlichen Wurzeln des Kindesmissbrauchs
in Kirche und Gesellschaft aufzudecken. Dann erst kann man wirksam etwas unternehmen. Hans Küng will
nur wieder einmal sich selbst profilieren. Die Missbrauchsopfer selbst sind im offenbar völlig wurscht.
wolfgang e., ebenfalls ein selbst denkender Katholik. (Der nicht dem Meinungs-Mainstream hinterherläuft)
#41 wolfgang e. 12:07:14 | Dienstag, 30. März 2010
@ puchil2 Also, in der Glaubenskongregation sollen alle Missbrausfälle weltweit gemeldet werden. Da wird
wohl einiges zusammenkommen… Glaubst Du wirklich, dass Kard. Ratzinger jeden einzelnen Fall persönlich
bearbeitet und gekannt hat? Glaubst Du nicht, das er eventuell anderes zu tun hatte, und die Missbrauchsfälle
von den dafür vorgesehenen Mitarbeitern bearbeitet wurden? Der NYT-Fall hatte nicht einmal Aktualität,
als er genmeldet wurde (die Missbräuche lagen zu dem Zeitpunkt mehr als 20 Jahre zurück). Warum hätte
genau dieser Fall zur Chefsache erklärt werden müssen? Dass der Priester, als er mit einem diozösanen
Prozess konfrontiert war, einen Brief persönlich an Kard. Ratzinger adressiert hat, beweist überhaupt
nichts. Wieviele Briefe wird wohl der Chef der Glaubenskongregation einer Kirche mit über 1.000.000.000
Mitgliedern täglich bekommen haben. Glaubst Du, er kann jeden persönlich lesen? (Irgendwie fällt mir
jetzt JoBehren’s „Brief an den Papst“ ein…) Und – weiter gefragt – warum glaubst Du, dass die Glauenskongregation
diesen speziellen Fall dem Papst gemeldet hätte, und JP II daher davon wissen hätte müssen? – Bei einem,
bei aller Tragik, längst verjährten Fall? Und was hätte er, mehr als 20 Jahre später, noch unternehmen
können? Suspedieren? – Nachdem der Priester bereits seit 1974 pensioniert war, bei seiner Mutter lebte,
jetzt alt und krank, ohne irgendein Amt? Ja, es wurmt Dich, dass Du suspendiert bist, und er nicht. Ich
glaube nicht, dass Du tauschen möchtest…
#34 wolfgang e. 11:42:19 | Dienstag, 30. März 2010
@ Pascal123 Lies einmal den Beipacktext zur Pille… Bei jedem hormonellen Verhütungsmittel kann es dennoch
zu einem Eisprung kommen, und damit auch zu einer Befruchtung. Hier kommen dann die weiteren Wirkweisen
der Pille zum Tragen: Die Gebärmutterschleimhaut wird so verändert, dass die Einnistung des befruchteten
Eis erschwert wird. Man nennt das auch Nidationshemmung… Auch die Nidationshemmung kann „versagen“,
sonst hätten die Pillen ja einen Pearl-Index von 0,0; und nicht von 0,2-1,0
Achso, Hans Küng… DER muss es ja wissen. Um diesen alten Herrn ist es in letzter Zeit zu ruhig geworden,
da sind die Missbrauchsfälle natürlich ein wilkommener Anlass, sich wieder ins Rampenlicht zu stellen…
Lieber Jobehrens, wenn Du dich in deiner Meinungsfindung an Hans Küng orientierst, wundert mich gar nichts
mehr. In zehn Jahren wird man Hans Küng vergessen haben. Von Benedikt XVI wird man noch in 100 Jahrenreden.
Genau das wurmt den ersteren. @ Puchil Ja die NYT ist kein Lokalblättchen. Nur momentan sind die Machtverhältnisse
so, dass man nur gewinnen kann, wenn man die Kirche kritisiert. Die NYT hat also nichts zu verlieren,
wenn die Sache doch anders ist. Außerdem hat die NYT sich abgesichert, sie beruft sich auf einen Anwalt…
Die NYT-Geschichte trug sich um 1970 zu. Der Priester wurde damals mehrfach angezeigt, die Behörden haben
den Fall nicht weiter untersucht. Erst 1996 wurde im Vatikan nachgefragt, was mit dem Priester zu tun
sei. Bearbeitet wurde das nicht von Kard. Ratzinger (der konnte sich wohl kaum um jeden Fall persönlich
kümmern), sondern von einem Mitarbeiter. Dieser hat empfohlen, da der Priester nun schon sehr alt war,
und in den über 20 Jahren seither kein Vorfall mehr bekannt war, nichts weiter mehr zu unternehmen, außer
dem Priester einen Platz zuzuweisen, wo es keine Kinder gibt. 4 Monate danach ist der Priester verstorben.
Wo ist die Vertuschung? Der Fall war behördlich bereits bekannt und außerdem strafrechtlich verjährt.
Was hätte hier eine nochmalige Anzeige gebracht?
ach lieber Jobehrens Deine Gedankenwelt ist zu einfach gestrickt, um beim selbst Denken auf brauchbare
Ergebnisse zu kommen. Wenn Du weiterhin so stolz auf deine eigene im Halbwissen gebildete Meinung bleibst,
wird sich daran auch nichts ändern. Beginne einmal, Dir selbst gegenüber kritisch zu sein! Wenn die
New York Times behauptet, Kardinal Ratzinger hätte etwas vertuscht, so muss das noch lange nicht heißen,
dass das auch stimmt. Die Faktenlage sagt nämlich, wenn man sich nur ein bisschen damit auseinandersetzt,
etwas anderes. Es gibt also keine offenbare Schuld des Papstes, auch wenn manche das gerne hätten. Und
Du fällst natürlich darauf hinein. Was sonst zu sagen war, hat der Papst mehr als deutlich gesagt. Nur
wollten manche das nicht hören. wolfgang e. als ebenfalls selbst denkender Katholik, der es sich nicht
so einfach macht.
#116 wolfgang e. 22:56:20 | Freitag, 26. März 2010
Dr. Eck-Amstecken Dr. Eck-Amstecken: @BrandenburgisJa in der Tat. Leider gibt es auch trostlose Weiten
in Afrika. Trostlos deshalb, weil die Päpste, trotz Aids sich nicht entb… wider das Kondom zu predigen.
Damit trägt auch Benedikt Verantwortung für die trostlosen Weiten Afrikas! Zm Lachen finde ich das allerdings
nicht. Jo Behrens, bist Du’s? oder einfach ein weiterer einfach denkender Katholik? Jaja, der Papst ist
schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS,
der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist
schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS,
der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist
schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS,
der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist
schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS,
der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist
schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS,
der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst ist
schuld an AIDS, der Papt ist schuld an AIDS, der Papst is…
@ ruhrgebietler & chrysanthus r.ruhrgebietler: alleine schondeswegen darf der jp-ii niemals selig gesprochen
werden! Diese Aussage ist ähnlich dämlich, wie die jetzigen New-York-Times-Vorwürfe gegeb Benedikt
XVI. P. Maciel hat es offebar zuwege gebracht, die gesamte katholische Welt zu betrügen und hinters Licht
zu führen. Und jetzt sollen auf einmal die Betrogenen am Betrug schuld sein? Was kann Johannes Paul II
dafür dass P. Maciel ein Halunke und Betrüger war, der sich hinter der Maske eines frommen Ordensgründers
versteckt hat?
@ Brandnburgis Brandenburgis: Ein Christ kandidiert nicht für das Amt eines „Bundespräsidenten“. Was
soll ein Christ sonst tun? Beten, und warten, bis wieder ein Kaiser kommt? Ist das Amt des Bundespräsidenten
in sich schlecht? Wenn ja, mit welcher Begründung?
#11 wolfgang e. 09:54:27 | Dienstag, 23. März 2010
@ Brandenburgis Nein, in dieser Ausschließlichkeit ist das nicht mehr katholisch. Es gilt auch die Aussage:
So beten, als ob alles nur von Gott abhinge, und so handeln, als ob alles nur von mir abhinge. Das ist
katholisch (allumfassend).
#32 wolfgang e. 01:00:22 | Donnerstag, 18. März 2010
@ Gotthard meinst Du den Zeigefinger der Justizministerin? Jedenfalls stinkt diese Sache ebenfalls gewaltig,
und Heuchelei ist ein harmloses Wort für das öffentliche Auftreten der Ministerin.
#27 wolfgang e. 14:25:06 | Donnerstag, 4. März 2010
Giordano Bruno Stiftung ? WORMLAND: Giordano-Bruno-Stiftung ist ein gottfreier Verein, denn sie geht davon
aus, dass keine Götter und Kobolde in die Naturgesetze eingreifen – einfach weil NICHTS dafür spricht
Ich würde eher sagen: Ein Blindenverein… Da sitzen lauter Leute darin, die einerseits behaupten, nichts
genau wissen zu können, andererseits genau wissen, dass es Gott nicht gibt…
ach agnosti agnosti, betrübt über die Verblendung mancher Zeitgenossen Ja, darüber kann man sich schon
betrüben… Deine eigene Verblendung ist aber auch nicht schlecht. So viele pauschal-fenrnpsychologisierende
Vorurteile in den wenigen zur Verfügung stehenden Zeichen unterzubringen ist schon eine Leistung. Irgendwie
paradox, wenn jemand, der sich „agnosti“ nennt, dann „wissend“ lächelt… Einbildung ist ja immerhin
auch eine Bildung, oder? wolfgang e., mitleidig lächelnd
#78 wolfgang e. 15:49:03 | Freitag, 26. Februar 2010
Jubärens Die HU behauptete das offenbar auch noch im Jahr 2000 siehe hier: www.kath.net/detail.php?id=25757
insoferne ist die Verbindung der Justizministerin mit der HU doch interessant… Riecht ein bisschen nach
Doppelmoral…
#66 wolfgang e. 15:16:46 | Freitag, 26. Februar 2010
@ solagratia Ein „kirchliches Strafrecht“ hast Du ins Spiel gebracht… Einerseits gibt es natürlich
auch im Kirchenrecht Strafsanktionen, wie etwa die Suspendierung oder die Exkommunikation. Es gibt also
auch ein „kirchliches Strafrecht“. Andererseits wurde selbst in Zeiten der Inquisition ein „überführter“
Deliquent an die staatliche Gerichtsbarkeit übergeben, da die Kirche auch damals kein „weltliches Strafrecht“
besaß. Ich bin selbstverständlich dafür das kirchliche Personen vom staatlichen Strafrecht und den
entsprechenden Staatsorganen genau so behandelt werden wie jeder andere Bürger auch, insbesondere bei
strafrechtlich relevanten Taten. Die Kirche soll von niemandem als „gutes Versteck“ missbraucht werden…
#57 wolfgang e. 14:54:14 | Freitag, 26. Februar 2010
@ Satyagraha Endlich jemand, der hier vernünftig argumentiert, ohne irgendwelche sarkastischen, ironischen,
beleidigenden oder sonstwelchen Untertönen. Das vermisst man hier sonst auf allen Seiten… Kleine Anmerkung:
Der Atheismus…ist selbstverständlich keine Religion im klassischen Sinne. Religion nicht, da gebe ich
Dir recht, eine Glaubensüberzeugung ist der Atheismus schon (insoferne könnte man „gläubiger“ Atheist
sagen; sehr sinnvoll ist das allerdings nicht) @ solagratia In Deutschland gibt es kein relevantes „kirchliches
Strafrecht“ Das stimmt so nicht; Es gibt auch in Deutschland ein Konkordat, dass das Zusammenspiel zwischen
kirchlichem und staatlichem Recht regelt. Das Kirchenrecht ist somit vom Staat anerkannt. @ Hein_Mueck_01
…ich glaube nicht an gott…es gibt nicht einen einzigen rationalen, moralischen oder sonst einen grund
dafür… Richtigerweise müsstest Du sagen: „Ich finde keinen Grund“ statt: „Es gibt keinen Grund“ Es
gibt eine nicht zu unterschätzende Zahl intelligenter Leute, die durchaus stichhaltige Gründe für ihren
Glauben gefunden haben. Die Gläubigen sind auch nicht alle automatisch blöd…
#40 wolfgang e. 13:37:10 | Freitag, 26. Februar 2010
Wenn Glaube bedeutet… …überzeugt sein von etwas, auch wenn man es nicht beweisen kann, dann ist Atheismus
selbstverständlich ein Glaube. Kein Glaube ist hingegen der Agnostizismus, denn hier gibt es keine Überzeugung,
sondern nur ein „kann sein, weiß ich nicht…“
#38 wolfgang e. 11:59:43 | Mittwoch, 24. Februar 2010
Lieber Paulaner Die sexuelle Revolution hat nicht ein Philosoph herbeigeführt sondern ein Chemiker! Das
ist so nicht richtig. Die Sexuelle Revolution wurde spätestens seit dem späten 19. JH. „philosophisch“
vorbereitet. Die Chemie war dann höchstens noch Geburtshelfer. Insoferne ist es auch falsch zu sagen:
Die sexuelle Revolution hätte die Kirche unvorbereitet überrascht. Die Kirche hat schon im 19. Jh. eine
ausgereifte Antwort auf die philosophischen Strömungen formuliert, im 20. Jh. von mehreren Päpsten und
vom 2. Vatikanischen Konzil wiederhohlt. Paul VI hat diese Antwort noch einmal bestätigt und bekräftigt.
