Montag, 2. Juli 2007 12:34
Lesername: Ratibor
Beiträge: 42
Leser ‘Ratibor’ wünscht keinen Kontakt über Email.
Montag, 23. Juni 2008 20:37
Ratibor: Jede Neuauflage …
liturgischer Bücher und auch eines neuen Gesangbuches dient nur dazu kränkelnden Verlagen wieder Geld in die Kasse zu spülen. Man bedenke, welche Auswirkungen allein eine neue Bibelübersetzjng hat: neue Stundenbücher, Messbücher, Lektionare, Arbeitshilfen, …

Und wir können sicher sein, mit welcher Vehemenz die Verwendung der bisherigen Ausgaben strengstens unterbunden wird, nur damit man sich möglichst rasch und umfassend neue Materialien anschafft. Hoffentlich ist die Bischofskonferenz (resp. der VDD) gut an diesen lizenznehmenden Verlagen beteiligt.
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Freitag, 9. Mai 2008 22:19
Ratibor: @Gotthard – knapp daneben
Ubi Petrus, ibi Ecclesia ! [mehr…]
Freitag, 9. Mai 2008 21:30
Ratibor: @Parmenas
jedoch nicht Neurom.
Gut, in dem Punkt sind sich Links- und Rechtsaußen ausnahmsweise wohl einig.
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Freitag, 9. Mai 2008 21:13
Ratibor: Nihil obstat
Jeder ordentliche Theologieprofessor muss das so genannte „nihil obstat“ aus Rom einholen. Es zeigt gut, dass die Welt nicht hinter den Türen des jeweiligen Ortsbischofs zuende ist. Dieses Verfahren drückt sowohl die Bedeutung als auch die Wertschätzung für diese Aufgaben aus. Für die Weltkirche ist eben Rom die verbindende Instanz und beugt einem Provinzialismus (geschweige denn vielen eigenen Privatlehren) vor. So sieht man, auf welcher Ebene eine Katholische Universität steht.

Aber ich vergaß wieder: Alles darf sein, nur ja nicht Rom.
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Freitag, 9. Mai 2008 21:02
Ratibor: Das Problem ist das Verfahren und nicht die Person
Ich denke, von Prof. Hemel wurde gar nichts gefordert. Er war ein übriggebliebener Kandidat. Vielleicht bestehen die Bedenken ja auch in erster Linie gegenüber der Art und Weise, wie seine Wahl zustande gekommen ist. Wenn die Kirche dann aber keine andere Möglichkeit hat, als im Nachhinein von einer Berufungung abzusehen, dann ist das sicherlich nicht der Königsweg, aber der einzige Weg um deutlich zu machen, dass man eine andere, vielleicht bessere Wahl, erwartet hätte.

Wenn man also nicht will, dass der Träger genötigt wird, in letzter Sekunde die Notbremse zu ziehen, dann sollte schleunigst die Grundordnung wieder geändert und eine einvernehmliche Form der Präsidentensuche gefunden werden.
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Freitag, 9. Mai 2008 18:22
Ratibor: @aufrechterkatholik – Demut verstehen
Ohne Demut versteht man in der Tat die Kirche nicht … aber Demut ist ja nicht in und ihr beschränkter Horizont ist für Sie bereits die ganze Welt.

25% scheinen für Sie ja nicht viel zu sein. Mich würde interessieren, wieviel Geld sie spenden oder damit irgendwelche Dinge sponsorn, bei denen Sie nicht wissen was dort mit ihrem Geld gemacht wird. Ihre Uneigennützigkeit ehrt Sie zutiefst.

Mir fallen auf Anhieb Dutzende Projekte ein, die Sie mit einem Viertel der Gesamtkosten unterstützen könnten. Was das für Projekte sind, brauchen Sie ja nicht wissen, denn das braucht einen Sponsor ja nicht zu interessieren. Sollte Sie jemand dennoch dafür als blöd hinstellen, werde ich Sie gerne jederzeit in Schutz nehmen.

Oder kann es doch sein, das Sie, als aufrechter Katholik, ein Problem damit haben, dass es ausgerechnet die Katholische Kirche ist, die ein Interesse an der KU hat?

Vielleicht hätten die Erfinder der neuen Grundordnung der Universität die Kirche, resp. den Großkanzler und die anderen bayr. Bischöfe, doch nicht für so ganz dumm halten sollen, dass sie das bis zum Ende mitmachen.
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Freitag, 9. Mai 2008 17:47
Ratibor: Berechtigte Ansprüche
Ich finde es immer erstaunlich, wenn man die Kirche so hinstellt, als ob sie unberechtigte Ansprüche erhebt. Hat denn der Staat eine Deutungshoheit und ein Weltanschauungsmonopol? Der Träger einer öffentlichen Einrichtung hat das Recht, seine spezifischen Interessen unf Anliegen umzusetzen – schließlich stellt das seine Motivation dar, sich für das Gemeinwohl zu engagieren.

