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#300 Sebastijonas 02:13:14 | Samstag, 3. Juli 2010
»Gehe hin und sündige nicht mehr!« Hw. Thiele schrieb: »Sie besudeln das Kreuz Christi!« Das sagt
einer, der durch sein Verharren in der himmelschreienden Sünde Christum täglich neu kreuzigt? Wenn’s
nicht zum Heulen wäre, wäre es zum Lachen. HH. Thiele, noch können Sie sich retten. Gehen Sie in sich
und suchen Sie den Weg zurück in die Liebe und Vergebung Christi. Bitte!
#36 Sebastijonas 14:08:07 | Donnerstag, 11. Februar 2010
Konsequente Apartheid Gallowglas schrieb: »Pfarrer & Co haben immer noch ihre Ministranten an denen sie
sich vergehen können«. Statistisch viel gefährlicher als »Pfarrer & Co.« sind ja Familienväter und
Lehrer/Pädagogen. Also am besten: Familien zerschlagen, Kinder und Jugendliche konsequent von Erwachsenen
segregieren, Kontaktverbot. Am wirtschaftlichsten wäre da sicherlich die Lagerhaltung. Also mal ehrlich:
Langsam wirde öde, die Hatz auf »Pfarrer & Co.«, die hier so toll zivil-couragiert von Leuten, die
Pädoparteien wie den Grünen (Cohn-Bendit, …) oder der SPD (Tauss, …) nahestehen, betrieben wird.
#226 Sebastijonas 20:39:07 | Dienstag, 9. Februar 2010
Ein Fall für die Justiz? Der Artikel endet mit dem Satz: »Was sich der deutsche ‘Spiegel’ geleistet
hat, ist ein Fall für die deutsche Justiz.« Das greift meiner Meinung nach zu kurz. Das große Problem
ist doch, dass viele, viele in Deutschland – auch Katholiken – die Hetze des SPIEGELS längst verinnerlicht
haben und begeistert in das Geheul der Meute miteinstimmen. Der SPIEGEL ist nur das Flaggschiff des Mainstreams –
und diesen Mahlstrom kann man mit ein paar Gerichtsurteilen nicht aufhalten.
#66 Sebastijonas 14:35:58 | Sonntag, 7. Februar 2010
@Papsmacher Der Priester muss halt seine wirkliche Position und Funktion als Hirte seiner Herde wieder
erhaltenund nicht nur Wohlfühlmoderator sein. Dann klappts auch wieder mit ordentlichen Berufungen.
#16 Sebastijonas 21:46:26 | Donnerstag, 4. Februar 2010
Hübscher Artikel, … … aber ich hätte gerne eine Quellenangabe, sowohl für die Aussagen Frau Hermans
(oder ist im Artikel eine, und ich habe sie nur übersehen?) wie auch vor allem für deren Aussage, 95 %
aller Krippenbetreuerinnen würden ihre Kinder nie in Fremdbetreuung geben.
#193 Sebastijonas 09:30:46 | Mittwoch, 28. Oktober 2009
Der gute Kardinal Sepe … … scheint – wenn der Kreuz.net-Bericht so zutrifft – ein wenig die Orientierung
verloren zu haben. Seine Aufgabe als bischöflicher Hirte ist es, den Glauben und das Herrenwort zu bewahren
und weiterzugeben und seine Schafe davor zu schützen, in die Irre zu gehen. Sünde ist mehr als nur »oberflächliches
Anderssein«.
#60 Sebastijonas 09:19:40 | Donnerstag, 27. August 2009
Ein schöner Beitrag. Mir ging es so ähnlich: Als ich die alte Messe entdeckte, war das wie eine Offenbarung:
»Ah, es gibt die katholische Kirche doch noch!« :)3
@Stimme Es ging um „Barocknippes“. Du: Ah, dann könnte man den Ritus also auch mit modernen Gewändern
und in einer modern gestalteten Kirche zelebrieren? Warum wird an dieser Stelle dann immer so gegen moderne
Gestaltung gehetzt? Ich: Modern gestaltete Kirchen: Klar, wenn sie einen Hochaltar haben und auch sonst
geeignet sind. Meist (nicht immer) fehlt es aber daran. Moderne Gewänder: Was meinst du? Natürlich muss
es keine Bassgeige sein, oder habe ich etwas falsch verstanden? Natürlich musset nicht Barock sein. In
vielen Bildern findest du ja auch anderes. Es muss halt zur Liturgie passen, in der wir zusammen mit den
Engeln im Himmel das Lob Gottes singen und ihn verehren.