Die deutschen Theologen hätten gerne eine andere antwort gehabt, doch das ist eine andere Geschichte.
Rückblickend betrachtet hatte damals wohl eher der Papst Paul VI recht, auch wenn er ziemlich einsam
dastand.
#27 wolfgang e. 17:12:08 | Freitag, 19. Februar 2010
Lieber JMX Die Gesellschaftliche Definition von Ehe ist längst eine ganz andere. Findet Euch damit ab.
Es geht überhaupt nicht darum, was die gesellschaftliche Definition der Ehe ist. Es geht darum, warum
die Gesellschaft gewisse Verbindungen zwischen Menschen fördern soll (egal, wie sie heißen) oder auch
nicht. Normalerweise wird von der Gesellschaft gefördert, was der Gesellschaft nützt. Von der, nennen
wir es einmal „klassischen“ Ehe hat die Gesellschaft einen großen Nutzen, wenn in ihr Kinder großgezogen
werden (was ja eigentlich der Sinn der Ehe ist). Von einer geschlechtlichen Verbindung, welcher Art auch
immer, hat die Gesellschaft an sich keinen Nutzen. Das ist also reine Privatsache. Warum sollte das von
der Gesellschaft gefördert werden? Zu Überlegen wäre, ob man kinderlosen Ehepaaren gewisse Privilegien
nicht mehr zuerkennt (da sie für die Gesellschaft auch keinen speziellen Nutzen haben). Das wäre viel
gerechter, als homosexuellen Paaren plötzlich eheliche Privilegien zuzuteilen. Und das ist letztlich
nicht im geringsten eine religiöse Frage.
#27 wolfgang e. 14:25:10 | Freitag, 19. Februar 2010
Lieber Paulaner, nenne mir eine Zeit, in der der Glaube nicht diskutiert wurde, oder nicht diskutiert
werden musste. Jeder Lehramtlichen Entscheidung ging immer eine lange Diskussion voraus. Andernfalls hätte
das Lehramt ja nichts entscheiden müssen…
#88 wolfgang e. 10:04:37 | Freitag, 5. Februar 2010
lieber hiti, sei mir nicht bös, aber du bist hier viel zu streng. Für einen Katholiken besteht keinerlei
Verpflichtung an irgendeine Privatoffenbarung zu glauben. Nicht einmal die großen kirchlich anerkannten
Marienerscheinungen wie Guardalupe, Lourdes und Fatima sind verpflichetendes Glaubensgut. Die Offenbarung
ist mit den Aposteln abgeschlossen. Niemand hört daher auf ein Katholik zu sein, niemand setzt sein Seelenheil
aufs Spiel, wenn er Zweifel an einer Privatoffenbarung hat. Ich habe das Zeugnis von Gloria Polo gelesen.
Vieles ist sehr interessant, es widerspricht (soweit ich das sehe) nicht der Lehre der Kirche. Aber die
hanebüchenen naturwissenschaftlichen Äußerungen (noch dazu von einer Ärztin) lassen doch einen ziemlich
seltsamen Nachgeschmack zurück. Ich weiß also auch nicht genau, was ich von der Sache halten soll. Nicht
jeder Zweifel hier bedeutet also, dass der Zweifler sich nicht ändern will und verloren gehen muss. Wer
solches behaupted, vertritt keinen katholischen Standpunkt. Ich halte auch prinzipiell jedes Wunder für
möglich (bei Gott ist nichts unmöglich). Dennoch haben sogar ganz große Heilige vor zu großer Wundergläubigkeit
gewarnt. (z.B. Theresa von Avila, Johannes von Kreuz). Wenn dir die Aussagen von Gloria Polo geholfen
haben, freut mich das. Du darfst das aber nicht verallgemeinern. Es gibt viele Wege zu Gott. Nicht jeder
führt über Gloria Polo.
#8 wolfgang e. 11:02:23 | Donnerstag, 4. Februar 2010
@ Seferiot Natürlich gibt es Rechtsgüter unterschiedlicher Schutzwürdigkeit: Das Recht auf Eigentum
z.B. ist nicht im gleichen Maß schutzwürdig, wie das Recht auf Leben. Daher hat der Staat z.B. das Recht
ein Grundstück zu enteignen, um eine Straße zu bauen, wenn es das Gemeinwohl erfordert. Der Staat hat
aber nicht das Recht, dem Grundstückseigentümer das Leben zu nehmen, wenn er sich gegen die Enteignung
wehrt… Das hat also mit „Klassenjustiz“ nichts zu tun, oder?
#44 wolfgang e. 11:49:55 | Freitag, 22. Januar 2010
@ lateiniheini @karljosef Er kennt werder das katholische noch das evangelische Kirchen und Eucharistieverständnis.
Das ist es ja gerade! Das kennen doch die meisten nicht! Weißt du, auch wenn sich die Mehrheit deiner
Bekannten „aus dem Bauch heraus“ eine Meinung bildet, ohne eine Ahnung von den Hintergründen zu haben,
dann ist das trotzdem nichts anderes als Ignoranz. Ignoranz ist allerdings eine schlechte Grundlage für
Toleranz. Toleranz velangt nach Respekt vor dem anderen, nicht nach Geringschätzung. Ignoranz und Geringschätzung
des Glaubens des Anderen ist wohl auch keine geeignete Grundlage für die Ökumene. Wir müssen lernen,
zu respektieren, dass es hier Verständnis-Unterschiede gibt. Wie kann man verlangen, an der Kommunion
in der katholischen Kirche teilnehmen zu dürfen, wenn einem gleichzeitig völlig „wurscht“ ist, was die
katholische Kirche unter dieser Kommunion versteht? Wenn mir ein Moslem sagt, ich dürfe als Ungläubiger
die Kaba in Mekka nicht berühren, ja nicht einmal sehen, weil sie ein heiliger Stein ist, werde ich das
aus Respekt vor diesem Moslem nicht tun, selbst wenn ich als Christ die Kaba nicht für heilig halten
kann. Ich werde nicht sagen: „Sei doch nicht so, ist doch eh wurscht, was du glaubst. Hauptsache wir haben
Gemeinschaft“.
#27 wolfgang e. 18:17:06 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Lieber JoBerens Deine Vorschläge wären ein ernsthaftes Hindernis für die ökumenischen Beziehungen
zu den orthodoxen Kirchen (bei der aufgrund des gleichen Sakramentenverständnisses die Interkommunion
mit den Katholiken teilweise schon realisiert ist). Nimm bitte zur Kenntniss, dass die Orthodoxie eine
wesentlich größere und wichtigere Konfession ist als die lutherisch evangelische Kirche. Der Papst denkt
eben nicht nur „deutsch“, sondern weltweit. Übrigens gab es noch nie solche Fortschritte in der ökomenischen
Beziehung zwischen katholischer und orthodoxer Kirche, wie in den letzten 4 Jahren. Warum sollte der Papst
das jetzt gefährden? Gleichzeitig hat die ökumenische Beziehung zwischen Orthodoxie und Protestantismus
eben erst einen historischen Tiefstand erreicht. Das größte Hindernis in der Ökumene ist also offenbar
die jüngste Entwicklung der protestantischen Kirchen, nicht der Papst.
#22 wolfgang e. 11:35:38 | Mittwoch, 20. Januar 2010
joberens Päpste versuchen nicht selten, sich gegenseitig diese Ehre zukommen zu lassen Gegenseitig? Also
Benedikt XVI spricht Pius XII heilig, dafür spricht dann Pius XII Benedikt XVI heilig? Oder wie? Füge
doch, bitte, zu deinem einfachen Denken auch einmal ein bisschen logisches Denken hinzu… Keine Angst,
es tut nicht weh… (Ach ja, und weil Benedikt XVI für Enthaltsamkeit ausserhalb der Ehe und Treue in
der Ehe ist, ist er natürlich schuld an den AIDS-Toten, schließlich wird AIDS ja hauptsächlich durch
Enthaltsamkeit und Treue übertragen, oder?)
#5 wolfgang e. 10:41:58 | Freitag, 15. Januar 2010
Lieber joberens Wenn ich als „selbst denkender Katholik“ so denken würde wie Du, würde ich die Konsequenzen
ziehen, aus der katholischen Kirche austreten, und der evangelischen beitreten.
#28 wolfgang e. 10:40:50 | Mittwoch, 2. Dezember 2009
„Die Arbeitsteilung und gegenseitige Abhängigkeit Die Arbeitsteilung und gegenseitige Abhängigkeit einer
Vielzahl von Menschlichen Individuen in der modernen Gesellschaft ist das Ergebniss eines lange dauernden
Entwicklungsprozesses. Auf jede kleine Änderung im System reagiert die gesamte Gesellschaft mit einer
komplexen Änderung dieser Abhängigkeiten, das zu einem neuen labilen Gleichgewicht führt. Ökosysteme
funktionieren auf sehr ähnliche Weise. Zumindest für uns Menschen ist das in dieser Komplexität gar
nicht planbar.
#26 wolfgang e. 10:22:12 | Mittwoch, 2. Dezember 2009
????? „Die Arbeitsteilung und gegenseitige Abhängigkeit einer Vielzahl der Pflanzen- und Tierarten in
einem Ökosystem (Biodiversität) widerspricht der Vorstellung einer schrittweisen Entstehung.“ Sagt die
Schweizer Vereinigung ‘Pro Genesis’, und vergisst, die These auch zu begründen. Es mag ja viele Gründe
geben, die Evolutionstheorie in Frage zu stellen (immerhin wirft sie ja tatsächlich noch sehr viele Fragen
auf. Die eigentlichen Mechanismen, wie Evolution funktionieren könnte, sind bislang überhaupt nicht
geklärt). Mit so dummen Argumenten wie dem obigen spielt man aber höchstens den Evolutionsbefürwortern
in die Hände, die dann wieder sagen können: „Seht, wie dumm die Evolutionsgegner sind“.
#7 wolfgang e. 12:56:00 | Donnerstag, 12. November 2009
Aha… Jetzt hätte ich auch gerne aufgeschlüsselt, wie es kommt, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit
angeblich ca. 1.500 User online sind. Wird hier eventuell auch gefaket? Jedenfalls lassen die Bewertungen
von kreuz.net auf diversen Statistik-Rechnern weit geringere Userzahlen erwarten. Kann das jemand eruieren?
#34 wolfgang e. 18:24:35 | Dienstag, 10. November 2009
200,- € pro Monat scheint mit für Werbung nicht sehr teuer zu sein… (Immerhin sind dei Werbebanner
bei kath.net recht prominent plaziert…) Hat hier jemand Erfahrungswerte?
#21 wolfgang e. 00:27:54 | Dienstag, 10. November 2009
Kunst DJM: Kitsch ist tot Kunst ist lebendig (ein guter Bekannter von mir, Schauspieler, ehemals Atheist
und sehr links, wurde durch die Johannespassion von Bach gläubig)
#13 wolfgang e. 12:03:37 | Freitag, 6. November 2009
@ wickerl Bei einer einmaligen Verfehlung gibt es normalerweise erst einmal eine Verwarnung. Die wurde
im Fall Grasser auch deutlich ausgesprochen. Daher lässt sich auch vermuten (genauere Hintergründe kennen
wir ja bisher nicht), dass die eine Messe von Hw. Küchel nicht die erste Verfehlung von Hw Beyer war,
sondern die letze vor seiner Amtsenthebung als Pfarrer. Da sollte man schon die Vorgeschichte etwas erforschen,
bevor man ein Urteil fällt. (Falls wir uns überhaupt anmaßen sollten, ein Urteil zu fällen…) Immerhin
hat der Artikel doch so manches eigenartigerweise unerwähnt gelassen. Zufall?