Allen, die hier so gegen die kirchlichen Trägerschaften schreien, sollten sich klarmachen, dass unser Sozialstaat sofort kollabieren würde, wenn sich die Kirche von einem Tag auf den anderen aus Schulen, Kindergärten, Caritas und Plege zurückziehen würde. Eine Uni ist nichts anderes. Wenn man vorher versucht, dem Träger bewusst eins auszuwischen, indem man drei von vier Kandidaten plötzlich aus dem Rennen nimmt, dann braucht man sich nicht wundern, wenn irgendwann die Notbremse gezogen wird.
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Dienstag, 8. April 2008 00:33
Ratibor: @Gerhard
„Katholisch“ – als Übersetzung des „Allumfassend“ kann allerdings nicht einfach die Summe jeder x-beliebigen Meinung und Interpretation sein. Den Glauben auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu reduzieren, das wird dem Glauben nicht gerecht. Pfr. Breitenbach ist in sich die gewollte und absolute Opposition zur röm.-kath. Kirche (man braucht nur seine Schriften zu lesen). Da geht es nicht um Erneuerung im Glauben, sondern um Profilierung seines Egos.

Das merkt man daran, dass es in dieser Pfarrei realistisch eigentlich keine Zeit „nach Breitenbach“ geben kann. Auch wenn ein neuer Pfarrer käme, er könnte niemals neue Akzente setzen, die nicht grundsätzlich der Breitenbach-Ideologie entsprechen. Klar, Breitenbach hat die letzten Jahre nichts anderes getan, als sich selbst zu verkünden und sich selbst zu vermarkten – alles unter dem netten Deckmäntelchen „Jesus“.

Traurig, aber ich habe mit dem Pfarrer schon meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Vielleicht wollen sie ja die Pfarrkirche kaufen, den Pfarrer und den Diakon selbst finanzieren und aus der Kirche aussteigen, die sie so sehr bekämpfen – das wäre die ehrlichste und sauberste Lösung. Sie wollen nicht katholisch sein, also können sie auf dieses Etikett ja auch verzichten. Und bei einem so überdurchschnittlichen Gottesdienstbesuch und lebendigen Gemeindeleben dürfte die Finanzierung ja kein Problem sein.
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Sonntag, 6. April 2008 22:45
Ratibor: @Gerhard
Ein lebendiger Glaube zeigt sich in der Freude über die Liebe Gottes zu uns Menschen und seine immer neue Gemeinschaft mit uns in der Eucharistie und im Abendmahl. Er zeigt sich darüberhinaus im respektvollen und liebevollen Umgang miteinander – auch mit denen, die eine andere Glaubensüberzeugung vertreten. Und nicht zuletzt schlägt sich ein lebendiger Glaube in einem lebendigen Gemeindeleben nieder.

Vieles, was von Ihnen in einem Atemzug genannt worden ist, mag sich auf den ersten Blick ja schön anhören, hat mit dem Glauben der Kirche aber noch nicht viel zu tun. Der Glaube der Kirche ist ja nicht irgendeine individuelle Sicht, sondern in den Grundzügen objektive Verkündigung und Lehre. Die Begriffe „Eucharistie“ und „Abendmahl“ zu unterscheidend und doch in einem Atemzug synonym zu verwenden zeigt, dass es eine inhaltliche Konkretisierung wohl nicht gibt.

Wenn Pfr. Breitenbach für die „Zeit nach ihm“ so genannte „Mahlfeiern mit Jesus“ propagiert, dann hat das mit dem katholischen Glauben nichts mehr zu tun. Nicht etwa, weil man nicht als Christen auch eine Agape feiern könnte, sondern weil diese Erfindung erschreckend zeigt, dass dort niemand weiß, was Eucharistiefeier bedeutet.

Da hilft dann auch das gebetsmühlenartige verweisen auf den „liebevollen Umgang“ nichts. Dass Pfr. Breitenbach mit seinen Kritikern alles andere als liebevoll umgeht, habe ich am eigenen Leib erfahren. Für ihn gibt es nur seine Wirklichkeit – die sicherlich nicht die der katholischen Kirche ist.
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Sonntag, 6. April 2008 11:57
Ratibor: @Gerhard
Ich freue mich immer wieder, Beispiele gelebten Glaubens sehen zu dürfen.

Welchen Glaubens?
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Dienstag, 18. März 2008 21:22
Ratibor: Datenschutz schon problematisch …
Die Angabe von Geburtstagen mit dem vollen Datum und vor allem noch mit der Adresse ist sehr problematisch. Im Grunde bedarf es einer Einwilligung von jedem einzelnen Jubilar. Manche Herausgeber versuchen das zu umgehen, indem sie einmal jährlich dazu auffordern ggf. einer Veröffentlichung für das kommende Jahr zu widersprechen. Würde man monatsweise nur den Namen mit dem Alter veröffentlichen, wäre das noch lang nicht so problematisch. [mehr…]
Sonntag, 16. März 2008 18:09
Ratibor: Ein paar Zitate von der Dachverbandshomepage …
Irgendwie nett …

Was ist eine Begine ?

Sie ist eine Frau, die Kenntnis über die
Beginenbewegung des Mittelalters hat.
Sie findet diese Lebensform attraktiv und lohnend.
Eine Begine ist eine vorwitzige, vorbildliche, fidele,
verwegene, neugierige, freie, viel(fair)sprechende,
korruptionsfreie, geruchsneutrale,
strapazierfähige, mutwillige Frau.