@Stimme der Vernunft Modern gestaltete Kirchen: Klar, wenn sie einen Hochaltar haben und auch sonst geeignet
sind. Meist (nicht immer) fehlt es aber daran. Moderne Gewänder: Was meinst du? Natürlich muss es keine
Bassgeige sein, oder habe ich etwas falsch verstanden?
@Stimme der Vernunft Der Schnitt der Kasel (ob barock oder gotisch oder noch anders) hat ja mit dem Ritus
nichts zu tun. So sehr vernünftig war der Einwurf also nicht.
#35 Sebastijonas 15:20:38 | Dienstag, 28. April 2009
@ JMX Dass die Kirche heidnische Bräuche übernimmt und mit christlichem Inhalt füllt, um die Leute
dadurch zu Christus zu führen, ist ja auch ganz in Ordnung. Ich glaube nur leider nicht, dass in dem
„Diario Intimo“ die persönlichen Bekehrungswege von fünfzehn jungen Männern aus der Welt hin zu Christus,
dass auf der DVD „Sex von A-Z“ die sechs Lebensläufe von Andreas bis Zachäus dargestellt, dass auf der
DVD „444 Sex-Positionen“ 450 Positionen der Kirche gegen modernistische Irrtümer der heutigen Zeit erläutert
werden.
#64 Sebastijonas 12:20:53 | Sonntag, 22. März 2009
@Unschuld In der Antike und bis hinauf in die Neuzeit gab es vor allem nicht die Idee, „Homosexualität“
sei eine eigene sexuelle Identität. Wenn jemand erst mal glaubt, er oder sie sei lesbisch oder schwul,
ist er, ist sie ja in der eigenen gedanklichen Schublade gefangen und kommt da nur noch schwer wieder
raus.
#42 Sebastijonas 21:16:35 | Mittwoch, 11. März 2009
@dubistnichtkatholisch Ich glaube, du interpretierst es nicht ganz richtig, dass die bis jetzt noch etwas
gesondert stehende Kommission Ecclesia Dei in den normalen Apparat integriert wird.
#3 Sebastijonas 10:32:18 | Samstag, 21. Februar 2009
Das ist … … mein Bischof! Zum Durchleuchten: Man kann viel spekulieren, aber die vier sind nicht
als Bischöfe aufgenommen worden, sondern sind nach wie vor suspendiert. Es ging um die Aufhebung der
Exkommunikation. Und Zweifel an der amtlichen Version des Völkermords an den Juden, an den Armeniern
oder an den Tutsi sind in der Kirche nach wie vor kein Grund für eine Exkommunikation, haben also auch
mit der Aufhebung der Exkommunikation nichts zu tun.
#162 Sebastijonas 08:36:31 | Donnerstag, 12. Februar 2009
Ist doch ganz hübsch Ich finde, das sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus, für ne Noteinrichtung
und wenn man sonst nichts hat. So 150 Euro dürfte es auch gerne kosten. Nur der sinnfreie Wortteppich
wirkt dazu etwas zu blumig und fadenscheinig.
#11 Sebastijonas 17:39:16 | Dienstag, 13. Januar 2009
@Gotthard Du meinst sicherlich auch, die Sünderin, die Christus die Füße salbte, hätte besser den
Alabasterkrug und das Salböl verkauft und von dem Erlös einen Reformkindergarten für die Magdalener
Straßenkinder gegründet, wo sie mit Suppekochen so viel zu tun gehabt hätte, dass sie Christus nie
begegnet wäre.
#149 Sebastijonas 21:35:06 | Dienstag, 18. November 2008
Österreich in Afrika? Nun ist es ja nicht so, dass der Kardinal die Messe in Afrika hielt, und es ist
auch nicht so, dass es in der Pfarrei keine würdigen Gefäße gegeben hätte. Nein, obwohl man alles
da hatte für eine Messe, wie sie die Kirche will und auch verbindlich bestimmt, verletzt man die verbindlichen
Regeln bewusst. –- Warum? Ein richtig gutes und vor allem die Regelübertretung notwendig machendes Argument
hat man ja nicht.