#5 wolfgang e. 10:50:26 | Freitag, 6. November 2009
Was der Artikel unterschlägt… … ist die Tatsache, dass Hw. Beyer gemeinsam mit Prälat Ulrich Küchl
Mitgied des inzwischen teilweise aufgehobenen Kanonikerstift Eisgarn war… Ist diese Auslassung zufällig,
oder gibt es zwischen den beiden Geistlichen doch mehr Verbindungen, als nur eine einzige Messe von HW
Küchel? Vielleicht hat die Suspendierung doch eine längere Vorgeschichte? Vielleicht sollte man (ist
bei kreuz.net manchmal zu viel verlangt) doch etwas nachforschen, bevor man schwere Vorwürfe gegen einen
Bischof erhebt. Vielleicht ist doch nicht jede effektheischende Einsendung an die Redaktion ungeprüft
veröffentlichswert.
#55 wolfgang e. 17:59:26 | Dienstag, 3. November 2009
@ Gotthard (& Thomasius) Soll ich zu allem, was kein dezitiert christliches Ziel ist, den Mund halten,
nur weil ich Christ bin? Bin ich nicht als christlicher Staatsbürger (zumal als Laie) gleichermaßen
aufgefordert, politisch Stellung zu nehmen, wie jeder andere Staatsbürger auch? Hast Du noch nie bemerkt,
dass katholisch „allumfassend“ bedeutet? Ist das nicht ein Hinweis darauf, dass ein Katholik sich in der
Welt keineswegs nur mit kirchlicher Nabelschau beschäftigen soll? Ich finde es schade, dass es bei uns
zu wenig Kinder gibt. Das zeugt von einem gesamtgesellschaftlichen Egoismus und Pessimismus. – Bin ich
deswegen ein „Nazi“? Ich finde es schade, wenn ein Volk untergeht, weil es keinen Nachwuchs hat (Ich fände
es auch bei jedem anderen Volk schade). – ist das ein „völkischer“ Gedanke? Ist das Aussterben eines
Volkes gar kein Problem für Dich (samt allen Folgeproblemen wie Überalterung, Pensionssystem, etc.)?
Hat der Mangel an Kindern wirklich gar nichts mit Abtreibung zu tun? Benedikt XVI hat in Mariazell den
Kindermangel so kommentiert: „Wir trauen wohl der Zukunft nicht ganz“
#16 wolfgang e. 12:15:48 | Dienstag, 3. November 2009
@ Thomasius Darf man sich jetzt nicht einmal mehr Sorgen um den Erhalt eines Volkes machen? Was ist daran
„völkisches Gelaber“? Ich weiß nicht, manche Leut’ haben Komplexe… Vielleicht sollte man den Nazometer
wieder auskramen… (Sag ja nicht „Autobahn“…)
#5 wolfgang e. 11:42:25 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
@ lateiniheini Es geht nicht darum, dass Kinder Fragen stellen. Das ist ihr gutes Recht. Es geht darum,
dass ihnen vielerorts keine Antwort gegeben wird.
#32 wolfgang e. 12:52:24 | Donnerstag, 24. September 2009
Kadavergehorsam Ein Gläubiger hält nicht für wahr, was ihm der Obere befiehlt, sondern was er aus dem
lebendigen, übernatürlichen Licht des Lehramtes erkennt. Aus dem lebendigen, übernatürlichen Licht
des Lehramtes kann ich aber auch erkenne, dass die Hierarchie von Gott eingesetzt und gottgewollt ist.
Dass es also Obere gibt, die das Recht und die Pflicht haben, Anordnungen zu treffen, ist kein blöder
Zufall und auch kein Werk des Teufels. Die Oberen sind also von Gott auf diesem Platz gewollt. Ich werde
ihnen gegenüber also loyal und gehorsam sein (oder zumindest: mich darum bemühen). Natürlich sind auch
die von Gott eingesetzten Oberen Menschen und damit Sünder. Daher darf der Gehorsam auch nie blind sein.
Ich glaube auch nicht, dass Ignatius von Loyola mit seinem „gehorchen, als ob man ein Kadaver wäre“ wirklich
das gemeint hat, was man heute unter Kadavergehorsam versteht (sonst hätten die Jesuiten auch keine gute
Bildung gebraucht, wenn sie soewoieso nur nach Befehl handeln sollten…) Wie gesagt, so strikt, wie ich
das bisweilen bei der Piusbruderschaft schon gesehen habe (entweder Du machst das genau so, wie wir das
sagen, oder Du bist draußen… Wir haben ja die Standesgnade… – und das oft auf Gebieten wie der Kleiderordnung,
die von der priesterlichen Standesgnade gar nicht betroffen ist…) habe ich das bisher bei keinem hier
sogenannten „neokonservativen“ Verein gesehen. Das der Papst jedoch auch eine Standesgnade haben könnte,
wird geflissentlich übersehen.
#27 wolfgang e. 11:37:11 | Donnerstag, 24. September 2009
Befehl ist Befehl“ – lautet der oberste und offenbar einzige Glaubenssatz der Neokonservativen. ??? So
ein Blödsinn. Eine dermaßen strikte Komandoordnung ist eher typisch für die Piusbruderschaft (was ich
nicht werten will: auch die Jesuiten hatten einmal eine strikte Komandoordnung und der „Kadavergehorsam“
entstammt ja der jesuitischen Tradition; Ungut ist lediglich, das dieses Gehorchenmüssen oft auch auf
die Laien-Anhänger ausgedehnt wird…). Lediglich für die oberste Führungsschicht der Piusbruderschaft
scheint eher zu gelten: „Befehl ist mir wurscht“. Vielleicht sollten wir uns alle zusammen auf den gesunden
Mittelweg begeben, der etwa so aussehen könnte: Wenn man gehorchen will (weil die Hierarchie von Gott
stammt, etc.), muss man auch um Einsicht ringen, dass der „Befehl“ auch richtig ist (also: kein „blinder“
Gehorsam). Die größere Verantwortung liegt zwar immer bei dem, der zu befehlen hat. Der, der gehorcht,
ist dadurch aber nicht aus seiner Verantwortung entlassen. Sollte man zur Einsicht gelangen, das der Befehl
falsch war, darf man nicht gehorchen, wenn die angeordnete Handlung eine Sünde wäre. Wenn die angeordnete
Handlung falsch erscheint, aber an sich nicht sündhaft ist, wird man das sagen, aber trotzdem gehorchen,
wenn darauf bestanden wird. Im Zweifelsfall wird man eher gehorchen als nicht gehorchen. Je nach Stand
und Charisma wird der Grad, wie sehr man gehorchen soll, dann auch unterschiedlich sein. (Die Jesuiten
könnten ruhig wieder Gehorsamkeit lernen, ein Priester hat dem Bischof mehr zu gehorchen, als ein Laie,
etc.)
#64 wolfgang e. 10:48:49 | Dienstag, 22. September 2009
Pascal 123 Ja, Du irrst: Die Mundkommunion ist die ordentliche Form des Kommunionempfangs im lateinischen
Ritus, das wurde nie geändert. Die Handkommunion ist eine Ausnahmeregelung (= eine außerordentliche
Form), die nur dann erlaubt ist, wenn sie auch der zuständige Ortsbischof erlaubt.
#53 wolfgang e. 00:41:56 | Dienstag, 22. September 2009
solafide Ich kenne das offenbar besser, als Sie, blöd gelaufen. Schau vielleicht ‘mal kurz in einen
katholischen Katechisus… … oder, von mir aus (der Katechismus könnte ja zu katholisch sein) auf Wikipedia
de.wikipedia.org/…ckte_Empf%C3%A4ngnis, was dort dazu steht.
#49 wolfgang e. 23:46:25 | Montag, 21. September 2009
ähh… Solafide hast Du überhaupt eine Ahnung von dem, was Du schreibst? Ich sprach vom Dogma der unbefleckten
Empfängnis Mariens: Das heißt, dass ihre Mutter Magdalena als Jungfrau die Maria zur Welt gebracht hat.
Das hat sich ein kranker Papst im 19. Jhdt. ohne jeden faktischen Anhaltspunkt ausgedacht und derlei Käse
macht Euch allenfalls christenähnlich. 1. war Magdalena nicht die Mutter Mariens, 2. hat die Mutter Mariens
ihr Kind nicht als Jungfrau zur Welt gebracht (das hat bisher auch kein einziger Papst behauptet). 3.
bedeutet unbefleckte Empfängnis, dass Maria auf völlig natürliche Weise durch den Ehelichen Akt ihrer
Eltern entstand (der gemütliche Abend im Bett ist dabei deiner Phantasie zuzuschreiben, das sei Dir aber
unbenommen) 4. bedeutet unbefleckte Empfängnis, dass Maria von Beginn an wegen ihrer besonderen Berufung
auch eine besondere Gnade erhielt, nämlich von der Erbschuld befreit zu sein. (Hat also nicht das Geringste
mit Jungfräulichkeit zu tun) Kleiner Tipp am Rande: Wenn Du schon glaubst, über den Glauben eines Anderen
herumscheißen zu müssen, dann informiere dich bitte wenigstens vorher über den genauen Inhalt dieses
Glaubens, sonst offenbarst Du mit deiner lächerlichen Fehlinterpretation eines nicht verstandenen Begriffs
höchstens Deine Ignoranz.
#14 wolfgang e. 13:34:02 | Mittwoch, 9. September 2009
@ Stimme der Vernunft Kleriker erklären viel Unsinn, wenn der Tag lang ist, das kommt, weil sie kein
ausgeglichenes Sexualleben haben und sie daher zur Schwatzhaftigkeit neigen. Soll ich aus dem Satz schließen,
das Du kein ausgeglichenes Sexualleben hast? Oder beweist der Satz, dass man auch mit ausgeglichenem Sexualleben
viel Unsinn erklären kann?
#4 wolfgang e. 11:49:08 | Freitag, 21. August 2009
unklarer Begriff „menschliches Leben“ Das „menschliche Leben“ begann mit dem Leben des ersten Menschen.
Das Leben des menschlichen Einzelindividuums beginnt selbstverständlch mit der Verschmelzung der Keimzellen
(= Befruchtung). Wer anderes behauptet, hat schlicht und ergreifend von Biologie keine Ahnung. (Oder er
will keine Ahnung haben, da er sonst die logischen Konsequenzen ziehen müsste…)
#23 wolfgang e. 14:31:39 | Freitag, 14. August 2009
@ confiteor Ich weiß nicht genau, worauf Du hinauswillst. Genau so, wie in dem von Dir zitiertem Artikel
wurde es damals auch in diesem kreuz.net-Artikel www.kreuz.net/article.9565.html dargestellt: Pfarrer
Breitbach habe bei der Predigt zu einem Schluck aus dem Bierglas ermuntert. So ist das auf deinem Artikel
in der Leserzeitung zu finden, auf Breitbachs Pfarr-Hompage und im kreuz.net Artikel. Auch die unterschiedslose
Einladung zur Kommunion ist in allen Artikeln gleichermaßen dokumentiert. Wo ist also jetzt das „falsche
Zeugnis wieder deinen Nächsten“? Breitbach will das auf einmal nicht so gesagt haben… Erinnert mich
irgendwie an Politiker. Die wollen auch immer alles so nicht gesagt haben. Für kreut.net-Niveau sind
die Kommentare im Artikel hier doch alles sehr harmlos formuliert…
#28 wolfgang e. 13:54:19 | Montag, 10. August 2009
@ newtube Leider war mit joberens noch nie eine Diskussion möglich. viele haben es schon probiert. Er
ist so einfach wie ein Felsbrocken… Völlig erstarrt in seine immer gleichen Formeln (die, nach seiner
eigenen Aussage, nicht begründet werden müssen…).