Spiritualität

Spiritualität bedeutet für uns heutige Beginen,
unser ganzes Leben, Beruf und Alltag
verantwortlich zu gestalten.
Wir feiern die natürlichen und kosmischen
Jahres- und Lebenszyklen und entwickeln dafür
eigene Formen (Rituale und Liturgien).
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Samstag, 15. März 2008 18:42
Ratibor: Stellenwechsel ist sinnvoll
Ähnlich wie bei Priestern halte ich es bei den hauptamtlichen Laienmitarbeitern für sinnvoll, dass man die Stelle ab und zu einmal wechselt. Ich kenne verschiedene Beispiele, wo die lange Präsenz eines Gemeinde- oder Pastoralreferenten („innen“ eingeschlossen) irgendwann einmal zur Belastung geworden ist. Nicht allen gelingt es, sich immer wieder dem Stil eines neuen Pfarrers anzupassen und nehmen für sich eine Art Richtlinienkompetenz in Anspruch (hergeleitet aus der langjährigen Erfahrung vor Ort).

Zum zweiten kann es auch für einen Laienmitarbeiter in der Seelsorge gut sein, durch eine neue Situation in einer anderen Gemeinde wieder neue Motivation zu schöpfen.

Sicherlich ist es dann aber anders als bei einem Priester nicht möglich, die Familie immer mitzuversetzen. 6km sind wahrlich kein Thema – vielleicht sogar zu wenig, wenn man bedenkt, dass auch eine räumliche Distanz (zumindest anderes Dekanat) förderlich für einen Neuanfang an der neuen Stelle ist (viel zu oft mischt man sich sonst in seinem alten Umfeld ein und macht es den Nachfolgern schwer).

Ich komme selber aus einer Familie, die berufsbedingt oft umziehen musste und hab das als Kind nicht wirklich positiv erfahren. Augenmaß und einen Blick für den Einzelfall ist da immer sinnvoll.

Manche Bistümer haben ja auch eine langfristige Personalplanung, so dass sie davon ausgehen, dass man zwar schon einmal einen Umzug in Kauf nehmen muss, nicht zwingend aber bei jedem Stellenwechsel. So kann man vorausplanen.
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Sonntag, 9. März 2008 14:33
Ratibor: @matt2
Sie haben echt keine Ahnung – also sollten Sie das Herumvermuten beenden und sich erst einmal informieren (vor Ort – das ist echt interessant!!!). Nur soviel: Ein Gardist arbeitet nicht nur, wenn man ihn in Uniform (blau oder bunt) sieht.

Alle Gardisten werden intensiv ausgebildet und leisten profesionellen Personenschutz (auch in Zivil). Nicht umsonst ist diese Truppe bei der Abschaffung der Ehrengarden übrig geblieben.

Den Kompetenzstreit hat Oberst Mäder schon früher kritisiert und gerade die Reduzierung auf repräsentative Aufgaben als ein Problem benannt. Das gilt es jetzt deutlich zu klären.
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Sonntag, 9. März 2008 12:44
Ratibor: @matt2
Da unterschätzen Sie die Schweizergarde tatsächlich. Die „bunten Vögel“ sind nicht die ganze Garde, auch nicht bei öffentlichen Veranstaltungen. Vor einigen Jahren konnten wir bei einer Begegnung mit Gardisten auch hinter die Kulissen schauen und bekamen einen Einblick in Ausbildung und Aufgaben. Sie stellen wirklich einen wirksamen Schutz des Papstes dar (und verteidigen ihn nicht nur mit Hellebarden – ein Blick in die Waffenkammer genügt).

Die jetzigen Differenzen zeigen, wie wichtig die Schweizergarde auch als „neutrale“ Kraft in den Interessens- und Machtspielchen innerhalb des Vatikanstaates war ist.
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Mittwoch, 27. Februar 2008 16:58
Ratibor: @matt – überhebliche Ärzteschaft
Ich bin ein wenig vorsichtiger, die Schuld für sowas allein den Ärzten zuzuschieben. Es gibt ja auch die Fälle, wo Eltern die Ärzte verklagen, weil sie nicht deutlich genug vor einer Behinderung gewarnt hatten („… wenn wir das gewusst hätten, hätten wir natürlich abtreiben lassen“). Und schon soll so ein Arzt für die Folgekosten des Lebens aufkommen (Pflege, mediz. Versorgung, Unterhalt, … –-> Diskussion „Kind als Schaden“). Gerade wenn eine Diagnose nicht ganz so leicht zu treffen ist, mag mancher Arzt lieber zur Abtreibung zu raten, bevor er am Schluss der Dumme ist.

Das zeigt natürlich, dass die ganze Problematik nicht bei den Mediziniern anfängt, sondern eine viel breitere, gesellschaftliche Ursache hat.
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Mittwoch, 27. Februar 2008 16:42
Ratibor: @gast
Wenn DAS mal keine katholischen Nachrichten sind … !!! Fallen Ihnen noch dümmere Argumente ein, warum über sowas nicht in aller (!) Öffentlichkeit reden sollte? [mehr…]
Sonntag, 24. Februar 2008 16:17
Ratibor: @Aleph – Unverschämtheit
Ihre Einlassungen sind ebenso plump wie lächerlich. Mit welcher Vehemenz hätten Sie geschimpft, wenn der Bischof diesen lange vereinbarten Ortstermin einfach angesagt hätte. Sofort wäre doch der Ruf da gewesen, der Bischof würde das einfache Kirchenvolk ignorieren und sich nur unter Seinesgleichen herumtreiben. Und jetzt meinen Sie, der Bischof sollte sich von einem Kaplan vertreten lassen. Meine Wut über Ihre Aussagen ist so groß obwohl ich mir schon die ganze Zeit vorsagen, dass sie ja gar nicht ernst gemeint sein können – ein wenig Menschenverstand vorausgesetzt. [mehr…]
Donnerstag, 21. Februar 2008 14:07
Ratibor: @kath.Sachs
Man braucht die regelmäßige Einzelbeichte nicht wieder einführen, es gibt sie. Die Tatsache, dass nur ein kleiner Teil der Leute dieses Sakrament regelmäßig empfangen ist aber auch auf das dumme Gerede vieler Geistlicher in den letzten Jahrzehnten zurückzuführen.

