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Etwas naiv Die Unhaltbarkeit der schwarzen Legende ist doch ein alter Hut. In dem obengenannten Buch scheinen
auch nicht allzuviel neue Fakten zu stehen; es ist schon allein von daher eher unwahrscheinlich, daß
es ein großes Umdenken bewirken wird. Die vor Haß gegen die Kirche zerfressenen Augsteins und „Hochmut“‘s
sind doch auch vorher durch die Stimme der Vernunft nicht zur Einsicht gekommen. Die einzige Hoffnung
hege ich gegenüber Leuten, die an die schwarze Legende glauben aber offenherzig sind. Es bleibt jedoch
fraglich, ob allzu viele erreicht werden: das Fernsehen und die auflagenstarken Printmedien sind offen
bis unterschwellig antichristlich eingestellt und werden dieses Buch entweder totschweigen oder verreißen.
@Athanasius Du „verkennst“, daß Ruini ganz auf Linie von V2 ist. Schließlich verlangt Dignitatis humanae,
daß alle Weltanschauungen vom Staat gedultet werden müßten. So gesehen ist Ruini mit seinem Anliegen,
nur zum Nachdenken anzuregen, ausgesprochen konziliar. Ansonsten würde er die „himmelsschreiende Sünde“
der Konzilskirche vollbringen, Andersdenkenden seine Überzeugungen aufzuzwingen.
@Pelagius Die Anführungszeichen treffen doch auch eher auf Sie zu. Ich jedenfalls habe von Ihnen noch
nie eine ernstzunehmende Erwiderung auf traditionalistische Argumente gelesen. Es gab eigentlich nur dezente
Beschimpfungen, jedenfalss so dezent, daß die Redaktion es gerade noch durchgehen ließ. Mal abgesehen
davon, denke ich, daß das Niveau der FSSPX eigentlich noch besser sein könnte. Aber die Vorstellung,
daß ein Lefebvre-Anhänger so differenziert denkt, paßt doch nicht in dieses schlichte Klicheedenken!
@Miles Christi Ich möchte dem Beitrag noch hinzufügen, daß weder Paul VI noch Johannes PaulII großes
Interesse daran hatten, V2 umzusetzen. Jeder dürfte wohl meine theologischen Positionen hier kennen und
ich denke, daß V2 in sich schädlich ist. Aber das wird noch maßlos durch das gesteigert, was man den
Geist des Konzils nennt. Ein schönes Beispiel ist die Konzilsmesse: Kardinal Stickler hat ganz schön
deutlich gemacht, daß Novus Ordo mit dem Wortlaut von V2 nicht zu vereinbaren ist. Denn worum es Paul
VI und Johannes Paul II ging, war der Geist des Konzils. Oberstes Ziel war der Weg in die ökumenische
Superkirche, wo alle Religionen zusammengeschlossen sind. Da nahm man es auch in Kauf, viel Traditionelles
in das Konzil einzubinden, damit man es hinterher der Vergessenheit anheimfallen lassen kann. Unter den
beiden Päpsten war es hoffähig, z.B. zu leugnen, daß die Evangelien Augenzeugenberichte sind. Aber
wehe den „bösen Schismatiker“ um Marcel Lefebvre. Insofern ist die Ankündigung von Benedikt XVI, den
Buchstaben von V2 hervorzuheben und nicht den schwammigen Konzilsgeist gar nicht mal so schlecht.
Die Kraft der Suggestion Das Beispiel der „Aufklärung“ zeigt wieder einmal, wie, um mit Voltaire zu sprechen,
eine Lüge von allen geglaubt wird, sobald sie nur häufig genug wiederholt und in die Leute eingehämmert
wird. Das Problem wird ja dadurch deutlich , daß es fast so aussieht, wenn jemand sich gegen die „Aufklärung“
und den „Kult der Vernunft“ stellt, als ob er gegen Vernunft und Aufklärung sei. Dabei stellt er sich
nur gegen Ideologien mit diesem Namen. Ironischerweise hätten sich gerade die ersten Naturwissenschaftler
gegen die feindliche Übernahme seitens der „Aufklärung“ heftigst verwahrt; Isaac Newton wird dabei von
manchen seiner Biographen als der letzte geistige Vertreter des Mittelalters beschrieben ( daß ausgerechnet
Kant den „unaufgeklärten“ Newton bewunderte, sei nur als Ironie der Geschichte bemerkt ). Blaise Pascal
war ein geradezu glühender Katholik und Galilei auch ein frommer Christ.