#36 Sebastijonas 11:11:37 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Superartikel Gefällt mir sehr gut. :)3 Der Artikel hätte auch ohne den Verweis auf jene berühmten
zwölf Jahre auskommen können. Sie müssen so häufig (bei anderen, nicht hier!) als Totschlagargument
herhalten, dass ich es besser fände, sie wirklich nur dann heranzuziehen, wenn es unumgänglich ist.
Aber sonst hab ich wirklich nüscht zu meckern gefunden.
#9 Sebastijonas 08:17:12 | Samstag, 18. Oktober 2008
@Messdiener Na ja, „Vernunft“ und „Glaube“ gegeneinander auszuspielen, erscheint mir ehrlich gesagt ziemlich
kleinkarriert. Christus ist Wahrheit, und das Vertrauen auf ihn so ziemlich das Vernünftigste, was man
tun kann.
#32 Sebastijonas 00:21:12 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
@Freinsberg Es ist wirklich erstaunlich, mit welcher Verbissenheit sich die Menschen gegen Erleichterungen
und Wohltaten wehren. Natürlich muss die Kirche keinen Ablass gewähren. Sie könnte auch hartherzig
sagen: Jeder muss seine gerechte Strafe absitzen! –- Aber zum Glück ist die Kirche gnädig und barmherzig
und schenkt uns die Möglichkeit, dass uns ein Teil der zeitlichen Strafen erlassen wird. Aber die Kirche
kann machen, was sie will, da werden immer noch Leute kommen und rummeckern.
#81 Sebastijonas 14:02:18 | Dienstag, 14. Oktober 2008
@monti In [einer Messe im ausserordentlichen Ritus] fühle ich mich überall „zu Hause“, wogegen ich mir
oft in [einer Messe im ordentlichen Ritus] (in einer anderen Pfarrei, ich bin viel unterwegs) fremd, „unwillkommen“
vorkomme, weil ich erleben muss, dass die Liturgie, die Antworten der Gläubigen, anders „abläuft“ als
bei mir zu Hause. Das ist aber nicht auf die Neue Messe beschränkt. Auch die Liturgie bei Feier der Messe
in der außerordentlichen Form variiert in der Realiltät. Da kommt alles mögliche vor: lateinischem
Proprium oder deutsche Gottesloblieder, deutsche oder lateinische Evangelienlesung, selbstgestrickte Textergänzungen
usw. Wenn Priester bei der neuen Messe krestiv sein können, können sie’s auch bei der alten. Auch beim
Wechsel von einer altrituellen Gemeinde zur andern kommt es deshalb in der Realität zum Fremdeln in der
Messe.
#62 Sebastijonas 18:44:24 | Montag, 13. Oktober 2008
@Gehe den rechten Weg Ich finde diese These naheliegend. Einem Provokateur, über den sich niemand aufregt,
wird ja schnell langweilig. Was liegt also näher, als sich einen Gegenaccount zuzulegen, um seinen Schmähtrieb
voll ausleben zu können. Nebenbei schädigt man auch noch die wirklichen Kreuznetleser, das Ansehen von
Kreuznet und kann auch noch tolle Artikel darüber schreiben, wie furchtbar das Publikum bei Kreuznet
sei. Das geht natürlich nur solange, bis man wieder n Job hat.
#50 Sebastijonas 15:40:13 | Montag, 13. Oktober 2008
Sinnfreies Geprolle Ich würde ja vermuten, dass all diese Rabanus, hochfrequenz, Quaestor, Gehe den rechten
Weg, Gratias Agamus usw. nur verschiedene Accounts eines einzigen Provokateurs sind. Da würde ich gerne
mal die IP-Adressen sehen.
#9 Sebastijonas 10:32:38 | Montag, 13. Oktober 2008
@ Friedenstaub Oh, eins meiner Lieblingslieder von Extrabreit. Hat zwar hier in der Diskussion nichts
verloren, ist aber trotzdem fein. O:O :)3 Die Bezeichnung „altliberal“ trifft schon ganz gut: Alte Leute
mit verstaubten und kraftlosen Ansichten. Liberalalas halt.