Diese sind mit der Behauptung hausieren gegangen, dass man die Beichte nicht brauche. Im Grunde haben sie aber suggeriert, dass man sie nicht mehr wollte. Es ist verständlich, denn schließlich ist es leichter, sich seine Sünden wegzulügen und wegzuargumentieren, als sie zu bereuen und zu bekennen. So sind sie auf bereitwillige und offene Ohren bei den Menschen gestoßen.

Auch pseudo-historische Argumente wurden da immer gerne angeführt. Wenn wir aber die frühchristliche Bußpraxis als Maßstab heranziehen, dann führt es heute dazu, dass wir alle Menschen in schwerer Sünde aus der Gottesdienstgemeinschaft dauerhaft ausschließen müssen, bis sie es sich zutrauen, nach der nur einmal möglichen Lossprechung den Rest ihres Lebens im Gnadenstand zu verbringen. Und wehe, die von Ihnen angesprochene „Wurzelsünde“ (wobei nicht ganz klar ist, was sie darunter verstehen) ist dann damit nicht überwunden.

Die Einzelbeichte (natürlich nicht für Bagatellen) ist gerade darum für ein christliches Leben wertvoll (Gnade, Bewährung, Wachstum, …). Das zeigt Bischof Hanke sehr schön in seinem Hirtenwort. Und dafür sollten wir bei den Menschen werben – nicht alle möglichen Argumente finden, warum man sie davon fernhält.
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Samstag, 16. Februar 2008 21:53
Ratibor: Don’t panic
Der Vorsitzende der DBK ist kein „Deutscher Papst“ und die Bischofskonferenz ein Gremium wie viele, viele andere in unserer Deutschen (Aus-)Sitzungs-Kirche.

Erzbischof Zollitsch hat sich mit seinen jüngsten Äußerungen selbst „ins Knie geschossen“. Wenn das seine wichtigsten Themen sind, die ihn im Moment bewegen, dann hat er schon lange keine Pfarrgemeinde mehr „von innen“ gesehen. Man merkt halt, wem er zu gefallen sucht.

Aber was erwartet man sich schon von den Bischöfen, wozu man selbst gar nicht bereit ist. Also hilft nur: Die Bibel und den Katechismus aufschlagen, den Rosenkranz in die Hand nehmen und einfach mal einen Hauskreis gründen, und noch einen und noch einen …

Als ob die Neuevangelisierung und die Umkehr der Herzen von einem DBK-Vorsitzenden abhängen.
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Mittwoch, 13. Februar 2008 10:59
Ratibor: Geld stinkt nicht …
… und auch (gerade) mit solchen Büchern lässt sich was verdienen. Der BV ist dabei ein Buchhandel wie jeder andere auch und darf damit rechnen, dass er es mit mündigen Kunden zu tun hat (… wie wir ja heute auch alle mündige Christen sind).

Zur Zeit meines Studiums hatten wir Theologiestudenten einen guten Draht zur Inhaberin einer örtlichen Buchhandlung, die auch große Auslagen zu theologischer Fachliteratur zusammenstellte – leider waren auch manchmal zweifelhafte Bücher ganz vorne dran, andere gute aber eher in „zweiter Reihe“. So sind wir mit der Inhaberin ins Gespräch gekommen, die uns sagte, dass sie ja grundsätzlich alle Bücher anbieten muss (ggf. auf Bestellung). Allerdings könne sie die Bücher oft nicht inhaltlich beurteilen und würde die Auslage mehr nach Gefühl arrangieren. Wenn sie Zeit hatte, sind wir schon mal das Sortiment durchgegangen und haben so eine andere Gewichtung erreicht.
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Mittwoch, 30. Januar 2008 22:54
Ratibor: @Hintzen
Wenn über eine alte Sache schon lange Gras gewachsen ist, kommt immer ein Kamel gelaufen, das alle wieder runterfrißt. – Na dann guten Appetit, ihr Kamele!
Spätestens zum nächsten Ökumenischen Kirchentag wird das ganze wieder von vorne losgehen. Und wieder werden die gleichen unhaltbaren Forderungen erhoben und Thesen aufgestellt.

Wenn alles so eine Nebensächlichkeit ist, warum stellt man es, aus Anlass des Neuanfangs, aus so dar: als Neuanfang.

Aber so, wie die Diözese das Thema totschweigt, ist sie sich der Problematik ihrer Entscheidung wohl voll bewusst.
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Montag, 28. Januar 2008 18:44
Ratibor: @Alkuin
In der Tat muss unsere Kirche sich anders verhalten als in jedem anderem Betrieb (z.B. Nokia). Wir, als Christen müssen anders sein als diese egomanische Gesellschaft.
Sehr richtig. Und Bischof Mixa hatte das 2003 auf vorbildliche Weise getan. Keine Suspendierung, Gehaltsfortzahlung, Studienmöglichkeit, etc… Glücklicherweise hat Pfarrer Kroll nach seinem umstrittenen Interview mit Leugnung des katholischen Eucharistieverständnisses schnell eingelenkt.