#13 wolfgang e. 11:03:05 | Mittwoch, 29. Juli 2009
@ stimme Was in einem solchen Märchenbuch bezüglich Homosexualität steht (oder auch nicht steht) kann
wirklich nicht ernsthaft von Bedeutung sein. Das mag ja für dich zutreffen, die Bibel insgesamt nicht
ernst zu nehmen ist eine konsequente Haltung (auch wenn ich sie nicht teile). Wer sich aber sowohl als
Katholik, als auch als praktizierender Homosexueller bekennt, der muss hier mit einem deutlichen Widerspruch
leben. Um einerseits (als Katholik, als Christ generell) die Bibel ernst zu nehmen, und andererseits die
ziemlich deutlichen Angaben sowohl im AT, als auch im NT zu negieren, muss man schon ziemliche geistige
Verrenkungen anstellen…
#22 wolfgang e. 17:16:17 | Donnerstag, 23. Juli 2009
@ timpressum Allerdings haben die Weisen aus dem Morgenland drei Gaben gebracht. Ganz aus der Luft gegriffen
ist die Zahl 3 also nicht. Die „Könige“ stammen aus der Volksfrömmigkeit. Es ist aber auch nicht so
wichtig, ob die Gläubigen die Weisen jetzt als Weisen oder als Könige bezeichnen. Es ist auch nicht
sehr wichtig, ob die Reliquien in Köln echt sind. Es ist auch nicht wirklich wichtig, ob das Grabtuch
von Turin echt oder das gefundene Grab in St. Paul wirklich das des Paulus ist (auch wenn viel mehr dafür
spricht, als Du die ausmahlen kannst). Der Glaube hängt nicht davon ab. Der Glaube ist eine Überzeugung,
die tiefere Gründe hat.
#15 wolfgang e. 17:08:17 | Donnerstag, 23. Juli 2009
@ St. Anton Aberglaube? Überall auf der Welt werden die Hinterlassenschaften berühmter und bedeutender
Leute gesammelt. Warum den auch nicht? – Warum nicht auch in der Kirche? – Was hat das mit Aberglaube
zu tun?
Interessant ist auch, das hier von wickerl, wie auch von kreuz.net geflissentlich „übersehen“ wird, das
auch kath.net auch dieser Artikel www.kath.net/detail.php?id=23284 erschinen ist. Auch das lässt Schlüsse
zu. Abgesehen davon: Benedikt XVI hätte Wagner nur ernannt, weil er eh wusste, dass er von Schönborn
abgesägt würde? – Geht’s noch?
wie würdest du es empfinden, wenn die Juden dir nahe legen, das einzig gute was du tun könntest ist
dem Judentum beizutreten? Ich würde das von einem überzeugten Juden für selbstverständlich halten.
Genauso, wie ich als überzeugter Christ selbstverständlich einem Juden empfehlen würde, Christ zu werden.
Nur wer von seinem Glauben nicht überzeugt ist (und wer daher eigentlich gar kein Gläubiger ist), wird
sich nicht wünschen, dass die anderen auch diesen Glauben annehmen.
#11 wolfgang e. 10:14:05 | Donnerstag, 28. Mai 2009
@ Tiqvah: Wenn alle gehen müssten… Nun ja, ist es nicht eigentlich so, dass all die Priester und Ordensleute,
die sich nicht an das halten, was sie verkündigen (oder verkündigen sollen) alleine schon dadurch ein
großes Loch reißen, vielleicht sogar ein größeres, als wenn sie gingen? Ich glaube nicht, dass das
Loch größer würde, wenn alle gehen müssten. Wenn man z.B. in den USA die Priester, die pädophil auffällig
wurden, sofort suspendiert hätte, statt alles zu vertuschen, wäre dadurch der Schaden nicht minimiert
worden? Wir brauchen nicht möglichst viele Priester, sondern möglichst gute. Mir sind daher alle Priester,
die aus ihrem Verhalten die Konsequenz ziehen, und das Priesteramt verlassen (z.B. um ihre Freundin zu
heiraten) 100x lieber, als jene, die quasi heimlich so weitertun wie bisher.
Heiß umfedet, wild umstritten, liegst dem Erdteil Du inmitten (österr. Bundeshymne, 2. Strophe) Die
Selbstbeschimpfung Österreichs durch die Österreicher hat also auch schon eine lange Tradition… Zum
Glück würde die kreuz.net-Redaktion nie auf die Idee kommen, jemanden als „umstritten“ zu beschimpfen…
o^/
Leugnung Die fast ausnahmslose Zerstörung der Schönheit der Liturgie sei „nicht nachkonziliar sondern
anti-konziliar“ – leugnet der Pater den allgemeinen Verfall der Liturgie seit dem Zweiten Vatikanum. Was
genau hat er hier geleugnet, wenn er von der fast ausnahmslosen Zerstörung spricht? Weis der geschätzte
Redakteur hier, was er schreibt?
#34 wolfgang e. 17:18:50 | Mittwoch, 29. April 2009
Kleiner Aufklärungsuntericht für Vector: Keuschheit ist NICHT das gleiche wie Enthaltsamkeit. Keuschheit
bedeutet die standesgemäße Anwendung der Sexualität. Daher gibt es auch die Keuschheit in der Ehe,
die selbstverständlich Geschlechtsverkehr beinhaltet, allerdings nur mit der Ehefrau/dem Ehemann. Katholische
Ehepaare die die eheliche Keuschheit leben haben daher in der Regel mehrere Kinder. Die Europäer sterben
momentan eher durch die Unkeuschheit als durch die Keuschhheit aus… Nur für Nichtverheiratete bedeutet
Keuschheit Enthaltsamkeit. Alles klar?
#26 wolfgang e. 11:27:18 | Mittwoch, 29. April 2009
@ Gotthard die künstliche Ernährung ist KEINE intensivmedizinische Maßnahme. Einem Menschen die Ernährung
zu verweigern ist etwas ganz anderes, als die künstliche Lebensverlängerung mit intensivmedizinischen
Greätschaften zu beenden. Oder würdest Du auch behaupten, eine Mutter, die ihr Baby nicht mehr füttert,
hätte ihr Kind damit keinesfalls getötet?
@ niketas Also irgendwie verstehe ich Dich jetzt nicht ganz. 1. Unten schreibst Du ja selbst, dass es
NICHT klar ist, ob die Diakonissen sakramental geweiht wurden und damit zum Klerikerstand gehörten. Das
die Diakonissenweihe ein Sakramentale war, ist somit (rein historisch betrachtet) genauso möglich. 2.
1994 hat Johannes Paul II festgestellt, das Frauen keine PRIESTER werden können. vom Diakonat war damals
keine Rede (obwohl das logisch daraus folgt, wenn die Diakonsweihe die erste Stufe der Priesteweihe ist).
Wie kannst Du jetzt behaupten, Johannes Paul II hätte in Unkenntnis das falsche verkündet? Woher willst
Du überhaupt wissen, was JPII wusste oder nicht wusste?
Tatsächlich ist hier ein „nein“ zu viel Hätte Erzbischof Zollitsch die Frage des Journalisten nicht
mit „nein“ beantwortet, könnte man Ihm höchstens vorwerfen, er hätte nur einen Teilaspekt von Jesu
Tod erwähnt. Hier wäre eine Klarstellung des Bischofs wirklich hilfreich. In der Hitze des Gefechts,
könnte es durchaus sein, dass dieses „nein“ nicht wirklich beabsichtigt war. Es ist auch nicht völlig
klar, was Bischof Zollitsch genau verneint. „Nein“ auf die Frage „würden Sie nicht mehr so formulieren?“
könnte entweder meinen: – „Nein, diese Formulierung lehne ich ab.“ (womit Bischof Zollitsch ein Herätiker
wäre) oder – „Nein, ich würde das nicht so formulieren“ (was nicht zwingend heißt, das er die Formulierung
an sich für falsch hält, es kann auch andere Gründe geben, einer bestimmten Formulierung auszuweichen;
hier wäre Bischof Zollitsch kein Herätiker, sondern jemand, dem der Mut zum klaren Bekenntnis fehlt)
Schmiedberger hat also recht, wenn er hier eine Klarstellung verlangt. Das hat nichts mit Piusbruderschaft
oder nicht zu tun.
Munteres Kirchensterben Das Problem liegt in Frankreich allerdings anders: Die Kirchengebäude gehören
(nach 2maliger Komplettsäkularisierung) allesamt dem Staat Frankreich. Die Verantwortung für den desaströsen
Zustand der Kirchen (viele Landkirchen sind nur mehr Ruinen) hat daher der französische Staat, der jahrtehntelang
sogar bedeutende Kathedralen wie Reims und Chartres einfach verfallen lies. Die Kirche hat auch kein Mitbestimmungsrecht,
ob eine Kirche erhalten oder abgerissen wird.
#10 wolfgang e. 10:31:21 | Freitag, 17. April 2009
Ja, hildegardfan es ist tatsächlich erstaunlich: bereits vor 20 Jahren waren alle diese Dinge bekannt,
dennoch hat man Kondom-Propaganda betrieben. Braucht man sich da noch wundern, das die Infektionsrate
in Afrika seither nicht gesunken ist? (Außer dort, wo anderes propagiert wurde?) Aber wahrscheindlich
ist daran nur der Papst schuld…
#15 wolfgang e. 11:43:41 | Donnerstag, 9. April 2009
Die Frage ist nur, woher Phobos so genau weiß, welche Absicht Christus NIE hatte… Die Einsetzung der
12 Apostel, einige Reden und Gleichnisse und der Missionsauftrag für die ganze Welt sprechen jedenfalls
sehrwohl für eine gewollte Neugründung. (Selbstverständlich als Erfüllung des alten Bundes, nicht
im Gegensatz dazu).
#41 wolfgang e. 19:05:23 | Dienstag, 7. April 2009
fünfzeichenalstitel MartinBieger: Wie kann man sexuell leben. Wenn man keinen Sex hat. Jeder Mensch ist
prinzipiell ein sexuelles Wesen. Wenn jemand zölibatär lebent, hört er deswegen noch lange nicht auf,
ein sexuelles Wesen zu sein. Die Sexualität gehört zum Menschsein dazu und ist nicht einfach abschaltbar.
Sex alleine ist nur ein Teilaspekt der menschlichen Sexualität. Der Vergleich mit den Ägytologen hinkt
etwas,weil diese die Ägybtische Geschichte und Kultur studiert haben. Aber hat dieser Bischof mal mit
Sex befasst?. Natürlich hat er das. Er war zunächst Arzt, bevor er Priester wurde, und ist als Priester
immer auch Familienseelsorger gewesen. Das Bischof Küng in der Bischofskonferenz für Familien zuständig
ist, ist kein Zufall. Mannheimer: wolfgang e: Geiler Satz: Der Zölibat ist eine Form, seine Sexualität
zu leben. Der Bischof ist ein Mann, und hat daher Sexualität, wie jeder Mann. Wir Menschen können darauf
verzichten, Oliven zu essen, wir können aber nicht darauf verzichten, Sexualität zu besitzen. Wir besitzen
sie auch dann, wenn wir keinen Sex haben. Insoferne ist kein Mensch auf diesem Gebiet ahnungslos. Viele
Mitschreiber hier sind aber, im Gegensatz zu Bischof Küng, auf dem Gebiet der natürlichen Empfängnisregelung
völlig ahnungslos, wollen aber dennoch mitschreiben.
#37 wolfgang e. 18:41:17 | Dienstag, 7. April 2009
Jaja… (@allerlei) Anmut: Wenn ein Bischof über Sex sprichtkommt mir das so vor, als würde ich einen
Vortrag über Quantenphysik halten, obwohl ich von Quantenphysik keine Ahnung habe. Es soll z.B. hervorragende
Ägyptologen geben, die keine Ägypter sind, habe ich mir sagen lassen… Man muss auch, um bei Anmuts
Beispiel zu bleiben, kein Quant sein, um von Quantenphysik eine Ahnung zu haben, oder? Das Argument, ein
Bischof hätte keine Ahnung von Sex, da er zölibatär lebt, ist eines der dümmsten überhaupt. Immerhin
sind auch Bischöfe Männer, und daher keineswegs asexuelle Wesen. Der Zölibat ist eine Form, seine Sexualität
zu leben. Das Bischof Küng mehr Ahnung hat, als die meisten Stänkerer hier, merkt man spätestens dann,
wenn manchen zu natürlicher Empfängnisregelung heutzutege nur Knaus-Ogino und Koitus Interruptus einfällt.
Seit mehr als 40 Jahren gibt es besseres! Da kann man nur sagen, nicht sehr auf der Höhe der Zeit. Die
natürliche Emfängnisregelung mittels Temperaturmessung und weiterer Symptombeobachtung (nein, Temperatur
alleine ist es nicht…) ist auch nicht so kompliziert, wie manche hier glauben. Man braucht nicht 5 Jahre,
um sie zu erlernen. Ein halbwegs intelligenter Mensch kann das auch in weniger als 5 Tagen erlernen…
Anfällig auf gesundheitliche Schwankungen sind auch hormonelle Verhütungsmittel. Ach ja, natürlich
ist natürliche Empfängnisregelung partnerschaftlich. Beide müssen sich and die Vorgabe des Zyklus halten.
Wenn der Mann nicht mitspielt, funktioniert sie nicht.