Beispiel Ich kenne obige Person nicht und weiß auch nicht, ob obiges Buch (das von 1958) rechtgläubig
oder häretisch-ökumenisch im Sinne von Mortalium animos ist; angesichts der Tatsache, daß diese disziplinarischen
Maßnahmen zu einer Zeit stattfinden, als die Kurie noch zu 100% glaubenstreu war, ist wohl eher letzteres
anzunehmen. Jedenfalls sei dieses Beispiel all denen ins Stammbuch geschrieben, die meinen, Ecclesia Dei
müsse kritiklos hingenommen werden; disziplinrische Entscheidungen sind nun mal grundsätzlich revidierbar!
Warum… discovery www.discovery.org/www.discovery.orgwww.kreuz.net/wird eigentlich soviehl auf Aufmerksamkeit
auf diese Sekte verschwendet? Warum berichten kreuz.net und kath.net nicht gleich etwas über die internen
Aktivitäten der Zeugen Jehovas und Baptisten? Jedenfalls sind die noch katholischer als diese Apostaten.
Was mich auch ärgert, ist die Tatsache, daß es Dinge gibt, die erheblich wichtiger sind, als diese Minisekte.
Frage: wem der geneigten kreuz.net Leser waren die folgenden Namen, bevor ich sie darauf aufmerksam gemacht
habe, ein Begriff?: William Dembski, Michael Denton, Jonathan Wells, Michael Behe? bzw. folgenden Link:
www.discovery.org ? Ich befürchte, nur sehr wenigen, vielleicht niemanden. Jedenfalls bewegen mich diese
Leute erheblich mehr!
@highnoon Ich hätte gerne eine Begründung, daß das Evangelium jetzt „einladend“ und „missionarisch“
gepredigt werden muß. Ich empfinde die Konzilskirche alles andere als einladend; es ist ein widerwärtiges
Monster! Schließlich sind die ersten Christen nicht herumgelaufen und haben ihre Hochachtung gegenüber
Hurerei ausgedrückt. Nicht geistige Speichellecker des Zeitgeistes, sondern authentische Christen sind
gefragt!
@ Dr. Otterbeck Warum sagen Sie, ich höre auf das Konzil? Welches Konzil meinen Sie? V2? Nizäa? Ich
jedenfalls höre auf das immerwährende Lehramt und auf die Konzilien! Jedenfalls hat die Kirchengeschichte
im Jahre 30 und nicht 1958 angefangen.
Waschechter Neokatholik… ist Thaumaturgos. Erst Gestern habe ich die Absurdität der Neokatholiken dargestellt
und nun kommt einer und muß auch noch dieses „Klischee“ bedienen. Dabei kann man in „Ecclesia Dei“ nachlesen,
daß V2 Neuerungen enthält. Die Kirche hat immer gelehrt, daß mit den Aposteln die Offenbarung abgeschlossen
hat. Ich denke, wir sollten uns lieber an „Ecclesia Dei“ halten, wo man es schwarz auf weiß hat, daß
V2 mit der Tradition unvereinbar ist.
Hoffnungsschimmer Eigentlich spricht das Referendum dafür, daß wir mit Optimismus in die Zukunft blicken
dürfen. Es ist fast schon zuviel des Guten: wir haben einen Papst, der angekündigt hat, sich an den
Buchstaben des Konzils und nicht an dessen Geist zu halten. In den letzten Wochen haben wir gleich zwei
Referenden gehabt, wo die gottlose EU-Verfassung abgelehnt wurde. Die hl. Jungfrau hat ja angekündigt,
daß am Ende ihr unbeflecktes Herz triumphrieren werde. Es dürfte wohl so sein, daß man diese Dinge
als Zeichen der Vorsehung so betrachten darf, daß wir nicht den Kopf in den Sand stecken sollen. Ob die
wohl die Wölkchen sind, dei die Gnadenflut andeuten?