Darum wäre es jetzt auch nur ein kleiner Aufwand, wenn er in aller Form seine Distanzierung von seinem Fehler bekräftigt, damit das auch heut all denen klar ist, bei denen er die katholische Lehre von der Eucharistie nun zu vertreten hat.

Und vielleicht sollte es ihm die Bistumsleitung nicht dadurch schwer machen, ihn zu einem Jugendpfarrer gerade bei denen zu machen, die ihn für seine „Ordnungswidrigkeit“ haben hochleben lassen.
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Montag, 28. Januar 2008 13:39
Ratibor: Es gibt da ja auch so etwas wie Dummheit in unserer Kirche …
Und ich nenne es Dummheit, einen Priester mit der Vorgeschichte, Geisteshaltung und dem Mangel an Loyalität zum Jugendpfarrer zu machen. [mehr…]
Montag, 28. Januar 2008 13:18
Ratibor: @timpressum
Äpfel mit Birnen zu vergleichen hat noch nie eine Diskussion gefördert.

Außerdem frage ich mich, was an der Behandlung Pfarrer Krolls „rigide“ gewesen sein soll? Die Wahrheit sieht anders aus: Viele Gespräche, viele gebaute Brücken von Seiten Mixas. Dann, nachdem ein ziviler Job in mehreren Stellen (selbst nach finanziertem Zweitstudium) nicht klappte, Rückkehrmöglichkeit in die Seelsorge. Wenn das nicht großzügig und zuvorkommend ist.

In jedem anderen Betrieb hätte jemand für einen solchen Akt betriebsschädigendem Verhaltens die fristlose Kündigung erhalten und wäre schon am nächsten Tag auf der Straße gestanden, ohne dass das irgendwen gejuckt hätte. Jaja, aber die böse böse Kirche …
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Montag, 28. Januar 2008 12:52
Ratibor: Die Verbandsjugend jubelt
Interessant ist, dass sich mit der neuerlichen Pressemeldung die Pressestelle Eichstätt selbst korrigiert. In der ersten Verlautbarung hat man die Ereignisse vom ÖKT schlichtweg ausgelassen (totgeschwiegen?).

Bei der KJG knallen die Sektkorken – ihre Symbolfigur ist wieder in Amt und Würden und kann weiter ihre „ökumenischen“ Thesen verbreiten. Und die Bistumsleitung lacht sich eins, hat man auf diese Art und Weise dem früheren Chef noch eins ausgewischt.

Außerdem gilt: Nicht das, was Bischöfe und Prälaten auf totem Papier über den eucharistischen Glauben von sich geben, sondern wie sie ihn in der Praxis verteidigen und fördern – daran werden sie gemessen. Unsere Jugend ist ja bloß die Kirche von morgen – denen kann man die theologische Unschärfe in Person schon zumuten.
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Montag, 28. Januar 2008 12:22
Ratibor: @Tilly
Ich denke das Bischof Gregor Maria Hanke keine Freude an dem Ei haben wird was ihm sein Vorgänger hinterlassen hat.
Tja, aber Bischof Hanke hat ihn in seinen neuen Job eingesetzt. Und zumindest in diesem Fall kann man wohl sicher behaupten: Der Bischof wusste genau, was er da tut.
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Donnerstag, 10. Januar 2008 14:18
Ratibor: @ Typ
Weil Christen – im Gegensatz zu anderen Religionen – sich durch Milde, Demut und die Bereitschaft, auch Spott und Verfolgung zu ertragen, auszeichen sollten.
Es verlangt ja keiner, dass Christen deswegen gleich Scheiben einschlagen, Supermärkte in Brand setzen oder irgendwelche x-beliebigen Leute – vielleicht sogar noch kollektiv – mit dem Tod bedrohen sollen.

Geschmacklosigkeiten, Verhöhnungen oder sogar gezielte Angriffe unwidersprochen zu lassen, stellt ein schwaches Zeugnis dar und wirft ein trauriges Licht auf die Christen. Bei manchen Themen kann es nicht einfach damit getan sein, sie zu ignorieren (weil man vielleicht die gesteigerte Aufmerksamkeit vermeiden möchte … wie es das Argument bei unseren tanzenden „Nonnen“ war).
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Donnerstag, 10. Januar 2008 14:08
Ratibor: Gläubige Christen – eine Minderheit
Natürlich sind wir eine Minderheit. Vom Konfessionsmerkmal in der Lohnsteuerkarte dürfen wir schon lange nicht mehr auf die Situation der Christen im Land folgern. Und je nach Thema sind manche Katholiken auch innerkirchlich eine Minderheit.

Vor einem Jahr trat in unserer Umgebung eine Tanzgruppe auf, die zunächst in Nonnengewändern frommen Choral sangen und dann eine (fast) Stripshow abzogen – mehrmals groß gefeiert in den Lokalzeitungen. Nur ein Schulrektor der Stadt wollte, dass man da als Kirche auch Position bezieht. In den Pfarrgemeinderäten der Umgebung scheiterte seine Initiative und auch bei den betroffenen Pfarrern fand er dazu keine Unterstützung: „Es ist doch Fasching“, „da sind engagierte Leute aus meiner Gemeinde dabei, die kann ich als Pfarrer nicht vor den Kopf stoßen“ … Der Rektor war dann der einzige, der über einen Leserbrief die Sache anging und musste sich in der Folge noch dumme Kommentare (auch von den Pfarrern) anhören.