#14 wolfgang e. 14:48:32 | Dienstag, 7. April 2009
@ baiserd’oiseau Die Wahrscheinlichkeit, dass die Natürliche Empfängnisverhütung funktioniert, ist
gleich mit der eines Coitus Interruptus. Offenbar hast Du keine Ahnung. Die natürliche Empfängnisregelung
gehört zu den sichersten „Verhütungsmethoden“. das sagen keineswegs nur kirchliche Stellen. Wo sehen
die bitte Promuskuität? Schau Dich halt einmal um. Die lebenslange Treue ist zumindest die Ausnahmen
geworden. Auch ein Partnerwechsel alle 5 Jahre ist mehr Promiskuität als lebenslange Treue. Außerdem
schließen der Gebrauch von Verhütungsmitteln und vorehelicher Sex nicht die vollständige Liebe des
anderen aus Kein bisschen! Natürlich ist Liebe immer dabei. Aber vor-/ und außerehelicher Verkehr (ohne
bedingungslose gegenseitige Treue) oder Verhütungsmittel (die der Ganzannahme des anderen, so wie er
ist wiedersprechen) sind eben keine vollständige Liebe. Wenn ich die Fruchtbarkeit des anderen ablehen,
lehne ich einen nicht unwesentlichen Teil des anderen ab. Und zu der letzten Anmerkung, die Kirche sei
immer dagegen gewesen. Ja, und sie hatte immer schon gute Gründe dafür. Offenbar hat Bischof Küng doch
wesentlich mehr Ahnung von der Sache, als Du.
#90 wolfgang e. 12:22:58 | Mittwoch, 1. April 2009
@ Strohsack Ich gebe dir insoferne recht, dass es bisweilen vorkommt, dass Leute, die gewisse Probleme
haben, versuchen, in konservativen Kreisen Fuß zu fassen, um ihre Probleme zu überdecken. Dazu gibt
es tatsächlich einige Beispiele in der Geschichte. Die psychologischen Probleme dahinter können recht
vielschichtig sein (entweder wirklich nur der Wunsch, die Probleme zu verstecken, oder die Suche nach
„Halt“, der dann meist aber misslingt, oder die Einsicht, dass das eigene Verhalten nicht richtig ist,
und daher eine Sensibilisierung in diese Richtung, etc. etc.). Daraus zu folgern, dass Konservative prinzipiell
derartige Probleme hätten, und Liberale nicht, ist aber weder redlich noch nachweisbar. Ich kenne konservative
Menschen, die psychisch völlig gesund sind, und solche, die psychisch labil sind, mit vielfältigen Problemen
beladen. Ebenso kenne ich liberale Menschen, die völlig gesund sind, und solche, die labil sind. So what…
#88 wolfgang e. 11:18:03 | Mittwoch, 1. April 2009
@ Strohsack Es sind doch immer die Konservativen in der Kirche, die durch Unzucht, Frauengeschichten und
unehelichen Kindern auffallen. Stimmt schon, das die Konservativen in Falle von Unzucht mehr auffallen.
Das liegt aber nicht daran, das Unzucht bei Liberalen seltener wäre (ganz im Gegenteil, wie man in Linz
sieht), sondern daran, dass bei Konservativen die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit auffallend
größer ist.
@ dope-pope Bei Regen mit Regenschirm, wird man nicht naß Bei Regen ohne Regenschirm, wird man naß Ich
bin des ofteren bei Regen trotz Benutzung eines Regenschirms nass geworden… Sobald Regen und Wind etwas
stärker werden, ist das selbst bei bester Schirmqualität unvermeidlich. Die einzige wirklich wirkungsvolle
Schutz gegen Nasswerden bei Regen, ist das zu Hause bleiben. Bei Regen lässt es sich manchmal nicht vermeiden,
dass man trotzdem hinaus muss. Sex außerhalb der Ehe (der fixen Partnerschaft, für diejenigen, die nicht
mehr an die Ehe glauben) kann man aber durchaus jederzeit vermeiden. Das kann man auch Afrikanern klar
machen. An Intelligenz mangelt es denen nicht… Nur würde halt keiner daran verdienen…
lieber Navon, Gerechtigkeit bedeutet, gleiches gleich zu behandeln, verschiedenes aber verschieden zu
behandeln. Eine generelle Gleichbehandlung wird den Unterschieden nicht gerecht. Versuche einmal, deine
Katze, dienen Fisch und deinen Gummibaum mit dem gleichen Futter zu füttern…
Nicht nur Behauptungen… Da viele andere Konfessionen ja keinen verpflichtenden Priesterzölibat mehr
kennen, braucht man sich nur ein bisschen umschauen. Der Umgang mit geschiedenen Priestern z.B. ist sicher
nicht leichter zu lösen, als der Umgang mit Priestern, die den Zölibat brechen… Dass Du deine Kirche
nicht verlassen willst, verstehe ich durchaus. Aber entspricht die katholische Kirche wirklich noch deiner
jetzigen Einstellung? Du sagst, Du hältst am Glaubensbekenntnis fest. Das tun die anderen Konfessionen
aber auch. Wie sieht es aus mit dem Katechismus der Katholische Kirche, mit der Treue zum Papst und zum
Lehramt, etc.? Wie sieht es mit all dem aus, was Du bei deiner Priesterweihe versprochen hast? Was genau
hält Dich in der katholischen Kirche? Wenn Du mit so vielem nicht zufrieden bist, was ist es, das Dich
an die katholische Kirche bindet? Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich wundere mich immer wieder,
wie man es aushalten kann, in einer Kirche zu bleiben, die man in vielen Punkten ablehnt, wenn es doch
so eine große Auswahl an Konfessionen gibt, die der eigenen Einstellung viel mehr entsprechen würde.
Was siehst Du an der katholische Kirche positives, was anderswo fehlt?
lieber Puchil Ohne verpflichtenden Zölibat für alle Priester hätte die katholische Kirche einige Probleme
weniger. Auch das ist kein Argument, sondern eine Behauptung. Richtiger wäre wohl: Ohne vepflichtenden
Zölibat hätte die Kirche andere Probleme, kaum jedoch weniger Probleme. Darf ich eine persönliche Frage
stellen? Warum wechseln Sie nicht die Konfession und werden z.B. Altkatholik? Ich will Sie nicht aus der
Kirche vertreiben, aber würde das Ihrer Situation und ihren Einstellungen nicht viel eher entsprechen?
Sie könnten dort sogar wieder Priester sein, ohne auf ihre Frau zu verzichten. Ich versehe nicht, warum
Sie verlangen, dass die katholische Kirche verändert wird, wenn das, was sie verlangen wo anders längst
verwirklicht ist. Halten sie etwa die katholische Kirche weiterhin für die einzig wahre Kirche? Oder
sind andere Konfessionen für sie gleichwertig? Wenn die Kirche in ihrem Sinn verändert würde, wo sollen
dann die hin, die die katholische Kirche so lieben, wie sie ist (auch mit allen Unzulänglichkeiten der
beteiligten Personen)?
lieber Puchil Also, laut diverser Schätzungen und Umfragen scheitern 25% der Priester am Zölibat. Die
Scheidungsrate der Verheirateten liegt bei ca. 45-50%. Angesichts dieser Umstände ist es klüger, den
Priesterzölibat beizubehalten. Denn hier ist die Versagensquote offenbar geringer. Angeblich ist ja die
Scheidungsrate bei protestanischen Pastoren höher als beim Rest der Bevölkerung. Wollen wir diese Zustände
wirklich auch in der katholischen Kirche?
#71 wolfgang e. 15:05:09 | Donnerstag, 12. März 2009
lieber matt die Gründe können sehr vielfältig sein. Z.B. währen ihm höchstwahrscheinlich unter diesen
Umständen als Weihbischof komplett die Hände gebunden, noch irgendetwas zu tun. Wozu sollte er sich
das antun, wenn er nicht einmal etwas bewirken könnte? Da ist es gleich besser, Pfarrer zu bleiben, und
wie bisher im Stillen segensreich zu wirken. Vielleicht wollte er auch die betroffene Frau und deren Kind
nicht blosstellen. Auch das kann ein Grund sein (auch wenn das jenseit deiner Vorstellungskraft liegt).
Vielleicht gab es hier auch einen Konflikt mit dem Beichtgeheimnis… Nun, da das Gerücht offenbar schon
in der ganzen Diözese die Runde gemacht hat, war es wohl an der Zeit, dass Hw. Wagner dazu Stellung bezieht.
Es steht Dir, als der, der Du bist, nicht zu, leichtfertig ein Urteil zu fällen. Oder wo stehst Du deinen
Mann? Im Internet ist es leicht, große Worte zu schwingen. Etwas ganz anderes ist es, das durchzustehen,
was Hw. Wagner die letzten Wochen durchstehen musste.
#68 wolfgang e. 10:58:09 | Donnerstag, 12. März 2009
Nun ja… Die Worte Wagners vor und nach der Ernennung klangen nicht so, als hätte er umbedingt Weihbischof
werden wollen. Ich halte ihn auch für intelligent genug, sich das nicht gewünscht zu haben… (Welcher
Mensch, der halbwegs bei Trost ist, würde sich wünschen, in so einem Sauhaufen wie Linz Bischof zu sein…)
Abgesehen davon, dass Ambitionen ansich nichts verwerfliches sind (habt Ihr denn alle keine Ambitionen?).
@matt: Du bist wohl etwas schnell im Urteilen. Wenn Dir so ein Gegenwind entgegenblasen würde, wie das
bei Wagner der Fall war, und Du dann auch noch mit so einem Gerücht erpresst würdest, gegen das es kaum
eine Verteidugungsmöglichkeit gibt (wie willst Du das Gegenteil beweisen??). Würdest Du dann standhaft
bleiben, wenn selbst dein zukünftiger Vorgesetzter zu zweifeln beginnt?
#62 wolfgang e. 15:17:30 | Mittwoch, 11. März 2009
@ paramedic mag ja sein, aber besser eine eitrige Zehe, als die Eiterbeule, die momentan in Linz am Platzen
ist. Besser ein harter Knochen wie Mons. Wagner, der ehrlich seine Meinung sagt, als dieser verlogene
Dechanten- und Intrigantenhaufen, der nun in Linz sein Haupt erhebt… Was in der Diozöse Linz abgeht,
ist echt zum speiben.
#60 wolfgang e. 12:14:16 | Mittwoch, 11. März 2009
Pfarrer von Ars Ich kenne HW. Wagner zu wenig, um ihn mit dem Pfarrer von Ars vergleichen zu wollen und
zu können. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es ähnliche Gerüchte immer wieder gab und gibt. Manchmal
stellen sich die gerüchte als wahr heraus, manchmal als falsch. Nach dem jetzigen Stand der Information
tendiere ich hier stark zu zweiterem. Wie gesagt, warten wir es ab. Offenbar kommt in Linz nun einiges
ans Licht, von dem viele gerne hätten, dass es verborgen bliebe…
#57 wolfgang e. 11:30:18 | Mittwoch, 11. März 2009
Dicke Suppe? Naja, bisher gibt es ein Gerücht, das vom Betroffenen, da es nun öffentlich wird, dementiert
wird. Ob das schon eine dicke Suppe ausmacht? Ich würde vorschlagen: Warten wir einmal ab, was herauskommt…
Ehrlich gesagt, natürlich ist prinzipiell alles möglich, und jeder Mensch zu jeder Sünde fähig, aber
sehr plausiebel klingt das Gerücht bisher nicht. Vorwürfe können wahr oder falsch sein. Eine Geburtsurkunde
beweist, das ein Kind geboren wurde, sonst nichts. Mein Vorschlag wäre: Vaterschaftstest. Alles andere
ist reine Spekulation und wilde Phantasie. Weiterhin ist die Suppe sehr sehr dünn…
#54 wolfgang e. 10:46:21 | Mittwoch, 11. März 2009
Der hl. Pfarrer von Ars hat einmal eine ledige Schwangere massiv unterstützt und ihr Kind bei sich aufgenommen,
als die Mutter bei der Geburt starb. Das sorgte damals für einen Riesenwirbel und massiven Gerüchten
und Verleumdungen. Bis sich dann der Vater des Kindes auf seinem Sterbebett zu dem Kind bekannte…
#12 wolfgang e. 14:52:25 | Dienstag, 10. März 2009
wenn das Kind lebt… könnte man die Sache leicht mit einem Vaterschaftstest klären. Ansonsten ist mir
die Suppe noch zu dünn, um von einer „Bombe“ zu sprechen. Behaupten und vermuten kann man ja schnell
einmal…
#18 wolfgang e. 12:04:18 | Dienstag, 10. März 2009
Edith Stein zum Nachlesen: www.kathpedia.com/…ndex.php/Edith_Stein Edith Stein war Tochter aus gläubigem
jüdischen Haus. In ihrer Jugend verlor sie ihren Glauben und wurde Atheistin. Auf der Suche nach Wahrheit
stieß sie über die Philosophie (Phänomenologie) zum katholischen Glauben. Sie folgte ihrer neu gewonnenen
Überzeugung mit aller Konsequenz, obwohl das (irdisch gesehen) für sie nur Nachteile brachte. Wenn die
Kirche sie heute auch als Katholikin ehrt, ist das daher keine Vereinnahmung. Sie wurde von sich aus katholisch.