#28 Sebastijonas 21:12:28 | Samstag, 23. August 2008
@georg Setzen Sie sich einfach mal abends in einer deutschen Großstadt in die U-Bahn, dann sollte Ihnen
schon eine Unstimmigkeit zwischen Ihren Zahlen und der Wirklichkeit auffallen. Die Kategorie „Ausländer“
hat doch keinen Sinn außer dem, das Problem kleinzureden. Interessanter ist da schon die Zahl der „Personen
mit Migrationshintergrund“. Und die könnten Sie, wenn Sie mutig sind, gerne auch noch nach Altersklassen
betrachten. Dann werden Sie sehen, wo die Probleme liegen: Das Umkippen der Städte wird zwingend kommen.
Dagegen kann gar nichts mehr unternommen werden. Dafür braucht es nicht mal mehr Traumtänzer wie Sie.
#25 Sebastijonas 09:10:45 | Mittwoch, 20. August 2008
@ Breitie Ich verstehe das noch nicht ganz. In den Zitaten der Breiten wird immer betont: „Wir glauben
nicht an Gott/Götter,“ wenn ich das richtig verstanden habe. Das taucht mehrmals auf. Gleichzeitig wird
das Wort „Agnostiker“ offensichtlich vermieden, also meinen sie das wohl nicht. Was soll dann aber bloß
„Nicht-theismus“ anderes sein als „A-theismus“?
#5 Sebastijonas 19:04:22 | Mittwoch, 23. Juli 2008
@rockdino Ich glaube, du bist in dieser Frage zu dogmatisch. Bei genügend verpeilter Betrachtungsweise
ist z. B. auch Gehörlosigkeit keine Krankheit mehr, sondern die Pforte in eine neue Welt der Empfindungen.
*lach* Mir ist relativ egal, ob du Homosexualität als „Krankheit“ bezeichnen willst oder nicht. Homosexualität
ist eh eine recht junge Erfindung der europäischen Stadtkultur.
#2 Sebastijonas 18:51:01 | Mittwoch, 23. Juli 2008
„Veranlagung oder Krankheit?“ –- Falsche Frage. Na ja, nee, so einfach isset auch nicht. Etwas ist nicht
entweder Krankheit oder Veranlagung. Vielmehr hat die Frage „Veranlagung oder nicht“ überhaupt nichts
mit der Frage „Krankheit oder nicht“ zu tun. Erbkrankheiten sind veranlagt und dennoch Krankheiten. Im
Übrigen geht noch nicht mal die SPiegelONline-Potille so weit, Homosexualität ausschließlich als veranlagt
zu bezeichnen. Ganz im Gegenteil spiele die Veranlagung nach SPON-Interpretation nur eine Nebenrolle: www.spiegel.de/…,1518,562613,00.html
#11 Sebastijonas 10:46:34 | Donnerstag, 26. Juni 2008
Hallo Pünktchen. Hm, aus den bei PI zitierten Antwortschreiben der Kindergärten kann ich eigentlich
nirgendwo ersehen, dass sie den Eltern nahelegen, den Kindern keine Wurst aus Schweinefleisch mitzugeben.
#97 Sebastijonas 01:40:44 | Montag, 15. Januar 2007
Stoßseufzer Ich bin es ziemlich leid, hier unter allen Artikeln nur endlose ad-hominem-Attacken statt
Diskussionen oder Dispute zu lesen. Das bringt keiner Seite etwas und mir auch nichts.
@Horst Eckner Sie schießen mit Ihrer Kritik vielleicht doch ein wenig über das Ziel hinaus. Immerhin
hat ja ein kreuz.net-Leser auf das auch von Ihnen gelobte Buch positiv hingewiesen. Und wohl weder Sie
noch Copertino (beides ja offensichtlich kreuz.net-Leser) entsprechen dem von Ihnen entworfenen Klischee.