Aber dieses Thema ist ja nicht das einzige, bei dem viele Christen heute keine profilierte Meinung (und Hintergrundwissen) haben. Liegt es vielleicht daran, dass manche von ihnen sich nur (passend zum Fasching) in ihrem Leben als Christen „verkleiden“ – manche sogar nur zur Weihnachtszeit?
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Donnerstag, 29. November 2007 15:16
Ratibor: @Aleph
Die Forderung nach vertiefter liturgischer Bildung und Kenntnis der lateinischer Sprache sind ganz wesentliche Voraussetzungen, um die Messe im alten Ritus würdig feiern zu können. Tun-als-Ob ist nicht angesagt. Eine solche Haltung, macht aus der Messe einen Event, dem man beiwohnt, um sich in der zu hinterfragenden Sicherheit zu wiegen, an der angeblich einzigen richtigen Gottesdienstform teilzunehmen. Wer an den außerordentlichen Messen teilnehmen möchte, sollte auch etwas ganz konkretes dafür tun, damit er sich für die Teilnahme als würdig erweisen kann. Alles andere ist flaches modisches Getue ohne jeden geistlichen Tiefgang oder es ist boshaftes, borniertes Sektierertum, das sich in abegriffenen inhaltsleeren Floskeln bewegt.
Wie sehr wollte ich allen ihren Worten zustimmen, wenn sie auch in gleicher Weise für jede Feier der Hl. Messe gelten würden. Gerade auch für die Hl. Messen im „ordentlichen Ritus“ sind ihre Ermahnungen wertvoll und hilfreich.

Woraus ich wiederum ableite: Es ist nicht die Wahl des Messbuches, über das es sich zu streiten lohnt, sondern die Frage nach unserer Liturgiekultur allgemein.
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Donnerstag, 29. November 2007 14:28
Ratibor: @Gunsenum
Verständnis ist nicht automatisch abhängig von der Sprache. Viele Gottesdienst“besucher“ verstehen (!) auch nicht, was sie da sagen, auch wenn es auf deutsch ist.

Der persönliche geistliche Zugang zur Heiligen Messe ist eben eine ganz andere Ebene. Ich hoffe nur nicht, dass ich irgendwann mal am Sonntag alle die zur Messe kommen auf ihre liturgische Bildung hin prüfen muss.
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Dienstag, 2. Oktober 2007 15:19
Ratibor: zum Stichwort „Instrumente“ lesen wir bei M. Kunzler, „Liturge sein“, folgendes (S. 249):
„Inmitten der Hochblüte barocker Intrumentalmusik in der Kirche hob Benedikt XIV. in seiner Enzyklika „Annus qui“ vom 19.02.1748 hervor, dass außer der Orgel nur solche Instrumente zuzulassen seien, die die Stimmen der Sänger unterstützen, nicht aber unterdrücken. Aufgezählt wird eine Reihe von Instrumenten, die aus diesem Grund in der Kirchenmusik verboten sind, so Trompeten, Flöten, Oboen. Wie wenig diese Verbote fruchteten, zeigt nicht nur die Tatsache, dass gerade diese Instrumente in den Kompositionen der Wiener Klassik eine herausragende Rolle spielen, sondern auch, dass solche Verbote immer wieder erlassen werden mussten, zuletzt durch Pius X.“ [mehr…]
Montag, 24. September 2007 00:06
Ratibor: @Jörg Guttenberger
Ich glaube, ich muss jetzt doch nochmal etwas klarstellen: Mit meiner ersten Anmerkung ging es mir um den Umstand, dass der Artikel den Bezug (Sinus-Studie) verschwiegen hatte. Das ist aber schon wichtig zu wissen, sonst wirken die Thesen Fischers ja wie aus dem luftleeren Raum gegriffen. Keineswegs wollte ich mir seine Aussagen oder Schlussfolgerungen zu eigen machen !!!

Die Sinus-Milieustudie zur kirchlichen Situation ist ja ergebnisoffen, d.h. sie stellt nur einen Ist-Stand dar, ohne inhaltliche Fragen zu diskutieren. Das ist die Aufgabe anderer in der Rezeption dieser Studie.

Also, um es nochmals klar auszudrücken: ICH fordere keine Neudefinition der Eucharistie. Ich habe auch keine inhaltliche Bewertung irgendeiner der Fischerschen Thesen treffen wollen.

Und damit ich nicht doch von irgendjemand, der vielleicht meine Worte gegen meinen Willen in den falschen Hals bekommt, noch unter Häresieverdacht gestellt werde, will ich versichern: „Fest glaube ich auch alles, was im geschriebenen oder überlieferten Wort Gottes enthalten ist und von der Kirche als von Gott geoffenbart zu glauben vorgelegt wird, sei es durch feierliches Urteil, sei es durch das ordentliche und allgemeine Lehramt (usw)“. Das schließt selbstverständlich auch die Lehre über die Hl. Eucharistie mit ein … damit das nochmal klar gesagt ist (ich hoffe, der Qualm kommt aus dem Kamin und nicht vom Scheiterhaufen).
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Sonntag, 23. September 2007 21:37
Ratibor: @jolie
werden die unerträglichen aussagen von herrn fischer weniger falsch, wenn man weiß, dass die auf dem hintergrund der sinus-studie gemacht worden sind?