Opus Dei Mit dieser Organisation habe mich ich nicht sonderlich beschäftigt; ich weiß aber, daß sie
in glaubentreuen Kreisen einen ziemlich schlechten Ruf hat. Allerdings schwebt mir vor, den Pristern und
eventuell auch den Laien einen ähnlichen Status wie den OP-Mitgliedern zu geben; dann wäre unser Hirte
der Generalobere und nicht der jeweilige Ortsbischof.
Lieber Athanasius! Ich möchte Deinem Artikel noch die Bemerkung hinzufügen, daß dieselben Leute sich
ganz schrecklich aufregen, wenn man sagt, daß man zur Piusbruderschaft geht. Frage ich dann nach, wo
man eine Messe in einem ostkirchlichen Ritus besuchen könne, wird man wie selbstverständlich auf echte
Schismatiker verwiesen. Ich habe einmal ganz seelenruhig einem halbtraditionellen Priester, der sogar
die Soutane trug und von Zeit zu Zeit sogar die alte Messe zelebriert, gesagt, daß ich demnächst eine
Messe bei der FSSPX besuchen werde „ WAAAS!??! ABER DOCH NICHT ZU PIUS!!!“ Dann kam das Gespräch auf
meine Motive zu sprechen, daß der Korankuß des alten Papstes, Assisi, Ökumene und der ganze Kram auf
mich ziemlich abstoßend wirkt. „Ja, aber so rechtfertigt jede Sekte ihre Trennung von der Kirche.“ Dann
kam das Gespräch auf die EKD zu sprechen, die ja die Trinität ablehnt (siehe Bultmann). Folglich sind
sie genau so wenig Christen wie die Zeugen Jehovas. „ So habe ich früher auch gedacht, aber dann begegnete
ich einem Protestanten, der seine Krankheit in Christus annahm.“ Die Neokatholiken merken gar nicht, wie
absurd und inkonsistent sie wirken.
Typisch… ist die Sache. Eigentlich lohnt es sich fast gar nicht mehr, sich darüber aufzuregen. Ja,
aber wenn sich Christen über Sexualkundeunterricht oder das Freimaurerbuch „Natan der Weise“ aufregen,
ist von dem Neutralitätsgebot des Staates überhaupt nicht mehr die Rede und über die Eltern werden
Bußgelder und Haftstrafen verhängt.
Zynisch… muß man die Behauptung nennen, die Laientheologen seien gut ausgebildet. Zumindest hier in
Deutschland ist die Lage katastrophal. Und in der Schweiz wohl kaum besser. Jedenfalls weiß ich aus eigener
Erfahrung, daß diese Leute etwa im Religionsunterricht banales Geschwätz oder modernistische Märchen
erzählen. Und da wundert man sich, daß die Jugendlichen keine Lust haben, in die Kirche zu gehen. Denn
die Predigten sowohl der Priester als auch der oftmals überwiegend überalterten Laien sind genauso schlimm.
Lieber Laurentius der zweite ich wollte diesen Leuten bestimmt nicht den guten Glauben absprechen. Aber
angesichts der Fehlbarkeit des Menschen muß zum guten Willen eben auch die richtige Erkenntnis hinzukommen.
Ansonsten greift man ins Leere. Ich möchte in dem Zusammenhang mal aufzeigen, wie in dieser neokatholischen
Atmosphäre das viele Traditionelle letzten Endes wirkungslos bleibt, ja sogar eher dazu führt, die Apostasie
zu begünstigen: als ich mal in der Bibliothek war, habe ich mir den Denzinger angeschaut; neben z.T.
sehr alten Texten habe ich auch einen Blick in das letzte Konzil genommen. Ja und was muß ich da lesen?