Ich hoffe, ich ebenfalls nicht. Damit wären es schon drei, aber tatsächlich werden es wesentlich mehr
sein. Ich bin sicher, Sie sähen das auch, wenn Sie aus Ihrer Verschanzung mal hervorkämen. :)
@kurt usar Einer der Väter des Anarchismus, Max Stirner, hat einmal gesagt: „An großen wie an befreundeten
Menschen kümmert uns Alles, selbst das Unbedeutendste, und wer uns Kunde von ihnen bringt, erfreut uns
sicherlich.“
#20 Sebastijonas 14:06:07 | Sonntag, 2. April 2006
Tradition und Heilige Schrift Nun, die Kirche ist natürlich älter als das NT und geht in unmittelbarer
apostolischer Folge direkt auf Christus zurück. Die Kirche selbst hat ja den Kanon des NT erst festgelegt.
Jetzt den Kanon des NT unbedingt anzuerkennen, die Kirche aber abzulehnen, ist jener unselige Denkfehler,
der auch schon anderen, größeren unterlaufen ist. Die Heilige Schrift gegen die Tradition der Kirche
ausspielen zu wollen, ist ein altes Spiel. Das Laterankonzil sagt z. B. im Jahre 649: „Wenn jemand nicht
bekennt in Übereinstimmung mit den heiligen Vätern, richtig und wahr alles, was der ganzen katholischen
und apostolischen Kirche Gottes weitergegeben und öffentlich gelehrt wurde, sowohl von ebendiesen heiligen
Vätern und den fünf anerkannten allgemeinen Konzilen, bis ins letzte Detail in Word und Absicht: der
sei verdammt.“
#6 Sebastijonas 22:07:22 | Sonntag, 15. Januar 2006
„Erfrischend“ Sich darüber zu freuen, dass die katholische Kirche in Deutschland Schwierigkeiten hat,
scheint mir eine fragwürdige Haltung, die ich nicht nachvollziehen kann. Selbst wenn man meint, die endgültigen
Lösungen zu haben, müsste man eher „mitleiden“, statt sich an den Schwierigkeiten zu „erfrischen“. Diese
„erfrischende“ Haltung scheint mir in gleichem Maße „erfrischend“ wie eine Uta Ranke-Heinemann.
#2 Sebastijonas 12:21:58 | Mittwoch, 31. August 2005
Wirklicher ökumenischer Unterricht Bei uns am Gymnasium hatten wir noch katholischen Unterricht. Da kein
islamischer Religionsunterricht angeboten wurde, hatte sich ein muslimischer Mitschüler dazu entschlossen,
den katholischen Religionsunterricht zu besuchen. Das war tatsächlich interessant, weil nicht versucht
wurde, sich nur auf die mehr oder weniger belanglosen Gemeinsamkeiten zurückzuziehen, sondern weil der
Mitschüler seine andere Position einnehmen konnte und dadurch nicht ein Einheitsbrei sondern konstrastierende
Positionen entstanden, und tatsächlich Toleranz nicht als Übertünchen der Gegensätze sondern im Kennenlernen
und Aushalten der Gegensätze geübt wurde. Wenn schon ökumenischer Religionsunterricht, dann würde
ich ihn mir so wünschen.
#62 Sebastijonas 10:22:04 | Samstag, 27. August 2005
Nicht das Kind mit dem Bade … josefmaria: in jedem fall ist homosexualität eine sündhafte perversion
des sexuellen, die die seele vergiftet. Ich denke, hier ist es tatsächlich einmal sinnvoll, zwischen
Veranlagung und tatsächlicher Ausübung zu scheiden. Wer homosexuell veranlagt ist, hat damit keinerlei
Sünde begangen und allein aus dieser Veranlagung ist ihm nichts vorzuwerfen. Jeder Mensch neigt auch
zur Sünde. Zu welcher im speziellen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wer homosexuelle Handlungen
praktiziert, hat Anspruch auf pastorale Hilfe und Unterstützung, um zu Erkennen, dass und warum er falsch
handelt.
#53 Sebastijonas 09:56:14 | Freitag, 26. August 2005
Homosexuelle und Dienst in der Kirche Ich habe im Prinzip keine Schwierigkeiten, wenn Lesben oder Schwule
Dienste in der Kirche ausüben. Ich bin auch nicht der Meinung, es gebe keine „homosexuelle Veranlagung“.
