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#12 Exsultet 13:37:45 | Dienstag, 18. September 2007
Hetzjagd Welch eine Hetzjagd! Es ist schier un-glaublich, dass sich, trotz allem Geschwätz, Deutschland
wohl immer noch nicht mit der Geschichte auseinandergesetzt zu haben scheint. Im Innersten unserer Gesellschaft
lauert ein Wurm. Dieser Wurm macht es uns als Deutsche unmöglich, uns mit unserer Geschichte sinnvoll
und bewusst auseinander zu setzen. Das hat nichts mit Schuldbewusstsein zu tun, sondern mit gekränkter
Ehre. Viele von uns fühlen sich als Deutsch immer noch als was Besonderes. Das ist ja auch in Ordnung.
Doch sollten wir dann nicht den Fehler machen, uns ständig in einem falschen Geschichtsverständnis zu
sonnen, in dem wir unsere – ohne jede Zweifel – schlimme Vergangenheit im Dritten Reich mit aller Gewalt
vn uns weisen wollen. Jeder, der auch nur im Entferntesten einen Begriff benutzt, der auch im Propaganda-Regime
der NS-Diktatur Verwendung fand, wird von unserer Presse und „wohlverdienten“ Journalisten an den Prnager
gestellt. Diese falsche Schein sollte endlich mal von uns als Gesellschaft entlarvt werden, denn er nützt
nur den Journalisten, die als Erste die Fehler der anderen entdecken. Sollte es nicht vielmehr den Journalisten
an die Ehre und ihren Kragen gehen, die nur auf der Jagd nach neuen „Entgleisungen und Fehlern“ wohlverdienter
Personen des öffentlichen Lebens sind; und dabei ganz nebenbei, weil sie ja die „Story“ als Erste gefunden
haben, auf die sich alle Medien stürzen, ihre „wohlverdinete Prämie“ dafür einstreichen. Das ist doch
bedenkenswert! Nicht,…
#72 Exsultet 16:30:34 | Sonntag, 16. September 2007
un-glaublich Es ist un-glaublich, wieviel Unfähigkeit heutzutage unterkommt. Wer als Journalist nicht
einmal in der Lage ist, einen Kontext zu verstehen geschweige denn sprachliche Stilmittel, worauf hinzuweisen
ist, dass der Begriff „art“ im lateinischen Sprachgebrauch zu finden ist und nichts mit einer Nazi-Vergangenheit
zu tun hat sondern lediglich in dem Sinne seiner Eminez als sprachliches Stilmittel verwendet wurde, sollte
die Feder niederlegen und die eigene Polemik und den eigenen, wohl noch nicht ausgestandenen, Konflikt
mit der Vergangenheit aus der Öffentlichkeit lassen.