Ich wußte, daß es mehrere skandalöse Texte im Konzil gab, aber das war echt… nicht der Hammer! Im
Gegenteil. Es war das Schema über die göttliche Offenbarung. Da hieß es unter anderem, daß zwei der
Evangelien Augenzeugenberichte seien, zwei andere auf Augenzeugenberichten basierten. Vom Lefebvre-Sympathisanten
zum Neokatholiken hat mich das bekehrt. Denn was steht z.B. in der Einheitsübersetzung? Da heißt es
ganz unverfroren, daß nicht Matthäus das nach ihm benannte Evangelium verfaßt hat. Und was hat Rom
dagegen getan? Nichts!
Wirkungslos… müssen solche Veranstaltungen bleiben, weil sie im Rahmen der schwammigen Konzilsatmosphäre
stattfinden. Man darf nicht vergessen, daß „Freude am Glauben“ auch jene fragwürdige Entscheidung bzgl.
der „Messe“ von Addai und Mari unterstützt. Bei aller gebotenen Treue zum Lehramt, muß man sehen, daß
diese Treue selbstverständlich auch gegenüber dem derletzten Jahrhunderte zu gelten hat; nach dem Katechismus
des Konzils von Trient sind ja auch die Wandlungsworte absolut für die Gültigkeit der Messe notwendig.
Was kommt als nächstes? Wenn der Papst nun auf einmal erklären würde, daß vorehelicher Geschlechtsverkehr
bei aufrichtiger Liebe nur eine läßliche Sünde sei, würden diese Leute über die Weisheit des Papstes
jubeln und sich die ach so rechthaberischen schismatischen Traditionalisten erregen, die sich wieder gegen
das Lehramt stellen.
Leere Versprechung Dieses Versprechen wird die CDU wohl kaum einlösen. Man darf nicht versprechen, daß
sie 1995 für eine weitere Lockerung des §218 mitverantwortlich war; ferner hat ja Stoiber 2002 angekündigt,
daß die Homo-Ehe nicht zurückgenommen wird. Ich kann allen Brüdern in Christus nur raten, CDU/CSU nicht
zu wählen! Schließlich soll man ja nur eine Partei wählen, die christliche Werte vertritt, wie es in
den 50-er Jahren hieß.
Koch Es stellt sich die Frage, ob Seine Exzellenz Kurt Koch den Typen nicht auch exkommunizieren könnte.
Schließlich ist der doch wohl ein Modernist und somit Apostat. Apostasie, Abfall vom Christentum, schließt
seiner Natur nach eine ipso facto Exkommunikation mit ein. Zum Nachweis könnte auch schon das persönliche
Gespräch reichen; schließlich macht der Sodomit aus seiner antikatholischen Einstellung kein Hehl.
Primat des Papstes @ doctor subtilus: Die Behauptung, im ersten Jahrtausend habe es nur ein Ehrenprimat
gegeben ist ziemlich falsch. Jedenfalls gibt es eine Reihe von Äußerungen, die das widerlegen. Der erste,
der so etwas behauptet hat, war Photius im 9.Jahrhundert (!). Jedenfalls in all den Polemiken gegen die
katholische Kirche habe ich noch nie ein vorphotianisches Zitat gelesen, wo derartiges behauptet worden
ist. Um z.B. auf die Orthodoxie zu kommen; im Internet gibt es eine ziemlich antikatholische Seite namens
orthodoxinfo. Dort wurde gebetsmühlenartig behauptet, die katholische Lehre über das Papsttum sei eine
Neuerung, ja aber behaupten kann man viel! Z.B. polemisierte schon im 3.Jahrhundert der vom katholischen
Glauben abgefallene Monntanist Tertullian gegen den päpstlichen Primatanspruch. Von Augustinus stammt
der Spruch :„Rom hat gesprochen die Sache ist beendet“ Jedenfalls gibt es da auch noch die Äußerung
von einem Papst des 5. Jahrhunderts (die Quelle muß ich noch mal nachgucken):“ Der Stuhl Petri kann jeden
richten, er selbst kann von niemanden gerichtet werden.“