@Lilith Meine Absicht ist nicht, oberflächlichen Frieden „zu stiften“, sondern bei der Diskussion der
offensichtlich bestehenden Meinungsverschiedenheiten in ruhigeres Fahrwasser zurückzufinden. Da ich mich
auf einer der beiden Seiten wähne, kann ich auch nicht Moderatorenfunktionen übernehmen. Aber ich versuche
mich mit überzogenen Pauschalisierungen zurückzuhalten (auch wenn mir das vielleicht nicht immer gelingt).
Zum Thema „Provokation“: Warum denn hast du den Forennamen „Lilith“ gewählt? Ein bisschen Provokation
wird wohl auch dahintergesteckt haben. :)
#48 Sebastijonas 01:26:47 | Freitag, 26. August 2005
Das Gekeife verselbständigt sich… Ihr schaukelt euch gegenseitig hoch, darunter leidet die Sache, und
es bringt keinem etwas: nicht den Konservativen, nicht den Progressisten, nicht der Kirche. Beiträge
von Benutzern wie Lilith oder Benedikt sind auch für mich nur schwer erträglich, und auch ich ärgere
mich sehr darüber und kann einfach nicht verstehen, wie man so denken kann. Sie aber ohnmächtig zu beschimpfen
bringt genausowenig wie von ihnen beschimpft zu werden. Am besten ist es wohl, ihren Provokationen mit
Langmut zu begegnen und, wenn man diesen Langmut einmal nicht aufbringen kann, vielleicht einen Rosenkranz
zu beten und dann etwas sinnvolleres zu tun.
#18 Sebastijonas 12:41:36 | Donnerstag, 25. August 2005
@apex Lieber Apex, inhaltlich stimme ich dir gerne zu. Der Anspruch der Kirche kann sich nicht am Durchschnitt
angenommener statistischer Erhebungen orientieren. Es wird in der Politik so viel von der Notwendigkeit
von Visionen und Zielen geredet, da ist die an manchen Stellen in der Kirche an den Tag gelegte Kleingläubigkeit
manchmal nur schwer zu ertragen. Andererseits ist es nicht sinnvoll, in der Weise zu polarisieren, wie
du es mit den Pauschalurteilen „Chaotenchristen“ u. ä. tust. Die Äußerungen Lehmanns waren verletzend,
deine aber auch. Ut unum simus. Sebastijonas
#13 Sebastijonas 17:05:33 | Dienstag, 26. Juli 2005
Eigentlich ein guter Beitrag. Eigentlich ja ein guter Beitrag. Aber wendet er sich nicht an die Kirche
in Kanada? In einem deutschsprachigen Forum, wie es kreuz.net ist, wird der eigentliche Adressat vielleicht
nicht erreicht.
Schade Es ist schade, dass auch Benedikt XVI. scheinbar nicht im Stande ist, die Worte Christi öffentlich
zu bekennen: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
@thomas Na, vielleicht sollten wir doch versuchen, nicht in holzschnittartige Schwarz-Weiß-Schemata zu
verfallen. Ich kann durchaus die positiven Wirkungen Johannes Pauls II. erkennen, indem er es vermochte,
Massen für gefühlige Treffen zu bewegen, glaubwürdige Gesten auch an Nicht-Christen zu vermitteln und
Kirche in den westlichen Medien zu einem nicht nur negativ besetzten Thema zu machen. Auch sein ethisch-moralischer
Einfluss, durch den er die seltsamen deutschen Bischöfe dazu brachte, aus der Abtreibungsscheinausstellung
auszuscheiden, ist positiv zu werten. Und ich kann daneben auch die bedrängenden Probleme sehen, die
aus dem Pontifikat Johannes Pauls II. erwachsen sind. Darunter fällt mir am schwersten die Verwässerung
und Verunklarung von Kernaussagen des christlichen Glaubens.