Mit dem katholischen Glauben entdeckte sie auch ihren jüdischen Kinderglauben wieder. Ihre Wunschvorstellung
war ein Judenchristentum nach dem Vorbild der Apostel (die ja auch zugleich Juden und Christen waren.)
Dass das zu ihrer Zeit in der Praxis nicht möglich war, war ihr allerdings schmerzlich bewusst. Da sie
von der Wahrheit des katholischen Glaubens überzeugt war, ersehnte sie selbstverständlich, dass alle
Juden zur gleichen Überzeugung kämen. Sie litt sehr darunter, dass ein großer Teil der Juden Christus
nicht als den Messias anerkannten und bot Gott mehrmals Gott ihr Leben als Sühne dafür an. Schon ihr
Eintritt in den Karmel ist als eine Sühnehandlung zu verstehen, wie sie mehrfach in Briefen betont. Allerdings
wollte sie gleichermaßen auch für die Sünden der Deutschen sühnen. „Komm wir gehen für unser Volk“
ist aus dem Mund Edith Steins ein doppeldeutiger Satz. Zeitlebens hat sie sich, was ihre Volkszugehörigkeit
betraf, als Deutsche gesehen.
#17 wolfgang e. 10:02:38 | Dienstag, 17. Februar 2009
caritatem Inwiefern sollte der „alte Ritus“ im Widerspruch zum 2. Vatikanischen Konzil stehen? Kennst
Du die Texte des Konzils überhaupt? Lies einmal „Sacrosanktum Concilium“ nach. Dieser Text des Konziels
über die Liturgie steht dem „alten Ritus“ viel näher als dem neuen. Der neue Ritus wurde auch erst deutlich
nach dem Konzil entwickelt und eingeführt.
#34 wolfgang e. 16:13:33 | Sonntag, 15. Februar 2009
@ Rüdesheim Der mutige Bischof Iby? Wie viel Mut braucht es, um mit den Wölfen zu heulen? Der Applaus
der veröffentlichten Meinung kann ihm gewiss sein…
#228 wolfgang e. 11:26:51 | Freitag, 13. Februar 2009
Dämonische Hässlichkeit? Nun ja, man kann über das etwas seichte symbolische Konzept diskutieren. Man
kann auch diskutieren, ob Holz wirklich das richtige Material für einen Opferaltar ist (auch wenn das
Opfer seit Christus unblutig ist). Aber dämonisch hässlich? Zumindest ist es doch ein recht hübsches
Holz.
#27 wolfgang e. 13:46:20 | Dienstag, 10. Februar 2009
„Strafe“ (@Puchil) Von „Strafe Gottes“ sprachen die Medien, nicht Pfarrer Wagner. Lesen Sie einmal den
Wortlaut nach. Tatsächlich können Naturereignisse wie der Tsunami oder AIDS oder sonstiges für uns
ein Auslöser sein, unsere Beziehung zu Gott zu überdenken. Wir Europäer sagen durch Wort und Tat Gott
doch ständig, dass wir Ihn nicht wollen. Gott in der Verfassung erwähnen? – Um Gottes willen! – Umdenken
in unserem Sexualverhalten? – Gott behüte! Lieber massive Kondomwerbung. – Gerecht Wirtschaften? – Dann
verdiene ich doch weniger! Wenn dann der Tsunami kommt, und wir die Abwesenheit Gottes deutlich zu spüren
bekommen, kann man von den selben Leuten hören: „Wo war den Gott jetzt? Wie kann er das zulassen?“ Ist
es wirklich so abwegig, hier einen Zusammehang erkennen zu wollen? An den Folgen unserer Sünden haben
immer auch Unschuldieg zu leiden. Keineswegs alle, die an AIDS erkranken sind daran schuld. Dennoch wird
AIDS durch sündhaftes Verhalten gefördert. Kein Zusammenhang? In New Orleans hat man massiv Geld für
die Sünde ausgegeben, und dabei vergessen, auch etwas Geld in die Dämme zu investieren. Kein Zusammenhang?
In der Kirche hat die Benennung von Schuld und deren Folge nie die Funktion einer Verurteilung. das Ziel
ist die Versöhnung. Das ist das Tröstliche an der Sache.
#5 wolfgang e. 11:50:13 | Dienstag, 10. Februar 2009
@puchil2 Hw Wagner hat in seiner Pfarre über 300 Laienmitarbeiter. Sie sollten sich einmal informieren,
bevor Sie Unsinn schreiben. Ansonsten ist es schon etwas komisch, wenn einem katholischen Priester vorgeworfen
wird, dass er katholisch ist. Wäre es nicht primäre Aufgabe der katholischen Laien, in der Welt präsent
zu sein? Ich merke davon in Österreich kaum etwas. Stattdessen gibt es hunderttausende Wichtigtuer, die
sich in den Altarraum drängen und dort ihre mangelnde Präsenz in ihrem eigentlichen Ort kompensieren
wollen, die den Priestern und den Normal-Laien das Leben schwer machen. In vielen Pfarren ist eine unangenehme
PGR-Laien-Clique enbtstanden, in der jeder ausgegrenzt wird, der nicht dazugehört. Hw Wagner mag so manchen
kantigen Spruch von sich gegeben haben. Aber er hat langjährige Seelsorgeerfahrung und hinterlässt eine
wohlgeordnete und sehr aktive Pfarre, in der die Laien trotz ihrer Mitarbeit sehr wohl auch wissen, was
ihre eigentliche Aufgabe ist.
#4 wolfgang e. 11:26:34 | Dienstag, 27. Januar 2009
trotz eines orchestrierten und zeitlich wohl geplanten Medienaufruhrs? Och…, hat ihn der Medienaufruhr
etwa überrascht? Das klingt ja fast so, wie wenn der Zündler über den brennenden Heustadel überrascht
wäre…
#21 wolfgang e. 18:26:27 | Freitag, 23. Januar 2009
@ hildegardfan Ja, in diesen Fällen kann ich (bis zu einem gewissen Grad) verstehen, dass eine Frau abtreiben
möchte. Richtig finde ich es dennoch nicht. Verstehen und für Richtig halten sind nämlich verschiedene
Dinge. Ich würde auch in solchen Fällen von einer Abtreibung dringend abraten. (Außer natürliche bei
einer tatsächlichen Lebensgefahr für die Mutter. Das lässt sich aber heutzutage fast immer durch einen
frühzeitigen Kaiserschnitt und Brutkasten anders lösen.)
völlig unkompetent Architekt Meck hat nach Angaben der in dieser Angelegenheit völlig unkompetenten
‘Abendzeitung’ in Neuried „erneut Gespür“ für angeblich „zeitgemäße Andachtsräume“ bewiesen. Was
genau macht kreuz.net jetzt kompetenter?
#26 wolfgang e. 17:22:45 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
lieber waldemar Was du dir hier zusammenreimst ist psychologistischer Unsinn. Die Kirche überhaupt nichts
gegen „fressen, saufen, scheißen, Kinder machen“ einzuwenden, solange das nicht der einzige Lebensinhalt
bleibt. Abgesehen davon, dass du nicht verstanden hast, was „unbefleckte Empfängnis“ bedeutet: Unbefleckt
heißt nur, dass Sie von Anfang an von der sog. „Erbschuld“ befreit war, unter der alle Normalsterblichen
zu leiden haben. Das hat mit Sperma nichts zu tun. Natürlich waren bei der Zeugung von Maria auch Sperma
beteiligt.
#55 wolfgang e. 10:26:47 | Freitag, 12. Dezember 2008
Lieber JoBerens Ich finde es irgendwie witzig, dass Du Luther fast heiligsprechen würdest. Das zeigt
wieder einmal deine völlige Unwissenheit. Lies einmal ein paar Schriften von ihm (z.B. was er über die
Juden zu sagen hatte…). Ich glaube, Dir würde schlecht werden dabei…
#4 wolfgang e. 10:16:49 | Freitag, 12. Dezember 2008
Lieber JoBerens Was bist Du bereit, zur Armutsbekämpfung beizutragen? Worauf bist Du bereit zu verzichten?
Has Du nicht auch ein festes Dach über dem Kopf, während andere auf der Straße leben. Wird Dein Vorwurf
dadurch nicht genauso unglaubwürdig? Weißt Du noch, was dem Judas gesagt wurde, als er sich über die
Verschwendung des Nardenöls beschwerte? Wem wäre geholfen, wen der Vatikan seine Paläste aufgäbe,
und den Erlös an die 4 Milliarden Armen dieser Welt verteilte? Ich kann Dir sagen: Die Kirche steht in
der Armutsbekämpfung an vordester Front. Entwicklungshilfe funktioniert bei Kirchlich getragenen Vereinen
wesentlich effizienter als bei staatlichen. Die Kirche hat, dafür, dass es über 1 Milliarde Katholiken
gibt, einen absolut schlanken Verwaltungsapparat. Für die Leitung einer Weltkirche ist eine gewisse Infrastruktur
nötig. Verkauft man die Paläste, muss man andere Gebäude kaufen. Wer wird dan die Paläste erhalten,
die immerhin zum Kulturerbe der Menschengehören? Die Kosten für die Papstbesuche werden von den einladenden
Staaten gerne getragen, da sie eine hohe Umwegrentabilität besitzen. Außerdem ist dieses Geld sicher
besser investiert, als in „Rock am Ring“ oder das „Donauinselfest“, die ebenfalls Unsummen verschlingen.
Lieber JoBerens, Du bist entweder ein Heuchler, oder ein Ignorant.
#26 wolfgang e. 14:25:18 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
Oh doch, Alois Ich kenne einige, die sich als Jugendliche die Worte von Johannes Paul II auf den Weltjugendtagen
und anderswo zu Herzen gehen ließen, und nun in ihrer Ehe auch Humanae Vitae völlig ernst nehmen. Einige
gute Initiativen wären ohne die unermüdliche Jugend-Arbeit dieses Papstes undenkbar. (Ich denke z.B.
an Jugend für das Leben und andere)…
#14 wolfgang e. 09:59:49 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
Nun ja… Der Ratschlag des späteren Papstes wäre tatsächlich etwas seltsam… Allerdings: Wie sicher
ist es, das dieser Ratschlag tatsächlich erteilt wurde? War der Enkel des Vetters des späteren Papstes
als Ohrenzeuge dabei? (Die Aussage stammt NICHT aus einem Brief des Papstes). @Marcellus & Kunstmaler
Es stimmt, die Kirche ist heilsnotwendig. (Die Lehre der Kirche hat sich auch hier nicht geändert.) D.h.,
für jemanden, der die Heilsnotwendigkeit der Kirche erkennen kann, ist zumindest der Wunsch, dieser Kirche
anzugehören, Bedingung für das Heil. Für jemanden, der unschuldigerweise diese Heilsnotwendigkeit nicht
erkennt, kann Gott andere Wege des Heiles finden. (Für Gott ist nichts unmöglich, und Gott möchte alle
Menschen retten, soferne sie es nicht selbst ablehnen, gerettet zu werden). Er wird dann allerdings nicht
wegen, sondern trotz seiner falschen Überzeugungen gerettet. Inwieferne jemand an seiner Nicht-Erkenntnis
schuld ist, kann nur Gott beurteilen. Daher können wir von niemanden mit Sicherheit sagen, dass er nicht
das Heil erlangt.