Ich habe nicht von falsch oder richtig geschrieben. Es gehört aber zur Redlichkeit, dass man ein Zitat nicht aus dem Zusammenhang gerissen wiedergibt, sondern es korrekt darstellt. Sonst ist gar nichts gewonnen. Auch ich finde die Thesen von Fischer, selbst in diesem Zusammenhang, mehr als pronlematisch (und das konnte man aus meinem Positng schon rauslesen).

Dennoch finde ich es wichtig, sich mit den Aussagen dieser Studie auseinanderzusetzen. Die dort beschriebene gesellschaftliche Situation ist sehr komplex und dementsprechend kann es keine einfachen Lösungen geben.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich einmal mit dieser Studie auseinanderzusetzen. Danach kann ja jeder auch seine Schlüsse ziehen und in eine Diskussion einbringen. Eine Patentlösung aber wird es nicht geben und gerade das macht die Auseinandersetzung mit der in der Studie beschriebenen Wirklichkeit erforderlich.
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Sonntag, 23. September 2007 14:01
Ratibor: Leider unterschlägt der Artikel den Zusammenhang, in den hinein die Aussagen gemacht wurden.
Es handelt sich um einen Vortrag von Wolfgang Fischer zum Thema der „Sinus-Milieustudie“. (Das Thesenpapier von Fischer kann hier nachgelesen werden).

Bei d. Studie, die seit über 25 Jahren immer wieder erarbeitet wird, wird festgestellt, dass die Kath. Kirche in der Gesellschaft immer weniger präsent ist. Sie sei nur noch in maximal drei von zehn lebensweltlichen Milieus in Deutschland beheimatet; in Pfarrgemeinden lassen sich nur noch in zwei, maximal zweieinhalb identifizieren.

Wenn man sich nicht damit zufrieden geben will, dass die Kirche auf d. Weise den Bezug zu den Menschen verliert, muss man über die daraus resultierenden Herausforderungen nachdenken. Mit einem „Es-muss-alles-so-weitergehen-wie-ich-es-gerne-hätte-weil-das- was-mir-gefällt-auch-allen-anderen-zu-gefallen-hat“-Denken kommt man in Bezug auf die bestehenden und in sich abgegrenzten Milieus nicht weiter.

Auf der anderen Seite wird man ja der Milieu-Problematik nicht gerecht, indem man die Inhalte, die für den Glauben und die kirchliche Lebenspraxis so zentral sind, immer weiter zerpflückt, verwässert und sich so manchen Milieus anbiedert, wie es Fischer macht.

Der Artikel verschweigt aber (bewusst oder unbewusst), auf welchem Hintergrund Fischer seine Aussagen gemacht hat. Erst dadurch kann man sich aber wirklich mit seinen Thesen auseinander setzen (was natürlich dringends geboten ist). Die Studie kann den Blick für eine Herausforderung öffnen, solange man sich nicht sagt: „Ich bin mir selbst genug!“
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Montag, 17. September 2007 19:28
Ratibor: @ r.ruhrgebietler
Ihr „Friedenswunsch“ klingt eher nach „Herr, sei seiner Seele gnädig“. Und alle diese Verurteilungen in ihrem Posting nur deshalb weil ich von „Feier“ spreche.

Ich kann nur Vemutungen Ihnen gegenüber anstellen: viele negative Erfahrungen und Beispiele aus der Praxis werden Sie zu ihrer hasserfüllten Reaktion geführt haben … und auch ich kenne viele beklagenswerte Beispiele. Aber ich finde es doch bedauerlich, dass sie so tief in einen Frust hineingetrieben (worden) sind, dass Sie alles schon an ein paar Worten und Begriffen fest machen. Sie kennen mich nicht, sie waren sicherlich noch nie dabei, wenn ich zelebriert habe, und doch sprechen Sie mir mein Priestertumund meine Intention ab.

Ihre Haltung macht es schwer, die viell. berechtigten Sorgen ihrerseits noch von ihren frustgeladenen Entgleisungen zu unterscheiden. So harte Veruteilung wie die aus ihrem Mund bringen nicht weiter und machen es auch Priestern in den Gemeinden nicht leicht, überhaupt einmal die Trendwende zu versuchen (ein hartes Brot, wie sie wohl selbst wissen, wenn ich ihre Anspielung auf die Räte richtig interpretiert habe).

Im Guten will ich Ihnen doch zwei Worte unseres Herrn zu Betrachtung empfehlen: Mt 7,1: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ und Mt 7,21 „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.“ Den Willen des Vaters erkennt aber nur ein demütiges Herz – nicht der „Übereifrige“ (Mt 7,22f)
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Montag, 17. September 2007 13:19
Ratibor: @ r.ruhrgebietler
Ihre Aussage, dass keine „NOM“ Meßfeier überhaupt würdig sein kann, ist nicht nur sehr gewagt, sondern auch beleidigend. Zumindest empfinde ich als Priester, der sich immer um eine würdige Feier bemüht, dies so.