realitätsbezug Nun, was soll all das sterile Gerede von der „Lebenswirklichkeit“ u. ä. Ich wäre froh
gewesen, wenn mein Religionsunterricht auch tatsächlich so Religion unterrichtet hätte und nicht nur
subjektive „Gefühle“. Statt zu unterrichten stellte der Lehrer fragen, trieb uns an zu diskutieren. Aber
zu diskutieren, ohne vorher das nötige Wissen bekommen zu haben, gerät zur Egobespiegelung und nützt
nichts. Ich musste mir fast alles religiöse Wissen nach dem Abi und eigenständig aneignen. Da hat der
ach so „fortschrittliche“ Reliunterricht, der „nah an der Lebenswirklichkeit junger Menschen“ war völlig
versagt. Wissen hat er zu vermitteln. Denn nur auf der Grundlage von Wissen kann der einzelne zu einer
Beurteilung gelangen. Genau deshalb ist Wissen über gerade die theologischen Punkte, die meine Religion
von anderen abhebt, unbedingt notwendig. Die Leute, die meinen, weil sie selbst so kleingläubig sind,
dass sie das Wissen nicht mehr vermitteln können, aus den Schülern das dort doch noch gar nicht vorhandene
Wissen herauskitzeln zu müssen, oder die gar meinen, für fundierte Beurteilungen sei Wissen über die
Sache störend, merken nicht, dass sie nach pädagogischen Dogmen von vor vierzig Jahren unterrichten.
Diese Dogmen waren zu ihrer Jugendzeit vielleicht en vogue, heute sind sie verstaubt und sterben mit ihren
Trägern aus.
#12 Sebastijonas 10:46:58 | Samstag, 25. Juni 2005
runtergeleiert Die lateinischen Texte runterzuleiern ist z. B. im Hochamt schwierig, da sie ja zumeist
psalmodierend vorgetragen werden. Warum deutsche Texte dagegen gegen ein Herunterleiern immun sein sollten,
geht mir nicht auf. Und wer ab und zu auch mal seinen Sprengel verlässt und etwas seinen Horizont erweitert,
und Sonntage nicht nur in Deutschland sondern z. B. auch in Island, Russland, Polen, Litauen verbringt,
der merkt, wie er durch die übermäßige Verwendung der Volkssprache taub und stumm gemacht wird, und
was für eine Befreiung die lateinische Sakralsprache ist, und welch Nationen übergreifendes Band sie
darstellt, wie in ihr die eine Kirche spürbar wird.
Überfüttert @methusalix „Mit Katholizismus sind die Spanier die letzten Jahrhunderte, bis in die Franco-Zeit
derartig überfüttert worden, dass die sich jetzt erst einmal davon erholen müssen.“ –- Es ist fraglich,
wie man mit Katholizismus überfüttert werden kann. Kann man mit Freiheit „überfüttert“ werden? Mit
Wahrheit? Mit Seeligkeit? Na ja, die Deutschen haben auch mehrheitlich rot-grün gewählt, und jetzt ist
der Katzenjammer groß. Das Problem ist aber, dass es keine wirkliche Alternative zum Werteausverkauf
durch die großen Parteien gibt. „Vorurteile aufgeben heisst immer auch Macht aufgeben und wer will das
schon“ –- Das ist ein hübsches Sprüchlein, und es ist auch einiges Wahre dran. Zum Beispiel haben manche
Leute ganz erhebliche negative Vorurteile gegenüber der katholischen Kirche. ;)
Wird die Erklärung Gehör finden? Es wäre wirklich schön, wenn dieses Papier beherzigt würde. Bei
uns im Reliunterricht meinte der Lehrer, an die Transsubstanziation glaube er ja nicht. Es sei vielmehr
ein Zeichen usw. Ist es schon merkwürdig genug, wenn der Religionslehrer die eigenen Lehrinhalte für
Unsinn hält, so ist es noch bedenklicher, wenn Glaubenswissen gar nicht mehr vermittelt wird, sondern
statt dessen Hungerprobleme der Dritten Welt behandelt werden. So kann der Heranwachsende nämlich gar
nicht zu einer eigenen Beurteilung kommen und wird ständig im Stand eines Unmündigen gehalten. Die Wissensvermittlung
(und zwar entsprechend der gültigen Lehre, nicht nach der Privatmeinung des jeweiligen Religionslehrers)
ist gerade die Voraussetzung für eine eigenständige und verantwortbare Entscheidung.