#44 wolfgang e. 12:05:41 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
ecclesia Also, ich wurde nicht gezwungen, zu heiraten. Ich tat es freiwillig. Mit der Heirat habe ich
mich freiwillig tur Treue verpflichtet. Niemals würde ich aber auf die Idee kommen, von einer „Pflichttreue“
zu sprechen. Jo Der Zölibat ist nicht die Hauptvoraussetzung für das Priestertum, sondern eine Nebenvoraussetzung,
sonst gäbe es ja auch keine Ausnahmen. Dass viele Priesteranwärter „komische Typen“ sind, stimmt leider
nur zu oft. Das schreckt leider auch manchen guten Kandidaten ab. Leider wurde vielerorts in einem falsch
verstandenen Liberalismus nicht mehr genau genug auf die Eignung der Kandidaten geachtet, mit verheerenden
Folgen für die Kirche (nicht nur, was die zahlreichen Missbrauchsfälle betrifft). Die Kirche täte gut
daran, hier wieder strengere Maßstäbe anzusetzen. Die Kirche braucht „echte Männer“ mit einer gesunden
Sexualität als Priester. Sonst ist der ganze Zölibat ja witzlos. Besser wenige gute, als viele mittelmäßig
bis schlechte Priester. Schon alleine wegen der Glaubwürdigkeit wäre das bitter nötig.
#26 wolfgang e. 11:27:48 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Nocheinmal Da es keine Verpflichtung gibt, Priester zu werden, ist auch die Rede vom „Pflichtzölibat“
ein völliger Unsinn. Zwischen der Entscheidung, Priester zu werden, und der tatsächlichen Priesterweihe
vergehen im Normalfall zumindest 5-6 Jahre. Das sollte ausreichen, um sich über die Konsequenzen klar
zu werden. Ich habe meine Frau erst 3 1/2 Jahre gekannt, als ich sie heiratete. Das war ausreichend Zeit.
Manchmal wird (ohne Nachweis) behauptet, dass bis zu 1/3 der Priester den Zölibat nicht hält. In Österreich
werden die Hälfte der Ehen wieder geschieden. Welche Lebensform ist also erfolgreicher?
#21 wolfgang e. 11:14:33 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
copy & paste Pflichtzölibat Dazu ein Reim: Den Pflichtzölibat, den gibt es nicht, musst ja nicht Priester
werden, So steht es nun in meinem Gedicht, muss nicht bewiesen werden. wolfgang e. (als einfacher, eingelullter
Katholik)
#109 wolfgang e. 21:01:38 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Lieber Jo An drei Männer mit langem Bart habe ich nicht geglaubt. Ok, das mit dem Bart stammt von mir.
Die drei Männer war die Vorstellung, die Du unten verworfen hast, die die Kirche allerdings auch nicht
vertritt. Ich denke, wir können nur über Gott spekulieren. Was und wie er ist werden wir hier auf Erden
nie erfahren. Also alles nur reine Spekulationen. Ja und nein; hier scheiden sich halt die Geister. 1.
kann man aus Vernunftgründen sehrwohl zu dem Schluss kommen, das es nur einen Gott gibt, und dieser allmächtig
sein muss. Also ein bisschen können wir schon ohne weitere Voraussetzung erkennen. 2. dies macht eben
das Christentum aus, dass man an eine göttliche Offenbahrung glaubt, das heißt, die Christen glauben,
dass Gott uns (im AT durch die Propheten, im NT direkt durch seinen Sohn) etwas über sich erzählt hat.
Jetzt kommt es einfach auf eine Glaubensentscheidung an (die durchaus vernünftig begründbar ist): Nehme
ich die Evangelien als Offenbarung Gottes an, oder nicht? Wenn ja, dann weiß ich doch noch ein paar zusätzliche
Dinge über Gott (z.B. die Dreifaltigkeit). Wenn nein, dann ist auch jede Spekulation müssig, denn worauf
sollte die aufbauen? Du schreibst doch immer, die Kirche muss sich auf die Evangelien zurückbesinnen
und diese ernstnehmen. Das würde doch voraussetzen, das ich sie tatsächlich für Gottes Offenbarung
halte. Warum sollte ich sie sonst ernst nehmen. Nimmst Du die Evangelien ernst? Was würdest Du statt
„Person“ vorschlagen?
#102 wolfgang e. 19:53:04 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Also Jo: warum 3 Personen Natürlich ist das Wort „Personen“ als Bezeichnung für die drei Personen Gottes
ein Hilfsmittel. Dieses Wort wurde, weil es im 4. Jh. das passendste war, als analoger Fachbegriff eingeführt.
(In dem Sinn: Eigentlich haben wir den richtigen Ausdruck nicht, aber man kann sagen: „in Gott gibt es
so etwas wie 3 Personen“) Diese Ausdrucksweise ist nicht falsch, aber unvollständig. Insoferne kann man
natürlich über den Begriff der göttlichen Person diskutieren (v.a. auch, weil sich der Personenbegriff
der Philosophie in den letzen 1600 Jahren des öfteren gewandelt hat.) Nur bringt diese Diskussion nicht
viel, jeder andere Begriff, den man stattdessen einführen könnte, wäre zumindest genauso unvollkommen.
Dass es diese 3 Personen gibt wissen wir aus der Bibel. Dort werden sie nicht als Personen bezeichnet,
aber Christus spricht vom Vater, vom Sohn und vom Hl.Geist als von unterschiedlichen göttlichen Realitäten,
er sagt gleichzeitig auch, dass es nur einen Gott gibt, und das er und der Vater eins sind. D.h. er, der
Sohn ist Gott, der Vater, der jemand anderer als der Sohn ist, ist Gott, der Hl. Geist ist Gott, trotzdem
gibt es nur einen Gott. Angedeutet ist das schon im AT Augustinus hat lange darüber nachgedacht, und
ist in etwa zu der Erklärung gekommen, die ich weiter unten beschrieben habe. Du kannst das annehmen,
oder nicht. Aber Augustinus ist sicher näher dran als deine Vorstellung von „drei Männern im Himmel“.
(möglichst mit langem Bart, dann ist das Bild komplett)
#62 wolfgang e. 17:55:42 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Lieber Joberens Was soll ich noch sagen… Du beweist eigentlich mit jedem Posting, dass du keine Ahnung
hast, willst trotzdem überall mitreden, und bist aber gegen jeden Erklärungsversuch resistent. Nun ja.
Ich hätte es ja wissen können. Ich habe noch nie erlebt, dass du auf ein Argument eingegangen wärest.
Schade eigentlich. Bleibe halt in deinem gemütlichen Selbst-Denken-Schneckenhaus. Mit über 70, hätte
ich gedacht, sollte die Trotzphase langsam vorbei sein. Wir können die Dreifaltigkeit nur in Ansätzen
erahnen. Aber ein bisschen mehr als deine „3 Männer“ sollte doch drinnen sein…
#54 wolfgang e. 17:38:57 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Lieber Joberens: in aller Kürze (nur eine leise Ahnung dessen, was die Dreifaltigkeit wirklich ist) Gott
ist Person und reiner Geist. Als solcher hat er zwei „Fähigkeiten“: Erkennen und Wollen Gott erkennt
also sich selbst. Da Gottes Erkenntnis aber unendlich ist, und nicht beschränkt, so wie unsere, ist auch
seine Selbsterkenntnis so vollkommen, dass seine Erkenntnis mit dem Erkannten völlig übereinstimmen.
Das „Bild“ das sich Gott Vater also in seiner Erkenntnis von sich macht ist daher genauso vollkommen wie
Gott, ist daher genauso reale Person wie Gott. Gott Sohn ist die persongewordene Erkenntnis Gottes. (Bei
uns ist das anders: wenn wir uns in den Spiegel schauen, erkennen wir unser Abbild, aber das Abbild ist
unvollkommen und nur scheinbar real). Vater und Sohn erkennen außerdem, dass sie gut sind, und dass auch
der Sohn gut ist. Daher will Gott sich und den Sohn genau so wie sie sind. Anders ausgedrückt: Der Vater
liebt den Sohn, der Sohn liebt den Vater. Diese gegenseitige Liebe ist wieder so vollkommen, dass sie
wieder zur eigenen realen Person wird. Der Hl. Geist ist also die persongewordene Liebe Gottes. Vater,
Sohn und Hl. Geist sind also 3 real existierende Personen. Sie unterscheiden sich nur durch ihre Beziehung
zueinander. Die 3 Personen sind daher in all ihrem Tun und Wollen völlig eins. Daher ist es auch weiterhin
nur ein Gott, trotz der 3 Personen. So wie auch bei uns unsere Selbsterkenntnis in uns bleibt, so auch
bei Gott. Und da Vater und Sohn in Gott sind, muss natürlich auch die Liebe zwischen Vater und Sohn in
Gott bleiben.
#43 wolfgang e. 16:14:08 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Tja, lieber Joberens, … genau das ist ja dein „Problem“ …MUß man glauben, daß da oben drei Herren,
sind, die zusammen den einen Gott darstellen,…? Dein Wissensstand über unseren Glauben ist auf dem
naiven Niveau eines 3-jährigen stehengeblieben. Kein Wunder, dass du jetzt mit über 70 an diesem Glauben
zweifelst. (Du bist übrigens nicht der einzige, der dieses Problem hat. Viele hochgebildete Menschen
verlieren ihren Glauben, weil sie auf dem Gebiet des Glaubens völlig ungebildet sind) Einfach denken
genügt eben nicht. Man muss sich, bevor man über eine Sache nachdenkt, auch über die Grundlagen informieren,
sonst kommt man mangels richtiger Voraussetzungen notgedrungen zu falschen Ergebnissen. Die Theologie
der Dreifaltigkeit ist wesentlich ausgereifter als „drei Männer, die einen Gott darstellen.“ Informiere
Dich einmal gründlich, dann diskutiere weiter…
#28 wolfgang e. 19:30:47 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
lieber joberens Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit vor dem Fernseher. Das geistige Niveau
der meisten Fernsehprogramme stürzt seit Jahren rasant ab. Glaubst du wirklich, dass die meisten Menschen
unter diesen Bedingungen heute mündiger sind? Ich glaub’s nicht.
#4 wolfgang e. 10:05:25 | Montag, 1. Dezember 2008
gotisch? Na ja, amerikanische Gotik vielleicht… Oder in etwa so gotisch, wie die Wallfahrtsbasilika
von Lourdes. Vielleicht könnte man den Stil als US-Neo-Neugotisch bezeichnen. Mit „echter“ Gotik hat
das wenig zu tun. Da ist der Kollonial-Barock der zuvor erwähnten FSSPX-Kirche in Mexico authentischer.
(In Mexico ist der Barock in ländlichen Gebieten v.a. bei Kirchenbauten noch immer ein „lebender“ Baustil.)
Wie dem auch sei, es sie ihnen gegönnt; eine Kulturleistung ist das aber nicht…
#28 wolfgang e. 15:43:58 | Freitag, 28. November 2008
nur eine kurze Frage warum sollte der Spruch nur für Mord und Totschlag gelten? Man kann, wenn man will,
seinen moralischen Anspruch durchaus etwas verfeinern. Warum die Kirche hier die natürliche Methode für
besser hält als Verhütungsmittel, habe ich unten kurz versucht zu erklären. Es geht eben auch darum,
das großartige Geschenk der Sexualität im Anderen so anzunehmen, wie es ist, ohne es zu manipulieren.
Wer sich mit dem Thema beschäftigen möchte, könnte dazu einiges von Dietrich von Hildebrand lesen,
bzw. die Mitwochkatechesen der ersten 4(!) Jahre von Johannes Paul II. Dort wird das sehr ausführlich
auch anthropologisch begründet. Die Lehre der Kirche ist nicht unbegründet. Aber, wie gesagt, viele
Menschen, auch Bischöfe haben diese Lehre nicht angenommen, ich möchte daher niemandem hier etwas vorwerfen.
Vielleicht kommt das noch. Zumindest in meinem Bekanntenkreis kenne ich viele junge Eheleute, die sich
hier ume eine Einheit mit der Lehre der Kirche bemühen.