Da für Sie wohl nur der „äußere Rahmen“ zählt – auch beim Ritus – sollten sie ehrlicherweise nicht von einer „gottfälligen“ Feier schreiben, sondern von einer Ihnen gefälligen Feier.
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Montag, 2. Juli 2007 19:04
Ratibor: @Czibo Nieznany
Als einen Witz verstehe ich das wirklich nicht. Ich kenne den Neupriester und seine Familie persönlich und weiß, dass der Weg in die Katholische Kirche alles andere als ein netter Ausflug oder ein „Umweg“ war, um die Priesterweihe zu erhalten. Im Gegenteil: Zu Beginn steht eine Glaubenüberzeugung, der zu folgen massive Konsequenzen bedeutet: Verlust des Amtes, massiver Druck seitens der Gemeinde und der Vorgesetzten, Verlust der Existenz und der materiellen Grundlage. Noch lange nach der Konversion war nicht sicher, ob es wirklich zur Weihe kommt. Das bedeutet ein großes Vertrauen, dass er – ohne eine Gegenleistung zu erhalten – in die Kirche gesetzt hat.

Mich hat die Lebensgeschichte dieses Mitbruders zutiefst betroffen gemacht, denn ein Blick hinter die Kulissen auch der evangelischen Landeskirche(n) zeigt, dass so ein Weg alles andere als unproblematisch ist.

Dann aber zu behaupten, dass so ein Weg eigentlich nur „Vorteile“ hat, ist Zynismus pur. Man anderer hat nicht den Mut, seinem Gewissen so radikal zu folgen, den die Zukunft ist dann alles andere als offen.
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Montag, 2. Juli 2007 16:14
Ratibor: @Czibo Nieznany
Aber wir verstehen uns schon richtig, dass vier Priesterweihen mehr sind als keine? Und dass die Weihe von Hans-Tilman Golde nicht aus dem Grund erfolgte, weil es sonst keine (!) gegeben hätte. Auch wenn im letzten Jahr zehn Neupriester in Eichstätt am Weihealtar standen und diese Zahl auch für das kommende Jahr erwartet werden kann, so sind die vier Neupriester im April rein zahlenmäßig für das Bistum Eichstätt nicht ungewöhnlich (wenn man die letzten Jahrzehnte betrachtet). Mir geht es nicht in den Kopf, wenn man hinter der Weihe eines früheren evangelischen Pfarrers irgendwelche statistischen Hintergedanken oder eine Art „Geheimwaffe“ gegen den vermeindlichen Priestermangel vermutet. [mehr…]
Montag, 2. Juli 2007 14:26
Ratibor: @Czibo Nieznany
Aber es ist doch eine fatale Entwicklung, wenn die katholische Kirche auf Ressourcen dieser Art zurückgreifen muss, damit es in Eichstätt in diesem Jahr wenigstens eine Priesterweihe geben konnte.

Haben Sie meinen Beitrag überhaupt gelesen? Am 28.04.2007 wurden in Eichstätt bereits vier Diakone zu Priestern geweiht. Die Priesterweihen finden dort am Samstag vor dem Guthirtensonntag statt, die Diakoneweihen kürzlich, um Peter und Paul. In diesem Jahr sind es in Eichstätt also fünf Neupriester.

Ich kann Sie also beruhigen: Die Weihe von Hans-Tilman Golde beruht nicht auf statistischen Erwägungen.

@litterae sunt divitiae
Ich frage noch einmal: Ratibor und Athanasius, warum sind Sie keine Priester?

Danke der Nachfrage: Ich bin Priester!
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Montag, 2. Juli 2007 13:35
Ratibor: @wiener
Ich meinte das nicht respektlos. Wenn dieser Eindruck entstanden sein sollte, entschuldige ich mich in aller Form. Ich habe auch keinen Vorwurf erhoben, sondern eine Frage gestellt. Ich kenne einige vergleichbare Fälle, bei denen die Entscheidung zur Weihe (nicht immer aus eigener Schuld) nicht wirklich freiwillig und überlegt war. Ich bin mir auch bewusst, dass sich Situationen über Jahre verändern können und die Entscheidung zum Verlassen des Amtes zu respektieren sind.

Jedoch sollte man dann auch dazu stehen. Sich jetzt über die Weihe in Eichstätt zu beklagen, die einen ganz anderen Hintergrund hat, finde ich unangebracht.
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Montag, 2. Juli 2007 12:50
Ratibor: Bitte genau hinsehen
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Zitat von Czibo Nieznany: „Ist das nicht großartig? Gut, dass es die evangelische Kirche gibt, die sie von ihren Pfarrern einen abgegeben hat, damit in der Diözese Eichstätt wenigstens durch ihn die Tradition der Priesterweihe aufrechterhalten werden kann. Das ist eine wahrhaft ökumenische Leistung.“

Zu früh gefreut und zu schnell gelästert: Bereits Ende April war diesjährige Priesterweihe in Eichstätt für die Diakone des Pastoralkurses.

@puchil2: Warum fühlen Sie sich provoziert und verhöhnt? Haben Sie vielleicht das Priesteramt und den Zölibat unüberlegt oder halbherzig übernommen. Gezwungen wurden Sie dazu nicht. Mit der besagten Weihe in Eichstätt (und anderswo) können Sie sich also nicht vergleichen.

Immer rufen die Leute nach Ausnahmen und nach Einzelfallentscheidungen – doch wollen sie in Wirklichkeit daraus immer die Regel so machen, wie es ihnen persönlich passt. Und dann fängt man an zu heulen wie ein kleines Kind, dass neidvoll auf ein anderes schaut weil es nicht das gleiche bekommt.
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