#23 wolfgang e. 14:53:55 | Freitag, 28. November 2008
friedrich & kunstmaler Es kommt nicht darauf an, wie man verhütet, sondern aus welchem Grund. Die Methode
ist ganz egal. Vielleicht kommt es auf beides an. (War zumindest in der klassischen Moral immer so: der
Zweck heiligt die Mittel nicht.) Das verletzt andere Menschen. Wenn Sie selber das für sich so sehen,
bitte. Aber verallgemeinern können Sie das nicht so einfach. Es tut mir leid, wenn Sie sich verletzt
fühlen, es ist nicht meine Absicht, Ihnen irgendetwas vorzuwerfen. Ich habe für mich herausgefunden,
dass das, was die Kirche hier lehrt durchaus einer großen Logik folgt, und entdeckt (bei mir und bei
einigen anderen), dass die Befolgung dieser Lehre sich positiv auswirkt. Das hoffe ich, in einem offenen
Meinungsaustausch auch sagen zu dürfen. Das ist keine Schuldzuweisung (immerhin wurde diese Lehre der
Kirche vor 40 Jahren von 80% der deutschen Bischöfe abgelehnt, von ein paar immer noch). Was soll ich
also Ihnen vorwerfen. Verstehe es, bitte, allerhöchstens als denkmöglichen Vorschlag. Kunstmaler: Eine
Frau kann schließlich nicht „ständig“ Kinder bekommen Behaupte ich ja auch nicht. Ich habe von „rein
egoistischen Motiven“ gesprochen. Bei guten Gründen (und was gute Günde sind, ist tatsächlich eine
Frage der ehrlichen Gewissenserforschung, hier legt sich die Kirche nicht fest) kann es sogar höchst
angebracht sein, die Kinderzahl zu beschränken. Ich bitte um Verzeihung, wenn durch die Kürze der Meldungen
manches missverständlich wird. 1500 Zeichen sind nicht viel für dieses Thema.
#15 wolfgang e. 14:10:24 | Freitag, 28. November 2008
@ friedrich sag ich ja nicht. Ich versuche nur, die Argumente für die natürliche Empfängnisregelung
zu erklären. Mich haben sie überzeugt. Dass du mit 40 noch unbeding Kinder zeugen musst, habe ich damit
nicht sagen wollen. (Auch Alter kann ein guter Grund für den Verzicht auf weitere Kinder sein). Mit 3
Kindern bist du sowieso wesentlich großzügiger gewesen, als der heutige Durchschnitt. Ich habe erst
2 Kinder (2 Jahre und 1/2 Jahr), ich bin aber auch noch jünger, vielleicht kommt ja noch was… @ confiteor
Von dir habe ich schon intelligentere Kommentare gelesen…
#12 wolfgang e. 13:53:55 | Freitag, 28. November 2008
lieber friedrich spee ganz so beknackt finde ich dass nicht. Es gibt nämlich schon einen Einstellungs-Unterschied
zwischen künstlicher Verhütung und natürlicher Empfängnisregelung. Bei der künstlichen Verhütung
gibt es einen Widerspruch zur Liebe: wenn Liebe die Ganz-Annahme des Anderen sein soll, so wie er ist,
dann ist diese Ganz-Annahme eben nicht vollkommen, wenn ich sage: „so, wie Du bist, mit Ausnahme deiner
Fruchtbarkeit“ Bei der natürlichen Empfängnisregelung nütze ich eben die Besonderheiten der weiblichen
Fruchtbarkeit genau so, wie sie ist (nämlich mit durchschnittlich nur 5 fruchtbaren Tagen pro Monat).
Hier besteht der Widerspruch zur Ganz-Annahme nicht. Es kann gute Gründe geben, warum ein Ehepar (momentan
oder völlig) auf Kinder verzichten sollte. Da Sex aber auch der körperliche Ausdruck der ehelichen Liebe
ist, gibt die natürliche Empfängnisregelung hier die Möglichkeit, auf diesen Liebeserweis nicht verzichten
zu müssen. Wenn man natürliche „Verhütung“ nur aus egoistischen Motiven betreibt, ist sie auch nicht
viel besser als die künstliche Verhütung. Das mag vielleicht etwas abgehoben klingen. Ich kann aber
nicht nur aus eigener Erfahrung sagen, dass die natürliche Empfängnisregelung der Ehe sehr gut tut,
weil man lernen muss, auf den anderen Rücksicht zu nehmen, und v.a. die Frau außerdem lernt, auf ihren
Körper zu hören. Bei der künstlichen Verhütung besteht, wegen der ständigen „Verfügbarkeit“, mehr
die Gefahr, dass sich egoistische Tendenzen verstärken.
#5 wolfgang e. 11:27:56 | Freitag, 28. November 2008
lieber joberens (Anregungen Teil 3) Es ist daher völlig absurd, dem Papst irgendeine Schuld an den AIDS-Toten
vorzuwerfen, und die Meinung der Kirche zum Thema Kondom ist wesentlich differenzierter, als Du annimmst.
Noch eine weitere Denk-Anregung (wenn du ein bisschen googelst, wirst du das bestätigt finden): Es gibt
in ganz Afrika nur ein einziges Land, in dem die Aids-Ansteckungsrate gesunken ist (und zwar gewaltig):
Uganda. Es gibt in Afrika nur ein einziges Land, in dem keine „Kondome sind der beste Schutz vor AIDS“-Kampagne
gemacht wird. Das Pragramm lautet dort: 1. Enthaltsamkeit (außerhalb der Ehe) 2. Treue (in der Ehe) 3.
Zur Not (wenn 1+2 nicht eingehalten werden): Kondome. Diese Land heist: Uganda Inzwischen musste das auch
so manche UN-Unterkommision zur Kenntnis nehmen. Belege z.B. hier: www.kath.net/detail.php?id=8095 www.kath.net/detail.php?id=11506
#3 wolfgang e. 10:44:56 | Freitag, 28. November 2008
lieber joberens (Anregungnen Teil 1) Nur so ein paar Anregungen zum weiterdenken: zum Thema Sexualität
sagt die Kirche folgendes: Die Sexualität ist ein wertvolles Geschenk Gottes, das für den Menschen zwei
Bedeutungen hat: – biologisch: die Zeugung von Nachkommen, – spezifisch menschlich: körperlicher Ausdruck
einer ganz-hingebenden Liebe zwischen zwei Personen. Daraus folgt: 1. Da zur wirklichen vollkommenen Ganzhingabe
die Treue unbedingt dazugehört, gehört die Ausübung der Sexualität in die Ehe, bei der eben diese
Treue versprochen wird. (Sex außerhalb der Ehe ist eine Art „Korpersprachen-Lüge“, da ich körperlich
Ganzhingabe aussage, dazu aber eigentlich nicht bereit bin). Wenn einmal der erste Punkt beherzigt wird,
dann kommt noch folgendes hinzu: 2. Die künstliche Verhütung wird aus zwei Gründen abgelehnt: – erstens
gehören die zwei Bedeutungen der Sexualität zusammen. Wenn ich jemanden wirklich Liebe, kann ich „nicht
genug von Ihm (Ihr)“ bekommen. Der Wunsch nach Kindern ist daher eine logische Folge der ehelichen Liebe.
Hier bekomme ich noch mehr vom Anderen. – zweitens widerspricht auch die künstliche Verhütung der Ganzhingabe.
Zur Ganzhingabe gehört nämlich auch die Ganzannahme des Anderen. Wenn ich aber sage: „Ich Liebe dich
ganz, so wie Du bist, außer deine Fruchtbarkeit, die musst du unterdrücken“. Konklusio: Wenn ich nicht
bereit bin, mich an Punkt 1 zu halten, gibt es keinen Grund mich an Punkt 2 zu halten, denn der 2. Punkt
folgt aus dem ersten. (Fortsetzung folgt)
#36 wolfgang e. 15:03:52 | Mittwoch, 26. November 2008
Jo: Guatemala Ja glaubst Du denn, dass die in Guatemala noch keine Fernseher haben? Was hast Du denn für
ein eigenartiges Bild von der Welt??? „Wir als ach so fortschrittliche Europäer lassen uns nicht mehr
so einlullen, wie diese hinterwäldlerischen Guatemalteken…“ Du bist in deiner fortschrittlichen Überheblichkeit
wohl denkerisch im 19. Jh. steckengeblieben. Nach den 2 Weltkriegen, die wir fortschritlichen Deutschen
im 20. Jh. angezettelt haben, wäre es an der Zeit, uns nicht mehr für die fortschrittliche Herrenrasse
zu halten. Nicht jeder Fortschritt ist übrigens ein Fortschritt zum Guten. (Es gibt auch die fortschreitende
Demenz…) Wie ich schon vorher schrieb: Wenn jemand wirklich denkt, dann muss auch ein Fortschritt in
seinen Gedanken bemerkbar sein. Deine Gedanken drehen sich im Kreis. Seit Du hier aufgetaucht bist, bist
Du noch nie auf ein Argument eingegangen, hast deine Meinung kein einziges Mal um einen Deut geändert…
Du denkst nicht weiter. Öffne einmal dienen Blick über deinen engen Tellerrand hinaus. Lass dich nicht
von deinem bieder-gemütlichen Deutschtum einlullen. Du schreibst, du bist noch fit und agil. Nun denn,
ich werde die Hoffnung nicht aufgeben…
#27 wolfgang e. 13:22:24 | Mittwoch, 26. November 2008
die menschen denken immer mehr selbst… Mit der Kirchleitung scheint er aber restlos überfordert zu
sein. Das ist deine persönliche unqualifizierte Meinung, und offenbart deine massive Uninformiertheit.
Unser jetzige Papst hatte, bevor er Papst wurde, jahrelang Gelegenheit, die weltweite Kirche und ihre
Probleme kennenzulernen. Er hat seine Schlüsse daraus gezugen, und leitet nun Schritt für Schritt die
Reformen ein, die er für notwendig erachtet. Es stimmt schon, die deutschen Bischöfe und Priester sind
etwas träge mit der Umsetzung… (Deine Analyse mit der verschlafenen Amtskirche trifft auf weite Teile
des deutschen Sprachraums durchaus zu). Was ist das eigentlich für eine eigenartige Überheblichkeit,
die Guatemalteken pauschal als unterentwickelt und rückständig abzuqualifizieren? Gescheite und denkende
Menschen gibt es dort genauso wie hier. Und was ist das für eine eigenartige Überheblichkeit, allen,
die Deine Meinung nicht teilen, und die sich um Einheit mit dem Papst bemühen, pauschal ein Nicht-Denken
zu unterstellen? Du wirst es nicht glauben, es gibt auch rationale Argumente für ein Bemühen um die
Einheit mit dem Papst! Steig bitte von deinem hohen Ross herunter und nimm, bitte, zur Kenntnis, dass
du hier mit Leuten diskutierst, die z.T. wesentlich mehr Ahnung von der Materie haben, auch wenn der Umgangston
manchmal leider zu Wünschen übrig lässt… Und selbst denken: Wenn jemand wirklich denkt, dann muss
auch ein Fortschritt in seinen Gedanken bemerkbar sein. Deine Gedanken drehen sich im Kreis.
#13 wolfgang e. 12:09:07 | Mittwoch, 26. November 2008
Lieber Jo Papst Benedikt scheint überfordert und seinem Posten und den damit verbundenen Aufgaben einfach
nicht gewachsen zu sein. Er scheint ein armer, hilfloser Mensch auf diesem, Posten zu sein. Benedikt XVI
ist der bedeutendste deutschsprachige Intellektuelle unserer Zeit. Sogar der hochgelobte Habermas fängt
zu stottern an, wenn er versucht ihm zu antworten. Du hingegen hast leider keine Ahnung. Ich nehme Dir
gerne ab, dass Du die Kirche retten willst. Nur: Dein Programm zur Rettung wurde gerade in Europa in den
letzten 50 Jahren bis zum Exzess auprobiert. Und das Ergebniss? – Gerade in Europa ist die Kirche am schlimmsten
dran. Es stimmt schon, daran sind nicht nur die liberalen Theologen und die Umsetzung ihrer Ideen Schuld,
auch die Gesellschaft hat sich von der Kirche wegentwickelt. Soll die Kirche hinterherhinken? Ist es nicht
eher die Aufgabe der Kirche, einen anderen Weg aufzuzeigen (den schmalen Weg, nicht die breite Straße)
Ich weiß, mit 72 ist es nicht mehr leicht, umzudenken. Aber versuche einmal die Kirche als katholische,
d.h. weltweite Kirche zu betrachten. Ich habe z.B. in Guatemala, in der winzigen Diözese Solola, unter
einem strenggläubigen Bischof, ein Seminar mit über 100 Seminaristen gesehen, weitere 200 mussten abgewiesen
werden. Das geistige Leben blüht gerade dort, wo die Lehre der Kiche ernstgenommen wird. Hör mit Deiner
(typisch deutschen) Nabelschau auf und weite dein Blickfeld. Und dann denke. Die Kirche ist nicht deutsch,
sondern katholisch.
#68 wolfgang e. 18:14:28 | Donnerstag, 20. November 2008
Danke Jo, schön langsam kann ich ihn auswendig. (Wobei mich stets verwirrt, dass bei jedem neuen Postig
zwei Wörter dann doch anders sind. Wie soll man sich das denn merken, wenn du immer etwas änderst?)
wolfgang e. (als verwirrter, verständlicherweise, einfacher, denkender)